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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Vin Vir

v. V- baute 1693 das HaupthauS zu Ostcnwalde ueu auf. Erwar geh. Rath seines Landesherru, klug, gelehrt und gerecht, undstarb 1727, allgemein betrauert. Auf diesen folgte der Sohn,ebenfalls Jtel Jobst v. V., der alö haunöv. General verschied.Der Großvater des preuß. LandtagSabgcordneten, Ernst Jtel v. V.,war Drost des haunöv. Amtes Gronenberg, in dem das Osten-waldc gelegen ist, und 1768 bevollmächtigter Minister Fricdrich'sdes Großen am dän. Hofe, und der Vater dreier Söhne, vonwelchen der älteste, Ernst Jtel Jobst v. V.. sich dem Kriegsdienstewidmete; er verließ den Dienst als hannöv. Generallieutenantund lebte in Ostcnwalde, dessen Forsten er eine besondere Sorg-falt zuwandte. Später war er in die erste Kammer der hannöv.Ständeversammlung gewählt worden; auch baute er die Diedrichs-Burg wieder auf und starb 1845. Die Diedrichsburg, das Me-dium, 22 Bauernhöfe und die reichen Güter am Rhein und ander Ruhr sielen der einzigen Tochter, der Gräsin Schulenburg -Wolfs bürg, zu. Das Fideikommiß Ostcnwalde erhielt dernächste Bruder des Generals, und da dieser nicht mehr am Lebenwar, dessen Sohn Ernst Ludwig v. V., Dr. d. N., der bald nachAntretung des Gutes starb. Der zweite Bruder des Generalswar der um Westfalen hochverdiente Oberpräsidcnt, geh. RathFriedrich Ludwig Frhr- v. V., der 1844 zu Münster starb; hier-durch wurde der preuß. Laudtagsabgeordnete, Landralh Freiherrv. V., Erbe des StammgutcS Ostcnwalde. Derselbe ist 1816auf dem schönen Schlosse zu Münster geboren. Seine MutterWar eine Frciin v. Syburg auf Busch, von der er die GüterBusch und Jkeru erbte nebst den großväterlichen Gütern Vel-linghausen u. Eickel. Seine Brüder stehen im preußischenStaatsdienste und seine Schwestern sind vermählt an die Grafenv. d. Lippe und v. Sierstorpf. Fünf jüngere Halbgeschwistcrstammen aus der zweiten Ehe seines Vaters mit dem FräuleinLuise v. Hohnhorst.

sWeserzeitung von 1850 oder 185l. Grote, hannöv. Wppb. 6. 55. Mecklenburg. Wppb. UI. v. Ledebur III. 57. 554. SiebmacherI. 187. III. 133. v. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. 20. T- 2V; preuß.Adel S. 68. T. 89; hannöv. Adel S. 29. T. 33.j

vincckc, s. Fineck.

vins, österreichisch. Der k. k. Feldzeugmeister Baron v. V.befand sich 1796 unter den Großkrcuzeu des militärischen Maria -Theresienordens. sWiencr Adreßbuch v. 1796.j

st Uinstcrtohc, Vinsterloe, Finstcrlohe, ein fräuk. Geschlecht,das dem ehemaligen Rittcrkantou Altmühl einverleibt und darinbegütert war. Wilh- v. F. befand sich 1235 auf dem Turnier zuWürzburg; 1572 ist das Geschlecht erloschen.

sSalver 146. Tab. 6. n. 16. 276. 317. 480. 550. 604.- Biedermann,Altm. Tab. 24650. Siebmacher ll. 75. n. >4. v. Meding 111.n. 889. v. H.j

4 Uintcrsicl'cii, Vintirslcibin, ein thllringen'schcs, im 14tenJahrhundert bekanntes Geschlecht.

sSagiltar, gleich. Hist. 92. Zedier XUVIII. 1416. v. H.jUinther, Johann Jakolp, kurbayer. Oberst der Kavallerieund Kommandant zu Ambcrg, wurde 1752 in den Adclstanderhoben. sR. T- A. R.j

Unitlcr u. Mitz, Platsch, Freiherren zu Nungelstcin inTirol, Patrizier zu Bötzen, die ehedem an der Vintl im Puster-Thale gewohnt, aber schon im I. 1192 zu Bötzen seßhaft ge-wesen sind. Niklas V., herzoglich österr. Rath und Statthalter,

auch Landeshauptmann an der Etsch, erhielt im I. 1393 einenin Lünig's Reichsarchiv abgedruckt stehenden Adelsbries.

sZedler XUVIll. 1630. Spener, hist. insign. 373. Bucelinistemma!. Gauhe l. 1964 u. f. Siebmachcr l. 42. n. II. v. H.

v. Hemer, tiroler Adel S. 16. T. 21. v. Meding I. n. 902.j

4 Vintlo, ein lüncburg. Patriziergeschlccht, das längst aus-gestorben ist. sBüttner's Stamm- u. Geschl. Reg. der lüneburg. Patrizier.Anh. n. 30. Lndersen's Samml. v. H.j

Viiitschgli», ein der tiroler Landmannschaft einverleibtesrittcrmäßigeS Geschlecht. In Stefan V., im Gericht Altenburggesessen, erhielt die Familie 1669 den Adel; 1674 erhielten sie dieNittcrwürde mit v. Altenbürg u. der Erlaubniß, sichvon" V.zu schreiben; 1675 wurde Bestätigung ertheilt.sv. Hcfner, tiroler Adel S. 18. T. 21.j

4 Uiiijelbergen, Vinzelberg, ein sächs. Geschlecht, das schon zuKaiser Karl's d. Gr. Zeiten bekannt war.

sv. Ledebur III. 58. Siebmachcr V. 145. v. H. Enzel'Saltmärk. Chronik 61. Zedier XUVIII. 1642. v. Zedlitz.jvinzkerodc, s. Winzingerode.

Violiith. Der kurpfälz. NegierungSrath und Hofkammer -Direktor N v. V. erhielt um's I. 1699 neben Bestätigung seinesAdels ein Ritterdiplom mitEdler von". sR. T. A. R.j In derOriginaliutimation heißt es; Unsere Räthc judas und dessen SohnHeinrich v. Violäth u. s. w.

Uiolaut. Der Handelsmann Franz V. in Wien wurde imJahre 1766 mitEdler von" in den Neichöritterstand erhoben.sM. v. M., Erg. 220. v. H.j

Uialeta, Paul, kaiserl. Hofkammerkanzlist, erlangte 1631 denReichsadelstand. sN. T. A. R.jMima, s. Dufour.

Dippach, ein thü ring. u. schles. Geschlecht, dem der FleckenMarkvippach den Namen gegeben haben mag. Siebold v. V.kommt schon im .I. 1389 in den ichters Häuser Klosterbricfenals Zeuge vor. sGleichcnstein n. 96. Sinap II- 1085. ZedierXUVIII. 1689 u. s. Sagittar, gleich. Hist. 61. - Gauhe I. 1965 u. f.

Siebmacher I. 149. u. 10. II. 22- n 2. v. Zedlitz. v. LedeburIII. 58. - v. H.j

Virgin, s. Vargin.

4 Virgolt (Ulirgoid). Im Schild ein Zelt. In der bayer.Landtafcl vom I 1496 kommen vor: Leonhard und Jobst V. zuSchweiber, Jobst V. zu Neid au und Schwanhof, undLeonhard V. zu Zierlhub und Schreierhof. sO. S.s

4 Uirmoiid, Vicrmond, eine alte, in Niedcrdeutschland,Ungarn u. Siebenbürgen sehr ausgebreitete Familie, welchezwar schon im I. 1664 von K. Leopold I. die Grafenwürde er-halten hatte, deren sie sich aber erst viel später bediente. DieFreiherren Ambros Franz, Friedrich Kristian und Damian Hugov. V., Fcldmarschalllieutenant, wurden im I. 1766 in den Reichs-Grafenstand erhoben. Joh. v. V. erhielt 1621 ein Reichsfreiherrn-Diplom. sR. T. A. R. Falme 1. 435. II. 171, wo ein vollständigerStammbaum. v. H. M. v. M., Erg. 35. Spangeuberg,Adelsspiegel II. 261. Seisert's Genealogie adl. Eltern u Kinder.Rodens II. 76-84. - Zedier XUVlll. ,171-73. Gauhe l. 1966u. f. Siebmacher, l. 136. n. I, führt das andere Wappen unter denhessischen mit aus; 11. 15. n. 5 steht das grafl. Wappen der v. Virmont.V. 304. - v. Ledebur III. 58 j

virittilluirg, s. Manderscheid.