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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Das noch jetzt blühende Haus.

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Gold jährlich ausgezahlt erhalten, und sich damit begnügen. In Zukunft solledergleichen nie wieder geschehen dürfen.

Endlich verordnete sie, daß, falls einer ihrer beiden Söhne ohne Leibeserbenzu hinterlassen mit Tode abgehen mögte, aus dessen Vermögen 9000 Rthlr.Gold, und wenn eine ihrer Töchter ohne Kinder versterben würde, aus derenNachlasse t«Z00 Rthlr. Gold zur Fideicommißmasse geschlagen, und so langedabei verbleiben solle, als solches Majorat in den Handen ihrer Descendenzverbleiben werde. Die von Laffert- und von Eybensche Familie sollte auf allediese Vermehrungen der Fideicommisse niemals Anspruch erlangen.

Diese thätige und gegen die Armen äußerst freigebige Frau verließ dasJrrdische am 15. Januar 1793 und ihre sterbliche Hütte ist zu kleinen Jlsedsin der Familiengruft beigesetzt worden.

§. 72.

Ihr ältester Sohn, Jobst Ernst, wurde in seiner Jugend von Hauslehrernunterrichtet, studirte hierauf zu Tübingen die Rechtswissenschaft, und kehrte imDecember 1763 von da zurück. Als Gesandschafts-Cavalier ging er im JahreI76^l im Gefolge des Geheimen-Raths von dem Bussche mit nach Frankfurtam Main zur Kaiserwahl, und wurde nach seiner Rückkehr als Auditor beider Justiz-Canzlei in Hannover angestellt. Im April 1766 wurde er alldaschon zum Hofrathe ernannt, vertauschte jedoch diesen Dienst im folgendenJahre mit dem eines Cammerherrn in Churpfälzischen Diensten. Zugleich trater alldort in das Militair, und ist nach und nach bis zum Generallieutenantfortgerückt, auch mit dem Churpfälzischen goldenen Löwenorden beehrt.

Vermöge väterlichen Testaments (§. 69.) waren ihm das Gut Peine,Sievershausen und die von dem Freiherrn Stechinelli-Wiekenberg verkauftenGüter zu Theil geworden. Obgleich er nun die größte Zeit seines Lebens im