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Stammbaum der Familie des Dr. Martin Luther
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wieder aus, und der Kurfürst von Sachsen verlangt von seinen Theo-logen eine letzte Bestimmung, auf welcher man dort bestehen müsse.Am 10. Januar 1545 stirbt Spalatin. Im Februar beginnt einegrausame Verfolgung der Protestanten in den Niederlanden, nach-dem die Theologen zu Löwen 32 Satze gegen die evangelische Lehreschon im November des vorigen Jahres herausgegeben hatten. Aufdem Reichstage zu Worms können sich die kaiserlichen Rathe mit denProtestanten nicht vereinigen. Der Kaiser capitulirt mit denselbenwegen des Herzogs zu Braunschweig.

Luther geht in einer bei seiner Krankheit gereiztenStimmung undaus Unzufriedenheit mit der in Wittenberg überhandnehmenden Uep-pigkeit nach Leipzig, wo er seiner Gattin schreibt, daß er nichtwieder nach Wittenberg kommen, sondern seine letzten Tage in Ruhebeschließen wolle. Auf Bitten der Universität zu Wittenberg beredetihn der Kurfürst zurückzukehren- Im September giebt er seine Satzegegen die der Löwenschen Theologen, und als am 20. October derKurfürst den Herzog von Braunschweig gefangen genommen hat,sein Sendschreiben über den gefangenen Herzog von Braunschweig,und in der Zeit auch den Commentar über den Propheten Hoseaheraus. Die Schmalkaldischen Verbündeten berathen sich im Decem-ber über die Fortsetzung ihres Bündnisses. In der Mitte Octobershatte Luther nebst Jonas undMelanchthon einen Versöhnungsversuchder Grafen zu Mansfeld auf deren Wunsch, aber vergebens gemacht.Auf ihre neue Einladung, sowie mit Erlaubniß und nach demWunsche des Kurfürsten von Sachsen, reisete er am 23. Januar 1546nicht ganz wohl, besonders sehr zum Schwindel geneigt, mit seinen dreiSöhnen von Wittenberg dahin ab, mußte aber in Halle 4 Tage beiseinem Freunde Jonas wegen des großen Wassers bleiben. SeineSchwache war aber so auffallend und bedenklich, daß sich 14. Jonas ent-schloß ihn zu begleiten. Er wird am 28. Januar auf der Manssel-dischen Grenze von den Grafen mit einem Gefolge von 113 Pferdenempfangen, aber aufder Reise unwohl geworden, erholt er sich jedochdes Abends wieder. Wahrend zu Regensburg das Religionsgesprachbeginnt, werden in Eisleben die Vergleichsverhandlungen eröffnet.Luther aber, welcher denselben beiwohnt, ist so wenig mit derenFortgang zufrieden, daß er an Melanchthon den 6. Februar schreibt,er möge ihn durch den Kurfürsten abrufen lassen. Am t6. kommt