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Dritter Abschnitt.
§. 48.
Ludwig genoß den ersten Unterricht zu Hause bei seinen Eitern. Nachseines Vaters Tode nahm ihn der Großvoigt Diedrich Behr zu Zelle, welcherseiner Mutter Schwester, Dorothee von der Asseburg zur Gemahlin hatte, zusich, und sandte ihn nebst seinem Sohne Philipp Sigismund im Jahre 1628nach Marburg, von wo sie schon im folgenden Jahre die Universität Leidenbezogen.
Im Jahre 1630 verwechselte Ludwig von Schwicheldt die Feder mit demSchwerdte, nahm Dienste in des Landcomthurs deutschen Ordens der BallayUecrecht, des Grafen Heinrich von Nassau Leibkompagnie, verließ solche jedochmit ehrvollem Abschiede im Januar 1632 und trat als Hofjunker und Fähnrichin die Dienste des Herzogs Christian von Braunschweig-Lüneburg und Bischofszu Minden, wo er in des Hauptmanns Martin von Schvnau Compagnieeingestellt wurde. Am 18. Juli) 163 tr nahm er hier seinen Abschied, undgieng als Fähnrich in des Königlich Schwedischen Obristen zu Fuß, Melchiorvon Kriechbaums Regiment. Nach Verlauf eines Jahrs vertauschte er denInfanterie-Dienst mir dem der Cavallerie, und trat als Cornet in das Leibre-giment des Königlich-Schwedischen General-Majors und Obristen zu Roß undzu Fuß, Hans Christoph von Königsmark, wo er manche Schlachten undScharmützel mitmachte, zum Rittmeister befördert, jedoch bei der im JahreI6tl1 stattgefundenen Belagerung Wolfenbüttels durch und durch geschossenwurde, so daß er einige Stunden unter den Todten liegen geblieben ist.
Dieses Unfalls ohngeachtet verließ er damals die Königlich SchwedischenKriegsdienste noch nicht, sondern nahm erst am 26. Mai 16^ seinen Abschied,wie die Umstände seiner Heimath sich geändert hatten, und bezog sein Hausin der Scadt Goslar. Denn durch den Frieden vom Jahre I6tl3 hatten die