40 Erste Abt Ii eilung.
einer Urkunde von 1221 bei Schaumann selbst (S. 162) unmittelbarhinter dem Grafen Otto von Yalkenstein genannte und mit einemFragezeichen begleitete Olricus de Amgegmesleve (wohl Anegri-mesleve) gehört unbedenklich hieher und war allem Anscheinnach der letzte männliche Sprosse des Geschlechtes der Edlen vonErmsleben.
Zweitens gewahren wir in Siegeln der Yalkensteine einen ge-spaltenen Schild; vorn die Hälfte eines Adlers, hinten eine drei-malige Balken-Theilung. Dies hat man für das eigentliche Val-kensteinsche Stammwappen gehalten. Das kann es aber schon des-halb nicht sein, weil es nicht ein einfaches Wappenbild zeigt, son-dern die monogrammatische Zusammenziehung von zwei ursprünglichgesonderten Wappen; davon das eine der einfache Adler, das andereder Balkenschild ist. Der nachweisbar Erste, welcher sich einesalso zusammengezogenen Siegels bedient, ist Graf Friedrich vonValkenstein im Jahre 1270, demnächst 1277 *). Auch Clementavon Hessenem bedient sich 1270 dieses Siegels ihres Gemahls **).Da nun aus anderen Siegeln hervorgeht, dass das Balkenschild dasder Edlen von Hessenem ist ## *), so halte ich dafür, dass Friedrichsein Siegel zusammengestellt hat aus seinem Stammwappen, demeinfachen Adler und dem Stammwappen seiner Gemahlin, die, wiedie Urkunde von 1270 (S. 162) bezeugt, eine Erbin war. Bei-behalten sehen wir diese Zusammenstellung auch bei den Nach-kommen Friedrichs und zwar bei seinen Söhnen Conrad 1312 f),Otto 1303, 1312, 1319 ff) und Volrad 1303 fff); ferner bei
*) Erath Tab. XXVIII. No. 12. Schaumann S. 128- 162.
**) Siegel No. 1.
***) Siegel No. 5.
f) Siegel No. 3, und zwar hier wirklich die zwei Querbalken dervon Hessenem, statt der sonst üblicheren Balkentheilung.
ff) E r a t h Tab. XXXI, No. 6. K e 11 n e r Tab. VI. No. 30. S ch a u-m a n n S. 130.
fff) Erath Tab. XXXI, No. 3, Schaumann S. 129.