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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Die sogenannte Meklenburgsche Linie.

widerstehen vermogten, die Burg im Dunkel der Nacht mit ihren Leutenverlassen hatten, und über den Harz entflohen waren.

Die Belagerung hat also 10 Tage, nemlich vom 12. bis zum 21. März1A13 gedauert; die Burg ist durch die Macht des Schießpulvers, welches derRuin der mehrsten alten Burgen der Vorzeit gewesen, bezwungen, und daraufsofort auf immer zerstört. So veranlaßte die Erfindung eines Mönchs den Unter«gang einer Burg, welche mehr denn 300 Jahre den Stürmen der Zeit undmanchen vereinten Anstrengungen vieler kraftvollen Hände getrotzt hatte.

Welche weite Ausdehnung die Besitzungen derer von Schwicheldt in jenerZeit gehabt haben müssen, ersieht man auch aus einer Urkunde vom Jahre1A12 (Nro. 102.), wo der Ritter Heinrich seinen Consens zu dem Verkaufeertheilt, vermöge welchen sein Gutsmann Heinrich Orden einen Hof zu Weendebei Gortingen an die Klosterjungfrau Adelheit von Hardenberg allda verkaufehat. Der Ritter behielt sich zwar seinen ihm gebührenden Erbenzins aus demHofe bevor, allein dieser ist in den nachmaligen stürmischen Zeiten doch ver-loren gegangen.

Er nennt sich in dieser Urkunde als Aeltester des Geschlechts mit RechtErbmarschall des Stifts Hildesheim. Inzwischen waren damals doch nochPersonen vorhanden, welche vermeinten, ein näheres Anspruchsrechc auf dieseWürde zu haben. Denn, obgleich solche ihrer Natur nach nur ein Mannlehndes Stifts war und seyn konnte; obgleich Bischof Gerhard oben angeführterMaaßen (§. 16.) nach Aussterben des von Dinklarschen Mannsstammes imJahre 13Y0 den Vater unsers Ritters mit dem Erbmarschallamte beliehen,und Kaiser Wenzeslaus die Belehnung bestätiget hatte: so behaupteten dennochmehrere durch weibliche Glieder mit dem letzten Erbmarschalle Eonrad aus demvon Dinklarschen Geschlechte verwandte Personen ein Näherrecht. Anfänglichwaren diese Prätendenten selbst darüber unrer sich uneinig, wer von ihnen als

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