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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Das altere Hildesheimsche Haus. 1^9

wäre. Dieses begangeneu Frevels halber habe das Kloster die Bürger zuGoslar in den Bann gethan; die Sache sey bis zum päbstlichen Stuhlegelangt; Pabst Sixtus der Vierte habe dem Probste zu St. Ciriacus außerden Mauern vor Goslar aufgetragen, Frieden zwischen den erbitterten Feindenzu stiften. Dem Probste ist sein Zweck gelungen, er hat eine Aussöhnungunter beiden Theilen zu Stande gebracht; aber unter welchen Bedingungender Vergleich geschloffen sey, ist nicht bekannt.

Herrmann Flcge besaß zu dieser Zeit ein Haus in Hildesheim von denenvon Schwicheldt zu Lehn. Er hatte auf dasselbe mit ihrem lehnsherrlichenConsense 00 Pfund kleiner Pfenninge, wovon 8 Pfenninge einen Schillingausmachten, angeliehen, und versprach in einer deshalb besonders im Jahre1it75 ausgestellten Urkunde (Nro. 187.), diese Schuld binnen 10 Jahrenbei Verlust des Lehnrechts wieder abzutragen und ganzlich zu tilgen. Dießist die letzte bekannte Urkunde, worin des Diedrich von Schwicheldt als lebendgedacht wird. In welchem Jahre er aber verstorben sey, und wie seineGemahlin geheißen habe, ist nicht bekannt. So viel man weiß ist aus dieserEhe nur ein Sohn erfolgt, oder doch wenigstens nur nachgeblieben, der auchDiedrich hieß.

§. 39.

Von diesem Sohne Diedrich sind nur noch zwei Urkunden vorhanden,und sonst ist nichts von seinem Leben und von seinen Schicksalen auf dieNachwelt gekommen.

Die eine ist vom Jahre 1^93 (Nro. 188.) wo er das halbe DorfOstlutter an Conrad von Schwicheldt, den Zweiten (5- H0.) abtritt. Hiersagr er, Conrad der Zweite habe an diesem halben Dorfe schon 185 Rfl. zufordern, und habe ihm gegenwärtig so viel gegeben, und solle ihm ferner