LXXII HEINRICHS REDEWEISE
heller des Königs ( Gant. 2, 4); vom Vorschmaclc des ewigenLebens (Anm. zu XIII, 60/".) und von der Wüste dieserWelt (XLVI, 5/1) ; vom Worte Gottes als dem gutschneiden-den Schwerte des heiligen Geistes (XLVI, 86), von dessenFinger (VII, 30) der heilige Name Jesus in alle minnendenSeelen geschrieben ist mit der Tinte des heiligen Blutes undder Feder der heiligen Nägel (VI, 19//.). Das heilige Kreuzist ihm die Gertruthe und Wünsehclruthe, weil es uns wiediese verborgene Schätze, den Himmel, erschliesst (Anm. zuXXV, 3). Er wünscht, dass Margaretha auf dem Schiffedes heiligen Kreuzes und dem Wasser seines heiligen Bildesin dem Geleite des heiligen Geistes durch Christi und derMaria Hülfe eingehe in das freudenreiche Land der väter-lichen Pfalz und da Platz nehme in dem gesidel, dem HerzenJesu Christi (Anm. zu XXV, 15//'.). Hübsch verwendet Hein-rich einmal das Echo zum bildlichen Ausdruck (XVII, 43/f.),desgleichen die Vorstellung vom Todtentanz (Anm. zu XL VIII,37//".). Mit Bezug auf Margaretha spricht er vom Erdreichihres Herzens, aus dem sie sieh und uns den Erhalter her-,vorbringen soll (XVI, 43/'.). Maria soll ihr Kind der Mar-garetha, die mit dem Finger ihrer inbrünstigen Minne aufChristus hinweist (VII, 16), in die Krippe ihres andächtigenHerzens legen (IX, 35). Vgl. auch Anm. zu XLIV, 25.
Auch Gott, Christus und Maria — für letztere zeigtHeinrich eine besonders innige Verehrung — werden nichtselten mit Bild oder Gleichniss gcschmücM. Am häufigstenerscheint Christus als Geliebter (liep) Margarethas; er istdas Licht, die Sonne der ewigen Gerechtigkeit und Wahr-heit (VI, 14. XLIII, 21), der König aller Ehren (LI, 3),das jung alt kint (XXXVIII, 15), der war Samaritanus(XXVII, 3), Mardochai (XXXIII, 55/f.) und Masver zugleichund wie letzterer König und Bruder Esthers so auch Königund Bruder Margarethas (XXXIII, 45. 68/". vgl. LI, 8).IV, 46 nennt Heinrich Jesus unser aller liebstz geschwistergit,XXXIII, 25 den obersten Pabst. Gott heisst der alt dertag (XXXV, 14), Maria gertruthe vou Jesse XXV, Bf.