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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Preußen ihre Besizungen hatten, führen im gelben Schilde einenbl. und s, geschachteten Querbalken und auf dem Helm zwei gold.Elefantenrüssel, Soviel die v. Schlieffeu, Sliwin angeht, soscheint Schlevin in der alten Provinz Slivin in der Gegendvon Camin in Pommern ihr erster Aufenthalt gewesen zu sein; siewaren muthmaßlich durch Einwanderung dahin gekommen. Unweitdavon liegt Dreissow, eine jener alten Besizungen, welche bis indie neueren Zeiten bei dem Geschlecht- verblieben ist. Später warKolberg ihr vorzüglichster Aufenthalt, wo sie vielfach die Bürger-meisterstcllcn versahen. Urkundlich erscheint das Geschlecht zuerst1159. Es brachte mehrere angeschene Männer hervor, erhielt1555 das Jndigcnat in Polen und zugleich Wappcnvermehrungvom König Sigismund August von Polen, Heinrich Wilhelm,preuß. Oberst u, Direktor der 4. Division dcS Militärökonomie -Departements, Johann Ernst Ludwig, Hauptmann außer Dienst,und Karl Friedrich, Oberst a, D. und ehemaliger Kommandant zuKönigsberg, Söhne des verstarb. KammergcrichtSrathö JohannLeo v. Schlieffcn, wurden am 11. April 1812 in den preuß.Grafenstand erhoben. sGanhe 1. 1518. — Mecklenburg. Wappb, —Nachr. von dem pommer 'schen Geschlechte v. Schlüssen, Kassel, 178t> u.1784, — v, Zedlitz. — Taschenb, der gräfl. Hänser auf 1837 u, f. —Genealog, Jahrb. des deutschen Adels auf 1846 u, f. — Preuß. Wppb.I- 91. — Zedier XXXV. 192. — Schottgen, alt, u, n. Pommern IV. 431J

Die Schlicben, Sliwen, Slubeu betreffend, so ist solchesein sehr altcS Geschlecht, welches bereits 1240 in Urkunden er-scheint, beträchtliche Besizungen in Sachsen u. in den Markenhatte, vielfach im deutschen und Johanniterordcu erscheint, einenHeermcister in Sonnen bürg unter seinen Mitgliedern zält undnun größtenthcils im Grafeustande sich befindet. Erhoben wurdenin den Grafcnstand Joh- Theodor v. S., k. poln. Oberst, vonKaiser Leopold am 11. Jan. 1660, bestätigt vom Kurf. FriedrichWilhelm von Brandenburg als Herzog in Preußen im Jahre1663. Er war zugleich Woiwode in Liefland und besaß inPreußen die Güter Birkcnfeld, Gerdauen, Norden bürgu. a. — Adam Georg v. S., preuß. geh. Rath, Johanniter -Ordcnskomthnr auf Litzen, wurde am 12. Juli 1704 preuß.Graf; ebenso Georg Adam v. S., Landjägcrmcistcr in Preußen,am 9. Aug- 1718; endlich Bernhard Gottlieb v. S., des Joh. -Ordens Ritter, Erbhauptmann der Acmter Gerbauen undNordenburg, Erbherr der birkcnfeld. Güter u. a., der Leztevon dem adlichen Zweige in Preußen, bei der Huldigung inKönigsberg am 19. Sept. 1786. so. Zedlitz. — v. Ledebur II.S. 375 u. 378 unter Schlieffcn; III. 339. — v. Hefner, preuß. AdelS. 25. Taf. 28. 29; sächs. Adel S. 4g. T. 53; Mecklenburg. Adel S. 13.T. 16. - Sächs. Wppb. IV. 72. — Bagmihl III. 139. - Kneschkc,deutsche Grafenhäuscr. — Ad. a Schlicken, Genealogia, vita et obitus.Fol. 1628. 4. — Nachr. von dem Hause der v. Schlicken-Gerdauen;in der Wochenschrift für die Noblesse, 1. u. 2. St. — Spangenberg'sAdelsspiegel II. Th. 57. Kap. 29. VI. B. 58. — Sinap 1. 914. —Peckenstein 149—44. — Grosser's lausitz. Merkwürdigk. lll. 56. II. Kap.192. — König III. 929—44. — Dithmar, Nachr. von den Hcrrenm.S. 48. — Nachr. z. n. gencal. Hdb. 99. — Zedier XXXV. 178—91,aus handschriftl. Nachr. — v. Uechtritz, Geschl. Erz. I. 37. — GauhcI. 1545. II. 1927. — Siebmacher I. 177. n. I. — v. H .s

Ichliclicncr v. Ichticbeiihcimb, Georg, wurde am 3. Dez. 1681in den Adelstand erhoben. Das Geschlecht ist besonders im Neu-mark-Breslau'schen und im Fürsteuthume Glogau begütert.sSinap. It. 969. — Zedier XXXV. 191.1 Der Oberamtsrath GeorgFriedrich S. in Schlesien wurde mit seinem Bruder, dem Ober-

- Schilt

Fiskal Samuel Ferd- S., auch daselbst, am 23. Sept. 1704 inden alten böhm. Nitterstand erhoben.sM. v. M., Erg. 293. - v. H.sSchlieliih, s. Schleinitz.

Ichlicss Ii. Dricso. Siehe Schlicben, Schlieffeu, derenalter Stammfiz Dreissow war.

Schlichen, s. Schlicben.

ch Schlicrblich, eine ausgestorbene vberöstcrr. Familie, indem sog. Traun viertel ans ihrem gleichnamigen Stammsize seß-haft, welche mit denen v. Zelcking einerlei Ursprung hat. Nachdem im Anfange des 14. Jahrhunderts erfolgten Absterben desLezten dieses Geschlechts, Werncr's v. S., erbte ihn sein VetterOtto v. Zelcking. W.: Ein Schrägfluß in einem bcrandetenSchild. Auch im basier Land kam das Geschlecht 1452 und

1490 vor. sWurstiscn S. 435. — Prevcnhncber's Annal Sthr. —v. Hoheneck, Beschr. von Oberösterreich II. 358. — Zedier XXX V. >94u. f. — Siebmacher II. 145. n. 7. ttl. 176. n. 7. — v. H.j

Schlieret', Kristof, wurde 1617 geadelt. sR. T. Ä. N.sSchlicsciicgg, Schliesseneggcr, Isaak, erlangte 1621 den Adel-stand. sR. T. A. R.Z

Ichlickuunin, Heinrich Ferdinand, Justizrath zu Magdeburg,wurde am 4. Aug. 1834 in den preuß. Adelstand erhoben.sPreuh. Wppb. IV. 49. — v. Ledebur II. 379.sSchliestedt, s. Schräder.

Schligcr, Georg Adrian und Bernhard, kais. Obcrstlieutcnantund Oberquartiermcister, wurden im I. 1677 in den Adelstanderhoben. sN. T. A. R.s

Schliiidi v. Hirschscld, ein in den kais. Erblanden in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts bekanntes Geschlecht.sZedler XXXV. 196. - v. H.s

h Ichlingworiii, Schliukworm, ein altes westfäl. Geschlecht,sv. Steinen, Taf. XI,VII. 12- — v. Ledebur II. 379JSchiiiiihkq, s. Schleinitz.

ZchliMiiluich, ein preußisches, märkisches und pom-ni er'sches Geschlecht, daö aus dem Cleve'schen stammt. jDithmarS. 44. — Grundmann 25. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f.

— Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 277. — v. Firks, Ur-sprung des Adels in den Ostseeprov. 169. — v. Zedlitz. — v. LedeburII. 349. — v. Hesncr, preuß. Adel S. 26. — Kneschke, deutsche Grafen-Häuser. — Gauhc II. 1929—35. — Vanselo, pomm. Heldcnrcg. 413 u. f.

— Zedier XXXV. ig? u. f.s Kristof Karl Frhr. v. S., Oberst derschwed. Garde, wurde am 1. Juni 1654 in den schwedischenGrafenstand erhoben (s. auch schwed. Wppb. fol. 4); die gräflicheFamilie ist jezt auch im Preußischen angesessen und ziemlichausgebreitet. sHupel 's Materialien. 1788. S. 127. — v. H.f

Ichlissclthal, s. Plappert.

ß Schlistcd, ein halberstadt'sches u. braunschweig'schcsGeschlecht, das von dem gleichnamigen, unweit Scheppeustädt ge-legenen Schlistedt benannt worden, aber längst ausgestorben ist.Es kommt im I. 1332 zuerst vor. Im I. 1415 versezten die Her-zoge Bernhard u. Heinrich zu Braunschweig das HauS u. Gericht

Asse bürg an Jordan v. S. sRathmaycr's brannschweig. ChronikS. 69U — Meybaum's Chronik des Klosters Marienberg 59. — ZedierXXXV. 199. — Lüdcrseu's Samml. — v. H.j S. auch Schräder.

Ichlittcr, Karl, österr. Generalmajor, wurde 1351 in denFreiherrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1851.j Er ist ein Sohndes verstorbenen Hauptmanns Joh. S. v. Nieder ubcrg, dessenStandcscrhöhuug dießorts unbekannt ist.fTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1358. — Oestcrr. Milit Echem, v. 1851. j