Druckschrift 
4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

Wilch — Wild

199

1 Wilchingc». Stammhaus gleichen Namens bei Nünkilch,Kanton Schaffhausen. Rudolf de Wilichiuga 1083.

Wilckcn, Johann Heinrich, kais. russ. Rath zu Neval inLiefland, erhielt 1795 ein Reichsadelsdiplom. fR. T- A. R.f

Wilezeck, Welczeck, Welseck, Welsccg, Welseke, Weltzcck, einursprünglich poln. Geschlecht, das sich in Pommern, Schle-sien u. Böhmen verbreitet hat. Aus ihm kommen Einige schonim I. 1221 als Grafen vor. Nikolaus v. W. war im I. 1239Woiwode zu Sendomir und das ganze Geschlecht besaß dieStandeöherrschaft Loßlau in Schlesien und ist theils freihcrrlich,theils gräflich. Johann v. W. wnrde am 8. Nov. 1656 in denböhm. Freiherrnstand erhoben, der Feldmarschall Heinrich Wilh.Frhr. v. W. aber im I. 1713 (nach dem genealog. Taschenbucheder Grafen von 1826, S. 138, im I. 1714) in den Reichs-und 1729 in den böhm. Grafenstand. (Okolski I. 410. 435. II. 215.

— Sinap I. 159. II. 272. — v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf1844 u. f. — Frhrl. Taschenb. v. 1857, unter Welczeck. — v. LedeburIII. 95. lI5. - Preuß. Wppb. II. 69. IV. 93. — Dorst, schles. Wppb.n. 116. — v. H. — Kneschke, Wappen I. — Paprocii, Spec. Morav.p. 228. — Siebmacher I. 29. — Gauhe I. 2134. — Henel, Silesiogr.renov. C. 8. 536. — Zedier IVI. 669—77. — Allgem. geneal. Hdb.I. 960. — M. v. M., Erg. 37.) Mathias W. erhielt durch einDiplom d. d. Berlin, 10. Okt. 1769 die Erneuerung und Be-stätigung seines Adelstandes. Er besaß späterhin die freie Minder-herrschaft Loßlau in Schlesien. Unterm 29. März 1787 wurdeer nebst seiner Ehegcnosstn Dorothea v. Kuffka in den prenß.Freihcrrnstand erhoben, sv. H.)

Wilczcwski, v. Talle»-W., eine in West Preußen seßhafteFamilie. Wappen: Trzyrasla. sv. Ledebur III. 115.)

Wilczistiski, Wylczynski, im Großhcrzogthum Posen und inWestpreußen begütert. W.: Poray. sv. Ledebur III. 115.)

Mlckuisch, s. Wicken itz-

1. Wild. Der kais. General W. wurde von K. Karl VI.geadelt. Muhe II. 2136. - Zedier IVI. 683. - v. H.)

2. )- Wild zu Willciirciit (oberpfälzisch). Sebastian W.zu W. (Parksteiu) steht in der bat)er. Landtafel 1490.

Wildau. Andreas W. wurde am 5. März 1661 in denböhmischen Adelstand erhoben. Es stammen von ihm die W.v. Lindenwiese, eine sch lesische, im Technischen seßhafteFamilie, die im I. 1723 vorkommt.

sSinap II. 1112. — Zedier IVI. 699. — v. Zedlitz. — v. LedeburIII. 115. — v. H.)

Wildau, s. Teimer.

1. 1 Wildbcrg, Wiltbcrg, ein uraltes gräfliches Geschlecht inFranken, das aber mit Konrad v. W. im I. 1299 schon aus-gestorben ist. sv. Falkenstein, Cod. diplom. Antiq. Nordgav. p. 48. —Hönn's koburg. Hist. I. 168.266. II. 28. 33. — Pfeffinger, Hist. desHauses Braunschwcig I. 789. — Zedier IVI. 766. — Gauhe I. 2136.

— v. H. — Salver 224.)

2. Wildbcrg, ein rheinländ. Geschlecht, dessen Stammsizgleichen Namens auf dem Hundsrück im Walde Sahn zwischenKreuznach n. Simmern gelegen ist, davon eine Branche im Jahre1604 ausstarb. Der Erste in diesem Geschlechte kommt im Jahre1256 vor. sZedler IVI. 761. — Gauhe l. 2t35. — Siebmacher I.S. 122. — Bernd, Taf. VXXIX. 258. — v. Ledebur III. 115. n. I.

— v. H.)

3. Wildberg, eigentlich Wiltbcrg. In Schlesien, Holsteinund Mecklenburg sind ehedem auch W- gewesen, wovon die

beiden lezteren Linien im 17. Jahrh., die ersteren aber noch ehererloschen sind. (Zedier VI. 762. — Gauhe I. 2136. - Sinap

1. 1034. II. IIIS. — v. H.)

4. -s Wildbcrg. v. Ledebur, III. 115. n. II, führt ohne Wappen-Angabe ein 1625 erloschenes Geschlecht v. W. an, welches imBrandcnburg'schen angesessen gewesen und schon 1375 daselbsterschien.

5. Wildbcrg. Sigismund Adam W., Rittmeister des preuß.Hus.Regiments „v. Welling", wurde wegen seines im Gefecht beiGabel bewiesenen Muthes am 9. August 1778 vom König vonPreußen geadelt, (v. Ledebur III. 116. m. III. - v. Zedlitz. —v. H.)

Wildburg 1. Joh. Paul v. W., Bergwcrksinhabcr zu Nagyag,wurde im I. 1769 mit „Edler von" in den Reichsritterstand er-hoben. sM. v. M., Erg. 224.) 2. Ritter, die in Steyermarkdie Herrschaft Pfannberg besaßen und im I. 1770 die Land-mannschaft erhielten. sSchmutz IV. 360.) 3. Der Truchscß undHauptgcwerke einiger Goldgruben in Siebenbürgen, PhilippReichsritter v. W., wurde im I. 1806 Freiherr. sM. v. M.,Erg. 114.) Ohne Zweifel gehören vorstehende drei Abtheilungenzu Einem Geschlechte, sv. H.)

Wildburg, s. Pletzger-

-s Wildburgstettcu, Wilburgstetten, Truchsesse, ein ausgestor-benes Geschlecht in Franken, aus dem Raban der 46ste Fürst-Bischof von Eichstätt :c. war. (v. Falkenstein, Cod. dipl. Antiq.Nordgav. p. 234. — Biedermann's Fürsten 18. — Zedier IVI. 667u. f. — v. H.)

1. Wilde, Wilden, eine alte meißn. Familie, die im Jahre1395 zuerst vorkommt und 1727 noch blühte. Wahrscheinlich ge-hört das bei Siebmacher, Suppl. V. 24, angeführte Wappen, inR. ein s. Halbmond, dieser Familie.

(König I. 957. 1035-42. III. 558. — Gauhe I. 2136. — ZedierIVI. 763-66. — v. H.)

2. Wilde, Rudolf Ewald Friedrich Wilhelm, Lieutenant im

2. preuß. Inf.Regiment, wurde 1855 geadelt.

(v. Ledebur III. 116.)

1 Wildeck, Wuldt u. Truchscß v. W., ein elsass. u. bayer.Adel, der im Jahre 1320 auch schon in der Schweiz vorkam.(Zedier IVI. 774. — Salver 620. 631- — Siebmacher 11.54. n. 5.)Die Wild eck, gen. Seyffert, betreffend, so ist der BeinameSt nur ein agnomen oder adjectivum, welches in älteren Zeitendie v. W. nicht geführt haben, sv. H.)

Wildcck, s. Effingen.

Wildeumnn. Der Ursprung soll sich angeblich im grauen Alter-thume verlieren. Von Alexander v. W., der als Oberst mit KaiserKarl V. nach Spanien zog und mit einer Fränl. v. Slaupenaus Böhmen vermählt war, stammen die gegenwärtig blühendenFreiherren dieses Namens ab. Zweige davon wendeten sich nachSchweden, Liefland, Kurland, Polen und Preußen,woselbst Einer mit Lindenhof 1637 belehnt wurde.

(v. Zedlitz. — v. Ledebur III. 116.)

1 Wilden, ein schon zu Anfang des 16. Jahrhunderts erlo-schenes Mecklenburg. Geschlecht. Wappen: In B. ein wilderMann, eine Keule haltend, (v. Meding I. n. 966. — v. H.)

Mldcmiu zu Cröblitz , eine bayerische, aus Seeland durchdie Flnth vertriebene Familie, aus welcher Johann Georg FranzWilden au er vom Kaiser in den Adelstand versezt wurde, was