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GRAFEN V. LAHBERG.
Die Sauenstcinsche etc. Linie führt im Mittelschilde das Kranichbergsche Wappen : inRoth auf grünem Iiiige! einen Kranich und auf dem mittleren Helme, statt desHundes, den Kranich. — Das älteste ursprüngliche Lambergsche Wappen war einder Länge nach getheilter Schild, rechts blau, mit einem silbernen breiten Quer-balken belegt, links roth, ohne Bild. Bei Vermehrung des Wappens durch KaiserFriedrich III. wurde, nach einigen Angaben, die rechte Hälfte des 1. und 4. Feldeszweimal blau und zweimal von Silber abwechselnd der Quere nach gelheilt.
Uralter deutscher, nicht, wie Einige angehen, krainischer Adel. DieFamilie hiess, wie Jacob Freiherr v. Lamherg, welcher 1559 zuerstGeschichte und Stammreihe seines Geschlechtes zusammengestellt, undwie Graf v. Wurmbrand in den Collectaneis genealogico-historicis,Cap. 15, p. 32, angegeben, vor Alters v. Rittersberg, nachdem aberein Sprosse des Geschlechtes an einem Fusse lahm geworden und vomVolke den Beinamen: der Lahme, bekommen, sollen die Seinigen unddie Nachkommen derselben die Lamberge genannt worden und dieserName der Familie gehliehen sein. Vollrath I. (Vollrad) Herr zu Lamherg,geh. 1109, gest. 1177, war Toparcha in Oeslerreich, wo seine Vor-eltern schon sesshaft gewesen waren und Wilhelm 1. schon 1330 inNieder-Oesterreich mit Felss (Velss), Abbtslorf (Abstorf) und Enkhabrunnbegütert. Der erwähnte Vollrath 1. kommt mit Wallher v. Lamherg,vielleicht Vollralhs Sohn oder Bruder, urkundlich 1161 als Zeuge vor.— Wallher lebte nach Graf v. Wurmbrand noch 1187. Otto v. Lam-herg trat 1189 als Zeuge auf. Im Hauptslammbaume der Familie führtMayer (vollkommener Adel des hochfürstlichen und gräflichen Hausesv. Lamherg; Wien 1709) nach Vollrath I. Vollrath IL und III. auf undnennt weiterhin Hermann Herrn v. Lamherg, welcher 1273 KaiserRudolphs I. v. Habsburg Oberhofmarschall war und 1308 noch lebte,doch könnte dieser wohl, nach dem Abte Marquard Herrgol und nachHorneck, statt ein Lamherg, ein: Landenberg gewesen sein. Martinund Johann v. Lamherg lebten um das Jahr 1300. Von Wilhelm I.,welcher 1322 in der Schlacht hei Mühldorf in Bayern für KaiserFriedrich, den Schönen, von Oesterreich gefochten, vermählt mit Jerlha,oder Jutha, insgemein Gauhze, beginnt die ordentliche Stammreihe desGeschlechts: der Sohn desselben, Wilhelm 11. v. Lamherg — nach denmeisten Angaben v. Vollrath I. im 7. Gliede stammend — war derErste, welcher sich in Krain niederliess. Derselbe erhielt durch Diemuth(Demuth) v. Podwein (Pottwein, Pöttwin), der Erblochter des Nicolausv. Podwein, ansehnliche Güter; doch ist es, wie sich weiter untenergieht, ein Irrlhum, wenn das Genealogische Staats-Handbuch annimmt,dass schon Wilhelm IL mit dem Lambergschen Wappen das Podweinschegeführt habe. Aus der erwähnten Ehe stammten drei Söhne: Balthasar,Georg und Jacob , welche 1414 das väterliche Erbe theilten. Bucellinisetzt als vierten Sohn noch Dietmund v. Lamherg hinzu und giebt alsSöhne desselben Hans und Friedrich v. Lamherg an, doch ist überetwaige Nachkommen derselben nichts bekannt. Balthasar, Georg undJacob theilten, nach den gewöhnlichen Angaben, zuerst ihren Stammund pflanzten jeder eine Linie des Geschlechts, und zwar Balthasar dieältere, Georg die mittlere und Jacob die jüngere Hauptlinie. Balthasar,