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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
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Ueber die Grafen von Valkenstein.

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Wohlbrücks Behauptung (II. 10), dass bereits vor dem Jahre1120, wo die Edlen von Conradsburg zum erstenmal unter deinNamen von Valkenstein erscheinen, ihr Stammhaus in ein Klosterverwandelt sein müsse, wird vollkommen bestätigt durch die näm-liche Urkunde, welche uns den ersten Valkensteiner nennt, dennsie lehrt uns ja auch, was Wohlbrück bei seinem nur auf Genea-logie Bedacht nehmenden Excerpte entgangen ist, unter den Zeugenin der Person des Halberstädtschen Vicedominus Rudolph einenPropst von Conradsburg kennen *), und giebt somit auch den Be-weis, dass dieses Kloster, bevor es Benediktiner-Abtei wurde,eine Propstei gewesen ist. Schaumann, der nicht aus dem näherenEinblick in die Quellen, sondern nur aus Wohlbrücks Citaten diebezüglichen Urkunden kennen gelernt hat, übersieht dies und hält(S. 21) mit Wohlbrück den Abt Adalbert nach der von diesemcitirten Urkunde des Jahres 1151 für den ersten Vorsteher des Klo-sters**), und gründet darauf seiner Seits die durch nichts weiterzu unterstützende Vermuthung, dass derselbe dem Conradsburg-Valkensteinschen Geschlechte angehört haben werde. Wir lernenübrigens den Abt Adalbert von Conradsburg bereits aus einer Ur-kunde vom Jahre 1133 kennen***); als seinen Nachfolger den AbtOthelricus im Jahre 1158 f). Nach ihm finden wir Gebhard zu-erst 1173 ff) und ohne Zweifel auch noch 1178fff); diesemfolgte Burchard 1179 f*). Ferner können wir namhaft machen den

*) Scliöttgen u. Kreysig diploniat. II. 701.

**) Schultes direct. II. 259 bezieht das Jahr 1176 mit Unrechtauf die Zeit des Abtes Adalbert.

***) v. Ledebur A1 lg. Arch. VIII. 282f) Beckmann Hist. v. Anhalt III. 434

ff) Gercken Stiftshist. v. Brandenburg S. 365.

fff) Es unterliegt nämlich keinem Zweifel, dass statt des ConradusBergensis abbas Geveliardus (Leuckfeld antiq. Michaeist. p. 38), waskeinen Sinn giebt, gelesen werden müsse: Conradesbergensis abbas Ge-veliardus.

t*) Leuckfeld antiq. Kallenb. p. 102.