XXXII MARGARETHA EBNER
vielfach aber stets vergeblich sich an ihrem Siechthum ver-suchte, und da sie zudem sah, ivie die, welche ihr früher( freundlich begegneten, sie nun wegen ihrer Kränklichkeitmieden, so verschluss sie sich mehr und mehr und selbstnach den Gottesfreunden zeigte sie anfangs kein Verlangen(5, 12 mit der Anm. 9, 2ff.).
Auch die Folgezeit ihres Lebens gestaltete sich zu einerjvX fast ununterbrochenen Leidensgeschichte. Langwierige Krank-heiten, die sie körperlicher Selbstpeinigung, ivic ChristinaEbner und Adelheid Langmann sie reichlich übten, über-hoben (5, Uff.), brachten Margaretha mehr als einmal demTode nahe. In den Jahren 1314—1326 ivar sie mehr alsdie Hälfte des Jahres bettlägerig (3, 24/7'.). Gegen Endedieser Zeit, im Jahre 1324/5, als Ludwig der Baier, fürden sie warme Sympathien hegte, das nahe gelegene Burgaubelagerte und unverrichtetcr Sache abziehen musste, da drangauch der Kriegslärm bis Medingen und die leidende Mar-garetha — und wol nicht nur sie allein — kehrte von einerLaienschwester begleitet zeitweise zu ihrer Mutter und ihrenGeschwistern zurück (7, 4/f. Anm. zu 23, 5). Aber nurnoch mehr als früher zeigte sich jetzt Margaretha der Weltentfremdet; sie war gegen die Ihrigen unzugänglicher alssie es je im Kloster gewesen, wo sie gleichfalls die Ein-samkeit allem vorzog (49, 26/'. 54, 28. 59, 1. 62, 23) undlängere Zeit nur mit einer Schtvester inniger verkehrt zuhaben scheint (2, 17/7.). Margaretha ging dann, ivir wissennicht sicher um tvelche Zeit, wieder nach Medingen zurück,und es häuften sich nun die Gnadenbeweise Gottes an ihr:je liebreicher Gott sich ihr nahte, um so grösser wurde ihrLeiden; sie empfand es jedoch tveniger vermöge ihres inne-ren Friedens.
Eine neue Prüfung kam über Margaretha, als ihr eineKlosterschwester, zu der sie die innigsten Beziehungen hatte,am 25 Februar 1332 durch den Tod entrissen wurde (10,23ff); diese versah, wie auch Schwester Adelheid, die Marga-rethen nach dem Tode der Freundin 'gegeben wurde (15,18/7'.),