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sein, daß Daniel Luther, der neben Moses, Christus, Huss und Dr.M. Luther nicht dessen Vater Hans Luther würde aufgeführt haben,wenn er nicht gerade durch diesen in aufsteigender Linie seine Ver-wandschaft mit dem Reformator hatte nachweisen wollen, JohannesLuther, den Husaren, in den Augen gehabt hat. Freilich ist auchDr. Martin Luthers ältester Sohn Johannes für einen Fähn-rich von Seckendorf in der Di«t. Dntlmranismi ausgegeben wor-den. Allein diese Thatsache ist sonst von keiner Seite her be-stätiget. Der Görlitzer Beisatz aber ermangelt alles Zusam-menhanges mit des Reformators äußeren Lebensverhältnissen undmit dem Gange der Lebensereignisse seines ältesten Sohnes, der beides Vaters Tode 1546 zwanzig Jahre alt war, der damaligen Säch-sischen Verhältnisse wegen aber 1549 nach Königsberg und von dorterst 1551 mit einem rühmlichen Universitätszeugnisse (vom 15. Juli)auf Reisen ging, hierauf in das Vaterland zurückkehrte, bald nachherals Canzleirath in Weimar angestellt wurde, und schon 1553 heira-thete. Von dieser Zeit an blieb er immer in Civildiensten. — Alsokönnte er höchstens im Schmalkaldischen Kriege 1546 bis 48, wasder ganzen Lage der Dinge und dem Gange des Krieges nicht sehrangemessen sein dürfte, Soldat oder Fähnrich gewesen sein. Des Um-standes finden wir aber nirgends erwähnt. Selbst in dem Gnaden-brief vom 3 Mai 1566, wo alle Gelegenheit zur Erwähnung derseinem Vaterlande geleisteten Kriegsdienste geboten gewesen wäre, hatJoh. Friedrich der Mittlere bei Luthers Beurlaubung nach Preußenjener Dienste auch nicht gedacht. Wie daher in der Familie Joh. Luthers,in der man doch mit den Lebensumständen genauer hätte bekannt seinsollen, er gerade als Soldat von den ersten Nachkommen, wenn sie wirk-lich solche waren, aufgeführt werden konnte, ist nicht wohl abzusehen.
Ueber den Ursprung Daniels von Soest herrscht wenigstens einDunkel, von dessen Aufhellung Herr ?. Fröhlich die Lösung allerZweifel erwartet. Herr Gymnasi'aldirector Patze zu Soest nun hatauf meine Anfrage, ob Daniel Luther, Sohn eines Soester Kauf-manns Namens Martin Luther 1668 wirklich dort geboren wäre, dieForschung mit höchst dankenswerther Gründlichkeit betrieben, und dadie Bücher von keiner der dasi'gen protestantischen Kirchen soweithinunter reichen, nach genommener Einsicht der Bürgerverzeichnissejener Zeit und eigener genauer Durchsicht derselben, in denen die Na-