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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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LVI HEINEICH VON NÖRDL1NGEN 1348. 1349

eingegeben ist, weil mich die Arbeit verdriesst und ich siefliehen möchte, nicht aus Sehnsucht nach wahrer Lide, undich denke dann an Elias, der sich den Tod in der Wüstewünschte aus Üherdruss eines sorgenvollen Lebens und daherzu neuen Mühen und Leiden geführt wurde.'' Er bittet Gott,wenn er ihn in dieser mühsamen Wirksamheit noch längerlassen wolle, dass er ihn dann wenigstens ganz zu sichleite, er wolle ihm ganz allein angehören. Daneben tauchtdie Sehnsucht nach Bückkehr in die Heimat in ihm auf;nicht um der Bequemlichkeit noch um zeitlicher Freudewillen möchte er ivieder heim ins Land, denn er ivisse garwol, dass er noch viel für Christus zu leiden habe daheim,ivo Icein Prophet etwas gelte. Aber auch in der Verbannunghält ihn aufrecht das wunderbar grosse Werk, das Gottdurch ihn sich zur Ehre begonnen hat und noch täglich inso manches Menschen Herzen beginnt, und er wünscht nursein eigenes Innere dabei einsichtsvoll und in Liebe zu be-wahren (LI).

Wenn Heinrich gerade jetzt derartigen Selbstbetrach-tungen in seinen Briefen Baum giebt, so ist daran zu er-innern , dass in dieser Zeit der schwarze Tod bereits anDeutschlands Grenzen stand, und die Gemüther bald ganzgefangen nahm. Bis fünf Meilen vor Basel ivar die Bestvorgerückt, als Heinrich obige Zeilen schrieb; sie hatte schondas Leben vieler tausend Menschen zum Opfer gefordert.'Dass ich Gottes Zorn nicht mehr fürchte als ich. es thue,darüber erschrecke ich', schrieb Heinrich und crmahnte Mur-garetha zu bitten, dass ihr beider Ende in Gott sei, wann,wie und wo es sie treffe (LI).

Ein Brief (LII) aus dem Jahre 1348 oder 1349 lehrtuns, dass Heinrich in der That Basel um diese Zeit ver-liess und sich nach Sidz im Elsass wandte, vielleicht aufAnregung seines Basler Bekannten und Anhängers, desBitters von Pfaffenheim: 1347 finden ivir einen Nicolausvon Pfaffenheim in Sulz als Bector der Kapelle. Marga-retha zum goldenen Bing schrieb damals einen Brief an