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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Außer diesen Sammlungen haben die von Schwicheldtscheir Bemme, nachAnordnung vorgedachter Brüder, ein Jahrbuch führen sollen, welches alsFortsetzung des Gieftmannschen Manuftripts gebraucht werden könnte.

Der von Schwicheldtfche Amtmann Kirchner, welcher auch die Urkunden-Sammlungen hat schreiben lassen, hat zwar das Jahrbuch , worin er alles, wasihm wichtig geschienen, der Zeirfolge nach, gleich einem Tagebuche, eingetragen,vom Jahre. 1733 bis zum Jahre 1772 fortgeführt. Nach seiner Zeit ist esaber gröszteutheils unterblieben, und sind späterhin nur Bruchstücke mit großenLücken anzutreffen. Demohngeachtet ist dies alles doch eine große Hülfe beider gegenwärtigen Ausarbeitung gewesen, ohne welche man schwerlich den Fadender Geschichte durch das 18. Jahrhundert hatte so ausführlich durchführenkönnen. Bei Nachforschungen jeder Art darf man auch unnütz verwandte undzu verwendende Mühe nicht scheuen. Man will ja sichten, und das Korn ausdem Spreu sammlcn. Hat man keines von beiden, so löset sich das Ganzenatürlich in Nichts auf.

Doch, wieder zur Sache.

§. 72.

Nach dem Ableben des Gehermten Raths August Wilhelm führte dessen.Wittwe Marianne Hnpolithe geborne von Fabrice, unter Beistände des Coimmiffairs von Roden die Vormundschaft über ihre Kinder vom Jahre 1766 bis1773 mit vieler Thätigkeit, Fleiße und mütterlicher Liebe. Durch sie ist dassehr bedeutende Fideicommiß einer dem Manns stamme nach ausgestoibenenLinie der von Fabrieeschen Familie, welches ein wahres Majorat ist, aber, nachAusgang der männlichen Nachkommenschaft, auch auf die weiblichen Gliederübergehet, in die von Schwicheldtsche Familie übertragen.