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Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis : per annos MDXXVII - MDCXXVIII descriptus
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Zu wissen vnd kundt sey menniglichen, alß die Durchleuchtigen HochgebornenFürsten und Herrn, Herrn Wilhelmen vnd Herrn Ludwig, Landtgraffen zu Hessen,Grauen zu Gatzeneinbogen, Dietz, Ziegenhain vnd Nidda etc. vnsere gnedige Fürsten vndHerren angelangtt, obwoll Ihrer Fl. G. Vniversitet zue Marpurgk, alß dieselbige anfeng-lichen durch weilandt den auch Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten vnd Herrn,Herrn Philipßen Landtgraffen zu Hessen, Grauen zu Gatzeneinbogen etc. Ihrer Fl. G.vielgeliebtten herrn vatter hochloblicher vnd christseliger gedechtnuss, Dero landen vndleuthen, sonderlichen aber der christlichen kirchen vnd gemeinen nutzen zuguttem fundiretvnd auffgerichtet, auch hernachen je bießweilen mitt gantz nutzlichen ordtnungen, wie sowoll in allen vnd jeden Faculteten mitt lesen, disputiren vnd andernn scholasticisexercitiis, alß auch der gantzen disciplin, beyde der gemeinen Studiosen vnd Stipendiariengehalltten werden soll, dermassen versehen worden, damitt sie je lenger je mehr wachssenvnd zunehmen, vnd die liebe jugendt allenthalben mitt einem solchen vleiß ahngefuhret,daß die Vniversitet daheren allenthalben desto mehrern beruff auch in andern landengewinnen möchte, wie dan, Gott lob, mehrer theilß denselben außschlag seittheroerraicht hatt, daß aber gleichwol auch darneben vnd vnter solchen gantz wolgemeintenordtnungen vnd Statuten vber alle zuuersicht vnd hoffnung allerhandt vnrichtigkeittenvnd mängell sich je bießweilen ereugenn vnd zutragen sollen.

Damitt dann denselben bey zeitten, ehe vnd zuuor sie vberhandt nehmen, dergepuhr begegnet, so haben demnach Ihre Fl. G. alß die solcher Ihrer Vniversitet gedeyenvnd auffnehmen je gern in alle wege mitt gnaden gefördert sehen wolltten, demselbenVisitation durch Ihre dartzu insonderheitt verordtnete Stadthalltter, Cantzlar vnd Rhäteohnlengst vor die handt nehmen, vnd darunter angeregter gebrechen halber bey allenvnd jeden Professoribus, auch sonsten vleissiges nachforschens haben, vnd sich furtersdarvon vmbstendiglich berichten, vnd waß alßo diessmahlß in der Vniversitet ins gemeinvnd sonderheitt von mängelln erfunden worden, vnd in berurter Visitation vorgangen ist,mitt zeittigem bedenfken zu nottwendiger richtigkeitt vnd besserung anordtnen vndpringen lassen, inmassen solches alles vnderschiedtlichen hernach volgett.

Vnnd erstlichen Theologicam Facultatem betreffendt, nachdem inn derselben ver-möge obahngezogener ordtnung vier Professores sein solten, vnd gleichwoll jetziger zeittmehr nicht alß Doctor Heinrich Vietor, Magister Daniel Arcularius vnd Magister GeorgiusSohn, so einstheilß noch junge männer, vnd neulicher zeitt dartzu kommen, befundenn,dahero beyde der schulen vnd kirchen hohe ohnuermeidtliche notturfft erfordert, daß dievierdte stett mitt einem geschickten vnd ahnsehentlichen theologo widder ersetzt werde.So wollen hocligedachte vnnßere Gnedige Fürsten vnd Herrn dahin gnedig verdacht sein,wie dann Rector, Decanus vnd Professores nicht weniger auch ihren vleiß darbey tliunvnd anwenden sollen, ob man etwan Dauidem Chytraeum, Paulum ab Eitzen oddereinen andern dergleichen vornehmen, friedtferttigen theologum, so der Augspurgischenvnd dießer landt schulen vnd kirchen einhelligen confession zugethan sey, von andernörttern zu dießer schuel auffwegen, vnd also das Studium theologiae desto mehr fortt-setzen vnd befurdern möge.