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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
Entstehung
Seite
108
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108 Zweite Abthoilung.

Holzemmo #), von der allen Burg- Anhalt im Seilte-Thale, vondem Schlosse Plölzkau an der Saale, lassen erwarten, dass auch dasmitten inne genannte Gebelinzi nicht gar zu fern von den übrigen,und zwar wegen des unverkennbar slavischen Namens an den Saale-ufern werde gelegen haben. Für die Nachbarschaft von Plötzkauspricht ausserdem der Umstand, dass die Lüneburgische ChronikEinnahme und Zerstörung des Hauses Jabilinze gerade dem Erz-bischof Conrad zuschreibt iH *), demselben also, welcher auch dieEroberung der Burg Plölzke bewirkt hat; nicht minder auch diehierdurch gewonnene Annäherung an Mehringen, wonach des Ba-derich von Gabelenz Bruder Alberich den Namen führte.

So möchte denn die 5 Meile östlich von Plötzkau im KirchspielBebitz des Saalkreises gelegene wüste Feldmark Beelitz ***) dienächsten Ansprüche auf die im Jahre 1140 zerstörte Burg zumachenhaben.

Ucbrigens mag sehr wohl, wie dies ja auch in dem Verhältnissevon Plölzkau an der Saale zu Plötzkau am jenseitigen Elbufer, fernerzwischen Lindow im Anhaltischen und Lindow im Ruppinschen, undmit unzähligen andern Oertern im Wendlande der Fall ist, jener inden Saale-Gegenden zu suchende ursprüngliche Sitz der Herrenvon Gabelenz, Mehringischen Stammes, die Veranlassung gewesensein zu Wiederholungen des Namens in der Topographie der vonihnen in der zweiten Hälfte des 12ten Jahrhunderts in Besitz ge-nommenen Gegenden der Zauchc. Denn so haben wir, abgesehen

*) Sehlem in in v. Ledebur Allg. Arch. Xtll. 108, 116.

**) Bischof Conrad van Maideburch besät oc cn Hus Jabilinze, datwas Greven Sifridcs unde tohrak it. ( v. Räumer reg. nro. 991.) Werunter diesem Grafen Siegfried gemeint sein könne, ist noch räthselhaft.

***) Förstemann Neue Mitth. I. Bd. 1. II. S. 44. Wir habenaber auch darauf aufmerksam zu machen, dass in einer Urkunde desJahres 1376 unter Gütern des Klosters Flelpede zunächst den im Mans-feblschen gelegenen Dörfern Volkmaritz, Wils und Beesenstedt ein OrtBelitz (Mosers diplom. Belust. II. 108.) genannt wird, der aber aufdas heutige Elbitz hinzuweisen scheint,