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Ich erwähne diesen an sich unwichtigen Gegenstand hier nur zurBestätigung der Nachrichten und Bemerkungen über den Ursprungder Katharina von Bora, Gemahlin des v. M. Luther.
Beilage zum IS. Stammbuchblatte.
Der Stiftsrath Johann Martin LutherI. hatte, als seinBater 1637 starb, wegender Kriegsbedrängniß der Familie aus Man-gel an zureichenden Mitteln noch nicht die nöthigen Vorstudien zurUniversität vollenden können. Da erhielt er von dem Kurfürsten Joh.Georg I. ein jährliches Stipendium und ein anderes von dem HerzogFriedrich Wilhelm zuSachsen-Menburg. Nach sorgfältigerVorberei-tung bis zum Jahre 1642 bezog er in seinem 26>Jahre die Universität,wo er bei dem Professor der Theologie Leyser wohnte. Noch hatte erdie Studien dort nicht aufgegeben, als er am 4. April 1649 von Joh.Georg I. zum Stiftsrath nach Würzen berufen wurde. Und schonam 29. April desselben Jahres wurde er in das Stift Zeitz aufgenom-men, von dem Kurfürsten schon 1650 mit einer Custodie begnadiget.Dietrich v. Werthern auf Weichlingen aber trat ihm 1657 aus freierBewegung seine Präbende im Stift Meißen ab. Am 22. Mai 1660ward er Senior des Stifts Zeitz, Domdechant am 31. October 1661unter Johann Georg II. Prälat zu Meißen 1663 und bald nachherSenior. Von Kurfürst August hatte v. Paul Luther eine Anwart-schaft auf das Klostergut Sornzig erhalten. Als nun sein Enkel, derStiftsrath Joh. Mart. Luther, die Erbverfchreibung geltend machte,so erhielt er statt dessen vom Kurfürsten Johann Georg I. daS im30jährigen Kriege ruinirte und verkleinerte Rittergut Hoburg beiWürzen für 3000 Gulden im Jahre 1652. Vgl. Richter's
S. 360 ff. Dessen zweite Ehe mit Margarethe Hülsemann,aus welcher eine so zahlreiche Nachkommenschaft entsprossen ist, pro-curirte ein Vorfahre meiner väterlichen Familie, Senior des ehema-ligen Leipziger Schöppenstuhles Geh. Rath I). Benedict Carpzov.Vgl. Richters l-e». I^uili. S. 621.
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