Uebcr <lie Grafen von Valkenstein.
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Gertrud von Quedlinburg aus diesem Geschlechte sie familiäremnostram nennt, ein Ausdruck, der ein Venvandtscliaftsverhältniss garnicht bedingt. Er macht sie in der Stammtafel zur Gemahlin Olto's IL,an einer andern Stelle (S. 122) aber wieder zur Gemahlin Otto'sdes Jüngern, also zur Mutter des vorigen; und trotz dieses unver-einbaren Widerspruchs fügt er an letzterer Stelle hinzu : „Ich seheüberall keine Möglichkeit, eine andere Vermuthung aufzustellen."Das Annehmbarste bleibt immer, dass Helmburgis die Gemahlin desGrafen Hoyer war und die Mutter desjenigen Otto, den Wohlbrückals Otto III. bezeichnet.
Dass Graf Otto IV. mit Lutgard, die wiederum mit grossemScharfsinn von Wohlbrück als Anhaltinische Prinzessin nachgewiesenworden ist, u. a. zwei Söhne, die beide den Namen Otto führten,gezeugt habe, scheint nach dem, was urkundlich vorliegt, ganz un-abweislich. Denn eine Urkunde von 1305 *) unterscheidet nichtallein ausdrücklich den Domherrn von Hildesheim, Otto, als älterenBruder von dem Domherrn zu Magdeburg Otto, als dem jüngeren;sondern auch ein dem lßten Jahrhundert angehöriger Genealoge,der sich bei den Valkensteinen auch sonst als wohlunterrichtet er-weiset, nimmt 2 Otlone an **). Das was gegen" diese Annahmezu streiten scheint, ist nicht sowohl die auch Wohlbrück bekannt
*) Mosers diplomat. Belustig. 11.48. Auf Schaumanns Erklärung(S. 95), dass die Verdoppelung des Namens datier komme, weil Ottowegen seiner verschiedenen Aemter als Domherr von Hildesheim undals Domherr von Magdeburg zweimal unterschrieben habe, mussentgegnet werden, dass ein Unterschreiben der Urkunden in jener Zeitüberhaupt nicht Statt fand.
**) Anno 129S et 1305 et 1322 vixit Ottho comes in Falkensteinet ejus frater Volradus et tertius frater Cunradus canouicus in Magde-burg et Volradi ac Otthonis fratrum filii fuere Otthones duo etBurchardus atque Fridericus canonicus in Magdeburg et Halberstadt,quoque fratrum duorum filii. (Hamelmann de familiis emortuis inopuscul. p 680 sq.) Ihm war es also auch schon bekannt, dass VolradSöhne hinterlassen, von denen Friedrich der eine war.