Print 
2 (1853) L - Z
Place and Date of Creation
Page
X
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

x

vorwout.

doch eben so die, wie ich weiss, beanstandete Fassung meinerAngaben über die Grafen v. Berchem - Haimhausen und Schlitz-Görtz-Wrisberg berichtigen!

Was mich betrifft, so wünsche ich historischen Sinn undi m Schwierigen Fleiss bewiesen, so wie für zwei wichtige lliilfs-wissenschaften der Geschichte, für Heraldik und Genealogie,gearbeitet zu haben. In beiden, welche, sehr zufallig, das Spielmeiner Jugend gewesen, von mir aber, treu dem gewählten Berufe,länger als dreissig Jahre fast ganz vergessen worden waren, fandich in späterer Zeit, wenn ich Erholung von ganz anderer Arbeitund von den Sorgen des Lebens für nöthig erachtete, einen Genuss,wie Stunden der Erholung wohl selten bringen mögen. Da wurdein mir der Wunsch rege, den Freudenspendern meinen Dank, wennauch, nach meinen Verhältnissen, in sein' enge gezogenen Grenzen,irgend wie zu bethätigen, und zunächst nur von diesem Wunschegetrieben, reichte ich dem Herrn Verleger meine Hand. Die über-nommene Mühe war, meiner Liebe zur Sache ungeachtet, eine nichtgeringfügige: möchte durch mein Werk, neben der Genealogie, derHeraldik aus dem Lande, welches auch für diese Studien so vielgeleistet hat, aus SACHSEN dessen Universität Leipzig von 1711Iiis 1724 in dem tüchtigen J ohann W olfgang T rier , dem treuenAnhänger der heraldischen Schule des grossen P hilipp J acob S pener,den ersten deutschen öffentlichen Lehrer der Wappenwissenschaft unddas von demselben 1714 mit acht Mitgliedern gestiftete Collegium heral-dicum aufzuweisen hatte von Neuem eine, wenn auch sehr kleineFrucht zu Theil werden und möchte mir für diese Frucht, welche ich,wäre es mir möglich gewesen, gern besser dargeboten hätte, einspäterer Heraldik®' und Genealoge in einer Zeit, in welcher ich inanderer Beziehung längst vergessen bin, so herzlich im Stillen nureinmal danken, wie ich meinen Vorgängern, ohne welche ich dieseArbeit nicht unternehmen konnte, in frohen Stunden sehr oft ge-dankt habe.

L eipzig , am II. August 1853.

Prof. D. Ernst Heinrich Kneschke,