Ueber die Grafen von Valkenstein.
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Geschwister Kinder waren *3; so dass wir also nicht genöthigt sind,mit Schaumann anzunehmen, dass des Grafen Otto Bruder Volradeine Schwester des Erzbischofs Burchard zur Gemahlin gehabthabe. Vielmehr erscheint es uns sehr wahrscheinlich, dass die vonHamelmann #*) beim Jahre 1289 erwähnte Lutgarda de Arnsteincomitissa de Falkenstein Volrads Gemahlin gewesen, um so mehr,als erwiesen ist, dass dieser wieder eine Tochter halte, die eben-falls Lutterade oder Lutgard hiess. Diese Lutgard betrachten wirzugleich als die Ursache, wodurch die Arnsteinschen Güter, zu denenwir aber Hettstedt nicht rechnen können, an das ValkensleinscheGeschlecht gekommen sind***).
Dass übrigens dieser jüngere Mansfeldische Stamm aus gleicherWurzel hervorgegangen ist mit den Grafen von Valkenstein selbst,dies behalten wir uns vor, in dem zweiten Abschnitte zu beweisen.
§. 9. Die Vögte von Quedlinburg und Graf Hoyel*von Lauenburg.
Graf Hoyer von Valkenstein gedenkt ums Jahr 1250 der vonihm verwalteten Schirmgerechtigkeit über das Stift Quedlinburg als -eines früheren Besitzthums seines Vaters und seines Bruders f). Inder That wird auch sein Vater Otto 1201 ausdrücklich als Advo-catus des gedachten Stiftes bezeichnet ff). Wann und wie das Val-kensteinsche Geschlecht zu dieser Obervogtei gelangt sei, war bis-her nicht bekannt f ff). Vielleicht gelingt es, diesen für die Ge-
*) Beider Väter waren Burchard, Graf v. Mansfeld, und Burchard,Edler v. Schraplau, deren eine Urkunde von 1273 (v. Moser diplom.Belust. II. 15.) als Brüder gedenkt; wieder ein Beispiel von der Gleich-namigkeit zweier Brüder.
**) Opera genealog. p. 6S0.
***) "Wohlbrück im A1 Ig. Aich. II. 50, 54 elc,f) Erath p. 202.ff) Ibid. p. 122.
fff) Wohlbrück im Ailg. An h. II. 33.