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Edict gegen die Lutheraner, deren viele sich nach Wittenberg flüchten.Auch die Kurfürstin von Brandenburg hat sich (am 28. März) da-hin geflüchtet. Bugenhagen geht am 12. Mai nach Braunschweig,um dort zu reformiren. Luther sendet evangelische Prediger nachFranken. 1529 geht Melanchthon mit dem Kurfürsten zum Reichs-tag nach Speier. Luther stellt ein Bedenken gegen den Reichstags-abschied, und die evangelischen Stande protestiren. Die Protesta-tion wird in Sachsen publicirt. Luther widerrath, die dem Lehrsatzeüber das Abendmahl nicht Beistimmenden in ein Bündniß aufzu-nehmen. Die Evangelischen halten am 15. October einen Conventzu Schwabach: vorher unterredet sich Luther vom 1. bis 4. Octoberzu Marburg mit Zwingli und Oekolampadius. Am 29. Novemberwird zu Schmalkalden eine Zusammenkunft gehalten. HerzogGeorg und König Ferdinand leugnen gegen den Landgrafen Philippihr katholisches Bündniß ab. Luther empfiehlt den flüchtigen vonPack an einen Freund in Magdeburg. Die Gesandten der evange-lischen Fürsten läßt der Kaiser zu Piacenza am 7. September gefan-gen setzen, und entläßt sie erst am 39. October wieder. Luther räthdem Kurfürsten von jedem Vertheidigungsbündnisse gegen den Kaiserab. Er bittet den Herzog von Meklenburg, den Druck der Em-serschen Schrift zu hindern.
Am 6. Januar 1539 kommen die Evangelischen zu Nürnbergzusammen. Am 24. Januar wird Karl V. zu Bologna gekrönt,verabredet mit dem Papst Maßregeln zur Unterdrückung der NeuenNeligionspartei in Deutschland.
Die Wittenberger Theologen setzen zum Behuf künftiger Ver-handlungen auf Befehl des Kurfürsten Religionsartikel auf undreisen mit ihm von Torgau am 3. April ab« Luther aber bleibt inCoburg und schreibt eine Ermahnung an die Geistlichen, versammeltauf dem Reichstag zu Augsburg, und beschäftiget sich mit der Ueber-setzung der Propheten, auch schreibt er wegen des Glaubensbekennt-nisses an den Kurfürsten, und Melanchthon schickt ihm dasselbe noch-mals zu. Am 24. Juni wird es übergeben und am folgenden Tagevorgelesen. Die Katholiken schreiben eine Widerlegung, und tragenunter Drohungen einen Vergleich an, der bei den Artikeln überMessen, Priesterehe, Klostergelübde, auf unüberwindliche Schwierig-keiten stößt. Der Kaiser, welcher den Protestanten das Predigen
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