Das altere Hildesheimsche Haus.
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starkeu Heerhaufen vor Braunschweig erschienen wäre. Er hatte sich von daüber Hannover nach Petershagen begeben, um daselbst Verstärkung von demunzufriednen Adel im Braunschweigschen und Hildesheimschen an sich zu ziehen.Die unselige Hoffnung, bei dieser Gelegenheit ihren Verlust mit den Waffenin der Hand wieder zu erringen, bewog auch die von Schwicheldt, sich anden Markgrafen anzuschließen, und würklich kündigten sie jetzt mit mehrerenAnderen vom Adel dem Herzoge offen den Krieg an. Sie meldeten dieß demChurfürsten Moritz von Sachsen snk> äaw den 1. Juli 1553 unter Anführungeiner großen Menge von Unbilden, welche der Herzog wider den klaren Inhaltdes Passauischen Vertrages sich gegen sie erlaubt habe, und schloffen damit,daß der Churfürst unter solchen Umständen diesen ihren Schritt ihnen nichtwürde verdenken können. Allein der Churfürst konnte als Kaiserlicher Commissa-rius einen solchen Unfug nicht billigen. Er zog dem Herzoge mit einerbedeutenden Macht zu Hülfe, welches veranlaßte, daß der Markgraf sofortvon Petershagen zurückeilte, um seine Kampfgenossen im Braunschweig- undHildesheimschen zu retten. Er lagerte sich in und bei Burgdorf; der Herzogrückte ihm entgegen, und so begann am y. Juli 1552 die blutige Schlachtbei Sievershausen, Amts Meinersen.
Der Herzog und seine Kampfgenossen hatten 23 Fähnlein Reuter und30 Fähnlein Knechte; der Markgraf dagegen 18 Fähnlein Reuter und 30Fähnlein Knechte. Dieser größeren Stärke ungeachtet, gieng die Schlacht fürden Markgrafen verloren, weil, wie sich eine Chronik der Stadt Braunschweigausdrückt, *) er zu hastig war. Denn bei dem Anfange des Treffens sollenseine Reuter größtentheils noch jenseits Burgdorf gewesen seyn, und für dieStellung seiner Knechte soll so wenig gesorgt gewesen seyn, daß sie nicht den
') Stadt Braunschw. Chronik, klii. xsg. m. 6ZS.