GRAFEN V. LORBEN.
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Grafen v. Loelien.
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Besitz: Nieder-Hiidelsdorf und Ober-Gerlachsheim in der preuss. Oberlausilz.
Wappen: Schild quergelheill; oben in Blau eine wachsende vorwärts-sehen de Mohrin (nach einer von Sinapius angeführten Ueberlieferung eine Mohren-Königin) mit etwas aufgezogenen, doch sonst am Leihe herabfallenden und sogekehrten Armen, dass man das inwendige der Hände sieht. Dieselbe trägt eineroth und silberne Kopfbinde, deren beide Enden, oben das rolbe, unten das sil-berne, links fliegen, und ist am Halse mit einem goldenen Kleinod, und an jedemOberarme mit einem goldenen Armband geschmückt; unten von Roth und Silberin vier Reihen, jede zu sechs Feldern, geschnellt. Das Schach kommt in Bezugauf die Felder sehr verschieden vor. Man findet auch fünf Reihen, je zu sechs'Feldern, oder die ersten derselben von acht Feldern, etc. Auf der Grafenkroneerheben sich drei gekrönte Helme. Der rechte trägt einen die Sachsen einwärts-keh'renden, von Both und Silber in 6 Reihen, jede zu 4 Feldern, geschacbten, ge-schlossenen Adlersflug; der mittlere, zum Stammwappen gehörige, die Mohrin deroberen Schildhälfte, die nach einigen Angaben mit den Händen die Krone des Helmsberührt, nach anderen bis an die Kniee zu sehen ist, und der linke Helm einenvon Silber und Roth, wie angegeben, geschachten, geschlossenen Adlersflug. DieHelmdecken sind roth und silbern, und den Schild halten zwei vorwärtssehendeMohren mit weissem Schurze, welche die freie Hand in die Seite stemmen.
Eins der ältesten und angesehensten Adelsgeschlechter in Sachsen,Schlesien, den Lausitzen, der Mark Brandenburg und im Magdeburgischen,aus welchem Glieder später sowohl den Freiherren - als den Grafenstanderhalten haben. Nach einer angeblich 1610 von dem kaiserlichen Lehns-secretair zu Prag aus den Ritterbüchern gezogenen s. g. „zuversichtlichen"Nachricht über die Familie, welche 1661 zu Guben gedruckt wordenist, soll Daniel Lost 723 sich mit einer africaniscben Königin in einernstliches Schachspiel eingelassen und dasselbe, nachdem er den eige-nen Kopf gegen eine grosse Geldsumme eingesetzt, glücklich gewonnenhaben. Derselbe soll dann in den Kriegen gegen die Ungläubigen dieStelle eines Feldherrn erhallen und den Sultan in Aegypten gefangengenommen haben, weshalb jene Königin ihm, weil er sein Leben immerritterlich gewagt, den Namen Löben oder Leben — wie sich auch später
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