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Stammbaum der Familie des Dr. Martin Luther
Entstehung
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!542 das Zeugniß giebt, „daß sie ihn als einen frommen treu undehrlichen Gemahl allzeit lieb, werth und schön gehalten habe." So-dann zeigte sich jener Segen in der Nachfolge vieler Geistlicher in demEhestande, denen Luthers Vorgang Muth gemacht hatte. In die-ser Allgemeinheit des Vorschrittes aber lag zugleich auch eine Ge-wahr der Unmöglichkeit eines Rückschrittes. So wurden die Geist-lichen und Mönche durch dieThat des Gelübdes entbunden. Durch dieVerheirathung der Nonnen aber hörten die Klöster aufein Bedürfniß dervornehmen Familien zu sein, und somit wurden die auf den materiellenInteressen ruhenden Sympathieen derselben für die Hierarchie abge-schnitten. Dagegen wurde durch Verheirathung der Töchter desVolkes an die Geistlichen nicht allein die Furcht vor Verführungenbeseitiget, sondern auch ein gegenseitiges Band und Interesse ge-knüpft, so daß auch von dieser Seite her die Reformation eineGarantie ihres dauernden Bestandes erhielt. Durch die Leerung derKlöster aber, welche durch die Verheirathung ihrer Bewohner vorderen Rückkehr und Ansprüchen gesichert wurde, gewann manStatten und Mittel zur Pflege und Erhaltung der Wissenschaft, aufderen Grunde die Reformation entstanden ist und ruht. Andereboten den Fürsten auch die Mittel, die, durch die Reformation her-vorgerufenen Bedürfnisse, anfangs vorzüglich die nahrungs- undbeschäftigungslosen oder unfähigen Mönche und Geistlichen zubefriedigen.

Durch die Vermehrung der Ehen aber wurde auch die allge-meine Sittsamkeit im Volke weiter ausgebreitet, und durch die Ver-minderung der unehelichen Kinder, eine Quelle verschiedenartigerVerbrechen verstopft, und die Glückseligkeit der Nation auch vondieser Seite her ungemein gefördert. Die Ehe der Prediger, ins-besondere in den nähern Umgebungen eines jeden, trug zur Bildungund Veredlung viel bei. Endlich hat die Bevölkerung auch an Zahlund an einem Kern gesunder, kräftiger und gesitteter Menschen zu-genommen, welche in der Mitte des Volkes stehend sich mit allenZweigen desselben verflochten und auch insofern auf die größereSittigung des Menschengeschlechtes wohlthätig eingewirkt haben.Interessant ist es wohl, einmal einen von jenen vielen auf diese Weiseentstandenen Stammbäumen einer genauern Aufmerksamkeit zu