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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1350. 1351 LIX

in Bezug auf Hab und Gut rathen, da sie ihm gern undwillig folgten.

In den ersten Monaten des Jahres 1350 endlich betratHeinrich nach langem Umherirren in der Fremde wiederdie Heimat; seine Mutter ivar kurz vorher gestorben. VonUlm aus schrieb er — euer Heinrich, der laug in dem eilendgewesen ist — an Margaretha Ebner und Elsbelh Schepacli,er würde kommen und brächte kostbare Reliquien mit; siemöchten alles mm fröhlichen und andächtigen Empfange be-reiten (LTV). In der Heimat wüthete damals aller Ortendie Fest. Von AU Ulrich III von Kaisheim, von dem wiraus den Jahren 1346-1350 Briefe (LVIII-LXII) an Mar-garetha besitzen und der auch mit Adelheid Langmann mVerhehr und Briefwechsel stand, haben wir Mitteilungenüber die Verheerungen, die die Test in kürzester Zeit allemim Kaisheimer Convente anrichtete. Als der Abt Ende Apriloder Anfang Mai 1350 von einem Besuche in Medingensich in sein Kloster zurückbegab, wohin Heinrich von Nord-Ungen ihn begleitete, starben am Tage seines Aufbruchsallein sieben Priester und ein Novize, nachdem kurz vorherschon sieben, unter ihnen der Prior, der Seuche erlegenwaren; Tags darauf starb ein zweiter Novize und bis zum15 Mai verschieden noch sechs Conversen (LX1I).

Nicht lange sollte sich Heinrich ungetrübt der wiedererworbenen Heimat und der Nähe _Margar,cthas erfreuen.Als die Medinger Freundin am 20 Juni 1351 im Alter vonsechzig Jahren starb, fühlte er sich in der durch Seme langeAbwesenheit ihm fremd gewordenen Heimat einsam und ver-lassen. Aufs neue begann er ein Wanderleben und suchtein Engelthal bei Christina Ebner Ersatz für das, was erin Margaretha verloren hatte.

Am 9 November 1351 traf er in Engelthal ein und be-lebte durch seinen dreiwöchentlichen Aufenthalt die letztenLebenstage der bereits 74-jährigen Christina (1277—1356).Ihre Visionen (Lochner 27ff. IlcumannUhff.) bezeugen, wiebedeutsam und eingreifend auch auf sie Heinrich zu wirken