Das altere Hildesheimsche Haus.
Nach Bohrens *) Anführnng soll Conrad jun. im Jahre 1^33 desBischofs Magnus Revers wegen der Pfandschaft der Grafschaft Eberstein undHerrschaft Homburg nebst mehreren Anderen von der Ritterschaft des StiftsHildesheim als Bürge mit unterschrieben, auch das Schloß Dachtmissen imBesitze gehabt haben. Gegen dieß Letztere scheint der im §. 32. aä annuin,1^30 bemerkte Vorgang einigen Zweifel zu erregen. Indeß bei ermangelndenQuellen muß man die Wahrheit dieser Anführung dahin gestellt seyn lassen-
Im Jahre lä^ erborgte er von seinen Brüdern Brand und Conrad sei,.311 Rfl. und verpfändete ihnen dafür das von Dorftadcsche Lehn zu Flach-stöckheim, wobei er versprach, ihnen das Geld im etwaigen Kündigungsfalleentweder zu Wiedela oder zur Vienenburg zurückzuzahlen. Seine Brüdermüssen also schon damals auch die Vienenburg im Besitze gehabt haben.Spaterhin haben sie solche ganz unbezweifelt besessen.
Am Sontage Niserieoräia Qoinini It»tt5 erborgte er von ihnen ander-weit 100 Rfl. unter allgemeiner Verpfandung seiner Güter und ohne Benennungeiner Special-Hypothek; und im Jahre Iä60 lieh er von seinem BruderConrad sen. anderweit 100 Rfl., wofür er demselben seinen Antheil an denje-nigen 11 Hufen Landes von Hohenhameln verpfändete, woran vormals Thedelvon Wallmodens Ehefrau ihr Leibgedinge gehabt hatte.
Nach dem im Jahre Iä65 erfolgten Absterben seines Bruders Conrad sen.,der auch einen Sohn mit Namen Conrad hinterlassen hatte, nahm er nunmehrzur Unterscheidung von dem Letztem das Beiwort „der Aeltere" an, undkommt mit solchem in dem Lehnbriefe des Bischofs Ernst von Hildesheim äsit«66 (Nro. iä6.) über 22 Morgen Land und die Schaferei zu Kniestedt zumerstenmale vor.
') Bohrens historische Ausführung des Schwicheldtschen StammbaumS Nro. 27.
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