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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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D r i k r e r Abschnitt.

Im Jahre i480 kaufte Conrad der Zweite mit Cousens des GrafenUlrich jun. von Reinstein und Herrn von Blankenburg, eine Kothe auf demSalze zu Gitter von Diedrich von Wyrthe, und einen Meyerhof sammt dreiHufen Landes zu Salzgitter, welche Sander von Wallmoden vormals von derGrafschaft Reinstein zu Lehn gehabt hatte.

Im Jahre 1^,82 wurde er, Arnd Geile und Bernhard von Cramm vonder Stadt Goslar mit der Grube im Rammelsberge, der Reddig und dieKohlgrube genannt, dergestalt belehnt, daß sie an die Stadt Goslar denzehnten Scherben, drei Tonnen Kupferrauch und den Werg, an den Bischofvon Hildesheim und an die Stadt Lüneburg aber den neunten Scherbenall/ahrlich abgeben sollten. Dieses Lehn ist schon laugst nicht mehr im Besitzeder Familie von Schwicheldt.

Im folgenden Jahre 1483 löfete er durch Bezahlung von 80 Mark,welche sein Vater vormals den Klöstern St. Georgenberg, Neuwerk, Frau»kenberg und Abbenrode zu Memorienhalten geschenkt hatte, die jahrliche Rentevon 4 Mark, welche diesen Klöstern aus dem halben Zehnten zu Levede, auch4 Hufen Landes und 11 Kothhöfen allda verschrieben war, wieder ab, wie dieUrkunde Nro. 194. besagt.

Durch die bisherigen Unruhen im Stifte Hildesheim war die bischöflicheCasfe sehr in Verfall gerathen. Fast alle Aemter und Burgen waren versetzt,und das bischöfliche Einkommen auf das Aeußerste beschrankt, wie schon ausder Urkunde snk Nro. 149. zu ersehen gewesen ist, wo der Bischof annoI48i hatte Geld aufleihen müssen, um den Acker vor seiner Wohnung, nemlichzu Steuerwald, wieder einzulösen. Um die Lasse zu heben, wurde zu Steuerngeschritten. Die Stadt Hildesheim wollte sich jedoch die ihr anno 1484 vonSeiten Bischofs Barthold angesonuene neue Bieraccise nicht gefallen lassen,weil solches gegen ihre Privilegien wäre. Wegen dieser Weigerung soll nachmals