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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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LXXIV HEINRICHS REDEWEISE

kaisers sun (XLV, 21/1); geladen junekfrawe uf den tischder ewigen Wirtschaft (VII, 1); seines liehen Herren aller-liebstes Kind (VII, 8f.); hochgeborenen Königs Tochter(XXXIV, 15/".); diemüttige und hochvertige gemachel desobersten Salomonis (XXXV, 7/.); seiner Frau (Maria) liebsteTochter (VII, 9); Marien selige nachvolgerin von irdischenzu dem himelischen, von zergencklichen zu dem ewigen u. s. tu.(XXI, Iff.). Im Briefe XXXIII wird die Geschichte vonÄhasver und Esther auf Christus und Margaretha über-tragen; wie Esther heisst auch sie erhöchtu in dem volk(XXXIII, 49/f. 67). Sie selbst nennt sich LXVII, 14 einegetreue Nachfolgerin der Menschheit Jesu Christi, vgl. auchdie mannigfachen auszeichnenden Benennungen für die Frichin,Anm. zu II, 22 (S. 322).

Es ist nur consequent, wenn bei einer derartigen Ver-herrlichung Margarethas Heinrich sich selbst auf die niedersteStufe stellt und sich in den bescheidensten, geradem er-niedrigenden Ausdrücken seiner eigenen Persönlichkeit ge-fällt. In den meisten Briefen nennt er sich Margarethasarmen unwürdigen Freund und Priester (XLVI, 4), dem-gegenüber er sich nothdürftig (III, 17), dürr (LIV, 7), sündig(XXIX, 22. XXXIV, 17. XLIII, 2. XLVI, 4), Idein (XI,27. XLIX, 4), blind (XVI, 55. XLIII, 20. 22), stumm (XVI,55. XXIX, 22) und lahm (XVI, 57) fühlt. Oder er nenntsich Gottes armes und wahrlich unwürdiges Creatürlein (X,41), einen ungeübten Knecht im Dienste des Herren (X, 27),einen armen Thoren (XXIX, 21) und Küchenjungen (Anm.zu XXXV, 9), ein Meines verworfenes Würmlein, das leiderhier auf Erden umherJcriecht (Anm. zu XI, 8), einen sunt-lichen hinwurf aller geschepft (XI, 9), ein unbereitz undungesmachs vasz (XLIII, lOf.) oder Gottes und Margarethasarmes räudiges Jagdhündlcin, das Margaretha nicht ehervom Seile lassen soll, als bis sie es mit sich zum himm-lischen Hofe nimmt (Anm. zu XLV, 23). Er redet auchvon den Wassern seiner mannigfachen Leiden (XXVIII, 11),von den faulen Wurzeln seiner thöriehten Vermessenheit,