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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1338 XLV

und obwol Heinrich jetzt lieber denn je in MargarethasNähe gewesen wäre: die Umstände hinderten ihn daran. Ermusste in Augsburg bleiben, da am 22 October vor demBischof Heinrich von Schöneck in Sachen der FcssenheimerPfarre entschieden werden sollte. Es sollte ein Verhör statt-finden, wer Heinrich das Becht an der Kirche streitig machenwolle, und falls Icein Widersacher gegen ihn aufträte, solltenihm seine Bechte zugesprochen und anerkannt werden. Auchhierfür erbat sich Heinrich Margarethas Fürsprache beiGott; er wünscht sich friedlich und freundlich gegen die,die ihn so feindlich verfolgten und so schlau gegen ihn in-triguierten. Dankbar gedenkt er der Bemühungen der Gratis-bacher Gräfinnen, die endlich in Augsburg eingetroffen waren;'sie haben, schreibt er, 'für mich gethan, so viel in ihrenKräften stand, und thun es nocli. Über den Ausgang desbischöflichen Schiedsgerichtes lassen uns die Briefe im Un-klaren: fest steht, dass Heinrich noch Ende 1338 die Heimatverliess, da er sich den Gesetzen des Kaisers nicht fügenwollte (XXIX. XXX) 1 ).

Zuerst wandte sich Heinrich nach Konstanz; er trafdort am 21 December ein, fand aber hier die Verhältnissefür sich nicht günstiger als daheim, denn auch Konstanzstand auf Seiten des Kaisers. Man hatte der Geistlich-keit bis zur Octavc des Epiphanienfcstes, bis zum 13 Ja-nuar 1339 Frist gegeben: dann sollte überall der Gottes-dienst wieder aufgenommen werden. So war also auch hierseines Bleibens nicht; zudem waren Bruder Biethalm und

1) Worauf sich Clesz 3 (Versuch einer kirchlich-politischen Landes-und Oulturgesch. von Würtembcrg 2 (1808), 2, 582) Vermuthnng, Hein-rich von Nördlingen scheine auch bei dem damaligen Abte von Sahnanns-weiler beliebt gewesen zu sein, stützt, vermag ich nicht zu sagen. Mirmannsweiler (Salem) wurde von Lützel aus colonisiert, vgl. GSchmab VerBodensee nebst dem Bheinthalc von St. Luzicnsteig bis Bhcinegg 2 f 18 ^ 0 )'134/. Universal-Lexicon vom Grossherzogthum Baden* (1847), Sfr 851—953. Aus Heinrichs Briefen könnte nur ein Hinweis auf XXXVI, 17in Betracht kommen, sodann die Anmerkung zu XXV, 27/. (S. 349).