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[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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er bis 15S4 und legte sich mit grossem Eifer auf die Rechtswissenschaften. Von Tübingen ging ernach Basel, um sich dort zum Doctor juris promoviren zu lassen. Er hatte auch bereits die nöthigeDisputation gehalten und die Prüfung bestanden, als er, durch einen Brief seines Vaters veran-lasst, den Plan aufgab. Der Vater rieth ihm nämlich, die Kosten für die Promotion lieber aufseine praktische Ausbildung zu verwenden, und sich nach Speier ans Kaiserl. Kammergericht zubegeben. Der Solin, gewohnt, den Wunsch seiner Eltern als Befehl zu betrachten, folgte seinemVater, ging 15S5 nach Speier und bildete sich dort ein Jahr lang zum praktischen Juristen vor.Im folgenden Jalire 15S6 ging er nach Magdeburg zurück und widmete sich dem Geschäfte einesRechtsanwaldes. Nicht lange darauf (1590) verheirathete er sich mit Margaretha Busse, Toch-ter eines Doctors beider Rechte und Beisitzers des Schöppenstuhls zu Magdebtu-g. Im Jalire 1592ward er vom Herzoge Wolff von Braunschweig - Grubenhagen zum Kanzler befördert und 1594 vondemselben als Gesandter auf den Reichstag zu Regensburg geschickt. Noch in demselben Jalireberief ihn das Domkapitel zu Magdeburg zum Syndikus. Er folgte diesem Rufe und verwaltete dasihm übertragene Amt bis zu seinem Tode. Die von dem Collegiatstift St. Sebastian im Jahre 1602auf ihn gefallene Wahl eines Canonicus lehnte er wegen seiner Amtsgeschäfte ab und erbat sichnur die Vergünstigimg, in der Kirche dieses Stifts beerdigt werden zu dürfen.

Seine Ehe war kinderlos. Durch Thätigkeit und Sparsamkeit hatte er ein schönes Ver-mögen gesammelt. Seine Anverwandten waren sämmtlich wohlhabend. Dalier bescliloss er, seinganzes Vermögen zu einer milden Stiftung zum Besten der Nachkommen seines Grossvaters zu be-stimmen. Wold fiildte er, dass ihm kein hohes Alter beschieden sei, und desshalb schrieb er be-reits im Jalire 1607 seinen letzten Willen nieder. Drei Jahre darauf starb er am 16. August 1610Nachts zwischen 11 und 12 Uhr im 55sten Jahre seines Alters, und ward den 21. August seinemWunsche gemäss in der Kirche des Sebastianstifts begraben.

Seine Zeitgenossen schildern ihn als einen ächt religiösen, gelehrten und äusserst rechtschaf-fenen Mann. Seine Lieblingsbeschäftigung in geschäftsfreien Stunden war die Lectiire juristischerund theologischer Schriften, von denen er eine treffliche Sammlung besass, die er auch in seinemTestamente zum Gebrauch für seine Erben bestimmte.