LX HEINRICH IN ENGELTHAL 1351
verstand; von seiner Messe hatte sie besondere Gnaden undin fast täglichen Gesichten empfing sie Eingebungen überHeinrichs jfihe Würdigung vor Gott. So sah sie HeinrichsEngel Gloriosus, der ihm um seines ehremverthen Lebenswillen gegeben war, in grossen himmlischen Ehren und hörte,ivie Gott zu ihm vom Throne herab sprach: 'ich hob dichgeehrt und hob dich hoch gciuürdigt und will dich noch mehrehren, da du eines Menschen pflegest, der mir so recht liebist' (Lochner 28. 30 = Ebnersche Hs. 90 El. 108\ 145").Auch folgende Worte vernahm sie über Heinrich: 'ich thatdir (Christina) vorher kund, ich tvollte in dieser Zeit einWunder der Wunder thun. Siehe nun, hätte ich dies voll-führt mit einem geistlichen Manne, das wäre Icein Wunder,so habe ich es aber vollführt mit einem, der noch imweltlichen Kleide wandelt' (Lochner 32. Ebnersche Hs. 90.Bl. 152 b . Stuttg. Hs. Hl. 68 b ). 'Ich ivill ihn nimmer ausden Banden meiner Minne lassen. Seine Worte sollen hin-fort noch brennender tverden in der Leute Herzen denn zu-vor. Von heute an will ich das Meine zu dem Seinen legenund will ihm einen stäten Aufgang geben (Lochner 33.Ebnersche Hs. 90 Bl. 154". Stuttg. Hs. Bl. 68". 69*). 'Ichivill ihm geben eine Sicherheit meiner Freundschaft und eineHitze von meinem göttlichen Herzen. Ich bin sein Hüter,Meine Ding mache ich ihm gross von meiner Gunsf (Lochner37. Heumann 347. Ebnersche Hs. 90 Bl. 168"). 'Ich seheihn an mit meinen barmhertzigen Augen und er soll seinin einem Aufgang und in einem Zunehmen (Lochner 37.Ebnersche Hs. 90 Bl. 168". Sttdtg. Hs. Bl. 70").
Über Tauler sprach Heinrich viel mit Christina, dienun auch über ihn Offenbarungen hatte. Sie erfuhr, dassbeide, Tauler wie Heinrich, von Gott mit Treuen geliebtwürden, auf dem höchsten Grade in seiner göttlichen Gunststünden, ihre Namen aber in den Himmel geschrieben wären(Lochner 34. 37. Ebnersche Hs. 90 El. 156". 157*. 168".Stuttg. Es. Bl. 69", vgl. auch Denifie QF 36, 25/f. und des-