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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Vll Bin

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Mlcncuve. Josef Jgnaz Marquis v. V. wurde 1743 in denRcichsgrafenstand erhoben. sR. T. A. RJ

Villcnsagne. Joh. Jgnaz v. V., gewesener Bürgermeister zuLöwen, erhielt 1785 ein Reichsfreiherrndiplom. (N. T. A. R.)

1. Viltcrs, ein aus Lothringen stammendes, nun sächsi-sches Geschlecht, verschieden von Villiez, sv, Hefner, sächs. AdelS, 51. T. 59.^ Wappen: In B. ein s. Balken von 3 Granat -Aepfeln begleitet.

2. Hilters, eine alte, aus Burgund stammende Familie, dieschon 1299 vorkommt. K. Philipp IV. von Spanien erhob in derzweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts dem Nikol. v- V. die Herr-schaft Grignoncourt zur Grafschaft und crthcilte den Besizernderselben den TitelMarquis"; die übrigen Familiengliedcr sindGrafen. Durch ihre Befizungcn nun unter preußischer Hoheit.Wappen: Geviertet, und Mittelschild; in lezterem das Stamm-Wappen: In N- zwei schmale Schrägbalken, dazwischen drei selb-Sterne; dann 1. Feld in B- drei g. Sensen (Faulquier); 2. FeldHermelin und r. Schildeshaupt (Grafen v. Mateignerain); 3. Feldin B. ein g. Löwe (Herzog v. Sauls); 4. F. in B. ein g. Kreuzmit Schindeln begleitet (Herzog v. Choiseul).

sv. Ledebur III. 57. 354. - Bernd, T. oxxiv. 247. Taschcnb.der gräfl. Häuser auf 1859 u. 1869. N. genealog. Haudb. v. 1777.S. 344 u. f. 1778. S. 392. v. H.j

Viliicz, Williez, aus Lothringen stammend, jezt auch inBayern, woselbst die Familie 1799 durch das rhein. R .Vikariatgefreit wurde, sv. Hesner, baycr. Adel S. 6l. T. 65; Hess. Adel S. 29.T- 32. v. Lang 269. Bayer. Wppb. IV. 54.)

Viltingcr. Diese Freiherren erhielten am 4. März 1619 diesteh er. Landmannschaft. (Schmutz IV. 263- v. H)

1 Miliar, Burgmänner zu Montabaur, Nassau. DerSchild von N. und S. schräggeviertet. S. auch die v. Elker-hausen. sHist. Trev. II. 7.)

Vilseck, s. Moser.

f Vilser zu Armstorf. (Gespalten, vorne zwei Balken, hintenleer.) Haben auch Hablspach besessen. Leo V. zu H. 1499 inder Kay er. Landtafel. sO. S.)

Vincent, österreichisch. Der k. k. Major v. V. befand sich1796 unter den Rittern des Militär. Maria-Theresienordens.

(Wiener Adreßbuch v. 1796.)

's Zt. Vincent, rheinländ. Adel. Klaudius v. St. V. warlothriug. Kammerhcrr, sein Sohn Jakob 1655 jülich. Ober-Marschall; er war der Vater von Franz v. St. V., fürstl. augs-burg. geh. Rath, dessen Sohn Franz Kristof v. St. V. zu Bal-mershofen, kurpfälz. Kammerherr und augsburg. Pfleger zuSonthofen; er hinterließ 5 Töchter und 2 Söhne, und JohannRuprecht, geb. 1799, f 1774, und Johann Marquard. (O. S.)

Vinccnti. Der Hofkammerrath Karl Jakob V., nachher Hof-Kriegöralh in München, der aus Italien stammt, erhieltAdels- und Ritterdiplom in Bayern am 17. Sept. 1799. DieFamilie befindet sich jezt im Baden'schen.

sCast, Adelsb. v. Baden. ^ v. Hesner, bayer. Adel S. 129. T. 149. v. Lang 578. v. H.)

Viiiccuz. Die Brüder Johann, Ulrich u. Luzius Rudolf v. V.Wurden im I. 1726 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M.,Erg. 119. v. H.) Wann geadelt?

Vincherotti v. Wcidcnschtng. Der Protokollistenadjunkt des Hof-

Kricgsraths, Valentin V., wurde im I. 1788 mitEdler v. W."geadelt. (M. v. M. 278. v. H.s

Vincke, ein nieder sächs. und westfäl. Geschlecht.sSchannat, Client Fuld. p. 83; schreibt ihn unrichtig Finck v. Alden-burg. Siebmacher I. 187. n. 14, schreibt ihn hier auch unrichtig Finck,III. 133. n. >4 richtig. - Zedier XI.VIII. 1555. - v. Meiling ll.n. 929. - Lüderscn's Samml. v. Zedlitz. Dipl. Jahrb. für dieprcuß. Staaten. 1843. S. 394. v. H.j

Das von jeher ritterliche und blühende Geschlecht der V.,welches auf Ostenwalde saß, erscheint urkundlich bereits in derersten Zeit, wo im 13. Jahrh. die Eigennamen der Familien inGebrauch kommen. Am häufigsten findet man sie an der Seiteder Grafen v. Ravensberg, deren ghibellinische Kämpfe gegen diePartei der Guelfen sie in Westfalen mit durchfochten. Eine Ur-kunde des Klosters Marienfeld von 1249 erwähnt zuerst desRitters Heinrich V., dessen Sohn am 26. Jan. 1264 in Verbin-dung mit 24 westfäl. Rittern beim Friedensbünduiß zu Münstergegenwärtig war. Im I. 1278 trat Ritter Heinrich V. mit inden Bund, welchen die grönenberger Ritterschaft mit der Stadtund dem Rathe zu Osnabrück schloß zum gegenseitigen Schuze.Zum damaligen höchsten Ansehen gelangte der in Westfalen somuthige und tapfere Ritter Diedrich v. V. durch die Erwerbungder Herrschaft Halter im I. 1335. Gegen die wachsende Machtund Kühnheit Dietrich's v. V- verbanden sich 1349 Graf Bern-hard v. Ravensberg, der Bischof von Osnabrück u. A. und brachen1342 mehrere seiner Schlösser. Doch blieb das Geschlecht beiNeichthum und Ansehen, so daß 1346 Joh. v. V. der Grafschaftnicht nur ein bedeutendes Anlchen vorschoß, sondern Diedrich,Alfram, Rolf, Johann und Ludecke v. V. stellten sich auch wiederan die Spize eines neuen Ritterbundes zum Schuze ihrer Burgenund ihrer Unterfassen. Wernecke v. V., die ravensbcrger Fehde,welche seinen Vorfahren Vernichtung gedroht hatte, nicht vergessend,befehdete von seiner Burg Vincke mühlen aus den alten Feind.Mit dem Anfange des folgenden Jahrhunderts scheint dieser Grollin eine Freundschaft umgewandelt worden zu sein, indem HerzogWilhelm II. von Berg und Ravensberg dem Ritter Rudolfv. V., Gerlach's Sohn, für seine ausgezeichneten Dienste Güterbei Buer schenkte. Im folgenden Jahrh. war Jobst v. V. Rathdes Bischofs von Osnabrück und leitete für denselben den 1556ausgeschriebenen Landtag, während Heinrich v. V., als Burgdrostedes festen bischöfl. Schlosses Hunteburg, das Land nach dieserSeite hin schüzte. Im Jahre 1579 sezte der Ritter Rudolf v. V.,unter Zustimmung der Familie, einen wichtigen TheilungSvertragfest, der nach seinem Absterben 1597 in Ausführung trat, wonachsein einer Sohn, Jtel Jobst v. V., das Stammgut Ostenwaldeerhielt und der andere die uralte Burg Kilver bekam. Schondie fernsten Sachseuzciten nennen dieses leztcre Gut unter Karldem Großen. Jtel Jobst, der Stammvater der ostenwalderFamilie, nahm die Protestant. Lehre an, während der kilver'scheZweig, dessen Erster Joh. v. V. war, dem kathol. Glauben bisauf die neueste Zeit treu blieb. Leztcre verlor mit dem Anfangedieses Jahrhunderts ihren alten Burgbesiz, wogegen das Stamm-Gut Osten Wälde u. das alte Tesscnbrug sich fortgeerbt hatbis auf den preuß. Landtagsabgeordneten, dessen Hand noch jezt 1859 des Anhcrrn gold. Wappcnring schmückt. Auf demStammgut Ostenwalde und dem Wappenring und einem goldver-zierten Trinkhorn ruht ein Fideikommiß. Ein anderer Jtel Jobst