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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. LAMBERG.

Wilhelm aber pflanzte die Wilhelmische und die von dieser weiterabstammende Herwardsche Linie zu Sauenstein und Reuttenburg. VonWilhelms Sohne, Balthasar , stammte im dritten Gliede durch JohannWilhelm und Johann Herbard (Ilörward) Johann Herbard II., welcher1667 vom Kaiser Leopold I. mit seinen Verwandten, den Freiherrenv. Bamberg, in den Grafenstand erhohen wurde. Derselbe hinterliesszwei Söhne, Wolfgang IIerbarb und Maximilian Engelbert . WolfgangHerbards Sohn, Carl Leopold, starb ohne Nachkommen, und MaximilianEngelberts Enkel, Maximilian AnLon Leopold, der Sohn Philipp Maximilians,ebenfalls kinderlos. Georg III., der fünfte Sohn Georgs IL, stiftetedurch seine Nachkommen die Linie zu Stein und Gollenberg in Krain,welche im Mannesslamme mit Johann Nepomuk Anton 1828 erloschenist, im weihlichen Stamme aber noch blüht.

Jacob der drille Sohn Wilhelms II. und der jüngere BruderGeorgs stiftete durch den in der Ehe mit Magdalena v. Greisseneckerzeugten Sohn Sigismund die Linie zu Rotenbüliel und Haebach, welche1689 mit Johann Weickard erloschen ist.

Was die neuesten genealogischen Verhältnisse der Familie anlangt,so führt, neben der fürstlichen Linie, das Genealogische Taschenbuchder gräflichen Häuser für 1853 die Grafen v. Lamberg unter vierRubriken auf und zwar unter A als bayerische ältere Linie zu Amcrang,unter B als Linie zu Orlenegg und Ottenstein, unter C als Liniezu Stein und Gullenberg und giebl unter D die Nachkommen des GrafenLeopold Raimunds. Die unter B aufgeführte Linie zu Ortenegg undOttenstein wurde von früheren Schriftstellern als Ast zu Stockemangegeben und die unter D aufgeführten Nachkommen Leopold Raimundsgehören, nach früheren und den obigen Bestimmungen, der älteren Liniezu Greilfenfels an.

Iii Bezug auf die fürstliche Linie ist Nachstehendes das Wichtigste.Caspars III. (s. oben) Urenkel, Johann Maximilian , geh. 1608, gest. 1682,Kaiser Leopolds !. Oberst-Hofmeister und 1648 bevollmächtigter Gesandterzur Schliessung des Friedens zu Osnabrück, erhielt als kais. Reichs-Hofrath mit seinem Brutler Johann Wilhelm und der ganzen Descendenzhei der Krönung zu Regensburg 1636 vom Kaiser Ferdinand III. denReichsgrafenstand, doch wurde das Diplom erst den 5. Sept. 1641ausgefertigt. Von den Söhnen desselben bildeten Franz Joseph , gest.2. Nov. 1712, und Caspar Friebrich , gest. 1686, zwei Unlerlinien.Die Nachkommenschaft Franz Josephs ergab die ältere Unterlinie, oderdie am 15. Dec. 1797 erloschene fürstliche Linie. Aus dieser erhieltdes Stifters älterer Sohn, Leopolb Matthias , geh. 23. Febr. 1667,gest. 10. März 1711, k. k. Geh. Rath und Oherst-Hofstallmeister, dasOberst-Erbland-Jägermeister-Amt in Oesterreich oh der Ens und am1. Mai 1707 die Reichsfürstenwürde für den jedesmaligen Erstgeborenenund im Falle der Mannsstamm des ersten Erwerbers aussterben sollte,für alle männlichen Nachkommen Johann Maximilians, wie solche derOrdnung nach in der Fürstenwürde zu succediren hätten. Im hohenAller folgte ihm in der Fürstenwürde der Vater, Franz Joseph , starb