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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Schien — Schlie

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und Thcodoricns de S. (ohne den Beinamen advocatus) in einerUrkunde Graf Elger's v. Hohnstein 1217. Ob mit Schleu-st ng einerlei, ist dießorts unbekannt.sUrk. Buch für Niedcrs. II. 85.jSchünssciibiirg, f. Weiß.

f Schien,scr, Schleuser, eines der ältesten schlcs. Geschlechter,das besonders im Liegnitz'schen ansässig gewesen nnd von 1506

an bekannt ist. sLucä, schlcs. Dcnkwürdigk. >343. — Sinap I. 827.

— Zedier XXXV. >46. — Sicbmachcr i. 53. n. II. — r>. LedeburII. 374. — v. Meding II. n. 784. — Gauhe I. 1536. — v. Hsi

1. st Ichlcwitz, Schliebitz, Schliewitz, eine alte schlesischc

Familie, die sich auch in Mähren ausgebreitet hat, und von

welcher schon im I. 1788 Einer Namens Otto v. S. vorkommt.

sSiuap I 828. II. 969. — Carpzov, antiq. Lus. super. I. 298. —Zedier XXXV. >91. — Gauhe I. 1559. — Sicbmachcr I. 53. n 5.

— v. Mcding II. n. 784. — v. Ledebur II. 378. — v. H.s

2. Schleinitz, ein preuß. Geschlecht. Siehe Konarski.Schlcy, auf Cuncwald in der Oberlausitz, 1513. W.:?

sv. Ledebur II. 374.s

Schlclscr. Diese besaßen mehrere Güter in Stehermark.jSchmutz III. 491. — v. H.sSchlcistz, v. u. der, anfangs im Oesterreichischen,nachher im Preußischen. Im I. 1860 wurde der Ritterstanddes kaiserl. Hauptmanns Tobias v. d. Schleiß bestätigt. Manfindet den Namen auch Schleuß geschrieben,sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz. — R. T. A. R. — Tyroff I. 79.

— Siebenkees I. 54. — v. H.s

Schleyweder und Friedenau, Friedrich Augustin, wurde am7. Aug. 1641 geadelt. Johanna Margaretha Kristina Schleier -weber, verehelichte Gräfin v. Brühl, erhielt über ihren Adel-stand von K. Friedrich II. von Preußen am 13. Okt. 1775 einAnerkcnnungsdiplom. Im I. 1826 stand noch ein Hauptmannv. Schleierwcber n. F. in k. Württemberg. Kriegsdiensten,sv. Ledebur II. 373. — v. H.s

Schlicht, eine im Magdeburg'scheu und im Branden-burg'schen auf Hohenziatz und Guteupaaren 1802 u. 1843ansässige Familie, deren Wappen gespalten, vorn in S. ein gr.Kleeblatt, hinten in R. die Gestalt der Jnstitia mit Schwert undWage. Friedrich v. S. war 1794 preuß. Hauptmann,sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz.s

Schlichte v. Schlichtinsftldc». Der Landschaftseinnchmer Joh.S. wurde im I. 1722 mit obigem Beinamen in den Neichsadel-stand erhoben. sM. v. M., Erg. 438. — v. H .s

1. Schlichtcgroll, Dr. Nathanael, k- bayer. Reichsarchivar-Adjunkt, wurde 1841 geadelt, sv. Hcfner, bayer. Adel S.III.T. 135. 136F Stammwappen: Drei s. übereinanderlaufende Pferdeoder Hunde in N.

2. Schlichtcgroll, O. H., k. bayer. Lieutenant, wurde 1856vom König von Bayern in den erblichen Adelstand erhoben.

sA. A. Zeit., April I856.s

Schlichten, v. d. S., eine aus Germcrsheim stammendeFamilie, deren Adel 1722 von Kaiser Karl VI. anerkannt wurde.Josef Franz v. d. S., pvln. Oberst, erhielt 1775 eine Adels-Bestätigung; er trat 1778 in preuß. Dienste über. Wappen:Stamm mit Wurzeln einer Eiche, woran 4 Blätter mit 2 Eichelnbefindlich, sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. fürden preuß. Staat 1843. S. 20l.sZchlichtciithall, s. Kohlfeld.

Schlichting, Schlichtingk, eine sehr alte schle fische, pol-

nische nnd früher schweizer Familie, die aber um das Jahr1308 bei der cidgenoss. Bnndcserrichtung aus der Schweiz ver-trieben wurde. Samuel v. S. n. Buchowitz wurde am 24. Dez.1091 in den alten Herrenstand erhoben. sSpangenberg II. >79. —Sinap I. 829. II. 432. — Lucä, schlcs. Dcnkwürdigk. 1843. — v. H. —Zedier XXXV. ,60 -62. — Gauhe I. I536.s Samuel v. S.-Bucko-wick erlangte am 24. Dez. 1694 den Freiherrnstand, sv. Zedlitz. —Taschenb. der trhrl. Häuser auf 1853. — v. Ledebur II. 374. III. 338. —v. Hefner, preuß. Adel S. 63. Taf. 81. — Sicbmacher I. 64. n. 5. —v. Meding II. n. 785st

Ichlichtknill, ans Engelwacht in Vorpommern 1836gesessen, sv. Ledebur II. 374. III. 338.jj W.: Gespalten; vorngeviertet, in jeder Fcldnng eine Lilie, hinten drei übereinanderlaufende Hunde.

Schlick, Graf, v. Pajsaun und Weißkirche». Diese von KönigSigismund schon 1422 in den Reichsfreihcrrnstand u. schon 1432in den Grafcnstand erhobene Familie soll nach Einigen italienischen,nach Andern fränkischen, nnd nach noch Andern meißnischen Ur-sprungs sein. Es ist dieses das älteste Beispiel eines durch einkais. Diplom in den Grafcnstand Erhöhten. Vor dem 16. Jahrh.findet man kein Beispiel — außer es hätte Familien betroffen,welche die Ncichsstandschaft hatten —, daß Jemand ein Freihcrrn-Diplom erhalten hätte. Wie sind diese Behauptungen Moser's inseinem Reichsstaatsrecht, Th. IV., mit den Angaben mancher hierangezogenen Schriftsteller zu vereinigen?

sTaschcnb. der gräfl. Häuser auf 1836 u. f. — v. Ledebur II. 379. —Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — Sinap II. 298-215. — Hübner III.679—71. — Gauhe I. 1549. — v. Schönfeld, Ad-Schemat. 1. 191—94.

— Zedier XXXV. 164—77. - Allgem. geneal. u. stallst. Hdb. I. 768.Hartman»'« Samml. — Siebmacher I. 16. n. 5. VI. 12. n. 1. — v. H.j

1 Schliekum, ein altes Geschlecht am Rheine, welches früherNiel hieß, aber von dem ererbten Gute Schliekum um 1274den Namen annahm. Im I. 1594 brachte Anna Liffcrda v. S.die Bestznng in die Familie v. Calcum, gen. Lohausen. DasGeschlecht sührte einen guergethcilten Schild, unten r. und oben inG. einen schw. Stern.sFahne I. 399. II. 130. - v. Ledebur II. 375.j

f Schlidcrer v. Lochen, eines der ältesten rhei irländischenGeschlechter, das im ersten Zehend des 12. Jahrhunderts vorkommt.

sHumbracht, Taf. 244. — v. Hattstein I. 596—19. — Zedier XXXV.S. 191 u. f. — Gauhe I. 1547. — Salver 593. 515. 531. 699. 633.

— Sicbmachcr I. 126. n. 6. — v. Mcding II. n. 786. — v. LedeburII. 375. - v. H.>

Schlichen, Schlüssen, Sliwen, ehedem Sluben. Wenn esauc h richtig wäre, daß die beiden Familien v. Sch lieben undv. Schli essen Eines Ursprungs sind, wie die meisten Schrift-steller und die beiden Familien selbsten, wenigstens die v. Schlüssen,anzunehmen scheinen, so fand die Trennung doch in so uraltenZeiten statt, daß man jczt nicht fehlt, wenn man zwei verschie-dene Familien annimmt, wozu man um so mehr berechtigt ist, alsbeide Familien zwei ganz verschiedene Wappen führen, und zwardie v. Schli essen, welche sich in Pommern, Mecklenburgund Hessen verbreitet haben, als Stammwappen einen w. Schild,in dem sich eine r- gekleidete halbe Mannsfigur mit einer Müzeauf dem Kopfe befindet, welche Figur sich auf dem Helme wieder-holt; dieses Wappen erhielten sie 1444 von König Kristof vonDänemark. Ob vorher ein gemeinschaftliches der Schliessenund Schlichen bestand, weiß man nicht. Die Schlickenaber, welche vorzüglich in den Marken, in der Lausitz und in