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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
Entstehung
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95
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Die Stammgenossen der Grafen von Valkenstein, 95

Principes ac Nobiles sigillo nostre fraternitatis et noslris si-gillis presentem feeimus roborari.

§. 15. Die Grafen von Lindow.

Gebhard von Arnstein, den wir 1229 und auch früher schonals jüngeren Bruder Alberls und als älteren Bruder Wallhers ge-nannt finden , haben wir als den Begründer desjenigen Grafen-geschlechtes zu erkennen, welches sich nach dem unfern Leitzkaugelegenen Lindow nannte.

Die Erwerbung der Schirnivogtei über Leitzkau im Jahre 1211,die vorher Evernerus und sein Sohn Bichard domini de Lyndowebesessen hatten, steht offenbar mit der Erwerbung der ganzen Herr-schaft Lyndow im Zusammenhang """*) Die Gewinnung des Grafen-lilels, dessen Gebhard selbst in Urkunden niemals sich bedient zuhaben scheint, so wie er sich auch stets nach seiner StammburgArnstein nannte, steht meiner Meinung nach nur in Verbindung miteinem Comilale auf dem linken Elbufer; so wie ich denn überhauptdem rechten Elbufer die Eigenschaft abspreche, Grafschaften ge-habt zu haben, in dem Sinne, wie wir sie als Verwaltungsbezirkein dem eigentlichen Deutschlande kennen lernen. Nur in dem Sinnekann ich sie dem germanisirten Slävenlande zuerkennen, als hier-unter seit Carls IV. Zeit eine Herrschaft verstanden ist, die einemGeschlechle gehörte, welches den Titel Graf führte. So nur kannvon einer Grafschaft Lindow die Rede sein, deren ja auch erst zur

*) Albertus et Geuehardus fralres de Arnstein 1209 (Orig. Guelph.Hl. 641.); Albertus de Arnstein et Gcvehardus frater ipsius 1216(Beckmann Anhalt'Hist. III. 314); Gevehardus et Wälterus fratresde Arnesten 1226 beim Kaiser in Parma (Gercken cod. dipl. IV.438.); und zu Lübeck 1227 (Orig. Guelph. III. praef. p. 59.).

**) Ego Geuehardus nobilis de Arnstein, qualiter ecclesiam Eitzkensem cum suis hominibus in mea protectione suseeperim. (Gerckenfragm. March. III, 3. 4.)