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Stammbaum der Familie des Dr. Martin Luther
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recht hierher rechnet. Hierzu setze ich Bohra, wie der Name beiJuncker (Vit. S. 202.) lautet. Die Verschiedenheit der

Schreibart in den Namen aber kann einen Zweifel über die Identitätdes Geschlechts ebenso wenig, als über dessen Existenz und über dieAbstammung der Catharina von demselben aufkommen lassen. DieLage ihres Bruders, des Leipziger Klostervorstehers, Johann vonBora, erklart vielmehr die Nothwendigkeit, in welcher sich die Familiebefand, die Tochter in einem Kloster unterzubringen.

Wenden wir uns zur Mutter der Catharina, ich meine die Annavon Bora, geborene von Haugwitz, so kann, mag man nun den Na-men Haubitz, Haugbitz oder Haugwitz nach der verschiedenen Schreib-art der Urkunden schreiben, Niemand unbekannt sein, daß dieses Ge-schlecht schon vor der Kirchenreformation sehr geblühet hat. (Vgl.Richter's (>kne!tl«z»M Imtli. S. 295 ff.). Auch laßt sich bei einerBeziehung, in welcher v. Paul Luther, des Reformators Sohn, miteinem derHaugwitze, dem gewesenenBischofvonMeißen,JohannIX.,von dem Kurfürsten August von Sachsen in einer Lehnssache gesetztwurde, die Vermuthung einer verwandtschaftlichen Verbindung zwi-schen beiden kaum unterdrücken, wenngleich in dem Lehnsbriefe vom7. November 1581 nicht dieser, sondern des Verdienstes des Refor-mators um Kirche und Vaterland und des von dem Sohne um denKurfürsten alsGrundes derBegnadigung oder Lehnsanwartschaft ge-dacht wird.

Jedenfalls war der Kurfürst August sehr erfreuet darüber, daßder genannte Bischof ihm die Administration des Hochstiftes Meißenabtrat, und willigte gern in die Bedingungen, unter welchen er esthat, in die Ueberlassung der Stadt Mügeln und des mit dieser ver-bundenen Klosters Sornzig nebst dem Schlosse Rügenthal oderRuhe-thal, weil der Bischof sich dort zur Ruhe setzte. (Vgl. LeonhardisErdbeschr.). Nicht unwahrscheinlich ist es, daß sein Leibarzt I). PaulLuther als Verwandter auf diesen Entschluß des g. Bischofs wesent-lichen Einfluß gehabt, und daß der Kurfürst die Willfahrigkeit desBischofs sowohl, als die verdienstlichen Bemühungen seines Leibarztesin dieser Angelegenheit belohnen und letztern auch seiner sonstigenund der vaterlichen Verdienste wegen auszeichnen wollte. Möglichwar es auch, daß er selbst dem Bischof seine Dankbarkeit zu bezeigenhoffte, wenn er dessen Verwandten v. Paul Luther und dessen leib-