Das noch jetzt blühende Haus.
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nun der Graf diese ihm lastige sogenannte Gnade annehmen, die er so gernentbehrt und Andern überlassen hatte, die sich dabei vielleicht glücklicher gefühlthaben würden, wie mitunter leider auch der Fall gewesen ist, und es für einengroßen Vorzug angesehen haben. Wie der Graf jedoch mit seiner Gemahlin,die auch mit einer Hofcharge belästiget war, aufgefordert wurde, den Hofdienstin Cassel würklich zu verrichten, wurde eine starke Unpäßlichkeit der Grafinvorgewandt, und zur vorgeblichen Wiederherstellung derselben die Nothwen-digkeit der Reise zu den Badern in Frankreich unternommen, wodurch beideglücklich der angesonnenen Ehre entgiengen.
Characteristisch ist auch noch folgende Anekdote aus jener unglückseligen Zeit.
Die Schildhalter des von Schwicheldtschen Wappens sind zwei Löwen, dieauch dem graflichen verblieben sind. Dieß Emblem ist tiefen Sinnes.
Als nun im Jahre 1811 das bekannte westphälische Decret erschien, nachwelchem um neue Bestätigung der adelichen Titel und dergleichen nachgesuchtwerden mußte, war zugleich die Einsendung des Wappens und Verzierungdesselben durch zwei Fahnen erforderlich. Durch diese neue Verzierung kamendie Schildhalter sehr ins Gedränge, und es schien, daß sie, um eine Ueber-ladenheit zu vermeiden, künftig wegfallen müßten. Dagegen protestirte derGraf, und schrieb dem Beauftragten in Cassel die bedeutungsvollen Worte:„daß er sich von seinem alten Bekannten nicht gern trennen mögte!" Er hatsich auch nicht davon getrennt. Die Vorfälle in Spanien und Nußland machtenmittelbar dem Königreiche Weffphalen eben so geschwind ein Ende, als dieErrichtung desselben wenig unmittelbare eigene Anstrengung gekostet hatte. MitOctober 1813 hatte die Usurpation hiesiger Lande ein Ende, und mit AnfangNovember desselben Jahrs wurde die Regierung des alten geliebten Herrscher-stamms mir frohen Herzen bewillkommnet.