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langte er zur Custodie. Das RittergutzHoburg, welches er nach sei-nes Baters Tode besaß, verkaufte er 1709 und nahm von da an sei-nen Wohnsitz in Zeitz, wo er im 94. Lebensjahre starb, nachdem erdas zweite Reformationsjubiläum dort sehr feierlich mitbegangen,aber auch die letzten Jahre seines Lebens in Blindheit verlebt hatte.Sein Enkel, Friedrich Siegmund Keil, erleichterte diesen Zustand 2Jahre lang als Kandidat bis zu seiner Beförderung auf das Pfarranitnach Krötzschau bei Zeitz im Jahre 1754. Sehr bekümmerte ihn inder letztep Zeit seines Lebens auch, daß, da von seinen 4 Söhnen dereinzige am Leben gebliebene Martin Gottlob Luther, Advocat zuDresden, unverheirathet blieb, der älteste aber, Friedrich Martin Luther,Bürgermeister zu Zeitz, bei seinem Tode 1742 nur 2 Töchter hinter-lassen hatte, und da sein Vetter Martin Luther, Kürschnermeister inPegau, gegen welchen er sich, wie mir Herr ?. Füssel schreibt, nachden Pegauer Familiennachrichten beklagte, nur 3 Töchter hatte, unterden Nachkommendes Reformators der Name Luther aussterben sollte,was er auch dem letztgenannten bei seinen Besuchen in.Pegau geklagthat, und was in der That mit dem Tode seines Dresdner Sohnes am3. November 1759 erfolgt sein soll. Von der Erlöschung des Mann-stammes mit ihm, hat nicht blos Keil in seinen Nachrichten von l764,sondern auch schon vorher der Leipziger Annalist 1759 Xr. 27. und1760 S. 7. berichtet. Endlich bemerkt auch dessen Schwager, Adv.Grubner, in den. handschriftlichen Randglossen seines mir durch Hrn.Sup. Erdmann in Zeitz zugekommenen Exemplares der Richterschenkeneul. IlliUtl!. S.713. unter Klagen über dies Ereigniß zuletzt noch:IN sie t'uimus INoes. Soviel zur Rechtfertigung meines Groß-vaters Keil gegen die heutigen Anklagen der Prätendenten, nach de-nen er allein oder zuerst diese Behauptung aufgestellt haben soll.