Druckschrift 
Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

Aelteste Kunde der Familie.

Pfandinhaber selbst von Feinden beeinträchtiget werden, dann sollten ste sichderen erwehren dürfen, und ihre Feinde sollten auch des Bischofs Feinde seyn.Endlich sollten sie die Burg nicht zum Nachtheile des Stifts gebrauchen, undumgekehrt versprach der Bischof, auch sie daselbst nicht zu beschädigen, wiejie denn auch jederzeit gehalten seyn sollten, das vom Bischöfe gegeben werdendeGeleite unangetastet zu lassen.

Die Advocatie über die Klöster Frankenberg, St. Georgenberg, Neuwerk,Richenberg, Ringelheim und Woltingerode war jedoch vom Versatz ausge-nommen, und es sollten selbige nicht zu Diensten angestrengt werden können.

Diese Urkunde widerlegt übrigens die Sage, nach welcher die vonSchwicheldt schon früherhin Besitzer der Liebenburg gewesen seyn sollten.Beamte des Bischofs, damals Voigte genannt, sind sie schon früher aufLiebenburg gewesen, allein nicht Pfandbesitzer. Dieß waren vielmehr vor ihnendie von Bock.

Im Jahrs 1387 erwarb sich der Ritter Hans und seine vorbeschriebenenGenossen auch den Besitz des Schlosses Widenla, worüber zwar die Schloß-verschreibung selbst nicht mehr vorhanden ist, die Sache selbst inzwischen durchzwei Bürgschaftsurkunden, nemlich des Ernst von Dötzum (Nro. 52.) unddes Ritters Hilmer von Oberg (Nro. 53.) bewahrheitet wird. Der Bürgenwaren eigentlich sechs, inzwischen sind davon außer den vorgenannten nurnoch zwei, nemlich Eggert von Vrede und Burchardt von Gadenstedc bekannt,indem der übrigen beiden Urkunden verloren sind.

Zur Vergrößerung semer eigenthümlichen Besitzungen kaufte Ritter Hansvon Schwicheldt in demselben Jahre 1387 fünf Hufen Landes auf deinLobmachtersenschen Felde von Diedrich Sawing für 65 Mark löthigen SilbersBraunfchweigscher Wahrung (Nro. 5/i.) und erhielt vom Herzoge Otto demQuaden die Belehmmg über den Adenberg, dessen Holzmark und den Zehnten