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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
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Zweite Abtheilung.

Zeit Carls IV. und zwar unter sehr schwankenden Vorstellungengedacht wird *).

Dagegen erwarb Gebhard durch seine Vermählung mit derWittwe des kinderlos verstorbenen Grafen Ollo von Grieben, diesogenannte Grafschaft Grieben am Nordufer der Ohre, verlor je-doch die damit verknüpft gewesene Advokatie über Hillersleben undverkaufte demnächst auch die Grafschaft an den Markgrafen Al-brecht II. von Brandenburg **). Das Comilal aber, in dessen Besitzwir nach seinem Tode Günther und Walther, die als seine Söhneangesprochen werden müssen, erblicken, und wonach der gräflicheTitel auf die gesannnte Nachkommenschaft, wie dies seit dem I3tenJahrhundert zu geschehen pflegte, vererbte, ist der an die Bodegränzende südliche Theil der Grafschaft Billingeshoe, die durch dasAussterben der Grafen von Dornburg erledigt war.

Günther ist der erste, welcher sich Graf von Lindow nennt***).Am 28. Februar 1524 starb dies Geschlecht im Mannsstamm mitdem Grafen Wichmann aus. Durch einen grossen Reichthum von

*) Albrecht Graf von Ruppin erhält 1376 vom Kaiser Carl IV.die Grafschaft Lyndow mit der Vestcn doselbst und Möckern dieStat" zurück, und tritt ihm dafür Rienow, den Glyn und Alten-Bötzowah (Gercken cod. diplom. II. 624.) In dem Landbuche Carls IV.(p. 42) wird sogar die Grafschaft Ruppin als Grafschaft Lindow be-zeichnet: Comitatus Lyndowensis has habet munitiones: Ruppin antiqua,Ruppin nova, Lindow, Gransoye, Rynsberg, Westerhusen, Rynow.Die Ilinzufügung dieses letztern Ortes beweiset, dass man GrafschaftLindow nannte, was den Grafen von Lindow gehörte.

**) Cujus (Oltonis comitis de Griben) viduam duxit Gheuehardusde Arnesteyn, cum qua impeciit advocatiam (monasterii Hillersleben);inferens plurima dampna ecclcsie. Tandem idem Gheuehardus per cen-surani ecclesiaslicam a dicta semotus est advocalia, et post vendidit co-mitiam et omnes proprielates Ottonis eis Oram Marchioni Adelbertotiujus nominis II. (Kurze Kronik des Klosters Hillersleben in Riedeldiplomat. Beitr. I. 10.)

**#) Comes Guntherus de Lindow 1274 (Riedel cod. dipl, I. Hpt.IV. 40.); nobilis vir comes Guntherus de Lindow 1276. (Gerckencod. dipl. II. 419)