Druckschrift 
Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

Das altere Hildesheimsche Haus.

135

Flachstöckhem wieder ein, erborgte zu solchem Behufe 400 Rfl. von demKloster Woltingerode, und versetzte dafür solchen Zehnten dem Kloster wieder.Zu mehrerer Sicherheit ließ das Kloster sich in der dcsfallsigen Verschreibung(Nro. 156.) noch außerdem vier Bürgen unter dem Verbände zum Einlagerln Hildesheim, und unter Entsagung der Einrede der Theilung, für dierichtige Erfüllung dieses Pfandcontracts stellen, welchem nachmals am Tagevor Matthai desselben Jahrs der lehnsherrliche Consens Bischofs Berthold vonHildesheim hinzukam.

In den Fasten des Jahrs 1498 stellte er einen Verzicht (Nro- 157.)wegen des Adenberges, der Grefenwiese und des Zehntens zu Sudberg zuGunsten seines Vetters Conrad und dessen Sohne aus, worin er bekannte,daß er für sich und seine Erben um deswillen darauf verzichte, weil er nichtszur Wiedererlangung dieser Gegenstande beigetragen habe. Auf gleiche Weifeverzichtete er zu Gunsten ebendesselben Conrads und seiner Sohne auf alleLehngüter zu Peine und ln dem dasigen Gerichte, jedoch mit Ausnahme derAfterlehne und der Besitzungen zu Hohenhameln. Daneben ertheilte er demselbendie Befugniß, diejenigen Pertinenzien wiederum einzulösen, welche AschwinsVater versetzt habe, und verzichtete im Voraus auf die ihm zustehenden Antheilean diesen einzulösenden Gütern.

Diese Verzichtsleistung (Nro. 158.) ist die letzte Urkunde, welche vonihm vorhanden ist, und wahrscheinlich ist er bald darauf verstorben.

Seine Gemahlin war Gese, deren Geschlechtsnamen aber nicht angemerktist, und von einer Nachkommenschaft aus seiner Ehe ist weiter keine Spur,als daß im Jahre 1535 eine an Heinrich von Wallmoden verheirathete Tochrervorkömmt, deren Taufnamen jedoch nicht genannt ist.