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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Erster Abschnitt.

Unholden gequält wären. Ob die Verwegnen dadurch zur gläubigenErkenntniß gekommen, und wo sie nachher geblieben sind, darüber schweigendie Erzähler eben so sehr, als woher sie gekommen, und welche Ursache siedahin gefuhrt habe- Man sieht auch hier, daß es dem damaligen Chronistennur am Beweise über die Existenz der Gespenster, und den Folgen, welcheein Ableugnen derselben nach sich ziehn, gelegen gewesen sey. Dieß erzählter, und nennt zur Bestärkung die Personen, welchen es begegnet gewesen ist.Diesen Zweck hat er erfüllt, und so konnte von ihm nicht erwartet werden,daß er über die angeführten Personen sich weiter hätte verbreiten sollen. SeinemGlauben an die Gespenster haben wir die Kunde von dem Daseyn des Christophvon Schwicheldt zu verdanken, die sonst schwerlich aufbewahrt seyn mögte.

Inzwischen scheint dieser erwähnte Vorfall außerhalb Klosters damals nichtsehr ruchtbar geworden zu seyn. Denn ein fast gleichzeitiger Chronist, PererVisselbeck, der sein Hauptaugenmerk auf Naturwunder und Mißgeburten gerichtetgehabt zu haben scheint, und auch wohl Gespenstergeschichten des Jahrs 1370aus dem Nonnenkloster zu Gottßsthal erzahlt, schweigt von der gegenwärtigenzu Corvey ganz.

§. 13.

Jetzt wenden wir uns zum zusammenhängenden Faden des Geschlechts,welchen aufzufinden man vorzüglich der Sorge zu verdanken hat, über jedeHandlung von einigem Interesse Urkunden verfassen zu lassen. In der Mittedes litten Jahrhunderts scheint es fester zur Regel geworden zu seyn, daß einDocument mehr gelte und länger seine Kraft äußere, auch besser für jedermannzu gebrauchen sey, als das bloße Schwerdt in kraftvoller Hand. Es war zwar

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**) I. c. x. 86.