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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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LXVII
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CULTURGESCHICHTLICHES AUS DEN BRIEFEN LXVII

unsers heren, den die Prediger aus Avignon mitgebrachthatten, des Äbschrcibens werth befunden. Ein Büchlein, dasSchönenfeld eignete, hatte Heinrich einem Studenten gegeben,der von Paris nach Kaisheim gekommen war, mit der Bitte,es den Gräfinnen von Graisbach zu überbringen. Als ererfährt, dass der Student dies nicht gethan, ist er besorgtund schreibt ihm umgehend in dieser Angelegenheit (XXXII,43/f.). Auf das dringendste endlich befürivortet Heinrich ineinem Briefe aus Basel (1345) den Ankauf der in Augs-burg zum . Verkauf ausgebotenen drei Theile der Summa desThomas von Aquin, weil er glaube, dass dies Werl ihmund manchem Menschen von grossem Nutzen sein würde.Er sei lange von der Schule und habe aus Mangel an Zeitseine wissenschaftlichen Studien nicj,ß fortsetzen können: diesWerk aber würde all sein Verlangen stillen, er wisse nichtsauf Erden von vergänglichen Bingen, das er lieber besässe(LX, 74/f.). Ungeduldig erinnert Heinrich im Briefe LXV,19/f. nochmals an den Kauf; er wundert sich, dass manihm nicht darüber schreibe, und meint, die Schwestern könntensich mehr darum bemühen. Und als nun sein Wunsch er-füllt ist, weiss er nicht Bankesworte genug zu finden; mitseinem Tode will er dem Medinger Convent jegliches Ver-fügungsrecht über das Werk einräumen. Gleichzeitig bitteter, ihm des Thomas Summa contra gentiles iviederzuschaffen,die die Medinger Schwestern 'recht und redlich' gekaufthätten; man sei aber hinterlistig mit ihnen umgegangen undhabe ihnen statt des richtigen Eosemplares ein falsch ge-schriebenes und unrichtiges gesandt (XLIII, 54/f.). Vgl.auch XII, 18. LI, 97.

Neben diesen grösseren Werken machten dann auchGebetbücher (XIX, 32), namentlich Communiongebete (XVII,119. XVIII, 7. 10f), geistliche Tractate (LXVIII, vgl. dieVorbemerkung) und Beliquicnbricfc (XL, 53/f. 92/f.) dieBunde in den Klöstern. Auf ihre Herstellung und Aus-schmückung mit Miniaturen und kleinen Gemälden wurdebesonderer Werth gelegt {Anm. zu XIV, 43/f.).