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3. Zur Aussteuer armer Mädchen aus der Familie.
1. Valentin Gercken wies in 33 Jahren an 21 — A, also jährlich etwa f
2. Das jetzige Patronat — 11 ■— 780 » —■ » ■— » — ■— "
Summa der Aussteuer 801 » — » — »
Hierzu die Unterstützungen 15036 » 16 » 11 »
Und die Stipendien 40144 » 7 » ■— »
So dass also aus dem Stiftungsvermögen überhaupt gezahlt sind 56001.9tß 23 <j? 11 A.
Diese Uehersichten zeigen, dass nicht zu allen Zeiten der Zweck der Stiftung im Auge be-halten ist, nach welchem die Stipendiaten hauptsächlich bedacht werden sollen, und die verarmtenMitglieder nur in soweit, dass sie in einem Hospital erhalten werden. Wenn auch die letzte Be-stimmung in vielen Fällen nicht buchstäblich genommen werden kann, so war doch z. B. PhilippWilh. G. in Anweisung von Alimentationsgeldern viel zu freigebig, und beförderte nicht selten durchseine Unterstützungen die Trägheit und Schlechtigkeit einzelner Familienglieder, die, pochend aufdie Unterstützung, Nichts thun wollten, und ohne Nachdenken auf Kosten des Stipendiums lebten.Auch beobachteten die Collatoren bis auf Phil. Wilh. G. einschliesslich in Anweisung des Stipen-diumquantums keine Kegel, sondern wiesen bald mehr, bald weniger an, selten über 50 Rthlr.,20 bis 40 Rthlr. jährlich war das gewöhnliche.
Die im Testament gemachte Bestimmung, dass armen Mädchen aus der Familie bei ihrerVerlieirathung, wenn in der Kasse ein Bestand ist, eine Aussteuer gegeben werden kann, kamgänzlich in Vergessenheit. Bis zum Jahre 1821 wurden überhaupt nur 21 Rthlr. für diesen Zweckausgegeben.
Anhang 5.
Uebersicht der nach und nach gesammelten Kapitalien.
In den frühem Zeiten dachte man nicht daran, das Stipendium durch Sammlung von Kapi-talien zu verbessern, ob es gleich das Testament vorschreibt. Der erste, der dazu einen Schrittthat, war der Administrator de Mascou. Er wandte sich wegen der zinsbaren Belegung des Kas-senbestandes an den Patron, der ihn aber ohne Antwort Hess, so dass er auf seine eigene Gefahr
auf einen Wechsel belegte 500 <9^
Seine beiden Nachfolger belegten Nichts. Als aber SebastianNicolaus Patron ward, und von den Erben des Patrons und Admini-strators Valentin Joachim G. ein sehr bedeutender Bestand ausgezahltward, belegte derselbe diesen Bestand, so dass er am Ende seines
Patronats belegt hatte 3590 »
Sein Nachfolger Phil. Wilh. G. belegte baar 2410 Stf —</{ — Aimd kaufte Grundstücke an zu dem Betrage von 992 » 2 1 » 8 »
so dass er im Ganzen Kapitalien hatte 3402 » 21 8A
Der Justizrath Schulze belegte in Allem 5907 » 13 » 6 » incl. 3900 -9tß 4r
Das jetzige Patronat dagegen , 6542 » 10 » 6 » » 5500 » »
Summa 19942 » 21 » 8 » 9400 55 »