SPRACHE LXXXV
haust 146, 15. gaun 3, 22. ergaun G, 7. engaut 37, 7. vergaut54, 26. widerstaun 146, 22. verstaun 15, 21. verstaust 140, 20.waunde 55, 18. 127, 15 neben wanden 55, 18. getaun 6, 6. baur 12,18. laussen. laun 17, 12. lauzze 108, 8. laustu 36, 6. laut 54, 26.aun underlauz 10, 21. 127, 10. gelauzzenhet 126, 21. auten 2, 147, 9. autmen 2, 2. — au = o (AG 51. 96): gelauben 137, 7. — frau20, 4. Aviaun 42, 19. — au hat ou fast verdrängt (AG 96): äugenhaupt lauf ungelaublichen auch getaufet berauber u. s. w. — au = ü(AG 51. 96): saumsalin 162, 16/. steht ganz vereinzelt neben sumselin83, 16/.
Der Umlaut des an erscheint in den Schreibungen äu reu sbw euund ist von mir durch äu äw eu tmcdcrgcgcbcn. ä (ä) für äu (AG 88)steht in fräde 48, 22. 49, 14. 89, 19. 90, 17. 19. Ohne Umlaut begegnenfrawe (dich) 149, 19. fraut 17, 21. gefrawet 30, 25.
I au = a (AG 52. 96): grauffen XXXIII, 121. lausz XXXV, 64.lautz LXV, 22. laut (2 PI.) XIII, 80. launt XXXVIII, 55. haustXXXIV, 53 und durch Conjcctur haut XV, 45. XLIII, 64. XLVIII, 66.Auch XLIV, 43. gaub XI, 16. XLVIII, 7. plaug LIII, 6 (plaüg)..13. 17. 22. plaugen LIII, 12. audern (äudern) XLVI, 74. — Überaugstein = agestein L, 23 vgl. Wackernagel Kleinere Schriften 1, 73. —au = ü (AG 51. 96) sehr häufig: trautbette XXXV, 4 neben trutbettV, 25. gehauszet XXXV, 3 neben gehuszen XI, 52. u. s. w. — au= mM. ou (AG 96) häufig z. B. rauch XVI, 12. urlaub XL, 85. 86neben urloub XL, 65. — au = mhd. uo begegnet in bauch XIX, 32neben buch XXXV, 82/
Schreibungen mit äu eu äw ow entsprechen mM. iu, welches sichdaneben in der Schreibung ü erhalten hat. Es begegnen trauen traugetriiuer geträulich enbiiut erbiiuttest fläuist — enbeut neulich leuch-tend — geträwer räwenden XLVII, 20. dräwe XLIX, 34 — getrewetrewo neben getrüwe trüwen getrülich vgl. auch truwen L, 15.
Für äw in dem häufigen ich geträw (neben handschriftlichem ichgetrüw XXXVII, 24. XXXIX, 24. LV, 14. getruwe ich XXVII, 24),bäwist XLIX, 30. schäwe XLIII, 142 schrieb ich au aw. — äw ewüw im Auslaut oder vor folgendem Consonanten habe ich in äu (au) euü aufgelöst und z. B. trü geschrieben für handschriftliches trüw; dadie Schreibung äu äw entschieden überwiegt, schrieb ich für das häufigetrw getrw: trau getrau (Adj.); aber getrau (1 Sg.).
ei
XK Das alte i ist, wie schon bemerkt, durchgehend gewahrt geblieben;scheinen 162, 23. scheint 163, 15 begegnen in dem von anderer Handgeschriebenen Paternoster. — ei durch Verschmelzung seigt seit (Praet)24, 5.