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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Türck

Tun

2. Türck ». Kraschwitz. Die sächs. Handbibliothek, S. 616,sagt, daß K. der Stammname sei, welchem aber daö zedler'scheLerikon, XI^V. 1717 u- f., widerspricht. Kaiser Karl V. hat denkurmainz'schcn, nachher knr sächs. Staatsminister Kristof T.mit v. K. in den Adelstand erhoben. Sein Epitaf steht zu Leipzig,wo er im I. 1547 verstorben ist. sGauhe I. 1933 36. v. H. v. Ledebur III. 38. n. Iis

Türckhcim zu Iltdorf w., verschieden von Dürkheim. DerStammvater dieses zu Altdorf im Großherzogthum Baden jeztansässigen Geschlechts ist Hancmann oder Hanns Türingheim,gen. Türk, welcher 1459 das Bürgerrecht in Straßburg er-langte. Ein Enkel desselben, Johann v. Türingheim, gen. Türk,erscheint 1546 alö Rathsherr zu Straß bürg. Seine Söhneerhielten 1552 von dem Pfalzgrafen Wilhelm Böklin v. Böklinsaueinen Wappenbrief. Joh. v. Türckhcim (wahrscheinlich der imWappenbriefe ertheilte Name), Wechsler und Großhändler zuStraß bürg, wurde am 8. März 1782 in den Freiherrnstanderhoben. Die Familie theilte sich in die baden'sche und straß-bnrg er Linie. Aus erstcrcr stammte der großherzoglich hes-sische wirkliche geh. Rath und Oberzeremonienmeistcr w. Freiherrv. Dürkheim. Siebcnkees, II. 55, liefert unrichtige Nachrichten;doch treten auch bei abstehender kurzen Geschlechtsgeschichte noch erheb-liche Lücken hervor, die noch der Berichtigung bedürfen. Wappen:Geviertet; 1. und 4. Feld in B. ein g. Löwe; 2. u. 3. F. in G-ein schw. Querbalken und oben und unten ein schw. Stern.

Bruno v. T-, geb. 1826, nahm vermöge Testaments seinesmütterlichen Oheims, des leztcn Freiherrn v. Baden, Namen undWappen an.

(Cast, Adclsb. von Baden. Tyroff, Wappenw. It. 131. Wppb.der österr. Monarchie XIII. 75. Taschenb. der frhrl. Häuser auf >848u. f. Gencal. Jahrb. de« deutschen Adels auf >844 u. s. v. 5refner,frankf. Adel; Hess. Adel S. 28. T. 32. - v. H.s

Türkail v. Türkcnthal. Der Kapitänlieut. Josef T. wurde imJahre 1798 mit dem Beinamen v. Türkcnthal geadelt.sM. v. M., Erg. 475. v. H.s

Türkcnthal, s. Türkail.

Türkhcim, Nebel v. T., oder T.-Geistern. Diese Familie,welche ans Bingen am Rhein stammt und schon 1526 in kur-mainz. Diensten vorkommt, hieß früher Nebel, gen. Türk-heimer; sie erlangte 1613 einen Wappenbrief, wie ihr An,Thomas Nebel, gen. Türkheimer, bereits 1536 einen erhaltenhatte. Philipp Joh. N., gen. T., kurmainz. Amtkeller zu Mainz,wurde 1689 mit N. v. Türkheim in den Adclstand erhoben,und sein Enkel Ludwig v. T., kais. Staats- und Konferenzrath,erlangte 1861 die Frciherrnwürde. Ludwig Joh. Nepomuk Frei-herr v. T. nahm 1842 für sich und seine Nachkommen den Bei-namen Geiölern der Name seiner verheur. Tante, welchedas Vermögen ihres Mannes erbte und solches ihrem Neffen ver-machte an; derselbe schreibt sich nun Frhr. v. T.-G. Wappen:Geviertet mit Herzschild; in lezterem in B. drei g. Sterne; 1. u.4. Feld ein g. Löwe; 2. u. 3. Feld ein geharnischter Mann, einSchwert haltend. (Jahrb. des deutschen Adels auf 1848. - Taschenb.der frhrl. Häuser für 1849.s

Türler. Der Oberstwachtmeistcr HieronimuS T- wurde 1774geadelt. (M. v. M., Erg. 475. - v. H.s

5 Türndl (Tyrnbl). Joh. T., Doktor u. Dekan, auch Probstzu St. Andrä in Frcising, ch 17. März 1457. (O. S.)

Tucjscnstci», österreichisch. Joh. Franz v. T. befand sich1796 unter den Doktoren der philos. Fakultät zu Wien.

(Wiener Adreßbuch v. 1796.s

1 Tüttichcroda, Tutchenrode, Thüringer von Adel, die be-sonders im 15. Jahrh. als schwarz bürg. Vasallen vorkommen,und deren Güter beim Absterben des lezten Sprößlings, HannsFriedrich's v. T., am 24. März 1576 als eröffnete Lehen an dieHäuser Schwarzburg u. Stollberg fielen; auch kam damalsdie ihnen zu Anfang des 15. Jahrhunderts verpfändete Rothen-burg wieder an Schwarzburg. (Hessen's Gesch. von RothenburgS. 24u. 51. Note 93 97. Akten, diesen Heimfall betreffend, befindensich im fürstl. schwarzburg-rudolstadt'schen Archiv. v. H.s

Tüttleben, s. Tuteleibe.

Tustelbcrch. Conradus T., Burgmann zu Gleichen, 1366.

(Urk.Buch für Nieders. III. 44.s

Tnglie, italienisch. Die Marquise v. T-, geb. v- Gri-mani, war 1835 Sternkreuzordenödame.

-j- Tnlcnborp, ein abgegangenes Mecklenburg. Geschlecht.

(v. Meding III. n. 872. - v. H.s

Tulcschütz, s. Zeblatzky.

Tuli v. Icrmoncta, Johann Baptist, erhielt 1772 ein Reichs -Ritterdiplom. (It. T. A- R.) Möchten wol Italien zum Stamm-Land haben.

Tnlion, Johann Jakob, kais. Oberstlieutenant, erhielt 1654Bestätigung seines eidlichen Standes. (R. T. A. R.) Die Familiestammt wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden.

Tullcstctc, Tulstcde, Tullstet, Tullistete, Döllstedt, eine thü-ringen'sche Familie, welche das zwei Stunden von Langensalzim Herzogthum Gotha gelegene Dorf Döllstädt ehedem besessen,und die zwischen 12631371 in Urkunden vorkommt.

(Brückner I. Th. 7. St. 4>. II. Th. 3. St. II. Zedier XUV. 1734u. f. - v. H.s

1 Tullinger. Lorenz T. zu Affaltcrbcrg (Vilsbiburg) stehtin der bayer. Landtafel 1496. (Vielleicht Tollinger?)

Tulpe, s. Lall ich v. der T. Georg v. T-, Burggraf vonNarra, heurathcte Maria Peppelman; ihr Sohn Georg,k. k. Gcnerallieutcnant und Gouverneur von Stadt u. HerzogthumLimburg, wohnte zu Aldvalkenburg, heurathcte 1696 AnnaBarbara v. Lamberts, Tochter des Hermann, Herrn zuCortenbach u. Einradc. W.: Eine Kanone auf der Lafette.

1 Tum»»», ein im 14. Jahrh. erloschenes adl. Geschlecht inSchwaben, welches auf der gleichnamigen Burg im Württemberg.

0.A. Kirchheim hauste. (Griesinger 1415.)

Tumbcrgcr. Sic besaßen im 16. Jahrhundert die HerrschaftenSterin oll und Königsberg in Steyermark.

(Schmutz IV. 232. v. H.s

Tumlirz. Der Hauptmann Adam Franz Anton Emanuel T.wurde im I. 1757 geadelt. sM. v. M. 276. v. H.)

Tumulcr. Diese besaßen im 14. Jahrh. den Thunauerhofbei Schärmbcrg. (Schmutz IV. 232. v. H.)

f Tmickcl, Tunkt, eine alte fehles. Familie, die im Liegnitz'-schen begütert und nachher auch in den kaiserl. Erblanden und inBöhmen sich niedergelassen hat und die im Jahre 1486 in den

Freihcrrnstand erhoben wurde. (Balbin, Miscell. Bohcm. Sinap

1. 1693. Redcl's sehensw. Prag 129. Gauhe I. 1937 u. f.Zedier XI,V. 1804. 1829. v. Ledebur III. 38. v. H.s

1. ch Timdcrscl), Tunderfelt. Von dieser Familie warenMehrere in herzoglich braunschweig. Kriegsdiensten; es ist die-