HEINRICHS WIRKEN IN BASEL XLVII
am Tage. Gross war der Zulauf zu ihm von armen undreichen GottesUndem , von Männern und Frauen, Pfaffen,Mönchen, Brüdern, Bürgern, Chorherren, edlen und gemeinenLeuten. Nicht ohne Stolz und Sclbstbewusstsein, wenn eres seihst auch abläugnet (XXXII, 37//.), berichtet Heinrichdarüber der Freundin und ruft dafür seinen Boten an sie,Hans Schuster, zum Zeugen auf: der habe es wol mit an-gesehen, wie sie schon vor Mettenzeit gelommen teuren undhastig ihre Plätze eingenommen hätten. Bei den Deutsch-herren, ivo Heinrich einen Herrentisch hatte, las er täglichMesse und erfreute sich auch bei ihnen zuvorkommendsterBehandlung. Jeder hätte gern bei ihm gebeichtet, wenn ernur alle hätte hören können. Ohne dass er es wusste, er-warben ihm, dem Fremdling, die ersten Herren und Burgerder Stadt die Frlaubniss, vierzig Tage lang in seiner Pre-digt Absolution zu ertheilen. Fr stand jetzt durch die Gunstder Basler gleichberechtigt neben den einheimischen Priesternand war mit einem Male der gesuchteste Geistliche derStadt geworden. Nicht genug kann Heinrich die wunder-bare Gnade preisen, die Gott dem Volke zu ihm verleiheund wieder ihm zu dem Volke (XXXII, 33/-. XXXIII, 101/ .)■Vornehme Frauen schenkten ihm ein neues Chorgewand, diebesten Kürschner eine Chorhaube. Man bot ihm Ifarrcn,Kapellen und Pfründen an, die Orden suchten seinen Bin-
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tritt. Fr weiss nicht was er annehmen soll und bittet nurGott, er möge ihm Kraft geben für seinen göttlichen Beruf.Er entschuldigt sich bei Margarctha, dass er den Boten ansie in vielen Tagen nicht hätte abfertigen können (vgl auchXLIV, 68. XLVI, 66/f.), er sei zu sehr beschäftigt mit Beten,Predigen, Messesprechen, Beichthören, Studierenund Schreiben,dabei oft durch Überarbeitung krank — häufig war er vonKopf- und Augenschmerzen geplagt (XL, 44/f. XL1 , 9 •
XLVIII, 58/f.) —; oder er verweist sie in dieser Ä««ivol auf Briefe, die er seiner Mutter geschrieben (XXXill,«6//'.), falls sie wissen wolle, wie es ihm gehe.
Überhaupt empfand Heinrich sehr bald, dass ihm die