Stammbuch > des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland enthaltend zuverlässige und urkundliche Druck von G. 3. Manz. Dritter Dankt Jürgens Bild des Ritters das stehet hie voran: Z er ist gesamintei» Adel ein kiirliiid und atron. — Keqensburg. i8K5» Verlag von Georg Joseph Man). ^Äaack, Ernst Kristicm, Wechsler zu Altona, wurde 1752 geadelt. . IM T. A. R.) Maasburg. Der Hofagent Johann Baptist v. M. wurde im I. 1794 in den ReichSfreiherrnstand erhoben. sM. v. M. 68.) Derselbe, eigentlich Mascheck v. M. genannt, hatte schon 1792 ein Freiherrndiplom vom Reichsverwcser erhalten. sR. T. A. R. - v. H.) Masse, von, oder van der, vorher Masius, ein geborner Mecklenburger und k. dcin. Staatsrath, wurde im I. 1719 von König Friedrich IV. in den Adelstand erhoben. sZcdler XIX. g. 10. — v. H.) Maasen. Die beiden Söhne des verstorbenen preuß. Finanz- Ministers M., der Reggs. Assessor Gottfried August und Johann Heinrich Kristian M., wurden 1837 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur ll. 67. — v. Zedlitz.) Maasftld, s. Pfeiffer. Maaß, Maß. Joachim M., geh. Rath, znlezt erster Bürgermeister zu Stolpe, wurde am 4. Juni 1622 geadelt. Die Familie ist in Hinterpommern angesessen, sv. Ledebur II. 67.) ff Mabon v. Cmslnirg. Johann Sigmund M. v. E., Ritter, salzbnrg. Obristlientenant, gest. zu Salzburg 1627. Barbara v. M., geb. Perin gerin, ff daselbst 1616. (Schild geviertet,. mit Herzschild sJerusalemkreuz), 1. und 4. ein Kranz, 2. und 3. ein Arm.) Mac-Caffry. Maximilian Graf v. M.-C. stand 1857 als Rittmeister im 9. k. k. österr. Ul.Reg. Di^ Familie scheint aus Schottland zu stammen. , Maccauer, Anton, aus den Niederlanden, kais. Drag. - Hauptmann, wurde 1746 in den Ritterstand erhoben. sNT.A.R., worin Maccaller, und geneal. Staatshandb. v. 1748. S- 327, woselbst Maccauer geschrieben steht.) Macchio. Der k. k. Kammerdiener Johann Baptist M. wurde im I. 1807 geadelt. sM. v. M. 223. — v. H.) Macdonald, ein altes schott. Geschlecht, von dem sich ein Zweig nach Esthland gewendet hat. Seßhaft in der Oberlausih zu Hartmannsdorf. Stammwappen: In G. ein r. Löwe, auch iu S. sv. Ledebur II. 67.) Maccdon v. Papp, siebenbürgisch. Josef M. v. P. war 1835 Jngrossist bei der k.k. und k. ungar. Hofbuchhaltung zu Wien. Mac-Vavan, s. Smith. 1. Mach, ein adl. Geschlecht in Pommern, woselbst solches Stammbuch des Adels in Deutschland. III. seit langen Zeiten begütert ist. Großschwichow, Schlussow und Slaichow sind Bestznngen dieses Hauses, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 68. III. 306. — Kneschke, Wapp. I. 284.) 2. Mach v. Palmsteiii. Der fürstlich löwenstein'sche Justiz- Rath Josef M. wurde im I. 1794 mit „Edler v. P." geadelt. sM. v. M.. Erg. 367. — v. H.) ß Mache!, Machey, aus Schottland stammend, gefreit von Kaiser Leopold. Daniel Frhr. v. M. war 1672 kurbayer. Oberst, Kommandant von Braunau und Kämmerer, ff 1679. Schild geviertet mit Herzschild, Adler; 1. ein Löwe, 2. ein Arm mit Kreuz, 3. ein Schiff, 4. eine Burg, sv. Hefncr, ff baycr. Adel S. 20. T. 16.) ff Machcichcimer, Mauchenheimer, v. Zwcibriickcn, ein rhei Irland. Geschlecht, das zwischen 1382 und 1574 vorkommt, in welchem Jahre es ausgestorben zu sein scheint. sHumbracht, Tab. 219. — v. Meding I. n. 502. — v. H. — Gauhe I. 987 u. f. - v. Ledebur II. 87.) ff Machcwiy, ein meißnisches Geschlecht, von dem blos das Wappen und dessen Beschreibung zur Zeit bekannt ist. Es erscheint bereits 1401 und blühte noch 1636. sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. 68. III. 306.) In Ostpreußen führt ein Geschlecht dieses Namens ein anderes Wappen. sSiebmacher I. 158. n. 5. — v. Meding I. n. 502. — v. H.) ff Machfried, schles. Edelleute, die wahrscheinlich ausgestorben sind. Ehrenfried M. wurde am 16. April 1694 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 68. — M. S. - v. H. — Sinap II. 797.) ff Machhaus. Die Familie wurde 1705 in den RcichSritter- stand erhoben. Der Lezte in Bayern war Pfarrer in Eggen- Hofen, ff 1762. sv. Hefuer, ff bayer. Adel S. 20. T. 16.) ff Machland, eine im Oesterreichischen begütert gewesene, mit Otto v. M. 1148 ausgestorbene adliche Familie, wie Gebhard!, III. 285, sagt. MachmtM, eine poln. und schles. adliche Familie, woraus mehrere Mitglieder im preuß. Heere stehen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 68 ) Macht v. Löuicnmacht. Matthäus M. v. L. erlangte am 1. Juli 1669 den böhm. Ritterstand, sv. Hellbach's Samml.) ff Machtolshcim, Machtolffhaiu, ein altes Rittcrgeschlecht, das ans der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Blaubeuren seinen Siz hatte und wol um 1323 erloschen sein mag. Ritter Hanns v. M. siegelt 1323 als Zeuge in einer zwischen Kloster 1 2 Mach — Mad Blaubeuren und Graf Hanns v. Helfenstein ausgestellten Urkunde, nach der Cunrat v. Butclspach (Beutelsp.) ein Gut zu BNienhüsen mit Willen seiner Schwester Richenza an das Kloster Blaubeuren verkauft. sMemminger, O.A. Blaubeuren, S. 146.ff Dorf Machtolshcim auf der Blaubeurer - Alp, früher MachtolfSheim geschrieben. Anno 1268 übergibt Rudolf v. Machtolsheim dem Kloster Blaubeuren eine Mühle. 1277 Dicthcr v. M. Domherr in Augsburg. 1284 schenkt Ritter Rudolf v. Nellingen dem Kloster Kaiscrsheim einen von Abbrecht v. M. erkauften Hof zu Nellingen. Anno 1316 — er kommt auch noch später vor — zeugt Heinrich v. M. bei der Schenkung eines Hofs zu Asch. Mit ihm verschwindet das Geschlecht, das wol in Vasallenverhältniß zu den Grafen v. Hcl- fenstcin stand. sMemminger a. a. O. I7l. — Griesinger 854.1 Mochuct, s- Mahnet. Mochiii oder Machoi- Am 15. April 1744 ertheilte der König von Preußen der Familie M., welche bei Canth in Schlesien begütert ist, den Adel und das Jnkolat. Die Familie stammt aus Irland. Anton Ludwig M. kaufte sich in Schlesien an. Seine Enkel stehen in preuß. Diensten. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 68. III. 366. — Dorst, fehles. Wppb. n. 422. — Kneschke, Wappen IV. f Mocicjcwski, ein preußisches Geschlecht, sv. Ledebur II. 69. III. 366. Wappen: Ciolek. Vergl. Maciejowski. Maciegowski > eine zu Maniewo bedienstete adliche Familie. Wappen: Ciolek. sv. Ledebur II. 68.ff Marwick. Rudolf v. M. war 1857 k. k. österr. Flotten- Kapitän. 1. Mark. Dieses Namens soll sich in Homburg bei Frankfurt eine adliche Familie befinden, sv. Hefncr, Hess. Adel S. I9.s 2. Mark. Der Hof- und Kammerjuwelier Franz M. wurde im I. 1791 mit „Edler von" in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 129. - v. H.j Mark v. Lcibcrich, f. Leiberich. Markau. Der fürstlich lichtenstcin'sche Stallmeister Friedrich Theodor v. M. wurde 1719 in den Reichsrittcrstand erhoben. sR. T. A. R.j Mockenberg, Mathias, wurde am 7. März 1646 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. Hellbach, Samml.fj Mackenrodt, Makkinrode, wol verschieden von Mackerode. ThielmaruS de M. tcstis in einem graf-klettcnberg'schen Brief von 1264. sUrk.B. f. Nieders. II. 46.fj Hartmundus de Makkinrode, servus, 1271 in einem hohnstein'schen Brief. sUrk.- Buch f. Niedcrs. II. 269.s Johannes marscalcus in Mackenrode 1323. sUrk.Buch f. Nieders. III. 138J Mackcradt, stammen aus dem Schwarzburg'scheu. Georg Hei mbert M. vertauschte 1717 die sächsischen gegen die preuß. Dienste, woselbst die Familie noch blüht. Dieselbe wurde 1738 geadelt, sv. Ledebur II- 69. — v. Zedlitz. — Diplomat. Jahrb. für den preuß. Staat <843. S. 323.s h Mockyhoil, Mackpfcil, stammen aus Schottland. Im Januar 1773 ward der Oberkommissär v. M. auf Grund einer 1765 vom schott. Parlament ausgefertigten Urkunde für einen Edelmann erklärt. Die Familie ist erloschen, sv. dem Knesebecks Macmachon. Kornelius M. wurde wegen 9jähriger österr. Militärdienste im Juli 1758 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 129. - v. H.s Mac Neuen W-Kelly ab Aghrim. Der Doktor der Philosophie und Medizin, Professor und Rektor des mcdizin. Studiums der Universität Prag, nachher Präses und Direktor der medizinischen Fakultät dieser Universität, Wilh. M. N., Adoptivsohn des Wilh. O-K. ab A., wurde im I. 1755 in den Ritter- und 1767 in den Freiherrnstand erhoben. M. s. O'Kellh ab Aghrim. sM. v. M. 129; Erg. 76. — v. H.s ch Macolin v. Iüßcnseld, aus Milbitz. Hrn. Thomas M's- v. S. a. K., gewesenen Landrichters zu Waldek u. Bergobristeu, hinterlassen Erben geben Gewalt zum oberpfälz. Landtag 1767. Macquier, schles. Freiherren. Die Familie stammt aus Irland, woselbst die Stadt Jniskeling ihre Heimath ist; sie schrieben sich daher auch M. Freiherren v. Jniskeling. Ein Zweig der Familie ist in den Grafenstand erhoben. Im I. 1717 erlangte Kornelius M. Frhr. v. I. das schles. Jnkolat. 1747 erscheinen sie als Grafen in österr. Diensten, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 69. — v. H. — Sinap II. 376. s Macula v. Salscld. Der Unterlicutenant Josef M. wurde im I. 1821 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 367. — v. H.s Maczak v. Ottenburg. Den Brüdern Franz und Josef M. wurde ihr Adelstand mit dem Beinamen v. O. bestätigt. sM. v. M., Erg. 367. — v. H.s Mndach v. Iztcrgora, wahrscheinlich ungarisch. Emerich M. v. S. wurde 1819 unter die kais. österr. Kämmerer aufgenommen. Madai, eine angeblich altadliche, aus Ungarn stammende Familie; sie besaß die Rittergüter Beckendorf und Tscherben bei Merseburg u. Halle. Zuerst erscheint David Samuel v. M., geb. 1769 in Ungarn, als fürstlich anh.-köth. Leibarzt, Hof- Rath und prakt. Arzt am Waisenhause in Halle. Das Laboratorium der dasigen franke'schen Stiftung ist fortwährendes Eigenthum der Familie, welche noch blüht. David Samuel M. wurde 1766 in den Reichsadelstand erhoben, sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. 69. - R. T. A. R.s Mudak. Der Oberlieut. Joh. M. wurde im I. 1787 geadelt. sM. v. M. , Erg. 367. — v. H.s Mabalensky, ein schles. Geschlecht, sv. Ledebur II. 69. III. 366. — v. H. — Sinap II. 797.s Mudurassy u. Gojzcst, ungarisch. Franz v. M. u. G. war 1335 Bischof von Ansarien und Domprobst zu Preß bürg. Mabelbckc. Gerlacus de M. testis in einem walkenrieder Brief 1224. sUrk.Buch f. Nieders. II. 166.s Medelon, s- Brueil. Madclnngcn, stammen aus Braunschweig und sind jezt in Preußen begütert, sv. Ledebur II. 69.s 1. Moder. Joh. Kaspar M., aus einer überling. Raths- Familie zu Nördlingen, wurde am 5. Febr. 1765 von Kaiser Josef II. geadelt, sv. Lang 438. — Cast, Adelsbuch von Baden. — v. Hefner, bayer. Adel S. 95. T. Il2. — v. H.s 2. Moder, Johann Nikolaus, sachsen-koburg-saalfeld'- scher Justizrath, erlangte 1786 den Rcichsadelstand. sR.T. A. R.s 3. Moder. Der Doktor der Rechte und Statistik zu Prag, Josef M., wurde im I. 1815 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 129. — v. H.s 4. Moder ». Madcrsburg. Mit diesem lezteren Beinamen wurde Franz Josef Ulrich M., alter und Waissenbürgermeister zu Ueberlingen, durch den Fürsten v. Fürstenberg vermöge Mad - großen Komitivs am 6. Mai 1791 geadelt. Er stammte mit Johann Kaspar (Nikolaus) M, aus der nämlichen Familie. (Cast, Adelsbuch von Baden, — Kneschke, Wappen l. 285.) Madernini v. Taulunbcrg, Die Brüder u, der Rechte Doktoren Josef Albert und Franz Anton M. wurden im I. 1786 in den Reichsadelstand erhoben. sM. v, M., Erg. 367. — Siebm,, Suppl. XI. Tab. 25, - v, H.) Madcrny. Anton M. aus Parma, zu München, erhielt am 25. Jan. 1868 vom König von Bayern ein Freiherrndiplom. Die Familie stammt aus Italien, sv. Hcsncr, bayer. Adel S, 46. T, 45, — Kneschke, Wappen III. — v. Lang 182, — v. H.) Mederour, Madroux. Der k. bayer. Rittmeister Ludwig Josef Heinrich M., aus Vesoul in Frankreich, bewies seinen Adel bis auf das Jahr 1695 zurück, sv. Lang 438. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 95. T. 112. — v. H.) Moders, Anton, wurde 1766 geadelt. sR. T. A. R.) Modcrsplich, s. Mudersbach. Madeweis, Johann Georg, geh. LegationSrath, Gesandter am schwäh- Kreise, wurde von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen am 2. Okt. 1786 nebst dessen Bruder Mathias Wilh. M., Kriegsrath w-, in den Adelstand erhoben. sPreuß. Wppb. III. 93. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 69.) Madcqski, seßhaft auf Gieraltowitz, Kreis Tost-Glei- witz, 1854. sv. Ledebur II. 69.) Wappen: Poray. sDorst, schles. Wppb. III. n. 176.) Auch in Galizien ist eine Familie dieses Namens. sOesterr. Schemat. von 1835.) Madon, Nikolaus, aus den österr. Niederlanden, wurde 1722 geadelt. sR.T.A.R.) Madonna del Monte, s. Moroicic. Madritzky, eine schles. Familie, die noch 1763 blühte und den Beinamen Schütz führte. sSinap II. 793. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 69, ohne Wappen- Angabc. — v. H.) Madromsky. Johann Josef M., gewesener österr. Offizier, wurde im I. 1768 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 76. — v. H.) Madruh, eine alte ansehnliche Familie in Tirol, die im 16. Jahrh. sich in kais. Diensten sehr hervorgethan hat. Paul Madrutsch, Madrutz, erhielt 1566 Adelsfrcihcit. sR. T. A. R. — Gauhe, Anh. 1675 u. f. — v. H.) Madruzy, Marimilian, des Erzherzogs Maximilian Kammer- Diener, Paul Hanns und Franz, Brüder, erlangten 1661 ein Adelsdiplom. sR.T.A.R.) Wahrscheinlich einerlei mit Madrutz. Madurovic. Alexius v. M. stand 1857 als Kadet im 26sten k. k. österr. Inf. Reg. Mäck, gehören dem Adel in Schweden u. Liefland an; daselbst führen sie den Beinamen v. Nordenflieth. Georg v. M.-N., Vater von Otto v. M.-N., erwarb in Liefland einige Güter. Sein Enkel Hanns v. M. war Oberst in schwed. Diensten und wurde 1656 mit der Würde eines Reichsraths bekleidet. Jakob v. M. war im 18. Jahrh. Kastellan von Wenden und Herr auf Sunzel w. In Schlesien besizen sie das Gut Ketsch dorf im Kreise Schönau, sv. Zedlitz. — v. Ledebur ll. 68.) Mädcrcr v. Ehrearcichscron. Die Gebrüder Joh. Jakob, Joh. Jgnaz, Ferdinand, Sebastian, Matthäus Josef, Joh. Friedrich - Main 3 und Joh. Mathias M. wurden im I. 1766 mit dem Beinamen v. E. und im I. 1733 Joh. Jakob und Joh. Friedrich mit demselben Beinamen in den Ritterstaud erhoben. sM. v. M. 129; Erg. 367. — v. H.) Magert, M. v. Weg leiten, Magcrl, Ritter der st eher. Landmannschaft, kommen von 1652 —1696 vor. Ursprünglich waren sie salz bürg. Bürgersleute; der erste Wappenbricf ist von 1514. Abraham Magerl erhielt von Kaiser Karl V. den Adel. Franz Heinrich Josef M. auf Weißcnfcldcn, Haag u. Begleiten, bayer. Nggs.Rath, und dessen Bruder Ferdinand Josef, österr. Ncggs. Rath, wurden im I. 1768 in den Freiherrnstand erhoben, nachdem Lezterer, Ferd. Josef M. v. Wegleiten, im I. 1765 Ritter geworden war. Die Familie ist schon an 366 Jahre in Bayern seßhaft, sv. Lang 182 u. f. — Taschenbuch der srhrl. Häuser 1854. — v. Hefner, bayer. Adel S. 46. T-46; Erg.Bd. S. >6. — Schmutz II. 475. — M. v. M. 68; Erg. 174. — Kneschke, Wappen III. — v. H.s Mährcnhol), Marenholz (nicht aber das unten vorkommende Mahrenholz), eine sehr alte nicdcrsächs. Familie. sZcdlcr XIX. 166. — Pfeffinger, lüueburg. Familien l. >4. — Vehr, Appcnd. der steinb. Genealog. — Gauhe l. 961 u. f. — Lüdersen's Sammlung. — v. H-s Mährciithai, österreichisch. Josef v. M. war 1796 nieder österr. Regicrungsrath. (Wiener Adreßbuch 1796.) 1. Miitcamp. Der Ritter I. v. Wattmann, österreich. Rcggs. Rath und Leibchirurg, erhielt 1853 die Erlaubniß, sich nach dem Namen seiner Gattin Freiherr v. Mälcamp, sonst Malcamp o-Beaulieu, schreiben zu dürfen. sA. A. Zeit. v. 1853. — Taschenb. der srhrl. Häuser 1859.) 2. Mälcamp - Dcanticii, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Frhr. Peter Gustav v. M.-B. wurde 1817 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. 4 Male, ein im Anfange des 17. Jahrhunderts im Gel- dern' schen vorkommendes Geschlecht, Besizer von Wellhorst bei Geldern. Kapitän Jon v. M., gestorben 1636, verheurathct mit Margaretha v. Warenborch, gest. 1618, hatte drei Kinder: 1) Isaak, gest. 1613 an den Folgen eines Sturzes; 2) Gudula, Erbin von Wellhorst, verheurathct mit einem gewissen Bertis, und 3) Johann, Kornet unter Don Verdago. Er erschlug 1631 zu Geldern in einem Streite den Junker Franz v. Agris und fiel später in einem Treffen gegen die Franzosen bei Alpen. sHandschriftl. Notizen nach urkundl. Nachr. des A. Haag.) Mälicr, Lorenz, fürstlich braunschweig-lüneburg'schcr ge h. Rath, wurde 1679 geadelt. (Möchte wol einerlei mit Möller sein, als welche lezterc Familie ein braun schweig. Geschlecht ist, welches 1679 Adelsbestätigung erhielt.) Mämiimigcn, Mammingen, eine aus Oesterreich auch nach Bayern sich wendende Familie. Ursprünglich waren die Mammin g Bürger zu Meran und siegelten mit einem Andreaskreuz. Im I. 1443/58 verlieh ihnen K. Friedrich III. einen Steinbock zum Wappen; 1666 wurde das Wappen gcviertet. Kaiser Ferdinand I. bestätigte das Wappen und erhob das Geschlecht, soweit nöthig, in den Adelstand. Im I. 1692 erlangten die v. M. de» Freihcrrn- und 1695 den Grafenstand von Kaiser Leopold I. sSicbmacher I- 21. 38. — Seifert, Ahnentafel I. 26. 27. — Reichs- Taramtsrechnung in Bezug auf Adelstand. — Gauhe I. 962. — v. H. — v. Hesner, bayer- Adel 15. Taf. 9; tiroler Adel S. II. Taf. 12; Erg. Bd. S. 8. T-2. u. S. 24. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser,) 4 Mcm — Mag Mandel v, Stcinftls, eine bayerische Familie. sBuceliu. — Gauhe I. 963.1 Lorenz M. wurde 1584 geadelt. sR. T. A. R. - v. H.) Miindl v. Aukcrbusch. Der Hauptmann Michael M. wurde im I. 1793 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M., Erg. 370. - v. H.j ch Männich, Mäunichl, nicderschles. Freiherren. (Gauhe I. S. 1063. — Sinap II. 376—79.) Kaspar Alexander v. M. wurde am 29. Okt. 1685 in den böhm. alten Ritlerstand versczt und am 11. Dez. 1688 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sSeifert, Stammt. III. in der Geneal. der v. Orlick. Tab. lit. w. — v. Ledebur II. 76. III. 307, wo das Wappen angegeben ist. — v. H.s Mntliän. Franz M. wurde im I. 1716 geadelt. sM. v. M., Erg. 371. — v. H.) st Mäuziug, eiu ob erb a her., frühzeitig erloschenes Geschlecht. Nikolaus v. M., Probst zu St. Veit in Freising, ist 1499 gestorben, so. Hcfner, 1 bayer. Adel S. 20. T. 16.) Märcnthcim, s. Drathschmiedt v. M. Märke». Dieses 1649 geadelte und am 19. April 1742 gef reite kölner Geschlecht gehört der preuß. Rheinprovinz an, wo es zu Hugenpoel bei Düsseldorf wohnt. In Bayern bei der Freiherrnklasfc eingetragen, so. Hcfner, preuß. Abel S. 54. Taf. 69; bayer. Adel S. 46. T. 46. — v. Ledebur II. 78. - Bernd UXXVII. 153. — Frhrl. Taschenb. von 1856. — v. Zedlitz.) März v. Märzthal. Der k. o. Hauptmann Anton M. wurde im I. 1812 mit dem Beinamen v. Märzthal geadelt. fM. v. M. 223. - v. H.) Märzbcrg, s. Menzel. Märzseld, f. Hayeck. 1. Mäsen. Joh. Kristof v. d. M. wurde um's I. 1779 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. fR. T- A. R.) Man kann nicht sagen, ob Obiger von dem kölner Patrizier- Geschlecht v. d. M. abstamme, welches einen quergetheilten Schild führt, oben in G. einen wachsenden Löwen, unten in R. ein schw. Andreaskreuz, sv. Ledebur II. 69. — Fahne I. 265.s 2. Mästn, v. d. , ein rheinländ. Geschlecht, welches in G. ein schw. Mühleisen und darüber einen gestürzten bl. Reichsapfel mit g. Ringe und Kreuze führt. sBerud, Taf. UXXVII. 154. - v. Ledebur II. 69.) Mäjscnhausen. Der bayer. Truchseß Josef M. zu München erhielt am 29. April 1816 ein Adelsdiplom, sv. Lang, Snppl. 121. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 95. Taf. 112. - v. H.1 Mästri, italienisch. Jgnaz Volpini v. M. war 1835 k. k- österr. Pvlizciobcrkommissär zu Mailand. Mätsch, Matsch, Metsch, ein gräfliches Geschlecht in Grau- bündtcn und in Tirol. Die männlichen Glieder dieses Geschlechts wurden ehedem unter die 4 Jäger des röm. Reichs gerechnet nnd besaßen im Stift Kur das Erbtruchsessenamt. Sie sind im I. 1594 mit Gaudentius Graf v. M., Kaiser Maximi- lian's Rath und tiroler Landeshauptmann, ausgestorben. Die einzige hiuterlassene Tochter Katharina wurde mit Erhard v. Pol- Heim vermählt und starb am 14. März 1511. >Gebhard! III. 524. Wappen ebcndas. Tab. II. n. t8. — Brandis, tiroler Ehrenkr. — Gauhe I. 1003 u. f. — v. H.) Mäh, s. Spiegelfeld. Massay v. Glattsort. Der landschaftliche Sekretär Kristof Fabian M. wurde im I. 1761 mit „Edler v. G-" in den Ritter- staud erhoben. sM. v. M. 150. — v. H.) 1. Massen Anton Matthäus M., Erzherzog Ferdinand's Rath aus Tirol, und sein Bruder Johann Jakob, Leibmedikus, erhielten 1657 von K. Ferdinand III. ein Ritter- u. erbl. Pfalz - Grafcndiplom. sv. Lang 458 u. f. — v. Hefner, tiroler Adel S. t l. T. 13; bayer. Adel S. 95. T. 112. — v. H .s Josef v. Mafe, gewesener Reggs.Rath zu Burghausen, könnte zu dieser Familie gehören. 2. Massen Der Großhändler und Tabakfabrikbestzer Peter Paul M. aus Friaul, erhielt vom König von Bayern am 31. Aug. 1898 ein Adels- und Ritterdiplom. sv. H. — v. Lang 439. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 95- T. 112.s Maffcis, österr.-italienisch. Johann Baptist Conte M. war 1835 Direktor des Versorguugshauses zu Bergamo. Mafsscioli. Der Apotheker Dr. Franz M. in Mähren wurde im I. 1761 geadelt. sM. v. M. 223. — v. H.) Magallon, eine franzö s. Familie, wovon mehrere Mitglieder im preuß. Heere dienten; in Deutschland befindet sich keiner mehr von diesem Geschlcchte. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 69.) Magauia, Kaspar und Hanns, Vettern, aus den kais. Erb- Lauden, wurden 1622 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R) Magaucr v. Grciffenbcrg. Der Pens, österr. Major Mathias M. wurde im I. 1796 mit dem Beinamen v. G- geadelt. sM. v. M., Erg. 367. - v. H.j Magansty-Ccrati, wahrscheinlich ungarisch. Franz Philipp Graf M.-C. wurde 1816 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. 1. Magdeburg. Die v. M. kommen in den österr. Staaten vor, stammen aber aus dem ehemaligen Schwedisch-Pommern, von wo aus die Urkunden erst von 1699 datiren. Im I. 1753 traten sie in den österr. Unterthanenverband und am 4. Mai 1859 erlangten sie die frhrl. Würde in der Person des kaiserlichen Oberstlieutenants Karl Edlen v. M. Um 1796 war Karl Friedrich v. M. österr. Generalfeldwachtmeister und Generaldirektor des Schiffwesens. sRebmann, Adelsarchiv; Mspt.) v. Zedlitz, Ad. Lexikon, hält das Geschlecht für erloschen; vielleicht meint er ein anderes im Preußischen, vielleicht die 1187, 1221, 1253 vorkommenden Burggrafen v. M. sFrhrl- Taschenb. v- 1863.) 2. Magdeburg, K., kais. österr. Oberst, wurde 1845 in den Adelstand erhoben. sOcsterr. Milit. Schemat. v. 1857.s Magdich v. Magdeuau- Der Oberlieut. Anton M. wurde im I. 1778 mit dem Beinamen v. Magdenan geadelt. sM. v. M., Erg. 368. v. H-j ch Magen. Alban M. zu Rohr (Griesbach) in der bayer. Landtafel 1499. Item Pangratz Magens zu Pcrg u. Grub (Pfarrkirchen). i Magenbuch. In Schwaben gab es in alten Zeiten Ritter v. M., die ihren Siz bei Ostrach hatten. sGriesinger 856.) 4 Magcnheim, ein altes mächtiges Rittergeschlecht in Schwaben, welches von 1147 bis 1367 vorkommt, wo es ausstarb. Seine Burg lag im jezigen Württemberg. O.A. Brackenheim zu Magcnheim. sGriesinger 856.) st Magcnrcitcr v. Teijing, hießen ursprünglich Reiter. Durch Zusammenziehung des Taufnamens Magnus mit Reiter entstand obiger. Kaiser Karl V. gab ihnen 1539 einen Wappcnvermehrungs - Brief; 1689 oder 1685 sind sie erloschen. 1. Mager, Karl Wilh. Traugott, Advokat u. Justitiar, wurde Mag — Mai 5 1322 vom König von Sachsen geadelt; ist in der Oberlausitz begütert, sv. Ledebur ll. 69.j 2. Mager v. Fnchsstadt, eine käruthner Familie, die daö Erbstäbelmeistcramt in Kärnthen hat. sBucelini stemmat. III. — Megis, Annal. Carinth. — Gauhe I. 963. - v, H.j Magert, s. Mägerl. Magg. Der Dr. der Medizin, Franz Alois M. in Mähren, wurde im I. 1761 geadelt. fM. v. M. 223. - v. H.j Maggioni. Der Plazhauptmann Franz M. wurde im Jahre 1775 geadelt. fM. v. M., Erg. 368. — v. H.j 1 Magir, eine schles. Familie. Magir v. Logan oder Magirus v. L- erhielten am 3. März 1684 ein kurbranden- bnrg. Anerkennungsdiplom über den dem Michael M. in demselben Jahre crtheiltcn Adelstand, mit dem Rechte, sich M. v. L. zu schreiben. sR. T. A. R.j Schon 1636 hatten Peter und Joh. v. M. einen Adclsbrief erhalten. sR. T. A. R. — v. Ledebur II. 49.j Nach v. Ledebur wäre Michael M. am 29. Dez. 1653 und Michael M., der jüngere, am 15. Jan. 1684 geadelt worden. sSinap II. 798. — v- H.j Magistrclli, italienisch. Johann Edler v. M. war 1835 k. k. österr. Appellationsrath zu Venedig. Magills, Ernst, hannöv. Legationsrath, wurde 1861 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. sR.T.A. R. — v. d. Kuesebeck-j Wahrscheinlich einerlei mit den 1857 in österr. Kriegsdiensten vorkommenden v. Magills. Magne- Der Agent der Armade in Piemont, Benedikt M., wurde 1765 in den Reichsadelstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 368. - v. H.j Magiiis. Die Grafen v. M- stammen ursprünglich aus Schweden, und zwar auS einem alten Gcschlechte in Dale- karlien- Dort kommen sie auch unter dem Namen Magnus vor. Es scheint, daß dieses Geschlecht verschieden ist von denen Magnus, oder Arleben-Maguus genannt, in Schlesien. Johannes Maguis war im 16. Jahrh. Erzbischof von Upsala. Bei der Reformation wendete er sich in Begleitung von Mehreren seiner Familie nach Rom; leztere ließ sich in Oesterreich, später in Mähren nieder. Im Jahre 1626 waren zwei Generale in österr. Diensten und erlangten 1623 die gräfliche Würde. Einer, Franz Graf v. M., gest. 1654, errichtete das Majorat Strasuitz; die Familie blüht noch. fv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser von 1837 u. f. — v. Ledebur II. 76. III. 366. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser II. 74-1 Magnoni, ein gräfl. italien. Geschlecht, aus welchem 1857 Patrokulus Conte M. als Hauptmann im 16. k. k. österr. Jäger- Bataillon stand. Magnus, Friedrich Martin, Bankier zu Berlin, wurde am 2. März 1853 in den prenß. Adelstand erhoben. In der Ober- Lausitz zu Kühna und Wendisch-Ossig seßhaft, sv. Ledebur II. 76. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 38. T. 43.j Mligiiiis oder Aricbcii-M. genannt, s. Arleben. MagnusKi, ein posen'sches Geschlecht. W.: Abdank, fv. Ledebur II. 76. III. 366.j f Magolsheim, ein altes schwäb. Rittergeschlccht, entsprossen von den Trnchsessen v. Urach; 1353 verkauften sie ihren Sitz M. im O.A. Münsingen. ^Griesinger 858.j Magrani v. Montcnovo. Joh. Baptist M. v. M., Präsident in Mailand, wurde 1339 in den österr. Freiherrnstand erhoben. sM. S.j Magras, s. Ramponi. f Magstabt, eine erloschene Familie, die im Dorfe gleiches Namens im O.A. Böblingen saß. Die meisten ihrer Güter kamen an das Kloster Bebenhausen. Magusch. Der Arendator KaSpar M. zu Medzibor wurde im Jahre 1722 in den Reichsadelstand und im I. 1729 in den böhm. Rittcrstand erhoben. fM. v. M., Erg. 174. 363. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 76. — v. H.s Magqarg v. Ucmcl. Der Oberstwachtmeister Stefan M. und sein Bruderssohn Stefan Nemel Elias M. wurden im I. 1773 mit dem Beinamen v. N. geadelt. fM. v. M., Erg. 368. — v. H .s Malstluirg, s. Wohlgemuth. Mahlen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts kommt im preuß. Heere ein Offizier unter dem Namen v. M. vor. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 76.f 1. Möhler, Johann, Kaufmann, wurde 1758 geadelt. fR, T. A. R-f 2. st Mahlcr. Der Hofkriegskanzleiregistrator Anton M. wurde im I. 1723 in den Neichsadelstand erhoben. Er starb ohne männliche Erben. fM. v. M., Erg. 363. — v. H .j Mahlern v. Mahlcnstcin. Der hannöv. Major Sigmund M. wurde im I. 1867 mit dem Beinamen v. Mahl enstein in den Adelstand erhoben. fM. v- M-, Erg. 363. — v. H.j Mahlknecht, Gebrüder, in den kaiserl. Erblanden, erlangten 1646 den Adelstand. sR.T.A. R.j Maholany-Paracj-IjclPhcni, Joh. Peter, wurde am 18. Mai 1699 in den böhm. Rittcrstand erhoben. sM. S.j Mahony, ein österreichisches, wahrscheinlich ungarisches gräfliches Geschlecht, aus welchem 1796 Einer k. k. Oberst war. Mahrenlicrg, ein steyermärk- Geschlecht, daö 1199—1384 vorkommt, sv. H. — Schmutz II. 479.j Mahuct, Markus Anton, herzoglich lothring. Sekretär, und sein Bruder Joh. Baptist erlangten 1678 den Freiherrnstand. sR.T. A. R.j Im I. 1676 hatte der Hofmeister bei dem Herzog von Lothringen, v. Mahnet oder Machuet, den Reichsadelstand erhalten. sR- T. A- R.j Maians, ein österr. gräfliches Geschlecht, aus welchem 1796 Franz Maria Graf v. M. k. k. nieder österr. Appell. Rath war. fWicncr Adreßbuch 1796.f Maicnbcrg, s. Schmidt. 1. Maier, Daniel, wurde 1636 geadelt. sR. T. A. R.j 2. Maier, Daniel Wilhelm, Kriegsrath, wurde am 19. Sept. 1736 in den preuß. Adelstand erhoben. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 76.j 3. Maicr ». Wintcrhalde. Der österr. Major A. M. wurde 1851 mit v. W. geadelt. sE- S.j Maierhöfen, Mamhofen, zu Airlenbach nnd ans Klingcnbcrg. Diese Familie stammt aus Schlesien und erhielt von Kaiser Ferdinand II. im I. 1631 den rittermäßigen Adel. Der mainz. geh. Rath August Maximilian M. erlangte von Kaiser Leopold I. am 15. März 1696 das Baronatsdiplom. Die Familie wurde 6 Mai — Mak 1694 in Betracht ihrer adlichen Abstammung in die fränkische R.Ritterschaft, Kanton Odenwald, aufgenommen. sBiedcrmann, Odenw. Tab. 329. — Rebmann, Adelsarchiv, Mspt. — Siebm. II- 85. V. 23. - v. Hesner, bayer. Adel S. -16. T- 46. — v. Ledebur II. 70. — Frhrl. Taschenb. v. 1857. — Kncschke, Wappen III. — v. Lang, Suppl. 56. — v. H .s Siehe auch Mayerhofen. Maiern, f. Meycrn. Maiersbach. Karl Josef Ritter vHM. stand 1857 als Hauptmann im 36. k. k. österr. Inf. Reg. Mailath de Zsekely, eine österr. adliche, längst schon gräfliche Familie, sv. Schdnfcld, Adelsschemat. I. 212. — Taschenb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v. H.s Mailiard. Anton v. M. war 1835 Hofrath bei der k. k. österr. obersten Justizstelle zu Wien. 1. Maillot. Joh. Franz M. wurde im I. 1726 geadelt. sM. v. M., Erg. 363. — v. H.s 2. Maillot de la Trcille, ein bayer. Geschlecht. Nikolaus Wilhelm Hubert Josef M. de la T., bayer. Generallieutenant, wurde 1836 in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie gibt an, aus altadl. Geschlechte (Schloß Vatronville in Virdunoir) in Frankreich zu stammen. Zwei Brüder, Nikola und Josef, traten 1755 in kur pfälzische Dienste. Ersterer war Malthescr- Komthur w. und Josef seztc den Stamm in Bayern fort. Am 1. Juni 1796 erhielten sie den ReichSadcl. (Taschenbuch der frhrl. Häuser 1858. — v. Hesner, bayer. Adel S. 47. T. 46. — Kncschke, Wappen iv.s Verschieden von den österr. Maillot. Maina. Joh. Alexis v. M., österr. General, wurde 1846 in den Nitterstand erhoben. (M. S.s Mainau. Der Befizer der Insel Mainau (ein natürlicher Sohn des Fürsten Nikolaus v. Esterhazi), Nikolaus Plaid cur aus Wien, wurde 1827 vom Großherzog von Baden unter Beilegung des Namens v. M. in den Freiherrnstand erhoben und solcher 1828 auf dessen Mutter Marie P. und dessen Schwestern Natalie und Virginie P. ausgedehnt. Die Besizung wurde 1837 schon wieder verkauft für 166,666 st. und Gailingen erkauft. (Cast, Adelsbuch von Badems Maindorf, s. Liebetrau. Maincri. Anton v. M. stand 1357 als Unterlicutenant im 33. k. k. Inf. Reg. und Josef v. M. als Untersten!, im 43. Juf.- Regimcnt. Möchte mit Majneri einerlei sein. Mainong v. Handfchuchsheim. Der österr. Oberst M. v. H. erlangte 1853 den Nitterstand. (Oesterr. Milit. Schemat. von 1853.s 1. Mainoni v. Mignano. Der k. k. Rath und Tabakfabrik- Direktor Stefan M. in Mailand wurde im I. 1826 geadelt. (M. v. M. 223. — v. H.s 2. Mainoni v. Mainsbcrg. Karl M. wurde 1846 mit v. Mainsberg durch Oesterreich geadelt. (E. S.s Ob Arthur, Dominik und Philipp v. M., k. k. Offiziere 1857, hieher gehören, ist dieß- orts unbekannt. Mainzcck, s. Eck. — Mainsfeld, s. Jllich. Mair ». Uinddcrg- Der Obcrstwachtmcister Anton Lougin M. wurde im I. 1766 mit dem Beinamen v. R. in den Nitterstand erhoben. >M. v. M. 130. — v. H.s Mairc, lc, Nikolaus Josef, wurde am 3. Juni 1764 geadelt. sR. T. A. R.s Mairhaustr v. Zpermaiinsscld. Der Landcsschützenhauptmann Johann M. zu Bötzen wurde im I. 1864 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 368. - v. H.s Maironi da Ponte, italien. Adel- Gustav Adolf Edler v. M. da P. war 1835 Referent bei der k. k. österr. Delegation zu Bergamo. tz Maifach, oberbayer. Geschlecht, dessen Stammhaus an der Amper bei Bruck lag. sv. Hesner, s bayer. Adel S 20. T. 16. — Siebmacher II. 41 unter Mosau.s ch Maifcr v. Maifcnburg, ein altes schwäb. Nittergeschlecht, das von 1125 bis um 1466 blühte. Ihre Burg lag im württ. 0.A. Münsingen. (Griesinger 861.s Maifon v. Lobciistcin. Der Hofkriegsvicebuchhalter Joh. M. wurde im I. 1317 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. 223. — v. H.s Muster, Ritter in Stey ermark. (Schmutz II. 481. — v. H.s Maistrclli ». Zomicuhof. Franz Vigil M., fürstlich trient. Hofrath, wurde im I. 1865 mit dem Beinamen v. S. geadelt. (M. v. M., Erg. 369. — v. H.s MaiSst- Otto Ritter v. M. war 1857 Kadet im 54. kais. österr. Inf. Reg. Maiti, Edler, v. Zella, Alois, war 1857 Oberlieutenant im 22. k. k. österr. Inf. Reg. Vielleicht einerlei mit Majti. Maizcroi. Diese adliche Familie stammt aus Frankreich und trat in preuß. Militärdienste ein. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II- 7V.s Majaczewski, in Südpreußen auf Kiclczewgorno im Kreise Brzesc seßhaft, sv. Ledebur III. 306, ohne Wappen-Angabe. Masdangrad , s. Szimie. Mascwski, eine poln. Familie, aus welcher sich einige Mitglieder in preuß. Dienste begeben haben, sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 70.s Majlieri, ein gräfl. Geschlecht, aus welchem Maria Gräfin M., geb. Gräfin Landriani, 1835 SternkrcuzordenSdame war. Majoli. Joh. Edler v. M. wurde 1326 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Ma.jr, Maser. Gerg Policarb v. M., hochfürstlich passau'- scher Truchseß und Kammerrath zu Pas sau, 1699. (Oberbayer. Archiv VIII. 133.s Majthenyi und Kcstclcökcö, ungarisch. Anton v. M. n. K. war 1335 komorner Archidiakon und Abt der heil. Jungfrau Maria von Madotsa. Emerich M. v. K. war 1817 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen worden. Josef v. M. stand 1796 bei der ungar. adlichen Leibgarde zu Wien. (Wiener Adreßbuch v. 1796.^s Mosti. Die Brüder Johann Friedrich und Franz Xaver M. wurden im I. 1762 geadelt. sM. v. M., Erg. 369. — v. H.s Majunka. Der österr. Rittmeister Anton M- wurde im 1. 1766 geadelt. (M. v. M. 223. - v. H.s Ma.jus. Friedrich Frhr. v. M. stand 1857 als Rittmeister im 11. k. k. österr. Uhl. Regiment. Makai. Emil v. M. stand 1857 als Unterlicutenant im 48sten k. k. österr. Inf. Regiment. Makomaski, eine westpreuß. Familie. W.: Jastrzcmbicc. sv. Ledebur II. 70.Z Makkos-Hctty, s. Stettner v. M.-H- Mak — Mal 7 Makowehky, Makowictzky, schlcs. Adel, sv. Ledebur II. 79.) Wappen: Pomian. sSiuap II. 797. — v. H.) Makra v. Msö - Zziiväs, ungarisch. Anton M. v. F.-S. war 1835 Obcrstuhlrichter der hunyader Gespanschaft. Makstany. August v. M. war 1857 Oberlieutenant im 5. k. k. österr. Uhl. Reg. Makulski. Im preuß. Heere stehen Offiziere v. M. W.: Gry f. sv. Ledebur II. 79.) Malaliayla, s. Canal. Malachowöki. Hiacinth Edler v. M. wurde im I. 1899 und Stanislaus Edler v. M. im I. 1894 in den galiz. Grafenstand erhoben. Die Mitglieder dieser Familie, welche sich in den preuß. Staaten befinden, sind nur adlichen Standes, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 79. III. 396.) Wappen: Gry f. Das Geschlecht gehört zu den ältesten Polens; der erweisliche Stammvater Peter M- war schon 1384 Wojwodepalatin von Brest u- Cujavien. Die Mitglieder der Familie bekleideten stets die höchsten Stellen in Polen. sGräfl. Taschenb. v. 1362. - M. v. M. 24; Erg. 2l. - v. H.s 1 Malacrida, ein altes, aus Toskana stammendes Geschlecht, das sich am Comersee niederließ und sich im 13. Jahrh. nach dem Val-Telina wendete. Der Religion wegen flüchteten sie nach Bern und zulezt auch nach Potsdam. Das Geschlecht scheint erloschen zu sein, sv- Zedlitz.) Malaga. Alexander Ritter v. M. stand 1857 als Oberlieut. im 9. k. k. österr. Hus.Regiment. Malaire. Die v. M. kommen 1739 in Schlesien vor. Jo hann Kristof v. M. war bei der Regierung in Bricg und sein Sohn Josef 1754 kais. Hauptmann, sv. Zedlitz.) Malaise, eine schlesische Familie. Nil. Kaspar v. M. war 1723 k- k. Kammerrath iu Schlesien, sv. Ledebur II. 7l. — Sinap II. 738. - v. H.s Malama, Alexander und Johann, Brüder, erhielten 1787 ein Freiherrndiplom. sR. T. A. R.) Malaiiottc v. Caldcs. Der Rath der Appellationskammer in Böhmen, Karl M., und seine beiden Brüder Anton u. Leopold wurden im I. 1792, und der Rath Georg Sebastian und Franz M. im I. 1719 mit dem Beinamen v. C. in den alten Ritterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 174. — v. Hefncr, tiroler Adel S. lt. T. 13; Erg.Bd. S. 24.) Dem Dr. der Rechte, Karl Anton Bernardin M., wurde im Jahre 1765 der im I. 1612 ertheilte RcichSadcl bestätigt. jM. v. M., Erg. 363. — v. H.s Malapcrt, gen. v. Neusvillc. Die M. sollen ein uraltes, aus Frankreich stammendes Geschlecht sein, welches 1589 zunächst aus Antorf oder Antwerpen nach Frankfurt a/M. kam und 1753 von K. Franz I. Adelsanerkennung erhielt. Peter Friedrich v. N., aus einer alten französ. Familie, heurathcte die lcztc v. M. und nahm 1766 Namen und Wappen der M. zn den sei- ^ nigen an. sv. Hefncr, Nassauer Adel S. 7. Taf. 8; frankf. Adel S. ö. Taf. 4. — Kneschke, Wappen Ill.s Malaschke, eine in Hofdicnsteu des Herzogs von Württemberg zu Oels in Schlesien 1649 vorkommende Familie, sv. Ledebur II. 71, ohne Wappen-Angabe.s Malatcsta, wahrscheinlich italienisch. Graf Sigismund v. M. wurde 1823 zum k. k. österr. Kämmerer ernannt. Mallmrg, s. Wohlgcmuth. Malcampo, Stefan, aus Flandern, wurde 1729 geadelt. sR. T. A. R.) Mlilchamps, s- Beine-M. Malchin. Johannes et Johannes (sie) dicti de Malchysn residentes in Villa Bucholt, Gutthäter des Klosters Chorin, 1339. sCod. Brandend. XIII. 251.s Malchow. Henning v. M., Ritter, 1352 in einem Brief deö Klosters Chor in. sCod. Brandenb. XIII. 269.) Malchus. Der früher k. westfälische, dann k. Württemberg. Finanzminister Karl August M. wurde 1819 in den westfälischen Adel- und Freiherrnstand und 1813 in den westfäl. Grafenstand unter dem Namen Marienrode (von einem Gute) erhoben. Den Freiherrntitcl mit dem Namen Malchus hat der König von Württemberg 1818 anerkannt. sCast, Adelsbuch v. Württemberg, wo seine Abstammung von einem adlichen Geschlechte irrig hergeleitet wird. — Archiv für Gesch., Gcncal. u. Diplom. S. 85. — Württemberg. Wappcnbücher von Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 10. T. 11. - Kneschke, Wappen I. 286.) Malcomesnis v. n. zu Neichcncck. Der hesscn-darmstadt'sche geh. Rath Joh. Reinhard M. wurde 1686 mit obigem Beinamen in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) Malczcwski, eine im Großherzogthum Posen begüterte adliche Familie mit dem Wappen Ab dank, sv. Ledebur II. 72. III. 306.) Maldeghcm, eine brabanter Familie, wovon der Graf Joh. Dominik v. M. kais. Generalfeldmarschalllieutcnant, Staats- Rath u. Gouverneur zu Vilvordcn gewesen. Es hat sich dessen Sohn um 1816 in Bayern und Württemberg angekauft und ist in leztcrer Ritterschaft und in Bayern als erbl. Reichsrath aufgenommen worden. sCast, Adelöb. von Württemberg. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels 1844 u. f. — Taschenb. der gräfl. Häuser von 1833 u. f.s Die gräfl. Würde besitzen sie seit 1685. sDorst u. Tyroff, württ. Wappenbücher. — Griesinger 681. — v. Hefner, württ. Adel S. 2. T. 2; bayer. Adel S. 15. T. 3.' — Kneschke, deutsche Grafen- Häuser. — v. H. — L'Erection de toutes lcs terrcs du Brabant 100. — Gauhe I. 963.s Maldisi, ein altadliches meißnisches Haus, das auch im Nassau'schen Besizungen hat. sNeues geneal. Hdb. 1777. S. 197 u. f. 1778. S. 343. — v. H .s Maldura- Die Brüder Friedrich, Johann Ferdinand, Galeazzo und Jakob M. wurden im I. 1829 iu den österr. Grafenstand erhoben. Die Familie wohnt in Padua und stammt aus Bergamo. 1196 ließ sich Martin v. M. zuerst daselbst nieder. Als Edle von Bergamo wurden seine Nachkommen 1398 anerkannt, bestätigt im alten Adel 1818, Neichsgrafen 1773 durch das rheinische Ncichsvikariat. sM. v. M.. Erg. 22. — Taschenb. der gräfl Häuser 1857. — v. H .s Malechawöki, ein posen'scheS Geschlecht. W.: Abdank. sv. Ledebur II. 71.s Malecki, Malek, ein in Pommern angesessenes Geschlecht, welches sich in die Linien v. Malek-Chosnicki u. v. Malek- Podjaski vor 1777 theilte. sv. Ledebur II. 71.) Micnicza v. Stamora. Die Senioren bei dem raitz. Stadt- Magistrate zn Temeswar wurden im I. 1773 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 369. — v. H.s Malcwski, ein adlichcs, mit Ruppen in Massurcn 1759 ansässiges Geschlecht. Wappen: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 7l.s 8 Malf - Molsotti». Nohrliach u. De))a. Der Generaldirektor der vorder- österr. Lottokammer, Joh. Baptist M., und dessen Bruder Franz wurden im I. 1785 mit dem Beinamen v. R, zu D- geadelt. sM. v. M,, Erg. 369.) Der Großhändler Jakob Fr. M. v. R. zu D- in Wien wurde im I. 1806 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 174. — v. H.) Malfottis v. Campo Martio et Zcaloc Monte. Ludwig v- M. wurde im I. 1716 mit „Herr v. C. M. et S. M." (auf Deutsch: v. Kriegs- u. Stiegenberg) in den Ritterstand erhoben. Die Malfattis werden überhaupt zu den ältesten u. vornehmsten adl. Geschlechtern in Padua gerechnet. Vorstehende M. sind Abkömmlinge des italien. Geschlechts. sZedler XIX. 737.) Im I. 1530 erhielten diese Malfatti von Kaiser Karl V. den Adel, 1716 die Reichsrittcrwnrde und 1790 vom rhein. Neichsverweser den Grafenstand. Im I. 1736 wurde eine Linie gefreit; die gräfliche Linie ist erloschen, sv. Hefner, tiroler Adel S. 23. — M. v. M., Erg. 36. 174. - v. H.) Malfcr, A., österr. Statthaltereirath, erlangte im April 1854 den Adelstand sA. A- Zeit. v. 1854) und 1860 mit v. Auerheim den Ritterstand. sA. A. Zeit., Dez. 1860.) MalgcÄein, eine preuß. Familie, die 1750 daselbst schon begütert war- sv. Ledebur II. 71.) Malhan, Johann, aus Böhmen, dessen Vater königl. Ober- Forstmeister gewesen, wurde 1667 geadelt. sR. T. A. R.) Malienacz. Anton v. M. war 1835 Jngrossist bei der k. k. österr. Kameralhauptbuchhaltung in Wien, und Ernst v. Malyevacz stand bei der ungar. adl. Leibgarde daselbst. Mälik v. Szt Ucter, ungarisch. Joh. M. v. S. P. war 1635 Erp editor bei der Distriktstafcl jenseits der Donau zu Güns. Malina. Ladislaus v. M. war 1857 Kadet im 24. k. k. österr. Inf. Regiment. Malinkowski, L. A. I. M., österr. Oberfinanzrath, erhielt 1861 den altpoln. Adel in der Eigenschaft als Ritterstand bestätigt. sA. A. Zeit., Sept. 1861.) Molinowski. Von diesem Geschlechte befanden und befinden sich noch mehrere Offiziere im preuß. Heere. Der Erste daselbst kam 1778 in einem Gefechte um's Leben, sv. Zedlitz, Ad. Lex. — V- Ledebur II. 71.) Auch im österr. Militär befanden sich 1859 v. M. MaliSMöki, eine westpreuß. Familie, auch begütert in Litthauen. Wappen: Godziem-ba- sv. Ledebur II. 71.) )- Malkos, Malcotz, ein altes, längst ausgestorbenes fulda'- sches Geschlecht, dessen Stammhaus Malcotz im Fulda'schen gelegen und dessen nach 1362 in Urkunden nicht mehr gedacht wird. sSchannat, fnld. Lehnhof 129. — Salver 2l9. 222. 245. 252. 257. 265. 388. — Siebmacher II. 74. n. 13. — v. Mcding III. n. 505. - v. H.) Molkovsky v. Dammwallicn. Der österr. Hauptmann M. wurde im I. 1818 mit „Edler v. D." geadelt. sM. v. M. 223. — v. H.) Mallacsce de Mclitatc. Die Brüder Uladislaus u. Konstantin M. wurden im I. 1713 mit dem Beinamen de F. geadelt. sM. v. M., Erg. 369. — v. H.) Mallcndci», Mallenthcim, Malendem Vet er ani, Mallentin, eine alte adliche und nachher gräfliche Familie in Kärnthen, aus welcher Joh. Kristof Frhr. M. v. V. im I. 1719 Graf wurde. sGauhe l. 963 u. s. — Leupold III. 476—31. — Hartmann's Samml) - Malo Die Anentafel der Gräfin Marie Anne v. M., vermählten Gräfin v. Falkenstein, steht bei Leupold S. 329. S. auch Veterani. sSiebmacher, Suppl. XI l. 26. n. 3. 4. 5. — Hdb. zum Taschenb. der gräfl. Häuser. — v. H.) Mallcnthcim, s. Veterani. Maller. Der fürstlich basel'sche Landes- und Gardehauptmann Josef Hermann v. M. wurde 1787 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. N.) Mallcscvich v. Drallthal. Der kais. österr. Hauptmann Nikolaus M. wurde 1823 mit v. D- geadelt. sE. S.) 1- Mallik v. Drcqciilmrg. Der österr. Hauptmann I. M. erlangte 1852 den rittermäßigen Adelstand mit v. D. sA. A. Zeit, von 1852.) 2. Mallik Ritter v. Dreycnburg, Julius, staud 1857 als Ober- Lieutenant im 24. k. k. österr. Jus. Regiment. Malliiiarich u. Iillicrgrmid. Der Obcrlieut. Gregor M. wurde im I. 1793 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M. 223. - v. H.) Mallinckrodt, Bettmar Kristian Karl, Viceprästdent zu Aachen, wurde 1835 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Zedlitz, Ad. Lenk. - Preuß. Wppb. III. 93. - v. Ledebur II. 71. n. II ) Wappen: In G- ein gr. Kleeblatt. Mallinkrodt, ein westfäl. Geschlecht, besonders im Stifte Münster begütert, und das auch zum Theil in den Grafenstand erhoben wurde. sSiebmacher I. 189. n. 8. — v. Mcding III. n. 566.— Gauhe I. 964. — v. Zedlitz.) Sie führen drei lange Blätter in einem Ringe vereinigt, nach drei Seiten stehend. sFahne I. 267. — v. Ledebur II. 71. n. I. — v. H.) Mallordi v. Dcjscnqe. Der österr. Oberst Johaun Josef M. wurde im I. 1773 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M., Erg. 369.) Der österr. Hauptmann Heinrich Ludwig M. v. B. wurde im I. 1785 Freiherr. sM. v. M., Erg. 76. — v. H.) ch Malmsheim, ein altes schwäb. Rittergeschlecht, welches von 1075 bis 1471 blühte. Zu unterscheiden ist dieses Geschlecht von den Mais er v. Malmsheim, welche ein Ncbenzweig der v. Breitenstein waren und das zweite Schloß in Malmsheim besaßen. sGriesinger 862.) Malonowski, ein westpreuß. Geschlecht, aus welchem Xaver v. M. 1837 Friedensrichter zu Lauten bürg war. Wappen: Cholewa. sv. Ledebur II. 72.) Malonqai v. Vicsap, ein ungar. Geschlecht, aus welchem Johann Nepomuk Alois Frhr. M. v. H. 1835 k. k. und k. ungar. Hofvicekanzler des ungar. Hofraths u. Obergespan des borsoder Komitats war. Malortic. Diese alte Familie stammt aus der Norm an die. Richard Beuel Candot de M. erscheint 1453 unter K. Karl VII. von Frankreich in den Kriegen gegen die Engländer als ecnyer. Das Geschlecht theiltc sich in mehrere Zweige. Aus jener von Bonteville begaben sich nach Aufhebung des Ediktes von Nantes 1685 Jakob und Ludwig nach Braunschweig-Lüneburg, wo deren Nachkommen noch blühen. sv- dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — Kneschke, Wappen I. 287.) Molotko (ki), gehören dem Adel der Provinz Pommern . an, wo sie im Lauenburg'schcn begütert sind. Im preuß. Heere stehen viele Offiziere dieses Namens, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 72. III. 366.) Malo - Maiotki-Trzcbiatowski, s. Malvtka. Malowch, eines der ältesten böhm. «blichen Häuser, das cnis Kroatien gekommen ist. Schon 1158 erscheint das Geschlecht im Heere des Königs Wladislaw. Es theilte sich in viele Linien, die sich nach ihren Gütern benannten; sie sind aber größtenthcils erloschen. Früher schrieben sie sich nach dem von ihnen erbauten Schlosse v. Pardubitz, bis Gesko das Dorf Malowctz an sich brachte. Außer den M. v. Kossorz sind allerdings noch die Zweige zu Cheinow und Winterbcrg blühend. Sie finden aber nicht mehr den Faden ihres Zusammenhanges und ist ihre gleiche Abstammung nnr noch durch Name u. Wappen erkenntlich. Joh. Josef Kossorz Malowctz v. Malowetz ans Zwiestow wurde 1781 und die Brüder Ferdinand Jgnaz und Ernst Wilhelm W. v. Cheinow n. Winterberg wurde» mit ihrem Vetter Josef im I. 1760 in den Frcihcrrnstand erhoben. sTyrvff Ii. 273. n. I. 2. — Tascbcnb. der frhrl. Häuser 1843 n. f. — Jahrb. des deutschen Adels 1849. S. 408. - M. v. M. bS. 7l. - Balbin, Hist. de S. MontiS Przibramensis. — Ganhc l. 965. II. 667. — Zedier XIX. 764. — v- H-) Mistlnvih, s. Milowitz. Malowicisski, ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. 72, ohne W. -Aug.) Auf Czcrlin, Kl. Napster», sv. Ledeb. III. 306.ss Malowski, auf Rudy in Schlesien, sv. Ledebur II. 72. III. 306.) Wappen: JaStrzembiec. Malslitirg vo» der Malsptirg, ein altes Hess. Geschlecht, welches das Erbschenkenamt des Stifts Corvey führte und das mit Karl dem Großen im 8. Jahrh. aus Frankreich kam. Von 1365 bis 1472 erscheint das Geschlecht in Urkunden. sv. dcm Knesebeck. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 72. — v. Hefner, preuß. Adel S. 54. Taf. 69; Hess. Adel S. 19. T. 20. - Joh. Letzncr, corvey'sche Chronik Cap. 56. 1200; und dessen Stammbuch der Herren v- Malsburg. Mühlhausen, 1587. 4. — Seifert, Genealogie adl. Elt. u. Kinder Tab. 28; dessen Ahncntaf. I. — Büsching'ö Erdbeschr. III. I. B. 813, nach der 5. Aufl. — v. Meding I. n. 504. — Gauhe I. S. 965 u. f. — Spangenberg, AdclSspiegel II. — Zedier XIX. 768. — v. H.) Malscheck v. Flammcnseld, österreichisch. Karl M. v. F. war 1796 Kanzelist bei dem k. k. Hofkriegsrath. sWiencr Adreßbuch von 1796.s Matschem, s. Steckh. Malscihki, Malschitzky, ein pommer'sches, also genanntes Geschlecht der Freien. sMicrälius 501. — Siebmacher V. 170. n. 11. — v. Meding III. n. 507. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 72. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 14. Taf. 12. — Bagmihl V. Taf. 58. — v. H.s fi Malscnien, auf Canditten, Lykeim in Preußen, sv. Ledebur II- 72.s Malst», Barone von Tilborch, ursprünglich Niederländer, die sich nach dem Elsaß wendeten, wo sie im I. 1680 als freiherrlich anerkannt wurden. In neuester Zeit — 1840 — ist die Familie, welche aus dem gleichnamigen Orte im Geldern'- schcn stammt und 1377 erscheint, auch in Bayern seßhaft, wohin sie nach der französischen Revolution mit dem Prinzen Max V. Zweibrücken gekommen ist. sTaschcnb. der frhrl. Häuser v. 1848 u. 1854. — v. Ledebur II. 72- — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels von 1845. — v. H. — v. Zedlitz, Ad. Lex. - Fahne I. 267. II. 90.) Die Familie führt in R. einen linksschrägen s. Balken, sv. Hefner, bayer. Adel S. 47. Taf. 46. — v. Lang 183. — Kncschke, Wappen I. 283. s Malsius v. Maische». Der oldenbnrg. Rath D. Simon Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Malt 9 M. erhielt 1623 adliche Wappenbessernng und die Freiheit, sich v. Maischen zu schreiben. sR. T. A. N.) -s Mlilslcbcn, eine uralte thüriug. Familie, die in thüring. Urkunden und Schriftstellern im 12. bis 14. Jahrh. oft vorkommt, aber im leztcrcu ausgestorben zu sein scheint. sGauhe, Anh. 1676. — v. H.) Malszycki, eine preuß. Familie, in Darsen angesessen, sv. Ledebur II. 71. III. 306.s Malte-Daist», s. Lauterbach 3. Malter, Josef, kais. Generalmajor, wurde 1843 in den österr. rittermäßigcu Adelstand erhoben. sE. S.j Malthiase» ». Chrcnlierls. Andere schreiben Mathiasen. M- s. diesen Artikel. 1. Maltih, ein meißnisches und schlesisches, auch in Böhmen begütertes Geschlecht, von dem man aus der Achnlich- keit der Wappen vcrmuthet, daß es mit den v. Miltitz einerlei Ursprungs sei. sSinap I. 627. II. 799. — Seifert, Geneal. adl. Eltern u. Kinder 351 u. f. — König II. 662—73. — Angcli. — Dreyhaupt K. II- 91. — Siebmacher I. 152. n. 5. — Albin 66. — Gauhe l. S 1034 n. f. — Zedier XIX. 730. — v. Meding I. u. 505. — v. Ledebur II. 32. — Balbini Mise. Bohcm. Lib. 3. p. 8. — v. Zedlitz. — v. H.s 2. Maltitz, ein allem Anscheine nach von den sächs. M. verschiedenes Geschlecht im Alteuburg'schen, welches ein anderes Wappen führt (in G. Kopf und Hals eines aufgezäumten schw. Pferdes). In Deutschland erloschen, in Kurland blühend. sSchabert, Wppb. des kurländ. Adels. — v. Ledebur II- 72-s Math v. Maltcna». K. L. M., österr. Ministerialrath, erlangte 1852 den rittermäßigen Adelstand mit v. Malten au. sA. A. Zeit. v. 1852.s Maltzan, Malzen, Moltzan, Grafen und Freiherren, aus Pommern stammend, und in Mecklenburg und Schlesien, wo sie schon zu Anfang des 10. Jahrhunderts blühten, begütert, auch daselbst die gräfliche Würde führten. Durch k. preußisches Diplom vom 23. Febr. 1833 erhielt Graf Joachim Cäsar v. M. die Erlaubniß, Namen und Wappen der Grafen v. Wedell den seinigen beifügen zu dürfen, sv. Zedlitz, Ad.Lex., woselbst eine ganze Abhandlung über dieses Geschlecht zu finden ist. — v. Sommersberg, S. R- III. 248.) Johann Wilhelm und Nikolaus Andreas wurden am 10. Febr. 1694 in den böhm. Grafenstand erhoben. Eine Linie dieses Geschlechts wurde von einem Grafen v. Plessen also an Kindesstatt angenommen, daß ihr jedesmaliger Geschlcchtsältester den Namen der Grafen v. P. führen und das damit verbundene Seniorat und die Fideikommißgütcr Jvenac w. in Mecklenburg bcstzen und das gräflich v. plessen'sche Wappen dem sei- nigcu beifügen solle. Schon seit 1370 sollen die v. M. Freiherren sein. Die gräfliche Würde erlangte ein Zweig schon 1650. sTaschenb. der gräflichen Häuser. — Dipl- Jahrb. f. d. preuß. Staat >843. S. 294. — Taschenb. der frhrl. Häuser v. 1853. >855 u. 1858. — Mecklenburg. Wappenbuch. — v. Ledebur II. 72. III. 306. — Kncschke, deutsche Grafcnhäuser. — Jsclin, basler Lexikon. — Sinap l. 56—62. II. 144. — Schöpflin, Asiat, illustrata I. — Wagneri Vita Leopold! 515. — v. Sommersberg, S. R. Siles. II. 248. — Hübner's Genealogie III. 923—26. — Gauhe I. 1043. — v. Westphal, mvnum. inedit. III. tab. 5. — v. Krohne II. 301—306. 441. — >siebmacher I- 166. n. I. V. >53. n. 2. — Hartmann's Samml. — Zedier XIX. 793 —97. — Bucelini stemmat. III. 237. — Neichsstaatshandb- 1770. II. 88 u. f. — Micrälius 507. — v. Meding I. n. 555. — v. Hefner, preuß. Adel S. 18. Taf. 19. 20; Mecklenburg. Adel S. 14. T. 12. — v. H.s Maltzoff, befinden sich in Berlin, sv. Ledebur III. 306, wo auch das Wappen beschrieben ist.) 2 Maly — Man Mali), L>, kais. österr. Oberst des Gcnieweseus, erlangte 1850 oder 1851 de» rittcrmäßigcn Adelstand. (E. S.sj 2. Mali) v. Veranovic. Der k. k. österr. Sektionsrath im Finanzministerium, Dr. V. M., Ritter der eisernen Krone, wurde 1861 mit v. V. geadelt. (A. A. Zeit., Febr. 1861.s Malyszemski, gehören dem poln, Adel an. Ein Zweig dieser Familie hat sich im Posen'scheu niedergelassen; der Hauptast befindet sich in Südpreußcn und in Nenostprcußen. sv- Zedlitz, Ad. Lex.) Malsick, eine schlcsische Familie. sSinap ll. n. 739. — v. H.s Mamaor, s. Hoffmann v. M. Mambourron. OdalricnS de M. 1166. Stammhaus Mammern am Bodcnsce. Mamcli. Franz Anton M. wurde im I. 1738 geadelt, sv. H.s Mamcr, österreichisch. Gottlieb v. M. war 1835 k. k. Feld- Kricgökommissär und ad latus beim ökonomischen Departement des Gencralmilitärkommando in Nieder- und Oberösterreich; und Joh. Mammer v. Mammern 1857 Oberiieut. im 7. k. k. Jäger- Bataillon. Viktor v. M. war 1857 k. k. österr. Kriegskommissariatsadjunkt zu Wien. Mamming, s- Mämmingen. -f Mammlingcr (Mäinblinger) z» Mammlinj) (Mauerkirchen). Schräggetheilt, oben ein Hüfthorn, unten eine Hirschstange. — Friedrich M. zu M. in der bah er. Landtafcl 1496. Mampe, ein im Lauenburg'scheu 1777 ansässiges Geschlecht, sv. Ledebur II. 75, ohne Wappen-Angabe.) Mamuca dclla Torre, Turri, oder v. Thurn, eine von Kaiser Leopold I. im I. 1761 in den Grafenstand erhobene österr eich. Familie, die aus Italien stammt, aber mit der thurn'- und taris'schen Familie nicht verwandt ist. Der Name wird öfters Mamucha geschrieben. Schon 1346 war das Geschlecht unter den adlichen Patriziern zu Genua aufgenommen. sv.H.) Zedier, XIUII. 1997 — 2663, liefert eine Beschreibung dieses Geschlechts, worin er angibt, daß solches von Messina stamme und sich von Genua aus nach dem deutschen Reich und nach Ungarn gewendet. sHübner, Suppl. 1749. 243—öl. — Fortsezung des buddäus'- schen allgem. histor. Lerikons. Anh. 1418. — Gauhe II. 668—79. — M. v. M. 24. — v. H.) Mamula v. Trinkcnfcld. Der Hauptmann Marimilian M. wurde im I. 1796 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 369.) Ohne Zweifel der Nämliche (oder Abkömmling), welcher unter dem Namen Generalmajor v. M. 1851 in den österr. Frciherrnstand erhoben wurde. (E. S.— v. H.) Mliiiagctta l>. Lerchciuiil. Der Direktorialhofrath und Vice- Präsident der nieder österr. Repräsentation u. Kammer, Reichs- Ritter Joh. Josef Martin M. v. L- wurde im I. 1753 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 68 u. f.) Johann Will). M-, kais. Leibarzt, dann dessen Brüder Mathias, Karl und Franz wurden 1637 mit dem Beinamen v. L- in den Adelstand erhoben. sR. T. A N. — Vehse, Gesch. des vsterr. Hofes u. Adels IV. 199. VI. 45. - v. H.) Manakovich l>. Hcldcnfcld. Der österr. Hauptmann Josef M. wurde im I. 1861 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M. 223. — v. H.) Manaltcr v. Attenberg, aus Ungarn, erhielt 1639 ein Adcls- Diplom. sR.T.A.R.) Manci v. Cbcnheim, ein gräfl. Geschlecht in Welsch tirol. Kajetan Conte M. zu E. war 1835 Krciskommissär zu Rovcredo. Mancinforlc-Zpcrelli, ein italien. Marchesengcschlecht. Die Marqnise M.-S., geb. v. Marcolini, war 1835 Stcrnkreuz- OrdenSdame. Mancini, italienisch. Karl Edler v. M. war 1835 Referent bei der k. k. österr. Delegation zu Lodi und Crema. Manckschitz, Mankschitz, eine sächs. und schlcs. Familie. M. f. auch die Kolazkowskh und die v. TschirSkh. sSinap I. 928. 1999. — Hencl, Silcsiogr. renov. Cap. 8. p. 791. — Siebinacher I. 53. n. 3. — v. Meding II. n. 526. — v- H.) 1. Mandel. Die v. M. waren noch vor wenig Jahren reich begütert in Schlesien. Groß-Mohn au u. Proskcuhain gehörte ihnen. Die Familie erhielt unterm 31. März u. 23. Nov. 1864 ihr Adclsdiplom. )v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 75. — Prcuß. Wappenbuch III. 34.) 2. Mandel, Jakob, wurde 1767 geadelt. sR.T.A.R.^j (Ob nicht dieser Jakob der AnHerr der von v. Zedlitz angeführten v. M. und die dort genannten Diplome Bestätigungsurkunden sein möchten?) 3. Mandel v. Mandelstci». Josef M., ein steyermärk. Frci- hofbestzcr, wurde im I. 1796 mit dem Beinamen v. Mandelstein geadelt. sM. v. M., Erg. 369.sj Dasselbe ist wahrscheinlich einerlei mit Mandell. sv. H.s Mandcll, ein frhrl- Geschlecht, das am 4. April 1811 in die st eher. Landmannschaft aufgenommen wurde. (Schmutz II. 481. 485. — v. H.) Mandclli v. Löniencichen. Der nieder österr. Salzverwalter Josef M. wurde im I. 1826 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 379. — v. H.) Mandelsloh, von, ein uraltes brauuschwcig. Geschlecht, das auch in Mecklenburg, iu der Niederlausitz und später in Thüringen begütert ist. Ulrich Lebrecht v. M., Württemberg. Finanzminister, wurde am 17. März 1868 in den Grafenstand erhoben. Diese Linie ist nunmehr in Württemberg ansässig. Das Geschlecht erscheint übrigens schon 1196 — 1245 in Urkunden. sCast, Adclsb. v. Württemberg. — v. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels 1844 ü. f. — Taschenb. der gräfl. Hänser 1839 u. s. — Archiv für Gesch., Gcneal. u. Dipl. 84. — Dorst, württ. Wppb. — Tyroff, Wppb. v. Württemberg. — Griesinger S. 892. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur II. 75. — v. Hcfncr, sächs. Adel S. 38. T. 43; württemb. Adel S. 2. T. 3; Hess. Adel S. 13. T. 29. - König s Adclshist. III. 748 — 56. - Pfeffinger, Hist. von Braunschweig I. 265—76. — Mnßhard, brem. u. verd- Rittergesch. 387. — Paulini, annal. Jsenac. — Angeli Annal. March. Brandenburg. — Spangeuberg's Adelshist. — Bucelini stemmat. gcrm. — Zcdlcr XIX. S. 319—13. — Treuer's Gcschl.Hist. der v. Münchhausens— Olcarii persian. Reiscbeschrcib. — Sagittar, gleich. Hist. 329. — Gauhe, Ad.- Lerikon I. 397—93. — Müllcr's sächs. Annal. 116 u. f. — Hörschel- niann'S genealog. Adelshist. I. 71 — 89. Dessen Sammlung 59. 51. — Einige Anmcrk. von dem Altcrthumc des Geschlechts der v. M. in der Wochenschrift für die Noblesse. 4s St. 343 —52. 5s St. 65 — 72. — v. Ucchtritz, Geschl. Erz. I. T. 48. — Harenberg, Hist. cccles. Gandersh. p. 1579. — Neues geneal. Handb. >777. S. 238 u. f. 1778. S. 344. — Siebmachcr 1. 181. n. 19. — v. Meding l. n. 596. — Kncschke, deutsche Grafenh. II. 84. — v. H. — Tyroff I. 26. n. 1.) Mandclstein, Edle in Steyermärk. (Schmutz II. 485. — v. H.jj S. Mandel v. M. Manderscheid- Diese Grafen und Herren stammen von des Man — Mank U Arnolf. röm. Kaisers Sohn Schwantibold, und sonach aus ka roling. Geblüt, und theilten sich im IIa. Jahrh. ab in M.Virneburg oder Schleiden, Geroldstein und Blankenheim, welche am 6. Dez. 1780 ausstarben, und in Man Ketsch Kahl oder Falken st ein u- Daun, wovon die erste Linie auch ausgestorben. jSpencr, Histor. infign. p. 242 seq. T. ID. n, 3. 4. — Hubner II. T. 377—81. — Siebmacher I. 14. n. 2. VI, 14, n, 4. 5. 6. — v. Meding III. n. 503—12. 416—23, — Hartmann's Samml — Zschechwitz, Herald, p. 255. fig. 93. — Sonveraine von Europa 380 u. f. - Zedier XIX. 915-22. — Durchl. Welt II. 678-80. — Trier's Wappenb. 569. — v. Zedlitz. — Tascheub. der gräfl. Häuser 1844. — Fabnc I. 267.s Die M. führten in G. einen r. eckiggeschvbenen Querbalken, sv. HZ Mandilli v. Hcrzjiadt. Der Rechnungsführer der Lottokammer, Johann M. zu Bötzen, wurde im I. 1783 mit „Edler v. H." geadelt. sM. v. M, Erg. 370. - v. HZ Mandl ». ». z» Dcntcnhofcn. Johann M., aus Schwaben gebürtig, welcher der prager Schlacht beigewohnt, diese beschrieben, darauf in mehreren Kay er. Diensten bestellt gewesen, wurde als kurbayer. geh. Rath und Hvfkammcrpräsidcnt im I. 1623 in den Adelstand erhoben und erhielt von Kaiser Ferdinand III. am 12. Sept. 1653 ein Freiherrndiplom mit dem Beinamen v. D. sGencalog. Jahrb. deutschen Adels 1846 n. f. — Taschenb. der frbrl. Häuser v. 1854 u. 1855. — v. Hcfner. bayer. Adel S. 47. T. 46. — Kneschke, Wappen I. 238. — v. Lang 183 n. f. — v. HZ Mandorff, kärnthncr Uradel; in Krain landständisch 1625. sv. Hesncr, krainer Adel S. 14. Taf. I3Z Mandrot, Franz und Klaudius, Brüder, aus dem Waadt- Lande, wurden 1763 in den Adelstand erhoben. sN. T. A. RZ Manduch v. Sstccfing. Der Hauptmann Joh. Josef M. wurde im I. 1769 mit dem Beinamen v. S. geadelt. IM- v. M., Erg. 370. - v HZ Mandy v- Fclför-Vcr, JnliuS, stand 1857 als Unterlientenant im 2. k. k. österr. Inf-Reg. Maneckcn, aus dem Erzstifte Bremen stammend, von wo aus die Familie sich auch in's Lüneburg'sche und besonders auch nach Liefland und Schweden verbreitete, woselbst auch ihr Adel 1696 erneuert worden ist. sHupel, liefläud. Anz. n, 157. S. 703-706.s Manfort, s. Manfroni. Manfrcdini, ein italien. gräfl. Geschlecht, ans welchem Franz Conte M. 1835 Dcpntirtcr zur k- k. österr. Delegation zu Rovigo war. 1. Manfroni v. Manfort. Die Brüder Joh. Jakob, Johann Friedrich und Josef Anton M. wurden im I. 1726 mit dem Beinamen v. Manfort geadelt. fM. v. M., Erg. 174Z Anton M. aus Trient erhielt im I. 1766 die Bestätigung des Reichs - Adelsstandes mit dem Beinamen v. Mantfort. sM. v. M., Erg. S. 379.s Der kais. österr. Präsident des Tribunals erster Instanz zu Venedig, A. v. M., wurde 1855 in den Ritterstand erhoben. sA. A. Zeit, von 1855. — v. HZ 2. Manfroni u. Ionneiithal. Der bayer. Rittmeister Josef Leonard M., bischöflich trident. Pfleger zu Tran in, wurde von K. Karl VI. am 25. Dez. 1739 geadelt. i sv. Lang, Suppl. 12l. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 95. — v. H.s st Mangclmanli. Die Gebrüder Jakob und Hanns Wilhelm M. sollen ritterlichen Standes gewesen sein. Sie kommen um 1628 und 1641 im jülich'schen Staatsdienste vor, und besaßen daselbst Lürick um 1612. sv. Ledebur II. 75Z Monge», Mathias und Georg, Brüder, erlangten um 1619 Wappcnbesserung und den Rcichöadclstand. sN. T. A. NZ Mangcot. Der Oberstwachtmeister Heinrich Hubert M. wurde im I. 1768 geadelt. sM. v. M., Erg. 370. — v. HZ 1. Mangcr, erhielten am 26. April 1789 ein prenß. Aner- kennnngSdiplom ihres Adelstandes, in welchen sie 1787 vom Kaiser erhoben worden waren, nach der Neichstaramtsrechnung. Sie behaupten, von einer altadlichen Familie abzustammen, die im dreißigjährigen Kriege ihr Vermögen verloren habe, und zwar von Johann Gottfried M. ans Wellinghofen, der früher Prediger war und einer reichen Familie angehörte. Mit Joh. Gottfried seien zugleich seine Brüder Johann Jakob und Johann Philipp M. in den Ndclstand erhoben worden. Die Familie ist dermalen in der prenß. Rhein- Provinz und in Hessen ansässig, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 75. — v. Hefncr, Hess. Adel S. 19. T. 20. s 2. Mongcr, Joh. Georg, hesscn-kassel'scher Ncgierungs- Rath, wurde 1787 geadelt. sR. T. A. NZ Er war ein Bruder des Joh. Gottfried M. sv. Ledebur II. 75Z 3. Mangcr, Hermann Maximilian Bernhard, Artillcrielieutenant, wurde im Dezember 1839 in den prenß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — vc Ledebur II. 75. n. II. des ArtZ 4. Mangcr ». Kirchsbcrg. Der Pens. Hauptmann Andreas M. wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. K- geadelt. sM. v. M. 223. - v. H.I 1. Mangold, ein k. sächs. Geschlecht. Die Familie nannte sich in älteren Zeiten Mannegold und ist gleichen Stammes mit denen v. Posern. sv. Hefner, sächs. Adel S. 38. Taf. 43. — Kneschke, Wappen I. 289. — v. Uechtritz, Geschl. Erz. I. 83. Taf. — — v. H.s 2. Mangold, I-, kais. österr. Hauptmann, wurde 1839 geadelt. sM.SZ ManM. Josef Sebastian M., Steuerrevisor rc., erhielt von Kurf. Karl Theodor, als Reichsvikar, am 28. April 1792 ein Edeln- und Nitterdiplom. sv. H.s Am 17. Okt. 1783 hatte der kurpfälz. Hofpfalzgraf Martin Einzinger dem Josef Sebastian M. einen Wappenbrief verliehen, sv. Lang, Suppl. >22. — v. Hcfner, bapcr. Adel S. 95. T. I13Z Mangstrcittcr. N. M., 1594 des Markgrafen von Baden Hofmeister. sO. SZ 1. Manhardt, Gebrüder, in kais. Diensten, wurden 1653 geadelt. sR- T- A. RZ Joh. Friedrich v. Mannhard, kais. Rath und böhm. Assessor zu Prag, erhielt am 29. Mai 1794 und 1795 den alten Neichsritterstand und wurde 1717 in den Reichs - Frciherrnstand erhoben. sM. SZ 2- Manhardt v. Manstci». Der nie der österr. ständische Obercinnehmcr Josef M. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. Manstein geadelt. sM. v. M. 224. — v. H.s Maniago. Der kais. österr. Gubernialrath P. Conte de M. wurde 1844 in den österr. Freiherrnstand erhoben. sM. SZ Manikowski, auf Zreicica im Poscn'schen. W.: Prawdzic. sv. Ledebur II. 76. III. 307. — v. Hefner, Hess. Adel S. 19. T. 20.s Main», ein italien. Grafengeschlecht. Leonhard Conte M. war 1835 k. k. Kämmerer und Präsident des Atheneums zu Venedig. Mankfchih, s- Walden. 2» 12 Mann — Manst Mail», genannt v, Ticchlcr, und hießen blos T. bis 1618, wo sie geadelt wurden und Einer von ihnen, Johann, den Namen M. annahm. Seine Söhne erhielten vom Kurf. Karl Theodor am 9. Aug. 1788 ein Adelserneuernngs- und Nitterdiplom. sv. Hesncr, bayer. Adel S- 35. T. 113. — v. Lang 443. — v. HI 2. Mann v. Malmsbach. Der Oberlieut. Johann Anton M. wurde im I, 1769 mit dem Beinamen v. Mannsbach geadelt. sM. v. M.. Erg. 370. - v. H.s Manna, in österr. Italien. Alois Edler v. M. war 1835 Erzpriester und Pfarrer und beim Domkapitel zu Crem» na. Mannl'crg, s. Chimani. Männer. Willibald M. wurde 1627 vom Kaiser in den Adelstand und 1836 in den Nilterstand erhoben. Sein Urenkel, der k. k. Rath :c., Naimnnd Wolfgang v. M., wurde im Jahre 1755 in den Reichsadel- und im I. 1732 mit „Edler von" in den Reichsrittcrstand erhoben. Er stiftete eine besondere Linie. sLcupold I. 432. III. 482 —36. — Redmann, Adclsarchiv, Mspt. — Slebmacker, Suppl. 3. T. 2l. — Kneschke, Wappen II. — M. v. M. S. 224. v- H.s Manncrt auf Ncucnliürg. Dr. Josef M., Bcflzer des Ritter- Gutes Neuenbürg, wurde 1822 von Bayern geadelt, sv. Hefner, bayer. Adel S. 95. Taf. l l3.s Mannet!) v. Fcstcnburg. Der Militärivirthschaftsverwalter M. wurde im I. 1790 mit „Edler v. F." geadelt. sM. v. M., Erg. 175. — v. H.s Mannlich, ein augsburger Stadtgeschlecht, welches im 17. Jahrh. von Kaiser Ferdinand II. geadelt wurde, sv. Hefner, bayer. Adel S. 95- T. l I3.s Mannowsili, eine adliche schles. Familie, fv. Ledebur II. 76. — Siebmacher II. 51. — v. Zedlitz^ W.: Wieniawa. Manns, Bernardin, Arzt zu Innsbruck, wurde 1692 geadelt. sR. T. A. R.s Mannsbach, eine dem Rittcrorte Rhön n. Werra immatri- kulirte, schon 1029 urkundlich erscheinende Familie, sv. Hefner, preuß. Adel S. 54. T. 69; sächs. Adel S. >3. T. 12; Hess. Adel S. 19. T. 26. — Biedermann, Rh. n. W. I. Verz. — Tyroff I. T- 136. n. 2-1 Diese und die Familie v. Görz, gen. v. Schlitz, sind die einzigen noch übrigen Landhcrren in den Buchen, wo der hl. Boni- fazius 744 das Kloster Fulda gestiftet hat. sGenealog. Jahrb. des deutschen Adels v. 1846 u. f. — Bucclini Germ, sacra. — Sächs. Wppb. III. 37. — Estor, Ahnenprobe T. 8. — Schannat, fnld. Lehnhof 129. — Siebmacher I. 142. — v. Meding I. n. 567. — Ganhe I. 969. — v- Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 235. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1854. — v. Ledebur II. 76. — v. H.s Mannsbcrg, ein altes Rittergcschlecht in Schwaben, welches von 1287 bis 1462 blühte. Die Burg lag im jezigen württ. O. Amt Kirch he im n. T. Burg und Ort sind verschwunden. sGriesinger 863. — Sicbmacher II. 166. — v. Meding III. 514. — v. Hefner, f schwäb. Adel S. I3.s Mannsburg, s. Läboretti. si Mannsdors v. Vbcreich, eine ausgestorb. Familie in Sichernd ark, deren Güter die v. Klevenhütten geerbt haben sollen. sSchmutz II. 487. - v. H.s Mannsegg, s. Schumann. Mannsfttd, wahrscheinlich ein Ministerialengcschlccht der gleichnamigen Grafen. Ropcrtns de Mansbeld, canonicus zu Magdeburg, 1305. Mannsscld, s. Colloredo; Haßmann. Mannshcimb, s. Rieger. — Mannspcrg, s. Schröfl. Mannstcin, s. ManHardt. Mannsthal, s. Bittermann v. M. Mano. Ein preuß. Lieutenant v- M. stand 1856 bei der reitenden Gardeartillerie, sv. Ledebur II. 76.s Manolcsso-Ferro, italienisch. Georg v. M.-F. war 1335 Deputirtcr zur k. k- österr. Delegation zu Treviso. Manownrda v- Inno. Der Bürger Anastas M. zu Lemberg wurde im I. 1788 in den galiz. Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 371. - v. H .s Manqnct. Der Advokat Florian M. wurde im I. 1794 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 224. — v. H .s Mans, auch zuweilen Schonmansen genannt, ein elsass. Geschlecht. sSiebmacher III. 151. n. 16. — v. Meding III. n. 513- - v. H.s Mansard. Ein Hauptmann v. M. befindet sich im preuß. Heere. sr>. Ledebur II. 76, ohne Wappen -Angabe.) Manslicrg- Joh. Michclmann zu Forst, fürstl. wolfen- büttel'scher Kriegsrath, wurde am 14. Jan. 1694 mit „v. Mans- berg" vom Kaiser in den Adclstand erhoben. Die Familie besizt noch einen kalenberg. Lehnbrief von 1694. sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. L. 4. — v. Ledebur II. 76. III. 367. — Kneschke, Wappen I. 236.s Manslicrg, s. Kempf. Manschwcrdt, s. Wlatawsky. st Manssctd, Mannsscld, auch Mansfeld u. Fondi. Edle Herren zu Qu er fürt. Eine gräfliche und zum Theil fürstliche Familie in Thüringen. Bnrchardus comes de Man nesselt testis 1208 in einem walken rieder Brief, steht im Range vor dem Sohne des Königs von Böhmen. Hermanus nennt sich 1245 „Graf zu M. und Burggraf zu frie Berg". F. Heinrich Franz v. M. erhielt im I. 1709 die Bestätigung des im I. 1691 erhaltenen Reichsfürstenstandes mit dem Uebergang auf seine Bruderssöhne und dessen Erstgebornen. Das Geschlecht ist erloschen und der Name auf die Fürsten und Grafen v. Colloredo übergegangen. sllrk .B. f. Nieders. — M. v. M., Erg. 4. — Zedier XIX. 1653. — Ganhe II. 676—91. — R.A. 1365. Nr. 168. 2688. — Gottfr. Hoff- mann's Ehre d. fürstl. n. gräfl. Hauses v. Mannsfeld. Leipzig, 17!2 u. 1718. 8. mit vielen gcnealog. Tab. — Hübner Ii. 334—46. — Jmhof, not. prvc. Jmp. Lib. V. Cap. 16. 12. — Spangenberg, mannsfeld. Chronik. Elsleben, 1572. fol. im 2. Theile, der 3. Theil im Manuskripte? — Qnerfurt. Chronik. Erfurt, 1596. 4. — Enseb. Christ. Franke, genaue und auSführl. gcnealog. hlstor. Beschr. der mannsfeld. Grafen u. Herren. Leipzig, 1723. 4. mit einigen gcnealog. Tabellen. — Joh. G. Zcidler, achthundertjähriger Stammbaum der Gr. v. Mannsfeld 1763, und von einem Andern nntcr dem Titel „Staat von Mannsfeld" wieder aufgelegt. Dabei befindet sich eine Stammtafel in Kupfer gestochen. — Von des leztern Fürsten Gr. v. M. :c. in Ch. E. Weißens Museum III. B. 2. St. n. 3. — Hartmann's Samml. — v. Rohr, Merkwürd. vom Untcrzeichn. S. 517u. f. — V.Zedlitz. — v. H.s Manstcin, ein adliches, der Provinz Preußen angehöriges Geschlecht, dem die Güter Großwarkau, Kankern, Kurap- schen u. s. w. zustehen. Die Familie soll von dem altadlichen — nun aber seit ungefähr 1810 ausgestorb. Geschlechte der v. Ostein abstammen. Valentin v. O. ging mit dem Hochmeister des deutschen Ordens, Albrccht, Markgrafen von Brandenburg, 1512 nach Preußen und nahm hier die lutherische Religion an. Er verlor hierdurch die Vortheile des geistlichen Standes, ohne Hoffnung zu haben, seine Güter, deren er sich begeben, zurückzuerhalten. Er nahm den Namen v. M. an und ehelichte eine v. Prö ck. Mehrere Zweige haben sich in Rußland u. Liefland niedergelassen, und Maust — Mar 13 sich im russ. und preuß. Kriegsheere ausgezeichnet. Auch in Schlesien waren die v. M. begütert. Die Familie v. Steinmann stammt von denen v. M. ab. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. S- 76. — Pauli, Leben großer Helden I. u. III. Thl-s 1 Maujiorf. Georg Wilhelm Schmidtbau er, Regent der gräfl ich weissenwolff'schcn Güter in Oberösterreich, ward mit seinen Brüdern Augustin, Bartholomäus, Franz und Bernhard 1674 mit ,.v. M." in den erblichen Adelstand erhoben. Seine Söhne erhielten 1762 Bestätigung des Adels u. Wappenbesserung. Georg Josef erlangte 1713 den Freihcrrnstand. Die Familie ist erloschen. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1848. — M. v. M. , Erg. 77. 37l. 449. — v. H. — Anselme Histor. geneal. VII. 677 u. ff. — v. Hoheneck, Beschreib, von Oesterreich I. 712. II. in Suppl. p. 76. — Gauhc II. 692—96.) 1. 's Mnichperg, Mannsbcrg, ein ausgestorbenes stehermärk. Geschlecht, das von 1168—1322 vorkommt. sSchmutz II. 437. — v. H.s 2. Mansjpcrg, schwäb. Adel. S. Mannsberg. Mant, s- Limpach. Mantelin, Narzissus Jguaz, Johann Friedrich und Johann Baptist, wurden 1787 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) MiUitcnfcl, auch Mannteufel, eines der ältesten Pommer'scheu, zum Theil gräflichen Geschlechter, das sich in sehr viele Linien theilte. Nach Schwarz, Pommer. Lehnhist. 416, hieß dieses Geschlecht erst Queren. Willeke Mandüvel thu Nedemyn bei Havelberg, ein Lehensmann des Klosters Himmelpforten 1385. In einem Mecklenburg. Brief von 1393 kommen zugleich vor: Henning M. zu Brandenburg, Otto M. zu Werbelin und Hinrick M. zu Rh deck. Eberhard v. M ward am 14. Sept. 1637 in den böhm. Freiherrnstand erhoben, und 1719 erlangte Ernst Kristof v. M. aus dem Hause Kerstin, Starost zu Nowodwar, kursächs. Kabinetsministcr, den Rcichsgrafcu- stand, starb aber 1749 ohne männliche Nachkommen. Der königl. baycr, Kämmerer Gottlieb Josef M. auf Proitz erhielt am 25. Aug. 1796 ein Grafendiplom. Otto Jakob Zöge v. Mannteufel sein Zweig, welcher uach Preußen, Lief! and und Kurland sich wendete und den Namen Zöge annahm) wurde 1751 in Schweden natnralisirt und auf dem Ritterhause zu Stockholm 1752 unter Nr. 1969 eingetragen. Im I. 1772 wurde derselbe als schwcd. Generalmajor in den schwed. Freiherrnstand erhoben. Gvtth. Joh. v. M.-Zögen wurde am 27. April 1759 von Kaiser Franz I. in den Reichsgrafcnstand erhoben. sSiebmacher III. 166. n. 3; Suppl. X. 2. — Tyroff II. 131. — Bayer. Wppb. I. 75. — v. Woltern I. Abth. S. 154. — Karlskiold, schwed. Wppb. — v- Stiermann, Matrikel Thl. 2. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsccprov. 134. — Dipl. Jahrb. f. den preuß. Staat 1843. S. 295. — v- Ledebur II. 76. III. 397. — Gräfl. Taschenb. von 1851. — Frbrl- Tasckwnb. v. 1856. — Sachs. Wappenbuch IV. 16. — v. Hcfner, Preuß. Adel S. 54. Taf. 69; sächs. Adel S. 13. Taf. 12. — Kneschke, deutsche Grafcnhäuscr. — Sinap II. 154. II. 145 — 47. — Schwarzen« leipzig. Landchron. 155 — 66. — Hübuer's geneal. Lerikon S. 324. — Schumann's geneal. Hdb. 299^. — Garthe I. 969—72. — Micrälius 591. — v. Meding II. n. 527. — v. Krohne II. 396—17. 441 u. f. — Neues geneal. Hdb. 1777. S. 299 n. f. 1778. S. 346. — Seifert, Genealogie adl. Elt. u. Kinder. — Zedier XIX. 1193—12.— v. Lang 49. — v. H.s Die Familie Mihlendorf v. Mannteufel siehe unter Mihlend orf. Mantcy, s. Dittmer. Manh v. Mariensce. Der Hauptmann Franz Anton M. wurde im I. 1786 mit dem Beinamen v. Mariensee geadelt. sM. v. M., Erg. 371. — v. H.s Manuel, eines der ältesten schweizer Geschlechter, ehedem Chollard genannt. sBncelin IV. — Gauhc I. 972. — v. H .s Manussi v. Vhabicza. Dem Bürger Joh. M. zu Post wurde 1827 der Adelstand mit dem Bcsiznamcn v. O. verliehen. sM. S.) Manntio, auch Manutius, Paul, erhielt 1571 Adelsbestätigung und einen Nitterbrief. sR. T. A. R.) Manzzuo. Leonhard Nobile de M. war 1857 Oberlicutenant im 6. k. k. österr. Uhl. Reg. Manziarlq u. Dclliuycstyc, M., Kommandant der triester Natioualgarde, wurde 1856 in den österr. Nitterstand erhoben. sM. S.s Manzoui, illyrisch. Dominik v. M. war 1335 Wundarzt beini Provinzialstrafhause zu Capo d'Jstria. Maphai. Julius M. wurde im Jahre 1766 mit dem Titel eines Reichsritters in den Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 175. - v. H.) Mappcs, (Baron des französischen Kaiserreichs unter Napoleon I.) wurde 1846 vom Großherzog von Hessen in den Adelstand erhoben. Er war Weinhändler in Mainz, sv- Hefner, Hess. Adel S. 19.) Mara >>. IMäspatak, Alexander, war 1357 Oberlieutenant im 6. k. k. österr. Jus. Reg. Marachino, Franz, aus Buccari, wurde im I. 1733 geadelt. sM. v. M. 372.) Maralt, s. Marolt. Maravijstia-Crivclli. Johann Stefan M., österr. Oberstlieu- tcnant, wurde im I. 1761 in den erbländischen Grafenstand erhoben. sM. v. M. 24. — v. H.) Marazzi, ein italicn. gräfliches Geschlecht, aus welchem Vin- cenz Conte M. 1835 Deputirter zur k. k. österr. Delegation zu Lodi und Crema war. Marbach, eine adliche Familie, die sich in neueren Zeiten nach Schlesien gewendet hat; wo dieselbe herstammt, kann mau nicht angeben. sSiebmacher V. 9. — v. Humbracht.) Marburg. Steherische Ritter dieses Namens kommen von 1126—1365, zum Theil 1365 als Grafen vor. sSchmutz, II. 491. — v. H.) Marc, de 1a, Johann Nikolaus, erlangte 1766 den Adelstand. sR.T.A.N.) Marc«, eine ursprünglich graubündtensche Familie, die jezt in RcgenSburg lebt. In die baycr. Matrikel 1813 eingetragen, sv. Hefner, bayer- Adel, S. 95. Taf. 113. — v. H. — v. Lang. 449.) Marcant v. Dlankcnschwcrdt. Susanna, geb. Nigroni v. Riesenbach, eines österr. Obersten Wittwe, wurde im Jahre 1743 mit dem Beinamen v. B. in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 175.ss — Der Oberstlieutcnant Michael Ritter M. v. B. wurde im I. 1865 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 69. — v. H.) Marcaiiteliq v. Icrravalie. Der Hauptmann Bernhard M. wurde im I. 1868 mit „Edler v. S." geadelt. sM. v. M. 224. — v. H.) Marcckich ». Läwcnfeld. Der Oberlicutenant Theodor M. wurde im Jahre 1775 mit dem Beinamen von L. geadelt. sM. v. M, Erg. 371. - v. H.) March, eine schlesische Familie. sSinap II. 866.) Marche 14 Mar — Mare (wol einerlei mit March), kaiserl, Oberstwachtmcister, wurde 1621 geadelt. sR.T.A.R.) Marchaat v. Anfcnluirg, Lambert, aus Luxemburg, wurde 1756 in den Grafcnstand erhoben. fR.T. A. R.) ch Marchdorf. 1185. H. de Marchdorf (Markdorf am Bodensee) nobilis, Wohlthäter des Klosters Salem. Marchdrcnckcr, Stefan, Stadtschrciber zu Emö, erhielt 1589 ein Adeldiplom. sN. T. A.N.) ch Marchc, de I». Von diesem Geschlecht war „der edle und ehrwürdige Herr " Johann Karl d. l. M. der erste Pfarrer, der von Pfaffenhofen »ach Noscuheim übersiedelte, und daselbst 1679 starb. (Im Schild vorne ein Doppeladler, hinten drei Rosen.) Im I. 1662 wird urkundlich des Franciscus Dellamarche als leztver- storbcnem Beneficiaten von St. Pelcr in München gedacht, bei Gelegenheit der neuen Investitur auf dieß Bencficium. (O. S. — M. B. XIX. 233.) Marchciijtcin, f. Altenburg er. Marchcr. Der inneröstcrr. Gubernialrath Franz M. wurde 1796 geadelt, und im I. 1812 in den Ritterstand erhoben. (M. v. M. 124; Erg. 175. — v. H.) Marchcfnii. Der Doktor B. M., österr. Rath zu Binzen ca, erlaugte 1852 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1852.) Marchfeld, f. Murmann. Marchi, italienisch. Peter v. M. war 1835 Rath bei dem k. k. Civiltribunal zu Wien. Marchi, f. Marco. Marchiii, Marcin. Von den v. Marzin und Morzin in Böhmen ganz verschieden, aus der Lombardei gebürtig, in Lüttich seßhaft. (Gauhe, Anh. 1677 u. f. — v. H.) Marchiori v. Terlaghoff. Die Brüder Kaspar und Johann Peter M. aus Trient wurden im I. 1737 mit dem Beinamen v. T. geadelt. )M. v. M., Erg. 371. — Siebmacher, Suppl. II. Taf. 7. — v. H.) Marchifio v. Tastete. Der österr. Oberstlieutenant Carl M- wurde im I. 1782 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 175. — v. H.) Marchocki ans Gizcwo im Posen'schen. Wappen: Ostoja. fv. Ledebur II. 78.) Marchthat, f. Marek. Marchthalcr, zu Eslingen. Veit M., ulm'scher geh. und Kricgsrath, und dessen drei Brüder Hans Bartholomäus, Hans Sigmund und Mathias, sind 1599 in den Neichsadclstand erhoben worden sCast, Adclöb. v- Württ. — Wappenbücher von Dorst, und I. A. Tyroff. — v- Hcfncr, württ. Adel, S. 16. Taf. 21. — Kneschke, Wappen I., 2S1.) Marchut, Markut, Johann Ferdinand, kaiserl. Burgvcrwalter zu Zelle. Wolf Friedrich und Haus Jakob, Brüder, erhielten uebst Wappenbesseruug 1688 ein Adeldiplom. sN.A. T.N.) Marci», s. Marchin. Marcinkowsky, eine sch lesische Familie fSinap, II. 866.); im Posen'schen auf Sulin. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 78. — v. H.) Marck, auch Margk. Die v. M. gehören Pommern an, wo sie noch im vorigen Jahrhundert begütert waren, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 78.) Marck, s. Mark. Marckcnstcin, s. Altcnburger. Marcklowsky, ein schlesischcs Geschlecht. Bucelin und Spe- ner nennt es Markow sker, Lucä, Marowsker und Sieb- machcr I. 76. n. 13. Markowsker, gen. Otto. Das Geschlecht stammt von den Per sein und Per stein ab. — Die Brüder Joachim Kristof und Bcruard M. v. Zebratsch (auch Marklowsky, Marklowscy geschrieben) wurden 1716 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sGauhe I. 373. — M. v. M., Erg. 77. — v. Zedlitz. — v- Ledebur II. 86. III. 367. — Schlcs. Wappb. von K. Dorst, n 423. — Sinap I. 628; II. 377. 866. — Spencr, Hist. thcor. iusign. 249. — v. Meding II. n. 528. — v. H.) Marckreither, eine adliche daher. Familie, welche 1744 zuerst erscheint; etwas Näheres weiß mau nicht von ihr- In die bayer. Adelsmatrikel 1854 eingetragen, sv. Hefncr, daher. Adel. S. 96. Taf. 1l3.) Mnrckwart v- Hradeck, Marguart, eine Familie, die in Böhmen das Erbkämmcreramt deS ritterlichen Standes innc hatte, und die auch im schlesischcu Fürsteuthume Neuß ansässig war. sSinap 1.628, der sie Marquart ohne Hradeck schreibt. — Gauhe II. 696. — Siebmacher I. 52. n. >5. — v. Meding II. n. 536. — v. H.) Marco v. Marchi. Der Postmeister zu Cilly wurde im Jahre 1796 mit dem Beinamen v. Marchi geadelt. sM. v. M. 224. — v. H.) Marcodrmii, italien. Adel; Josef v. M. war 1835 Polizei- Oberkommissär bei der k. k. österr. Generalpolizeidirektion zu Mailand. Marcotiiii, ein gräfl. Geschlecht in Sachsen. sSächs. Wappb. VI. 2.) Ein Mehreres weiß man nicht anzugeben. Marcoanay, s. Beaulien. Marcurard, Johann Rudolf, Rath des Magistrats des Kantons Bern, wurde 1772 geadelt. sN.T.A. R.) Marczibanyi, ein ung ar. Adelsgeschlecht, aus welchem Laurenz v. M. Substitut bei der neutracr Gespanschaft 1835 war. Mardcfcld, ursp. Maasberg, kam mit Gustav Adolf als Ingenieur nach Deutschland, wurde am 26. Jan. 1646 geadelt, und nachdem er Feldmarschall geworden, am 9. Juni 1677 durch K. Karl XI. Freiherr mit Vorbehalt der ihm auszumittclnden eigenen Freiherrschaft, sv. Lang 185.— Theatr. Europ. II. 1676. - Gauhe II. 696 u. f. — v. Zedlitz. — v. Hefner, daher. Adel S. 47. Taf. 46. — v. Ledebur II. 79. III. 367. — Preuß. Wappb. II. 48. — v. H.) Mardcrscld, s. Schorch. Mardfchlcgcr v. Ucnthall. Der Hofkriegöbuchhaltungsraitrath Franz Jgnaz M. wurde im I. 1754 mit „Edler v. N.» geadelt. sM. v. M. , Erg. 37 l. — v. H.) Marocs, stammen aus Frankreich und wurden von dem Herzog von Anhalt-Dessau in neuester Zeit als adlich anerkannt. Die Familie steht schon länger als 166 Jahre in anhalt'- schen Staatsdiensten, sv. Zedlitz, Ad. Lex. u. E.S. — v. Ledebur II. S. 79. — v- Hcfncr, anhalt. Adel. — Ersch und Gruber, Eucyclop.) Marck v. Marchhol. Der Rittmeister Franz M. wurde im Jahre 1816 mit dem Beinamen v. Marchhal geadelt. sM. v. M., Erg. 37 l. - v. H.) Marcnhoh, Marcnholtc, Marnholz, ein sächs. u. lüneburg. Geschlecht, das von dem obigen Mach renholz ganz verschieden ist, aber auch im Braunschweig'schcn, dann im Halberstädt'- schen, Magdcburg'schen und Mansfeld'schcn begütert ist. Das Geschlecht erscheint 1382 in Urkunden. Konrad Oskar v. M., Mare — Mari 15 brandenbnrg'sche Ncichstagsgcsandter, wurde nur 26. Juni 1667 in den Freiherrnstand erhoben und derselbe am 2. Nov. 1682 auf seine Brüder ausgedehnt. fv. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — Braunschwcig. Auz. 1757 St. 76. — Schmidt, sortgcs Beitrage zur Gesch. des Adels 361. — v. Wolfrainitz, Cell., Mspt., Abth. 3. u. 7. 8. — Grote, hannöo. Wappcnb. — Vchse, Gesch. des preuß. Hofeö und Adels. — v. Ledebur II. 79. III. 367. — Frhrl. Taschcnb. v. >856. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 54l. Taf 69. — Kueschkc, Wappen II. — Archiv f. Gesch. u. Gencal. I. l9l. — Seifert, Genealogie adl. Elt. u. Kinder — Siebmacher I. 163. n. 3. — v. Mediug I. n. 516. — Zedler XIX. 1623. — Lüdersen's Samml. — v. H.f Martins. Gabriel v. M. stand 1857 als Hauptmann im 52. k. k. österr. Inf. Regiment. Mareusky, Fr., Statthaltcrcirath und Ritter des Ordens der eis. Krone III. Klasse, in Mähren, wurde 1866 in den österr. rittcrmäßigen Adclstand erhoben. HA. A. Zeit-, März 1866.s Marcnscllcr. Die hinterlasscnen Kinder des österr. Stabs - ArztcS M., Gustav M., Ministcrialsekrctär, Adolf M., Dr. der Arzucikuude, Alfred M., österr. Major, und Anna M., verehelichte Komcrs, wurden 1855 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1855. — Oestcrr. Milit. Schcmat. v. 1856.f Marens! v. Marcnsftld u. Schöncck. Dieses Geschlecht ist uralten Herkommens; denn schon 1624 erhob Kaiser Konrad die Vorfahren zu Marchioues (Marchesi) und zu Grafen mit Gerichtsbarkeit zu Valcacnonica in der Lombardei, und 1446 ernannte sie Herzog Philipp Marx von Mailand zu Grafen von Tagliuni e Telgate, ebenfalls in der Lombardei. Am 7. Juni 1631 wurde Ludwig v. M. zum kraincr Landmann aufgenommen. Kaiser Ferd. III. erhob die Familie am 15. Sept. 1654 in den Rcichsfreiherrnstand; 1767 wurden die M. görzer Landlente und 1811 steyerischc. fFrhrl. Taschenb. v. 1862. — v. Hesner, görzer Adel S. 29; krainer Adel S. 14. T. 14. — Schmutz II. 439. - v. H.f Marcs. Martin des M. aus Hannover wurde 1652 geadelt. sR. T. A.N.s Ob dieselbe mit den Maroes im Anhalt'- schcu eines Stammes sind, kann man nicht angeben, ist wol aber zu vermuthcn.) Marcscaichi, ein italien. gräfliches Geschlecht, aus welchem Karl Graf v. M. 1814 zum k. k. österr. Kämmerer ernannt wurde. Mansch v. Maarsscld. Der österr. Feldartillcriestückhauptmann Karl M. wurde im I. 1766 mit dem Beinamen v. Maars feld geadelt. sM. v. M. 224. - v. H.s Manschst. Der k. k. Legationssckretär Joh. Karl Josef M. wurde im I. 1738 geadelt. sM. v. M., Erg. 371. — v. H.s Mantich v. Iliv - Alpen. Der Oberstlicut. Ernst Gideon v. M. wurde im I. 1822 mit dem Beinamen v. R. - A. in den Frciherrn- staud erhoben. sM. v. M., Erg. 77.s Der Hauptmann Jakob M. wurde im I. 1791 geadelt. sM. v. M., Erg. 372. — v. H.s Marssq. Eugen v. M. stand 1857 als Kadet im 34. k. k. österr. Inf. Regiment. March v. St. Kinily, Josef, war 1857 Kriegskauzlist zu Ofen. Margalnirg, f. Wcydenhaus- Margall, f. LupiS. Margante. Hanns Georg v. M. wurde am 29. Nov. 1655 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. S.s Vgl. Marcant. f Margaritten, voll der, v. d. Marthen, Marten, ein berühmtes thüringcn'scheö, besonders erfnrt'sches Geschlecht, dessen eine Linie die lanenbur g'sche, die des arnstadt. Amtmanns Melchior Friedrich im I. 16.. zu Arnstadt, die herrmann'sche aber in der Person des ältesten und obersten Nathsmeisters Hemming von d. M. im I. 1662 ausstarb. Ursprünglich hatten sie nur einen Löwen im silb. Felde, Kaiser Maximilian aber vermehrte im I. 1516 das Wappen mit drei Löwen und einem Helme. Am 22. März 1662 starb das Geschlecht aus und dessen leztcrem Fa- miliengliede ward Schild und Helm mit in das Grab gegeben, wozu dieselbe Stelle in der erfnrter Barfüßerkirche vor dem Altar gewählt wurde, in welche sein Urauherr und Stifter seiner Linie beerdigt worden war. sSpangenbcrg, Adclssp. VII. 123. — Weinrich'S Nachr. von Erfurt 221—23. — Gleichcustein 55. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 79. — v. H.s Margclik. Der Hofrath Joh. Wenzel v. M. wurde im Jahre 1785 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M. 69. — v. H.s Margräfnidorss. Anna (sie) de Marcre Nendorp Schenke der Markgrafen von Brandenburg 1361, 1368 ff. sCod. Brandenburg- XIII. 229. 234 s Margntti. Der Raitrath Jakob M. und sein Bruder Anton wurden im I. 1733 in den Reichs- und erbländ. Ritterstand erhoben. sM. v. M. 130. — v. H.s 4 Marhüisc», Marhüls, ein rheinisch-westfäl. Geschlecht, welches 1446 im Osnabrück'scheu erscheint und noch 1737 blühte, sv. Lcdebue II. 79. - Fahne II. 232.s Maria-Hüls, s. Prigl. Mariajch v. Marcus ». Aatischiva, ein ungar. Geschlecht, aus welchem 1835 Andreas Frhr. M. v. M. u. B. sich unter den unangestelltcn k. k. österr. Feldzeugmeistern befand. Karl M. v. Maren sfalva war k. k. Kämmerer. Manch v. Igolga-Egich-iga, ungarisch. Thomas u. Stefan David M. v. S. - E. wurden 1811 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Marien de Fremerq. Der bayer. Hauptmann Karl Theodor Johann Baptist M. erhielt am 16. Jan. 1619 den Adel vom Herzog Karl von Lothringen, sv. Lang, Supplem. 122. — v. Hefner, daher. Adel S. 96. T. 113 - v. H.s Maricndanni, Johann, kais. Bauschreiber zu Wien, wurde 1623 geadelt. sR. T. A. R.s Maricndcrg, s. Egg er. — Mariciidorn, s. Münz er. Maricnscis, s. Egg er. — Maricnfricd, s. Egg ern. Mariensce, s. Mantz. Marigliana, italien. Grafcngcschlecht. Die Gräsin M., geb. Filo marino della Torre, befand sich 1835 unter den Stcrnkreuzordensdamen. Marillac, alter französ. Adel aus Auvergne, seit dem 18. Jahrh. Graf M. de St. Julien nach Erstgeburtsrecht; der zweite Sohn ist Vicomte, die weiteren sind Edclleute; die Familie ist jezt auch im Nassau'schen seßhaft, fv. Hefner, Nassauer Adel S. 12. T. 13. — Kueschke, Wappen Ill.s Marimont- Diese Familie stammt aus Lothringen. Karl v. M. versah das Hofmeisteramt bei dem Herzog Maximilian von Bayern und war kur bayer. Kämmerer und Rath. Im Jahre 1652 wurde er in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. N.s 16 Mari — Mark Marin, ein Italien. Grafengeschlccht. Karl Edler v. M. war 1835 k. k. österr. Kammerer nnd Intendant zu Verona. 1. Marinclii. Der Schauspieluntcrnehmer Karl M. zu Wien wurde im I. 1861 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 224. - v. H-i 2. Mliriiiciii auf und zu Mcrlchossc». Der ObcramtSgegenhändler Franz Leopold M. zu Laibach wurde im I. 1762 mit „Edler v. M. auf u. zu M." in den ReichSrittcrstand erhoben. sv. Hefuer, görzer Adel S. 28. T. 27. — M. v. M., Erg. 175. — v. H.f Maring!) Simon Heinrich v. M. besaß 1829 Schloß Bübingen bei Saarbrücken. sv. Ledebur II. 79. — Bernd, Taf. I^XXIX.) Marinoni. Der Professor der Mathematik und Direktor der militärischen Akademie in Wien, Johann Jakob M., wurde im Jahre 1727 geadelt. sM. v. M. 225. — v. HI Marinovich, Josef, kais. österr. Fregattenkapitän, wurde 1842 geadelt. sM. S.) Marinski) v. Dorn». Karl M., Oberlieutcnant in Pension, erlangte 1857 den österr. Adel mit v. D. sOesterr. Milit. Schcmat. von 18581 1 Marioth, Freiherr, v- Langenau, waren anfänglich Patrizier zn Lüttich. Joh. Franz v. M. hat die Burg Langenau (s.d.) von Nassau zu Lehen erhalten und sich davon den Frciherrntitel beigelegt. Das Geschlecht ist 1845 mit Josef Ferdinand im Manns- Stamm erloschen. (Im Schild ein gekr. Löwe.) sO. S. — Bogt 666.— Welkenbach, Rcgesten der Stadt Bingen 69.) Marifchlcr v. Nattenheim. Der Landrechtssckretär Franz M. zu Tarnow wurde im I. 1791 mit „Edler v. R." in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v- M., Erg. 372. — v. H.) Mausten, Nikolaus, erlangte 1776 den Reichsadelstand. (R. T. A. R.) 1. ch Mark, Marck. Diese Grafen stammen von den alten Grasen v. Teisterbant und zunächst v. Altena ab, und theilten sich in die westfälische nnd arcmberg'sche Hauptliuie ab, von denen die Grafen zu Berg abstammen. Mit Ludwig Engelbert, des heil. röm. Reichs Grasen v. d. Marck, Herr der Herrschaft Schleiden, Marquis von Vardcs in der Normandie, k. französ. Geuerallieutenant, Gouverneur von Cambray, starb dieses Geschlecht aus. sv. Steinen, westfäl. Gesch. I- 1497. III. 885. — v. H.s Ein anderes altes 1 Grafcngcschlecht schreibt sich zu der Marck und führt ein anderes Wappen sSicbmachcr II. 18), als die Grafen v. der Marck. fSicbmacher II. 17. VI. 14.) Leztcre führten in G. einen dreimal über einander r. u. s. geschachtetcn Querbalken. sFahne I. 268.) Die zu der M. führten in W. 8 rothe, an Stielen befestigte kreuzweiö über einander gelegte Eleven über einem Mittel- Schildchen. sJmhof, not. proc. Jmp. Lib. 9. Cap. 55. — Hübner II. Tab. 435. 438.439.419. — Zedier XVIII. 1153 u. f. unter Ludcmey. XIX. 1256-62. - Gauhe I. 972.) 2. Mark, Marck, ein nicderrheiu. Geschlecht, das sich v. der M. schreibt, zuweilen auch v. d. Marck geschrieben gefunden wird. Es stammt von den Grafen v. d. Mark, von Engelbert v. d. M., Bastard, ab. Lezterer ließ sich 1423 in Köln nieder; es führt in G. einen r. u. s. geschachteten Querbalken, auf dem Helm aus einer g., mit dem geschachtetcn Balken umwundenen Krone zwei g. Adlerflügcl. sv. Ledebur II. 78 — Fahne I. 268. — v. Steinen, westfäl. Gesch. I. Tab. 14. n. 2. — Siebmachcr II. 121. u. 3. — v. Meding I. n. 599. - v. H.) 3. Mark. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen hatte von der 1794 zur Gräfin v. Lichtenau erhobenen Encke, verehelichten Ritz, einen Sohn und eine Tochter, den Grafen Friedrich Wilhelm Moriz Alex. v. d. M., geb. 1779, gest. 1787, und die Gräfin Marianne Dietcrike v. d. M., geb. 1776, vermählt 1797 mit dem Erbgrafcu Friedrich zn Stolberg-Stolberg, gest. 1865. Von demselben wurde sie geschieden 1799. Später vermählte sie sich mit dem Herrn v. MiaskowSki, aus welcher Ehe ein Sohn lebt. Sie starb 1814. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 89. III. 397. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 18. Taf. 29.) 4. Mark, v. d. Marck. Der bah er. Major Heinrich M. wurde am 24. Juni 1815 zum Ritter ernannt und am 25. Febr. 1817 immatrikulirt. Diese in Bayern sich jezt dienstlich befindenden Marck führen ein ähnliches Wappen mit andern Farben mit dem nicderrhein. Geschlecht (s. d. Art.), und scheinen zu dieser Familie gehören zu wollen (obgleich sie van d. M. sich schreibest). Inwiefern solches begründet ist, kann man nicht angeben, v. Hcfner führt sie unter dem bayer. Adel nicht auf in Folge der Lang'schen Notiz. Nach demselben Schriftsteller, krainer Adel S. 14. T. 13, blüht in Krain ein frhrl. Geschlecht v. d. M., das ein sehr ähnliches Wappen mit dem bayerischen und nicderrheinischcn führt und 1795 in die krainer Landstandschaft aufgenommen wurde. Ein Hofrath Joh. Ferd. v. d. Marck, Mark, wurde 1754 Freiherr. sv. H. — v. Lang, Suppl. 122.) Markart, Markard, Markert, ein wahrscheinlich ausgestorbenes fulda'schcs Geschlecht, das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zulezt vorkommt. sSchannat, Client. Fnld. 129. — v. Meding II. n. 529. — Hartmann's Samml. — v. H.) Markessich v. Kaiscrshuld. Der kais. österr. Oberlicutenant Franz M. wurde 1829 geadelt. sE- S.) 1 Markgras, ein erloschenes crfurter Patriziergeschlccht. sv. Zedlitz.) Mark Häuser, Karl, kais. österr. Rittmeister, wurde 1843 geadelt. sE S.) Markiewic), auf Starenzyn. Wappen: Laben dz. sv. Ledebur II. 89.) Marklewski, auf Wrock in Preußen, Kreis Strasburg s v. Ledebur II. 86. III. 367); gleichbedeutend mit Marklowski. sDorst, schles. Wappcnb. n. 423.) Marklowsky und M. v. Zckratsch, siehe Marklew Ski. Markiiüilier. Der Leibarzt Dr. Josef Anton M. wurde im Jahre 1779 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 225. — v. H.) Markavich v. Czcrnck, kroatisch. Andreas M. v. C. war 1835 k. k. österr. Hofrath und Vicebau zu Agram. Markavich, s. Athanasievich. Markoviczki), ungarisch. Franz v. M. war 1796 Direktor des Protokollamts der ungap. Kanzlei zu Wien. (Wiener Adreßbuch von 1796.) Markau!), Markus, kais. Oberst, und Nikolaus M., kaiserl. Hauptmann in Dalmatien, wurden 1643 geadelt. sN.T.A.N.) Mark — Mars 17 Markowitsch, Ritter von Regenthal, wurden im I. 1616 Mitglieder der st eher. Landmannschaft. sSchmntz II. 519 — v. Hefncr, kraincr Adel S. I -i. T. 13. — v. H.s Markoniih, s. Arioli. Markawski, ein Fosen'sches Geschlecht, welches Jankowo befizt. Wappen: Szeliga. sv. Ledebur II. 86.s Marks ». Marksscid. Der kais. österr. Oberlieutenant Josef M. wurde 1827 mit v. Marks fcld geadelt. sM. S.s st Marktmcister, ein erloschenes adliches erfurter Patrizier- Geschlecht. sv. Zedlitz s Marie, auf Dicrsfort um 1726, ein clcve'- u. geldern'- schcs Geschlecht, so Ledebur II. 89, ohne Wappen - Angabe.) Mariini, Michael, wurde 1765 geadelt. sR. T. A. R.s Mariuse, Valentin, kais. Hauptmann, erlangte 1622 den Adelstand. sR. T. A. R.s Marnicls, eine uralte graubündtncr Familie, die das Erb- Marschallamt im Stifte Chur besaß. sBucelini stcmmat. IV. — Gauhe I. 973 u f. — v. H.s Marnau, s. Mülluer. Marnir v. Tauloule, zu Büdingen, Kreis Mcrtzig, um 1626. sFahnc II. 99. — v. Ledebur II. 89.) Marno v, Cichenhorst, Adolf, war 1857 Hauptmann bei der k. k. österr. Marine-Infanterie. Marachina. Franz M. aus Buccari wurde im I. 1738 geadelt. sM. v. M., Erg. 372. — v. H.s Marociiich, Johann, kais. österr. Oberst, wurde 1829 in den Freiherrnstand erhoben. sM. S.s Morogna, ein italien. Geschlecht, welches 1828 in die Grafenklasse der bah er. Matrikel eingetragen worden ist. sv. Heiner, baycr. Adel S. IS. T. 19.s Maroieiö di Madonna dcl Monte, Josef, Freiherr, war 1857 k. k. österr. Generalmajor und Brigadier beim 16. Armeekorps. S. auch Moroicic v. M. st Marott, Maralt, stammten aus Salzburg und kommen im 18. Jahrh. in Bayern vor. Magdalena v. Praidlohn, geb. v. M., st zu München 1756. Im gethcilten Schild ein Mann mit Hammer, sv. Hefncr, 1 bayer. Adel S. 29. T. 16.) Maro». Der Maler Anton M. wurde wegen Portrcitirung der kais. Familie im I. 1772 geadelt. sM. v. M. 225. - v. H.s Marossanq, mag mit Marozzani wol gleichbedeutend sein. Stanislaus v. M. war 1857 Oberlicut. im 34. k. k. Inf. Reg. Moroffq v. Kcminy - Hcgq. Der österr. Oberlicut. Georg M. wurde im I. 1864 mit dem Beinamen v. K.-H. geadelt. sM. v. M. 225. - v. H.s Marotte v. Monti.qny, f. Montigui. Marotti. Josef Vincenz v. M. wurde im I. 1776 in den Frciherrnstaud erhoben. sM. v. M. 69. — v. H.s Maro,Mi, Franz, kais. Oberst, erhielt 1629 die Freiherrn- Würdc. sR. T. A. R.s Marperger. Der Nürnberg. AppellationS - und Banko- Gerichtsbcisizer Paul Jakob M. erhielt 1748 von Kaiser Franz I. die Bestätigung und Erweiterung der Adclswürdc, welche seine Voreltern bereits von Kaiser Karl V. erhalten hatten, welche Bestätigung 1756 wiederholt wurde, als derselbe den Charakter eines kais. Raths erhielt. sMcusel. Lep. der verstarb, deutschen Schriftsteller XVIII. 492. — Will, nürnb. Gelehrt.Lex. IV. 589. — Siebmackcr, Suppl. I. 36. R. T. A. N.s Stammbuch des Adels in Deutschland. Iii. 1. Morquord, Marquart. I. Ein altes adliches Geschlecht in Schlesien, das auch in Böhmen angesessen ist. Dasselbe be- sizt in Schlesien besonders PrcilSdorf und führt in R. ein aus einer g. Krone hcrvorwachseudeS s. Pferd. sv. Ledebur II. 89. n. I. — Sicbm. I. 52. — v. Zedlitz.s II. Eine zweite in Preußen um 1546 mit Bayssen, Gollubien, Kloteinen, Mitschullen, Potritten, Ro- seuberg und anderen Gütern angesessene Familie führt im Schilde ein halbes Pferd. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 89. n. Ill.s III. Joh. M. wurde als k. Kammergerichtsbeisizer 1721 geadelt. v. Ledebur sagt, er habe eine Wappcnvcrmchrung erhalten. Sein Sohn Gottfried Friedrich v. M. ward 1711 Oberappcll.- Rath in Celle. Das Wappen ist gevicrtct: im 1. u. 4. bl. Felde der Markuslöwe; im 2. ein aus einer Krone hervorspringendes Pferd; im 3. g. F. ein schw. Bär mit einem Stab. Nach de» Wappen scheint eine Verbindung zwischen diesen drei Familien zu bestehen, sv. Ledebur II. 86. — v. H.s 2. Morquord, Karl Kourad, Oberstlieutenant. Demselben wurde 1827 vom Großherzog von Hessen der 1819 vom Kaiser von Oesterreich erthcilte Adel anerkannt. sv. Hefncr, Hess. Adel S. 19. T. 29.) 3. Morquord, Oberst, in Breslau, erlangte 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.s Morquord, s. Grüncnberg. st Marqnort. Schild geviertet mit Hcrzschild (Fuchs): 1. u. 4. gespalten, vorne zwei Balken, hinten drei Rosen; 2. u. 3. ein Schrägbalken von zwei Sternen beseitet. Mathcus v. M., kur- bayer. geh. Rath und Pfleger zu Dachau, st zu München, 59 Jahre alt, 1675. sO. S.s Morquortoniih, s. Zencer. Morqnct. Der Gubcruialsekretär Josef M. in Gr ätz wurde im I. 1794 mit „Edler von" geadelt und als kais. Gubernialrath u. Kreishauptmann zu Marburg 1845 in den Ritterstand erhoben. sA. A. Zeit, von 1845. — M. v. M. 225. - v. H .s Morqnetti, Doktor der Arzneikunde zu Tri dent, wurde 1678 geadelt. sR. T. A. N.s Morrc v. Morgscid. Der kais. Kammerfouriergehülfc Johann M. wurde 1665 in den Adelsstand erhoben. sR. T. A. R.s Morsono, Wilhelm, österr. Generalmajor zu Mailand, wurde 1855 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1855. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1856., 1. Marschai, Johann, Schmid genannt, der Stadt Nürnberg Sindikuö, erlangte im I. 1736 den Adelstand. sR.T.A.R.s 2. Morschat-Pcrclat. Der F.M.L. Peter M.-P. wurde im Jahre 1819 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 77. - v. H.s Morschalcck. Der Domdcchant des wischerader Domkapitels, Josef Narcis M., wurde 1865 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M.. Erg. >75. - v. H .s Marschall, Marschalk. In Deutschland führen diese Namen verschiedene adliche Familien und in den neueren Zeiten meistens den elfteren. Besonders gab und gibt es in Bayern, Bremen, im Elsaß, in Franken, im Heuneberg'schen, in Meißen, Schwaben und Thüringen Viele dieses Namens. Sie sind gänzlich von einander verschieden und führen auch ganz verschiedene Wappen, da der Name Marschall ein Amtsname und der Beiname den eigentlichen Familiennamen andeutete. 3 18 Marschall sJ. Wilh. Bergen Pr. de origine Hominis Marschall Vit. 1723 und in dessen Stem. acad. Lips. 1745. p. 601—4.j 1. Marschall, ein edlcs uraltes Geschlecht ans Schottland, welches daselbst seit dem 11. Jahrh., wo die Erbämter in Schottland eingeführt wurden, das Erbmarschallenamt begleitete, mit den ersten Familien des Landes verschwägert und selbst mit dem königlichen Hause Stuart verwandt war. Die v. M., Marishall, theilten sich in die M. v. Keith, v. Eskcmont, v. Lochwardt und v. Clothoderik. Aus diesem letztere» Hause wendete sich ein jüngerer Sohn, Andreas, nach Königsberg in Preußen. Sein Sohn Samuel v. M. wurde wirkl. geh. Staatsund Kricgöminister in Preußen, wies seine Abkunft nach, und wurde 1717 als stiftö- und rittermäßiger Edelmann anerkannt. Die ganze Genealogie mit Ancntafeln und Urkunden ist zu finden in Zedler's Univ.Lcr. XIX. 1702 u. f. Wappen: Im s. Schilde ein bl. Andreaskreuz mit drei gr. Blättern in dem unteren u. Seiten- Winkeln. Vehse, Gesch. des prcuß. Hofes u. Adels, II. 253, sagt, Samuel sei der Sohn eines Kaufmanns in Königsberg gewesen. Siehe Keith, wo die Angaben verschieden gewesen. sv. Ledebur II. 8l. III. 307. - Prcuß. Wppb. III. 94-1 2. Marschall, Joh. Josef, Doktor der Arzneikunde zu Raab, wurde 1759 in den Adelstand erhoben. sM. v. M. 225. s 3. Marschall, Marschalk, v. Aachtenbruck. Die Familie der M. v. B. erscheint schon 1142 — 96 in Urkunden. Bernhard M. v. B. wurde 1711 Freiherr, starb aber ohne männliche Erben. Das Geschlecht gehört zum braunschweig-lüneburg. Adel und besaß das Erblandmarschallamt im Brcmen'schen. sKöhlcr, Nachr. von den braunschweig-lüneburg. Erblandhofämt. 70. — v. Meding I. n. 54. — Sicbmacher I. >84. n. 3. — Grote, Hanno«. Wappenb. — Frhrl. Taschenb. v. 1856. - v. Ledebur III. 307.1 Freiherren 1740. sv. dem Knesebeck. — Kncschke, Wappen I. 29 Ist 4. Marschall v. Dascl, ein basler Geschlecht. Jakob M., Ritter, 1202. Albrccht und Theuring, beide Ritter und Bürgermeister zu Basel 1309. Ulrich M. u. Gölschi, sein Sohn, 1444. Sie führen in S. sechs schw. linksschräggeführt aneinanderhängende Wecke. sSiebmacher V. 200. - Zedier XIX. 1736. — Wurstisen 220. - v. Hst 5. ch Marschall ^ii Dicdcrluich ». Kalstcnthal, ein längst ausgestorbenes Geschlecht aus dem Hause Pappenheim, von den v. Ca- latin abstammend. >Matth, a Pappenh. Tr. de samil. dominor. de Calatin. Cap. 69. — Hübncr II. 525. — v. Meding I. n. 512. — Zedier III. 1732. XIX. 1730. 1749. — v. H.s 6. Marschall v. Diclmstci». Das Geschlecht der M. v. B. gehört Sachsen an, wo dieses alte Haus die Erbmarschallamtswürde bekleidete. Mockcritz erscheint als nächster Stammsiz und die Würde ist Hauptname geworden. Im I. 1368 erhielt das Geschlecht die Belehnung mit dem Gute. Später erhielt solches erst Schloß Bieberstein, wovon cS den Namen annahm. Das Geschlecht breitete sich sehr aus. Schon 1198 erscheinen diese M. Wappen: Ein s. Schild, worüber ein r. Gitter gezogen ist. sv. Hefner, nassauer Adel; sächs. Adel S. 38. T. 43; preuß. Adel S. 55. T. 70; Hess. Adel S. >9. T. 20. — v Ledebur II. 8l. - Frhrl. Taschb. von >856. — II. Zach. Rivandcr, biebcrstcin'fche Genealogie, Mspt. — Bucelin 34 u. f. — Bcckleri Howora 11.245 60. — Sinow I. 629. II. 306. — Neues genealog. Handb. 1777. S. 300. 1778. S. 347. — F. L. A. Hörschelmann's Nachr. von der gräsl. Familie der v. Ronov u. Bieberstein; ein Auszug aus Becklcr's Historie. — In I. Fr. Christ. Catal. II. 809 kam eine Stamm- u Ancntafcl der M. v. B. auf Pergament, mit illum. Wappen, deSgl. gedruckte geneal. histor. Beschr. nebst den Stamm- n. Ancntafeln dieser Familie vor; in wessen Besitz beide jezt wol sein mögen? — Seifert, Ahnentafel I. Tab. 29. — Spener, Op. her. gen. 194. — Pfeffingcr, brannschwcig.lüneburg. Historie II. S. 9>3. - Gauhe I. 977. - v. Krohne I. 329—35. 11.320—442. — Mußhard, monnm. 388. — Thcatr. nobil. Bremens. — Sicbm. I. 155. n. 8. — König II. 674—702. — v. Falkcnstcin, Chron. II. 1342—55- — v. Glcichcnstein n. 54. - Zedier XIX. 1736. — v. Ilechtritz, Gcschl.- Erz. !. 55 Taf. Dessen diplomat. Nachr. V. 110—15 (von >673 — 90 aus Merseburg. Kirchennachr.). — Lüdersens Ssmml. — v. H.j 7. Marschall v. Calatin. Zedlitz, V. 162 u. ff., im Art. Calatin und v. Pappenheim. sv. H.j 8. Marschall ». Dahlwih. Dieses Geschlecht ist ein Zweig der M. v. Bieberstein, die in der Mark Brandenburg das zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder gelegene Rittergut Dahlwitz besizt. sGauhe, I. 979. — v. Krohne, 322. — v. H.s 9. Marschall v. Dersch»ci>, in Schwaben, haben mit den th Irring. M. v. Gnttmanshausen einerlei Wappen, und sind wol auch einerlei Stammes mit den S. M. v. Hcrrcngosscrstedt. sv. H- - Zedier 19. B. 1740. — Siebmacher III. Il2.s 10. f Marschall v. Doriuipcrg, ein Geschlecht, welches das Erb- Marschallamt im Stift Augsburg bekleidete. Es ist in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausgestorben, und war wahrscheinlich einerlei Ursprungs mit den v. Obcrndorf. sSpener, hist. insign. 371. — Matth, a Pappenheim, Cap. 39. — v. Meding I. n. 514. — v. H.j 11. Marschallv. Clicnct, die sich zum Thcil auch M. v. Raveneck nennen, und mit den v. Nedwitz einerlei Wappen haben, und statt Kursachsen das Erbmarschallamt im Stift Bamberg verwalteten. sSpener, Op. herald. 155. 164. — Horns chnrsächs. Handbibl. I. 146 und f. — Gauhe l. 975. — Zedier 19. B. 1740. — v. Krohne, 32l.— v. Hattstein II. 211 u. f. — Biedermann, G. Tab. 329 — 33.— v. H .j 12. Marschall v. Cbcröbcrg, jezt von Burgholzhansen, ein thüring'sches Geschlecht, erscheint schon im 12. Jahrh. in seiner Dienststellung; 1760 in den Grafenstand durch Kaiser Franz I. erhoben. sKneschke, d.Grafenh. II. 89. — Gauhe II. 698 — 700. — v.H.j 13. Marschall ». Cckcrtsbcrg, ein thüring. Geschlecht. Siehe M. v. Herrengosserstedt; einerlei Stamm, sv. H.j 14. Marschall v. Crlelmch i>. Cinoeth, ein fränkisches, mit den M. v. Greif von einem Stamme abstammendes Geschlecht. sv. Glcichcnstein, ausführliche Nachr. 1727. n. 54. — Gauhe I. 975. — v. H.j 15. st Marschall v. Fraimislciii, eine Nebenlinie der oben aufgeführten v. Fr au enstein bekleidete daö Erbmarschallamt von Mainz. Philipp Marschall v. F., Vogt des Klosters Ebersbach 1287. Ihr Schild: Getheilt, oben ein Steg oder Turnierkragen. Zu Ende des 14. Jahrh. ch. sO. S.j 16. Marschall». Goldliach, ein thüring. Geschlecht, sv. H.j 17. Marschall v. Grcis, ein thüring., besonders im koburgi- schcn begütertes Geschlecht. sJ. B. Edl. de Glcichcnstein, Com. historico- genealogica de perantiqua stirpc dominorum Marschallorum de Greif. Jen. 1727. 4. in Misccll. polit. humanit Jen. 1738. I TH. I—1748. — v. Hattstein II. Suppl. 45 —46. — v. Glcichcnstein n. 54. — Allgem. genealog. Handb. I. 679 u- f. — Tyrosf 172. — Sicbmacher V. 139 n. 7. — v. Meding I. n. 517 n. 518. — Hön's koburg. Chronik II. 83. — Gauhe I. 973. — Zedier XIX. I748 .s Siehe auch M. v. Derschncy. Das ehedem henneberg-koburg'sche Erbmarschallamt wurde auf die Bergfeste Struff gegründet. Im I. 1317 kommt Griffo v. Struff als damit beliehen im hcnneberg. Lehenöverzeichniß schon vor. Von dem Amte nahmen des Griffo Nachfolger den Namen Marschalk und von ihm den Namen Greif an. Das althennebcrg'sche Marschallamt hatten die v. Ostheim inne und nannten sich solche später ebenfalls Marschall mit dem Beinamen der Familie v. O. sGottschalk, Ritterburg. Deutschlands V. 165. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1854. — v. Hefner, sächs. Adel S- 13. Taf. 12; Erg. S. 48. — Sächs. Wppb. IV. 61. — v. HI Marsch — Mart 19 18. Marschall v. Guitiiiaiinshauscn, thüring. Erbmarschällc, s. M, v. Herren gosserstedt; einerlei Stamm, sv. Hst 19. Marschall v, Hcrrciigofstrstcdt, Gosserstaedt und Alten-Gcttern, ein thürin g. Geschlecht, dem außer dem gleichnamigen Orte auch die Häuser Thomasbrück, Eckarts berge, GntmaunS- hausen, Tröber u. a. m. gehörten. ES besaß schon 1125 das Erbmarschallamt von Thüringen. Dasselbe wurde v. K. von Preußen 1844 erneuert. Wappen: In S. zwei nebeneinander aufrecht gestellte Schafschcren. AnS diesem Hause wurde der österreichische geh. Rath und Generalfeldmarschall am 15. Juli 1769 in den Reichsgrafcnstand erhoben. sZedlcr B 19, 1748. — Spcner 23t. — Gauhe I, 976. — v Krahne 322^29. - Sachs. Wppb. III, 2. — v. H. — Sicbmachcr I 144.— v, Ledebur II, 89, — Taschenb, der frhrl. Häuser v, 1857. 1863. — v. Hcfner, prenß. Adel S. 55. Taf. 79; sächs. Adel S, 3. Taf. 2. S- 38. Taf. 43; bayer Adel S. 47, Taf, 46. - v, Mcding I n, 516 s 20. Marschall v. Horhausen, auch eine thüring. Familie. fZedler XIX. 1749. — v. H.f 21. Marschall v. Kätzlcnthal, ein schwäbisches Geschlecht. sZedler XIX. 1749. — v. H f S. auch M. v. Bieberbach- 22. Marschal », Kcith. Ist eine Linie des schott, Geschlechts der v. M. M. s. Marschall 1. sZedlcr XV. 397 m f XIX. 1749. - v. Hst 23. Marschall v. Lochmart, eine Linie des schottländ. Geschlechts. S. Marschall. — v. Hst 24. Marschall de Lure oder Lohr. sSalver 233. — v. Hst 25. Marschall ». Vdcrndors, auch Oppendorf, eine schwäb. Familie. fZedler XIX. 1749, - v. Hst 26. Marschall v. Vstheim, sränk. n. niederrhein. Adel, welcher das Untermarschallamt der Obermarschälle v. Bamberg bekleidete. M. sehe Ostheim. fBiedermcmn Rhön und Wcrra Tabelle 334—49, und Steigerw. Is Verzeichn — v. Hattstein III. 213 u, f.— Siebmacher I. 191 n. 7, — Schannat, Client Fuld, 129. — v. Meding I. n. 519 — v-Lang 449 u f, — v. Hefncr, bayer. Adel S. 47; sächs. Adel S. 13.; Nachträge S. 16. — v, Ledebur II, 173, — Sächs, Wppb. III. 38. — v. H. — Zedier XIX. 1749. — Gauhe I. 976. - v. Krahne 32 Ist S, Marschall v. Greif. 27. Marschall v. PaPpenheim, schwäb. Adel, Freiherren, nachher Grafen, Erbmarschälle des heil. röm. Reichs, führten ehedem den Namen Calatin. fBucelin. — Jmhof, notit. proc. — Salver 389- 419. — v. Hattstein II. 215. — Siebmacher I. 19. n. II. — Zedier XIX. 1749. — v. Mcding I. n. 529. — Matth, a Pappenheim Tr. de originc et familia dominor. de Calatin, qni hodie sunt domini a Pappenheim 1553, f. — Doedcrleins hist, Nachrichten von dem Leben der Marschälle v. Calatin n. der Rcichserbmarschälle v. Pappcnheim. — v. H.f M. s. Pappenhcim. 28. Marschall v. Raoeneck, auch Elicnet, haben mit den v. Bieberstein M. gen. Greis, mit den M. v. Herreng osserstedt und mit den M. v. Ncdwitz einerlei Wappen und unfehlbar einerlei Ursprung, fBucelin, — Horn's knrsächs. Handbibl. I. — Spener 155. 164. — v Hst 29. Marschall v. Rechbcrg. Diese Grafen stammen von den M. v. Calatin u. Pappen heim, davon 3 Linien ausstarben, und die 4te übrig blieb, fMatth, a Pappenheim Cap. 70. — Bncelin. — Hübner II. 526. — Siebmacher I. 2. — Durchl. Welt II. — v, Meding. I. n. 521. — v. H. — M. f. Rechberg. 30. ch Marschall v. Ichcrneck, ein ausgestorbenes Haus. sv. Hst 31. st Marschall, genannt Ipcndre, ein elsasser ausgestorbenes Geschlecht, das in S. zwei r. Flügel führte. fSiebmacher III. 151. — Zedier XIX. 1736. 1749. - v. Hst 32. Marschall v. Ztruntzbcrg, eine bayer. Familie, von der Zedier, XIX. 1749, sagt, daß er von ihr weiter nichts aufgezeichnet finde, fv. Krohnc I. B. I. Th. 329. — Zedier XIX. 1749. — Spener hist. insign. 169. — Stellmacher II. 62. — v. H. f 33. Marschall v. Jülichs, in Westpreußen seßhaft. W.: Mora. sv. Ledebur III. 307 st 34. Marschall v. Thomasbrück, ein thüring. Geschlecht, das mit den M. v. Herren gosserstädt zu einer Familie gehört- fZedler XIX. 1749. — v. H.f 35. Marschall v. Tröber, ein thüring. Geschlecht, das auch mit den M. v. Herren gosserstädt eins und dasselbe ist. fZedler XIX. 1749. — v. H.f Marschall v. Alte» - Göttern, s. M. v. Herr eng osserstedt; ferner Agersheim, Besigheim. Marschall v. Tronciilnirg, s. M. v. Bachten brück. Marschall v. Gosserstädt, s. M. v. Herren gosserstädt. Marschand». Pigurscichc lc Marchand. Der Oberschreibcradjunkt Johann M. zu Prag wurde im I. 1768 mit obigen Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 372. - v. H.f Marschier, Jakob, kais. Hoffourier, erlangte 1621 die Adels- Würde. sR. T. A. Nst 7 Marschnitz, auf Dürrbach u. Kriegelshof in der Ober- Lausitz. sv. Ledebur II. 82, ohne Wappen-Angäbest Marschovssky, ungarisch. Andreas v. M. war 1835 Domherr zu Rosenau. Marschowitz, ein schles. Geschlecht. sSinap I. 639. — v. Hst 7 Marsemih, auf Ob erbe erb ach in Schlesien, kommen um 1760 als Edelleute vor. fv. Ledebur II. 82, ohne W.-Ang.f Marsfeld, . Kotting; Marcsch. Marsheil, s. Tessely v. M. Marstgli. Der k. bayer. Kämmerer und Generalmajor Jp- polit zu München, ursprünglich aus einem bologneser Patriziergcschlecht entsprossen, wurde Graf, waun aber, weiß v. Lang, S. 49, auch nicht anzugeben. fTyroff, bayer. Wappenb- l. 76. — v- Wölkern I. 155. — v. Hefner, bayer. Adel S. 15. T. 19. — v. Ledebur III. 397. — v. Hst Marstlicn, s. Wetzet. Marstnay v. Marsina, böhm. Landmann und Oberst, erlangte im I. 1640 den Adelstand. fSiebmacher IV. t28. — R.T.A.Rst Marslcbcn, Marsleven, eine alte adliche halberstädt'sche Familie. fAbel, sächs. Werth. II. C. I. §.19. 191. — v. Zedlitz. — v. H. - v. Zedier XIX. 1773. — Gauhe, Anh. l677.f Marslooc. Hcrmannus de M. testis in einem walkenrieder Brief 1224. fllrk. Buch für Nieders. II. 194st 7 Marfscl, Mertzcle, sonst Kidingcn, ein längst ausgestorbenes ehemaliges bremen'sches Geschlecht. fMnßhard 499. — v. Meding II. n. 531. — v. H .f 7 Marstcttcn, ein altes schwäb. Grafeugeschlecht, welches aber sehr frühzeitig erloschen ist. Marstetten liegt im württemb. O.A. Leutkirch. ^Griesinger S. 871st Marsiewski, auf Brody und Turowa im Posen'schen. Wappen: Rogala. sv. Ledebur II. 82st 7 Martdors, ein wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 15ten Jahrhunderts ausgestorbenes fulda'sches Geschlecht. sSchannat, fuld. Lehnhof 129. — v. Meding III. n. 515- — v. Hst Martels, eine alte westfäl. und schles. Familie, aus der 3 * 20 Mart — Marti im I. 1716 Bernhard v. M. in den RcichSfreiherrnstand erhoben wurde. Die Familie gehört zum Uradcl. sv. dem Knesebeck. — v. Ledebur II. 82. — v. H. Sinap II. 301. - M. v. M. 69. - Zcdler XIX. I784.s Marlen, s. Margaritten. Martens. Georg Friedrich M., Professor in Göttingen, geb. zu Hamburg 1756, wurde am 36. Juli 1783 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Der König von Westfalen, bei welchem er als Staatsrath in Dienste trat, erhob ihn zum Baron. Später wurde er h a n n ö v. Bundeötagsgesandter zu Frankfurt a/M. Er starb daselbst 1821 ohne Nachkommen. Der knrsächs. Resident am wiener Hofe, Legationsrath Karl Will). M., ein Bruder des Bundestagsgesandten, war mit seinem Bruder 1783 ebenfalls geadelt worden und ward hiernächst 1796 vom sächs. ReichSvikariat in den Freiherrnstand erhoben. Er hinterließ zwei Söhne, welche von ihrem Oheim Georg Friedrich an Kindcöstatt angenommen wurden. Der ältere war zulezt prenß. Gesandter bei der hohen Pforte, der jüngere, Frhr. Karl v. M., Ministcrresidcnt am berliner Hofe von Seiten des Großherzogs von Sachsen. Er hat sich als Schriftsteller bekannt gemacht, sv. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur ll. 82. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 13. T- 13; preuß. Adel S. 56. T. 70. - Sächs. Wappcnb. Iii. 39. — Kncschke, Wappen I. 292. — v. H. — Tyroff I. Taf. 235.s Marteny, s. Haas. Marti. Der österr. Oberstlieutenant Ludwig M. wurde im I. 1766 geadelt. sM. v. M. 225. - v. H. Martiat, eiu rhein. adliches Geschlecht. sFahne II. 9V. — v. Ledebur II. 82.s Martignoni. Der kais. österr. Generalkousul zu Genua, Josef Anton v. M., wurde 1828 in den Ritterstand erhoben. IE. S.s 1. Marti». Der Oberlieutenant Josef Franz M- wurde im Jahre 1777 geadelt. sM. v. M., Erg. 37l. - v. H.s 2. Martin, Zt. Der Oberstlieut. Marimiliau Anton St. M. wurde im I. 1758 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 69. — v. HI 3. Martin, Zt. Der k. k. Kammerdiener Peter St. M. wurde im I. 1764 in den Rcichsadelstand erhoben. Wahrscheinlich ein Lothringer, der mit Kaiser Franz I. nach Wien kam. sM. v. M., Erg. 372.) 4. Martin, Zt. Der kurbayer. adliche geh. Rath Klaudiuö Martin v. St. M. erhielt 1785 die Grafenwürde. sR. T. A. N.s 5. Martin v. Grciscnbnrg. Der Pfleger und Gerichtsschreiber zu Wangen, Josef M., wurde im I. 1773 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 372. — v. H.s 6. Marti» v. Martinsburg, Gottfried, wurde am 9. Oktober 1725 geadelt, sv. Hcllbach, Samml.s Martin, Zt., s. Ferrari. Marti» v. Dclntz, s. Debitz. Martina, Dr. W., österr. Hofrath, erlangte 1856 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1856.s Martincig ». Dorgnanentiurg. Kaspar M. zu Cormons wurde im I. 1758 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 372. - v. HI Martinelti-Cluirinati, ein im Kirchenstaate seßhaftes Geschlecht, welches sich auch nach den österr. Staaten verbreitet hat. Am 25. April 1471 erlangte solches den Titel eines Conte im Kirchen- Staate und am 25. April 1752 die Rcichsgrafenwürdc. sGräsl. Taschenb. von 1856.) Martincltvs, Kamil, kais. Diener und Roßbercitcr, erlangte 1665 Adelsbestätigung und den Rcichsritterstand. sN. T. A. N.s Martinengo dallc Palte. Die Gebrüder W. und F. M. d. P. erhielten 1857 die österr. Grafeuwürdc. sA. A. Zeit. v. 1857.) 1. Martincs, ein adliches waadtläud. Geschlecht, ans welchem 1446 Michael M. als Schloß - u. Amtöhauptmann (Kastellan) von Aubonue vorkommt. Im I. 1692 huldigten die v. M. der Stadt Bern lehensgcmäß wegen der Stadt Crissier. DaS Geschlecht besaß viele Güter und gab dem Ausland, namentlich Preußen, viele tapfere Krieger. sv. Zedlitz, Ad.Lex. III- 360. — v. Ledebur II. 82.) 2. Martincs. Der Rath und Hofbibliothckskustoö Josef M. wurde mit seinen drei Brüder», Dionys., Joh. Baptist und Karl, im I. 1774 in den Rittcrftand erhoben. sM. v. M. 130. - v. H.s Martine). Der österr. Hofrath u. Polizeidircktor in Trieft, G. M., wurde 1859 geadelt. sA. A. Zeit., April 1859.) 1. Martini. Der Geucralmajor und Fcstungskommandant M. zu Temeswar wurde im I. 1365 geadelt. sM. v. M. 225.) Im I. 1856 erlaugte der kais. österr. Generalmajor I. v. M. den Freihcrrnstand. sTaschcnb. der frhrl. Häuser von 1857. — v. H.s 2. Martini v- Gricngartc» und Ncuhos. Am 13. Juni 1559 wurden Peter M. und dessen Brüder Kristin», Melchior, Johann, Kristof, Valentin und Niklas, alle M-, in den Reichsadelstand erhoben. Am 16. Nov. 1566 erlangten Joh. Maria u. Niklas M- nebst Balthasar M. den Nitterstand. Am 5. Febr. 1746 wurde der ältere Adel dem Karl Jakob M- für sich und seinen Sohn Leopold bestätigt. Das bayer. ReichSvikariat erhob des Lezteren Sohn Karl am 24. Sept. 1796 mit v. G- u. N. in den Grafenstand. Die Familie ist in Oesterreich seßhaft. sJahrb. des deuschcn Adels 1847.) 3. Martini v. Martinslicrg, Johann Georg, kais. Hofkricgsrath, wurde 1693 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.) 4. Martini v. Nostdo, Josef, Freiherr, war 1857 k.k. österr. Generalmajor und Brigadier beim 3. Armeekorps. 5. Martini v. Waffcrbcrg. Der Hofrath der k. k. obersten Justiz- Stelle, Karl Ferd. M., wurde im I. 1765 mit dem Beinamen v. W. in den Rcichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 175.s Der Hof- Rath und Professor der Rechte, Karl Anton M., zu Wien, nach- gehendö Vicepräsident der Justizstclle, wurde 1786 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 69. — v. Hefner, bayer. Adel S. 96. T. 113; tiroler Adel S. II. T. 13; Erg.Bd. S. 24. T. 10. — v. H.s Martinich v. Martincgg. Der kais. österr. Major Fr. M., aus Jstrien stammend, erlaugte 1845 den Adelstand mit dem Beinamen v. Martin egg. Im I. 1856 wurde derselbe — als Oberst — in den Freiherrnstand erhoben. sE. S. — Frhrl. Taschenbuch von 1857-s Martinides, ungarisch. Ladislaus v. M. war 1835 k. k. und k. ungar. Rath und Vizegespan der torner Gcspanschaft. Martinit). Diese alte, ursprünglich Bornta genannte Familie in Böhmen wurde freiherrlich, auch nachher gräflich; weil ihr Wappen mit dem der Grafen v. Kaunitz übereinkommt, so hält man beide ursprünglich von Einem Geschlecht«. sRltterschus, Mar — Mas 21 Spicil, P, Ii. — Jmhof, not. proc. Jmp. in Mantiss. — Hübucr III. T. 673 n i. Gauhc >. 381—35. — Gcncal. Archivar VII. 264. — Balbini Tab. stcmmat. I. — Hartmann's Samml. — v. H.s S. Clamm. Martilikowsiuz, ein schief. Geschlecht. sSinap I. 370. — v. Meding III. n. 516. — v. H.s Martinsbran», s- Gen tili. Martiinz, H., österr. Oberst, wurde 1858 geadelt. sA. A. Zeit, von 185371 Martia, s. Malfatis. Martisicrc-Mignat, französ. Ursprungs oder ans den ehemaligen österr. Niederlanden. Mark. Anton Graf La M.-M. wurde 1809 zum k. k. österr. Kämmerer cruauut. Martiskirch, s. Moser. Mörtitz. Die v. M. gehörcu zum mark. Adel uud besaßen Rahnwerdcr, Spiegel, Butow w. Die Familie erhielt am 9. Sept. 1698 ein Anerkennungsdiplom ihres Adels, welchen sie 1694 erlangt hatte, sv. Zedlitz. - v. Ledebur ll. 82. III. 307.s M,Irtan. DiouiS v. M. war 1857 Rittmeister im 5. k. k. österr. Hus. Reg. Albert M. de Bercthe stand als Kadet im 19. Inf. Reg. Martonitz. Der österr. Oberst Andreas v. M. wurde im Jahre 1803 iu den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 77. - v. H.s Martouffiz v. Tsikindinszcut, ein ungar. Geschlecht, aus welchem Josef M. v. C. 1796 Bischof war. sWiener Adreßb. 1796.1 Martschlägcr. Der jubilirte niederösterr. Rcgierungsrath Mathias Ferd. M. wurde im I. 1792 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 225. — de Lucä, gelehrt. Oesterreich l. B- St. l. S. 313. - v H.s Morande, auf Rissen u. Schönborn, im Kreise Züllichau- Schwiebus, um 1770. sv. Ledebur II. 82.s Morus»!; v. Langininth. Der kais. österr. Kapitän Michael M. wurde 1827 mit v. L. geadelt. sE. S.s Morussiz de Nogiz-Voido Folva, Alexander, war 1857 Hauptmann beim k. k. österr. Genicbataillon. Morwat, ein aus Genf stammendes, in Neufchatel seßhaftes Geschlecht; es erscheint 1464. sv. Zedlitz, Ad.Lex. III. 361. - v. Ledebur II. 82.s -s Marwang, oberbayer. Uradel, erloschen im 15. Jahrh. sv. Hcfner, -s baper. Adel S. 20. T. 16.s Marwitz, ein Po innrer'sches uud märkisches Geschlecht, s das auch in Schlesien begütert ist. TheodericuS de Marwiz - testis in einem brandeubnrg'schen Brief 1259. Beteke von der Maruiz Bürger zu Königsberg 1472. sMicrcilius VI. 503. - Lucä, fehles. Chronik. - Sinap I. 630. II. 80 l. — Gauhe I. 385 u. f. — Dithmar 60. n. 10. — Siebmacher I. 178. n. 4. V, >70. — Dicncmann 342. 333, wo auch eine gencalog. Tafel u. Wappen. — Nie. Janticovii Libellus de antiquo et novo gcnere Mar- witior. Franks. 1610. 4. — v. Ledebur II. 82. III. 307. — v. Meding I. n. 522. — v. Zedlitz. — v. H.s Marwitz, s. Bodeck v. M. Mark, Peter und Kaspar, Brüder, wurden 1630 geadelt. sR. T. A. NU Mariznowslri. Wladimir v. M. stand 1857 als Oberlieuteuant im 57. k. k. österr. Inf. Regiment. 1. Marian!. Der Hofkammerkanzleircgistrator w. Josef M. wurde im I. 1723 geadelt. sM. v. M., Erg. 373. — v. HI 2. Marian! u. Itainhof. Die Geschwisterkinder Laurenz und Joh. M. wurden im I. 1769 mit dem Beinamen v. S. geadelt. Die Familie gibt an, daß ihr Geschlecht schon im 13- Jahrh. im Königreich Neapel geblüht und die Würde eines Erbmarschalls von Sizilien bekleidet habe. Dermalen ist die Familie in Tirol ansässig und hat 1790 die gräfliche Würde erlangt. sTaschend. der gräfl. Häuser 1843. — v. Hefner, tiroler Adel S. II. Taf. 13. — v. H. - M. v. M., Erg. 373.Z Marzcl. sTyroff I. B. 71. Aug. n. 3. — v. H.s Marzcmski ans Blankenau in Preußen, Kr. Eytau. sv. Ledebur II. 63. III. 308 .s Marziani v. Sacitc. Der F. M. L. Franz M., Patrizier der Stadt Pesa r o, wurde im I. 1812 geadelt u. 1818 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 226; Erg. 175. — v. H .s Marzick v. Flannncnftld. Der Artillcriestückhauptmann, Johann Wenzel M. wurde im I. 1763 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 373. - v. H. Marzin s. Mörz in. Marzinskiz v. Movizinowski. Sebastian M. wurde mit dem Beinamen v. Movizinowskh am 31. Jannar 1667 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. H.s Marzolani, ein italien. Geschlecht. Martha Anna Gräfin v. M., geb. v. Londoni, war 1835 Sternkreuzordensdame. Masanizowskc, s. Lhotsky. — Masliaurg, s. Villers. Masche, ein schles. Geschlecht. sSinap l. 631. — v. H .s Maschcck, s. Maasburg. s- Maschcrcl, Maschetrcit, ein jülich. adl. Geschlecht, welches einen bl. u. r. geschachtcten Schild führte, zu Winan dsrath und Bellega wohnte, und um 1700 ansgestorbeu sein mag. sFahne I. 2 68, wo ein Stammbaum. — v. Ledebur II. 83. — v. Steinen, Tab. XXIII. — Siebmacher II. I I7.s Maschlww, Mascov, wurde am 10. Juli 1688 geadelt. Die Familie gehört Anhalt an, und soll auö uraltem uugar. Adel stammen. sZedlcr XIX. 1313.— Siebmacher I. 41. — v. Ledebur II. 83. — Suea Nikes fol. 37. — v. H.s Maschkwilz, ein schles. Geschlecht, das mit den von Machewitz und Maschwitz nicht zu vermengcu ist. sSinap631.—Siebmacher I. 72. n. 3. — v. H.s 1 Muschwitz, ein meißn. Geschlecht. sSiebmachcrl. l54. n. 4. — v. Meding I. n. 375. — v. Ledebur I. 83. — v. H.s Mascov. Die Gebrüder Kristian Hennig Joachim, Bartholomäus Georg u. Nikolaus Masskhauen, erhielten am 22. Septbr. 1553 von Kaiser Ferdinand I. einen Wappenbrief. sSiebm. I. 41. unt. den Oest.s Ein Nachkomme des Nikolaus ist Peter M., k. schwcd. pommer'scher Professor zu Greifswald, welcher am 10. Juli 1688 in den schwäb. Adelstand erhoben wurde, welche StaudeSerhöhuug am 24. Juli 1710 von Preußen anerkannt wurde, sv. Ledebur II. 83. — Zedler XIX. 1315. — v. H .s s- Masclhcim, ein altes Edclngcschlecht auf der gleichnamigen Burg im jezigen Oberamt Bieberach, welches jedoch schon im 13. Jahrh. erloschen zu sein scheint. Konrad v. Masselheim verkauft Anno 1332 an das Kloster Blaubeuern 8 Güter zu Hausen ob Urspring. sMemmiugen, O. A. Blaubcueru S. l60. — Griesinger 872 s Maskossski. Der fürstl. Hess.-darinstädt. geh. Rath und Kanzler v. M. erhielt von Kaiser Josef I. ein Neichsritterdiplom, ausgefertigt um's I. 1711. sR. T. A. R.s Maslaw, MaSlowsky, Maslowesky, schles. Adel. sSinap I. 631. 11. 802.s v. Ledebur, II. 84, führt ein poseu'schcö Geschlecht v. MaslowSky anfStryzewo mitd. Wappen Samson an. sv.H.s 22 Mas — Mat Masotti. Johann Franz M. wnrde im I, 1717 geadelt. sM. v. M., Erg. 373. — v, H.s Masta, eine schles. Familie, auö welcher der schlcs. Kammer- und Salzadministrator im I. 1710 in den Reichsritterstand erhoben wurde. Im I. 1585 war bereits einer v. M. Matth cser Ritter, und nach Inhalt deö RitterstandSdiplomS befand sich die Familie bereits 200 Jahre vorher im alten Adelstande, sv. Ledebur II. 84., wo die Familie als eine preuß. angegeben wird. — Sinap II. 802. — M. v. M., Erg. 176. — v. H.! Mass«, s- Brasaola. Massart v. Montcnmllc. Der Stückhanptmann, Alexander Franz Josef, wurde im I. 1773 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. v. M,, Erg 373. - v. H.s Massen, Maassen, auf Gablicken und Jucha in Preußen, fv. Ledebur II. 84, ohne Wappenangabe, s Masscnbach, v. u. zu, ein rheinlän discheS, ursprünglich schwäbisches Geschlecht, welches mit denen v. Gcmmingen eines Stammes ist. ES gehört zu den ältesten Geschlechtern Württembergs. Im 11. Jahrh. schrieben sie sich Massenbach-Gemingen, welches jezt wieder angenommen ist. Die Familie ist auch in Bayern begütert. sCast, Adelsb. v. Württemb. — Gen. Jahrb. des deutsch. Adels >844. — Die württemb. Wappenb. v. Dorst u. I. A- Tyrofs. — v. Lang 185 u. f. — Griesinger 873. — Taschenbuch der freihcrrl. Hänser 1853. n 56. u. 1862. — v. Hefncr, Württemberg. Adel S. 7. Taf. 8; nass. Adel S. 8. Taf. 8; baher. Adel S. 36. Taf. 33. - v. Ledebur ll. 84; III. 308. — Kneschkc Wappen II. — v. H. — v. Hatt- stcin II. 216. — Siebmacher I. 113. n. 8. — v. Meding l. n. 525. — Tyrofs I. 103. 4.s Masscnlicrg. Dieses Geschlecht besaß die gleichnamige Herrschaft in Stcyermark. sSchmutz II. 519. - v. H.s Massilon. Hugo v. M. wnrde 1661 in den Neichörittcrstand erhoben und sein Vetter Kristof v. M. erhielt Bestätigung seines Adelstandcs. sR.T.R.A.s Massa». Der k. k. Feldstallmcister Victor Amadäus M. wurde im I. 1712 mit „Edler v." in den ReichSritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 176. - v. H.s Massonea«, Premierlieutcnaut im Hus.-Rcg. König Nr. 7. erlangte 1861 den prcuß. Adel. sA. A.Zeit., Okt. 186l.s Massoiicndors, s. Angelini. Majsow, ein hinterpommer'schcs Geschlecht, das seit dem 16. Jahrh. die Prästdentenstelle im Schöppenstuhle zu Stettin erblich bekleidete. sBagmühl I. 22. — Dorst, schles. Wappenb. II. 130. — v. Ledebur II. 84. — MicrälinS 503 — Gauhe I 986 u. f. — Dithmar 6 n. II. — v. Meding l. n. 526 Siebmacherl. 177. — Zedier XIX. 1980. — v. Zedlitz. — v. H.s Mastay. Johann Ritter v. M- stand 1857 als Kadet im lOten k. k. österr. Hus.-Reg. Masteis. der Conte I- B. di Mast eis zu Verona wurde 1840 in den österr. Rittcrstand erhoben. sM. S.s Mastiani, wol ein italien. Geschlecht. Helena v. M. wa. 1835 Stcrnkreuzordenödame. Mastiaur, Johann Gottfried, wurde am 23. Februar 1780 in den ReichSritterstand erhoben. sR.T.R.A .s Mastlt»>m, erlangte 1301 den Ncichsadelstand. sR.T. A. R.s 7 Mastliach, Maspach, MoSpach. Ein fnlda'sches Geschlecht, das zu Anfang deö 17. Jahrh. erloschen ist. sBiedermann, Baunach, Tab. 235—39.-^ Salver 146. Tab. 19. n. 74. Tab. 9. n. 24. 230. 234. 242. 246. 247. 256. 273. 334. 354. - Schan- nat, fuld. Lehnhof 129. -— Struv, ncueröffn. hist. u. polit. Archiv beschreibt das Wappen sehr unrichtig. — v. Meding III. n. 517. — v. H.s Mastwaiid, ein freihcrrl. steyermärkischcs Geschlecht, das am 19. August 1689 in den Grafenstand erhoben wurde. sSchmutz II. 520. — v. H .s Matalona. Karl Herzog v. M., auS dem Königreich Neapel, wnrde im I. 1715 in den Neichsfürstenstand erhoben. sR. T. A.R.s Matauschck v. Benndorf, Josef, kaiserl. österr. Oberst, wurde 1842 in den Ritterstand erhoben. sM. S.s Matern v. Amist- Dem Enkel und Adoptivsohn des verstorbenen Hauptmanns v. Preuß, Oskar Friedrich Boguslaw M., wurde 1833 vom König v. Preußen der Adelstand mit v. P. er- theilt. sv. Ledebur II. 86 ; III. 308. — Preuß. Wappenb. IV. 24. s Wappen: In B. ein Stamm mit 3 Kleeblättern; in den Stamm 2 Wurfspieße gestoßen. sM. S.s Matcrnc. Ein Hauptmann M. wurde am 12. Juni 1734 in den preuß. Adelstand erhoben. sPreuß. Wappenb. III. 95.— V .Ledebur II. 35. - v. Zcdlitz.s Wappen: Im s. Mittelschild ein schw- Adler; 1. u. 4. Feld in S. ein r. Greif, der einen Stab hält; im 2. u. 3. g. Felde ein Fcstungsthurm. Matcrncr v. der Gallczq. Johann M., kaiserl. Hauptmann im schärfenberg'schen Regiment, wurde 1688 geadelt, und solches in Salzburg 1689 bekannt gemacht. sR.T.A.N. — v. Schallh.s Materni. Der Rittmeister Sigmund M. wurde im I. 1729 mit „von" in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M, Erg. 176 .s Matcrnstcin, Michael, erlangte 1624 den Adelstand. sR.T. A.R.s Materzemsky v. Malchow, eine adl. böhm. Familie, welche die Herrschaft Lawitzitz besaß. Sie kommt unter den Auen der Frau v. Veltheim, Maria Anna Katharina Kameytsky V. Elstibors vor. sLeichenpredigt über dieselbe; Helmstädt, 1760 fol., wo die Ahnentafel in Kupfer gestochen zu finden ist j Von dem Sohne derselbe», Friedrich Wilhelm von Veltheim ist die Familie im deutschen Orden anfgeschworen. sv. Wolframitz Coli. :c., Mspt., in der Bibliothek zu Wolfcnbüttel.s Mathoescr v. Lchcnshoftii, auch Mathefern v. Lehen shoveu, ein Nittergeschlecht in Step er mark, das 1726 in der Landmannschaft dieses Herzogthums aufgenommen wurde. sSchmutz II. 521.s — Der nie deröste rr. LandmarschallSsekrctär Joh. Jakob wurde im I. 1719 mit „Edler v. L." in den Nitterstand erhoben. >M. v. M. 176. - v. H.s Matheis, Anton auö Flandern, wurde 1721 geadelt. sR. T. A. R.s Mathcscn. Der Generalfeldwachtmeister Joh. Andr. v.M. wnrde 1770 Freiherr. sM. v. M., Erg. 77. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 85. v. H.s Mathias, gen. v. Dcrchcm. Thomas, Georg und Kristian, Gebrüder M. erhielten am 6. Sept. 1558 von Kaiser Ferdinand einen Wappenbricf, und am 18. Januar 1701 wurde dein k. Hof- nnd Amtskammcrrath Joh. Thomas M. der Adel erneuert, zugleich ihm wegen seiner Gemahlin Louise v. Bcrchem der Name Mathias, gen. v. B. erthcilt. Die Familie ist in Brandenburg seßhaft um 1707. sv. Ledebur II. 86. — v. Zcdlitz.s Mathiafsti! van Ehrcnbcrg. Der Assessor des Oberamtes zu Laußnitz, Franz Heinr. M., wurde im I. 1710 mit dem Prädikat „v. E." in den böhm. Adelstand erhoben. Andere schreiben Ma- thiasen. sM. v. M., Erg. 373. — v. H.s Mathiesscn. v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 14. T. 12, weiß von dem im Mecklenburg. Staatshandbuche vorkommenden Herrn v. M. nichts anzugeben, sv. Hefncr, Erg. Bd. S. 32.s Mat — Matz 23 Mathieß von Nosenscld, Der Landrichter Peter M. wurde im Jahre 1727 mit dem Prädikate „v. R." geadelt. IM. v. M., Erg. 373. — v. HO 1- Mothis v. Druckcnfeid. Der Feldschiffbrückenoberlicutenant zu Essegg, Johann M., wurde im I. 1774 mit dem Beinamen v. B. geadelt sM. v. M. Erg. 373. — v. HO 2. Mothis v. Trcultodt. Der Advokat Joh. Martin M. zu Feldkirch in Vorarlberg wurde im I. 1822 mit „Edler v. T." geadelt. sM. v. M.. Erg. 373 n. f. — v. H.s f Mathison. Den Dichter, Leg. R. und Oberbibliothckar M. in Stuttgart hat der König von Württemberg am 20. Sept. 1809 in den Adelstand erhoben. sRggs.-Bl. v. 1809. Nr. 153.s Er starb ohne Nachkommen, sv. Ledebur III. 308. — v. HO Mothis, Matthy, Jgnaz Johann, ans Ma kohlen, Kreis Hcilsberg, erlangte am 26. Okt. 1775 den Pol». Adel. Ebenso erhielten die Gebrüder Ludwig — 1798 Weihbischof von Posen — und Hiacinth am 11. Nov. 1790 den poln. Adel. Ein Sohn des Lczteren war um 1730 Bischof v. Cnlm. fv. Ledebur II. 85-1 Motlwvits, ungarisch. Albert v. M. stand 1835 bei der k. ungar. Leibgarde zu Wien. 1. Motkowski, österreichisch. Julian Ritter v. M. war 18 35 Adjunkt bei dem k. k. mähri sch - schlesisch en Fiskal- Amte. 2. Motkowski v. Miktasicwiy, Samuel, war 1857 Militär - Rechnungsoffizial beim 23. k. k. österr. Feldjägerbataillon. Möchte mit vorstehendem M. gleichen Stammes sein. Motoschck. Der Viccdirektor der medizinisch-kirurgischcn Studien zu Wien, Dr. Franz M., wurde im I. 1815 mit „Edler von" geadelt und 1820 in den Nitterstand erhoben. IM. v. M. 139. 226. - v. HO Mötsch, eine in Polen und Serbien beheimathetc gräfliche Familie, von der einzelne Glieder auch in deutschen Bundesstaaten vorkommen sollen. sPaprocki polöki 11.69. — Annuaire XXV. I4u. ffO Bem.: Der Name klingt nicht sehr polnisch, vielleicht Mascz? Mntschochcr, steh ermärkische Edellcute, die bei Gratz den gleichnamigen Ort besaßen. s Schmutz II. 521. — v. HO Mitschüler v. Dochnerthol. Der Hauptmann Adalbert M. wurde im I. 1810 geadelt. sM. v. M., Erg. 37». - v. HO Motskssl v. Tinkova, siebenbürgisch. Paul M. v. T. war 1835 DistnktSkommissär zu Klausen bürg, Ludwig M. v. T. Oberkönigsrichter bei dem udvarhclyer Stuhl. 1. Matt. Der niederöstcrr. Rcgierungsrath Jgnaz M- wurde im I. 1793 in den Freihcrrustand erhoben. sM. v. M., Erg. 77. — v. HO 2. Matt, Leonhard, österr. Major in Pension, wurde 1858 geadelt. sOesterr. Milit. Schcmat. v. 18580 Matttnisch v- Minenfeld. Der österr. Hauptmann Johann Kristian M. wurde im I. 1764 geadelt. sM. v. M.. Erg. 374. — v. HO Mattenctoit, Matlincloit. Diese in Schlesien seßhafte Familie stammt aus dem Hcrzogthume Lütt ich und erscheint um 1480 mit Gabriel M., welcher des Herzogs von Lüttich Sekretär war. Einer seiner Nachkommen machte sich mit Grüben in Schlesien ansässig, und Bartholomäus Gottfried wurde 1689 in den erbländ. rittermäßigen Adelstand erhoben und erhielt das Jn- kolat in Böhmen. Der liegnitz'sche Regicrungsrath Franz Ludwig v. M. auf Ober- n. Nieder schreibcrSdorf in Schlesien erlangte 1732 die Freihcrrnwürde. sTaschcnb. der frhrl Häuser 1848 u. 1855. — M. v. M., Erg. 77. — v. Zedlitz. — «map II. 802. — Gauhe II. 700. — v. Ledebur II. 86. — v. HO Matter», Matern, v. Adlcrfcid. Johann Albrccht M. wurde am 21. Nov. 1670 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Die Familie ist in Schlesien heimisch, sv. Ledebur II. 860 Auch in Bayern besaßen die v. M. 1772 Saulburg und M. v. M. war 1747 kurbayer. Obcrstlieutenant. Matthäus v. liosenhond. Simon M., ein Sohn des Raths- Herrn Nikol. M. zu Stralsund, k. schwcd. Etatörath, wurde von der Königin Kristine mit dem Beinamen v. N. geadelt. >v. Ledebur II. 86, ohne Wappen-Augabc.j Matthaidcs v. Zoviettz. Der Hofagcnt Joh. Josef M. v. Z. wurde im I. 1709 in den böhm. Ritterstand erhoben. >M. v. M., Erg. 176. — v. HO Matthewsen. Dieser Name erscheint nur in dem im siebenjährigen Kriege gebliebenen preuß. Hauptmann v. M. sv. Ledebur II. 86, ohne Wappen-Angabe s ß Matthias, als Lieutenant in preuß. Diensten, Sohn des geh. OberrechnungSrathes M., wurde geadelt. Er starb 1805, 24 Jahre alt. sv. Ledebur II. 860 Motthioschoski v. Motlhiaschowitz, eine alte, in Mähren und Ungarn seßhafte Familie, die vom 15. bis zum 18. Jahrhundert vorkommt. sSinap II. 505. — Gauhe II. 700. — v. HO Mattinctoit, s. Mattencloit. Mattiiis v. Alijkoi, ungarisch. Joh. Ncpvmuk M. v. A. war 1835 Distriktskommissär im ofener Distrikt. Mattt v. Löwcnkrcly. Der Feldkricgskommissär Jgnaz Josef Leopold M. wurde im I. 1773 geadelt. sM. v. M., Erg. 374. — v. HO Mattulay, ungarisch. Joh. v. M. war 1835 Magistrats- Rath zu Schemnitz und Lokalinspcktor des Gimnasiums. Mottussko, Matuschka, MatuSka, schles. Freiherren, stammen aus Böhmen, und wurde der schlesische NegierungSrath Ernst Rudolf v. M. u. Toppoltschau im I. 1715 böhm. Freiherr. Im Jahre 1747 wurde die Familie in den Grafenstand erhoben. Schon 1742 soll sie den Grafenstand von Seiten Preußens erlangt haben. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v- Zedlitz. — Mcusel, Lex. der verstarb. Schrittst. VIII. 539. — v. Ledebur II. 86. III. 308. v. Hcfncr, preuß. Adel S. 18. T. 20. — Kncschke, deutsche Grafenhäuser. — Balbiui Misccll. Bohcm. Dec. 2. Lib. 2. — Sinap II. 380 u, s. - Gauhe I. 487. — M. v. M., Erg. 77. — v. HO Mottutinovich. Alois v. M- befand sich 1835 unter den un- angcstcllten k. k. österr. Generalfcldwachtmcistern. Mnttisosovskq de Also M.ityossotva, Franz, war 1357 Rittmeister im 6. k. k. österr. Drag. Reg. Rudolf M. de A. M- stand als Major im 7. Hus. Regiment. Motlisasovs.;k>>, ungarisch. Johann v. M. war 1835 Hof- Kammersekretär zu Ofen. Motuschkin. Demetrius v. M., kais. russ. Kammcrjunker, erlangte 1762 die Reichsgrafcnwürde. sR. T. A. R.j 1. Mah, Nikolaus, kais. Hofkellerschrcibcr, erhielt 1623 die Rcichsadelswürde. sR. T. A. NO Wahrscheinlich der AnHerr der M. v. Spiegelfeld oder Waldabrunn. 24 Matz — Mau 2. May v. Ipieglfcld. Der innerösterr, Kammerrath und Salzamtmann zu Aussen, Franz Xaver M. v. S., wurde im Jahre 1765 in den Freiherrustand erhoben. sM, v, M, 69 u, f, — v. H.) 6. Matz v. Waldalnunn, Alfred, war 1857 Hauptmann im 18, k, k, österr. Jägerbataillon, Matzak v. Vttculmrg, Karl, stand 1357 als Oberlieuteuant im 14, k, k. österr, Inf.Reg,; Julius M, v, O- war Uuterlieut, im 19, Gend, Regiment; Viktor Anton M, v. O, Hauptmann im 23. Inf, Reg., und Hugo M. v, O. Auditor beim 2. Ulan, Reg. Matzdorf, Friedrich Wilhelm Peter, Lieutenant, wurde 1821 in den prcuß, Adclstaud erhoben, sv, Zedlitz, — v. Ledebur II, 86, III, 308,) Matzcbcr, Matseber, v, Zudcna», ein österr. Geschlecht, sHartmann'sche Sammlung. ^ v, Htz Matzingcr, Dr, Fr,, ScktionSrath im Ministerium des Innern zu Wien, wurde 1859 in den Adclstaud erhoben, fA, A, Zeit,, Nov. 1859,s Matzncr u, Hcilwcrth, Der österr, Stabsarzt Dr, I. M. zu Venedig wurde 1854 mit v. H, in den rittermäßigen Adclstaud erhoben, fA. A, Zeit, v, 1854, - Ocstcrr, Milit, Schcmat, v, 1864,; Siehe auch Hcritcs. Maulicuge, Monbösche, Ihr Stammvater, ein Schwabe, hieß Jakob Hcitzelmann, genannt Polladt, wurde, weil er sich in der Schlacht bei Moubeuge oder Maubcuge in den Niederlanden gar sehr hervorgethan und den französ. Feldherrn Longue- villc gefangen hatte, von Kaiser Ferdinand II, unter dem Namen v, M. in den Adclstaud erhoben. Die Familie begab sich in der Folge nach Schlesien, sv, Krahne II, 335 u, f, 444. — Möller, im R-A, 1823, n. 195, 225 l. — v, Zedlitz. — v, Ledebur II. 87, III, 308, - Dorst, schlcs. Wppb, III, 179, — v, Htz Mauchart, Der Reichshofrath Friedrich v. M, wurde im Jahre 1779 in den Freiherrustand erhoben. sM, v, M,. Erg. 76, — v, Htz Mauchenheim, s, Bechtolsheim, Mallchciiheimcr, s, Machcnheimcr, Mauclcr, aus der Frau che-Comte in Frankreich stammend, Paul Friedrich Theodor Eugen v, M. war 1783 zu Etüpes in der Württemberg, Grafschaft Mömpelgarde geboren. Seine Urgroßeltern wanderten wegen des Widerrufs des Edikts von Nantes nach Preußen aus, in dessen Diensten sein Vater Friedr, v. M- den 7jährigcn Krieg mitgemacht hatte, und zwar im Regiment des Herzogs Friedrich Eugen von Württemberg. Er ward der Erzieher der Söhne des Herzogs und General, Sein obgenanntcr Sohn war zulczt Minister und erhielt die Erlaubniß, die frhrl. Würde zu führen, welche sein Vater Wilhelm 1782 schon erlangt hatte. Die Familie ist nun in Württemberg seßhaft. sCast, Adelsbuch von Württemberg. — Griesinger 874, — Kueschke, Wappen II, — Wappenbüchcr von Dorst u, I, A, Tyroff, — v. Hefner, württ. Adel S. 10, T, 1 l; Erg, Bd, S. 37, — v, Ledebur II, 37, III, 303. - Taschcnb, der frhrl, Häuser 1859.) 1, Mauderode, Die v. M. stammen aus der Grafschaft Hohenstein in Thüringen, wo ihr Stammsitz 1736 vom K. Friedrich Wilhelm I. v, Preußen gekauft wurde. Aus diesem altadlichcn Geschlechte haben viele Mitglieder in prcuß, Diensten gestanden, sv. Zedlitz.; 2, Mauderode, In der zweiten Hälfte des 17, Jahrh, ward der brannschw.-lüueburg, geh. KriegSrath w, Otto Othen mit v. M. vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Die letztere Benennung nahm Otto O, von einem Lehngutc an, sv, dem Knesebeck, — v, Ledebur II, 87. — Siebmacher III, 138. — v, Hcfner, sächs, Adel S. 38. Taf, 43,s Manen, gen. Kochen, auf Kosackcn in Preußen, sv, Ledebur II, 87, ohne Wappeuangabe.s Mauer, ein stehcrmärk, Adel, der ehedem viele Güter besaß. sSchmutz II, 522, — v. H.) Maucrlmrg, vorher Maurer (nicht Mauer), welches ein anderes steyermärk, Geschlecht war, und von 1282 bis 1566 vorkam, im I, 1668 in die stcyerische Landmanuschaft aufgenommen wurde u, im I, 1717 noch vorkommt. sSchmutz II, 522 u, f, — v.H.s Franz Xaver Frhr, M. zu Lilienberg war 1796 obcröstcrr. Gubcr- nialrath, sWiencr Adreßbuch 1796,s Maukfch de Farkasfalfa, Ladislaus, stand 1857 als Oberlieutenant im 9, k. k, österr, Hus, Reg, Maul, Der Neichsagcnt Georg Ferdinand M, wurde im Jahre 1717 in den Reichsadclstand erhoben. IM, v, M,, Erg. 374. — v, H.s Mauler v, Elisa». Der k. österr. Major, S. M, wurde 1849 mit „v, E." in den Adclstaud erhoben. sE. S) Mauntz, Andreas, wurde 1766 geadelt. Mehrere kommen im preuß. Heere vor, Felix v. Mauntz vermählte sich mit Gräfin Karoline von Krockow und hinterließ zwei Söhne, sv, Zedlitz, — v, Ledebur II, 87, III, 308, — R.TA.R.s Maupasfant, Joh, Bapt,, aus Lothringen wurde 1752 geadelt. sR, T N.R.1 Maur, in der. Das Geschlecht der i, d. M, in Tyrol, Besizer von Strelburg, Kartätsch u, Freieufeld hat 1646 von Kaiser Ferdinand III. das schon 246 Jahre geführte Wappen bestätigt erhalten, sowie sie auch im Diplom als landständische Edel- leutc erkannt werden, Kurf. Max Emanucl v, Pfalzbayern erhob den Joh, Ind ermauer am 2, Mai 1766 zu einem Truchseß und verwilligte ihm den Beinamen v, Strelburg, sv, Hefuer, tyrol. Adel S. 9, Taf, 10; Nachtr, S, 23. — v, Hs Joh. Georg i, d, M. aus Tyrol, wurde im 1,1763 Freiherr, sM.v. M,, Erg, 78, — v. Htz Maur, s, Prenuer. 1. Maurer, Meurer, v. Hohenstein, in den kaiscrl. Erblanden seßhafter Adel, sv, Hoheneck Obervsterr. I. 424, II. — Gauhc II, 701, v. Krahne I, 444. II. 336, — v, H.s Vcrgl. Maurer 2. 2. Maurer, Benedikt, in kaiscrl, Kriegsdiensten, erlangte 1612 den Adelstand nnd erhielt Wappcnbesserung. Joh, M., Schloßpfleger zu Linz, erlangte 1635 Adelsbestäligung, sR, T, A, Rtz 3. Maurer, Johann Jakob, aus Kärntheu, wurde 1723 geadelt. sN.T.A.N.s 4. Maurer, Freiherr, v, Kroncgg, Alois, war um 1795 Ncichs- kammergerichtsbeisizcr; im I. 1787 wurde Alois M, v. K, in den Freiherrustand erhoben. Am 26, Juli 1677 wurde N. N. M, mit „v. Kronegg auf UngerShvfcn" in den Adelstand erhoben; den Ritterstand erlaugte die Familie am 22. Nov. 1777, sTaschenb, der frhrl, Häuser 1360, — Rcbmaun, Adclsarchiv, Mspttz Auch gab oder gibt es noch M, v. Idstein sv, Hattstei» 1.173, 174tz 5. Maurer (auch Mcurlcin genannt). Berthold M, 1282, Conrad M. der ältere, und Conrad der jüngere, urkundlich 1291. Hcrrmann Maurer fi 1358 hat zwei Söhne gehabt, Seitz und Albrccht so beide kinderlos und mit ihnen das Geschlecht ausgestorben. Wapppen: In S, drei 2, 1, gegen die Ecken gekehrte in der Mitte Mau - des Schildes mit den Stielen verbundenen Lindenblttttcrn, Man findet sie gr- auch schw. Auf dem Helm ein s. hoher Hut mit der Schildesfigur belegt und oben mit schw, Hahnfedern besteckt. Decken: gr., s. (entsprechend auch schw-, 5.) Hermann M. wurde zuerst in den Rath gewählt (1342) und gingen nur außer ihm noch Hanns und Heinrich die M. zu Rath (1350—57). 6. st Maurer- (In Schwarz drei Schncballen untereinander.) Ein basler. Geschlecht. Heinrich M., am Gericht zu Basel ! 1390. Klaus M., obrister Zunftmeister 1433. Eufrosina M., Äbtissin zu St. Klara 1522. Hanns st 1559. sWurstisen 206.) 7. Maurerv. Maurersdorf- Josef M., kais. österr. Oberstlicnte- nant, wurde 1838 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. S.) 8. Maurer v. Maurcrstahl. Der kaiserl. österr. Feldmarschall- Lieutenant G- M. v. M-, wurde 1850 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. S.) Maurice, eine rheinländ. adl. Familie, welche Hilbringen im Kr. Merzig bestzt. (Bernd I-XXIX. 158. - v. Ledebur II. 83.) Maurich v. Nußbach. Der österr. Hauptmann Franz M. wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. N. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 78. — v. H.) Maurisbcrg. Ein Jesuit in Steh ermark. (Schmutz II. 523.) Mauritius. M. s. Schmied v. Mauritius. Preuß. Standcscrhöhung. sv. Ledebur II. 88.) Mauritzio v. Mohrcnftld. Der triester Kaufmann Josef M. wurde im I. 1778 mit „Edler v. M." nobilitirt. (M. v. M., Erg. 374. - v. H.) st Maurkirchcr zu Maurkirchcn und Spitzenberg. (Ein quadrirtcr Schrägbalken.) Wolfg. M. zu Sp. in der baher. Landtafel 1490. Maurus v. Wagburg. Der Kaufmann Josef Johann M. zu Linz wurde im I. 1798 mit „Edler v. W." nobilitirt. (M. v. M., 226. — v. H.) Maus, ein meißn. Geschlecht, das auch Meußgen, Meusel, Meisel, Müsel Musichen, Mus und Musien genannt wird. (Siebmacher IV. 123. — v. H.) Munschwitz, eine schles. Familie, die von den von Debschütz abstammt. Einige schrieben sich M. von der Armenruhe. Sie sind mit den von Muschwitz nicht zu verwechseln, und sollen von den von D. abstammen. (Gauhe I. 3ll. — Lucci, schles. Chron. — 'Siuav I. 36l. u. s. II. 862. — Gauhe l. 988 u. f. — Siebmacher I. 72. n- 12. — Zedier XIX. 2239. — G. Mendt, in der Debschützischcn Genealogie I. 3- — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 88. — v. H.) st Manshaimer zu Maushaim. (Wappen: Ein Kazenrumpf mit einer Maus im Rachen.) Wolfgaug und Wilhelm M. zu M-, Bartlmä M. zu Vichten, dann Georg und Wolfgang die M. zu Hofkirchen (alle drei Size Gerichts Kirchberg in Niederbahern) stehen in der bah er. Landtafel 1490. Mautcrn, Adliche, die einen gleichnamigen Ort im brücker Kreise in Steh ermark hatten. (Schmutz II. 525. — v-H.) Manthucr v. Manthsteiii. Der Arzt Doktor L. Mauthner, wurde 1850 mit „v. M." in den rittermäßigen Adelstand erhoben. (M. S.) Mauttincloit, s. Matten elvi t. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. - May 25 Muuve genannt v. Schmidt. Der preuß. Premierlieutenant in der schles. Artill. Brigade C. M. E. Mauve wurde 1861 unter dem Namen M. gen. v. S. in den Adelstand erhoben. (A.A.Zeit., April 186l.) Mauvillon. Dieser Name erscheint nur in der Person des Postmeisters v. M. zu Gumbinnen. sv. Ledebur II. 88, ohne Wappenangabe.) Miuik u. Noscufeld. Der rcichserbtruchscß-waldburg'sche Hofrath M. wurde 1725 geadelt. sR. T. A. N.) Mar li. Marc». Der Kreiskommissär zu Jglau, Mathias Josef M., wurde im I. 1798 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 226. - v. H.) st Marctraiii, Mächselrain, Machsclrain, Meichselrein, Freiherren und Grafen von Hohenwaldek, die mit Graf Johann Vitus Josef am 12. November 1734 erloschen sind. Die Grafschaft siel an Bayern. (Gauhe I. 959. - Genealog. Handb. - Hübuer II. 567. — Spencr, Hist. insign. p. 493. T. 19. — Siebmacher I. 19. n. 5. — Jmhof, not. proc. Jmp. — v. Meding II. u. 533. — Zedier XIX. 84 — 86. — v. H. — Theldiedemann, die Marlrainer im oberbayer. Archiv. — v. Hefner, st bayer. Adel.) st Maren, ein sächsisches und sch lesisch es adliches, nachher freihcrrliches Geschlecht. (Sinap II. 804. — Seiferts Genealogie S. 363. — König II. 763—769. — Diencmann 346. n. 13. — Siebmacher I. 166. n. 13. — v- Meding I. n. 528. — Gauhe I. 989 u. f. - v. Ledebur II. 88. — v- Hefner, st bayer. Adel S. 26. Taf. 17. — Zedier XIX. 2248. - v. H.) Maro» de Növid, Franz, war 1857 k. k- österr. Major in Pension. 1. May, Gebrüder, wurden 1572 geadelt. (R. T. A. R.) 2. May, ein w e stfäl. Geschlecht. (König, Ad. Hist. II. 1262. III. 436.) Zedier erklärt die Vorfahren des in vorstehendem Werke vorkommenden Egbrecht für untergeschoben, wie solches überhaupt bei den meisten Ancntafeln in diesem Buche, besonders in den beiden lezten Geschlechtsstufen der Fall sei. (Zedier XIX. 2312. - v. H.) 3- May. Der Reichshofrath Georg Augustin v. M. wurde im I. 1716 in den Reichsfreiherrnstand erhoben; nach Andern im Jahre 1724. sv. Zedlitz. - Siebmacher III. 133. - v. Ledebur II. 88. - M. v. M., Erg. 78. — v. H.) Er besaß 1706 die Hofmark Steinsberg (Burglengenfeld). 4. May. Am 21. Nov. 1676 wurden die Herren v. M. zu Landleuten erhoben, sv. Schallhammcrn.) 5. May v. Klingen. Der Oberlieut. Anton M. wurde im I. 1810 mit dem Beinamen v. K. geadelt. (M. v. M., Erg. 374. - v. H.) 6. May ». Maycnthat. Der österr. Hofrathssekretär Josef Jgnaz M. wurde im I. 1729 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M., Erg. 176. - v. H.s 7. May. v. Mcy. Am 5. Okt. 1696 kais. Adelsverleihung an die Familie M. mit dem Beinamen v. Mey. sv. Schallhammern.) Mayluirg, steyermärk. Freiherren, welche im I. 1676 u. f. vorkommen. (Schmutz II. 527. — v. H.) Malchau v- Dannenthal. Der Oberlieut. Anton M. wurde im I. 1810 mit dem Beinamen v. D. geadelt. (M. v. M. 374. — v. H.) Maichcll, eine der besten adl. Familien in Liefland und Kurland, wovon auch eine Linie 1693 in Schweden in den 4 26 Mayen — Mayer Freihcrrnstand erhoben worden ist, und von denen auch Einige nach Deutschland kamen, sGauhc II. 701—3. — v. Krahne II. 338 u. f. 444. — v. Mcding I. n. 529 u. f. — v. dem Knesebeck. — v. FirkS, Ursprung des Adels In den Ostsceprovinzcn. — v. Ledebur II. 88. III. 303. - v.' H.j Maycndcrg, ein ehemaliges fränkisches Geschlecht. sBiedcrmann, Steigen». Tab. 234. — v. H.j Maycnbcrg, s. Schmidt v. M. Maycnfcld, s. Mayer; Maykammer; Niedermann. Mayeusisch, Joh. Baptist Jakob, zu Kaiserstuhl, Oberst- Wachtmeister des Schweizcrregiments Castclla zu Rom, wurde laut einer Urkunde des Fürstabtö zu St. Gallen vom 12. März 1782 als adl- Gotteshausmann des Stiftö ernannt. Die Familie ist von Baden anerkannt. sCast, Adclsb- v. Baden.j Mayenhorst, s. Jankowsky. Mayen», eine adliche Familie in Pommern und Mecklenburg, wo sie bei Stettin im Kreise Damin Güter besizt. sv. Zedlitz.j Wol einerlei mit Meyenn. Maycnthal, s. Röggla. 1. Mayer ein steyermärk. Geschlecht, das im Jahre 1661 besonders bekannt war. sSchnnch II. 527.j Gauhe führt, I. 996, vierzehn verschiedene Mahr, Maicr, Meier in der Schweiz wohnend auf. sv. H.^j 2. Mayer, Kristof, kais. Hoffouricr, erlaugte 1629 den Adelstand. sR.T. A. R.j 3. Mayer, Jakob Kristof, kais. Hofkammerkauzlist, erhielt 1636 Adclsbestätigung. HR- T- A. R.j Möchte mit Mayer 2. einerlei sein. 4. Mayer, Johann, niederösterr. Landschaftskassier, wurde 1654 geadelt. sR. T. A. R.j 5. Mayer, Gebrüder, in österr. Diensten, wurden 1655 geadelt. sR. T. A. R.j 6. Mayer, Adam, markgräflich burgau'scher Sekretär, erlangte 1658 die Adclswürde. sR. T. A. R.j 7. Mayer, Balthasar, Verwalter des Landgerichts Groß- enzersdorf in den österr. Erblauden, wurde 1665 in den Reichs- Adelstand erhoben. sR. T. A. R.j 8. Mayer. F. v. M., kurbayer. geh. Rath, wurde 1672 in den Adelstand erhoben. HR. T. A. R.j 9. Mayer. Lorenz M., Pfleger zu Wangen in Tirol, erhielt im I. 1676 einen Wappenbrief; Karl Lorenz M., k. bayer. Staatsschuldcntilgungskommissions-Assessor und Großhändler in München, erhielt am 16. März 1863 ein Ritter- und Adcls- Diplom vom König auf Vorbitte der tirol. Landstände. sv. Lang 441. — v. Hefner, bayer. Adel S. 36. T. 113. — Kncschke, Wappen IV. — v. HI Wie im bürgerlichen Leben, so sind auch unter den Adelsfamilicn die Mayer, Maicr, Meyer u. s.w. in solcher Anzal vertreten, daß es für einen genealogischen und heraldischen Autor eine eigene Lebensaufgabe wäre, alle diese nach Wappen und Geschlecht zu sondern. Es ist jedoch hiczu keine reelle Aussicht vorhanden, wenn nicht etwa Einer dieses Namens selbst sich aus besonderer Vorliebe hicsür der dornenvollen Aufgabe unterziehen sollte. ES genügt, zu erwähnen, daß hier nicht weniger als 118 Familien dieses Namens aufgeführt sind. 16. Mayer, Johann Adam, Administrator des Salzwescns in Schlesien, erlangte 1692 die Neichsrittcrwürde. sN. T. A. R.j 11. Mayer, Johann, erlangte 1716 den Adelstaud. sM. v. M.. Erg. 376. — R. T. A. R.j 12. Mayer oder Maycrssclsc». Der niederösterr. Kammcr- Prokurator Joh. Bertrand M. wurde im I. 1715 mit „Edler v. M. in den Neichsrittcrstand erhoben. sM. v. M. 130. - v. H.j 13. Mayer, Andreas, in kursächs. Diensten, wurde am 26. Febr. 1747 geadelt. sGencal. Staatshdb. 1748. S. 327 .j 14. Mayer. Der Hofrath u. geh. Kammcrzalmcister Joh. Adam M. wurde im I. 1764 mit „Edler von" in den RcichSritterstand erhoben. sM. v. M. 130. — v. H.j 15. Mayer, Johann Kristiau, wurde 1773 geadelt. sR. T. A. R.j 16. Mayer. Der Pens. Oberstwachtmeister Paul M. wurde im I. 1786 geadelt, so. Ledebur II. 89. — v. H. — M. v. M., Erg- 375.j 17. Mayer, Kristof Friedrich, Major, wurde 1737 von Preußen geadelt, sv. Zedlitz.j 18. Mayer, Josef Anton und Fidel Damian, Brüder, wurden 1789 geadelt. Sie gehörten zu den biberacher Patriziern. sv. Hefner, Erg. Bd. S. 42. Taf. 21. — R. T. A. R.j 19. Mayer, Johann Georg, Hofrath und Rcutmeister zu Passau, erhielt am 6. Juli 1792 vom Kurf. Karl Theodor ein Adelsdiplom, so. Lang 443. — v. Hefner, bayer- Adel S. 36. T. 113. - v. H.j 26. Mayer, Mayr, geadelt von Kurf. Mar Josef von Bayern 1861. so. Hefner, bayer. Adel S. 36. T. 114.j 21. Mayer, Dr. Karl Wilhelm Trangott, Advokat und Be- sizer von Ruppersdorf, wurde am 16. Febr. 1822 vom König von Sachsen geadelt, sv. Hefner, sächs. Adel S. 38. Taf. 43. — Sächs. Wappenbuch VI. 62. — v. Ledebur II. 83 unter II. III. 308. — Kneschke, Wappen I. 293.j 22. Mayer, Dr. K., öfter r. Ministerialrat!) im Departement des Innern, erlangte im April 1854 den Adclstand sA-A. Zeit, v. 1854j; in den Freiherrnstand erhoben mit „v. Mayrau" 1859. sA. A. Zeit., Febr. 1859.j 23. Mayer v. Adlcrtrc». Der Salzversilbercr:c., Joh. M. wurde im I. 1794 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M.. Erg. 375. - v. H .j 24. Mayer v. Eichrodt- Der österr. Oberst F. M., Plaz- Kommandant zu Pavia, wurde 1359 mit v. E. geadelt. sA. A. Zeit., April 1859.j 25. Mayer v. Fuchsstadt, eine kärnthner Familie, die das Erbstäbelmeisteramt in Kärnthen hat. sBucelini stemmat. III. — Zedier XIX. 204. — v. H.j 26. Mayer v. Gravciicgg, ein österr. Geschlecht. Josef M. v. G. war 1835 Viccpräsident bei der k. k. allgemeinen Hof- Kammer. 27. Mayer v. Hagciithal. Der Vicedomamtsgegenhändler Johann Leopold M. zu Linz wurde im I. 1715 mit Edler v. H. in den Reichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 176. — v- H.j 28. Mayer »- Hcldciifcld. Der F. M. L. Anton M. v. H. wurde im I. 1816 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 70. - v. H.j Mayer — Mayerh 27 29. Mayer v- Hcidcnsscld. Der Unterlieut. Ich. M. wurde im I. 1777 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. S. 375. — v. HP Wahrscheinlich Nr. 28 u. 29 zusammengehörend. 3V. Mayer v. Fouiciifchluerdt. Der östcrr. Hauptmann Josef M- wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. S. 226P Im I. 1859 wurde Fr. M. v. L., Oberst, in den Frciherrnstand erhoben. sFrhrl. Tascheub. v. 1857. — v. HP 31. Mayer v. Myborn. Der österr. Gubcrnialrath M. M- in Galizien wurde 1851 mit v. Mayborn geadelt. sA. A. Zeit. v. I851P 32. Mayer v. Mayeiilnirg. Ich. Jakob Mayer oder Meyer aus Schaphausen, mehrerer Reichöfürstcn Rath u. Lcibmedikus, wurde von K. Karl VI. im I. 1796 mit dem Beinamen v. Mayen- burg geadelt. HR. T. A. R. — Zedier XX. I479P 33- Mayer v. Maycnsctd. Der k k. Kricgskommissär Jakob Friedrich M. wurde im I. 1743 mit „Edler v. M." geadelt. sM. v. M., Erg. 176. - v. HP 34. Mayer v. Maycrcgg. Der Pfleger zu Stein ach, Jakob Kristof M. wurde im Jahre 1719 mit v. Mayeregg geadelt. Schild getheilt, oben ein Löwe, unten eine Eule mit einer Krone statt des Kopfes. Joh. M. v. M., Typographus, zu Salzburg 1793. Frau Anna Viktoria geb. M. v. M. war des Jos. Max. Kornhauser v. Sternfeld Hausfrau, starb zu Salzburg am 28. März 1783. sM. v. M., Erg. 374. - v. HP 35. Mayer v. Maycrn. Der kaurzimer Kreissekretär Joh. M. wurde im I. 1779 mit Edler v. Mayern geadelt. sM. v. M., Erg. 375. — v. HZ 36. Mayer v. Maycrsbach. Der Arzt Moriz M. v. M. zu Prag wurde im I. 1812 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 176p Der k. k. Rath und Lcibmedikus Johann Jgnaz M. wurde im I. 1744 mit obigem Beinameu geadelt. sM. v. M.. Erg. 375. - v. HP 37. f Mayer v. Mayersbcrg. Der Rathsmann zu Breslau, Heinrich M., wurde im I. 1794 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 175. — Sinap II. 894p Er starb ohne Nachkommen zu hinterlassen. Er war in Nürnberg geboren, wo schon sein Vater Lorenz und sein Großvater Heinrich Lorenz M., sowie sein Urgroßvater Konrad M. Stellen bekleideten. Lezterer verlor als Hauptmann unter den Kreistruppen sein Leben. sv. Ledebur II. 89. — v- HP 38. Mayer v. Mayersbcrg. Der Obcramtmann Stefan Anton Franz M. zu Kl oster wald wurde im I. 1736 mit dem Beinamen v. Mayersberg geadelt. sM. v. M., Erg. 375. — v. HP 39. Mayer ». Mayersseld. Der k. k. Hauptmann Niklas M. wurde im I. 1759 mit dem Beinamen von Mayersseld geadelt. sM. v. M. 226. — v. HP 49. Mayer i>. Mcirburg oder Mayerlierg, Augustin, kais. Hof- Kammerrath, erlangte 1666 die Freiherrnwürde. Derselbe war Botschafter zu Moskau. sZedler XIX. 2342. — R. T. A. RP 41. Mayer zu Peyrn «. Perburg. Der Licentiat der Rechte und Landgcrichtsadvokat M. wurde im I. 1757 mit dem Beinamen zu P. u. P. geadelt. sM. v. M. 226. — v. HP 42. Mayer v- Clncltcnbach. Der Oberlieut. Lorenz M. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. Q. geadelt. sM. v. M., Erg. 375. - v. HP 43- Mayer v. Ncichhcimb. Der Kricgskassaverwalter bei der oberösterr. Landschaft, Franz Gottlieb M., wurde im I. 1714 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 347 u. f. — v. HP 44. Mayer v. Ionncnbcrg. Der Hauptmann Georg M. wurde im I. 1814 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 375. — v. HP 45. Mayer u. Starkcnthurni, österreichisch. Joh- M. v. S. war 1857 Hauptmann im 45. k. k. Inf. Regiment. 46. Mayer auf Starzhaufcn. Der k. bayer. Hofrath Hubert M. erhielt am 25. Aug. 1784 ein pfalzgräflich zeil'sches Edcln- Diplom und am 29. Nov. dess. Jahres die kürfürstl. Bestätigung. so. Lang 442. — v. Hefner, bayer. Adel S. 96. T. l I4. — v. HP 47. Mayer v- Stolzenberg. Der k. k. Rittmeister Georg Friedrich M. wurde im I. 1765 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M. 226. - v. HP 48. Mayer v. Mundelsheim. Der Reichsvikariatshofgerichts - Agent Mathias M. erhielt vom Kurfürsten Karl Theodor am 19. Sept. 1799 ein Edelndiplom. sv. Lang 442. — v. Hefner, bayer. Adel S. 96. T. lt4. — v. HP 49. Mayer ». Wildciiftls. Der österr. Rittmeister Fr. Xaver M. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M. 226. — v. HP 59. Mayer v. d. Wintcrhalbc. Adolf M., österr. Major im peterwardeiner Grenzregiment Nr. 9, wurde 1851 mit v. d. W. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sOesterr. Milit. Schcmat. von 185 lp 51. Mayer aus Zaar. Der Gutsbefizcr Josef M. erhielt ein k. bayer. Adelsdiplom am 19. Jan. 1814. sv. Hefner, bayer. Adel S. 96. T. l l4. — v. Lang 443. — v. HP Maqcrbcrg, österreichisch. Gustav Ritter v. M. war 1857 Hauptmann im 9- k. k. österr. Jnf.-Reg. Maycrcn. Der Bancaladministrationsregistrator zu Linz, Melchior Theobald M. wurde im I. 1719 mit „Edler Herr" geadelt. sM. v. M. , Erg. 176. — v. HP Vergl. May rn. Mayergroß v. Gcroinctti. Der Niederlagsverwandtc Franz in Mähren wurde am 19. Juni 1715 in den böhm- Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 375. - v. HP 1. Mayerhofen, Marmilian, dcutschmeister'scher geh. Rath und Vicekanzlcr, nach andern Oberamtsrath in Schlesien, erlangte 1685 den Neichsritterstand cum privilegio de non usu. sR- T. A. RP Man vergl. übrigens Maierhöfen zu Aulenbach. 2. Mayerhofen u. Coburg «. Anger, tiroler Uradel, wie v. Hefner, tyroler Adel sagt. Im I. 1443 erhielten die Gebrüder Walthauscr und Peter die Mayerhofen ihr adl. Wappen bestätiget und 1569 wurde die Vereinigung des Namens Coburg und Anger mit dem Mayerhofen'schen gestattet. sv. Hefner, bayer. Adel S. 97; tiroler Adel S. llp Mayerhofen, f. Werthenpreisv. Mayerhofen u. Maier- Hofen zu Aulenbach; Teuffenbach. 1. Mayerhofen, Georg und Johann Georg, Brüder, erhielten 1686 ihren Adel bestätigt. (Könnte wol einerlei sein mit Mayerhofen und Meyerhofen zu Aulenbach.) sN-T.A.RP Mayerhofen aus Grabenstätt und Niedernfels. Maximilian Josef, ehemal. Landschaftskanzler, ein natürlicher Sohn des Obersthofmeisters 4* 23 Maycrh — Mayr Gr. v. Tattcnbach wurde v. Kurfürsten Karl Theodor am 10. Juni 1779 lcgitimirt und in den Adelstaud erhoben. sv. Hefner, baycr. Adel S. 97. Tas. 114. — v. H. ^ v. Lang 443.sf Maycrhoscr v. Grünbiihcl. David Maycrhofer aus Tirol kam mit dem Erzherzog Leopold Wilhelm 1630 nach Oder östcrr eich, und erhielt Wappenvermehrung (zum stlb- Querbalken in R. einen gold. Panther in Schw.). Seine beiden Söhne Simon Karl und Kaspar Ulrich erlangten den Adel, erstcrer 1674, letzterer 1683. Ferdinand M. v- G-, kaiscrl- österr. General wurde 1850 in den .Freiherrnstand erhoben. sTaschcnb. der frhrl. Häuser 1854 n. 1855.s 4. Maycrhoscr v. Maycrhofcn, Johann, wurde 1678 geadelt. Nach andern erhielt er nur Adelsbcstätignng. sR. T. A. R.ss Maycrlc, s. Meyerle. Maycrn. Die Vettern M. in österr. und ungar. Diensten wurden 1613 geadelt. sN.T.A. R.ss Der Truchseß und Directorial- hofrath Anton Friedrich v. M. wurde im I. 1795 Freiherr. sM., v. M. 70.ss Der österr. Oberst, Frhr. Johann Friedrich M. wurde im I. 1748 böhm. Graf. sM. v. M. Erg., 22. — v. H.f Vergl. Mayer v. Mähern. Maycrnfcld, s- Ledermayr. 1. Maycrsliach. Der brandenburg-bayreuth'sche Hofrath Johann Friedrich Mayer wurde 1762 unter dem Namen v. Mayersbach in den Adclstand erhoben. sCast, Adelsbuch v. Württembergs In der Taramtsrechnung heißt es, daß der von K. Maximilian II. dem Großelternvater des fürstl. brandenburg- bayreuth'schcn Hosraths Johann Friedrich M. v. M. crtheiltc Adel mit letzterem Beinamen 1762 bestätigt worden sei- sv. Hefner, württ. Adel S. 16. Taf. 2l. — Kueschke, Wappen II. 292. — Württ- Wappenb. v. Dorst u. I. A- Tyroff.f 2. Maycrsliach. Der Adel des Johann Melchior v. M. wurde 1685 bestätigt. sR.T.A.R.f Maycrsfcld. Der Oberstlieutenant Franz M. wurde im Jahre 1780 „mit Edler v." geadelt. sM- v. M., Erg. 177. — v. H. — Kueschke, Wappen Ill.f Maycrshcimb, eine schles. Familie, fv. Ledebur II. 89. — Sinap II. 864. — v. H .f Mayersthal. Der Adel dieser Familie wurde am 8. Aug. 1712 von Preußen anerkannt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 89. — Prcuß. Wppb. III. 96.f Maycrswald. Der Landrechtsbeisitzer Josef Anton M. in Mähren wurde im 1.1734 in den böh m. alten Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 177. — v. H.f Maqcrsfky, ungar. Stefan v. M. stand 1357 als Ober- Lieutenant im 9. österr. Hus.Reg. Maygrabcr, österr. Alois v. M. war 1857 Hauptmann im 32. k. k. Juf.-Rcg. Maykammcr v. Mayenfcld. Der Rittmeister Josef M- wurde im I. 1769 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. v. M., Erg. 376. - v. H .f Mayl-ith, s. Mailath. Maylingcr, Kristofu. Hanns, wurden 1589 geadelt. sR. T. R. A.f Maynliurg. Ein uraltes österr. Herrenstandsgeschlecht. sHartmanns Samml. — v. H.f 1. Mayr, Elias, Proviantverwalter zu Raab wurde 1589 geadelt. sR.A.T.R.f 2. Mayr, Bruder und Vetter, erlangten 1605 den Adel. sR. T. A. R.f 3. Mayr, kaiserl. Stadtschreiber zu Thann, erhielt 1620 die Adclswürde. sR.T.A.R.f 4. Mayr, Kristof, kaiserl. Fändrich, wurde 1623 geadelt. sR. T- A. R.f 5. Mayr, Mair, Meier auf Schernek, eine adl. bat)er. Familie, welche sich bereits 1692 im Adelstand befand. Aus derselben wurde Mart. Kristof v. M., geh. und Konfercnzrath, und vertrautester Diener des Kurf. Maximil. Emanuel v. Bayern am 1. Okt. 1692 zum Freiherrn erhoben. sGauhc I. 990. II. 703. — v. Lang 186. 444. - v. Hefner, baycr. Adel S. 47. Taf. 47. S. 96. Taf. 114; Erg. Bd. S. 16. — Kueschke, Wappen IV. — v. H .f 6. Mayr, Johann M. wurde im I. 1710 in den Rcichsadel- stand erhoben, so. Ledebur II. 89. — R. T. A.R. — v. H. — M. v. M., Erg. 376.f 7. Mayr- Der Sindikus Franz Ferdinand zu Freiburg wurde im I. 1715 geadelt. sM. v. M., Erg. 376. — v. H.f 8. Mayr, eine österr. Familie, die im I. 1742 u. f. in österr. Diensten gestanden. Der AnHerr derselben war der kaiserl. Lieutenant Kristof Mayr; sein Sohn Johann Kristof bekleidete die Stelle eines kaiserl. Oberstlieutcnants, welcher wieder mehrere Söhne hinterließ, Eugen Ludwig und Josef. Er ward 1727 zum Landmann in Oesterreich ob der Enns aufgenommen. sv. Hoheneck II. 77. — Gauhe II. 703. — v. H.f 9. Mayr. Die salz bürg. Adelsverleihung vom Erzbischof Jakob Ernst dd. 12. Mai 1747 für Andrä M., Handelsfaktor, wurde erst im I. 1761 bekannt gemacht, sv. Schallhammern.f 10. Mayr, Kristof, aus Tirol, wurde 1748 geadelt. sM. v. M., Erg. 376.f 11. Mayr, Franz Eugen, k. österr. Oberstwachtweister und dessen Bruder, der Rittmeister Josef v. M. wurden im I. 1754 Freiherrn. sM. v. M-, Erg. 78.f Franz Xaver v. M., nieder- öfter r. Regicrungsrath wurde im I. 1773 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 78.f Seine Enkel leben zu Tetnang in Württemberg, bedienen sich aber des Freiherrntitels nicht. sAus Familienmitthelluugcn. — Oesterr. u. Württemberg. Wppb. von I. A. Tyroff Bd. IV. — v. H.f Zu welchen Familien vorstehende zwei in höhere Adelsstufcn versetzte Edelleute gehören, vermag man nicht anzugeben. 12. Mayr, Franz Xaver, Tuchlaubenverwandter und bürgerl. Tuchhändler zuWien, erkaufte Penzing und Rüstendorf und wnrde 1801 in den rittcrmäßigen Adelstand und 1825 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 131. — Taschcnb. der frhrl. Häufer 1848. — v. H.f 13. Mayr, n. u. f» Halfhanscn ans Thailing. Der k. Kay er. Generalzoll- und Mauthdirektionsassessor Josef Dominikus M. in München erhielt am 30. März 1791 vom Kurf. Karl Theodor ein Adelsdiplom. 1620. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 96. Tas. 414. unter Mayer. — v. Lang. 444. — v. H.f 14. Mayr n. Maycrn. Am 23. April 1684 wurde das kaiserl. Adelsdiplom für Joh. Bapt- M., Rath und Vicedomamtsverweser zu Friesach, mit dem Prädikat „v. M." in Salzburg bekannt gemacht. Joachim v. M-, salzburg. Truchseß -s zu Salzburg am 6. August 1796. Joh. Bapt. v. M., salzb. Rcgierungsrath, geb. 1764, ch 1819. sv. Schallhammern.f 15. Mayr li. Mayrau. Die Erhebung des Benedikt M. mit dem Beinamen v. Mayrau in den Adelstand wurde 1680 in Salzburg veröffentlicht, sv. Schallhammern.f 16. Mayr n. Mayrcgg- Am 13. März 1723 wurde die Mayr — Mech 29 kaiserl. Adelsverlcihnng für Johann M. in Salzburg bekannt gemacht, fv. Schallhammern.sj 17. Mayr v. Melnhos. Die Gebrüder Karl und Rudolf M., Eiseuwerkbcsizer iu Steiermark wurden 1862 mit „v. M." geadelt. fA. A.Zeit., April I86Z .fi 18. Mayr >i. Pürglo» und Habcrlhos zu Puchholz. Am 2. Sept. 1675 wurde das kaiscrl. Adelsdiplom von Ferdinand III. für Mathias, Michael u. Franz M. iu Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhammeru.fi Wappen: im Hcrzschild eine Sonne, 1. u. 4. ein halb. Adler, 2. u. 3. ein Löwe. 19. Moyr v. Thotcnlohn. Der Hauptmann Sigm. M. wurde im I. 1826 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 376. — v. H.f 26. Moyr v. Vicrkirchcii. Hanns M., Besizer v. Vierkirchcu Gerichts Dachau, erhält 1667 vom Kurf. Mar. I. die Befuguiß, sich „v. Vierkirchen" zu schreiben. Er mußte zwar dabei versprechen, sich keine besonderen Rechte daraus ableiten zu wollen; allein später findet man doch die M. v. V. unter dem Landadel aufgeführt; vielleicht erhielten sie nachmals die Edelmannsfreiheit oder dgl. fOberbayer. Archiv VII. 1354 Moyrlicrg, Oesterreicher, die vorher Marmitsch geheißen, und im I. 1766 unter obigem Namen geadelt worden, lv. Hoheneck I. 712. — Gauhe II. 763 u. f. — v. H4j Mayrcckh. Der Bürgermeister Jakob Oswald M. zu Krems u. Stein wurde im I. 1716 geadelt. fM. v. M. 226. — v. H4 1. Moyrhoscr. Im I. 1691 wurde die kaiserl. Adelsertheilung au Jeremias M. iu Salzbürg bekannt gemacht. fv. Schallhammern .sf 2. si Moyrhoscr, erscheinen 1464, und starben ab 1595. Wappen: In S. ein bl- „sogenanntes" abgebrochenes Stekkreuz, das sich auf dem Helm wiederholt. fv. Hefncr, s bayer. Adel S. 21. Taf. 174 Mayrn. Der Hofkammer- auch Münz- u. Bergwesensdirektor, HofcollcgiumSrath, auch Oberstkammergraf zu Schemnitz, Karl Theobald v. M., wurde im I. 1749 iu den Freiherrustaud erhoben. sM. v. M., Erg. 78.ff Vielleicht zu Mayeren gehörig, sv. H4 Moyroscr, österreichisch. Eduard v. M- stand 1857 als Kadet im 19. k. k. Inf. Reg. Mozani, Gebrüder, aus den kaiserl. Erblanden, erlaugten 1621 den Adelstand. sR-T. A. R4 Mazeppa, czarisch-russ. Feldherr erhielt 1767 ein R.Fürsten- Diplom, welches zugleich auf seiner Schwester Sohn, den General Woinerowski, ausgedehnt ist. fN. T.A.R.s st Mozctti v. siocco-nuovo. Der Präsident Anton M. in Mailand wurde 1839 mit v. R.-N. iu den österr- Freiherrustaud erhoben. Er hat nur drei Töchter, wovon zwei mit zwei Gebrüdern Frhrn. v. Handel auf Hagenau vermählt sind. fJcchrb. der deutsch. Adels 1847. — Tasckenb. der frhrl. Häuser 1849 und 18634 Mozowiccki, auf Tylien in Westprenßen, Kr. Straßburg, fv. Ledebur II. 89. III. 3684 Wappen: Dolenga. Mozowicski, im Soldau'schen, Kreis Ncidenburg, angesessen, fv. Ledebur II. 89, ohne W.-Ang4 Gleichbedeutend mit Mazo wiecki. si Mazorcck. Der Kustos der Kollegiatkirche zu Ratibor w., Anton Paul M., wurde im I. 1729 in den böhm. Nitterstand erhoben, sv. Ledebur II. 89. — v. H. — M. v. M., Erg. 1774 Moziircs. Joh. Assclineau v. M., war 1835 Accesist bei der k. k. österr. Hofkricgsbuchhaltuug. Mozzo, eine bei der tiroler Landschaft eingetragene Familie, von welcher nur das Wappcnbuch anführt v. Hefncr, tiroler Adel S. 11. Taf. 13. Mozzolcni, italienisch. Karl v. M. war 1335 k. k. österr. Gubernialrath zu Pavia. Mozzuchclli. Der kaiserl. österr. Feldmarschallieutenant Alois v. M. wurde 1831 in den Grafeustand erhoben. sM. S.s Mcon, eine alte lüttich'sche adli, seit 1694 frciherrliche Familie. Im I. 1745 ertheilte das ReichSvikariat diesem Geschlcchte, nämlich dem Zweige M. v. Beaurienr, die Grafenwürde, und der Fürstbischof zu Lüttich, Frhr. v. M. u. B. nebst seinem Bruder Peter Karl erhielten 1796 die Bestätigung. sR. T. A. R. — Taschenbuch der gräfl. Häuser 1844 n. f. — Jmhof notit. proc. imp- 126. — Gauhe I. 996. — v. H4 Mccenscfst), ungarisch. Emil v. M. stand 1857 als Unter- lieutcnant im k. k. österr. Pionierkorps- st Mcchcln, Mechle. Es gibt mehrere Geschlechter dieses Namens, darunter zwei westfälische. Das eine Geschlecht, auf Saut- furt beigcuaunt, welches 1419 erscheint, führt im r. Schilde 3 w. fortschreitende Jagdhunde 2 u. 1., auf dem Helm gleichfalls ein Hund. DaS Geschlecht scheint noch 1666 geblüht zu haben. Ein anderes Geschlecht v. Mechlen hatte im s. Schilde einen schw. Rechtsschrägbalken und 5 kleine am Schildeshaupt. Ein drittes führte in G. drei r. Pfäle. sSpener I. 3474 Ein viertes rhein- läud. Geschlecht v. M. in S. einen r., auf beiden Seiten gezinnten Querbalken, oben 2, unten 1 r. sSiebmacher V. 129.s Ueber die drei letzten Geschlechter ist dießorts nichts weiter bekannt. fv. H. — v. Steinen, wcstfäl. Gesch. III. 14. — Jung, hist. Comitat. Bentheim Tab. 7. — Siebinacher II. 126. n. 11. — v. Meding III. n. 518. — v. Ledebur II. 89. f st Mcchholt, ein längst erloschenes erfurter Patriziergeschlecht, fv. Zedlitz.f Mcchmct, Ludwig Maximilian, k. englischer Kammerdiener, wurde 1717 geadelt. sR.T.A.R.sj 1. Mechow, ein in Preußen mit Gulbien ansässiges Geschlecht, deren Mitglieder im preuß. Heere stehen. fv. Ledebur II. 89, ohne Wappen-Angabe.sf 2. Mechow, Aug. Karl Ferdinand, in anhalt-köthen'schen Diensten, wurde 1311 in den Adclstand mit der frhrl. Würde, beschränkt auf den Erstgebornen, erhoben. Später starb derselbe als großherzogl. Hess. Hauptmann. Er hinterließ einen Sohn. fv. Hefncr, Hess. Adel S- 19. Taf. 26-f Mcchtct v. Engclspcrg, Franz, kais. Oberstlieutcnant, erlangte 1646 Bestätigung seines Adclstandes. sR.T. ARJ Mechs v. Pooc, Mcr v. Poll, liefländ. Adel. fSiebm. III. 169. u. I64 v. Meding, III. u. 519, führt aus einer Aneutafel ein etwas anderes Wappen an. Mcchtcrstcdt. Drei Herren von M., Heinrich, Ernst, Theodorich, welche den Lazaritenorden in Gotha angenommen hatten, sind wahrscheinlich die Erbauer des jezigen gräfendorf'schen, vorher reckrodt'schen Ritterstzes in dem gleichnamigen, 3 Stunden von Gotha gelegenen Dorf Mechsterstedt. fBrückner II. 2. St. 49. Note. — v. H.f 30 Mech — Med Mcchweld, s. Mcycnwald, welches der eigentliche Name der Familie ist. Mccinski. Adam Edler v. M., wurde im I. 1801 galizisch er Graf. sM. v. M., Erg. 22. - v. H.s Meck, ein liefländ. Geschlecht, dessen Adel und Wappen von König Sigismund August von Polen am 5. Febr. 1567 erneuert wurde, aber aus Schonen in Dänemark abstammen soll- sHnpcl, liefländ. Anz. n. öS. S. 427 ; ösel- Adel S. 223.) Mcckau, Johann Heinrich, b r a u n s ch w e i g - l ü n c b u r g. Hof- kammcrrath und OberkricgSkommissär, wurde am 5. Dez. 1747 in den Adclstand erhoben, fv. Wolframitz, Verzelchn. Mspt. i. d. wolfenb. Biblioth. - Siebmacher, Suppl. IX. 22.f In der ReichStaramtSrech- nnng steht „Meck", vielleicht soll cö heißen Meck v. Mcckau. Meckbach, eine alte thürin gcn'sche, von den Hess. Mcgbach verschiedene Familie. fMüllcrs sächs. Annal. 159. — Ganhe II. 704. — v. Ledebur II- 89. — v. H.s Meckel ». Hemsbach, eine adl. Familie in Schlesien, aus welcher der Oberlandgericht-Chefpräsident zu Glogau hervorging. Es wurden nämlich 1682 die Gebrüder Joh. Philipp und Johann Kasimir M. mit dem Beinamen v. H. geadelt und erhielten die Erlaubniß, das herbet'schc Wappen zu führen. Georg Ludwig und Joh. Friedrich M. v. H. erhielten 1773 ein Reichsritterdiplom. sN. T. A. R.) Von dieser Familie stammen die 3 Söhne des zu Halle a. d. S. verstorbenen Professors August Lcbrecht M. ab) nämlich Phil. Friedrich, Joh. Heinrich u. Bernhard Albrecht, und es wurde von Preußen deren Adel mit Meckel v. Hemsbach 1839 anerkannt und erneuert, sv. Ledebur II. 89. — v. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den prcuß. Staat l84l. Abth. 2. S. 108) ch Meckenheim, eines der rheinländ. Geschlechter, das im 16. Jahrh. erloschen ist. Es war verschieden von dem köln. Patriziergeschlecht v. Meckenheim. sFahne I. 270. — v. Ledebur II. 89. — v. Humbracht Taf. 175. — Siebmacher II. 107. n. ö. — v. Meding II. n. 533. — Ganhe I. 991. Zedier XX. 39. — v. H.s Meckern, Möckcr, ein altes rheinländ. Geschlecht, sv. Ledebur II. 89. — Sicbmacher V. 39. — Zedier XIX. 39. — Fahne I. 27l. II. 91. - v. H.s Mcckhcr, Mccker, Brüder und Vettern, wurden 1589 in den Adelstand erhoben. (N.T. A.N.) 1. Mecklenburg, Herzog Heinrich der Friedfertige von Mecklenburg, gest. 1552 im 73. Jahre seines Alters, hinterließ einen natürlichen Sohn „Balthasar v. Mecklenburg". sVehse Gesch. der kleinen deutschen Höfe I. 79.) Es scheint, daß von demselben keine Nachkommen vorhanden sind. 2. Mecklenburg, Herzog Karl von Mecklenburg, Bischof von Ratzeburg, gest. 1619, hinterließ von Anna Deelen zwei natürliche Söhne (und 2 Töchter), die den Namen „v. Mecklenburg" führten. Wappen: Gespalten, vorn in G. ein halber gekrönter schw. Sticrkopf, hinten in S. ein r. Querbalken. sSiebmacher V. 153. — v. Ledebur II. 90.) Ob Nachkommen vorhanden sind, ist dicßortS unbekannt. sVehse, Gesch. der kleinen deutschen Höfe I. 97.) 3. Mecklenburg, ein Mecklenburg. Geschlecht, von dem herzogl. Mecklenburg- Oberstlicutcnant Karl Ludwig v. M. auf Zicbel herstammend, welcher ein natürlicher Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg, erzeugt mit einer Tochter des Kanzlers Wcdcmann, war. Er wurde 1742 uutcr die eingesessenen adl. Familien in Mecklenburg aufgenommen, sv. Wolframitz, Coli. w. Mspt. in der wolfcnbüttelschen Biblioth.) Wappen: In G. ein gekrönter schw. Sticrkopf mit einem Ring durch die Nüstern. (Mecklenburg. Wappcnb. Taf. XXXIV. n. 125. — Vehse, Gesch. der kleinen deutschen Höfe I. 219. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 14. Taf. 12; Ergänz. Bd. S. 932. — v. Ledebur II. 90. III. 303. — v. Meding I. n. 531. — v. H.) 4. Mecklenburg v. Klccburg, Friedrich, ein natürlicher Sohn des Großhcrzogs von Mecklenburg-Schwerin, wurde vom Kaiser vou Oesterreich 1813 iu den Adelstand mit dem Beinamen v. K. erhoben. Er stand in östcrr., dann prcuß. und zulezt in Mecklenburg. Kriegsdiensten n. war vermählt mit einer v. Strachwitz- Kleutsch. Im Mecklenburg. Staatshandbnch ist nur der Name Kleebnrg aufgenommen, fv. Zedlitz. — Throff, Wppw. III. 186. — M. v. M., Erg. 377. — v. Hcfner, Ergbd. S. 32. Taf. IS?) f Mecklingen, alte schwäb. Ritter, aus welchen mehrere die Bürgermeisterstellc in Gmünd bekleideten. sGriesingcr 999.) Mecscry, ungarisch. Karl Frhr. v. M. stand 1857 als Oberlieutcnant im 8. k. k. österr. Ulan.Reg. Mecziicr, ungarisch. Karl v. M. war 1796 Sekretär beim ungar. Stadthaltcreirath. (Wiener Adreßbuch 1796.) Mcdardin, Karl Eucharius, erhielt 1653 ein Adelödiplom. fN. T. A. R.f Mcbdlhummcr, eine adl. Familie in den Niederlanden, aus welcher um 1838 in Oesterreich u. Preußen Offiziere standen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 90.) Mebcm, Mcdeu, Mehdum, ein kurländ., preuß. u. liefländ., im I. 1789 in der Linie, aus welcher die Herzogin von Kurland und die Dichterin Friedcrika v. der Reck stammen, in den Grafenstand erhobenes Geschlecht. Ursprünglich war Schottland die Heimath dieses Geschlechts. Es wendete sich im 19. Jahrh. nach Braunschweig, sv. Firks, Ursprung des Adels in den Ostseeprov. 132. — v. Zedlitz. — Jahrb. des deutschen Adels 1848. S- 418. — v. Ledebur II. 90. — Taschenbuch der frhrl. Häuser 1858.) Freiherren 1598. fKncschke, deutsche Grafenhäuser II. 94. — Dicnemann 335. n. 15. 259. n. 47. — Sicbmacher V. 155. n. 9. — Zedier XX. 257. — v^Meding II. n. 536. — v. H.) 1. Mcdcr, Adam Wilhelm, Gutsbesizer zu SkaSka in der Oberlansiz, wurde 1812 vom K. von Sachsen in den Adelstaud erhoben. sSächs. Wappenbuch IV. 62. — v. Ledebur II. 90. III. 303. unter II. auf S. 90.) 2. Mcdcr v. Mcdcr». Der Postverwaltcr zu Ncyß u. dessen Bruder, der Raitoffizier der Hofkammcrbuchhaltuug, Joh. Michael M., so wie auch sein anderer Bruder Joh. Georg Friedrich wurden im I. 1725 mit obigem Beinamen in den böhm. Adelstand und im Jahre 1727 in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 177. 376. - v. H.) Mcdcrcr v. Wuthwrhr, Doktor der Chirurgie und Professor zu Freiburg, wurde im I. 1789 geadelt. sM. v. M., Erg. 376. — v. H.) Mcdcr», ein stcyermärk. Adel. Wahrscheinlich dasselbe Geschlecht, welche« in der Person des Wilhelm Gottfried M. gleichzeitig von Kaiser Leopold I. am 29. Januar 1791 und von König Friedrich I. von Preußen am 18. Jan. 1791 geadelt wurde, sv. Ledebur II. 90. v. H. — Schmutz I. 531.) st Medclwrt, Meffert, Meverden, ein in der 2. Hälfte des 17. Jahrh. ausgestorbenes münster'sches Erbmännergeschlecht, sv. Ledebur II. 90.) Mcdgifcs, s. Mednyansky. Med — Mee 31 Mdicro, wahrscheinlich italienisch. Fridolin v. M. war 185 7 k. k. österr. Rittmeister im Jnvalidenhause zn Padua, und ein östcrr. Major, Eduard Mediero, Ritter der eisernen Krone, wurde 1861 in den Rittcrstand erhoben. sA. A-Zcit., Okt. 1861.js 1 Mdigcr, eines der ältesten schles. Geschlechter, das ehedem Medegau geheißen haben soll, kommt von 1466—1636 vor. sGauhe I. 391. — Sinap I. 633. II. 891. — Sicbmachcr I. SO. n. <2. — v. Meding !t. n- S67. — v. Ledebur II. — v. H.s Mcdin. Lukas v. M. war 1835 k. k. Oberst des ersten österr. Banat-Gränz-Jnf.-Reg. Nr. 16. Meding. Ein braunschwcig - lünebnrg. Geschlecht, welches das Erbmarschallamt im Herzogthnm Lüneburg besizt, und auch im Stift Bremen begütert war. Es erscheint solches in Urkunden von 1162 bis 1236. sv. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannov. Wappcnb. — Mecklenburg. Wappcnb. — v. Ledebur II- 90. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 14. Taf. 12. — Mußhard, theatr. nobilit. Bremens. — Gauhe l. 991. — Pfcffingers braunschweig- lüueburg. Historie I. 653 u. f., auch dessen Geschlcchtsgeschichte von dieser Familie, ein Manuskript, das der Herr v. Meding besaß. — Zedier XX. 120 —28. — v. Meding I. n. 532. 379. — Lüdcrsen's Sammlung.s v. Ledebur, II. 96. III. 363, führt noch eine Familie v. M., Med ig auf Grünau, in Preußen an, die erloschen ist. sKneschkc, Wappenb. II. — v. H.s MM, T., österr- Generalmajor, Ritter des Leop. Ordens, wurde 1862 in den rittermäßigen Adclstand erhoben. fA.A.Zeit., Okt. >862.s MMiilg- Waren mit den v. Frontenhansen u. Teyspach einerlei Stammes, und besaßen das in Bayern, nahe bei Au gelegene Schloß dieses Namens. sWigul. Hund I. 68-70. — v. H.s MMiyansky v. Mcdgycs, eine adl-, nachher freiherrl. Familie in Oesterreich. Die Familie stammt aus Siebenbürgen aus einem Szckler Gcschlcchte n. erscheint schon 1356; sie ist daselbst noch seßhaft- sTaschenb. der frhrl. Häuser 1849 u. 53. — Hyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Fam. Oesterreichs. — v. H. — v. Schöufcld, Adelsschem. I. 240.s Mcdalago, in österr. Italien. Peter Edler v. M. war 1835 Domherr zu Bergamo. Mdrigall, Markus, kaiserl. Leibschuster, erhielt 1571 ein Adelsdiplom. sR.T.A.R.sj MMilia v. Niedburg. Der k. k. österr. Major im 21. Jnf.- Rcgimcnt, I. M., wurde 1362 mit v. R. geadelt. HA. A. Zeit., Jan. 1862.s Mdvchy, ungarisch. Joh. v. M. stand 1357 als UnterLieutenant im 52. k. k. österr. Inf. Reg. Mdvcy, ungarisch. Eduard v. M. stand 1857 als Ober- Lientenant im 12. k. k. östcrr. Ul. Reg. Mbzcbor, eine schlcfische Familie. Gehören zu der Familie v. Wiesenburg. fSinap I. 634. — v. H.s ft Mccbcrja», eine alte angesehene Familie in Schlesien; sie erscheint 1411 und 1426. Der Stammsiz war Cascrwitz bei Oels. Die Familie verbreitete sich von da nach Bayern und Frankreich, woselbst sie den Namen Mc'jean angenommen haben soll und in den Grafenstand erhoben worden. Die Familie M. ist kürzlich im Mannsstamme erloschen. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den prcuh. Staat 1841. Abth. 2. S. 103.s Mccl, Sebastian Wilhelm, kurmainz. geh. Rath, erhielt nebst seinem an Kindesstatt angenommenen Sohne Johann Kristof Wilhelm v. Ganshorn 1654 die Reichsadelswürde. >R. T. A. R.s Melbeck, Major, wurde am 15. Jan. 1746 in den preußis che n Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 91; dieser Schriftsteller führt eine Familie v. Mehlbeck in Preußen noch an S. 92. — Kneschke, Wappen IV. s Meli, kommt in der Person des k. prcuß. Oberstliente- nants Anton Günther de M. zu Colberg vor. sv. Ledebur II. 91.s Mcciihauscn. Kommen im I. 1317 im Henneberg'schen und Kobnrg'scheu vor. sSchultheß, hennebcrg. Gesch. II. — Nrk.Buch S. 34. — Gruner, Beschr. von Koburg III. 66. — v. H .s Meer, s. Moni. ft Mcrcttig, Meerrettig, auf Drackenbnrg in der Grafschaft Hoya und in Preußen — 1644 — angesessen. sSiebmacher I. ISO. — v. Ledebur II. 91.s Mcrfcls, s. Englert v. M. 1. Mcrhcimb, Meerheim, ein Patrizicrgeschl. zu Köln, welches in B. einen g. Querbalken mit 3 nach unten gehenden Pfählen führt. Wegen Religionsgründen wendete sich dasselbe am Ende des 16ten Jahrhunderts nach Halle und trat unter die Salzpfänncr ein. Ans ihm erhielt der k. scichs. Oberst der Artillerie, Fw Ludwig August Meerheim, am 4. Jan. 1845 ein Adels- n. Adclserncuerungs- Diplvm. sFahne I. 273. - Dorst, allg. Wppb. II. 164. — v. Ledebur II. 91. n.II. des Art. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 38. Taf. 43. - Sachs. Wappenbuch II. 90.s 2. Mcrhcimb, Merhemb, ein adliches, von Kaiser Leopold am 16. Aug. 1661 in den Frciherrnstand des Königreichs Böhmen erhobenes Geschlecht. Es soll dieses Geschlecht bereits 1695 vorkommen und aus Schwaben stammen, einen Adler im Schilde führend. In Mecklenburg ist dasselbe mit Gr.-Belitz, Gr. - Gischoff 1689, Hageböck, Wockreut 1855 u. a. begütert. Ein Oberst, Kaspar Wilh. v. M., war um 1768 mit Frl. Abel Kathar. BaroneSza vermählt. Masch, Mecklenburg. Wppb. XXXIV. S. 126. — v. Ledebur II. 91. n. I. des Art. — Fahne I. 273J Fahne führt noch ein Herrengeschlccht v. Merheim an, das aber erloschen ist. sFrhrl. Taschenb. v. 1856. S. Merheim. — v. Hefner, preuß. Adel S. 55. T. 70; Mecklenburg. Adel S. 14. T. 12. — v. Meding I. n. 535. — Kneschke, Wappen I. 294. II. — v. H .s Mcrhcr, Michael, Anwalt zu Sittich, wurde im I. 1763 mit Meerherren v. MchrheerSheim geadelt. M. v. M., Erg. 376. — v. H.s 1. Mcrluih, Meckatz, Johann Friedrich Ludolf, Artillerie- Major, Sohn des 1719 gestorbenen Artillerieoberstlieutcnants M., wurde am 28. Sept. 1737 in den prcuß. Adclstand erhoben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 96.s Wappen: Ein im s. Felde auf einer bl. Lafette ruhender g. Mörser. sPrenß. Wappb. III. 99.jj Ans derselben Familie, die ein Vasallengeschlecht der Grafen v. RupPin war, stammt auch 2. Mcrluih, Johann Wilhelm, und sein Neffe Joh. Friedrich, welche bis zum Grade eines Artilleriegcnerals gelangten. Dieselben erhielten am 9. Nov. 1776 die preußische Adelswürde, sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 96.sj Wappen: Im f. Felde eine auf gr. Boden sizcnde angekettete Mcerkaze. sPrenß. Wppb. III. 166.s Mminniii, eine seit mehreren Jahrhunderten im Besize des Adels sich befindende Familie zu Haag in den Niederlanden. Gerhard v. M. wurde 1769 in den Freiherrnstand erhoben. sN.T.A.R.s 32 Mee — Mei Mccrschcidt, ein westfälisches, 1320 u, 1521 vorkommendes Geschlecht. sv. Ledebur II. 91, ohne Wappeu-Ang, — Müller, Güterwescn 399.) Siehe Müllessem Meerstiidt. Es soll dieses eine aus der Grafschaft Hanau stammende Familie sein, die sich nach den preuß, Staaten gewendet. Daselbst war Georg Ernst v. M. aus Rothe im k. preuß. Rittmeister und ein Frl. v. M. 1845 Konventualin des Stiftes zum hl. Grabe, sv. Ledebur II- 91-1 Mccriicldc, s, Merfeld, Mccrwci», ein in Preußen seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur II, 9l, ohne Wappen-Angabe.) Mccs, Im preuß, Heere stehen mehrere Offiziere dieses Namens und ein v, M, ist Oberförster in Gumbinnen, sv. Ledebur II, 9l, — v, Zedlitz. — Bernd I-XXX, i59.) Mccsedcrg, eine adl. Familie in den preuß. Staaten, deren Wappen v. Zedlitz, Ad. Lexikon, gibt, sv, Ledebur II, 93, III. 399,s Mcglmch, eine Hess, Familie, von welcher nur Wilh. Rudolf v. M. auf Hclmsdorf, brandeuburg'scher Staatöministcr, 1- 1603, bekannt ist, sv, H, — Gauhe II, 705 u. f.fs Mcgcdc, zur M., tcr M., ein seit dem 14, Jahrh. zu Iserlohn blühendes Patriziergeschlecht, das auch in Pommern und Preußen ansässig ist, sv. Steinen, westfäl. Gesch. I, 294. — v, Ledebur '.II, 91.) Mcgeiili v, Wiesciifeld, s. Wiesenfeld. -s Mcgciihcr v. Folldorf, sind Vasallen der Grafen V .Hohenberg gewesen, 1280 erschienen und um 1660 erloschen, sv. Hcfner, 1 schwäb. Adel S, l3,s Mcsscrle v, Mühlfcld, Der Dircktionsadjunkt des k, k. Natu- ralienkabinets in Wien wurde im I. 1803 mit dem Beinamen v. Mühlfeld geadelt. sM. v. M, 227. - v, H.) -s Mcgga«, Meckau, Mecka, eine sächsische, besonders meißnische, später steycrmärkische Familie, welche im Jahre 1572 von K. Ferdinand I, in den Freiherr«- und 1620 in den Grafenstand erhoben wurde, die aber im I. 1643 ausgestorben ist. sSchmutz I, 532. — Bucelini stemmat, III, 132. — Gauhe I, 292 —295, — Wurmbrand, Collect, hist.gen. 276, — Buddäus, hist- Lex, — Harimann's Samml. — Spener, hist, insign, p, 494. Tab, 19, — Siebmachcr I, 2l. — v, Meding II. n, 534, — v, H) Mcggciihoscn, s. Metzger v- M. Mcghcm, aus Geldern, von dem Geschlechte v. Brimen abstammend, eine gräfliche Familie, die in Brabant blühte. sButkcns, troph, de Brabant, I, 123. Snpplem. I, 342. — Gauhe I. 707 u, f, - v. H, j -s Megingoiid, Megingoz, eine ausgestorbene gräfl. Familie in Franken. sZedler XX, 245. — v. H-1 Wehdem, von der, Mehden, Meden, eine im Herzogthum Bremen seßhafte, alte adliche Familie, wovon Einer im I, 885 sich den Titel eines Herzogs von FrieSland erworben hat. sSiebmacher V. n, 1537, — Gauhe I, 992. — Mußhard 492. — v, Meding I. u, 533. — Zedier XX. '249, — v. H.) 's Mchcmct v. Königstein, Zu Anfang des 18. Jahrhunderts ward M., ein Türke, König Georg'ö I. von Großbsritannicn erster Kammerdiener, mit v. K. geadelt. Sein Sohn Georg Ludwig M. v. K. war Rittmeister; mit ihm scheint das Geschlecht 1752 erloschen zu sein. sv. dem Knesebecks Vergl, oben Mechmet. Mchcstq, ungarisch. Josef v. M. war 1796 Hofrath bei dem k, k. Direktorium in Wien. sWiencr Adreßb. 1796.1 1, Mehl v. Ichönscld, kommt nur in Antonius M. v, S. vor, der als Pens. Steuerrath 1838 zu Eh arlott euburg starb. sv, Zedlitz. - v. Ledebur II. 92.) 2, Mehl v. Itrclitz, ein im 16. Jahrh. geadeltes breslauer Geschlecht, welches 1577 mit Althof bei Breslau und 1589 mit Buntzlan, Burglchn, in Böhmen angesessen war. sv. Ledebur II, 92, III. 398,1 Mchidnuni, Georg, wurde um 1666 geadelt, sR. T. A, R.s Mehlem. Kasimir v. M, war 1857 k. k. Plazhauptmann zu Lemberg. Eugeu v. M. stand als Rittmeister im 10. vsterr. Hus. Regiment. Mehlen v. llathlitz oder Räthlitz, soll cine säch s. Familie sein. sHandschr- Nachr.) Mchlfiihrcr v, Miihlhansc», Der österr. Hauptmann Georg M. wurde im I. 1815 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 227. — v. H.) Mchlhoftii, eine schles. Familie. Dieselbe kommt 1500 vor. sv. Zedlitz.) v. Ledebur, II. 92, schreibt Mehlhosen. sSinap I, 634, — Spener, theor, insigu, 263. — Siebmacher I, 72, n, 13. — v. Mediug I, u. 534. — v, H.) Mchling, Meling, ein in der Provinz Brandenburg und in Pommern seßhaftes Geschlecht, welches auch in Westprcußen Besizungen hat, um 1788 —1803. sv- Ledebur II. 92,1 Mchoscr, Der Oberaufseher des Normalschulwesens, Jgnaz M., wurde im I. 1796 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M, 227. - v. H,1 Mehr, Eberhard v. M. war ein vorzüglicher Baukünstler im Schwarzburg'schen, welcher 1567 das Schloß in Meißen hat mitbauen helfen. sZedler II. 2195-1 Mchrcnhül, s. Neydecker. Mchrcr, Melchior, wurde 1625 geadelt. sR. T. A. R.1 Mchrlin. Schwester M. Theodora v. M, Profeß in Closter - holzen, f 1742. Aichwald, s. Meyenwald, Meibom, nicht Mcybom, eine braun schweig-wolfeu- büttel'sche Familie, Dem braunschweig. Hofrath Heinrich Joh, M., Vesizer des Rittergutes Thuine im Wolfenbüttel'schen, wurde am 3. Juni 1755 der seinem Nreltcrvater Heinrich M., Professor der Geschichte zu Helmstädt, 1590 crthciltc Adelstand bestätigt. sSiebmacher, Suppl. X. 21. — v, Wolframitz, Coll., Mspt-, in der wolfenbütt, Bibliothek, — v, d, Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappb, — Mecklenburg, Wappb, — v, Ledebur II, 92, — v. Hefner, scichs, Adel S, 39, Taf, 43; Mecklenburg, Adel S, 15, T- 12; Hess. Adel S, 19. T, 2>, - Kueschke, Wappen II.) Mcichsclrai», s- Märclrain. 1. Mcichsiicr, Mathias, kais. ältester Hofsourier, wurde 1621 geadelt. sR.T.A.N.1 2. Mcichsiicr, eine bah er. adliche Familie, welche 1826 in die Adelsklasse eingetragen wurde, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 97. T. 115.1 Wappen: In Blau ein schräger r. Balken, ober demselben ein g, Stern, unten eine s. Vogelkralle. 3. Mcichsiicr, ein Nürnberg. Stadtgeschlccht. Im k. preuß. Kriegsministerium befindet sich 1855 der wirkl. geh. Kriegsrath v. M., welcher dasselbe Wappen (in R. ein von zwei Pfeilen durchschossener s. Sparren) führt. sv, Ledebur II. 92. — Siebmacher I. 2l2,s 4. Mcichsiicr v, Meichscnau, Johann, Stadt- u. Landgerichts- Mei — Meir 33 Beisizer in Wien, erhielt 1641 Adelsbestätigung. Möchte ein Nachkomme des Mathias v. M. sein. sN. T. A.RZ Mcidcrlci» v. Manslierg, Lorenz, erhielt 1616 Adelsbestätigung. (R. T. A. R.s Mcidingcr. Der Hofrath Joh. Friedrich M. wurde im Jahre 1767 in den Adclstand erhoben. (M. v. M., Erg. 376. — v. H .s Im I. 1796 kommt Karl M., welcher Landrechtssekrctär war, als Freiherr im wiener Staatsschematismus vor. Mcidl. Der Landgerichtsverwalter Anton M. wurde im Jahre 1794 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 131. - v. H.s 1. 's Meier (ein gestürzter Pfeil und Mond übereinander), baSler Adel. Hemman M. f 1462. Adclberg M., Bürgermeister zn Basel, p1548, item Bernhart 's 1558; lcztcrcr hatte Söhne. Der Stamm war 1586 noch blühend. fMurstisen 553Z 2. Meier, ein schief. Geschlecht, das aus Mecklenburg stammen soll. sv. Ledebur II. 90. n. I. III. 308. — Dorst, schles. Wappenbuch n- 462-1 3- Meier, ein anderes Geschlecht, auf Paradis in Ost- Preußen seßhaft, sv. Ledebur II. 96 unter n. II.) Mieser. Ein v.M. findet sich 1854 als Lieutenant in prcuß. Diensten, sv-Ledebur II. 92. III. 368.ss Siehe Meyer. Msere, Ritter, ». Ktciiigrü »l>crg. Adel und Wappen des österr- Oberförsters I. Le M. Ritter v. K. wurde 1866 auf seinen Adoptivsohn L. Groß, Offizial bei der Finanzdirektion in Czernowitz übertragen. Meiern, s. Mechern. Meiershose», gehörten zur Reichsritterschaft, Kanton Orten au. sTyroff, Wappenw. II. 7. n. 4.s Wird wol Maierhöfen sein sollen. 's Mcihcrs, ein adl. Geschlecht in Westfalen, welches zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in der Grafschaft Tecklenburg die Herrschaft Velpe besaß, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 92.) Meilegg, stechcrmärk. Freiherren. (Schmutz I. 532. — v. H.s Meilgrobc», steyermärk. Freiherren. (Schmutz I. 533. — Siebmacher III. 69. — v. H.s Millinger. Otto der Meylinger löst vom Abte Eberhard zu Weihenstefan alle Pfandschaft, die derselbe von seinem Vetter Jakob M., Chorherrn zu St. Andre, inngehabt. 1467 feria VI. Post Nicolai. sGeiß.s Melllcr Die Brüder Philipp Franz und Joh. Georg M. wurden im I. 1797 geadelt. (M. v. M., Erg. 377. - v. H.s Mcillcr, s. Schwartz v. M. s Melllcr» v. Pllsnch. Herr Franz Anton v. M. zu P. ist 1767 persönlich auf dem Landtag der Oberpfalz erschienen. Meinordcrodc. ReinolduS de M. testis in einem kletten- berg'schen Brief 1187. HeinricuS de Meinwarderroth und sein Bruder Hermann 1216 auch in klettcnberg. Briefen. (Urk. Buch für Nieders. II. 27. 82. l s- Mcinnu, ein frankfurter Stadtgeschlecht, das sich in der Mark Brandenburg begütert hat. Es besaß 1573 Bärfelde, (v. Ledebur II. 92.( Meilibrechtshaiisen. Wegen eines begangenen Mordes wurde Kurb v. M. um d. I. 1169 des Titels, Namens, Schildes und HelmS entsczt, und sein Sohn Meinbrecht schrieb sich M. v. Hagen, (v. Meding I. n. 536. — v. H .s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. -s Mcindcrs, ein mark. Geschlecht. Der aus einem ravens- berg'schen Stadtgcschlcchtc stammende kurbrandenburg. Rath Franz M. wurde 1682 von K. Leopold I. in den Adelstand erhoben; die brandenburg. Bestätigung erfolgte am 31. Aug. 1682. Die Familie ist mit seinen Söhnen erloschen. (v. Zedlitz. — Vchse, <9esch des prcuß. HofcS u. Adels I. >95. — R. T. A. R. - Kneschke, Wappen IV.s Zwei andere Mitglieder der Familie, der k. k. Gcsaudschafts- Sckrctär Klamor Hermann M., erlangte 1764 den N. Adelstand sM. v. M., Erg. 377s und Arnold Heinrich M., Gebrüder, den preuß. Adelstand am 2. Mai 1763. sv. Ledebur II. 92.s — 1763 ist das adl. Geschlecht ausgestorben. In München starb am 26. Nov. 1766 der kurbach er. Generalfeldmarschalllientenant Frhr. Friedrich Adolf v. M. 61 Jahre alt. (C. O- Loniceri Prosphonema gratnlatorium ad mathcmaticam amussim sormatnm Franc, a ZNeinders quum ob virtuium claritatcm nobilitatis insignibuS S. C. M. indultu esset dignitatus. Berel. 1682. f. > Bogen. — v. H.s Mcindi, Sebastian, erhielt 1589 ein Adclsdiplom nebst Wappen- Besserung. sRT.A.N.s 1- s Meinecke, eine eidliche pommer'sche Familie, welche Cunow bei Stargard besaß, welches Joachim v. M. im Jahre 1642 vom Magistrat erworben hat. Er wurde am 3. Sept. 1764 geadelt; mit ihm wieder erloschen. (v. Ledebur Ii. 92. — v. Zedlitz. — Kneschke, Wappen IV.s 2. Mcincckc, Peter, der Sohn eines Nathsmannes zu Nathenau, nahm 1713 Kriegsdienste, starb als General 1775 und wurde nur als Edelmann geführt, sv. Ledebur II. 92. — v. Zcdlitz.s 3. Mcincckc, Ernst Kristof, wurde 1788 geadelt. (R. T. A- R.s s Meinersen, eigentlich Mei ncrs heim, eine ausgestorbene Familie im Braunschweig'schcn. sKettneri Antiq. Qnedlin p. 353. — Meibom. Chron. Riddaghus. p. 364, wo ein Schema gcneal. zn sehen ! Luthardus de M. im Gefolge K. Otto IV. zu Terni in Italien 1269. Derselbe 1226 in einer Urkunde der Herzogin Agnes von Bayern für Walkenried. (O.S.—Hamelmann de familiisemort. Lib. 2. p. t35. — Gauhe II. 708 u. f. — Lüderscn's Samml. — v. H.s Mcincrtshagen, ein adl. Patriziergeschlecht aus der Reichsstadt Köln. Die Familie soll schon 1642 vom großen Kurfürsten von Brandenburg Anerkennung ihres alten Adels erhalten haben. Gerhard M., kurpfälz. Rath und Bankier zu Köln, wurde 1748 in den Reichsrittcrftand erhoben. (v. Zedlitz. - Fahne I. 271. II. 91. - R. T. A R.s v. Ledebur, II. 92, sagt, daß Herbord v. M. 1466 —1476 Probst zu Weddi Ihausen bei Arnsberg gewesen. Gerhard Edler v. M. sei am 24. Juli 1748 von Kaiser Franz I. in den Neichsritterstand erhoben und solches 1764 von Preußen anerkannt worden. Elisab. Johanna v. M. vermählte sich 1776 mit Friedrich Wilhelm Grafen v. d. Lippe, nachdem sie 1769 in den Neichs- Grafenstand erhoben worden war. (v- Krohne II. 339—42. — v- H.s Mcinickc, Karl, wurde von K. Josef II. im I. 1789 geadelt. (R. T. A. R.s Meinong v. Hnndschlchshciin , Anton, österr. Oberst, erlangte 1853 den Ritterstand. sA- A. Zeit. v. 1353Z Meirich, Andreas, und sein Sohn Kristof erhielten am 7. Mai 5 34 Meis — Mel 1531 einen Wappen- und Adelsbrief. Die Familie ist in der Oberlausitz seßhaft, sv. Ledebur II. 93 s f Mcifcbug, Mcisenbnch, Meysenbug, ein altes hessisches Geschlecht, das auch dem Nitterorte Rhön und Werra einverleibt war. (Winkelmann's Beschr. von Hessen 291. — Biedermann, Rhön u. Werra I ö Vcrz. — Spangenbcrg, Ad. Ler. 2. — Neues gen. Handb. 1777. S. MI. >778. S. 347. — Estor's Ahnenprobe Tab. 2. — Schannat, fuld. Lehnhof 129. — Siebmacher I 141. n. 10. — v. Dieding lll. n. 520. - Zcdler XX. 366.) Das Geschlecht ist im Jahre 1316 ausgestorben. Namen, Wappen und Adel wurden vom Kurfürsten von Hessen im I. 1825 seinem KabinetSsckrctär, nachherigcn Minister Rivalicr crtheilt, welcher eine große männliche Nachkommenschaft hinterließ. Er wurde auch mit „v. Meiscnbug" in den österr. Frciherrnstand erhoben, sv. dem Knesebeck. — Oesterr. Wppb. — v. Ledebur II. 104. III. 310. — v. Hefner. preuß. Adel S. 55. Taf. 70; Hess. Adel S. 20. Taf. 21. — v. H.s Mciscnrcitcr, steycrmärkcr Lchnleute der Grafen von Cili, die im I. 1419 vorkommen. sSchmutz I. 533. — v. H.s Meisniger, Urban, erhielt 1565 Adclsfreiheit. sR. T.A.R.s Meist i>. Maiiithal. Josef M., kais. österr. Hauptmann, wurde 1828 mit v. Mainthal geadelt. sM. S.s Mcisriiiniicl i>. Weisenau. Ernst M., k. württemberg'scher Generalmajor, erhielt am 3. Okt. 1843 seinen Adel vom König von Württemberg mit V.W. erneuert. Die Familie war früher adlich; Spuren fand mau bis 1599 zu Oberweisau im bayer- Amte Burghausen, wo Jörg, Hanns und Wernhard die M. auf der Meisau angeführt gefunden werden. 1591 ging das Lehen verloren und mit ihm die Vorzüge. sArchiv f. Gesch., Genealogie und Diplom. S. 88. — v. Hefncr, württ. Adel S. 16. T. 21; Erg. Bd. S. 37. s Jörg, Hanns und Wernhard, die M., stehen in der bayerischen Landtafel 1499. sScifcrt, Stammtafeln; I. Thl. in Lncantschitsch.fi 1. Mcissau, eine österr. gräfliche Familie, welche ein Ast von den Grafen v. Trann u. Abensperg ist. IZedler XX. 374. - v. H.s 2. Mcissau, ein österr. Geschlecht, das auch Meissaw und Meissowe geschrieben und vom Herzog Albrecht von Oesterreich mit dem Erbschenkenamte in Oesterreich belehnt wurde. Herr Ott v. Meyssau, der Lczte seines Geschlechts, Obst- Marschalk und Obstschenk in Oesterreich, st 1499. Liegt zu Aggsbach. Im Schild ein Einhorn. sO. S.s sMittheil. aus Althyscr's Wien. 1860. III. T. X. — Zedier XX. 375. — Joh. Pet- v. Ludwig, Reliq. mspt. f. IV. lib. II. p. 81. — Hart- mann'S Samml., unter Meisau. — v. H.s f Mcijsel, Philipp Melchior, kais. Kriegskommissär, wurde 1664 geadelt. sR. T.A.R.s Wahrscheinlich ist solches der AnHerr von Leopold Meißl. Siehe den Art. Ein Schrägbalken, darin eine Maus (Meißl, Mäußl); auch ohne Querbalken. Hanns M. zu Niederfels steht in der bayer. Landtafel 1499. s Mcissc», Burggrafen, waren mit den Grafen Reuß eines Ursprungs und erloschen mit dem 7. Burggrafen Heinrich im Jahre 1572. sSpencr, hist. insign. p. 319. 326. Tab. 12. — Siebm. II. 13. n. 6. — v. Mcding I. n. 537. — v. H.s Meissenthai, s. Neumann. Meister. Der Landschaftssindikus G. M., ein Steherne ärker, wurde im I. 1718 mit „Edler von" in den Ritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 177. — v. H.s Meist v. Teufen, österreichisch. Oskar M. v. T. war 1857 k. k. Hauptmann im Geniekorps. Meist!. Leopold M., Bcsizer des Gutes Freyenthurn in Niederösterreich. sM. v. M. 181. — v. H.s Man sehe M e i s s e l. s Meißner, auf Crummteich in Preußen, sv. Ledebur II. 93.s Meitani, Stefan u. Georg, Brüder, Bankier zu Bucharest, wurden 1826 in den österr. Frciherrnstand erhoben. sE. S.s 1. Mcitingcr. Der öttingen-spielbcrg'sche Hof- u. R.Rath Johann Kaspar M. erhielt am 26. Juli 1798 von dem Grafen v. Etzdorf ein pfalzgräfl. Adelsdiplom, und vom König v. Bayern dessen Sohn, der Hofrath Josef Alois M., solches bestätigt, sv. Lang 445.s In Tirol befindet sich auch eine immatrikulirte Familie v. Meiling er. Ob eine Verbindung besteht, weiß man dießorts nicht. sv. Hefner, tirol. Adel S. 12. Taf. 13; bayer. Adel S. 97. T. 115. — v. H.s 2. Mcitingcr v. Engelsheimb. Der oberöstcrr. Hoskammer- Sekretär Joh. Krist. M. und seine Vettern Franz Karl, Johann Josef Kristof, Johann Jakob, und Joachim Georg, erhielten im Jahre 1725 die Bestätigung ihres Adels mit obigem Beinamen. Im Jahre 1623 waren die Gebrüder Meidinger oder Meitinger auS den österr. Erblandcn in den Adelstand erhoben worden. sR. T. A. R. — v. H. - M. v. M., Erg. 377.s Zu Chieming, Ger. Traunstein, Bayern, in der Filial- Kirche St. Michael: Mitten vor dem Koraltar am Boden rother Marmor, 6' lang, R breit. hie ligt der Edl vnd Vcsst»hannß Paul Meitting Hof» marchsherr zu Neuen » Khieming Lötzter discr Linj» welcher gestorben ist den » 25. May Anno 1692 denn » Gott gnedig vnd barmhe» rtzig sein wole Amen. Darunter zwei Wappen: Meiling (ein halber Bracke, auf dem Helm wachsend) und Rchling (geistertet: 1. u. 4. zwei Spizen mit Rosen besteckt, 2. u. 3. gethcilt, oben wachsend ein Käfer, auf dem 2 getheilte Hörner.) sO. S.s Mcihc, ein lüneburg'sches Geschlecht. sLüdcrscn's Samml. — v. H.s Mcirncr v. Marhansen, österreichisch. Wolfgang M., Edler v. M. war 1857 k. k. österr. KriegSkommissär zu Marburg. Mckarsky ». Meist.- Der Hofkonzipist Peter Zerbstiu M. wurde 1821 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 377. - v. H.s Mekienluirg v. Kleebiirg, s. Mecklenburg. Melaiii, Dominikus, kursächs. geh. Kammerdiener, wurde ums I. 1665 geadelt. sR.T. A. R.s s Melbeck, Melbecke. Das Stammschloß dieser ausgestorbenen lüueburg. Familie liegt eine Meile von Lüneburg. Nur von einem Siegel vom 1.1362, ist das Wappen beschrieben, sv. Meding III. n. 521.s In Lüdersen's Sammlung finden sich wahrscheinlich mehr Nachrichten von ihnen, sv. H.s Mclbcr, Mathias, erlangte um 1699 den Adelstand. sR.T. A. R.s Mclchcr v. Ileutcrburg. Der Gestütekontroleur Romuald M. wurde im I. 1794 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M, Erg. 377. — v. H.s Melch — Melw 35 st Melchingcn, ein altes schwäb. Rittergcschlecht, das noch 1436 blühte. DaS gleichnamige Schloß liegt im sigmaringen'schen Amte Trachtelfingen. (Griesinger 886.s Melchior!. Dieses — nicht landständische Geschlecht — in Süd- Tirol stammt aus Lavis bei Trient. Johann Odorich M., kaiserl. Leibarzt, wurde sammt seinen Brüdern Franz u. Johann Anton v. M. am 3. Nov. 1562 in den NeichSadel- u. Nitterstand erhoben. Joh. Anton v. M. war geh. Rath beim Kurfürsten von Mainz und dann NeichShofrath. Hieronimns v. M. erlangte am 3. Juni 1719 die frhrl. Würde, und die Gebrüder Georg Sigismund und Josef Anton v. M- ans Trient in Tirol erhielten 1737 ein Grafendiplom. sR.T.A.R. - Gräfl. Taschenb. 186 1.s Met!'., Anton, salzbnrg. Gesandter, erhielt 1754 Bestätigung des ihm vom Neichsvikariat verliehenen Prädikats „Edler." sR. T. A. N-s Mclrzcr v. Kellömcs, ungarisch. Adalbert M. v. K. war 1857 Unterlientenant im 12. k. k. österr. Hns.Reg., und Andor M. v. K. k. k. Feldmarschalllientenant und Divisionär beim 5. Armee- KorpS. Jgnaz Edler M. v. K- wurde 1826 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Mcldcgg, s. Reich! in. st Mcldingcn, eine alte obersächs. Familie, die des römischen Reichs Erbrittcrstaud besaßen, der nach ihrem Absterben an die v. Weißbach gelangte. Diese Familie starb zu Kaiser Marimilian's Zeiten aus. sHübnerS hist. Polit. VIII. 764. — Gauhe, Anh. 1678 u. f. — Avemann's kirchberg. Histor. 38. 172. 328. — v. H-s Meldzinski, »- Stangen-M., ein preuß. Geschlecht, welches mit dem deutschen Orden nach Preußen gekommen war, und aus welchem Sebastian M. Kastellan von Rh Pin, 1736 Marschall des preuß. Generallandtages war. sv. Ledebur II. 93.1 Mctgk, s. Seydel. Meli», eine brabanter und österr. Familie, die von den Grafen v. Mcllin unterschieden ist. sL'ercct. de tont, les tcrr. de Brab. p. 48. — Bucclini Germ. — Gauhe II. 710. — v. H.s Melinvevie v. Golie. Der k. k- Statthaltereirath zu Agram, Nikolaus M., wurde 1866 mit v. G. in den Adelstaud erhoben. sM. S.s Mclih, eine adlichc Familie in Westprenßen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II 93 s Mcllora, italienisch. Die Marquise Bassa Pietra M. war 1335 Sternkreuzordensdame. Melle, Mellen. Der gelehrte Pastor zu St. Marien in Lübeck, Jakob v. Mellen, gab in seiner Notitia majorum, Lips. 1767, 4. auf 19 Bogen, von diesem seinem Geschlechte und von mehreren andern adlichen Familien in Lübeck Nachrichten, lv- H- — Kncschke, Wappen Iii s Mcllcntiii, eine alte pommcr'sche Familie, deren Stammschloß dieses Namens auf Usedom liegt. sMicräl VI. 594. — Gauhe I. 996. — Siebmacher V. 166. n. 1. — v. Meding II. n. 538. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II- 93. III. 398. - Bagmihl II. 29. - v. H.s Mellen». Jakob v. M., Vicepräsident des Mailänder Guber- niums rc., wurde im I. 1817 in den Grafenstand erhoben. IM. v. M., Erg. 22. — v. H.s Mcllcrsky. Von 1866 au finden sich mehrere Offiziere v. Mim preuß. Heere. Die Familie ist ans Kaltstieß bei Schlochau seßhaft, sv Ledebur II. 94. — v. Zedlitz.s Mcllet, ein adl. waadtländ. Geschlecht, welches La Tour de Peitz besizt; es erscheint um 1479 in Urkunden, sv. Zedlitz, Ad. Ler- Hl. 399- — v. Ledebur II. 94. s Mcllicr. Jean Jacq. M., Licut. Colone! d'nn Regiment de Suisse au service de France, erlangte am 36. Nov. 1786 den preuß. Adelstand. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 94. — v. H.s 1. Mclli», ehedem Mallin, ein pommer 'schcs, auch niederstach s., liefländ. und schweb. Geschlecht, das im I. 1796 in den Grafenstaud erhoben wurde. DaS Geschlecht ist — wenigsicus in Deutschland — erloschen 1836. In Schweden wurde Bcrend v. M. 1868 uaturalisirt und auf dem Nitterhausc zu Stockholm unter Nr. 736 eingetragen. Hermann Gustav Adolf, Bercnd, Lorenz, Gustav und Johann v. M. wurden am 28. April 1691 in Schweden in den Freiherrnstand erhoben und im I. 1693 unter Nr. 92 eingetragen. Jörgen v. M- wurde am 26. Aug. 1696 in Schweden gegrast u. im I. 1697 unter Nr. 43 eingetragen. sv. Stiermann, Matrikel rc. -— Cedercrona und Carlskiold, schwed. Wappenb. — Brüggemann, Beschreibung von Pommern. — v. Zedlitz. — Tyroff, Wappcnw. II. 87. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 199.— Taschenb. der gräfl. Häuser 1853. — v. Ledebur ll. 94. III. 399. — Kneschkc deutsche Grafenhäuser. — Micräl 594. — Sicbmacher V. 166. n. 2. — v. Meding II. n. 539. — Allgemeines genealogisches und statistisches Handbuch I. 681—85. — Gauhe i. 997. — Lüdersens le-ammlung. — v. H .s 2. Mcllin, ein erbsälzer Geschlecht in Werl, dessen Adel am 15. April 1768 vom Kaiser anerkannt wurde. sv. Ledebur II. 94. III. 399-1 3. Mcllin, Friedrich Karl und Benedikt, Großhändler zu Ulm, wurden 1785 geadelt. (N.T. A.N.) Mellingen. Stammsitz Melickern bei Kaiserstuhl, Kanton Zürich. Eberh. de M. 1666. Mcllisn, Daniel Gerard, aus Brabant, wurde 1721 in den Nitterstand erhoben. sR.T. A. R.ss Mclolnpi de Zoranen. Nikolaus M. d. S., wurde im I. 1737 Reichsfürst. sM. v. M., Erg. 4. — v. H.s Mcloslaw, Miloslawitz, eine schles. Familie, welche 1363 und 1369 im Drachenberg'schen Miloslawicz besaß. sSinap I. 634. — v. H.s Mels - Collorcdo, s. Colloredo. st Melschede, ein westfälisches, mit Johann David v. M. ausgestorbenes Geschlecht, sv. Steinen, westfäl. Gesch. Tab. I.XIII. 9. — v. Ledebur II. 94.s st Mcltinger (zwei geschrägte Arme), ein basler Geschlecht. Hcmman M. 1419. Henrich M., Bürgermeister zu Basel, 1522; sein Sohn Jakob in der Schlacht von Pigocken gefallen. sWurstisen 493.) Meitzer, Melzer, genannt Eschlaner, Eschenloher. Die Gebrüder Franz, Urban, Alexius (des Herzogs zu Münsterberg und Oels Sekretär) und Martin M. erhielten am 13. April 1534 einen Adels- und Wappcnbrief mit der Erlaubniß, sich v. M., gen. E., zu nennen. Die nürnberger Eschenloher haben gleiches Wappen. sSiebmacher II. 155. — v. Ledebur II. 94. s st Melverode, abgestorbene braunschweig'sche Patrizier, sv. H. — Hoppenrodt.s st Melwill, ein ausgestorbenes lüneburg'sches Geschlecht. sLüderscn's Samml. — Memoires de M. de Melvil, Generalmajor du 5» 3V Melz — Men Duc de Celle. Amsterd. 1764. >2. — Conf. Scheid ad Moser p. 425. — Begebenheiten des braunschweig-lüneburg. Generalmajors u. Drosten zn Gifhorn, Andr. v. Melwil, im gött. hist. Mag. B. 5. n. III. (1788).j Er starb ohne Nachkommen, so. H.) 1- Melker, Andreas, wurde 1624 geadelt. sN. T. A. R.) 2. Melker v. Därenheim. Der österr. Hauptmann Heinrich M. wurde im I. 1319 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M. 227. - v. H.s 3. Mcher v. Tapstrhcim. Josef M., österr. Lieutenant, wurde 1839 mit v. T. geadelt. sM. S.) Mt)cr Ii. Fiicdcberg, s. Friedeberg. Melfing, Mcltzing, Meltsing, eine schon im 13. Jahrh. im Lüncbnrg'schen bekannte Familie, wo ihr Stammhaus gleiches Namens »nwcit dem Stifte Ebsdorf gelegen ist. sSagittar in Memorab. hist. Luneb. ad a 1396. — Pfeffinger, braun- schweia. Hist. t. 396—463. — Ganhc I. 997. — >«icbmachcr I. l8l. n. 6. v. Meding l. n. 538. — Zedier XX. 574. — Lndcrscn's Samml. — Kneschke, Wappen lll. — v. dem Knesebeck. — Grote, Hanno». Wappenbuch. — v. Ledebur kl. 94. — v. H.s Meist, Marim. Martin, später k. bayer. Rath, erhielt am 26. Okt. 179? »om Kurf. Karl Theodor ein Edclndiplom. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 97. T. llö. v. H. — v. Lang 445.) Memiiiclödlirss, ein im vormal. Kanton Bannach seßhaftes ritterliches fränk. Geschlecht. Es erscheint 1192 und erlosch zu Ende des 15. Jahrhunderts. sBicdermann, Baunach Tab. 246. — v. H.s Mcinnicrty, ein aus Ungarn stammendes Geschlecht, das 1617 nach Deutschland kam und nun in Pommern angesessen ist. s». Ledebur II. 95. — Kneschke, Wappen I. 295.) Mciiuno, im österr. Italien. Peter Edler v. M. war 1335 k. k. Kämmerer und Direktor des Waisenhauses bei St. Eufcmia in Venedig. Menchiluiss, ein jezt berühmtes russ. Fürstengeschlccht, fing sehr gering an; denn der Vater des GünstlingS von Peter dem Großen und der Kaiserin Katharina l. war ein armer Bauer; sein Sohn Alexander mußte zum Behufc der Ernährung der Familie Brod in den Straßen von Moskau verkaufen; er wählte hiezu vorzugsweise den Kreml. Eines Tages schüttelte ein Gardist den jungen M. so heftig an den Ohren, daß er laut aufschrie. Der Czar Peter öffnete das Fenster, verbot die Mißhandlung des 14jährigen M« und ließ diesen zu sich kommen; er fand Gefallen an ihm und machte ihn zum Pagen. Er wurde bald der Günstling des Kaisers, später der Erwählte der Kaiserin, und erwarb Titel, Würden und Neichthümer. Kaiser Karl VI. erhob ihn in den Fürstenstand. sDer russ Hof von Jak. v. Crusenstolpe. 1855. !. 126.) Mcncfic), ein schles. Geschlecht, welches 1333 u. nicht weiter vorkommt. sSinap 1. 635. — v. H.) 1- Meiidc, L., österr. Oberstaatsanwalt, wurde 1861 geadelt. )A. A. Zeit., Sept. 1861.) 2. Mcndc v. Mcnsftld. Der Major Johann M. wurde im Jahre 1822 mit dem Beinamen v. Mens selb geadelt. sM. v. M., Erg. 377. — v H.) Mistet, Mendt, v. Stcinscls, ein straub inger Patrizier- Geschlecht, das vom Kurfürsten Karl Theodor am 8. Juli 1792 ein Edclndiplom erhielt. sSiebmacher 1. 96. n. 3. — v. Meding II. n. 546. — v. Lang, Supplement S. >22 u. f. — Tyroff I. S. 114. Taf. n. 1. — v. Hefner, bayer. Adel S. 97. T. 115. — v. H.) Fritz und Hanns M. v. S. zn Rnprcchtsreuth in der Ober- Pfalz stehen in der bayer. Landtafcl 1499.) Mendel, s. Wallerscc. 1 Mcndcllicnrcn, ein um 1439 ausgestorbenes schwäbisches Rittcrgeschlccht, dessen gleichnamige Burg im O.A. Sauig au liegt. sGriesingcr 881.) )- Menden, M. gen. v. d. Brüggen, ein mit dem Johan- niterkomthur Joh. Bertram v. M. 1674 erloschenes niederrheinisches Geschlecht. sFahne II. 92. — v. Ledebur II. 95.) Mcndcr. Der bayer. Hofkammcrrath Josef M., dessen Drahtfabrik täglich 1999 Menschen beschäftigte, erhielt am 4. Juli 1792 vom Kurf. Karl Theodor ein Edelndiplom. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 97. T. 115. — v. Lang 445. — v. H.) Mendt, Georg und Valentin, kais. Meisterköche, erlangten 1695 den Adclstand. sN. T. A. R.) McndrMi, eine poln- Familie, welche 1788 den poln. und auch später den preuß. Adel (oder Anerkennung) erhielt. IPrcntz. Wppb. III. 98. - v. Ledebur II. 96. III. 368. - v. Zedlitz.) Mcndrzcki, beschrieben unter Mcdrzeki. Mcndsch, s. Mensch. Meng ii. Ncnnftld. Der Oberst Franz Josef M. v. N. wurde im I. 1748 iu den böhm. Freiherrnstand erhoben. Franz Josef M., Zengkommissär bei der nieder österr. Regierung, wurde am 29. Dez. 1714 mit v. R. in den böhm. Rittcrstand erhoben. Die Vorfahren haben zn Börsch im Bisthum Straßburg die ansehnlichsten Ehrenstellen bekleidet. sDorst, allgcm. Wppb. S- 49. 65. - M. v. M., Erg. 78. - v. H.) Mengede, Mcngden, Menghede, ein uraltes westfälisches und nachher preußisches Geschlecht. Die Familie gehört ursprünglich Westfalen u. Hannover an. Zweige davon gingen mit dem deutschen Orden nach Liefland, wo sich dieselben noch befinden, und später nach Rußland. Aus leztcrcr Linie stammt der in den 1779er Jahren iu preuß. Diensten gestandene General Frhr. Karl v. M. — Von dem kurländ. Zweige wurde 1793 Einer preuß. Kammcrherr. sHupel, liefländ. Anz. n. 39. 46. S. 326 — 335. — v. Zedlitz.) Ein Lieutenant Mengde n bei der Artillerie wurde nach 1896 in den preuß. Adelstand erhoben oder erhielt ein Auerkennungsdiplom über seinen Adel. sJahrb. des deutschen Adels >848. S. 426. — v. Zedlitz. — v. Firks, llrspr. des Adels in den Ostseeprovinzen iL-. 144. - Fahne II. 92. — v. Ledebur II. 95. — Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. — v. Steinen, westfäl. Gesch. — v. Krahne Ii. 342. — Gauhe II. 716—16, der aber mehr von dem liefländ. und russ. Geschlechte dieses Namens handelt. — Zedier XX. 688. - v. H.) 1. fi Mengen. Der braunschweig'sche Major Otto Karl Anton M. wurde am 15. Febr. 1771 von K. Friedrich II. von Preußen in den Adelstand erhoben. Er starb als Oberst 1797 zu Lüneburg ohne Nachkommen, sv. d. Knesebeck.) v. Zedlitz, Ad. Lex., gibt an, daß M. v. Hörde dieselbe Familie sei. sv. Ledebur II. 95. III. 369. — Siebmacher, Suppl. IV. 3. — v. H.) 2. fi Mengen, eine von dem appanagirten Herzog Ludwig von Württemberg abstammende Familie. Der Rittmeister Ludwig Ferd. v. M. ward am 4. Juni 1898 vom König von Württemberg in den Freiherrnstand erhoben. Nach Andern ward der Lieutenant Ludwig Ferd. Ruknik am 4. Juni 1898 mit v. M. in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie scheint mit ihrem Stammherrn wieder erloschen zu sein. sHofzeit. v. 1893. Nr. 82.) Der frühere Name war Ruknik. sArchiv für Gesch., Geneal. u. Mm — Mens 37 Dipl. S. 843 Wappen: Im schw. Schild ein r, rechter Qucr- Balkcn mit 2 Hirschhörnern belegt; auf dem Helm ein wachsender Hirsch. 3. Mengen v. Hörde. Der österr. Oberst Karl M. v. H. wurde im I. 1723 in den Reichs- und erbländ. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 703 Ob dieser Karl M, v. H. zu der Familie v. M. oder zu jener v. H. gehört, oder ob die M. v. H. ein besonderes Geschlecht bilden, kann man nicht angeben. Jedenfalls stammte genannter Karl M. v. M. ans altem ritterlichem Geschlechts, wie daö Diplom besagt. " so. Ledebur II. 95. — v. H.) Klengens. Der Oberstlicnt. Josef Wenzel v. M. wurde im Jahre 1768 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 78. — v. H) Mengen», braun schweig'sche Patrizier. ILüdersen'« Sammlung. — v. H.j 4 Mcngcrsdorss, ein frank. Geschlecht. Es erscheint dasselbe 1316 und ist im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts erloschen. Stammsiz Mengersdorff bei Bayreuth. so. Hatlstein III. Suppl. 99 -192. — Slebmachcr I. 196. n. 3. — Salver'>46. Tab. 15. n. 43. 467. 525. 527. — v. Mcding III. n. 522. — Biedermann, Geb. Tab. 334 u. f. — v. H3 Mengershausen, eine b rann schw ei g - lüneburg'sche, auch in Frankfurt einige Zeit wohnende Familie. Am 1. November 1469 erhielten die Gebrüder Hanns und Helmbrccht — geheißen de Mengershusen, Rathmanne to M ü nden — einen Dienstund Wappenbrief. Da solcher vor Kaiser Maximilian crtheilt ist, so genügt er, wie bei denen Helmolden, zum Beweise des Adels, sv. d. Knesebeck. -— v. Zedlitz.) N. N. v. M. (sein Vater Helmbrecht M. wohnte zu Nordheim im Braunschweig'schen u. sein Großvater Joh. M. war Bürgermeister zu M ünden, gest. 1483) ward durch seine Frau, Margaretha v. Scheid, im I. 1548 Ganerbe zu Alten-Limburg in Fraukfurt a/M. Diese Linie erlosch jedoch wieder mit Johann Ludwig M. im I. 1632. Sein Bruder Johann Philipp heurathete auf der Insel Rügen Anna v. Schaden aus dem Hause Neclode; unbekannt ist, ob er Nachkommen hinterlassen hat u. ob die in Wien lebenden v. M. aus diesem Geschlechte stammen. sSpener, op. her. I. 12. — Siebmacher l. 2l l. — v. Ledebur II. 95. — Kneschkc, Wappen IV. — Lüdersen'« Samml. — b. H.s j- Mcngcrsrcisih, ein fränkisches, im ehemaligen Kanton Gebürg seßhaftes ritterliches Geschlecht, welches 1333 vorkommt und im 16. Jahrh. ausgestorben ist. Stammsiz Schloß Men- gersreuth bei Bayreuth, s (Biedermann, Gcbürg, Tab. 336. ^ v. H.) Mcngcrjscn, Mcngersen, Mengersheim, eine alte Familie, die im Paderborn'schcn, Hannöver'schen u. Lippe'schen größtcn- theils ansässig ist. Friedrich Wilhelm Bruno v. M. aus diesem b Geschlechte trat in k. westfälische Forstdicnste und wurde um ^ 1811 in den Grafenstand erhoben, welche Standescrhöhung von Preußen im Jahre 1814 bestätigt und anerkannt wurde, j sTaschenb. der grafl. Häuser 1836 n. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. I Staat 1843. S. 263. - v- Zedlitz, Ad. Lex. — v. dem Knesebeck.) Im I. 1625 hatten die Gebrüder v. M. die Freiheit erhalte», sich Edle v. M. zu schreiben. sR. T.A. R. — Grote, hannöv. Wppb. I-— v. Ledebur II. 95. III. 399. — Dorst, schles. Wappcnb. n. 482. — Z v. Hcsner, preuß. Adel S. 19. Taf. 29; Hess. Adel S. 19. Taf. 21. — Kneschkc, deutsche Grafenh. II. 193. — Zedier XX. 691. — v. Hatt- stein I. 377 u. f. — Gauhe I. 997. — Neues genealog. Handb. 1778. II . Nachtr. 16 u. f. — Piderit's lippcische Chronik 234. — v. Mcding I. n. 539. — Tyroff I. 152. n. 3. — Lüdersen'S Samml.) Auch in Liefland blüht ein Zweig dieser Familie, jv. H.) 1. Mcnghin. Der Gnbernialrath und Protomedikus I. M. in Tirol erhielt im I. 1769 die Bestätigung seines Adels und wurde 1777 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 177 u. 377.) Im I. 1857 erlangte die Familie mit „v. Bretzburg" die Frcihcrrnwürde. sFrhrl. Taschenb. v. 1362. — v. H.) 2. Mcnghin v. Drchliurg. Der österr. Präsident zu Padua, Josef M., wurde 1849 mit v. B. geadelt. sM. S.) Mcngo, s. Balycka. Mcnhart n. Mnhrnlinrg. Der Magistratsrath Kajetan M. in Wien wurde im I. 1796 mit „Edler v. Mohrnburg" geadelt. sM. v. M. 227. - v. H.s Mcnighoscr. Franz Josef M. wurde im I. 1738 mit „von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 177. — Siebmacher III. 118. n. 6. >69. n. 3. — v. Meding III. n. 523. — v. H.) 1. Mcningcr- Der k. k. österr. Oberst F. M., Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Ritterstand erhoben. sA. A. Zeit., Febr. 1861.) 2. Mcningcr v. Lcrchcnthnl. Josef M., ein Oesterreicher, wurde im I. 1755 mit v. L. geadelt. sM. v. M. 227. - v. H.) Mcnis v. Ilüiinnera. Der österr. Statthaltereirath in Venedig, W. M., erlangte 1853 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1853.) Mcnk, s. Mekarski. Mcnkcma, s. Alberda. Mcnkomski, im vormaligen Südprcußen seßhaft, sv. Ledebur III. 399, ohne Wappen-Angabe.) 1. Mcnningcr. Der Wechselsensal Jakob M. wurde im Jahre 1791 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 378. — v. H.) 2. Mcnningcr v. Menningen. Der österr eich. Major v. M. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. Menningen in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 73.) Wahrscheinlich ein Sohn des Jakob v. M. sv. H.) Melusins, Johann Heinrich, des Herzogs Moriz zu Sachsen Kanzler, wurde 1661 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R. — v. Ledebur II. 95. III. 399.) Mcnoth, Joh. Heinrich, Württemberg. StaatSrath, wurde 1896 in den Adelstand erhoben. sCast, Adelöb. v. Württemberg. — Hofzeit. v. l896. Nr. 2. — Archiv für Gesch., Geneal. u. Dipl. S. 83- — Dorst u. Tyroff, württ. Wappenbücher. — v. Hefner, württ. Adel S. 16 Taf. 21. — Kneschkc, Wappen I. 296.) si Mcnpcck. (Geistertet, mit zwei Bockshörnern belegt.) Andrä M. zu Ebenhausen (Reicherzhofen) steht in der bah er. Land- Tafel 1499. Mcnrad v. Vorwaitcrn. Der Leibmedikus und Professor der Medizin zu Ingolstadt, Joh. Philipp M., erhielt von Kaiser Leopold im I. 1698 ein Edelndiplom. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 97. T- 115. — v. Lang 446. — v. H.) Mensch, Friedrich Aug., Kommerzieurath und Generalkonsul, wurde vom Großhcrzog von Sachsen-Weimar geadelt. Wann? sv. Hefner, sächs. Adel S. 39. T. 43. — Sächs. Wappb. V. 67.) Mcnschcngeii, Meusshengen, aus Böhmen. K. Leopold I. sezte Franz Martin M. am 18. Dez. 1663 in den lehn - u. turniermäßigen 38 Mens — Mer Adel- u. Ritterstcmd, und 1687 legte er ihm das Prädikat „Edler" bei. sv. Krohne II. 343 — 44, wo auch das Wappen zu sehen.) Dem Mundschenken, Truchseß, Viccpräsidenten des niedcrösterr. Landrechts w., Jgnaz Maria Edler v. M. wurde im I. 1866 der Freiherrnstand ertheilt. sTaschenbnch der frhrl. Häuser 1848 n. f. — Jahrb. des deutscheu Adels 1648. — v. H. — M. v. M. 76.1 Mcnschikoff, s. Menchikoff. Mcnlchor, Hanns Jakob, erlaugte 1627 den Adclstand. sR. T. A. Rst Mcnsdorf-Pauillis. Aus der französischen, schon 1607 erscheinenden Familie Ponilly vermählte sich Emmanuel am 25. Jan. 1864 mit der sachsen-kobnrg-gotha'schcn Prinzessin Sofie, wendete sich nach Oesterreich, nahm den Namen eines Grafen v. M.-P. 1818 an u. erwarb die Herrschaft Preitt eilst ein. Er zeichnete sich als österr. Feldherr aus und hinterließ drei Söhne, die gleichfalls wieder im österr. Heere stehen. fTaschcnb. der gräfl. Häuser 1845 u. f. — Kueschke, d. Grafenh.s Mcnsi v. Klarbach. Der österr. Gubcrnialrath zu Innsbruck, Daniel M., wurde 1839 mit v. K. geadelt. sE. S.) August M. v. K., österr. Oberlieutenant bei der Infanterie, wurde 1852 in den Freiherrnstand erhoben. sOesterr. Milit. Schemat. von 1853.) Meiislebc». SifriduS de Mensleve tcstis 1266 in einem walke nriedcr Brief. sUrk. Buch für Niedcrs. II. 42.) Vcrgl. M e ö l e b e n. Mcich, eine um 1756 in den prcnß. Adelstand erhobene Familie, deren Wappen v. Zedlitz, Ad. Lexikon, angibt, sv- Ledebur II. 96. — v- Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15. T. I2.s Mciihborf. Julius v. M. stand 1857 als Unterlicutenant im 8. k. k. österr. Kür. Reg. Mcnhcl ». Menhetsberg. Der Oberaintssekretär Ernst Wilhelm M. wurde im I. 1762 mit obigem Beinamen in den böhmischen Ritterstand erhoben. sSinap II. 806. — Zedier XX. 856. — M. v. M., Erg. 177.) Der Landhofgerichts-Assessor Leopold M. zu Nümbtsch wurde im I. 1711 mit dem Beinamen v. Mentzels- berg in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 177. - v. Ledebur II. 96. - v. H.) 1. Merchingen, Wenzingen, eine schwäbische, voigtlän- dische und rhein ländische Familie, die sonst Göler v. Ravensburg hieß, sich aber um das Jahr 1666 schon nach ihrem Gute zu Mentzingen nannte. Auch die v. Helmstädt sind einerlei Ursprungs mit M. und G. v. R., weßhalb diese Familien auch gleiche Wappen führen. Die Theilnng der Güter unter 3 Söhne hatte schon 1020 statt. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1849, 1853, 1855. — Salver's Proben 230. — Fahne I. 273. II. 91.s Die Familie führt in S. eine schwarze Gans. sv. Ledebur II. 96.s v. Zedlitz schreibt irrig Mens in gen. sCast, Adclsb. v. Baden. — v. Hum- bracht, Tas. 138 u. f. — Biedermann, Noigtl. Tab. 179. — v. Hattstcln 11. 217—31. — Siebmacher I. 126. u. 14. — v. Mediug I. u. 540. — Wurmbrand, Coll. IM. gcneal. p. 276. — Buddäus, histor. Lexikon. — Gauhe I. 997 u. f. - Zedier XX. 863. - v. H .s 2. f Mcichingen (mit dem Eichhorn). Nikolaus v. M>, Kanoniker und Probst zu St. Veit in Fr ei sing, st 1466. Menü ». Minutotti. Diese Familie gehört Genf an. Heinrich M. v. M. trat 1787 in preuß. Dienste; er wurde durch seine Reise nach Aegipten der gelehrten Welt bekannt. Sein Zweig blüht in Preußen. Im I. 1820 wurde Fricdr. v. M., österr. General, in den Freiherrnstand erhoben. — Die Minutolli sollen ursprünglich aus Neapel stammen und wegen ihrer Treue gegen das hoheustanfen'schc Haus demselben gefolgt, nach manchen Abenteuern in die Schweiz gekommen sein u. daselbst den neuen Glauben angenommen haben. Mit k. prcnß. Genehmigung legten sie 1826 den angenommenen Name» Mcnu ab, um nur ihren Stammnamen Minntolli zu führen, sv. Zedlitz. — M. v. M. 71. — Jahrb. des deutschen Adels 1847. — v. Ledebur II. 110.) 1. Meng. Die Brüder Johann Peter und Georg Anton M. wurden im I. 1721 in den österreichischen und im I. 1722 mit „Edler von" in den R.Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. S. 177. - v. Hcsner, tiroler Adel S. 12. T. 13.s Im Jahre 1802 wurde die Familie in Tirol immatriknlirt. sv. H.) 2. Meng. Der Doktor der Medizin, Josef M. in Tirol, wurde im I. 1765 geadelt. sM. v. M. 227. — v. H.) 3. Meli), Kajetan Andreas, erhielt vom Gr. Truchseß-Zeil am 16. Febr. 1782 ein pfalzgräfl. Ritter- und Adelsdiplvm, das am 4. Jan. 1783 vom Kurf. Karl Theodor bestätigt wurde. sv. H. — v. Lang 446. — v. Hefner, baycr. Adel S. 97. T. 115.) 4. Meng v. Ravensberg. Der österr. Hauptmann KaSpar M. wurde im I. 1826 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M. 227. — v. H.) 1. Menget. Hat Gauhe, v. Mcding und v. Lang nicht. sLcben Joh. Dan. Baron v. M. in den gcnealoq. Nachr. 48. T. 1114. 65. Th. 40. - v. H.s 2. Menget v. Kilchberg. Der Obcrlieut. Josef M. wurde im Jahre 1816 mit dem Beinamen v. Mätzberg geadelt. sM. v. M., Erg. 378. — v. H.s Mengcncd, Hanns, kais. Küchenmeister, wurde 1663 geadelt. sR. T. A. N.s Mengingcn, s. Mentzingen. Mcngingcr v. Prcyscnthal. Die Brüder Johann Nepomuk und Franz Xaver M. wurden im I. 1793 mit dem Beinamen v. P. geadelt. sM. v. M., Erg. 227. — v. H.s st Mengt, Mentzl, v. Vbcrpnchcr, ursprünglich ein salzburgcr Geschlecht, das im 16. n. 17. Jahrh. auch in Bayern vorkommt, sv. Hefncr, st baycr. Adel S. 21. T- 17.) Mengqk, eine schles. Familie, von der nichts weiter bekannt, als daß sie bei Krakau seßhaft gewesen. sSinap II. 866.) Wappen: Wadwicz. sv. Ledebur II. 96. — Okolski III. 298. - v. H.s Mcrnn. Franz Frhr. v. Brandhofen, Sohn des Erzherzogs Johann von Oesterreich und seiner Gemahlin in morganat. Ehe, der Frciin Anna v. Brandhofen, geb. Plochcl, erhielt 1845 von Oesterreich den Titel eines Grafen v. M. Sein Vater errichtete 1848 ein Majorat. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1347 n. 1849. — v- Hefner, tiroler Adel S. 12. T. 15; krainer Adel S. 14. T. >3.) Mernvigtin, italienisch. Anton Graf v. M. war 1835 k. k. österr. Kämmerer, Oberst des Chcv. Leg. Regiments Nr. 1, und Obcrsthofmeister beim Erzherzog Rainer von Oesterreich. Merbeck. Der Obcrstlicut. Heinrich v. M. wurde im Jahre 1718 in den böhm. alten Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 178. — v. H.) Merchidisheim (Merzhcim). Stammhans Merlsheim bei Kreuznach. Rorich und sein Bruder Gerlach 1127. Mer - Mcrck, E., österr. Generalkonsul in Hamburg, Kommandeur des Leopoldordcns, wurde 1861 in den Frciherrustand erhoben. sA. A. Zeil., April 1861.) Merckcr v. Traucnfcls. Der LaudeSbuchhalter Joh. Andr. M. in Böhmen wurde im I. 1772 mit „Edler v. T." geadelt. , HM. v. M,, Erg. 378. - v, H.s 1- Mcrcy, eine aus Lothringen stammende adliche, neuerlich gräfliche Familie in Oesterreich und Bayern, die ihren Ursprung von den alten Herren zu Genf hat, welche zu allen Zeiten große Männer hervorgebracht hat. Jean de Ville- Mercy hat 1423 Hanuseu v. Lützclburg wider Ludwig V .Lichtenberg beigestanden. Franz v. M. blieb in der Schlacht 1645 als kaiserl. und knrbaycr. Generalfeldmarschall. Sein Bruder Kaspar that sich im 36jährigcn Kriege hervor. Beider Nachkommen haben die gräfliche Würde erhalten. Graf Ludwig v. M.-Argentean stand 1795 als Oberst in kais. Diensten. sRebmann, Adelsarchiv, Mspt. — v. H. — Genealog. Archiv XIX. S. 438 u. f. - Gauhe I. 998 n. f. ll. 722-25. - Zedier XX. 988 u. f.s 2. Mcrcy, wahrscheinlich ungarisch. Nikolaus v. M. stand 1857 als Oberftlicutcnant im 11. k. k. österr. Hus. Regiment. Ob mit Nr. 1. einerlei? Kierdorf, eine brannschweig, und lüneburg. Familie. sLüderscn's Samml. — v- H.s Mcrccey, s. Capri. Mcreekhc, Hanns, erlangte 1636 den Adelstand. sR. T. N. R.s Mcrcklin, Balthasar, aus Waldkirchen im Schwarzwalde gebürtig, erhob sich aus geringem Stande in hohen Chargen am wiener Hof zum Adel, endlich zum Bischof zu Hildcsheim, wo er drei Jahre restdirte und im I. 1531 plötzlich starb, als er sich zu Pferde setzen wollte. sGanhe II. 720 — 22. — v. H.s st Merenberg, von, ausgestorbene Grafen, deren Schloß und Flecken in der Wette ran im Fürstcnthumc Nassau, 1 Meile von Wcilburg gelegen, sv. H. — Wenk, Hess. Landesgesch. III. 276—327.s Merfeld, Meerfeld, Meerveld, Meervclde, Merveld, Merveldt (das Richtigste ist Merveld), eine im Berg'schen aufgeschworne Familie, die auch im Braunschweig-Lüneburg'schen und in Westfalen begütert ist. Im I. 1723 wurde dieselbe mit Dietrich Burchard in den Grafenstand erhoben. sJahrb. d. deutschen Adels 1848. S. 422. — v. Hattstein. — Seifert, Genealogie adl. Eltern u. Kinder. — v. Mcding II. n. 543. — Zedier XX. 1076. — Dorst, allg. Wappenb. 34. — Taschcnb. der gräfl. Häuser v. 1838. — Diplomat. Jahrb. f. d. prenß. Staat. 1841. Abth. 2. S. 44. Desgl. v. >843. S. 263. — v. Ledebur >1. 98. — v. Hefner, prenß. Adel S. 19. Taf. 2V. - Kncschke, deutsche Grafenhäuser II. 112. — Venant. Nie. Kindlinger's Münster. Beiträge zur Gesch. T., hauptsächlich Westfalens 1. B., welche Nachrichten von den ehemal. westfäl. Fehin- u. Freigcrichten die Gesch. der Entstehung der Herrlichkeiten im Hochstift Münster, die Gesch. der Häuser u. der Familie v. n. zu Merfeld enthält. Münster, 1787, woraus Rodens, II. 322 — 28, einen Auszug gegeben. — Lüdersen's Sammlung. — v. H.s Merfort, U., österr. Ministcrialrath, erlangte 1854 den rittermäßigcn Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1854.) st Mcrgciiboum ans Nilkheim, ein ursprünglich geldern'schcs, darauf frankfurt'sches, nachher westfälisches Geschlecht, welches vom Fürstprimas am 26. April 1811 ein Freihcrrndiplom erhielt, wobei ihm auch die Wappen seiner Spielmagcn von Burg- graven u. Rücker zu führen erlaubt wurde, sv. Lang 187, der im 5. Suppl. seine irrige Behauptung, daß dieses Geschlecht die reformirte Merk 39 Gemeinde in sFranksurt a/M. gestiftet habe, widerruft. — v. Hcfner, bayer.Adel S.47. T. 47; Erg.Bd. S. 16. - Kneschkc, Wapp. II. — v. H .s Ist erloschen in Bayern. st Mergenthal, eine sehr alte meißnische Familie, die bei Freiberg ihre Güter, ihren Ursprung aber aus Franken, und zwar aus MergentHeim hat. sA. PH. v. Mergenthal, Beschr. d. mergcn- thal'schen Familie von 1470. s. 45. 8 Bg. — v. Hattstein II. Supplem. S. 47—56. — König I. 640—46. — Etwas von dem Leben u. Gcschl. des am 17. März d. IS. >743 verstarb. Domherrn zu Meißen, A. PH. v. M., als dem lczten dieses uralten adl. Geschlechts; in Cur. Sar. 1748. n. 37, 162—72. 1749. n. 14. 64. - Gauhe 1. 999 u. f. — Si-bmacher 1. 152. n. 7. — v. Meding III. n.524. - Zedier XX. 996 u. f. - v. H.s Mcrhlirt v. Dcrncgg. Der Fürst Karl Josef v. Aucrspcrg erh ob kraft kais. Komitiv seinen Rath und Obervogt zu Game Iptingen im Baden'schen, Josef Anton M., am 25. Febr. 1767 mit dem Beinamen v. B. in den Adelstand. sCast, Adelsbuch von Baden s Mcrnin, eine alte, ans Frankreich abstammende Familie, die in die Schweiz und nachher nach Preußen kam. Der als vorzüglicher Maler bekannte N. N. M. zu Frankfurt a/M. wurde im I. 1769 in den Adelstand erhoben und dem Matthäus wurde 1746 der Adel erneuert. Seifert hat im Jahre 1727 zu Regensburg ihre Genealogie drucken lassen. sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 96. — R. T. A. N. — v. Krohnc II. S. 344—46, wo auch ihr Wappen befindlich. — v. H.s Mcriilg, ein westfäl. Geschlecht, welches im r. Felde einen gr. Schlangenring führt, durch welchen eine s. Taube fliegt. Ihr scheint um 1766 die Frcihcrrnwürde zu Theil geworden zu sein; sie blüht noch. Fahne, I. 274, liefert einen Stammbaum, sv. Ledebur II. 96. — Bernd DXXX. I60.s st Mrriiiger, Möringer, zu Duuuiliurg, altbayer. Geschlecht. Ihr Wappen wurde 1586 vermehrt; 1626 blühte die Familie noch. sSiebmachcr III. 69. — v. Hefner, 1 bayer. Adel S. 21. T. I7.s Mcrizzi- Karl v. M. war 1857 k. k. österr. Oberstlieutenant in Pension. Karl v. M. stand als Kadet im 13. Inf. Reg. Mcrkundin, österreichisch. Franz Graf v. M. war 1335 k. k. Regierungssekretär zu Linz. Mcrluih, s. Meerkatz. 1. Merkel, Johann Gottlieb, erlangte am 25. Nov. 1866 den Adelstand. Er war sächs. Obcrlieutenant. sR. T. A. R. — Sächs. Wppb. VI. 63.s 2. Merkel oder Merckcl, Dr. Friedrich Theodor, Oberpräsident in Schlesien, wurde 1828 von Preußen geadelt. sv. Zedlitz. — Prenß. Wppb. III. 99.s 3. Merkel, Trangott Wilhelm, Oberlandgerichtsassessor in Breslau, wurde 1837 von Preußen geadelt, sv. Zedlitz.) Derselbe ist ein Neffe des Oberpräsidcnten. sv. Ledebur II. 96. III. 309. — Dorst, schles. Wppb. I. 71. III. 168.s 4. Merkel v. Grünau, eine adliche Familie, aus welcher Anna M. v. G., des N. N. und der Anna v. Au, gen. Wackerwalt, im I. 1569 Klaus Humbracht ehelichte. Weigel M. zu Gronau stirbt am 27. Febr. 1542 zu Frankfurt a/M. und im I. 15** Joh. M. Mehreres ist von dieser Familie nicht bekannt. 5. Merkel v. Mcsenthal. Der k. bayer. Hauptmann Niklas Wolfgang M. erhielt am 7. Juli 1796 vom Kurf. Karl Theodor ein Ritterdiplom und ist auch in Hessen seßhaft. sv. Lang, Suppl. 123. — Tyroff I. Taf. 126. n. 2. — Siebenkees I. 60. — v. Hefner, bayer. Adel S. 97. T. 115. — v. H.s 40 Merk — Mertz Mcrkclbnch, Goswin, Rath und nachmaliger Kanzler zu Zelle, wurde 1623 in den Adelstand erhoben, ich. d. Knesebecks Mcrkclsluich, ein im Bcrg'schen und Köln'schen angesessenes adl. Geschlecht, welches in Schw. eine w. Bärcntaze führte, die ein r. Herz hält. Es besaß 1491 Allener, Birlinghofen, Dorf, Mcrkelsbach und andere Güter. fFahne 1. 274. f Ein anderes gleichnamiges Geschlecht hatte ein Kreuz im Schilde. fFahne I. Taf. III. 199.s> Eine dritte gleichnamige Familie führte einen gezinnlcn Quer- Balken. sFahne II. 92. Taf. I. ti. — v. Ledebur II. 96 .s fi Mcrkcnberg. So schrieb sich ein Zweig der Grafen r>. Aichelberg von der im Württemberg. O.A. Kirchheim gelegenen gleichnamigen Burg. ^Griesinger 886. f Mcrkcnrcich, s. Pantclich. Mcrkcrsdors, s. Parchwitz. -f Mcrkingcn, ein ehedem dem fränk. Kanton Altmühl einverleibtes Geschlecht. Diese Ritter kommen schon 1686 ans dem Turnier zu Augsburg vor und mögen im 15. Jahrh. erloschen sein. fBiedermann, Altm- Tab. 226. — v. H.s Merkt. Der Gubernialrath Franz Dionisius M. wurde im Jahre 1811 in den Nitterstand erhoben. sM. v.M. 131.— Kncschkc, Wappen III. — v. H.j Merkte v. Vrthcim, österreichisch. Josef M. v. O. war 1796 Gcgenhändler bei der Land - und Wcgmauth Nendorf. sWiencr Adreßbuch 1796.s Merktichcnradc, gen. v. Loscinen, Lusian, ein preußisches, mit Frödenberg, Kolbienen, Molditten, Wangritten im Kreise Fricdlang ansässiges Geschlecht, fv. Ledebur II. 97. III. 399Z Gleichbedeutend mit Luz ei neu. Mcrktiii, aus Franken stammend. Im prenß. Heere standen m ehre re Offiziere v. M. sv. Zedlitz- — v. Ledebur II. 97.s s- Merklingen, ein altes, 1492 erloschenes schwäb. Ritter- Geschlecht, dessen gleichnamige Burg im O.A. Leonbcrg lag. sGriesinger 836.s Merl, s. Zant. Merlau, Mörlau, Merlowc, gen. Aöhm Mcrlc, ein hessisches, auch zur rhein. Ritterschaft gehöriges Geschlecht, das aber auch dem fränk. Ritterkanton Rhön u. Wcrra einverleibt war. fSiebmachcr I. 1.35. n. 4. — Biedermann, Rh. u. W. I. Verz. — Schannat, Cl. Fnld. 129. — v. Meding II. n. 54l. — Gauhe I. S. 1000 u. f. — Nvemann's kirchbcrg. Hlst. 242. 270.s Von ihr ist die auch rhcinländ. Familie Mörle, gen. Böhm, verschieden, ingleichen Merle, genannt Zant, und ein tiroler Mörl zu Pfalzen und Müllen, so. H. - Zedier XXI. 799 u. f. — v. Hnmbracht, Tab. 291. — Brandis, tiroler Ehrenkr. II. 77.s Merle, ein adl. Geschlecht, das seinen Siz an der Mosel hat, und im gnergethcilten Schilde oben in G. einen gekrönten Mohrenkopf und unten in G. drei r. Rosen führt. Neiner M. wurde 1442 von Kaiser Friedrich in den Adelstand erhoben. sFahne II. 43, wo ein Stammbaum befindlich ist. — v. Ledebur II. 97.s Mcrlct, Franz Josef, des Reichsgotteöhauscö Weingarten Rath, wurde 1742 geadelt. sR. T. A. R.f ch Mcrimnni, Mörmann, v. Schöiilicrg. 1598 war Thomas M. zu Schönbcrg herzogt, bayer. Rath und Leibarzt; 1728 kommt das Geschlecht in München noch vor. sv. Hefner, bayer. Adel S. 2l. T. l7.s Mcrmeth, eine schlcs. Familie. Georg Wilh. v. M. besaß Jakobsdorf; sein Sohn Georg Wilhelm v. M. starb 1796 als kais. Hauptmann, sv- Ledebur II. 197. — v. H. — Sinap II. 806. s Merno, s. Radiencig. Merode, Freiherren und Grafen in den Rhein landen und Niederlanden, welche großen Gütcrbesiz erwarben und sich in viele Zweige thciltcn- Sie erscheinen 1259. Philipp v. M. wird 1626 zum Marguiö v. West er lohe erhoben. Die Wappen der einzelnen Zweige sind bis auf das Stammwappen verschieden. Einige nannten sich zu Haffalitz n. Frenz, Andere zu Slos- berg. Der knrköln. Kämmerer und stift-lütticher geh. Rath Ferd. Maximilian v. M- wurde um's I. 1654 in den Reichs - Grafcnstand erhoben, sv. Ledebur II. 97. 356. III. 309. — v. Hcfner, prenß. Adel S. 19. T. 20. — Bucclini stcmmat. — Taschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — Fahne, unter Rode. — R-T-AR. — Gramaye, ant. Belg. Miraci, dipl. bclg. Tcschenmachcr, Annal. — Oliv. Vrcdii Sigill. cdmit. Flandr. — Les Sonvcrains du mondc IV. — Kneschke, deutsche Grafcnh. — v. H. — L 'ercction de touteö les tcrres Brabant. fol>2I scq, - Gauhe I. >001 — 1003. — Zedier XX. 1019 27. - Sicbmacher I. 130. n. 4. II. 114. n. I. — v. Meding II. n. 542. — Robens l. 31—36. — Simon Armorial I. Tab. 22. s fi Mcroidt, Mcrait v. Reifferschcidt, ein rhe inländisches, am Ende des 17. Jahrhunderts erloschenes Geschlecht, welches unter andern Reiffcrscheidt 1429 besaß, sv. Ledebur II. 97. — Fahne I. 275. s Mcroidingcil, Moroldingcn, eine alte österr. Familie. sBuccllni stemmat. I. — Gauhe I. 1003. — v. H.s -f Mcrslicrg, steyermärk. Grafen, die viele Herrschaften besaßen und im I. 1799 ausgestorben sind. fSchmntz I. 537. — v. H.s Mcrschier, Jakob, kaiscrl- Oratoriendiencr, erhielt 1623 ein Adelsdiplom. fR. T- A. R.s Mcrschih, eine schlcs. Familie. Vor derselben kommt nur Johann v. M. zu Lignitz 1352 vor. sv. H. — Sinap II. 806. s Mcrst, ein immatrikul. tiroler Adelsgeschlecht, von welchem nur das Wappen gibt v. Hefner, tiroler Adel S. 12. T. 13. Mcrsnic, s. Roth. Mertens. Der Doktor der Medizin, Karl M., wurde im Jahre 1773 geadelt und im I. 1787 in den Nitterstand erhoben. Der österr. Generalkonsul Ritter K. v. M., Enkel des Dr. M., wurde 1849 in den Freiherrnstand erhoben. sTaschcnb. der frhrl. Häuser 1854. — M. v. M. 1.31; Erg. 378. — v. H.s Mcrtko v. Klebing, Johann u. George, wurden am 39. Aug. 1649 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. H.s Mettnich, ein schief. Geschlecht. Nur Sciffert v. M., Ritter, zu Breslau, ist 1294 bekannt. fSinap II. 896. — v. H.s 1. Mcrtz, Gebrüder, wurden 1588 geadelt. fR.T.A.R.s 2. Mcitz, Merz. Franz Balthasar M., Konsulcnt n. Kanzlei- Direktor zu Ravensburg, erhielt am 28. Januar 1749 von Karl VI. ein Adelsdiplom, sv. Lang 447. — Dorst, allg. Wappenb. n. Beschreib. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 97. T. 115. — Tyroff I. 7. — M. v. M, Erg. 378. — Kneschke, Wappen I. 296. — v. H.s 3. Mcrtz ». Merzenftld, ein am 22. Juli 1646 geadeltes rhcinländ. Geschlecht. fSicbm. III. 56. — Bernd, Taf. I.XXXI. 16t. — v. Ledebur II. 97.s Mertz — Meft 41 4. Merl) v. cim. Quirin M., kurmainz. geh. Rath und Kanzler, erlangte nm's I. 1675 den rittcrmäßigen Adclstand. (v. Hcfncr, bayer. Adel S. 97. Taf. 115. — N.T. A.N.) Mcrtzclc, s. Marssei. Mertzhofcn, s. Marinelli. Mermlicur (Wunderlich), kam aus Häusely bei Röttcln im Baden'scheu 1448 mit Markgraf Rudolf nach Neufchatel und veränderte seineu Namen in den französ. M. Johann M. leistete der Markgräfin von Höchberg ersprießliche Dienste, wurde dafür 1529 in den Adelstand erhoben und erhielt mehrere Lehugütcr. Das Geschlecht blüht noch. sv. Zedlitz. — v- Ledebur tl. !17.> Mcrvcld, Merveldc, s. Merfeld. Mcnüllc. Friedrich Frhr. v. M. war 1857 unter den unan- gestellten k. k. österr. Generalmajors aufgeführt. 1. Mcrwick, Mcrwyk, führten einen quergctheilten Schild, unten grün, oben sieben (4. 3) Hermclinschwänze in S-, auf dem Helme einen Adlcrflügel in den Farben des Schildes. Sie stammen von der Herrlichkeit gleichen Namens im Herzogth. Geldern. 1393 kommt zuerst vor Joh. v. Merwyck. Später besaßen sie Kessel, woselbst der Lczte des Geschlechts, Will). Anton MatheuS, 1798 starb. IFahne, Gesch. der v. Bocholtz I. 2. S. 242-1 2. si Mcrwick, ein noch im 17. Jahrh. vorkommendes cleve'- sches und märkisches adliches Geschlecht. (Fahne II. 84. — v. Ledebur II. 98.) 1. Mcr). Der Marktvorsteher Georg Niklas M. zu Nürnberg erhielt mit seinem Sohne von Kaiser Franz l. am 7. Juni 1769 ein AdclSdiplom. (v. Lang 447. — v. Hefner, bayer. Adel S. 97. Taf. IIb. - v. H.) 2. Merz v. Merzluirg. Konrad M., kais. Hofkontrollcur, wurde 1623 mit obigem Beinamen geadelt. sR. T. A. R.) 3. Mcr) v. Mcrzthal, österreichisch. Jgnaz M. v. M. war 1857 k. k. Hauptmann und TranSportsammelhauskommandant zu Laibach. Merz, s. Spruner. si Merlbach, ein erloschenes fränkisches, im ehemaligen Kanton Bau nach begütertes Geschlecht. (Biedermann, Baunach Tab. 24l. — v. H.j Meyenfeld. Soror Maria Theresia Babtista v. Mörzeufeld Profeß in Closterholzen, si 1732. Meirich v. Laliiiclithlil. Der Hauptmann Andreas M. wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. L. geadelt. (M. v. M., Erg. 378. - v, H.) MerMcik. Peter v. M. war 1857 Rcchnuugörath bei der k. k. österr. Marine zu Trieft. Mcrzo, Thcodcricus, unter den Zeugen in einer Urkunde dcö Landgrafen Heinrich von Thüringen 1234. (Urk.Buch für Nieders. II. 144.) Mcrzsc v. I)iriil)e, ungarisch. Ladislaus M. v. S. war 1835 Beisizcr bei der Distriktstafcl zu Epcries. -s Meschede, eine alte adliche, neuerlich frhrl. rheinländ. Familie, bie in den köln'scheu und osnabrück'schen Landen lebte. (Gauhe II. 725 u. f. — Siebmachcr IV. 139. u. I. — v.Mcding II. n. 544. — Zedier XX. 1086. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 98. - v. H.) Mcsebcrg, Mcescbcrg, s. Meescberg. Stammbuch dlS NdelS in Deutschland. III. Mcsciixicre, Vicomte Ladcinns de ViUe, französ. Ursprungs oder auS den vormaligen österr. Niederlanden. Josef Chevalier v. M., Vicomte L. de V., war 1835 k. k. österr. Feldmarschall- Lieutenant und zweiter Inhaber des Inf. Regiments Nr. 42. s Mcsenlii!, eine fehles. Familie im Schweidnitz'scheu, die im I. 1798 mit Ferdinand Sigismund ausstarb. sSinap I 635. 11.896. - Gauhe I. 1993. - Siebmachcr 1.69. n. II. V. 166. n. 3. — v. Meding I. n. 541. III. n. 525. — Micrällus 594. — v. Ledebur II. 98. — v. Zedlitz. — v. H.j Meseritz, eine abliebe Familie in Pommern, 1469, welche aber nicht mehr daselbst begütert ist. Einer aus diesem Gcschlcchte, ' früher in prcuß. Kriegsdiensten stehend, lebte lange als politischer' Schriftsteller <1829—1853) zu Frankfurt a/M. und war groß- herzoglich Hess. Rath. jv. Zedlitz, Ad.Lex. — Siebmachcr V. 166. — v. Ledebur II. 98. III. 399. j Mcsihursch, s. Schaschek. Mcske, Lud. Otto, zuFrödau, LaudschaftSrath, wurde 1843 in den preu ß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 98. III. 399.) Mcsko v. Fclsö - Kukiins, ungarisch. Stefan M. v. F.-K. war 1857 k. k. österr. Oberst, dem Gencralgnartiermcistcrstabe zugcthcilt. Mcslcve. Godcscalcus et Thcodcricus fratres de M. testcS in einem Graf Regenstcin'schen Brief 1219. (Urk.B. für Nieders. II. 99.) Vielleicht eins mit Meuslcben? Mcsnil (Massin). Joh. Nepomuk Frhr. v. M. wurde 1817 unter die k. k österr. Kämmerer aufgenommen. Messens, Heinrich, des französ. Gesandten A »monier Sekretär, erlangte 1621 den Reichsadelstand. (N. T. A- R.) Mcsscrschmidt, genannt v. Arnim. Der König von Preußen hat 1829 dem Oberst und Kommandeur des 5. Hus. Regiments, v. A., erlaubt, die beiden Söhne des verstorbeneu Predigers M., Wilh- Ferd. Friedrich Gustav, Lieutenant, und Friedrich August Ludwig, Jurist, mit den Rechten des Adels und den obigen beiden Namen an Kindesstatt anzunehmen. (»- Ledebur II. 93. III. 399.) Mcsseq de Diclle, ungarisch. Gustav Graf M. deB. stand 1857 als Major im 1. k. k. österr. Ulan. Reg. Messuili, im I. 1829 als bayer. Freiherren in die Matrikel eingetragen. Die Familie soll aus Saragossa in Spanien stammen und schon 1972 vorkommen. (In dem großen Nobiliario de Espana, von Pifcrrcr, Madrid, 1869, findet sich die Familie jedoch n i ch t.) Die ununterbrochene Stammreihe fängt mit Andreas v. M., si 1791, an. AuS Oesterreich gelangte die Familie nach Bayern, jv. Hcfncr, bayer. Adel S. 47; Erg.Bd. S. 16. — Taschb. der frhrl. Häuser 1859.) S. Schweitzer. Mcsjlngiumcr. Der ReichShofkauzlciverwandte Josef Ferd. M. wurde im I. 1725 in den Ncichsadelstand erhoben. (M. v. M., Erg. 378. - v. H.) Mcftich, eine schles. Familie. Heißen auch Möstich, Möstchen, Möstichen, gen. Wischenau, Wnschno, gen. Mustgin. (v. Ledebur II. 121. — Sinap I. 635. — Siebmachcr I. 69. n. 12. — v. Meding II. n. 545. — v. H.) Mcstri, s. Del Mestri. 1. Mcftrovich. Der k.k. österr. Oberstlieutenant im Grenz - Regiment Nr. 2, N. M., Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Nitterstand erhoben. (A- A. Zeit., Jan. 1861.) Wahrscheinlich einerlei mit M. v. Arly, wovon Peter Emil 1857 österr. Rittmeister in Agram war. 6 42 Mest — Mett 2. Mrstrovich v. Arty. Der'österr. Obcrstlieutenant M, M. wurde 1857 mit v. A. geadelt. sA. A. Zeit.«. 1857. — Oesterr. Milit.Scheinst, v. 1357.1 Mesum». Der Pens. Oberstwachtmeister Anselm M. wurde im I. 1810 geadelt. sM. v. M. 227. - v. H.j Mcszaros, Stefan, kais. österr. Rittmeister, wurde 1823 in den nngar. Adclstand erhoben. s'M. S.j Mcszczinsky, eine schlcs. Familie. Es gibt zwei Geschlechter M.< und zwar 1. aus dem Hause Nawiczz Andreas M. war 1591 Kastellan zu Vielnn; 2. M. aus dem Hause Roza in der Woiwodschaft Lnblin. (Okolski, Orb. Pol. II. 597. — Sinap 11. 80«. — v. H-1 Mcszcnn n. Hiv-Var. Der österr. Oberlieut. Johann M. wurde im I. 1818 mit dein Beinamen v. H.-V. in den Frcihcrrn- stand erhoben. Die Familie stammt aus Ungarn. Franz M., Schloßhauptmann zu Neutra, erlangte wegen ruhmvoller Ver- theidigung des Schlosses gegen die Türken am 24. Febr. 1656 den nirgar. Adclstand. sTaschenb. der frhrl. Häuser >853 n. 185«. - M. v. M., Erg. 79. - v. HZ Mesztöngi, ungarisch. Eugen v. M. stand 1835 bei der ungar. adlichen Leibgarde in Wien. Mctntslu, ans Mchlkehmcn, Kreis Go ldapp in Preußen, sv. Ledebur II. 98. III. 309.^ Auch Metel Ski genannt. Wappen: K orwin. 1 Mctgchtc», auf Metgchten n. Parnehneu, Kreiö Wehlau in Preußen, sv. Ledebur II. 98.j st Mcthstorff, ein im 16. Jahrh. erloschenes Mecklenburg. Geschlecht. sSiebmachcr III. 140. u. II. — v. Mcding II.n. 54«. — v- H-1 Mctsch, Mettsche, Mchsch, eine gräfliche Familie, die in Graubnndten n. in Tirol lebte, im Stifte Chur das Erb- Truchscsseuamt besaß und zu den 4 Jägern des hl. röm. Reichs gezält wurde. sZedler XIX. 184. XX. 1389.j Sie ist auch im Sächsischen, besonders im Mcrseburg'schen, Anhalt'scheu und im Voigtlandc seßhaft. sSchöuberg I. 330^. — Urkunden des mctsch'schen Geschlechts angehend, in Krcystg'ö Bcitr. II. 21«—3«. — Sinap l. «36. II. 147. — Seifert, Beschr. 124 — 33; dessen Genealogie S. 367—72. — Beckmann, auhalt. Hist. VII. 240. — H. Buchner, pancgyr. Friederico Metscher dictns Vit. 1656 f., enthält Manches von diesem Geschlechte. — Tyrofs, Wappcnw. I. «0. — Weinart führt II. S. 587 u. 59 von mehreren Mitgliedern Nachrichten an, die sich in den Leichcnpredigten befinden. — Biedermann, Rhön n. Wcrra I. Verz. — Siebmacher I. 150. n. 5. — Tyrofs, württ. Wppb. — v. Meding II. 547. — Gebhard, gen. Gesch. der Rcichsstände III. 528. — Hartmann's Sammlung. — v. Ledebur II. 98. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 39. Taf. 43; Erg. Bd. S. 48. — Hvrschclmann'S Samml. Wapp. 58—60.— Gauhe I. 1004-1006. - Tyrofs I. 60. Ausg. n. 3. - Zedier XX. S. 1389 n. f. — Avcmann's kirchbcrg. Historie 269.j Der Freiherr Joh. Ernst v. M. wurde im I. 1817 in den Grafcnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 22. — v. H.j S. auch Kh ev enh üller. 1- Metternich, eine rheinländ. adlichc, seit 1664 freiherrliche, im I. 1696, nach Andern 1679 in den Grafen-, und zum Theil auch am 30. Juni 1803 in den Fllrstenstand erhobene Familie, deren Fürstcnwürde aber erst nur auf dem jedesmaligen Chef des Hauses ruhte, bis der Fürst Klemens Wenzel mit seinen Nachkommen im I. 1813 in den österr. Fürstenstand erhoben wurde, der auch im folgenden Jahre das lothring. Wappen als Gnadenzeichen erhielt und im I. 1816 zum Herzog v. Por- tclla im Königreich beider Sizilien erhoben wurde, welche Würde im I. 1814 auch auf Pauliue Gräfin v. M., Tochter des Fürsten Franz Georg, ausgedehnt wurde. Die Freiherren Philipp Emcrich und Dietrich Adolf wurden am 16. Febr. 1682 in den böhm. Grafcnstand erhoben. Der Ncichshofrath Frhr. Franz Josef v. M. wurde im I. 1731 in den NcichSgrafcustand erhoben. jM. v. M., Erg. 22. — Dorst, atlg. Wppb- 138. — v. Zedlitz. — Genealog, stallst. Handb. «öfter Jahrg. — Taschcnb. der gräfl. Häuser. — Allgcm. Anz. der Deutschen 1827. IsSt. — Hyrtl, die sürstl, gräfl. n. frhrl. Fam. in Oesterreich Ii. 1851. — Fahne I. 276. II. 94. j Die Familie führt als Stammwappcn drei schw. Muscheln in S. sv. Ledebur II. S. 99. — v. H. — Gauhe I. 1006 — 10. — Spcner, hist insign. lib. 3. c. 46. — >sicbmacher 1. 187. n. 5. — v. Meding II. n. 550 u. f. — Schmutz I. 541. — Jmhof, not. proc. Jmp. lib. 9. — M. v. M. 6; Erg. 4 n. f. — Biedermann, Odenw. Tab. 265 — 71. — Humbracht, Tab. 253 —55. — Scifert's Ahnen (1712). — Salvcr 679. — Hübncr II. T. 455—57. — v. Hattstein I. 379—87. — Allgcm. genealog. u. stallst. Handb. I. 341 n. ff. - Robcns II. 7-17. - Masch 99-101. — Schmutz it. 532. — Gotha'schcr genealog. Hofkal. 1825. III u. f. — v. Schönfeld, Ad Scheinst. I. 21—23. — Spcner, hist insign. Tab. 33 —741. - Durchl. Welt II. 722 (1710). — Zedier XX. 1392-1400. — Hartmann's n. Lüdersen's Samml.j 2. Metternich, ein jülich'schcs altes Geschlecht, welches einen Löwen auf sechs Balken im Schilde führt. Sie scheint mit denen v. Bcldcrbusch, Hönsbruch und Horst Eines Stammes zu sein. Sie nahm ihren Ursprung von Metternich bei Lommersum im Jülich'schen und hat Size zu Heimertzhcim, Rechter s heim und Holtmühle». sFahne I. 279, wo eine Stamm- Tafel. — v. Meding II. n. 551. — v. Ledebur II. 99.st 3. Metternich zu Metternich, welche Spener, op. her. II. 743, Alfter, gen. M., nennt und wovon Fahne eine kurze Abstammung gibt. 4. Metternich zu M., von Metricha bei Koblenz; sollen von vorstehenden (3.) verschieden sein. Noch findet sich eine Familie dieses Namens in Köln, die aber nicht den Adel zu bcsizen scheint. Sie hat sich um die Buchdruckerkunst verdient gemacht; die in Mainz sich befindenden Herren M. mögen zu dieser Familie gehören. sFahne II. 94.f Metternich zur Gracht und Watf-M., f. Gracht u. Wolff. Mctticht, eine seit 1605 frciherrliche und gräfliche, in Sachsen und vorzüglich in Schlesien begüterte Familie. Den Freihcrrnstand erlangte die Familie am 9. Sept. 1605 und die Grafcnwürde am 12. Nov. 1633. Am 11. April 1853 ist das Geschlecht erloschen. sGanhe I. 1010. — Lucä, schles. Chronik. — Siebmacher I. 16«. n. 15. II. 50. n. 6. — v. Meding III. n. 526 u. f. — Zedier XX. 1400. — Sinap I. 637. II. 148. — Siebmacher IV. Th. 3. S. 125. n. 5. — v. Zedlitz. — v- Hefncr, preuß. Adel S. 19. Taf. 20- — Kncschke, deutsche Grafenhäuscr. — v. H.z Meiling, Johann Jakob, wurde am 18. Juni 1776 in den Adelstand erhoben. sR.T.A.R.j Mellingen. Stammort Ober- oder Unter- oder Ender- Mettin gen bei Stellingen. Eberhardus de M. 1112. Mcttingh, ein aus den überrhcin. Landen abstammendes Geschlecht, ans dem Mcnco (Menniuö) M. fürstlich isenburg. (nach Andern gräflich sayn-wittgenstein'schers Reggs.- oder Hofrath, am 31. Juli 1744 in den Adelstand erhoben und Mcnco Heinrich M., gräflich isenburg. Hofrath, am 4. Mai 1766 von Kaiser Josef II. gefreit wurde, fv. Lang 187. — v. Hefuer, preuß. Adel S. 55. T. 70; bayer. Adel S. 47. T. 47; frankf. Adel S. 6. T. 5. — R. T. A. R. - Frhrl. Taschenb. v. 1857. — v. Ledebur II. 10». Mett — Meu 43 III. 309. — v. Zedlitz. — Bayer. Wappcnbuch III. 66. — Kneschke, Wappen IV. — v- HZ Mellnitz, steyermärk. Ritter, die von 1165—1589 vorkommen. sSchmutz II. Sil. — v. HZ 1. Metz, Mez. Der Hauptmann des baden-durlach'schen Kreisinfanteriercgimcnts, Karl Albrecht v. M., wurde 1761 in den Ritter- und Freiherrnstand erhoben. Welcher Familie er angehörte, kann man nicht sagen. sR. T. A. N. — v. HZ 2. Metz, Josef Andreas, kais. Dircktorialhofkonzipist, wurde 1796 geadelt. sM. v. M. 225. - v. HZ 3. Metz v. Thalheim. Der Oberamtsrath Kristof Josef M. wurde im I. 1787 mit „Edler v. u. zu T." geadelt und 1799 in den Ritterstand erhoben. >M. v. M., Erg. 378. — v. HZ Mchburg, Mezbnrg, ein ritterliches und freiherrl. Geschlecht, das in den vorderösterr. blanden begütert ist, vorher Metzger hieß, und zu den Patriziern zu Fr ei bürg gehörte. Aus diesem erhob Kaiser Leopold I- den Joh. Georg IV., Stadthauptmaun und k. Postmeister zu Brünn in Mähren, mit dem Beinamen „Edler v. M." im I. 1699 in den Neichsritterstaud, und Kaiser Karl VI. erhob dessen ältesten Sohn Karl Josef, welcher im Jahre 1792 auch zum böhm. Ritter ernannt wurde, am 24. Dez. 1714 in den Reichsfreiherrustand, worüber das Diplom, mehrere Nachrichten von seiner Dcscendcnz, sowie das ritterl. u. srhrl. Wappen bei Leupold, I. Thl. 3. B. 491 — 94, in Abdruck befindlich ist. fM. v. M. 76. l3l; Erg. 79. 178. — Taschenb. der frhrl Häuser 1854Z Ein Sohn des Johann Georg v. M., auch Joh. Georg genannt, vermählte sich mit Maria Regina, einer Tochter des k. k. Hof- Kricgsraths Zacharias MariofoluS Campfmühlncr v. u. zu Laugenhalsen auf Marspachzell, ward von Leztercm an Kindesstatt angenommen, fügte seinem Namen den Namen Campfmühlncr bei u. nannte sich C. v. M. sv. Hoheneck, Beschreibung von Oberosterreich I. 683; Anhang S. 2. — Kneschke, Wappen HZ Der Advokat Krist. Augustin M. zu Grätz soll nach M. v. M., Erg. 379, im Jahre 1737 geadelt worden sein. Ob er zu einer Seitenlinie der vorgenannten gehört, ist nicht bekannt. Der M. mit demselben Vornamen kann cS nicht sein, welcher des Johann Georg IV. Enkel war, denn dieser ist schon als Freiherr im Jahre 1754 gestorben, sv. HZ 1 Melzdorf, ein in der Altmark, in der Mittelmark und in Mecklenburg seßhaftes Geschlecht, welches mit Hanns v. M. im I. 1659 ausgestorben ist. sSiebmachcr III. 140. — v. Ledebur II. I60Z Metze», ein rhcinländ. Geschlecht, aus welchem mehrere Mitglieder 1854 im preuß. Kricgshecre stehen, sv. Ledebur II. >60. — Bernd QXXXl. 162Z Metzcndorf, s. Jurisich. Metzenhausen, ein rheinländisches, schon im Jahre 1197 vorkommendes Geschlecht, dessen gleichnamiges Stammhaus im BreiSgau unweit Frciburg liegt. sv. Hattstein I. 383 u. f. — v. Meding II. n. 552. — Gauhe I. 1611. — Zedier XX. 1469. — Humbracht, Tab. 85. — Fahne I. 281. — v. Ledebur II. 166. — v. HZ Mellrich, österreichisch. Adolf v. M. war 1857 Rcch- nungsaccessist bei der Monturkommission zu Venedig. 1. Metzger, k. böhm. AppellationSrath zu Prag, wurde im Jahre 1715 in den Rcichsritterstand erhoben. sR.T. A. RZ 2. Metzger. Der Doktor der Medizin, Kristof Daniel M., wurde im I. 1725 in den ReichSadelstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 378. — v. HZ 3. Metzger, Joh. Georg, des fränk. Kreises Münzwardein, wurde 1746 geadelt. sR.T. A.N. — Genealog. StaatShdb. v. 1748. S. 327Z 4. Metzger v. Mcggcnhofcn. Joh. Zacharias M., kurbayer. Hofkammerrath zu Traunstein, erlaugte 1741 mit obigem Beinamen den Reichsritterstand. Sein Sohn Mar Emanuel Freiherr v. M. Edler Herr v. Mcggcnhofen, kurbayer. Rcgierungs- Nath, suchte 1744 um Aufnahme in die Reichsritterschaft nach; es fehlte aber an der Begüteruug. sNcbmann, Adelsarchiv, Mspt. — N. T. A. R. — v. Hcsncr, -s- bayer. Adel S. 21. T. I7Z 5. Metzger v. Wicdcntnng. Ter fürstl. konstanz'sche geheime Rath Jakob Nikolaus M. wurde 1751 mit dem Beinamen v. W. in den Neichsritterstaud erhoben. sR. T. A.RZ Wahrscheinlich war solcher ein Sohn des 1746 geadelten Joh. Georg M. Mctziger, Mcziger, Johann Kristof, des Deutschmeisters Erz- Herzog Karl zu Oesterreich geh. Rath uud Kanzler, wurde 1621 geadelt. sR.T. A.RZ Mctzing, soll eine adliche Familie in Kurhcssen sein, sv. Hefner, Hess. Adel S. 19Z -s Melzingen, alte schwäb. Ritter, welche von 1975 bis 1398 auf ihrem gleichnamigen Schlosse im Württemberg. O.A. Urach blühten. sGriesinger 899Z Metzkcr, s. Co klar. Metzlcr, eine schles. Familie. sSinap II. 897Z Andreas M., aus den kais. Erblanden, wurde 1623 geadelt. sSiebmacher IV. 129. - R. T. A. N. — v. HZ Mctzncr. Der lün eb urg'sche Rcchtsgclehrte Leonhard M., welcher als Holstein. Rath in Kopenhagen im I. 1629 gestorben, wurde von Kaiser Ferdinand II. geadelt. sZedler XX. 1411. — Lüderscn's Sammlung. — v. HZ Mctzrad, Metzrode, Mezrad, eines der ältesten sächsischen, ob er lau sitz'scheu und sch lesischen Geschlechter, das viele, und nach der Aufzählung Carpzov's a. a. O., 52 Dörfer nach und nach besessen hat, auch zum Thcil noch besizt. sSinap l. 639-44. II. 867. — Carpzov's oberlans. Ehrent. II. 266— 233. — Joh. Tr. Flösscl's Beitr. der Fam. Gesch. v. M.; in oberlausitz. Nachl. 1771. S. 282. 1772. S. 281. — Siebmacher I. 166. n. 16. — v. Ledebur II. 166. — v. Hefner, sächs. Adel S. 39. T- 43. — Gauhe I. 1611-13. - Zedlcr XX. 1411-25. - v. HZ Milderte v. Mnnslicrg, Lorenz, kais. Diener, erhielt 1623 Adelsbestätigung. sR. T. A. RZ Meudings, Nikolaus, Franz, Peter und Engelbert, Brüder, erlangten 1682 die Neichsadelswürde. sR. T. A. RZ 1. Meiner, Wolfgang, kais. Obcrstlieutenant, erhielt 1635 Adelsbestätigung. sR-T.A.RZ Vcrgl. Maurer. 2. Meiner, ein Geschlecht, welches ursprünglich aus Oesterreich stammen und zur Zeit der Hussitenkriege nach Hamburg gekommen sein will. Im I. 1744 kaufte sich solches in Holstein an. Heinrich v. M., herzoglich braunschweig-lün eburg'scher Legationsrath und Domkapitular zu Hamburg 1745, erhielt seinen Adel vom Reichsverweser bestätigt, und wurde die Familie, welche 1631 Wappenbestätigung erhalten hatte, 1754 in den Reichs- Ritter- und Freihcrrnstand erhoben. sR- T. A- R. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1855Z 6* 44 Mm — Meh 3. Meiner, ein im Salzburg'scheu wohnhaftes Geschlecht. Der salzburg. geh. Rath und Gesandte Joh. Matthäus v. M. wurde am 23. März 1736 in den Neichsfrciherrnstand erhoben. sR.T. A.RZ Ob derselbe vielleicht ein Abkömmling des holsteiner Geschlechts ist, weiß man dießorts nicht. Meurcrs, ein rheinländ. Geschlecht, welches zu Adenau im Regierungsbezirk Koblenz angesessen ist. sBernd TXXX1I. 163. — v. Ledebur II. 10IZ Mcuron. Diese Familie stammt ans Neufchatel (Neuenbürg) in der Schweiz. Der Adel deS Abraham und Abraham Heinrich M., Mitglieder des großen Raths in Neufchatel, ward am 3. Dez. 1789 erneuert. Der Adel des Theodor, Peter Heinrich, Karl Simon Franz und Felix Heinrich M. wurde schon am 11. Nov. 1763 durch ein besonderes Adelsdiplom bestätigt. Stefan M. ist am 11. Januar 1711 geadelt worden. Vor 1836 wurde die Familie in den Graseustaud erhoben. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 101. — v. HI Mcurs, eine adliche Familie in den Niederlanden, aus welcher sich ein Mitglied 1836 nach Jauer in Schlesien gewendet hat. Auch im preuß. Kricgsheere befinden sich Offiziere v. M. Uebrigens sind dieses Namens zwei verschiedene Wappen: 1. Drei Kleeblätter; 2. gevicrtet, 1. u. 4. F. qnergetheilt, oben ein Baum, unten ein Fisch; 2. n. 3. g. F. zwei schw. Querbalken, sv. Ledebur II. 113Z Das Geschlecht mit dem 2. Wappen schreibt sich Mörs und gehört zum frankfurter Adel. (v. Hcfncr, frankfurter Adel S. 8. T. 7. — v. Zedlitz.) Menschlich, Meusebug, s. Meisebug. 1. Mensel, Wilhelm Ludwig, Hauptmann, wurde am 5. Febr. 1773 in den preuß. Adclstand erhoben. In früheren Zeiten nannten sich seine Vorfahren Musculus, daher ihr Wappen drei hintereinander laufende Mäuse zeigt. (Vehse, Gesch. des preuß. Hofes und Adels, Vorrede S. XXIII. — Kncschke, Wappen IVZ 2. Meulcl v. Mtersberg oder Dittersbach, eine schles. Familie. Anton M., Hauptmann v. d. A. und Plazmajor in Silber - berg, hat 1794 den ihm mütterlicher Seits gebührenden Adel vom König von Preußen mit der Erlaubniß erhalten, sich M. v. R. zu nennen, sv. Ledebur II. 131. s Meilsge», eine alte obersächs. Familie, die von 1533—1653 vorkommt. sGauhe I. 1314 n. f. — v- HZ Meusncr, Andreas, fürstlich n a ss an-Hadamar'scher Rath, und sein Stiefsohn Johann Kristof Jungen, k. span. Gesandtschaftssekretär beim wiener Hofe, erlangte nm's I. 1656 den ReichSadelstand. sR- T. A. RZ Meuffebach, von (Meubach), eine sächsische u. schle fische, auch voigtländische adliche, nachher frhrl. Familie, deren an die Herzoge von Sachsen, nachher an die Stadt Buttelstädt gelangtes Stammschloß im Voigtlande gelegen ist. Am 26. Jan. 1693 erlangte die Familie die Freiherrnwürde. (Seifert, Bcschr. von 24 Familien 133—38. Dessen Genealogie 373. — Sinap I. 037 n. f. — Siebmacher I. 144 n. 4. — v. Gleichenstein, Stemma familiae Mcnscdachianae, in dessen Beschreibung des Klosters Burgelin S. 120. — Albin, Historie der Grafen v. Werthcrn tili. — v- Meding III. n. 529. — v. Hefner, nassauer Adel S-8. Taf. 8. — v. Ledebur II. I0l. — Frhrl. Taschenb. v- 1861. — v. H. — Gauhe I. I0l3. — Zedier XX. t455 u. f. — v. Ucchtritz, Geschlechtscrz. I. Tab. 68. 69. — Hörschelchann's Samml. I. 52- 53. — v. Zedlitz.) Meuter, s. Maurer. Mcuthcn. Joh. v. M. erhielt 1629 Adelsbestätigung. (R. T. A. R.) Menttinger, Hanns, Kristof und Paul, in kaiscrl. Diensten, wurden 1619 geadelt. (N.T. A. RZ Ob es nicht Meittinger heißen soll? Mcvius. Anton Gustav v. M., Herr ans Zav rentin u. Kirchbogen dorf, starb 1837. sv. Zedlitz.) Joh. M., Bürgermeister zu Stargart, erhielt am 17. Nov. 1572 einen Wappen- Brief von K. Ferdinand I., das Recht, adliche Lehen zu bcstzen. Seitdem bedient sich die Familie deS Adels, sv. Ledebur II. 131Z Mcr, s. Mechs v. Port. Meybom, s. Meibom. Meycubcrg, ein fränk. Geschlecht, das im Jahre 1486 zu Bamberg turnirte. Johannes de Weyen berge, famulus, 1286 in einer walkcnrieder Urkunde. sGauhe II. 727. — v. HZ ß Meyenburg, Mayenbnrg, eine märkisch-brandcnbnrg. Familie; um 1533 bekleidete ein Mitglied aus diesem Geschlechte hohe Stellen. Dr. Kristof M., Minister des Kurf. Joachim II. von Brandenburg, scheint der Erwerber des Adels gewesen zu sein. sGauhe II. 726 u. f. — v. Ledebur II. >02. III. 309.) Meyenburg, Mayenbnrg, s. Mayer v. Mayenburg. Mcycnborff, Meiendorf, Meyendorp, ein holstein'sches, märkisches und magdeburg'schcs Geschlecht, das aber verschiedene Wappen hat. Sein Stammsiz lag im Magdeburg'schen. Aus diesem Geschlcchte sind die ersten holstein'schen Grafen entsprossen. Auch in Liesland ist das Geschlecht begütert. Aus ihm wurde Singer v. M. im Jahre 1346 unter dem Namen Klemens II. Papst. Er bekleidete aber kein ganzes Jahr diese Würde. (Nach Andern soll das Geschlecht, ans welchem der Papst stammte, im 17. Jahrh. erloschen sein, wornach es ein anderes gewesen sein müßte.) v. Firks gibt an, daß von den Meyen- dorff die v. Ucrküll abstammten. fHnpel, licfländ. Anz. Nr. 29. S. 258—66. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsceprovinzen S. 125. — v. Ledebur II. 102. — W. Wagncr's Bcschr. der v. Meyendorf, in dessen Adelsankunft. Magdeburg, 1581. 4.; bei dessen Ursprung u. Ankunft des uralten ritterl. Geschlechts der v. Alvenslebcn, ebcnd. 7 Bogen, und in Collection. opnsc. histor. Marchicam illnstrand. VI. I. — Gauhe I. 1015. — A. v. Meyendorf Beschr. seines Geschlechts. 1583. Mspt. Dessen Bekenntniß in den misch.' Nachrichten. 1722. 51. 357. — Hennigcs Genealog, familiar. nob. in Saron. p. 7-9 und i.V. — Hupel 1788. ^.258. - Sinap I. 637. II. 807. — v- Gleichcnstcin. - v. Bürgel >20. >21. — Dankwcrth, Descript. Slesvici et Holst, p. 146. — Zedier XX. 1479-81. — Siebmacher I. 178. n. 3. V. 150. n. 9. — Höpping, de jure infign. p. 434. — v. Meding II. n. 554- — v. HZ Meycnn, Kriegörath, wurde am 17. Februar 1768 in den preußischen Adelstand erhoben, sv. Zedlitz.) Möchte wol mit Mayenn einerlei sein. (Mecklenburg. Wappenbnch. — v. Ledebur II. 102. — Preuß. Wppb. III. 100. — Bagmihl III. T. XXII. - o. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. 15. T. 12. - Kneschke, Wappen I. 297Z t Mcycnthal, ein uraltes abgestorbenes fränk. Geschlecht, dessen im 14. Turnier zu Würzburg im I. 1255 gedacht wird. Die Familie besaß Tharau in Preußen. (v. Ledebur II. 102. — Hartmann's Sammlung. — v. HZ si Mcycimnild, Mechwald, Mehwald, zu Lobend au im Liegnitz'schen, ein altes schles. Geschlecht, das im 14. Jahrh. vorkommt und 1659 abgestorben ist. Mey — Meye 45 fSinap I. 633. 633. — Gauhe l, 1615. II. 768. — Siebmacher I. 68. — v. Mcding Ii. n. 555. ^ v. Ledebur Ii. 164. — v. Ludwig, Neliq. Mspt. VI. 476. 503. - Zedier XX. 1481. - v. Hst 1. Meyer, Kurt, Rittmeister, wurde im 17. Jahrh. geadelt. Er starb als zelle'scher Geueral. Es scheint, daß die Familie mit seinem Sehne Karl Ludwig v. M- zu Thedinghausen erloschen ist. fv. d. Knesebecks 2. Meyer, Joh. Adam, kais. Salzamtsverwaltcr in Schlesien, wnrdc 1692 in den Adclstand erhoben. fR. T.A. Nst 3. Meyer, Franz, gewesener knrmaiuz. Zollschrciber zu Gernsheim und Keller zu Burgjosa und Hausen, wurde von Kaiser Leopold in den Adelstand erhoben. DaS Diplom wurde um's I. 1712 ausgefertigt. Sein Sohn Joh. Georg war Reichs- Hofrathskanzlist. fR. T. A- Nst 4. Meyer, Samuel Sebastian, Oberstlieutenant bei Bruden- brock, wurde am 16. Mai 1729 von Preußen geadelt, v. Zedlitz, Ad.Lcr-, gibt daö Wappen. fv. Ledebur II. 162. — Prcuß. Wppb. IV. Ist 5. Meyer, eine ursprünglich Mecklenburg angehörigc adliche Familie, aus welcher mehrere Offiziere im preuß. Heere stehen, fv. Zedlitz.f Heinrich M., der Stadt Bremen ältester Bürgermeister, welcher 1743 geadelt wurde, mag der Stammvater dieser Familie sein. fv. Ledebur II. 192. III. 399st 6. Meyer, Andreas, Bergmeister in Sachsen, wurde 1747 geadelt. fR. T.A. Nst 7. Meyer, Johann Joachim, Major bei Kleist-Husaren, erlangte am 29. Okt. 1769 den preuß. Adelstand. fv. Zedlitz, Ad.Lex., wo das Wappen. — v. Ledebur II. 162. — Preuß. Wappcnbuch IV. Ist 8. Meyer, eine adliche Familie in Pommern u. Mecklenburg, aus welcher mehrere Offiziere im prcuß. Heere standen, fv. Zcdlitz.f Sie wurde am 3. April 1771 geadelt. fv. Ledebur II. 162. — Preuß. Wppb. IV. Ist 9. Meyer, Daniel Wilhelm, Präsident der süd prcuß. Regierung, wurde am 2. Okt. 1776 geadelt. fv. Ledebur II. >62. - Preuß. Wppb. IV. Ist 19. Meyer- Geadelt von Preußen am 2. Okt. 1786. ! Wappen bei v. Zedlitz, Ad. Lexikon. 11. Meyer, Kristian Heinrich, großherzoglich litthauischer Obcrstwachtmcister, erlangte 1788 den Rcichsadelstand. jR. T A. R.f 12. Meyer. Geadelt am 6. Juni 1789 von Preußen. Wappen bei v. Zedlitz, Ad. Lexikon. fPreuß. Wappb. IV. 2. — v. Ledebur II. 162. III. 369st 13. Meyer, Meyern, Johann Anton, aus dem Hildeö- heim'schen stammend, und verheurathet mit einer angesehenen Frankfurterin, Kaufmann, wurde 1789 mit seinen Brüdern von Kaiser Josef II. in den Adelstand erhoben. Sein Sohn Johann Friedrich v. M. ist als Dichter bekannt, sowie auch als Theologe. Er kaufte sich in Frankfurt an und starb 1849 als Appell- und Kriminalgcrichtspräsidcnt, auch Bundestagögcsandter von Frankfurt. Vermählt war er mit einer v. Zwackh und hinterließ 5 Kinder, jv. Hefncr, frankf. Adel S.8. T. 7; daher. Adel S. 97. T. >16. S. 93. T. 116 Meyern. - A. A. Zeit. 1849. Nr. 47st 14. Meyer, Kristian Daniel, kais. russ. Major, und seine beiden Brüder Heinrich Rudolf Gotthard und Joh. Anton wurden 1789 geadelt. fR. T. A. R. - Kneschke, Wappen Illst 15. Meyer. Geadelt am 7. Juli 1798 von Preußen. Wappen bei v. Zedlitz, Ad. Lexikon. fPreuß. Wappenbuch IV. 2. — v. Ledebur II. 162.j 16. Meyer, eine andere Familie, geadelt von Preußen am 6. Juli 1798. DaS Wappen gibt v. Zedlitz im Ad. Lexikon. fPreuß. Wappenbuch IV. 2. — v. Ledebur II. I62st 17. Meyer, Kristof, in Wien, wurde im I. 1817 geadelt. fM. v. M. 228. - v. Hst 18. Meyer, auf Czarnotul im Großherzogthum Posen, um 1823. Wappen: Gozdawa. fv. Ledebur II. 193st 19. Meyer, Bernhard, gewesener Staatsschreibcr zu Luzern, wurde 1854 von Oesterreich geadelt. fA. A. Zeit, von I854st 29. Meyer v. Festcimnild. Der österr. Offizier M. wurde 1841 mit v F.geadelt. fE. Sst 21. Meyer v. Icrgcrshof, Anton Peter, wurde im I. 1777 geadelt. fM. v. M., Erg. 379. — v. Hst 22. Meyer v. Kuona», ein altadlichcs Geschlecht im Kanton Zürch, welches seit 1363 daselbst eingesessen ist. Das Stamm- Haus ist die Burg Knonau. Rudolf M. v. K. ist der Stamm- Vater — im 13. Jahrh. lebend — von dem die Geschlechtörcihe ununterbrochen diplomatisch gewiß bis zur Jeztzeit fortgeht. fv. Ledebur II. 163. — v. Zcdlitzst 23- Meyer v. Mcycrfeld, Heinrich, erhielt am 3. Sept. 1797 den böhm. Adel. fv. Hst Wilhelm Ludwig M. erlangte 1757 mit obigem Beinamen den Rcichsadelstand. fR.T.R.Ast 24. Meyer v. Mcyersbach, Melchior Kristof, erlangte 1684 den Adelstand. fR.A.T.Rst 25. Meyer v. Mcyersbach. Der Kommerzienrath Gottfried Joachim M. wurde im I. 1756 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 379st Die Familie zog 1768 nach Wien; im Jahre 1769 war sie in den Nitterstand erhoben worden. fSiebmacher, Supplein. X. 21. — v. dem Knesebeck. — M. v. M., Erg. 178. - R. T. A. R. - v. H. — Kneschke, Wappen IV. 296st 26. Meyer zu Polling, Hieronimus, GutSbesizer zu Pollingen w., aus Aarau in der Schweiz, erhielt vom König von Bayern am 23. Mai 1814 den Adel. fv. Lang 447. — v. Hefner, bayer. Adel S. 97. T. 116. — v. Hst 27. Meyer». Icgclmrg, eine reichsritterl. Familie in Schwaben. Der fürstlich thnrn- u. taxis'sche geh. Rath u. Leibarzt Franz Xaver Maier oder Mayern oder Meyer wurde am 23. Juni 1769 mit v. S. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. fR. T. A. R. — v. Krahne II. 346. - v. Hst 28. Meyer v. Mach. Der Lieutenant Ernst Karl Will). M. wurde am 3. März 1791 mit dem Namen M. v. II. geadelt (von Preußen), fv. Ledebur II. 163. III. 369. — Preuß. Wppb. IV. 86 .j Meyer, f. Ehrenstein; Meyenburg. Mcycrcich, Mcyrenz, ein preuß. Geschlecht, welches daselbst 1716—1784 begütert war. fv. Ledebur II. 163, ohne Wappen-Angäbest 1. Mcycrseld, Maycrfeld, eine sonst adliche, jczt gräfliche Familie in Westfalen u. Liefland, welche sich ehemals Lingen v. M. schrieb. Aus diesem Gcschlechte wurde Johann August M. am 1. März 1714 und sein Bruder Woldcmar am 18. Aug. 1819 in den schwed. Grafenstand erhoben, f Gauhe II. 728. — Suea Nikes fol. 29. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 163. III. 316. — v. Hst 2. Meyerseld oder Maycrfeld, eine in neueren Zeiten, etwa 46 Mehr — Mich um 1798, in den Adclstand erhobene kurhcss. Familie, die ehedem Maicr hieß, und aus welcher der Regierungspräsident zu Fulda, nachheriger Bundestagsgesandter, Wilh, August v. M. hervorging, sv. Hefner, Hess. Adel S. 19. Taf, 2l.f Mcycrhos, eine adliche Familie in Schlesien, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 193.f Mcycring, ein Hess. u. westfäl. Geschlecht, das König, III. S. 19, irrig Mcyernig schreibt. sZedler XX. 1593-f Daselbst ist auch das Wappen angegeben, welches noch in keiner Samm- ' n lung steht. Es ist der Länge nach gespalten, daS vordere Feld gelb, das Hintere weiß. Mitten auf dem Schild breitet sich ein r. Kreuz aus, in dessen 4 Winkeln 2 r. Rauten schräge nach des Schildes Ecken wärts stehen. Auf dem Helm ein paar Büffel- Hörner, roth, gelb u. weiß querüber abgethcilt. sGottfr. Behrcnd im Mspt. des Adelsherold.f Die v. M. kamen im 17. Jahrh. aus Westfalen nach Brandenburg, f». Ledebur II. 193. — v. H.f Mcycritschhoftr ». Mcycrbcrg. Philipp Oswald M., der niederöste rr. Landrechten Weisboth, wurde 1799 mit obigem Beinamen in den rittermäßigen Adclstand erhoben. sR- T. A. N.f Mcqcrlc, Mayerle. Die Gebrüder Joh. Leonhard und Peter M., Kaufleute zu Bötzen, wurden wegen ihrer ausgebreiteten Handelsgeschäfte im Jahre 1791 geadelt. sM. v. M. 228.f Die Familie ist bei der tiroler Landschaft eingeschrieben, iv. Hefner, tiroler Adel S. 11. T. 13; Erg. Bd. S. 25. — v. H .f 1. st Meyer», Maiern, ein auSgestorb- lüncburg. Geschlecht, von dem v. Meding nicht weiß, ob es aus dem Lüncburg'schcn weggezogen oder gestorben sei- fSiebmacher. — Lüdersens Samml. — v. Meding III. n. 531. — v. H.f 2. Meyer», eine noch eristirende Familie dieses Namens, auch im Braunschweig - Lüneburg'schen begütert. Dr. Johann Gottfried M-, geh. Justizrath in Hannover, Sohn des ba streu th'schen Kammerdirektors Johann Simon M., wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geadelt. Sein Sohn Johann Wilhelm Felizitas v. M. war hannöv. General, sv. d. Knesebeck. — Lüdersen's Samml.— v. H.f Vgl. M. v. Hohenberg. 3. Meyer», Mastern, ein adliches Geschlecht, welches in dem Kanton Steigerwald das Gut Nietfeld bcsizt. Johann Heinrich v. M., fürstl. Württemberg., dann anhalt-bernburg'scher Hofrath, war 1717 bis 1779 Konsulent beim Kanton Rhön- Werra und auch Reichsvogt in Schweinfurt. Sein Sohn Simon Friedrich war gleichfalls rhön-werra'scher Konsulent. fSiebmacher, Suppl- 1.5. IV. 1. — Nebmann, Adelsarchiv, Mspt.f 4. Meyer» ». Hohenburg. Der König von Preußen hat 1815 oder 17 dem Oberstlieut. v. M. zu Glatz die Erlaubniß ertheilt, den Namen M. v. H. zu führen. sE. S.f Die Familie stammt von Johann Simon Meyer, geh. Rath in Bayreuth, welcher von Kaiser Karl VI unter Aendcrnng des Namens in Mestern 1715 geadelt worden ist. Sein Vetter Joh. Anton M., Postmeister in Bayreuth, wurde 1736 gleichfalls in den Adelstand erhoben. Der Herzog von Sach sen-Ko bürg ertheilte der Familie 1854 die Freiherrnwürde. Oesterreich erkannte die Freiherrnwürde in dem Hauptmann Leopold M., genannt v. H., 1855 an. Das Gut Hohenberg liegt in der Altmark. sv. Zedlitz. v. Ledebur II. 193. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1855. — v. Hefner, preuß. Adel S. 55. T. 70; bayer. Adel S. 93. T. 116; sächs. Adel S. 14. T. 13. — Taschenb. der frhrl. Häuser <860, wornach die Familie aus Böhmen stammen willst 1. st Mcycrs und Mcysoui, zwei österreichische, wahrscheinlich erloschene Familien, von denen Einige im listen u. 14ten Jahrhundert vorkommen, wie aus v. Ludwig, Reliq., Mspt., IV. p. 166. 168, zu ersehen. sZedler XX. 1515 u. f. — v. H.f 2. Mcycrs, Friedrich Wilhelm, preuß. Oberst, wurde am 5. März 1749 geadelt. fPreuß. Wappenbuch IV. 2. — v. Ledebur II. I93st 3. Mcycrs, eine am 5. März 1749 in den preuß. Adelstand erhobene Familie, sv. Zcdlitz.f Mcyersboch, s. Meyer v. M. Mcyhcrr. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ward der schwedische, nachmals braunschweig - lünebu r g' sche Oberst, Znlezt lothring. General Anton Mejcr mit v. Mest Herr in den Adelstand erhoben, sv. dem Knesebecks f Mcyliligcr (Mailinger). Im Schild zwei Wecken nebeneinander. Konrad M. zu Kösching in der baster. Landtafel 1499. Schrieben sich auch v. Schönlingsberg. Mcyr v. Mcyregg, s. Mayr v. M. Mcyraser u. Mcybcrg. Johann M., kais. österr. Lieutenant, wurde 1829 mit v. Mestberg geadelt. sE- S.f Mcysstubug, s. Meisebug. — Mcyssing, s. Und er ein er. Mcywald, s. Meyenwald. 1. Mcggcr, Martin, erhielt 1639 die Adelswürde. sR. T. A. R,f 2. Mczgcr, Johann Georg, Postmeister in Brünn, wurde 1699 geadelt. sR-T.A.R.f Mcsthursch, s. Schaschek. Megkcr, Heinrich Albrecht, kais. Hofkammerkanzlist, wurde 1624 geadelt. sR-T.A.R.f 1. f Mehner (Mäzner), altbasterisch. Magd. v. Behring, eine geb. v. M., des Peter v. D., bayer. Kanzler zu Landshut, Frau f- zu Salzburg am 9. Febr. 1634 (sein Schild im Sparren mit drei Löwenköpfen belegt). 2. Mezncr». Jalhausc». Der dänisch -deutsche Kanzler Leonhard M. wurde 1621 mit v. S. geadelt. sR-T.A.R.f MezMana, s. Hölzer. MiacMsky. Der Graf Jgnaz M. erhielt im I. 1893 die Reichsgrafenstandsbestätigung. sM. v. M., Erg. 22. — v- H.f Miari, italien. Grafengeschlccht. Alexander Conte M. war 1835 Deputirter bei der k. k. österr. Delegation zu Belluno. Miaskowski, eine altadlichc Familie im Herzogthum Posen, sv. Zedlitz.f W.: Boncza. sv. Ledebur II. 194. III. 319.f 1. Michaei. Dcmoisclle Wilh. Dorothea M. zu SSudershausen wurde für ihre Person am 5. Sept. 1825 geadelt. Ihr Bruder ist es nicht, sv. Hefner, schwarzburgcr Adel S. 59. T. 4.f 2. Michael, Otto Leopold Theodor Ferdinand, August Georg Karl, August Hanns Friedrich Alexander und Joh. Heinrich Ludwig Erdmann, Gebrüder, Gutsbesizer und Landstände im Herzogthum Mecklenburg-Strelitz, wurden 1844 von Oesterreich geadelt. sE. S. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15. f 3. Michaei ». Engclshcim. Hermann M., Regent der gräflich althan. Herrschaften, wurde 1685 mit v. E. geadelt. fR. T. A. R.f 4. Michael )« Fraakennohe. Diese Familie hatte von Maxi- Mich — Micr 47 milian II. am 1t). Scpt. 1570 einen Wappenbrief und von Ferdinand III. am 13. Mai 1652 einen Adelsbrief erhalten und wurde als adlichc Landsassen in Bayern am 29. Nov. 1752 ausgeschrieben, fv. Lang 418. — v. Hefner, bayer. Adel S. 93. T. IIb. — v. H.) 1. Michaelis, Kristian Wilhelm, preuß. Kapitän im Regiment Graf Henkel, wurde am 3. Dez. 1786 geadelt. W.: Gespalten, vorn in S. ein schw. Adlerflügcl, hinten in B. ein geharnischter Arm mit Degen. fPreuß. Wppb. IV. 3. — v- Ledebur II. >»4. — v. Zedlitz. — Kncschke IV. 290.) 2. Michaelis, Friedrich Kristian Wilhelm, Rittmeister bei Wolki-Husaren, wurde am 30. Aug. 1787 von Preußen geadelt. W.: In B. ein mit 3 Sternen belegter g. Schräglinks- Balken. sPrcuß. Wappenb. IV. 3. — Bagmihl III. T- XX XIII. — v. Ledebur II. >04. — v. Zedlitz.) Die Familie ist in Pommern begütert. lKucschke, Wappen !. 297. III- 485.) 3. Michaelis, eine am 2. April 1808 in den prcnß. Adelstand erhobene Familie. W.: Geviertct mit Mittelschild; dieses gctheilt in R. u. S. und darin ein w. Roß; im 1. u. 4. bl. F. ein s. Hufeisen, im 2. u- 3. s. F. ein schw. fliegender Rabe mit g. Ring im Schnabel. sPrcuß. Wppb. IV. 3. — v. Ledebur II. >04.) Die Familie ist in Preußen angesessen. sKneschke, Wappen IV. s Michalini ». Traaenftld. Der Hauptmann Johann M. wurde im I. 1798 mit dem Beinamen v. T. geadelt. ^ sM. v. M., Erg. 379. - v. H.) Michalitsch, Michael, erhielt 1560 Adelsfreihcit. fR. T. A. R.) 1. Michalkowski, mit dem Wappen Wieniawa, ein im Herzogthum Posen seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur III. 310.) 2- Michalkawski. In preuß. Diensten steht ein Staats- Anwalt und ein Hauptmann v. M. 1854. W.: Koscienzyk. s sv. Ledebur II- >04.) Michalovich. Joh. v. M. stand 1857 als Oberlieutenant im 3. k. k. österr. Kür. Regiment. Michalowski. Im preuß. Heere stehen 1854 mehrere Offiziere V-M. Die Famiiie ist in Preußen angesessen. W-: Jasicnczyk. sv. Ledebur II. 104.) Auch im österr. Militärdienste befand sich 4857 ein Franz v. M. Michalski, ein Posen'sches Geschlecht. Wappen: Rola. s sv. Ledebur II. >04.) 1. Michel». Giittcaihai. Franz M., sürstl. fürstenbcrg'schcr Rath und Obcramtmann, wurde um's I. 1739 mit v. G. geadelt. i sR. T. A. R.) 2. Michel v. Michelsbcrg. Georg M., in kaiserl. Diensten, wurde 1650 geadelt. sR. T. A. R.) st Michclfeld, ein ausgestorbenes schwäb. Geschlecht, welches seinen Siz am Kocher -- unfern Hall — hatte. Schild gespalten, vorn r., hinten schw. n. w. gewürfelt. sCrusius, schwäb. Chronik I. 301.804. — Griesinger 893. — Siebmachcr V. 255.) Sic sollen später den Namen Lamp arter v. Namspach angenommen haben. Micheli, Michael, in Diensten bei der kais. Gesandtschaft zu Rom, wurde 1718 geadelt. sR. T. A. R.) Michclnun»! ». Mansbcrg. Joh. M., braunschweig-lüne- burg. Oberamtmann zu Förste, wurde 1694 mit v. Mansbcrg geadelt. sR. T. A. R.) Michclnstci», stammen ans der Gegend von Stein am'Rhein. Reginhard de M. kommt 1101 vor. 1. Michels, Michel, im Pommer'schen und auch in der Grafschaft Mark seßhaft, sv. Krohnc II. 346 u. f. — v. Ledebur II. >04.) Eigentlich ein soester Patrizier- u. Salzjunkergeschlecht. sv. Ledebur III. 3>0. — v. H.) 2. Michels, Theodor Josef, Hauptmann im 5. Inf. Regiment, wurde 1824 von Bayern geadelt- sv. Hefncr, bayer. Adel S. 98. Taf. >16.) Michendorf. Dieses schles. Geschlecht scheint nach der Aehn- lichkeit der Wappen mit den v. Danewitz Eines Ursprungs zu sein. s Sinap I. 642. — Siebmacher I. 61. n. >4. — v. Meding I. n. 542. — v. H.) 1. st Michelsjicrg, eine ausgestorbene braunschweig-lünc- burg'sche Familie, die sich aber meist mit dem b schreibt. sLüdersen's Sammlung. — v. H.) 2. Michclsperg, ein tiroler, zum Theil frhrl. Geschlecht. sSiebmachcr III. 33. n. >0. — v. H. — v. Meding III. n. 532.) Michich ». Freudenfcld. Der österr. Oberlieutenant Ant. M. wurde im I. 1764 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M. 223. - v. H.) Michicl, italien. Grafengeschlecht. Dominikus Graf v. M. war 1835 k. k. österr. Kämmerer, Gubcrnialrath und Delegat zu Beluno. Vielleicht Eines Stammes mit Michieli. Michicli, Karl, österr. Linienschiffslieutenant, erhielt 1855 die Bewilligung, den Titel „Conte" führen zu dürfen. sOesterr. Milit. Schema» von >855.) Michlc ». Mnthftld. Der Hauptmann Georg M. wurde im I. 1773 mit dem Beinamen v. Muthfeld geadelt. s.M. v. M., Erg. 379. - v. H.) Michlensdorf, s. Miller. st Mich»» ». WowMova, Wohcnhofcn, insgemein Weitzen- hofen. Georg Wilhelm M. v. W., k. Rath :c., der Kaiser Ferdinand II. im I. 1632 zur Fortsezung des Krieges 100,000 st. verehrte, wurde in den Freiherrn-, sein Vetter Paul Albert, geh. Rath, in den Grafenstand erhoben. Der Graf Martin, Nachkomme des Paul Albert M., ursprünglich niederer Herkunft, hat um das I. 1729 sein männliches Geschlecht beschlossen. Martin JaroSlar v. M. wurde am 7. Juni 1663 in den Freiherrnstand erhoben. sTaschcnbuch der gräfl. Häuser >844 u. f. — Weingarten'« Fürstcnspiegcl 276—9l.— Hartmann's Samml. — Gauhe I. >0>5u. f.) Die Brüder Martin Michael, Johann Wenzel und Wenzel Ferdinand M. wurden im I. 1711 in den böhm. Grafcnstand erhoben. )M. v. M., Erg. 22. — Vchse, Gesch. des österr. Hofes und Adels III. >09. — v. H.) st Michorowski, Schiliol) - M. Von diesem Gcschlechte gibt v. Ledebur, II. 104, »ur das Wappen an. Michowit), Methewitz, Mechawitz, eine sch lesische Familie, welche wahrscheinlich aus Polen stammt. Die v. M. kommen schon 1234, 1295, 1352 und 1358 vor. sSinap I. 642. — v. H.) Mickasfniovich v. Kchlaiigenseld. Der österr. Oberst u. Kommandant Michael M. und dessen Bruderssohn Arentius wurden im I. 1760 mit dem Beinamen v. S. in den Freiherrnstaud erhoben. sM. v. M. 7l. — v. H.) Miöchofch, s- Mikosch. Micrander, s. Mi kr an der. 48 Micz — Mih Mistka v> Löwcnart. Der Hauptmann LukaS M. wurdc im Jahre 1798 mit dem Beinamen v. L. geadelt. HM. v. M. 228. - v. Hst f Middachtcn, ein altes cleve 'schcS Geschlecht, welches in der Mitte des 17. Jahrhunderts ausgestorben ist. sv. Ledebur II. 105. — Sicbmacher Vst Middelburg. Der Reichshofrathsagcnt Johann Heinrich M. wurde im I. 1739 in den Neichsadelstand erhoben. IM. v. M., Erg. 379. — v. Hst Vergl. Mittebnrg. Micstkowski, ei» im Großhcrzogthum Posen u. in West- Preußen angesessenes Geschlecht. Wappen: Zag lob a. sv. Ledebur II. 105. III. 3l0st Miccstnikowski, eine preußische, zu Sag sau angesessene Familie, sv. Ledebur II. 195. III. 31 Ost W.: Lubicz. Miedet, eine 1814 in Bayern eingetragene adl. Familie, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 98. T. ltti.j Micg, Benedikt Friedrich, geistlicher AdministratiouSrath in Heidelberg, erhielt von K. Rudolf II. im I. 1582 den Adel, welcher am 11. Mai 1792 vom Kurfürsten Karl Theodor bestätigt wurde, sv. Lang 448 u. f. s Matthäus M. war 1697 Reichs - KammergcrichtSbcisizcr; Karl M. kurpfälz. Resident im Haag; Johann Ludwig kurpfälz. geh. Rath und 1652 Wahlgesandter. Der Großvater war geistlicher Administrator und der Bater des Benedikt Friedrich ebenfalls, sv. Hefncr. bayer. Adel S- 98. T. 116. — ».Ledebur II. 108.— v. Hst Der fürstlich leining. geh. Rath Bened. Friedrich Alb. M. zu Amorbach wurde am 11. Nov. 1818 als Ritter und Edler immatrikulirt. sv. Lang, Suppl. 123. - v. Hst Minkowski, auf T h y m a u in Preußen, sv. Ledebur II. 195. III. 319st Wappen: Prawdzic. Micla^ewski, im Posen'schen seßhaft, sv. Ledebur III. 310, ohne Wappen-Angäbest Miclccki, eine alte polnische u. posen'sche Familie, welche gleichen Ursprung mit denen v. Aulock in Schlesien haben will. Die Familie hat bedeutende Besizungen in Polen und stand zur Zeit des poln. Wahlrcichs in den höchsten Ehrenämtern, sv. Zedlitz, woselbst eine ausführliche Beschreibung zu finden ist.s Miclencki, eine im Großherzogthum P os cu begüterte Familie. Wappen: Ciolek. sv. Ledebur II. 105. III. 310. 3I2 .s Miclinski, auf Plugawice. Wappen: Wezele. sv. Ledebur II. 105. III. 310st MiclMski. Die Grafen v. M. stammen aus Polen und wurden in den Grafcnstand erhoben. Wann? Daö prachtvolle Schloß Paulwitz bei Lissa gehört denselben, sv. Zedlitzst Wappen: Nowina. sv. Ledebur II. 105. III. 3l0. — v. Hefncr, prcuß. Adel S. t9. T. 2lst Micnskowski, ein westpreuß. Geschlecht. W.: Odrowonz. sv. Ledebur II. 105st Miento. König Friedrich I. von Preußen bestätigte am 24. Juni 1797 den Adel des Fabian v. M., Sekretär des Königs von Polen, sv. Ledebur II. 107. III. 310. — v. Zcdlitz .s Micr. Der geh. Rath Josef M. und dessen Bruder Johann wurden im I. 1777 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 22. — Taschenb. der gräfl. Häuser 1836 u. f. — v. Hst Microszemski, ein poscn'schcö Geschlecht. W.: Jastrzembiec. Verschieden von Miroschewski. sv. Ledebur II. III. III. 3IIst Micrski, eine in Litthauen begüterte Familie, wovon Mitglieder in p r eu ß. Diensten stehen, sv. Ledebur II. 195. III. 311st Wappen: Bialynia. Micistc.jcwski, ein im vormaligen Südpreußen seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur III. 311 , ohne Wappen - Angäbest Micistewski, im Großhcrzogthum Posen seßhaft. sv. Ledebur III. 311, ohne Wappen-Angäbest Mierstnski, im Großherzogth. Posen. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. I05st Mierzwinski v. Mierswin, wahrscheinlich ungarisch. Jgnaz M. Edler v. M. war 1857 Hauptmann im k. k. österr. Jnva- lidenhaus zu Erlau, wohnt zu Ofen. Micsitschcck. Die Familie stammt aus Böhmen, wendete sich aber in daö Posen'sche u. führt den Beinamen v. Wischkau. Durch Adoption 1789 M. v. W., gen. v. Strobschütz. sv. Ledebur II. 105. III. 311. — v. Zedlitz. — Dorst, schlcs. Wppb. II. I30st Miesl v. TrcnciistM. Fr. M., Bürgermeister zu Wienerisch - Neustadt, wurde 1836 mit v. T. in den österr. Adclstand erhoben. sE. S.s Micslick v. Hirschoff. Joh. Brzetislaw M. v. H. wurde am 4. Mai 1643 in den Freiherrnstand erhoben. sM. Sst Micffugk ». Hyrffowa, Signmnd, erlangte im I. 1639 den Freiherrnstand, sv. Hellbach, Sammlst Ob Mieslick v. Hirschoff und Miessugk v. H. etwa einerlei Familie sein möchten? Messt v. Zcitciseii, Johann Nepomuk, Oberzehendner zc. in Böhmen, wurde wegen großer Verdienste im I. 1787 mit dem Beinamen v. Z. geadelt. sM. v. M. 228. — v. Hst Miesskowski, ein posen'schcs Geschlecht, sv. Ledebur III. 311, ohne Wappen-Angäbest Michel, Mitzel, Mitchel, ein ans Schottland stammendes Geschlecht, welches sich in der Altmark ankaufte, dann nach Westprerrßcn sich begab u. am 26. Oktober 1775 vom König von Polen einen Adelsbricf erhielt, sv. Ledebur II. 196st Miglhst, ein uraltes gräfl. Geschlecht, das in Ungarn und in der Schweiz begütert ist, und dessen Adel Kaiser Rudolf im Jahre 1578 bestätigte, sv. Hefner, tiroler Adel S. 12. T. >3. t4. — v. H. — Siebmacher IV. 24. Taf. — Tyroff I. Taf. 104. u. 3. - Sicbenkces I. 89-91. — v. Krahne I. 2. Th. 347-49. — Allgem. genealog. u. stallst. Hdb. I. 685. — Genealog. Hdb. d. d. Grafen. 1825. 5. 29. 1836 u. sst Miglio, wurden im I. 1658 steyer. Landmänncr u. Ritter. Karl v. M., kais. Rath und Hofzalmeistcr, wurde 1664 in den Frciherrnstand erhoben. sR. T. A. R. — Schmutz II. 546. — v. Hst Mihailomch Doig, Hauptmann, wurdc im I. 1773 geadelt. sM. v. M., Erg. 379. — v. Hst MiholiK. Johann v. M. war 1857 Hauptmann im 48sten k. k. österr. Inf. Reg. Miholohy, ungarisch. Julius v. M. stand 1857 als Ober- Lieutenant im 32. k. k. österr. Inf. Regiment. MilMovits ii. ISraoistli u- Görstcn. Ludwig M. v. O. u. G. war 1857 Untcrlieutcnant im 6. k. k. österr. Ulan. Reg. Mihlsty v. Aliinls, sicbcnbürgisch. Joh. M. v. A. war 1835 Beisizer bei der Gerichtstafel zu Maros-Vcksarhely. Mihälyi de Dologsalva, siebenbürgisch. Nikolaus M. de B . stand 1857 als Obcrlieutenant im 5. k. k. österr. Jnf.- Rcgimcnt. Mit Vorstehendem vielleicht Eines Stammes. Mih — Mil 49 Mihiö. Stefan v. M. befand sich 1857 unter den unangc- stcllten k, k. österr. Generalmajors aufgeführt; zu Gratz. Mihicl. Klaudius Saint M. wurde am 24. April 1760 geadelt. sR. T. A. R.) Mihlendorfv. Manteufel, auch oft nur v. Manteufel genannt, eine sächsische, jczt auch preußische frhrl. Familie, welche von dem k. poln. und kursächs. geh. Kabiuetsministcr Ernst Kristof Grafen v. Manteufel, der 1749 ohne männliche Nachkommen starb, abstammt, und zwar von einem natürlichen Sohne desselben, erzeugt mit Einer Namens Mihlendorf, den der Graf v. Manteufel in den Frciherrnstand erheben und ihm seinen Namen beilegen ließ. Derselbe war kursächs. Major, starb 1803 und hinterließ aus seiner Ehe mit N. v. Hartig männliche Nachkommenschaft. Aus derselben wurde Gottlieb Josef v. M. am 25. Aug. 1790 vom rhcin. Rcichöverweser gegrast, sv. Hefner, bayer. Adel S. 15. T. 9; auch preuß. Adel S- 54. T. 69. — Tyroff, Wappcnw. lt. 75. n. 3. — v. Wolframitz, Cell. z. Genealogie, Heraldik u. Adelsgesck., Mspt., in der wolfendütt. Bibliothek, sol. III. 132. — Sächs. Wppb. IV. >«.s Mihicr, Kristof, kais. Gcstütmeister in BLH inen, wurde 1655 geadelt. sN.T.A.R.j Mikcffiö. Adolf Edler v. M. stand 1857 als Unterlieutenant im 22. k. k. österr. Inf. Regiment; wahrscheinlich einerlei mit Gustav v. Mikcssich, österr. Major 1857. Mikesfich, Michael, kais. österr. Major, erlangte 1829 den ungar. Adelstand. sE. S.j Mikhollitsch v. Nofcncgg. Der Postmeister Anton M. in Zcngg wurde im I. 1792 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M. 228. — v. H.j 1. Millich v. Do)kamen. Der Hauptmann Martin M. wurde im Jahre 1797 mit dem Beinamen v. B. geadelt. jM. v. M., Erg. 379. - v. H.j 2- Millich v. Nottberg. Dem kais. österr. Major Emcrich M. wurde 1841 der Adelstand mit v. N. erthcilt. sM. S.) Miklaszcwski, auf Zoleg im Posen'schen. W.: Ostoja. sv. Ledebur II. 1964 Midlich v. Siran sscnfcld. Der Pens. Obcrlicnt. Simon M. wurde im I. 1802 mit dem Beinamen v. S- geadelt. sM. v. M., Erg. 379. — v. H.j Mika v. Hidvög, ungarisch. Graf Stefan M. v. H. wurde 1817 k. k. österr. Kämmerer. Mikorslli. Die Grafen v. M. sind eine am 5. Jnni 1304 in den Grafcnstand erhobene poln. Familie; ein Mitglied war Regierungspräsident in Posen, sv. Zedlitz. — V .Ledebur II. 106. III. 3lt. — Preuß. Wppb. I. 7l. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 19. T. 21.j Mikos v. Tarradhaza. Ladislaus M. v. T., kais. österr. Staats- und Konfcrenzrath, wurde 1828 in den Frciherrnstand erhoben. sM. S.j Vielleicht Eines Stammes mit Mikosch. Mikosch. Johann M., Mickknsch, Mickhosch, des Erzherzogs Karl Kammerdiener, wurde 1621 in den Adelstand erhoben. sN. T. A.N.) Johann Ludwig M. wurde im I. 1707 in den böhm. Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 178.) Der Finanz- und Konfercnzrath Bernhard Georg M. wurde im I. 1719 in den Frciherrn- und im I. 1721 in den Grafcnstand erhoben. sM. v. M. , Erg- 22.79.— Tyroff, Wappcnw. II. 268.— v. Zedlitz. — v Ledebur II- >96. III. 311. — Dorst, fehles. Wppb. n. 455. — v. H.s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Mikovctz v. Minkcvih. Anton M. Ritter v. M. war 1857 k. k. österr. Rittmeister beim 8. Gend. Regiment. st Mibrandcr, Micrander. Wilh. v. M. ,'kais. Oberst, erhielt 1663 Wappcnbcsscrnng. Georg Adolf v. M. wurde 1683 (oder 1682) vom Kaiser in den Frcihcrrnstaud erhoben u. von Preußen in demselben Jahre anerkannt. Man findet sie auch mit dem Beinamen v. Schwarzenstein angeführt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 194. — R. T. A. R.s Mills». Daniel v. M. stand 1857 als Kadct im 5. k. k. österr. Inf. Regiment. Mikuli. Andreas Ritter v. M. stand 1857 als Unterlicut. im 8. k. k. österr. Ul. Regiment. Vielleicht gleichen Stammes mit Mikulitsch. Mikulitsch. Der galiz. Gubernialrath Franz Michael M. wurde im I. 1785 zum Ritter mit „Edler von" ernannt. sM. v. M. 131. — v. Ledebur II. 196. Mikulicz-Radccki. — v- H.s Mit», ehemals Mühlen, Mylen, Milcn, ein in den preuß. Staaten sehr verbreitetes adliches Geschlecht, wovon eine Linie das erfurter Patriziat besaß, sv. Zedlitz.) st Millich. Der Stammvater dieser Familie war Kristof M ilach er, Kontrolleur bei dem böhm. Grenzzollamt«: zu Tauß, welcher 1653 geadelt wurde. Sein Sohn erlangte 1688 den Ritterstand. Der Gubernialrath Kristof Ernst v. M., Kreis- Hauptmann, wurde 1796 in den Freiherrnstand erhoben. Mit seinem Sohne erlosch das Geschlecht. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1849. — M. v. M. 71. - R. T. A. R-j Milaezewski, eine westpreuß. Familie. W.: Koraz. sv. Ledebur II. I96.j st Mligsheim. August MilagiuS M., anhalt'scher Kanzler, wurde im I. 1678 von Kaiser Leopold unter dem Namen M. geadelt. Die Familie ist wieder erloschen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 196. III. 311. — v. H. — v. Mcdina II. n. 556. — Beckmann, auhalt. Hist. VII. 249. Tab. 8. n. 13.s 1- Milan, vielleicht einerlei mit Milano. Joh. Viccdomuö dc M., erhielt nm's I. 1697 Bestätigung der reichsfreiherrlichen Würde. Seine Voreltern verließen 1494 Mailand, wo sie von dem uralten Geschlcchte der Viskonte abstammen, begaben sich in die span. Niederlande und dann nach Utrecht, wo sie sich ankauften. sR.T.A.R.) 2. Milan v. Carpanc. Der Kaufmann Hieronimus M. zu Vicenza wurde im I. 1817 mit „Edler v. C." geadelt. sM. v. M., Erg. 379. — v. H.j Milancs, österreichisch. Johann Edler v. M. war 1796 Kreisingcnicur bei der nieder österr. Obcrbaudirektion n. Wolfgang v. M. 1835 k. k. Generalfcldwachtmeistcr und Fortifikations- Dircktor zu Prag. sWicncr Adreßbuch 1796.) Milano, Marchese a Santo Gcorgio, Joh. Dominik, wurde im I. 1731 wegen seines alten Adels in Neapel u. Sicilicn in den NeichSfürstcnstand erhoben, und erhielt zugleich daö Recht, Münzen der größern Gattung mit dem k. Adler auf dem A. und mit seinem fürstl. Wappen auf dem N. prägen zu dürfen. sM. v. M. 6. — v. H.j Milbachcr. Die Brüder Josef, Kasimir und Ferdinand M. wurden im I. 1817 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 178. — v. H.) Vcrgl. Mülbach er. Milbe, Mülbe, von der, eine alte preuß. Familie. sKöhne, 7 50 Mil — MM Samml. — Gauhe II. 723. — Mecklenburg. Wppb.) Man sehe Mülbe. Milbitz, s- Milwitz. Milium,, s. Müller v. M. Milbus, Valentin, erlangte 1654 den Reichsadelstand. >R. T. A. R- i Milchliiig v. u. zu Schöllstatt, ein ob er Hess., am Lahnstrome und im Paderborn'schcn begütertes Geschlecht, dessen Stammsiz Schönstädt unweit Marburg ist, und mehr unter dem Namen v. S. als v. M. vorkommt, auch von folgendem ganz verschieden ist. sEsior's Ahnenprobe Tab. X. — Siebmacher I. 135, n. 15. — v. Meding l, u, 543. — Kuchcnbccker, Analect, Hast. Coll. II. — Zedier XXI. 849. - v, Hefncr, Hess. Adel S. 20. T.2l. - v. H.s Mitchtiilgcli Schätzbar, ursprünglich auch ein Hess. Adel, der sich aber aus Hessen nach Franken wendete, das feste Schloß Wilhclmsdorf kaufte, Burch-Milchling nannte und sich davon, M. S. genannt, schrieb. Man zählt das Geschlecht auch zum rhcinländ. Adel, welches in Ob er Hessen begütert ist. sHumbracht 140, t4t. 161; derselbe hielt cS nicht für ausgestorben. — v. Hattstcin, R.W. III, 478 — 88. — Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 60-64, - Gauhe I, 1652, - Zedier XXXV, l7ll. — Neues gencal, Hdb, 1777, S. 148-50. 1778, S. >87, — v. Hefncr, Hess, Adel S, 25. T. 28, — Estor's Ahncnprobe Tab, III, 282. — Siebmachcr I. S. 106, n, 113. — Salver 446, 460. 474. 495. 635. — v, Meding I. n, 544. — v. H.s Milda v, Leukersdorf, Milde, ein um Zittau auf Eylau u, Leukersdorf angesessenes Geschlecht im Anfange des 17. Jahrhunderts. Die Familie wurde von K. Maximilian II. um 1566 in den Adelstand erhoben und besaß Niedcrleutersdorf. sKneschke, Wappen IV.s Wappen? sv, Ledebur II. 167.) Milde v. Hclfcnstci», Franz M. v, H. war 1857 k.k. österr. Major beim Polizciwachkorps. Mildcnbcrg, s. Benigni. Mitdeiihaiis, s. Millost. Mitdenheil», s- Zorn. Mildeuhos, österreichisch. Josef v. M. war 1796 Rath bei dem k. k. triester Stadt- und Landrecht. Wiener Adreßbuch l796,s Mitdcnitg, ein altes pommer'sches Geschlecht, das auch in Mecklenburg gewohnt und das in diesem Lande liegende Schloß dieses Namens erbaut haben soll. fMicrälius 507. — Gauhe 1,1018. — Sicbm, V. 166. n. 4, — v, Meding II. n. 558. — Zedier XXI. 18t, — v. Ledebur II, 107, III. 311, — v, H,j Mildenste, s. Gr oll er. st Mildenstcin, meißnischer Adel, dessen Schloß u. Rittergut dieses Namens an der Mulde gelegen, der aber seinen Untergang schon in dem ersten Jahrzehcnd des 13. Jahrhunderts durch drei Brüder fand, die sich gegen den erwählten Bischof von Meißen empörten und dafür ihre Güter und Adelstand verloren. Mbncr, Hist. Mit, P. 8. 800 seq. — Gauhe II, 729 u. f. — v, H.s Mildcnstcin, s, Jtz. st Mildncr v, Mildcnbcrg, Miltner v. Miltenberg. Georg M. wurde am 3V. Juni 1666 vom Kaiser geadelt; er war Stadt- Kämmerer zu Breslau. Wappen? sv. Ledebur II. 167.) st Mite, Miel, ein am Rhein seßhaft gewesenes Geschlecht, welches um 1336 erscheint. sFahne II. 95. — v. Ledebur II. 167.) Im Schild ein Kesselhakcn. Milccki oder vielmehr Milcnki, ein polnisch-posen'sches Geschlecht, woraus 1854 ein Lieutenant im prcuß, Heere stand, sv, Ledebur II, 107. III. 3lt,s Wappen: Ciolek. Milcndonc, ist eine Herrschaft, von der sich mehrere Familien nach u. nach benannten. Die ersten Besizer waren freie Dinasten, welche einen Querbalken im Schilde führten. Sie standen unter den Herzogen von Jülich, was sie aber nicht anerkannten. Die zweiten Besizer waren die Mirlaer, Mirlo. Sie ließen im 15. Jahrh. (nach 1467) ihren Familiennamen fallen und behielten den v, Milendonc bei. Sic führten drei schw, Balken in G. Es scheint, als ob das Geschlecht im Anfange des 17. Jahrhunderts ausgestorben sei. sSicbmacher II, 168, s Ein drittes Geschlecht führte einen Sparren im Wappen und zwischen den Schenkeln eine Kugel. sFahne I. 283, II, 95.) v. Ledebur, II, 167, handelt vom zweiten st Geschlecht, st Milcs, eine ausgestorbene lüneburg, Patrizicrfamilie. i Büttner, Stamm - u, GeschlcchtSrcgistcr. — Lüdersen 's Sammlung, - v, H,j Milcfi. Simon Edler v. M. wurde im I, 1778 Ritter. iM. v, M . Erg, 178, - v, H.) Milcwstu- Dieses Namens gibt es drei Geschlechter: I. Ein posen'sches mit dem Wappen Slepowron, auf Swierkowice. II. Das Geschlecht der v. d, Mülbe-M. Siehe Mülbe. III. In Westprcußen mit dem Wappen Pomian. sv, Ledebur II, 107, III. 3II,s Miicwskq, s, Milkuschitz. Miiich, Der Gutsbcsizer Johann M. wurde im I. 1719 mit „von" in den böhm. Ritterstand erhoben- jM. v, M,, Erg, I78,j Aus derselben Familie wurde Joh, Theofil M. am 11. Juni 1743 in den preuß. Adelstand erhoben. Das Geschlecht ist in Schlesien angesessen. sPreuß, Wappenbnch IV. 4. — Sinap II. 811. — v. Ledebur II, 107. — v. Zedlitz, — Zedier XXI, 194. — v. H.s Milie'ski. Heinrich v. M. stand 1857 als Hauptmann beim 26. k. k. österr. Inf. Regiment. Miiik Ii. Pcrnikgrad. Der k. k. österr. Major in der Armee und Bürgermeister von Carlo witz, St. M., erlangte 1862 den Adelsstand mit v. P. sA. A. Zeit., Jan. 1862.) Mitiiis, verschieden von Mylius. Sie sind beide ganz verschiedenen Ursprungs, werden aber oft miteinander verwechselt. Hier ist die Rede von denen v. Milius. Der Stammvater ist der k, dänische und gräflich Oldenburg. Rath und Landrichter zu Knip Hansen, Hermann M., welcher im I. 1652 in den Neichsadelstand erhoben wurde. Zu den Abkömmlingen desselben gehören jene v. M., welche in Dänemark und mehreren andern Ländern leben, und welch lcztere irrig von einigen Schriftstellern als aus einer voigtländ. Linie der dän. M. angegeben werden. Im Voigtlande hat es eine Familie v. M. gegeben. Diese dän. M. führen im Wappenschilde einen Winkelhaken und einen Griff mit der Laterne. Zu dieser Familie mögen auch die noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Württemberg vorkommenden v. Mylius gehört haben, insofern sie nicht Abkömmlinge des 1767 in den rittermäßigen Adelstand erhobenen Franz Mylius waren. Sie führten gleiches Wappen mit den dän. M. Gustav Heinrich v. M. erlangte 1789 den Freiherrnstand mit dem Beinamen v. Gnade nfcld- Er war Oberst des schwäbischen Kreises und Württemberg. Flügeladjutant, auch Obcrwcgdirektor, Mili — Milo 5t Im I. 1813 lebten noch zwei Brüder v. M- in Württemberg; der eine war Generalmajor, der andere Oberst, später Stallmeister in Tübingen, beide unvcrmählt, u. starben nm 1850. Wappen: Getheilt mittels vier Oncrbalkcn, oben ein liegender rechter Winkel, unten ein Winkelmesser. Ans dem Schild drei Helme; links ein Adlerslügcl, rechts ein geflügelter Greif, der einen Stern hält; in der Mitte drei Blumen auf drei Stielen. fTaschcnb. der freiherrl. Häuser für 1849. S. 531. - R-T. A. R. - Siegclabdrnck.f Vergl. Mylius. f Militz, eine von K. Maximilian II. im I- 1568 geadelte Mecklenburg. Familie, die mit Kristof Ulrich M. im I. 1725 ausgestorben ist. fv. Meding II. n. 559. — v. H.f Misjcmch v. Nengradiska. Der österr. Oberst w. Joh. M. wurde im I. 1761 mit dem Beinamen v. N. geadelt. jM. v. M. 229. - v. H.f MilKa«, ein altes meißnisches u. schlesisches Geschlecht, daö ursprünglich aus Polen stammt. Ein Zweig hat sich in neuesten Zeiten — von 1808 an — auch nach Württemberg gewendet. Friedrich Wilhelm v. M-, k. preuß. Kammerhcrr, auf Schwede, Stedin gS mühle w., wurde vom pfälz. Reichs - Vikariat am 17. Juli 1730 in den Grafenstand erhoben. Er starb 1794 ohne Nachkommen. sJakobl, genealog. Handb. auf 1809. Th. 2. S. 281. — Cast, Adelsb. von Württemberg. — Dorst u. I. A. Tvroff, Württemberg. Wappeubücher. — v. Ledebur ll. 106. — Siebmacher I. 152. — v. Hefncr, fächs. Adel S. 39. T. 44; württcmb. Adel S. 16. T. 21. - Sinap I. ti42 u. f. II. 809. - König I. 647—71. — Throff I. 60. Ausg. n. 4. - Gauhe I. 1016-13- — v. Krohne II. 349—55. — v. Meding II. n. 558. — Zedier XXI. 165. — v. H.f Milkowski, auf Macewo im Posen'schcn. W.: Pruß I. fv. Ledebur II. 107.f Millwwsln, v. Habdlink, Emil, war 1857 Unterlicutcuaut beim österr. Flottilienkorps. 1. Milluischitz v. Milcwskq. Der Großhändler Stanislaus M. in Krakau wurde mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 228. - v. H.f 2. Mlluschitz v. Miltowskq. Der galiz. Güterbesizcr Jgnaz Franz M. wurde im I. 1818 in deu Nitterstand erhoben. sM. v. M. 131. — v. H.f Mach, s. Mi lach. Miau, österreichisch. Franz v. M. war 1796 k. k. Truchscß. Wiener Adreßbuch 1796.f Miiiauer. Der FcldkriegSkommissär M. wurde im I. 1791 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 228. — v. H.f Müldorf, s. Müllner. Millckich v. Corlovzgzad. Der Handelsmann G. M. in Mitrowitz erlangte 1855 den österr. Adelstand mit v. C. fA. A. Zeit. v. 1855.f Milicuau, Johann Ferdinand, wurde am 30. Sept. 1700 in den böh m. Frciherrnstand erhoben. fM. S.f Millcnliurg, s- PostrcchowSky. Millenkoviö. Konstantin v. M. war 1857 Obcrlicutenant im 53. k. k. österr. Inf.Regiment. Georg v. M. Hauptmann im 62. Inf. Reg. Stefan v. M. Unterlicutenant im 37. Inf. Reg. Wahrscheinlich Eines Stammes mit Millenkowich v. Zsabar. Millenkowich u. Zsaliar. Stojan M., Handelsmann zu Pan- sowar, wurde 1829 in den ungar. Adelstand erhoben. sM.S.f 1. Miller, Johann Heinrich Kristian, herzoglich Württemberg'scher Hus. Lieutenant in Ludwigsburg, wurde 1777 geadelt. Er war später General und einer seiner Söhne, Moriz v. M., Gcnerallicutenant und KriegSminister 1850 n. f., vermählt mit einer v. ^Grundherr. fJ. A. Tyroff, Württemberg. Wappb. — v. Hefncr, württ. Adel S. 16 T. 22. — R- T. A. R.f 2. Miller, Franz, erhielt 1787 ein NeichsadclSdiplom und Wappcnbcsserung. sR. T- A. N-f 3. Miller. Der bayer. Appellationsgerichtsadvokat Josef M. in München erhielt am 3. Mai 1819 ein AdclSdiplom. fv. Hefncr, bayer. Adel S. 98. Taf. 117. — v. H. — v- Lang Suppl. I24.f 4. Miller zu Äichholz, ein tiroler immatriknlirteS Geschlecht, welches 1691 von K. Leopold I. den Adel erhielt. fv. Hefner, tiroler Adel S- 12. T. 14; Crg-Bd. S. 25. T- I0.f 5. Miller ». Altammcrthal. Johann Jakob M., Ncgiernngs- Kanzler zu Amberg, erhielt am 2. März 1680 von Kaiser Leopold ein Ritterdiplom mit Beifügung des alten Wappens der v. Rohr und für seine Person die Pfalzgrafenwürde. fv. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. 116. — Bayer. Wppb. VII. 26. — v. Lang 449. — v. H.f 6. Miller u. Huucnftls. Der österr. Reg. Rath A. Miller erlangte 1859 den Adel mit v. H. sA. A. Zeit., Juni 1859.f 7. Miller v. Lilicnlmrg. Veit Jgnaz M. wurde im I. 1707 mit v. L. in den Reichsadelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 178. 380. — v. H.f 8. Miller v. Michlcnsdors. Der Liccntiat der Rechte, Johann Georg M. zu Prag, wurde im I. 1733 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 360. — v. H.f Millcrsheim, s. Hauptvogel. Millcsi. Die Brüder Mathias, Simon und Josef M. wurden im I. 1769 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 380. - v H.f -s Millcsimo, eine aus Italien stammende Familie, die in Böhmen und Oesterreich begütert ist und im 17. Jahrh. in den Grafenstand erhoben wurde. sGauhe I. 1018 u. f. — Siebmacher, Suppl. VI. Tab. 6. Snppl- VIII. Tab. 3. — Taschenb. der gräfl. Hänser 1836 u. f. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — v. H .f Miltitz v. Mahlislmrg. Der kais. österr. Hofrath Johann Ernst M- wurde 1827 mit v. Mahlisburg geadelt. sE. S.f Milloradovich v. Hrabrcnovich u. Dubrave. Der österr. Hauptmann Hicron. M. und sein Bruder MoiseS wurden 1760 mit dem Beinamen v. H. u. D. geadelt. fM. v. M., Erg. 229. — v. H .f Millost o. Mildcnhaus, österreichisch. Josef M. Edler v. M. war 1835 Kameralbezirkskommissär in Trieft. Milljkcin, wurden im I. 1657 sicher. Landleute u. Ritter. sSchmutz 546. — v. H .f Millutinovich v. Milloosky. Der österr. Oberst Arent. M. wurde im I. 1796 mit dem Beinamen v. Millovsky geadelt. sM. v. M., Erg. 229. - v. H.f -s Milnrode, ein fränkisches, wahrscheinlich längst ausgestorbenes Geschlecht. fSchannat, Client. Fuld- 129. — v. Meding II. n. 560. — v. H.f Müodor, s. Altan aSkovicS v. M. Miloslawitz, s. Meloslaw. Milotskq v. Gnodciithai (Gnadensthall). Wenzel M. wurde im I. 1747 mit v. G- in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 178.f Der Landschaftssekrctär in Mähren, Anton 52 Milo — Mm Fcrd. M-, wurde im I. 1744 mit dem Beinamen v. Gnadcns- thall geadelt. sM. v. M.. Erg. 38V. - v. H.s Milovsky, s. Millatinovich. 'I- Milow, ein in der Mark Brandenburg begütert gewesenes Geschlecht, welches bald nach 1763 erloschen ist. sv. Ledebur II. 108, ohne W.-Aug.s Fürst Waldemar zu Anhalt nimmt „den crbarn knechte vnscn getruwen dyncr" Busso Milowen zum Vogte in Templin an 1353. Im Jahre 1485 erhalten die v. Stülp nagcl n. Fahrcnholz die Lehen der (abgegangenen?) v. M. Milowitz (Malowitz), ein schles. Geschlecht. Es kommt dasselbe 1317 —1425 im OclSnischen zu Mühlwitz vor. sSicbmachcr I. 145. — Sinap l. 643. — v. H.s Milser, Anton, der röm. Kaiserin Kammerdiener und Zal- Meistcr, wurde 1619 geadelt. sR. T. A. N-s Milsnig, Ritter deö Ordens St. Benedikti dcS portugiesischen Kreuzes, erhielt 1617 Bestätigung seines erwieseneu adl. Standes. sR. T. A. R,s Milsmon», Peter, knrköln. Kammerdiener, erlangte 1623 den Adelstand. sN.T. A.R.ss Miltitz, sächsischer u. pommer'scher Adel, der ehedem in Böhmen gewohnt hat und später in Sachsen, in der Ober- Lausitz, in Pommern, in Preußen und in Mecklenburg begütert war und ist. Der kursächs. Kammerherr, auch Hof- und Justizrath Moriz Heinrich v. M. wurde 1679 in den Rcichs- Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R. - v. Ledebur II. 108. — Bag- mlhl III. T. XXX I. — Siebmachcr I. 155. — v. Hcfncr, sächs. Adel S. 39. T. 44; prcnß. Adel S. 55. T. 70. — v. Glcichenstcin, Tab. 5. 31. — Seifert'« Ahnentafel 1712. — Sinap I. 643 n f. — Peckenstein, Theatr. Sax. I. 80-81. — Wappenb. in Mspt. — Albin, Hist. der Grafen v. Wcrthcrn 07. — Micrälius 506. — v. Mcding I. n. 544. — Spangenberg, AdelSspicgel II. — Gauhe I. 1019—21. — Hartmann's Sammlung — Zedier XXI. 240—57. — v. H.s Miltowskq, s. Milkuschitz. stMiltz, Milz, ein schon 1235 vorkommendes, aber am 22- März 1550 ausgestorbenes frank. Geschlecht. sBiedermann, B- Tab. 24t u. 243. - Salver 140. 246. 252. 263. 276. 315. 320. 330. 355. Tab. 17. n. 6V. 62. — Schannat, Client. Fuld. 129. — Siebmachcr II. 72. n. 15. — v. Mcding II. n. 56l. s Sowol in Preußen als in Oesterreich gibt cS Herren v. Milz, die jedoch verschieden von dem fränkischen Gcschlcchte sind. Guido v. M. war 1857 Kadet im 7. östcrr. Inf. Regiment, sv. Zedlitz. — v. H.s Miliitiiiomch ». Wcichseiburz. Der Gencralfcldwachtmeistcr Theodor M. wurde im I. 1816 mit obigem Beinamen in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 71. — v. H.s st Milwitz, Mibitz. Diese thüring. Familie, welche ehemals das im Gotha'schcn gelegene Dorf gleiches Namens besaß, starb am 29. Juni 1736 mit Robert Balthasar aus. Namen und Wappen fügten die nahvcrwandtcn v. Clemens den ihrigen bei. Siehe Clemens, genannt Milwitz. sv. Ledebur II. 108. — v. Gleichcnstein n. 57. — Nraltadl. milwitz'schc Genealogie mit einigen Anmerkungen bei Brückner III. 7s St. 72 u. f. — v. Zedlitz. - v. H.s Milzccki, Josef, wurde im I. 1783 galiz. Ritter. sM. v. M., Erg. 178. - v. H.s Milzetti, italienisch. Gräfin Hiaciutha v. M., geborne v. Marchctti, war 1835 Sternkrcuzordenödame. Mindilbcrch. Stammsiz MindeIberg, Landgericht in Bayern. S. de M. 1264 Zeuge in einer Urkunde Konrad'ö von Schwaben. Mindl, österreichisch. Franz Edler v. M. stand als Hauptmann 1857 beim östcrr. Artillcriestab. Mindors, ein stehcrmärk. Geschlecht, das am 22. Oktober 1629 in den Frcihcrrnstand erhoben wurde. Sein früherer Wappen - Brief ist von Kaiser Ferdinand. sSchmutz II. 546 u. f. — Krekel'« gcncal. Hdb. 1784. II. 284. — v. Meding III. n. 533. — Siebmacher II. 45. n. 5. — v. H.s Mine' v. Dictfurt. Der fürstlich salm-kyrbnrg'sche Hofrath Andreas Emil M. wurde am 10- Juli 1826 vom Fürsten von Hoh enzollern-Sigmar in gen mit v. D. geadelt und am 14. Juli 1827 in den Freihcrrnstand erhoben, sv. Ledebur III. 311, ohne Wappen-Angabc.s Minrlmrg, s. Wolf. — Mincnberg, f. Hartl. Minenfeld, s. Fritsch; Mattausch. Minenstnrin, s. Felir- Mincrbi, s. Kali man v. M. Minctti, Johann Baptist, wurde im I. 1717 in den böhmischen Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 178. — v. H.s st Minzen v. Lammersdorf. Wolfram Abraham M. in Schlesien erlangte am 17. Okt. 1634 den böhm. Adelstand, sv. H. — v. Ledebur II. 110. III. 3tl.s Minier, Ludwig, kais. östcrr. Hauptmann, wurde im Jahre 1839 in den Adelstand erhoben. sM. S-s Minighini. Die Brüder Joh. Dominik, Franz und Karl M. wurden im I. 1785 geadelt. sM. v. M., Erg. 380. — v. H.s Mininkcnlirrg, s. Hcllminger. Minihki z» Holtendorf, österreichisch. Regina M. zu R. war 1835 Stiftsfräulcin zu Hall in Tirol, wohnte zu Jglau. Mininffi, L. A-, Dr. der Rechte, kais. östcrr. Hofrath, erlangte 1850 den rittermäßigen Adelstand. sM. S.s Minkwitz, Minckwitz, Mingkwitz, eine märk. u. sächs. Familie, die zum Theil frcihcrrlich ist. Hanns Friedrich u. Hanns Kristof M. erlangten nämlich am 10. Okt. 1676 die frhrl. Würde mit v. Minkwitz bürg; diese Linie ist erloschen. Die Familie hatte einen sehr ausgedehnten Güterbcfiz in Sachsen, Brandenburg, Schlesien, Preußen, Böhmen, Mähren, Oesterreich und in Franken. sFrhrl. Taschenb. von 1857. — v. Hcfncr, sächs. Adel S. 39. Taf. 44. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 108. — Sinap I. 644. II. 381 u. f. — Spangcnberg, Adelsspiegcl II. 66. — Angcli a. a. O. — Kreystg, Bibl. Sar. 350. — Siebmachcr I. 164. n. 5. 27. n. 7. — v. Mcding I. n. 546 ». f. — Gauhe I. 1021—24. — Weingarten, Fiirstcnspicgcl.' — Knanth, ppodr. Misn. — Zedier XXI. 293 -300. — v. Hs Minnigcrode. Diese Familie entsproß aus dem Geschlechte der Riemen, deren Stammvater Don Otto Corrigia, ein Römer, war, welcher unter Karl d. Gr. gegen die Sachsen kämpfte und zur Belohnung seiner Tapferkeit das im Schwarzburg'scheu gelegene Gericht Allerberge (welches die Familie noch besizt) erhielt. UebrigenS hat sie beträchtliche Güter im Hannöver'schen u. auf dem EichSfeldc, und theilte sich in die M. zu Silkerode und zu Bockelnhagen, und zwar diese vor dem Schulenberge, auf dem Hohenhause, auf dem Obcrhof, auf dem Forstmeistershof und zu Wollershausen. sLüdersen'ö Sammlung. — Theodor v. Steinmetz hat eine Stamm- Tafel von diesem Gcschlcchte, in Theodor Steinmetz, Urspr. d. Römer. — Ußlar. — Lcuckfcld, Antiq. Poeldcns. 80. 137. — Harenberg Katlenburg , Histor. diplom. Ganderöh. Tab. 33. n. 3. — Gauhe II.' 730. — Letzner, dasscl'sche Chronik 172 — 75. — v. Krahne II. 355 —57. — Min — Mistr 53 v. Mcding l. u. 548. - Neues gencalog. Hdb. 1776 u. 1777. S. 128. 1778. S. 143 — 51. Nachtr. 78. — Siebmachcr I. 1711. n. II. II. 127. n. 7. V. 3V. Supplcm. n. 5. — Kncschke, Wappen II. — v. Hefner, schwarzburg. Adel S. 59. T. 4. — v. Ledebur >1. 110. — V.Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grvte, haundv. Wppb. — v. Hsi Minsingeii, s. Steiger. Minslngcr. Der Stabskirurg Andreas M. wurde im I. 1795 ^ mit „Edler von" geadelt. >M. v. M. 229. — v. Hsi Minslelien, ein braun schweig, und lüucburg. Geschlecht. Die Beschreibung des Wappens von einem Epitafio der v. Garssen- büttel im Lüneburg'schen gibt v. Mcding III. n. 534. sLüderseu 'S Sammlung. — v. Hsi Minus, Paul, kais. Edclknabenfechtmeister, erhielt 1623 ein Adelsdiplom. sR.T.A.N.s Minutolli, s. Menu v. M. Miouczyiiskl, ein am 2. Dez. 1688 in den Grafenstand erhobenes polnisch - poscn'sches Geschlecht. Die Grafenwürde wurde 1853 von Preußen bestätigt, sv. Ledebur II. 115.1 Wappen: Suchekomnaty. sp. Hesner, preuß. Adel S- 19. T. 21.1 Mirnbcl v. Trnchhoftn, Daniel Wenzel, wurde am 25. Febr. 1692 in den alten (böhm.) Nittcrstand erhoben. sM. SJ Miraberg, s. Oschtzadal v. M. Mirbach, Mirbeck, Merbek, Märbach, Mörbcch, Mirbech, Mirbich. sNobenS I. 351 — 6-1 Der Gutsbesizer und ehemalige kursäch s. Kapitän Friedr. Gotthard v. M. in Böhmen wurde im Jahre 1786 in den Ritter- u. 1791 in den Grafenstand erhoben. Die Familie gehört ursprünglich den Nhcinlanden an, wendete sich aber im 16. Jahrh. nach Kurland und Licfland. Schon 1585 war das Geschlecht im Jülich'schen mit 16 Anen anfge- schworen. Freiherrndiplome erhielt die Familie am 9. April 1529, am 19. Dez. 1663; böhm. Nitterstand 1786, böhm. Grafen am 6. Sept. 1791, preuß. Grafen am 15. Okt. 1845 mit Beschränkung, und als Grafen v. M.-Harf am 31. Mai 1855. Begütert war und ist die Familie in den Rh ein landen, in Pommern, in Kurland, in Böhmen. (Gräfl. Taschenbuch v. 1852. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 19. T. 21. S. 55. T. 70. — v. Zedlitz. — Tyroff II. 268. — Taschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels >848. S. 425. — Fahne I. 284, wo eine Stammtafel. II. 96. — v. Ledebur II. 110. III. 311. — Bernd, T. I-XXXII. 164. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 264. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsecprov. S. 159. — Kncschke, deutsche Grafenh. — Frhrl. Taschcnb. v. 1861. — M. v- M., Erg. 23. 179. — v. H.) s Mircndlwp, ein ausgestorbenes Mecklenburg. Geschlecht. Iv. Meding II. n. 562. — v. H.f Mirctzky u. Mirtcnscld. Der Obcrlieut. Sebastian M. wurde im I. 1616 mit obigem Beinamen geadelt. IM. v. M., Erg. 380. - v. H.j Mircmont, ein gräfliches, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammendes Geschlecht. Olivicr Graf v. M. war 1857 k. k. österr. Marinekadct. Miringen. Der Stammst; unfern Heigcrloch. Höch de Mi- ringin 1555. Mirkovich. Alexander Edler v. M. wurde 1818 zum kais. österr. Kämmerer ernannt. MiriiilNiii, ein im Clcve'schen um 1829 angesessenes Geschlecht. sBernd, T. I^XXXIII. 165. — v. Ledebur II. 110.) Minnm, s. Aussetz. Miroiis, Gebrüder, wurden 1569 in den Grafcnstand erhoben. sN. T. A. R.s Es scheint keine deutsche Familie zu sein. Miroslawski, im Großherzogthum Posen begütert. Wappen: Leözczyc. sv. Ledebur II. 115.1 Mirow v. Minkowski, galizisch. Joh. M. Ritter v. M. war 1835 Domherr zu Przemysl. Mirowitz, s. Radkowitz. Mirskoscn, s. Peyer. Mirtcnftld, s. Miretzky. Mirycvo, s- Jancovics. Misbach, eine adliche Familie in Pommern, welche am 25. Juli 1695 vom Kaiser den Adel und am 13. Sept. 1693 ein brandenburg. Anerkennungsdiplom erhalten hatte. Sie ist in der Neumark und in Westpreußen begütert. sKneschke, Wappen I. 298. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 109. — v. Ledebur II. >10.) Mischet ». Kaiserhnld. Der österr. Oberstlieut. Jgnaz M. erlangte 1853 den Adclstand mit v. K. sA. A. Zeit. v. 1853. — Oestcrr. Milit. Schemat. v. 1854.) Mischtiak v. Icharftnscld. Der Feldartillerieunterlient. Johann M. wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. S. geadelt. fM. v. M., Erg. 380. — v. H.s Misitschck v. Wischkau, eine adliche, in Polen, Böhmen und Schlesien einheimische Familie. Ein Zweig führt den Beinamen v. Strobschütz. sv. Zedlitz.^ S. Strobschütz. Miske v. Magiar-Cscsztoc, sicbenbürgisch. Josef Freiherr M. v. M.-C. war 1835 k. k. österr. wirkl. geh. Rath u. Präsident der siebenbürg. Hofkanzlei zu Wien. Miskiö. Eduard v. M. war 1857 Kanzlist zu Kostaiuica in der österr. Banatmilitärgrenze. Vielleicht gleicher Abstammung mit Miskich. Miskich. Franz v. M. war 1857 k. k. österr. Hauptmann im Geniestab. Miskolhy, ungarisch. Michael v. M. war 1835 kontrol- liren der Assistent beim Gold - und Silbcrcinlösungsamt in Ofen, und Stefan M. v. Roglatitza 1835 k. k. österr. Kämmerer. Mislovits, sicbenbürgisch. Josef v. M. war 1835 Aufseher bei der österr. Kontumaz Oy tos. Misscrou, Miseren, oder M. v. Lisonc, Oktavius, Johann, Ambros und Aureliuö, Gebrüder, kais. Diener n. Steinschneider, erlangten 1617 den Rcichsadclstand. sR.T. A. R.s Dionis. M-, kais. Schazmcistcr in Böhmen, und seine in kais. Kriegsdiensten stehenden Brüder Hieronimus Franz und Johann Ambrosius M. erhielten 1653 Adelsbestätigung mit der Vergünstigung, sich v. L. schreiben zu dürfen. sR. T- A. R-1 Wenzel Dionistus M. erlangte 1858 den altböhm. Ritterstand. sM. S-1 f Mistclliach, Mistelbeckhen, ein ehemal. Geschlecht in Bayern und Franken. fBiedermann, Geb. Tab. 337. — Salvcr 279. 426. — W. Hund I. 274. - Siebmacher I. 98. n. 3. 160. n. II. — v. Meding III. n. 536. — Hartmanu's Samml. — v. H.s -s MistruM-Fmiftilgcn, ein venetian. Geschlecht, welches aus Deutschland stammen soll. Am 14. Juli 1587 wurde das Wappen der Freysingen vom Erzherzog Karl von Oesterreich verändert. Ein Zweig der Familie ließ sich in Friaul nieder; sie erhielt von Venedig ein Jnrisdiktionslehen, um 1685, womit der Titel „Conte" verbunden war. Contc Marius M., k. k. Oberst, wurde am 23. Dez. 1831 in den österr eich. Grafenstand erhoben. Er starb 1858 ohne männl. Nachkommen. (Taschcnb. der gräfl. Häuser 1859.) 54 Misz — Mlad Miszcwski. Diese ndl. Familie gehört Polen an. Sic ist im Poscn'schcn begütert, so. Zedlitz.s Wappen: Prnß II. sv. Ledebur It. l l0. III. 3I1.s Mitdorf, Freiherren, welche ihr Wappen von dem ausgestorbenen Geschlcchte der v. Afp ach am 22. Okt. 1629 ererbt haben sollen. sSchmutz 546. — Frhr. v. Stadl IV. 510 u. f., wo der Wappen- Brief der v. M. abgedruckt ist. — v. H.s Mitesser v. Derocnt. Der Oberstlieut. Paul Josef M. wurde im I. 1813 mit dem Beinamen v. D. geadelt. sM. v. M. 229. - v. H.s Mithose». Am 7. Nov. 1639 ward der lanenbnrg'sche geh. Rath und Kanzler Hcktor Mithobius vom Kaiser mit v. Mithofen geadelt, sv. dem Knesebecks Am 5. Juni 1771 wurde diese Standcscrhöhung anerkannt, sv. Ledebur II. 119.s Mitis. Der Bergrath Wenzel Jgnaz M., Ferdinand M., Hofrath, Bernhard M., Nechnungsoffizial, und Franz de Paula M. wurden im I. 1789 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 131. — v. H.s Siehe auch Aichen am Ende. Mittcbcii, Mittlau, s. Mittlau. Mitlniaier, Johann, Kriegssekretär beim Grafen v. Tilli, wurde 1639 geadelt. fR. T. A- N.s Mitmcpcr v. Ptngotitz, ein schles. Geschlecht. sSinap I. 645. — Siebmacher 1.75. n. l. — v. Meding II. u. 563. — v. Zedlitz. — v- Ledebur II. Il2. — v. H.s Mitrovski o. Ncmifchcl, Freiherren in Böhmen, Mähren, Oesterreich und Schlesien, die aus Böhmen stammen, mit den Grafen Wratislau v. Mitrowitz in Kroatien fast einerlei Wappen haben, aber mit ihnen nicht verwandt sind. fBalbin, Mise. Bohem. Dec. 2. Lit. 2. — Sinap I. 645. II. 382. — Gauhe I. 1024 u. f. - v. Schönfeld, Adels - Schematismus I. 2I3.s Der österr. Oberstwachtmeister Frhr. Josef v. M. wurde im Jahre 1767, der Feldmarschall Maximilian Josef v. M. u. sein Bruder Joh. Baptist im I. 1769 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M. S. 25.s Ernst Mathias M. v. N. wurde im I. 1716 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 79. — Zedier XXI. 553. — Genealog. Archiv XXXVI. 549. — Taschcnb. der grast. Häuser 1844 u. f. — Jahrbuch des deutschen Adels 1848. S. 426. — v. Ledebur II. 112. — v. Hcfner, kraiuer Adel >L>. 14. T. 13. — v. H.s Mitrowitz, s- Wratislaw v. M. Mitfcho. Der Hofrath Franz Adam M. wurde im I. 1819 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 132. — v. H.s Mitschcfott, Mütschcsall, hießen vorher Seulingen, deren Stammhaus dieses NamenS in Niedcrsachsen liegt. sLeuckfeld, Antiq. Pealdens. u. Nutiq. Walkeuricd. — Spangcubcrg, Adclsspiegel II. — Siebmacher I. 171. n. 9. — Gauhe 1. 1025. — Zedier XXI. 554—56. — Lüdcrscn's Samml. — v. d. Knesebeck. — Grote, hanuöv. Wppb- — v. Ledebur II. l!2. 134. III. 311. — Dorst, schles. Wppb. n. 160. - v. Hcfner, prcuß. Adel S. 55. T. 70. - v. H.s Mitschke - Kolaniie- Der GutSbcstzer I. L. M. zu Breslau wurde am 4. Febr. 1846 mit dem Beinamen K. in den prenß. Adelsstand erhoben, sv. Ledebur II. 110. III. 311. s Mittelliiberoch, s. Schab. Mittcllinrg, eine fränkische, im vormal. Kanton Altmühl begüterte Familie. sBicdermann, Altmühl Tab. 227. — v. H.s Vcrgl. Middelburg. Mittelstadt, ein in der Provinz Brandenburg angesessenes Geschlecht, um 1759, das auch 1793 in Pommern begütert war. sv. Ledebur II. Ill.s st Mittcnwalde, auch Mittetwoldc. Daö Stammhaus gleichen NamenS liegt in der Uckermarck. DaS Geschlecht ist 1449 erloschen. sv. Zedlitz.s Mittcrbcrg, s. Spill er. Mittcrdorftr, österreichisch. Mar Ritter v. M. war 1857 Kadct im 13. k. k. österr. Inf. Regiment. Mittcrgartc». Der Kammerdiener des Bischofs von Briren, Jeremias M., wurde im I. 1795 geadelt. sM. v. M., Erg. 380. - v. H.s Mittmiiaqr, Franz de Paula, ein Münchner Bürger, erhielt das vormals zur innern StadtrathSstclle erforderliche AdelS- Diplom vom Kurfürsten Karl Theodor am 4. Juli 1792 mit dem Prädikat „Edel", sv. Laug 450. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 98. T. 117. - v. HI Mitteniliurg, s. Mitterpacher. Mitterpachcr v. Mittcraiiurg. Der Güterpräfckt in Ungarn, Josef Jgnaz M., wurde im I. 1736 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 381. — v. HI MittcrMer. Der Plazobristlieut. Simon M. zu Dresden wurde im I. 1769 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 71. — v. H.s st Mitttou, Josua, kais. Hauptmann, sammt seinen drei Brüdern Daniel, Friedrich und Paul, wurden 1634 unter dem Namen v. Mitleben geadelt. sR.T.N.R.s Die Familie ist in Preußen angesessen, soll aber erloschen sein, sv. Ledebur II. 110. III. 311. — v. H.s Mittunnin. Der Kaufmann Joh. Andreas M. zu Krakau wurde im I. 1748 geadelt. Der Kaufmann u. Bürger Samuel M. daselbst wurde im I. 1759 geadelt. sM.v.M., Erg. 381. — v. H.s v. Ledebur, II. 112, führt noch eine Familie v. M. an, aus welcher Joh. Anton Val. v. M. u. Kirchberg als kais. Oberst- Lieutenant am 16. Febr. 1699 gestorben ist und dessen Gedächtniß- Stein in der Klosterkirche zu Licgnitz sich befinde. Diese Familie wird als ausgestorben bezeichnet. Mittmicht, gen. v. Seybothen. Am 11. Nov. 1851 wurde Mar M. mit obigem Beinamen in den Württemberg. Adelsstand erhoben, sv. Hcfner, württ. Adel S. 16. T. 22.s Mitziilli, Midtzin, MiStzin, kommen 1671 zu Moddroff in Hintcrpommcrn vor. sv. Ledebur II. 112.s Mitztass, Mitzlafe, ein hinterpommer'sches Geschlecht, das vom 15. Jahrh. an bekannt war- sGauhc I. 1026. II. 730—33. — Micrälius VI. 506. — Siebmachcr V. 166. u. 5. — v. Meding III. n. 536. — v. Ledebur II. 112. — Bagmihl I. T. IUI. — V .Zedlitz. — Kneschke, Wappen I. 299. — v. H. - Zedier XXI. S. 642 —44.s Mirich, kroatisch. Nikolaus v. M. war 1835 Bcisizer bei der Vanaltafel in Agram. Mizka ». Föwcnart. Der Kapitänlieutcnant Lukas M. wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 381. — v. H.s Mladseinniic. Paul v. M. war 1857 Untcrlicntenant im 48. k. k. österr. Inf. Regiment. Madotli v. Zotopisk. Die Brüder Josef Johann Franz und Johann Nepomuk M. wurden im I. 1761 in den erbländ. alten Freihcrrnstand erhoben. Ans dieser böhm. Familie haftet das Erbthürhütcramt seit 1748. Das Geschlecht gehört zum alten Adel und führt von dem Schlosse Solopisk den Beinamen. sTaschcnb. der srhrl. Häuser 1843 u. 1855. — M. v. M- 71. — v- H.s Mle — Möh 55 Mleitz, ein schles. Geschlecht. Kommt nur in Einer Person 1273 — in Heinrich v> M> als Vormund unter Herzog Ludwig I. von Lignitz — vor. sv. H. — Sinap I. 646-1 Mcschkcr und Tschelo, Czclo, eine schles. Familie. sSinap l. 645 u. f- — SIcbmacher I. 75. n. 3. — v. Mcding II. n. 564. - v. Ledebur II. IIS. III. 311 Mleczko. - Dorsi, schles. Wappeubnch II. 165. — v. H.s Mlicki, im Posen'scheu begütert. Wappen: Dolenga. sv. Ledebur II. Il2. III. 311-1 Mlocki, Mocki, in Preußen seßhaft. W.: Prawdzic. sv. Ledebur II. I12.j Mlodomski, eigentlich Mlodawski, ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. >12. III. 312.f Wappen: Murdelio. ModMnowski, ein adl. Geschlecht im Posen'schen. Wappen: Dombrowa. sv. Ledebur II. 112. III. 312-1 MiodMjomski, eine posen'schc Familie. W.: Korab. sv. Ledebur II. I12.s Mloszowa, s. Florkiewicz. Mnicwski, im Großherzogthum Posen. W.: Jaötrzembiec. sv. Ledebur II. 113. III. 312-1 Mnisicck v. Ui^cnin. Josef Vandelin Graf v. M. erhielt im Jahre 1783 die Bestätigung seines Grafenstandes. sM. v. M. 25. — Taschcnb. der gräfl. Häuser v. 1839 u. f. — v. H.s Mniszek. Anton Ritter v. M. stand 1857 als Unterlieutenant im 2. k. k. österr. Ul.Reg. Mochiugcr, ein Patrizicrgcschlecht der Stadt Thorn. sv. Ledebur III. 312.j Mockau. Franz Wilhelm v. M., Herr zu Hireth ans Scheffclsheim u. Ochenheim, erlangte um's I. 1698 die Frciherrnwürde. sR. T. A. R-1 f Mockcl, ein köln. Patriziergeschlecht, welches am 23. März 1722 mit Philipp Wilhelm v. M., Bürgermeister in Köln, erloschen ist. sFahne I. 285. — v- Ledebur II. 112 .j Mockcnbors v. Soinienburg. Peter M. v. S. wurde am 29. Mai 1667 in den böh m. Adelstand erhoben. sM. S.sj 1 Mockershausen. Franz Ladislaus Roman M. wurde im I. 1727 in den böhmischen Ritterstand erhoben. Franz Roman v. Muckershausen ans Prauswigk war um 1656 kur- sächs. Obcrhofgerichtsrath. sv. Ledebur II. 112. — M. v. M., Erg. S. 179. — v. H-1 Mockh, Michael, Bürgermeister zu Ravensburg, wurde 1623 geadelt. sR. T. A. R-1 Mockronovsky, ein poln. Geschlecht, das aus dem Geschlechts der Bogorija, welches sich in 15 verschiedene Zweige mit verschiedenen Namen, aber gleichen Wappen theilt, abstammt. Ein Graf v. M. war im I. 1744 am preuß. Hofe Oberstküchen- Meister. sGauhe II. 592 n. f. - Nicsieöki, Kor. Polska T. 2. 3. - v. H-1 Modcna, ein italien. Grafengcschlccht. Karl Conte M. stand 1857 als Untcrlicutenant im 16. k.k. österr. Jägerbataillon. Modest!, österreichisch. Valentin v. M. war 1796 Rath bei dem k. k. inncrösterr. Appellationsgericht zu Klagcnfurt. Valentin v. M. war 1857 unter den nnangcstellten k. k. österr. Obersten aufgeführt, in Wien. sWiener Adreßbuch 1796.1 f Modgarbcn, in Preußen angesessen gewesen, sv. Ledebur II. 113-1 Modich, dalmatisch. Albert v. M. war 1835 Substitut bei der vcröczer Gespanschaft. Madlcr v. Drnckciistcin. Der Major Johann M. wurde im Jahre 1819 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. v. M., Erg. 381. - v. H-1 Modlibotvski, im Großherzogthnm Posen begütert. Wappen: Drya. Anton v. M. besaß 1769 Iaromierz im Kreise Bomst. sv. Ledebur II. 113. III. 312-1 Modlinski, auf Clirostowo und Walen tynowo (Kreiö Jnowraclaw) 1847. Wappen: Tempa-podkowa. sv. Ledebur II. 113. III. 312.1 Im vormaligen Südprcußen. Modiiszewski, ein posen'scheS Geschlecht. Wappen: Topor. sv. Ledebur II. 113. III. 312.j v. Dumin-M- Wappen: Raten cz. v. Ledebur sezte irrig Modliziewski. Madosch, s. Gyuritschko. Modrach, s. Mu brach. Modrih, s. Rischan. Modrusch, steyer. Grafen, die Montprciß bis 1396 besaßen. sSchmntz 562. — v. H.1 ModrMski, auf Modrzewie. Siehe Mark, lv. Ledebur II. 1I3.j Modrzycki, in Preußen seßhaft. Wappen: Luk. sv. Ledebur II. 113. III. 312.1 Modriyhky, Schütz oou. Der Amtsvcrwalter Martin M. wurde im I. 1762 mit dem Namen S. v. M. in den b öhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 331. - v. H.1 Modrzyhky, s. Schütz. 1. Modschidler (Motsckidler) v. Gerau (Gera), ein altes fränkisches, im Ritterkanton Gcbürg begütertes Geschlecht. sBiedermann, Gebürg Tab. 338-39. — Salvcr 238. 282. - Siebmacher l. 169. n. 13. — v. Meding III. 537. — v. H.1 2. -s Modschidler v. Neiusburg. (Irrig Mondschüetler, Mont- schüttler n. Mudschidler.) Auch eine fränk. Familie. sv. Ledebur II. 123. — Salvcr 384. — Siebmachcr II. 75. n. 16. — v. Meding III. n. 538. — v. H.1 1 Möbisburg. Das Stammhaus dieses längst ausgestorbenen Geschlechts liegt in Thüringen; die Familie gehörte zum er- furter Patriziat, sv. Zcdlitz.1 Mück. Der fränk. Krcistruppcnhauptmann M. erhielt am 25. Jan. 1766 von Kaiser Franz I. ein Adelsdiplom. sv. Lang 456. — Tyroff I. 7. Ausg. n. 2. — v. Hefner, baycr. Adel S. 93. T/117. — v. H.j Mückh, Johann Schweikhard, kurmainz. Hofrath u. Doktor der Rechte, wurde 1636 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R-1 Mückle», österreichisch. Karl v. M. war 1857 Ober- Lieutenant im 7. k. k. Ul.Reg. Mögliug, Friedrich Heinrich Wolfgang, geh. Legat. Rath in Stuttgart, wurde 1811 in den württ. Adelstand erhoben. sCast, Adelsbuch von Württemberg. — Reggs.Bl. v. 1311. Nr. 4. — Archiv für Gesch., Geneal. u. Dipl. S. 84. — v. Hefner, württ. Adel S. 16. T. 22. - Kncschke, Wappen I. 299. — Wappcnbücher von Dorst und I. A. Tyrofs.s Möhcrr u. Gallhager», Josef Sigmund Augustin, der Stadt Augsburg kathol. Komitialgesandter, wurde 1742 mit obigem Beinamen in den Ncichörittcrstand erhoben. sR.T. A. R.1 f Mühlen, Mohlen, v. d. Möhlen, eine in der Neumark Brandenburg und im Lüneburg'scheu begüterte Familie, welche in der Mitte des 18. Jahrhunderts erloschen ist. sGauhe I. 1626. — Büttner, Stammgeschl. der brannschw.liincburg. Gesch. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II- 113. — v. H. — Lüdersens Sammlung.1 56 Mich — Mon ch Möhring. Der Husarengencral Kristian M. erlangte am 1t). März 1773 dcn prcuß. Adclstand Er starb in demselben Jahre. Mit seinem Sohne erloschen 1864. sv. Ledebur II 114. — v. Zedlitz.) 1. ch Möhringen, ein altes schwäb. Nittcrgeschlecht, dessen gleichnamige Burg bei Stuttgart lag. Sic blühten von 1136 bis 1436. sGricsinger 961.) 2. s Möhringen, alte schwäb. Ritter auf der Burg Möhringen im Württemberg. O.A. Riedlingen. > Griesinger 999.) Möhrl, österreichisch. Josef v. M. von Mühlen und Sichclbnrg, tiroler Landstand, war 1835 Kriminalaktuar zu Innsbruck. Mölbcrger, ein 1626 in Schlesien vorkommendes adlichcs Geschlecht, sv. Ledebur II. 114.) 1. Mölk, Felir Anton, geh. Rath, Hofkanzler u. geh. Kanzlei- Direktor zu Salzburg, wurde am 31. Jan. 1752 vom Erz- Bischof von Salzburg geadelt, sv. Schallhammern.) 2. Mölk. Der Kammermaler Josef Adam M. wurde im Jahre 17 74 geadelt. Der kais. Resident dieses Namens zu Frankfurt a/M. erhielt 1861 Bestätigung seines adlichen Standes. sR. T. A. R. - v. H. — M. v. M., Erg. 381.) s Möllenbeck, Müllenbach, ein schon 1348 vorkommendes nied crr Hein. Geschlecht, welches erloschen ist. sv. Ledebur II. 114.) Möllcndorss, Müllendorf, Mühlendorf, ein märk. u. schles. Geschlecht, das zuerst im I. 1396 vorkommt. I. C. HcrseniuS hat ihre Genealogie herausgeben wollen, sv. Uechtritz, Geschl.Erz. I. 28. Taf. — Bucelin. — Sinap I. 046 u. f. — Gauhc I. 1926 u. f. — v. Krohne II. 357-59. 444 — 47. - Spener, hist. instgn. 368. - Steffen, campen - iscnbüttcl'sche Geschl .Hlst. lt. — Zedier XXI. 772—79. — Siebmachcr I. 175. n. 12. — Augeli. — Tyroff I. 7. AuSg. n. 3. — Klüver 629. — v- Mcding I. n. 551. — Drcyhaupt, Beschr. des Saalkr. II. 214. Taf. 42. n. 6. — v. H.) Es soll übrigens zwei märkisch uradliche Familien v. M. geben, welche auch verschiedene Wappen führen. Die eine führt von R. u. S. mit Spizcn gespalten, die andere einen drciarmigcn g. Leuchter in S. Elftere ist in Mecklenburg begütert. Inzwischen möchte Mollen dorf nicht gleich Möllendorf sein. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. U4. — v. Hesucr, mecklenburg'schcr Adel S. 15 unter Mollen dorf; Erg. Bd. S. 32. T. 15.) 1. Möller, ein braunschweig-lüneburg'schcs Geschlecht, dessen Stammvater Joachim M. aus Hamburg von Kaiser Karl V. am 25. Mai 1541 den Adelstand und Acnderung seines Wappens, von K. Maximilian II. am 13. März 1576 Bestätigung erhielt, sv. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — Grote, hanudv. Wppb. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. ll5. — v. Hesucr, Hess. Adel S. 29. T. 21. — Kneschkc, Wappen I. 399. — v. Krohne II. 359 61. 448. — Lüdersen'« Sammlung. — v. Mcding I. u. 552. — v. H.) 2. Möller, Johann Georg, Arzt und Mcdizinalrath in Minden, wurde um 1865 in dcn Adclstand erhoben. sv. Ledebur II. 115. III. 312.) 3- Möller. Der Hofgcrichtspräsidcnt Dr. Gustav M. zu GrcifSwald wurde am 27. Okt. 1814 von Schweden geadelt, sv. Ledebur II. I lä. III. 312.) 4. Möller, Dr. Ludwig, kurhcss. geh. Mcdizinalrath, wurde 1837 vom König von Bayern geadelt. sE- S. — v. Hesucr, bayer. Adel S. 98. T. 117.) 5. Möller v. Klingender». N. M. v. K. s 1863 als Kanonikus zu Berchtesgaden. (Im Schild ein Balken, oben ein halbes Mülrad, unten drei Kugeln.) 6. Möller n. Lilicnstcrn, ein in Mecklenburg seßhaftes Geschlecht. (Masch, Mecklenburg. Wappcnbuch Taf. XXXV. >39. — v. Ledebur II. 115. n. IV. im Art. Derselbe führt unter n. V u. VI noch zwei v. Möller an, über die nichts Näheres bekannt ist. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 15. T. 12 ) Möller v. Möllcrjlcin, s. Moller v. M- s Mölner, Möllner, ein lüneburg. Patrizicrgeschlecht, auS der Mark Brandenburg stammend, das mit Hartwig Georg M. am 21. Sept. 1726 ausstarb. (Büttner, braunschweig-lüneburg. Geschlecht. — v. Mcding III. n. 542. — Lüdersens Sammlung. — v. H.) Möltcr. Der k. bayer. Major Joh. Georg M. wurde am 24. Juni 1815 geadelt und am 5. Jan. 1816 immatrikulirt. sv. Lang 459. — v. H.) 1. Mönch, ein schles. Geschlecht. (Sinap I. 648. — Siebmachcr II. 49. n. 2. — v. Meding II. n. 2. — v. H.) 2. s Mönch v. Landskron. Lands krön ist ein Burgstall auf dem Blauen (Solothurn). Heinrich M.^v. L. 1267, Konrad M. v. L. Bischof zu Basel 1393, Johannes M. v. L. Bischof zu Lausanne 1398. Burkhart M. v. L. war der Schweizer Erz- Feind, er ist 1444 in der Schlacht bei St. Jakob gefallen. Seine Frau war Anastasia v. Königscck (schwäbisch). Hanns M. v. L. 1459 der Lezte des Geschlechts. — 1586 hatte das Schloß Jakob Reich v. Neichenstcin. 1813 ist das Schloß von den deutschen Verbündeteil gänzlich zerstört worden. (Wursiiscu 29. — Lutz 353.) 3. j- Mönch v. Lindau, ein Zweig der rhcingau'schen v. L. (s. d.), führten den Schrägbalken ohne Blatt, das Feld mit Kreuzlein besät. Sie sind 1493 s. sO. S.) 4. s Mönch v. Mönchcnstcin. Das Stammhaus liegt zunächst bei Reichcnstein (Basel). Haben einen betenden Bettelmönch im Schild geführt. — Hartmann M. u. Küuzmann, sein Sohn, empfangen 1324 das Schloß Mönchcnstciu von Graf Ulrich von Pfirt zu Lehen. Konrad M. v. Löwen berg verpfändet den Möuchenstcin 1476 an die Stadt Basel. (Wurstisen 25 u. ff.) 5. s Mönch v. Mönchsberg. (Wappen: Ein Bettclmönch.) Das Stammhans war am Blauen (Solothurn). Ludwig M. v. M., Ritter, 1366. Peter, sein Sohn, Domherr zu Basel. (Wurstisen 22.) Mönch v. lloscnbcrg, Münch, Möncke, f. Hellen, v. d. Mönchsberg, eine schles. Familie, von welcher Hermann v. M- 1292 vorkommt. (Sinap I. 648. — Siebmachcr II. 144. n. 6. — v. Meding II. n. 569. - v. H.) Mönncchom, f. Münch Show. Mönnich, eine frhrl. Familie in Schlesien. (Gauhc I. 1962. — Tyroff I. Taf. 74". - v. H.) Mönnich, s. Münnich. Mönnig, Gottfried und Kaspar Alexander, erlangten am 16. Okt. 1669 dcn böhm. Adclstand. (M. S.) Vielleicht mit Mönnich einerlei. Möns, eine alte adliche Familie in dcn vereinigten Nieder- Mön — Mos 57 landen, die von K. Karl VI. am 26. Dez. 1724 in den Grafenstand erhoben wurde. jButkens, troph. de Brabaut. Suppl. II. 446 sq. - Gauhe, Anh. l679. - v. H.) h Moniberg, alte Ritter, welche auf der gleichnamigen Bnrg im Württemberg. O.A. Leonbcrg bis 1445 hausten. (Griesinger 902. s f Mönsheim, saßen auf der Burg gleichen Namens im O.A. Leonberg, und sind mit Mathias n. Konrad v. M. 1445 abgestorben. Monster, s. Monster. Mönstcrbcrg, Münsterberg, Herzoge in Schlesien. (Georg. Aelurii Glaciographia, oder glatz. Chronik. Leipzig, 1625. 4. — Andr. Angeli, Annal. March. Brandenburg. III. n. 2. — v. H.s Möpfcr, Jodokus u. Georg, Brüder, wurden 1623 geadelt. sR. T. A. R.) 4 Mörder, ein mecklenburg'sches und pommer'scheö, im Jahre 1736 ausgestorbenes, meist im Wolgast'schcn ansässiges Geschlecht. sMicrälius VI. 503. — Gauhe I. 1028. — Siebmacher V. >66. n. lO. — v. Meding III. n. 544. — Zedier XXI. 795. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. l l9. III. 3I3.s Stammverwandt mit den v. Kahl den. sv. H. — Kneschke, Wappen III.) 4 Mörhild v. Kiebingen, ein schon im 11. Jahrh. erloschenes schwäb. Geschlecht, welches auf der Burg Kiebingen im Württemberg. O. A- Nottenburg hauste. sGriesinger 742.) 4 Moringen, Mörungcn, ein thüring. Geschlecht, das besonders in der Grafschaft Mansfeld ansässig war. sKnauth, Prodr. 539. — Zedier XXI. 797. — Tyross I. 7. Ausg. n. 4. - v. H.) Mörk v. Mörkenstcin. Der k. k. Forstmeister Josef M. zu Zbirow wurde im I. 1793 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 383. — v. H.s 4 Mörkcn, ein erloschenes preuß. Adelsgeschlecht, sv. Zedlitz.) Es gibt übrigens 2 Geschlechter dieses Namens in Preußen: I. Die v. Mörlen, Mericke oder Möricke auf Cor nieten, und II. die v- M. auf Borkersdorf. Ob und wie die Wappen verschieden sind, konnte noch nicht ermittelt werden, sv. Ledebur II. 119.) Mörklcin, niedersteher. Ritter 1761. sSchmutz 569. — v. HI Mört v. Pfatscn u. v. Multen, eine der ältesten und ansehnlichsten Familien in Tirol, die sich im 14. Jahrh. blos Pfalzen, im 15. aber sich zugleich Morl, und endlich auch v. Möllen (Müllen) nannte, nachdem AchatiuS v. P. eine Tochter eines v. Müllen geheurathet hatte. (Brandis, tiroler Ehrenkr. II. 77. — Gauhe I. 1028. - v. Hefner, tiroler Adel S. 12. Taf. 14. — v. H.) Josef Ritter v. M. zu Mühlen n. Sichelburg stand 1857 als Kadet im 22. k. k. Inf. Reg. 4 Million, Mörle, gen. Dohm, ein ausgestorbenes rhein- länd. Geschlecht, das auch Merlow, Mörle, Mürle, Möhrlin genannt wurde. sSchannat, fuld. Lehnhof 129. 134. — v. Humbracht- S. 291. — p. Meding III. u. 545. — Biedermann, Rh. u. W- Tab. 409- ^ Salver 494. 514. 525. 146. Tab. 16. u. 54. — Estor's Ahnenprobe S. 68. — Gauhe II. 1028. — Zedier XXI. 799. — Fahne I. unter Merle. — v. H-) 4 Mörlbach, ein fränkisches, in dem ehemal. Rittcrkanton Steigerwald begütertes Geschlecht. Es erschien solches zuerst 1363 und erlosch 1415. (Biedermann, Steigern. Tab. 237. — v. H.) Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Mörlin, Johann Daniel, erlangte 1683 den Adelstand. (R. T. N. R.j Millncr, eine neu- und uckermärk. Familie, die auch im jerichau'schen Kreise begütert war, sowie in Liefland, Schweden und Dänemark. Die Familie erlangte in der Person des Stella» M. am 24. Dez. 1628 den schwed. Adel. Sie blüht noch in Schweden mit dem gräfl. Titel. In Brandenburg wird sie zum alteu Adel gczält. (v. Ledebur II. 119. — Siebmacher I. 146.) Heynekinus, Otto u. Neinekinus, fratres, dicti Morner, in Briefen des Klosters Chorin 1344. Dietrich M., Probst zu Bernau, Protonotar Markgraf Ludwig des Römers, 1356. Diese Leztcren scheinen einer anderen Familie anzugehören. (Siuap II. 817. — Gauhe I. 1028. — Pfeffinger, braunschw. ädist. I. Th. 3. B. S. 690. — Zedier XXI. 802. — v. H.j 1. Mills. Diese Grafen stammen mit den Grafen v. Limburg, Nuenar, Sarwerden u. Wied von Einem Stamm- Vater. Sie führten in G. einen schw. Querbalken. (Fahne I. 291, wo eine Stammtafel. — v. H.) Mau vergl. den Art. Mocurs. 2. Mörz, ein seit 1782 eingebürgertes, später geadeltes Geschlecht. sv. Hefner, srankf. Adel S. 8. T. 7.) Vergl. auch Meurs in Schlesien. E. I. v. M., Landkommissariatsaktuar zu Pirmasens, wurde 1366 in die bah er. Adelsklasse eingetragen. (A. A. Zeit., Jan. 1860.) 4 Millsbcrg (Allersberg), Dcttsort (Befort), Dcffort, Mörspurg. Diese vorhin adliche, nachher freiherrliche, zulezt zum Theil gräfliche Familie theilte sich nach Absterben des im Jahre 1438 von Kaiser Maximilian I. zum Freiherr» erhobenen Kaspar v. M. im 16. Jahrh. in die ältere oder thüringen'sche und in die jüngere oder österr. Linie. Erstere, deren Stifter der ältere Sohn des gedachten Kaspar, Joh. Jakob, ist, starb mit dessen Ururenkel im Jahre 1664 aus, sowie auch die von dem Stifter der jüngeren österr. Linie (Johann) entsprossene Dcscendcnz ebenfalls ausgestorben ist, nachdem zuvor ihre Herrschaften MörSbcrg u. Beffort Schulden halber Oesterreich überlassen werden mußten. Diese Linie hatte auch ehedem das Erblandhofmeisteramt in Steyer- mark. Georg Graf v. M., der Vater des Lezteren in der älteren Linie, hatte durch seine Gemahlin, eine geb. Gräfin v. Gleichen und Erbin von Blankenheim und Kranichfeld, diese vorhin gleichen'sche Besizung auf sein Haus gebracht, das aber mit seinem einzigen Sohne, wie vorgcdacht, im I. 1664 — nach Andern 1686 — erloschen ist. (Ritteröhus, Tab. geneal. — Bucelin, stemmat. III. — Spener, op. herald- — Wurmbrand, Colt. 276. — Hübner III. Taf. 973. — Gauhe I. 1023. — Zedier XX. 1041. - Hartmann's Samml. — Fahne I. 293, wo eine kurze Stammtafel. — v. H .j Mörwang, s. Hanold. 1. 4 Möst, ein in Schlesien um 1736 noch begütert gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 121.) 2- Möse v. Holtendorf. Der Oberstlieut. Jgnaz M. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. N. geadelt. (M. v. M., Erg. 381. - v. H.) 1. Möst, Uriel, aus den kais. Erblanden, wurde 1626 geadelt. sR.T.A.R.) 2. Möst v. Mosthat. Diese Familie soll früher M. v. Jndel- feld geheißen haben und erhielt am 21. Mai 1792 vom Kurf. Karl Theodor ein Ritterdiplom, das 1798 erneuert wurde. (v. H. — v. Lang 451. — v. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. 117.) 8 58 Möss — Moh st Mösscrer. Georg M., cm Bräuerssohn von Aibling, Oberbayern lgeb. am 5. Febr. 1683, st 1738), hat sich dnrch seine eigene Thätigkeit und gut Gluck hinaufgeschwungen, hat verschiedene Hofmarkcn gekauft, ist in den Adclstand erhoben worden und schrieb sich „Johann Georg M. auf Urfarn u. Falkenau, Herr zu Höhcnrain, kurfürstl. Durchl. in Bayern Hofkammer- Rath :c." Er war primus et ultimus familiac. Die Güter erbte sein Bruder Josef M., Ledcrer zu Haag. lOberbayer. Archiv XVIII. 288.) Mjtcl, Friedrich Ferdinand, k. böhm. Kammerrath, wurde 1698 in den reichsrittcrmäßigcn Adelstaud erhoben u. am 12. Mai 1699 bohm. alter Ritter. sR.T.A.N. — v. Hellbach, Samml.s Möstich, f. M est ich. st Mösting, eine alte Familie, die zu Zeiten König Kristian's aus Schlesien sich nach Dänemark wendete. Ausgestorben in der Person des dän. Staats- und Finanzmiuisters Sigmund v. M., welcher 1836 noch lebte, sv. H. — Gauhe II. 1679.) Mössic, Johann Georg, Buchhändler in Wien, wurde im Jahre 1792 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. M. v. M. 132. 229. - v. H.f Möthnitz, ein steyermärk. Geschlecht. sBartschen's Wappenbuch. — v. Meding ll. u. 582. — v. H.) Möttert, s. Müther. Mötticht, s. Mettich. Mocurs, Meurs, Mörs, vormalige Grafen in Cleve, in welchem Hcrzogthum ihre Grafschaft gelegen. Der lezte Graf Hermann starb um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Seine Schwester brachte durch Hcurath diese Grafschaft und Nuenar dem Grafen Adolf von Solms, und als dieser im I. 1589 ohne Erben starb, fiel die Grafschaft an das Haus Oranien. sHübncr, Tab. 191. — Strada de B. belgic. P. 2. p. 629. — Gauhe II. 733. — Zedlcr XXI. 8ll. — v. H.) M. s. o. Mörs. Möwliistcin, f. Houstettcr v. M- Moga, Johann, kais. östcrr. Oberst, wurde 1842 geadelt. IM. S.j Mogilnicki. Der Domkustos beim griechisch-katholischen Dom- Kapitel zu Przemysl w., Joh. M., wurde im I. 1817 in den Ritterstand erhoben. jM. v. M. 132. — v. H.f Mogilowski, ein in Preußen begütertes Geschlecht; 1866 befanden sich Offiziere aus demselben im preuß. Heere. Wappen: Lubicz. sv. Ledebur II. 113) Mohay. Alexander v. M. stand 1857 als Unterlicutcnant im 51. k. k. österr. Inf.Regiment. st Molsi. Es hat zwei Geschlechter dieses Namens gegeben: 1. Ein schle fisch es, welches nun — um 1815 — erloschen ist; es führte ein quergetheiltes Schild, oben in R. drei nebeneinander gestellte w. Rosen, unten in Schw. und S. geschachtet, und erlangte 1743 den preuß. Freiherrnstand. Es kommt solches 1473 bei Herzog Bolko von Münsterberg vor und erwarb 1566 den Rittersiz Rädlitz bei Lübben, welcher später an die v. Nukisch und Nosenek und dann au die v. Nostiz kam. 2. Ein kurländisches, dessen r. Schild drei schw. Maulwürfe zeigte. Aus ihm standen Offiziere in preuß. Diensten. Ein drittes Geschlecht gehört Brabant au und schreibt sich Mol. Siehe den Art. sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. ll3. III. 3l2. — Preuß. Wppb. II. SI. — v. Hefuer, preuß. Adel S- 55. T. 70 zu l. — Sinap I. 647. II. 8l3. — v. Meding II. u. 565. — Gauhe I. >929. — Zedier XXl. 84l. - v. H.) st Molsia», ein sächs. Geschlecht, welches ausgestorben zu sein scheint, sv. Meding II. n. 566. — v. H.) Molsi»», s. Schenk. — Molsicn, s. Möhlen. Mohn, s. Saulheim. 1. st Mohr. Die Grafen v- M- in Tirol u. Graubüudtcn, welche von den alten Mauris in Hetruricn abstammen und von denen in neuerer Zeit auch eine Linie in Hessen vorkommt. Josef M. zu Mals auf Siebenkirchen erhielt von Kaiser Rudolf II. 1578 eine Wappcnvermehrung und 1584 noch eine weitere. Im Jahre 1613 wurde das Geschlecht in die tiroler Landschaft aufgenommen, 1631 erhielt es den Freiherr» - und 1656 den Grafenstaud- sv. Hefner, tiroler Adel S. 12. T. 14.) Mit Graf Valentin v. M. ist dieses berühmte Geschlecht am 8. Aug. 1862 zu Toronto erloschen. iGräfl. Taschenbuch von >861. — Bucelini stemmat. Germ — Hübner III. 964 u. f. — Brandis, tiroler Ehrenkr. II. 75. — Gauhe I. >939. — Zedier XXI. 867. — v. H.) 2. st Mohr. Kaiser Rudolf II. erhob am 2. Sept. 1662 den R. Hofrathssekretär Georg M. in Beziehung auf einen am 14. Nov. 1572 von Kaiser Maximilian I. seinem Au Hanns M., k. Pfennig- Meister, gegebenen Wappcnbricf, in den Adelstand. Wolfg. v. M. war gräflich limpurg. Reg. Rath, starb 1662. Dessen Enkel Kristof Salomen v. M., markgräflich bayreuth'scher geh. Rath, erhielt 1762 den Reichsritterstand, Bestätigung des älteren Adels und Wappenbesfcrung. (Die Neichstaxamtsrechnung besagt, daß derselbe 1764 den Adelstand erhalten habe.) Karl Kristof Gottlob v. M., kais. Oberstlieuteuant, erlangte 1779 die Freiherrnwürde. sGauhe I. >939. — v. Krahne II. 361. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1848. — Hyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien d. österr. Monarchie >850. — Ocsterr. Wappenbuch XI. 88. — M. v. M., Erg. 79.) Wappen: Gespalten mit einem Mohren, der eine Fackel trägt, schw. und g. wechselnd, sv. Ledebur II. 113. n. III.) Auch in Preußen begütert 1686. sKneschke, Wappen II.) 3- Mohr. Der Proviantadmodiator Joh. Kristof M. wurde im I. 1712 mit „Edler Herr" in den R. Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 179. — v. H.j 4. Mohr, eine Kay er. Familie, welche am 19. Aug. 1796 mit dem Frciherrntitel in den Adelstand erhoben wurde. Auch Peter Moor, Lieutenant, erlaugte 1822 den Adel mit gleichem Wappen, wie die Freiherren v. M. sv. Hefner, bayer. Adel S. 47. Taf. 47; Erg. Bd. S. 17. - Bayer. Wppb. VII. 39.) 5. Mohr o. Ehrcnftid, österreichisch. Karl M. Edler v. E. stand 1857 als Major im 5. k. k. Jägcrbataillou. Ob mit den augeführten M. in Verbindung, ist dießorts unbekannt. 6. Mohr v. Chrenftst. Der Hauptmann Josef Anton M. wurde im I. 1787 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v- M., Erg. 381. — v. H.) 7. Mohr auf Kraftsolms, bei Wezlar, ein rheinländ. Geschlecht. Wappen: Mohrenkopf in S. sv. Ledebur II. 113. n. Il.j 8. st Mohr v. Mohrcnhelm. Der frankfurter Bürgermeister Anton Kristian M. erhielt von dem Pfalzgrafen sComes Palatinus) Joh. Kristof Frhrn. v. Boineburg um's I. 1656 einen Adelsbrief, welcher von Kaiser Leopold I. am 3. April 1675 bestätigt wurde. Das Geschlecht ist im vorigen Jahrh. wieder erloschen. sv. Humbracht- — Kneschkc, Wappen IV.) Moh - 9> Mohr v. Zonncgg u. Mohrbcrg. Josef M. wurde im Jahre 1708 mit v. u. zu S. u. M. geadelt. Ursprünglich waren die Mor v. Snnneck alte wappcnmaßige Burger zn Brun eck, die sich in viele Linien theilten und wovon jede Linie für sich besonders nach n. nach geadelt wurde, als in den Jahren 1514, 1557, 1633, 1668 und 1686. fv. Hefner, tiroler Adel S, 12. Taf. 14. — M. v. M., Erg. 3SI. - v. H-f 16. Mohr dc Iylva, Wilhelm, angeblich in Württemberg, wurde 1827 vom Fürsten von Hohenzollern-Hcchingen geadelt, fv. Ledebur lll. 312, ohne Wappen-Angabe ! 11- -f Mohr v. Wald, eine sehr ansehnliche alte adl. Familie im Rh einlau de. Die Familie ist im vorigen Jahrh- erloschen. fv. Ledebur II. >13. n. I. — v. Humbracht, Tab. >56. — v. Hattstein I. 395 u. f. — Gauhe l. 153(1 u. f. — v. Krohne ll. 333. — v. Meding 1. n. 555. — Zedier XXI. 638. — v. H.) Mohr, s. Lünen. — Möhrenbach, s. Cnrto. 1. st Mohrcnbcrg, ein tiroler Adelsgeschlecht. Jakob Kristof v. M., fürstlich passau'scher Hofkavalier, Franz Joachim und Friedrich Anton v. M. wurden nm's I. 1766 in den Grafeustand erhoben. Die Familie ist erloschen. sR. T. A. R.) 2. Mohrcnbcrg, M. v. Daroitowih, Daratowih n. Mahrenberg, ein aus Schlesien stammendes, in Preußen 61613) angesessenes Geschlecht, fv. Ledebur II. 114. III. 312.) Mohrcnftld. Jgnaz Moriz Edler v. M. war 1857 k. k. österr. Plazhauptmann zu Bergamo. Mohrenfels, s. Winkler. Mohrcnfclt, s. Mauritzio und Vogel. Mohrcnhosen, s. Morenhofen. Mohrcnstein. Dieser Name kommt nur bei einem preußischen Hauptmann v. M. 1731 vor. Wappen: Eine Mohrenbüste, fv. Ledebur II. 114.) Mohcenthal, s. Bonnit v. M- Mohrnburg, s. Menhart. Mohrnück, s. Prauns mandel. Mohrmeifcr. Der o l mutz er fürstbischöfliche Rath Joh. M. wurde im I. 1864 in den Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 179- — v. H. — Kneschke, Wappen III. IV.) Mojoczewski, ein im Posen'schen seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur II. 114. III. 312.) Wappen: Poray. st Mojlicken, Mohlecken, ein altes bremen'sches Geschlecht, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ausgestorben ist. fMnßhard 453. — v. Meding III. n. 539. — v. H.s Moily, ein jezt sächs. Geschlecht, welches wahrscheinlich aus Frankreich stammt. sSächs. Wppb VI. 64.) Moitcllc. Der österr. Hauptmann Franz Josef M. wurde im I. 1776 geadelt. fM. v. M. 229. — v. H.) Mokronowski, ein polnisch-posen'sches Geschlecht, aus dem ein v. M. 1744 Oberhofküchcnmeister am k. prenß. Hofe war. sv. Ledebur II. 1I4.s Mokrski, unrichtig Mokieröki, auf Mothalen in Ostpreußen, sv. Ledebur II. 114. III. 312.) Wappen: Jelita. Mokrq. Der österr. Rittmeister Andreas M. wurde im Jahre 1867 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 229. — v. H.) MokrMSki, in Ostpreußen im Eilau' scheu seßhaft. Wappen: Brochwitz. v. Ledebur sezt irrig Mockrzyk. fv. Ledebur II. 114. III. 3l2.) — Moll ,59 MokrM, ein prenß. Geschlecht im Deutsch-Eilau'schen. sv. Ledebur II. Il4.s Mot, eine brabanter Familie, welche die Herrschaft He- rent besaß und im I. 1658 in den Freiherrnstand erhoben wurde, wovon das Diplom in L'erection de toutcs les terres et familles du Brabant fol. 55 steht. fGauhe II. 733 n- f. — v. H.) Mola», im Herzogthnm Celle; geadelt im 18. Jahrh. sv. Krohne II. 333. 448. — v. H.s st Molou, Jobst Ludwig, Kammerrath zn Celle, ward am Ende des 17. Jahrhunderts geadelt. Er hinterließ keine Nachkommen. fv. dem Knesebeck.) Mold v. Mölsheim, österreichisch. Anton M. v. M. war 1857 Obcrlientenant im 54. k. k. Inf. Reg. Molbbcrg, s. Fcgerl. Molbclbc, s. Negrelli. Molivrc, August Ludwig Bernhard, Rittmeister, wurde 1832 i n den prenß. Adclstand erhoben, sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. 114. III. 312. — Prenß. Wppb. IV. 5, f Ein Erekutor de MolliZre kommt 1833 mit einem ganz verschiedenen Wappen bei dem prenß. Landgericht Bromberg vor. Moli», Markus, Depntirter zu Venedig, wurde 1841 in den österr. Adelstand versezt. fM. S.) Molina. Der stand. Ausschußrath Leopold v. M. wurde im I. 1794 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 79. — v- H.) Molinc, s. Molitor v. M. Molini, Alois, venetian. außerordentlicher Gesandter zu Trieft, erhielt 1661 ein R. Ritterdiplom mit Wappenverbesserung. fR. T. A. N.) Molinowka, s. Foitzig. 1. Molitor. Die Brüder Martin Jgnaz, Joh. Jak. Marian, Johann Peter und Mathias Josef M. wurden im I. 1778 mit „Edle von" in den Rcichsritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 179. - v. H. — Kneschke, Wappen IV.) 2. Molitor v. Molinc. Der österr. Oberstlieut. I. David M. wurde 1856 mit v. Molinc geadelt. sA. A- Zeit, von 1856. — Ocsterr. Milit.Schcmat. v. 1856.) 3. Molitor v. Mnhlftlb. Der Großherzog von Baden hat 1846 den Adel des Lieut. K. M. v. M. anerkannt. Es ist ein Abkömmling der um 1656 geadelten Familie M. Auch dem Fr. B. M- hat der Großherzog von Baden 1847 den ihm zustehenden Adel anerkannt und gestattet, daß er sich M- v. M. nenne. In Bayern eingetragen 1838. sv. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. 117. — v. Ledebur II. 114. III. 312.) 4. Molitor v. Vrtwcin, österreichisch. Nikolaus M. v. O. war 1835 Rechnungsoffizial bei der k. k. Hofkriegsbuchhaltung. Moll. In Oesterreich seit dem I. 1586 adlich und seit dem 4. Mai 1789 freiherrlich durch Ludwig Gottfried v. M., salz bürg. geh. Rath. Ursprünglich stammt die Familie aus den Niederlanden und wendete sich von dort nach Tirol und in das S alzbur g'sche. fv. Zedlitz- — Jahrb. des deutschen Adels 1847. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1848. — v. Hefner, bayer. Adel S. 47. Taf. 47; tiroler Adel S. 12. T. 14. — Kneschke, Wappen I. 351- — v. Lang 188. — v. Schdnscld, Ad. Schemat. I. 150—54. — M. v. M. S. 71. — v. H.) Mollarliurg, s. Eon ei. Mollort, Molart, aus der Grafschaft Burgund. Sie wur- 8» 60 Moll den am 23. März 1678 in die st eher. Landmannschaft aufgenommen und waren auch kais. Obcrküchenmcister. P. Wilhelm v. M. anS der Franche Comte, Enkel, war in Kaiser Ferdinand's l. und Marimilian's I. Diensten, und wurde im I. 1571 Freiherr und dessen Enkel der erste Graf in diesem Geschlechte im I. 1652. jHübncr III, T, 970. — Seifert, Genealogie adl. Elt. u. Kinder. — Gauhc >. l03l n. f. — Spener, hist. instgn. 494. — v- Meding lll. n. 540 u. f. — Sicbmacher I. 26. n. II. V. 9. n. 3. — Schmutz II. 562. — Hartman»'« Sammlung. — v. H.j Mollcnlicc, Johann Jakob Hclferich, reichsgräflich wetterau- fränkisch- und westfälischer geh. Rath u. Komitialgcsandter, wurde 1797 geadelt. jR- T- A. R.j 1. Moller, Jakob und Martin, Bruder, erlangten 1614 den Adelstand. jR. T. A. R.j 2. Möller, Vincenz, der ältere, Vincenz, der jüngere, Hiero- nimus, Peter Vincenz und Dietrich, Brüder und Vettern, wurden 1617 geadelt. jR. T. A. R.^j 3. Möller, Hanns, kais. Hoffourier, erlangte im I. 1617 den Reichsadelstand. jR. T. A. R.j 4. Möller v. Hohenburg. Der Rath des Grafen zu Sayn, Martin M., erlangte 1661 den Adelstand mit dem Beinamen v. H. sR. T. A. R.s 5. 4 Möller o. Mollcrstcin, ein lau sitz. Geschlecht. Ambros und Martin die M., Gebrüder, zu Görlitz, wurden von Kaiser Maximilian II. am 1- Aug. 1576 in den Reichsadelstand erhoben und ihnen ihr altes Wappen gebessert und von Neuem verliehen und gegeben. 1755 wurde der Adel von Preußen erneuert und 1738 starb die Familie aus. jv. Zedlitz, Ad. Lexikon, unter Möller. — v- Ledebur II. ll5. — Dorst, allgcm. Wppb. I. 70. — Lausitz- Magazin I. B. 6l. ll3—15. l4. B. 264. 266. 277 — 79. Von dem Lezteren der Familie C. G. M., ebend. 1788. 119. — v. H.j Mollinorq v. Monte-Castello. Der kais. österr. Oberst Anton Ludwig M. wurde 1854 mit v. M.-C. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. jA. A. Zeit. v. >854. — Oesterr. Milit. Schemat. von 1855. s Molliiiciir. Josef Castle v. M. war 1835 Rittmeister bei der k. k. Arciercnleibgarde in Wien. Mollisbcrg, s. Molsberg. 4 Mollüh, ein preuß. Geschlecht, welches um 1666 vorkommt, aber erloschen ist. jv. Ledebur II. 115.j Molnür. Ernst v. M. war 1857 Kadet im 37. k. k. österr. Inf. Reg. Ferdinand v. M. war Rittmeister im 8. Ul. Regiment. Alexander M. de Vajka Kereszt war 1857 Hauptmann im 32. Inf. Regiment, und Stefan M. de V.-K. Hauptmann im 34. Inf. Regiment. Molnar v. Müllcrsheim. Der Augenarzt und Lehrer der Augen- Krankheiten zu Klausenburg, Joh. M., wurde im I. 1792 mit obigem Beinamen geadelt. jM. v. M. 230. — v. H.s 4 Molnc, ein mecklenburg'sches, wahrscheinlich erloschenes, zwischen 1292 und 1523 vorkommendes Geschlecht, sv- Meding I. n. 553. — v. H.s Molnfritz, Gebrüder, wurden 1586 geadelt. jR. T. A. R.j Molo, eine Großhändlerfamilie in Schwaben, die von der Kaiserin Maria Theresia im I. 1772 geadelt wurde, von Kaiser Leopold II. am 27. Okt. 1796 aber ein Ritterdiplom erhielt. sv. Lang 451. — M. v. M., Erg. 179. 382, an welch lcztercr Stelle er das Geschlecht aber irrig Mollo schreibt. — v. Hefner, baver. Adel S. 98. T. 117. - v. H.s — Mom Molsbcrg, Mollisberg, eine alte adl. Familie im Rheinlande und in Hessen, welche dem Erlöschen nahe ist. Sie waren Burg- Männer zu Montabaur. Wappen: In R. ein s. Löwe, sv. Humbracht, Tab. 184. — Gauhe I. 1032. — v. Krohnc II. 364. — Estor, Tab. 9. — Siebmachcr I. 143. n. 4. — v. Meding III. n. 543. — v. H.s 4 Molschlclic», Molsleben, ausgestorbener thüringen'scher, von 1251 —1433 meist in dem jezt gotha'scheu Dorfe M. vorkommender Adel. sBrückncr III. 8. St. 51 n. f. — Zedier XXI. 953. — v. Zedlitz. — v. H.s 4 Molskorf, ein sehr altcS thüring. Geschlecht, bereits im 13. Jahrh. bekannt, wovon eine Linie sich Weller v. M. und M-, genannt die W., schrieb, und sich aus Thüringen in das Voigtland wendete, auch nachher in Meißen sich ausgebreitet hat. Wahrscheinlich war das zwischen Arnstadt u. Erfurt gelegene Schloß und Dorf Molsdorf ehemals ihr Stammsiz, welchen Namen Weller aber, den Einer durch eine Wahl bei der Erbschaft seit dem I. 1436 angenommen und dagegen den Namen M- ganz hat fahren lassen. jJ. Eh. Koch, v. Wappen der Gelehrten 162. — König I. 1009. — C. Spangcnberg, Historie v. d. alten ehrl. edlen Geschlecht der v. M., gen. die Wellcr. Erfurt, 1590. 4. 10 Bg. - D. I. Ch. Wcntzel, Pr. Wclleror. fanrilia Alt. 1696. fol. I Bg. — Chr. Fr. Lämmcl's Histor. Wellerian. histor. Bcschr. des adlichen Geschlechts u. Lebens d. Theologi H. Wcller's v. M. Leipzig, 1700. 4. 20 B. — M. C. Gottschling's Lcbcnsbeschr. 4 gelehrter u. geschickter Edelleute im Weller v. M. Brandenburg, 1722. 4. — ». Ledebur II. 115. — v. H. — Brückner I. 61 u. f. — Zedier XXI. 953. 954. 1563-72.j Mölsheim, s. Schwab. Moljisovics o. Moisvür. Der Doktor im allgemeinen Kranken- Hause zu Wien, G. M., wurde 1858 mit v. Moisvür geadelt. sA. A. Zeit. v. I858.s Molski, eine adliche, im Ermeland begüterte Familie. Wappen: Prawdzic. jv. Ledebur II. 116. III. 3I2.s Molslclien, s. Molschleben. — Molthcim, s. Walcher v.M. MoltK, Mottle, ein sehr altes freiherrliches, nachher gräfliches Geschlecht, das in Mecklenburg, Holstein, Schweden, Dänemark, Pommern und Württemberg begütert ist und mit den v. Hasenkopf eines Ursprungs gewesen sein soll. Es hat dasselbe das Landmarschallamt im Herzogthum Güstrow bekleidet. ReichSgrafen 1776. sCast, Adclsb. v. Württemberg. — Eine Nachricht von dem Geschlechte derer v. Mottle ist in Fr. W. Tauben's Hohcitsrcchten der uralten westfälischen Burg zu Wulften, die in Wien 1767 herauskam, angefangen. — Genealog.'Jahrb. des deutschen Adels 1845 u. f. — Taschenb. der gräsl. Häuser 1836 u. f. — Wappenbiicher von Dorst u. I. A. Tyroff. — Mecklenburg. Wappb. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 22; bayer. Adel S. 93! T. 117; preuß. Adel S. 19. T. 21; Mecklenburg. Adel S. 15. T. 12; Erg. Bd. S. 38. — v. Ledebur II. 115. III. 312. —' Bagmihl II. X. — Kncschke, deutsche Grafenh. — Micrälius VI. 507. — v. West- phalen, monum inedit. III. Tab. 5. — Gaube I. 1031—34. — Zedier XXI. 955 u. f. - v. Krohne II. 364-72. — v. Lang 124. - Siebmacher I. V. 153. 166. n. 2. — v. Meding I. n. 556. — v. Zedlitz. — v. H.s Molwih, thüring. Adel und ehemalige Vasallen der Grafen v. Kirchberg, wegen des Dorfes Haynchen, die im I. 1354, auch 1346 das Halsgericht zu Cloßwitz besaßen. sAvemann's kirchberg. Beschreib. 81. 196. 207. — v. H.s MolM, Malzan, s. Maitz an. Molzcr v. u. zu Dromlmch, Johann Roman und Katharina Maria, uror, geb. v. Majer, 1699 zu Passau. jOberbayer. Archiv VIII. 432 ff.s Momirow, s. Sekulich v. M. Mom — Mon 61 Momo, italienisch. Franz Kattanei w M. war 1835 Rath bei dein Civiltribunal zu Sondrio. Monuchus de lloscnbcrg, s. Münch. Monliarq, s. Walther v. M. Monaldi, österreichisch. Baptist v. M. war 1796 Hof- und Gerichtsadvokat zu Wien. sWiener Adreßb. 1796.^ Monari v. Ncuscld, Joh. Baptist, wurde wegen seiner Verdienste um den Wasserbau in Aquileja im I. 1774 mit dem Beinamen v. N. geadelt. sM. v. M. 230. — v. H.) Monatschcin, Kristof Wilhelm und Johann, Gebrüder, wurden 1659 geadelt. sR. T. A. RZ st Manan, Monden, ein im 15- n. 16. Jahrh. sehr begütertes Geschlecht in Schlesien. sGauhe I. 1038. — v. Ledebur II. 116. — Felleri Monument« 562. — Sinap I. 648. II. 815. — Siebmacher II. 49. n. 12. - Zedier XXI. 356. — v. Meding II. n. 567. - v. H.s Monböschc, s. Mau beuge. Moncada, Grafen, auch Marquisen, welche in Schlesien seßhaft sind. Im I. 1649 war ein Marquis v. M. Kommandant von Bricg. sv. Ledebur II. 116. III. 312. — Siebmacher IV. 6; Suppl. I. 20- — v. H. — Sinap II. 148.) Moucelli, s. Freydenegg. Monck, s. Munck. Mondajo. Die Grafen v. M. kamen mittels der Vermählung von Einem dieses Hauses mit einer Gräfin v. d. Schulenburg in die preuß. Staaten, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für die preuß. Staaten 1843. S. 265.) Mondella, östcrr.-italienisch. Johann Edler v. M. war 1835 Direktor der Kongregation zu Brescia. Monden, s. Monau. Mondcnhcini, s- Bonjean v. M. Mondion. Der Sckondlieut. v. M. im Jnf.Reg. v. Stockhorn erhielt im Juni 1824 vom Großherzog von Baden die Erlaubniß, den von seiner Familie früher geführten und nun wieder angenommenen Grafentitel gleichfalls führen und annehmen zu dürfen. sBad. Reggsbl. von 1824. Nr. 19.s Mondok v. Galamdos. Der Hauptmann Georg M. wurde im I. 1789 mit dem Beinamen v. G. geadelt. sM. v. M., Erg. 382. - v. H.) Mondolfo, Sebastian, Bankier in Mailand, wurde 1857 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA- A- Zeit. v. 1857.^s Mondors, österreichisch. Johanna v. M. war 1835 Stifts- Fräulein in Kärnthen. Moiidrq-Domlirowoki, Mundry. Diese Familie kömmt 1671 im Lauenburg-Bütow'schen vor. Sie besizt Stübnitz und Czaru-Demcrow daselbst. Wappen? sv. Ledebur II- >16.) Moiidöftld, s. Hoffmann. Mondtdrodt, Mundbrad. Mundbrotel v. Spicgclbcrg, Mundbrod, eine schwäb. Familie. sSiebmacher I. 113. n. 5. — v. Hattstein III. Suppl. 103. ^ Salver S. 623. — v. Meding II. n. 583- — v. H.s M»nc, ungarisch. Karl v. M. stand 1835 bei der nngar. adlichcn Leibgarde zu Wien. Stefan Mone de Also-Venicze war 1857 Unterlieutcnant im 51. k. k. Jnf.Reg. Monhord, Thomas und Johann, Gebrüder, wurden 1653 geadelt. sR.T.A.R.) i Monheim, ein im 17. Jahrhundert ausgestorbenes kölner Patriziergcschlecht, dessen gleichnamiger Stammsiz bei Opladen liegt. Wappen? sv. Ledebur II. 116Z Moni», neufchateler Adel, welcher zu Crossier heimath- lich ist. N. v. M. gebrauchte zuerst, als preuß. Lieutenant, das „von" im I. 1793. sv. Ledebur II. 116. — v. Zedlitz.) Monjou, eine altadliche französ. Familie, aus welcher einige Mitglieder im preuß. Heere unter Friedrich II. standen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 117.) Monkicrski, ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. 116. III. 312.) Wappen: Wadwicz. Monkowski, im Posen'schen seßhaft. W.: Ogonczyk. sv. Ledebur II. 1I6 .s Monod v. Froidcville, eine ans Savoien stammende Familie, welche nach der Waadt einwanderte. Zu Ausgang des 17ten Jahrhunderts erwarb die Familie die Rittergüter Froideville, Ballens w. Von da an wird sie zu den nvtabeln Geschlechtern und zu den neuadl. LandcSfamilien der Waadt gezält. Den Adel hat sie durch Zalung des Kaprechts l24ster Theil des Kaufpreises der Güter) von Bern erlangt. Seitdem das Geschlecht die Güter nicht mehr besizt, gebraucht die Familie in der Schweiz den Namen F. nicht mehr. In Preußen schreibt sich die Familie noch M. v. F., in Bayern aber blos v. F.; seitdem, 8. Juni 1811, hat Napoleon I. diesem Zweig den Freiherrntitcl nach Erst- geburtsrccht ertheilt. Es gibt mithin jezt drei Zweige dieses Geschlechts. sv- Zedlitz. — v. Lang, Suppl. 48. — Bayer. Wappenbuch. — v. Hefner, bayer. Adel S. 35. T. 32. — v. Ledebur I. 237.) Monquintin, erscheint 1743 in dem Domherrn Frhrn. Johann Baptist v. M. zu Tournay. sv. Ledebur II. 116. III. 312.) 7 Monreal, eine im I. 1635 mit Magdalene Margarethen v. M. an Joh. Schweickard Vogt v. Hunold stein vermählt gewesene, ausgestorbene rheinländ. Familie. Sie war 1385 erschienen, sv. Ledebur II- 116. — v. H.) Wappen: Zwei Wecke, liegend über einander, schw. in G. sv. Hattstein I. 332. — v. Meding II. n. 570. — v. Zedlitz.> Monrois, Uradel; die Familie stammt aus Poiton in Frankreich. Charles de Vcrger de M., Seigneur de Paisni, Monroy, Pessö et de Rhv in Poiton, Ecuyer, flüchtete nach Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 nach Holland, ging dann nach Celle, und erhielt bei Hofe Anstellung. Seine Nachfolge blüht noch. sv. dem Knesebeck. — Grote, haunöv. Wppb. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15. T. 13. — Kneschke, Wappen Ill.s Möns, Druiie v. M., eine aus Frankreich stammende gräfliche Familie, welche sich bei Wiesbaden im Nassau' schen seßhaft gemacht hat. sv. Hefner, nassauer Adel S. 3. T. 3.s Moiisberg, steh er. Ritter, die im I. 1773 Mitglieder der sie her. Landschaft waren. sSchmutz 563.) Wahrscheinlich einerlei mit Monöperg. sv. H.) Monschau. Der Oberamtmann zu Kerpen, Commersum, und Kreisdeputirter auf der Grafenbank im niederrhcinisch- westfäl. Kreise, Heinrich M., aus einem kölner Patrizier- Geschlecht, wurde 1756 in den Adel- u. Rittcrstand erhoben. sR. T. A. R. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 116. III. 312. — Fahne I. 291.) Moiischein u- Mondcncck. Daniel M. wurde am 5. Sept. 1676 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.) Monsc. Der Professor und Direktor der jurid Fakultät zu 62 Möns — Moni Brün», Josef Wratislaw M., wurde im I. 1780 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M-, Erg. 332. - v. HI Monspcrg. Peter Wilhelm v. M. wurde im I. 1772 in den Ritterstand erhoben. Wahrscheinlich einerlei mit Mvnsberg. sKncschkc, Wappen IV. - M. v. M., Erg. 179. — v. H. j Monster, Monster, s. Münster. Monsterberg, s. Münsterberg. Moni du, s. Du Mont. 1. Montog. Der Bürger n. Monturlicferant Joh. Paul M. zu Prag wurde im I. 1765 geadelt. sM. v. M.. Erg. 382. - v. H.s 2- Montag v. n. gn Schönackc». Der Oberlieutenant Klaudius Emmerich M. wurde im I. 1762 mit „Edler v. u. zu S." in den Reichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 179. — Sicbmacher, Suppl. X. 21. — v- H-I Montaigne. Reiner v. M. war salzbnrg. Rath u. Kämmerer, auch Gardehanptmann und Pfleger zu Golling. Seine Frau Juliana v. Haunspcrg starb zu Salzburg daselbst 1614. Montanari, Dominik, wurde im I. 1790 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 79. — v. H.f Montanarq v. Montcbaldo. Der Unterlieut. Joh. M. wurde im I. 1820 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 382. - v. H.s Montargncs. Dieser französ. Name kommt um 1715 im preu ß. Heere vor mit Peter v. M. sv. Ledebur II. 117Z W.:? Montana, Johann Baptist, wurde 1559 geadelt. sR. T. A. N.s -s Montaut. Die Familie der Freiherren v. M. stammt aus Frankreich. Gilly v. M. wurde in den Freiherrnstand erhoben. Am 27. April 1726 erhielt die Familie ein preuß. Anerkennungs- Diplom. sv. Ledebur II. 117. — v. Zedlitz.! Montliach, ehemals v. Bohl u. M., sind mit dem Pfalzgrafen, Fürstbischof zu Breslau, nachmaligen Kurfürsten Franz Ludwig, nach Schlesien und Oesterreich gekommen und erwarben die Herrschaft Bechau bei Neissc. In Oesterreich erlangten sie in dem Obersten Siegfried Ritter v. M. im I. 1813 die Frci- herrnwürde. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 117. III. 313. — Dorst, schles. Wppb. n. 428. — v. H. — M. v. M., Erg. 79. s Siehe auch Bohl. Montbarcy. Der französ. Graf v. M. wurde 1774 in den Reichsfürstenstand erhoben. sR. T. A. R. — Siebmacher, Suppl. X I. I.s Montliart. Im preuß. Heere standen 1854 mehrere Offiziere v. M. sv. Ledebur II. 117. III. 3I3.f Moiitbillq < eine in Preußen angesessene Familie, sv. Ledebur II. 117..s Wappen? Montboschc, Jakob Hirtsee, Polack genannt, wurde am 11. Juni 1662 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. SZ 1. ch Monte, eine ausgestorbene lünebnrg. Familie, die mit dem schles. Geschlechte v. Berge ein und dasselbe gewesen zu sein scheint. sC. L. Kotzebue, Beschreibung der v. M. oder Edle Voigt v. Berge, Mspt. — Küster IV. 46 u. f. — Pfeffinger III. 353. — Zedier XXI. 1273—75. — Lüdersen'S Samml. — v. H.sj 2. Monte de, Mont, v. Lcwciilicrg, eine ursprünglich schweizerische Familie, die im Stifte Chur das Erbtruchsessenamt hatte, sv. Hesner, daher. Adel S. 47. - Frhrl. Taschenb. von 1857, wo die Geschlechtsgcschichte ausführlich aufgenommen ist. — Bucelin, stemmat. III. IV. — Gryph, v. R.Orden 42. — Gauhc I. 1933. — Siebmacher l. 294. n. 2. — v. Meding II. 571. — Spener, hist. insign. p. 691. — Zedier XX. 1272. — v. H.s 3. Monte ». Montcnau. Der österr. Major im Inf. Reg. Nr. 3., Joh M., wurde 1856 mit v. Montcnau geadelt. sOcsterr. Milit.Schemat. von I856.s Moutclialdo, s. Montanary. Mortebooco, f. Novak. Montcbrochc. Dietrich v. M. erlangte 1630 Adelsbcstätigung. sR. T. A. R.I Monte-Compo, f. Pcsselln. Monte-Castcüo, s. Mollinary v. M.-C. Monte-Chioro, f. Gioanni. Montecrcto, f. Csorich. Montccuccoli. Diese Grafen, von denen Raimund am 12. Mai 1651 von K- Leopold I. in den Fürstenstand erhoben wurde, stammen aus dem Modenesischen und leisteten Oesterreich wichtige Kriegs- Dienste. sTaschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v. Hesner, krainer Adel S. 14. — v. H. — Schmutz II. 563. — Zedier XXI. 1285—99. - Gauhc l. 1938. II. 734 —43.s Montcsortc, s. Wielemans. Monte!, I., Kreisrath in Trient, wurde im April 1854 in den Adelstand erhoben. sA- A. Zeit. v. 1854. s Montcn, s. Du-Mont v. M. Montcnach. Johann v. M. stand 1857 als Uuterlieutcnant im 1. k. k. österr. Kür. Regiment. Montciniovo. So heißen die beiden Söhne, welche der Graf v. Nciperg mit der ihm morganatisch angetrauten Gemahlin, Kaiserin Marie, Erzherzogin von Oesterreich, Herzogin von Parma, gezeugt hat. Die Familie gehört zum italicn. Adel und lebt in Wien. ITaschenb. der gräfl. Häuser 1853 u. f. s Montcnoillc, s. Massart. Montcplnnetn, s. Bertolini. Montcroso, s. Giacomelli v. M- Montct, du, s. Fisson. Montctoii. Baron v.M., Herr von Passac in Dordogne, der sich auch v. M- n. St. Sera in schrieb, flüchtete wegen RcligionSnuruhen nach Deutschland. Im I. 1715 war Dijon v. M. Oberst in Magdeburg. Er kaufte sich im Havel- Lande an. sv. Ledebur II. 117. III. 313. — v. Zedlitz.! Moulcuil, Stefan und Peter, Brüder, erhielten neben dem Jnkolate 1737 ein Adelödiplom. sR.T. A. R.'s Moutcvcnotico, s. Tranquillini. tz Moiitevcrqucs, ausgestorbene schles. Freiherren, die ihren Ursprung aus Spanien gehabt. Die Familie besaß in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Schlesien Domanze. Ludwig de Lozis, Frhr. v. M., ans der Grafschaft Avignon, war kais. Gcueralfeldwachtmeister, wodurch der Name nach Schlesien kam. >v. Ledebur II. 117. - v. H. — Sinap I. 221 u. f. II. 384-1 Moiill^, s. Landsfeld. 1. 's Montsort, ein uraltes, zur schwäb. Bank im Reichs - Grafeukollegio ehehin gehöriges Geschlecht, das von den Pfalzgrafen in Oberrhätien um das Jahr 840 entsprossen sein soll, in Steh ermark zwischen 1200 und 1256 vorkommt, und sich auch im Bregenz'schen niederließ. Dasselbe erlangte 1742 die reichs- sürstliche Würde; nach Andern soll solches schon 1719 in den Mont — Moo 63 Fürstenstand erhoben worden sein. sN.T. A. R.) Das Geschlecht ist erloschen. sSpcncr, hist. insign. p. 436. Tab. 19. — Jmhof, not. proc. Jmp. Lib. 7. c. 3. — RittershuS, Tab. gen. II. — Siebmacher I. 15. n. Ii. II- >2. n. 5. — Dnrchl. Welt II. 364. 585. — Salver S. >46. Tab. 15. — v. Mebing II. n. 572. — Schmutz 563 u. f. — Hartmann's Samml. — Zedier XXI. 1345—56. — Souveräne von Europa 1316 u. f. — Audr. Arzcl, ein Jesuit, hat den Stammbaum dieser Grafen sehr schon in Kupfer stechen lassen. — Joh. Engerdi Familia Montfortiorum. Jngolst. 1573. 4. — Hübner II. T. 436 — 38. — Gauhc I. 1646. — v. H.s 2. Montiort. HieronimuS Napoleon Bonaparte, ehemaliger König von Westfalen, wurde nach seiner Entthronung vom König Friedrich von Württemberg, dessen Nicce er gcehlicht hatte, im I. 1814 zum Fürsten v. M. ernannt, jFahne I. 296 unter Muntfort.s 3- Montsort, Edle v. Kcllhof. Montgelas, ein aus Savoien stammendes Geschlecht. Gar- nerin, genannt Seigneur de la Thuillc Baron de M-, erhielt ! in der Person dcö Staatsministcrö Marimilian Karl Josef Franz ! de Paula HieronimuS am 29. Nov. 1809 das Grafcndiplom. sv. Lang 43 u. f. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1845 u. f. — Taschenb. der gräsl. Häuser 1843 u. f. — Bayer. Wappcnbuch I. 73. — v. Hcfncr, daher. Adel S. 16. T. 16; Erg.Bd. S. 8. — Kneschkc, deutsche Grafenhäuser. — v. Hs 1. Monthö, französ. Adel, seit dem 18. Jahrhundert in Sachsen begütert, sv. Hefncr, sächs. Adel S. 39. T. 44 .s Monthc, s. Waldsee. Monticclli, in vsterr. Italien. Barbara Gräfin Roero de M. war 1835 HonorarstiftSdame im herzoglich savoiischen Damenstift zu Wien. Montigni, Uradel. Die Familie stammt ans den Niederlanden. Am 25. Juni 1753 wurde dem Gcncrallieut. v. M. auf Grund eines kais. Diploms vom 21. Febr. desselben Jahres der Titel eines Freiherrn in Hannover erneuert. sv. dem Knesebeck. — v. Hefncr, bayer. Adel S- 4, unter Marotte v. Montigny, Taf. 46; preuß. Adel S. 55. Taf. 71. — Sicbmacher, Suppl. I. 21. — v. Ledebur II. I l8.s Montigny. Andreas Franz Chevalier Dcstard de M., emigrirter Offizier der kgl. Garde du Corps, henrathete Sofia Gräfin v. HönSbröck. Er starb 1800 mit Hinterlassung von vier Töchtern, wovon Louise den Grafen v. Kurtzrock henrathete. Zwei Töchter leben nnverhcnrathet zu Köln und im Limbnrg'- schen, die vierte ist jung gestorben. Eine Linie blüht noch in Kanada. W.: Ein erniedrigter Sparren n. drei Vögel, und ist somit das in Bcrnd's Wappcnbuch der preuß- Rheinprovinzen, I. 168, Mitgcthcilte einer andern Familie des Namens gehörig. Mantioqe, s. Fr ob erg. Monttuisaiit Der vsterr. Ritter und Hauptmann Franz M. wurde im I. 1812 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M. 71. — v. H.s MoiitMlirin, s. Cor visart v. M. Montmorti». Die du Maz de M- gehören einem alten eidlichen Geschlechtc in Frankreich an, welches anfänglich den Namen du Maz geführt hat, bis Thibaut du Maz Seigneur de TerchampS um'S I. 1384 die Erbtochtcr der Herrschaft Montmartin ehelichte, worauf jederzeit der älteste Sohn dieses Zweiges den Namen M- führte. Sein Sohn Jean du Maz Seigneur de M. war 1456 Premier maitre d'hotel du duc de Bretagne, welches so viel war, als die heutige Obcrhofmarschall- Stelle. Seine Nachkommen haben die ansehnlichsten Stellen in Frankreich bekleidet und sich zur reformirten Religion gewendet. Des Louis du Maz de M. zweite Gemahlin, Margarethe de Roussay, verließ nach Widerrufung des Ediktes von Nantes ihre Güter in Frankreich und begab sich nach Deutschland. Ihr Sohn Samuel, fürstlich brandcnburg-bayreuth'scher geh. Rath, zeugte drei Söhne, wovon der älteste, Friedrich Samuel, zulezt herzoglich Württemberg. Premierminister, auch Rittcrhauptmann bei dem fränk. Rittcrort der Altmühl 1758 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, aber ohne männliche Erben starb. (Die Familie der Eckbrecht v. Dürkheim, ans welcher Einer eine Tochter henrathete, fügte den Namen zu dem ihrigen.) Die zwei jüngeren wählten den Kriegsstand. Karl Frhr. v. M. wurde kais. Feldwachtmeister. sRcbmann, Adelsarchiv, Mspt- — R. T-A. R. — Sicbmacher, Suppl. X. 3. — v. Ledebur II. l 18. III. 313. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 55. T. 71.) Moiitmollin, eincS der ältesten Geschlechter in Neufchatel, welches seit 1556 daö rcgimentsfähige Bürgerrecht daselbst bcsizt. Auch in ausländischen, namentlich in preuß. Diensten befanden sich Mehrere dieses angesehenen Geschlechts. Von Preußen wurde der alte Adel der Familie anerkannt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 1l8.j Moiitmorciicy-Morres, ein uraltes französ. Geschlecht, aus welchem sich einige Mitglieder in Oesterreich niedergelassen haben und sich daselbst fortpflanzten. sTaschb. der gräsl. Häuser 1844 u. f. — Goth. Hofkal. v. 1844 u. f. — Siebmacher," Suppl. I. 21.) Moiiliiiorillon, eine zur Zeit der französischen Revolution nach Deutschland geflohene uradl. Familie, von welcher Nachkommen in München leben, jedoch nicht in der Ndelsmatrikel eingetragen sind. Montoticu It- Hippolitc. Um 1714 befand sich ein Louis de M. St. H. als Generalmajor in preuß. Diensten, sv. Ledebur II. 118. III. 313.) Montowt, ein in Preußen angesessenes adliches Geschlecht 1752. sv. Ledebur II. 118, wo das Wappen beschrieben ist; III. 313.) Mnitpcriiy, eine französ. Familie, die nach Bayreuth auswanderte und noch im Bayerischen wohnhaft ist. sv. Lang S. 56. — Bayer. Wppb. I. 79. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 16. T. >6.) Die Familie besizt den Marquistitcl, ist aber in die bayer. Grafen- Klasse 1813 eingetragen, sv. H.) Montpredil, s. Rauch. Monis de Mafia, Grafen, welche aus Frankreich stammen und zum Theil nach Preußen wanderten, wo sie seit 1792 in Kriegsdiensten stehen. Sic sind aus Languedoc entsprossen. Ihr Stammhcrr war Bertram v. M., der im I. 1222 Konsul in Tonlose war. Joh. Bapt. Jak. Graf v. Monis u. WallerS war Kammcrherr des Kurf, von Köln und Besizer mehrerer Güter in Westfalen. Sein Sohn trat in preuß. Dienste und erhielt am 1. Okt. 1766 eine Anerkennung seines gräsl. Standes, sv- Ledebur II. 118. III. 313. — v. Hefncr, preuß. Adel S- 19. T- 2l. — v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser von 1842 u. f.) Montwih, eine preuß. Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 118.) Monzono, s. Loote. MonMo, steycr. Ritter. sSchmntz 566. — v. H.) Moor, s. Mohr. — Moos, s. Länser. f Moosbcurcn, alte schwäbische Ritter, auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Ehingen, welche sehr frühe abgestorben sind. sGriesinger 905.) 64 Moo — Mor Moosdurg ist der Name, welchen ein Franzose Agar, wahrscheinlich vom hannövcr'schen Amte Moosburg mit dem Grafentitel erhielt, nachdem er für Joachim Mnrat, Schwager Napolcon's I>, in den ihm zugethciltcn Ländern die französ. Verwaltung eingeführt hatte. sWagener, Staatslex. 474.js Mooskirchen, st et) er. Adel, der auf seinem gleichnamigen Rittersizc im I. 1221 w. saß. sSchnxutz 369. — v. H.js Moosthal, österreichisch. Theodor Ritter v. M. war 1857 Kadet im 19. k. k. Jägerbataillon. Mor v. Suncg, s. Mohr v. S. n. Morberg. Mora. Wappenbcschrcibung. sv. Ledebur II. 118-s 1. Morock, Karl, Hauptmann, erlangte 1826 den österr. Adelstand. (E. S.js 2. Morack v. Mohrenscts. Johann Baptist und Georg M,, Brüder, wurden 1653 mit v. Mohrenfels geadelt, und ersterer am 4. Mai 1662 in den böhm. Ritterstand erhoben. sR. T. A. N.s Morac^cwski, im Posen'schen begütert. W.: Cholewa. sv. Ledebur II. 118. III. 3l3.s Morates, Hieronimus, kais. Rath und Hofarzt, wurde 1635 in den Reichsritterstand erhoben. sR.T. A. R-jj Morandcl v. Westerhofen. Franz Anton M., Rathsglied zu Kaltern, wurde im I. 1786 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M., Erg. 382. - v. H.f Moranville, wahrscheinlich französ. Abstammung. Franz Seliers v. M. war 1835 Kanzlist bei dem k. k. österr. Hof- Kriegsrath. Morari, Anton, aus Bergomensis, wurde 1571 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R.ss Moraschih, s. Ujesdezker. Moranchik, ungarisch. Josef v. M. war 1835 k. k. Hof- Kanzlist und beeidigter Notar bei dem ungar. Hofrath u. Kanzlei in Wien. 1. Moroweh. Der Bürgermeister Franz Jgnaz M. zu Ratibvr wurde im I. 1749 geadelt. sM. v. M., Erg. 382. — v. Ledebur II. S. 118. - v. H.f 2. Morowctz v. Wostrow. Der Bürger zuKuttenbcrg in Böhmen, Sigmund M-, wurde im I. 1764 mit dem Beinamen v. W. geadelt, sv. H. — M. v. M., Erg. 382.f Morawtfi»», s. Moschews ky. Morowih. Der Rath und Landrechtsbeifizer Franz Kasimir M. in Mähren wurde im I. 1718 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 79. — v. H .f Morawihki (Topor) ans Tcncf u. Uudnih, eine alte freihcrrliche, gräfliche und zum Theil reichsfürstliche Familie, die aus Polen stammt und in Schlesien einen Stammsiz M o r a w i tz k i hat, auch in Bayern jezt seßhaft ist.. Die Topor theilten sich in die Tenczin und Panczensky, welche Karl V. in den Grafenstand, und in die os solin skhsche zu Ossolin, welche Ferdinand II. zu Reichsfürstcn erhob. Eine Nebenlinie der Tenczin waren die M. v. Rüdnitz, aus welcher Theodor Heinrich im I. 1689, geboren zu Erfurt, von Kaiser Karl VII. am 14. Febr. 1742 zum Neichsgrafcn erklärt wurde, welches am 19. März 1757 Kurfürst Maximilian Josef auf die M. von Amberg u. Culmain, als gleichen Ursprungs, erstreckte. Johann Joachim v. M. wurde am 8. April 1695 in den altböhm. Herrenstand aufgenommen. sZedler XXI. 1557. — Tyroff, Wappenw. I. 176. — Bayer. Wappb. I. 89. — Taschenb. der gräfl. Häuser 1836 u. f. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 16. T. 19; Erg. Bd. S. 8. T. 19. — v. Ledebur II. 119. - Kneschkc, deutsche Grafenhäuser. — OkolSki, erb. Pol. III. 61. — Sinap l. 648. II. 383. - Gauhc I. 1941. II. 743. — Siebmacher V. 79. - v. Meding II. n. 573. — M. v. M., Erg. 23. — v. Lang 52. — v. H.f Der passau 'schc Landrichter Wolf Heinrich v. M. wurde im I. 1798 in den Freiherrustand erhoben. sM. v. M., Erg. 89. — v. H.f Morawski, ein wcstprcuß. Geschlecht mit dem Wappen Dombrowa. sv. Ledebur II. 118. III. 313.f Marliihcr v. Morgcnseld. Der kais. österr. Major zu Innsbruck, Florian M., wurde 1826 mit v. Morgen fcld geadelt. IE. S.f st Mordal, ein 1469, 1698 in Sachsen vorkommendes Geschlecht mit gleichnamigem Stammsize im Sa alkreise, sv. Ledebur II. I18.f 1. st Mordor. Diese Ritter u. Freiherren besaßen in Steh er- mark n. Kärnthen mehrere Herrschaften, und kommen zwischen den Jahren 1138 und 1527 vor. sSchmutz II. 569. — Gauhe I. S. 1941 u. f. - Zedier XXI. 1581. — Bucelini stemmat. III. - Barb. de Valvas., Ehre des Herzogthums Krain Lib. >5. pag. 375.f Es ist ein altes kärnthner. Geschlecht. Dieter M. lebte 1333. Wolf Ferdinand, Wolf Adam u. Hanns Andreas erlangten 1671 die Freiherrnwürdc mit dem Beinamen v. Portend orf. Das Geschlecht ist im Anfange des 19. Jahrhunderts erloschen. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1848. — v. Hefner, kraincr Adel S. 14. Taf. 13. — v. H-I 2. Mordar v. Dachscnseld. Joh. Andreas M. wurde im Jahre 1716 mit dem Beinamen v. D. geadelt. sM. v. M. Erg. 383. - v. H.f 's Mordciscn, eine meißnische und schle fische Familie, die ihre Güter und Adel dem im I. 1574 verstorbenen sächsischen Kanzler Ulrich M. zu verdanken hat. sSiebmacher I. 169. n. 9. — Sinap I. 649. II. 815. — Gauhe I. S. 1942—44. — v- Ledebur II. 118. — v. H- — v. Meding II. u. 574. — v. Zedlitz.f 's Mordih, eine anhalt. Familie, welche im 14. u. 15. Jahrh. sehr häufig vorkommt, dann aber ausgestorben ist. sBeckmann, anhalt. Hist. VII. 312. — v. H.f Mordtkchlägcr, Edle v. Ncutholl, eine alte österr. Familie, welche am 29. März 1744 vom Kaiser das Prädikat „Edler v. N." erhielt, wo sie in den Stand und Grad des Adels der gesummten Erbkönigreiche w. erhoben wurde, sv. Krohne II. 319. — v. H.f Marc, s. Mulbaum. Maren». Elise M., Frau deS französ. Gencralverpflegs- Kommissärs Markus Alexander M., und ihre Söhne Franz Ale- rander und Friedrich August M. wurden 1824 vom König von Bayern in den Freiherrnstand erhoben. sReggs. Bl. v. 1825. Nr. 6. — v. Hefner, bayer. Adel S. 47. T. 47; Erg. Bd. S. 17. — Frhrl. Taschenb. v. 1859. — Kneschke, Wappen IV.f Morccci, s. Zocchi. Morcgg, s. Declara. Morel. Deren Wappen beschreibt v. Zedlitz, Adels-Lexikon, sv. Ledebur II. 119, welcher eine preuß. Standeserhöhung meint. — Preuß. Wappb. IV. 6 .f Johann Baptist Morell, Morello, kais. Rittmeister, wurde 1627 geadelt. sR. T. A. R.f Morell v. Ionliciibcrg, Ritter in Steyermark, welche zwischen 1635 bis 1677 Cilli besaßen. sSchmutz 569.f — Der More - inner österr. Kammerrath Frhr. M. v. S, erhielt im I. 1722 den reichs- und erbländischen Grafenstand. fM. v. M. 25. - v. H.s Morella, der Arzneikunde Doktor, erhielt 1571 Adelsbestätigung. sR. T. A. R.f Merenberg. Der Graf Jakob Kristof M., k. k. Rath:c., und I Franz Joachim und Friedrich Anton M. wurden im I. 1799 in den Grafenstand erhoben. sGencalogiophilus, jeztleb. Haupt, in Teutschl. II. 281. — Zedier I XXI. 1614. — v. H.s Morcnhoftn, Hauptmann in Nassau, wurde 1830 vom Herzog von Nassau geadelt, sv. Hefner. nassaner Adel S. 12. Taf. 13. — s Kneschke, Wappen III. unter Mohrenhofen. s Morctt, Fr. I., GutSbesizer zu Farnbach in Oberfranken, ' wurde 1842 in den bayer. Adelstand erhoben, sv. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. lI7.s Morctto, Thomas, kais. Ingenieur, sammt dessen Bruder Andreas, wurden 1649 geadelt. sR. T- A. NZ Morgen «ins Höflarn. Die Wittwe des preuß. Hauptmanns - Karl Frhrn. v. M., Johanna Gertraud Klementina, geb. Hoising, erhielt von K. Franz II. ein Freiherrndiplom am 13. April 1894. sv. Hefner, bayer. Adel S. 43. T. 47. — v. Lang, Suppl. 57. — Z. v. H., 1. 's Margcnbcsscr, eine ausgestorbene schles. Familie, welche ! 1631 Ströbel bei Schweidnitz besaß. Wappen? sv. Ledebur II. Il9 .s 2. Morgenbcjser, Jgnaz Anton, kais. östcrr. Erpeditor, wurde k 1826 geadelt. sE. S.Z Morgenstern, Dr., Regierungspräsident in Dessau, wurde 1836 vom Herzog von Anhalt-Dessau geadelt. sM. S.^j Morgenstern, s. Jutrzenka; Visner. ch Morgues. Um 1735 und 1732 standen Mitglieder dieser I Familie in preuß. Kriegs- u. Civildiensten. sv. Ledebur II. 119. III. 313Z Begütert sind die v. M. bei Königsberg. Morharbt, Kaspar und Hanns, Brüder, wurden 1716 geadelt. HR. T. A. R.s -s Morhart ans Wsseinvang und Nomcck, altbayer. Geschlecht » auf dem Stammsiz Offenwang im Gericht Laufen a. d. Salzach. I Joh. Friedrich M. starb 1666 als der Lezte seines Stammes, sv. Hefner, 1 bayer. Adel S. 21. T. 17. s Mori, in österr. Italien. Alfons v. M. war 1835 Assistent > bei der Universität zu Padua. Morici v. Pianciano. Dem großherzoglich toskan. Kämmerer I und GutSbesizer Nik. Marchesc M. wurde 1862 die österr. Frei- I herrnwürdc mit v. P. verliehen. sA. A. Zeit., Sept. 1862.s Moriconrt. Eduard Bonsifet Ritter v. M. war 1835 Lehrer ^ der engl. Sprache und Translator an der Universität zu Prag. Morin, Morrin, Morien, eine mecklenburg'sche, mit den « v. Morrien, Morian nicht zu verwechselnde Familie. Sie ist im 17. Jahrh. ausgestorben, sv. Vehr. Libr. rer. Meklenburg. 8. I p. 1577. — v. Meding II. n. 575. — Gauhe I. 1645. — v- Zedlitz. — Z v. H.s Morincshusen. Regiuboto, Wernher, Wiepert de Morines- I husa 1994. Stammst;: Möriöhausen bei Schaffhausen. Mono, s. Boschetth. 1. Morih, Joh. Paul, kais. Rittmeister, wurde 1716 geadelt. sR. T. A- R.s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Moro sj5 2. Moritz, Wilhelm Kristian Friedrich, General, wurde 1836 in den preuß. Adelstaud erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II- ll9.s 3. Moritz, F. W. A., österr. Major, wurde 1861 geadelt. sA. A. Zeit., Mai 186l.s. 4. Moritz von der Wz. Gottfried M. in Wcstgalizien wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. d. H. geadelt. HM. v. M., Erg. 383. - v H.s 5. Moritz v. Moritzbnrg. Johann M., Titularmajor, wurde 1846 mit dem Beinamen v. Moritzburg von Oesterreich geadelt. sM.SZ Morkowski, auf Stwolno, Kreis Kröben. W.: Saß. sv. Ledebur II. l I9.s Morkowsky, s. Zaster zissel. Morn v. Schwarzenberg. Die Gebrüder M. erlangten um's Jahr 1699 den Adel nebst Beinamen. sR. T. A. R.f Mornhclni. Anton Kristian v. M., kais. Rath und erster Schösse zu Frankfurt a/M., erhielt 1675 Bestätigung seines adlicheu Standes. sR. T. A. RZ Mornsoler, Oswald, erlangte 1695 den Adelstaud. sR.T.A.R.s Morny, geb. am 23. Okt. 1811, ist der Sohn der Königin Hortense und somit Halbbruder Kaiser Napoleon's III. von Frankreich; er wurde von Frau v. Souza erzogen, welche später sich mit dem Grafen v. Flahaut verheurathete. M., welcher mit Auszeichnung im algier'scheu Heere diente, wurde von Kaiser Napoleon III. um 1854 in den Grafenstand erhoben. sJllustr. Zeit. v. 13. Dez. 1856. Bd. XXVII. Nr. 792. S. 374.jj Herzog geworden 1862. 1. Moro, eine aus Venedig abstammende, seit etwa 159 Jahren sich in Bayern befindende Familie, aus welcher Johann Peter M. Generalmajor und Kommandant zu Landshut wurde. sv. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. tl7. — v. Lang 452. — v. H.s 2. Moro. Die Brüder Kristof und Joh. M., Tuchfabrikanten zu Klagenfurt, wurden im I. 1816 geadelt und 1826 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 23». 132. — v. H.s Moroicic v. Madonna de Monte. Der kais. österr. Oberst v. M- erlangte 1859 mit obigem Beinamen den Freiherrnstand. Den Adelstand hat der Vater am 15. Jan- 1839 erhalten- sTascheub. der frhrl. Häuser l858.s Moroldi, italienisch. Fabius v. M. war 1835 Deputirter zur k. k. österr. Delegation in Wien. Moroldingcn, s. Meroldingen. ch Moroltingcr zu Horndach. Ihr Stammhaus lag im bayer. Unterland; sie erscheinen 1316 und erlöschen 1636. sv. Hefncr, -s bayer. Adel S. 5.s Moroni, ein gräfl. Geschlecht in östcrr. Italien. Alexander Contc M. war 1835 Direktor des Wohlthätigkeitsvereins in Bergamo. Morosini, ein gräfl. Geschlecht in österr. Italien. Dominik Conte M. war 1335 Deputirter zur Generalwohlthätigkeitskommisfion zu Venedig. Moroszany, ungarisch. Wilh. v. M. war 1857 Unterlieut. im 12. k. k. österr. Inf. Reg. Morozvwicz, ein in Schlesien begütertes Geschlecht. W.: Pruß III- sv. Ledebur II. 129Z 9 Hg Morp Morpurgo, E., Direktor des Lloyd zu Trieft, erlaugte 1853 den rittcrmäßigeu Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1853.s Mvrrando de Nizzoni, wahrscheinlich italienisch. Anton Graf M. de R. war 1857 Kadet im 5. k. k. österr. Huf. Reg. Morrc. Frhr. Basilius v. La-M. wurde 1807 zum k. k. österr. Kämmerer ernannt. Morric», Morian, Morrian, Mohr, Mordie, eine mit den obigen Morin w. nicht zu verwechselnde Familie in Westfalen, die im Cleve'schen aufgeschworeu, und welche K. Ferdinand ll. am 28. Jan. 1670 in den Frciherrnstaud erhoben hat, worüber das Diplom bei Zedier, XXI. 1745—49, zu lesen ist. Die ältere nordkirch'sche Linie hatte das Erbmarschallamt im Stifte Münster, starb aber im I. 1691 aus. sSpangenbcrg, Adclsspiegel II. 188. — Berschwordt 458. — Dienemann 344. n. 59. — Weingarten, Fürstenspicgel I. Igt. — Gauhe I. 1045 u. f. — v. Meding II. n. 576. — Robens II. 233 u. f. — Fahne II. 98, wo eine kurze Stammtafel. — v. Ledebur II. 120. — Siebmachcr I. 188. — v. H.) st Morschstem zu Aiberfclt, ein fränk. Geschlecht, welches mit Joh Ludwig v. u. zu M--B- gegen Ende des 17. Jahrhunderts erloschen ist. sNcbmann, Adelsarchiv, Mspt.s v. Zedlitz, Ad. Lex., läßt die v. Morstcin u. die v. Morschstem einerlei Geschlechts sein. Erstcre blühen noch in Preußen. Crufius, schwäb. Annalen III. 238, und Gauhe, II. 743—47, erwähnen eines Geschlechts v. Morstein bei Schwäbisch-Hall, welches sich nachher nach Franken gewendet habe. Ohne Zweifel sind vorstehende v. Morschstein (nach schwäb. Aussprache) damit gemeint. (Griesinger 906. — v. Hcfner, st schwäb. Adel S. 13. — v. Hattstein II. Suppl. 5V. — Siebmacher I. 106. n. I. — v. Meding II. n. 577. — v. H.) Morscy, ein westfäl. Geschlecht, welches zum Uradel gehört. Der Stammvater der Familie, Joh. v. M., gen. Picard, soll im 16. Jahrh. mit einem Herzog von Jülich aus Frankreich gekommen und am Hofe des Bischofs von Münster sein Glück gemacht haben. Die Familie ist im Osnabrück'schen begütert und thcilt sich in die v. M.-Krebsburg u. die v. M.-Osthoff. (Hannöv. Staatskal. von >825. S. XXXII. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur II. 120. — Osnabrück. Stiftskal. von 1733. — v. Meding II. n. 578. — v. H.) st Mersheim, eine rheinländische, im I. 1221 vorkommende Familie, die im I. 1640 mit Hanns Heinrich v. M. ausgestorben ist. sv. Ledebur II. 120. — v. Humbracht, Taf. 82. — v. Hattstein I. 393. — Siebmacher I. 126. n. 4. — v. Meding II. n. 579. — Gauhe I. 1046. — v. H.) Morski (Moröko). Graf Jgnaz v. M. wurde 1790 zum k. k. österr. Kämmerer ernannt. Morsky. Alexander v. M. wurde im I. 1785 in den galiz. Grafeustand erhoben. (M. v. M. 25. — v. H.) Wahrscheinlich gleichen Stammes mit Morski. Morsleve, Morsleben, eine ausgestorbene adliche magde- burg'sche Familie, welche in Urkunden bis zum I. 1415 vorkommt. sv. Wolframitz, Coli, zur Gencal., Mspt. fol. B. 4. S. 269 in der wolfenbiittcl'schen Bibliothek.s Morstcin, ein Geschlecht, das ehedem Mondstern geheißen, und in Preußen, Polen, Licfland u. in den Rheinlanden seßhaft gewesen ist. v. Zedlitz, Ad. Lex. glaubt, daß die v. Morschstein und die v. Morstein einerlei Geschlecht seien. Erstere sollen, nach Rebmaun, Adelsarchiv, Mspt., erloschen sein. M. s. d. Art. — Mos Leztere besizen nach v. Zedlitz, Ad. Lex., in der Provinz Preußen Ostrowitt, Ludwigsdorf, Logdau:c. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß Morschstein und Mvrstein Familien von ganz verschiedenem Ursprünge sind. fv. Ledebur II. 120.) Wappen: Leliwa. Die Familie ist auch in Brandenburg angesessen und hatte 1690 in der Champagne die Grafschaft Chateau- Villain. (Biedermann, Odenwald Tab. 389 n. ff. — Gauhe II. 743 — 747. — v. H.) st Mortangcn-Mortcnski , ein altes prcuß. Rittcrgeschlecht, welches 1480 und später die ansehnlichsten Stellen als Wojwode und Kastellane bekleidete. Im I. 1616 ist das Geschlecht erloschen, sv. Ledebur II. 120.) Mortclii, italien. Adelsgeschlccht. Katharina v. M., geb. v. Ricci, war 1835 Sternkreuzordensdame. st Morlinge». Waren schon um das Jahr 1045 ansehnliche Grafen in Bayern, die mit den Grafen ».Kilchberg im Jahre 1477 durch Vermählung verwandt wurden und wahrscheinlich erloschen sind. Ulrich v. M. war 1281 Kastellan in Grcttenberg. sSpangcnberg, Adclsspiegel I. Th- 10. B. 15. Kap. fol. 28. 90. — v. Ledebur II. 121. — Avemann's kirchberg. Bescbr. 231. 234 und im Anh. der Dipl. 120. n. 122. — v. H.s Morls v. Battenfeld. Der Hofsekretär Josef Anton Maximilian M. wurde im I. 1736 mit „Edler von" in den Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 179. — v- H. — Kneschke, Wappen?c. IV.s Morzc. Bios die Wappenbeschreibung von einem Siegel vom Jahre 1380 hat v. Meding III. n. 546. (v. H.) Morzin, Marzin, ein sehr altes böhm. Geschlecht, das bis zu dem ersten (?) Jahrhundert nach Christi Geburt zurückgeführt wird, und aus dem Joh. Rudolf v. M., kais. Feldmarschall, im Jahre 1636 in den reichs- und crbländischcn Grafeustand erhoben wurde. Die Familie der M. stammt von dem uralten Geschlechte der Equitum de Mauro oder Herrn v. Mohr ab. Anselm v. Mohr war Kommandant der Stadt Gr atz und erhielt als Belohnung für seine gute Verteidigung gegen die Türken unter Soliman II. zu seinem Familienwappen eine silberne Stadt mit Zinnen beigefügt und seinen Namen in Morzin verändert, den seine Nachkommen seit 1532 beibehielten. sSeifert, Genealogie adl. Elt. u. K- — Gauhe I. 1046. II. 747—50. — Allgem. genealog. Hdb. I. 686—88. — Genealog. Taschenb. d. gräfl. Häuser 1844. — Tyrofs, Wappenw. II. 267. — ' v. H. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser.s Morzycki, ein polnisch-Poseu'schcs Geschlecht, sv. Ledebur III. 313, ohne Wappen-Ang.s 1. Mosbach, gen. Breidenbach, eine alte Familie im Berg'schen, woselbst sie ansehnliche Güter besizt. Schon 1555 geschieht von dieser Familie im berg'schen Nitterbuchc Meldung. Sie stammt vom Hause Breidenbach, Amts Steinbach, ab. Ob solche mit denen v. Meßbach einerlei Geschlechts seien, steht sehr zu bezweifeln, (v. Zedlitz. — Rebmann. Adelsarchiv, Mspt. — Fahne II. 99, wo ein Stammbaum befindlich ist. — v. Ledebur II. 121.) Der Freiherrnstand ist am 13. Febr. 1844 anerkannt. ) Freiherr- lichcs Taschenb. von 1844. — v. Ledebur I. 103. — v. Hefner, preuß. Adel S. 55. T. 71. — Kneschke, Wappen II. — v. Krohnc I. 372- — Neues genealog. Hdb. 1778. S. 349. — v. H.f 2. Mosbach v. Freudcnthat , eine ehemalige reichsunmittelbare Familie im schwäbischen Kanton Neckar-Schwarzwald und Ortenau. (Mader's Magazin XIII. 656.) 3. st Mosbach v. Lindcnscls, ein rheinländisches, auch Mos Mos 67 i hessisches Geschlecht, das ausgestorben ist. Es hat den Namen i von der Stadt und dem Oberamte Mosbach in der Untcrpfalz, s wo eö wohnte, und nahe dabei das Schloß Lindenfels erbaute. sHumbracht, Tas. >90. — Spangenberg, Adclsspiegcl tl. — Zedier I XXI. 1812 u. f. — Salver Z3Z. 222. — Siebmacher l. 123. n. 5. — I v. Meding III. n. 547. — Gauhe I. 1046 n. f. — v. H.) Mosbach, s. Schütz. Mosberg auf Langcnlois u. Dcresbruch in Franken. sHartmann's Sammlung. — v. H.s Mosburg, s. Frosch au er. Moscardini, Philipp Ferdinand und Maria Anton, Brüder, I wurden 1792 vom seichs. Reichsvikariat geadelt, sv. H.s Die I Familie erhielt später die Grafeuwürde. sv. Heiner, tiroler Adel S. 23.s 1. Mosch, Mnschin, Muschzin, aus ddr Grafschaft Glatz, S ein altes, aus dem Hause Bottendorf stammendes Geschlecht. Die I Familie ist in Schlesien, im Brandenburg'schen, in der I Nieder- und Obcrlausitz begütert, sv. Ledebur II. 121. — v.H. I — Aelurius, von der Grafschaft Glatz 242. — Sinap I. 649. II. 817. — Zedier XXI. 1819. — Gauhe I.'t047 u. f. — v. Krohuc II. 372 — 74. — v. Zedlitz. — v. H.s 2. Mosch, K., östcrr. Hosrath in Lemberg, des Leopold- Ordens Ritter, erlangte 1855 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit, von 1855.) Moschatics v. Wcitcnfcld. Matthias M., Sekondrittmeister, ^ wurde im I. 1783 mit dem Beinamen v. W. geadelt. K. v. W. wurde 1842 in den österr. Ritterstand erhoben. sM. S. — M. v. M., Erg. 363. - v. H.s s- Moschcwsky, MoschevSki, u. Morawczina, ein sch lesisch es, « im Fllrstenthumc Troppau begütertes Geschlecht, das im löten I Jahrhundert erloschen ist. sv. Ledebur II. 122. — v. H. — Sinap ! I. 650. — Gauhe I. 1047.s Moschinski, eigentlich MoscMki, eine sch lesische, zum k Theil gräfliche Familie, die aus Polen stammt, sv. Ledebur II. S. 122. III. 369. 313.) Wappen: Lodzia. Ist gleichbedeutend mit Moöczenski. sOkolski, orb. Pol. II. 175. - Sinap II. 817. — Gauhe I. 1679. — Zedier XXI. 1824—26. — v. H.s Moscon. Dieser steyermärk. Familie gab K. Ferdinand II. am 5. Sept. 1628 ein verbessertes Wappen; ein Zweig erhielt im Jahre 1622 ein Freiherrndiplom von demselben Kaiser und im I Jahre 1709 ein Grafcndiplom von Kaiser Josef I., Ferdinand M. I aber wurde von Karl VI. am 6. April 1715 mit dem Beinamen „und Togarol" in den Freiherrnstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 80. - Schmutz II. 570. - v. H.s Mosconi, in österr. Italien. Joh. Edler v. M. war 1835 I Ehrendomherr zu Bergamo. Moscicuski. Die Grafen und Herren v. M. sind in Polen, I Preußen und Schlesien heimisch. Von Seiten Preußens I ist die Familie in den Grafenstand erhoben worden. Das Ge- I schlecht stammt aus dem alten mächtigen Hause Lodzia. Im I Jahre 1492 starb Lodzia Mathias M. sv. Zedlitz.) Siehe M o - » schinski. Mosdors, eine meißnische, aus Kärnthen stammende I Familie, die bis zu Ausgang des 15. Jahrhunderts bekannt ge- I Wesen ist. sGauhe I. 1048. — v. Schönbcrg I. 356. — v. H.s Mosdorfcr, Josef, kais. österr. Major, wurde 1842 geadelt. iE. S.s 1. Mosel, vou der (zuweilen Masel), ein sächsisches, besonders stift-Naumburg, und voigtläud. Geschlecht, das sein gleichnamiges Stammschloß eine Meile vou Zwickau hat. — (König III. 757—67. — Siebmacher I. 165. n. II. — Kncschke, Wappen III. — Müller, Annal. Saron. — Raufst, gen. Archiv 1733. S. 388 u. f. — Bernd, T. I.XXXV. ,70. — v. Ledebur II. 121. III. 313.) Die Familie ist in Sachsen, in der preuß. Rheinprovinz, in Schlesien, Pommern u. Preußen seßhaft, sv. Hefner, sächs. Abel S. 39. T. 44. — v. Meding II. u. 580. — Gauhe I. 1048 — Zedier XXI. 1835. — v- Zedlitz. — v. H.) 2. Mosel. Der Hofsekretär beim Obersthofmeisteramte, Jgnaz Franz M., wurde im I. 1818 mit „Edler vou" geadelt. sM. v. M. 230.) Mosclowski, richtiger Modzelcmski, in Preußen angesessen. sv. Ledebur II. 121. III. 313.) Mosen, eine alte altenburg. Familie, deren Stammschloß gleichen Namens unweit Nonneburg gelegen ist. (Gauhe I. 1049. — v. H ( Mosciilhalcr, Doktor und fürstlich neuburg'scher Rath und Vicekanzler, erlangte 1626 die Ncichsadelswürde. sR. T. A. R.) Moser. Von diesen gibt cö auch viele Familien in Deutschland, und zwar: 1. f Eine österr. Familie, beigenannt zu Pötzleinstorf und auch zu Weyer, welche im Jahre 1574 ausgestorben ist. sSiebmacher III. 64. — Moser, gen. Nachr. 33 u. f. — Gauhe I. 1420.) Die Angabe wegen Johann u. Karl Leopold v. M. ist irrig und bezieht sich auf eine andere Familie dieses Namens. sv. Hoheneck II. 811. — v. H.) 2. 's Moser, eine adliche Familie in Böhmen, zu Weiler. sMoser, gen. Nachr. 37. — Siebmacher III. 97.) Die Familie soll erloschen sein. sv. H.) 3. s- Moser, eine Familie in Kärnthen, die aber längst abgegangen ist. Aus dieser Familie erhielt Nikolaus M., Bürgermeister zu Jdria, von K. Karl V. im I. 1534 einen Wappen- Brief und sein Enkel Benedikt wurde von Kaiser Rudolf im Jahre 1663 in den Adelstand erhoben. Er war Arzt in Villach. Ein anderer Zweig der Nachkommen des Nikolaus M. begab sich nach Württemberg. sMoser, geneal. Nachr. 23.) Stammwappen: In Schw. ein bl. Wasserstrom, daraus ein springender r. Löwe mit drei Mooskolben; 1663 aber vermehrt. 4. Moser. Melchior Adam v. M. wurde am 5. Febr. 1652 in den böhm. Ritterstand erhoben, sv. H.) Zu welcher Familie er gehörte, kann nicht angegeben werden. 5. Moser, Matthäus, aus Oesterreich, dessen Mutter die beiden Erzherzoge Marimilian und Philipp gesäuget, wurde 1688 geadelt. sR. T. A. R.) 6- Moser, eine Familie in Niederösterreich, die in den Jahren 1726 und 1736 vorkommt. Dieses Geschlecht, welches mehrere untere Hofstellcn bekleidete, schrieb sich gewöhnlich v. Mosern. sv. H.) 7. Moser, Franz Josef, Kommerzienrath, ward am 2. Okt. 1729 in den böh m. Adelstand erhoben. sM. S.) 8. Moser, landgräflich hessen-kassel'scher geh. Rath, und dessen zwei Brüder, wurden 1763 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) 9. Moser, Johann Albrecht Kristof, Kameralverwalter, wurde am 16. Juni 1867 in den Württemberg. Adelstand erhoben. 9* 68 Mos - sReggsbl. v. 1897. Nr. 97. — Archiv für Gesch., Geneal. u. Dipl. S. 83.) 10. Moser, Johann, kais. öfter r. Hauptmann, erlangte 1823 den Adelstand. sM. S.) 11. Moser, Johann Georg Karl David Friedrich Theodor, Hauptmann, wurde 1837 in den preuß. Adclstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 12l.) 12. Moser, eine schles. Familie, auf Wnrfbein. fMoscr, genealog. Nachr. S. 37. — Gauhe I. 1429.) 13. Moser auf Groß- und Klein-Ziethen, Nittcrschaftsrath, erlangte 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.) 14. Moser aus Wirsibenc, in Schlesien; sie gehören nicht zu dem Geschlechte der M. v. Vilscck, wie Manche angeben. Weder Wappen noch sonstige Aufklärung weiß mitzutheilen v. Ledebur II. 121. 15. Moser v. Ebrcichshoscn. Der nicderösterr. Negiernngs- Rath Karl Leopold Edler Herr v. M. zu E., niederöstcrr. Landuntcrmarschall, wurde im I. 1765 in den Frciherrnstand erhoben. Daniel M. wird zum Stammvater angenommen, der von seinen Besiznngen in Oberöst erreich zur Unterscheidung von den Namensvettern sich v. EbrcichShofen nannte. Nach einer preßburger Urkunde von 1596 hat er unter einer adlichcn Rotte das Fähnlein geführt und tapfer gefochtcn. Kaiser Rudolf II. bestätigt dieses im Diplom von 1606, worin ihm die Ncichsritter- Wnrde verliehen wird. Karl Leopold M. war sein Urenkel und kais. geh. Rath. Wappcnbrief 1544. Adelstand 1606. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1849 u. 1855. — Leupold I. Th. 3. B. S. 496-594. — M. v. M. 72. — v. H.) 16. Moser v. Filscck , Vilscck, ein in Württemberg seßhaftes Geschlecht, das im I. 1573 von Kaiser Maximilian in des heil, röm. Reichs Adclstand erhoben wurde und zu welchem die beiden berühmten Publizisten Johann Jakob M., der Vater, und Karl Friedrich Frhr. v. M., dessen Sohn, gehören, wovon Erstercr sich auch M. v. Vilscck und M. v. Weilberg geschrieben hat. Friedrich Karl M. v. F., kais. Ncichshofrath, hatte 1769 den Freiherrnstand erhalten. Schon 1763 erlangte er mit seinen Brüdern Wilhelm Gottfried und Kristian Benjamin Bestätigung ihres älteren Adels. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1848. — Griesinger 997. — v. Ledebur II. 12l .s Wappen: In R. ein s. zum Sprung geschickter Steinbock. sI. I. Moser 's erläutertes Württemberg I. 49 u. f. Dessen Einleit. z. R. H. R. Prozeß im Anh. des II- Thls. d. ersten Aufl. Dessen Stammtafeln der Familie M. v. F. Tübingen, 1729. fol. (ohne Namen, sind 5 Tafeln) und nachher in seiner Erläut. Württembergs, cbendas. 1729. 8. I. Th. n. 3. Dessen geneal. Nachr. von seiner eigenen und allen davon abstammenden Familien. Tübingen, 1756. — Gauhe I. 1959 u. f. — Zedier XXI. 1836-42. - v. Mcding II. n. 581. - v. H.s 17. ch Moser v. Mortinskirch. An der Elbe. Die Familie ist erloschen, .sv. Ledebur II. 121. — Gauhe I. I949.s 18. Moser v. Moser. Der k. Pflegkommissär Franz Albert M. wurde im I. 1710 mit obigem Beinamen in den R.Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 383. — v. H.j 19. Moser v. Mosslierg. Der Major Weudelin M. wurde im Jahre 1818 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 383. — v. H.s 20. Moser v. Uoscnfctd. Aegidius Burkhard, wurde im Jahre 1715 mit Edler v. R. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 189. — v. H.s Mosethal, s. Thom. - Mösl Mosham auf Penzing und Ucndcck. Franz Xaver M., Bürgermeister w. zu Burg Hausen, wurde am 17. Juli 1790 vom Kurf. Karl Theodor niit einem Adels- u. Nittcrdiplom begnadigt, sv. H. — v- Lang 452 n. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. 98. T. 1l7.s Moshammer o. Mosheimb, Georg, kais. HofkriegSkanzleicrpeditor, erlangte 1641 den Adelstand. sR. T. A. R.) 1- h Mosheim (Gcviertet ein Adler und halber Bock), salz- burg. Adel. Auf dem Landtag zu Salzburg 1592 erschien Herr Scifricd v. M. zu Ramnigstein u. St. Margrcth. 2. Mosheim, Johann Lorenz, Kanzler der Universität Göttingen, wurde 1748 in den prcnß. Adclstand erhoben. Die Familie ist erloschen, sv. dem Knesebecks 1. Moshcinicr zu Inkofen. (Schild: Schräggetheilt, mit einem Darmesser belegt.) Georg M. zu I. (Landger. Pfaffenberg) steht in der bayer. Landtafel 1490. 2. Moshcimcr zu Mosheim. Ihr Stammst; war Mosheim (Stadtamhof) in der Oberpfalz; führten einen halben Bock im Schild. Moshcin, stcyermärkcr, ursprünglich schweizer Adel, der schon 1121 und bis 1529 vorkommt. sBucelini stemmat. III. — Schmutz II. 572. — Zedier XXI. l9l l. — A. A. d. D. 1822. Nr. 98.s In Stey ermark erbaute die Familie das Schloß Moßheim. sv. H.) Mosholzcr und Mosholzcr v. Mosholzc». Sebastian M. erhielt 1589 einen Wappeubrief. Der kais. Rath u. fürstlich passau'sche Stadtrichtcr und Anwalt Joh. Adam M., dessen Voreltern über ein Jahrhundert in lezteren fürstlichen Diensten standen und von Adel gewesen sein sollen, erhielt um'S I. 1677 ein R. Adelsdiplom Möchte mit Mülholzer einerlei sein. M. s. den Art. Mosicki, Mositzki, in Hinterpommcrn seßhaft 1724 ^ sv. Ledebur II. I2l. III. 313.) Wappen: Jastrzcmbiec. Mosicwih, eine aus Schlesien nach Preußen gekommene Familie, sv. Ledebur II. 121. III. 313 ) Wappen: Topor. Mosig v. Achrcnscld. Der Nittergutsbesizer Peter M. zu W endisch-Paulsdorf in der Obcrlausitz wurde von K- Franz II. im I. 1804 mit dem Beinamen v. A. geadelt, sv. Hcfner, sächs. Adel S. 39. T. 44. - v. Ledebur II. 121.) Mosing, I., Major im 55. k. k. österr. Inf.Reg., wurde 1862 in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Febr. 1862.) Mo sing er u. Murthat. Der Rittmeister Matthias M. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. Murthal geadelt. sM. v. M., Erg. 383. - v. H.) Moskau, ein krainer Geschlecht, welches 1715 den Freiherrnstand erlangte, aber schon 1587 in die krainer Landstandschaft aufgenommen worden war. sv. Hefncr, krainer Adel S. 15.) Moskopss, Moskopp. Der Ncichshofkanzleitarator Johann Mathias M. wurde im I. 1731 mit „Edler von" in den R.Ritter- stand erhoben. Der Plazmajor Joh. Mathias M. u. sein Bruder, der trier'sche Hauptmann Joh. Albert v. M., wurden im Jahre 1790 in den Freiherrenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 89. 189. — v. H.) Moskozzcmski , ein posen'sches Geschlecht, sv. Ledebur III. 313, ohne Wappen-Angabe.) Mostcr v. Wcrthstein. Dem kais. österr. Generalauditor- Lieutenant Mathias M. wurde 1823 die Adelswürde verliehen. sE. S.) Mosp — Mou 69 Mospach, s. Maspach. Mossaner v. Moßberg. Kristof Anton M. wurde im I. 1728 mit obigem Beinamen geadelt. IM. v. M., Erg. 383. — v. H.1 Mossau, s. Singer. Mosscck, angesessen in Preußen, sv. Ledebur II. 122. III. 313.) Mossegg, s. Aichholtzer. Mosscr v. Mossena». Joh. Balthasar M. wurde im I. 1732 mit obigem Beinamen geadelt. HM. v. M.. Erg. 334. — v. H.) Moffig, K., Major im österr- Geniestab, Ritter der eisernen Krone, wurde 1861 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1861. Nr. 164.j Mossoczq, galizisch. Martin v. M. war 1835 k.k. österr. Kammerrath und Vorsteher des Kameralbezirks zu Tarnopol. Mostar, s. Ni coli ich. Mosthal, s. Kusch land; Mösl. Mostowski, in Po mm ereilen seßhaft. Paul v. M. war 1786 Wojwode daselbst, sv. Ledebur II. 121.) W.: Dolenga. Moßliuch. Die Brüder Ludwig M., markgräflich burgau'scher Leibarzt, Ernst und Hanns Ulrich M. wurden im I. 1593 von Kaiser Rudolf II. geadelt uud K. Josef II. bestätigte am 5. Dez. 1782 in der Person des Viccpräsidenten des niederöstcrr. Land- Rechts, Leopold Edler v. M., als er noch Bürgermeister in Wien war, Adel uud Wappen, weil die Vorgänger den Adel außer Acht gelassen hatten. Lezterer wurde im I. 1818 Freiherr. sLeupold I. Th. 3. B. S. 505. - M. v. M. 72. 230. - v. H. - Kneschke, Wappen Il.s Moßberg, s. Moser; Mossauer. Meßdorf, s. Verger. Moßhurd, v. u. zu. Moriz Anton v. M. wurde im I. 1725 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 80. — v. H.j Moßmüller, Gebrüder, wurden 1613 geadelt. sR. T. A. R.) Wahrscheinlich einerlei mit Moßmüller». Moßniiillcru, Johann Baptist, wurde im Jahre 1776 in den Ritterstand u. 1778 in die st eh er. Landmanuschaft aufgenommen. sSchmutz 573. — M. v. M. 132. — v. H.j Moszccnsky, Konstantin, erhielt im I. 1788 die Bestätigung des galiz. Grafeustandes. Peter M. war 1457 Kastellan von Dobrzyin. sv. Ledebur II. 122. - v. Zedlitz.) W.: Naleucz. sv. Hcfner, preuß. Adel S. 13. Taf. 21. ^ M. v. M., Erg. 23. — v. H.j Moszczcnski, im Pose »'scheu. Wappen: Naleucz. sv. Ledebur II. 105. III. 311. 313.) Moszcwsln, s- Moschzewski. Moszinski, s. Mosch in Ski. Motcsiczky, ungar. Adclsgeschlecht. Theresia v. M., geb. Gräfin v. Pongracz, war 1835 Sternkrcuzordensdame. Motcqt v. Ueichcufcld. Der Landesbuchhalter in Mähren, Karl Johann M., wurde im I. 1788 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg- 334. — v. H.) Motok v. Zzestsor, siebenbürgisch. Franz M. v. S. war 1835 Oberstuhlrichter bei der weissenburger Gespanschaft. f Motschuncr. Hanns M. zu Gunzing steht in der bah er. Landtafel 1496. Motschclnitz, s. Mutschelnitz. 1. Motte de lu, Fouquct, verließen unter König Ludwig XIV. Frankreich und begaben sich nach Celle in der Person des Karl de la M.-F., Ritter, Herr u.Baron delaM., St. Su- ricn, Thonnaibou tonne und la Grevc. Die drei Söhne desselben traten in preuß., sächs. und hannöv. Kriegsdienste und sezten den Stamm fort. Jezt ist ein Mitglied dieses HauseS sowie dessen Gemahlin, eine geb. v. Briest, ein viel gelesener Schriftsteller, sv. Krahne II. 375. — Lebensbeschreib. des verstorbenen k. preuß. Gen. d. Inf., Heiur. Aug. Frhrn. v. La M.-F., in den fort- gcsezteu neuen hist. Nachr. Th. 153. S. 153. 160. — Dipl. Jahrb. für den preuß Staat 1843. S. 236. — v. Hefner, preuß. Adel S- 51. T. 65. — v. H.s 2. Motte, de tu sIoliq des Illinois). Dieses alte adliche Geschlecht stammt aus der Piccardie, wo dasselbe schon 1669 erscheint. Mit Herzog Franz von Lothringen, nachherigem Kaiser Franz I., kam dasselbe nach Oesterreich und erlangte 1766 die Grafenwürde. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1854 .s 3- Motte, eine in der preuß. Nhcinprovinz, Kreis Saarlouis, wohnhafte Familie. sBernd I.XXXVI, ,71. — v. Ledebur II. 122 .s Motte, s. Chevalleric- Mottet, ein schweizer Geschlecht, welches in früheren Zeiten vorzüglich in Murtcn zu Hause war, wo mehrere Mitglieder desselben die Stelle eines Bürgermeisters und Banuerherrn bekleideten. Ludwig v. M., in Diensten des Herzogs von Modcna, wurde von demselben am 5. Okt. 1765 in den Grafenstand erhoben. Sein Sohn Armand Gaston trat in österr. Dienste, ward Oberst und Erzieher der Erzherzoge Anton, Johann und Rainer. Der Enkel des Lezteren erhielt 1827 das Jnkolat in Böhmen, Mähren und Schlesien. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1860.) Mottom und Pulacios, illirisch. Franz v. M. u. P. war 1835 k. k. österr. Oberlieuteuant und mit der Polizeiwache zu Gr atz betraut. Mottusz de Also - llastockc, ungarisch. Ladislaus M. d e A.- N. stand 1357 als Oberlieuteuant im 4. k.k. österr. Jnf.Reg. Motz, eine Hess. Familie, aus der zuerst Hanns M., Bürgermeister zu Witzenhausen, gest. 1611, vorkommt. Am 15. April 1786 erlangte die Familie den Adel durch Kaiser Josef II. sv. Hefucr, Hess. Adel S-20. T. 21. — v. Ledebur II. 122.) Motzfcldt, ein niederrheinisches und westfälisches, besonders im Jülich'schen und Berg'scheu begütertes Geschlecht. Genaue Nachricht aus handschriftlichen Nachrichten von demselben stehen in Zedier XXI. 1963 — 72. sv. Ledebur II. 122. — v. H. — Fahne I. 233. II. 38.) Motzt. Am 19. Januar 1732 wurde die kais. Erhebung des Franz Dietrich M. in den Freiherrnstand zu Salzburg veröffentlicht. sv. Schallhammern.) Moutholund. Peter Edler v. M. wurde 1857 unter den un- a ugestelltcn k. k. österr. Generalmajors aufgeführt; zu Gratz. Mouti», du, eine alte sranzös. Familie, welche der Religion wegen ihr Vaterland verließ. Ein Mitglied wurde Oberst in holländ. Diensten und dessen Sohn preuß. General der Infanterie; sein Enkel auch preuß. General und Kommandant der Bundesfestung Luxemburg. In Schlesien begütert. sv. Zedlitz. v. Ledebur II. 122. III. 313. — Siebmacher, Supplem. I. 10.) 70 Mou — Mück Moulines, Der Adel dieser — wahrscheinlich französischen — Familie wnrde von preuß. Seite anerkannt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. I22s Mourat. Der ehemalige französ. Licut. Karl Theodor M. zu München wurde am 12. Juni 1749 vom Kurf. Max. Josef von Bayern in den Freiherrnstand erhoben. Geadelt wnrde die Familie im Jahre 1639. Sie stammt ans Schönbrunn bei Landshut in Altbaycrn. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1858. — v. Hefner, bayer. Adel S. 48. T- 47. — Kneschke, Wappen IV. — v. H. — v. Lang, Suppl. 57.s Mout v. d. Meer. David M. ans den Niederlanden, Holland. Schiffskapitän, erhielt 1747 ein Neichsadelsdiplom mit v. d. Meer. sR. T. A. N. — Genealog. Staatshdb. von 1748. S. 327.s Moy, eine alte adliche Familie aus der Picardic, die im Jahre 1666 in Bayern als solche anerkannt u. bestätigt wurde. Der dieser Familie zustehende französische Frciherrustand wurde 1858 von Bayern anerkannt. sA. A. Zeit., März 1858. — v. H. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 93. T. 118; Erg. Bd. S. <7.s Die Familie will zu den allerältesten Adelsgeschlechtern Frankreichs gehören und mit den Montmorenci, Lothringen verwandt sein. Siehe ausführliche Beschreibung im frciherrl. Taschenbuche von 1859. sv. Lang, Suppl. 124.s Moylcken, s. Moilikcn. Moys. Dionis v. M. stand 1857 als Kadet im 55. k. k. österr. Inf. Reg. Mag. Der österr. Oberstlieutenant Ernst v. M. wurde im Jahre 1789 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 78. - v. H.s Moroni, italienisch. Julius Edler v. M. war 1835 Rath beim k. k. österr. Kamcralmagistrat zu Mailand. Mrando, ein wahrscheinlich ungar. gräfl. Geschlecht. Anton Graf v. M. war 1857 Kadet im 5. k. k. österr. Hus. Reg. Mras^, Johann, kais. österr. Major, wurde 1838 mit v. Stromka geadelt. sM. S.^j 1. Mocckowski, im Gilgenburg'schen. W.: Pruß. sv. Ledebur II. t22. III. 314.s 2. Mroczkomski, wahrscheinlich gali zisch. Avelin v. M. war 1857 Hauptmann im 27. k. k. österr. Inf. Reg. Wahrscheinlich einerlei mit Nr. 1. Mroczynski, ein Posen'sches Geschlecht. W.: Drya. sv. Ledebur II. 122.s Mrosch, Mrosedts, eine Pommeresche Familie, ans welcher Anton und Albrecht v. M. das Gut Trzebiakowe im Lauen- burg'schen besizen. sv. Zedlitz^ v. Zedlitz macht zwei verschiedene Familien daraus, was übrigens möglich ist. Man findet sonst nichts über sie. sv. Ledebur II. 122J Mromczewski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Slepowron. sv. Ledebur II. l22.s Mrozinski, eine posen'sche Familie. W.: Pruß III. sv. Ledebur II. l23.s Msciszcwski, Miscewöki, v. Gral>la-M., ein in Westprenßcn und Hinter Pommern seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur II. 123 s Micha. Alois v. M. stand 1857 als Kadet im 26. k. k. österr. Inf. Regiment. Michliiiski, ein in Westpreußen angesessenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 123. III. 314.s Wappen: Kotwicz. 1. Muck, Johann Peter, k. dän. Kanzleirath zu Oldenburg, und Friedrich Anton M., in fürstlich brandenburg- onolzbach'schen Diensten, wurden 17** geadelt. sR. T. A. N. — Sicbmacher, Suppl. X. 21. s 2. Muck, Georg Philipp Kristian Ernst, bayer. Rittmeister im 2. Chevanrlcg. Reg., wurde am 21. Dez. 1822 in den Adelstand erhoben. sReggs .Bl. v. 1823. u. II. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 99. T. I I8.I 3- f Muck v. Michendorf, Peter, böhcim'schcr Rath, erhielt 1669 Adclsbestätigung. Schlcsisch. sv. Ledebur II. >23. — R. T. A. N.s Muckcrmih. 1469 hat Tyme Mukerwitz im Felde bei dem Dorfe Stolzenbnrg scineln Herrn von Pommern gehuldigt. 1499 erhalten Bertram und Franz v. M. das Schloß Alt- Tor gel ow zu Lehen. sCod. Brandcnb. XIII. 381. 429.j Muckcliii, eine oberrhein. Familie, woraus Einer im Jahre 1319 zu Degenbach in der Mainzer Diözese ein Cisterzienser- Nonnenkloster stiftete. sZedler XXII. 8. — v. H.j Muckcndcrger, Mathias, Salzamtsverwaltcr in Ungarn, erhielt 1643 die Reichsadelswürde. sR. T. A. R.^s 1 Muchcrshniifcn, ein in Sachsen auf Ob er kaufung und Praus sitz seßhaft gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. I23.s f Mucziniic, um 1777 im Butow'schen angesessen? W.:? sv. Ledebur II. 123.s ch Miidcrslinch, MaderSpach, ein oberrhein länd. Geschlecht, welches schon 1286 Eigenburg, Driedorf und Hohenfels im Nassau'schen besaß, und aus dem die Lczte, Elisabeth, vermählte v. Cronberg, am 17. April 1611 im weiblichen, und 1699 mit Daniel M., Domherrn zu Mainz, im männlichen Gcschlcchte ausstarb. sHumbracht, Taf. 285. — v. Hattstein I. 394. — Gauhe I. 1055. — Tyroff I. 187. Taf. n. 2. — Zedier XXII. 12u.s. — Fahne I. 294.s Es führte in S. vier r. gezähnte Windmülen- Flügel, und auf dem Helm einen Mohr mit s. Bischofsmüze mit r. Bändern und s. Gewand, sv. Ledebur II. 123. — v. H. — Sicbmacher I. 133. s Andere geben ein gekerbtes s. Kreuz in R. an. sAnnalen des histor. Vereins für Nassau Ist Mudersbach, s. Weitzel. Midrach, Modrach, eine schlcsische, aus Breslau stammende Familie, die im I. 1713 in den Freihcrrnstand erhoben wurde. Sinap II. 384. — Zedier XXII. 14. — v. Ledebur II. 113 unter Modrach. — Gauhe II. 750. — M. v. M., Erg. 78. — v- H.s Mudrvvcich. Der Hauptmann Josef M. wurde im I. 1768 geadelt. sM. v. M., Erg. 384. — v. H.s Mudschicdlcr, s. Modschidler. ch Micheln, Mügeln, ein meißnisches Geschlecht, das auch in Anhalt, im Stift Bamberg und in Schlesien begütert, auch früher in Schwaben seßhaft gewesen ist. sv. Ledebur II. 123. — v. H. — Siebmacher I. 159. n. 8. — v. Meding I. n. 557. — Gauhe 1. 1054. — Sinap II. 819.s Mücke, Kristian Siegfried, aus Niederrennersdorf bei Hcrrnhut in der Obcrlausitz, wurde am 8. April 1896 von Kaiser Franz II. geadelt, sv. Ledebur II. 123. III. 314. — v. Hefner, sächs. Adel S. 39. T. 44. - Sächs. Wppb. VI. 65.s Mück - Mückhner, Melchior, aus den kais. Erblanden, erhielt 1624 ein Adelsdiplom. sN. T. A. R.f Müssling, Weiß genannt. Dieses alte adliche und freiherrliche Geschlecht stammt aus Bayern, hat sich aber auch in der Ober- Pfalz, im Rcußischen, Sächsischen, Voigtländischen und Preußischen verbreitet. Die ältere Linie besaß Brücklaß und Kürmsees, die jüngere ist im Voigtland. Das männliche Geschlecht in dieser Familie ist eigentlich ausgestorben, da aber die Lezte dieses Geschlechts Georg Weiß hcurathete, so nahm dieser den Namen M. an, und nannte sich M., gen. Weiß, s König l. n 672—78. — Tyrofs I. Taf. 94. n. I. — Ganhe I. >955. — v- Krahne II. 375. — Baseler Univ. Lex- — Zedier XXII. 47 u f. — Nachtr. z neuen gcnealog. Hdb. 1789. S. 78—89. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 123. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 14. T. 13; preuß. Adel S. 55. T. 71. — v. H. — Kneschke, Wappen I. 394. s Müggenburg, s. Schulz er. -s Müheldc, ein erloschenes er furter Patriziergeschlecht, sv. Zedlitz, Ad. Lep.s 1. Mühl. Am 29. Juni 1792 ward der braunschwcig- lüneburg. Gesandte am kais. Hofe zu Wien, Kristof Kristian M., durch das Neichsvikariat in den Freihcrrnstand erhoben. jKneschke, Wappen III. — v. dem Knesebecks 2- ch Mühl >>. Illmcn, eine rh einländis ch e Familie, die in mainzischen und trier'schen Kriegsdiensten stand. Die Familie ist am 17. Febr. 1762 erloschen; sie führte dasselbe Wappen, wie die Haust v. Ulmen. sv. Ledebur II. 124. — v. H. — v. Hattstein I. 397-99. — Zedier XXII. 66-69 1. Mühlbnch, Kristof, Postverwalter zu Leipzig, wurde 1669 geadelt. sN.T.A.R.) 2. Mühlbnch- Die Gebrüder, Hauptmann Traugott Wilhelm Heinrich, Oberlieutenant Adolf Bernhard Ludwig, und Oberzoll- Kontrolleur Friedrich Wilhelm August, sämmtlich M., wurden 1326 in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 123.) Mühlbnch, s- Millich. Mühiluichcr, österreichisch. Kasimir Ritter v. M. war 1835 Krcishauptmann zu Brzezau in Galizien. Vergl. Mil- bacher. 1. f Mühlbcrg, ein im 14. Jahrh. ausgestorbenes gräflich thüring. Geschlecht, dessen Stammhaus zwischen Gotha, Arnstadt und Erfurt in Ruinen liegt, welches Schloß irrthümlich mit unter die gleichen'schen Besizuugen gerechnet wird. sFalkenstcin, thüring. Chronik II. 882—85. — v. Hellbach, histor- Nachr. von Gleichen, Mühlberg u. Wachsend. (Erfurt, 1892.)— v. Hellbach, Epist. de Castro Mühlberg ejusd. posscssoribus; ein Mspt. 175 — 249. — Gauhe II. 751. — v. H.s 2. f Mühlbcrg, auch Muclberg, ein schles. u. bayer. adliches Geschlecht, das mit denen v. Rabenau einerlei Ursprungs gewesen , wie aus den beiderseitigen Wappen geschlossen werden kann. Im I. 1989 kommt ein Walther u. 1165 ein Ambrosius v. M. auf den Turnieren vor. sSinap I. 657. — Bucelin. — v. Ledebur II. 124. — Siebmacher II. 49. — Gauhe II. 751. — v. H.s Mühlburg, s. Mülluer. Mühlborser, Johann Baptist, Gutöbesizer zu Vilshofen, wurde 1834 in den bayer. Adclstaud erhoben. sE.S. — v. Hefner, bayer. Adel S. 99. T- 118.s Mühl 71 1. Mühlen. Clawes van der Molen, Nathsbürger zu Lüneburg, 1377. sUrk. Buch für Nieders. III. 218 ff.) 2. Mühlen. In preuß. Kriegs- und Civildiensten stehen mehrere v. u. zur M. Die Brüder Bernhard Heinrich, Hermann Heinrich, Kaspar und Friedrich Johann zur M. nebst ihrem Vetter Kornelius zur M. wurden am 15. Februar 1792 geadelt. sR. T. A. R.) Franz zur M. erlangte 1891 den Adelstand. sR.T.A.R.) Vergl. Mylen. 3. Mühlen. Der bayer. Reichsrath, Generallieutenant Graf v. Eckart starb mit Hinterlassung einer einzigen Tochter, welche seit 1896 mit dem nun ebenfalls verstorbenen französ. General- Lieutenant du Moulin vermählt war, der von Napoleon I. in den Grafcustand erhoben worden. Die Kinder aus dieser Ehe haben mit Bewilligung des Königs von Bayern den deutschen Namen Grafen v. d. Mühlen angenommen. sv. Zedlitz. — Taschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. 2. Abth. S. 46. — v. Hefner, bayer. Adel S. 16. T. 19. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser.s 4. Mühle«, v. ii. zur, eine adl. Familie im Münsterlande, welche Alvinghoff, Berge, Grollenburg, Kreis Steinfurt, 1823 besizt. Wappen: In Gr. 3 schrägrechts geführte s. Bäche. sPreuß. Wppb. IV. 6. — v. Ledebur II. 124.s Mühlen, Mylen, Myla, Mielen, Mehlen, Mihlen, genannt Wöllstein, s. Mylen. Mühlcncron, s. Müller. Mühlcnscls, eine von Schweden in den Adelstand erhobene, bei Stralsund seßhafte Familie. Der Württemberg, geh. Rath v. M. wurde 1826 in den Württemberg. Grafenstand erhoben. Er war früher Gouverneur des Kronprinzen; starb ohne Kinder. sv. Zedlitz. — Archiv f. Gesch., Geneal. u. Dipl. S. 86. — Dorst u. Tyrofs, württ. Wappenbücher. — v. Ledebur II. 124. III. 3l4.s Mühlcnsdors. Johann Georg v. M., böhm. Hofrath, wurde im I. 1733 böhm. Adlicher, und 1741 böhm. Ritter. sM v. M., Erg. 384. — v. H.s Mühlcr, G. H., preuß. Staatsminister, wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (um 1832) geadelt. sPreuß. Wppb. IV. 7. — v. Ledebur II. 124.s Mühlfclb, s. Kippo; Megerle. Mühlftls, s. Müller v. M. Mühlhnnscn, s. Mehlführer; Stein. 1. Mühiheim, schles. Adel, welcher schon im 12. Jahrh. erscheint. sv. Zedlitz, Ad. Lex. — Siebmacher I. 51. — v. Ledebur II. I24.s Wappen: Gespalten, vorn ein halber schw. Adler in G., hinten zwei Mühlräder übereinander in R. sv. H. — Gauhe I. 1957. — Sinap I. 657.s 2. Mühlhcim, ein elsasser Geschlecht. sMünster, Cosmogr. 537. — Gauhe I. 1957.) 3. f Mühlhcim, ein köln. Patriziergeschlecht, welches schon 1185 daselbst vorkommt, in Schw. einen gold. Bach im Schilde führte, und durch sünf Generationen der Stadt Bürgermeister (1579—1792) gegeben hat. Erloschen 1775. sv. Ledebur II. 125. — Fahne I. 295.) (Es ist zu vermuthen, daß der 1647 geadelte Heinrich v. M. aus diesem Geschlechte stamme. S. den Art.) 4. Mühlheim, Heinrich, wurde 1647 geadelt und erhielt im Jahre 1653 Bestätigung. sR. T. A. R.) Mühlhcim, s- Müldner; Mumb. Mühlhofen, s. Branden au v. M. 72 Mühl — Müll st Mühlhujc», Mühlhauscn, schwäb. alle Ritter auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Canstadt, deren Nachkommen im 14. Jahrh. als Bürger in Prag lebten. I Griesinger 919.) 's Möhlingcil, Mulingen, eine ehemal. Grafschaft im Magde- burg'schen. sHoppenrodt 63. — Gesch. der Grafen u. Herren von Mühlingen u. Barby; von M. Horn, Mspt. S. Dresd. gel. Anz. 1756. S. 45t. - v. H.) S. Barby. Mühlingcn, f. Buol. Mühiiiuinil, Karl Friedrich und Franz Ludwig, wurden 1767 geadelt. sR.T.A.R.) st Mühlpsort, ein schlcs. Geschlecht von zweifelhaftem Adel; scheint erloschen; führte in Bl. einen s. Mühlstein. (Sinap II. 822. — Zedier XXII. I8l. — v. Ledebur II. 125. — v- H-I Mühlstein, I., österr. Hofrath beim Obergericht, erlangte 1855 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1855.) Mühlstettcr l>. Mauren, eine aus Käruthcn stammende Familie, welche sich 1436 nach Tirol wendete. Sie hat mehrere Ansize erworben und von Mauren bei St. Michelsburg Namen und Wappen angenommen; 1524 wurde sie immatrikulirt. fv. Hefner, tiroler Adel S. 13. T. 15; Erg. Bd. S. 25. T. >9.) st Mühlwniigcr (Millmangcr). Hanns M. zu Recestorf steht in der daher. Landtafel 1496; item Kristof M. zu Wollnzach. Mühlwcrth-Gärtner, s. Müller v. Mühlwerth. Miihr, Mühren, Hanns, Wolf und Elias, Gebrüder, in den kais. Erblanden, wurden 1629 geadelt. sR. T. A. R.) Mülbach. Anno de Mulbeke testis 1264 in einem Brief des Klosters Walkeuricd. sUrk.B. für Nieders. II. 46.) Mülbe, ein altadliches, im 18. Jahrh. noch reich begütertes Geschlecht in Preußen. Noch jezt befizt die Familie Bagan- nowen, Mickeliug, Saleschen u. s. w. Im preuß. Heere standen viele Mitglieder. Die Familie gehört auch zum braun- schweig'scheu Adel. fv. Zedlitz. — Mecklenburg. Wappcnbuch. — v. Ledebur II. 197. 125. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15. T. 13.) M. s. Milbe. Mülimer v. Mühlheini, ein in Kur Hessen befindliches Geschlecht. sv. Hefncr, Hess. Adel S. 26.) Mülcn. Hanns Mhlen v. Bappenlouch urkundet Anno 1396. Von einem Rüdger Mülen kam Pappelau (Bappenlaw), der Stammsiz (O.A. Blaubeuren), auf dessen Nachkommen Hanns den Späten, der ihn 1464 an Württemberg verkauft. fMemminger, O.A. Blaubcuren 184.) Mülcnburg. Megeuhardus de Muolenburc, miuisterialis Fr islariensis (?), testis in einem Brief des Klosters Walkenried 1144. Meinerus de Mulburch 1188. fllrk. Buch für Nieders. II. II. 39.) Mülgravc, in England. William Philipp M., Sohn eines Schmiedes in Amerika, arm, ließ sich in einer auf Subskription bewerkstelligten Taucherglocke in das Meer nieder, 1687. Er brachte nach langer Bemühung 266,666 Pfd. St. hervor, behielt 26,666 Pfd. und vertheilte das Uebrige vertragsmäßig unter die Aktionäre. Der König von England erhob ihn in den Ritterstand und er ist Stammvater der jezt reichen Grafen v. M. )M. S.) Mülhausen. Henricus et item Henricus milites de Muli- husin testes in einem erzbischöflich Mainz. Brief 1268. Con- radus miles de Molehusen cognomcnto Schevelstein j» walkenried er Briefen 1229, 1238. sllrk.Buch für Nieders. II. 58. 124. 159.) Vgl. auch Salza u. Schieferstein. Mülhol)cr «. Mülholz u. Kirchcnrcinbach, ein sulzbach'sches Laudsasscngeschlccht, das 1567 einen Wappcubrief erhielt und dessen Adel Kaiser Leopold am 2. Juli 1693 bestätigte. sv. Laug 454. — Tyroff I.B. 26. Ausg. n. 2. — v. Hefner, bayer. Adel S. 99. T. 118. — v. H.) Millich n. Mühlbach, ein fach f. Geschlecht, welches das Wort „von" nicht führte, aber im 17. Jahrh. sehr angesehen war. sZedlcr XXII. 189. — v. H.) Mülig v. Mühlbach. Der Obcrstwachtmcister Bernhard M. wurde im I. 1863 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 230. — v. H.) Mülinen. Der Altschultheiß von Bern, Frhr. v. M., und sein Vetter, der Württemberg. Kammcrherr und Legat. Rath, wurden im I. 1816 zu Grafen erhoben; von ihrem Geschlechtc, einem alten schweizerischen, sehe man Buceliu, stemmat. IV. sM. v. M. 25. — v. Hefncr, württ. Adel S. 2. T-3; preuß. Adel S. 19. T. 21; Erg. Bd. S. 38. — Kncschkc, d- Grafenh. — Württemb. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — Cast, Adclsbuch von Württemberg. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1846 u. f. — Fam.- Gesch. u. Genealogie der Grafen v. Mülinen. Dunker. Berlin, 1844. — Taschenb. der gräfl. Häuser 1838 u. f. — Dipl. Jahrb. f. den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 47. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 126. — Gauhc I. 1953. — Dorst, schles. Wppb. n. 486. — v. H.j Müllbors, f. Müllner. Müllcber ». Ticsscnthal. Die Brüder M. erlaugten 1662 den Adelstand mit dem Beinamen v. T. sM. S.) Müllcgg, f. Müller. Müllenan, eine schlcs. frhrl. Familie, aus welcher Johann v. M. auf Herwigsdorf 1681 lebte. fSinap II. 385. — Gauhe II. 75t n. f. — v. H.f Miillenhard, ein fränk. Geschlecht, von dem mau nur von 1279 bis 1297 Nachricht findet in Spangenberg's Adelsspiegel II. sGauhe II. 752. — v. H.f 1. st Müllcnhcim, eine elsässer Familie. Einige Zweige dieser Familie kamen mit dem deutscheu Orden nach Preußen, Z sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 126.) Schrieb sich auch Mühlheini. fv. Hattstein III. 339—33. — v. H.) 2. Müllcnhcim, Mühlheim, ein im Brandenburg'schen begütertes Geschlecht, dessen AnHerr am 18. Aug. 1569 vom König von Polen den Adel erhielt, welchen der Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg am 24. Mai 1646 bestätigte. sPreuß. Wppb. IV. 7. — v. Ledebur II. 126.) Müllcnhcim, f. Lösch. Müller. Deren gab u. gibt es außer den in Schweden, die nach Deutschland kamen, beinahe in allen Staaten Deutschlands unterschiedliche Familien, deren Wappen zum Theil sehr von einander verschieden sind. Ein größerer Theil der älteren Familien führen Beinamen, um sich von ihren Namensvettern zu unterscheiden. 1. Möller, Sebald, Willibald, Karl und Georg, Brüder, wurden 1571 in den Adelstand erhoben. sR.T.A.R.) 2. Müller, eine adliche Familie in Schlesien, welche vor längerer Zeit Malkwitz, Kröllwitz, Burg Lissa, Weig- witz und Kreika besaß. Erasmus v. M., Eigeuthümcr dieser Güter am Ende des 16. Jahrhunderts, war Konsul in Breslau Müller 73 und Ernst Ferdinand v. M. 1724 Befizer von Neudorf bei Brieg. sv. Zedlitz.) 3- Müller, Marx, wurde 1616 geadelt. sR. T. A. R.) 4. Müller, Heinrich, erlangte 1627 den Adclstand und die Vereinigung des suter'schcn Wappens mit dem seinigen. IN- T. A. R) 5 Müller, Martin, kais. Hatschicr, wurde 1641 geadelt. sN- T. A. R.) 6. Müller, Gebrüder, in kais. Hcfdiensten, erhielten 1644 die »AdclSwürde. sR. T.^l. R.) 7. Müller, Gerhard, kais. Rath und Obereinnehmer an den »böhmisch-mähr. Grenzen, wurde 1648 geadelt. sN. T. A. N.) 8- Müller, Nikolaus, Dr. der Rechte, Württemberg, geh. »Rath und Vicekanzler, wurde nebst seinem Bruder Hanns Wolf P um'S I. 1662 geadelt. sR. T. A. R.Z 9. Müller, Johann Balthasar, zu Freiburg, erhielt 1675 »Bestätigung seines adlichen Standes. sR. T. A. N.) 16. Müller, Lorenz, zelle'scher geh. Rath, wurde in der »zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von K. Ferdinand III. ge- Iadelt. Die Familie scheint erloschen zu sein. sv. d. Knesebecks 11. Müller, Krisostomus, aus den kais. Erblanden, wurde »1707 geadelt. sR. T. A. R.) 12. Müller, Johann Georg, wurde am 18. Juli 1733 in I den Adclstand erhoben. sM. S.) 13- Müller, Lieutenant im Artillcrickorps, wurde am 13. Febr. »1741 in de» prcuß. Adclstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 126) 14. Müller, Johann Kornelius, fürstlich mccklenburg'scher »Rath, auf Rankendorf, wurde 1742 geadelt. >R. T. A. R- — Mecklenburg. Wappcnbucb. — v. Hefner, Mecklenburg »Adel S. lö. T. I3.I 15. Müller. Georg Heinrich v. M. erhielt 1749 die Rcichs- I Frciherrnwürde. Zu welcher Familie derselbe gehört, kann nicht Wangegeben werden. sR. T. A. R.) 16. Müller, Jakob Kaspar, herzoglich Mecklenburg. Rath, Wund dessen Bruder Ernst Kristof M., Mecklenburg. Rath und WProtonotariuS, nebst deren Vettern und Muhmen, wurden 1751 I in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) 17. Müller, Joachim Kristof, Mecklenburg. Amtmann, er- ! langte am 5. Juni 1753 Adclöerncucrung, wie v. Ledebur, II. 127. I n. III, sagt, oder den Adel, wie NcichstaramtSrechnung enthält. I Die Familie wurde 1794 in die Mecklenburg. Ritterschaft auf- I genommen. Sie besizt Detershagen, Hanshagen, Kochels- Z storf, und ist auch in der Oberlausitz u. im p r eu ß. Rhein - I Lande begütert. sBernd, T. I.XXXVI. — Mecklenburg. Wppb. — I v. Hcfncr, Mecklenburg- Adel S- >5. Taf. 13) 18. Müller, Johann Mathias, Oberst und Kommandeur der Stadt Rurcmont, wurde 1758 geadelt. sM. v- M. 231.) 19. Müller, Johann Martin, des k. französ. Hus. Regiments »Bergen" Major, wurde 1759 geadelt. sR. T. A. A.) 26. Müller, Peter, welcher als Lieutenant in kais. russischen ! Diensten gestanden war, wurde 1762 geadelt. sR. T. A- N.) 21. Müller, Johann Sebastian Kristof, oberöstcrr. Gubcr- nialrath, wurde im I. 1765 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 180.) 22. Müller, Johann David, wurde sammt seinen Brüdern I 1765 in den Reichsadclstand erhoben. sR-T.A. R) Stammbuch des Adels in Deutschland. III. 23- Müller, Johann Kristian, erlangte 1767 den R.Adelstand.' IN. T. A. R> 24. Müller, Georg, kurhannöv. Kapitänlicutenant, wurde am 8. Juli 1763 in den Neichsadelstand erhoben und solches am 26. Mai 1775 in Hannover bekannt gemacht, sv.d. Knesebecks Die Familie ist in Westfalen u. Hannover zu Alvesen, Blyes- dorf, Laut erb erg u. s. w. begütert. Sie führt in S. ein gr. Kleeblatt, so. Ledebur II. 127. n. II. — Hannnv. Wppb. — Kncschke, Wappen IV.) 25. Müller, Jakob, wurde 1771 geadelt. sR.T.A.R.) 26. Müller, Georg Karl, wurde 1773 geadelt. Er besaß das Rittergut Lomnitz bei Zittau. sv. Hefner, scichs. Adel S. 39. — Sachs. Wappenbuch VI. gg. — R. T. Ä. R.) 27. Müller, auf Rcselkow in Pommern. Der Stammherr ist Johann Daniel M., Husarenlieutenant, welcher am 28. Sept. 1774 geadelt wurde. Er war der Sohn des Predigers Johann Simon M., welcher 1765 das v. manteusel'sche Gut Resclkow gekauft hatte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 126. — Prcuß. Wppb. IV. 7.) Aus derselben Familie und mit demselben Wappen wurde Joh. Kristof M. am 16. April 1787 von Preußen in den Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 126. — Prenß. Wppb. II. 8.) 28. Müller, Wenzel, Obcrstwachlmcister, wurde 1786 mit »Edler von" geadelt. sM. v. M. 231.) 29. f Müller, Wolfgang, kurbaycr. Hofkammcrrath, erlangte 1786 vom Kaiser den Adelstand mit „Edler von". sM. v. M. 231.) Erloschen wieder mit dem Geadelten, sv. Hefner, -j- bayer. Adel S. 21. T. 17.) 36. Müller, Johann Ludwig Friedrich, fürstlich hohenlohc- ncnenstein'scher geh. Rath, wurde 1782 in den Reichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.) 31. 7 Müller. (Wappen: Gevicrtct, 1. n- 4. ein Einhorn, 2. u. 3. ein Schrägbalken mit Sternen belegt.) Marimilian v. M., des kurbaycr. Hofkammerraths Wolfgang v. M. Sohn, f zu München 1782 als Student. 32. Müller, eine am 29. Nov. 1786 in den preuß. Adelstand erhobene Familie, von welcher v. Zedlitz, AdelSlerikon, das Wappen gibt. Der Erhobene war Rittmeister bei „Prinz Eugen von Württemberg-Husaren", sv. Ledebur II. 426. — Preußisches Wppb. IV. 7.j Wappen:- In Blau ein aus 7 Lanzen gebildetes Gitter, darüber zwei s. Sterne. 33. Müller, eine am 5. Nov. 1787 in der Person des Hauptmanns M. im Regiment „Prinz v. Hohenlohe" in den preuß. Adelstand erhobene Familie, sv. Ledebur II. 126. n. IV. — Preuß. Wppb. IV. 8.) Wappen: Gespalten, im rechten Obereck des vorderen bl. Feldes eine g. Sonne, hinten in R. ein runder Schild mit dem Namenszuge F. W. u. einem darüber gelegten Schwert. sv. Zedlitz.) 34. Müller, Jakob Bernhard, wurde 1787 geadelt. sR. T. A. R.) 35. Müller, Hauptmann im Regiment „v. Raumer", wurde am 22. Nov. 1796 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 126. n. V.) Wappen: In B. Kopf und Hals eines gekrönten schw. Adlers, sv. Zedlitz.) 36. Müller, Karl Ludwig, und sein Bruderssohn Karl Joachim Friedrich M. erhielten 1795 die Reichsadelswürde. sR.T.A.R.) 10 74 Müller 37. Müller, Johann Andreas, k. hannöv. Legationsrath, wurde am 5. August 1891 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Die Familie stammt höchst wahrscheinlich von dem verdienten Kanzler M. bei K. Karl XII. von Schweden ab. sv. d. Knesebecks 38. Müller, Andreas, Kaufmann in Augsburg, wurde am 14. Febr. 1892 in den Adclstand erhoben. IM. v- M. 231- — v. Lang, Suppl. 121. — v- Hefuer, bayer. Adel S. W. T. Il8,I 39. Müller, Friedrich, Doktor, großhcrzoglich sächs. Kanzler, Komthur des Ordens vom weißen Falken, wurde vom Großherzog von Sachsen-Weimar am 39. Jan. 1397 in den Adelstand erhoben, v. Hcfner, sächs. Adel S. 39. T. 44, sagt, daß dieser Friedrich M. im I. 1316 geadelt worden sei. sE- S.j 49. Müller, Johann Helfrich, Oberst und Oberbaudirektor zu Darmstadt, dann Franz Philipp M>, Oberstlieutenant daselbst, wurden am 23. Juni 1819 vom Großherzog von Hessen geadelt. sv. Hefner, Hess. Adel S. 29. T. 2l.s 41. Müller. Die Brüder Kristian Wilhelm M., Appellations- Gerichtssekretär zu Dresden, den Amtssteuereinnehmer Johann Gottgetreu M. und den Bruderssohn des Rentsekretärs zu Schleusungen einzigen Sohn, Georg Karl Wilhelm M., erhob der König von Sachsen am 25. Aug. 1819 in den Adelstand. sv. Hefner, sächs. Adel S. 39. T. 42. — Sächs. Wppb. II- 91.^j Wappen: In R. über einer Zinnenmaucr ein runder Thurm. sv. Ledebur II. 127. n. IV. — Dorst, allg. Wappb. I. 142.s 42. Müller, Karl Wilhelm Kristian, großherzogl. Hess. geh. Rath, Senior der Universität n. erster Professor der Arzneikunde in Giesen, wurde am 5. Nov. 1815 geadelt. sv. Lang 455. — v. Hefner, bayer. Adel S. 99. T. 118; Hess. Adel S. 20. T- 2I.s 43. Müller, Befizer des Hammers zu Leupoldsdorf auf den Rittergütern Erkers reuth und Meuselsdorf, wurden am 25. Aug. 1816 von Bayern geadelt. sv. Lang, Suppl. 124. — v. Hefner, bayer. Adel S- 991. T. lt8.s 44. Müller, Johann, Bankier auf dem Vorgebirg der guten Hoffnung, wurde am 27. Juni 1829 vom König von Württemberg geadelt, sv. Hefner, Erg.Bd. S. 38. Taf. 17 u. S. 42- — Archiv für Gesch., Genealogie u. Dipl. S. 86.s 45. Müller, geadelt am 18. Okt. 1834. v. Zedlitz, Ad. Ler., gibt das Wappen an. sv. Ledebur II. 126. n. VI. — Preußisches Wppb. IV. 8.^ Wappen: Gespalten; vorn in B. ein aufgerichteter f. Hund; hinten in G. ein mit der Spize nach oben gekehrtes Schwert. 46. Müller, Heinrich Ferdinand Julius, Hauptmann und Adjutant bei der 19. Landwehrbrigade, wurde am 25. Mai 1835 in den preuß. Adclstand erhoben, sv. Ledebur II. 126. n. Vll.^j 47. Müller, Georg, Lieutenant, wurde 1839 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 126. n. VIII.^ W.: ? 48. Müller, Josef, Bürgermeister zu Prag, wurde 1846 in den österr. Ritterstand erhoben. sM. S.j 49- Müller, M., österr. Staatsanwalt in Ofen, erlangte 1852 den riltcrmäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1852.j 59. Müller, L., österr. Major im 8. Ul. Reg., wurde 1869 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juni 1869.jj 51. Müller, H., auf Groß-Stcegen bei Landsberg in Ostpreußen, Rittergutöbefizer, und dessen Bruder O. M., Rittergutsbesizer auf Klein-Steegen, erlangten 1361 den preuß. Adel. sA. A. Zeit-, Okt. 1861.^j 52. Müller-Dcttlos, ein in Pommern auf Zemmiu seßhaftes adlicheS Geschlecht, von dem nicht bekannt ist, zu welchem der Geschlechter es gehört oder wann dasselbe geadelt worden. W.: ? sv. Ledebur II. 127. n. I.s 53. Müller-Hornstein, eine österr. Familie, welche dem Freiherrnstande beigezält ist. Heinrich u. Kristof Ghislam v. M. sind 1847 kais. österr. Kämmerer. sJahrb. des deutschen Adels I848-s 54. Müller v. Iltammerthal. Hr. Joh. Franz Kristof M. v. u. zu Altammerthal u. Fronhofen, item Joh. Thomas Josef M. v. A., Forbach u. Burg grub sind beim oberpfälz. Landtag 1797 persönlich erschienen. 55. Müller v- Astloch, in Schwaben. Sie scheinen mit den M. v. Dellsperg im Elsaß Eines Stammes zu sein. sSiebmacher II. 33- III. 151. — v. H.s 56. Müller n. Dömenhosen, Johann, erlangte 1641 den Adelstand. sR-T.A.R.j 57. Müller v. Drausc- Der Premierlieut. in der 6. Gend.- Brigade, H. L. M. zu Oppeln, erlangte 1861 unter obigem Namen den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1361.s 58. Müller v. Clarlmch. Michael M. wurde 1618 mit v. C. geadelt. sR.T.A.R.^ 59. Müller l>. Ehrcnschwung. Kaspar M., böhm. jubilirter Appellationsregistrator w., wurde im I. 1795 mit dem Beinamen V. E. geadelt. sM. v. M. 231. - v. H.s 69. Müller v. Menthol. Georg M., kais. Raitmeister, erlangte 1691 Wappenbesserung und die Erlaubniß, sich v. E. zu schreiben. sR. T. A. R.^j 61. Müller v. Ellilcin. Der k. k. österr. Major Fr. M. wurde 1861 mit v. E. geadelt. sA. A. Zeit-, Dez. 1861.s 62- Müller v. Fichtcnbcrg. Der österr. Hauptmann Johann Martin M. wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 385. - v. H.s 63. Müller v. Fricdbcrg, ein altes ritterl. Geschlecht in der Schweiz, von Zürch stammend und nach Glarus übersiedelt. Jakob M. ward von K. Rudolf von Habsburg zu Mainz zum Ritter geschlagen; die Familie ist im Johannitcrorden aufgeschworen. Franz Josef M. v. F. wurde 1791 in den Freiherrnstand erhoben. sTaschenb. der srhrl. Häuser >848.s 64. Müller v. Gnodcncck, ein frhrl. Geschlecht, das im Pfalz- Neuburg'schen die Mark Gnadeneck besizt und ursprünglich sich M. auf Gittlbcrg u. Feldmühl schrieb. Aus demselben entsproß der Pfalz-neu bürg. Hofkammerpräsident, geheime Rath, Landschaftsrath und Pfennigmeister Johann Nikolaus M., welcher vom Kurf. Johann Wilhelm von Pfalzbayern am 18. August 1793 in den Freiherrnstand erhoben wurde. sv. Lang 188. — Bayer. Wappb. III. 65. — v. Hefner, bayer. Adel S. 48. T-48. — Frhrl. Taschcnb. von >857. — Kneschke, Wapp. IV. — v. Meding III. n. 548J 65. Müller v. Helmücrg. Der österr. Sekondlieut. Kristian M. wurde im I. 1892 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 385. — v. H.s 66. Müller v. Hohcnthal. Der österr. Oberstwachtmeister Adam M. wurde im I. 1816 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 231. - v. H.s Müller 75 67. Müller v. Klobucsinsüi, auf Ma lisch im schlcs. Kreise Neu markt, v. Ledebur, II. 127. n. II., gibt das Wappen. Wauu die Standeserhöhung stattgefunden hat, ist dießorts so unbekannt, als zu welchem der geadelten Geschlechter die Familie etwa gehört. Wappen: Gespalten; vorn in B. ein s. Roß mit braunem Gurt, hinten in G- ein schw. Greif. 6s. Müller v. Lamothc, ein regimcntsfähiges Geschlecht der Stadt Bern. Schon 1294 saß solches im großen Rath. Ein AnHerr ist Hanns M. v. L., der 1556 Staatsrat!) in Bern, Besizer vieler Güter und auch des Rittcrsizes Lamothe war, welchen Namen seine Nachkommen heute noch führen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 127. n. IV.s 69. Müller v. Launigen. Joh. Martin Ludwig M., herzoglich braunschweig-lüneburg. Amtsrath, Besizer von Lauingen, Wendelstein und Linden, wurde 1791 mit obigem Beinamen geadelt. sGrote, hannöv. Wppb. — N. T. A. N-s 76. f Müller v. Fcngsfcld. Joh. Heinrich M., Kaufmann zu Nürnberg, trat in sachsen-koburg'sche Dienste und ward 1728 geadelt, nachdem er Lengsfeld gekauft hatte. Im Jahre 1749 erlangte die Familie den Freiherrnstand, sv. Hcfncr, sächsischer Adel S. >4. T. I3.s Im I. 1846 ist die Familie erloschen. sFrhrl. Taschenb. v. 1857. — v. Hefner, Erg. Bd. S. 48. — E-Ss 71. i Müller v. Lilienbcrg. Karl Ludwig Alexander M., herzoglich Württemberg. Rittmeister, wurde am 15. März 1793 mit dem Beinamen v. L. in den Adelstaud erhoben. Er starb als General mit Hinterlassung von nur einer Tochter, welche sich mit General v. Wollzogcn vermählte. sR. T. A. R.s 72. Müller v. Löwenscld. Der österr. Rittmeister Anton Josef M. wurde im I. 1767 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. v. M.. Erg. 384. - v. H.j 73. ü Müller v. d. Lühne, zu Mellentin, Dewichow, Balm, Hnse, Wasch ensce, Dargen, Gofhenn, Ahlbeck, Neuhof, Neukreuz u. s. w. ans der Insel Usedom. Die Güter, Lehne, wurden 1747 auf Befehl König Friedrich's II. von Preußen allodifizirt. Schon 1676 war Bernhard M. v. d. L. schwed. General der Kavallerie in Schwedisch-Pommcrn, und wurde derselbe am 18. Dez. 1756 vom König von Schweden geadelt. Sein Sohn Karl Leonhard wurde am 15. März 1692 in den Freiherrustand erhoben. DaS Geschlecht ist 1784 erloschen. sv. Ledebur II. 127. n. III. — v. Zedlitz.; 74. Müller v. Milborn. Der österr. Thesauriatsrath Fr. M. wurde 1854 mit v. Milborn in den Adelstaud erhoben. sA. A. Zeit von l854. s 75. Müller v. Morien. Heinrich Adrian und Gottfried Andreas M., Brüder, wurden 1661 geadelt. sR. T. A. R.s 76. Müller v. Mühleickron. Ernst Ferdinand u. Kristian M. wurden im I. 1716 mit v. Mühlenkron in den böhm. Adelstand erhoben. Erstercr wurde im I 1728 böhm. Ritter. Die Familie ist in Schlesien seßhaft. sv. Ledebur lt. 127. n. V, - M. v. M., Erg. 384. 180. - v. H.s 77. Müller v. Mühlfcls. Franz M., österr. Hauptmann im Inf. Reg. Nr. 32, wurde 1855 mit v. Mühlfcls in den rittcr- mäßigen Adelstand erhoben. sOestcrr. Milit.Schemat. v. 1856.j 78- Müller v. Mühlstein. Sigmund M., kais. Hofkammer- Rath, wurde 1663 mit v. Mühlstein in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.s 79. Müller v. Mühlwcrth. Der Militärverpflegungsobcrver- walter in Galizien, Johann Nepomuk M., wurde im I. 1781 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 231. — v. H.s Der Frhr. Friedrich M. v. M. erhielt 1858 die österr. Er- laubniß, neben seinem Namen auch den Stand und Namen der Freiherren v. Gärtner annehmen und führen zu dürfen. sTaschenbuch der frhrl. Häuser 1860.s 86. Müller o. u. s» Mülegg. Michael M. aus den kais. Erb- Landen erlangte 1623 den Adelstand mit dem Beinamen v. u. zu M. Der Hofagcnt Kristian v. u. zu M. wurde im I. 1792 in den Freiherrnstand und der Hofagent Joh. Jakob M. wurde mit Bestätigung des Ritterstaudes mit demselben Beinamen in den Ritterstand erhoben, sv. Hefner, tiroler Adel S. 13. T. 15; Erg. Bd. S. 25. — M. v. M. 80. 180. — v. H.s 81. Müller i>. Müllcnlnirg. Der österr. Sekondrittmeister Joh. M. wurde im I. 1863 mit dem Beinamen v. Müllen- burg geadelt. sM. v. M., Erg. 335. — v. H .s 82. Müller o. Müllcnfcld. Der österr. Hauptmann Georg Franz M. wurde im I. 1761 geadelt. sM. v. M. 231. - v. H.s 83. Müller i>. Mülleickomps. Der Rittmeister Erhard M. wurde im I. 1866 mit dem Beinamen v. Müllcukampf in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 72.s Er war Thcresien- Ordcusritter und vorher nicht geadelt, sv. H.s 84. Müller v. Müilcnstcin. Der quiesc. Hofsckrctär Johann Anton M. in Wien wurde im I. 1786 mit Edler v. Mülsen- stcin geadelt. sM. v. M. 23 l. - v. H.s 85. Müller v. Myltmg. Der holländ. Hauptmann Karl Ludwig M. wurde 1749 mit dem Beinamen v. Mylberg geadelt. sR. T. A. R.s 86- Müller v. Ucckarsscld. Der Oberlicntcnant u. Postmeister Karl M. wurde im I. 1818 mit dem Beinamen v. N. geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.s 87. ch Müller v. Ilaucncck. Diese Familie hieß ursprünglich Nauen eck und liegt ihr Stammschloß R. in Franken in Nennen. Dort starb die Familie aus. sv. H.s 88. Müller ». Rcichenstein. Der siebenbürg. Gubcrnial- Rath Josef M. wurde im I. 1788 mit „Edler v. R." geadelt und der Hofrath der k. k. Hofkammer, Franz Josef M., wurde im I. 1826 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v- M. 231; Erg. 80. — Taschenb. der frhrl. Häuser >840 und 1855. — v. H. 89. h Müller v. Uittcrdors snach v. Zedlitz, Adels-Lexikon, Ritters bcrg). Der kais. österr. Hofrath und Generalkonsul zu Leipzig, Adam M-, wurde 1827 mit v. R. geadelt; erstarb ohne männliche Nachkommen, sv. Ledebur II. 127. III. 314.s W.: ? 96. Müller v. Schönaich. Der Sekondlieuteuant des zweiten schles. Huf.Regiments Nr. 6., W. O- O. B- M-, wurde 1362 mit v- S. in den preuß. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., März >862.s 91. Müller v. Itrömscld. Der österr. Oberlieut. Jgnaz M. wurde im I. 1818 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg 385. - v. H.s 92. Müller ». Iturmthal. Der österr. Hauptmann Jgnaz M. wnrdc im I. 1821 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 385. - v. H.s 93. Müller v. Sislftldcn. Joh. M., der berühmte Geschicht- 10* 76 Müller - schreibcr, k, wcstfäl, Staatsrath :c., wurde 1799 vom Kaiser mit v. S- gcadett. sv, Zedlitz, Ad.Ler. — v, Ledebur II. 127, n, VII,) Wappen? 94. Müller v, Wandau. Der k. k, österr. Oberst A, M. wurde 1861 mit v, W- in den Adelstand erhoben. sA, A. Zeit,, Jan, 1861.) 95. Müller v, Zaklilni. Der lcmberger Hauöbcsizer Mathias M. wurde mit dem Beinamen v. Z. in den galiz. Adelstaud erhoben, )M, v, M., Erg. 384. - v, H.) 96. st Müller v. Zwcyraden, ursprünglich Patrizier zu Ingolstadt, später landgcscsscn und geadelt. Gebolt M. war 1583 herzoglich bah er. Hofstäbelmeister u. landgräflich leuchtend erg. Rath und Hofmeister. Wappen: Schräggetheilt, oben und unten ein Mülrad. sv, Hefner, st bayer, Adel S, 2l, Taf. 17 -s Müller, s, Morl; Müueuberg. Müller v, Dcrncck, s, Bern eck. Müller v, Itrcitscld, s, Strcitenfeld. 1. Müllern, Jgnaz, wurde 1797 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A, R.s 2. Müllern, Johann Baptist, Sindikus der Reichsstadt Wangen, erhielt am 8. Juli 1787 von K. Josef II, das Adelsdiplom. sv, Hefner, bayer, Adel S-99, T- ll8. — v. Lang 455, — Tyroff I. B, 71. Ausg. u, 4, — v. H,) 3. Müller» v, Schönebeck, österreichisch, Karl M. v. S. war 1857 Auditor bei dem 56. k. k. Inf. Reg, Müllcrshcim, s, Luzeuberger. Müllig v, Palnllcrg, Johann M., Arzt zu Görz in den kais. Erblauden, wurde im I. 1797 mit dem Beinamen v, P, geadelt, )M. v, M,, Erg, 385. - R, T, A, N. - v, H.j Miillmaqcr v, Iicgcsthurin, Der kais. österr, Hauptmann Joh. M, wurde 1827 in den Adelstaud erhoben. sE. S.s 1. Müllncr, Mathias und Sebastian, Gebrüder, erlangten 1614 den Adelstand, sN.T.A.R.s 2. Müllncr, Franz, kais, Hofkaplan, und sein Bruder, wurden 1614 in den Adelstaud erhoben, sR. T. A. R.s 3. Müllncr v, Mühllinrg, Der österr. Hauptmann Ludwig M. wurde im I. 1898 mit dem Beinamen v. Mühlburg geadelt. sM. v. M. 232. — v, H.) 4. Müllncr v. Mülldorf- Der Hofsekretär der Kaiserin, Joh. Benedikt M., wurde im I. 1733 mit Edler v. Mülldorf in den Neichsrittcrstand erhoben und 1735 böhm, Ritter. sM. v. M, 132. - v, H.s 5. Miltner v, Müllen«», Johann, erlangte am 8. Febr. 1672 den böhm. Adelstand. sv. Hellbach, Samml.) Mülmaim. Einige Personen v. M. befinden sich in preuß. Staatsdiensten, nämlich in Düsseldorf und in Gumbinnen. Näheres über den Ursprung des Adels kann man nicht angeben. — In der Reichstaramtsrechnung erscheint ein Franz M., welcher 1676 geadelt worden ist. sR, T. A. R. — v, Zedlitz, — v, Ledebur II, l2S,s Miltner v, Marnau, Der kais. österr. Oberstlieut. M, M. wurde 1844 mit v. Marnau geadelt. sE- S.s Mülpsort, Von obigen Mühlp fort verschieden lebte Einer zu Ausgang des 17. Jahrhunderts zu Jena und lehrte als Doktor die Rechte daselbst. sZedler XXII. 272. — v. H.s Mültzcr, Gebrüder, in kais. Kriegs- u. Civildiensten, erhielten - Münch 1639 Bestätigung ihres adlichen Standes, sR- T, A, R.s Siehe Mulzer, geadelt 1638. Mülverstedt. Dieses Geschlecht soll aus Mülverstedt in Thüringen stammen. Die Familie ist in Preußen angesessen. sv. Ledebur II. 128.) Müluiih, ein thüring. Geschlecht. sSpener, op, herald. II. 265. — Zedier XXIl. 274, — v, H.) 1, Münch, Diesen Namen haben viele Geschlechter, und zwar viele ohne und mehrere mit noch anderen Beinamen. Zu erster» gehören: Die in Thüringen und Franken seßhaften, deren Stammsize Dornburg u. Würchhausen an der Saale sind, sv. Ledebur II, 128, — Siebmacher l, 147. — Zedier XXII, 277, — v. Hattstein III. Taf, 15, — Biedermann, Rhön u, Werra Taf. 48d; Voigtl. Taf. 34, 36, lI2, 164, 175, 232, 237, 269. — v, H.) 2. Münch, ein sächs. uradlichcs Geschlecht, welches früher das „von" nicht gebraucht haben soll. Es führt von R, u, S, geschachtet mit zwei bl, Balken, sv. Hefner, sächs. Adel S, 39. Taf, 44,s 3- Münch, Günther Gottfried, wurde am 19. April 1817 von Schwarzburg - Sondershausen geadelt, sv. Hefner, schwarzburg, Adel S. 59. Taf. 4.) In sondcrshaus. Diensten stehend. 4. Münch v, Vellinghausen, eine österreichische, fränkische, Hessen-darmstädt'sche und trier'sche Familie, welche in der Person des NeichshofrathS und nachmaligen kurtrier'scben geh, Raths, HofkanzlerS, Hofraths-, NevisiouS- und HofkriegSraths - Direktors Joachim M. am 23, März 1744 in den Adelstaud erhoben wurde. Im I. 1745 erlangte derselbe vom rhcin. Reichs- Vikariat den Neichsfreiherrustand mit dem Beinamen v. B,, dem Namen einer erloschenen Familie, deren lezteS Fräulein an den Urgroßvater vcrheurathet war. Im I. 1794 wurde die Freiherrn- Würde auf Ansuchen seiner drei Söhne, als Josef, kais, Reichs - Hofrath, Johann Joachim Georg, kurtrier'scher geh, Rath, und Konstantin, kais. Generalfeldkriegskommissär, bestätigt und vom Kaiser erneuert. Der kais. österr. Bundesprästdialgesandte zu Frankfurt a/M., ein Sohn des NeichshofrathS Josef M. v. B,, wurde 1831 in den Grafenstand erhoben, und diese Würde, da er unvermählt blieb, später auf einen seiner Neffen ausgedehnt. sTaschenb. der gräfl- Häuser 1844 u, f. — Jahrb. des deutschen Adels für 1847. — Taschenb, der frhrl, Häuser >848, 1853, >855, — Hyrtl, die fürstl,, aräfl, u, freiherrl, Familien der österr, Monarchie 1850. — v, Ledebur lt. 128, — v, Hefner, preuß, Adel S. 55. T. 71; Hess. Adel S. 20. T, 22, — Kueschke, o. Grafeuh,; desgl. Wappen !I, — Hörschel- mann's Samml. adl. Wappen 21 — 25. — Schönfeld, Ad.Scbcmat, I, S, 152—54. — M, v. M., Erg. 80, - Tyroff !, Taf, 75°. - v, H.) Die angebliche Standescrhöhung von 1589 läßt man bei ihrer Würde, 5. st Münch v. Duscck, eine Seitenlinie des Hess, Geschlechts der v. Bus eck, die auch mit den andern Linien desselben einerlei Wappen führen und im Darmstädl'schen, Schleswig'schen und Dänischen wohnten, sHumbracht, Tab. 295 u. f, — v, H.s Siehe Bus eck. 6. Münch v, Mühringcn. Den Beinamen M, führt die Familie in Folge des Besizes von Mühringen in Württemberg, Die Familie wurde 1731 geadelt und 1788 in den Freiherrnstand erhoben. Sie stammt aus Augsburg von einem wohlhabenden Bankier und befindet sich noch daselbst. Der Familie gehört auch Eystetten. )Cast, Adelsbuch von Württemberg. — SiebenkeeS- — Dorst u. Tyroff, württ, Wappenbücher. — v. Lang, bayer, Wppb. — Münch Griesinger. — v. Heiner, württ. Ade! S- 10. T. II; bayer. Adel S. 43. T. 48. ^ Knesckke, Wavpeu I- 302. — Frhrl. Tasckcnb. v. 1802.s 7. Münch v. Münchcnlicin, genannt Löwrnlmrg. Diese hatten wechselsweisc mit den Neichen v. Reichenstein das Erbkäm- mereramt deS Stifts Basel. sv. Hattstein III. 104 n. f. — Büsching's Erdbeschreibung III. Th. I.B 1157. 5. Aufl. — v. Meding I. n. 559. — v. H.sj 8. Münch zu Münchhausen, Hanns, 1532 uror Regina Hoferin hat 6 Kinder. 9. Münch v. lioscnbcrg, ein ehemaliges fränkisches, im Kanton Odenwald befindliches Geschlecht. IBiedcrmann, Odenw. Tab. 392. 393. — De Gudcnus, Cod. dipl- I. 732. II. 477. — v. Meding III. n. 550. — v. H.s Außer den vorgenannten kommen noch Münche oder Mönche v. Atzberg, Bebenberg, Beust, Büren (s. Zedier IV. 2919), Dcpoucher, Elting, Erlach, GeyerSbnrg, Heppen, Landscron, M ü n ch h o f c n, RamSPancr, Ringeli, Schafpach, Schlegel, Windsbcrg und Zwinger vor, wovon mau noch keine Nachricht geben kann. sMan sehe Gauhe I. 1059; Zedier XXI. 789. XXII. 315; Siebenkees I. 115—23 und vergl. die Wappen in Sicbmacher 1.84. 197. II. 49. 08. 97. 133. III. 171. IV. ,27. V.84. 139. V.Suppl. 129. Tyroff, Taf. 94.) Müiichaii, s. Münchow. Münchhausen, ein ober- und nieder sächsisch es, thürin- gcu'sches, auch in Brannschweig, Westfalen, in der Uckermark und im Hessischen begütertes altes Geschlecht. sGleichen- stcin n. 58. — v. dem Knesebecks In Urkunden erscheint das Geschlecht schon 4209. Henricus de Monekhuscn, miles, 1394 zu Minden, sv. Zedlitz. — Grote, Hanno». Wppb. — v. Ledebur II. 128. III. 314. - v. Hcfner, sächs. Adel S. 14. 39; preuß. Adel S. 50. T. 7l; Hess. Adel S. 20. T. 22. - Throfs 21. - v. U-chtritz, Geschlechts- Erzähl. I. T. 17.59. — Treuer's Geschl. Hist. des hochadl. Hauses der Herren v. Münchhausen. Göttingcu, 1740. f. 7. Alph. mit K. u. Stammt. — Alb. Lomeieri Carmen de Monichusiac cl Buschiac gcntis insignibus. Lemgo, 1592. 4. — Stammtafel in Behrens Beil. zur Beschreibung der v. Steinberg n. 12. 83 — 92. — Beitrag zur Gesch. der alten Panner- Herren v. Münchhausen in K. L. N. Frhrn. v. Münchhausen; aus Trauer- u. Familienarchiveu in K. W. Iusti Hess. Denkwürdigk. III. (Marburg, 1802. 8. n. XI.) — Das geistl. Magazin II. 1. 2. — Woltcreck's wolfenbüttcl'schc Chronik 580. 589. — Grundmann 24. — Zedier XXII. 311 — 15. — v. Hattstein III. Suppl. 106. — Estor's Ahucnpr. S. 293. Tab. 3. - Siebmackcr I. 183. u. 4. — Piderit 234. — ». Aleding I. n. 560. — Gauhe I. 1060-02. — Tyross I. B. 21. Ausg. n. 3. — Lüdersens Samml. — v. H.) Münchhoscii, s. Lauer. -s Münchingen, eiu schwäb. Geschlecht, daS schon 1259 vorkommt. Ist 1853 erloschen. sBuceliui stemmat. III. — Burgermeister, vom schwäb. Rcichsadel. — v. Hattstein III. Suppl. 107—109. — Siebmacher I. 118. n. 14. — Gauhe I. 1003. — Zedier XXII. 315. — Cast, Adelsb. von Württemberg. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels 1844 u. f. — Dorst u. Tyroff, württ. Wappcnbücher. — Griesinger S. 914. — v. Hefner, württ. Adel S. >0. T. 11. — Kneschke, Wappen II. — v. H.) Münchs», Münchow, Meirnechow, Mönchow, Münchau, ein stettin'schcs Geschlecht, das zwischen 1233 —1723 vorkommt. Am 6. Nov. 1741 wurden die Brüder Ludwig Wilhelm Ernst Philipp und Karl Gustav in den preuß. Grafenstand erhoben. Ihre Nachkommenschaft beruht nur auf einem männl. Sprossen. sv. Ledebur II. 130. III. 314. — Bagmihl I. 9. 12. — Preuß. Wppb. I. 72. — v. Zedlitz. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 19. Taf. 21- — Kneschke, deutsche Grafenh. — Dithmar, Nachr. v-d- Herrenmeistern 83. — Dienemann 250. n. 3. 203. — Genealogie u. Wappen. — Relationen der Realschulen 1753. n. 130. — Micräliuö 507. — Sicbmacher V. >06. n. 7. — v. Ateding III. n. 551. — Gauhe I. 1063. — Zedier XXII. S. 316 — 19 aus erhaltenen Fam. Nachr. — v. H.s — MülUl 77 Münchrode, Minnigerode, Münchroda, ein thüringen'sches Geschlecht, dessen Stammst; gleiches Namens unweit Jena liegt, aber längst nicht mehr bei demselben ist. sBeycr, Geograph. Jenens. p. 390. — Zedier XXII. 319. — v. H.s S. Minnigerodc. Münchweil, ein rheinländ. Geschlecht. sWappcnbuch deS Costnitzcr Concilii. — Siebmacherl. >26. n. 7. — v- Meding III. n. 552. — v. H.s st Münck, Munckcn, auch Zchissloy oder Ichcssach genannt, ein schwäbisches erloschenes Geschlecht, welches anfänglich zu Hans Scheffach gewohnt und davon den Namen geführt, nachmals aber in den Flecken Münck gezogen und mit dem Wohnort anch den Namen verändert. An dieses Hans Münck kam später durch Vermählung die Geiersburg; uach Absterben des Leztcn v. M., Namens Ulrich, fielen die Güter des Geschlechts an die Grafen v. Hohenlohe und an das Kapitel zu Chomburg, als von welchen sie zu Lehen gingen. DaS Wappen zeigte 2 gelbe Löwen in einem r. Schiff, einander de» Rücken kehrend, und mitten daran eiu Ruder im w. Schild. sCrusius, schwäb. Chronik I. 801. — Sicbmacher II. 97. V. 256. 257. — v. Hefner, st schwäb. Adel S- 13.s st München zu Münchhrim, im jezigen Württemberg. O.A. Hall, gehörten zu den Geschlechtern zu Hall u. waren hohen!ohe'sche Vasallen; sie sind 1597 ausgestorben. S. Münck. 1. Mündel, eine nieder sächsische Familie, die ehedem auch v. den Küsten genannt wurde. Sie kommen im Brcmen'schen vom 11. bis 15. Jahrh. vor. sMußhard, Nobilitat. Bremens. 341. - Zedier XX!!. 397 u. f. — v. H.s 2. Mündel v. Feldüerg. Der Sektionschef im österr. Finanz- Ministerium, I. M., wurde 1869 als Ritter der eis. Kroue in den rittcrmäßigen Adclstand erhoben. sA. A. Zeit., März 1869.) Mündenhausen v. Schröders, KaSpar Wilhelm, wurde 1766 in den Adelstand erhoben. sR. TA. R) Müncnbcrg. Der Premierlieutcnant im Seebataillon, W. F. W. Müller in Danzig, erlangte 1861 unter dem Namen M üncnberg den prcu ß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.) Münich, Johann Kristof, in kais. Hofdiensten, wurde 1654 geadelt. sR.T. A. R.) 1- st Münnich, genannt von der Hellen, eigentlich Mönnich ». d. H., ein altes, im Brcmen'schen auf Stuckenborstel angesessenes Geschlecht, welches in S. einen schw. Adler führte. Diese M. waren Burgmänner zu OttcrS berge und sind gegen Ende des löten Jahrhunderts ausgestorben, sv. Ledebur II. I3l. n. Ill.s 2. st Münnich, eiu westfäl. Geschlecht, welches in S. zwei r. Flügel führte. Es ist solches 1773 mit Philipp v. M. ausgestorben. Klamor v. dem Bnssche-Jppcnburg wurde von demselben zum Erben eingesezt, woraus er mit kais. Genehmigung vom 14. Dez. 1773 Namen und Wappen mit den seinigen vereinigte und sich v. dem Bussche-Münch schrieb. Das Geschlecht besaß Benkhausen, Blaßheim, Stockhausen, Werburg u. s. w. und daS Erbjägermeisteramt im Osnabrück'schen, auch Wimmcr schon 1359. 3- Münnich, eine oldenburg'sche frhrl. u. gräfl. Familie, die sich sonst Grypen und M. v. G. genannt. sGauhe I. I063u.f. II. 752—71. — Lebensgesch. des verstarb, russ. Feldmarschalls Burkard Kristos Grafen v. Münnich in den sortges. neuen histor. Nachr. Th. 88. S. 228— 4l. Th. 89. S. 301—24.) Nach eben genannter Lebens- 78 Münst — Münz Geschichte, geschah die Erhebung in den russ. Grafcnstand schon am 25. Febr. 1728. sTyroff, Wappcnw. II. I2l. — Gen. Taschenb. der gräsl. Häuser v- 1812. — Herald. Hdb. der gräsl. Häuser v. 1855.) Lezteres Hdb. leitet irrig die Abstammung des Geschlechts von den Mönchen zu Ramspaucr her. Vielmehr wurde nach v. Ledebur II. 132 dem Geschlechte der Adel zuerst am 24. Mai 1680 ertheilt; 1686 erhielten die v. M. das dän. Jndigenat und Wappenver- mchruug, am 24. Mai 1683 den dän. Adel, den NeichSadcl am 4. Mai 1702; Freiherren wurden sie am 7. Nov. 1726, russische Grafen am 25. Febr. 1728, Reichsgrafcn am 4. Febr. 1741. Aus diesem Geschlechte ging der bekannte russ. Feldmarschall Burkard Kristof Graf v. M. hervor. Die Familie war im Oldenburg'schen mit Ncu - Huntorf u. a. seßhaft. W.: Ein Mönch in schw. Kutte, einen Rosenkranz haltend in S. sKueschke, d. Grafenhäuscr. — Hupel, Materialien >788. S. 641. — Büsching's Magazin 3. Th. S. 387-536. — Zedler XXII. 421—31. — v. H.) 1. Münster, Monster, Mönster, ein altes Geschlecht im Münster'scheu, in Paderborn, Osnabrück und im Han- növer'schcn, welchem das Rittergut Meinhövel zugehörig ist. Es erscheint solches in Urkunden um 1163—1240, steht aber mit den Frhrn. v. M. in Franken in keiner Verbindung, sowie dann auch beide Familien ganz verschiedene Wappen führen. Aus diesem Geschlechtc wurde unter dem bah er. Rcichsvikariate der osua- brück'sche Hofmarschall Ludwig Dietrich v. M. unter dem Namen zu Münster 1792 in den Grafcnstand erhoben, welche Würde am 27. Juni 1793 anerkannt wurde, und am 12. Aug. 1814 erhielt der Kabinctsmiuistcr in Hannover, Ernst Friedrich Herbert Graf zu M., die ErbmarschallamtSwürdc des Königreichs. Die Familie führt auch den Titel Freiherren v. Oer. Das Geschlecht theilt sich in drei Zweige, zu Laugclage, Mcinhövel und Ledenburg; es ist in Westfalen u. am Nicdcrrhcin, n Hannover, Oldenburg, Sachsen und Mecklenburg begütert. Stammwappeu: In R. und G. quergctheilt. sSächs. Wappenb. III. 3. — v. dem Knesebeck. — v. Lang 53. — v. Steinen, wcstfäl. Gesch. II. Tab. 61. n. 2. — Neues gen. Hdb. von 1777. S. 361. 1778. S. 348. — v. Mcding I. u. 556. - Taschenb. der gräsl. Häuser 1838 u. s. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1845 u. s. — Grote, haunöv- Wppb. — v. Ledebur II. 132. ^ o. Hefucr, preuß. Adel S. 26. T. 22; bayer. Adel S. >6. T. 16; sächs. Adel S. 3. T. 3; Erg. Bd. S. 8. 48. T. 29. — Kucschkc, Grafcnhäuser.s 2. Münster, Monster. Dieses westfäl. Geschlecht führt im s., mit r. Einfassung umgebenen Schild 2 bl. Querbalken. Dasselbe ist 1347 in Westfalen mit Alst, Hackfort, Stccklcn- burg, Velpe, Vortlage u. a., in Kurland mit Ascherade, Nazen u. a. angesessen, sv. Ledebur II. 132. — ».Steinen, westfäl. Gesch. Taf. 0X1. I. — Sicbmacher V .s 3. Münster, ein fränkisches, thcils im Kauton Nhöu- Wcrra, thcils bei dem Kauton Stcigcrwald ansässiges altes adlichcS, nachher frhrl. Geschlecht, wovon eine Linie zu Ellerbach und eine zu Breiteulohu ihren Siz hat. sBucelini stemmat. III. — Gauhe I. 1664— 66. — Tyrofs I. B. 21. Ausg. n. 4. — Zedler XXII. 444. — Biedermann, Stcigerw. Tab. 89—38. — v. Hattstcin III. 334-47. - Neues gen. Hdb. 1777. S. 131. 1778. S. 151-53. - Salver 365. 398. 746. 741. 748. — Schannat 129. — Siebmacher I. S- 161. n. 3. — v. Meding I. n. 561 u. f.) Die Familie erhielt am 23. Febr. 1684 ein BaronatSdipIom. sStumpf, bist. Archiv I. Heft, sol. II. — v. Lang, Suppl. 57—59 -s Die Freiherren v. M. zu Lißberg sind ein Zweig des fränk. Geschlechts, welches den Beinamen von dem ererbten Gute Lißberg annahm. Auch in Liefland befindet sich ein Zweig des münster'schen Geschlechts, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprov. 154. — v. Lang 186. — v. Hefucr, sächs. Adel S. 14. Taf. 14; bayer. Adel S. 48. T. 48. — Kneschke, Wappen III. — v. H.) 4. Münster ans Itcphaning. Der kurbayer. Pfleger Kristof M. wurde mit Umänderung des vorigen Namens Münstercr von K. Leopold I. am 12. März 1668 in den Adelstaud erhoben, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 99. Taf. 118. — v. Lang, Suppl. 125. - v. H.) 1. Münstcrberg, Monsterbcrg, eine schles. Familie, deren Güter zu Müukeuau im Ramslau'schen gelegen. sSiebmachcr I. 52.) Eine Nebenlinie nennt sich Wolf v. M.; s. diesen Art. sv. Ledebur II. 116. — v. Zedlitz, Ad. Lex-, unter Mousterbcrg.s Wappen: In Schw. 6 auf w. Hügel aufgerichtete w. Stäbe. sSiuap I. 658. II. 823. — Gauhe I. 1667. — v. H.) 2. Münstcrberg. Die natürlichen Kinder des Herzogs Heinrich deS Jungen von Mönstcrberg, Friedrich, Johanna Ludovika und Magdalena, wurden von Kaiser Friedrich III. mit v. Münsterberg geadelt. Sie besaßen 1564 in der Provinz Brandenburg Mögcliu; noch 1686 hatten sie Lehne im Amte Mökarn. Wappen jenes des Vaters, in G. und S. gespalten, mit einem Adler, vorn schw., hinten r., mit einem r. Schrägbalken überzogen. sv. Ledebur II. 117. n. II des Art.s Münstcrberg, s. Wolf. Münstercr, Krist. Franz Xaver, Hvfrichter des Fraucnstifts Kiemsec, erhielt vom Kurf. Karl Philipp am 9. April 1742 ein ritterliches Edelndiplom. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 99. T. 118. — v. H. — v. Lang 456.) Münstcrscld, s. Brochtrup. Münstcrmann, ein münster'sches Stadtgeschlccht, mit adlichem Titel, sv. Ledebur II. 132. III. 312.) Münstcrshcim, s. Reichel. Müntz, Werner Reinhold Bernhard, geh. Reggs.Nath, wurde am 22. Nov. 1736 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 132. III. 314. — Preuß. Wppb. IV. g.s 1 Müntzmcistcr, genannt Jüriin. (Gespalten und ungrad ge- sparrt in verwechselten Farben.) Basler Adel. Wernhcr M. 1275. Johann M., genannt Riby, Elsbet v. Maystatt, seine Hausfrau, 1340. Wernher M., gen. Erman, 1360; Dietrich M., gen. Sürliu, 1389. Hanns Sürlin 1438 und Lorenz S. 1502 obristc Zunftmeister. Ob mit den koburg. Müuz- meist er in GeschlcchtSverbiuduug, ist dießorts unbekannt. sWurstiseu 337. s Münzbcrg, österreichisch. Wilhelm Wcingartncr Edler v . M. war 1835 Sekretär bei der Hofpostverwaltung zu Wien. Möchte wol ein Nachkomme des 1817 geadelten Hauptmünzmcistcrs A. Weingartuer sein. Münz bürg, s. Krämer. Müiizct v. Münzthlii, österreichisch. Michael Franz M. v. M. war 1857 Unterlieutenant im 16. k. k. östcrr. Jägcrbat. Franz M. v. M. war Untcrlieut. im 19. Jägerbataillou. 1. Münzciibcrg und Hligcn, eine ehemalige hessische, zum Theil gräfliche Familie. Wappen: Von G- u. N. qucrgcthcilter Schild. sGottschalk, Ritterburgen Deutschlands VII. 86 u. f.s Cono de Minzenberc, camcrariuS im Gefolge Kaiser Otto IV. in Italien 1209. sKopp, de insigni Differ. Com. et Nobil. p. 539 seq. Münz — Mul 79 u, Tab. ad p. 542. — Erüsner, dipl. Beiträge Iii. St. — Wenk, Hess. Landesgesch. I. 27!—96. — Lucä, Grafensaal 356—65. — v. H .s 2. Manzenberg. Die Brüder Friedrich und Bernhard M., welche von dem Markgrafen Friedrich VI. von Baden-Durlach mit eines Obristcn Tochter erzengt, wurden mit dem Namen Freiheren v. M. belegt. sDurchl. Welt l. 879. — v. H) 1. ff Münzcr, ein meißnisches, bei Freiberg begütertes, aber im 17. Jahrh. erloschenes, sehr reiches Geschlecht. sKnauth, prodr. Misn. 359 u. f. — Ganhe II. 771. — Zedier XXII. S. 536. — v. H .s 2. Mutiger v. Babenberg, ein oberpfälz. Geschlecht, das mit den M. v. Bamberg mehrmals verwechselt worden ist. sSiebmacher III. 137. n. 2. — Ein Msvt. über die münzer'sche Genealogie. — v. Falkenstein, Annal-Nordgav. VI. Nachl. S. 514. — v. Dieding II. n. 585 u. s. — v- H.s 3. Dünger v. Bamberg und Nürnberg, von dem Wohnorte so beigenannt, eine fränk. Familie, die mit dem vorstehenden Geschlechte oft verwechselt wird. sv. Falkenstcin, Antiq. Nordg. VI. Nachl. S-562. — Siebmachcr II. S. 73. it. 8. — v. Meding II. n. 584. — v. H.s 4. Münger v. Laucnstein. Der bischöflich olmntz'sche Rath Ferdinand Mathias Ernst M. v. L. wurde im I. 1761 in den böhm. Niltcrstand erhoben. sM. v. M. 189. — v. H .s 5. Münger v. Maricnborn- Der Major Jakob M. wurde im Jahre 1826 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 385. — v. HI Müiizmcister, eine vormalige koburg. Familie, die mit denen v. Rosenau Eines Stammes gewesen. sHönn's koburg. Chronik II. 88. 160 u. f. - Ganhe II. 772. - v. HI Mürzhosen, besaßen im 15. Jahrh. den gleichnamigen Ort in Steh er mark. sSchmutz 599. — v. H.s f Mntcrkingcn. Eckhardt v. M. kommt in einer Urkunde von 1313 vor. Ihr Stammfiz war im jezigen Pfarrdorf Mieter- kingen, O.A. Saulgau. 7 Müthcr, Möttert, brüssel'schen Ursprungs und haben am 1. Sept. 1521 einen Wappenbricf erhalten. Geadelt wurden dieselben 1722. Sie wendeten sich nach Lüneburg, wo sie aber mit der an Hartwig v. Dassel vcrheurathcten Lezten ihres ganzen Geschlechts am 26. Nov. 1736 erlosch. sBütlner, Genealogie des lüneburg. adl. Patriziats. — v. Meding III. n. 553. — v. dem Knesebeck. — v. H.s Mnhschcsahl, s. Mitzschefahl. Muffat. Der inner- und oberösterr. Appellationssekretär Karl M. wurde im I. 1796 geadelt. HM. v. M., Erg. 384. - v. HI Muffel v. Ermreuth u. Eschenau, ein altes fränkisches und nürnberger Patriziergeschlecht. Nach allgemein verbreiteter Annahme entsproßten vier den Namen nach verschiedene Familien Einem Stamme. Es erkennen nämlich die Neumark, die Weigel, die Mäntelin und die Muffel einen v. Neumark, der sich in frühester Zeit vom Lande nach Nürnberg begeben und vier Söhne hinterließ, als ihren Auherrn an. Die drei ersten, Familien sind erloschen, die Muffel, welche sich schon 1332 in dem nürnberger Rathsregister finden, erlangten Aufnahme in die ehemalige unmittelbare freie Reichsrittcrschaft Orts Gebürg und theiltcn sich in mehrere Linien, wovon nur die ermreuth'sche noch blüht. sBucclin II. Stemmat. Append. — Biedermann, Nllrnb. Tab. 475 —92. — v. Lang 453. — Tyroff I. B. 26. Ausg. n. 3. — Gauhe I. 1051 u. f. — Zedier XXII. 13. — v. Hefner, bayer. Adel S. 99. T. 119. - v. H .s ch Muffelgcrn, eine ausgestorbene, im ehemaligen Kanton Steigerwald begüterte Familie. Sie erschien um 1363 und erlosch bereits um 1376; führten zwei Fische im Schilde. sBiedermann, Stcigerwald Tab. 238. — v- HI Muggcnthal, anch Müggenthal, zu Hcrcnackcr, eine uralte fränkische, bayerische und rheinländische eidliche, nachher freiherrliche und zum Theil seit 1666 gräsliche Familie. sSeifert I. Tab. 32. — Biedermann, Odenwald Tab. 219 —25. — v. Hattstein I. 395 u. f. — Zedier XXI. 24. — Bucelini stemmat. II. 4. — Sinap II. 820. — Durch!. Welt I. 169 (1710). — Siebmacher I- 3t. — v. Meding I. n. 558. — v. Hefner, bayer. Adel S. 48. T. 43; Erg.- Bd. S. 17. — v. H. — v. Schallhammcrn. — Kneschke, Wappen IV.s Muhlwerth, s. Müller. Muhlrain, s. Gol drainer. i Muhr, ein abgestorbenes schles. Geschlecht, welches um 1566—1624 vorkommt, sv- Ledebur II. 125.)" ch Muisgin, ein köln. Stadtgcschlecht, welches im Anfange des 17. Jahrhunderts ausgestorben ist. sv. Ledebur II. 125.) Mula, italienisch. Elisabetha da M. befand sich 1835 unter den SternkrenzordenSdamcn. Andreas Edler da M. war Deputirter bei der Provinzialkongregation zu Venedig. Mulazzani v. Eappadoca. Der kais. österr. Gubernialrath A. M. wurde 1844 mit v. C- in den österr. Ritterstand erhoben. sM. S.j Mulbaum de Marc, ein mainzer Patriziergeschlecht, das im 13. Jahrh. vorkommt. sZedler XXII. 652. — v. H.) Mulda, v. d., s. Horr; Schäffer. Mulcrt, ein niederländ. und westfäl. Geschlecht, das 1533 und noch 1828 vorkommt sSiebmacher III. 156); ebenso die Grafen M. v. Hautreppe slV. 4P Befiz in Westfalen, Oeding, Kreis Borken, sv. Ledebur ll. 125. III. 314. s 1. s- Millich (im Schild zwei Schwerter gestürzt u. geschrägt), waren Burgmänner zu Montabaur (Nassau). sHist. Trev. II- 7.) 2. ch Mulich, ein um 1566 zu den stolberg'schen Land- Ständen gehörendes Geschlecht, welches Hadeßleben besaß. 1736 blühte solches noch. Wappen? sv. Ledebur II. 125.) Mulig, s. Müllig. Müsingen, s. Mühlingen. ff Mulisheiin, eine ausgestorbene fränkische, im ehemaligen Kanton Rhön-Werra begütert gewesene Familie. sBiedermann, Rhön-Werra Tab. 32. — v. H.s Mallendars, s. Möllendorf. Mullcq, Johann Baptist, Sanitätsrath und Kreisphisikus zu Grätz, wurde im I. 1789 geadelt. sM. v. M.. Erg. 385. - v. H.s Mullshcim, s. Molnar. Mulsil v. Podwcis und Piebrawaschen. Mit lezterem Beinamen wurde Jvh. M. und seine Wappcngenossen 1665 in den Reichs - Adelstand erhoben. sR-T. A. R.) Mulsmann, Peter, kurköln. Kammerdiener, erlangte 1626 die Adelswürde. sR-T-A. R) Mut) v. Waldau, auch M. u- u. zu Vbernschönscld, ein, wenn nicht zwei verschiedene böhm. Geschlechter, von denen Siebmacher 80 Mul - Mur das Wappen in Kupfer liefert und v- Meding beschreibe Franz Ferdinand und Heinrich M., Brüder, dann ihr Vetter Emanuel Ladislaus M. v. W. wurden von dem Kurfürsten von Pfalzbayern als RcichSvikar am 26. Dez. 1796 in den Rcichsfrciherrnstand erhoben, (v. Wolframitz, Cell. zc. Mspt. — Sicbmacher V. 77. n. 5. — v-Meding III. n. 549. — Gauhe II. 772 u. f. — v. H l 1. Mulzcr, Simon Alexander, Registrator beim kais. General- Kommissariat, erhielt 1638 die Adelöwürdc. sR. T. A. Rsj Vergl. Mültzer. 2. Mulzcr. Der k. bayer. Regierungsvicepräsident Adam Josef M. erhielt am 36. März 1816 vom König von Bayern das Frcihcrrndiplom. Sein Vater war Georg Kristos M. , kur- mainz. geh. Rath. (Taschenb. der freiherrl. Häuser von 1859. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 48. Taf. 48. — Kneschke, Wappen IV. 392. — v. Lang, Suppl. 59. — v. H.sj 3. Mulzcr v. Ilosenlhal, Theodor, kais. Obcrstlieutenant, erhielt 1665 Wappenverbcsserung. Wahrscheinlich ein Nachkömmling von Simon Alexander M., geadelt 1638. (N.T. A. R.sj Mum z. Schwarzenstein, eine kurbrandenburg'sche Familie, wovon Einer noch im I. 1731 Johanniterritter gewesen. IDittmar, Bcschr. des Johanniter-Ritterordens. — Ganbc II. 773. — v. H.s Muinli v. Muhlheim. Der Generalmajor Franz M. wurde im I. 1817 mit dem Beinamen v. Mühlheim geadelt. IM. v. M., Erg. 385. - o. H.j Mumcltcr v. Selicrnthai. Der Repetitor der polit. Wissenschaft, Dr. M., wurde im I. 1787 mit v. S. geadelt. (M. v. M. 228. - v. H.l Mumme, stammen aus Westfalen. Mitglieder dieser Familie befinden sich theils in österreichischen, theils in nas- sau'schen Kriegsdiensten. so. Zedlitz. — v. Hefncr, nassaucr Adel S. 12. T. 13. - v. Ledebur II. 128. — Kneschke, Wappen III. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 199.z Mumthc v. Hcldcnfcis. Der österr. Pens. Major Friedr. M. wurde im I. 1863 mit dem Beinamen v. H. geadelt. (M. v. M. 232. - v. H.j Munck, Monck, eine alte, vormalige holstein'sche Familie, die aber erloschen, und vielleicht noch in Dänemark, wo sie sich auch verbreitet hat, lebt. jHübner, Tab. 87. — Angeli, holstein'sche NdelSchronik II. — Lndolph, Schaubühne II. 1163. — Gauhe II. 774 u. f. — Zedier XXII. 758.j Auch in Schweden blüht das Geschlecht noch. sv. HI 1. f Miuid, eine alte adl. Familie in Mecklenburg, die aber abgegangen ist. so. Ledebur II. 131. — v. H. — Gauhe I. 1967.s 2. Mund, Heinrich Anastasius Otto, braunschweig - lüne - bürg'scher Konsulcnt, wurde 1792 geadelt. sR.T.A.R.sj Mundbrädt, s. Mondtbradt. Mundbrad v. Spicgclbcrg, s. Mondtbradt. Mundbrotcl, s. Mondtbradt. f Muudcldingc», alte schwäb. Ritter auf gleichnamiger Burg im Württemberg. O.A. Ehingen; das Geschlecht ist sehr frühzeitig erloschen. (Griesinger 918.sj si Mundelsheim, eine elsass. und fränk. Familie, die ihr gleichnamiges Stammhaus noch im I. 1656 besessen, wahrscheinlich aber erloschen ist. jPastorii Franko», rediv. p. 493. — Gauhe II. S-775. - v. H.j f Mundenhaimcr zu Mundcnhaimb, Wolfgang u. Peter, stehen in der bayer. Landtafcl 1496, item Hanns und Heinrich. Mnndi. Der Tuchfabrikant Wilhelm M. in Brünn wurde im I. 1739 in den Freiherrnstand erhoben. Wahrscheinlich gleich mit Mundy, Freiherren in Oesterreich. IM. v. M. 72. — v. H.j Munding, Matthäus, Doktor, Hofmeister der ungar. Edel- Knaben, und sein Bruder Johann, wurden 1656 geadelt. IN. T. A. N.s Mundorf. Von dieser Familie in Bayern ist nur das Wappen angegeben bei v. Hcfner, bayer. Adel S. 99. Taf. 119; möchte vielleicht Pcrsonaladel sein. Muncrcti. Der Reichshofagent Johann Baptist M. wurde im Jahre 1719 mit „Edler von" in den Rcichsrittcrstand erhoben. IM. v. M., Er«. 189. — v. H.s Mlinicr. Der Merkantil- und WcchsclgerichtSasfessor Franz Stefan M. zu Fiumc wurde im Jahre 1756 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 232. - v. H.z Murach auf Nicdcrmnrach, ein altes bayer. Geschlecht, welches seinen Siz auf Schloß Nied er-Mur ach vorm Wald hatte und von den längst abgestorbenen Grafen v. Mur ach abstammen will, welche ebendaselbst ihr Schloß und Grafschaft Murach hatten, die nach ihrem Aussterben an die Grafen v. Ortenburg und später an die Pfalz gekommen ist. Sie führten übrigens von jeher das nämliche Wappen, wie die Grafen, nämlich einen spizig gezogenen f. Querbalken in R. Wig. Hund, bayer. Stammbuch II. 174, gibt au, daß das Geschlecht schon 942 vorkomme, und beginnt die ununterbrochene Stammreihe in der Mitte des 14ten Jahrhunderts, so. Lang 199. — Bayer. Wppb. III. 66. — Sicbmacher I. 77. II. >9.z Freihcrrlich seit länger als 166 Jahren. Herrn Kristof Gottfried Ernst M's zu Nied er mur ach Erben geben Gewalt zum oberpfälz. Landtag 1767. Muralt, ein schweizer Geschlecht, welches aber in Pommern 1855 mit Wunneschin angesessen ist. Auch im Großherzogthum Hessen sind die V. M. seßhaft und bedienstet. Iv. Hefncr, Hess. Adel S. 29. Taf. 22. — v. Ledebur II. 133. — Gesch. der Familie v. Mnralt 1855.1 Murat, Johann, kurbayer. Pfistermcister, wurde 1636 geadelt. IN. T-A. R.sj Murau, s. Lichten stein. Mnrawski, auf Rubinkowo in Preußen, (v. Ledebur II. 133. III. 314.Muß Morawski heißen. W.: Drombrowa. Muraist, Demetrius, privilegirtcr Großhändler zu Nicschien in Klcinrußland, erhielt — nebst dem deutschen Jnkolate — 1789 den rittcrmäßigcn Ncichsadelstand. sR. T. A. N.sj Murcch. Besaßen zwischen 1136—1212 die gleichnamige Herrschaft in St eher mark. sSchmntz 595.^ Auch Murcck geschrieben. Murgthal, s. Lcndl. f Murhaimcr zu Murau (drei Rohrkolben aus einem Drei- Berg ?). Wolfgang M. zu M. steht in der bayer. Landtafel 1496. si Murhcr (Murcr). Wappen wie Murach, doch verschiedenes Kleinod. Ludwig Mur er zu Kölnpach in der bayer. Landtafel 1496. Haben sich auch „v. Fraberzham" geschrieben. 1635 4 ? Mur — Mut 81 1. Murmann, P., Bankdircktor in Wien, erlangte 1860 den rittermäßigcn Adel. sA. A. Zeit., Juni 1869.) 2. Murmann u. Marchftld. Der österr. Oberstwachtmeister Georg M. wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. March- feld in den Freiherrnstand erhoben. (M v, M. 72. — v. H.) 1 Murnhart (drei Bärcntazen im Dreipaß gestellt), basler Adel. Albrecht M- s 1349. Wernher f 1427, Anna v. Efringen, sein Gemal. sWnrstisen 248.) Murr. Heinrich M. besaß 1354 Güter zn Hagenhansen, desgleichen sein Sohn gleiches Namens. Heinrich des Jüngeren Sohn, Friedrich M., kam 1481 nach Nürnberg. Desselben jüngerer Sohn, HicronimuS M., wurde am 29. Juni 1541 von K- Karl V. in den Adelstand erhoben. sRcbmann, Ad. Archiv, Mspt.) In Schlesien angesessen. sv. Ledebur III. 314.) Ob Frau Margret v. Mur, welche die 16. Äbtissin zn Bergen (Neuburg) war und 1388 gestorben ist, und die Frau Eufemia v. Mnr, 1521 als 21. Äbtissin daselbst gestorben, zu vorstehender Familie gehören, ist dießorts unbekannt. (Biedermann, Altm. Tab. 228-30. — Siebenkees I. 337. — Tyroff I. B. 26. Ausg. n. 4. — v. H.) Murray, eine österreichische, ans England stammende, seit 1686 gräfl. Familie. In Preußen besizen sie Bündtken. (Taschenb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v. Ledebur II. l33. III. 314.) Murthal, s. Mo sing er. Murzynowski, ein poln. Geschlecht, wovon Mitglieder in prenß. Diensten standen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 133. III. 314.) Wappen: Lubicz. Mujaus, Simon Heinrich, erlangte um 'S Jahr 1719 die Adelswürde. (R. T. A. R.) Muscalca, Hcktor, kais. Hofarzt, wurde 1613 geadelt. (R. T. A. R.j Muscata, s. Muschow- s Muscclo. Stammort das heutige Mo schein, Städtchen an der Alfen, südwestlich von Sobernheim. Nibelung de M. 1122. Ein Sohn oder Bruder desselben war wol der 1127 in krenznacher Urkunden erscheinende Emich de Musscelo. Muschardt, Kaspar, wurde 1692 geadelt. sR. T. A. R.) f Muschcuhcim, ein rheinländ. Geschlecht. Dasselbe erscheint 1331 und möchte im leztcn Viertel des 16. Jahrhunderts s erloschen sein. (Humbracht, Taf. 285. — v. H.) Muschgey. Der Bürgermeister Joh. Franz M. zu Waldsee wurde mit seinem Vetter Jakob Konrad M. im I. 1721 geadelt. (M. v. M., Erg. 385. — Cast, Adelsb. v. Württemberg.) Der Name kommt auch Müsch gay geschrieben vor. (Württ. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 22. — Kneschke, Wappen I. 304. — v. H.) Muschiu, s. Mosch. Möschlitz, Brüder, in kais. Kriegs - n. Civildiensten, erhielten 1646 Adelsbestätigung. sR. T. A. R.) Soll vielleicht Muschwitz heißen. Muschow, Muscata, eine schlesische Familie. (Sinap I. 651. — v. H.) i Mitschwang, ein altes schwäb. Edelngeschlecht auf der gleichnamigen Burg im O.A. Blaubeuren. Im 14. Jahrh. verschwindet das Geschlecht aus der Geschichte. (Griesinger 923.) Stammbuch des Adel» in Deutschland. III. Muschwitz, eine altadliche Familie in der Lausitz und in Schlesien. In der ersteren Provinz besaßen die v. M. bedeutende Güter, welche aber an die v. Recks kamen. M. standen auch in dän. Diensten, und 1699 lebte der Landesälteste und brandenbnrg. Rath Wolf Heinrich v. M. sv. Zedlitz.) Um 9827 stand ein v. M. als Lieutenant in herzoglich anhalt- köthen'schen Diensten, welcher dann in die Dienste des Fürsten v. Carolath-Schönaich in Schlesien übertrat und sich mit einer v. Falkenhausen vermählte. sE. S. — v. Ledebur II. 133.) Muscl, s. Mosel. Muscli, ein schles. Adelsgeschlecht, welches 1596 vorkommt. Wappen? sv. Ledebur II. 133.) Muser. Fridericns et Gozwinus M., Milites, testes in einem stolberg'schen Brief 1263. sllrk. B. f. Nieders. II. 261.) Musick v. Adlersberg. Der Statthaltercisekrctär Johann Josef M. zn Prag wurde im I. 1753 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 386. — v. H.) Mutzet, ein in den prenß. Rheinlanden auf Betthingen vorkommendes Geschlecht, welches am 6. Juli 1589 das Adels- Diplom erhielt. (Bernd UXXXVII. 174. — v. Ledebur II. 133. — Kneschke, Wappen III.) Mnsloy v. Doros-Ienö, ungarisch. Emerich M. v. B.-I. wurde 1898 zum k. k. österr. Kämmerer ernannt; desgl. Anton Edler M. v. B.-J. 1329. Ladislaus M. v. B.-J. war 1835 Vicegespan der temesser Gespanschaft. Mussinun. Der RegiernngSrath :c. Josef Anton M. erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 27. Juli 1792 ein Adels u. Ritter- Diplom. fv. Lang 456- — v. Hefncr, bayer. Adel S. 99. Taf. 119. - v. H.) Mustzpont, s. Bussier. Mutz«))«. Dem Gntsbestzer Theodor M. in der Buckowina ertheilte der Kaiser den Freiherrnstand. (M. v. M., Erg. 81. - v. H.) s Musstohc, ein im fränk. Kanton Altmühl begütertes, aber erloschenes Geschlecht. Erasmus v. M. war 1539 bekannt; 1661 starb das Geschlecht aus. (Biedermann, Altm. Tab. 231. — v. H.) Muth, österreichisch. Peter v. M. war 1835 k. k. Gu- bernialrath und Polizeidirektor zu Brünn. Muthcnbcrg, s. Kopp. Muthcnthal, s. Hieronimus. Muihfcld, s. Nichte. Mutio. Georg Ludwig und Johann Friedrich M., Brüder, wurd en 1755 in den Adclstand erhoben. Ersterer starb als han- növcr'scher General, Leztcrer als Major. Ihr Vater Karl M. war aus Venedig, trat zuerst in hannöv. Kriegsdienste und starb als Major, sv. dem Knesebeck.) s Mutishcil», ein im fränk. Rittcrkanton Rhön-Werra begütertes Geschlecht. Es erscheint solches 1276 und mag um 1459 erloschen sein. (Biedermann, Rh- u. W. Tab. 412 u. f. — v. H.) Mutius. M. kamen im 5. Jahrh. unter dem r ö m. Adel vor, und vorstehende sollen die Abkömmlinge von dem im Kriege des Kaisers Tarquinius und Porsenna berühmten M. Scävola, die sich in die an Italien grenzenden österr. Lande, dann nach Schlesien begaben, sein. Die Mitglieder kamen in österr. Dienste und erhielten von K. Rudolf II. um 1615 ein besonderes adliches Wappen in der Person des Philipp Jakob M. Seine 11 82 Mut — Nach Söhne traten in die Dienste verschiedener Potentaten. Ein Ur- Enkel des Philipp Jakob v, M. erhielt von K> Friedrich II. von Preußen 1745 das 1615 erhaltene adliche Wappen anerkannt und zugleich das Jnkolat in allen preuß. Staaten, worauf solcher bedeutende Güter in Schlesien erwarb, sv. Zedlitz- — Preuß. Wppb. IV. 9Z v. Ledebur, II. 435, sagt, daß der offene Brief von 1745 ein Adelsdiplom sein. sv. Ledebur III. 314. — Dorst, schles. Wppb. n. 62. — v. Krahne II. 386-60. - v. HZ Miitschelnih, Motschclnitz, ein sehr altes schles. Geschlecht, das im I. 1468 zuerst vorkommt und die zwei Güter Münch- und Herren - Mutschelnitz im Wolau'schen besaß, wovon das erstcre an das Stift Lübuß gekommen und daher Münche- M. genannt worden. sSinap l. 65 l—56. — v. Ledebur II. t33. — Sicbmachcr I. 71. B. II. — v. Medlug II. 587. — v. H.s Mnttcrsdors, eine steyermärk. Familie, die seit 1446 vorkommt. sSchmntz 661 u. f. — v. HZ Miittcrsglcich o. Gtcichcnmuth. Der LandschaftSsindikns M. in Oesterreich ob der Enns wurde im I. 1761 mit dem Beinamen v. G. geadelt. sM. v. M. 232. — v. HZ Muhet, Friedrich Wilhelm, wurde 1741 geadelt. sR. T- N. RZ Mmsnriac», Murean, Muurian, Monrcam, Monreal. Diese Familie stammt aus Monreal und kommt von 1242—1635 vor. Sic waren cöhn'sche und der v. Virneburg Vasallen, sv. Ledebur II. 134-1 Mqciclsius. Die Brüder Josef, Franz, Stanislaus, Theodor und Alfred v. M. im Großhcrzogthum Posen erhielten 1822 die preuß. Grafenwürde. Das Geschlecht — reich begütert — hat sich nun in zwei Hauptzweige getheilt, in den v. Kobilepole und in den v. Chodozewize. Wappen: Dolenga. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 134. III. 314. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 26. Taf. 22Z 1. Miste», Mühlen, Milen, eine niederlansitz'schc Familie, die ihre Güter im Spremberg'schen und ihre» Ursprung aus Thüringen hatte und im Voigtlande ebenfalls begütert gewesen ist. Wappen: Gespalten, einerseits ein aufgerichteter Wolf, andererseits in R. ein g. Querbalken. Kornelius v. d. M. wurde 1629 in den Frciherrustand erhoben, sv. Zedlitz. — Siebm. V. 113. — v. Ledebur II. 124. 134. 111.314. — R. T. -A. R. - Gauhe I. 1666— 1671. — Zedier XXII. 1686 u. f. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 55. T. 71; sächs. Adel S. 36. T. 44; frankfurter Adel S 4; Erg. Bd. S. 36. T- 17. — v. H. — Kneschke, Wappen IIIZ 2. Misten, Heinrich Ernst, Kapitän, wurde am 18. August 1763 in den preuß. Adelstand erhoben. sPreuß. Wppb. IV. 6. — v- Ledebur II. I34Z Wappen: In Blau ein senkrecht gestellter, mit der Spize nach oben gekehrter Degen. Mister u. Ehrenbuch. Der StaatSminister Niklas M. aus Aurach im Württemberg'schen, wurde vom Kaiser in der Mitte des 17. Jahrhunderts geadelt. sGauhe II. 775. - Zedier XXII. S. 1661. — Griesinger 624. — v. HZ 1. 1 Mistins, Andreas, Kammerrath bei Herzog Johann Albrecht I. dem Gelehrten, von Mecklenburg - Schwerin, welcher in der Mitte des 16. Jahrhunderts regierte, wurde vom Kaiser geadelt. Er besaß Gädcbehn. Seine Familie ist 1735 erloschen. sVchsc, Gesch. der kleinen deutschen Höfe l. 68.s 2. Mistiiis, ein altes kölner Patriziergeschlccht, welches mit den Milius, MyliuS in Dänemark, Holstein, Württemberg nicht zu verwechseln ist. Aus dem kölner Gcschlechte sind mehrere Sprößlinge nach Oesterreich gekommen und haben die angesehensten Stellen bekleidet. Nach Fahne hat diese Familie, welche ein s. Müleiscn, auf welchem ein schw., mit einer silbernen Schlange umgebenes Kreuz steht, in Blau führt, am 2. März 1512 in der Person des Arnold M., kais. Kapitäns, den Adel erhalten, und dem Bürgermeister in Köln, Hermann v. M., wurde solcher 1654 bestätigt. Freiherrndiplome erlangte die Familie 1757, 1775. sM. v. M. 81. — Fahne I. 267. - v. Ledebur II. 135. — Bernd ll ,XXXVIII. 175. — Frhrl. Taschenb. von >846 u. 1355. — v. Hefner, preuß. Adel S. 55. T. 71. s Ob der 1767 in den Rittcrstand erhobene Franz M. zu diesem Geschlechte gehört, ist dießortö unbekannt. S. Milius. sKncschke, Wapp. II. — v. H.s Mistkc, auf Geycrswalde in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 135. s s- Mymelingcn, Mimclingen, eine oberrheinische, im 14. Jahrhundert bekannte, unfehlbar ausgestorbene Familie. sZedler XXII. 1713. — v. H.s Misner, Johann Jakob, kais. Kapitänlientenant, wurde 1636 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. RZ 7 Mynsingcr v. Frondcck lFruiidccks. Dieses Geschlecht stammt aus der Schweiz. Nach 1386 wendete es sich nach Schwaben und erhielt zur Schadloshaltung der in der Schweiz verlorenen Güter das Schloß Fr und eck am Neckar. Mit dem Enkel des Kanzlers Joachim M. v. Frundeck, der vom Herzog von Braunschweig mit dem Erbkämmercramte das Rittergut Helmstädt zu Lehen erhielt, starb 1646 dieses Geschlecht aus. sGenealogie des Myinsinger Geschlechts befindet sich vor H. Meibom«. Anacrcon latiuuö (Helmstädt, 1666. 8.f. — Primordia Fam. Mynsing. a Fr. praemittitur scholiis Mynsingeri ad Inst., nec non vbserv. camer. cjusd. — I. G. P. du Roi, Leben Joachim Myins. v. F. in dem Archiv für die Rechtsgelchrtheit, herausgeg. von Günther u. Hagcmann II. 67. — v. Ledebur II. 135. — Köhler's Nachr. von den Erblandhosämtern S. 26 u, f. — Jugler's Biographie II. I u. f. — Siebmacher I. 127. n. 13- — Gauhe II. 776. — Lüdersens Samml. — v. Meding I. 565. n 13. — Zedier XXII. 1714. — v. H.s Mqrbach v. 1lhci»ftl!>. Der österr. Pens. Hauptmann Josef M. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.s Minkowski, auf Mirow in Schlesien. W.: Jastrzembiec. Kommt noch 1812 vor. sv. Ledebur II. 135. III. 314Z Rabcck, s. Wolfs. Nabram. Wappcnbeschrcibuug. sv. Ledebur II. 135Z Nach ay v. Fclseis, L., Pens. Oberlandgcrichtsrath zu Lemberg, erlangte 1858 den österr. Rittcrstand. sA. A. Zeit. v. I858.s Nachodsky v. Nendorf, österreichisch. Karl Ritter N. v.N. stand 1857 als Untcrlicutenant im 2. k. k. Jägerbataillon. Nachodt, Freiherren und seit 1619 Grafen in Böhmen, wovon auch Einige ehedem in Deutschland wohnhaft waren. sVogtcns jcztl. Böhmen 116. — Zedier XXII. 228 u. f. — v. Meding II. n. 588. — Hartmann's Samml. — v. H.s Nachtigall Der Apotheker Jahre zu Zamosz wurde 1786 in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 336. — v. HZ 7 Nachtrab. Die Familie soll aus Ulm stammen und geadelt Nah — Nag «3 worden sein; wann? In k. Württemberg. Diensten stand ein v. N. im I. 1835 als Förster zu Bayersbronn uufern Dornstettcn. Cr soll 1842 in nassau'sche Dienste getreten und ohne Erben gestorben sein. v. Ledebur, II. 135, führt die erloschene Familie als in Preußen mit Lindenau, Seythen, Wierslau u. a. begütert gewesen an. so. Hefner, nassauer Adel S. t2. Taf. 13. — v. Ledebur III. 3l5.f Wappen: Gozdawa. Nadast, Nadasti, Nadasdi, Nadasty, Erbhcrr auf Fogaras, ein gräfliches, ursprünglich aus England stammendes, nachher ungar. Geschlecht, welches im 1t). Jahrh. durch Ospetinus, der sich im Gefolge des Sohnes Ednard's I. von England befand, nach Kroatien gekommen ist. Ein Na das dy war 1177 Bischof zu Agram. Die ununterbrochene Stammreihe fängt um die Mitte des 14. Jahrhunderts an. Die Grafcnwürde erlangte die Familie 1625. fZcdler XXIII. 320. — Tyroff II. 163. — v. Schönfeld, Ad. Schcmat. I. 35—99. 214. — Genealog. Handb. d. d. Grafen 1825. 3>. u. 1844 u. f. — v. H .f Nadciomslu i>. Nadciowa, auf Ober- und Niederreich au im Kreise Nimptsch um 1659. W.:? sv. Ledebur II. 1353 st Nadelwih, ein schles. und oberlau sitz. Geschlecht. fCarpzov's Ehrentempel der Oberlausitz I. Th. >t). Kap. S. 163. — Sinap 659. — Zedier XXIII. 333. — v. Ledebur II. 135. — v. H. — Siebmacher I. 54. n. I. — v. Meding III. n. 554. — v. Zedlitz.) Nadhermi, Johann, Gutsbcsizer, wurde 1839 in den österreichischen Adelstand erhoben. sM. S.f st Nadlcr o. Donidors, stammen aus Ingolstadt. Ulrich N. ist der Erste des Geschlechts, welches viele verdienstvolle Männer geliefert hat. sv. Hefner, 1 bayer. Adel S. 2l. T. 17.) Nadlingcr v. Ehrenbreitstein. Der Unterlieutenant Michael N. wurde im I. 1826 mit dem Prädikat v. E. geadelt. fM. v. M. . Erg. 386. — v. H .f Nadosy v. Nndns, ungarisch. Alexander N. v. N. war 1857 k. k. östcrr. Oberstlieutcnant der Art. Equit. Nsduwriiik v. Nordwaldcii, österreichisch. Georg N. Edler v. N. stand 1857 als Unterlieuteuant im 12. k. k. Ul.Reg. Näse, Nefe, ein schles. Geschlecht, das im 16. u. 17. Jahrh. blühte. Es gehört solches zum Uradel. sp. d. Knesebeck. — v-Zedlitz. — V.Ledebur II. 135.1 Die Familie blüht noch. fLucä. — Gauhe I. S. 1971. — Siebmacher I. 72. n. 19. — Sinap I. 659. II. 829. — Zedier XXIII. 389. - v. Meding II. n. 589. — v. H.f Nägele, kais. Hatschier, erlangte 1624 den Reichsadelstand. fR. T. A. R .f Nägerl i>. Noscnbüchl. Der Gutöbesizer Johann Georg N. in Steh ermark wurde im I. 1763 mit dem Beinamen v. N. geadelt. fM. v. M., Erg. 336. — v. H.f Nägloft v. Mglhcim. Joh. Barthol. N. wurde im I. 1718 mit v. Näglheim geadelt. fM. v. M., Erg. 386. — v. H.f Näher v. Frickthal. Franz N., kais. österr. Oberlieutenant, wurde 1823 mit v. F. geadelt. fM. S.) Närringer, ein steyermärk. Geschlecht. sSiebmacher III. 77. n. 6. — v. Meding II. n. 599. — v. H.f Nagel. Mit diesem Namen allein und mit Beinamen kommen mehrere Familien in Deutschland vor. sZedler XXIII. 439. — v. H.f 1. Nagel, ein westfäl. Geschlecht, das besonders im Stift. Hildesheim, im Berg'schen, Cleve'schen, am Niederrhein, in den Niederlanden, in Hessen, Kurland u. Preußen begütert war und ist. Das Geschlecht theilte sich in mehrere Zweige und führte hiernach verschiedene Beinamen, als: N. v. Coburg, von welchen Einer im I. 1686 als Domherr zu Münster bekannt ist. sZedler XXIII. 431.) N. v. Vornholt, von welchen Einer 1672 als münster'scher General vorkommt, sowie auch Mehrere Domherren zu Münster und Paderborn gewesen sind. sZedler, ebend. N- v. Altensch Süstedt, von welchen Einer im I. 1519 Abt zu S t. Georgenthal war. sZedler, ebend. — Humbracht 287.) Fahne, I. 299, handelt von dem berg. Geschlecht, welches sich zu Jtlingen schreibt und eine r. verzierte Spange in S. führt, und von dem auch RobenS, 1.237. II. 166, spricht. Fahne liefert eine kurze Stammtafel von dieser Familie und von den N- zu Coburg und Grosenburg. fSiebmacher l. 187. n. II. — Gauhe I. S. 1971. — Stiftskal. von >784. — Schannat, Client. Fuld. 135. — v. Meding I. n. 565.1 Der Freiherrnstand ist von Preußen anerkannt 1841. fv. Hefncr, preuß. Adel S. 56. T. 71. - v. Ledebur II. 135. III. 315. — Taschenb. der srhrl. Häuser für 1857. — v. Zedlitz. — Robens l. 237—44. — v. H.f 2- st Nagel, ein ausgestorbenes bremen'sches Geschlecht. fMußhard 499. — v. Meding I. n. 564. — v. H.f 3. Nagel, Johann Jakob, erzherzogl. Rath und Nentmcister zu Königstctten, wurde 1654 geadelt. sR. T. A.N.) 4. Nagel, Karl, Major bei dem Kavallerieregiment Nr. 2, erhob der König von Württemberg am 12. Juni 1814 in den Adelstand. fReggs.Bl. v. 1814. Nr. 28. — Archiv für Gesch., Geneal. und Dipl. S. 85.f 5. Nagel ans Aichbcrg. Der k. k. Resident bei den 13 Kantons, Josef Augustin N., wurde am 15. Juli 1775 von der Kaiserin Maria Theresia geadelt, fv. Hefner, bayer. Adel S. 99. T. 119. — Kncschke, Wappen II. — v. Lang 456 u. f. — M. v. M., Erg. 386. — v. H.f 6. st Nagel v. Dcrmstein, Dirmstein, Dirmstein, ein rhe inländisch es, zwischen 1451 und 1624 bekanntes Geschlecht, das mit Heinrich Eberhard im I. 1636 ausstarb. Trugen von den Grafen v. Leiningcn die Vogtei zu Bermersheim (Rhein- Hessen) zu Lehne u. verkauften solche 1464 au Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz. fTyrosf, Tab. 152. — v. Meding I. n. 566. — Gauhe I. 1972. — Zedier XXIII. 439. — Siebmacher I. 128. n. 12. — Humbracht, Tab. 287. — v. Hattstein 499. — v. H.f 7. Nagel v- Eltershoven, eine schwäbische Familie. sZedler XXIII. 439. — v. H.f 8. Nagel v. Königshofen. Der Steuereinnehmer zu Prag, Franz Wilhelm N., wurde im I. 1769 mit „Edler v. N. u. K." geadelt. fM. v. M., Erg. 386. - v. H.f Nageldingcr v- Trannnichne. Johann Baptist N. v. T., kais. östcrr. Oberst, wurde 1328 in den Freiherrnstand erhoben. sE. S.f Wann geadelt? Nagelsürst, s. Schneider. Nagerell, ein steh ermärkisch es Geschlecht, das die Stadt Lichtenberg und mehrere Güter besaß. (Schmutz III- 2. — v. H.f Nagcrl v. Noscnliüchl (Rosenbüchel). Der Gutsbefizer Johann Georg N- v. R. in Unter steyermärk wurde im I. 1767 mit „Edler von" Ritter, und erhielt die steh er. Landmannschaft. fM. v. M. 132. — Schmutz III. 2. — v. H. — Knesche, Wapp. III.) Nagilitsch, Brüder und Vettern, erlangten um 1661 den Adelstand. sR. T. A. R.f 11* 84 Nag — Nas Nagler, Karl Ferdinand Friedrich, preuß. Generalpostmeister, wurde 1823 geadelt. Er war in Ansbach geboren, jv. Ledebur II. 136. — Kncschke, Wappen I. 205. — v. Zedlitz. j Nago, s. Bonctti. Nagurski, aufBandtken, Kreis Maricnwerder in Preußen. I .V. Ledebur II. lZK. III. 3I5.j Wappen: Ostoja. Naguschcwski, richtiger llagui'jcwski, auf Dietrich sdorf, Kreis Hcilsberg in Preußen, sv. Ledebur II. 136. III. 3154 Wappen: KoSciesza. 1. Uagy, Val., k. k. österr. KrciSverstand im Broos, wurde 1866 geadelt. sA. A- Zeit., Mai 18664 2. Nagi> - Also - Kjopor, Ladislaus, österr. Generalmajor, wurde 1855 in den Freihcrrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. >355. — Ocstcrr. Milit. Schemat. v. 1855.1 3. Nagij - liokäffy, ungarisch. Konrad v. N.-R. stand 1857 als Untcrlientenant im 3. k. k. österr. Huf.Regiment. 4. Nag>> v. Dranyitska, siebenbürgisch. Josef N. v. B. war 1835 Königsrichter zu Brooß. 5. Ragy de Cjliögh, ungarisch. Alexander N. de E. war 1857 k. k. österr. Fcldkriegskommissär zu Prcßburg. 6. Nagy v. Fetsö-Eör. Der Generalmajor Franz N. v. F. - E. wurde im I. 1864 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 72. - v. Ledebur II. IZK. - v. H.j 7. Uagq de Volaiitha. Adolf N. de G. stand 1857 als Major im 25. k. k. Inf. Regiment. 8. Ragy ii. Mal, siebenbürgisch. Josef N. v. K. war 1835 DirektionskommissionSmitglied beim Krankcnspital zu Neu- markt. 9. Ragg v. Keliclc, siebenbürgisch. Daniel N. v. K- war 1835 Vicckönigsrichter zu Marosch. 16. Ilagy v. Zomlyo. Dem k. k. F. M.L. v. N. wurde 1861 gestattet, den in dem von seinem verstorbenen Vater hinterlassenen Adelsdiplvme enthaltenen Beinamen de S. führen zu dürfen. sA. A. Zeit., Dez. 1861.j 11. Ragy v. Vnstirhctq, ungarisch. Ludwig N. v. V. war 1835 ungar. Hofkonzipist bei dem ungar. Hofrath und Kanzlei zu Wien. Nagy-Mihati, s. Staray. Nagpret, s. D-lrvils. Nagysandor. Um 1759 kommt im preuß. Heere ein Oberst- Lieutenant v. N. vor, dessen Tochter Juliane 1775 zu Schwetzingen lebte, jv. Ledebur II. 136. III. 3l5.j 4 Nahnhaiiscii, ein erloschenes adliches Patriziatgeschlecht in Erfurt, sv. Zedlitz.j Nahodjki v. Acndors. Ludwig Ritter N. v. N. stand 1857 als Kadet im 5. k. k. österr. Jägcrbataillon. Nohrmanii, s. Normann. Naht, van der, s. Dernath. Uaidcnsteiii, s. Winkelhofen. Uaimascr, ungarisch. Franz v. N. war 1835 ungar. Hof- Kammcrsekretär zu Ofen. Nako v. Nagy-Zzent-Miklos, ein altes ungarisches, aus Mazedonien stammendes, 1736 nach Oesterreich übergesiedeltes Geschlecht, welches 1813 die gräfliche Würde erhielt. sGräfl. Taschenb. von 1851 u. f.j Äalähi v. Nai-ih, siebenbürgisch. Josef Frhr. N. v. N. war 1835 wirkl. Hofrath bei der sicbenbürg. Hofkanzlei zu Wien. Natencj, ein adl. Geschlecht, aus welchem Karl Anton v. N. auf Stecklink 1798 k. preuß. Kammerherr war. jv. Ledebur II. 136, wo auch das Wappen beschrieben isi.j Naliimii», wurden 1623 geadelt. sR.T. A.RJ 4 Namur, eine gräfliche nicderländ. Familie, die sich von einem Schloß, Stadt und Grafschaft dieses Namens schrieb und im I. 1428 mit Hinterlassung eines außerehelichen Sohnes, nachdem die Grafschaft Namnr an den Herzog von Burgund zuvor verkauft worden war, ausstarb, von welchem Hause sie durch Vermählung an Oesterreich kam. jAnsclmi Hist. gcnealog. II. 745 — 759- — Gauhe II. 777 u. f. — Avemann's kirchberg. Gesch. 315. — v. H.j Nanlmrg, s. Giuliani. Aändorq. Josef v. N. war 1835 k.k. österr. wirkl. Hofrath und staatöräthlicher Referent zu Wien. 4 Ainihovcn. Jakobus de N., Canon. Archidiaconus et prae- posituö in Slicrs, starb zu Freisiug am 11. Juni 1364. (Schild gespalten, vorne ein Löwe, hinten geschacht.) -s Uinikcnmith, ein ausgestorbenes, vordem im Nittcrkanton Gebürg ansässig gewesenes Geschlecht, s Biedermann, Gebürg Tab. 349. — Salver 499. — v. H.j Aanlwwski, Gebrüder, erlangten 1592 den Adelstand. sR. T. A. R.j f Nanncchscn, ein braunschweig'sches, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ausgestorbenes Geschlecht. jLetzncr'S corvey'sche Chronik 132>>. — Dassel'- u. einbeck'sche Chronik S. 156. —^ Siebmacher II. 123. n. 5. — v. Mcding III. n. 555. — Lüdcrsen's Sammlung. — v. H.j Napicrski, auf Sumin, 1826. Wappen: Dombrowa. sv. Ledebur II. I36.j Uapicmoyski, richtiger Rapiwonski, ein preuß. Geschlecht, jv. Ledebur II. 136. III. 315 j Wappen: Napiwonie. Napolski, ein adl. Geschlecht, aus welchem der preuß. Major v- N. 1835 Postmeister zu Laub an war. sv. Ledebur II. 136, wo auch das Wappen angegeben ist.j Naramowski. Adam v. N. war 1731 Kastellan zu Schrimm. Wappen: Lodzia. sv. Ledebur II. 136. III. 3154 Nardoni. Johann Maria v. N. war 1835 k. k. österr. Generalfeldwachtmeister. Nardi, österr.-italienisch. Franz Edler v. N. war 1835 Professor beim k. k. österr. Gimnasium zum h. Procolo in Venedig. Narringcr, eine stcycrmärk. Familie, die nach Aussterben der Familie v. Laa deren Wappen erhielt, mehrere Herrschaften besaß, aber im 17. Jahrh. nach Oldenburg auswanderte. sSchmutz III. 3. 4. — v. H.j Nariynski, ein preuß. Geschlecht. W-: Dolenga. jv. Ledebur II. 136.j Naschwih, ein schles. Geschlecht, von dem nichts weiter bekannt ist, als das Wappen. sSinap I. 669. — Siebmacher I. 66. n. 3. — v. Meding III. u. 556. — v. H.j Nasierowski, auf Gr. Wysocka 1855. W.: Slepowron. sv. Ledebur II. 136 j Nasiiowski, auf Piotrkowice. W.: Pvlkozic. sv. Ledebur II. 136. III. 3I5.j 4 Naso, Nase», und Hartwig v. Naso, Nase, ein sächsisches, besonders thüring. Geschlecht, das in der Mitte des 16. Jahr- Nas — Nat 85 Hunderts vorkommt. Anna v. N. aus dem Hause Kcela war im 15. Jahrh. mit David v. Har stall vermählt. Beruh, v. N. lebte um 1550. Sein Sohn Kristof Heinrich besaß Alten- grottern und Flarchheim und zeugte Heinrich Kristof den jüngeren, welckcr 1649 als kais. und knrsächs. Oberst blühte. Das Geschlecht ist mit dem prcuß. Major Kristian Friedrich Wilhelm v. N. 1843 ausgestorben. Sein Pflegsohn Karl Gustav Hartwig erhielt als Erbe die Erlaubniß, Namen und Wappen zu führen und sich H. v. N. zu schreiben. sv. Ledebur ll. 136. — Rcbmanu, Adclsarchiv, Mspt. — v. Zedlitz. — Sagittar, glcichen'sche Historie 433. 471. — Zedier XXIII. 715.842. — Kncschke, Wappen tl. — Uechtritz, Geschl. Erz. 80. 8l. Taf. — Gauhe I. 1073. — v. H.s Naso v. Löuicnstls, Lcwcnfcls, s. Löwenfels. Nassadcl, s- Nasseugriff. 1. Nassau. Die souveränen Herzoge von Nassau gehören nicht hiehcr; doch will man nur ein Werk über sie anführen: Geneal. ill. com. Nassoviae; Lugd. Bat. 13. 616. — Erst im I. 1299 haben die Grafen v. N. Güter in Nürnberg erlangt von Konrad Grozze das Haus bei St. Lorenz. Bürger waren sie nie in Nürnberg. sP. Oesterreicher, Denkwürdigk. z. frank. Gesch. 3s Hest. S. t54. — Journal v. u. f. Franken II. 30.s 2. fi Nassau, ein wahrscheinlich ausgestorbenes schlcsisches Geschlecht. sSinap I. 661. II. 83l. — Gauhe I. 1073. — v. H.s 3- Nassau, eine nicderländ. Familie, die von des Prinzen Wilhelm von Oranien natürlichem Sohne, Justin v. N., abstammte, aber erloschen zu sein scheint. sJmhof, notit. proc. Jmp. Lib. VI. c. 5. — Gauhe II. 778. — v.H.s 4. Nassau, ein seit 1660 bekanntes schlcsisches, ursprünglich brabant. Geschlecht. Zwei verschiedene Wappen, die diese Familie, oder vielmehr zwei verschiedene Linien derselben geführt, findet man bei Sinap I. 661 und bei v. Meding I. n. 568 angegeben. Aus dieser aus Brabant stammenden Familie wird zuerst Karl v. N- angeführt, welcher 1483 zu Birkoles in Ungarn sich gesezt, nachdem er zuvor große Reisen gemacht hatte. Seine Nachkommen wendeten sich in Folge der in Ungarn herrschenden Unruhen nach Polen, wo sie ihr Vermögen durch die Einfälle der Tartaren verloren. Kristof v. N. kam darauf als Page an den Hof nach Brieg und verpflanzte dadurch sein Geschlecht nach Schlesien, daß er Hartmannsdorf u- andere Güter daselbst erkaufte. Von seinen Nachkömmlingen wurde Kristof Ernst v. N. am 5- März 1746 in den prcuß. Grafcnstand erhoben, welche Würde mit ihm wieder erlosch. sv. Ledebur II. 137. — v. Zedlitz. — v- Hefner, preuß. Adel S. 20. T. 22. - Gauhe I. 1076. — v. H.j 5. Nassau. Der Prinz Manriz von Oranien, aus dem Hause Nassau, zeugte mit seiner Maitrcsse, Madame v. Mecheln, zwei Söhne, die von Kaiser Leopold im I. 1679 in den Grafenstand erhoben wurden, und welche in holländ. u. engl. Dienste traten. Sie sind auch unter dem Namen Odick als Befizer dieser Herrschaft bekannt. sR. T-A. R. — Jmhof, notit. proc. Jmp. — Gauhe I. 1073-75. II. 778. — Salvcr 509. — Masch 102. - v. H.s 6. Nassau, Jakob, Holstein - gottorp'scher Rcntmeister, wurde 1684 in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. >R.T.A.R.s 7. Nassau, Graf v. Conrois, Heinrich Graf v. N. u. Wianden zeugte einen natürlichen Sohn, welcher die Grafschaft Conroy geschenkt erhielt und hiernach zum Grafen v. C. erhoben wurde. sL'Erection de toutes lcS terres du Brab. — Nebmann, Adelsarchiv, Manuskripts 8. fl Nassau s» Zpurkcnburg, ein rhei irländisch es, zwischen 1320 —1602 vorkommendes Geschlecht, das am 22. Febr. 1602 mit Heinrich N. zu S., Domherrn zu Mainz und Trier, ausgestorben ist. Ihr Wappen, ein s. Löwe in einem s. Ballen bestreuten bl. Felde, deutet darauf hin, daß sie wahrscheinlich Bastarden von Nassau waren. Das Schloß Spurkenburg erhielten sie 1500. jGauhe l. 1076. — v. Humbracht, Tab. 278. — v. Hattstein I. 401. — Siebmacher I. 128. n. 10 (ohne Zusaz). — v. Ledebur II. 137. — v. Meding I. n- 569. — v. H .s 9. Nassau Zuiflcnstein, eine gräfliche Familie in der Provinz Utrecht, die von Heinrich Friedrich Prinzen von N.-Oranien abstammt, da dieser mit einer Bürgermeisterstochter zu Emmerich außer der Ehe einen Sohn Friedrich zeugte, dem er die Herrschaft Znylenstcin in der Provinz Utrecht erkaufte. sJmhof, not. proc. Jmp. Lib. V. c. 6. §. 32. — Tr. de la Noblesse d'Utrccht P. 23. — Ganhe I. 1075 u. f. — v. H.s Nasse», s. Naso. Nasscnftls. Georg v. N. war freising'scher Kanonikus und Probst auf dem Petersberg (auf der Matran bei Fischbach am Inn). Er ist zu Freising am 14. Juli 1474. Nasseugriff, Nassadel. Eigentlich hieß dieses schles. und thüring. Geschlecht Nasseng niew, kam im 14. Jahrh. vor, ist aber erloschen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. >37. — Zedier XXIII. S. 842. — Sinap l. 661. — Gauhe I. 1077 u. f. - Siebmacher I. 58. n. 10. — v. Meding III. n. 557. — v. H.s Nassini. Der Maler Nikolaus Josef N. wurde im I. 1707 in den Rcichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 386. — v. H.s Nasscisski, ein preuß. Geschlecht. sv.Ledebur II. 137. 111.315.) Wappen: Trzaska. Nah. Dieses Namens möchte es zwei Geschlechter geben. I. -s v. Naß und Hrabau in Schlesien; es führt in G. auf einem gebogenen Aste einen Naben, und besizt Hrabau und Stepfsdorf. sSiebmachcr II. 49.) II. v. Naß, Nasse, 1671 im Lauenburg'schen begütert, mit dem Wappen Ostoja. 1355 lebte in Berlin ein Obcrstlieutenant aus diesem Geschlechte, sv. Ledebur II. 137. — Sinap I. 660. — Gauhc I. 1073. — v.H.s Natalis, stammen aus Languedoc und kamen 1635 mit anderen Flüchtlingen in die brandenburg. Staaten. Die Familie scheint später erloschen zu sein, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 137. III. 315. s Nathusius, PH. E., Rittergutsbefizer auf Meinstedt, A. E. N-, RittergntSbesizer auf Meyendorf, W. E. N., Ritterguts - Besizer ans Königsborn, der Landrath H. E- N- ans Alt- Halden sieben, sämmtlich in der Provinz Sachsen, erlangten 1861 den preuß. Adel. Schon am 15. Okt. 1840 war ein N. auf Hundts bürg mit Beschränkung in den preuß. Adelstand erhoben worden, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 110. — v. Ledebur II. 137. — A. A. Zeit., Okt. 1861.) Natorp. Franz Wilhelm Edler und Reichsritter v. N. wurde im I. 1801 in den Reichs- und erbländ. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 72.) Der kurköln. Nentmeister Joh. Theodor N. wurde im I. 1783 in den Reichsritterstand erhoben. sM. v. M. 86 S. 132 u. f.j Josef Theodor Nattorp wurde am 19, Okt. 1776 in den rittermäßigcn Adelstand erhoben, so. Ledebur II. 137. — v. Hefner, preuß. Adel S, 56. T. 71. — R. T. A. N. — v. H. > f- Nattenheim, Nattisheim, Nettesheim, eine alte Familie, von welcher Fahne, I. 391. ll. 100, eine kurze Beschreibung und das Wappen gibt. Sie war zwischen Jülich und Köln seßhaft, und scheint schon längst erloschen zu sein. Aus ihr stammte der berühmte Kornelius Agrippa v. Nettesheim und seine 4 Brüder. Natteriiiöllcr, kamen in Vater u. Sohn um 1806 im preuß. Heere vor. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 137. III. 315.i -s Naha, auf Natza, Gangloffsömern, 1650, ein ausgegangenes thüringer Geschlecht, sv. Ledebur II. 137J Nauendorf, eine alte meißnische und thüring. Familie, deren Stammhaus zwischen Altenburg u. Gera liegt, fv. Gleichenstein n. 60. — Gar-He I. 1079. — König, gencal.histor. Beschreibung der v. N. 1716. f. 3Bg.; dessen Ad.Hist. III. 710-20. — Zedier XXIII. S. 1278-ö3.s Der österr. Oberstwachtmcister Friedrich August Josef v. N. wurde im Jahre 1779 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 23. — v- Hcfner, nass. Adel S. 8. T. 9: sächs. Adel S. 40. T. 44. — v. Ledebur II. 138. — v. H.f Dieses Geschlecht führt im r. Schilde einen Schrägrechtsbalken mit 3 Rosen belegt und ist im Voigt! an de und in Sachsen begütert. Eine andere in der Ncumark schon länger als seit 1495 ansässige Familie führt im Schilde eine Bärentaze und auf dem Helme 2 Fähnchen zwischen 2 Hahnenfedern, sv. Ledebur II. 133. — Kneschkc, Wappen IV .f Naugartcn. Jhoanncö (sie) et Libborius de Naugarten in einer Urkunde Herzog Barnim's von Pommern 1239. sNrk.Buch für Nieders. II. 16l.f 1. Naumann, eine alte pommer'sche Familie, die besonders in Sachsen und in der Mark Brandenburg seßhaft gewesen, von Sinap aber mit den v. N. in Schlesien verwechselt worden ist. sv. Ledebur II. 138.jj I. Kristof N., kursächs. Oberst des JngenieurkorpS, erhielt von K. Karl VI. am 7. März 1733 eine Adelsanerkeunung. Darin wird Bezug genommen auf ein älteres Diplom vom I. 1532. Heinrich v. N., salzburg. Ingenieur, geb. zu Merseburg in Sachsen, 's zu Salzburg am 24. Juni 1795. Wappen: Im Schild ein Ast, aus dem ein geharnischter Arm hervorgeht. fGauhe, Anh. 1682—84. — Zedier XXIII. 1287— 1294. - v. Zedlitz. — v. H.f 2. Naumann, österreichisch. Julius Ritter v. N. stand 1857 als Unterlieutcnant im 24. k. k. Jägerbataillon. Ob in Geschlcchtsverbindung mit Nr. 1 ist dießorts unbekannt. Naumann, s. Neumann. Namittistcr, eine adliche, zur Pfäuuerschaft zu Gr. Salze gehörige Familie in der Provinz Sachsen, aus welcher Johann Erdmann v. N. markgräflich ansbach'scher Kammerjunker war. Ein Sohn desselben, Hartwich Leberccht, wurde 1707 geboren, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. I38.f 's Naun, ein altes kärnthner Geschlecht, das im 12. Jahrh. in Urkunden vorkommt, wol aber erloschen ist. sv. Ludwig, rel., Mspt. IV. 176. — Zedier XXIII. 1309. — v. HI Naurath. Die Freiherren v. N. sind in Schlesien zu Hause. Der einzige Sprößling dieser Familie lebt in Berlin als Arzt. Er verwahrt das dem Geschlechte zukommende Frciherrndiplom. In den Rhein- u. Niederlanden soll die Familie auch noch blühen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 138.f Auch N. v. Grauenburg genannt. Nauses, s. Habitzheim- Nauwach, Johann, kais. Kammcrmusikus, erlangte 1630 den Reichsadelstand. sR. T. A. R.f Nana, österr.-italienisch. Friedrich Edler v. N. war 1835 Domherr zu Mailand, und Friedrich uobili de N. 1857 Unterlieutenant im 11. k. k. österr. Ul. Regiment. Nanarrc. Alois Ritter v. N. stand 1857 als Rittmeister im 3. k. k. österr. Drag. Regiment. Nanarro, österreichisch. Josef v. N. war 1796 Korrektor bei der k. k. Lottogefällkameraldirektion. fWicuer Adreßbuch 1796.j Navighecr, Franz Josef, aus Jpcrn in Flandern, wurde 1723 in den Reichsadelstand erhoben. sR-T. A. R.f Nawcn. Mechthild, Wittwe des Ritters Ludolf v. N., und Ludwig u. Niklas, ihre Söhne, verkaufen ihre Rechte an Storkow dem Kloster Himmel Pforten in der Uckermark 1336. sCod. Brandend. XIII. 29.f -s Namoy u. Dnina, ein oberschles. Geschlecht, das aber im 17. Jahrh. abgegangen ist. fSinap 896. — v. Meding II. n. 592. — v. H.f Naycr. Der österr. Hauptmann Josef Franz N. wurde im Jahre 1775 geadelt. fM. v. M., Erg. 386. — v. H.f Nayhans, s. Neuhauß. Nazmar, Nazmer, ein märkisches, schlesisches u. Pommer'sches Geschlecht, das vom I. 1228 au vorkommt. fKönig I. 620—89. — Dithmar 5. n. 6. — Geneal. u. Wappen. — Micrälius 503. — Dieuemaun 257. n. 37. — Siebmacher V. lgg. n. 9. — v. Mcding II. n. 59l. — Gauhe I. 1080: Anh. 1681. - Zedier XXIII. 1255 — 61. — Kucschke, Wappen II. — v. Zedlitz. — Bagmihl II. XUIII. — Dorst, schles. Wappenb. I. 36. — v. Ledebur II. 137. III. 315. - v. H.f Nazza, Natza, alter thüring. Adel, der zwischen 1253 bis 1613 in verschiedenen Orten vorkommt, und wahrscheinlich auch das gotha'sche, bei Hallungen gelegene Dorf dieses Namens besessen haben mag. fBrückuer II. 10. St. 7. — v. H.f s Ncalc, k. preuß. Kammcrhcrr, wurde 1752 in den preuß. Grafenstand erhoben. Mit seinem Sohne erlosch das Geschlecht im prcnß. Staate. Die Familie stammt ursprünglich aus Irland, siedelte aber im Anfange des 17. Jahrhunderts nach Holland über und erwarb von da ans sehr bedeutende Läudcreicn in den Kolonien der Generalstaateu. Der nähere Stammvater war Stefan Lorenz v. N., Hauptmann in Amsterdam. Er war 1688 in Surinam geboren, ließ sich im preuß. Staate nieder und starb 1762. fv. Hefner, preuß. Adel S. 20. Taf. 22. - Gräfl. Taschenb. v. 1863. - v. Zedlitz. — v. Ledebur II. I38.f 1. Ncandcr. Der k. k. Rath u. Kriegskvmmissär Joh. Georg N. wurde im I. 1722 in den Reichsadelstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 386 u. f. — v. HI Vielleicht einerlei mit N. v. Peters - Haiden. 2. Ncandcr v. Peter-Haiden. Balthasar N., Kanonikus zu Breslau und sein Bruder Georg N. wurden 1599 mit dem Beinamen v. P. in den Adelstaud erhoben. Sowol in Schlesien als in Pommern erwarb das Geschlecht verschiedene Besizungen und brachte mehrere vorzügliche Männer im Civil- u. Kriegsfache hervor, fv. Ledebur II. 138. — v. Zedlitz, f Neb - NM, seit 1806 in Frankfurt a/M, eingebürgert, später geadelt, sv. Hcfncr, frankf. Adcl.s S. auch Türkheim. Ncbelongiis, s. Nibelungns. Ncberc, s. Schenk. f Rehlingen, eine in Preußen begüterte Familie, welche aus Schwabe n stammen soll. sv. Ledebur II. 138.s W.: ? -s Rcborowski, ein in Schlesien noch zu Anfang dcS I8tcn Jahrhunderts seßhaftes Geschlecht. 1 Sicbmacher I. 75. — Sinap I. 662. 11.832. — v. Ledebur II. 133. III. 315.s Vergl. Niborowski. Ncdra, eine tHöring, alte Familie, deren Stammstz das Schloß und Städtchen N. an der Unstrut gewesen sein soll; auch gab es ehedem Scheuten v. N. in Thüringen. jGauhc l. 1081. — v. Zedlitz. — v. H.s Rcbra, s- Schenk. Ncchois v. Fclscis. Der österr. Appell. Rath in Venedig, Joh. N., wurde 1852 mit v. F. geadelt. sA. A. Zeit. v. 1852.s f Nechcr, Nechcrn, Rächer, ein schlcs. Geschlecht, das aus dem Hause Kunzendorf im Fürstenthume Sagau abstammen soll und mit Franz v. N. n. N. im 17. Jahrh. ausgestorben ist. I Einer noch früher ausgestorb. Familie dieses Namens in Schlesien gedenkt Gauhe I. 1081. sSinap I. 662. 832. — Sicbmacher I. 57. n. 4. — v. Mcding II. n. 593. - v. Ledebur II. 138. — Zedier XXIII. 363. 1526. - v. H.s s Nlchler», ciu vou den v. Rech er wol verschiedenes Geschlecht, wenigstens sind die Mappen ganz verschieden. sv. Ledebur II. 138. — Sicbmacher I. 57. n. 2. — Sinap I. 665. II. 833. — v. Meding II. n. 594. — v. H.s Ncchuta v. Michalowih, siebenbürgisch. Thaddäus N. v. M. war 1796 Accessist bei der ungar. und siebcnbürg. Staatshauplbnchhaltung. sWiener Adreßbuch 1796.s f Rceknrhouscn, altes schwäbisches, längst ausgestorbenes Geschlecht, welches auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Glatt hauSte. sGriesingcr 936.s Ncckcr, stammen angeblich aus Irland und waren unter dem Namen Kinnmarc bekannt. Im I. 1588 soll Einer sich nach Deutschland begeben und den Namen N. angenommen habe». Sie wendeten sich nach den Niederlanden, in die Schweiz, vorzüglich aber nach den Marken und Pommern. Von der niederländischen Linie soll der Lezte v. N. 1835 als Bischof von NeuorleanS in Amerika gestorben sein. Die schweizer Linie endete mit dem französ. Finanzministcr Jaque N. Die Po mm er'scheu N. wurden am 23. April 1653 vom Kaiser in den Adelstand erhoben und erwarben bedeutende Güter; dieser Zweig blüht noch. sv. Zedlitz. — Dorst, allg. Wppb. 127. — v. Ledebur II. 138. III. 315. — Äncschke, Wappen I. 306.s Ncckcrsbcrg, s. Andl. Rcckcrsbrnck, s. Känflein. Rcekcrsscld, s. Thcumern. Rceliheimb v. Liebowitz. Der Prag er Bürger Joh. Karl N. wurde im I. 1727 mit obigem Beinamen in den böhm. Adelstand erhoben. >M. v. M., Erg. 387. — v. H.s Nedabistitz, s. Stracka. NMKovic, E., österr. Oberlandgcrichtsrath in Teines war, erlangte 1354 den rittermäßigeu Adelstand. sA. A. Zelt von 1854.s - Neg 87 s Nedestem, ein im Lüneburg'scheu ansässig gewesenes Geschlecht, das längst ausgestorben ist. sv. Meding III. n. 588. — v. H.s Ncdchliy ». Rcditz. Der Rittmeister N. Ritter v. N. wurde im I. 1810 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 81. — v. H.s Rcbonuinsky v. Ncbonio. Der Hauptmann Wenzel N. wurde im I. 1760 mit v. Nedoma geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.s Ncdorost. Der Aeußere-Nath in Wien, Wenzel N., wurde im I. 1723 geadelt. sM. v. M. 233. - Vehse, Gesch. des osterr. Holls und Adels VII. 5. — v. H.s Ncdorost, s. Eck hl er. Nccfe, ein halle'schcs Pfännergcschlecht, aus welchem drei Brüder von Kaiser Ferdinand I. im I. 1559 in den Adclstand erhoben wurden, sv. Dreyhaupt, Tab. XXVIII. — v- Ledebur II. 140 III. 3I5.s Rees v. Cscnbeck. Diese stammen aus Reichelsheim im Erbach'schen n. sind seit 1804 in Frankfurt a /M. eingebürgert, sv. Hefncr, frankfurter Adcl.s Ncsc, s. Näfe. Ncffscr. Der ungar. Hoskammerrath Johann Jakob v. N. wurde im I. 1749 von K. Karl VII. zum Freiherrn ernannt. sM. v. M. 72. - v. H.s Ncsszcrn. Der Frhr. Wolfg. Konrad v. N. wurde im Jahre 1734 in den alten Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 73.s Möchte wol mit Nefszcr einerlei sein, sv- H.s Regele, Alexander, wurde 1618 geadelt. sR. T. A. R.s Regele!», Nägelein, stammen aus Franken und wendeten sich nach Preußen, wo sie bedeutenden Gruudbestz erwarben. Mehrere Mitglieder standen im preuß. Dienste und Einer war in leztcrer Zeit Bürgermeister in Jnsterburg. Kristof Aegidius N., geh. Kommerzienrath, erlangte am 19. August 1724 den preuß. Adelstand. sv. Ledebur II. 140. — v. Zedlitz.s Karl Friedrich N. wurde 1752 in den Adclstand erhoben. sN. T. A-R.s Ncgclsnrst, s. Franck. Ncgclin l>. Blnincnfeld. Der Ncichshofagxnt Franz Josef N. wurde im I. 1763 in den Rcichsadel- u. im I. 1767 mit Edler v. B. in den Rcichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 181. 387. — Kncschkc, Wappen III. — v. H .s Negenborn, ein braunschweig'sches Geschlecht. sPllffiugcr, braunschweig-lnncburg. Hist. II. 763. — Zedier XXIII. S. 1567. — Lüdcrscu's Sammlung. — v. H.s f Rcgcndank, ein altes Mecklenburg. Geschlecht, das im I. 1294 schon in Urkunden vorkommt, aber in der Person des geh. Raths Ulrich v. N. im I. 1767 ausgestorben ist. sv. Vehr, rer. Mecklenburg. VIII. 1642. — Joh. Schulze, Mspt. von dieser Familie. — Siebmacher III. 163. n. 3. — v. Mcding I. n. 570. — Gauhe I. 1032 —1084. — Zedler XXIII. I567.s Im Jahre 1730 erschien eine diplomat. Stammtafel von diesem Geschlechte ans schriftlichen Nachrichten zu Ratzeburg, wozu aber die versprochenen Erläuterungen und Beilagen nicht folgten. Ein Zweig der Familie v. Vehr fügte Namen und Wappen den seinigen bei, indem ein Sprößling die lezte Tochter v. N. gcehlicht hat. sv. Ledebur II. 140.— v. H.s Neger. Der k. bayer. Appellationsgerichtsrath Alois N. wurde am 4. Nov. 1819 vom König von Bayern geadelt. sKneschkc, Wappen IV. — v. Lang 125. — v. Hefner, bayer. Adel S. 99. Taf. 119. - v. H.s 88 Neg — Nei Ncgovau v> Ehrenthurn. Der österr. Hauptmann Johann N. wurde im I. 1805 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 233. — v. H.j Ncgrclli ». Moidcldc. Der kais. österr. Sektionsrath A. N. in Venedig erlangte 1850 den österr. rittermäßigen Adelstand mit v. M- iE. S. — Jllustr. Zeit. v. 1856. S. 54.j 1. Ncgri. Diese Familie erhielt von Kaiser Maximilian II. den Adel. Sie kommt bei Malmedi vor, besizt die frhrl. Würde und ist in den preuß. Rhcinlanden begütert. sv. Ledebur II. 140. — Bernd I-XXXVIII. 176. — v. Hefner, preuß. Adel S. 56. T. 71. — v. Zedlitz.) 2. Ncgri. Der Oberstwachtmeister Joachim N. u. sein Bruder Angelis in Tirol wurden im I. 1774 geadelt. Franz Friedrich v. N. Herr zu Wiesbach, Landmaun in Salzburg u. fürstl. Hofkammerrath, 1 zu Hallein am 11. Dez. 1798. Maria Anna v. N., geb. v. Rehlingen, ebendaselbst 1800. Wappen: unter gezacktem Haupte drei Lilien. sM. v. M., Erg. 387. — v. H.j 3. Ncgri- Der erzbischöflich salzburg. Hof- und Kammer- Rath w., auch Landrichter zu Eschenbach, Raimund Maria Kajetan Friedrich N. wnrde am 1. Aug. 1815 geadelt. sv. Lang, Suppl. 126. — v. H.j Ncgrijoli, ein österr.-italicn. Grafengeschlecht, aus welchem Franz Conte N. 1835 Administrator des Stadtkrankenhauses zu Mantua war. 1. Ncgro. Oktavian v. N., genueser Patrizier, erlangte 1559 den Reichsritterstand. jR. T. A. R.j 2. Ncgro dcll. Der Besizcr der Herrschaft Sanegg w., Franz N. in Steyermark, wurde im I. 1803 geadelt. sM. v. M. 233. — Schmutz III. 7. — v. H.j 1. Nchcm, Rehen, ein westfälisches Geschlecht, welches am 26. Okt. 1715 erloschen. Es führte in G- einen schw. Quer- Balken, darüber 4, darunter 3 r. Herzen. sv. Steinen, westfäl. Gesch. I. Tab. XIII. n. 1. Tab.XV. 1. — V.Ledebur II. 140. - Fuld. Stiftskal. - v. Meding I. n. 572. — Gauhe I. 1034. - v. H.s 2. Nchcm zur Jundcrmiihlcn, ein rheinländ. und westfäl. Geschlecht. Die Familie hieß auch v. N., gen. Dütscher, und führte in B. einen g. Sparren. Auch einen gcvierteten Schild führte die Linie zn Werries. Sund ermühlen war bereits 1718 bei dem Geschlechte. sv. Ledebur II. 140. — v. Steinen, Tab. I-V. 4. — v. Hattsicin I. S. 402. — Siebmachcr I. 189- n. 13. — v. Meding I. n. 571. — v. H.j Nchr, österreichisch. Cirill Ritter v. N. war 1857 k. k. Hauptmann in Pension. Nchrhof v. Hoiderberg, f. Nerhof v. H. 1. Nchring, Daniel Friedrich, wurde 1810 von König Friedrich August von Sachsen, als Herzog von Warschau, geadelt. sv. Ledebur II. 141. III. 3I5.j 2. Nchring v. Szerdahclli. Der GutSbefizer Friedrich Ludwig N. zu Rinkowskcn in Westpreußen wurde 1836 in Folge einer Adoption mit v. S. geadelt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 141.j Wappen? S. Szerdahelly. Ncibeckcr, Just. Rudolf Ludwig, sch warzburg-sond ers - hausen'schcr Hofrath, wurde am 8. Mai 1805 von seinem Fürsten geadelt, sv. Hefner, sächs. Adel S. 40. Taf. 45.j Ncibcrg, f. Brusch. Ncidach, ein adlichcs Geschlecht in Hinterpommern, auf Groß-Gustkow, 1671. sv. Ledebur II. 141.sj W.:? f Ncidbcrg, Neidtberg, Neydberg, Neudberg, Neidtperg, ein sehr altes sächsisches, besonders voigtländ. Geschlecht. Dasselbe erscheint schon 1002 auf dem 7. Turniere zu Halle in Sachsen, und ist im Anfange des 18. Jahrhunderts erloschen. sKvnig II. 721. — Gauhe I. 1098. — v. Ledebur II. 141. — Siebmachcr I. 152. — Zedier XXIII. 1625. — v. H.j 7 Neidcck, alte schwäb. Ritter auf der gleichnamigen Burg im O.A. Wangen, wovon der Lczte 1520 starb. sGriesinger 940.j Ncidcnfcls, eine ausgestorb. Familie im O. A. Krailsheim. Hartmann Fuchs v. N. kommt 1410 in Urkunden vor. Das Schloß N. steht an der Jart beim Dorfe gleichen Namens. Nciichard, Neydhard, eine ursprünglich schweizerische, dann aber augsburger, darauf österreichische, besonders steh ermärkisch c, zulczt sch lesische Familie, die Bucelin, stcmmat. P. IV. , N. v. Banstädt nennt, und aus welcher der Freiherr Joh. v. N. im I. 1705 in den Reichs- und 1725 in den böhm. Grafcnstaud erhoben wurde. sM. v. M., Erg. 23.j Siebmachcr führt I. 37 außer den N. v. B. noch III. 72 N. v. Spatten- brunn an, welche sämmtlich — wie auch die ulmer Patrizier — einerlei Stammwappeu führen. Ein gleiches führen die Grafen N. v. Gneisen au. M. s. Gncisenau. sSiebmacher I. 37. 209. III. 72. — v. Ledebur II. 141. — Fibiger in Henclii Silesiogr. renov. p. 518. — Sinap II. 156. — Gauhe I. 1084-86. — Schmutz III. 7 u. f. — Zedier XXIII. 1634. - v. H.j 1 Ncidlingcn, ein altes schwäb. Nittergeschlecht auf der gleichnamigen Burg im O.A. Kirchheim; sie scheinen im Anfange des 15. Jahrhunderts erloschen zu sein. sGriesinger 940.) Siehe L i ch t e n e ck. Ncidschüh, Ncitzschütz, Nellschütz, Nytschitz, ein alteö Geschlecht im Meißnischen, wo ihr Stammsiz desselben Namens gelegen, das sich auch iu der Lausitz verbreitet hat und im I. 1452 zuerst Vorkommt. sKönig, Adelshist. III. 763—77. — v. Ilcchtritz, diplom. Nachr. (von 1654—1793, aus dem Kirchcnbuche zu Rösseln) VI. 47—58. — Dithmar 12. n. 35. — Knauth, prodr. Misn. — v. Meding II. n. 595. — Grosser'« lausitz'sche Chronik. — Gauhe I. 1086 u. f. — Zedier XXIII. 1667—70.j Magdalena Sibilla v. N., Tochter des kursächs. Generallieutenants Rudolf v. N. auf Glausig w., Favoritin des Kurf. Johann Georg IV. zu Sachsen, wurde am 4. Febr. 1694 mit dem Beinamen zu Rochlitz in den Rcichs- Grafenstand erhoben und starb am 4. April 1694 mit Hinterlassung einer Tochter Wilhelmine Marie Friederike, welche in der Folge an den Grafen v. Dünin (starb 1736), Kastellan zu Radom in Polen, vermählt wurde und eine zalreiche Nachkommenschaft hinterließ, fv. Zedlitz. — Samml. verm. Nachr. zur sächs. Gesch. X. Chemnitz, 1775. 8., wo auch das Grafendiplom abgedruckt sich befindet. — Ahnentaf. dcrs. cbendas. — v. Wolframitz, Zusätze u. Nachtr. zu v. Meding von adlichen Wappen. Mspt. IV. B. n. 246. — v. Ledebur III. 141. — v. Hefner, sächs. Adel S. 40. T. 45. — Kneschke, Wappen III. 327. 489. — v. H.j Ncidthard, Neidhard, Josef, des Gotteshauses zu Mölk Hofmeister, und sein Bruder Hanns erlangten 1622 den Reichs - Adelstand. sSiebmacher IV. 133. — R. T. A. R.j Nciffcn, s. Neuffen. Ncigenscind. Der Wald - n. Forstmeister Johann Karl Joses wurde im I. 1717 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 181. - v. H.j Nei — Neu 89 Neimanns, Friedrich Karl, bayer. Regierungsrath, wurde I 1830 geadelt und 1836 in den Freiherrnstand erhoben, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 48. Taf, 47.s 1. Ncindors, Nendorpe, Kastcllani in Esbecke, die zwischen I 1250—1363 vorkommen. sSteffen, campen'sche Geschl. Beschreib. I S. 25t). — v. Meding III. n. 560.s N., gen. Meyer, die im » 1.1290 vorkommen. sSteffen a. a. O. — v. Meding III. n. 559. I v. H.s 2. Ncindors, ein von den v. Neundorf, auch Neueudorf, I die ihr Stammschloß im Fiirsteuthume Halberstadt hatten, ganz I verschiedenes Geschlecht, das aber, als ein Bruder den andern über 1 ihre Erbschaft erstochen hatte, vom König von Preußen eingezogen » wurde. Sie hatten sonst das Erbschenkenamt im Fürstenthume I Halberstadt, sv. Ledebur II. 141.s Die Familie steht noch In » Blüthe, und ist in Brandenburg u. Sachsen seßhaft. Siehe I Schenk v. N. sGauhe I. 1036. — v. Zedlitz. — v. H .s Neippcrg, Neuperg, Neipcrg, eine adliche, nachher 1684 zum I Theil gräfliche rheiuländ. Familie, die aus Schwaben stammt und in Krain und Steyermark, auch in der Schweiz Be- » stzungen hat. sCast, württ. Adclsbuch. — Dorst, allg. Wypb. I. 109. I — Die württ. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — Cast, D Adclsbuch von Baden. — Fortges. neue genealog.histor. Nachr. B. 155. « S. 693 u. f. — Griesinger 941. 1248. — v. Hefner, württ. Adel S. 3. st« T. 3; Erg.Bd S. 38. — Kneschke, Grafenhäuscr. — v. Hattstein II. s)4 S. 231—39. — Bucelin 226. — Genealog. Hdb. der d. Grafenhäuser. 1 1825. S- 32 u. f. — v. Meding III. n. 563. — Genealog, hist. Nachr. s I. II. — Estor's Ahnenpr. I. I. — Siebmacherl. 123. n. 7. — Gauhe s I. 1018. — Salver 511.) Der Kämmerer, Gcncralfeldwachtmeister D Wilhelm Reinhard v. N. wurde im I. 1726 von K. Karl VI. in A den Grafenstand erhoben. Auf dem Grafcntage zu Ulm 1766 wurde s er in das schwäb. Neichsgrafenkollcgium eingeführt. sTaschenb. der > gräsl. Häuser 1834 u. f. — Genealog, stallst. Hdb. 65. Jahrg. S. 492.f Z Das Stammschloß dieses Geschlechts liegt bei dem Städtchen »Schwaigern in Schwaben. sSicbmachcr l. 123. — Hyrtl, die I fürstl., gräsl. u. srhrl. Familien v. Oesterreich 1856. — M. v. M. 26. > — v. Hefner, bad. Adcl.s 's Ncijscn, eine ausgestorbene ob er öfterr. Familie, deren I Siz in Neissc oder Gneissenau gelegen ist. sv. Hoheneck I. 104. — v. H .s -s Ncithart, Patrizier zu Ulm, schrieben sich zulezt auch N. Wv. Baustetten; starben auö 1658. sBeschreib. des Oberamts Laupheim 137.s Rckarsftid, s. Müller. Neil v. Damcnackcr. Der GutSbesizer Kristian N. wurde im W Jahre 1709 mit dem Beiname» v. D. in den Reichsadelstand er- M hoben. Der k. k. Rath und Oberpostverwaltcr Joh. Peter N. zu »Prag und sein Bruder, der Hauptmann Joh. Heinrich N. v. u. zu D., wurde im I. 1717 mit „Edler von" in den Neichsritter- D stand erhoben. Der Appellationsviccpräsideut Ritter N. v. Nellen- Wberg-D. wurde im Jahre 1822 in den Freiherrnstand erhoben. »Kristof Philipp N., Kommerzienrath zu Trier, wollte als Nach- W komme von Kristian v. N- solches bestätigen lassen, erhielt aber »statt dessen 1824 ein neues Adelsdiplom. » Iv. Zedlitz. — v. Ledebur II. t41. - Bernd UXXXI. 177. - Prcuß. »Wppb. IV. 11, - Frhrl. Taschcnb. v. 1857. — M. v. M., Erg. 387. »181. 8l. — Kneschke, Wappen I. 307. — v. H.s 's Nclicnlmrg, Nollenburg, eine sehr alte gräfliche Familie in »Schwaben, deren Grafschaft und Stammschloß dieses Namens, Stammbuch des Ad-ls in Deutschland. III. im Hegow gelegen, nach deren im I. 1592 erfolgten Abgange meistens au das Haus Oesterreich gelangt ist. Der Stammvater dieses Geschlechts, Burkard v. N., wurde 926 erschlagen. sHübner II. 493. — Lucä, Grafensaal 1049—55. — Spcner, Hist. insign. 498. — Spangenbcrg, Adelsspiegel I. Th. 10. B. Kap. 15. — Gauhe I. 1087 u. f. II. 779. — v. H.s Ncllesstii, Karl Martin, Bürgermeister zu Aachen u. Nitter- gutsbesizer, erhielt 1856 vom König von Preußen den Adel und die Erlaubniß, den päpstlichen Titel eines „comes aulae late- raucnsis et Palatii apostolici" führen zu dürfen. sA. A. Zeit, von 1857. — v. Ledebur III. 315.s Im I. 1862 erhielt er die preuß. Grafcnwürde. sA. A. Zeit., Sept. 1862. — Gräsl. Taschenb. von 1862,s Er hat keine Kinder. -s Ncllingcn, alte schwäb. Ritter, welche vor dem 14. Jahrhundert auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. Oberamt Blaubeureu hausten. Sie erschienen 1113 —1393. Ein Zweig gehörte zum cßlinger Geschlechtcrstand u. erlosch im 16. Jahrh. sv. Hesner, s schwäb. Adel S. 14. — Griesinger 943. — Memminqer, O.A. Blaubcurcn S. 181. >82.s s Ncmckc», ein in dem ehemaligen schwed., jezt preußischen Pommern, besonders im Wolgast'schen begütertes Geschlecht. sMicrälius 508. — v. Meding III. n. 56l. — Siebmacher V. 166. — v. Ledebur III. 315. — Bagmihl V. 30. — v. H.s Ncmes de Hidveg, ein eidliches Geschlecht in Oesterreich. sv. Schönfeld, Ad.Schemat. I. 215. — Taschenb. der gräsl. Häuser für 1844, 1846 u. s. - v. H.s Ncmcs-Dcd, s. Stephaics. Ncmet, s. Mag Hary. Ncincth, Stefan, kais. österr. Major, erlangte 1827 die Adelswürde. sE. S.s 1. Ncmcthy. Der galiz. Kameraladministrationsassessor Franz N. wurde im I. 1817 geadelt. sM. v. M. 233. — v. H.s 2. Ncmelhy de Zakabh.lsa. Joh. N. de I. war 1357 Hauptmann beim k. k. österr. Flottilienkorps. NomethSscghy, ungarisch. Jgnaz v. N. war 1835 Sekond- Wachtmeister bei der ungar. eidlichen Leibgarde zu Wien. Ncmctschck v. Trcucnschild. Der kais. österr. Hauptmann Franz N. wurde 1330 mit v. T. geadelt. sE. S.s Aemischi, s. Mitrowitz; Mitrowöky. Ncmishoscn, Franz Anton, wurde im I. 1730 geadelt. sM. v. M., Erg. 387. — v. H .s Nempsi, s. Nimptsch. s Nenchcn, auf Klackendorf in Preußen. W.:? Die Familie erhielt am 12. Febr. 1676 den poln. Adel, sv. Ledebur II. 142. III. 315.s Nendorp?, s. Neindorf. -s Ncmiingcn, ein schwäb. Rittergeschlccht mit gleichnamiger Burg im O.A. Geislingen, welches von 1270 bis 1467 blühte, und woraus Anselm v. N. 1411 Bischof von Augsburg und Joh. v. N. 1412 Deutschordcnskomthur zu Ulm war. sGriesinger S. 944. — Memminger, O.A. Blaubcurcn 155. — v. Hefncr, s- schwäb. Adel S. 14.s Desselben Geschlechts hat sich ein Zweig in der Provinz Preußen seßhaft gemacht, wo solcher noch zu blühen scheint, sv. Ledebur II. 142.s Nenny. Der niedcrländ. geheime u. Finanzrath zc. Kornel v. N. wurde im I. 1766 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M. 73. — v. H.s 12 1. Ncntwig, Johann Adam, kais. Oberlicuteuant, AmtSdirektor in Ungarn, wurde 1696 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sR.T. A. R.s 2. Nentwig v. Eichcnscld. Der Zolleinnehmer Franz Karl N. zu Zuckmantel wurde im I. 1710 mit dem Beinamen v. E. in den böhm. Ritterstand erhoben, sv-Ledebur II. 142.— M.v.M., Erg. I8l. — v. H.) Ferdinand Jgnaz N., Postbeförderer zu Zuck- mantcl, erlangte im I. 1719 den böhm. Rittcrstand mit v. E. fM. v. M., Erg. l8l.f Reo-Domo, s- Poda. Ncrhof v. Holterberg. Kamen aus Böhmen, wo sie vor 200 Jahren schon bekannt waren, nach Meißen und von da nach 1715 nach Niedersachsen. Die Familie kaufte sich auch in Preußen au. sv- Hcfucr, sächs. Adel S. 46. T. 45. — Sächs. Wappcnbuch VI. 67. — v. Ledebur II. 141 unter Rehrhof v- H. — Kncschkc, Wappen II. 317. — Gauhe II. 780. — v. H.s si Ucrlich. Der Rath des Bischofs zu Breslau, Anton Heinrich N., wurde im I. 1710 in den böhm. Ritterstand erhoben. Mit seinem Sohne Franz v. N., LandschaftSdircktor, starb das Geschlecht 1790 wieder aus. v. Ledebur II. 142, Hencl, Si- lesiogr. C. 7. p. 196 u. C. 12. p. 1164, uud hiernach Sinap II. 833 sprechen von einem im Guranisch-Glogau'schen seit alten Zeiten angesessenen adl. Geschlechte v. N.; ob dasselbe gemeint sei, bleibt dahingestellt. (Zedier XXIII. 1782. — M. v. M., Erg. 181. - v. Hsi Nrronowicz. Alexander Ritter v. N. stand 1857 als Kadet im 20. k. k. österr. Inf. Regiment. si Ncscn, Konrad, Sindikus zu Zittau, erlangte 1542 einen Adelöbrief. Am 10. Mai 1642 ertheilte Kaiser Ferdinand den N. einen Wappenbrief. Am 30. Dez. 1795 ist das zittauer Patriziergeschlccht ausgestorben; es war in der Oberlausiz zu Poritsch, Nadzcndorf und Nennersdorf begütert. W.: ? so. Ledebur II. 142-s Nespcrn. Der nie der österr. Regierungssckretär Ferd. N. wurde im I. 1787 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M, 233. - v. H.s Nesse, kommt in der Person des Karl Sigmund Friedr. N., geb. 1716 in Pommern, gest. 1758, als Chef eines preuß. Grenadierbataillons vor. Die Familie ist in Preußen angesessen, sv. Ledebur II. 142. — v. Zedlitz.) Nessel, s. Löwenfeld. Ncssclbcckh v. Hesselbach. Zacharias N., kais. Beamter bei dem österr. Landschaftseinnehmer ob der Enns, wurde 1651 mit dem Beinamen v. Ncsselbach geadelt. sN.T. A.RJ Ncssclfcld, s. Koprziwa. Ncssclrode, Nesselroth, eine sehr alte adliche, nachher frciherr- liche und zum Theil gräfliche Familie in den Rhcinlanden, deren Stammhaus im Herzogthum Bergen gelegen, die früher auch in Thüringen u. nachher auch in Schlesien lebte, allwo noch ein Schloß dieses Namens unweit Kreuzberg an der Werra gelegen ist. Sie sind im Jülich'schcn, Berg'scheu und Kölnischen aufgeschworcn. Ihre Zweige sind im Nicdcrrheinischcn Jhres- hofen und Neichen st ein. Nachdem eine Linie Schloß und Herrschaft Rcichcnstcin an sich gebracht hatte, ertheilte ihr der Kaiser Leopold den Reichsfreihcrrnstand und den Mitgcbrauch des reichen st ein'schcn Wappens, und hierauf am 3. Okt. 1702 die R. Grafenwürde in der Person des Franz Frhrn. v. N.-Reichenstein. Am 4. Sept. 1705 wurde der kais. geh. Rath Franz Joh. Bertram und seines Bruders Sohn Franz Karl Frhr. v. N. in den Grafenstand erhoben und am 4. Sept. 1719 erlangte solchen Joh. Valentin Wilh. Frhr. v. N. u. Rhade. Leztercm Zweige gehörte der kais. rnss. Vicckanzler Graf Karl Robert v. N. an. In Bayern befindet sich der Zweig der N.-Hugenpoct. sv. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — Rodens I. 89. 168. — Jahrb. des deutschen Adels 1847. — v. Lang 190. — Bayer. Wappenbuch. — Taschcnb. der gräft Häuser 1838 n. f. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprovinzcn 141. — Fahne I. 302. II. 100. 232, wo ein vollständiger Stammbaum. — v. Steinen, Tab. XXXVI. 2. — Siebmacher II. >25. — v. Hefuer, preust. Adel S. 20. T. 22; bayer. Adel S. 48. T. 49. — v. Ledebur II. 142. III. 315. — Kueschke, Grafcnhäuser. — Hübner, Genealogie III. Tab. 955. — Seifcrt's hochadl. Ell. u. Kinder. — Bucelini stemmat. II. IV. — Sinap II. 366. — Jmhof, not. S. R. G. P. proc. IX. 136. - Gauhe I. 1083-98. — Zedier XXIIl. S. 1944-49. — v. H .s Nesselröden, ein eichsfeld'sches Geschlecht. sWolf, eichsfeld. Urk.B. 16. — v. H.s Nesse», ein friesländ. Edelngeschlecht, aus welchem um 1609 mehrere Mitglieder in Mecklenburg. Diensten standen. Von Mecklenburg wandte sich Hajo v. N. um 1670 nach Sachsen, sv. Ledebur II. 142. III. 315. - v. Hcfner, sächs. Adel S. 40. T. 45.s Nestor, ungarisch. Joh. v. N. war 1835 k. k. General- Feldwachtmeister und Festungskommandant zu Es sc gg. Nestorins, Johann Georg, wurde am 31. Oktober 1659 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. S.) Nesnchaw, ein pommer'scheS Geschlecht, das Einige Nes- nechow schreiben. sMicrälius 509. — v. Meding III. n. 562. - Siebmachcr V. 166. — v. H .s Nesiliiiger v. u. zu Ichelchcngrabcn, eine alte reiche böhmische Familie, die in Oesterreich als frciherrlich blühte. sGauhc II. S. 780. — v. Schonfcld, Ad. Schemat. I. 2l6.s Der Oberstlieutenant Josef N. v. u. zu S. wurde im I. 1813 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 81, welcher ihn jedoch irrig Neßlingen schreibt. — v. H.s Ncjsnmn». Die Gebrüder Kristof Ruprecht, Mar Kristof, Hanns und Heinrich Thomas N. wurden am 20. Okt. 1627 von Kaiser Ferdinand, von Prag aus, geadelt. sM. SJ Ncstincris. Der Pens. Obcrstlieut. w. Franz v. N. wurde im Jahre 1806 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 73. — v. H .s Nrth. Jakob v. N. war 1335 k. k. österr. Hofkriegsrath. Nethliiigen, Nettlingen, ein lüneburg. Geschlecht. sLüderscu's Samml. — v. Meding II. 596. — v. H.s si Netra, ein altadlichcs Hess. Geschlecht, seinen Ursprung von denen v. Bomeneburg (Boineburg) ableitend, das seinen Namen von der Burg und dem Dorfe Netra unweit des Schlosses Bomeneburg, am Ende des 13. Jahrhunderts entlehnte; nach sei- , nein Erlöschen (1558) fiel dieses Besizthum an die v. Boinc-- bürg wieder zurück. Wappen: Das Schild geviertet, 1. u. 4. F. R.si 2. u- 3. F. S., auf dem gekrönten Helme zwei von R. - S- übereck gcthciltc BüfsclShörner. Bei Winkelmann, Beschreibung von Hessen S. 305, ist dieses Wappen auf deu Kopf gestellt. Bei Schannat, fuldaer Lehnhof S. 135 unter Netar-Netter, ist das Schild sechsfach getheilt. Im Hess. Wappcnbuch von Wessel wird das Wappen der Herrschaft Nüller, B. 44, wie das obige beschrieben; bei Siebmacher fehlt dasselbe unter dem Hess. Adel. Net — Neu 9t Nclrunsky v, Milch» Gebrüder, in den kais. Erbstaatcn, erhielten 1623 die Adelswürde. sR. T. A. R.) Uetrcbski, gali zisch. Josef Ritter v. N. war 1835 k. k. österr. Landrath zu Lemberg. Ncttcibladt. Der bekannte Jnrist und Kammergcrichtsassessor Kristian N. wurde bald nach seiner im I. 1743 erfolgten Einführung in das Reichökammergericht, am 22. Jan. 1746, geadelt. Am 4. Mai 1762 wurde er in den Freihcrrnstand erhoben. sR. T. A. R. — Siebmacher, Supplem. IV. 19. n. 7. 8. — Tyrofs, Wappenw. I. >47. — O- H. Möller, geneal. Nachr. von verschiedenen, insonderheit Mecklenburg'schcn, pommcr'schen und schlcswig-holstein'schen Familien, aus welchen entsprossen Kristian Frhr. v. N. u. dessen Wittwc A. A. Lütkcmann. Flensburg, 1774. 4. — Taschenb. der srhrl. Häuser 1848 u. 1849. — v. Ledebur II. 143. — v. Hcsncr, Mecklenburg. Adel S. >5. T. 13; prcuß. Adel S. 56. T. 72. — Wcidlich's zuverl. Nachr. von jeztleb. Rechtsgcl. III. Il> u. f. — v. H. — Kncschke, Wappen IV.f Ncttclhorjk, eine in Liefland, Kurland und Preujßen seßhafte, wahrscheinlich ursprünglich west feil. Familie. In Kurland erlangte die eine Linie 1864 die österr. gräfliche Würde. sv. Zedlitz. — Tyrofs, Wappenw. II. 212. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsceprov- 15V. — v. Ledebur II. 143. — Gauhe II. 781. — Zedier XXIII. 1990. — v. H.) Ncttingcn, s. Bettin gen. Ncttinghoscii. Der nied er österr. Negimentsrath Johann Adam N. und sein Bruderssohn Adam Edler v. N. wurden im Jahre 1732 in den böhm- Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 181. - v. HI Ncttolizky v. Eyscnbcrg. Der General-Landkriegskommissär Wenzel Kasimir N. wurde im I. 1741 in den böhm. alten Freiherrnstand erhoben. Der Frhr. Wenzel Kasimir v. N., damaliger Burggraf des königgrätzer Kreises, wurde 1748 in den böhmischen Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 81 u. f. — v. H .s Ncttovich, M., Gutsbesizer in Cattaro, wurde 1854 in den österr. Adelstand erhoben. (A- A- Zeit- v. 1854.) Netz, ein pommer'schcs, jezt schles. Geschlecht, welches im Jahre 1661 das Jndigenat in Polen erhielt. sSinap I. 663. II. 836. — Siebmacher I. 64. n. 2. — v. Meding II. n. 597. — Gauhe I. 1090. - v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 143. - Zedier XXIII. 2004. — v. H.) 1. Nchcr, u. Wolssc», gen. v. N., eine rheinländ. Familie, wie v. Ledebur, II. 144, sagt, aus welchem mehrere Offiziere Im preuß. Heere stehen. Wappen? sv. Ledebur II. 144.) 2. Nchcr v. Mthal, österreichisch. Karl N. v. S. stand 1857 als Major beim 6. k. k. Ul. Regiment. Nchom, eine pommer'sche alte Familie, deren Stammsiz Kagenow in Vorpommern gelegen u. die mit denen v. Netz nicht zu verwechseln ist. sGauhe I. 781. — Micräl. 509. — Siebm. V. >66. n. 12. - v. Meding II. n- 598. — v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 140. III. 315. - Bagmihl l. 11. — Kncschke, Wapp. I. 307.— v.H.s 1. Neu. Der brandenburg'sche Rath und Geheimsckretär Balthasar N. wurde am 26. Aug. 1614 geadelt. sv. Lang 457. — v. Hesner, bayer. Adel S. 99. T. 119. — v. H.s 2. Reu. Der F. M. L. Andreas Neu wurde im Jahre 1796 Wegen Vertheidigung der Festung Mainz zur Reichsfrciherrnwürde erhoben. sM. v. M. 73. — v. H.s Neubau, s. Baltern. Neubauer, Neupauer, Gebrüder Andreas und Franz Wolf, wurden um'S I. 1679 geadelt. sR. T. A. N.) Ncubcck. Die Familie kam mit Franz Heinrich N. (geb. im Trier'schen) nach Frankreich (Elsaß), wo sie 1725 naturalistrt wurde und durch drei Generationen die Präfektur zu Weissen - burg inue hatte. In den amtlichen Dokumenten wird sie abwechselnd bloS N. und auch de N. genannt. Karl Franz Ludwig N., geb. zu Weissen bürg 1775, trat in bayer. Dienste und wurde auf Ansuchen 1825 von König Karl von Frankreich seines Unterihanenverbandcs entlassen- In der Urkunde wird er ausdrücklich Baron de N. genannt, wie die Familie auch in Bayern in die Freiherrnklasse immatrikulirt ist. sO. S. — v. Lang 191. — v. Hesner, bayer. Adel S. 48. T- 49. — v. H.s Ncubcngrei), s. Hochcnrain. Ncuber v. Ncubcrn. Der Nittergutsbesizer Johann Gottlob N. wurde vom sächs. Reichsvikariat am 29. Juni 1792 mit dem Beinamen v. Ncubern geadelt. sv.H.— Tyrofs 1.204. — v-Hefner, sächs. Adel S. 40. Taf. 45. — Sächs. Wappenb. IV. 63. — Kncschke, Wappen II. III. 488.s 1. Ncubcrg, eine seit dem 12. Jahrh. in Stey ermark sehr begüterte Familie. (Schmutz III. 16. — v. H.) 2. Ncubcrg, Johann Jgnaz Josef Heinrich, wurde am 26. April 1723 in den böhm. Adelsstand erhoben. sM. S.) 3. Ncubcrg. Der Großhändler Georg Adam N. in Wien wurde im I. 1789 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 387. — v. H.s Ncubcrg, s. Gemrich. Ncubcrgcr v. Ehrcnburg. Anton N. wurde im I. 1736 mit „Edler v. E." in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 181. - v. H.s Ncilbronn i>. Eiscnburg. Diese Familie hat gleiche Abstammung mit jener v. Neubronn er; man sehe daher jenen Artikel. Der Enkel des Hanns Eitel N., Marx Tobias, zog 1715 mit seiner Familie nach seinem erworbenen Gute Kleinglattbach, und sein Sohn Marx Ernst war der Erste, welcher sich mit Weglassung der Endsilbe seines Namens Neubronn v. E. schrieb, nachdem lezteres Gut längst wieder in fremden Händen sich befand. Diese Familie verschwägerte sich stets mit den edelsten Geschlechtern von Schwaben. sCast, Adclsbuch v- Württemberg. — v. Hefner, Württemberg. Adel S. 17. T. 22. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels für 1846 u. f. — Dorst u. Tyrofs, württ. Wappenbücher.s 1. Ncubronncr. Lorenz N., gestorben 1565, ein angesehener Handelsmann zu Ulm, erhielt 1566 von K. Ferdinand II. einen Wappcnbrief. Mit dessen Söhnen, Daniel, gestorben 1665, und Tobias, gest. 1626, sonderte sich in der Folge die Familie in die ältere und jüngere Linie. Aus elfterer wurde Hanns Eitel, Da- nicl's Sohn, im I. 1666 durch kais. Diplom ermächtigt, sich nach der von ihm erworbenen, vormals rcichsritterschaftlichcn Herrschaft Eisenburg bei Memmingen N. v. Eisenburg schreiben zu dürfen. M. s. Neubronn v. E. Die jüngere erlangte im Jahre 1691 durch Markus Tobias, des genannten Tobias Sohn, Raths- Konsulcnten, welchem im I. 1669 von K. Leopold I. Adel und Wappen neuerdings bestätigt worden war, Aufnahme in das Patriziat zu Ulm. Eine eigene Urkunde von 1714 ermächtigte die Familie, sich „von" schreiben zu dürfen, weil solches in den früheren Urkunden nicht enthalten war. sv. Lang 458. — Cast, Adelsb. von Württemberg. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1846. — Württ. Wappenbücher von Dorst u. Tyrofs. - v. Hefncr, bayer. Adel S. 99. 100; württ. Adel S. 17. Taf. 22; bad. Adel. — Kncschke, Wappen I. 308. — v. H.) 2. Neuliromicr. Der Landwehrmajor u. Großhändler Mathias 12" 92 Neu — Neuss Philipp N. in Kempten erhielt Adel und Ritterdiplom vom König von Bayern am 5. Aug. 1805. so- Lang 458. — Bayer. Wappenbuch.) 1563 hatte die Familie, gleichen Ursprungs mit den ulmcr N., einen Wappenbrief erhalten, sv. Hs Nculmrg, s. Thum. 4 Nculnnger v. Pasing. Das Stammhaus Pasing liegt bei München. Rudolf N. v. P. hat am 17. März 1681 die nachgesuchte Erlaubnis; erhalten, sich v. N. schreiben zu dürfen. Erloschen im Anfange des 18. Jahrhunderts. fv. Hcfner, 4 bayer. Adel S. 21. T. 17. t8.f 1. 4 Ncuchingcr zu Loichiug, altbayer. Geschlecht, verschieden von den N. v. Riedersham. sv. Hefner, 4 bayer. Adel S. 2l. T. l8.s 2. -s Ncichiuger «. Nicöcrshai» und Hörgersdorf. Stammsiz Oberneuching bei Erding; erloschen 1695. sv. Hefner, 5 bayer. Adel S. 2l. T. 13.) 4 Ucudcck, eine alte abgestorbene adl. Familie in Schwaben. (Griesinger S. 940 unter Neid eck.s Ncudccker, eine geadelte Familie, verschieden von den Ney- dccker auf Mehrenhull. sSicbmacher IV. 135.) Ucndcgg, s. Frcissauff. Reudciilierg, s. Schröckinger. Ncuding. Wolf Friedrich v. N., kais. Obcrstlieutcnant, wurde 1653 in den Freihcrrnstand erhoben. Wann geadelt? (R. T. A. RJ 1. 's Ncudorf, eine schief. Familie, die im 17. Jahrhundert daselbst blühte, von Kaiser Maximilian l. in den Adelstand erhoben wurde und welcher Kaiser Karl V. diese Würde bestätigte. sSinap II. 834. — Gauhe I. 1096. II. 785. — Zedier XXIV. 46.) Josef v. N. wurde am 9. Aug. 1659 in den alten böhm. Rittcrstand erhoben, sv. Ledebur II. 144. — v- HI 2. Nendorf, eine steyermärk. Familie, die auf ihrem gleichnamigen Schlosse bei Wilden gesessen. (Schmutz III. 22.) Nendorf, s. Lömbenberg; Nachodsky; Nahodzky; V anatti- Ncucndcrg, s. Dressel. 4 Ncucndrunn, Neuenbrunncr, Ncunbrunn. Die v. N. waren ein schwäb. Geschlecht, bei Hall am Biber gesessen; sie sind längst erloschen und ihr Schloß zerstört. In ihrem Schild hatten sie zwei Querbalken u. ein Zeichen s darüber; auf dem Helm zwei Flügel, auf jedem wiederholte sich die Schildesfigur; Farben unbekannt. (Cousins, schwäb. Chronik I. 802. — Siebmacher V. 262.s 1. 's Ncncnlinrg, Neweuburg, Hohnnfcn oder Ghaufcn und v. Dnch, genannt Klingcnftls, waren sammtlich Eines Stammes, hatten ihre Size unfern Hall in Schwaben, und mögen wol zu den sogenannten Salzjunkern gehört haben. Sie führten alle im g. Schilde einen schw. aufrechtstehenden, den Schweif zwischen die Hinteren Füße streckenden Löwen. fCrusius, schwäb. Cbronik I. 802. — Siebmacher II. 83. V. 262.) 2. s- Neuenbürg »in See (Ncufchotcl). Der Stammschild hatte in G. einen r. u. s. gesparrten Pfahl. Gras Ludwig zu N. a. S. hat 1316 eine Fehde mit Basel. sWurstiscn 156,s Ncucndors, Neundorf, eine Magdeburg. Familie, die von den Nauendorf ganz verschieden ist und im 12. Jahrh. schon vorkommt. Durch ein prcuß. Diplom von 1738 ist der Adel erneuert worden, so. Zedlitz. > — v. Ledebur II. 144. — Gauhe I. S. !09l. — Zedier XXIV. 71. — König II, — v. HI Ncucnftld, s. Novack. Nclirnkirchen, s. Neukirchen. Ncucningcn, insgemein Neningen, ein fränk. Geschlecht, daraus Gebhard v. N. im I. 1629 Landkomthur der Ballei Franken, wie auch Komthur zu Ellin gen nnd Nürnberg gewesen ist. s Pastorii Francon. rediviv- — Gauhe I. 1097. — v- H.) 1. ch Ncuenstcin, ein altes schwäb. Geschlecht, welches zu den Hohenlohe'scheu Vasallen gehörte, seinen Siz bei Oehrungen hatte, um 1230 vorkommt und am Ende des 16. Jahrhunderts erloschen ist. In s. Schild ein r. Mauergiebel, sv. Hefuer, 4 schwäb. Adel S. 14. T. 6. — Griesinger 952. j 2- Ncuenjicill (in Schw. ein s. Rad), eine alte schwäbische, aus der Schweiz stammende Familie, deren Stammhaus gleichen Namens im Kanton Basel gelegen, nach Andern bei Thierstein im Solothurn'schen, aus welcher Rudolf v. N. mit Heinrich zu Rhein dadurch sehr bedeutende Güter verloren hat, weil sie die Herzoge von Oesterreich, die ihnen wegen ihres im baselcr Krieg erlittenen Schadens keine Entschädigung geben wollten, mit Krieg zu überziehen sich angemaßt. Nachdem aber jene ihre Güter verloren und entfliehen mußten, ließen sie sich darauf in Schwaben und Franken nieder, wo sie aber erloschen sind. (Stumpf, schweizer. Chronik Lib. XII. Cap. 36. — Spangenbcrg, Adels- Spiegel 11. 419. — Bucclini stemmst, germ. IV. 405, — Zedier XXIV. S. 73. — Gauhe I, 1092. — Biedermann, Odenwald. — FreiherrlichcS Taschenbuch von 1864. — Cast, Adelsbuch von Baden. — v. H.j Ob die N. im Rcnchthale zu der Familie gleiches Namens, welche mau im 15. Jahrh. zu Mühlhausen und Solothurn findet, gehört, ist nicht zu ermitteln. Gewiß ist, daß 1345 ein Schultheis Heinrich Rochart, zum Geschlecht N. gehörig, mit verschiedenen Gütern vom Grafen von Freiburg belehnt wurde. Er wird als der An der v. N. erklärt. Nciicrbnrg, ein rhcinländ. adlicheS Geschlecht, welches mit den Grafen v. Wied die Lehen der Burg Reichenstein besaß, sv. Zedlitz.) Ncncrsheim, s. Neumann. Ncuseld, s. Monari; Plattner. Neuss. Der k. k. Rath und geh. Chiffresekretär N. wurde im Jahre 1713 mit „Edler von" in den Reichörittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg, 182. — v. H.) 4 Neuffen, eine alte Beste in Schwaben, von der ein Geschlecht sich schrieb. Die urkundliche Geschichte beginnt im Ilten Jahrhundert. Um diese Zeit war Mangold Graf v. Sulme- tingen Herr von Neuffen; seine Gemahlin war Mathilde, Tochter des Grafen Egino v. Urach. Mit dem I. 1193 fängt die Reihe der Herren (auch Grafen) v. N. an, welche in der Mitte des 14. Jahrhunderts erloschen u, mit den Grafen v. Urach u. Achalm vielleicht Eines Stammes waren. Sie waren treue Anhänger der Hohenstaufen und wurden von diesen zu den wichtigsten Geschäften gebraucht. Nach ihrem Erlöschen 1310 (der Zweig Marstctten 1342) kamen die Güter an Konrad v. Weinsberg, der Neuffen an Württemberg verkaufte. Vgl. Neyffen. > Griesinger 954. — Jllustr. Welt l363. 9. Heft. S. 431. — v. Hefncr, 4 schwäb. Adel S. 14.) Ncuffcr, Hauptmann in Garnison zu Stuttgart, wurde am 1. Jan. 1806 vom König von Württemberg geadelt. Er ist als General ohne Nachkommen auf der Insel Madagaskar gestorben, auf der Reise nach Ostindien, wohin er sich seiner Brust- Neuff — Neuh 93 und Lungenleiden wegen begeben wollte. In seinem Testamente verordnete er, daß sich seine Erben adeln lassen sollten. sHofzeitung von 1806. Nr. 2.s Neuffvistc. Der Bankier N. zu Frankfurt a/M. wurde im Jahre 1753 in den Reichsadelstand erhoben, sv. Hefner, preuß. Adel S. 5ö. T- 72; srankf. Adel S. 4.s Die N. sind ein Zweig der v- Ma lästert. Siehe Malapert. sch. Ledebur II. 144J Johann Kristian v. N. in den Freiherrnstand erhoben. sKneschke, Wappen III. — M. v. M-, Erg. 337. — v. H.s Ncugardcn. Graf Albrecht v. Nowgarde u. der pommer' sche Adel haben am 27- Juli 1469 dem Herzog von Pommern ge- I huldigt, „aber nicht gcsworen vnd berumcn sich freiheit, haben sy dy nicht, so soll» sie noch sweren". sCod. Brandenburg. XIII. 38t.s Ncugartcn u. Gartculicrg. Der k. poln. u. kursächs. General- Bergkommissär Peter Nikolaus N- wurde mit dem Beinamen v. G- im I. 1753 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. Er scheint später in Polen naturalisirt worden zu sein. Am 19. Januar 1753 erlangte er die Freihcrrnwürde. sR. T. A. R.jj 1. Neugebauer. Der Oberstwachtmeister Franz Ludwig N. wurde im I. 1764 geadelt und in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie stammt aus Schweden und kam durch Jürgen N. im 39jährigen Kriege nach Deutschland. Einer seiner Söhne, Franz Johann, kam nach Schlesien, ward katholisch und erlangte 1649 vom Kaiser die Bestätigung seiner adlichen Herkunft oder wurde vielmehr geadelt. Sein Enkel war Franz Ludwig. Diese Angaben theilt das Taschenbuch der frhrl. Hauser auf 1849 mit. Die aus dem Neichsarchiv zu Wien gezogenen Nachrichten besagen aber ausdrücklich, daß Franz Ludwig N. im I. 1764 geadelt und in demselben Jahre auch in den Freiherrnstand erhoben worden sei. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1853 u. 1855. — Kneschkc, Wappen III. - M. v. M. 233; Erg. 82. - v. H.s 2. Ncugcbaucr v. Izndaua. Salomen N. wurde im I. 1618 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sN. T. A.R.jj Neugradiska, s. Milljevich. Ncuhauscl, s. Schmiedel- Ncuhäuscr »uf Holzmühlen, ein adliches Geschlecht des Fürstenthums Schweidnitz u. Jauer. jMnap II. 834. — v- Ledebur II. 144.^j Wappen? 1. st Neichens, Neuhauscn, ein sehr altes adliches Geschlecht, welches seit 1153 in Schwaben blühte. Es führte solches einen r. Löwen — einen gebogenen Ast in den Tazen haltend — im s. Schilde. Bucelini bringt Stamm- und Anentafeln von dieser Familie bei; er nennt sie N. v. Runting; sie blühte noch um 1619, erlosch aber bald. sGauhe I. 1092. — Griesinger 958. — v. Hefncr, st schwäb. Adel S. ll.s 2. f Rcuhlius. Das Geschlecht der N. zu Frankfurt a/M. gehörte zu den ältesten Patrizicrfamilien daselbst, dessen Ursprung sich im grauestcn Alterthume verliert. Früher schrieben sie sich zum Neuhauß, später nur N>, ohne sich des „von" zu bedienen. Im Jahre 1366 kommt Jakob N. in Urkunden vor; 1369 starb Joh. N., Stifter der jezt wieder eingegangenen Allerheiligenkirche in Frankfurt a/M. Im I. 1666 erlosch dieses Geschlecht mit Kristof Hicronimus N. Seine einzige Tochter Maria Sofia war an Hanns Hektar v. Fischbach vcrheurathet. Seine beiden Schwestern, Anna Katharina mit Nikolaus Frhru. v. Hünefeld, kaiserl. Reichshofrath, und Anna Maria mit Jakob Junker v. Iunkeroth. 3. st Ncuhaus, eine adliche Familie in Tirol u. Kärnthen sie scheinen beide Eines Stammes zu sein; ihre Wappen gleichen sich; siehe Siebmacher I. 46. 99. IV. 11; Supplem. II. 14. Das Geschlecht führte zum Theil den Beinamen zu Greifenfels. Seit 1587 wendeten sich diese v. N. zu G. nach Bayern, wo sie ansehnliche Besizungen und große Ehrenstetten erlangten. Das Geschlecht ist jedoch erloschen. sSeisert, Ahnent- II. 41. Ders., Bcschr. der v. Neuhaus. Negcnsburg, 1708. 12. Ders., Beschr. von 24 adl. Familien. Regensburg, >703. 12. S. 148. — Ganhe I. 1092. — Spener II. 500. — Brandis II. 78.s 4. st Nenhoiis. Ein Geschlecht dieses Namens blühte ehedem in Böhmen; es ist aber erloschen und stammte von den jezigcn Fürsten v. Rosenberg ab, deren Wappen es auch führte. Wahrscheinlich ist es also ein Besizname gewesen. 5. Neuhaus, Hauptmann zu Berlin, wurde 1815 geadelt. Er sizt bei Wohlau und hat eine Gräfin v. Burghaus zur Gemahlin, jv. Zedlitz. — Dorst, allg. Wppb. I. III. - v. Ledebur II. 144. — Kneschke, Wappen I. 3I0.s 6. st Ncuhmis in Grciffcnbcrg, eine ausgestorbene Familie in Kärnthen. sZedler XXIV. 184. — v. H.jj 7. st Ncuhlins zu Hartenstein. Die v. N. zu H. u. Rieting stammen aus Bayern und wendeten sich nach Oesterreich. Das Wappen bringt Sicbmacher I. 34; sie gehörten zur östcrr. Ritterschaft. Die Familie ist abgestorben. Manche behaupten, daß dieses Geschlecht von denen v. Neuhausen in Schwaben abgestammt habe, wie Lünnig im Reichsarchiv, pars Spec. cont. III. p. 418, bei Gelegenheit der offengewordenen v. neuhaus'schcn Lehen angibt. Jedenfalls waren die Wappen ganz verschieden. sGauhe I. 1092.s 8. Ncuhaus am Karst in Krain und Cormans in Schlesien. Dieses Geschlecht leitet seinen Ursprung von denen v. Tschcrnembl oder von den Borsa di Argento in Italien her. Es ist dieselbe Familie, welche in Schlesien unter dem Namen N. v. Cormons vorkommt, schon an 399 Jahre daselbst blüht und bereits 1698 in den Grafenstand erhoben worden ist. Sie stammen aus der Grafschaft Görz, hießen ehedem Castelnuovo, besaßen die Herrschaft Cormons, wovon der Beiname herkommt, und erlangten 1624 den Freiherrnstand. sSiebmachcr I. 21. IV. 9. — Seifert. 24 adl. Familien. Regensburg, 1703. 8. — v. Zedlitz, Ad. Lex. II. 450. — Taschcnb. der gräsl- Häuser 1844 u. f. — Dorst, schles. Wppb. II. 99. — Jahrb. des deutschen Adels für 1848 S. 440. — Spener, op. herald. Gauhe I. 1092. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. Ledebur II. 138. — v. Hefner, preuß. Adel S. 20. T. 22; krainer Adel S. 15. T. 29; sächs. Adel S. 3. T- 3.s 9. Ncuhaus v. Zt. Mauro. Julius Graf N. v. St. M. stand 1857 als Unterlieutenant im 2. k. k. österr. Inf. Reg., Franz Graf N. v. St. M. als Unterlieutenant im 14. Inf. Reg. und Ludwig Graf N. v. St. M. als Unterlieutenant im 31. Inf. Reg. Ob und zu welcher der blühenden Familie diese Grafen v. N. gehören, ist dießorts unbekannt. Neuhaus, s. Poda. 1. ch Ncuhäuscr, stammten von Neuhausen an der Vils. D r. Joh. N., Kanzler Herzog Albrccht'S IV. von Bayern, war ein natürlicher Sohn Herzog Albrecht's III. und einer Patriziers- Tochter Ligsalz in München; er war geboren zu Neuhauscn bei München, daher der Name. Kaspar N. zog um 1559 nach 94 Neuh — Neun: Oesterreich, wo das Geschlecht 1634 erloschen ist. Wappen: Zwei Rechen geschrägt, fv. Hefner, 4 bahcr. Adel S. 2i. T. 18-4 2. Ncuhanscr. Der Oberstlieut. Franz N. wurde im I. 1820 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M., Erg. 388. — v- H.f Ncuhansscld, s. Viviani. 1. Ncnhoff, gen. Ley, ein fnld. n. westfäl. Geschlecht, welches Kaiser Mar. I- im I. 1494 adelte und worüber der Adelsbrief bei v. Steinen steht, an dessen Richtigkeit aber der Herausgeber selbst zweifelt, sv- Haustein, III. Supplem. 110. — v. Steinen II. Tab. 30. n. 3. S. 215. — v. Meding I. n. 573. - v. H.f W.: Eine pfahlweis gezogene gebrochene Kette in B. 2. 4 Ncnhoffg» Ncnhoff, ein westfäl. u. cleve'sches Geschlecht. Ihm gehörte Theodor Frhr. v. N. an, welcher sich 1736 zum König von Korsika aufwarf. Die Krönung geschah mit einer Krone von wildem Lorbeer. Der König Theodor ließ silberne u. kupferne Münzen schlagen, stiftete am 16. Sept. dcss. Jahres den Ritterorden der Erlösung; erst von Frankreich, dann von England nnterstüzt, hielt sich Theodor bis 1743 im Kampfe gegen Venedig. Als er aber von dieser Insel wieder nach London reiste, ging sein Königreich, das er nicht wieder sah, verloren, und er beendete sein Leben inLondon als Privatmann. Die Familie ist 1811 erloschen. Wappen: In Schw. eine hängende gebrochene s. Kette. lv. Zedlitz. — Abel, preuß. Ritter in II. L. XVII, 709. — Siebmacher II. >17. n. II- IV. 1l7. — v. Ledebur II. 144. — Bernd TXXIl, — Fahne 1.303. II. 106. ^ v. Steinen II. Tab. 30. n. 1. — Geneal. Archiv. VI. 313. — v. Hattstein III. 110. — v. Meding I. n. 574. — Gauhe I. 1095 u. f. II. 735. — Zedler XXIV. 195 n. f., wo auch eine kleine Stammtafel steht. — v. H.f Ncnhold. Der Landwchrhauptmann Andreas N. in Böhmen wurde im I. 1818 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 233. — v. H.1 1. 4 Ncukirch, eine ausgestorbene Familie, die im Dorfe gleichen NamenS im O.A. Tettnang angesessen war. Ihre Güter kamen an die Grafen v. Montfort. 2. Neukirch, Bnrkard, fürstlich o sn ab rück'scher Hof- und Kammerrath, wurde 1716 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R.s Ncukirch, f. Kirchner. 1. 4 Ncukirchcn, Nieukirchen, Nienkerken, in Pommern; in dortiger Mundart Nienkerke ausgesprochen. Sie stammen aus der Altmark, wo Neuenkirchen der Stammsiz ist. Von da wandten sie sich nach Pommern und Mecklenburg, wo sie ansehnlich begütert waren. Am 9. Juni 1641 ist das Geschlecht erloschen. Wappen: In S. drei bl. oder schw. Sparren. Dieß Geschlecht möchte wol ganz gleichen Ursprung mit N., gen. Niven- heim haben. Das Erlöschen mag sich nur auf Pommern beziehen. Rodolfus de Nigenkerke, miles, in einem Brief der Herzoge von Pommern 1289. Henning Nyenkerken in einem Brief des Klosters Himmelpforten in der Uckermark vom Jahre 1381. In derselben Urkunde wird Clauß v. Helpede als zu Nienkerken gesessen aufgeführt. sCod. Brand. XIII. 36. 487. — Siebmacher V. 165. — v- Ledebur II. 145. III. 315. — Kneschke, Wappen II. — Gauhe I. 1102. — Zedler XXIV. 770. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 56. T. 72. — Micrälius, Pommerl. I. 6. — v. H.f 2. -f Ncukirchcn, in Böhmen, eine längst ausgestorb. Familie. sGauhe II. 806. — v. Zedlitz. — v. H.s 3. Ncukirchcn, im Gotha'schen und Eiseuach'schen, eine Familie, welche zwischen 1337 u. 1356 unter dem Namen Nuwen- kirchen vorkommt und wahrscheinlich das Dorf Neukirch im Gotha'schen an der eisenach'schen Grenze besessen haben mag. sBrückner II. Th. 1. St. 53. 5. St. 28. — v. H.s 4. Ncukirchcn, in Schlesien. Hiermit ist wahrscheinlich eine Linie der v. Zedlitz gemeint, welche sich v. Z.-Neukirch schreibt. fSinap I. 662. — Gauhe I. 1102. — v. H.4 5. Ncukirchcn, gen. Nivcnhcini, ein rheinländ. Geschlecht, welches in S. einen schw. Querbalken und im rechten Obereck einen schw. Schlägel führt. Später kam das nivenheimer Wappen dazu, welche Vereinigung der beiden Wappen 1648 vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg anerkannt wurde. Die Familie befindet sich im Freiherrnstaud und ist vorzüglich am Niederrhein begütert. fSiebmachcr II. 118. — Fahnc I. 304. - Bernd, Tab. I.XXXIX. 178. — v. Ledebur II. 145. — v. Zedlitz.^ Sie führte die Namen Neuenkirchcu, Nienkerken, Nienkerke, Nhkerke, auch Bagewitz als Besizuame. fFahne I. 304, wo ein Stammbaum; II. 106. — Taschenb. der frhrl. Häuser von >854 u. 1855.4 Auch erhielt die seit dem 13. Jahrh. bekannte Familie am 21. Aug. 1852 ein preuß. Anerkennungsdiplom. Ncnkum, Gebrüder, wurden 1623 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R.4 Neulinger v. Zaalvöld. Der österr. Archivdirektor M. N. in Ungarn wurde 1852 mit v. S. geadelt. fA. A. Zeit, von 1852.4 4 Neunuiir v. Namsla, ein in Sachsen um 1636 blühendes, jezt ausgestorbenes Geschlecht, von dem v. Ledebur, II. 145, das Wappen angibt. 1. Ncuniann, Moses, Magister, Abraham Paulus u. Andreas, Gebrüder, zu Görlitz, erhielten von Kaiser Maximilian II. am 5. Mai 1574 einen Wappenbrief. fDorst, allg. Wappb. I. 72. — v. Ledebur II. 146.s 2. Ncumunil, ein tiroler Geschlecht, welches auch in Schlesien seßhaft gewesen zu sein scheint. fBrandis, tiroler Ehrenkr. II. 123-4 1632 immatrikulirt. lv. Hefner, tiroler Adel S- 13. Taf. 15; Erg. Bd. S. 25. — Sinap II. 835. — Gauhe I. 1096. — v. H4 3. Ncnmauii, Kristof Magnus, kurmainz. Kapellmeister, erlangte 1641 die Reichsadelswürde. fR. T.A. R.ss 4. Ncuina»», Andreas, wurde 1654 geadelt. fN. T-A. N.4 5. Neununui, eine alte adliche Familie in Schlesien, aus welcher verschiedene Mitglieder zu hohen Würden gelaugt sind. Franz v. N. war sogar 1664 Hecrmeister des Johaunitcrordcus. fv. Zedlitz, Ad. Ler-4 6. Ncumuiin, David, Lieut. im Inf. Regiment „v. Rothkirch", wurde am 16. Juni 1779 in den preuß. Adelstaud erhoben. Er hinterließ einen Sohn, David v. N. sv. Ledebur II. 145. — Preuß. Wppb. IV. 12. — v. Zedlitz.4 7. Ncnmann, Johann und Kristian, erlangten am 11. Nov. 1796 den poln. Adel. Wappen: Nadwicz, in B. eine rothe Mauer, auf welcher ein Rabe sizt. Die Nachkommen befinden sich im k. preuß. Dienste, fv. Ledebur II. 146.f 8. Ncumann, Bernhard Jakob Daniel, herzoglich mecklenburgschwer in'scher Legatiousrath, wurde 1797 in den Adelstaud erhoben. fR. T. A. R-4 9. Ncumann. Der Kammerfourier Karl N. wurde im Jahre 1816 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M., Erg. 388-4 Sein Neum — Neust 95 Sohn Philipp v. N., kais. österr. Botschaftsrat!) und später Gesandter in London, wurde 1831 in den Freiherrnstand erhoben. » H.) 1V. Nenmuun. Die drei Brüder, Friedrich, Karl u. Wilhelm N., wovon der erste k. daher. Negierungsrath, der zweite Ober- Lieutenant und der dritte in Dillingcn ist, wurde vom König von Bayern am 6. Juni 1819 geadelt und am 1. Juli 1319 immatrikulirt. so. Lang 126. — v. Hefner, daher. Adel S. IVO. Taf. 119. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.s 11. Ncuniann, Karl Hermann Gustav, Gutsbcsizer in Schlesien, wurde 1846 in den preuß. Adelstand erhoben. so. Ledebur II. 145.) 12. Ncumunn. Mar v. N., kais. österr. Generalmajor, erhielt 1846 die Ritterwnrdc. Von welcher Familie derselbe abstammt, kann nicht angegeben werden. sM. S.) 13. Ncuiuun». Der Schwiegersohn des Ritter Georg v. Ettcn- reich (s. d. Art.), der österr. Oberlicnt. Robert v. N., erhielt 1854 Erlaubnis, Namen, Adel und Wappen seines Schwicger- Vaters annehmen und führen zu dürfen. sA. A. Zeit, von 1854. — Oestcrr. Milit.Schcmat. v. 1855.) 14. Ncumaun, G. N., Nittergutsbcsizer auf Sprottisch- dorf, Landesältcster, und H. W- N., Rittcrgutsbesizer auf Wichelsdorf, Landcsältester, beide in Schlesien, erlangten 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.) 15. Neumanu auf Hanseberg, Rittergutsbesizer, wurde am 15. Okt. 1846 mit Beschränkung in den preuß. Adclstand erhoben. so. Zedlitz. — v. Ledebur II. 145.) 16. Ncumann auf Sstrgupöhnc», Amtsrath, erlangte am 10. Sept. 1840 mit Beschränkung den preuß. Adelstand. so. Zedlitz. — v. Ledebur II. 145. III. 316.) 17. Neumann v. Bucholt. Der Salzeinnchmer zu Ljippa im temeswarer Banatc, Karl Samuel N., wurde im I. 1764 mit Edler v. B. geadelt. sM. v. M. 233. — v. H.) 18. Ncumaun u. Mciffcnthal. Der Rittmeister Karl Josef N. und dessen Bruder Heinrich, Hauptmann, wurden im I. 1811 geadelt. sM. v. M. 234. — v. H.) 19. Ncumaun v. Nculicrg. Der Rathsverwandte Joh. Friedrich N. zu Prag wurde im I. 1710 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 388. — v. H) 20. Ncnuinmi v. Ncuersheii». Der k. k. Rath und Oberpostamts- Verwaltcr Franz Xaver N- zu Innsbruck wurde im I- 1777 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 388. — v. H.) 21. Neumanu ». Neumaiinswalban. Adam Friedrich N. erlangte am 3. Juni 1696 den böhm. Adelstand und Gottfried Leopold N. v. N. wurde am 26. Sept. 1673 in den böhm. Nitterstand erhoben, sv. Hellbach, Samml.) 22. Neuiua»» ». Pnchhoih. Jakob N. v. P. wurde im Jahre 1747 in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 182. - v. H.) 23. Neumanu v. Ncgcnsbcrg. Der Rittmeister Jakob N. wurde im I. 1821 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 388. - v. H.) 24. Neumaun v. Kolmberg. Heinrich N. wurde 1591 mit dem Beinamen v. S. in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) 25. Neumanu v. Wilmhos. Der k. k. ObcrlandeSgcrichtsrath zu Brünn, D. F. N., erlangte 1859 den österr. Adel mit v. W- sA. A. Zelt, von 1859.) Neumanu, s. Thum. Ncumanns. Von dieser bah er. Familie gibt nur das Wappen an v. Hefncr, bayer. Adel S. 100. T. 119. Ncumark, eine alte thüring. Familie, die von den nürn- berg'schen adlichen Patriziern abstammen soll. sPastorii Francon. rediviva. — Gauhc II. 866. — v. H.) ch Nrnmaycr sNeumair). Im Schild ein Hut, wie Dobcncck. Wilh. N. zu Mirschkofen steht in der bah er. Landtafel 1490. Ncunieycr, ö sterreichisch. Paul v. N- war 1796 Einnehmer bei dem k. k. Grcnzzollaufschlagsamt zu Ebenfnrt. sWicner Adreßbuch 1796.) Ncumüllcr. Der geh. Reichshofkanzlist Joh. Georg N. wurde im I. 1782 in den Neichsadelstand und als Ncichshofkanzlei- und Erpeditionsadjunkt nebst seiner Gattin, einer geb. Hclfrich, im Jahre 1806 mit „Edler von" in den Neichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 182. 383. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.) Neun, s- Recordin. -s Ncnneck, Nennegk, ein schwäb. u. rheinländ. Geschlecht, welches im 12. Jahrh. turnierfähig gewesen ist. Seine Burg gleichen NamenS lag im Württemberg. O.A. Frendenstadt, welches Amt ihm beinahe ganz cigcnthllmlich zugehörte. In Folge von Verschwendung und Schulden halber mußten die beträchtlichen Bestzungen im 16. Jahrh. nach und nach verkauft werden, und mit Wildhans v. N. ist das Geschlecht um 1664 ausgestorben. Die noch übrigen Allodicn, Glatt und Dürrmettstctten, fielen an die v. Landsce und v. Closen, s Griesinger 961. — Briest. Mittheilungen.) Die ehemals feste Burg ist zerfallen und in Banernhäuscr umgewandelt, so. Hattstcin II. 240. — Bucclini stemm. P. I. — Siebmacher I. 112. n. 11. — v. Meding II. n. 599. — Bürgermeister, vom schwäb. Reichsadcl 530. — Gauhe I. 1097. — Zedier XXIV. 294. — v. Hesner, -s schwäb. Adel S. 14. — v. H.) 1. Neuner, Michael, kais. Hofmundbeck, und dessen Brüder Hanns und Sebastian erlangten 1636 den Rcichsadelstand. sR. T. A- R.) 2. Neuner v. Drcitcucgg. Der Salzvcrsilberer Jgnaz Anton N. zu Hall wurde am 17. Juli 1791 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M. 234. — v. Lang, Suppl. 126. — v. H.) 1. Ncupaucr. Die Gebrüder Jakob, Franz Xaver, Mathias Josef und Heinrich N. wurden 1792 mit „Edle von" geadelt. sM. v. M. 234.) Der Großhändler und Merkantilrath Mathias Josef Edler v. N. wurde 1817 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 133.) Im I. 1857 erlangte der österr. Statthaltercirath Ed. Edler v. N. zu Oedenburg den Ritterstand. sA. A. Zeit, v. 1857.) Ob übrigens dieser Edle v. N. zu einem der 2 folgenden Geschlechter dieses Namens gehört, kann man nicht angeben. sKneschkc, Wappen IV. — v. H.) 2. Nrupaucr v. Drandhaufen. Der Hofrath des obersten Gcrichts- Hofcs in Wien, Dr. Fcrd. N., wurde 1860 mit v. B. in den rittermäßigen Adclstand erhoben. sA. A. Zeit., Mai 1860.) 3. Nenpaucr v. Arnberg, österreichisch. Gustav N. Edler v. F. stand 1857 als Untcrlieutenant im 30. k. k. Inf. Reg. 4. Neupuucr v. Nofenstcin. Der ObcramtSkontrolor Veit Leopold N- zu St. Veit in Kärnthen wurde im Jahre 1750 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 182. — v. H.) 5. Neupauer u. Mefenfeld. Der Salzvcrsilberer und Zollein- 96 Neup nehmcr Johann Georg N. zu Teschen wurde im I. 1742 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M,, Erg. 388. — v- H.) 4 Ncupaur v. Tauipach. Franz Wolf. N. v. T-, kurbayer. Rath und Pflegsverwaltcr zu Tölz, starb daselbst am 22. Dez. 1703. sv. Hefner. -s bayer. Adel S. 22. T. 18.) Ncupcrg, Ncnberg, Neippcrg, Neupurg, Neypperg, s. Neip- pcrg. Neurath, Johann Friedrich Albrccht Konstantin, aus Hessen gebürtig, Rcichskammergerichtsbcistzer, wurde 1791 in den Adelstand erhoben. Sein Sohn Franz Fürchtegott v. N., gleichfalls NcichSkammergerichtSbeisizer, starb als Württemberg. Justiz- Minister. Der Sohn des Lcztcrcn, k. Württemberg, geh. Leg.- Nath, Vorstand des k. geh. Raths, Minister der auswärtigen Angelegenheiten und zulezt des geh. Raths Präsident, wurde 1851 von König Wilhelm von Württemberg in den Frciherrnstand erhoben. sCast, Adelsbuch v. Württemberg. — K. Dorst n. I. A. Tyroff, Wappenbücher. — v. Hefner, württ. Adel S. lt). T. 12. — Kneschke, Wappen I. 310. II. 488.) Ncusorgc, ein kölnisches, um 1725 vorkommendes Stadt- Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 146.) Neustadt, Neysztad. Johann N. erlangte am 20. April 1673 den poln. Adel. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg hat schon am 6. März 1660 ihm seine adliche Abkunft bezeugt, sv- Ledebur II. 146. III. 316.) s- Ncustädtcr, Neustedtcr. Diese uralte adliche u. freiherrliche Familie stammt aus Franken, wo sie zu den ältesten Geschlechtern der unmittelbaren reichsfrcien Ritterschaft Orts Gebürg gehörte und ihren Stammnamcn von Neustadt a. d. Aisch erhalten hat. Im Bayreuth'scheu besaßen sie in den frühesten Zeiten das im 15. Jahrhundert an die v. Libichau (Lichau) übergegangene Rittergut Neustädtlein am Forst. Im 12. Jahrh. erhielten sie von einer tapfern Bestürmung einer Stadt den Beinamen Stürmer, den sie bis in das 17. Jahrh. beibehielten. Dieses Geschlecht ist am 9. Nov. 1638 erloschen. sFrhrl. Taschenb. v. 1856. — Biedermann, Geb. Taf. 343 —46. — Salver 426. 428. 492. — Zedier XXIV. 328. — Siebmacher I. 193. n. 13. — v. Meding III. n. 564. — v. H.) Neustem, s. Nouak; Novak. Neuster», s. Harasiewicz. Neustcttcr, Johann Kristof, wurde 1616 in den Adclstand erhoben. Johann Theofil v. N-, auch Neustädter, kais. österr. Fcldmarschalllieutenant, gest. 1822 zu Eperies in Ungarn, und seines älteren Bruders Sohn, Michael v. N-, Chef der kais. Hof- KriegSrathsbuchhaltung, wurden 1819 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 73- — R. T. A. R.) Ncuthul, s- Mardschleger. Ncuuiall, s. Leid es dorfer. Ncuweillcr. Der Artillerielieut. Josef N. wurde im I. 1805 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 234. — v. H.) 1. Ncuwirlh. Den Oberkriegskommissär Josef N. zu Prag hat der Kaiser im September des Jahres 1824 in den österr. Adelstand erhoben, sv. H.s 2- Ncmvirth und Aichclfcls. Leonhard N. wurde im I. 1703 mit N. u- A. in den böhm. alten Nittcrstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 182. — v. H.) Neue, Johann Philipp, auö Flandern, wurde 1715 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) — Ney s- Neucnur, alte Grafen, welche aus dem Geschlechte der Grafen v. Aar hervorgegangen, auö welchem auch die Grafen v. Hoch- staden stammen. Sie führten einen schw. rechtssehenden Adler in G-; die Grafschaft lag im Jülich'scheu, auch hatten sie Bestzungen in Köln. Adolf, gest. 1589, war der Lezte des Geschlechts. (Fahne I. 302. II. 106.) S. Nuenar. Noveril v. Gisllla-Narsaud, ungarisch. Karl N. v. G.-V. war 1835 wirkt. Hofsekretär beim ungar. Hofrath und Hofrath in Wien. Wahrscheinlich ein Nachkomme des 1789 geadelten Josef N., k. k. Raths und Hofsekretärs. Ncvcu v. Windschläg. Diese im Großhcrzogthum Baden grundherrlich begüterte Familie stammt aus Anjou in Frankreich. Karl N. de la Folie verließ sein Vaterland im Anfange des 30jährigen Krieges, ward Oberst in österr. Diensten und dann Landvogt in der Orten au, und mit der daselbst gelegenen Herrschaft Windschläg von K. Leopold I. beschenkt. Im I. 1669 (nach dem Taschenbuche der frhrl. Häuser auf 1848 im I. 1700) wurde er in den Freiherrnstand erhoben. Franz Xaver Frhr. v. N. starb 1828 als der lezte Fürstbischof zu Basel. Josef Wilhelm N. v. W-, geb. 1782, war kais. österr. Kämmerer u. Gesandter am kais. brasilian. Hofe. Die Familie besizt noch jezt Windschläg und He SP eng rund bei Offenburg als Majorat. sCast, Adelsb. von Baden. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1848 und >856. — Kneschke, Wappen II. 319. 494.) Ncwcu v. Ncwciistcin. Der k. k. Hofpoet Joh. Karl N. in Wien wurde 1733 mit obigem Beinamen in den R. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 388. — v. HI s- Acwcustcin. Die v. N. waren ein edles Geschlecht zu Hall in Schwaben. Bei den im Jahre 1340 daselbst wegen den Kcllerhälsen ausgekrochenen Händeln verließen sie die Stadt und mögen seitdem längst erloschen sein. Wappen: Im w. Schild ein r. Steinbock, auf dem Helme zwei w. Flügel. sCrusius, schwäb. Chronik I. 799. — Siebmacher V. 256.) Ncwcschinski, ein westpreuß. Geschlecht. W.:? sv. Ledebur II. 146. III. 316.) Gleichbedeutend mit Niewieszczynski, Niewies cinski. 1. s- Ncqdcck, Neideck, Neudeck, eine österrr. und steyer- Familie, die schon im I. 1250 mit ihrem gleichnamigen Stamm- Schlosse in Krain vorkommt, wovon das lezte Familienglied gegen das Ende des 17. Jahrhunderts ausgestorben ist. sWurmbrand, Collect- gen. — Bucclini stemmst. III. 4. — Spcner, Hist. infigu. p. 501. Taf- 19. — Brandis, tiroler Ehrcnkr. — Gauhc 1. 1098. II. 781—85. — Zcdler XXIV. 422. XXVI. ,632. — v. Meding III. 565. — v. H. — Siebmacher I. 39. n. 5.) 2. st Ncqdcck, Neideck, eine fränk. Familie, die im ehemaligen Ritterkanton Gebürg seßhaft war und erloschen ist. sSiebmacher II. 26- — v. H. — Biedermann, Geb. Tab. 34! u. f. — Salver 229. 230. 238. 245.) 3. Ncydcck, Ncideck, eine schles. Familie, die im I. 1383 auf Penkeudorf in Schweidnitz lebte. sSinap II. 835. — Gauhe II. 786. — v. H.) Von den Schenken v. N-, einer schweizer Familie, deren Wappen Siebmacher, II. 138, gibt, s. Schenken. Neqdccker auf MhrcnlM. Der vormalige k. bayer. Hauptmann Johann Josef Philipp N. wieö durch seine koburg. Lchn- Briefe seinen Adel bis auf's Jahr 1683 nach. sv. Lang S. 127. - v. Hefner, bayer. Adel S. >00. Taf. >20.) Kaiser Ferdinand nahm Ney — Nie 97 die bamberger Patrizierfamilie N. 1534 in den einfachen Adel auf- sBambcrger Jahrbücher von W. I. Jack S, 256.) NeqdeW, s- Rindsmaul; Schenk. Ncylchardt, s- Neid Hardt. Ncydifscr. Die Brüder Johann Jakob und Georg Sigmund R., Gewcrken in Kärnthcn, wurden im I. 1771 geadelt. sM. v. M 234. - v. H.) f Ncyffcn, Reifen, Neuffen, Nieffen, Neiffen, Freiherren, die zulezt Grafen von Maurstctten in Schwaben wurden. Vergl. Neuffen. sMarsch. v. Pappenhcim, Histor. Pappenh. C. 67. 82 u. f. — Hübner, genealog. Tab. It. B. Taf- 518. — Crufii Annal. Suev. P. II. Lib. 9. c. 6. ^ Döderlein. Matth, a Pappenh. Enucleat. p. 48. — Zedier XXIV. 423. — v. H.) Neynian», N.-Splawa, ein polnisch-posen'sches Geschlecht, welches am 26. Okt. 1775 den poln. Adel erhielt, sv. Ledebur II. 146, wo auch das Wappens Ncqmeyr. Der k. k. Feldkriegskassier Mathias N. wurde im I. 1736 in den Reichsadelstand erhoben- fM. v. M., Erg. 388. — v. H.) Ncqß v. Neyjscnfcls. Joh. Georg N. wurde im I. 1753 mit dem Prädikat v. Neyssenfels geadelt. fM. v. M., Erg. 389. - v. H.f Ncytur, Netter, eine im 14. Jahrh. vorkommende Familie, welche im Fulda'schen Lehngüter besaß. sSchannat, Client. Fuld. >35. — v. Meding III. n. 666. — v. H.) Niliclungus, Nebelongus, ein im 8. Jahrh. vorkommender frank. Graf, der mit K- Karl d. Gr. einen gemeinschaftlichen Stammvater an dem französ. Majordomus Pipin gehabt hat, und dessen Großvaters Bruderssohn war. fEckhart, Com. de reb. Franc, orient. et episc. Wurceb. I. 2t7. 743. II. 176. — Zedier XXIV. 431. — v. H.s Mler, Emanuel, Doktor und Rechtsanwalt, erlangte am 1. Febr. 1823 den bayer. Adelstand; auf Pirnbach. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 166. T. >26. — Kncschke, Wappen IV.) Nicclli, ein gräfliches Geschlecht in den preuß. Rheinlanden. Karl Graf v. N. war um 1844 Obersteuerkontrolleur zu Neuß. Etwas Näheres über diese Familie ist dießorts nicht bekannt, fv. Ledebur II. >46. — Grcifl. Taschenb. von 1864.j s Nichusc», eine ausgestorbene adliche hildesheim'sche Familie, fv. Wolframitz, Zusätze zu v. Meding, von adl. Wappen. Mspt. I. 89.) Rick v. Nickftld. Der Pens. Hauptmann Joh. N. wurde mit dem Prädikat v. Nickfeld geadelt. fM. v- M. 234. — v. H.) f Nickel, Nückel, eine niederrheinische Familie; besaßen Coslar im Jülich'schen. fv. Ledebur II. 157. — Fahne I. 366. — Siebmacher IV. I34.f Rickelli. Die Brüder Kristof und Jgnaz N., beide österr. Unterlieutenants, wurden im I. 1780 in den R. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 389. - v. H.) Nickcritz, Nickritz, aus dem Meißnischen stammend. Das Geschlecht kommt 1459 in Nikolaus v. N. als Vogt der Neumark vor und ist noch in neuerer Zeit — 1777 — in Preußen begütert, sv. Ledebur II. 146.) Wappen? Nickisch, ein sch lesisch es, aus Böhmen stammendes Geschlecht, dessen Stammst; Roseneck im Liegnitz'schcn gelegen und das auch im Fürstenthume Oppeln begütert ist. Es erhielt dasselbe in der Person des Johann N. im I. 1623 den Adclstand mit dem Beinamen v. Roseneck. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 146. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. III. 316. -- Dorst, schles. Wappenb. n. 57. — R-T-A. R- — Sinap I. 663 II. 836. — Sicbmachcr IV. >34, n. 6. — v. Meding III. n. 567. — Gauhe I. 1699. - Zedier XXIV. 523. - v. H.f Nicki v. Nicklslicrg. Der Sekretär der vereinigten Hofkanzlei, Karl N., wurde im I. 1817 mit „Edler v. Nicklsberg" geadelt. sLeupold I. Th. 3. B. 566. — M. v. M. 234. — v. H. — Kneschke, Wappen II.) 1' Niclot, eine ausgestorbene sächs. Familie, auö der noch im Jahre 1668 Einer vorkommt in Müllcr's sächs. Annalcn 478. fZedler XXIV. 525. — v. Ledebur II. 146. — v. H.f Nicod v. Zeina«. Franz Taver Zt. wurde im I. 1781 mit dem Beinamen v. Z. geadelt. fM. v. M., Erg. 389. - v. H .f Nicola v. Lündtslirnn. Joh. Kristof M., welcher im 30jährigen Kriege in kais. Diensten von der Muskete an bis zum Obersten sich hinaufgebracht, dann aber knrmainz. Amtmann zu Nöttingen geworden und nach Abgang der v. Lündtsbrnn das Stammgut dieser Familie, Lindsbrun, an sich gekauft, wurde 1653 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sR. T. A. R.) 1. Nicolai, Anton Franz, kais. Reichshofrath, wurde 1689 mit „Edler Herr von" in den Ndelstand erhoben. sR. T. A.R.^j 2. Nicolai, Ferdinand Friedrich, herzoglich Württemberg. Artillericlieutenant, wurde im I. 1756 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R.) 3. Nicolai, Kristian Vollrath, erhielt 1791 ein Adelsdiplom. fR. T- A. R.) 4. Nicolai. Die Freiherren v. N. in Rußland sind deutscher Abkunft. Heinrich Ludwig N., geb. am 29. Dez. 1737 zu Straßburg, wurde Lehrer des Großfürsten, nachherigen Kaisers Paul von Rußland. Er starb 1820 auf seinem Gute in Wido rg. Wahrscheinlich wurde derselbe geadelt und in den Freiherrnstand erhoben. Die russ. Diplomaten dieses Namens sind dessen Söhne und Enkel. fDipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 297.j Nicolartz, Robert Heinrich, niederländ. Rath und General- Auditor der niederländ. Kriegsvölkcr, wurde 1716 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.^j Nicolaus v. Ehramftld. Der österr. Fändrich Anton N. wurde im I. 1809 geadelt. sM. v. M., Erg. 389. — v. H.) Nicoleti, Nicoletti. Die Brüder Joh. Kaspar N., kais. Gestüt- Meister, u. Joh. N. wurden im I. 1700 in den R.Adelstand erhoben. Sie stehen zweimal bei M. v. M., Erg. 389, und zwar hintereinander, einmal mit einem und einmal mit zwei t. sv. H.) Nicolich v. Weltes. Der österr. Pens. Oberstwachtmeister Theodor N. wurde im I. 1772 mit dem Prädikat v. W. geadelt. fM. v. M., Erg. 389. - v HO Nicolides v. Pindo. Der Doktor der Arzneikunde, Joh. N., und seines Bruders Sohn Eustach N. (aus Mazedonien gebürtig) wurden im I. 1791 mit dem Beinamen v. P. in den rcicbs- und erbländ. Adclstand erhoben. sM. v. M. 235. — v. H.) Nicolits v. Nudna. Der Gutöbesizcr I. N. v. R. wurde 1854 von Oesterreich in den Freiherrnstand erhoben. fA. A. Zeit, von I854.f Nicollich u. Moflar. Der Oberlieut. Michael N. wurde im Jahre 1795 geadelt. sM. v. M.. Erg. 389. — v. H.) 1. Nicola. Der schles. Kammerrath St. Dominik N. wurde im I. 1734 mit „Edler von" in den Reichs- und erbländ. Adelstand erhoben. sM. v. M. 235. - v. H.) 13 98 Nie — Nie 2. Nicola di Santo zu Stachldcrg. Die Brüder Nikolaus Anton und Joh. N. wurden im I. 1735 mit gedachtem Beinamen geadelt. )M. v. M., Erg. MV. — v. H.Z Niczkh v. Niczk, ein uraltes ungar. Geschlecht, welches um 1100 Jäck hieß u. erst nach Erwerbung des Gutes Niczk 1324 den Namen Niczky gebrauchte. Im I. 1765 wurde Kristof v. N., oberster Landesrichter von Ungarn w., Graf von Jemes, in den Grafenstand der gesammtcu österr. Monarchie erhoben. fHyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Fam. Oesterreichs II. 163. 1852.) Nidcck, ein oberrhcin. Geschlecht, das um Worms Verschiedeue Lehngütcr besaß, die nachher die v. Helmstat an sich brachten. sSchannat, Hist. episc. Wormat. I. 271. — Zedier XXIV. S. 687. - v. H.s Uidcrl Niderburg. Der Arzt Sigmund Franz N. zn Klagenfurt wurde im I. 1738 mit dem Beinamen zu Niderburg geadelt. (M. v. M>, Erg. 389.) Jezt ohne Niderburg. (v. H.) Nidcröst. Der Generalfcldwachtmeister :c. Josef Franz Anton v. N. und sein Bruder Jodok Rudolf wurden im I. 1736 in den Ncichsfreiherrnstand erhoben. (M- v- M. 73. — v. H.) Wlcs, s. Ellison. Nicbaucr, Ernst, kais. österr. Hofsekrctär, wurde 1841 geadelt und 1856 in den Ritterstaud erhoben. Nicbcckcr, ein in den preuß. Staaten wohnhaftes Geschlecht, aus welchem sich Mitglieder im preuß. Heere befinden. Just Rudolf Ludwig v. N., Hofrath zu Gondershausen, erhielt am 8. Mai 1806 den schwarzbnrg-sonderShausen'schcn Adel. sv. Hefncr, schwarzburg. Adel S. 53. T. 4. — Sachs. Wppb. V. 18, wo sie als Freiherren aufgeführt werden. — Siebmacher, Suppl. XI. 4. — v. Ledebur II. 1461 Nicbclschütz, Nibcschutz, insgemein Nicbclschütz, angeblich wend. Abkunft, in Schlesien auf dem Stammhause Bartsch seßhaft. sHörschelmanu's Samml. 54. — Neues geneal. Handb. 1777. S- 333. 1778. S. 353. — Sinap I. 665 — 74. II. 843 u. f. — Siebmacher I. 61. n. 3. - v. Meding I. n 575. - Zedier XXIV. 692-35. - Gauhe I. t133. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. >46. III. 316. — Dorst, schles. Wpp n. 53. — v- H. — Kneschke, Wappen III.) st Niedert. Joh. Adam v. N., Generalvikar in Augsburg, -j- 1748. Nicberlc. Der Sekondrittmeister Leopold N. wurde im Jahre 1773 geadelt. sM. v. M., Erg. 393. — v. HO Nieborouiski, früher auf Nieborowski in Schlesien. W.: Rownia. sv. Ledebur II. 147-1 Nicborski, auf Przylubie im Großherzogthum Posen. W.: Lubicz. sv. Ledebur II. 147-1 Nicbuhr, M. C. N., geh. Kabinetsrath, wurde 1857 in den preuß. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1857. — v. Ledebur III. S. 316, ohne Wappen-Angäbest Nicczufa. v. Ledebur II. 147 Wappcnbeschreibung. Nicderbach, auf Markehnen u. Mest innen in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 147-1 Nicdcriahnstcin, s. Wenz. Nicdcrmann v. Maqcnscld. Der k. k. österr. Oberstlieut. N. wurde im I. 1310 mit dem Prädikat v. M. geadelt. sM. v. M. 235. - v. Hst 1. Niedermayer. Der Zollamtskontrolor Gottfried N. wurde im Jahre 1740 in den böhm. Adelstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 333. - v. Hst 2. Niedermaher v. Nothdorf, der röm. Kaiserin Kammerdiener, erlangte im I. 1627 den Adelstand. sR-T. A. R) Niedcrmayr auf Altcnburg, ein seit dem I. 1666 adliches und seit dem 23. Sept. 1734 frciherrl. Geschlecht, in welchen lezteren Stand der Kurfürst Karl Albrecht dasselbe erhoben hat. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 43. T. 43; Erg. Bd. S. >7. — Kneschke, Wappen I. 311. — v. Lang 191. — v. Hst Nicdcruau, alte schwäb. Ritter, welche noch 1415 auf der Burg Nicdernau im Württemberg. O.A. Rottenburg hausten. sGriefinger 367st Niedernfels, s. Mayerhofer. Niederstetten. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen hat den Negierungsrath und Generalkonsul N. zu Warschau in den Adelstaud erhoben, sv. Zedlitz.) Er starb 1846. sv. Ledebur II. I47st Niedcrstohing, s. Stain. Niederwerth, s. Soudain. Nicdrowski, in Westprcußen seßhaft. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 147st Nicdziclski, wahrscheinlich galizisch. Ladislaus Ritter v. N. stand 1857 als Hauptmann im 15. k. k. österr. Inf. Reg. Niedswiccki, auf Czerlin in Preußen. Wappen: Topacz. sv . Ledebur II. >47. III. 3l6st Auch Niedzwiedzki. W.: Pobog. NiegolcwM, im Großherzogthum Posen begütert. Wappen: Grzymala. sv. Ledebur II. 147. III. 316st Niel», eine westfäl. Familie, die in der im Stift Paderborn gelegenen Stadt Riem entsprossen u. von den v. Nehem (Nehm) verschieden ist. sGauhe II. 806. — v. H-1 Niemand, s. Niemitz. Nicmann. Zacharias v. N. bestzt seit 1760 Wälsikow bei Prenzlow. Die Familie stammt aus Mecklenburg. W.:? sv. Ledebur II. 147.) Nicmbfch v. Itrchlcnau. Der Oberst Josef N. wurde im Jahre 1820 mit „Edler v. S." geadelt. Sein Enkel war der bekannte Dichter Leu au, welchen Namen — abgekürzt aus Strehlenau — er um 1825 zu führen anfing; er starb am 22. Aug. 1850. (Schwab. Merkur vom 16. Okt. 1853, wo eine ausführliche Lebens- Bcschrelbung zu finden ist- — M. v. M., Erg. 393. — v. Hst Niemczcwski, ein poln. Geschlecht. Wappen: Rawicz. (v. Ledebur II. 153, unrichtig als Nimbschefski angegeben; III. 316.) Nicmcck, eine meißnische Familie, deren Stammhaus unfehlbar das Städtlein Niemech, 3 Meilen von Wittenberg gelegen, war, und welcher Kaiser Karl V. am 3. Juli 1525 einen neuen Wappenbrief ausfertigen ließ, der bei König, III. 780 u. f., zu lesen ist. sGauhe I. 1131. - König III. 778-85. - v. Ledebur II. 148. - Kneschke, Wappen III. — v. Meding III. n. 567. — v. H.) Niemeh v. Elbenstcin. Der Feldartilleriefcuerwcrker Sam. N. wurde im I. 1762 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 393. — v. H.) Niemih, ehedem Niemand, ein ursprünglich sächsisches, nachher in der Grafschaft Gl atz seßhaftes, aber im 18. Jahrh. abgegangenes Geschlecht, dessen Stammhaus Nemeth in Meißen lag. sSiebmachcr I. 57. — v. Ledebur II. 148.) Konrad Ferdinand v. N., gest. 1759, war der Lezte des Geschlechts. sSinap I. 674. II. 674-76. — Gauhe I. 1131. - Zedier XXIV. S. 766 u. f. - v. Hst Niem - Niemirqcg, ein wahrscheinlich poln. gräfliches Geschlecht, aus welchem Mitglieder um 1760 im preußischen Heere standen, fv. Ledebur II. 148. III.316) Wappen: Klamry. Nicmofewski, auf Kowroz und Sluzewo im Kr. Thorn. Johann N. war 1614 Kastellan von Kulm, Mathias N. 1623 Wojwvde von Pommer eilen. Wappen: Rola. fv. Ledebur II. 148. III. 316.) Nicmojowski, angesessen im Großhcrzogthum Posen. Wappen: Wieruszowa. fv. Ledebur II. 148.sj Nicmqie-Nicunfsky. Mathias N--N. wurde im I. 1783 in den galiz. Freiherrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 82. — Tyroff II. 272. - v. H.) Nicinir, s. Nuenar. Niciilieck. Künike v. NYenbeck in einem Brief Markgraf Ludwig's von Brandenburg 1335. fCod. Brandenburg. XIII. 322.) 1. Nienburg, Nieuborch, ein nieder sächs. altes Geschlecht, das im I. 1214 schon vorkommt. Peter v. Nyenborch, Zeuge in einem brandenburg. Brief 1318. fv. Ludwig, Reliq. Mspt. V. 21. X. 22. — Zedier XXIV. 769. - v. H.) 2. Nienburg. Giesel« Agnes v. Rath, Gemahlin des Fürsten Emanuel Leberecht zu Anhalt, wurde 1694 zur Gräfin v. N. erhoben. Nienburg ist ein Städtchen im Herzogthum Anhalt- Köthen, woselbst eine Abtei war, deren weitläufige Gebäude das jezige Schloß bilden. Niendorf. Theodericus de Niendorf), dictus Meyer, testis in einem walken rieder Brief 1282. sUrk. Buch für Nieders- II. 309.) f Nicudorp, Niudorp, ein bremen'sches, mit Otto v. N. im 17. Jahrh. erloschenes Geschlecht. sMußhard 411. — v. Meding I. n. 376. — v. H.) Niendorf!, s. Schenk. Nienhus, Neuwenhausen. Die Familie stammt aus dem Cleve'- schen und soll noch in den Niederlanden blühen. Sie kommt 1436 vor. fFahne I. 305. — v- Ledebur II. 148.) Nicnkirchcn, s. Neukirchen. Niering v. Hochhcim. Der Domkanonikus Paul Ferdinaud N. zu Brünn wurde im I. 1817 mit v. H. in den Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 182. - Kneschke, Wappen III. - v. H .s Weroth, ein schwedisches, seit 1637 u. 1706 frciherrliches und gräfliches Geschlecht aus Liefland, welches in Preußen Loßgehnen, Kreis Friedland, besizt. Es führt in G. 3 blaue Schrägrcchtsbalken. (Das roten bürg er Stadtgeschlecht Neuroth führt ein fünfmal schräglinks getheiltes schw.-w. Feld.) sSiebmacher V. 247. — v- Ledebur II. 148. III. 316.f Nicfcincuschct, Niesemeischel, ein schles. Geschlecht, das mit den v. Thader einerlei Herkunft hat und vom böhm. Herzog Nizamislo abstammen soll, auch im I. 1012 schon vorkommt. fv. Ledebur II. 148. — Sachs. Wppb. VI. 68. — v. H. — Kneschke, Wappen III. — Sinap I. 676. II. 843. — v. Meding I. n. 577. — Zedier XXIV. 838 u. f. — Gauhe I. 1102 u. f.) Niesenburg. Joh. Nießner wurde am 30. Juli 1699 mit dem Namen v. Niesenburg geadelt. Johann Josef v. N. war 1743 Kanzler des Stiftes Leubus. fv. Ledebur II. 148.ss Niefeiicr, Wilhelm Heinrich, holländ. Kapitän, wurde 1790 geadelt. fR.T.A.R.) - Niez 99 Nieser v. Itainstrossen. Josef N. erlangte 1602 den Adelstand mit v. S. fR. T. A. R.ss Nielemand. Seit 1806 kommen im preuß. Heere einige Offiziere v. N- vor. fv. Zedlitz.sj Ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. 148.s Niestolossluf, wahrscheinlich ungarisch. Viktor v. N. stand 1857 als Oberlieutcnant im 2. k. k. österr. Inf. Reg. Vergl. Niesiolowski. Niefiotowski, in Westprenßen und Posen begütert. W.: Kurzbach. fv. Ledebur II. 148.) In Oesterreich bcdienstet 1857. Niest v. Maiendors. Der österr. Oberstlieut. I. N. wurde 1851 mit v. M. geadelt. fA. A. Zeit. v. 1851.s 1. Niesner u. Griiocnbcrg. Der kais. österr. Major I. N. wurde 1829 init v. G. geadelt. fM. S.) 2. Niesner o. Gravenhof. Der österr. Unterlieut. N. im Jnva- lidenhause zu Wien wurde 1861 mit v. G. geadelt. sA. A. Zeit., Juli 186l.f Nicfobia. v. Ledebur, II. 148, Wappenbeschreibung. Aicsuiiastowski, auf Slupia. Wappen: Nalcncz. fv. Ledebur II. 148. III. 316.) Niest v. Niestbach. Der Major Eberhard N. wurde im Jahre 1321 mit dem Beinamen v. Nießbach geadelt. fM. v. M., Erg. 390. - v. H.) Niethammer, Dr. Adolf, Rcgierungsrath, Bcsizer der Hof- Marken Mengkofcn, Hofdorf, Bnchhausen und Forst, wurde 1830 vom König Ludwig von Bayern geadelt, fv- Hefncr, bayer. Adel S. 100. T. >20. — Kneschke, Wappen IV.) Nichkowslu, ein poln. Geschlecht von gutem Adel, aus welchem einige Mitglieder als Offiziere im preuß. Heere stehen, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 147.) Wappen: Kosziesza. Nicnland. Die Grafen v. N. stammen aus den Niederl anden. Ein Graf v. N. ist Postmeister in Züllichau. Dieses Geschlecht (denn es gibt deren zwei) führt in B. einen Helm. Das andere ebenfalls niederländ. Geschlecht führt in S. einen wellenförmig gezogenen Querbalken, roth oder blau. Es ist in der Betuwe begütert. Einige Mitglieder der Familie standen in kurpfälz. Diensten als Oberste, fv- Ledebur II. 148. — Fahne I. 307.) Beide Geschlechter sind gräflichen Standes, fv. Zedlitz.) Vergl. Nuland. Nicupsrt, wahrscheinlich aus den vormaligen österr. Niederlanden. Im I. 1835 war eine Vikvmtesse v. N., geb. Gräfin Murray, Sternkreuzordensdame. Nicwadowski, kommt nur 1827 in einem preuß. Kapitän vor. fv. Ledebur II. 148. III. 316.) Wappen: Dolenga. Nicmiadomski. Das Stammgut dieser Familie istNiewiadom im Kreise Nybnick. Im preuß. Heere standen stets mehrere Offiziere aus diesem Geschlechte, fv. Ledebur II. 148.) Auch im 24. k. k. österr. Inf. Regiment stand 1857 ein Ladislaus v. N. als Kadet. Nicmiescinski, ein preuß. Geschlecht, aus welchem Stanislaus v. N- um 1694 Kastellan von Elbing u. Anton v. N. 1772 Land- Fändrich vonBromberg war. Wappen: Przegonia. fv. Ledebur II. 149.) Niczgoda. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 149. Niczuchowski, in Hinterpommern seßhaft. fSiebmacher V. 166. — v. Ledebur II. 149.) 13* 100 Niez — Nit Niezqchowski, auf Nieswiatowice, Landr. 1849. W.: Pom! an. sv. Ledebur II. 149. III. 3>6,1 Nissen, s. Neyffen. Niger, s. Varilä. Nigcrodc, ein eichsfeld'sches Geschlecht. sWolf, eichsfcld. Urk.Buch 16. - v. H.) Nigroni v. Nisimbnch, auch Nie send ach jezt geschrieben. Schon 1217 sollen angeblich zwei Brüder N. aus Mailand von Kaiser Friedrich II. geadelt worden sein (d. h, vielmehr zum Ritter geschlagen) mit dem Beinamen v. R, Die Familie erlangte später vom Grafen Florian von Sora, Hofpfalzgrafen, Bestätigung des Adels nnd Beinamens. Thomas Niklas N. v. R. erlangte 1989 den Ritterstand. sTaschenb. der frhrl. Häuser für 1843 u. 1857. — Tyrofs II, 293.) Der erste Kreiskommissär im kaur- zimer Kreise, Peter Ferd. v. N., wurde im I. 1898 in den Freiherrnstand erhoben. )M. v. M. 73. — v. H.) Nigronq, s- Schmidt. Nikicsich v. Schmidtseld- Der Hauptmann Josef N. wurde im Jahre 1762 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M. 235. — v. H.) Nikolesko. Gregor v. N. stand 1857 als Kadct im 6. k. k. österr. Inf. Regiment. Nikoliö v. Icrbogrnd. Stefan N. v. S. war 1857 Oberlieut. im 6. k. k. österr. Ul. Regiment. Nikclsberg, österreichisch. Heinrich Edler v. N. war 1796 Kontrolleur bei der k. k. Bankozettelhauptkasse. sWiener Adreßbuch 1796.) Nikoromicz. Der Präses des galiz. Wechselgerichts, Gregor N., wurde im I. 1781 in den galiz. Ritterstand erhoben. Der Assessor des galiz. Wechsclgerichtö, Dominik N., wurde im Jahre 1782 in den galiz. Ritterstand und der Kaufmann Josef N. im Jahre 1788 in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 182- 396. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.) Niksich, s. Raikovich. Nilkheim, s. Mer gen bäum. Niilcr. Martin Josef N., Oberungelter ic. zu Auerbach, erhielt vom Kurf. Mar. Josef III. von Bayern am 23. März 1766 das Adelsdiplom, sv. Lang 459. — v. Hefner, bayer. Adel S. 166. T. 126. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.) Niminerooll v. Nimmcnau. Georg Ernst N., k. Nichter zu Znaim in Mähren, wurde 1633 mit obigem Beinamen geadelt. sR. T. A. R.) Nimptsch, Nimbtsch, Nymptsch, Nimtsch, Nymiz, Nempfi, eine schles. Familie, die von K. Ferdinand II. die Freiherrn- u. von Kaiser Leopold die Grafenwürde erhielt und zuerst im I. 1319 vorkommt. Friedrich und Sigmund v- N. wurden am 19. März 1669 böhm. Freiherren; Johann Heinrich Frhr. v. N- wurde am 5. Febr. 1699 böhm. Graf zu Oels. Dem Grafen Ferdinand v. N., Frhrn. zu Oels wurde im Jahre 1732 der Titel Graf v. Nimbtsch, Freiherr und Fürst v. Oels ertheilt- Die gräflichen und frhrl. Linien sind erloschen, nur die adliche blüht noch. >Dorst, allaem. Wppb. 38. — Taschcnb. der gräfl. Häuser 1844. — Dipl. Jahrb. für den prcuß. Staat 1843. S. 265. — v. Ledebur II. 149. III. 316. - Dorst, schles. Wppb. n. 361. - M. v. M. 26. - v. Zedlitz. — Kneschke. Grafenh. — Adl. nimpt'sche Ahnen- u. Stammtafeln für Ernst Gottlieb v. N., im I. 1691 von 3 Rittern beschworen beim Ritterschlage zu Sonncnburg, ist besonders gedruckt im I. 1746, fol., u. ist wahrscheinlich dieselbe, welche sich in Zcdlcr's Univ. Lexikon, XXIV. 954, mit >6 Wappen der Auen in Kupfer gestochen befindet. — Spanqenbcrq Adelsspiegel lt. 217. - Gauhe I. 1163. - Sinap I. 63-68.'ll. 15, —158. — Zedier XXIV. 945—66, aus verschiedenen schriftl. Nachr. — v. Schönberg, Ad. Scheinst. I. 217. 349 u. f. — Namen der Herreu v. N., von welchen in den Registraturen bei der k. Landes- oder Lehns- Kanzlei der beiden Fürstcnthümer Schweidnitz u. Jauer von 1368-1769 incl. Mcntion geschieht; in Duelli Exccrpt. genealog.hist. p. 316 seqq. - v. H.) Nimptsch, s. Weyher. Nimrichtcr, Hanns, Bürger zu Ig lau und Handelsmann zu Wien, wurde 1614 geadelt. sR-T. A. R-) Nimschcsski. Dieser Name kommt nur in der Person eines preuß. Obersten v. N. 1764 vor- sv. Ledebur II. 159.) W.:? Siehe Niemczcwski. Nindorf. Von diesem Geschlechte beschreibt, ohne ein Land anzugeben, wo eS blüht, blos von einem Krcuzgangfenster des Klosters Ebstorfs das Wappen v. Meding, I. 573. Es ist aber dieses Wappen von dem der v. Nindorp oder Niendorf? ganz verschieden, sv. H.) Nippel v. Wcycrhcim. Der österr. Hofrath beim Oberlandgericht, Dr. F. N., Ritter der eis. Krone, wurde 1861 mit v. W. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juli 1861.) 's Nippenburg, ein sehr altes schwäb. Geschlecht, welches das württemberg'sche Erbschenkenamt besaß. Die Familie ist 1646 erloschen und die Grafen v. Bissingen fügten den Namen dem ihrigen zu. Sie waren tübing. und Württemberg. Vasallen und sind 1257 zuerst erschienen. S. Bissingen. sv. Hcfncr, -s schwäb. Adel S. 14. — Griesinger 971. — Bucelini stemmst. I. — Siebmacher I. III. n. I. — v. Hattstein II. Suppl. 51. — v. Meding III. n. 568. — Bürgermeister, vom schwäb. Reichsadel. — Spangenberg, Adelsspiegel II. — Gauhe I. 1164. — Zedier XXIV. S. 989. - v. H.) Nischcr v.Falkeiihofcn. K. N., Vicedirektor des wiener Polizei- Amts und Regierungsrath, wurde 1869 mit v. F. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Mai 1869.) Nilchwih, Nitzschwitz, ein sächs. Geschlecht, das aus der Oberlausitz gekommen, wo es sein Stammhaus gleichen Namens gehabt hat. Die Familie war oder ist in Sachsen nnd in Preußen angesessen, sv. Hefner, sächs. Adel S. 46. Taf. 45. - v- Ledebur II. 156. — Kneschke, Wappen III. — Sicbmacher I. 162. n. 12. — v. Meding I. n- 579. — Gryph, vom Ritterorden 298. — Hönn's koburg. Chronik I. 65. — Gauhe 1. 1164 u. f. — Zedier XXIV. S. 998. — v. H.) Nissel v. Wirthhcim. Der Oberstlieut. Joh. N. in Böhmen wurde im I. 1817 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M., Erg. 399. — v. H.) Ob der 1894 bei den Württemberg, schwarzen Jägern als Lieutenant gestandene und aus Wien gebürtige Heinrich v. N. zu dieser Familie gehörte, ist dießorts unbekannt. Nissen. Schild getheilt, oben ein Löwe, unten drei Kugeln. Georg Niklas v. N., k. dän. Staatsrath, 's zu Salzburg am 22. Jän. 1826, alt 65 Jahre. Nisiimh, eines der ältesten thüringen'schen n. meißnischen Ge schlechter, sv. Ledebur II. t56. — Siebmacher V. 71. n. II. 133. n. 3. — v- Meding I. n. 586. — Knauth, prodr. Misn. — Gauhe I. S- 1165. — Hartmann's Samml. — Zedier XXIV. 1616 u. f. — v. H.) Nitraq, ungarisch. Matthäus v. N. war 1796 Sekretär bei dem ungar. Statthaltereirath. sWiener Adreßbuch 1796.) Nitschc, Besizer des Städtchens Morglisse und mehrerer Dörfer, wurde 1895 von Kaiser Franz II. geadelt. sM. S.) Nitschkc. Der Hofkammerrath Johann Georg N. wurde im Nit — Nol 101 Jahre 1715 in den Reichsadelstand erhoben. Schon 1634 hatten Kristof u. Abraham N. in Görlitz einen Wappenbrief erhalten, fv. Ledebur II. 150, — v. H. - M. v. M., Erg, 390-1 Nitfchko, s. Litschko. Nitta, s. Demeter. Niltra, s- Zerdahelly. Uitzki, ans Schwenten in Westpreußcn. fv. Ledebur II. 151 .111.316-1 Wappen: Radwan. h Niuhcim. Stammhaus vielleicht Neuhansen bei Engen oder am Rheinfall. Adelbot de N. 1683 in schaffhausen'schen Urkunden. Hainricus de Nuwenhusen 1258 war sicher von Neuhausen am Rheinfall. ß Mar, Mathias, erlangte 1679 einen Reichsritterbricf, Mathias v. N., ff zu München am 25. Mai 1681 als der Grafen v. d. Wahl Hofmeister. Wappen: Gcviertet, ein Löwe mit Schwert und ein Adler. fR. T. A. NJ Vir, s. Schnehen. Nir >>. Hoheneck, s. Hoheneck. h Nirdorf, Fräiyl von. Maria v. N., geb. v. Win dt er- föller, Hrn. Kristof Fränzl's v. N., Wachtmeister beim kur- bayer- Leibregiment „Graf Arco", Gemahlin, 1683. Nook de Hmiqad, ungarisch. Joh. N. de H. stand 1857 als Hauptmann im 46. k. k. österr. Inf. Reg. Michael N. de H. war gleichfalls Hauptmann in demselben Regiment. Nolictär v. d- Grachc, Johann, erhielt 1636 Bestätigung seines Adels. sR.T.A.R-1 Nobili, österr.-italien. Adel. Johann Graf v. N. war 1857 k. k. österr. Feldmarschalllientenant u. Obersthofmeister der Kaiserin Elisabeth. f Nobis, ein 1719 ausgestorbenes schles. frhrl. Geschlecht, das seinen Ursprung von den Nobili de Venetia herleitet, wovon der Leztc im I. 1768 als Lieutenant in Italien geblieben ist. Joh. Baptist« de N. erlangte am 16. Aug. 1672 den böhm. Ritterstand und am 7. Mai 1696 wurde ihm sein Reichsfrciherrn- stand bestätigt, fv. Ledebur II. töl. — v. H. — Sinap II. 388. — Zedier XXIV. 1I32u. f-1 Noble, Lc, ein eidliches Geschlecht aus Lothringen. Franz v. Lenoble trat 1756 aus pfälzischen in österreichische u. zulezt in preußische Dienste. Er hinterließ Nachkommen, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. >51-1 f Noblch. Jakob v. N. -f 1767. Maria Agnes Noblezin h 1768. NocicM, österr. Rittmeister, erlangte 1853 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1853-1 f Nocker, Franz Josef, Bankier in München, wurde 1747 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R. — v. Hefner, 1 bayer. Adel S. 22. T. 18-i Wappen: Ein Mann mit einem Hammer. Noddgcric, von der Norddgcric M Pfefferkorn. Mit diesem Namen und der Würde eines Reichsfreicn kam um 1837 ein Preuß. Major uuter dem Vornamen Sokrates vor. Sein Sohn war 1844 Premierlieutenant. Die Familie stammt aus Böhmen und ließ sich in den Rheinlanden nieder, sv. Zedlitz. — v, Ledebur II. 15 II Nodcrcr, Paul, erlangte 1661 den Adelstand, sR. T. A. R.1 Rodungen, s. Werdow. No«, August, österr. Hofrath im Kricgsdepartcment, wurde 1855 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sOestcrr. Milit. Schemat. v. 1855-1 Nor v. Nordbcrg, öst erreichisch. Karl N. v. N. stand 1857 als Unterlieutenant im 12. k. k. Ul. Reg. Vielleicht ein Sohn des 1855 geadelten August v. Noö. Noöl, Peter Franz, geboren zu Mainz 1736, salin'scher geh. Rath und Kanzler 1776, wurde am 27. Juni 1866 von K. Franz II. in den Adelstand erhoben. fCast, Adclsbuch v. Baden. — v. Ledebur II. I5l. III. 316, — Kneschke, Wappen I. 3ll.s Nocl de Joint - Älair, österr. - italienisch. Peter N. d e S.- C. war 1835 Direktor der Waisenhäuser für Mädchen zu Mailand. Vötting, Am 17. März 1734 ward die von Kaiser Karl V. dem w»Isenbüttel'scheu Drosten Johann Detlew N. ertheilte Erhebung in den Adelstand bekannt gemacht. Im Diplom sind auch die Brüder des Drosten, Franz Kristof, Oberkommissär in Hannover, und Heinrich Bernhard, mitaufgenommcn. fv. dem Knescbcck.s Zcdler, XXIV. 1164, hat unrichtig Nonting geschrieben. Die Familie hat 1727 das Rittergut Harderode erworben. fKabinct großer Herren XXII. 1053. — v. Ledebur II, 151-1 f Nördtingc», Nordilingen, ein altes, längst abgegangenes, unter andern in den Jahren 1277 —1287 vorkommendes fränkisches Geschlecht. fI. H. Cramcr in Müllcr's Beiträgen zur nörd- ling. Geschl-Hist. II. 62. — v. HI Nüchel, Martin, wurde 1616 geadelt. fR. T.A.R.1 Nähet, s. Carlscron. Nogarola, Nagorola, eine sehr alte adliche, nachher gräfliche Familie in Tirol, wohin sie aus Italien von Verona gekommen ist. fBucelini stemmst- Germ. III. 143. — Gauhe II. 807. — Valvasor, Ehre des Herzogth. Krain. — Zedler XXIV. 1171 u. f. — v. H-1 Noghcra, österr.-italienisch. Nikolaus Edler v. N. war 1835 Adjunkt bei der k. k. österr. Delegation zu Bergamo. Noha, s. Nosa. Nohr, ein schles isches, im Breslau'schen begütertes Geschlecht. fSinap II. 845. — v. Ledebur II. 151-1 Wappen? Nohra. Reinhardus de Norc, testis in einem walken- ricder Brief 1266. Heinricus de N. 1216, derselbe, dann Fridericus et gcrnodus d. N. 1221. Bertramus d. N. 1255. fUrk. Buch für Nieders. II. 53. 82. 95. 216-1 Notar, Balthasar, Präzeptor der kaiscrl. Edelknaben, wurde 1644 geadelt. fR. T. A. R-1 Notbc, verschieden von Nolte, ein auö Kurland stammendes Geschlecht, aus welchem Levin v. N. 1682 kurbranden- burg'scher Oberst war. Er erhielt das Jndigenat in Preußen. Die Familie kommt daselbst schon seit 1626 begütert war. fSiebmacker V. 156. — Schabert, kurländ. Wappb. — v. Ledebur II. 151-1 -f Nolick, eine sch lesische, wahrscheinlich erloschene Familie, auö der im I. 1714 ein Domherr in Breslau vorkommt. fv. Ledebur II. 151. — Sinap II. 845- — Zedler XXIV. 1193. — v- H-1 Nollenburg, s. Nellenburg. — Holtendorf, s. Moose. Nolle, Johann Ludwig, Hauptmann, wurde 1837 in den preuß. Adelstaud erhoben. Die Familie stammt aus Kurland und Liefland. Ein Zweig erhielt vorstehendes Anerkennungs - 102 Non Diplom, Schon seit 1806 kommen mehrere Offiziere dieses Namens im preuß. Heere vor. sv. Zedlitz. — v- Ledebur ll. t5l. — v, Firks, Ursprung des Adels in den Ostsccprovinzcn 148-1 Nonne, Gottfried, sachsen-weimar'scher geh. Rath, wurde 1759 geadelt. sR- T. A- N.) -s Nonsens. Witruvins meldet von dieser Familie, sie sei eine ursprünglich in England heimische, unter dem Militär und der Geistlichkeit zalrcich bcdienstcte, von welcher nach v. Mvritz's Nachrichten auch einige Ableger nach Deutschland kamen, aber mit der Zeit herabgckommen und sich in bürgerliche Dienste verloren. Möchten wol noch blühen. Nonligny, s. Tilli. Noot, v. der N., eine aus den span. Niederlanden entsprossene Familie, die mit den v. der Natt (Dernath) Eines Stammes ist, und wurde die brüssel'sche Branche unter die sieben illust. Familien gerechnet; auch ist eine Linie freiherrlich, sv. Ledebur II. 151. III. 316.) Frhr. v. Kisephom 1674; Graf v. K. 1739; Frhr. v. Carlov 1678. Graf 1716. sL'erection de toutes lcs terres du Brabant 79 — 33. — Gauhe I. S. 1106 u. f. — Zedier XXIV. 1261. — v. Zedlitz. — v. H.) Nopping, salzburg'sche Vasallen, welche zwischen 1165 und 1550 vorkommen. sW- Hund I. 275. — v. HZ Noptsa de Fclsö-Izilvas. Der Freiherrnstand des siebenbürg. Hofkanzlerö u. geh. Rathes A. Frhrn. v. N. de F.-S. wurde 1856 von Kaiser Franz Josef von Oesterreich auf seinen Bruder L. v. N. de F.-S. und seine Nachkommen übertragen. sA. A- Zeit. v. 1856.) 1. Nordcck zu Nordcck. Diese jezt am Rhein auf der Burg Hemm er ich seßhafte Familie führt ein von denen v. Nor deck zur Rabenau ganz verschiedenes Wappen. Ob dieselbe gleich der Meinung ist, daß sie einerlei Ursprung mit den v. N. z. R. haben möchte, so scheint solches doch nicht der Fall zu sein, wenigstens ist solches auf keinerlei Art nachzuweisen. Die v. N. zu N. befanden sich übrigens in der Mitte des 17. Jahrhunderts (1662) zu St. Goar in Hess. Diensten, wie ein in dortiger Kirche befindliches Epitafium nachweist. Das Geschlecht war daselbst begütert und Mitglieder der Familie hielten sich dort schon im Anfange des 15. Jahrhunderts auf. In den 1760er Jahren vermählte sich Johann Theodor v. N. zu N. mit Anna Theresia Philippine v. Rödting Hansen aus der Mark, und verlegte darauf seinen Wohnsiz in jene Gegend. Sein Enkel Karl Wilhelm Gisbert Theodor Friedrich, geb. 1793, ließ sich ans der Burg Hemm er ich nieder. Eine 16 Anentafel für dessen Sohn Rudolf Emil Friedrich Wilhelm enthält in der obersten Reihe folgende Geschlechter: Samuel Mathias v. N., Burgherr zu St. Goar und Melsungen, Gcrichtsherr zu Liersschied; Maria Magdalena v. Freys; Bernhard Hermann v. Köbbinghausen; Sofie Henriette Pauline Regina v. PlöniaS; Ferdinand Kristof Albrecht v. Plettenberg zum Schwarzenberg; Amalie Wil- hclmine v. Bodelschwing zu Bodelschwing; Kristof Friedrich Stefan v. Plettenberg zu Stockum; Charlotte Sibille Hendrine Adolfine v. Edelkirchen zu Edelkirchen; Ferdinand Kristos Albrccht v. Plettenberg; Amalie Wilhelmine v. Bodelschwing; Friedrich Heinrich Georg v. Wulf zu Füchtelen; Henriette Johanne v. Mönstcr (Münster); Gisbert Kristof Dietrich v. Bodelschwing zu Velmede; Anna Elisabeth» Henriette v. u. zu Bodelschwing; Gisbert Wilhelm v. u. zu - Nor Bodelschwingh; Katharina Sofia Luise Theodore v. Voigt v. Elspe. sAus Familienüberseudnugeu. — Wappenbuch der preuß. Rheinprovinz I. Wappen 179. — v. Ledebur II. I5>. n. II. im Art. — v- Hefner, preuß. Adel S. 56. T 72; nassauer Adel S. 12, wo die Beschreibung unrichtig ist; Hess. Adel S. 20. T. 22.) 2. Nordcck von und zur Nalicnau, eine alte ober hessische und darmstadt'sche Familie, die das londorfer Gericht mit vielen Dorfschaften besizt, und deren Stammsiz Rabenau heißt, Nordcck aber in den ältesten Zeiten ein Hess, festes Schloß und Burg gewesen und schon im 13. Jahrh. vorkommt. (Gauhe 1.1107. — Knochenbcckcr, Analecta Hass. Coli. IV. 409. — Zedier XXIV. >273. — v. Hefner, Hess. Adel S. 21. Taf. 22; bayer. Adel S- 49. T- 49. — v. dem Knesebeck. — v. Zedlitz, Ad. Ler., unter dem Namen Rabenau. — Dr. Steiner, Gesch. des Patrimonialgerichts Londorf und der v. N. zur N. 1846. Darmstadt. 8. — Zedier XXX. 458.) Walther N. v. N. wurde im I. 1275 unter die Heermeistcr des Schwertordcns in Liefland gezält. jGauhe I. 1294. — Nachtr. z. neuen genealog. Handb. I. >780. S. 80 —64. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1853. — v. Ledebur II. 151. n. I. im Art. — Kneschkc, Wappen I. 312. — v. Hattstcin, III. Supplcm. Ill — 17. — Siebmachcr I. 137. n. 8. — v. Meding I. n. 58>. — Neues genealog. Handb. 1778. Nachtr. 8. II. Nachtr. 17. - v. H.) Siehe Trillitz.' Nordenau, s. Beck v. N- 1 Nordcndcrg, Nortenberg, ein ausgestorbenes fränkisches Geschlecht, daS die Reichserbküchenmeisterwürdc hatte und besonders im 14. Jahrh. in Urkunden vorkommt. jC. Fr. Colland, histor. u. durch Wappen erläuterte Nachrichten von dem altfräuk. Gcschlcchte der Herren v. N., des hl. röm. Reichs ehemalige Erbküchenmeister und ihrer Blutsfreunde rc. Ellwangen, 1777. 4. — Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 436 u. f. — v. H.) Nordcudorf, s. Sauer. Nordcnftld, s. Böhnlich v. N. Nordenftls. Der braunschweig. Major Fleischer wurde von König Gustav IV. Adolf von Schweden um 1810 unter dem Namen v. N. geadelt. sM. S.) Nordenftls, s. Böhnlich; Franz. Nordcnpsticht, ein ursprünglich schweb. Geschlecht, das sich später nach Kurhessen und ein Theil desselben nachher in das Preußische wendete. Andreas N. wurde am 3. Aug. 1727 von Schweden geadelt. Preuß. Freiherren am 9. Juni 1856. jv. Hefner, preuß. Adel S. 56. T. 72. — v. Ledebur II. 152. III. 316. — Frhrl. Taschenbuch für 1859.) Nordcnskjöld, wol schweb. Adel; 1845 befand sich ein v. N. in k. preuß. Civildiensten. sv. Ledebur II. 152.) Nordcnstci», s. Stein. Nordcnstcr», s. Huber. Nordftlden, s. Hietzgern. Nordhcini, s. Zueber; Stein. -s Nordltirchcn, eine zum Stamme der v. Vittinghof gehörige, in Westfalen begüterte Familie, sv. Ledebur II. 152.) Nordland, s. Seiche. Nordmaml. Gustav Adolf v. N. wurde am 7. Juli 1728 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 182. — v. H.) 's Nordstetten, ein längst ausgestorbenes schwäb. Rittergeschlecht mit gleichnamigem Schloß im O.A. Horb; dermalen gehört solches den Freiherren v. Linden. (Griesinger 972.) Nordwall, s. Po latsch ek. Nordwcnde, s. Koffler. 1- Norman», Nahrmann, Narmann, ein sehr altes wol- Nor — Nost 103 gast'sches und rügen'schcs Geschlechts das auch in Dänemark seßhaft ist; im 13. Jahrh. war es schon auf der Insel Rügen ansässig. AuS diesem Geschlechte wurde Philipp Kristian v. N-, welcher in die damalige Karlsschule zu Stuttgart eintrat und zulezt dirigirendcr Staatöminister daselbst war, im I. 1806 mit dem Beinamen v. Ehrenfels in den Grafenstand erhoben. Er wurde gleichzeitig mit Ehrenfels und Maßhalderbuch beliehen. Einer seiner Söhne, Karl Graf v. N.-E-, starb 1822 zu Missolunghi im Kampfe für die Freiheit der Griechen. sDie Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Throsf. — Taschenb. der qräfl. Häuser >841 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels 1844. — Archiv sür Gesch., Gcncal. u. Dipl. 83. — Mecklenburg. Wppb. — Griesinger S. 973. — v. Hefncr, nassauer Adel S. 8. Taf. 9; niecklenburg. Adel S. tZ. Taf. lZ; Hess. Adel S. 21. Taf. 22; württ. Adel S. 3. Taf. 3; daher. Adel S. 199. — v. Ledebur II. 152. III. 317. — Taschenb. der srhrl. Häuser >860. — Kneschkc, Grafenh. — Siebmacher V. 165. n. 2; Suppl. IV. 19. XI. 25. - v. Zedlitz. — Diethmar 7. n. l5. Tab. 17. — v-Meding Ii. n. til)1. — Gauhe I. 1972; Anh. 1654. — Micrälius VI. 363. —' Sinap, II. 845, verwechselt sie mit den v. Nordmann. — Zedier XXIV. 1329—1323, ans besonders übersendeten Fam. Nachrichten 845. - v. HZ 2. Norman». Josef Florentins le N. v. Mericrcs, k. französ. Rath und Kriegskommisfär, erhielt 1760 von Kaiser Franz I. ein Adelsdiplom. fR. T. A. RZ 3. Norman», Johann August Ferdinand und Karl Friedrich Wilhelm, wurden 1794 in den Neichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.s 4. Norman» ». Audcnhovc, ein österreichisches, wahrscheinlich aus den Niederlanden stammendes, seit 1754 freiherrliches Geschlecht, welches 1787 in den Grafenstand erhoben wurde. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1844 n. fZ 5. Normann de Drettciiilie, wahrscheinlich aus den vormaligen östcrr. Niederlanden stammend. Heinrich N- v. B- stand 1857 als Oberlieutenant im 59- k. k. österr. Inf. Regiment. f Norprath, früher Espcrode, ein rhcinländ. adliches und frhrl. Geschlecht, dessen Mitglieder öfters in preuß. Diensten standen, und das 1722 erloschen ist. sv. Ledebur II. 152. — Fahne I. 396Z Northanscn, meißnischer Adel, der auf dem Rittersize Callenberg im Stift Merseburg blühte, sv. Dreyhaupt, Beschreibung des Saalkrciscs I. 63. Tab. I. It. t93. Beil. B. Taf. 28. — Siebmacherl. 157. n. 12. — v. Meding I. 582. — Gauhe I. ll97.s v. Zedlitz, Ad.Lex., erwähnt auch eines erloschenen adl. erfurter Patriziergeschlechts dieses Namens, welches unzweifelhaft mit vorstehendem von gleichem Stamme ist. Nudbertus advocatus de Nordhausen, tcstis in walkenricder Briefen 1178 — 84. Sisrid 1206. s Diplomat. Jahrb. sür den preuß. Staat 1843. S. 324. ^ v. Ledebur II. 152. — v. HZ Northeim. Im I. 1063 erhielt, als Henricus Claudus gestorben war, der Graf Otto v. N. das H. Bayern, das ihm aber Heinrich IV. wieder nahm, und hat K. Lothar dessen Enkelin zur Gemahlin gehabt. ssHoppenrodt 63 u. f. — v. HZ h Northoss, eine alte adliche, aber längst ausgestorbene Familie in Westfalen, sv. Ledebur II. 152. — Gauhe II. 899. — v. H.s f Northnsc», eine in Preußen, Erfurt, Halle u. a. O. im 13., 14. und 15. Jahrh. vorkommende Familie. sZedler XXIV. 1359. — v. HZ f Nortmann, ein im 15. Jahrh. ausgestorbenes mecklcn- burg'sches, von den v. Normann wol zu unterscheidendes Geschlecht. Auch im Erzstift Mainz kamen im 13. u. 14. Jahrh. aus ihrem Geschlecht? mehrere vor. sv. Meding II. n. 692. — Zedler XXIV. ,351. — v. HZ 1 Nortringcn, Grafen, die 937 vorkommen, deren Grafschaft in Sachsen, wo die Bode in die Saale fließt, und die nach ihrem Aussterben im I. 1039 das Stift Halberstadt an sich gebracht hat. sHoppenrodt 64. — v. HZ Nosa v. Zchwnrhcnftld. Der Postverwaltcr und Bürgermeister zu Grotgau in Schlesien, Franz Karl N., wurde im I. 1731 mit v. S. in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. S. 390Z In einer andern Sammlung steht, daß Franz Karl Noha v. Schwarzenfeld am 13. Jan. 1752 in den böhm. Adelstaud erhoben worden sei. Sollte dieses ein Schreibfehler oder eine andere Familie sein?' sv. HZ Nosnrcwski. Es findet sich nur ein Sprößling dieses Namens als Landrath im Pose n' schen. sv. ZedlitzZ W.: Dolenaa sv. Ledebur II. I52Z Noskowbki, kommen im Anfange des 18. Jahrhunderts in Schlesien vor. W.: Zaremba. sv. Ledebur II. 152Z Nossen, Russin, Nuzzin, eine alte adl. Familie in Meißen deren Stammsiz das Schloß und Städtlein Nossen, 4 Meilen von Dresden gelegen, gewesen, die aber in der Mitte des 14ten Jahrhunderts ausgestorben sind. Knauth, prodr. Misn. p. 441, verwechselt es irrig mit Ossa. sGauhe II. 899 u. f. — Zedler XXIV. 1716. — Siebmachcr I. 165 II. 47. - v. HZ Nossig, s. Rabenpreiß. 1. Nostih, eine der ältesten und größten Familien, die sich in Ungarn, Böhmen, Schlesien, in der Lausitz und in Sachsen verbreitete, und wovon eine Linie im I. 1674 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. Sie sind van dal. Abkunft, und im I. 1026 ist Dietmar II. schon Erzbischof von Salzburg gewesen. sSeifcrt, geneal. Beschr. aller jezt lebend. Reichsgrafen u. Herren. Regensburg, 1722. 8. S. 256. Ders. Tab. 33 -36. Dessen Ahnentafeln I. III. — Sinap I. 68. II. 158—65. — Carpzov, Ehrentempel II. 56 — 83. — Hermann! Prax. herald, myst. III. — El. Cuihleri Carmen in insignia Nostic. familiae. Goerl 1696. 4. — Genealog. Beschreib. Regensburg, 1722. S-256—62. — Hübner, geneal. Tab. II. 692—9. — Jmhos, notit- proc. Jmp. cd. Köhler II. 34 — 37. — v. Uechtritz, diplomat. Nachr. I. 123 — 71. Jngl. dessen Geschl. Erz. I. Taf. 21. — Knauth, von dem Ursprünge, Herkommen, Alterthum und Ausbreitung des Geschlechts der Herren v. Nostitz u. deren erstem Stammhaus in der Obcrlausitz. Görlitz, >764. 4. 7 Bg. — Probatio gencalog. chronolog. er hist. et archivis derivata Nositizios nobili gencre Poloniae esse oriundos. 1767. 4., auch in poln. Sprache. Otto, im Lexikon der oberlausitz'schen Schriftsteller I. B. 2. Abth. 52l, führt wol eben diese Schrift unter Ch. L. v. Grießheim also an: Genealogie und Historie des berühmten alten adl. Geschlechts derer v. Nostitz; handschriftlich in's Polnische Abersezt. 1767. 4. Mcusel, im IV. Bd. des Lexikons S. 366, sagt: Wegen des etwas undeutlichen Titels ist zu vermuthen, daß v. Gricßheim diese Schrift deutsch aufgesezt, daß sie aber nicht gedruckt, sondern von einem Ungenannten in'S Polnische übcrsezt wurde. — Hcnel 382. — Durchl. Welt 1713. S. 699. — Kasp. Cunrad, Silesia togata 292. — Meißner. Eguit. Siles. Dcc. 2. n. 6. — Grosser lausitz. Merkwürd. III. 49. — Hosemann, Christoph- Coleri Panegyr. n. 12. — Gauhe I. 1191 — 17. Zedler XXIV. 1365—84. — Diencmann 349—439. n. 48. — Allgcm. genealog. u. stallst. Handb. I. 994—98. — Genealog. Hdb. der Grafen 1825. S. 33 u. f. — Siebmacher I. 7l. n. 4. — v. Hefner, preuß. Adel S. 29. T. 22; sächs. Adel S. 49. T. 45. - Sachs. Wappcnb. IV. 64. s Das Diplom der v. N.-Wallwitz ist vom 31. Juli 1834. sKneschke, Grafenhäuser; ders. Wappen IV. — v. Meding II. n. 693-5, wo die Wappen der adlichen, srhrl. und gräfl. Familien beschrieben findZ 104 Nost — Nov Marimiliana v. N. mit ihren Kindern, Joh. Ferdinand u. Anna Maria, sowie Otto Sigmund v. N. wurden im I. 1702 in den alten böhm. Frciherrnstand erhobein sM, v. M., Erg. 82.1 Der Frhr. Jvh. Ferd. v. N. wurde im I. 1708 und Ferdinand Leopold Frhr. v. N. am 1. Febr. 1715 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 23.1 Georg Friedrich v. N. und sein Vetter Ernst Sigismund wurden im I. 1735 böhm. Freiherren. sM. v. M., Erg. 82.1 Joh- Hartwig v. N. wurde am 10. Dez. 1646 und Kristof v. N. am 27. Juli 1675 in den böhm. Grafcnstand erHobe». Hanns Kristof v. N. erlangte am 19. Dez. 1668, Johann Ludwig und Ferdinand Ernst v. N. am 12. Nov. 1670 die böhm. Grafenwürde. Joh. Ludwig Freiherr v. N., wohlau'schcr Landeshauptmann, und sein Vetter Ferdinand Hartwig Ludwig Frhr. v. N. wurden am 5. Mai 1692 in den böhm. Grafeustaud erhoben. Otto Sigmund Frhr. v. N. wurde am 4. Mai 1708 in den böhm. alten Herrenstand aufgenommen. sDorst, allg. Wppb. 109. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. f. d. preuß. Staat v. 1841. Abth. 2. S. 47; desgl. v. 1843. S. 265. — Jahrb. des deutschen Adels für 1848 u. s.f Kristian v. N. auf Seidcnberg und Schweidnitz, Oberamtskanzler in Ober- und Nied erSchlesien, wurde am 18. Juni 1631 in den Freihcrrnstand erhoben. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1839 n. f. — v- Ledebur II. 152. III. 317. — v. H.f 2. Nostih. In Polen gibt es mehrere Familien, welche — mit dem Wappen Rys — diesen Nameu als Beinamen führen, als: N.-Thokaröki in Westpreußen, N. - Bonkowski, N.- Drzewiecki in Posen, N.-Jankowski in Westprenßen. fv. Ledebur II. 156. III. 317. — v. Hefner, sächs. Adel S. 40. T. 45 -1 Roß v. Roßberg. Der Advokat Johann Josef N. in Mähren wurde im I. 1720 mit dem Beinamen v. Roßberg in den böhm. Adclstand und im I. 1727 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 182 u. f. 391. — v. H.f Roßwih, eine alte schief. Familie, die aus Litthaucn gekommen, wo sie Nossvwitzki v- Nossowitz genannt wurde und im Fürstenthumc Oppeln in großem Ansehen war- Sie soll am 22. Okt. 1630 geadelt worden sein. v. Ledebur, II. 152, führt noch eine andere Familie dieses Namens in Schlesien au, wovon er das Wappen gibt. sSinap II. 840. — Zedier XXIV. 1365. — v. H .f Roth, Balthasar und Georg, aus den kais. Erblanden, erlangten 1629 den Adclstand. sN. T. A. N.f 1. st Rothofft v. Hohenberg, Hechenberg, ein schwäb. Geschlecht, das auch Hohenberg allein geschrieben gefunden wird. Dieses Geschlecht, welches zwei Adlerflügel im Schild führte, ist 1687 erloschen. Es erschien zuerst 1223 und war zu Hochberg im Württemberg. O.A. Waiblingen angesessen. fv. Hefner, -s schwäb. Adel S. 14. — Salver 630. — Siebmacher I. S. 112. n. 13- III. n. 125. — Hartmann'ö Samml. — v. Meding III. n. 569. — v. H f 2. Nothafft >>. Weinberg und Rothofst v. Wcisscnstcin, ein baycr., schwäb. und fränk. frcihrl. Geschlecht, dessen Stammhaus Wernburg in der Landgrafschaft Leuchtenberg gelegen. Sie sollen mit den Grafen v. Egmont in Holland einerlei Ursprungs sein. Sie erhielten am 27. Nov. 1645 das Frciherrn- Diplom und führen einen bl. Querbalken im g. Schilde u. theilcn sich in mehrere Linien. Auch nach Steyermark wendete sich ein Zweig. sSchmutz II. 41. — Salvcr 463. — v. Lang 191. — Bayer. Wppb.f Ein Zweig erlangte 1653 die gräfliche Würde, ist aber erloschen, fv. Hefner, baycr. Adel S. 49. T. 49; Erg.Bd. S. 17. Taf. 7. — Taschcnd. der srhrl. Häuser 1860. — Bncelini stemmst. III. p. 144 seq. — Zedier XXIV. ,476. — W. Hund II. 181—94. - v. Hattstcin II. 243-52. — Köhlcr'S Wappcukal. 1751. 20. — Sieb- machcr I. 78. n. 7. III. 7. n. 5. 39. n. 1. 125. n. 4. >26. n. I—8. — v. Meding III. n. 570. — Jmhof, not. proc. Jmp. Lib. 8. — Gaube I. II 17 u. f. — v. H.f Rothord. Ein in den preuß. Adelstand erhobener preuß. Offizier ist der Stammhcrr dieser Familie, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 156. — Preuß. Wppb IV. I3.f Rothhclftr, Franz Gustav, kais. russ. Major u. Besizer zweier Rittergüter in Liefland, und dessen zwei Brüder, Will). Philipp und Karl Magnus, wurden 1785 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R.f Rothomb, eine belgische Familie, welche in der Oberlausitz Cunnersdorf bcsizt. sv. Ledebur II. 156.f Rotlcbcn, Nottleben, eine thüring. ausgestorbene Familie, welche das im erfnrt. Gebiete liegende Dorf dieses Namens ehedem besessen und wovon Einer im 14. Jahrh. Burgmann auf dem Schlosse Gleichen gewesen. sZedler XXIV. 148 u. f. - v. H .f Rotolihky v. Effenberg. Der geh. Rath, Repräsentativns- und Kammerpräsident -c. in Böhmen, Wenzel Kasimir N. Freiherr v. E., wurde im I. 1759 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M. 26. - v. H.f Roh, ein im preuß. Heere zalrcich vertretener Name, der zuerst um 1806 daselbst erschien, sv. Ledebur II. 156. III. 317.f Rouock v. Rciiffcin. Der Pfleger und Landgerichtsverwalter N. zu Grünberg in Kärnthen wurde im I. 1767 mit dem Beinamen v. Neu st ein geadelt. fM. v. M., Erg. 39. — v. H.f Rouvion, s. Verger. 1. Rovock. Der Reut- und Wildmeister Andreas N. zu Buccari wurde im I. 1774 geadelt. fM. v. M., Erg. 391. — v. H.f 2. Rovock. Der k. k. österr. Oberst Jgnaz N. wurde im J ahre 1806 mit „Edler von" geadelt u. der k. k. österr. Major Josef N. im I. 1816 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 39. 82. - v. H.f 3. Rovock v. Reimffcld. Der Pens, österr. Rittmeister Andreas N- wurde im I. 1801 mit dem Beinamen v. Neuenfeld geadelt. fM. v. M., Erg. 391. — v. H.f 4. Rovock v. Rcustein. Der Oberstwachtmcister Karl N. wurde im I. 1795 mit dem Beinamen v. Neu st ein geadelt. sM. v. M. 235. - v. H.f Rovok v. Montcbosro. Der k. k- österr. Hauptmann im 71. Inf. Regiment, I. N., wurde 1862 mit v. M. geadelt. sA. A. Zeit., Mai 1862.f Rovakovic v. Gyuroboj. Der österr. Hauptmann Elias N- wurde 1852 mit v. G- geadelt. sA. A. Zeit. v. 1852. — Oesterr. Milit. Schcmat. v. I853.f Rovoky v. Kliiigcnscld. Der Kapitänlientenant Peter N. wurde im I. 1773 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M., Erg. 391. — v. H.f Rovoli. Henricus de N., milcs, testis in einem stolberg'- schen Brief 1303. sUrk.Buch f. Nieders. III. 21.f Nov Novahky v. Aiikcrau. Der Generalkonsul Matthäus N. zu Palermo wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M. 235. - v. H .s Novelli- Der kurpfälz. geh. Rath Dominikus Frhr. v. N. und sein Bruder Johann Baptist wurden 1693 in den Grafenstand erhoben. Wahrscheinlich aus italien. Stamm; scheint in Deutschland nicht mehr vorhanden zu sein. sR. T. A. R.ss Noviö. Johann v. N. war 1857 Untcrlieutenant im 42sten k. k. öster r. Inf. Regiment. Nomllc. Kommt im preuß. Heere 1854 in einem Rittmeister v. N. vor. sv. Ledebur II. 156.1 Novska, s- Spolliarovich. 1. Nowack, eine schles. Familie im Meißnischen, wo ihr gleichnamiges Stammhans liegt. Peter v. N. war 1447 —1456 Bischof von Breslau. Göhlsdorf, Hermsdorf, Körnitz, Leipe zc- gehören zu den Besizungen des Geschlechts, sv. Ledebur II. 156.s Der F. M. L. v. N. wurde im I. 1812 Freiherr. sLucä, schles. Chronik. — Sicbmacher V. 15 u. I. 5K unter dem Namen Nob ecken. — Kneschke, Wappen III. — Sinap II. 389 u. f. - Gauhe I. 1113. - Zedier XXIV. 1554. — M. v. M. 73. - v. H.s 2. Nowack. Der Kommerzienrath Jgnaz Franz N. wurde im I. 1758 geadelt, und, nachdem er Gubernialrath in Mähren wurde, im I. 1777 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 235; Erg. 183. — v. H.s 3. Nowack v. Dcniccksbnick. Der Bestzer der Herrschaft Wtschelnitz in Böhmen, Wenzel N., wurde im I. 1819 mit „Edler v. B. geadelt. sM. v. M. 235. — v. H.ss 4. Nowack v. Lillcburg. Der Oberlieut. Ferdinand N. wurde im I. 1829 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. 235. — v. H.s 5. Nowack v. Nziczan. Der österr. Pens. Oberst Peter N. wurde im I. 1898 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 391. - v. H.s Nowakowski. Unter diesem Namen kommt 1845 ein Rittmeister v. N. im preuß. Heere vor. W.: Slepowron. sv. Ledebur II. 156.s Auch im 49. k. k. österr. Inf. Regiment stand 1857 Ladislaus v. N. als Unterlieutenant und Franz v. N. war 1835 k. k. Landrath zu Tarnow. Nowcn. Johannes de N., dapifcr, im Gefolge des Mark- Grafen von Brandenburg 1281 ff. sCod. Brandenburg. Xlll. 129. 3I9ff.s 1. Nowns, Anton, kais. österr. Kapitänlieutenant, wurde 1828 geadelt. sM. S.s 2. Nowcy v. Wundcnftld. Der Unterlicut. Josef N. wurde im I. 1818 mit dem Prädikat v. W. geadelt. sM. v. M. 236. - v. H.s Nowicki. Jo sef N. wurde im I. 1899 galiz. Ritter. sM. v. M., Erg. 183. — v. H.s Nomina, v. Ledebur, II. 156, Wappcnbeschrcibung. Nowodworski. Adam v. N. war 1633 Bischof von Posen. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 156.1 Noworadsky. Wurde am 24. Nov. 1669 in den böhmischen Grafenstand erhoben. sM. S-1 Nowowieisski , Nowowicski. Unter diesem Namen gibt es im Posen'scheu zwei Geschlechter mit zwei verschiedenen Wappen. I .Wappen: Jastrzembiec; II. Wappen: Pomian. sv. Ledebur II. >56. III. 3I7.s Stammbuch des Adels in Deutschland, lll. 105 Nag, Dr. K., Rath im österr. Ministerium des Innern, erlangte im I. 1852 den rittcrmäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1852.s Noziczka, Josef, österr. Rittmeister im 1. Ul. Regiment, wurde 1854 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sOestcrr. Milit.Schcmat von 1854.s Nozing, s. Schrenk. Nitre. Die Brüder Johann Anton und Klaudius N., sowie deren Vettern Peter, Franz und Kaspar erhielten im I. 1732 den Reichsadcl und 1789 dessen Bestätigung. sLeupold III. 507. — M. v. M. 236. - v. H. - Kneschke, Wapp. H.s Nack u. Lichtenhos. Der Domdcchant Martin N- zu Bud- dissin wurde im I. 1774 mit „Edler v. L." geadelt. sM. v. M., Erg. 391. — v. H.s Nückel, s. Nickel. Nucnar, Ncuenar, Nienar, Neuer. Diese Grafen stammen mit den Grafen v. Limburg, Mörs, Sarwerden u. Wied von einem Stammvater ab, deren gleichnamiges Schloß im Erz- Stift Köln gelegen ist. Auch Neuer, Nunar v. Montabaur im Nassau'schen. Wappen: In G. drei, 2. 1, schw. Bären - oder Vrakentazcn. sHübner II. T. 491. — Gauhe I. 1091. — Zedier XXIV. ,585. - v. H.ss Siehe Nevenar. Nürcmberg, Nürmbcrg v. Stahl- Der braunschweig. Hof- Rath Joh. Günther N. wurde am 29. Febr. 1795 mit dem Beinamen v. S. in den Reichsadelstand erhoben, sv- Wolframitz, Verzeichnis Abth. 5. n. 62. Mspt.s Nürnberg, Kristian, Eigenthümer des Gutes Buggow in Schwedisch-Pommern, wurde im I. 1795 geadelt. sR T. A. R-s Nürnberg, s. Münz er. Nüster, Nikolaus, kais. Kammerdiener, erlangte 1623 den Adelstand. sR. T. A. R.ss Nüstin, s. Nossen. Nütz, Nuitz, Nytz, zu Wnrtcnbnrg, eine österr. Familie, welche im I. 1644 unter den Herrcnstand in Oesterreich aufgenommen, nachher von K. Ferdinand III. in den Freiherrn- und im I. 1695 von K. Leopold I. in den Grafenstand, von Kaiser Karl VI. aber im I. 1717 in den Herrenstand des Königreichs Böhmen, Mähren und Schlesien ernannt worden, sv. Hoheneck I. 669. — Gauhe I. 1II9u. f. — Zedier XXIV. 1764— 1766. — Seifcrt's hochadl. Ahnen I. n. 11. — Siebmacher I. 2.f Im Grafendiplom vom 5. Nov. 1695 ist das Geschlecht Nytzen v. W. geschrieben, sv. H0 Nühcl, österreichisch. Wilhelm Anton v- N. war 1796 Konzipist bei dem k. k. Militärinvalidenamt. sWiener Adreßbuch 1796.s Nühi», s. Nossen. Nugcnt. Der Hauptmann Jgnaz N- wurde im I. 1786 in den Ritterstand erhoben. Die Familie stammt aus Irland. Am 5. März 1486 erhielt sie die Würde eines Baron v. Delwin. Im I. 1621 wurden die N. zu Grafen v. Westmeath in Irland erhoben. Einige Sprößlinge wendeten sich nach Oesterreich. sTaschenb. der gräfl. Häuser v. 1842 u. 1862 u. f. — v. Hefner, krainer Adel S. 15. Taf. I4.s Walter N. of Bally-Burr-Castle aus dem Hanse der irländ. Barone v. Delwin erlangte 1859 die österr. Freiherrnwürde. sA. A. Zeit., Nov. 1859. — M. v. M., Erg. 183. — v. H.s 14 Nug 106 Nuh - - Ob st Nutz», v. der. Nun, ein abgegangenes Hess. Geschlecht, von welchem die Lczte, Anna Dorothea, an I. H> v. Nord- eckcn verhcurathet war und am 23. Juli 1713 starb, sv. Hattstcin III. >18 des Suppl. — v. Meding III. n. 571. — v. Hst Nutnnl», Neuland, ursprünglich ein utrcchter Geschlecht, später rheinisch; führten in S- einen r. gewölbten Querbalken. Adrian Frhr. v. N. war pfalz-nenburg. Kämmerer, Oberst und Gouverneur von Düsseldorf. Wahrscheinlich derselbe Adrian, welcher als k. k. Oberst 1636 in den Freihcrrnstand erhoben wurde. sR. T. A. R. - Fahne l. 307.s Vergl. Nieuland. Niimcrs, ein in Kurhessen bcdicnsteter Adel, wie v. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 22, angibt. Nusdauinftld, s. Jäntschke. f Nusdorf, eine bayer. adliche, später frhrl. Familie. Sie besaß die Erbmarschallswürde von Salzburg. Das Stammhaus Nusdorf ist bei Lanfach an der Salzach. sv. Ledebur II. 157. — v. Hefner, 1 bayer. Adel S. 22- T. 18. — Bucclini stemmst. IV. 135. — Gauhe I. 1119. — W. Hund II. 195 — 200. — v. Hst st Nuspcrg, eine bayer. alte Familie, die schon im 16. Jahrh. bekannt war und im 16. Jahrh. ausgestorben ist. sBucelini stemmst. IV. 180. — Gauhe l. 1119.— W.Hund I. 275 — 287. — v. Hst st Nutz. Der Bürgerkapitän Georg N. zu Breslau wurde im I. 1768 in den böhm. Adclstand erhoben, sv. Ledebur II. 157. — M. v. M., Erg. 391. - v. Hst Nutzdoui», Ludwig Karl Heinrich, Mecklenburg-schwerin'scher Amtöverwaltcr, wurde 1792 vom sächs. R.Vikariat geadelt, sv. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15. T- 13. — Kneschke, Wapp. Ilst st Nutzlcr, strüßler, ein abgegangenes sächs. Geschlecht, wovon Einige im 13- Jahrhundert in Urkunden vorkommen. Auch in neuerer Zeit — 1725 — war Karl Gottlob v. N. k. preuß. Hof- und Kammergerichtsrath und Landrath. In Brandenburg ist die Familie mit Weissensee und in der Oberlausitz mit Mardorf, Mittel-Harwigsdorf u. A- angesessen, sv. Ledebur II. 157st Vielleicht die Familie Nuß. sZedler XXIV. 1715. — v. H.ss 's Nutscher, ein wahrscheinlich erloschenes Geschlecht, dessen Wappen ans einem Siegel ersichtlich bei V. Gudenus, in Sylloge varior. dipl. P. 638. sv. Meding III. n. 572. — v. Hst Nutschitschka, Alois, kais. österr. Hauptmann, wurde 1327 geadelt. sE. Sst Nuvuloni. Der Conte Fr. H. PH. N. zu Verona erlangte 1846 den österr. Adelstand. sM. Sst -s Nuzhorn, eine ehemalige alte oldenburg. Familie, die zu Anfang des 18- Jahrhunderts ausgestorben ist. sGauhe I. 1120. - v. Hst 1. Nynry u. Pcdcgh ». Aereng, ein ungar. Geschlecht, welches von sarmat- Fürsten abstammen will und seit 1161 in Ungarn eingewandert und ansässig ist. Wappenbrief von demselben Jahre; Bestätigung von 1485; Freiherrnstand mit Vereng und Magnat 1535, bestätigt 1572 und 1586; in den ungar. Grafenstand erhoben 1632, bestätigt 1655, 1677 und 1767. sTaschcnb. der gräfl. Häuser 1859st 2. Nistiry v. UiMgyhnz, ungarisch. Adolf Frhr. N. v. N. stand 1857 als Rittmeister im 2. k. k. österr- Kür. Regiment; Alexander Frhr. N. v. N. war Oberlientcnant im 8. Hus. Reg. Vergl- N. v. Bcdegh. Nqarusd, s. Wirth v. NiaraSd. Nydcrn. Wolfgang v. N. erlangte am 26. Sept. 1761 den Reichsritterstand, sv. Hcllbach, Sammlst Nqcz, W.: Jastrzembiec; erlangten 1661 denpolnischen Adel. F. E. v. N. war 1821 Landstallmeistcr zu Marienwerder; sind in Preußen begütert, sv. Ledebur II. 157.ss Nlchcghen, f. Schenk. Nydrum, Nikolaus Hermann, kais. Oberst, wurde 1634 in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. sR.T. A.Rst Nyv'ky, ungarisch. Michael v. N. war 1835 k. k. u. k. ungar. Statthaltereirath zu Ofen. Nycudurg u. der Nienburg, stammen von dem in Nordholland gelegenen Schlosse Nyenbnrg, und zwar von Will), v. Egmond, der aus einer heimlichen Ehe mit Marg. v. Hoogwoude, deren Vater Eberhard v. H. u. Aartswoude Herzog Wilhelms von Bayern natürl. Sohn gewesen, einen Sohn zeugte, welcher der Stammvater dieser v. N. ist. sGauhe II. 816. — v. Hst Nycndorf, Nyendorph, ein in der Mark Brandenburg ehemals seßhaft gewesenes Geschlecht, das vielleicht mit denen v. Neuendorf oder Neindorf eins und dasselbe ist. sv. Ludwig, relig. Mspt. VII. 75. 132. — v. H.s -s Nqcnkirche», eine ausgestorbene märk. Familie. sGerken'S Diplomat. II. 24. — v. Hst Nyctck, s. Schenk. — Nycoelt, s. Zicylen. Nymih, s. Nimptsch. Nytz, stammen aus den ehemaligen span. Niederlanden, zei chneten sich in bayer. Militärdiensten besonders aus, und der bayer. Kämmerer und Rittmeister Maurus Josef Maria v. N. wurde vom Kurf. Mar- Josef, mit welchem er nach Bayern kam, am 13- Aug. 1762 mit der Grafenwürde begnadigt. sv. Lang 53. — Tyrofs, bayer. Wappb. I. 82. — Taschenb. d. gräsl. Hänser 1853. — v. H. — v. Hefner, bayer. Adel S. 16. T. Ilst Nytschütsch, s. Neid schütz. Nytz zu Warteudurg, s. Nütz. Nyustod, s. Csüdör. Nyoeuheim, s- Neukirchcn v- N. stWödach, ein in Stey ermark im 14. und 15. Jahrh. bekanntes, aber ausgestorbenes Geschlecht, deren Wappen die Kulm er erbten. sSchmntz III. 45. — v- Hst Görlitz, s. Oebelitz. Obcll, österreichisch. Josef v. O. war 1835 k. k. Major und Kommandant bei der Monturhauptkommission zu Stockerau- Wbcuaus. Diese Familie erlangte den Adel 1666, nachdem sie schon früher einen Wappenbrief erhalten hatte. Josef v. O., kais. österr. Regierungsrath, wurde 1827 in den Freiherrnstand erhoben. sFrhrl. Taschenb v. 1857. — Kneschke, Wappen IVst Vbcudiglcr v. Toiinhaim. Der Gcfällverlegcr zu Jndenburg, Joh. Ncpomuk O., erlangte 1827 den österr. Adclstand. sE. S.s 1. st Gdeiitraut, Abetraud, Abintrodde, seit 1356 urkundlich im Nassau'scheu angesessen. Um 1756 st mit dem kais. Obrist- Wachtmeistcr Ludwig Wilhelm v. O. Ihr Schild: Gctheilt, oben drei Lilien, unten drei Pfähle. sO- S. — Arnold! 203. — Humbracht 59.) 107 2. Mcntraut, ein rheinländ. Geschlecht, dessen Genealogie Humbracht, Tab. 59, mit Anfang des 14. Jahrhunderts beginnt. sAhnentafel von 8 Ahnen bei Dithmar II. 36. n. XXII. — v. Ledebur II. 157. — v. Hattstein I. 403. — Ganhe I. l l I9. II. 81 l u. f. — v. H.j 3. Vbentraut, M., österr. Kreisgcrichtspräsident in Prag, des Lcopoldordcns Ritter, erlangte 1855 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1855J Obcrakc, wahrscheinlich niederländisch. Frau Moruks v. O., geb. van Volte, war 1835 Sternkreuzordensdame. Mcrbaucr v. Vberthal. Der österr. Major L. O. erlangte 1869 den Adel mit v. O. sA. A. Zeit., Dez. 1869J Mcedorf, s. Schwartz. Mcrdorfcr. Diese Familie besaß schon im 13. Jahrh. das gleichnamige Dorf in Steh er mark. sSchmutz III. 67. — v. H.j Obcreck, s. K ramm er. Oberesch, s. Mannsdorf. Oberer v. Drachcuscld. Der Unterlieut. in der adl. deutschen Arcierenlcibgarde, Karl Josef O., wurde im I. 1789 mit v. D. geadelt. sM. v. M., Erg. 331. — v. H.j Oberscls, s. Skherpin. 1. Oberg, eines der ältesten niedersächs. Geschlechter; es gehört zu den braunschweig'schcn, hildeshcim'schcn u. Hannöver'scheu Familien. Die Stammreihe beginnt mit Eilhardo v. O., der um 1193 lebte. Ans diesem Geschlechte wurde der kurhannöv. Oberschcnk, Kammerherr Hilmar Ludwig Ernst Wilhelm v. O. auf Oberg, 1893 in den preuß. Grafenstand erhoben. Balthasar Heinrich v. O- erlangte am 3. Jan. 1651 den böhm. Freiherrnstand, und eine Linie wurde vom König von Westfalen zur Grafenwürde erhoben, sv. d. Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappenbuch. — Taschenbuch der gräflichen Hänser für 1854.j Ein natürl. Sohn, Hilmer genannt, wurde 1651 legitimirt und ihm der Name O. ertheilt- Von ihm stammt vielleicht die schles. Familie v- O. ab. sv. Ledebur II. 157. — Preuß. Wppb. I. 74. — Siebmacher I. 179. — R. T.A. R. — Bncelini stcmmat. II. — Seifert, hochadl. Elt. n. Kinder. — C. B. Behren'S histor. Bcschr. des Hauses Steinberg. Beil. Nr. 13. - Ganhe I. 1120-22. - Abel, sächs. Alter- thiimcr 588. — Spangenberg, Adclsspiegel II. 108. — Zedier XXV. S. 69—72, aus schriftl. Nachrichten. — Lucä, schles. Chronik 1095. — Psesfinger, Historie d. braimschweig-lüncbnrg. H- I. 83 u. a. m. Stellen. — Lnderscn's Samml. — v. Zedlitz. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 20. Taf.22. - v. H.j 2. Oberg, eine adliche Familie in Schlesien, welche von jener in Niedersachsen ganz verschieden ist und auch ein ganz verschiedenes Wappen führt. Ihr gehörte Malkwitz bei Breslau. Sie befindet sich im Freiherrnstand. sv. Ledebur I. 157. — v. Zedlitz. — Sinap I. 678. 766-s Vbcrgscll v. Grcchtlcr. Der Oberstlieut. O. wurde im Jahre 1312 mit dem Beinamen v. G. in den Frciherrnstand erhoben. IM. v. M., Erg. 82. — v. H .j Obcrgorkhwih. Die Adame v. O., Gebrüder, in den kaiscrl. Erblandcn, erhielten 1649 Adclsbestätigung. sR. T. A. R.^j f Gberhaufen, ein bei Mal medy mit gleichnamigem Stamm- Hause ansässig gewesenes Geschlecht. sFahne I. 307. — v. Ledebur II. 158.s 1 Merheim, Oberhamer, das auch in Ob er österr eich vorkommt und um 1699 erloschen ist. sv. Hefner, 1 bayer. Adel S. 22. T. I8.s Mcrisenlttirg, Oberysenburg. Die zweite Linie des reichsgräflichen Hauses Isenburg, welche Ludwig Graf v. I. im 13ten Jahrh. stiftete. sVersuch einer diplom. Gesch. der Gr. v- Oberysenburg, von ihrem Ursprünge an mit alten Urkunden belegt, indem 1. St. Nr. 2 der Materialien zu der Geschichte, Statistik u. Topographie der d. NcichS- Grafschaft (Frankfurt a/M. 1791. 8.) und im 2. St. Nr. 2 die Fort- sezung. — v. H.j Obcrkanip. Der Reichshofrath Josef Joh. Philipp O. wurde am 8. Juni 1629 von K. Ferdinand II. in den Rittcrstand erhoben. Der geh. Rath u. Bundestagsgcsandte E. A. v. O. wurde 1847 sammt seinem Adoptivsohn Rudolf in den bayer. Freiherrnstand erhoben und hat derselbe die Bewilligung erhalten, seinen Familiennamen auf diesen Adoptivsohn Rud. Braun überzutragen. sE. S. — v. Hefner, bayer. Adel S. 49. T. 49. S. 100. T. 120. — v. Ledebur III. 317. — Kncschke, Wappen IV. — v. Lang, Supplcm. S. 127. — Tyroff n. 128. — v. H. — Frhrl. Taschenb. I86I.s Obcrkirch, eine elsass. Familie, deren gleichnachmiges Schloß bei Ober-Ehnheim im Unterelsaß gelegen, wovon Heinrich im Jahre 1179 schon auf den Turnieren gewesen. Die Familie gehörte zur unmittelbaren freien Reichöritterschaft in Orten au. fTyroff, Wappenw. II. 8. — Cast, AdelSb. v. Baden, fvo auch das Wappen. — v. Hefner, sächs. Adel S. 14. T. 13. — Frhrl. Taschenbuch von 1856. — Herzog, elsass. Chronik. — Gauhe I. 1122. — Zedier XXV. ,05. - v. H.j Vbcrkorn v. Festeustcin. Der Pens. Oberstlieut. Johann O. wurde im I. 1894 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 331. — v. H .s Oberländer, Oberland, ein bayer. Geschlecht, das sich ans Bayern in das Voigtland wendete und dessen Adel Kaiser Ferdinand II. am 14. Juli 1623 erneuerte. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 100. — v. Ledebur II. 158. — König III. 786-93. — Biedermann, Voigtl. Tab. 130-44. — Tyroff I.B. 12. Ausg. — Gauhe II. 8t I. — v. Meding III. n. 573. — Siebmachcr III. 122. n. 11. — Zedier XXV. 109—35, aus besonders überschriebcnen Nachrichten. — v. H.s Vberlahnstcin, s. Zangen. Merlin auf Dittersbach und Jergstettcu. Johann Theobald O., passau'scher Kammerrath, wurde von K. Leopold am 25. März 1697 mit jenem Prädikate in den Neichsritterstand erhoben. sv. Lang, Suppl. 127 u. ff. — v. Hefner, bayer. Adel S. 100. T. 120. - v. H.j' Mcrmann auf Kleinlich, Rittmeister, wurde am 15. Okt. 1849 mit Beschränkung in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 110. — v. Ledebur II. 158.j 1. Mcnnaiscr, Josef Eucharius, kurbayer. geh. Rath, wurde um's I. 1769 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sR.T.A.N.s 2. Vbermayer. Der wiener Steueramtöverwalter Ferd. O. wurde im I. 1793 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 236. — v. H.j 3. Vbcrinaycr. Der Hofsekretär Urban Josef N. wurde im Jahre 1819 geadelt. sM. v. M. 236. — v. H.^j 4. Mcrmaqer auf Ncuhaus. Der AppellationSgerichtsadvokat und Licentiat Georg O. wnrde am 27. Mai 1819 mit dem Beinamen auf N. geadelt, sv- Lang, Suppl. 123. — v. Hefner, bayer. Adel S. 100. T. 120. — v. H.j Mcrinüller v. Draueck. Der österr. Oberst und Stadtkommandant von Linz, A. O., wurde 1359 mit v. D. geadelt. sA. A. Zeit., Juni 1859.j Obcruberg. Der Hofrath Jgnaz Josef O. in München erhielt vom Kurf. Karl Theodor das Edelndiplom am 39. August 14 * 10« Obe — 1793. Dic Familie ist seit 1829 auch in Frankfurt a/M. eingebürgert. sv- Hefncr, frantf. Adel; bayer. Adel S. 109. T. 120- — Kneschke, Wappen ll. — v. Lang 459. — v. H.s Vbcriiburgcr. Peter O. erhält am 17. Juli 1584 die Edel- mannschast. sHallcrsbcrg 37 s 1. -s Vbcrndorf, eine ehemalige schwäbische Familie, deren Stammschloß unweit Donauwörth gelegen, dic aber erloschen ist. sGauhe II. 813. — Tyroff n. 12. — v. H.s 2. Vbcrndorf, eine bayerische, seit dem 19. April 1799 vom Kurf. Karl Theodor in den Grafenstand erhobene Familie. Sie kommt schon 1159 vor. sv. Hefncr, Hess. Adel S. 21. Taf. 22; bayer. Adel S. 16. T. II. - Sicbmachcr III. 136; Supplem. VII. 13. — Tyroff I.B. >2. Ausg.; Wappenw. I. 12. 283. — Sicbcnkees II. 28. — Bayer. Wppb. I. 83. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels 1846 u. f — Taschenb. der grafl. Häuser 18364,. f. — Kneschke, Grafenh. — v. Lang 54. — v. H.s Vlimidorf, f. Marschall. -s Vbcrndorffcr zu Itcphanskirchc», erscheinen 1241. Hanns O. verkauft Stcphanskirchen an die Lösch 1565, und stirbt in Ungarn als der Lczte des Geschlechts, sv. Hcfner, -s bayer. Adel S. 5.s Vlicnüh, Obernütz, uralte thüring. u. meißnische Familie, welche von den v. Brand eust ein entsprossen sein soll, dem aber Andere widersprechen. Schon im I. 1152 reiste Apel v. O. auf den Reichstag nach Frankfurt, in Bischof Wichmann's von Naumburg Aufträgen. Sie waren auch im fränk. Kanton Gebürg schon im I. 1558 ansässig, und Veit v. O. erhielt im Jahre 1448 vom Herzog Wilhelm von Sachsen Schloß u. Stadt Ziegenrück im Voigtlande an der Saale gegen Erlegung von 2999 fl. wieder käuflich, sv. Hefner, preuß. Adel S. 56. T. 72; sächs. Adel S. 14. T. 13. — König II. 730-42. — Salver 506. - Jmhof, notit. Proc. Mantiss. XXIII. 239. — Gauhe I. 1122—24. — Zedier XXV. 144—48. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 153. III. 317. — Frhrl. Taschenb. v. 1857 u. >860. — Dorst, fehles. Wppb. n. 190. — v. H.s Vbcrnfchönfcld, s. Mulz. -s Vbcrringen, ein erloschenes adliches Patriziergeschlecht in Erfurt, sv. Zedlitz.s -s Oberstem, Obernstein. Die Grafen v. Daun u. Falkenstein nannten sich Herren von Ob er st ein, einer Stadt und Herrschaft an der Nahe in der Unter Pfalz, starben aber im Jahre 1682 aus, worauf ihre Grafschaft an die Grafen v. Man- derschcn u. Löwenhaupt gekommen. Weinrich Graf v. Daun u. Oberstein war im 16. Jahrh. Statthalter in Jülich, Cleve und Berg. Gauhe, I. 1134, behauptet, daß das Geschlecht im Jahre 1663 mit dem Domherrn Wolf Ernst v. O. zu Mainz ausgestorben und eine rheinländische, von obiger ganz verschiedene Familie sei, was aber beides irrig zu sein scheint; denn beide waren sicher einerlei Stammes, der im Jahre 1632 ausstarb. sZcdler XXV. 167. — Gauhe II. 813. — Fahne I. 307. II. 108.1 Humbracht spricht von dem oberrhein. Rittergcschlechte, welches einen Löwen im Wappen führt. Es gibt aber noch ein Geschlecht, welches in R. ein g. Gitter führt, und hiernach mögen allerdings zwei Geschlechter gewesen sein, die ganz verschieden von einander waren, sv. Ledebur II. 153. — v. H .s Oberstem, s. Stein. -s Oberstetten, ein altes schwäbisches, 1392 erloschenes Edelugeschlccht, im jczigen O.A. Biber ach seine Burg habend. sGriesiugcr 10054 Obw Vbcrthal, s. Ob er bau er. Vbertynski, wahrscheinlich gali zisch. Ladislaus v. O>., Ritter, war 1857 Kadet im 2. k. k. österr. Hus. Regiment. Vbcrwaldsec, s. Schmidtauer. Gbitsierslu, auf Nusko und Drzyczkowo — 1355. W.: Nalencz. sv. Ledebur II. 1584 -s Vbisch, eine alte schles. Familie, die wahrscheinlich erloschen und nur zwischen 1517 — 1639 bekannt ist. sv. Ledebur II- 158. — v. H.s Ob die Familie wirklich erloschen ist, scheint ungewiß; wenigstens stand 1857 im 48. k. k. österr. Inf. Regiment ein Eberhard O. v. Thurnstcin als Untcrlicutenant. sSinap I. 681. — Gauhe l. 1l24.s Wbitchkis v. Vbitch, ein böhm. Geschlecht. sZcdler XXV. S. 2954 Der Kammer- und Hoflehnrechtöbeisizer Thaddäus Franz O- und sein Vetter, der Krcishauptmann Wenzel Franz O., wurden im I. 1743 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. sM. v- M-, Erg. 82. 33. — v. H4 Vbtacho, Markus, Kaufmann zu Bischofflach in Krain, wurde 1688 geadelt. sR- T. A. R4 Vergl. Oblackh. Vblackh v. Wotckensperg. Franz Anton O. v. W. wurde im Jahre 1753 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 834 Möchte vielleicht mit Oblacho einerlei Familie sein. sv. H4 Wbmliiis, Hanns Georg, kais. Hofspeiszehrgädncr, wurde 1666 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R4 Wborski, ein in Preußen angesessenes Geschlecht. Wappen: Colon na- sv. Ledebur II. 1534 Vbremski, ein preußisches oder posen'sches Geschlecht. Wappen: Cholewa. sv. Ledebur II. 1584 O'Drie». Der Chevalier Johann O'B., Hauptmann bei der Sztaray-Infanterie, wurde im I. 1893 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 734 Das O' (of) bedeutet bei den alten irischen Familien Adel, wie das deutsche „von". Die Familie stammt aus Schottland und heißt O'Byrn. sv. Hcfner, sächs. Adel S. 14. T. 13. — Sächs. Wappenb. V. 19. - v. H.s Vbritschaii. Dieses Geschlecht wurde bereits 1571 in die krain er Landstandschaft aufgenommen, sv. Hefncr, krainer Adel S. 15.s Obfchctwih, Oebschelwitz, ein in Sachsen, in der Nied erLausitz und in Preußen begütertes Geschlecht, sv. Ledebur II. I58.s Vbscr. Der vorderösterr. Ncgieruugsrath Sigmund O. wurde im I. 1776 geadelt. sM. v. M., Erg. 392. — v. H.s Vbstftldcr. Die v. O. sind eine adliche Familie aus dem Schwarz bürg'scheu, deren Mitglieder sich in preuß. Diensten befinden; namentlich war eine Tochter des Oberstlieutenauts v. O. Gouvernante bei der Prinzeß Elisabeth von Preußen, nunmehrigen Prinzeß Karl von Hessen. Sie stammen von den drei Brüdern Hanns, Wolfgang u. Volkmar O. ab, welche am 19. Juli 1558 von Kaiser Ferdinand I. Wappencrneueruugsbriefe erhielten. Dic obstfcldcr Schmiede im Schwarzburg'schen ist ein altes Lehen von ihnen, sv. Ledebur II. 158. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 40. Taf. 45. — v. Zedlitz.s 1. Vdnicrcr. Die Brüder Josef Autvn und Peter Paul O. wurden im I. 1778 mit „Edler von" in den Rcichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 183. — v. H.s Obw — Od 109 2. Vbwcrcr. Der Bankier Michael v. O. zu Augsburg wurde im I. 1804 mit „Edler von" in den Neichsrittcrstand erhoben. HM- v. M., Erg. 183. — v. Hefner, baycr. Adel S. 100. Taf. >21. — Bayer. Wappb. VII. 51. — v. Lang 465, unter Owcrer. - Kneschke, Wappen IV. — v. H.) Vchochi, Ochocki, v. Wicrzbouiick. Anton O. wurde im 1.1807 mit dem Beinamen v. W. in den galiz. Adelstand erhoben. HM. v. M., Erg. 332- — v- Hefner, galiz. Adel.) Vchotnicki. Ein Hauptmann v. O. stand 1818 in k. preuß. Diensten. Wappen: Nowina. sv. Ledebur III. 317.) 1. Vchs, N- N., wurde 1620 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R-) 2. Vchs. Der kurhess. General O. wurde 1802 in den Adelstand erhoben und vom König von Westfalen, in dessen Diensten er stand, baronisirt. Er und sein Sohn, Hess. Rittmeister beim Gcneralstab (1828), sollen auf die Freiherrnwürde verzichtet haben, wahrscheinlich stillschweigend, da Kurhessen die Standeserhöhungen des Königs von Westfalen nicht anerkennt. sv. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 22.) 3. 's Wchs li. Gmihtlidorf, ein fränkisches Geschlecht. (Biedermann, Geb. Tab. 347 — 49. — Salver 146. Tab. 14. n. 36. Tab. >5. n. 43. S- 438. 467. — Siebmacher II. 76. n. 9. — v. Meding III. n. 575.) Die Familie ist 1563 erloschen, sv. H.) 4. Vchs ». Vchsciistcin. Um 1730 ward ein frankfurter Rathsherr Ochs, aus Basel stammend, mit v. Ochsen st ein geadelt, welche Familie jezt im Großherzogthnm Hessen angesessen ist. sv. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 22.) Eduard v. Ochsen- stein aus Offcnbach stand 1812 in Württemberg. Kriegs- Diensten. Vchse, eine rheinlä irdische alte Familie, die sich nach Dänemark wendete. sGauhe II. 814. — v. H.) -s Vchsenbcrg, ein altes, bis 1318 vorkommendes schwäbisches Geschlecht auf gleichnamiger Burg im Württemberg. Oberamt Bracken heim. sGriesinger 1010.) Vchsciiftid, s. Bosio. Vchßcnstcin, Ochsenstein, eine alte elfass. u. rheinländische Familie. Johann Kristian v. O., k. preuß. Kriegs- u. Domänen- Rath, wurde 1751 in den Freiherrnstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 159. III. 317. — R. T. A. N. — Kneschke, Wappen IV. — Siebmacher II. 23. n. 8. — Neues genealog. Hdb. von 1777. S. 303. 1778. S. 352. Nachtr. 156. - v. Meding III. n. 576. — Gauhe II. 8>5. — Hübner, Hist. Polit, VII. — v. H.s Vchtschndal, Anton, österr. Hauptmann im 1. Art. Reg., wurde 1851 geadelt. sOesterr. Milit. Schemat. von 1851.) Vckcnhausen, s. Vetzcr. -s Vckhl. Der Land - und Rentschreiber Peter Jakob Leo O. zu Landshut erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 30. März 1778 ein Edelndiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 100. T. 121- — Kneschke, Wappen II. — v. Lang 460. — v. H.s Wckl i>. Jalscid. Der kais. Arzt Andreas O- erlangte 1602 den Adel mit dem Beinamen v. S. Aus diesem Halle'scheu Pfännergeschlechte hatte schon um 1540 Gregor O- von Kaiser Karl V. einen Wappenbrief erhalten. (Dreyhaupt, T. XXVIII. — Siebmachcr IV. 139. — v. Ledebur II. 153. — R. T- A. R.) Vciawalski v. Stmtdcrg, eine böhmische Familie, welche im Böhmischen O., deutsch Streitberg heißen soll. sGauhe II. 815. — v. H.s G'Connor - V'Connct de Kerry, wahrscheinlich irländ. Abstammung. Daniel O'C.-O'C. de K. stand 1857 als Oberst- Lieutenant im 43. k. k. österr. Inf. Regiment. Vcshliy v. Vcsko. Der Oberst Josef O. v. O. wurde im I. 1790 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 83.) Vcyen. Die v. O. sollen zum Adel der Rheinprovinzcn gehören, sv. Zedlitz.) Vielleicht soll es Oyen heißen. 1. -s Weichen. Heinricus de O. tcstis in einem walken- rieder Brief 1225. Hinricns et Cerstanus de Odelciben 1231. sUrk. B. f. Niedcrs. II. 104.) 2. Weichen. Der Doktor der Rechte, Joh. Kristof Hanisch auf Riesa?c. im Meißnischen, wurde am 7. Aug. 1790 vom sächs. Neichövikariat mit dem Beinamen v. O. in den Freiherrnstand erhoben. (Gr. v- Beust, sächs. Staatsanz. Heft 1. — Sächs. Wappb. II. 28. — Kneschke, Wappen III.) Wciga- Der Kreishauptmann Karl O. zu Sa atz in Böhmen wurde im I. 1792 geadelt und in demselben Jahre in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 236; Erg. 183.) Ritter Karl v. O-, toskan. Geschäftsträger in Wien, wurde 1838 in den österr. Freiherrnstand erhoben, sowie auch dessen Bruder, der österr. Generalfeldmarschalllieutenant. sE. S.) Karl Ritter v. O-, Oberst- Lieutenant zu Innsbruck, erlaugte 1358 die Freiherrnwürde. sA. A. Zeit., März 1858. — Oestcrr. Mtlit.Schemat. von 1858. — — v. H. — Kneschke, Wappen III.) 's Wem, Ödeme, Othem, ein längst ausgestorbenes, vormalö aber sehr ansehnliches Geschlecht in Niedersachsen, besonders im Lüneburg'schen seßhaft. sPseffingcr, braunschwcig. Historie III. 336—98. — Zedier XXV. 457 u. f. — Lüdersens Sammlung. — v. H.) -s Werlicrg, Vogt von. Gerardus advocatus de Odel- berghc 1231 in einem Brief der Markgrafen von Brandenburg. Albero v. O. verkauft dem Kloster Ehorin seine Fischerei am Parsteiner - See 1309. Klaus, Thideke n. Jancke v. O. 1371. sCod. Brandenburg. XIII. 202. 235. 263.) Werscid, s. Gyrgy; Heinrich. st Wcrokq v. Lydcrzom, ein schles. Geschlecht, das auch in Mähren begütert war, zu den allerältesten böhm. Geschlechtern gehört, und sich zuweilen Oderöki v. Lidcrzova schrieb. sBalbini Miscell. regni Bohem. Decad. II. Lib. 2. — Sinap I. 632. — Sicbmacher I. 74. n. I. — v. Meding III. n. 547. 574. — Zedier, Univ. Ler. XVIII. 1473, wo auch eine Stammtafel befindlich ist. — v. Ledebur II. 159. III. 317. - v. H. - Salver 603. 633. 687. 714. — Gauhe I. 1124 u. f. — v. Hattstein I. 405 n. f. — v. Humbracht, Tab. 60.) -s Wcrwoiss, Otterwolff, ein schles. Geschlecht, dessen Stamm- Siz Lubovicz im Fürstenthumc Oppeln gelegen. sSiebm. 1.68. n. 3. — Sinap I. 683. - v. Meding III. n. 578. — Gauhe I. 1125.) Die Familie ist erloschen, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß- Staat 1843. S. 324. — v. Ledebur II. 159. — v. H.) Wcscalchi. Schon im I. 1639 wurde Livio I. O., welcher zum König von Polen vorgeschlagen war, in den Reichssürsten- stand erhoben. Er starb 1713 kinderlos. Sein an Kindesstatt angenommener Schwestersohn, der k. Adjunkt in Katalonien, Don Balthasar O., wurde im I. 1714 in den Neichsfürstenstand, mit dem Uebergang auf den Erstgebornen, erhoben. sM. v. M. 7. — Gencal. Staatshdb. 65ster Jahrg. S. 434—96. — Gothaer Hoskalcnder für 1836 u. f. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 228. — v- H.) 110 Od — Oe Vdcscalco, österr.-italienisch. Anton Edler v. O. war 1835 Professor am k. k. Liceum zn Cremona. Vdick, s. Nassau. Wdkalcck, ein altes böhm. frhrl. Geschlecht. sZedler XXV, S. 4940 Wilhelm Heinrich O. v. Augedz wurde am 1. Febr. 1689 in den Frciherrnstand erhoben. sFrhrl, Taschenb. von 1859, — v. H.s Vdobashick. Der Oberlientenant Stanislaus O. wurde im Jahre 1819 geadelt. sM. v, M., Erg. 392. — v. H.s Wdoluisw, wahrschciulich kroatisch. Demeter v. O. stand 1857 als Hauptmann im 14. k. k. österr. Grenz - Inf. Reg. V'Doiicli, ein ursprünglich irländ. Geschlecht, welches die Grafenwürdc besizt, die 1763 in Oesterreich anerkannt wurde. Die Familie gehört zu den alten Adelsgeschlechtern Irlands, die sich einst in die Herrschaft über die grüne Insel theilteu. Sie behaupteten in Doncgal, wo ihre Besizungen lagen, ihre Unabhängigkeit, bis sie sich Jakob l. unterwarfen, gegen den sie sich aber bald empörten und in Folge dessen zur Flucht ans das Festland gezwungen wurden. Dort verzweigten sie sich in einen spanischen und in einen österreichischen Stamm, während eine dritte Linie nach Irland zurückkehrte. Von den span. O'Douell stammt der bekannte Marschall, von den österreichischen der Retter des Kaisers Franz Josef aus Mörderhändeu. sJllnstr. Zeit, vom 19. Dez. 1859. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1344 n. f. — v. Hefner, krainer Adel S. 15. T. 14.s Vdromons, s. Augustinowicz. VÄrowski, zu Tromnau und Hochtschncren in Ost- Preußen. Wappen: Pomian. sv- Ledebur III. 3170 V'Duycr- Der Oberst Josef Anton O. wurde im I. 1713 in den NeichSgrafenstand erhoben. sM. v. M. 26. — v. H0 -j- Vebclih, eine alte adliche pommcr'sche Familie, deren gleichnachmiger Stammst; im bartisch er Distrikte gelegen, und die zu Anfang des 18. Jahrhunderts erloschen ist. sv. Ledebur II. 157. — Bagmihl II. T. 9XV1. - Siebm. V. 165. — Kneschke, Wappen III. 336. — Ganhe I. 1125. — v. H.s st Vcbschclwih, osterländ. Adel, in Sachsen erloschen, sv- Hefner, sächs. Adel S. 40. T. 45.s Vcchsner. Der Laudrcchtspräsident u. geh. Rath Georg Ritter v. O. wurde im I. 1819 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 74. — v. Hst Vcckhl v. Helmberg. Der ReichShofkauzleiverwalter Dr. Josef Anton O. wurde im I. 1753 mit dem Beinamen v. H. in den Neichsadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 392. - v. Hst 1 Volkhoven, ein kölner Patriziergeschlecht. Johann v. O. war 1649 Bürgermeister zn Köln. Im Anfange des 18. Jahrhunderts ist das Geschlecht erloschen, sv. Ledebur II. 159. — Fahne I. 399.s Vcdcn, s. Capler. Vcdendcrg, ein bayer. Geschlecht, dessen Stammschloß gleichen Namens unweit Nürnberg gelegen und seit dem 1.1319 vorkommt. sv. Falkenstcin, Cod. dipl. Antiq. Nordgav.st). 129. n. 4. — Zedier XXV. 536. — v. H.s Oedenberg, s. Geringer. Vcdcr, ein in den preuß. Staaten wohnendes Geschlecht, von dem v. Ledebur, II. 159, das Wappen angibt, sv. Zedlitz .s Vccdt, ehedein Oed er, eine adliche, frciherrliche, nachher gräfliche Familie in Oesterreich u. Tirol, die aber in leztercm Lande um das Jahr 1789 erloschen ist. Im I. 1698 wurde sie in den Freiherrn- und 1714 in der Person des Frhrn. Erasmus Anton und des Franz Ferdinand und Franz Karl v. O. in den Grafeustand erhoben. sBrandis, tiroler Ehrenkr. — Bucclini stemmst. T. III. — v. Hattstein, II. Suppl. 53. — Siebmacher I. 34. — Spener, op. herald. I. 66. — Wurmbrand, Collect, histor. 129. — v. Hoheneck II. 1-49. — Zedler XXV. 547—59. — Ganhe I. 1125. - Seifert'« hochadl. Elt. u.Kinder. — M. v. M., Erg. 23, unter Oed. — v. H.s 7 Vcsciler, eine adliche hannöv. Familie, die im 17. Jahrh. geadelt worden zu sein scheint. Sie erhielt nach Absterben der Familie v. Ahlden deren Lehne. Mit dem Hauptmann Kristian Friedrich v. O. starb dieses Geschlecht 1793 wieder aus. sv. Wolframitz, Collect. II. 216, Mspt., in der wolfcnbiittel'schen Bibliothek.! Vcffelc, Oefele. Der Hofbibliothekar Felix v. O. zu München wurde im I. 1772 geadelt, nachdem Einer seiner Vorfahren, Con- radus Ofelinus, schon 1498 von K. Maximilian I. mit einem Wappenbrief war begnadigt worden. Am 23. Nov. 1799 aber wurde er vom Kurf. Karl Theodor in den Freiherrnstand erhoben. sv. Lang 192. — Beitr. zur schönen u. nützl. Literatur II. Jahrg. I. S. 293. — Frhrl. Taschenb. von 1862. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 4. Taf. 49. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.s Vcssncr v. Gricncnthal. Der Hauptmann Josef Anton O. zu Corolo in Tirol wurde im I. 1763 mit v. G. in den Reichs- Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 392. — v. H.s 7 Vcfftc, ein niederrheinisch-westfälisches Geschlecht, welches im Anfange des 17. Jahrhunderts erloschen ist. Es erschien schon 1291 in Westfalen begütert, sv. Ledebur II. 159.s 7 Vchicr, auch Vcffiicr v. Habcishcim, eine ehedem fränkische, früher ihren Siz bei Rothenburg a. d. Tauber habende Familie. Sie war auch im fränk. Rittcrkanton Ottenwald begütert. sPastorii Francon. rediv. 484. — Ganhe I. 1126. — Biedermann, Odemv. Tab. 396—98 u. ff. — Zedler XXV. 576. — v. Ledebur II. 159. - v. H.s Vchc, eine im Herzogthume Rügen in Pommern seßhafte Familie. sGauhe II. 817. — Bagmihl I. Tab. II. Tab- V. 5. 6.s Die Familie besaß noch 1842 die kleine Insel Oehe, von der sie den Namen hat, schien aber zu erlöschen, sv. Ledebur II. 159. III. 317.s Die Familie nannte sich auch Wisch nach dem Gute W. auf Rügen. sKneschke, Wappen I. 314. — v. H.s Vchingcr. Der Rath und Proviautadmodiator Johann O. wurde im I. 1717 in den Ncichsadelstand erhoben. sM. v. M. 236. — v. H.s Vchlcftld, s. Buirette v. Oehlefeld. Vchlmaiscr. Der k. k. Forstrath Leopold O. wurde im Jahre 1818 geadelt. sM. v. M. 236. — v. H.s Vclstschiägcl, Friedrich Franz Karl, k. sächs. Hauptmann, und dessen Bruder Karl August, wurden am 28. Aug. 1839 vom König von Sachsen geadelt, sv. Hefner, sächs. Adel S. 49. T. 45. — Kneschke, Wappen IV.s Vchm v. John. Susanua O., verwittwete Sindikus John zu Breslau, wurde mit ihren Söhnen mit v. I. in den böhmischen Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 183. — v. Ledebur II. 159. n. II. des Art. — v. H.s Vchmc, Oeme, eine nie der sächs. Familie, die vom Jahre 1311 bis 1645 vorkommt. Es wird behauptet, daß Lorenz O., Oeh - Oer tll der Stammvater eines Halle'scheu PfännergeschlcchtcS, aus einer adlicheu Familie Preußens entsprossen sei. sv. Ledebur II. 159. n. I. des Art. — Gauhc I. >126 u. s. — v. H.) Vehr, ein westfäl. Geschlecht, das hauptsächlich im Stifte Osnabrück begütert ist, und sich auch von seinem Nittersize v. Engclburg benannte. Das Geschlecht kommt auch unter dem Namen Oer vor, gehört zum Uradel und wurde 1677 in den Freiherrnstand erhoben, sv. dem Knesebeck. — Nanft, gcncalog. hist. Nachr. IX. 824. - v. Ledebur II. I6l. - Stichs. Wppb. V. 20. — . v. H. ^ Frhrl. Taschenb. von >862. — Gauhe l. l 127-1 Gchriing, Ohrling, eine in Pommern mit Neuenkirchen im Kreise Anclam angesessene Familie, aus welcher 1743 Joh. Andreas v. O. Major im prcuß. Heere war. sv. Ledebur II- 169-1 1 Gel, Ohle, Oyle, ein westfäl. Geschlecht, welches schon 1336 daselbst begütert vorkommt, aber erloschen ist- Es führte in G- eine r. Muschel, auch 5 Muscheln, sv. Steinen, westfäl- Gesch. Tab. I-X. 4. b,Xl. 5. — v. Ledebur II. I69.s Geissen. 1843 stand ein Lieut. v. O- in preuß. Diensten, sv. Ledebur III. 317, ohne Wappen - Angabe.s Vclhaft» v. Schöllenbach. Ehe Sixtus O., der als ein sehr einflnßvoller Mann unter K. Karl X. als Hofrath im I. 1539 starb, das Gut Schöllenbach gekauft hatte, hieß die Familie blos O. Sie stammte aus Nördlingen von einer alten magistratischen Familie, die ursprünglich eine schweizer Familie ist, und von da nach Schwaben und nachher nach Franken, besonders nach Nürnberg kam. Der gedachte Sixtus erhielt als Haussekretär der k. Kanzlei bei K. Friedrich am 9. Juli 1489 ein latein. Adelsdiplom und als nachheriger Negimcntssekrctär von K. Maximilian I. am 24. April 1561 das Wappen noch mit dem der Geuschmide vermehrt. sSinap I. 683. — Zedier XXV. 7l5 — 722. — Will's Nürnberg. Münzbelust. III. 177. — N. gcneal. Hdb. v. >777. S. 394 u. f. 1778. S. 353. - v. Lang 469. — Spener, theatr. insign. 279. — Siebmacher V. 76. n. 8. — Tyrofs, Taf. 34. — Siebentes I. 29. — v. Zedlitz. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels für >846 u. f. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat >843- S. 324. — v. Hefner, baycr. Adel S. >99. T- >2>. — v. Ledebur II. >69. — v. H-1 Gclhlins, Gebrüder und Vettern, wurden 1665 geadelt. sR. T. A. R-1 Veller ». Wellersberg. Georg Heinrich O. wurde im I. 1716 mit dem Beinamen v. OellerSberg in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 392. — v. H -1 Vcls, s. Nimbtsch. Vellen. In Nr. 136 deö A. A. d. D. von 1823 wurde eine zusammenhängende kronologische Geschichte von dieser im I. 1195 schon bekannten Familie gewünscht und verschiedene Fragen auch über ihr kürzlich beschriebenes Wappen aufgeworfen. Es ist aber in diesem Anzeiger darüber weiter nichts erschienen. Die neue Stammtafel des Dionisii v. Oelzen, der im I. 1676 gestorben, bis aus seine Nr-Urenkel hat Hörschelmann in der Sammlung zuverlässiger Stamm - und Ahnentafeln, S. 55, aus E. Neimbts' kurländ. Adelshistoric (einem Manuskript) gegeben. Das Geschlecht ist in Preußen ansehnlich begütert gewesen oder ist es noch. Es führt in R. einen s. geharnischten Arm, der einen Ning hält. sNcimbts 29. — v. Ledebur II. >69. — v. Zedlitz. — v. Firks, Ursprung des Adels in den Ostsceprovinzen >39. — v. H.s Vclslcr, Josef, österr. Oberst vom Geniestab, wurde 1857 geadelt. fOesterr. Militär-Schemat. von >858-1 Getsnit), vo» der, im Meißnischen und Preußischen ansässig, welches seinen Namen von dem voigtländ. Städtchen Oelßnitz angenommen haben soll. Das Geschlecht erscheint schon im I. 962. sv Zedlitz. — v. Ledebur II. >69. III. 317. — Siebmacher I. >65. n. >9. — v. Meding III. n. 589. — Gauhe I. >>27 u. f. II. 817. Anhang >686. — Zedier XXV. 738-f Wahrscheinlich ist der bei Sagittar, glcichen'schc Historie 437, vorkommende O. auch aus diesem Geschlcchtc. sv. H.) Gcmiiiga, Siegfried Laeso, k. schwcd. Konsistorialrath und Professor, nebst seinem Bruder JuliuS, wurden 1756 in den Neichsadelstand erhoben. sR. T. A. A.) Gcp, Oeppe, ein anhalt'sches Geschlecht, das aus Ungarn nach Franken und von da in das Anhalt'sche kam. Es ist auch im ehemal. fränk. Ritterkanton Rhön u. Werra ansässig. (Beckmann, anhalt. Historie VII. Tab. U. 7. n. >4. — Zedier XXV. S. 759. — v. Meding III. n. 58>. — Gauhe I. >128. — V .Ledebur II. >61. — Biedermann, Rhön u. Werra I. Verz. — v. H-1 ch Gcpstiigcn, ein altes schwäb. Geschlecht mit gleichnamiger Burg im O.A. Ehingen, welches schon 1127 vorkommt und 1482 erloschen ist. sGriestngcr 1621.) Ger, s. Oehr. Wernstebt, ein in Pommern mit Sophienhoff, Dahlen in Mecklenburg, Krusenhof u. Hopfgartcn — um 1625 — angesessenes Geschlecht. Schwcd. Adel von 1666, 1662, und schwed. Freiherrnstand von 1727. sv. Ledebur II. >6l. III. 3>7.) Mcrtei ans Güntersbuht. Dem Württemberg. Hofrath und Konsulentcn vieler ritterschaftlichen Familien wurde, nachdem er das Neichslehen G. bei Nürnberg und zwei ansbach'sche Güter erworben hatte, am 16. März 1762 von Kaiser Franz I. der Adel ertheilt. sv. Hefner, bayer. Adel S. 161. T. 121.) W.: Geviertct; 1. u. 4. in B. eine s. Lilie, 2. u. 3 von S. u. R. mit zwei gegen einander gekehrten Aestcn oder Schrägzinnen schräg gctheilt. sTyroff 34. — v. Lang 461. — v. H.) Vcrtcisburg, s. Jensch. — Gerlingen, s. Haas. 1. Gerthe!, eine adliche Familie in Schlesien, woraus mehrere Mitglieder seit 1866 im preuß. Heere gefunden werden, sv. Zedlitz.) Friedrich Benedikt O., Erblehnherr auf Döbitz, wurde 1753 in den Adelstand erhoben. sR- T- A. R. — v. Ledebur II. 161. III. 317.) Wappen: In S. ein geharnischter Ritter mit gezogenem Schwerte. 2. Verthcl, Johann Kristian Friedrich, Lieutenant aus Bayreuth, erlangte am 17. Juli 1772 den preuß. Adelstand, sv. Ledebur II. 161.) Wappen: Schräglinks gctheilt; oben in R. 3 w. Kazenköpfe. sv. Zedlitz. — Preuß. Wppb. IV. >3.) 3. Vcrthel. Der Bürgermeister und Großhändler Georg Friedrich Samuel O. zu Hof, wurde am 15. Febr. 1819 als Adlicher in Bayern immatrikulirt. Wappen: Geviertct; 1. u. 4. in G. ein schw. Anker, 2. u. 3. in Schw. ein s. Schwan. sTyroff 66. — v. Lang, Suppl. >28. — v. Hefner, bayer. Abel S. >9l. T. >21. — v. H.) Vcrthling. Samuel Hermann O. wurde am 16. Dez. 1832 vom Großherzog Fr. Franz von Mecklenburg geadelt. Die erste Standescrhöhung von diesem Fürstcnhause. Wappen unbekannt. sv. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 15; Erg. Bd. S. 32.) Gerzen, Oertzen, eine alte Mecklenburg, u. märk. Familie, j die schon im 13. Jahrh. viele Güter in Bcsiz gehabt und wovon 112 Oes - auch eine Linie vom K. Kristiau in Dänemark in den Grafen- stand erhoben wurde. Tedvicus et Hermannus de Oriz, Milites, 1302 in einem Mecklenburg. Brief. Theodericus de Ortzen, miles, 1309 ebenso. DaS Geschlecht ist auch in Sachsen begütert. Karl Ludwig v. O., knrsächs. Kammcrhcrr u. Oberst, wurde am 20. Juni 1792 vom sächs. Reichsvikariat in den Grafcnstand erhoben. sJakobi, genealog. Hdb. ans 1800. II. 284. — v. Zedlitz- — Taschcnb. der gräfl- Häuser für 1853. — Mecklenburg. Wappcnbnch- — v. Ledebur II. 161. III- 317. — Sächs. Wppb. IV. 4. — v. Hcfncr, Mecklenburg. Adel S. 16. Taf. 13; sächs. Adel S. 3. T. 3. — Kncschke, Grafcnh. — Zedier XXV. 767 — 70, aus schriftl. Nachr. — Spangenberq, Adelsspiegel ll. — Gauhe I. Il29. - Geneal.histor. Nachr. II. 100. — Tyroff 223. - Pauli II. 131-33. — ^eifert's hochadl. Ahnen IV. n. 16. — Beehr, Res Mecklenburg, p. 1643. — Grundmann 24. — Allgcm. gcnealog. u. stallst. Handb. 698. — Klüber S. 633. — v. H4 Vcsclmih, ein sächs. Geschlecht. sKnaulh. prodr. Misn. 544. - Zedier XXV. 771. - v. H.s Gesell, nur in dem L.U.J. Adam Heinrich v. O. zu Oels 1668 bekannt, sv. Ledebur II. 161.s Oesfeidt, Karl Ludwig, Hofrath, und sein Bruder Friedrich Wilhelm O. wurden am 2. Okt. 1786 in den prenß- Adelstand erhoben. Ersterer hat sich um das Karten- und Kalenderwesen verdient gemacht, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 161. — Kneschke, Wappen I. 3I4.s Vcssingcn, s. Essin gen. -s Gest. Dieses alte gcldern'sche Geschlecht führte im r., mit g. Steinen bestreuten Schilde einen rcchtsschrägcn g. Schild (?). Es besaß im Berg'schcn die Burg zu Ratingen, womit nach Fahne, II. 108, 1193 —1218 ein Herr v. Oest belehnt war, und im Geldern'schen die Schlösser Hillenrath und Swalmen. 1381 wird Derich v. O. als Herr v. Hillenrath genannt. Er verpflichtet sich mit Urk. vom 7. Dez. 1392, den Bürgern von Köln drei Jahre lang mit seiner ganzen Macht beizustehen und im Falle eines Krieges mit dem Erzbischof Friedrich seine beiden Schlösser Hillenroth u. Swalmen den Kölnern zu öffnen. Derich's gleichnamiger Sohn wurde 1402 belehnt, dessen Sohn Johann 1406. Dieser war verhcurathet mit Wilhelma v. Bellinchoven und hinterließ Hillenroth seinem Sohne Derick, welcher Küchenmeister des Herzogs von Geldern und mit Alcid v. Tüschenbroich, gen. Eggenroide, verhcurathet war. Er starb ohne männlichen Erben. Seine Tochter Jsabella brachte Hillenroth dem Ritter Arnold Schenk v. Nydeggen in die Ehe. Felicitas henrathete Everard v. Brempt, Alvcrta hcurathete Werner v. Palant. sGesch. der Familie Schenk v. Nydeggen S. 45-1 -s Vcstcriing, ein pommer'scheö Geschlecht, das im 17. und 18- Jahrh. bekannt war. sZedler XXV. 773 u. f., aus schriftl. Nachr. — Kneschke, Wappen II. — p. Zedlitz. — Bagmihl III. Taf. IX. — Dreyhaupt, Taf. XXX. - v. Ledebur II. 161. III. 317. - v. H.s 1 Oesterreich, Oestenrcich, eine adlichc Familie in Pommern, die im 18- Jahrh. daselbst begütert war. Sie scheint erloschen zu sein. sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 163. III. 3184 Vestcrrcichcr v. Lcwcnlhal. Der kais. Diener und Hofkammer - Kanzlcischreibcr O. sammt seinen Vettern erhielten 1595 ein Adels- Diplom mit obigem Beinamen. sR. T. A. R.^ Gcstcrrcicher, s. Dumreicher. Gcth, s. Oeedt. 1 Vctisheii», ein altes, zwischen 1257 u. 1297 vorkommendes — Oex schwäb. Rittergeschlecht ans gleichnamiger Burg im Württemberg. O-A- Manlbronn. sGricsinger 10227s Gctkcn, eine niedcrsächsische, besonders im Br einen'- schen und Oldenburg'scheu begüterte Familie, von welcher der Verfasser des Lebens des Grafen v. Münnich, S. 22 u. f., eine vollständige Nachricht nebst einer Stammtafel erthcilt hat. sGanhe II. 818 u. f. — v. H.s Netterer, Gebrüder, in österr. Diensten, erlangten 161Z den Adelstand. sR. T. A. N4 Gettingcii, ein seit dem 10. Jahrh. sehr bekanntes Hans, aus welchem Albert Ernst I. am 14. Okt. 1674 von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben wurde. Es war dicß die protestantische Linie, die aber im I. 1731 erloschen ist- Die katholische Linie O-- Spielkerg erlangte den Fürstenstand nach dem Primo- geniturrecht im I. 1734, welches am 19. Febr. 1765 ans den Großvater des jezigen Fürsten erstreckt wurde. Die w allerstcin'sche Linie erhielt das Fürstcndiplom am 5. März 1774. Die katzcn- stein-baldern'sche Linie blieb gräflich und erlosch im I. 1798. sLang, Material, zur btting. Gesch. — I. RanchparcS, ötting. Gcschl.- Beschr. 1775. 4. 16. — Hübncr I. Tab. 270—73. — Bucelin II. 446. Tab. geneal. — Jmhof P. 1. s. c. II- u. 1.7. c. 9. — Nenßner, Auel, p. 90. — Spener, op. herald. T-1. Lib. c. 67. — Genealog. Gesch. der Gr. von Oellingen, 1739 in den mittleren Zeiten. Nördlingen, 1739. — Siebmacher, Suppl. II. 5. — Tyrofs, Taf. 245. — Zedier XXV. S. 803. - Gotha'scher geneal. Hofkal. für 1825. S. 114 u. f. - Masch S- 113. — Hochs. Württemberg, mit hochgräfl. ötting. n hochgräfl. ötting. mit Hochs. Württemberg, alterneuerte Doppelstammverwandtschaft, mit den beiderseitigen Wappen u. Stammtafeln, 6'/aBg. fol. — v. Lang 6 n. f. — M. v. M., Erg. 5. — Hartmann's Samml. — Cast, Adclsb. von Württemberg. — Rudolf!, her. cur- II- 3. S. 25. — Durchl. Welt. Hamburg, 1697. V. 107. — Trier, Einleit. in die Wappenkunde 473. — Allgcm. histor. Les. III. 628. — Köhler, Münzbelust. XII. 71. - v- Meding II. 611. — Tyroff, Wappcnw. I. 245. — Bayer. Wppb. I. 8. — Genealog. Staatshdb. 65. Jahrg. S. 496. — Dipl- Jahrb. für den prenß. Staat 1843. S. 230Z Auch in Liefland befinden sich O. und scheinen Abkömmlinge des vorstehenden Hauses zu sein, sv. Firks, llrspr. des Adels in den Ostseeprov. 132. — K. Dorst n. I. A- Tyroff, württ. Wappenbüchcr. — Fahne I. 312. — Griesinger 1012. — v. H4 1. 's Wcttingcr. Hanns O., Altvogt zu Kirch heim, 1456. Im Schild zwei gekreuzte Morgensterne. Ob solcher zum Adel gehörte, möchte zweifelhaft sein. 2. Vcttinger, Johann Martin, und Marquard O., genannt Vreitenhahn, wurden 1653 geadelt. Der erste war später preuß. Oberst und starb 1657. Seine Nachkommen, welche sich des Frciherrntitels bedienen, blühen noch und sind in West- Preußen und in der Niederlausitz begütert. Wappen? sv. Ledebur II. 163. III. 318. — R. T. A. R4 3- Gcttingcr, Johann Kristof, kais-Rechnnngsrath in Schwaben, wurde 1751 geadelt. Sein Sohn war Rcichskammergerichts- Beifizcr, und des Leztcren Sohn Jagd- und Kammerjnnker in Württemberg. sCast, Adelsb. v- Württemberg. — v. Ledebur II- 163. III. 318. — Dorst und Tyroff, Württemberg. Wappenbüchcr. — v. Hefncr, württ. Adel S. 17. T. 22; Nassauer Adel S- 13; frkf. Adel; schwarzburg- Adel S. 59. T. 4; prenß. Adel S. 56. T. 72. — Kncschke, Wappen I>4 Gcttinghauscn, s. Brunn. GM. Anton Josef v. O., kais. Hofkriegsrath u. geh. Nefe- rcndär, erhielt 1717 ein Reichsrittcrdiplom mit „Edler von". sR. T- A. R.s Gcrlc v. Friedbcrg, eine frhrl. Familie in Bayern zu Regens- Oey — Ogg 113 bürg. Die Familie wurde 4677 geadelt. Eine Linie ist in den Grafenstand erhoben. Karl Graf v. O. von n. auf Fricden- berg, Herr der Hofmark Cronberg, war 1795 kurtrier'scher Kämmerer w. fRcbmann, Mspt.s Ob Anna Maria v. Oerele, welche um 1753 zu München gestorben ist, zu dieser Familie gehört, weiß man nicht anzugeben. fTyroff I. 12.— Ranfft's gcncal. Archiv 27. Thl. S. 5kl. — Genealog, histor. Nachr. 5. Thl. S. 420. — Zedier XXV. 821. — v. H .s Vergl. Orlen. Geyen, s- Oyen. Oeynhausen, Oyenhansen, Oynhansen, Oinhansen und Oen- hauscn, eine in Westfalen, Niedersachsen n. in der Wetterau zur Grevenburg gesessene Familie, die zum Theil gräflich ist, und schon im I. 1636 vorkommt. Im I. 1722 wurde Kristof Rabe Frhr. v. O., Herr von Grevensburg von K. Karl VI. in des hl. röm. Reichs Grafenstand erhoben. fTyroff 249. — Neues gmealog. Hdb. 1778. Nachtr. 84—87. — v. Hatlstcin lll. Suppl. l2l. — Gauhe l- ll46 u. f. !I. 843 u. f. — Zedier XXV. 2577. — Lüdersens Samml. — v- dem Knesebeck. — Grote, Hannos. Wappenbuch. — v. Ledebur II. >63. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. lk. T. l7; Hess. Adel S. 2l. T- 22. — Taschenbuch der gräslichen Häuser für 1669.1 Wappen: In B. eine s. Leiter. Auf dem Helm dieselbe zerbrochen, d. h. die zwei Stangen mit den halben Sprossen einzeln von einander gekehrt. Decken: b., s. fv- H. — Kneschke, Wappen Iis s Ofen, eine bremer, schon im I. 1366 im Lande Kiebingen ansässige Familie. sMußhard, Theatr. nobil. Brem. -- Gauhe I. <126. — Seifert'« hochadl. Elb u. K.s Eine Linie der v. d. Decken führt den Beinamen gen. Offen, von diesem vielleicht erloschenen Geschlechte entlehnt, sv. Ledebur II. <63. — v. H.s V'Feral, V'Ferrat-Ambrose, wahrscheinlich irländ. Abkunft. Jakob O.-A., k. k. Kämmerer, befand sich 1357 unter den un- angestelltcn österr. Generalmajors. Offein, Offelen, eine österr. frhrl. Familie, zu welcher der am 36. Sept. 1733 verstorbene k. k. Generalfeldmarschalllieutenaut Georg Ludwig v. O. gehörte. sRanfst's Archiv 8. Thl. 392. 27. Thl. 522. - Zedier XXV. 348. - v. H.j Ossein, s. Uffel. s Vffcnbach. Soror Cecilia v. O. -s 1764. 1. 's Ossenberg, ein niederrhein. Geschlecht, welches mit dem kurländischen in keiner Verbindung stand. Eö ist erloschen. sFahne I. 3>2. — v. Ledebur II. 163.s 2. Ossenberg, eine alte, aus Kurland stammende nieder- sächsische, holsteinische und dänische Familie. Anerkannt von K. Rudolf II. 1594; Freiherren 1661. sv. Hefner, preutz. Adel S. 56. T. 72. — Frhrl. Taschenbuch von 1859. — Gauhe I. 1129. — v. Zedlitz. — Diplomat. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 297.s Auch in Liefland ist das Geschlecht seßhaft, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprov. 159. — Fahne I. 312. II. 196. — v. Ledebur II. 163. - v. H.s Ossenberg, s. Prouath. 1- ch Vsscnbnrg, ein altes steyermärk. Geschlecht, welches zwischen 1165—1336 die gleichnamige Herrschaft und Stadt besaß, bald aber ausgestorben ist. sSchmutz III. 73. — v. H.s 2. f Osscnbnrg, ein Villinger Patriziergeschlecht, das offenbar von dem zähring. Offcnburg eingewandert war und in Villingen die höchsten Stellen der Schultheiße ec. bekleidete. Hain- ricus de Offenburc kommt 1259 in villinger Urkunden vor. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Gleichzeitig zeugen dessen Söhne Wecel, Lutfried und Bernwart de Offenburc. p Vffenlnirgcr (ein offenes Burgthor, wie Portenau), bas- lerischer Adel. Hemman O., Ritter, -s 1458. Peter, Bürgermeister zu Basel, 1561, uror Juliana v. Schönberg. Eglof, Sebastian und Hanns Philipp haben 1586 noch gelebt. sWurstiscn 299.s Vffcncy, erscheint nur 1842 mit dem preuß. Oberstlieutcuant Wilhelm v. O. zu Berlin, sv. Ledebur II. 164.s Vsseiihciii, eine Familie, welche mehrere Güter in Steyermärk besaß. Eustach v. O. erhielt 1613 Bestätigung seines Freiherrnstandes. sR.T.A.N. — Schmntz III. 73- — v. H.j Am 27. Dez. 1747 starb Maria Eva Freifrau v. Offen Hain von Seyboltsdorf, geb. v. Ginsheim. Liegt zu Altöttiug. Offcnthal, Peter, der Rechte Doktor, kurmaiuz'scher Rath, erlangte 1594 den Reichsadelstand. sN. T. A. R.s Offling, s- Uffling. f Offlingcr, salzburg. Adel. (Getheilt, darin ein halber Bock.) Herr Hanns O., salzbnrg. Stadtpfleger zu Laussen; Judit Quetraterin, seine Hausfrau, c. 1576. Offmülicr, Wolfgang, kais. Hofdicner, erhielt 1636 Bestätigung seines adlichen Standes. sR. T. A. R.s 1. Offner, Johann Jakob und Johann, in österr. Diensten, wurden 1656 geadelt. sR. T. A. R.s 2. Offner. Der k. k. Hofkammerhauptbuchhaltcr Joh. Andreas wurde im I. 1712 in den Reichsritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 183. - v. H .s 3. Offner v. Adlcrrccht. Jgnaz Franz O., österr. Rittmeister, in der Arcierengarde, wurde 1355 mit v. A. in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit, v, 1855. — Oesterr. Milit. Schemat- v. 1355. s 4. Offner v. Cassel und Agathäbcrg. Die Brüder Josef und Georg O. wurden im I. 1753 mit dem Beinamen v. C. u. A. geadelt. sM. v. M.. Erg. 392. — v. H.s -s Osstcrbingen, ein altes, längst abgestorbenes schwäbisches Geschlecht, das bis 1468 fortgeblüht haben muß. Die gleichnamige Burg lag im O.A. Tübingen. sGriesinger 1626.s -s Oflings, eine erloschene Familie, deren Siz in einem Weiler gleichen Namens im O.A. Wangen war. Sie besaß auch die Grundherrschaft darüber alö Lehen von St. Gallen. Ogaro v. Fricbeiisscld. Franz O. aus Cormonö in Görz wurde im I. 1795 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M. 236. — v. H.s Ogclli, ein österr. frhrl. Geschlecht. sRanf st, gen. Archiv 39. Thl. 559. — Zedier XXV. 943. — v. H.s Vgcrtfchnig. Der Hofkammerkanzlist und fürstlich traut- sohn'sche Haushofmeister Lorenz Andreas O. wurde im I. 1719 geadelt. sM. v. M., Erg. 392. - v. H.s -s Vggeishauscn, alte schwäb. Ritter auf gleichnamiger Burg im O.A. Heidenheim. Die Familie blühte noch 1625. sGriesinger 1927.s -s Oggenhausen, von. Hatten Antheil an Gerhausen (O.A. Blaubeurcu). Ruine Gerhausen. sMemminger, O.A. Blau- beurcn 155.s Vergl. Ogg elsh ausen, was wol einerlei sein möchte. -s Oggsort. Ludwig Frhr. v. O-, kurbayer. Kommandant 15 114 Ogi — Olb von Braunau, 1704. Besaß Schloß Herzheim bei Trostberg. 1730 ebenso Adam Ludwig v- O. sOberbayer. Archiv VII.s Vgilvy, Ogylvy, eine freiherrlichc, nun gräfliche, aus Schottland stammende Familie, die in Böhmen und Deutschland, besonders in Sachsen bekannt ist. Der Generalfeldzeugmeister Hermann Karl v. O- wurde im I. 1739 in den Reichsgrafenstand erhoben. sGauhe I. 1130. II. 821. — Zedier XXV. 952—59- — M. v. M., Erg. 23. — v. H.s Oginski, ein adlichcs und auch fürstliches Geschlecht, welches in Preußen begütert ist- Wappen: Brama. so. Ledebur II. 164. III. 3>8.s Vgoiiczyck- v. Ledebur, II. 164, Wappcnbeschreibung. Ogonock, eine im Jnsterburg'schen u. Johaunsburg'schen begüterte Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 164-s Vhaym, s. Pabst. Vhcimb. Es gibt zwei Familien v. O., welche auch zwei ganz verschiedene Wappen führen. I. Der Sekretär des Kommerzkollegiums, Joh. Leonhard O., wurde im I. 1727 in den böhmischen Adelstand erhoben. Diese Familie ist in Schlesien angesessen und führt in N. oder B. einen Kranich. II. Eine Familie im Lippe-Schauenburg'schen, welche in S. einen durchschnittenen r. GcmSkopf führt. Die Familie gehört zu dem alten ritterschaftlichen Adel von Westfalen, hat ehedem Ohm oder Om geheißen und verschiedene Güter — von 1250 —1333 — besessen. Von da springt die Geschichte auf 1716 über, wo zwei O. in brannschwcig. Kriegsdiensten standen und von da nach Hessen sich ausbreiteten. Der Vater der jezt lebenden O. starb als Oberst auf seinem Gute Holzhausen bei Münden, welches schon seit 1390 der Familie zusteht. Seine Söhne sind preuß. Kammer- Herren. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 164. III. 318- — Dorst, schles. Wppb. III. 179. - v. Hcfner, Hess. Adel S.21. T. 22. - M. v. M-, Erg. 393. — v. H.s Ohcral. Der Direktor des Distrikts Lezacs in Galizien wurde im I. 1717 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 183. - v. H.s Ohl und Adlcrskron, eine uralte Familie, welche von dem poln. Gcschlechtc Jastrzembiec abstammen soll, deren Uranherr schon 999 in einem Gefechte mit den Heiden Sieg und Adel erworben hat. Am 2. Mai 1672 erhielt die Familie ein Diplom über den NeichSadel mit v. Adlerskron und am 3. April 1699 wnrde dieselbe in den Freiherrnstand erhoben. Jezt theilen sich die Ohl in zwei Hauptäste, in jenen v- Masselwitz und in jenen v. Eisdorf. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 164. III. 318. — Dorst, schles. Wappb. I. l2. II. 148. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 56. T. 72. — Sinap. — Gauhe, Anhang 1687. — v. H .s Ohle, Ohlau, von der, eine alte schles. Familie, aus welcher Peter v. d. O. 1348 am fürstlich licgnitz'scheu Hofe war- sSinap I. 683. — Gauhe, Anhang 1687. — v. H .s Ohlcnhuscn, s. Götz v. O. Ohm, gen. Januschavsky, eine im schles. Fürstenthume Teschen und Oppeln begüterte Familie, die aus Polen stammt; 1364 kommt Henning v. O. zuerst vor. sOkolöki, orb. Polon. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 164. — v. H. — Gauhe I. 1139 u. f. — Sinap I. 1I3l.s Vhmcycr. Der Advokat und Notar Josef Franz O. wurde im I. 1811 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 237. — v. H.s Ohms. Der Hofrath Anton O. in Wien wurde im Jahre 1816 geadelt und 1838 in den östcrr. Ritterstand erhoben. sM. v. M. 237. - v. H .s Ohnesorgc. Es gibt zwei geadelte Familien dieses Namens; die eine führt ein zweimal quergethcilteS Schild, oben r., in der Mitte s., unten bl. mit drei Sternen; zu Bremenhain, Kreis Rothenburg. II. Ernst Traugott Leberecht O. wurde am 8. März 1805 von Kaiser Franz II. geadelt; in der Obcrlansitz; er starb 1839 ohne männliche Erben, sv. Ledebur II. 164.s ch Ohrcnstock, ein erloschenes adlichcs crfurter Patrizier- Geschlecht. sv. Zedlitz.s Vidtmann. Dießorts ist von diesem Namen nur bekannt, daß zwei Lieutenants v. O. 1856 im preuß. Heere standen. W.:? sv. Ledebur II. 164.s Vkacz. Der k. k. Rath und Polizeidirektor Johann O. in Mähren wurde im I. 1786 geadelt. sM. v. M. 237. — v. H.s O'Kearni, wahrscheinlich irländ. Abstammung. Franz v. O. war 1835 Amtsschreiber bei dem k. k. österr. Grenzzollamte zu Bruck an der Laytha. 1. O'Kelly ab Agni». Der Reichsherold Wilhelm O. ab A. wurde im I. 1707 mit dem Titel „Comes Palatinus" in den ReichSritterstand erhoben. Er stammte aus altadl. irländischem Geschlechte. Wahrscheinlich ist Festus O'Kelly v. Gallagh u. Tywoly von demselben Geschlechte. sM. v. M. 133. — v. H.s 2. O'Kelly v. Gallagh und Tywolq. Festus O'K. v. G. u. T. wurde im I. 1767 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M, Erg. 24. — Tyroff, Taf. 41. — Siebmacher, Suppl. VI. 6. — v- H.s O'Kelly, s. Mac-Neven. Oklopsia v. Kugburg. Der Oberlieut. Johann O. wurde im Jahre 1783 geadelt. sM. v. M.. Erg. 393. — v. H.s Vkolicsstny de Vkolicsiia. Alexander v. O. de O. stand 1857 als Oberlientcnant im 34. k. k. österr. Inf. Regiment. Vielleicht einerlei mit Folgendem. Okolitsünyi, ungarisch. Anton v. O. war 1335 Beisizer der Distriktstafel zu Eperies. Oksza. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur III. 318. OKulicz, ein posen'sches Geschlecht, welches 1648 und 1671 an den poln. Königswahlen Thcil genommen und 1676 seinen Adel bestätigt erhielt, sv. Ledebur III. 318-s W.: Topor. Otuilowih, ein 1716 in Preußen mit Leegen, Nordenthal, Perkappen u. A. ansässiges Geschlecht. W.: Ostoja. sv. Ledebur II. I64.s Olah v. Nonas, ungarisch. Jakob O- v. N. war 1835 k. k. österr. Generalfcldwachtmeister zu Kaschau. Wland, Georg und Hanns, Brüder, wurden 1560 geadelt. sR. T. A. R .s -s Olawski, ans Golkawe, im militscher Kreise von Schlesien. Wappen? sv. Ledebur II. 165.s Wlbcr, Johann Franz, dessen Vater des innern Raths zu Wien Mitglied gewesen, wurde 1692 in den Reichsritterstand erhoben. sR. T. A. R.s Vielleicht mit Olbern einerlei. Vlberg, Eduard, Hauptmann, wurde in neuerer Zeit von K. Friedrich Wilhelm III. von Preußen in den Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 165. — Preuß. Wppb. IV. 14. s Olb — Old 115 Vtbmi. Der Hofkammerrath Joh. Franz v. v. O. wurde im Jahre 1709 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. M, v. M. 74. — v. H.s Meesdorf, s- Ullersdorf. 4 Olbrumowih, sonst Czcicka v. Vtdcnlioccum, eine alte Familie, die wahrscheinlich im 16. Jahrh. in der Grafschaft Mark ausgestorben ist. sGauhc l. 1131. — v. H.ss Vlbrecht o. Lindcnhcim. Friedrich Franz O. wurde im Jahre 1762 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M,, Erg. 393. - v. HI Vldakowski, in Ostpreußen auf Kl. Retzien. Wappen: Rawicz. sv. Ledebur III. 318.) Gldccop, Oldekopp. Im preuß. Heere befinden sich zwei Offiziere v. O. Hermann O. erlangte am 4. Januar 1681 den schwcd. Adel. sv. Ledebur II. 165. III. 3l8.) Vldcnbochmn, eine aus der Grafschaft Mark vom Hause Grimberg abstammende Familie, welche sich auch mit dem deutschen Orden nach Liefland gewendet hat. sv. FirkS, Urspr. des Adels in den Ostseeprov. 156.) Möchte wol einerlei mit Aldenbockum sein. Oldenburg. Die adliche Familie v. O. ist eine der ältesten im Herzogthume Bremen, Mecklenburg und Vorpommern. Wedekind v. O., Famulus, 1364 zu Minden. fMußhard, Theatr. nobil. Brem. — Zedier XXV. l 137 — 39. — Micrälius, Pommerl. VI. — Hamelmann, oldenburz'sche Chronik. — Gauhe I. II3I u. f. — v. Zedlitz. — Mecklenburg. Wappenbuch. — v. Ledebur II. 165. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 16. T. 13. t4. — v. H. — Urk-Buch für Rieders. III. 25.) Vldcndors, Oldendorpe, ein altes, im 13-, 14, u. 15. Jahrh. in Hameln vorkommendes Geschlecht. Sifridus de Veteri Villa testis in einem Brief des Bischofs Adelhoch von Hildesheim 1171. Sybodo de antiqua Villa in einem walken- rieder Brief 1236. fllrk.Buch für Niedcrs. II. 19. 131. — Zedier XXV. 1146. — Lüdersen's Samml. — v. H.j Vldttisteth, ein 1617 ausgestorbenes Mecklenburg. Geschlecht. Dominus Johannes de Oldenflete, miles, im Gefolge des Markgrafen von Brandenburg 1299. sCod. Brand. XIII. I3l. — Gauhe I. 1132. - - Lüdersen's Samml.) Der Name wird auch Oldenflieth, Aldenvlete geschrieben, sv. Ledebur II. S. 165. — v. HI Vldcrogge, Dettlev Georg, ruf f. Rent- u. Proviantmcister, Wurde 1758 in den Reichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.) Vlbcrshoufen, Oldershausen, Ollcrshausen, ein sehr altes frei- herrliches, auch in einer, aber erloschenen, Linie gräfl. Geschlecht, das erst Westerhofen geheißen, bereits in den ältesten Zeiten dem Herrcnstande angehörte, und besonders in Nicdcrsachsen, Thüringen und auf dem EichSfeldc begütert ist. Der Erste aus diesem Geschlechtc, der O. genannt wurde, war Heinrich I. (geb. 999), genannt der Lange, welcher im 1.1639 auf der Jagd seines Vetters Otto I. Reißigcn erstochen hatte und deswegen von dem Bischöfe Dittmar zu Hildes heim in den Bann gethan wurde. Seine Vorfahren hatten nämlich, als K. Ludwig I. das Bisthum Hildesheim stiftete, die freie Allodialherrschaft Westerhofen aus Andacht zu Lehn angetragen, und waren daher dessen Basallen. Jener erhielt zwar auf Vorspräche seines VetterS im Jahre 1641 Verzeihung, mußte aber auf die Herrschaft Westerhofen verzichten und seinen Geschlechtsnamcn und Wappen ändern. Er hatte sich das Wort „Oldward" angewöhnt, und da nannte man ihn dann lange schon Oldw.ard v. Westerhofen. Sein Vetter Gunzel I. baute unweit der Hoppelburg einen Rittersiz mit einem Dorfe, das Oldward Ahausen geschrieben, aber Olldershausen, Ollcrshausen genannt wird. Endlich wurden diese Ritter mit dem Bischöfe wieder vereinigt und erhielten einen Theil ihrer Güter und Zinsen zu Lehn wieder. Das Geschlecht erhielt in der Folge das Erbmarschallamt im ganzen Herzogthum Braunschwcig - Lüneburg, nämlich in Wolfcnbüttel, Kalenberg u. Gruben ha gen, womit es im I. 1478 belehnt wurde. sKöhlcr, von den erbländ. Hofämtcrn.) Sie stammen von dem im 16. Jahrh. ausgestorbenen gräfl. Geschlechtc Harz Horn, die zuweilen auch mit dem Beinamen V.Düderode geschrieben wurden, indem die Tochter des Leztercn in diesem an einen Memo v. Wcster- hoven vermählt wurde. Auch sind sie noch heutiges TagcS mit der Grafschaft Düderode beliehen. I. G. Leuckfeld hat in seiner Antiguit. Blankenburg. (Quedlinb. 1768. 4.), fünf Stamm- Tafeln von diesem Geschlechte, wovon die erste die v. Harz Horn und die Grafen v. Düderode, die zweite die v. Westerhofen, die dritte die v. W. u. O., die vierte und fünfte die v. O. allein betrifft. fGauhe I. 1132 u. f. — Zedier XXIII. 1146—56, aus Leuckfeld u. erhalt, schriftl. Nachr. — Falke, Cod. tradit. Corbej. T. 16. — Spener, theor. insign. 269. — Siebmacher I. 183. n. 8. — v. Meding I. n. 596. — I. A. Weppcn's Heinrich der Lange, ein histor. Gedicht. 1778. gr. 8. 74 Seiten u. 6 Seiten kurze, histor. u. genealog. Noten dazu, die von dem I. 841 an bis auf's I. 1777 gehen. — N. gencal. Hdb. von 1777. S. 365. <778. S. 156. 354-56. - I. Wolfis eichsfcld. Urk.- Buch nebst einer Abhdl. über den eichsfcld. Adel. Göttingen, 1319. 4. — Lüdersen's Samml. Mspt. — v. dem Knesebeck. — Joh. Letzncr, geneal. Stammbuch 1665. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur II. ,65. - v. Hcfner, preuß. Adel S. 57. T. 73; Erg.Bd. S. 38; Hess. Adel S. 21. T. 23. - v. H. Kncschke, Wappen 1. 316. — Klink- hardt's Anlagen zu der Gesch. des adl. Geschlechts v. Oldershausen, gr. 8., von welchem Geistesprodnkte v. Hcllbach seiner Zeit nur 3 Bogen, welche 31 Urkunden, nämlich 7 aus deni 13. und 23 ans dem 14. Jahrh. enthalten, davon die erste von 1266 u. die 3lstc vom I. 1362 ist, bekannt worden sind.) Mersheim, s- Oldersum. si Vldcrshuscn, Olderelcshusen, ein längst ausgestorbenes Geschlecht im Lüneburg'schen, welches nach der Versicherung des der braunschweig-lüneburg. Adelsgeschichte sehr kundigen Kammer- Nathes Lüdersen in Brauuschweig von Oldershausen ganz verschieden sein soll. Auch der verstorbene v. Meding, der das Wappen dieser aus einem Siegel vom I. 1351 beschreibt, macht zwischen beiden einen Unterschied, sv. Meding I. n. 589 u. f. — Lüdersen's Samml. — Zedier XXV. 1146—56, aus schriftl. Nachr. — v. H.) 4 Oldersum, Holdcrsum, Oldersheim, eines der ältesten ost- friesländ. ausgestorbenen Geschlechter, dessen sogen. Herrlichkeit, Schloß und großer Flecken, eine Meile von Embden gelegen, zu- lezt der Magistrat von Embden gekauft hat. sGauhe I. 1 >33 u- f. — Knauth 's Sar- Vet. et magn. in parvo 379. - Zedier XXV. 1157. - v. H.) Vldhofs, Olthosf, in Schwedisch-Pommern vorkommender schwed. Adel. Justus Ludwig v. O. war 1716 k. schwcd. Re- gieruugsrath in Pommern; auch in neuerer Zeit befanden sich noch Offiziere v. O. im preuß. Heere, sv. Ledebur II. 166. III. 318.) Vidi, österr.-italienisch. Ferrante Conte O. war 1835 Direktor des Wohlthätigkeitsvereins zu Crema. Vldoftcdi. Der österr. Oberstlieut. Girolamo Nobile Conte di O. wurde 1857 in den Grafenstand erhoben. Die Familie 15* 116 Ole will schon 1248 die italien. Grafcnwürde erhalten haben. Sie befindet sich im Besize der k. k. allentsteig er Lehen in Folge von Verheurathung. lOesterr. Mllit. Schemat. v. >858. — Taschenb, der gräfl, Häuser auf 1859.) Viciowo, s- Kreczanowicz. — Vlcngo, s. Hubel v. O- Olenhusen, s. Götz v> Ohlenhusen. f Olcnschlagcr, eine adliche Familie in Frankfurt a/M., auö welcher der berühmte Nechtsgelchrtc, kais. Rath und ältere Schöffe Johann Daniel O. bekannt ist. Die Familie wurde 1742 geadelt; nach der Rcichstaramtsrcchnung in der Person des Johann Daniel, aber am 6. Okt. 1747. sGcnealog. Staatshdb. v. 1748 S, 327.) Sie erlosch jedoch 1815 wieder. Sie führte den Beinamen v. Olcnstein, welchen sie 1788 erhalten hatte. sSicbmacher, Sappl. IX. 23. — R.T.A.R. — Kneschke, Wappen IV. — Neues gcncalog. Hdb. >777. S. 307 u. f. >778. S. 356. — v. H.s Mcski, Mich-Mcski, alte preuß. Landesritter, früher auf Ostrowitt. Georg O-, gest. 1571, war Kastellan von Kulm. Wappen: Grzymala. sv. Ledebur II. 165.) Olcsnicki. Zbignico aus diesem Geschlechte war 1492 Erz- Bischof von Gnesen. Wappen: Dcmbno. sv. Ledebur II. >65.j Olcszkom, s. Eichhorn. Oleminski, galizisch. Lubin v. O. stand 1857 als Unter- Lieutenant im 8. k. k. österr. Inf. Regiment. Mcranm, s. Gniewosz. Elsers, eine adliche Familie in den Rh ei »landen, aus welcher der preuß. geh. Legationsrath O., früher Geschäftsträger in Brasilien, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin ist (1839). I. F. M. v. O. ist Rath bei dem Oberlandesgericht zu Münster, sowie ein v- O. Oberprokurator zu Koblenz war. Franz Theodor O- und Maria Elisabeth Lindenkampf zu Münster wurden am 23. Aug. 1893 in den Reichsadclstand erhoben und solches 1895 von Preußen anerkannt. sv. Ledebur II. >65. — Preuß. Wappb. IV. 14. — v. Zedlitz. — Kneschke, Wappen I. 3>7.) Olgiiiati, österr. - italienisch. Peter Edler v. O. war 1835 Administrator des Waisenhauses zu Como. Vliari de Thiarro et St. Nathan»». Der Bürger Martin Anton O. zu Riva wurde im I. 1751 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 393. - v. H.s Micro, s. Parolin v. O. Mitorius v. Graswi) (auch Olotorius). Der Doktor der Arzneikunde zu Wien, Adam O-, wurde 1621 mit dem Beinamen v. G- geadelt. sR. T. A.R) 1. Oliva. Die v. O. gehören dem immatrikulirten Adel der preuß. Rheinlande an. Alexander Theodor O. wurde am 11. Okt. 1745 geadelt, sv. Ledebur II. 166. — Bernd, Taf. Xtl. 180. — Kneschke, Wappen II. — v. Zedlitz. — R. T. A. R.s 2. Oliva v- Plumcilbcrg. Der Jngenicurhauptmann Johann Karl O. wurde im I. 1768 mit v. P. geadelt. sM. v. M., Erg. 393. - v. H.s s Vlivct. Von diesem Namen kommt 1755 ein Offizier v. O. im preuß. Heere vor. sv. Ledebur II. 166.) 1. Olivicr v. Schöncckh, Thomas, Reichshofrathskanzleischreiber, erhielt 1619 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.) Möchte vielleicht der AnHerr der O. de la Trebia sein. - Olw 2. Olivicr dclla Trcbia. Der k. k. Oberst Ludwig O. wurde im 1.1891 mit dem Beinamen d. T. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 83. — v. H.s Olivicri, österr. - italienisch. Hieronimus Edler v. O. war 1835 Registraturdirektor bei dem k. k. Landesgubernium zu Venedig. Mima. Wappenbeschreibung, sv- Ledebur II. 166.) st Meilsen», gen. Mülstroe, auch Olmissen, Olmessen, ein jülich'sches Rittergeschlecht, führte in Schw. einen s. Qucr- Balken. Es besaß Neuhof und Ratheim, und theilte sich in vier Hauptzweige, 1. in den zu Hückelhoven, 2. in den zur Halten, 3. in den zu Neuenhof u. Ratheim, und 4. in den zu Haarhof bei Aachen. Lcztercr wurde noch 1798 bei der bcrg'schcn Ritterschaft aufgeschworcn. sFahue I. 312. — v. Ledebur II. 166.Z WUi» de Torcy. Der französ. Lieutenant, General u. Kommandant der französ. Truppen in Köln, O. de T., wurde im Jahre 1759 wegen seiner Verdienste um Oesterreich in den Grafenstand erhoben. sM. v. M. 26. — v. H.) Ollinger v. Adelsscld. Joh. Jakob O., in kais. Kriegsdiensten, wurde 1653 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sR. T. A. R.) Olli»»»», Hanns, kais. Hoffourier, wurde 1614 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) Mmcnsrld, f. Bonatotzky. Olne- Matthäus v. O., kais. Oberstlieutcnant vom Holstein. Regiment, dann dessen Bruder Peter wurden 1664 in den Nitter- stand erhoben. sR. T. A. R.) 1. Vlnhauscn. Der Reichsadclstand des gräflich gleichen'sche» Hofraths Joh. Ernst O. wurde 1762 von K. Franz I. bestätigt und auf's Neue verliehen. sR.T.A.R.) 2. Olnhaustn. Der Hauptmann Friedrich Franz v. O. wurde im I. 1776 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 83. — v. H.s 3. Vlnhauscn, eine noch blühende, aber herabgekommcne Familie, deren Stammort das Dorf gleichen Namens im Oberamt Neckarsulm ist. Möchte ein Zweig von O. 2. sein. Mass, sieb enbür gifch. Benjamin v. O. war 1835 Protokollist beim Konsistorium zu Klausenburg. Mrych. Diese Familie erlangte am 26. Okt. 1775 den polnischen Adel. Die Nachkömmlinge befinden sich in preußisch- poscn'schen Diensten, sv. Ledebur II. 166.) Vlschcn, kommen 1777 im Laucnburg'schen vor. W.: ? sv. Ledebur II. 166.s Mszcwski, galizisch. Adalbert v. O. war 1835 k. k. österr. Kreiskommissär zu Sandec. Vergl. Olzewski. ch VUing. Heinrich Joachim v. O. 1559 Landschaftsverord- nctcr in der jungen Pfalz, 1565 auch Kammerrath, sv. Rcisach :c. 25.) Mira, s- Descovich v. O. Mtwardeshusc». Hermannus comes de O. testis in einem walken rieder Brief 1225. Henricus de O., miles, 1392 in gandersheim'schen Briefen. sUrk.B. f. Nieders. II. 108. III. 6.s Mu,jcvich. Der Hauptmann Thomas O. wurde im I. 1762 geadelt. ' sM. v. M. 237. — v. H.) Olwih. Im preuß. Heere standen 1744 und 1763 zwei Offiziere v. O. Weiteres ist nichts bekannt, sv- Ledebur II. 166.) » Olz - Opp 117 Olzcwski, eine adliche Familie in Schlesien, aus welcher Ludwig v. O. das Gut Eich holz bcsizt. sv. Zedlitz. — v. Ledebur 11.166.111.318,^ W.: Slepowro». sDorst, schles. Wappb. II. 131.Z Vergl. Olszewski. Omphol, ein am 15. Mai 1559 in den Adelstand erhobenes jiilich'sches Geschlecht, das zwei r. gefüllte Spizen in G. führt und noch blüht. sFahne I. 314. II. 232.Z Omptcdo, eine alte Familie, die in der Grafschaft Oldenburg und früher im Erzstift Bremen begütert gewesen. Jezt ist sie im Hannöver'schcn begütert. sv- d, Knesebeck. — Siebmachcr, Suppl. II. 28. — Grote, hannöv. Wppb. — v. H. — Kneschke, Wappen II. — Throfs 131. — Mußhard, Monum. Brem. — Gauhe I. I134.s O'Nogthcn, wahrscheinlich irländ. Adel. Wilchem Freiherr v. O'N. wurde 1391 unter die k, k. österr. Kämmerer aufgenommen. Wnisszkiewih, galizisch. Valentin v. O. war 1835 Professor zu Lemberg. Opacki, ein in Preußen im L h ck'schen und zu Groß - u. Klein- Schweykowen im Kreise Johannsburg ansässiges Geschlecht, aus welchem Krisantius v. O. auf Mezeuin am 5. Juni 1797 in den preuß. Grafenstand erhoben wurde. W.: Pruß III. sv- Ledebur II. 166.s si Upalinski (Aniil), eine ursprünglich böhmische, auch in Polen und Schlesien begüterte Familie. Dieses berühmte polnische Geschlecht erhielt 1682 das preuß. Jndigenat. W.: Lodzia. sv. Ledebur II. 166. — Okolski, orb. Polon. II. 157. — Sinap. - Zedier XXV. 1435. - Gauhe, Anh. 1691-94. — v. H.s Vporo v. Jigncrthal. Der k. k. österr. Prätor T. O. in Spalato wurde 1869 mit v. S. geadelt. sA. A. Zeit., April 186l.s Opel, Oppcl, eine meißnische Familie, aus welcher der nachherige sächsische, im I. 1661 verstorbene, aus Zwickau stammende Staatsministcr 1639 in den Adelstand erhoben wurde, und die mit den O. in Oesterreich nicht zu verwechseln ist. Die Familie ist in der Oberlausitz angesessen, sv. Ledebur II. tk7. III. 318, - Dorst, schles. Wppb. I. 71. - v. H.s Wappen: Im Mittelschilde im s. u. r. quergetheilten Felde ein Mann, der einen Palmzweig hält; 1. u. 4. in G. ein halber schw. Adler, 2. u. 3. in S. drei r. Rosen. Gauhe in der Auflage von 1747 oder vielmehr im I. Thl. 1134 u. II. Thl. 823 widerspricht seiner Meinung, die er in der ersten Ausgabe vou 1749, S. 1543, vorgetragen. sv- Meding III. n. 582. — v. Hefner, sächs. Adel S. 40. T. 46. — Kneschke, Wappen IH.s Wpieh v. Langcnmerth. Zacharias O., Accisbeamter zu Breslau, erlangte am 29. April 1712 den böhm. Adelstand. Vielleicht der AnHerr des Karl Ferdinand v. O., welcher 1749 in den böhm. Ritterstand erhoben wurde, sv. Ledebur II. 166. n. III. des Art. Opitz. — M. v. M., Erg. 133. 353. — v. H.s S. Lange v. Langenwerth. 1. Opitz, Friedrich August, wurde 1792 von K. Franz II. geadelt. sR. T. A. R.s 2. -s Opitz v. Volicrfcld. Mit diesem Beinamen v. B. wurde der bekannte Dichter inSchlesien, Martin O., 1628 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Er war 1597 zu Bunzlau am Bober geboren und starb 1639 unvermählt. sv. Ledebur II. 166. n. I. des Art. III. 318.s Wpleczka v. Ncitcrsscld. Der gräflich kaunitz'sche Stallmeister Anton O. wurde im I. 1747 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 393. — v. H .s Opolski, ein posen'sches Geschlecht. W>: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. I67.s 1. Oppcl, Opel, auch O.-Bronikowöki, ein sehr altes schlesischeS, sächsisches, österreichisches u. lausitz'sches Geschlecht, das unter K. Karl d. Gr. seinen Anfang genommen haben soll. sBucelin, stemmst. III. — Grosser, lausitz. Merkwürdig?. — Sinap I. 685. II. 856. — Seifert, Geneal. 392. — v. Uechtritz, dipl. Nachr. von 1559—1764, aus den Kirchenbüchern zu Dresten, Lam- pertswaldc u. Wcllerswalde VI. 59—65. — v. Hcfncr, sächs. Adel S. 46. T, 46; Mecklenburg. Adel S. 16.s Wappen: In B. ein schrägrechts gestellter s. Schiffshaken. sKneschkc, Wappen III. - Siebmachcr I. 55. n. 15, — Spener, thcor, insign, 362, — v. Meding III. n. 471. — Zedier XXV. 1679, aus schriftl. Nachr. — Gauhe I. 1135. — Hart- mann's Sammlung. — v. H.s 2. Oppcl. Der König von Preußen hat 1819 dem Stief- und Adoptivsohn des Landesdirektors Oppel oder Oppeln v. Brouikowski zu Osniszczewo, Wilhelm Schäde, gestattet, Namen und Wappen des O. v. B.'schen Geschlechts annehmen zu dürfen. Es scheint, daß die O. v. B. nicht zu dem Geschlechte der v. Oppel gehören, v. Ledebur, II. 167, nimmt solches aber an. sE. S.s 1. Vppclt v. Wcrthcnscld. Der Wirthschaftshauptmann zu Podinbrad, Johann Michael O., wurde im I. 1747 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M., Erg. 393. — v. H.s 2. Oppclt v. Wcrthcnscld. Der Oberanstmann Jgnaz Friedrich O. wurde im I. 1756 mit dem Beinamen v. W. in den Adelstand erhoben. sM. v. M. 237. — v. H .s Uppen, eine märkische, magdeburg'sche u. anhalt'sche Familie, die auch in der Nied er lausitz begütert ist und im Jahre 1489 zuerst vorkommt. Ferd. Hermann Albrecht v. O. erhielt am 16. November 1349 die Erlaubniß, seinem Namen den v. Huldcnberg beifügen zu dürfen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 167. — v. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 46; Erg. Bd. S, 48. T. 29. - Sächs. Wappb. V. 68. — v. H. — Kneschke, Wappen III. — Beckmann, anhalt. Hist. VII. 241. — Seifert, Genealogie hochadl, Eltern 332. — Eilcr'S belziger Chronik 256 — 65, neue Auflage 471—88. — v. Meding III. n. 584. — Grosser's lausitz. Merkwürdigk.— Siebmacher I. r67, n. 9.— Gaupel. 1136. 11.323—26. — Zedier XXV. 1681.s Vppcnaner v. Vppenan. Der österr. Major I. O. erlangte 1853 den Adelstand mit v. Oppenau. sA- A. Zeit. v. 1853. — Oesterr. Milit. Schemat. von 1853,s Oppendorf, s. Marschall. Oppcnseld, K- D-, Bankier in Berlin, erlangte 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.s Oppcnkowski, ein in Preußen mit Rothfließ und Sauerbaum angesessenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 167.s Oppcimttcr, s. Loibl. Oppenweiler, alte Ritter, die sich nun v. Sturmfeder nennen. sGriesinger 1939.s S. Sturmfeder. Oppersdorf, Operödorf, ein in Schlesien, Böhmen, Mähren und Nied er öfter reich begütertes Geschlecht, welches von den alten Grafen v. Thier st ein herstammt, welche nicht weit von Basel ihren Siz hatten, und von deren Nachkommen sich Einige im I. 1159 nach Oesterreich begaben, von welchen der elsass. Ritter Ruppert abstammt, welcher von K. Rudolf I. zur 118 Opp — Orla Belohnung seiner Tapferkeit in der Schlacht mit König Otto von Böhmen im Jahre 1278 den Flecken Ebersdorf in Oesterreich bekam. Sein Ur-Ur-Urenkel tbar der erste Freiherr 1554, und dessen BrudcrSenkcl der erste Gräf in diesem Geschlechte. Georg v. O- wnrde 1626, und Friedrich und Wenzel v. O., Gebrüder, in Oesterreich, wurden 1635 in den Grafcnstand erhoben. sR. T. A. R.ss Ebenso erhielten die Grafenwürde Ferdinand v. O. am 6. Nov. 1651, und Franz und Mathias am 26. MärZ 1652. jv. Zedlitz. — Kneschke, Grafenhäuser. — Taschcnb. der gräfl. Häuser für 1839 u. f. — v. Ledebur II. 167. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 26. T- 22. — Seifert'S hochadl. Elt. u. Kinder. — Hübncr ttt. T. 985 u. f. — Balbini stemmat. tll. >55. — Siebmachcr I. 65. n. II. t. 29. n. 3. — Sinap l. 89. II. 165—75. — Spcner, histor. insign. 563. Tab. 26. — Dürchl. Welt, Wppb. III. 283. — v. Mcdiug III. n. 585 u. f. — Gauhe I. 1336-38. II. 826-29. - v. H.s 7 Oppershansc», eine zu Ausgang des 11. Jahrhunderts vor- ikommende braun schweig. Familie, die auch in Sachsen, wo m Weißenfels'schen ihr Stammst; gleiches Namens gewesen sein soll, seßhaft war, die aber ausgestorben ist, und zwar am 26. Dez. 1660. sv. Ledebur II. 167. - Zedier XXV. ,689. - Gauhe I. lt38. — Lüdersens Sammlung. — v. H.s 7 Oppershofen, eine alte, schon im 11. Jahrhundert erloschene rheinländ. Familie. sGauhe II. 829 u. f. — v. H.^s Vppiz)o»i-Salcrno, italien. Grafengeschlecht. Franz Conte O--S. wurde 1829 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Oraczcwski, galizisch. Alexander v. O. war 1835 k. k. Rathsprotokollist beim Landrecht zu Lemberg. Oranowski, auf Görna in Ostpreußen. W.: Junosza. sv. Ledebur III. 313 .fi Oraum - Lyjiow - Komorowska, ein gräfliches, wahrscheinlich polnisch-galizisch eS Geschlecht. Karoline Gräfin v. O.-L.- K., geb. Gräfin Drohojowska, war 1835 Sternkreuzordcns- Dame. Orb, Johann Jakob, Kapitän in dem französ. Regiment „Kleinholz", wurde 1761 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R.fs Orban, ungarisch. Stefan v. O. war 1796 k. k. Rath und ungar. Hofsekretär. sWiener Adreßbuch 1796.s Vrchez. Dieser Name — wahrscheinlich französisch — kommt nur 1703 in dem preuß. General Graf Manasse v- O. vor; er starb 1731. Wappen? sv. Ledebur II. 167.s Orczq. Kaspar v. O. wurde im I. 1731 in den Reichs - Fre iherrnstand erhoben. Das Geschlecht gehört zum alten ungar. Adel. sTaschenbuch der frhrl. Häuser für 1848 u. 1856. — Kneschke, Wappen III. — M. v. M., Erg. 83. — Tproff l. B- 12. Auög. — v. H.s Ordody v. Nosomnih, ungarisch. Stefan O. v. R. war 1857 Unterlieutenant im 35. k. k. österr. Inf. Regiment. Orcbich, Markus Antou, und seine Vettern Stefan u. Florius wurden im I. 1707 geadelt. sM. v. M., Erg. 393. - v. H.s Orefici. Der österr. geh. Rath Franz degli O. wurde 1839 in den Freiherrnstand erhoben. Die Gebrüder Orifici, Orefici, aus den kais. Erblanden, erhielten 1622 ein Neichsadels- Diplom. sR.T. A. R.s O'Neilli v. Dallinlongh. Der Oberstlientenant Andreas O'R. wurde im I. 1787 in den Grafenstand erhoben. Die Familie stammt aus Irland, wo sie schon 1174 mit großen Bcsizungen und bedeutendem Ansehen erscheint. Von 1340 fängt die ununterbrochene Stammrcihc an. Bei den bürgerlichen Unruhen um 1691 wanderten zwei Brüder und zwei Oheime nach Frankreich und später nach Spanien, von wo sie in österr. Dienste kamen. sM. v. M., Erg. 24. — Taschcnb. der frhrl. Häuser für 1836 u. f. - v. H.s Vrel Ii. Lömenstcin, österreichisch. Johann O v. L. war 1857 Rechnungsacccssist bei der k. k. Militärrechnungsbehörde. Wrclli, wahrscheinlich schweizer. Abstammung. Maximilian v. O. stand 1857 als Hauptmann beim k. k. österx. Geniestab. s- Vrcsftldc, Oebisfelde, eine abgestorbene eidliche Magdeburg. Familie. Hildebrand v. O. besaß 1369 das Haus Bartens leben als Lehn vom Erzbischof von Magdeburg. sWaltheri Sing. Magdeburg. VI. 29.s Vreskovich v. Drcitcnthurn. Der Hauptmann Mathias O. wurde mit dem Beinamen v. B- geadelt. sM. v. M. 237. — v. H.s Vrff v. Frohbnrg. Der k. bah er. Medizinalkomiturrath, Professor und Direktor der Schule für Landärzte in München, erhielt am 1. Okt. 1790 ein Adels- und Ritterdiplom mit dem Beinamen v. F. , ein HauS im engl. Garten zu München. so. Lang 462; Supplem. 128. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 16l. T. 121. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.s Vrgies, gen. Rotenberg, ein kurländ. Geschlecht, aus dem einige Offiziere in preuß. Diensten standen. Vgl. Rautenberg, sv. Ledebur III. 3I8.s Oriotili, Lobo da Silvcira, ein sehr altes portugiesisches Geschlecht, das zu den mit dem k. Hause von Portugal verwandten Familien gehören soll und dessen gemeinschaftlicher Familienname L. da S. ist. Das Geschlecht erscheint in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. König Alfons V. ertheilte dieser portugies. Familie den Titel „Barone v. Alvito" am 27. April 1475; den Titel „Grafen v. O." erlangte sie am 16. Sept. 1653; durch König Johann IV. sind Marquise v. Alvito seit 4. Juni 1776. Der portugies. Gesandte rc. O. wurde in Preußen naturalisirt und sein Grafenstand am 7. Juni 1822 anerkannt. Die Familie ist in der Nicderlausitz nun begütert. sPreuß. Wppb. I. 75. — v. Ledebur II. 167. — Tascheub, der gräfl. Häuser 1843 u. s. — v. Zedlitz. — v. Hefner, preuß. Adel S. 26. Taf. 23- — Kneschke , Grafenhäuser.s 7 Orlamünda, Orlahemünde, thü ring, mächtige Grafen, welch e mit dem ReichShofgerichtsassessor Wilhelm v. O. zu Nürnberg im I. 1442 ausgestorben sind. Sigfridus comes de Orla- muude testis in einem walkenrieder Brief 1188. Comes Her- mannus de Orkamunde im Gefolge K. Heinrich's VII. vor Goslar, sllrk. Buch für Nieders. II. 33. 126. — Avemaun, kirch- berg- Historie 58. 82 u. a. a. O. — Lucä, Grafensaal 365 — 78. — Falkenstein, rhüring. Chronik II. B- 19. Kap. S. 886 —966. — Pfefferkorn, thüring. Merkwürdigk. 261 63. — Zedier XXV. 1921—23- — Struv's histor. polit. Archiv II. 127—36. — Schultheß' und Büttner's Handschriften. — Hübncr II. 662. Tab. 3. — Müller's Fortsetzung des Staatökabincts I. 383-87. — G. F. Loeberi Diss. de burggrav. Orlam. Jeu. 1741. 4. — Biedermann, Fürsten!). I. Tab. 138—41.' — Tabula consanguinitatis Comitum de Orlamundc et de Henneberg. — Heyden- reich, Mspt. — Salver 226. 225. 255. — Gauhe II. 836 — 32. — Zedier XXV. 1922 u. f. — v. H.fs Vrlaiidini, wahrscheinlich italien. Abstammung. Der Hauptmann Graf v. O. war 1790 des k. k. Militär. Maria - Theresien - Ordens Ritter. Julia Contessa v. O., geb. Marchesa Quadagni, war 1835 Sternkreuzordcnsdame. Orlando. Simon O., wurde im I. 1715 geadelt. Die Vor- Orle — Ors fahren gehörten zu den angesehenen Leuten in Dalmatien und Florenz. sv. Hefner, krainer Adel S. 15. T. 14.sj Nach Andern wurde Orlando Lasso im I. 1570 in den Adelstand erhoben. sVehsx, Bayern 42. — M. v. M.. Erg. 393. — v. Hst Bem.: Dieser O. hieß seinem Geschlechtsnamen nach Lasso und gehört nicht hieher; siehe II. Bd. S. 329 d. W. Vricwski, auf Krastudy in Westprcußen. sv. Ledebur III. S-313-sI Wappen: Cielontkowa. Vrtich, stammen aus Hamburg, wo Ernst Ludwig O. Prediger an der Michaeliskirche war. Ludwig Joh. v. O. starb 1810 als preuß. Major. Einer seiner Söhne ist der durch seine Schriften bekannte Major Leopold Ludwig v. O. Die Familie befizt in der Grafschaft Hoya das Gut Oyle. sv. Ledebur II. S. 169.^j Wann geadelt? f Vrlick, Orlyck, Orlik v. Lazischka, Lacisca. Diese freiherrliche Familie zog im Jahre 1587 mit Herzog Maximilian aus Polen nach Mähren und Schlesien. Ihr gleichnamiges Stammhaus liegt unweit Uladislau. sSiebenkees I. B. 1—3. Heft S. 130. — Lcupold's Adelsarchiv I. Thl. 3. B. 508 u. f. — Paprocii Diadocho de eguestr. Bohemiae III. 292. — Seisert's hochadl. Elt. u. K. I. n. 12. — Tyroff, Tab. 41. — Okolski, orb. Pol. II. — Hübner III. Tab. 963. — Gauhe I. l>38u. f. — Sinap II. 392. — Allg. geneal. u. statist. Hdb. 699st Der Freiherr Karl Franz O. v. L., Landes - Hauptmann zu Troppau und Jägerndorf, wurde im Jahre 1753 in den Grafcnstand erhoben. HM. v. M. 24. — v- Zedlitz. — v. Ledebur II. 169. — v. Hst Grtikowski, in Westpreußen 1820 mit Chelin und andern Gütern angesessen, sv. Ledebur II. 169.^j W.: Nowina. Vrtow, Orloff. Der Graf Gregor O. wurde 1772 von der Kaiserin Katharina II. von Rußland als Fürst des heil. röm. Reichs, welche Würde derselbe 1763 von Kaiser Franz I. erhalten hatte, anerkannt und deren Bekanntmachung im russ. Reiche befohlen. sFortges. neue histor. Nachr. — v- Crusmstolpe, der russ. Hof II. 118-1 Der Stammvater der O. war ein gemeiner Strelitze, welcher wegen Meuterei sollte hingerichtet werden, wegen bewiesenen Muthes aber von Peter dem Gr. begnadigt u. zum Offizier in der neuen Garde ernannt wurde. Er hinterließ einen Sohn, welcher russ. General und Gouverneur von Nowgorod war. Dieser hatte fünf Söhne, unter welchen der zweite, Gregor, sich an die Spize der Revolution von 1762 stellte, der Günstling der Kaiserin Katharina wurde, mit seineu Brüdern den Grafenstand erlangte, und 1772 von Kaiser Josef II. in den Fürstcnstand erhoben wurde. Er starb 1783 zu Moskau an Geisteszerrüttung. Der dritte Sohn, Alexis, hatte auch Theil an der Revolution von 1762 genommen und soll Peter III. mit eigener Hand erwürgt haben. Er zeichnete sich als Sieger gegen die Türken aus, erhielt den Beinamen Tschemenski und starb 1808 in der Verbannung zu Moskau, nur eine Tochter hinterlassend; sein natürlicher Sohn führte den Namen Tschemenski u. starb 1820 als russischer General. Iwan, der älteste Sohn, war russ. Kammerhcrr und lebte zurückgezogen. Der vierte Sohn, Fcdor, war als russischer General rühmlichst bekannt. Vladimir, der fünfte Sohn, war geh. Rath und Präsident der Akademie der Wissenschaften, vermählt mit einer Frciin v. Stackelberg, und hinterließ vier Töchter und einen Sohn, den Grafen Gregor v. O., welcher größtentheils in Italien lebte, als Schriftsteller bekannt ist, und 1826 kinderlos starb. Mit ihm erlosch der legitime Stamm der Orlow. Graf Feodor v. O. hatte aber vier natürliche Söhne hinterlassen, welche den Namen O. führten. Zwei zeichneten sich in öffentlicher Stellung aus, nämlich Michael O., welcher 1814 Flügeladjutant des Kaisers Alexander I. war und 1825 auf seinen Gütern gestorben ist, und Alexis O., geb. 1787, welcher ebenfalls Flügcladjutant des Kaisers Nikolaus wurde, sich mehrfach auszeichnete, den Grafcnstand erlangte, u. 1854 als außerordentlicher Gesandter in der türk. Angelegenheit an den kais. Hof nach Paris geschickt wurde und 1856 als russischer Bevollmächtigter bei den Konferenzen in Paris den Friedensvertrag unterzeichnete. sA. A. Zeit, von 1854. Nr. 45. — Herrmann, Gesch. von Rußland. — Tyroff, Wappenwerkst Der russ. Graf Orloff ist gegenwärtig in Paris „der Löwe des TageS". Auf einem Balle, den der preuß. Gesandte Graf Hatzfeld veranstaltet hatte, war der greise General von den elegantesten und schönsten Damen im wahren Sinne des Wortes belagert, und trotz seiner 72 Jahre hat er noch flottweg getanzt. sBamberger Tagblatt vom 8. April 1856. Nr. 97.s Vrlomski, eine westpreußische Familie. Wappen: Saß. sv. Ledebur II. 169. III. 3 l8.s O. auf Ziegenberg. Wappen: wie Czcgenberg. Vrncr. Conradus de O., miles, 1295 in einem walken- rieder Brief. sUrk.Buch für Nieders. II. 357.sj Vrnhcimb, f. Ox. Grosnio, wahrscheinlich Italien. Ursprungs. Franz d'O. war 1796 Magistratsrath zu Wien. Karl Edler v. O- war 1857 Unterlieutenant beim 1. k. k. österr. Kür. Regiment. sWiener Adreßbuch 1796.s Vroschcny, s. Bohdanowicz. — Vrozoba, s. Zarruba. Vrsat de Aonda, aus Ragusa, österr. Kämmerer, wurde 1857 in den österr. Grafenstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1857Z Vrosci- Der Rittmeister Joh. O. wurde im 1.1795 geadelt. sM. v. M., Erg. 393. - v. H.s Vrsay, ein gräfliches, ursprünglich französ. Geschlecht, aus welchem sich Sprößlinge in Oesterreich niedergelassen haben. Ihr ursprünglicher Familienname ist Grimaud; Orsay ist Bcfizname. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erscheint zuerst ein Graf v. O. Die Mitglieder waren mit den vornehmsten Häusern von Frankreich verschwägert. sTaschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. fst Vrsbcck, Orsbach, eine oder zwei verschiedene rheinlän- dische, auch im Herzogthume Jülich begüterte, im I. 1711 mit Johann Hugo Kurfürst von Trier ausgestorbene Familie. Sie kam schon im I. 1277 vor. Die noch blühenden v. Orsbach um Aachen führen gleiches Wappen mit den P v. Orsbeck, nämlich in G. ein r. Andreaskreuz, begleitet von 4 gr. Seeblättern. sSpcncr, op. herald. Lib. 1. c. 92. §. 15. 16. — Amclot. mem. 363. — Humbracht 251. — v. Hattstein I. 407. — Gauhe I. 1139 u. f. — Siebmacher I. 124. n. 14. — Zedier XXV. <996. — Durchl. Welt I. 327. — v. Zedlitz. — Fahne I. 314. II. 109. — v. Ledebur II. 169. — v. Meding III. n. 583- — v. Hst Vrschmeycr, f. Schneid. P Grsc, ein fulda'sches Geschlecht, das aber nach 1319 nicht mehr vorkommt. sSchannat, fuld. Lehnhof >37. — v. Meding III- 474 (der Orfe hat). — v. Hst Vrsctti v. Kroncnwcrth. Der Hauptmann Peter O. wurde im Jahre 1773 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M., Erz. 394. — v. H.s 120 Ors — Osch Wiste de Zlnnetich, kroatisch. Robert Graf O. de S. war 1857 Oberlicutenant beim 6. k. k. Grenz-Inf.Reg. st Orsingen, Stammhans im Hegau, B.A. Stockach. Megen- fridns de O. 1101 und 1106. Vrsini, f. Ursini. Orsamski, eine adliche poln. Familie, die auch in West- Preußen begütert ist. sv. Zedlitz.) Ortenberg, auch Artend erg, Ortcnburg, ehedem Artcn- burg. Diese bayer. Grafen brachten durch Vermählung mit Richard Herzog von Kärnthen dieses Hcrzogthum, sowie die Grafschaft Span heim auf einige Zeit an sich, und sind mit diesen Eines Geschlechts. sGothacr Hofkal. für 1834 u. f. — I. F. Huschberg, Gesch. des hcrzogl. u. gräfl. Hauses Ortenburg. Sulzbach, 1827. gr. 6. — v. Zedlitz. — Einzinger v. Eiuzing, bayer. Löwe II. 534. — Allg. histor. Ler. III. >65. — Gebhardt, geneal. Gesch. der erbländ. Rcichsstände. Halle, 1776. — Siebmacher VI. T. 9. — Dnrchl. Welt II. 10. — v. Meding II. n. 615—19. — Tyroff, Wappenw. III. 57. — Bayer. Wppb. I. 84. — Siebenkces 116—27. — Rudolfi, her. cur. II. 32. — Trier, Einleit. in die Mappenkunde 527. — Geneal- stachst. Handb. 65stcr Jahrg. n. f.j Die längst wieder erloschenen Gr. v. Ortenburg, Freiherren v. Salamanca, sind gänzlich verschieden von den Gr. v. Ortcnburg in Bayern. Gabriel v. Salamanca war ein Spanier, welchen Kaiser Karl V. mit der Grafschaft Ortenburg in Kärnthen belieh u. in den Grafenstand erhob, auch 1524 mit der großen Komitiv begnadigte. Mit seinem Sohne erlosch dieses Geschlecht wieder und O. kam an das HauS Portia. sVehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels II. 202. — Kneschke, Grafenh. — Spcncr, hist. insign. 758. — Epitaphia quorundam comitum eranti- quissima Ortcnburg. samilia oriundornm. Nurnb. 1598. 4. (auf I0Bg.) — Hübncr II. 559 — 62. — Europ. Herold I. 631. 12 Personen. — v. Lang, über die Vereinigung des bayer. Staats II. Abth. 52. — Allg. genealog. Hdb. 700—702, dessen Nachr. unmittelbar aus dem gräflichen Hause mitgetheilt wurden. — v. Lang 54 u. f. — Gauhe II. 832—35. — Hartmann'sche Sammlung. — Seifert's recht aufeinanderfolg. Ahnen- Tafel Tab. 3. — Spener, op. herald. Lib. 3. c. 48. — Zedier XXV. S. 2040 u. f. -— W. Hund II. 13—43. — Jmhof, nolit- proc. Lib. 6. c. 11. — Henning, Theat. gen. T. III. P. I. 246 u. ff. — v. Hefner, bayer. Adel S. 16. T. ll; sächs. Adel S. 3. T. 3. - v. H.) Ortenberg, s. Grafs. 1 Ortcndorsf, ein schwäb. adliches Geschlecht, deren nun zerstörtes Schloß oben am Kocherfluß lag. An diesem Schlosse hatten im I. 1342 die Edlen Müller v. ASP ach ein Drittel, nachgehcnds die v. Spieß; der lezte v. Spieß, Heinrich, wurde am 31. Okt. 1549, alt 75 Jahre, begraben. Vom Schild der v. O. waren 2 Theile w. oder s. und 3 schw.; auf dem Helme aber 2 Hörner mit eben denselben Farben. fCrusius, schwäb. Chronik I. 800.f Vrtcnscts, s. Schicker. Ortcnhoscn, besaßen fast 100 Jahre hindurch die Herrschaft Limburg in Stehermark. (Schmutz III. 80.) Der inner- österr. Negierungsrath Joh. Karl Ernst v. O. wurde im Jahre 1725 mit „Edler von" in den Ncichsritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 184. — v. H.) Ottenstein, s. Hassenmüllcr. 1. Vrth, Wilhelm Friedrich, gräflich fugger'scher Kanzler, wurde 1753 geadelt. sR.T.A.R.) 2. Orth, August Moriz Benjamin, Kaufmann in Heil- bronn, wurde 1804 in den Adelstand erhoben. sCast, Adelsbuch v. Württemberg. — Württemberg. Wappcnbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. Taf. 22; Erg.Bd. S. 38. T. 18. — Kneschke, Wappen I. 317.) Ortheim, s. Merkle. 1. Wrthmaisr, Arsatius, wurde 1623 geadelt. sR.T.A.R.) 2. Orthmaifr. Der Hofkammerrath Mathias Thaddäus O. erhielt am 5. Mai 1770 ein pfalzgräflich zeil'sches Edcludiplom, welches am 19. Aug. 1790 ausgeschrieben ist. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 101. T. 121. — v. Lang 463. — v. H.f Vrtigosaq Cicfucntcs, s. Sanchez. 1. Ortlicb. N. O. testis 1260. 1332 haben 18 O. zu Nürnberg jeder in eigenem Haus gewohnt; im nämlichen Jahre kommen Hanns nnd Heinrich als Nathsglieder urkundlich vor. In U. Frauenkirche war ein alter Todtenschild mit dem Wappen und der Umschrift: „Anno lllClXlOUVIIll an aller seelen tag uerschied der jung hannß Ortlicb der letzt diß gcschlechtö." Doch hatte noch Peter Haller, der 1525 st, eine Ortlieb in zur Ehewirthin. Jedenfalls kamen die O. aber seit 1430 nicht mehr in den Rath. Wappen: Von R. u. S. schräggetheilt mit zwei Linden- Blättern in verwechselten Farben, deren Stiele aus dem Plaze der entgegcugesezteu Farbe herauswachsen. Auf dem Helm zwei Hörner, s. r., mit Blättern in ver- wcchseltrn Farben besteckt. (Man findet auch als Kleinod einen Flug wie der Schild.) Decken: r., s. 2. Ortlicb. Vom Kurf. Maximilian Josef erhielt Johann Mathias O., Stadtamtmann zu Ravensberg, am 10. Juni 1745 ein Adelsdiplom, sv. Hefner, bayer- Adel S. 101. Taf. 122. — v. Lang 463. — v. H.) Wrtmann, Johann Peter, kurmainz. Sekretär, wurde 174Z geadelt. sR.T.A.R.) Ortowitz. Der Sekretär der böhm. - österr. Hofkanzlei, Franz Josef O., wurde im I. 1776 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 394. — v. H.) Vrtt. Kurfürst Mar Josef belehnt den Josef Abrahamb v. O. mit dem Schloß Kolenpurg. München, 25. Aug. 1746. lO. S.j Ortutliq, ungarisch. Julius v. O. war 1857 Unterlieutenant im 37. k. k. österr. Inf. Regiment. Vrvillc und O. v. Löwenclau. I. Isaak O. wurde 1743 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR.T.A.R.) II. In den preuß. Staaten blüht eine Familie d'O. v. L. Ihr gehörte der 1842 verstorbene preuß. Regierungs- und Fvrstrath d'O. v. L. au, der zwei Söhne hinterließ, v. Ledebur, II. 169, gibt das Wappen. III. Bertha d'O., Verlobte des großherzoglich hessischen Hauptmanns Frhrn. Friedr. Ferdinand Wilhelm Schäfer v. Bernstein, wurde am 27. Juni 1823 geadelt, sv. Hefner, Hess. Adel S. 21.) Vrtwcin, s. Molitor. Orzechawski, galizisch. Anton v. O. war 1835 k. k. Rath am österr. Kriminalgericht zu Wisznitz. Orzclski, auf Bozejewice. Joh. O. war 1610 Kastellan von Rogassen und Starost von Kosten. W.: Drya. sv. Ledebur II. 169. III. 318.) Vrzon. Der Freiherr Heinrich Andreas O. wurde im Jahre 1721 in den Grafeustand erhoben. Die Familie wurde 1563 in Görz laudständisch. sv. Hesner, görzer Adel S. 29. — v- H. — M. v. M., Erg. 24.) Oschinski, um 1700 in Schlesien mit Alt-Hammer angesessen. Wappen: Wieze. sv. Ledebur II. 169.) Osch — Ost 121 Oschtsndal v. Miraberg. Der österr. Hauptmann Anton O. erlangte 1851 den rittermäßigen Adelstand mit obigem Beinamen. sA. A. Zeit, von 1851.j Oscgovits, ungarisch. Emmerich v. O. war 1835 Bischof zu Zeng und Modrussa. Vkcii, Lieutenant, wurde am 15. Jan. 1770 in den prenß. Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — Prenß. Wppb. IV. 14. — v. Ledebur II. 169.) Vsthki, Osecki, ein 1720 in Obcrschlesten zu Ober-Ruptau ansässiges Geschlecht. Wappen: Ostoja. sv. Ledebur II. 169J Osseck!. Der alte polnische Rittcrstand der O. wurde dem österr. Obcrlieut. Friedrich O. bei der Arcicrengarde 1859 anerkannt. sA. A. Zeit., Mai 1859.) Auch im preuß. Heere befand sich 1821 ein Lieutenant v. O. Wappen: Pomian. sv. Ledebur II. 169.) Ostecskvwski, auf Gruber im Kreise Kulm. W.: Ostoja. jv. Ledebur II. 169.) OssnsKi. Dieses Namens gibt es zwei Geschlechter: I. Mit dem Wappen Wonz, auf Brylewo; II. mit dem Wappen Nalencz, auf Pierzycc. sv. Ledebur II. 169.) Oslawski ». Kanowcee. Der Advokat Mathias Valentin O. wurde im I. 1808 mit dem Beinamen v. I. in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 184. — v. H.) Oslevcsscn. Blos das Wappen, nach einem Siegel vom Jahre 1342 beschrieben, hat v. Meding III. n. 589. sv. HI Oslowski, v. Kalkstein-V., in Westpreußcn angesessen, sv. Ledebur II. 169.) Vsiiuuui, Karl Ernst, ein Mahometaner, erlangte nebst dem Jnkolate 1794 den Reichsadelstand. sR. T. A. R.) Osmialowski, ein preuß. Geschlecht, auf Koßlau und Rein swein. sv. Ledebur II. 169. III. 319-) Osmolski, wahrscheinlich galizisch. August v. O. stand 1857 als Kadet im 50. k. k. österr. Inf. Regiment. Wsoppo, s. Garlik. Ostrowski, Ozarowski, ein in Schlesien, Posen und Westprenßen begütertes Geschlecht. Wappen: Rawicz. sv. Ledebur II. 170.) Osta, eine elsass. Familie, die auch früher in Meißen seßhaft gewesen ist. sGauhe I. 1140. — v. H.) Osseckcn, im Lauenburg'schcn. sv. Ledebur II. 170.) Ossel, s. Assel. Ossenkrnch, Osseubroich. Die v. O. gehören dein immatriku- lirten Adel der preuß. Rheiuprovinzen an. sv. Zedlitz. — Fahne 1.315. II. 109. — Siebmacher II. Ilö- — Bernd, T. XLII. — v. Ledebur II. 170. — Kncschke, Wappen II.) Vsscnbrugg, österreichisch. Karl v. O. war 1796 k. k. Kapitänlicutenant und Premicrwachtmeister der Are. Garde. iWiencr Adreßbuch 1796 ) Wssczkis, österreichisch. Friedrich v. O. war 1796 Registraturdirektor bei dem k. k. tri est er Gubernium. sWicncr Adreßbuch 1796) Wssik, s. Wacek. f Osftngcr v. Haibach, ein Münchner Patriziergeschlecht, welches am 2. April 1670 den bayer. Adel erworben hat und 1780 abgestorben ist. Im Schild ein Felsenberg, sv. Hcfner, -s bayer. Adel S. 22. T. 18.) Stammbuch des Adels in Deutschland. Iii. Ossolüiski,, eine ursprünglich' polnische Familie, die in Schlesien begütert, auch die deutsche rcichsgräfliche u. fürstliche Würde erhielt. sOkolski, orb.Polen III. — Gaubc, Anh. 1694-98. — Zedier XXV. 2197.) sDer Graf Michael O. erhielt im I. 1785 die Bestätigung des galiz. Grafenstandes. sM. v. M., Erg. 24. — v. Ledebur II. 170.) W.: Topor. sv. Hefncr, galiz. Adelst Ossowski, ein preuß. Geschlecht. Wappen: Doleuga. sv. Ledebur II. >70. III. 3l9st Vstangc, ein in Preußen auf Sakautschcn angesessenes gräfliches Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 170.) Die Familie schreibt sich de l'O. und möchte wol französ. Ursprungs sein. 1. Ostasgcwski, in Westpreußen auf Cubicszyn. sv. Ledebur II. 170. III. 3I9st 2. OstasMiski. Michael O. wurde im I. 1785 in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 394. — v. Ledebur II. 170. — v. Hst Vstan, ein seit dem I. 1434 in Preußen bekanntes Geschlecht, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 170. — Kncschke, Wappen II. — Hartknoch, Dissert. de variis reb. Pruss. — Gaube II. 835. — Zcdlcr XXV. 2201. — v. Hst j- Vstci», eine rheinländische frhrl. u. gräfl. Familie, aus der Karl Ferd. v. O. im I. 834 schon das Schloß Ostein im Elsaß erbaut hat. Im I. 1711 wurde Johann Franz Sebastian O. am Krönungstage K. Karl's VI. in Frankfurt zum Ritter des hl. röm. Reichs geschlagen und im folgenden Jahre mit allen seinen Desceudenten in den Grafenstand erhoben. Sie sind außer Elsaß und am Rhein in Böhmen, Mähren und Westfalen begütert. sBicdermann, Odenw. Tab. 141. — Humbracht, Tab. 259. — v. Hattstein l. 408—10. III. Suppl. 120. — Tyroff I. 41: das adl. u. gräfl. Wappen der Familie ist in nichts verschieden. — Gauhe 1.1141. II. 836. — Genealog, schemat. Kal. 82. — Zedler XXV. 2202, welcher ein also betiteltes Manuskript von dieser Familie angibt, aber nicht, wo es sich befindet: Ausführliche Herleitung der Familie der Grafen v. O. bis auf das Jahr 1740 incl., so viel man noch wegen vcrschiedenenmalen in Kriegszeitcn verlornen Briefschaften zusammengebracht. — Salver S. 593. 610. 675. 679. 733. — Allgem. gencal. u. stallst. Handb. 702st Um 1807 ist die Familie der Grafen v. O. erloschen. In B. ein s. Windspiel. S. Dalberg, sv. Hst Osten, von der, ehedem Osta, Osthen, Oeste, Oste, auch Oost. Bethekynus de Oost, miles, testis in einem Brief des Klosters Chorin von 1344; 1359 wird er Betckinus de Ost genannt; 1367 Kindryck van der Osten in einem Pommer'scheu Brief. Es ist eines der ältesten Geschlechter in Rügen, in Vor- und Hinterpommern und in der Neumark Brandenburg, wo es unter die Schloß- oder Burggcsessenen gezält wird. Das Geschlecht soll wahrscheinlicher Weise aus dem Erzstifte Bremen stammen, wo es seine ersten Rittersize an der Revier die Oste gehabt, woraus die Benennung v. d. Osten entstanden. Gewiß ist, daß das Geschlecht im 13. und 14. Jahrh. im Erzstifte Bremen blühte. Von da ans verbreitete sich die Familie erst nach Holstein, Pommern und Mecklenburg, wo sie im 14. Jahrh. vorkommt und bedeutenden Befiz und große Macht erlangte. Um dieselbe Zeit findet man sie schon in Polen. Später wendeten sie sich auch nach Dänemark, Preußen u. Württemberg. Die Linie v. d. O--Sacken stammt von Heinrich v. d. O., einem Abkömmling von Friedrich v. d. O. (um 1330), welcher eine Tochter des Fürsten der Wenden und Herrn zu Rostock 16 122 Ost — Oste zur Gemahlin hatte. Heinrich zog 1479 nach Kurland und vermählte sich daselbst mit der Lezten des reichen Geschlechts v. Sacken, welches mit dem deutsche» Orden dahin gekommen war und nahm Wappen und Namen zu den seinigen an. Seine sechs Söhne stifteten verschiedene Speziallinien. Ans dem Hause Bathen zog Heinrich 1568 nach Esthland und wurde Anhcrr des liefländisch - csthländ. Zweiges. Seine Nachkömmlinge erlangten 1797 den russ. Grafenstand, und diese Würde wurde 1891 auf andere Familienglicder ausgedehnt. Aus dem Zweige deö jüngeren Bruders des Heinrich gelangte Karl nach Sachsen und war zulezt preust. Obcrkammcrherr und Kriegsminister; er erhielt 1786 die preust. Fürstenwürdc, starb aber ohne Nachkommen. Aus derselben Linie wurde der Sohn des Wilh. Ferd. ! v. d. O--S-, russ. Generalfeldmarschall, 1821 in den Grafen- und 1823 in den Fürstenstand erhoben- Die Nachkommen von Anton, dem Bruder des Wilhelm Ferdinand, sind in Preußen, woselbst sie am 1. März 1763 die Grafenwürde erlangten, angesessen. jv. Zedlitz. — R. T- A. R. — Gen. Jahrb. des deutschen Adels für 1846 u. f. — Taschenbuch der gräfl. Häuser 1839 n. f — Grote, haunöv. Wppb. — Mecklenburg. Wppb. — v. Hefner, württem. Adel S. l». T. 12; bayer. Adel S. I0l. T. 122; prcuß. Adel S. 20. T. 23. S. 57- T. 73; Mecklenburg. Adel S. l li. T. 14. — Frhrl Taschcnb. von 1859. — Kneschke, Grafenhäuser. — Beehr 1646. — Klüver <>33. — C. Amandi Vausclo Descript. h. fam. Starg. 4. lg Bg. — Woken 57. — Mierälius, A. P. Lib. lt. §. 3. Lib. III. ß. 35. Lib. VI tu catalog. nobil. — Vanselo, gencalog. Beschr. des hochadl. Geschlechts der v. O. 1738. 4. u. in d. adl. Pommern w. Kolb. 1742. 4. — Dicnemann 340 —386. — Gauhe I. 1142-45. — Zedier XXV. 2206 ^57, also über 6 Bogen aus Familiennachr. — Siebmacher I. 168. u. 8. — Tyross 215. 217. — v. Ledebur ll. 170. III. 319. — Ludersen's Sammlung. - v. H.s Im I. 1855 erlangte der Württemberg. Salinenverwalter v. d. O. aus vorstehendem Geschlechtc die Freiherrnwürde. sA. A. Zeit, von I855.s 2. Osten. In her Grafschaft Ravensberg ist oder war ein Geschlecht v. d. O., welches aber mit dem pommer'schen Geschlechte keine Verbindung hat, auch ein verschiedenes Wappen führt. Es blühte im 15. Jahrh. sv. Steinen, wcstfäl. Gesch. III. l6.s Vjtcn, s. Prokesch v. O.; Schmidt v. O.; Tschammer v. O. Gjtcnnu, s. Brosche. Ostcnhageii, s. Dreves v. O. Wjterau, Johann Karl, kais. Feldartillerieoberkommissär, wurde 1687 in den rittermäßigen Adel- und 1695 in den Frcihcrrnstand erhoben. sR. T. A. R.s Ein anderer v. O. erlangte 1795 auch die Freiherrnwürde. Vstcrlicrg. Johann Anton v. O. wurde im I. 1739 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 83-s Johann Michael A- v. O. und seine Schwester Johanna Maria wurden am 2. März 1712 von K. Karl VI. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 83. — v. Lang 193.s Es möchte wol anzunehmen sein, daß diese v. O. Abkömmlinge des Paschasius v. O. sind. Vergl. Paschas ins v. O- sv. Hefner, bayer. Adel S. 49. T. 49.s Vergl. auch Pasqualatti v. O- sKncschkc, Wappen II. — v. H.s 1. Ostcrdurg, ein altes fränk. adliches Geschlecht, dessen gleichnamiges Schloß nicht weit von Bischofsheim vor der Rhön gelegen, vor mehreren hundert Jahren aber zerstört worden ist. Einer aus diesem Hause war zu Anfang des 13. Jahrhunderts Bischof zu Würzbnrg. sSalver 214. — Hendrich, der die Mark betr. Sachen II. 6. — v. H.s 2. Osterlinrg. Die alten Grafen zu Osterburg n. Altenhausen im Brandenburg'schen, die von dem adl. Geschlechtc der v. Zern abstammen sollen. Sifridus comes de O. testis in einem halberstadt'schen Brief 1219. jllrk.Buch für Nicdcrs II. 90. — Andr. Angcli, Annales Marchiae Brandenburg. 1. n. 4. — Chr. Engel's altmärk. Chronik Kap. 22. — Waltheri singul. Magdeburg- XI. 614. — Beckmannvr. Topogr. March. P. V. Lib. 1. c. 7. — Zedier I.XI. 1654. — v. H.s Osterhausen, ein sächsisches, besonders thüring. Geschlecht, das hauptsächlich in Meisten und Thüringen begütert war. sv. Ledebur II. 173. — v. Hefner, sächs. Adel S. 41. T. 46; Hess. Adel S. 21. T. 23. — Kneschke, Wappen III. — Glcichenstein n. 61.— König I. 680-700. — Sicbmacher I. 144. n. 12. — Rudolphi, Herald, curios. 95. — v. Mcding lll. n. 591. — Gauhe I. 1145. — Zedier XXV. 2278 — 81. — Hartmann's Samml. — v. H.s si Osterholz, ein in der Altmark mit Osterholz und Schwarzenholz begütertes Geschlecht. Im I. 1562 wurden die Brüder Mathias und Kristof v. O. belehnt. Die Familie ist am Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts erloschen, sv. Ledebur II. 173.s Wappen? 1. Vstcriiiaim. Der bekannte russ. Großadmiral Graf Andreas v. O. ist einem bürgerlichen Geschlechtc der Stadt Bochum in der Grafschaft Mark entstammt. Im I. 1721 wurde er in den Freiherrnstand erhoben und am 9. Mai 1739 erhielt er das Grafen- Diplom. sv. Ledebur II. 173. — v. Steinen, westfäl. Gesch. III. I46.s 2. Ostcemaii». Der Pens. Oberstwachtmeister Georg O. wurde im I. 1808 geadelt. sM. v. M. 251. — v. H.s G- B. I. v. O-, Statthaltcrcirath, Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Ritterstand erhoben- sA. A. Zeit., Juli 1861.s Ostcrnnircy, ein altes sächs. Geschlecht, dessen Rittersiz Alt- Kötitz bei Oschatz war. jKnauth, prodr. Misn. 546. — v. H.s Ostern. Der Gesandtschafrssekretär Joh. Mich. O. wurde im I. 1797 in den Reichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 394. - v. H.s Ostcrnliu, s. Poppo. si Vstcrrode, ein altes ausgestorbenes braunschweig'sches Geschlecht, das wahrscheinlich die Bergstadt dieses Namens ans dem Harze besessen hat. Basilius de O. verkauft seine Güter an das Kloster Walken rieb 1224. sllrk. Buch für Nieders. II. 105. - Pfeffingen, braunschwcig'sche Historie 757 u. f. — Gauhe II. 837. — Lüdersen's Sammlung. — v. H.s Vstcrwih, Ritter, welche im 15. Jahrh. die gleichnamige Herrschaft in Steyermark besaßen. sSchmutz III. 85. — v. H.s Vstcrwih, s- Schenk. si Osterwolde, ein gegen das Jahr 1519 ausgcstorb. Mecklenburg. Geschlecht, sv. Mcding III. 592. — v. H.s Osterwisk- Dieses Namens scheint es zwei Geschlechter (in Westfalen) zu geben. I. Das eine führt in S. einen r. Schräg- s Balken. sSiebmacher V. 129-s II. DaS andere führt drei Lilien im Schilde, sv. Ledebur II. 173.s Osteschlin, ein mähr, rcichsgräfl. Geschlecht. Der Laudrechts- Beisizer Franz Karl Josef Frhr. v. O. wurde im I. 1719 in den böhm. Grafen - und Herrenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 24. — Zedier XXV. 2328. — v. H.s Osch — Ott 123 Maus v. Dossy. Der Major und Leopoldordeusritter Ferd. v. O. wurde im I. 1819 mit v. B. iu den Ritterstaud erhoben. fM. v. M. 133. — Kneschkc, Wappen III. — v. H.s Otthcim zu Friclenhonfen, ein rheinländ. Geschlecht, so. Haustein II- 253. — v. H.s Otthcim, s. Marschall v. O.; Speil; Stein. Osthof. Der österr. Major im 67. Inf.Regiment, L. Fischhoff, wurde 186Z mit v. Osthof geadelt. >A. A. Zeit., Sept. 1862.f Osticho«, oder Frankenkenau, Bolomin, Selescn, ein preuß- Geschlecht, so. Ledebur II. 173. III. 319f Verschieden von Osteschau. Ostini, österreichisch-italienisch. Karl Frhr. V.O. war 1857 Oberlieutenant im 13. k. k. Inf. Regiment. 1. Ostmann. Der Adelstand des Sirt Anton O. wurde 1741 bestätigt. fR.T. A.N.) 2- Vstmann v. d. Leye. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Familie vom Kaiser in den Adelstand erhoben; sie besizt Honeburg und Leye. fv. d. Knesebecks Es ist mit viel Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß vorstehender Sirt Anton v. O. einerlei mit O. v. d. L. sei. iGrote, hannöv. Wappb. K. II. ^ v. Ledebur II. 173. III. 319. — Hcincmanu, Staats - u. Reisegeographie VIII. 212. — Holsche, Grafschaft Tecklenburg 187.s Ostoiö, kroatisch. Konstantin v. O. war 1357 k.k. österr. Hauptmann in Pension. Vergl. Oslo ick v. L. Vstoick v. Löwciiheim. Der Hauptmann Joachim O. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. L. geadelt- sM. v. M., Erg. 394. - v. H.s Ostoija-Zagoröki- Vladimir Ritter v. O.-Z. war 1857 Kadet im 5. k. k. österr. Inf. Regiment. S. auch Lachowicki. Ostrabcrg, f. Kr es sing. Vstrachsfcld, f. Dick. Ostromchki, ein preuß. Geschlecht. Wappen: Pomian. fv. Ledebur II. 173. III. 319 .j Vstrorog. Die Brüder Ad., Martin u. Alexander Gr. v. O. erhielten im I. 1783 die Bestätigung des galiz. Grafcnstandcs. fv. Ledebur II. 173 -1 Auch v. Scharfeuort-O. genannt. IM. v. M., Erg. 23. - v. H.Z Ostrom, f. Drdacki v. O- Vstrowicki, Ostrowitzki, Ostrowiecki, ein in Preußen begütertes Geschlecht. Wappen: Topor. fv. Ledebur II. 173-1 Ostrowski, eine polnische Familie, von welcher ein Zweig die preußische Grafcnwürde erlaugt hat. fv. Zedlitz-^ Es gibt fünf Familien mit fünferlei Wappen: I. W- Grzymala; II. W. Korab; III. Rawicz; serner IV. O. genannt Bieberstein, W. Rogala; V. W. Nieczuja. fv. Ledebur II. 173. III. 319. — v. Hefner, preuß. Adel S. 21 -1 Vstrofocz, f. Osztoich. Ostrzew. Wappcnbcschreibung. fv. Ledebur II. 174-1 Ostmop, f. 11ttwein. Vsväth v. Bibarhfalva, ungarisch. Emmerich O. v. B. war 1835 Obernotar zu Kraszcn. 1> Oswald. Die v. O. sollen aus Bayern nach Schlesien gekommen sein. Der preuß. General v. O. war 1741 geboren. fv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 174.j 2. Oswald. Der Hofmedikus Franz Josef Alois O. erhielt am 27. Okt. 1785 ein pfalzgräflich zeil'scheS Adels- und Ritter- Diplom und am 24. Jnli 1787 das bestätigende kurfürstliche Ausschreiben darüber, fv. Hcfner, bayer. Adel S. 101. T. 102. — Kneschke, Wappen II. — v. Lang 463 u. f. — v. H-1 3. Oswald. Der Hofrath der kais. Hofkammer, Franz O., wurde im I. 1898 in den rittermäßigen Adclstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 184. - Kneschke, Wappen II f 4. Oswald o. Wattenham. Der österr. Rittmeister Eduard 0. erlangte 1853 den Adelstand mit v. W. fA. A. Zeit. v. 1853. — O-sterr. Milit. Schcmat. v. I853.j Oswalth. Der Pens. Oberlieut. Peter O. wurde im I. 1813 geadelt. fM. v. M., Erg. 394. — v. H-1 st Oswcil, eiu schwäb. altes Rittergeschlecht, welches ein Zweig der Herter v. Herten eck war. fGriesinger 1935-1 Ostiem, ein schles. Geschlecht. Peter Oslöb — wahrscheinlich Oslew — erlangte im I. 1692 den Adelstand. fv. Ledebur II. 170. - R. T. A. R. — Sinap I. 686. — v. Medinq III. n. 590. - v. H.s Vstlob, auf Bialken, Kreis Marienwerder, fv. Ledebur II. I70.s st Oßwald. Am 13. Juni 1795 starb Maria Kristina v- O. zu AufHoven u. Hechenberg, geb. Jningerin v. Haidenkhamb, bei den Augustinern in Nahn begraben. Osztoich v. Ostrosacz. Der Hauptmann O. im 1. Banat- Grenzregimcnt wurde im I. 1784 mit dem Beinamen v. Ostro- sacz geadelt. fM. v. M., Erg. 394. — v. H-1 Othegravcn, Oetengraven, O. v. Jmstenräth, ein kölnisch- niederrhein. Geschlecht, welches unter andern Jmstenräth besizt. fBernd, T. XLII. 184. — Fahne I. 311. - v. Ledebur II. 174. — Kneschke, Wappen I. 3I8.f st Vthstädt. Gerungus de Osiede, milcs, testis in einem klettenberg. Brief 1187. AlberuS de O., filius Herwici, hat einen Streit mit Walkenried 1294. fUrk. Buch für Nieders. II. 27. 45. f Vtocki, ein im Großherzogthum Posen angesessenes Geschlecht. Stanislaus v. O. erlangte 1784 den galiz. Freiherrnstand u. 1797 die gräfliche Würde, fv. Ledebur II. >74. — M. v. M., Erg. 83.j Wtschiueh v. Karlsheim. Der kais. österr. Hauptmann O. wurde 1844 mit v. K- iu den Adelstand erhoben. fM. SJ Vtskay v. Vtska, ungarisch. Frhr. Franz O. v. O. wurde 1822 uutcr die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. 1. Vit. Geadelt am 3. Aug. 1412. fv. Hefner, bayer. Adel S. 49. T. 49-1 Franz Georg v. O-, der sich in unga r. Diensten gegen die Türken tapfer zeigte, wurde von K. Sigismund am 2. März 1563 gefreit, und dessen Urenkel Johann im I. 1792 von K- Ferdinand III. auch in den Freiherrnstand erhoben. fv. Lang 193. — Bayer. Wappb. XVI. 39. — Kneschke, Wappen 1. 319. - v. H.f 2. Vit oder Ottcn, Hanns, wurde 1586 geadelt. fR. T. A. R.j 3- Vit, Paul, kais. Hatschier, erlangte um 1629 den Adelstand. fN. T. A. R-1 4. Ott. Der siebenbürg. Hofagent Johann Nepomuk O. wurde im I. 1767 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. fM. v. M. 133. — v. H.s 16* 124 Ott — Otti 5. Ott. Der k, bayer. Landrichter zu Lauingen, Josef Franz Nemigald O. erhielt am 15. Mai 1788 ein Edelndiplom. sv. Lang 464. — v- Hcfner, bayer. Adel S. 191. T. 192. — Kneschkc, Wappen IV.) 6. Vit. Der Oberst Peter v. O. wurde 1791 Freiherr. HM. v. M., Erg. 83. — Kneschkc, Wappen IV. 23. — v. H.) 7. Ott, Wenzel, Präger Bürger und Metropolitankasfier, wurde 1836 geadelt. sR.T.A.R.) 8. Ott v. Vttcnkamps. Der kais. österr. Major Krist. O. wurde 1849 mit v. Ottenkampf geadelt. sM. S.) In Tirol soll es noch eine landständische Familie Ott v. Achterdingcn geben- Ottcl, Gebrüder, in den kais. Erblanden, wurden 1636 geadelt. sR.T.A.R.) 1. Vttc», Michael, Stadtschreiber zu Waldsee, und Hanns Jakob, wurden 1629 in den Adelstand erhoben. HR. T. A. R.) 2. Ottc». Jgnaz Anton v. O- zu Regensbnrg, kur- mainz'scher geh. Hofrath, Gesandter am Reichstag, dannNeicys- Hofrath, wurde 1791 in den Reichsritter- und 1796 in den Freiherrnstand erhoben. Im I. 1698 war er geadelt worden. HM. S.) Er hinterließ drei Söhne, welche in baher. Diensten standen. Dieser Jgnaz Anton v. O- soll nach Andern von dem k. k- Kapitän Otto v- O. abstamme», welcher 1635 Kommandant von Koburg gewesen. sGauhe II. 833.) 3. Ölten, sollen in Nürnberg geblüht und die Freiherrn - Würde erlangt haben. Es ist dieses jedoch ungewiß, sowie überhaupt sämmtliche Familien v. Ott oder Otten einer näheren Aufklärung bedürfen. sGauhe II. 838. — Zedier XXV. 2379.) 4. Vttc», ein Holstein. Geschlecht, welches erloschen zu sein scheint. Der Erste, welchen man anfgezeichnet findet, war Matthäus v. O., Leibarzt Friedrich's I. in Dänemark; er besaß Apensbnrg bei Schleswig. Sein Enkel Matthäus war des Erzherzogs Albrecht von Oesterreich Rath und Sekretär. W.: Gevicrtct; 1. ein r. Kreuz; 2. ein Löwe, 3. ein g. Stern, 4. ein Eselskopf. Mit 1. und 3. wurde das Stammwappen von Kaiser Max. II- vermehrt. sAngeli, Holstein. Chronik.j Ottenbach, s. Johannot. fi Vttcuticrgcr zu Ottcnbcrg u. Inzing. (Gespalten: In jedem Plaz eine Bärentaze.) Beide adlichen Size im Gericht Griesbach (Niederbayern). Hanns O. zu I. 1499 in der bayer. Landtafel. Ottenburg, s. Maczack. Vttcndorf, kommt 1654 in Schlesien in münsterberg'- schen Diensten vor. sv. Ledebur II. 174.) Vttcnsclb, ein in der Oberlansitz ansässiges Geschlecht, um 1779 und in neuerer Zeit. sv. Ledebur II. 174.) Vielleicht zu den böhm. Otten v. Ottenfeld gehörig. Ottcnscld, s. Schräm. Vttcnscts - Glchwiud, eine freiherrl. Familie in Oesterreich, welche zu dem dortigen alten Adel gezält wird. Sie stammt aus Kärnthen. Joh Sigmund v. Otto erlangte 1563 den Reichs- Ritterstand mit dem Beinamen v. Ottenfcls. Wolf Jakob v. O. wurde im I. 1719 Freiherr und erhielt im I. 1719 die Vereinigung des gschwind'schen Namens u. Wappens mit dem seinigen, nachdem der kais. Feldmarschall v. Gschwind auf Pockstein ihn zum Erben seiner Fideikommißgüter cingesezt hatte. fJahrb. des deutschen Adels 1847. — Taschend. der frhrl. Hanser 1848. — v. Hefner, krainer Adel S. 15. T. 14. — v. Schönfeld, Äd. Schemat. I. 1547- v. H. — Kneschkc, Wappen I. 319. — M. v. M., Erg. 34.) Ottenhausen. Hildcbrand v. u. zu O. erhielt im I. 1739 die Bestätigung des böhm. Nitterstandes- >M. v. M., Erg. 184. - v. H.) fi Vttcnhafcr, kommen 1359 vor u. starben 1599 zu München aus. sv. Hefner, -s bayer. Adel S. 5.) Vttcnbhcim, s. Otto; Sertz. fi Ottenstein, ein zu Anfang des 18. Jahrhunderts ausgestorbenes Geschlecht, welches im Nassau'schen und Sayn'schen schon 1499 ansässig war. sv. Ledebur II. 174.) In einem rheinischen Wappenbuche, Mspt., kommt ein Geschlecht v. O. vor, dessen Schild 3 g. Schrägbalken in B. enthält; es soll aus Braunschweig stammen. Vttenthalcr v. Ottcnthal. Anton O. erhielt am 13. Oktober 1663 von Kaiser Leopold ein Adelsdiplom. sKncschke, Wappen IV. — v. Lang 465. — v. Hefner, bayer. Adel S. IUI. T. 122. - v. H.) 1. Vttcr, Wenzeslaus, erlangte um 1691 die Adelswürde. sR. T. A. R.) 2. Vttcr, Andreas, wurde am 29. Nov. 1718 von Schweden in den Adel- und am 23. Mai 1719 in den Freihcrrnstand erhoben, sv. Ledebur III. 329.) 3. Vttcr v. Otterau, ein schlesisches, in Schweidnitz um 1619 vorkommendes Geschlecht. sSiebmacher IV. 139- — v. Ledebur Ii. 174.) Vielleicht einerlei mit Wenzeslaus O. fi Vttcra, ein erloschenes erfnrter Patriziergeschlecht, sv. Zedlitz.) Ottcrsicne. Blos eines Siegels von 1362 mit einer Glocke gedenkt von diesem Geschlechte v. Meding III. n. 593. sv. H.) Vttcrstättc, Hermann, der Rechte Doktor, erlangte 1646 ein Adelsdiplom. sN. T. A. R.) Otterstedt, eine in der Mark Brandenburg vor mehreren Jahrhunderten schon begüterte Familie, deren Stammsiz wahrscheinlich das gleichnamige im sch warzburg. Amte Sondershansen gelegene Dorf gewesen ist. sGauhe I. 1146. — v. Zedlitz.) Der Freiherrnstand anerkannt 1844 und 1858.) sv. Ledebur II. 174. — v. H. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1869.) Vttcrstcin. Ludwig v. O. war 1521 Patronatsherr zu Appenheim, Rheinhessen. sO. S.) f Vttcrswang, ein altes schwäb. Geschlecht ans gleichnamiger Burg im O.A. Waldsee, das schon im 14. Jahrh. ausstarb. sGriesinger 1936.) Vttcrwols, österreichisch. Franz Frhr. v. O. war 17öti niederösterr. Regierungsrath. sWicner Adreßbuch 1796.) Vttilicnsctd, s. Otto v. O>. Otting u. Fünsstcttcii (vorher Frhr. v. Ichönseld). Der natürliche Sohn des Herzogs Kristian II. von Zweibrücken, Karl Friedrich, bayer. Kämmerer, Generalmajor u. Flügeladjutantic., wurde zum Frhrn. v. Schönfcld ernannt, hernach am 16. Juli 1817 vom König von Bayern zum Grafen erhoben und imma- triknlirt. sv. Lang 231; Suppl. 25. — Siebmacher II. 139. III. >87 — Kneschkc, Grafenh. II. 189. — Tyroff, bayer. Wappcnb. I. 85. — v. Hefner, bayer. Adel S. 16. T. II; Erq.Bd. S. 8; Hess. Adel S. 21 l T. 23. — v. H.) Vttistaw v. Kopcnih. Leopold O. v. K. wurde im I. 1741 in den böhm. Grafenstand erhoben. )M. v. M., Erg. 24. — v. H) Otti — Ov 125 's Vttitsch, ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. 174. III. 329.) Wappen: Trombh I. -s Vttlcbcn, Odelebcn, ein ausgestorbenes, schon 1311 in der Oberlausitz vorkommendes Geschlecht, sv. Ledebur II. 174.) 1. Otto, Traugott Heinrich Moriz, wurde vom König von Sachsen am 27. Juni 1896 in den Adelstand erhoben. sv. H. v. Hefncr, sachs. Adcl S. 4l. T. 4g. — Sachs. Wappenb. IV. 65. — Kneschke, Wappen IV.) 2. Vtto, Karl Gottlieb, Rathskämmerer in Baudissin, wurde am 15. Juli 1816 vom Köuig von Sachsen geadelt. sv. Hefner, sächs. Adcl S. 4l. T. 4ö. — v. Ledebur II. >74. III. 320. — Kneschke, Wappen Ill.s 3. Otto v. Kilchberg, österreichisch. Anton O. v. K. befand sich 1835 unter den unangestellten k. k. Generalfcldwacht- meistern. 4. Vtto v. Osteiiftld, Johann Georg, wurde am 17. März 1668 in den böhm. Ritterstand erhoben, sv. Hellbach, Samml.) 5. Vtto v. Vttcnsclb, österreichisch. Anton O. v. O. war 1857 Kadet im 5. k. k. Genicbataillon. 6. Vtto v. Vttcoscls, österreichisch. Josef Ritter O. v. O. stand 1857 als Nnterlieutenant beim k. k. 1. Jägerregiment. Vergl. Ottenfels - Gschwind. 7. Wtto v. Vttcngrun, Georg, erlangte am 15. Okt. 1652 dm böhm. Adclstand. sv. Hellbach, Samml.) 8. Vtto v. Ottenstein. Der Oberstlieut. Karl O. wurde im Jahre 1722 mit dem Beinamen v. Ottenstein geadelt. sM. v. M., Erg. 335. — v- H.s 9. Vtto v. Vttcnthall, Ottenthal. Der Nathsverwandte Joh. Georg O. v. O. zu'Eger wurde im I. 1721 in den böhmischen Adel- und 1726 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 184. 395. - v. H.s Ii). Vtto v. Vttcrburck. Der Rittmeister Joh. Georg O. wurde im I. 1757 mit dem Beinamen v. Ott erdrück geadelt. 11. Vtto v. Vttitieiifeld oder Vttlitienscld. Mit lezterer Benennung kommen die Standcsverändcruugcn bei nachfolgenden Personen in Megerle v. Mühlfcld's Adelslerikon vor: 1. Der Trauksteucreiunehmer Jakob O. in Böhmen wurde im I. 1732 mit v. Ottilienfeld in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 395.) 2. Der Ritter und Rittmeister Kristof Hermann O. v. O. wurde im I. 1894 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 74.) 3. Der Manufakturist Johann v. Ottlilicnfeld wurde im I. 1755 Ritter. sM. v. M. 133.) 4. Jguaz v. Ottlilienfeld wurde im I. 1758 wegen adlichen Herkommens auch in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 133.) Dagegen werden unter der Benennung v. Ottilienfeld in demselben Werke aufgeführt: 1) Der Pens. Oberstlieut. Joh. Ncpomuk v. O., Ritter, welcher im I. 1792 Freiherr wurde sM. v. M. 74), und 2. der Pens. Oberstlieut. Ritter Joh. v. O., welcher 1816 in den Freiherrnstand erhoben murde. sM. v. M., Erg. 84.) Es ist anzunehmen, daß hier Schreibfehler stattfanden und daß der Beiname durchweg entweder Ottlilienfeld oder Ottilienfeld heißen muß. Die Aussprache spricht für leztere Annahme, sv. H.) Vttoboch, s. Pfefferkorn. Vltolini-Visconti, ein gräfliches Geschlecht in österr. Italien. Julius Conte O.-V. war 1835 Präsident der Wohlthätigkeitsan- stalten in der Lombardei. Ottoschutz, s. Bo husch. Vttwcilcr. Die von dem Fürsten von Nassau-Saarbrücken mit Katharina LudwigSberg erzeugten Kinder erhielten sammt der Mutter den Namen O. und wurden 1784 in den Freiherr»- und dann in den Grafenstand erhoben. sR. T. A. R.) Der K. von Frankreich machte sie 1789 zu Herzogen v. Dillingen — bei Saarlouis. Es scheint aber, daß von lezterem Titel kein Gebrauch gemacht wurde. Vttwcilcr, s. Linrweiler. Vtuski, auf Lutynicy im Posen'schen. sv. Ledebur III. 329.) Wappen? Vudaillc. Der Gcneralfcldwachtmeister Karl Hubert O. wurde im I. 1743 in den böhm. Grafcnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 24. — v. HI ch Vugicr. Benjamin O. zu Orange erlangte am 11. Juli 1711 den preuß. Adelstand, sv. Ledebur II. 174. — Preuß. Wppb. IV. 15. — v. H.s Vultrcmont. Joh. Baptist und Franz Emil Freiherren v. O. aus Lüttich, erhielten 1796 die Neichsgrafenwürde. sv. Ledebur III. 320. - R. T. A. N.) Vumüiidc, s. Schönebeck. Vuthcwchr, s. Weißbarth. Vnwerkcrck, Owerbeck, Haverbeck, einer von den 3 Söhnen des Grafen Ludwig von Nassau, Herrn von Bewert, die er mit seiner Gemahlin, einer Gräfin v. Horn, erzeugt hatte. sGauhe II. 841. 43. verglichen mit I. 1073 u. f. — Jmhos, notit. proc. Lib. V. c. 5. Z. 34. — The Brit. Comp. I. 264. — Hübner, Tab. 1270 u. Suppl. I. 82. — Zedier XXV. 2517. - v. H.s Vonnder, Karl, kurländ. Justizrath, erlangte 1795 den Adelstand. sR.T.A.R.) -s Vvetacker, Ouvelacker, ein rheinländisches und westfälisches Geschlecht, sv. Steinen, westfäl. Gesch. I. Tab. 12. n. 4. 1311. — Siebmacher II. 110. n. 9. — v. Mcding III. n. 594. — v. Ledebur II. 174. — v. H.s Vvclbcin. Albertus O. tcstis in einem gras hohnstein'schen Brief 1223. sUrk.Buch für Niedcrs. II. 199.) 1. Oven. Der Konsistorialrath van O. in Düsseldorf wu rde am 15. Okt. 1849 mit Beschränkung in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. f. den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. II». — v. Ledebur II. 175. III. 320.s 2. Vve», in Frankfurt; sind nur van O. und von Preußen als a dlich nicht anerkannt, da der Verwandte des frankfurter vanO. 1849 geadelt wurde, sv. Hefner, srankf. Adel.) -s Overbeck, Haverbeck, eine preuß. bekannte Familie, die das Erbtruchsessenamt hatte. Die Familie ist 1739 erloschen. sVehse, Gesch. des preuß. Hofes u. Adels. — v. Zedlitz. — Hart- knoch's Preußen 452. — Gauhe II. 839 u. f. — Seifert's hochadl. Stammtaf. II. n. II. — v. H.s -s Vvcrbcin. Hermannus OVerben testis in einem Brief des Grafen v. Lauterbcrg 1258. sUrk.B. f. Nieders. II. 226.) Ovcrscld. Johannes de Overvelde testes in einem Brief des Stifts Walke nried 1269. sUrk.B. f. Niedcrs. II. 239.) -s Vvcrhcid, ein im Berg'schcn ansässiges Geschlecht, welches erloschen ist. sFahnc I. 316. — v. Ledebur II. 175.s Vocrschic, ein altes niederländ. Geschlecht, das von Kaiser Leopold am 19. Jan. 1796 in den Freiherrnstand erhoben wurde. sButkens, troph. de Brak. Suppl. II. 194. — Gauhe II. 840 u. f. — Zedier XXV. Z433. — v. Ledebur II. 175. — v. Hefner, preuß. Adel i S. 57. T. 73. — v. H.s 126 Ow — Pab Vm, Aw, cinc schwäb. Familie, aus welcher Franz Karl v. Ow, ober und unter dem Berg, im I. 1630 von K. Leopold in den Freihcrrnstand erhoben und als solcher am 22. Nov. 1686 vom Kurfürsten Mar. Emanuel inBayern anerkannt worden ist. Ihr Stammschloß Ow liegt nahe bei Horb in Schwaben. Die Familie hat sich auch nach Oesterreich verbreitet. Berthold v. Owen, genannt Ucbelritler, 1261, und Cunrad de Owe 1267 erscheinen in einer Kloster salcm'schen Urkunde. sMone lll, 14. 479. — Kneschke, Wappen I. 321. — Bürgermeister vom schwäb. Reichsadel 346. — Crusius, schwäb. Chronik. — Ganhe I. 42. — Siebmacher I- ll6. n. l. — Bucelini stcmmat IV. — Cast, Adelsbnch v. Württemberg. — Gencal. Jahrb. deutschen Adels l844 u. f. — Die Württemberg. Wappcnbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — Griesinger S. 1937. — Frhrl. Taschenb. v. l656. — v. Hefner, württ. Adel S. 19. Taf. 12; baycr. Adel S- 49. T. 59. — v. Hattstcin III. 352 — 55. — Salver 519. — Seifert'« hochadl. Elt. u. Kinder. — v. Lang >94.f Josef Fidel v. Ow,^Gerichtsvcrwalter in Berzolsheim (mit jenen einerlei Ursprungs), wurde in Bayern als Adlicher anerkannt. sv. Lang 465. — v. H.s Vwcrcr, s. Obwerer. Gmitzki, Owidzki, ein pommer'sches Geschlecht. Wappen: Dolenga. sv- Ledebur II. 175.) Gwftin, Augstin, eine pommer'sche Familie, deren gleichnamiges Stammgut unweit Gützow gewesen. Auch waren sie Schloßgcscsscne im Wolgast'schen. Henrik Owstyn, Ritter, in einem Briefe des Herzogs von Pommern von 1367. sCod. Brandenburg. XIII. 492. — Ganhe I. 1147 u. f. — v. Zedlitz. — Micralius, Pommerl. 463. — Sicbmacher III. 162. — v. Ledebur II. 165. III. 329. — Bagmihl I. 142. - v. H.f Vr ». Vrnhcimb. Franz Theodor O. v. O. wurde im Jahre 1727 in den böhm. Nittcrstand erhoben. fM. v. M. >84. - v. H.f Vrlc», Johann Jakob, kais. Rath, wurde 1654 geadelt. sR. T. A. R.) Kommt auch Oexlen geschrieben vor. Vergl. Oerle. Vy, Ohe, ein altes Geschlecht im Cleve'schen, welches drei r. Rosen, 2. 1, in S. führte; sie erscheinen schon 1104 im Gefolge des ErzbischoseS von Köln. Der Stammsiz Ohe liegt bei Nimwegen 1282; die Familie blühte noch 1794 und hatte auch in der Grafschaft Ravensberg Besizungcn. sCalcm. Ravensberg. Mcrkwürdigk. I. 142. — Fahne 1.325. II. 119. — Siebmacher II. 116.) Vycn, eine holländische, in großherzoglich Hess. Diensten befindliche Familie, die ihren Freihcrrnstand durch großherzoglich hessische und maltheser - großmeistcrliche Anerkenntnißdokumente nachgewiesen hat. Der großherzoglich Hess. Obersthvfmcister u. General- Lieutenant Joh. Frhr. v. O. wurde 1819 von Oesterreich in den Grafcnstand erhoben mit dem Beinamen v. Für st enstein; er starb aber, ohne Nachkommen zu hinterlassen. (Taschenbuch der gräfl. Häuser für 1853. — v. Hefner, baycr. Adel S- 49. Taf. 59.) Nach v. Steinen, westfäl. Gesch. III. 1324, lebte und war heimisch Joh. v. O. zu Hillerkhuscn im Kirchspiel Schwelm, f im Jahre 1730, im 115. Jahre seines Alters. In Bayern wurde unterm 17. Aug. 1835 der k. Hauptmann Mar Ferdinand v. Ocyen in die Adelsklassc eingetragen, sv. Hcfner, baycr. Adel S. 199. T. 121; Erg .Bd. S. 17; Hess. Adel S. 21. T. 22. - v. Ledebur II. 163. — Bernd, T. XLI. 181. — Kneschke, Wappen I. 315. — v. Lang 195. — v. H.) Vyenlirugge, Engelbert, erlangte 1618 den Rcichsrittcrstand. sN. T. A. R.f Wzarovski, Osarovsky, eine alte, aus Polen stammende schles. Familie. fSinap II. 851. — Gauhe II. 851- — v. Zedlitz. — v. H.f V)doms!u, ein prcuß- Geschlecht. sv-Ledebur II. 175.) W.: Bon ccza. Vgegalski, Ozymbowski, ein poscu'sches Geschlecht. W.: Rawiccz. sv. Ledebur II. 175.) V;cgvliic de Daylaliftliec. Der Bischof zu Zengg, E- v. O. de B. erhielt 1858 von Oesterreich die Freihcrrnwürde, übergehend auf dessen Brnderssohn, den österr. Hofrath, mit v. Bela. sA. A. Zeit, von 1858.) W)icmblowski, ein in Preußen seßhaftes Geschlecht. W.: Radwan. sv. Ledebur II. 175-j ^aal v. Ehrcnftls. Der Unterlieut. Kaspar P. wurde im Jahre 1773 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 395. - v. H.f 1. Paar, stammen aus Bergamo in Italien, und aus ihnen wurde Markus Belidor v. Casnio im I. 1170 von K. Friedrich I. mit der Herrschaft gleiches Namens beliehen u. beschenkt, von welcher Zeit an sie sich nicht mehr Belidor, sondern Freiherren v. Paar nannten. Am 1. Juli 1629 wurden sie in den Grafen- und im Jahre 1769 in den Fürstenstand nach der Erstgeburt erhoben, welches am 5. August von K. Josef II. geschah. Der erste Fürst war Johann Wenzel. Auch erhielten sie im I. 1624 das Ober- Erbrcichshof- und Generalerblandpostmeisteramt in den Erblanden, dessen Einkünfte sie dem Hof mit Beibehaltung der Oberleitung überließen. Karl Frhr. v. P. wurde am 14. Jan. 1654 in den böhm. Grafenstand erhoben. fHyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien der österr. Monarchie. — v- Hefner, krainer Adel S. 16. T. 29; hoher Adel. — Kneschke, Grafenh. — Bueclini stemmat. III. 159. 169. — Lünig's R.Archiv I. 459 u. f. — Jmhof, not. prvc. Jmp. Lib. 19. c. 3. — Gauhe I. 1147-51. — Zedier XXVI. 5-8. - Hübner IIb Taf. 871 u. ff. - Wasch 116 u. f. - M. v. M. 7. - Schmutz III. 99. — Gothaer gcncalog. Hoskal. für 1825. S. 116. — Wnrmbrand, Collect gcneal. hist. 326. 33 l. 334. — v. H.f 2. Paar, M. F. G., k. k. Sekondwachtmeister bei der Arc,- Leibgarde in Wien, wurde 1862 als Ritter der eis. Krone in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juni 1862.) 3. Paar v. Nothschänbcrg. Der Rittmeister Andreas P. wurde im I. 1789 mit dem Beinamen v. N. geadelt. sM. v. M., Erg. 395. — v. H.) paar, s. Niederer. Palücnitiiitz ». Ziczky. Der Frhr. Karl Woirac P. v. Z. wurde am 23. März 1724 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM.S.) Palncnitz, s. Woratziczka. Pabingcr, salz bürg. Adel (Wappen: Drei Lilien und ein Löwe geviertet). Anna v. P., geb. v. Daubrawik, s zu Salzburg 1705. Franz A. v. P., sürstlich salzburg'schcr Truchscß, s- zu Laufen am 27. Okt. 1760. Pabinih, s. Woratziczka. Pablihki, Palubitzki, Palbiezki, Palubucki, kommen schon 1639 vor. Diesen Beinamen sotten 2 Familien führen: l. Die v. Biber- Palnbitzki; Mathias v. B.-P. wurde am 28. Aug. 1675 in den 1 Pab — Pack 127 schwed, Freihcrrnstand erhoben, sSiebmacher V. 165. — Bagmihl ^ IV. 23.) Er war seßhaft ciuf Liebenhof, Kreis Stargard; ein Bruder ans Stangcnberg. II. Die v- Zuchta-Palubitzki, angesessen im Bütow'schcn. W.: ? sv. Ledebur II. 179.) Padsdors, Johann Wilhelm, wurde im I. 180V von Kaiser Franz II. Lcadelt. sR. T. A. R., woselbst PapSdorf geschrieben steht) 1. Pabst. König Friedrich I. von Preußen erneuerte am 18. Jan. 1712 den Adel der Vettern des cleve-märk. Justiz- Rathes, auch Oberwärdgrafen Johann Moriz P. und des cleve- märk. Weggrafen Johann Heinrich P. Sie führen das Brustbild eines PapsteS im Schilde. 1775 besaßen sie Blenke im Zütfcn'- schen. sv- Ledebur II, 176.) 2. Pacht v, Whayn. Nur von dem Jahre 1656 — 1790 hat die in den Kirchenbüchern zu Zittau und Fr eiberg aufgefundenen Nachrichten bekannt gemacht v. Uechtritz in dipl. Nachr. II. 77-79. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 176. — v. HI Paimrg, s. Pagatsch. Paccassi. Der Oberhofarchitckt Niklas P. wurde im I. 1764 „Edler von" und Neichsritter, im I. 1769 aber Freiherr. >M. v. M. 74. 134. 237. — Siebmacher, Suppl. XI. 13. - v. H.) Pacc, Freiherren v. Friedensberg, erhielten im I. 1686 die st, Landmannschaft in Steyermark. sSchmutz III. 91.) Joh. Peter Pacc v. Pacis erhielt mit dem Beinamen v. Pacis im Jahre 1684 die Neichsadelswürde; Freiherren 10. Dez. 1675; gegrast 1690. sv. Hefner, krainer Adel S. 29. - R-T.A.R. - v. H.s Pach v. Haiiscnheii», ein tiroler Geschlecht. Erhebung in den rittcrmäßigen Adclstand mit v. H. 1645; Aufnahme in die tiroler Matrikel 1646; Reichsritterstand mit v. Hoheneppan am 29. März 1672; Bestätigung des Freiherrnstandcs 1846. sFrhrl. Taschenb. v, 1857. — v. Hefner, tiroler Adel S. 13. T. 15.) Pachaiy. Der Rathsmann Gedcon P. zu Breslau wurde im I. 1730 in den böhmischen Adelstand erhoben. Wurde von Preußen 1752 anerkannt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 176. — M. v. M,, Erg. 395, — v, H.) Pachc, s, Pacher. Pachcliui, Georg Wilhelm, herzoglich Pfalz - zw eibrü cken'- scher Minister am französ. Hofe, wurde 1759 in den Reichs - Adelstand erhoben. sN. T. A. N.) Pachelbl v. Gehag. Diese ursprünglich böhm. Familie erhielt von K. Karl V. am 3. Juli 1528 einen Wappen- und im Jahre 1610 von K. Rudolf II. die beide» Brüder Wolfgang u. Alexander einen Adelsbrief mit der Beifügung des Namens Gehag (welches ein der Familie gehöriges, IV- Stunde von Egcr gelegenes Haupt- Gut ist), das die Familie aber, nachdem sie der Religion halber verfolgt, nebst andern Gütern in Böhmen nicht mehr beflzt. Sie wendete sich meist nach Franken und ließ sich zu Wnn- sicdcl nieder. Ein Zweig der Familie begab sich seit 1788 nach Pommern und erwarb verschiedene Lehn- und Anwartschaften. sSiebmacher I. 130. n. 3) In der köhler'schen Ausgabe dcö Siebmacher, im Register, findet sich eine österr. Familie, welche mit obiger verwechselt ist, Pächeleb heißt und zum österr. Nittcr- stande gehört. sVchse, Gesch. des österr, Hofes und Adels IUI, 33. — v, Ledebur II 176. — Siebmacher V. 33. n, 9. — v. H.) 1. Pacher, Mathcs und Bartholomäus, Gebrüder, aus den kais. Erblanden, erhielten 1623 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.) 2. Pacher. Veit Kristof, Georg Josef, Ferdinand Mathias, Franz Andreas u. Joh. Kristof P. wurden im I. 1733 geadelt. sM. v, M., Erg. 395. - v. H.s 3. Pacher v. Liiiicnstrcit, Anton P., ein Pens. Kapitänlieutcnant, wurde im I. 1821 mit v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 395. - v. HI 4. Pacher v. Pachbnrg. Joh. Leopold P., kais. Hofkammcr- Sekretär, wurde 1686 mit lezterem Beinamen in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T.A.R.) 5. Pacher i>. Zeilhofen, Georg, erhielt 1650 Wappenverbesserung und den Beinamen v. Z. sR. T. A. R.) Möchte wol ein Abkömmling von obigen Mathes oder Bartholomaus P. sein. 1. Pachinann, Der Hofrath Joh, Beatus P. wurde im Jahre 1782 mit „Edler von" geadelt. sM. v, M., Erg. 396. — v. H.j 2. Pachinann v. lLoliniannshosen und Gricssbcrg, Andreas P. aus Tirol wurde im I, 1742 mit den Beinamen v. C. u. G. geadelt. sM. v. M., Erg. 395. - v. H.s 1, Pachncr, Elias, Landgerichtsverwalter zu Enns, wurde 1677 geadelt. sR. T. A. N.) 2. Pachner v. Eggcnstors. Geadelt von Kaiser Leopold I. 1677; 1780 landsässig zu Münchshofen u. Fraundorfn im Neu- burg'schcn; Adelserncuerungcn von K. Karl VI. 1720 und vom Kurf. Karl Theodor von Pfalz-Bayern 1791. sv. Hefner, bayer. Adel S. 101, Taf. 122. - Leupold I. Thl. 3. B- S. 518—21. - M. v, M, 134. 238. - v. H.s Pacholslsi, im Büttow'schen angesessen 1671. W.: Rowina. sv. Ledebur II, 176.) Pachsiedcn, s. Pari äff. Pacht« », Ncichascn und Dnrckau. Daniel P., böhm. Hof- Sekretär, wurde 1652 geadelt. Seine Nachkömmlinge erhielten Freiherrndiplome 1701, 1717 und 1718. Die Grafenwürde kam in die Familie durch die Diplome von 1721 und 1722. sR. T. A. R. — M. v, M. 74. 25. 26; Erg. 84. - Ganhe I. 1151. — Taschenb. der gräfl. Hänser v. 1844 u, f. — Kncschke, Grafen!).) Pacistco, f. Ginzl. Paciorkawski, ein westpreuß. Geschlecht. W-: Gryf. sv. Ledebur III. 329.) Pack, eine alte, in Meißen und Polen seßhafte Familie, welche ehedem die Herrschaft Soräu in der Nicdcrlausitz besessen hat. sGauhe I. 1151 — 53. — Sinap I. 686. — Zedier XXVI. S. 199 n. f. — v. H.s Pack, f. Boigk. Packcnrcit aus Sendling und Hachhausen, Der kurbayer. Hof- Kammerrath Kristof P. erhielt am 18, Juni 1714 das Adels- Diplom. sv. Lang 466. — v, Hcfner, bayer. Adel S. 192, T, 122, — M. v, M,, Erg. 184. - v. H.) Packe,», v. Kilstcttcn. Joh. P., kais. österr. Major, wurde 1823 mit v. K. geadelt. Fr. P. v. Kilstädten, österr. Oberst im Generalquarticrmcisterstab, wurde 1857 Freiherr. sA. A. Zeit. v. 1857.) Packisch v, Fcstenbcrg, eine alte schles. Familie, die sich ehedem blos F. geschrieben, die aber von den fränk, v. Vesten- berg ganz verschieden sind. Sie stammt aus der Schweiz und wendete sich nach Franken und von da nach Schlesien. Nach Einnahme der Stadt Festenberg soll sie den Namen davon an- 128 genommen haben. In Schlesien war sie reich begütert und kam schon im 13. Jahrh. vor. sSiebmacher I. 51. — Olsnogr. I. 791. - v. Zedlitz. — v. Ledebur ll. 176. III. 320) W.r Wiernszowa. sDvrst, schles. Wppb. II. 131. — Sinap I. 687. 11.855. — Gauhc I. S. 1153 u. f. - v. H) 1 Pacmor, Packmohr, eine preuß. Familie, wovon Einer in dän. Diensten gewesen, zu Arnstadt gelebt, und vor seinem 1673 erfolgten Ableben den dasigen Kirchen, Schulen und der Barfüßer-Kirchenbibliothek 6000 Mfl. legirte. sTcnzel, monatl. Nntcrr. 1701. 458. — Gauhe II. 844 u. f. - v. Ledebur II. 176. — v. H.s Pacor li. Knrstcnfcls. Der kais. österr. Major Johann P. wurde 1340 mit v. K- geadelt. sE- S.) Paczcnskq v. Tciicsin, ein mit den Grafen v. Tenczin einerlei Ursprung habendes schles. Geschlecht, die beide von den Grafen v. Topor abstammen. Leupold Konstantin P. v. T. wurde am 9. Aug. 1702, Albrecht Leopold Wenzel und Georg Friedrich P. v. T. wurden am 28. Juli 1692 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 25. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat >843. S-298. — v-Ledebur II. 176. III. 320. — Dorst, icklei. Wpvb. I. 36. — Sinap I. 973. II. 254. 392. 689. — Gauhe I. S. 1154- — b. Meding I. n. 596- — Zedier XXVI. 152. — v. H.) Paczlwmski. Die v. P. besizen das Rittergut Hammer bei Schwicbus im Braudcnburg'schcn, Bärwalde in Preußen, Gut- tentag in Schlesien, Petersmark in Pommern u. A. sv. Ledebur II. t77. — v. Zedlitz.) Paczomski u. Libin. Der Kreiskommissär Ferdinand Anton P. wurde im I. 1765 mit v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 396. — - v. H.s Padberg. K. Karl IV. erhob Johann v. P. im 14. Jahrh. zwar in den Grafenstand, da aber der Kaiser erfuhr, daß er ein Vasall des Erzbischofs zu Köln sei, widerrief er mit allen Reichsständen diese Erhöhung um deßhalb, weil Köln das Recht zustand, daß Niemand in Engern und Westfalen ohne seine Bewilligung zu freien Grafen gemacht werden durfte. Das Diplom steht in v. Ludwig's „Reliq. Mspt." X. 63. (Zedier XXVI. 158.) Jndeß gehörte das Geschlecht zu den ältesten Familien, dessen schon im 12. Jahrh. als eines Herrengeschlechts gedacht wird. (v. Ledebur II. 177. III- 320.) Hinsichtlich des Grafendiploms scheint solches der Familie nicht bekannt zu sein; sie sagt nur, daß ein Grafen- Geschlecht v. P. zwar im 11. Jahrh. vorhanden gewesen, es sei aber nicht erwiesen, daß die jezigcn davon abstammten. Der Freiherrnstand ist von Preußen anerkannt. jFrhrl. Taschenbuch von 1663. — v. H.s st Pabbcr, ein erloschenes preuß. Geschlecht, welches Abbarten bei Friedland, Bommel bei Meine! und andere Güter besaß, sv. Ledebur II. 177.) Puder, Veit, beider Rechte Doktor, wurde 1617 geadelt. sR- T. A. R.) -s Piingcr (Peng er, Panger). Schild mit Zinne u. Scharte schräggethcilt. Wolfgang P. zu Marolting in der bayerischen Landtafel 1490. Päpste, Papke, auf Lütjenhof. Der großherzoglich mecklenburgschwer in'sche Justizrath M. Eh. P. wurde 1840 vom Kaiser von Oesterreich geadelt. sE. S. — Vehse, Gesch. der kl. deutschen Höfe II. 43. — v. Hesner, Mecklenburg. Adel S. 16.) Pälchke, Thomas, wurde im I. 1703 böhm. Ritter. sM. v. M., Erg. 154. — v. H.) Päiie, Franz Daniel, wurde im I. 1707 in den böhmischen Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 393. — v. H.s Piimiiaim, Paumann, jezt galizisch. Alois Frhr. v. P. war 1335 k. k. wirkl. Appellationsrath zu Lemberg; Auton Frhr. v. P, Polizeioberkommissär daselbst. Die Familie will aus altem Adel stammen. Am 5. Juni 1693 erlangte sie die Freiherrnwürde von Kaiser Leopold I. sTaschenb. der srhrl. Häuser 1859.) Päiying, s. Stromer. f Piizingcr v. Zchcrmnu, ursprüglich ein landshuter Patrizier- Geschlecht, im 16. Jahrh. schon landsässig. Kristof P. „nobilis vir" in Schermau starb 1622. sv. Hefner, s bayer. Adel S. 22. T. 18.) Pagani-Ctsa, österr.-italienisch. Cäsar Edler v. P.-C. war 1835 Deputirter der Stadt Beluno zur Provinzialkongre- gatiou. Möchte wol mit P. ohne Beinamen einerlei sein. Julius v. P. war 1835 kais. österr. Guberuialrath und Direktor des Lotto zu Mailand. Pagatsch v. Paburg. Der Buchhändler Jgnaz Franz P. zu Neutisch in Mähren wurde im I. 1757 mit v. Paburg geadelt und im I. 1763 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 238. 134. - v. H.s Page, A., österr. Hofrath in Ofen, erlangte 1854 den rittermäßigen Adelstand. (A. A. Zeit. v. 1854.) Pager, Ritter, welche im Jahre 1651 die steyermärk. Landmannschaft erhielten. (Schmutz III. 93- — v. H.) 1. Pagliarnzzi. Der Obereinnehmer Anton P. zu Graz wurde im I. 1817 geadelt. sM. v. M. 238- — v. H.) 2. Pagtiaru))i v. Edclhain. Der Mauthobereinnehmer Josef Anton P. zu Görz wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. E. geadelt sM. v. M., Erg. 396. - v. H.s 3. Pagtiaruzzi v. Kieselstein. Naval P. wurde im I. 1863 mit „Edler v. K." in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 184. — v. Hcfncr, krainer Adel S. 16. T. 15. — v. H.s Pagono, Peter, und sein Bruder, erlangten 1564 den Adelstand. sR.T.A.R.) 1. -s Palstc». Die v. P. sind ein ausgegangenes bremen'- schcs Geschlecht (auch im ke dinger Lande bekannt), welches in den Brüdern Marko, KlauS und Dietmar von K. Maximilian II. am 1. August 1571 den Adelstand erhielt. Zugleich wurde ihnen das Wappen ihres Großvaters Otto Rüttow, dem Lezten seines Geschlechts, zugetheilt, bestehend iu 7 Querbalken, blau und weiß abwechselnd, sv. dem Knesebeck. — Mußhard 428. — v. Meding II. n. 620. — Lüderscn's Samml. — v. Ledebur II. 177. n. III. d. Art) 2. Pulste». Die v. d. P. waren ursprünglich im 12. Jahrh. in Westfalen seßhaft, wendeten sich dann nach Lieflaud und erbauten daselbst das Schloß Pahlen bei Riga, nachher Dückel genannt. Im 15. Jahrhundert kam Heinrich v. d. P., Erbherr auf Pahlen in Liefland, als schwed. Oberst nach Bremen, ließ sich daselbst häuslich nieder und begründete seinen Stamm wieder in Deutschland. Die v. d. P. führen drei grüne Klee- Blätter in G. Der größte Theil dieses Geschlechts erlaugte unter Paul I. die russ. Grafenwürde. Dicß Geschlecht soll am 21. Jan. 1810 mit dem schwed. Obersten v. P. erloschen sein; wahrscheinlich nur die adliche Linie, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsee- Provinzen 141. — Mußhard 425. — Gauhe I. 1155. — Zedier XXVI. S. 243. — Micrälius, Pommerl. V. — v. Meding II. n. 621. Lüdersen'« Sammlung. — v. Ledebur II. 177. n. II. des Art.) Pai — Pal 129 Peickart, Johann Franz, Bürgermeister zu Wien, wurde 1700 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. HR. T. A. R.) Pinn, s- Pein. Paiiuigi Ii. Elfen. Der Untersten!. Franz P. wurde im Jahre 1775 mit dem Beinamen v. E. geadelt. W. v. M., Erg. 396. - v. H.I Paini, österr. - italienisch. Julius v. P. befand sich 1835 unter den k. k. unangestellten Geweralfeldwachtmeistern zu Mailand. Paijscr. Besaßen im 14. Jahrh. das steyer märkische Gut Messendorf. sSchmutz III. 93. — v. H.) Paitani, österr.-italienisch. Achilles v. P. war 1857 Unterlieuteuant im 26. k. k. Inf. Regiment. Paitsch v. Polvar. Der kais. österr. Fändrich Alexander P. und sein Bruderssohn, der kais. österr. Kapitänlieutenant Simon P., wurden 1829 mit v. Polvar geadelt. fE- S.) Paihftld, s. Patzelt. Pair. Egid Josef v. P., aus Löwen, erhielt 1748 die Reichsritterstandswürde. HR. T. A. R.) Pairoto da Costa, österreichisch. Kristian P. da C. war 1835 Aufseher beim k. k. Grenzzollamt Rohrau. Zweifelhaft. Pajacikowskq, wahrscheinlich ungarisch. Anton P. stand 1857 als Unterlieutenaut im 15. k. k. österr. Inf. Reg. Pasc», s. Le-Payen. Pajon de Monccts, eine wegen der Rcligionsunruhen aus Frankreich nach den brandenburg. Staaten geflüchtete adliche Familie, welche in Nenostpreußen zum Theil in Staatsdiensten steht. K. Friedrich It. ertheilte der Familie ein Anerkcnuungs - Diplom ihres Lldcls. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 178. — Preuß. Wappcnbuch IV. 15.) Pakosd, f. Deaki. Paluit v. Izeiitie'lv'lt, siebenbürgisch. Stefan P. v. S. war 1835 Obernotar am udvarhelyer Stuhle. Paland, Balant, Ballant, Ballend, Bolland, ein jülich- cl eve'- u. kölnisches frhrl. Geschlecht, das auch in den Rhein- Landen begütert war und aus k. poln. Geblüte stammte, und dessen Stammschloß gleiches Namens in Jülich liegt. Im Jahre 1316 wurde Werner v- P. zum Freiherr» erhoben. Dieser alte angebliche Freiherrnstand wurde am 12. Juli 1675 bestätigt. Elbcrt v. P. brachte zu Anfang des 16. Jahrhunderts das Erb- Marschallamt im Hcrzogthum Cleve auf sein Geschlecht. Durch die Tochter Florent's, der im I- 1555 Graf zu Eulenburg wurde, kam die Herrschaft Pataud an die Grafen v. Waldek. Dieses alte — wol das älteste Geschlecht am Rhein — führt drei schw. Balken in G. Fahne, I. 326. II. 110, bringt eine kurze Stammtafel bei. sv. Ledebur II. 178. — Bernd, Taf. XOIV. — v. Hefner, preuß. Adel S. 57. T. 73. — v. H. — Bucelini stcmmat. I. — Gauhc I. 1232. — Zedier XXVI. 344. XXVIII. 1235 u. f. — v. Steinen, westfälische Gesch. II. Tab. 3l. n. 1. — Siebmacher I. 36. n. 8. 123. n. 8. II. >16. n. 8. - v. Meding III. n. 595. - Rodens II. 186-216. — v. Zedlitz.) Palaus v. u. in Campan u. Nczctz, s. Pallaus. Palliilh, s. Payr. Pallnzln, eine adliche und zum Theil freiherrliche Familie in Pommern, von der nur wenig bekannt ist. sMicrälius, Pommerl. VI. — Gauhc I. 1156. — Sicbmacher V. 165. n. 6. — v. Meding III. n. 596. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 116. — v. H.) Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Palckcl v. Iternfcld. Der Postmeister Franz Anton P. zu Kremsier in Mähren wurde im I. 1759 mit jenem Prädikate geadelt und im I. 1776 in den Ritterstand erhoben. IM. v. M. 233; Erg. 184. — v. H.> Palcck, Würzburger Adel. sSalvcr 146. Tab. 3 n. 22. — v. Meding III. 597. — v. H.) st Palen. Die v. P. in Pommern, die vor 500 Jahren den Namen Clebow, Clewo, von ihrem Nittcrsizc C. führten. Nachdem Einer dieser C. nach Polen in den Krieg gegangen, so wurde er, als er wieder in seine Hcimath gelangte, der „Pole", oder nach pommcr'schem Dialekte „Pale", und so seine Nachkommen genannt. sMicrälius VI. 512. — Gauhe I. 1155. - Zedier XXVI. 243. — v. Meding II. n. 622. — v. Ledebur II. 177. n. I. d. Art. III. 326. — Siebmacher V. >65.) Sie führten ein gespalten Schild, vorn blau, hinten roth, in jedem Felde ein Weiustock mit wechselnder Farbe. Erloschen 1687. sv. H.) PalcndM, ans Marcinkowo-Dolne und Zabiczyu; 1831. sv. Ledebur II. 178.) Wappen: Brochwitz. Palenz, s. Spergs. Palcsc v. Grcttabcrg. Der Gemeiuderath in Trieft, I. F. P., wurde 1860 mit v. G- geadelt. sA. A. Zeit., Mai 1860.) Palcskc- Der Gutsbesizcr Nathanael Ludwig P. und dessen Neffe Wilhelm P. zu Dan zig, einer Kaufmannsfamilie daselbst entsprossen, erlangten 1822 die preuß. Frciherrnwürde. Die Familie stammt aus Ungarn, wostcPalesky hieß; sie erscheint 1597—1660 und siedelte zu verschiedenen Zeiten über Thorn nach Dan zig über. Ludwig Nathanael P., geb. 1756, st 1844, erwarb sich durch den Handel in London ein beträchtliches Vermögen, kaufte Güter bei Dan zig und stiftete Fideikomiß u. Majorat. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 173. — Preuß. Wappeub. II. 52. — v. Hcfucr, preuß. Adel S. 57. T. 73. — Frhrl. Taschenk, für 1863.) Patffls v. Erdäd, Palfh, Palfir v. E., ein altes gräfliches, ursprünglich deutsches, später ungar. Geschlecht, das von den deutschen Grafen v. Hunn- u. Altenburg abstammt. Sie nannten sich von ihrer Bcsizung Hedervari, von Hcdervara, auch Both v. A., Konth v. H., welchen leztcren Namen die Abkömmlinge Hcderich's oder Hcinrich's v. Hunburg bis in's Jahr 1358 annahmen, wo Paul Konth's Sohn (ebenfalls Paul) Palffi, „Pauli filius" genannt wurde, welcher Beinamen dann in dem Hauptuamen blieb, und, nachdem durch Vermählung P.'s v. Deszika mit Judith Klara Erdöd, einer Erbtochtcr, dieser Name zum Beinamen wurde. Im I. 1600 wurde das Geschlecht in den Grafen - und eine Linie (die des ungar. Hofkanzlers Karl Gr- v. P.) im I. 1807 in den Fürstenstaud erhoben. (Zedier XXVI. 324 - 27. — Leupold I. Th. 3. Buch 522 - 42. — M.v.M. 4. - v. Schönfcld, Ad.Schemat. I. 23—25. - Masch 118. — Gotha'schcr genealog. Hofkaleuder 1825. S 116. — Spencr, hist. insign. p. 564. — Siebmacher III. 36. n. 5. — v. Meding II. n. 623. — Taschenb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — Genealog, ü. stallst. Handb. 65ster Jahrg. 1827 u. f. — v. Ledebur II. 178. — v. H.) Palst, siebenbürgisch. .Alexander v. P. war 1335 Vice- Königsrichtcr des udvarhelyer Stuhles. Ob vorstehender v. P. zu dem Geschlechte der Grafen v. Palffy gehört, ist zweifelhaft. Pliliscewski, auf Gembitz und Chelmonie, Kreis Thorn; 1854. Wappen: Saszor. sv. Ledebur II. 178.) Pliiitichck v. Palmsorst. Der kais. österr. Hauptmann Peter P. wurde 1800 in den Adelstand erhoben, welche Erhebung 1847 für seine Nachkommen bestätigt worden ist. sE. S.) 17 130 Palk — Palm Pallete v. Palklcy. Der Adjunkt der Salzvcrschleißdirektion, Alois P., wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. Palklcy geadelt. (M. v. M. 238. — v. Hst Palkoviö, wahrscheinlich kroatisch. Ludwig v. P, war 1857 Oberlieutcnant im 48. k. k. österr. Inf. Regiment. Paliajcrhof, s. Zambelli. Pallas, «obilis de Laura, österreichisch. Franz P. nob. de L- war 1796 Doktor der heil. Schrift und Kanonikus zu St- Veit in Böhmen. (Wiener Adreßbuch 1796-^s st Pallast, eine uralte fränkische, aber ausgestorbene Familie, die zum ehemaligen frank. Rittcrkanton Gcbürg gehörte u. auch sonst ansehnliche Güter in Franken hatte. sSalver 3<6. — Biedermann, Gcbürg Tab. 351-52.) Anch in Köln gab es ein Ritter- Geschlecht dieses Namens, welches aber frühzeitig erloschen zu sein scheint. iFahnc I. 327. — v. H,s Pallaus v. u. in Campa» u. Nczch. Die Familie gehört zu den ältesten Geschlechtern in Tirol u. ist nun anch in Bayern seßhaft. In der Vorzeit hieß das Geschlecht Balla. Dr. Nikolaus P., Domherr zu Brixen, und sein Bruder HaimS, wurden von Kaiser Maximilian am 15. Okt. 1497 als ächte alte Ritter und Edcllcute ernannt, auch ihnen erlaubt, ihren EdclmannSstz auf dem Bühl oder Glarz mit Fürstcnfrciung Pallaus zu nennen. Im I. 1514 wurde das Geschlecht in die tiroler Landesmatrikel aufgenommen, wo es nachher als frciherrlich aufgeführt wird. Joh. Anton v. P- v. u. in C. u. R- wurde nämlich im I. 1753 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 81. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1848 u. <855. — v. Hesuer, bayer. Adel S. 19; tiroler Adel S. 13. Taf. 15. — v. Brandis, tiroler Ekrenkr. — Kncschke, Wappen I V. — v. Lang <95. - v. H.) Paliauiciui, ein venctian. Patriziergeschlecht seit 1427, das in Oesterreich und Bayern bedeutende Besizuugcn hat. so. Hefner, bayer. Adel S. 17. T. 11; Erg. Bd. S. 8.) Hipolit Marquis v. P. war 1857 k. k. Rittmeister in der Armee. Pliiier, Wolfgang, kais. Kammerdiener, wurde von Kaiser Rudolf II. in den Adelstand erhoben. (Siebmacher III. <98. — Rcbmann, Adelsarchiv, Mspt.j Pallcstrazst. Der k. k. Kammerdiener Jakob Augustin v. P. wurde im I. 1747 in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 185. — v. Hst Pallhaust«. Der k. bayer. StaatSregistrator, nachhcrige Legationsrath und geh. Staatsarchivar Vincenz Pall erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 6. Juli 1792 ein Edelndiplom auf den neuen Namen Pallhausen, sv. Laug 467. — v. H.sj Pallich ». Caarburg. Michael P. wurde im I. 1715 mit v. C. geadelt. sM. v. M., Erg. 396. — v. H.^ Paliinger, Jakob, wurde 1623 geadelt. sR. T. A. N.sj 1. st Palm, nach Andern Balm, eine alte, längst erloschene schweizer Familie, aus welcher Ulrich Frhr. v. Palm oder Balm einer von den drei Mördern war, welche den Kaiser Albrecht auf Anstiften seines BruderS Rudolf Sohn im I. 1368 umbrachten. Die Familie erscheint in St. Blasischen Briefen 1363. Das Schloß des Mörders, Altbüren, wurde 1369 zerstört und die ganze Besazung enthauptet. sGauhe II. 846. — Siebmacher II. S. 34.sj Von B. u. S. mehrmals gespalten, davor ein r. Löwe. sMonc VI. 244-sj 2. Palm, ein freiherrliches und zum Theil gräfliches, in einem Zweige auch fürstlich gewesenes Geschlecht, das ans den östcrr. Erblanden sich in den Rittcrkanton am Ko cher wendete, aber anch in Böhmen sich sehr auszeichnete. sN. genealog. Handb. 1778. S. 152 u. f. Nachtr. I. 87.ss Dasselbe stammt ab von dem Hof- Kammerrath Joh. David P. und seinen Brüdern Jonathan und Franz, welche im I. 1711 mit „Edle von" in den Neichsrittcrstand erhoben wurden. sM. v. M., Erg. 185.) Von David stammen die wiener, von Jonathan die schwäb. P. ab. Die Nachkommen dieser Beiden, der geh. Rath Karl Josef v. P., und sein Bruder Leopold Gottlicb wurden im I. 1725 böhm. Ritter, 1729 aber Reichsfreiherren; Ersterer erlangle 1756 die Grafen- Würde. sM. v. M., Erg. 25. 84. 185.) Die Brüder Franz und Jonathan wurden mit ihren Bruderssöhueu, Johann Heinrich, Franz Gottlicb und Leopold Karl, welche 1727 anch den Reichs - Rittcrstand erhalten hatten, im I. 1735 Rcichsfreihcrrcn. Graf Karl Josef v. P., welcher Gundelfingen in Schwaben (ehemalige Reichsherrschaft) besaß, und kais. geh. Rath u. Kämmerer war, wurde 1783 in den Fürsteustand — nach Erstgeburtsrecht vererbend — erhoben. Mit seinem Sohne ist diese Würde (1852) wieder erloschen. Die Wappen dieser Familie finden sich in den Württemberg. Wappcnbüchern von K. Dorst u. I. A. Tyrvff, da sie in Württemberg begütert sind; sodann in Tyroff, Wappcnwerk, im tyroff'schen Wappcnbuche der österr. Monarchie, bei Siebmacher, Suppl. IX. 6. VIII. 6. III. 6 u. X. 3. (Neues genealog. Handb. <778. — Gotha'scher Hofkal. für 1825 u. s. — M. v. M. 7. — Masch <<9u. f. — v. Hefner, württ. Adel S. <9. Taf. <2; bayer. Adel S. <02. T. 122; Erg.Bd. S. 3. T. 18. - Sachs. Wappb. IV. <7. — v. Hst 3. Palm v. Plilmftls, eine böhmische Familie, die auf dem Rittergute Schiselitz lebte. (Gauhe II. 847. — v. H) Palma u. S^oblaho, ungarisch. Paul P. v. S. war 1835 Pfarrer zu Füzes-Abony. Palmbcrg, f. Müllig. Palmlmrg, Ritter, welche im I. 1669 die st eher. Landmannschaft erhielten. (Schmutz III. 94. — v. H.) Palme, de la P. du Pro. Peter Thomas de I. de P. wurde am 18. Jan. 1761 in den preuß. Adelstand erhoben. Die Familie ist in Preußen mit Gütern angesessen. Sie scheint französischen Ursprungs zu sein. (Preuß. Wppb. IV. 15. — v. Ledebur II. <79.j 7 Palmencro«, eine schles. Familie, die im 16. Jahrh. aus Schweden gekommen und in Tschertcnitz und Stradam ihre Güter gehabt hat. (Sinap II. 856.— Gauhe II. 848. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 179. — v. Hst Palmenkron, s. Pfeiffer. Palmcnstcin. Dieser Name erscheint nur 1852 in zwei preuß. Lieutenants v. P. Wappen? Etwas Näheres ist nicht bekannt, sv. Ledebur II. I79.( Palmer, Josef, kurpfälz. geh. Rath, wurde 1776 geadelt, (v. Ledebur II. <79. III. 320. - R. T. A. R.j ' Palmcrl u. Palmgartc«, eiue aus Schwede» stammende schles. Familie, die im Fürstenthum Neissc ausässig war. W.? sv. Ledebur ll. 179. — Sinap II. 856. — Gauhe II. 847 u. f. — v. H-s Palmcrodc, f. Lieh mann. Palmftls, f. Palm. Palmforst, s. Palitichek. Palm — Pan 13t Palmgartcn, s. Palmerl. Palmowski. Dieser Name erscheint nur 1845 in einem prenß. Lieutenant v. P. im „Ortelsburger" Landwchrbataillon des 34sten Inf. Regiments. Wappen ?- (v. Ledebur II. 179.) Palmstcin, s. Mach. Paiocschaif, ungarisch. Iah. v. P. war 1796 k. k. Rath und u n g a r. Hofsekretär. Anna v. Palocsay war 1855 Kammer- Dienerin bei der Erzherzogin Marie von Oesterreich zu Preßbnrg. (Wiener Adreßbuch 1796.) Paiombini, Polombini, eine von K. Napoleon I. baronisirte Familie, welche sich inSchlesien ankaufte, (v. Ledebur III. 329.) Josef Frhr. v. P. befand sich 1835 unter den kais. östcrr. nnan- gestelltcn Fcldmarschalllicutenants. Palsgraas «. Soudtzii. Der k. k. österr. Oberlieut. P. wurde im I. 1782 unter dem Namen Palsgraaf (deutsch Pfalzgraf) u. Soudhn geadelt. (M. v. M., Erg. 396. — v. H.) f Paijtcinc, ein altes, längst ausgestorbenes gräfl. Geschlecht in Oesterreich und Steycrmark, wovon Einer zu Anfang des 13. Jahrhunderts in einem Freiheitsbriefe vorkommt, den v. Ludwig, Rcliq. Mspt. IV. 34, geliefert. (Zedier XXVI. IIS. - v. H.) Palttzc», Palten, v. Ledebur, II. 179, führt zwei Familien dieses Namens an: I. Eine schwedisch-pommcr'sche. Im Jahre 1726 wurde der Tribunalsvicepräsident zu Wismar, Samuel P., und sein Bruder Jakob P., Assessor beim Hofgcricht zu Greifswald, in den schwed. Abelstand erhoben. Die Familie blühte noch 1894. II. Eine preuß. Familie auf Böhmenhofen, Kreis Braunsberg, Poggendorf, 1478. Im I. 1713 kam dieselbe noch vor. Wappen? (v. Ledebur II. 179.ff Palulntzlu, s. Pablitzki. Paluggai v. Ais Palugga, Gabriel, k- ungar- Kammerrath zu Preßbnrg, wurde im I. 1696 in den Rcichsritterstand erhoben. (N.T. A.N.) Palllgyay und Dodasalua, ungarisch. Johann P. u. B. war 1835 Substitut bei der liptaucr Gespanschaft. Pamcsbcrger. Der Kaufmann Karl P. wurde, weil er während der Belagerung von Olmütz zwei Dragoner gerüstet, gestellt, und sein Waarenlager und baares Geld hergegeben, im I. 1762 geadelt und 1764 Ritter v. P. (M. v. M. 238. 134. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.) Paiupuri , wahrscheinlich italienisch. Aug. Domenico d e P. War 1796 k. k. österr. Truchscß. (Wiener Adreßbuch 1796.) Pauciatichi, italienisch. Luise v. P., geb. v. Strozzi. war 1835 k. k. östcrr. Sternkreuzordensdame. Panckcr. 'Dieses Geschlecht war theils im Mecklenbnrg'- schen, wo es aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts ausgestorben, theils im Pommer-Rügen'schen ansässig. (Sicbmacher V. 156. u. 8. — v. Meding II. n. 624. — v. Zedlitz. — b. H.) Pauckhaincr, Kristof, kais. Untcrgarderobmeister, wurde um's Jahr 1613 in den Adclstand erhoben. (N.T.A.N.) Panckhi ii. Paiickhcna». Der Magistratsrath Josef Ferdinand P- zu Wien wurde im I. 1796 mit Edler v. Panckhenau geadelt. (M. v. M. 238. — v. H.) Panckoma, f. Petzebor. Pancup (in der Taramtsrechnung Phanknch), Hermann, erhielt 1623 ein ReichSadelSdiplom. Georg Konrad P., Senator und Spitalobcrpflcger zu Heilbronn, erlangte 1754 Adels - Bestätigung. (N. T. A. R) M. f. auch Phanknch. 1- Pandoljiiii, ein italien. Grafengcschlecht, ans welchem 1835 eine Dame, geb. v. Federighi, k. k. östcrr. Sternkreuz- OrdenSdamc war. 2. Pandolsnii, Eduard, österr. Unterlientenant, erhielt 1856 die kais. Bewilligung, sich des großherzoglich tos kam Titels eines „Cavaliere di P.", als ausländischen Adels, bedienen zu dürfen. (Oestcrr. Milit. Schemat. v. l857.j Pandt, Leonhard, kais. Diener, wurde 1629 geadelt. fR. T. A. R.) Paudur, österreichisch. Stefan v. P. stand 1857 als Unterlieutenant im 45. k. k. Inf. Regiment. Pancnlui v. Weistenliurg. Der Phisikns Andreas Bernhard P. wurde im I. 1728 in den böhm. Ahel- und im Jahre 1731 in den Rittcrstand erhoben. fM. v. M., Erg. 396. I8S. - v. H.) Paugratz v. Pangrazio. Der Dechant auf dem Wischerad, Anton Wenzel P., wurde im I. 1766 mit dem Prädikat v. Pan - grazio in den Ritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 185. — v. H.) PautzuijS, ein niederländisches und auch in Hessen angesessenes Adelsgeschlccht, welches am 26. Febr. 1817 von König Wilhelm II. eine Adelsbcstätigungsurkunde mit dem Titel „Jonkheer" erhielt. Georg Emil Aug. v. P. war 1829 wegen Luxemburg bei der Buudesmilitärkommisston zu Frankfurt a/M. (Kneschke, Wappen IV.) Paniauthnrii, s- Stanchina. i Pauichcr zu Wolkcnstorff. Zacharias P. stirbt 1389 zu Laufen; sind bei Salzburg begütert gewesen; starben 1646 aus. (v. Hefner, )- bayer. Adel S. 5.) Pauin, ein ruf f. Fürstcngeschlecht, welches aus Lucca in Italien stammt. Der Erste dieses Namens diente unter Peter I. und erreichte den Grad eines GencrallicntcnantS. Er war von nicht hoher Herkunft; der Sohn erlangte die Gunst der Kaiserin Elisabeth und Katharina II. und schwang sich empor. (Crusenstolpc, der russ. Hof I. 176.) Paniquar, Freiherren, die in Steh ermark begütert waren. (Schmutz III. 96. — v. H.) Panitz. Der Landschaftssckrctär Leopold Friedrich P. in Mähren wurde im I. 1721 in den Reichs- und im I. 1724 in den böhm. Adelstand und 1729 in den Rittcrstand erhoben. (M. v. M., Erg. 396. - v. H.( -( Panizolli, eine freiheitliche Familie, die im I. 1631 das Erbfalkenmeisteramt im Hcrzogthum Krain besaß. Landständisch in Görz 22. Aug. 1591. (v. Hcfncr, görzcr Adel S. 29. — Valvasor, Ehre des Herzogthums Krain. — Gauhe I. 1156. — v- H.) Panizza zu Nruimiwaid. Der Dr. der Rechte zu Tojo im italien. Tirol wurde im I. 1786 mit obigem Beinamen geadelt. (M. v. M., Erg. 396. - v. H.) Pankenau, österreichisch. Josef Edler v. P. war 1835 Auskultant bei dem k. k- niederösterr. Landrecht zu Wien. -( Pankert, eine in Pommern, besonders in Rügen begüterte, im 18. Jahrh. aber ausgestorbene Familie. (v. Ledebur II. 179. III. 320. - Bagmihl II. <76. Tas. I5XVII. 4. 5. — Kneschke, Wappen III. — Wackenrod's A. u. N. Rügen 290. — Gauhe I. II56. — v. H.) 17* 132 Pan — Pap Panki, s> PankowSki. Pankowski v. Panki. Paul Stanislaus P. wurde im Jahre 1787 mit dem Beinamen v> Pancki in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 397. — v. H .s Pannasch, Georg, Nittcrgntsbesizer zu Orsno in der Ober- Lausitz, wurde 1806 von K. Franz II- in den Adelstand erhoben, sv. Hellbach, Samml.s Panncr, Martin, kais. Leibtrabant, erlangte 1630 den Adel. sR. T. A. R.z 1. Pannosch «. Crcnzinftld. Anton Josef P. wurde im Jahre 1779 mit „Edler v. C." geadelt. IM. v. M., Erg. 397. - v. H.s 2. Pannosch v. Kreuzinstld- Die drei Brüder P. wurden 1840 mit v. K. in den österr. Adelstand erhoben. sE. SJ Pannwih, eine mark. Familie, die auch in Schlesien, in der Lausitz, wo ihr gleichnamiges Stammhaus im buddissin. Bezirk liegt, ansässig ist. sSinap I. 689. 11.854. — Vehr 1659. — Grosser, lansitz. Merkwürdig!- II- 12.— Diencmann, Gcncal. u. Wappen 252-272.359.388. n. 38. — Zedier XXVI. 605 f. — Gauhe I. S. I156u s. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 179. — v. H. — Siebmacher I. 155. n 5. — v. Mcding II. n. 526-s Pausa, Kaspar, ober österr. Regierungsrath, erhielt 1633 Adelsbcstätigung. sN. T. A. Rsj Panschniann, eine in Meißen und vorher in Oesterreich im Lande ob der Enns seßhafte Familie. Wappen? lKnauth, prodr. Misn. — Buchholz, Inder p. 897. — Gauhe I. S- 1157 u. f. — v. Ledebur II. 189. — v. H.s Pansdorf, s. Schütz. Pantclich v. Mcrkcnrcich. Der Obcrlicut. Stefan P. wurde im I. 1775 mit v. M. geadelt. sM. v. M., Erg. 397. - v. H.s Panthicr, Gebrüder, wovon Einer kais. Kricgszalamtsverwaltcr war, wurden 1605 geadelt. sR.T.A.R.ss Panh, österreichis ch. Karl Ritter v. P. war 1835 Accessist bei der k. k. Hofbuchhaltung zu Wien. Ludwig Ritter v- P. war 1357 Oberlientenant im 45. Inf. Regiment. Panzer. ' Vermöge allerh. Bestimmung des Königs von Bayern vom 22. April 1828 geht der Adel der v. P. nur auf die erstge- bornen Söhne über. sE. SJ Johann Kristof P. war 1788 geadelt worden. sR. T. A. R.ss Panzern. Joh. Anton P. wurde im I. 1705 geadelt. sM. v. M., Erg. 397. — v. H.s Panzoldi, Banzoldi, ein 1675 in die tiroler Landschaft eingetragenes adlichcs Geschlecht. «sv. Hcsner, tiroler Adel S. t3. Taf. 153 Paolncci v. Callwli, ein italien. Marquisengeschlecht. Ludwig Marquis P. v. C. wurde 1817 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Pap n. Sz-lldobos und Marko, wahrscheinlich siebenbürgisch. Emanuel P. v. S. u. M. war 1835 Jngrossist bei der k. k. österr. Hofkriegsbuchhaltung in Wien. Pap v- Szatzal, siebenbürgisch. Aaron P. v. S. war 1796 Registrant bei der k. k. siebenbürg. Hofkanzlei. Vielleicht gleichbedeutend mit vorstehendem Pckp. sWiener Adreßb. 1796J Papa. Der Nektifikationsdirektor Johann Kristof P. und der Sekretär Samuel Kristof P. wurden im I. 1751 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 185. — v. H.s Papadopoli, G., italien. Nobile, erhielt 1857 die österr. Erlaubniß zur Fortführung des Titels „Conte". sA. A. Zeit. v. 1857.s Papay, ungarisch. Alexander v. P. stand 1857 als UnterLieutenant im 34. k. k. österr. Inf. Regiment. Papasava, österr.-italienisch. Alexander v. P. war 1835 Deputirter zur Provinzialkvngregation in Padua. Eine Linie des Gelchlcchts befindet sich im Grafenstande. 1. Pape, genannt Papius, ein im Würzburg'schen seßhaftes Geschlecht, aus dem August Franz P., Rcichskammergerichtsassessor, von Kaiser Franz am 18. Aug. 1763 ei» Frciherrndiplom erhielt, welche Linie erloschen ist. Den P. gehörte Westrich, Koningen und Wielbriegen. Angeblich gehörte die Familie zu den sieben Erbsälzern in Werl, welchen Karl d. Gr. besondere Privilegien erthciltc. Kristof P., auf Scheidingen und Westrich, Erb- Sälzer, wurde Professor in Würzburg, st 1610. Sein Sohn latinisirtc den Namen. Im I. 1664 erlangten diese P. den Adel oder Bestätigung und verbreiteten sich nach Bamberg, Aschaffend» rg und Wczlar. sTaschcnbuch der frhrl. Häuser für 1854, 1855 u. 1856. — Sicbmacher III. 127. IV. >42; Suppl. I. 31. IV. 1 > ^ XI. 4. — v. Ledebur II. 189. n. I. des Art. III. 329. — v. Hcsner, bayer<^b Adel S. 49. Taf. 50; preuß, Adel S. 57. T. 73st sWappen: In S. ein mit drei w. Rosen belegter r. Querbalken. sKneschke, Wapp. I. — v. Lang 195 u. f. — Lüdersen'« Samml. — v. H3 2. Pape, eine im Kalcnberg'schen seßhafte adliche Familie. Wappen; In G. ein von zwei r. Rosen begleiteter gr. Baum. Dieselbe bcsizt Hevensee, Mandelsloh, Nienstedt u. a. Wann geadelt? sGrote, hannöv. Wppb. 15. 9. — v. Ledebur II. 189. n. III. im Art. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 41. T. 46; Erg. Bd. S. 48. - Kneschke, Wappen II Ist 3. Pape, Adolf Friedrich Sigismund, Lieutenant im Regiment „Oerzen", wurde am 19. Juli 1755 von Preußen geadelt. Wappen: Quergetheilt, oben in B. ein s. Pelikan, unten in R. zwei über'S Kreuz gelegte Schwerter. In der Neumark besizt die Familie Brauns felde, in Pommern Friedrichsdorf, n Westprcußen Dzikowo. fPreuß. Wppb. IV. 16. — v. Ledebur II. 180. n. IV. im Art.s 4. Pape. Der haunöv. Oberpostkommissär P. wurde am 21. Januar 1779 und der Postkommissär Gerhard Ludwig P. am 3. Januar 1789 durch den Kaiser in den Adelstand erhoben. Die Familie besizt Boye» und Nienburg, sv. d. Knesebeck. — — Siebmacher, Suppl. XI. 253 Wappen: In B. auf einem Stamm mit gr. Blättern ein Dompfaff. fGrotc, hannöv. Wppb. 15.8. — o. Ledebur II. 189. n. II. im Art — Kneschke, Wappen Ill.z Papelter, Johann David, Pfalz-zweibrückeu'scher Kanzler, wurde 1762 geadelt. sR.T. A. R.ss Pape», Pape, eines der westfäl. Erbsälzergeschlechtcr, die in den ältesten Urkunden „ad liberos homincs salinarios" bezeichnet, mit dem Auffinden der Salzquellen und Entwicklung der Stadt Werl im Regierungsbezirke Arnsberg im innigsten Verbände standen. Die Sälzerkorporation hatte schon seit Kaiser Karl d. Gr., weil sie sich zunächst durch den hl. Suibert im Anfange des 8ten Jahrhunderts zum Kristcnthum bekannte, nebst besondern Privilegien, die ihr im I. 1246 Erzbischof Konrad von Köln verlieh, eine exzeptionelle Stellung, bis durch K- Karl's IV. gold. Bulle die Salinen als Regale im I. 1378 den Territorialherren überlassen oder zchntpflichtig wurden, womit sich deren Rcichsunmittel- barkcit änderte. Im Jahre 1382 erhielten die Sälzerfamilien von Pap — Papi 133 Peuditten, Brandis gent zelion, Bosk, Crispeu, Schüler, Lilien, Mellin u. Papcn vom Erzbischof Friedrich eine Vestätignng ihrer alten Privilegien, und da durch die Feuersbrunst am St. Dionistagc 1382 mit der ganzen Stadt Werl auch die besten Urkunden verbrannten, so erneuerte K. Sigismund 1432 Montags nach Sonntag Jubilate denselben ihre alten Freiheiten und erklärte deren Adel in einer für Alle ausgefertigten Urkunde für stiftmäßig w., welcher dann von Kaiser Josef I. mit Diplom d.d. Wien, 15. April 1708 anerkannt wurde, und im I. 1747 in den Reichsfrcihcrrnstand erhoben, lösten erst 1756 Einige derselben die Diplome aus (vergl- Lilien). Mit den edelsten Geschlechtern Westfalens und am Rhein versippt, war von ihnen stetö auch der Stadtrath und das Schloß zu Werl als Burg- Mannschaft besezt. Jezt Partizipiren noch an den Salinen daselbst und zu Nenwerk die v. Lilien und v. Papen in mehreren Linie», und derselben gemeinsames Wappen (Salzpaune) befindet sich seit Erbauung der Pfarrkirche 1136 am Schlußsteine des Thorcö und seit 1465 am Altare ihrer gestifteten St. Michaels - Vikaric, mit dem Reichsadler, den g. Reichsapfel haltend, und die P. führen im f. Schilde einen r. Balken mit drei f. Rosen. — Urkundlich werden gefunden: Um 1277 Ludwig Pape, gen. Witte (Weise) mit einem Gute zu Dorsten; 1293 Johannes de Pape als westfäl. Hofmarschall; 1328 war ein Theodericus P. Bürgermeister zu Soest. Im 15. Jahrh. theilten sie sich in 2 Haupt- Stämme: P.-Köningen und P.-Scheidingen zu Westrich, und während Köningen auf die andere Linie fiel und Erstcre noch die Güter Lohe, Antfeld, Erwille und die Saline Westernkotten befizt, gehört dem zweiten Stamme nebst Köningen und Westrich bei Werl auch Wilbring im Kreise Recklinghausen, und diese ist die Erbsälzerdcscendenz von Kristof v. P., gest. 1611, und dessen Sohn Andreas, da der ältere Bruder Peter v. P. als im I. 1634 au die Universität Würzburg berufener Professor eine neue Branche, Pape, gen. PaPius (s. d. Art.), gründete. sSälzcrarchiv- — Dencks, Gesch. von Werl und der Saline Neuwerk. Separatdruck. — v. Steinen, westfäl. Gesch. l —IV. — v. Cramer- Wetzlar, Ncbenstundcn Bd. X IV. Th. 53. S. 8b -93. — Fahne, Gesch. der westfäl. Geschlechter 273. 317; dessen Gesch der v. Hovel lt. 137—43. — Seidcrtz, Landes- u. Rechtsgcsch. Nrk. Bd. I. Nr. 246. 252. 325. 379. II. 484. 582. 860. 86t. 891. III. 93V. 933. 98b. 1011. 1045. Dessen Quellen I. 43 u. ff. — v. Zedlitz, preuß. Ad. Lex. IV. 22. — Tyroff, Tab. 181. — Siebenkees I. 10b. — Siebmacher, Tab. 1. 3; Suppl. III. 2l. IV. 1.2. — v. Hefner, preuß. Adel III. T. 73. 57. — Gothacr Taschenb. d. Frhrn. für 1855. S. 412. Thl. II. 1856. S. 481 u. ff. — v. Ledebur, diuast. Forschungen II. 3. 28. 31.) Papcsch v. Pappcliierg. Wenzel P., österr. Hauptmann, erlangte 1856 den Adel mit v. Pappelberg. sOestcrr. Milit. Schemat. von 1857.) 1. Papcichcim, eine hessische Familie, welche ihren Siz zu Liebenau am Dimmelstrome hat; dieselbe erscheint schon 1155— 1437 in Urkunden und steht mit den Marschällen v. Pappen- Heim in keiner Verbindung. (Frhrl. Taschenbuch v. 1857. — v. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 23. — v. d. Knesebeck. — Kncschke, Wappen IV. — Gauhe l- 1158. — Knchelbecker, Anual. Hassiaco. Collect. II. 414—21. 430. — v. H.) 2. Papniheim. Die alte thüring. adliche papcn- oder pappenheim'sche Familie, die wahrscheinlich mit der vorgenannten einerlei Stammes, von den Erbmarschallen v. Pappcnheim aber sehr verschieden ist. Der Anonim, welcher dem v. Falkenstcin eine genealog. Deduktion für seine thüring. Kronik zugeschickt, wird von diesem darin widerlegt, daß diese Pappenheim mit den Marschällen v. P. einerlei Ursprung hätten, (v. Falkenstcin, thüring. Chronik II. S. 1412-18. — Gauhe I. 1158u. f. - v. H.) Papcnstein, Pabstein, in der Ncumark Brandenburg begütert, auch in Pommern und Preußen. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 151. III. 320. — Mspt. geneal. K. --- Gauhe I. II 59. — v. H.) Paphägy, ungarisch. Nikolaus v. P. stand 1857 als Kadet im 36. k- k. österr. Inf. Regiment. Papiv v. Claikcnsieg. Der österr. Hauptmann im 12. Inf. - Regiment, Joh P., wurde 1858 mit v. C. geadelt. (Oesterr. Milit. Schemat. von 1858.) Papilla, s. Di mich. si Papinga, auch Wimekc genannt, eine alte Familie, die im Oldenburg'scheu seßhaft war, woraus die Lezte ihres Geschlechts, Maria, am 23. Febr. 1575 verstorben, wodurch die von ihren Voreltern ererbte Herrschaft Jevern an Oldenburg kam. (Hamelmanu, oldenburg. Chronik. — Zedier XXVI. 664 — 66. — v- H.) Papius, Papen, gen. P. Von den adlichen Erbsälzern zu Werl in Westfalen (Papen) abstammend, erhielt Peter, ein Sohn von Kristof v. Papen, Herr zu Scheidingen n. Westrich, gest. 1611, unter Fürstbischof Julius im I. 1634 den Ruf als Professor beider Rechte an die ncuhcrgestellte Universität Würz- burg, und latinifirte nach damaliger Sitte seinen Namen in „PapiuS". Mit Margaretha, geb. v. Westfalen zu Scheidingen u. Fürstenberg, vermählt und gestorben 1626 als fürstbischöfl. Hofrath, hatte sein älterer Sohn Peter Kristian Franz, Stadtschultheis zu Erfurt, mit Hilfe französ. Truppen 1663 zur Unterdrückung des Aufstandes der Protestanten in Thüringen gegen den Kurf, von Mainz beigetragen und bekam nach mehreren vollzogenen Gesandtschaften d. d. 33. April 1664 von K. Leopold I. eine Adelsbestätigung, gest. 1687 als wirkl. Rcgicrungskanzler zu Würzburg. Von dessen Söhnen war Johann Kaspar Kristian, gest. 1733, Doktor der Rechte und Hochstift bamberg. u. würz- bnrg. geh. Hof- u. Regierungsrath, und Joh. Herm. Franz P., Dr. Phil., Theol. et Jur., gcistl. Rath n. Kapitular, gest. 1731, brachte im Jahre 1735 die Reliquien des heil. Aquilin, eines als Märtyrer zu Mailand gestorbeneu Würzburgers, aus Rom anher und stiftete in seiner Kollegiatkirche Ncumünster 4 große Altäre. Peter Hermann Franz v. P., Doktor der Rechte und 1735 an die neue Universität Fulda zum Professor berufen, ist daselbst als geh. Hofrath und Regierungsdirektor 1771 gestorben, während die Katholiken zu Schweinfurt dessen 1833 gest. Neffen u. Pfarrer Peter P. die Begründung ihrer Pfarrei verdanken u. f. w. Des Obigen jüngeren Sohns, Konrad Friedrich P., fürstlich würzburg. Landzalmeister, Hofkammerrath n. Oberbürgermeister (gest. 1686), Söhne und Enkel waren gleichfalls fürstbischöfl. geh. Hofräthe und Bürgermeister, und zu diesen gehören unter Andern auch: Johann Hermann Franz v. Pape, gen. P., k. Neichskammergerichtsassessor zu Wetzlar (vorher kurmainz. Hofrath u. uiederrhein. Ritter- schaftssindikus zu Koblenz) d.d. 18. Aug. 1763 von K.Franzi, mit Diplom und bezüglich des alten Adels von den Erbsälzern in Westfalen zum Reichskammer- und Freiherrn ernannt, gest. 1793; der k. bayer. Oberappcllationsgcrichtsdirektor Georg Lothar Franz Frhr. v. P. zu Salzburg, gest. 1825; der k. bat)er. Appell.- Gerichtspräsident Ferd. v. P. zu Aschaffenburg, gest. 1863, 134 Papk und Georg Josef r>. Papen, gen. P., zu Wiirzburg, vermählt (nach 366jähriger Trennung vom wcstsäl. Stamme) seit 12. Juni 1862 mit Paula Margaretha, Tochter von Ferdinand Frhrn. v. Pa pen-Wild ring, Erbsälzer zu Werl und Neuwert, und der Antoinettc v. Papen-Köningen, die Alle, mit Ausnahme des k. Kammergerichtsasscssors v. P., ein durch 4 Felder mit Adler unv Löwen vermehrtes Wappen, das Stammwappcn als Herzschild, beibehielten. sGropp, Collect, script. et rer. Wirccburg. II. lg?. 541. 829. Dessen Chron. IV. 201. 284. Dessen hl. Kilian g?. 120. lg?. - Kixchgestncx, Gryph. Princ. 371. 387. 383. 4l3 u. sf. — Bönikc, Gesch. der Universität Würzburg I. 60. II. 188 u. ff. — Gudcnii hist. Erfurt, lib. IV. Z00 u. ff. — Falkenstcin, crfnrt. Chronik II. 832—353. — Müllex's ? lczte Kurfürsten von Mainz 133. 137. — Schneider^ Buchonia IV. 31 u. sf. — v. Cramer-Wetzlar, Nebenstundcn Thl. 28. S. 416. — v. Ulmenstein, Gesch. von Wetzlar III. ?l. 73. 144. — Genealog. Reichs- u. Staats- Handbuch von 1748. Anh. S. 62. 1764.1.512. — Wetzlar. Reichs- Kammcrgerichtskalender von 1756—1772. — v. Lang 135. — v. Zedlitz, preiist. Ad. Lex. IV. 22. — Hefsncr u. Reust, Würzburg u. Umgebung S. 230 n. ff. — v. Hcllbach, Ad. Lex. II 205. — Fahne, Gesch. der v. Hövel II. 137. 142 u. ff- — Gotha'schcs Taschenb. der Freiherren für 1855 S. 413 u. (Thl. II.) für 1856 S. 481. — Siebmacher III. T. >27; Suppl. I. T. 31. Suppl. IX. T. 4. — Tyroff, baher. Adel Iii. T. 73. — v. Wölkern, Beschr. der bayer. Wappen Nr. 145. — v. Hefner, bayex. Adel II. T. 50. — v. Ledebur, dinast. Forsch. II. 32.f Papkc, s. Päpke. 1. P»PP. Der k. k. Generalmajor Ludwig v. P. wurde im Jahre 1813 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 74. — v. H.) 2. Papp d'Also-Arpas, wahrscheinlich kroatisch. Karl P. d'A.-A. war 1857 Oberstlicutcnant im 14. österr. Grenz-Jnf.- Regiment. 3. Papp v. Uiszoluia. Der Oberlicut. Samuel P. wurde im I. 1796 mit dem Beinamen v. V. geadelt. sM. v. M., Erg. 397.) Möchte wol der Vater von Ludwig v. P. sein. sv. H.) Papp, s. Maccdon. Pappenberg, Pappcnberger, Kristof, kurmainz. Rath und StadtschulthciS zil Aschafcnburg, und sein Vetter, auch Kristof genannt, wurden 1621 geadelt, waö 1623 bestätigt wurde. Lezterer war kais. Kammerdiener. sN.T. A. 9t.) 1 Pappcnberger. (Im Schild ein Schrägbalkcn.) Hanns P. zu Jnnham (Griesbach) in der bayer. Landtafel 1496. Pappcnhcim, Papenheim, Pappcnheimb, auch zuweilen vorne mit einem D geschrieben, ein alteö gräfl. Haus, das fast 966 Jahre das Erbmarschallamt, aber immer nur durch den Aeltcsten, führte, bis daö deutsche Reich im I. 1866 aushörte u. die Grafschaft unter Bayern kam. Ihre Residenzstadt P. liegt an der Altmühl. Es ist ein sehr altes Neichsmiuistcrialgeschlecht, das sich von dem Schlosse Kalben in Schwaben auch Calatin, Kalinthin nannte.(?) Dem Neichshofrath :c. Gottfried Heinrich v. P. ertheilte Kaiser Ferdinand II. den Grafcntitcl, welches K. Karl V. am 12. Juli 1742 bestätigte. Die fünf crsteren Linien dieses Geschlechts sind ausgestorben. fCrusius in Annal. Suevicis c. 11. — Hund, bayex. Stammb. II. 153. — Bucclin II. — Hübner, Tab. 518—25. — Matth. Com. de Pappcnhcim. Tx. de origine et familia ist. dominor. de Calatin, qui hodie sunt domini a Papenh. AugSp- 1563. f. — RittershuS, in Op. gcnealog. — Jmhof, not. proc. Jmp. Lib. 7. c, 11. — v. Falkenstcin, Antig. Nordgav. II. 434. Dessen thüring. Chronik, im Art. Papenh.a.O. — I. A. Dödcrl. historische Nachr. von den Grafen v. P. I. mit K. — Schwabach III. 1733. 4. — Gauhe I. 1158 u. f. II. 848 — 51. — Zedier XXVI. 632-704. — v. Lang 55 u f. — I. Ludw. Kern, Diss. de jur. ac prärogativis S- R. I. Maxeschall hedit. Comit. in Pappenh. Gött. 1753. 4. 10 Bg. — Hörschclmann'sSamml. 56.— Möller im A.A. - Par d. D. 1820. n. 158. 1701 u. f. eine Anfrage und die Antwort darauf von W. H. in W- im Jahrg. 1822. 3. St. 39. — Fr. Ofclin, Hist. Calatinv Pappenhemiana, 157 S. in 4., ein Mspt. in der cbncr'schen Bibliothek zu Nürnberg. — Cat. Bibl. I. 36. n. 234. — Siebmachcr I. 149. n. 1. — Spener, hist. insign. Tab. 31. — Trier's Wappcnkunst. — v. Meding I. n. 5(17. — Tyroff, Tab. 155. — Hartmann's Samml. — Lüdersen'S Samml. — Köhler, Münzbclust. II. 153. — Allg. hist. Lex. III. 71 tz — v- Hattstcin II. 184. — Tyroff, Wappenw. I. <55. — SiebcnkeeS I. 232- — Baper. Wppb. I. 86. — Geneal. statist. Hdb. 65ster Jahrg. auf 1827 n. f. — Gotha'scher Hofkal. für 1834 u. f. — v- Hefner, bayer. Adel S. 17. Taf. 11; Erg. Bd. S. 8. T. 2. — Kncsckke, Gräfenhausen — v. H.s Pappiiis, österreichisch. Philipp v. P. war 1796 Rait- Nath bei der k. k. StaatShanplbuchhaltung in MilitaribuS. sWicner Adreßbuch 1796.) Plipplce, Papier, Karl, kais. Hofdiener, wurde 1627 in de» Adelstand erhoben. sR. T. A. N.) Pappritz, ein fehles. Geschlecht. Wappen: Paprzyca. sv. Ledebur III. 320.) Papps, Gebrüder, in den kais. Erblandcn, wurden 1716 geadelt. sR. T. A. N-) Pappus v. Trazlicrg zu Laubenberg und Nanchcnzcll. Der ober- östcrr- Regimentsrath Joh. Andreas P., wurde von K. Karl VI. im I. 1716 zum Freiherrn erhoben. sM. v. M., Erg. 85. — v. Lang 196.) Nach der Neichstaxamtsrechnung erhielt I. Andr. P., oberösterr.-tirol. Kanzler, 1647 ein NcichSadelsbiplom. Er war der Großvater von Joh. Andreas v. P., Regimentsrath. DaS Taschenbuch der frhrl- Häuser auf 1853 u. 1356 gibt an, daß die Familie zu den alte» Geschlechtern gehöre, aus Schwaben stamme, vom Grafen v. Toggcnburg, gegen welchen sie Partei genommen, um all ihre Habe und Urkunden gekommen, dergestalt, daß Kaiser Friedrich III. 1456 dem Petrus P. ein neues Diplom habe ausfertigen lassen, sv. Hcfncr, Erg-Bd. S. 17. — Jahrb. des deutschen Adels <844 u. f. — Kneschke, Wappen I. — v. H.) Paprocki, ein wcstpreuß. Geschlecht. W.: Ogonczyk. sv. Ledebur II. 181-! Paprzyca. Wappenbeschrcibung bei v. Ledebur II. 181.) Papsdors, s. Pabsdorf. Papstem, Pabstcin, s. Papenstcin. Par, s. Par. Paradeyscr, s. Paradieß. Paradies, s. Libert. Paradiesj, Paradiß, Paradiser, Paradcysccr, eine alte freiherrlichc Fantilie in Kärnthcn, die das Erblandjägcrmeisteramt daselbst hatte. Auch im Hcrzogthum Krain und in Böhmen war sie begütert. Nachdem Andreas v. Lassaga sich mit Marien Frciin v. P. vcrheurathct hatte und ihr Geschlecht ausgestorben war, nahm dieser auch deren Name» an, und sein Enkel wurde zum Grafen v. P. erhoben. Auch Bartholomäus Frhr. v. ParadiS v. La Saga wurde 1653 mit dem Beinamen v. Gamenitz in den Rcichsgrafenstaud erhoben, und die Brüder Joh. Lorenz und Jobst Sigmund Freiherren v. P. wurden im I. 1713 Grafen. sValvasor, Gesch. d. Geschl. — Zcdler XXVI. 771 u. f. — Balbin in Tab. stemmat. I. — Gauhe I. 1153 — 61. II. 851. — M. v- M., Erg. 25. — R. T. A. R. — Siebmachcr I. 46: Suppl. VIII. 22- — v. H.s 1- Paradis, Jakob, kais. Hofberciter, erhielt 1622 ein Adcls- Diplom. sR.T.A.R.) 2. Paradis, Heinrich, kais. Hauptmann, erlangte 1623 den Adelstand. sN-T. A. R.) Siebmachcr gibt im IV. Theile S. 149 u. 142 die verschiedenen Wappen für Jakob und Heinrich an. — Para — Paro 135 Eine österr. ,Emilie v. Paradisz führt nach Siebmacher, III, 63, wieder ein ganz verschiedenes Wappen. Parascoviz-Gaser. Johann v, P.-G. wurde 1839 in den österr, Frciherrnstand erhoben. sM. S.) Paraskaq, ungarisch, Laurentins v. P. war 1835 sub- stituirter Provinzialkommissär in dem ncusohler Distrikte, Paraski, besaßen im Anfange des vorigen Jahrhunderts den Rittersiz Bozcpol im Lauenburg'schen. Es ist unbekannt, ob dieses adliche Geschlecht noch blüht. Nach v. Ledebur, II, 181, blüht es noch. sv. Zedlitz.) Parasol. N. N. v. P. erhielt nm's I. 1698 ein Freiherr» - Diplom. sR.T.A.R.) Paravicini. Der kais. österr, Kämmerer Nafael v. P., ans einem italien. Geschlcchtc in Mailand, wurde 1839 in den Grafeustand erhoben. sM. S.) Paraginski, Zdnn-P., ein in Pommern angesessenes Geschlecht. sSicbmacher V, 160, unter dem Namen Zdunen.— v, Ledebur II, 181. III. 320.) Siehe auch Bagmihl, unter Esdunnen, Bartken. Parchcm, eine mark. Familie, aus der außer Theodorich v. P. im I. 1196 in Urkunden Keiner weiter vorkommt. iv. Ludwig, reliq. Mspt. IX. 538. - Zedier XXVI. 824 u. f. - v. H.j f Parchendin, Perchentin, Parkentin, s. Berk entin. f Parchiwitz, eine ehemalige schles. frhrl. Familie, denen >das Städtchen Schild berg in Schlesien gehörte. In der lezten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist solche (doch nicht vor 1586) mit dem Frhrn. Kristof v. P. ausgestorben. sSinap I. 394. II. 1731. — Gauhe I. II6I. — v. Meding I. n. 538. — v. H.) 1. Parchmitz. Dieses Geschlecht ist von denen v. Parchiwitz verschieden, und die v. Zedlitz sollen einerlei oder vielmehr die lezteren sich blos von der Herrschaft von P. also geschrieben haben. Nachgewiesen aber ist, daß schon im Jahre 1592 Freiherren v. P. gelebt haben. Es war ein altes, freilich längst ausgestorbenes schles. Geschlecht. sSinap I. 633. — Siebmacher I. 29. n. 3. — v. Meding I. n. 538. ^ v. H.) 2. Parchmitz v- Merkersdorf. Joh. P., ein Gutsbesitzer aus Schlesien, wurde Im I. 1786 mit dem Beinamen v. M. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 185. — Kneschkc, Wappen IV. — v. H.) 's Parck, ein preuß. Geschlecht, das noch 1727 blühte. W.: ? sv. Ledebur II. 181.) Parekingcr, Johann Melchior, ein Vetter des Probstes zu Herzogeburg, wurde 1614 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) Parcsctits v. Ä-'ckücg, wahrscheinlich dalmatisch. Josef P. v. R. war 1835 Vicegespan der syrmicr Gespanschaft. Parczcwski. Dieser Name kömmt nur in einem preußischen Lieutenant v. P. 1845 vor. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 181. III. 320.) Pardubitz, eine sehr alte adliche und srciherrliche schlesische Familie, deren festes und schönes Schloß gleiches Namens im chrudiuer Kreise gelegen, die aber im 16. Jahrh. ausgestorben ist. sBalbin. — Sinap. — Gauhe l. 1161. — v- H.) Parent, Peter und Wilhelm, Brüder, erlangten 1654 den Adelstand. sR. T. A. R.) Plircnic, A. I., Großhändler in Trieft, wurde 1847 in den österr. Adelstand erHobe». sM. S.) Parsanowicg, wahrscheinlich dalmatisch. Andreas Ritter v. P. stand 1857 als Hauptmann im 58. österr. Inf. Reg. Pargsricder, Johann, Besizer von Melzdorf bei Wien, woselbst sich die Gruft des großen österr. Feldmarschalls Gr. Nadetzki v. Rodctz, Heldcnberg genannt, befindet, wurde im Januar 1858 in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1858J Paricntos, s- Gomez. Parilooski, vielleicht gali zisch. Severin v. P. stand 1857 als Rittmeister im 2. österr. Hus. Regiment. 1. f Paris, eine alte pommer'schc, aber erloschene Familie. sMicrälins VI. 365.) Sie besaß Piritz. sSeifert, Ahucnt. II. — König II. 174.) v. Zedlitz, Ad.Lex., vermischt die bayer. P. zu Gailenbach mit denen v. Pariser in Pommern. )v. Mcding III. n. 538. — v. Ledebur II. 181. III. 320. — Sicbmacher V. 165. - Bagmihl V. 35.) 2. Paris. Die MagistratSrathSwittwe Katharina Stuhlmiller, geb. v. Kiesow, wurde 1843 vom König von Bayern unter dem Namen u. Wappen der erloschenen v. P. auf Gailenbach geadelt, sv. Hcfner, bayer. Adel S. 162. T. 122.) 3. 's Paris zu Gailenbach. Dem Anton Friedrich P., des inner« Raths in Memmingen, wurde von Kaiser Karl VII. im Jahre 1744 der deutsche Reichsadel verliehen. Die Familie besizt in Bayern das Lehngut Gailenbach und gehört zu den vormaligen Patriziern von Memmingen. sv. Lang, Adelsl. des Königr. Bayern. — Tyroff, neuadl. Wappenw. III. Dessen Wppb. des Adels im Königr. Bayern. 1324. VII. 60. — v. H.) Pansch und Parish u. Scnstenberg. Der engl. Edelmann Johann P. wurde im I. 1816 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 186.) Der Ritter und böhm. Landstand Joh. P. wurde im I. 1817 mit dem Beinamen v. S. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 74. — v. H.) Parisi v. Eichenthal. Der Großhändler Josef Gottfried P. wurde im I. 1319 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 337. — v. H.) Parkar, österreichisch. Xaver v. P. war 1796 Domherr beim wiener Erzstifte. sWicner Adreßbuch 1796.) Parkenjlcin, s. Sölder v. P. Parkentin, s. Pärchen diu. -s Parlow, eine alte pommer'sche Familie, die im Stet- tin'schen und ehemals im Holstein'schen ansässig gewesen ist. sMicrälius, Pommerl. I. 513. — Zedier XXVI. 388. — Siebmacher V. 165. n. 10. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 181. III. 321. — v. H. — v. Mcding II. n. 626) Parma, Johann Georg, wurde am 26. Juli 1692 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.) Pannen, uckermärk. Adel. sGrundmann 47. — v. H.) Parnitzky, österreichisch. Michael v. P. war 1796 Hof- Sekretär beim k. k. österr. Direktorium. Moriz v. P. war 1857 Unterlieutenant im 52. österrr. Inf. Regiment. sWiener Adreßbuch 1736.) Paroli» v. Glicro. Der italien. Nobile A. P., Dcputirter der Venedig er Centralkongrcgation, erlangte 1859 die österr. Ritter- Würde mit v. O. sA. A. Zeit., März 1859.) Parolini, österr.-italien. Geschlecht. Albert Edler v. P. war 1835 Deputirter bei der k. k. Delegation zu Vicenza. Parossq, wahrscheinlich ungarisch. August v. P. stand 1857 als Rittmeister im 12. österr. Hus.Regiment. 136 Parp — Pasch Parpar!, Karl, Gutsbesizer zu W i b c z bei Kulm, wurde 1834 von Preußen geadelt, sv. ZcdlitzZ Leztcrer hält das Diplom für ein Ancrkennuugspatent; dieses sagt auch v. Ledebur II. 182. III. 321. Parrat, österreichisch. Jakob v. P. war 1857 k. k, Feld- Marschalllieutcuaut uud ad latus des Kommandanten der IV. Armee. Parrq v. Grainger. Der Hauptmann Eduard P. v. G. wurde 1839 in den bayer. Freihcrrnstand erhoben. sE. SZ Auch im prcuß. Heere befindet sich 1854 ein Licut. v. P. Ob derselbe mit den bayer. P. v. G. in Verbindung steht, kann man nicht sagen, so. Ledebur II. 182Z Desgleichen findet sich in Sachsen der Name, indem der Irland er James Patrick P. 1848 vom Herzog von Sachsen-Altcnburg geadelt wurde. sv. Hefner, sächs, Adel S. 4l. Taf. 46. ^ Sachs. Wppb. IV. 66. — v. Ledebur III. 32l.s Parsberg, eine alte adliche, nachher freiherrl. u. gräfl. Familie in Bayern, deren gleichnamiges Schloß an der Laber auf dem Nordgau gelegen ist. sBueelini stemmat. IV. — W. Hund, bayer. Stammb. II. 261^8. — Gauhe 1. Il6l. — v. H.s Parsch. Der Gutsbesizer Josef Anton P. wurde im Jahre 1786 geadelt. sM. v. M., Erg. 397. — v. H.s 7 Parstiiow, ein von denen v. Parsow ganz verschiedenes pommer'sches Geschlecht, das aber ausgestorben zu sein scheint, vielleicht gleich nach dem I. 1486. jMicrälius, Pommer!. VI. 365. 5,Z. Zchwr XXVI. 1627. — Gauhe I. 1l62.s v. Zedlitz führt in seinem Adelslerikon daö Geschlecht als blühend aus. sv- Ledebur II. 182. III. 32l. — Bagmihl III. Taf. XVIII. XXIII. — Kneschke, Wapp. II. IV. — v. Mcding II. n. 628. — v. H.s Parscvat, eine aus Metz nach Bayern gekommene Familie, die ihren Adelstand aus Familicnnachrichtcn nachgewiesen hat, auch als braun schweig. Patrizier vorkommt. sv. Hefner, bayer. Adel S. 162. T. 122. — v. Lang 129. — Lüdersens Sammlung- — v- H.s 7 Parsow, Pastow, eine der ältesten mecklenburg'schen und Pommer'scheu Familien, die im Mecklenburg. Amte LüpS das Rittergut Passow besessen, aber erloschen ist. sv. Zedlitz. ^ v. Ledebur II. 182. III. 321. — v. H. — Micrälius Pommerl. 513. — Zedier XXVI. >636. — Gauhe I. 1162. — Siebmacher V. 165. n. 12. — v. Meding II. n. 629.s Partei», Parthein, Partheim, ein in Preußen ansehnlich begütertes Geschlecht, welches schon 1526 vorkommt. Wappen: Prawdzic. sv. Ledebur II. 182.s 7 Partenhcim, ein rheinländ. Geschlecht, dessen Stamm- Schloß gleiches NamenS in der Unterpfalz liegt, dann aber den v. Wallbrunn gehörte, von dem der Domsänger Peter Jakob P. zu Mainz der Lczte seines Geschlechts gewesen ist. sHumbracht >66. — Gauhe I. 1162. — Siebmacher V. 136. n 5. — v. Meding I. n. 599. — v. H.s Partcnrcutcr, Konrad, Egid und der Probst zu Walthausen, wurden 1596 geadelt. sR-T.A. R-s Parihc ». Darthc. Der kais. österr. Hauptmann A. P. wurde 1842 mit „Edler v. B. geadelt. sM. S.s Parthcnscib, s. Barth olloti v. P. Particctta, Ludwig, beider Rechte Doktor und Rath zu Tri- dent, wurde 1613 in den Adclstand erhoben. sR-T-A.R.s Partini n. Itockach und Ucnhos. Die Familie stammt ans Valsassina im Mailändischen. Um 1496 wendete sie sich nach Tirol. Franz P., Leibarzt K. Ferdinand'ö I., erlangte 1661 den Adel und Joh. Karl P., k. k. Feldmarschall, 1736 den Freiherrnstand. sv. Hefner, tiroler Adel S. 13. T. 15. s Partsch v. Adctstcrn. Der Kanonikus Alois Engelbrccht P. zu Brünn wurde im Jahre 1811 mit dem Beinamen v. A. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 234. — v. H.s 7 Parttcnhanser zu Gberdcliing, Hanns Georg, hat Sidonia Pfundnerin von München zur Hausfrau gehabt 1666. Pnrnszcwski, auf Obeduo, Kreis Schubin. 1854. Wappen: Rogala. sv. Ledebur II. 182.s Paruta, österr. - italienisch. Alois v. P. war 1835 Sauitätsdcputirter für die Küsten zu Venedig. Parvq, ungarisch. Ferdinand v. P. stand 1857 als Ober- Lieutenant im 36. österr. Inf. Regiment. 7 Pnrwyß, eine alte Familie im Stift Lüttich, die aber in der lüttichcr Revolution umgekommen zu sein scheint. sGauhe II. 852 - 54. - v. H.s Pnrys, eine uralte, mit den ersten polu. Häusern verwandte' Familie, von der Adam v. P. im I. 1868 in den Grafeustand erhoben wurde. sM. v. M. 26. — v. HZ Pas. Ein Zweig dieser berühmten französ. Familie, welche den Zunamen Feuquibrcs führte, wohnte zu Well an der Maas im Geldern'schcn. Henri comtc de P. Marguis de F., seigneur de Habrunibres erhielt Schloß n. Herrlichkeit Well durch die Heurath mit Juliana Pctronclla Gräfin zu Limburg- Bronkhorst-Stirum. Von seinen drei Söhnen starb Heinrich als span. Brigadier kinderlos; Karl, kurf. bayer. Kammcrherr und span. Oberstlieutenant, blieb 1762 vor Kaiserswerth; Maximilian verheurathete sich und hinterließ einen Sohn Anton Maximilian, welcher mit Odilia Louise Kcrubiua v. Steprath (7 1771) vermählt war, aber kinderlos starb. sStramberg in Ersch u. Gruber'ö allg. Encyklopädic. — Gesch. du Familie schenk v. Nydeggeu S 98. s Pasch, ein pommer'sches Geschlecht. sMicrälius 513. — Siebmachcr V. 164. n. 2. — v. Mcdina III. n. 599. — v. Ledebur II. 182. III. 321. — v. H.s Paschal ». Liticnsicr». Der Arzt Wenzel Joh. P. zu Prag wurde im I. 1747 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 397. — v. H.s Paschahus ». Vstcrbcrg, Daniel, wurde am 21. Juli 1674 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.s Vergl. Osterb erg. 7 Paschcniioch, ein abgegangenes Mecklenburg. Geschlecht, das Eiuige für ei» und dasselbe mit denen v. Bitten halten, die in alten Mecklenburg. Urkunden mit dem Namen Paschedog vorkommen. Nach 1566 findet sich der Name nicht mehr, sv. Mcding III. n. 666. — v. H.s Paschanhoi, Martin, erlangte am 19. Aug. 1647 den alte» böhm. Ritterstand. sM.S.s Paschwih. Der Hofrath uud Professor der Rechte zu Baireuth, Samuel Johann Paul Parsch, erhielt von K. Karl VI. am 23. Dez. 1757 ein Adels- u. Ritterdiplom mit dem Beinamen v. Paschwitz. Ludwig v. P. erhielt 1841 vom König von Preußen die Erlaubniß, sich v. Rebeur-P. schreiben zu dürfen, nachdem der Kammerherr v. Neb cur zu Berlin ohne Nachkommen verstorben war, und Vermögen und Namen seinem Verwandten hinterlassen hatte. sDipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. III. - Sächs. Wappb. V. 69. - v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 183. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 162. T. 122; sächs. Pasco — Pat 137 Adel S, 41, T. 46; Erg. Bd. S, 48, — Kneschke, Wappen II, — v. Lang S. 468 u. f. — v. H.j Pascoiii ». Lemcuthat. Peter Anton P. wurde im I, 1755 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M,, Erg, 337. — v, H.s Poscotiiii v. Ehreiistls. Der Präses des Stadt- n. Landrechts, Joh Baptist P., wurde im I. 1804 mit „Edler v. E." geadelt. sM. v. M,, Erg, 397. - v. Hst Postckn, s. Passetzky. st Postlich, eine alte pommer'sche, auf der Insel Rügen begütert gewesene Familie, die mit der Lczten ihres Geschlechts, der Wittwe des Hofmarschalls v. Lützow, im I. 1669 ausgestorben ist. so, Ledebur I I. 183, — Mackenrodts A. n. N. Rügen 326, — Gauhe l, l l63, — v. Hst Pasini, österr, - italienis ch. Klaudio Nobile P, stand 1857 im 14, österr. Jägcrbataillon als Oberlientcnant. Franz Edler v. P. war 1335 Sekretär bei der k- k, Delegation zu Treviso. Paska v, Palbnrg, Der österr. Pens, Major I. P. wurde 1862 mit obigem Beinamen geadelt. sA. A. Zeit., Nor, 1862 s Poskovich, vielleicht dalmatisch, Emil v, P, war 1857 KriegSkanzlist zu Agram. Paskowski, polnischer, in Sachsen lebender Adel. W-: Zadora, wie Brochowski. sv. Hefner, sächs. Adel S. 41,s Pasqnal, s, Ricci. Pasqimlati v. Vstcrdcrg, eine alte fcrrar. Familie, die sich nach Trieft und Wien wendete, und aus der Josef Benedikt P, erster Phisikus, im I, 1777 von der Kaiserin Maria Theresia den Adel und von K. Josef II, 1784 den erbländ, Nitterstand mit dem Prädikate v. O-, 1798 aber den Freiherrnstand erlangte. sLcupold I. Thl, 3, B, S, 542-45, — M, v, M, 74, >34, 239, - Taschenb. der frhrl. Hänser auf 1849 u, 1853, — v. Hefner, krainer Adel S. >6, T, l5. — Kneschke, Wappen I, — v, H.j Passoircr, Lorenz, erhielt 1595 ein Adelsdiplom- sR. T, A, Rst Passordy », Pcltert und Araiihos, österreichisch. Anton P. v, P. u, A, war 1796 Raitoffizier bei der k. k. Staatshauptbnch- haltung in Militaribus und Alois P, v. P. n. A, war 1357 österr. VerpflegSverwaltcr zu Pelcrwardcin. sWiener Adreßbuch 1796,j Paffaucr. Der kurf, bat) er, Hofkammerrath P. erhielt am 2. Sept. 1772 ein pfalzgräflich zcil'sches Ritter- u, Adelsdiplom, und am 14, Dez. desselben Jahres die kurfürstl, Bestätigung, iv. Lang 468. — v, Hefncr, bayer, Adel S, 192. T, 123. — v. H.j Mann, s. Schlick. Passavant v. Possciibiwg. Der sürstlich »assau'sche Justiz- Assessor Johann David P. wurde 1759 mit leztercm Beinamen geadelt. sR. T. A. R. j Pajso'e, Bartholomäus, kais. Oberst, erlangte um'S I, 1769 den rittermäßigen Adelstand, sN. T. A. R.s 1, Passet, Peter und Konrad, der Rechte Doktoren, erlangten 1616 den Adelstand. sR. T- A. R.jj 2. Paffet. Der Hofrath der Hofrechnungskammcr, Johann Theodor Adclhard v. P. wurde im I. 1763 in den alten Nitterstand versezt. Wahrscheinliches Wappen: Durch einen Balken ge- thcilt, oben drei Bürsten und drei Adlerköpfe, unten 12 Kugeln. Anna v. P. starb 1826 zu Salzburg. sM. v. M, 134. — v. H.s Passet, s. Räs ewitz. — Posscnheim, s, Waldbott. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. st Passerat v, Chcvignq. ein im preuß, Heere um 1797 vorkommender Name, der wahrscheinlich französ. Einwanderern angehört. sv. Ledebur II. 183-s Passchkq v, Passcka. Josef Gregor P. erlangte den Nitterstand mit dem Ehrenworte v. Passeka. sM. v. M, 134. — v, H.s Passini v, Calternburg. Der österr. Major A. P. wurde 1861 mit v, C- in den Ndclstand erhoben. sA, A. Zeit,, Marz 186Ist Passati u, Fribentnrg, nach Andern Passet! v. Friede ns- burg. Der Kanonikus Nikolaus P, in Wien u. sein Bruders - Sohn Jakob Aidauns, wie auch sein Vetter Franz Anton wurden im I. 1724 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM, v, M,, Erg. 397. — v. H .s Passom, ein Mecklenburg. Geschlecht, daö von den obigen Parsow, das auch zuweilen PassovS geschrieben wird, sehr verschieden ist. Es erlangte 1717 den Nitterstand und 1790 den Freiherrnstand, sv. Ledebur II, 183. III, 321, - Mecklenburg. Wppb. XXXVIII, — v. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. 16. T. 14. — v. H. — Siebmachcr V. 3Zg, Thl. 16 d. Suppl. n. 15. — v.Meding II. n.639st Passp, Michael Franz, in österr. Civildienstcn, erlangte 1793 den Adclstand. sR.T.A.R.s Pastau, eine adliche Familie aus dem ehemaligen Schwedisch - Pommern, jczigem preußischen Negicrungsbezirk Stralsund. Adolf Friedrich P., Mecklenburg. Kammerrath, wurde 1793 geadelt, so. Zedlitz. — v. Ledebur 1l. 183. III. 321. — R.T.A.R.j Pastccl. Albert Anton P. wurde im I. 1793 in den Reichs- Grafenstand erhoben. sM. v. M. 26. — v. H.s st Postcrwits, ein schles. Geschlecht, daö wahrscheinlich ausgestorben ist. sHencl, Silesiogr. Cap. 8. 711. — Olsnogr. I. 916. — Sinap I. 693. — v. Ledebur II. 183. — Sicbmacher I. 71. n. 1. — v. Meding III. n. 601. — Gauhe II. 855. — v. H.s Pastow, ein kvln. Patrizicrgcschlccht, welches nach dem 16ten Jahrh. in Aachen vorkommt. sFahne I. 329. — v. Ledebur II. 183.j Pastorius v. Hirtcnkcrg. Adam P. erhielt mit dem Beinamen v. H. anr 19. Juli 1648 den schwcd. Adel. Joachim P., ein Schlesien, war Professor zu El bing, dann zu Da »zig, darauf, als er katholisch wurde, Kanonikus zu Warmien und Chelm, auch k. Pol». Historiograph, geadelt, schrieb Verschiedenes und starb im I. 1681 in Preußen. sHartknoch's Vorrede. — Zcdlcr XXVI. <268. — v. Ledebur I. 359. — v. H.s Passtri, Paszk, Paszke, Paschki, Paschkc, Paßke, Paske, Patiske, Pastke, ein im Lauen bürg'scheu ansässiges Geschlecht, welches mit denen v. Paczkowski und v. Schlochow EineS Stammes ist. Auch in Westpreußcn ist die Familie mit Zelewo-Scclau angesessen, sv. Ledebur II. 183-s Passthons. Arpad Frhr. v. P. war 1857 Unterlieutenant in einem österr. Jnf.Neg. MelchiorV.P., k.k. österr. Oberstlieutenant, erhielt 1802 das Ritterkreuz des Maria-Therestcnordcns. Vorstehende Familie ist wahrscheinlich einerlei mit Paßthovy. Alexander v. P. war 1796 k. k. Gouverneur von Finme. sWiener Adreßbuch 1796-1 Patachich, Graf Bartholomäus, wahrscheinlich italien. Abstammung, wurde 1801 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Patakq, ungarisch. Mathias v. P. stand 1357 als Rittmeister im 11. österr. Hus. Regiment. 18 138 Pat — Pau Pataiani, ein gräfl. Geschlecht, vielleicht galiz. Abstammung. Hicronimns Graf v. P. stand 1857 im 12. österr. Hus. Reg. als Unterlieutenant. Pataq, österreichisch. Ich. v. P. war 1835 Professor der Protestant. Theologie zu Wien. Stefan Edler v. P. war 1857 österr. oberster Marinearzt.' Patcck. Der Oberstwachtmcister Philipp P. wurde im Jahre 1797 geadelt. sM. v. M.. Erg. 398. - v. H.s Patcck, s. Wilenie. Pater. Peter Kristof P. aus Mailand wurde im I. 1737 in den Rcichsadclstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 398. — Tyroff, 47. Ausg. — v. H.s Patcrnas v. Palcnburg. Der beim österr. Landesmilitärkommando in Agram angestellte Doktor Joh. P. wurde 1853 mit v. Palen bürg geadelt. sA. A. Zeit, von 1853. — Oestcrr. Milit-Schcmat. v. 1853.s Patin, österreichisch, wahrscheinlich aus den ehemal. Zsterr. Niederlanden. Franz Wilhelm Vicomte de P. war 1796 des gold. Vlieses Ordensritter- sWiener Adreßbuch 1796.s Patocky, ungarisch. Felir v. P. war 1857 Feldkaplan beim 39. österr. Inf. Regiment. Patkul, ein liefländ. Geschlecht, aus welchem Joh. Rein- hold v. P. als pol», und kursächs. General und Minister bekannt ist. sGauhe II. 855-65; Anh. 1709—12. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeproviuzcn 142. — v. H.s Patouiilct, Karl Anton, kais. Hofkriegörathssckretär, wurde 1671 geadelt. sR. T. A. R.s Patoul, Karl Franz, aus Flandern, wurde 1718 geadelt. sR. T. A. R.s Patom. Dieses adliche und freiherrliche Geschlecht gehört der Niederlausitz an. Erasmus Gottfried Bernhard v. P. wurde 1799 vom sächs. Reichsvikariat in den Frciherrnstand erhoben. Die Familie hatte 1717 den rittermäßigen Adel erlangt. sv. Hesncr, frankf. Adel S. 4. Taf. 3; preuß. Adel S. 57. T- 73. — Kneschkc, Wappen ll. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 184. — Frhrl. Taschenbuch von 1857. s Patriarch, Ritter, welche im 16. Jahrh. Gosting in Steyer- mark besaßen. sSchmutz III. 191. — v. H.s Patron! u. Segratc, Franz, österr. Appellationsgerichtsrath zu Venedig, wurde 1838 in den Freiherrnstand versezt, und dessen an Kindesstatt angenommener Josef P. v. S. erlangte 1839 gleichfalls den Freiherrnstand. sE- S.s Pattbcrg, ein fränk. Geschlecht, von obigen Padberg wol ganz ver schieden. sEstor'S Ahuenprobc Tab. 10. — v. Meding l. n. 600. — v. Hefuer, waldecker Adel T. 7. — v. H .s Patusfi. Der Spezereihändler Josef P. wurde im I. 1763 geadelt. sM. v. M. 239. — v. H.s Pachansky de Piszagh, ungarisch. Michael P. de V. stand 1857 als Kadct beim 6. österr. Ul. Regiment. Pahait v. Adcllchmmig. Joh. Paul P., Bürger zu Kntten- berg, wurde im I. 1744 mit „Edler v. A." geadelt. sM. v. M., Erg. 398. — v. H.s Pahiatfi, Johann Georg und Spiridon, Brüder, erlangten 1799 vom sächs. Reichsvikariat den Adelstand, sv. Hcllbach, Sammlung.s Patzinger, Bernhard, erhielt 1569 Adelsfrciheit. sR. T. N. R.s Potzowsky v. Libin. Der Kreisamtsadjunkt Ferd. P. v. L. wurde im I. 1777 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 186. — v. H.s Paucker v. Glonftld. Der österr. Statthaltereirath Th. P. wurde 1859 mit v. G. geadelt. sA. A. Zeit., Nov. 1859.s Paüma»», s. Päumann. 1. Paucr, Hanns, kais. Hauptmann, erlangte 1626 den Neichs- Adelstand; kommt auch Bauer geschrieben vor. sR. T.A. R.s 2. Pauer, Achilles, erhielt 1654 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.s 3. Pauer, eine seit 1789 in Frankfurt a/M. eingebürgerte Familie, welche 1618 von Kaiser Leopold I. geadelt wurde. sv. Hcsncr, frankf. Adel S. 8. T. 8. — Kneschke, Wappen IV.s 4. Pauer v. Inkersseld. Der Oberkriegskommissär Josef P. in Toskana wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M., Erg. 398. - v. H.s 5. Pauer ». Judahegy. Der k. k. Hofrath des obersten Gerichts- Hofes, K. A. P., wurde 1859 mit v. B. von Oesterreich geadelt. sA. A. Zeit, von I859.s 6. Pauer u. Frieda». Josef P. v. F. in Step ermark wurde am 7. Febr. 1812 mit „Edler von" geadelt und am 23. Dez. 1814 in den Rittcrstand erhoben. sSchmutz I. 416. - M. v. M. 239; Erg. 186. — v. H.s 7. Pauer zu Lichtenau. Der Rath Johann Andreas P. zu Blumen egg wurde im I. 1724 mit dem Prädikat v. L. in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 186.s Doch wurden schon im I. 1613 die Gebrüder P. v- L., in österr. Diensten stehend, geadelt. sR-T.A.R.s Vielleicht sind beides verschiedene Familien. 3. Pauer v. Traut, österreichisch. Joh. P. v. T. war 1857 Oberlieutenant im 44. Inf. Regiment. Paucrspach. Der nieder österr. Landschaftsapotheker und äußere Rath in Wien, Joh. Michael P., wurde im I. 1763 in den Reichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 398. — v. H.s 1. Pauffter, Johann Hermann und Karl Wilhelm, Brüder, wurden 1763 geadelt. sR. T. A. R.s 2. Pausslcr, Kristof Ernst Kasimir, Karl Gottlieb, Friedrich Nikolaus n. Otto Hermann, Brüder, wurden 1791 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. N s Pauggcr, Kristof, wurde 1695 geadelt. sR. T. A. R.s Pauggcr, s. Kager. 1. Paul, Kornelius und Israel, Brüder, wurden 1623 geadelt. sR. T. A. R.s 2. Paul, Julian, wurde am 19. Aug. 1746 in den Adelstand erhoben. Er war aus dem Fürstcnthnme Stablo gebürtig. sGencalog. Staatshdb. v. 1748. S. 327. — R. T. A. R.s 3. Paul. Horatius St. Paul v. Byram, kais. Oberst der Reiterei, wurde 1759 in den Grafenstand erhoben. sR. T.A.R.s 4. Paul, eigentlich St. P. v. Casasranka. Mit diesem Namen befindet sich seit 1848 ein Rittmeister im preuß. Heere, sv. Ledebur III. 321.s Wappen? 5. Paul. Die Familie Letonneur de St. Paul scheint französ. Ursprungs und nach Preußen eingewandert zu sein, wo sie mit Guttowo, Jäckniß, Tylkowcu u. anderen Gütern angesessen ist. sv. Ledebur II. 184-s 6. Paul v. Sternkrans. Der Hauptmann P. wurde im Jahre 1774 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 398. - v. H.s Paul — Paur 139 Paula, eine in der preuß. Rheinprovinz mit Kruft ansässiges Geschlecht. sBernd, Taf, XVIV, 188. — v. Ledebur II. >84,1 Pauler, ungarisch. Anton v, P. war 1835 k. k. österr. wirkl, Hofkriegskonzipist. 1. Pauli , Andreas, wurde 1654 geadelt. sR. T- A. R.jj I. Pauli, Der Stammvater dieser adl. Familie ist ein von König Friedrich II, von Preußen 1737 in den Adelstand erhobener Offizier, sv. Ledebur II, 184, n, I. des Art. — v. Zedlitz. — Dipl, Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S, 2984 3, f Pauli, (Geviertct mit Herzschild sSchönbrunn) 1. u. 4. gespalten, vorne drei Eicheln, hinten eine Lilie, 2. u- 3, ein geharnischter Arm.) N. v. P., knrbayer, Kanzler, 1765, hat mit seiner Frau Theresia, geb. v. Weinberg zu Schönprnn, dieses erheurathet. Vergl, Pauli 1, 4, Pauli, Den Kommcrzienrath u. Buchhändler I, P. erhob der Kurfürst von Sachsen während des Reichsvikariats im Jahre 1792 in den Reichsadclstand, Er durfte aber den Adel nicht gebrauchen. sv, Ledebur II. 184, n, II, dcsLlrt. — v, H. — Kneschke, Wappen III.) 5. Pauli, Johann, Kaufmann aus Mazedonien, wurde im I. 1798 in den Reichsritterstand erhoben, sM, v. M, 134.) 6. Pauli u, Enzcimhl, österreichisch, Wilhelm de P, v. E, war 1796 Protokollist bei dem nieder österr. Appellations- und Kriminalgericht. sWiener Adreßbuch 1796.) Pauli, s, Di Pauli; ferner Liliencron. Paulich, Der Generalfeldwachtmeister Franz P. wurde im Jahre 1796 geadelt. sM. v. M,, Erg, 398. — v. H.jj Paulik u, Eschenau. Der Oberlieutenant Urban P. wurde im Jahre 1826 mit v. E. geadelt. sM- v. M. 239. — v. H,j Pauliny v, Koweldamm, Der Major Michael P. wurde im Jahre 1815 mit dem Beinamen v. K. in den Freiherrnstand erhoben. sM, v, M. 75. - v. H.) Pauli!)- Im preuß, Heere findet man mehrere Offiziere v, P. Den Adel hatte die Familie von Polen am 5. Mai 1768 erhalten, sv. Ledebur II, 184. III, 321 — v. Zedlitz.) Pauluic, Johann, erlangte um 1626 ein Adelsdiplom. sR, T. A. R.) Paulo, galizisch. Alois v. P. war 1835 k. k. Landrath zu S t a n i s l a w o w. Pauloviö , kroatisch. Jgnaz v, P, war 1357 Unterlieutenant im 4. österr. Huf, Regiment. Paulovski, eine gar alte adliche, theils freiherrliche, in Böhmen, Mähren und Schlesien, auch in Polen begüterte Familie, deren Stammhaus Paulowo oder Paulowitz in Litthauen liegt. sSiuap I. 694, II. 394 u, f. — Gauhe I, 1193 u, f, II. 365-68. - v, H.) Paulsdorf, eine bayer. Familie, die sich zuweilen v. Tannesberg, zuweilen v. Kürn (ihren ehemal. Gütern) benannte. sW, Hund, bayer. Stammbuch II. 299 — 16, — Gauhe I, 1164, — v, H.) f Paulsdorff, ein pommer'scheö Geschlecht, das auch Pauls- dorfer genannt wurde und im Stettin'schen begütert ist. sMicrälius 513. VI. 365. — Siebmacher V. 164, n. 3, — v, Meding III-n, 662, — V.Zedlitz. — Gauhe I, 1164, — v, Ledebur II. 134, III, 321, - v, H.) Paulucci dellc Noncolc , ein österr.-italien. Marchesengeschlecht m Venedig. Amilkar Marchese v. P. d. R. war 1835 k, k. Feld- Marschalllientenant, Viceadmiral u. Oberkommandant der k.k.Kricgs- Marinc. Hamilkar Marquis v. P. war 1857 österr. Marine - Kadet. Paulus. Der österr. Hauptmann Heinrich P. wurde im Jahre 1797 geadelt. sM, v, M,, Erg. 398, - v. H,s Pauli,, ungarisch. Karl v. P. war 1835 wirkl. Hofsekrctär bei dem nngar. Hofrath und Kanzlei zu Wien. Paumaii», Der k. k, Rath Adam Franz Jgnaz P. wurde im Jahre 1818 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M„ Erg. 186, — v. H.) Pauml'gartcn. Am 9. Juli 1675 wurde das von Kaiser Leopold I. ertheilte Adelsdiplom für Joh. Georg P. in Salzburg bekannt gemacht, sv, Schallhammern.) Paumgartcn, Johann Karl Paumgärtner erlangte am 13- Mai 1659 den österr. erbländischen und mit seinem Bruder Michael, Stadrichter zu Ems, am 23. Okt. 1675 den Reichsadel und den Beinamen v, Paum garten, Johann Franz Paumgärtner v. P, wurde 1761 in die steycrmärk. Landmannschaft aufgenommen, woselbst er mehrere Güter besaß, und der kaiserlich österr. Oberstlieut. Johann Baptist v. P. wurde 1813, und der kais. österr. Generalmajor Mar Sigmund v. P, und Franz Xaver v. P., österr. Hauptmann, wurden 1822 in den Freiherrnstand erhoben. sTafchenb. der frhrl. Häuser 1848. — Leupold I. 546, — M. v, M. 75, — Kneschke, Grafenhäuser. — Hartmanu's Samml. — Zedier XXVI. 1646.) Wappen: Gevierte!; 1. u. 4- in R. 3 gr. Berge, belegt mit einer g. Krone, in jedem Obereck ein g, Stern; 2. u. 3. in Schw. ein g. Löwe. Nach Kneschke, Wappen II, 334, gehört Joh, Baptist v, P, nicht zu vorstehender Familie, sv. H.) Paumgartcn, s, Bau mg arten. Pauuigartucr, Andreas, erhielt 1617 ein Adelsdiplom. sR. T. A, R.) Pauminger, österreichisch. Peter v. P, war 1835 Auskultant bei dem nieder österr. Landrecht, 1. Paur, Hanns, Stadtrichter zu Wien, wurde 1665 geadelt. sR, T. A, R.) 2. Paur. Der Bruckhanptmann w., Franz Anton P., erhielt am 27. Sept. 1746 ein pfalzgräflich zeil'sches Adels- u. Edeln- Diplom, das in Bayern am 31. Oktober 1772 ausgeschrieben worden ist. sv. Hefner, bayer. Adel S, 162, T. 123, — v. Lang 469, - v. H.f 3. Paur, Der Rath :c. Joh. Wolfgang P. und sein Bruder Franz Peter erhielt vom Kurf. Mar. Josef III. am 18. April 1755 ein Adelsdiplom. Sie haben den Beinamen v. Waffen- brunn. sv- Hefner, bayer. Adel S. 162, Taf, 123, — v. Lang 476, - v. H.) 4. 's Paur v. Haistng (aus einem Dreiberg drei Glockenblumen wachsend). Georg P. zu H, (Schärding) steht in der bayer. Landtafel. 5. Paur auf Kaiumcrberg. Der Befizer des Gutes K. erhielt vom König von Bayern am 29. Sept. 1818 ein Adelsdiplom, und am 16. Okt. 1818 wurde er immatrikulirt. sv. Lang, Suppl. 136- — v. Hefner, baver, Adel S. 162- T. 123. - v. H.) 6. Paur zu Wolispach, Der Hammerwerksinhaber Lorenz P. erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 3. Jan, 1795 ein Ritterund Adelsdiplom, sv. Lang 476. — v. Hefner, bayer, Adel S. 162. Taf. 123. — v. H.) 18* 140 Paur — Pay Pauringcr. Der Doktor der Rechte, ehedem östcrr. Gerichts- Advokat in Wien, dann Besizcr der ehemaligen greift, kheven- hülcr'schcn Güter, Frankenberg w., wurde geadelt, fv. Lang 471. — v. H.f Panrnscindt v- Eist zu Zöllheim. Joh. Kristof P-, salzburg. Truchscß und Pfleger zu Matsce, wurde am 1. Dez. 1640 von K- Ferdinand kl. geadelt, und er sowie sein Geschlecht im Jahre 1693 als Landmänncr aufgenommen. Im Schild ein Baur mit Pfeil und Bogen, fv. Lang 471. — v. H.jj Pansch ii. Werthland. Der Generalmajor Karl P. wurde im Jahre 1816 in den Nitterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 186. - v. H.f Pausingrr, F., GutSbesizer in Oberöfterreich, wurde 1857 geadelt. fA. A. Zeit. v. 1857.1 -f Paustettc». Heinrich v. P. zu Hittisheim (Kirchbcrg) steht in der bayer. Landtafel. Vielleicht Ponstetten, Boustetten? Paus? v. Uoscnscld. Franz Josef P. wurde im I. 1748 mit dem Beinamen v. N. geadelt. fM. v. M. 239. — v. H-1 Paus) de Chada, vielleicht galizisch. Josef P. de C. stand 1857 als Oberlienteuant im 12. östcrr. Huf. Regiment. Pavay de Uajna, ungarisch. Stefan P. de V. stand 1857 als Untcrlicutenant im 51. ö sterr. Inf. Regiment. 1. Pamch. Der Hauptmann Theodor P. wurde im I. 1788 geadelt. fM. v. M., Erg. 398. — v. H.) 2. Pavich ». Pfaucuthal. Der Hauptmann und Bürgermeister Anton P. wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. P. geadelt. fM. v. M., Erg. 398. - v. H-1 Pavics, ungarisch. Josef v. P. war 1796 k. k. Rath und ungar. Hofsekrctär. fWicncr Adreßbuch 1796.1 Pavlikowsky de Choleva, ungarisch. Anton P. de C. war 1857 österr. Major im Jnvalideuhause zu Padua, wohnhaft zu Venedig- Plnunii, österr. - italienisch. Ludwig Edler v. P. war 1835 Domherr zu Breöcia. Paw v. Lionftld. Der österr. Hauptmann Josef P. wurde 1840 mit v. L. geadelt. sM. S-1 Pawel v. Uamminge», Pawel, Pawl, Paul, eine brau Irsch weig 'sche Patrizierfanrilie, welche von Kaiser Rudolf II. am 29. März 1575 in den NeichSadelstand erhoben worden ist. Eine Linie dieses Geschlechts nennt sich P. v. R. und ist im Hannöver'- schcn seßhaft und im Koburg'scheu bcdienstet. fBraunschwcig. Anz. von >794. Nr. 63-1 Es scheint diese Familie von dem pommer'- schen Geschlcchte v. Pawels oder Pawel sz verschieden zu sein, fv. dem Knesebeck. — v. Ledebur II. 184. III. 321. v. Hefner, bayer. Adel S. 102. T. 123; sächs. Adel S. 14. T. 13.1 In Ko bürg 1354 als Freiherren anerkannt. fGrote, hannov. Wppb. — Frhrl. Taschcnb. von 1856. — Kneschkc, Wappen l.f Pawels), eine pommer'sche, im Lauenburg'schen begütert gewesene Familie; früher wurde sie auch Pavels u. Pa Velsen geschrieben. Kranzkewitz ist ein alteö Bestzthum derselben. fv. Zedlitz. — Brüggemann nach Elzow. — v. Ledebur II. 184. III. 321.f Paweiiberch, eine lüneburg. Familie, deren Wappen in Kürze beschreibt: v. Meding l. n. 601. fLüdersen's Samml. — v. H.1 s Pawcscn, alte, besonders in Oberösterreich und Alt- Bayern häusig vorkommende Familie, welche, wenn nicht schon erloschen, doch am Erlöschen stehen soll. Eine Linie derselben nannte sich nach dem Schlosse Hirn bei Salzbach Hirn-P. Dieselbe ist jedoch glaublich erloschen. fNachrichtcn über die obcrostcrr. Gegenstände, welche in der Landstand- Sammlung zu Linz verhandelt worden, mit Namen. 1684. — v. Hefncr, s bayer. Adel S. 7. T. I9.f Pawlikowski, galizisch. Konstantin Ritter v. P. stand 1857 als Hauptmann im 34. österr. Inf. Regiment. 1. Pawlowsky, Paulovöki, ein schles. u. mähr. Geschlecht, aus dem Anton Aegidius v. P. im I. 1803 in den Grafeustand erhoben wurde, v. Ledebur, II. 184, unterscheidet drei Familien v. P.: I. Die Pawlowski v- Tarnowa mit dem Wappen Leliwa. Stanislaus v. P. erlangte 1539 von König Sigismund von Polen Anerkennung seines Adels- Die Familie soll auch die Freihcrruwürdc befizcn und ist in Westprcußen u. Schlesien begütert. Ocsterr. Grafen seit 1808. II. Die Pawlowski mit dem Wappen Polkozic. Andreas v. P. war um 1690 Archidiakvn zu Berlin; sie sind in Westpreußen angesessen. III. Die v. Kospoth-Pawlowski, welche ebenfalls in West- Preußen seßhaft sind. Siehe Kospoth. fSinap I. 694. II. 894. — Zedier XXVI. 1655. — v. Meding III. n. 603. — M. v. M. 27. — v. H.f 2. Pawlamsky v. Noscnscld. Der Bürgermeister Anton P. zu Hohenmauth wurde im I. 1800 mit dem Beinamen v. N. geadelt. fM. v. M., Erg. 398. - v. H.f Pari de Pelkas, vielleicht kroatisch. Karl P. de P. war 1857 Unterlieutenant im 51. österr. Inf. Regiment. -f Parlaff, Parlafen, ehemals Pach sieben, Paslcben, ein altes pommer'scheS Geschlecht, das früher im Anhalt'schen be-^ gütert war. fMicrälius 513. — Siebmacher V. 164. n. 4. — v. Meding III. n. 604. — Gauhc l. 1164. — Beckmann's anhalt. Historie. — Zedier XXVI. >658. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 185. — v. H.f Paycr v- Payerau, Jaroslaw Kristian, wurde am 23- April 1691 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.^j Paqcrhiibcr, österreichisch. Wenzel v. P. stand 1857 als Unterlicutcnant im 59. k. k. Inf. Regiment. Paqersdcrg, s. Boimont. Paykul, Paikul, eine in Lieflaud ehedem begüterte Familie, aus der mehrere tapfere Generale in schwed. u. sächs. Diensten sich hervorgethan haben. fGauhe II. 868- — v. H-1 1. Payr v. Caldif, ein uradliches tiroler Geschlecht, welches aus Bayern stammen soll. Im I. 1524 wurde es der Landschaft einverleibt. Die Familie theilte sich frühzeitig in zwei Linien; die altenburger ist erloschen und die caldifer wird wol auch demnächst erlöschen, fv. Hcfner, tiroler Adel S. 14. T. 16; Erg. Bd. S. 25. T. II.) 2. Payr zum Thür», Paldith, ein steyermärk. Rittergeschlecht, das mehrere Güter in Steyermärk besaß. fSchmutz III. 103.j Ruppcrt P. erhielt 1544 einen Wappenbrief, und Kristof P., aus den kais. Erblanden gebürtig, wurde 1631 in den Adclstand erhoben. Der oberösterr. Repräsentativns- und Hofkammersekretär Joh. Mich. P. z. T., und sein Bruder, der Doktor u. Professor Franz Friedrich P. zu Innsbruck, wurden im I. 1755 mit „Edler v. u. P." in den Nitterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 186. — v. Hefner, tiroler Adel S. 14. Taf. 16; Erg. Bd. S. 25. — v. H.) Payrsdcrg, Deymund und Bayern, eine gräfliche, in Tirol be- Paz —> Ped 141 gütcrte Familie, die auö Bayern stammt, daher sie auch die Bayern genannt werden. sScifert's Ahncnt, II. — Bucclini stem- matogr. IV. >91. - Gauhe I. HKS. — Zedier XXVI. I6K0. - v. H .s Paz. Der Fiskal- und Kriminalrath Joh. Mich. P. erhielt am 18. Sept. 1790 vom Kurf. Karl Theodor ein Edelndiplom. sKncschke, Wappen III. — v. Lang 471. — v. Hefncr, baycr. Adel S. 192. Taf. 123. — v. H.s Pazalt ». Adclschwung, österreichisch. Robert P. Edler v. A. war 1857 Kadct im 57. k- k. Inf. Neginieut. Pozclt v. Paihseld. Der ol mutz er bischöfliche Rath Heinrich P. wurde im I. 1745 mit dem Beinamen v. Paitzfeld geadelt. M. v. M., Erg 398. - v. H.st Pazciisky v. Tcnczin, f. Paczensky. Paziazi, wahrscheinlich italienisch. Georg Edler v. P. war 1796 Großhandlungs-Grömialist zu Wien. sWiener Adreßbuch I796.s Pazoni, f. Elek v- P. 1. Pclioll. Anr 11. Sept. 1713 wurde die kais. Adclsverleihung an Georg Kristof P. in Salzburg bekannt gemacht. so. Schallhammcrn.st 2. Peliall. Jgnaz v. P. war 1796 Rath beim k. k. stcyer- märk- Gnbernium und ein anderer Jgnaz v. P. 1835 Angestellter bei dem äußeren Stadtrath in Wien. sWiener Adreßb. 1796.j Pclicll, Johann Josef, gräflich brenner'scher Verwalter zu Ernau, und sein Bruder Georg Kristof wurden 1691 geadelt. sN. T. A. R.s Pclinilicrg. Mag eine sächs. Familie gewesen sein, wenigstens war Georg v. P. im I. 1445 kur sächs. Obermarschall. sMüller's sächs. Annalcn 23. - v. H.s st Pclilis, Pöplitz, ursprünglich Schottländer, die in ba- den'schen, kurpfälz. und anhalt. Diensten standen. Siesollen gelegentlich des 30jährigen Krieges nach Deutschland gekommen sein. Die an den anhalt'schen Rath und Hofmeister Friedrich v. Schilling vcrhenrathete Anna Maria v. P. scheint die Lezte dieses Geschlechts gewesen zu sein. sBeckmaun, anhalt. H ist. VII. im Art. Schilling. — Gauhe I. II 66 — v. H. — Budeus, hist. Ler- - Zedier XXVIII. 949.s st Peccalcl, vor Zeiten Piccatcl, ein Mecklenburg. Geschlecht, daS schon im I. 1213 bekannt war, aber im I. 1775 in der männlichen Linie erloschen ist. Die Familie besaß viele Güter im Stargart'schen, Strelitz'schen, Stavenhagen'- schen und im Gripsmohl'scheu. sJnd. nob. Megapol. — Gauhe I. 1169. — ».Ledebur II. 18S. III. 321. — Kneschke, Wappen I. — v. Meding I. n. 692. — v. H.s Pech v. Schwarzerde». Der Stallmeister des Gr. v. Kaunitz, Ferd. P. v. S., wurde im I. 1702 in den R.Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 186. — v. H .s 1. Peche. Der Obcrstcueramtsdirektor Johann Krist. P. in Böhmen wurde im I. 1750 geadelt und 1763 Ritter. sM. v. M. 135; Erg. 399. - v. H.s 2. Peche. Der böhm.-ständ. Oberkassakoutrollcur Hermene- gild P. wurde im I. 1316 geadelt. sM. v. M., Erg. 399.s Pcchhoftn, s. Meissen. Pcchio o. Wcitenseld, österreichis ch. Adolf Ritter P. v. W. war 1857 Hauptmann im 31. k. k. Inf. Regiment. Pechlin Ii. Lömcnliach. Joh. P., Holstein, geh. Lcgatiousrath und Minister am schwed. Hofe, wurde am 24. Mai 1740 vom Kaiser mit v. L. in den Adclstand erhoben. Am 4. Nov. 1743 erhielt derselbe von K. Karl VII. die Freihcrrnwürde. Ein Nachkömmling von ihm war um 1830 dän. BundcstagSgesandter. sTaschenb. der freiherrl. Häuser sür 1348. — v. dem Knesebeck. — v. Ledebur III. 32i.s Pcchmaiui aus Drunn und Zandt, eine 1630 geadelte sächs. Familie, die im I. 1637 ein ReichSritterdiplom erhielt. Der kur- bayer. Kommandant P. wurde am 17. Juni 1698 von Kaiser Leopold zum Freiherrn und ungar. Magnaten erhoben, auch ihm die ungar. NeichSkrone im Wappen zu führen erlaubt, sv. Lang S. 197 u. f.s Der kais. Hofkammcrrath Anton Ludwig v. P. wurde im I. 1700 Freiherr. sR.T.A.R. — v. Hefner, baycr. Adel S. 49. T. 59. — Taschenb. der frhrl. Häuser für >858. — Kneschke, Wappen I. — v. H.s Pcchq. Karl v. P. war 1796 Jngrossist bei der Staats - Hauptbuchhaltung in Cameralibus, Joh. v. P. 1857 Unterlieutenant im 26. österr. Inf.Reg. n. Anton P. de Pech-Ujfalva Ober- Lieutenant im 33. Inf. Reg. Die Familie ist von rittcrl. Abstammung aus Siebenbürgen. König Mathias Korvinus er- theilte derselben im I. 1463 den Beinamen Kolosv-lry. Seit 1555 sind die Familieusprößlinge Erbherren von und zu Pech- Ujfalva. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts erlangte das Geschlecht die gräfliche Würde. sGräsl. Taschenb. v. 1863.> Pclkcnstcin, s. Possinger. Pcckcnzcll. N. Pech wurde im I. 1641 geadelt und 1659 vom Kurf, von Bayern ermächtigt, den Namen v. Pcckenzell anzunehmen. In dem Jahrbuche des deutschen Adels sür 1847 wird angeführt, daß schon 1576 Georg Pöck, ein tapferer Kriegs- Obrister, in den Adelstand erhoben worden sei. Im I. 1641 sei eine Bestätigung erfolgt und 1758 sei das Geschlecht vom Kurf. Mar Josef von Bayern in den Freihcrrnstand erhoben worden. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848. — v. Hefner, bayer. Adel S. 59. T. 59; Erg. Bd. S. I7.s Hiernach erhielt Joh. Andreas Peckher, bayer. Verwalter zu Vöcklabruck, am 23. Juli 1659 vermöge kais. AdelsdiplomS die bayer. Erlaubniß, sich v. Peckhcnzell zu schreiben, sv. Lang 198. — v. H.s st Pcckcr. Der Oberst Joh. Stefan v. P. wurde im I. 1703 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 85.j Im Jahre 1647 wurde der kais. Hauptmann Kaspar P. mit v. Wildemann in den Adelsstand erhoben. sR. T. A. R.st Es möchte wol anzunehmen sein, daß solches der Anhcrr von Joh. v. P. war. sv. Ledebur II. >85. — v. H.s Pccz >>. Tajsy, wahrscheinlich ungarisch. Johann P. v. T. war 1796 k. k. Truchseß. sWiener Adreßbuch 1796.Z Pcdci»o»te, s. Givauni. Pederstors. Von einer adlichen Mecklenburg. Familie v. P. führt das Mecklenburg. Wappenbuch das Wappen an; eö gleicht sehr dem Wappen der v. Zedlitz; ein Mehrcreö ist dießortö unbekannt. Pcdrazza, Philipp, Vicepräsident des österr. Appellations- Gerichts zu Venedig, erlangte 1351 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit, von 185 l.s Pedrocca, s. Grumelli. 1. Pcdroiii de Clapis. Der Patrizier Franz Adam v. P. zu Novcredo wurde im I. 1733 in den Ritter- und 1748 in den Grafeustand erhoben. sM. v. M., Erg. 25. 186. — v. H.s 2. Pedro»! v. Trcucnstls, Johann Peter, Bürger u. Handelsmann in Prag, wurde 1681 geadelt. sR. T. A. R.s 142 Pee — Pei Pecck, st Pieck, — Pccg, s, Zorzini. 1. Peer. Oswald P., welcher lange gegen die Türken gc- fochtcn, erlangte 1599 den erbländ. österr. Adelstand. Joh. P,, Gencraleinnehmer in Krain, und sein Bruder Andreas wurden 1665 mit v. Peru bürg oder Bcrnburg geadelt, S. Flödnigg. Dann deren Vetter Joh. Erb er in demselben Jahre mit v. Erber g in den Ritterstand erhoben, S, Erb erg. sTaschenb. der frhrl, Häuser >849.) 2. Peer. Die Brüder Karl (Domkapitular zu Laibach) und Franz P, (würzburg. Hofrath) wurden im I, 1771 mit „Edle Herren von" in den Rittcrstand erhoben. sM, v, M, >35, — v. H.s 3. Peer, Der Professor Josef Johann P. zu Innsbruck erhielt am 24. Jan. 1798 von K. Franz II. ein Adelsdiplom. so. Lang 472, — M, v. M,, Erg. 399. — v. Hefner, bayer, Adel S- 102, T, <23, - v. H.s 4. Peer v, Blaickhtcii, Franz P. aus Konstanz wurde im Jahre 1722 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM, v. M,. Erg, 399, — v, H.) Pcercnthal, st Pernat. Pcssciihaule», eine bayer. Familie, deren gleichnamiges Stamm- HauS zwischen Landshnt und Regensburg liegt. sW, Hund II. 217—23. - Gauhe I. 1166 n ,f, — v. H.s Pegau, ein im 13. Jahrhundert in Sachsen zu Em sei oh, Kayna u, Thammenhayn vorkommendes Geschlecht. W.: ? sv. Ledebur II. I85,s -s Pcgclow. Diese in der Neu mark und in Pommern an sässig gewesene Familie ist erloschen. In Kolberg befindet sich ein Lcichcnstcin des Sülzherrn Peter v. P. von 1571 mit seinem Wappen, sv. Ledebur II. 185.) Pcguiheil, s, Laverngne, Pchariiik-Hortkomch. Der Generalfcldwachtmeister Daniel P, und seine Neffen Adam, Nikolaus u. Franz P. wurden im Jahre 1791 in den Frciherrnstand erhoben. sM, v. M., Erg, 85. — v, H.s Pchnc, Der 1731 gestorbene prcnß. geh. Finauzrath v. P. war in den Adelstand erhoben worden. Sein Enkel war 1777 prenß. Lieutenant der Artillerie, Wappen? sv, Ledebur II, I83,s Pcsncscvich v. Vcröhe, Nikolaus Graf P. v. V. stand 1857 als Rittmeister im 1. österr. Hus. Regiment. Die Grafen P. v. V. gehören einem sehr alten ungar. Adelsgeschlechte an, über dessen Ursprung genaue Nachrichten nicht vorhanden sind. Am 28. Juli 1772 erlangte die Familie von K. Josef II. die gräfliche Würde. sGräfl. Taschenbuch von 1857; Hdb. dazu von 1858.) Pcsaczcvich, wahrscheinlich kroatisch. Im I, 1790 war der k. k. Gencralfeldwachtmeister Graf v, P. des Militär - Maria - Theresienordens Ritter. Ob etwa einerlei mit Pejacsevich v. V. ? Pcich, Der Hauptmann Elias P. wurde im 1.1795 geadelt. sM, v. M,. Erg, 399. - v, H.) Pcichich, ungarisch. Philipp v. P. war 1835 wirkst Hof- Konzipist bei dem ungar, Hofrath in Wien. Pcick, st Pieck. Peil v, Hartrnstld. Der Advokat Ferdinand P. wurde im Jahre 1795 mit dem Beinamen v. H. geadelt und im I. 1803 in den Ritterstand erhoben. sM. v, M,, Erg. 399, 186. — v. H.) Pcilsscin, Kristof, Reichshofkanzleischreibcr, wurde um's Jahr 1601 geadelt. sR. T, A. N.) 1. Pein, Jodokus, Registratur und Lehnprobst, und sein Bruder Ferdinand, Hofkanzleitarator, wurden 1729 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) 2. st Pein, Pain auf Wechmar, nicht Pein u. Wechmar, wie Einige (auch v. Meding) schreiben; denn diese zur Zeit Kaiser Heinrich des Voglers schon im I. 924 adliche schlesische, thü- ringen'sche, meißnische, österreichische, braunschwei- gische und böhmische Familie besaß im 17. Jahrh,, auf kurze Zeit, und nur bis 1653 in dem zu der Obergrafschaft Gleichen gehörigen, im Herzogthum Gotha gelegenen Dorfe Wechmar nur ein, jezt der Härtung. Familie gehöriges Gut, das jene ehedem als eiu Henneberg. Afterlehu von den Grafen zu Gleichen zu Lehn trugen. sSinap I, 696. II. 395, - Mg, histor. Lex. III. 74l, — Zedier XXVII, 109. — Gauhe I, 1167, — Lucä, schief, Chronik S, 858. — v. Meding II. n. 631. — Lüdcrsen's Sammlung.) Der Hofrath und Geheimsekretär der böhm.-österr, Hofkanzlei, Joh. Ernst P. v. n. zu W-, wurde im I. 1713 in den böhm. alten Freiherrnstand erhoben, sM. v. M., Erg, 85.) Joh. Hermann v. P. wurde im I. 1746 böhm. Ritter. sM. v. M., Erg. S, 186. — Nachricht von den Gr, v, Peina, Herren zu Wolfcubüttel, Vögten zu Braunschweig, u. denen o, d, Asscburg, in den braunschweig. Anz. von 1746, n, 6, u, 8, — Haarenberg, hist. Sondersh, 718. — Ann, corb. ad a. 933 n. 937, beim Leibnitz II. 16. 30, III, 36. - Sicbmacher III. 17, V. 150. — v, Ledebur II, 135, — v, H s Pciiiiienlmch, s. Pogatschnigg. Pciiiwcr v. Itcniscld, Der Amtmann zu Jmmiching im Pusterthale, Josef Anton P., wurde im I. 1742 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM, v, M., Erg. 399, - v, H.s Pcintncr, s. Hafner. 1, Peiffcr v. Pcisscinunv, Der freiherrlich briren'sche Urbar- Administrator Josef P. wurde im I. 1707 und die Brüder Anton und Leopold P. wurden im I, 1716 mit dem Beinamen v. Peis- senauw geadelt. sM, v. M,, Erg. 399 u, f. — v. H.s 2, st Prisser v, Wertrinm, eine österr. Familie. Das Geschlecht hatte schon 1529 einen Wappenbrief erhalten; den Adel erwarben HannS, Ferdinand und Leopold die P, 1674 mit v. W. Eine andere Linie erlangte 1716 die Erhebung mit v, Peissenau, Im I, 1859 erlangte der Kreissekretär I, P. v. W. zu Trient den Ritterstand, sv. Hefner, tiroler Adel S, 23. T. 26, - v, Hoheneck II. 44, 858, — Gauhe II. 869, - A, A, Zeit., Okt. 1859.) Pcisscl, eine ursprünglich liefländ. Familie, die in Ober- Sachsen mehrere Güter besaß, sv, Ledebur II. 186, III, 321, — König I, 701—9. —- Gauhe I. II68u, f, — v. Zedlitz. — v. H.s Pcither ». Pcithcrsbcrg, Johann Marimilian, erlangte 1730 den böhm. Adelstand, sv. Hellbach, Samml.) Peithncr v. Licchtensels, Der Hofrath Johann u. der Bergrath Josef Wenzel P. zu Joachimsthal wurden im I. 1780 mit dem Beinamen v. L. in den Rittcrstand erhoben. Der österr. Justizsektionschef P. v. Lichtenfels wurde 1852 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A, Zeit, v, 1852, - Taschenb. der freiherrl. Hänser 1359, — M. v. M. 135. - v. H.s Peitl, Der niederösterr. Landrechtssekretär Franz Josef P. wurde im I. 1770 mit „Edler von" geadelt. sM, v. M., Erg. 400. — v. H.) Per — Pel 143 Peitschcichojs. Dieser Name erscheint nur in der Person des prenß. Majors v. P. nm 1732 zu Filehne. sv. Ledebur II. 186.j Pcihcnjicin, s. Spitzt. Pciroto da Costa, italienisch. Ferdinand P. da C. war 1796 Offizial bei der k. k. italien. Hofkanzlei. sWiener Adreßbuch t796.j Pckkatcl, s. Peccatcl. Pclagallo, italienisch. Marianne v. P., geb. v. Falconi, war 1335 SternkreuzordcnSdamc. Pclcka, Pelcken, eine schlesische Familie, die aus Polen stammt und besonders im Teschnischcn und Oppcln'schen begütert ist. o. Ledebur, II. 186, nimmt zwei Familien v. P. an: I. Ein in Schlesien seßhaftes Geschlecht; Wappen bei Sicb- macher I. 75. II. Ein in Preußen begütertes Geschlecht mit dem Wappen Jastrzembicc. sPrcuß. Wppb. IV. 17. — Sinap I. 698. 11.860. - Gauhe II. 870. — Siebmacher I. 75. n. 5. — v. Mediug II. n. 632. — Zedier XXVII, S. 168. — v. Zedlitz. — v. H.j Pclckc», s. Pelcka. Pelden, s. Clou dt. Pclct. Die Familie stammt aus Frankreich und ihr vollständiger Name ist P.-Narbonne. Am 1. Aug. 1771 wurde ihr ein prenß. Ancrkcnnnngsdiplom ihres alten Adels ausgefertigt. Die Familie ist in Preußen, Posen n. Pommern begütert. sv. Hefner, Prenß. Adel S. 57. T. 73. — Dorst, schlcs. Wappb. II. n. >49. — Preuß. Wppb. IV. 17. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 186. III. 32l.j Pclcy v. Er - MindSMt, siebenbürgisch. Stefan P. v. E. - M. war 1835 Vicekapitän des kövärcr Distrikts. Pelgrom. Der Chevalier Karl de P. war 1796 k. k. österr. Generalkonsul auf Jslc de France. sWiener Adrcßb. 1796.j Pclgrjim lPeldrzimer, Pelchrzim), schlcs. Adel, der seinen Stammsiz Trzenkowitz :c. im Fnrstenthnmc Teschen hat. sv. Ledebur II. 186. — Sinap I. 698. II. 861. — Sicbmachcr I. 76. n.3. - v. Mediug III. n. 605. - Gauhe II. 870. - Zedier XXVII. S. 177. — v. H'.j Pclhrstmolvskj v. Grcifcnscls, galizisch. Johann P. Ritter v. G. stand 1857 als Kadet im 26. österr. Inf. Reg. Pctica», Johann Marunilian, Landschaftsbuchhalter in Steyer- mark, wurde 1724 mit „Edler von" in den Rittcrstand erhoben. IM. v. M., Erg. 186 u. f. — Schmutz III. 106.j Der kaiserl. Hof- Kammer- und fürstlich schwarzburg. Vormundschaftsrath Josef Wenzel Edler v. P. wurde im Jahre 1733 alter Reichs- und im Jahre 173? alter böhm. Ritter. sM. v. M., Erg. 187. — Zedier XXVII. 182. - v. H.j Pciika» v. Plnucnmaide. Der kais. österr. Major I. P. wurde 1836 geadelt. sM. S.j Pclkhoscn, Pelkowen, Pcllekhofcn, Bellcckhouer, ein dem Ritter- Orte Rhön n. Werra einverleibtes, auch im Bayerischen schon im 14. Jahrh. bekanntes Geschlecht. jBucelini stemmat. III. p. 140. — Salver 668. — Biedermann, Rh. n. W. I. Verz. — Siebmacher I. 84. n. 15. — Gauhe l. 1169. — v. Mediug II. u. 633. — Zedier XXVII. i68.j Marimilian P. zn Hohenbuchlach auf Morach erhielt vom Kurf. Marimilian Emannel von Bayern am 13. Jan. 1688 das Freiherrndiplom, sv. Lang 199. — Taschcnb. der frhrl. Häuser für 1848 u. 1856. — v. Hcfner, baycr. Adel S. 50. Taf. 5V; Erg. Bd. S. 17. — Kncschke, Wappen I. — v. H.j Pclkomski, eine preuß. und poln. adliche Familie, die in Preußen v. Pclkau hieß und Klein-Sieftcr nebst Juchau besaß, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 186.j W.: Jastrzembicc. Pcllärt, Johann Karl, aus Flandern, wurde 1716 in den Reichsritterstand erhoben. sR. T. A. R.j ch Pellunt, eine geldcrn'sche Familie, welche mit der Gleve siegelt. 1463 und 1424 ist mit mit dem Hause Gestein bei Geldern belehnt: Derik v.'Pellandt, verhcurathet 1. mit Wil- helma v. Kessel, 2. mit Johanna v. En denk erg. Der Sohn aus lezter Ehe, Arut v. P., hatte mit Met van Aken eine Tochter Aleida, welche ihrem Manne Arnt v. Eyll das Haus Gestellt in die Ehe brachte. Arnt v. P.'s Bruder war Stefan v. P. sArch. Notizeu.j Pcllati de la Tour. Der Oberstwachtmeistcr Franz P. de la T. wurde im I. 1816 in den Freiherrnstand erhoben. IM. v. M., Erg. 85. - v. H.j Pcllegnni, eine gräfliche — aus Italien stammende — Familie in Oesterreich. Pellegrino-Fcrri wurde am 4. Mai 1769 von K. Friedrich von Dänemark in den Grafenstand erhoben. Oesterreich bestätigte solches am 23. März 1819, am 29. April 1829 und am 22. Okt. 1836. Joh. Baptist Pclle- grino v. Pellegrini war 1835 k.k. Gnbernialrath in Venedig. sGrasl. Taschenb. von 1855. — Hvrtl.j 1. Pcller, L., österr. Hofrath, erlangte 1852 den rittermäßigen Adelstand mit Gestattnng, den Adel auf seinen Neffen, Dr. Ludwig P., übertragen zn dürfen. sA. A. Zeit. v. 1852Z 2. Pcllcr ». Chrciibcrg. Der Oberlicutcnant Kaspar P. wurde im I. 1786 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 400. — v. HI 3. Pcllcr v. Schoppcrshos, ein österr. und fränk. Geschlecht. sZedlcr XXIX. 189. — Biedermann, Nürnb. Tab. 424—38. — Neues gencal. Hdb. v. 1777. S. 303 u. f. 1778. S.357.j Martin P. erhielt am 8. Jan. 1585 von K. Rudolf II. ein Adelödiplom. sv. Lang S. 472. — Genealog. Jahrbuch des deutschen Adels auf 1846 u. f. v. Hefncr, bayer. Adel S. t02. T. 123. — v. H.j 1. Pcilct «Nif Hohen-Haidlsing. Der Hofrath Karl Joachim P. zu Straubing erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 14. Dez. 1785 ein Edelndiplom. sv. Lang 472 u. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. 102. T. 123. — v. H .j 2. Pcllct v. Hundt. Der Oberstlieut. Joh. Georg P. v. H. und sein Bruder Johann Wolfgang wurden im I. 1766 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 85. — v. H .j Pcllhcini, ein österr. Geschlecht, das nach dem Bucelin zuerst mit Dietherr v. P., der nm das I. 1686 lebte, erscheint. sZedlcr XXVII. 194. — v. H.j Pclosi, österr.-italienisch. Bonomo Edler v. P. war 183 5 Podesta u. Direktor deS Wohlthätigkeitsvereins zu Sondrio. Vielleicht gleichen Ursprungs mit Bonomo. Pclscr. Joh. Friedrich P. wurde 1766 in den Adelstand erhoben. sR-T-A. R.j In lezterer Zeit war noch Johann Anton Maria Josef v. P.-Berensberg zu Düsseldorf in der preuß. Nheinprovinz bekannt. Joh. Wilhelm v. P., Patrizier in Köln, war 1765 Johanniterordenskomthur zu Köln. sv. Ledebur II. 186. — v. Zedlitz. — Fahne I. u. II. Ill.j Im Stammbaum wird Johann Friedrich „Freiherr" genannt. j- Pclshöfcr, Veit, erlangte am 14. Sept. 1606 von Kaiser Rudolf II. den Adel. Weder Veit noch seine Nachkommen haben 144 Pel " von dieser Vergünstigung Gebranch gemacht. Die Familie lebte zu Stettin. Wappen? sv. Ledebur II. 1874 Pcltcnzwcig, s. Pezclcr. Pelzet v. Pelzet». Der nieder österr. Rcgierungsrath Josef P. wurde im I. 1804 mit Edler v. Pelzein geadelt. sM. v. M., Erg. 400. - v. H.s Pclztzoscr, eine im 8. Jahrh. im Herzogthume Krain bek annte, auch zum Thcil berühmte frhrl. Familie, von den bayer. Pelkowcn wahrscheinlich verschieden. sGauhc I. 1I68u. f. — Zedier XXVII. 214. - v. H.s Pelztzüber, Ritter v. liofenfeld, erhielten die stcycrischc Landmannschaft. sv. H. — Schmutz III- 106-ss Pclzlcr v. Pcltzcnzwcig. Der Proviantoberkommissär Johann Josef P. wurde im I. 1729 mit dem Beinamen v. Peltzenzweig in den Reichöadclstand erhoben. M. v. M-, Erg. 400. — v. H4 Pcnibcrgcr, Michael, erlangte 1627 den Adelstand. sN. T. A. N.> st Pcintcr, Pembler, v. Leutstetten, ein bayer. Geschlecht, welches am 27. Okt. 1692 vom Kurf. Mar Emanuel den Frei- hcrrnstand erhielt. Wahrscheinlich um 1762 erloschen, sv. Hcfner, st daycr. Adel S. 22. Taf. 184 Pcmitcr v. Frcifhaide. Der Pens. Major Franz P. wurde im Jahre 1321 mit v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 400. - v. H4 st Pcncktcr. Der Hofkriegs- und Legationssekrctär und nach- herigc Internuntius an der ottomann. Pforte, Heinrich Kristof P., wurde im I. 1740 mit „Edler von" in den Ritter- u. 1747 in den Neichsfrcihcrrnstand erhoben. Die Familie ist am 16. Okt. 1801 wieder erloschen. sTaschenb. der sreiherrl. Häuser auf 1843. — Genealog. StaatShdb. auf 1748. S. 326. — M. v. M., Erg. 85. 187. - v. H.s Pcndaka v. Campenbcrg. Der Vicehofbuchhalter Josef Ernst P. wurde im I. 1767 mit dem Beinamen v. C. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 187. - v. H.s 1 Pcndorff. Jakob v. P. war im Jahre 1505 Domherr zu Merseburg. Die Familie ist erloschen. sv. Zedlitz. — v. Ludwig, reliq. Mspt. IV. 446. — Zedler XXVII. S. 236. - v. H.s Pcndtenricdter v. Adelshofen. Der Reichshof- u. niederländ. Rath Kristof P. wurde im I. 1719 Freiherr. sM. v. M. 754 Joh. Kaspar P. v. A. wurde im I. 1728 in den böhm. alten Rittcrstand erhoben. Joh. Kristof P., Regent der gräflich har- rach'schen Familiengütcr in den kais. Erblandcn, wurde 1662 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R4 Vehse, Gesch. des östcrr. Hofes und Adels VII. 208, führt den Reichshofrath Kristof P. nicht als adlich auf. sM. v. M., Erg. 187. — v. H.s Pcnckc, österreichisch. Friedrich v. P. stand 1857 als Hauptmann im 32. k. k. Inf. Regiment. Penig, f. Hub er. Pcnitsch, Johaun Ferdinand, wurde im I. 1727 geadelt. sM. v. M., Erg. 400. — v. H.s Penn» v. Dcinthcnia , ein Freiherr des 18. Jahrhunderts, k. Rath und Leibmedikus. sAct. crudit. Lips. >715. — Zedler XXVII. 266. — v. H.s 1 Pennnvairc, eine adliche französ. Familie, die sich in Toulouse niedergelassen hatte und von dort aus Religionsgründcn nach Deutschland sich wendete. Der Parlamentsadvokat v. P. Pen kam am Anfange des 18. Jahrhunderts mit vier Söhnen nach Berlin. Einer der Lezteren, Peter v. P-, geb. 1690, trat in preuß. Kriegsdienste. Ihm gehörte das Rittergut Heiligenthal im ManSfeld'schen; auch schenkte ihm, zulczt General- Lieutenant, König Friedrich II. von Preußen die Droste! Escnd. Die Familie ist 1824 erloschen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 187.s st Penning, ein kölnisch-westfäl. Geschlecht, aus welchem Heinrich P. 1512 Kanzlcr des Herzogs Johann von Cleve und Kristian v. P., kaiserlicher Gcneralkommissär, ein Sohn Albert's v. P. zu Mongatz in Ungarn und der Maria v. Töckeli, Ritter des gold. Vließes war. sCulem. - ravensbcrg. Merkwürdig! l. 42. — Fahne I. 330. — v. Ledebur II. 187.s Wappen? Pensen v. Caldcnlmch, eine jülich'sche alte Familie, die sich im 30jährigen Kriege sehr hervorgethan hat. sGauhe l. 1170. — v. Zedlitz, Ad.Lexikon, unter Caldcnbach. — v. Ledebur II. 187. — v. H.s Pcnstri, auf Quicka in Preußen, Kreis Johannisburg. Wappen? sv. Ledebur II. 18?4 st Pcnllinck, ein in der Grafschaft Marck ansässig gewesenes, 1594 ausgestorbenes adlichcs Geschlecht, sv. Steinen, westfäl. Gesch. Taf. XXXI. — v. Ledebur II. I87.s Peutz v. Pcnhcimn, eine erloschene österr. Familie, welche am 24. Mai 1654 in der Person des Heinrich Penz von Kaiser Ferdinand III. den Adel erhalten hatte. sKneschke, Wappen IV. — R. T. A. N.f Die Familie ist verschieden von denen v. Putzen au und führte in gespaltenem Schilde einen Löwen, der an einem Gatter aufsteigt. sSiebmacher III. 1344 Pcntzcnati, Penzcnan, s. Pinzenau. Pcntzingcr, Andreas, wurde 1589 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R4 1. Penz, Bentz, Bensen, eine schon im I. 926 in der Mark Brandenburg nach Vertreibung der Wenden bekannte, auch im Holstcin'schcn u. Pommer'scheu begüterte Familie, aus welcher Kristian v. P. im I. 1634, nachdem er sich mit einer natürlichen Tochter König Kristian's IV. von Dänemark vermählt hatte, von Kaiser Ferdinand II. in den Grafenstand erhoben wurde. Er starb 1652 ohne Nachkommen. (Eine andere Familie dieses Namens, welche eine Greifenklaue im Schilde führte, ist bereits im 15. Jahrh. erloschen sBagmihl III. Taf. XIU. Ist) Die hier besprochene Familie führt einen Löwen im Wappen und ist vorzüglich in Mecklenburg begütert, sv. Hefncr, sächs. Adel S.41. T.47; Mecklenburg. Adel S. 16. T. 14; Erg. Bd. S. 32. — Ranfft'ö gcncaloq. Archiv 1734. 's. 264. — v. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — Mecklenburg. Wppb. XXXVII. 143.— Bagmihl III. Taf. XXXVI. — Siebm. t. IA. III. 132. 154. — v. Ledebur II. 187. III. 321. — Angeli, Annal. 3l». — Micrälius III. B- Kap. 49. — Zedler XXVII, 293 u. f. — Liidcr- fen's Samml. — v. Westfalen, monum. inedit. T. III. Tab. 6. T. IV. Tab. 19. n. 46. — Gauhe I. 1170; Anh. 1712 u. f. — v. Meding III. n. 606. — v. H. — Kncschke, Wappen III.) 2. Penz v. Dölitz. Der kais. österr. Oberstlicut. Johann P. wurde 1830 mit v. D. geadelt. sE. S-f Pcnzcnctcr v- Pcnzcnjicin. Die Brüder Anton, Johann, Joses und die Schwestern Klara Elisabeth, Anna und Theresia wurden im I. 1754 mit dem Beinamen v. Penzen stein geadelt. sM. v. M., Erg. 400. — v. H.s Pcnzcnsicin, f. Penzenetcr. st Prnzig, Penzke, eine schlesische, auch oberlausitz'sche Familie, deren Stammhaus das gleichnamige P. bei Görlitz war, Pen — Per 145 das sie im Jahre 1491 dem Rath zu G. verkauft haben. Das Geschlecht ist erloschen, und hat die lezte Tochter, Kristiaue Sofie v, P>, Namen und Wappen an den 1891 in den Freihcrrnstand erhobenen Rittergntsbcsizer v. Prenzel übergetragen. sv. Ledebur II. 188. — Krist. Kuauth's alte Gesch. des adl. Hauses derer v. Penzig n. derselben ersten Lehns- u. Rittergüter, besonders dem Stammhause u. Beste Penzig in der Oberlausitz, in Kreyßig's Beitr. zur Hist. der sächs. Lande IV. ZZ2—50. — Sinap I. 699. II. 862. — Siebmacher I. 21. n. ll. — v. Meding I. n. 603. — Grosser's lausitz. Merkwürdigk. I. 157. — Zedier XXVII. 231. — v. H.s Penskc, s. Penzig. ^ Pciiskofcr. Will). P. zu Angerbach (Vilsbiburg) steht in der bah er. Landtafel 1499. (Vielleicht Päzkofer?) Pcpciifcid, Michael, erlangte 1692 den Reichsadelstand. sR. T. A. R.s Pcpperfack, ein westfälisches Geschlecht, das von denen v. Pheffersagk verschieden zu sein scheint. sv. Steinen, westfäl. Gesch. I. 1919. Tab. 17. n. 11. — v. Meding III. n. 607. — v. H.s Peraita-sicuaiid, eine gräfl. Familie in Preußisch-Sachsen. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1811 u. f. — v. Hefuer, sächs. Adel S. 3. T. 3; preuß. Adel S.21. T- 23. — Sächs. Wppb. III. 4. — V .Ledebur II. 188. III. 321. — Kneschke, Grafenhäuser.s Perard. Der aus dieser altadlichcu französ. Familie stammende Konsistorialrath v. P. erhielt am 6. Juni 1746 ein preuß. Anerkeunungsdiplom. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 188 s Perband, eine alte Familie, die über 299 Jahre in Preußen begütert war. sGauhe II. 872. — Petr. v. Duisburg Chrom Pruss. Cap. 225. p. 297. — Zedier XXVII. 314. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 183. III. 321. — v. H.s Perburg, s. Mayer. Percellq, ungarisch. Wilhelm v. P. stand 1857 als Kadet im 6. österr. Art. Regiment. Pcrch, Hanns, wurde 1572 geadelt. sR. T. A. R.s Perchcutin, s. Parchcndiu. Perchtoid. Am 7. Nov. 1733 wurde die salzburg. Adels - Verleihung an Anton Virgil P. bekannt gemacht, sv. Schallhammern.s f Perckhaim, eine freiherrl. ob er österr. Familie, die ihren Namen von dem gleichnamigen Schlosse im Mühlviertel an der Donau hatte, aber vor länger als 299 Jahren (1699) abgestorben ist. sv. Hoheneck I. 102. — Gauhe II. 872. — Prcuenhubcr, Annal. Styrens. 339. - Zedier XXVII. 221. — v. H.s Perczcl, ungarisch. Rudolf v. P. stand 1857 als Unter- Lieutenant im 7. österr. Ul. Regiment. Pcrdacher ». Pergenstcin. Der Hofrath und geh. Referendar Florian P. wurde im I. 1769 mit dem Beinamen v. Pergen- stein in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 135. — v. H.s Perbas, s. Marchall. Pcregalli, österr.-italien i sch. Vincenz Edler v. P. war 1835 Adjunkt bei dem k- k. Centralfiskalamt in Venedig. Pcrcga v. Crcmnago. Der Gutsbesizer Josef P. zu Mailand wurde 1849 mit v. C. in den österr. Adclstand erhoben. sE. S.s Pereira u. Arnstein. Heinrich P., wurde im I. 1812 mit dem Beinamen v. A. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v- M., Erg. 86. — Jahrb. des deutschen Adels 1848. — v. H.s Perelli. Der Landmann Joachim P. in Görz wurde im Jahre 1779 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 187. — v. H.s Stammbuch des Adels in Deutschland. IN. Percuclli. Gabriel v. P., kais. Hofkammerrath, wurde 1659 in den Freihcrrnstand erhoben. sR. T. A. R.s Pcrcnthal, s. Plcschnigg. Percnmerth v. Mrnstain. Franz v. P. aus Serien in Tirol erhielt im I. 1733 die Bestätigung des im I. 1465 erlangten Adelstandes mit dem Beinamen v. B. sM. v. M., Erg. 401. — v. H.s Pcreuisi, ungarisch. Emmerich Frhr. v. P. wurde 1789 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen; wahrscheinlich einerlei mit Persny de Nazy-Szöllös. Emmerich Frhr. v. P. de N. - S. war 1796 Episcopus BaccnsiS (Bischof zu Bac). (Wiener Adreßbuch von I796.s Peres, Peris, Pcreß, eine sächsische, besonders meißnische Familie, deren gleichnamiges Stammhaus im Amte Pegau liegt. Die Familie kommt schon 1489 daselbst vor. sv. Ledebur II. 189. — Konig III. 794 — 800. — Siebmacher I. >54. n. 14. — v. Meding l. n. 604. - Gauhe I. 1171. — Zedier XXVII. S. 358 u. f. — v. H.s Pcretsdarf, s. Ravichio. Pcrctti, österr.-itali cn isch. Josef v. P. war 1835 Professor an der Realschule zu Trieft. Peres, österr.-italienisch. Joh. Baptist v. P. war 1335 Adjunkt bei der k. k. Delegation in Verona. Perfall. Hanns Ferdinand P. erhielt vom Kurf. Maximilian Emanuel von Bayern am 28. April 1685 ein Freiherrndiplom Die Familie gehört zu den eingebornen alten Geschlechtern Bayerns und hat den Namen von dem Edclsiz Per fall im Landgericht Wasserburg. Im I. 1489 erlangten die P. einen Wappen- Brief, nachdem dieselben damals schon in der 6. Generation auf Perfall gesessen. Ihr Fideikommißgut ist jezt Greifeuberg am Ammersee. (Taschenbuch der freiherrl. Häuser auf 1853 u. 1856. — v. Hefner, bayer. Adel S. 50. Taf. 50; Erg. Bd. S. 17. — Kneschke, Wappen IV. — v. Lang 199. — v. H .s Pcrg, s. Du Mont. Pergau, Oesterreicher, deren Einige v. Ludwig in seinen reliq. Mspt., IV. 152. 163.269.293—98, aufführt. sZedler XXVII. 399. — v. H.s Pcrgdorii, Lorenz, kais. Mundkoch, wurde 1639 geadelt. sR. T. A- R.s Pcrgclasc, s. Berglase. Pergc», Perger, Berger, Bergen. Die Freiherren u. Grafen dieses Namens stammen entweder aus Kärnthen, oder, wie eher zu vermuthen, aus den Niederlanden, weil sie das nämliche Wappen haben, als die Herren v. Bergen aus den Niederlanden, die von Kaiser Leopold diesem uralten Wappen den Adler beigefügt erhalten haben. Sie sind besonders in Nied eröst erreich begütert. Joh. Heinrich Kornel v. P., k. k. Kämmerer u. geh. Rath, erhielt von K. Leopold I. am 8. Aug. 1663 die Bestätigung des alten hergebrachten Ritterstandes mit „Edler Herr v. P." am 2. Jan. 1672 den erbländischen, am 28. Okt. 1673 den Reichs- Freiherrn- u. am 27. Juni 1683 den Grafenstand, sowie lezteren am 19. Dez. 1699 die Brüder Karl, Joh. Baptist u. Franz Anton. Das Geschlecht ist auch im Besize des Obristerbmünzmeisteramtes in Oesterreich. sAllgem. gcnealog. Hdb. I. 703 — 10. — Hübner III. 962. — Gauhe I. 1172. — v. Schönberg, Adelsschemat. I. 135 u. f., wo auch das Wappen beschrieben ist. — Genealog. Taschenbuch (Gotha, 1325) S. 35 u. f. — Schmutz III. 308.s Der österr. Oberkom- 19 146 Perg — Peru missär Joh. Baptist Frhr. v. P. wurde im I. 1716 in den Reichö- Grascnstand erhoben. sM. v- M., Erg. 25. — Zedier XXVIII. 402. — Hyrtl, die fürstl., gräil. u. srhrl. Familien der österr. Monarchie I. 1850. Sicbmacher, Snppl. VI. 0. — v. Hefner, kraincr Adel 16. Tas. 15. — v. H. — Kneschke, Grafenhänscr-s Pcrgcnstciii, s. Perdach er. 1. Pcrgcr, Gebrüder, erhielten 1566 Adelsfreiheit. sR.T.A.R.s Wahrscheinlich ist der b ö h m ische Kanzleiregistrator Georg Pcrgcr, welcher um 1596 Adelöbestätigung erhielt sR. T. A. R.), ein Nachkömmling der Gebrüder P. Ebenso mag der Gubcruial- Rath Lorenz P., welcher 1815 die Riltcrwürde erlangte, auch ein Nachkomme obiger Gebrüder P. sein. sM. v. M., Erg. 187.) Selbst die P. in Oesterreich, wovon sich Einige um 1738 P. v. Nosenwcrth schriebe», könnten hieher gezält werden. 2. Pcrgcr, D. Benedikt, wurde 1665 in den Adelstand erhoben. sN. T. A. R.) 3. Pcrgcr. Der böhm. Gnbernialrath Laurenz P. wurde im Jahre 1815 in den Nitterstand erhoben. jM. v. M., Erg. 187. — v. H-l 4. Pcrgcr, eine adliche Familie in Oesterreich, wovon sich Einige P. v. Nosenwcrth schreiben. jZedler XXVtl. 40Z. - v. H-I 5. 1 Pcrgcr ». Embsticb. 1677 wurde das kais. Freiherr» - Diplom für Georg u. Kristof Paris P. mit dem Prädikate „v. E-" in Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhammern.) Sic sind Erbansfergcn zu Laufen geworden 1618 mit Thomas P. v. E., dessen Frau Anna Lorichin (4 zu Salzburg 1635) war. Joh. Thomas P. Frhr. v. n. zu E., fürstlich salzbnrg. Rath und Pfleger zu Mittersill, ErbauSfcrg zu Laufen, ch 23. Febr. 1687. 6. ch Pcrgcr am Pcrg, eine ausgestorbene ober österr. Familie, die das auf einem hohen Berge im Mühlviertel gelegene Schloß Perg erbaute, welches durch die Lczte dieses Geschlechts, die mit Erasmus v. Rödern vcrhcnrathet war, im Jahre 1526 an diese Familie gekommen ist. sv. Hoheneck II. 193. — v. H.) 7. ch Pcrgcr v. Pcrgc, eine alte adliche Familie in Kroatien, ehedem Wcchbowsky n. Wcchnowa geschrieben, die von Kaiser Rudolf II. im I. 1583 die Bestätigung des adlichen Standes und des crstgedachten Namens erhielt, vcrmuthlich aber im I. 1655 ausgestorben ist. sZedlcr XXVII. 463. — v. H.) 8. Pcrgcr v. Pcrgeiiliu. Der österr. Hof- u. Gerichtsadvokat Dr. H. P. wurde 1861 mit obigem Beinamen geadelt. >A. A. Zeit., April 1861.j 9. Pcrgcr v. Pcrgrain. Am 7. Aug. 1689 wurde das kaiserliche Adclsdiplom für Johann Jakob P. v. P. in Salzbnrg bekannt gemacht, sv. Schallhammern.) 16. Pcrgcr zu Pcttmcs!, wahrscheinlich ein Zweig der v. Gum- pcnberg; kommen 1356 vor und sind 1457 erloschen, sv. Hefner, ch bayer. Adel S. 5.s 11. Pcrgcr v. Waldtlicrg, Ofsiziant im kais. Handgrafenamte, wurde 1643 mit v. W. geadelt- j Sicbmacher lV. 140. — R. T. A. R.s Pcrghofcr. Der Kaufmann Leopold Anton P. wurde im Jahre 1783 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 401. — v. H.) Pcrglcr v. Pcrglas, eine bei der böhm. Landtafel anerkannte Rittcrfamilie, die schon im I. 1496 vorkommt, wovon eine Linie sich noch v. Katzen grün u. Kottigau schreibt, und wurde Karl Anton, eben von der katzcngrüncr Linie, im I. 1798 in den Reichs - Panncr - n. Frciherrnstand erhoben, und Ritter Anton P. v. P. wurde im I. 1326 Freiherr, sv. Lang 473. — Seiferts Ahnentafel der Chanowöky. — Gauhe I. 1173. II. 873. — Zedier XXVII. S. 404. — M. v. M. 75. — v. Hcfncr, württ. Adel S- l0. Tas. >2; bayer. Adel S. 50. T. 50; Hess. Adel S. 21. T. 23. — Frhrl. Taschenb. von 1856. — v. H.s Pcric oder Pcricr, ein gräfliches französisches Geschlecht aus der Bretagne, wovon sich ein Zweig in Deutschland, besonders in Württemberg, mit Ausgang des 17. Jahrhunderts niederließ. Scheint wieder erloschen zu sein. sPerc Anselme Gencal. des Grand officiers de la couronnc Lib. IV. 75. 80. V. 383. VII. 75. — Neues gencalog. Hdb. 1773. Nachtr. 157. — Zedier XXVII. 417 n. f. - Tyroff I. B. A. 50. — v. H.) Pccilti, Joachim, wurde 1765 görzcr Landmann und 1776 in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben, sv. Hcfncr, görzer Adel S. 29. T. 27.) 1. Perm v. Gradcnjicin. Der k. k. Rath und Hofsckrctär bei der Staatskanzlci, Eberhard P., wurde im Jahre 1812 mit dem Beinamen v. G. geadelt. jM. v. M., Erg. 401. — v. H.s 2. Prnn v. Wogcnlmrg. Der österr. Major Franz P. wurde 1841 mit v. W. geadelt. Seine Kinder erlangten 1855 die Niltcr- Würdc. sA. A. Zeit. v. 1855.) Pcrinct n. Thauvenai), s. Thanvenay. Pcrissntti, Dr. H., Oberlandgcrichtspräsident in Oedenburg, erlangte 1859 den österr. rittcrmäßigcn Adel. jA. A. Zeit-, April 1859.) Pcrihhaf, stammen aus Oesterreich und wurden 1851 in Bayern in die Adelsklasse eingetragen, sv. Hefner, bayer. Adel S. 163. T. 123.) Alexander v. Pcrizhof war 1796 Naitrath bei der nngar.-sieben bürg. Staatshauptbuchhaltnng der Stiftungen, in Wien. Pcrlchoft», ursprünglich Bürgersleute zu Schwaz, erhielten 1599 einen Wappenbrief und 1649 den Rcichsadel mit Wappen- Vermehrung. sv. Hefner, tiroler Adel S. 23. T. 27.) Pcrkow, s. SyrakowSker. Pcrt v. Aärcnscld. Der Obcrlicut. Josef P. wurde im Jahre 1817 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M. 239. - v. H.s Pcrlas, s. Villana. Pcrlath v. Kaltenlmrg. Josef Anton P. von Klausen in Tirol, wurde im I. 1865 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M., Erg. 401. - v. H.s Pcrlingcr, Josef Antou, ans Bötzen, wurde im Jahre 1724 in den RcichSadclstand erhoben. jM. v. M., Erg. 401, — v- H.s Pcrmniscr, Sigmund, wurde 1661 geadelt. sR. T. A. R.) Pcrnnl. Der Hofkontrolleur Franz Xaver Kaspar P. erhielt vom Kurf. Maximilian Josef III. am 13. Dez. 1776 den Edcln- stand. sv. Lang, Suppl. 136. — v. H.) 1. Pcrnat, ehemalige Patrizier in München, wurden 1776 vom Kurf. Mar Josef III. geadelt. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 103. T- 124.) 2. Pcrnat v. Pccrcnthall. Franz Sigmund P., Notar und Aktuar in Görz, wurde im I. 1752 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 401. — v. H.) Pcrna», Pcrnancr v. Perncg. Ihr Stammhaus gleichen Namens war in Tirol unweit Schlünders gelegen, dann kamen sie nach Peru - Pers 147 Oesterreich ob u. unter der Enns, und kommen schon im Jahre 1345 vor. Im I. 1732 war Johann Ferd. Ad. Frhr. v. P. zu Rosenau geh. Rath im Gotha'scheu. Sie wurden im Jahre 1674 in den Freiherrnstand erhoben, sv. Hoheneck II. 47 u. f. — Gauhe I. 1173. — Siebmachcr III. 85. — H. Spiller v. Mittcrbcrg, Samml. mehrerer Ahnentafeln mit 32 Ahnen. — Zedier XXVII. 514. — v. H- — Kneschke, Wappen IIIZ Pcrnlurg, s. Werloschnigg. Pernburg, s. Peer. st Perncgg, ein ehemals berühmtes gräfl. Geschlecht in Stcyermark, stammte von den alten Markgrafen und Herzoge» von Stcyermark ab und starb mit Wilhelm im I. 1532 aus. sBrcunhcubcr in Annal. Steren. 490. — Zedier XXVII. 515. — v. HZ 1. st Pcriier v. Därcncck, besaßen im 14. u. folg. Jahrh. das gleichnamige Schloß in Stcyermark. Joh. Niklas P. war der Lezte seines StammeS; er vermachte seine Güter seiner Gemahlin, was aber dessen Verwandten hintertrieben, worauf Bären eck durch Niklas' Schwester (Dorothea, die Gemahlin Rindsmaul'S) an diese Familie gelangte. sSchmutz III. 109. — v. HZ 2. st Pcnicr v. Ncttciiwörth, salzburg. Adel. Hrn. Hanns P.'s v. N. Erben u. Andreas P. v. R. erscheinen 1592 auf dem Landtag zu Salzburg. (Schild gcviertet: 1. u 4. ein gestürzter Sparren, 2. u. 3. drei Bärenköpfc.) Kristof P. hat Lampoding erworben und sich davon geschrieben; er war Kammermeister des Erzbischofs Matheus Laug v. Wellen bürg und wurde von diesem mit dem Erbausfergeuamte zu Laufen belehnt. Der Edel Hanns Egidi Berucr v. R. st 1663 als der Lezte seines Geschlechts. 3. st Pcriier zum Schachen, besaßen den gleichnamigen Ort bei Berneck im 14. u. 15. Jahrh. und sind mit den P. v. Bäreneck wol ein und desselben Stammes. sSchmutz III. 109. — v. HZ Pcnicq, s. Peru au. Pcrnsus, Dr. P. A., erzherzoglich österr. Rath, erlangte 1851 den rittermäßigcn Adclstand. sA. A. Zeit. v. 1851.s Pcrnhoftr, I., Sektionschcf im österr eich. Ministerium des Aeußern, wurde 1858 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1858Z Pernklo, s. Bärenklau. Pernold v. Ucruiaid und Dcrnthal. Der Gutsbesizer Josef P. und seine Brüder Leopold und Franz wurden im I. 1796 mit »Edler von" in den RcichSritterstand erhoben. sM. v. M. 136. — v. HZ st Pmistcui. Dieser Name wird zuweilen aber unrichtig mit Bernstein oder Bärenstein in Meissen verwechselt. Die v. P. waren alte Freiherren, stark begütert in Böhmen, Mähren, Schlesien n. Oesterreich, die gleich den Leßczinsky, mit denen sie wahrscheinlich Eines Ursprunges sind, einen schw. Büffelkopf im g. Felde führten, von 1537—1548 die ganze Grafschaft Gl atz und dann mehr als 90 fürstliche Güter in Böhmen und Mähren besaßen, auch wegen Gl atz Münzen prägen ließen und im I. 1631 im MannSstamme ausgegangen sind. sZcdler XXVII. 513. — Hartmann's Samml. — Sinap II. 336. — Hamburg. Remarquen l 794. S. 333. — Siebmacher I. 32. — Trier, Enileit. in die allg. Wappenkunde, Ausg. v. 1744. S- 437. — Gauhe I. 45. n. I. — Balbini, misc. hist. regn. Boh. lib. II. c. 8. p. 56- — v. Mcding II. 33Z Pernstich v. Frcyhaimb. Johann Valentin P. zu Kalter» in Tirol wurde im I. 1706 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 491. - v. HZ st Pcriijtorss, Perndorff, ein zwischen 1600 und 1620 ausgestorbenes österr. Geschlecht. In Nr. 3 des I. Jahrgangs des Reichsanzeigerö von 1801 wurden authentische Nachrichten von diesem Geschlechte gesucht; siehe Bcrudorf. sv. HZ Pcratag, wurde 1572 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. RZ Pcrinis de Pcrsa, ungarisch. Fclir P. de P. war 1857 NechnungSaccessist beim Landesfuhrwesenskommando in Ungarn. Permiierth, wurden 1826 in die bayer. Adelsklasse eingetragen, sv. Hefner, bayer. Adel S. 193. T. 124Z Perouse de la Crclangc, Pcronsa u. Criechingcu, s. Bertrand. Perouich de Zauzza, etwa kroatisch. Stefan P. de Z. stand 1857 als Untcrlicntenant im 9. österr. Ul.Neg. Pcrponchcr, P.-ScdiuihKy. Das gleichnamige Stammhaus dieser französ. Familie liegt in der Landschaft Perigord. Aus Religiousgründen wandte sie sich im 16. Jahrh. nach den nördl. Niederlanden. Durch Vermählung mit Anna v. Sedlnitzky wurden Namen und Wappen beider Familien vereinigt. Heinrich v. P., k- uiederländ. General, wurde 1815 in den nied erlaub. Grafenstaud erhoben. Seine drei Söhne traten in den preuß. Unterthaucnverband und ihre Grafenwürde wurde am 9. Juli 1853 anerkannt, jv. Ledebur II. 183. — v. Hefner, preuß. Adel S. 27, unter Sedlnitzky, Taf. 3lZ Pcrruni, Bertram und Kristof, Brüder, und Beltram und Dominikus P., deren Oheime, wurden 1602 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. RZ Perregaiir. Die Gebrüder Adolf Friedrich Karl, Friedrich und Wilhelm P. in Neufchatel, wurden 1839 in den preußischen Freiherrnstand erhoben. sE. S. — v. Ledebur II. 189Z Pcrricrc u. Dcliecirc. Der Major Jakob Bartholomäus P. wurde im I. 1791 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M. 233. - v. HZ 1. Permi, Sekretär bei dem k. französ. Marschall Fürsten v. Bellisle, wurde 1642 in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. sR. T. A. RZ 2. perrin v. Gradenstcin. Der kais. österr. Hofrath Eberhard P., Ritter, wurde 1833 in den Freiherrnstand erhoben. sE- SZ Es steht zu vcrmuthen, daß dieser Ritter Eberhard ein Nachkömmling des Sekretärs P. sei, welcher 1642 geadelt worden ist. Pcrrinct des Frames, Benedikt, erhielt von K. Franz I. im I. 1758 ein RcichSritterdiplom mit dem Ehrenwort „Edler". sR. T. A. RZ Perrot. Diese adl. Familie in Neufchatel hat ein preuß. Erncucrungs- oder AucrkenunngSdiplom erhalten, sv. ZedlitzZ Wann? sv. Ledebur II. 189- — Preuß. Wppb. IV. 17Z Pcrsa, Anton, in Görz, wurde 1825 in den österr. Adel- staud erhoben. sE. SZ Pcrscha v- Alitanieitimrg. Der Bleigewerke Mathias P. zu Bley- berg in Kärnthen wurde im I. 1792 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M., Erg. 49 l. - v. HZ st Pcrschkau, eine in Preußen noch 1601 blühende Familie. Im Jahre 1638 scheint dieselbe erloschen gewesen zu sein, da die Güter an den Lehnsherrn zurückgefallen waren. Wappen? sv. Ledebur II. 183Z Pcrlchon, Mathias Georg, wurde im I. 1729 geadelt. sM. v. M., Erg. 491. — v. HZ 19* 148 Pers — Pest f Pcrlcli», Perselhn, Peselin, ein pommcr'sches, 1424 erschienenes Geschlecht. sBagmihl V. 34. — Siebmacher V. >64. — v. Ledebur III. 3214 Pcrsich v. Köstcnhcim. Der Pfarrer und Erzpriester Niklas P. zu Lovranna, dessen Bruder Franz P., infnlirter Probst zu Neustadt, und Anton P., Koinmcrziant in Krain, wurden im I. 1792 mit dem Beinamen v, K. geadelt. sM. v. M, 233 u, f. - v, H-s Pcrsico, österr.-italienisch. Johann Baptist Edler v. P. war 1835 Präsident der Malcrakadcmie zu Verona. Presch v. Wihitsch. Die Gebrüder Nikolaus und Michael P. erlangten 1621 den Adclstand mit dem Beinamen v. W. IR- T, A, R.s Pcrsnis, s. Lvnnsdorf- Person, österreichisch. Franz Ser. v- P. war 1835 k. k. Gubernialrath zu Graz. Pcesomuili, galizisch. Josef v. P. war 1357 Oberlieutcnant im 8. ö st err. Drag. Regiment. Pcrstain, s. Peru st ein. Pcrthalcr, Dr. I., ö st err. ObcrlandcSgerichtsrath, Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Ritterstand erhoben. sA. A. Zeit., Sept. 180>4 Perihold v. Wosscnfcld. Der kais. Lieutenant beim sachsen- gotha'schcn Drag.Regiment, Franz Johann P., wurde 1763 mit dem Beinamen 0. W. geadelt. sR.T. A.R4 -s Pcrtkcnou, ein durch Fleiß und Umsicht zu großer Wohlhabenheit gelangter Gutsbcsizer in Schlesien, Karl Pertke, ) wurde von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen mit dem Namen v. Pertkenau in den Adelstand erhoben. Er besaß Dam- britsch und verschiedene andere Güter. Ist wieder erloschen, sv. Zedlitz. v. Ledebur II. I9I>4 Pcrhialis, Leonhard, Anton Hieronimus, Thomas Nikolaus, Johann und Johann, Vettern, wurden 1582 geadelt. sR. T. A. N.s Pcruiorth v. Plaiikcnfels. Der Hauptmann Kristof P. wurde im I. 1759 mit dem Beinamen v. Plankenfeis geadelt. sM. v. M. 240. — v. H4 Pcrze, ein lüneburg. Geschlecht, dessen Wappen bloö aus einem Siegel von 1332 angibt: v. Meding I. n. 695. sLüdersen's Sammlung. — v. H.s 1 Pcschcn, Pctschen, ein in der Oberlausitz im 16. Jahrh. vorkommendes Geschlecht, welches Königswarthe und Drei- wei kern besaß, sv. Ledebur II. 1994 Pcschct, Freiherren in Sachsen, wovon Einer im I. 1738 residirender Minister zu Rom war. l Genealog. Hdb. v. 1738. S. 600. - Zedier XXVII. 746. - v. H4 Pcschicr, Ludwig, Associe des gräflich frieß'scheu Handlungs- Hauses, wurde im I. 1815 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg- 187. - v. H4 Pcschkc, Georg, wurde im I. 1719 in den böhm. Adel- und 1728 in den böhm. Ritterstand erhoben. Die Vorfahren hatten tapfer gegen die Türken gefachten und von K. Rudolf einen Wappcnbrief erhalten. sDorst, allgem. Wppb. I. 114. — v. Ledebur II. 190. - M. v. M., Erg. 187. 401. - v. H4 Pcschku, Simon, kais. Hofkammcrkanzleiverwandter, wurde 1636 geadelt. sR. T. A. R4 Pcschmitz, .s. Beschwitz; Häckhl- Pesel. Der Hofgerichtsadvokat Joh. Baptist P. zu München erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 7. Sept. 1799 ein Adelsund Nitterdiplom. so. Lang 473. - v. Hefner, baycr. Adel S. 103. Taf. 124. — v. H4 Pescline, ein altes pommer'sches Geschlecht, in der Herrschast Wolgast begütert. sMicrälinS, Antiq. Pomer. Lib. VI. p. 366. ^ Zedier XXVII. 749. - v. H4 Pcscllc v. Pcsclli oder Pcjscln >>. Pcsclli de Monte Campo. Der Assessor des Oberstburgrafenamtcs, Johann Franz P. zu Prag, wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. Peselli in den böhmischen Ritterstand erhoben. Im Jahre 1718 wurde gedachter Johann Franz in den Freiherrustand erhoben mit dem Beinamen v. Monte Campo. sM. v. M., Erg. 36. 187. — Zedier XXVII. S. 753. — v. H.s Pcsenti, öst err.-italienisch. Peter Edler v. P. war 1835 Ehrendomherr zu Bergamo und Pfarrer. Pcsmal v. Czcchorod. Der Domkapitnlar zu Prag, Dr. W. P., wurde 1858 mit v. C. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit, von 18534 Pcsorn, ein aus Spanien gebürtiger Graf, der im Jahre 1711 dem Kaiser nach Wien gefolgt. sRanfft >733 u. 36. — Geneal.hist. Nachr. l. 613. — Zedier XXVII. S. 750. - v. H.s Pcsseln v. Pcsclli, de Monte Campo, s. Peselle v. Peselli. Pcstacalda v. Incardino, Jakob Franz, wurde im I. 1639 in deu Freiherrustand erhoben. sR. T.A. R. — Siebmacher V. 84 Es scheint eine span. Familie zu sein. 1. Pcstalozza, Pestalozzi, Pestalozzi), Pestaluzzi u. Gondoreck, Bestaluzzi. Paul P., in oft err. Diensten, wurde 1615 geadelt. Im I. 1681 wurde der Adel der drei Brüder Pestalozzi, Johann Anton, Johann Baptist u. Herkules, bestätigt. sR.T. A.R4 Ein Zweig dieses Geschlechts erwarb in Bayern mehrere Güter und wurde am 2. Sepk 1799 vom Kurfürsten Karl Theodor als Rcichsvikar in den Grafenstand erhoben. Früher — am 25. Sept. 1677 — war Johann Jakob in den böhm. Nitterstand und am 12. Februar 1689 Cäsar Maria v. P. u. Gondoreck in den böhm. Freiherrnstand versezt worden, so. H. — v. Lang 57. - v. Hesncr, bayer. Adel S. 17. T. 11. 12; Erg.Bd. S. 9. — Siebmachcr V. 182. 43. 54. — Sinap II. 397. — v. Ledebur II. 190. — Gräsl. Taschenb. von 18524 2. Pcstalozza, Anton, Podesta zu Mailand, erlangte 1855 den ö st err. rittermäßigen Adclstand. sA- A- Zeit. v. 18554 Pestalozzi, öst err.-italienisch. Rudolf v. P. war 1835 k. k. Rath beim Civiltribunal zu Cr ein 0 na. 1. Pcstcl, Johann Michael, Wechselnegotiant zu Nürnberg, wurde 1764 geadelt. sR. T. A. R4 2. Pcstcl, Ferdinand Friedrich, hannöv. Oberappellations- Rath, und Kristof Heinrich, preuß. Kriegs- und Domänenrath, Brüder, wurden am 18. Sept. 1768 in den Reichsadelstand erhoben. Im Hannöver'schen wurde diese Standeserhöhung am 29. Sept. 1776 bekannt gemacht. sR. T. A. R. — v. d. Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur II. 190. — Preuß. Wppb- IV. 18. — Kneschke, Wappen I .s 3. Pcstcl. K. Friedrich Wilhelm III. von Preußen erhob am 3. Jan. 1787 den Kriegs- und Domänenrath zu Minden, Karl Philipp P., in den Adelstand. Einer seiner Söhne war Oberpräsident der Rheinprovinz, sv. Zedlitz. — v. Ledebur Pest '— Pet 149 II. 199.) Es scheint, daß diese Familie das nämliche Wappen, wie die hannöver'sche führt. 4. Pcstet, Friedrich Wilhelm, Professor an der Universität zu Lehden, wurde 1792 in den Reichsadelstand erhoben. (R- T- A, N'I Pcsters. Ein Kammerherr Frhr. v. P. wird 1803 als Eigentümer von Brusendorf genannt. Wappen? sv. Ledebur II. >99. III. 321.1 Pcswicdcr, Andreas, Salzamtsvcrwalter zu Wien, wurde 1614 geadelt. sR.T.A.R.) Pessler. Der Magistratsrath Philipp P. zu Wien wurde im Jahre 1793 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 492.) Der GntSbcsizer Franz Josef P. in Oesterreich ob der Enns wurde im I. 1893 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 136.) Der Pens. Obcrstlient. Jgnaz v. P. wurde im I. 1896 Freiherr. sM. v. M. 75. - v. H.) Pcssiiihcr, Ritter und Besizer der Herrschaft Peßnitz in Steyermark. sSchmutz III. 114. — v. H.) s Pcsjwirlt 311 Cronackcr. (Ein Bär auf einem Dreiberg schreitend.) Nosina P. v. C. war die Frau dcö Oswald Schuß v. Satt lpei Ist ein u. hat ihm Cronackher zugebracht c. 1659. Pcsztcrczc, s- Sartori. Pet, auf Neddischau in Westpreußen. W.: Haubicki. sv. Ledebur III. 321.) Pctainek v. Zrinyrad. Der österr. Major im 23. Inf. Reg., I. P., wurde 1861 mit v. Z. geadelt. sA. A. Zeit., Nov. 1861.) Pctahi, ein altes adliches, seit dem Jahre 1622 freiherrlicheö und seit 1628 gräfliches Geschlecht, das von den röm. Papiricrn, besonders von den Pätiern herstammen soll; es wohnte schon im 14. Jahrh. in Trieft und erhielt im Jahre 1561 die Bestätigung seines Adels. sHistoria de Trieft, a Iren, de la Croce I. 5. 6. — Gauhe I. 1174.-— Schmutz III. 114. — Zedier XXVII. 991. — v. H.) Petcaui l>. Stcindcrg. Auf den österr. Obcrlicutenant bei den Ulanen, Fr. P. v. S., wurde 1857 der Freiherrnstaud seines Oheims übertragen. sA. A. Zeit- v. 1857.) -s Petcpcski v. Chih u»d Egcrbcrg, eine ausgestorbene böhm. Familie, die im 39jährigen Kriege der Religion halber aus Böhmen vertrieben wurde, und die wahrscheinlich von den unten vorkommenden Pietiepeski verschieden ist. sGauhe I. 1lL9n. f. 11.874. — v. H.s Peter. Der k. baycr. Hoskammerrath Joh. Ernst Melchior P. zu Amberg erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 1. Juni 1799 ein Adels- und Nitterdiplom. sv. Hcsncr, baver. Adel S. 193. T. 124. — v. H. — Bayer. Wppb. VII. 71. - v. Lang 474.) h Pctcrau, in West Preußen seßhaft, sv. Ledebur III. 321.) Pctcrssy. Der Hofsekrctär der ungar. Hofkanzlei, Johann Franz P., wurde im I. 1712 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 75. - v. H.) PcterhäiM >>. Uchlmrg- Franz Ferd. P. wurde im I. 1719 mit dem Beinamen v. R- in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 187. - v. H.) Pcterncl, Oberst, erlangte 1827 den Adelstand vom Großherzog von Baden. sE. S.) Petcrs v. Petersen. Der österr. Oberlieut. H. P. wurde 1861 mit obigem Beinamen geadelt. sA. A- Zeit-, Juli 1861.) Petcrsdorscr, besaßen das gleichnamige Dorf in Stehermark. sSchmutz III. 119. — v. H.) 1. Petcrsdorff, Pederstorff, ein pommer'sches und mecklen- burg'schcs Geschlecht, das im I. 17"78 mit dem Mecklenburg. Major Jobst Ludwig v. P. erloschen sein soll, aber in Pommern, Mecklenburg u- noch anderwärts blüht, wie denn auch Sprößlinge desselben sich im preuß. Staatsdienste befinden- sv. Hcfner, schwarzburg. Adel S. 39. Taf. 4. — Micrälius 366. — Siebmacher V. >64. n. 7. — v- Mcding I. n. 696. — Zedier XXVI. S. 1944. — Lüdersens Samml. — v. H.) 2. Petcrsdorff, ein anderes Mecklenburg. Geschlecht, das mit dem vorigen einerlei Ursprung hat; ein Abkömmling dieser Familie besizt die im I. 1819 errichtete Grafschaft Nvgsdorf auf der Insel Fühnen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 199. III. 321. — Mecklenburg. Wppb. Taf. XXXVIII. 142. — Kneschke, Wappen III. IV. 482. — Micrälius 514. — Gauhe I. 1166. -— Siebmacher V. 164. — v. Meding I. n. 697. — v. H.s Petersen, Petersen, Petersens. Es gibt mehrere Familien dieses Namens: I. Eine Familie in Holstein, welche im Schilde einen Quer- Balken, darüber 2 Sterne, und darunter 2 in'S Kreuz gelegte Schlüssel führt. II. Ein ebenfalls Holstein. Geschlecht, welches einen Adler im Schilde zeigt. sSiebmacher V. 149.) III. Eine pommer'sche Familie, die sich aber später Pctersee nannte, 1732; sie besaß Zeitlitz im regenwalder Kreise. IV. P. v. Greifcnberg. Aug. Friedrich P., k. preuß. geh. Legationssekretär, wurde am 2. März 1711 von K- Josef I. mit v. G- in den Adclstand erhoben. Wappen: In B- ein halber Fisch und darunter ein Ordenökreuz. V. Petersen, eine aus Dänemark stammende Familie, welche — 1711 — Carlsberg, Kreis Schlochow, besaß. W.: ? VI. Karl Pet er son wurde unter dem Namen Petersens am 16. Juni 1778 von Schweden in den Ritter- u. Adclstand aufgenommen; sie befinden sich auch in Pommern. W.: ? sv. Ledebur II. 191. s VII. Joh. Friedrich P., geh. Rath in Darmstadt, erlangte am 16. Mai 1899 den Hess. Adel, und nachträglich am 39. März 1819 einen Wappenbrief. (v. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 23.) Petcrsfttd, s. Petropoliag. s Pctcrshnim, ein erloschenes schwäb. Geschlecht zu oder bei Hall in Württemberg. Sie führten in B. einen gold. viereckigen Rinken mit Lilien an allen vier Ecken; auf dem Helm aber zwei schw. Brettspiel (Flügel) mit eben solchen g. Rinken. sCrusius, schwäb. Chronik I. 899. — Siebm. II. 191. V. Z55.) -s Pclcrshcimcr (Pettershaimtm) zu Lausscndach. (Im Schild ein Reiher mit einem Fisch im Schnabel.) N. P. zu L. steht in der bah er. Landtafel 1499. s Petcrswatd , Peterswalt, Peterswaldc, sind dem Nitterorte Rhön u. Werra immatrikulirt gewesen, sowie auch in Mecklenburg und Pommern. sBiedermann, Rhön u. Werra. I. Verz. — Sinap l. 699. — Schannat, fuld. Lehnhof 139. — Gauhe I. 1175. — Siebmachcr I. 64. n. 6. — v- Meding III. n. 699. ^ v. Ledebur II. 191. — v. H.) Wappen: In R. ein s. Balken, in welchem ein schw. Eberkops liegt; übergegangen in das Wappen der Gr. v. Eickstädt. -s Peterswaldc, Petcrswaldan v. Pcterswatdskq , ein mährisches, seit 1659 srciherrl. Geschlecht, das auch in Schlesien begütert 150 Pete — Petr ist; und das sich schon im I. 1312 an dem Hofe des Herzogs zn Schweidnitz befand. Wappen: In B. ein radschlagender f. Pfau, der sich auf dem Helme wiederholt. fv. Ledebur II. 191. III. 322.' — Lucä, schles. Hist. 675. — Ganhe I. 1176. — Sinap I. 699. II. 397. — v. Meding III. n. 610. — Zedier XXVll. 1069, aus anthcnt. schriftl. Nachr. - v. H-f Pclcrq. Die v. P. stammen aus der Schweiz; mehrere Zweige dieser Familie haben sich in den österr. u. prcnß. Staaten ausgebreitet, )v. Ledebur II. 191. — v. Zedlitz.! Pcthe. Diese Grafen besaßen Friedan und den Markt Folsteran in Stcyermark. sSchmntz III. 119. — v. H.) Pcthni, ungarisch. Wilhelm v. P. stand 1835 bei der ungar. adlichen Leibgarde zu Wien. Pclhcs v. IMoiiha, siebcnbürgisch. Alexander P. v. I. war 1835 Obcrnotar bei der unteren weisscnburger Gespanschaft. 1. Petit, eine preuß. Familie. Der k. prcnß. Kanzler und Lehnsstatthalter des Hcrzogthums Geldern, Friedrich Hcinr. P., erhielt von K. Friedrich Wilhelm II. von Preußen am 29. Nov. 1787 ein Bestätigungs - und ErneucrnngSdiplom für seinen Adel. Im I. 1636 besaß die Familie Ajcndonck- sv. Ledebur II. 191. — v. Zedlitz.) 2- Petit. Der Kapitänlieut. Adalbert Josef P. wurde im Jahre 1774 geadelt. IM. v. M., Erg. 102. — v. H.) 3. Petit-Pierre, ein adl. Geschlecht zu Neufchatel, welches im Anfange des 18. Jahrhunderts (1739) ein Adelsdiplom erhielt; namentlich erlangten den Adclstand Johann, David Heinrich, Abraham und Heinrich, Patrizier. Am 13. Jan. 1832 brachte der Staatsrath v. P.-P. die preuß. Grafenwürde mit v. Wes- dehlen an sein Geschlecht, jv. Zedlitz. -- v. Ledebur II. 191. III. 104. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 31. T. 36, unter Wesdehlen-I 4. Petit v. Sönigjicrn, österreichisch. Karl P. V. K. war 1857 Hauptmann im 25. k. k. Inf. Regiment. Wahrscheinlich mit Petit 2. einerlei. 's Petkum, ein sehr altes Holstein. Geschlecht, dessen Stamm- Schloß gleichen Namens nahe bei Emden in Ostfriesland gelegen. (Gauhe I. 1176 u. f. — v. Ledebur II. 192. — v. H.) Petra, de. AuS diesem Geschlechte war Karl KaSpar Erz- Bischof zu Trier von 1556—1567. M. s. den Art. Lcyen bei Zedier XVII. 719. 1714 n. XXVII. 1994. Vielleicht gehört auch zu diesem Geschlechte Hermann de Petro, der 1412 als Karthäuser und Professor in Trier war. sZedlcr XXVII. 1995. — v. H.) Pctrani v. Itciukerg. Die Vrüdcr Josef, Mathias, Michael und Valentin P. wurden im I. 1795 mit dem Beinamen v. S. in den Nitterstand erhoben. IM. v. M. 136. — v. H.) Pctrasch. Der Generalfeldwachtmcister Maninil. Frhr. v. P. wurde im Jahre 1717 böhm. Freiherr. sM. v. M., Erg. 86.) Der Gencralfeldwachtmeistcr Ernst Gottlieb v. P. wurde im Jahre 1767 in den österr. Frciherrnstand erhoben. sEbcnd.) Eines Generalseldmarschalllientenants v. P. bei der Kavallerie, der dem Feldzuge gegen die Türken im I. 1736 beiwohnte, gedenkt aus Nanfft'S genealog. Archiv Zedier XXVII. 1195. Die Familie war in Schlesien angesessen, sv. Ledebur II. 192. — v. H.) 1. Petri, ein der vormal. Neichsritterschaft 1734 einverleibtes Geschlecht. Heinrich P. wurde am 4. Aug. 1556 von K. Karl V. geadelt. Der Magistrat zu Basel bezeugte, daß seine Nachkommen sich stets des Adels bedient haben. Die Familie besaß Landscheit und Steinbach. Georg Kristof v. P. lebte 1734 als Hauptmann unter dem nassau'schen Kreisregimcnt. Schild: Ein Arm mit einem Hammer, Funken aus einem Felsen schlagend. IWursttscn 642. — Nebmann, Adelsarchiv, Mspt.) 2. Petri. Der Rath, Bürgermeister n. Phisikus, auch Senior der medizin. Fakultät, Dr. Georg Kristof P., dessen Vater ein er fürter Kaufmann war, wurde vom Grafen v. Schönborn im Jahre 1689 in den Adelstand erhoben und erhielt die Komitiv, welche Würde und Standescrhöhung Kaiser Leopold bestätigte und mit andern Privilegiis und Prärogativen vermehrte, worüber das Diplom in Salandcr 'S erpcdirt. Notar, wie Motschmann in Erford. lit. 5. Samml. 738 sagt, zu lesen sein soll, welches sich aber wenigstens in der ersten der 6 Ausgaben dieses salandcr'schen (oder vielmehr Schaden's) Buches nicht findet. (Zedier XII. 630. — v. H.) 3. Petri ». Hartenfels. Der geheime Ncichshofkanzleierpeditor Franz Philipp P. wurde 1749 mit v. H. geadelt. )M. v. M., Erg. 402.1 4. Petri v. Iommcr» zu Samiiicrshaiiscn, in der Oberpfalz. Heinrich P. v. S. lebte in Wesel. Unter König Friedrich I. von Preußen bekleidete er den Rang eineö Generalmajors. Er ließ den Adel fallen. Seine Gemahlin, Gertrud v. Roß, gebar ihm 24 Kinder. Das jüngste, Isaak v. P., preuß. Oberst, zeichnete sich in der Kriegs- und Baukunst aus; er starb 1776 zu Frcicuwalde. sv. Zedlitz.) Diese P. scheinen verschieden von den Petri v. Hartenfels, könnten aber zu den obigen P. zn Landschcit und Steinbach gehören. Ob der Adel erneuert worden, erscheint zweifelhaft, sv. Ledebur II. 192.) Pctrich, österreichisch. Andreas v. P. war 1835 unter den nnangcstellten k. k. Fcldmarschalllieutenants. Pctrichcvich-Horv-ith. Den Gebrüdern Nikolaus und Eugen v. P.-H. ist gestattet, den Namen Freiherren v. Jnczekn in Siebenbürgen auf sich zn übertragen; und Anton P. - H. de Szeplak, Kreisvorstand zu Udvarhely, wurde 1869 in den österr. Freiherrnstand erhoben. IA. A. Zeit., März 1860 u. Mai 1861.) 1. Pctrick, österreichisch. Georg v. P. war 1335 Kanzlist bei der Landesregierung unter der Enns. Möchte wol gleich mit Pctrich sein. 2. PetrilK v. Mlmiscl!>. Der Sekondlieutenant im 3. posen'- schen Regiment Nr. 58, C. H. A. P., wurde 1861 mit v. L- in den preuß. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juli 1861.) Pctricziii, Thomas Nikolaus, erlangte am 6. Mai 1638 den böhm. Adelstand. sM. S.) 1. Pctrikowski, in Wcstprcußen. sv. Ledebur II. 192. III. 322.) Wappen: Tarnawa, in R. ein s. Kreuz von gold. Halbmond begleitet. 2- Petrikouiski. In Sachsen blüht eine poln. Familie v. P., auch v. P.-Lindenau in Folge Adoption des sächs. Oberforstmeisters v. Lindenau, sv. Hefner, sächs. Adel S. 41. T. 47.) Wappen: In B. auf g. Mauer ein s. Schaf, darüber ein g. Stern, für P. Die P.-L. fügen das Wappen v. L. dem v. P. bei. Louis Heinrich v. Pctrykowöki stand 1857 als Kadet im 15ten k. k. österr. Inf. Regiment. Pctriticinch -Hariiath. Der Generalfeldwachtmeister Kasimir P-- Petr — Peu 151 H, wurde im I. 1791 in den Frcihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 86- — v. H.) Vcrgl. Hör Warth. Pctroch, ein im Lauenbürg'schen ansässiges Geschlecht. Wappen: Leliwa. sv. Ledebur It. 192. III. 322.1 Petrocza, s. Trattnern. Pctropaliag v. Pctcrsscld. Der Pens. Major Jllia P. wurde im I. 1801 mit dem Beinamen v. Peters feld geadelt. sM. v. M. 210. - v. H.) Petrafsi, österreichisch. Michael v. P. befand sich 1796 unter den Skriploren bei der k. k. Hofbibliothck. ^Wiener Adreßbuch 1796.) Pctrouaq, ungarisch. Adam v. P. war 1357 Unterlieutenant im 16. k. k. österr. Inf. Regiment. Pctrovie, kroatisch. Milos v. P. war 1857 Unterlieutenant im 3. k. k. österr. Geniebataillon. Pctcowicz, wahrscheinlich kroatisch. Peter Edler v. P. stand 1857 als Hauptmann im 24. österr. Inf. Regiment. 1. Petrawitz, Konstantin, Kaufmann zu Chemnitz, erlangte 1792 vom sächs. Reichsvikariat den Adel. sv. Hellbach, Sammlung.) 2. Petrawitz - Armis. Der Ritter Peter Theodor P. -A., ein in der Moldan ansässiger Gutsbesizer aus altadlichem Geschlechte, wurde im I. 1819 in den Ritter- und 1818 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M. 27. 136. — Taschenbuch der gräfl. Häuser auf 1814 u. f. — v. H.) 1. Pctsch, eine fränk. Familie, welche dem Ritterort Rhön und Werra einverleibt gewesen. sBiedermann, Rhön u. Werra. 1. Verz. — v. H.) 2. Pctsch v. Löwcugreis. Der Rittmeister Jgnaz Karl P. wurde im 1.1773 mit dem Beinamen v. L. geadelt. IM. v. M., Erg. 402. — v. H.) 3. Pctsch v. Pctschendars. Anna Barbara P., geb. v. Langer, eine Appellationsrathswittwc, wurde im I. 1769 in den böhm. alten Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 188. - v. H.) Pctfchkowih, im Oesterreichischen und Steyerischen begütert; wurden um daö I. 1714 in den Grafcnstand erhoben. sSchmutz III. 120. - v. H.) Pctschowitsch, Petschowitz, eine frhrl. Familie, die in Oesterreich, im Hcrzogthume Krain und Steyermark ansässig gewesen. sGauhc I. 1177. — Schmutz III. 121. - v. H.) Pctschwih, Pcschwitz, Petschütz, s. Beschwitz. Pcttcn v. Pcttaw. Paul P. erhielt 1639, mit der Freiheit, lezteren Beinamen zu führen, ein Adelödiplom. sR. T. A. R) Pettendorf, s. Bettendorf. Pettcneckh, eine in neueren Zeiten (etwa um die Mitte des 18. Jahrhunderts) geadelte und im Fürstenthume Mergcntheim wohnhafte Familie. Im Jahre 1784 lebte daselbst Marie Anna de P., geb. de Breuning. sAus Gerichtsakten.s Pcitencgg, s- Pöttickh v. P. Vielleicht sind die Pettenek, Pettcneckh und vorstehende P. Eines Stammes? Pettenek, österreichisch. Anton v. P. war 1835 k. k. Oberst im Jngenieurkorps und Direktor des Geniearchivs. Pcticnkose». Franz P. und seine Brüder Josef und Johann Michael, Bürgermeister zu Lands Hut, NittergutSbesizer von Külz und Hechenberg, erhielten am 29. Okt. 1742 von Kaiser Karl VII. ein Adelsdiplom, sv. Lang 474.) In der Rcichstar- amtsrechnung ist Franz „Pettenkofer" genannt. Die Brüder stammten aus dem Eichstätt'schen. sv. Hefner, baycr. Adel S. 103. T. 124. — v. H.) Pcttcnkoffcr. Der eichstädt'sche Amtsrichter Franz Xaver P. zu Töging, Bestzer von Kollersried, erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 6. Juli 1792 ein Adclsdiplom. sv. Lang 475. — v. Zedlitz. — v. Hefner, bayer. Adel S. 103. Taf. 124. — v. H.) ch Pcttcnpeck, stammten ans dem Bürgerstandc zu Dachau. Hanns P. starb 1449. Herzog Ferdinand von Bayern heu- rathetc 1588 Maria, die Tochter des Georg P., Richters in Haag. Die aus dieser Ehe hervorgegangenen Kinder (16) erhielten den Namen Grafen v. Wartenberg und die Fähigkeit der Nachfolge in Bayern. Mit den Enkeln ist das Geschlecht erloschen. S. auch Wartenbcrg. sv. Hefner, -s baycr. Adel S. 22. T. 19.) 1. Peh. Der böhmische Gutsbesizer Anton Edler v. Petz wurde im I. 1899 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. S. 188.) Der Apotheker Anton P. zu Lemberg u. Tarnow wurde im I. 1896 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. S. 492. — v. H.) 2. Peh v. Durckhaim. Der Pens. Oberstlieut. Georg P. und der Rittmeister HieronimuS P. wurden im I. 1899 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M-, Erg. 492. — v. H.) 3. Petz v. Lichtcnhof. HieronimuS P. erhielt von K. Karl V. im I. 1541 einen Wappen- und Schutzbrief, von Ferdinand II. aber am 15. Dez. 1628 ein Adelsdiplom. sv. Lang 475. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1846 u. f. — v. Hefuer, bayer. Adel S. 103. T. >24. — v. H.) 's Pctzdorff, ein in Preußen begütert gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 192.) s Petzelior v. Panckowa, eine der ältesten, in den Fürsten- thümern Oppeln und Ratibor ansässigen schles. Familien. sv. Ledebur II. 192. — v. H. — Lucä, schles. Hist. 702. — Siuap II. 863. — Gauhe II. 874.) Peheek. Der niederösterr. Appellationsrath und Professor des Kirchenrechts zu Wien, Josef P., wurde im I. 1899 geadelt. sM. v. M. 240. — v. H.s Petzcr, österreichisch. Alois Ritter v. P. war 1835 Prov.- Kommnnaladjunkt bei dem k. k. Centralsanitätsmagistrat zu Trieft. Petzinger, bayer. Adel. jSiebmacher I. 98. n. 2. — v. Meding III. u. 61 l. — v. H.) Petzlcr, Johann Josef, kais. Proviantoberkommissär, wurde 1729 geadelt. sR.T.A.R.) Pctzold, ein in Preußen, Thüringen und Pommern ansässiges Geschlecht, sv. Ledebur II. 192.) Pctzy, ungarisch. Ladislaus v. P. war 1857 Rittmeister im 12. k. k. österr. Hus. Regiment. Pcucer, Kaspar, Arzt und Polihistoriker zu Miltenberg, erhielt am 19. Mai 1566 Wappen u. adliches Kleinod von Kaiser Marimilian II. sv. Ledebur II. 192.) Wappen? Pcucer, s- Böttcher. Pcuckcr, E., Oberst im Kriegsministerium, wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen geadelt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. >92. III. 322. — Preuß. Wppb. IV. 18. — Kneschke, Wappen 1.) Pciickhamer (Puickhaimer) zu Puickhaim (Landgerichts Kelhcim), niederbayer. Adel. Werner der P. v. P., bayer. Landrichter 152 Pm - zu Kelheim, stiftete die Pfarrei zu Puickhan 1497. Gebhard P. zu Tnnzling 1412, Erasmus P. auf Zeidlarn, Ritter, 1438. Schild: Zwei Hackeu geschrägt, darüber ein Bauernhütl. >Archiv d. h. V, für Niederbayeru VI. 29sf.f pencrn, Daniel Franz, wurde am 27. Aug. 1797 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.s pcugcr ». Pnige und Ilaitzcnfchtag. Joh. Ludwig P. v. P. u. N. wurde im I. 1737 in den Freihcrrnstand erhoben. >M. v. M., Erg. 86. - v. H.f st pcuntncr zn Cberfchwang i»i!> Mayrhoff (drei, 2. 1, Mohren- Köpfe in G.)- Georg und KaSpar die P. zu E. stehen in der bayer. Landtafcl 1499. ff Pcurt, Pcnrll, Pcirl, ein steyermärk. Rittergeschlecht, das im 12. Jahrh. den peuerl'schen Hof bei Schabenberg besaß und deren Wappen nach ihrem Aussterben an die Wischel in in Karnthen überging. fSiebmacher II. 45. n. 14. III. 89. n. 19. — Schmutz III. 138. — v. Meding II. n. 634. — v. H.) st pcufchcr zum Lcoiistei», kommen 1374 vor. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie Leonstein in Oesterreich und zog dahin. Ob sie dort noch blühen, ist unbekannt, fv. Hefner, st bayer. Adel S. 5.) st penffcr ». Leutershausen, ein im fränk. Ritterortc Altmühl 1296 ansässig gewesenes, um 1396 aber erloschenes Geschlecht. (Biedermann, Altmühl Tab. 232. — v. H.) st Pcujtcr, Poster, Puster, Püster, v. Drackendorf, schlesi- scher, wahrscheinlich erloschener Adel. sSalvcr 146. 452. Tab. 14. n. 49. — Sinap 742. — Siebm. I. 56. n. 13. — v. Meding III. n. 612. — v. H.f Pcvcrada, Johann Nikolaus, aus Tirol, wurde im I. 1734 in den Rcichsadelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 492. — v. H.f Pcvcrclti, Gabriel, kais. Hofkammerrath, wurde im I. 1659 in den Freiherrnstand erhoben. sR-T. A. R.) Johann Anton P., kais. Oberstwachtmeister, erlangte 1656 ebenfalls ein Freiherrn - Diplom. sR. T. A. R.) 1. Pcyer, Johann Konrad, kais. Hoffonrier, wurde 1679 geadelt. fN.T. A. N.f 2. Pcycr. Der Hofkammersekretär Sebastian P. wurde im Jahre 1799 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. sM. v. M. 136. — v. H.f 3. Pcqcr ». Mach, eine in Württemberg sich befindende Familie, welche auS Schaffhausen in der Schweiz stammt. Sie kamen zuerst in Württemberg. Dienste im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts. fSiebmacher, Supplem. III. 14. — Tyroff, Württemberg. Wappb. IV. — v. Hefncr, württ. Adel S. 17. Taf. 22; Erg. Bd. S. 42. — Kneschke, Wappen IV.f 4. Pcycr im Hof-Mg-Julis-Maiciifcld, österreichisch, aus der Schweiz stammend. Eduard P. im H.-j.-S.-M. war 1857 Unterlieutcnant im 19. k. k. Inf. Regiment. 5. pcycr v. Pcycrslicrg. Der Hauptmann n. nachherige Oberst- Lieutenant Peter P. wurde im Jahre 1792 mit dem Beinamen v. Peyersberg geadelt, 1795 in den Ritter - und 1814 in den Freiherrnstand erhoben. fM. v. M. 75. 249; Erg. 183. - v. H.f Peqcrt v. pcycrsfetd. Der Hauptmann Jgnaz Anton P. wurde 1769 mit „Edler von" geadelt und als Kreiskommissär zu Chru- dim in Böhmen im I. 1781 in den Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 188. 492. — v. H. Kneschke, Wappen III.) - Pfa pcycrn (Dayrn) zu Freudcnfets, eine schwäb. Familie, die im I. 1616 mit I. Eh. v. P. zu F. ausgestorben ist. fv. Hattstein III. Suppl. 123. — Siebmacher I. 113. n. 3. — v. Meding II. n. 635- — v. H f pcycrn, s. Mayer. pcyrcr v. Mirskoscu. Ein Rcgierungsadvokat u. Notar P. zu Amberg erhielt am 3. Nov. 1779 ein pfalzgräflich zeil'scheS Adels- Erneucrnngs- und Ritterdiplom, und am 7. Jan. 1771 ein bestätigendes kurfürstliches Ausschreiben darüber. fv. Lang, der ihn S. 475 Peyer, im Suppl. <39 und im Register Peyrer schreibt und beide irrig unterscheidet. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 193. T. 124. — v. H.f Pcyrolt, eine von Preußen geadelte Familie. Wann? fPrenß. Wppb. IV. 13. — v. Ledebur II. >33.f Pezzolo, Josef, erhielt 1652 ein Adelsdiplom. fR-T. A. R.f Pfäffingen, ein altes adl. Geschlecht in Schwaben, das noch 1319 blühte und dessen Stammhaus im Württemberg. Ober- Amt Herrcnberg lag. fGricsinger 1943.) fi Pfüssinger v. Jalmannskirchcn, Erbmarschalle in Nieder- Baycrn, ein berühmtes Rittergeschlecht. Mit Degenhard P. v. S., Botschafter des Kurfürsten von Sachsen bei der Kaiserwahl zu Frankfurt, starb dasselbe 1519 ans. Güter und Wappen kamen an die Herzheim er. fSiebmacher II. 64. — v. Hefner, 1 bayer. Adel S. 23. T. I3.f ff Pfiiln sive Pseln. Diese Familie erscheint häufig in Urkunden des 15. Jahrhunderts und hatte ihren Stammsiz auf dem jezigen Weiler Pfählhof im O.A. Urach. 1. Pfuff, Pfeffingk, gehören der Schweiz an. Uebrigens kommen sie auch in Preußen vor zu Schönau, Kreis Neidenburg, und Sobno oder Zooben, Kreis Osterode. Sie führen in G. einen Geistlichen im Ornate mit aufgeschlagenem Buche in der Hand, wie die v. Pfaffenhofen. fSiebmacher II. >44. — v. Ledebur II. 133.f 2. Pfoff v. Mcincckc. Der gräflich schön bürg. Amtssekretär zu Rochöburg, Karl Kristian P., wurde 1799 mit v. M. geadelt. (N.T. A.N.) 3- psaff v. Pfaffenhofen, Grafen u. Freiherren. Die Familie ist in neuerer Zeit vorzüglich durch die große Forderung, welche dieselbe an die ältere Linie Bonrbon machte, bekannt geworden. Sie gehört der preuß. Rheinprovinz an und besizt bei Koblenz die Insel Oberwerth, fv. Ledebur II. 133. — Kneschke, Grafenh. - v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 47.f psaffcnlicck. (Ein halber Hund mit einem Wecken Brod im Rachen.) Hanns P. zu Wollnzach steht in der bayer. Land- Tafel 1499. Schrieben sich auch zu Haiming (Bnrghansen). ff Psaffcndors (ein Schrägbalken von sechs Ballen beseitet), waren Burgmänner zu Montabaur, Nassau. fHist. Trev. II. 7.f Pfaffenrath ». Iomienftls- Der früher gräflich solms'sche Sekretär, nachherige sachsen-meiningen'sche Negierungsrath Justus Hermann P., vermählt mit der Gräfin Wilhelmine Amalie v. Solms-Hohensolms, wurde von König Friedrich II. von Preußen am 2. Okt. 1751 geadelt. fv. Hefner, sächs. Adel S. 4l. T. 47. — Preuß. Wppb. IV. 13. - v. Ledebur II. 133. III. 322. — v. Zedlitz.) pfahlcr, Pfaler. Die Familie soll aus Bayern stammen. Georg v. P., gräflich schwarzbnrg. Hüttenverwalter, erhielt Pfa - Pfe 153 von Kaiser Karl V. Bestätigung seines Adels. Seine Enkel waren ReichSmünzmcistcr zu Saalfeld, Halle, Münzwardcin zu Königsberg, Münzmcistcr zu Stadtberge u. Paderborn. In Preußen u. Brandenburg hatten sie 1656 Bestzungen. sSiebmacher I. 81. — v. Ledebur II. I93 .j st Pfalz. Die Kinder männlichen und weiblichen Geschlechts, welche der Kurfürst von der Pfalz mit einer Frciin v. Degenfeld erzeugt hat, wurden 1672 in die gräfliche Würde eingesezt. Die Familie ist erloschen. sR. T. A. R.^j Pfalzen, s. Morl. Pfalzgraf, f. Palsgraaf. psanaii, Ritter, welche im 14. Jahrh. verschiedene ste Her- märkisch c Herrschaften besaßen. sSchmutz III. 146. — v. H.sj Pfaadtcii. Joh. Jakob v. P., kais. Rath und Hofzalmeister, dessen AnHerr Hanns P., kais. Hoftrompeter, von K. Ferdinand II. im I. 1633 in den Adelstand erhoben worden, erhielt 1682 ein Rcichsrittcrdiplom. sR- T. A. R.jj Daselbst kommt der Name Pandcn geschrieben vor. st Pfaniilicrg, Grafen, die im 13. Jahrh. schon in Stehcr- mark begütert waren. Sie besaßen daselbst das Schloß Grafendorf. Nach Aussterben dieses Geschlechts mit Joh. Gr. v. P. im I- 1368 kam die Grafschaft au die Grafen v. Montfort. sGebhard III. 354, woselbst auch das Wappen. — Spener, hist. insign. ill. ic. 1680. II. cap. XXI. p. 432. — v. Zedlitz, Ad. Lex., woselbst eine Auseinandcrsczuug dieses alten Geschlechts. — v. H. -- Schmutz III- S. I43.j Psaiuicil oder Pannen, Benedikt, erhielt 1566 AdelSfrciheit. sR. T. A. Rst Psanneiilicrg, eine von Preußen geadelte Familie, aus welcher Einer 1836 Landrath des Kreises Dclitsch war. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 193. — Prcnß. Wappb. IV. 19.1 Pfaiuiknch, Wien eck genannt. Kristof Adrian und Ernst Andreas v. P. erlangten am 14. April 1652 den böhm. Ritterstand. Psaiiiistill, Josef, kais. Mauthgcgeuschrcibcr, erlangte 1625 den Adelstand. sR-T-A. N.j st Pfanzcltcr, L., österr. Fcldmarschalllieutcnant, Kommandant in Komorn, wurde 1858 in den Frcihcrrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1853. — Frhrl. Taschcnb. v. 1862-1 1. st Pfau. In früheren Zeiten gab eS in Anhalt ein altes Geschlecht v. P., dessen Wappen in verschiedenen Kirchen, namentlich zu Trebichau bei Kothen, noch zn sehen sind. Das Geschlecht ist längst erloschen. sRanft, gcncalog. Archiv 1737. — Zedier XXVii. 1305.j V .Zedlitz, Ad.Lexikon, führt an, daß in Frankfurt a/M. eine adliche Familie v. P. blühe; eS scheint aber ein Jrrthum zu sein; denn in neuerer Zeit wenigstens gab es keine adliche Familie dieses Namens daselbst. — Aus welcher Familie der in jenem Artikel angeführte preuß. General Theodor Philipp v. P. herstammt, weiß man nicht anzugeben. Vielleicht war er erst geadelt worden, jv. Ledebur II. 193. III. 322 .j 2. st Pfau, Regierungskanzler zu Bernburg, wurde um 1826 vom Herzog von Anhalt-Bernburg geadelt. Er war ohne männliche Erben. sM. S.s 3. Pfau. Die P. in Schwaben — d. h. in Württemberg — hießen Pfau v. Niepur. S. Ricpur. sRebmanu, Adelsarchiv, Mspt. ^ Madcr, Magazin V. 583. — b. Hattstein I. 551. 552. 554. II. 177. III. Anh. 107. — Nanft, gen. Archiv. - Zedier XXVII. 1304 u. f. - v. H.j St.immbuch tcS Adels in Deutschland. III. Pfauenthiil, f. Pavich. st Pfaichanfcii, ein altes schwäb. Geschlecht auf gleichnamiger Burg im Württemberg. O.A. Eßlingen, welches aber schon vor 1328 erloschen ist. sGriesingcr 1647.s Pfaundler u. Zternfcld, erster Krcisamtsadjunkt zu Schwaz in Tirol, wurde im I. 1798 mit dem Beinamen v. S. geadelt. IM. v. M., Erg. 402. — v. H.j Pfeifet. Der k. baycr. geh. Lcgationsrath Kristian Hubert P., ein Sohn des bekannten Dichters, wurde am 19. Mai 1868 als Ritter nominirt und am 21. Mai 1813 immatrikulirt. sv. Lang S. 476.s Er erhielt, nachdem er Gesandter in Paris geworden, im I. 1828 vom König von Bayern die Freiherrnwürde. jv. Hefncr, baper. Adel S. 50. T. 51. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf >858. — v. H.j 1. Pfeffer, Lukas, Burggraf zu Alten soll und Tcbriz in Perkstettcn, erlangte 1661 den Adelstand. sR. T. A. N.f 2. Pfeffer v. Kaloman. Der Rittmeister im Magdeburg. Drag.- Rcgimcnt Nr. 6. wurde 1862 unter dem Namen P. v. S. in den prcnß. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Aug. 1362.s st Pscfferlialk, uralter, aber ausgestorbener fränkischer Adel. sSic bmacker II. 77. n. 4. — Salvcr 323 u. f. — v- Mcding III. n. 613 .f Einer kommt im I. 1391 in einer cichstätt'schcn Urkunde vor. sv. Falkenstcin, Cod. dipl. Antia. Nordgav. 226. — Zedier XXVII. >329 - v. H.j Pfefferkorn u. Vltoliach, ein böhm. Geschlecht, ans dem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Mehrere in kais. Diensten vorkommen. sNanft, gcncalog. Archiv. — Zedier XXVII. 1324. — v. H.j Pfefferkorn, eigentlich v. d. Noddgerie zu P., s. Noddgerie. Pieffershofen, ein seit 1688 freiheitliches, vormals im Stehermärkischen, auch in Böhmen begütertes Geschlecht. sSchmntz III. 143. — Zedier XXVII. 1330. — v. H.f st Pfeffingen Hr. Degenhard P., ultimus, st 1519 während er bei der Kaiscrwahl in Frankfurt war. Pfrffl, Brüder, wurden 1572 geadelt. sR. T. A. R.f Pfeiff, Friedrich und Daniel, Brüder, ingleichen deren Mutter und Schwester, wurden am 19. Nov. 1678 in den schwcd. Adelstand erhoben, jv. Stiermann's Matrikel; Wappen bei Cedcrcrona u. Carlökiold. j Die b r a u nschweig'sche u. überhaupt deutsche Linie, welche von dem Nathe zu Stettin eine Erbleihrente bezog, starb im Januar 1866 mit dem Rcgierungssekretär Karl Anton v. P. zn Blaukenburg auö. Die schwed. Linie ist gegen Ende des 18. Jahrhunderts daselbst in den Frciherrnstand erhoben worden, jv. Wolframitz, Sammlung, Mspt. in der wolfenbnttel'schen Bibliothck.j Pscissciimanii, Johann Philipv, wurde 1651 in den Adelstand erhoben. sR. T- A. Rf 1. Pfeiffer, Ludwig, Pannerherr und des Raths zu Luzern, erhielt 1566 ein Adelsdiplom und Wappenbesserung. sR. T. A. R.j 2. Pfeiffer, Adolf Friedrich, kais. russ. Sekretär, erlangte 1793 ein Reichsadelödiplom. sR. T. A. R.sj 3. Pfeiffer v. Ehrciistcm. Der Hauptmann Johann Peter P. wurde im I. 1315 mit dem Beinamen v. E. geadelt. 4. Pfeiffer v- Hciffclberg. Martin, Kaspar u. Matthäus P., wovon Einer kais. Hofprediger war, erhielten 1596 ein Adels- Diplom mit v. H. sR.T.^l.R.f 20 154 Pfe - Psi 5. Pftiffcr », Mmisftld. Der Pens. Art. Hauptmann Peter P. wurde im I. 1813 mit dem Beinamen v. M. geadelt. (M. v, M.. Erg. 402. — v. H. — Kncschke, Wappen IV.) 6. Pftiffcr u. Plilincnkro». Der brcslauer Advokat Kristian P. wurde im I. 1713 mit dem Beinamen v. P. in den Ritterstand erhoben, so. Ledebur II. 193. — M. v. M., Erg. 188. — v. Zedlitz, Ad. Lex. — v. H.) 7. Pftiffcr v. Pftiffcrsbcrg. Diese wurden im I. 1379 in die steyer. Landmannschaft aufgenommen. sSchmutz III. >44. — v. H) 8. Pftiffcr in Pftiffcrsbcrg. Dem achenrain'schen Berg - u. Schmelzwerksadministrator Joh. Baptist P. wurde von K. Karl VI. im I. 1721 ein Adels- u. Rittcrdiplom, und am 4. Marz 1732 eine Urkunde über eine Wappenerhöhnng ausgefertigt, so. Lang 476 u. f. — M v. M., Erg. 188, der den begnadigten P. v. P. nennt, und ihm nur den einzigen Vornamen Johann gibt.) Diese Familie, welche eigentlich nur unter dem Namen Pfeiffersberg vorkommt, möchte wol von jener in Steh ermark ganz verschieden sein. (Bayer. Wppb. VII. 75. — v. H.j Pftisftrslicrg v. Angcnbiirg, österreichisch. Joh. P. v. A. stand 1857 als Oberstlieutcnant im 5. Grenz-Inf. Reg. 1. Pftii, ein ursprünglich westfälisches (nach Andern fränkisches), nachher schlesischcs, im Fürstcnthnmc Brieg seßhaftes Geschlecht, das zum Theil auch in württemberg'schen Diensten stand, wovon Einer Namens Jesch v. P. im I. 1293 Herzog Heinrich den Dicken zu Breslau gefänglich in die Hände Herzog Konrad's lieferte. Der Oberst Kristof Karl v. P. wurde am 2. Okt. 1767 in den Frciherrnstand erhoben. Auch erlangte ein Zweig der Familie im 18. Jahrhundert die Grafenwürde. In Schlesien besizt das Geschlecht Kleine! lgnth. Hnpel sagt in seinen licfländ. Anzeigen, daß die liefländ. P. sich ehedem Piel geschrieben. (v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1840 u. f. — Preuß. Wappb. I. 76. II. 52. — Siebmacher l. 50. — v. Ledebur II. 193. III. 322. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 21. T. 23. — Kueschkc, Grafen- Häuser. — Siuap I. 700. — Siebmacher I. 50. n. 15. — Gauhe I. S. 1179. v. Biebing II. n. 636. — Zedier XXVII. 1357, aus schriftlichen Nachr. — v. H.j 2. Pftii, Ludwig, kais. Hoftrompeter, wurde im I. 1636 geadelt. sR.T.A.R.) 3- Pftii, Johann Karl Heinrich, Major, wurde 1822 in den preuß. Adelstand erhoben. sE. S.) 4. Pftii v. Haslpach, ein allbayer. Geschlecht, das mit Kristof Joh. P. v. H. am 16. Mai 1629 erloschen ist Wappen: In G. ein schw. Löwe mit menschlichem Haupte, das eine Zindel- Binde trägt, (v. Hefucr, ff daher. Adel S. 23. T. I9.j 5. Pftii und Tichclmch. Der markgräflich bad. Kammerrath Joh. Ferdinand P. wurde im I. 1792 mit der Benennung v. P. u. T. in den böhm. alten Ritterstand erhoben. jM. v. M., Erg. 188. — v. H.j Pftii, genannt Schnrpffcnstciii, s. Scharffcnstcin. Pftiii'crg. Diese wurden am 1. Dez. 1629 in den Frciherrnstand erhoben und besaßen mehrere Herrschaften in Steycrmark. sSchmutz III. 144. — v. H.) S. Ruepp. Pftiihcim, s. Gassarister. Pftiiihcr, genannt Fnuick, ein ursprünglich fränk. Geschlecht, das sich nach Kurland wendete. AuS diesem Geschlechte erhielt Georg Kristof v. P., gen. F., am 18. Okt. 1771 das Jnkolat in Schlesien, so. Ledebur II. 194. — 0. Meding III n. 614. — v. H .j Pftiisi'crg, s. Walter. Pftiischistcr, Legationsrath, wurde 1329 vom Herzog von Anhalt - Köthen geadelt. Er war zu Hofen bei Cham in Bayern geboren, lebte später in Mannheim und Darmstadt als Schriftsteller. sCast, Adelsbnch von Baden.) Pftilsdorf, ans Langgnth, Kreis Osterode, in Preußen. Wappen? so. Ledebur II. 194. III. 322.) Pftilstndt, s. Schütz. ff Pftnningiimiiii ziii» Tnchcnsici», Leonhard, steht in der bayer. Landtajcl 1479. Pftrdsdors, s. Phcrdsdorf. 1 Pftrsftldcr, eine alte adliche Familie in Pommern. Sie ist ein Zweig der Groß v. Trockau in Franken. S. d. Art. so. Zedlitz.) 1. Pftrsliuimi, Hofsckretar und Hauptkvntrolleur des wiener HofthealerS, wurde 1818 geadelt. sM. v. M. 249. — v. H.) 2- Pftrsmnn» ». Cichthai, Mathias, östcrr. Rath bei der Hofbuchhaltung, wurde 1855 in den Ritlerstand erhoben. fA. A. Zeit. v. 1855.) ff Pstrtingslcinn, thüring. Edclleute, deren Stammsiz das in der zum Herzogthum Gotha gehörigen Obergrafschaft Gleichen gelegene Dorf gleiches Namens gewesen, und das nach deren Aussterben (wahrscheinlich schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderls) an die Grafen, v. Gleichen und im 17. Jahrh. an das gräsliche, nachher fürstliche Haus Hohen! oh gekommen. (Brückner III. 9. St. 22. — v. H.) ff Pftirach, altbaycr. Uradel, dessen Wappen (durch einen cckiggczogenen s. Balten von B. u. N. gctheilt) und Stammhaus die Ecker v- Pöring (s. d.) geerbt haben. sO- S.j Pfttten v. Nicdcrariibach, eine bayer. Familie, die schon im 12. Jahrh. vorkommt und am 4. April 1668 von K. Leopold in den Frciherrnstand erhoben wurde. Die Pfcttncr hatten ihre Stammburg und Beste Pfetten in der Stadt Landsberg; ihre urkundliche Stammreihe fängt 1159 mit dem Ritter Ulrich Pfettncr an; ein anderer Ulrich Pfettner erwarb 1389 von den Herzogen von Bayern die Beste Pfetten. Die Familie besaß auch das Erbschenkenamt vom Hochstiste Regensburg. Niederarnbach ist ein Familienfidcikomiß, dessen Namen dem Familiennamen bei Erhebung in den Frciherrnstand beigefügt wurdk. Es bestehen zwei Linien des Geschlechts, jene zu Mariakirchen und jene zu Niederarnbach. (Taschenbuch der frhrl. Häuser für 1849 u. 1856. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 50. T. 51; Erg. Bd. S. 17. - Kncschke, Wappen IV.— Tyrosf I. 51—53. — Gauhe I. 1179. — v. Lang 200 u. f. — v. H ) Pftllsftr, Gabriel, kurpfälz. geh. Rath und Lehcnprobst, wurde im I. 1747 in den rittermäßigen Reichsadclstand erhoben; er starb als Obcrappellationsrath zu Mannheim. (Cast, Adclsbuch von Baden.) Pftndlcr, Stefan, kaiserl. Hofzergadner, wurde 1649 in den Reichsadelstand erhoben. (R. T. A. R.) ff Pslngshor», ein köln. Patriziergeschlecht, das 1699 zu Kcndenig einen Hof besaß. (Fahne I. 330. — v. Ledebur II. 194.) ff Pftnstg, Pfinzing, eine schwäb. und schles. Familie, die von den alten Nürnberg. Patriziern abstammt. Pfin — Pflug 155 sSinap I. 701. — Kneschke. Wappen III, — Gauhe It. 874. — v, Meding I. in 608. — v. H. I si Pftnging u. Hcuscnsctd, eines der ältesten ziemlich begüterten adlichen Geschlechter in Nürnberg, das aber 1764 ausgestorben ist. Es erscheint solches schon 1227, wo Berthold Bürgermeister zu Nürnberg war. Das Geschlecht hatte von K. Karl V. ansehnliche Privilegien und schon früher mehrfache Wappenbriefe erhalten. sBicdermann, Nürnberg Tab. 300—423. — N. geneal. Hdb. für 1771. S. 310 n. f. 1778. S. 358. — v. Ledebur II. 104. — v. H.) 1. f Pfirt, eine gräfliche Familie, welche im I. 1324 ausstarb, und deren Grafschaft durch die Tochter des lezten Grafen, der Gemahlin Erzherzog Albert's des Weisen, an Oesterreich kam. fHübner II. T. 483. — Gauhe II. 876. — Hartmann's Sammlung. — v. H-j 2. Pflrt, eine freihcrrl. Familie im Elsaß und in Basel, vorher Bürger zu Mühlhausen in der Schweiz, wo Ulrich v. P. im I. 1566 Bürgermeister gewesen. Anch kommt Einer in Thüringen als Unterbefehlöhaber des Grafen v. Gleichen bei einer Musterung im I. 1546 vor. sBucclini stemmat. Germ. III. p. 61. — Sagittar, gleichen'sche Historie 389. — Zedier XXVII. >442.) Im I- 1794 befand sich Joh. Nepomuk Bar. v. P. in kurmainz. Diensten als Oberst der Leibgarde; er war unvermählt. Möchte wol einerlei mit v. Pfürdt sein. Siehe diesen Artikel, sv. H-1 1. si Pfistcr, augsburger Patrizier. W.: In N. einen g. Ring, begleitet von drei g. Sternen. sSiebmachcr l. 208. — v. Ledebur II. 194.) Die Familie ist in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erloschen. Sie gehörte zwar zu den Patriziern oder Geschlechtern; doch befand sie sich nicht im Adelstande. Schon 1285 befand sich Heinrich P. im Rathe zu Augsburg. sv. Stetten, Gesch. der augsburg. Geschl. 170. j 2. Pstster. Anch in Böhmen scheint eine Familie dieses Namens zu blühen. Denn am 16. Mai 1666 wurde Georg Ernst P. in de» böhm. Adelstand erhoben. sM. S.jj 3. Psister, ein altes lindaner Patrizicrgcschlecht, auS dem der lind an er Stadtgerichtsassessor Joh. Michael P. von Kaiser Leopold am 36. April 1699 ein Adelsdiplom erhielt. Früher (1574) hatte die Familie einen Wappenbrief erhalten, sv. Hefner, bayer. Adel S. 103. T. >24. — v. Ledebur II. 194. III. 322. — Bayer. Wppb. VII. 75.) W.: Im Mittelschild eine Sonne; im 1. u. 4. F. ein Löwe, im 2. n. 3. F. ein Greif. S. anch die P. aus Memmin gen. Eine der pfister'schcn Familien, aus Grübnitz, ist 1847 erloschen. (Kneschke, Wappen II. — v. Lang 477 u. f. — v. H.) 4. Pstster, ein sch Uffhausen er Patriziergeschlccht. Aus demselben wurde Melchior P. am 18. Dez. 1766 von K. Leopold I. geadelt. Die Nachkommen befinden sich im preuß. Dienste. W.: ? sv. Ledebur II. 194.) 5. Pstster, ursprünglich aus Memmingen, von wo Einer sich nach Wien begab, Bankier wurde, ansehnliches Vermögen erwarb und Güter erkaufte. Die Familie wurde geadelt. Ein Zweig wendete sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Sachsen, und drei Brüder, Jakob, Markus Matthäus u. Georg, wurden im I. 1796 vom sächs. Reichsvikariat in den Freiherrnstand erhoben. sTyroff, Wappcnw. I. 235-1 Ob diese Familie mit jener der lind au er Patrizier in Verwandtschaft steht, kann nicht bestimmt angegeben werden; doch scheint es der Fall zu sein, da beiderseitige Wappen ziemlich übereinstimmen; es zeigt nämlich der Schild der sächs. P. im 1. u. 4. F. einen Löwen, im 2. u. 3. F. einen Greif, der Mittelschild aber einen zweiköpfigen Adler, wahrscheinlich wegen Erhebung in den Freiherrnstand. In Sachsen ist die Familie im Mannsstamme erloschen, sv. Hefner, sächs. Adel S. 14. T. 13. — Sächs Wppb. I. 59.) 6. Pstster, ein schweinfurter Patriziergeschlecht, welches in B. einen s. Sporn führte. sSicbmacher V. 231-1 Es befand sich nicht im Adelstande, sv- Ledebur II. 194-1 Pfisterer, österreichisch. Karl v. P. war 1835 Kanzlist in der ungar. Palatinatkanzlci. Ladislaus v. P. war 1857 Obcrstlieutenant beim 1. k. k. Hns. Regiment. Pflnchiicr zu Vl>erbcrgh»ni und Groß - Ichirggurn. Kaiser Leopold hat 1766 den diesen im I. 1532 crtheilten Adel erneuert und der Kurfürst Marimilian Josef am 26. Juli 1761 den Ferd. Rudolf P. in den Freiherrnstand erhoben, sv. Lang 201.- v. Hcfner, bayer. Adel S. 5«. T. 51. — Kneschke, Wappen IV. - ». H.) Pflangmann v. Schullnias. Am 23. Okt. 1696 wurde die kais. AdelSverlcihung von 1676 an Vital Jgnaz und Josef Felix P- mit dem Beinamen v. S. in Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhammern-I Pflaum, s. Spauer. Pfluuiiicnfetd, s. Pfraumcr. Pfluumerii, f. Pflnmmcrn. si Pflegcllicrg, ein altes schwäb. Geschlecht auf gleichnamiger Burg im O.A. Bettnang, welches vor 1355 erloschen ist. sGricsinger 1049.) 1. Pfleger, Kaspar, kur bayer. Rath und Salzmeister zu Reichenhall, erhielt 1636 die Adelswürde. sR. T.A. R-1 2. Pfleger v. Liiidenfctd. Der Feldartilleriestückhauptmann Anton P. wurde im I. 1766 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. AI. 240. — v. H-1 3- Pfleger v. Werten»«. Der Staats - u. Konferenzrath Anton P. wurde im I. 1866 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M., Erg. 183. — v. Hefner, kraincr Adel S. 16. T. 15. — — Kneschke, Wappen III. — v. H-1 Pstcndlcr ». Cluetters. Isaak P., Hofkammcrkanzlist, erhielt 1595 einen umgefertigtcn Adelsbrief mit dem Beinamen v. Q. sR. T. A. R.) Pflichten, Plichta, kommen als eine Linie des böhm. Geschlechts der v. Zierotin unten unter diesem Artikel vor. H-1 Pflichteuhcld, s. Wokurka. Pflichtentrcn, s- Sch osthall. Pfliegrr, Johann Jakob, erlangte 1685 die R. Ritterwürde. sR. T. A. R-1 1. Pflügcr, ein in der Oberlausitz blühendes Geschlecht, dessen Stammvater Heinrich P. ist, der am 36. Nov. 1559 von K. Ferdinand I. geadelt wurde. sDorst, allgem. Wappb. II. 271. — v. Ledebur II. 194.s 2. Pflüger. Der österr. Hauptmann Andreas P. wurde im Jahre 1772 geadelt. Stammt vielleicht von Pflüg er 1 ab. sM. v- M., Erg. 403. — v. H.) Pflug, Pflugk, ein sächs. Geschlecht, daS sich nicht „von" schreibt und seinen Ursprung aus Böhmen hat, auch in Bayern ehedem begütert gewesen ist. Es soll von Primislao, dem Gcmahle der Libussa, herstammen, und nannte sich die böhmische Linie „Pflug Herr zu Raben stein", von einer Herrschaft, die sie schon im 12. Jahrh. besaß. Der Oberhofmarschall 20* 156 Pflum August Friedrich P. in Dresden wur devo» Kaiser Josef I. am 26. Nov. 1765 in den N.Grafenstand erhoben. (Peckenstein,theatr. Sarou I. 59—65. — Knauthii Orig. Beichlingior. 54. — Seifert'« Veschr. 156—77; dessen Genealogie 404. — König, genealog. histor. Beschreibung der V. Pflug. >726. f. Ad. Hist. III. 891 —84. — Schwarzens leipziger Landchronik 17-26. 219-22. — I. A. Hilligii Panegyricuö Pflngior. gcnti dictns 1672, in Krcyßig'ö Bcilr. I. 77—197. — Projekt einer vollständigen Genealogie des hochadl. Geschlechts der Pfluge, von I. Schnitzen; in Kreißig'S Beilr. V. l-15 steht der Inhalt ihrer 29 Kap. Krehszig sagt dabei, ob die Genealogie wirklich zu Stande gekommen, wenn eS geschehen und wo sie sich befinde? wisse man nicht. — Glcichen- stcin n. 62. — Weinart II. 692—4, wo von mehreren einzelnen Mitgliedern Funcralien n. a. histor. u. biogr. Schriften aufgeführt sind. — Ganhc I. 1189. — Tproff, Wappcnw. II. 212, enthält das gräfliche Wappen. — v. Ledebur II. 194. — v. Hefncr, sächs. Adel S- 41. T. 47. — o. H. — Zedier XXVII. 1694—49. — v. Meding I. n. 699. — Hartmann's Sammlung) Unterm 3. April 1858 ist der Adel der minderjährigen Gebrüder Hellmuth Friedrich Karl Eduard und Theodor Friedrich Emanuel Hugo Pflugk in Guoien, nachdem nachgewiesen worden, daß selbe zu der in Sachsen angesessenen altadlichcn Familie dieses Naincnö gehören, vom Großherzog von Mecklenburg-Schwerin anerkannt worden, fv- Hcsncr, Erg. Bd. S. 32.s Pstnminmi, Pflumcrn, Pflauiucrn, ein schwäb. Geschlecht, dessen gleichnamiges Stammhaus unweit der Stadt Riedlingen auf der Alp im Königreich Württemberg gelegen, aber im Jahre 1356 im Städtckrieg zerstört wurde. Kurfürst Karl Theodor cr- thcilte der augsburg. Linie am 23. Aug. 1797 ein erneuertes Frciherrndiplom, waö auch der andere Zweig in der Person des vorder österr. Negicrungsrathes Joh. Franz Meinhard v. P. von der Kaiserin Maria Theresia am 6. Mai 1778 erhielt. Peter v. P., kais. Oberst, erhielt 1656 Adelsbestätiguug und Wappen- Besserung. sCast, Adclsbnch v. Württemberg. — K. Dorst u. I. A. Tyrofs, württ. Wappenbücher. — Griesinger !950. - v. Hefncr, württ. Adel; auch daher. Adel S. 5l. — Bucelini stemmat. Germ. p. 3. — Neues genealog. Hdb. 1777. S. 132—36. 1778. Nachtr. 87. — v. Lang S. 291 u. f. — Alois v. Pflummern, Chronik der Herren v. P , von Percgrlno, dem Ritter u. Herrn v. P. angefangen bis auf gegenwärtige Zeit, der Ehre seiner Voreltern gewidmet; mit 15 genealog. Tabellen, etlichen Kupfern u. Registern Biberach, 1795. f. — Throff I. 189—35. Taf. 253. — Gauhe l. 1I79.s Joh. Josef Aurel v. P. wurde im Jahre 1737 in den Freiherrnstand erhoben. sKncschkc, Wappen I. — M. v. M., Erg. 86. - v. H.f Psnorr, Ludwig, großherzoglich baden'scher General, wurde 1841 in den b ad. Adclstand erhoben. sM. S.) 1. Pförtner. Melchior P. wurde im I. 1722 iu den böhm. Adel- und 1723 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg 188. 493. — v. H) 2. Pförtner v. der Hell (Hölle), eine sehr alte fehles. Familie, deren Ritterfiz Hölle im Lcmberg'schen gelegen, welcher Kaiser Sigismund im I. 1438 ihr adl. Wappen vermehrt hat, die noch blüht. Nach v. Ledebur, II. 196, nannte sich die Familie früher v. Weitzenrodc, P., gen. Zimmermann. Sie gehörte zu den Patriziern der Städte Breslau und Schweidnitz. Kaiser Albrccht II. erthciltc dem Heinrich P. v. d. Helle am 24. Nov. 1438 einen Wappen- und Adelöbricf; Ernst P. v. d. H. erlangte am 8. Aug. 1563 Wappcnbcsscrung und Bestätigung; deö Melchior P. v. d. H. Nitterstand wurde am 11. Nov. 1723 bekannt gemacht. Die Familie ist in Schlesien n. in Preußen begütert. fSinap 1.792. 11.865. — Gauhe II. 1713 u. f. — Sicbmacher II. 51. n. 19. — Zedier XXVII. 1661. — v. Meding I. n. 61 l. — v. Zedlitz.) — PfÜN Mehrere dieses Namens findet man noch in neueren Zeiten in prcuß. Staatsdiensten, sv. H.) pföstt v. Ehrciiscls. Johann Krisostomus P. von Meran in Tirol wurde im I. 1726 mit dem Prädikat v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 493. — v. H.f Pfoht. Die Uebcrtraguug des Ritterstandes des Pens, österr. Hofraths A. Ritter v. P. auf seinen Neffen F. P., Oberlieutenant im 5. Inf. Regiment, wurde 1862 gestattet. sA. A. Zeit., Juli 1862.) ff pfvhmi. Stammhaus im B. A. Donaneschingen. Arnolduö de Pforrin 1112. pforr, ein rhcin. Geschlecht. Mchrereö ist dicßorts unbekannt. fSalver 579. - v. Meding III. u. 6l5. — v. H.f Pforte, von der (Pforta, Pfordte), eine sehr alte meißnische, sich auch iit Dänemark verbreitende Familie. Sie kommt auch in Thüringen, besonders in der Grafschaft Gleichen schon im 13. Jahrh. vor. Philipp Jakob v. d. P., kais. Oberst und Kommandant zu Peterwar dein, der sich in Böhmen ansässig gemacht, erlangte um 'S Jahr 1698 die frciherrliche Würde. sR. T. A. R- — v. Hefncr, sächs. Adel S. 41. Taf. 47. — Sagittar, gleich. Hist. 47. 212. 394. 351. - Zedier XXVII. 1661. — Knauth, prodr. Misn. — Gauhe I. 1188. — Sicbmacher I. 152. n. 13. — v. Meding I. n. 619. — v. Ledebur II. 196. III. 322. — v. H.) Im I. 1854 wurde von Bayern der alte Erbadel des Minister- Präsidenten Ludwig Karl Heinrich v. d. Pfordten anerkannt und derselbe in den Freihcrrnstand erhoben. (Bayer. Reggs. Blatt voll 1854. Nr. 36. — v. Hefncr, daher. Adel S. 51. T. 52.) Vehse, Gesch. der kl. deutschen Staaten III. 168, behauptet, daß der ehemalige Professor u. nachhcrige baycr. Minister, dessen Vater Landrichter in Bayern war, bürgerlicher Abkunft sei. sFrhrl. Taschcnb. v. 1861. - Kncschke, Wappen II. 337.) Psroilliiluu»», Ulrich, kurmainz. Zollschreiber zu Ehrnfels, wurde 1636 geadelt. sR. T. A. R.) Psraumcr v. pflaiimciiftld. Der Advokat w. Franz Karl P. zu Kaltern in Tirol wurde im Jahre 1785 mit dem Beinamen v. Pflaumen scld geadelt. sM. v. M., Erg. 403. - v. H.) ff Pfnulinhcim, gen. Ktcttcnbcrg, ein um 1444 erloschenes Geschlecht, das im fräuk. Kanton Ottenwald ehedem begütert war und 1386 erschien. (Biedermann, Ottenw. Tab. 398^. — v. H.) ff PsrciiM auf pruck im Weyer, Eiscisdorss, tLutiiuiin ». Tressav, kurmainz. Oberamtmann zu Weschen u. Hclbfeld, erscheint persönlich auf dem obcrpfälz. Landtag 1767. Psrciiger, G., kais. österr. Rittmeister, erlangte 1856 den rittermäßigen Adelstand. (M. S.) 1. Psügt, besaßen in Steh ermark schon im 14. Jahrh. mehrere Güter. (Schmutz III. 145.) 2. pfügl. Der Land- und Banurichter in Oesterreich ob der EnnS, Josef P., wurde im I. 1818 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 240. — v. H.) pfütb v. Ehreiihrim, österreichisch. Karl P. Edler v. E- war 1835 Sekretär bei der Generalpolizeidirektion zu Mailand. ff psüiiööl, Pfindcl. Die v. P. sind schött. Ursprungs; in Deutschland ist das Geschlecht 1834 erloschen. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 197.) pfüiiM, ein altes Geschlecht, aus welchem Albert d. A. u. I. im I. 1282 ihr Gut dieses Namens an den Bischof von Eichstätt abtraten, fv. Falkenstein, Cod. dipl. Antiq. Nordgav. 74. 76. — Zedier XXVII. 1797. - v. H.f Psürt — Pia 157 Psirt, Pfürdt, eine rheinländ. und elsass. Familie. Iv. Hattstcin ll. 254. — v. Meding II. n. 637. — v. H.f S. Pfirdt. Pfuhl, Pfuel, Phull, auch de Paludc genannt, eine märkische, pommer'sche, meißnische und ratzeburg'sche sehr alte Familie, die im I. 326 nach Verlreibung der Wenden in die Mark gekommen ist. Ans dieser Familie hat Adam P., dem der sterbende General Banner das Kommando übertragen, im 36jäh- rigen Kriege 866 böhmische Dörfer abgebrannt. Diese Familie ist in neuerer Zeit auch in Württemberg ansässig, wo selbige den Namen der abgegangenen Familie v. Nieppnr dem ihrige» beifügte. Im I. 1828 u. 1834 erhielten Friedrich P., Württemberg. General der Infanterie, August P., Württemberg. Kammerhcrr und Obcrschloßhanptmann, Eduard P., Württemberg. Kammerherr n. Obcrforstmcistcr, die Erlaubniß, sich Freiherren schreiben zu dürfen. sCast, württcmb. Adelsbuch. — V .Zedlitz. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels für 1844 u. f. — Archiv für Gesch., Gencal. u. Dipl. 87. — Griesinger 1053. ^ Knauth, prodr. Misn. ^ Schwarz, pommer'sche Lchnhist. 1357. — v. Nechtritz, Nachr. 1,80-113. Zedier XXVII. 1705. - Gauhe I. t<88. - Angeli, märk. Chronik 23l. — Pauli, Leben großer Helden Vll.f Jak. v. P. erlangte am 3. Mai 1686 den schwed. Adel. so. Ledebur II. 196. III. 322. — v. Hefner, württemb. Adel S. 10. Taf. 12. — v. H. — Kneschke, Wappen ll.f Pfuhlstcin. Dieser Name erscheint nur um 1355 in der Person des Kommandeur des 3. preuß. Hus. Regiments. W.: ? so. Ledebur II. <97. III. 322.f Pfullingen, s. Remp v. P. f Psunbon, Phundan, ein ausgestorbenes, sonst in Steher- mark begütertes Geschlecht. sSchmutz III. 145. — v. H.f Psungen, s. Steiner. 1 Psundincr v. Psmidcustcin, ein Patriziergeschlecht in München und Landshut. K. Friedrich III. crtheilte ihnen nach Angabe der Familie 1449 ein Wappen; K. Rudolf II. erhob sie 1666 in dm Adelstand mit Wappcnbesserung. Das Geschlecht ist um 1736 erloschen, fv. Hefncr, st bayer. Adel S. 23. T. I9.f Psundt, Pfnndten, ein prenß. Geschlecht. Wappen? fv. Ledebur II. I97.f 1. Psusterschmib v. Hnrdcnstein. Der Direktor der österr. Familien- und Fondögüter, M. P., erlangte 1854 den rittermäßigen Adelstand mit v. H. sA- A. Zeit. v. 1854. j 2. Psnstcrfchmid v. Wnllcnuu. Der österr. Oberlandgcrichts- Rath I. P. erlangte 1858 den rittermäßigen Adel mit v. W. fA. A. Zeit, von I858.f Phodc», Marimilian, erhielt 1566 AdelSfrciheit. fR. T. A. R.f Phulleg, s- Valey. Phoromonb v. Rlrici. Der Fiskal Johann P. v. U. erhielt im Jahre 1765 die Bestätigung des Reichsadelstandes. sM. v. M., Erg. 403. - v. H.f Phcfscrsogk, ein fnlda'schcs Geschlecht, das wenigstens bei dem fuld. Lehnhofc nach dem I. 1526 nicht mehr vorkommt. fSchannat, fuld. Lehnhof 139. — v. Mcding III. n. 616. — v. HI Phcrdsdorsf, Pfersdorf, ein fränk. und sächs. Geschlecht. Die Familie kam schon 1363 auf ihrem Schloß Pferdsdorf unweit Kissingen vor und soll 1475 abgestorben sein; leztcreS ist ungewiß, da sich um diese Zeit noch ein Sprößling des Geschlechts aus dem sülichcr Lande meldete. fSchannat, fuld- Lchnhof 139. — Siebmachcr I. 157. n. I. II. 157. n. 1. V. 94. ,1. 5. — v. Meding II. n. 638. — Biedermann, Rhön u. Wcrra 414. — v. H.f 1. Philipp v. Hosnniigswald. Michael P. wurde im I. 1731 mit dem Beinamen v. H. geadelt. IM. v. M. 241. — v. H.f 2. Philipp v. Philippsbcrg. Die Brüder Thomas u. Bernhard P. wurden im I. 1796 mit dem Beinamen v. Philippöberg geadelt. fM. v. M., Erg. 403. - v. H.f 1. Philipp!, auf Cunow bei Bahn, Kreis Greiffenhagen, 1736. Wappen? sv. Ledebur II. 197.f 2. Philipp!, Johann, kais. österr. Lieutenant, wurde 1828 in den Freiherrnstand erhoben. sM. S.f 3. Philipp! v. Drounsbcrg. Joh. Theodor P. wurde im Jahre 1723 mit dem Beinamen v. B. geadelt. fM. v. M., Erg. 403. - v. H.f 4. Philipp! v. Wcqdcuftlb. Der Hauptmann Niklas P. wurde im I. 1759 mit dein Beinamen v. W. geadelt und der Oberst Karl Ritter P. v. W. im I. 1799 in den Freiherrnstand erhoben. fM. v. M. 75. 241. — v. H.f Philippis. Thomas P. Sanktä Crucis erhielt 1614 Bestätigung seines adlichen Standes. sR. T. A. R.f 1. Philippouich v. Frcubciilicrg. Der Kaufmann Michael P. zu Dubocsacz wurde im I. 1799 mit dem Beinamen v. F. geadelt. IM. v. M. 241. - v. H.f 2. Philippouich u. Heldcuthall. Der Obcrlicut. Markus P. wurde im I. 1785 mit dem Beinamen v. H. geadelt. IM. v. M., Erg. 404. — v. H.f 3. Philippouich v. Philipsbcrg. Der Hauptmann Bartholomäus P. wurde im I. 1768 mit dem Beinamen v. Philipsberg geadelt. Der österr. Generalmajor I. P. v. Philippsberg wurde 1866 in den Freiherrnstand erhoben sA. A.Zeit., April 1866fj; desgleichen sein Bruder Franz, k. k. Oberst. IM. v. M., Erg. 403. - v. H.f Philippsbcrg, s. Philipp und Philippovich. Philippsborn, LcgationSsekrctär in Wien, ist im Staatshandbuche als adlich eingetragen; von seinem Adel ist aber dießorts nichts bekannt. Iv. Hefner, Mecklenburg. Adel S. I6.f Philippsdors, österreichisch. Eduard v. P. war 1335 Accesfist bei der k. k. HofkricgSbuchhaltnng. Philippsthal, s. Balich. Phillipidcs-Gaj». Der niederösterr. Regierungsrath P.-G. wurde im I. 1775 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 136. — v. H.f Phillipitsch, Johann Burkard, wurde im I. 1737 mit „Edler von" geadelt. IM. v. M., Erg. >88. - v. H.f Phiselbcck, s. Schmidt v. P. Piacsck, ungarisch. Niklaö v. P. war 1796 k. k. Rath und ungar. Hofsekretär. sWiener Adreßbuch 1796Z Pindoivskif, Johann, wurde 1769 in den Rcichsadelstand erhoben. sR.T.A.R.f Piiniowski, ein westpreuß. Geschlecht. Wappen: Topor. Besiz Gostomin (Kreis Karthaus), sv. Ledebur II. 197.f Piasccki, auf Kustodia, Kreis Gnesen, im Großherzogthum Posen; 1854. W.: Rawicz. sv. Ledebur II. 197.f Thaddäus 153 Pia — Pic v. P. stand 1857 als Unterlieutenant im 24. k. k. österr. Inf. - Regiment. Piasi de Mnrchi», kais. Tafeldccker, erlangte 1614 die Reichs- Adelswürdc. sR. T. A. N.) 4 Piat, eine auS Frankreich stammende Familie, die sich in Preußen niedergelassen hat; erloschen um 1746. W.; ? sv. Ledebur >1. 1974 Piatnsky, Martin Simon und Valentin, Brüder, erhielten 1589 AdclSfrciheit. sR. T. A. N4 1. Pinti, ein ursprünglich mailändisches, seit 366 Jahren vcnetian. Geschlecht, aus welchem Cäsar Emil P. k. bayer. Kämmerer und Ritter des Ordens vom hl. Michael wurde. Marchesc Fr. A- I- P-, Gutsbesizcr in Niederösterreich, wurde 1841 unter die Grafen des Kaiserstaates aufgenommen. iE, S. — Tyroff, bayer. Wppb. I. 89. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1841 u. f. — v. Ledebur II. 197. — Sächs. Wapvenbuch II. .1. — v. Hefner, bayer. Adel S. 17. Taf. 12; Erg. Bd. S. 9. — v- H. — Kncschke, Grascnhäuser. — v. Laug 57.s 2- Pinti v. Tirnomih. Johanu Georg P. wurde im I. 1744 mit dem Beinamen v. T. in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. t88. — v. H4 Piatrik Ii. Lanfcnbcrg, wahrscheinlich österreichisch. Ladislaus P. v. L. stand 1857 als Hauptmann im 28. k. k. Inf. Reg. Piattoti Ii. Treuen- Der österr. Hauptmann Friedrich Alexander v. P. wurde am 21. Sept. 1837 vom Fürsten v. Hohen- zollcrn-Hcchingen in den Freiherrnstand erhoben. Wappen? sv. Ledebur III- 3224 Piatyr. Wappcnbcschrcibung bei v. Ledebur II. 198. Piazza, s. Platz. Piazzi, österr--italienisch. Abbondio v. P. war 1835 Sekretär bei dem Wohlthätigkeitövercin zu Sondrio. 1. Piazza»!, Salomen, kais. Hofkammcrrath u. Hofzalmeister, wurde 1713 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sN. T. A. R.s 2. Piazza»! v. Castctccrcdo. Die Brüder Joh. Baptist, Josef, Konstanz, Jnnocenz und Hicronimus P. aus Bergamo.wurden im I. 1816 wegen Beförderung u. Vervollkommnung dcö Seiden- Baues mit „Edler v. C." geadelt. sM. v. M. 24. — v. H.) 4 Pibcr u. Pidcrstci», eine schon im 14. Jahrh. ausgestorbene Familie, deren Stammschloß Pi berste in im Mühlviertcl gelegen und an die Grafen v. Sccau kam. sv- Hoheneck II. 213. — Gauhe II. 878. — v. HI Picard! u. Engclticrg. Johann Anton P., in oberösterr. Diensten, erlangte 1614 den Adclstand mit v. E. sR. T.A.R.f Piccard v. Grunthat, auch Pikard v. G. Johann P. v. G. war 1835 k. k. Feldmarschalllieutenant. Das Geschlecht blüht in Böhmen. sZcdlcr XXVIII. 163.) Piccioto. Der Generalkonsul Rafael P. in Sirien wurde im I. 1867 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 136. - v. H.s Piccolomiiii, ein böhm. reichsfürstlichcS, aus Siena stammendes Hauö. Testa P. wurde am 17. Dez. 1653 in den böhmischen Grafenstand erhoben, sv. Hcllbach. Samml. — Hübncr l. T. 273. — Jmhof, auf 9 Tabellen 153. — Gauhe II. 878 —32. — v. H4 Piccolamini, s. Spanochi. 1. Pichet, Marimilian, kais. ObersthofpostamtSverwalter, erlangte 1627 die Adelswürde. sR. T. A. R.) Wahrscheinlich einerlei mit Pichl, sv. Lang 478.) 2. Pichet zu Gämfcnfcls. Der Konfinmauthobereinnehmer zu Preittcnegg in Kärntheu, Joh. Kristof P., wurde im I. 1756 mit „Edler v. P." in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 136. — v. H.s Pichet, s. Teufel. Pichelsdorfs. Der nieder österr. Regierungsrath Johann Georg P. und dessen Bruder Joh. Andreas erhielten im I. 176g die Bestätigung des alten Reichsrittcrstandes. sM. v. M-, Erg 189. - v. HI Pichl, ein österr. Geschlecht, welches 1666 den Nitterstand und 1766 den Freiherrustand erlangte. Wird erlöschen. (Schild gevierlet mit einem Büchel und Löwen.) Sigmund Kristof v. P. 1783 Mautner zu Matsee. Dr. Kristof Sigm. v. P., Pfarrer zu Salzburghofen, 4 daselbst am 26. Aug. 1866. Sigmund v. P., k. k. Staatsbuchhaltungsdirektor, 4 zu Salzburg am 6. Sept. 1816. Seine Frau Antonia v. Stau dach 4 daselbst am 19. Aug. 1815. Picht, s. Pichet. Pichlegg, s. Pichl er. 1. Pichtcr. Der Hofrath Karl Josef P. und sein Bruder Johann Kristof, k. k. Rath w., wurden im I. 1716 in den Freiherrustand erhoben. sM. v. M., Erg. 86. — Vehse, Gesch. d. österr. Hofcö u. Adels VIII. 29. — v. H.s 2. Pichtcr. Der wiener crzbischöfliche Regent Franz Anten P. wurde im I. 1772 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 404. — v. H4 3. Pichtcr. Der Oberstwachtmcister Helwig Just. v. P. wurde im I. 1774 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 86. — v. H.s 4. Pichtcr. Der k. bayer. Straßen- und Wasscrbauinspekter Adam P. erhielt vom König von Bayern am 23- Juni 1818 ein AdclSdiplom. sv. Laug, Suppl. 13 l. — v. Hefner, bayer. Adel S. l03. T. l24.s 5. Pichtcr. Der niederösterr. Statthaltereirath M. P. wurde 1859 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1359.) 6. Pichtcr v. Pcct'en. Der k. k. Rittmeister Franz P. wurde 1828 in den österr. Adclstand erhoben. sM. S.) 7. Pichtcr ». Pichtcgg. Der tiroler Getreidelieferant Kristin» P. wurde im I. 1740 mit dem Beinamen v. Pichlegg geadelt. sM. v. M. 241. — v. H.) Pichlhcimb, s. Tschuegg. Pichlsdars, s. PittcrSfcld. pichlflcin, f. Kappus v. P. Pichl»»»». Der Rathsmann Josef Anton P. zu Prag wurde im I. 1771 geadelt. sM. v. M., Erg. 464. — v. H.) Pichot. Der savoi'sche Sekretär v. P. erhielt 1638 ein Adelsdiplom. sR. T. A. N.) Pick. Der Obereinnehmer der Universalstaatsschuldentilgungs- Kafsc, Johann P., wurde im I. 1783 geadelt. sM. v. M-, Erg. 464. — v. H.) Pickluis, f. Simmelmayer. Pickctshcim, s. Spiegel. Pickhcr, österreichisch. Franz Edler v. P. war 1796 Auskultant bei den niederösterr. Landrechten. sWicner Adreßbuch 1796 s Pictct. Grafen und Herren v. P. stammen aus Genf, wo das Geschlecht seit dem 16. Jahrh. zu den notabeln Geschlechtern Pier — Pig 159 gehörte. Ein als Major im preuß. Kriegsdienste stehender Sprößling dieser Familie erhielt die preuß. Grafenwürde 1843 und 1834 den Johanniterordcn. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 198- 224. sj Die Familie nennt sich P. de Pregny. Pideritz, eine im Lippe'schen mit einem Burgmannshofe zu Blomberg angesessene Familie, 1724. sv. Ledebur II. 198.sj Pidot v. Giiintenbach. Der freie Hüttenmeister Franz P. im Oberstift Trier erhielt am 18. Mai 1714 von K. Karl VI. ein Adels- u. Rittcrdiplom, dem der Beiname Q. von seinen mehrere Eisenwerke befassenden Besizungen beigelegt wurde. Der kais. österr. Hofrath Karl Ritter Pidoll v. Q- wurde 1843 in deuFrciherrnstand erhoben. Desgleichen am 16. Juli 1859 der österr. Feldzcugmeister Ritter v. Pidoll und 1861 Franz Ritter P. v. Q. !v. Zedlitz. — Taschenb. der frhrl. Hauser für >848, 1855 u. 1863. — v. Ledebur It. lW. III. 322. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 124. Taf. 124. — v. Lang 478 u. f. — v. H.s Picchowski, ein wcstpreuß. Geschlecht. W.: Leliwa. sv. Ledebur II. I98J 1. f Pieck, Peeck, Peick, ein wcstfäl. u. rheinländ. Geschlecht, das ausgestorben ist. Stammen aus dem Gcldcrn'schcn, I' wo sie 1438 u. f. angesessen waren. Vcrgl- Fahne I. 331. l sv. Steinen II. 153. Tab. 41. n. 1. — Siebmachcr II. 119. n. 2. v. Meding II. n. 639. — v. HI Wappen: In S. ein gemeines r. Kreuz, auf dem Helm ein r- Hahn. 2. ch Pieck, ein zweites Geschlecht dieses Namens, das ein von obigem verschiedenes Wappen hat: Im Schilde 3 Vögel, auf dem Helm ein halber Vogel mit ausgebreiteten Flügeln. Kam vor in Westfalen um 1459. Auch 4- sv. Steinen II. 153. Tab. 42. n. 2. — v. Meding II. n. 649. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuh. Staat 1843. S. 325. - v. Ledebur II. 198. — Fahne I. 331. - v. HI Pücgtwwski, ein in Preußen und Schlesien ansässiges Geschlecht. Wappen: Jelita. sv. Ledebur II. 193.Z Picdomskq v. Dnidriisec. Johann Bartholomäus P. wurde im Jahre 1769 mit dem Beinamen v. B- in den Reichsadel- und im Jahre 1771 in den Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 189. 494. — v. H.s Pugtowskq. Franz v. P. wurde im I. 1727 in den böhm. Ritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 189.sj Die Familie ist auch in Preußen angesessen. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 198. — v. H.sj Pichlmcycr, Johann Baptist, kaiserl. Proviantosfizicr, wurde 1799 in den NcichSritterstand erhoben. Georg Pihclmayer, des Erzherzogs Karl zu Oesterreich Kammerdiener, wurde 1621 geadelt und erhielt von neuem ein Wappen. sR. T. A- N.ss Pickarslu, gali zisch. Franz v. P. war 1796 Rath bei den k. k. galiz. Landrcchtcn zu Tarnvw. sWiener Adrcßb. 1796J Piciiak, s. Wapinsky. PutgrgiM. Das Wappen bei v. Ledebur II. 199. PiciiMini, s. Pinzenau. Pieper, s. Piper. Purckhcr, Ritter, die im I. 1598 zur st eh er. Landmannschaft gekommen. sSchmntz III. 146. — v. H.jj Picriiigcr, Bartholomäus Kaspar, Nathsverwaudtcr zu Znaim, erhielt 1723 die Adelswürde. sR- T. A, N.jj 1. Pierre, ein Geschlecht in Neufchatel; wahrscheinlich einerlei mit Petit-Pierre, sv. Ledebur II. 193-jj 2. Pierre v. Haga»dangc. Der Plazmajor Josef P. zu Raab wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 494. - v. Hfl Picrron, Nikolaus, knrpfälz. Hofkammcrrath, wurde 1754 geadelt, so. Hcfner. bayer. Adel S. 193. — R. T. A. R.f Piers, österreichisch. Alexander Frhr. v. P. stand 1857 als Untcrlieutcnaut im 11. k. k. Inf. Reg. Moriz Che», v. P. war Hauptmann in demselben Regiment und Wilhelm Kadet im 15. Inf. Regiment. Picrsch, f. Pür scher. Pienicci a Calle, Michael, wurde im I. 1716 Gr. mit P. a C. Frhr. v. Proluzzo. sM v. M., Erg. 25. — v. HI Picrgchalla, vielleicht kroatisch. Vincenz Ritter v. P. war 1857 Untcrlieutcnaut im 8. österr. Inf. Regiment. Pirschet aus Stieglitz, wurde am 15. Okt. 1849 mit Beschränkung in den preuß. Adclstand erhoben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 198. III. 322fl Piesculicrg, Biesenberg, eine alte adliche, zulezt gräfliche Familie. S. Isenburg. sZcdler XIV. ,346. XXVIII. 105. - v. HI Picsiporth, Piesport, eine rheiuländ. Familie, sv. Hattstein II. 256 u. f., woselbst die 16 Auen von mehreren v. P. angegeben sind. — Sicbmacher III. 132. n. 3. — v. Meding 1. n. 612. - v. HI Pieticpski, eines der ältesten böhm- Geschlechter, aus dem Odolauns von K. Friedrich I. im I. 1159 zum Ritter geschlagen worden. sSwertii Athen. Belg. — Balbin. — Zedier XXVIII. >99. — Ganhe I. 1199 u. f. — v. H.s Pictrouiski, ein in Westpreußen seßhaftes Geschlecht. W.:? sv-Ledebur II. 198. III. 322.s Gleichbedeutend mit PiotrowSki. Piclruski, galizisch. Jgnaz v. P. war 1796 Viccpräsident des k. k. Appellationsgerichts in Galizien. sWiener Adreßbuch 1796.s 1. 4 Putsch v. Mununlurg. Joh. P. wurde am 23. April 1652 vom Kaiser mit v. M. geadelt. Das Geschlecht — schle- sisch — ist am 18. Sept. 1819 erloschen. sv. Ledebur III. 322fl 2. Putsch v. Uittcrschitd. Der Rittmeister Joh. Heinrich P. wurde im I. 1788 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 494. - v. HI 3. Putsch v. Sidoiiuuburg. Karl P., österr. Hauptmann bei der Artillerie, wurde 1858 mit v. S. geadelt. sOesterr. Milit. Schemat. von 1853fl 4. Putsch v. Wallishoscu. Der Generalmajor Joh. P. wurde im I. 1896 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M. 243. - v. HI Puiurling, ein der Altmark ungehöriges altadl. Geschlecht, welches dortsclbst seit langen Zeiten ansehnliche Besizungen hat. sv. Hcfner, bayer. Adel S. l93. — v. Ledebur II. 198-s Die Familie nannte sich sonst Peulingen, sv. Zedlitz.jj 4 Pugwochitz. Karl Frhr. v. P., kurpfälz. Kämmerer und Pfleger zu Rei cherz Hofen, 4 Zu Ncubnrg am 23. Februar 1674. sv. Rcisach 58fl Pigagc, Auselm, wurde 1768 geadelt. sN- T. A. N. ^ v. Ledebur III. 323. — Siebm., Suppl. IX. 24. j Pigiwct, Wilhelm Anton, erlangte nebst dem Jnkolate im Jahre 1779 den rittermäßigen Adelstand. sR. T- A. Rfl 160 Pig - Pil Pigenot, obere! sasser Adel, aus dem zuerst Karl v. P. im I. 1766 in bayer. Dienste trat. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 193. Taf. 125. — v. Lang 479. — v. H l Pighi. Die Brüder Karl und Johann Baptist P. wurden im Jahre 1717 in den Freihcrru- und 1718 in den Grafeustand erhoben. >M. v- M., Erg. 25. 26. — v. H-I Pigoatelti, Principe di Delmonte. Anton P. de B. erhielt im Jahre 1723 die NcichSfürstenwürde mit dem Uebcrgang auf den Erstgebornen. P. ist ein altes italicn. Haus, dessen ununterbrochene Stammrcihc 1326 anfängt. Es thcilt sich in viele fürstliche, Marquisen- und gräfliche Zweige. jHübncr lV. II 15. — M. v. M. 7 u. f. — v. H.j Piguct v. Ikcnskurg. Der kais. östcrr. Major Fr. P. wurde 1844 mit v. S- geadelt. fM. S.^s Pihlcr ». Cggcnwotdt, Andreas, erhielt 1619 die AdclSwürde. fN. T. A. N.jl Pikard v. Grüiithol, s. Piccard v. G. Pikcnkamps, s. Güttlcr. Pikhcr. Der k. k. Rath w. Joh. P. wurde im I. 1778 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 494. — v. H.s 1 Piiaren, ein schles. Geschlecht. sSinap I. 793. — Siebmacher I. 76- n. 7. — v. Mcding II. n. 641. — v. Ledebur II. 198. — v. H.s Etwas Weiteres ist von diesem Geschlechtc nicht bekannt. 1. Pilat, Johann Baptist, wurde 1662 geadelt. fN. T. A. R.^j 2. Pilat. Die fünf Brüder P., alö: Franz Josef, Hauptmann im 58- Inf. Regiment, Anton Josef, Beamter bei der Nordbahn, Ludwig Karl, Obcrlieutcnant im 68. Inf. Reg., Friedrich Josef, Obcrlientenant im 71. Inf. Reg. und Klemens Josef, Oberlieul. im 8. Inf. Regiment, wurden 1862 von Oesterreich geadelt. HA. A. Zeit., Mai I862.jl Pilati l>. Tojfnl, Thassul, und P. v. T. v. Dasberg. Die Familie stammt ans Trient und soll schon 1366 in den Adclstand erhoben worden sein. Der Hofkammerrath :c. Josef Anton v. P. erhielt im I. 1765 die RcichsritterstandSbcstätignng und im Jahre 1716 die ReichSfrciherrnwürdc. fM. v. M.. Erg. 87. 188; einmal ist Thassul mit h, einmal ohne h geschrieben. Der GutSbesizcr Vinccnz Anton P. v. T. wurde im I. 1738 in den böhm. Frcihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 87.s Der niedere st e r r- Rggs. Rath Frhr. Johann P. v. T- wurde im I. 1795 mit dem Beinamen v. D. Graf. sM- v. M., Erg. 25. — v. Zedlitz. — Taschenbuch der gräsl. Häuser 1844 u. s. — v. Ledebur II. 193. III. 323. — v. Hefner, prcuß. Adel S- 2!. T. 23. — Dorst, schles. Wppb. II. 92. — Freiherr!. Taschenb. für 1859. — Kneschkc, Grafenhäuser. — v. H.s Pilama. Wappenbcschreibung bei v. Ledebur II. 199. Pitowski, v. Pfeilsdorf-P., in Westprcußen seßhaft. W.: Pilawa. fv. Ledebur III. 3237f 1. Pitbach. Der Pens. Gnbernialsckrctär Marimilian P. zu Laibach wurde im I. 1816 geadelt. sM. v. M.. Erg. 495. - v. H-I 2. Pilbach ». Ilicdciimarth. Marimilian P. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. R- geadelt. sM. v. M.. Erg. 495. - v. H.s Pitchomski, ein in Preußen angesessenes Geschlecht; 1782. Wappen: Rogala. fv. Ledebur II. 199-^f Auch PilkowSki, Bicberstein - Pilkowöki genannt. Pildncr v. Ztcinkiirg, österreichisch. Julius P. v. S. war 1857 Oberstlientcnant im 51. k. k. Inf. Regiment. Pilgrom. Die P. stammen anS Kempten, wo Bartholomäus P. am 6. Nov. 1626 einen pfalzgräfl. Wappenbrief erhielt. Dieser AnHerr ist der österr. und der bayer. Linie gemeinschaftlich. 1. -f Pilgrom, Pilgrum, ein altes köln. Patriziergeschlecht, welches einen g. Sparren mit drei g. Pilgerstäben in G. führte. Es mag im 15. Jahrh. von Holland eingewandert sein. IFahnc I. 331. v. Ledebur II. 199Z 2. Pitgram, ein in der Niederlansitz seßhaftes Geschlecht, das bereits 1264 vorkommt und 1775 noch blühte. Wappen? fv- Ledebur II. 199.Die Familie ist auch in Preußen ansehnlich begütert. 3- Pitgrom, Johann, Arzt in der Stadt Breslau, wurde 1623 geadelt. fR. T. A. RJ 4. Pilgrom. Der kurpfalzbaycr. Kommerzienrath n. Hos- Bankicr P. wurde am 36. Jan. 1778 in den Adelstand und am 16. April 1796 in den Freiherrnstand erhoben. fv. Lang, Suppl. 69. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1848 n. f. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 52. T. 52; Erg. Bd. S. 18. — v. H. — Kncschke, Wappen 11.1 5. Pitgram. Johann Josef P., nieder österr. Landrath, wurde im I. 1787 mit „Edler von" geadelt. Am 21. Ang. 1846 erlangte die Familie den Frcihcrrnstand. fLeupold I. Th. 3. B. S. 547. — M. v. M. 241. - Taschenb. der frhrl. Häuser für 1856. — v. HI Pithoscn, s. Speckner. 1. Piltciittiit, eine im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts aus Frankreich nach Bayern sich wendende Familie. fv. Lang, Snppl. 131. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 193. T- 125. - v. H.s 2. Piltcmcnt. König Mar II. von Bayern hat am 16. Febr. 1855 dem k. Major Franz Georg P. und dem Postverwaltcr Georg Karl P. zu Ludwigöhafen den von ihrem Vater, dem Oberstlient. Josef v. P., geführten Adel erblich verliehen. fA. A. Zeit, von 1855.1 Piltcichose», s. Schmid. Piltcr v. Pittersdorf. Der Assessor des Indien delcgati in Mähren, Josef Ludwig P. zu Brünn, dessen Urgroßvater Andreas P. 1616 einen Wappenbrief erhalten hatte, wurde im Jahre 1719 in den böhm. Adel- u. im I. 1733 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. >89. 495 .f Der Lehngnts- Besizer Franz Xaver v. P. wurde im Jahre 1792 Freiherr. IM. v. M. 76. — Taschenb. der frhrl. Hänser auf 1848 n. 1855. — v. H. — Kneschke, Wappen Il.j Ob der 1835 bei der k. k. Arciercnlcibgarde stehende Thomas v. P. zu vorstehender Familie gehört, ist dicßorts unbekannt. Pillcuiihcr v. Diltcwitz. Der rcsignirtc Bürgermeister Stefan P. wurde im I. 1756 mit „Edler v. B." geadelt. IM. v. M., Erg. 495. — v. H.s Pillstcin, s. Schwarzenpacher. Pitoo, österreichisch. Michael Freiherr v. P. war 1796 Domherr beim Erzstiftc in Wien. fWicncr Adreßbuch 1796.f Pitotky, Jakob, wurde 1619 geadelt. fR. T. A. R.^j Pilfach, s. Senfft. Pilfack o. Wcltciiou. Der k- k. Hauptmann Wenzel P. wurde 1826 mit v. W- in den österr. Adelstand erhoben. fM. S.jj Pilstcin, Pilstain, s. Bilstein. 1. Pitstickcr, Ludwig, östcrr. Hauptmann im Generalstab, wurde 1854 geadelt. fOestcrr. Milit.Schemat- von 1858.1 Pil — Pio 161 2. Pilstickcr v- Pfeilbnrg. Ludwig P. v. P, war 1857 bei der Militärbadeanstalt angestellt. 1> P><1, Johann, Kreishauptmann zu Ol müh, wurde 1836 geadelt. fM. S.s Franz P. Edler v. Warnsthal war 1857 Auditor beim 14. Grenz-Inf. Regiment. 2. Pitt v. Difcnhciin, vielleicht Pilscnhcim, wie der östcrr. Schematiöniuo von 1835, S. 564 u. 619, anführt. Der Unter- Lieutenant Michael P. wurde im Jahre 1897 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M.. Erg. 403. — v. 5z.I Pimorta a Droto longo- Anton P. wurde wegen seiner Abstammung von einem mailänd. adlichcn Geschlechte zugleich mit seinem Enkel Kajetan Anton im Jahre 1766 mit dem Beinamen a B. l. geadelt. sM. v. M. 76. — v. H.Z Pimodan de la Vollste de Narccourt, ein altes, nach dem Sturze König Karl'S X. von Frankreich nach Oesterreich gekommenes sranzös' Geschlecht, welches 1239 erscheint, 1465 Adelsbestätigung erhielt, 1656 in den Freiherrn-, 1684 in den Grafcnstand erhoben, 1759 Marquis v. P. wurde und 1852 die österr. Anerkennung des Grafenstandes erhielt. Die Stammrcihe beginnt 1249 mit Raussin Ritter de Rarecourt. Die Familie verschwägerte sich mit den angesehensten Häusern. sTaschenb. der gräfl. Häuser 1854.f Pimpl v. Ehrcngrcif. Der rcsignirte Oberlieutcnant Jgnaz P. wurde im I. 1794 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. ,73. — v. H.Z Pineas, PinkaS. Der galiz. Gubernialrath Joh. P. wurde im I. 1816 geadelt. fM- v. M. 24. — v. H.Z Pincier v. Königstcin, ein frhrl. schleSwig-holstcin'sches Geschlecht, das aus der Wette rau nach Holstein kam. sGauhe I. 735. — Zedier XXVlII. 335. — v. H.z Pinderitfch, Valentin, Kapitänlicutcnant der wiener Stadt- Garde, wurde 1674 geadelt. sR. T. A. R.Z 7 Pindl, Jakob Andreas, aus Franenzell in Bayern, wurde von Kaiser Karl VII. geadelt. Mit seinem Sohne ist der Stamm am 29 Febr. 1772 erloschen, fv. Hefncr, 7 baycr. Adel S. 23. Taf. I3.Z Pindo, f. Nicolides. Pingihcr v. Dörnfeld. Die Brüder Josef und Andreas P. wurden im I- 1756 mit dem Beinamen „Edler v. D." in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 137. — v. HZ 1. Pini, Peter, kais. Leibtrabant, erlangte im I. 1691 die Adelswürdc. sR. T. A. R.Z 2. Pini, Dr. Jnnocenz Karl, zu Mailand, wurde 1839 in den österr. Adelstand erhoben. sM. S.Z Pinino-Pininski. Stanislaus und Georg P.-P. wurden im Jahre 1789 in den galiz. Grafcnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 25. — v. H Z v. Ledebur, II. 199. III. 323, führt ein Geschlecht v. Pinin Ski an, welches in Westprcußen und im Posen'schcn ansässig ist. Wappen: Slcpowron. Anton Graf v. Pininski war 1857 Rittmeister im 8. k. k. österr. Huf. - Regiment. Pinkas, wahrscheinlich österreichisch. Leopold v. P. stand 1857 als Untcrlicutenant im 57- k. k. Inf. Regiment. Pinnowc, ein niederstichst Geschlecht, auö dem Einer Namens Heinrich v. P. im I. 1264 vorkommt. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. fPfesfinger, braunschwcig. Historie I. 366. — Zedier XXVIil. 384. — v. H.Z Pnilio». Die Gebrüder Eberhard n. Friedrich v. P. erhielten 1694 Adelsbestätignng. sN. T. A. N.Z Es scheint in der Ncichs- TaramtSrechnung ein Schreibfehler unterlaufen zu sein und der Name Pinzcnan zu heißen, vielleicht auch Bünau. Pino v. Fricdcnlhai, s. Frieden thal. Pinacci, Hicronimuö, erhielt am 6. Jan. 1662 den poln. Adel. Die Familie ist in Schlesien angesessen, sv. Ledebur ll. 193 .Z Piuski, ein adl. Geschlecht im ehemaligen Preußisch-Polen, sv. Ledebur III. 323. Z Wappen? 1. st Pintcr von der A», eine österreichische, im 14tcn Jahrhundert besonders bekannte Familie, die im 17. Jahrh. noch blühte. sBucclini stemmst, p. 3. — Zedier XXVlII. 33l. — v. H.Z 2. Pintcr v. Pintcrsfcid. Der Pfleg - n. Landgcrichtsverwaltcr Rudolf Leopold P. wurde im Jahre 1715 mit dem Beinamen v. Pintersfeld geadelt. sM. v. M., Erg. 406. - v. H .Z 3. Pintcr v. Pintcrshofcn, österreichisch. Ludwig P. v. P. stand 1857 als Hauptmann im 27. Inf. Regiment, Theodor P. v. P. war Hauptmann im 47. Inf. Reg. und Viktor P. v. P. Oberlieutcnant im 2. Inf. Reg. Wahrscheinlich einerlei mit Nachstehendem. Pintcrshofcn, österreichisch. Ludwig v. P. war 1835 Tar- AmtSoffizier zu Wien. Pinto di Von, Grafen, stammen aus Portugal. Ein Zweig davon hat sich im 18. Jahrh. in den preuß. Staaten niedergelassen. Es war der aus Piemont gebürtige, in der Kricgsbauknnst erfahrene Graf v. P., der nm's Jahr 1779 in die Dienste König Friedrich's II. von Preußen trat. Die Familie erwarb Güter in Schlesien und blüht noch. Emanuel P. war 1741 Groß- Meistcr des Johanniterordens. Der Grafenstand wurde 1779 von Preußen anerkannt, sv. Hcfner, preuß. Adel S. 2l. Taf. 23. — Dorst, schles. Wappenb. It. 38. - v. Ledebur II. 133. III. 323. — Kneschke, Grasenhäuser. — v. Zcdlitz.Z Pintfchon, Wilhelm, Domherr an der Hanplkirchc zu Mainz, nachher Probst von 1358—1369. sZcdlcr XXVIil. 333. — v. HI 7 Pmzcliaii, Picntzcnaw, ein baycr. Geschlecht, dem das passau'sche Erbtruchsesscnamt zustand. Die Familie ist 1899 erloschen, sv. Hefncr, 7 baycr. Adel S. 23 T. 13. — Salver 466. — Siebmachcr l. 77. n. 4. III. 120. n. 9. — v. Meding III. n. 617. — v- H Z Pinzingcr v. Are. Der österr. Hauptmann A. P. erlangte 1853 den ritlcrmäßigcn Adelstand mit obigem Beinamen. sA. A. Zeit. v. !853 .s Pio, ein span. und österr. fürstliches HauS. sSouv eränen 1550. — Brcsler's Schauplatz 227. — v. H.f Pioinbozzi. Der Oberstlieut. Anton P. wurde im I. 1812 geadelt. sM. v. M. 242. — v. H.f Pionlkowski, ein preuß. Geschlecht. Wappen: Korab. sv. Ledebur II. I39.s Piofosquc. Der Graf Ludwig v. P. war im Jahre 1733 k. k. Gcneralfcldmarschalllicntenant, nachdem er lange Zeit in Cremona Gouverneur gewesen. sNanft, gcncal.histor. Nachr. von >740. S. 373. — Zedier XXVlII. II. — v- Hefner, Chronik von Nosenheim S. 254 ss.s 7 Piotrowih, eine prenß. Familie. Wappen: Lcliwa. sv. Ledebur II. 193. III. 323. Z Piotrowski, galizisch. Justin v. P. war 1857 Oberlicute- 21 162 Pio nant im 36. österr. Inf. Regiment, Karl v. P. Hauptmann im 58. Inf. Regiment und Rudolf v. P. Unterlicutcnant im 1. Art.- Regiment. Piovcnc >i. Porlo-Godi, österr.-italienisch. Thoniaö P. Edler v. P.-G. war 1835 Domherr zu Vicenza. Piper, l. Mit dem Wappen: 1. F. der prenß. gekrönte schw. Adler, 2. F. in R- eine f. Lilie, 3. F. in B. drei g. Sterne, 4. F. in G. ein r. Greif, wurde unterm 26. Okt. 1736 dem geh. Nathc Karl Heinrich Kristian P., auö Westfalen gebürtig, von K. Friedrich Wilhelm I. von Preußen ein Diplom ertheilt, in welchem sein alter (?) Adel mit 16 Anen (?) und dem angegebeneu Wappen erneuert und bestätigt wird. Er besaß mehrere Güter in der Ncumark. sv. Zedlitz.) II. Ans einem aus dem Bauernstände hervorgegangenen Ba- sallengcschlcchtc, welches 1561 zu Baldereck auf der Insel Rügen ansässig war, wurden drei Brüder, Franz Adolf, Heinrich Michael und Daniel Veit Piper oder Pipper 1758 in den Adelstand erhoben. sR-T. A. R.) Nach Andern soll die Standeserhöhung des Vasallcugcschlcchts zu Baldereck schon 1636 stattgefunden haben. Aus diesem Geschlechte scheint der schwed. Oberhofmarschall Graf Karl v. P., gest. 1716, hervorgegangen zu sein. Wappen: Quer- Valken mit drei Kleeblättern, dahinter ein Pfeil, sv. Ledebur II. 200. III. 323. — Vehse, Gesch. des preuß. Hofes u. Adels III. 42.) Grafenstand von Schweden vom 3. Jan. 1638. Pipergcr. Der Schazmcisteradjunkt Josef P. wurde im Jahre 4787 mit „Edler von geadelt. )M. v. M., Erg. 405. — v. H.) Pipier v. Ilernfeld. Der Doktor der Medizin und Kirurgie, Franz Ludwig P., wurde im I. 1710 mit dem Beinamen v. S. in den Rcichöritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 189. — v. H.) Pipitz, Dr. Zur., österr. geh. Rath und der Nationalbank Gouverneur, wurde 1857 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. )A. A. Zeit, von >857.) Pipius, Leonhard, bei der k. k. Feldkriegskanzlei, wurde 1639 geadelt. sR. T. A. N.) Piplcs, Hanns, und seine Brüder, erhielten 1560 adliche Wappcnbcsseruug. sR. T. A. R.) Piqutteiche, s. Marschaud. Piro, Gebrüder, erlangten 1604 die Adelswürde. sR. T. A. R.) Pirch, ein pommer'scheS Geschlecht, aus dem im I. 1734 und 1740 Einige in sächs. Diensten standen. sSicbmacher V. >64. — Bagmihl III. 43. — v. Ledebur II. 200. III. 323.) Die Familie hat oder hatte sehr ausgedehnte Besizungen in Pommern, in Schlesien, in Preußen, und erscheint schon 1299 in erstercm Lande, sv. Mcding I. u. 613. — Nanft'S geuealog. Archiv 1734. S. 237 und gcncal. histor. Nachr. >740. S. >026. — Micrälius IV. 38. - Gauhe I. >191. - Zedier XXVIII. 439. - v. Zedlitz. - v. H.) Pirchoch. Joh. v. P., kais. Hofdiener, erhielt 1596 Bestätigung seines adlichen Wappens. sR.T.A. R.) st Pirchinger, Pürchinger, erhielten 1627 adliche Wappcnbes- scrung. sR. T.A. R.) Philipp Paul P., kurbayer. Hofkammer- Diencr, Nathsglied zu München, erlangte 1766 AdelSbcstätiguug und Erneuerung. Sie stammen aus Rosen heim, wo sie 1534 als Bürger daselbst vorkommen. Wappen: Ein Bär mit einer Hellebarde. sR. T. A. N.) Pirckcusec, s. Teuf fei. Pirckcnstkiii, ein frciherrl. Geschlecht in den kais. Erblanden, - Pir welches um das Jahr 1738 bekannt war. Anton Ernst Burkard v. P., kais. Oberst und Hofkriegsrath, erhielt 1696 ein Frcihcrrn- Diplom. sR. T. A. R. - Calendar. S. Adalb. — Zedier XXVIH, S. 440. — v. H.) st Pirckheimcr, Pirckhaimer, ein Nürnberg. Geschlecht, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nicht blos durch Willibald v. P., sondern auch durch dessen zwei Schwestern und eine Muhme, die in der Theologie und in der latcin. Sprache es sehr weit gebracht hatten, wol bekannt ist, und wurde insbesondere von der Muhme Katharina behauptet, daß Nürnberg nichts Gelehrteres und Schöneres gehabt habe. lZedlcr XXVIII. 440-43. — v. H.) Piring, eine meißnische Familie, deren Nittersiz Neukötitz bei Oschatz gewesen. sKnauih, prodr. Misn. 549. — Zedier XXVIII. S. 446. — v. H.) Piringcr v. Wartender». Bartholomäus KaSpar P., Raths - Verwandter zu Znaim, wurde im I. 1723 mit dem Beinamen v. W. in den Neichsadclstand und im I. 1729 mit „Edler von" in den Ncichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. >89. 405.- v.H.) 1. st Pirkcr zu Pirk. Kristof P. zu P. (Parkstcin) steht in der daher. Landtafel 1490. 2. Pirker v. Pirkenn«. Der kärnthner Advokat Georg P. wurde im I. 1734 mit dem Beinamen v. Pirkenau geadelt. sM. v. M., Erg. 40. - v. H.) st Pirkhaimcr v. Winkl. Herr Hilarius P. v. W., Doktor, hat Scholastika Pfundmerin von München zur Ehe gehabt; sie ist 1633 zur Zeit des Ueberfalls der Schweden an der Pest gestorben. (Im pirkhaimcr Wappen war ein X und ein Greif im gevierteten Schild.) Pirkhncr, Pirkner, Wolfgang, ob er österr. Naitrath, wurde 1637 geadelt. sR. T. A. R.) Pirkmair, Karl, Korherr zu St. Andreas in Fr ei sing, Hilarius, Bencfiziat bei U. L. Frau zu München, Joh. Julius, Cäsar und Joh. Kristof, wurden 1616 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R.) S. Pürkmair. Pirniont, Pirmunt, ein altes Herren- oder Grafcngcschlecht, welches in S. einen rechtsschrägeu eckig geschobenen Balken führte. Das Schloß gleichen Namens lag bei Münster - Mcinfeld. ES besaß unter andern Gütern das Bad bei Bertrich. IFahne l. 332.) Piromallo. Der neapolitan. Graf Franz Anton v. P., dessen Voreltern schon unter Kaiser Karl V. ansehnliche Würden erlangten, wurde um'S I. 1767 in den Rcichsgrafenstand erhoben. )N. T.A. R.) Piro» v. Dollen. Anton P. erlangte 1753 mit dem Beinamen v. B. die N. AdelSwürdc. Er kam unter dem Namen P. Scigncur du Cheffbanc de Balen et Ruist aus Batavia nach Preußen, um sich anzukaufen, waS ihm unter der Bedingung gestattet wurde, innerhalb eines Jahres seine adliche Abkunft nachzuweisen. sv. Ledebur II. 200. — R. T. A. R.) Pirouski. Im preuß. Heere befindet sich ein Hauptmann v- P. Etwas Weiteres ist von dieser Familie nicht bekannt, sv. Zedlitz — v. Ledebur III. 323.) Pirquet v. Cescnotico. Joh. Martin P., gen. de Merdaga, wurde 1742 geadelt snach anderer Angabe wurde sein eidliches Herkommen anerkannt und bestätigt) und der Obcrstlicut. Peter P. v. C. wurde im I. 1818 in den Frcihcrrnstand erhoben. Die PK — Pit 163 Familie stammt ursprünglich aus Lüttich, wo sie, nach einer Urkunde von 1788, zu den Patriziern gehörte. sTaschend. der frhrl. Häuser für >848 u. f. — Kncschke, Wappen I. - M, v. M.. Erg. 87. - v. H.f Pirutzki, s- Purutzey. Pisacw de Hisanovctz, wahrscheinlich kroatisch. Adolf P. de H. war 1857 Hauptmann im 33. k-k. österr. Inf. Regiment, Ivo P. v. H. Obcrlieutenaut im 4. Grenz-Inf. Regiment. Pisain. Franzisko v. P., venetian. Patrizier, erlangte 1840 die österr. Grafenwürde. fM. S.ss Pisanski, eine zu Bromberg und Jnstcrburg bcdienstcte Familie, fv. Ledebur II. 261.1 Pisargcwski, in Posen angesessen. W.: Slepowron. sv. Ledebur lt. 201. s -f Pischätz, ein ausgestorbenes st ehermärkisches, im Ilten Jahrhundert vorkommendes Geschlecht. sSchmutz III. 150. — v. H s Pischct, Franz Anton, kurmaiuz. erster Leibarzt u. Hofrath, wurde 1747 geadelt. fR. T. A. N.ss -f Pisenburg, ein adliches erloschenes Geschlecht, aus dem Einer im I. 1196 Bischof zu Würzburg gewesen. fSalver 2t>l> u. f. — v. H.ss Pistenski, v. Nongcliu - P., alte preußische Landcsritter- fv. Ledebur II. 261. III. 323. 327-1 Vergl. Phschinski. 1. Piskarzewski, in Westpreußen seßhaft. Wappen: Luk. >v. Ledebur II. 201. III. 323.j 2. Piskarzewski, ein anderes Geschlecht in Westpreußen. Wappen: Ogonczyk. Planitz, Pißnitz, eine böhmische freiherrliche, seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts bekannte Familie, aus welcher Ferdinand Karl P. im 18. Jahrhundert zum Freiherrn, die Freiherren und Brüder Friedrich Karl Maximilian, Leopold Adolf Heinrich, Julius Heinrich Josef und Josef Felir Adolf v- P. im I. 1763 und 1767 zu böhm- Grafen erhoben wurden. fBalbiin, Tab. stemmst. IV. — Gauhe I. 1131. — Zedier XXVIII. S. 517 u. s. - M. v. M., Erg. 25 u. s. - v. H-1 Pijsaciö, wahrscheinlich kroatisch. Ludwig v. P. stand 1857 als Oberlieutcnaut im 51. k. k. ö st err. Inf. Regiment. Möchte mit Pisacis de H. wol Eine Familie sein. Pistor, eine st eh er mark. Familie, welche von K. Gustav Adolf in Schweden am 16. Mai 1656 den Adel n. von Kaiser Josef II. am 16. Nov. 1784 die Ritterstandsbestätigung erhielt in der Person des Feldkriegskanzlistcn Josef Anton Moriz P. Auch waren sie in Steh ermark Landmänncr. sSchmutz III. 151. - M. v. M., Erg. >89. - v. H-1 1. Pistori. Die Brüder Franz u. Josef P. aus Steycrmark wurden im I. 1766 geadelt. fM. v. M. 242. — v. H-1 2. Pistari v. Rcichcnwciter, Philipp Kristian u. Georg Adolf, beide kais. Hauptleute, erhielten 1698 Wappcnbcsscrung. sR.T.A.R. Siebmachcr V. 147-1 Möchten wol mit den abgedachten geadelten Pistori Eines Stammes sein. 1. Pistoris, Pistorius, genannt v. Seusclih, ein sächsisches, besonders meißnisches Geschlecht. Die P. sollen ursprünglich aus dem Elsaß nach Sachsen und von da nach Stcyermark gekommen sein. Rudolf kommt als im Jahre 1316 geboren vor. K. Karl V. bestätigte am 26. April 1521 dem Simon v. P. den Adel und besserte ihm das Wappen. Seusselitz, eines der größten Güter Sachsens, war bei dieser Familie bis 1721, wo es an ihre Verwandten, die Grafen v. Bünau, kam. Jezt blüht die Familie in der alteren Linie noch in Stcyermark und in der jüngeren in Sachsen. So weit der verbesserte Auszug ans den Familienschriften der Herren v. P. von G. A. Dreyer, 1816. Dieser Auszug stimmt mit den bekannten öffentlichen Nachrichten nicht überein. Lezterc trennen die P. gen. zu S. und die P. v. Adelfels in Stcyermark in zwei verschiedene Geschlechter. Ersteres ist ein sächs. Geschlecht, geadelt am 26. April 1521 in der Person des Simon P., Kanzler des Herzogs zu Sachsen; bestätigt 1556; nun erloschen. fv. Hcfncr, sächs. Adel S. 4l. T. 47. — Sächs. Wppb. VI. gg. — v. Ledebur ll. 281. — Albini, meißn. Chronik 359. — Siebmacher I. 155. n. 342. — Gauhe I. 1191 — 95. — v. H-1 2. Pistoris v. Adclfels, Ritter, vormals Becker genannt. Aus Sachsen kamen sie nach Steycrmark und wurde Franz Xaver v. P. im I. 1775 in den österr. Ritterstand erhoben. fM. v. M. 137. — Schmutz III. 151 u. f. — v- Hl 1. Pistorius, genannt Pstster, Jeremias, nebst seinen drei Brüdern, Samuel Josias, Elias und David, deren Vorfahren schon 1536 geadelt worden sein sollen, erlangten 1668 ein Adcls- Diplom, mit Wiederannehmung des leztcren NamenS. Jeremias befand sich in pfalzgräfl. Diensten. fN. T. A. N.ss Georg P. und seine Vettern erhielten 1623 Adelsbestätignng. fR- T. A. N.f Vielleicht gehört dieser Familie das Wappen bei Siebmacher, Suppl. II. 29, an. 2. Pistorius, Jeremias, aus Jnneröst erreich, wurde 1661 geadelt. fR. T. A. R.sj 3. Pistorius, ein in Sachsen vorkommendes Geschlecht, welches am 17. Okt. 1716 den Adel erlangte. fSächs. Wappcnbuch VI. 79.1 Pistrich. Der Hofkammcrrath Franz Anton P. wurde nach Megerle v. Mühlfeld, S. 137, im I. 1742 mit „Edler von" in den Reichs- und erbländ. Nitterstand erhoben. Schmutz, III. 152 u. f., bezweifelt es, indem daö Geschlecht, das auch im I. 1868 die Landmannschaft in Stcyermark erlangte, schon früher im Ritterstaude gewesen sei. fv. H.f Pisztory, wahrscheinlich ungarisch. Joh. v. P. war 1857 unter den unangestcllten österr. Obersten und Ludwig Bcla v. P. Hauptmann im Gencralqnarticrmcisterstab. Piltz», Franz, Professor der Arzneikunde, wurde 1866 in den rittcrmäßigen österr. Adclstand erhoben als Ritter der eis. Krone. fA. A. Zeit., März 1860.1 1. Pitreich. Der Advokat Dr. Johann Michael P. wurde im Jahre 1769 geadelt. sM. v. M., Erg. 405. - v. H .j 2. Pitrcich. Der inner- und oberöstcrr. Appellationsrath Josef Edler v. P. wurde iiu I. 1791 in den Nitterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 190. — v. H-1 1. Pitsch, Heinrich Josef, in Schlesien, wurde 1737 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 406. — v. H. — v. Ledebur II. 201. j 2. Pitsch o. Wollistzofcn, österreichisch. Johann P. v. W. war 1835 k. k. Generalfeldwachtmeister. Möchte wol einerlei mit vorstehendem Pitsch sein. Pittct. Der Jngenieurhauptmann Kristof v. P. wurde als Maria-Theresia-Ordensritter im I. 1819 Freiherr. sM. v. M. 76. — Frhrl. Tascheub. v. 1857. — v. H.s 21 * 164 Pit Planck Pittcrlc v. Pittcrsscld. Der Unterquartierkommissär P. im Viertel ObcrmannhardSberg wurde im I. 1737 mit dem Beimimen v. Pittcrsfeld geadelt und Thaddäus Pittersfcld v. Pichlödorf wunde im I. 1784 mit „Edler von" Ritter. jM. v. M., Erg. >90. 406. — v. H j 1. Pitlinger, Johann, k. k. Oberst, erlangte 1856 den östcrr. rittermäßigcn Adclstand. jE. S. ^ Ocstcrr. Milit. Schein, v. 1850.j 2. Pittingcr, Peter, östcrr. Major und Artillcricpostokom- mandant zu Linz, wurde 1853 geadelt. Vielleicht ein Bruder des Vorstehenden. jA. A. Zeit, von <853. — Ocstcrr. Milit-Schemat. v 1853.j Pittani v. Dannenfcld. Peter Anton P. wurde ine I. 1733 geadelt. jM. v. M., Erg. 406.j Die Brüder Josef Anton und Peter Anton P. wurden im I. 1739 mit dem Prädikate v. D. in den Frcihcrrustand erhoben. jM. v. M. 87. — v. H.j Pitz, österreichisch. Friedrich Edler v. P. war 1857 Hauptmann im Gcncralquarticrmcisterstab. Piwcnka, k. k. Hauptmann, wurde 1850 in den österr. rittermäßigcu Adelstaud erhoben- jM. S.j Piwnieki, ein w estprcuß. Geschlecht, aus welchem der preuß. Kammcrhcrr Jguaz Josef v. P. im I. 1844 in den Grafcnstand erhoben wurde. jv- Ledebur II. 201. v. Hefncr, preuß. Adel S- 2l. T. 23.j Pircnhauscii, s. Lama. Piza. Der Oberstwachtmeister u. Maria-Theresicnordensrittcr Peter P. wurde im I. 1764 in den Freihcrrnstand erhoben. jM. v. M. 76. — v. H.j Pizzamano, ein altes Patrizicrgeschlecht in Venedig, welches 1297 aus Böhmen dahin gekommen sein soll. Der einzige bis jezt dießorts bekannte Sprößling, Josef Graf P., war kais. österr. Generalkonsul zu Jerusalem, und starb am 22. Juli 1860; war in demselben Jahre in den Grafeustand erhoben worden. 1. Pizzini, Julius und Bartholomäus, Vettern, und beide Leibärzte des Kurfürsten von Bayern, erhielten um's I. 1665 ein Reichsritterdiplom. sN. T. A. R.j 2. Pizzini v. Hochcnbrunn. Die Brüder Franz und Nikolaus P. aus Tirol wurden im I. 1714 mit dem Beinamen v. H. geadelt und Johann Julius P. v. Thürk erg aus Roveredo wurde im I. 1754 in den RcichSfreiherrnstand erhoben. jM. v. M., Erg. 87. 406. — v. H j Pizzon. Der k. Richter Rafael P. wurde im Jahre 1711 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 406. - v. H.j Plnchccki, Falken-P., ein preuß. Geschlecht; desgleichen v. Lewald-P. jv. Ledebur II. 201. III. 323.j PlaczcK, österreichisch. Karl v. P. war 1857 Hauptmann im 29. Inf. Regiment. Pladis, ein altes westfäl. Geschlecht, das wahrscheinlich erloschen ist. jSiebmacher I. 190. n. 7. — v. Meding III. n. 618. — v. H. — v. Ledebur II. 20l.j Pläch v. Scinsberg, österreichisch. Leopold P. v. S. befand sich 1796 unter den Doktoren der medizinischen Fakultät zu Wien. jWiener Adreßbuch v. 1796.j Plachcl v, Plächclsfcld. Der Rittmeister Anton P. wurde im Jahre 1808 mit dem Prädikate v. Pläche Isfeld in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 76. — v. H.j Plänklet, Traugvtt, kursächs. Kommerzienrath, Bcsizcr von Thum und Drehbach, wurde von K. Josef II. am 12. Sept. 1732 geadelt. jv. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 47. - Sächs. Wppb. VI. ?l.j Pläßgc. Der k. k. Rath Joh. P. in Kärnthen wurde im Jahre 1720 geadelt. jM. v. M., Erg. 406. — v. H.j Plätz, s. Vintler. Pläher. Der Pfleger Joh. Georg P. zu Obcrtraaburg in Kärnthen wurde im I. 1734 geadelt. jM. v. M., Erg. 407. — v. H.j Plaza, Plagga, ein preuß. Geschlecht, welches schon 1671 im Neidenburg'schcn begütert erscheint. W.: Topor. jv- Ledebur II. 20>.j Plaichshicrn, aus Ingolstadt stammend, waren zu München im Patriziat, und kommen im 16. Jahrh. zuerst vor. Georg Antou v. P. war fürstbischöfl. Rath zu Fr ei sing und starb 1735. jv. Hefner. 1 bayer. Adel S. 23. T. 19.j Plaimstingl, Adam, kais. Hofkellermeister, Martin u. Hanns, erlangten 1616 den Adelstand. jR. T. A. R.j Plan, mähr. Adel, von welchem das Wappen im Wappen- Buche des kostnitzer Concilii beschrieben ist. jv. Meding III. n. 619. — v. H.j Planchart, Blanchart. So schreiben Mehrere, als Bncelin und Gauhe, I. 1196, das Geschlecht, das unter dem B. aufgeführt worden ist. jv. H.j 1. Planck v- Haidcnkoftn. Josef Anton P., Gerichts- und Kasteuschreibcr zu Landau, erhielt am 16. Jan. 1733 von Kaiser Karl VI. das Adelsdiplom und die kleinere Pfalzgrafenwürde. jv. Hcfner, bayer. Adel S. 103. Taf. 25. — v. Laug 480. — v- H.j 2. Planck v. Planckburg. Der Gutsbesizer und Vorsteher des Handelsstandes in Oesterreich ob der Enns, Fr. P. (auch Blanck), erlangte 1844 den Adelstand mit obigem Beinamen. jM. S.j Planckcnheim, eine österr. Familie, die nach dem I. 1738 nicht weiter vorkommt. (Zedier XXVIII. 6l9- — v. H.j 1. f Planckh, waren adliche Insassen von Rosenheim und soll der alten Sage nach sogar der Markt im 13- Jahrhundert auf planckh'schem Grund erbaut worden sein. Steffan P. zu Rosenheim, Barbara Schrenckin, seine Hansfrau. Er stiftete Amt und Vesper in der Kirche daselbst und starb 1495. Das gleiche Wappen (im Schilde eine Planke) wie cS auf dem Grabstein in Rosenheim zu sehen, findet sich auf einem andern in Vils- hofen für Steffan P., Pfleger zu Osterhofen, 1475. Das Geschlecht scheint später in den Bürgerstand zurückgesunken zu sein, denn mit demselben Wappen siegelt 1573 Michael P., Bürger und Gastgeb zu Rosenheim. Vorliegendes Geschlecht scheint keinen Zusammenhang mit den noch blühenden Plankv. Haidenkhofen zu haben. 2. j- Planckh. Wappen: In N. ein s. Einhorn. Geadelt von K. Leopold I. am 16. Nov. 1698. Der kurbayer. Rath und Leibmcdikus Franz P. wird in Folge dessen am 11. April ' 1704 in Bayern als adlich anerkannt. jDekretenbuch.j Ferdinand Jgnaz v. P., der Theologie Doktor, starb, 58 Jahre alt, zu Ingolstadt am 27. Jan. 1744. 3. Planckh v. Planckcnberg und Merschhoven. Die Gebrüder Michael, Stefan, Ambrost, Kaspar, Kristof und Hanns P. erhielten ein Bestätigungsdiplom am 15. Oktober 1622 von Kaiser Planck — Plat 165 Ferdinand IN mit Bezug auf die schon im Jahre 1279 gehabten adlichcn Freiheiten und deren Vermehrung, die ihnen K, Friedrich im Jahre 1485 gegeben, sv. Lang, Suppl. 131. — v. H.) Planekiilir, ein schles, Geschlecht, das mit denen v. Sady- narowcr u. Stampacher in Böhmen gleiches Wappen führt. sSinap 794. — v. Meding lll. n. 629. — v. H.) Planer, österreichisch. Joh. Georg Edler v. P. war 1835 Hofgerichtöadvokat zu Wien. Gustav v. P. war 1857 Doktor und Militärthierarzt in Pension. Planitz, von der. Die Edlen von der P. gehören unter die ältesten sächs. und schles. Geschlechter, indem schon im I. 946 Einer Namens Joh. v. P. auf dem Turnier zu Rothenburg vorkommt. Sie erhielten die Benennung „Edle v. d. P." mit dem Rechte, mit rothem Wachse zu siegeln, von Kaiser Karl V. am 19. Nov. 1522, und steht die Urkunde darüber bei König, III. S. 711. Ihr Stammsiz gleiches Namens ist im Amte Zwickau gelegen. sSinap 1.794. 11.866. — König I. 719-27. — Spangen- vcra, Adclshist. II. 53. — Kuauth, prodr. Miön. 559. — v. Falken- stein, schwäb. Chronik 27. — Ganhe l. 1196u. s. — Zedier XXVlll. S. 648—659. — Müller's Staatskabinet l. 186. 3l5l. — v Uechlritz, diplomat. Nachr. aus den Kirchenbüchern zu Auerbach v I. l679—>775. III. 174—89. — v. Zedlitz. — v. Hcfncr, württ. Adel S. 17. T. 22; sächs. Adel S. 42. T. 47. — Sächs. Wppb. II. 32. — v. Ledebur II. 29l. III. 323. — Siebmacher I. <62. n. 9. — v. Meding I. n. 614. — v. H .s Planitzer. Joh. Benjamin P., Major bei „Blücher-Husaren", wurde im Februar 1799 vom König von Preußjen geadelt. Er besaß Warbelow in Pommern, sv. Ledebur II. 292. — v. Zedlitz.! Piank v. Plankeiiftid. Die GnbernialrathSwittwe Theresia P. und ihre Tochter, auch Theresia, verehelichte Haiden v. Dorf, wurden im I. 1795 mit dem Beinamen v. Plankcnfeld geadelt. >M. v. M., Erg. 496. - v. H.s s Blankenbach. Kuno n. Nudiger de Planchenbach 1239, item Dominus Rafoldus de Blanchcnpach residens nunc in Praunawe (am Inn) in Briefen des Klosters NanShofcn 1279. sM. B. III. 345.) Plankcnsels, s. B er Warth. Plankenhayn, Planckenheim. So schreibt Ganhe, II. 883 u. f., irrig diese thüring. Familie, die unter B gehörigen Orts angebracht worden ist. Eines böhm. Geschlechts gedenkt derselbe am a. O. aber bloö niit den Worten: „die aber nicht hierher gehört", sv- H-) 1. si Plankcnflcin, ein ausgestorbenes, im 13. u. 14. Jahrh. in Steyermark begütertes Nittcrgeschlecht, dessen Güter mit Bewilligung Kaiser Friedrich'S III. die v. Pritschenk erbten. (Schmutz III. 157. — v. H.) 2. Plankcnflcin, Sebastian, zu Uttcuhcim, erhielt am 21. Juli 1583 vom Erzherzog Ferdinand einen Wappenbricf. Adam P., Pfleger zu Uttenheim, und sein Vetter Georg P., Pfleger zu Stein am Ritten, erwarben 1694 und 1695 den Adel von K- Leopold I. sv. Hcfncr, tiroler Adel S- 23- T. 27.) Wappen: In R. auf gr. Hügel 3 s. Planken. Plankcnflcin, s. Horack v. P.; Räuber. Plankcnstcrn, s. Wetzlar. PlankenGart, ein ausgestorbenes, im 12., 13- u. 14. Jahrhundert in Steyermark begütertes Geschlecht. (Schmutz III. 169. — v. H.) 1. Plappart v. Francnbcrg. Der Arzt, Stadtphistkus u. Professor Joachim Friedrich P. zu Gr ätz wurde im I. 1784 mit „Edler v. F." geadelt. (M. v. M., Erg. 496. — v. 5z.) 2. Ptappart v. Lccnherr. Der Sanitätsrath und ProtomedikuS Leopold P. zu Gratz, wurde im I. 1784 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. Schon am 9. Nov. 1656 hatte die Familie den Adel erhalten und 1853 die Frcihcrrnwürde. (Taschenbuch der frhrl. Häuser für 1869. — M. v. M., Erg 139. — v. 5z.) Piappcrt v. Schlissclthal- Der bischöflich gurk. Rath u. Hauptmann in Kärnthen, Kristof Peter P., wurde im I. 1729 mit dem Beinamen v. S. geadelt. (M. v. M., Erg. 496 — v. H.s Planus v. Plarstädt, Johann Gottfried Engelhard, beider Rechte Licentiat, wurde mit obigem Beinamen in den Adelstand erhoben. sR.T.A.R.) 1 Plajfenbcrg, eine 1311 vorkommende und 1652 ausgestorbene, vormals in dem frank. Rittcrkanton Gebürg immatrikulirte und begüterte Familie, welche einerlei Ursprung mit denen v. Gut- tenberg gehabt haben soll. sBiedermann, Gebürg Tab. 351—53. — v. H.s Plastung, ein westpreuß- Geschlecht. W.: Koß I. sv. Ledebur III. 323.s Plat. Raimund le Plat wurde 1742 geadelt. (R. T. A. R-1 1. Plate, ein lüneburg. Geschlecht, von dem blos v. Meding, I. n. 616, das Wappen beschreibt, sv. H.) 2. Plate v. Bassenfleth. Waren schon im 14. Jahrhundert in Bremen bekannt und erhielten den Beinamen von ihrem Ritter- Gute Bassenfleth. (Mußhard, Monument, nobil- Bremens. — Ganhe I. 1292. — Zedier XXVIII. 689 u. s. — Lüdersen'ö Samml. — Jmhof, notit. proc. Jmp. Lib. 9.) Sie führen im bl. Felde eine s. Muschel und nennen sich eigentlich v. Plate, sv. Meding I. 613. — v. dem Knesebeck. — Sicbmacher I. 171; Suppl. V. 18. — Grote, hannöv. Wppb. — Kneschke, Wappen IV. — v. H. s Piatcis, ein mähr. Geschlecht, aus dem Johann Ernst als Reichsfürst und Bischof zu Olmütz zu Anfang des 17. Jahrhunderts vorkommt. sZedler XXVIII. 686- — v. H.) 1. Platcn. Der Erste dieses Geschlechts ist von K. Heinrich dem Vogler im 19. Jahrh. zum Ritter geschlagen worden. Es kommt dieses Geschlecht vorzüglich in der Mark Brandenburg, und zwar schon im Jahre 926, vor; besonders besaßen sie in der priegnitzer Mark viele Güter. W.: Ein schragrechts gestellter, an den Enden abgekürzter Baumstamm mit 5 gr. Blättern in S. Die Familie hat oder hatte auch Besizungcn in der Provinz Sachsen, in Preußen, in Mecklenburg. sv. Ledebur II. 293. — Klüver 635. — Wackcnroder, A. u. N. Rügen S. 229. — Beehr 1579. — Schwarz, pommer'sche Lehnshist. 519. 1365. — Barinq's Beschr. der Saale in Lauenstcin II. 2l9. — Dienemaun, Nachr. 167. 175. 347. 423. — Suca Nikes 65. — Gauhe I. ll99. — Zedier XXVlll. 687. - v. H.s 2- ch Plate». Im Lüneburg'schen gab es noch eine Familie dieses NamenS, welche drei Rosen im Schilde und einen zweiköpfigen Adler auf dem Helme führte. Sie scheint erloschen zu sein. Die pommer'schen P. haben in ihr gräfl. Wappen diese drei Rosen in den Mittelschild aufgenommen. (v. Meding I. n. 616. — Hannöv. Wappenbuch.) 3. ch Plate», in Mecklenburg, wohin sie aus Pommern gekommen waren, und soll das zwei Meilen von Schwerin gelegene Städtchen Platcn am Flusse Stör von ihnen erbaut 160 Plat — Platz sein; sie kommen noch in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts vor, sind aber längst erloschen. Eigentlich waren zwei verschiedene Geschlechter dieses Namens im Mecklenburg'schen. Das eine führte drei Rosenkränze, 2. 1., im Wappen, und kommt 1316 in Urkunden vor. sNohlen, Gesch. des Hauses Krassow II. — llrk.B. 3.s Ebenso kommt 1426 ei» Wilhelm mit der Plate (der eigentliche Name: cum thorace) vor. Verschieden von dieser Familie ist die Familie Platen, de Plotc, die — von einem Gute genannt — in Urkunden von 1222 erscheint; dieses Gut lag bei Schwerin; sie führte einen Querbalken im Wappen, wie die Mantcnfcl, Zülow und Peccatcl. Sie besaß eine Zeitlang das Erb-Land- Marschallamt im Lande Stargar dt. sVehse, Gesch. der kl. deutschen Hose tl. 55. — v. Meding I. 617. — Inder nobil. Mcgapol. 41. — Wackenrodcr, A. n. N. Rügen 296. — Aedler XXVIII. 689. — Gauhe I. 1196. — v. H.j 4- Plate» v. Hallcnnnnd, Platten-Hallermünde, ein pommcr'- scheö Geschlecht, welches durch viele Jahrhunderte daselbst bekannt und über 566 Jahre auf der Insel Rügen begütert war. Es verbreitete sich nach und nach in andere Provinzen und Reiche, besonders auch nach Schweden und in das Hann över'schc. In lezteres Land sollen diese v. P. schon 1196 aus dem Braun - schwcig'schen gekommen sein, sich dann auch 1396 nach Schweden gewendet haben. Sie führen im Schilde zwei Kazcnköpfe mit herabhängenden Flügeln. Aus diesem Geschlechte hat K. Ferd. II. 1636 den Erasmus v. P. in Hannover zum Freiherrn erhoben, welche StandcSerhöhung Kaiser Leopold am 18. Jan. 1676 mit Beilegung der Panner- u. Edlen-Herren-Würde erneuerte, am 26. Juli 1689 aber das Geschlecht zu Grafen erhob, jedoch bloö nach dem Erstgcburtsrechte. Im I. 1764 erhielten sie die Grafschaft Hallermund und früher das Generalpostmeisteramt des Herzogthums Brannschweig-Lüneburg, welches ihnen aber der König von Großbritannien 1736 abgekauft hat. sGanhe I. 1198. t200 u. f. II. 885 u. f. — Zedier XXVIII. 689. 691. — Lüdersen'« Sammlung. — Dicnemann, vom Johanniterorden. — ! MicräliuS, Pommerl. VI. 366. — Wackenrodcr, A. n. N. Rügen 289 u. f. — Fabritius, crläut. A. u. N. Rügen 4. — Allg. hist. Lex. III. 846. — Jmhofs, not. proc. 145. — Sicbmachcr III. 155 V. 313. — Gotha'- schcr Hostal. für 1848 ». f. — v. Zedlitz, Ad-Lexikon, wo alle Platen verwechselt werden. — v- Hcfncr, Kaper. Adel S. 17. T. 12. — v. Ledebur II. 292. III. 323, wo der Name der verschiedenen P. in Kürze kritisch bearbeitet ist. — Bagmihl III. 47. — Kneschkc, Grafenhäuscr. — Hannov. Wappcnbuch. — v. H.s Platcr, auch v. Brölen, gen. P., ein aus Westfalen und der Grafschaft Mark stammendes Geschlecht, welches jczt in Licf- land, Polen, Posen, Galizicn, Vollhiuien ?c. seßhaft ist. Es bedient sich selten des Beinamens Brölen, obgleich solches der Stammname ist. In Urkunden nach 1374 wird dem Namen Brüte, Brohle stets gen. P. beigefügt, ohne daß eine Veranlassung angegeben werden könnte. Das Geschlecht erlangte bedeutende Bcsizungcn. Mit dem berühmten Heermcister Walter v. Plettenberg war die Familie nach Liefland, Polen w. gekommen. Der Grafenstand (den alle Starosten ansprachen) wurde 1774 von Oesterreich und 1816 von Preußen anerkannt. sHupcl. liefläud. Anz. Nr. 22. S. 214. — v. FirkS, Urspr. deö Adels in den Ostseeprovinzcn 151. — Taschenb. der greift. Häuser auf 1854. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat >843. S. 266. — V. Ledebur II. 293.j -s Plattier. Die Frau des schwarzburg'schcn Forstmeisters Heinrich Wedckiud, Katharina P., wurde zugleich mit diesem vom Fürsten von Schwarzburg am 7. Okt. 1749 geadelt und erhielt ein eigenes Wappen. Im Schild ein Kranich, von einem Stern beseitet. sO. S.s Plato, ein in Lüneburg begütertes Geschlecht, das zuweilen auch Platen geschrieben, von jenem aber ganz verschieden ist. Sie erscheinen 1472 in Urkunden und besaßen unter andern Platho, Grabow, Niendorf. sGanhe I. 1291. — v. d- Knesebeck. — Tyroff, Wappenw. I. 47. — Sicbmachcr I. 171; Suppl. II. 23. — Grote, hannov. Wppb. 6. 47. — Grupcn's Nachr. v. Hannover l6. — v. Meding l. n. 6l3. — v. H.j Platow, Platen, ein in der Provinz Brandenburg ansässiges Geschlecht, welches auch in Preußen Bcsizungcn hat. Es führt in S. drei r. Rosen. Schon 1455 kommt dasselbe in Brandenburg vor. sv. Ledebur II. 263. j Platsch, s. Vintler. Plattcnlwrg. Der Doktor der Arzneigclahrthcit und Domherr P., welcher den Herzog Wilhelm von Sachsen im I. 1461 auf der Reise zum hl. Grabe begleitete, muß doch wol zu einer, wenn auch nicht viel bekannten Familie in Sachsen gehört haben. sMüller's sächs. Aunalcn 34. — v. H.j Platthif »- Thnrocz-Dv'vök, ungarisch. Kaspar P. v. T.- D. war 1835 Viccgcspan bei der lip tauer Gcspanschaft. 1. Ptattncr, Dr. I. C., Advokat in Tri est, wurde 1854 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1854.) 2. Ptattncr v. Acusetd. Die Brüder Josef und Vincenz P., beide Postsekrctäre in Tirol, wurden im I. 1775 mit dem Beinamen v. N. geadelt. sM. v. M., Erg. 467. — v. H.j 3. Ptattncr ». Plattcnfctd- Der Kaufmann Josef Lukas P. zu Klagenfurt wurde im I. 1752 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 497. - v. H.j 1. Plah, Piazza, eine in Italien sowie in Deutschland begüterte, sehr alte Familie, die, im I. 1651 in die steyermär- kische Landmannschaft aufgenommen, in demselben Jahre die Freiherrn- und 1693 die Grafenwürde erlangt hat. Auch wurden die Brüder Josef Anton und Kaspar Jgnaz P. im I. 1736 in den Grafeustaud erhoben. Am 19. Nov. 1647 verlieh Erzbischof Paris zu Salzburg dem Nathc, Laudmanu, Kammerdircktor und Pfleger zu Wartheufels, Joh. v. P., nach Absterben der Freiherren v. Thür» das Prädikat „zum Thurn". sZedlcr XXVIIl. 749. - M. v. M., Erg. 26. - Schmutz III. 161. — Siebmacher V. 314; Supplem. VII. 7. — Tyroff, baper. Wappenw. I. 91. - Taschenb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v. Hcfncr, baper- Adel S. 17. T. 12; Erg. Bd. S. 9. - N. T- A. R. - v. Hj 2. PInh v. Ehrcnthnt. Der gräflich gallaS'sche Oberhauptmann Kristian Karl P. v. E. wurde im I. 1762 in den böhm. Adel- und im I. 1766 in den böhm. Nitterstand erhoben. IM. v- M., Erg. 199. 497. — v. H.j 1- PInhcr. Die Brüder Anton, Jgnaz und Vincenz P. wurden im I. 1779 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 242. — v. H.j 2. Plaher. Der Oberkricgskommissär Kristian Anton P. zu Neu sohl wurde im I. 1786 geadelt. sM. v. M. 242. — v. H .j 3- Plnhcr. Der KammeralzalamtSkassier Joh. Baptist P. zu Prag wurde im I. 1826 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 497. — v. H.j 4. Platzcr. Ein Edler v. P., kais. östcrr. Hosrath, wurde 1839 in de» Nitterstand erhoben. fE. S.j 5. Plutzer v. Wohnstcdct. Der Kreishauptmann Prokop P. Plau — Pless 167 zu Beraun wurde im Jahre 1818 als Ritter dcö Leopoldordenö mit v. W. in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. M. v. M., Erg. lS0. — v. H.s Plauen, ein seit dem 12. Jahrh. bekanntes tiroler Geschlecht. Im I- 1613 erhielten die Gebrüder und Vettern v. P. Bestätigung ihres adl. Standes. jN. T.A.N. — Bucelini stemmst. IV. - Gauhe I. 1202. — Zedier XXVIII. 774. — v. H.s Möchten wvl mit Plawcn einerlei sein. Plaueiibruck. s. Pöltinger. Plausig, eine im I. i486 vorkommende alte meißnische und thüring. Familie, die ehedem Lukz, Lußg und Lausig geheißen haben soll. Anna v. P., des Sigismund v. P. eheliche Hausfrau, erhielt vom Herzog Albrecht von Sachsen im Jahre i486 einige Zinsen in den Dörfern Plausig, Blesen w. zum Leib- Geding verliehen. lGauhe I. 1202 u. f. — Müller's sächs. Annalen S. 474 u. f. — Schöttgen 's Historie von Würzen.— Zedier XXVII. S. 775. - v. H.s Plauz v. Piauzhosscn ans Kcltcrsstld. Joh. Andreas P. wurde im I- 1761 mit dem genannten Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 407. — v. H.s Plawcn. Im I. 1465 wurden die P. von Kaiser Friedrich geadelt. Der Erzherzog Ferdinand von Oesterreich hat dieser Familie am 27. Mai 1532 ein Adelserneueruugsdiplom erthcilt und am 11. Dez. 1792 wurde der tiroler Steuereinnehmer Johann Augustin P. in den tiroler Herren- und Nitterstaud aufgenommen. Nach Andern war das Geschlecht schon 1567 in die Landschaft aufgenommen. Anch im Magdeburg'schcn war dieses Geschlecht seßhaft, sv. Ludwig, Neliq. V. VII. — v. Lang, Suppl. S. 132. — v. Hcfner, tiroler Adel S. 14. T. lti. — "v. H.s v. Ledebur, II. 264, führt ein erloschenes, in Preußen begütert gewesenes Geschlecht v. Plauen an, das auch v. Rabatte» genannt wurde. Mit den tiroler Plauen, Plawcn mag cö wol in keiner Verbindung gestanden sein. Plawctzlri v. Plawetz, ein schles. frhrl. Geschlecht, welches die Herrschaft Loslau besizt, 1616. Wappen? sSinap II. 197. — v. Ledebur II. 204.s Plawinski, ein im Großherzogthum Posen seßhaftes polnisches Geschlecht, sv. Ledebur II. 264. III. 324 .s W.: Junosza. Ptawitzkq, ungarisch. Felix v. P. war 1857 Unterlieutcnant im 34. k. k. österr. Inf. Regiment. Pluz, Georg Kristof, k. poln. u. kursächs. Hofrath, wurde 1758 von K. Franz I. in den Adelstand erhoben. sR.T. A.A.s Plazcr, Johann Albrccht, kais. Kammerorganist, wurde 1636 geadelt. sR. T. A. R.s 4 Ptcchir. Jordan P. zu Grueb (Parkstein) steht in der daher. Landtafel 1496. Plechnitzc, ein pommer'sches Geschlecht der Freien. sMicrälius, Antiq. Pommer. Lib. VI. c. 48. — Zedier XXVIII. 793. v. H .s Plehwe. König Friedrich II. von Preußen gab am 14. März 1774 einem Offizier Karl Beruhard P. ein Adclsdiplom mit Beilegung des Namens Rosenbusch, als dem Namen seines Adaptiv - Vaters, wovon sich nun Mehrere im prcuß. Heere befinden, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 204. 31I.s Plcickardt, Bleikardt, Johann Franz, Bürgermeister zu Wien, erhielt um's Jahr 1766 die Ncichöadelswürde. sR.T. A.N.s Plcincr v. Drossim. Jgnaz Johann Nepomuk P. in Böhmen wurde im I. 1756 mit dem Beinamen v. D. geadelt. sM. v. M. 242. - v. H.s Pleinfeld, s. Schcchs. Plcisten v. Pleistcin. Hanuö Bernhard P. erlangte 1636 den Adelstaud mit dem Beinamen v. Pleiste in. sR. T. A. N.s 's Ptemicncki, Plcminski, v. Elementen-PlemienSki, ein a ltes preuß. Nittergeschlecht, ehemals auf Dembiniec und Plemiente gesessen, sv. Ledebur II. 264.s 4 Plenchow, altes preuß. Nittergeschlecht, um 1448 auf Plenchow. sv. Ledebur II. 264. s Plciiciz. Markus Anton P., Doktor der Medizin zu Wien, wurde im I. 1776 geadelt. sM. v. M., Erg. 407. - v. H.s 4 Plcnckcn, ein schles. frhrl. Geschlecht, dessen Nitterstaud im I. 1721 eröffnet worden ist. sSinap II. 398. — Zcdler XXVII. S-802.s Johann Adrian v. P., Obcramtskanzlcr, erlangte am 16. Okt. 1667 den alten böhmischen Ritterstand und wurde am 25. Okt. 1668 Freiherr. sTyroff II. 95.s Die Familie ist erloschen. Namen und Wappen gingen 1719 auf die Stiefbrüder des Johann Adrian, die v. How erden, über, sv. Ledebur II. 204. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. H.s Plcnlühen, s. Hoverd. Plcncr, I., österr. Sektivnschcf im Finanzministerium, wurde 1856 geadelt. sA A. Zeit. v. 1856.s Plciikcr, G., österr. Miuistcrialrath und Tabakfabrikdirektor, erlangte 1853 den rittcrmäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1853.s Im I. 1857 wurde demselben die Annahme des crbl. Patriziats der Nep. Marino gestattet. sA. A. Zeit. v. 1357.s Ptentzner v. Zchanicck. Der kais. österr. Regicrungsrath, Salinen - und Forstdirektor K. P. erlangte 1855 den rittermäßigen Adelstand mit obigem Beinamen. sA. A. Zeit. v. 1855.s Pleschner v. Eichstctt. Der Kauf- und Handelsmann P. in Prag wurde um 1855 mit v. E. in den Adelstand erhoben. sM. S.s Plcschnigg v. Perenthliti. Joh. Jakob P. wurde im I. 1762 mit dem Beinamen v. Perenthall geadelt. sM. v. M., Erg. 407. - v. H.s Plesse, eine nicdersächs. Familie, die ehedem v. Schwanringen geheißen, und eine von denen ist, woraus ehedem die alten Sachsen ihre Könige gewählt hatten; anch haben sie das kais. Feuer- und Thürsteheramt bei hohen Solcnnitäten verwaltet. Es starb mit Dietrich VI. im Jahre 1571 aus, worauf die freie Herrschaft Plessc an Wilhelm den Weisen, Landgrafen in Hessen, gefallen ist. sHamelmann, de familiis emortuis II. 141. — G. Fr. Deiulini Diss. de singulari custodiendorum ignium cur« et inspe- ctionc. Alt. 1748. — Bucelin IV. >gz. — Joh. Letzncr, Stammbuch der Herren v. Schwanriugen u. Edlen v. Plesse. Mühlhausen, 1587. 4. Dessen neues pless. Stammbuch, ein Manuskript, das sich auf der wolfcn- biittcl'scheu Bibliothek befindet. — Gauhc I. 1205. — Zedier XXVIII. S. 810. — Lüdersen'S Samml. — Siebmacher III. Ib. 17. V. >38. — Pfesfinger, braunschweig. Historie I. Kap. 58b -607. — Joach. Meiert Origines et antiquit. Plessows., der Plesse Urspr. zc. Leipzig, 1713. 4. 2. Alphab. 7 Bg. mit 1 K. — E. L. Kotzcbue, Histor. Familiae Plcssens. Mspt. - v. H.s 1. Plcjsen, eine der ältesten Familien in Mecklenburg, die sich auch in Dänemark ausgebreitet hat, sowie sie auch in Holstein begütert war; sie kommt schon 1652 in Urkunden vor, und ist in Württemberg seil mehr alö 166 Jahren bcdienstet und ansässig; auch im Sachsen-Koburg'schen befindet sich ein Zweig 168 Pless — Plie dieses Geschlechts, wo ihm der Freihcrrntitel crthcilt wird, mithin anerkannt ist. sv. Hefner, sächs. Adel S. 14.jj Auch in Württemberg erlangte 1828 Friedrich v. P, zn Schmied elfeld, französ. Oberst, die Freihcrrnwürde. Die Grafen v. P. gehören zur Familie v. Maitz ahn. Es hat nämlich Helmuth Gr. v. P. am 6. März 1761 seinen Neffen Helmuth v. M. zum Erben des Majorats Jvenack nach Erstgeburtsrechtvercrbnng, sowie Annahme seines NamcnS und Wappens eingesczt. sCast, Adelöb. von Württemberg. — v. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. - Genealog. Jahrb. de« deutschen Adels auf 1841 u. f. - Archiv f. Gesch., Gencal. u. Dipl. S. 86. — Grote, haunöv. Wppb. — Mecklenburg. Wppb. — Bernd, T. XUVIl. >93. — v. Ledebur It. 204. III. 324. — Preuß. Wappenb. I. 76. — Taschcnb. der srhrl. Häuser 1856. — v. Hcsner, preuß. Adel S. 2l. T. 23; Mecklenburg. Adel S. 16. T- 14; sächs. Adel S- 14. T. 14; Württemberg. Adel S. 17. T. 22.1 Um daö I. 1730 hat ein dänischer Staatsministcr, der eine v. Plcsse zur Gemahlin gehabt, sechs weitläufige Stammtafeln, ohne seinen Namen, ohne Druck- Ort und Jahrzal, herausgegeben, die Ganhe zugeschickt wurden, welcher sie in seinem AdclSlexikon, l. 1203—1205, benüzt hat. sAngcli, Holstein. Chronik Kap. 23. 96. — Zedier XXVII. 816. — v. Westphalcn, monum. inedit. T-IV. tab. 19. n. 5l. — Siebmacher V. 33l. — v. Meding I. n. 619. 626. — v. H.s 2. Plcsse», ein altes lnbecker Patriziergcschlecht, aus dem im I. 1429 Helmcckc v. P. als Zirkelbrndcr vorkommt, und das mit obigem mecklenburg'schen verwandt ist. sv. Prauu, adl. Europa Kap. 12. §.55. — Mcicr'S pless. Urspr. und Denkwürdigk. 66. — Zedier XXVII. 813. — Lüdersen'« Samml. — Sicbmacher III. 195. — v. H.s Plcssenet, s. Stein dl. Picssis, oder vielmehr du P .-Gonrct. Der große Kurfürst von Brandenburg crthcilte am 27. Sept. 1671 dieser aus Frankreich in seine Staaten geflüchteten Familie ein Anerken- nungsdiplom ihres alten Adels. Sie verließ ihr Vaterland der Religionsunruhen wegen. Ein du P. wollte schon 1639 die Rhone mit dem Rhein durch einen Kanal verbinden. Isaak Josua du P., gen. Gouret, GutSbesizcr in Brandenburg, wurde 1672 Gesandter bei der Eidgenossenschaft. Er kaufte sich in der Waadt an und erhielt daö berner Bürgerrecht. sv. Zedlitz, Ad. Lexikon, woselbst auch daö Wappen beschrieben ist. — v. Ledebur II. 265.> 's Ptcsstnnien, ein Patriziergcschlecht in Lübeck, wohin eS im 13. Jahrh. aus Gothland kam, aber im 17. Jahrh. ausgestorben ist. sMcier'S pless. Ilrspr. 67. — Zedier XXVIII. 823. — v. H.s Pichl»»»», Gottlicb Ludwig, preuß. geh. Rath n. Direktor des LandesadministrationSkollcginms zu Geldern, wurde am 13. Okt. 1786 geadelt, sv. Ledebur II. 205.jj Plctrich v. Szcntkircilh, eine aus Ungarn stammende Familie, aus welcher der Schwiegersohn des Kanzlers Baron v. Kreikt- mayr, der k. bayer. Kämmerer Anton Karl P. in München, am 24. Sept. 1790 vom Kurf. Karl Theodor in den Grafcnstand erhoben wurde, sv. Lang 58. — Thrvff, baycr. Wappcnbuch I. 92- — v. Hcsner, bayer. Adel S. >7. T. 12; Erg. Bd. S. 9. — v. H.s Plctsch v. Mtcrschild. Der Rittmeister Johann Heinrich P. wurde im I. 1789 mit dem Beinamen v. 9k. geadelt. sM. v. M. 242. — v. H .s 1. s- Plettenberg, ein frciherrlichcs, zum Thcil gräfl. Geschlecht, daö vorher in Liefland, nachher im Stifte Münster gesessen u. seinen Namen von dein in der Mark gelegenen Städtchen Plettenberg erhalten. Zuerst kommen sie im Jahre 1042 auf den Turnieren vor, und Walthcr v. P., Hecrmcister in Liefland, wurde im I. 1525 als Hecrmeistcr von Kaiser Karl V. in den Ncichsfürstenstand erhoben, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsee- Provinzen 146. — Lüdcrsen'ö Samml. s Dieses Geschlecht führt im r. Schilde einen gestürzten g. Sparren. Nach v. Steinen ist die Familie im 17. Jahrh. erloschen, sv. Ledebur II. 265. III. 324. — Gauhe I. >267-12; Anh. 1716-18. — Zedier XXVll. 825—38. - V.Steinen II. 1456 u. f. Tab. 46. u. I. — N. genealog. Haudb. >778. S. >57—66. — v. Meding II. n. 643. — v. H.s 2. Plettenberg, ein in Westfalen u. in den Rh ei »landen begütertes Geschlecht, v. Hattstein, im Register, rechnet es zum westfälischen, Siebmacher, I. 130, zum rheinländ. Adel. sv. Steinen IV. 815. — v. Meding II. n. 644.j Das Wappen dieser Familie besteht in einem von G. und B. gelheilten Schilde. Im I. 1646 erlangte das Geschlecht die Freiherrn- und 1724 die Grafenwürdc. Auch besizt die Familie das Erbkämmereramt in Westfalen. Die Familie hat sich auch in Württemberg seßhaft gemacht. Ein srhrl. Zweig hat den Namen P.-Bodelschwing angenommen. Die gräfliche Linie ist 1813 erloschen. sK. Dorst u. I. A. Tyroff, württ. Wappenbücher. — v. Zedlitz. — Cast, Adelsb. v. Württemberg. — Fahne I. 333. II. lll. — Kneschkc, Grafenhäuser. — v. Ledebur II. 265. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf >846 n. s. — Gothaer geneal. Hofkal. für 1834 u. f. — Diplomat. Jahrb. für de» preuß. Staat >841. Abth. 2. S. 48. — Frhrl. Taschenb. von >855. — v. Hefuer, preuß. Adel S. 21. Taf. 23. S. 57. Taf. 73; Erg. Bd. S. 36; württ. Adel S. 3. T. 3. — v. H. s 1. f Pietz (im Schild ein Adler), waren Bnrgmänncr zu Montabaur, Nassau. sHist. Trev. II. 7.^j 2. Pietz v. Welschlcbcn, eine im Herzogthum Magdeburg seßhafte Familie, deren Stammstz W. im H. Magdeburg liegt. (Gauhe I. >212 u. f. — v. Ledebur II. 266. — v. H.s Pietz, s. Plötz. 1. PIctzgcr, österreichisch. Eduard Frhr. v. P. war 1857 Hauptmann im 49- Inf. flieg. Adam P., k. k. Major bei „Bar. v. Mack - Kürassiere Nr. 6", des Maria-Theresienordens Ritter, wurde 1796 in den Freiherrnstand erhoben. Es ist der Großvater des Vorstehenden. lFrhrl. Taschenb. von 1864.jj 2. PIctzgcr v. Wilbburg. Der Jngenieurhauptmann Philipp Jakob P. und sein Stiefsohn Paul v. P. wurden im I. 1754 geadelt. sM. v. M., Erg. 467. — v. H.s Ptctzkcr. Der Major Adam P. wurde im I. 1797 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 76. — v. H.s Pley v. Schnccfcld. Der Rittmeister und erste Vice-Sekond- Wachtmeister P. bei der österr. adl. Leibgarde wurde im Jahre 1782 Freiherr. Das Geschlecht erhielt im I. 1811 die sicher. Landmannschaft. sM. v. M. 38. — Schmutz III. 165. — Taschcnb. der srhrl. Häuser auf 1858. — v. H .s -s Pteissc. Ritter Joh. P. siegelt 1350 mit einem Herzen im Schilde, gleichwie der in derselben Urkunde siegelnde Lewe v. Hüls sArch. Notizen.) Plcz, MarsiliuS Gottefredus Jgnaz, wurde am 5. Februar 1746 geadelt. Er war kurmainz. geh. Rath n. dcmkapitnlar'scher Sindikus. sGcnealog. Staalshdb. v. 1748. — N. T. A. R .s Pticht», s. Pflichten u. Zierotin. -s Pticint, altbayerisch. (Drei Blumen an ihren Stielen obereinander.) Asm P. zu Linden eck, Margaretha z. L. und G-lnsodt (Erding) in der bayer. Landtafcl 1490. Plie — Plo 169 f Plieningen, eine im Jahre 1686 mit Marien Agnes v. P, vermählten v. Gaisberg, ausgestorbene schwäb. Familie. Dieselbe erscheint 1142 und ist 1642 erloschen, so. Hesncr. -s- schwäb. Adel S, >4. ^ Griesinger 1656. — Siebmacher I. l>0. n. 9.) In Nr. 326 des Ncichsanzeigers von 1864 steht eine von D. G. A. H. 4274 gegebene Antwort aus die in Nr. 68 über dieses Geschlecht aufgeworfene Anfrage, so. Meding I. 621. — v. H.) f Ptieß, eine ehemalige alte adliche Familie in Schlesien, die mit Friedrich v. P. zn Meschlau im I. 1628 das Geschlecht beschlossen hat. sStoch, Geneal. n. 133. — Gauhe II. 887. — v. Ledebur II. 267. — v. H.s f Plindhcii». (Wappen: Geviertet; 1. n. 4. ein Luchs, 2. u. 3. drei, 1. 2, Lilien.) Adelheid de Blintheim, Nonne zu Seligenthal, im Todtenbuche sine dato. Anton v. P. (nobilis bavarus) war Kanonikus zu U. L. Frau in München und starb am 19. Nov. 1786 mit Hinterlassung eines Bruders und einer Schwester. Das Geschlecht ist aber erloschen. sO. S.) Plittersdorfs, Plüttersdorf, s. Plittersdorf. Plo, Stanislaus, erhielt 1566 Adelsfrciheit. sSiebmacher V. 52. — R. T. A. R .s Plobshcim, s. Zorn. Ptochcnz, Plochantz, Plochentö, Plochnitz, Plochnitzki, Plechnitz, ein im Lauenburg'schcn 1566 mit Kramzkewitz ansässiges Geschlecht. sSiebmacher V. 164. — v. Ledebur II. 267 s s Plochingen, ein altes, 1146 erscheinendes schwäb. Geschlecht auf gleichnamiger Burg im O. A. Eßling en. Marg. v. P. war 1378 der Lezte des Geschlechts und Patriarch von Aquileja. Sie sollen freiherrlich gewesen sein, sv. Hefner, s schwäb. Adel S. 14. — Griesinger I637.s Plocki, eine prcuß. Familie. Wappen: Prawdzic. sv. Ledebur II. 267.) Plodcck, österreichisch. Joh. Nepomuk v. P., k. k. Oberst- Lieutenant, befand sich 1796 unter den Ajo's der jüngsten Erzherzoge von Oesterreich. (Wiener Adreßbuch 1796.) Plöbst v. Flammcnburg. Joh. P., kais. österr. Hauptmann, wurde 1845 mit v. F. geadelt. sE. S.) Ptöckncr, Ritter, die im I. 1695 in die steh ermärkische Landmannschaft aufgenommen wurden. Jakob Ernst P. aus Oesterreich, kais. Reichshofrathsagcnt, war 1696 in den reichs- rittermäßigcn Adelstand erhoben worden. Der Hofkriegsrath und Kanzleidircktor Franz Josef Edler v. P. wurde 1758 Freiherr. sSchimch III. 165. — M. v. M. 76. - v. H.s f Pläne, ein ausgestorbenes pommcr'sches Geschlecht. sMicrälius 466. — v. Meding II. 646. — v. H.s Plönics. Diese Familie, welche in Hessen und Franken seßhaft ist, wurde von Kaiser Karl V. in den Adelstand erhoben, welche Würde sammt dem Ritterstandc'dem Reichskammergerichts- Beisizer Joachim Georg v. P. im I. 1719 bestätigt wurde. Die Bestätigung des Nitterstandcs erfolgte nochmals für Georg Friedrich v. P. im I. 1741. !E. S. — Zedier XXVIII, 855. — v. Hesncr, baher. Adel S. 164. Taf. 125; Hess. Adel S. 22. Taf. 23. - Sicbmackier III. 3. - Bernd, Taf. XLV. 192. — v. Ledebur II. 267.) Pläschl, Ritter, welche im I. 1617 die steher. Landmannschaft erhielten. (Schmutz III. 166. — v. H.) 1. Plötz, eine meißnische, besonders im Stifte Würzen seßhafte Familie, s König I. 728 — 38. — Hörschelmann's Samml. 57. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. — v. Uechtritz, dipl. Nachr. V. 116—23, wo von 1695—1791 Nachrichten aus d. dörschnitzer Kirchcnb. stehen. — Bncelin, Germ. s. IV. 26. — Micrälius 515. — Zedier XXVIII. 856. — v. Zedlitz. — v. Meding II. n. 648. — v. Ledebur II. 263. III. 324.s Das Geschlecht führt einen Schwan im Wappen, sv. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 47. - Kneschkc, Wappen I. — Gauhe I. 1214 u. f. — v. H.s 2. Plötz, ein pommcr'sches Geschlecht, welches in S. drei r. Fische führt, schon vor 1363 vorkommt, und in Pommern ansehnlich begütert war. sv. Ledebur II. 268. — Bagmihl I. 169. — Kneschke, Wappen I.s 3. Plötz. Der Rath w. Joh. Georg P. erhielt am 29. Juli 1796 vom Kurfürsten Karl Theodor ein Edelndiplom. sv. Lang 481. — v. Hesncr, baycr. Adel S. 164. T. 125. — Bauer. Wappenbuch. — Kneschke, Wappen I. — v. H .s f Plötzkc, ein altes, 933 zuerst urkundlich vorkommendes, ehemals gräfliches anhalt. Geschlecht, dessen Stammsiz das bei Bernburg gelegene Schloß, Städtchen und Herrschaft dieses Namens ist. Kourad Graf v. P., erschossen durch einen Pfeil, beschloß das Geschlecht 1132. Die Grafschaft fiel Anhalt zu. fLucä, Fürstcnsaal, Grasensaal 1666. — Hamelmann, de familiis cmort. Lib. 2. p. 239. — Beckmann, anhalt. Hist. III. c. 8. — Abel's sächs. Alterthümer 528 u. f. — Gauhe II. 887—89. — v. H.s Plonczynski, eine im Posen'scheu seßhafte Familie. W.: Glaubitz. (v. Ledebur II. 267. III. 324.) Planski, ein sonst in Westprcußcn seßhaftes Geschlecht, sv- Ledebur II. 267.) PtlNislwwski , ein in Westpreußen begütertes Geschlecht. Wappen: Topor. (v. Ledebur II. 267.) Ploiitcnr, Klemens, Patrizier und gewesener Bürgermeister zu Lüttich, erlangte im I. 1792 den Reichöritterstand. (R. T. A. R.) Plaolacker, Ferdinand Franz, aus Flandern, wurde 1715 in den Neichsritterstaud erhoben. (R. T. A. R.) -f Ptoschwitz. Die Familie stammt aus Preußen, hatte sich aber nach Sachsen gewendet. Wappen: Koß I. sv. Ledebur II. 267. III. 324.) f Plojstwrf, sollen aus Franken stammen und sich nach Preußen begeben haben, (v. Ledebur II. 267.) Ptothli, Plothow. Diese Edle Herren v- P. haben viele Be- sizungen im Magdeburg'scheu n. Anhalt'scheu. Ihr Stamm- Haus liegt im Magdeburg'schcn- In Bayern ist ihr Adel durch die Aufnahme in den Johanniterordcn bewiese». (Neues gcnealog. Handb. v- 1778. S- 358 u. f. — Beckmann, anhalt. Historie VII. 256; Access, hist. Anhalt. 667-23. - Siebmacher I. 169. n. 8. — v. Lang 481. — Lüdersen's Samml. — I. G. Boehmii perillustris dom. Plothoica. Neomagd. 1719. — Gauhe I. 1215—17. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 267.) Einer Linie der vorgenannten crthcilte K. Ferdinand III. am 13- Sept. 1643 den Freihcrrnstaud mit dem Beinamen v. Engelmünster, welches eine Baronie in Flandern ist, die sie sich erkaufte. (Beckmann, anhalt. Hist. VII. 256. — v. Meding I. n. 624. — Zedler XXVIII. 361. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 68. — v. Zedlitz. — v. Hefner, bayer. Adel S. 164. T- 125; preuß. Adel S. 57. T 73. 74. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1858. — v- H.) Die P. schrieben sich in Urkunden des 14. Jahrhunderts „von Gottes Gnaden Edle v. Plotho". Player. Der Hofagent Gottfried Jgnaz P. wurde im Jahre 1773 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 242. — v. H.) Vcrgl. Sonnet. 22 170 Plü — Pod st Pliiskom, ehedem Plüssekow und Plutzekow, PlüSkau, eine alte meckl enburg. Familie, sv. Vehr, rcr. Mecklenburg. VIII. p. 1655. — v. Zedlitz. — Mecklenburg. Wappcnb. XXXIX. 146. — v. Ledebur II. 269. — v. Hcfncr, sächs. Adel S- 42. T. 47; Mecklenburg. Adel S. >7. T. 14; Erg. Bd. S. 32.1 Namen und Wappen gingen nach Erlöschung um 1760 auf Joh. Philipp Suhr auf Trechow über. sv. Meding I. n. 625. — Gauhe I. 1217. — v. H.f Plumdstaiii. 1676 wurde das von K. Leopold I. für Jakob Ferdinand v. P. erthcilte Adclsdiplom in Salzburg bekannt gemacht, fch. Schallhammern.) Plmnciidcrg, f. Oliva. — Plmnciiftld, f. Flor antin. Pliinicr», s- Pflummeru. Plniiipc, Plumpen, ein pommcr'sches Geschlecht, welches schon 1576 vorkommt. sSrebmacher V. 164. — v. Ledebur II. 299.) Plniider u. Lictighoff. Wenzel Jgnaz P., Amtssekretär zu Troppau, wurde im I. 1702 mit dem Beinamen v. L. in den böh m. Nittcrstand erhoben. sM. v. M. 190. — v. H.) Plutomski, auf Plutowo im Kreise Kulm. W.: Lubicz. sv. Ledebur II. 299.s Pnieynia. Wappcnbcschreibung bei v. Ledebur II. 209. Podeheii», f. Bobeheim. Policnhanstn, f. Bobenhausen. st Podih aus Aorkc». Ist nur in der Person des 1653 ermordeten Obcrstlicutcnants Friedrich v. P. bekannt. W.:? sv. Ledebur II. 299.s Podllntii, Poblotzki, v. Delck-P., ein in Hinterpommern ansässiges Geschlecht, auch in Pommerellen u. in Schlesien begütert, sch. Ledebur II. 209.) Podog. Wappenbcschrcibung bei v. Ledebur II. 209. Polnig-Droinirski, galizisch. Erasmus Ritter v. P.-B. war 1835 Anwalt bei dem gräflich ossolinskischen Institut zu Lemberg. Poliorom, s. Woykovsky. Polmrski, auf Saluöken in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 299. s Pocci, ein altes Patriziergeschlccht, welches seine Abstammung vom röm. Adel bis zum I. 1444 nachweist- Im I. 1781 kam Fabricius Graf v. P. als Edelknabe an den Kay er. Hof, und am 10. Febr. 1817 wurde er immatrikulirt. sv. Lang, Suppl. 25. — Tyroff, bayer. Wappb. I. 93. — Taschcnb. der gräfl. Häuser 1844 u. f. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 17. T. 12. — Kncschke, Grafcnhäuser. — v. H.s Poccrina, s. Georg revio v. P. Poch. Der k.k. Viccpräsidcnt der Statthalterei in Kaschau, A. Ritter v. P., wurde 1859 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A. Zeit. , Jan. 1869.) Pochammcr. Der Oberst Karl Heinrich Wilhelm P. in Neisse und der älteste der Söhne des geh. Stcuerrathes P. zu Berlin sind von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1836 in den Adelstand erhoben worden, sv. Ledebur II. 299. — v. Zedlitz.s st Pochner, in Schlesien ansässig; vor dem 17. Jahrh. erloschen. Wappen: Kottwitz. sv. Ledebur II. 209.) Pack v. Frcundsperg. Hanns Balthasar P., kais. Hofkricgörath und General-Land- und HauszeugamtSsckretär, wurde 1687 mit v. F. in den Reichörittcrstand erhoben. sR. T. A. R.) Packer-Wasscrhcdcr, Martin, erlangte im I. 1560 den Adelstand. sR. T. A. R.) st Pockingcr. Wolfgang P. zum Teglhof stehen in der bayer. Landtafcl 1490. st Pocklotten, Pocklatt, ein pommcr'sches Vasallengcschlecht 1613. sv. Ledebur II. 209.) Pocksce v. Arnhol). Am 24. Februar 1658 wurde die durch Kaiser Mathias erfolgte Adclövcrlcihung für die Brüder Josef, Mathias und Balthasar P. mit „Arnholz" bekannt gemacht, sv. Schallhammern.) Packstaller v. Pockstein, Ruprecht, kais. Hofmusikus, erhielt 1638 die Bestätigung der ihm 1623 erthcilten Adelswürde. sN.T.A.R.s Pocksteincr v. Woffenbach, österreichisch. Franz Xaver Freiherr P. v. W. war 1796 Rcgierungörath bei der k.k. Landesregierung in dem Erzhcrzogthumc Oesterreich ob der Enns. sWiencr Adreßbuch 1796 ) Pvcsa v. Hotolyka, sieben bürg isch. Paul P. v. H. war 1835 Gencralprotokollist bei der Gcrichtstafel zu Maros- VSsarhely. Poczarnicki, in Westpreußen begütert. W.: Prawdzic. sv. Ledebur ll. 299.s Podo o Nco Domo Ncuhaujj. Anton P. von Nonsberg in Tirol wurde im I. 1701 geadelt. sM. v. M. , Erg. 497. — v. H .s PMsteiski, eine polnische, jedoch auch in Ostpreußen angesessene Familie, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 209.) Wappen: T r z a s k a. Podchorly, ein aus Ungarn gekommenes Geschlecht, auö dem der Major der Husaren, v. Podscharly, am 2. Febr. 1769 ein preuß. Anerkenuungsdiplom erhielt, sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 299. — Preuß. Wppb. IV. 22.s Podczaski, auf Prussy in Westpreußen. W.: Rola. sv. Ledebur II. 210.) Wahrscheinlich einerlei mit PodstatSky. Podchoczimski. Der große Kurfürst von Brandenburg gab dieser altadlichen, aus Polen nach Ostpreußen gekommenen Familie am 27. Mai 1633 ein Anerkennungsdiplom. Am 7. März 1633 hatte die Familie vom König Wladislaus von Polen ein Adelsdiplom erhalten, sv. Zedlitz. — v. Ledebur It. 299. — Preuß. Wappenbuch IV. 22.s Padcuiils, Pudewels, ein altes, weit ausgebreitetes pommer'- sches Geschlecht, dessen Stammhaus Pudewels im Stettin'- schen gelegen, und das auch in Preußen, Bayern, Württemberg, woselbst sie sich im Freiherrnstande befinden, sowie auch in Polen, Mecklenburg, Holstein, Brandenburg seßhaft ist. Heinrich Otto Kristof und Adam Joachim v. P. wurden am 15. November 1741 in den preuß. Grafenstand erhoben. sPreuß. Wappcnb. I. — Riesteski, Korona Polska III. — Siebmacher I. t79. V. 164. VI. 174. — v. Zedlitz.) E. R. Fr. v. P., Ritter- Gutsbcsizcr zu Leinzell, wurde am 1. April 1854 in den Württemberg. Freiherrnstand erhoben, sv-Ledebur II. 219. III. 324. — Bagmihl I. Taf. XXVII. — Preuß. Wppb. I. 77. — Frhrl. Taschenb. v. l86l. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 21. Taf. 24. S. 57. T- 74; Württemberg. Adel S- 19. T. 12; bayer. Adel S. 5l. T. 52. Kueschke, Wappen II. — Vanselo, Hcldcnreg. 334. 361. 365. — Woken S. 56. — Micrälius VI. 367. — Hartknoch's Preußen. — Gauhe I. S. 1217 u. f. II- 839 u. f. — v. Lang, Supplcm. 69 u. s. — Zedier XXVIII. 939-36, aus handschristl. Nachr. - v. H.) Podgorski, eine in Ermeland begüterte Familie. Wappen: Ostoja. sv. Ledebur II. 212.) Pod Podtzngski v, Saschankerg. Der österr. Genicmajor Josef P. wurde 1857 mit v. K. geadelt. sA. A, Zeit. v. 1857. — Oesterr. Milit. Schemat. v. I853 .s Podhajccki, galizisch. Wilhelm v. P. war 1857 österr. Rittmeister u. Kommandant im Garnisonsspital zu Czernowitz. Podhniskp, vielleicht ungarisch. Peter Alois v. P. war 1835 k. k. HofkriegskonzeptSadjunkt. PodtzorsM, ungarisch. Anton v. P. war 1835 k. ungar. Truchseß und Distriktstafelbcisizer zu Tyrnan. Podtzradezkij v. Ztonsscnhcii». Der österr. Hauptmann im 74. Inf. Regiment, L. P., wurde 1862 mit v. S. in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Dez. 1862.) Padhrndzky, ungarisch. Karl v. P. stand 1857 als Rittmeister im 8. österr. Hus. Regiment. Podjnski, auch Beiname der Familien Maleck und Gosk. Wappen wie Chos nicki. sv. Ledebur II. 212.) f Podicbrnth, Bodibrath, Podiebracius, ein von der böhm. Herrschaft dieses Namens benanntes königl. und fürstl. Geschlecht, das von den alten Grafen v. Bern eck und Nidda in Hessen herstammt. Georg v. P. war im I. 1426 Statthalter und 1458 gar König in Böhmen; auch hat das Geschlecht in Mähren viele Besizungcn. sSinap, Olsnograph. — Hübner I. Taf. 104. — Zedlcr XXVlII. 938-43. — v. Ledebur III. 324-1 Erloschen 1647 mit Karl Friedrich, leztcm Herzog in Oels ans dem Hause Podie- brath. sv. H.) Podinii» Hotowctz v. Löwentzauß. Die Brüder Jgnaz Paul, Joh. Wenzel und Wenzel P. wurden am 29. Aug. 1769 in den böhm. alten Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 190. — v. H.) Podiullnskcq < Prokopius, wurde 1581 geadelt. sR-T.A. R.) Podkainincr, s. Puttkammer. PMemki v. Dogorqa, galizisch. Vincenz P. Ritter v. B. war 1835 Hauptmann im österr. Generalquartiermeisterstab. Podlodomski, in Westprenßen seßhaft. W.: Janina. sv. Ledebur III. 324.) Podmanitski v- Assocd. Johann und Alerander P. v. A. wurden im I. 1782 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 76. - v. H.) Podoski. Gabriel v. P. wurde 1767 Erzbischof von Gnesen. Wappen: JunoSza. sv. Ledebur ll. 212) Auch in Oesterreich bcdienstet 1857. Padpusch, s. Kulhaneck. Podriztia, eine noch zweifelhafte Familie, von der nur ein Fräulein bekannt ist. sv. Ledebur II. 212.) Podwein, s- Pott wein. Podwlisocki, vielleicht gali zisch. Johann Ritter v. P. stand 1857 als Unterlieutenant im 55. österr. Inf. Regiment. Podstatskq v. Prusjinounh, eine gräfliche Familie in Mähren und Böhmen, deren Stammsiz das Städtchen Podstadt ist. Franz Dominik Frhr. v. P. wurde im I. 1767 und der Freiherr Joh. Nepomuk v. P., Landrechtsbcisizer in Mähren, im I. 1744 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 26.) Der Besizer der Herrschaft Littensch itz in Mähren, P. v. P., wurde im I. 1864 mit dem Beinamen v. Thonsern Freiherr. sM. v. M., Erg. 87.1 Der Graf Alois P. erhielt im I. 1762 - Pol 171 den Namen der ausgestorbenen Grasen v. Lichtenstcin mit Vereinigung ihres Wappens mit dem seinigcn. sBalbin, Proem. Tab. stemmat. p. 73. — Gauhe I. 1219. — Sinap II. 174. — M. v. M. 27. — Zedier XXV11I. 947. — Taschenb. der gräsl. Häuser auf 1844 u. f. — v. Hefner, krainer Adel S. 16. T. 15; görzer Adel S. 29- — v. H.) Döblitz, s. Peblitz. Pöchcr v. Millsce, österreichisch. Julius P. Edler v. M. stand 1857 als Untcrlientenant im 5. Inf. Regiment. Pöck. Der Hofrath der obersten Jnstizstcllc u. niedcrösterr. Regicrnngskanzler Thomas Jgnaz P. wurde im Jahre 1759 mit „Edler von" geadelt u. im I. 1772 wegen der von ihm besorgten Gesezsammlung in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 76 u. f. 137. — v. H.s 1- Pöcktz, Brüder, in österr. Diensten, wurden 1641 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.) 2. Pöcktz, Georg, Obereinnehmer zu Cruis in Kärnthen, wurde 1653 geadelt. sR. T. A. R.s Pöckhen. Am 29. Jan. 1766 wurde für Johann Kaspar P. die kais. AdelSvcrleihnng in Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhanimern-I Pöckstei», s. Gschwind. f Pödl (in R. eine s. Schaufel ohne Stiel), waren adlichc Erbausfergen zu Laufen an der Salzach, sind 1566 erloschen. 1. 7 Pögl, Pögel, Freiherren n. Ritter, deren Wappen nach ihrem Aussterben die Freiherren v. Stadl erhielten. sSchmutz III. 176. — v. H.) 2. Pögl v. Miel. Der böhm. Gubernialbnchhaltungsbeamte P. wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M., Erg. 408. - v. H) 3. Pögl, Freiherr, v. Nci>ffcnstein n. Arbcrg, ein stey ermärkisch es Geschlecht. sSicbmacher II. 37. n. 8. — v. Meding III. n. 621. — v- H.) Pöglcr v. Tnlltzcim. Der Plazmajor Anton P. wurde im Jahre 1816 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 408. - v. H.) Pöhnihoff, s. Pohr. Pöhr». Nolcnthnl. Der Administrator der Herrschaft Vuchovar in Slavonien, Jakob Anton P., wurde im I. 1744 mit v. N. in den Reichsadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 408. — v. H.) Pök v. Eckstein. Der Hauptmann Anton P. wurde im Jahre 1816 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 242 n. f. - v. H.s Polier. Der bischöflich gurk'sche Oberdirektor u. Rentmeister P. zu Straßburg wurde im I. 1795 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 190. - v. H.s Pöllncr, ein halle'schcs Pfännergeschlecht, welches 1473 einen Wappcnbrief erhalten hat. sv. Ledebur II. 215.) Pillnitz, Pöllnitz, Polleuitz, ein fränkisches, rhei irländisch es und sächsisches, zum Theil freiherrl. Geschlecht, dem Kaiser Leopold am 9. Febr. 1676 ein Freiherrndiplom ertheilte, das aber schon im 11. Jahrh. von K. Heinrich dem Vogler zum Ritter geschlagen worden ist. sGleichenstein n. 63- — Biedermann, Voigtl. Tab. 162—78. — Gauhe I. >219-23. — König I. 763-800. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. S. 215. — Frhrl. Taschenb. v. 1857. — v. Hcfncr, sächs. Adel S. 42. Taf. 48; prcuß. Adel S. 58. Taf. 74; bayer. Adel S. 51. Taf. 52. — Kncschke, Wappen III. — v- Hattstein II. 259 n. f. — G. F. Pöllnitz, gencalog. historische Beschr. der v. Pöllnitz. Stuttg. 1726. f. 9 Bg. — I. G- Knutzen's Beschr. des Geschlechts der v- Pöllnitz. Leipzig, 1745. 4. 17 Bogen. — Neues genealog. Hdb. 1778. S- 160. — v. Ucchtritz, 22* 172 Pol — Pog Gcschl, Erz, I, 27. Dessen diplomat. Nachr. II. 114. — Dieucinann 34k. 348. 42k. 42K. — v. Lang 2K4. — Siebmachcr l. 173. n. 6 V. 9K. n. l. 139. ». 10. - v. Mcding I. n. K29. K3K. - Zedier XXVIII. 955 — 959. — v. H.) Pöto, ein Geschlecht, das im 11. Jahrh. das gleichnamige Schloß in Steycrmark besaß. (Schmutz III. 188- — v. H.) Pölstcrt, Dr. Georg, kais. Hofkammerdirektor, erlangte 1601 den Adelstand. sR.T. A.N.) 1. Poll. Der Schloßhanptmann Franz P. zu Gellen stein in Steycrmark wurde im I. 1728 geadelt. sM. v. M., Erg. 4K8. - v. H.) 2. Poll v. Pöltcnbcrg. Der geh. Kabinetssckrctär Leopold P. wurde im I. 1810 mit dem Beinamen v. Pölten bcrg geadelt und 1827 in den Nittcrstand erhoben. sM. v. M- 243. — v. H.) Pöltcrndors, s. Völdcrndorf. Pöltingcr ». Ploueiiöruck, österreichisch. Josef P. Edler v. P. befand sich 1857 unter den unangcstclltcn k. k. Obersten. Pöltl, Josef, österr. Fregattenkapitän, erlangte 1853 den rittcrmäßigen Adelsstand. sA. A. Zeit. v. 1854. — Oestcrr. Milit. Schemat. v. 1854.) Pölh v. Whrcinftld. Der Rittmeister Johann P. wurde im Jahre 1759 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 243. — v. H.) Pölzig. Ein Frhr. v. Haustein wurde bei seiner Vermählung mit der Prinzessin Dorothea Luise Pauline Charlotte Friederike Auguste von Sachsen-Gotha vom Herzog von Sachsen- Koburg — etwa um 1830 — zum Grafen v. Pölz ig und Baiersdorf erhoben. Die Ehe blieb ohne Nachkommen. sv. Zedlitz. — v. Hefncr, sächs. Adel S- 4. T. 3; preuß. Adel S. 21. T. 24. — v. Ledebur II. 215.s st Pömcr v. Dicpoldsdorf, ein gegen das Ende des 12. Jahrhunderts aus Pommern nach Franken sich wendendes, besonders in Nürnberg seßhaftes Geschlecht. , sWill'ö Nürnberg. Münzbelust. II. 26. — Tyroff I. 22. — Biedermann, Nürnberg Tab. 571—9K; Ottenw. Suppl. — Neues genealog. Handb. 1777. S. 311-13. 1778. S. 359-61. - v. H.s Pöppeln««»». Am 26. Okt. 1775 wurde die Familie unter den Po In. Adel aufgenommen. Karl v. P. war 1779 Domherr beim Biöthum Ermeland. sv. Ledebur II. 214. III. 324.s Pöppiiighous, ein adl. Geschlecht in der Grafschaft Mark in Westfalen, so. Zedlitz. — v. Ledebur II. 2I8 .s st Pöring. Des Namens zwei Hofmarken in Niederbayern bei Osterhofen. Adalram de Pering et frater Adalbertns 1140. Rascm der Päringer 1370 in alderspach'schen Briefen. sM. B. V. 257. 356.s st Pörlciii, Pörle, Pörl, Perl, Berle, ein preuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 218.) Pösdcrg, f. Pöstcrcgg. Pöscnöoch, ein im I. 1377 in Steycrmark vorkommendes Geschlecht. (Schmutz III. 198. — v. H.) Pöst v. Nohlsdcrg. Hermann nnd Mathias Heinrich v. P. wurden im I. 1706 nebst ihrem Vetter (Butz) mit dem gedachten Beinamen in den böhm. Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 128. — v. H.s Pöst, s. Butz. Pöstcrcgg v. Pösperg. Der Doktor der Rechte, Math. Franz P. wurde im Juli 1701 mit v. Pösperg geadelt. sM. v. M., Erg. 409. - v. H.s Pöthe, ungarisch. Stefan v. P. war 1796 Sekretär bei dem uugar. Statthal'tcreirath. sWiener Adreßbuch v. 1796.s Pötsch, Leopold, wurde 1614 geadelt. sR. T. A. R.s st Pötten, Putten, ein in Preußen begütert gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 221.) Pöttickh l>. Pcttcncgg, eine österr. Familie, welche 1602 geadelt und 1655 in den Nittcrstand erhoben wurde. In die krainer Landstandschaft aufgenommen 1689, und gefreit am 17. Oktober 1854. (Frhrl. Taschenb. v. >856. — A. A- Zeit. v. 1854. — v. Hefner, krainer Adel S. 16. T. 15.) Vgl. auch Pettenek u. Pctteneckh. Pölling, eine frhrl. und gräsl. Familie in Oesterreich und Böhmen, aus welcher Wolfgaug v. P. im I. 1019 schon dem Turnier in Trier beigewohnt, und die im I. 1505 in die steyer- märkische Laudmaunschaft aufgenommen worden ist. Franz Euseb v. P., kais. Rath u. Kämmerer, Laudgerichtsbeistzcr u. Vicekanzler in Böhmen, Erbburggras zu Linz, wurde 1662 in den Grafeustand erhoben. Schon am 23. Juni 1649 hatte ein anderer Zweig die böhm. Grafenwürdc erlangt. sTaschenb. der gräsl. Häuser aus 1839 u. f. — Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels IV. 269. — R.T.A .R. — Kneschke, Grafenhäuser. — Spener, hist. insign. Cap. 67. — Wurmbrand, Collect, geueal. hist. p. 88. — Gauhe I. 1223. — Zedier XXVIII. S. IKI3. — Schmutz III. 200. — v. H.s Pog, f. Poigk. Pogmiowski, eine im früheren südl. Preußisch-Polen seßhafte Familie. Wappen? sv. Ledebur III. 324.) Pogänq, ungarisch. Josef v. P. war 1835 Beisizer bei der Distriktstafcl zu Debrccziu. Pogotschmgg v. Pcinncnboch. Thomas Sero. P. wurde im Jahre 1730 mit dem Beinamen v. Peinuenbach geadelt. sM. v. M., Erg. 408. — v. H.s Poglaqc» ». Leycnöurg. Der k. k. Major Anselm P. wurde 1827 mit dem Beinamen v. L. von Oesterreich geadelt. sM. S.s Poglcdie, vielleicht dalmatisch. Alois v. P. war 1857 Kassaoffizial bei der österr. Bcsazung zu Mainz. (Zweifelhafter Adel.) Pogner, ein altes steyermärk. Geschlecht. sPrevenhube r, Annal. Styr. 71. — Zedier XXVIII. >021. — v. H.s Pogonia. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 212. Pogorskcr n. Iludihkcr, eine schles. Familie. sSinap I. 704. — Siebmacher I. 73. II. 4. — o. Meding II. II. 649. — v. H.s Pogorzctski. Von dieser Familie ist nur eine Person bekannt im preuß. Kriegshcere. W.: Krzywda. sv. Ledebur II. 212.) Pogosdam, f. Grazia. Pogriunst, wahrscheinlich ungarisch. Alexander v. P. war 1857 Unterlieutenant im 43. k. k. österr. Inf. Regiment. Pogrelt, Pogarell, eine alte, zum Theil freiherrliche Familie, die im I. 550 schon aus Deutschland nach Polen gezogen, wo sie Gry mala geheißen, darauf aber nach Schlesien, wo sie im 13. Jahrh. in großem Ansehen stand. Aus ihr ist auch Einer (Kaspar P.) herzoglich sachsen-koburg'scher u. weimar'- scher geh. Rath und Komitialgesandter zu Regcnsburg gewesen, den K. Karl VI. in den Reichsfreiherrnstand erhoben hat. Schon 1276 sollen Einige die Graseuwürde geführt haben, sowie auch 1355 ein Bischof v. P. die Stelle eines Reichsvicckanzlers bekleidete. Pog — Pol 173 In Hinsicht ans diese Umstände erhielt Joh. Kaspar v. P,, kais. ReichShofrath, nachdem er 1731 die Freiherrnwürdc erlangt hatte, 1714 ein Reichsgrafendiplom. sv. Zedlitz. — Okolski. orb. Pol. I. 255. 258.267. III. lt>5. — Sinap 1.704.11.867. - Hübner III. Taf. 384. — Gauhe I. 1224 u. f. — »edler XXVIII. 1014 — 16. — Siebmacher I. 50. n. 2. — v. Mcding III. n. 522. — v. Ledebur II. 212. — v. H.s 1 Pogwisch, Powisch, ein sehr altes holstein'sches u. schles- wig'sches, auch mecklenbnrg'sches Geschlecht, das mit den Wulf und Wisch einerlei Wappen hat, und aus dem Einer im Jahre 1321 in dem Kriege wider die Ditmarsen 8 Söhne verloren hat. Die Familie ist in Holstein im Mannsstamme erloschen; die Güter sind an die Blome v. Hagen und dann an die v. Buchwald und v. Heintze gekommen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 212. — v. Hcfuer, preuß. Adel S. 58. Taf. 74. — Dankwcrth's Chorograph. 211. — Angeli, Holstein. Adels- Chronik 63. 31. — Gauhe I. 1226. — Vehr, rer. Mecklenburg. Lib. 8. v. 1586. — Siebmacher III. 154. n. 6. — v. Wcstphal, monum. inedit- IV. Tab. 13. n. 46. — v. Meding I. n. 626. — Zedier XXVIII. >021. - ». H.s Pohanka v. Knlmsicg, österreichisch. Alfred P. v. K. stand 1857 als Hauptmann im 6. k. k. östcrr. Inf. Reg. 1 Pohidcl, eine preuß. Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 212.s 1. Puhl, Pol, eine preuß. Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 2I2.s 2. Pohl ii. Pollcnl'nrg. Der galiz. Landrath Franz P. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. Pollen bürg geadelt. sM. v. M., Erg. 408. — v. H.s Polstand. Der Doktor der Rechte, K. G. P., erhielt vom Fürsten Reuß zu Schleiz im I. 1846 die frhrl. Würde, welche Standeserhöhung für die k. sächs. Lande anerkannt wurde. sE. S. — v. Hcsncr, sächs. Adel S. 14. T. 14. — Sächs. Wappenb. V.2I.s Pohllierg. Der Doktor Friedrich P-, Landrechtspräsident, wurde 1849 in den österr. Adel- u. Freiherrnstand erhoben. sM. S.jj Pohle, eine schles. Familie, die sich auch Thiergarten nannte. sGauhe I. 830. — Sinap I. 703. II. 863.s Georg Wenzel v. P. wurde im Jahre 1766 in den böhm- Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 131. — v. Ledebur II. 212. — v. H.s Pohlenseld, s- Kurofskp. Pohlens. Joh. Mathias Pohlenins, knrbrandenburg. Regi erungsrath, erhielt vom Kurf. Friedrich III. von Brandenburg am 13. Sept. 1699 ein Erncuerungs- und Anerkennnngs- Diplom seines Adels. In der Neu mark seßhaft, sv. Ledebur II. 212.1 Pohlcnz, Polenz, eine meißnische Familie, deren Stammst; gleichen Namens im Amte Grimma gelegen ist. Sie hat sich auch in der Lausitz, in der Mark Brandenburg u. s.w. ausgebreitet, und kommt zuerst Gottschalk v. P. im Jahre 1193 auf dem meißnischen Landtage vor. In der Lausitz war im Jahre 1436 Kristof v. P. Landvoigt. sNachrichten von der Zeit, als die Nicderlausitz dem adl. Geschlechte der v-P. unterworfen gewesen, in: Destinat. literariis et Fragment. Lusat. (1738^ 461 IX. 300 — 823. IM-1035. — König I. 750—62. — v. Uechtritz I. 27. l. 51. — Dienemauil 346. 420. 468. — Diethmar 8. n. 18. — Gauhe I. t226 -1228. II. 83l. — Sicbmacher I. 163. n. 3. V. 14 des Zusazeö n. 4. - v. Meding I. n. 623. — Zedier XXVIII. >024-26. — v. Zedlitz. - Dorst, allg. Wppb. I. 53. — v. Ledebur II. 2l3. — v. Hefucr, sächs. Adel S. 42. T. 48. — Sächs. Wppb. II. 33. — v. H.s Pohlmann. Der k. preuß. geh. Rath u. Resident am westfälischen Kreise, N. v. P., erhielt um 's I. 1735 die reichs- frciherrliche Würde, sv. Ledebur II. 214. — N. T. A. R.s Pohr v. Pöhmhoff, österreichisch. Marimilian P. Edler v. P. stand 1857 als Kadet im 11. Jägerbataillon. Poigk, Bock, Pack, Pog, Boick, eine sehr alte sächsische, auch sch lesische Familie, die aus Licfland nach Brandenburg, von da nach Franken und endlich nach Sachsen gekommen ist, welche aber König, I. 739—47, mit denen v. Back und Bock verwechselt. sv. Ledebur II. 214. — Sinap 686. — Sicbmacher I. 155. n. 7. — Gauhe I. 1228. - Zedler XXVIII. 1027 u. f. - v. Meding I. n. 627. — v. H.s Paijsl zu Loisfling. Joh. Georg P. erhielt von Kaiser Leopold am 4. Nov. 1697 ein Freiherrndiplom. Die Familie gehört zu den alten bayer. Geschlechtern und fängt ihre Stammreihe mit Erasmus Poyßl um 1386 an. Ulrich Popßl war 1475 des Herzogs Otto des Jüngeren von Bayern Hofjägermeister. Drei P. blieben in der Schlacht bei Nördlingen. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 51. T. 52. — v. H. — Kneschke, Wappen I. — v. Lang 205.) Poitcvi». Die Brüder Franz, Johann und Peter P. wurden im I. 1782 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 77. — Bernd, Taf. XVVII. >34. — v- Ledebur II. 214.) Zu Geldern im Rheinlande seßhaft, sv. H.s Pok v. Palmftls. Der Richter der Stadt Sa atz in Böhmen, Joh. Daniel P., wurde im I. 1761 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M. , Erg. 131. — v. H .s 1. Pokorny, österr. Kreispräsident, wurde 1359 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1853.) 2. Pokorny v. Fürstenschild. Der Hauptmann Georg P. wurde im I. 1820 mit „Edler v. F." geadelt. sM. v. M. 243. — v. H.s 3. Pokorny v. Kornlicrg. Der Rechnungsrath Jgnaz P. wurde im I. 1868 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M. 243. - v. H .s Pokrzywiuski, auf Prussy in Westpreußen. W.: Boncza. sv. Ledebur II- 214.s PokrMiniiki, Kock u. P. Der poln. Name wurde von König Friedrich II. von Preußen in den deutschen Namen v. Bock umgeändert. Wappen: Slepowron. Die noch blühende Familie v. B. ist in Preußen seßhaft, sv. Ledebur II. 214.s S. Bock. Pokrzqwnicki. Wappen: Lubicz. Kommt nur in der Person des Domsindikns v. P. zu Pelplin 1854 vor. sv. Ledebur II. 2l4.s Poln. Bei v. Uechtritz, diplom. Nachr. V. 168, kommt ein Friedrich Ehrcntrcich P. v. Borslau vor um 1766. sv. Ledebur II. 214.s Polanski ii. Potain. Der Landesadvokat in Lemberg, Doktor Th. P., Ritter der eis. Krone, wurde 1861 mit obigem Beinamen in den österr. Ritterstand erhoben. sA. A.Zeit., Okt. 1861.s Polntschek v. Uordwall, österreichisch. Sigmund P. v. N. war 1859 Hauptmann ini Generalquarticrmeisterstab. Polczynski, Janta-P., ein westprenß. Geschlecht, das auch in Hinterpommern begütert ist. Wappen: Boncza. sv. Ledebur II. 2l4.s Poldt, Polt. Franz P. erhielt am 29. Nov. 1728 den Adel und Franz Josef P. wurde am 18. Jan. 1738 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. >31. - Schmutz III. 177. - v. H .s 174 Pole Polcski, ein in Wcstpreußen und im Posen'scheu angesessenes Geschlecht. W,: Puchala. so. Ledebur II. 214.s Polrtica, Grcgoriuö, nebst dessen Vettern gleichen Tauf - und Zunamens wurden 1777 in den Reichsadelstand erhoben. sR. T, A. R.s Poletisto, Adalbert, wurde im I. 1800 Graf. fM. v, M>, Erg. 26. - v. H.s Polcq, in Schlesien angesessen zu Thiergarten, Krciö Ohl an. so. Ledebur II. 2144 Polfronccschi, öfterr.-italienisch. Graf Peter v. P. befand sich 1835 unter den uuaugestelltcn k. k. österr. General - Feldwachtmcistern. Polhcim, Polhaim, Pollhcim, eine der ältesten und reichsten ei dlichen, frcihcrrlichen u. zum Theil gräflichen Familien in Oesterreich und Steyermark, deren Stammvater Pilgram um das Jahr 1044 geboren u. in Urkunden im I. 1075 zuerst vorkommt. Sie hat ihren Namen von dem Schlosse Pohlheim bei GricS- kirchen im österr. Hausruckviertel. Das Schloß gehört jezt der Stadt Wels. Sie theilte sich in die Linien zu Wels am Berg in Oesterreich, in die leibnitz'sche in Steyermark und in die wartcnburg'sche. Der erstercn verlieh K. Maximilian II. am 15. Dez. 1573 ein eigenes Wappen; die zweite entstand durch Vcrheurathung des Weikard v. P. mit Katharina v. Leibnitz; erloschen im 16. Jahrh. Die dritte wartenburg. Linie wnrde am 22. Febr. 1507 von K. Mar. I. mit einem Freiherrndiplom begnadigt. Die Brüder Franz und Ehreurcich Andreas v. P. wurden 1721 in den österr. erbländ. Grafenstand erhoben. fGauhe I. 1228-32. — Zedier XXVIII. t 164-30. - Spener, bist, insign. 6. 685—87. — Hnbner III. Tab. 741—47. — Georg v. Perg (v. polhcim. Hofmeister u. nachher. Rathsherr zu Negensburg), der pol- hcim'sche Stamm, wie solcher aus verschiedenen Manuskripten zusammengetragen worden, ein Mspt. 3 Bogen. — Hartmann's Sammlung. — Bucelini Germ, stemmat. III. 29. — v. Wurmbrand, Collect, genealog. Austr. 155 u-ff. — v. Hoheneck 153—60. — Siebmacher I. 2l. n. 11. V. 6. n. 5. - Schmutz III. 185. — v. Mcding II. n. 651-53. — Gebhardt III. 531. — Taschenb. der gräfl. Hänser auf 1841 u. f. — v. H .s Pol!, österreichisch. Michael v. P. war 1796 wirklicher k. k. Hofkricgssekretär. HWicner Adrcßb. v. 1796.s Polier de vernand, Gottfried, Erzieher des Prinzen Gustav v. Wasa, wurde 1823 in den österr. Grafenstaud erhoben. Die Familie stammt auö der Gegend von Toulouse, woselbst von dem Grafen Raimund v. T. die Stadt Villefranche de Rouergue 1091 dem Schuze der damals mächtigen Herren v. P. übergeben wurde. Gedrängt durch Religionskriege wanderten die meisten Mitglieder des Geschlechts in andere Länder und nahmen andere Namen an. Jean de P. begab sich um 1534 nach Genf; von da kam das Geschlecht nach Preußen, und durch Gottfried v. P., als Erzieher des Prinzen Gustav v. Wasa, nach Oesterreich, woselbst er — wie bemerkt — die Grafenwürdc erlangte, welche nach seinem unbeerbten Tode 1834 von Oesterreich auf seinen Vetter Georg Maximilian Jakob Heinrich v. P. übertragen wurde. Durch dessen Hcurath mit einer Gräfin v. Zeppelin 1837 kam sein Sohn Maximilian in Württemberg. Militärdienste, der ältere blieb in österr. Kriegsdiensten. fGräfl. Taschenbuch für 18644 Polivka ». Treucnste. Der österr. Archivar I. P. wurde 1851 mit v. T. geadelt. HA. A. Zeit. v. 18514 Polimczynski, PolwczynSki, in Westpreußcn angesessen. Wappen: Bogorya. so. Ledebur Ii. 214. III. 324.s Polka v. Tranlmrg. Der Hauptmann Josef P. wnrde im Jahre 1814 mit dem Beinamen v. T. geadelt. HM. v. M., Erg. 408. — v. H4 ch Polkou , in Westpreußen, alte preuß. Landcsritter, 1440. hv. Ledebur II. 214.s Polkozic. Wappcnbeschrcibung bei v. Ledebur II. 214. Poll, Pollen, eine 1653 vorkommende Familie in Cörlin; sie besaß Gr. Carzenburg. Ursprünglich scheinen sie im Jülich'- schen gewesen zu sein; Richard v. P. erscheint 1560 daselbst als v. P. u. Campen, gesessen auf Reuend ach; er wurde Edel- Knabe bei dem Herzog Kasimir von Pommern. Wappen: Im Schilde eine Eule mit ausgebreiteten Flügeln. Das geldern'sche noch 1538 vorkommende Geschlecht führt in G. einen r. doppel- köpfigcn Adler. Die van de Poll in den Niederlanden in G. einen schw., von drei Wecken begleiteten Querbalken, sv. Ledebur II. 2l4.f Poll, s. Mechs. Pollach, s. Bock. Pollak, F., österr. Ministerialrat!) und Finanzlandesdirektor in Agram, Ritter des Leopoldordcns, erlangte 1862 den rittcr- mäßigcn Adel. HA- A. Zeit., Nov. 1862.s Pollann, nach Andern Pollau. Der Postverwalter Johann Sigmund P. wurde im I. 1736 mit „Edler von" Ritter und in die steh er märkische Ritterschaft aufgenommen. fM. v. M. 136. — Schmutz III. 179. — Vehse. Gesch. des österr. Hofes u. Adels VII. 215. — v. H.s Pollart, ein jülich'sches Geschlecht, noch im 17. Jahrh. vorkommend. sFahne I. 335. — v. Ledebur II. 2154 Pollcndcr, s. Hakender. Pollenih, s. Pölnitz. Pollich, Johann Kristof, wnrde 1788 geadelt. fR. T. A. R.s Pollin n. Pollini. Der jubilirte Salztransportsoffizier Kaspar Josef P. wnrde im I. 1801 mit dem Beinamen v. Poll ini geadelt. fM. v. M. 243. - v. H.s Pollingen, s. Meyer. 1. Pollini. Der Arzt und Phistkus Johann Krisostomus P. von und zu Laibach wurde im I. 1779 mit „Edler von" in den Ritter- und im I. 1734 in den Frciherrnstand erhoben. HM. v. M., Erg. 191. u. 87. - v. H.s 2. Pollini. Der Doktor Cäsar P., k. k. Gubernialrath, wurde 1348 in den österr- Ritterstand erhoben. fM. S.s Pollih. Unter diesem Namen kommt 1805 ein preußischer Generallientcnant v. P. vor. hv. Ledebur II. 215.s Wappen? Pollinann. Diese Familie wurde am 20. Juni 1740 in der Person des p r. geh. Justizrathcs und Gesandten zu Regens bürg, Adam Heinrich P., in den preuß. Adelstand erhoben, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 2l5.s Pollner. Franz a Paula P., Domprobst zu Prag, wurde 1848 in den österr. rittermäßigen Adelstand erhoben. HM. S.s -f Pollwittcn, eine preuß. Familie, die erloschen ist. W.:? fv. Ledebur II. 215.s Polomlnni, ein preuß. frhrl. Geschlecht, fv. Hefner, preuß. Adel S. 53. T. 74. — Preuß. Wppb .s Polritz, Kristof, erhielt 1560 ein Adelsdiplom. fR. T. A. R.s Pols — Pon 175 Posten, eine uckermärkischc alte Familie. sGrundmanu 47. — v, H.) f Polsnih, genannt Dachs, eine seit dem I. 1444 bekannte schles. Familie, deren Stammhaus bei Schweidnitz gelegen, und die auch in der Oberlar, sitz begütert war. Am 6. Juni 1713 erloschen, sv. Ledebur II. 2l5. — v, H. -- Sinap I. 709. II. 87k- — Grosser's lausitz. Merkwürdig?. III. 89. — Gauhe I. 1232 u. f. — Zedier XXVIII. 1267 u. f.) S. Dachs. Polster, s. Pen st er. Poltciidurg, s- Pohl. 1 Poltringen, ein altes schwäb. Geschlecht, welches auf der gleichnamigen Burg im O.A. Hcrrenberg in Urkunden vorkommt, aber frühzeitig erloschen ist. (Griesinger 1959.) ch Polivcil v. Wcillcrthal (in der R. T.A.R. ist der Beiname Weilersperg geschrieben), eine österr. Familie, aus der Nikolaus Frhr. v. P- sein in Abnahme gekommenes Geschlecht wieder in Aufnahme gebracht und K- Karl V. beim schmalkaldischen und Türkenkricgc, auch in Ungarn, Frankreich u. in den Niederlanden wichtige Dienste geleistet hat. Sein jüngster Sohn Rudolf ist wahrscheinlich der Lezte seines Geschlechts. Erwähnter Nikolaus hatte im I. 1588 Adelsbestätigung mit dem Beinamen v. W. erhalten, und dessen zwei uneheliche Kinder wurden in demselben Jahre legitimirt, geadelt und erhielten die Erlanbniß, sich auch v. W. schreiben zu dürfen. sR. T- A. R- — Hartmanu's Sammlung.) Pötzer, Josef, wurde im 1.1756 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. >37. — v. H.) Poinesdcrg. Der Magazinoffiziant bei dem nieder österr. Salzamte, Andreas P., wurde im I. 1796 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 243. — v. HI 1. 1 Pomion, Pomiana, P. v. Dietrichsdorf, v. Dietrichsdorf, ein in Preußen begütertes Geschlecht, welches 1763 das Jukolat in Schlesien erhalten hatte. W.: Pomian. sv. Ledebur II. 215.) 2. Pomian v. Sokolomski, gali zisch. Heinrich P. v. S. war 1857 österr. Hauptmann und dem Landesgcncralkommando zu Lemberg beigegeben. Pomian. Wappcnbeschreibung bei v. Ledebur II. 215. Pomianowski, ein in Westpreußen angesessenes Geschlecht. Wappen: Slepowron. sv. Ledebur II. 215.) Pomierski, eine prenß. Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 215.) Pommer, Josef, Präsident in Stehermark, erlangte 1841 den österr. Adelstand. sM. S.) Pommer-Esche. Ein Abkömmling des uralten schottischen Geschlechts Eriskine oder Erskine in Pommern und namentlich in Stralsund nannte sich P. - E. sv. Zedlitz.) v. Ledebur, II. 215, widerspricht der Angabc, daß die Familie von dem Lord Erskine abstamme; sie gehöre einem stralsunder Stadtgeschlccht an, wie schon das redende Wappen anzeige: eine Esche auf gr. Boden. S. auch ErSkein, Erskine. Pommersftlden, s. Truchseß. Ponnnershcim, ein altes Hess. Geschlecht, aus Pommern und Böhmen herstammend. sMciuer'S pless. Urspr. u. Denkwürdigk. S. 7. — Zedier XXVIII. 1388. — v. H.) Pomo v. Wayerthal, österreichisch. Josef v. W. war 1835 Professor an der Militärakademie zu Wiener-Neustadt. f Poinoisken, ein hintcrpcmmcr'sches Geschlecht im bütow'- schen Distrikte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 216, wo Zedlitzens Angabe verbessert wird. III. 324. — Micrälius, Antiq. Pommer. IV. 589. - v. H.) Pamorski, eine im Großherzogthum Posen begüterte Familie. Wappen: Abdank. sv. Ledebur II. 215. III. 324.) Pompcati, österr.-italienisch. Karl v. P. war 1335 Rath bei dem k. k. Civilkriminalgcricht zu Trient. Pompeji, eine schlesische gräfliche Familie, die im 39jährigen Kriege mit dem berühmten Grafen Tomiv P. (Fcldmarschalllieutcnant, mit welchem daö Geschlecht erloschen zu sein scheint) aus Venedig nach Schlesien gekommen war. Thomio oder Tomio Pompeji oder Pompei wurde am 16. April 1653 in den Grafenstand erhoben; desgleichen der Nobile A. Pompci in Verona 1858. sv. Ledebur II. 215. — A. A. Zeit. v. 1858. - Sinap I. 219. — Gauhe II. 892. — v. H.) Pompeo de Dcrclli, österr.-italienisch. Johann Josef P. de B. war 1857 Kadet im 55. österr. Inf. Regiment. Pompo, s. Poppo. Poncet. Diese seit 7. Dez. 1782 adliche Familie ist nunmehr in der Oberlausitz begütert, sv. Zedlitz. — Kneschke, Wappen III. — v. Ledebur II. 215. III. 324. — Sachs. Wppb. VI. 72. — Dorst, schles. Wppb. II. 116.) Pongowski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Pobog. sv. Ledebur II. 215.) Pongräcz, ungarisch. Josef Frhr. v. P. wurde 1893 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Karl Graf v. P. war 1857 Untcrlicutcnant im 19. österr. Inf. Regiment, Alexander P. v. St. Miklos u. Ovar Rittmeister im 9. Hus. Regiment, Ludwig Frhr. v. P. Unterlieutcnant im 8. Kür. Regiment. Poniatowslry, eine ursprünglich polnische, mit den Königen von Polen verwandte Familie, die sich in Böhmen u. Steyer- mark niedergelassen hat. sOkolski, orb. Polon. II. 135. — Gauhe Anh. 1718-22. - Schmutz III. 192.s Der Graf Andreas P., dessen Geschlecht zum poln. Throne stieg, wurde im I. 1765 in den böhm. Fürstenstand erhoben. (Schmutz III. 192. — M. v. M. S. 8. — Dorst, allgem. Wppb. I. 59) Karl u. Johann, Brüder v. P., Söhne des poln. Fürsten Stanislaus v. P., erlangten 1859 den österr. Fürstenstand. sE. S. — v. H.) Ponigk, eine alte, in der Mitte des 16. Jahrhunderts vorkommende meißnische Familie. sKnauth, prodr. Misn. — Zedier XXVIII. 1442. — v. H.) Potiikaii, Ponicau, eine der ältesten Familien, die sich unter dem slav. Heerführer Lecho in Polen und Böhmen, von da aber in Meißen, in der Lausitz, in Schlesien u. Bayern niedergelassen hat. Ihr Stammhaus in Meißen war das gleichnamige Gut, das nachher an die Herren v. Pohlenz kam. Sie wurden in Bayern durch die Urkunde vom 29. Sept. 1815 als Freiherren anerkannt. sCarpzov, N. eröffneter Ehrcntempel II. 159— 184. — Sinap I- 710. II. 871. — Schwarz, leipziger Landchronik 31 — 36. 305 u. s. — Okolski, orb. Polon. I. 82. II. 55. — Gauhe I. 1233 —1241. — v. Lang 205. — Siebmacher (der den Namen irrig Pomückau schreibt, I. 154. n. 11. - Albin 67. - Zedier XXVIII. ,437-42. — v. Meding I. u. 631. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 215. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 42. T. 48; prcuß. Adel S. 58. T. 74; bayer. Adel S. 51. T. 52. — v. H.) Ponikicwski, eine posen'sche Familie. W.: Trzaska. sv. Ledebur II. 215.) Poninskq auf Vreschen, Ponin v. Poninski, Generallandschafts- 176 Pon — Pop Direktor in Posen, wurde am 16. Sept. 1840 mit Beschränkung in den prcnß. Grafenstand erhoben. Die altadl. Familie Ponin v. P., von welcher ein Ast 1774 in den poln. Fürsten-, ein anderer in den Grafenstand erhoben worden ist, gehört ihrem Ursprünge nach Polen au. Der fürstliche Ast ist in Volhinien und Galizicn begütert, der gräfliche besizt in Schlesien Siebeneichen u. s. w. Das Haupt der adl. Familie v. P. in der Provinz Posen ist der Gcuerallandschaftödirektor. Auch nach Bayern hat sich ein Zweig — nach dem poln. Aufstande von 1830 — gewendet unter dem Namen Graf Brody v. Poninsky. sDorst, schlcs. Wappb. It. 135. — v. Ledebur II. 217- — v. Zedlitz. — Bayer. Wppb. — v. Hcfncr, baycr. Adel S. 8. T. 9; preuß. Adel S. 2l. T. 24) Poiit-Wulliamo). Der k. k. Hofrath A. v. P.-W. wurde 1845 in den östcrr. Freiherrnstand erhoben- HOesterr. Milit. Schemat. von 1857.) Pentiums, Oberst des Artilleriekorps, gebürtig aus Preußen, ist von K. Friedrich Wilhelm III. von Preußen geadelt worden, fv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 2l3.j Ponte Ueno ». Ponnrodc, ein in Oesterreich, Toskana u. Sachscn-Koburg blühendes Geschlecht, dessen Freiherrnstand durch Diplome des Papstes vom 6. Dez. 1800 u. vom 30. Juni 1847, und in Sachscn-Koburg durch Diplom vom 10. Nov. 1856, auch durch toskan. Diplom vom 17. Febr. 1848 u. in Oesterreich anerkannt ist. Auch das röm. Patriziat u. der Adel wurden von Papst Pius VI. bestätigt. HFrhrl. Taschenb. v. 1862.) Pantcil, s. Guiot du P. Pontcnnovo, s. Terzgag hi v. P. Pontcrolli, österr.-italienisch. Philipp Edler v. P. war 1835 Deputirtcr von Seiten Lodi zu Mailand. Pontis, s. Victor v. P. Pontpictin. Der k- großbritann. und kurhannöver'sche Gencrallieutcnant und Gouverneur zu Stade. fNanft'S gencalog. Archiv 1734. 1735. 1738. — Zedier XXVIII. S. 1510 u. f. — v. HO 1. Ponz v. Engcishovcn. Der kais. Feldapotheker Johann Sigmund P. zu Wien wurde 1698 mit v. E. in den rittermäßigen Adelstaud erhoben. HR. T. A. R.) 2. Po») v. Pa»), österreichisch. Franz P. v. P. stand 1857 als Rittmeister im 9. k. k. Hus. Reg. Viktor P. v. P. war Hauptmann im Gencralguartiermcisterstab. Ponzclin, Johann Georg, wurde am 3. April 1772 als adlich ausgeschrieben, fv. Lang, Supplem. 132. — v. Hefner, bayer. Adel S. 104. Taf. 125. - v. H.f Ponzono v. Ponzonc, Fabius Marimus, erhielt 1617 die Adels- Würde. HR. T. A. R.) Pooc, s. Mcchs. Popel ». Westhc, ein böhm. Geschlecht, wovon im 13. Jahrh- Einige in böhm. Diensten standen. fZcdler XXVIII. 1519. — v. H. — Gauhc II. 892.) Popevich v. Langenfeld. Der Hauptmann Demetrius P. wurde im I. 1798 mit dem Beinamen v. L. geadelt. HM. v. M. 243. — v. Hst Popicl, galizisch. Michael v. P. war 1835 k. k. österr. Landrath zu Tarnow. Peter v. P. war 1857 Kadet im lOten k. k. Jus. Regiment. Popicwski, im ehemaligen Preußisch-Polen seßhaft. W.:? hv. Ledebur III. 325.) Popifchil v. Kaiscrfchwcrt. Der österr. Rittmeister bei der Arcicrenlcibgarde, A. P. (Pospischill), wurde 1856 mit v. K. geadelt. HA. A. Zeit. v. 1856.) Poplawski. Nur bekannt in einem preuß. Hauptmann v. P. 1806. Wappen: Slepowron. fv. Ledebur II. 218.) 1. Popoviö, wahrscheinlich kroatisch. Peter v. P. stand 1857 als Hauptmann im 15. k. k. österr. Inf.Regiment. Wahrscheinlich Eines Stammes mit Nachfolgenden. 2. Popoviö v. Donauthal, wahrscheinlich kroatisch. Joh. P. v. D. war 1857 k. k. östcrr. Hauptmann und Kommandant des Garnisonsspitals zu Joscphstadt. Sava P. war Major und Plazkommandant zu Carlobago. Popomih, ein altes böhm. Geschlecht, von dem bekannt ist, daß es im Jahre 1394 den König Wenzel in dein Präger Thurm fünf Wochen lang gefangen gehalten hat. Die Gebrüder P. aus Kroatien wurden 1653 geadelt. HR.T.A.R. — Wcllcr's deutscher Adler 47l. — Zedier XXVIIt. 1527. — v. H.) Popowski. I. Ein posen'schcs Geschlecht mit dem Wappen Nowina; 1788. II. 1854 ein Licut. v. P. im preuß. Heere mit dem Wappen Pobog. fv. Ledebur II. 2l8. III. 324.) Popowskq v. Zcharsftnliach, ein böhm. Geschlecht, das in dem zweiten Zehent des 18. Jahrhunderts noch in Böhmen lebte. (Zedier XXVIIt. 1527. - v. H.) 1. Popp, Hanns, kaiserl. Kammerdiener, und sein jüngerer Bruder, erhielten im I. 1597 ein umgefertigtes Adelsdiplom. HR. T. A. R.) 2. Papp, Hieronimus, schles. Nentmeisteramtsgegenhändler, erlangte 1601 den Adelstand. HR. T. A. R.) 3. Popp. Joh. Franz, Ferd. Jgnaz und Franz Ulrich v. P. wurden 1671 in den Frcihcrrnstand erhoben. HR. T- A. R.) Ob dieselben von Hannö P. oder von Hieronimuö P. abstammen, kann man nicht sagen. 4- Popp, Johann Philipp, kais. Salzamtsvcrwaltcr zu Prag, wurde 1688 geadelt. HR. T. A. R.) 5. Popp. Der inner österr. Kammerrath Johann Josef P. wurde im I. 1735 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. HM. v. M., Erg. l9I. — v. H.f 6. Popp ». Döhmstcttcn. Der k. k. Rath und Direktor der Nationalbank zu Wien, Z. C. P., erlangte 1844 den ungar.- siebenbürg. Adelstand mit obigem Beinamen. HE- S.) Im Jahre 1855 erlangte derselbe die österr. Ritterwürde. Im Jahre 1862 wurde derselbe in den Frcihcrrnstand erhoben. HA. A. Zeit. v. 1855 u. Okt. 1362.) 7. Popp v. Furttcnboch. Die Brüder Franz Werner, Johann Werner, Ferdinand, Johann Burkhard und Leopold Gottfried P. wurden im I. 1710 mit dem Beinamen v. F. geadelt. HM. v. M., Erg. 403. - v. H.) 8. Popp v. Poppcnheim. Der Kreisarzt Alois P. zu Teschen wurde im I. 1796 mit Edler v. Poppenheim geadelt. HM. v. M. 244. - v. H.) 9. Popp v. Ueiiiseldc». Der Kanzelist und Tarator ec. Gottfried P. wurde im I. 1757 mit dem Beinamen v. R. geadelt. HM. v. M. 245. - v. H.) Poppe v. Nosciimald. Der Pens. Hauptmann Josef P. wurde im I. 1805 mit dem Beinamen v. R. geadelt. HM. v. M. 244. — v. H.) Popp — Port 177 -f Poppet»», ein sch lesisches, im 16, Jahrh. ausgestorbenes Geschlecht, welches 1483 u. f. vorkam. )Sinap I. 718. — Gaube II. 893. — Siebmacher ll. 52. n. 14. — v. Meding I. n. 632. — v. H.) Poppe», eine schl es. Familie, die im Fürstcnthume Troppau ihre Güter hatte. Joh. Anton Popp, kais. Rcichshofrath, und sein jüngerer Bruder Heinrich erhielten 1630 Adelsbestätigung und die Erlaubnis, sich v. P. zu schreiben. fR. T. A. N.s Franz Ulrich v. P., alten Herrenstandcs, wurde am 21. Juli 1706 in den böhm. Freiherrnstand erhoben, sv. H. — Sinap ll. 399. — Gauhe II. 893. - Zedier XXVIII. 1529.) f Poppcnburg, Poppenbruch, Poppinbvrch, ein im I. 1319 ausgestorbenes Geschlecht, das in Sachsen an der Laine seine Besizungen gehabt und zum Thcil freiherrlich, zum Theil gräflich gewesen ist. fHeinecii u. Leuckfeld, S. R. 214. — Zedier XXVIII. S. 1259. ^ Lüderscn's Samml. — v. H.) Pöppendorf, ein steyermärk. Geschlecht, welches die gleichnamige Herrschaft schon im I. 1267 besaß. (Schmutz III. >96. — v. H.) s- Poppenrod!, eine ausgestorbene braun schweig. Familie. jLüdersen's Sammlung. — v. H.) s- Poppciiwcilcr. Ein Edler v. P. erscheint in einer Urkunde von 1275. Das Stammhaus liegt im Dorfe gleichen Namens im O.A. Ludwigsburg. Popper. Der Primator der böhm. Landesjudenschaft und Großhändler Joachim P. wurde im I. 1790 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 244. — v. H.sj f Poppingc», ein erloschenes adlicheS erfurter Patrizier- Geschlecht. sv. Zedlitz.sj Poppo, Popo, Pompo, v- Gstcr»»», auch de Hosten,» genannt, war 1252—1263 prcuß. Hofmeister des deutschen Ordens. sPct. v. Dusberg, Chron. Pruss- 116. 117. 171. — Zedier XXVIII. S. >537 u. f. — v. H.) f Popschütz, Pobschütz, schwcd. Adel, dessen Stammhaus gleichen Namens im Glogau'schcn gelegen ist- Im 13. Jahrh. kommt Peter v. P. bei dem Herzog Heinrich von Glochau vor. Es scheint dieses Geschlecht ausgestorben zu sein. sSinap I. 728. II. 872. — Siebmacher I. 54. n. 6. — v. Meding III. n. 623. - Gauhe I. 1241. — Zedier XXVIII. ,541. - v. Ledebur II. 218. — Lucä, schles. Grafensaal. — v. H.) Poradowski v. Korali, galizisch. Vinccnz P. Ritter v. K. stand 1857 als Oberstlicutenant beim östcrr. Gencralguartier- meisterstab. Poradowsky. Der östcrr. Major beim Gcniestab, Vincenz v. P., darf sich des alten galiz. Ritterstandcs und des Wappens Korab bedienen. sOesterr. Milit. Schcmat- von 1854.s Poray. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 213. 1. Porbcek. Der großbritaun. Biajor Friedrich Bernhard P. wurde 1764 von K. Franz I. geadelt. Die Familie stammt aus Hessen. Diesem Zweige gehört der knrhess. Regierungs- Rath zu Kassel, Heinrich v. P., und der Konsistorial- u. Kammer- Rath zu Hanau, Bernhard v. P. (wahrscheinlich Söhne von Friedrich Bernhard v. P), an. sN-T. A.N.) 2. Porliccü. Am 10. Juli 1772 erlangte Friedrich P., geboren 1748, Erhebung in den Adclstand. Erst in knrhess. Diensten, trat er dann in bad. Kriegsdienste und Pflanzte seinen Stamm daselbst fort. sCast, Adelsbuch von Baden.) Porcara-Dettingen, österr.-italienisch. Josef Maria Nobile Stammbuch des Adels in Deutschland. III. P.-B. stand 1857 als Oberlieutenant im 16. k. k. österr. Jäger- Bataillon. Porcia, Portia, eine der ältesten gräflichen, neuerlich fürstlichen Familien im österr. Friaul, Krain und Kärnthen, deren Stammschloß gleichen Namens in Trieft ist. Johann P- wurde im Jahre 739 von dem K. Luitprand mit der Grafschaft Ceneda beliehen (?). Der Enkel des italien. Grafen n. mehrerer Herrschaften in Friaul Inhabers (Hermes de Portia), Johann Ferdinand, wurde von Kaiser Leopold im I. 1662 in den Fürstenstand erhoben. Mit dessen Enkel Franz Anton starb im I. 1698 diese Linie anö, worauf Güter und Titel an seinen nächsten Vetter HieronimuS kamen, dessen Nachkommen die jezigen Fürsten sind. Nach der NeichstaramtSrechnung wurde 1698 Graf Hannibal Elfons Emanuel v. Portia in den N.Fürstenstand erhoben. sSiebmachcr V. 2. VI, Suppl. VII. 2. — Jmhof, not. proc. XI. B. >3. c. >6. — Rudolpbi, her. cur. II. 26. — Trier, Einlest. in die Wappcnk- 489. — Tyroff, Wappcnw. II. 85. — Bayer. Wppb. I. 94- — Genealog, u. stallst. Hdb. Köster Jahrg. 1827. S. 515. — v. Hcfncr, baycr. Adel S. 18. T. 17; krainer Adel S. 16; Erg. Bd. S. 9. Hoher Adel. — v. H. — Hübner I. 274. — Gauhe I. 1241-43. — Zedier XXVIII. 1619—>8 — v. Lang 58 u. f. — Masch 121 u. f. — Schmutz III. 197. — v. Schönfeld, Ad.Schcmat. I. 25—28. — Gothaer geneal- Hofkalender 1825. S 118.) Porciti, Andreas, wurde 1560 geadelt. fR. T. A- N.) Porcziczcinsky v. Zteiulöwe». Der k. Nichter Jgnaz P. in Böhmen wurde im I. 1754 mit dem Beinamen v. S. geadelt. )M. v. M., Erg. 408. — v. H.) Porcmüstu, eine polnische und sch lesische Familie, aus welcher Mitglieder im preuß. Heere stehen. W.: Kornitz, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 218.) Porges v. Porthcim. Den Fabrikanten Moses und Juda P. in Prag wurde 1841 der Adel mit v. Portheim ertheilt. iE. S.) Poricg, s. Jovannovich. — Porodin, s. Anders. Porris, s. Landsfeld. Porro, österr.-italienisch. Joh. Peter Graf v. P. war 1835 Dcputirter von Seiten Como's nach Mailand. Pors, Vettern, wurde» 1596 geadelt. sN. T. A. R.) Port», österreichisch. Josef Frhr. de la P. war 1796 Direktionsingenicur bei der k. k. nieder österr. Oberbaudirektion. Anton Ritter de la P. war 1835 Rath bei dem k. k. Merkantil- Gericht zu Mailand. (Wiener Adreßb. v. 1796.) Porta - Coinaflna, s. Benkiser v. P.-C- Portait. Jacque Chalmot du P., unzweifelhaft ans französischer Familie, stand 1705—1731 in preuß. Kriegsdiensten, fv. Ledebur II. 218.) Portativs. Diese adliche Familie gehört der Schweiz an; mehrere Mitglieder stehen im preuß. Heere. Sie erhielten am 20. April 1787 das Jndigenat. Eine Adelserneuerung wurde vom König für unnöthig erklärt, fv. Ledebur II. 218. — v. Zedlitz.) f P ortend örffer, eine alte kärnthner Familie, die ein eigenes Seng- und Brennrecht hatten, das nach ihnen die v. Mordar erhielten. fGauhe I. >041 u. f. — Zedier XXVIII. 1607. — v. H.) Portcnfchlagcr v. Portcnschlag - Lcdcrmaqcr. Der Doktor der Medizin, Josef P., wurde im I. 1784 mit „Edler v. P.-L." geadelt. fM. v. M., Erg. 409. — v. H.) Portico v. Praitenau. Franz Georg P. wurde im I. 1720 mit dem Beinamen v. Praitenau geadelt. fM. v. M., Erg. 409. — v. H.) 23 178 Port — Pos Portiinuin, Johann, kurbrandenburg'scher geh. Rath und Gesandter, wurde nebst seinen sieben Söhnen 1653 in den Adelstand erhoben. j R- T. A. R.) Partner v. Häsiein. Karl Josef P. v. H. wurde im I. 1746 mit dem Uebcrgang ans seinen BrndcrSsohn Kristof Freiherr. Die OberstwachlmcistcrSwittwe Magdalena P. v. H. wurde mit ihren drei Söhnen, Anton, Josef und Wolfgang, ebenfalls im I. 1764 in den Frcihcrrnstand erhoben. jM. v. M., Erg. 87. — v. H.) Porlugiili, sonst Partigal, eine schlesische, auch preußische Familie, aus welcher dermalen (1338) Einer Justizkomniissär in Westfalen ist. fv. Zedlitz. — v. Ledebur I!. Z>8. — Sinap I. 720. — Ganhc l. 1243. — v. Meding I. n. 633. — v. H.j st Porh, eine auch v. der Pforte genannte niederrhcin. Familie, von welcher das berg'sche Amt Porz den Namen führt und welche in den Fürstenthümern Jülich, Cleve und Berg, auch in der Mark ansässig ist. Die nun erloschene Familie war 1676 mit Noscndorf in Vorpommern belehnt worden. (Rodens II. 247—49. — v. Zedlitz. — Fahne I. 335. — Bernd, Taf. XXXVIII. 75. - v. Ledebur II. 219. — v. H.( st Pvrhig, eine alte meißnische, thüringen'sche u. nieder- sächsische Familie, die auch im Altenburg'schen seßhaft war. (König II. 743 — 43. — Throff 128. — Gauhe II. 994. — Zedier XXVIII. 1675. - v. Meding I. n. 634. - v. Ledebur II. 219. — v. H. — Kneschke, Wappen III.( Porulisstiy, vielleicht ungar. Abstammung. Anton v. P. war 1736 Acccssist bei dem Archiv in Cameralibus zu Wien. (Wiener Adreßbuch >796 s Porwinski, ein in Schlesien seßhaftes Geschlecht. Wappen: Korkzak. sv. Ledebur II. 219.s Poi'Miir, Martin, wurde 1626 geadelt. (N.T. A.N.) Posnrel, auch Polarclli n. Ebenfeld, eine steyermärkische Familie, anS der Hannö Josef Anton und Valerius, Gebrüder, von Kaiser Leopold I. am 31. Mai 1686 und der Oberstlieutenant P. v. u. zu E- im I. 1781 in den Freiherrnstand erhoben wurden. Schon 1661 in die krainer Landstandschaft aufgenommen. (v. Hcfncr, krainer Adel S. 16. T. 15; görzer Adel S- 30. T. 27. — Schmutz III. 197. — M. v. M., Erg. 88. — v. H.) Posnvcsich. Der Hauptmann Karl P. wurde im I. 1794 geadelt. sM. v. M.. Erg. 409. - v. H.) Posmiiiia, s. Radosavlievic v. P. 1. Posch. Die bei den Salzämtcrn in Hall (in Schwaben) angestellten P. erhielten im Jahre 1621 einen Wappcnbrief, und Josef Jgnaz P., Gubernialregistrator in Innsbruck, von Kaiser Franz II. am 28. Jan. 1795 ein Edelndiplom. sv. Lang 482. — M. v. M., Erg. 409. — v. Hcfner, tiroler Adel S. 14. Taf. 16. — v. H.( 2. Polch. Der geh. Rath und kurpfälzische Oberlandes - Regierungsrath P. erhielt am 36. Aug. 1793 vom Kurf. Karl Theodor ein Freiherrndiplom, sv. Lang 266. — v. Hcfner, baher. Adel S. 51. T. 52.) Die Familie soll aus Nürnberg stammen und 1467 einen Wappcnbrief erhalten haben, sv. H.) Poschachcr n. Pofchach, österreichisch. Sebastian P. v. P. befand sich 1857 unter den unangestelltcn k. k. Generalmajors zu .Innsbruck. Poschingcr, erhielten am 17. Sept. 1796 vom Kurf. Karl Theodor ein Ritter- und AdclSdiplom. sv. Hcfncr, bayerischer Adel S. 104. Taf. 125. - v. Lang 482. - v. H.) Pefchiinnin, ein in Ermeland angesessenes Geschlecht. stSiebmacher, Suppl. VIII. 23. - v. Ledebur II. 219.) Poschpischel o. Frcyciifcld. Der Obcrlieut. Franz P. wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. F. geadelt. >M. v. M., Erg. 409. - v. H.( Poscck, Boseck, Bosseck, Poscckh, eine in Sachsen, Thüringen, besonders im Schwarzbnrg'schen begüterte Familie, deren altes Stammhaus bei Wittenberg gelegen ist. Die Familie erscheint 1276 in Urkunden, fv. dem Knesebeck. — v. Hefner, sächs. Adel S. 42. Taf. 48; Hess. Adel S. 22. T. 23. — Gauhe l. >244. - Zedier I V. 804. — Siebmacher I. 150. n. 5. — Neues gcncalog. Hdb. von 1777. S. 314. 1778. S. 361. - v. H.( Pliscr, eine alte, ansehnliche, über 466 Jahre in Schlesien seßhafte Familie, die auch im I. 1541 u. f. in Meißen bekannt war. (Sinap I. 726. — Gauhe I. >244. — Spcncr, thcor. insign. p. 120. — Zedier XXVIII. <704-23, aus schriftl. Nachr. — Siebmachcr I. 72. n. 11. — Bnsching's wöchentl. Nachr. von 1784. S. 193 — v. Meding I. n. 635. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 219. — v. H.) Pofcrn. Dieser alten, in der Mitte des 15. Jahrhunderts schon vorkommenden meißnischen Familie Stammhaus Poserne liegt im WeißenfelS'schcn unweit Lützen. (v. Ledebur II. 219. — v. Hefner, säcks. Adel S. 42. T- 48. — v. H. - Sinap II. 873. — König II. 885-906. - Gauhe I. 1345 u. f. - Zedier XXVIII. 1721. — Siehmacher I. 160. n. 14. — v. Meding I. n. 636.) Posertvc, s. Drasenovich. Posgay, wahrscheinlich ungarisch. Ludwig v. P. stand 1857 als Rittmeister im 12. österr. Hus. Reg. Stanislaus v. P. war Oberlieutenant im 39. Inf. Reg. und Vinccnz v. P. Kadct in demselben Regiment. Pospischil >>. Kaiscrlchwcrt, österreichisch. Adam P. Edler v. K. stand 1857 unter der Arcierenleibgarde. Pojsadowsky o. Postclmit), Posodowsky. Die Grafen, Freiherren und Herren v. Posadowski stammen auö dem uralten poln. Geschlechte der Grafen v. Skarbia ab. Der AnHerr soll ein hcldcnmüthigcr Soldat mit Namen Skubow gewesen sein. Einer seiner Nachkommen erhielt von Kaiser Otto die gräfliche Würde. (! ?) Ein Sohn des ersten Grafen v. S. war 1683 Bischof zu Krakau. Johann Skarbka v. Gora »ahm den Namen Hab dank an (s. d. Art.). Das Stammhaus der v. P. in Schlesien ist Postclwitz, aus polnisch Posadowa, im Oelsni scheu. Erst im Anfange des 16. Jahrhunderts nannte sich die Familie nach ihrem Gute v. Posadowski, und zwar war der Erste, Johann (Adam) v. P., 1532 Landeshauptmann. Hanns Ernst v. P., kais. Rath u. Landeshauptmann von Brieg w., wurde am 26. Mai 1765 mit v. Postelwitz in den Freiherrnstand und Karl Friedrich Frhr. v. P. auf P. am 26. Jan. 1743 mit v. Wehner in den preuß. Grafcnstand erhoben. Wappen: Ab dank. (v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 48. — v. Ledebur II. 219. — Preuß. Wppb. I. 77. 78. II. 53. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 21. Taf. 24. S. 58. Taf. 74. — Sinap I. 721. II. 400. — Gauhe I. 1243 u f. — v. Meding II. n. 654. Siebmachcr II. 47. n. 14. — M. v. M., Erg. 69. — v. H.) Possiiiirr ii. Ehrcuthnl, österreichisch. Alois P. v. E. war 1796 Nathsprotokollist bei dem k. k. adl. Landrccht in Ste Herrn ark. Franz P. v. E. war 1835 Bczirkskomnüssär zu Laibach. (Wiener Adreßbuch 1796.) st Posjlnge», ein erloschenes adl. erfurter Patriziatgeschlecht. (v. Zedlitz.) 1. Possinger o. Ehvborski. Der k. k. östcrr.-galiz. Statt- haltcrcirath L. P., Ritter der eis. Krone, wurde 1361 mit v. C. in den Ritterstand erhoben. (A. A. Zeit., Jan. 1861.) Pos — Pot 179 2. Possingcr v- Peckenstein. Die Brüder Franz Friedrich P,, k. k. Rath und LeibmedikuS, und Ich Ciriak P,, tiroler Land- schaftseinnehmcr, wurden im Jahre 1708 mit „Edle von" in den NeichSritterstand erhoben, sM. v, M,, Erg. 191. - v. H.s Pojso, Posse, schweb. Grafen und Freiherren vor 1777. sv. Ledebur III. 325.Z Posso», Jakob, aus Flandern, wurde 1715 geadelt. sR- T. A. R.s Post, eine auS der Grafschaft Schaumburg herstammende braunschweig 'sche und hannöver'sche Familie, aus der Adolf v. P. im I. 1030 auf dem Reichstag zu Minden auf der Weser mitgewesen. s Zedier XXVIII. 1788. — v. Meding I. n. 637. — Gauhe I. >216. — Harenberg. Histor. diplom. Gandersh. Tab. 33. n. II. — I. Pfesfinger, braunschwcig. Hist. >1. 772. — Lüderscn's Sammlung.f Der Hauptmann Aug. Otto v. P. wurde im I. 1739 in den böhm. Frcihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 88. -- v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1854 u. 1855. s Auch nach Schweden sind Mitglieder der Familie gekommen durch den Hofmarschall v. P., welcher die hessische Prinzessin Lcnore um 1670 dahin begleitete, so. Ledebur II. 220. — v. Hefner, prcuß. Adel S. 58. Taf. 74; Hess. Adel S. 22. Taf. 23. — v. H. ^ Kneschke, Wappen Il.s Postcl v. Lcopoidski- Der WirthschaftSverwalter P. zu Bo- lechow in Galizicn wurde im I. 1800 mit dem Beinamen v. L. in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 409. — v. H.s Postclwih, s. Possadowsky. Poster, s. Puster. Postolski, eine alte freiherrliche schles. Familie, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts vorkommt. Wappen: Boncza. sv. Ledebur II. 219. — Okolski, orb. Pol. II. 441. — Hermanni Prar. herald, mystica III. — Sinap I. 728. II. 874. — Gauhe I. 1247. — Sicbmacber II. 49. n. 4. — v. Meding II. n. 655. — Zedier XXVIII. S. 181 l. — v. H .s Postrcchovskis v. Millciibiirg. Der Oberstlieut. Franz P. wurde im I. 1794 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM. v. M.. Erg. 409. — v. H.s Pohlmch, s. Aichner. Possmeini v. Algcshniiiili. Der Rittmeister Philipp P. wurde im I. 1758 mit dem Beinamen v. A. geadelt und der Oberst- Lieutenant Johann P. Edler v. A- im I. 1793 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 77. 244. — v. H.s Pobzädy, ungarisch. Joh. v. P. war 1857 Unterlieutcnant im 7. öste r r. Hus. Regiment. Potarziscki, ein im Großhcrzogthum Posen angesessenes Geschlecht mit dem Wappen Betty, so. Ledebur II- 221.s Polccki, im Großhcrzogthum Posen begütert, lv. Ledebur III. 325.s Potcmkiii. Der russ. Graf Georg Alexandrowitsch v. P. erhielt 1776 die Reichöfürstcnwürde. sR. T. A. R.s P. war ursprünglich gemeiner Soldat bei der russ- Garde und im 13- Jahre Unteroffizier. Katharina II. von Nußland faßte für denselben — ausgezeichnet a» Schönheit, Größe und Kraft — eine entschiedene Leidenschaft, erhob ihn zum Günstling, überschüttete ihn mit Ncich- thumern, Ehrenstcllcn und Titeln. Er starb im Jahre 1791, alt 52 Jahre, so. Crnsenstolpc, der russ. Hof III. 167 u. f.s Potcii, Friedrich, hannöv. Oberst, wurde am 30. März 1827 vom Großherzog Ludwig vou Baden in den Freiherrnstand erhoben. sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappenbuch — Kneschke, Wappen I.ss ch Potenbnrg, ein altes gräfliches Geschlecht, aus dem Einer, Hoya genannt, das Schloß Hoya in der Grafschaft gleichen Namens im I. 1071 erbaute und nach seinem Namen benannte. sKnauth, Sar. vet. et magn. in paroo 156. — Zedier XXVIII. >853. — v- H.s Potciirieder v. Adclshtnisc», Johann Kaspar, erlangte am 25. Aug. 1728 den böhm. Rittcrstand. sM. S.s Polls. Der gräflich tattenbach'schc Ertraschreibcr P. zu St. Martin erhielt vom Kurf. Maximilian Josef am 29. Juli 1769 ein Adelsdiplom. sv. Lang 483. — v. H.ss Polls», stammen aus Württemberg, wurden in polnischen Diensten geadelt, und besizcn eine Legitimation der dortigen Adelskammer vom 1.1837. Einer der Familie lebt als k. k. Rittmeister a. D. in Stuttgart, fv. Hcfner, Erg. Bd. von Württemberg S. 42. T. 21. s Poticr des Cchcllcs. Der Major Leopold P. wurde im Jahre 1817 mit dem Beinamen de E. in den Frcihcrrnstand erhoben. >M. v. M., Erg. 88. - v. H.s Potlackcii, ein altes Geschlecht der Freien in Pommern. sMicrälius, altes Pvmmerland VI. 367. — Zedier XXVIII. 1882. - v. H.s Potocki, ein im Großhcrzogthum Posen, in Oesterreich, Galizien, Schlesien u. Südrußland begütertes Geschlecht. Wappen: Pilawa (in B- zwei krcuzweiö übereinander gelegte s. Kreuze, auf dem Helm fünf s. Straußfcdcrn). Diese uralte, sehr ausgebreitete Familie gehört zu den größten, reichsten und angesehensten Geschlechtern Polens, welche mehrere kais. Adelsdiplomc erhalten hat, und zwar zuerst Josef P., Kron- Vorschneider, am 29. Mai 1782; Alexander P. und seine Brüder und Vettern am 11. März 1788; die Brüder Jgnaz, Stanislaus, Georg und Jan P. am 7. Nov. 1794; Theodor und Josef P. am 24. Mai 1796; Felix P., Wvjwode von Nußland, am 29. April 1808 durch Kaiser Franz von Oesterreich. Der Stammvater Alexander P. lebte um das I. 1300. Sein Sohn war Kammerhcrr der Königin Elisabeth von Ungarn. Seine Nachkommen bekleideten die höchsten Stellen von Polen, verschwägerten sich mit den angesehensten gräsl- und fürstl. Familien und theilten sich in viele Linien, die zum Theile heute noch blühen. Eine zweite, von vorstehender ganz verschiedene polnische Familie sind die P. mit dem Wappen Lubicz (in B. ein s. Huf- Eisen und darüber ein s. Kreuz, auf dem Helm drei Straußfedern, s., bl. u. s. Das Geschlecht begann im 16. Jahrh. und erlangte am 21. März 1817 von Oesterreich die Grafeuwürde. so. Ledebur II. 221. III. 325. — Gräsl. Tascheub. auf >362.s Poloczki. Der LeopoldordenSrittcr und Pfarrer Joh. P. zu Zydaczow wurde im I. 1820 in den galiz. Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 191. — v. H.s Potoschnig. Der inner- und oberösterr. Appellationsrath P. wurde im I. 1790 geadelt. sM. v. M., Erg. 490. — v. H.s > PotniMi v. Löwciistrcuc. Der Oberlicut. Leopold Josef P. wurde im I. 1786 mit v. L. in den Rittcrstand erhoben. sM. ». M., Erg. 191. - v. H.s 7 Potrittc», ein ausgestorbenes preuß. Geschlecht. W.: ? sv. Ledebur II. 221.s PotrisKow»ki, im Poseu'schen seßhaft. W.: Drogomir. sv- Ledebur II. 221.s Blüht noch. Potschcnitz, s. Zieletzky. 23 * 180 Pott — Poz 1> Pott, ein in der Grafschaft Ravensberg seßhaft gewesenes Geschlecht, dessen Naine auch in Schweden und Nußland vorkommt, sv. Ledebur II. 221.s 2. Pott. Friedrich Rudolf, und seine drei Schwestern wurden 1744 geadelt. Der Adel wurde 1746 bestätigt- sGmealog- Staatshdb. v- 1743. S-327. — N.T. A- Rs f Pottciibors, Pottndorffer, eine österreichische, besonders steyermärkischc Familie, die im 13. Jahrh. schon vorkommt und deren Stammhans gleichen NamenS 6 Meilen von Wien liegt. Jonas v. P- erhielt 1631 Bestätigung seines Adelstandes. Die Familie ist erloschen und sind die Güter an die v. Zinzcudorf und hierauf an die v. Baudissin gelangt. sR. T. A. R- — Gauhe I. 1247. — Siebmacher I. 49. n. 5. — v. Meding It. u. 656. — Zedier XXVIII. 1917. — v. H.s -s Poitcnscls. Der herzoglich eisenach'sche Landschaftsdirektor und nachherigc gräflich schönburg'sche RegierungSdircktor Johann Heinrich P. wurde von Kaiser Leopold am 3. Febr. 1761 zum Edlen Herrn und Reichörittcr v. P. erhoben nebst seinen Abkömmlingen, und auch zum kaiscrl. Nathe gemacht. Er ist aber ohne männliche Dcsccndcnz gestorben und mithin der Adel mit ihm erloschen. Bei Megcrle v. Mühlfcld fehlt er. In dem in Händen habenden AdelSbricf ist das Wapven beschrieben, aber nicht Angemalt, was auf eine leergelasscne Pergamcntseitc hinterher folgen sollte, so. H.jj Poltciistci», s- Ziampach. Pottcrc, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Jakob v. P. war 1857 Oberlieutenant im 6. österr. Hus.Neg. und Joh v. P. Untcrlieutenant in demselben Regiment. 1 Potthauscn. K. Ferd. III. ertheilte diesem Geschlechte am 12. Nov. 1651 den Adel und verbesserte sein geführtes adlichcs Wappen. sSiebmacher IV. 147. u. 8. — v. Meding III. n. 624.— v. Ledebur tl. 221. — v. H .s 1. Pottinger, Gebrüder, erhielten 1665 die Freiherrnwürde. IN. T. A. R.s 2. Pottingcr v. Plauciibrück. Dem k. k. Major Josef P. wurde 1841 der Adel mit v. Plauenbrück ertheilt. sM. S.j Pottoriitzai v. Pottornya ct Csilth, ungarisch. Andreas P. v. P. u. C- war 1857 k. k. österr. Generalmajor u. Kommandant des Jnvalidenhauses zu Tyrnau. Karl v. P. war Kricgs- Kommissariatöadjnukt zu Ofen. Pottnricz» v. Ztoroscld. Der Pens. Oberlieut. Nikolaus P. wurde im I. 1821 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 409. — v. H.s Pottwci», Podwein. Ihr in das frhrl. v. lamberg'sche d urch Heurath mit übergekommenes Wappen hat v. Meding, III. n. 447, beschrieben. M. s. a. n. 625. so. H.s Pottwig, Friedrich Gustav, Eigenthüiucr des adlichen Gutes Kid ig er in Licfland, erhielt 1792 die Neichsritterwürdc mit „Edler von". sN. T. A. R.s Pottyondi v. Igt- Mirton, wahrscheinlich ungarisch. Anton P. v. Szt. M. stand 1857 als Hauptmann im 6. österr. Jnf.- Regiment; Ludwig P. v. Szt. M. war Obcrlieutcnant im 32stcn Inf. Reg. und Franz P. de St. M. Hauptmann im 57. Inf. - Regiment. Potuiicki. Die Grafen P. sind poln. Ursprungs u. erhielten am 23. Aug. 1786 von König Friedrich II. von Preußen ein Anerkcnnungödiplom der poln. Grafcnwürde von 1657. Sie be- sizen Güter im Poscn'schcn. Wappen: Grzymala. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 22l. — v. Hefner, preuß. Adel S. 22. Taf. 24.s Potworomski. Die Grafen und Herreu v. P. stammen aus P olen. Der Kammcrhcrr und Landgerichtspräsident v. P. aus Deut schpr ose wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1816 in den Grafenstand erhoben. W.: Dembno. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat >841. Abthl. 2. S. 49. — v. Ledebur II. 221. III. 325. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 22. T. 24. - Dorst, schles. Wppb. II. 89.s Pohtliski, eine mähr. Familie, deren Adel im Jahre 1462 streitig gemacht werden wollte, der aber von den Kommissarien des Königs von Böhmen für alt befunden wurde. Sie wurde im 17. Jahrh. in den Frciherrn- und von Kaiser Leopold in den Grafcnstand erhoben. sZedler XXVIII. 1922 u. f. — v. H.s Ponrnay, s- Burich. 1- Pourtnies, im Fürstcnthum Neufch atel, erhielt mit Jeremias P., Kaufmann, im I. 1756 den preuß. Adelstand. Die Familie hat bedeutenden Grundbcstz durch den Handel erlangt und wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1815 in den Grafeustand erhoben, sv. Zedlitz.^ Die Familie stammt aus Südfrankreich und wanderte nach Widerruf des Edikts von Nantes nach Neuen bürg. sLeipziger illnstr. Zeit. v. 18. Okt. 1856. — v. Ledebur II. 222. III. 325. - v. Hefuer, preuß. Adel S. 22. T. 24. — Dorst, schles. Wppb. II. 88. — Kncschke. Grafenhäuser.s 2. Ponitatcs. Der böhm. Gutöbesizer Jakob Ludwig P. wurde im I. 1786 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 191. — v. H.s Poussurdiere, eine in der Provinz Preußen und Brandenburg angesessene Familie. W.: ? sv. Ledebur II. 222.s Pontct. Heinrich Johann v. P., Rath und Oberrichter des Parlaments zu Metz, wurde im I. 1779 Freiherr. sM. v M., Erg. 88. — v. H.s Povclskcn, ein altes Geschlecht der Freien in Pommern. sMicrälius, alt. Pommerl. VI. 267. — Zedier XXVIII. 1926. — v- H.s Pounübki, v. Lcnulld-P., seßhaft in Westpreußen und Posen. Wappen: Rogala. sv. Ledebur II. 222.jj Pomisch, s. Pogwisch. Poi>», s. Albert is. — Potzbach, s. Künstler. Poich», ein altes, zu Anfang des 15. Jahrhunderts aus Esthland nach Thüringen gekommenes Geschlecht, das sich in die zwei Hauptlinien zu Naundorf und zu Gertewitz theiltc. Im preuß. Heere befinden sich mehrere Offiziere v. P. sv. Zedlitz. — p. Ledebur II. 222. III. 325. — v. Hefner, sächs. Adel S. 42. Taf. 48.s Poqsl, s. Poisl. Pozniack n. KrMomich. Joh. P. wurde im I. 1791 mit dem Beinamen v. K. in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 410. - v. H.s Pvzowalc. Conradus dapifer de P. im Gefolge des Herzogs Barnim von Pommern 1239. Der Ort wol Pascwalk, Pozcwalk in der Uckermark? sllrk.Buch für Niedcrs. II. 161. — Cod. Brandend. XIII. I69.s Pozza ». Zligoricn, etwa dalmatisch. Nikolaus Graf P- v. Z. war 1857 Hauptmann im österr. Geuicstab. Dieses alt- Poz — Prent 181 adliche Patrizicrgeschlccht nannte sich ehemals Skatich und wanderte auS Cattaro nach Ragusa. Kaiser Leopold I. ertheilte am 2V. April 1688 dem Math. Luzian di P. mit dem Beinamen v. Z. die ungar. Grafenwürde, und wurde mit dem Lande Za- gorien belehnt. (Gräfl. Taschenb. v. 1864.) Pozziii. Maria Anna v. Mayerau, gcbörne v. P., 7 zu Salzburg am 26. Sept. 1707. Pozzo aus Hartcnegg. Der kais. Hoskricgsrath und Fcldkriegs- Sekretär Hieronimuö P. wurde im I. 1673 in den Neichsritter- stand erhoben. sR. T. A. R.) Raimund Franz P., Hofkriegs- Ralh :c. wurde im I. 1728 in den Reichsfrcihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 77. — v. H.s 1 Prachbcck. Konrad v. P. erscheint 1346, und Josef v. P. starb um 1400 wahrscheinlich als der Lezte seines Geschlechts, so. Hefner, 7 bayer. Adel S. 5.1 7 Prackh v. Asch, ein tiroler Geschlecht, das vom Jahre 1330—1540 vorkommt. Nikolaus, genannt der Brak sil caine) soll zu Anfang des 14. Jahrhunderts auö Verona in Tirol geflüchtet und der Stammvater des Geschlechts daselbst geworden sein. sv. Hcfner, tiroler Adel S. 14. Taf. 16; Erg.Bd. S. 25. T. II.) Erloschen um 1700. (Brandis, tiroler Ehrenkr. II. 8t. — Zedier XXIX. 6. — v. H.) Prackisch v. Znaymmerth. Der mähr. Gubernialrath u. Kreis- Hauptmann w. Jakob Alois P. wurde im I. 1811 mit dem Beinamen v. Z. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 137. - v. H.s Pradcl, s. Villanderö. Prado. Diego v. P., span. Resident am kais. Hofe, wurde 1664 in den Rcichsfreiherrnstaud erhoben. sR. T. A.R.) Prädel, s. Prcdel- Prädl u. Prädlshcim. Der innerösterr. Kammcrkonzipist Johann Sigmund P. wurde im I. 1708 mit dem Beinamen v. Prädlsheim geadelt. sM. v. M., Erg. 4lv. — v. H.) Prähanscr, Erasmus, kaiscrl. Hofkammerbnchhaltcreiraitdiener, wurde 1628 geadelt. sR.T.A. N.) Prämcr, ein altes steyermärk. Geschlecht. jSicb mac her ll. 43. n. 2. III. 79. n- 9. X. 43. n. 6. — v. Meding III. n. 626 u. f. — v. H.s Prändtl. 1689 wurde das kais. Adelsdiplom für Wolfgang Wilhelm P. v. Prandegg, salzburg. Truchseß, bekannt gemacht. sv. Schallhammcrn.) Auch eine Familie Präntl v. Irnsing u. Lobcnstein stndet sich um 1639 vor. Franz Präntl v- I- zu Hirnheim u. Lob enstein war kurbayer. Hofrath, Truchseß und Hofoberrichter zu München. Möchte gleichen Stammes mit Vorstehendem sein. Prätori, Johann Georg, kais. Quartiermeister vom mctter- nich'schcn Regiment, wurde 1689 geadelt. sR.T. A. R.) 1. Prätorins, Karl, beider Rechte Doktor, in Schlesien, wurde 1613 geadelt. sR. T. A. R.) Ucber den Namen P. siehe auch dipl. Jahrb. für den prcuß. Staat 1843, S. 266, wo dieser Artikel ohne Zusammenhang über ganz verschiedene Familien und Personen sich verbreitet. 2. Priitorius, Doktor, wurde 1621 geadelt. sR. T. A- R) 3. Prätorins v. Pallhausen. Jeremias P., pfalz-neuburg. Agent am wiener Hofe, nebst seinen Brüdern, wurde 1619 in den Adclstand erhoben. ES befinden sich dessen Nachkommen in Bayern mit dem Namen P. v. D. sR. T- A. R. — v. Hefner, bayer. Adel S. 104. T. 125. — v. Lang, Suppl. 132 u. f. — v. H.j 4. Prätorins v. Ehrencron. Der k. k. Hauptmann im Regiment „Graf v. Mannsfcld", Tobias P., erhielt 1684 die Reichsritter - Würde. sR. T. A. R ) An einem anderen Orte ist der Name bloö Pretori geschrieben. Prätorins v. Nichthos, Richthöfen, s. Richthofen. Prärmärcr v. Nimilmrg. Joh. Franz P. aus Tirol wurde im I. 1710 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 410. — v. H.s 7 Präsl (Präzel) zu Iladcck, salzburg. Adel. Der edl v. vst Hanuß P. zu R-, Mautner zuObcrnberg, 7 zu Salzburg 1521. Prag, Praga, Prager, eine freiherrliche, jezt gräfliche Familie, die sich ans Böhmen nach Kärnthen und Steyermärk begab, wovon aber die Linie in dem lezteren Herzogthume mit Sigmund FriedrichKv. P. im I. 1627 ausgestorben ist. Sie erhielt nach Abgang der v. Auffensteiu das Erbmarschallamt in Oesterreich, wo sie auch die freiherrl. Würde hatte. Hermann v. P. war im I. 1340 Bischof zu Ermeland in Preußen, und Joh. v. P., der im I. 1430 starb, Bischof zu Olmütz und ernannter Erzbischof zu Prag. sSpcner, hist. insign. 506. — Gauhe I. 1248. — Vucelini stemmat. III. 37l. — Zedier XXIX. ,65 u. f. - Schmutz III. 20l. -jSicbmacher I. 2l. n. >5. — v. Meding 1. n. 638. — Hartmann's Samml. - v. H.s Präger, s. Prag. Praidlo, Braido, Braitlau, s. Praidlohn. 7 Praidlohn, ursprünglich wasserburger Bürger, geadelt zu Ende des 17. Jahrhunderts (1694), von Kaiser Karl VII. gefreit und 1757 mit dem Frhrn. Andreas v. P. erloschen. sv. Hefner, 7 bayer. Adel S. 23. T. 19. — Nanft's gencalog. Archiv v. >733 u. 1735. — Zedier XXIX. ,82.s Obiges Geschlecht möchte wol ganz verschieden sein von denen v. Praidlohn u. Brett lach; lezteres war ein ganz altes Geschlecht. Sie gehörten zum Ritterkanton Odenwald n. besaßen daselbst Grumbach. Johann Rudolf Freiherr v. Brettlach, HubertusordenSrittcr, k. k. Gcneralfeldmarschalllieutenant, 7 1737. N. v. Braitloh, kurköln. Rath und Gesandter zu Regensburg, 1735. Franz Andr. Frhr. v. Braitloh, 1704 bayer. Rath und Vicekanzlcr. Ludwig Frhr. v. Brettlach, großhcrzoglich Hess. Obersthofmcister, 7 1843 ultimus. sGanhe ll. 93. — Siebmachcr IV. 20.s Praitcnachcr o. Praiteanu, österreichisch. Johann Franz P. v. P. war 1796 Hofagcnt zu Wien. (Wiener Adreßbuch 1796.) Praitcnou, s. Portico. Praitlohner, Johann Ludwig, wurde 1694 geadelt. sR. T. A. R.s Praitmocher, Johann Wilhelm, Bürgermeister, Kristvs P., Stadthauptmann zu Neustadt — bei Wien —, dann Wolf P. erhielten 1623 Bestätigung ihres adlichcn Standes. sR. T. A. R.s Praitschoph, österreichisch. Franz v. P., k. k. Rittmeister, stand als Sckondwachtmeister 1835 bei der Arcierenleibgarde in Wien. 182 Pram — Prcmn Pramcrz v, Hildenberg. Der Pens. Rittmeister Peter P. wurde im I. 1796 mit Edler v. H. geadelt. sM. v. M. 244. — v. HZ Pranckh, Pranckh, f. Prank. Prandau. Der Kammerrath und BankalitätSobcrrcpräsentant Joh. Georg Hilleprand v. P. in Böhmen wurde mit seinem Bruder Maximilian Emanuel im I. 1739 in den böhm. Ritterstand erHoden. sM. v. M., Erg. 154Z Sie ließen dann den Namen Hilleprand fallen und nannten sich zulezt bloß Prandau. Aus dieser Familie wurde der Reichohofrath Karl Hill cbrand v. P. im I. 1734 in den Reichs- und erbländ. Freihcrrnstand erhoben und kam 1733 in die st eh er. Landmannschaft, sowie der niedcröstcrr. Landrath Franz v. P. im Jahre 1779 ebenfalls Freiherr wurde. sM. v. M. 77. — Schmutz III. 203. - v. HZ Pranin v. vlmcnhorst , ein immatrikulirteö Geschlecht, von dem dicßortS nichts bekannt geworden, sv. Hefner, tiroler Adel S. 14Z f Prandlncr, ein st eher mark. Geschlecht, das um das Jahr 1677 mit Wolf Sigmund P. ausgestorben ist. sv- Meding II. n. 656. — Siebmacher II. 43. n. 7. — v. H.j Pranget ». Kotdcnhann, Johann Weinmann, sürstlich m linst er'scher Rittmeister, wurde 1669 geadelt. sN. T. A. RZ Prangen, Ernst Wilhelm, wurde 1767 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. RZ 1. Pranghc. Der Neichöhofkanzleiregistrator Franz Will). P. wurde im I. 1732 mit „Edler von" in den N.Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 192. - v. HZ 2. Pranglie, Johann Josef, wurde 1774 geadelt. sR.T. A.RZ Die Familie stammt aus dem Osnabrück'schen, und schon früher bedienten sich einige Mitglieder des Geschlechts des adl. Prädikats. Es mag daher wol der 1732 geadelte R. Kanzleiregistrator Franz Wilh. P. zu demselben Gcschlechte gehören, sv. Ledebur II. 222. — Bernd, Das. X9VIII. 195. — Fahne I. 336Z Nach dem frhrl. Taschenbuche von 1861 kommt die Familie schon 1126 und 1199 im Besize mehrerer Herrschaften im Neapolitanischen vor. Im I. 1636 erlaugte sie von K. Ferdinand II. die Freiherrnwürde. Prank, Pranck, Pranckh, Grafen, welche in Steycrmark viele Herrschaften besaßen u. welche schon im I. 1173 vorkommen. Sie erbten daS Wappen der v. Puchs und der v. Kohl aus. Hanns Kristof v. P. wurde von K. Ferdinand II. am 11. Aug. 1628 in den Freiherrnstand, und Jörg Wilhelm und Ferd. Josef v. P. am 23. Juni 1719 von K. Karl VI. in den Grafenstand erhoben. (Schmutz III. 204 u. f. — M. v. M., Erg. 26. — Zedier XXIX. >84. - v. HZ Prankh, Pranckh, Prank, ein jezt bayer. Geschlecht, welches in der salzburger Landschaftsmatrikel eingetragen ist und 1659 oder 1651 die Freiherrnwürde erlangte, sv. Hefner, bapcr. Adel S. 51. — v- Lang, bayer. Adelsbuch 206 — Seifert, Taf. 39Z Ob Eines Stammes mit den Grafen v. Prank ist dicßortS unbekannt. Pranstcttcr, Georg, bayer. Sekretär, und Wolfgang P. wurden 1569 geadelt und erhielten Wappenbcsserung. >R. T. A. RP Pralltet v. vittcrslmg. Ter Hauptmann Andreas P. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 410. - v. HZ Prasbcrg, genannt Vogt v. Zummerow, ein schwäb. Geschlecht, das sich P., gen. V. v. S. zu Tarwangen schrieb. Sie kommen zuerst 1478 vor. (Gauhe I. 1934. — Zedlcr I-. 302. — Bürgermeister, vom schwäb. Reichsadel 432. — v- Meding I. n. 639. — Griesinger 1060.— v. Haltstcin, III. Suppl. 125 u. s. — Siebmachcr I. I Ig. n. 5. -- v. H I ß presch. Primus: Joh. P., Bürger zu Hall ein, 1490, hatte drei Söhne: Johann, ein Mönch, -s 1483, Kristian, ß 1485, hinterließ einen Sohn Johann ich 1519), und HieronimuS. — Johann's Sohn Kristian, Nathsherr zu Hallcin, hat das Geschlecht in die Höhe gebracht, starb zu Augsburg 1548, hat von 4 Frauen 21 Kinder gehabt; sein Sohn Kristian hat Puben- hans gekauft. Sein Enkel Daniel P. hat die „Epitaphia Augustana", 1624 herausgegeben, darin auch viele Grabsteine seines Geschlechts zu Hall ein, Salzburg und Augsburg abgeschrieben. Das ganze Geschlecht hat 1497 von K. Marimilian I. einen Wappenbrief erhalten. (Im Schild ein Balken, darin ein Bracke läuft.) Im 16. u. 17. Jahrh., wo sie ausstarben, werden sie zum salzburger Adel gezält. sO. SZ Prascheck. Der Erpeditor bei der Prag er Statthaltern, Anton Konstantin P., wurde im I. 1736 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 410. — v. HI Praschcnscldt. Benedikt v. P. wurde im I. 1713 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 88. — v. HZ Siehe Braschl. Praschiini, Prazma, ein altes gräfl. Geschlecht in Schlesien, das früher in Deutschland unter dem Namen Borkowitz bekannt war. Hanns Bernhard v. P. wurde am 24. Mai 1655 in den böhm. Grafenstand erhoben. sv. H. — Kneschke, Grafenhäuscr. — Taschen», der gräfl. Häuser auf 1339 u. f. — v- Zedlitz. — v. Ledebur II. 222. III. 325. — v. Hefner, prcuß. Adel L-. 22. Taf. 24. — Dorst, schles. Wppb. I. 2. — Sinap I. 94. II. 177. — Gauhe l. I250Z Prasncckh, Andreas, deö Erzherzogs Karl zu Oesterreich Tapezier uud Thürhüter, erhielt 1621 die Adelswürde u. Wappen- Besserung. sR. T. A. R.s Prasse, Johann Moriz, sächs. Legationsrath, wurde am 31. Juli 1799 vom sächs. Reichsvikariat geadelt. sKneschkc, Wappen HZ Prata, österr.-italienisch. Franz Edler v. P. war 1835 Kontrolor bei der k. k. Lottodircktion zu Venedig. Piati. Maria Anna P., geb. Gußmann, eines Advokaten Wittwe, wurde mit ihren 7 Kindern, 3 Söhnen und 4 Töchtern, im I. 1791 in den ReichSadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 410. — v. HZ Prato, eine aus Italien stammende u. sich nach Deutschland wendende Familie, die schon im Jahre 1398 bekannt war. Alexander v. P. aus Tirol wurde 1644 in den Freiherrnstand erhoben, welche Würde bereits seine Vettern 1637 erhalten hatten, sv. Hcfner, tiroler Adel S. 14. T. 16; Erg. Bd. S. 35. — R.T.A.R. — Brandis, tiroler Ehrenkr. — Zedier XXlx. 204. — Gauhe I. 1250. — v. HZ Pratowera v. Wicskorn. Karl Josef P., k. k. Vicepräsident zu Wien, erhielt 1829 den öst err. rittermäßigcn Adel. sE. SZ 1. Praun, Prun. Aus Zürich (wo ihr Stammsiz P., in dortiger Mundart Prun, nahe bei Zürich gelegen) wendete sich dieses Geschlecht in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts nach Nürnberg, und wurde Sigmund Kristof Ferdinand am 3. Jan. 1789 von Kaiser Josef II. in daS adliche Patriziat zu Nürnberg Praun — Preg 183 versezt. Auch solle» von diesen Einige in's Preußische und Anhalt'sche sich gewendet haben, >A. Will's Gcschlechtsregistcr der Familie v. Praun, Wölkern u. Schlaudcrsbach. Altorf, 1772, fol. — Zahrb. des deutschen Adels auf 1847, — v. Hefner, bayer. Adel S, 104. T, 125. — Throfs l, 123—27, — Neues genealog. Hdb, 1777, S, 3l4, 1778, S, 363 u, f, — v. Lang 433, > In St eher mark gab es Ritter v, P,, welche den Sand Hof bei Jndenburg besaßen. sSchmutz III, 206, — v, H.) 2, Praun. Der Rath Dr. Michael P, in Kempten wurde am 21. Jan, 1663 von K, Leopold I, in den Adelstand erhoben. Sei» Urenkel Georg Septimins Andreas v, P. (1761 —1786) trat in herzoglich braun schweig, Dienste n, war erster geheimer Rath, Präsident der Justizkanzlci, des Konsistoriums und des Kriegskolleginms. sv. dem Knesebeck.) Von ihm sollen die dasigen Herren v. P, abstammen, v, dem Knesebeck sagt, daß der Doktor Michael P, aus Nürnberg gewesen sei. Wenn er etwa auch daselbst geboren oder seßhaft war, so gehörte derselbe doch nicht der Nürnberg. Familie, sondern dem kemptener Geschlechtc P, an, wie das Wappen — Grote, hannöv. Wppb. U. 7. u. Sicb- nnacher V, 364 — beweist. Auch kommt in der Stammtafel der nürnberger v, P, (s. den Art,) weder ein Michael noch ein Georg Septimius Andreas vor, sowie die Nürnberg, v. P. auch ein ganz verschiedenes Wappen — einen Baumzwcig mit drei Blättern — führen, sv. Ledebur II, 223. III. 325. — Kneschke, Wappen III.) 3, Praun v, Drannscck oder Praunseck. Joh. Kristof P,, in kais, Kriegsdienste», wurde 1651 mit obigem Beinamen geadelt. sR. T, A, R.) 4, Praun v, Prannscls, Der Sekretär der böhm. Hofkanzlci, Joh, Leonhard P., wurde im I. 1726 in den böhm. Adelstand erhoben. fM. v, M,, Erg, 410. — v. H.f s Praunsalk, eine ausgestorbene steyermärk, Familie, welche den Beinamen Weyher geführt, deren Einige auch Grafen gewesen, Bucclin fängt ihre Stammrcihe mit Tiburtio 1476 an, und führt solche bis gegen das Ende des 17, Jahrhunderts aus, sGauhe I, >250. — Zcdler XX VIII. 200, — Hartmann's Samml. ^ Siebmacher II. 43. n, >0, — v, Meding II, n, 658. — Schmutz III, 2007, - v. H.f Praunhaucr, Math., wurde 1559 geadelt. sR.T.A.R.) ch Praunheim, ein adlicheS Geschlecht am Rhein, seit 1269 bekannt, wovon eine Linie den Beinamen v. Kl et t enb er g führte, die aber im 16, Jahrh. erloschen ist, sv. Humbracht, Tab. 90. — Spangenberg, Adelshistorie. — Zedier XXIX, 210, — Gauhe I, >25l, — v, H.s 1, Prannsnuuidcl. Der Hofagent Fcrd. Josef P, wurde im Jahre 1724 in den Reichsadelstand erhoben, iM, v, M,, Erg 410, - v, H.) 2, Praunsmaudci v, Mohrnück, Der Qnecksilbcrfaktor Adam P, wurde im I, 1714 mit dem Beinamen v. M. geadelt. sM, v, M,, Erg, 4l0. — v, HI Prauscr, eine schles. Familie, welche Gräditz im Kreise Grottkau bcsizt, sv. Ledebur II, 223.) 4 Prawda, auch WierSkowSki, GorowSki, Scdlnitzki, eine in Preußen begüterte Familie. W,: Prawdzic, >v. Ledebur II, 223. III, 325.s Prawdzic, im Osterode'scheu wohnhaft, fv, Ledebur II. 223.) PramdM v, Lewandomski, galizisch, Felir P. v. L. war 4335 Rath bei dem k. k. österr. Kriminalgcricht zu Wisznitz. Prar v, Bärenthal, österreichisch. Thomas P. v. B. war 1857 Unterlieutenant im k. k. FlottilicnkorpS. Prarein, ein altes preuß, Geschlecht. sDuisburg in Chron, Pruss. I, 297. — Zedier XXIX, 43. — v, H.) Prazina, s. Praschma. Prc, de, Johann Friedrich, ein berühmter, auS Mainz gebürtiger Arzt, der im I. 1717 Professor der Arzneigclehrthcit n. Stadtvoigt zu Erfurt war, endlich Hofrath und Lcibmedikus in Mainz wurde. sZedler XXIX. 225. — v. H.) Prcau, Thomas und Mathias, in österr, Civildicnsten, wurden 1654 in den Adclstand erhoben, sR. T, A. R.) Paul P. v- Salauzen war 1835 k. k, Hofsckretär beim Hofkriegsrath zu Wien. Prclicndow, Prebendowsky, Prebentov, eine der ältesten in Polnisch-Preußen begüterten Familien, die zum Theil gräflich ist. sHartknvch'ö Preußen 452. — Gauhe II, 1723, — Zcdler XXIX. 226. — v. Zedlitz. — v. Ledebur >1,223. III, 325.) Früher hieß die Familie auch v. Wilmersdorf oder Wilmsdorf. sSiebm, V. >63. — Bagmihl IV. 53- 54.) Den Grafcnstand erlangte die Familie am 6. Juli 1711 vom säch s. NcichSvikariat, anerkannt vom Kaiser 1789. Sie ist in Pommern und Westpreußen begütert. sGräfl. Taschcnb, v. l852, woselbst die Geschl. Gesch. weitläufig aufgeführt ist. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 22. Taf. 24. — Kiicschke, Grafenhäuser. — v. H.) Prccht v. Hohenwarth. Diese wurden von Kaiser Ferdinand I. am 2. Dez. 1561 geadelt und befinden sich in Augsburg und Innsbruck. )r>. Lang, Supplem. 133. — v. Hefner, daher. Adel S. 104. T. 26; tiroler Adel S. 23. T. 27.) Sie besizcn daS Erb- Küchenmeisteramt in Konstanz, sv. H.) 4 Prcdct, Bredel, ein schles. Geschlecht. sSinap II. 549. — Siebmacher II. 39. n. 13. — v. Meding II. n. 659. — v- Ledebur II. S. 222, unter Prädel.) Erloschen 1617. sv. H.) Prcdetich, Pap v. Csako, österreichisch. Josef P., P. v. C- war 1835 Hofsekretär bei der k- k. allgemeinen Hofkammcr. Prcdinger, eine in dem gleichnamige» Markte seßhafte steh er - märkische Familie. sSchmutz III. 268. — v. H.) Prcdl. Der Marktschrcibcr Kaspar P. zu Plattling erhielt vom Kurfürsten von der Pfalz am 16. Juli 1784 daS Adels - Diplom. sv. Hefner, bayer. Adel S- 104. T. 26. — v. Lang 484. — v. H.) 4 Predöhl, Predöl, ein aus dem Lüneburg'schen stammendes, im Magdeburg'scheu begütert gewesenes, aber 1676 erloschenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 223.) 1. Prccn, ein Mecklenburg, und pommcr'sches, auch in Wcstpreußen und in der Prigniy begütertes, in Nassau bcdicnstetcS und daselbst als freiherrlich anerkanntes uradlichcs Geschlecht. fv. Vehr, rer. Mecklenburg. Lib. 8. p. >655- — Siebmacher V. 153. n. 5. 157. n. 3. >63. n. >1. — MicraliuS 5l6. — v. Meding I. n. 640. — v. Ledebur II. 223. III. 325. — Masch, Mecklenburg. Wppb. XXXIX. 147. — r>. Hefner, Mecklenburg Adel S. >6. T. >4; Nassauer Adel S- 8. T. 9. — v. H.) 2. Prccn, I. I., k. k NegierungSrath, erlangte 1849 den österr. rittermäßigcn Adelstand. sM. S.) Preehiimii». In dem preuß. KricgShcere befanden sich 1866 Vater und Sohn v. P. Die näheren Standesverhäitnisse sind dießorts unbekannt, sv. Ledebur II. 224.) 4 Prcgct, Prcger, ein preuß. Geschlecht. W.: ? sv. Ledebur II- 224.) 184 Preg - Pregg ». Prcgsttd oder Prcgfttt. Severin Joh. P., kais. Rath und Obcrfeldkriegskommissär, wurde um's Jahr 1696 mit „Edler Herr v. Preg seid" in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R .s Pregter, Friedrich, der Rechte Doktor, erlangte 1661 die Erhebung in den Adelstand. sR. T. A- R.s Prciliisius, Kristof, Georg und Johann, Gebrüder, in der Oberlausitz, erhielten von K. Ferdinand II. am 16. Dez. 1627 einen Wappenbricf und 1636 den Adel. Wappen? sv. Ledebur II. 224. s Prcidftlincr n. Dreitenslein. KaSpar P. wurde im Jahre 1775 mit „Edler v. B." geadelt. sM. v. M. 244. — v. H.s Preidt v. Kroiicnhciili. Der Pens. Oberst Georg P. wurde im Jahre 1814 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M. 244. — v. H.s Prciii, Jakob, kais. Hoftarator, erhielt 1645 Adclsbestätigung. sR. T. A. R.s Prciiihiitdcr v. Hctdciit'crg. Der böhm. GutSbcsizer Lorenz Anton P. wurde im I. 1728 mit dem Beinamcu v. H. in den böhm. Adelstand und 1729 in den böhm. Rittcrstand erhoben. sZedlcr XXIX. 301. — M. v. M., Erg. 410. IS2. — v. H .s Prciichölscr v. Hctdcnberg. Der Vicebürgcrmcister Josef P. zu Prag wurde im I. 1793 mit v. H. geadelt. sM. v. M. 244. - v. H.s Prcistinger. Der Grenzkommissär Joh- P. wurde am 21. Juli 1631 von K. Ferdinand II. geadelt, sv. Lang 485. — v. H.s 1. Preist v. Ehrenpreiß. Der niederösterr. Rcgimentsrath Gabriel P. und sein Vetter Franz Philipp wurden im I. 1762 geadelt. sM. v. M., Erg. 411.s Lezterer, Rath beim mähr. Tribunal, wurde 1816 Ritter. sM. v. M., Erg. 192. — v. HI 2. Preist v. Pilgralisgriin , salz bürg. Adel. Hanns P. v. P. ch 1485, Margreth, seine Tochter, des Hannsen Prözel zu Rad eck Hausfrau, f 1515. sO. S.s Prcisstcr v. Tannenwald, österreichisch. Friedlich P. Edler v. T. war 1357 k. k. Oberstlieutenant bei der techn. Artillerie, -s Prciten, ein p reu st. erloschenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 224-1 Preltogg, Georg, k. k. österr. Lieutenant, erlangte 1852 den rittermäßigcn Adelstand- sA- A. Zeit. v. 1852. — Oesterr. Milit. Schema!, von 1853 s Prcmcran v. Prcmcrstein. Der Gutsbesizer Andreas P. zu Wippach in Krain wurde im I. 1783 mit „Edler v. Prcmerau" in den Rittcrstand erhoben und 1794 als krain er Landleute aufgenommen, sv. Hefner, krainer Adel S. 16. T. 15. — M. v- M., Erg. 192. — v. H.s 1. Premier, Azarin oder Lorenz, bah er. Regimentssekretär, wurde 1623 geadelt. sN.T.A.N.s 2. Premier v. Nalienöburg. Der Oberstückhauplmann Joh. P. wurde im I. 1755 mit v. N. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 192. - v. H.s Premier v. Ftambcrg, s. Fl amberg. Premiiiigcr, Friedrich, Hof- und GerichtSadvokat zu Wien, und sein Bruder Hanns wurden 1618 geadelt. sR. T. A. R.s Prcmischilh ». Schühcuaii. Der Oberlieut. Lorenz Franz P. wurde im I. 1761 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M. S. 2444 Der Kammeral- und Provinzialtaramtökontrolor Josef - Press P. zu Teines war und dessen Bruder Niklas, Unterlientenant, wurden im I. 1775 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 4il. - v. H.s Prcntcrhos, s. Stefenclli. Prentzel v. Fclstnstcin. Der Kaufmann Joh. Ferdinand P. in Schlesien wurde im I. 1737 mit v. F. in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 192. — v. Ledebur II. 224. n. I. — v. H.s 1. Preiisct, Kristian Adolf, kursächs. Fahnenjunker, wurde 1785 in den Adelstand erhoben. sSäcks. Wppb. VI. 73; gleicht den übrigen prenzcl'schen Wappen. — R. T. A. R.j 2. Preiisct, Kristof Adolf, sächs. Lieutenant, wurde 1796 (nach Andern 1792) in den Adclstand erhoben. sv.Lcdeb. 11.224. Il.s Wappen: 1. F. in B. ein g. Kleeblatt, 2. u. 3. F. in S. zwei r. SchrägrcchtSbalkcn, 4. F. ein g. Schiff. sv. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 48. — R. T. A. R. - Kneschke, Wappen l.s 3. Prciiscl v. Jucherfetd. Ferd. Trangott P. und sein Bruder Johann Friedrich wurden 1795 mit dem Beinamen v. B. in den. Adelstand erhoben, sv. Ledebur III. 224. Iiis Wappen: 1. F. ein gold. Kleeblatt, 2. F. in B. ein s. Schiff, 3. F. in R. ein Kranich, 4. F. in G. auf gr. Boden ein Baum. sv. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 48. — Sächs. Wppb. VI. 74. - R. T. A. R.s 4. Preiiset v. Pcnlstg. Der Gutsbesizer Joh. Friedrich P. in der Ob er lau sitz wurde am 8. März 1795 in den Adelstand erhoben. sTyroff II. 1464 Da derselbe mit Kristiane Sofie v. Peutz ig, der einzigen lczten Erbin dieses altadl. Hauses, sich vermählt und die Rittergüter Ies Witz, Guhra und F ahm er erlangt hatte, so wurde er am 12. Sept. 1861 mit der Benennung P. v. P. in den Freiherrnstand erhoben und ihm erlaubt, das Peutz ig'sche Wappen mit dem seinigen zu verbinden. sTyroff II. 213. — v. Wolframitz, Collekt. zur Genealogie, Heraldik u. Adelsgeschichte, Mspt. fol- III. 163 (in der wolfenbnttcl 'schen Bibliothek), wo sich auch das Frciherrndiplom in Abschrift befindet.s W.: 1. F. in B- drei gold. Lilien, 2. F.. zwei r. Schrägrcchtsbalken, 3. F. von R. u. S. geschachtet, 4- F. g. Schiff, sv. Hefner, sächs. Adel S. 15. Taf. 14. — Sächs. Wappenbuch I. 60. — Kneschke, Wappen l.s Ohne Zweifel ist dieser Johann Friedrich der bei P. v. Bucherfeld genannte Bruder dieses Vornamens, sv. Ledebur II. 224. IV.s PrcpcticM, ungarisch. Karl v. P. stand 1857 als Unter- Lieutenant im 11- österr. Hus. Regiment. Preschern Mi Heldrnfttd. Der Doktor der Rechte und Land- Schrannenschrciber Joh. Bapt. P. in Krain wurde im I. 1724 mit dem Beinamen v. H. geadelt. Bestätigt dessen Nachkommen 1861. sA. A. Zeit., Mai 1861. - M. v. M.. Erg. 411. - v. H.s Prcste Mnittcvrin , wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Leopold de la P. M. war 1796 Accessist bei der k. k. Staatshauptbuchhaltung zu Wien. (Wiener Adreßbuch von I796.s Pressen. Der Gubernialrath und Protomcdikus Lorenz P. in Galizien wurde im I. 1861 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 411. - v. H.s Prcsscntin, ein altes Mecklenburg. Geschlecht. Der König von Preußen ertheilte 1833 dem Otto Bernhard v. P. die Er- laubniß, den Namen nebst Wappen des adl. Geschlechts v. Rautter den scinigen beifügen zu dürfen. sE. S. — Mecklenburg. Wppb. — Preß - Prie 185 Bagmihl I> T. XXXIX. — v- Ledebur II. 224. — v. Hefncr, Mecklenburg- Adel S. >7. T. 14. — Kneschke, Wappen I. — v. H-I Ptcßbcrg, s- Voigt. -s Prctis, eine 1623 abgestorbene sachsen-altenburg'sche oder meißnische Familie, sv. Ledebur II. 224.) In Hamburg befand sich 1835 ein kais. österr. KonsulatSkanzler Sisinio de Pretis. Prctsdors, s. Navichio- h Prettcuminter (Predcnwiiidcr). Wiguläus P. zum Stein (Hiipolstein) in der bayer. Landtafcl 1496. Prcttcchofcr, Pankraz Ferdinand, Maximilian und Kristian, wurden 1616 geadelt. sR. T. A. N.) Prcttcrsch»t>sgcr, Adam, wurde 1584 geadelt. sR. T. A. R.) Prctti. Anton de P. erhielt 1768 ein Adclsdiplom. sR- T. A. N-I f Prcttlock, eine zu Crumbach in Franken und zu Ulf in Oberhcsscn, darmstädt. AntheilS begüterte Familie, welche 1843 mit dem großherzoglich Hess. Obersthofmeister u. Generallicutenant Ludwig Frhrn. v- P. zu Darmstadt erloschen ist. S. Praid- lohn. sv. Ledebur II. 225. — Gauhe II. 93. — Biedermann, Odenwald Suppl. — v. H.s 1. Prcu, Eugen, österr. Fregattenkapitän, erlangte 1856 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1856. — Oesterr. Milit. Schcmat. v. 1856.) 2. 1 Prcu v- Findelstcin. Das Stammhaus war Findelstein 1521. Hanns Heimeran und Georg P. v- F. wurden 1636 in den böhm. Ritterstand aufgenommen. Michael Wilh. v. P. zu Straßkirchen u. Findelstein, bischöflich freising. Rath und Kammcrdirektor, starb am 22. Februar 1747 als der Lezte des Geschlechts, sv- Hefner, st baper. Adel S. 23. T. 20.) 3. Prcu v. Korbnrg und Lusscuegg, ein tiroler, der Landschaft einverleibtes Geschlecht. Jakob P., Richter der Herrschaft Nodcn- egg, wurde von Kaiser Leopold I. im I. 1696 in den Adclstand erhoben und das Wappen mit dem v. lussenegg'schen vermehrt. sv. Hefner, tiroler Adel S. 14. T- <6. 17.) Prcunhuucu, s. Prep Hafen. Prcusche» v. u. zu Licbeustein. Diese Familie will von dem alten, schon 1122 vorkommenden adlichcn Geschlechtc v. Pryß, Preis ic. im Herzogthum Luxemburg abstammen; wegen politischen und Neligionsunruhen will sie in's Nassau'schc geflüchtet sein. In der Rcichötaxamtsrechnung ist nur der Erthcilung des Adels (1772) an Georg Ernst Ludwig P. (nachmals fürstl. oran. - nassau'schcr geh. Rath u. Reggs. Präsident) und dessen Erhebung in den Freiherrnstand (1791) erwähnt. Auch sein Bruder Ludwig Konrad soll gleichzeitig den Adel erhalten haben. Die Familie war in die rheinische Reichsrittcrschaft aufgenommen. S. auch Taschenbuch der frhrl. Häuser auf 1848. Die Nachkommen gehören wegen ihrer Güter zu dem wählbaren landständ. Adel des Herzogthums Nassau. Das ehemalige Wappen, das die Familie mit einigen Zusäzcn noch führt, hat Bcrtholet in seiner Histoire de Luxemb. et Chiny, VII. 447, beschrieben. IBertelii Hist. Luxemb. — W. v- Preuschen. — v. H. — R. T. A. R. ^ Genealog. Jahrb. des deutschen Adels v. 1846 u. f. — v. Hefncr, »assauer Adel S. 8. T. 9; bayer. Adel S. 52. T. 53; Hess. Adel S. 22. T. 24. — Kneschke, Wappen I.s Prcujscr. Ein Oberst v. P. befindet sich im preuß. Heere. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Sein Anhcrr war der schlcswig-holstcin'sche Justiz- nnd Kanzleirath Jakob Friedrich P., welcher 1757 in den Adclstand erhoben wurde, sv. Ledebur II. 225. III. 325. — Sicbmacher, Suppl. X. 24. - R. T. A. R-1 1. Preuß, Preisten, eine alte sächsische und pommcr'sche, aus Preußen stammende Familie, die auch in der Mark Brandenburg seßhaft ist und aus welcher Jakob P. im I. 1313 eine Vikarie zu Ca min hatte. sKuauth, Prodrom. MiSu. — Micrälius, Pommerl. VI. - König I. 801 —809. — Gauhe I. 1253 u. f. — Zedier XXIX. 352 u. f. — v. llechtritz, dipl. Nachr. v. 1605—1775. VI. 66—73. — Siebmacher I. 160. — v. Ledebur II. 225. III. 325.s Wappen: Gespalten, vorn B., hinten in B. 2 (4) r. Querbalken. Bei v. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 48, ist ein ganz verschiedenes Wappen angegeben, nämlich von G. und R. gethcilt, oben ein schreitender r. Löwe. Es scheint ein anderes Geschlecht gemeint zu sein. sv. H.) 2. -s Prcuß, Pruß, ein in Schlesien schon 1586 seßhaft gewesenes, aber erloschenes Geschlecht. Wappen? so. Ledebur II. 225.s 3. Prcuß, ein adl. Geschlecht in der Provinz Preußen mit dem Wappen Leliwa. Es hat daselbst ansehnliche Besizungen. S. auch Pruski und Pruszak. sv. Ledebur II. 225.) Prcvc, Johann Baptist, wurde 1662 geadelt. sN.T. A. R.) h Prcyhasc», Prephaffen, Preuhaucn, ein altes steyerischcs Rittergeschlecht, das schon im I. 1126 vorkommt. sPrcvenhueber in Annal. Styr. — Zedier XXIX. 378. — v. H.s Prcys, Johann, aus Kärntheu, erlangte 1672 den Adelstand. sR.T.A.R.) Preyscnthat, s. Wenzingen. Prcyßilg, Preising, zu Wolnzach, eine bayerische gräfliche Familie, deren Stammschloß Altenprcising zwischen Landshut und Mosburg liegt. Die lichtenegg er Linie desselben erhielt vom Kurf. Max. Josef von Bayern das Wappen dcS im I. 1711 erloschenen Geschlechts der v. Tannberg. sv. Hoheneck II. 166—73. — Bucclini stemmat. IV. — W. Hund 1.294-300. II. 238-48. — Gauhe I. 1252. — Zedier XXIX. 378 — 380. — Siebmacher I. 77. n. 5. II. 37- n. 10. V. 20. u. 5. — Lacius de emigrat. gent. 203. — v. Meding II. n. 660. — Hartmann's Samml. — lieber die Linie v. Hohenschau sind noch nachzusehen: Sicbmacher, Suppl. VII. 3. — Einzinger v. Sinzing, bayer. Löwe II. Taf. >4. 15. S. 446. — Allg. hist. Lexikon III. 901. — v. Meding II. u. 660. — Tyroff, Wappenw. I. 170. — Bayer. Wppb. I. 95. — lieber die Linie v. Moos: Einzinger v. Sinzing, bayer. Löwe II. Taf. 14. S. 450. — Bayer. Wppb. I. 96. — lieber die Linie v. Lichten egg: Siebmacher I. 25. — Bayer. Wppb. I. 191. — Taschenb. der grafl. Häuser auf 1841 u. f. — v. Zedlitz. — v. Hefner, bayer. Adel S. 18. T. 12. 13; Erg. Bd. S. 9. T. 3. — v. Ledebur II. 225. — v. H. - Kneschke, Grafeuhäuser.) Prcismayer v. Lömcuprciß. Der Sekretär bei der Ncpräsentations- Kammer in Böh m e n, Joh. Mathias Jgnaz P., wurde im Jahre 1758 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. 244. — v. H.) 1. Prcyß, ein westpreuß. Geschlecht. W>: Pruß I. sv. Ledebur III. 325.) 2. Prcyß, ein im Großherzogthum Posen ansässiges Geschlecht. Wappen: JaStrzembiec. sv. Ledebur II. 225.) Pribctecz, ein in Zittau seßhaftes Geschlecht. sCarpzov's histor. Schauplaz der Stadt Zittau II. 250. — v- H.s Prielicling. Mathias A. P., der Rechte Doktor, wurde im J. 1783 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 411. — v. H.) Pricbcr, s. Jankovich. 24 186 Pne - Pricsscr v. Kirsbach. Ich. P- erhielt am 3. April 1634 die Erlaubniß, sich v. M. schreiben zu dürfen. sR.T. A.R.s Sollen zum st salzburger Adel gehört haben. Wappen: Geviertet; 1. u. 4. ein Stern, 2. u. 3. getheilt, unten drei Kugeln. st Pricgiiih, ein in der Prignitz, in Mecklenburg, seßhaftes Geschlecht, welches am 5. Nov. 1757 erloschen ist. W.: ? sv. Ledebur II. 225.s Priclniaiscr v. Priel. Der Pfalz-baher. geh. Sekretär, zulezt erster Minister, Korbinian P. erhielt 1635 die Bestätigung des im I. 1563 erthcilten älteren prielmayer'schen Adelsbriefs und 1694 ein kais. Freihcrrndiplom mit v. Priel, das aber erst bei der Desccndenz am 27. Jan. 1792 bestätigt wurde. sv. Lang 266 n. f. — v. Hcfncr, baycr. Adel S. 52. T. 53; Erg. Bd. S. 18, wornach Korbinian P. den Adel am 3. Mai 1692 erst erhielt. — Frhrl. Taschenb. v. 1863. — v. H.s Priem, G. H., Generalmajor, wurde 1857 von Preußen geadelt. sA. A. Zeit. v. 1857.^ st Prieme», ein altes Geschlecht in Preußen, daö erloschen ist. Wappen? sv. Ledebur II. 226.^> Pricsdors- Im preuß. Heere befanden sich um 1836 zwei Brüder v. P. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 226.) Pricsscr. Der NathSkonsulent Johann Heinrich P. zu Augsburg, der ans dem Weimar'sehen abstammt und dessen Nachkommen jezt in Bayern leben, erhielt von Kaiser Josef II. am 17. März 1783 ein Adelsdiplom. sv. Lang 485 u. f. — Tyroff I. T- 23 n. 93- — Cast, Adelsbuch von Württemberg. — Die Württemberg. Wappenbiicher von K- Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, wiirtt. Adel S. 17. T. 23; bayer. Adel S. 164. T. 126. — v. H. — Kneschke, Wappen I.s Prissau ». Ilawiclin, österreichisch. Friedrich P. v. S. war 1796 k. k. Truchseß. sWiener Adreßbuch v. 1796.) Prigglcr, Georg und Alexander, Vettern, erlangten 1613 den Adelstand. sR. T. A. R.) Prilcszky, ungarisch. Franz v. P. war 1335 Beisizer der Distriktstafel zu Tyrnau. Prilingcn, s. Speth. Prillwih. Maria Arndt wurde unter dem Namen v. P. von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen mit ihren Kindern in den Adclstand erhoben, sv. Zedlitz.) Sie starb 1836 und hatte das schöne Rittergut Prillwitz bei Stettin vom Prinzen August von Preußen zum Geschenk erhalten, sv. Ledebur II. 226. III. 325. — , Preuß. Wppb. IV. 24.) Pnmbschcii v. Königsbrunn. Joh. Franz P. wurde im I. 1716 mit Weglassung des Beinamens in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 88. — v. H.s Pringcr, Franz Anton, kais. Rittmeister, wurde 1727 geadelt. sR. T. A. R.Z Pringesberg oder Prindclspcrg, Andreas Vatentinus, aus Tirol, erlangte 1712 den Adelstand. sR. T. A. R.) Pringsaus, Georg Kristof, preuß. Rittmeister bei den Husaren, wurde am 15. Okt. 1786 von Preußen geadelt, sv. Ledebur II. 226. - Preuß. Wppb. IV. 24.s st Print v. Horchheim, genannt v. d. Drocl, ein rheinländ. Geschlecht, das schon 1580 daselbst Besizungen hatte. Es ist erloschen. sFahnc I. 336. — v. Ledebur II. 226.j - Pritz st Printhagcn, ein im Rheinland? begütert gewesenes, nun erloschenes Geschlecht. (Fahne I. 337. - Sicbmacher II. 115. — v. Ledebur II. 226 .j Prinz, Princius. Es gibt zwei verschiedene Familien v. P.: 1. Die schlcs. und mark. Familie; sie wurde 1663 in den Frci- herrnstand erhoben und führte den Beinamen Buchau und als Stammwappen in S. einen r. Löwen, geschachtet mit G- 2. Die aus Westfalen stammende, in Mecklenburg angesessene Familie v. P. Aus ihr war Marquard Ludwig, st 1725, preuß. Oberhofmarschall und Minister. Sie führt in S. eine Eule auf einem geasteten Zweig, sv. Ledebur II. 226. III. 325. — Frhrl Taschenb. v. 1856. — Gauhe l. 1254 u. f. — Zedier XXIX. 524. 531 u. f. — Sinap II. 463. — Dienemann 253. n. 26. — v. Meding II. n. 661. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 14; Erg.Bd. S. 32. T. 15; preuß. Adel S. 58. T. 74. s In der Neichstaramtsrcchnung wurde der Adel dem kais. Hauptmann Joh. Friedrich v. P. 1661 nur als bestätigt angeführt. sDithmar II. 75- n. XIII. — v. H.s Prinzcndorf, s. Schindler. Prinzenstciii v. Wartcnbcrgk, Schlesische von Adel, welche Wartenberg bcsizen. Georg Hellwich sagt in seiner Beschreibung des Kolb v. wartenberg'schen Geschlechts, S. 1627, daß der Großvater ein getaufter Israelit gewesen. sJmhof, not. proc. I. 665. — Hallc'sche Litt. Zeit. v. 1828.s Prinznigcr, Adolf, österr. Hauptmann im Inf. Reg. Nr. 59, erlangte 1854 den rittermäßigen Adel mit „v. Ari". sOcsterr. Milit. Schemat. v- 1854.) st Priort, eine alte adliche Familie, die nicht häufig vorkommt. Venator, im Bericht vom marianisch-deutschen Ritterorden, führt sie unter denjenigen Familien auf, welche bis 1680 im deutschen Orden aufgeschworen sind und die nun wahrscheinlich längst erloschen ist. Johann Daniel v. P. ist 1639 in den deutschen Orden aufgenommen und starb als Kommandeur zu Lucklum, v. Wolframitz, Zus. u. Nachtr. zu v. Meding's Nachr. v. adl. Wappen, B. I. n. 40, Mspt. in der wolfenbüttel'schen Bibliothek, beschreibt das Wappen: Im schw. Felde (wahrscheinlich verwittert und blau gewesen) zwei halbe s. Räder, welche auf beiden Seiten des Schildes hervorkommen und wovon 7 Speichen sichtbar sind. Helm- Decken blau und Gold (?). sv. Ledebur II. 226-s Prisling v. Nittcrsctdcn, Doktor der Rechte und nachheriger berchtesgaden'scher Hofrath, erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 12. Mai 1790 ein Adels- und Ritterdiplom, sv. Lang 486. — v. H.s Prittwitz, Bretwitz, Breitwitz, Breidewiß, eine der ältesten schles. Familien, die in Urkunden schon im I. 1324 vorkommt. fDorst, allgem. Wppb. 29.s Ein Zweig der Familie nennt sich P-- Gaffron. Die Familie soll schon 1103 in Polen u. Schlesien sich niedergelassen haben. fKneschke, Wappen I. — v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 225. III. 325.s Am 24. Juli 1732 Freiherren mit v. Gaffron. sFrhrl. Taschenb. v. 1856. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 58. T. 74. 75.s Auch hat sich ein Ast nach Polen verbreitet. (Sinap I. 736—35. — Gauhe I. 1257—59. — Dienemaun 349. n. 79. — Zedier III. 1323. — Siebmacher l. 56. n. 6. — v. Meding II. n. 662. — Okolski, orb. Pol. III. 161. — v. H.s st Pritz, eine vormalige adliche Familie, die zu den Schutz- Verwandten von Colberg gehörte. Der preuß. Oberst Hanns Jakob v. P. und der Generalmajor Hanns Samuel v. P. starben 1742 und 1756 ohne Nachkommen. fPauli, Leben großer Helden I. 41. — v. Ledebur II. 228. III. 325. — v. Zedlitz.s Pntz — Pro 187 Pritgbucr, eines der ältesten Mecklenburg. Geschlechter. sJohann v- Pritzbuer, Inder concisus familiarum nvbilium ducatus Meaapolitan. Havniae, 1722. — Mecklenburg. Wappb. XI.. 149. — v. Ledebur II. 228. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 15. — Kueschke, Wappen II. — v. Meding II. n. 663. — v. H.f Pritgkow- Nur bekannt in einem Major v. P. bei der polnischen Kronarmee. Seine Wittwe lebte zu Etzin in Osthavcl- land. Wappen? sv. Ledebur II. 228.s Priuli- Markus Anton Peter v. P. wurde 1829 in den östcrr. Grafenstand erhoben. sE. S.s Pnmtgcr, ungarisch. Stefan v- P. war 1335 Kanzlist in der Palatinatkanzlei. Prircnhailscii, s. Lama. Prigclwig, ein altcS schles. Geschlecht, wovon zuerst Lorenz v. P. 1429 in Urkunden vorkommt. fGauhc I. 1269. — Spener, Hist. insign. 215. — Sinap I. 736. — Siebmacher I. 56. n. 1. — v. Meding I. 56. n. 1. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 228. III. 325. — Dorst, schles. Wppb. II. 96. — v. H-s Proliihcr v. Wcijscnbcrg und Nvthcnstein. Peter Josef P. und seines Bruders Kinder, Sebastian Anton, Peter, Andreas und Santo, Rosa, Maria Anna und Lucrzia, wurden im I. 1781 mit dem Beinamen v. W. u. R. geadelt. W. v. M., Erg. 411. - v. H.f 1. Probst. Der Advokat Michael Josef P. in Mähren wurde im I. 1745 geadelt- sM- v. M., Erg. 412. — v. H.j 2. Probst. Der Rittmeister Georg Friedrich P. bei „Ziethen- Husaren" wurde am 1. März 1746 von Preußen geadelt. Einer seiner Söhne, st 1819, war Major bei den Husaren. fv. Ledebur II- 228.j 3. Probst. Der im I. 1896 als Husareumajor in preuß. Diensten gestandene P., aus Frankreich gebürtig, wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen geadelt. fv. Zedlitz.f Probst n. Wenkhausen, s. Wendhausen. Prochaska. Der Landrechtssekretär Anton P. in Böhmen wurde im I. 1792 mit „Edler von" geadelt. sM- v. M., Erg. S. 412.j Der Feldmarschalllieutenant und Hofkriegsrath Johann Edler v. P. wurde im I. 1329 iu den Freihcrrnstand erhoben. IM. v. M.. Erg. 89. — v. H-s Prochägka. Der Gubernialrath und kaurzimer Kreishauptmann Josef P. wurde im I. 1818 in den Ritterstand erhoben. Die Familie will aus altcni Adel stammen. Josef v. P-, st 1344, wurde 1836 in den österr. Freiherrnstand erhoben. Er war Landmann in Böhmen. Vergl. Prochaöka. IFrhrl. Taschenb. v. 1859. - M. v. M., Erg. 192-1 Prockcndorff, s. Brockendorff. Prockh u. Wcistciibcrg, in Oesterreich, Vorarlberg, Tirol; sollen schon um 1459 sich im Adelstand befunden haben; ihr altes Wappen wurde am 24. März 1691 von K. Rudolf II. bestätigt, und erlaubt, sich v. W. mitschreiben zu dürfen. sSiebmacher V. 54; Stammw. — Wisgrill I. 492.s Procopp v. Ilabstci». Ludwig Fcrd. P., mähr. Gubernial- Rath, wurde im I. 1765 mit v. R. in den Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 192. — v. H.s Prodvischcr, Tobias, erlangte 1639 den Adelstand. IN. T. A. R.s Pröck. Diese kamen aus Schaphausen in der Schweiz in das Preußische und Anhalt'sche. fNeues geneal. Hdb. v- 1775 u. 1777. S. 316. 1778. S. 363. — v. Meding II. n. 664. — Seifert'» Genealogie 412. — Beckmann'» anhalt. Hist. VII 258. — v. Zedlitz. ^ v. Ledebur II. 223. — v. H.s Pröllcn, Ludwig, wurde 1653 geadelt. fR.T.A.R.sj st Prömock, Prembock, ein preuß. Geschlecht, das erloschen ist. Wappen? fv. Ledebur II. 239.s Pröppcr, anfänglich Gröppcr; sollen aus Schweden gekommen sein, welches Land sie als ungeduldete Katholiken verließen. Heinrich P., kurkölu. Kammcrdirektor und General - Kriegskommissär, wurde am 7. Juli 1715 von Kaiser Karl VII. geadelt. Er starb 1719. Sein ältester Sohn, Heinrich Josef v. P., erwarb das Schloß Hülchrath, welches dessen Sohn Ferdinand, k. Preuß. Lieutenant, noch besizt. Sein dritter Sohn, Heinrich, wurde in Belgien zum Vikomte erhoben. Er hinterließ nur eine Tochter. fFahne I. 339. II. 112.s Die Familie führt in Blau einen s. Kranich auf drei gr. Hügeln stehend, einen Stein im rechten Fuße haltend. Helmdecken: Rechts bl. u. s., links g. u. bl. Auf dem Schild zwei gekrönte Helme, der rechte mit dem Kranich zwischen zwei Büffelhörnern, unten f., oben bl., vorne unten g., oben bl. und stecken in den Mundlöchern zwei halb f., halb r. Siegcsfähnlein; der linke Helm zwei vorne unten blaue, oben g., hinten unten s., oben bl. Adlerflügel, einen gekrönten g. Löwen, der in seiner rechten Brankc einen entblößten Degen mit g. Griffe trägt, sv. Ledebur II. 231. - Bernd, Taf. XLIX. 197.; Prösiiig, Presing, eine alte freiherrliche, zum Theil gräfliche Familie, deren Stammschloß gleichen Namens in der Grafschaft Cilley lag, deren Grafen ihr Schloß zerstörten, worauf die P. nach Oesterreich zogen und nebst dem Freiherrntitel das Prädikat „z. Stein" erlangten. Zuerst kommt aus diesem Geschlechte Joh. Ernst P. als Oberster Hcinrich's von Kärnthen im Jahre 1249 vor. sWurmbrand, Collect, geneal. Austr. Spener, Hist. ins. II. 69. S. 507. — Gauhe I. 1221. — Zedler XXIX. 759. — Schmutz III. 2<5 .f Johann Rudolf v. P. wurde 1716 in den Grafcnstand erhoben. fR. T- A. R. — v. H .s st Proscr, ein schlesisches Geschlecht, dessen Stammschloß im Jauer'schen gelegen und das zuerst im I. 1562 vorkommt. fSinap I. 737. — Gauhe I. 1262. — Zedler XXIX. 761. — Siebmacher I. 59. n. 19. — v. Meding II. n. 665. — v. Ledebur II. 229. - v. H-s Proff g» Irnich und Menden, ein jülich - berg'scheö Ritter- Geschlecht, das auch zum Theil in Schlesien begütert ist, aus dem der Hofrath Peter Josef v. P. von K. Franz I. am 25- Juni 1746 die Bestätigung des alten Adels und den Ritterstand, sein Sohn Joh. Franz Josef aber am 22. Aug. 1799 vom Kurfürsten Karl Theodor in Pfalz-Bayern die Freiherrnwürdc erlangte. Wilhelm v- P- wurde schon 1454 vom Erzbischof von Köln mit Fissenich belehnt und erhielt den Ritterschlag. Gottfried v. P. erbte nach Abgang des verwandten Geschlechts v. Menden 1675 dessen Namen und Wappen. Frhr. Joh. Franz Josef v. P. erbte ebenso die irnich'schen Güter und Namen. ITaschenb. der frciherrl. Häuser auf 1848 u. >856. — v. Zedlitz. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels auf 1845 u. f. — Geneal. Staats- Handbuch v. 1748. S. 327. — Fahne I. 337, wo eine Stammtafel; II. 112.— v- Ledebur II. 229. — v. Hefner, bayer. Adel S. 52. T. 53; preuß. Adel S. 58. T. 75; Erg. Bd. S. 18. T. 7. - Kneschke, Wapp. I. — v. Lang 297 u. f. — v. H .f 1. Prohliska-Carolini. Johann Nepomuk P., österr. Feld- Marschalllieutenant, wurde am 21. Mai 1821 mit C. in den 24* 188 Proh - Freiherrnstand erhoben. sFrhrl. Taschcnb. v. 1861.) Wird wol ! mit seinem Sohne erlöschen. 2. prohoska v. Cliicifenkurg. Der Oberst Franz Adolf P. wurde als Ritter des Maria-Thcresienordens im I. 1816 mit dem Beinamen v. Q. in den Freihcrrnstand erhoben. Er scheint nicht zu dem Geschlechte der v. Prochaska zu gehören. sM. v. M. 77. — v. H.) Der Freihcrrnstand des östcrr. Generals der Kavallerie, F. A. Frhrn. v. P.-Gnelfenbnrg, wurde 1862 auf seinen Adoptivsohn, den Hauptmann A. Stadlcr-P., übergetragen. 3. Prohoska v. Iicgstodt. Der kais. Hauptmann Anton P. erhielt 1846 die östcrr. Adelswurdc mit v. S. sM. S.) 4. prohoska v. Zkolsky, österreichisch. Kasimir P. v. S. war 1835 k. k. Oberkriegskommissär zu Pet erwarb ein. Vielleicht gehört hieher oder zu P. v. Q- der 1859 im 3. k-k. Genie- Bataillon gestandene Frhr. v. Prohasca. 1. prokclch n. Uothhoft, österreichisch. Alois P. v. N. stand 1857 als Oberlicutcnant im 21. k. k. Inf. Regiment- 2. Prokesch v. Vstc». Anton P., Major bei der k. k. Marine, wurde 1839 mit v. O. geadelt. Im I. 1845 wurde er in den Freiherrnstand erhoben. Er war Bundespräsidialgesandter. sTaschcnb. der srhrl. Häuser auf >843, >853, >854 u. f. — Hprtl, die fürstl., gräfl. u. frciherrl. Familien der österr. Monarchie >856. — Kneschkc, Wappen l.) Prokop v. Iloobslcin. Franz Bernhard P., Postmeister zu Olmütz, wurde im I. 1719 mit dem Beinamen v. R. in den böhm. Rittcrstand erhoben. Er ist mit den nachfolgenden Pro- kopp v. L- nicht von einem und demselben Geschlechte, sv. H.) ProKopp v. Liticiiwolii. Georg P., Doktor der Philosophie und Medizin, wurde im I. 1797 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. 245. — v. H.) prollins, Georg Friedrich, wurde 1795 geadelt. sR. T. A. R. - Mecklenburg. Wppb. X9. >50. - Bagmihl III. Taf. XVIII. — v. Ledebur II. 230. III. 325. — v. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. >7. T. >5.f proiUW, s. Pierucci. 1. -j promnit), ein alteö, schon im I. 1559 freiherrliches und seit 1692 reichsgräflichcs Geschlecht in Schlesien und in der Niederlausitz, aus dem Einige im 12. Jahrh. mit K. Friedrich dem Rothbart in das gelobte Land gezogen. Es hat sich dieses Geschlecht durch Vermählungen mit königlichen u. fürstlichen Häusern verbunden. Das Geschlecht ist mit dein Grafen Joh. Erdmann v. P., freiem Standesherren zu Pleß in Schlesien, am 4. Juli 1785 erloschen. sKrebel, geneal. Staatshdb. v. >770. II. 200. Desgl. v. >786. II- 224. — v. Zedlitz-! Am 9. Juni 1652 war Sigmund Siegfried v. P. in den Grafenstand erhoben worden, sv. Ledebur II. 230. — Jo. S. Magni Stemma Promuitianae oruameuta (1679). — I- G. Estor's aus llrk. gezogene Nachr. vou dem hochgräfl. u. frhrl. Geschl. der v. Promnitz; in dessen kl. Schriften III. 575 — 734. Unter den dabei befind!. Urkunden steht auch ein vom I. >542 diesem Geschlechte von Kais. Ferdinand ertheiltcr Wappenbrief. — Spcncri Herald, spec. 299—301. — Sinap II. >78. — Seifert's Genealogie 413—19. — Sommersbcrg, scripl. rer. Silcsiac. III. 272. 282. — Hübner's geneal. III. Taf. 984. — Seifert's Ahnentaf. I. Taf. 40. — Mehrere Schriften über einzelne Familienglieder hat Weinart, II. 609—12, angeführt. — Zedier XXIX. S. 806—>9, ans schriftl. Nachr. — Sicbmacher I. 29. n. 4. — v. Biebing III. n. 630—32. 496-500. — Sächs. Wppb. IV. 2. - v. H.f 2. Promnit) v. PromiiitM. Der Rittmeister Joh. Wilh. P. wurde im I. 1753 mit v. Promnitzau geadelt. fM. v. M., Erg. 4>2. - v. H.f — Pros proimth auf Vffnilicrg. Johann Baptist P., Gutsbesizer zu Offenberg ?c., empfing vom König von Bayern am 1. Nov. 1818 ein Adclsdiplom. so. Hefner, baycr. Adel S- >04. Taf. >26. — v. Lang, Suppl. 133 n. f. — v- H.f Proinnf de Toth Prona, eine österr. adliche, seit 1784 freiherrliche Familie. Sie stammt aus dem uralten Adelsgeschlechte der Comites Rehck, deren Söhne Paul und Serafil sich bei den Hlllfstruppen befanden, welche König Andreas III. von Ungarn dem pol». Herzog WladiSlaw Lokictek gegen Herzog Heinrich von Breslau schickte. Für ihre Tapferkeit erhielten sie das Besizthum Prona in Ungarn. Sie führten seitdem den Namen Prönay und im Wappen eine Ruine, zur Zeit der Reformation einen natürlichen Kranich in S. (?) sFrhrl. Taschenb. für 1864. — v. Schönfeld, Ad. Scheinst. I. 218. - v, H.) Pro»d)i»ski. Diese Familie stammt aus Polen; indessen befinden sich viele Mitglieder in pr euß. Kriegsdiensten, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 239.) Der Name wird auch Prondczinski, Prozinski, Plondzinski geschrieben. Wappen: Anbracht. Seßhaft in Pommern, Preußen, Schlesien. -st Prämier v. Aichlnchi u. Mühifclde», ein Münchner Patrizier- Geschlecht, das im 16. Jahrh. landsässtg wurde und um 1679 erloschen ist. so. Hefner, 1 bayer. Adel S- 24. T. 20.) ch Prontiiicki, ein erloschenes in Westpreußen seßhaft gewesenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 231.) Prophalow, Prophaluö- Die Gebrüder Friedrich und Ernst Prophalus auf Dicking, Grapow :c. in der Neumark erlangten von König Friedrich Wilhelm I. von Preußen am 22. Juli 1721 den Adel. 1679 besaßen sie schon Wolgast, fv. Ledebur II. 23 Ist prosch. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen erhob am 28. Okt. 1786 den Husarenrittmeister P. in den Adelstand, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 23 l.) ch Proschmit), ein aus Schlesien stammendes, in Preußcn begütertes, aber erloschenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 23>.s prosinovit) v. Zchmorzcnstci». Der Grenadierhanptmann Andreas P. wurde im I. 1759 mit dem Beinamen v. S. geadelt. sM. v. M. 245. - v. H.) 4 Proskall, Proskou, ein östcrr. Geschlecht, aus welchem im 17. u 18. Jahrh. Verschiedene kais. geh. Räthe gewesen. Nur den Vater mit den Kindern und Enkeln des ersten Grafen dieses Geschlechts gibt an: Hübner III. 993. sZcdler XXIX. 923—34.) Georg Kristof Frhr. v. P., kais. Kämmerer und lothring. Hof- Marschall, wurde um's Jahr 1678 in den Grafenstand erhoben. sR.T.A.A.) Nach v. Ledebur, II. 231, erlosch das Geschlecht am 2. Juli 1769. sv. H.) Proski, ein Posen'scheS Geschlecht. Wappen: Samson, sv. Ledebur III. 325.) pruskowsky v. Adlcrskro». Der MilitärverpflegSverwaltcr Prokop P. wurde im I. 1793 mit „Edler v. A." geadelt. sM. v. M., Erg. 4>2. — v. H.) proskq. Der nie der österr. RcgierungSsckretär Franz Josef P. und dessen Bruder Philipp Karl, der Medizin Doktor, wurden im I. 1789 mit „Edler von" geadelt; lezterer wurde im I. 1781 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 245; Erg. 192. — v. H-) Prost — Putsch 189 Projstka, Prostinski, eine prcuß. Familie. W.: Lubicz. st. Ledebur II. 231. III. 325.) Protafl, Besizer der Herrschaft Montpreis in Steyermark, wurde im I. 1719 in den Nitterstand erhoben. M. v. M., Erg. 192. - v. H .st Pro!!, G- L-, Chef des G cneralguarticrmcisterstabs in Hannover, wnrde 1856 von seinem König geadelt. Hat männliche Nachkommen. fA. A. Zeit. v. 1856J Proyen ». Ichromm. v. Schramm nach dem preußischen Diplome vom 2. April 1398, und P. v. S- nach dem Bestäti- gungsdiplom vom 22. April 1812 für den Oberst der Artillerie zu Breslau, sv. Ledebur II. 231.st Prmn»> de Meint et Flnfsignp, wahrscheinlich französ. Abkunft oder aus den ehemaligen östcrr. Niederlanden. Isidor P. Chevalier de M. et F. stand 1857 als Oberstlieutenant im 3ten k. k. österr. Hns. Regiment. Provosl, wahrscheinlich galizisch. Eugen v. P. stand 1857 als Kadet im 13. k. k. österr. Inf. Regiment; Franz v. P. war Kadet im 23. Inf. Regiment. Provost. Der k. k. Botschaftsrats! Johann Thomas P. wurde im I. 1822 in den Ritterstand erhoben. HM. v. M., Erg. 193. — v. H. — Kneschke, Wappen Ill.st 1 Proist, ein im 13. und 14. Jahrh. in Westfalen und in den Rhein lau den vorkommendes Geschlecht, fv. Ledebur II. 23Ist Pruck, ein altes adliches Geschlecht, das schon in der zweiten HSIfte dcS 13. Jahrhunderts vorkommt, st. Ludwig, reliq. Mspt. IV. I I5u. f. — Zedier XXIX. 1022. - v. H.st Pruckderg, ein ursprünglich bürgerliches Geschlecht aus Landsberg, das unter Kurfürst Maximilian Josef als Ritter ausgeschrieben, und aus dem der k. bayer. geh. Rath Josef Xaver v. P. in Straubing vom Kurf. Karl Theodor am 6. Juli 1792 das Frciherrndiplom bekam, st. Lang 208. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 52. T- 53. — v. H.st Pruckcl, Georg, Doktor der Arzneikunde zu Regens bürg, wurde 1657 geadelt. sR. T. A. R.st Priickiicr, Vettern, wurden 1623 geadelt. sR. T- A. R.st Prudciitius, Andreas, Hofmeister der kais. Edelknaben, erlangte 1589 den Adelstand. sR- T. A. R.st Prudnik, s. Hantken v. P. Prückncr, Prüchkner, Gebrüder und Vettern, wurden nulls Jahr 1691 geadelt. sR. T. A. R.st Prücschcnk, Prüschenck, v. Luidenhofen, eines der ältesten eidlichen Häuser in Oesterreich, welches bereits 1969 daselbst blühte. Es theilte sich im Anfange des 13. Jahrhunderts in zwei Aeste. Der crstcre besaß Steinsdorf, Stettenberg und andere Güter. Sigmund v. P. war 1592 kais. Hofmarschall, und wurde derselbe nebst seinem Bruder Heinrich zum Grafen v. Hardegg erhoben. S. d. Art. Der zweite Ast besaß Freistein, welches 1333 verkauft und dafür Lindcnhofen in Bayern angekauft wurde. Durch den 39jährigen Religionskrieg kam dieser Ast ganz herab und die Mitglieder wendeten sich zum Theil wieder nach Oesterreich, zum Theil nach Gotha, Sulzbach, Nürnberg, und in den Unglücksjahren 1848 und 1849 erschien selbst einer dieses Namens bei den verhängnißvollen Landtagen in Anhalt, nachdem Lindcnhofen 1615 wieder verkauft war. Aus diesem Ast stammt der bekannte herzoglich sächsische Staatsminister Zacharias P. v. L. Philipp Benitzius P. v. L-, Kammerrath, wurde 1752 iu den Reichsritterstand erhoben. sGauhe I. 1267. — Siebmacher III. 72. V. 84. — Vchse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels IV. 265. — v. Ledebur II. 232. — v. H.st Die v. P. sollen mit den österr. v. Falken st ein u. den v. Tannberg Eines Stammes gewesen sein. st. Hoheneck III. 155. — Bucelini stemmat. Germ. III. - Zedier XXIX. 1033 u. ff. - M. v. M., Erg. t93.st Prüfer, ein adl. Geschlecht zu Breslau im 16. Jahrhundert. Wappen? sSinap II. 886. — v. Ledebur II. 232.st Priihcl, s. Puhel. Prümiiicr. Der Rittmeister Franz P. wurde im I. 1786 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 193. — v. H.st 1. Prnggcr, Hanns, aus den kais. Erblanden, wurde 1629 in den Adelsstand erhoben. sR. T. A. R.st 2. Prugger v. Brugg. Joh. Jakob, Joh. Friedrich und Joh. Bernhard P. wurden 1686 mit dem Beinamen v. B. geadelt. Zum salzburg. Adel gehörig. Wappen: Geviertet; 1. u. 4. ein Schrägbalken von zwei Lilien beseitet, 2. u. 3. eine Brücke, daraus ein Arm hervorgeht. sN-T. A. R.st 3- Prugger v. Prugghuimb. Der Bleihandelsgcwcrke zu Piller- see in Tirol, Karl P., wurde im I. 1798 mit dem Beinamen v. Prugghaimb geadelt. sM. v. M., Erg. 412. — v. H.st st- Pruggtach, ursprünglich ein österr. Geschlecht, welches sich im 17. Jahrh. nach Bayern wendete und vom Kurf. Max Josef am 31. Jan. 1751 die Freiherrnwürde erlangte. Kurfürst Ferd. Maria erlaubte am 27. April 1662 den Gebrüdern Georg Friedrich und Georg Adam Prucklach er auf vorgewiesenes kais. Diplom, sich v. Pruck lach, Prugglach, zu schreiben. Erloschen. st. Hefner, bayer. Adel S. 52. T-53; Erg. Bd. S. 18. — Kneschke, Wappen Ill.st Pruggner, Hanns, nie der österr. Kammcrkanzleiingrossist, wurde 1629 in den Adelsstand erhoben. sR. T A. R.st Prüm, ein altes österr. Geschlecht, daraus im I. 1359 Einer Küchenmeister und Einer Schenk bei Erzherzog Rudolf IV. von Oesterreich gewesen, st. Ludwig, relig. Mspt. IV. 293. — v. H.st Prun, s. Praun. 1. Pruncr, Wolf, kurbayer. Rath, wurde 1654 in den Adelsstand erhoben. sR. T A. R.st 2. Ptlincr. Der nieder österr. Wechselgerichtsbeisizer und Niederlagsdeputirte Georg P. wurde im I. 1722 geadelt. sM. v. M., Erg. 412. - v. H.st 1. Prumier v. Hirlchbrunn, ein tiroler landständ. Geschlecht, das seinem Erlöschen nahe ist. st. Hcfner, Erg.Bd. S. 25. Taf. II.st 2. Pruuncr v. Prunnerstein. Josef Andreas P. wurde im Jahre 1719 mit Edler v. Prunnerstein geadelt und in demselben Jahre in den Reichs- und erbländ. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 77; Erg. 193.st Der inner österr. Hofkammerrath Johann Karl P. wurde im I. 1732 mit Edler v. Prunnerstein geadelt. sM. v. M., Erg. 193. — v. H.st Pruuiiern. Ein Herr v. P. war kais. Kriegskommissär des Regiments „Graf Königseck" und lag 1798 zu Nosenheim. sO. S.st Pruschkcn. Müller, in den sächs. Annalen S. 157, führt beim Jahre 1571 einen Joachim v. P. auf, der in demselben Jahre 190 Prus Puch dem Kreistage zu Jüterbock für den Kurfürsten von Sachsen beiwohnte, sv. H_1 Prusimski, im Posen'schen begütert. W.: Nalcncz. fv. Ledebur II. 232. III. 325-s Prusinowski, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Po bog. sv. Ledebur II. 232-1 Prusinski, Prosinökski, eine schief. Familie. W.: Rawicz. fv. Ledebur II. 232.1 Pruslu, ein in Posen und West Preußen begütertes Geschlecht. Wappen: Lcliwa. sv. Ledebur II. 232. III. 326.) Siehe auch Prcuß. Prulsinowitz, s. Podstatzky. Prujs. Wappcnbeschreibung von P. I. II. III. bei v. Ledebur II. 232. PrusM, v. Prcuß genannt, ein in Westpreußen seßhaftes Geschlecht. W.: Leliwa. sv. Ledebur II. 232-1 Siehe auch Preuß. Nr»s)lun>, ungarisch. Anton v. P. war 1796 k. ungar. Hofagcnt und der eisen burger Komitatsgerichtstafcl Assessor. sWiener Adreßbuch 1796-1 prybila, österreichisch. Karl v. P. war 1835 Jngrossist bei der k. k. Münz- und Bergwcsenshofbuchhaltung. Karl v. P. stand 1857 als Untcrlicutenant im 27. österr. Inf. Reg. Przniiliwski , ein Pose n'sches Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur III. 326.1 Priclmidowski. Der Kastellan Jakob P. wurde im I. 1789 in den galiz. Grafcnstand erhoben. Kristof Karl P. erlangte am 16. Dez. 1695 den böhm. Grafenstand und der Graf Franz Karl P. wurde im I. 1795 Reichsgraf. sM. v. M-, Erg. 26. — v. H-1 PrMisMSkj, in Preußen seßhaft. W.: Grzymala. sv. Ledebur II. 232-1 Pricgonia. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 232. PrMlilkomski, im Poseu'schen. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 232-1 Przcpiskq v. Ilhümliurg. Die Brüder Isidor Josef und Joh. Wenzel P. v. R. wurden im I. 1726 in den böhm. alten Freiherrnstand erhoben. fM. v. M-, Erg. 89. — v. H .s Przcradiki, in Preußen mit Grabows angesessen. W.: Jasicnczyk. sv. Ledebur II. 232. III. 326-1 Primmbski. Mar. v. P. wurde am 9. Aug. 1637 in den ReichSgrafenstand erhoben. Johann v. P., gest. 1562, war ErzBischof von Gncseu. W.: Nowina. sv. Ledebur II. 232-1 Prierma, s. Zetmayer. Pricspolewski , eine poseu'sche Familie. Wappen: Topor. fv. Ledebur II. 232-s PrMwski, Przeworski, v. Ruthendorf-P., einein Pomni e r e l l e n, in Ostpreußen und Posen begüterte Familie, sv. Ledebur II. 233.s Prstchomih, s. Przichowöky. PrMowslu) , Freiherr v. Prstchowih, eine alte adliche, thcils frcihcrrliche, thcils gräfliche, in der Mitte des 16. Jahrhunderts vorkommende Familie in Böhmen. Die Freihcrrndiplome sind von 1651, 1704, 1707, 1723 und 1735; das Grafendiplom von 1759. sZcdler XXIX. 1059 u. ff. - M. v. M. 27; Erg. 89. - v. H-1 Prstcmski, ein poscn'schcs Geschlecht. W.: Rawicz. sv. Ledebur II. 233-1 Pr;osna. Wappcnbeschreibung bei v. Ledebur II. 233. Prigboromski, ein prenß. Geschlecht. W.: Sulima. sv. Ledebur II. 233. III. 326 .s Przybylski, St., österr. Kreishauptmann in Galizien, wurde 1853 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1853-1 Priychocki. Joh. P-, wieliczkaer Brassal, wurde im Jahre 1782 in den galiz. Ritterstand und die Brüder Kasimir und Jgnaz P. wurden im I. 1794 in den galiz. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 77; Erg. 193. — v. H-1 Priychawski, v. Dunin-P., in Schlesien angesessen; im prcuß. Heere standen mehrere Offiziere aus diesem Geschlechts. Wappen: La Ken dz. sv. Ledebur II. 2331 PrWnciel. Wappcnbeschreibung bei v. Ledebur II. 233. Priistciilki, im Großherzogthum Posen angesessen. Wappen: Szreniawa. sv. Ledebur II. 233-1 Priyluiiski, in Westpreußen angesessen. W.: Porav. so. Ledebur II. 233. III. 326.f 1. PrMuski, eine adliche poln. Familie, welche im Posen'schen begütert ist. sv. Zedlitz-1 2. Priistuski, eine im Großherzogthum Posen u. in Preußen begüterte Familie. Leo v. P. ist Erzbischof von Gnesen 1856. Wappen: Lubicz. sv. Ledebur II. 233-1 PrMvwn. Wappcnbeschreibung bei v. Ledebur II. 233. Priysiccki, im Posen'schen ansässig. W.: Nowina. fv. Ledebur II. 233.s PriiMnowsKi, im Posen'schen seßhaft. W-: Pomian. sv. Ledebur II. 233-1 Priytarski, Przystarski, in Westpreußen seßhaft, fv- Ledebur II. 233-1 Priywidgki, in Westprenßen. Wappen: Leliwa. fv. Ledebur II. 233. f Psalidi, österr.-italienisch. Anton v. P. war 1835 Rath bei dem k. k. Kammeralmagistrat zuMaila u d. Psarslu. I. Mit dem Wappen Abdank, im Posen'schen. II. Mit dem Wappen Jastrzembiec, ebenfalls im Posen'schen. sv. Ledebur II. 233. f Pschorr, großer Bierbrauer in München, wurde 1835 geadelt. sM. S-1 Psohl, A., österr. Hofrath und Ritter der eis. Krone, wurde 1361 in den Ritterstand erhoben. sA. A.Zeit., Nov. 1861-1 Psotta v. Diirciifels. Der österr. Rittmeister Michael P. wurde im I. 1808 mit dem Prädikat v. B. geadelt. sM. v. M., Erg. 412. - v. H-1 Pstokronski, Pstrochonski, im Posen'schen und in West- Preußen seßhaft. W.: Poray. sv. Ledebur II. 233-1 Psicsminslu, in Westpreußeu ansässig. Wappen? sv. Ledebur II. 233. III. 326-1 Ptcny, s. Lhotsky. Purer, Joachim, aus Oesterreich, dessen Voreltern adlich gewesen sein sollen, wurde 1678 in den Frciherrnstand erhoben. IR. T. A. R-1 st Pnchuim, Buchhaim, Puchheim, ein österr. gräfl. Geschlecht, das in den Landen unter und ob der Enns das oberste Truch- sessenamt besaß und aus dem schottländ. Geschlechts der Eliminier stammte. Das Geschlecht starb im I. 1695 aus und vermachte seine Güter den Grafen v. Schönborn. fHübuer III. T. 775- 79. — v. Hattstein II. Suppl. 57-59. - v. H. — Bucelini stemmat. genealog. I. 51. — Valvasor's Ehre des Herzogthums Kram I. 8. 673. — Zedier XXIX. 1149—63-1 Puch — Puech 191 Puchlila. Wappcnbeschrcibung bei v. Ledebur II. 233- Pnchalski, ein posen'sches Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur III. 326.) 1. Piichamcr, kais. Offizier, wurde 1639 geadelt. sR- T- A. R.s 2. Puchamcr v. Piichcnstain. Martius Friedrich P. wurde 1614 mit leztcrem Beinamen in den Adelstand erhoben. sN. T. A. R.s Puchliaum, Freiherren, die in St eh ermark seit 1699 vorkommen. (Schmutz III. 227. — v. H.s 1. Puchlwrg. Der HSfrath Joh. Mathias P. wurde im Jahre 1789 in den Reichs- und erbländ. Ritterstand erhoben. sLcupold l. B. III. Th. 518. - M. v. M. 138. — Kneschke, Wappen III. - v. H.s 2. Puchbcrg. Die Brüder Joh. Michael u. Franz Xaver P., Kaufleute, Ersterer in Wien, Letzterer in Passau, wurden im Jahre 1792 mit „Edler v. P." geadelt. sM. v. M. 215. — v. H.) Puchclsdarsf, eine in den kais. Erblanden im I. 1738 vorkommende Familie. sCalcndar. S. Adalb. — Zedler XXIX. 1261. - v. H.s Piichcncggcr, Wolf, erlangte 1617 den Adelstand. sR. T. A. R.s 1. Puchcr, von der Pache, Pueche, Bucher, eine schlesische Familie, die im 16. u. 17. Jahrh. besonders bekannt war. Nach der im Jahre 1574 auf Andreas P. von der Buche geprägten Münze, deren Revers das pucher'sche Wappen darstellt, wurde im A- A. der Deutschen von 1825, Nr. 191. S. 1249, gefragt, der doppelte Silberwerth für ein Exemplar osferirt und um Nachricht über die Nachkommenschaft dieser Familie gebeten. sv. Ledebur II. 233. — v. H.j 2. st Puchcr v. Wormdshaimb (Wurmshcim), niederbayer. Adel. (Im r. Schild eine Buche.) Wurmsheim liegt bei Vilsbiburg. Amalia Puechcrin, des Veith Gutrathcr Hausfrau, 1492. Anna Puechcrin v. W., des Hoimeran Gutrather (f 1529) Hausfrau Puchscldcr oder Pucchfcldcr, Hieronimus, kais. Lichtkammerer, erhielt 1597 die Adelswürde. (R. T. A. R.s Puchheim, s. Puch cum. Puchholz. Am 17. März 1699 wurden die Herren v. P. zu Landleuten ernannt; im Salzburg'schen. sv. Schallhammcrn.s Puchholz, s. Nenmann. Puchncr, Anton, k. k. österr. Oberst, wurde 1839 in den ungar. Freiherrnstand erhoben. Die Familie kam ans Sachsen nach Ungarn. Samuel u. Simon die P. erlangten am 11. Juli 1657 den ungar. Adelstand und ihre Nachkommen befanden sich in ungar. Diensten. Anton v. P. erlangte am 8. Mai 1833 auch den erbländ. Freihcrrnstand. (Taschcnb. der srhrl. Häuser auf 1818, 1851 u. 1855. — Kneschke, Wappen l.s Puchpcckh. Des Namens gab es dreierlei uradl. Geschlechter in Bayern, welche wol alle eines Stammes ursprünglich gewesen sein mögen, aber durch Heurath oder Erbschaft vielleicht ihre Wappen verändert haben. Von diesen Geschlechtern sind zwei erloschen, das dritte blüht noch fort. 1. si Puchpcckh zu Pucchliach, ihr Stammhaus an der Isen in Niedcrbayern. Ihr Schild war nach v. Eckher: Von Schw., S. u. R. getheilt. Ihr Begräbniß zu Puchbach in der Pfarr - Kirche. Adalbert u. Tiemo de Buocpach 1148 testes in scheft- larn'schen Urkunden. Einwicus de Puochpach nrkundet 1186. Friedrich P. zu Puechpach dieß Wappens 1336. Wilhalm Puechpeck auch dieß Wappens -s 1463. Um diese Zeit verschwindet das Geschlecht. sO. S. - M. B. XIII. 393 ff. XIII. 191. — v. Eckher, Mspt.) 2. f Puchpcckh v. Puchlmch zu Kalmünz, ein anderes Geschlecht oder vielleicht nur Zweig, führte nach v. Eckher den Schild wie Paulstorff, d. h. von S. n. R. schräggevicrtet. Dieses Wappens: Ulrich P. v. P. zu Kalmünz (Oberpfalz) gesessen 1323. Dietrich, sein Sohn, auch zu K. 1342. Ulrich II., des Dietrich Sohn, war Schöff des MzthumamtS Lcngcnfeld 1355 — 1379 und der Lezte dieses Zweiges. sO- S. — v. Eckher, Mspt.s 3. Puchpcckh (auch Pucchpöckh) v. Hoheu-Puchliuch u. Dinulnlnirg. Dieß sind die noch blühenden P., deren Stammsiz Hohcnpuch- bach bei Neumarkt a. d. Rott jezt Ruine ist. Ihr Erbbegräbnis) hatten sie vor Zeiten zu Raitenhaslach und Binabiburg. Ihr Schild: Gespalten von Schw. und S., in jedem Plaz eine Rose in verwechselten Farben. Hainrich Puechpeck und Herr Konrad P., Ritter, 1279 dieses Wappens in NaitenhaSlach begraben. Ortlicb P. zu Hohcnpuchbach u. Binabiburg 1 1388. Hanns P., Pfleger zu Leonsberg 1488. Agnes Puechpeckhin si 1545 als Fräulein im Stift Niedcrmünster. Kristof P. empfängt 1566 als Nettester des Stamms die Lehen, ebenso Andrä 1613, Kaspar 1657, Kristof 1676, Gregor 1792, Johann Andrä 1713, Franz 1729, Johann Zeno 1735, Anton Klaudius 1752, Johann Veit 1769, Franz Josef 1789 u. Alois 1814. Dieß war die lezte Belehnung. Des Alois Söhne: Karl und Mar sind die gegenwärtigen Stammhalter des Geschlechts. sO. S. - v. Eckher, Mspt. — M. B- — v. Lang 186. — v- Hefner, baycr. Adel S. 101. T. 126. - v. H.) Puchwa, Andreas Johann, Kaufmann in Chemnitz, wurde 1799 vom s ä ch s. Neichsvikariat geadelt. sM. S.s si Puckl, ein im 14. Jahrh. ausgestorbenes steyermärk. Geschlecht. (Schmutz III. 228. — v. H.s Pudcmcls, s. Podewils. Pucchbcrg. Der Bankodepntationsrcgistrator und Tarator Johann Anton Niklas P. wurde im I. 1729 in den Reichs- und erbländ. Ritterstand erhoben. sM. v. M. 138. — Zedier XXIX. 1175. - v. H.s Piichcluiliicr, Georg, des Erzherzog Karl zu Oesterreich Kammerdiener, wurde 1621 geadelt. sR. T. A. R.s Pucchcncgg, s. Hafner. f Pucchcr v. Walkcrjaich, niederbayer. Uradcl, erloschen um 1689. sv. Hefner, 1 bayer. Adel S. 21. T. 26.1 1. Püchcr, Veit, erhielt 1656 ein Adelsdiplom mit Wappen- Besserung. sN. T. A. R.s 2. Püchcr v. Purchhos. Peter P., kais. Aufschlagseinnehmer zu Palödorf, und Georg P., Brüder aus Oesterreich, wurden 1662 mit v. Purchhos geadelt. sR. T. A. R .s Pucchlcitcn. Maria Eva Elisabeth v. Buechleithe n ist 1797 gestorben. Maria Sofia v. B. si 1717. Maria Franziska v. V. -j- 1728. 1 Piicchlcitncr zu Zünzing, ein altbaycr. Geschlecht, welches am 1. Febr. 1659 in der Person des Wolfgang Sigmund P. von 192 Püchl — Pütz K. Leopold I. in den Freihcrrnstand erhoben wurde und 1759 erloschen ist. fv. Hefner, baycr. Adel S> 24. Taf. 20-1 Püchl. Der nicderösterr. Oberkricgökommissär Franz Kristof P. wurde im I. 1796 geadelt. HM. v. M., Erg. 412.f Der jubi- lirte Landrath Ferd. Jakob v. P. in Stcyermark wnrde im Jahre 1766 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 89. - v. H.f 1. Püchlcr, ein aus Stcyermark stammendes, sich aber unter Kaiser Mathias nach Niedcrsachsen, besonders in das Lüneburg'sche wendende Geschlecht. fPfeffinger, braunschweig'sche Historie II. 1669 u. f. — Zedier XXIX. 126l. — Gauhe I. 1276. — v. Mcding I- n. 643. — Lüdersen 's Sammlung.f Im I. 1793 erhielt der geh. Justizrath Paul P. zu Zelle vom Kaiser die Bestätigung seines alten Adels, fv. dem Knesebeck. — v. H.f 2. Pächter, Abraham, kais. Rentmcister der Herrschaft Steuer, wurde 1666 geadelt. sR. T. A. R.f Mag der AnHerr der P. sein. 3. Püchlcr. Der böhm. Hofagent Sigmund Jgnaz v. P. wurde im I. 1794 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. HM. v. M., Erg. 192. — v. HI Die N- T. A. R- sagt ausdrücklich „Püchler", nicht Püchlern. 4. Püchlcr. Der nicd erösterr. RegieruugSrath Joh. Kristof P. wurde im I. 1759 in den Rittcrstand erhoben. (M. v. M. 138. — v. H.f 5. Püchlcr. Der Hofrath Karl Josef P. und dessen Bruder, der k. k. Rath Joh. Kristof P., wurden im I. 1779 Freiherren. fM. v. M. 78. — v. Hst Pückhcr, Brüder und Vettern, wurden 1692 in den Adelstand erhoben. fR. T. A. R f Püchlcr, Pickler, Pyckler, ein sehr altes gräfliches u. in einem seiner drei Zweige seit dem I. 1822 auch fürstliches Haus, das sich von seinem Stammsize Alt-Bechlarn an der Donau erst Bechlarn und Pecklarn, darauf Pöckler, seit 1599 aber Pückler nennt. In Oesterreich war es besonders im 19ten Jahrh. bekannt; von da ging eS zum Theil nach Schlesien, wo es im Brieg'schcn Güter kaufte. Im I. 1245 starb die wiener Linie aus. Die seit dem I. 1655 mit dem Beinamen v. Groditz reichsfreiherrlichc und seit 1699 reichsgräfliche Familie thcilte sich in die fränkische, P.-Limpurg, die durch den erheurathetcn Antheil der Grasschaft Limpurg den fränk. Grafensiz u. Stimme im Kollegio bekam, und in die lausitz'sche, welche im I. 1822 nach dem Rechte der Erstgeburt in den preuß. Fürstcnstand erhoben wurde und sich nach ihrem ehemaligen Size (der nun verkauften freien StandcSherrschaft) P.-Mus kau schreibt. (Sinap II. 185. — Gauhe I. 1273 u. f. — Zedier XXIX. 1262- — Cast, Adelöb. v. Württemberg. — v. Zedlitz. — Rudolfi, her. cur. II. 44. — Jmhof, not. proc. tab. 16. — Trier, Einleit. in die Wappenk. 59. — Siebmachcr I. 19. — SiMfikees l. 19. — Baycr. Wppb. I. 98.— Tyroff, allg. Wappenw. I. 151. — Gencal. u. statist. Hdb. 65. Jahrg. 1827 u. f. -- Griesinger 1662. — v. Ledebur II. 234. — v. Hefner, württ. Adel S. 3/ T. 3; baycr. Adel S. 18. T. 13; preuß. Adel S. 22. T. 25; Erg. Bd. S. 9. 38. — v H. — Kncschke, Grafenhäuser. — Biedermann, Altm. I. Verz. Dessen Grafen I. Th. Taf. 127. — Europ. Fama 59. Theil, wo eine ausführliche Nachricht steht. — Masch 129 u. f. — Gotha'scher Hoskalcndcr für 1325. S. N9-2l. — Tyroff I. 77. 79. Taf. 15l. >53. — Baycr. Wppb. I.f 1. Pülstcr, Johann nnd Arbinier, Brüder, wurden 1614 geadelt. sR. T. A. R.f 2. Pühlcr, Johann und Lukas, aus den kaiserl. Erbstaatcn, wurden 1631 geadelt. sR. T. A. R.f ^Püudtcr zur Au. Gehören wahrscheinlich zu den obigen Pinter v. der Au. Sie kommen besonders im 16. Jahrh. vor. sPrevcnhuebcr, Annal. Styrens. 258- — Zedier XXIX. 1264. — v. H.f f Pürchinger, stammen ans Kitzpüchel in Tirol und kommen im 16. Jahrh. zu Rosenheim als Bürger und Marktrichter vor. Pongraz P., Klosterrichter zu Nicderaltaich, wurde 1659 in den Reichsadclstand erhoben und erhielt vermehrtes Wappen nebst dem Beinamen v. Pirching. 1772 blühte die Familie noch, sv. Hefncr, ch baycr. Adel S- 24. T. 26.f Pürch. Der KammergerichtSasscssor Adam Ernst P. wurde im I. 1719 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. IM. v. M., Erg. 89. — v. H f Pürckcr v. Pürckhain. Der kais. östcrr. Oberst Vincenz P. wurde 1844 mit lczterem Beinamen geadelt. sE. S.f Pürcktz v. Griciiscld, Hanns Adam, auS den kais. Erblanden, wurde 1631 geadelt. sR. T. A. R.f Pürcknniir, Hilarius, baycr. Rath, erlangte 1619 die Reichs- Adclswürdc. sR. T. A. R.f S. Pirkinair. Pürk, Martin, kais. Kammerdiener, erlangte 1671 den Adcl- stand. sR. T. A. R.f ch Pürschcr, Piersch, Piers, ein in der ersten Hälfte des 17ten Jahrhunderts ausgestorbenes Geschlecht, das zulezt das Schloß Hartenstein in der Grafschaft Cilly besaß. fValvasor, topograph. Beschr. des Herzogthnms Krain III. 113. — v. Mcding l. n. 644. — v. H.f Pürlst v. Pürüciihain. Der Grcnadieroberlieutcnant Andreas Heinrich P. wurde im I. 1779 mit dem Prädikate v. Pürken- hain geadelt. fM. v. M., Erg. 413. - v. H.f Püschcl, ein im I. 1635 von K. Ferdinand II. in den Adelstand erhobenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 234.f Püttlingen, s. Vesque. 1. Püttner. Der Gutsbefizer Georg Gottlob Ncginant P. wurde am 2. Jan. 1819 vom König von Bayern geadelt. fv. Lang, Suppl. 134. — v. H.f 2. Püttncr m Zssingan und Eichenstem. Der baireuth. Prozeß- Rath und Güterbesizer Adam Daniel P. erhielt am 29. Sept. 1813 vom König von Bayern ein Adelsdiplom mit dem Prädikate v. I. u. E. fv. Hefner, bayer. Adel S. >64. Taf. 126.f Auch P. v. Seegenberg genannt, fv. Ledebur II. 433. — Bayerisches Wappenbuch VII. 9l. — v. Lang, Sappl. 134. — v. H.f ^/1. Pütz, ein altes jülich'sches Geschlecht, welches einen 6mal quergestreiften Schild führte, in welchem ein rcchtsschreicndcr Hahn über dem mittelsten Streifen seitwärts steht; es gehörte zum Nitter- stande nnd besaß Luppe. Im 14. Jahrh. kommt dasselbe vor. fFahne II. Il2. 233.f /2. Pütz. In Köln befindet sich eine Familie zum Pütz, gsts welcher Joh. z. P., pfalz-neuburg. Rath, älterer Bürgermeister, im Jahre 1618 von Kaiser Ferdinand II. geadelt wurde. (Bernhard z. P., b. R. Doktor, wurde am 9. Okt. 1635 von Kaiser Ferdinand II. in den Adelstand erhoben.) Dieses Geschlecht führte in G. einen r. Ziehbrunnen, der sich auf dem Helme zwischen zwei quergetheilten wechselnd g. n. r. Adlerflügeln wiederholt. (Fahne I. 339, wo ein Stammbaum befindlich ist; II. I l2. — v. Ledebur II. 234. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 58. T. 75.f Ob der Reichs - Kammergerichtsbeifizer Theodor Wilhelm Franz v. P. aus dieser Familie stammt, kann man nicht sagen. Pütz — Purg 19Z 3. Püh. Theodor Wilhelm Franz P. wurde im I. 1731 ReichSkammergerichtsbeifizer zu Wetzlar wegen des oberrheinischen Kreises u. Freiherr. Im I. 1746 wurde er bei der Neichsritter- schaft aufgenommen. (Rebmanu, Adelsarchiv, Mspt. — Siebmacher, Suppl- I. 28. — Tyroff l. >47. — v. Zedlitz. — v. H. — Ranft, gcncalog. Archiv v. 1736. S. 633. — Zedier XXIX. 1217.1 Pühcl ii. Durgthat. Der Burgverwalter Andreas P. zu Eger wurde im I. 1792 mit „Edler v. B. geadelt. (M. v. M. 245- — v. H -1 Pnf tndurf. Der bekannte k. schwed. Kanzler Esaias P. wurde von K- Karl XI. von Schweden im I. 1682 in den Adelstand erhoben- (Zedier XXIX- 1183 U- f. — v- Mcding II- N- 666 -1 Der ebenso berühmte Samuel P- wurde von Karl XI. am 17- Mai 1684 in den Adelstand und im I- 1694 in den Freiherrnstand erhoben- (Zedier XXIX. 1186—90. ^ Lüdersen'« Sammlung-1 Im I- 1756 wurde der Hof- u. Kanzleirath, nachmalige Viccpräfident Friedrich Esasas Philipp P- mit seinen Brüdern Karl u. Georg Sigismund vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Sein Vater war der Ober- Appellationsrath Esajas P- und sein Großvater der Pastor Jeremias P- zu Flohe im Meißnischen, der älteste Bruder des vorerwähnten geh. Raths und Kanzlers Esajas und des Raths Samuel v. P- Der älteste Sohn des Viccpräsidenten v. P-, Konrad Friedrich Esajas v. P., war Reichshofrath zu Wien; der dritte Sohn, Ludolf Friedrich Joh- v- P., war ebenfalls Appellations- Rath, und dessen Sohn Wilhelm Karl Ludwig erhielt nach dem Tode des Vaters dieselbe Wahlstelle, sv- dem Knesebeck- — Grote, hannöv. Wappenbuch- — v. Ledebur II. 234. — v- H. — Kneschke, Wappen Il-s Puffer, Josef, österr. Generalmajor w., erlangte 1353 den Freihcrrnstand. sOcsterr. Milit- Schemat. v- 1853- — Frhrl. Taschenb- v. 1859. s Pugnctti. Der österr. Artillcrieoberst Josef Anton v. P. wurde im I. 1735 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM- v. M., Erg. 89. — v. H-j Puhaislus, ungarisch. Edmund v. P. stand 1857 als Ober- Lieutenant im 11- k- k- österr. Hns-Regiment. f Pichet, Pühel, ein im 12. Jahrh- vorkommendes, wol aber längst erloschenes Geschlecht, sv. Ludwig, rcliq. Mspt- IV. 248. — Zedier XXIX. 1200. - v. H .s Pichlcr ». Wcisttcncck, Rcichard, kais. Hofkammerrath, wurde 1562 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.) P»ig, Gabriel, auö Katalonien, wurde 1752 in den Reichsrittcrstand erhoben. sR. T. A- R.) Pilige, s. Peugcr. Puklutccki, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Pomian. sv. Ledebur II. 234.) Puiciuiii v. Gluckobcrg. Der Lottoadministrator Philipp P. zu Bötzen wurde im I. 181)4 mit dein Beinamen v. G. geadelt. Ob der 1857 als Kadet im österr. Jägerregiment stehende Josef v. P. Hohne Beiname) ein Nachkomme des Vorstehenden ist, ist dießorts unbekannt. sM. v. M-, Erg. 412. — v. H-1 Putiu», Poulian. Der k. preuß. geh. Justizrath u. Direktor des Kriminalkollegiums, Dr. Joh. Phil. P., gest. am 17. Dez. 1734, wurde von Preußen geadelt. Sein Sohn trat in sächs. Kriegsdienste, sv- Ledebur II. 234. III. 326.) Pntkli, de. Der Professor der Gottesgelehrthcit zu Wien. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. sRainpach, evangel- Oesterreich II. in der Vorrede S. 16. — stedler XXIX. 1224. — v. H.) Pullw)ic, Polkozic. Wappenbcschrcibung bei v. Ledebur II. S. 234. Pull, österreichisch. Julius v. P. war 1857 Unterlieutenant beim Pionierkorps. Pultciirieth, s. Schmauß. Pullet. Der Name kommt zuerst um 1836 bei dem Rittmeister v. P. im preuß. Heere als adlich vor. Wappen? sv. Ledebur II. 234.s ff Pultinger zu Pulling und Thulhuusen. (Eine Pflugschar.) Hermann P., Zeuge, 1363. Wolfgang P. zu Artenkirchcn (Moosburg) steht 1496 in der baycr. Landtafcl. Sind um 1556 ff. sO. S. — Hund III. 544.) 1. Pulpa». Der Gubernialrath Joh. P. wurde im I. 1797 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 193. — v. H.s 2. Pulpa» v. Feldstein. Der böhm. Gutsbefizcr Josef P. wurde im I. 1813 mit dem Beinamen v. F. in den Nitterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 193. — v. H.j Pulsgaucr, Ritter und Gutsbestzer von der gleichnamigen Herrschaft. (Schmutz III. 236. — v. H.) Pulskis v. Csclsalva. Der Major Daniel Friedrich P. v. C., wahrscheinlich ungar. Abstammung, wurde im I. 1866 Freiherr. IM. v. M. 78. — v. H.j Pulst, Hieronimus, erlangte am 17. Juli 1676 den böhm. Adelstand. sM. S.) Pultz, s. Carls en. Pundtlcr, Brüder, wovon der Eine kais. Hatschier war, wurden 1664 geadelt. sR. T. A. N.) ff Pllnzcndorf, ein dem Rittcrkanton Gebürg in Franken einverleibt gewesenes, aber um 1542 erloschenes Geschlecht. Dasselbe erschien 1235 mit Hanns v. P. auf dem Turnier zu Würzburg. Sein Stammhaus war Punzcndorf im Bamberg'schen. (Biedermann, Geb. Tab. 354 u. ff. — v. H.) Pupcczck u. Lönicnliurg. Der Oberhofpostamtsvcrwalter C- Ferdinand P. zu Innsbruck wurde im I. 1791 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 412. — v. H.) Pnpfhcbcr, Johann, kais. Quecksilber - u. Kupfcradministrations- Buchhalter, wurde 1689 geadelt. sR. T. A. N.) Pupier v. Stcrnftld. Der Doktor der Arzneikundc, Franz Lu dwig P., LandschaftSphisikus zu Mölk, dessen Vater aus Lion sich nach Wien begab und sich daselbst als Kaufmann niederließ, Wurde 1716 mit dem Beinamen v. S. in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.j Puppi. Die Grafen Hieronimus und Flamiuius P., wahrscheinlich italien. Ursprungs, wurden im I. 1763 österr eich. Grafen. sM. v. M. , Erg. 26. - v. HI Purck, s. Pyrck. Purcili. Besaßen Raba in Steyermark. (Schmutz III. 230. — v. H.) Purg, s. Purger. Purgai. Der Bcstzer der Herrschaft Eibiswald in Steyermark wurde im I. 1868 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. (M. v- M. 138. — v. H. — Kneschke, Wappen III.) Purgauer v. Ztcqerburg, Franz, k. k. Rittmeister, wurde 1825 mit „Edler v. S." geadelt. sM. S.) 25 194 Purg - Pnrger v. Pnrg. Michael P. v. P. erhielt im I. 1729 die Bestätigung des Adels. !M. v. M., Erg. 412. — v. H .j Purgold. Edle v. P. kommen schon 1383 vor. Ob solche aber die Vorfahren der jezt lebenden P. waren, steht dahin. Der im I. 1921 von Kaiser Ferdinand II. ertheilte AdelSernencrungs- Bricf bezieht sich auf ein älteres, von K. Maximilian II. gegebenes Adelsdiplom. In einer purgolduschen Stammtafel, welche sich von 1593 bis 1776 erstreckt, kommen v. P. in der Wetter au, in hannövcr'schcn, ansbach'schen, baireuth'schen, holländischen, eisenach'schen, bremcn'schen, preußischen, schwedischen, französischen und lothringen'schen Diensten vor. Die Lczteren schrieben sich P. v. Löwenhardt. DieimGotha'- schen lange schon bekannte nichtadliche purgold'sche Familie scheint ein Zweig zn sein, der sich des Adels entänßcrt hat, da ihr Siegel das nämliche der v. P. ist, obgleich es heut zu Tag beinahe allgemein üblich ist, daß die Sicgelstccher aus den Wappenbüchern jedem Namen das entsprechende Siegel nachstechen. Es soll eine gedruckte Schrift „de nobili gente Purgoldorum" geben, die jedoch nirgends aufzufinden war. sSiebmacher V. 345. — v. Hellbach, Samml. aus Privatmitthcil. der gothaer P.j In der R. T. A. R. — mithin offiziell — ist angeführt, daß Valentin Purgolt zu Wülfers heim 1645 in den Stand der Edeln erhoben worden sei. Pnrgiau, s. Weingarten. j- Pnrgstall, Burgstall, ein uraltes frhrl. u. gräfl. Geschlecht, ursprünglich aus Bosnien, das aber 1821 ausgestorben ist. Es war in Tirol, Krain, Kärnthen, Oesterreich u. Steyer- mark begütert und wurde im I. 1632 von K. Ferdinand II. in den Freihcrrnstand erhoben. sZedler XXIX. tili. — Gauhe I. 1277. — Wurmbrand, Collect, gen. Austr. l2l. — Schmutz III. 231—33. — Hofrath Josef v. Hammer, Denkmal auf das Grab der beiden lezten Grafen v. B. 1821. j Derselbe Josef v. Hammer nahm nebst dem Freiherrntitel im I. 1836 den Namen und das Wappen der v. P. zu den seinigen an. sE. S. — v. H.j Purk. Karl Edler v. P. wurde im I. 1781 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 133. — v. H.j Purkcnhain, Pürkenhain, s. Pürtzl. Purkh. Die Brüder Johann Franz und Karl P. wurden im Jahre 1768 mit „Edler von" geadelt. Möchte mit Purk einerlei sein. sM. v. M., Erg. 413. — v. H.j Purkhard. Der Neichsrath in Wien, N. v. P., erhielt 1856 die Erlaubniß, seinen Adel und Wappen ans seinen Adoptivsohn, N. Ruprecht, Ministerialkonzipist, übertragen zu dürfen. sA. A- Zeit, v- 1856 .j Ob vielleicht Burkhard? Purrick v. Mlcde, brcmeu'scher Adel, der schon im I. 1372 vorkommt. sMnßhard 437. - v. Meding II. n. 667. — v. H.j Purschka, F., östcrr. Plazhauptmann, erlangte 1869 den rittermäßigen Adel. sA- A. Zeit., Dez. 1869.j 1. Purtschcr v. Eschcickurg. Der geh. Rath und Appellations- Präsident Franz Xaver P. in Tirol wurde am 21. Jan. 1817 mit dem Beinamen v. E- in den Nitterstand erhoben. Im Jahre 1836 erlaugte die Familie den Frciherrnstand und Aufnahme in die Landmannschaft von Tirol und Vorarlberg. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1854 u. 1855. — v. Hefner, tiroler Adel S. 14. Taf. 17; Erg. Bd. S. 25. Taf. 11. — M. v. M. 138. - v- H.j 2. Purtschcr v. Lobeustcin. Der Papicrmühlenbesizer Johann - Pust Paul P. zu Rehberg w. wurde im I. 1772 mit „Edler v. L." geadelt. sM. v. M. 245. — v. H.j Purutzcy, Pirutzky, ein schles. Geschlecht. W.: Zabawa. sSiebmachcr II. 51. n. 12. — v. Meding II. n. 668. — v. Ledebur II. 201. 234. - v. H.j Pury, Puri. Die Freiherren und Herren v. P. bilden in Neufchatel ein notables Geschlecht, aus welchem der Bürgermeister Adalbert v. P. im Jahre 1497 eine Kompagnie von 366 Mann für Karl VIII. von Frankreich warb und nach Italien führte. Wilh. v. P. warb 1539 wieder eine gleiche Kompagnie und Joh. v. P. 1586 ebenfalls. Er wurde deßhalb am 24. Okt. 1589 vom König von Frankreich in den französ. Adel- u. Ritterstand erhoben. Abraham und Joh. Heinrich v. P. erhielten wegen ihrer Tapferkeit den Beinamen la Pointe. David, Daniel, Josta und Alfons Puri wurden 1799 in den preuß. Adelstand erhoben. David Puri, ein großer Diamanthändler in Lissabon, welcher sein Vermögen von 4 Millionen Fr. seiner Vaterstadt vermachte, wurde von König Friedrich d. Gr. von Preußen in den Freihcrrnstand erhoben. Ob er zu obiger Familie gehörte, kann man nicht angeben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 235. — v. Hefner, preuß. Adel S. 58. T. 75. - Preuß. Wppb. II. 54. IV. 25.j 1. Pusch, ein Patriziergeschlecht in Thorn. sv. Ledebur III. 326. n. Ill.j 2. Pusch, ein anderes Geschlecht, das ein von den übrigen v. P. verschiedenes Wappen führt. Es scheint Ostpreußen anzugehören. so. Ledebur II. 235. n. II. III. 326. n. Il.j 3- Pnsch, zuweilen auch Busch, eine schles. Familie, deren Stammhaus Groß schwein im Fürstenthume Glog au, und die den Namen vom grünen Pusch führt, sv. Ledebur II. 234. III. 326. - Siebmacher I. 58. — v. H.j Im I. 1499 war Nikolaus v. P. Landesältester des Fürstenthums Glogau. sLucä, schles. Chronik S. 1832. — Gauhe I. 225. — Siebmacher I. 58.j Im Jahre 1844 wurde ein bah er. Hauptmann Josef v. P. in die bah er. Adels- Matrikel eingetragen, sv. Hcfner, bayer. Adel S. 104.j Im I. 1327 erschien derselbe noch nicht als adlich. sBayer. Wppb. XIV. 25. - Slnap I. 739. II. 687. - Zedier XXIX. 1733.j 4. Pusch v. Giimsscld, Gemsfeld, auch ein schles. Geschlecht, dessen Wappen blos Sinap, II. 897, beschreibt und Siebmacher, III. 93. u- 5, in Kupfer gegeben hat. Ebenderselbe hat auch im II. Theil S- 65. n. 4 unter dem bayer. Adel ein von diesen verschiedenes Wappen, das Püschen überschrieben ist. sv- Ledebur II. 234. n. III. des Art. — v. H.j 5. Pusch l>. Puschenthal. Der Kapitänlieutenant Mathias P. wurde im I. 1789 mit dem Beinamen v. Puschenthal geadelt. sM. v. M., Erg. 413. - v. H .j Puschenthal, s. Bouchard v. P.; Pusch. j- Pujlcr, Pustar, Poster, ein sehr altes tiroler und kärnthner, nachher auch thüringeu'sches, schlesisches, böhmisches, lausitz'schcs u. pommer'sches Geschlecht, welches mit dem preuß. Major Hanns Heinrich v. P. im I. 1798 ausstarb. Zuerst kommt Heinrich Pustar im I. 1323 in Urkunden vor. sGrosser's lausitz. Merkwürdig!. III. 27. — König I. 859. ^ Gauhe I. 1278. — Sinap I. 742. II. 839. 897 u. ff. — v. Ledebur U> S. 219. 234. III. 326.j Es scheint, daß Puster u. Pustar zwei verschiedene Geschlechter sind. Elfteres, welches als erloschen angegeben wird, hat einen quergetheilten Schild, oben S., unten in B. drei s. Ströme. sSiebmachcr I. 56.j Das andere hat auch Pust — Putz 195 einen quergctheilten Schild, aber eben in S, drei bl. Lilien, unten von R. u. S. geschachtet. sSiebmacher V. 163. — v. H. — Zedier XXtX, 1737 u. f. — v, Zedlitz.! Puster, s- Pen st er. Puswald, I. B., österr. Hofrath, wurde 1842 geadelt. iE. S.s Puszwald, österreichisch. Joh. Ritter v. P. stand 1857 als Ohcrlientenant im 46. k. k. Inf. Reg. Vcrgl. Puswald. Putbus, PuttbuS, Patbusch, ein pommer'sches Geschlecht, das eine apanagirte Linie der alten rügcu'scheu Fürsten ist, deren Stammhans in der Herrschaft dieses Namens ans der Insel Rügen gelegen ist. Es verbreitete sich nach Dänemark und Böhmen, wo es nach dasigcr Mundart Patbusch genannt wird. Diese Linie ist frciherrlich, und sie hat im I. 1727 wiederholt erklärt, daß sie zu der pommer'schen Familie gehöre. Die rügen'sche Linie ist im I. 1762 ausgestorben, die dänische aber, welche im I. 1672 unter die dän. Barone aufgenommen wurde u. 1764 in Rügen succedirte, wurde am 13. Dez, 1727 in den Reichs - Grasenstand erhoben und am 25. Mai 1867 erhielt sie die schwedische Fürstenwürde, welche 1817 von Preußen bestätigt wurde. Zugleich erhielten die Fürsten v. P. den Titel „Durchlaucht". Auf diesem Geschicktste ruht die Erblandmarschallwürde im Herzogthumc Vorpommern und Rügen. Es ist dieselbe jedoch erloschen, sv. Zedlitz. — Gcneal. statist. Hdb. 65. Jahrg. 1827 u. f. — Diplomat. Zahrb. für den preuß. Staat auf 1843. S. 231. — v. Ledebur II. 235. III. 326. — v. Hefner, preuß. Adel S. 22. T. 25. — Kneschke, Grafen- Häuser. — Micrälius 446. — Gauhe I. 1279—82. — Zedier XXIX. S. 1761. - Krebel's gcnealog. Hdb. 1784. II. 226 u. ff. - v. Meding III. 633. — Gotha'scher genealog. Hofkalender für 1825. S. I19.j Der Doktor und Justizdirektor Johann David Fabarius wollte im I. 1726 eine historisch - diplomat. Geschichte dieses Geschlechts herausgeben; sie ist aber nicht erschienen, sondern blos ein Auszug in Wackenroder's Erläuterungen des A. u. N. Rügen S. 79. sv. H.s Putcaiii, eine österr. adlichc, später freiherrl. Familie, aus welcher der k. k. Kämmerer Josef v. P. am 3. Juni 1782 Freiherr wurde. fM. v. M., Erg. 89. - v. Schönfeld, Ad. Scheinst. I. 2I9.s Die Familie soll ein Zweig des ursprünglich aus Rom stammenden Geschlechts der de Puteis sein, aus welchem auch die de Puy in Frankreich, die de Bozi in Italien, die v. Putz in Deutschland herstammen sollen. Erhard de Puteanis, in Luxemburg geboren, diente unter dem Herzog von Friedlaud und erlangte am 24. Okt. 1637 den Nitterstand und das Jnkolat in Böhmen. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 15. Taf.zI4. — Sächs. Wappenb. II. 29. — Kneschke, Wappen II. — v. H.s Putho». Der privilegirte Großhändler Joh. Baptist P. wurde im I. 1777 mit „Edler von" in den Rittcrstand und im I. 1811 in den Freiherrnstand erhoben. sJahrb. des deutschen Adels auf 1846. S. 460.s Joh. Baptist P., Resident der Republik Ragusa am österr. Hofe, hatte am 15. Okt. 1773 den erblichen Ritterstand, am 9. Dez. 1797 das Jnkolat in Ungarn, am 8. Juli 1866 die Aufnahme in die nieder österr. Landschaft erlangt. sTaschenb. der frhrl. Hänser auf >843. — Kneschke, Wappen I. — M. v. M. 78. 138. - v. H.s Putliahclinctz, s. Kruxa. Pulling, Putlinck, Theodor, und seine Schwestern erhielten 1626 die Adelöwürde. sSiebmacher IV. 149. — R. T. A. R.s Pntschiier v. Ehrenstrcbcn. Der k. k. Hauptmann P. wurde 1846 mit v. E. geadelt. sM. S.s Putte, Johann Baptist und Heinrich Josef, Brüder, Patrizier aus Brüssel, wurden 1716 in den Neichsritterstand erhoben. sR. T. A. R.s Putten, ein Patriziergcschlecht der Stadt Thorn. sv. Ledebur III. 327.s Puttcrcr, Puttrer, v. Eichen, eine stcyermärkische Familie, welche schon 993 erscheint, und aus welcher Kristian P. im Jahre 1365 vorkommt. Egolf Butt er er wurde schon 1212 von Kaiser Otto zum Ritter geschlagen. Die Brüder Josef Xaver Albrecht und Franz Gottlicb v. P. wurden im I. 1728 in den Freiherrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 89. — Siebmacher II. 43. n. 9. — v. Meding II. n. 450.1 Der Frhr. Josef Franz Adalbert v. P. wurde im I. 1729 Graf. fM. v. M., Erg. 26. — Bucclini stemmst. III. — Gauhe I. 1235. - Zedier XXIX. 1763. — Schmutz I. 194. — Oesterr. Wpvb. V. 73. — v. H.s Vitus war 1437 kais. Hauptmann in Wolken stein und Hall. Im I. 1676 lebten Friedrich Kristof als kais. Kapitän und Georg Gotthard als kais. Kammer- Rath. In demselben Jahre wurde Georg Butter er in den Frciherrnstand erhoben. Pnttkanimcr, Putkammer, Podkammer, ein sehr altes pommer'sches Geschlecht, von dem bekannt, daß Jesko P. im I. 1212 die Stadt Rügenwald mit Mauern umgeben hat. Der kur- länd. Oberstlandhofmeister Kristof Heinrich v. P. erhielt 1682 die reichsfrhrl. Würde. sR. T. A. N- — Pauli, Leben großer Helden V. 89. — Micrälius, Antiq. Pom. V. 368. — Zedier XXIX. 1764. — Gauhe I. 1232. — Lüdersen's Samml. — Frhrl. Taschenb. v. 1862. — v. Hu — Sächs. Wppb. VI. 75. - v. Zedlitz. — Siebm. V. I63.s Das poln. Geschlecht Podkammer, aus dem Hause Brado- cice stammend, scheint wegen Verschiedenheit der Wappen zu dem pommer'schen Geschlechte der v. Puttkammer nicht zu gehören. sv. Ledebur II. 234. III. 327. — v. Hefner, sächs. Adel S. 42. T. 48 u. S. 59; preuß. Adel S. 58. T. 75.s Piitllih, Putlitz, Budlitz, Gans Edle v. P., s. Gans v. Putlitz. 1. Putz, Kristof Ulrich, kais. Hatschierunteroffizier, wurde 1636 geadelt. sR.T.A.R.s 2- Putz, Johann, k. böhm- Hofkammerrath, erlangte 1653 den Ritterstand. sR- T. A. R.^j 3. Putz. Joh. Mathias v. P. wurde 1791 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T- A. R-s 4. Putz v. Adlersthurm oder AdlerSthnrn, erlangte am 36. Dez. 1656 den alten böhm. Ritterstand. sSiebmacher V. 46. — Tyrofs III. 47. n. I. 2.s Ob solche zu dem Geschlechtc des Kristof Ulrich P. gehören, kann man nicht angeben. 5. Putz v. Iraidenbach, ein böhm. Geschlecht, aus dem im Jahre 1738 zwei Brüder, Wenzel Leopold und Franz Anton, mit ihren Söhnen bekannt sind. sZedler XXIX. 1767 u. s.s Der Bergmeister zu Platten, Kristof Adalbert P., wurde im Jahre 1719 mit v. B. in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 193.s Der böhm. Gutsbcstzer Franz Xaver P. v. B. wurde im I. 1767 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 89. — Siebmacher VI. 25. — Tyrofs, Wappeuw. III. 77. — v. H.s 6. Putz v. Putznbcrg, sind verschieden von den andern P. und gehören zum kärnthner Adel. sSiebmacher I. 46. IV. 148.s 25* 196 Putz — Qua 7. Putz v. Mlsdcrg. Ob diese P. v. N. von denen v. P. oder von den P. v. B. abstammen, kann man nicht angeben, sv. H.f Siehe Rollsberg. 8- Putz v. Treueiithal. Der karlsbader Postvcrwalter Peter P. wurde im I. 1826 mit dem Prädikate v. T. geadelt. (M. v. M. 216. - v. 5^6 Putzer, Doktor, ans den kais. Erblanden, wurde 1637 geadelt. (R. T. A. R.f Putzlachcr. Der böhm. Landcsadvokat Thomas Anton P. wurde im I. 1793 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M., Erg. 113. - v. H.f 1. Pucdaum i>. Grüiisctd. Der Salzeinnehmcr zu Groß- kanischa in Ungarn, Thomas P., wurde im Jahre 1793 mit „Edler v. G." geadelt. (M. v. M., Erg. 1t3. — v. H .f 2. Purliaum u. Liudenscld. Der Jngcnieurhauptmann Johann Anton P. wurde im I. 1777 mit dem Beinamen v. L. geadelt. M. v. M., Erg. 1t3. - v. H.f Purer, ein steyermärk. Rittergeschlecht, welches Puchs in Steyermark besaß. sSchmutz III. 235. — v. H.f Puzdromski, galizisch. Franz v. P. stand 1857 als Hauptmann im 35. k- k. österr. Inf. Regiment. Puzina, Puzyuua, v. P.-Zkozielski, ein in Ostpreußen seßhaftes Geschlecht. Wappen: Brama. (v. Ledebur II. 239.f Pqdcr ». Gycrlw'ny, ungarisch. Michael P. v. G. stand 1857 als Uuterlientenant im 26. k. k. österr. Inf. Reg. Pych, P.-Lipinöki, in Pommern begütert; auch Pych- Pro ndzynski- Siehe Lipinski. Wappen? (v. Ledebur II. 235.f f Pylbisf 3« Iicgciiburg und Uicderiilrain , kommen schon im 15. Jahrh. als Edellcute vor. Kristof v. P. zu S., Kanonikus zu Altötting, soll als der Lezte 1756 gestorben sein, sv. Hefner, -j- bayer. Adel S. 21. T. 20.s 1 Pynscn v. der An, nicht Phsen, ein freiherrliches, eigentlich niederländisches, im I. 1733 ausgestorbenes Geschlecht. (Gauhe I. >285. - Zedier XXIX. >798. - v. H.f Vergl. v. d. Aa. Pyrck, Pürck, eine uralte Familie in Schwaben, deren gleichnamiges Stammhaus in der Oberpfalz liegt, welche das Dankwort von P. im I. 1395 von den Landgrafen zu Leuchte nb er g zur Lehn empfangen hat. fBurgermeister, vom schwäb. Adel 263. — v. Falkenstein, Analcct. Nordgav. IV. Nachl. 323. — Zedier XXIX. t806. — v. H.f Pyrkcr de Fclsö-Ear, ungarisch. Josef Viktor P. de F. - E. stand 1857 als Kadet im 12. österr. Jägcrbataillon. Pyroucl, Franz, aus Lothringen, Hofmeister bei dem Grafen v. Rothal, wurde im Jahre 1767 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R.f Pyrzcwski, v. Leo-P., eine westpreuß. Familie. Wappen: Prosna. sv. Ledebur II. 239.f st Pyschiittki, auch Nenglienen, ein preuß. Geschlecht. Wappen? (v. Ledebur II. 239.f Muß heißen Pisienski. Pzrzopnicki aus Zabitkowo, Kreis Schroda. Wappen? sv. Ledebur III. 327.f uaalcn, Qualen, eine holstein'sche Familie, aus welcher Jueruö Q. im I. 1448 in Urkunden vorkommt. sAngcli, holstein'sche Adelschronik- — Gauhe I. 1285. — Dankwerti Chronogr. Duc. Holsat. et Slesvic. — Zedier XXX. 5. — v. Ledebur It. 210. — Kneschke, Wappen l. — Siebmacher III. 151. ». 7. — v- Zedlitz. — v. H.f 's Cluaatz, Quatzen, eine p omm er'sche Familie auf der Insel Rügen, wo auch ihr gleichnamiges Stammschloß gelegen ist. Die Familie ist erloschen. (Micrälius, Pommerland VI. — Gauhe I. 1288. II. 907. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 211. — Bagmihl III. Taf. UX. — Zedier XXX. 132. — Siebmachcr V. 163. n. 10. - v. H.f Cluad, Quadt, Quädt, eine seit dem I. 1626 Ritter-, Frei- Herren-, Banner- und zum Theil Grafenfamilie, die in Jülich, Cleve, in den Niederlanden, besonders in den Rh ein landen begütert war und sich durch ihre verschiedenen Häuser und Linien unterschied, nämlich: Q. v. Buschfeld, Fl am Mersheim, Hardenberg, Landskron, Roide, Stadeck v. Alsbach, Wickenrath (von welcher Linie Einige im Jahre 1752 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden) und Zoppenbroch w. Die gräfliche Linie wurde 1863 für den Verlust von Wickeradt u. Schwanenberg mit Jsny u. einer Rente auf Ochsen Hausen entschädigt. (Hassel, geneal. stallst. Alm. III. Jahrg. — Taschenb. der gräsl. Häuser. — Geneal. stallst. Hdb. 65. Jahrg. 1827. — Cast, Adelsb. v. Württemberg. — v. Zedlitz. — K. Dorst u. I. A. Tyroff, württ. Wappenbücher. — Fahne I. 311. — Griesinger 1063. — v. Ledebur II. 239. — v. Hefner, preuß. Adel S. 22. T. 25; württ. Adel S. 3. T. 3; bayer. Adel S. 18. T. 13. — Humbracht, Taf. 211 u. f., der 1250 mit einem Ritter v. Q die Stammrcihc anfängt. — v Hatt- stein 1. 112-17. — Gauhe I. 1285 u. f. — Zedier XXX. 11. 35. 36, der aus Quad und Quadt irrig zwei verschiedene Geschlechter macht. — v. Steinen, Tab. 5. n. 1. — Allgcm. gcnealog. Hdb. I. 723—25. — Goth. geneal. Hofkal. v. 1825. S. >71 n. f. — Siebmacher I. 123. n. 15. 131. n. 7. - Tyroff 85. 228. — v. Meding II. n. 670-72. - Nobens I. 258-88. - v. H.f Cluadrio, österr.-italienisch. Lnigi Nobile Q. war 1857 Hauptmann im 43. k. k. österr. Inf. Regiment. Cliliirttgrulicr - Mayer. Der kais. österr. Oberst A. Q. in Ungarn erlangte 1853 den Adelstand mit der Erlaubniß, den Namen seiner Mutter, geb. Mayer, dem seinigen beifügen zu dürfen. sA. A- Zeit. v. 1853.f Cluaita, Quaida, Guaida, gehören den Rheinlanden an; bei Aachen, auch in Frankfurt a/M. hat sich ein Zweig niedergelassen. Martin Q., Kaufmann in Köln, wurde 1754 geadelt. v. Zedlitz, Ad. Lex., schreibt den Namen mit G. fSiebmacher, Suppl. X. 21. — v. Ledebur, unter G.f Nualaiidro, Ritter, die in Steyermark im I. 1722 die stcyer. Laudmannschaft erhielten. (Schmutz III. 235. — v. H.f CUiallctilici'g, österreichisch. Karl v. Q. war 1835 k. k. Generalfeldwachtmcistcr. Clualt v. Ktrassciistcin. David Q. wurde am 31. Juli 1651 mit dem Beinamen v. S. geadelt, (v. Hellbach, Samml.f 1. Cluant, Johann Gottfried, beider Rechte Doktor auf der Universität zu Leipzig, erhielt im I. 1792 die Adelswürde. fR. T. A. R.f 2. Cluant. Der Rittergutsbestzer Johann Gottlieb Q. zu Wachau bei Leipzig wurde am 4. April 1826 vom König von Sachsen geadelt, fv. Ledebur II. 211. — Sächs. Wppb. II. 91. - v. Hefner, sächs. Adel S. 13. T. 18. — Kneschke, Wappen I.f Vuardia. Bernhard Genovefa Marchese v. Q., in den sardinisch cn Staaten seßhaft, wurde um's I. 1726 in den Ncichs- Grafenstanv erhoben. (R. T. A. R.f Cluaricnt, Guarient, Quarienti, und Mal, eine frhrl. und gräfl. Familie in Oesterreich, die im I. 1764 in den Herren- Quar Ouer 197 stand ausgenommen wurde und aus dem Veronesischeu stammt, von wo aus sie nach Tirol zog. Der oberösterr. Regiments- Rath Karl Josef Q. aus Trident wurde, als er noch Kammer- Meister bei der span. Gesandtschaft war, im I. 1699 Freiherr und im I. 1716 Graf, sv, Hoheneck, Hist, der österr. Stände 175. — Gauhe I, 517, — Seifert, Genealogie adl, Ell, u, Kinder 153, — Zedier IX. 1132, — v, H, — M, v, M,, Erg, 26, — Siebmacher, III, 97. n, 2, hat ein Wappen von den Qu arten Ii in Tirol.s Wann, niederösterr. Regierungsrath, Leibarzt und Ober- Direktor der allgem. Krankenanstalten, wurde im I. 1799 in den Frciherrnstand erhoben. sM, v. M. 78. — v, H.^j Warles, Wilhelm, ein engl. Edelmann in Holland, erhielt 1751 ein RcichSfreiherrndiplom, sR. T, A- N.^j -s Was, Quassen, Quaön, ein in der prcuß, Provinz Sachsen 1699 ansässiges Geschlecht, sSiebm, l, 186, — v, Ledebur II, 241.s Vielleicht einerlei mit Quos, Cluasn, ein braun schweig. Geschlecht. sSiebmacher I. 186. n, 12- — Tyrofs I. 85, A. — v. H.s Wast, auch Schenken v. Q, genannt, eine sehr alte Familie, die schon im I. 926 nach Vertreibung der Wenden ans der Mark Brandenburg sich dahin begeben hatte, nachher aber besonders im Anhalt'schen und Pommer'schen begütert war. Sie hatten einen Stammsiz gleichen Namens im Anhalt'schen. sAngeli, märk, Chronik 39. — Gauhe I. 1287, — Zedier XXX. 121. - Beckmanu's anhalt, Hist, — v. Zedlitz- — Pauli, Leben gr. Helden V. 77, — v, Ledebur II, 24l. — v, H, — Kneschke, Wappen I.s Siehe Schenk. Wasta v, Wassenberg, Der Kapitänlieut. H. Q. wurde im Jahre 1758 mit dem Beinamen v. Quastenberg geadelt. sM, v. M, 246. — v. H-1 Wastalla v. Sabionctta, Herzog von Vincenz (Vicenza), auch Fürst zu Bozzolo, erhielt von K. Josef I. für sich u, den jedesmaligen Erstgebornen männl. Geschlechts die Prädikate: Durchlauchtig und Serenissime. sM. v. M. 2. — v. H.s Wasto, Josua del Q., kais. Leibbarbicr, erhielt 1619 Adcls- Bestätigung. sR- T- A- R.j f Gnatcr», ein erloschenes Rittcrgeschlecht auf der Insel Rügen, das noch 1639 vorkommt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur III. 327J j- Waternc, eine auf der Insel Rügen um 1639 vorkommende Familie. Wappen? sv. Ledebur III. 327,^j Wah, s. Qua atz. Wcdcnow, Die v. Q, gehören Preußen und den Marken an; aus dem Geschlechte standen mehrere Offiziere im preußischen Heere. Nach des Ordensraths Hasse Wappenbuche sind die Q, 1764 geadelt worden, sv. Zedlitz.^ Nach v. Ledebur, II. S, 242, erhielten Johann Friedrich v. Q-, Kapitän, und Johann Georg v, Q-, Lieutenant, am 3. Aug. 1759 den Adel bestätigt. sKneschke, Wappen I.j Weder ». Wcdcrburg. Georg Peter Q. wurde im I. 1793 mit dem Beinamen v. Quederburg geadelt. sM. v. M,, Erg. 413. — v. H.s 's Wedlinburg, ein altes adl. Geschlecht, von dem Einer in einer bei v, Ludwig, reliq. Mspt. V. 271, befindlichen Urkunde im I. 1243 vorkommt. sZedlcr XXX. 159, - Tyrofs 127, — v. H .s Weist, eine preuß, Familie, von welcher wenigstens in der Mitte des 18. Jahrhunderts sich Einige am preuß. Hofe befanden. Die Familie ist in den Provinzen Sachsen». Preußen begütert, sv. Ledebur II, 242. — v, H. — Rauft's geneal, hist. Nachr. XIX. 634, — Zedier XXX. 174. — v- Zedlitz.s Wctftnbnrg, s. ProhaSka. Weiss, wahrscheinlich österreichisch. Eugen de Q. war 1857 Oberlieutenant im 5. Grenz-Inf. Regiment. Well in Prunn, s. Kaltenbrunn er, Welkenbach, s. Mayer. Wclmi, Der Doktor der Rechte, Albert Florian Q. in Tirol, wurde im I. 1789 geadelt. sM. v, M,, Erg. 413. — v, H.s Wcnstede, H. de Q,, miles (Bnrgmann zu Langenstciu?), 1274. Friedericus de Q-, miles, in einem walkenrieder Brief 1293. sUrk.B. f. Nieders, II. 279,j -s Wentels, ein adl. Geschlecht in Oesterreich, Bayern und in Köln, welches 1714, 1715 und 1734 Frciherrndiplome erhalten hat. sM. v, M., Erg. 99. — Kneschke, Wappen I.^s Heinrich v. Q. war 1685 Pfleger zu Schwandorf in der Oberpfalz, sv. Lang 268 u, f. — Siebmacher V. 211, n, 16, — Bayer. Wppb, III. 35. — Fahne I. 343, woselbst eine Stammtafel; II. 112. — v, H .s Wcnti», Saint, s, Bigot v, St. Q-; Ghislain. -s Wcrcn, eine erloschene adl. Familie auf der Insel Rügen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur III. 327,Wappen ? Auch Quernen genannt. Wcrfnrt, ehedem Quernfurt, Quernforth, ein sehr alteö fr eiherrliches und Edl. Herrengeschlecht in Obersachsen, deren Schloß, Stadt und Herrschaft (jezt Fürstcnthum) an der thüring. Grenze gelegen, aus welchem K. Lothar und 8 Burggrafen von Magdeburg entsprossen sein sollen; auch war Einer von 1147 bis 1153 Bischof zu Würzburg. Als im I. 1264 die alten Grafen v. Mansfeld ausstarben, nahmen sie den gräfl. Karakter von diesem Hause an, sowie deren Güter theilS durch Vermählung, theils durch Kauf an sie gelangten. Sie thcilten sich damals in die manSfeld'sche u. in die querfurt'sche Linie, welche leztere mit Bruno IV. im I. 1486 ausstarb, worauf ihre Besitzungen au das Erzstift Magdeburg, hernach an Kursachsen kamen und jezt Preußen gehören. Bruno I. Edler v. Q. kam schon im Jahre 889 vor, sC, Spangenbcrg, qucrfurtcr Chronik, Jena, 1596. 4. — Hartknoch's Preußen II, K- 5, S, 456, — Hübner II. Taf, 334—36. — Gauhe II, 968- 14. — Zedier XXX. 211, — Salver 201. — v. Zedlitz. — v, H.s Wcrfurth, Karl, sächs. Lieutenant, ein Sohn des Bürgermeisters zu Annaberg, auf Förste! u. Langenberg, wurde am 22. Mai 1813 vom König von Sachsen geadelt. sv. Hefner, sächs, Adel S-43. Taf. 43; Erg-Bd, S, 43. Taf. 29, — Sächs, Wppb, IV. 67, - v, Ledebur III. 327.) Weri». Karl v. Q. wurde im I. 1733 in den böhmischen Ritterstaud erhoben, sM. v, M,, Erg. 192. — v, H.Z Wcrini, österr.-italienisch. Peter Edler v. Q. war 1335 Direktor des Arbeitshauses zu Venedig. Wcrtondc d« Hamcl, wahrscheinlich aus den ehemaligen Niederlanden. Alois Ritter Q, du H. war 1857 Hauptmann im 27. k. k, österr. Inf. Regiment und der k. k. F. M.L. v. Q. befand sich 1796 unter den Rittern des Militär. Elisabethenordens. sHof- u. Staatsschematismus v, 1796. S. 415J Wermbeek, ein ehemaliges quedlinburg. Geschlecht. sAbel's sächs, Alterth. II, 596. — Zedier XXX. 215, — v. H .s (Quernheim, nicht Qu er he im, wie Siebmacher, I. 187. n. 3, und Tyrofs, Ausg. 85, hat, ein westfäl. Geschlecht, dessen gleichnamiges Stammschloß im Stifte Osnabrück gelegen ist, welches 198 Quer — Quos die Herzoge von Holstein gekauft haben. Zuerst kommt Johannes de Qucrnen, miles, in einem braun schweig. Brief 1296 vor. fSicbmachcr I. 187. n. 3. — Tyrofs I. 85. A. — v. Mcding I. n. 616. — Zedier XXX. 216, aus Handschriften. — Sagittar, glcichcn'sche Hist. S. 418. — Genealog. Hdb. - Ganhe I. 1288. It. 1725. - Lüdersen'« Sammlung. — Kneschke, Wappen I. — v. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — Grote, hannov. Wppb. — Fahne 1.344. II. 113. — v. Ledebur II- S. 242. — Frhrl. Taschenb. v. 1856. — v. Hefner, prcnß. Adel S. 56. T. 75. - v. Hst Miicrfchic, Michael Gottfried und Adrian, Brüder, und Js- brand und Lorenz v. O. wurden 1676 in den R. Nitterstand erhoben. fR. T. A. Rst ch Nucönoq. Hr. Georg Franz v. Q., zu Pruck bei Castel, Unterprnck und Schlackenhof gibt Gewalt zum oberpsälz. Landtag 1707. Clucstiliiir, vielleicht aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Karl Ritter v. Q. war 1857 Oberlicutcnant im 43sten k. k. östc r r. Inf. Regiment. st Clucstciilicrg, f. a. Kaunitz, ein rheinländ. Geschlecht, das aus Böhmen stammt. Westert. — Zedler XXX. 232. - Ganhe l. 1288. II. 914. — Siebmachcr III. 28. n. 7. Grafen V. 131. n. Ist Der Neichshofrath Johann Adam Frhr. v. Q. wurde im Jahre 1716 in den Reichsgrafenstand erhoben. >M. v. M. S. 27st Die Familie stammt aus Köln, wo sie von alten Zeiten her zum Patriziatadel gehörte, und hat sich in drei Generationen zum Freiherrn-, Grafen- und Fürstenstand erhoben. Siehe Fahne I. 345. II. 113, wo ein Stammbaum und ein interessantes köln. Zeugniß zu finden ist. ßv. Ledebur II. 242st Friederikuö de Q., servus, in einem walken rieder Brief 1275. st Much. I. Ein brandenburg. Geschlecht, welches in R. einen g. Querbalken mit drei gr. Kleeblättern belegt führte. fSiebmacher V. 145. n. 9. — v. Zedlitz. — v. Hst II. Ein im 17. Jahrh. erloschenes h all e'sches Pfännergeschlecht, welches eine Ziege im Wappen hatte, fv. Ledebur II. 242st Cluilicrt. Der Marechall de Camp und Kommandeur vom St. Ludwigsorden, v. Q., erhielt 1755 ein Reichsgrafendiplom. fR. T. A. Rst Cluickmann, Thomas, Landrath, wurde am 18. Jan. 1701 in den preuß. Adelstand erhoben. Die Familie war in Pommern begütert. fBrüggemann I. B. 11. Hauptst. — V .Zedlitz. — v. Ledebur II. 242. III.' 327. — Kneschke, Wappen Ilst Cluicton v. Ilostnwald, ein in Böhmen im 18. Jahrh. noch seßhaftes Geschlecht. ßGauhe II. 915. — Zedier XXX. 259. - v. Hst Visier, österreichisch. Josef v. Q. war 1796 Kauzelist bei dem k. k. StaatSrath in inländischen Geschäften. Wiener Adreßbuch von 1796st CUsillfcld, Ouielfeld. Die Freiherren v. Q. gehören zum Adel in Schwedisch -Pommern. Sie besizen Hohenzethen bei Soldin in der Neumark und Busch cnhagen bei Franzburg in Pommern, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 243. III. 327st Visina, Dr. S., Domdechant zu Spalato, erlangte 1851 den rittcrmäßigen Adclstand. fA. A. Zeit. v. 1851st st Clinngeiil'crg, ein sehr altes sächsisches, mit Joh. August v. Q. am 24. Febr. 1670 erloschenes Geschlecht. sK 'önig II. 749—57. — Gauhc I. 1289. — v. Ledebur II. 243. — v. H. — v. Meding I. n. 647. — Zedler XXX. 273—76st Uuilitc»bach, s. Pidol. 1. Vuintus, Josef, Hauptmann vom österr. Artilleriestabe, wurde 1856 geadelt. fOestcrr. Milit- Schemat. v. 1857st 2. st Vnintiis Zciiilis. Der ursprüngliche Name ist Guichard. Johann Richard G. ans Magdeburg, preuß. Hofrath, hatte einen Sohn, Karl Gottlicb G., welcher in Kriegsdienste trat und 1759 von K. Friedrich d. Gr. von Preußen den Namen Q. I. erhielt. Sein Großvater war Töpfer. Er starb als Oberst 1775 zu Berlin. Sein Geschlecht soll erloschen sein. sVchse, Gesch. des preuß. Hofes u. Adels IV. >81. — v. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Ledebur II. 243.s V.isintsi-S!l»»Paglia, eine gräfl. Familie in Oestcrr.-Italien. Alois Graf v. Q.-S. war 1835 k. k. Obersthofmarschall des lombard. - venetian. Königreichs. Numcheim. Der braunschwcig. geh. Rath Quirin v. Merz erhielt 1678 die Erlaubniß, sich v. Q. schreiben zu dürfen. sR. T. A. Rst Vuirre, ein braunschwcig. Patriziergeschlecht. sLüdersen's Sammlung. — v. Hst Vuistorp. Diese Familie wurde im lezten Jahrzehend des 18. Jahrhunderts vom Kaiser in den Adclstand versezt, und Joh. Krist. Q., k. schwed. Oberappellationsrath und ordentl. Beisizer im Wißmar er hohen Tribunal :c., wurde wegen seiner Verdienste um das Kriminalrecht im I. 1792 vom Kurf, von Sachsen als Reichsvcrweser in des hl. röm. Reichs Nitterstand erhoben. fTyrofs 205. — v. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — v. Ledebur II. 243. III. 327. — v. H. — Kneschke, Wappen Ilst Viiitcr, eigentlich Frese, genannt v. Q., eine Branche der v. Fresen, die im Hoya'schcu begütert war. M. s. a. Frese. sGauhe I. 1290. II. 916. — Zedler XXX. 388. — v. Meding I. n. 648. — Lüdersen's Samml. — v. Hst Vllitzow, Quizo, Quitsow, Quizan, ein vormals sehr mächtiges, in Sachsen, in der Mark Brandenburg u. in Dänemark, wo sie sich Quitzholu schrieben, begütertes Geschlecht, das 1333 schon vorkommt. fAngcli, mark. Chronik. — Pontoppidani, Annales eccles. Danicae Iii. 505. — Pfeffinger I. 394. — Seifert'« Genealogie hochadl. Elt. u. K. 424. — Sinap I. 744 u. f. — Gauhe I. 1290. II. 1726. — Siebmacher I. 171. n. I. — Zedler XXX. 405. — Lüdersen's Samml. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 244. III. 327. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. Taf. 15. — v. H. — Kneschke, Wappen I. IV. 475st Vuivcrchin, ö sterr. - i t a l i e n. Marchesengeschlecht. Karl Marquis G. - C.-Collin s wurde 1819 unter die k. k. Kämmerer aufgenommen. CluiM, s. Quitzow. Eluomitlmch. Der Kanzler v. Ludwig führt in Reliq. Mspt., IV. 234, in einer Urkunde vom I. 1264 einen Abraham v. Q. als Zeugen auf; nirgends will sich aber auch von dieser Familie etwas weiter finden. fZedler XXX. 409. — v. Hst Vuos, Quotz, eine schlcs. Familie, die wahrscheinlich erloschen ist, und von der blos Einer im I. 1294 als Ritter des H. Hen- rici crassi zu Breslau vorkommt. fv. Zedlitz. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. 244. — v. H. — Kneschke, Wappen II. — Sinap I. 744. II. 899. — Gauhe II. Anh. S. 1727. — Siebmacher II. 50. n. 3. — v. Meding III. n. 635st Vuosdanovich, kroatisch. Der k. k. österr. F.M.L. Baron v. Q. befand sich 1796 unter den Rittern des Militär. Maria - Thercstenordens. fWiencr Adrcßb. v. 1796st Raa — Rab 199 1. L»aab. Der k, preuß. Negierungsrath zu Duisburg, Gottfried Wilhelm R,, ein Sohn des Bürgermeisters Joh. R. zu Duisburg, wurde 1703 vom König von Preußen geadelt. Die Familie besizt Saalmannshof bei Mörs. fv. Ledebur II. 245.) 2. Naab. Der innerösterr. RegierungS- und Kommerzial- Jntendenzrath w. zu Trieft, Franz Anton N., wurde im Jahre 1735 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. fM. v. M. 138. — v. H.) 3. Naab, v. d. R., gen. Thülen, ein kurländ. Geschlecht, das in Preußen begütert ist. fv. Ledebur II. 245.) 4. Naab, A., österr. Hauptmann, erlangte 1856 den rittermäßigen Adelstand. fA. A. Zeit. v. 1856.) 5. Naab, K-, k. k- österr. Landrichter zu Laibach, wurde 1857 in den Adelstand erhoben. (A. A- Zeit. v. 1857.) 6- Raab v. Nanbcnbach. Bernhard R., Generalkriegskommis- sariatsamtsbuchhalter, wurde im I. 1745 mit obigem Beinamen geadelt und als niederöstcrr. RegicrungSrath :c. im I. 1759 in den Rittcrstand erhoben. (M. v.M. 139; Erg. 414. — v. H.) 7. Raab zu Nauenheim oder Nauenheim. Karl Josef N. zu R., Land- und Hofrathsbeistzer in Krain, erhielt im I. 1729 die Bestätigung des Neichsadelstandes; derselbe wurde als geh. Rath und Konkommissär bei dem Reichstage im I. 1742 in den Freiherrnstand erhoben und als bevollmächtigter Minister im niederstichst Kreise im I. 1745 Neichsgraf. (Geneal. Staatshdb. v. 1748. S. 326. — M. v. M., Erg. 27. 90. 413.) Niklas Rudolf R. zu R., Landrath in Krain, wurde im I. 1663 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 78. — v. H.) 8. Ilaab v. Ichäntuald, ein voigtländ. und steyermärk. Geschlecht, das in leztcrem Lande mit Anton Friedrich v. R. in die Ritterschaft und st eher. Landmannschaft zuerst aufgenommen wurde; von da wendete sich einTheil des Geschlechts nach Preußen, sv. Ledebur II. 245, unter Raab, Raabe, Rabe. — Siebmacher I. 161.) W.: In G. 2 schw. Querbalken, fv. Meding I. n. 649. — v. Hcfner, stichst Adel S- 43- Taf. 49. — v. H. — Biedermann, Voigtl. Tab. 270—74. — Trommler's Samml. der Hist. vom Voigtland S. 181. — Schmutz III. 236.1 9. Naab v. Tabcnstei». Georg R., Hauptmann der Herrschaft Petschin, wurde 1605 mit leztcrem Beinamen geadelt. fR.T.A.R.) Es wäre wol anzunehmen, daß Tabenstein ein Schreibfehler sei und solches Raven hei m heißen müsse; dann würde dieser Georg R. der Anhcrr der jezigcn Grafen R. v. Ravenheim sein. Naab, s. Ungar. Naabstcin, s. Prokop v. R. Naah v. Ehrenstätten. Der k. k. österr. Pens. Unterlieutenant Leopold R. wurde im I. 1820 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 246. - v. H.s Nab, Rabe, Raben, Raven, R. auf Stucke, Stücks, eine sehr alte mecklenburg'sche, vorpommer'sche, schlesische, meißnische, lausitz'sche, uckermärkische, auch in Dänemark (wo sie von K. Kristiau VI. im I. 1734 unter dem Namen v. Christiansholm in den Grafenstand erhoben worden) und seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg begüterte Familie, deren Stammschloß Ravensburg im stargard'schen Distrikte lag. Die Ersteren dieses Geschlechts kommen im Jahre 1194 vor. Die schles. Familie schrieb sich eigentlich Rab und mag nach Sinap, I. 656. II. 741, mit denen v. Mühlberg in Schlesien einerlei Ursprungs sein. sTyroff, Wappb. v. Württemberg IV. — v. Zedlitz. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. 245.) Wappen: In Blau eine quergelcgte halbe g. Lilie, auf dem Helm ein auffliegender schw. gekrönter Rabe mit einem Ring im Schnabel. fSicbmachcr V. 331, unter Rabl. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 15; Württemberg. Adel S. 17. T. 23. — v. H. — Zedier XXX. 455 — 57. — Gauhc I. 129 u. f. — Seifert, Genealogie adlicher Eltern u. Kinder. — v. Meding I. n. 651) Nabüts, vielleicht kroatisch. Johann v. R. stand 1857 als Oberlicutenant im 2. k. k. österr. Hus. Regiment. Nabatta, ein ursprünglich aus dem Florentini scheu stammendes Geschlecht, das in Friaul u. Krain sich ansiedelte und in Steyermärk im I. 1659 unter die dasige Landmannschaft kam, auch das Obererbstallmcisteramt in der Grafschaft Görz besizt. Sie wurden im I. 1634 in den Grafenstand erhoben. (Valvasor. — Wurmbrand. — v. Jmhof. — Schmutz III. 237. — Bucelini stemmat. III. 183. — Zedier XXX. 420 — 22. — Gauhe l. 1291. 11.915. — Seiferts hochadl. Stammt. II. n. 12. — v. Hefner, görzer Adel S. 30. T. 28. — v. H.) 1. st Nabe, ein schles. Geschlecht, welches schon 1449 vorkommt; auch in der Lausitz ansässig. Wappen: In S. ein schw- Rabe mit einem g. Ring im Schnabel, fv- Ledebur II. 245. — v. Meding I. n. 650. — Sinap I. 744 .s 2. Nabe, geh. Rath und Ministerresidcnt mehrerer Höfe zu Berlin, wurde 1814 vom König von Preußen geadelt, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 246.) Wappen: 1. und 4. F. in R. ein s. Anker, 2. u. 3- F. in B. ein Kranz von 9 g. Sternen; im Mittelschild ein schw. Nabe in G- fPreuß. Wppb. IV. 26.) 3- Nabe, Karl Ludwig Heinrich, Kammcrdircktor, wurde 1825 in den preuß. Adelstand erhoben, fv. Zedlitz. — V .Ledebur II. 246.) Wappen: 1. u. 4. F. in R. eine g. Wage, 2. u. 3. Feld in B. zwei g. Nehren; im Mittelschild ein schw- Nabe in G- Der geh. Rath und Karl Ludwig gehören ein und derselben Familie an. Der Sohn des Lezteren war k. preuß. Finanzminister. Nabel v. Alankenwaffen. Der Oberst des 4. österr. Kürassier- Regiments, S. R., wurde 1861 mit v. B. geadelt. HA. A. Zeit., Sept. 1861.) f Nabclink. Der Bürgermeister zuGrottgauim Neisse'schen, Frauz Leopold R., wurde im I. 1720 in den böhm. Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 194. — v. H. — v. Ledebur II. 246.) Wappen? Rabenau, ein schles. und lausitz. Geschlecht, aus dem Hermann v. R. zu K. Friedrich's III. Zeiten ein tapferer Krieger war. fv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 113. — v. Ledebur II. 246. — v. Hefner, sächs. Adel ^>. 43. T. 49. — Spangeuberg, Adelsspiegel II. — Grosser's lausitz. Denkwürdigk. — Sinap I. 744. II. 899. — Siebmacher I. 59. n. 5. — Zedier XXX. S. 457 u. f. — Gauhe I. 1294. — v. Meding I. n. 652. — v. H.) Rabenau Nordcck, v. u. zu, s. Nordeck zur Rabenau. Nabenfels, s. Rabenseifner. Nabcnhaupt v. Zuche oder Zucha, eine frhrl. böhmische, auch in der Pfalz seßhafte Familie, die im I. 1618 vorkommt. Am 29. Febr. 1644 erlangte die Familie die frhrl- Würde. fv. Ledebur II. 246. III. 327. — Siebmacher, Supplem. VIII. 24. — Spangcnbcrg, Adelshist. — Gauhe I. 1294. II. 917. — Zedier XXX. S. 461. — v. H.)' 200 Rab — Nack Raticnhorst, Bernhard, Kriegsministcr seit 1849 in Dresden erlangte 1856 den sächs. erbt- Adelstand. sA. A. Zeit, v- 1856. - v- Hefner, stichst Adel S. 43. T. 43.s -j- Ral'enprcis!, Nossig ». R. Der k. preuß. Jagd- n. lnstige Rath Johann Erdmann Nossig erhielt am 5. Sept. 1732 ein Frciherrndiplom mit v. Naben-Preist. Zugleich wurde er mit den Haus bruchmühlen'schen Lehen in der Grasschaft Ravensberg belehnt. Er starb 1766 ohne Kinder, sv. Ledebur II. 246.s -s Roliciislierg. Sie besaßen die gleichnamige Feste im Cillier- Kreise in Stchcrmark, sollen aber schon zu Anfang des 14ten Jahrhunderts ausgestorben sein. sSchmutz III. 239. — v. H.s Rolicnsliurg, s- Prenner. Raticiiscisncr v. Raliensets. Der Pontonierhauptmaun Josef R. wurde im I. 1804 mit obigem Beinamen geadelt. IM. v. M., Erg. 414. — v. H.s -st Rabenspiirg, ein ehedem sehr berühmtes freiherrl. Geschlecht in Franken, dessen Schloß gleichen Namens unweit Würzburg gelegen ist. Ihr Stammvater soll ein gewisser Günstling K. Friedrichs I- gewesen sein, dem er seine von ihm geschiedene Gemahlin Adelheid (eine Markgräfin von Vohburg) vermählte. Aus dieser Ehe entsproß ein Sohn Konrad, der und dessen Nachkommen v. N. genannt wurden. Leztcrer mußte sich aber in der Folge Reinst ein nennen, wovon Friese in der Würzburger Geschichte bei Ludwig, S. 541, die Ursache umständlich aufführt. sZedlcr XXX. 462. — v. H .s 1. s- Ralicnstcin, ein sehr altes märk. und fränk. Geschlecht, aus dem Einer schon im I. 1080 zu Augsburg turnirte, und welches das Küchenmeistcramt in Kärnthen hatte, aber im Jahre 1412 ausstarb. Ihr Stammschloß dieses Namens lag im Stift Bamberg, s Biedermann, G. Tab. 360 —63. — Dienemann 256. 2g4. — Gcneal. u. Wappen. — Beehr 1619. — Siebmacher I. 105. ^ v. Hattstein III. 356 — 69. — Gauhe I. 1295. II. 318. — Schmutz III- 240 u. st — Zedier XXX. 463. — Salver 213- 229. 438. 499. 504. 515. — v. Meding l. n. 653. — v. H.s 2. 's Roliciistcm, ein frhrl. Geschlecht, das von den v. Pflug abstammt und das gleichnamige Schloß u. Städtchen im Saatzer- Kreisc besessen hat. Erloschen im 18. Jahrhundert. sv. Ledebur II. 247. — Zedier XXX. 463. - v. H.s Rabcnstci>icr-Gnoi>»ickc, ein westpreuß. Geschlecht. Wappen: Drogomir. sv- Ledebur II. 247.s Rlckcnstciim, s. Geuder. ch RolicnLwaiim (Nabinswalda), eine Seitenlinie der Grafen v. Kävernburg, deren AnHerr Sizzo v. K. war. sv. Falkenstcin, thüring. Chronik II. B. IV. Kl. XX. Kap. 906— 11. — Avemann's kirchberg. Gesch. 186. — I. E- Böhmcn's Todtheil. mit ihren Folgen in Thüringen, aus der gräfl. kävernburg.-rabinswald'schen Fam. Gesch. Leipzig, 1735. gr. 8. S-3, bes. S. 14. — Albini, Hist. der Gr. v. Werthern 67. — v. Meding II. n. 673. — v. H.s Rabies, ein sächs. Geschlecht, dem Knauth in prodr. Misn. den Beinamen Tieffensee gibt; es besaß die Hälfte der in Meißen zwischen Leipzig und Wittenberg gelegenen Herrschaft Pouch. Melchior R- hat im I. 996 dem Turnier zu Braun- schweig beigewohnt. sLucä, Grafensaal 362. — Zedier XXX. 466. — Gauhe I. >236. — Siebmacher I. >59. n. 14. — v. Meding II. 454. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 247. — v. H.s blödstem, s. Procopp v. R. Rabutin, eine der vornehmsten gräfl. Familien in Oesterreich, welche mit dem Gr. Jvh. Ludwig v. R.-Bussy, k. Gcneral- ! Feldmarschall w-, aus Frankreich nach Wien gekommen. Gras Amadäus R-, Kämmerer und Generalseldwachtmcister, erhielt im Jahre 1724 die-Bestätigung des NeichSgrafcnstandes. sGauhe I. 1297. II. 913. — Zedier XXX. 475 u. ff. — Allgem. histor. Lexikon. Forts. 1057. — M. v. M. 27. - v. H.s -j- Rabwald, eine adliche Familie in Preußen, die im Igten Jahrh. daselbst noch blühte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 247.s Rachas ». Nachasigerbcrg. Martin Rachazie, Pinger genannt, kais. Hofkammerkanzlcischrciber, wurde um 1613 mit lez- terem Beinamen geadelt. sN. T. A. R.s Rachazck und Adlcrskroii. Diese Familie erlangte am 14. Juni 1660 den böhm. Ritterstand, sv. Hcllbach, Samml.s -st Rache, Georg Anton, ständischer Sindikus zu Glogau, wurde im I. 1725 in den böhm. Adel- u. 1729 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg- 194. 414. — v. Ledebur II. 247. III. 327, wo das Wappen angegeben ist. — v. H .s Rachel o. Löwmaiiiisegk. Johann Thomas R., Bankier zu Dresden, wnrde nebst seinen drei Brüdern, Joh. Kristof, Paul Moriz und Georg Mathias im I. 1744 vom Kaiser mit v. L. geadelt, welche Standescrhöhung 1748 in Sachsen ausgeschrieben wurde. sR-T. A. R.s s- Rachncr, Johann, gewesener kais. Soldat, erhielt 1651 die Rcichsadelswürde und am 23. Jan. 1660 wurde er in den böhmischen Adelstand aufgenommen, sv. Ledebur II. 247. — R. T. A. R.s Rachut, mähr. Freiherren, die im 17. Jahrh. vorkamen. sPrcvcnhueber's Annal. Styrcns. 351 u. st — Zedier XXX. 494. — v- H.s Rachowin v. Roscnstcrn. Peter Anton R. wurde 1792 mit dem Beinamen v. Roscnstern und „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sR. T. A. R-s Racket. Das bei Barut unweit Bautzen gelegene Dorf dieses Namens ist das Stammhans dieses in der Oberlausitz und in Schlesien, besonders in den Fürstcnthümern Sagauu. Crossen begüterten Geschlechts, das aus dem Hause Ebsdorf im Fürsten- thume Glogau abstammt. Im I. 1553 kommt Franz v. R. als Landesältestcr im sagan'schen Fürstenthume vor. sv. Ilcchtritz, dipl. Nachr. VI. 74-82- — Sinap I. 745. II. 900. — Zedier XXX. 497. — Gauhe I. 1297. — Estor's Adelspr. 403. — v. Meding II. n. 674. — Sicbmachcr I. 64. — v. Ledebur II. 247. — v. H.s 1. Rackmaiin, August Wilhelm, k. preuß. Kriegsrath, erlangte 1793 den Adelstand. sR. T. A. R.s 2. Rackmaiin ». d. Dongard. Friedrich Kristian R. wurde 1768 geadelt, im I. 1787 mit dem Beinamen v. d. B. in den Frci- herrnstand erhoben, und 1794 erhielt derselbe Frhr. R. v. d. B. zum Münzhof das Erbschenkenamt vom kais. freien Neichsstift Hervor den; desgleichen eine Wappenbesscrung. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848. — R. T. A. R.s Räcknitz, Ragknitz, ehedem Ragnitz, besaßen in Steyer- mark ein gleichnamiges Gut und kommen schon im I. 1379 vor. Moriz v. R. wurde im I. 1550 von Kaiser Ferdinand I. in den Freiherrnstand erhoben. Erzherzog Karl vermehrte am 21. Aug. 1570 das Wappen nochmals. Sie sind auch in Oesterreich, in der Pfalz, in Schwaben und in Sachsen begütert. lCast, Adelöb. v. Württemberg; desgl. v. Baden. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 299. — Die Württemberg. Wappcubücher von K. Dorst und I. A. Tyroff. — Sicbmachcr I. 23, Nack — Rad 201 unter Rägnitz. — v. Hefner, württ. Adel S> lv, T, 12. — Kneschke, Wappen III- Bucelin, stcmmat. III. — v. Hattstein ll. 261. — Gauhe I. 1238. - Dithmar 12. n. 37. — Zedier XXX. 4SS u. f. 636. — v. Meding III. n. 636. — Schmutz III. 242 u. f. — v. Lang 263 u. f- ^ v. H-i Nockwitz, eine schlesische, besonders im Glogau'schen seßhafte Familie. sSinap I. 745. — Zedier XXX. 499. — Spener, cheor. insign. I. 71. n. 3. — Gauhe I. 1239. — Siebmacher I. 7t. n. 3. — v. Meding II. 676. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 247. - v. H.s 1. Mc). Nikolaus v. R. stand 4357 als Unterlieutenant im Z. k. k. äste r r. Hus. Regiment. 2. Rac^ v. Ehrcnstättc», österreichisch. Franz Ferdinand R. v. E. stand 1357 als Major im 11. k. k. Grenz-Inf. Reg. 3. Näc) v. Galgo, siebenbürgisch. Peter R. v. G. war 1835 Kanzlist und beeideter Notar bei der siebenbürg. Hofkanzlei zu Wien. Diese drei v. R. mochten wol Eines Stammes sein. Rac;cck, eine adl. Familie in Obcrschlesien, die im 18ten Jahrhundert den Rittersiz Iasten bei Tost besaß; die Familie blüht noch. Wappen: Waruia. sv. Ledebur II. 247. III. 323. — Dorst, schles. Wppb. II. 152.j Eigentlich Dluhosch v. Ko- penitz, genannt Raczeck. sv. Zedlitz.jj Narzcnski. Marimilian Emanuel v. R. war 1760 Herr auf Sagewitz, k. preußischer Landrath vom breslauer Kreise, sv. Zedlitz.jj Unzweifelhaft einerlei mit Raczinsky. Racstn v. Racstii. Georg Wenzel R. v. R. wurde im Jahre 1732 in den böhm. alten Freiherrnstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 90. - v. Hst Nacstnsky, Adam, Handelsmann zu Breslau, wurde im Jahre 1734 in den böhm. Adelstand und seine Wittwe Susanna v. R. im I. 1733 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 194. 414. - v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 247. - v. H.f NacMSki. Die Grafen v. N. sind ein vornehmes polnisches Geschlecht, von dem eine Linie dem Hause Jastrzembiec, eine andere dem Hause Nalencz angehört und von dem Herzoge Pozielo abstammen soll. Seit der Theilung von Polen gehört diese Familie auch dem preuß. Staate an. Preuß. Grafen 1834; 1824 in dem preuß. Grafenstaud bestätigt. Graf Athanasius war preuß. Gesandter am däu. Hofe in neuerer Zeit. Das Haus der Grafen v. R. theilt sich in den Ast Rogalin und in jenen von Obrzhcko. Athanasius gehörte lezterem an. sv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1344 u. f. — v. Ledebur II. 247. — v. Hefner, preuß. Adel S. 22. T. 25.f Rad, Kristof, des inneru Raths zu Augsburg u. k. sächs. Hofjuwelier, erhielt den Adel von Kaiser Franz I. im I. 1753; wahrscheinlich Bestätigung; denn man findet schon 1685 einen Kristof v. Rad unter den Mehrcrn-Geschlechtern zu Augsburg. sv. Hefner, bayer. Adel S. 104. T- 26. — v. Langenmantel, Gesch. von Augsburg. — v. Lang 437. — v. HI Nadaiiowich v. Windschacht. Der österr. Hauptmann Simon R. erlangte 1851 den rittermäßigen Adelstand mit v. W. sA. A. Zeit. v. 1851. — Ocsterr. MilitzSchcmat. v. 1853.f 1 Radau, ein preuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 248.1 Raday de Rada, ein österr. adliches, darauf freiherrliches, endlich gräfliches Geschlecht. Des Grafen Gideon's R. de R. Anentafcl und 16 Anen stehen in v. Schönfeld's Adelöschcmatismus ll Jahrg. 223. sv. H.jj Stammbuch des Adels in Deutschland. IN. 1. Radda i>. Doskowstciii- Der k. k. österr. Miuisterialrath im Finanzministerium, Dr. I. R., wurde 1859 mit v. B. geadelt. sA. A. Zeit. v. 1859.1 2. Radda v- Ehrenstel. Der Oberlieut. Antou R. wurde im Jahre 1767 mit v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 414. — v. H.j Rade, Nhaden, eine Pommer'sche Familie, im Wolgast'- schen und auf Rügen wohnhaft, die zu Anfang des 16. Jahrhunderts vorkommt. sMicrälins, Pommerl. I. 6. - Zedier XXX. 512. — v- Zedlitz. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsecprov. 159. — v. Ledebur II. 218. III. 328J Gleich mit Rhaden. Nadcliandt, Georg Magnus, kais. russ. Oberstlieutenaut, wurde 1772 in den ReichSadelstaud erhoben. sR. T. A. R.j st Radcdronncr. Stefan R. zu Mülheim (Pfarrkirche^ steht in der bayer. Landtafel 1493. Radcck- In Schwaben, in der Schweiz, in Schlesien und Polen, aber im Wappen und sonst ganz von einander verschieden. Auch in der poln. Woiwodschaft Ka lisch ist ein Geschlecht dieses NamenS bekannt. Zuerst kommt Rüdiger v. R. als Bischof zu Kiemsee im I. 1233 vor. sOkolski, orb. Polen. II. — Zedier XXX. 514. - Sinap I. 746. — Siebmacher l. 58. n. 6. II. 138. III. 114. V. 185. — v. H. — v. Meding II. n. 677. — Gauhe I. S. 1299. — v. Ledebur II. 248. — v. Zedlitz.! Nadcckc, Kristian Sigmund, Lieutenant, wurde am 24. Dez. 1733 von Preußen in den Adelstand erhoben und dieser Adel am 5. März 1743 auf seine zwei Brüder, Daniel Georg, vormals Fändrich, und Johann Georg und ihre Nachkommen ausgedehnt. Am 29. Mai 1811 hat König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Lieut. R. und dessen Bruder, Land- und Stadt - Gerichtsdirektor, mit von dem obigen verschiedenem Wappen in den Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 249. III. 328. — Preuß. Wppb. IV. 27. — Dorst, schles. Wppb. II. 231. - Siebmacher I. 58.f Radecki, ein poscn'sches Geschlecht. W.: Gozdziemba. sv. Ledebur II. 249st Radc^ky v. Radccch Dieses Geschlecht gehört zu den alten ritterbürtigen Familien Böhmens. Schon 1329 erhielt N. v. R. Bestätigung seines alten Adels und Wappens. Johann Georg erlangte 1684 die Freiherrnwürde. sJahrb. des deutschen Adels auf 1847. — Hyrtl, die fürstl., gräfl. n. frhrl. Fam. der österr. Monarchie 1851. — Taschenb. der gräfl. Hänser für 1844 u. f. — Gauhe II. 921. — Zedier XXX. 524.s Gauhe glaubt, daß das Geschlecht ursprünglich aus Schlesien nach Böhmen gekommen sei. Jedenfalls ist die Familie von denen v. Nadeck ganz verschieden. sSiebmacher, Supplem. VI. 7. VIII. 6.f Der Name wird öfters Radetzky v. Radctz geschrieben gefunden, wie denn in älteren Zeiten diese Schreibart auch gebräuchlich war. sSinap II. 900. — v. Ledebur II. 249. III. 328. - Kneschke, Grafenhäuser.f Der Freiherr Wenzel Leopold v. R. wurde im I. 1764 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 27. — v. Schönfeld, Adelsschem. I. 221. - v. Hst Radcgast. Dieser Name wurde dem Sohne des Fürsten Georg Aribert von Anhalt, der sich mit der Tochter des anhalt'scheu Hofmarschalls Kristof v. Krösig vermählte, von dem ihm gehörigen Schlosse gleichen Namens gegeben. Ebenderselbe wurde hernach in den Grafenstand erhoben und schrieb sich Graf zu Behringen, Fürst Georg Aribert's zu Anhalt ehelicher Sohn,. Herr zu Waldensee u. Radegast und starb im I. 1677. (Zedier XXX. 516. — Gauhe II. 920. — v. H.j 26 202 Rade — Rado s- Padchcim, ein aus Franken stammen sollendes, in Preußen angesessenes Geschlecht, das erloschen ist. Wappen? sv. Ledebur II. 249.s Padclas, ein aus Schweden stammendes Geschlecht, von dem Mitglieder seit drei Generationen im preuß. Kriegsdienste stehen. Wappen? sv. Ledebur II. 2494 Padcmachcr, P v. Padcnhaustii, Daniel, wurde 1766 geadelt. sR.T.A.R.js Die Familie soll aus Holland stammen und schon früher den Adel besessen haben. Jczt ist sie in Hessen seßhaft. Wappen: Drei g. Räder in B- sv. Hefner, Erg. Bd. S. 48. Taf. 29; sächs. Adel S. 43. Taf. 49. - v. Ledebur II. 249. III. 328. Siebmacher V. 132.s Padcn, verschieden von Nhaden. Es gibt zwei verschiedene Geschlechter dieses Namens: I. Die v. N., welche in R. einen mit drei r. Rosen belegten Querbalken führen; dieses Geschlecht gehört Mecklenburg an; es besizt aber auch in der Altmark das Gut Losenrade. sSiebinacher V. 153.j II. Die v. R., welche in B. drei w. Rosen führen; diese gehören Kurland an. Es befanden sich aus diesem Geschlechte mehrere Offiziere im preuß. Heere; auch sollen sie Bestzungen in Schlesien haben, sv. Ledebur II. 2494 1. s Nadeiihanscn, fritz lar'sche Vasallen, Erben der v. Wicheling cn. Nach ihrem Aussterben fielen die Bestzungeu an Friedrich Alban v. Hanrlcden. sFalkcnhcimer I. 2114 2. Padciihausc», rheinländ. Adel, der auch im Braun- schwci g'schcn u. inHessen unweit Marburg begütert ist. Das Geschlecht ist verschieden von denen v. Rodenhausen. Schild von S. u. Schw. gespalten, belegt mit einem Adler in wechselnden Farben. sv- Hattstein I. 4l8. — v. Meding I. n. 654. — Schannat, Client. Fuld- 141. — Siebmacher I. 182. n. 12. — v. H4 Padcnhauseii, s- Rodenhausen. Puder, ein altes lindauer Patriziergeschlecht, 1829 in die bayer. Adelsklasse eingetragen, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 195. Taf. 126 s -s lladcrach, ein altes schw ab. Edelngeschlecht, welches die gleichnamige Burg im Württemberg. O.A. Tet tu ang besaß. Im 13. Jahrh. scheint es schon ausgegangen zu sein. sGriesinger 14454 Padcstock, s. Rodestock. Padilwrski v. Patidor, s. Ratibor. Padie, Johann, österr. Hauptmann, erlangte 1857 den Adel. sA. A. Zeit, von 1857. — Oestcrr. Milit. Schcmat. v. 1857. S. 2294 lludicc, A., Munizipalassessor zu Verona, wurde 1857 in den österr. Adelstaud erhoben. sA. A. Zeit. v. 18574 Padichcvich, illirisch. Franz Karl v. R. war 1835 k. k- österr. Gubernialrath zu Trieft, lladicz, s. Radeczky. Padicuzig v. Mcrno. Ludwig v. R., landschaftlicher General- Einnehmer zu Görz und Gradiska, wurde im I. 1761 mit dem Beinamen v. M. in den Freiherrenstand erhoben. Die Familie stammt aus Bosnien. Peter R. wohnte der Belagerung von Cauissa unter dem kais. Heere bei. 1691 erhielt er eine Anerkennung seines Adels vom Erzherzog Ferdinand. Das Geschlecht blüht durch Zwillinge in zwei Linien, sv. Hefncr, krainer Adel S. 39. T. 28. - M. v. M. 78. — v. H.s f Pading, ein erloschenes preuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 2594 Padis, Anton, aus Görz, wurde im I. 1716 geadelt. sM. v. M., Erg. 414. - v. H4 Padisschits, wahrscheinlich aus dem Banat. Michael v. R. war 1835 k- k. österr. Hauptmann. Paditsch. Der Stadtstndikuö Franz Ludwig R. zu Laibach wurde im I. 1733 geadelt. sM. v. M-, Erg. 414. — v. H4 Padiooy-Padosscvich v. Padasj. Der Hauptmann R.-R. wurde im I. 1773 mit v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 414. — v. H.s Aadkay, Freiherren, besaßen Oberlutte nbcrg in Stcyer- mark und erhielten im I. 1685 die steh er. Landmannschaft. sSchmutz III. 247. - v. H.s PMc, ein aus dem Großhcrzogthum Posen stammen sollendes Geschlecht, welchem König Friedrich August von Sachsen, Großherzog von Warschau, am 17. Mai 1811 den Adel ertheilte. sv. Hcfner , sächs. Adel S. 43. T. 49.s Padkicuiicz, in West Preußen seßhaft. W.: Tarnawa. sv. Ledebur II. 259.s PMowctz v. Mirounh, ein böhmisches, meist in kais. österr. Militärdiensten stehendes Geschlecht. sZedler XXX. 545. — v. H.s Padliiighaft. Kommt nur in dem Domherrn zu Breslau, Joh. Richard Gabriel v. N., 1729 vor. sv. Ledebur II. 259.s f Padlkoscr. 1597 ist Andreas der Radlkofer als der Lezte seines Geschlechts 's. sGeiß, Chiemsee 1994 Padlowski, ein im Großherzogthum Posen seßhaftes Geschlecht. Wappen: Klamry. sv. Ledebur II. 2594 Palniiannsdorf, österreichisch. Johann v. R. war IM R echnungsführersadjuukt bei der Jugenieurakademie zu Wien. Palni v. Szcnt-Martoich, wahrscheinlich ungarisch. Gedeon R. v. Sz.-M. stand 1857 als Oberstlieutenant im 11. österr. Geniebataillvn. Padock li. Nadohki u. Padocze, Radeck, ein in Oberschlesien und Oesterr.-Schlesien ansässiges Geschlecht. sSiebm. I. 58. — v. Ledebur II. 259. III. 3284 Gleichbedeutend mit Radeczky v. Radecz. Padöhi v. Padöh, ungarisch. Ludwig Ritter R. v. R. stand 1857 als Major im 18. k. k- österr. Inf.Regiment- Padojcwski, im Posen'scheu seßhaft. W.: Ogonczyk. sv. Ledebur II. 2594 Padolssrodc. Widego de Radolvcrode testis in einem walkenrieder Brief 1144. Gunterus de Radolveroth 1215. sllrk.Buch für Nieders. II. II. 73.s Padolinski. Die Grafen v. R. stammen aus dem alten polnischen Hause Lesczyc ab, welches den ersten poln- König Lech als AnHerrn anerkennt, weil Lesczyc in der poln. Sprache gleichbedeutend mit Sohn des Lech ist. Das Geschlecht der L. kommt schon 1929 vor. Ein Zweig führte seit dem 11. Jahrh. den Namen Skarsow. Zu Ende des 14. Jahrhunderts fügten die Söhne des Grafen Maceda ihrem Familiennamen den eines ihrer Lehne, Radolin, hinzu, und Mathias auf Radolin — um 1499 — ist der Stammvater der heutigen Grafen v. R. sv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 49. — v. Ledebur II Rad — Räs 203 S. 250. — v. Hefner, preuß. Adel S> 22. T. 25. — Kneschke, Grafen- Hiiuser II. 237.) Nadolt, Klemens, aus den kais. Erblanden, wurde 1628 geadelt. sR. T. A. R.1 Nadomicki, im Großherzogthum Posen begütert. Wappen: Kotwicz. sv. Ledebur II. 25v.ss Nadomiiisiü, im Posen'schen seßhaft. W.: Pruß II. sv. Ledebur II. 25I.s Nadomski, in Preußen seßhaft. sv. Ledebur II. 25V. III .328.j Wappen: Brodzic. Siehe Knrzondkowski. Iladoiiich, s- Attanasievich v. K. liadoinh. Dieser adlichen Familie gehörte im 18. Jahrh. das Rittergut Kobello im ro send erg. Kreise von Schlesien, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 25V. III. 328.1 Nadonski, ein im Posen'schen nnd in Westpreußen ansehnlich begütertes Geschlecht. Wappen: Lada, sv. Ledebur II. 251.) Nadosluiiieviö v. Pofavnia. Der österr. Generalkonsul, Oberst Theodor v. R., erlangte 1856 den Ritterstand mit v. P. sOesterr Militärschemat. v. 1856-1 Nadolavtjciiio v. Pasaiiiim, kroatisch. Theodor R. Ritter V. P. war 1857 k. k. österr. Oberst beim peterwardeiner Grenz-Inf.Reg. Nr. 9 und Generalkonsul zu Belgrad. liadosscvich v. Nados, wahrscheinlich aus Ungarn stammend. Demeter Frhr. R. v. R. war 1835 k. k. wirkt, geh. Rath, Feld- Marschalllieutenant u. des Hofkriegsraths Viceprästdent. Theodor Frhr. R. v. R. war 1857 k. k. österr. Major in Pension, liadoß, s. Radivoy-R. Nados), im Posen'schen ansässig. Wappen: Poray. sv. Ledebur II. 251-1 Aadoszewski, im Posen'schen angesessen. W.: Niezgoda. so. Ledebur II. 251-1 lsados)kowski, in Preußen angesessen. W.: Jelita. sv. Ledebur II. 251. III. 328-1 Nadonncki, in West Preußen gesessen. W.: Grzymala. sv. Ledebur II. 251-1 Nadowitz. Die Familie stammt aus Ungarn, wo sie zu den kleineren adlichen Komitatsfamilien gehört. Im I. 175V kam ein Sprößling nach Blankenburg und von da nach Altenburg. Sein Sohn vermählte sich mit einer v. Könitz aus Saalfeld, und sein Enkel trat ans hessischen in preußische Dienste über, wurde Chef des Generalstabs und um 1849 Militärkommissarius bei der deutschen Bundesversammlung. Die Familie bekennt sich zum kathol. Glanben und ist in Schlesien seßhaft. sv. Zedlitz. — Bamberger Zeitung vom 4. Sept. 1849. — Diplomat. Jahrb. für den preuß. Staat l84l. Abth. 2. S. ll4. — v. Ledebur II. 25l. III. 328.j Radvanfikis v. Nadvan, ungarisch. Anton R. v. R. war 1835 Distriktualinspcktor zu Neu sohl und k. k. Rath u. Ludwig R. v. R. k. Rath und Viccgespan der zoler Gespanschaft. Radvnnist, ungarisch oder dalmatisch. Moriz v. R. war 1857 Hauptmann bei der k. k. österr. Marine-Infanterie. UadwlNi. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 251. Nadwan, s. Dobrusky. RlidMski. Dieses Namens zwei Familien: I. Mit dem Wappen Lodzia im Posen'schen; II. mit dem Wappen Swie- czeck, auch im Posen'schen. sv. Ledebur II. 251-j vadst, ein aus Preußen stammendes Geschlecht, dessen Mitglieder in preuß. Kriegs- u. Zivildiensten stehen. W.: Lubicz. sv. Ledebur Ii. 252. III. 328.1 Nadstbor, Nacibor, ein posen'sches Geschlecht. Wappen: Jastrzembiec. sv. Ledebur III. 328.j RadMi, Radziecki, in Westpreußen. W.: Nalencz. sv. Ledebur II. 25l.j Nadstcjowski, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Junosza. sv. Ledebur II. 251.j Nadstkowski, im Großherzogthum Posen gesessen. Wappen: Ogonczyk. sv. Ledebur II. 251.j Nadstmiiiski, eine im Großherzogthnm Posen u. in Preußen sehr ansehnlich begüterte Familie. Wappen: Lubicz. sv. Ledebur II. 251-1 Aadstmski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Napiwon. sv. Ledebur II. 251-1 Nadstwonski, wahrscheinlich galizisch. Johann v. N. zu Wien war 1835 Mitglied der mcdizin. Fakultät daselbst. Nadzwil, ein fürstliches Haus, welches seinen Ursprung von Narimund, dem Sohne Gedimin's, Großherzogs von Litthauen, herleitet, hat unter Andern große Bcstzungeu im Posen'schen. Das Haus war schon vor der Vereinigung Litthauens mit Polen mit der Fürstenwürde bekleidet. Im I. 1515 erhielt dasselbe die Neichsfürstenwürde, nach Andern im I. 153V. Es theilt sich in verschiedene Linien. Man sehe hierüber v. Zedlitz, Adels - Lexikon, nnd v. Ledebur II. 252. Stammwappen: Tromby. sGothacr genealog. Hofkal. auf 1825. S. 121 u. f. — Masch 131. — v. H.s Rädel v. Lilicncgg. Joh. Wolfgang R., fürstl. lichtenstein'- schcr Sekretär, wurde 1692 mit v. L. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R.js Räber v- Rodenburg. Mit lezterem Beinamen wurde Johann Georg Konrad N. im I. 1788 geadelt. sR. T. A. N.j Näcknit), ein steyermärkischcs, von denen v. Räcknitz hinsichtlich des Wappens ganz verschiedenes Geschlecht, sv. Meding III 637. — v. H.s Räder, ehemals Red er, s. Redern. Rädmh, vielleicht einerlei mit Red Witz, sv. Meding III. n. 638. — v. H-1 Rällc», Johann Baptist, aus Flandern, wurde 1721 geadelt. sR. T.A.R.1 Ränckl v. Rcnckcn. Der fürstlich auersperg'sche Oberpfleger der Herrschaft Wels wurde im I. 1732 mit „Edler v. Rencken" geadelt. sM. v. M-, Erg. 415. — v. H-1 st Näfcuiit), beigenannt Passet, ein wahrscheinlich ausgestorbenes Geschlecht, das vorher P. genannt wurde und in der Person des Georg Kristof Ferdinand (der Hof- und Konsistorialrath zu Gr ätz war, und mehrere theologische Schriften über die Vereinigung der kathol. u. luther. Kirche herausgab) im I. 172V unter dem Namen v. R., beigenannt P., geadelt wurde. sSinap I. 672. 961. — Nov. lit. Germ. 1705. p. 214. — Zedier XXX. 575. — Gauhe II. 922—25. — v- Ledebur II. 258. — v. H-1 Häsfeld, Rasfeld, Räsveld, eine im Hcrzogth. Cleve begüterte Familie, aus welcher der kurköln. Oberstkanzler, geh. Staatsund Konferenzminister Gottfried Josef v. R. 1757 in den Freiherrnstand erhoben wurde. sR. T. A. R. — v. Zedlitz, Ad. Lexikon I. Suppl., woselbst eine ziemlich ausführliche Beschreibung zu finden ist. 26 * 204 Rät — Rai — Hobbeliug, Beschr. des Stiftes Münster. — Gauhe II. 935. — Siebmacher I. 191. — v. Mediug I. n. 660. — Fahne II. 113. — v. Ledebur II. 252. III. 328. — Bernd, Taf. 199. — Frhrl. Taschenb. v. 1857. — v. Heiner, preuh. Adel S. 59. Taf. 75; bayer. Adel S. 52. Taf. 53. — Zedier XXX. 577. — v. H.s Nach der R. T- A. R. erhielt ein Cäsar Ich. v. Naßfeld 1653 die Freiherrnwürdc. Ob hierher gehörig? Widerspricht der von König Friedrich I. von Preußen der Familie v. Näßfcld 1729 ertheilten Adclsbestätigung. sPreuß. Waschenbach IV. 27.) Rät u. Woort, Arnold Johann Philipp, des kais. Hofkanzlers Grafen v. Strattmann Schwager, erhielt 1696 Bestätigung des seinen Voreltern 1416 ertheilten Frcihcrrnstandes. fR. T. A. R. — v. Ledebur II. 253, wo Rät-Bögelskamp stcht.f Ein sehr altes Geschlecht am Niederrhein, verschieden von Rath. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1853 u. 1860.s Nätcwits, Karl Leopold, sächs. Kapitän und Architekt, wurde 1799 vom sächs. Neichsvikariat geadelt. sM. S.) Nättingcr v. Nntingcrsbors, auch Naittinger v. Raittings- dorf. Die Brüder Kristof u. Leopold N., in kais. Kriegsdiensten, erlangten 1612 die Adelswürde mit obigem Beinamen. sR. T. A. R.j Naffcnstain, Nassenstein, ein altes tiroler Adelsgeschlecht, welches früher Weltin, oder Woltin, oder Wettin v. R. hieß; 1651 wurde dasselbe mit Weglassung des Namens W. in den Rcichsritterstaud erhoben. sR. T. A. R.s Nasstus v. Kleefeld, österreichisch. Josef R. v. K. stand 1857 als Oberlieutenant im 49. k. k. österr. Inf. Reg. -s Nagel v. Schönstein, eine adliche, nachher freiherrl. Familie im Breisgau, welche im I. 1729 ausgestorben, und zwar mit der Lezten ihres Geschlechts, die 117 Jahre alt geworden sein soll. sGauhe II. 985, aus Manuskripten. — v. H.s Nagcrsborf, ein böhm. Geschlecht, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in D. vorkommt. sZedlcr XXX. 631. - v. H.s ch Nagcuiitg, eine meißnische Familie, die nach dem Jahre 1629 erloschen zu sein scheint. fZcdler XXX. 632. — Gauhe I. 1302. — Hartmann's Sammlung. — v. H.s Nagiovich gm» Nofenhof. Aus der Grafschaft Görz abstammend, wurde diese Familie von Kaiser Leopold I. unterm 29. Okt. 1671 geadelt, sv. Lang, Supplem. 134. — v. H.s Franz Freiherr v. Naglevich, geb. 1722, 's zu Dillingen am 25. Nov. 1768. Rogowski, ein in Schlesien seßhaftes Geschlecht, 1729. Wappen: Ab dank. sv. Ledebur II. 253.) -s Nohlcckcn; Ralecken, eine sehr alte pommer'sche Familie auf der Insel Rügen, sv. Ledebur II. 253. III. 328.s Heinrich Ralcck, der noch 1625 lebte, hinterließ nur eine Tochter, welche sich mit dem Stallmeister des schwed. Feldmarschalls Torstenson, Swcn Jakobson, vermählte; er wurde hierauf von Schweden mittels Erthcilung eines Gutes mit adl- Rechten in den Adelstand erhoben, was 1672 bestätigt wurde, und seine Söhne nannten sich mit schwed. Genehmigung Raleken. sAlt. u. N. Rügen 227. - Zedier XXX. 670. - Gauhe I. >303. — v. H.s Nähmet, eine adl. Familie zn Schmicdeberg in Schlesien; im preuß. Staatsdienste kommen Etliche vor. sv. Zedlitz.) Nahmen, August, Ludwig Otto, Gottlieb und Ernst, Brüder, wurden 1795 geadelt. sR. T. A. R.) Es möchten solche wol zur Familie der Namen gehören. Nah»», wie es scheint, ein thüring. Geschlecht, dessen Stammst; Rahna bei Merseburg liegen soll. Es wird um 1794 bekannt. Wappen? sv- Ledebur II. 252.) Nasacsich v. Drinski. Der Patriarch zu Carlo witz, I. R., Ritter des Ordens der eis. Krone erster Klasse, nebst den Nachkommen seines Bruders, des Major-Auditors Alexander, dann des Advokaten Daniel u. dcö Hauptmanns K. R., wurden 1861 in den österr. Frcihcrrnstaud erhoben. sA. A. Zelt., Mai 1861.) Najakavich, aus dem Banat. Leopold Edler v. R. war 1835 k. k. österr. Oberst des 12. deutsch-banat. Grenz-Inf. - Regiments. Emil Edler v. R. stand 1857 als Oberlieutenant im 7. k. k. österr. Inf. Regiment. Na.jky de Najk, wahrscheinlich ungarisch. Stefan R. v. R. stand 1857 als Oberlieuteuant im 5. Grenz - Inf. Regiment. Najowa, s. Pachta. Naichcrsdors, s. Schwab. Naibenpückrr, eine bayer. Familie, welche im I. 1489 zuerst auf Turnieren zu Augsburg vorkommt, von der Wilhelm v. R. ein Verzcichniß seiner Voreltern gegeben, wozu Wigul. Hund im II. Theil seines bayer. Stammbuchs, S. 261 — 64, Marginal- Bcmerkungen gemacht, sv. H.) Naidtcnstcin (wahrscheinlich irrige Schreibart), Wilhelm Peter, kur bayer. Truchseß, wurde 1742 geadelt. sR. T. A. R.j Naigccourt, eine gräfliche, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammende Familie. Graf Karl v. R. befand sich 1835 unter den uuangestellten k. k. österr. Feldmarschall- Lieutcnants. f Naigcrsftld. Der Repräsentationsrath Franz Heinrich Joses v. R. zu Laibach wurde im I. 1747 in den Freiherrnstand erhoben. sv. Hefner, kramer Adel S. 16. T. 15. — M. v. M., Erg. 36. — v. H.s Naikomch v. Nikfich. Der Hauptmann Georg R. wurde im Jahre 1778 mit v. N. geadelt. (M. v. M.. Erg. 414. — v. H.s Naimann, Johann, Direktor des Krankenhauses in Wien, wurde 1826 geadelt. sM. S.) Naimbaczq v. Ncichcnbach, Joh. Kristian Anton, Hofsekretär:c., wurde im I. 1719 in den Reichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 194. — v. H .s Naimsseld, s. Fruhbauer. Nain, ein adliches und zum Theil freiherrliches Geschlecht im Hcrzogthume Krain, das von denen v. Rhein in Schweidnitz abstammen soll. sZedler XXX. 687. — Gauhe I. 1303. — Seifert, hochadl. Stammtaf. II. n. 13. — v- H.s 1. Naincr g» Harbach. Der Doktor Franz Anton R. wurde im I. 1755 mit dem Beinamen zu H. geadelt. sM. v. M. 246.) Alois R. zu H. in Klageufurth wurde im I. 1799 in den Ritterstand erhoben. Die Uebertragung des Adels und Wappens des k. k. österr. Landgerichtsrathes S. Ritter v. R. zu H. auf dessen Adoptivsohn A. Naredi-R., Hauptmann im Geniestab, wurde 1862 gestattet. sA. A. Zeit., Febr. 1862. - M. v. M., Erg. 194. — v. H.s 2. Naincr v. Hochcnrain, ein steyermärk. Geschlecht. (Schmutz III. 259. — v. H.s Rai — Raul 205 3, Rainer v. ». f» Lindcnbüchel, Bestzer der Herrschaft Kranichfeld in Steycrmark, die im I. 1735 unter die Landmannschaft aufgenommen wurden. sSchmutz III. 259-f Der österr. Feld- Marschalllieutenant Mathias Barnabas R, v. n. zu L. wurde 1852 in den Ritterstand erhoben. Auch Franz N. v. u. zu L., österr. Hauptmann, erhielt 1853 dieselbe Vergünstigung. sOcsterr. Militär- Schemat. v. 1853. — v. H.f Rainen n. Ncichcnfttd. Der Hauptmann Wenzel R. wurde im Jahre 1770 mit obigem Beinamen geadelt. M. v. M., Erg. 415. — v, H.f Raisachcdcr, Wolfgang, kais. Proviantverwalter, erlangte 1637 die Adelswürde. sR. T. A. R.f Raisig v. Hartenstein, Ncsig v. H. Moriz R. erhielt 1621 Bestätigung seines adlichen Standes mit dem Beinamen v. H. sR. T. A. R.f Raisiiis, ungarisch. Karl v- N. stand 1857 als Kadet im 52. k. k. österr. Inf. Regiment. 1. Raison, Friedrich Wilhelm, aus Kurland stammend, 1787 preuß. geh. Rath, wurde von Preußen geadelt. sPrcuß. Wppb. IV. 27. — v. Ledebur II. 252.1 2. Raison v. Klöckcrsftld. Der Hoffourier Franz R. wurde im I. 1732 mit v. K. geadelt. sM. v. M.. Erg. 415. - v. H.f Naitcnau, eine gräfliche Familie in Oesterreich, die aus Graubündten abstammt, aus der Joh. Jakob v. R. um das Jahr 1320 vorkommt. Wolfg. Dietrich v. N. bekam im I. 1587 das Erzbisthum Salzburg. Hanns Leonhard u. Hanns Jakob R. wurden 1630 legitimirt und geadelt. sR. T. A. R. — Bucclini stemmst. III. — Zedier XXX. 7ll. — Gauhe I. 1363. — v. H.f 1. f Raith v. Naithcnstein zu Podcnstein. Hr. Georg R. v. R. zu P. erscheint persönlich auf dem Landtag der Oberpfalz 1707. 2. Raith ». Sternsttd. Der ob er österr. Hofkammerrath Anton R. wurde im I. 1732 mit v. S. geadelt. sM. v. M., Erg. 415. - v. H.f 3. Raith ans Weng. Der Nitterlehnbefizer Sigmund N. zu Hofmark im Ldg. Landshut erhielt vom König von Bayern am 2. Okt. 1816 ein Adelsdiplom, sv. Lang, Supplem. 135. — v. Hcsner, bayer. Adel S. >65. Taf. 126. — v. H.f Raith v. Daumgartcn, f. Baum garten. Naithinaqr, Georg, erlangte 1617 die Adelswürde. sR. T. A. R.f Raih v. Frcntz, Frens, Vrentze, eine niederrhein. Familie, wovon Einige am 4. April 1635 von K. Ferdinand II-, Andere, nämlich Wigand Hieronimus und sein Bruder Arnold, Kapitular zu Speier und Lüttich, am 15. Juli 1650 von K. Ferd. III. Reichsfreiherrndiplome erhielten, welche in Auszügen bei Nobens, I. 214—31, stehen. Die Familie theilt sich in die Linien Schlenderhahn u. Kellenberg. Sie gehörte schon im 11. u. 12. Jahrh. zu den vorzüglichsten 15 Patriziatfamilien zu Köln und nahm von einem besizenden Hauptgute den Beinamen F. seit 1300 an. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848. — Siebmacher IV. V. 363. — v. Zedlitz. — Fahne I. 346, wo ein vollständiger Stammbaum; II. 113. v. Hesner, Nassauer Adel S. 9. T. 9; preuß. Adel S. 59. T. 52. — v. Ledebur I. 236. III. 323. — Jahrb. des deutschen Adels für 1347. - v. H.f Rnihenschlag, s. Penger- Rakitticvich ». Topplitza. Der Rittmeister Sabas R. wurde im I. 1771 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M.. Erg. 415. - v. H.f Rakos, s. Boros. Rakosowski, s. Rogosowski. W.: Glaubitz. Rakowski, mit dem Wappen Lubicz, ein im Großherzog- thume Posen begütertes Geschlecht. Es möchte wol anzunehmen sein, daß der von Oesterreich 1812 gefreite Generalmajor v. R. aus dieser Familie stamme, sv. Ledebur II. 252. III. 323.f Ein p osen'scheS Geschlecht gleichen Namens führt ein anderes Wappen. 1. 1 Rakowsky. (Im Schild ein Balken, darüber drei X nebeneinander, unten ein Schmiedhammer.) Der kais. russische Obristlieut- Peter Demidow in Moskau wurde nebst seinen vier natürlichen Töchtern (erzeugt mit einer russ. Hauptmanns- Tochter Alexandrine Krasnikow) durch Diplom des Fürsten Günther von Schwarzburg - SonderShausen am 5. Mai 1802 geadelt und seine Kinder zugleich legitimirt. sO. S.f 2. Rakowsky v. Ragy-Rakow. Der Generalmajor v. R. wurde im I. 1812 in den Freiherrnstand erhoben. (M. v. M. 79. — v. H.f 1. Ralt. Kristof Jgnaz Quarient v. R., dessen Voreltern schon 270 Jahre im Besize des Adels waren, und welche? zum kais. Abgeordneten beim Zaar von Rußland in Moskau ernannt worden, wurde sammt seinem Bruder 1697 mit „Edler Herr" in den Reichsritterstand erhoben. sR. T.A. R.f 2. Rull. Die Brüder Gotthard Anton, Jakob Philipp Anton, Hieronimus Nikolaus, Anton und Georg Jakob Anton Kristian v. R. erhielten 1725 die Bestätigung ihres Adels. sM. v. M., Erg. 415. - v. H.f 3. Rull. Der Doktor der Rechte Joh. Nik. Kristian v. R. zu Trient erhielt im I. 1727 die Bestätigung des Adelstandeö. sM. v. M., Erg. 415. — v. H.f 4. Ralt. Hieronimus Nikolaus Anton Kristian v. N., fürstlich salzburg. geh. Rath und Hofkanzler, wurde 1740 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.f Ralt, s. Christani. Raltdiilgcii, f. Nollingen. Rallhos. Alexandra, Pflegetochter des Fürsten v. Höhenlohe- O eh ringen, wurde am 15. Juli 1841 vom Fürsten von Schwarzburg -Gondershausen mit dem Namen v. R. geadelt, sv. Hefner, schwarzburg. Adel S. 59. Taf. 5.f f- Rally. (Ein geharnischter Fuß.) 1638 -s zu München der edl u. gestreng Hr. Alexander 9k-, kurfürstl. Hauptmann und Burgpfleger. Seine Frau war eine Lerchenfelderin. Raindach, österreichisch. Franz v. R. war 1835 Accessist bei der k. k. Hofpostbuchhaltung. Ramdaldi, ein altes, aus dem Veroncsischen stammendes Geschlecht in bayer. Hof- und Militärdiensten, das sich auch v. Alcenago, Sagromoso und Bevilaqua schrieb. sv- Lang 63. ^ Bayer. Wppb. I. 99. — v- Hefncr, bayer. Adel S. 18. T. 13. — Gräfl. Taschenb. v. 1855. — v. H.f 1 Ramdcck (Rhombeck), altbayerisch. Philipp Balthasar N. von Haidlfing starb als k. k. Rath zu Burghausen (während der österr. Administration) am 3. Juli 1706. Seine Frau Anna Maria, geb. Höger v. Anzing, war schon 1698 gestorben. Nnmderg. Der k. k. F. M. L. G. R. wurde am 25. Juli 1849 ^ in den Freiherrnstand erhoben. Eine alte Patrizierfamilie, stammend 206 Rain — Namp aus dem ehemaligen hannöv. - braunschweig. Kurfürstenthumc, wo sie seit 1426 ansässig gewesen sein soll- Mehrere der Vorfahren standen in hannöv. Staatsdiensten, sFrhrl, Taschenb. v. 1857.) Nambcrvillcr, s, Solomv. Nambhauscr oder Namsaucr, Stefan, kais, Proviantvcrwaltcr zn Nenhäusel in Ungarn, wurde 1653 in den Reichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.) Im öfter r. Dienste findet sich der Name nicht mehr. st Ulimbow, ein pvmmer'sches Geschlecht im Stettin'schen aus dem Arnold P. als Domkantor zu Camin im I. 1426 vorkommt. sMicrälius ölt». VI. 369. - Zedier XXX. 735. - Siebmacher V. 162. n. 1. — Gauhe l. 1397. — v. Meding III. n. 639. — v. H.s st Nambspccüh. Dr. Kaspar N. war des Herzogs Ernst zu Köln Leibarzt 1577. Sein Sohn (?) Kaspar R. zn Kirchberg war fürstlich fr ei sing. Hofkammerrath und starb am 16. Juni 1666; dessen Hausfrau Scholastika Pronnerin starb 1613. Die v. R. haben auch Kornfels in der jungen Pfalz eine Zeit lang innegehabt. sO. S.) Namdohr, Randohr, eine lüncburg. Familie. Am 23. Jan. 1719 ward die kais. Erneuerung und Bestätigung des von dem Geschlecht des geh. KammcrratheS Albert Andreas v. N. vorhin geführten Adels bekannt gemacht, sv. d. Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappenbuch. — v. Ledebur III. 328. — Kneschkc, Wappen II. — Pfeffingcr, Hist. des braunschweig-lüncburg. Hauses II. 115. — Gauhe II. 929. — Zedier XXX. 738. — Lüdersens Samml. — v. H.s Uinlie'c, s. Ramus. Uiniict, Romel, Romcle, Ramelc, eines der ältesten Pom m c r'- schen Geschlechter, welches das Erbmarschallamt im Stifte Camin verwaltete. Schon im I. 1196 soll es nebst andern Familien aus dem Braunschweig'schen dahin gekommen sein, als Herzog Heinrich der Löwe mit dem Kaiser Krieg geführt. Eine Mecklenburg. Linie ist im I. 1378 mit Gottschalk ausgestorben. Franz R. erhielt 1661 Bestätigung seines Adelstandes. sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. 253. III. 328. — Bagmihl I. 61. — Sicbmachcr I. 155. V. 162. — Suca Rik Wap. Ridd. III. 23. — R. T- A. R. — Kneschke, Wappen III. — Micräliuö, Pommerl. Lib. 6. — Rang, Orig. Pom. 292. - Gauhe I. 1421. — Zedler XXXII. S. 751 u. f. — v. Meding II. n. 679. — v. H.) Namen, Eberhard, knrköln. Agent, und dessen Brüder und Vettern wurden um 1617 geadelt. sR. T. A. R.) Siehe auch Rahmen. Namffaing. Der Kameralkontrolor bei der k. k. ungar. Hof- Kanzlei, Anton R., wurde im I. 1765 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 246. — v. H.) NamhoMy n. Namhoftil. Der Deklamator bei der Landtafcl in Böhmen, Joh. Heinrich R., wurde im I. 1747 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 415. — v- H.) 1. st Nliming, Rainung, ein altes Geschlecht auf dem Nord- Gau, verschieden von dem obcrbayer. Geschlecht Rainung. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 24. T. 20.) 2. Namiiig i>. Nicdkirchcn, Wilhelm, österr. Oberst, wurde 1851 in den Freihcrrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1851.) Will). Namming v. Nicdkirchcn war 1836 österr. Unterlieutcnant. sOesterr. Milit. Scheinst- von 1851.) st Namlstain zum Loch (Lüg), eine pfälz. Familie, die zuerst im Jahre 1676 vorkommt und ihre Bestzung an der Laber hat, welche mit Sebastian R., der im I. 1566 von einem straßburger Bürger erschossen wurde, ausstarb. sWig. Hund I. 319—12. — v. Hefner, st bayer. Adel S. 6. — v. H.) 1. Na»»», Hermann, wurde 1788 mit „Edler von" in den rittermäßigen Adelstaud erhoben. sR.T. A. R.) 2. Noll»», Karl, Major, u. sein Bruder Adolf Friedrich Wilhelm, Hauptmann, beide bei der Artillerie, wurden am 6. Sept. 1854 in den preuß. Adelstaud erhoben, sv. Ledebur II. 254.) Nammctsbcrg, ein in der Uckermark 1752 begütertes Geschlecht; ob es noch blüht, ist dießorts unbekannt. sSiebmacher, Suppl. II. 27. — v. Ledebur II. 254.) st Nainmcr Ml Trieb (Burghausen). Kristof und Wolfgang die R. z. T. in der daher. Landtafel 1496. Naiiimiiie, Ramiu, Ramine, eine alte, in Vorpommern schloßgesessene Familie, deren Stammschloß Ramin zwischen der Oder und Namdow gelegen, wo, und in der Uckermark, auch ehedem im Magdeburg'schcn, sie viele Güter besessen. Veit v. R. kommt in Urkunden vom I. 1187 vor. sMicrälius, Antiq. Pommeran. 379. — Rang, Orig. Pom. — Grund- mann's Vers, einer Uckermark. Adelshist. — Gauhe I. 1394. — Zedler XXX. 763 u. s, wo das Mspt. des Elzovii bcniizt wurde, das betitelt ist: „Histor. Beschreib, aus alten Dokumenten n. andern Geschl. Urkunden des Geschlechts." — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 254. III. 328. — v. H. — Kneschke, Wappen I.) st Nammiiige», eine der ältesten u. vornehmsten schwäbischen Familien. AuS diesem Geschlechte, welches 1172 schon erscheint, aber im 17. Jahrh. erloschen ist, war Mathias v. N. im Jahre 1462 Bischof zu Speier. Jakob v. R. war 1571 in den Nitter- stand erhoben worden. sN.T.A.R. — Griesinger 1965. — v. Hefner, -j- schwäb. Adel S. 14. — Hartmann's Samml. — Zedler XXX. 464 u. f. - Gauhe I. 1395. II. 925. — v. H.s Nailw, s. Coreth. Namout, Karl, aus Flandern, erlangte 1712 den Adelstand. sR. T. A. R.) Nnmpclt v. Nüdcnstcrn, österreichisch. Leonhard N. v. R. war 1857 k. k. Oberstlieutenant und Kommandant im Garnisons- Spital zu Pcsth. st Nampcn, ein ausgestorbenes mecklcnburg'sches Geschlecht, dessen Wappen v. Meding, I. n. 656, aus dem Manuskripte abgegangener Mecklenburg. Familien beschreibt, sv. H.) Namsiiiii in Diirnscis. Der VerpflegSkommissär Johann Kaspar R. wurde im I. 1714 mit „v. R. Edler in B." in den Reichs - Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 194. — v. H.) Nlimpt, ein frhrl. Geschlecht, das am 17. Dez. 1711 in die krainer Laudstandschaft aufgenommen wurde, sv. Hefncr, krainer Adel S. 16. T. 15.) 1. Nmnponi. Jgnaz Anton, Gelehrter zn Mailand, wurde im I. 1731 geadelt. sM. v. M., Erg. 415. - v. H .s 2. Naiiipoiii zn Mligras und Noscnhos, eine ursprünglich italienische alte, schon 1696 vorkommende Familie, aus welcher die Brüder Josef R., Doktor und Professor der Medizin zu Padua, Joh. Ernst R.. Dr. der Rechte u. Advokat in Wien, Alois R., Doktor und Landschaftsphisikus in Tirol, und Stanislaus R., Dr. der Rechte, am 15. Dez. 1783 von Kaiser Josef II. in den Reichsritterstand erhoben wurden. sLeupold I. Thl. 4. B. 565 — 67, wv auch ihr uraltes und das neue reichsritterliche Wappen ru sehen. — M. v. M. 139. - v. H.s " ^ st Nampusch, eine schles. Familie, die besonders zwischen den Jahren 1674 und 1741 vorkommt. Der Oberst u. Kommandant Rams — Rand 207 zu Breslau, Maximilian v. N., wurde im I. 1725 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. Zacharias v. R. u. Rammenstein, 1674 württemberg.-ölsnischer Rath, soll am 31. März 1683 den böhm. Adel erlangt haben. lSinap II. 302. — Gauhe II. 926. - M. v. M., Erg. 90. — v, Zedlitz. — v. Ledebur II. 255. III. 329. — v. H.s Namsaner, s. Rambhauser. f Namsdach. Im Städtekrieg 1456 wurde den Edlen Lampart er v. N. ihre gleichnamige Burg im O.A. Hall zerstört. Namsch, Hauus und Georg, wurden am 9. Sept. 1655 in d en Freiherrnstand erhoben und hatten in St eh ermark mehrere Vesizungen. sSchmutz III. 262. — Sinap I. 746. — v. H.ss Es scheinen die v. R. in St eh ermark verschieden zu sein von denen 1563 in Schlesien vorkommenden v. Rambsch, Rampschel. Namschwag, ein schwäbisches, ursprünglich aus der Schweiz stammendes Geschlecht, dessen Stammhaus in der Grafschaft Mont- fort gelegen. Schon 919 soll Salomen v. N. Bischof in Kostnitz gewesen sein. Friedrich Ulrich v. N. war 1676 Hauptmann zu Guttenberg und Franz Kristof 1746 kais. wirkl. geh. Rath und eichstädt. Oberhofmeister. sSicbmacher II. 139. n. 9. — v. Hattstein III. 370-75. - v. Mcding I. n. 656. - Gauhe I. 1305. - v. H.s st Nemsdorf, eine sächsische und fränkische, wahrscheinlich erloschene Familie, wovon Einer unter den Turniergenossen im Jahre 1362 zu Bamberg vorkommt, deren Stammst; das in Meißen gelegene Dorf gleichen Namens gewesen sein mag. Dabei ist zu bemerken, daß mit diesem Namen auch die Wolframsdorf genannt werden, sv. Zedlitz. — v. H. — Pastorii Franconia rediv. — Gauhe II. 297.s f Namseidcil. Stammhaus war Rani seiden im Piuzgau; sie erscheinen 1395 und erlöschen 1579. sv. Hefner, st bayer. Adel S. 6.s Namsty. Der k- k. Rath und Feldstabsarzt Dr. Josef R. wurde im I. 1826 mit „Edler von" geadelt. IM. v. M. 246. — v. H.s 1. stNamfiei», ein altes schwäb. Geschlecht mit gleichnamiger Burg im O.A. Oberndorf; eigentlich waren sie ein Nebeuzweig der Dinastcn v. Falken stein; das Geschlecht scheint im 14. Jahrh. erloschen zu sein. Später gehörte die Burg denen v. Linden und neuerlich den Grafen v. Bissingcn-Nippenburg. sGrie- singcr 1667.s Möchten wol einerlei mit Türk v. Rain stein sein. 2. f Nnmstcin. Das Stammschloß in Basellandschaft. „Es ist dieses (Ramstein) gar ein alter Edler Stamm, welcher sich zeitlich getheilet, also das der eine Zweig gestehet vnd zu Herren gemacht worden, die überigen sinnd Edelknechte blieben". Führten beide Linien die geschrägten Gilgen- oder Lilienstäbe, die Freiherrn weiß in Schwarz, die Edeln roth in Gold. Rudolf Frhr. v. R., Herr zu Gilgenberg u. Malberg, uror Ursula v. Geroldseck, 1 1459, war der Lezte seines Stammes, hat nur Töchter gehabt, von denen die lezte 1514 als Nonne in Basel gestorben ist. 1523 kam das Schloß Ramstein kaufweise an die Stadt Basel und steht noch. IWurstiscn 23. — Lutz 495.s 3. Nomstciil< elsasser und schweizer Adel, der auch in der Pfalz seßhaft ist, aber verschieden von Türk v. R. in Schwaben ist- sGauhe I. 1306. — v- Hattstein. — Siebmachcr II. 32. n. 5. — w^Mcdmg^III. n. 640.^ — Spangenberg, Adelsspiegel II. — Zedier Nlimult. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 255. 1 Namung zu Nomcck und Huglfing, oberbaher. Geschlecht, welches auch zu den Münchner Patriziern gehörte und 1656 abgestorben ist. sv. Hcfncr, st bayer. Adel S. 24. T. 20.s 1 Nünningen s sollen aus Frauken stammen, waren aber in Preußen angesessen. sSicbmacher IV. 151.s Nainus de ln Nainec. Der fürstlich anhalt'sche Kanzlei- und Regierungsrath Bernhard R. erhielt seinen Adelstand mit dem Beinamen de la R. 1684 bestätigt. Georg Friedrich war 1784 Stabskapitän beim Kadettenkorps in Culm. sR. T. A. R. — v. Ledebur II. 253. III. 328.s Nnnchin, eine aus Frankreich stammende Familie, die sich in Preußen ansiedelte, sv. Ledebur II. 255 .s Nanck. Kam Einer im 2. Zehend des 18. Jahrhunderts aus Schweden in Hessen-kassel'sche Dienste, woselbst die Familie nicht mehr blühen möchte. sZedler XXX. 791 u. f. — Gauhe II. S. >727. - v. H .s Nanyon. Der Kriegözalmeister (Tresorier) Karl Josef R. in Landrecy wurde im I. 1698 in die französ. Adelsmatrikel eingetragen. Sein Onkel war k. bayer. Oberst, sv. Lang 488. — v. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. 126. — v. H.s Nnnconi, Johann, kais. Leibarzt, wurde im I. 1631 in den Reichsritterstand erhoben. sR. T. A. R.s st Nandahl ans Nnterliürg, eine holstein'sche Familie, die in Bayern ihren Adel durch ein Diplom am 36. März 1814 vom König von Bayern bestätigt erhielt, sv. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. 127. — v. H. — v. Lang 488.s Nandau, Randow, eine sehr alte märkische Familie, deren Stammhaus gleichen Namens unweit Magdeburg an der Hess. Grenze gelegen ist. Sie soll aus Sachsen in die Mark gekommen sein, nachdem die Wenden daraus vertrieben worden. sAngeli, Annal. 39. — Peckcnstein, Theatr. Sax. I. c. 10. — Sinap I. 747. II. 902. — Beckmann'« anhalt. Hill. III. — Sicbmacher I. >75. n. II. — Hermann's Praxis hcraldico-mystica P. 3. — Zedier XXX. S. 793 — 95- — Gauhe I. 1306 u. f. — Lüdersen's Sammlung. — Mecklenburg. Wappenbuch Taf. XI4. 153. — v. Zedlitz. — v. Hefucr, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 15. — Bagmihl II. Taf. 64. — v. Ledebur II. 255. — v. H. — Kncschke, Wappen I.s Nandeck, Randegg. Dieses Namens gibt es verschiedene Geschlechter, die auch andere Wappen führen, weßhalb Humbracht, Taf. 289, ungewiß ist, ob nicht in seine mit Dietrich v. R. im I. 1179 angefangene Tabelle eines rheinischen, im 16. Jahrh. erloschenen Geschlechts v. N. Einige eingeschlichen, die zu ein und demselben Geschlechte nicht gehören. sGauhe I. 1306. II. 928. - v. H .s 1. st Nandeck, waren Burgmänner zu Montabaur, Nassau. Ihr Schild: In S. ein r. Balken von drei solchen Lilien beseitet. sHist. trev. II. 7. — Arnvldi 36t.s 2. st Nandeck. In Altbayern blühte eine alte adliche Familie v. R., deren Stammschloß Rand eck bei Effing an der Altmühl gelegen. Marquard v. R. war 1343 Bischof zu Augsburg gewesen, und ein anderer Marquard v. R. 1398 —1467 Bischof in Kostniz. Es ist das Geschlecht im 16. Jahrhundert erloschen. W.: In S. einen abgerissenen r. Löwenkopf. (??) sSiebmacher II. 91. — v. Mcding III. n. 641. — Gauhe.s 3. st Nandeck, ein altes schwäbisches, im 16. Jahrhundert 208 Rand — Nap erloschenes Geschlecht auf gleichnamiger Burg im O.A. Kirch- Heim, hoch auf der Alp. ^Griesinger 1067. f ch Randcgg im Rieß, ein von Nandeck wenigstens dem Wappen nach verschiedenes Geschlecht. sKostnitzer Wappenbuch u. nach ihm v. Meding III. n. 642. — v. H.f Wappen: Rothes Schildeshaupt, dann in B. einen schrägrechten Balken. sSiebmacher II. 3V.f si Randerath, ein im Jülich'scheu und Kölnischen aufge- schwornes Rittergeschlccht. Das Geschlecht v. d. Aa stammt aus diesem Hause. Wilhelm v. R. tödtcte seinen Bruder, flüchtete zu seinem Anverwandten, dem Grafen v. Egmond, und nahm den Namen v. d. Aa an, welcher auf seine Nachkommen durch neun Generationen fortgesezt wurde, worauf Gerhard v. d. Aa als Lezter der Linie 1632 starb, fv. Ledebur II. 255. — Fahne I. 351. III. t!4. — Nobens I. 361-64. - v. H.f Randsachcr, Nandesacker, eine ausgestorbene, im deutschen Orden aufgenommene, in dem frank, ehemaligen Ritterkanton Steiger wald immatrikulirte Familie, aus der auch Eberhard v. R. im I. 1345 fulda'scher Vasall war. sBiedermann, Steigcrwald Tab. 239 u, f. — Estor's Ahnenprobe 76. - v. H.f Randwick. Der Frhr. Stefan v. R. wurde im I. 1731 vom Kaiser in den Neichsgrafenstand erhoben. sZedler XXX. 799. — v. H.f Ransstlhovrn. Der Landr. Josef Anton N. in Kärnthen wurde im I. 1751 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 90. - v. H.f Ranssy, ungarisch. Sigmund v. R. war 1835 Hofsckretär bei dem ungar. Hofrath und Kanzlei zu Wien. Adolf v. R. stand 1857 als Unterlieutenant im 5. öfter r. Art. Regiment. Ranst, Freiherren v. Wjjscthat, erhielten im Jahre 1659 die steh er. Landmannschaft. sSchmutz III. 263. — Hartmann's Samml. - v. H.f Ranger, Anton Jgnaz, aus Tirol, wurde im I. 1740 geadelt. fM. v. M., Erg. 4l6. — v. HO Ranghl v. Rangstein. Der mähr. Landesadvokat Jgnaz R. wurde im I. 1781 mit „Edler v. Rang st ein" geadelt. sM. v. M., Erg. 416. — v. H.f Rango. Dieses sehr alte Haus stammt aus Griechenland, von wo eS im I. 532 schon nach Italien kam, und darauf nach Deutschland, besonders im I. 1340 zuerst in der Person des Nikolai v. N. nach Sachsen, als er den sächs. Fürsten Kriegs- Völker zuführte. Dessen jüngster Sohn wendete sich nach Pommern und sezte sich in Kolberg, wo sich dessen Familie bis in die neuesten Zeiten verbreitet hat. fNcucS genealog. Hdb. von 1777. S. 316 u. f. Dessen II .^TH. S. 363. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 255. III. 329. - v. H.f Nangonc, wahrscheinlich italienisch. Bonifaz Graf v. R. wurde 1315 unter die k. k. österr. Kämmerer aufgenommen. Rangstcin, österreichisch. Josef Edler v. N. war 1835 Appcllationssekretär zu Brünn. 1. Raning v. Lcwcnast. Die Gebrüder Georg u. Paul Nötzel, in böhm. Diensten, erlangten 1612 die Adelswürde mit obigen Beinamen. sR. T. A. R,j 2. st Raning und Rotenburg, Roninge und Rotenburg, alte bayerische, wahrscheinlich ausgestorbene Grafen, welche die gleichnamigen Orte, und zwar das zwischen der großen u. kleinen Laber gelegene Burkstal Raning, und das an der großen Laber gelegene Schloß und Gericht Rotenburg im 12. Jahrh. besessen haben. sW. Hund I. 121 u- f. — v- H.f Nanu, Raner, besaßen in Steh er mark die gleichnamige Herrschaft und kamen schon im I. 1165—1739 vor. sSchmutz III. 263. — v. H-f Ranncr. Diese Familie erhielt am 29. Nov. 1697 von Kaiser Leopold I. den Adel. sv. Lang, Suppl. 135.f Vergl. Renner. Ransoss, s- Gervasi. Ransonct. Josef Hubert v. R., gewesener Domänen- und Finanzrath in den Niederlanden, wurde im I. 1803 Freiherr. sM- v. M., Erg. 90. — v. Hfl Nantcr v. Lcitencgg. Franz Andreas R. aus Tirol wurde im I. 1736 mit v. L. geadelt. sM. v. M.. Erg. 416. - v. H.f Nanhcnbergcr v. Löbciihcim. Der Hauptmann Wilh. R. wurde im I. 1816 mit v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 4l6. - v. H.f Ranzow, Rantzau, Ranzau. Der Stammvater dieses sehr alten Geschlechts soll ein gewisser Cuno gewesen sein, der in Jütland große Güter, besonders das also genannte balsamer Land, das sein Ur - Nr - Urenkel Wipprecht mit Groitsch vertauschte, besaß. Dieser Wipprecht war ein großer Kriegsheld und wurde im I. 1083 von K. Heinrich IV. zum Burggrafen von Leißnig und im I. 1086 zum Markgrafen zu Laußnitz gemacht, starb aber nach seiner Abdankung als Mönch im Kloster Pegau. Von seinen Urenkeln hat Heinrich III. die Burggrafen von Leißnig fortgepflanzt, die im I. 1538 ausgestorben; der zweite Urenkel Otto aber ging wieder nach Holstein und baute daselbst das Schloß N. in Wagrin und nahm den Namen Ranzau an; von dessen Nachkommen sind im I. 1594 120 am Leben gewesen und haben 150 adliche Häuser und Güter besessen. Im I. 1694 wurden die v. R. von Ferdinand III. in den Reichs- Grafenstand erhoben, sowie früher K. Kristian V. am 25. Mai 1671 den Otto v. R. in den dän. Grafenstand erhob. sHenr. Somit- a Ranzow, Gencalogia Ranzow. Hamb. 1585. 1530. sol. Coeln. Helmstädt. Wittenb. 1608. 4. Auch deutsch, 2 Mph. — Hier. Hennigcs, Gen. familiar. aliquot, nobil. in Sar., was man für die ausführlichste Genealogie über dieses Geschlecht hält- — Joh. Moellcri Jntrod. ad Histor. Chersonesi Cimbrigae I. 218 seqq. Auch sehr ausführlich und bis auf die damalige Zeit vollständig. — Seifert'« adl. Elt. u. Kinder. — Petr. Albini Geneal. Comit. Lisniccns. — Ganhe I. 1307—18. II. 930 -34. — Zedier XXX. 834 —44. - Durchl. Welt II. 728. - Hübner II. Taf. 664 u. f. — Allgem. genealog. Hdb. I. 726. 1302. — Siebmacher I. 180. n. I. III. 154. n. 8. — Spener, hist. insign. 306. — v. Meding I. n. 657 — 59. — Lüdcrsen's Samml. — Jakobi, geneal. Handb. auf 1800, II. 233, gibt ziemlich ausführliche Nachrichten von verschiedenen Zweigen der gräflich ranzow'schen Familie. — Von dem Urspr. der Gr. v. Rantzau, ein französ Brief des G. M. v. Greifenkranz an den Grafen v. Ranzau, vom 15. Febr. 1638, in Joh. Fr. Moser'« diplom. u. genealog. Belust. II. 329. — Histoire de la Fam. de Rantzow in den Portr. hist. des hom. illust. de Dannem. par Ticko Hofmann II. p. 1—53 mit Bildn., Wappen, Stamm n. Ahnen. — Taschenb. der gräfl. Häufer auf 1839. — I. Fr. Noodt, Vers. hist. Nachr. über die Fam. v. Ranzow. Schleswig, 1733. 4. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels auf 1845 u. f. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. 255. — v. Hesncr, Mecklenburg. Adel S. 17. T- 15; württemb. Adel S- 17. T. 23. — Kneschke, Grafenhänser. — v. H.f Raonl. Diese adliche Familie stammt aus Frankreich; sie ließ sich vorzüglich in Preußen nieder; auch in Schlesien hat sie Besitzungen erworben, fv. Ledebur II. 256. - v. Zedlitz.f Rapactn, Rapaczki, Rapatzki, ein im Großherzogthum Posen und in Westpreußen — 1804 — ansässiges Geschlecht. W.: Warnia. sv. Ledebur II. 255.f Ray — Ras 209 Napaiv v. Niihinwertls, kroatisch. Emanuel R. v. R. befand sich 1857 unter den k. k. österr. unangestellten Obersten. Rapin, eine französische, wegen der Religionsunruhen nach Holland und Deutschland ausgewanderte adliche Familie; im preuß. Heere finden sich von 1756 an mehrere Offiziere dieses Namens, und auch 1836 kommt der Name mit v. N.-Thoyras daselbst vor. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 255.) 1. Napp, Rappe. Diese sollen um das I. 1466 aus Liefland nach Preußen und früher aus Thüringen sich dorthin begeben haben; auch sind Einige aus Kur- oder Liefland nach Mecklenburg gegangen. Otto R. verkaufte im I. 1335 die Einkunft von Eisenberg an das Kloster daselbst. Sie waren auch im fränk. ehemaligen Nitterkanton Nhön-Werra begütert, und bedienten sich des Wörtchens „von" nicht. sGlcichenstein 64. — Sinap I. 364. — Hartkuoch's Preußen n. 4ZI. — Biedermann, Rhön- W-rra I-Verz. — Zedier XXX. 868. — Gauhe I. 1319. II. 934, welcher wahrscheinlich irrig aus jenem Geschlechte zwei verschiedene, Rapp und Rappe, macht. — v. Zedlitz, Ad. Ler- — v. Ledebur II. 257. s Wappen: In S., auch in B. drei schw. Sparren. sNeimbts, kur- länd. Wappb. 31. — v. H.s 2. Napp i>. Fraiiciiftis. Der Hauptmann Ludwig R. wurde im I. 1813 mit v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 416. — v. H.s si Happach. Als Adliche kommen diese im I. 1339, als Freiherren in der ersten Halste des 17. Jahrhunderts und bald darauf als Grafen vor; sie besaßen den gleichnamigen Ort u. den Thal- Hof bei Strechan in Steh ermark, zogen aber nach Oesterreich, wo sie unter die zwölf ältesten und alleredelsten Familien gerechnet werden. Nach Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels IV. 345, hatte die Familie den Grafenstand nie erlangt, obgleich sie sich so schrieb. Sie ist 1781 erloschen. sv. Ledebur II. 256. — Hübner III. T. 994. — Schmutz III. 273. — Zedier XXX. 865 — 68. — Bucelin, Germ. — v. Wurmbrand, Collect, geneal. C. 8. p. 15 seq. — Gauhe I. T. t318- — Seiferts adl. Eltern u. Kinder. — v. H.s Aappard. Die v. R. gehören Westfalen an. Im preuß. Civil- und Militärdienste kommen viele Mitglieder dieser Familie vor. Man findet den Namen auch zuweilen Rappert geschrieben. Schon 1737 wollte König Friedrich Wilhelm I. von Preußen die Familie in den Adelstand erheben. Dieses geschah jedoch erst später mit den Enkeln u. Bruderssöhnen des 1742 verstorbenen Kammer- Präsidenten zu Cleve, Heinrich Wilhelm R., und durch die Diplome des rhein. Reichsvikariats vom 26. Sept. 1796 und des Königs von Preußen vom 22. April 1791. sPreuß. Wappb. IV. 28. — v. Ledebur II. 256. — v. Zedlitz. s Rappen, aus Thüringen, wo sie 1335 ansässig waren, sich aber nach Preußen, Pommern u. Schlesien wendeten und sich daselbst ansehnlich begüterten. Wappen: In B. ein Stierkopf, halb roth, halb weiß. sSiebmacher I. 145. — v. Ledebur II. 257.s NappcraM, s. Widnmann. Nappold, Nappolt, augöburger Patrizier, aus welchen Friedrich Wilh. v. R. köthen'scher Hofrath und Amtshauptmann war. Seine 6 Söhne standen um 1766 als Offiziere im preuß. Heere. In Schlesien haben sie Grundbesitz, sv. Ledebur II. 257. III. 329.s si Nappoltstci», ein altes, im 17. Jahrh. erloschenes elsasser Herrengeschlecht, welches seinen Ursprung von den italien. Herzogen Stammbuch des Adels in Deutschland. III. v. Spoleto herleitet. Es erscheint übrigens schon 942 Ortolf (ein angeblicher Sohn des Herzogs Rochus v. Spoleto) als Freiherr zu Rappoltstein (im Elsaß), welches Schloß er erbaut haben soll. Auf den Grund der Abstammung führte Eberhard, geb. 1576, zuerst den Grafentitel. Mit Joh. Jakob Graf zu R. ist dieses berühmte Geschlecht am 18. (28.) Juli 1673 erloschen. Es führte drei r. Schilde in S. Die Grafschaft fiel größtcntheils an Frankreich. Fahne, I. 353. II. 114, gibt an, daß die Familie unter der französ. Namensübcrsezung „Ribeaupierre" in Frankreich (Rußland u. Bayern) noch fort blühe. Diese N. möchten aber wol von rappoltstein'scheu Burghauptleuten herkommen. S. Ribeaupierre. sLucci, Grafensaal 469 u. f. — Diction. geneal., herald, zc. Par. 1757. III. 138.f Narowski, Narhowski, Rohr-R., ein in Schlesien angesessenes Geschlecht. S. auch Rohr, sv. Ledebur II. 257.f Nlirrct. Der Hofkonzipist der vereinigten Hofkanzlci wurde im I. 1796 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 138. - v. H.s Naslir v. Waltcrchcim. Der Pens. Major Ludwig N. wurde im I. 1817 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M. 246. - v. H.s si Nasch, Andreas, Bürgermeister zu Plauen, wurde von K. Maximilian I. geadelt. Sein Enkel war Herr auf Sagnitz, Seeburg :c. und starb 1645. sv. Ledebur II. 257.) Naschau, eine hessische und thüringen'sche, zu Wechmar se ßhafte Familie, von denen Einige auch im Kursächsischen und Braunschweig'schen gewohnt haben, wie dann unter Andern im Jahre 1566 Kristof v. N. als kursächs. Gencralproviant- und Rittmeister vorkommt, sv. Ucchtritz, Geschl. Erz. I. Taf. 89. — Müller, sächs. Annalen 147. 332. 403. 411. 412. 476. 515 u. f. — v. Ledebur II. 258. — v. H. — Zedier XXX. 894. — Gauhe I. 1319. — v. Zedlitz.) Naschin, eine frhrl. Familie in Böhmen, die im 13. Jahrh. aus Polen dahin gekommen ist, und die zu dem weitläufigen Geschlechte der v. Strepa in Polen gehört. sBalbini Mise. Bohcm. Lib. I. Dec. 2 u. dessen stemmat. i. Proem- p. 32. 82. — Zedier XXX. 891. — Gauhe I. 1319. — v. H.s si Naschitz, eine schles. Familie, die zu dem uralten Hause Wieze in Polen gehört, wo sie sich Koskowsky u. Raschitz schreibt. sSinap II. 964. — Gauhe I. >326. — Zedler XXX. 835. — v- Ledebur II. 258. — v. H.s 1. Naschkc, eine im sächs. Kurkreise u. in der Niedcrlausitz, auch in Schlesien blühende Familie, die nach Sinap, II. 743 u- 964, früher Rassow geheißen, und die schon im Jahre 1633 vorkommt. sZcdlcr XXX. 836. — Gauhe I. 1326. — v. Ledebur II- S. 258. — v. H.s 2. Naschkc, Jgnaz Franz, Arzt in Schlesien, wurde im Jahre 1736 in den böhm. Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 194. — v. Ledebur II. 253. — v. H.s Nascchcil, ein altes pommer'sches Geschlecht, das zu Bcntz auf der Insel Rügen gewohnt hat. sMicräl., Antiq. Pomer. VI. 376. Zedler XXX. 897. — v. H.s Nasscld, s- Näsfeld. Nasmi v. Zt. Mauchio, wahrscheinlich italienisch. Graf Karl Ludwig R. v. St. M. wurde 1819 k.k. österr. Kämmerer. Nasniski, im Posen'schen; nur in Einer Person — 1836 — bekannt. Wappen: Rogala. sv. Ledebur II. 258.) 27 210 Nasp — Rath Ilaöp, kärnthner Uradel. Der Freiherr Joh. Ludwig v. N. wurde im I. 1703 Graf. IM, v.M., Erg, 27, - v. Hefner, krainer Adel S- IL. T, I3,j Der Oberst Lorenz v. R. wurde im I. 1766 in den Frciherrnstaud erhoben. >M. v. M , Erg. 91. — v. H.s si Ilaspcnbcrg, Von diesem unfehlbar erloschenen Geschlechte sind uns bloS die Brüder Heinrich und Albrecht in Urkunden von 1252, Theodor 1353 in Thüringen, und die Nachricht vorgekommen, daß sie die Schwaben im I. 1294, wo diese viel Unheil in Meißen gestiftet, daraus vertrieben gehabt. sv, Falkenstciu, thiiriug, Chronik II. B. IV. Kap. XX I, S. 9l2. — v. H3 Ilasqni», wahrscheinlich aus den ehemaligen östcrr, Niederlanden. Franz v. R. befand sich 1835 unter den unaugcstellten k. k. östcrr, Gencralfeldwachtmcistcrn. si Ilajselwitz, Nastclwitz, eine schles. Familie, die wahrscheinlich ausgestorben, und von der nur im I. 1469 Johann v, R. bekannt ist. sSinap I, 747, — Siebmacher I, 56. n. 8. — v. Mediug II. n. 666. - Gauhe II. 935. - v. H ,s Ilassow, Rasckc, s. Raschke. Ilast. Im kostuitzer Konzil kommt Joh. v. N. als Dom- Herr zu Konstanz vor, und sein Wappen ist in dem Wappen- Buche dieses Konzils befindlich und in Kürze beschrieben, sv. Meding III. n. 644, — v. H.s Ilast, s- Licbmaun. Ilastawicbi, Andreas, aus Galizicn, wurde im I. 1781 in den Frcihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 79. — v. HI Ilastburg, s. Arbesser v. R. Uajtcr v- Ilastercn, Der Geueraleiunchmcr w. der Landschaft in Kraiu, Leopold R-, wurde im I. 1724 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v, M-, Erg. 416.s Die Freiherren waren eigentlich eine kraiuische Familie, besaßen aber im I. 1783 das Gut Vrady in Stcyermark. sSchnnch Hl. 276.s Der Dechant Michael Eustach v. R. zu Monsburg in Oberkrain und sein Neffe Maria Leopold v- R. wurden im I. 1787 in den Freiherrnstand erhoben. >M. v. M., Erg. 9t. — v. Hefner, krainer Adel S. 17. Taf. 15. - v, H.s Ilasumowski. Alexius Gregorowitsch, der Sohn eines kosakischcn Bauern, Liebling der Kaiserin Elisabeth von Rußland, wurde nach deren Thronbesteigung zum Kammerhcrrn und 1742 zum Oberjägermeistcr ernannt, dann vom römisch-deutschen Kaiser Karl VII. in den deutschen Freihcrrn- und Grafcnstand, und im Juli 1742 in den russ. Grafcnstand erhoben. Er starb im Juli 1771 zu Petersburg ohne Nachkommen. Er war nicht nur der Liebling der Kaiserin Elisabeth bis an ihr Ende geblieben, sondern er war auch deren Gemahl geworden, indem sie sich auf Anrathen der Geistlichkeit einige Jahre vor ihrem Tode insgeheim mit ihm vermählte. sMannstein, Nachr. von Rußland S. 443.s Sein jüngerer Bruder, Kirilla Graf v. N., war von ihm auch an den Hof gezogen worden. Viele Jahre war er Heitmann der Kosaken und wurde unter K. Katharina II. in den Fürstcnstand erhoben. sR.T.A.R.^j Ilast. Die Ritter v. R. besaßen das gleichnamige Dorf in Stey ermark. sSchmutz III. 276. — v. H.s Ilastlawihkq de Eabcm, ungarisch. Niklas R. de E. war 1796 Kauzelist beim k. k. Direktorium. sWicner Adreßbuch 1796.s Ilastlcr, Ii. v. Gammcrschwang. Jakob Kristof R., Besizer von Krcenricd im Baden'schen, Nechtögelehrter, wurde 1655 mit v. Kreeuried geadelt. Im Jahre 1681 erhielt sein Sohn die Frcihcrruwürdc mit dem Rechte, sich Frhr. v. Gammerschwang, als erworbenes fürstl. fürstcnberg. Lehugut, schreiben zu dürfen. Die Familie, welche in die Reichsritterschaft aufgenommen worden ist, gehört vermöge ihrer Besizungen zum Württemberg, Adel. sCast, Adelsb, von Württemberg, — Taschcnb, der frhrl, Häuser auf 1849, 1853 u, 1855. ^ Genealog, Jahrbuch des deutschen Adels für 1844 u, f. — Die württ- Wappenbüchcr von K, Dorst u, I, A, Tyroff. — Kncsckke, Wappen II, — v. Hefner, württemb. Adel S. 4, T. 13; Erg.Bd, S. 39.s liasslich. Der österr. Generalmajor v. R. erlangte 1852 den Frcihcrrnstand. sA. A, Zeit. v. 1852.s Ilaszemski, im Großherzogthum Posen. W.: Grzhmala. sv. Ledebur II. 258.s si Uatcrshovcn. Rudcgerus de Raterscon war 1227 Dom- Herr zu Konstanz. 1. Ilath, eine alte anhalt'schc Familie, die, wie Einige behaupten, früher den grcifl. Titel geführt haben soll. Der zwischen 1194—1206 unter den Großmeistern des Maltheserordens vorkommende Gottfried v. N. gehört nicht zu diesem Gcschlechte. s Beckmann, anhalt, Hist. VII, 269. — Gryph, v. Ritterorden 36, — Zedier XXX. 948 u. f. ^ v. Meding I. n. 66l. — v, Ledebur II. 258. n. I. des Art. — v. H.s 2. Rath, Jakob, wurde 1564 in den Adelstand erhoben und erhielt Wappeubesserung. sR. T. A. N.s Ruprecht R- erlaugte 1614 von Neuem ein Adelsdiplom. sN-T-A-R.s 3. Ilath. Der bischöflich meißnische Fiskal Georg Adam N. wurde im I. 1702 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 416,s In dem Verzeichnisse der in den böhmischen Adelstand erhobenen Familien befindet sich ein Georg Adam v. R- u- Duchzim, welcher am 11. April 1702 den Adelstand erlangte. Es ist anzunehmen, daß dieses der meißnische Fiskal sei- sv. Ledebur II. 258. n, II. des Art. — v. H.s 4. Ilath, Der Oberst Heinrich v. R. wurde wegen 45jähriger Dienste im I. 1766 in den Freiherrnstand erhoben- sM, v. M. 79. - v. H.s 5. Ilath. Der Pens. Oberverpflegsverwalter Joh. Theofil R. wurde im I. 1807 mit „Edler von" geadelt und sein Sohn, der Oberst Josef v. N-, Therestenordensritter, wurde im I. 1818 in den Freiherrustand erhoben. sFrhrl. Taschenb. v. 1863. — M. v. M. S. 79. 246. — v. H .s 5. Ilath. Der inner österr. Appellationsrath Mathias R. wurde im I. 1818 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 247.^ 6. Ilath, Joh. Peter van R. auf Lau er sorst wurde am 15. Okt. 1840 vom König von Preußen mit Beschränkung geadelt. sv. Zedlitz. — Dipl, Jahrb. für den preuß, Staat 1841. Abth. 2. S. 114. — v. Ledebur II. 258. u. III. des Art. III. 329.s liathcnburg, s. Rathgeber. Ilathenow, Rattnaw, ein mecklenburg'sches, in der Mittel- und Untermark und in der Priegnitz seßhaftes Geschlecht. sSiebmacher III. 1l3. n. 8. — v. Meding III. n. 645. — v. Zedlitz- — v. Ledebur II. 253. — v. H.s Ilathgcb, Der österr. Resident bei der Republik Venedig, Melchior R., wurde im I. 1766 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 139. — v. H.s Ilathgcber v. Hachenburg. Der österr. Rittmeister N. wurde im I. 1816 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 247. — v. H.s Rath Rathkcal, s. Herbert. 7 Nathlom, Ratlow, ein abgegangenes m ecklenbnrg'sches und holstcin'schcs Geschlecht, das mit denen v. Bernecktin, Nagcndanl' und Plüskow einen Ursprung gehabt haben mag. Im I. 1392 kommt es zuerst in Urkunden vor. sSiebmacher III. S. 154. n- 9. — Bncelini stemmat. I. — v. Meding III. n. 597. — Spangcnberg, Adclsspiegel. — Angeli, Holstein. Chronik 299. — Gauhe I. IZ2I u. f. — Zedier XXX. >917. — v- H.s Der Name ist durch Erbgang an die Familie v. Schack, jezt an die v. Holstein gekommen, welche denselben noch fuhrt. Rathmamisfeld, Andreas, wurde am 16. Juli 1669 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. S.^f 7 Rathfaiiihlnisiil zu Cchenmeyr, R. zum Stein, Ratzman- hauscn, Ratzenhausen, Notzenhausen, Rathsamshausen, auch Notzenhausen zuweilen geschrieben, eine rheinländ. Familie, welche ursprünglich ans dem Elsaß stammt, sich aber auch iu Schwaben verbreitet hat. Im I. 935 wurde Eberhard v. N. zur Be- rathschlagung der Turniere von dem Pfalzgrafen Konrad gebraucht. Im I. 1819 ist das Geschlecht erloschen. sSiebmacher l. 192. n. 4. — v. Meding III. n. 647. — Gauhe I. S. >321. — Burgermeister, vom schwäb. ReichSadcl. — Zedier XXX. S. 1949. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1348. — v. H.s Nathlchillcr, Natschcllcr. Der innerösterr. Gnbernialsekretär Josef R. wurde im I. 1818 geadelt. sM. v. M. 247. — v. H. - Schmutz III. 283J Rathsäsitz. AuS diesem Geschlechte kommt nur Bernhard v. R. vor, welcher den Prinzen Severin von Sachsen, Herzog Hein- rich's des Frommen Sohn, als Hofmeister führte. sMüller's sächs. Annalen 83. — Zedier XXX. 965. ^ v. H.f Rathschitzburg, s. Huschka. 7 Rathshauscu, ein altes schwäb. Edelngcschlecht, mit gleichnamiger Burg im O.A. Spaichingen, welches 1462 erloschen ist. sGriesinger I969.s 7 Rathstock, Rodestock, Rostock, ein in der Niederlausitz, Brandenburg und Sachsen begütertes Geschlecht, das schon 1496 daselbst vorkommt. Bei der Unkenntniß des Wappens ist nicht zu bestimmen, ob die Familie mit denen v. Rostock in Schlesien Eines Ursprungs und Stammes ist. sv. Ledebur II. 259.s Ratibor, Natiborski oder NadiborSki v. N. Nikolaus v. R., Einer aus dem adlichcn, zu der ehemaligen herzogl. Familie in Vorpommern wol nicht gehörenden Geschlcchte, der zwischen 1348 — 1360 als Kommenthur des Ordens des St. Johannisspitals in Zittau vorkommt. Der Stammfiz dieser böhm. Familie ist Ratibor. Adam v. R. lebte um 1490. Die Familie hat sich auch zu Hof im Voigtlandc niedergelassen. sCarpzov, Annal. histor. Zittau. III. 16. — Zedier XXX. 527. 995. - Gauhe I. 1399. - v. H.s Rutislow v. Carlsfeld. Der Rittmeister bei der Prag er Montur- Kommission, Karl N., wurde im Jahre 1810 mit dem Beinamen v. C. geadelt. sM. v. M. 247. — v. H.sf Rutke v. Schwanbcrg. Der Kommissär des Kommcrzweseus im Fürstenthume Bremen und Verden, Albert R., wurde am 27. Mai 1654 mit dem Beinamen v. S. geadelt. In Schweden ist diese Familie wieder erloschen, in Liefland blüht sie noch. sHnpel, lieft. Anz. n. 165. S. 679 .f Ratky v. Jalamonsa, wahrscheinlich ungarisch. N. R. v. S. - Ratz 211 war 1835 k. k. Kommissär bei der Grenzwache zu Götzcndorf. Alexander N. de E. et S. stand 1857 als Rittmeister im 3ten k. k. österr. Hus. Regiment. Natkovsky, ungarisch. Karl v. R. war 1857 k. k. österr. Medikamentenvcrwalter zu Verona. Ratio», Rathlov, s. Rath low. 7 Ratmaiinsdors, Rattmansdorf, Rathmansdorf, Ritter, Freiherren und Grafen von der gleichnamigen Herrschaft in Ste Herrn ark; sie wurden am 2. März 1606 in den Freiherrnstand und der Freiherr Wilh. v. N. am 16. Juli 1613 in den Grafeustand erhoben. Die Familie war von 1293 bis zum Ausgange des vorigen Jahrhunderts bekannt, wo Graf Walram das Geschlecht beschloß. An seine Schwester, die mit dem Grafen v. Althan vermählt war, fiel hierauf seine Grafschaft. fBucelin. — Spangcnberg II. — Zedier XXX. 1938. — Schmutz III. 279. — Gauhe I. 1322. — Hartmaun's Samml. — v. H.s Ratoliska. Der Hofrath der k. k. Polizcihofstelle wurde im I. 1810 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 139. — v. H.f Ratschcz, s. Schecken. 7 Rntschiii, Nctschin, eine alte sch lesische adliche, nachher frciherrliche Familie, die sich auch in Böhmen verbreitet hat. Jeschko v. N. war im I. 1393 Kaplan zu Krakau. Joachim v. R. war es, welcher 1656 in den Freiherrnstand erhoben worden ist. sSinap I. 769. II. 917. — Zedier XXX. 1919. — Siebmacher I. 59. n. 3. — Gauhe I. 1322. — v. Ledebur II. 259. — R. T. A. R. — v. Meding II. n. 471. — v. HI Rutfchihlmrg, österreichisch. Franz Ritter v. R. war 1835 Registrant bei der k. k. nieder österr. Landschaftseinnchmerei. 7 Nattenheim, waren einerlei Ursprungs mit den Diedcn- hofen und im fränk. Kanton Altmühl begütert, sind aber ausgestorben. fBiedcrmann, Altmühl Tab. 181. — v. H.s Nattenpcrgcr, ein steyermärk. Geschlecht, von dem das Wappen bei v. Meding, II. n. 637, beschrieben ist. sv. H.ff Rattiiaw, s. Rathenow. Ratuld. Wappcnbeschreibung bei v. Ledebur II. 259. 1. Ratz, I. K., österr. Präsident des Kreisgerichts Feld- kirch in Tirol, erlangte 1855 den rittermäßigen Adclstand. sA. A. Zeit, von 1855J 2. Rah v. Cismainisbcrg, ein fränk. Geschlecht. sSalver 149. Tab. 15. n. 59. — v- Meding III. n. 653. — v. H.fs v. Ledebur, II. 259, führt eine Familie v. Ratz an, von der ihm aber nur eine Person bekannt ist; er fügt bei, daß die Familie im Oesterreichischcn und Preußischen angesessen sein soll. Ein Wappen ist nicht angegeben. Rahbar, gen. Duntfch, ein schles. Geschlecht, dessen Besizun- gen besonders im Steinau-W olau'schen u. im Oelsnischen, auch im Fürstenthume Oppeln gelegen. Es schrieb sich zuweilen auch umgekehrt Buntsch, genannt R. Heinrich v. R. kommt im Jahre 1505 als fürstlich münsterberg-ölsni scher Rath vor. sSinap I. 759. II. 993. - Ganhe I. 1332. — Zedier XXX. 1939. — v. Meding II. n. 688. — v. Ledebur II. 259. III. 144, unter Wunsch, genannt RatzbarJ M. s. auch Buntsch. 7 Rahkburg. Die Grafen der Stadt dieses Namens stammen von Heinrich v. Badewide her, welcher von Herzog Albrecht dem Bär im Jahre 1139 Holstein bekam. Der Urenkel dieses Heinrich Bernhard III., war der Lezte seines Geschlechts, das im 13. Jahrh. ausstarb, worauf die Grafschaft an die Herzoge vom 27* 212 Ratz — Rau Lauenburg als Lehen und nach deren Absterben im I. 1689 an das Haus Lüneburg fiel. (Pseffinger, braunschweig-lüneburg. Hist. I. — Zedier XXX. 1193. — Hamelmann, oldcnburg. Chronik. — v. H.j( 's Natzcnberg, ein dem fränk. Ritterkanton Odenwald einverleibt gewesenes, 1459 erschienenes u. 1593 erloschenes Geschlecht. (Biedermann, Odenw. Tab. 399. — v. H.s Natzeiiliergcr v. Nützenberg, eine in den kaiserl- Erblanden im 18. Jahrh- meist in österr. Militärdiensten stehende Familie. (Zedier XXX. 1949 .js Möchte mit Ratze nberg einerlei sein. 1- Natzcnricd, ein schwäbisches uraltes, aber in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ausgestorbenes Geschlecht, dessen Stammburg im O.A. Wangen liegt und in neuester Zeit den Grafen v. Bero Idingen gehört. (Griesinger 1979.jj Natzcrbcrg, L., GutSbesizer, erlangte 1854 den österreich. Adelstand. (A. A. Zeit. v. 1854.s 1. Uli», Kristof Fried., sächs. Untcrlieut., wurde am 11. Sept. 1799 vom sächs. Ncichsvikariat geadelt, sv. Hellbach, Samml.s Wahrscheinlich ist es sein Sohn (Karl Fcrd. v. R.), welcher sich später im preuß. Kricgshcere als Major befand, indem von demselben gesagt ist, daß er aus Sachsen nach Preußen gekommen sei. Er starb 1833. sv. Zedlitz. — Sächs. Wappenbuch IV. 68. — v. Ledebur II. 259. Itl. 329. — Kncschke, Wappen IV.s 2. IIa» v. Horhausen, eine der ältesten adl. u. frhrl. Familien in den Rh ein landen, besonders in Hessen. Heinrich R. v. H. war im I. 1394 Domherr an der Mctropolitankirche zu Mainz. Verschieden von den frankfurter v. Holzhausen. sHumbracht. — Sinap lt. 694. — Zedier XXX. 1196 u. f. — v- Mcding t. n. 662. — Gauhc I. 1324. — v. Ledebur II. 259. — v. Hcfner', Hess. Adel S. 22. T- 24. — v. H. — Frhrl. Taschenb. von 1862.j Naubcnbach, f. Raab. 1- Naubcr, eine alte schwäb. Familie auf der Burg gleichen Namens im Württemberg. O.A. Kirchheim. Die Familie scheint sich im 14. Jahrh. nach Gemünd gewendet zu haben, wo man den Namen in den dortigen Magistratöstellen wieder findet. (Griesinger 1979.s 2. Naubcr, Freiherr, v. Plankcnstcin, eine aus dem Herzogtum Kr ain in die kais. Erblandc sich wendende österreichische und steyerische Familie, welche von Blankenstein u. Karlstedten seit 1516 den frhrl. Titel führt. Sie sollen vor Zeiten Engelschalk geheißen und ihren Namen vom vielen Rauben bekommen haben. Mathias E. kommt im I. 1378 vor. (Brandis, tiroler Ehrcnkr. — Seifert I. Tab. 41.42; Ahnentafeln Tab. I. 2. — v. Wurmbrand, Coll. Austr. gen. — Valvasor, Ehre des Herzogth. Krain. — Lazius, de migr. gent. Lib. VI. p. 294. — Neues geneal. Hdb. 1777. S. 317 u. f. 1778. S. 364. — Schmutz III. 285. - Zedier XXX. 1959. — Siebmacher V. 17. n. 4. — Gauhc I. 1325. — v. Mcding III. n. 649. — Taschenb. der frhrl. Häuser 1849 u. f. >855. — v- Hefner, kärnthner Adel; krainer Adel S. 17. T- 16. — v. H.ss 1. Nauch, Jakob Kristof, kais. Lieutenant im Regiment „Erz- Herzog Leopold Wilhelm", wurde 1659 geadelt. sN. T. A. R.s 2. Nauch, Johann Georg, wurde 1743 geadelt. sR. T. A. R.s 3. Nauch, Hauptmann, trat 1778 in preuß. Dienste; er war aus Bayern gebürtig und von Adel (?!). Sein ältester Sohn war 1835 preuß. General der Infanterie, sein zweiter Oberstu. Flügeladjutant, sv. Zedlitz.^ Prinz Albrecht von Preußen, welcher sich von seiner Gemahlin scheiden ließ, heurathete 1859 Fräulein v. R. in morganatischer Ehe, welche am 15. Juni 1853 zu Meiningen geschlossen wurde. Der Herzog von Sachsen- Meiningen erhob Fräulein v. R. zur Gräfin v. Eldena». sKorreSp. v. u. f. Deutscht, v. 17. Juni 1835. Nr. 168. — v. Ledebur II. 259. n. I. des Art. III. 329. j v. Ledebur führt noch eine Familie v. R. unter n. II. dieses Art. an, deren Mitglieder in lippe- detmold'schen Diensten gestanden, aber 1744 in preuß. Kriegs- Dieuste übergetreten seien. Da das Wappen nicht angegeben ist, so bleibt es ungewiß, zu welchem Geschlechte solche gehört, oder ob sie ein eigenes bildet. sKneschke, Wappen II. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. Taf. lö.j 4. Nauch, Johann Moriz, Kaufmann in Heilbronn, und sein Bruder Gottlieb Kristian wurden 1898 in den Württemberg. Adelstand erhoben. sCast, Adelsb. v. Württemberg. — Archiv für Gesch., Geneal. u. Dipl. 84. — Die württ. Wappenb. von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 23. — Kncschke, Wappen Il.s 5. Nauch, I. A., Archidiakonus zu Prag, erlangte 1858 den rittcrmäßigen Adel. sA. A. Zeit. v. 1858.jj 6. Nauch v. Montprcbii. Der österr. Major N. wurde 1839 mit v. M. geadelt. (M. S-s Nauchbar, ein ehemaliges adl. meißnisches Geschlecht, aus dem der berühmte RechtSlehrcr Andreas R. mit Ausgang des 16. Jahrhunderts den Adel erhielt. sZedler XXX. 1973. — Gauhe I. 1326. - v. H.s Nauchcnbcrg, österreichisch. Joh. V.R. war 1796 Sekretär beim k. k. Stadt- und Landrccht im Görzischen. (Wiener Adreßbuch 1796.j Nauchcnbcrgcr. Die Ritter besaßen die Herrschaft Hanfelder bei Zeyring in Steyermark. sSchmutz III. 285. — v. H.j Nauchcnbichlcr v. Nauchcnbichl. Der Magistratsrath:c. Franz Josef R. in Bayern erhielt von Kaiser Franz II. am 27. April 18 9 7 ein Adelsdiplom. sv. Lang 483. — Bayer. Wppb. VII. 96. — v. H.s Nauchcnzcli, s. Pappus. Nauchhaupt, ein altes, im sächs. Kurkreise, in Meißen, im Magdcburg'schen, im Anhalt'schen, auch in Franken verbreitetes Geschlecht, aus dem Heinrich v. R. im Jahre 1389 im Erzstifte Magdeburg in großem Ansehen war. (König III. 997— 18. — Zedier XXX. 1975—77. — Lüdersens Sammlung. — Siebmacher I. 154. — v. Zedlitz. — v- Ledebur II. 269. — v. Dreyhaupt, Saalkreis. — Kncschke, Wappen IV. — v. H.s Nauchinülicr v. Ehrcnstein. Der k. k- Kammerdiener Heinrich Ernst R. wurde mit dem Beinamen v. E. geadelt, im I. 1795 in den Reichsritterstand erhoben und erhielt 1712 Wappenbesserung. (M. v. M. 247; Erg. 194. Bei M. v. M. scheint ein Jrrthum unterzulaufen. — R. T- A. N. — v. H.z Nauchnagcl v. Churftid. Franz N. aus Tirol wurde im Jahre 1719 mit v. C. geadelt. (M. v. M., Erg. 416. — v. H.s Nauden, s. Cleo. Naucekcr v. Weichen». Der Hofequipageninspektor Jgnaz Leonhard R. wurde im I. 1895 mit dem Beinamen v. L. geadelt. (M. v. M. 247. — v. H.f Nauen, Balthasar, ritterschaftlichcr Sindikus u. Bürgermeister zu Eßlingen, wurde 1796 in den Adelstand erhoben. (R. T. A. R.j 7 Naucneck, eine fränkische, im ehemaligen Nitterkanton Rau - Baunach immatrikulirte Familie. Sie erschienen 1231 u. starben um 1559 ab. ^Biedermann, Baunach Tab. 211. — v. H.) Umnnhcim, s. Raab. Umur ». Uauhenliurg, österreichisch. Viktor R. v. R. stand 1857 als Unterlieutenant im 6. k. k. Inf. Regiment. Uauffcnbcrg, s. Schwarz. Muster. Der Rath :c. Franz Anton Karl R. in Bayern erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 6. Juli 1792 ein Adelsund Ritterdiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. t27. — Bayer. Wappenbuch VII. 97. — v. Lang 189. — v. H.) 1. st Uaugraftn oder Ulihgraft». Dieses alte adliche u. gräfliche Geschlecht hatte seine Güter in der Pfalz unweit Kreuznach, welche nach dessen erfolgtem Abgang an den Kurfürsten von der Pfalz fielen. Zuerst kommt Einer im I. 1256 vor. Einige seiner Nachkommen schrieben sich auch R. v. Bayenburg aus Hessen, und da das Hess. Geschlecht v. Boyneburg in den alten Zeiten sich auch Bayenburg geschrieben, so rechnet dieses jene R. auch zu seinen Angehörigen. Sie scheinen zu Anfang des 16. Jahrhunderts ausgestorben zu sein. Jedoch sollen nach Anderer Meinung die im Stifte Lüttich noch lebenden R. Abkömmlinge von denselben sein. Siehe Nougrave in v. Zedlitz's Ad. Lex., wo ausführlich über dieses Geschlecht geschrieben wird. Wappen: Schild gespalten von R. und G. sZedler XXX. 1001. — v. H. — Diesten, gcneal. herald. :c. Par. 1757. p. lll. — Sicbmacher II. 13. — Jmhof, notit. proc. Jmp. Lib. 2. c. 9. z. Iii. — Gauhe I. 1327 — 29.1 2. st Uaugraftn. Dieser Name wurde auch den 13 Kindern des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz beigelegt, die er mit Frl. Maria Luise v. Degen feld gezeugt hat, welche derselbe nach Verstoßung seiner Gemahlin sich an die linke Hand trauen ließ, und die im I. 1667 mit dem 14. Kinde schwanger verstarb. Nach Anfang des 18. Jahrhunderts erloschen. sGauhe I. 1327 — 29. — Zedier XXX. II 03. - v. H.s 1. Uaulv, ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Berlin in dem Generaldirektor der Marine vorkommender Name; von der Familie Herkunft oder Fortgang ist dießorts nichts bekannt. Wappen? sv. Ledebur II. 269.) 2. Umstc, Dr. Fr., Handclsgerichtspräsident in Wien, wurde 1854 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. Im I. 1861 erlangte derselbe die Frciherrnwürde. sA. A. Zeit. v. 1351 u. 1861. — Frhrl. Taschcnb. v. I863.j Uaumlmrgcr, Maximilian, erlangte 1743 die R. Adelswürde. sR.T.A.R.1 Uaumcr, eines der anhalt. Geschlechter, das auch in Bayern und Schwaben seßhaft war; es stammt aus der Oberpfalz. Der Zufall führte Georg N. nach Dessau; er ergab sich der Theologie und wurde zulezt Superintendent; er starb 1691. Sein Sohn Friedrich Gottlicb R. erhielt nach v. Zedlitz, Adelslexikon, 1693 ein Erneuerungsadelsdiplom für sich u- seinen Neffen. Von diesen beiden stammen alle jezigen Herren v. R. ab. In der Reichstaxamtsrechnung, mithin amtlich, heißt eS ausdrücklich, daß Gottsried It. 1693 oder 94 in den Adelstand erhoben worden sei. Die Angaben der übrigen Schriftsteller läßt man dahingestellt sein. sv. Hesner, bayer. Adel S. 105. T. 127. — v. Ledebur II. 260. III. 329. — Dorst, schlcs. Wappenb. III. 166. — Zedier XXX. 1123—32, aus Handschrift!. Nachr. — Allgem. hist. Lex. IV. 36. — Aventini, bayer. Chronik (1580) Lib. 8. S. 123^. — Bruschii Chrono!, monaster. Münst. Rausch 213 Cosmograph. Lib. 3. — Beckmanns anhalt. Hist. VII. Tab. 9. S. 131 u. f. — Accesfiones. — v. Meding III. 650. — v. H.) 1. Uaumschüjftl, eine kölnische, 1262 daselbst schon vorkommende Familie, welche in B- einen s. Drachen führte. Mit dem Wappen kommen Töchter in den cleve'schen Aufschwörungen vor. sFahne I. 353. II. 2334 2. Uaumschüjftl, ebenfalls ein köln. Geschlecht, welches zwei Pfähle mit einem Querbalken im Wappen führte. Otto Num- schottcl v. Fritztorf war 1419 Küchenmeister des Erzbischofs von Köln. sFahne II. 114.) 3. Uaumschüjftl, noch ein drittes Geschlecht in Köln; sein Wappen zeigt in einem mit Steinen bestreuten Schilde einen Querbalken, der mit drei Sternen belegt ist. N- Rumeshüttel, Drost zu Brughe (Grevenbroich), besiegelt 1396 eine Urkunde des Gerard v. Nivenheim. sFahne II. 114.) 4. Uaumschüjftl v. Schöncgg, ein freiherrliches altes, zuerst im Jahre 1347 vorkommendes Geschlecht in der Grafschaft Cilly, wo ihr Stammschloß Schönegg gelegen ist. W.: Der Schild geviertet; 1. u. 4. gr. Feld drei — 2. 1 — r. Ramschüsseln, 2. u. 3. r. F. eine r. gekleidete, Federn oder Schilf über den Kopf haltende Frauensperson. sSiebmacher I. 19. — v. H. — Bucelini stemmst. III. — Gauhe I. 1329. - Zedier XXX. 1132. - v. HI stUaunach, eine frhrl. Familie im Herzogthume Krain, deren Stammschloß gleichen Namens an der Poick gelegen gewesen, das auch im I. 1313 an andere Familien gekommen ist. sBucelint stemmst. III. — Valvasor, Ehre des Herzogthums Krain I. 9. 11. - Gauhe I. 1329. - Zedier XXX. 1133. —'v. H.) Uaunachcr. Der k. k. Rath und Distriktsverwalter Jgnaz R. wurde im I. 1734 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 416. - v. H.) Ummer, ein rathsfähiges augsburg. Geschlecht, das im Jahre 1697 geadelt wurde. Die beiden Brüder Benedikt und Wolfgang R., Wechsler in Augsburg, wurden 1752 geadelt. sv. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. 127. - R. T. A. N. - v. Stetten, Gesch. der augsburg. Gcschl. 330. — Tyroff I. 69. — Siebenkecs I. 69. - v. H.) Ummftls, soll eine adliche Familie in der Landgrafschaft Hessen sein, nach v. Hefner, Hess. Adel, S. 22. st Uaupar v. Uoftuhart, eine alte Familie in Schwaben, über deren Turnierfähigkeit und Adelsrcchtmäßigkeit ein Streit zwischen ihnen und den Marschallen v. Oberndorf 1399 entstand, der aber zu ihrem Vortheil ausgefallen ist. sCramer, Tr. de jur. avit. nobil. 508. — Gauhe II. 937. — v. H.) Wahrscheinlich ausgestorben. Uaupenjlrauch v. Löumisburg. Der österr. Oberlicut. Johann R. wurde im I. 1329 mit dem Beinamen v. L- geadelt. sM. v. M. 247. — v. H.) Umipoll v. Uuisch de la Toistc. Der Oberstwachtmcister Heinrich Leonhard R. wurde im I. 1771 mit dem Beinamen v. Ruisch de la T. geadelt. sM. v. M., Erg. 416. — v. H.) 1. Umstch. Der k. k. Kammerfourier Joh. Paul R. wurde im I- 1712 geadelt. sM. v. M., Erg. 416. — v. H.) 2. Umisch. Der GutSbesizer Josef R. wurde am 27. Juni 1819 von Bayern geadelt, sv. Lang, Suppl. 135. — v. Hefner, bayer. Adel S. 105. Taf. 127.) 3. Umisch v. Trauücndcrg. Der k. k. Kammermaler u. Bilder- Gallerieinspektor R. v. T. erhielt im I. 1755 die Bestätigung des Rittcrstandcs. sM. v. M., Erg. 195. — v. H.s 214 Rausch — Rav Uauschaden, Felix, Hauptmann, und sein Vetter Georg Konrad wurden 1623 geadelt. sR. T. A. R.fj 1 Ilauschard, Georg Adam, nassan-oranien'scher Justiz- Rath, wurde 1743 in den Adelstand erhoben. sR.T. A. R-) f Ilauschc, eine in Nenvorpommern um 1523 bereits seßhaft gewesene Familie. sSiebmacher V. 162. — v. Ledebur II. 26 l. III. 329. ff Ilanschenlmg, Näuscheuberg, Neuschenberg, eine theilS adliche, theils frhrl. Familie in den Rheinlanden, besonders im Jü- li ch'schen und Kölnischen, von der Konrad v. R. schon im Jahre 1245 unter die Bischöfe gezält wurde. Der Familie gehören unter andern die Rittergüter Sellerich, Eybs, Rurich, Ob erb ach u. s. w- Die ordentliche Stammreihe beginnt mit Kuno v. N., der um 1451 lebte, und mit der Erbtochtcr Nesa V. Sellerich vermählt war. Johann v. R. zu Querbach, Kommaudant zu Wolfenbüttel und Kriegsrath, wurde nebst Bruder und Vetter 1639 in den Freiherrnstand erhoben. sFahne I. 360. — v. Steinen, wcstfäl. Gesch. — v. Ledebur II. 284. — v. Hefner, preuß. Adel S. 69. T. 77. — R. T. A. R. — o. H. — Gauhe I. 1330; Anh. 1730-32. — Zedier XXX. 1150. — Robens II. 236—41. — Jvh. Seiscrt's GeschlechtStaf. der v. Rcuschenk, die von der wiener Hoskanzlei revidirt und approbirt ist, und die auch in dessen hochadl. Stammtafeln, IV. n. 17, steht.) Ilauschcnlitatt, Rnschcplatcn, eine braunschweig'sche Familie, wovon Günzcl v. R. im I. 1199 als Bnrgmann auf der Wintzenburg saß. ^Harenberg, Hist. dipl. Gandersh. T. 33. n. 19. — Letzner'ö dassel'sche Chronik 185. — Siebmachcr I. 186. n. I. — v. Meding I. n. 664. — v. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. 9. 53. — v. Ledebur II. 261. — v. H. — Kneschke, Wappen II.) Unuschcildorff, eine alte adliche Familie in der Lausitz u. in Sachsen, besonders in der sächsischen, jezt preußischen Herrschaft Spremberg. sv. Uechtritz, dipl. Nachr. (von 1657—1759 ans verschiedenen Kirchenbüchern) VI. 83—92. — v. H.) Ilinischenfcls, österreichisch. Andreas v. R. stand 1857 als Unterlieutenant in einem k. k. Jägerregiment. 1. ch Uliuschcr, ein ausgestorbenes steyermärk. Geschlecht, aus dem im I. 1342 Hanns N. noch Burggraf zu Steher war. sZcdler XXX. 1151. — Prevcnhueber, Annal. Styrens. — v. H.) 2. Uauschcr. Der k. k. Regierungsrath Franz Edler v. R. wurde in den österr. Rittcrstand vcrsczt. Wann? Der Vice- Hofbuchhalter der kais. österr. Kameralhauptbuchhaltung, N. N- R., wurde 1898 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 417. — v. Hcsner, daher. Adel S. 105. T. 127.) Wahrscheinlich stammt aus dieser Familie der jezige Erzbischof von Wien. 3. Uauschcr v. Stainbcrg. Die Brüder Franz Ferdinand und Wolf Andreas N. erhielten im I. 1711 die Bestätigung des Adcl- staudes. sM. v. M., Erg. 417. —v. H.) Vielleicht ist Benignus R., welcher 1695 die Adelswürdc erlangte, der AnHerr der vorstehenden N. sR. T. A. R.) 1 Uauschke, eine der ältesten preuß. Familien, von der man jedoch nur erst im I. 1575 Alexander v. R. in Urkunden findet. Die Familie hatte auch 1599 in Liefland Befiznngen. sv. Ledebur II. 261. — Hartknoch's erläut. Preußen 451. — Gauhe II. 933. — v. Zedlitz. — v. H.) Uaiisscudors, Rauseudorf, ein altes schles. Geschlecht, das im 14. Jahrh. bekannt, auch in der Oberlausitz begütert war. sSinap I. 748. II. 907. — Siebmachcr I. 52. n. 7. — v. Meding III. n. 651. — Grosser's lausitz. Merkwürdig?. 3. Th. — Gauhe I. 1320. - 1. Nauß v. Lipna, ein böhm. Geschlecht, von dem aber nur auö dem Calend. S. Adalb. Johann Wenzel R-, Herr auf Przestawlk ec. bekannt ist. sZedler XXX. 1152. — v. Ledebur II. 261. — v. H.) 2. Uaust v. Uaiiscnliach. Joh. Ferd. R., Bürger zu Prag, wurde im I. 1735 mit dem Beinamen v. Rauscnbach in den böhm. Adel- und 1755 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 139; Erg. 417. — v. Ledebur II. 261. - v. H.s Uniitcii, Nikolaus Philipp, wurde am 14. Juli 1657 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. sM. S.) Mag vielleicht Uradel sein. 1. 1 Unutcnbcrg, Rutenberg, eine braunschweig. Familie, vom Jahre 1599—1685 bekannt, wo die Lezte ihres Geschlechts, welche an den Magdeburg. Gehcimrath Gebhard v. Alvens- leben vermählt war, gestorben ist. Die Familie kommt übrigens schon 1325 vor. Im I. 1389 war Willberga v. Rutenberg Priorin des Stifts Steterburg bei Wolfenbüttcl. sv. Ledebur II. 26 l. — Siebmacher I. 182. — v. H. — Gauhe I. 1331. — Zedier XXX. 1164. — v. Meding I. n. 665. — Lüdersens Sammlung.) 2. Uautcnbcrg, Johann, erlangte 1758 den R. Adelstand. sR. T- A. R-) 3- Uaulenberg. v. Ledebur, II. 261. n- II. des Art. R., führt eine Familie dieses Namens an, welche aus der Pfalz stammen und sich nach Preußen begeben haben soll, wo sie 1896 Gra- dikcn besaß. Wappen? Vielleicht sind es Nachkommen des 1758 geadelten Johann N. 4. Uaiitenberg - Klinski, ein in Westpreußen angesessenes Geschlecht. Wappen: JunoSza. sv. Ledebur II- 261. n. III. des Art.) Uautcnkroh», s. Eichel. f Uautcustein. Auch wir können so wenig, als Gauhe, II. 538 u. f., und v. Hellbach, von diesem Geschlechte etwas Mehreres sagen, als daß aus ihm Johann Ernst v. R. von einer Ehrcnstufe zur andern bis zum pfalz-ncuburg. Staatöminister gestiegen und im I. 1666 gestorben ist. lllilitenstrauch , s. Strecker. Uautcni, eine alte prenß. Familie, von der sich zuerst Ludwig v. R. im Jahre 1598 findet. Die Familie soll ans Oesterreich stammen. Sie hat ansehnliche Besiznngen in Preußen. sv. Ledebur II. 262. — v. H. — Erläut. Preußen 47. Th. 709. - v. Zedlitz, Ad. Lex.) NlMtheii, s. Sobeck. — Uliuthenberg , s. Wurst. liava, meißnischer Adel, aus welchem 1896 mehrere Sprößlinge im preuß. Heere standen. Die Familie ist in Schlesien 1698 und in Preußen angesessen. sv. Ledebur II. 262. — v. Zedlitz. - Siebmacher I. 156. — Schles Instanz. Not. Jahrg. 1804. S. 390.) 1. si Uavcn, ein braunschweig'sches, auch lüneburg 'sches Patriziergeschlecht, das ausgestorben und von den obigen Raben oder Raven ganz verschieden ist. sLüdersen's Samml. — v. H.) 2. llavcii. In Mecklenburg blüht eine adliche Familie v. R. Sie stammt aus der Uckermark, ist in Pommern, Mecklenburg, im Posen'schen, in Preußen ansehnlich begütert, und war schon 1524 bekannt, sv. Ledebur II. 262. III. 329.) Verschieden von Raben. sDorst, schles. Wppb. II. 156. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 15.) W.: In R. ein silb. Leopard- Mecklenburg. Wppb. n. 155. - Tyroff II. 198. III. 186.) Nav Rovcii, s. Rab. Roveneck, st Marschall; Müller, 1. st Ravensberg, westfäl. Grafen, die ihren Ursprung von Graf Hermann v. Calvcria haben, dessen mit der Tochter des Herzogs Otto an der Weser u. Grafen zu Northeim im Ilten Jahrh. erzeugte Söhne, Otto und Heinrich, sich zuerst Grafen v. R, genannt haben. Sie starben mit Otto gegen das Ende des 14. Jahrhunderts zu Augsburg aus. Ihr Stammschloß war auf einem Berge beim Flusse Hassel, und ihre Grafschaft lag zwischen Paderborn, Osnabrück, Münster, Minden und dem Lippe'schen. jKranz, Saron. I. 5. c. l3. — Lucä, Grafcnsaal 428. 435. — Hübncr II. Tab. 44V. — Andr. Lamejus, Gesch. der alten Gr. v. Ravensberg in Westfalen. 4. Mannheim, 1779. — Siebmachcr II. 17. III. 9. — Spencr, hist. insign. I. c. 13. §. c. 29. — v. H.f W.: Drei r. Sparren in S. sFahne I. 353.) 2. st Ravensberg, ein Rittcrgeschlecht, welches in S. einen r. rechtsspringenden Hirsch führte und 1662 zu Bonn aufgcschworcn wurde. Auch diese Familie ist erloschen. fv. Ledebur II. 262. — Fahne III. 114.s Ravensberg, s- Menz. st Ravensburg, waren welfische und hohen stau fen'sche Ministerialen und kommen um 1156 bis 1256 vor. sv. Hefner, st schwäb. Adel S. 14.f 1. st Ravenstein. Diese Herren, sowie die Grafen von Cleve, Berg, Mark, Jülich u. Ravensberg stammen alle von den alten Grafen v. Teisterbant ab und fiel ihre Herrschaft an die Herzoge von Cleve. sHnbner II. Taf. 434—41, besonders Taf. 437. — Gauhe II. 1723. — v- H.) 2. st Ravenstein, scheint um 1492 erloschen, da ihr Stamm- Schloß N. in diesem Jahre an die Gillnhardt gekommen ist. Die Burg R. kam als Reichslehen an die benachbarte Reichsstadt Ulm und wurde 1766 abgebrochen. 3. Ravenstein, Friedrich Aug., Hauptmann im 1. Bataillon (Breslau) des 16. LandwehrrcgimentS, wurde 1357 nebst Kindern in den preuß. Adelstand erhoben. In Schlesien seßhaft. sA. A. Zeit. v. Sept. 1857. — v. Ledebur III. 329.) Ravichio ». Prctsdors. Der Hauptmann Josef R. wurde im Jahre 1869 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 417. — v. H.) Ravigniani v. Placentinis, Anton, Doktor der Arznciknnde, erhielt 1688 ein Reichsadelsdiplom. sR. T- A- R.) Ravistart, in Pommern um 1732 angesessen. W.: ? sv. Ledebur III. 329.) st Ravon, eine adliche pommer'sche, um 1176 blühende, aber erloschene Familie. Eine andere, Lüneburg angehörige Familie dieses Namens ist ebenfalls erloschen. ES blühen in den Marken, in Preußen und Pommern die v. Raven fort. Ob aber solche mit Ravon einerlei seien, steht sehr zu bezweifeln, sv. Zedlitz.) st Rawcin, Nhawein, Nabcin, ein schles. Geschlecht, aus dem im I. 1659 Maximilian v. R. als fürstlich liegnitz'scher Hofmarschall vorkommt. sSinap I. 75V. — Siebmachcr III. 46. n. 1. — v. Ledebur II. 263. — v. H. — v. Meding II. n. 639. — Gauhe I. 1331. - Zedier XXX. 1169 u. f.) Raum). Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 263. Raykowski, Neykowski, eine pofen'sche Familie. Wappen: Rogala. sv. Ledebur II. 263.) - Reb 215 Naymair. Der Besizer des Landgutes Oberettend ach, Johann Evang. R., wurde vom König von Bayern am 36. Sept. 1818 geadelt, sv- Hefncr, bayer. Adel S. 1V5. T. 127. — v. Lang, Suppl. 135. — v. H.f RaiMlin, Johann, wurde 1764 geadelt. sN. T. A. R.) Raymbacky v. Rcichciibach. Reichenbach ist ein adliches Geschlecht, aus Schlesien stammend, aus welchem der König von Polen den Johann Kristof v. Neichenbach, damals in kölnischen (vielleicht polnischen) Diensten, 1765 mit dem Beinamen Raym backy, und sodann der röm. Kaiser 1717 denselben, als kais. Jntcrpretationssekretär, in den Nitterstand erhoben haben. sR. T. A. R.) Raymond. Der Hoffourier w. Johann R. wurde im I. 1319 geadelt. sM. v. M. 247. — v. H.) RaiMundi, vielleicht österr.-italienisch. Laurenz v. R. war 1835 k. k. österr. Oberstlieutcnant. Rayner, österreichisch. Nikolaus v. N. war 1835 ungar. Hofsckrctär und des Stefansordens Herold. Raqski-Rrccha. Der k. k. österr.-galiz. Oberlandeögcrichts- Viccprästdent P. F. Nrecha wurde als Ritter des Leopoldordens 1861 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben u. die Uebertragung dieses Standcsgrades auf seine Wahlkinder Albin, Peter, Vincenz und Adam Th. R. - V. gestattet. sA. A. Zeit., Aug. 1361.) 1. Naysky, Naisky, Reysgi, eine ursprünglich sch lesische und ungarische Familie, die im Straß burg'schen u. mehreren Orten Deutschlands sich verbreitet hat. Sie gehört zu dem frhrl. Geschlechts der v. Kittlitz. sv. Uechtritz, Gcschl.Erz. I. Taf. 36. — v. Meding III. n. 652. — Sinap 1. 75V. II. 907. — Gauhe I. 1331. - Zedier XXX. 1192. — v. Hefner, scichs. Adel S. 43. — v. Ledebur III- 329. — v. H.) 2. Rayskq. Auch im Posen'schen blüht ein Geschlecht v. R., welches Biechowo besizt und das Wappen Jelita führt. sv. Ledebur II. 263.) Ra)bo), s. Rebrovick. Rv, österr.-italienisch. Joh. Nobile di Re war 1835 k. k. österr. Gcneralfeldwachtmeistcr. Karl v. Re war 1796 Rath bei der k. k. italien. Hofkanzlei. Rcbay v. Ehrcnuncscn. Der Großhändler Josef R. zu GünS- berg wurde wegen Verbreitung seines Linnenhandels im I. 1739 mit dem Beinamen v. E. geadelt, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 105. T. 127. - M. v. M. 248. — v. Lang 489. — v. H.) Rcblicch, s. Ribbeck. Rcbcniko v. Rcbenbcrg, Johann Wilhelm, wurde 1664 in den Reichsrittcrstand erhoben. sR. T- A. R.) Rcbcnstock. Der Gutsbcsizer Georg Andreas R. in Schlesien wurde im I. 1717 in den böhm. Nitterstand erhoben. Er ist auS Wolfach in Schwaben nach Schlesien gekommen, wo der Vater des Georg Andr. v. R. Hauptmann des Fürsten v. Fürstenberg war. sv. Ledebur II. 263. — v. Zedlitz. — M. v- M., Erg. S. 195. — v. H.f Rcbcntilch, Samuel Franz, KameraladministrationSrath zu Temeswar, wurde im I. 1724 in den Freiherrnstand erhoben. Er trat in preuß. Dienste über u, starb in portugiesischen, sv. Ledebur II. 263. — M. v. M. 79. — v. H.) Rebcr v. Liebenstein. Der Rathsvcrwandte und Eisenhammer - Gewcrke R. zu Mürz Zuschlag in Stcyermark wurde im Jahre 1711 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. , Erg. 417. — v. H.) 216 Reb - Rcbcrghc. Henning de R. tcstiS in Urkunden Herzog Bar- nim's von Pommern 1335, 1349. (Cod. Brandenburg. XIII. 249. 3234 4 Rcbcnr, eine französ. Familie, welche mit dem k. prcuß. Kammcrherrn und Ministerresidenten mehrerer deutscher Höfe in Berlin um 1349 in Deutschland erloschen ist. Der Name ging mit k. prcuß. Genehmigung an die v. Pa schwitz in Bayern über. Joh. Philipp R-, Informator des preuß. Kron- Prinzen Friedrich Wilhelm, und sein Bruder Johann Gabriel R., Kapitän, wurden am 18. Jan. 1791 in den Preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 263. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat l84t. Abth. 2. S- 114.) Ncbka», s. Ncppichau. Ncbling, Kaspar, aus den kais. Erblanden, erhielt 1535 die Neichsadelswürde. sR. T. A. R.) Rcbock. Heinricuö Reboc unter andern Zeugen vom Adel in einem Brief des Klosters Walke nried 1224. sUrk. Buch für Nieders. II. 106.) 4 Rcbötröbc. Sie führen einen Löwen im Schilde. Die Gebrüder Aussym und Jakob v. N. kommen 1426 vor. fArch. Not.f Rcbollcdo, Bernhard, kais. Oberst n. Gouverneur zu Franken - thal, wurde 1641 in den Grafcnstand erhoben. Ist wahrscheinlich eine italicn. Familie. sM. S.) Rcbrasa, vielleicht aus dem Banat. Karl Edler v. R. stand 1857 als Oberstlieutenant im 3. Grenz - Inf. Regiment. Rcbrovick v. Ragbo). Der Generalmajor Mathias R. wurde im I. 1821 mit obigem Beinamen in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 9l. — v. H.) Rccanati, östcrr.-italienisch. Justinian Conte R. war 1835 Adjunkt bei der k. k. östcrr. Delegation zu Padua. Rechtlich v. Mcdcrnborf. Mathias und Karl die R. wurden am 31. Mai 1622 in den österr. erbländ. Adelstand erhoben; die Familie erlangte in zweiter Generation durch Heurath das Gut Niederndorf in Kärnthcn und am 3. Okt. 1654 den Nitterstand u. den Beinamen v. M. Am 23. Juni 1799 erhielt der kais. inner östcrr. NegimcutSrath und der kärnthnerische LandschaftSverordnete Joh. Hiacinth v. R. auf M. den Freiherrnstand, sowie auch sein Bruder und ihre Vettern. fTaschenb. der freihcrrl. Häuser v. 1853. — v. Hefner, krainer Adel 5. 17. Taf. 16; görzer Adel S. 30.) 1. Rechberg. Schreiben sich auch R. v. Rothen-Löwen. Dieses schwäb. Dinastengeschlccht stammt, wie einige Schriftsteller angeben, mit denen v. Pappenheim von einem und demselben Stamme, kommt im Jahre 1188 zuerst vor und war vormals Marschall der Hohenstaufen, weßhalb es sich auch zuweilen Marschall v. N. schrieb. Kaspar Bernhard v. N- erhielt im Jahre 1626 von K. Ferdinand II. und Franz Albrecht von Kaiser Leopold im I. 1694 ein Grafendiplom. Das Geschlecht muß aber früher schon die Grafcnwürde gehabt und etwa niedergelegt haben: denn im I. 1697 reassumirte das Geschlecht die Ncichsgrafcnwürde seiner Voreltern, und nahm darauf mit der Reichsgrafschaft Aichheim Siz und Stimme auf der schwäb. Grafcnbank an. Am 25. Okt. 1319 genehmigte der König von Bayern und am 6. Nov. 1319 der König von Württemberg die Wiederannahme des Grafenranges. sCast, Adelsb. v. Württemberg. — Jmhof, not. proc. Tab. 14. — ! - Rech Spcner, hist. insign. Tab. 31. p. 604. — Trier, Einl. in die Wappeuk. S. 564. — Durchl. Welt. 1697. V. 12l. — Rudolplst her.cur.il. tab. IV. S. 49. — Einzingcr v. Einzing, baycr. Löwe II. 15. S. 4KZ. — Allg. hist. Ler- 11.29. - Tyroff I. 168. 175—30. — Bayer. Wppb. I. 100. — Goth. Hoskal. für 1834 u. f. — Archiv für Gesch., Gcneal. u. Dipl. 84. — Die württ. Wappenbücher von K. Dorf! u. I. A. Tyroff. — v. Hefncr, württ. Adel S. 18. Taf. 13; bayer. Adel S. 18. Taf. 13; Erg. Bd. S-9. — Kneschke, Grafeuhäuscr. — Salver 494.— Sieb- macher I. Taf. 25. n. 9. III. 107. n. 8. Taf. IV. 16. Taf. 2. VII. Suppl. VI. Taf. IV. Th. I. Taf. u. 5. — Hübner II. T. 527—31. — Zedier XXX. 1278—84. — Belcucht. u. Erzähl., was es mit der ehemaligen Reichs- u. Kreisstandschaft der v. u. zu Hohenrcchberg für eine Beschaffenheit habe. — Frankenbcrg's europ. Herold. — v. Lang 63 u. f. — Siebenkees I. 175. — Hartmann's Samml. — v. H.) 2. Rcchbcrg v. Wcistnstciil. Franz Xaver R., ein natürlicher Sohn des Frhrn. Franz Xaver v. Rechberg, wurde 1756 mit v. W. geadelt und mit R. v. W. 1766 in den Frciherrnstand erhoben. sR.T.A.R.) Rcchbcrg, f. Marschall. Rcchbcrgcr v. Rcchkron, österreichisch. Josef R. v. R. war 1796 k. k. Hofkricgssekretär. Anton Ritter R. v. N. war 1857 Obcrlicutenant im 19. k. k. österr. Inf.Regiment. 4 Rechburg (im Schild ein Nehgewicht), basler Adel. C untzman u. Henrich R., Gebrüder, Edelknechte, haben Coblentz (Aargau) von Oesterreich zu Lehen getragen 1352. Lupolt R., Vogt zu Klingenau, 1599, uror Elsbet v. Wat . Lupolt, dessen Enkel, bischöfl. Hofmeister zu Basel, 1563. Franz, obrister Zunftmeister, 1579. Der Stamm hat zu Wurstisen's Zeiten (1589) noch geblüht. sWurstiscn 643.) 1. st Rcchcnbcrg, ein ausgestorbenes fränk. Geschlecht, das in Nechenberg an der Wernitz gelebt. Wappen: In R. ein g. aufrecht gestellter Rechen. fSiebmacher II. 70. n. 3. V. 88. — Struv, neueröffnetes hist. polit. Archiv I. 244. — v. Mediug III. u. 654 u. f. — Biedermann, Altm. Tab. 233—35. — Stieber's Reg. zu den bieder- maun'schen Tabellen, im Vorbcricht S. 15—21. — Seifert, Beschreib. S. 178—91. — Sinap I. III—21. 11.186. — Von dem Absterben des G. N. Frhrn. v. Rechenberg und einige Singularia von diesem Geschlecht?; in cur. Sax. >747. u. 81. 370 ^77. — v. H.) 2. 4 Rcchcnbcrg, ein altes schwäbisches, im 15. Jahrh. erloschenes Geschlecht, dessen Stammburg im O.A. Crailsheim lag. (Griesinger 1978.) 3. Rcchcnbcrg, ein schles., sächsisches u. lausitz'sches, zum Theil freiherrliches, zum Thcil gräfl. Geschlecht, das schon im Jahre 1315 vorkommt, und aus dem der kais. Rath Kaspar v. R. die frhrl. Würde im 17. Jahrhundert und der kais. Kämmerer Leopold Friedrich v. R. im I. 1793 die gräfl. Würde auf sein Geschlecht brachte. Auch in Böhmen war dasselbe vormals begütert. Der Stammvater soll Hanns v- Haugwitz sein, welcher in der 1241 gelieferten Schlacht umkam. Auch führt das Geschlecht in R. den haugwitz'schcu Widderkopf. sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für dm preuß. Staat 1843. S-300.) In Licfland ist das Geschlecht ebenfalls ansässig, sv. Firks, Nrspr. des Adels in den Ostseeprov. 132. — v. Ledebur II. 263. — Sächs. Wppb. III. 40. — v. Hefner, preuß. Adel S. 59. T. 75, woselbst die Geschlcchtsgesch. entwirrt ist. — v. H. — Siebmachcr I. 52. n. 14. — Gauhe I. 1332 u. f. — Zedier XXX. 1284. — M. v. M., Erg. 27. — v. Mediug I. n. 655.) 4. Rcchcnbcrg, genannt Linte», ein kurländ. Geschlecht, auS welchem Friedrich Kasimir v. R., gen. L., in preuß. Diensten stand und auf seinem Gute Bachmann in Preußen 1786 starb. sv. Ledebur II. 264.) 4 Rcchcncgg, salzburg'scher Adel. (Geviertet: 1. u. 4. drei Rech Keile, 2. u. 3. zwei Pfähle.) Kordula v. N., Hanns Gutrath er's (7 1571) Hausfrau. Ncchinger, österreichisch. Karl v. R. stand 1857 als Kadet im 54. k. k. Inf. Regiment. Nechkroil, s. Rechberger. — Ncchtlwrn, s. Füg er v. R. Nechtcukach. Der Hauptmann Franz R. wurde im I. 1774 geadelt. sM. v. M,, Erg. 417. — v. H.) Ncchtciibcrg, f. Ambras. — Ncchtcnburg, f. Lefevre. Ncchtcnfcid, f. Hellriegel. Ncchtciistcin, altes schwäb. Geschlecht; siehe Stein. Ncchlcitchali, f. Unterrichter. Ncchtcrn, ein uraltes adliches, freihcrrliches und seit dem Jahre 1756 rcichsgräfliches Geschlecht, dessen Stammhaus gleichen Namens in Ober-Assel an der Vecht liegt. Der ursprüngliche Name ist Hekcren von der Eese zu R-, welche leztere Herrschaft durch Heurath erworben wurde. Joachim Heinrich Adolf heurathete im I. 1711 eine limburg. Erbtochter und stiftete dadurch die limburg'schc Linie in Franken; die zweite Linie ist die almeloo'sche und die dritte die jüngere rcchtern'sche Linie. Mg. gen. Hdb. I. 733-38. — Hübner, Tab. 1287 u. f. - Gauhe I. 1337. — Zedier XXX. 1377—7!>. — v. Lang 64 u. f. — Versuch eines Geschlechtsregisters der Familie v. N. L. 1813. 4. — Kneschke, Grafcnhäuscr. — Tyroff, Wappenw. II- 3. — Geneal. u. statist. Hdb. 65. Jahrg. S, 529 u. f. Jahrg. — Gothaischer Hofkal. für 1834 u. f. — v. Hefner, baycr. Adel S. 18. T. t3; Hess. Adel S. 22. T. 24. - v. H.) Ncchtscld, s. Weiretter v. R. Ncchtpcrg. Em. Kopetzky, österr. Oberst-Auditor, wurde 1862 mit v. R. geadelt. sA. A. Zeit., Aug. 1862.) Ncchtthaicr auf Pasenbach. Der vormalige bayer. Lieutenant und jezige Besizer der Hofmark P. erhielt am 16. Okt. 1816 ein Adelsdiplom, sv. Hesner, bayer. Adel S. 105. Taf. 127. — v. Lang, Suppl. 185 u. f. — v. H.) 1. Neck. Im I. 1627 erhielten der fürstlich braunschweig- wolfenbüttel'sche Hofgerichtsassessor Joh. R. und sein Bruder, der Sekretär Georg R. zu Goßlar, von K. Ferdinand ll. einen Adelsbrief. Ihr Vater, Großvater u. Urgroßvater waren Bürgermeister zu Goslar gewesen, der Vater des Leztercn Bürger zu Osterode, sv. d. Knesebeck. — Kneschke, Wappen IV. — Pfeffinger, braunschweig-lüneburg. Hist. III. 785. 791. — Grote, hannöv. Wppb.) Die Familie ist verschieden von den Reck v. Autenried u. von denen v. d. Reck. sv. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. 127.) Wappen: In S. ein schw. Sparren von drei — 2. 1 — schw. Druden- Füßen beseitet und auf dem Helm mit schw. und s. Zindelbinde und Decken, ein offener Flug, rechts s., links schw., dazwischen der Drudenfuß. 2. Neck. Hermann R., neumärk. Negierungsrath u. alt- märk. Quartalgcrichtsrath, erhielt am 23. Febr. 1752 eine Anerkennung seiner Abstammung von dem westfälischen Geschlechte v. d. Reck und ein in den Farben unhcraldisch-gestaltetes, dem v. d. reck'schen ähnliches Wappen, nämlich in S. einen mit drei r. Pfählen belegten s. Querbalken. Die Familie ist in der Neumark und in HinterPommern begütert. sPreuß. Wppb. IV. 23. — v- Ledebur II. 264.) 3. Neck v. Autenried. Der Großhändler Joh. Konrad R. zu Nürnberg, aus Venedig, Neffe und Nachfolger des großen Kaufmanns Sebastian Schalkhauscr in Venedig, wurde am 13. November 1787 geadelt. Die Gebrüder Sebastian und Stammbuch des Adels in Deutschland. III. — Reck 217 Johann Michael v. R., Besizer der Hofmark Autenried, wurden am 13. März 1821 vom König von Bayern in den Freiherrustaud erhoben. sReggsbl- v. 1821. Nr. 13. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1846 u. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. 52. Taf. 53; Erg. Bd. S. 13.s Wappen: Geviertet von B. u. S. mit gekröntem Herzschild von Hermelin, r. eingefaßt, belegt mit einem bl. Balken; 1. u. 4. drei g. Nehren zusammengebunden, 2. u. 3. drei schw. Windspiele übereinander. sKncschke, Wappen IV. — Frhrl. Taschenb. für 1861. — v. Lang 489. — M. v. M-, Erg. 417. - v. H.) 4. Neck von der Necke, eine frhrl. Familie in Westfalen, Kurland und Preußen, deren Stammschloß dieses Namens in der Grafschaft Mark gelegen und zuerst im I. 1343 in Urkunden vorkommt. Im I. 1415 brachte sie die Herrschaft Volmer, stein oder Velmernstein durch Vermählung an sich, daher sie auch Hamelmann, de fam. emort. Lib. 2. p. 153, Herren v. Vol- menstein nennt. Die Gräfin Agnes v. V., welche ihren Bruder Theodor, den Lezten seines Geschlechts, beerbt hatte, vermählte sich mit einem Herrn v. d. R., dessen Sohn im Jahre 1433 König Sigismund nicht allein mit den r.-v.'schen Besizungen, als mit einem Mannlehn, belehnte, sondern auch sein Wappen mit dem der v. V. vermehrte. Im I. 1819 hat der König von Preußen dem Frhrn. Philipp v. d. Recke zu Averdyck, sowie bereits im Jahre 1817 den beiden Söhnen desselben, Gotthard und Ottmar Frhrn. v. d. Recke, den Grafenstaud und den Beinamen v. Voll- marstein crtheilt. Schon 1681 war Joh. Bertram v. d. Reck in den Freiherrnstand erhoben worden. sN. T. A. R. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels für 1845 u. f. — Taschenb. der gräsl. Häuser für 1843 u. f. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 68. 1843. S. 268. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprov. 159. — Fahne I. 353. — v. Ledebur II. 265. III. 329.) Wappen: In B. ein mit drei r. Pfählen belegter s. Querbalken. sFrhrl. Taschenb. v. 1857- — v. Hefner, preuß. Adel S. 23. Taf. 25. S. 59. T. 75. 76; Hess. Adel S. 22. T. 24. — Kneschke, Grafenhäuser. — Micrälius, Pommerl. — Spener, hist. insign. 764. — Seifert's hochadl. Stammtaf. III. n. 16. Dessen hochadl. Eltern und Kinder. — v. Steinen I. Tab. 3. n. I. —- Gauhe 1. 1388. II. 939. — Zedier XXX. 1536 u- f. — v. Mcding l. n. 666. 667. — Stcbmacher 1. 30. n- II. V. 155. n. 12. — Zwei Stammtafeln zu Ende des 2. Theils der (köster'schenl diplom. Beitr. zum Lehnrechte (Dortmund u. Leipzig, 1793. gr. 4.), auf der Stammtafel der v. Rinkenroda vom I. 1437—1478. — Lüdersen's Sammlung. — Berswördt, adl. westfäl. Stammb. 478. — v. H.) Necken, zuweilen auch Reck, eine pommer'sche Familie, die v. Meding, II. n. 693, mit denen v. d. Recke nicht verwechselt haben will. sSiebmacher V. 162. — v. Ledebur II. 264.) W.: In B. ein schw. Sticrkopf. sv. H.) s- Ncckcntin, Rckcntin, eine alte pommer'sche Familie, die im Wolga st'schen ihren Siz hat und lange auch schon im Mecklen- burg'schen, Mansfeld'schen u. a. m. Orten gewohnt hat. Das Geschlecht ist erloschen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 267. III. 329. — v. H. — Micrälius S. 521. — Siebmacher V. 162. n. 6. — Zedier XXX. 1538. — v. Meding II. n. 691.) Ncckhcim, s. Aspermont. Neckow, eine hinterpommer'sche Familie, die ihre Güter im Stolpischen besizt, und von der Jaruslaus im I. 1493 bekannt ist. s Micrälius, Pommerl. VI. — Gauhe I. 1339. — v. Zedlitz. — v.Ledebur II- 267. III. 329. — Bagmihl I. T. 51. — v. H. — Kneschke, Wappen I) Ncckrodt, Reckenrodt, Reckrode, eine sehr alte hessische und thüring. Familie, aus der Apel, Hermann und mehrere um's 28 218 Reck — Red Jahr 1370 unter die tapfersten Krieger gezält wurden, die im 16. und 17. Jahrh. auch im Gotha'scheu, sowie im fränkischen Ritterkantou Rhön n. Wcrra, im Mciningcn'schcn und im Amte Satzungen zu Bildhausen begütert waren. (Spangcnbcrg, Adclösp. II. 1542. — Sagittar, gleich. Hist. 40t. 413. 422. 424. - Äleichenstein 66. - Siebmach er I. 147. n. 4. — Brückner II. tl. St. 50. Note. — v. Meding II. n. 962. — v. Ledebur II. 267. III. 329. — v. Hesncr, baper. Adel S. 105. T. 123; sächs. Adel S. 43. T. 49. — v. H. — Biedermann, Nh. u. W. I. Vcrz. — v. Lang, Suppl. 136. —^ Gauhe I. 1339. II. 945. — Zedier XXX. 1542 u. f.j Ilcckum. Der k. bayer. geh. Rath und Kommandeur des Civilvcrdienstordcns, R., welcher hierdurch den persönlichen Adel erlangte, wurde von K. Napoleon I. zum Baron und Ritter der Ehrenlegion erhoben und war einer von denen, die dessen Throu- Entsezung unterzeichneten. sNeue Folge des ConversatiouSlexik. 609. j Andreas v. R., geh. Rath, wurde 1825 in den bayer. Freiherrnstand erhoben. sRcggsbl- v. 1825. Nr. 33. — v. Ledebur II. 267. III. 329. — Frhrl. Taschcnb. v- 1856. — v. Hesncr, preuß. Adel S. 59. T. 76; nassauer Adel S. 9. T. 9; bayer. Adel S. 52. T. 54. — v. H. — Kncschkc, Wappen Il.j Nccordin, eine adliche, zum Theil frhrl. Familie in Tirol, die zu Kaiser Marimilian's I. Zeiten v. Neun hieß. sBrandis, tiroler Ehrcnkr. II. 83. — Zedier XXX. 1562. — Gauhe I. >340. — v. Hattstcin III. 376 — 78. - v. Meding III. n. 656. — v. H.j Der Deutschordensritter und Landkommeuthur in Tirol, auch oberöstcrr- Gehcimrath v. R- und seine Brüder, der Probst Johann Karl, und der Domkapitular zu Trient, Georg Ciriak v. R., wurden im I. 1748 in den Grafenstand erhoben. (M. v. M., Erg. 27. - v. H.j Nccouvmir, Franz Josef, Oberstgerichtsadvokat der Herzogtümer Lothringen und Bar, wurde am 12. März 1761 von Kaiser Franz I. geadelt. sR. T. A. R.j Nerzniek, Josef, österr. Oberst bei „Erzherzog Leopold Infanterie" , wurde 1853 geadelt. sA. A. Zeit, von 1853. — Ocsterr. Milit. Schcmat. von 1853. j Der österr. Generalmajor I. Ritter v. Recuiczek (der eine oder der andere Name ist unrichtig geschrieben, sehr wahrscheinlich der leztere) wurde 1860 in den Frei- herrnstand erhoben. sA. A. Zeit., April 1860.j Iledaiigc v. Tittcisderg. Der Oberstlicut. Karl R. wurde im Jahre 1790 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 417. - v. H.j Ncdcckcr, Franz, geh. Kriegs- u. Domänenrath, wurde am 20. Nov. 1786 in den preuß. Adelstand erhoben. (Preuß. Wappb. IV. 29. — v- Ledebur II. 267.( f Ucdckin, ein magdeburg'sches, auf Redekin, Bergzau, Klitznik u. a. begütertes Geschlecht, welches am 27. Mai 1651 erloschen ist. 7 licdcl, eine pommer'sche, im Stettin'schen begüterte Familie. In der Mitte des 17. Jahrhunderts erloschen. sv. Ledebur II. 267. — Micrälius, Antiq. Pomer. VI. 371. — Zedier XXX. 1603. — v. Zedlitz. — v. H.j Ucden, ein hannöver'scheS u. hildesheim'sches Geschlecht, welches mit dem Erbschenkenamte des Fürstenthums Kalenberg, daö auf dem Gute haftet (das erst Suersseu, dann Gehrden, jezt Franzburg genannt wird), beliehen ist. Friedrich Wilhelm v. R., Staatsminister, wurde am 15. Okt. 1786 vom König von Preußen in den Grafenstand erhoben. Die Grafen u. Barone van Reede in Holland stammen auch von diesem Geschlechte ab. Doch ist die Familie verschieden von denen v. Rheden im Braunschweig'schcn und Hildcsheim'scheu. sv. dem Knesebeck. — v. Meding I. n. 668. — Grote, hannov. Wppb. O. 14. — v. Ledebur II. 267. — v. Hefner, preuß. Adel S. 23. T. 25. — Siebmachcr I. 179. n. 13. — Lüdersens Samml. — v. H.j Nednithliii, s. Ed er- bieder, Jakob, in Schwedisch-Pommern begütert, wurde 1749 geadelt, (v. Ledeburs. 263. III. 329. — R. T. A. R.j Wappen: In G. ein aufgerichtetes Reh in nat. Farbe. biedern, Rädern. Diese Familie hat ihren Ursprung in den Herzgegenden und breitete sich in den Marken aus. Erasmus v. N. auf Schwandta wendete sich im 16. Jahrh. nach Oesterreich; sein zweiter Sohn sezte den Stamm in der Mark fort; sein älterer Sohn gründete die österr. Linie, welche am 29. Juni 1612 mit denen v. Rödern in Schlesien (obgleich ganz andern Ursprungs) als Ein Geschlecht und als Freiherren anerkannt, am 4. Aug. 1669 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden u. 1743 erloschen. Aus der märk. Linie ward Sigismund Ehrenreich v. N. mit demselben Wappen, wie die österr. Linie, am 14. Jan. 1757 in den preuß. Grafenstaud erhoben. Stammwappcn der v. R.: In R. ein mit drei g. Sternen belegter s. Schrägrechtsbalkcu. Wappen der schles. v. Rödern: In B. ein s. Wagenrad. (Preuß. Wppb. I. 82. — Bagmihl III. 6t. — Taschenb. der gräsl. Häuser auf 1839 u. f. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels auf 1845. — v. Ledebur II. 268. III. 329— v. Hefuer, preuß. Adel S. 23. T. 25. — Kncschkc, Grafcuhäuser. — v. Gleichenstein, n. 65. — Seiferts Genealogie hochadl. Ell. u. Kinder 434 u. f. — Sinap I. 121. II. 187. — Allg. genealog. Hdb. I. 738 u. f. — Spener, op. herald, pars spec. p. 575. — Hencl, Silesiographia 426. — De rota Rederiorum iusigni in Ge. Tilenii Poem. 562. — Beckmann's anhalt. Hist. VII. 261. — Hübner III. Tab. 992. — Dithmar, Herrenmeister 53. n. I. — Zedier XXX. 1625-27. XXXII. 262. - Siebmacher I. 36. n. 2. V. I. n. 3. — v. Meding I. n. 669—73. — Vehr, rer. Mecklenburg. Lib. 8. p. 1686. — v. H.j bicdigstorff. Herr Vibaut v. N., Nidder, im Gefolge Hein- rich's, Herrn von Mecklenburg, 1320. (Cod. Brandenburg. XIII. 167.j bicdiiig, Rheding, stammen aus der Schweiz, wo auch die Redingöburg gelegen. Kaiser Leopold erhob sie am 21. Sept. 1688 in den Freihcrrnstand. (Gauhe I. 1377. — v. Lang S. 2II.j Joh. Anton Frhr. v. R. starb 1848 als k. bayer. Appellatiousgerichts- Direktor zu Bamberg unvermählt. Er war der Sohn des Würzburg. Dragonerrittmeisters Frhrn. v. R. und der Tochter des Leibarztes Betz in Würz bürg. (Bamberg. Tagblatt v. 1348. — v. Hefner, bayer. Adel S- 52. T. 54; preuß. Adel S. 59. T. 76. — v. Ledebur II. 269. — v. H. — Kneschke, Wappen I.j Nedinghoven, s. Rödinghoven. Ncdt v. Uothciihauscn und Nasjtina. Der ungar. Hofkammer- Rath :c. R. wurde im Jahre 1759 mit obigem Prädicate geadelt. Ungar. Adel den 15. April 1765; ungar. Freiherrnstand den 11. März 1308; Beiname v. Rasztina den 5. Juli 1822. (M. v. M. 248. - v. H.j Uedlwcrth, s. Schrey. ch Ucdtet. Ein v. R. steht bei der k. preuß. Regierung zu Frankfurt a/O. als Finanzrath. Der breslau'sche Oberamts- Rath Karl Gottlieb R. wurde am 23. Dez. 1790 in den Adelstand erhoben. Die Familie scheint erloschen zu sein. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 269.j Red — Reg 219 Ncdwitz, Redewitz, Retwitz, ein sehr altes fränk. Geschlecht, das im fränk. Nittcrkanton Gebürg, im Kobnrg'scheu, auch im Nordgau begütert war. Erich kommt als Turuiervoigt auf dem Turnier zu Kostnitz im I. 984 zuerst vor. (?) Der Freiherrnstand wurde 1816 von Bayern anerkannt. sv. Hcittstein III. 373—410. — v. Falkenstein, Annal. Nordgav. — Salver 279. 302. 330. 332. 337. 386. 407. 43 t. 487. 637. 647. 689. ) Kl. 742. 744. — Gauhe I. 1340. — Zedier XXX. 1658. - Neues genealog Hdb. >777. S. 140—42- 1778. S. 163. — Biedermann, Geb. Tab. >75—206. St. Vorrede. — v- Lang 490 — 92; Suppl. 61. — ! Siebmacher I. 103. n. 7. — v. Meding I. n. 674. — Hartmann's Samml. — v. Hesncr, prenß. Adel S. 59. T. 76; bayer. Adel S. 53. T. 54. — v. Ledebur II. 269. III. 329. — v. H. — Taschenb. der srhrl. Häuser für 1860.) Reede, ein niederländ. Geschlecht, auö welchem mehrere Mitglieder in prenß. Diensten standen und welches in Westfalen, besonders im Münsterlande, im Bentheim'schen, in der Grafschaft Lingen Besizungen hat. W.: In S. zwei quergezogene schw. Zickzackstreifen. (Siebmacher V. — v. Ledebur II. 269.) 1 Rees (Nest). Joh. R. v. Offendorff, pfalz-ncuburg. Rath und Kammerdirektor, 7 zu Neuburg 1711. Sie besaßen 1772 Offen dorf (Altmanstein) noch. sO. S.) 1. Nccsch v. Lcumld. Der Oberstwachtmeister Joh. Felix R- wurde im I. 1777 mit v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 417. — v. H.) 2. Ncesch v. Nehinfttd. Der Feldartilleriestückhauptmann Karl Sigisbert R. wurde im I. 1766 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 243. — v. H.) Rccst, f. Reist. 7 Reetz, auch Ritz, eine alte Mecklenburg, u. branden- burg'sche, auch vorpommer'sche und dänische Familie, aus dem Hause Sitzdorff entsprossen. Zuerst kommt Einer Namens ! Joh. v. R. als erster Capellanus (d. h. damals Kanzler) im Jahre 1293 vor. Die Familie hat in Mecklenburg das Gut Schul- dorf besessen. Peter R. kam mit der Kronprinzessin Sofie, an König Friedrich ll. vermählt, 1572 nach Dänemark; er trat in l dänische Dienste, wurde Oberstallmeister, erlangte das Rittergut ' Tygestorp und wurde 1582 mit der Herrschaft belehnt. Die ! Familie blüht nur noch in Dänemark. sHist. de la fam. de Reetz par Ticho Hofmann in seinen Portraits hist. des hommes illust. w. IV. 35. Daselbst finden sich Stamm- u. Ahnen- Tascl u. Wappen. — v. Ledebur II. 269. — Zedier XXX. 1661. — v. Meding III. 657. — Gauhe I. 1341. — v. H.) Reff. Der Pfarrer zu Aspersdorf in Niederösterreich und fürstlich passau'sche Konsistorial- und geh. Rath Michael R. wurde im I. 1784 mit „Edler von" geadelt." sM. v. M., Erg. 418. - v. H.s Regal. Von diesen österr. und steyermärk. Freiherren, nachher Grafen v. Kranichfeld, kommt zuerst Johann v. R. im Jahre 1456 vor. Ehrenreich v. R. wurde am 5. Sept. 1636 in dm Freiherrn- und Maximilian Ludwig nebst seinem Bruder Erasmus Wilhelm und seinen beiden Schwestern Johanna Barbara und Maria Anna im I. 1715 in den Grafenstand erhoben. Mit dem Domherrn Ernst Eberhard Wolfgang Grafen v. R. zu Re- ! gcnsburg starb dieses Geschlecht 1773 aus. (Fortges. neue genealhistor. Nachr. 151. Th. S. 473. — V.Zedlitz. I — Seifert, Tab. 43. — Hübner III. T. 720 u. f. — Schmutz III. 294. I - Gauhe I. 1342. - Zedier XXX. 1700. — M. v. M-, Erg. 27. - l Seifert's hochadl. Stammtest. I. n. >4. — Hartmann's Sammlung. — I H>) Regula Lcwicki, Samuel, wurde im I. 1785 in den galiz. Grafenstand erhoben. sM. v. M. 28. — v. H.) Rcgotsching, Mathias Ferdinand, kurmainz. Rath u. Resident zu Venedig, mit seinein Bruder Thomas und Vetter Georg Bernhard, wurden im I. 1712 in den R. Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. <95. — v. H I Negaggi, wahrscheinlich italienisch. Franzesco d i R. war 1796 k. k. österr. Truchseß. (Wiener Adreßb. v. 1796.) Rege. Gideon d'Azemar de R. flüchtete aus seinem Vaterlande Frankreich nach Berlin und starb daselbst 1722 als Major. Er hinterließ mehrere Söhne, sv. Ledebur II. 270. III. 329. — v. Zedlitz.) Regclsbcrgcr o. Thurnbcrg. Der deutsch-adliche Leibgardeuntcr- lieutenant R. wurde im I. 1774 mit v. T. geadelt. IM. v. M., Erg. 418. — v. H.) Rcgemami. Wurden 1834 in die bayer. Adelsklasse eingetragen. lieber den Ursprung der Familie ist dießorts nichts bekannt. sv. Ledebur II. 270. — v. Hefner, bayer. Adel S. >05. T. 123.) Rcgcnslierg, s. Neu mann. Ncgenspcrg, ein schwäb. Geschlecht. sSicbmacher II. 36. n. 11. — v. Meding II. n- 386. III. n. 658. - v. H.) 7 Rcgenstcin, Reinstein, Rheinstcin, ehemalige Grafen in Niedersachsen, die seit dem 13. Jahrh., und besonders Einer Namens Ulrich schon im I. 1253, vorkommen. Deren Stamm- Schloß u. Grafschaft Rh ein stein liegt im Fürstenth. Halb er - stadt, und nannten sich von ihrem nicht weit von Halberstadt gelegenen Residenzschloß Blankenstein, auch Blankenburg. Nach Gauhe starben sie am 4. Juli 1599 aus. Minerva, 1825. April. S. 109. — Pfeffingcr, Hist. des Herzogthums Braunschweig 1. 77. — Zedier XXX. 1767. — v. Zedlitz. — v. H.) Rcgcnttzol, s. Regner v. R. Rcgcr, Wilhelm, kais. Hauptmann, und Sebastian R. erlangten 1629 die Adelswürde. sR. T. A. R.) Rcgins v. Königsdorff. Der Siudikuö Samuel R. zu Breslau wurde im I. 1765 mit obigem Beinamen in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 195. — v. H.) Regis, Karl, wurde um's I. 1769 geadelt. sR. T. A. R.) Regler. König Friedrich II. von Preußen erhob am 9. Febr. 1778 den Oberst und Kommandanten der Stadt und Festung Glatz, Ludwig Wilhelm R., in den Adelstand, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 270. — Preuß. Wppb. IV. 29.) 1. 7 Regner (auch Ncychncr). Schild gespalten mit einem Balken in verwechselten Farben; der vordere Thcil von zwei Köpfen beseitet. Georg R. zu Wizmansperg u. Kapfheim in der bayer. Landtafel 1496. 2. Regner v. Dleyledcn, ein altes, aus den Niederlanden s tammendes Adelsgeschlecht, welches sich nach Oesterreich wendete. Schon 1439 erhielt solches vom röm. König Albrecht seine Freiheiten bestätigt, 1526 Wappenverbesserung, und 1616 von Kaiser Rudolf Bestätigung des althergebrachten Adel- und Ritterstandes. 1626 wurden die R.-Regnier v. B. in den Freiherrnstand erhoben. sKneschke, Wappen III.) 3. Regner v. Rcgcnthal. Der Direktor der Landschaftsakademie zu Wien und Oberbereiter Joh. Kristof R. wurde im I. 1768 mit „Edler v. Regenthal" geadelt. sM. v. M., Erg. 418.) Der Domdechant zu Leutmeritz, Joh. Wenzel R-, wurde im 28* 220 Reg Jahre 1750 mit „v. Regenthal" in den böhm, Ritterstand erhoben. Er scheint ein Verwandter des Joh. Kristof R. gewesen zu sein. sM. v. M-, Erg. 195. — v. H.) Der k. k. Oberst und Feldartillerieregimentskommandant Viktor Edler v. Regen- thal wurde im I. 1789 Freiherr. sM. v. M., Erg. 91.) 1 Rcgnold. (Vielleicht soll es heißen Rengold?) Lukas R. zu Engelsperg (Passau) steht in der bayer- Landtafel 1496. Rchbach, österr. Freiherren, die in die st eher mark. Laud- maunschaft aufgenommen waren. Mathias u. Karl die Nehbacher wurden 1622 in den erbländ- österr. Adelstand erhoben. Der Sohn des Lezteren erheurathete Mcdcrndorf und erlangte 1654 den Nittcrstand mit dem Beinamen v. Niederndorf. Im Jahre 1799 wurde dem Gcschlechte die frhrl. Würde zu Theil. sTaschenb. der frhrl. Häuser für 1849 u. f. — Schmutz lll. 294. — v. Schönfeld, Ad. Scheinst. I. 222. — v- H.) 1 Rchdcrg. Im Brandenburg'schen, in Mecklenburg und in Pommern kommt um 1387—1799 ein Geschlecht dieses Namens vor, das aber erloschen ist. Wappen? sv. Ledebur 41. 270.) Rchbindcr, Rhebinder, ein altes liefländ. Geschlecht. Der herzoglich sachsen-wcimar'sche Kämmerer Otto Magnus v. R. erlangte 1787 die reichsgräfl. Würde. sR. T. A. R.) Der erste R., welcher aus Liefland nach Holstein kam, war Gustav R., welcher im 17. Jahrh. Page am holstcin-gottorp'schen Hofe gewesen ist. Nach Licfland kamen die R. wahrscheinlich mit dem deutschen Orden. Der Name blüht jezt vorzüglich in Dänemark und Schweden. sTaschenb. der gräfl. Häuser für 1844 u. f. — v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprovinzen 160. — v. Ledebur II. 270. III. 330. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. H. — Gauhe II. 948.) 1 Nchliock, eine der ältesten Familien in Niedersachsen, aus der Martin v. R. im 15. Jahrh. Probst zu Gröningen gewesen ist. Dieses Geschlecht hatte corvey'sche Lehen, besaß auch das Rittergut Polle im Hannöver'schen, sowie Morungen und Nsin geHusen. Es starb zu Ende des 16. Jahrhunderts mit Joh. v. R. aus. Die Güter kamen an die v. Wrisberg, seine Schwesterkinder, sv. Wolframitz, Collect. I. 10, Mspt. in der wolfenbüttel'schen Bibliothek. — Dessen Zusäze zu v. Meding's Nachr. über adl. Wappen, Mspt. IV. n. 22. — Siebmacherl. 180. V. 144. — v. H. — Vehr, Stammtaf. der v. Wrisberg. — Zedier XXX. 1924.) Nchlwon oder Rehdoam. Der sa ch s en-g ot h a'sche Legations - Rath Kristof Johann R., dann dessen zwei Brüder, Gustav und Konrad, kurbraunschweig. Hofgerichtsassessor und Hauptmann von der Infanterie, wurden 1752 in den Adelstand erhoben. sSicbmacher, Suppl. X. 25. — R. T. A. R.) 's Rehden. Im I. 1786 ward der Gutsbefizer Rudolf Jakob van R. in Ostfriesland, aus einer von K- Karl V. geadelten Familie, von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie ist erloschen, sv. d. Knesebeck.) Die Familie möchte zu dem Geschlechte der van Reede gehört haben, sv. Ledebur II. 270. — Preuß. Wppb. II. 56. — v. Hefner. preuh. Adel S. 59. T. 76.) Rchdigcr, s. Rhedig er. Rchcligcr. Moriz Wilhelm v. R- wurde am 18. Juni 1693 in den böhm. Herrenstand aufgenommen, sv. Hellbach, Samml.) Wahrscheinlich dürften die Freiherren v. Rh ed ig er gemeint sein. Nchseld, ein adliches Geschlecht, welches in Schlesien und in den Marken vorgekommen ist. sv. Zedlitz.) Vgl. Loser v. R. — Rei Rchftcs, Philipp Joses, gch.Negierungsrath, wurde 1826 in den preuß. Adelstand erhoben. Er war auch Kurator der Universität Bonn. sv. Zedlitz. — Griesinger 1080. — v. Ledebur II. 271. — Bernd Oll. 204.) Nchiiiftld, s. Reesch. Rchland v. Ringimftld. Der Pens. Oberstwachtmeister Georg R. wurde im I. 1319 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 243. - v. H.) Rehlingen, ein sehr altes adliches, nachher auch frhrl. Geschlecht in Schwaben, Bayern Oesterreich u. Steyermark. Ihr Stammschloß, welches bei dem Dorfe Rehlingen in Bayern gelegen ist, heißt Schern egg. Heinrich I. soll im I. 986 dem Turnier in Magdeburg beigewohnt haben. K. Ferdinand III. erlaubte 1653 den Rehlinger, sich künftig v. Rehlingen schreiben zu dürfen. Am 17. Okt. 1663 wurden Einige aus diesem Geschlechte als frhrl. Mitglieder dem Ritterkanton Donau einverleibt; am 5. Sept. 1665 aber wurde das ganze Geschlecht von Kaiser Leopold in den Freiherrnstand erhoben. (Die württ. Wappen- Bücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, bayer. Adel S. 5Z. T. 54. S. 105. T. 128; württ. Adel S. II. T. 13; Erg.Bd. S. 18. - v. H. — Frhrl. Taschenb. v. 1862. — Bucelini stemmst. I. Tab. 1—5. — Lazius de migrat. gentium. — Zedier XXX. 1937-39. — Schmutz III. 295. — v. Lang 211. — Gauhe I. 1343.) Ein Zweig dieses Geschlechts, die R. v. Haldenberg, gehörte zum Patriziat in Augsburg, sv. Lang 492 u. f. — v. H.) 1. Rchm, Rem, Rheni, eine alte, ursprünglich augsburg. Patrizierfamilie, welche schon 1325 vorkommt, die aber Kaiser Karl V. im I. 1547 geadelt hat, und die schon vor 299 Jahren unter die Ritter- und Stiftsmäßigen von Adel gerechnet wurde. )Bucelini stemmst. I. — Gauhe I. 1363. — Zedier XXXI. 533. — Seifert'ö hochadl. stammt. III. n. 17. — v- Lang 493. — v. Hefner, bayer. Adel S. 105. T. 123. — v. H.) 2. Nehm. Der k. k. Kriegskommissär zu Nürnberg, Johann Konrad R-, wurde im I. 1746 geadelt. sM. v. M., Erg- 418. - Genealog. Staatshdb. v. 1748. S. 327. - v. H.) Rchiim»», eine oberpfälz. Familie, aus welcher Joh. Georg R., Regierungsrath zu Amberg, im I. 1715 in den Adelstand erhoben wurde. sM. S.) Nehn, ein in den k. k. Erblanden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch bekanntes Geschlecht. sZedler XXX. 1939. — v. H.) Rchnaderg, s. Goldscheid er. Rchnschild, Nehnskiold, Rheinschild, Rehnschiöld, eine von denen v. Keffenbrink seit 1639 abstammende Familie, dann Freiherren, und am 21. Juni 1796 Grafen. In Pommern begütert, sv. Ledebur III. 330.) Rehrl v. Rohrimthal. Der magistratische Dcpositenamtskontrolor Josef R. in Wien wurde im I. 1898 mit Edler v. Rohrimthal geadelt. sM. v. M. 248. - v. H.) Rchwald, s. Resch. Rc)a, vielleicht österr.-italienisch. Franz v. R. war 1857 Unterlieutenant im österr. Jnvalidenhause zu Padua. Rciticld. Der geh. Staatsrath u. Kanzler, nachher. Konferenz- Minister Josef Anton N. in München erhielt am 3. Nov. 1767 vom Kurf. Karl Theodor ein Freiherrndiplom. sv. Lang 212. — Kneschke, Wappen I. — Bayer. Wppb. III. 83.— v- Ledebur II. 271. — Bernd LIII. 205. — v. Hefner, preuß. Adel Ret — Reich 221 S. 59. T. 76; bayer. Adel S. S3. T. SS; Hess. Adel S. 22. T. 24. — v. H4 f Neidisch, Reibitzsch, Reipitzsch, Neybisch, eine im I. 1704 mit Georg Wolfs v. R. zu Dresden ausgestorbene sächsische und thüring. Familie, die nach Einigen auch in der Lausitz seßhaft gewesen sein soll. Im I. 1542 kommt sie zuerst vor. sZcdler XXXI. 3 u. f. — Gauhe I. 1344. — Möller, Denkwürdigk. aus der Gesch. des deutschen Adels S. 4—SS. — v. Ledebur ll. 27l. -v. H.s Rcibinh, eine aus Schlesien nach der Ober- u. Nie Verlan sitz und Sachsen sich begebende Familie, aus der eine Tochter im I. 1636 durch die Vermählung mit dem Herzog zu Bernstadt in Schlesien ans die vom Kaiser erfolgte Standeö- Erhöhung eine Fürstin wurde. Die Familie hat sich auch nach Pommern und Kurland ausgebreitet. Sie schrieb sich zu alten Zeiten auch v. d. Rcibnitz, jv. d. Rybnitz. Es erscheint schon 1342 als Beisitzer im Ritterrechte zu Schweidnitz Nikol. d.d. R. Heinrich war 1486 bischöflich breslau'scher Hofmarschall. sTaschenbuch der srhrl. Häuser für 1854 u. 1855. — v. Hefner, sächs. Adel S- 43. T. 4g; preutz. Adel S. 59. T. 76. — Möller 's Denkwürdigk. aus der Gesch. des deutschen Adels (Merseburg, 1722) S- 268. — Sinap I.752-56. II. ggg. — Grosser's lausitz. Merkwürdig!. — v. Ludwig, reliq. Mspt. VI. 34. — Zedier XXXI. 4. — Gauhe I. >345. - Dienemann, vom Johannitterordcn 344. n. 66. — Siebmacher I. 166. n. 7. — v. Meding l. n. 675.s Die Brüder Johann Leopold und Kristof Friedrich v. R. wurden im I. 1724 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 91. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 271. III. 336. — v. H.Z Rciliolii, eine im Voigtlande, in Meißen, in der Ober- und Nied er lau sitz vom 15. Jahrhundert an begüterte Familie. Philipp Ferdinand v. N., sächs. Hofmarschall, Oberschenk und Oberkämmerer, wurde 1766 in den Grafenstand erhoben, starb aber ohne Erben, sv. Ledebur II. 272. — v. Hesner, sächs. Adel S. 43. Taf. 49. — Kncschke, Wappen IV. — König 1. 816—19. — Zedier XXXI. 5 u. f. — Gauhe I. 1346. — Siebmacher I. 165. n. 4. — v. Meding I. 676. — v. H.s 1. Reich, Johann Georg und Jobst, Brüder, wurden 1571 geadelt. siR.T.A.R.j 2. Reich, Johann Kaspar, kais. Kommissariatsoffizier, wurde 1671 geadelt. M. T. A. R.) 3. Reich, Dr. K., österr. Ministerialrath im Departement des Innern, wurde 1854 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit, von 1854. j 4. Reich Ii. Chrcnlicrg. David R., Doktor der Arzncikunde zu Breslau, wurde 1693 mit dem Beinamen v. E. in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sv. Ledebur I. 193. III. 245. — R. T. A. R.s 5. Reich v. Primcsia». Wilhelmns Dives de P. testis in einem walkenrieder Brief 1264. sUrk.B. f. Nicders. II. 243-s 6. Reich v. Rcicheiihinsil- Johann Friedrich N., k. k. österr. Hauptmann, wurde 1827 geadelt. sM. S.s 7. Reich >i. Rcichenstci», eine freiherrliche, nachher rcichsgräf- liche schweizerische, aber auch rheinländ. Familie, welcher das Erbkämmercramt im Stifte Basel zugehörig, aus der Peter R. v. R. im I. 1286 dessen Bischof gewesen. Ihr unweit dem Flecken Helesheim gelegenes Stammschloß ist schon im I. 1356 durch ein Erdbeben in Ruinen zerfallen. sv. Hattstein II. 265. — Balbini stemmat. IV. — Bucclini stemmst. P. iv. — Sinap 1. 757. — Siebmacher I. 128. n. 5. — v. Meding I. n. 677. — Zedier XXXI. 54. — Gauhe I. 1347 u. f. — Cast, AdelSb. von Baden. — v. H.) 1. Reichard. v. Ledebur, II. 273, führt zwei adliche Familien mit diesem Namen an, über deren Ursprung und Wappen nichts bekannt ist. I. Die v. Reichard, Reichend, in Preußen, welche aus Sachsen stammen sollen. Sie besaßen 1829 Glit- tehnen, Noschehnen u. a. II. Die R., ebenfalls in Preußen gesessen auf Kraftshagen, Nunan. 2. Rcichard, Fr., österr. Generalmajor, wurde 1859 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit-, Aug. 1859.jj 3. Rcichard i>. Raigersdorf, Johann, wurde am 7. Jan. 1665 in den böhm. alten Ritterstand aufgenommen. sM.S.sj Wahrscheinlich Nachkomme des Kilian v. Reich ardt. 4. Reichard Ii. Ncigcnfcld. Der Registrator der Statthalterci in Böhmen, Joh. Heinrich R., wurde im I. 1736 mit obigem Beinamen in den böhm. Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 418. — v. H.s 1. Rcichardt. Peter v. N., Ritter, erhielt im I. 1596 die steh er. Landmannschaft. sSchmutz III. 295.— v. H.) 2. Rcichardt, Reichart, Kilian, erlangte 1616 Adelsfrciheit das heißt den Adelstand. sR. T. A. R.j 1. Rcichau, eine niedersächsische, von einer schles. Familie dieses Namens (auch Reiche geschrieben) ganz verschiedene Familie, die vom I. 1626 an in Schriften bekannt ist. sZedler XXXI. 26. — Gauhe I. 1349. — v. H.s 2. Rcichau. Karl Melchior, kurbrandenburg. Major, wurde unter dem Namen v. R. am 16. Juni 1698 geadelt. sPreuß. Wappenbuch IV. 36. — v- Ledebur II. 273. n. II. im Art.) Die Familie ist in Preußen angesessen. Rcichau, s. Richow. Rcichlirod ii. Schrcickcndorf, eine sächsische Familie, aus welcher der k. polnische und kursächsische Bergrath und Amtshauptmann Kristian R. im I. 1646 mit dem Beinamen v. S. in den Adelstand erhoben wurde. sM. Schiriner, Pr. nobilitate genlis Reich- brod, v. Schrcnkendorf. Freiburg, 1665. 4. — v. Uechtritz, diplomat. Nachr. (aus dem klingenberger Kirchenbuchc von 1646 — 1757) III. 181 — 185. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.s 1. Reiche, Rcichau, Reichow, Richow, eine sch lesische, im Münsterberg'scheu seßhafte Familie, welche Sinap mit denen v. Reichenau vermengt. Sie kommt in den I. 1254, 1285 u. 1563 in Urkunden vor. Wappen: In S. ein schw., unten verstümmelter Adler. Die Familie ist auch in Sachsen und Hannover angesessen, sv. H. — v- Ledebur II. 273. — Zedier XXXI. S. 25. — Sinap I. 756. — Siebmacher I. 68. n. 5. — v. Meding I. n. 678. — Gauhe I. 1348. 11. I729.s 2. Reiche. Der hannöv. geh. Justizrath Jobst Kristof R. wurde von K. Karl VI. am 7. Juli 1716 in den Adelstand erhoben. Die Familie besizt ein Gut in Gilten und erscheint sehr frühe als ein Patriziergeschlecht in Hameln. sv. dem Knesebeck. — v. Lang 493. — v. Meding I. n. 679. — v. Zedlitz. — v. Hefncr, sächs. Adel S- 43. T. 49; bayer. Adel S. 166. T- 128. — Grote, hannöv. Wppb. v. 16. — v. Ledebur II. 273.s 3- Rcichc, Johann Heinrich, wurde 1796 in den Adclstand erhoben. sR.T. A. R.j 4. Rcichc. Die beiden Söhne des braunschwcig. Drosten Eberhard Dietrich R. zu Grene, Anton Philipp Friedrich und Julius Theodor R., wurden am 7. Nov. 1862 in den Reichs - Adelstand erhoben, sv. Wolframitz, Kollekt. III. 266, Mspt., wo auch 222 Reiche — Neichen das Diplom in Abschrift befindlich ist. — Dessen Zusäze zu v. Meding's Nachr. von adl. Wappen, III. n. 155. — Siebmachcr, Suppl. Xl. 25. — v. Ledebur II. 273. n. II. des Art. III. 330. — Grote, hannöv. Wappenbuch ?. 2.s v. Ledebur führt noch drei Familien v. R. an, nämlich v. R. auf Leubingen, die v. N. in Pommern und die v. R. im Posen'schen, von denen aber weiter nichts bekannt ist. 5. Reiche v. Thucrecht. Der k. k. Oberstlieut. N- wurde 1849 mit v. T- in den östcrr- Adelstand erhoben. fE. S.) 1. -f Reichel, ein jezt frhrl. Geschlecht in Schlesien, das schon im I. 1383 mit in dem Nathe zu Breslau gesessen. Die Familie hat am 9. Sept. 1554 von K. Ferdinand II. ein Adels- Diplom erhalten und ist 1799 erloschen. Am 13. Mai 1838 erhielt der Rittmeister v. Tschirschky, der die lezte Tochter ge- heurathet hatte, vom König von Preußen die Erlaubniß, sich v. T.-R. schreiben zu dürfen. sv. Ledebur II. 273. — Zedier XXXI. 26. — v. Zedlitz. — Siebmachcr II. 47. — Sinap II. 405. — v. H.s 2. Reichel. Der Bürgermeister zu Eger, Joh. Josef Maximilian R., wurde im I. 1736 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 4l8. - v. H.s 3. Reichel, RittergutSbestzcr auf Teppen in der Provinz Preußen und Kreisdcputirtcr, erlangte 1361 den preuß. Adel- sA. A. Zeit.. Okt. l86I.s 4. Reichel, Rittergutsbcsizer auf Mal deuten in der Provinz Preußen, erlangte 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 186l.s 5. Reichel auf Knodorf. Der k. Rath Joh. Sebastian R. in München, Besizer der Hofmark Knodorf, erhielt von Kaiser Karl VII. im I. 1743 ein Adels- und Ritterdiplom. » Hefncr, bayer. Adel S. 106. T. 128. — v. Lang 493. — v. H .s 6. Reichel v. Münstcrshcim. Der Rittmeister Joh. Georg R. wurde im I. 1751 mit dem Beinamen v. M. geadelt. IM. v. M., Erg. 418. - v. H .s Reichel, s. Reichl. Ncichclsbors, s. Waldstromcr. Rcichclt, österreichisch. Johann Michael v. R. war 1796 Kanzelist bei dem k. k. Direktorium. fWiener Adreßbuch 1796.) 1. Reichenau, eine fränk. Familie, die zwischen 1464 und 1796 vorkommt. sGauhe I. 1349. — Zedier XXXI. 31 u. s. - v. H .s 2. Reichenau. Valentin R., auch Reichenauer genannt, wurde wegen seiner Metallurg. Kenntnisse am 28. Dez. 1656 von K. Ferdinand III. in den Adelstand erhoben, starb aber, ehe der Adelsbricf ausgefertigt wurde; denn dieses geschah erst am 26. Juni 1657. Er steht im Auszug, sowie das Wappen, in Leupold, l. 3. B. S. 567-69. fv. H .s 3- Reichenau. Franz v. R. wurde wegen sehr alten Adels im Jahre 1773 in den Freiherrnstand erhoben. Vielleicht ein Nachkomme von Reichenau 1. sKneschke, Wapp. IV. — M. v. M. 79. — Leupold IV. 567. — v. H.s 4. Reichenau, eine adlichc Familie im Nassau'schen, wo sie das Gut „in den Heistern" besizt. Sie soll um 1799 geadelt worden sein. In den R. T. A. R. wurde sie nicht gefunden. sv. Hefner, nassauer Adel S. 13. T. 14.s Reichenau, s. Casper; Rötel. 1. -ß Rcichcnbach, Grafen in Hessen, die aber im I. 1225 ausgestorben und deren Güter an die Grafen v. Ziegen Hayn gefallen sind. sGauhe I. 1349. — v. H.s 2. s- Ncichenbach, ein ganz altes schwäb. Nittergeschlccht, dessen Stammburg im O.A. Waldsee lag. Der Lezte kommt um 1393 vor. fGricfinger 1982.s 3. Rcichcnbach oder N.-Goschüh, eine sehr alte frciherrliche u. gräfliche Familie in der Lausitz und in Schlesien, die von ihrem gleichnamigen, in der Lausitz zwischen Görlitz und Bautzen gelegenen Stammhause benannt wird, und die auch von einem andern Stammhause Becle, Viele, Vielau, daS im Reichenbach-Schweidnitz'schcn liegt, thcils die Biler, Pieler, theils R.-Bicler genannt wird. Bogdan's v. R. Brief von 1169 an den Herzog Boleslaus IV. in Polen, worin er meldet, daß er bei Beuthen, wo sein Gut gelegen, zu Ehren des hl. Grabes eine Kapelle erbaut habe, soll noch vorhanden sein. Kristian Heinrich wurde um 1665 erster Freiherr v. R. Eine Linie wurde vom Kaiser im Jahre 1729 in den Grafcnstand erhoben, und zwar die Brüder Heinrich Leopold und Kristof Heinrich Freiherren v. R. Standeshcrr zu Go schütz 1741. Eine Linie ist in Gl atz im Jahre 1659 ausgestorben. Stammwappen: In B. ein s. Mühl- Stein, an drei Ecken mit drei Strcitkolben oder Morgensternen besteckt. sChrist. Gottl. Jachmann, Vers, einer Gesch. der Gr. v- R. I. Th. Oels, 1781. 8. — v. Zedlitz. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels für 1845 u. f. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1839 u. f. — v. Ledebur 11.274. — Sinap I. 206 —12. II. 407-II. — Abr. Hosemann, Genealogie der reichenbach. Manuskripte. — Gauhe I. 1350. — Zedier XXXI. 35 u. f. — Siebmachcr I. 60. n. 2; Supplcm. VI. 9. >4. — Tyroff, Wappenw. II. 123. — Allgcm. gcnealog. Hdb. I. 739—42. — v. Hefner, preuß. Adel S. 23. T. 26; sächs. Adel S. 4. T. 3. — M. v. M., Erg. 28. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. H.s 4. Ncichenbach. In Holstein sind Freiherren bekannt, welche von den gleichnamigen Familien verschieden sind. Ihr Stamm- Vater Kristian Ernst v. R. (nach Einiger Angaben ein Predigers- Sohn ans dem thüring. Orte Seebach) wurde Reichshofrath, sowie sein Bruder Georg Andreas, der preußischer, kursächsischer und bayrcuth'schcr geh. Rath war. Beide erhielten von Kaiser Leopold in zwei verschiedenen Diplomen um 1698 den Frei- und Edlen Pannerhcrrcnstand, und jener wurde zulczt herzoglich got- torp'scher Staatsminister. sGauhe I. 1352. - Juglcr V. 46. - v. Ledebur II. 275. n. II. im Art. — R. T. A. R. — v. H.s 5. Rcichcnbach. Der fürstlich badcn-durlach'schc Rath und Oberamtmann der Herrschaft Röttcln, Wilhelm Bernhard v. N., erhielt 1689 seinen Adel bestätigt und ward mit „Edler Herr" in den Ritterstand erhoben. sN. T. A. R.) Es möchte nicht wol anzunehmen sein, daß derselbe zur schles. Familie dieses Namens gehörte, vielleicht eher zur schweizer. Familie v. R., wovon Stumpfius in der schweizer Kronik spricht, oder zu den bayer. v. R., deren Spangenbcrg in seinem Adelsspiegel erwähnt, die jedoch nicht mehr zu blühen scheint. 6. Rcichcnbach, ein pommer'sches Geschlecht. Nikolaus und Rudolf N. wurden am 27. Nov. 1717 in den schwed. Adclstand erhoben. (Bagmihl II. 174. - Suea Nikes Vapenbok Taf. 51. - v. Ledebur II. 275. III. 330. — Kneschke, Wappen I.) 7. Rcichcnbach, Johann David, nebst seinem Bruder Franz Heinrich, wurden 1759 geadelt. sR.T.A.R.) Wahrscheinlich ge- hierher v. Ledebur II. 275. n. I. 8. Rcichcnbach-Lcjsonitz. Die mit dem Kurfürsten von Hessen in morganat. Ehe lebende Gemahlin, Tochter des Schlossermeisters Reichen — Reichl 223 Ortlieb oder Ortleb in Berlin, wurde um 1830 unter dem Namen v. R>-L. sammt ihren Kindern in den österr, Grafenstand erhoben. Sie starb 1843 in Frankfurt a/M. und hinterließ zwei Söhne und fünf Töchter. Von den Söhnen befand sich beim Tode der Mutter der ältere auf Reisen, der jüngere lag noch seiner wissenschaftlichen Bildung zu Leipzig ob. Von den Töchtern war die älteste und die jüngste unvcrmählt; die zweite lebte in zweiter Ehe mit Hrn. v. Watzdorf, einem sächs. Gutsbesizer, die dritte war an einen ungar. Grafen Zicht)-Ferraris und die vierte an den herzoglich nassan'schen Ministerialrath oder Direktor Frhrn. v. Thun gern (Düngern) vermählt. Die auf mehrere Millionen geschäzte Verlasscnschaft der Gräfin bestand größtentheils in Landgütern in Böhmen, worunter sich die Herrschaft Lessonitz befindet, im Herzogthum Nassau u. in Frankfurt a/M. Wappen: Geviertet von B. u. S. mit einem Herz- Schild; 1. u. 4. einwärts gekrönter f. Löwe, 2. n. 3. ein schw. Adler. jA. A. Zeit. v. 1843, Beil. zu Nr. 5V. — v. Hcfncr, Nassauer Adel S.o. T. 3; Hess. Adel S. 22. T. 24.) 9. Rcichcnbnch auf Rcifscndcrg, in Oesterreich. Dr. Karl R. wurde 1839 vom König von Württemberg in den Adcl- und Frcihcrrnstand erhoben. (Archiv für Gesch., Geneal. u. Diplom. S. 87. — Taschcnb. der frhrl. Hänser für 1858, wo die Familie irr- thümlich als adlich vor 1839 angegeben wird.) Reichcnlmch , f. Raimbaczy; Stromer; Würstl. 1. st Rcichcnbcrg. 1342 leben Hugo und Braun v. R. Die Burg R. kam aber schon 1296 an den Markgrafen von Baden. Sie steht noch in alter Form u. ist der Siz eines Oberforstamts; liegt im O. A. Backnan g. 2. Reichender;). Noch blüht eine Familie v. N., welche einen aufrcchtstehenden Rechen im Schilde führt. KaSpar v. N. st 1537 — begraben in der Peterskirche zu Heidelberg. 3. Reichcndcrg. Der Direktor des Eiscngußwcrkes zu Maria- Zell in Steyermark, Jgnaz R., wurde im I. 1785 mit „Edler von" geadelt. jM. v. M., Erg. 4l8. — v. H.) 4. Reichcndcrg. Der st eyerisch-ständische Kassenbeamte Franz R. wurde im I. 1810 geadelt. sM. v. M., Erg. 419. — v. H.j st Rcichendurg, ein stehermärk. Geschlecht, das schon im Jahre 1290 blühte. Nach Abgang der v. Schaum bürg erhielten sie das Oberstmarschallamt in Steher, das jedoch nur Hanns v. N. genoß, mit dem das Geschlecht ausstarb, und dessen Güter an die v. Welser und Gradenecker kamen. sBucelini stemmst. Iii. — Spangenberg, Adclsspiegel lt. — Zedier XXXI. 38. — (Vielleicht auch?) Vine. Joh. v. Graf: So erlischt der Heldenstamm v. Reichenburg, eine Ballade in Horrmaicr's Archiv für Geogr. Vlll. Jahrg. 477-78. — Schmutz III. 294. - Gauhe I. 1349. - v. H.) Rcichendurg, s. Neyhenburg. Reichcncck, s. Schenk. Rcichcnscld, s. Hermanin; Motehl; Reichard. Reichcnsets, s. Riccabona. st Rcichenrock, ein ausgestorbenes stehermärk. Rittergeschlecht, das eine gleichnamige Herrschaft besaß, und wovon die Lezten um das Jahr 1480 noch lebten. (Schmutz III. 301. — v. H-) 1. st Ncichensteiu, eine in der Grafschaft Sayn, in der Gegend zwischen der Lahn u. Sieg begüterte Familie, die ein Schloß und kleine Herrschaft in der genannten Rhcingegend hatte, auf der Einer Namens Wilhelm zu Anfang des 15. Jahrhunderts ein berüchtigter Raubritter war, gegen den am 4. April 1408 eine eigene Koalition errichtet wurde. Das Geschlecht starb im Jahre 1529 aus und seine Besitzungen fielen den Grafen, jczt Fürsten v. Wied zu, denen es Franz v. Nesselrodc im I. 1639 abkaufte. Das Wappen dieser R. ist in den nachbenannten Stücken des Reichsanzeigers beschrieben und auf mehrere Nachrichten davon verwiesen. (Gauhe II. 949.) In Nr. 252 des R. A. vom Jahre 1801 wurden Nachrichten von dieser Familie gewünscht und im 311. St. des R. A. von 1801, S. 4068, gab diese der Justiz - Kanzleisckretär Will), v. Lüntzel zu Hannover sehr gründlich. (Cast, Adelsb. v. Baden. — Fahne I. 354. II. llö.) Sie führten in S. 3 schw. rechtsschräg absteigende Rauten u. im linken Oberwinkel einen schw. Stern, (v. Ledebur II. 275, am Ende des Art. — — Siebmacher III- 34. — v. H.) 2. st Ncichensteiu, ein österr. Geschlecht, das seine Bestzungcn im Machlandviertel und sein Schloß auf einem Felsen mitten zwischen hohen Bergen hatte, das im I. 1295 noch bewohnt gewesen ist. Im 14. Jahrh. ist das Geschlecht ausgestorben. jv. Hoheneck II. 601. — Gauhe II. 949.) 3. Ncichensteiu, eine schles. Familie, wovon zwei, Johann und Nikolaus v. R., Kanzler des Herzogs von Volke gewesen, und nach 1492 Einer, Paul Ernst v. R., als Kämmerer des Königs Wladislaus in Ungarn und Böhmen vorkommt. Der geheime Rath Paul Nikolaus Frhr. v. R. wurde im Jahre 1720 Graf, (v. Ledebur II. 275, ohne Wappen-Angabc. — M. v. M., Erg. 28.) Siebmacher bringt, I. 24, das Wappen eines Frhrn. v. N. bei; ob es hieher gehört, ist sehr zweifelhaft. (Gauhe II. 940. — v. H.) Ncichensteiu, s. Müller; Reich; Stain. Ncichenthal. Außer dem bekannten Kanonikus Ulrich v. R., welcher das für Heraldiker sehr interessante „Concilium Constanticnse" im I. 1413 herausgab, ist von seinem Geschlcchte nichts bekannt. (Zedier XXXI. 40. - v. H.) Rcichcrsdorf, s. Tann er. st Rcichcrsdorffcr zu Pfaffing (Erding), altbayerisch. Peter R. zu P. in der Landtafel 1490. Reichert. Der Regierungörath Bernhard Josef R. erhielt am 12. Juni 1790 vom Kurf. Karl Theodor ein Adelsdiplom. (v. Lang 497. — v. Hefner, bayer. Adel S. 136. T. 128. — v. H.) Reichet, Leopold Thaddäus, aus dem Markgrafthum Mähren, wurde 1734 geadelt. sR. T. A. R.) Reichczcr, K., kais. österr. Oberstlicutcnant, erlangte 1850 den rittermäßigcn Adelstand. (M. S.) Neichhcim, s- Mayer. Reicht ». Reichelsheim!«. Kristof Ehrenreich R., niederösterr. Landschaftörestantcnkommissär, wurde im I. 1726 mit obigem Beinamen geadelt. Nach Andern hieß er Reichel. (R.T. A. R. - M. v. M., Erg. 415. — v. H.) Reichst» v. Mcidcgg, Melbeck, eine rHeinländische, fränkische, schwäbische, österreichische u. bayerische Familie, aus der Jodok, v. R. schon vor dem I. 1369 als österr. Hauptmann vorkommt. Dieses Geschlecht hat bis auf 's Jahr 1652 den Besiz des geführten Frciherrnprädikats in Bayern erprobt. Aus demselben ist auch im Jahre 1723 Einer, Anselm, Fürst und Abt zu Kempten gewesen. (Bucelini stemmst. III. — v. Hattstein I. 419—27. III. 410. — Siebmachcr I. 116. n. 14. — Seifert's Stammtafeln II. n. 14. — Köhler's Wappenkal. 1738. Tab. 23 (wo es Reichling heißt). ! — Gauhe I. 1352. — Zedier XXXI. 52. — v. Meding III. n. 659. ! — Cast, Adelsb. v. Württemberg; desgl. v. Baden. — Die Württemberg. 224 Reichm — Reig Wappenbücher von K, Dorst n. I. A, Tyrofs. — Tasckcnb. der freihcrrl, Häuser für 1854 u. f. — Griesinger 1084. — v. Hefner, württ. Adel S. II- T. 13; bayer. Adel S. 53. T. 55. — v. H.f 1. Rcichmann, Johann Philipp, kurmainz. Schaffner zu Bensheim, und seine Brüder, Joh. Ambros, Reichshofkanzler, Adolf Friedrich, Albrecht Philipp und Philipp Peter, wurden im Jahre 1705 geadelt. fM. v. M., Erg. 419. — v. Lang, Supplcm. S. 136. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 106. T. 128.f Der Reichshof - Kanzleikonzipist Josef Franz Anton Lorenz v. N. wurde im Jahre 1731 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. M. v. M., Erg. 195. — v. H.f 2. Rcichmann- Gottfried R., prcuß. Artillerieoberst u. Kommandant zu Küstrin, gest. 1744, und Johann Nikolaus R., preuß. Oberst und Kommandant zu Magdeburg, gest. 1782, beide Söhne des HofbaumcisterS Bernhard R. zu Berlin, sind, Elfterer am 23. Okt. 1715 vom Kaiser geadelt, und Lezterer später anerkannt worden, fv. Ledebur II. 2754 3. Rcichimiitil ». Hochkirchen. Der Plazhauptmann Alois Konrad N- zu Brünn wurde im I. 1777 mit v. H. geadelt- fM. v. M-, Erg. 4194 Der Vicepräsidcnt der niederösterr. Regierung, Augustin v. R., wurde im I. 1813 Freiherr. fM. v. M- 79. - v. H4 Reichmcijlcr, Nradcl, welcher 1412 in Urkunden erscheint. Die Familie ist in Ostpreußen zu Hause und besaß noch im Anfange des 13. Jahrhunderts die Güter Langedorf und Gäns- lacke daselbst. Gottfried Salomen v. R. erwarb durch Heurath mit Anna Charlotte v. Waden die Güter Sand fort u. Het- lage im Osuabrück'schcn. Es scheint ziemlich gewiß, daß die Familie mit dem deutschen Orden nach Ostpreußen gekommen ist, und der Name möchte ein Amtsverhältniß anzeigen, besonders da beim deutschen Orden die höheren Würden durch „Meister" ausgedrückt wurden, sv. Zedlitz. — Bernd, Beschr. zu den Wappen der preuß. Rheinprovinz III. 206. S. 96. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. 9. 26. — v. Ledebur II. 276. — v. Hefncr, lpreuß. Adel S. 59. T. 76. — Kneschke, Wappen I.f Rcichumld, eine in der Ober- und Niederlausitz und in Schlesien begüterte Familie. Joh. N., k. schweb. Oberst und Kommandant von Zittau, zu Semcaden in Litthauen gebürtig, wurde 1647 von Schweden geadelt. Die Familie ist auch in Litthauen und Sachsen angesessen. Bei der Standeserhebnng wurde der Beiname „Kämpfen" gegeben. Wappen? fv. Ledebur II. 276. III. 330. — Sinap II. 913. - Grosser's lausitz. Merkwürdigk. III. 50. — Zedier XXXI. 216. — v. H.f Neichwih, s. Einkhcmmer. ch Reideburg. eine alte schles. Familie, im Münsterberg'- schcn und Brieg'schen begütert. Joncehlin v. R. kaufte im Jahre 1335 das Gut Rakschütz in der Nenmark Jenchlin. fv. Ledebur II. 276. - v. H. — Sinap I. 756. II. 914. — Siebmacher I. 61. n. 5. — Gaube I. 1354. — Zedier XXXI. 218. — v. Meding II. n. 695.f Rcidcr. Der Hamberg'sehe Hofrath Martin R., dann sein Bruder Bernhard Gottfried, kurmainz. geh. Rath, erhielten am 24. Nov. 1769 von K. Franz I. ein Adelsdiplom. fv. Lang 497. — v. Hefner, bayer. Adel S. 106. T. 128. — v. Ledebur II. 276. — v. H.f Reibt, Neide, Raidt, Rieth. Unter diesem Namen führt Fahne, I. 354 n. f., mehrere Geschlechter auf, die sich durch Abstammung und Wappen von einander unterscheiden, alS: I. Ein altes Rittcrgeschlecht im Gerichtsbezirk Oberkassel am Fuße des Siebcngebirgs. Wilh. v. Reyde, Ritter, starb 1368; sein Sohn Ludwig verkauft 1368 eine Weinrcnte aus dem Wein- Garten zu Neide. II. Die f v. R., Bestzer der Herrschaft Reibt bei Gladbach. Im Schilde fünf Balken. Johann v. R. wird 1345 vom Grafen von Jülich mit Reibe als Offenhaus belehnt. Scheinen im 15. Jahrh. erloschen zu sein. III. ch Reibt, Raidt. Stammhaus Rade vor dem Walde im Berg'schen. Es führte einen Löwen im Wappen und schrieb sich auch Roide, Rode. Henrich v. N. war 1353 Schultheis zu S i e g b u r g. IV. -s Reibt, ein köln. Patriziergeschlccht; führte ein oben abgeschnittenes gezahntes schw. Kreuz in S., belegt mit einem Herzschild, worin ein Baum steht. Joh. v. R. war 1599 Bürgermeister zu Köln. V. Ein anderes kölner Patriziergeschlecht v. R. mit einem gevierteten Schild, oben einen s. Stern n. zwei s. Pilgermuscheln in R., unten zwei r. Sterne und eine r. Pilgermuschcl in S. Joh. v. R. war 1539 auf dem Reichstag. Scheint im 17. Jahrh. erloschen zu sein. fv. Ledebur II. 2894 Rcidthmipt v. Röhenberg. Waren steycrmärk. Ritter. fSchmntz III. 30. — v. H.f 7 Rcifcnstein, eine ausgestorbene Familie, welche in Steyer- mark die gleichnamige Herrschaft besaß. fSchmntz III. 303. — v. H.f Reiff, Rubert, wurde 1649 geadelt. sR. T. A. R4 Aciffciibcrg, ein rheinländ. frhrl. Geschlecht, das im Jahre 942 schon vorkommt und wovon die eine Linie zum Unterschiede von der andern, die „mit den Ohren" genannt wird, weil sie auf ihrem Helm Ohren führte. Johann Heinrich v. R., in den knitrier'schcn Landen, und Hanns Dietrich v. R., kais. Oberst zu Komorn, erlangten, Erstcrer 1611, Lezterer 1622, die freiherrliche Würde. fR. T. A. R. — Dorst, allgem. Wappcnb. 85. — Fahne I. 355. II. 115. — v. Ledebur II. 276. III. 330. — Schannat, Client. Fuld. 141. — Siebmacher V. I3l. n. II. 12. — Humbracht, Tab. 63 — 65. 291. — v. Meding I. n. 680 u. f. — v. Hattstein I. 427—33. - Zedier XXXI. 225-27. - Gauhe I. 1354. II. 949. — v. H.f Zwei Linien sind erloschen, eine blüht in Belgien. Neisscubcrg, s. Rötel- — Uciffcnscls, f. Un seit ig. 7 Rciffenstcin, eine alte fränk. Familie, die auch im Braun- schweig'schen und in Frankfurt a/M., sowie in der Grafschaft Stollbcrg seßhaft ist. fv. Ledebur II. 276. III. 330. - Gauhe I. 1355. — Zedier XXXI. 228. — Lüdersen'« Samml. — v. H.f Rcigcrsbcrg, eine dermalen im Königreich Bayern ansässige und begüterte Familie, deren AnHerr Nikolaus Georg R., kurmainz. Rath u. Stadtschultheis zu Aschaffenburg, im Jahre 1635 in den Adelstand erhoben wurde. Sein Enkel Veit Franz v. R. war Reichshofrath und erlangte von Kaiser Leopold am II. Mai 1795 die frhrl. Würde. Auf Grund dieses Diploms wurden auch die Enkel des Joh. R., eines Bruders von Nikolaus Georg, als adlich und Freiherren anerkannt und in Bayern ausgeschrieben. Heinrich Alois Frhr. v. N. gelangte um 1893 zur Würde eines kathol. Reichskammergerichtspräsidenten, worauf derselbe von K. Franz II. am 3. Sept. 1893 in den Grafcnstand erhoben wurde. Diese Standescrhöhung wurde auch dem Freiherrn Friedrich Karl v. R., welcher früher großherzogl. würzburg'scher Reig — Rein 225 dann k. bayer. Gesandter in Paris war, am 12, Mai 1816 durch Bayern ertheilt. sBiedermann, Odenw, Suppl, — Zedier XXXI, 231, - v. Lang 65. 211; Suppl, 26, - M, v, M,, Erg. S, 28, öl, — Taschenb. der gräfl, Häuser für 1811 u, f. — Bayer. Wppb. — Tyroff, Wappenw. — Siebmacher, Suppl. — v. Hefner, bayer, Adel S, 18, T, II, S. 53. T, 55, — Kneschke, Grafenhäuser,^ Ncigersfetd, österreichisch, Johann LukaS Frhr. v, R. war 1 796 k, k, Gesandtschaftssekretär bei der Gesandtschaft am groß- britannischen Hofe. Ncihcr, ein aus Bayern aus dem Hanse Hörenstcin stammendes, nach Kurland, Liefland und Schweden sich wendendes Geschlecht, aus dem Magnus R, am 15. Sept. 1663 in Schweden geadelt wurde und von dem der kurländische Zweig längst erloschen ist, sHupel, liefländ. Anz, Nr, tll. S, 682.si Nciinann, Rciman, Nehmann. Es gibt verschiedene Familien dieses Namens, und zwar: I. In Preußen, woselbst wieder dreierlei Geschlechter blühen: 1. Die v. R. zu Gründen, welche schon 137(1 bekannt waren; 2. die v. R. zu Döh rings, um 1562; 3. die v. R.-Golem- biowski, welche in Westprcußen auch begütert sind, um 1718, II, In Schlesien, und zwar: 1. N. v, Reimansdorf; sie sind auf Schließe bei Breslau angesessen, wurden am 6. Nov. 1741 in den Adelstand erhoben und erhielten am 26. April 1786 ein JnkolatSdiplom für Schlesien. sPreuß, Wappb. IV. 36.sj 2. Die R. v. Reimanswaldau: wahrscheinlich von Kaiser Rudolf II. geadelt. 3. Die v. R. im Rheinlands; Reinhard Peter und Georg Moriz R. aus Cleve wurden am 23, Nov. 1786 von Preußen in den Adelstand erhoben. Dieser Familie gehörte der 1347 verstorbene Reggs, Präsident Ge. Joh. Gerh. v. R. zu Aachen an. sPreuß. Wppb. IV. 30, — Bernd LIV. 208. — v, Ledebur II. 276. — v. Zedlitz.^ -s Ncinuirshanscn, Reinershausen, ein bremen'scheS u. braun- schweig'sches ausgestorbenes Geschlecht. sMuhhard 133. — v. Me- ding III, n, 660, — Lüdersens Samml. — v. H.ss 1, lieimcr, Johann KaSpar, Salzfertiger und innerer Raths- Freund zu Gmünden, wurde im I. 1738 geadelt. sM, v, M,, Erg. 119. — v. H.ss 2, Ncimcr v, Nennern, Wolfgang Wilhelm R., Stadtrichter zu Gmündcn, wurde im I. 1716 mit obigem Beinamen geadelt und 1732 mit „Edler von" in den Rcichöritterstand erhoben. sM, v, M,, Erg, >95, 119, - v. H.ss Nenners, Justus Wilhelm, kais, rnss, Hofkammcrinspcktor, wurde 1754 geadelt. sR.T.A.R.ss Nciinihcr », Neinnlsthni, Der östcrr, Oberlicnt. R. wurde 1846 mit v, Reimitzthal geadelt, sE. S.ss Neinnnid v, Grabmont, Am 16. Sept. 1698 wurde die Erhebung in den Rcichöritterstand für Benedikt R. mit v. G. in Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhammern.ss Nein, Die Brüder Wolf Michael und Leopold Karl Friedrich R. in Wien wurden im I, 1718 in den Freihcrrnstand erhoben, IM, v, M,, Erg, 91. - v, H.s Nein», Die Gräfin Helena v. R,, Tochter des Prinzen Georg Bernhard von Anhalt-Dessau aus morganat. Ehe mit Fräulein v, Erdmannsdorf, wurde 1855 von dem Prinzen Wilhelm Waldemar von Anhalt an Kindesstatt angenommen, sofort von dem Herzog von Anhalt - Dessau zur Prinzessin mit dem Titel Stammbuch des Adels in Deutschland. III. „Durchlaucht" erhoben, und vermählte sich hierauf mit dem Fürsten Friedrich Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, sA, A, Zeit, von I855 .s Ncinach, Nheinach, Nynach, Nhynach, und N. aus Itcinbronn, eine rheinländ, und fränk. Familie, welche zu Würzburg und beim deutschen Orden schon im I, 1436 w. aufgeschworcn hatte, und von der auch Drei Fürstbischöfe zu Basel gewesen sind. Sic stammt aus der Schweiz; Rudolf I, soll schon 836 die Stammburg im Aargau aufgebaut haben. sv. Lang 62. — v, H. — v, Hattstein I. 131, II, 261, 273, — Gaulie I, 1379. — v. Hefner, bayer. Adel S. 53, T-55, — Zedier XXXII. 2079, - Frhrl, Taschcnb. von I862st Ncinbabcn v, Kadlau, ein sehr altes, seit dem I. 1294 schon bekanntes schles. Geschlecht, im Oels irischen u. Creuzburg- Brieg'schcn begütert, schrieb sich nach erlangtem Nittcrsize Kadlau, unweit Ncumark im Breslau'schen, R. v. K. Der fürstlich sachsen- weimar'sche geh. Nathspräsident Georg Wilhelm v. R. erlangte 1736 die Freihcrrnwürde, sv, Zedlitz, — v. Ledebur II, 277. — v. Hefner, preuß, Adel S. 60, T, 77. - R. T. A, R, — Sinap I. 758. II. 915, — Gauhc I, 1356 n, fs. — Zedier XXXI. 255, — Siebmacher I. 68. n, II, — v, Mediug III. n, 661, — v. H.ss si Neinbcck, Albrecht Johann, Drost zu Bodenteich, wurde am 1. März 1765 durch den Kaiser in den Adelstand erhoben. Die Familie scheint erloschen zu sein, sv, d, Knesebecks -s Ncinbcrgk, Der Lezte seines Stammes, Johann Marqnard v. R,, starb im I. 1615 und ist in der Burgkirchc der Burg Friedberg beerdigt, sv, H.^s -s Ncinbotd, Karl, Hauptmann, wurde am 24. Aug. 1793 durch den Kaiser geadelt und mit ihm seine vier Geschwister, als: Franz Arnold, Klara Aemilie, Karoline Regine und Sara Sofie R, Es scheint, daß die Familie erloschen ist, sv, dem Knesebeck, — Tyroff III. 98,si -j- Ncinboth, Neinbott, Rhcinbote, eine ausgestorbene rittermäßige thüringen'sche, ehemals meist in Erfurt wohnende Familie, die daselbst seit dem Jahre 1456 vorkommt, und außer Einem, der in diesem Jahre Karthäuser war, meistens Oberste- Rathsmeister und in andern Rathsstcllcn angestellt waren. sv. Falkenstein, thüring, Chronik II, 1108 — 12. — V .Zedlitz, — Siebmacher V. 299. — v, H,1 Ncinboth, s. Rheinboth, Ncinbrccht. Im preuß, Heere befinden sich mehrere Offiziere v. R. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 277.^ Auch iu Ungarn war 1835 ein Jgnaz v. N. Substitut bei der bär scher Gespan- schaft. Ncinburg, Johann Wenzel v. R. wurde 1677 in den Reichs- Freihcrrnstand erhoben; R. ist nur ein Beiname. sR. T. A, R.^ Siehe Seila v. R. Ncindcl, Der k. bayer. Appcllationsgerichtsdirektor Johann Evang. N-, erhielt am 25. März 1863 von seinem Könige ein AdelS- und Edelndiplom. sv. Lang 198, — v. Hefner, bayer, Adel S, 106. Taf, 128, — v, H-s Ncinbl v. Allershausen, erhielten im I, 1485 den ersten Adels- Brief von K. Friedrich III, und am 25. Dez. 1622 von Kaiser Ferdinand II, eine Bestätigung des Adels u. Wappcnvermchrung. sv. Hefner, bayer, Adel S, 106, T. 128. — v. Lang 198, — v, Hst si Ncinborff, Hr, Wilhelm v. N. zu Pernstein ist auf den oberpfälz, Landtag zu Amberg 1767 eingeladen worden, aber ausgeblieben. 29 226 Reine — Reuth Reine, eine alte, in den Herzogthümern Stettin u. Pommern begüterte Familie, aus welcher Einer, Heinrich, schon im Jahre 1291 Herzog BogiölauS' IV. Küchenmeister war. fMicrälius I, 6. — Zedier XXXI. 270. - Gauhe I. 1358. — v. H.s 1. si Reincck, Rhcincck, Nhcneck, ausgestorbene Grafen, deren Grafschaft an das mainz'sche, fulda'sche u. hanan'schc Gebiet grenzt. Nach ihrem im I. 1559 erfolgten Absterben kamen ihre Bcsiznngen an Knrmainz, Würzbnrg und an die Grafen v. Erbach und Isenburg. iJmhof, not. proc. Jmp. I. in Prolcg. — Pastorii Francon. rediviv. 421. — Zedier XXXI. 275. — r>. H.s 2. si Reincck, eine adliche Familie in Thüringen, welche in Mühlbcrg, zwischen Arnstadt und Gotha, ein kleines Gut hatte, das an die V .Vogel kam, nach deren Aussterben aber dem Kurfürsten von Mainz als Lehnhcrrn Heimsiel. Die Familie soll von KaSpar Reinacker, Bürger zu Eisenach, seit 1399 abstammen. so. Hcfner, sächs. Adel S. 43. T. 49. — v. Ledebur II- 277. III. 330.) — Siebmacher I. 170. - v. H .s Wappen: In B. ein ! s. Fuchs, der einen Knochen im Maule hat. 3- Reincck, eine adliche fränk. Familie, von der im neuen genealog. Handb. von 1777, S. 318, und von 1778, S. 365. Nachtr. 159, eine kleine genealog. Nachricht steht. sv. H. — Kneschke, Wappen IV.s 4- Reincck, ein frankfurter Stadtgeschlecht, welches aus einer adlichcn wcstfäl. Familie stammen soll und am 17. März 1729 ein AdelScrucruugsdiplom erhielt. Sie ist erloschen in Frankfurt, so. Hefncr, franks. Adel; Nassauer Adel S. 9. Taf. 9; prcuß. Adel S. 00. Taf. 76; Hess. Adel S. 22. T. 24.s W.: In Gr. ein s. Fuchs. Rcinccke aus Langenstcin, wurde am 15. Oktober 1849 mit Beschränkung in den preuß. Adclstaud erhoben. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 114. - v. Ledebur II. 277. III. 330.s si Rciucgg. Wappen: Ein Löwe. Stammhaus das Städtchen Rheinegg unfern der Mündung des Rheins in den Bodensce. Die Herren v. Rheinegg waren Ministerialen des staufen'schen Hauses; als solcher wird Burchard de Rinegge, ein Sohn Kuno's v. R., in einer Urkunde Friedrich'S II. 1223 aufgeführt. Noch im 14. Jahrh. baut ein Utto v. Ninegg, Domherr zu Konstanz, einen dort noch mit dem Wappen (springender Löwe) des Geschlechts gezierten Domherrenhof. Reiner v. Hoheurain. Der inneröstcrr. Negierungsrath Johann Karl Josef R. wurde im I. 1728 mit „Edler v. H." in den ReichSritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 195. — v. H.) Reinersdorf. Der Obcramtsrath Fischer zu Brieg wurde am 16. Oktober 1786 unter dem Namen v. R-, nach seinem bei Kreuzburg gelegenen Gute benannt, von Preußen geadelt. Jezt v. N--Pa czinsky. sv. Ledebur II. 277. III. 330. - Preuß. Wappenbuch IV. 30. - v. Zedlitz. — Dorst, schlcs. Wppb. II. 152.) Reinertshofcn, s. Lämblc. — Reiner), s. Zimburg. Rcinscld, österreichisch. Jgnaz Franz v. R. war 1796 Praktikant bei dem k. k. Obersthof- und Landjägcrmeisteramte. (Wiener Adreßbuch v. I796.s Reinseiden, s. Popp. Ncingcr, Simon, kais. Resident an der ottomau. Pforte, wurde 1656 geadelt. (R.T.A.R.) 1. Reinhard, Karl Friedrich August, Souslicutenant, wurde von K. Franz II. 1893 in den Adelstand erhoben. sR. T- A. R.) (Wahrscheinlich in Sachsen.) (Sachs. Wppb. VI. 77.) 2. Reinhard, Karl Albrecht, Oberst und Kommandeur des Kavallerieregiments Nr. 4, und dessen Brüder, Georg Wilhelm Friedrich N., Premierlicuteuant beim Inf. Reg. Nr. 2, und Kristian Karl, Prcmicrlieuteuant beim Inf. Reg. Nr. 5, wurden am 12. Juni 1314 vom König von Württemberg geadelt. Rggsbl. v. 1814. Nr. 28. Die württemb. Wappeubücher v. K. Dorst u. I. A. Tyroff.) Es ist wahrscheinlich, daß das Diplom erst am 9. Februar 1819 ausgefertigt worden, da in demselben der drei Brüder Karl Albrecht, Georg Wilhelm Friedrich und Kristian Karl R. gedacht wird, wovon einer als bei der Reiterei, die beiden andern als bei der Infanterie stehend angeführt werden. sv. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 23. ^ Cast, Adelsb. v. Württemberg.) 3. Reinhard v. Hcrzogstcin, Joh. Daniel, beider Rechte Doktor, RathSkonsulcnt zu Frankfurt a/M., wurde 1756 in den Adclstaud erhoben. sSiebmacher X. 25. — N. T- A. R.) 4. Reinhard nnd Ringcncro». Der kais. österr. Kapitänlieut. Hanns v. R. u. R. auf Schmerbach im Liegnitz'scheu erhielt von Kaiser Leopold I. den Adel. sSinap II. 916. — Zedier XXXI, 5. 292. — v. Ledebur II. 277. — v. H.) Rcinhardstöttncr. Der Inhaber von Lircnried, Ferd. R., wurde vom König von Bayern am 18. Febr. 1329 geadelt. >v. Lang, Suppl. 136. — v. Hefner, bayer. Adel S. 106. Taf. 129. — v. H.) 1. Reinhardt. Diesem Geschlechte crtheilten Wappen u. Adels- Briefe Kaiser Friedrich III. im I. 1468 und K. Rudolf II. am 6. Febr. 1598. Bestätigung und Erneuerung erhielt die Familie durch König Friedrich Wilhelm I. am 25. Nov. 1732. Begütert ist die Familie in Sachsen u. in der Obcrlausitz. (Preußisches Wappenbuch IV. 31. — v. Dreyhaupt, Taf. 28. — v. Ledebur II. 277. n. I. des Art. — Fortges. neue gcneal.hist. Nachr. Th. 167. S- 773. — V .Zedlitz.) Joachim v. R., gest. 1731, war ein berühmter preuß. Offizier. 2. Reinhardt, Johann Georg, kais. Oberstwachtmeister, wurde 1651 in den Ritterstand erhoben und erhielt Wappcubesserung. sR. T. A. N.) Hiernach möchte er von Adel gewesen sein und ein Wappen rechtmäßig geführt haben. 3. Reinhardt, Hanns Konrad, kais. Kammerfourier, wurde 1653 geadelt. sR. T. A. R.) 4. Reinhardt, Karl Franz, geh. Finanz- und Domänenrath, wurde am 13. Dez. 1739 von Preußen geadelt. (Preuß. Wppb. IV. 31. — v. Ledebur II. 277. n. III.) Dle Familie befizt T e m p e I h o f. 5- Reinhardt, Professor der Rechte, wurde 176* R.Kammer- Gerichtsbcisizer und darauf in den Reichsadclstaud erhoben. sWetzlarer Kammcrgerichtökal. von ? — Mensel, Ler. der verstarb, deutschen Schriftsteller Th. ? S. ?. — Siebmacher V. 215.) 6. Reinhardt, Kristian Friedrich, Accisrath, wurde 1788 mit „Edler von" geadelt. sR. T. A. R- — Siebmachcr, Suppl. XI. 5. — v. Ledebur II- 277. u. IV. — Sächs. Wappenb. IV. 69. — v. Hcfner, sächs. Adel S-43. Taf. 50; Hess. Adel S. 22. T. 24. — Kneschke, Wappen II.) 's Rcinhart v. Thurnfcls und Fcrkichli. Der ob er österr. Negierungsrath w. Josef Franz Anton R. wurde im I. 1797 in den Frciherrnstand erhoben. Kristian R., ein Bürgersmann zu Ster- ziug in Tirol, erlangte am 7. Juni 1699 einen ihm und seinem Reinh - Bruder Sebastian R., deö Erzherzog« Ernst zu Oesterreich Futter- I Schreiber, schon am 4. Okt. 1597 verliehenen Wappeubrief bestätigt. Sein Sohn Abraham R. zu Innsbruck wurde am 24. Jan. 1624 mit dem Beinamen v. T. in den Adelstand erhoben. Erloschen 1853. sTaschcnb. der frciherrl. Häuser auf 1348. — v. Hefner, bayer. Adel S. 53. T. 55; Erg. Bd. S. t8. - M. v. M., Erg. gl. — v. H.j stciuhcim, s. Klnmpp. 1. Nci'iihold, eine in Sachsen am 12. Okt. 1741 geadelte Familie. sSächs. Wppb. VI. 78.j 2. stciiihold. Die Gebrüder, Dr. Jakob Kristian R., geh. GcrichtSrath, und Jakob Karl R., LegationSsckrctär, wurden 1799 vom sächs. Reichsvikariat geadelt, fv. Hellbach, Samml. - Tyroff, Wappenw. I. 206. II. 149. 247. — Sächs. Wppb. Vl. 73. — Kneschke, Wappen Illst 1. stcinisch. Der Obcrstlieutcnant beim Quartiermcisterstabe, Jgnaz v. R., wurde im I. 1311 Freiherr. sM. v. M. 79. — v. H.j Dieser Jgnaz v. R. mag wol ein Nachkomme von Joh. Georg R. v. Rh einberg sein. 2. stcinisch v. Hadcrblirg. Der Landrichter der Herrschaft Welsbcrg nnd ständische Viertelsvertretcr vom Pusterthal, Josef Franz N., wurde im I. 1892 mit v. H. geadelt und 1849 in den Nittcrstand erhoben. fKneschkc, Wappen I. — M. v. M., Erg. 420. — v. H.s 3. stcinisch v. Ncinburg. Der k. k. Major Johann R. wurde 1843 mit v. Reinburg in den österr. Adelstand erhoben. sM. S.s 4. stcinisch v. sthcinbcrg. Der Oberlieut. Johann Georg R. wurde im I. 1789 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 4l9. — v. H .s 5. steiiiisch v. Iondcrbnrg. Johann R., k. k. österr. Major, wurde 1853 mit v. S. geadelt. fA. A. Zeit., April 1858. — Ocsterr. Milit.Schemat. v. 1853.s stcinih v. Ehrcnhcims. Der österr. Hauptmann Joh. David R. wurde im I. 1893 mit dem Beinamen v. E- geadelt. sM. v. M. 243. — v. H.s -j stcinkcndörscr ans Pctcrshagc», ein pommer'sches, im Wolga st'scheu begütertes Geschlecht, sv. Ledebur ll. 278. III. 330. - v. H. — Micrälius VI. 37l.s j- stcinking, ein alteö wcstfäl. Geschlecht, da« seine Vorzüge lwic Juglcr, Bcitr. zur jurist- Biogr., V. 199, glaubt) nicht gebraucht zu haben scheint, bis Dietrich R-, der bekannte RcchtSge- lehrte u. dän. Kanzler des Fürstcnthums Schleswig-Holstein, sammt seinen Nachkommen von Kaiser Ferdinand III. im I. 1655 mit den Vorzügen des Adels wieder begnadigt wurde. Nach von dem Knesebeck, Taschenbuch des Adels in Hannover, scheint das Geschlecht erloschen zu sein, sv. Ledebur II. 273. — Zedier XXXI. 329 u. f. — v. H-j steilstem. Der k. k. Rath und jubilirte Professor der mcdizin. Klinik in Wien, R., wurde im I. 1818 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 248. — v. H j stcininuiid, s. Voigt. stcinoch, Johann Sigmund, wurde am 25. Febr. 1692 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.s stcinpcrgcr zu Mnrgrcith. Friedrich N. v. M., Agatha, seine Tochter, -st zu Salzburg 1424. stcinprccht, s- Reinbrecht. - Reis 227 stcinsbcrg, ReinSpcrg, RheinSberg, Rhynöberg. Derer gibt cS in Deutschland verschiedene mit meistens auch verschiedenen Wappen in Bayern, Schwaben, Schlesien u. in Meißen, wo sie schon im I. 1291 vorkommen. sSiebmachcr I. 55. n. 7. — v. Meding ll. 468. — Siuap 1.759. il. 185. — Gauhe I. 1358. — Zedier XXXI. 344 u. f. — v. Ledebur II. 278. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 44. T. 50. — Sächs. Wappb. II. 95. - v. H. - Kneschke, Wappen Ill.s Petrus de Rineöbcrg, FamnlnS, in einem Brief d.d. Ruppin 1323. f strinsbrunn, ein erloschenes fränkisches, im ehemaligen Ritterkanton Steigcrwald begütertes Geschlecht, s Biedermann, Steigerwald Tab. 241. — v. H.j steinsbnrg, s. Modschidler. stcinsfcld, s. Stattcger. 's stcinsperg, RcinSpergcr, RainwoltSberg, ein erloschenes schwäb. Geschlecht, dessen Leztcr in Hall wohnte; sein Schloß lag auf einem Berge hinter dem Flecken ReinSpcrg. Die v. R. führten im Schilde einen anfrcchlstehenden Hammer. Die Farben sind verschieden angegeben bei Siebmacher II. 83 u. V. 261. sCrusius, schwäb. Chronik I. 803.) 1. f stciiistciii, ein fränk. Geschlecht, das im ehemal. Ritter- Kanton Odenwald begütert gewesen, aber um 1569 erloschen ist. sSalver 146. Tab. 22. n. 87. 220. 230. 231.237.241.246.247.273. 497. — Sicbmacher I. 107. n. 2. — v. Meding III. n. 663. — Biedermann, Odenw. Tab. 16. — v. H.j 2. f stcinstciii imd Blankenburg. Der erste Graf v. R. kommt im I. 1292 vor, stammt von den Grafen v. Blankenburg, nnd starb der Lezte dieses und des blankenburg'schen Geschlechts am 9. Juli 1599. sHübner III. T. 999 u. f. - P. Jovii Gesch. dieser Grafen; in einem Auszüge im III. B. des Sagittarins, thüring. Graf- u. Herrschaften 274; und in Klatsch u. Grundig's Samml. vermischter Nachr. zur sächs. Gesch. VII. 348—75. — Avemann's kirchberg. Hist. 233. 263 u. ff. — Hoppenrod 76 — 78. — Gauhe II. 951. — Zedier XXXI. 3416. — v. H.j 3. stcinstciii und Tättcnbach, Grafen zu Valley, Freiherren und Fahnenträger. sKal. des St. HnbertordenS. — v. Meding III. n. 664. — v. H.s Es scheint, als ob die Familie Tättcnbach den Namen R. n. Wappen vielleicht wegen erhaltener rcinstcin'- scher Güter dem ihrigen beigefügt habe, als die Grafen v. R. ausgestorben sind. Siehe Tättcnbach. steinthlst. Der Kameralamtsverwalter Scbast. N. zu Hcrrn- stadt in Schlesien wurde im I. 1723 in den böhm. Adclstand erhoben. sM. v. M , Erg. 421. — v. Ledebur II. 288. — v. H.j Ncitirmstd, Jeremias, Tobias, KaSpar und Johann, Brüder, wurden 1623 geadelt. jR-T. A. R.j Der Name erscheint auch als Reinwal den geschrieben, was jedoch nur die mehrfache Zal andeuten mag. Ncinunstbt v. Wlstbcgg. Anton Adrian Leopold N. wurde im Jahre mit v. W. geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. H.j Ncinwctter v. stcinscld, österreichisch. Joh. R. v. R. war 1857 k. k. Hofkonzipist, der Militärrcchnungsbranchc zugetheilt. stcisach. Thcodcrich Neisacher, Professor zu Ingolstadt, erhielt d.d. Freiburg i/B. 1. März 1511 von K. Mar. I- einen Wappcnbrief mit dem schw. Adler, der ein Reisig hält, in blauem Feld. Er soll früher einen w. Greifen in Schw., eine andere Linie aber eine r. Rose auf s. Balken in r. - g. Felde geführt haben. 1593 erkauften die R. Kirchdorf a. d. Abens bei MooSbnrg. K.Karl VI. ertheiltc ihnen am 3. Aug. 1737 ein Freihcrrndiplom und 29 * .... ».. 228 Reisb — Reiff Kurfürst Karl Theodor am 13. Aug. 1790 ein Grafeudiplom. Die Familie behauptet, daß daS Geschlecht schon im 13. Jahrh. in Bayern begütert gewesen, lange schon im deutschen und mal- thescr Orden aufgeschworcn worden, und daß Kaiser Mar. I. im Jahre 1511 nur eine Wappeuvcrändcrung, statt der Rose im alten Wappen nun einen schw. Adler im bl. Felde zu führen gestattet habe. Alles dieses läßt man dahingestellt sein. Ncbrigcns ist der Lcztc der Familie gegenwärtig Kardinal in Rom. so. Zedlitz. — Taschcnb. der gräfl. Häuser für 1844 u. f. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels für !84S u. f. — Diplomat. Jahrb. für den prcuß. Staat >843. S. 269. — v. Hefner, tiroler Adel S. >4. T. >7; baycr. Adel S. >8. T- 14; Erg. Bd. S- 9. T. 3. — v. Ledebur II. 278. — Kncschke, Grafen- Häuser. — Neuburger Taschcnb. für 1819. S. 69 fs. — v. Lang 65 u. f. — v. H.s Vehse, Gesch. der Höfe von Bayern:c. 1853, II. 206, sagt, daß das Diplom von 1737 ein Adelsdiplom gewesen. Ncisderger v. Iturmscld. Der Unterlicut. Karl N. wurde im Jahre 1776 mit v. S. geadelt. . sM. v. M., Erg. 420. - v. H.s 1. Rcisch. Aus diesem Geschlechte erhielt erst Sebastian R., dann am 23. Juni 1653 sein Bruder Johann ein Adclsdiplom. In Bayern sind sie am 26. April 1785 ausgeschrieben. sv. Hefner, bayer. Adel S. 106. T. 129. — v. Lang 499. — v. H.s 2. Heisch li. Reischcuscls. Der Feldkriegskommissär Franz R. wurde im I. 1704 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 420. - v. H.) Reischach, eine sehr alte, seit 1724 srhrl- Familie in Schwaben, die mit den östcrr. Freiherren wol einerlei Stammes sind und schon 1019 zu Trier :c. in Turnieren vorkommen. Ein Zweig derselben Familie auf Rieth ersten Astes wurde in dem Staatsminister Karl Friedrich Philipp Heinrich Frhrn. v. R- und dem Forstmeister Karl Ludwig Wilhelm Ernst v. R. im I. 1310 von K. Friedrich I. von Württemberg in den Grafcnstand erhoben. sCast, Adelsb. v. Württemberg; dcSgl. v. Baden. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels für 1344 n. f. — Taschcnb. der gräfl. Häuser für >841 m f. — Archiv für Gesch., Genealogie u. Dipl. 86. — Taschcnb. der srhrl. Häuser für 1848 u. fs. u. 1856. — K. Dorst u. J.A.Tyroff, württ. Wappenbücher. — Griesinger 1087. — v. Hcfner, württ. Adel, unter Grasen u. Freiherren 3. T. 3. S. II. T. 13. — v. Ledebur II. 278. — Kueschke, Grafenhäuser. ^ Luccliui stemmat. III. — Seifert, Gencal. adl. Elt. ».Kinder. — Spangenberg, Adelsspiegel II. — Zedier XXXI. S- 359 ». f. — Gauhe I. 1359. — Estor's Ahnenpr. Tab. I. — Sicb- macher I. 112. n. 5. — v. Meding II. 697. — Hartmann's Samml.— v. Schönfeld, Ad.Schemat. I. 156—58. — M, v. M., Erg. 91. — v. H.s -s- Rcisegrün. Ist nur in dem k. schw cd. Obersten Sigmund v. R. 1666 bekannt, sv. Ledebur II. 279.) Wappen? Rcisciicggcr aus Stephanskirchcn und Ichönstädt. Die Besitzerin der beiden Güter Stephanskirchen u. Schönstädt, Therese N., geb. Brcnclo von Schönreuth, erhielt vom König von Bayern am 27. Juli 1819 ein Adelsdiplom, sv. Lang, Suppl. 136. — v. H.s Rcisenpichlcr v. Wcijstnliach. Der Kriegs- und Hauptkasscn- Verwalter R. zu Temeöwar wurde im Jahre 1736 mit „Edler v. W." in den Reichs - und crbländ. Nitterstand erhoben. sM. v. M. 140. — v. H.s Rciscusteiii. Der wiener Haudgrafenamtsbuchhandlungsdircktor R. wurde im I. 1766 geadelt. sM. v. M. 248. — v. H.) Nciscwitz, ein adlicheS schlcs. Geschlecht. Hinsichtlich der Abstammung der v. R- besteht noch Ungewißheit, ob solche nicht zum Geschlechte der v. Reißwitz gehören, was allerdings sehr wahrscheinlich ist. Auch macht kein genealog- Schriftsteller Erwähnung von zweierlei Geschlechtern, ausgenommen v. Meding, II. n. 698, welcher zu diesem BeHufe die v. Reikwitz bei Siebmacher, I. 145, in v. Reiscwitz umlauft. sKneschke, Wappen II. — v. H.s 1. Rcisiugcr, Johann Augustin, wurde um daö Jahr 1671 geadelt. sN- T. A. N.) 2. Ncisingcr. Der östcrr. Gcucraladjutant Johann Gottfried N. wnrde im I. 1717 in den Reichsfreiherrnstand und der Feld- Stückhauptmann R. im I. 1731 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 91. 420.s Der 1857 als Hanptmaun im 28stcn östcrr. Inf. Regiment stehende Karl Frhr, Reifing v. R. möchte wol zu dieser Familie gehören oder zu Reisinger 1. sv. H.s 3. Reisinger. Der kais- österr. F. M. L- Mar v. R. erlangte 1845 die Freihcrruwürde. sM. S.) 4. Reisinger, Eduard, Oberlieutcuant beim 10. österr. Feld- Artillcriercgimcnt, erlangte 1857 die rittermäßigc AdelSwürde. sA. A. Zeil, von 1857.s Rciskc, Neiöcke, Reschke, Ryscke, ein in Hinterpommern seßhaftes Geschlecht, 1724- Wappen? sv. Ledebur II. 279.s Siehe Rayski. Rcisky v. Dubnitz, österreichische Freiherren. Die Voreltern der N. v. D. lebten im Bürgerstande zu Pilsen. Stoscheck R. wurde zuerst 1449 mit einem Wappcubriefe begnadigt. Sein Sohn Vinccnz R. erlangte 1531 de» böhm. Adel- und sein Enkel 1592 den ReichSritterstand mit dem Beinamen v. D. Im Jahre 1823 wurde das Geschlecht in den Freihcrrnstand erhoben. sTaschenb. der frhrl. Häuser für >849 u. f. 1855. — v. Ledebur III. S. 329. — v. Schönfeld, Ad. Scheinst. I. 223. — v. H.s Rcislin v. Southuuse». Der Doktor und Professor der Arznei- Kunde zu Olmütz, I. R., wurde 1360 mit v. S. in den österr. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Aug. 1860.) 1. Rcisner. Der Feldmarschalllicutcnant, Kommandeur des Thcresienordens und Feldartillcriedivisiouär R. in Wien wurde wegen 48jähriger Dienste im I. 1316 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 79. — v. H.s 2. Rcisner v. Lichtciistcrn. Kristof N. wurde 1653 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. N.s N. v. L. (Beiname, den Kristof R. erhalten hatte), aus der Oberpfalz, erlangte am 9. März 1753 den Frciherrnstand. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 45. T. 44.s Man vergl. auch Liechtenstein; die Wappen und Familien sind verschieden. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1358.) Reitze» aus Dcchhoscn. Unter Maximilian I. kamen sie nach Bayern und wurden am 5. Sept. 1732 als adlich anerkannt und ausgeschrieben, sv. Hefner, bayer. Adel S. 106. Taf. 129.) Wappen; Ein Balken, darauf 3 Haken, von 3 Rosen beseitet, sv. Lang 500. — v. H.) Rcissciibuch, Johann Sigmund, Johann Bernhard u. Johann Philipp, Gebrüder, wurden 17** geadelt. sN- T. A. N.) Ncijscr- Der böhm. Appellationsrath Johann Wenzel R. wurde im I. 1770 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 195. - v. H.s 1. Reissig, Dr. A-, kais. österr. Hofrath, erlangte 1853 den rittcrmäßigcn Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1853.) 2. Reissig, soll eine adliche Familie in Kurhessen sein, nach v. Hcfner, Hess. Adel S. 22. Rei > -s Ncist, Reest, SwcertS, eine auö Brabant stammende schle sische frciherrl. Familie, die in den älteste» Zeiten (1306) unter die 7 Patriziergeschlechter von Brüssel gehörte. Kaiser Ferdinand III. erhob Joh. Franz R. am 15. Sept. 1653 in den Frciherrnstand, und am 22- April 1654 erthciltc er ihm das Jn- kolat in Böhmen. Der eigentliche Stammvater des Geschlechts v. Swerts, wie sich dasselbe jezt nennt, war jener der Reiste. Die Namen Swerts und Spork sind durch Adoption entstanden. Der Frhr. Franz v. Swerts wurde am 15. Dez. 1718 in den böhm. Grafenstand erhoben. Mg. geneal. Hdb. I. 359. — Taschenb. der gräfl. Hänser für 1817. — v. Ledebur II. 279. III. 595.) Das Geschlecht ist in Deutschland am 12. Nov. 1848 erloschen, sv. Hcfncr, kraincr Adel S. 19. Taf. 18; preuß. Adel S. 59. T. 76. — Sinap II- 165—69. — Gauhe I. >361 u. f- — Zedier XXXI. 599. - v. H.) Acist, s. Schwerts. 1. stcijj v. Eiscnbcrg, ein altes märkisches Geschlecht. Ein schlesisches führt Sinap, I. 760, auch an, aber mit dem Beinamen v. SchincrSdorf. sSiebm. I. 148. n. 15. — Müller, sächs. Annale» 531. — v. Ledebur II. 279, wo statt Schinersdvf Schmcrlsdorf gesagt ist. — v. H.s 2. -s steiß v. Ncijsenstcin, ein schwäbisches, im I. 1525 erloschenes adl. Geschlecht, dessen Stammburg bei Wiesenstcig im O.A. Geislingen lag. Der Lezte machte seinem Geschlcchte wenig Ehre. (Griesinger 1089.) stcisjlwrf, s. Spergs; Zehender. licisiwih, Reiszwitz-Kaderzin und Grabowka, auch Rcisewitz, ein ans dem uralten slavischcn Hause Leliwa herstammendes, jezt schles. Geschlecht. Die Familie theilt sich in zwei Hanptästc, in den katholischen und in den protestantischen; die vorzüglichsten Be- stzungen sind Kadcrzin und Schamm erwitz in Schlesien. Die Gebrüder Friedrich und Wenzen v. N- wurden am 24. Okt. 1653 in den böhm. Frciherrnstand erhoben. Joh. Friedrich v. R. erlangte 1792 vom sächs. Reichsvcrwcscr den Grafenstand; ist wieder erloschen. Stammwappen: Ein mit den Hörnern aufwärts gekehrter s. Halbmond in B- Eine JakobSmnschcl wurde in Folge der Krcuzzüge beigefügt. sSiebmacher, Suppl. VI. ,7. XI. 19. — R. T. A. R., wo Nciscwltz geschrieben steht. — v. Beust, sächs. Staatsarchiv Heft 1. — Zedier XXXI. 689. — v. Hefner, sächs. Adel S. 15. Taf. >4; prenß. Adel S. 69. T. 76. — Frhrl. Taschenb. v. 1858. - v. Ledebur II. 279. III. 339. - v. Zedlitz. - Sächs. Wppb. III. 41. - Dorst, schles. Wppb. I. 14. 17. - Sinap 1. 411. — Ganhe I. 1369. — Dieneinann 259. n. 43. — v. Meding II. n. 699. — v. H.) Ncitcin, Rcithein, ein in Preußen und Schlesien begütertes Geschlecht, 1727. Wappen? sv. Ledebur II. 280. III. 330.) Gleichbedeutend mit Reutcn-Szynwcski. S. Reuten. 1. Ncitcr v. stcittcrsfcld. Der Oberlicut. Anton R. wurde im Jahre 1792 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 429. - v. H.) 2. Pcitcr v. Nittcrsscld. Am 21. Aug. 1698 wurde die Erhebung des Franz R-, Pflcgsverwalter zu Leng derg in Kärnthcn, in den Adelstand mit dem Beinamen v. R. in Salzburg bekannt gemacht. W.: Schräggethcilt, oben ein Pferd wachsend. sv. Schallhammern.) Ncitcrsscld, s. Oblcczka u. Reiter. t Ncitmor, Münchner Stadtgeschlccht; führte einen Mohren auf einem Hirsch reitend. Die Vettern R. erlangten 1588 den Reichsadclstand. sR. T. A. R.) ^ Rem 229 f Ncitrodt, Rctraidt, eigentlich Kaiß, ein altes j ü l i ch'sches Rittergeschlccht, welches in S. einen r. Querbalken führte und unter demselben einen g. Stern. ES ist aufgeschworcn, blühte 1589, scheint aber erloschen zu sein. (Fahne I. 358. — v. Ledebur II. 234.) Nciltcnau, s. Welsberg. 1. licittcr, Gebrüder, in kais. Kriegsdiensten, wurden 1638 geadelt. sR. T. A. N.) 2. f licittcr v. Klebing. (Schräggethcilt, mit einer Fischgräte belegt.) Mathäns R. zu K. steht in der baycr. Landtafel 1490. 3. -s Ncitter (licultcr) )ii Pfassciistett. (Das Brustbild eines alten bärtigen Mannes.) Ruprecht R. zu P. und Martin N. zu Saliern (beide Sizc bei Braunau gelegen, der crstere jezt österreichisch) stehen in der bayer. Landtafel 1490. 4. licittcr v. licitenau, ein steyermärk. Geschlecht, daS auch „in der Au" genannt wird. R. ist eine Herrschaft, welche sie besaßen und sich davon schrieben. Die Grafen v. Reitenau erhielten 1654 die st eher. Landmannschaft. Hanns v. R. erlangte 1615 die frhrl. Würde. fR. T. A. N. - Schmutz III. 354. - v. H.s licih)» Vberrcbwih und Ticfcnbach. Der k. baycr. Oberförster Joh. Krist. Lorenz R. erhielt am 26. Dez. 1819 ein Adclsdiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 196. Taf. >29. — v. Lang, Suppl. 137 — v. H.) Ncihcnhcim, österreichisch. Wilhelm v- R. war 1835 k. k. Guberuialrath in Lemberg. licitzcnstcin, eines der ältesten Häuser im Voigtlande und in der Markgrafschaft Baireuth. sN. genealog. Hdb. 1778. I. 165 — 179. — Gauhe I. 1362. — Siebmachcr I. 192. n. 5. — v. Meding I. 682. — v. Uechtritz I. 8. — Biedermann, Voigtl. Tab. 63—195; Geb. Tab. 297—19. — v. Hattstcin I. 435. — Nachr. das Geschl. der v- Reitzenstein betr. in Longol. Beschäft. I. 137—89. 542—87. — Zedier XXXl. 412 u. f. — Spangenbcrg, AdelSsp. II. — Seifert's adl. Ell. u. Klndcr.s In Bayern ist das Geschlecht durch ein k. Dekret vom 12. Febr. 1759 als freiherrlich anerkannt, sv. Lang 215—18. — v. Zedlitz. — Bayer. Wppb. III. 97. XII. 27. — Cast, Adelsbuch von Baden. — v. d. Knesebeck. — Grote, Hanno». Wppb. — V.Ledebur II. 289. III. 339. - Frhrl. Taschenb. v. 1856 u. 1858. - Sachs. Wppb. II. 96. — Dorst, schles. Wppb. II. 123. — v. Hcfncr, württ. Adel S. II. Taf. 13; baycr. Adel S. 53. T. 55. S. >96. T. 129; sächs. Adel S. 44. T. 59; preuh. Adel S. 69. T. 76. — v. H.) lickcii, ein Geschlecht der Freien in Pommern; ingleichen kommt auch ein gleichnamiges Geschlecht im Braunschweig'schen vor, das aber in diesem Hcrzogthume ausgestorben ist. sMicrälins, Pommerl. VI. 371. — Zedier XXXI. 448 u. f. — Lüdersens Sammiung. — v. H.s litklcwski, ein im Posen'schen ansässiges Geschlecht. W.: Gozdawa. sv. Ledebur II. 280.) Nckowski. Mehrere Familien dieses Namens haben denselben von dem Dorfe Rekow bei Bütow in Pommern angenommen, welches viele Jahre im Besize der Wricz-Wantoch u. Styp- Rekowski war, als: v. Ginz-R. im Posen'schen; v. Styp- R. im Bütow'schen; v. W e n d o ch - N. im Bütow'schen; v. Wryck-R. im Bütow'schen. sv. Ledebur II. 280. — v. Zedlitz.) Wappen: Ab dank. Nclkowich v. Ehrcndors. Der Hauptmann des slavo nischen brooder Regiments, Mathias Anton R., wurde im I. 1785 mit v. E. geadelt. sM. v- M-, Erg. 429. — v. H.) Ncm, Rhein, s. Rehm. 230 Rem — Ren Ncmbielinski, ein Geschlecht im Posen'scheu. W.: Lubicz. sv. Ledebur II. 281.) 4 Ncmbold, ein adl. Gcschl. im Stifte Augöburg, das seit dem I. 1440 bekannt ist. sBucelini siemmat. I. — Zedler XXXI. S. 537. - Gauhe I. 1364. — v. H.) Ncmbom, eine preuß. adliche Familie, die auch Sabinski genannt wurde, auö welcher der preuß. Gcnerallieutenant Michael v. R- stammte; er starb 1818. Ein anderes Geschlecht dieses Namens sind die v. N.-Szadlinski mit dem Wappen Poray in Westpreußcn; drittens die v. R. in Ostpreußen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 281. III. 339.s Ncmbomski, eine adliche Familie im Großherzogthum Posen; sie besizt daselbst mehrere Güter. Ein anderes Geschlecht dieses Namens sind die v. Borchersdorf-R., mit anderem Wappen, in West Preußen seßhaft, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 281. s h Ncinchiiige», ein altes rheinland. u. schwäb. Geschlecht, das mit denen v. Venningen einerlei Ursprungs ist und dessen Stammreihe mit Wolfarth v. N., der im I. 1165 dem Turniere zu Zürich beiwohnte, angefangen wird. Erloschen am Ende des 18. Jahrhunderts. sEstor's Ahnenprobc 486. Tab. I. — Siebmacher I. 127. n. I. ^ v. Meding IU. n. 665. — Zedler XXXI. 539 u. f. — Gauhe 1. 1364. — Griesinger >999. — v. Hefner, 4 schwäb. Adel S. 14. - v. H.s Ncmclthagq v. Gnrahoncg. Der österr. Hofrath N. v. G. wurde 1854 in den Freiherrnstand erhoben. Derselbe gehört einem alten ungar. Geschlechte an. sFrhrl. Taschenb. v. 1859.^ Neulich. Die Offiziere und Werber Michael, Felir, Johann Baptist und Franz Wilhelm R. erhielten am 1. Mai 1672 ein Adelsdiplom, sv. Lang 599. — v. Hefner, bayer. Adel S. 196. T. 129. - v. H.s Ncmig. Der Advokat Anton R. wurde im I. 1782 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. H.s Nemling. Kommt 1700 in Schlesien mit Joachim Hanns v. R. auf Kleschwitz vor. sv. Ledebur II. 281-^j W.: ? h Ncmmiiigshcii», eigentlich Hippen v. N., auf der Burg R. im Württemberg. O.A. Rottenburg, ein altes schwäb. Geschlecht, welches um 1350 erloschen ist. sGricsiugcr 1090.) Ncmnih, österreichisch. Franz Anton Edler v. N. war 1796 k. k. Hoskriegörathsadvokat. sWicucr Adreßbuch v. 1796.) 4 Ncmp v. Pfullingen, ein altes schwäb. Nittergeschlecht, auf der Burg zu Pfullingen, welches vom 12. bis 15. Jahrhundert blühte. sGriesingcr 1953. — v. Hefncr, 4 schwäb. Adel S. 14.s 4 Neuis. 1360 lebte Ruf v. R., hatte aber schon die Stamm- Burg Remseck (am Zusammenflüsse der Rems n. des Neckars) an Württemberg verkauft. Ncinfchcid u. Atnhclhanscn. Der Hauptmann Klemens R. wurde im I. 1707 mit dem Beinamen „n. S." in den b öhm. Adelstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 421. — v. H.s 4 Nculstedc, ein alles niedersächs. Geschlecht, das in Urkunden im I. 1200 und noch im 16. Jahrh. vorkommt. sPfeffingcr, braunschweig-lüncburg. Hist. I. — Zedier XXXI. 567. - v. H.s' 1. Ncnus, St. R., waren 1783 in Köln und Aachen angesessen. sv. Ledebur II. 281.s W-: In R- ein s. Andreaskreuz. sFahne I. 357.s Jezt auch in Oesterreich. 2. Ncmy-Mantigny, kommt nur in dem preuß. RcgicrungS- und Kommissariatsrath Pierre de R.-M. 1713 vor. sv. Ledebur II. 281.s W.: In einem Hermelinschilde ein r. Mittelschildche». 1. 4 Ncnard, Simon, geb. in Vesoul, Requctcnmeister bei K. Karl V. und 1549 sein Gesandter in Paris, auch mitanwesend auf dem Reichstag zu Augsburg, wurde 1530 geadelt. Sein Geschlecht ist jezt ausgestorben. sVehsc, Gesch. des vsterr. Hofes u. Adels II. III.) 2. Ncnard. Der Graf v. R. ist ein großer Güterbesizer in Schlesien. Joh. Baptist R., eines Hamburger Kaufmanns, Andreas R., Sohn, wurde 1726 auf dem Reichstage zu Grodno unter den poln. Adel aufgenommen und vom sächs. Reichövikar am 23. Febr. 1741 gegrast, sv. Hefncr, preuß. Adel S. 23. T. 26. — Dorst, schlcs. Wppb. I. 62. — v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S-55 .s Nach Vehse, Gesch. des preuß. Hofes u. Adels, war N. R., sächs. General, der Bruder einer warschauer Wcinwirthin, der Madame N., Mutter der Gräfin Orsclska (Geliebte des Kurf. August von Sachsen). Er wandte sich nach Schlesien u. kaufte sich daselbst an. Anhcrr der jezigen Grafen, sv. Ledebur II. 281. — Kneschke, Grafcnhäuser.s Ncnanld v. Kclicnluich. Der Besizer des reichsritterschaftlichcn Gutes Kellcnbach am Niederrhci», Franz Philipp N., k. poln. und herzoglich lothring. Hofadvokat, nachher Amtmann der Herrschaft Wartelstcin, erhielt von K. Josef II. am 10. Nov. 1765 das Nittcrdiplom. sv. Lang 599. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 196. Taf. 129. — v. Ledebur II. 281. — v. H.s Nciickc», s. Ränckl. Nendl v. Hachenberg, österreichisch. Karl R. v. H. war 1857 k. k. Kriegökommissariatsadjunkt zu Klausenburg. Nene de Wodart. Der Hauptmann Matth. R- de G- wurde im I. 1810 in den Nitterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 196. — v. H.) Ncncsfc. Die Grafen v. N.-Breidbach gehören zum Adel der preuß. Nhcinproviuz. Ihr Stammvater soll Theodor, ein Bruder des Grafen v. Sayn, der mit der Tochter des Grasen Theodor v. Holland vermählt war, gewesen sein. Sein jüngerer Bruder erhielt den Namen v. R. Er starb 1207. 1510 wurde die Familie in den Frciherrnstand und 1681 in den Grafcnstand erhoben. Seine Nachkommen, die Grafen v. R., haben die Herren v. Breidbach-Bürresheim beerbt und Namen und Wappen den ihrigen beigefügt, sv. Zedlitz. - Sicbmachcr II. III. V. >33. - v. Ledebur II. 281. III. 339. — Bernd XIck. 81. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 23. Taf. 26. — Kneschke, Grafenhäuser.) 4 Ncngerschlagcn , ein aus der Altmark stammendes, aber 1677 ausgestorbenes Geschlecht. fv. Ledebur II. 282. — v. Hagen, Beschr. des Geschlechts v. Brunn S. 39. — v. Meding III. n. 666. —- v. Zedlitz. — v. H.) 4 Nengcrsborf. Diese kommen zu Ncngersdorf in der Oberlausitz um 1590 vor. Wappen? sv. Ledebur II. 282.) Ncnicr, ein gräfliches Geschlecht in österr. Italien. Graf Daniel v. N. war 1835 k. k. Kämmerer und Gubernialrath zu Venedig. Nenn, österreichisch. Anton Ritter v. R. war 1835 Gencral- Auditorlicutenant bei dem k. k. Gencralmilitärkommando zu Ofen. Ncnncbcrg. Ein legitimirtcr Halbbruder des Fürsten Friedrich IV- von Salm - Kycburg, ist Friedrich Peter Felix Zephirin, geb. am 25. Jan. 1781, bekannt unter dem Namen Graf v. N. Er ist Neil — Rep 23 t ein natürlicher Sohn des Fürsten Friedrich III. von Salm-K-, erzeugt mit N- N-, und wurde aus Ansuchen seines VatcrS vom Kurfürsten von der Pfalz mittels Diploms vom 16. Sept. 1788 legitimirt- Dessen Gemahlin ist N. N-, eine Tochter des Barons Zuylcn van Nievcld, geb. am 26- Dez. 1783, vermählt am 3. Okt. 1301, wovon drei Kinder: a) Gerhard Wilhelm, geb. am 24. Sept. 1804; b) Annetc, geb. am 20. Dez. 1806; und e) Henriette, geb. am 10. Nov. 1810. Renneberg ist eine salm'sche Herrschaft. f Neniienkerg, eine alte adliche Familie, welche im ErzbiSthum Köln seßhaft und von Nassau mit der Stnrmfahne in Westfalen aftcrbclchnt war. DaS Geschlecht gehörte zum Dinasten- und Grafcnstande und führte zwei bl. Sparren in S. Mit Johann v. R- ist es längst erloschen. sFahne I. 357.) 1. ticnner, Dr. Thomas, erlangte 1605 den Adelstand. sN, T- A- R.) 2. Nenner, Johann Kristof, wurde am 24. Nov. 1701 von K- Rudolf I. geadelt, und am nämlichen Tage und mit dem nämlichen Wappen Georg Rann er. Vergl. Nanner. 3. Nenner, Johann Kristof, Handelsmann in Schlesien, wurde im I. 1725 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM- v- M., Erg. 136. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 282. — v. H.) 4. Nenner. Der k. k. Rath Anton N- wurde im I. 1776 geadelt. sM. v. M., Erg. 42t. - v. H-1 5. Nenner, Georg Konrad, General, wurde 1826 in den baycr. Adelstand erhoben, sv. Hcfner, bayer. Adel S. >66. T. 129.) 6. f Nenner v. u. z» Alnicndingen, ein schwäb. Geschlecht, bei dem das Untcrschenkenamt des Stifts Kempten statt Kursachsens erblich gewesen. In einem Stammbuch ist R- v. A. 1593 unterschrieben. Das Rittergut Almendingen liegt im Württemberg. O.A. Ehingen, gehörte denen v. Wcmdingen, die es 1520 an die v. R- verkauften; 1593 wurde es wieder verkauft. iv. Zedlitz. — v. Hattstei», III. Suppl. 127. — Sicbmacher I. 116. n. 3. - Zedier XXXI. 604. — v. Meding II. n. 700. - v. H.) 7. Nenner n. Nitterstcrn, österreichisch. Josef N. Edler v. R. stand 1857 als Unterlientenant im 11. k. k. Inf. Reg. Ncnnerftld, ein aus Deutschland mit dem Orden in die östl. Staaten, namentlich nach Kurland n. Finnland gekommenes adlicheS Geschlecht, woraus sich mehrere Mitglieder in neuerer Zeit (1830) in preuß. Dienste begeben haben, sv. Zedlitz. — o. Ledebur II. 282.) Nennftlk, s. Meng. ch Ncnningcn, ein altes schwäbisches, auf der gleichnamigen Burg im O.A. Leonberg hausendes Geschlecht, das 1319 erloschen ist. (Griesinger 1092.) Nciuww. Von diesen ist uns zur Zeit nur ein im I. 1746 vorkommender Ritter, Namens Nikolai v. R., bekannt. sv. Westphal, monum. inedit. T. 20. n. 79. — Nachr. von dem an die Stadt Lübeck im I. 1359 verpfändeten Dominio et advocat. Moclen. 1740. Tab. 5. — v. Meding III- n. 668. — v- H.) Nciioli, Jakob, wurde im I. 1754 geadelt. >M. v. M., Erg. 421. — v. H.) Nciunnird de Vivilic, ein aus der Provinz Anjou in Frankreich stammendes Geschlecht, welches sich nach dem Widerruf des Edikts von Nantes in die prenß. Staaten begab. Josua R. de V. Herr du Brcil war 1710 preuß. Major, sv. Ledebur II. 282.) Ncnsi v. Ncnstblich, österreichisch. Johann Dr. R. v. R. war 1835 Primärarzt im k. k. allgem. Krankenhause zu Wien. 4 Nenstng. Der k. k. Jägereiintendant Franz Heinrich v. R. wurde im I. 1706 in den N.Freiherrnstand erhoben. (M. v. M-, Erg. 92.) Es ist eine köln. Familie, die um 1500 vorkommt. IFahne I. 358. II. 117. — v. Ledebur II. 282. — v. H.) Nensperger v. Ncnspcrg und Deyrschkowih, Dirschkowitz, ein alter, in Böhmen seßhafter Adel. sSinap 752. 759. II. 917, welcher sie nicht in Böhmen, sondern in Schlesien begütert angibt und sie auch ReinSperg, ReinSpnrg u. Negens- purg schreibt. — Gauhe II. 954. — Zedier XXXI. 624. — v. H.) Neustem, s. Fuchs. — Ncntgeu, s. Röntgen. Neuthe, gen. Fink. Der au ha lt. Regierungspräsident Lcbe- recht R- in Köthen wurde 1826 vom Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthcn geadelt und 1835 seinem Sohne, welcher in prenß. Kriegsdiensten stand, gestattet, sich v. R., gen. F. (nach seinem Oheim, welchen er beerbt hat), schreiben zu dürfen, sv. Ledebur II. 282.s 1. Neutsch, Johann Jakob, kaiscrl. Obcrstwachtmcister beim brandcuburg-bairenth'scheu Regiment, wurde 1702 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. N.) 2. Neutsch v. Ehrcnthut. Der ehemalige russ. Hauptmann und Besizer des Rittergutes Tornitz in der Nicdcrlausitz, Karl N., wurde am 18. Nov. 1800 mit dem Beinamen „Edler v. E." in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. sv. Hefncr, sächs. Adel S- 25. — Sächs. Wppb. I V. Zg. — Tyrosf, Wappcnw. II. 144. — v. Wolframitz, Cell. III. 176, Mspt.) Nenty. Dieser Name kommt nur 1845 in dem Marienstifte zu Königsberg unter den präbcndirten eidlichen Fräulein vor. sv. Ledebur II. 282.) Wappen? Ncuh. Der Frhr. v. N. bcsizt das schöne Rittergut Groß- burg bei Strehlen in Schlesien. Die Söhne desselben dienen im prenß. Heere. In Geldern blüht dieses Geschlecht seit Jahrhunderten. Karl v. R. trat 1778 zuerst in preuß. Dienste. sv. Zedlitz. — Biograph. Lex. III. 277. — v. Ledebur II. 282. — Kneschke, Wappen II.) Nentzel, stammen ans Ostpreußen, wo ihr Stammhaus Rombitten liegt. Kristof v. N., geboren 1702, gelangte zur Würde eines preuß. Generallieuteuauts. Im prenß. Heere befinden sich mehrere Offiziere aus diesem Geschlechte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 282.) Neu). Günther Albrccht v. R., fürstlich württemberg'schcr Regierungsrath und Kreisgesandter, wurde 1751 in den Nitter- staud erhoben. (N.T.A.N.) Wann geadelt? Die Familie scheint erloschen, wenigstens in Württemberg. Ncnzcnbcrg. Diese besaßen das Gut Scheyern in Steh er - mark. (Schmutz III. 358. — v. H.) Nchässy, ungarisch. Leopold v- R. war 1835 Substitut bei der baranzer Gespanschaft. Ncpchow, Rebkau, s. Reppichau. f Ncphun, Johann Sigmund, fürstlich anhalt-zerbst'scher Hofkammerrath, wurde 1744 in den Adclstand erhoben. (R-T.A.R-) Er starb ohne Nachkommen und verordnete, daß sein Vermögen 75 Jahre aufgehäuft werde und daß sein Erbe alsdann, ein R., sich in den böh m. Grafenstand erheben lassen solle. (50,000 Rthlr. hatte er hinterlassen.) Die Anhäufung wurde unterbrochen, weil er 5 pCt. vorgeschrieben hatte und diese nicht mehr zu erlangen waren. 232 Rep — Net Pepke, Röpke, Nöpke», Röpki, Röpeken, Rebke, ein schon 1491 in Pommern seßhaftes Geschlecht, das anch in Ostpreußen begütert ist. Wappen: In S. ein bl. Querbalken, der mit einem g. Möndchcn und zwei Sternen belegt ist, unten ein Rebhuhn, sv. Ledebur II. 282. III. 331. — Siebmacher V. 161.) Peplicis, s. Berezko. Pcppcrt, gehören Pommern und Schlesien an, wohin sie sich aus Sachsen-Koburg gewendet haben. sv. Zedlitz. — r>. Ledebur II. 283. III. 33t1. — Dorst, schlcs. Wppb. II. I3I.s st Pcppichau, Ncppichow, Nebkan, Ribikove (in Schw. auf gr. Hügel ein Nebhuhn), ein im Anhalt'schen zu Altjusnitz :c. 1394, in Sachsen, im Brandenburg'schen u. in Preußen begütert gewesenes Geschlecht. Noch 1896 starb ein preußischer Major v. R. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts lebte der berühmte Verfasser des Sachsenspiegels, Ecke v. Nepkow. s Siebmacher V. l74. — v. Ledebur II. 283. — v. Zedlitz. — Gauhe I. 1366. — Zedier XXX. 1257. Pepöbarf, s. Restorf. Pcquilv, Gottfried Peter, wurde 1789 geadelt. sR. T. A. R. — Sicbmacher, Suppl. XI. 14.) Pcsand, s- Richter. Pcscala, Josef Maria, aus Mailand, wurde 1719 in den Ritterstand erhoben. sR. T. A. R.) Pcecctar, P., österr. Hofrath zu Ragusa, wurde 1854 in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1854.) 1. st Pesch. (Im Schild ein halber Wolf oder Rüde.) Waren zu Ottmaring und Obergrossensee in Nicderbayern angesessen. Georg N.'s zu O. u. O. Wittwe und Kinder stehen 1499 in der Kay er. Landtafcl. 2. Pesch oder Posch, Kaspar, Württemberg. Kammerrath, wurde 1621 geadelt. sR.T.A.R.) 3. Ncsch, ein von Preußen geadeltes Geschlecht. sPrcuh. Wppb. IV. 31. — v. Ledebur II. 283 ) 4. Ncsch v. Pclswald. Der Major Matthäus R. wurde im Jahre 1816 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 24S. — v. H.) st PeschiNlcr. Matthäus R. zu Puchersreut (Floß) steht in der bah er. Landtafel 1499. Neschen, ein steyermärk. Geschlecht. jSiebmacher III. 86. n. 8. — r>. Mediug III. n. 663. — v. H.j Ncscheiibach, s. Ludwig. st Pcschkeil, ein in Preußen ansässiges Geschlecht. W.:? sv. Ledebur II. 283.) Pcsc», ein brcmcn'sches Geschlecht, das seit 1395 bekannt ist. sMußhard 440. — Zedier XXXI. 700. — Gauhe I. 1366. — v. Mediug III. n. 670. — Grote, hanuöv. Wappenbuch. — v. Ledebur II. 283. - v. H.) Ncsich v. Puincnbcrg. Der k. k. Hauptmann A. R. wurde 1843 mit v. Nuinenberg in den öfter r. Adelstand erhoben. sM. S.) 1. Nesing, Rcsinger, R. v. Nesingen, Ritter und Bcsizcr der Herrschaft Wcichselstatt w. in Steyermärk. (Schmutz III. 359.) Paul Edler v. R. wurde 1898 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 196.) Die Brüder Franz Kristof und Viktor R. wurden 1796 mit v. Resingen geadelt. sM. v. M. 249. — Kneschke, Wappen III. — v. H.) 2. Pcsuig. Der Werkbezirkskommissär Jgnaz Paul R. wurde 1899 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 249. — v. H.) Nesih, ein schles. Geschlecht, das Jezowa, Melna u. andere Güter besizt. Wappen? sv. Ledebur II. 283.) Neste»», Daniel, in kaiserl. Diensten (wahrscheinlich aus den Niederlanden), erhielt 1652 Bestätigung seines adl. Standes. sR. T. A. R.) Pesten, befinden sich in Pommern, wo der Jnspektions- Obcrförster R. zu Stettin lebt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 283.) Pcsthcrc, ein fläm. Geschlecht, daS viele Bürgermeister der Stadt Oudenkerkcn und mehrere Senatoren des obersten Gerichtshofes zu Abstolfin unter seinen Auen zält, gegenwärtig in der Provinz Ura-Plata in Südamerika hoch in Ansehen steht und den Pacht der Guanoausfuhr der li bell in. Inseln innc hat. sD. Alonso DoS Amigos, Descrizion da Plata y Libellin. Paris, 1863.) Pcsti - Ferrari, Johann B., österr. Präsident deslombard.- venctian. Oberlandesgerichts, wurde 1862 in den Freiherrnstand erhoben. sA. A. Zeit., Nov. 1362.) Pcstorff, Retzdorff, Nettichstorff, Repsdorf, eine sehr alte branden bürg. u. Mecklenburg. Familie, die schon im Jahre 926 vorkommt, sv. Vehr, rer. Mecklenburg. Vlll. 1660. — Gauhe I. 1366- — Zedier XXXI. 825. — Kneschke, Wappen II. — Sicbmacher V. 153. n. 6. — v. Westphalen, mouum. inedit. T. 4. Tab. 19. n. 13. — v. Mediug II. n. 703. — v. Zedlitz. — Mecklenburg Wppb. XUII. 156. — v. Ledebur II. 283. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. Taf. 15. — v. H.) Peszczynski, galizisch. Anton v. R. war 1835 Ehrendomherr zu Lemberg, Dechant und Pfarrer zu Wyzniany. Netberg v. Wcitbcrgcii, eiu neueres adl. Geschlecht, das angeblich von den unten genannten v. Rettberg abstammt. Urkundlich erhoben ist, daß der hannöv. Hofrath Joh. Heinrich Retberg von K. Karl VI. den Reichöadel u. der hannöv. Oberamtmann Heinrich Jonas R. zu Blumenau am 1. Jan. 1754 von K. Franz I. den Reichöadel erhalten haben. Die Familie ist in Hannover, Nassau und Wcstpreußen theils bedienstet, theilS angesessen. sJ. A. A. Möller, Stammregister der v. rettberg. Familie; Lippstadt, 1793, ad I. — v. dem Knesebeck; ad II. — Grote, hannöv Wppb. — Preuß. Wppb. IV. 32. — v. Hefncr, uassauer Adel S. 9. T. 10; hannöv. Adel S. 24. T. 27. - v. Ledebur It. 233. — Kneschke, Wapp. I. — v. H.) ch Petcm, eine längst ausgestorbene Mecklenburg. Familie, die schon 1248 vorkommt, sv. Mediug II. 791. — v. H) 4 Pctcrsbcek, eine valkenburg'sche Familie, die im Wappen ein r. Hirschgeweih in G. führte. Das Wappen ist in daS schäs- berger aufgenommen. 1352 kommt vor Peter v. Reytcrs- beke; 1383 Peter v. R. und seine Söhne Gent und Reyncr. 1496 ist des sel. Reynart van Rietersbeecke Tochter Berta mit Johann v. Wylre verheurathct. Lcnart v. N. siegelt 1496 und 1426 mit einem Turnicrkragen im Wappen. 1426 hat Wilhelm v. N., gen. v. Schaisbcrch, im gespaltenen Schilde rechts das rcterSbeck'sche Hirschgeweih mit einem Stern als Beizeichen, links die drei Kugeln mit einem Turnicrkragen. sArch. Not.) 4 Pctfcld, ein ausgestorbenes Geschlecht in der Altmark, welches 1489 im osterburger Kreise begütert war. sv. Ledebur II. 283.) Actingstedt. Fridcricus de Rctingstedc, miles, in einem walkenricder Brief 1289. sUrk- B. f. Nicders. II. 339.) Pcthcim, s. Thcimcr. Pcth>> v. Nemesstiiiy, ungarisch. Eugen R. v. N. stand 1857 als Unterlicutenant im 5. österr. Inf. Reg. Net - Rctradc, Retraidt, Kaiß, gen. Reitrodt, s. Reitrodt. Retschin, s. Ratsch in. Actscy v. Reise, ungarisch. Adam R. v. N. war 1835 k. k. österr. Kämmerer und Generalfeldmarschalllieutenant. f Rcituu, eine aus Franken stammende und in Preußen begüterte Familie, welche noch 1723 blühte. Wappen? sv. Ledebur II. 284.) -s Rettturg, ein altes ritterliches, im 13. bis 15. Jahrhundert im Paderborn'schen vorkommendes Geschlecht. (S. a. Retbcrg.) Reltegi, siebenbürgisch. Michael v. R. war 1855 Vice- Gespan zu Klansenbnrg. Rettet, Rettcln, Rodel, N. v. Schwanberg, Schwanenberg. Der Oberamtsrath Sebastian Felix N. in Schlesien wurde am 30. Juli 1702 in den böhm. Adel- und im Jahre 1731 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. Er war kais. geh. Rath und soll angeblich zu der — doch ausgestorbenen — Familie v. Schwan- berg gehört haben. sM. v. M., Erg. 92.) Die Wittwe des GencralstenereinnehmcrS R. v. S., Joh. Rosina, geb. v. Fritsch, wurde mit ihrer Tochter Joh. Franziska 1731 als böhm. Frciin vorgestellt. Theofilus Rettl ans den kaiserl. Erblanden wurde 1623 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R. - v. Ledebur It. 281. - M. v. M., Erg. 92. - v. H.) Rettenberg, s. Schwärz!. Rcttcnscid Joh. Franz v. R., der krain. Landschaft Mitglied, wurde 1686 in den Freiherrnstand erhoben. sR-T. A. R.) Rettcnthurm, s. Tusch. Retter. Der Doktor der Kirnrgie, Johann Kristof R., wurde im I. 1767 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 421. - v. H.) -s Ncttcrsbach, ein erloschenes Geschlecht im fränk. Nitterkanton Rhön n. Werra. Dasselbe erschien 1322 und ist 1471 ausgegangen. Das Stammschloß lag beim Kloster Neustadt. (Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 415. — v. H.) Rettich. Der Forst- und Oberwaldmeister Josef R. wurde im Jahre 1815 mit „Edler von" geadelt. (Ein aus dem vorigen Jahrhundert stammendes Siegel in meinen Sammlungen hat die Umschrift: Sig. Jo. Ge. Jos. de Rettich I. U. Doct. und im Schild eine von zwei Sternen beseitete Spize, darin ans einem Dreibcrg ein Rcttig. Das Siegel stammt aus Lindau u. scheint demnach diese Familie verschieden von der oben angeführten zu sein. v. Hfr.) sM. v. M. 249. — v. H.) Rettichftorff, s. Rcstorff. ch Rcttiiigcr (Wappen bei Siebmacher IV. 155), stammten von Retting in Niederbayern, später im Pinzgau angesessen. Margret R. von Mittersill hat am Tag Simonis und Judä 1614 Hochzeit gehalten zu Salfelden im Pinzgau mit Jakob Gutrather von Salzburg. (O-S.) 1- ch Reh, Reetz, eine schlesischc, im Breslau'schen begüterte Familie. Ein Dittmar v. R. kommt im I. 1201 und ein Heinrich 1213 vor. (Sinap II. 919. — Zedier XXXI. 867. - v. Ledebur II. 284. III. 330.) Wappen: Gryf. sv. H.) 2. Reh, Ferdinand, kais. Hofkammerkauzlist, wurde 1676 geadelt. sR. T. A. R.) Rchburg, s. Peter Häusel. Nctzdorf. Eines Stammes mit denen v. Restorff; siehe Stammbuch tes ?ldcls in Deutschland. III. - Neu ZZZ Restorff. Sie sind in Brandenburg, in der Priegnitz, in Sachsen und Pommern begütert, sv. Ledebur II. 284.) Rehcr. Wenzel Adrian Edler v- It., nieder österr. Herr und Landmann, Bcsizer der Herrschaft WalckerSdorf u. Bankal- Administrationsassessor, wurde wegen 46jährigcr Dienste im Jahre 1800 in den Freihcrrnstand erhoben. Wahrscheinlich ist es ein Nachkomme von dem Untcrkommissär des V.U.M.B., Rezer, welcher 1739 mit „Edler von" in den Reichs- u. crbländ. Adel- stand erhoben ward. sM. v. M. 79. 140. - v. H.) 's Rehow, eine alte adliche Familie im Mecklcnburg'schcn, deren Stammhans gleichen Namens im Amte Werden Hagen liegt und von dem Gomari de Ncdsow im I. 1293 als Zeuge vorkommt. sZedlcr XXXI. 868. — Gauhe II. 955. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 284. — v. H.) 1. Rentier, Vettern, wurden 1589 geadelt. sN. T. A. R.) 2. Rciibcr. Der Oberstlicut. Joh. Wilh. N. wurde im Jahre 1758 geadelt. sM. v. M. 249. — v. H.) Rcud v. Wardcncr, ein altes, aus Frankreich stammendes Geschlecht, ans welchem ein Mitglied beim Ausbruch der französ. Revolution 1789 sich nach Oesterreich wendete und in's Kriegs- Hcer eintrat. Kaiser Leopold II. bestätigte seinen althergebrachten . Freiherrnstand, indem er ihm gleichzeitig die Neichsfreiherrnwürde verlieh. (Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1858.) Rcumont, Dr. Alfred, LegatiouSrath, wurde 1846 in den preuß. Adelstand erhoben. sE. S.) Vom 12. bis 14. Jahrh. erscheint im Lütt ich'scheu ein ritterliches Geschlecht de R. Den Friedensverhandlungen in Münster wohnte Joh. R. bei. Hubert R. wendete sich im 18. Jahrh. nach Aachen. Alfred ist sein Urenkel. -s Reurieth, eine fränk. Familie, welche in dem ehemaligen Nitterkanton Baun ach begütert ist. Berthold v. N., Edelknecht, lebte 1369. Das Geschlecht erlosch gegen das Ende des 15tcn Jahrhunderts. (Biedermann, Baunach Tab. 245". — v. H.) 1. Rcusch, Johann Jakob, aus den kais. Erblanden, wurde 1621 geadelt. sR.T.A.R.) 2. Rcusch, Daniel, erlangte am 10. Juli 1668 den böhm. Adelstand. Die Familie ist in Schlesien angesessen. sv. Hellbach, Samml. — v. Ledebur II. 285.) Reuscheulierg, s. Rauschenberg. Rcusncr. Ans Ungarn und Siebenbürgen wendete sich dieses Geschlecht nach Schlesien und ließ sich in und um Lemberg nieder. sSinap II. 918.) Ein Martin Andreas N. wurde 1768 geadelt, sv. Ledebur II. 284. — R. T. A. R. — v. H.) 1. -s Reust, ein brcm. Geschlecht, das schon längst in dem Lande Kedingen ausgeblüht und erloschen ist. Basil R. erhielt mit seinen Vettern, den v. Pahlen, von K. Maximilian II. die Erlaubniß, das Wappen ihres Großvaters Otto v. Nütow führen zu dürfen. sMußhard 443. — v. Meding II. n. 707. — v. H.) 2. Neust. Eckenbold R. v. Ilbenstadt, zwar zu dem gräflichen, nachher sürstlichen Hause Reuß gehörig, begnügte sich blos mit der Ritterwürde und war der Stammvater des adlichen und freiherrlichen Standes, der sich auch nicht „Vogt" schrieb. sN. geuealog. Hdb. v. 1778. S. 87—90. — v. Zedlitz. — v. H.) 3- Neust, Johann Andreas, kurmainz. Stadtschultheis zu St ein heim, wurde 1744 geadelt. sR. T.A. R.) 30 234 Reu 4. Ncuß. Der k. bayer. Kommerzienralh Richard R. zu Sünziug bei Braunau erhielt vom Kurs. Karl Theodor am 30. Jan. 1778 ein Adclsdiplom. so. Lang 591. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 106. T. 129. — v. H4 5. Ncnß, Karl, Kaufmann in Riga, erhielt 1796 ein Reichs- Adelsdiplom. sR. T. A. R.jj 6. Neuss, Johann August, Württemberg- Staatsrath und Rcgierungsdirektor, wurde 1806 vom König von Württemberg in den Adclstand erhoben. sKneschkc, Wappen I. — Archiv f- Gesch., Gencal. u. Dipl. 83. — Die württ. Wappenbüchcr von K. Dorst >r. I. A. Tyroff. — Cast, AdclSbuch v. Württemberg. — Griesinger 1994. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 234 7. Ilcujs, Obcrlandforstmeister, wurde am 15. Okt. 1840 mit Beschränkung in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 115. — v. Ledebur II. 284. III. 3394 8. f Neuss v. Neusscustciii, unter dem Namen Nisch im 13ten Jahrhundert vorkommend. Siehe Risch. 9. Ileus! v. Nilsscnstci», österreichisch. Josef N. v. N. war 1835 k. k. Straßcnbauinspizicnt zu Haimburg. Vielleicht Rueß v. Nu essen st ein. Ncutcn-Kzisnwcski, eine in Westpreußen ansässige Familie. sv. Ledebur II. 284 .s Ncnter, Johann Wilhelm Ferdinand, Major, erlangte 1826 den preuß. Adelstand. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 284. — Sächs. Wppb. VI. 894 Ncuterliurg, s. Melchcr. ch Reutlingen, ein altes schwäbisches, zu Reutlingen, dem Dorfe bei der Stadt Reutlingen, hausendes Geschlecht, welches 1365 ausgestorben ist. s Griesinger 11054 1. Ncuttcr, Lorenz, Raithändler zu Wien, wurde 1635 geadelt. sR. T.A.R.Z 2. Rentier. Der Hof- und Kammerkompositeur Georg Karl R. wurde im I. 1740 in den Reichs- und erbläud. Adclstand erhoben. sM. v. M. 249. — v. H.Z 3. Rentier, Karl Eduard, k. sächs. Lieutenant, dann Rcnt- Bcamtcr, wurde am 24. Dez. 1328 vom König von Sachsen geadelt. sKneschkc, Wappen IV. — v. Hefner, sächs. Adel S. 44. T. 594 Rentier, s. Holm. Rcuttncr v. Weist, stammen aus dem Sundgau im Elsaß, und war Einer aus diesem Gcschlcchtc Kommandeur einer deutschen Ordensballei. Im Jahre 1795 übersiedelte das Geschlecht nach Schwaben, fand Aufnahme in der unmittelbaren freien Reichs - Ritterschaft, und 1813 wurde eine Linie vom König von Württemberg in den Grafenstand erhoben. sCast. Adelsbuch von Württemberg. — Archiv für Gesch., Geneal. u. Dipl. 85. — v. Hefner, württ. Adel S. 3. T. 3. — Kneschke, Grafcnhäuser. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1844 u. f. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1842 u. f. — Die württ. Wappenbücher von K. Dorst'u. I. A. Tyroff. s Rem») i>. Rena, ungarisch. Joh. Frhr. v. N. wurde 1805, Georg Frhr. N. v. Nova 1810 in die Zal der k. k. österr. Kämmerer aufgenommen und Rosa Freifrau v. N.-R., geborne Gräfin v. Keglevich, war 1835 Sternkrcuzordcnsdame. Sie gehören einem uralten ungar. Geschicktste an, welches schon 1163 einen Wappenbrief erhielt und 1530 die Frciherrnwürdc. Eine spätere gräfliche Linie ist erloschen. sFrhrl. Taschenb. v. 1859.s Neoelard. Der Hauptmann Joh. Niklas R. wurde im Jahre 1817 geadelt. sM. v. M., Erg. 421. — v. H.s — Rey -s Reuen, ein altes köln. Rittcrgcschlccht, welches in G. einen bl. Mauerhaken führte und am 11. Sept. 1724 erloschen ist. sFahne I. 358, wo eine Stammtafel befindlich ist. — v. Ledebur II. S. 286. — Siebmacher V. 398. j Rcventtow, Reventlau, ein aus Ditmarsen entsprossenes Holstein, und Mecklenburg. Geschlecht, das sich schon im 12ten Jahrhundert in verschiedenen Linien in und außer Deutschland, besonders auch in Dänemark verbreitet hat, wo es den höchsten Gipfel der Ehre erreichte. Der dänische Minister Konrad v. R. wurde im I. 1672 von König Kristian V. in den Grafenstand erhoben. Desgleichen erlangte die jüngere Linie am 24. Dez. 1767 die gräfl. Würde von Dänemark, sowie im I. 1815 Dänemark ein weiteres Grafendiplom für die Grafen v. N.-Criminil, welcher Beiname in Folge einer Adoption in diese Linie kam, ausfertigte. sAngcli, Holstein. Chronik 296. 219. — v. Wcstphalen, mon. inedit. T. 3. Tab. 5. — Fr. Rostgaard, Atrium domus Reventlovianae. Kopenhagen, aus 2 großen Tabellen. — Ambros. Lehmann, im herrschenden Europa 392. — Zedier XXXI. 892—96. — Gauhe I. j367 — 1371. — Siebmachcr V. Zusaz n. 2. — v. Meding II. n. 796. 473. — Allg. gencal. Hdb. 1811. S. 742 u. f. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1837 u. f. — Mecklenburg. Wppb. Xllll. 157. — v. Ledebur II. S. 286. — v. H. — Kneschke, Grafenhäuser.s f Revcnung, eine ausgestorbene gräfliche Familie, welche im Jahre 1127 schon vorkommt, die aber, nachdem sie das Kloster Nenmark vor Halle 1230 gestiftet gehabt, ausgestorben ist. Ihre Herrschaft hat, wie Hoppenrod, S. 79, sagt, am gesalzenen See in der Herrschaft Mansfeld gelegen, da, wo jezt Rcblingeu liegt, sv. H.jj Ncvcrtcra v. Salandra, ein gräfliches Geschlecht in den österr. Staaten. Friedrich Graf R. v. S. stand 1857 als Rittmeister im 8. k. k. Ulan. Regiment. Remigky. Der Generalfeldwachtmcistcr Joh. v. R. wurde im Jahre 1773 Reichsfrciherr. Dieses Geschlecht ist unstreitig einerlei mit Reviczky v. Revisnie, aus welchem 1825 der kais. österr. Kämmerer und Viccpräsident in den Grafenstand erhoben wurde. sTaschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — M. v. M., Erg. 92. — v. H.j Ucr, eine der ältesten sächs. Familien in Meißen, die zum Theil gräslich ist. Der kursächs. KabinetSministcr Karl August v. Rex auf Kayna wurde am 29. Jan. 1741 vom sächsischen NeichSvikariat in den Grafenstand erhoben, welche Würde mit ihm 1779 wieder erloschen ist. Der kursächs. Hvfmarschall Johann Kaspar Gottlob v. R. auf Belgershain erlangte am 28. März 1764 die Neichsgrafcnwürdc. sv. Hellbach, Samml. — Taschenbuch der gräfl. Häuser auf 1838 u. f. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 286. — v. Hesncr, sächs. Adel S. 4. T. 3. S. 44. 59. — Kneschke, Grafenh. — Siebmachcr I. i69. n. 13. — v. Meding I. n. 684. — Zedier XXXl. S. 1994—5. — v. Uechtritz, dipl. Nachr. (von 1669— 1792 aus verschiedenen Kirchenbüchern) V. 124-36. — Sächs. Wppb. VI. 5. — v. H.j 1. Renn, ein altadliches Geschlecht in Pommern, dessen Stammhaus gleichen Namens 2 Meilen von Lauenburg liegt. Dermalen bcsizt dieses Haus ein bedeutendes Majorat. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 286. — Bagmihl I. 3. — Siebmachcr V. 162. — Kneschke, Wappen I.) 2. Renn. Der in Konstant in opcl beglaubigte Gesandte, Namens Hau de, wurde 1754 unter dem Namen v. R. in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 2864 Rcrs, eine meißnische adlichc, von denen v. Rer ganz verschiedene Familie. sSiebmacher V. 1414 Ney, Kajetan, wurde im I. 1808 in den galiz. Grafenstand Ney — Rhc 235 und Graf Karl v. Ney, Besizer dcr Herrschaft Mittrowitz in Böhmen, im I. 1815 in den österr. Grafenstand erhoben. sM. v- M,, Erg. 28- — v. H.f Reya. Die Brüder Anton und Sebastian R. wurden im Jahre 1735 geadelt. fM. v. M., Erg. 421. — v. H.f f Neybisch, Reibisch, Reibitzsch, Reypitzsch, eine schlcsische Familie, die mit Seifried v. R., Kaiser Mathias' II. Kammerrath, 1584 erloschen zu sein scheint. sSiuap II. 92t- — Zedier XXXI. 3. — v. H-1 Ncybarg oder Tcybnrg, Johann Albert, wurde am 35. Nov. 1655 in den neuen böhm. Ritterstand erhoben. sM. S.ss Neyburg, s. Teybnrg. Ncqlniitz, Georg Lukas, kursächs. Fahnenjunker, erlangte 1792 den Adelstand. sR. T. A. N.sj Ncycr, Franz Thaddäus, Großhändler zu Wien , wurde 1826 geadelt. sE- SJ Der LegatiouSsekretär Fr. Ritter v. R. wurde 1865 gefreit. sA- A- Zeit., Jan. 1865.1 Rcyff v. Ncisi'cnthal. Kaspar N., in österr. Diensten, erhielt 1612 den Adelstand mit genanntem Beinamen. sR. T. A. R.sj Ncyffcnstein und Anberg, s. Pögl. ch Ncygcr, Johann Friedrich, Patrizier zu Danzig, erhielt neben dem Jnkolate 1795 ein Neichsadelsdiplom. sv. Ledebur II. 287. III. 330-1 Rcyhart v. Lanzensetd, ein österr. Geschlecht, aus welchem Franz R. v. L. 1796 Accessist bei der k. k. Bergwerksverschlciß - Direktion war. sWiener Adreßbuch v. 1796-1 f Ncichcnburg, Reichenburg, ein st eher. Geschlecht, das wahrscheinlich mit Johann v. N. 1511 ausgestorben ist. sSicbmacher II. 44. n. 9. — v. Mcding I. n. 685. — v. H-1 Rcyhcr, Karl Friedrich Wilhelm, Major, wurde 1823 in den preuß. Adelstand erhoben. iKneschkc, Wappen I. — v. Zedlitz. — Preuß. Wppb. IV. 32. - v. Ledebur II. 287. III. 330-1 Reichest», s- Pachta. Reynicr, Martin, kais. Fcldschultheisenamtsverwalter, u. dessen Bruder Daniel wurden 1655 geadelt. sR- T. A. N-1 Ncymond. Der k. k. Staatsrath Ludwig N. wurde 1842 in den österr. Adelstand erhoben. sM. SZ Rcyncstarpe, ein lüneburg'schcs Geschlecht, dessen Stammst; gleichen Namens 2 Meilen von Lüneburg liegt, sv. Mcding III. n. 671. — v. H -1 Reynicr, eine von Preußen — wann? — in den Adelstand erhobene Familie, sv. Ledebur II- 287-1 Ncynochi, ein in Schlesien 1755 vorkommendes adliches Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 287-1 f Rcyprecht v. Büdingen, ein rheinländischcs u. fränkisches, wahrscheinlich erloschenes Geschlecht, dessen Stammreihe von Hnmbracht, Tab. 246, mit dem I. 1442 angefangen wird. sGauhe I. 1374. — Zedier XXXI. 1022. — Salver 655. — v. Mcding II. n. 708. — v. H.j Ncyskq v. Dnbenih, s. Reisky v. D. Nczargcr, s. Schwichow. — Rczcr, s. Retze'r. Rezimr v. Nicdbnrg. Franz N., kais. österr. Hofrath, wurde 1827 geadelt. sM. SJ Rcznicck, vielleicht kroatisch. Josef Ritter v. R. war 1857 k- k. österr. Generalmajor und Brigadier zu Temeswar. Er wurde am 1. Febr. 1865 in den Freiherrnstand erhoben. sFrhrl. Taschcnb. v. >863-1 1. Nein, Rctzo, Retzow, ein brandenburg'sches Geschlecht. sDithmar 61. n. 14- — v. Meding II. n. 704. — v. Hst Wappen: Zu. 1. in R. 2 abwärtsgekehrtc bl. Monde nebst 2 bl. Sternen. 2. ch Rczo, ein ausgestorbenes mecklcnburg'schcS Geschlecht, wovon Joachim Ernst v. R. noch zu Ende des 17. Jahrhunderts lebte. Wappen: Im Schilde drei Spizcn u. auf dem Helme drei Straußfcderu. sKlüvcr 645. — v. Meding II. u. 705. — v. H s Nhadcn, Raden, ein märkisches und pommer'sches Geschlecht, das im 16. Jahrh. vorkommt. fVanselo, Heldenregister 400. ^ Dithmar 75. 61. n. 13. — Klüver 642- — Beehr 1659. — Muß- hard 437. — Zedier XXXI. 1059 u. f. - Gauhc l. 1375. - Sicb- machcr V. 163. n. II. — Micräliuö 519. — v. Meding I. n. 636. — Mecklenburg. Wappb. — v. Ledebur II. 287. III. 331. — v. H. — Kneschke, Wappen Il.s NIM v. Wlitowsiii. Karl Julius Cäsar R. auf Romotten bei Lyck in Ostpreußen wurde 1839 mit v. G. in den preuß. Adclstand erhoben, sv. Ledebur II. 287.1 Rhenen, Nhawen, in Vorpommern angesesten um 1654. Wappen? sv. Ledebur III. 331-1 Rheden, Rhüden, Reden, Rädcn, ein sehr altes braun- schweig'schcs Geschlecht, das zuerst im I. 1184 vorkommt. Es ist dieses Geschlecht ganz verschieden von dem Geschlechte der v. Reden, sowie sie auch verschiedene Wappen führen. Auch in HildcSheim ist die Familie begütert und wieder verschieden von denen v. Rh öden, welche Pommern angehören. sGrote, haunöv. Wppb. 5. 14. — Mccklenb. Wppb. XRII. 158. — v. Ledebur II. 287. — v. H. — Kneschke, Wappen I. — Spangenberg, Adelsspiegel II. — Micrälius, Antiq. Pom. Lib. VI. 371. — Gauhe l. 1376. — Zedier XXXI. 1086-93, aus Handschrift!. Nachr. — Siebmacher I. 183. n. 3. — Lüdersen's Samml. — v. Meding I. n. 637.s Wappen: Ein ro- thcs Rad in S. Rhe'dcy, ungarisch. Graf Ludwig v. R. wurde 1852 k. k. österr. Kämmerer, Graf Adam v. R. 1855 ebenfalls; desgleichen Graf Ladislaus v. R. 1858. Nhcdiger, Nehdiger, eine alte adliche und freiherrl. Familie in Schlesien, die von den Patriziern dieses NamenS herstammt und von der Mitte des 16. Jahrhunderts an vorkommt. sHenelii Rhedigeromnema, et in Silesia togata, apud Fibigium in Silesiographia Heneliana rcnvvata. P. II. c. 8. §. 112. p. 599. — Sinap I. 760. II. 433. — Gauhc I. 1376. — Zedier XXXI. 1095 u. f. — Siebmacher I. 63. n. 6. — v. Mcding III. n. 672. — v- dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — Schmidt, Beiträge zur Gesch. des Adels:c. — v. Ledebur II. 271. III. 330. — Dorst, schles. Wppb. I. 45. — v. Hefner, preuß. Adel S. 59. T. 76. - v. H-1 1. Rhein, Nein, v. dem Rine, Ryne, de Ncno, ein pommer'sches, auch in Preußen angesessenes Geschlecht. Wappen: In S. drei r. Wecken. sSicbmacher V. 162. — Bagmihl II. T. XV. — v- Hesner, sächs. Adel S- 44. Taf- 50. — Kneschke, Wappen I. — v. Ledebur II. 288. III. 331-1 2. Rhein, ein sächs. Geschlecht, welches eine Meerjungfer ans dem Wasser schwimmend im Schilde führt. sv. Ledebur II. 288. — v. Hefner, sächs. Adel, erwähnt dich Geschlecht nicht.j 3. Rhein, von, zn. Dieses Geschlecht stammt aus Basel, wo Johann z e R., Egues, 1295 Bürgermeister war, ebenso Jakob z. R. 1452. Später wurden sie unter die rhe inländischen und fränk. Familien gezält, welche v. Hattstein, I. 695, in das Z. versezt. Auö diesem Geschlechte ging auch Heinrich Jgnaz R., Profcssus des Stifts Fulda, hervor. Amadeus zu R. war 1458 Großprior des Joh.Ordens. Das Wappen ist mit dem zu Rhin 30"° 230 Rhe — Rho in der Schweiz fast ganz übereinstimmend. Als Freiherren sind sie zu Würzburg anfgcschworen. In neuerer Zeit kommen sie unter dem Namen Zu-Rhein, Zur-R. vor. sv. Lang, Suppl. S. 84. — Bayer. Wppb. — v. Mcding II. m »gg. - v. Hefncr, bayer. Adel S. 65. T. 79. Ein Löwe im Schilde; Erg.Bd. S. 2l. — Siebmacher I. 197. — Taschenb. der frhrl. Häuser für 1859. — Gauhe I. 4379, der ihn nur „v. Rhein" nennt. — Salver 708. 739. — v. HZ Rhein»-Wolbeck, s. Lannoy. Rheinau, s- Zechmelfter. Nhcinbach. Der östcrr. Major Thomas N. wurde im Jahre 4804 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 249. — v. HZ si Rheinberg, ein altes rhcinländischeS, vom I. 1165 — 1615 bekanntes Geschlecht, welches am 24. Juli des zulezt gedachten Jahres ausstarb. Bis 1660 lebte zwar noch ein wirkliches Familien- Glied, das mit Reinhard v. Buseck vermählt war, allein auch dieses starb in dem bemcldetcn Jahre. sHumbracht, Tab. 472. — v. Hattstcin I. 436 u. f. — Gauhe I. 4380. — Zcdler XXXI. 4 4 4 3. — Siebmacher I. 127. n. 9. — v. Meding II. n. 740. — Salver 636. 646. 679. — v. H.s Rheinberg, s. Reinisch. -s Rhcinboth, verschieden von dem auch abgestorbeneu Geschlechte der v. Reinbott. Am 10. Febr. 1769 wurde der anhalt- zcrbst'sche geh. Rath Ehrenfried N. vom Kaiser geadelt. Erstarb ohne Hinterlassung von Söhnen. Sein Vater war Arzt bei dem kais. General Grafen v. Seckendorf. W-: Ein gcviertetcs Schild, 1. u. 4. F. r., 2. u. 3. F. g. Im 1. F. ein g., zum Streit gerüsteter Löwe. sSiebmachcr, Suppl- IX. 25Z Nach Andern befindet sich der Löwe in einem Hcrzschildchen. si Rhcindors, ein ausgestorbenes Rittcrgeschlecht, dessen Burg gleichen NamenS bei Bonn lag. Im Jahre 1630 blühte dasselbe noch. Wappen? sv. Ledebur II. 288Z Rhcindors, s. Schwenk v. R. si Rheine, Rene. I. Ein abgestorb- Geschlecht iin Münster- lande, dessen Schild quergctheilt ist, oben ein Schwan, unten in drei Reihen Wolkcnschnitte. II. Ein anderes Geschlecht dieses Namens, welches noch im 15. Jahrh. zur münster'scheu Ritterschaft zältc und einen Schweinökopf im Schilde führte, sv. Ledebur II. 238Z Nhcineck, s. Schenk. Rheinfcld, s. Myrbach. si Rhcinseldcii, Reinseiden. Das Stammschloß dieser längst ausgestorbenen gräfl. Familie lag mitten im Rhein, welches man den „Stein Rhcinfelden", nahe bei der schwäb. Stadt Nhcinfelden, nannte. Von ihnen kommt Einer schon iin Jahre 935 ans dem Turniere zu Magdeburg vor, sowie ein Adalbert v. R. bereits im I. 1070 als Bischof zu Worms gestorben ist. sLucä, Grafensaal 435. — Zedier XXXI. 4 4 46. — v. HZ Rhcinfcldeii. s- Eggs v. R.; Truchseß v. R. Rhcingrascn. Ihre Stammreihe geht mit Adelheim an, der um das Jahr 670 gelebt hat. (??) Von seinen Nachkommen vermählte sich Johann III. mit der Wildgräsin und Erbin von Kyrburg. Dieses Johann's III. ältester Ur-Ur-Enkel Philipp wurde Wild- und. Rhcingraf in Daun, der jüngste aber Wild- und Rheingraf in Kyrburg. Des Lezteren Linie starb mit Johann Posthumo im I. 1669 aus. M. s. auch Solms und Wild grasen. sJmhof, notit. proc. Jmp. Lib. V. c. 3. p. 397. — Hübner I. Tab. 251. II. Tab. 458 —62. — Spener, op. herald. I. 306. — Zedier UVI. 927—44. — Nllg. gencal. Hdb. I. 903—6. — Hartmann's Samml. — v. .HZ Nhcilihartsteiii, s. Kolbcnschlag. Rhcinhauscn, s. Süß. Rhcint v. Großhansc». Sie erhielten im I. 1751 einen mit dem großhansen'schen Wappen vermehrten Wappeubrief und am 17. Juli 1790 vom Kurf. Karl Theodor ein Edelndiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 406. Taf. 428. — v. Lang 504 u. f. — v. HZ Rhein/lein, s. Rein st ein. Rheinthal, s. Christ; Reinthal. Rheinmald, s. Niep er. — Rhcinwalt, s. Steinbüchel. Rhcinwart, s. Zulehn er. 1. Rheinen, führen in R. einen s. Querbalken, darüber drei g. hintereinander schreitende Vögel; 1585 wurde in Düsseldorf damit aufgeschworen. sFahne II. 118Z 2. Rheinen v. Darcnsscld, österreichisch. Eberhard Freiherr R. v. B. stand 1857 als Oberlicutcnant im 28. k. k. Jus. Reg. Peter Frhr. R. v. B. befand sich unter den unangcstellten General- Majors. Möchten mit den vorstehenden rheiu. Rheinen wol Eines Stammes sein. Rhciicck, s. Nein eck. Rhctnn v. Rntenstld, Stefan, aus den kais. Erblanden, erhielt 1630 Adelsbestätigung. sR. T. A. RZ st Rheten, ein pommer'scheö Geschlecht im Wolgast'sche», das nach 1475, wo ein Domherr zu Verden gelebt, nicht weiter bekannt ist. Es ist in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erloschen. sSiebmachcr V. 462. — v. Ledebur II. 288. III. 334. - Bagmihl V. 68. — v. H. — Gauhe I. 4376. — MicräliuS, Antiq. Pom. VI. 370. - Zedier XXXI. 4 435Z Rheims, s. Rheiu; Rhctz; Voigt. 1. Rhctz, Rheims, Nheez. Der berühmte Staatsmann Joh. Friedrich R., der erst auf der Universität Frankfurt au der Oder die Rechte lehrte, nachher aber im I. 1682 wirkt. Minister in Berlin wurde, war 1685 geadelt worden. sv. Ledebur II. 238. — Preuß. Wppb. IV. 33. - R. T. A. R. — Zedier XXXI. 4 436. — Jugler's Beitr. zur jurist. Literatur, in dessen V. Thcil S. II u. sf. seine Biographic steht. — Siebenkces, neues jurist. Magazin I. 522-24. — v. HZ 2. f Rhctz. Der herzoglich braun schweig. Kammerrath und geh. Sekretär Levin August R. wurde am 1. Sept. 1726 in den Reichöadelstand erhoben. Mit dem braunschweig'schen General- Lieutenant August Will), v. R., Bestzer des Rittergutes Halchter im Wolfenbüttel'schcn, starb diese Familie 1796 wieder aus. Die adlichc Familie v. Voigts, gen. V .König, zu Braunschweig nahm den rhctz'scheu Namen und das Wappen au und nannte sich Voigts v. R., gen. v. König. sv. Wolframitz, Verz. Abth. 5. u. 67, Mspt. in der wolfcnbüttel'schen Bibliothek.) Rhene, Hanns Philipp, wurde am 29. April 1654 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. SZ Rhod, Arnold Georg, wurde vom Kaiser geadelt und solches am 9. Dez. 1700 vom Kurfürsten von Brandenburg bestätigt, sv. Ledebur III. 334Z Rhode, gen. Rhodos auf Gnadcncgg, aus Pommern stammend, erhielten vom Kurf. Karl Theodor am 24. Sept. 1790 ein Rittcrdiplom. Der Urgroßvater lebte in Merg entHeim, wo er zur kathol. Religion überging. W.: Ein gr. Baum in S. Rho — Rib 237 (Bayer. Wppb. VIII. — v. Hefner, baycr. Adel S. 137. T. 123. — v. Lanc, 532. — Tyroff I. 123. — v. H.) Rhoden, Roden, s. Rheden; Nohde. Uhodis, s. Tnnderfeld. Modus, s- Rhode. Rhoden, ein Pommeresches Geschlecht. Die Familie kam durch August Friedrich v. R. in die hannöver'schen Lande, sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappb. 9. 27. — v. Ledebur II. 283. III. 331. — Siebmacher V. 162.) W.: In S. drei mit gr. Wciuranken belegte r. Querbalken. sv. H. — Kneschke, Wappen I. n. IV. 475. — Micrälius 521. - v. Meding I. n. 688.s Uhönlierg, s. Seifert. Uhönliurg, s. Brenn fleck- Mör, ii. d., auch v. d. Ruhr, ein eidliches Geschlecht in Westfalen, welches am 39. Okt. 1783 in den preust Freihcrrn- stand erhoben wurde. so. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den prenß. Staat 1841. Abth. 2. S. K3. — v. Ledebur II. 288. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 63. T. 77.s st Most v. Eiseuhord, eine frankfurter Familie, die am 21. Febr. 1777 ausgestorben ist. fNeues gcueal. Hdb. 1776. S. 11. 1777. S. 313. 1778. S. 365; Nachtr. I59.s Joh. Kristian N., Edler Herr v. E-, wurde im I. 1729 in den Reichsritterstand erhoben. fM. v. M. 14v.f Der Wechsler zu Frankfurt und kais. Reichs - OperationSkasseeinnchmer Kristian R. wurde im Jahre 1714 mit „Edler v. E.» in den Neichsritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. S. >36. - v. H.s st Mot. Die v. R. wohnten zu Hall in Württemberg, sind aber längst abgestorben. Sie führten das gleiche Wappen, wie die v. Voh enstein, nämlich einen r. Schild, worin drei g. Fläsch- lein; auf dem Helme zwei r. Flügel, in deren jedem drei gold. Fläschlein. Sie waren verschieden von denen v. Rhot auf Hohen - rhot u. Oberrhot am Flusse Rhot, welche mit denen v. Lcwen- stein einerlei Wappen hatten. Friedrich v. R. beschloß 1542 das Geschlecht. Seine Herrschaft fiel den Freiherren v. Limburg als ein Lehen heim. sCrusius, schwäb. Chronik I. 458. 833. — Siebmacher II. 37,s Moy», Roy, Nohn, eine sch lesische, zu Anfang dcö löten Jahrhunderts bekannte Familie, die wahrscheinlich den Namen von ihrem im Li cgnitz'scheu gelegenen Stammhausc Rohe angenommen, sich aber nachher aus dem Hause Dir schwitz geschrieben. Es führte dieses Geschlecht einen getheilten Schild, oben in S. ein r. Löwe, unten wieder in 9t. und S. gctheilt. Ein anderes Geschlecht dieses Namens in Schlesien führte in Schw. einen oben abgehauenen s. Baumstamm mit Wurzeln und schrieb sich „auf Hundorf», fv. Ledebur II. 288. - Sinap I. 767. II. 313. — Zedier XXXI. 1181. — v. H.s st Muit, eine erloschene Familie, deren Stammort das Dorf Ruith bei Stuttgart ist. Minnlnirg, s. Przepisky. Mipiach, s. Rein ach. Mynsbcrg, s. Neinsberg. st Nioucaurt. Der Baron v. N. war Bankier in Warschau und starb am 5. Jan. 1768- Sein Sohn Andreas Baron v. R. auf Putzkau wurde am 1- Okt. 1754 in den Grafenstand erhoben und war — nach der ReichstaramtSrechnung — kais. Gesandter am kurpfälz. Hofe, nach v. Wolframitz, Kollekt-, aber — geh. Rath am kursächs. Hofe. (Beides ist vereinbar, wenn die Zeitrechnung zu Hilfe genommen wird.) sv. Ledebur II. 289. — Sachs. Wppb. IV. 3.s Mbeck, Rebbeck, märk. Adel, dessen Stammhaus gleichen Namens in der Mittclmark unweit Spandau liegt. Es ist auch im Mccklenburg'schen seßhaft gewesen. fBeehr 1687. — Diencmaun, Nachr. >66. 169. u. 1. — Gauhe I. S. 1361 u. f., welcher — und ihm nach das zedler'sche Lerikon XXXI. S. 1206 u. f. — vermuthet, daß sie von dem nicdersächs. Geschlcchte der v. Rebock abstammen. — Siebmacher I. >83. — v- Ledebur II. 283. — v. Meding I. n. 689. — v. Zedlitz. — v. H.s 1. Mlicntrop, Friedrich Wilhelm Kristian, Generalintendant, wurde 1823 in den Prenß. Adclstand erhoben. (Preuß. Wppb. IV. 33. — v. Ledebur II. 289. — v. Zedlitz.) 2. Uiblientrop , Georg August Sigismund, geh. Kricgsrath, erlangte 1326 den preuß. Adel. (v. Zedlitz.) Er war ein Bruder des Friedrich Wilhelm Kristian v. R. (v. Ledebur II. 289. — Preuß. Wppb. IV. 33. - v. Hcfner, Hess. Adel S. 23. Taf. 35, unter Nippentrop. st Mbcsliüttci, eine ausgestorbene braun schweig. Familie, von der v. Meding das Wappen nach einem Schilde von 1521, der sich zu Essenrodc befindet, beschrieben hat. (v. Meding I. n. 693. — Lüdersen's Samml. — v. H s 1. Mcniipicrrc, eine baycr. Familie. Nach v. Hcfner, bayer. Adel S. 197. T. 129, sind die R. daselbst ein französ. ausgewandertes und in der bayer. Adelsklasse eingetragenes Geschlecht. Es ist dasselbe nicht zu verwechseln mit den 1673 ausgestorbenen alten Grafen u. Freiherren v. Rap polt st ein (französisch Nibeau- pierre), welche drei r. Schilde in S. führten. Das Geschlecht in Bayern hat einen bl. Schild mit s. u. bl. geschachtctem Fuß; oben drei Ohrtropfen, mit herabhängendem langem Diamant; auf dem mittleren Ohrtropfen sizt ein Kranich. 2. Ribeaupierre. Eine Schwester des kais. russ. Generals Bibikoff brachte einen Schweizer, mit Namen Pierre, als ihren Friseur nach Petersburg. Günstig von der Natur ausgezeichnet, verliebte sich seine Herrin in ihn, und die Kaiserin Katharina II. gestattete ihr, diesen Friseur zu hcuratcn. Er trat unter dem Namen „Ribeaupierre" in den Militärdienst, und starb als Generalmajor (wodurch er den Erbadel erlangt hatte) bei der Belagerung von Ismail, (v. Crusenstolpe, der russ. Hof III. S. 49 ) Um 1835 war ein Herr v. R. kais. russ- geh. Rath und Großkrcuz des k. k. österr. Leopoldordcns. 3. Nibcaupicrrc. Sicbmacher, Suppl. I. 18, führt das Wappen einer Familie v. N. an, welches gcvicrtet ist mit einem Herz- Schild; in lezterem befinden sich die drei r. Schildchen in S. des 1673 erloschenen Hcrrengcschlcchts v. Rappoltstcin (Ribeaupierre auf französisch); im 1. u. 4. F. drei schw. Vogelsköpfe mit halbem Halse in S. (2. 1); im 2. u. 3. F. ein r. Löwe in mit r. Steinen bestreutem s. Felde. Merl. Dieser Name kommt nur bei einem preuß. Lieutenant und seinem Sohne um 1777 vor. Wappen? sv. Ledebur II. 289.s Mics, ungarisch. Anton v. R- war 1835 Hofkanzlist bei der ungarischen Hofrathskanzlei in Wien. Sigmund v. R. war 1857 Rechnungsaccessist bei dem österr. Centralmilitärrcch- nungSdcpartement. Mikovc, s. Rebau. 238 Nie — Rich Ricaud dc Tircgate, wahrscheinlich aus Frankreich stammend. Im prcuß. Heere standen mehrere Offiziere dieses Namens, 1772 — 1835. fv. Ledebur II. 239.) Riccatioim v. Rcichenfels. Der Oberstwaldmeister w. Karl Josef R. wurde mit seinem Vetter Franz Anton R- im I. 1753 mit V. Reichenfels geadelt, fv. Hefner, tiroler Adel S. 14. Taf. 17; Erg. Bd. S. 25. T. ll. — M. v. M., Erg. 422. — v. H.) Riccasolti, österr. - italienisch. Die Marquise R-, geb. v. Rinnccini, war 1835 SternkreuzordcnSdame. Ricci und Ii. o. Pasqmit. Der Rath der Kommerzialintendanz, Pasqual N. zu Trieft, wurde im I. 1766 geadelt fM. v. M. 249) und der inner österr. Gubernialrath R. wurde im I. 1776 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M. 89. — v. H.f Ricciardetti. Die Familie stammt ans Faenza im Kirchen- Staate, wo sie zu den Patriziern gehört. Der nach Bayern gekommene Zweig ist als gräflich anerkannt. fTaschmb. der gräfl. Häuser 1859.) liicc. Thomas v. R- ab R., Herr auf Cateaumaine, Vallymacadoyles in Irland, wurde am 12. Dez. 1776 in den Rcichsgrafcnstand erhoben. fR. T- A. R.) Richard. Der Rcichshofrathsprotonotar Joh. Ernst N. wurde im I. 1727 in den RcichSadelstand und im I. 1732 mit „Edler von" in den Rcichsrittcrstand erhoben. fM. v. M., Erg. 196. 422.) Die geh. Hofrälhe des toskan. Departements zu Wien, Josef und Dominik v. R., wurden im I. 1779 Freiherren. fM. v. M., Erg. 92. - v. H.) Richardis Richardi, ein schles. Geschlecht, 1753. fSicbmacher IV. 152. — v. Ledebur II. 299.) 1. Richel, kurbayer. Kanzler, wurde 1639 geadelt. fR. T. A. R.f 2. Richcl ». Rühciispnrgk. Lukas R. in der Oberlausitz erhielt am 1. Juni 1612 vom comes palatinus Dr. Joh. Langius Langcnhcim zu Großglogau Adel u. Wappen mit v. Rühenspurgk. Wappen? fv. Ledebur II. 323.) 3. -f Richel ». Wiiihörnig, ein oberbayer. Geschlecht, aus welchem der Pfleger zu Rosenheim, Marim. R., am 1. Sept. 1623 den Beinamen v. W. und der Landsasse Ferd. Marquard Josef R. v. W- die Frcihcrrnwürde am 5. Nov. 1686 erhielt. DaS Geschlecht ist bald darauf erloschen. fv. Hcfncr, -f baycr. Adel S. 24. T. 21.) ch Richen. Otto de R. kommt 1122 in einer Urkunde des Bischofs Otto von Bamberg als Zeuge vor. -f Richenberg, ein altes, wahrscheinlich abgestorbenes, im Jahre 1259 im Fulda'schen begütertes Geschlecht, fv. Mcding I!. n. 711. — v. H.f Richer, Lorenz, kais. österr. Rittmeister, wurde 1829 geadelt. Als kais. Generalmajor erlangte derselbe 1859 den Freiherrnstand. IFrhrl. Taschenb. von 1857.) Richieri, görzcr Landleute seit 22. Aug. 1612. fv. Hcfncr, görzer Adel S. 3V. T. 28.) Laut Urkunde wurden D. Stefanuö Ricchierus dc Portu- nuone, Eques, sammt Brüdern und Nachkommen, am 21. Jan. 1383 vom Erzherzoge von Oesterreich zu Edlen der Stadt Tre- viso ernannt und Kaiser Friedrich III. erhob die Brüder Antonio und FranccSco Edle v. Riech icri am 22. Jan. 1469 in des hl. röm. Reichs Grafenstand. Diesen Titel bestätigte der Senat zu Venedig am 5. Mai 1635, »nd verlieh den R. auch den Titel als Grafen v. Sedrano. Am 22. August 1612 war die Familie unter den görzer Landstand aufgenommen worden. Auch Kaiser Franz I. von Oesterreich bestätigte am 13. Februar 1817 der Familie die Titel „Edle (Nobili) und Grafen (conti)". fGräfl. Taschenbuch auf 1863.) Richter. Der Oberlieut. Leopold v. N. wurde im I. 1792 in den Freihcrrnstand erhoben- fM. v. M., Erg. 92. — v. H.) Richlewski). Der Domdechant zu PrzemiSl wurde im Jahre 1791 in den galiz. Adelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 422. - v. H.) Richtowski, eine polnische adliche Familie, welche im Großherzogthum Posen das Rittergut Zinnawoda besizt. fv. Zedlitz.) Richnmiski v. Richens», böhmische Freiherren, die mit denen v. Stosch und Kaunitz einerlei Ursprungs sind und einerlei Wappen führen. Ihr Stammhaus Richnow liegt im chrudiner Kreise in Böhmen. König Wenzel erneuerte ihnen den schon seit 1938 zustehenden Frciherrnstand, worüber das Diplom in Stoschii gen. Hist. fol. 39 steht. Die Familie ist im I. 1699 erloschen. fBalbin, Miscell. Dcc. I. Lib. 5. — Gauhe I. 1382. — Zedier XXXI. 1311. - v. H.f Richluiom, s. RichnovSki. Richom, s. Reiche u. Reich au. 1. Richter. Die Gebrüder R. wurden 1623 geadelt. fR. T. A. R.f 2. Richter. Andere Gebrüder R., in den kaiserl. Erblanden, erlangten im I. 1636 den Adclstand. fR. T. A. R.) 3. Richter. Der kais. Kammerrath und Buchhalter Johann Kristof v. R- wurde 1797 in den Ritterstand erhoben, und Aug. Benedikt v. R. erhielt 1767 die Freiherrnwürde. Zu welchen Geschlechtern der v. R. Beide gehören, ist dießorts unbekannt. fR. T. A. R.) 4. Richter. Der Konsul zu Wohlan, Wenzel Jgnaz R., wurde im I. 1729 in den böhm. Adclstand erhoben. fM. v. M.. Erg. 422. - v. H.f 5. Richter. Ein Licut. BogislauS R. wurde am 39. Juni 1755 in den preuß. Adelstand erhoben. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 290. V.) 6. Richter. Bernhard R. wurde 1762 geadelt. fR.T.A.R.) 7. Richter. Der kais. österr. Oberlieut. Joh. Ferdinand R. wurde im I. 1785 geadelt. fM. v. M., Erg. 422. — v. H.f 3. Richter, Georg Karl, sächs. Hofrath bei der Landcsökonomie, Manufaktur u- Kommcrziendcputation, erlangte 1694 den Reichs - Adelstand. fM. S.) 9. Richter, sächsisch. In Blau ein in die Quere gelegtes schw. Schwert, worauf eine weiße Taube mit dem Oclzweig im Schnabel sizt. Geadelt am 5. Febr. 1894. fSächs. Wappenbuch VI. 82.f 19. Richter, Ed., k. k. österr. Major im 26. Inf.Regiment, wurde 1862 geadelt. fA. A. Zeit., Jan. 1862.) 11. Richter v. Dicnenthal. Der österr. Oberst Franz N- wurde im I. 1898 mit dem Beinamen v. B. geadelt. fM. v. M, Erg. 422. - v. H.f 12. Richter v. Dosletien. Der kais. Kaplan Valentin R- und sein Bruder Hanns Heinrich R-, kais. Trabant, erlangten 1692 den Reichsadclstand mit leztcrem Beinamen. fR.T.A.R.) Nich — Rick 239 13. Richter v. Eiscnberg. Der österr. Hauptmann R. wurde im I. 1769 mit dem Beinamen v. E- geadelt. sM. v. M., Erg. 422. — v. HF 14. Richter v. Falkau. Der Rittmeister Heinrich R. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 250. — v. HF 15. Richter v. Hctdcuhcrg. Der bischöflich olmütz'sche Rath Franz Josef R. wurde im I. 1747 mit dem Beinamen v. H. in den böhm. Nitterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 196. — v. HF 16. Richter v. Lauiiciihcim. Der österr. Major Johann R. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 423. - v. HF 17. Richter v. Licska. Den Rittergutsbesizer Kristian Friedrich Ferdinand R. erhob K. Franz II. im I. 1894 mit dem Beinamen v. L. in den Adelstand. sv. Hellbach, Sammlung. — v. Ledebur II. 36, unter Lieski, und II. 290. n. IV. des Art. — r>. Hefncr, Ms. Adel S. 44. Taf. 50. — Sachs. Wappb. VI. 83F Wappen: In B. ein g. Querbalken, oben 2, unten 1 g. Stern. 18. Richter u. Rcsnud. Der österr. Oberlieut. Josef Karl R. wurde im I. 1766 mit dem Beinamen v. Res and geadelt, und nachdem er Rittmeister geworden, im I. 1786 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 137. 422. — v. HF 19. Richter v. Richtciilmrg. Die Brüder Anton R., Konzipist der Statthaltern Böhmen, Joachim N., Postmeister zu Neritz aus, und Joh. Jakob N., LandeSphisikuö zu Brieg, wurden im I. 1733 mit obigem Beinamen in den böhm. Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 422. ^ v. Ledebur II. 290. n. III. des Art. - v. Zedlitz.) 29. Richter v. Richtcnburg. Der Landessindikus des Fürstcn- thums Berg, Johann Jakob R., wurde im I. 1736 mit dem Beinamen v. Nichtenburg in den böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 196. — v. HF 21. Richter v. Richtcnscld. Der Oberquarticrmcistcr bei der sächs. Garde du Corps und Rittmeister Joh. Gottl. N. wurde 1792 von K- Franz II. mit dem Beinamen v. Nichtenfeld in den Adelstand erhoben. sSächs. Wppb. VI. 81.) 22. Richter v. Richtcrlnirg. Der inncrösterr. Guberuialrath und Bankaladnriuistrator Franz Xaver R. wurde im I. 1788 mit gedachtem Beinamen geadelt. sM. v. M. 249. — v. HF 23. Richter v. Richte, slmrg. Wenzel Jgnaz R., Registrator der Statthaltern zu Prag, wurde im I. 1733 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 422. - v. HF 24. Richter v. Ktciluich. Der Sekoudlieutenaut in der schles. Art. Brigade Nr. 6, M. B. R. O. R., wurde 1862 unter dem Namen R. v. S. in den preuß. Adelstand erhoben. s'A. A. Zeit., April IK62F 25. F Richter v. Walsbcck. Georg R. v. W. wurde im Jahre 1728 in den böhm. Ritterstand erhoben. Diese Familie wurde schon im 16. Jahrh. von Kaiser Friedrich geadelt, welcher Adel den Gebrüdern Georg Kristof R., fürstlich sachscn-gotha'schcm Rath, und Georg Andreas R. um's Jahr 1799 bestätigt wurde. sSinap II. >097. — v. Ledebur II. 230. n. I. des Art. III. 77. — v. Zedlitz, Ad.Lex., unter Wal speckF Die Familie ist 1807 erloschen. sM. v. M., Erg. 196. - v. HF 26. Richter v. Welzcnftein. Der Kleinschreiber bei der Land- Tafel in Mähren, Johann Josef N., wurde im I. 1744 mit v. W. in den Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 196. - v. HF Richtern. Der Hofkammerbuchhaltcr Joh. Kristof v. R. wurde im I. 1797 mit „Edler Herr" in den ReichSritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 197. - v. HF Richterspcrgcr, Leonhard, niederöstcrr. Rcgierungsrath, erhielt 1641 Adelsbestätigung. sR. T. A. NF Richlhauscn. Joh. Konrad v. N., kais. Hofkammerrath, wurde 1653 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. NF Richthofcn. Diese haben PrätoriuS geheißen, wurden in der Mitte des 17. Jahrhunderts mit dem Namen R. in den Adelstand erhoben und erlangten in der Person des Johann v. R. am 29. Juli 1661 den böhm. Nitterstand. Ob vorstehender Johann oder Karl PrätoriuS, welcher 1613 sR. T. A. RF, oder ein Dr. P., welcher 1621 in den Adclstand erhoben wurde sR. T. A. RF, der Stammvater sei, kann man nicht angeben. Sie erwarben in Schlesien viele Rittergüter. Eine Linie, die zn Bartzdorf, ist im I. 1741 vom König von Preußen in den Freiherrnstand erhoben worden. sGanhe II. 956 n. fF Samuel v. R. wurde im Jahre 1735 böhm. Freiherr sM. v. M., Erg. 92) und im Jahre 1741 erlangte die Familie die preußische Frcihcrruwiirde. Ein Frhr. v. Richthoffen wurde am 23. Febr. 1899 mit der Prinzessin Elisabeth Charlotte Sofia Fricderika v. Holsten-Beck vermählt und hinterließ diese im I. 1898 als Wittwc. Dessen Oheim lebte einige Zeit in Sondershausen und starb daselbst. sSupplcmenttafeln zu Hübner's geneal. Tafeln. 2te Lieferung. Taf. 34.) Die Kinder der verwittweten Freifrau v. R., geb. Prinzessin v. H. - B., nämlich der Rittergutsbesizer Frhr. Fr. K. G. v. R. auf Kohlhöhe und dessen drei Schwestern, wurden 1347 in den preuß. Grafenstand, vererbend nach dem Rechte der Erstgeburt, erhoben. sTaschenb. der gräfl. Häuser für 1849 u. f. — Sinap I. 766. II. 920. — Siebmacher V. 71. u. 10. — v. Meding III. n. 675. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843, S. 266, welcher Artikel sich über ganz verschiedene, nicht hierher gehörige Personen verbreitet. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 290. III- 331. — Frhrl. Taschenb. von 1857. — Dorst, schles. Wppb. II. 19. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 23. 60. T. 77. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. HF 1. Ri firmier. Die Abkömmlinge des Pierre de Niquiere (der aus den Niederlanden mit den ligist. Truppen im Jahre 1629 nach Bayern gekommen, in der Obcrpfalz Güter erwarb und im Jahre 1632 vor dem Feinde blieb) erlangten 1681 einen Wappcnbrief, nahmen dann den Namen Ii. an und erhielten am 3. Febr. 1751 von Kaiser Franz I. ein Adelsdiplom. sv. Lang 502 u. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. 107. Taf. 130. — v. HF 2. Rifirmicr. Der k. bayer. Jngenieurgcograph Max Josef v. R. befindet sich in einem unfürdenklichen Adclsbcsizstande. sv. Lang 503- — v. HF 3. Nifiuuier v. Fichrcnthal, österreichisch. Josef R. v. F. stand 1857 als Hauptmann im 4. k. k. Inf. Regiment. Rickcrs, eine preuß. adlichc Familie. Es erhielt nämlich Johanna Sibilla R., vermählte Freifrau v. Diepenbröck, am 22. Aug. 1791 die Freiherrnwürde und der clevc-märk. Hof- Gerichtsrath Joh. R. am 2. Juni 1702 den preuß. Adelstand. sv. Ledebur II. 291. — Preuß. Wppb. II. 58. IV. 34. — v. Hefner, preuß. Adel S. 60. T- 77. — v. Zedlitz.) Richerslmrg, besaßen die gleichnamige Beste in Steyermark. sSchmutz III. 364. — v. HF 240 Rick — Rie Nicki, auf Scicrbiccin in Westprcußcn. sv. Ledebur 11. 291. III. 331.) Auch Rycki. W.: Wrycz-RckowSki. -s Ricklingen, Rickcliuge, Riecklingen, Nicliugcn, alte, im 12. Jahrh. vorkommende Diuasteu und Herren, von dem an der Leine zwischen Hannover und Neustadt gelegenen Schlosse also benannt, daö nach Abgang derselben an die Grafen v. Roden gekommen. sZedler XXXI. 1507 u. f. — v. H .s -s Rickmcstorpc, ein halbcrstadt'sches Geschlecht, das ausgestorben zn sein scheint, und von welchem die im Jahre 1492 zu Mainz edirte „Chronccke der Sassen" ein Wappen vom I. 1365 vorstellt, das v. Mcdiug, III. n. 676, in Kürze beschreibt, sv. H.s Rico» v. Zwilling. Der Großherzog von Hessen hat unterm 22. Okt. 1824 den Leg. Rath Karl Joh. Jakob Ricour zu Darmstadt, aus der Schweiz gebürtig, unter dem Namen v. Ricour in den Adelstand erhoben. Am 16. Okt. 1836 wurde die Abstammung von den Herren v. Ricou im Delfinat anerkannt und der Name in Ricou verändert, sv. Hefner, Hess. Adel S. 22. Taf. 21. - Großh. Hess. Reggsbl. v. I824.s Am 25. Mai 1861 erlangte die Familie vom Großherzvg die Freiherrnwürde. jFreihcrrlichcs Taschenbuch von l863.s Riddcrich. Der herzoglich sachscn-mciningen'sche Brigadier v. R. erlangte um'S I. 1715 die Freiherrnwürdc. sR-T.A.N.s Ridcl. Andreas R., Lehrer der Fcldkricgsbaukunst und praktischen Geometrie in der Militärakademie zu Neustadt, wurde im I. 1778 geadelt. sM. v. M., Erg. 423. - v. H .s Ridingcr, Kristof, kaiserl. Grundschreiber im Viccdomamte zu Wien, wurde im I. 1623 geadelt. sR. T. A. R-s 1. Ridl v. Ridlswald. Der Sekretär bei dem böhm. Konzesse der obersten LandeSoffizierc, Franz Leopold R., wurde im Jahre 1758 mit dem Beinamen v. Ridlswald geadelt. sM. v. M. 250. - v. H.s 2. Ridl v. Rittclswald. Der Rittmeister Franz R. wurde im Jahre 1782 mit v. Rittclswald in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 197. — v. H. — Kncschke, Wappen III. 380.s 1. Ridlcr v. Grcisciistcin. Der Obcrstwachtmeister Ferd. R. und sein Bruder, der Unterlieut. Joh. R., wurden im I. 1778 mit dem Beinamen v. G. geadelt. sM. v. M., Erg. 423. - v. H.s 2. Ridlcr ». Greif in Stein. Des verstorbenen Regiernngs- Rathes I. R. Söhne, Karl Friedrich, österr. Hauptmann bei den Jägern, Franz Karl und Ferd. Rudolf R., Hauptleute bei der Infanterie, erhielten 1853 den Adel mit obigen Beinamen. sN. A. Zeit, von t853. — Oeftcrr. Militär-Schematismus v. I853.s Möchte wol mit N. v. Greifens! ein einerlei Familie sein. -s Ridlcr v. Johanncskirchcn und Pfongou, ein Münchner Geschlecht, stamm- und wappeugcnossen mit den Schrenk und Ligsalz, erloschen um 1780. sv. Hefner, -s bayer. Adel S. 25. T. 2l.s Ridolewski, eine inPreußen angesessene Familie, sv- Ledebur II. 291. III. 331.) Wappen: Biber st ein. Riede, Rübe, eine alte Mecklenburg, u. braunschweig. Familie, die aber im Herzogthumc Braun schweig erloschen ist, und aus welcher Einer im Jahre 1545 als braun- schwcig'schcr Rath vorkommt. Dieses altadliche Geschlecht blüht noch in Schlesien. Karl Konstantin v. Rieben auf Giesendorf wurde am 15. Okt. 1840 in den preuß. Frcihcrrnstand erhoben, sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 69. — Mecklenburg. Wappb. Xb.II. 159. — v. Ledebur II. 29t. III. 33t. — Dorst, schles. Wappb. II. >55. — v. Hefuer, Mecklenburg. Adel S. >7. T. >5; preuß. Adel S. 60. T. 77. — Spangen- berg's Adclsspiegcl II- 255. — Gauhc l. 1382. — Zedier XXXI. 15,8. — v. Mediug I. n. 691. — Lüdersen's Samml. — v. H.s Riedel v. Fcstcrtrcu. Der Major Franz Theodor R. wurde im I. 1814 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M., Erg. 423. — v. H .s Rieden v. Nicbenscld. Der HofkriegSbuchhaltungSraitrath Karl Heinrich R. wurde im I. 1793 mit „Edler v. Ricbenfcld" geadelt. sM. v. M. 250. — v. H.s 1. Nieder. Der österr. Major R. wurde im I. 1812 geadelt. sM. v. M. 250. — v. H.s 2. Nieder v. Rcbcnstciii. Joh. R. wurde im November 1668 mit v. Rebenstein in den böhm. Adelstand erhoben. sM. S.) -s Ricdisch, Ribisch, Nhbisch, ein ausgestorbenes schles. Geschlecht, welches in der Mitte des 16. Jahrhunderts vorkommt. sSiebmacher II- 49. — v. Ledebur II. 29>.s Ricck. v. Ledebur, II. 291, führt vier verschiedene Geschlechter im preuß. Staate, zum Thcil von sehr zweifelhaftem Adel an, als: 1. Berliner Patrizier, Besizer von Roscnfeld, 1375. 2. Im Ruppin'schen; besaßen 1542 Cantow, 1852 Rauschenoor f. 3. In der Uckermark; besaßen 1541 Ncuenfclde im Kreise Prenzlau. 4. In Hinterpommern, 1623 auf Hammer. Viktor v. N. staud 1794 als Lieutenant im Füsilierbataillon „v. Oswald". Es sind weder Wappen noch sonstige gencalog. Aufklärungen beigefügt. Ricddnrg, s. Meduna; Reznar. 1. Riedel, Kristof, kais. Hatschier, erhielt 1605 die Adels- Würde. sR. T. A. N.s 2. Riedel, Rüdcl, ein schlcsischcs, seit 18. Nov. 1709 freiher rliches Geschlecht, das den kais. Obersten Georg R. v. Löwcn- steru u. Seyfertsdorf zum Auherrn hat, welcher um das Jahr 1650 geadelt worden sein soll. sv. Ledebur II. 292. — Sicbmacher, Suppl. VI. >6.s Nach v. Ledebur ist Matheus R., Rathskämmcrer zu Breslau, gest. 1670, der Erwerber des Adels; er war gesessen auf Dreschen u. SeiferS dorf, und stiftete am 30. Juli 1667 ein Fideikommiß. sSinap II. 413. — Gauhe II. 1745. — Zedier XXXI. 1530. — v. H.s 3. Riedel, v. Ledebur führt ein Geschlecht dieses Namens an, dessen Wappen im s. Schilde eine r. Burg mit geöffnetem Thor und einem Zinnenthurm von 3 Stockwerken zeigt. Außer einigen Mitgliedern ist nichts weiter angegeben, sv- Ledebur II. 292.s 4. Riedel v. Rittcrsscld. Der österr. Oberlieutenant Josef R. wurde im I. 1771 mit dem Beinamen v. Nittersfeld geadelt. jM. v. M., Erg. 423. — v. H.s Riedel, ^ Riedl. Nicdclc, s. Tolentius. Rieden, s- Volkmar. Rieden»». Kommt 1838 als preuß. Justizkommissär im Reg ieru ngsbezirk Torgau vor. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 292.) Ob etwa gleichen Stammes mit Riedl v. Riedenau? Ricdcnbach, s. PUbach. Ried — Rief 241 f Nicdcnlicrg, ein altes schwäbisches, noch im Jahre 1383 vorkommendes adliches Geschlecht auf gleichnamiger Bnrg im Ober- Amt Stuttgart- ^Griesinger 1108.ss Nicdciiburg, s. Steyrer. Nicdcnwarlh, s- Pi Ibach- 1. s Nieder, eine ausgestorbene anhalt. Familie, die auch in Meißen Güter gehabt, daraus Wilhelm v. N- im I- 1505 den Bischof zu Merseburg befehdete. sZedler XXXI. 1531. — Gauhe I- 1388- — o. H-s 2- Nieder v. Adclöwcrlh- Der Pontonicrmajor und Oberst - SchiffamlSvcrwaltcr Anton R. wurde im I- 1810 mit dem Beinamen v. A. geadelt. sM. v. M. 250. — v. H.j Niederer, Freiherr, v. Paar )» Schönau, ein altes bayerisches Rittergeschlccht, das schon im I. 1186 vorkommt, und auS welchem der Truchscß Georg Siegmnnd v. R. vom Kurf. Mar. Emanucl am 22. Nov. 1692 ein Freiherrndiplom erhielt, sv. Lang 218-ss Sicherlich sind die N. v, Riedthcim n. Paar einerlei Familie mit den N. v, P, u. S. (??) Sie erschienen in Schwaben vom Jahre 1317 bis gegen das Ende des 17. Jahrhunderts. sBucelini stcmmat. III. — Crus- an Sucv. III. — v- Hcfncr, bayer- Abel S 53- T- 55; Erg-Bd. S- 18. — Taschenb. der frhrl- Häuser auf 1857. — Kneschke, Wappen IV. — v. H-s Nieder» und N. v. Goltstein, eine fränk. Familie, die ihre Güter zu Riedern w. hatte und die im I. 1588 mit Alexander v. R. ausstarb, s Biedermann. Rh. u. W. Taf. 24. — v- Hattstein III. 414. - Salver 229. 230. 233. 241. — v. H.s Nicdcscl, Niethescl, eine alte frhrl. Familie, die ursprünglich am Rhein, besonders in Hessen, inglcichcn in Thüringen, hauptsächlich im Sachsen-Weimar'schcn begütert ist. Konrad v. R., der im I. 1165 vorkommt, ist der Altvater Hermann's, der im I. 1269 w. 6 Söhne hatte, davon drei den Stamm fortpflanzten und verbreiteten. Eine ihrer Hanptlinien ist die der R. v. Eisenbach, welche die Freiherrnwürde u. das Erbmarschallamt um die Mitte des 15. Jahrhunderts erlangte. sEstor, Ahncnprobe 481. — Hnmbracht, Tab. 114—17. — v. Hattstein I. 438—51. — Helwig's Genealogie der R. v. Camburg, 1631. L. — Seifert'« Genealogie hochadl. Ell n- K- 439. — v. Gleichcnstcin, Tab. 67. — Neusprosscnder Palmbaum 383- — Biedermann, Rh. u. W- Tab- 121 -139- — Ganhe I- 1383-85. — Zedier XXXI. >533 n. f. - Oetter's Nachr. von den Herren v. R. Tübingen, 1778- — Lüdersen'« Samml- — Hartman»'« Samml- — Neue genealvg. Nachr. 1778. S. 170—74; Nachtr. I. 90. — Siebmachcr I. 134. n- I- 135. n- l- V. 126- n- I- — Tyroff, Tab- 64- — Spencr, thcvr- insign. 247- — v- Meding I- n- 692 —694. — v. Zedlitz. — Fahne I- 360. — v- Ledebur II. 292. — Frhrl. Taschenb. v- >857. — Sachs- Wappb- Iii- 42- — v- Hefner, sächs- Adel S- 15- Taf- 14; preuß- Adel S- 60- T- 77; Hess- Adel S. 22. T. 24. 25; Erg-Bd- S. 48. T. 29. — v. H- - Kneschke, Wappen Ill.s Im Bamberger Tagblatt von 1845, Nr. 299, liest man folgende auffallende Stelle: „Das Augsbnrger Anzeigcblatt meldet: Der Bote des k. Kreis- und Stadtgerichts, Weldishofer, ist zum Kreiskassadiencr ernannt, und dessen Posten durch den Nent- Amtsboten in Göggingen, Frhrn. v. N., bcsezt worden." Nicdhcim, Niedtheim, Riethaim, eine schon im I. 1080 in Schwaben vorkommende Familie, und zwar auf dem Turnier in Augsburg, sowie auf dem zu Göttin gen, wo Einer im Jahre 1119 Wappenkönig war. Im I. 1507 starb Joh. v. R. als Fürst-Abt zu Kempten. Konrad v. N. wurde von Kaiser Rudolf II. am 27. Sept. 1590 in den Frciherrnstand erhoben, was auch dem Johann Konrad v. R. von Kaiser Leopold am 11. Juli 1696 wicderfuhr. Stammbuch dcs Abel» in Deutschland- III. sv. Lang 219. — v- Falkcnftcin, Annal- Nordgav. IV- Nachlese 305. VI. Nachl- 458- — Salver 547- 561- 565- 58>- 629- — Bürgermeister, schwab- Adel- - Gauhe l- >383- — Siebmachcr l- 30- n-9- — Zedier XXXI- 1537 u- f- -- v-Meding l. 115- n- l. II. n- 712- — v- Hattstein III. 415—19. — v- Hcfncr, bayer- Adel S-53- T-55- — Taschenbuch der frhrl- Häuser für >860- — v- H s Nicdhofcn, s- Guggenberger- Ricdhorsl, s- Kaltencgger v. R- Nicdi, österreichisch. Anton Peter v. R. stand 1857 als Oberlieutenant im 16- österr. Inf.Regiment. Nicdigcr. Der schles. Kommerzienrath Bartholomäus N. wurde im I. 1736 in den böhm. Adelstand erhoben. >v. Ledebur ll. 292. — M. v. M., Erg. 423. - v. H-s f Nicdingcr, Ridingcr, Riediger, ein 1758 ausgestorbenes, in der Oberlau siy vorkommendes Geschlecht, nach v. Ledebur II. S. 292. sSiebmacher III. 167.f 1. Riedl, Jonas, aus den kais- Erblandcn, wurde 1623 geadelt. sR. T. A. R.s 2. Nicdl- Der passau'sche geh. Rath Josef Adam R. erhielt ein Ritter- und Adelsdiplom vom Kurf- Karl Theodor im Jahre 1792. sv- Hefncr, bayer. Adel S- 107 T. 130. — v. Laug 503 u. f. — v. H.s 3. Nicdl, I. B., österr. Präsident der Handelskammer, wurde im April 1854 geadelt. sA. A- Zeit- v. 1854. s 4- Nicdl s» Ncuslit und Haindorf- Der würz bürg, geheime Rath und Kommandant R. zu Königshofen erhielt von Kaiser Karl VII. am 7. Aug. 1742 ein Adclsdiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 107. T. 130. — v. Lang 504. — v. H.s 5. Nicdl ii. Naitcnfcls. A. W- R-, kais. österr. Hofrath, erlangte 1840 den Adelstand mit v. Raiten fels. sM. S.s 6. Riedl V- Nicdcnnu. Der österr. Hofrath Fr. R. v. R. erlangte 1854 den Ritterstand. sA. A. Zeit. v. 1854.s Nicdlnuiycr, österreichisch. Johann Nepomuk Edler v. R. war 1835 Beisitzer beim k. k. Berggericht zu Steher. Nicdt, s. Schenk. -si Nicdt vom Nied, Ryde. Gehört zum westfälischen, besonders zu dem mittelrhcin. Kanton im rheingauer Bezirk und kommt schon im Jahre 1362 vor, sowie an der Kathedralkirche zu Mainz Mehrere aus diesem Gcschlechte seit dem I. 1490 Dom- Herren gewesen sind. Mit dem kurmainz. General v. R. auf Hedernheim starb dieses alte Geschlecht aus am 4- Nov. 1764. Kaiser Franz I. hat hierauf dessen Enkeln v. Breidbach-Bürresheim erlaubt, Namen u. Wappen den ihrigen beizufügen. sFortges. neue geneal-histor. Nachr. Thl-72- S-803. — Siebmacher, Suppl- 'IV. 9. XI. 3- — v. Ledebur II- 292. III- 331- — Salvcr 496. 512. 519. 521. 526- 531- — Humbracht, Tab- 62- — v- Hattstein I. 452—54. — Zedier XXXI. 1537. — Gauhe I- 1385. — Schannat, Client- Fuld- 141. — Siebmachcr I. 191. n. 3- — v- Meding II. n. 713. - v. H.s Niedtheim, s. Niederer. Nicduutld, Maximilian, kais. Hauptmann, wurde 1846 in den österr. Adelstand erhoben. sM-SZ Nieset. Der Reichshofrath Josef v. R. wurde im I. 1792 in den Frciherrnstand erhoben, sv. Hefner, Hess. Adel S. 22. Taf. 25-j W.: Getheilt von R. und G. mit einer durchgehenden s.-bordirten bl. Spize, in welcher drei s. Lilien; o?kn aus der Spize hervorgehend zu jeder Seite ein halber Adler, unten zu jeder Seite ein gekrönter g. Löwe, eine g. Rose haltend. sM. v. M-, Erg. 92. — v. H.s 31 242 Rieff - Nicff, eine (1799) geadelte und in die rheinpreußische Matrikel 1329 aufgenommene Familie. sBcrnd, Taf. 9V. 219.— v. Ledebur II. 2934 Wappen: Schw. Balken; darüber in G. ein wachsender r. Löwe, unten in B. drei s. Sterne. Nicg v. Alten-Zchnccbcrg. Sigmund N., ein nicderösterr. Kanzleischreiber, wurde von Kaiser Rudolf II. mit dem Beinamen v. A. -S. geadelt. sSiebmacher III. 7l. — Zedier XXXV. 52t. — v- H4 Nicgcl. Die Wittwe dcö in der Schlacht von Solferino verwundeten und dann gestorbenen Hauptmanns A. P. R., Ritter des Ordens der eis. Krone, wurde 1861 nebst ihren zwei Töchtern in den östcrr. rittermäßigen Adelstaud erhoben. sA. A. Zeit., Mai 186>4 Nicgcl v. Zcngcr, s. Seng er. Nicgclnmn». Der Jagdjunker Friedrich v. R. zu Hanau ersuchte die Mitglieder seiner zalreichcn, aber zerstreuten Familie, ihn bei Fertigung seines Stammbaums zu unterstützen. (??) sN.A. v. 1802. Nr. 34. S. 4l4. - v. H4 's Nicgc», ein 1695 zur ncnmärk. Ritterschaft gehöriges Geschlecht. W.:? sv. Ledebur II. 2924 Ob die Familie mit den Rieg v. A.-S. einerlei ist; kann man nicht sagen. 1. Nicgcr, Hanns, kais. Futtermeister, erhielt 1589 die Reichs- AdclSwürdc. sR. T. A. N.s 2. Nicgcr. Josef Franz R. wurde im I. 1754 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 423. - v. H4 3. Nicgcr. Der Württemberg. Ncgierungsrath Emanuel R. wurde im I. 1775 geadelt. Derselbe wurde später von Seiten Württembergs Gesandter am französ. Hofe und erlangte 1799 die Freihcrrnwürde. sR. T. A. R- — M. v. M., Erg. 4234 Erlischt mit seinem Sohne, sv. H4 4. Nicgcr auf Irlach. Der bayer. Kastenverweser :c. Johann Sebastian R. erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 4. Juli 1792 ein Rittcrdiplom. sv. Lang 594. — v. H.s 5. Nicgcr v. Mamishcimti. Johann Franz R. in Schlesien wurde im I. 1719 mit dem Beinamen v. M. in den böhmischen Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 423. - v. Ledebur II. 233. — v. H4 6- Nicgcr v. Nicgershoscn. Der österr. Statthaltereirath in Böhmen, W. Fr. R., erlangte 1855 den rittermäßigen Adelstand mit v. Riegershofen. sA. A. Zeit. v. 18554 Nicggcr. Der Hofrath und Professor dcö Kirchenrechts, Paul Josef R., wurde im I. 1764 in den Ritterstand erhoben. IM. v. M. 140. — v. H. — Kncschke, Wappen IV.s Nicglcr, österreichisch. Alois v. R. stand 1857 als Ober- Lieutenant im 12. k. k. Hus. Regiment. Nicgscc, s. Land er er. 1. Nicman». Die OberstlieutcnantSwittwe Anna Elisabeth R. mit ihrer Tochter Johanna Maria wurden im I. 1728 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. >97. — v. Ledebur II. 293. - v. H .s Wappen ? 2. Nicmann, Johann Peter, kais. russ. Pastor in Liefland, erhielt 1792 ein ReichöadelSdiplom. sR. T. A. R4 s- Nicmbcn, Rieme, Rime, Rhme, eine schlesische Familie, 1553 — 1626. sv. Ledebur II. 2934 s- Nicmcn. Also habeu sich ehedem die v. Minnigcroda geschrieben, wie dann dieses Geschlecht nach seinen verschiedenen Nittersizen verschiedene Namen angenommen hatte, davon eine Linie - Ries den Namen N. beibehielt, aber im I. 1376 schon mit Joh. R., genannt „der Lauge", ausgestorben ist. iLctzncr, dassel'sche Chronik >72-75. — Leuckfeld, Antiq. Poeldens. p. 134. — Siebmacher II. t24. n. 6. — v. Mcding I. n. 695. — v. Hs 1. Nicmcr, v., und Niemberg. Der Stadtsindikus Daniel R. zu Breslau wurde im I. 1795 mit der Benennung v. N. und R. in den böhm. Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 197. — v. Ledebur II. 293. — v. H.s 2- Nicmcr. Der Nathsmann Gottfried R. zu Breslau wurde im I. 1712 mit der Benennung v. R. u. Riemberg in den böhm. Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg- 197. — v. H.s -s Niciichofcit. Katharina v. Riem hoffen 's 1735 als Wohlthäterin von Niederschönfeld. sO. S4 s- Nicmsdick, RyemSdhck. Die Familie besaß das Amt von Maas und Waal und zu Maasbommel. Gelis v. R., ver- heurathet mit Henriette v. Aller, hinterließ einen Sohn Henrich, der 1543 vor Düren gctödtct wurde. Jakob v. R. siegelt 1438 mit einem Doppeladler im Schilde, einem Federbusche als Helm- Zierde. sArch. Notizen4 f Nicncck, erschienen schon als Grafen bei dem Magdeburg. Turniere im Jahre 985, waren Burggrafen dcö heil. röm. Reichs, starben aber im Jahre 1558 aus, worauf ihre Residenz und das Amt Lohr Kurmainz zufiel. Ihre Burg und Zubchörung Rieneck besizt das gräfliche Haus Nostitz. Die Linie der Grasen v. Nostitz-R. ist 1823 abgegangen. sSalver 317. 318. 374. 39t). 466. — Siebmacher II. 7. n. 2. — v. Meding III. n. 677. — v. H.s Nicncck, s. Truchscß v. N.; Voigt v. R. Nicpcnhof, Ludwig, k. k. Oberst, wurde 1849 in den österr. Adclstand erhoben. sM. S4 Nicpcr v. Nhcinmald. Der österr. Hauptmann Josef R. wurde im I. 1829 mit dem Beinamen v. Rheinwald geadelt. sM. v. M., Erg. 423. — v. H .s -s Nicppur, Nicpurg, Ncppur, eine sehr alte baden'sche Familie, deren Stammschloß gleichen Namens in der Markgrafschaft Baden gelegen, welche von 934—1487 allen 36 Turnieren beigewohnt habeu soll. Das Geschlecht ist erloschen, und Namen und Wappen haben die v. Phull in Württemberg den ihrigen beigefügt. sBurgermcister, vom schwcib. Adel 474. — Buceliui stcmmat. II. 260. — Eine Stammtafel vom I. 1561 bis auf die neuesten Zeiten steht in den Beiträgen zur Erörterung der Lehre von der Erbfolge der weibl Nachkommenschaft im subsidiär. Wcibcrlehn. Stuttgart, 1800. — Zedier XXXI. 1555. — Gauhe I. 1386. — v. H4 Niera v. Nittcrshcim. Der Pens. Generalmajor Karl wurde im I. 1891 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M.. Erg. 424. — v. H .s 1. Nicsch. Paul Josef Edler Herr v. R., Kaisers Franz I. Rath, wurde im Jahre 1747 in den Rcichsrittcrstand und Isaak Wolfgang Edler Herr v. R., der auch Rath desselben Kaisers war, sowie auch Joh. Sigmund v. R., kais. Oberst, wurden am 7. Aug. 1766 in den Rcichsfreiherrnstand erhoben. sM. v. M. S. 89 u. 1494 Beide Leztere, nämlich Isaak Wolfgang u. Joh. Sigmund Freiherren v. R., erhob das sächs. Reichsvikariat am 29. Juni 1792 in den Grafcnstand, welches 1793 von Oesterreich bestätigt wurde, sv. Hefner, sächs. Adel S. 4. T. 4. — Sächs. Wppb. III. 5. 43. - v. Ledebur II. 293. III. 331. - Kneschke, Grafenh.s Die Familie soll — ohne zum Uradcl zu gehören — aus Schwaben stammen. sM. v. M. 28. — v. H.s Nie - Rig 243 2. Nicsch. Der österr. Kapitänlieut. R. wurde im I, 1768 geadelt. sM. v. M. 2503 1. Niese, eine hessische, aus Kassel stammende Familie, die unter andern auch die allend orfer Saline seit undcnklicher Zeit bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts besaß, daher sie auch die Salzjunkcr genannt wurden. Diese Familie, deren AnHerr wahrscheinlich in dem 1748 in den Adelstand erhobenen Friedrich Jakob N., herzoglich sachsen-koburg. Rath nnd Krcisgesandten (nebst seinem Bruder Mathias), nach der Reichstaramtsrechnung zu suchen sein möchte, wendete sich nach Frankfurt a/M. und fand Aufnahme in der Gesellschaft „Franenstciu" daselbst. Sie kaufte sich nachher in Böhmen an, und der Gutsbesizcr Mathias Friedrich v. R. erlangte 1817 den Ritter- und 1846 den Frei- hcrrnstand mit dem Rechte, den Namen und das Wappen des in Frankfurt ausgestorbenen Geschlechts v. Stallburg den seinigen beifügen zu dürfen, weil die beiden lczten Fräulein v. S. mit seinem Vater vermählt waren. sTasckicnb. der frhrl. Häuser für 1849 u. f. u. 1856. — Siebmacher, Suppl. IX. 25. — M. v. M., Erg. 197. - v. Ledebur II. 293.) Ob die, nach Schmutz III. 371, in die steh er. Landmannschaft 1733 aufgenommene Familie v. R. mit der vorstehenden in Verbindung stand, kann man nicht angeben. Vielleicht zu Niesse gehörig. sv. Ludwig, gel. Anz. II. 246; Consil. Halens. T.II. Lib. II. 1559. — Wiukelmaun's Hess. Chronik 7g. — Neue gcnealog. Nachr. 1777. — S. 318. 1778. S. 365. Nachtrag 159; zweiter Nachtrag 18. — v. Hcfner, frankfurter Adel S. 6. T. 4; krainer Adel S. 17. — Kneschke, Wappen I. - v. H.s 2. Niese v. Heimlmrg. Theodcricus Gigas, miles, in einem walkenrieder Brief 1305. Derselbe 1306 mit dem Beinamen de Heimborch. sUrk.Buch für Nieders. III. 41. 493 Nicseliiach, s. Fischer. Niesciia«, s. Beram. Nicscnbcrg und Smihovski, sehr alte böhm. Freiherren und Grafen, die von den beiden gleichnamigen Schlössern R. u. S. den Namen bekamen. Sie sollen von dem jüngsten Sohne Uladis- laus' I., Königs oder Herzogs in Böhmen, herstammen, und Theobald (der eine Tochter Herzog Hciurich's des Bösartigen in Schlesien zur Gemahlin hatte) der Stammvater dieses Geschlechts sein. sBalbini stemmat- Dessen Epit. rcr. Boh. und dessen Miscell. regni Bohem. — Zedier XXXI. 1572. — Hartmann 's Sammlung. — v. H.s Nicsciiluirg, s. Walther. Nicscnfels, eine österr. und steyermärk. Familie. Kaiser Marimilian I. verlieh am 24. Jan. 1510 dem Sigmund Riß, seinem Beichtvater, und dessen Bruder Kristian u. Vettern Konrad und Hanns den ReichSadel und verbesserte ihnen daö schon 1496 von Erzherzog Sigmund in Tirol verliehene Wappen. Die Familie besaß ansehnliche Güter in Oesterreich n. Bayern. Die Nachkommen erlangten 1594 Adelöbestätigung nnd 1636 den Reichs - Rittcrstand mit dem Beinamen v. Rieseufels. Im I. 1686 wurde» Franz und Joh. Baptist N. v. R. in den Frciherrnstand erhoben. sJahrb. des deutschen Adels für 1847 u. f. — Taschenb. der frhrl. Hänser auf 1848 u- f. — v. Hoheneck II. 173. — v. Lang 219 u f. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 54. Taf. 55; Erg. Bd. S. 18. — Schmutz III. 372. — v. Schönfeld, Ad. Schcmat. I. 158—69. 224. — Gauhe I. 1338. — Zedier XXXI. 1736—38. — v. H.s Niescnhnin. Der k. k. österr. Pens. Major F. Krause wurde 1862 mit v. RiesenHain geadelt. sA. A. Zeit., Mai 1362.) Niescnkampf, Bernhard Heinrich, Georg Johann und Justus Johann, Brüder, zu Neval und Moskau, wurden 1792 vom sächs. ReichSvikariat in den ReichSadelstaud erhoben. sR. T. A. R. — Kneschke, Wappen III.) Nicscnstcin, ein schles. Geschlecht, das um 1680 Bestzungen hatte. Wappen? sv. Ledebur II. 2934 Nicsenthal, s. Striesseg. Nieser Niesiicr, knrbaycr. Oberkommissär, erhielt um's Jahr 1695 ein Rcichsritterdiplom. sR. T.A. R.) Nieste. Der Oberst Franz Karl v. R. wurde im I. 1761 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 80.) Es ist nicht wahrscheinlich, daß dieser v. R. zu den obgcnaunten v. Riese gehöre. sv. H.) Nietciisbcrg, s. Wendling er. st Nieter u. Kornluirg, eine sehr alte, schon im Jahre 1198 zu Nürnberg und sonst bekannte Familie, die von einem edlen Geschlechte der Insel Cipern entsprossen und in den ersten Kreuz- Zügen nach Deutschland gekommen, wo sie sich besonders in Rieth oder Rieß, aber auch im sränk. Ritterkauton Altmühl niedergelassen hat. Paul Albrccht R. v. K. wurde nebst seinen beiden Vettern 1697 in den Reichsfrciherrnstand erhoben. Die Familie ist erloschen. (Biedermann, Altmühl Tab. 69 — 83; Odenw., Suppl.; Rhön u. Werra. — Zedier XXXI. 1579—1585, au« Handschrift!. Nachr. — v. H.) Nicthscld, Heinrich, wurde am 27. Juli 1690 in den schwed. Adelstand erhoben. In Pommern seßhaft, noch vor 1772 auf Rieth, sv. Ledebur III. 332.) Wappen in Svea Rik. Wappenb. Ridd. 56.) Niethallcr. Der Hofsekretär der Ministerialbankodeputation, wurde im I. 1769 mit „Edler von" geadelt. )M- v. M. 250. — v. Hefner, bayer- Adel S. 107. T. 139. — v. H ) Nietz l>. Lichtenau,. Der Gutsbesizcr Wilh. Jakob R. wurde 1843 mit v. L. in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 293. III. 332.) Nieutort, auf Küssow in Hinterpommeru. Wappen? sv. Ledebur II. 293.) Nicur, du. s. Du Rieux. si Nicringcii. ein altes schwäb. Rittergeschlecht, zu Ober- Riexingen im O.A. Vaihingen; eS blühte vou 1100 bis 1554. sGriesinger 999. 1446.) Nigal, Franz Heinrich, Scidenfabrikant zu Krefeld, erlangte 1828 den preuß. Adelstand und am 15. Okt. 1840 die preuß. Frcihcrruwürde. Sein Vater war 1808 von Napoleon I. zum „Comte de l'Empire" als Senateur ernannt worden unter Vorbehalt der Erblichkeit dieser Würde nach Errichtung des dazu erforderlichen Majorats. Lczteres unterblieb aber. sDiplomat. Jahrb. für die preuß. Staaten 1841. Abth. 2. S- 69. — v. Ledebur II. 293. — Frhrl. Taschenb. für 1864.) Nigisbcrg, s. Steiger. si Nigl zu Afftcrhnuscn und Hcrzhnusen. Joh. Wilh. R. v. A. n. H-, kurbaycr. Nevistonsrath, erhielt 1693 die Erlaubniß, sich „v. Rigl" schreiben zu dürfen. Nigos v. Maiosco, Romedius, kais. Kammerdiener u. Burg- Graf zu Gr atz, dann dessen beide Brüder Jakob und Simon, wurden 1666 geadelt. sR. T. A. R.) Nach dieser ReichStaxamts- Rechnung an einem andern Orte soll das Diplom nur eine Bestätigung des älteren Adels enthalten, was wahrscheinlicher ist. 31 * 244 Rig — Ring Rigisitslus Ii. Ztmsbeflic, vielleicht ungarisch. Alexander R. v- S- stand 1857 als Rittmeister im 5. österr. Ul. Reg. Emil v. R. war Unterlicutenant im 12. Ul. Regiment. Riiromschcr, Rzikowßer, ein sehr altes Geschlecht in Mähren, das im I. 1413 schon vorkommt. sPaprdcii, Schauplatz des alten Adels in Mähren. — v. Weisser 224. — Zedier XXX l. Iii<4. — v. H.s RiiiilNioczis v. Rinnnwcg. Der ungar. Hofagent Anton v. R. und dessen Bruder Jgnaz wurden im I. 1736 mit „Edle von" in den Neichöritterstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 197. - v. H,s -s Rinipnch, ein fränk. Geschlecht, das in dem ehemaligen Nittcrkanton Stcigcrwald begütert war, aber in der zweiten Hälfte dcS 14. Jahrhunderts ausgestorben ist. Heinrich der Alte v. R. zu Zulichsheim lebte 1286. sBiedermann, Stcigerwald Tab. 24l. — v. H.s Rinaldini, möchte aus österr. Italien stammen. Franz v. R. stand 1857 als Kadct im 5. österr. Hns. Regiment. 1. s- Rinck, ein kölnisches Patriziergeschlccht, das 1628 erloschen ist. sFahne I. 361.) Auch in Schlesien gibt es v. R. auf Ostrowina. sv. Ledebur II. 294.s 2- Rinck v. Daldcnflcin, eine fränkische und elsassische Familie. Ihr Ursprung verliert sich in graner Vorzeit. Nhätien ist ihr Stammland, woselbst ihre Burg Baldcnstein noch zu sehen ist. Im 12. Jahrh. war schon eine Tochter Äbtissin in Chur. Hanns v. B. und sein Sohn Eberhard erscheinen 1329 bei dem Turnier in Zoffin gen. Im 15. Jahrh. theilte sich das Geschlecht in die Aeste v. Waldenstein und v. Wildenstein, und im Anfange des 16. Jahrhunderts veranlaßten die Religions- Unruhcn ihre Auswanderung. Eine Linie begab sich 1526 nach Schaffhausen; die katholisch gebliebene Linie wendete sich um 1566 nach Toggenburg. Wilhelm ward 1663 Fürstbischof in Basel. In der Folge ließ sich die Familie im Bisthnm Basel nieder und erwarb nebst mehreren Gütern das Erbkämmercramt. Jgnaz Balthasar Wilhelm ward 1796 Maltheserordensmcister in deutschen Landen. Schon 1619 hatte Wilhelm, einer der drei Fürstbischöfe von Basel aus diesem Geschlechte, Güter im Breisgau gekauft und ein Majorat gestiftet. sCast, Adelsb. v. Baden. — Siebmacher, Suppl. IV. 22.— Taschenb. der frhrl. Häuser 1833. — v. Hatlstein III. 426 — 24.— v. Medlng II. n. 714. - v. H.I Rinck, genannt v. Stnrck, s. Starck. Rintckerg, s. Mair. st Rinderlinch, ein altes schwäbisches eidliches, auf der gleichnamigen Burg bei Gmünd hausendes Geschlecht, das noch 1449 im Städtckricg vorkommt, aber 1612 erloschen ist. IGriesiuger I117.s -s Rindfleisch, obcrlausitz'scher u. schlesi scher, auch polnischer Adel, der zum Theil auch den Namen Bucretius führte, aber im I. 1581 mit Andreas B. oder R., Oberzollcin- nehmcr zu Breslau, ausgestorben ist. Sic kamen schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts vor. sv- Ledebur II. 294. — Grosser, lausitz. Mcrkwürdigk. III. 56. — Sinap I. 762. II. 922. — Zedier XXX l. 1643. — Gauhe II. 1736. — Siebmacher II. 4g. n. I. — v. Mcding II. u. 713. — Beitr. zur Gesch. der v. Rindfleisch in der Obcrlausitz, Nachles. 1772. S. 313. 333. 363. - v. H.s Rindschaid, stehcrmärkische Ritter, welche die Herrschaften Schieleiter, Friedberg w. besaßen. sSchmutz III. 373. — Hartmanu's Samml. — Siebmacher II. 44. n. 4. — v. Mcding II. n. 716. — v. H.s Rindönwul, eine aus Bayern stammende steyer märkische Familie, die mit dem Hause Santizell gleichen Ursprung hat und schon im I. 1165 auf dem Turnier zu Zürich vorkommt. Der Freiherr Ferdinand Ehrenreich R. erhielt im I. 1728 die Befugniß, das frhrl. neydegg'sche Wappen zu führen und sich Graf v. N., Frhr. v. Fra unHeim zu nennen. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Wolfgang Albrecht v. R. in den Grafcn- stand erhoben. sGauhe ll. 1736. — Zedier XXXI. 1631. — Hübner III. T. 983. ^ v. Schönfeld, Ad Schemat. I. 223, worin die Ibabniae Ahnentafel des Gr. Rudolf v. R. enthalten ist. — M. v. M., Erg. 28. — «schmutz III. 374. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1839 u.st. — Jahrb. des deutschen Adels für 1848. — v. Hcfncr, krainer Adel S. 17. T. 16; görzcr Adel S. 36. — Kneschke, Grafcnhäuser. - v. H.s -s Rindivrf, ein märk. und rhein. Geschlecht, das sich auch im Mecklenburg'schen ausgebreitet haben soll. sSchannat, Diocces. 131. — v. Hattstcin III. Suppl. 168. — Sieb- machcr I. 174. n. 12. — Ganhe II. Anh. 637. — v. Mcding II. n. 717. — v. Ledebur II. 294. — v. Zedlitz. — v. H.s Ring ». Ningcnfcls. Philipp R., in österr. Diensten, erhielt 1615 einen Wappenbricf und die Erlaubniß, sich v. Ringeufels zu schreibe». sR. T. A. R.) -s Niiiglicrg, Nyngberch, Rincberg. Ihr Stammsiz Rim- burg liegt an der Worin unweit Aachen. Fahne blasonirt ihr Wappen falsch; er gibt ihnen einen Querbalken, während 1415 Kirstian v. R., Herr zu Heyden, Ritter, 4 Pfähle und einen Turnierkragen im Schilde führt und als Hclmzierde einen Flügel hat. sArch. Notizen.s Ringel. Der k. bayer- geh. Legationsrath :c. R- wurde am 19. Mai 1868 zum Ritter nominirt und am 1. Juli 1813 im- ma trikulirt. sv. Lang 565-s In den erblichen Adelstand von Bayern erhoben 1828. sv. Hefner, bayer. Adel S. 167. T. 136. — v. H.s 1. -s Ringclhcim, ein sehr altes, schon im I. 656 vorkommendes, aber abgegangenes gräfliches Geschlecht, dessen Stammhaus gleichen NameuS in Niedersachsen zwischen Goßlar u. Lichtenberg gelegen. Einer ihrer Abkömmlinge (Berthold) wurde Stamm- Vater der Herzoge von Savoicn. sSpangenbcrg, Adclsspiegcl I. — Hoppenrod 86 u. f. — Lucä, Grafensaal 434. — Bucelin. — Zedier XXXI. 1674. — v. H.s 2. Ringclhcim, Grafen in der Mark Brandenburg. sAngcli, Annal. March. Brandenburg. Lib. II. n. 1. — v. H.s -s Ningcnberg. Dieses Geschlecht hieß vormals Ding cde und kommt schon 1163 vor. Es führte 16 Ringe im Wappen und davon nahm Gerlach v. D. Veranlassung, sein neu erbautes Schloß um 1246 Ringenberg zu nennen, welcher Name der Familie verblieb. Sie blühte noch 1653 (Kreis Borken), sv. Ledebur II. 294.s Niiigciicron, f. Reinhard- -s Ringgenlnirg, ein altes schwäb- Geschlecht, dessen Stamm- Siz im O.A. Ravensburg lag. 1361 war noch Hanns v. R- Komthur v. Altshausen. ^Griesinger 1118.) Riiigimseld, s. Rehland. 's Hingingen, ein altes schwäb- Geschlecht, die ein Ncbenzweig der Truchsesfcn v. Urach waren. Der Lezte des Geschlechts scheint Heinrich Truchseß v. R. gewesen zu sein, der 1469 starb. fGrie- singer 1118.) S. auch Truchseß. Ringsderg, Donctti V.R., österr. - italienisch. Anton Ritter Ring — Rit 245 B, v. R. war 1835 k- k- österr. Polizeioberkoinmissär zu Mailand. f Wiigschiuiit, ein altes schwäbisches, 1303 vorkommendes Rittcrgeschlccht auf gleichnamiger Burg im Württemberg. Oberamt Bibcrach. (Griesinger 1119.) wngnncht, Kaspar Joachim, k. schwed. Regierungsrath in Vorpommern, erhielt 1749 die Reichsadelswürde. sR- T. A. R.s Niiikenrade, ein wcstfäl. Geschlecht. sV. N. Kindlinger, Gesch. der Fan», v. R-, in Weddigcn's n. Mallinkrodt's Magazin für Westfalen, 1799. I. B. n. 9. — v- H.s Dieses Geschlecht ist vielleicht einerlei mit Ninkenrod. f Ninkeiirod, eine im Münster'schcn begüterte Familie, welche zuSteinfurt auf dem Dren und zu Heesen an der Lippe die bedeutendsten Güter und eine anö 17 Freistühlen bestehende Frei- Grasschaft besaß, deren Güter nach ihrem Abgang durch Vermählung mit Gostia v. R., dem reichsten Erbfräulein ihrer Zeit, das Bernhard Bitter gewaltsam entführte, Dietrich v. Wolm ersten» aber nachher geheurathet hatte, auf das Geschlecht der v. W. und nach deren Ableben, auch durch Vermählung, an die v. der Reck kamen. sZwei Stammtafeln in (Klöstcr's) dipl. Beitr. z. t. Lehnreckt II. Th. am Ende, und im Werke selbst S. 246 u. f. — v. H.) Wim» I>. Jarcnbach. Der Hofrath der k. k. Hofkammcr, Joh. Baptist N., wurde im I. 1812 »nit dem Beinamen v. S. geadelt und 1838 in den Ritterstand erhoben. sE.S. — v.H. — M. v. M., Erg. 424-1 Wim, wol österr. Italien angehörend. Viktor de R. stand 1857 als Untcrlieutenant in» 3. österr. Inf. Regiment. Wnow. Die v. R. gehören der Ritterschaft der Altmark an und besizen die Stammgüter des erloschenen Geschlechts v. Lindstädt. sv. Zedlitz. — Sieb»nacher V. 19». 196. — v. Ledebur II. 294. III. 332. s Rinsch, s. v. d. Heyden, genannt Rinsch. Wittel», ein im 13. und 14. Jahrh. vorkommendes Stadt- Geschlecht zu Hannover und Minden, welches 1376 mit Lehnen zu Li miner angesessen »var. Der Name kommt später in der Grafschaft Ravensberg vor, mn 1570. Wappen: In G. zwei neben einander gestellte Wecken, sv. Ledebur II. 295-1 Nintors, ein sehr begütertes Geschlecht in der Altmark, dein Rintorf, Ballenstedt, Alsleben »c. gehört, sv. Zedlitz.) wo, ö sterr.-italienis ch. Anna Gräfin da Rio, gcborne Marguise Lazara, »var 1835 SternkrcuzordenSdaine. Vergleiche Del Rio. wo, dct, s. Giannattasio. Wpilmv, s- Rebchow. wpkc. Der Oberstschiffamts - Oberstlieutenant und Obcr- Brückenhauptinann Ludwig Rudolf v. R. wurde an» 14. Januar 1764 Freiherr und steht das Diplom darüber in Leupold, IV. sM. v. M. 80.1 Die Familie hat hildesheim'sche Lehen, lebt jedoch in Wien, sv. d. Knesebeck. — v. H.s Nipp. Karl v. R., österr. Divisionär in» 1. Armeekorps, erlangte 1857 den Ritterstand. sOesterr. Milit-Scheinst, v. I858.s i Nippen, gehörten in der Mitte des 18. Jahrhunderts der Provinz Preußen an; sie sollen aus dein Meißnischen stammen und besaßen die Güter Gablanken, Großlaut u. Lös - sinnen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 295-1 Wppcittrop, s. Ribbentrop. wppcrdo, eine alte adliche, nachher frciherrliche, aus Ost- Friesland stammende, im Stifte Minden, im Brandenburg'schen, auch in, Thüringen'schen seßhafte oder doch bekannte Familie. Der ostfriesländ. Landständc Abgeordneter ain kais. Hofe in Wien, dessen Vorfahr und AnHerr Unikon R. 1474 von K. Friedrich IV. in den Freiherrnstand erhoben wurde, erhielt 1676 Bestätigung des Frciherrntitelö. An» 30. Juni 1725 zum span. Herzog v. R. und Granden erster Klasse erhoben. sR. T. A. N. — Fahne I. 362. — v. Ledebur II. 295. Iii. 332. — v. H. — Gauhe I. t39l. - Zedier XXXI. 1725 u. ff.s 1 Nippoltz, auf Ran» sau in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 295.s 1 Nisch, ein altes schwäb. Geschlecht, welches 1392 (1603) erloschen ist; es nannte sich eigentlich Risch v. Bezgenriet) und später Neuß v. Reus sei» stein. sGricfinger 1125. — v. Hesner, f schwäb. Adel S. I2.s wschon v. Modritz, ein sehr altes mährisches, wahrscheinlich von 1360 —1534 bekanntes Geschlecht. sPfcifer's Schanplaz des alten Adels in Mähren. — Zedier XXXI S. 1735. — v. H.s Nisimdach, s. Nigroni. tz Nisscck, ein altes schwäb. Geschlecht auf der Burg gleichen NamenS in» Württemberg. O.A. Biberach, welches frühzeitig ausgestorben ist. (Griesinger 1120.) wsstliiianii, eine märk. Familie, deren Stammhauö Schönwalde bei Spandan ist. Diese blühende Familie ist ziemlich begütert- Johann Konrad R. und sein Bruder Friedrich, in» Kur- Brandenburg'schen, erlaugten 1749 den Reichsadelstand, so. Ledebur II. 295. III. 332. - N. T. A. R. — v. Zedlitz.) ch Wstow, ein stiftischcs Geschlecht in Pommern, sv. Ledebur II. 295. III. 332- — Micrälius 371. 522. — Siebmacher V. 162. n. 12. — v. Meding III. n. 578. — Zedier XXXI. 1746. — v- H-s 1. -s Nillicrg, Nidberg, Rietbcrg, sehr alte Grafen, deren Grafschaft in Westfalen zwischen dem Lippe'schcn n. Paderborn'- schen gelegen, aus denen Einer, Kourad, im Jahre 1265 —1295, und Einer gleichen Vornamens 1500 als Bischof von Osnabrück vorkam; sie sind aber im I. 1562 ausgestorben, »vorauf Hessen solche als ein Mannlehu einzog; eS wurden aber in der Folge die ritberg'schcn Erbtöchter, wovon die ältere an den Grafen Erich v. Hoya, nachher an den Grafen Simon v. der Lippe, die jüngere aber an den Grafen Enno von Ostfriesland vermählt wurde, mit demselben beliehen. sGcschlcchistabclle der Gr. v. Rittberg, so viel davon zur Erläuterung der Abhandl. von den lehnhcrrl. Gerechtsamen des Hauses Hessen über die Grasschaft Rittberg in dem hannöv. Magazin, IV. 25, und in Zepernick'ö Mise, zum Lehnr-, III. S. 62. — Kneschkc, Grafenhäuscr. — Heunigcö, Gencal. IV. 406. — Jmhof, notit. proc. I. 5. c. 8. u. >3, auch I. 9. c. 9. — Hoppenrod 78 u, f. — Zedier XXXI. 1576—78 — Hübuer II. Taf. 43». — Allgem. genealog. Hdb. I. 1576-78. — Fahne I. 363. — v. H.) 2. Nitlicrg. Der leztregicrcnde Graf v. R. hatte eine v. Sinz- mann zur Gemahlin, deren Kinder, als aus unstandesmäßiger Ehe, nur den Namen v. R. führten. Sie erwarben sich in Preußen bedeutende Güter. Der Erste war Gobel v. N., gestorben 1693. Seine Nachkommen wurden am 30. Dez. 1751 in den preuß. Grafcnstand erhoben und bilden nun das zweite gräfliche Haus N. sv. Zedlitz. — Taschenbuch der gräfl. Häuser für 184» u. f. — Preuß. Wppb. I. 82. — v. Ledebur II. 295. — Mecklen- 246 Rit — Ritt bürg. Wappb. XI. II, 160. - v. Hefner, preuß. Adel S. 24, Taf, 26; Mecklenburg, Adel S. 17. Taf, I5,f Hilgen, Doktor der Arzneikuude und Professor in Gießen, wurde 1846 in den großherzoglich Hess. Adelstand erhoben, fv, Hesner, Hess, Adel S. 23, Taf. 25.f Ritopcck, f. Subota. si Aitschan, Rziczan, eines der ältesten Häuser in Böhmen, das schon im I. 1227 vorkommt, wovon sich auch in Schlesien und zwar im Fürstenthnmc Bricg, ein Zweig niederließ, der aber daselbst ausgestorben ist. sZedlcr XXXll, 2036. - Balbin, stemmat, - Gauhe I, 1396 u, f. — Lucä, schlcs, Chronik, — v, H.s Ritschcl, Mischt v, Hnrtcnliach, Georg N. v. H, wurde zu Anfang des 17. Jahrhunderts in den Adel- und Freiherrnstand erhoben. Seine Nachkommen waren meistens Buchdrucker zu Erfurt. K. Karl VI. bestätigte im Jahre 1718 ihren srhrl. Namen und Wappen, worüber die Urkunde in d. Nachr. von der Buchdruckerkunst und Schriftgießerei, II. 27 u. f., steht. sZedlcr XXXI. 1750 u, f, — v. Ledebur II, 295. — v. Hs si Nitscht, Hr. Franz Heinrich R. zu Haimhof u, Th anhäufen erscheint persönlich beim oberpfälz. Landtag 1767. Wttctswatd, s, Ridl. 1. Wtter, eine Familie, welche bei Wolkcnstcin in Stcyer- mark mehrere Güter besaß. sSchmutz III. 376, — v, H.f 2. Wttcr, Heinrich und Bartholomäus, Vettern, erhielten 1589 ein AdclSdiplom. sv. Ledebur II, 296, n, III, des Art. - R, T, A. R.f 3. Wttcr, Hanns, des Erzherzogs Mathias zu Oesterreich Hofdiener, wurde 1664 geadelt. sR. T. A. R.f 4. Wttcr. v. Ledebur, preuß. Ad, Lex. II. 296. n. IV. d. Art., führt mehrere v. R. an, die um 1616, 1656, 1697 ein Siegel gebrauchten, welches einen Löwen zeigt, der ein Schwert in der Vorderprankc hält. Mchrercs ist nicht bekannt. 5. Wttcr, Johann Baptist, erlangte 1673 den Adelstand. Die Familie stammt aus Halle und ist zu Bilzingsleben 1674 angesessen, sv, Ledebur II. 296. III, 332, — v. Drehhaupt, Taf, 28, - v. H.s 6. Wttcr, Wenzel Jgnaz, wurde am 1. März 1736 in den böhm- Adclstand erhoben, sv, Hcllbach, Samml.f 7. Wttcr, Der augsburger Senator, nachher k. bah er- Verwaltungsrath Joh. Ulrich R,, wurde vom König von Bayern am 25, Juni 1862 geadelt, sv. Lang, 505. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 107. Taf. 130, - v, H.s 8. Wttcr, Josef, k. k, Postmeister, wurde 1825 in den österr. Adelstand erhoben. sE. S.f 9. Wttcr v. Grülisiciii, ein rheinländ. Geschlecht, daraus der kurmainz. Regierungsrath u. Hofgerichtöpräsident R. v. G. im I. 1674 Freiherr wurde. Jezt ist die Familie auch in Bayern. Sic leitet ihren Ursprung von Aurelian ab, welcher Brautwerber des meroving. Königs Chlodewich l, von Frankreich gewesen sein soll, weshalb das gr. Schild mit 13 Silbcrliugcn belegt ist, welche französ. Prinzen ihren Bräntcn übergaben. Wilhelm erbaute 1246 eine Burg bei Utrecht, nannte sie Melun und nahm den Namen Nidder v M, an. Später erwarb die Familie in Holland unter andern Grönestyiu. Ein Mitglied der Familie wendete sich um 1646 nach Deutschland, wozu Vermählungen mit deutschen Frauen die Veranlassung gaben und wurde unter dem Namen N. v. G. in die rhein, Ritterschaft aufgenommen. sTaschcnb, der frhrl. Häuser auf 1348 u, f, — v, Hattstein I, 955 u, f, — v. Lang 220. — v. Hefner, Nassauer Adel S, 9. T, 10; daher. Adel S. 54, T/55; preuß, Adel S, 60, T. 77; Hess, Adel S. 23. T, 25, - Kneschke. Wappen IV. — v, H.s 16. Ritter v, Hennersdorf, Heinrich, Augustin u. Valentin R., Vettern und Brüder, wurden 1616 mit dem Beinamen v. H, geadelt. Schon am 24, Juni 1575 hatte K. Maximilian II, dm Gebrüdern Peter und Valentin R, aus derselben Familie einen Wappenbrief crtheilt. Die Familie ist in der Oberlausitz angesessen. sv, Ledebur II 296, — Siebmachcr II, 154,s 11. Ritter v, Rcgciihcim, Der fürstlich passau'sche geistliche Rath und Pfarrer zu Wcitzenkirchen, Johann Jakob Felix R., und dessen zwei Vettern, Franz Anton und Johann Jakob N., wurden 1749 mit v. Ncgenheim in den Adclstand erhoben. >R, T. A. R.s 12. Ritter v. Rüterberg, Der Assessor der schles. Steuer - Rectifikatiouskommissiou, Konstantin Aug, N,, wurde im I, 1729 mit dem Beinamen v. Nitterberg in den böhm. Adelstand erhoben. Die dermalen in k. preuß. Staatsdiensten stehenden v. Rittersbcrg mögen wol Abkömmlinge dieser Familie sein, sv, Zedlitz, — v, Ledebur II. 296. n, V. des Art. — M, v. M,, Erg. 424, - v. H.s 13. Ritter v, Rittcrbcrg. Der österr. Hauptmann Joh. R. wnrde im I. 1777 mit dem Beinamen v. Nitterberg geadelt. sM. v. M,, Erg. 424,f 14. Ritter v, Nittcrcn, Der innerösterr, Kammeralmilitär- und Bankalfondszalmeistcr Karl Sigmund v. R. wnrde im Jahre 1733 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. sM, v, M., Erg. 197, — v, H.f 15. Ritter v, Rittcrshain, Der galiz. Landrath Alois R. wnrde im I. 1316 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M,, Erg, 424. - v. H .s 16. Wttcr v. Rittcrjlci», Dieses adlichc, seit dem Jahre 1776 frciherrl. Geschlecht in Mähren stammt von Mcmmingcn in Schwaben, war in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in dem dasigcn Nathe gesessen und hat am 2, Mai 1551 von Kaiser Karl V, einen Wappcubricf, am 11, Dez. 1776 aber von Kaiser Josef II, ein Frcihcrrudiplom erhalten, das ihm der Oberstlicutenant und Militär-VerpflcgamtSdircktor Hierouimus Ritter v. R,, in Mähren und im Schlcsi scheu begütert, erworben hat, Georg Jakob R., kais. Hofkriegskanzleiverwandter, wurde 1637 in den Adelstand erhoben, sR, T. A, R. — v, Zedlitz, — v. Ledebur II, 296. n. VI, des Art, 111,332, - Dorst, schlcs. Wppb. II. 136, — M. v, M„ Erg. 93. — Neues geneal. Hdb. v, 1778. S, 366—67, — v, H.f 17. Ritter v. Röddcrsthot, Der Doktor der Philosophie und Medizin, Johann Baptist R., wurde im Jahre 1737 mit „Edler v. Rödder sthal" in den Reichs- n. erbländ. Nitterstand erhoben. sM, v, M, 140. — v, H.f 18. Ritter v, Wallemarc, österreichisch, Franz R. v. W. war 1857 k, k. Generalmajor, beim NcmontirungSwesen in Ungarn angestellt. 19. Ritter v. Zahoni. Die Großhändler Johann Kristof und Hektor Wilhelm R, wurden 1836 in den österr. Adelstand erhoben. sE.S.f Rittcrstldcn, s. Prisling, Rit — Rob 247 Nittcrforth. v. Ledebur, II. 296, kennt von diesem Namen nur einen Oberst des kurbrandcnbnrg. Reiterregiments v. R,; gest. 1659. Ritters, s- Rnbendunst. Riltersberg-Sawiirski, ein prenß. Geschlecht; 1847 in Blüthe. sv. Ledebur It. 2964 Rittcrsbcrg, s. Prantel. 1 Rittcrsburg, Ritter, welche Lustbühel in Steycrmark besaßen. (Schmutz III. 376. — v. H.sj Nittcrsbiirg, s. Ungar. Wiersdorf, s. Weber. Nittcrsseld, s. Köberlein; Kollmann; Koperczanovich; Kraibig; Riedel; Schmidt. Wtcrshoi», s. Ritter. Wiershausen. Der markgräflich brandenburg'sche geheime Rath, Rathsdirektor und Lchnprobst zn Nürnberg, Georg v. R., erhielt 1653 Bestätigung seines adl. Wappens. fR. T. A. Rst Wtershaiisc», s. Kr an ab it. — Nittcrsheim, s. Niera. — Wershofen, s. Dorfmeister. — Riltcrskirchcn, s. Kirchen- better. — Nitterspnrg, s. Köberl- — Nittcrsfchitd, s. Pietsch; Pletsch. — Nittcrsteiii, s. Boleslawsky. — Ritterster», s. Renner. — Nittcrsthat, s. Giresch. — Nittersmatd, s. Wotapeck. Rittstctt. Conradus et GodefriduS de Ritstede testes in einem Burggraf Magdeburg'schen Brief 1221. fllrk. Buch für Reeders. II. 93.) 1. Ritz, ein jülich u. kölnisch anfgeschwornes Geschlecht. fBernd, Taf. (IVI. Sil. — Fahne I. 363. II. 120. — v. Zedlitz. — Cast, Adelsb. v. Baden. — Rodens It. 347 u. f. — v. H.j 2. Ritz, Ritzen, Ricci hießen vor alten Zeiten die jezigcn Grafen v. Sprinzenstein in Oesterreich. Dahin gehört Emmerich Friedrich Ritz zn Grüeb, salzburg'schcr geh. Rath, welcher 1665 den Frciherrntitel bestätigt erhielt. S. SPrinzen- stein. sR. T. A. R. ^ v- Meding III. n. 891. — v. Ledebur II. 296. — v. Hefner, prenß. Adel S. 66. T. 77.s Ritz, s. Reetz. Ritzcnbcrg, eine von Preußen am 26. Juli 1816 geadelte Familie, welche 1803 ein Gut in Oschersleben besaß. sPrenß. Wppb. IV. 35. - v. Ledebur II. 297. — v. Hcfner, sächs. Adel S. 44. T. 59.) stRitzcrou, ein erloschenes niedersächsisches, schon im Jahre 1262 vorkommendes Geschlecht. iPscsfingcr II. Th. 5. B. 8. Kap. 785. - Zedier XXXI. 1834. — v'Hst st Ritzlcr, ans Zdzierdz in Schlesien im 17. Jahrh. W.: ? sv. Ledebur II. 297.s Rivaticr ». Mcijfcbug, s. Mcisscbug. Rivativrc, de la R., Baron Prciguac v. Fraucndorf, siehe F r a n e n d o r f. Rio-Alpen, s. Maretich. Rivara. Der k. k. F.M.L- v. N- erhielt 1847 die österr. Freihcrrnwürde. Die Familie gehörte seit 1353 dem span. Adel an, kam später nach Piemont und von da nach Oesterreich. IFrhrl. Taschenbuch für I86l.s Nivc v. Westen. Der kais. österr. Major Bernhard Rive wurde 1845 urit v. W. geadelt. fM. S.) Riviöre, Johann, bei der Gesandtschaft zu Paris als Leg. - Rath angestellt, wurde 1816 vom König von Sachsen geadelt, sv. Hellbach, Sammlung. — Sächs. Wppb. VI. 84.) Niwotzki, s. Rywotzki. Riyski, s. Rayski. Rftcn, ein altes, zn Glnson in Hinterpommern seßhaftes Geschlecht. fMicrälius VI. 37l. — Zedier XXXI. 1872. - v. Ledebur II. 297 u. 327, unter Nützen; III. 335. — v. H.s Riftoli u. Gotdcnjicrn. Franz Anton R., Doktor der Rechte zu Cavalesc in Tirol, wurde im I. 1801 mit dem Beinamen v. G. geadelt. fM. v. M., Erg. 424. — v. H .s Nobnkowski, ein prenß. Geschlecht. Wappen: Ratnld. sv. Ledebur II. 297.s Roberswatd, s. Zatezky. 1. Robert, Nikolaus Josef, aus den österr. Niederlanden, wurde 1726 geadelt. fN.T.A.N.) 2. Robert, L., Großhändler, erlangte 1854 den österr. Adel. sA. A. Zeit. v. 1854.) Roberts, ein ans England stammendes Geschlecht, welches in Westprcußen, 1788, ansässig ist. Auch in Pommern sind Herren v. R. seßhaft 1803, die aber ein ganz anderes Wappen führen, sv. Ledebur II. 298. III. 332. — v. Zedlitz. s Nobertsburg, s. Ruppert. Robertson. Leopold Weidmann, gebürtig aus Oesterreich, wurde von dem vormaligen Großherzog von Frankfurt, welcher ihn zum Departemcntalkassier in Fulda ernannte, um's I. 1810 mit dem Namen v. N. in den Adelstand erhoben. Er starb 1820 ohne Nachkommen. sE. S.j Robertz. Der fturpfälz. geh. Rath, Vicekanzler und des niederrheinisch - westfäl. Kreises Direktor, Heinrich Albert Josef R., erhielt 1771 ein Freiherrndiplom. fR. T. A. R.) st Robcthon. Der braunschweig-lüncburg. Rath Joh. R. wurde am 2. Mai 1703 in den Adelstand erhoben. Die Familie blüht nicht mehr. fv. dem Knesebecks Robinno, ein in Frankreich, Belgien und in den Prenß Rhcinlanden angesessenes Geschlecht. Es stammt solches aus der Lombardei, wo es seit dem 10. Jahrhundert vorkommt. Lan- francns, Herr der Herrschaft Robiano, nahm um 964 hievon den Namen an. Die Mitglieder ließen sich in Mailand, wo sie fortwährend die höchsten städtischen Stellen bekleideten, nieder. Lanzelot III. v. N. kam mit Kaiser Karl V. jung nach Belgien und heurathete dort. Sie wurden Vicomtcs 1753, Grafen 1754, mit Guterwerbnng nach dem Rechte der Erstgeburt. Von Ludwig Franz Gr. v. R. 1756 stammen in zwei Hauptlinicn alle heutigen R. ab; die in Italien gebliebenen Linien erloschen 1627. (Gräfl. Taschenbuch v. 1351.f Nobinig >i. Rottcnsetd- Georg Josef R., vom Kaiser in den Neichsrilterstand erhoben am 12. Juli 1752. Derselbe starb zu München am 15. Jan. 1760. Er hatte die Lezte ans dem salzburg. Rathsgeschlccht Aniser (Maria Viktoria) zur Ehe. Sigmund R. v. R., k. k. Hauptmann, geb. 1760, st zn Salzburg 1823- Vergl. Rottenfeld. Robigni i>. Rottcnsetd. Kais. Reichsrittererhebung d-d. 12. Juli 1752 für Georg Josef R. mit dem Beinamen v. Rotten seid wurde bekannt gemacht am 7. Juli 1756 in Salzburg, fv. Schall- hammern.j Ist wol gleich mit vorigen? 248 Rob - Nobilant, ein Grafcngcschlecht, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Maria Antonia Gräsin v. R., geborne Gräfin v. Waldburg-Truchseß, war 1335 Sternkrenzordensdame. Noüorctus, Josef, dessen Sohn kais. Arzt war, erlangte 1602 den Adelstand. jR. T. A. R.) NolmMis. Jakob v. R. erhielt 1559 ein Adclsdiplom. (R. T. A. R) Nocca-Fuchs, vielleicht österreichisch. Alerander v. R.-F. stand 1357 als llnterlieutenant beim 8. österr. Gcnicbataillon. 1. F Noch, Roche, ein 1914 ausgcstorb. brandenburger Geschlecht, welches 1399 bekannt war und besonders 1599 Be- sizungcn im Havellande hatte. Wappen? (v. Ledebur lt. 298.) 2. F Noch, ein preust. Geschlecht mit dem Wappen Noch, welches 1797 ausgestorben ist. fv. Ledebur II. 2984 3. Noch- Wappenbeschreibnng bei v. Ledebur II. 298. III. 332. Nochcicki, ein schlcs. Geschlecht. Wappen? (v. Ledebur II. 298) Noche la, Edle v. Ztorkenfeljz, s. Laroche. Rochefoucauld. Der Graf K. G. M. S. von La R., Herzog v. Biscaccia, wurde 1855 sammt Abkömmlingen bei der bayer. Fürstenklasse eingetragen. fA. A. Zeit., Jan. 18564 Die R. gehören zu den ältesten Geschlechtern Frankreichs, schon 1994 sehr bekannt. Im I. 1399 thcilte sich das Haus in die Hauptäste von Vcrneuil und von Barbesicur, die sich wieder in vierzehn Linien abzweigten. Die Herrschaft La R. wurde im April 1528 zur Grafschaft und 1622 zum Herzogthum erhoben, womit ihre Besizer gleiche Titel erhielten. Stammwappen: Schmale Querstreifen von S. u. B. überdeckt mit drei r. Sparren. UebrigenS führt jeder Hauptzwcig ein besonderes Wappen nach dem Wappen der besizenden Herrschaft. Nochlitz. In Meisten, 6 Meilen von Leipzig, liegt eine kleine Stadt dieses Namens, die ihre eigenen Grafen gehabt, denen aber die gräfliche Würde nicht erblich gewesen zu sein scheint, indem, wenigstens im 13. Jahrh. (und zwar 1291), ein Heinrich und ein Otto vorkommen, und schon im I. 1143 gelaugte die Grasschaft durch K. Konrad III. an Konrad Markgr. von Meißen. (Diplomat. Nacht, v. Obersachscn V. 163. — Gauhe II. 956 u. f. — Zedier XXXII. 160-82. - v. H) Nochouville- Der österr. Oberstlieut. Anton Markus v. R. wurde im I. 1715 in den böhm. Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 93. — v. H.) Wahrscheinlich französ. Adel. Nochom, Rvchau, nicht Rockaw, ein märk. frhrl. Geschlecht, das sich auch iu Sachsen und andern Landen verbreitet hat. Schon unter Heinrich dem Vogler kamen sie um's I. 926 in die Mark Brandenburg, nachdem sie die Wenden daraus vertrieben hatten. (?) Aus diesem Gcschlcchte ist Moriz August v. R. von K. Ferdinand III. 1699 in den Freihcrrnstand erhoben worden. (Märk. Chronik 37. >76 n. ff. - Spener, hist. insign. 266. - v. Biebing I. n. 696. — Gauhe I. 1397 — 99. — Zedier XXXII. 183 — 99, aus schriftl. Geschlechtsuachr., besonders aus Laur. Peckenstein's Mspt. — De originc, antiquitate, rebus praeclare gestis, et increincutis familiac gencrosae Rochovianac. — Dienemaun 252. 271. 343. 495 — Geueal. u. Wappen. — Siebmachcr I. >74 n, 2. III. 44. n. 6. — Spener, op. herald. — Spangenberg, Adclöspicgel. — Sinap I. 762. II. 414. — Eilers in Chron. Beltic. 266. — v. Zedlitz, Ad-Ler-, woselbst eine weitläufige Abhandlung über dieses Geschlecht zu finden ist. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels sür 1846 u. f. — Archiv für Gesch., Geneal. - Rod u. Dipl. S. 48. — v. Ledebur II. 293. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 15. T- <4; prcuß. Adel S. 69. T. 78. — Sachs. Wppb. III. 44. — v. H. — Taschenb. der frhrl. Häuser für 1859, wo eine vollständige Geschichte zu finden ist. — v. Hefner, Erg. Bd. S. 48. T. 29) Nock v. Nockstcin, Ferdinand Konstantin, wurde am 1. Febr. 1668 in den böhm. Adclstand erhoben, sv. Hcllbach, Sammlung) F Nockcißiig, Nockelfink, ein 1665 vorkommendes, aber ausgestorbenes Geschlecht, welches mit dem Collenkamp im Herzogthum Cleve belehnt war. sv. Ledebur II. 299.) Nockcnthicii. Der sächs. Prcmicrlieut. Joh. Rudolf R. wurde 1792 vom sächs. Ncichsvikariat geadelt. (Kncschke, Wappen III. — Sächs. Wppb. VI. 85) Nockhouscil, ein altes sächsisches, im Stifte Naumburg und in Thüringen begütertes Geschlecht, das schon im Jahre 1973 vorkommt, und war ihr Stammsiz wahrscheinlich in dem schwarzburg'schen, zwischen Arnstadt u. Erfurt gelegenen Dorfe dieses Namens. (König I. 829—29. — Estor, Ahuenprobc 373. — Zedier XXXII. 291. — v. Meding III. n. 679. — Gauhe I. 1499. — Kneschke, Wappen I. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 399. — Siebmacher I. 169. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 44. T. 59. — v. H) Nockiiinia), s. Wostromirski. Nockih, s- Strzela. Nöda, ein unfehlbar thüring. Adel, der in den Jahren 1249, 1393 und 1461 vorkommt. sSagittar, gleich. Gesch. 59. 9V. 9t. — Müller, sächs. Annale» 34. — Zedier XXXII. 296 n. s) Auch in Nördlingen kommt ein Geschlecht dieses Namens vor, und in Erfurt befand sich ein — nun erloschenes — Patrizier- Geschlecht dieses NamcnS. sv. Zedlitz. — (S. v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 17. T. 14.) — Beischlag, Beitr. zur nördling. Gesch 419. — v. H) Nodakowski, gali zisch. Josef Ritter v. R. stand 1857 als Hauptmann im 62. österr. Inf. Regiment. F NodM v. Nodncck, eine tiroler frhrl. Familie, die ihren Stammsiz und Herrschaft Rodncck bei Weilbach gehabt und das Erbkännnereramt vom Stifte Briren besessen hatte. Sic ist gegen das Ende des 15. Jahrhunderts ausgestorben. (Brandis, tiroler Ehreukr. II. — Gauhe I. 1491, und fast wörtlich daraus in Zedier XXXtl. 298. — v. H) Nodbertus. Die eidliche Familie v. R. ist zu Gransebicth bei Grimme in Pommern seßhaft. Johann Kristian R., aus einein Handlungshause der Stadt Barth, wurde am 1. Juni 1892 in den Reichsadelstand erhoben, sv. Ledebur II. 399. III. 332. — v. Zedlitz) Nodde ans Mühle. Von diesen Freiherren v. R. befinden sich mehrere Abkömmlinge als Offiziere im p reu st. Heere und auf der Liste der Johannitcrrittcr. Der Vater Mathcus R., Bürgermeister zu Lübeck, wurde 1891 in den Neichsadelstand und 1896 in den Freihcrrnstand erhoben, sv. Zedlitz. — Taschenb. der frhrl. Häuser für 1848 u. f. - Mecklenburg. Wppb. XIAII. 161. - v. Ledebur II. 399. III. 332. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel 17. T. 15; preuh. Adel S. 69. T. 78) 1. st Nodc- lieber diesen Namen sehe man Fahne II. 126. Ein altes gräfliches erloschenes Geschlecht in Hannover, das eigentlich Lauenrodc geheißen, und von dem die Gr. Limber und Wunstorf abstammen sollen. (C. U. Grupen, Diss. gen. hist. de comitibus in Roden, ein Mspt., das in dessen orig. et Antiq Hannover., p. 44, allegirt wurde. — Abel's d. Altcrth. II. 563. — Zedier XXXII. 299. — v. H) 2. Nodc, ein bielefelder Stadtgeschlecht, dessen Schild einen Nod — Rodt 249 aufgerichteten Lindcnstamm mit 2 Blättern zeigt. Im Jahre 1837 blühte die Familie noch, die schon 1429 bekannt war. sv. Ledebur I I, 399. s 3. Rode, ein Geschlecht, welches am 6. Jnli 1798 den prcuß. Adel erhielt. W,: 1. n. 4. F. in S, ein schw. Flügel mit g. Kleestengel, 2. n. 3. F. in B. drei r. Rosen, so. Ledebur II. 399. — Preuß. Wppb. IV. 35.s Die Familie stammt aus Anhalt-Dessau, wo der Erwerber des Adels Präsident, der Sohn Neiscmarschall war. 4. Hobe, Johann Philipp, Direktor der Ingenieurschule, wurde am 16. Oktober 1893 in den preuß. Adelstand erhoben. Wappen: Ein s. Schrägrechtsbalkcn mit drei r. Rosen belegt. sv. Ledebur lt. 309. — Preuß. Wppb. IV. 35. s 's Rodebcrg, eine köln. Familie, die von de» fulda'schen v. Rodenberg ganz verschieden ist, wenigstens haben beide ganz verschiedene Wappen. Im Schilde einen erhöhten Turnierkragen mit fünf Läzcn. so. Meding II. n. 718. — v. H.j Rodclii. Anton Gualbcrt v. R. wurde im I. 1773 in den Rittcrstand erhoben. sM. o. M., Erg. 198. — Kneschkc, Wapp. III. - v. H.j 1. f Nodcn, Roten, Rothen, ein niedcrsächsisches, mit Aschwin v. N. um das I. 1439 ausgestorbenes Geschlecht. W.: Drei Lilien im Schilde, sv. Wcstphalcn, mouum. inedit. Tom. IV. Tab. 13. n 53. — v. Meding III. n. 681. — Grupen's Abhdl. von Hannover 375. — Zedier XXXII. 218. — Lüdersens Sammlung. — v. H.i 2. Roden, Andreas, wurde am 9. Aug. 1659 in den böhmischen Adelstand erhoben, sv. Hellbach, Samml.sj 3. Roden v- Hirschcnau oder vielmehr Hirzcnau. Jakob R., Doktor der Rechte, wurde am 12. Sept. 1633 mit dem Beinamen v. Hirzen au in den Adclstand erhoben und das seinem Vater Georg R. schon im I. 1699 verliehene Wappen gemehrt. Sein Sohn Andreas R. v. H. war Hofrichtcr in Mähren u. erlangte am 29. Juli 1676 den Rittcrstand und das böhmische Jnkolat. Dessen Sohn Andreas Josef auf Grottowiz u. Ratowiz in Mähren wurde am 12. Mai 1718 mit seinen Brüdern Karl und Thaddäus in den Frcihcrrnstand erhoben. jTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. 1855. — M. v. M., Erg. S. 93. — v. Schönfeld, Ad. Schcmat. I. 169 u. f. — v. H.s Rodcndcckc, eine lüneburg'schc, schon im I. 1312 in Urkunden vorkommende Familie, sv. Meding II. n. 713. - Lüdersens Samml. — v. Zedlitz. — v. H.s Rodenberg, fnlda'sche Vasallen, die nach 1399 wenigstens als solche nicht weiter vorkommen. Sie führen in G. eine» schwarzen Querbalken und-leitcn von dem schweizer u. baden'schen Geschlcchtc v. Rotberg ihre Abstammung ab; Rudolf v. Notberg soll sich in's Cleve'sche begeben haben und nannte sich v. Rodenberg. Die Familie blüht. Preußen bestätigte am 24. April 1891 den alten Adel. sBernd, Taf. 9! VI. 2>2. — Prcuß. Wappb. IV. 35. - v. Ledebur II. 399. 3l4. — v. H. — Fahne I. 365. II. 121. — v. Meding III. n. 682. — Lüdersen'« Samml.j Rodenhagen- Hedenricuö de R. testis in einem Brief des Burggrafen von Magdeburg 1221. sllrk.Buch sür Niedcrs. II. 93. s Rodenhanlcn, eine hessische und rhei irländische, unweit Gießen seßhafte Familie, sv. Hattstcin I. 457— 69. III. Suppl. 129. — Sicbmacher I. 133. n. 1. - Zedier XXXII. 214. — v. HI s Stummbuch des Adels in Deutschland. III. Das Geschlecht ist verschieden von denen v. Nadcnhausen. Wappen: In G. 3 r. aufwärtSgchende Spizen. Rodenkirchen, Rottkirchen, stammen aus dem Dorfe gleichen Namens bei Köln und führten einen rechtsschrägen gethcilten Schild, unten schw., oben g. und in der lezten Hälfte einen Mohrcnkopf, auf dem Helme einen wachsenden Mann. Das Geschlecht erscheint um 1259 und Fahne liefert, I. 365, eine Stamm- Tafel, die bis 1715 geht. Ob die in kurpfälz. Diensten gestandene Familie erloschen ist, ist dicßorts unbekannt, sv. Ledebur II. 399.j s- Rodcnstein, Roteustein, ein rheinländisches altes, von den Zöllern v. Roteustein ganz verschiedenes Geschlecht, dessen Stammhaus Roth- oder Roden st ein am Odenwald gelegen. Zuerst kommt im I. 1989 Heinrich v. Nodcnstein vor. sSicbmachcr I. 122. — Humbracht, Tab. 66. Salver 485. — v. Hattstcin I. 461-64. — Gauhe l. 149t. — Zedler XXXII. 215., ES ist dieses diejenige Burg Niedenstein, aus welcher die Sage bei entstehendem Kriege ein wildes Heer mit lärmendem Getöse herausstürmen läßt. Das Geschlecht der v. R. ist schon 1671 erloschen. Namen und Wappen haben die v. Heb erbrück im Großhcrzogthnm Hessen de» ihrigen beigefügt, weil etliche Güter der v. R. an diese Familie gekommen sind. S. Neb erb rück. sFrhrl. Taschenb. v. 1855. — v. Hesner, Hess. Adel S. 23. Taf. 25. - v. H.s Roder ». Mdlnirg. Peter R., gewesener kais. Hofdicner, erhielt 1616 die Erlaubniß, sich v. F. zu schreiben. Im I. 1628 erhielt derselbe ein Reichsadelsdiplom. sR. T. A. R.jj Rodcrstzkis. Der Oberamtmann zu Senftcnberg, Franz Johann R., wurde im I. 1754 geadelt. sM. v. M., Erg. 425. - v. H.s -s Nodcstock, Rottstcck, Nadcstock, eine ausgestorbene alte meißnische Familie, deren Stammhaus Rott stock im sächs. Kurkreise beim Städtchen Brück gelegen ist; sie kommt in Urkunden zwischen 1298 und 1423 vor, worauf sie bald erloschen zu sein scheint. sDiplom. Nachl. von Obcrsachsen <19. — Gauhe II. 359. — Zedier XXXII. 225. — v. Hst 1. Rodcwih, Rogewitz, eine aus Schlesien stammende ober- lau sitz'sche Familie, auS der Michael v. N., ein schlcs. Kavalier, im Jahre 1413 auf dem kostnitzer Konzil mitgewesen war. sSinap I. 763. II. 922. - Gauhe I. 1492. - Zedier XXXII. 225. — Siebmacher I. 69. n. 6. — v. Meding I. n 698. — v. Ledebur II. S. 392. — v. H.s In S. ein r. halber Stier mit Kopf u. Hörnern. sKneschke, Wappen Ill.s 2. Rodcwih, eine vom sächs. Reichsvikariat am 11. Sept. 1799 geadelte Familie. sSächs. Wppb. VI. 86sj In Schw. ein gold. Ast und zwei g. Sterne, sv. Ledebur II. 392.s Wappen: Gespalten in G- u. Schw., darüber quer gelegt ein Baumstamm mit wechselnden Farben. Rodt v. Rodishcim. Der Postverwalter zu Görz, Johann Baptist R., wurde im I. 1734 mit „Edler v. RodisHeim" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. , Erg. >93. — v. H.j Rodiö v. Derlincnkamps, kroatisch. Johann R. v. B. stand 1857 als Hauptmann im 52. k. k. österr. Inf. Reg. Rodich. Der k. k. Oberstlieutcnant G- N. erlangte 1859 den österr. rittermäßigen Adelstand. sM. S.jj Gabriel v. R., k. k. Generalmajor, wurde 1869 Freiherr. 32 250 Rod — Rod RodicM v, Wcirclburg, eigentlich Noditzky v. Sipp, Freiherr v. Wcirburg, ein ungar. Geschlecht. Der Major und TheresienordenSritlcr N. wurde im Jahre 1819 mit v. W. in den Frciherrnstand erhoben. >M. v. M., Erg. 93. — v. H.f Rodishcim, s. Rodi. Rodncck, s. Rodank. Rodavski, Radosski v. Husiirga», cincö der ältesten böhmischen Geschlechter, das seit 1389 bekannt ist. fBalbin, stemmat. Tab. III. — Gauhc I. 1403. II. 900. — Zedier XXXII. 234. — v. H.j -s Rodt >>. Rodcnhaus (?). Dieser Name erscheint nur in der Person des Theodor N. o. R., Landrcntmcistcrs zu Rodenhauß im Berg'schen. so. Ledebur II. 392Z War wol gar »icht adlich; fügte seinem Namen den Wohnort bei. Nöbc, Friedrich, wurde am 22- Jan. 1837 vom König von Preußen geadelt. sPreuß. Wppb. IV. 36. - v. Ledebur II. 237. III. 332.) 1. Rölirl, ein märk. Geschlecht, das schon um das I. 927 daselbst u. in neuerer Zeit auch in der Nicderlausitz bekannt ist. sAngcli, märk. Chronik. — Grosser, lausitz. Merkwürdig!. III. 50. — Gauhe I. 1403. II. 960. - Zedier XXXII. 247. - I. W. Bcrgeri Pr. de gcntc Rocb. Vit. 1713 in dessen StromatcnS academ. Lips. 1744. S. 372—77. — v. Ledebur II. 297. — v. Hcfncr, prcuß. Adel S. 60. T. 78. - v. H>.) 2. Hödel. Der Handelsmann Thomaö R. zu Breslau wurde im I. 1725 in den böhm. Adelstand erhoben. Am 6. Nov. 1741 wurde Joh. Thcofil v. R., Kammerherr, in den prcuß. Frciherrnstand erhoben, nachdem derselbe 1733 böhm. Ritter geworden war. (M. v. M., Erg. 198. 425. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 298- — Kncschke, Wappen I. — v. HI liöbcr. Dieses Namens führt v. Ledebur, II. 298, drei Geschlechter an: I. Die v. R. auf Benkwitz im Breslau'schen. Andreas v. R. lebte 1614; sein Sohn starb 1669 unvermählt. II. Die v. R- auf Arnoldsmühle in Schlesien; wahrscheinlich aus dem uämlichen Geschlcchte von I. Diese erlangten am 11. Juni 1673 von K. Leopold I. den böhm. Rittcrstand. Sein Sohn starb 1798 in der Neumark. III. Die v. R. in Ostpreußen; sie sollen aus Sachsen stammen und sind in Preußen begütert. so. Ledebur II. 293. III. 332.s Röck v. Greistnbcrg. Sebastian R. wurde im I. 1758 mit dem Beinamen v. G. geadelt. (M. v- M., Erg. 250. — v. H.) 1. Rockel. Der NegimcntSrath Joh. Georg Josef N. wurde im I. 1798 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 425. - v. H,) 2. Rockel. Der Negiernngsrath Johann Georg Josef N. in Lands Hut erhielt am 4. April 1758 von K. Josef I. ein Edcln- Diplom. so. Lang 506. — v. Hefncr, daher- Adel S. >07. Taf. 130. - v. H.) Röddcrsthal, s. Ritter. Rödel, Johann Lukas, kais. Waldamtsverwalter, und seine Brüder, wurden 1642 geadelt. sR. T. A- N.sj Rödcn, s. Spiegel- 1. Röder, Räder, Ncder. Diesen Namen führen mehrere Familien, die vielleicht alle Eines Ursprungs, in dem Wappen auch zum Theil gar nicht verschieden sind, als ein r. Querbalken, auf dem Helme ein Thurm; oder in R. ein mit 3 Rosen belegter schw. Schrägbalken, auf dem Helm ein thurmartiges Gefäß; oder endlich dreimal qnergetheilt in S., N. u. Schw., auf dem Helme daö Gefäß mit einem Querbalken. Es gab und gibt ihrer im Anhalt'schen, im Brandenburg'schen, im Elsaß, in Franken, Magdeburg, Oesterreich, Preußen, Sachsen, Schlesien, Thüringen und im Voigtlande :c. Das bekannteste und am meisten verbrciletstc Geschlecht sind die v. R. im Vogtlande. Man sagt, daß Kaiser Heinrich der Vogler einen Hannibal Reinhard N. zum Ritter geschlagen habe und betrachtet denselben als Stammvater. Als Stammgütcr werden angegeben: Dörnfeld, Schönhcyde und Barigau. (Zedier XXXII. 258. 260, ans schrifll. Nachr. -- Zlllgcm. gencalog. Handb. I. 748—50. — Siebmacher I. 145. — v. Meding I. n. 673. —Neue genealog. Nachr. 1777. L>. 192 u. f. 1778. I. 174. — Brückner II. Th. V. St. 65. VI. St. 69. XI. 73. — Bucellni stemmat. T. II. P. III. fol. 430. — Gauhe I. 1404. II. 962. — Grosscr's lausitz. Merkwürdig!. III. 41. — Trommler, Samml. der Hist. v. Voigtlande 184. - r>. Ledebur II. 300. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 18; sächs. Adel S. 44. T. 50; daher. Adel >s. 107. T 130; Wappen: Von S., R. u. Schw. gcthcilt; auf dem Helnc der Hut oder Thurm ebenso; Württemberg. Adel S. 11. T. 13, wo sie die Freiherrnwürde erhielten. Wappen: In R. ein mit drei Rosen belegter schw. Schrägbalken, ans dem Helm ein Thurm, schw-, r. u. s. — Dorst u. Tyroff, württ. Wappenbüchcr. — v. H.j 2. Röder, Reder, soll es auch im Anhalt'schen u. Magde- burg'schcn gegeben haben, welche schon 1218 erscheinen und mit verschiedenen Gütern daselbst belehnt wurden. Ein besonderes, von den andern Familien v. Röder oder Rcder abweichendes Wappen ist nicht angegeben; und obgleich daö Geschlecht noch 1599 in Blüthe war, so findet man doch nichts weiteres Bestimmtes von ihm aufgezeichnet. fZedlcr XXXII. 262. — Beckmann, anhalt. Hist. VII. 261, wo selbst von diesem genauen Aufzcichner nicht viel über diese R. angegeben werden kann.s Nicht weniger Ungewißheit besteht über diejenigen v. Rcder oder Röder, welche sich in Preußen vorfinden, die schon 1261 daselbst erscheinen und noch 1739 daselbst geblüht haben sollen. Von dem Unterscheidungszeichen der alten Familien, vom Wappen, ist nirgends etwas zu finden. sZcdler XXXII. 265. — Hartknoch, prcuß. Hist. 459.) Man vermuthct, daß diese R. von jenen in Thüringen (in der Mark) abstammen; doch verliert sich diese Vcrmuthnng im grauen Alterthume. sv. Zedlitz.) Möglich ist es, daß die R. in Thüringen, im Vogtlande, in Anhalt und in Preußen eines in dunkler Vorzeit sich verlierenden gleichen Ursprungs sind. 3- Röder, Regiernngörath in Magdeburg, wurde 1798 von Preußen geadelt. Wappen: Gespalten; vorn in B. eine g. Lilie, hinten in S. ein schw. Rad. jPreuß. Wappb. IV. 36. - v. Wolframitz, Collckt. zc. — v. Ledebur II. 301) 4. Röder, ein adliches, auS dem Reiche stammen sollendes Geschlecht, dessen Mitglieder in prcuß. Kriegsdiensten stehen. Es führt in Grün einen s. Baum mit 2 belaubten und 2 unbelaubten Aesten. fv. Ledebur II. 301. III. 332. — Dorst, schles. Wppb. III. I62.f Wahrscheinlich gehört die Familie Schlesien an. 5. Röder v. Dirsbnrg (Röderer v. Tiers perg schreibt v. Hattstcin), ein cl sassisch es Geschlecht, mit dem vielleicht die v. Erti ngen wegen Gleichheit des Wappenbildcs und die Röderer v. Rod eck im Elsassisch cn wegen Namcnsähnlichkeit einerlei Ursprung haben. Auch nach der Morden au hat sich dieses Geschlecht verbreitet, wo es schon 1392 erscheint. Das Wappen ist ein w. Balken und ein nach der Breite des Schildes ausgebreiteter w. Adler. fSicbmachcr I. 193. n. 5. — v. Meding III- n. 683-j Der Adel und die direkte Abstammung des Obersten und Rod — Ron 251 des Oberstlieutenants R. in Worms und Darmstadt von den R. v. Diersburg — welche bisher für erloschen gehalten wurden — wurde 1839 vom Großherzog von Hessen als Herren v, R> anerkannt. sCast, Adelsb. v, Baden. — Genealog. Jahrb. des deutschen Adels für 1816 u. f. — Zedier XXXIl. 261. — Freiherr!. Taschenb. von 1855. — v. Hcfner, Hess. Adel S. 23. T- 25. — v. H.s Röder, Rödern, Rcdern, s. Rcdcrn. f Rödern, Rädern, Röder, ein schlesisches und nachher österr. Geschlecht, mit dem s. Wagenrad in B. Friedrich v. R. erlangte am 17. April 1565 den Rcichöfrei- u. Panncrherrnstaud; weitere Frciherrndiplome erhielt die Familie 1598 und am 29. Juni 1612 mit Ausdehnung auch ans den österr. Zweig der mark. Familie v. Redern, und 1646. Georg Heinrich und seine Brüder und Vettern erhielten am 4. Aug. 1669 mit dem Titel Ncichs- Grafcn v. R., Frhrn. zu Krappitz u. Herrn zu Pcrg, mit Ertheilung cincö Wappens, welches die v. R. und v. Redern verbindet und als ein Geschlecht darstellt, ein Grafendiplom. sSiedmacher I. 56. — v. Ledebur ll. 361. ^ Taschenb. der grafl. Häuser für 1839 u. 1852. — o. Mcding l. 669. — v. Hoheneck ll. 184. — v. Hefner, prenh Adel S- 24. T. 26. — Kneschke, Grafcuhäuser.s Rödinghosc». DeS Kurfürsten von der Pfalz geh. Rath und subdelegirtcr Bevollmächtigter bei der Neichskammcrgerichtövisitation, v. Rödinghofcn oder Redinghofen, wurde 1799 in den Freiherrnstand erhoben. fR. T. A. R.fj Die v. N. sind ein altes jülich'sches Geschlecht, welches schon 1213 erscheint und mehrfach in den Stammtafeln vorkommt. lFahne I. 353. II. ll4, wo ein Stammbaum, und 233. — v. Ledebur II. 269.j Rödl. Der Advokat Karl Lorenz N. zu Egcr wurde im Jahre 1791 in den b öhm. Nittcrstand erhoben. In der Reichs - Taramtsrechnnng ist der Name Rödel geschrieben. Er war zugleich Justitiar der Herrschaft Königsberg. fM. v. M., Erg. 198. - v. HI Rödlich v. Dcrliiicnkampf. Der Obcrlieut. Daniel N. wurde im I. 1785 geadelt. sM. v. M., Erg. 456. — v. H.j Rögcr. Der Major Joh. Kristof R. wurde im I. 1799 geadelt. fM. v. M. 256. — v. HI 1. Röggla li. Ichmithal. Der Landgerichtsschreiber Anton Valentin N. zu Kaltern wurde im I. 1894 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 425. — v. HI 2. Nöggln ». Mqnithal. Der tiroler Gubcrnialsckrctär Josef N. wurde im I. 1893 mit „Edler v. M." geadelt fM. v. M., Erg. 425. — v. H.s R öhl. Ern st And reas v. R., auS Schweden oder Elsaß stammend, Generalmajor, hat mit seinen Brüdern 1789 vom König von Preußen den Adelstaud erneuert erhalten. Der Familie gehört die Burg zu Salzwedcl. Wappen: Gespalten; rechts in S. ein halber schw. Adler, links in B. 2 in's AndreaS- Krcuz gestellte g. Stämme mit je 6 abgestumpften Arsten. fPreuß. Wappb. IV. 36. - Dorst, allg. Wppb. 213. — ».Ledebur II. 364. — Kneschke, Wappen III Röhrschcid, s. Rohrscheid. Rölants, Klaudius, aus Brabant, erlangte 1716 den Neichs- Adelstand. -f Nölih, ein alteS sächsisches, aber ausgestorbenes Geschlecht, dessen Rittersiz das im Weissenfels'schcn jenseits der Saale gelegene Rittergut Mark Röhlitz gewesen zu sein scheint. sSiebmachcr I. 154. n. 9. — v. Mcding III. n. 685. — v. H.s Röll, Röhl, ein westfäl. Geschlecht, welches auch in Schlesien angesessen ist. In Westfalen gehört ihm Dölberg bei Unna 1654, und in Schlesien Gr.Neichen, 1764. W.: In G. ein aufgerichteter schw. Bär mit s. Halsband. Der erste bekannte AnHerr, Joh. v. N., soll aus Frankreich, welches er auS Religionsgründen verließ, sich 1629 in's Hessische begeben n. Dölberg gekauft haben. Zwei seiner Söhne oder Enkel gelangten zu hohen Militärehren in Preußen und sollen den Rcichöfrcihcrrnstand erlangt haben. Ein Anderer soll sich nach Utrecht begeben haben und der Stifter der Barone v. Röll daselbst geworden sein. fv. Ledebur II. 392.fj 1. Römer, ein voigtländ. und meißnisches Geschlecht, aus dem die Brüder Martin u. Niklas von K. Friedrich am 3. Febr. 1479 in den Adelstand erhoben wurden, und steht ihr AdclSbrief in des Grafen I. Fr. v. Benst's Bcitr. zur sächs. Gesch. I. 19—24. In der N.T.A.Ii, sind die Gebrüder N. aufgeführt, welche 1571 geadelt wurden, fv. Ledebur II. 397. I .j Ans diesem Geschlcchtc soll Ciprian v. R. auf Chyzow in Galizien 1818 in den Grafcnstand erhoben worden sein. fv. Hefner, sächs. Adel S. 44. Taf. 56: Hess. Adel S. 23. T. 25. - Kneschke, Wappen IV. — Knauth, prvdr. Misn. — Gauhe I. 1469. — Zedier XXXIl. 346. — v. H.j 2. Römer, eine auS Düren im Jülich'schen stammende adliche Familie, welche 1639 geadelt und 1711 gefreit wurde. Sie führt im Schilde ein springendes Roß. fFahnc I. 367. — v. Ledebur 11 .397. II. — Siebmacher V. 32.fj Zum österr. Nitterstande jczt gehörig. 3- Römer, Andreas August, in Liefland, wurde 1792 vom sächs. Rcichsvikariat in den Rcichöadclstand erhoben, fv. Hellbach, Samml.j 4. Römer. Der Rechnungsrath w. Franz Karl R. wurde im Jahre 1893 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 251. — v. HI 5. Römer. Der österr. Hauptmann Jgnaz R. wurde mit seinem Bruder Konstamin im I. 1811 in den rittermäßigcn Adcl- stand erhoben. fM. v. M., Erg. 198J 6. Römer v. Ravenstein, österreichisch. Anton R. v. R. w ar 1857 k. k. Kassaoffizial zn Zara und Franz Edler v. Römer Rittmeister im 13. Gcnd. Regiment. 7. Römer v. Römcrsbcrg. Elias und Tobias R., kais. Hof- Diener, erhielten 1695 einen adlichen Wappenbesserungsbrief, mit dem Rechte, sich v. NömcrSberg zu schreiben. fR. T. A. R.j Römcrstali, eine altadliche Familie, von welcher Bucelinus, II. 262, eine Ancntafcl beibringt. Die Familie war in Schwaben seßhaft, scheint aber erloschen zu sein; um 1655 lebte nur noch ein Sprößling. Römig. Ein v. R. erscheint 1854 als preuß. Hauptmann. Wappen? fv. Ledebur II. 398.fi Vielleicht Neinig? Römisch. Der Befizcr der Herrschaft Kleinskall in Böhmen, Franz Zacharias N., wurde im I. 1822 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M., Erg. 426. — v. H.j Römling, ein pommcr'sches Geschlecht. fRanft, gencalog. Archiv 1736. S. 655. — Zedier XXXII. 446. — v. Ledebur II. 367. v. H.j Rimlingen, Heinrich, wurde 1771 in den Adelstand erhoben. fR. T. A- R.j Rönne, eine sehr alte Familie, die sich vor mehreren Jahrhunderten in Licfland, Kurland und Dänemark, besonders aber im Herzogthume Bremen verbreitet hat und wovon sich Dietrich v. R. im I. 1459 sehr auszeichnete. 32" 252 Ron — Röt IMußhard, Thcatr. nobile Brem., wo auch das Wappen beschrieben, aber nicht ganz richtig. — Gauhe 1. 1410. ll> 963. — Zedier XXXII. S. 44k. — v. Meding II. n. 730. — Lüdersens Samml. — v. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — v. Firks, Nrspr. des Adels in den Ostsee- Provinzen ILO. ^ Grote, hannöv. Wppb. <3. 51. — v. Ledebur II. 308. III. 333. - v. Hefncr. preuß. Adel S. 60. T. 78. - Preuß. Wppb. XIV. ,3. — v. H.s 4 Rönncbcck, ein in der Alt mark schon 1375 seßhaft gewesenes Adclögeschlecht. sv. Ledebur II. 398.s 4 Rönnow, eine holstein'sche Familie, die von den Grafen v. Ronnow und von denen v. Rönne wol zn unterscheiden ist; sie scheint aber, da sie mit denen v. Ranzow einerlei Wappen hat, ans dieser entsprossen zn sein, ist aber im Holst ein'schcn im Jahre 1559 mit Marqnard v. R. abgegangen. sSpangeubcrg, AdclSspiegcl II. 258. — Gauhe I. >410. — Zedier XXXII. 446 u. f. — v. H.s Röntgen, Gottfried Bernhard August, großherzoglich baden'- schcr und herzoglich nassau'scher Ministerrcsident am niederländischen Hofe, wurde 1825 in den preuß. Adelstand erhoben. sPreuß. Wppb. IV. 36. — E. S. — v. Ledebur It. 309. III. 333.s Hönisch. Nur 1845 erscheint ein v. R. als Direktor der Strafanstalt zu Brieg. sv. Ledebur II. 394.s Wappen? Röoclr, Nikolaus und Karl Friedrich, Brüder, wurden 1763 geadelt. sN. T. A. R.s Richert, Andreas David, Sindikns der Mecklenburg. Ritterschaft, wurde 1754 in den NeichSadelstand erhoben. sR. TA. R.s Nach dem Taschenbnche der frhrl. Häuser auf 1853 und 1357 soll daS Diplom von 1751 nur eine Anerkennung des Adelö der Familie enthalten. Im I. 1761 wurde ihr der Freiherrnstand zu Theil, nachdem sie Greinburg in Obcrösterreich erworben. Sie besizt noch Güter in Mecklenburg-Schwerin und ihre Mitglieder stehen meistcntheils in herzoglich sachsen - kobnrg'schen Diensten, sv. Ledebur II. 309. — v. Hefner, sächs. Adel S. 15. T. 14; preuß. Adel S. 61. T. 78.s Richpcrt, österreichisch. Busso Frhr. v. R. stand 1857 als Kadct im 7. k. k. Kür. Regiment, und in demselben Regiment Ernst Frhr. v. R. als Oberlieutenant. Pölich >i. Kilinbcrg, Johann, und seine Brüder, wurden nm's Jahr 1665 geadelt. sR. T. A. R.s Vielleicht AnHerrn des 1797 in den böhm. alten Nittcrstand aufgenommenen Joh. Jakob R. sM. v. M., Erg. 198. s Wringen, ein sehr altes nie der sächs. Geschlecht, das im Jahre 1925 schon vorkommt. sMeyer's pless. Nrspr. 338. — v. H.s Röro bc Monticclii, österr.-italienisch. Barbara Gräfin R. de M. war 1835 Honorarstiftsdame des herzoglich savoiischen Damenstifts zu Wien. Rösch, Andreas, niederösterr. Vicebuchhalter, wurde 1695 geadelt. sR.T-N.R.s st Väschen v. Gcrolbshnusen, eine ausgestorbene fränkische, früher im Rittcrkanton Steigerwald begüterte Familie. Hanns Rösch v. G. war bekannt im I. 1289 u. 1296; im lezte» Viertel des 16. Jahrhunderts ist die Familie mit KaSpar Rösch erloschen. sBiedcrmann, Steigert». Tab. 243—45. — v. H.s 4 Nösclcr, Friedrich August, gebürtig von Zerb st, wurde Doktor der Rechte, nachher aber Offizier, dann geadelt und brachte es so weit, daß er im I. 1722 preuß. Generalmajor u. Statthalter von Geldern und zugleich Kanzler der Regierung daselbst, 1737 aber Gencrallicutcnant wurde. Er starb ohne Nachkommen, sv. Zedlitz. - v. Ledebur II. 309. — v. H. - Zedier XXXII. 453.s Mögen, Andreas, k. k. Hauptmann, wurde 1823 in den österr. Adelstand erhoben. sM. S.s Msing, Kaspar, kais. Jägcrmeisteramtssekrctär, wurde 1653 geadelt. sN. T. A. R.s Röster, eine schles. Familie, welche im 17- und 18- Jahrh. bekannt ist. Sebastian N., kais. Kammerdiener und Leibbarbier, erhielt 1641 die Adelswürde. S. auch Rößler. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 313. — N T A. R- — v. H. — Sinap II. 929. - Zedier XXXII. 4k7.s Mslcr, s. Rosen; v. d. Rosen. Nöstcrjtanim, s. Fischer. Röjsct ». Mjsclfcld, Peter Joachim Kampanus, wurde am 28. Sept. 1693 iu den böhm. alten Ritterstand erhoben. IM. S.s Rössing, Rösing, eine alte halberstad t'schc Familie, die das Erbmarschallamt des Fürstenthums Halberstadt hatte n. deren Stammhaus gleichen Namens im Hildesheim'schen gelegen ist. Die Familie besizt das Erbtuchenmcistcramt im Fürstcnthume Kalenberg, sv. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappenb. 9. 64. — v. Ledebur II. 313. — Kucschke, Wappen II. — Gauhe I. 1411. — Zedier XXXII. 465. — Harenberg, Hist. diplom. Gandcrsh. Tab. 33. n. 15. — Albiui, Gr v. Werlheru 68. — Siebmacher l. >80. u. 5. — Köhler, von Erbhofämt. 47. — v. Meding I. n. 702. — Lüdersens Sammlung. — v. H.s Röjll v. Rastclhorcn. Der landschaftliche Obcrcinnchmer Leo Ferdinand R. zu Gmünd in Kärnthen, wurde im I. 1719 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 428. — v. H.s 1. Rösstcr. Der Obereiunehmcr des wiener Versazamtcs, Joh. Florian R., wurde am 16. Mai 1799 mit „Edler von" in den Nittcrstand erhoben. Da dessen Vater auch aus Schlesien war, so ist zu vermuthcn, daß er mit der obengenannten rösler'- schen Familie eines Ursprungs ist. IM. v. M. 140. — Leupold I. Th. 3. B. 571 u. f. — v. H.s 2. Röjstcr. Der Stahlwaarenfabrikant N. zu Nirdorf in Böhmen und dessen Neffe Josef Emannel Fischer wurden im Jahre 1819 geadelt. IM. v. M. 251. - v. H.s 3. Nösster, Johann Alois, k. k. österr. Appcllationsrath, wurde 1825 geadelt. sM.S.s 4. Rösstcr, in nassau'scheu Diensten, Ritter des Kay er. Verdienstordens, wurde 1827 vom König von Bayern in den crbl. Adelstand erhoben, sv. Hefuer, nassaucr Adel S. 13. Taf. 14; bayer. Adel S. 107. T- 130. - Kneschke, Wappen IV.s 5. Rösstcr v. Dcnkfetd. Der Oberstwachtmeistcr Jakob R. wurde im I. 1772 mit v. D. geadelt. IM. v. M., Erg. 428. — v. H.s 6. Röjstcr v. FrciMttcn. Der k. k. Licnt. Fr. N. erlangte 1849 den österr. Adelsstand mit v. F. sM. S.s 1. 4 Rötel v. Reichenau, eine ehemalige, wahrscheinlich im Jahre 1651 erloschene schles. Familie, die mit denen v. Rüth ein, v. Schwanenberg, Rätheln v. Hirsch berg und mit den Räthel und Hennersdorf in Schlesien nicht zu verwechseln ist. sSinap II. 906 u. f. — Gauhe II. 963 u. f. — v. Ledebur II. 316. — v. H.s 2. Rötcl v. Rciffcnlicrg, eine rhcinländ. Familie, die im 13. und 15. Jahrh. vorkommt. Man findet sie auch Rödel, Rudal, Rudcnil geschrieben; sie waren Gancrben zu Reiffen- berg und sind 1594 erloschen. sHumbracht, Tab. 291. — v. H.s Rot - st Rölclii. Ein Dinastcngeschlecht dieses Namens saß zu Röteln bei Lörrach. Aue einem einfachen AdelSgeschlechte, dessen Stammschloß Röteln bei Kaiscrstuhl am Rhein lag, erscheinen 1223 Lntold und Walther de Notinlen, beide Domherren zu Konstan z. Rotenbach, st Schönstätt, 1, Röthcl, Friedrich Marimilian Sigmund, wurde am 9. Juli 1643 in den böhm, Adclstand erhoben. sM. S.sj 2. Röthcl, Röthel» i>. Schwanenberg, ein in Schlesien 1718 zu Altwasser seßhaftes Geschlecht, so. Ledebur II. 316.sj Möchte wol zu Nöthcl 1. gehören. Röthlcin Dem jedesmaligen Erstgebornen der v. Ist in Ansbach soll vermöge höchster bayer. Bestimmung in der Folge der Adel zustehen. Joh. Anton R., kurmainz'scher und fulda'schcr geh. Rath, war 1749 geadelt worden. sR- T. A. N.s 1. Röttgcr, Nötgcr, Kristian August und Friedrich Wilhelm, Gebrüder, wurden am 22. Juni 1754 von K. Friedrich Wilhelm II. von Preußen geadelt, sv- Ledebur II. 319. j 2. Röttgen-Schröder. Der k. poln. geh. Rath N.-S. v. u. zu Lude wurde 1792 vom stichst Reichsvikariat in den Adelstand erhoben. sM-S.sj Möchte zu Nöttger 1. gehören. Röz, st Gatterburg. st Raff, ans Franken stammend und in Preußen gesessen ans Galbcn, auch Na uff genannt. Wappen? jv. Ledebur II- 302.j Rofrcdo, st Troilo. Rogacki, ein preuß. Geschlecht mit dem Wappen Rogala. sv. Ledebur >l. 3l)2.j Rogala. Wappenbcschreibnng bei v. Ledebur II. 392. Nogolinsky. Kaspar v. R. wurde im I. 1787 ReichSgraf. Die Familie ist im Großherzogthum Posen angesessen und führt das Wappen Lodzia. jv. Ledebur lt. 302. — M. v. M-, Erg. 28. — v. H.j Rogolski, in Pommcrellen seßhaft. W.: Rogala. sv. Ledebur ll. 302.j Rogoszcwski, ein im Großherzogthum Posen seßhaftes Geschlecht mit dem Wappen Pnchala. sv. Ledebur II. 392.jj Rogats. Der Pens, österr. Hauptmann w. Joh. R. wurde im I. 1815 in den Frciherrnstand erhoben. Die Familie ist auch zu Widminnen in Preußen angesessen. sOesterr. Wppb. XV. 43. - v. Hcfncr, preuß. Adel S. 61. T. 78. — v. Ledebur II. 3U2. III. 332. — M. v. M., Erg. 33. - v. H.j Rogcadors, Roggcndors, eine frcihcrrl. österreichische, vorher stcycrmärtische Familie. Friedrich v. Nockend orf lebte 1391. sLinck. 2ln. Zweiten, p. 535.^> Die drei Brüder Wilhelm, Wolfgang und Georg wurden von K. Karl V. am 3. März 1521 in den Freiherrnstand erhoben und zu gleicher Zeit wurden ihre Schlösser Pcckstall, Roggendorf u. Mollenburg von der österr. Lehnherrschaft befreit und in eine Freiherrschaft unter dem Namen Mollcnburg vereinigt. Der Frhr. Kristian v. N. wurde im I. 1537 in den Grafenstand erhoben und nahm das Wappen des ausgestorbenen Geschlechts der Wildhausen an, aus welchem eine Tochter des Lezten dieses Geschlechts einen v. R. geheurathct hatte. sGräfl. Taschenbuch von 1852. — Kncschke, Grafenhäuscr. - Hübner III. T. 366. — Hartmann's Samml. Zedier XXXll. 438 -500. — Schmutz III. 373. — v. Wurmbrand, Colt, gencal. Austr. - Nog 253 p. 115. — Eauhe I. 1412. II. 664. — Brandis, tiroler Ebrenlr. n. 44. - v. H j Rogcnhoscn. Der Hofkammersckretär w. Joh. Jakob R. erhielt am 2. Febr. 1784 vom Kurf. Karl Theodor ein Edelndiplom. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 1V7. Taf. 130. — v. Lang 507 u. f. — v. H.j Rogcvillc, wahrscheinlich französ. Abstammung, wurden 1821 in die bayer. Adclsklasse eingetragen, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 197. T. 391.j Etwas weiteres ist dießorts nicht bekannt. Rogcwih, ein adliches, in Schlesien u. der Obcrlausitz 1696 ansässiges Geschlecht. sSiebmachcr I. 69. — v. Ledebur II. S. 393.sj Wappen: Ein wachsender Ochse im Schild u. auf dem Helme. Roggo», eine adliche, jetzt gräfliche Familie in den kais. Erb- Landen, aus der im Jahre 1298 Einer Heermcistcr in Liefland war. Man sehe auch Nochow. sLucä, schles. Chronik 1008. — Zedier XXXII. 522. — v. H .j Roggcnlnich, rheinländ. 2ldcl. Die Familie erscheint bereits 1299 und wird I. v. R. als der AnHerr betrachtet. Das Schloß R. im Breiögau wurde im Bauernkriege zerstört. Im Jahre 1656 war Johann Konrad v. R. Fürstbischof von Basel. Seit 1443 ist die Familie bei Schopfheim begütert. Franz Sigmund v. N. war 1788 auch Fürstbischof von Basel. Im deutschen und malthescr Orden befanden sich sieben Brüder des Joh. Konrad v. R. jCast, Adelsb. v. Baden. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1846 u. f. — Taschcnb. der frhrl. Häuser für 1848 u. f. u. 1856. — v. Hattstcin I. 465 u. f. — Gauhe l. 1412. — Seifert s Genealogie hochadl. Eltern u. Kinder. — v. H.j Roggcnknckc, ein hinterpommer'schcö Geschlecht. Die Familie hat sich auch nach Preußen verbreitet und soll schon 1327- bekannt gewesen sein. Sie erscheint auch mit den Namen Roggen b u ck, Roggenbugge. sSiebmachcr V. t6I. — Lisch, Urk. Buch der v. Malzahn I. 421. v. Ledebur II. 303. — v. Zedlitz. — v. H. — MicräliuS VI. 371. — Zedier XXXII. 523.j Roggcnlmggc, s. Nog gen bücke. st Roggenpohn, ein ausgestorbenes hinterpommcr'sches Geschlecht. sSiebmachcr I. 161. — v. Ledebur II. 303.j Roggow. Nach v. Ledebur, II. 393, ein adliches Patrizier- Geschlecht in Kolberg, welches im 16. Jahrh. bekannt war. Rogijtcr, Wilhelm Josef, kurf. Kammerdiener ?c., erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 25. Aug. 1799 ein Nitterdiplom. sv. Lang 503. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 107. T. l3I. — v. H.s st Rogoiiimcil, ein in Preußen seßhaft gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 393.j Rogoschinck, s. Rogoysky. Rogovsky, ungarisch. Josef Frhr. v. R. war 1857 österr. Hauptmann in Pension. 1. Rogowski, mit dem Wappen Sreniawa ohne Kreuz, ein in Wcstprcußen seßhaftes Geschlecht, sv., Ledebur II. 393.sj 2. Rogowski, v. Horn-R., ein in Preußen seßhaftes Geschlecht mit dem Wappen Dzialoöza. sv. Ledebur II. 393.j 1. Rogowskis-Drcgow, ungarisch. Felir Ritter v. R.-B. war 1857 österr. Rittmeister in Pension; wol einerlei mit nachfolgendem R. v. R. 2. Rogoysky v. Rogoschinck, ein sehr altes mährisches und sch lesisches Geschlecht. sPaprocii oder Pfeiffer, Schauplaz de« alten Adels. — Gauhe I. 1414. — Sinap I. 767—63. II. 323. — Zedier XXXII. 526. v. Ledebur II. 303. III. 332. — v. H.j 254 Nog — Roh Uogosinski, seßhaft im Großhcrzogthum Posen. Wappen: Ab dank. so. Ledebur II. 363.) Uostitcki, eine prcuß. Familie. W.: Oslo ja. sv. Ledebur III. 323.) Nicht Ragutzki. Uogulliv, kroatisch. Lazar v. R. stand 1857 als Unter- Lieutenant im 12. österr. Ul. Regiment. Uohan. Dieses in Böhmen und Frankreich wohnende H aus ist von den ehemaligen Herzogen von Bretagne entsprossen, und sind drei Linien desselben, N.-Gncmenc, N.-Soubise und R.-Roch es ort n. Montauban in Frankreich, wovon der Prinz Heinrich R.-G. mit seiner ehelichen Desccndcnz im Jahre 1808 in den böhm. Fiirstenstand erhoben wurde. sGothacr gencalog. Hofkal. v. >825. S. >22 u. f. — Masch >35. — M. v. M-, Erg. 5. — Genealog, stallst. Hdb. v. 1827. 65. Jahrg. u. f. - v. H.j Nohlicck, Johann Friedrich, geh. Kricgsrath, ein Sohn des Bürgers und Schuhmachers Kristian Heinrich N. zu Berlin, erhielt am 17. Aug. 1786 Adelsbestätigung und Erneuerung, (v. Ledebur ll. 363.j Uohd, Jakob Friedrich, Hofgerichtsrath, wurde am 22. Mai 1734 als geh. Etats- u. Kriegsminister w. in den preußischen Adelstand erhoben. 1 Preuß. Wppb. IV. 37. - v. Ledebur II. 304.s 1. Uohdc, Rode. Im I. 1616 findet man in einem Stamm- Buche Kristof Heinrich v. Rhoden, dessen Wappen ein von R. und G. in die Länge gcthcilter Schild war, worin sich ein silb. aufgerichteter Panzerhandschnh befand. Der Adel dieses Geschlechts muß eingegangen gewesen sein; denn am 3. Febr. 1767 wurde der Adel des hannöv. Oberamtmanns Joh. Kristof v. Roden zu Ehrenbnrg, sowie seiner Brüder und Vettern, Jakob Heinrich, Bernhard Rudolf und Kristian Ludwig, ferner Heinrich Ludwig, Gottfried Emannel, Justus Ernst, Georg Eberhard, Adolf Eberhard und Ludwig Adolf Friedrich v. N. bestätigt, und soweit es nothig ist, erneuert. Das vorhingeführte und oben angegebene Wappen ward gleichfalls bestätigt. Am 16. August 1783 wurde der k. preuß. Gesandte am dän. Hofe, v. R., in den preuß. Grafcnstand erhoben. Am 15. Sept. 1796 ward dem großherzogl. Hess. Kammerhcrrn August V.R. zu Langenhagen (ein Besiz- thum des obengenannten Oberamtmanns) durch das ReichSvikariat nebst mehreren in den: Diplome genannten v. R. der Grafcnstand ertheiit und diese Standeserhöhung am 25. März 1824 von Hannover anerkannt. Der Graf August v. N. war ein Enkel des ObcramtmannS Johann Kristof v. Roden zu Ehrcnburg. Heinrich v. Roden, gest. 1582, Rentmcister Herzog Erich's des Jüngern zu Brannschweig und Lüneburg, erhielt von demselben das Gut Langenbach nebst mehreren andern Höfen und Zehnten zu Lehn, und ist der Stammvater des ganzen Geschlechts, (v. Zedlitz, Ad. Lerikon, läßt irrig das Geschlecht von den ausgegangenen alten Grafen v. Lanenrode herkommen.) (Stellmacher, Suppl. IX. 25. — Tyrosf II. >84. — Wappenb. der preuß. Monarchie I. 83. — v. Mcding ill. 673. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf >844 u. f. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Äppb. — v. Ledebur II. 363. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 24. T. 26; Hess. Adel S. 23. T. 25. — Kncschke, Grafenhäuser.) 2. Uohdc. Der Adel des Hanns v. R. wurde am 27. Juli 1726 auf Grund des einem seiner Vorfahren, dem Obersten R., von K. Karl V. verliehenen Adels erneuert. Der Oberst kaufte das Gut Kaltenhof, das auch Rohdenlehn genannt wurde, mußte eS aber wieder abgeben und behielt cS bloö in Pacht. Sein Enkel Johann Nikolaus v. N. lebte um die Mitte des 18. Jahrhunderts. sv. Kolbe, Gesch. des Herzogth. Bremen n. Verden I. 23g. — Pratjc, Altes u. Neues aus dem Herzogthum Bremen VII. ZZz, die Abschrift des Diploms zu finden ist. — Cassel, Bremensia l. 192. — v. dem Knesebeck.) Nohden- Nach v. Hcfncr, Hess. Adel S. 23, soll es in Kur- Hessen ein adliches Geschlecht dieses NamenS geben; ist dießorts unbekannt. Vielleicht Rohd oder Roh de. Uohdich. v. Ledebur II. 364. Vom Adel ist nichts bekannt. fi Uohe, ein bei der cleve'scheu Ritterschaft aufgeschworues Geschlecht, welches ein s. Andreaskreuz in N. führt u. noch 1744 blühte. sFahnc I. 367. II. >23, woselbst 8 Ancn zu finden. — v. Ledebur II. 304.1 Hoher oder Uohcl, Karl Friedrich, sächs. Lieutenant, wurde 1863 in den Adclstand erhoben- sv. Hcllbach, Samml.) Uohlsbcrg, s. Butz. liohm ii. Ucichshcii». Der östcrr. Major Johann R. wurde 1839 mit v. Reichsheim geadelt. (M. S.) 1. Uohmo»». Der Unterlieut. Friedrich R. wurde im Jahre 1867 geadelt. sM. v. M., Erg. 425.) Er erhielt 1852 von Oesterreich die Erlaubniß, den ihm vom Herzog von Sachsen- Koburg crthcilten Freihcrrntitel führen zu dürfen. sOcsterr. Militärschemat. v. >853. — v. H.j 2. Hohl»»»», M., östcrr. Major, erlangte 1866 den rittermäßigen Adel. jA. A. Zeit., Okt. 1866.) Uohn v. llohuau. Dem kais. österr. Major im Ingenieur- Korps, Joh. R., wurde 1844 der Adel mit v. Nohn au ertheilt. sE. S.) 1866 wurde er in den Frciherrnstand erhoben. sA. A. Zeit., Juli >860-1 Uohonczy, ungarisch. Georg v. R. stand 1857 als UnterLieutenant im 7. österr. Ul. Regiment. 1. fi Uohr, eine schles. Familie, die sich eigentlich Rhor schrieb, aus Polen stammt, und deren Anhcrr im I. 1166 als kaiserl. Hauptmann sich gegen die Türken sehr ausgezeichnet hat. Wappen: In S. sechs r. Ziegel, 3. 2. 1. jv. Ledebur II. 305. — v. H. — Sinap I. 763 u. f. II. 323 - 25. — Gauhe I. >414. — Zedlcr XXXlt. 557. — Sicbmacher l. 72. n. 2. — v. Meding I. n. 700-1 2. Uohr, eine märkisch, pommer'sche, mccklenburg'sche, braunschweig'sche n. meißnische, von den andern ganz verschiedene Familie, die schon zu Karl's d. Gr. Zeiten in die Mark gekommen. Sic führt in R. und S. eine von oben nach unten gezogene siebenmalige Spizcntheilung. Im Jahre 1466 war Otto v. N. Bischof zu Havelbcrg. Zu dieser Familie gehört auch der bekannte Kammeralist, Schriftsteller, Domherr und Kammer- Rath Julius Bernhard v. R. zu Merseburg. Im Jahre 1838 erhielt Otto v. R. auf Gantzer Erlaubniß, den Namen und Wappen v. Wahlen-Jurgas den seinigcn beizufügen. sv. Hefner, Mecklenburg. Adel S. >8. T. 16. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. 304. >11. 332. - Gauhe I. 1417 u. f. II. 967. - Zedier XXXII. 559—69. — Siebmachcr I. >80. n. 2- — Dienemann S. 332. n. 2. 351. — v. Mcding I. n. 699. — Behr's Mecklenburg.— Klüver, Mecklenburg. Geschl. 645. — Lenzen's histor. Merkwürdig?. — Lüdcrscn's Samml. — v. H.) 3. Uohr, eine steyermärk. Familie, von der aber die im Jahre 1381 ans ihrem gleichnamigen Schloß Gesessenen als Rebellen vertrieben wurden. (Schmutz III. 334. — v- H.) 4. si Uohr, ein altes schwäb. Geschlecht auf gleichnamiger Roh — Rol 255 Burg im O.A. Stuttgart. Die Familie der Herren v. R kommt noch 1406 in Urkunden vor. ^Griesinger 1127.) 5. Nohr. Anton v. der N. (wahrscheinlich van der N., welches „van" in den Niederlanden keineswegs den Adel andeutet), in den kais. Erblanden, wurde 1634 geadelt. sN. T. A. R.) 6. Nohr. Siebmacher führt zwei verschiedene v. rohr'sche Wappen an, nämlich im I. Theil S. 96. n. 11 und im IV. Theil S. 157. n. 2, darunter auch eines von einer bayer. Familie v. N., die aber weiter nirgends gefunden werden konnte, fv. H.) 7. Nohr v. Haiicrstci». Der preuß. Seekadet K. H. I. R. wurde 1859 von Preußen mit v. H. in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Aug. 1859) Nohr, f. Csivich. Nohra», Rorau, eine schles. Familie, die Sinap, Olsuogr. II. 89, für Eines Stammes mit denen v. Nohr hält. Es ist aber ihr Nittcrsiz Rohrau im Olan'schcn gelegen, und ist Kaspar v. R. als Kanzler des Herzogs Konrad I. von Oeis im Jahre 1314 gestorben. Im I. 1835 war ein Joh. Rohr v. R- k. k. östcrr. Generalfeldwachtmeistcr. Ob er zu dem schles. Geschlechts gehörte, ist dießorts unbekannt. sSinap II. 765. — Zedier XXXII- 571.) v. R. nennen sich auch die Grafen v. Harras, sv. H.) Nohrbach, Norbach, ein steh ermärkisch es Geschlecht, dessen Stammhaus gleichen Namens an der Alm gelegen, wovon aber nur noch die Ruinen vorhanden sind und welches auch vormals in Oesterreich die Grafschaft Neu bürg am Inn besessen hat. Es zeichnete sich schon im Jahre 934 auf Turnieren aus und kommt 1046 in andern Urkunden vor. sBucelin, stcmmat. — Prevenhuber, Annal. Styrcns. — LucL, Grafensaal. — Schmutz III. 387. — Zedier XXXII. 571—73. — W. Hund II. 265. — Genealogie des Geschlechts der v. R. in Oesterreich. Linz, 1640. 12. — Siebm. I. 35. — v. H.) Nohrbach, s. Malfatti; Roth. 1- ch Nohrbors, ein altes schw äb. Geschlecht auf gleichnamiger Burg im Württemberg. O.A. Horb; das Geschlecht blühte von 1115 bis 1340. ^Griesinger 1129.) 2. ch Nohrdors, auf der Burg Rohrdorf bei Rosenhcim in Bayern. Adam u. Ulrich v. R. leben 1160; starben bald nach 1482 aus. sv. Hcfncr, f bayer. Adel S. 6.) Nohrenbach, s. Malfatti. f Nohrcr )» Wisnig, eine im 15. Jahrh. erloschene alte Familie, welche das Schloß Rohra-Wising besessen hatte, sv. Hoheneck II. 239. — Gauhe II. 979. — v. H.) Nohrimthal, s. Nehrl. -s Nohriach, eine aus Bayern stammen sollende und in Preuß cn seßhafte Familie. W.: ? sv. Ledebur II. 305.) Nohrschcib, eine Kautz euer Familie, welche auch nnter dem Namen Rohrscheid vorkommt und deren Güter zu Leipe im Fürstenthume Neissa gelegen sind. Joh. Georg v. R. erhielt im Jahre 1702 die Bestätigung des Rcichsadelstandcs. sM. v.M., Erg. S. 425.) Ludwig Edmund v. R. wurde im I. 1729 in den böhmischen Rittcrstand erhoben. sM- v. M., Erg. 198. — v. Zedlitz. Sinap II. 925. — Zedier XXXII. 278; überall unter Röhr scheid. - v. Ledebur II. 395. — v. Hefuer, sachs. Adel S. 44. Taf. 59. — Sächs. Wppb. 11. 97. — v. H. — Kneschke, Wappen I.) Nohrwcg, s. Bärtl. f Nohrwois )» Unter-Egcndorff, salzburger Adel. N. R., fürstlich salz bürg. Salzoberkämmerer zu Hall ein 1518. Ein anderer N. Rorwolf f 1641. Helena Rvhrwolfin zu U. - E. starb zu Salzburg 1683 als die Lezte ihres Geschlechts, 80 Jahre alt. Wappen bei Siebmacher IV. 153. sO. S.) Nohrwürth. Der niederösterr. ständische Obercinnchmer Josef N. wurde am 6. Juli 1791 mit „Edler von" geadelt. sLcupold I. 572 u. f. mit dem Wappen. — M. v. M. 272 u. f. — v- H) Noht. Jakob Ernst v. R. wurde 1654 in den alten böhm. Ritterstand aufgenommen. Welchem Geschlechts derselbe angehörte, vermag man nicht anzugeben. sM.S.) Nohwcdcl, eine markbrandenburg'sche Familie, aus der Wilhelm v. N. im I. 1731 Johanniterritter war. sDithmar 48. 13. n. 33. — Bagmihl III. Taf. XXXVIII. - v. Ledebur II. 396. III. 333. - v. H. — Kneschke, Wappen I. — Gauhe II. 979. — v. Meding II. n. 726. — v. Zedlitz.) Nosa, Alexander und Jakob, wurde 1625 geadel sR. T. A. R.) Noi de Lo)mbrunn, s. Le Roi. Noist o. Wccrs, ein aufgcschwornes jülich'sches freiherrlichcS Geschlecht. Eine Linie hat sich nach Brabant begeben u. blüht daselbst fort. Der Hauptast ist in Deutschland ausgegangen. Den Frciherrnstand erlangte die Familie 1653. sv. Ledebur II. 314. — v. Zedlitz. — v. H.) W.: In S. 2 schw. Schrägbalkcn. (Rodens II. 269 u. f. — Zedier XXXII. 581.) Noiihlmg, s. Hörn er- Nokitnicki, in Preußen seßhaft. Wappen: Nalcncz. sv. Ledebur II. 396. III. 333.) Nokniö, M., österr. Hauptmann in Pension, erlangte 1854 den riltermäßigen Adelstand. sA- A. Zeit. v. 1854.) Nokojsowski - Glaiilne), galizisch. Micciölaus Ritter v. R. - G. stand 1857 als Kadet im 1. österr. Drag. Regiment. Möchte zu Nachfolgenden gehören. Nokojsowskq, Johann, kais. russ. Oberstlieutenant, erhielt neben dem Jnkolate 1786 den reichsrittermäßigen Adclstand. sv. Ledebur II. 396. - R. T. A. R.) Nokoh v. Noslnftid. Der Aerarialfuhrcnarcndator R. wurde im I. 1764 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 426. - v. H.) Nokouiski, Rogowski, Rohowski, ein schles. Geschlecht mit dem Wappen Topor. sv. Ledebur II. 306.) f Noluis v. Zccfclden, ein in Westpreußen seßhaftes Geschlecht; 1689. sv. Ledebur II. 306.) 1. Nota. Wappenbeschrcibung bei v. Ledebur II. 306. 2. Nola-Gadomski, galizisch. Vincenz Ritter R.-G. war 1835 k. k. Kreishanplmann zu Sambor. 3. Nola - Grom»d)i»ski. W.: Rola; s. Gromadzinski. Noiappc. Cvnradus R. erscheint öfters als Zeuge in wal- kenrieder Briefen um 1230. Scheint ein adlicher Bürger zu Nord Hausen gewesen zu sein. sUrk .Buch für Nieder). II. 137. >46.) Nolliiccki, v. Nolbcck-N., auf Mortung in Westprcußen. sv. Ledebur II. 396.) -s Noliorwerth, Rolandswerth, Rollwerth, ein kölner Geschlecht, daö ausgestorben ist; die v. Bosch in Utrecht haben Namen und Wappen den ihrigen beigefügt. sSiebmacher V. >29. — Fahne I. 379. — v. Ledebur II. 396.) )- Notih, Rulitz, ein altes anhalt'sches Geschlecht- Steffen, ! Otto und Hermann v. R. werden 1483 mit Groß-Weisand 256 Rol — Rom im Köthen'schen belehnt. Sic sind — etwa im 16. Jahrhundert ausgegangen; ihre Güter kamen an die v. Plotha. jBeckmann, anhakt. Hist. Vit. 3I2s Noikc. Der Major v. R. wurde im I. 1766 Freiherr. jM. v. M. 80. — v. H .s Nolki, in Preußen seßhaft; auch Nolkc, Nolcke. W.: ? sv. Ledebur II. 306. j 1. Holl, Friedrich Karl, k. preuß. Fahnenjunker unter dem Hnsarcnrcgimcnt „v. Wolfrad", erlangte 1793 ein Adclsdiplom. Wappen ? fv. Ledebur III. 333. — R. T. A. RZ 2. lioll. Der Oberstlieut. und Plazkommandant Joh. N. zu Egcr wurde im I. 1813 in den Rittcrstand erhoben. jM. v. M.. Erg. <98. — v. H.s 3. Holl 3» Emiiienholz und Der»»». Die Gebrüder Johann Ludwig, Joh. Friedrich und Veit Viktor R. zu E. wurden 1697 in den Frciherrnstand erhoben. Diese alte adlichc Familie gehört der Schweiz, und zwar dem Kanton Bern an. Franz Josef v. R. war Domherr in Freising; Josef Anton v. N. zu Bernau 1736 Domherr zu Worms und zu Münster. sv. Hcsner, preuß. Adel S. 6t. T. 78. — R. T. A. R. — Gauhe I. S. 1419. — v. Ledebur II. 306. — Bernd, Taf. XI-II. 84. — Siebmacher III. 179. V. >8. — v. Hattstein I. 467-1 4. Roll ous Rollo», Sebald, in kais. Kriegsdiensten, wurde 1656 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. N.j Nollaz du Noscy. Die Rollaz, RollaS sind auö dem schweizer Kanton Waadt nach Preußen gekommen; Lorenz R. war 1593 chatclain de justice zu Etoyn. Wilhelm v. R. vermählte sich im 14. Jahrh. mit Fräulein v. Rosey. Dadurch gelangte Namen und Rittcrsiz auf das Geschlecht. In Preußen erscheint zuerst N. Jmbert du N., der 1684 in preuß. Dienste trat und in der Mark verschiedene Güter erwarb, auch 6 Söhne hinterließ, sv. Zedlitz.! Nolle, österreichisch. Anton v. R., Oberstlieutenant, war 1335 Gardcobcrlieutenant bei der k- k. Trabantenleibgarde. Nolle»!»»». Der Hoskanzleisekretär Ferd. Gottfried R. wurde im I. 1738 in den Reichs - u. erbländ. Ritterstand erhoben. sM. v. M. 140. — v. H.jj st Nallingen, Ralldingcn, ein eidliches, seit dem 18. Jahrh. freihcrrl. Geschlecht, das im Jülich'schen u. Nheinländischen seßhaft, deren Stammhaus Raldingen im Zweibrückcn'scheu unweit der Saar gelegen ist. Johann v. R. brachte durch seine Gemahlin, eine Erbtochter Reichard's v. Daun, die Erbmarschallwürde dcö HerzogthnmS Luxemburg ans sein Geschlecht. Dietrich v. R. war im I. 1593 Domherr an der Metropolitan - Kirche zu Mainz. jSpencr, Hist- insign. 617. — Humbracht 179. — v. Hattstein I. 469—71. — v. Mcding III. n. 686. — Ganhe I. S. 1419. — Rodens II. 373 u. f. — Zedier XXX II. 630. — v. Ledebur II. 306. - v. H.s Nollsdors, s. Junker. h Noll»»». Zu Arenthal, Kreis Ahrweiler, gesessen, sv. Ledebur II. 307st Nalsdcrg, sonst Putz u. R., ein altes östcrr. Geschlecht, dessen Adel in einer kaiserl. Urkunde vom 23. Aug. 1694 als ein 266jährigeö anerkannt, und aus dem auf den Frhrn. Max. v. R. im Jahre 1781 die erhaltene ungar. Frciherrnstandöwürde von Kaiser Josef II. auch für die deutschen Erbstaaten erstreckt wurde. Der älteste Anhcrr dcö Geschlechts soll Peter Butz v. R., kais. Hauptmann, sein, welcher am 12. Dez. 1419 in Westfalen gestorben. sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1853 u. 1856. — M. v. M. S. 78. — Lcupold I. B. 3. Th. S. 573-79. - v. H.s Nolshoilstn, jülich- u. kölnische aufgeschworne Ritter. Die v. R. sind eine ursprünglich Hess. Familie, von welcher sich eine Linie nach dem Niederrhein wendete. Wilh. v. R. war kur- hess. Marschall. Max Felix v. R. hat 1786 aufgeschworcn. jFahue I. 371, wo ein Stammbaum befindlich ist; II. 124. — v. Ledebur II. 307. — Frhrl. Taschcnb. v. 1355. — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 6t. T. 78; Hess. Adel S. 23. T. 26. — v. Zedlitz. - Robens II. S. 85 —9V. — v. H. s Nolshossc». Die Brüder Bertram v. R., ö st er r. Oberst, Franz Jakob V .R., NcichShofrath, und der Kapitular des Stifts Wimpfen wurden im I. 1762 in den Reichöfreiherrnstand erhoben. jM. v. M., Erg. 93. — v. H.s No«i»g»oli, ösierr.-italienisch. Anna Marchesa N., geb. Gräfin Gaddi, war 1835 Sternkreuzordensdame. Nomainvillc, eine französische Familie, welche in Preußen Riwotzin besaß. Wappen? sv. Ledebur II. 367.sj 1. Noinan. Der Landsassc zu Schernau, Ernst Heinrich Freiherr v. R., Ritter des bayer. MilitärverdicnstordenS, dessen Baronat durch Lehnbriefe in Bayern bewiesen wurden. Die Familie der Barone v. St. R. gehört zu den ältesten Geschlechtern in der Provence und in Languedoc. Nach Aufhebung deS Edikts von Nantes verließen sie ihr Vaterland und wendeten sich nach Deutschland, insbesondere nach Baden und Bayern, wo sie in die Freiherrnklasse der bezüglichen Matrikeln eingetragen wurden. In Bayern besizen sie Schernau im Baircnth'schen. sv. Hefncr, daher. Adel S. 54. Taf. 55. — v- Ledebur II. 307. — Frhrl. Taschcnb. v. 1857. — v. Lang, Suppl. 62. — v. H .s 2. Not»»», Sixt Wilhelm, kais. Hofkammcrkonzipist, und seine Brüder, erhielten 1628 Bestätigung ihres adlichen Standes. jR. T. A. R.s 3. Noman. Friedrich Josias, Herzog von Sachsen-Kobnrg, geb. am 26. Dez. 1737, gest. am 26. Febr. 1815, war insgeheim morganatisch vermählt mit Therese Stroff eck, seiner vormaligen Silberwäschcrin. Der auö dieser Verbindung entsprossene Sohn Friedrich wurde 1867 unter dem Namen v. 9t. in den ö st err. Adelstand erhoben, kaufte sich in Oesterreich an und verheu- rathete sich 1812 daselbst. sGenealog. Staatshdb. v. 1839. 67ster Jahrg. S. 259st 4. Noino», Nohman, R.-Lipinski. W.; Slepowron. In Ostpreußen begütert, sv. Ledebur II. 367.sj Nonuini. Franz R. wurde im I. 1766 mit „Edler von" in den Neichöritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 193.s Die R. kamen 1754 mit dem übrigen Geschlcchte v. Grad isla in die görzcr Matrikel, jv. Hefner, görzer Adel S. 30. T. 28. — v. H.s Noui»no, östcrr.-italienisch. Vincenz v. N. war 1835 k. k. östcrr. Feldkriegskommissär zu Verona. August v. R. war 1857 Oberstlicutcnant beim k. k. östcrr. Geniestab. NaiNlNiol», eine jczt russ. Familie, aus welcher ein Sprößling im 17. Jahrh. auf den russ. Thron erhoben worden, soll ursprünglich ein preuß. Geschlecht gewesen sein. sMarquis v. Cnstine, Rußland im I. 1839. III. 68.s Noinantowski, eine schlcs. Familie zu Zülp, Kreis Neustadt. Wappen: Drogomir. sv. Ledebur II. 367Z 1. Nomaijcr, Hierouimus, in östcrr. Diensten, wurde 1612 geadelt. sR. T. A. R.sj Rom - 2. Ro»m>>er. Der Bürgermeister Johann R. zu Eschenbach erhielt im Jahre 1685 einen Wappenbrief, und der bayer. Rath und fr ei sing'sehe, auch regcnsbnrg'sche Hof- u, Kammerrath Franz R. erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 26. Sept. 1796 ein Ritter- und Adclsdiplom. sv. Lang 509. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 107. T. 131. — v. H.f Nlimazluni. Der Ritter N. v. R., Iiittergntöbestzer auf Ho- rodenka in Galizicn, erlangte 1857 den österr. Freiherrnstand. fA. A. Zeit. v. 1857 n. April I858.f Romluiut, Johann Franz, aus den Niederlanden, wurde 1718 geadelt. sR.T.A.R.jj 1. Romberg, eine niederrhein. Familie. Das Geschlecht gehört dem Ursprünge nach der Grafschaft Mark an, besaß Brüninghansen rc. und nannte sich in alten Zeiten Ranberg, Rodenberg. fDiplom. Jahrb. für die preuß. Staaten 1841. Abth. 2. S. 69. — v. Mcding II. u. 727. — v. Zedlitz. — Fahne II. 121. 233. — Bernd, Taf. XIX1I. 85. — v. Ledebur ll. 367. III. 333. — v. Hefner, preuß Adel S. 61. T. 78. — v. Steinen, wcstfäl. Gesch. I. 132. n. 3. — Siebmacher I. Tab. 2. n. 4. — v. H.f 2. Homberg. Der Handelsmann 9t. in Brüssel wurde wegen ausgebreiteten Handels im I. 1783 geadelt und wahrscheinlich derselbe wegen neu angelegter Fabriken aus höchsteigener Bewegung im I. 1784 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M. 80. 251. — v. H.f R omlnn ski, im Großherzogthnm Posen angesessen. Wappen: Lodzia. sv. Ledebur II. 307-sj Romlilewski, ein in Preußen ansässiges Geschlecht. W.:? sv. Ledebur II. 367. III. 333.f Romcdis, österreichisch. Anton de R. war 1835 Professor zu Innsbruck. Ilomcissci!, Johann Balthasar, kais. Auditoriatlicutenant, wurde 1710 geadelt. sR. T. A. N.j liomcl, s. Ramel. f Romclaii, auf Dameran in Preuße n. Wappen? sv. Ledebur II. 367.1 Nomctc, Ramele, s. Ramel. Rmimidorf, s. Grcgoriis. 1. Römer, vielleicht galizisch. Ladislaus Graf v. R. stand 1857 als Kadet im 57. k. k. österr. Inf. Regiment. 2. Römer v. Römern. Der Obcrstlient. Matthäus Friedrich R. zu Esscgg wurde im I. 1758 mit dem Beinamen v. Römern geadelt. sM. v. M. 251. — v. H.f Romili, österr. - italienisch. Bartholomäus v. R. war 1835 Professor zu Bergamo. 1. Rommel, auf Stab lack in Preußen seßhaft. Die Rummel in Nördlingen w. führen ein ähnl. Wappen, sv. Ledebur II. 303. III. 333-1 2. Rommel, Kristof, Archivdirektor zu Kassel, wurde 1828 vom Kurfürsten von Hessen und einige Jahre früher schon vom Kaiser von Rußland in den Adelstand erhoben, d. h. er hatte durch seine Dienststellung den erbl. Adel erlangt. sv. Hefncr, Hess. Adel S. 23.f 3. Rommel, Theodor Karl Daniel, Major, wurde 1838 in den preu ß. Adclstand erhoben. W.: ? sv. Ledebur II. 308-1 f Rommelshausen, RummelShnsen, ein altes schwäbisches, im 12. und 13. Jahrh. blühendes Geschlecht auf der gleichnamigen Burg im O.A. Canstadt. sGriesingcr 1131.1 Stammbuch des Adels in Deutschland. Iii. - Ron 257 Römnitz, eine alte schles. Familie, deren gleichnamiges Stamm- Haus im Liegnitz'schcn gelegen, wo im I. 1506 w. Heinrich v. N. lebte. fSiuap I. 769. — Zedier XXXII. 738. — Gauhe l. 1421. - v. H.f Romolkmitz, s- Pet schwitz. Rompichl in Joscphscld. Der Doktor der Rechte und Land- Schranncnsekretär Josef Anton Römpichler wurde im I. 1723 mit „Edler v. R." geadelt. sM. v. M., Erg. 426. — v. H-1 Romrath, s. Rnmrodt. — Romrod, s. Nnmrodt. Romjlcttcr, s. Nornstat. 's Ronan, Ronaw, Ronov, Rhonau, ein sch lesischeS, im Jahre 1324 in Urkunden vorkommendes Geschlecht, dessen Stamm- Haus gleichen Namens im Schweidni tz'schen gelegen, wahrscheinlich aber erloschen ist. sSinap I. 769. — Gauhe I. 1421. — Zedier XXXII. 754. — v. H-1 1. Ronchi, österr.-italienisch. Silvio Coute N. war 1857 Kadet im 49. österr. Jus. Regiment. 2. Ronchi o. Lömcnscls. Der oberösterr. Kommcrzienrath und Zolladministrator Josef R. in Tirol wurde im Jahre 1778 mit dem Beinamen v. L. geadelt. fM. v. M-, Erg. 426. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 108. T. 131. — v. H .f Ronconi, österr.-italienisch. Paul Edler v. R. war 1835 k. k. österr. Kapitän der Marine-Infanterie und Professor beim Marinekadettcnkollegium zu Venedig. Randcck, Edler v. Dietrich. Zwei von diesem frhrl. Geschlechts, Einen jedoch mit dem ck (Joh. Theodor v. R.) im I. 1678 zu Wien, und Einen (Georg Dietrich Frhr. v. R.) 1667 als Magdeburg, geh. Rath, führt Zcdler, XXXII. 764, auf. Das Original-AdelSdiplom dieser Familie, von Kaiser Leopold am 2. Nov. 1662 ertheilt, wurde im Becker'schen allg. Anzeiger von 1812, Nr. 33. S. 337, für 24 Dukaten im Versorgungskomptoir zu Leipzig zu haben, ausgeboten, sv. H. — Gauhe II. Anh. 1737. - Zedier XXXII. 764-1 s Roning, Ii. Hamm, gen. R-, eine zu Anfang des 17. Jahrhunderts ausgestorbene kölner Patrizicrfamilie. sv. Ledebur II. 303.f Nomicnseldt, s. Seifert. Roinicr v. Ehrenwert. Der Bürger Michael Josef R. zu Rovereit in Tirol wurde im I. 1782 mit „Edler v. E." geadelt. sM. v- M., Erg. 426. — v. H-1 Der Hofrath des obersten Gerichtshofes, R. v. E., wurde 1851 in den Ritterstand und als Präsident zu Venedig 1857 in den Freiherrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1851 u. 1857. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1857. f Ronnow, Ronov, eine sehr alte gräfliche Familie, aus dem böhm. Hause Hovora entsprossen, die von einem im bunSlauer Kreise gelegenen Schlosse den Namen R. angenommen. Jaroslaus nahm im I. 1140 zuerst den Namen R. an. Sein Enkel Smilo war im Jahre 1216 König Ottokar's I. von Böhmen Truchseß. Sic führen auch den Beinamen Krzinezki. Joh. K. v. R. war Landkämmercr von Böhmen und hatte des Königs Georg von Böhmen Schwester zur Gemahlin. Die Lczte des Geschlechts der v. Bieberstein war an Graf Joh. Albrecht v. R. vermählt, dem von K. Leopold I. am 6. Sept. 1676 Wappen und Namen der v. B. neben den seinigen zu führen »erstattet wurde. Man sehe auch den Art. Bieberstein. Grasendiplom vom 6. Sept. 1670. 33 258 Ron — Ros sGauhe I, 1422. - Zedier XXXII. 772-74. — Pet. Becklcr's howor. Hist. II. — Seifcrt'S Genealogie 221—26. — F. E. A. Hörschcl- mann'S Nachr. von der gräfl. Familie der v. Ronow u. Bieberstein, ein Auszug aus Becklcr's Hist. hovorea. Jen. 1777. 8. — Sicbm. V. I. n. 1. — v. Meding III. n. 687. — Taschcnb. der gräfl. Hänser auf 1836 n. f. - v. Hefner, sächs. Adel S. 4. T. 4. - v. Ledebur II. 308. — Sachs. Wppb. IV. 4. — Kneschke, Grafcnhäuser. — v- H f Vonow, s. Endsmann. Vonfciihart, s. Nanpar. Vontget v. Zaintc Hemiiic, wahrscheinlich ans den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Angnst R. v. St. H. stand 1857 als Oberlicntenant im 27. österr. Inf. Regiment. Vanthal in Thatcnbcrg. Der Oderlicnt. Johann N. wurde im Jahre 1821 mit v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 426. - v. H.jZ Voon, auf Plenshagen in Pommern. Noch in neuester Zeit in dem bekannten Militärschriftstcllcr A. T. E. v. N. blühend. 1865 Kricgsminister. sv- Ledebur II. 399Z Voos. Andreas v. N., Oberst bei der Artillerie, wurde im Jahre 1794 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 80. — v. H.j Voofc, eine ans Flandern stammende niederländische Famili e, die auch zum Theil freiherrlich ist und mit den Rose (Roosen), davon unten Mehrere vorkommen, nicht zu verwechseln ist, ob sie schon auch in Liefland, Schweden w. ebenfalls, wie Jene, wohnhast gewesen sind. Die Familie hat sich auch nach Preußen gewendet und kommt schon im I. 1299 vor. sGauhe I. 1424. II. 371 — 73. — Butkcns, troph. de Brak. II. p. 150-56. — L'crection de tontcs lcs tcrres du Brabant. — v. H.j Vopelowslu, im Großherzogthum Posen ansässig. Wappen: Suchekommaty. sv. Ledebur III. 333.jj Vopcrg, s. Rotberg. -s Vopcrtz, ein kölner Patriziergeschlccht; mit Franz Josef Frhrn. v. R. um 1789 ausgestorben. sFahne I. 372. - v. Ledebur II. 309.f Vopp, v. d., ein sehr alteö niederrhein. Geschlecht, welches bei dem deutschen und Johannitcrorden mehrfach aufgeschworen ist, und von Gottfried Raupp, jüngerem Bruder des Grafen Konrad III. von Kirburg abstammen soll. Die Familie erscheint unter den Namen Rop, Roep, Roop, Rvpc, Nohp, Rocph u. Ropp. Der Freiherrnstand derselben wurde 1786 von Preußen anerkannt. Die Familie ist sehr ausgedehnt, vorzüglich in Lief- land, wohin sie schon 1296 gekommen ist. sTaschcnb. der frhrl. Hänser v. 1853. — v. Firks, Ilrspr. des Adels in den Ostseeprovinzcn I33.s Vopurg, s. Rotberg. Nolsiics, Uradel. Die Familie stammt aus Languedoc. Thibant Henri de R., seignenr de Marvcilh et El an sonne lebte 1239. Flavien de N. 1286, Charles de N. 1329. David de N. de Beaumont wanderte in Folge der Aufhebung des Edikts von Nantes im I. 1685 nach der Schweiz. Sein Sohn Pierre de R. widmete sich dem geistlichen Stande u. war Kanzel- Redner zu Basel; sein Enkel JaqueS Eman. de R. kam als französ. Prediger zur Zeit des 7jährigen Krieges nach Celle. Dessen Söhne und Enkel haben sich wieder dem KricgSstande zugewendet. sJ. Le Charpentier, hist. geneal. des pays baS III. 229. 631. — Schreiben über das Leben Pcter's v. Rogucs. Frankfurt u. Leipzig, 1785. 8. S. 72. — v. dem Knesebeck. — v. Hcfncr, Hess. Adel S. 23. Taf. 26.jj Vordach, s. Rahrbach. Vordorf. 1192, März 25. Bischof Diethclm von Konstanz weiht die vom Abte Eberhard von Salem, einem Grafen v. R., gebaute und von dessen Bruder, Gr. Mangold v. R., fundirte Sicchenkapelle. Vorcr, KoSmann, wurde 1623 geadelt. sR. T. A. N.j Vorch, Friedrich Albert, am 15. Nov. 1829 von Sachsen geadelt. Das Wappen gleicht dem Stammwappcn der Schulen - bürg. Es ist ein Sohn dcö Friedrich Wilhelm Grafen v. der Schulen bürg, prcnß. Gesandten in Wien. R. ist der Name eines ausgestorbenen altmärk. Geschlechts, dessen Erbtochter in die Familie v. d. Sch Ulenburg heurathetc. sv. Ledebur III. 333. - Sächs. Wppb. VI. 87Z Vornjlat, Rornstettcr, ein bat)er. Geschlecht, welches das Schloß Dreselstein vorm Wald besessen, auch zu Zant begütert war und zwischen 1349—1539 vorkommt. sW. Hund I. 314 n. s. — v. H.js Voso, eine schlesische, böhmische und mährische Familie, die mit den Rosen in Polen, Licfland w. einerlei Ursprung gehabt haben soll. Ein poln. Edelmann dieses Namens (Zyroslauö I.) war im I. 1991 Bischof zu Breslau. sSieb- macher V. 281.j Ob der fürstlich brandenburg-ansbach'sche Hofrath Kristian Lorenz v. R., welcher 1752 — nach der Reichs- Taramtsrcchnung — Bestätigung seines adlichcn Standes erhalten hat, zu dem vorstehenden Geschlechte gehörte, kann man nicht angeben. sGauhe I. 1443 u- s. — v. H.sj Vosoiiisili. Von diesem Namen ist nur der Bauinspektor v. R. 1845 bekannt, sv. Ledebur II. 309. III. 333, wo auch das Wappen angegeben ist.js Vosarius o. Vofciibcrg. Der k. k. österr. u. fürstlich brieg'sche Rath Johann R., s- 1677, erlangte den Adelstand im 17. Jahrh. Ob er zu dem v. rvsenberg. Geschlechte in Schlesien gehört, ist noch ungewiß. sSinap II. 927 u. f. — Zedier XXXII. 821. — v. H. — v. Ledebur II. 309. III. 333 .js Wappen: Greif, der eine Rose hält. Besiz: Gonschwitz, Wammen, Sadewitz im Brieg'- schcn. Vostiach, Johann Heinrich, österr. Oberst, wurde 1849 geadelt und 1854 Freiherr. sA. A. Zeit. v. 1854. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1355. Vosdierski. Der galiz. Appellalionsrath N. wurde im Jahre 1813 geadelt. sM. v. M. 251. — v. H.sj Vosch, Johann, kais. Vorzimmerthürhütcr, wurde 1664 geadelt. sR.T.A.N.jj Voschkosny li. GMciilmrg, gali zisch. Nikolaus R. v. G. war 1835 Sekretär beim k. k. Kriminalgcricht zu Czernowitz. Pofchmami v. Hörliurg. Der Appellationösekretär Josef R. und seine Brüder, Kassian, geh. Archivar in Wien, und Anton Leopold, Gubernialsekretär in Tirol, wurden im I. 1784 mit v. H. geadelt; der Leztere aber wurde noch im Jahre 1829 als jubilirter Kreiöhanptmann, in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 251 ; Erg. 426. 198. - v. H. - Kneschke, Wappen IV.j Voschiih v. Dibeiifchih. Dieses Geschlecht stammt aus Mähren und kommt schon 1147 vor. Roschütz u. Bibenschitz, Schloß und Stadt, liegen beisammen. Sie besaßen ansehnliche Güter und begleiteten den Kaiser Konrad III. in's gelobte Land. Von den in Mähren eindringenden Kriegöhorden wurde die Familie von ihren Gütern vertrieben, welche sie Jahrhunderte in Besiz hatte. Ros — Rose 259 Peter ließ sich in Krain, Niklas, der Bruder (Söhne von Franz, geb. 1524) in Kroatien nieder, von wo aus sie vergeblich die an das Haus Lichten stein gekommenen Erbgüter zu erlangen suchten. Niklas nahm östcrr. Dienste, zeugte einen Sohn Hanns, geb. 1608 zu Weingrab bei Oedenburg in Ungarn, welcher später Nichter in Kürt in gen wurde. Ein Nachkomme desselben ist der k. Württemberg. Oberamtsrichtcr N. zu Marbach. Die Nachkommen des Peter leben zu Priebns in Schlesien. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den prcuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 70. — Frhrl- Taschcnb. v. 1857. — v. Hcfncr, prcuß Adel S. 61. Tas. 7S.) Roscisccwsbi, ein in Preußen u. im Posen'schen seßhaftes Geschlecht. W.: JunoSza. sv. Ledebur II. 399.jj 1. Rose, Rosen, eigentlich ein lieflän bischer, aus Böhmen entsprossener Adel. Kristian v. R., Ritter des deutschen Ordens, kam im I. 1239 mit andern Rittern nach Liefland. Der Baron Gustav v. R. wurde im Jahre 1561 vom König von Schweden in den Grafcnstand erhoben. Später wurden Mehrere aus dieser Familie ihrer Tapferkeit halber berühmt. Der kaiserlich russ. Major Andreas Ludwig v. Rosen, Erbhcrr auf Wein- jerben und Nammcr in Esthland, erhielt am 2. März 1892 den Rcichsfrciherrnstand. Die Familie ist sehr weit verbreitet. )v. Firks, Urspr. dcS Adels in den Ostseeprovinzcn 130. — v. Ledebur II. 3lt). — v. Hefncr, preuß. Adel S. 61. T. 79. — Gauhe I. >425 — 1427. II. 973—88. — Thcatr. curop. IV. — Pufsendorf, schweb. Kriegsgeschichte. — L'Stat de la France III. — OkolSki, orb. polon. II. 634. III. 145. - Act. boruss. Vol. III. P. V. p. 734. - Anselme, hist. gencal. VII. 657 — 61. — Sinap, schles. Curios. II. 414—16. — Pufsendorf, de rebus succicis. — v. Zedlitz. — v. Mcding III. n. 683. — Zedier XXXII. 875-81. — v. H.s 2. Rose, Rosen; in Pommern 1579, 1697 vorkommend, sv. Ledebur II. 309. III. 333.) Wappen: Grhf. 3. Rose, de la Rose. Im Posen'schen 1829 ein Steuerrath de la Rose. sv. Ledebur II. 399.) Im I. 1852 erhielt der prcuß. Major v. Rosen, Plaz- Major zu Köln, von seinem König die Erlaubniß, den Frciherrn- Titel fortführen zu dürfen. )A. A. Zeit, von 1852. — Taschcnb. der frhrl. Häuser v. 1849 n. >858, wo eine kritische Beleuchtung der vielen Linien dieses alten Hauses zu finden ist.) 4. Rose v. Roscnig, ein schles. Geschlecht, dessen AnHerr der zu Leipzig geborne R. v. R- gewesen und dessen Sohn im Jahre 1669 im Duell erstochen worden, auch wahrscheinlich der Lezte seincS Stammes sein mag. jGauhe I. 1424. — Zedier XXXII. 944. — Sinap II. 414— 16. — v- Ledebur II. 309.) 1. Rosen, Rösler v. d. N. Jakob und sein Bruder, Söhne des Georg Rößler, wurden am 28. April 1546 unter dem Namen v. der Rosen von K. Karl V. in den Adclstand erhoben. Die Familie ist in der Oberlausitz n. in Schlesien seßhaft. jDorst, allgcm. Wppb. I. 270. — v. Ledebur Ii. 310.) 2. Rosen, Valentin, kais. Lcibtrabant, wurde 1693 geadelt. IN. T. A. R.) 3- Rosen, Johann, Konsul zu Löwen, erhielt 1679 ein Reichsrittcrdiplom. sN- T. A. N.) Vielleicht ein Nachkomme von Valentin v. Rosen. 1- 7 Rosenau, eine fränkische und thüringcn'sche, besonders im Gotha'scheu begüterte Familie, aus der schon im Jahre 1374 Einige dem Turniere zu Eßlingen beigewohnt haben. Sie waren ehedem der Stadt Koburg Münzmcistcr, und besaßen das dem ehemaligen fränk. Nitterkanton Baun ach einverleibte Ritter- Gnt Oßlau, welches Koburg eingezogen hatte. Das jezt so schöne herzoglich koburg. Lustschloß dieses NamcnS war der Stamm- Siz dieses Geschlechts gewesen, das im I. 1325 mit dem Lczten, der auf einem kleinen Gütchen zu Sulzcnbrück im Gotha'schen wohnte, ausgestorben ist. sHonn's koburg. Chronik. — Gauhe I. 1427. — Pastorii Francon. rcdiv. — Salver 146. Tab. 14. n. 42. 393. 462. — Zedier XXXII. 886 u. f. — Gruner, Beschr. v. Koburg I. 162. 84. — Siebmacher I. 104. u. 13. — v. Meding III. n. 689. — Glcichcustein n. 67. — Koburg. Almanach von 1821, wo auch eine Stammtafel der v. Rosenau befindlich ist. — v. H- — v. Ledebur II. 310. III. 333.) 2. Rosenau, braun seh w ei g'sche Patrizier. sLllderscn's Sammlung.) Rosenau, s. Lizi; Rossy; Noßhirth; Scholzius. Rotenbach, ein altes rheinländ. u. fränk. Geschlecht, das schon im I. 1369 in der Grafschaft Erbach vorkommt. sBiedcrmann, Baunach Tab. 128—31; Rh. u. Weira I. Vcrz.; Odcuw. Vorrede. — Humbrackt, Tab. 67. — v. Hattstein I. 473—76. — Siebmacher 1. 140. u. 6. V. 101. n. 2. 126. n. 2. — Salver 146. Tab. 16. u.57. 571. 579. 601. 623. 638. 680. 684. 704. — Schannat, Client. Fuld. 141. — v. Mcding III. » 690. — Gauhe I. 1423. — Zedier XXXII. 386. — v. H.) Roscnbach, s. Benaglie; Rechthaber; Roß. Roscnbanm. Der Hammcrwerksdircktor der gräflich wrbna'- schen Eisenwerke, Wenzel R., wurde im I. 1812 mit „Edler von" geadelt und im I. 1813 in den Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 426. 198. — v. H. — Kncschke, Wappen IV.) 1. PRoscnbcrg, ein im I. 1632 ausgestorbenes fränkisches, ehedem im Nitterkanton Odenwald begüterte« Geschlecht. sBiedcrmann, Odenwald Tab. 401 — 12. — Zedler XXXII. 889. — Schannat 141. — Salvcr 527. 146. T. 19. n. 71. — v. Hattstein III. 425. — v. Meding III. 691. — Siebmacher I. 100. — v. H.) Wappen; Qucrgethcilt, sechs Balken mit S. u. R. wechselnden Farben; auf dem Helm Büffclhörner. 2. Rotenberg, eine längst erloschene Familie im Dorfe R., Oberamts Ellwangen. Sie waren LehcnSleutc von Ellwang c n. 3. Rotenberg, ein gräfliches u. zum Theil fürstliches Geschlecht in Kärnthen nnd Steyermark, das am 14. Mai 1634 in den Freiherr» stand, 1648 in den Rcichsgrafen-, eine Linie aber im I. 1799 in den Rcichsfürstenstand erhoben wurde, welcher nach Abgang der älteren Linie auf die noch in Wien blühende jüngere überging. DaS Geschlecht ist kärnthner. Ursprungs, kommt noch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts im einfachen Adel als Rosenberger vor und steht in keiner Geschlechtsverbiudung mit den ch böhm. Fürsten v. Rosenberg aus dem Italien. Hause Orsini, obgleich viele Schriftsteller anderer Meinung sind. S. Ursini. sSiebmacher II. 26. n. 7. V. 9. 32. — v. Hcfner, hoher Adel S. 23. Taf. 50.) Bemerkenswert!) ist, daß Bucclini im III. Th. 196. 376 und im IV. Th. 232. 421, sodann im IV. Th. 239 zwei Familien v. N. mit zwei verschiedenen Wappen anführt: als 1. mit einer Rose im Schilde, 2. ein getheiltcs Schild mit drei r. Balken in S. oben u. desgleichen unten; Num. 1 rechnet er zum kärnthner Adel, was richtig ist; Num. 2 zum böhm. Adel, was unbekannt ist; Beiden gibt er aber ganz gleiche Stammtafeln. Die böhm. Familie läßt er in der Ucberschrift von den Ursini abstammen, welche ausgestorben sind. sSchmutz III. 391. — Geneal. stallst. Hdb. 65. Jahrg. t827 u. f. — 33* 260 Rosen — Rosenh Spencr, hist. iusign. 559. — Gauhe I. 2991. — Krebcl, gencal. Hdb. II. 89. — Hübner II. 659. — Paprocii, Diach. de reg. Bohem. T. I. in dessen stcmmatogr. p. II. — Lucä, Grafcnsaal 88. — Schles. Chronik S. 1-139. — Heiiel, Silcsiogr. er cd. Fibigcri Il9. — Weingarten, österr. Fnrstcnspicgcl — Sinap II. 193. — v. Ledebur II. 319- — v. Hesner, görzcr Adel S. 39; hoher Adel S. 23. T. 59. 51. — Hopf, histor.gcneal. Atlas I. 421. — Kneschke, Grafenhäuser. — v. Schonfcld, Adelssckcmat. I. 28. — Gotha'scher gen. Hofkal. v. 1825. S. 123 n. f. — v. Mcding III. n. 695. — Schott'S jnrist. Wochenbl. I. Jahrg. (Leipzig, 1779.1 Nr. 11. — Zcdlcr NI. 552. — Hartmann's Sammlung, die über diesen Artikel viele und sehr genaue Nachrichten hat. — v. H.s Stammwappen: Eine r. Nose in S. 4. Roftnlicrg. Der Magistratsrath Maximilian Jgnaz R. zu Olmütz wlirde im I. 1758 geadelt. sM. v. M. 251. — v. H.s 5. Rosticherg, eine brau schweig. Familie, welche in neueren Zeiten sich den RcichSadclstand erworben hat. Friedrich Albrecht R. wurde nämlich 1861 geadelt. sLüdersen's Sammlung. — N. T. B. R. — v. H.s 6. Roftnlicrg. I. Ein aus Kurland nach Preußen gekommenes Geschlecht, welches in G. einen r. Querbalken, begleitet von drei r. Rosen, führt. Die Familie besaß um 1826 Ekitten bei Memel, Meddiken, Ruddaiten. II. Die v. R. in Preußen; sie führen dasselbe Wappen, nur S. statt G. Die Familie besaß um 1784 Gr.Labehnen bei Eilau, Powaycn, Taplaken w. sv. Ledebur II. 311. — Taschenb. der frhrl. Häuser v. 1853, wo eine ausführliche Geschichte des Geschlechts zu finden, zu welchem auch Folgende« gehört unter Nr. I. — v. Hesner, prenß. Adel S- 61. T. 79.s 7. Roftnlicrg, mit dem Wappen Poray. Hier sind drei Geschlechter zu unterscheiden: I. Die v. R.-Gruszczynski, eigentlich Gruszczyinski, genannt v. R. S. Gruszczynski. II. Die v. R.-Lipinski, in Schlesien begütert. sSinap II. 928 .s S. Lipinski. III. Die v. R.-Majaczewski. Dieser Name findet sich nur 1866 bei dem prenß. Major v. R.-M. sv. Ledebur II. 311. III. 333.s 8. Roftnlicrg. I. Ein danziger Stadtgeschlecht v. R., deren Wappen fehlt. II. Die V. R. zu Grabau, Kreis Schlochau in Westprenßen; auch hier fehlt das Wappen. III. Im I. 1736 lebte in Stettin Otto Will). Ulrich v. R., k. Hof- n. Schloß- Bildhauer. IV. v. N. in Schlesien. S. Rosarins v. R. sv. Ledebur II. 31I.s Roftnlicrg, s. Mnnich; Orsini; Raidhaupt; Rosarins; Ursini. 1. Rosenberger, R. n. Wcrdcnstott. Zacharias R. erhielt von K. Rudolf II. am 26. Sept. 1663 einen Adels - u. Wappenbrief; in der Obcrlausitz seßhaft, sv. Ledebur II. 311. s 2. Rosenberger, Kristof, Handlungsmitglied zu Bötzen in Tirol, wurde 1697 geadelt. sR.T.A.R.s Rosenbruch, eine adl. Familie in der Altmark, aus welcher Wilh. Leopold v. R. preuß. Generalmajor wurde. Die Familie blüht noch. Sie ist seßhaft in der Altmark. sv. Ledebur II. 311. — v. Zedlitz.s Roscnbrunil, f. Rottmayr. Rosenbuchi, f. Nägcrl. Rosenburg, f. Call; Groß; Klotz. Roscnbusch, ein rheinländisches, österreichisches und bayerisches Geschlecht, aus welchem Franz Wilhelm v. R. im Jahre 1696 in den Frciherrnstand erhoben wurde. Mar Anton v. R. verzichtete auf die Jnserirung seines Namenö in das Freiherrndiplom. sR. T. A. N. — Seifert, Ahnentafel II. 93.s Ob die v. Rosenpusch und Zanche in Schlesien von den vorstehenden v. R. verschieden sind, kann man nicht sagen; eS möchte aber wol anzunehmen sein. sv. Hattstein I. 477-79. — Gauhe I. 1428. II. 1733. — Siebmacher l. 93. n. 8. — v. Meding Iii. u. 696. — v. H.s Roscnbusch. f. Plchwe. Rosencrnnh, eine sehr alte Holstein. Familie, die sich auch vorzüglich in Dänemark sehr ausgebreitet hat, und aus dem große Staatsministcr und andere Staatsdiener entsprossen sind. Der Erste, den man kennt, hieß Erichs. Dieser reiste im I. 1325 nach Rom, wo ihn der Papst mit einem Rosenkränze beschenkte, den er in sein Wappen nahm und sich nun R. nannte. sAngeli, Holstein. Chronik. — Gauhe II. 1739—44. — v. Ledebur II. 311. — v. H. — Zedier XXXII. 893 u. ff. — v. Zedlitz.s Roftndorf, s. Ruschizka. Noftncck , ehemals Rosetti, eine schon im 14. Jahrh. zu Ferreira blühende Familie, die aber eines Brudermordes halber nach Bergamo geflüchtet, worauf im I. 1367 der Stammvater der Freiherren Rosetti in Kraiu seßhaft war und das Schloß Mosen eck baute, wovon seine Nachkommen sich bloß Freiherren v. R. nannten. sValvasor's Ehre des Herzogthums Krain II. 473. — Gauhe I. 1429. — v. H.s Roftncckh, s. Götterstorf; Roßner; Weckhcr. 1. s- Noscncgg (ein Balken, oben drei, unten eine Rose), ein Hcrrengeschlccht aus dem Hegau, haben Wartenfels (Solo- thurn) innegehabt und sich davon geschrieben. Hanns v. R. Freiherr zu W. 1466. Hanns Erhard, sein Sohn, Domherr zu Basel, 1419. sWurstisen 51.j 2. Roftncgg. Andr. v. d. Brücken, Kaiser Marimilian's II. Arzt, der auch „Monsieur Sani" genannt wurde, nannte sich, nachdem er sein väterliches Gut zu einem Edelmannösize vom Kaiser erhoben erhielt, v. R. sPreveuhuber, Anual. Styrens. 283. — Zedier XXXII. 965.s Blos das Wappen derselben findet sich in dem Wappenbuche des kostnitzer Coucilii, daraus es v. Meding, III. n. 667, beschreibt, sv. H.s Roftncgg, s. Gilm; Mikhollitsch. 1. Roftnftld, ein altes schwäb. Geschlecht auf der gleichnamigen Burg im O.A. Sulz; die Familie blühte bis 1518. sGricsinger !133.s 2. Roftnftld, ein ursprünglich siebenbürg. Geschlecht, das erst Zeckely hieß. Michael Z. wurde im Jahre 17^* (Leupold, I. Th. 3. B. S. 575 u. f., weiß das Jahr der Standeserhöhung auch nicht anzugeben) in den Adelstand erhoben u. starb im Jahre 1776. sv. H.s 3- Roftnftld, R.-Romicjewski. Kommt in dem preuß. Lieutenant v. R--R. 1816 vor. sv. Ledebur III. 333.s Rostliftld, s. Bozy; Ccisarz; Hcyßler; Laaba; Ma- thieß; Moser; Pauß; Pawlowsky; Roßmann; Schöbe!; Zeidler; Zich. Roftnftls, s. Jerallta. 1. Roftichogcn, eine thüriug. und Mecklenburg. Familie, aus der Einer, Johann, und seine Tochter Sofia, in der Urkunde vorkommt, mit der er im I. 1322 dem Kloster Hcusdorf eine Hufe Landes, die dem Grafen v. Kirchberg zu Lehn geht, schenkte, sowie ein Anderer noch 1523 in Mecklenburg vorkommt. Rosenh — Rosenz 261 sAvemann's klrchberg. Bescher ISO n. Diplomat. 197, — v, Meiling I. m 791. — v. H.) 2. Nostnhagc», Nosenhan, Rosenhaiu, Roseuhayn. Andreas R., Bürger zu Görlitz, wurde am 28. Mai 1544 von Kaiser Karl V. geadelt. Die Familie ist in der Oberlausitz und in Preußen seßhaft. sDorst, allgcm. Wappb. II. 293. — v. Ledebur II. 311.) f Nostuhand, eine k. schwed. Standeserhöhung vom 21. Febr. 1648- Simon Matheus v. N. starb 1663 in Stettin, sv. Ledebur II. 311. III. 333.) llostnhardt, genannt Glockciigicstr, Gebrüder, erhielten 1656 Adelsbestätigung, j R- T- A. R.) -s liostuharg Edle v. R. saßen auf der Burg R. im Weiler gleichen Namens bei Ravensburg. Vostiihausj, s. Haußlcr. -s Nastiihai)», ein altes adliches Geschlecht in Schlesien, besonders im Troppau'schcn, aus dem Johann oder Joachim v. R. sich im Jahre 1541 mit seiner ansehnlichen Herrschaft der mährischen Landtafcl einverleiben ließ. Das Geschlecht scheint längst erloschen zu sein; denn der im I. 1668 zu Leipzig auftretende angebliche Frhr. Friedrich Wilhelm v. N. war ein Betrüger. sllnsch. Nachr. von theolog. Sachen IV. 752. Suppl. n. thcolog. Annal. T.II. — Lucä, schlcs. Cbronik 718.— Grünewald's Gcschl.Register der v. R., Mspt. - Zedier XXXII. glt. - Gauhe I. 1429. — v. H.) Uostiihayii, s. Frischdatzky. llostnhcim, ein böhm. Geschlecht, wovon Einer noch im Jahre 1737 vorkommt. sZedler XXXII. 912. — v. H.) Uostiihcim, s. Gärtner; Hehn; Keßler; Tilscher. Nostiihos, s. Raglovich; Namponi. liastiihol), ein adliches Geschlecht, welches in den Marken vorkommt und von Schweden den Adel erhalten hat. Wusterwitz gehörte der Familie in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, sv.Ledebur II. 3lI. III. 333, wo daö Wappen befindlich ist. — v.Zedlitz.1 liastnhiigcl, s. Rosetti. Hosting, s. Rose, liostiikran, s. Kirch eysscn. liostiipiisch, eine schlesische Familie, die sich aus dem Hause Zauche im Fürsteuthume Glogau schreibt. sSinap II. 928.) Das Geschlecht scheint verschieden von denen v. Noscubusch in Bayern zu sein. sv. Zedlitz. — v. H.) liostnroth, s- Schütz. Nostnschaiif, eine mcckleuburg'sche, jezt auch in Schlesien ansässige Familie. Günther N. wurde am 14. Mai 1652 in den schweb. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 312. — v. Zedlitz.j IlostMsild, s. Rosentretter. Nostnschwcrdt, s. Rott er. Nostastcdt, auf En mm er o w u. Jamikow in Pommern, 1722. so. Ledebur II. 312. III. 333. — Bagmihl IV. löst 1. ch liostnstci». Ritter v. N. saßen auf der Burg gleichen Namens bei dem Städtchen Heubach, Oberamts Gmünd. Die R. sollen gewaltige Raubritter gewesen sein. Albrecht Hang lebte 1338 und Georg v. N. 1484. Nach der Zerstörung der Burg sollen die N. sich nach Schweden geflüchtet und sich v. Rosen genannt haben. Bei uns sind sie längst erloschen. 2. liostnstmi. Hanns Thomas Nosenstcin oder Rosen - staiu wurde 1578 in den Adelstand erhoben. sN. T. A. R.) 3. Nostnstciii. Joh. Scifried Franz v. R. wurde im I. 1716 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. >M. v. M., Erg. 199. — v. H.) 4. Nolcnstcin, vorher Frölich genannt, erhielt am 16. Febr. 1796 vom Kurf. Karl Theodor von Bayer» ein Edeludiplom. sv. Lang 51t). — v. Hefner. bayer. Adel S. 198. T. I3I.f liostastei», s. Häckhl; Neupauerz Stockhamer. Nostiistcr», s. Freienhagen. iiostiistiel, Wilhelm, k. Rittmeister a. D., erlangte 1846 die preuß. Adclswürde. sv. Ledebur II. 312. III. 334.) 1- ch siostilthal, ein erloschenes erfurter Patriziergeschlecht. sv. Zcdlitz.f 2. ch llostiithal. WilkinuS de Rosendalc, testis in einem hildesheim'schen Brief 1238. sUrk.B. f. Nicdcrs. II. 158.) 3. Nostnthal, stammen aus Speicr und wurden von Kaiser Rudolf II. (1576—1612) in den Adelstand erhoben. Heinrich v. R. war um 1597 ein gelehrter Feudist, welcher 1625 starb und zulezt Regieruugörath in Braun schweig gewesen sein soll. Als Speicr 1622 von den Spaniern geplündert wurde, retteten sich zwei Brüder — Heinrich (vielleicht der Schriftsteller) und Kourad — der erstcre nach Wien, der andere nach Cleve. Lezterer widmete sich dem Handel und wurde der Stammvater der v. N., welche sich im preuß. Heere u. in der Rhcinprovinz befinden, sv. Zedlitz.) Möchte wol einerlei mit den 1788 geadelten v. R. sein. so. Ledebur II. 312. — Bernd, Taf. LVII. 2l4. — v. H.) 4. Nostnthal, Johann Kaspar, und dessen zwei Halbbrüder, Heinrich Beruhard Friedrich und Johann Konrad, wurden 1788 mit „Edler von" in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sN. T. A. R.) Nostnthal, s. Heymaun; Kritsch; Pöhr; Scholtzi; Seidel; Taulow; Wolfs; Zaluschitzky. Nostnthall. Franz R. zu Graz wurde im I. 1771 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 199. — Schmutz III. 393. - v. H.) Nostntrctcr, gen. ».Karsten, eine schlesische, 1819 auf Ober- woydnikowe blühende Familie, sv. Ledebur II. 312.) 1. Nostntrcttcr ». Nostnschild. Der Oberlieutenant Kristiau R. wurde im I. 1776 mit obigem Beinamen geadelt. IM. v. M., Erg. 427. - v. H.s 2. Nostntrcttcr ». Nostntritt- Der jubilirte böhm. Gubernial- Sekretär Karl R. wurde im I. 1813 mit Edler v. Roscntritt geadelt. sM. v. M. 252. — v. H.) Nostntritt, s- Rosentretter. Nostnwald, s. Poppe; Quielon. -s Nostnwcrth, Arcchcr v. Ii. Hanns Friedrich Brecher wurde am 7. Juli 1716 vom Kaiser mit v. R. in den Freiherrnstand erhoben. Namen und Wappen gingen am 1. März 1717 auf seinen Schwiegersohn Sigmund Friedrich v. Troschke über. sv. Ledebur III. 334.) Noscnwcrlh, s. Nuziczka; Troschke. 1. Nostnzwcig und N. v. Zchwaiina». Der Rathsmann Johann Anton R. zu Brünn wurde im I. 1774 mit „Edler von" ge- adlt. Der österr. Professor zu Wien, B. Edler v. R., wurde 1854 mit v. Schwaunau in den Nitterstand erhoben. 262 Nos - Ross sA. A. Zcit. v, >854. — v. Ledebur II. 312. — M. v. M., Erg. 427. — v. H3 2. Iloscnzmrig, Karl Friedrich, sächs. Lcgationssckretär am kais. russ. Hofe, wurde 1823 vom König von Sachsen geadelt, sv. Hesner, scichs. Adel S. 44. T. 5I.j Angeblich sollen die Vorfahren schon 1612 geadelt worden sein. sv. Ledebur II. 312. III. 334.s 3. Ilosciizuieig, Johann, kaiscrl. Hauptmann, wurde 1846 in den östcrr. Adclstand erhoben. sM. S.j 4. Iloscii)u>cig ii. Drauwchr. Der östcrr. Major Fcrd. R. R. erlangte 1852 den rittcrmäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1852. — Ocsterr. Milit. Schcniat. v. 18533 Nosciijweig, s. Leykanff. Ilosetti ii. Iloscnhügci. Der Associe des triester Handelshauses Bclleti Zaccar et Comp., Karl R. zu Kairo, wurde im Jahre 1733 mit „Edler v. R." geadelt. sM. v. M., Erg. 428. — v. H.j Nosctti, s. Rosen eck. Iiosci>, du R., RollaS, Rolaz, Rolla, Rolas du R., ein schweizer Geschlecht, aus welchem 1764 ein prenß. General hervorging. Die Familie ist seitdem in Brandenburg und Preußen begütert, sv. Ledebur II. 312.) 7 Rosivrcs, ein adl. Geschlecht in der Schweiz u. Savoicn, aus welchem Karl Ludwig v. R. auö dem Kanton Waadt 1776 in preuß. Dienste kam. Scheint ohne Nachkommen geblieben zu sein. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 3133 Ilost» de Dorcsil. Der Oberst Jgnaz Sigmund R. wurde im Jahre 1766 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 81. — v. H.s liosih, s. Rousitz. lioskampf, Peter, des Raths zu Hcilbronn, auch kais. Rath, wurde 1691 geadelt. sR. T. A. N.) Noskanipff, ein socster Patrizicrgeschlecht, dessen Adel 1696 anerkannt und ihm der Reichsfreiherrnstand erthcilt wurde. Peter V. R., dem diese Vergünstigung zu Theil wurde, war kais. Reichs- Hofrath. sv. Ledebur II- 3123 Ob solches nicht Verwechslung mit dem Heilbrunner Peter Rosenkampf sein möchte? Iloskan-Da.jcrski, ein altes preuß. Adelsgeschlecht, welches sich jezt nach seinem Stammhause Bajersee — Bajerski zu nennen scheint, sv. Ledebur II. 3123 Iloskcii, ein in Pommern u. Mecklenburg einheimisches Geschlecht. In elfterer Landschaft gehörten sie zu den Geschlechtern der Freien. sDipl. Jahrb. für die preuß. Staaten 1843. S. 3263 Iloskoschny v. Gfisticiiburg. Der galiz. Landrath Wenzel N. wurde im I. 1818 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.s lioskoiniliisi, ungarisch. Gabriel v. R. war 1835 Bcisizcr bei der Distriktstafel zu Eperies. Roökowoiii, ein in Preußen und Posen angesessenes Geschlecht. Wappen: Dolenga. sv. Ledebur II. 3133 Nosla. Otto de R. tcstis in einem Brief des Grafen Elger v. Hohustein 1217. Sifridns Clawc de N. 1255. Wahrscheinlich RoSlau. sllrk Buch für Niedcrs. II. 85. 213.j lioslaui i>. Iloscnthal, österreichisch. Karl R. v. N. stand 1357 als Oberlieutenant im 18. k. k. Inf. Regiment. Ferdinand Roßlaw v. R. war Verpflegsacccsstst zu Pesth. Iloslcr >i. Nosciihain. Georg Ludwig N., Fändrich unter den hessen-kassel'schcn Truppen, wurde 1755 mit obigem Beinamen geadelt. sN.T. A. R3 Nosmanith, I., niedcrösterr. Statthaltcreirath, wurde im April 1854 geadelt. sA. A. Zeit. v. 18543 Ilosmanli v. Million. Der Präses des k. k, Stadt- u. Land- RcchtS zu Rovigo wurde 1836 nnt v. A. geadelt. sE. S.j S. auch Albin son. Noslilliriiiowskq, österreichisch. Jgnaz v. R. war 1835 AmtSanfsehcr beim k. k. VcrzchrungSstcucramt am Schanzl zu Wien. liosiliini. Sämmtliche Oheime, Neffen und deren Kinder, R., wurden 1672 geadelt. sR.T. A. R3 Die Familie ist der tiroler Landstandschaft einverleibt, sv. Hcfner, tiroler Adel S. 15. Taf. 17; Erg. Bd. S. 25.f Ilosnati, Felix, Ludwig und Johann, Gebrüder, in Mailand, wurden 1842 geadelt. sM. S3 Ilosncr, Gebrüder, erlangten 1663 den Adclstand. sR. T. A. R3 Nosolctto, s. Dordi. Nosos >i. Isentkinily, ungarisch. Paul R. v. S. war 1796 Bischof zu Ausar und Jgnaz R. v. Sz.-Kir-lly-Szabadgya 1835 k. k. ungar. Truchseß. Ilospicrski, v. Nospert-N., ein in Wcstprcußcn angesessenes Geschlecht. Wappen: Nabram. sv. Ledebur II. 3133 Ilospiglioft, Johann Baptist, aus Italien. Geschlcchte, wurde um's Jahr 1681 in den Reichsfürstenstaud erhoben. sR. T. A. R.s Anstach, eine fränkische, im ehemaligen Kauton Baun ach begüterte Familie, welche 1356 vorkommt und 1411 erloschen ist. sBiedermann, Baunach Tab. 254>>. — v. H.j si Aostcck. (Drei Spizen, jede mit einer Rose besteckt.) Dieses Namens und Wappens führt Wurstisen, S. 191, Heinrich v. R 1378 an. si Hoste», ein in Preußen angesessen gewesenes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 313.) Ilostciiscld, s. Freckmann. Aostcnscldt, s. Grumbholz; Schlägel. Aostcuniatd, s- Knabe. 1. Aostrtli, ein frciherrl. Geschlecht in Krain, welches schon 1655 in der krain er Landstandschaft aufgenommen war. Die Familie stammt aus Trieft und ist jezt frciherrlich; in Görz landständisch seit 12. April 1643. sv. Hcfner, kraincr Adel S. 17. T. IS; görzer Adel S. 30.s 2. Aostctti v. Icandcr. Der Kommerzienrath u. Handelsmann R. zu Trieft, wurde im I. 1775 mit „Edler v. S." geadelt. sM. v. M. 232. - v. H.j 1. Nossi-Iabatiiii, dalmatisch. Josef v. R.-S. war 1835 k. k. östcrr. Gubcrnialsekretär zu Zara. 2. Aosji v. It. Julian«, sind von St. Juliana nach Bozen gezogen und für Edelleute gehalten worden; 1726 erlangten sie die Frcihcrrnwürde, nachdem sie schon 1678 landständisch geworden waren, so. Hefner, Erg.Bd. S. 25. T. Il.j Aosst, f. Thcodi. Nossick. Der österr. Hauptmann Georg R. wurde im Jahr 1797 in den Freihcrrnstand erhoben.» sM. v. M, Erg. 93. — v. H.j Noss — Roß 263 Nosstnstld, s. Rokoß. -j- Lossow, cine alte Familie in der Mark Brandenburg, ans welcher die gelehrte Benediktiner!», znlezt Stiftskanonissin zu Gandersheim, welche um das I. 960 Kaiser Otto's Leben in lateinischen Versen besungen hat, bekannt ist. sGauhe I. 1412. - Zedier XXXII. 1035, — v. Ledebur II. 313. III. 334. — v. H.s Nossmn, ein cleve'sches Geschlecht, welches 3 r. Vögel, 2. 1, in S. führte, 1411 in Urkunden erscheint und 1717 noch blühte. sFahne II. 124. - v. Ledebur II. 313. - Siebm. II. 122. V. 131.s Nichts v. Noscmui. Der Hauptmann Franz N. wurde im Jahre 1775 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg, 428. - v. H.) 1. Nost, ConraduS, miles, tcstis in einem walkenriedcr Brief 1295. sUrk. Buch für Nicders. II. 357.f 2. Nost, eines der ältesten n. bedeutendsten frhrl. Geschlechter in Tirol, das ehedem Pouchcnstein geheißen; da sie aber ihr gleichnamiges Schloß P. an das Stift Briren verkauft und sich in das Gericht Enncbcrg, auf das Schloß „am Nost" genannt, gewendet hatten, so nannten sie sich davon v. Nost. Meinhard, der Altvater dieses Geschlechts, kommt im I. 1300 vor. sBncclini stemmat. I. — Brandis, tiroler Ehrcnkr. II. 82. — Bürgermeister, vom schwäb. Adel. — Zedier XXXII. 1045. — Gauhc I. 1430. — v. H.) 3. Nost. Der Frhr. Joh. Gaudenz v. R., geh. Rath, Feld- Marschalllientenant und Mititcirdircktor in Ober- und Vorder- Oesterreich, wurde mit seiner Schwester Maria Elisabeth im Jahre 1731 in den Reichsgrafcnstand erhoben, und zwar mit dem Zusaze Gr. v. R. Frhr. zu Buchen stein. sM. v. M. 28.) Die Brüder Josef Leopold und Georg Anton v. R. wurden im Jahre 1738 Freiherren mit den Prädikaten „v. Auhofen, Herren zu Kehlbcrg und Rothwünkel". sM. v. M., Erg. 94. — v. Hcfncr, tiroler Adel S. 15. Taf. 17; Erg. Bd. S. 25. — v. H. — Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1859.) 4. Nost v. Eiscnhardt. Der Opcrationskassa-Einnehmer zu Frankfurt a/M., Kristin» R., wurde 1714 mit „Edler Herr v. E." in den Adel stand erhoben. sR. T. A. R. — Varrcutrapp, jcz. Frankfurt S. 4.) 5. -s Nost li. Gliiiimcnthol. Ein Zweig der v. Glymmendal (s. d.) führte das Schildlcin von drei g. Löwen beseitet; 1402. sO. S.) Rost v. Wcrs, s. Roist v. W. 7 Nosteck, eine Mecklenburg. Familie, die auch und noch mehr in Schlesien bekannt ist, welche jedoch Andere für zwei verschiedene Familien halten. fSinap II. 230. — Gauhe I. I43l. — Zedier XXXII. 1054. — v. Ledebur II. 314. III. 334. - v. H.s Nosicthorc», s. Röstl- Nostcnscld, s. Schlnga. Nosthorn. Der privilcgirtc englische Knopffabrikant R. wurde im Jahre 1790 mit „Edler von" geadelt. IM. v. M., Erg. 428. - v. H.s st Nosti», ein 1670 ausgestorbenes ncnmäkk. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 314.) Nostkcn, Rostke, ein mccklenburg'sches und pommer'schcs h adlicheö Geschlecht der Freien. sMicrälius VI. 373. 422. — Sieb- I macher V. 101. n. 4. — Zedier XXXII. 1057. — v. Ledebur II. 314 u. 326 unter Rustke; III. 334. v. H.s Nostkowski, ein poscn'sches Geschlecht. W-: Dombrowa. sv. Ledebur II. 3l4.s Nostkron. Der k. k. östcrr. Hauptmann I. Böh wurde 1862 mit v. R- geadelt. sA. A. Zeit., Mai 1862.s Nostncck, s. Schneider. 1. Nostock, Rnstock; cine im Bütow'schen seßhafte Familie, 1639. sSiebmachcr V. I6l. — v. Ledebur II. 314.1 2. Nostock, eine schlcs. Familie, deren Anhcrr ein Schwester- Sohn des im Jahre 1671 verstorbenen B. Sebastian v. N. zu Breslau, der, als er noch Domherr zu Breslau war, vom Kaiser einen Adelsbricf für sich und seine Schwestersöhne erhielt. sSinap II. 930. — Zedlcr XXXII. 1059. — v. Ledebur II. 314. — Siebmacher IV. 157. — v. Hl S. auch Nathstock. 7 Nostorp, Roßdorf, Nosdorf, Nostorf, Rottorp, eine alte braunschweig. Familie, deren Stammhaus unweit der Leina gelegen ist. Sie waren ehemalige brau »schweig. Ministerialen, und sind längst erloschen. Wcdekind bekam von K. Heinrich I. nebst Ritterorden für sich und seine Familie auch das Thürhüter- Amt sJanitor. officium). iMcicr's plcss. Urspr. — Wolf, Gesch. der Edel» Herren v. R- Göttingen, 1812. — Mcybanm's Chronik des Klosters Marienbcrg 48. — Zedier XXXII. 1066. — Gauhe I. 1431. II. 389. — Ludcrscn's Samml. — v. H.s Nostschih, eine 1671 im Lancnburg'schen angesessene Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 314.) Nostltwrowski, ein posen'sches Geschlecht, welches auch in Galizien und im Königreich Polen begütert ist. Am 30. Juli 1801 erlangte dasselbe in zwei Brüdern, Andreas N., Kastellan von Lemberg, und Franz Xaver R., von Kaiser Franz II. die Grafenwürde. Der Stammvater der Grafen v. N. war Albert R. in der Wojwodschaft Posen, Krön-Unterfeldherr, 7 1556. W.t Nalcncz. sv. Ledebur 314. — Gräfl. Taschenb. v. 1862.) Noswodow, Roswadowsky, Jgnaz, wurde im Jahre 1783 in den galiz. Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 28. — v. H-1 1. 7 Nost. (Aufspringendes Roß, schw. in G.) Anton v. R. zu der Mäzen (Rattcnberg) steht in der Kay er. Landtafel 1490. Anton v. N., fürstlich salzburg. Stallmeister zu Salzburg, 1566, Pfleger zu Mattsce 1583. Susanna v. Haunsperg seine Hausfrau. sO. S.) 2. Nost. Der Graf Johann v. N. erhielt 1840 ein preuß. Anerkennnngsdiplom über seinen Grafcnstand. Die v. R. gehören einem alten erlauchten kaledon. Geschlcchte an. Sie waren Kriegsobcrhäuptcr in Schottland. Nachmals waren sie Thane, Markgrafen, Grafen v. R. Im Laufe der schottischen Unruhen begab sich ein Zweig im I. 1692 nach den Niederlanden; seine Nachkommen wendeten sich nach Warschau, wo Einer derselben 1812—1814 sich sehr für Preußen interessierte. Später begab er sich nach Berlin und 1816 erhielt er ein Anerkennungs- Diplom seiner gräflichen Würde. Ein Vetter des Grafen war Dr. Joh. Wilh. Gottfried R-, preuß. Obcrkonsistorialrath und Bischof rc- Derselbe erhielt gleiche Anerkennung, machte aber keinen Gebrauch davon; seine Nachkommen erhielten daher 1855 wiederholte Erneuerung des Grafentitels. sv. Zedlitz. — Taschenbuch der gräfl. Häuser für 1840 u. 1856. — v. Ledebur II. 313. — v. Hcfner, preust. Adel S. 24. T. 26. — Kneschke, Grafenhäuser.) 3. Nost v. Nollicknch. Der Oberst Johann Karl v. R. wurde wegen 40jährigcr Dienste im I. 1786 mit obigem Beinamen in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 81. — v. H.) 264 Ros — Not 4, Roß v. Thornthonn. Der österr. Hauptmann Robert R. v. T. wurde im I. 1737 in den böhm. Ritterstand erhoben, sM. v, M,, Erg, 193. - v. Noschach, s- Nosbach. Noschachcr, R,, österr. Generalmajor und Ritter der eisernen Krone, erlangte 1360 den Frciherrnstand. jA. A, Zeit,, April 1860,> Nvjsbcrg, s. Schient, Nojsdvrf, Resdorf, Nosdorp, eine fränk. Familie. sAlbini, Hist. der Gr. v. Werthern 68.) Siebmacher, II. 71. n. 13 und V. 262. n. 12, hat zwei etwas mit einander ähnliche Wappen, davon er aber daö Geschlecht der ersten Rostdorf unter die fränkischen, und das der leztereu Rosdorf schreibt und diese unter die ehrbaren Geschlechter zu Schwäbisch-Hall rechnet. Die v. R-, deren Wolf's Geschichte der Edlen Herren v. R., Gott. 1812, gedenkt, mögen wol ein anderes Geschlecht sein, wohin auch Frie- dericus et Dethardus de Rostorp zu zälen, die 1304 in Walkenried als milites erwähnt werden. sUrk. Buch für Nieders, III. 27. — v. Meding II. n. 732. — Brückner II. Th. 6. St. 15. >7. - v. H.s Nojjhirth v. Nossen»». Der Oberinspektor zu Mnncats w., Joh. Karl R., wurde im I. 1751 mit obigem Beinamen in den Ncichöadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 428. — v. H.s Nosstcr, ein 1677 im Hcrzogthumc Geldern mit Nebel- horst angesessene Familie, deren Mitglieder später — 1775 — in kursächs- Diensten standen, sv. Ledebur II. 313) 1. Nosstmiii», in der Ob er lau sitz, wurden 1580 geadelt. Wappen? sv. Ledebur II. 313.) 2. Nosnmui» v- Noscnftld. Joh. Baptist R. wurde im Jahre 1755 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.) Noßmark v. Treu. Der Major Philipp R. wurde im Jahre 1791 mit v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 428. - v. H.s 1. Nosgicr, Johann, erlangte 1697 den Adelstand. sN. T. A. R.) 2. Nojjncr v. Noscncck. Der Hauptmann Paul R. wurde im Jahre 1785 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 428. - v. H.s 3. Nossncr u. Nosscncgg. Joachim R., Bürger zu Pilsen, erhielt 1630 mit dem Beinamen v. Roseneck die Neichöadels- Würde. Der österr. Oberstlieut. Josef v. R. wurde im I. 1811 Freiherr und erlangte 1817 die ungar. Magnatenwürde. Die NoSzncr v. Roszeneck möchten wol eins mit vorstehenden sein. Karl Frhr. Roszncr v. Roszeneck war 1835 k. k. Gubcrnial- Sekretär zu Trieft. sTaschenbuch der freiherrl. Häuser für 1860-.— R. T. A. R. - M. v. M., Erg. 93. - v. H.s j- Nosjmng, eiu altes Herrengeschlecht in Schwaben auf der Burg gleichen Namens im O.A. Vaihingen. Das Geschlecht blühte von 1152 bis in's 14te Jahrhundert. sGricsinger 1139. — v. Hesner, -s schwäb. Adel S. 14.s Noszkicwicg, eine poscn'sche Familie. W.: Wadwicz. sv. Ledebur II. 3l4.s Noszkowski, ein poscn'sches Geschlecht. W.: Ogonczhck. sv. Ledebur II. 314.s Nos.skowstus, ungarisch. Julius v. N- war 1857 Ober- Lieutenant beim österr. Gcnicstab. -j- Not. (Aus einem Drcibühel wachsend eine Rose.) Bas- lerischer Adel. Wernher R. 1258. Götzmann N. uror Judit v. Rotberg 1416. Peter R., Ritter, Bürgermeister zu Basel 1456, uror Margret v. Rum lang. Kristof N. 1523, der Lcztc seines Stammes. sWurstiseu 186.) Notberg, ehedem Ropcrg, Ropurg, eine rHeinländische und fränkische Familie, welche das Erbküchenmeisteramt des Stifts Basel seit dem Jahre 1467 besaß; auch sollen sie ehedem Rcichserbschenkeu gewesen sein. Im I. 1801 wurde der Adel der Familie v. N. von Seiten Preußens neuerdings anerkannt. Sic theilt sich in die katholische und in die evangelische Linie. sCast, Adclsb. v. Baden. — Taschcnb. der frhrl. Häuser für >819 u. f. u. 1853. — Dorst, allg. Wppb. I. 26. — v. Ledebur II. 314. III. 334. — v. Hattstein III. 427. — v. Hefner, baycr. Adel S. 54. T. 56; preuß. Adel S. 6>. T- 79; Erg. Bd. S. 18. — Kncschke, Wappen I. — Zedier XXXIl. 1083-85, aus Familiendoknm. — Gaubc II. 990. — v. H.) Freiherren in Bayern. Notenbach, s. Leutkirchen. Notciiberg, eine adlichc n. frciherrliche Familie in Schlesien und Mähren, die von den Rothenberg in Franken u. den Rottenberg in Oesterreich wol zu unterschieden ist, sowie auch vou denen v. Rettenberg in Schlesien, obgleich Sinap solches nicht thut. Die v. R. u. die v. Rottendcrg in Schlesien führen auch zwei ganz verschiedene Wappen. Zuerst erscheinen Hanns und Kristof die R., Gebrüder, wovon der Erstere im Jahre 1505 Kanzler bei Herzog Albrecht u. Karl I. zn Münsterberg war. Dessen Sohn gleichen NamenS war um's I. 1518 Oberkämmerer desselben Herzogs. Kaspar R. v. Ketre auf Deutsch-Katschur n. Drzlawe im Troppau'schen ist von 1511—1537 oberster Landrichter des Fürstenthnmö Troppau und ein Großvater, Kaspar II., Assessor des Landgerichts Troppau gewesen. Lczterer hatte zwei Söhne, Heinrich, welcher unglücklich ermordet wurde, und Adam. Im I. 1729 blühte das Geschlecht noch. (Sinap I. 770-72. - Zedier XXXII. >088. - Gauhe I. 1432. - v. Zedlitz. — v. H.s Notciiftid, s. Battistig. Notciihofen, s. Wahl. 1. 7 Notcnstcili. Die von ihrem im Allgäu gegen Kempten gelegenen Stammhanse also genannten v. N. sind von den Zollner v. N. ganz verschieden und zn Anfang des 14. Jahrhunderts erloschen. sSalver 405. — v. H.) 2. tz Notcujlci». Ein anderes Geschlecht v. R. blühte zwischen 1275 bis 1422 im Umfange der Herrschaft Gr eisen stein, nachmals Schlüssclberg, in der sog. fränk. Schweiz. Ihre nun zertrümmerte Beste oder Burg N. stand nahe an Burggrub. Im Jahre 1351 erbaute Friedrich v. N., Küchen- u. Forstmeister vom Biöthum Bamberg, die nahe an dieser Stadt gelegene Wunder- Burg. Im folgenden Jahrhundert starb das Geschlecht ans. Die Wunderburg wurde von den Fürstbischöfen zum Fohlcnhof eingerichtet und dient, seit Bamberg unter bayer. Hoheit kam, zur Kaserne. Das Wappen der v. R. bestand in 6 Vierecken mit wechselnden Farben, je drei weiß und drei roth, so daß die Spizcu aneinander stoßen; auf den Vierecken befinden sich verschiedene Verzierungen. sOcsterreicher, die Wundcrburg zu Bamberg; 1826. — Ocsterreicher, die Burg Rotenstein; >828. — Schannat, fuld. Lchnhof S. 2I6.s Notcnstcili, s. Rod enstein. 's Notcrmnnd, eine alte pommer'sche Familie im Wolgast'- schcn. Reinhold v. R. war im Jahre 1490 Minister bei Herzog Bogiölaus X. DaS Geschlecht ist längst erloschen. Not — sv, Ledebur II, 3lS, III, 334. — Bagmihl II, Taf. XXV, XXX. 2—l, — Siebmacher V, Igt. — Micrälius VI. — Zedier XXXII, 1108 u. f- — Gauhe I, 1433 u, f. — v, H.s I, Roth (zu Oberroth bei Gcildorf). Konrad u. Wilhelm v. R-, Gebrüder, Götzen v, R., gen. v, Schechingen Söhne, verkaufen 1367 ihren Theil an dem Burgstall zu Roth an die Limpurg, KaSpar v. N. noch 1536 als limpnrg. Vasall in Oberroth, sBeschr, des Oberamts Gaildorf 192,j Diese v. R, Urkunden seit 1696, 1695, ^Württemberg, Urk, Buch.j Ultimus stirpis war Fritz, der 1542 gegen die Türken fiel. 2- Roth, I, eine schles. Familie, von der Kristof v. R. im Jahre 1424 als Bischof zu Lebus vorkommt. Das Geschlecht führte einen r. Hahn im s, Schilde, daher mag es kommen, daß M solches den Beinamen Notenhahn erhielt. sSicbmacher II, 52. — v, H. - Gauhe I, 1440, — Zedier XXXII. S, 1123, — Sinap I. 774, — v. Meding I. n, 705-1 II. Gab es in Schlesien noch eine andere adliche Familie v. R., welche nach dem schles. Wappenbuchc von 1578 einen quergetheilten Schild führte, dessen oberes Feld golden mit drei r. Steinen, das untere r. Feld leer ist. sSinap I. 774, — v. Meding I, n, 704,s III. Ein weiteres in Schlesien ehedem blühendes Geschlecht waren die N. v. Bau mg arten, Sie starben 1672 ans und besaßen Pfaffendorf bei Görlitz. Wappen? IV, Die v. R. u. Jakobsdorf. Sie besaßen 1563 Jakobsdorf im Kreise Namslau. Wappen? sv. Zedlitz,j V. Die v. R. u. Mersine. Jakob Ernst v. R. erlangte 1654 den schles. Nitterstand und Friedrich v. R. 1671 den alten schles. Nitterstand. S. den Art. VI, Die v. R. u. Nützen. Johann Wilh. R., Rittmeister, erhielt am 27. Juli 1678 Bestätigung seines alten Adelstandes. Aus diesem Geschlechte wurde Joh. Leopold v. R. 1765 Reichs- Ritter und die Gebrüder, der österr. Hauptmann Wilh. Moriz, Joh, Friedrich, Adam Wenzel, Karl Gustav, Silvius Ferdinand v. R. im I. 1721 Reichs- und 1736 böhm, Freiherren. sM, v. M,, Erg, 133, — R, T, A, R. zu Johann Leopold v. R, und M, v, M., Erg, 34, — v, Ledebur II. 3 >6, — v, Meding I, 707, — Sinap II, II, — Gauhe I, 1441, — v. Zedlitz. — Zedier XXXII, S, 1219.1 3. Roth, gen. Pongylock, ein adlichcS Geschlecht in der Rhein- Provinz; die Familie hat ein Adelsdiplom vom 23. Aug, 1616, sv, Ledebur II. 310, — Bernd LVIII, 215-1 4. Roth, Johann, wurde 1654 in den Adelstand erhoben. sR, T. A. R.s 5. Roth, Moriz Konrad, Rittmeister, wurde am 18. Jan. 1761 vom König von Preußen geadelt. W.: Drei r. Rosen in einem Schräglinksbalken; über demselben in R. ein w. laufendes Roß, unten in B. ein g. Stern. sPreuß, Wppb, IV. 38. — v. Ledebur II. 316-1 6. fi Noll), Richard, vormalig fürstprimat. geh. Rath und OberappellationSgerichtsPräsident, früher Professor des Staatsrechts zu Bonn :c., wurde 1796 in den Neichsadelstand erhoben. Er starb 1816 ohne männliche Nachkommen. Seine einzige Tochter war an den bah er. Major v. Roth (s. den Art.) vermählt. Das Wappen bestand in einem einköpfigen^chw. Adler mit ausgebreiteten Flügeln im w. Schilde; auf dem Helme dieselbe Figur. sM. S.s f Stammbuch des Adels in Deutschland, Iii. Roth 265 7, Holl), Die Gebrüder Joh. Philipp und Karl R, wurden 1792 geadelt, sR.T.A.N.I 8, Nvlh-Rofß, Dieser Name kommt nur um 1866 bei dem preuß. Stabskapitän v. R.-R, vor. sv. Ledebur II, 316,j 9, Roth. Dem k. bayer. Major a la Suite Johann R, zu Bamberg erthcilte der Fürst-PrimaS am 27. April 1811 ein Adelsdiplom. Sein Sohn Anton steht im bayer. Heere. sv. Hefner, bayer, Adel S, 103, Taf, 131. — v. Lang, Suppl, 137. — v. H.f 16, Uvth, Auch in Sachsen blüht eine adliche Familie v. R,, deren Abstammung dießortö unbekannt ist. Sic führt in B. ein s. Einhorn, fv. Hefner, sächs, Adel S, 44; Hess, Adel S, 23. T. 26.j 11. fi Noth v. Durg-Schwalliach, eine ausgestorbene rheinländ. Familie, deren Stammreihc von 1266 — 1572 beibringt v. Hatt- stein II, 274—78. sv, Humbracht, Tab, 27l, — Siebmacher III, >31. n, 5, — Gauhe I. 1654, — Zedier XXXV. sggg. — y, Mediug II, n, 734, — v, H.j 12. Roth und Mcrsnie, eine schles. Familie, die den Beinamen M. von ihrem Stammsize im Wolau'schen hat und schon im Jahre 1396 vorkommt. sSinap III, 931, — Gauhe I, 1440, — Zedier XXXII, 1217. — v, Zedlitz, — v, Meding I, n, 707. — v, H-1 13- Roth v. Rohrbach , ein fränk, und fulda'schcs Geschlecht. Es blühte solches noch um 1836 im Fulda'schen. sv, Hattstein, II, Suppl, 65. — v. Meding I, n, 703, — v, H .j 14. Roth, Rodt, R, v. Schrcckcnstcin, ein schwäb, Adels- Geschlecht, welches zum Patriziat in Ulm gehörte, ES führt als Stammwappen einen getheilten Schild, vorn in Schw- ein aufgerichtetes w, Einhorn, hinten in S, zwei schw- Querbalken. Schon 1234 kommt die Familie in Ulm urkundlich vor. Im 14. Jahrh. theilte sie sich in die Linien v, Hüttisheim, Schreckenstein und Zell, später in Reuth und Holzschwang. Aus lezterer Linie wurde Hanns Jakob v. R,, gest. 1627, kurbranden- burg, Landoberjägermeister, der Gründer der Linie zu Kötke im Brandenburg'schen, welche Linie 1846 erloschen ist- (Aus dieser Linie soll angeblich der fürstlich sch warzburg. Hofkammer- Rath Friedrich Wilh. v. R, stammen, welcher 1738 mit obigem Wappen Erneuerung seines alten Adels erhalten hat, jedoch erloschen ist.) Sämmtliche Linien des Geschlechts sind abgestorben, bis auf die v. Schrecken stein. Sie führt seit 156 Jahren den Freiherrntitel, bcsizt seit 1748 das Erbtruchsessenamt beim Stifte Kempten, ist in Baden ritterschaftlich begütert u, in Preußen und Württemberg bedienstet. Im 17. Jahrhundert waren die v. R- in die unmittelbare Neichsritterschaft aufgenommen worden, sv, Ledebur II. 315, — Gauhe I, 1439, — Bucelini stemmatogr- — Spangenberg, Adclsspiegel, — Zedier XXXII, 1122, — Griesinger S, 1141. — Bürgermeister, vom schwäb. Neichsadel. — Siebmacher I, 209. VI, 25, - v. Hattstein II. 274, — Schannat, fuld. Lchnhof S- 141, — v, Meding I, n, 709,j Der Beiname „Schreckenstein" rührt von einem helfenstein'schen Lehen aus dem 14. Jahrh. her. Die Linie der v. R. zu S. verließ Ulm um 1547, weil sie katholisch bleiben wollte. sNoth v. Schrcckenstein, das Patriziat in den deutschen Städten 605, — Taschenb. der frhrl, Häuser auf 1858, — Sächs, Wppb. III, 45. — v, Hefncr, preuß. Adel S. 61. T. 79; württ. Adel S, 1l. T. 13,j Noth v, Rotenhahn, s- Roth 2. si Rothal, Rottal, Notal, alte, schon im I. 939 vorkommende Grafen, die in Stey ermark das Silberkämmereramt und außer Thalberg mehrere Herrschaften besaßen, im I. 1762 aber 34 266 Roth — Roths mit Wilh. v. Rottal ausgestorben sind. Die Nachkommen von Thomas R., der im I. 1479 starb, stehen bei Hübncr, III. 951 — 953. sBrandis, tiroler Ehrmkr. 45. — Bucelini stemmst. III. >94. — v. Wurmbrand, Collect. Austr. gen. 84. — Schmutz III- 496, der sie Rottal und Rotte! schreibt. — Spencr, histor. insign. 516. — Siebmacher I. 58. u. 6. III. 14. n. I. — Zedier XXXII. 1128. — v. Mediug III. n. 698. — Gauhe I. 1442. — v. H.s Nothonpt, eiue alte adliche, jezt freiherrliche Familie, welche in Kärnthen lange Zeit das Erb-Oberlandküchcnmeisteramt besessen hat. sv. Wurmbrand, Collect, gencalog. Austr. 321. — Zedier XXXII. 1131. — Gauhe I. 1443. — v. H.s Nothberg, ein adlicheS, in Hinterpommern schon 1577 seßhaftes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 316 s 1. 1' Nothe. Stammort das Dorf Roth, Amts Pfüll endo rf. Guntram de Rote 1994. sO. S.s 2. Nothe, Rötha, Roth, Rothen, eine thüring. Familie, die vor mehreren Jahrhunderten zu Schafstädt im Stifte Merseburg begütert gewesen, die aber eigentlich zu den R. in Schlesien gehören soll. sKönig II. 758-64. — Zedier XXXII. 1131 u. f. - Siebmacher I. >44. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 316. 111.334. — v. Uechtritz, dipl. Nachr. II. 127—31. — Nachr. aus den löbitz. Kirchen- Büchern von 1763—1768. — v. H s Nothcnackcr, s. Schulz. Nothcnlicrg, s. Sachse; Stang; Wüllenbücher. 1. s- Noihciiburg, Rotenburg. Grafen v. N. an der Tauber in Franken, wovon schon im I. 791 Einer Namens Main- gendus und im I. 998 Heribert vorkommt, welcher Leztere der erste Kurfürst zu Köln gewesen ist. sLucä, Grafens. 1081 u. s.s W.: Oben auf dem Schilde eine w. Taube mit ausgespannten Flügeln zwischen zwei Büffelhörncrn und im Schilde einen gold. Löwcnkopf mit zwei g. Sporen zwerchs aus dem Munde gehend. sGauhe I. 1433- — Diurna Halensia 1752. — Pauli IV. n. 1. 249—283. — Siebmacher II. 17. n. 7, wo er sie über ihren Wappen Rottenburg schreibt. — Salvcr 187. 193—96. — Sam. Lenzen's histor. Abhdl. von den chemal. Grafen u. jezigen Herren v. Rothenburg, 1752, welches Werk den besten Aufschluß gibt, und in Oetter's histor. Bibl. II- 263-76 in den braunschweig. Anzeigen v. I. 1752. n. 14. 15. 56, auch in den breslau'schen Anzeigen v. Jahre >753 nachgedruckt. — C. Fr. Colland, einige Beiträge zu dem sränk- Gcschlechte, besonders aber von der ursprünglichen Abstammung der alten Herren u. Grafen v. Rotenburg oder Herren von der Tauber, aus dem altfränkisch-salischen Kaiser- u. Fürstenhause Oehringen. 1786. 4. — v. H-s 2. -s Nothcnlnirg- In der güld. Aue Thüringens lebten im 12. Jahrh. Grafen auf dem nach ihnen genannten Bergschlosse, der Rothenburg, deren Erster, Kristian I., im 12. Jahrh. vorkommt, und der ein Abkömmling der alten Grafen v. Beichlingen zu sein scheint. Im I. 1178 kommt ein zweiter Kristian und ein Gottschalk Graf v. d. R. vor, welche Söhne Kristian's I. gewesen sein mögen, und ist sehr wahrscheinlich, daß das Geschlecht mit diesem zweiten Kristian zu Anfang des 13. Jahrhunderts ausgestorben ist und deren Besizungen an die Gr. v. Beichlingen, nach deren Abgang aber an Schwarzburg übergingen. Wappen unbekannt, sv. Falkcnstein, thüring. Chronik II. Bd. 4. Kl. 22. Kap. S. 912 —14; weit gründlicher aber ist L. Fr. Hcssen's Geschichte des Schlosses Rothenburg in der untern Herrschaft des Fürstenth. Schwarzburg- Rudolstadt; Naumburg, 1823. n. 4. mit K., und in den Mittheil, aus dem Gebiete histor. antiquar. Forschungen, 3 Hefte. — v. H.s 3. Nothcnburg. Herren v. R. in Böhmen, wovon der Erste mit dem Namen Heinrich im I. 1319 vorkommt. sHager, Chron. Boeh. — Gauhe I. 1433. — Zedier XXXII. 1166. — v. H.s 4. Nothcnburg, in Schlesien und in der Lausitz, deren gleichnamiges Stammhaus im croßnischen Fürstenthume gelegen, aus welchem Alexander Rudolf v. R., k. preuß. Landrath im Fürstenthume Crossen, im I. 1736 vom König von Preußen in den Grafenstand erhoben wurde. Der Angabc, daß dieses Geschlecht von jenem der tiroler v. R. abstamme, widerspricht schon die Verschiedenheit des Wappens, so. Zedlitz. — Vehse, Gesch. des preuß. Hofes u. Adels III. 248. s Außer dem Alexander Rudolf v. R. hatten noch zwei französ. Generale, Nikolaus Friedrich v. R., gestorben am 29. April 1716, und sein Sohn Konrad Alexander, gest. 1735, den Grafenstand früher schon erworben, sv. Ledebur II. 316.s Die Familie hat beträchtliche Bcfizuugen in Schlesien, sv. Hefner, preuß. Adel S. 24. T. 26. 27. - v. H.s W.: Gespalten von S. und R.; vorn ein gekr. r. Löwe, hinten drei s. Schräg - Balken. sSiebmacher I. 54. n. 4. — Sinap I. 772—74. II. 937. — Gauhe I. 1434 u. f. - Zedier XXXII. 1l66-1163.s 5. Nothcnburg. Der Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohcnzollern-Hechingcn vermählte sich am 13. Nov. 1859 in zweiter Ehe morganatisch mit Sofie Karoline Adelheid Freiin Schenk v. Geyern aus Syburg. Sie und ihre Kinder, geboren 1853 u. 1856, führen den Namen als Gräfinen u. Grafen v. Rothenburg. Nothcnburg, s. Schwarz. Nothcnscls. Besaßen im I. 1739 die Herrschaft Reinthal. sSchmutz III. 466. — v. H.s Nothcnha», Rotenhan, Rothenhahn, eine uralte fränkische Familie, welche statt des Kurfürsten von Brandenburg das Erb- Kämmereramt im Bisthum Bamberg seit 1313 verwaltete und die schon im I. 996 zu Braunschweig vorkommt, seit 1771 frciherrlich und seit dem 8- Dez. 1774 durch ein Diplom Kaiser Josef's in den Nachkommen des Karl Joh. Alexander v. R. gräflich wurde. Anton v. R. war im I. 1449 Bischof von Bamberg. sBiedcrmann, Baunach Tab. 132—153; Nürnb. Suppl. 13; Rhönu. Werra, Suppl.; Altmühl. — v. Hattstein III. 428—57. — Bucelin, stemmst III- — Spangenbcrg, Adelsspiegel II. 196. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1838 u. s. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1344 u. f. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 19. T. 18. S. 54. T. 56; sächs. Adel S. 15. T. 14; krainer Adel S. 17 u. 36; preuß. Adel S. 62. T. 79; Erg. Bd. S. 9. — v. H. — v. Ledebur II. 314. — Taschenb. der frhrl. Hänser für 1859. — Kneschke, Grafcnhauser. — Gauhe I. 1438. — Zedier XXXII. 1166 u. f. — v. Lang S. 66, auch 62. — Salver 257. 268. 475. 495. 554. 558. 658. 692. 694. 695. 732. - N. geneal. Hdb. von 1777. S. 143 - 45; Nachtrag dazu S. 96 u. f. — Hartmann's Sammlung. — v. Zedlitz.s Nothcnhnuscn, s. Redl. Nothcnkren), s. Feronce. -s Nothcnstcin, eine ausgestorbene Familie, deren Stammhaus bei Rottweil an der Eschach steht, die nicht weit davon in den Neckar fällt. Viele weibliche Mitglieder sind im Mortuarium des ehemal. Klosters Rottenmünster als Nonnen und Abtisfinen aufgesührt. sO.S.s Nothcnstein, s. Probitzer. Nolhcnwnld, s. Lischka; Zöllner. 1. Nothcr. Der niederösterr. Regierungsrath Paul R. wurde im I. 1784 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 232. — v. H.s 2. Nothcr. Die Nachkommen des preuß. Staatsministcrs und Chefs der Scehandlung, Rother, wurden 1837 vom König von Preußen geadelt, sv. Ledebur II- 317. III. 334.s Nothsahii, s. Dobrusky. Roth — Rott 267 Nothhnmmer. Der Forstmeister Franz Xaver R. erhielt am 15. April 1792 vom Kurfürsten Karl Theodor von Bayern ein Nitterdiplom. sv. Lang Slg. — v. Hefner, bayer. Adel S> 108. T. l3l. - v. H.s Nothin, comes conradus de, senior et junior, testcs in einem Brief des Herzogs Heinrich von Braunschweig 1191. Vielleicht auch Rössing? sUrk. B. f. Nieders. II. 35.s Nothkcppct». Noscnsetd, eine im Tilsit'schen begütert gewesene Familie, sv. Ledebur II. 317.) Wappen? Nothkirch, eine sehr alte Familie in Schlesien, die von den Grafen v. Tau er und diese von den longobard. Königen entsprossen sein sollen. Ihr gleichnamiges Stammschloß ist im Für- stenthume Liegnitz gelegen und verloren Acht dieses Geschlechts bei der in der Nähe desselben im I. 1241 gehaltenen großen Schlacht ihr Leben. sSinap I. 775-85. II. 932-37. — Gauhe I. S. 1443. — Zedier XXXII. 1212. — Siebmacher I. 52. n. 4. — Hupel's Material, zu einer esthländ. Adelöhist. 456. — v. Meding II. n. 735.1 Eine Nebenlinie derselben sind die R. u. Trach, die mit den v. Trach durch Vermählungen verbunden ist, wie sie denn auch die Wappen beider Geschlechter in dem ihrigen vereinigt hat. K. Fr. H- v. N- u. Panthen wurde 1849 vom König von Preußen in den Freiherrnstand nach dem Rechte der Erstgeburt und an den Besiz von Panthen geknüpft, erhoben. sE. S.s Im Jahre 1757 erhielt bereits eine Linie der Familie die freiherrliche Würde und 1829 erlangte sie den Grafenstand. Im Jahre 1861 wurde dem Freiherrn v. Rothkirch-Trach auf Panthenau die preuß. Grafenwürde ertheilt. sA. A. Zeit., Okt. I8KI. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf <843 u. s. — v. Zedlitz. — Taschenb. der srhrl. Häuser auf 1854 u. 1863. — v. Ledebur II. 317. - Sächs. Wppb. VI. 5. - v. Hefner, preuß. Adel S. 61. T. 79; sächs. Adel S. 15. T. 14. — Dipl. Jahrb. f. den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 70. 1843. S. 269; Erg.Bd. S. 48. T. 29. — Kneschke, Grafenhäuscr. - Neues genealog. Hdb. v. 1778. S. 367 u. f. — v. Meding II. n. 756. - v. H.s 7liotlstebcn, ein meißnisches Geschlecht, das unter die hanau- münzenb erg'schen Geschlechter gerechnet wurde. sKnauth, prodr. Miön. 561. — Müller, fächs. Annal. 53. — Zedier XXXll. >215. - Gauhe l. 1444. ll. 991. — v. HI Nochlieb. Der Adel unterliegt dem Zweifel; in Pommern 1685 seßhaft. Wappen? sv. Ledebur III. 334. s Nvthiimlcr, eine sächs. Familie. Hulderich Sigismund v. R. wird 1725 als fürstlich anhalt'scher geh. Rath, Kristof Sigmund Friedr. v. N. 1896 als sachsen-weimar'schcr Kammerherr, Ernst Jakob v. R- 1749 als anhalt-bernburg'scher Legationsrath und Ehrenfricd Wilhelm Gustav v. R. 1772 als kursächs. Major angeführt. Begütert in der Ob er lau sitz. W.: ? sv. Ledebur II. 317.s Der Stammvater ist wol Huiderich Sigmund R. gräflich stolberg. Kanzlcidirektor, welcher 1715 in den rittermäßigen Adclstand erhoben wurde. sN. T. A. R.s Rothschild. Die Brüder uud Wechsler Mayer Ambschel und Salomou Meyer N. in Frankfurt a/M. wurden im I. 1816 wegen Realisirung der engl. Subfidien geadelt- sM. v. M- 252.) Die Brüder Karl und Jakob R-, Wechsler zu Frankfurt a/M., wurden im I. 1816 ebenfalls geadelt. Die Brüder und Bankiers Karl Salomon Nathan, Jakob und Ambschel v. R. wurden im Jahre 1822 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 94. — Konversatiousblatt, L.K.B. 1. 1325. 772. ^ v. Hesner, frankfurter Adel. — v. Ledebur III. 334. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.s Nothschüh, Rothschitz, eine alte meißnische und Voigtländische Familie. sZcdler XXXll. <222 u. f. — Gauhe l. 1444. - Siebm. I. 154. — v. Ledebur ll. 319. III. 334.> Iezt Roschütz. Nothmcdct, eine preuß. Familie, von welcher jedoch nur Einer im I. 1741 als General-Oberfinanzrath bekannt ist. sRanst's gencal.histor. Nachr. 16. Th- 466. — Zedier XXXII. 1226. - v. H.s Nvthwmickl, s. Rost. 1 Noti. Conrad de N. 1196 in schwäbischen Urkunden. Stammst; vielleicht der Rüttihof bei Küssachberg? sO. S.s Notvndi v. Araiha, s. Arclza. Nach dem österr. Hof- und Staatsschematismus von 1835 ist dieser Name wie oben steht, zu verbessern. Heinrich Rotendy v. A. war 1857 Rechnungselcve beim Militärrcchnungöwescn. Notschönbcrg, s. Paar. Notsmann, ein altadliches Hess. Geschlecht. Sein Name kommt von roden, anroden, sich ansiedeln; ihr Stammhaus heißt Dotzelrode. Sie vermeinen, daß, weil sie der unmittelbaren freien Reichsritterschaft einverleibt gewesen, ihnen das Recht zum „Freiherrntitel" zustehe, was von vielen andern Familien auch beansprucht wird. sTaschenb. der frhrl. Häuser für 1854 u. <855. — v. Hefner, Hess. Adel S- 23. T. 26. — v. Hattstcin, III. Suppl. 131. — N. gcneal. Handb. von 1777. S. 319. — Siebmacher I. 136. n. 12. — v. H.s 1. Rott, Johann, wurde 1654 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.s 2- Rott, Anton, großherzoglich sächs. Kammerrath in Weimar, wurde 1837 vom König von Bayern geadelt, sv. Hefner, bayer. Adel S. 108. T. 131; sächs. Adel S. 44. T. 51.s ch Nvttauer zu Malta». (Im Schild ein Schrägbalken.) Rottau und Mattau liegen an der Rott in Nicderbayern (Schärding). Ein Turniergeschlccht. Wolfgang, Karl und Hieronimus die R. v. M. 1499 in der bayer. Landtafel. Warmund R., der Lezte seines Stammes, ist gestorben c. 1699. sO. S. — v. Hund I. 3l7.s Nottck, Nodcckher v. Der vorder österr. Regierungs- und Kammerrath w. und bekannte StaatsrcchtSlehrcr in Freiburg, Karl R., gest. um 1849, wurde im Jahre 1789 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 425. — Cast, Adelsb. von Baden. - v. H.s 1. Nottenlicrg, eine schlesische, von denen v. Rotenberg daselbst verschiedene Familie. Melchior Andreas, Andreas Ferdinand und Hanns Georg R., Brüder, erlangten am 5. Dez. 1681 den böhm. Adelstand, oder nach Andern Erneuerung ihres Adels und Wappens, welches bereits 1623 ihrem Vater Andreas Franz R. verliehen worden war. Lezterer soll von seinen sonst adlichen Voreltern verstoßen worden sein, weil er zur katholischen Religion übergetreten sei. Melchior Andreas v. R., breslau'scher Regierungskanzler zu Neisse, auf Endiersdorf und Mannsdorf, erlangte am 31. Mai 1799 den Freiherrnstand. Er starb 1716. ^ , Sein Sohn Kaspar Heinrich Frhr. v. R. zu Endiersdorf war k. Regiernngsrath zu Bricg und Konsistorialprästdent, und starb 1717. Er hinterließ Johann Kaspar. Wappen: In B. auf gr. Hügel ein g. Stern; darüber ein s. Sparren als Stamm- Wappen. sDorst, allgem. Wppb. 88-91. Taf. 77. 78. — v. Ledebur II. 319. — v. Hefner, preuß. Adel S. 61. T. 79. — M. v. M., Erg. S. 94. - v. H-s 2- Nottenlicrg. Die Brüder Philipp und Kristof v. R., Erzieher der Erzherzoge Ferdinand und Maximilian, wurden im Jahre 1771 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 81. — v. H .s 34 * 268 Rott — Rou 1. Nottcubcrger, Julius, Friedrich Tobias Asocrus, Tran- quillas und Krisostomus, Brüder u. Vettern, deren Vater Lorenz in den siebenbürg. Unruhen und tiirk. Kriegen 1556 u. 1555 um alle seine Güter gekommen, erhielten am 25. Mai 1529 von K. Rudolf II. ein Erncuernngsdiplom ihres angecrbtcn alten Adels und Wappens nebst Vermehrung und Besserung des lezteren. Wappen: (Sediertet; 1. u. 4. Feld in G. eine s. gezinnte niedere Mauer, aus welcher ein geharnischter Mann mit gezogenem Degen hervorwächst; 2. n. 3. Feld in S. ein dreihngcliger r. Berg, ans dessen mittelstem ein g. Stern. Diese Familie ist von jener auf EndicrSdorf ganz verschieden, führt ein anderes Wappen und gehört zur steh er. Landmannschaft. sDorst, allgcm. Wappb. S. 92. Taf. 79. — Sicbmachcr III. 7t. — v. Ledebur lll. 331. — Schmutz >11. 4ö7st 2. Nvtlcnlmgcr, I., Professor zu Wien, wurde 1834 geadelt. sM. S.s 1. st Rottciiburg, ein adliches, schon 942 vorkommendes, von den alten Caldern abstammendes Geschlecht in Tirol. W.: Im Schilde zwei durch eine Mauer mit drei Zinnen verbundene Thnrme. Erloschen um 1411. sv. Brandis, tiroler Ehrenkr. S. 85. Möst 2- Nottcuburg, Franz, Kaufmann zu Dan zig, erlangte am 11. Nov. 1796 den poln- Adel- Zu demselben Geschlechte sollen die nach Sachsen gekommeneu R. gehören, sv. Hefncr, scichs. Adel S. 44; Erg. Bd. S. 48. — v. Ledebur II. 3löst st Nottcnscld. Zu München starb am 13. Mai 1751 der knrbayer. Plazoberstlieutenant Joh. Baptist v. R., der sich dem Wappen nach im Türkenkriege ausgezeichnet haben mag. Vergleiche Nobigni v. R. Wappen: Drei Türkenbunde mit Halbmonden im Schilde, sv. Hefner, st bayer. Adel S. 25. T. 2lst Nottenscld, s. Rubinich. Nottcngattcr. In Schlesien 1856 in Einer Person vorkommend. sv. Ledebur III. 335st Nottcuhaag, s. Schindler. Nottnihos, ein altes adliches Geschlecht in Nied er öfter reich, das seinen Namen von seinem unweit Krems gelegenen, jezt den Grafen v. Prehsing gehörigen Stammhause führt. Die Familie wird mit dem jezt zu Offenburg lebenden und bejahrten Freiherrn v. R., wenigstens am Rheine, erlöschen. sv. Ledebur ll. 315. III. 334. - Zedier XXXII. 1246. — v. Hst Nottcnhofcr, Kristof, aus Oesterreich, wurde 1669 geadelt. sR. T- A. Rst st Nöttelmann, ein ausgestorbenes, im I. 1168 — 1353 in Steh ermark Vorkommeudes Geschlecht. HSchmutz III. 41V. — v. Hst Nottcnpiich, Nottenbuch, Hanns, erlangte 1662 den Reichs - Adclstand. fR. T. A. R.st Nottcnstättcr. Der jubilirte Registrator des Feld- und Haus- Artillcriehauptzeugamtes, Franz Xaver N., wurde sammt den zehn Kindern seines Bruders Peter mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 253. - v. Hst Nottcnstein, s. Steg müller. Nottenthurn, s. Klämpfl. 1. Notier, Johann Jgnaz, wurde im I. 1746 in den böhmischen Ritterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 199. — v. Hst 2. Notier v. Nofciischwerdt. Der Pens. Major Klemens R. wurde im I. 1812 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 253. - v. Hst 3. Natter v. Nottcrfeld, österreichisch. Johann R. Edler v. N. stand 1857 beim Stab des k. k. 18. Gend. Regiments. Nottcran, s. Kiwisch. Nottcrhcim, s. Marischler. st Notting, eine goslarer Familie, woraus um das I. 1346, 1345 und 1357 Einige, und besonders Sivert, ein berühmter Advokat, in Goßlar vorkommen. sHeineccil S. R. R. 37ö. — Zedier XXXII. 1249. — v. Hst Nottleben, Notleben, ein thüringen'schcs, besonders schwarz- burg'schcö Geschlecht, das auch im Braunschweig'schen seßhaft ist. II. Fr. Mnldcner, Vitac Conrad! Hcrmanui, Henrici et Johannis de R. Frankohus. 1744. 4. 1 Bg. — Ej. Biographia Verth. Conrads Henrici et CaSpariS de Notlebcu. Frankohus. 1745. 4. 1 Bg. — Lüder- sen's Samml. v. Ledebur II. 319. — v. Hst Notiimnin, österreichisch. Jgnaz v. R. war 1796 k. k. niederöstcrr. Landrath. Maximilian v. R. stand 1857 als Hauptmann im 16. k. k. Inf. Regiment- NottiillUser. Am 6. November 1751 wurde die Adelsverleihung Kaiser Maximilian's I. d.d. Innsbruck, 9. Sept. 1515, für Georg R., lautend auf Franz Josef R., Landrichter in Großarl, ausgedehnt. sv. Schallhammernst 1. Noltmayr, Mathes, wurde 1617 geadelt. sR. T. A. Rst 2. Nottniayr li. Nosciibriimi. Der Maler Johann Michael R. wurde im I. 1764 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. Hst Nottv-Frcdo, f. Bern kl au. si Nottorf, ein ausgestorbenes lüneburg. Geschlecht. Die v. Nottorp oder Rottorf kommen 1197 bis 1533 vor. Im Jahre 1436 lebte Joh. v. R. u. war Domherr zu Hildesheim. sLauenstein, Hist. I. 232st Im Jahre 1536 lebte Cläres v. R., welcher von Wölze, welches demselben verpfändet war, mit Gewalt vertrieben wurde. Die Lezte des Geschlechts, Martha v. R., war an Liborius v. Münchhausen verheurathet. sTreuer, münchhaus. Hist. 42st Es ist noch unentschieden, ob die v. Rostorf und die v. Rottorp im Braunschweig'schen ein und dasselbe Geschlecht sind. sv. Ledebur II. 319. — Harenberg, Hist. dipl. Gandersh. Tab. 33. n. 16. — v. Meding I. n. 7lv. — Lüdersen's Samml. — v. Hst Nottorp, f. Rostorp. Nottwitz, eine alte böhmische, schles. u. östcrr. Familie, die von denen v. Rodwitz, Rodewitz und Nogcwitz wol verschieden ist und aus dem Melchior v. R. im I. 1666 starb. In Schlesien, aber nicht in Böhmen, soll sie erloschen sein. sSinap I. 785. II. 933. — Gauhe I. 1445. - Zedier XXXII. 1233. v. Hst ^ Notzenhausen, s. Ratzen Hausen. Noudcnwilare, s. Rudenweiler. Rougemont. Der preuß. Agent R. in Paris erhielt am 19. März 1734 ein Anerkennungsdiplom seines Adels. Denis Marie v. R. wurde 1814 preuß. Kammerherr. Friedrich v. R. ist in neuester Zeit zu Neufchatel angestellt gewesen. Paul v. R., fürstlich würzbnrg. Resident zu Brüssel, wurde 1639 in den Reichsrittcrstand erhoben. sR. T. A. R. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 319.s Nongicr, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden stammend. Kamilo Gilo Frhr. v. R. war 1835 k. k. österr- Feldmarschalllieutenant. Nougravc, s. Raug rasen. Rvu — Roz 269 Noiilct. Mit diesem Namen fanden zwei pr en ß. Standes - Erhebungen statt. Wer und wann? IPreuß. Wppb. IV. Zg. — v. Ledebur II. 329.f Nouppcrt. Im I. 1804 stand ein Ferdinand v. R. bei dem prenß. Hus. Regiment „v. Köhler" sv. Zedlitz.) Rouqncttc. Am 26. Nov. 1787 wurde der Stabskapitän Joh. Stefan N. in den prenß. Adelstand erhoben. Er war in der Mittelmark geboren und hinterließ keine Söhne, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 319. — Prenß. Wppb. IV. 39.f Röblitz, Rositz v. Helm, ein schles. Geschlecht, das von 1443 bis 1730 vorkommt. fPaprocky 364. — Zedier XXXII. 1335-37, aus schriftl. Nachr. — v. Ledebur II. 329. III. 335. — v. H.f Rousseau d'Happancourt. Der pensionirte Generalmajor N. d'H. wurde im I. 1818 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. I4l. — v. H.f Ronsscl. Klandiuö v. N., nebst Vettern und Brüdern, erhielten 1589 die Reichsritterwürdc. sR- T. A. N.f Es ist solches wahrscheinlich ein eingewandertes französ. Geschlecht gewesen. Ronssilioil. Im prenß. Heere befand sich 1811 ein Premier- Lieutenant v. R. sv. Ledebur II- 320.) W.: Zwei schw. Quer- Balken in G- sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den prcuß. Staat Ml. Abth. 2. S. 1I5-f st Routi. Stammort vielleicht Reute im bad. Amte Säckingen. ConraduS, Siegfried und Eberhard de R. 1112 in schaffhaus. Urkunden. fO. S.f Routsch. Der Oberlicut. R. wurde im I. 1777 geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. H.f Nouuroy. Der k. k. österr- Oberst R- wurde im I. 1761 in den Freiherrnstand erhoben. Schon 1637 erhielt Jakob v- R-, auch kais. Oberst, die Neichöfreiherrnwürde. Das Geschlecht mag aus Frankreich oder aus den Niederlanden stammen. Sächs. Erneuerungsdiplom vom 17. Febr. 1827. so. Hesner, scicks. Adel S. 45. Taf. 5l. Erg.Bd. S. 48. — Sächs. Wppb. VI. 88. — R. T. A. R. —. M. v. M. 8l. - v. H.f 1. Rour, Jakob Anton, hessen-kassel'scher Rittmeister des Gend. Regiments, wurde 1776 geadelt. Die Nachkommen traten in preuß. Dienste und kauften sich in Schlesien an. sv. Ledebur II. 320. III. 335. — R. T. A. R.j 2. Rour, Jakob, Großhändler in Wien, wurde im Jahre 1790 mit „Edler von" geadelt. sLeupold I. Th. 4. B. 577 u. f., wo auch ein Auszug des Adelsdiploms und das erthcillc Wappen befindlich. — M. v. M. 253. — v. H.f Remda, ö st er r. - i ta l i c nis ch. Cäsar Edler v. R. war 1835 Professor zu Mailand. Graf Albcrich v. R. wurde 1820 k. k. Kämmerer. Novoredo, s. Troilo- Rounnski, ein im Großhcrzogthum Posen begütertes eidliches Geschlecht. W-: Boz aWala, wie Lubicz, mit wenigen Abänderungen. fv. Ledebur II. 320.) Rownia. Wappcnbeschreibnng bei v. Ledebur II. 320. 1. Roy, Nikolaus, aus den kaiscrl. Erblanden, wurde 1622 geadelt. sR.T.A.R.) 2. Roy, H., Nittergutsbesizer aus Gorski in der Provinz Posen, erlangte 1816 den prcuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. I8I6.s 3. Roy. Dieses Namens führt v. Ledebur, II. 320, drei Familien an, welche Preußen angehen. I. Die van Roy, welche im Herzogthum Posen angesessen sind. Er gibt auch das Wappen, hält aber ihren Adel für zweifelhaft, welche Ansicht wol vollkommen richtig sein möchte. II. Die v. Roy, eine Familie französ. Ursprungs; siehe Rhoyn. sv. Ledebur III. 335.) III. Die de Roy, eine von Preußen geadelte Familie. Wann? sPrcuß. Wppb. IV. 40.) 4. Roy de, v. Königshclm. Der Hauptmann u. Bürgermeister R. zu Wienerisch - N eustad t wurde im 1.1796 mit v. K. geadelt. sM. v. M., Erg. 496. - v. H .f 5. Roy i>. Ruhmbcrg. Der Oberst Michael R. wurde im Jahre 1811 mit v. Ruhmberg geadelt. sM. v. M., Erg. 429. - v. H .f 1. Roycr. Franz v. R., kais. Oberst, erlangte im I. 1651 oder 1650 die Rcichsfreihcrrnwürde. sR.T.A.R.) 2. Roycr. Am 25. März 1736 wurde die salz bürg. Adels- Verleihung an Joh. Franz Xaver v. Distlfeld bekannt gemacht. sv. Schallhammern.f 3. Roycr. Der österr. Hauptmann Sigismund Bartholomäus R. und dessen Bruder Joh. Niklas R-, Pens. Hauptmann, wurden im I. 1769 geadelt. sM. v. M. 253. — v. H.f 4. Roycr dc Troo. Den Brüdern Johann, Josef und Karl R. de T. wurde im I. 1704 die Bestätigung des R. Nittcrstandes zu Theil. sM. v. M., Erg. 199.f Der Oberstlieut. Frhr. Joh. N. de T., von einem rittermäßigcn Geschlechte aus Lothringen, wurde im I. 1719 in den NeichSgrafenstand erhoben. sM. v. M. 28. — v. H .f Noyss Der Kammeralzalmeister Joh. Horatius v. R. wurde im I. 1794 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 199. - v. H.f Roytgcn, s. Leefgen. RoMski, Rosainski, ein posen'sches Geschlecht mit dem Wappen Poray. sv. Ledebur II. 320.f Rozlncki, eine pos. Familie mit dem Wappen Lada; 1789. sv. Ledebur II. 329.f Noidrazcwslu, ein in Posen mit beträchtlichem Grundbesiz angesessenes Geschlecht. Es soll schon 1270 (??) den Grafentitel geführt haben. Am 22. Febr. 1579 erhielt es von K. Rudolf II. die Erneuerung der Grafcnwürde. Diesem Hause gehörte unter andern Krotoschin. Wappen: Doliwa. sv. Ledebur II. 32g.f Rozdrazow, eine sehr alte böhm. und schles. gräfl. Familie, die von dem jüngsten Bruder des hl. Adalbert, Gr. von Libitz und Bischofs zu Prag s979—997), herstammt (?!), und den Namen R. von der gleichnamigen Herrschast, die ihnen vom Könige Stefan abgetreten worden, im 16. Jahrh. angenommen hat. sSiuap I. 2l9. II. 197. — Wcingartcn's Fürstcnspiegcl. — Zedier XXXII. 1387. — G- A. Will, Erläut. des Leben« u. Geschl.Gcsch. des Grafen Joh. v. RoSdraszow. Altdorf, 1766. 4. — v. H.f Rozhowöky l>. Krutzcnlmrg, ein adl. Geschlecht in Böhmen. sZedlcr XXXII. 1388. — v. H .f Rofmitel, s. Löwe. Nofiiiccki, im Großherzogthum Posen angesessen, 1782. Wappen: Szeliga. sv. Ledebur II. 320.f Roznowski, ein im Posen'schen ansässiges Geschlecht. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 320.f 270 Roz — Rud NoMadowski, galizisch. Ladislaus Ritter v. R. stand 1857 als Oberlicutenant beim k. k- österr. Genicstab. Rozylsti, ein wcstpreuß. Geschlecht. Wappen: Rogala. Auch Roszycki genannt, (v. Ledebur II. 321-1 Nozqe, s. Krolikiewicz. Rozynski. Am 3V. März 1787 erhielt Johann Daniel v. R. Adelserneueruug. Die Familie ist im Posen'schen seßhaft. Stamm- Wappen: Ogonczyk. sPreuß. Wppb. IV. 40. — v. Ledebur II. 321.1 Nuliach, Pluskowenski, ein in Westprcußen seßhaftes Geschlecht, 1711. sv. Ledebur II. 322-1 Nuliciu, eine sehr alte tiroler Familie, die ihr gleichnamiges Stammschloß längst schon nicht mehr bcsizt, aber schon im Jahre 1276 in Urkunden vorkommt. sBrandis, tiroler Ehrenkr. II. 47. — Gauhe I. 1447. - Zedier XXXII. 1394. - v. H-1 st Nudeis (de R), auch ein tiroler, vom vorigen aber ganz verschiedenes Geschlecht, das im I. 1639 ausgestorben ist. Benedikt v. R., Sekretär des päpstlichen Nuntius, und sein Bruder Philipp, erhielten 1654 ein Adelsdiplom. Johann Ambrosius R. wurde 1571 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R. — Gauhe I. 1447. — Brandis, tiroler Ehrenkr. II. 47. — Zedier XXXII. 1394. - v. H-1 Nubeili v. Sturmftst. Der österr. Hafenkapitän L. N. wurde 1853 mit v. S. geadelt. sA. A. Zeit. v. 1858.1 Rubciiduiist v. Uittcrs. Der Hauptmann Andreas R. wurde im Jahre 1793 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 253. — v. H.1 Ruber, Jgnaz, k. k. schles. Gubernialrath, wurde 1347 in den österr. Adelsstand erhoben. sM. S-1 Rubido, A., Statthaltercirath in Agram, erhielt 1857 den österr. Adel mit v. Zagorj e. sA. A. Zeit. v. 1857-1 Uubinich v. Rottcnftld, Georg Josef, erhielt von K. Franz I. am 12. Juli 1752 das Ritterdiplom, sv. Lang S. 510 u. f. — M. v. M., Erg. 199. — v. H.s Rubitz, ehedem in Preußen angesessen, sv. Ledebur II. 322. III. 335.1 Uudland, Rublend, Hanns Kristof, k. k. Oberst, wollte sich im Reiche ankaufen und wurde 1643 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.s Rubner, österreichisch. Prokop v. R. war 1796 böhm. Appellationsrath. (Wiener Adreßb. v. 1796-1 Uuccich. Wolfg. Edler v. R. wurde im I. 1789 Freiherr. sM. v. M., Erg. 94. - v. H.s Ruch, im Brandenburg'scheu und Bremen'schen, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts vorkommen. sPfeffingcr, Hist. des Herzogthums Braunschweig III. 450. — Zedier XXXII. 1443. — v. H.s Vielleicht gehört der 1640 in den Freiherrnstand erhobene kaiserl. Generalguartiermeister Hnbald v. Ruck zu diesem Geschlcchte. sR.T.A.R.1 Ruchcrsdorf, s. Zechender. Ruchuowsky v. Lliililiomitz, Johann, wurde am 28. März 1663 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. S-1 1. st Ruck. Die Dinasten v. R. hausten auf der Burg gleichen Namens über der Blau bei Blaubeuren; sie schrieben sich auch Rugge. Kaum mehr sieht man Spuren von der Burg R., indem die Poststraße von Ulm nach Blaubeuren darüber führt. Ob der Minnesänger Heinrich v. Rugge aus dieser Dinasten- oder einer Ministerialenfamilie abstammt, die hier als Vögte saßen, lasse ich dahingestellt. 2. st Ruck, Rück, kommen im Halderstadt'schen und Braunschweig'schen 1688 vor. W.: ? Zweifelhafter Adel, sv. Ledebur II. 322.s Nucki, Rndzki, Rudicki, Rutzki v. Ruh, s. Rudizky. Ruchstuhl, österreichisch. Adolf Franz Edler v. R. stand 1857 als Oberlieutenant beim 2. k. k. Gend. Regiment. Rüde, aus dem Cleve 'schcn; erlangte am 19. Mai 1744 den preuß. Adelstand. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 322. — Preuß. Wappenbuch IV. 40-1 st Rudccki, Nudetski. I. Eine in Schlesien seßhafte Familie mit dem Wappen Ab dank; II. ein ebenfalls schles. Geschlecht mit dem Wappen Radwan. sv. Ledebur II. 322-1 Rudclsbcrg. (Im Schild ein auffliegender Vogel-1 Sebastian Albert v. R., k. k. Kriegskommissär zu Rosenheim, 1706. Nudcnlkiötd. Die Söhne des Bischofs Dr. Torsten Ru» deens wurden am 23. Mai 1719 unter obigem Namen von Schweden geadelt, später Freiherren. In Pommern seßhaft, sv- Ledebur III. 335-1 st Rudenweiler, Rudenwilare. Um 1122 schreibt sich eine Familie R- von diesem nunmehrigen Weiler im O.A. Tettnang. Luitprand, Engelschalk und Burchard, seine Söhne, 1112. st Rudcrsbcrg, eine schon früh erloschene Familie, die auf der gleichnamigen Burg bei dem Dorfe R. im O.A. Welzheim saß. Rudcshcim, Rudisheim, ein rheinländ. Geschlecht. sSiebmachcr I. 123. n. 1. — v. Meding III. n. 699. — v. H.s Bis jezt konnte nicht ermittelt werden, ob dieses Geschlecht mit denen v. Rüdesheim gleichen Ursprung hat. Uildcsheim, s. Winter. Rüdersdorf, s. Thielisch. Rudits. Der österr. Hofrath in Pension, Johann v. R., wurde 1854 in den Freiherrustand erhoben. sA. A. Zeit. v. I854.s Ruditzkcr, s. Pogorsker. Ruditzky, s. Rudzky. Rudizky, Nudezki u. Groditzky, ein schles. Geschlecht, welches 1572 vorkommt. Wenzel Ruditzky v. Rubitz auf Riegersdorf war des Herzogs Wenzel zu Teschen Rath. sSiuap I. 736. II. 939, uuter dem zusammengezogenen Namen Rudzky, Rutzky.s W.: In B. zwei halbe g. Monde, dazwischen ein Degen. sSiebmachcr I. 76. n. 12. — v. Meding II. u. 739. — v. Ledebur II. 322. - v. H.s Rudkovskq, ungarisch. Robert v. R. stand 1857 als UnterLieutenant im 41. k. k. österr. Jnf.Negiment. 1. Rudlos. Dr. Friedrich August v. R., mecklcnburg- schwerin'scher Legationsrath, erhielt am 1. Sept. 1817 den seinen Vorfahren durch K. Rudolf II. crtheilten Adel von Kaiser Franz I. erneuert; in Mecklenburg seßhaft. sv. Drcphaupt, Taf. XXIX. — v. Ledebur II. 322. — Kucschke, Wappen I. — v. d. Knesebeck, Archiv für Gesch. u. Gcneal. I. 231-1 2. Rudlos, hannöv. Postdirektor, Schwager des Ministers v. Scheele, wurde 1838 in den hannöv. Adelstand erhoben. Beide R. haben gleiche Wappen. sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. ?. 4. — v. Hcfner, hannöv. Adel.s Rud — Rück 271 Nudiui, s. NicolitS v. N. Nudnicki, eine in Hintcrpomm ern nnd in Westpreußen und Massovien angesessene Familie, desgleichen im Posen'schen, 1671. Wappen: Jastrzembiec, auch Nastemp. sv. Ledebur II. 322J Nudiiih, s. Marawitzky. Nudnyanskq de Degen, ein altadliches Geschlecht in Ungarn, welches in der mittleren Linie zu Anfang des 18. Jahrhunderts in den Reichsfreiherrnstand erhoben wurde. sv. Hellbach, Samml. — Taschenb. der srhrl. Häuser auf I858.s Nudolps, E., Burginspektor zu Prag, wurde 1856 von Oesterrcich geadelt. sA. A. Zeit. v. 1856.sj 1. Nubolph, eine thüring. Familie, die vom 14. Jahrh. an bekannt und im Gotha'scheu und Wcimar'schcu begütert ist. sGleichenstein n. 6. — Brückner III. 9. St. S. 49. 51. 58. ^ v. H.s 2. Nudolph. Der Grenadicrhauptmann Gottlieb N. wurde im I. 1763 geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. H.s 3. Nubolph v. Ehrciiwatd. Der k. Richter Wenzel Josef R. wurde im I. 1771 mit „Edler v. E." geadelt. sM. v. M., Erg. 429. — v. H.s 4. Nudolph v. Fricdcnrcich. Georg R., Reichshofkanzleischreiber, und seine beiden Brüder, Karl nnd Kristof, wurden 1619 mit dem Beinamen v. F. in den Adelstand erhoben und erhielten 1636 Bestätigung. sR. T. A. N.s 5. Nndolph v. Fris. Der österr. Oberst des 2. Grenzregiments, I. R., wurde 1861 mit v. F. in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juni 18kII 6. Nudolph v. Nudolphsbcrg. Der österr. Rittmeister Johann Heinrich R. wurde im I. 1769 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 253. — v. H.s 1. Nnbolphi. Mathias v. R. erhielt im I. 1793 die Bestätigung des vom Fürsten zu Eggenberg erhaltenen Adels. sM. v. M., Erg. 429.s Im preuß. Heere befanden sich um 1836 mehrere Offiziere dieses Namens. Ob von vorstehendem abstammend, ist unbekannt. sv. Zedlitz. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.s 2. Nndolphi. Der herzogl. braunschweig-wolfcnbüttel'sche Legationsrath u. Resident in Berlin, Herr R., scheint um 1769 geadelt worden zu sein. Wahrscheinlich stammen von ihm die im Preuß. Heere vorkommenden Offiziere v. N. ab. W.: Geviertet; 1. u. 4. F. in B. 3 g. Sterne, 2. u. 3. F. in G. ein Löwe. sv. Ledebur II. 323.s 3. Nudolschi, geadelt in Braunschweig 1353. Das Wappen in B- ein Schildchen mit Ordenskreuz, sv. Ledebur II. 323-s Niibolphin. Der österr. Oberst Rudolf v. N. wurde im Jahre 1718 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 94. — v. H.s Vielleicht einerlei mit Rudolphi. Nubors, Wilhelm Heinrich, geb. zu Körb icke im Paderborn'- fchen, der Sohu eines Justizamtmannes daselbst, Hus. Rittmeister, wurde 1786 in den preuß. Adelstaud erhoben. Seine Söhne stehen im preuß. Heere, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 323. III. 335. ^ Preuh. Wppb. IV. 4g.s Nudtorfcr. Der Wundarzt und Operateur im allgemeinen Krankenhausc zu Wien, Franz Xaver R., wurde im Jahre 1899 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 254. — v. H.s Franz Edler v. R. wurde 1823 in den Rittcrstand erhoben. Möchte wol der genannte Franz Xaver v. N. sein. sE- S.s Nudow, Friedrich Georg, kais. russ. Major, erhielt 1791 die Reichsadelswürde. sN. T. A. R. — Kneschke, Wappen IV.s Nudows!», ein in Preußen ansässiges Geschlecht. Wappen: Pruß II. Nndg, s. Rudzky. Nndgicki, eine schles. Familie. Wappen: Ostoja. sv. Ledebur II. 323 .s Nudginski, vielleicht galizisch. Alfred v. R. stand 1857 als Unteriieutenant im 7. österr. Geniebataillon. Alexander R. v. Rudno war 1857 Unterlieutenant im 18. österr. Gend.- Rcgiment. Vielleicht einerlei mit Folgendem. Nudginsky, eine schles. Familie, deren Adel 1851 anerkannt wurde. W.: Pruß I. sv. Ledebur II. 323.s Nudgkq, Rutzki, Ruditzki, R. v. Nutz, s. Rudizky. Nübct v. Dibcrach, angeblich aus Franken stammend; 1659 in Westfalen angesessen. Georg R. v. B., kais. Oberst, wurde 1576 in den Frciherrnstand erhoben, sv- Ledebur II. 322.s ß Niibcr. Waren österr. Freiherren, welche im 16. u. 17ten Jahrhundert vorkommen. sGauhe, hist. Heldcnlerikon 1384. - Zedier XXXII. IK88. — v. H.s 1. Nucbcr, k. k. Jngcnieurmajor, erlangte 1836 den österr. Adelstand. sM. S.s 2. Nucbcr v. Nuclmsburg. Der Hauptmann und Therefien- OrdenSritter Heinrich R. v. R. wurde im I. 1315 in den Freiherrnstand erhoben. Dessen Vater, der Oberstlieut. Franz R., wurde im I. 1813 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 94. 429. — v. H.s Nucbncr, Nubner. Der Postamtskontrolor Joh. Michael R. zu Prag wurde im I. 1724 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 439. — v. H.s ß Nüchel, ein adlichcs Geschlecht, welches in der Neumark und in Pommern begütert war, aus welchem der berühmte General unter Friedrich dem Großen von Preußen hervorging. Das Geschlecht ist mit ihm erloschen und der Name mit k. preuß. Genehmigung auf seinen Neffen v. Kleist übergegangen. Man gab an, daß das Geschlecht mit den Herzogen v. Richelieu in Frankreich einerlei Ursprung gehabt habe, was dahingestellt bleibt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 322. III. 335. — Bagmlhl IV. 35.s Niickcr, Daniel, zu Wien, erlangte 1689 den Adel. sR.T.A.N., woselbst irrig Adelsbestätigung steht.s Die Nachkommen machten keinen Gebrauch vom Adel, und erst am 18. Sept. 1854 wurde derselbe vou Bayern dem erlanger Professor Dr. Georg Friedrich Wilh. Samuel R. erneuert, sv. Hcfncr, baycr. Adel S. 198. T-131. — A. A. Zeit. v. I854.s Auch auf die sechs Brüder des Professors wurde 1857 die Adelsernenerung ausgedehnt. Es waren solches Georg Ernst Ludwig, Privatier in Hof, Karl August Ferdinand, Kreis- und Stadtgerichtöaccessist in München, Karl Ludwig Ferdinand, Pharmazeut, Georg Ernst, Lieutenant, Wilhelm Adolf und Hermann Albrecht, sämmtlich Gebrüder R. ß Nilckcrshinisen, RückcrSheim, eine hessische, in Urkunden von 1259 und 1254 vorkommende Familie, welche um das Jahr 1594 ausgestorben ist. sEstor's Ahnenprobe Tab. 2. S. 59k. — Sieb- machcr I. 143. n. 12. — Schannat, Client. Fuld. 141. — v. Meding II. 738. — Avemann, kirchbcrg. Beschr. 244. — v. H.s 272 Rück — Nüd Nückhardt, Peter, erhielt am 2V. Juli 1594 von K. Rudolf II, einen Wappenbrief und Gottfried R. am 3. Mai 1631 von Kaiser Ferdinand einen Adelsbricf; seßhaft in der Oberlausitz. W.:? fv, Ledebur II, 322.s Rückingen, fulda'sche Vasallen, die im I. 1343 vorkommen. fSchannat, Client. Fuld. III, — v, Meding I, n, 711. — v. H .f Rücktcschclt, Gustav Wilhelm, kais. russ. Lieutenant, begütert in Lieflaud, wurde 1787 geadelt. sR- T. A. R.^j bind, Rüden, Rüdt, eine sehr alte, besonders im Elsaß seßhafte Familie, die sich auch in Bayern, Steyermark, Franken, besonders im ehemaligen Nitterkanton Odenwald verbreitet hat und unter den Turnicrgenossen in den Turuierbüchern vorkommt. Im I. 1589 erwarb das Geschlecht die frhrl. Würde. Von Heinrich v. R., des deutschen Ordens in Preußen Marschall, sagt Hartknoch, S. 229, daß ihn die heidnischen Preußen ihren Göttern geopfert hätten. Die Familie theilte sich in die Linie zu Bödigheim und Kallenberg oder Koluberg. Die Burg Kollenberg liegt bei Klingenberg a/M. und nicht weit davon Bödigheim, welches schon seit 699 Jahren sich bei der Familie erhalten hat. sGenealog. Jahrb. des deutschen Adels für 1846 u. f. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1849 u. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 132. — v. Hattstein III. 438. — Biedermann, Odenwald Suppl. — Salver 245- — Gauhe I. 1448.— Zedler XXXII. S. 1736. — v. Lang, Supplem. 63. — Siebmacher I. 124. n. 6. — V. Meding I. n. 7l2. — Schmutz III. 412. — v. H.j Rüdcnstcrn, s. Rampe lt. Anderer, Franz Josef Maria, wurde im I. 1744 geadelt. sR. T. A. R.s Rüdeshcim, eine alte Mainzer Familie, deren Stammgut dieses Namens mit einer Herrschaft im Rheingau gelegen, aus der besonders Rudolf, zulezt Bischof zu Breslau in Schlesien, bekannt ist, welcher im Jahre 1482 verstorben. Dieser und dessen Familie gehört nicht zu dem Geschlechte der Brömser v. R., welches bei Brömser aufgestellt worden ist. S. auch Nu des- heim. sGanhe I. >91. II. 1746. - Zedler XXXII. 1507. — v. HI Nüdgisch. Die v. R. gehören Pommern an, die sich auch Rügisch schrieben. In der collect, genealog. Koenigiana auf der k. Bibliothek kommt ein kleiner Artikel über sie vor. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 322.s 1. Rüdiger. Angeblich soll diese sächs. Familie aus Westfalen stammen und ein R. soll das Stammwappeu in Folge der Rettung seines Landesherr« bei einer Auerochscnjagd erhalten haben. Balthasar v. R. soll selbst 1399—1329 Deutschordensritter gewesen sein. Alles dieses läßt man dahingestellt sein. Gewiß ist, daß Lukas R-, Bürger zu Thorn, 1552 vom König Stanislaus August von Polen geadelt, beziehungsweise dessen Aufnahme in das Geschlecht Pomian bestätigt wurde- Am 21. Nov. 1789 ward Joh. Heinrich v. R- vom König Stanislaus von Polen in den Frciherrnstand erhoben. Am 4. Juli 1792 wurde derselbe mit noch zwei Brüdern von Kurbayern als Reichsverweser gegrast. So weit die Angaben von v. Hefner, sächs. Adel S. 4. Taf. 4, und Kneschke, deutsche Grafcnhäuser II. 316. Das sächs. Wappeubuch, III. 6, sagt, daß der Adel 1779, die Freiherrnwürdc 1789 und die Grafcnwürde 1792 ertheilt worden seien. Wappen: Gcvicrtct nebst Mittclschild.Jvorin das Stammwappen Pomian, in S. ein r. Büffelkopf mit einem Schwert quer durchbohrt, im 1. und 4. Feld das v. tornov'sche und im 2. und 3. Feld das v. bülow'sche Wappen, weil im Stammbaum der Familie die Geschlechter v. Tornow und v. Bülow mehrfach vorkommen sollen. Eine in v. Hcllbach's Sammlung vorkommende Erhebung der v. R. im I. 1896 durch K- Franz II. ist ohne Zweifel nur Anerkennung und Bestätigung. Mitglieder der Familie standen früher mehrere in östcrr. Diensten. Die Familie blüht im Neußi- schen und in Oesterreich. sGräfl. Taschenb. v. 186V. — Siebmacher V. 334. — Kneschke, deutsche Grafcnhäuser.^ 2. Rüdiger, auf Schmölleu in der Provinz Brandenburg; verschieden von dem sächsischen Gcschlechte. sv. Ledebur II. 322.j W-: In B. ein s. Andreaskreuz, in jedem Winkel ein g. Stern. 3. Rüdiger, eine russische, von der sächsischen verschiedene Familie. Der AnHerr ist Jakob Will). N., herzoglich kurländ. Regierungssckretär, welcher 1791 in den Reichsadelstaud erhoben wurde. 4. Rüdiger- Auch in Oesterreich scheint eine Familie V.R. zu blühen, da 1832 Einer dieses Namens in den Grafenstand erhoben wurde mit folgendem Wappen: Gespalten; vorn in S. zwei bl. Schrägbalken, hinten in R. ein w. Arm, welcher ein Hufeisen hält. sOesterr. Wppb. XIX. 23J Die im gräfl. Taschenbuchs für 1844 u. f. mit diesem Wappen irrig angeführten Personen gehören dem sächs. Geschlcchte an. 5. Rüdiger, Wilhelm Fr. Heinrich, k. preuß. Lieutenant im 17. Inf. Regiment zu Wesel, wurde 1869 in den Adelstand erhoben. sNeue preuß. Zeit- v. 25. Fcbr. 1860.) f Nüdigcrsdors, Rüdigsdorf, ein meißnisches, in der Mitte des 16. Jahrhunderts vorkommendes Geschlecht, dessen Stammhaus Rüdigsdorf im Amte Borna ist. Wahrscheinlich verschieden von Rüdigersdorff. sKnauth, prodr. Misn. 561. — Zedler XXXII. 1742. — v. H .j ff Rüdigersdorss, Rüdigsdorfs, eine schles. Familie, deren gleichnamiges Stammschloß nach ihrem Abgange an die v. Tielisch gekommen ist. Der Lezte derselben, Balthasar, fast hundert Jahre alt, zulezt ganz blind, hat im I. 1579 das Geschlecht beschlossen. jGauhe II. 933. — Sinap II. 439. — Zedier XXXII. 5. 1742. - v. H.s Rüdigkheim, Rüdickheim, ein altes rhein ländisch es, auch ün fränk. Kanton Rhön-Werra begütertes und schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekanntes Geschlecht. iv. Humbracht, Tab. 195 u. f. — Biedermann, Rhön u. Werra. — v. Hattstein II. 278 u. f. — Gauhe I. 1448. — Schannat, Client. Fuld. p. 141. — Sicbmacher III. 128. n. 7. — v. Meding III. n. 7VV. — Zedler XXXII. 1737. - v. Hst Rüding, Peter Josef, Kreisrath zu Bensheim, erhielt am 6. Febr. 1837 eine großhcrzoglich Hess. Bestätigung des seiner Familie am 31. Jan. 1819 vom Fürsten Primas Großherzog von Frankfurt ertheilten Adels, so. Hefner, Hess. Adel S. 23. T. 26.j Nüdinger, Kristof, erlangte 1623 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.jj Nüdingssctd. Kristian Ernst v. R. erscheint 1893 als Besizer von Friedrichshof in der Uckermark. Wappen? sv. Ledebur II. 322.s Rüdt, Johann Ludwig, kais. Hofbuchhaltereiraitdiener, dann dessen Bruder Johann Georg, Verwalter der gräflich khevenhüller'- Nued — schen Herrschaften Mediin und Lichtenstein in Tirol, wurden 1677 geadelt, fR. T, A. N.js Wdorffcr, ein altes Bürgergeschlecht aus Kitzbühel, von wo es nach Rosen heim kam und in bürgert, Ehren noch dort blüht, während eine Linie vom König von Bayern am 5. Juni 1868 ein Edelndiplom erhielt- Ausführliches siehe in v, Hcfner „Chronik von Nvsenhcim" S, 195 ff- so. Lang Sil, — v, Hcfner, bayer, Adel S, 108, T. !3l, — v, H ,s Wdt auf Lindum, Der Rcgierungsrath Joh. Florian R. in Straubing, dann Landrichter zu Landau, erhielt am 15. März 1786 vom Kurf, Karl Theodor von Bayern ein Edelndiplom, fv. Hefncr, bayer, Adel S, 108, T, 132. — v. Lang all, — v. H .j si Med, eine alte Familie, die im 16. Jahrh. Ganerben des Schlosses und der Herrschaft Rothenberg waren, fv- Falkenstein, Annal, Nordg, Th, 1—6. S, 458, — Zedlcr XXXII, S, 1743, — v, H,f 1. Uuef, Der Hauptmann Karl R. wurde im I. 1782 geadelt. Der Hauptmann Franz R. wurde im I, 1772 und der Oberlieutcnant Karl Joh. R. wurden im I, 1787 geadelt. fM, v. M., Erg, 34. 430. — v. H.sf 2. Nucs aus Hannzcndorf, Der k. bayer. Major Friedrich R- erhielt vom König von Bayern am 25. August 1816 ein Adelödiplom. fv. Hefner, bayer, Adel S, 103, T, 132, — v. Lang, Suppl, 138, — v, H,f -j Nughcim, ein fränk. Geschlecht, das im vormaligen Ritter- Kanton Bannach begütert war. Die Familie erschien im Jahre 1246 und scheint im 14, Jahrh. erloschen zu sein. fBiedcrmann, Baunach, Tab. 245. — v. H.s Mhcnspurgk, s, Richel v. R- 1. Wsie, Jakob Friedrich, Württemberg. Negierungsrath, wurde 1683 in den Reichsritterstand erhoben. fR- T. A- R.ss 2. Wsie, KaSpar Konrad, wurde 1768 geadelt. fR, T. A, R-sf 3. ch Wsie v, Lilicnstcrn, stammen aus Königsberg, und wendeten sich nach Frankfurt a/M. Im I. 1743 erlangte die Familie in Jakob Friedrich und Georg Kristian den Adel. Aus ihr ging ein preuß. Oberst hervor, dessen Sohn 1836 General- Lieutenant war; sie ist in neuerer Zeit erloschen, fR, T. A- R, ^ Stichs, Wppb. V. 03, v, Hefncr, frankf. Adel S, 9, T, 8; stichs. Adcl S. 45, T, 51, — v, Zedlitz. — v, Ledebur II. 223, III, 335, - Kncschke, Wappen IV.f Wsiiiig, Nüling, Am 15. April 1786 ward der Hof- und Kanzleiralh Georg Ernst R. in den Adelstand erhoben, fv. dem Knesebeck, — Sicbmachcr, Suppl. XI, 14.j Schon 1763 war der herzoglich braun schweig. Rath und Hofgerichtsassessor Johann Ernst Rüling geadelt worden. fR, T. A, N.j Derselbe könnte übrigens verschieden von Rühling sein, was jedoch nicht wahrscheinlich ist. Joh. v. R., k, k. österr. Obcrstlieutcnant, erlangte 1856 den Freiherrnstand, fv, Ledebur II. 323,j Wfmlnirg. s. Przepisky. — Wichen, s, Rülkc, 1 Uülkc v. Czamtitz, Ruliken, eine kärnthner, aber auch obersächs. Familie, welche sich des Prädikats „von" nicht bediente. fv, Ledebur II. 324-1 Die Familie war in Sachsen, Schlesien, in der Neumark und in Preußen begütert. fEstor'ö Ahncnprobc 404, — v. Mcding II, n, 740, — Gauhe I. >449, - Zcdlcr XXXII, 1705, - v, H.sf siüUmanil, Im preuß, Heere haben mehrere v, N. gestanden, fv, Zedlitz, — Diplom, Jahrb. für die prcuß, Staaten 1841, Abth, 2, S, 45. — v, Ledebur II, 324,s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. ' Ruess 27Z Wupel, Johann Peter, in kais. Diensten, erlangte um 1710 den Adelstand. fR. T. A. R.jj stünde», s. Runzlcr. stüpp, Nüppen, Hiervnimus und Paul, Brüder, wurden 1588 geadelt. fR.T.A.R.j 1. stncpp, Maximilian Franz Frhr. v. R., in Tirol angesessen, kurbayer. Kämmerer, Pfleger u. Kastner zu Mat lernst erg, Herr zu Falke »stein und Mossegg, erhielt 1696 ein Grafendiplom. fR. T. A. N,j Der Ursprung des Geschlechts konnte bis jezt nicht ermittelt werden. Wahrscheinlich gehörte Maximilian Franz zu der Familie der N. v. Pfeilberg oder Ruppen. S. die Artikel, Auch in der Oberlausitz begütert, fv, Ledebur II, 323-1 Das Richtige ist Folgendes: DaS Geschlecht stammte vom sogen. Nueppen- oder Rupoldshof bei Flinsbach am Inn, Im Jahre 1565 kommt der erste R., Oswald, als Bürger zu Rosen- Heim und 1589 Jorg R, als Näthsburger zu München vor. Sein Enkel hat viele Güter erworben, ist 1632 in den Freiherrnstand gekommen. 1696 haben sie den Grafenstand erworben, und am 1, Aug, 1768 ist Karl Ferdinand Graf v, N, zu Fliusbach als der Lezte seines Stammes mit Schild und Helm begraben worden, fv. Hfr.sj 2. stucpp v. Wilberg, ein steycrmärk. Geschlecht. fBartschen's Wappenbuch, daraus v. Mcding III, n, 70l, — Schmutz III, 414. - v. H-1 stüppet, s. Helmschwer dt- stüpplin, s, Rypplin. 1. Wpprccht. Der Großhändler Michael R, zu Kadix wurde im I, 1795 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg, 199. — v. H.s 2. stuepprecht. Der Kommerzienrath und Leinwandhändler Johann Jakob R. erhielt am 23. Sept. 1863 vom König von Bayern ein Adels- und Ritterdiplom, fv. Lang 512, — v. Hefncr, baycr. Adel S, t03, T, 132, - v. H.f stüsch. Aus ungar, Diensten trat 1743 ein Edelmann dieses Namens in preuß. Dienste. Im Jahre 1753 erhob ihn der König von Preußen in den Freihcrrnstand, sowie auch seinen jüngeren Bruder. Er hinterließ mehrere Kinder. fv. Zedlitz, — v, Ledebur II, 326, — v, Hefncr, preuß. Adel S. 61. Taf, 79.j ch Nüfcnbnch, ein 1235 auf den Turnieren erschienenes und 1586 ausgestorbenes fränkisches, im ehemaligen Ritterkanton Gebürg seßhaftes Geschlecht, welches auch unter dem Namen Nussenbach und Rüsscnbach vorkommt. Das Stammschloß Müsenbach lag bei Ebermannstadt im Bambcrg'schen. fv, Hattstein II. 231, — Siebmacher II, 79, — Salvcr 413. — Biedermann, Geb. Tab, 364—66, — v, Falkenstein, Annal, Nordgav. p. 458 I?). ^ Zedier XXXII. 1771, — v, H.f 1 Wshlimcr, ein Münchner Patriziergeschlecht, fv, Hcfner, si baycr. Adcl S, 25. T. 21-1 stncskefcr v, Wcllciithiü. Der kais. Hofrath M. R. erlangte 1846 mit v- W, den österr, Adclstand. Als Unterstaatssekretär im Finanzministerium wurde er im I, 1858 in den Freiherrnstand erhoben, fA. A- Zeit, v, 1858-1 ch Wfic, NcuSpe, NniSpe, ein erloschenes Geschlecht der Grafschaft Mark, fv. Steinen IV. 5l8, Taf, UXl. — v, Ledebur II. 326,s -f stuesscgg, eine längst gebrochene Burg bei Kanzach im 35 274 Nüst - O.A. Riedlingen, wovon sich ein altes schwäb. Geschlecht geschrieben hat, welches im 12. bis 14. Jahrhundert geblüht hat. (Griesinger 11641 -s Nüstc, Rüstow, eine pommcr'sche Familie, die aber von dem auch pommer'schen Gcschlechte der alten Ristow im Herzogthum Camin ganz verschieden ist. Sie kommt im I. 1500 zuerst in Urkunden vor. jGauhe I. 1449. — Zedier XXXII. 1772. — Micräl. S. 522. — v. Mediug II. n. 741. — Sicbmcicher V. 161. n. 7. — v- H-) Nüstel. Der Administrationsrath R. zu Tcmeswar u. sein Bruder Mathias R., Naitoffizier bei der Hofkriegsbuchhaltung, wurden im I. 1777 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 200.) Der Hoftath der obersten Justizstelle und Stefansordcnsritter Jgnaz v. R. wurde im Jahre 1818 mit seinem Neffen und Wahlsohne Franz R. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 81. — v. H.) Nüstcn, österreichisch. Gideon v. R. war 1796 Nait- Ofsizicr bei der k. k. niederösterr. Staatsbuchhaltung. Wiener Adreßbuch 1796.) Nucß o. Nucsscnstein, ein krain er Geschlecht, welches am 21. Okt. 1630 in den Freihcrrnstand erhoben und 1631 in die krainer Landmannschaft aufgenommen wurde, sv. Hefner, krainer Adel S. 17. T. 18.) Nüts. Die v. N. sind jezt in der Neumark begütert, wo sie Dobberphühl bestzen. sv. Zedlitz.) -s Nüttow, Nütow, ein br em en'sches Geschlecht, das mit Otto (nicht Klaus, wie Mußhard will) v. R. in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausgestorben ist. K. Maximilian II. gab im Jahre 1571 deren Wappen den Pahlen und Reußen, sv. Meding II. n. 744. — Lüdersens Samml. — v. H.) Nütz, s. Ritz; Reetz. Nützen, brandenburgisch. Vergl. Ritze und Reetz, sv. Ledebur II. 327. III. 335.) Nüville. Die v. R. stammen aus Frankreich und stehen im preuß. Heere, sv. Zedlitz.) Nürlclicn, Nüchsleben, Rurleben, Rirleben, eine alte thüring. Familie, welche im I. 1396 schon inNordhauscn vorkommt, in welchem Jahre Friedrich v. R. Schultheiß daselbst gewesen ist. sv. d. Knesebeck. — v. Zedlitz. — Grote, hannöv. Wppb. L. 69. v. Ledebur II. 327. — v. Hefner, schwarzburg. Adel S-59. Taf. 5. — Kneschke, Wappen I. — Gauhc I. 1458. — Zedier XXXII. 2957. - Avemann, kirchbcrg. Hist. 78. >21. — Lüdersen'« Samml. — v. H.) Nüz. Am 9. Febr. 1667 wurde dem Emeran Friedrich R. zu Garten au auf Prügelstein, Grub und Ramsciden, geh. Rath u. Kämmerer, nach Vorweisung des kais. Adelsdiploms der für seinen Urgroßvater Peter Anton R. verliehene Freiherrnstand in Salzburg bekannt gemacht, sv. Schallhammcrn.) Vergleiche Reetz; Ritz. Nuss. Der österr. Oberstlieut. beim Generalquartiermeister- Stabe, Aug. v. R., erlangte 1852 den Ritterstand. sOesterr. Milit. Schemat. v. 1853.) Nüssen, Jakob, Salzpolner zu Gmündten, erlangte 1614 den Adclstand. sR.T.A.R.) Vielleicht eins mit Nu ff? Nusscr. Der Rcgiernngs- u. Konsistorialrath Joh. Gottfried R. wurde im I. 1718 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 439. - v. Ledebur II. 323. - v. Zedlitz. - v. H.) Nusfui in u. zu Tiessentmrg. Der Landrichter u. Bürgermeister Franz R. zu Mörau in Tirol, und seine Brüder, der kur- - Ruk bayer. Hofkammerrath Johann Baptist R., und der Wechsler Sebastian R., wurden im I. 1720 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 439.) Franz Xaver v. R., Kämmerer und Hof- Rath in München, erhielt am 7. Aug. 1769 von K. Josef II. das Freiherrudiplom. jv. Lang 221. — Sicbmcicher, Suppl- 1. 35.) Was v. Brandis in seinem tiroler Ehrenkränzl sagt, möchte wol dahingestellt bleiben und schwer zu erweisen sein. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 54. T. 56. — Frhrl. Taschenb. v. 1856. - Kneschke, Wapp. II. - v. H.) Nnggcr, Franz und Friedrich, Brüder, wurden 1629 geadelt. sR. T. A. R.) Nngnih, eine frciherrliche rheinländ. Familie, sv. Hattstein II. 261—64. — v. H.) Nuhdcrg, s. Flaschner v. R.; Suitz. Nuhcndors, Kristian, WaiscngcrichtSbeistzer zn Riga, wurde 1789 in den Reichsadelstand erhoben. sR.T.A.R.) Nuhcthal, s. Tschoggl. — Nnhgras, s. Ran grasen. Nuhmkcrg, f. Roy; Runtschner. Nuhmscld, f. Chromy. — Nuhwald, f. Zwierzina. Niiickcrshcim, f. Rückershausen. Nuisch, f. Raup oll. — Nuistow, s- Rüste. -s Nnittz, ein alteö schwäb. Geschlecht mit gleichnamigem Schlosse unfern Stuttgart. Es kommt solches zwischen 1140 und 1368 vor. sGriesinger 1164.) -s Nuitz, eine in der Neumark begüterte Familie, welche 1718 geadelt und mit dem preuß. Generallieutenant Erdmann Ernst v. R. am 27. Dez. 1756 ausgestorben ist. Wahrscheinlich einerlei mit Ruschen, Ruyschen. sPauli, Leben großer Helden 3. Th. — v. Ledebur II. 326.) Nuiz de Najas, ein adl. Geschlecht in den österr. Staaten. Karl Chevalier R. de R. war 1857 Rittmeister im 12. k. k. Ul.- Regiment. Josef Chevalier R. de Noras stand 1857 als UnterLieutenant im 7. k. k. Ul. Regiment. 1. Nukawina v. Doynograd. Der k- k. österr. Oberstwacht- meistcr Mathias R. v. B. wurde für seine im Fcldzuge von 1778 bewiesene Tapferkeit von der Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1779 mit dem erbländ. Ritterstande belohnt und im Jahre 1797 in den Freiherrnstand erhoben. sLeupold I. Th. 4. B. S. 573 - 84, wo auch da« ritterliche Wappen. — M. v. M. 141. — v. H.) 2. Nnkawina v. Licdstadt. Die Brüder Paul und Georg R., österr. Hauptleute, wurden im I. 1761 und der kais. österr. Oberlieut. Georg R. im I. 1845 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M. 254. - v. H.) 3. Nukawina v. Morgenstern. Der kais. Lieut. Lukas R. wurde 1846 vom Kaiser von Oesterreich mit v. M. geadelt. 4. Nukawina v. Widowgrad. Der Oberlieut. R. wurde im Jahre 1800 mit v. W. geadelt. Der kais. österr. Oberst Georg R. erlangte 1825 den ungar. Adelstand. sM. v. M., Erg. 430.) Die Familie leitet ihren Ursprung von den reich begüterten und berühmten Grafen v. Wladimirowich in Bosnien ab, die nach Eroberung dieses Königreichs durch die Türken nach der Herzogewina und dann nach Dalmatien flüchteten und die Küsten bis zum Uebcrgaugc an das ErzHaus Oesterreich gegen die Türken vertheidigtcn. Der Sohn des Dujo R., Georg, k. k- Feld- Marschalllieutenant, wurde 1841 in den Freiherrustand erhoben. sTaschenb. der frhrl. Häuser für 1848 u. 1855.) Ruk - Die vier hier angeführten und zn verschiedenen Zeiten in den Adelstand erhobenen N. mögen wol Eines Stammes sein. sv. H.jj Nuknick, s- Mengen. -s Nulaud, ein erloschenes, der Ganerbschaft Alten-Limpurg zu Frankfurt angehörig gewesenes Geschlecht, welches 1598 aus den Niederlanden nach Frankfurt gekommen sein soll, von Kaiser Leopold I. am 5. Aug. 1671 den Adel bestätigt erhielt und 1743 ausgestorben ist. sKncschkc, Wappen IV.jj 1. Rulandt, Vettern, wurden 1623 geadelt. sR. T. A. R.s Vergl. Nnland. Ob die -s v. Ruland, welche zn Amberg blühten und wovon dcS Andre v. N. zu Theuern nachgelassene Frau Wittib Gewalt zum amberger Landtag 1707 gab, ist dießorts unbekannt. 2. Rulundt, Andreas, in den kais. Erblanden, wurde 1692 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. Ns f Rulc v. Marburg. Trugen von Frizlar neben denen v. Trügelnrode den Zehent zu Rückerode zu Lehen, welcher 1448 bereits in Besiz der v. Li Usingen kam. IFalkcnheimer I. 209.j Rulko, eine steyermärk. Familie, die im 16. Jahrh. in Steyermark begütert war. sSchmutz III. 414. — v. H.s -s Nuina, ein altes Geschlecht, dessen Stammvater Kuno v. N., ein Schildknappe, Wedekind v. Rostorf, der sich in der merseburger Schlacht mit noch Einigen so hervorgethan, daß er von Kaiser Heinrich dem Vogler zum Ritter geschlagen und von seinem Herrn die Burg Rostorf erhalten hat. (?!) Das Geschlecht starb im I. 1380 aus. sMeier's pless. Urspr. 347 u. f. - Zedlcr XXXII. S. 179 l u. f. - v. H.j -s Rnmiiuncr, götting. Patrizier, die Einige für gleichen Herkommens mit denen v. Ruma halten. sMeier's pless. Urspr. 252. — Zedlcr XXXII. t792. — v. H.s s- Rumclin, Dietrich, erlangte 1627 die Reichsadelswürde. sR. T. A. R.j 7 Rumford. Benjamin Tomson, geboren zu Rumford in Esscrshire, kam 1784 an den Hof des Kurfürsten Karl Theodor, errichtete die Militärakademie 1736 und den engl. Garten 1789. Im Neichsvikariat 1790 wurde er von Karl Theodor zum Reichs- Grafcn v. Rumford ernannt. 1799 ging er nach England zurück und starb am 22. Aug. 1814 zu Auteuil in Frankreich. Bezog k. baycr. Pension. sO. S.s Rumiejcwski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Wczele. sv. Ledebur II. 324.s Ruminski, auf Ruda in Westpreußcn, 1820. sv. Ledebur II. 324.j Rumlcr v. Aichcumchr. Der österr. Hauptmann F. Ii. wurde 1860 mit v. A. geadelt. sA. A. Zeit., Okt. 1860. s si Numlingcn aus Pcrg, ei» frhrl. Geschlecht, dessen Stammgut B. in der Schweiz bei Bern liegt, von wo sie unter Kurfürst Maximilian III. in bayer. Hofdienste kamen, sv. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 46. — v. Lang 222. - v. H.j Erloschen in Bayern. 1. Rummel, Rommel, eine aus Westfalen stammende Familie, aus welcher sich ein Zweig nach Kurland verbreitete und 1649 IlmaYen daselbst besaß. Die Linie in Westfalen ist 1538 erloschen; von der kurländ. Linie stammen die preußischen v. R. her, welche Bachmäus bei Memel, Kappe, Lindenhof u. s. w. 1727 besizcn. W.: In S. eine r. Rose, aus der drei gr. Blätter hervorgehen, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsceprovinzen 160.s Rum 275 2. Rummel, Rumel, R. zu Herrnricd, eine pfälz. frei- he rrliche Familie, die von der Mecklenburg. Familie v. Rumel verschieden ist. Der Erste, welcher vorkommt, ist Heinrich R., gest. 1413, der Reiche genannt; sein Grabdenkmal befindet sich zu St. Sebald in Nürnberg; dann Gregor R., welcher im Jahre 1486 Abt des Klosters Oberzell war. Kaiser Mar. II. hat 1570 der Familie das Wappen mit der Wölfin ertheilt, nämlich in S. auf einem Kissen eine Wölfin, welche die beiden Knaben Romulus und RemuS sängt; im Schildeshaupt zwei w. Lilien, unten eine bl. Lilie. K. Josef I. erhob am 17. Sept. 1705 den Wilhelm Ludwig v. R. und seinen Bruder Franz Ferdinand in den Freiherrnstand. Lezterer wurde Bischof zu Tima und hierauf Reichsfürst und Bischof zu Wien. Er starb im Jahre 1716. sBncelin, Genn. sacr. p. 1620. — Scifcrt's Ahnentafeln der v. Hclldorf nnd adl. Ell. u. K. — Gauhc l. I45V. — Zedier XXXII. 1796. — Sinap II. 417. — v. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 56; Erg.Bd. S. 13. — v. Lang 222.j Die R. in Nürnberg führten 2 schw. Hahnen in G. sFrhrl. Taschcnb. v. 1359. — v. H.s 3. Rummel v. Hehingen, ein im 17. Jahrh. erloschenes ritterliches Geschlecht des Ni e d er rh e in s. W.: In S. ein schw. Querbalken, von 3 v. Ringen oder 3 r. Rosen begleitet. sv. Ledebur II. 324. — Fahne I. 273. II. l25.s 4. Rummel v. Rumburg, österreichisch. Wilhelm R. v. N. stand 1857 als Ilnterlieutenant im 13. k. k. Inf. Regiment. Rnmmerskirch, Rumerskirch, ein böhm. Geschlecht. Johann R., ein Sohn des Gebhard u. der Anna Peccatel, im Dienste des Bischofs Kristof von Bremen, erlangte am 11. Aug. 1533 einen Wappenbrief, nnd sein Sohn Dieterich R., Leibdiener des Erzherzogs Mar von Oesterreich, am 9. Mai 1590 den Reichs- Adel. Sein Urenkel Joh. Dietrich v. R. machte sich in Mähren ansässig und erlangte am 23. Jan. 1681 den erbländ. Ritterstand und das Jnkolat in Böhmen. Fcrd. Joachim N. v. R. wurde am 18. Januar 1747 in den Freiherrnstand erhoben, sowie auch seiu Bruder Jgnaz Leopold. Erstercr war Hauptmann des Pilsen er Kreises. Der Ritter Johann Bernhard v. R. wurde im Jahre 1783 in den Ncichsfreiherrn- und im Jahre 1803 in den Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 28. 95. — v. Ledebur II. S. 324. — Taschcnb. der gräfl. Häuser; Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. 1856. — v. Hefner, baycr. Adel S- >9. T. 14. — Siebmacher V. 341. — Kneschke, deutsche Grafcnhäuscr. — v. H. — Sinap II. 490. - Zedier XXXII. 1798 u. f. - Gauhe II. 993.j Rummerstci», s. Hoffmann. Rumor, eine alte holsteiu'schc und schleswig'schc, schon im 12. Jahrh. in Urkunden vorkommende Familie, welche von denen v. Alfeld abstammt, und deren AnHerr von seinem vielen Rumoren im Hcrzogthum Holstein den Namen erhalten haben soll; aber eS kann auch das im Holstcin'scheu liegende Rittergut Rumor ihm den Namen gegeben haben. sAngeli. holstein'sche Adclschronik. — Praun's adl. Europa 697. — Zedier XXXII. 1800 u. f. — v. dem Knesebeck. — v. Ledebur U. 324. — v. Zedlitz. — v. H .j Nump, ein westfäl. Geschlecht, welches schon 1434 daselbst begütert war. sv. Steinen, westfäl. Gesch. Taf. I-V. 3. — v. Ledebur II. 325. III. 335J Wappen: In R. ein s. Sparren. Rumpf, ein braunschweig. Geschlecht. sLüdersen's Samml.s Franz Jgnaz Graf v. R. war 1737 in österr. Diensten General - Fcldwachtmeistcr. Der Erste, welchen man von diesem Geschlechts findet, ist Wilhelm R., welcher 1530 Trnchseß bei K. Karl V. war. Man vermuthet, daß er adl. Standes gewesen. Er wurde 35* 276 Rum — Rup ein großer Günstling Kaiser Rudolfs, wirkt, geh. Rath, Ober- Hofmarschall nnd Oberkämmerer, zulezt aber gestürzt. Man findet den Namen gleichzeitig mit obigem Franz Jgnaz in den ersten diplomatischen Stellen in Holland. sSiebmachcr I. 24. — Zedier XXXII. 1807. — Gauhe I. 1452. — v. HZ 1- Ruinplcr. Friedrich Leopold R. stand im Dienste Kaiser Friedrich's und wurde am 15. Mai 1496 von ihm in den Adelstand erhoben, welche Standescrhöhung K. Leopold am 17. Febr. 1693 dem Bankier Johann Heinrich R. in Nürnberg bestätigte. Die Familie stammt ursprünglich aus Schwaben. sTyroff, Wappenw. I. tll. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 163. T. 132. — v. Lang 5 >2. — Siebenkees I. ll>. — v. HZ 2. Rmnpler, Fr., österr. Hauptmann im Inf.Reg. „Franz Karl", wurde 1852 in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1852Z Rninrodt-Hcrzbcrg-Aitcnburg, Romrod, Romrodt, Romrad, Romrath, alte Hess. n. thüring. Dinasten, Bestzer der Schlösser Romrodt, Herzberg und Altenburg bei Alsfeld. Als sie ihre großen Besizungen nach nnd nach verloren, sanken sie zum nieder» Adel herab. Eine Linie erwarb das Erbtrnchscssenamt im Würzburg'schcn und war dem Ritterkanton Rhön u. Werra einverleibt, ist aber im 17. Jahrh. erloschen- Der Stamm Altenburg erlosch im I. 1472 und der herzberg'sche im I. 1356. sSpangcnbcrg. Adclsspiegel II. — Rommel, Hess. Gesch. II. 235. — Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 42l u. f. — Gleichenstein n. 7t>. — Salver 473. S97. - Bruckner III. Th. 14. St. 240.243.248. — Gauhe I. 1454 u. f. — Winkelmann's Beschr. v. Hessen II. 247. — Zedier XXXII. 1810 u. f. — Hartmann's Samml. — v. Hefner, Hess. Adel S. 23. Tas. 26. - v. HZ Rnnilchöttel, ein altes, im 13., 14. und 15. Jahrh. vorkommendes westfäl. Geschlecht. Im 36jährigen Kriege stand Alexius v. N. im Dienste der Schweden, sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für die prenß. Staaten 1841. Abth. 2. S. I15Z Ob die jezigen Herren v. R. mit jenen ans dem 14. Jahrh. einerlei Ursprung haben, steht zu erweisen. -s Rnnkcckc, ein abgegangenes Geschlecht im Stifte Halberstadt. sAbelS d. Werth. II. 590. - Zedier XXXII. 1811. — v. HZ 1. Rumkti. Stammvater dieser Familie soll Andreas v. R., auch „Andreas am anderen Ende v. Runkel" genannt, sein, der 1626 knrb ran de nburg'scher Lieutenant, dann Hauptmann in Peitz war. Die Familie besaß Biesig in der Oberlausitz 1773. Wappen: Ein mit drei Sternen belegter Querbalken. sv. Ledebur II. 325. ?!?) 2. Uiuickcl, Bernhard, wurde am 15- April 1786 vom Kaiser geadelt, sv. Ledebur II. 325Z Wappen: Gespalten, rechts in S. eine blühende Ranunkel, links in Schw. ein g. Wölfseisen. Runga, Runge, eine alte pommer'sche, in Meißen, Schlesien und Bremen, auch im Braunschweig'schcn (wo sie aber ausstarben) seßhafte Familie, die aber verschiedene Wappen hat. Peter v. R. hat zu Zeiten Herzog Bogislaus' X. gelebt und Thomas v. R. ist im I. 1547 Hcermeister des Johannitcrordens zu Sonnenburg gewesen. sMicrälius, Pommerlande. — Gryph, Ritterorden. — Gauhe I. 1455. — Siebmacher I. 162. n. 13. II. 48. n. 7. — Lüdersen's Samml. — Sinap II. 941. — Mußhard, monum. nobil. Bremens, p. 449. — Zedier XXXII. 1821. — Dorst, allg. Wppb. I. 144. — v. Ledebur II. 325. III. 335. — v. H. — Kneschke Wapp. IIIZ Rungen. Reinold v. R., kais. Hofkammersekretär, erhielt 1639 Adelsbestätigung. sR. T. A. RZ Es ist wahrscheinlich, daß derselbe von dem Gcschlcchte der v. Runga, Runge, abstammte. Ein Alexander v. Runge war 1857 österr. Hauptmann in Penston. 1. f Runkel. Die alten Herren zu R. stammen mit den Grafen v. Westerburg, Wied und Psenburg von Einem Stammvater ab. sWenk, Hess. LandcSgcsch. II. 482. — Hübner II. T. 402. 403. — Salvcr 230. — v. Zedlitz. — Fahne I. 273. II. 125. — v. HZ S- Ulenburg. Wappen: In S. zwei r. Pfähle, im rechten Obereck eine bl. Vierung. 2. Runkel, Runckel, Nomkl, sind im Regierungsbezirke Koblenz ansässig und stammen von den Ministerialen der Grafen v. Isenburg-Wied ab. Sie schrieben sich sonst „vom Hof". Der Lezte, welcher den Namen „vom Hof" führte, war Johann, 1572 Amtmann und Geheimschreibcr des Grafen Johann IV. zu Wied. Von da sank die Familie durch die Reformation und schrieb sich bloß mit dem Zunamen, bis es Johann Justus (geb. 1746, gest. 1828) gelang, laut Diplom, gegeben in London am 16. Jan. 1862, eine Bestätigung und Vermehrung des Wappens zu erwerben, sowie seinem Sohne Johann Friedrich, geb. 1774, preuß. Anerkennung u. Erhebung in den Adelstand am 6. April 1336 zu verschaffen. Die Familie ist auch in Hessen bedienstet, sv. Hcfner, Hess. Adel S. 24. T. 26. — Bernd, Tas. OVIII. 216. - v. Zedlitz, Ad Ler. - Fahne II. 125. - v. Ledebur II. 325. n. IIIZ Wappen: Nachgebildet dem erloschenen Dinastengeschlechte dieses Namens; guergctheilt von G. und Hermelin, das Ganze belegt mit zwei r. Pfählen, im rechten Obereck eine bl. Vierung, worin ein Schwert sich befindet. 3. Runkel. Der König von Preußen hat im I. 1812 den Adoptivvertrag zwischen dem Hauptmann v. R. und dem Oeko- nomen Wilhelm Weinländer bestätigt und Lezterem den Namen und das Wappen seines Adoptivvaters beigelegt. Runowski, auf Rnnowo im Großherzogthum Posen. W.: Nalencz. sv. Ledebur II. 325Z Runstcdc, Ronstct, ein märk. Geschlecht. (Siebmacher III. 140. n. 3. — v. HZ -s Rnnting. Das Stammhaus lag im bayer. Unterlande; sie erscheinen 1226 u. starben um 1426 aus. Ihre Güter kämen au die v. Satlbogen. sv. Hefncr, -s bayer. Adel S. 6Z Rnntschner v. Ruhmlicrg. Johann Anton R., niedcrösterr. Regicrungssekretär, wurde am 7. Dez. 1787 von Kaiser Josef mit obigem Beinamen geadelt. sLeupold I. Th. 4. B. S. 585/ wo auch das Wappen. — M. v. M. 254. — v. HZ f Runzlcr und Runden. Johann Heinrich v. R. u. R. wurde im I. 1723 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 200. — v- Ledebur II. 325. — v. HZ Nuösch. Der kais. Rath und Landrichter Mathias R. erhielt zwischen 1667 und 1686 ein Adelsdiplom, jv. Hefner, bayer. Adel S- 108. T. 132. — v. H. — v. Lang 513Z Rnos, Kristof, crzhcrzoglich österr. Hofarzt, erhielt 1639 die Reichsadelswürde. sR- T- A.NZ Rupert v. Pseiscrslicrg. Am 13. Juli 1734 wurde die kaiserl. Adelsverleihung für Josef R- v. P. in Salzburg bekannt gemacht, sv. SchallhammernZ Rllpcrtus, Simon, Abt zu Lilienfeld, Hanns Paul u. Kolo- mann, wurden 1617 geadelt. sR. T. A. RZ 's Rnpin. Die ehemaligen Grafen von der Herrschaft oder vielmehr Grafschaft R. hießen theilS Gr. v. R., theils Gr. v. Lindau oder Lindow, von welchen der Lezte seines Geschlechts, Wichmann, Rup — Nüst 277 im Jahre 1525 starb, worauf die ihnen vorher gehörige Stadt, Schlösser und Güter der Kur Brandenburg eröffnet wurden. sMart, Dietrich (Pr. zu Frankfurt», d. Oder), hist. Nachr. von diesen Grafen. Frankfurt, >725. 8. I4Bg. - Zedier XXXII. >860-64. — Ch. v. Greifcnkranz, französ. Brief an Hrn. v. Leibnitz vom 5. Oktober >697 in Fr. E. v. Moser's dipl.histor. Belust. II. 3lv. — v. H.j Rupinowski, auf Mittel - Lazisk in Schlesien, 1700. Wappen? sv. Ledebur II. 326.f Rupnicwski, mit dem Wappen Sreniawa. Mit diesem Namen erscheint 1824 ein preuß. Hauptmann, fv. Ledebur II. 326. j 1. Rupp. Der Oberlicut. Joh. Michael N. wurrde im Jahre 1780 geadelt. fM. v. M., Erg. 430. — v. H.f 2. Rupp v. Ehrcnstrohm. Der Gntsbcsizcr Joh. Jgnaz R. in Mähreu wurde im I. 1739 mit dem Beinamen v. E. in den Ritterstand erhoben. fKneschke, Wappen lV. — M. v. M., Erg. 200. - v. H.f -s liuppa, Rupa, ein böhm- frhrl. Geschlecht, das im 17ten Jahrh. nach der Schlacht auf dem weißen Berge bei Prag sein Vaterland verließ und sich nach Schlesien wendete, daselbst aber mit der Lczten ihres Stammes (Anna Dorothea, vermählte Gräfin v. Neuß) im Jahre 1675 ausstarb. fGauhe I. >456. — Sinap II. 4>9. — Zedier XXXII. >859. — v. Ledebur II. 325. — v. H.f Huppert v. Rolmtsbnrg. Der Oberlicut. Jgnaz R. wurde im Jahre 1819 mit dem Beinamen v. Roberts bürg geadelt. fM. v. M., Erg. 430. — v. H.f Ruppertshofen, s. Schaupel. Rupprccht. Der Negicrungs - und Rcntkammerrath Franz v. Paula R. zu Amberg, dessen Voreltern im I. 1601 einen Wappenbricf von Kaiser Rudolf II. erhalten hatten, erhielt am 3. Aug. 1790 ein Freihcrrndiplom. sv. Lang 223.f Der Großhändler Georg Ludwig R. zu Lindau wurde im I. 1790 vom Kurf. Karl Theodor von Bayern in den Freiherrnstand erhoben, und dieser am 25. Juni 1798 auf dessen Neffen erstreckt, was bei versäumter Anmeldung vom König von Bayern am 7. März 1314 noch einmal erneuert u. bestätigt wurde, (v. Lang 223. — v. Hesner,'bayer. Adel S. 54. Taf. 56; Erg.Bd. S. >8. — v. H.f Hier sind zweierlei Geschlechter vermengt. Die amberger N. führten den hl. Ruprecht als Wappcnbild, die lindauer (ursprünglich memminger Familie) einen halben Mann mit Strcithammer. (v. Hfr.f Ruprecht. Kristof v. R. besaß 1626 Hartmannsdorf in Schlesien, sv. Ledebur II. 326. III. 335.f 1. u. 4. F. in R. ein s. Löwe, der einen Kranz hält; 2. u. 3. F. in B. eine s. Lilie. Ruprecht, s. Purkhard. Ruprechtstcin, ein fränk. Geschlecht, welches den im nürnberger Amte Hecrspruck gelegenen Rittersiz im 13. Jahrh. besessen hat. fGlnck's Beschr. von Nürnberg S. 66. — Zedier XXXII. S. 1866. - v. H .f Ruslmch, s- Maurich. Ruschcllc. Peter Oswald v. R. erhielt um's Jahr 1700 ein Freiherrndiplom. sR. T. A-R.f Rusche», Ruyschen, eine im Stift Münster, im Oldcn- burg'schen und in der Mark Brandenburg seßhafte Familie. Sie ist von denen v. Ruschen, eigentlich Rausche, in Pommern verschieden. Siehe auch Ruitz. (Gauhe II. 994. — v. H .f Rusch ich» v. Roscndorf. Der böhmisch-österr. Hofkanzlei- Tarator Mar. Franz R. wurde im I. 1735 mit Edler v. Rosen - dorf in den Reichs- und erbländ. Nitterstand erhoben. IM. v. M. >4l. — v. H.f 7 Ruscinski, in West Preußen seßhaft 1380. sv. Ledebur II. 326.) 7 Rusdors, Ruesdorff, eine bayer. alte Familie, die schon im Jahre 1293 bekannt war. Joachim v. R., gest. 1640, war kur- pfälz. geh. Rath und zulczt Abgesandter bei den Generalstaaten. sBucelini stemmat. — Gauhe I. >456. II. 995. — Zedier XXXII. S. >879. - v. H.f Nnsehki, ein sehr altes Geschlecht in Schlesien, das aus dem Hause Osoria in Polen entsprossen ist. fGauhe II. 994 — Sinap I. 787. II. 940. - Zedier XXXII. >881. - v. H.f' Mag wol mit Rusctzky v. Iwan einerlei sein. Ruschkq v. Zuuin, ein böhm. Geschlecht. fZedlcr XXXII. >88>. - v. H.f Rusiccki, Nusetzki, Nussccki. Es gibt nach v. Ledebur, II. 326, zwei Geschlechter dieses Namens: I. Die v. R. in Preußen mit dem Wappen Porayz auch im Pvsen'schcn angesessen. II. Die v. R. in Schlesien mit dem Wappen Ossorya; 1700. fSiebmacher I. 73. — v. Ledebur II. 326.f Rusinowski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Godziemba. fv. Ledebur II. 326.f Ruspoli, ein rö m. Fürstengeschlecht. Alois Fürst v. R- war 1857 k. k. österr. Major in Pension. Russcggcr, österr. Ministerialrath und Bergwerksdirektor, erlangte 1353 den rittermäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1353.) Rufscnliach, s. Müsenbach. Russcnstcin, s. Rueß v. R. Russig, eine schles. Familie, von welcher Zedier, XXXII. S. 1900, Einige aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufführt u. einige Nachrichten aus handschriftlichen Geschl. Nachrichten mittheilt. Der Steueramtsbuchhalter Joh. Karl R. in Schlesien wurde im I. 1736 in den böhm. Adelstand und im I. 1739 in den böhm. Ritterstand erhoben. Ein anderer Johann Karl R. wurde im I. 1746 in den Ritterstand erhoben. fM. v. M. >4l; Erg. 200. 43l. — v. Ledebur II. 326. — v. H.f Rujfo v. Aspcrnbrund. Der k. k. österr. Oberst und Kommandant Josef Anton R. wurde im I. 1812 mit dein Beinamen v. A- in den Frciherrnstand erhoben. Im I. 1544 erhielt Kristof R., der Rechte Lizentiat, und sein Bruder Leonhard, wegen gut geleisteten Kriegsdiensten einen Wappenbrief und 1546 den ReichS- Adel. Die R- waren im Bisthum Lütt ich mit verschiedenen Gütern seßhaft. fTaschenbuch der frhrl. Häuser auf >849 u. >856. — Hyrtl, die sürstl., gräfl. u. srhrl. Familien der österr. Monarchie; 1851. — Kneschke. Wappen II. — M. v. M. 8l. — v. H .f Russoeki. Niklans R. wurde im I. 1800 in den galizischen Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 28.f Die R.-Brzezie in Galizien sollen Reichsgrafen 1355, bestätigt 1783, poln. Grafen 1377 gewesen sein. Sie haben gleiche Abstammung mit den LankoronSki-Brzezie. Wappen: Zadowa. (Gräfl. Taschenbuch v. >855. — v. H.f 7 Ruft, Michael und Joachim, Brüder, erlangten 1598 ein — umgefertigtes — Adelsdiplom. (R. T. A. R. — Wahrscheinlich das Wappen bei Siebmacher V. 161. — v. Ledebur III. 335.f 7 Rusteberg. Hellewigus d e R. neben seinem Bruder Heiden- 278 Ruft — Nyn reich, Vizthum zu Walkenried (?), testes 1184. Ein Theode- ricus vicedominus de R. testis 1207. sllrk. Buch für Nieders. II. 26. 55.1 Nustcnbcrg, s. Beczich. — Uustcnftld, s. Fritz, ch Uujlgnt, eine nach 1571 ausgestorbene gräfliche Familie. sGcbhardi III. 3IS. - Siebmacher III. 74 Uustkc, ein 1639 im Bütow'scheu angesessenes Geschlecht. Kommt auch unter den Namen Rnstken, Rostkowski vor. sSicbmacher V. 161. — v. Ledebur II. 3264 S. Nostken. Uuß, ein steycrmärk. Geschlecht, das im Jahre 1634 die steyer. Landmannschaft erhielt. sSchmutz III. 418. — v. H4 Uutzdnrs, Nikolaus Jeremias, wurde im I. 1861 geadelt. sR. T. A. N4 Uutzftldcn, s. Dittmayer. Uusinow, in der Bukowina. Maximilian v. N. war 1835 Vorsteher des Kriminalgerichts zu Wisznitz. -s Uusjnmrm, Rußwurm, Nußwörmb, ein in Franken, Thüringen und im Oester reichischcn begütertes und berühmtes Geschlecht, aus dem Einer Namens Otto v. R. schon im Jahre 1349 vorkommt, und ans dem der Gencralfeldmarschall Bernhard v. R. im Jahre 1695 enthauptet wurde. Da der Lezte dieses Geschlechts keine Erben hatte, so adoptirte er seine Enkel, Friedrich Wilhelm u. Kristian Ernst v. Gleichen, welche Adoption K. Karl VI. unterm 25. Febr. 1732 bestätigte. S. a. Gleichen. so. Ledebur II. 326. — v. H. — Gleichenstcin n. 71. — Gauhe I. S. <457. — Schannat, Client. Fuld. 141. — Zedler XXXII. 1375.— Hönn's koburg. Hist. — Biedermann, Rh. n. W. Tab. 423. — Siebmacher I. 144. n. 9. — v. Meding I. n. 713. — Hartmann's Samml.s Uuszkouiski, ein Geschlecht im. Posen'schen mit dem Wappen Pobog, 1894; ein anderes Geschlecht in Preußen mit dem Wappen Lnbicz, 1772. sv. Ledebur II. 3264 f Uiitenlicrg, ein wahrscheinlich ausgestorbenes halberstadt'- sches Geschlecht, das in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts vorkommt. sAbel's d. Alterth. II. 538. — Zedler XXXII. 1300. - v. 5)4 Uutcnbcrg, s. Rantcnberg. Null), kamen von Meißen, wo Albrecht v. R. im I. 1216 schon in Urkunden aufgeführt wird, nach Böhmen, wurden der Religion halber vertrieben und gingen in die Oberlausitz. Auch Rutt genannt. (?) sv. Ledebur II. 326. — v. H. — Grosscr's lausch. Merkwürdig!. III. öt. - Gauhe I. 1458. II. 1746. — Zedler XXXII. 13324 Uuthncr, K., niederösterr. Regierungsrath, erlangte 1853 den Adel. sA. A. Zeit. v. 1853.) Uutkowski, RuttkowSki, ein preuß. Geschlecht mit dem Wappen Pobog. Der Name wird auch Ruttkowitz geschrieben und findet sich die Familie auch im Posen'schen vor. sv. Ledebur II. 326.) Uutkowski, s. Chlibkiewicz. Nnllwwskq. Roman v. R. stand 1857 als Kadet im 7tcn österr. Jägerbataillon. Möchte mit Rntkowski einerlei sein. Uuttenllei». Der Prinz Leopold von Sachsen-Koburg- Gotha, k. k. Generalmajor, vermählte sich morganatisch mit Konstanze Adelheid Geiger; ihre Kinder und sie wurden am 24. Juli 1862 mit dem Namen R. vom regierenden Herzog von S.Kobnrg-Gotha in den Freiherrnstand erhoben. jFrhrl. Taschenb. von 1864.) Untier, Anton, Hofrath und Doktor der Arzneikunde in Posen, wurde 1812 durch den König von Sachsen geadelt. Der Sohn ist im Posen'schen seßhaft, sv. Ledebur II- 327.) Unttig, österreichisch. Josef v. R. stand 1857 als Hauptmann im 15. k. k. Inf. Regiment. Uuttkny, ungarisch. Karl v. R. war 1835 Substitut bei der thuroczer Gespanschaft. Ludwig v. R. war 1857 Unter- Lieutenant im 59. österr. Inf. Regiment. Utiiiilie, erscheint zuerst im preuß. Heere 1896; jezt stehen mehrere Offiziere dieses Namens im Heere, sv. Ledebur II. 327.) Nnwcnort, aus Burgund stammend, führt in G. einen rothen Balken, besezt mit drei absteigenden r. Rosen. Die Familie gehört jezt der cleve'scheu Ritterschaft an n. erschien 1499 daselbst. Im I. 1754 blühte die Familie noch. Fahne, II. 126, liefert eine Anentafel und kurzen Stammbaum, sv. Ledebur II. 327.) Nliysche», s. Ruschen. Niizck v. Uomna, vielleicht dalmatisch. Franz N. Edler v. R- stand 1857 im 5. österr. Inf. Regiment. Unzicska. Der Oberstwachtmcistcr Josef R. wurde im Jahre 1762 Freiherr. sM. v. M., Erg. 95. - v. H.) UnzicM v. Uoscnmcrttz. Der böhm. Appellationsrath Josef Vinccnz R. wurde im I. 1785 mit v. Nosenwerth geadelt. sM. v. M., Erg. 35. - v. H.) Uichicki, in Preußen seßhaft. Wappen: Grzymala. sv. Ledebur II. 327. III. 335.) Nisbiiislti. Drei Geschlechter dieses Namens: I. Die v. R. im Großherzogthum Posen mit dem Wappen Korzbok; 1669. II. Die v- R. in Posen mit dem Wappen Radwan; 1782. III. Die v. R-, auch v. Otterfeld-R. genannt, mit dem Wappen Wydra- Sie kommen in Westpreußen vor. sv. Ledebur II. 327. III. 335.) Uischlirski, ein posen'sches Geschlecht. W.: Dolcnga. 1852. sv. Ledebur II. 328.) Nlschtilki, im Posen'schen gesessen. W.: Grzymala. sv. Ledebur II. 328.) Nqchtitzi, F., Gutsbestzer, erhielt 1869 den altpoln. Adel, in Oesterreich rittermäßig, bestätigt. sA. A. Zeit., Dez. 1869.) Uqchlowski, im Posen'schen angesessen; 1594. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 318.) Uychtcr, ungarisch. Ladislaus Ritter v. R. stand 1857 als Unterlieutenant im 29. österr. Inf. Regiment. Ui>d)i>»sttt, im Posen'schen begütert; 1782. Wappen: Wicrzbna- sv. Ledebur II. 328.) Uyhiu-Lnlionski, in Schlesien; 1799. Wappen? sv. Ledebur II. 328.) Ulstskq, ungarisch. Jakob Edler v. R. stand 1857 als Unterlieutenant im 24. österr. Jägcrbataillon. UiMultouslü v. Körnitz, ein sch lesisch es, im Fürstenthume Teschen begütertes sehr altes Geschlecht, das mit den Grafen v. Sobeck und Kornitz einerlei Stammes sein soll. Wappen: K o r n i tz. sSinap II. 942. — Gauhe, Anh. 1747. — Zedler XXXII. 2078. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 328.) Uyiwch, Nhynach, Rheinach, s. Rein ach. UiMrzcmski, v. Jähr-U., im Posen'schen. W.: Prawdzic. sv. Ledebur II. 328.) 279 5 Nync, eine ausgestorbene lüneburger Patrizicrfamilie. sBüttuer, Stammr. dies. Patr. n. -ig. — Lüdersen's Samml.) Ilisiikowski, in Westprcußen. Wappen: Pilawa. sv. Ledebur II. 323 s Nqnski, in Westprenßen. W.: Grabie. 1662. so. Ledebur II. 328 s Nqpplin, Uüppli» v. Kcfftckhon, Pfessikon, ehedem Jonner, genannt Rüplin, ein altes, jezt freihcrrliches Geschlecht in Thürgow, das sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Oesterreich in die Schweiz wendete, wo dasselbe Jonner v. Neuenbürg genannt wurde.(?) Im I. 1414 erhielt die Familie vom Abt zu St. Gallen Pfeffikon nebst Jssikon zu Lehen. 1594 erlangte Joh. Joachim R- v. Pfeffikon, Land- Amman im unteren Thnrgau, Aufnahme in die Adelsmatrikel zu Rom. Der fürstabt St. Gallcn'sche geh. Rath w. Josef Jgnaz R- v. P. wurde für sich und seinen Bruder Karl Anton, sürstlich ein siedeln'scher Rath, 1722 in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie blüht jezt auch in Württemberg. sTaschenb. der frhrl. Häuser für 1843. — Tyroff, wnrtt. Wppb. IV. — Zedier XXXII. 2036. — v. Hefner, württ. Adel S- II. Taf. 13; Erg. Bd. S. 39.) Ni>s. Wappenbeschrcibung bei v. Ledebur II. 328. Nqjftl. Zwei Brüder v. Nyssel traten aus sächsischen in k. prcnß. Dienste. Der ältere besizt Prittah bei Grünberg, wo er verhcurathct lebt. sv. Zedlitz. — Zedier XXXII. 2088. — v. Ledebur II. 323. — v. Hefner, sächs. Adel S. 45. T. 5l.s lliMuiski, v. Aichingcr-A., im Posen'schen angesessen, sv. Ledebur II. 328 s Nywocki, Rywotski, in West- u. Ostpreußen. Wappen: Pruß II. sv. Ledebur Ii. 328.) Nsclsicskp. Der Domprobst Karl Dominik R. zu St. Veit in Prag wurde im I. 1733 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 200. - v. H.s lirzegocki, im Posen'schen. W.: Wczele. sv. Ledebur II. 328.s Nsrhal oder llgchak, I-, kais- österr. Oberstlieutenant, erlangte 1856 den rittcrmäßigen Adelstand. sM. S.) Ngehnih, s. Wanczura. l igcntko wslii, in West Preußen begütert, sv. Ledebur II. 328.s Nzcpccki, im Posen'schen. Wappen: Bialyuia. sv. Ledebur II. 329.s st Nscpicki, in Schlesien gesessen. sSiebmacher I. 75. — v. Ledebur II. 329.s Uzepüiski, gali zisch. Johann v. R- stand 1857 als Ober- Lieutenant im 46. österr. Inf. Regiment. Ngcpihki v. Judomir), ein böhm. Geschlecht, von dem Zedier, XXXII. 2695, aus dem Calend. St. Adalb. nur drei Brüder bei dem Jahre 1737 aufführt. Ngcpliiwlus v. Icresko, s. Berezko. Azesgotarski, im Posen'schen. Wappen: Junosza. sv. Ledebur II. 329.s liscnmskq. Der Freiherr Kasimir v. R. wurde im I. 1817 Reichsgraf. Wappen: Krzywda. sv. Ledebur II. 329. — v. H.s Leo Ritter v. N. wurde 1858 in den österr. Grafcnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1858. — M. v. M. 28. — Zedier XXXII. 2095.s st stsicM, RziczanSki v. N., Kavka v. R., ein in Böhmen, Mähren u. Schlesien seßhaftes Geschlecht; 1268. sv. Ledebur II. 329.) Siehe auch Nowack und Ritschan. Ilsiha v. Gachcnthal. Johann Ferd. R. wurde im I. 1758 wegen geleisteten Diensten bei der preuß. Belagerung von Prag mit dem Beinamen v. G. geadelt. sM. v. M. 254. — v. H.) liMoiisky v. Dobrsih. Der Rittmeister Joh. Wilh. R. v. D. wurde im I. 1729 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 95.) Die Familie gehört zu dem alten böhmisch- mährisch-rittcrschaftl. Adel; sie nannte sich früher nur Dobrzitz, bis sie Rzikovsky erlangte. Schon 1675 erhielten Joh. Wilhelm R., olmützer Lchnrechtsbeistzer, dann 1729 der Rittmeister Joh. Wilh. R. v. D., 1796 Johann stysom Freihcrrndiplome u. 1846 Bestätigung. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1849 u. f. — Zedier XXXI. 1614.) UMowßker, s. Rikowßker. Ilguchowski, galizisch. Hipolith R. Ritter v. Dunin stand 1857 als Oberlieutenant im 12. österr. Inf. Regiment. Auch in Preußen befinden sich v. R. mit dem Wappen Labencz. sv. Ledebur II. 323. III. 335.) NgiMMSKi, I., österr. Kämmerer, erhielt 1357 Erlaub- niß, von der 1845 geschehenen kais. Erhebung in den Grafenstand Gebrauch zu machen. Die Familie ist in Rußland und Ga- lizien begütert und stammt aus dem alten Geschlechte der Pobo- zaninen, welche ihrerseits wieder aus dem uralten Geschlechte der Jastrzembczyki hervorgegangen sind und den Namen Pobo- zanin wegen ihrer Frömmigkeit (poboz'ny heißt fromm) von König Boleslaus von Polen nebst dem Wappen Pobög 1626 erhalten haben. Im Laufe der Zeit thcilte sich das Geschlecht der Pobo- zauin in mehrere Zweige, die sich nach ihren Besizungen verschiedene Namen beilegten. In den volhin. Kronmatrikeln vom Jahre 1528 erscheint Nikolaus v. Rzysczim-Pobcig-R. als Erbhcrr des litthauen'schcn Gutes Rzyszczow, welches bis jezt bei der Familie R. als Stammgut geblieben ist. Johann v. R. machte sich zuerst durch Ankauf der Herrschaft Wysgradek 1713 iu Volhiuien ansässig. Sein Sohn Adalbert v. R. erwarb 1756 die in Roth-Nußland gelegene Herrschaft Koszlacki. Dessen Sohn Adam v. R. kaufte im Jahre 1798 in Galizien die Herrschast Podwotoczuska. Er hinterließ Gabriel Graf v. R., der in russ. Dienste trat und als russ. Graf anerkannt wurde. sGräsl. Taschcnb. v. 1361. — A. A. Zeit. v. 1857.) W.: Pob6g, d. h. in B. ein s. Hufeisen, worauf ein kleines g. Kreuz; auf dem Helm ein s. Windhund, sv. Hefncr, galiz. Adel S. 25. T. 23.s -^liachhcn, s- Waiickhl. KM, Sahl, s. Heppenheim. Iaalbach, s. Schenk. Iaalftld, Salfeld, Salevelt zu Westgrussen, eine thüring. und insbesonders schwarzburg'sche Familie, deren Güter in Klingen und Westgreußen lagen. Im Jahre 1575 kommt Friedrich v. S. zuerst iu Urkunden vor. sGauhe I. 1467. — Zedier XXXIII. 885. v. Hallstein im Spezial- Rcgister- — Sckanuat, Client. Fuld. — v. Meding III. n. 706. — v. H-1 Zaalvöld, s. Neuling er v. S. Iaemen, Sahme, ein zunächst aus Preußen stammendes, in Oesterreich seßhaftes Geschlecht, dem am 6. Dez. 1845 die Führung des früher angeblich zugestandenen Frciherrntitels gestattet 280 Saa — Sach wurde. DaS Geschlecht soll um 1271 mit Rudolf v. Habsburg, als er gegeu die heidnischen Preußen zog, ans der Schweiz nach Preußen gekommen sein und sich früher Sahme geschrieben haben. Die Familie hatte ansehnliches Besizthum, welches durch die poln. Einfälle um Nastcburg verwüstet und verloren wurden. Um 167V hob sich die Familie wieder. Nach v. Ledebur wurde Reinhold Friedrich Sahme am 11. Aug. 1731 in den preuß. Adelstand erhoben. Die Familie will zwei Linien gebildet haben, eine österreichische und eine preußische. Die österr. Linie soll um 1740 Sahme in Sa amen verändert haben. so. Ledebur ll. 332. — Preuß. Wppb. IV. 4l. — Frhrl. Taschenb. von 1857.ff Saar- Der Postwagenkontrolor Johann Adam S. und sein Bruder Joh. Adalbert wurden im I. 1793 geadelt. M. v. M., Erg. 431. — v. H.s Saba. Der Postmeister Jgnaz S. zu Burkersdorf wurde im I. 1796 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 433. - v. H.s Sabatha v. Thoumbrc. Der FeldkriegSkommissär Franz Jakob S. wurde im I. 1730 geadelt. sM. v. M. 234. — v. H.s Sabathi» v. Sabona. Der Advokat Georg S. in Mähren wurde im Oktober 1705 mit obigem Beinamen in den böhmischen Ritterstand erhoben. sM. v- M., Erg. 200. — v. H.s Sabatowih «. Kroncistreu. Der österr. Oberlieut. Johann S. wurde 1839 mit v. K. geadelt. sE. S.j Sabbati, österr. - italienisch. Anton Frhr. v. S. war 1835 Vicepräsidcnt des Athenäums in Brescia. Jabbcnscn, ein niedersächs. Geschlecht, von dem blos ein Siegel beschrieben bei GrUpen, in orig. et antiq. Hannover., p. 130, und bei v. Meding, III- n. 702. sv. H.sj Sabclfcld, s. Borojevich. — Jabinski, s- Zabinski. Sabionctta, s. Qua stall«. IM, v. Tanbciispcrg. Matthias S., aus Fiume, wurde im Jahre 1725 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M., Erg. 43t. - v. H.s Sabona, s. Sabathin. Saborctti v. Mannsburg. Der Buchhalter der Montanist. Hof- Buchhaltung, Franz Jgnaz S., wurde im I. 1813 mit „Edler v. M. geadelt. sM. v. M. 254. — v. H.s Zaborowski, s. Zaborowski. Sabranski, v. Thalbrück. Dem österr. Hauptmann K. S. wurde 1841 der Adel mit v. T. ertheilt. sM- S.j Jaccto, Dupuis de S., Sanbouvillc Dnpnis de S. Karl Aug. v. S. war 1755 preuß. Kammcrhcrr und Obcrhofmeister der Königin Sofia Dorothea. Die Familie war in der Nenmark und im Vogtlande angesessen und möchte wol ans Frankreich stammen, sv. Ledebur II. 330-s 7 Sachcnkirchc, Sachenkirchen, ein schles. Geschlecht. Hanns v. S. lebte noch 1590. Nachgehends ist die Familie erloschen. sv. Ledebur It. 330. — Sinap l. 783. — Sicbmacher II. 53. n. lv. — v. Meding I. n. 715. — v. H.s 1. Jacher. Der Staatsgüter- und Salineuadministrator Joh. Nepomuk S. in Galizicn wurde im I. 1818 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 141. — v. H. — v. Hefncr, galiz. Adel S. 25. Taf. 28 .s 2. Sacher v. Tronstid. Franz Josef S. wurde im I. 1724 mit v. C. geadelt. sM. v. M,, Erg. 431. — v. H.s Sachctto, Kamills, erhielt 1572 ein AdclSdiplom. sR. T. A. R.s 1- Sachs, Esajas, kaiserl. Rath und Leibarzt, erhielt 1641 Adelsbestätigung. sN- T. A- R.s 2. Sachs. Der Reichskammergcrichtsprotonotar zu Wezlar, Georg Mathias Rudolf S., dessen Großvater Kristof Melchior S. vom Frhrn v. Ingelheim, als Besizcr der großen Komitive, im I. 1701 ein Adelsdiplom erhalten, erlangte 1766 ein Ncichs- Adelsdiplom vom Kaiser. sR. T. A. R.s Angeblich soll schon der Ur-Urgroßvater vom Kaiser geadelt worden sein (das wol Esajas S. — siehe den Art. — gewesen sein könnte), welchen Adel der Frhr. v. I. wieder erneuerte und bestätigte. Die Familie soll aus Nürnberg stammen; sie ist jczt in Nassau bcdieustct. sv. Hcfner, nassauer Adel S. 13. T. 14.s Aus den Originaldokumenten entnehme ich folgende Daten: Joh. Konrad S. war der protestantischen Stände von Ob er öfter reich Anwalt und kam von dort wieder nach Nürnberg zurück und starb daselbst circa 1650. Sein Sohn Johann Melchior war Prof. Juris in Straß bnrg. Dessen Sohn Kristof Melchior war auch in straßburg. Diensten, ging aber nach dem ryswicker Frieden nach Nürnberg u. später als Agent dieser Stadt zum Neichskammergericht nach Wezlar. Am 18. Mai 1699 wurde er comes palatinus minor. Am 26. Febr. 1701 erhielt er ein pfalzgräflich ingelheim'schcs Adelsdiplom, in welchem steht, daß schon der Großvater Joh. Konrad vom Kaiser geadelt worden sei nebst der erblichen Pfalzgrafenwürde für seine direkten Nachkommen. Johann Rudolf, des Vorigen Sohn, geb. 1686, war ebenfalls Neichskammergerichtsagcnt; dessen Sohn Georg Mathias, geb. 1713, wurde Protonotar am selben Gerichte und erhielt d.d. Wien, 11. Dez. 1766, von Kaiser Josef II. die Bestätigung des Adels und Erhebung in den Reichsrittcrstand. Franz Karl Anton, des Vorigen Sohn, war am Reichskammer- Gericht bis zu dessen Aufhebung. Von dessen Sohn Arnold (geb. 1780) stammen die jezt blühenden drei Linien in Nassau, Frankreich (Rheims) und in Amerika (Neuhork). Die Linie in Frankreich führt das frhrl. Prädikat, sv. Hfr.j 3. Sachs. Der k- k. österr. Oberst I. S., Ritter des Leopoldordens, erlangte 1861 den Ritterstand mit Vererbung ans seinen Neffen Fr. Sindelarz, Unterlient. im 70. Lin.Jnf. Reg. sA. A. Zeit. , Jan. I86I.s 4. ch Sachs oder Jachst» v. Lcmciihcii», eine schles. Familie, die von K. Maximilian II. u. Rudolf II. im 16. Jahrh. Wappen- Briefe erhielt u. aus welcher Erasmus v. S. in österr. Diensten unter Maximilian zu Wien im I. 1573 gestorben ist. Wol mag vielleicht Esajas S., welcher als kaiserl. Rath und Leibarzt 1641 Adelsbestätigung erhielt, dieser Familie AnHerr sein. sv. Ledebur II. 330. — R. T. A. R. - Sinap II. 943. — Zedier XXXIII. 263. — Gauhe, Anh. 1749. " Seiferts hochadl. Stammtest. IV. n. 19. - v. H.j Jachst v. Rothenberg. Der Hauptmann Johann S. wurde im Jahre 1772 mit v. R. geadelt. fM. v. M., Erg. 431. — v. H.s 1. Jachst», eine hessische und fulda'sche Familie, die im 14. Jahrh. vorkommt. fSchannat, fuld. Lehnhof 152. — Sicbmacher I. 134. n. 15. — v. Meding II. n. 745. — v. H.f 2. Sachse», eine schles. Familie. fSinap I. 308. — Gauhe, Anhang >749.f Die Familie erscheint unter dem Namen Saxen, Säxen, und soll vor Alters in Schlesien geblüht haben. sSiebmachcr I. 7V. — v. Ledebur II. 330. — v. H.f Sach — San 3- Sachsen, nürnberger Patrizier. sSicbmacher II. 156. n. 13. — v. H.f 4. ch Sachsen, v. der, ein thüring. altes Geschlecht, das seine Güter in der Grafschaft Gleichen, zuMolßdorf, Döllstädt :c. gehabt hat. Jakob v. d. S., der Blinde, der 19 Kinder gehabt, lebte im 15. Jahrhundert. fGleichenstein n. 72. — Siebmacher, I. 145. n. 12. V. 299. n. 3, rechnet sie unter die ersten Patrizier. — Brückner I. Th. 4. St. 63. II. Th. 3. St. 19. 29. 27. — Sagittar, gleichen'sche Hist au vielen Orten. — (Weinrich'ö) Nachr. von Erfurt. 1713. 220 u. f. - Zedier XXXIII. 254. - v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 330. — v. H.f ch Sachstnbnrg. Trabodo de Sarenborg testis in einem walkenried er Brief 1255. sUrk. B- f. Niedcrs. II. 213.f Sachstnftld, f. Spizer v. S. Sachsengriin, f. Kfeil er. ch Sachscichanscn, Sasscuhausen, ein rheiuländ. Geschlecht, das mit dem v. Praunheim Eines Stammes ist und seit dem Anfange des 12. Jahrhunderts vorkommt. Es scheint im 15tcn Jahrh. erloschen zu sein. sHumbracht, Tab. 261. — Gauhe I. 1459. II. 1750. — Zedier XXXIII. 257. — v. H.f Die Frankenstein führen das Wappen, sv. Hfr.f Sachsticheim, sicbcubürgisch. Michael Soterius v. S. war 1835 k. k. östcrr. Generalstcuereinuchmer zu Hermaunstadt. Adalbert Soterius v. S. war 1857 Rittmeister im 8. k. k. Ul. - Regiment. ch Jachflenheim, ein schwäb. Geschlecht, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts vorkommt. fSiebmacher II. 100- n. 10. — v. Meding III. n. 705. — Bucelin III. — Bürgermeister, Cod. dipl. equestr. I. 864. - Zedier XXXIII. 258. — Gauhe II. 1751. — Griesinger unter dem Art. Grvßsachsenheim.f Das Geschlecht erscheint 1199 und starb aus 1561. fv. Hefner, ch schwäb. Adel S. 14. - v. H.f ch Jachstnkai», kommen 1232 vor. Joachim v. S.,-1599 noch unmündig, soll der Leztc des Geschlechts gewesen sein, sv. Hefncr, st bayer. Adel S. 6f Sacillc, s. Marziani. 1. Zack, eine in Meißen und Schlesien begüterte, schon im 13. Jahrh. in großem Ansehen stehende Familie, die auch in der Mark, in Mähren, Preußen und Polen blüht. Sie führt im Schilde vier, ein Andreaskreuz bildende Säcke; aus ihr erlangte Joh. Gabriel v. S. am 7. Sept. 1719 den schwedischen Frcihcrrnstaud und der Kammerherr u. Viceoberjägermeistcr Albert v. S. in Berlin am 24. Juli 1821 den preuß. Grafcn- stand. sPauli, Leben großer Helden IX. 164. — v. H.f Sie beschwor vor der Ritterbank in Licgnitz im Beisein des Herzogs ihr an- gcborneS Wappen im I. 1528 und kommt zuerst im I. 1212 vor. Sie mag sich von Mähren aus wol auch nach Böhmen verbreitet haben und kommt unter dem Name» S. v. B. vor. sSinap I. 788-94. II. 943. — Siebmacher I. 166. n. 4. II. 50. n. 7. - Gaube I. 1460 u. f. II. 999. - Zedier XXXIII. 272-74. — Hart- knoch's Preußen 450. — v. Zedlitz. — v. FirkS, Urspr. des Adels in dm Ostseeprovinzcn 146.f 2. Sack, vom, eine lüneburg. Patrizierfamilie. sLüdcrsen'S Sammlung. — v. H.f 3. Sack v. Dohnniowitz. Sigmund Leopold S. wurde am 29. Juni 1648 in den ältern böhm. Herrcnstaud erhoben und der Kreishauptmann Leopold Anton Frhr. v. B. zu Ol mutz wurde am 14. Okt. 1721 böhm. Graf. sM. v. M., Erg. 28. — v. H.f Stammbuch des Adels in Deutschland. Iii. Die Familie ist in Schlesien, Preußen, Sachsen, Böhmen beträchtlich begütert. Die Brüder Johann Oswald Georg Heinrich und Kristof Sigmund v. S. wurden 1724 in den böh- m ischen Freiherrnstaud erhoben, fv. Ledebur II. 330. — Siebmachcr I. 166. II. 5V. — Prcuß. Wppb. I. 84. — M. v. M., Erg. 95. — Oesterr. Wappenb. V. 50.f Stammwappcn: Vier ein Andreaskreuz bildende s. Säcke in N. sv. H.f S. Sack 1. Sacken. Der östcrr. Hauptmann Benedikt S. wurde im 1.1895 in den Freiherrnstaud erhoben, nachdem er 1782 Ritter geworden war. Die Familie ist in Oesterreich grundhcrrlich begütert. Sie stammt aus Kurland, wohin sie in früheren Zeiten aus Deutschland gekommen ist. Friedrich v. Saackhen begab sich zuerst 1659 in österr. Kriegsdienste. Mit seinem Sohne ging sein Stamm in Oesterreich aus; durch Adoption dreier Schwester- Kinder v. Fischer um 1719 blüht der Name fort. Wappen: Geviertet; 1. und 4. drei r. Balken in S.; 2. u. 3. in B. ein gestürztes Dreieck, worin drei s. Sterne. fJahrb. des deutschen Adels für 1848. — Frhrl. Taschenb. für 1855. - M. v. M. 81. - v. H.f Sacken, s. Osten. ch Sackcrsdors, gleichen Ursprungs mit denen v. Sackerowsk, ein preuß. Geschlecht, sv. Ledebur II. 331.f Sackerowski, in Preußen seßhaft, sv. Ledebur 11.331. III. 335, wo das Wappen angegeben ist.f ch Zackest! oder Garten, eine abgegangene lüneburg. Familie, deren Wappen v. Meding, II. n. 746, aus einem Fenstergemälde des Klosters Lüne bei Lüneburg vom Jahre 1412 beschreibt, sv. H .f Jackhcim, in Preußen. Wappen? sv- Ledebur II. 331.f Jackich v. Dlunienftld. Der Rittmeister Lazarus S. wurde im Jahre 1772 mit v. B. geadelt. fM. v. M., Erg. 431. — v. H.f Sadlcr, auf Ko sacken in Preußen. Wappen? fv. Ledebur II. 33l.f SMinski, kommen in Westpreußcn vor. Wappen? fv. Ledebur II. 331. f Sadlo v. WraziUf, ein adlichcs Geschlecht in Böhmen, von dem nur im I. 1737 zwei Brüder bekannt sind, aus dem Cat. S. Adalb. sZedler XXXIII. 329. — v. H.f Jadowski, in Posen u. Westpreußen seßhaft. Wappen: Nalencz. sv. Ledebur II. 331.f ch Siilnsch, Sebisch, eine Patrizierfamilie zu Breslau, die zuerst in Urkunden von 1571 vorkommt. fZedler XXXVI. 832. — Gauhe I. 1462 u. f. — v. Ledebur II. 329. — v. H.f Sache» v. Cronthal. Die Brüder Joh. Georg, Franz Josef und Jgnaz Fortunat S. wurden im I. 1729 mit dem Prädikate v. C. in den Ritlerstaud erhoben. fM. v. M., Erg. 200. — v- H.f Zägemih, s. Voigt. Sämmcr. Der Pfleger und Landrichter Maximilian S. zu Dobia ch wurde im I. 1729 geadelt. sM. v. M., Erg. 432. — v. H.f Sänfftel, s. Sauffiel. 1. Sänger, Karl, beider Rechte Doktor, wurde 1789 geadelt. sR- T. A. R.f 2. Sänger auf Grabow, Ernst Friedrich David, Amtsrath, wurde am 19. Sept. 1849 mit Beschränkung in den preußischen Adelstand erhoben. Im Posen'schen angesessen. 36 282 San — Sai sv, Zedlitz, — Dipl, Jahrb. für den preuß, Staat 1841, Abth. 2, S, Illi, — v, Ledebur ll, 339.) Siinzc, s- Sanitz. Säriithei», ein österr. gräfliches Geschlecht, wovon Einige zwischen 1656 —1769 angegeben werden bei Zedier XXXIIl. 483. sTaschcnb. der gräfl. Häuser auf 1844 u, f, unter SLrentheim, — Zedler XXXIV, 122. unter Sarntheim.) DaS alte Geschlecht der v. Sarnthein ist erloschen. Namen und Schild erhielt mittels Diplom von 1681 nebst gräflicher Würde David Wagner, Frhr,, dessen An, ein botzener Handelsmann, um 1665, nach Erkaufung der Herrschaft Rotten buch, geadelt worden, dessen Söhne aber 1656 gefreit wurden, sv. Hefner, bayer. Adel S, 19. Taf. 15; tiroler Adel S, 15, T, 17; Erg.Bd, S, 9, — Kneschke, d. Grafenhäuscr. - v, H.) 1, -s Sätlclin, (Ein Sattel,) Eberhard S. zu Eisen bürg (Weissenhorn) steht in der bah er. Landtafel 1496. 2. Sätlclin. Im preuß. Kriegsdienste als v, S. 1354. sv, Ledebur II, 342, III, 336,f j-Iaftn, Safner, ein stcyermärk, Geschlecht, das von 1129 bis 1437 vorkommt- sSchmutz III. 425. — v. H.) 1 Zassc, Gebrüder, Hauptmann und Lieutenant in Hannover, wurden am 2. Mai 1781 geadelt. Die Familie ist wieder erloschen, sv. dem Knesebeck.) -s Saffig, eine freihcrrl. Familie, der früher das gleichnamige Schloß und Städtchen im Erzstift Trier als Stammhaus gehörte, das aber längst im Besizc der rhein ländischen Familie v. Lehen ist. Gerd Eberhard v. S. wurde 1751 in den Grafenstand erhoben. sN. T. A, R, — Zedler XXXIIl. 515 u, f. — v. H. — v. Zedlitz.) Sassin v. Corps». Ernst S., österr. Hauptmann, wurde 1842 mit v. C. in den Adclstand erhoben. sM. S.) Sassran, Safran, ein Nittergeschlecht, das in Böhmen und Stey ermark seßhaft ist, und das die chehin den ausgestorbenen Grafen v. Spangenberg gehörige Herrschaft besizt. Lorenz Jgnaz S, wurde im I. 1711 in den ReichSritterstand aufgenommen und Franz Anton S. erhielt 1739 die Bestätigung desselben. sSchmutz III. 423. — M, v, M. 81. 141. 431. — Zedler XXXIIl. S. 526. - v, H.) Sasst, Oberst u. Inspektor der Artillerie, wurde am'6. März 1816 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen geadelt, sv, Zedlitz, — v. Ledebur II. 331.) Saft, Johann, kais, russ. Buchhalter im Herzogthum Licf- land, erlangte 1794 den Reichsadelstand, sR. T. A, R.) Sagar. Der Kreisphisikuö Michael S. zu Jglau wurde im Jahre 1776 mit „Edler von" geadelt. sM. v, M,, Erg, 432. - v. H.) Sagburg, s. Seger. -s Sager, eine stiftisch-p ommer'sche Familie, welche After- Lehnleute der v. Wedel sind. sMicrälius 523. — Siebm, V. 161. n, 19. — v. Meding II. n, 748. — Gauhe II. 1752. — Zedler XXXIIl. S. 576. — v. Ledebur II. 332. III. 335. - v. H.) Saggini. Andreas v. S. erlaugte 1841 den österr. Ritterstand. sM. S.) Snghy, ungarisch. Joh. v. S. war 1835 lotsmander Archidiakon (am Domkapitel zu Raab). Georg v. S. war 1796 Adjunkt bei der Erpedition des k. k. österr. Direktoriums. sWiencr Adreßbuch von 1796.) Sagitari, Ferdinand, bayer. Leibarzt, und seine Brüder und Vettern erhielten 1623 Adelsbcstätigung. sR. T. A. R.) Derselbe erhielt am 7, Sept. 1635 die Jurisdiktion auf seinen einschichtigen Gütern. sHellcrSberg, Edelmannsfreiheit S. 69.) Jagt v. Thrcnrcich. Der Pfarrer Johann Kaspar S. wurde wegen seiner 33jährigen Scelsorgc :c. im I. 1785 mit dem Beinamen v. E, geadelt. sM, v, M, 254, — v, H.j Jagorski, s, Zagorski. Sagramosa, östcrr, - italienisch. Julius Cäsar Edler v. S. war 1835 Dcputirter von Verona zur Centralkongregation zu Venedig. Peter Contc S. stand 1857 als Major im 8. österr, Kür, - Regiment. Zagrcdo, eine uralte, schon 456 in Venedig vorkommende Familie. Giovanni Gerardo S, erlangte 1819 den öfter r. Grafenstand. IHyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien Oesterreichs 1859. — Adriat, Löwe 144.) Sogscwski, ein preuß, Geschlecht. Wappen? sv, Ledebur II, 332,s Sahcr, ein erfurter Patrizicrgcschlecht, verschieden von den Sahrer v. Sa Hr. Mehrere Mitglieder standen als Offiziere im preuß. Heere, sv- Ledebur II. 332, — Siebmachcr V. 299, — v, Zedlitz.) s Kahla, Sala, ein sächs, Geschlecht, das schon 968 unter die Turnicrgenosscn mitgerechnet wurde. (?) sKönig I. 839-45, — Gauhe I, 1462, — Estor's Ahnenprobe 373. — Zedler XXXIIl, 69l. — Siebmacher I, 154, n, 13, — v, Ilcchtritz, diplomat. Nachr. II, 132 — 35, — Nachr. von 1799—1799, aus den schortleb, Kirchenbüchern. — v, Meding III, n. 795, — v, Ledebur II, 332, - Sächs, Wppb, V. 79, - v, H,Z Sahlstld, Sahlfelt, Hindrich S. wurde am 26. Okt. 1651 in den schwed. Adelstand erhoben. In Pommern seßhaft, sv. Ledebur III. 335.) Sahinc, Reinhold Friedrich, Doktor, Tribunal- u. Konsistorial- Rath, Professor zu Königsberg, erhielt am 11. Aug. 1731 die preuß. Adelswürde, sv. Ledebur II. 332. III. 335. — Preußisches Wappenbuch IV. 41.) Siehe Saamen. Sahr, Joh. Gottl., Bcstzer der Rittergüter Zschäkwitz, Quohren, Kautsch u. a., wurde nebst seinem Bruder Gottl. Benjamin am 21. April 1836 vom König von Sachsen geadelt- sv. Hefner, sächs. Adel S. 45. Taf. 51, — Sächs. Wappcnb. V. 71. — v. Ledebur III, 336.) Vergl. Sahrer v, Sahr, Sahrer v. Sahr, Sahcr, ein sächsisches, in Meißen seßhaftes Geschlecht, das von den ehemaligen Grafen dieses Namens in Böhmen abstammt. Ihr AnHerr Czdich kam mit dem Fürsten Czechus nach Böhmen; seine Söhne Botock und Sahr fanden in Böhmen das erste Eisen und von den Nachkommen des Sahr baute Stanislaus Zdiarskh de Zdiar das Schloß Sahr und schrieb sich Sahr v. u. zu Sahr. sKönig I. 846—56. — Zedler XXXIIl. 696. — Estor's Ahncnprobe S. 373, — v, Meding II, 795. — Gauhe I, 1464 u, f. — v. Ilcchtritz, dipl. Nachr. II, 135 — 38, aus verschiedeneu Kirchenbüchern von 1674— 1799. — v. Zedlitz, — v, Ledebur II, 332. — v. Hefner, sächs. Adel S. 45. T, 51, - Sächs, Wppb, V, 72. — v. H.) Sajatovis, kroatisch. Anton v. S. befand sich 1857 unter den unangestcllten k. k. österr. Generalmajors, zu Brood. Sailunitc, wahrscheinlich aus österr. Italien stammend. Johann Marquis v. S, stand 1857 als Kadet im 16. k. k. österr. Inf. Regiment. Saidlcr, österreichisch. Josef v. S. war 1335 Vorsteher zu Erdberg bei Wien. Sai — Sal 283 Zaike zu Schmeinspoint. Ludwig Antonius Frhr. v. S. zu S. 1713 LandschaftSvcrordncter im Herzogthum Neuburg, sv. Neisach 27.) Soilentierg, s. Stabile. st Soinsoil, Friedrich, Kapitän des arnim'schen Infanterie - Regiments und Amtshauptmaun zu Gramzow und Lökeuiz, wurde am 26. Juli 1726 in den Preuß. Adelstaud erhoben, sv. Ledebur II. 332.) Soiiigciwis v. Ainiccourt, eine schles. Familie, die 1653 aus den österr. Niederlanden in das Fürstenth. Teschcn gekommen ist. Simon S. wnrde im I. 1476 von Kaiser Friedrich in den Freiherrn- staud erhoben. Frhr. Philipp Ludwig St.Genois v. A. erlaugte 1827 den österr. Grafenstand. > Taschenbuch der gräfb Häuser auf 1836 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels für 1848. — v. Ledebur II. S. 332. — Sinap II. 421. — Gauhe I. 1465. — Zedier XXXIII. S. 615. — v. H.s Saint (St.) Amour, ein Graf, der sich zn Anfang und bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts in österr. Diensten vom Rittmeister bis zum Generalfeldmarschalllicutcuant der Kavallerie sehr hervorgethan hat. sRanft's geneal. Archiv. 1734. S. 179. — Zedier XXXIII. 1733 u. f. — v. H.s Saint-Andrer. Die Familie stammt aus der Dauphins. Francois de St. Andre de Monbrunn entging dem Schicksal der Bluthochzeit 1572 und flüchtete sich nach Deutschland, wo sein Sohn sich in Schwaben niederließ. Er erkaufte daselbst die Güter Königsbach, Trautkirchcn und Kochendorf, und ward 1652 in den ritterschaftl- Kanton Kraichgau aufgenommen. fTaschcub. der frhrl. Häuser auf 1848. — Die württ. Wappcnbücher von K. Dorst u. I. A. Tyrosf. — Cast, Adelsb. von Württemberg; desgl. von Baden. — v. Hcfner, württcmb. Adel S. It. T. 13. — Kneschke, Wappen II. — Biedermann, Odenw. Tab. 284 u. ff. — Neues geneal. Handb. Nachtr. I. 2—4. — Zedier XXXIII. 1785. — v. H.s ' Saint-Audi». Paul de S.-A. war 1739 Sekretär bei der Admiralität in Königsberg und sein Sohn Oberhofpredigcr in Stuttgart, sv. Ledebur II. 332.) Ob adlich? Saint-Gmwq. Der österr. Major Desir St.-E. wurde im Jahre 1818 Freiherr. sM. v. M. 81. — v. H.) Saint-George. Der k. bayerische Rechuuugskommissär Karl v. S.-G. wurde 1847 in die bayer. AdclSklasse eingetragen. Die v. Jörg u. v. St. George führen ganz ähul. Wappen. Im Jahre 1786 stand ein Martin Josef v. George als Legat. Rath in bayer. Diensten, so. Heiner, nassaucr Adel S. 13. T. >4; frankfurter Adel; bayer. Adel S. 109. T. 132; Hess. Adel S. 24. T. 26. - Kucschke, Wappcu Ill.s Saint - Gmiiain. (Im Schild ein Balken.) N. Graf v. S. - G. kais. Kommandant der Greuztruppcn am Inn 1743. Saint, St. Ignon. Jvh. Franz Graf v. S. I. ist in österr. Diensten, zulezt als Generalfcldwachtmeister, berühmt. Die Familie lebt jczt auch in Nheinpreußen. sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 332. — Ranft's geneal. Archiv. 1738. — Zedier XXXIII. 1848. — v. H.s Saint - Julien, s. Julien. Saint-Martin, f. Ferrari-Martin und Martin. Saint-Hagars, s. Terzaghi v. S--N. Saint-Paul. Die v. S.-P. sind vor längerer Zeit aus Frankreich nach Preußen gekommen. Viele Offiziere aus dieser Familie haben im preuß. Heere gedient. Ein Zweig nennt sich S.-P.-Casafranca. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 333.s Saint-Gueniin, s. Ghislain. Saintc-Marie-Eglisc. In Bayern wurde diese aus Burgund stammende Familie durch die vorgelegten Zeugnisse als eine altadliche Familie anerkannt und erhielt am 6. Juni 1816 vom König ein BaronatSdiplom. Die Familie will von den Herzogen der Norman die abstammen; 1725 kaufte sich ein Mitglied derselben in der Nheinpfalz au. sTaschenb. der frhrl. Häuser f. 1658. v. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 57. - v. Lang, Suppl. 63 u. f. — v. H.s Saisac, s. Laboriette. Saih ». Dulsberg. Der Hauptmann Vincenz S. wurde im Jahre 1819 mit „Edler v. R." geadelt. (M. v. M., Erg. 432. — v. H.s 7 Sali. Arnoldus Sak, miles, testis in einem Brief des Markgrafen von Brandenburg 1367. (Cod. Brandenburg. XIII. I8.s Sakcllaria. Der Großhändler Georg S. zu Bukarest und seine Brüder Kristof und.Konstantin wurden im I. 1819 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 81. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 333. — v. H.s Sükögi v. Ilübasd, ungarisch. Kasimir S. v. N. stand 1857 als Kadet im 1. österr. Hus. Regiment. 1. st Sala. Das Geschlecht war italien. Ursprungs und ist nicht mit denen v. Sahla zu verwechseln. Angelus de S. ließ seinen Adel erneuern und ging nach Mecklenburg. Der Frhr. Gert Karl v. S. wurde 1751 Graf und 1866 starb das Geschlecht aus. sv. Ledebur II. 333.) 2. Saia ans Stolbcrg and Icidciidorf. Der niederösterr. Landrechtsbeifizer Franz v. S. auf S. wurde im Jahre 1753 in den Freiherrn stand erhoben. sM. v. M., Erg. 95. — v. H.s Wann wurde derselbe geadelt, und sind die S. v. Stolberg nicht einerlei mit den st v. S. in Mecklenburg, gegrast 1751, oder den sächs. v. Sala? Karl Frhr. v. S., k. k. Salzoberamts - Rath zu Hall in Tirol, st zu Salzburg 1813, hat eine Tochter Klara hinterlassen. Sala, s. Grossa. Salaba, österreichisch. Franz Edler v. S. war 1796 Großhändler in Wien. Vergl. Salawa und Sallaba. Satalmrg, Salburg, Slaburg, ein österr. Geschlecht, dessen Stammhans Salburg im Voigtlande liegt, das seit 1441 den Grafen Rcuß gehört. Die Stammreihe wird mit Sigmund v. S. im I. 1466 angefangen. Es ist seit dem I. 1668 frei- herrlich. Sigmund Friedrich's v. S. 6 Söhne wurden am 3. Nov. 1665 von Kaiser Rudolf in den Grafenstand erhoben. sBucclini stemmat. III. 200. — Jmhof, notit- n. 40. — v. Hoheneck II. 200. — Zedier XXXIII. 637. 849—52, welcher aus einem Geschlcchte zwei verschiedene macht. — Gauhe I. >471—73. — v. Lang 67. — v. Hcfner, krainerAdel S. 17; Erg.Bd. S. 9; bayer.Adel S. 19. T. 14. — Taschcnb. der gräfl. Häuser auf 1837 u. f .s Nach Vehse, der österr. Hof und Adel, VI. 66, stammt das Geschlecht ans einer Bergwerksfamilie im Voigt lande. sKueschkc, deutsche Grafenhäuser. — v. H.) Salabin de Prcgny. Der Obcrstlieut. A. Fr. A. S. de P. zu Genf ist unter dem Namen S. de Lubieres 1843 in den Frcihcrrnstand erhoben worden. sE. S.) Soloiinuica v. Grtculuirg, österreichisch. Anton S. v. O. war 1835 Accessist bei der k. k. Posthofbuchhaltung zu Wien. Satamaiidra. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 333. 36 * 284 Sala — Sali Solomon, österreichisch. Michael Frhr. v. S. war 1835 k. k. Rittmeister. Jolot, österreichisch. Josef v. S. war 1736 k. sieben - bürg. Hofagent zu Wien. (Wiener Adreßbuch v. 1796.) 1. Jolomo, ein schles. Geschlecht mit dem Wappen Abdank. (v. Ledebur II. 333. - V.Zedlitz.) 2. Solowo, Szalawa. Wappcnbeschrcibuug. (v. Ledebur II. 333. III. 336.) JoloWr, österr. - italienisch. Lorenzo Conte S. war 1835 k. k. östcrr. Kämmerer. Zolcho», Eva Nosiua, Gattin des Generalmajors v. Werdeck (oder Wordcck), ist am 30. Juni 1725 ohne Ertheilung eines Wappens in den prcnß. Adelstand erhoben worden. 1. Solcher v. Ehcnmold. Der Hauptmann Josef S. wurde im I. 1807 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 432. - v. H.) 2. Solcher ». Zöthen». Der östcrr. Buchhalter Joh. S. in Tirol wurde 1839 mit v. Dalheim geadelt. (E.S.) Joldopcnno, s. Dcbrauz. 1. Soldcr», eine in Nied er fachsen und in der Mark Brandenburg begüterte Familie, deren Stammvater Sieghard de Rosis gewesen, der 718 mit dem hl. Bonifaz von Rom nach Deutschland gekommen sein soll. Im Jahre 1827 erhielt Hermann v. S. aus dem Hause Platten bürg vom König von Preußen die Erlaubniß, Wappen und Namen der 1326 erloschenen Familie v. Ahlimb den scinigcn beifügen zu dürfen. Emil Edmund v. S.-A. auf Rügen Walde (vorstehender Hermann) wurde am 15. Okt. 1840 mit Beschränkung in den preuß. Grafenstand erhoben, (v. Zedlitz. — Taschcnb. der gräfl. Häuser aus 1842 u. s. — Dipl. Jahrb. f. d. preuß. Staaten 1841. Abth. 2. S. 55.) Kaspar v. S., rnss. geh. Rath u. Minister am dän. Hofe, und dessen Bruder Karl Heinrich v- S.-Günth er oth, Amtmann zu Biel und Bordes Holm, wurden am 3. Juli 1763 in den dän. Grafenstand erhoben. Diese gräfl- Linie ist aber am 10. Okt. 1788 wieder erloschen. (Dän. Ad. Lex. 2. Th. — Mecklenburg. Wppb. XDIII. — Hanno». Wppb. L. 61. — Siebmacher I. 182. — v. Ledebur II. 333. III. 336. — v. Hefner, preuß. Adel S. 24. T. 27; Mecklenburg. Adel S. 18. T. 16; hannöv. Adel S. 24. T. 27. - Kneschkc, deutsche Grafenhäuscr. — Pauli III. 45—43. — Pfeffinger I. >94. — Behrens im Anh. der stcinberg. Genealogie n. 14. 35 u. f. — Spangcnberg II. — Zedier XXXIII. 866 n. f. — Gauhe I. 1446. — Lüdersen'« Sammlung. — v. H.) 2. -( Soldcr». Am 23. Dez. 1744 wurden durch kais. Diplom dem Obcramtmanu Joh. JuliuS v. S. zu Neuhauß die adlichen Vorzüge seiner Vorfahren wieder beigelegt. Die Familie ist erloschen. (v. dem Knesebeck.) Nach Lezterem gehörte die Familie nicht zu denen v. S. in der Mark Brandenburg. (Grote, hannöv. Wappenbuch.) Zolcck, f. Schenk. Solcge, f. Selig. Jolcmsels oder Solcmftld, österreichisch. Edmund Karl v. S. stand 1857 als Nnterlieutenaut im 9. k. k. Ul. Regiment. Als k. k. Oberstlicutenant hat er in der Schlacht von Magcnta 1859 eine Fahne wieder erobert, welche die Franzosen schon genommen hatten. Er ist israelitischen Glaubens. (A. A. Zeit., Juni 1859.) Jolcnjlcin, s. Schenk v. S. Solcri. Der Doktor Johann S. erlangte 1846 den österr. Adelstaud. sE.S.) Solcrno, wahrscheinlich österr. - italienisch. Hicronimus Edler v. S. stand 1857 als Hauptmann im 52. österr. Inf. - Regiment. Solcski, ein prcnß. Geschlecht, (v. Ledebur II. 334. III. 336.) S. ZaleSki- Wappen wie Czegenberg. Jolcvclt, s. Salfeld. Solcmlti, s. Zalewski. st Jolftld, Saalfeld, Salevelt, ein thüring. Geschlecht. Joh v. S. war 1587 kurbrandenburg. Hauptmann zu Zinna, (v. Ledebur II. 334.) Jolftld, s. Macula. Jolgori v. Ehrcilkron. Der Oberstwachtmcister Joh. S. wurde im I. 1777 mit v. E. geadelt. (M. v. M., Erg. 432. — v. H.) Solhovftn, Sallhauscn, Dahlhausen, Saalhausen, eine der ältesten sächs. und böhm. Familien, die sich auch in Mähren ausgebreitet hat. K. Leopold I. erhob am 18- März 1662 den Rath und Hauptmann des leutmeritzer Kreises, Gottfried Konstantin v. S. auf Schwaden u. Brzesez, in den alten Frei- herrnstaud des Königreichs Böhmen. In dem Diplom wird gesagt, daß Gottfried Konstautin v. S. von altadlichem und ritterlichem Herkommen sei, daß solches Geschlecht bereits von Kaiser Friedrich dem Andern 1517 in den Reichsfreihcrrnstand erhoben worden und daß Friedrich, Johann und Wolfgaug v. S. von K- Maximilian I. in des hl. röm. Reichs Herreustand aufgenommen worden sei. (v. Ledebur II. 329. — Sicbmachcr III. 167. — Taschenb. der freihcrrl. Häuser auf 1858. — A. Hoffmaun's Genealogie oder adlichc Stammchrouik des adl. röm. Geschlechts der v. Vahlhausen. Dresden, 1634. 1654. f. I. Alphab. 9. B. nebst Gottfr. Konst. Frhrn. v. Sahlhauseu'S Fortsezung. Dresden. 1662. f. 2. Alphab. 13. B. mit K. Enthält auch Silv. Styrii Urspr. u. Herkommen der Herren v- Sahl- hausen und Eh. Fr. v. Aschcnfeld's kontinuirendc Genealogie oder eidliche Stammchronik von 1515—1655. — Janoslav, Gr. v. Wesfowecz, Ana- lecta Historie» u. Autopologia über etliche Content» der durch C. Fr. v. Aschcnseld in Druck gegebenen sahlhaus. Genealogie. Dresden, 1667. f. I. Alphab. 18. B. — Genealogia Sahlhusiorum in comitatu Glaccnsi in Balbini Mise, regni Bohem. Dec. II. Lib. 2. P. 3. tit. I.. — Pecken- stein, Thcatr. L>ar. 165 u. f. — Knauth, Prodrom. Misn. — Balbini stcmmat. p. 38. — Sinap II. 948. — Sicbmacher I. 155. n. 15. - v. Mcding III. n. 767. - Gauhe I. 1467. — Zedier XXXIII. 896- 895- — v. H.) Zolhouft», s- Wellt). Solickcn, ein im vorigen Jahrh. reich begütertes Geschlecht in Preußen. fAbel, Rittersaal :c. 228. — v. Zedlitz.) Solionzc, s. Fröhlich. Zolis. Der österr. Major Paul v. S. wurde im I. 1779 Freiherr. Es steht zu vermuthcn, daß der Frhr. Paul v. S. zu dem uralten graubündner Geschlechts gehört, welches sich in die gräfliche und freiherrliche, und Elftere wieder in die katholische und evangelische Linie theilt. Die Freiherren schreiben sich v. S. zn Seewiß, die andern v. S.-Zizers. Eine Linie ließ sich durch Verheurathung mit der Erbtochter des Grafen Fane in Erland nieder und führt den Namen S.-Soglio. Ucberhaupt theilt sich das Geschlecht in viele andere Zweige, als: S.-Sa- maden, S.-Marschlius, S.-Maycnfeld, S.-Seewiß, S.-Gritsch ;c. Der Bcfizer von Peterwitz bei Frankenstein in Schlesien, Jgnaz S., aus einer schweizer Familie, welcher am 28. Okt. 1786 ein preuß. Adelsdiplom erhielt, scheint zu Sali — Salin 285 derselben Familie zu gehören und das Diplom nur eine Bestätigung oder Erneuerung zu enthalten. sTyroff, preuß. Wppb. IV. 42. — Oestcrr. Wappb. XIV. 92, wo das frhrl. Wappen befindlich ist. — Siebmacher I. 294. — Bncclini. — R. geneal. Hdb. 1777 u. 1773. Nachtr. >61- — Zedier XXXIIl. 927. — Tuschend, der greift. Häuser auf 1837, 1860 n. f., auch besonders 1344. — v. Ledebur II. 334. — Bernd 6IX. 217. — v. Hefner, preuß. Adel S- 62. T. 80. — Kneschke, deutsche Grafenhanser; ders, Wappen III. — Frhrl. Taschcnb. v. 1862, wo ein vollständiger Stammbaum zu finden ist. — M. v. M., Erg. S. 95. - v. H5 Zatisch, ei» altes schlesisches freihcrrlichcs und seit dem Jahre 1741 zum Theil grast. Geschlecht, dessen altes Stammhans gleichen Namens im Fürstenthume Glogan gelegen, das ursprünglich aber ans Polen stammt, wo es Dzialoscier, Dzalos- zicr Sa lisch er geheißen. Nachdem es sich früher in mehrere Linien vcrtheilt hatte, thcilte es sich in neuerer Zeit in die gros- gabncr, stiebcndorfer, nassadel'schc u. schreibersdorf'sche Linie. Ihr Stammvater lebte um das I. 1140 und bekam vom König von Böhmen die Herrschaft Rogow, von der Einige seiner Nachkommen sich Rogowskcr nannten. sSinap I. 794 — 97. — Gauhe l. 1470 — Zedier XXXIII. 935-33. — Stellmacher I. 68. n. >5. - v. Mcding II. n. 749.ss Ernst Heinrich S. v. Groß- grabcn wurde am 24. März 1728 in den b ö h m. Freiherrnstand und am 6. November 1741 bei der Huldigung Fricdrich'S II. von Preußen in Breslau in den preuß. Grafenstand erhoben, sowie auch Karl Ernst v. S. u. Nassen griff, herzoglich kurländ. Landeshauptmann und Bevollmächtigter, ebenfalls bei der Huldigung am 15. Oktober 1786 in den preuß. Grafcnstand erhoben wurde. Die Familie befindet sich zum Theil auch dermalen im Gotha'scheu, sv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — p. Hefner, sächs. Adel S. 5. Taf. 4; preuß. Adel S. 24. Taf. 27. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1858- — Sächs. Wappenb. III. 7. — v. Ledebur II. 334. III. 336. — Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. — v. H. — M. v. M., Erg. 95si Iatir v. Fctlicrthat, österreichisch. Josef S. Edler v. F. war 1835 Werkmeistcrsadjnnkt bei dem k. k. Hauptmünzamte zu Wien. Ludwig S. v. F. war 1857 Unterlieutenant u. Gebäude- Jnspektionsoffizier zu Trcviso. SMoviö v. Knstio, kroatisch oder dalmatisch. Eduard S. v. K. stand 1857 als Major im 8. österr. Grenz-Infanterie- Regiment. Zatkowski. W.: Salamandra. Der Adclstand zweifelhaft. 1854 Stadtrath in Posen, fv. Ledebur II. 335.sj Jaltalia. Der österr. Rath und ständische Buchhalter in Böhmen, Joh. Kasp. S., wurde im I. 1781 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 255. — v. H.j Zelte. N. N. La Salle erlangte 1763 den Reichsadelstand. sR. T. A. R.1 Sali ist in den Württemberg. Wappenbüchern von I. A. Tyroff und Konrad Dorst aufgeführt. Da sich die Familie de la Sall schreibt, so mag wol die vorstehende gemeint sein, zumal in Deutschland keine andere Familie dieses Namens bekannt ist. Selsiiijsii», s. Salocher. Jassir», ein Holstein. Geschlecht. Vielleicht Saldern? sRanft's gencalog. Archiv von 1736 u. 1733. — Zedier XXXIII. S. 963 u. f. — v. H.s si Jalsit. Edelleute dieses NamenS kommen in Schlesien bei Frankenstein und Nimptsch vor. In Preußen waren die v. S. im 13. Jahrhundert begütert, fv. Zedlitz.sj Des Alexander v. S. adlichcn GeschlechtSbewcis mit ausgemalten Wappen bcsizt Herr v. Spiller. so. Ledebur II. 335. III. 336si Jallci), Saley, Adam, kais. Kammerkanzlist, erhielt 1622 die Reichöadelswürde. sR. T. A. R.sj si Saltgast, Salcgast, eine sehr alte schles. Familie, die im Wolau'schen begütert, wol aber erloschen ist. Wahrscheinlich war sie früher in der Niederlausitz, wo das Rittergut dieses Namens ihr Stammgut gewesen sein mag. fo. Ledebur II. 334. — Sinap II. 949. — Gauhe II. 1001. — v. H.sj Zallmiirk v. Wcnzctjsiin. Der Sindikns der schwäb.-österr. Stände, Franz Josef S., wurde im I. 1758 geadelt. fM. v- M. 255. — v. Ledebur III. 100. 358, wo das Wappen ist. - v. H.s Sali», in den ältesten Zeiten Salmo genannt. Einer aus diesem gräfl. Geschlechte wird schon 76 Jahre vor Kristi Geburt angegeben 844 u. s.s Im Preußischen gibt es auch Herren v. Salm-S. Etwas Näheres liegt nicht vor. sv- Ledebur II. 335. — Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. — Hübncr I. Tab. 251. II. T. 450-51. — Bncelin I. p. 236. — Nie. NcnSncri Anathemata s. aras scpulchraleS familiae Sal- mensis. Slrasb. 1586. f- — Masch 145-49. — Zedier XXXIII. 976 — 983. — v. Schdnfeld, Ad.Schcmat. I. 32—34. — Gotha'scher geneal. Hoskal. v. 1825. S. 125—29 n. f. — Allgcm. geneal. u. stallst. Handb. I. 753—56. — M- v. M. 8; Erg. 5. — Hartman»'« Sammlung. — v. H. si SlitnilUidingc», ein altes schwäb. Geschlecht, dessen Leztcr, Georg v. S., 1528 starb. Die Burg S. tag im sigmaringen'schen Amte Trochtelfingen. sGricsingcr 1176.sj 286 Salm — Salz Salinen v. Kricgshcim. Der kais. österr. Major Gottfried S. wurde 1619 geadelt. Der österr. Hofrath Fr. I. v. S- erlangte 1854 den Freihcrrnstand. fA. A. Zeit. v. 1854F Samuel Stefan S- erlangte schon am 11. Nov. 1814 den österr. Adelstand und war ein Bruder des MajorS Gottfried S. v. K. Der Gefreite ist zweiter Sohn des Samuel Stefan v. S., der übrigens vier Söhne hinterließ. Die Familie gehört seit uralten Zeiten Siebenbürgen an. sTaschcnb. der frhrl. Häuser aus 13584 Salmis, Grafen, wahrscheinlich schwedische; 1663 angesessen in Pommern. W.: ? sv. Ledebur III. 336.s Zalmonr. W.: Ein doppclköpsiger Adler, in dessen Brnstschild oben ein Hahn, begleitet von zwei Kugeln, darunter in B. ein gekrönter Löwe. Die Marquis v. S. stammen aus einem alten Gcschlechte Savoicns. Kath. Maria Marquise v. Balbiani, gest. 1719, vermählte sich mit einem Hauptmann Marquis v. S., welcher einen Sohn mit ihr hinterließ. Ihr dritter Gemahl war der sächs.-poln. Fcldmarschall Aug. Kristof Graf v. Wacker- barth, welcher den Sohu an Kindesstatt annahm und ihm seinen Namen gab. Er wurde sächs. Minister, sv. Ledebur II. 335 s Salnmth. Johann S., kais. Hauptmann vom ueuburg'schen Regiment, dann dessen Bruder Georg Wilhelm erhielten 1694 Adelsbestätigung. sR. T. A. R.s Die Vorfahren müssen als» den Adel schon erworben gehabt haben. Hiermit stimmt die Angabe dcS v. zedlitz'schen Adelslerikons überein, indem daselbst gesagt ist, daß die S. aus der Pfalz stammten u. von da in's Preußische und Anhalt'sche sich gewendet und im 15. Jahrh. den Adel erhalten hätten. ES sind daselbst mehrere v. S. angeführt, welche sich in Schlachten ausgezeichnet. So viel ist gewiß, daß die Familie S. schon viele Jahrhunderte, ohne im Adclstande zu sein, im Anhalt'schcn mit beträchtlichen Gütern angesessen ist, einen in's hohe Alterthum reichenden Stammbaum besizt und sehr verbreitet ist. Vielleicht ist die früher geadelte Linie ausgegangen; denn der herzoglich anhalt-bernburg. Regierungspräsident Joh. Vollrath Ludwig S., welcher früher nicht als adlich erschien, erlangte 1818 die Freiherrnwürde. sM. v. M. 82. — v. Ledebur II. S- 335. — v. Hcfner, prcuß. Adel S. 62. T. 86.s Jalochcr v. Sallcnstein. Der Arzt und Phisikus Franz S. in Krain wurde im I. 1735 geadelt. sM. v. M., Erg. 432. - v. H .s Salome v. llambcrvillcr. Anton S. wurde am 29. Dez. 1827 vom Fürsten von Hohenzollcrn-Hechingen mit v. R- geadelt. August S. v. R., k. baher. Rittmeister, erlangte 1839 den bah er. Freihcrrnstand. Die Familie, welche wahrscheinlich aus Lothringen stammt, ist im baher. Nheinkrcise ansässig. sv. Ledebur III. 336. — v. Hefner, baher. Adel S. 58. Taf. 66; Erg. Bd. S. 19-1 1. Solomon. Ein Hr. v. S. ist Universitätsrichter zu Bonn, sv. Zedlitz.s Die Familie ist verschieden von Salome und in die rhcinprcnß. Matrikel aufgenommen. sBernd !X. 2l8. — v. Ledebur II. 335.s 2. Solomon v. Fricdbcrg, österreichisch. Edmund S. v. F. stand 1857 als Hauptmann beim 12. k. k. Jägerbataillon. Solomon, s. Pfeffer. Kulpins, Johann Ludwig Wilhelm, Major, wurde 1835 in den prcuß. Adelstaud erhoben. Seinen Söhnen ist 1855 gestattet worden, sich v. S., gen. v. Oldenburg, zu schreiben. sv. Ledebur II. 335.s Saluzzo, Jakob, Herzog v. Corigliano u. St. Mauro, wurde im I. 1819 in den österr. Fürstenstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 5. — v. H.s Salvador! v. Wicsenhass. Der Direktor der Kammergüter im Herzogthum Mantua, Felix S., uud Isidor S. ans Tirol, wurden im I. 1766 mit v. W. in den Ncichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 432.j Valentin v. S. aus Bötzen wurde im Jahre 1766 in den Neichsfreiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 96. — Siebmacher, Suppl. IX. 26 n. 6, wo das adliche u. freiherrl. Wappen zu finden siud. — v. Hcfner, tiroler Adel S. 24. Taf. 27. — v. H.s Salvavcra, s. Mcnis v. S. Salvart v. Falkenberg, ein scht es. adliches Geschlecht. sSiebmacher V. 72. — v. Ledebur II. 335 s Solvay und Castro-Forti. Die Brüder Josef Andreas uud Jakob S. wurden im I. 1729 mit dem Prädikate v- S. u. C. - F. in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 96. - v. H.s Jalvcld, Kristian, wurde 1695 geadelt. sR. T. A. R.s Salvctto, Johann Anton, wurde 1631 in den NeichSadelstand erhoben. sR.T. A. R.s Im Jahre 1799 wurde dem Reichsedeln v. S. Salvctti vom baher. Rcichsvikariat die Grafcnwürde ertheilt. Salviati. Die v. S. gehören zu den adlichcn Familien in Italien. Angelo Maria v. S., geb. in Rom, kam um 1741 in die prcuß. Staaten und ward als Mitglied der sranzös. Kolonie aufgenommen. Von ihm stammen der prcuß. Hauptmann und der geh. LcgationSrath ab. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 336- — Preuß. Wppb. IV. 43.s 1. Salvini v- Mccrcsbnrg. Der österr. Generalmajor MatheuS S. erlangte 1858 den rittermäßigen Adel mit v. M. sA. A. Zeit-, Jan. 1858. — Ocsterr. Militär - Schcmat. v. t858.s 2. Salvini v. Sonncnthal. Der Handelsmann Josef Lorenz S. wurde im I. 1774 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 432. - v. H .s Salvolda, Savoldi. Johann (oder Lorenzs S., kurbaycr. Rath, erhielt 1661 oder 81 ein Neichsritterdiplom. sR.T. A.R.j Salvotti v. Cichcnkrast. Der Vicepräsidcnt in Tirol, Dr. A. S., wurde 1846 mit v. E. in den österr. Adelstand erhoben. Derselbe erlangte — als geheimer und Reichsrath — den Freiherrnstand mit dem weiteren Prädikate „v. Biudeburg." sA. A. Zeit. v. l854.s 1. 1 Salza. Albertus de S., ministerialis Hcnrici comitis palatini Rheni 1197, Alexander und Ludwig, seine Brüder, Oda und Peterscha, seine Schwestern. Theodcricus de Salzan 1296. sllrk.Buch für Niedcrs. II. 33. 53.s Vergl. Schevelstein. 2. si Salza. Wcrnerus de S., cognomeuto Schevelstein sibi locum sepulturae eligit in Walkenried 1238. Conradus Schevelstein filius et successor ejus. sllrk.Buch für Niedcrs. II. 159.s S. auch Mülhausen. 3. Salza, Saltza, I. u. Lichtenau, ein schon im 13. Jahrh. in der Oberlausitz, auch in Vraunschweig u. Thüringen bekanntes Geschlecht, von dem behauptet wird, daß die Stadt Langensalza ihr Stammsiz gewesen sei. Sie ist auch in Böhmen und Schweden begütert und zum Theil — 1755 — freiherrlich und gräflich. sAnalccta Saxon. 1765. n. 19. p. 147. und lausitzer Magazin 1769. 213. — v. Ncchtritz, Geschl.Erz. I. Taf. 16. und dessen diplom. Nachr. III. 186—92. — Wart. Bohcmi Kriegsmann, Sal — San 287 in der wcitlänft. Vorrede. Leipzig, 1583. 8. — M, Mart. Myiii, Vorrede der Sterbekunst. Magdeburg, 1596. 4. — E. v. Gcrsdorf, Fulerum nobilitat. Breslau, 1655. 4. 3 Bg. — Sinap I. 798. II. 950. — ^ Falkenstein, thüring. Chronik II. 958 — 67. — Brückner l. Th. 3. St. 12—14- 9. St- 41. II. Th. 12. St. 25. — Casp. Dvrnavii Eciues. h. e. de Vita et mortc Hiobia a Salza-pancg. parent. 1619 u. in seineu Orationcn- Gocrlicii, 1657. 8. 3. Abdr. von den Originalien der Doku- f mcnte, welche in der salza'schen Majoratssache w. nebst der salza'schen Genealogie. 1721. f. — Casp. Sagittar, Hist. der Herrschaft Salza, auö dessen thüring. Gesch. in (Klotschen's, Grundig'ö) Samml. vcrm. ' Nachr. zur sächs. Gesch. VI. 321—42. - Zedier XXXIII. 1420. — Gauhe I. 1473—76. — Avemann's kirchberg Beschr. 121. — Salver 241.247. — Albini, mcißn. Chronik Kap. 20. S. 672. — Schannat, Client. Fuld. 152. — Harenberg, hist. dipl. Gandcrsh. Tab. 34. n. 2. - Siebm. V. 25. n. 4. — v. Meding I. n. 716. — Lüdersen's Samml.f Der Kammer- u. Hoflehn-, auch Landrechtsbcisizer in Böhmen, Wenzel Klement S-, wurde mit seinem Bruder, dem Oberstlieut. Rudolf Maximilian S., am 31. Dez. 1733 in den böhm. alten Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 96. — v. Zedlitz, Ad .Lex.f Auch in Liefland ist die Familie seit den ältesten Zeiten angesessen. sv- Firks, Urspr- des Adels in den Ostseeprovinzcn S. >29. — Taschenb. der sreiherrl. Häuser auf 1849 u. s. — v. Ledebur II. 336.f Dieses Geschlecht des niederen Adels ist nicht zu verwechseln mit dem 1439 erloschenen ebenfalls thüring. Herrengcschlecht v. S., aus welchem der berühmte Hoch- und Deutschordensmcistcr Hermann v. S. hervorgegangen ist. sv. Hesncr, sächs. Adel S. 45. T. 51. - Sächs. Wappb. V. 73.f Vereinigung der Wappen 1540. sv. H.f Aicha, s. Schenk. — Salzlicrg, f. Wittel. Zalzliorn, ein schles. Geschlecht, welches 1312 und 1313 zu Lieg nitz vorkam, später aber unbekannt war. sSinap I. 805. — v. H.sf Salzburg, Salzborg. Der Hamburger Bürgermeister Doktor Hei nr. S. wurde i.J. 1524 von K. Friedrich I. von Dänemark zum Ritter geschlagen. sZcdler XXXIII. 1212. - v. H.jf Salzburg, s. Schenk; Voigt. f Salzdalem, ein brauuschweig'sches, in der lezten Hälfte des 14. Jahrhunderts ausgestorbenes adl. Geschlecht, das seine Bestzungen hauptsächlich in dem unweit Brauuschweig gelegenen Dorfe Salzdahlem hatte. In Urkunden kommt jedoch blos der Name v. Dalcm vor, daher eine häufige Verwechslung mit dem Namen der Familie v. Voigtsdalem und Königödalem entsteht, die sich auch stets v. Dal ein schrieb. Von der Familie S. finden sich drei verschiedene Linien vor, die sich besonders durch die Tauf- Namen unterscheiden. Nach dem Aussterben des ganzen Geschlechts wurden die v. Vechelde mit einem großen Theil der Güter jener Familie beliehen. sNus dem v. vechcld 'schen Familicnarchiv. — Brannschweig. Anzeiger, Jahrg. 1735. 31. St. u. Jahrg. 1756. 77. u. 79. St. - v. H.f Salzgcbcr. Schon 1762 wurde Joh. Abraham Salzgeber, Dr. der Arzneikundc, von der K. Maria Theresia in den rittermäßigen Adelstand erhoben, das Diplom aber nicht ausgelöst. Hierauf wurden der Pens. Hauptmann Franz S. und seine drei Neffen, Vincenz, Joh. Nepomuk u Joh. Georg, im I. 1793 mit „Edler von" geadelt, dann der kais. österr. Hosrath Peter Edler v. S. 1847 in den Ritterstand erhoben. Der österr. Rittmeister Joh. R. v. S. erlangte 1853 den Freiherrnstand. sA. A. Zeit, von 1853. - Frhrl. Taschcnb."v. 1860. — M. v. M. S. 255. - v. H.f Sulzheiin, f. Bäcker. Salzmann, Joh. Friedrich, b. R. Dr. und reichsritterschafllich graichgau'scher SindikuS, wurde 1753 geadelt, sv. Ledebur II. 337. III. 336. — R.T.A.R.s Zalzrein, f. Störzingcr. Salzuicdcl. Der Lieutenant und uachherige Major v. Wiens- kowski führt durch Adoption den Namen v. W.-S. In neuester Zeit erhält er blos den leztercn Namen. Anton Ludwig Saltz- wedel, Rittmeister des lossow'schcn Regiments, war am 7. Juli 1766 in den preuß. Adelstaud erhoben worden, sv. Zedlitz. - Preuß. Wppb. IV. 43. — v. Ledebur II. 335.f Samblawski, eine w est preuß. adl. Familie. W.: Ab dank, sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 337.s Samblcr, Gebrüder, in österr. Diensten, wurden 1612 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R-sj Jamiiiöki, auf Sandczitz in Westpreußen. Wappen? sv. Ledebur II. 337. III. 336.j S. Suminskl. Sammcril z« Frankcncg. Der Pfleger und Landrichter Maximilian S. zu Doblach in Tirol erhielt von K. Karl VI. am 27. Sept. 1729 ein Adelsdiplom, sv. Hefner, baycr. Adel S. 109. T. 132. — v H. — v. Lang 513-j Samoghlst, in Schlesien seßhaft. Wappen? sv. Ledebur II. 337-f Samogy, f. Dan es. f Samptlcbcii, Sambeleben, Samtlebeu, Samplebcn, eine alte braun schweig. Familie, die mit Daniel v. S. im Jahre 1587 ausstarb. Die v. Cramm wurden nach dem Erlöschen der v. S. mit ihrem Stammsize Samptleben, einem Dorfe bei Schöppen- städt im Braunschweig'schen, beliehen. sBraunschweig. Anz. von 1750. 87. St. — Merian'ö Topographie von Braunschwcig S. 181. — Hassel's u. Beges' geogr. stallst. Beschr. der Fürstenthümer Wolfenbüttel u. Blankenburg Il.B. (1803. 8.) S. 134. — Siebm. 1.183. n.7. — Hagen's Beschr. des Gcschl. der v. Dorstadt 13.— v. Meding I. n. 1717. — Lüdersen's Sammlung.s Das Wappen hat die Familie v. Veltheim dem ihrigen beigefügt. sR. A. Noltcn, von der ausgestorbenen adlichen Familie v. S. in den braunschweig. Anz. v. 1750. n. 87. — v. H.j Samson. Wappenbcschrcibung bei v. Ledebur II. 337. Sanbcrgen, s. St ix. Sancc, eine adliche französ. Familie, welche sich im 17ten Jahrh. im Lüncburg'schen niedergelassen hat. Karl v. S., kur- braunschweig. Oberst, blieb am 16. Juli 1761 in der Schlacht bei Billinghausen. Diese Familie ist im Hannöver'schen nicht mehr vorhanden. sFortges. neue geneal.histor. Nachr. 21.Th. S. 706.; 1. Sanchcz de Aqnilar. Der ehemalige Staats- und Finanz- Rath Niklas S. de A., in den Niederlanden, wurde im I. 1806 Freiherr. sM. v. M. 82. — v. H.f 2. Sanchcz de la Ccrda- Möchten gleiche Abstammung mit den S. de A. und S. d'Ortigosay haben. Eugen S. de la C. befand sich 1857 unter den unangestelltcn österr. Feldmarschall- Lieutcnauts. 3. Sanchcz d'Vrtigosay Cicfncntcs, Anton, Oberstlieutcnant, wurde im I. 1771 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 96. — v. H.sj Möchte wol von gleicher Abstammung mit S. de A. sein. -s Sanckcnstedt, ein ausgcstorb. lüneburg. Patrizicrgeschlccht. sVllttncr'ö Gcschl. Reg. der lüncbnrg. Patrizier. — Lüdersen's Samml. — v. H.f Sancta-Angela, s. Gervasi. 288 San — Sand Zanct-Anna, s. Spreng- Sancta - Thalham»!, s. Oliari. Janct-Fidel, s. Sartori. Jancta-Giorgio, s. Battisti und Jost. Sanct-Isidora, s- Lcmbtrockh. Sanct-Julian, Graf ». Walscc, s. Julien. Sancto-Manritia. Joh. Baptist a S.-M. erlangte im Jahre 162t ein NcichSadclSdiplom. sR. T- A- N-1 Sanct-Uicolo. Der Kammcrrath Dominik S.-N. wurde im Jahre 1734 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 201. - v. H.) Sanct-llincciii, rheinländ. Adel, aus dem Elsaß stammend. In neuerer Zeit zeichnete sich der kais. österr. General - Feldmarschalllientcnant von S.-V. aus, welcher häufig zu Gesandtschaften, besonders am kais- französ. Hofe unter Napoleon I. gebraucht wurde, so. Hattsteiu I. 486. — v. H-1 San-Illlali, wahrscheinlich österr.-italienisch. Rosa Mar- guise v. S.-V. war 1835 Sterukrenzordenödamc. Sandbceite, von der, eine brem er Familie, die sich ehedem v. Wcstcr decke geschrieben, den obigen Namen aber von einem von ihr bei dem alten Kloster Osterholz erbauten und also genannten Schlosse annahm. Die Familie gehört zum Ilradcl und besizt auch Stückenborstel. Hermann v. W. kommt im Jahre 1227 in Urkunden vor. sMußhard, Thcatr. Bremens. 453. — Ganhe I. 1476. — Zedier XXXIII. 1950. — Lüdersen'« Samml. — v. Mc- ding I. n. 718. — v. dem Knesebeck- — Grote, hannöv. Wappb. — v. H. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 24. T. 28.) 1. Sande, eine alte brandcnbnrg. Familie, aus welcher der im I. 1364 verstorbene Kurfürst Kourad I. zu Brandenburg seine vierte Gemahlin wählte. sZedlcr XXXIIl. 1952. — Ganhe I. 1477. - v. HF 2- st Sonde, von dem, ein ausgestorb. lünebnrg. Patrizier- Geschlecht. sJoh. Hier. Büttner'« Stamm- u. Gcschl-Register der vornehmsten lünebnrg. Patrizicrgcschlechtcr. — Lüdersen'« Sammlung. — M. SF Sonde, zum, v. Sanddcrg, s. Zum-Sande. 1. Sonden, eine preuß. Familie, ans welcher ein in damaliger Zeit sehr beliebter Kauzelrcdncr zwischen 1659—1763 bekannt ist, welcher ein so starkes Prcdigerlalcnt hatte, daß er in einer Woche 14mal, ohne Zu tcmporalisircn, predigen konnte, und der drei Söhne hatte, welche in allen drei Fakultäten aus Einen Tag Doktoren wurden. Er verrichtete nebst dem Bischof Ursinus die Krönung deö ersten Königs von Preußen. Kristof Wilh. S., fürstlich Mecklenburg-schwerin'scher Resident bei den General- Staaten, geb. zu Köln an der Spree, ward am 12. Sept. 1763, in den preuß. Adclstand erhoben. sM. S. — v. Ledebur II. 337. — Preuß. Wappenbuch IV. 43. — v- Zedlitz. — Zedier XXXIIl. 1953. — v. H.s 2. Sonden, ein königsberger Patrizicrgeschlecht, welches am 23. Marz 1796 ein Adclsdiplom erhielt; aus demselben wurde der Rittcrgutsbesizcr v. S.-Tüssainen am 16. Sept. 1846 mit Beschränkung in den preuß. Freiherrustand erhoben. >v. Ledebur II. 337. 111.336. — Preuß. Wppb. IV. 43. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 71. — v. Zedlitz. — Vchse, Gesch. de« preuß. Hofe« u. Adels II. 23. s 1. Sonder, eine schlcs. n. ob er lau sitz. Familie, welcher das Städtchen Reichcnbach in der Obcrlaufitz sonst gehörte. Kristof v. S. war im Jahre 1657 kursächs. Oberstlicutenant. Georg S. wurde 1588 geadelt. Die S. nannten sich, nachdem sie mit dem 1 Stunde von Kassel gelegenen Dorfe Sandershansen, das früher die v. Heßbcrg, Schäffer n. Nussickcr besessen, beliehen worden, S- v. Sanders Hausen. Einige von ihnen wendeten sich nach Schweden, aus denen Einer nach Thüringen zurückgekehrt sein soll. sSicbmachcr IV. 158. — Sinap II. 950. — Grosser III. 89. — Zedier XXXIIl. 1957. — v. HF 2. Sonder, ein in Schlesien und in der Oberlausitz ziemlich begütertes Geschlecht. sSicbmacher IV. 159-1 Es gibt noch zwei Familien dieses Namens: 1) Ein köln. Stadtgcschlecht, auS der Beste Neckliughausen stammend. sFahnc I. 274-1 2) Noch zwei halle'schc Pfäunergeschlechtcr, wovon das Eine im 17. Jahrh. erloschen ist. sv. Drcyhaupt, Taf. XXIX. — v. Ledebur II. 338-1 3) Noch führt Kueschkc, Wappen deutscher Edellcute, III. 393, eine Familie v. S. an, welche in der Person des bayerischen, nachher lübeck'schen Majors Arnold Kristian S. 1796 durch das kursächs. NcichSvikariat den Adel erlangte. 3. Sonder v. Priniotono. Der kais. österr. Licut. Gcrh. S. wurde 1819 mit dem Beinamen v. P. geadelt. Das Diplom wurde erst 1848 ausgefertigt. sM- S-1 Jandcrin, Anna Magdalena, geb. Petzoldin, wurde am 13- Nov. 1691 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. H-1 Sanders. Der Großherzog von Hessen hat 1848 den Adel, welcher dem Generallicutcuant H. S. zusteht, anerkannt- sM. S-1 Vielleicht steht dieser Artikel mit dem von Sander v. P. in Verbindung. Die Familie soll ans England stammen, sv- Hefncr, Hess. Adel S. 24. Taf. 26.j st Sandersbcrg. Johann Sirt Sandrenthcr, Rittmeister, Stiefsohn des kurbrandcnburg. Gesandten am Reichstage zu Regensburg, Herrn V .Jena, und seine Schwester Sofie Dorothee, wurden um's I. 1678 mit dem Rechte in den Adelstand erhoben, sich v. Sandersbcrg schreiben zu dürfen, sv. Ledebur II. 338. — R. T. A. R.s st Sandcrstcbcn, Santcrslebcn, eine alte sächs. Familie, die von den ehemaligen Grafen v. Walbcck abstammen soll, aus welcher ein junger Graf v. W- aus der väterlichen Erbschaft mit dem Schloß und Nittcrgute S. (wol dem im Anhalt'schcn an der Wippcr gelegeneu) abgefunden worden, wovon er dann, da die gräfliche Würde damals noch nicht erblich gewesen, den Namen angenommen. K. Karl III. erhob Einen aus diesem Geschlecht?, Adolf v. S., der auch Salin gs leben geschrieben gefunden wird, im I. 1632 zum ersten Grafen von Schaumbnrg. Aus diesem Gcschlcchte kommt 1347 ein Joh- de S. in einem Diplome vor- Im I. 1713 lebte noch ein v. S. sv. Hefncr, sächs. Adel S. 45. Taf. 5l. — Sächs. Wppb. V. 74. — v. Ledebur II. 338. — Lenz, Hist. deö adl- Geschlechts v. Veltheim. — Zedier XXXIIl. 1958 u. f. — Ganhe I. 1477- II. 1002. - Müller'« sächs. Aunalcn 234. 475. 480. 515- — v. Uechtritz, dipl. Bcitr. (von 1732—1771) aus dem gucrfurtcr Kirchcnbuche, Vit. 29 —32, wo er sagt, daß ihm zur Zeit noch kein Autor vorgekommen sei, der von ihm etwas erwähnt hätte. — v. H.j Sandes v. Hossmann, eine von Preußen geadelte Familie, welche in Preußen begütert ist, 1786. sv. Ledebur II. 338. — Preuß. Wppb. IV. 44-s Sandchwehr, s. Krauß. st Jandhage», ein Holstein. Geschlecht. sNanfl's Archiv von Sand — Sani 289 1733. S. 670. - Zcdlcr XXXIII. 1965.) Die Familie ist im 18. Jahrh. erloschen, sv. Hfl Sandizel, Sandicell, Santizell, eines der ältesten bayerischen Turniergeschlechter, das schon im 11. Jahrh. bekannt mar. Wolf Dietrich v. S. wurde um das I. 1640 Freiherr und der Freiherr Anton Josef Maria v. S., damals Hofrath n. Pfleger zu Rain, wurde vom Kurfürsten Karl Theodor am 26. April 1790 in den Grafenstand erhoben. (Taschenb. der gräfl. Häuser auf >844 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels auf >848. — v. Hefncr. bayer. Adel S. IS. Taf. >4; Erg. Bd. S.S. T. 3. — Kneschke, deutsche Grafenh. — W. Hund II. 274—80. - Gauhe I. 1478. — Zedier XXXIII. ,974. - Durchl. Welt I. Th. Z. Abth. >69. — Siebmacher l. 76. n. >5. — v. Meding III. n. 707. — Tyrosf, Tab. 214. — Sicbcnkecs III. 226. — v. Lang 67 u. f. — v. Hfl Sandol-IIoy. Wegen der Verdienste des Bürgermeisters Isaak S. wurde dessen Sohn und Enkel Abraham unter dem Namen S.-R. (Lczterer hatte die Lukretia de Roy, die Lezte ihres Stammes, gehcnrathet) am 23. Nov. 1754 in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Hfl Slilidor v. Izlalniiczli. Der österr. Kämmerer und Hofrath Anton Frhr. S. v. S., ans un gar. Geschlechte, wurde im Jahre 1788 in den Grafenstand erhoben. Die Familie kam früher unter verschiedenen Prädikaten vor, alS: S., gen. Czibak de Baba, de Rhode, de Varos Dobos, de Szucha, de Kisdi, de Matzfalva. Kaspar S. de S., ein Sohn Jvhann's, ließ sich 1422 zu Selpe im preSburger Komitat nieder. Im Jahre 1706 erlangte ein anderer KaSpar die Freihcrrnwürde. (M. v. M. 28. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — v. Hfl 4 Sandow. Wahrscheinlich vor Ausgang des 16. Jahrhunderts erloschen. Die Familie war in Sachsen und Brandenburg begütert. Wappen? sv. Ledebur II. 338fl Sandoz, ein vornehmes Geschlecht in Stadt u. Gebiet Neuf- chatel, aus welchem im I. 1537 Johann Jakob S. den Adel erhielt, sv. Zedlitz, Ad. Lex., wo die weitere Literatur zu finden istfl Nach der NeichstaramtSrechnnng wurde jedoch Klaudins Franz S., General und Oberst deS Schweizergarderegiments in Holland, im I. 1776 geadelt. Im Jahre 1824 hat der König von Preußen dem Neffen des Staatsrathspräsidenten in Neuf- chatel, v. S., dem Friedrich Heinrich Alfons Franel, gestattet, Namen u. Wappen des adl. Geschlechts v. S. führen zu dürfen. (E. S. — v. Ledebur II. 338.) Iaiidrart. Der nürnberger Kupferstecher Johannes S. wurde vom Papste Alexander VI. in den Adelstand erhoben und mit der Herrschaft della Scala und Fay begnadigt. Die Familie blüht in Preußen. -— Die Gebrüder Joachim Peter und Jakob S., ursprünglich aus Bergen im Heergan, dann im Herzogthnme Neuburg seßhaft, erhielten 1653 die Bestätigung ihres alten Adels mit dem Beinamen ihres Gutes, v. Stockau. sv. Ledebur II. 339. - R. T. A. R. - v- Zedlitz. - v. H. — Zedier XXXIII. I98> u. ffl Ilindrchki, Heinrich Friedrich, Lieutenant im Regiment „Hessen- Kassel", wurde am 12. Nov. 1770 geadelt- Das Wappen ist verschieden von jenem des alten schles. Geschlechts v. S- sv. Ledebur II. 339. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1343. S. 269fl Slindrcuthcr, f. Sandcrsberg. Iaiidrezki, Sandrcsky, Sandrasky und Sandreschütz, schle- Stammbuch des Adels in Deutschland. III. fische Freiherren und Grafen, die ans dem uralten Hause Kor- win n. Sokolowsky abstammen- Joh. Friedrich v. S. auf Oberpeyle und Göttlich Ferdinand v. S. auf Langenbiele wurden am 11. Febr. 1697 in den alten böhm. Herrenstand als Freiherren erhoben. — Der Kammerherr und Hofmarschall bei dem Prinzen August Wilhelm von Preußen, Hanns Ferdinand 5. v. S. auf Großellguth und Panthenau, erlangte am 6. Nov. 1741 den preuß. Grafenstand. Wappen: Korwin. sTaschenb. der gräfl. Häuser auf >839 u. f. — v- H. — v. Ledebur II. 339. — Preuß. Wppb. I. 86. — v. Hefner, preuß. Adel S. 24. Taf. 27. — v. Zedlitz. — Kneschke, deutsche Grafenh. — Paprocii in Speculo morav. 364. 371. — Gauhe I. >473. — Zedier XXXIII. S. 1985—87, aus schriftl. Nachr. — Sinap II. 422. — Diencmann, vom Johanniterorden 339. n. 33. — v. Meding III. n. 709fl Slindt. Diese Familie erhielt drei preuß- Adclsanerkennungen, am 19. Juli 1852, am 25. Jan. 1853 und am 7. Nov. 1855. sv. Ledebur II. 339. III. 336fl Joiidllier v. Jan Ginliono. Dem kais. österr. Kapitän Joh. S. wurde 1825 der Adel mit v. S. G. ertheilt. sM. Sfl 4 Saiiduuck, Zandwyck, führen einen Löwen im Wappen, auf dem Helm ein Windspiel. Die Tochter von Hermann v. S. heu- rathetc um 1463 den Erbmarschall Joh. v. Bödberg. (Arch. Notizcnfl Slincck, f. Waldeck. Zancsk, Freiherren, nachmalige Grafen von Cilli, wurden 1339 von K. Ludwig in den Grafenstand erhoben. (Schmutz III. 443. — v. Hfl si Zanfftcl, Senftl, Münchner Patrizier. Der LeibmedikuS des Kurf. Mar. Josef, Johann de Deo S., erhielt von demselben am 26. Febr. 1772 einen Adelserneuerungsbrief, jv. Lang 5l4. — v. Hefner, bapcr. Adel S. >08. T. 132. — v. Hfl 7 IiuigcrlMicn, Sanger, ausgestorbene Herren und Grafen, welche die Grafschaft und Stadt dieses Namens bis 1034 gehabt, wo sie Ludwig der Bärtige von Thüringen überkam. Von diesem bekam sie Magnus Torguatus, Herzog von Braunschweig, zur Morgengabe. Hanno (Hanns) v. Sangcrhauß, eigentlich ein Herzog von Braunschweig, war im I. 1261 Land- und Heermeistcr in Liefland. jAlbini, Hist. der Gr. v. Werthern 68. — Siebmachcr V. 25. n. 7. — Zedler XXXIII. 2006. — Throff, Tab. 249. — v. Meding II. n. 750. — SiebenkceS II. 208. — v. Ledebur II. 340. — v. Hfl 1. Sinigilla, österreichisch. Josef v. S. war 1796 Rait- Nath bei der k. k. Staatshauptbuchhaltung in bancalibus. (Wiener Adreßbuch 1796 ) 2. Sangillli v. Frcmidslwrg, österreichisch. Alois S. v. F. stand 1857 als Hauptmann im 51. k. k. Inf. Regiment. Möchte mit S. 1. einerlei sein. Zlingllszko, f. Czartoryski. 1. si Iliiiitz, Sänzen, ehedem Säntz, eineö der ältesten pommer'schcn Geschlechter, das seine Güter im Wolgast'schen hat und aus dem Nikolaus v. S. im I. 1373 zuerst vorkommt. Das Geschlecht soll erloschen sein. (Gauhe I. 1463. — Siebmacher V. I6l. — v. Meding II. n. 747. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 340. III. 336.) W.: In B. u. G. geschachtet, darüber in Schw- ein f. Mond, von 2 g. Sternen begleitet. (Micrälius, Antiq. Pomin. Lib. VI. — Thomas. Analect. Güstrow in App. p. 157. — Zedler XXXIII. 2041. — v. Hfl 2. Ia»itz. Dieses Geschlecht führt in S. drei Weinstöcke, jeder 37 290 San — Sar mit einer bl. Traube; es ist verschieden von dem pommer'schen Geschlechte und ist in der Ncnmark u. im Posen'schen begütert, sv. Ledebur II. 340. III. 336.1 Saulcquc, wahrscheinlich nicdcrländ. Abstammung. Karl Frhr. v. S. stand 1857 als Oberlicutenant im 47. östcrr. Jnf.- Regiment. -s Zaune, eine im 14. Jahrh. erloschene adliche Familie in der Mark Brandenburg, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 340-1 Saliner, Gebrüder, wurden 1569 geadelt. sR. T. A. R-1 Sonnig, ein schlcs. Geschlecht, das besonders im Breslau'- schen begütert ist. sSinap I. 805. — Zedier XXXIII. 2046. — v. Ledebur II. 340. — v- H .s Sansoni, Johann, kais. HofmusikuS, erhielt 1623 ein Adels - Diplom. sR. T. A. R.s Santa Crocc, s. Ceschi. Santcn, wahrscheinlich Xanten; in Westfalen zur mün- ster'schcn Ritterschaft gehörig 1399. sv. Ledebur II. 340. III. 336.1 4 Jantcrsiebcn. Henricus de Santcrsleve testis in einem walkenricder Brief 1246. sUrk.B. f. Nieders. II. 173-1 -s Zantini, ein bayer. gräfliches Haus. sNanft's gcncalog. Archiv v. >735. S. 57g. und gencal. histor. Nachr. 29. Th. 462. 479. - Zedier XXXIII. 2078. - v. H .s Saiito zu Itochcidcrg, s. Nicolo. 4 Sanhcnbach, ein altes, um 1382 erloschenes schwäbisches eidliches Geschlecht, welches seinen Siz auf dem Schlosse gleichen Namens am Kocher hatte. Siegfried v. S. war der Lezte des Geschlechts und verheurathcte seine Schwester Anna an Kraft v. Haimbcrg, wodurch das Schloß S. an leztere Familie kam. Anna stiftete 1382 eine Kapelle. Eberhard v. Horneck besaß das Schloß im I. 1541 und nahm die Äbtissin von Gnadenthal, eine geb. Nothhaft, zur Ehe. Später überkamen es die v. Ehr er. sCrusius, schwäb. Chronik I. 861. — Siebmachcr V. 255-1 Schild r., w. Querbalken, darin ein gehender r. Löwe. Sopicho, ein altes lithauen'scheS, im Posen'schen begütertes Geschlecht, welches am 6. Jan. 1572 die Reichsgrafenwürde erhielt und am 17. Mai 1699 die NeichSfürstenwürde. Bestätigung der Grafenwürde erfolgte von Polen am 4. Mai 1572. Schon 1512 war ein Grafenanerkennungsdiplom über ein Grafendiplom des Königs Wladislaus Jagiello mit der Erklärung ertheilt worden, daß die Familie S. von Narimnnd, dem zweiten Sohne des Großherzogs Gedimin von Lithauen, abstamme. Am 22. Mai 1768 wurde von Preußen die fürstliche Würde in Schlesien anerkannt, sv. Ledebur II. 346-1 Von Oesterreich anerkannt am 25. Febr. 1846. sv. Hcfncr, galiz. Adel S. 26. Taf. 28.1 Soponore. N. N. v. S. wurde um's I. 1667 in den Neichs- Freiherrnstand erhoben. Der Herzog v. S., Generalpostmcistcr auf Sizilien, aus dem Hause Thurn u. Taxis stammend, erlangte 1723 die reichsfürstliche Würde. sR. T. A. R.s 4 Saporta, aus Saragossa in Arragonien stammend, waren Marquis' v. Moni-Sali er, und zogen unter Karl VIII. nach Frankreich, Navarra, zulezt nach Bayern, sv. Lang S. 68.— Taschenbuch der gräfl. Häuser auf 1839 u. f.s Am 4. Mai 1853 in Deutschland erloschen, sv. Hefncr. bayer. Adel S. >9. T. >5; Erg.- Bd. S. 9. — v. H. — Kncschkc, deutsche Gräfenhausens Slipper, österreichisch. Der Oberst v. S. befand sich 1796 unter den Rittern des k. k. militär. Elisabcthenordens. sWiener Adreßbuch >796-1 Sara. Florian Dietrich v. S. erlangte 1622 die freiherrliche und 1628 die gräfliche Würde. Er stammte aus den kais. Erb- Landcn. Theodor v. S. wurde 1622 ebenfalls Graf. sR. T.A.R. — Siebmachcr IV. 161, unter den Geadelten.1 Ein cinköpfiger Adler im Schilde. Saracini v. Dclfort. Leonhard Sigmund Kajetan S. v. B. wurde im I. 1731 in den Neichsgrafenstand erhoben. >M. v. M., Erg. 29. — v. Hefner, tiroler Adel S. 15. T. >8; Erg.- Bd. S. 25. T. II. - v. H.s Zaracstiiics v. Dobar. Der Senator Anton S. zu Possega wurde im I. 1785 mit v. D. geadelt. sM. v. M., Erg. 433. — v. H.s Sorbski, ein adl. Geschlecht in Pommern, welches Antheile an dem Dorfe Sarböki im Lauenburg'schen hatte. Die Familie war um 1836 nicht zahlreich an Mitgliedern. sSicbmacher V. 167. — V .Ledebur II. 341. III. 336-1 Auch Szarbki geschrieben. sv. Zedlitz.1 Sarckstcdt, ein halbcrstadt. Geschlecht, dessen Stammhaus wol das gleichnamige im Halberstadt'schen gelegene Dorf gewesen sein mag. Im I. 1291 kommt Hugo Ritter v. S. in Urkunden zuerst vor. sMeybaum's Chronik des Klosters Maricnbcrg 43 u. f. — Zedier XXXIV. 74. — v. H-1 Sorbogno v. Dönberg und Hohenstein, Johann Baptist, kaiserl. österr. Obcrstlieutenant, erlangte 1838 den Frciherrnstand; desgleichen der General Josef v. S. Die Familie stammt aus Italien und ist im 15. Jahrh. zu Sar dag na bei Trient ansässig und im Besize des Patriziats von Trient. Am 1. Okt. 1579 will sie von Oesterreich den Adel nebst Wappenbestätigung erhalten haben. Sie theilte sich in zwei Aeste, nach Jakob und Franz; der jakob'sche wieder in zwei Linien; die eine begreift die in Tirol ansässigen Grafen v. S. und die hier in Frage befangene trient'sche. sJahrb. des deutsch. Adels für 1848. — v. Hefner, tiroler Adel S. 15. T. 17; Erg. Bd. S. 25. T. >1. — Oesterr. Wappb. XII. 76.s 4 Sorcmiic. Johann Friedrich v. S., kurbayer. Kornet bei der mnggenthal'schcn Kompagnie zu Pferd, 1689. Sorc». Wilh. Arnold v. S. wurde 1744 in den Ritterstand erhoben. Das Diplom wurde aber erst 1746 bestätigt und ausgefertigt. sGenealog. Staatshdb. v. >748. S. 327. — R-T.A.R.s Sarcnbach, s. Rinna. Sürkögi) v. Aildosd, ungarisch. Stefan S. v. N. war 1835 Substitut bei der simegher Gcspanschaft. Sari, Ritter und Besizcr der Herrschaft Froudsberg in Stcycrmark. sSchmntz III. 44- — v. H.s Sarnccki, Sarnicki, in Westpreußen. W.: Slcpowron. sv. Ledebur II. 341-1 Zarnawski, ein in Pommern und Westfalen einheimisches und begütertes adliches Geschlecht. Ein Ast dieses Hauses führt den Namen Helden v. S. Die Familie ist begütert in Preußen, Pommern und Wcstpreußcn. S. auch Helden v. S. sv. Ledebur II. 34>. — v. Zedlitz-1 Sarnthcii», s. Särntheim. Sari»;. Der Kammerdiener K- Karl's VII., Johann Alois Marim. Josef Taffin, wurde am 2. Okt. 1751 vom Kurfürsten Sar — Sat 291 Mar- Josef mit obigem Namen (einem in den Niederlanden gelegenen Gntc) zum Freiherrn ernannt, fv. Lang 224. - v. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 57. — v. Hfl s Sarroziil, ein schweizer Geschlecht. fSiebenkees I. 53. — Tyroff, Wappcnw. I. 53fl Joh. v. S. war Präsident in Genf; sein Sohn Ludwig v. S. war schwed. Oberst; durch Heurath mit Einer v. Post kam er in das Lippe'sche; mit seinem Enkel — Oberhofmcistcr daselbst — starb das Geschlecht 1714 ans. fv. Ledebur II. 34l. III. 336.1 W.: In R. ein fliegendes Segel und darüber drei Sterne. Jorscwski, s. Szarsewski. Sortowski, ein westpreuß. Geschlecht, 1782. fv. Ledebur II. 7141 fl Sartiroini, österr.-italienisch. Johann Edler v. S. war 1835 Administrator des Spitals zu Pavia. Sartor auf Eaiishcim, auch Sator. Josef S., Beflzcr des Rittergutes Gansheim, wurde am 1. April 1822 von König Max I. von Bayern in den Adelstand und am 23. Jan. 1824 in den Freiherrnstand erhoben, fv. Hefner, bayer. Adel S. 54. T. 57.f 1. Sartori. Der Oberamtsrath w- Wilhelm Andreas S. zu Neil en bürg und seines Vetters Martin Schneider, ehemal. Waldmeisters zu Bludcnz und Sonnenberg, hinterlassen- Erben erhielten im I. 1735 die Bestätigung des Ritterstandes. sM. v. M., Erg. 20l. - v. H.f 2. Inrtori. Der Stadtrathsprimator n. Wirthschaftsinspektor Franz Anton S. zu Olmütz wurde wegen seiner Verdienste bei der Belagerung von Olmütz im I. 1759 geadelt. fM. v. M. 255. — v. Hfl 3. Sartori v. Allersheim. Joh. Friedrich v. S., kais. inner- österr. Kriegskommissär, wurde 1699 mit v. A. in den Freiherrnstand erhoben- Wann geadelt? fR. T. A. Rfl 4. Jartori v. Dorgoricco. Der kais. Generalmajor I. S. wurde 1859 mit v- B- in den öfter r. Adelstand erhoben. fM. Sfl 5. Sartori v. Pcsztcrczc. Der AppcllationSrath Adam S. v. P. wurde im I. 1736 in den galiz. Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 2VI. — v. H. — v. Hefner, galiz. Adel.f 6. Jartori v. Zauct Fidel. Der Oberamtsrath rc. Joh. Georg S. zu Burgau wurde im I. 1764 mit obigem Beinamen in den Reichsadelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 433. — v. Hfl Sartorio, W., Bankier, erlangte 1854 den österr. rittermäßigen Adelstand. fA A. Zeit. v. 1854.f Sartoris, ein aus Piemont stammendes Geschlecht, welches seit 1619 das Erbbürgerrecht der Stadt Genf bcsizt. Die S. flüchteten der Religion wegen dahin. N. v. S. wurde 1796 Preuß. Kammerherr und war 1894 Ministerrcsident in Hannover. Sein einziger Sohn starb 1837 auf seinem Landgntc in Oesterreich, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 34Ifl 1. Jartorius, Michael, Doktor, erhielt 1639 die Adelswürdc. fN. T. A. Rfl 2. Sartoriris, Veit, kais. Hofarzt, wurde 1641 geadelt und erhielt 1661 Bestätigung seines adl. Standes. fR- T. A. Rfl 3. Sartorius. Der Doktor der Medizin w. Josef S. wurde im I. 1796 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 255. - v. Hfl 4. Sartorius, Fr. L., kais. österr. Ncgiernngsrath, wurde 1859 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. fM. Sfl 5. Sartorius v. Ichwancnscld. Kaiser Josef II. ertheiltc am 26. März 1739 dem Ernst Franz Joh. S>., preuß. geh. Leg.- Rath, und dem Obcrpostmcister Andreas Anton S. den Reichs- Adel, welches König Friedrich II. von Preuße» am 26. April 1787 anerkannte. Im Jahre 1786 hatten Beide kais. Bestätigung des adl. Standes erhalten. Die Familie besizt ansehnliche Güter in Westpreuß en. fR. T. A. R. - «.Zedlitz. - Preuß. Wppb. IV. 59. - v. Ledebur II. 34l. 420. III. 342fl 6. Sartorius v. Thalborii. Der kais. Obcrstlientenant M. S. erhielt 1844 den österr. Adelstand mit v. T. fM.Sfl 7. Sartorius v. Waltcrshaufcu. Der hannöv. Hofrath und Professor zu Göttingen, Georg S., wurde 1827 vom König von Bayern mit v. W. geadelt und in den Freiherrnstand erhoben. Er hatte das Rittergut Waltershansen in Bayern erkauft. fv. d. Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — v. Hefncr, bayer. Adel S- 62. T. 66; hannöv. Adel S. 29. T. 33; Erg. Bd. S. 2l. — v. Ledebur II. 342. III. 336. — Kneschke, Wappen Hfl 8. Sartorius v. Mrscnthal. Heinrich Michael S. v. W. wurde am 11. Juni 1679 in den böhm. Adelstand erhoben. Die Familie ist mit Niedergollwitz u. Neudorf im Glogan'schen in Schlesien 1631 ansässig gewesen und blühte noch 1723. fSinap II. l 112. — Zedier XXXIII. 557. 562. — v. Ledebur III. l I3fl Sarwerdcu. Diese Grafen stammen mit den Gr. v. Mörs, Wied, Nnenar und Limburg von Einer Stammreihe ab. fHübner II. T. 401. — v. Hfl fl Sassen, ein ausgestorbenes Hess. Geschlecht. fChr. Fr. Ayrmann, Consilinm de genealogiis antiq. familiarum Hassiae nobillnm ernendis, excmplo familiae de Sassen declaratum. Giesae, 1729. 4. 2 Bg. — v. Ledebur II. 342, welcher das Geschlecht unter die preußischen zältfl Jasscnburg. Thidericus Kint advocatus de S., testis in einem walkenrieder Brief 1279. fUrk.B. f. Nieders. II. 292fl Jasscnhauscii, s- Sachsen Hausen. Sasscichoscn, Sasscnhovcn, s. Satzenhofen. fl Jastcflnski, auf Thyman in Preußen. Wappen? fv. Ledebur II. 342. III. 336fl S. Zastczynski. fl Jastriset, Zastrissel, ein sehr altes mähr. u. poln. Geschlecht. Sie scheinen ausgestorben zu sein, wenigstens kommen sie nach dem I. 1449 nicht wieder vor. Joh. v. S. war im Jahre 1225 Bischof zu Plotzko. fPfeiffcr's Schauplatz des alten Adels in Mähren 172. - Zedier XXXIV. 178. - v. Hfl Safiiticz-Zassn, galiz. Adel, lv. Hefncr, galiz. Adel S. 26. T. 28fl 1. Saß. Die Freiherren v. S. sind eine im Anfange des 18. Jahrhunderts aus Kurland in preuß. Dienste gekommene Familie, welche sich in Schlesien angekauft, am 1. Sept. 1779 in Preußen die frhrl. Würde erhalten hat, daselbst aber wieder erloschen zu sein scheint, dagegen in Kurland in mehreren Linien fortblüht. Die Familie ist ursprünglich aus Pommern und Obcrsachsen und schon seit dem 15. Jahrh. in Liefland und im Oesel'schcn seßhaft. fHupel, liefländ- Anz. Nr. II. S. 132 und dessen ösel'sche Anz. Nr. 17. S. 159. — Preuß. Wappenbuch II. 60. — v. Zedlitz. — v. Firks, Urspr. dcS Adels in den Ostseeprovinzen 140. — v. Ledebur II. 342. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 62. T. 80fl 2. Ioß. Wappenbeschreibung bei v. Ledebur II. 342. fl Jafjwcrf (Josmcrpeii). Walugus d e S., miles, testis in einem walkenrieder Brief 1187. fUrk.B. f. Nieders. II. 27fl Jaszor. Wappenbcschreibung bei v. Ledebur II. 342. IotliMjfcr v. Schickcnlmrg, Martin, oberösterr. Kammerrath 37 * 292 Sat — Sau und Hofküchcumeister, erhielt 1648 Adelsbcstäligung. Wann geadelt? sR. T. A. R.s f Iatlpogcn, ein daher. Turuicrgcschlecht, dessen Stammhaus und Hofmark gleichen Namens zwischen Straubing und Cham gelegen war und das noch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vorkommt. jW. Hund I. 3l8— 23. — v. H.s -s Saltinjlcdt, Setiustedt, Setinstctc, ein thüring. ausgestorbenes, zwischen 1269 — 1375 in Urkunden vorkommendes Geschlecht, welches das angeblich von einer Königin von England, Namens Neinschweig, um das I. 1143 erbaute, jezt gotha'sche Dorf Sättelstädt (vormalö Satans-Stedtc genannt) besessen hat. sThuringia sacra 101. — Brückner II. Th. 2. St. 54. 12. St. 2l. — v. HI 1. s Saitler, eine alte schwäb. Familie, aus der Johannes v. S. die frhrl. Würde erlangte. Johann v. S. war zu Anfang des 16. Jahrhunderts Amtshauptmann zu Aurach. sCrusii AnnaleS Snevici P. 3. p. 433. — Gauhe I. 1479. — Zedier XXXIV. 201. - v. H.s 2. Sattler, Erasmus Konstantin, kais. HofkricgSsckretär, wurde 1653 geadelt. HR. T. A. R-s Zu dieser Familie möchte wol der 1835 vorkommende Kanzlist bei dem k. k. österr. Konsistorium helvct. Konfession, Franz v. S-, gehören. -f Sattlern. Kurfürst Mar Emanuel erhebt den Rath und Lehenprobst zu Burg Hausen, N. S., sammt Desccndenten, „welcher sich gleich deren Voreltern der Adlichen Würden gaudieret," in den Adelstand am 5. April 1698. HDekretenbuch.s -st Sah, ein im 12. bis 14. Jahrh. in Steh er mark begütertes Geschlecht. sSchmutz III. 449. — v. H.s Sahcuhovcii, Sasscnhofcn, cin baher. turnierfähiges Geschlecht, welches das Kämmereramt zu Regens bürg hatte. Eine Linie dieses Geschlechts — Sasse »Hofen — wurde 1732 in den Grafenstaud erhoben, welche wieder erloschen ist. sW. Hund II- 281 u. f. — v. Lang 225. — Zedler XXXIV. 175. - Fahne I. 275. — v. Ledebur II. 342. — Frhrl. Taschenb. v. 1856. - v. Hcfner, daher. Adel S. 55. T. 57; preuß. Adel S. 62. T. 80. — Ranft's gcncalog. Archiv v. 1732. — Gencal.histor. Nachr. Xlll. 73. - v. HI Janbcrskircheii, österreichisch. Ferdinand v. S. war 1796 Raitoffizier bei der k. k. Staatshanptbuchhaltung in wiener Stiftungsangelcgenheiten. HWiener Adreßbuch v. 1796.s Sauckcn, s. Sawken. 1. Sauer, Hanns, Stadtschrciber zu St. Pölten in Oesterreich, erhielt 1641 die Adelswürde. sR. T. A. R.s 2. Sauer, Franz Melchior, ob er österr. Kanzler, wurde 1670 geadelt. sR.T.A.R-s 3. Sauer. Der Frhr. Ferd. v. S. erhielt am 11. März 1767 die Bestätigung des Freiherrnstandcs- sM- v. M-, Erg. 96. — v. H.s Anton Ferd. S. wurde am 14. Juli 1666 geadelt. 4. Sauer, Saur, geadelt durch pfalzgräflich zeil'sches Diplom 1751; anerkaunt von Bayern 1799. sv. Hesncr, daher. Adel S. 109. T. 132.s 5- Sauer, Georg, österr. Hns. Oberst, erlangte 1852 den Adel. sA. A. Zeit.v. 1852. - Oesterr. Milit. Schemat. v. 1852.) 6. s Sauer, Sure, v. Kahenelnbogen, ein Zweig der v. Katzenelnbogen (s. d.), führten gleiches Wappen, dazu eine Krone im Obcrcck. Heinrich S. v. K., Ritter, Vizdom im Speicrgau 1362. Sic sind um 1376 s. sO. S.s 7. Sauer v. Kojiakh, Kosiach. Da Pankratius S., dessen Geschlecht schon 1313 in Kaspar S. erwähnt wird, die Erbtochter des Hauses K. heurathete, so erhielt dieser und dessen Geschlecht den Beinamen K., wurde am 2. Mai 1636 in den Freiherrn - n. darauf am 27. Aug. 1663 in den Grafenstaud erhoben. Es ist ein und dasselbe Geschlecht mit den S. v. Anken st ein, welches das Erblandvorschneideramt in Krain und in der wind. Mark am 9. Dez. 1672 erhalte» hat, wie sie denn auch das Wappen der ausgestorbeneu v. K., v. Laun und des Frhrn. v. Hoymb erbten, sv. Hesncr, daher. Adel S. 20. T. 15; Erg. Bd. S. 9. — Bu- celini stemmat. 111. 201. — Valvasor, Ehre des Hcrzogth. Krain 314 — Spencr, hist. insign. 520. Tab. 21. cap. 73. — Sinap II. 951. — Gauhe II. 1480. — Zedier XXXIV. 319. — Büsching's Erdbeschr. III. Th. I.B. 431. 5te Aufl. — Schmutz III. 450. — v- Lang 68 n. f. — Siebmachcr III. 89. n. 9. 43. n. 5. IV. 16. n. 5. — v. Meding III. n. 710. 553—57. — v. H.s 8. Suucr v. Nordendorf, österreichisch. Willibald S. v. N. war 1835 k. k. wirkl. Hofrath beim Hofkriegsrath zu Wien. 9. Sauer - Csakq v. Nordcndors, österr.-ungarisch. Karl S.-C. Edler v. N. stand 1857 als Unterlieutenaut im 6. österr. Genicbataillon; Eugen S.-C. Edler v. N. war Oberstabsauditor in Wien. 16. Sauer v. Saucrspcrg, österreichisch. Eduard S. v. S. war 1857 k. k. Auditoriatspraktikant. Saucrbrey v. Saucrliurg. Der kais. Oberstwachtmeister Hanns Peter S. zu Hamburg erhielt 1672 die Adelswürde mit dem Rechte, sich v. Sauerburg zu schreiben, sv. Ledebur II. 342. - R. T. A. R.s s Jauerhof, erscheinen zuerst 1693 als Bestzer von Göhra in der Altmark; blühten noch 1797. Wappen? sv. Ledebur II. 342.s Saucrma, Saurma, Saurmann, ein freiherrlicheö, zum Theil, und zwar seit dem 18. Jahrh., gräfliches Geschlecht in Schlesien, aus welchem Joh. v. S. Domherr zu Breslau war, wo er im Jahre 1516 starb. Der Freiherr v. Saurma auf Nomberg und der Frhr. v. Saurma auf Jeltsch wurden vom König von Preußen am 15. Okt. 1846 mit Beschränkung in den preußischen Grafeustand erhoben, sv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1842 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 56. 1843. S- 279. — v. Ledebur II. 343. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 24. T. 21. S. 62. T. 80. — Frhrl. Taschenb. v. >858. — Kncschke, deutsche Grafenhäuser. — Sinap t. 807. II. 423. — Zedler XXXIV. 320-22. — Siebmacher I. 63. u. 2. — v. Meding II. n. 751. — v. H.s Sauerwein. Der Oberfaktor der frauenthaler Messiugfabrik- Oberfaktorei zu Grätz, Josef Anton S., wurde wegen seiner 53jährigen Dienste im I. 1797 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 255. - v. H.s f Sanerzapss aus Vurggrub. Bartholomäus S., in Bayern, namentlich in der Oberpfalz, erhielt am 5. Sept. 1555 von K. Ferd. I. ein Adelsdiplom. Schon zu Aufaug des 14. Jahrhunderts war Konrad S. auf Höflarn bekannt. Mehrfach thaten sich Mitglieder in kaiserlichen und in französ. Kriegs - Diensten im 16. u. 17. Jahrh. hervor. sBucelini stemmst. IV. - Pufcndorf, schweb. Kriegsgcsch. — Zedler XXXIV. 331. — v. Hefner, bayer. Adel S. 55. T. 57. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf >854. — v. H. — Kneschke, Wappen I.s Das Geschlecht, welches durch Eiscngcwerkschaft in der Oberpfalz zu Gut und Ehren kam, Sau - ist mit Alexander S. am 13. Januar 1861 zu Erbendorf in der Oberpfalz ausgestorben, sv. Leoprcchting, des Frhrn, Alexander S. und seines alten Geschlechts Heimgang. >861.) Sauget. Die Brüder u. Vettern v. S. erhielten 1584 Adels- Bestätignng. fR. T. A. R.^f Zauguin, ein in Preußen begütertes Geschlecht. W.:? sv. Ledebur lt. 343.) 7 Saut, Thomas, des Erzherzogs Karl zu Oesterreich Kammer- Diener und Lcibbarbicr, erlangte 1623 den Adelstand. sR. T. A. N.sj Der knrsächs. geh. Rath Ferd. Ludwig v. S. wurde 1763 in den Ncichsfreiherrnstand erhoben. sN. T. A. R.^s Nach Andern schrieb er sich Ferdinand Ludwig S. ans Scheerau und erlangte am 12. Aug. 1741 Erneuerung des Adelstandes. Mit dem zweiten Sohne, Ferd. v. S., starb die Familie 1795 wieder aus, nachdem der älteste Sohn, Friedrich Magnus v. S., kursächs. LegationS- Sekrctär in Madrid, bereits 1773 verstorben war. iv. Wolframitz, Kollekt. :c. in der wolfenbüttel'schen Bibliothek. — Siebmacher, Suppl. XI. 4. — Kncschke, Wappen IV.) Sautciiftls, s. Seeling. Sautgow, ein altes gräfliches Geschlecht, von dem die Fürsten v. Zollern und Hohenzollern abstammen sollen. lZcdler XXXIII. 574. XXXIV. 361. - v. H.) 1. Saulheim, ein rheinländ. Geschlecht, dessen verschiedene Familienglieder die Beinamen von ihren Bessingen annahmen, wie sie in den folgenden Artikeln besonders angeführt stehen. Sie sind aber sämmtlich bis auf die Hund v. S. ausgestorben. (Gauhe I. 692. — Zedier XXXIV. 36l. — v. Meding II. 50. - Gudenus, Cod. dipl. It. 472. — Humbracht 226. — v. H.) 2. 7 Saulheim-Erlcnhaiiiit oder E. v. S. Von diesen starb der Lczte, Kaspar, am 19. Sept. 1539. lHumbracht 226. — Siebmacher III. I3l. n. 2, wo es irrig Erlenheidt heißt. — v. Meding II. n. 754. — v. H.) 3. f Saulheim, Hürth v. (Hurt). Noch ein Ncbenast der v. S., von dem der Lezte, den Humbracht, 229, aufführt, im I. 1591 vorkommt, so. Meding II. n. 755. — v. H.) 4. Saulheim, Kreiß u. Humbracht weiß von diesem Nebenzweige der S. auch nur Einen, und zwar ohne Vornamen, der nm's I. 1369 lebte, anzugeben, jv. Meding II. n. 756. — o. H.) 5. f Saulheim, Mohu v. Aus dieser Nebenbranchc von S. wird Einer im Januar des JahreS 1379 genannt. sv. Meding II. n. 757. — v. H.) 6. f Saulheim, Selten u. Der Lezte dieser Linie war Hanns Sellen v. S., der nach dem 19. April 1576 verstorben ist. (Humbracht 226. — v. Meding II. n. 758. — v. H.) Saulheim, Hund v., s. Hund. Saur zum Ichrcycrhoff. Der bamberg. Gesandte Johann Adam S. und sein Bruder, der passau'schc Gesandte, beide zu Regenöburg, erhielten von K. Leopold am 14. Jan. 1696 ein Frciherrndiplom. so. Lang 224. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 55. T. 57. — o. H. — Kncschke, Wappen II.) Saurau, Sauraw, ein seit 1625 grast. Geschlecht in Steyer- mark, woselbst sich solches seit 599 Jahren befindet, daS seit Fcrdinand'S II. Zeiten das Obersterbmarschallamt besessen, nachdem eS lange Zeit das Uutermarschallamt gehabt hatte. Im Jahre 1176 kommt Arnold v. S. vor. lHübner III. 843-45. — Bucelini stemmat. Germ. II. — Jmhof, not. proc. Jmp. — Siuap II. 139. — v. Schönfeld, Ad.Schemat. I. S. 99-lv3. — Siebmacker I. 36. n. 4. IV. 5. n. 3. — Durchl. Welt. — Salv 293 — Wappcnb. III. 347. — Spener, hist. iusign. 214. — v. Meding III. n. 711 u. 12. — Zedier XXXIV. 422 u. f. — Hartmann's Samml. — Allgcm. gcncal. Hdb. I. 756—61. — Hormayr's Archiv IX. Jahrg. 84. — Schmutz III. 453 u. f. — Brandis, tiroler Ehrenkränzl. u. 47. — Taschcnb. der gräfl. Häuser auf 1844 n. f. — v. H) Sausiu, ein der Schweiz u. Savoien angehöriges adliches Geschlecht, das in viele Zweige sich verbreitet hat. Mehrere dieistcn im prcnß. Heere. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 344.) Sauska, ungarisch. Ludwig v. S. war 1835 k. k. österr. Provinzialkommissär im fünfkirchner Distrikt. Zautcr. Der lothring. Staatssekretär v. S. erlangte 1799 ein NeichSfreiherrndiplom. (R. T.A. R.) Suuttcr v. Dcgenschild. Der Oberstwachtmeister Joh. Balthasar S. wurde im I. 1716 mit v. D. geadelt. sM, v. M., Erg. 433. — v. H.) Sauuulse, Johann Klaudius, wurde 1744 in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. (N.T.A.N.) Suutuiiguc. Der Direktor der privil. banatcr Kommerz- Kompagnie wurde im I. 1773 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 256. — v. H.) Sauu, österreichisch. Karl v. S. war 1835 Accesstst bei der k. k. Tabak- und Stempelhofbuchhaltnng. Sinnigen. Der Hofkriegöagent Johann Georg S. und seine Schwester Maria Ernestina wurden im I. 1752 geadelt. sM. v. M., Erg. 433. — v. H.) 7 Iiweluud, eine Ende des 16. Jahrhunderts im Geldern'- schen auftauchende Familie; führen ein Andreaskreuz im Wappen. Gerit v. S., Hauptmann in span. Diensten, heurathete Katharina Voß v. Holtum, die Erbin von Honsclär; man erzählte von ihm, daß er eines Küsters Sohn und Jäger beim Junker Voß gewesen sei. Seine auf Honsclär gesessenen Nachkommen zeichneten sich durch Brutalität und Gewaltthätigkeit aus. Gerit's Urenkel wohnten auf dem Hause Vinkenberg im Geldern'schen und dem Hause Erprath im Clcve'schcn. (Handschrift!. Notizen nach Urkunden des Archivs Haag.) Ilivotdi, s. Salvoldo. Savciuui, s. Kappel v. S. Saviguis, eine in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frankfurt a/M. blühende Familie, die auch als Vasallen des Fürstenthums Hanau vorkommen. Die Familie stammt aus Lothringen und hat sich in der Person des vormal. Professors zu Heidelberg und Berlin und nachherigen Justizministers in leztcrer Stadt nach Preußen gewendet, sv. Zedlitz-^ Ob die in der Mitte des 15. Jahrhunderts vorkommende v. S., Gemahlin des Will), v. Rollingen, zu dieser Familie gehöre, kann nicht angegeben werden, sv. Humbracht 179. — v. Ledebur II. 344. — Neues genealog. Hdb. v- 1776. — v. H .s Zlwoy, Kristian, aus Tirol, wurde im I. 1719 geadelt. )M. v. M., Erg. 433. - v. H.) Savayc, stammen aus der französ. Schweiz. Alexander Eligius S. stand als Leibarzt in Diensten bei dem Fürstbischöfe von Passau, der ihn 1791 adelte. Eingetragen wurde derselbe in die bayer. Adelsklasse 1844, nachdem eine über das Recht des Fürstbischofs, zu adeln, entstandene Frage zu Gunsten des S. entschieden worden war. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 163. T. 133.) Sawihki, eine im Posen'schen seßhafte adliche Familie, aus welcher seit 1896 mehrere Offiziere im preuß. Heere stehen, (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 344.) 294 Salv - Jamkcn, Saucken. I. Em altes pommer'sches Geschlecht der Freien. W.: Drei w- Flüsse in B. u. ein daraus hervorgehender Krebs. sSiebmachcr V. 161.s II. Ein prcuß. Geschlecht, reich begütert in Preußen; auch Safke genannt. W.: In S. ein schw. Jägerhorn mit g. Beschlägen und Band, auf demselben ein Adler, sv. Ledebur II. 342. — Micrälius, Antiq. Pomm. VI. 372. - Gauhe, Anh. 1753. — Zcdlcr XXXIV. 445. — Siebmacher V. tgl. n. II. — v. Meding II. n. 759. — v. H.s Sawnrsky, Joachim Adam, wurde 1756 geadelt. sN. T. A. R. s Aar. Der Stabsarzt Josef S. wurde im Jahre 1814 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 433. — v. H .s f Iura. Henricus de S. testis in einem Brief des römischen Königs Friedrich II. 1219 zu Goslar. sUrk. Buch für Nicders. II. 83.s Saringer v. Wchrftld. Dem kais. österr. Hauptmann Josef S- wurde 1841 der Adel mit v. W. verliehen. sE. S.s Zahlern, eine Pfalz. Familie, die aus St. Gallen in der Schweiz abstammt und sich zu Anfang deö 13- Jahrhunderts in die mittlere Pfalz wendete. Deren AnHerr, der Rath und Leib- Medikus des Abts zu St. Gallen, wurde im I. 1728 geadelt. sM. v. M., Erg^433. - Nachtr. z. gencal. Hdb. v. 1780. S. 169. — v- H.s Vergl. verlern. Iayn und Witgcnstcin. Die Gr. v. S. stammen von Friedrich Gr. von Nassau im 9. Jahrh. ab. Die s.-w.-berlcburger Linie wurde im Jahre 1792 reichsfürstlich, die s.-w.-sayn'sche ist noch gräflich, die s.-w.-hvhenstein'sche wurde 1891 fürstlich. sZedler XXXIV. 461-74. — Hartmann's Samml. — Avemann's kirchberg. BcjHreib. 251. 262. 266. 290. 299. 331. — v. Lang 60. — Cast, Adelsbuch von Württemberg. — Taschcnb. der gräfl- Häuser. — Gcneal. Staatshdb. v. 1827 u. f. — Die württemb. Wappenbncher von Dorst u. Tyroff. — Jmhof, notit. proc. I. 6. c. 10. — Hübner II. T. 382—88 u. im Anh. zu diesem Thcil ans den 2 vorlezten Seiten. — Schweder's Theatr. praetens. I. 4. scct. 310. 14. 16. 18. c. 1. — Gothacr geneal. Hofkal. v- 1825. S. 130—32. — Masch 151—53. — Lucä, Grafcnsaal 472—89. — Bilderbcck, Reichsstaat, neueste Ausg. 1234. — v. Hefncr, bayer. Adel >s. 20. Taf. 15; prcuß. Adel S. 25. T. 27. 28; Erg. Bd. S. 9. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — v. H.s S. auch Witgenstern. Ibiluto, s. Zbiluto. Icaccaborogsi, österr.-italienisch. Franz Edler v. S. war 1835 Deputirter für Cremona bei der Centralkongregation zu Mailand. Scagnetti v. Zternbcrg. Der Lieutenant Josef S. zu Trieft wurde im I. 1775 mit v. Stern berg geadelt. IM. v. M. 256. - v. H.s Scagullcr, Johann, Rathsbürger u. Handelsmann in München, wurde 1699 geadelt. sR. T. A. R4 Icala, s. Bern; Voigt. Icala-Monde, s. Malfattis. Icalcniih, eine schles. Familie, welche im I. 1357 in Urkunden, freilich nur einmal in der Person Jeschno's v- S., bei Siuap und Lucä aber nicht vorkommt, so. Ludwig, reliq. Mspt. VI. 463 seq. — Gauhe II. 1754. — v. H.s Zcalich v. Licka. Von diesem Gcschlechte ist zur Zeit nichts weiter bekannt, als daß ein preußischer Premierminister, der sich Marquis v. Verona, Graf v. Hun, Herr zu Crcutzbnrg und Dr. der Theologie nannte, und der seine Familie von den Scaligern zu Verona herleitete, im I. 1577 gestorben ist. sScaligiana, Lips. 1720, und in T. III. Actor. Borussic. — Gauhe II. S. 1754 — 57. — v. H.s Schach chIcalics, Skalitz, eine abgegangene schles. Familie, die zwar Sinap und Lucä nicht mit anführen, v. Ludwig aber in Reliq. Mspt., T. IV. V. VI., in Urkunden von 1262, 1332, 1369 und 1367 Verschiedene als Zeugen aufführt. sGauhe II. 1758. - Zedier XXXIV. 507. — v. H.s Scaliger, s. Bern. Icalvinoni. Aus Friaul stammend kam der kais. Staats - Minister Hieron. v. S. mit dem Fürsten v. Portia im I. 1648 nach Wien und besaß mit seiner Familie im schles. Fürstenthume Bricg das Gut Wilkau. Am 16. Dezember 1689 wurden diese Ritter in die stcycrische Landmannschaft aufgenommen und am 26. Febr. 1697 wurde scner Hierou. v. S. in den Neichsfrciherrn- stand erhoben. Der Frhr. Franz Kristof v. S. wurde 1714 Graf. sM. v. M., Erg. 29. - v. Ledebur II. 344. III. 336. - Sinap II. 426. — Gauhe I. 1433. — Zedier XXXIV. 516. — Schmutz III. 458. - v. H.s Scandcr, s. Rosetti. Scap. Syfridus S., einer der sechs Verwalter des Ram- melsberges bei Goslar, 1319. sUrk.B. f. Niedcrs. III. 75 ff.s Icarauipo, Ambrosius Antonius, erhielt 1569 Bestätigung seines Grafenstandes. sR. T. A. R.s Die Familie scheint Italien anzugehören. Zcarclla, österr.-ita li enisch. Thaddäus v. S. war 1335 Deputirter der Provinzialdclcgation zu Venedig. Scan u. Cronhof. Hieronimus und Matthäus S., Brüder und Doktoren, wurden im I. 1761 mit v. C. geadelt. sM. v. M. 256. — v. H .s chScarlati, ein frhrl. Geschlecht in Bayern. sRanft, gcncalog.histor. Nachr. 29. Thl. S. 467. — Zedier XXXIV. S. 553. - v. H.s Scarpa, I., HandelSgcrichtspräsident in Fiume, erhielt 1858 den österr. rittermäßigen Adel. sA. A. Zeit., Febr. 1858.s Zccninge», s. Schönin gen. Icerwist, s. Zerb st. Schaabner v. Schönbaar. Der Arzt Joh. .Anton S. zu Prag wurde im I. 1764 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 433. — v. H.s Schab auf Nebel und HolM-chc». Der k. bayer. Hofkammcr- Rath Franz Josef S. erhielt am 21. April 1785 ein Adclödiplom. sv. Hcfner, bayer. Adel S. 109. T. 133. — v. Lang 513. — v. H.s ch Schabe, ein Hess. Geschlecht. sSchannat, Client. Fuld. 152. — Siebmachcr I. 139. n. >1. — v. Meding I. n. 719. — v. H.s Ichabih v. Löwinscld. Der österr. Artillerieoberst Heinrich v. S. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. L. Freiherr. sM. v. M., Erg. 82. — v. H.s Ichach v. Königsscld. Der Kammerprokurator in Vord erOesterreich, Johann Thaddäus S., wurde im Jahre 1783 mit „Edler v. K." geadelt, sv. Hefner, bayer. Adel S. 109. Taf. 133. — M. v. M., Erg. 433. — v. H.s f Schachen, auch Spachcr, ein altes schwäb. Geschlecht, gesessen auf Schachen im O.A. Ravensburg. Sie verkauften ihre Besizungen 1291. ^Griesinger 1182.s Schachen, s. Voigt. Ichachenstcin, s- Zippercr. st Schachniann , eine schlesische, sächsische u. oberlausitz'sche Familie, die von den breslaucr Patriziern abstammen soll, aber vor mehr als 259 Jahren schon in den oberlausitz. Ritterstand Schacht — Schad 295 aufgenommen worden ist. Auch in Preußen und Polen (wo sie Szachmann heißt) ist sie schon seit dem 16. Jahrh. begütert. Die Familie ist mit C. A. G. v. S. auf KönigShain in der Oberlausitz 1789 ausgestorben. Er war mit Antoinctte Sofie Emilie v. Damnitz vermählt. Die Ehe blieb ohne Kinder. jv. Zedlitz. — Aufsätze zur Gesch. u. Beschr. der Ober - u. Niederlansitz- l. Königshain. Görlitz, 1797. 4. Mit Kupfern. — v. Ledebur II. 344. — Gauhe I. l483 u. f. — Sinap l. 808. II. 951. — S- Nothii Sche- diaSma in honorem familiae Schachmannianac. — Siebmacher II. 51. Ii. l. — Lucä, schlcs. Chronik 352. — Estor, Ahncnprobe 404. — v. Meding III- n. 713. — Zedlcr XXXIV. 682 u. f. — v. H.) 1. st Ichacht, eine braun schweig. Patrizierfamilie. sLüderscn's Sammlung) 2. st Ichacht, eine Württemberg. Familie. (Neues gencalog. Handb. v. 1778. S. 372. — v. H.) 3- Ichncht. Friedrich Eilhard S. wurde 1682 geadelt. In Bayern als Freiherr aufgeführt, sv. Hefner, baycr. Adel S. 55. Taf.57; Erg.Bd. S. 18. — N.T.A.N. — v. H) Zchachtcn, eine alte unterHess. Familie, die das Erbkämmerer- Amt des Stifts Heese besaß und aus Kurland nach Westfalen, von da aber nach Hessen gekommen ist. Ihre Stammreihc beginnt im I- 1365 mit Dietrich v. S. Sie ist auch in Braunschwcig seßhaft, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 345. — v. Hefner, Hess. Adel S. 24. T. 26. — v. H. — Zedier XXXIV. 693. — Gauhe I. 1484 u. f. — Lüdersens Sammlung) Zchachtmcicr. Ein Major v. S., geb. 1756 in Preußen, stand in preuß. Diensten, wo sich seine Nachkömmlinge noch befinden. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 345) 1. Schuck, eine alte, zu Anfang des 14. Jahrhunderts vorkommende adliche Familie in Nicdersachsen, die sich in Holstein, Pommern, Mecklenburg, Brandenburg, in der Lausitz, in Dänemark u. a. m. Orten verbreitet hat. Einige Linien führten den Grafentitcl; sind erloschen. Ihr Stammherr Jacque soll mit Karl d. Gr. aus Frankreich gekommen, auch mit denen v. Estorp Eines Stammes gewesen sein. (Gauhe I. 1485 u- s. — Spangenberg'S mannsfeld. Chronik 213. - Zedier XXXIV. 696-700. — Ludersen'ö Sammlung, wo sie unter die a usgestorbenen gerechnet sind. — v. Westphalen, monum. inedit. IV. Tab. 20. n. 80. — v. Vehr, rer. Mecklenburg. Lib. 8. p. 1662. — v. Hefner, sächs. Adel S. 45. T. 51; Mecklenburg. Adel S. 18. T- 16. — v. Ledebur II. 345. III. 336. - Mecklenburg. Wappenb. Xllll. 164. — v. Zedlitz. — Kncschkc, deutsche Grascnhäuser. — Siebmacher III. 154. n. 12. X". 153. n. 7. 161. — MicräliuS 523. — v. Meding I. n. 720. - v. H) 2. Schuck v. Nadobeq, Johann Wenzel Karl, kais. Grenzzoll- Kommissär in Böhmen, erlangte unterm 22. Mai 1698 ein ReichSritterdiplom. (R- T. A. N) 3. Schuck v. Wittenau, eine alte preuß. Familie, die noch jezt blüht. Die S- (Schach) v. W. sind mit dem Orden nach Preuße» gekommen u. haben daselbst ansehnliche Güter erworben. Ein Zweig hat in Dänemark die Grafeuwürde erlangt und sich in Schlesien seßhaft gemacht. Magnus Ludwig v. S. wurde 1759 in den Neichsgrafenstand erhoben. sR. T. A. R.) Die Familie ist verschieden von denen v. Schall ohne Beinamen. (v. Ledebur II. 344. - ».Zedlitz. - v. Hcsncr, Crg.Bd S. 48. T. 29. - Zedier XXXIV. 701. — Gauhe l. 1485 n. s. — v. H.) Schlicken, Anton, wurde 1746 geadelt. (R. T. A. R.) Schuckis. Der vcnetianischc Kaufmann Sacco erhielt im Jahre 1677, als er sich in Schärding niedergelassen hatte, von Kaiser Leopold ein Adels- und der baycr. geh. Rath u. Kanzler zu Burghausen, Andreas v. S., am 11. Juni 1690 ein Freiherrndiplom. sFrhrl. Taschcnb. v. 1861. — v. Lang 226. - v. Hefner, bayer. Adel S. 55. T. 57. — v. H. — Kncschke, Wappen II) 1. st Schad v. Ncllmoiit. (Gevicrtct mit einem Adler und Sparren.) Hartmann S. v. B. st zu Salzburg 1602 oder 1622; war k. k. Hauptmann. 2. Schud n. Mittclbilicruch, ein altes, ehedem zur Reichsritterschaft gehörendes adliches Geschlecht, dessen zusammenhängende Stammreihc niit Jakob S. beginnt, der — bereits ulmer Patrizier — 1446 die Herrschaft Mittelbiber ach erkaufte u. von wo an sich das Geschlecht S. v. M. schrieb. Mittclbiberach war ein kais. Reichslehen. Der Adel der Familie wurde öfters bestätigt und Joh. Jakob v. S. im I. 1635 in den Freiherrnstand erhoben. Mehrere aus dem Geschlcchte bekleideten ansehnliche Stellen, und namentlich war Joh. Philipp v. S. im I. 1552 kais. Oberstsilber- Kämmcrcr u. erster Landvogt von Burg au. (Cast, Adclsbuch von Württemberg. — Crusius, schwäb. Chronik. — Sattler, Geschichte von Württemberg. — Die württ. Wappenbüchcr von K. Dorst u. I. A. Tyroff.) Man gibt an, daß Hanns Jakob S., ein nlmer Patrizier, im Jahre 1365 von K. Wenzel den Adel erlangt habe. (Griesinger S. 1182. - v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 23; bayer. Adel S. 109. T- 133. — Bucelini stcmmat. I. — Bürgermeister, vom schwäb. R-Adcl. — Zedier XXXIV. 729. — v. Lang 517. — v. H. Kneschkc, Wappen I.) 1. Schade. In Westfalen gibt es zwei verschiedene Geschlechter v. S.: I. Ein Geschlecht, welches in G. ein r. Müleisen führt. Es ist solches auch in den Nheinlanden begütert. In Westfalen gehört zu seinen Besizungen Ahausen, Grevensten 1534, Husten 1377, Kobbcnrod, Olpe, Westerkotten u. a. (v. Steinen, wcstfäl. Gesch. I. Taf. V. 2. — Grote, hannöv. Wppb. 6.64. — v. Hefner, schwarzburg. Adel S. 60. Taf. 5; hannöv. Adel S. 25. Taf. 28.) II. Ein anderes Geschlecht, in den nördl. Theilen Westfalens, führt in B. einen Helm, der mit drei Fähnlein besteckt ist, rechts R., in der Mitte S., linkö G. Besizungen in Westfalen, im Oldenburg'schen, im Bremen'schen: Buddenburg, Horst, Hundlosen, Nutzhorn, Ritterhude u. a. Die Familie gehört zum Uradel. (Sicbmachcr I. 188. — v. Ledebur II. 345. — Frhrl. Taschenbuch für 1856) III. Ein elsass. Geschlecht v. Schaden soll schon 1466 erloschen sein. IV. Ein weiteres Geschlecht, dessen Glieder im preuß. Heere stehen, führt ein ganz zusammcngcscztes Wappen. (v. Ledebur III. 337) V. Ein Hanns Jakob Schaden erhielt am 6. Mai 1623 die bayer. Edclmannschaft. 2- Schade v. Lcibolh, eine Hess. Familie, die schon im Jahre 1331 vorkommt. (Schannat, Client. Fuld. >32. — Sicbmachcr I. 143. n. 9. v. Meding I. n. 721. — v. H) st Ichadcbac. Herr Peter S., Ritter, bei der Huldigung der Stadt Jagow für den Herzog von Pommern 1349. (Cod- Brandenburg. XIII. 328.) st Schadcdcrg. Hermannus de Scadeberg testis in einem walkenriedcr Brief 1311. (Ilrk. Buch für Nieder). III. 84) Schade». Der ObcrappellationSrath S. in München erhielt auf Grund eines von K. Ferdinand II. am 22. Mai 1649 crtheil- tcn AdclSdiplomS am 31. Aug. 1866 eine k. Adelsbestätigung. Es 296 Schad — Schäs führt diese Familie einen Löwen im Schilde und ist daher von den andern Geschlechtern dieses Namens verschieden, sv. Lang 517, — v, Hcfncr, bayer, Adel S. 109. T, 133, — v, H. — Bayer, Wappb. VIII. 32.j -s Ichadcnosski), eine ursprünglich polnische, nachher schlcsische Familie, deren Stammhaus Savorsitz in Schlesien war. sv. Meding III, n. 711. — v. H.j -s Schadcnwcilcr, ein altes schwäb. Geschlecht mit Schloß im O.A. Rottend nrg, welches noch 1437 blühte. sGricsingcr I183.j -s Zchadcrih, auch Zschadcritz, eine bei Pegau in Meißen begütert gewesene Familie, Der Ritter Dietrich v, S. oder Z. kommt im I. 1371 in einer Urkunde vor, nach dem I. 1587 aber keiner mehr. Georg v. S. kommt im I. 1517 als kursächsischer Amtshauptmann zu Beltzig vor. sGauhe l, 1188, - Zedier XXXIV. 727. — Kuauth, prodr, Misn, p, 313, — Siebmacher I, 152, — v. Ledebur II, 315, — v. H. — Kncschke, deutsche Grafenhäuscr.s 1 Schadcwacht, eine erloschene märkische Familie, sAngeli, Annales 37, — v, H.j Schadncr, Wenzel Franz, aus Oesterreich, wurde 1664 geadelt. fR. T, A. R.jj Schalmm v, Vodcnhaus. Friedrich Wilhelm S., Direktor der Kunstakademie zu Düsseldorf, wurde mit dem Namen S, v. G. am 2V. Jan. 1343 von Preußen geadelt, sv, Ledebur II. 315.j Schlidyk, Gerhard, kais. Hauptmann, erhielt 1621 die Reichs- Adelswürde. sR. T. A. R.j Schädel, Stefan, wurde 1662 geadelt. sN. T. A. R.jj Schilde, ein adliches Geschlecht in Preußen, dem das Gut Skatnicken bei Sehrsten gehört, sv. Zedlitz.^ Schädel, Schede!, v. Schcdlin - Cgarliiiski (s. Czarlinski), ein in Preußen beträchtlich begütertes Geschlecht, welches in R- eine Eule auf gr. Boden führt, sv. Ledebur II, 345,s 1. Schäfer, ein in Sachsen vorkommendes adliches Geschlecht mit einem g, Schäferstabe im bl. Schilde. sSächs. Wppb, V. 75.jj Verschieden von den Schäffcr auf Hornburg. 2. Schäfer, Ferdinand, kais. österr. Major, wurde 1856 vom Herzog von Braun schweig in den Adelstand erhoben, sKneschke, Wappen IV.j Ichäscrsscld, Diese wurden von der Kaiserin Maria Theresia am 6- Juli 1767 geadelt. sSchmutz III, 462. — v. H.jj Schässclmair, Kristof, wurde 1627 geadelt. sN. T, A. N.s 1. Schäffcr, ein in Sachsen mit Hornburg, Lössen und Zöllschen ansässiges Geschlecht, dessen AnHerr der um die Buch- druckerkuust verdiente Peter Scheffcr sein soll. Sein Urenkel erhielt am 1. Aug. 1569 einen Wappcnbricf. Ein Nachkomme desselben ließ sich, als Edelmann anerkannt, 1753 im Halber- stadt'schen nieder, sv. Ledebur II. 347,j> 2. Schäffcr, Der geh. Neichshofkanzlist Friedrich v. S. erhielt im I. 1757 die Bestätigung des Reichsritterstandes. sM, v, M,, Erg, 201. — v, H. — Kneschke, Wappen IV.j 3. Schäffcr v, Dcnistcin. Georg Joh. S., General in fürstlich hessen-darmstädt. Diensten, wurde 1787 mit dem Beinamen v. B. in den Adelstand erhoben. Im I, 1817 erlangte die Fa- ! milie den Hess. Freiherrnstand. jDipl. Jahrb. für den preuß. Staat ^ 1813. S. 300. — v. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 26. — N. T. A. R. ! — Frhrl. Taschenb. v. 1S63.j ' ! 4. Schäffcr v. dcr Mulda. Der Generalmajor und Brigadier Josef S. wurde im I. 1818 mit obigem Beinamen geadelt. jM. v. M. 256. - v. H.j 5. Schäffcr v. Schäffcrsscld. Der Hofrichter Joh. Anton S. zu Göß in Steyermark wurde im I. 1767 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sKneschke, Wappen IV. — M. v- M. 112, - v. H.j Ichäfflcr, Hanns Kristof, erlangte 1629 die N. Adelswürde. jR. T. A. N.j Schält. Der preuß. Kapitän Georg Ernst S. wurde am 6. Juni 1713 in den böhm. rittermäßigen Adelstand erhoben. Seine Voreltern waren Leinwandhändlcr zu Lau des Hut und Schmied cberg in Schlesien. Bei Sicbmacher, I. 187, ist irrig der Name Schäl gcsczt; muß Stacl-Holstein heißen. Das ^ Wappen dcr S. zeigt in S. einen r. Querbalken, darüber und darunter je drei bl. Kugeln. fDorsch, allgcm. Wappcnb. I. 166. — v. Ledebur II. 319 u. 355, unter Scheelen; III. 337. — Bl. v. M. Erg. 201. — v. H.j Ichärdiiigdurg, s. Dietherich. -s Schärdingen, eine bayer. gräfl. Familie, auö der Einer im Jahre 1648 Bischof zu Würzburg gewesen ist. jZedler XXXIV. 771. — W. Hund I. 125-30. — v. H. - Siebmacher II. 8.j Ichärffcndcrg, s. Scherffenberg. Schäriiig v. Kötljcil. Die Geschwister S. wurden 1846 mit v. K. vom König von Preußen geadelt. Die Veranlassung war, daß ein Hr. v. Köthen dieselben an KindeSstatt annahm. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1811. Abth. 2. S. 116. - v. Ledebur II. 352.j -s Schärtingcr, ein görlitzer, jedoch nicht adliches Patrizier- Geschlecht, welches 1667 einen Wappenbrief erhielt, sv. Ledebur II. 352.j Ichäsbcrg, Schafisberg, Schäfbcrch, eine ursprünglich valken- burg'sche Familie, die ihren Namen nach dem Schlosse und dcr spätern Herrlichkeit Schäsberg im Lande Balken bürg trägt. 1273 kommt vor Gerard v- S. als Ritter und Vasall des Herrn von Balken bürg. Konrad v. S. kämpfte 1371 in dcr Schlacht von BäSweiler auf Seiten des Herzogs von Brabant. Die beiden Söhne von Georg v. S- und Anna v. Streithagen gründeten zwei Linien: Johann die zu Schäsberg, Wilhelm die zu Strcithagen. Leztcre starb Ende deö 17. Jahrhunderts mit Michael Frhrn. v. Sch- aus. Die Linie zu S., welche noch im Rheinlande und in Württemberg fortblüht, gelaugte zu großem Auschen und Rcichthum. Johann's Sohn Friedrich kaufte 1619 vom Herzog von Brabant die Herrlichkeit Schäsberg. Dessen Sohn Joh. Friedrich hcurathete Ferdinand« v- Wachtendonk und erwirbt dadurch das Schloß Krikenbcck im Oberguarticr Gel- derns. Johann Friedrich's gleichnamiger Enkel war pfälz. geh. Rath, Oberkammerpräsidcnt, Marschall des Herzogthums Berg, Obcrstallmcister, StaatSminister, Amtmann von Blankenburg, Kommandeur des St. HubertordenS. Für seine treuen Dienste übertrug ihm der Kurfürst von dcr Pfalz die Herrschaft Kerpen u- Lommersum, welche dcr Kaiser 1712 zu einer Ncichsgrafschaft erhob, wobei die Freiherren v. S. die R-Grafenwürde empfingen. Zur frauzös. Zeit gingen Kerpen u. Lommersum an Frankreich über; die Grafen v. S. wurden durch Thann heim in Württemberg entschädigt. Der Urenkel des genannten Johann Schät — Schaf 297 Friedrich, Richard Ncichsgraf v, Sch,, Herr zu Thann he im, starb kinderlos; sein Bruder Heinrich, Herr zu Krikcnbeck/ hinterließ zwei Söhne: Rudolf, vermählt mit Mechtildis Reichs- Gräfin v> Waldburg-Zcill, Herr zu Krikcnbeck; Julius, Wittwcr von Thekla Reichsgräfin v, Hompesch, Herr zu Thann- heim. Das gcviertete Wappen hat im 1. und 4. F. drei rothe Kugeln und darüber einen bl, Turnicrkragen im s. Feld; im 2. u. 3. F. ein r, Hirschgeweih im gold, Felde, Als Hclmzicrde ein Pfancnschweif. sQnir, die Reichsgrafen v, Schäsberg zu Kerpen und Lommersum, Aachen, 1841. — v, Hnmbracht, Taf, >26, die zwar nicht dieses Geschlecht, aber doch Mehrere mit demselben oder denen v. Daun verwandte Familien darstellt, — Allgem, gcneal, Hdb. I, 762, — Zcdler XXXIV. 775, — Gauhe I. 1438 n,f, — Rodens ll, 102—103. — Siebmachcr IV, Igt. n. 4, — v, Meding II. n, 760. — v, Zedlitz, Johann v. Sch., in den kaiicrl. Erblanden, wurde 1637 Freiherr. sR, T, A, R, — Geneal, statist, Hdb. von 1827, ödster Jahrg. u, f. — Gothacr Hofkal, 1834 u, f. — Die württ, Wappcnbncher von K, Dorst u, I, A, Tyroff, — Cast, Württemberg. Adelsb, — Fahne I, 376, II. 126, woselbst ein Stammbaum, — v, Hefner, württ, Adel S, 3, Taf, 4, — v, Ledebur II, 345. — v, H.s 1 Schätcsack, auf Lodcrsleben in Thüringen, 1650, Wappen? sv, Ledebur II, 352,j Zchähei, Schätzcll, Schctzel, Es gibt, nach v. Ledebur II, 352, drei Geschlechter dieses Namens: I. Die S. v. Merxhausen oder Mertzhauscn, deren Hcimath Hessen und Thüringen ist. W.: In R. und G, gespalten, darin ein Löwe mit wechselnden Farben. sSiebmacher I, 134st II. Die v. S. in Bayern; in Schw- ein g. Löwe. sSiebmacher II. 54.^s Siehe Schätzler. Von ihnen sollen die v. Schätz! in Preußen abstammen, welche jedoch in N. einen s. Löwen führen. Siehe Schätz!. III. Die v. S. in Pommern, welche auch in Brandenburg und Westpreußen begütert sind, 1749. Wappen: In Schw. ein geflügelter Greif, auch eine aufsteigende Spize, unten der Greif und oben zu beiden Seiten eine Traube. Schälst, ein prenß. alladlicheö, inOestcrreich u. Steyer- mark frhrl- Geschlecht, welches Waldck, Lemberg u. Penthof in Stcycrmark besaß. sSchmutz III. 469. — v. Zedlitz. — v. H .s Schalster, Der Bankier und Finanzrath Joh. Lorenz S. zu Augsburg ward am 25. Nov. 1821 auf erfolgte Nachweisnng seiner direkten Abstammung ans dem nraltritterbürtigcn Gcschlechte der Freiherren v. Schätz! zu Hormansperg, WatzmanSdorf und Tyrnau vom König von Bayern in den Frciherrnstand seiner Vorfahren wieder cingcsczt. sNeggs. Blatt von 1822. Nr. 3. — Bayer. Wppb, X. 7. XV. 43. — v. Hefner, baycr. Adel S. 55. T, 57. — Taschcnd. der frhrl. Häuser für l859.s Ichäoc, Schere, in Wcstpreußen auf Lichtfelde. W.: ? sv. Ledebur II. 353,) Schaven, Scheven, auf Serrechnen in Preußen, W,:? sv, Ledebur II, 353,1 S, Schede, Zchävcnbach, Bernhard S. erlangte am 24, Mai 1654 den schw cd, Adel, Die Familie ist in Vorpommern mit den Fideikommißen Münks und Sommerfeld angesessen, sv. Ledebur II. 353, — Kncschke, Wappen II,s 1, st Schaf, Schafen, eine schlesische Familie, die seit dem Jahre 1424 vorkommt. Dieses Namens sind zwar drei Familien Stammbuch des Adels in Deutschland. III. bei Sinap angeführt, welche nach Gauhe von einander verschieden sein sollen. Doch scheinen es nur zwei Familien zu sein, welche bei Erwerbung von Gütern sich die Namen derselben als Beinamen zugelegt haben. Die S., beigenamt v. Weist ritz, sind ebenso, wie die S., beigenamt v. Zicbendorf (ein durch Heurath des Samuel v, S. erworbenes Gut), längst erloschen. Dieser Leztere wurde am 18. April 1676 in den böhm. Adelstand erhoben. sv. Ledebur II, 345, — Siebmachcr I, 64, n 9. — Gauhe I, 1489. II, 1762. - Sinap I, 803, II, 210, — Zedier XXXIV. 781. — v, Meding I. n, 722 n. 23, — v. H.s 2, Schaf ii, Habclsee, Johann, kais. Oberst, wurde 1655 geadelt, sR.T.A.RJ Ichassarzick i>, Thiirnscld, Der Zeuglieut. Anton S, zu Her- mannstadt wurde im I, 1760 mit dem Beiname» v. T, geadelt. sM, v. M. 256. - v. H..1 Schafflicrgcr v, Freqlnirg, Johann Heinrich, wurde am 29, Okt. 1699 in den alten Rittcrstand erhoben, sv. H.) Schaffelilstus, ein schwäb. Geschlecht; es stammt ans Polen, ist jezt gräflich und besizt seit 1784 die Grasschaft Mukadel. sGriesinger 1184. — Estor's Ahnenprobc 48, — Siebmachcr III. 107. n. 10, — v, Meding I, n. 724, — v, H.s 1 Schaffclltliiigcii (Schäflachingcn 1294s, Weiler im O.A. Bland euren. Der Stammst; war früh thcilweisc in fremden Händen; 1294 verkauft Burkhard v. Eberb ach all sein Gut daselbst an das Kloster Söflingen, 1609 überlassen Hanns Eberhard v, S, und seine Frau dem Kloster S. ihren untern Hof daselbst um 1155 fl,, die Uebernahme von 600 fl, Schulden und ihres elterlichen Leibgedings, sMemminger, O.A. Rlaubenren 153. — Griesinger 1184,s 1. Schaffenlnirg, eine alte frhrl, n. gräfl. Familie in Oesterreich, von welcher Joh. Friedrich v. S. von 1381—87 Bischof zu Passan gewesen ist. sBucelini Germ, sacr, — Gauhe I. 1489. II, 1004. - Zcdler XXXIV. 785. — v. H.s 2. Schasscnlnirg, Joses S, und sein Bruder Karl wurden im Jahre 1755 in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 142. — v. H.j Ohne Zweifel möchten die beiden Brüder Nachkömmlinge des Schaper v. S. sein. Siehe diesen Artikel. Schassgotsch, vormals Scoff, Schoff und Schaff, welchen Namen dieses alte, schon im Jahre 1174 vorkommende Geschlecht nachher in Schaffgoth verwandelte und dem ältern-die Silba Gotsch oder Gotthard beifügte, was GottschenS Schaff II., eines sehr berühmten Mannes Descendenz, that, um sich von den übrigen zu unterscheiden. Zuerst wurde Joh. Ernst v. S. am 31, Okt. 1658 Freiherr, dann wurde Joh. Wilhelm v. S, am 23, Sept. 1696 in den alten Herrcnstand aufgenommen. Im I, 1674 erhielt die böhm. Linie die Grafen- und Semperfr. - Würde, desgleichen in den Jahren 1703, 1705 und 1708, nachher die nach- benanntcn. Sie waren auch in Böhmen und im 13. und 14ten Jahrhundert in Thüringen seßhaft. sTaschenb. der gräfl. Häuser auf 1836 u, f. — Hyrtl, die fürstlichen gräfl. u, frhrl. Fam, der ostcrr, Monarchie 1850. — v Zedlitz, Ad, Lex, v, Ledebur II. 347, — v, Hefner, prenß. Adel S, 25, Taf, 28, — M. v, M, 28; Erg. 29. - Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. — v. H. - Joh. Trallesii (Pastor. Husberg, Lilcsiac.) Stemmatographia Schafs- qotschiana. mit s, Mansoleo sckaffgotschiano, Lips. 1621, 4, — Hiibncr III, T. 910-16, - v, Meding III, n, 715 - 17. - Th, Krause's Misccll. gcutis Schaffgotschianae, oder geneal Bericht von dem uralt, Geschl, derer Herren v, Schafgotschen. Striegan. 1715, Mit K, 4, 30 Bg, — Sinap I. 130. — Spencr, thcor, insign, 157. — Seifert, Tab. 44 —46, — Siebmacher I. 61. n, 6, — Kvhler's Wappcnkal. v, 1751. S. 100. — L-eifert's 38 298 Schaf — Schal rechr anfeinandcrfolg, Ahnentaf. n, 33, — Gauhe I, 1489—92, — Zcdlcr XXXIV, 785-800, — Allgcm. gcncal, Hdb. I, 763-63, - v, H.) Ichnffhaufeii, cin allritterliches Geschlecht in Westfalen, von wo sich ein Zweig nach Kurland gewendet hat. Der in Westfalen verbliebene Stamm ist 1625 erloschen. Der knrländ. Zweig blüht. W.: In G. eine schw. Lilie. Uebrigcns findet man daS Geschlecht auch Schaafhausen, Schaphusen geschrieben, sv. Ledebur II, 348.j Schaffhütcl. Der Oberlicut. Josef R. wurde im I. 1795 geadelt. (M. v, M., Erg. 434. — v, H.) 1. st Schoffiiioim, cin stcyermärk. sGeschlecht, das in den kaiserl. Erblanden seßhaft war, wovon Einige sich S. Freiherren v. Hemmcrlcs schrieben, deren Anentafcl bis 1728 zurückgeht. Im I. 1769, nach Andern 1699, wurde Johann Franz Schafmann v- H ci m e r l c s in den N.Freiherrnstand erhoben, (v. Schall- hammern.j 1693 war salzbnrgcr Landmann geworden Josef Frhr. S. v. H. st als der Lezte seines Stammes am 26. März 1793. sv. Hattstein, III. Suppl. 132 u, f. — Schmutz III. 462, - Zedier XXXIV. 811. — Siebinacher V. 64. n. 10. — v, Mediug III. n. 718. - v. H.) 2. Schassmann, Jobst, kais. Zimmerwärter des Schlosses zu Prag, erlangte 1629 den Adelstand. (R. T. A. R.j Schaffner v. Schasftnstci». Der österr. Generalmajor A. S. wurde 1866 mit obigem Beinamen geadelt. sA. A. Zeit., April I860,s st Schosfoltiiigrr, ein altes österr. Geschlecht, aus welchem Sigmund S. im I. 1455 Stadtrichtcr zu Steher war. Alt- baherisch. Magdalena S. zu Kirchötting. Georg und Wilh. S. zu Eschelbach (Erding), ihre Söhne, in der bayer. Laudtafel 1496. (Im Schild drei Spieße schräg gelegt untereinander.) (Preveuhuber 's Annal. Styrens. 108. — Zcdlcr XXXIV. 801. - Gauhe II. 1763. — v. H.s st Ichasfrath. Die Brüder Joh. Gottlieb und Joh. Basti S. wurden im I. 1726 in den Reichsritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 201. - v. Ledebur II. 348. - v. H.) st SchaMädt, Schafstädt, Schaafstcdt, ein aus Sachsen stammendes Geschlecht, welches im 16. Jahrh. erloschen ist. Es besaß, 1414, Salzunger zu Halle. In Preußen blühte dasselbe noch im 18. Jahrh.; es hatte ansehnliche Bcfizungen in lezterer Provinz. Karl Otto v. S. war 1794 k. prenß. Oberstlieutenant, sv. Ledebur II. 348.) Schafhoufcn, Nikolaus, in Sachsen, wurde 1654 in den Adelstand erhoben. (N.T. A.N.) Schashudt, Schafhuedt, Kristof und Michael, wurden 1631 geadelt. (N.T. A.N.) st Schagen, eine alte oldcnburg'sche Familie, die im ersten Jahrzehend des 18. Jahrhunderts mit Otto Reinhard v. S. ausgestorben ist. (Zedier XXXIV. 313. - Gauhe I. 1492. - v. debur II. 349. — v. H.) Schagncti v. Thouiagnini. Die Brüder Franz Josef, Mathias und Josef S. wurden im I. 1761 mit dem Beinamen v. T. in den böh m. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 434. — v. Ledebur II. 349. - v. H.) Schaguna, A., griechischer nichtunirter Bischof in Siebenbürgen, erlangte 1852 den Freiherrnstand. sA. A. Zeit, v- 1852.s> st Schaidt v. Ehiirnstcin und Postmünstcr. (Wappen: Ein Ring, darin cin halber Hirsch.) Franz Jgnaz S., kurfürstl. Hofkammer- Sckrctär w. zu München, st 1721. Anna Maria, eine geborne S. v. T. u. P., war des kurbaher. Hofraths Nigl v. Affter- hauscn Wittwe, starb zu München am 8. Juni 1686. Die beiden Güter T. und P., in Niederbahcrn gelegen, kamen durch Erbschaft an die Freiherren v. Goder. Schajota, Johann, ReichShofrathskanzlist, erlangte 1623 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.j Schakmin, österreichisch. Franz Frhr. v. S. war 1796 k. k. Rath bei den vorderöstcrr. Landrechten. (Wiener Adreßbuch 1796.) Schalcnosskq, cin schlcsischcs Geschlecht, dessen Stammhaus Savorsitz gewesen ist. (v. Mcding III, n, 714. — v. H.) Ichatcttari o. Ichönwald. Anton Paul S. wurde im Jahre 1754 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M,, Erg. 434. — v. H.) st IchMsdurg, alte schwäb. Ritter, welche von 1252 bis 1368 auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Balingen hausten und in Urkunden bis dahin vorkommen. (Griesinger 1187. — v. Hefncr, st schwäb. Adel S, 14.) 1. Schall, Georg, kais, Hauptmann, wurde im I. 1624 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.^j 2. Schall v. Dell und Schall-liiancourt, eine adliche, nun frei- herrliche Familie in den Rheinlanden, von der eine Linie sich im 16. Jahrh. in Liefland niederließ und daselbst das Erbland- Marschallamt erlangte. Eine Linie dieses Geschlechts hat am 1. Okt. 1754 die Grafenwürde erhalten und schreibt sich S.-R. Sie ist in Sachsen mit verschiedenen Gütern angesessen. (Taschenb, der gräfl. Häuser auf 1848 u, f, — Siebmacher, Suppl. VII, 6, — Fahne I, 377, wo eine Stammtafel; II. 126. — v- Hesner, sächs- Adel S. 5. T, 4. — v. Ledebur II. 349. — Sachs. Wppb. II. 5. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — Moskowit. Gesch. Kalender 24. — Zedier XXXIV. 832. — Gauhe I, 1492. - v. H.) 3. Schall v. Falkcnsorff Der Generalmajor Georg S. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. F. geadelt. (M. v. M. 256. - v. H.) st Ichallart v. Mendorf, eine ursprünglich niederländische Familie, welche mit Joh. Georg S. v. O. gegen das Ende des 17. Jahrhunderts erloschen ist. sM. S.^j st Ichalldorf (Zaldors). Antonius v. S., kurbaher. Offizier, st 1764 zu Rosenheim (?). sO. S.j Schallck. Diese besaßen die gleichnamige Herrschaft im 14ten und 15ten Jahrh. in Stehermark. (Schmutz III. 464. — v- H.) Schallcnlicrg, Schallenburg, Herren, Freiherren und Grafen in Oberösterreich, deren Stammhaus gleichen Namens im Mühlviertel unweit Bieberstein in Ruinen liegt. Thomas v. S. hat schon im I. 1165 den Turnieren beigewohnt. Kristof Dietrich v. S. war der erste Freiherr und Kristof Georg v. S. wurde nebst seinem ganzen Hause im I. 1666 von Kaiser Leopold in den Grafenstand erhoben, (v. Hoheneck II. 261—89. — Zedier XXXIV. 332. — Hübner III. T. 835-37. — Bucelin, Germ. III, p. 22. — Brandis, tiroler Ehrenkr. n. 49. — Gauhe I, 1493, — Siebmacher I. 37. n. 4. V. 10. n. 8; lezteres unter dem verstümmelten Namen Saleburg. — Spener, hist. insign. 521, Tab. 21. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Hyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien Oesterreichs 1850. — Fahne I. 379. — v- H. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser.) Schallcnlicrgcr, steyermärkische Ritter. Kaspar Ritter v. S. wurde im I. 1519 zum Laudrath vom Nitterstande erwählt. Schal — Schar 299 sv. Prcvenhucber, Annal. Styrens. P. 20?. 243. — Zedier XXXIV. S. 835. — v, H.s 's Schallcnftlb, ein frhrl. Geschlecht in Schlesien, das aus Böhmen entsprossen. KaSpar v. S. wurde am 20. Jan. 1668 in den Adel- und am 11. Juni 1673 in den Freiherrnstand erhoben. DaS Geschlecht ist erloschen. so. Zedlitz. — v. Ledebur II. 340. — v. H. — Sinap II. 427. — Zedier XXXIV. 835. - Gauhe II. 1763,s 1. Schalter, SMer v. Löwcnthat. Der k. Oberst Franz Nikol. v. S- wurde im Juli 1733 oder 1723 mit seinen Nachkommen in den alten edlen Banner- und Freiherrnstand des hl. röm. Reichs erhoben. Wanst, Archivar. >733. 482. 1735. 165. — Zedier XXXIV. S. 835. — M. v. M., Erg. 96, s Nach dem frhrl. Taschenbuche von 1857 heißt die Familie eigentlich Solar de Levdal und soll goth. Ursprungs sein. Nach Erwerbung der Güter Kuzma durch Oswald u. Schierel!) durch Demetrius in Siebenbürgen, will die Familie 1408 die ungar. Freiherrnwürde erhalten haben. lr. H.s > - 2. Schalter. Der Bürgermeister Phil. Heinr. S. zu Pettau in Steycrmark wurde im I. 1792 in den Nitterstand erhoben und dann in demselben Jahre wegen 26jähriger Dienstleistung als Hauptmann - Auditor u. wegen der Familienverdicnstc seiner aus dem Hause v. Haracour in Lothringen abstammenden Gemahlin Freiherr. sM. v. M. 142 u. 82. — v. H.s 3. Schalter ». Hirschau. Der Oberlicut- Johann S. wurde im Jahre 1817 mit v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 434. — v. H.s Schalter», Kaiser Josef 1. ertheiltc dem bayer. Kammerrathe Mathias S. im I. 1708 ein Nitterdiplom, welches K. Karl Vl. am 20. Febr. 1766 bestätigte, sv. Hefncr, bayerischer Adel S. 109. Taf. 133. — v. Lang 518. — v. H.s Zchatlcrstcin, s. Trettina. Schallhammer. Der Inspektor der Messinghandlung in Salzburg, Frauz Martin S., erhielt am 13. Sept. 1727 von Kaiser Karl VI. ein Adclsdiplom. sv. Lang 5l8. — M. v. M., Erg. 434. - v. H.s Schatscha, ein eidliches Geschlecht in Schlesien, welches Mosuran bei Oppeln bcsizt. Heinrich v. S.-Ehrenfeld ist preuß. Obcrlandgerichtsrath in Ratibor. sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 349.s Schaniborski, waren in Westprcnßen angesessen. Wappen? sv. Ledebur II. 350. III. 337. s Siehe Szumboröki. Schammcr, eine 1740 zu Frensdorf in Anhalt angesessene Familie, aus welcher Hanns v. S. 1580 gräflich barby'scher Hauptmann zu Nosenburg war. sv, Ledebur II, 350. III. 337.sj Schau oder Scham, I., kais. östcrr. Oberst, erlangte 1850 den rittcrmäßigcn Adclstand. sM. S.s f Schanbach, ein altes schwäb. Edelngeschlecht, welches zwischen 1262 u. 1463 blühte und seinen Sitz im O.A. Kanstadt hatte. sGriesiugcr l l89. — v. Hefncr, -s schwäb. Adel S. 14.> Schanbcrhasy, Schanderhazy, Sanderhazyi. Die Familie stammt aus Ungarn; aus derselben traten Mitglieder in k. preußische Kriegsdienste, sv. Ledebur II. 350.s Schanbcrncl, Kristof, kaiserl. Hofhandelsmann und Bürger zu Augsburg, erhielt 1621 die AdelSwürdc. sR. T. A. R.s Schanbromich v. Hriegstrcu. Der österr. Plazmajor w. S. wurde 1852 mit v. K. geadelt. sA. A. Zeit. v. 1352. — Oesterr. Milit. Schernau v. 1853.s ch Zchaiiemitz, Tschanowitz, Szannwitz, ein sächsisches, im 13. und 14. Jahrh. in Urkunden vorkommendes Geschlecht. Im Brandenburg'schen war dasselbe noch im 17. Jahrh. begütert; ebenso in Preußen. Wahrscheinlich dasselbe Geschlecht, welches unter dem Namen v. Schantzcn im Fischhausen'schen vorkommt. sv. Ledebur II. 350.s Wappen? Schmitz, österreichisch. Johann Ritter v. S. war 1857 k. k. Generalmajor und Brigadier beim 4. Armeekorps. Schapeliiuui, Hanns und Mathes, erlangten 1617 die Adels- Würde. sR. T. A. R.s 1. Scheper, Johann Friedrich, Hofgcrichts- n. Kommisstons- Rath, wurde am 31. März 1714 in den preuß. Adelstaud erhoben. sv. Ledebur II. 350. n. I. III. 337. — Preuß. Wppb. IV. 44,s 2. Scheper, Kristof, Hof- und Justizrath, Sindikus bei dem Magistrat in Braunschweig, erlangte am 10. Juli 1789 den Adclstand. sv. Hcllbach, Samml.s v. Zedlitz, Ad. Lexikon, sagt, daß die adliche Familie v. S. Mecklenburg angehöre. Vielleicht hat eine der schapper'schcn Familien sich daselbst angekauft oder es gibt noch eine verschiedene, Mecklenburg ungehörige Familie. Auch v. Ledebur scheint hierüber keine sichere Auskunft geben zu können; denn er führt, n. III u. IV des Art. Schapper, zwei Familien an, deren Ursprung unerklärt bleibt. sv. Ledebur II. 350. n. Il.s 3- Schapcr v. Zchassenbiirls. Der äußere Rath Joh. Heinrich S. zu Wien wurde im I. 1741 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg, 434. — v. H.s Siehe auch Schaffenburg. Schapka v. Ehrenbuch. Der Karabinicr-Rittmeister Wenzel Jgnaz S. wurde im I. 1767 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 256. — v. H,s Schaplau, s. Hertel und Schaplo. -s Schapio, Schaplan, eine in der Niederlausitz an der mittelmärk. Grenze begüterte Familie, aus der zuerst Otto v. S. im I. 1492 vorkommt. Die Familie scheint erloschen zu sein, da die Tochter des Anton v. Schapelow sämmtliche Güter erhielt und sie dem Feldmarschall v. Dörflinger zubrachte. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 350. — Beckmann. Topogr. Marchiae I. 278. — Gauhe I. 1493 u. f. — Zedier XXXIV. 876. — Rcinmann, histor. lit- geneal- 91. — v. H.s Schappanst. Der kais. Rath und Neferendaradjunkt deutscher Expedition, N. S., wurde 1724 in den R. Adelstand erhoben. sR. T. A. R.s Schapunie, s. Subota. Icharassy, auf Schnackenburg in Pommer n. W.: ? sv. Ledebur II. 351. s Scharda, I., Pens, österr. OberlandgcrichtSrath, erlangte 1860 den rittcrmäßigcn Adel. sA- A. Zeit., Sept. 1860J 1. Scharben, eine brandenburg. adliche Familie. IZedler XXXIV. 927. — v. H.s 2. Scharben, Schardius, Schartow, ein berliner u. stendaler Stadtgeschlecht, welches auch in Halle seit dem vorigen Jahrhundert mit eidlichem Prädikate erscheint. Es ist in der Mittel- und Alt mark begütert, sv. Ledebur II. 351.s Ob mit Scharten einerlei, kann man nicht sagen. Schardig. Der k. preuß. geh. KricgSrath v. S. erhielt 1716 ein Erueuerungödiplom über seinen Adel. sR-T. A. R.s s Scharcnstettcn, ein schwäb. Geschlecht. Scharenstetten ist ein Dorf auf der Alp bei Blaubeuren. Im 13- bis 16ten 38* 300 Scharf — Scharff Jahrhundert Urkunden Viele des Geschlechts. 1281 Friederich, 1292 Verengen, 1298 Ulrich, 1305 Walthcr v. S. Hainz v. S. saß 1343 zu Giengen, Kunz v. S. 1355 zu Heidenhcim; Watther v. S. verkauft 1358 seiu Gut zu A s ch an das Kloster Btaub euren, Peter 1365 das Patronat von Nattheim. 1547 verkauft Mar v. S. seiu Haus in Bertizheim an die Stadt. Waren hclfcustciu'sche Dienstlcute. sMcmminger, O.A. Blaudcuren 195. — Salver 116. Tab. 16. n. 51. Tab. 26. n 76 nnd 259. — Siebmacher 1. 119. n. 16. — v. Mcding III. n. 7!9. - v. H.) -s- Ichiwfeiibcrg. Unter K. Friedrich II. ist Heinrich v. S. Bischof von Spei er. Die Burg S. ist nicht fern von Hohenstaufen und längst verfallen. Scharftnftld, s. Mischtiak. f Sch»rsciistci», eine vormals cichSfeld'sche, nachher im Herzogthum Gotha zu Goldbach u. Hochheim begüterte Familie, deren Stammrcihe im I. 1246 mit Anarch v. S. angefangen und bis 1692, wo der Leztc des Geschlechts, Hanns v. S., gestorben, fortgeführt ist. Sie hat ihren Namen von dem auf dem Eichsfelde von ihnen erbauten gleichnamigen Schlosse. sGauhc I. 286. — Brückner l. Th. 9. St. 16. - Gleichcnstein n. 76. - Wolf, eichsfcld. Urk.Buch 17. — v. Ledebur II. 351. - v. H.) Scharftnftciii, s. Cratz v. S.; Zcu eggen. 1. 1 Scharst, eine abgegangene Mecklenburg. Familie, aus der die drei Brüder, Anton, Hennecke u. Heinrich v. S. um das Jahr 1367 lebten. j> Meding II. n. 762. — v. H.) 2. Scharst. Der Obercinnehmer der Mauth-, Steuer- und Wcggefälle, Joh. Kaspar N. zu Gr ätz, wurde im I. 1769 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 256 n. 434.) Diese Standes - Erhöhung wurde 1851 von Bayern bestätigt, sv. Hefner, bayer. Adel S. 109. Taf. 133.) Der Erhobene hatte den Beinamen v. Scharffen stein. Kneschke, Wappen, III- 394, sagt, daß Hermann S., aus einer frankfurter Familie, am 24. Mai 1851 vom König von Bayern mit „v. Scharsfenstein" geadelt worden sei. Thomas Jgnaz S. wurde am 18. März 1700 in den Adelstand erhoben. Joh. Lorenz v. Scharff oder Scharpf, kurmainz. geh. Rath, Lehnprobst und Kreisgesandtcr in Nürnberg, dessen Sohn in knrbayer. Diensten stand, erlangte 1715 den Freiherrnstand. sN. T. A. R.) Wann derselbe geadelt worden ist, oder ob er ein Nachkömmling von einem der beiden vorstehenden geadelten v. Scharff gewesen sei, weiß man nicht anzugeben. sv. H.) ^ 7 Scharst. Der kais. Hofrath der allgemeinen Hofkammer, Franz Vinccnz S., wurde 1792 in den erbl. Ritterstand erhoben Sein Sohn Joh. Nepomuk machte sich in Mähren ansässig und erlangte 1813 die Freiherrnwürde, starb aber 1841 ohne Kinder. ITaschenb. der frhrl. Häuser auf 1849. — M. v. M. 83; Erg. 261.s Bei M. v. M. wird Franz Vincenz als schon zur Zeit adlich angegeben, wo er in den Ritterstand erhoben wurde. Von welcher Familie Scharff derselbe abstammte, kann man nicht angeben. 4. Scharst v. Icharsciistts. Der öfterr. Hauptmann Johann S. wurde im I. 1772 mit obigem Beinamen geadelt, sM. v. M. 434. — v. H.s 5. Scharst v. Werth, ein 1537 von Kaiser Ferdinand geadeltes Geschlecht, welches in Preußen und in Schlesien angesessen ist, 1720. Wappen? sv. Ledebur II. 351.) Icharffcistach, s. Popowsky. 1. Icharffcndcrg, eine im 16. Jahrh. in Westfalen vorkommende Familie, welche Scharsfenbcrg bei Brillon besaß. W.:? sv. Ledebur II. 351. n- Iis 2. Scharsscnbcrg, Scharffenberger, ein in der Oberlausitz gesessenes Geschlecht, welches am 16. Febr. 1554 von Kaiser Ferdinand I. geadelt worden ist. jDorst, allgem. Wppb. II. n. 272. — v. Ledebur II- 351. n. Ill.s W.: In B. über einem g. dreihügcligen Berge ein w. hervorspringender Bock mit g. Hörnern, darüber drei g. Sterne. 3- Icharstciiberg, Scharpcnberg, eine Mecklenburg. Familie, die in diesen Landen abgegangen, soll aber in Norwegen noch blühen. Wappen: Eine Pfeilspize. sv. Ledebur II. 351. — v. Wcstphalcn, monnrn. inedit. 26. Tab. IV. n. 86. — Siebmacker II. 41. n. 6. — v. Meding I. n. 726. — Gauhe I. 526. — Ind. nobil. Bremens, p. 58, wo sie mit denen v. Scherffen- berq für ein u. dasselbe Geschlecht gehalten werden. — Zedier XXXIV. SJ937. — v. H.) 4. Scharstcnticrg, eine sa chscn-lauen bürg'sche Familie. sZedler XXXIV. 937. - v. H.) 1 Icharstkiicck. I. Ein ehemaliges freiherrl. Geschlecht, aus welchem Einer Namens Konrad von 1262 — 1294 Bischof zu Spei er gewesen ist. sZedler XXXIV. 338. — v. H.) II. v. Ledebur, II. 351, führt ein 170? ausgestorbenes böhmisches, nachher oberlausitz. Geschlecht an, welches sich aber eigentlich Klug v. S. nannte. Es war im lauban'schen Kreise angesessen. Wappen? Schlirstciiorth, auf Scharffe north und Wen dehnen in Preußen, sv. Ledebur II. 352. III. 337.) W.: Nalencz. Scharsfenstein, gen. Pfeil. Diese Familie S. gehört ursprünglich zum Patriziat von Köln. Daem Pfeil, Goldschmied, gestorben 1533, ehelichte die Lezte v. S. (?) nnd erbte Namen und Wappen. Am 29. Aug. 1616 erlangte Johann v. S., gen. P., Bestätigung seines alten Adels nnd Vereinigung des v. benesiß'- schen Wappens mit den seinigen. Sehr häufig versahen Mitglieder dieses Geschlechts das Bürgermeisteramt in Köln. Am 13. Juli 1743 erhielt die Familie die Reichsfreiherrnwürdc. Sie ist nun auch in Böhmen seßhaft. Maria Franziska v. Scharfenstein, genannt v. Pfeil, präsentirte um 1760 ihre 16 Auen. Das Kapitel des Stifts Maria in Kipitol bestritt die adliche Eigenschaft der Bittstellerin. Der Kaiser entschied zu derselben Gunsten. Der Prozeß wurde durch den Druck veröffentlicht. ITaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. f. — Genealog. Staatshandb. v. 1748. S. 327. — v. Lang 64. — Bayer. Wppb. XVI. 45. — Fahne I. 38. II. 127. — v. Hefner, bayerischer Adel S. 56. Taf- 51. — v. Ledebur II. 351.f W.: In G. 8 schw. Steine. sKncschke, Wappen I. 397. — v. H.) Scharfssted, Schartsed, ein bayer. frhrl. Geschlecht, aus dem im I. 1725 w. ein bayer. Hofkammerrathsdirektor bekannt ist, welcher (Felir Franz) im I. 1730 Kammerpräsident u. geh. Rath wurde. sBucelini stcmmat. IV.) Schon 1407 war Stefan v. S. bekannt. sZedler XXXIV. 953. — Gauhe I. 1495.) Kurfürst Mar Emanuel bewilligte am 23. Aug. 1681 dem Rentmcister des Oberlandes und Hofkammerrath Franz Felir Scharffsedt das Prädikat „von" und erhob ihn unterm 12. Juni 1690 in den Frciherrnstand. sDekretenbuch. — Zedier XXXIV. 939. — Gauhe II. 1764. - v. H-I 1 Scharsssöd, ein altes oberlausitz'sches Geschlecht, das im Jahre 1614 mit Heinrich v. S., der wegen eines Mordes enthauptet wurde, ausstarb. sCarpzov, Analect. Fastor. Zistaviens. V. Schan '— Schau 301 p, 302 u. f. - Zedier XXXIV. 939. — Gaube II. 1764. - v. Ledebur II. 352. — v. Hst Icharich v. Wranik. Der österr. Plazmajor zu Ofen, Philipp S., wurde 1853 mit v. W. geadelt. HA. A. Zeit. v. 1853. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1853st Scharingcr u. Lainazon. P. S., kais. österr. Oberst, wurde 1853 iu dcu rittermäßigeu Adelstaud erhoben. sE. Sst 1. Scharnhorst, eine brciunschwcig'sche Patrizierfamilie. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts ward der nachmalige Kanzleidirektor Gustav Karl S., gest. 1736 zu Stade, Erbherr auf OHiendorf, in den Adelstand erhoben. Sein Vater war der schwed. Zollinspektor Gustav S., geb. 1712 zu Brunshansen. Sein Sohn Karl v. S., gest. 1763, war Kanzleidircktor zu Celle. Die Familie besizt Bordenau im Kalcnberg'schen. Wappen: Silb. Sparren, rechts oben g. Flügel in Schw., links oben schw. Flügel in G., unten in B. ein g. Kranich. sv. Ledebur II- 352. n. II. — Kneschke, Wappen II. — v. Hefncr, hannöv. Adel S 25. T. 28. — Zedier XXXIV. 946. — Lüderfen's Sammlung. — Grote, hannöv. Wppb. L. 9. — v. Hst 2. Scharnhorst. Der preuß. General Gerhard David S. stammt aus dem Hannoverischen und ist am 14- Dez. 1832 in den preuß. Adclstand erhoben worden. Wappen: In B. ein f. Schrägrechtsbalkcn. sv. Zedlitz. — v. dem Knesebeck. — Preuß. Wppb. IV. 44. — v. Ledebur II. 352- — Kneschke, Wappen llst Scharon«», f. Scharowetz. Icharowrtz v. Scharon«!, eine alte fehlefische Familie, die ursprünglich in Böhmen und Mähren wohnte, wo sie Ssaro- wecz v. Ssarowa genannt wird. Jakob v. S. lebte im Jahre 1533. sPaprocii Spec. Morav. p. 369. — Gauhe I. 1494. — Sinap I. 868. I>. 422. — v.Zedlitz. — v. Ledebur II. 352. — v. H. — v. Mcding l- n. 725 st Scharpfcnstcin. v. Meding, II. n. 763. 539, nimmt an, daß diese Familie mit denen v. Scharffenstein einerlei sei. sv. Hst Siehe Scharffenstein. Scharrcnderg, stammen aus Brabant, sind im Bcrg'schen angesessen. sFahnc II. 234. — v. Ledebur III. 337st Icharrcr, Servatius, wurde 1618 geadelt. sR. T. A- Rst Icharschmid v. Mcrtccu. Der Bankaleinnehmcr w. Kajetan S. wurde im I. 1834 mit „Edler v. A." geadelt. sM. v. M., Erg. 434. — v. Hst st Zcharsochcr (Icharfsochcr). Schild getheilt, niit einem Stern belegt. Vinccnz S. zu Guzlhausen (vielleicht Gosselshauscn?) steht in der bah er. Landtafel 1493. Scharten, ein altes meißnisches Geschlecht, wovon man Einige im 15., 16. und 17. Jahrh. aufgeführt findet. W.: ? sKnauth, prodr. Misn. 563. — v. Ledebur II. 352. — v. H. ^ Zedier XXXIV. 952. — Gauhe I. 1444. II. I765st Schartenburg, s. Leibschang. Ichartrow, ein westprcuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 352st Zchartscd, s. Scharffseed. Scharhcr, Michael, kais. Rath, erhielt 1633 die Rcichsritter- Würde. sR. T. A. Rst Scharwa», s. Zawowa. Scharwick, eine poln. Familie, aus welcher der indem ersten Zehend des 12. Jahrhunderts lebende Hr. v. S. als Unterhändler von Boleslaus in das Lager K. Heinrich's V. geschickt wurde, den j Namen Habdank statt des seinigen annahm. Diesen Namen H. nahmen auch noch einige andere Familien an. sWöchentl. Unterhalt. Blatt (Beil. zum T ). Sonderst). <825. Nr. 22. S. 84st Bessere Nachrichten als diese crtheilen Okolski und Niesieski. sv. Hst st IcharMd. Comcs Sigebodo de Scartfeld tcstis in einem fulda'schcn Brief 1155, desgleichen in einem Brief K. Friedrich's I. für Walke nricd 1188. Burcardus comes de S. im Gefolge K. Friedrich's II. 1215. BorcharduS dei gratia comcs de Scar- velde 1246. sllrk.Buch für Nieders. II. 16. 28. 75. I76st Schaschcck v. Mcsihursch. Der Rathsmann Joh. Josef S. zu Prag erhielt im I. 1746 die Adelsbestätignng mit dem Beinamen v. M. >M. v. M., Erg. 434. - v. Hst Schasscr v. Thanheim. Der Steuereinnehmer Josef Tobias S. zu Bötzen wurde im I. 1738 und der Pfleger Franz Michael S. in Tirol im I. 1771 mit dem Beinamen v. T. geadelt. sM. v. M.. Erg. 435. - v. Hst Schoten, eine niederstichst Familie, die vormals im Hal- b erstadt'schen begütert gewesen ist. sAbel's d. Alterth. II. 591. — Zedier XXXIV. 974. — v. Hst Zchatonski, auf Nschütz in Schlesien, 1723. W.: ? sv. Ledebur II. 352st 1. Ichattau, Schattauer, Bernhard, erhielt 1573 Bestätigung seines Adels. sN. T. A. Rst 2. Schattau, Lorenz und Jakob, Gebrüder, wovon der Eine Lc gationssekretär bei der k. schwed. Gesandtschaft in Wien gewesen, erhielten 1682 ein Adelsdiplom. sR. T. A. Rst Beide hier genannte S. mögen doch Eines Stammes sein. Schatte. Der neuburg. Stadtrath und Pflegskommissär zu Vclburg, Edmund Ferd. S., erhielt am 13. April 1783 vom Kurf. Karl Theodor ein Frcihcrrndiplom. Derselbe war 1763 in den Adelstand erhoben worden. sR. T. A. R. — v. Hefner, bayer. Adel S. 55. T. 57; Erg. Bd. S. 18. — Frhrl. Taschenb. von 1861. — v. Lang 226. — v. Hst Schattna, ein schles. Geschlecht, dessen Stammhaus Schattnick gewesen, sv. Meding III. n. 721. — v. Hst 1. Schahbcrg, siebenbürgisch. Karl v. S. war 1835 k. k. österr. FeldkriegSsekretär zu Hermannstadt. Wahrscheinlich zu Tallafns v. Schatzberg gehörig. 2. Schahdccg. Der preuß. Baurath I. G. L. Dorst zu Sagan in Schlesien wurde um 1851 vom Fürsten von Hohen- zollern-Sigmaringen mit dem Namen v. S. in den Adelstand erhoben, sv. Ledebur III. 243st Schahderg, s. Tallafus. 1. Schau, Schaus, Schämen, gehören zu denjenigen Familien, welche wegen ReligionSbedrückungcn Schottland verließen und sich in Ostpreußen niederließen. Die Familie blüht noch. sv. Zedlitz. > 2. Schau. Joh. Ferd. Josef und Justus S. wurden 1751 geadelt, sv. Ledebur II. 353. III. 337. — R. T. A. Rst st Schaulieck, ein alteö schwäb. Geschlecht auf gleichnamiger Burg im O.A. Marbach, welches 1374 erloschen ist. s Griesinger I19lst Schaudert, Karl Friedrich Gustav, Rittergutsbesizer zu O b e r - und Nieder-Obcrnigk im Kreise Trebnitz, auch Justiz- und Landrath, erlangte 1857 den preuß. Adel. sA. A- Zeit., Febr. 1858. — v. Ledebur III. 337st Ichaudi v. Schauensets. Der brandenburg-onolzbach'sche 302 Schaue — Schaum geh. Rath Joh. Michael v. S. wurde 1751 mit v. Schauenfcls in den Freihcrrnstand erhoben. sR. T. A. R.s f Ichaucil, scheinen Ministerialen der Grafen v. Reg enstein gewesen zu sein. Fridericus et Henricus fratrcs de Scowen, item Hcrwicus de Schouwe testes iu walkcurieder Briefen 1200. Derselbe Herwicus de Scouwen und Bernardus de Schouwcn 1219. sUrk. B. f. Niedcrs. II. 42. 88 ff.'s Schaliciitierg, f. Schaumbcrg; Schaumburg. 1. f Schauciilnirg. (Schild mehrmals gctheilt.) Das Stamm- Haus lag über dem Dorfe Brattclm im Baslischen. Hug und Hcmmon v. S. 1262. Hannö v. S. uror Kathrein v- Eptingen 1339, verkaufen 1355 S. an Graf Hermau v. Froburg. (Wurstisen 3lst 2. Schiiiicnbiirg, Schawcnburg, ein rheinländisches, von dem im Jahre 1649 ausgestorbenen ganz verschiedenes Geschlecht, (v. Hattstein II. 396 u. f .js Hanns Reinhard und Kristof v. S. wurden am 31. Dez. 1659 in den Freiherrnstand erhoben. Das Bergschloß Schauenburg unweit Gaisbach ist der Stammsiz der Familie. Die ältesten Nachrichten hievon gehen bis 1196. Jutta, Tochter des Grafen v. Calw, Stiflerin des bei Schauenburg liegenden Klosters Allerheiligen, erbte 1148 die Verlassenschaft ihres Vaters und brachte sie in erster Ehe dem Grafen v. Eberstein zum Theil und in zweiter Ehe den Grafen v. Altdorf zum Theil zu. Die Herrschaft und Schloß Schauenburg fiel nach ihrem Tode an Graf v. Eb erste in. Dessen Söhne theiltcu sich; Rudolf erhielt Schauenburg und ist der Stifter des Geschlechts. Frühzeitig, im 14. Jahrh., zweigte sich Lezteres in die v. S. und in die v. Winterbach. Lezter Zweig erlosch wieder 1523. Mit Friedrich v. S., 1315, fängt die urkundlich belegte Abstammung an. Johann v. S. fiel 1386 bei Seinpach. Die Familie hatte viele kriegerische Streitigkeiten mit den Markgrafen von Baden bis 1479. Um 1579 theilte sich das Geschlecht in die elsasser und lurcmburger Linie. Aus Erstcrer erlangte Hauuibal als östcrr. General die gräfliche Würde, welche aber 1522 erlosch. Im Jahre 1647 stiftete Rudolf, dessen Vorfahr Landvogt in der Orten au war, die herlißheimer Linie; ein anderer pflanzte sich iu Mähreu fort u. ein dritter Zweig blüht noch im Elsaß. Der luremburgcr Ast erwarb durch Verheurathuug beträchtliche Güter, verlor solche aber am Schlüsse des 18. Jahrhunderts wieder und kehrte nach Baden zurück, wo er noch blüht. sCast, Adelsbuch v. Baden. — Frhrl. Taschenb. v. 1857. — Siebmacher I. 135. — v. Hfl Kchaiictisuß. Diese sind zu Wilden au in Steycrmark begütert. ^Schmutz III. 468. — v. H.^j Ichiiiit»>im». Johannes de Scowenheim testiS in einem Brief des Klosters Walkenried 1225- sllrk.Buch für Niedcrs. II. 197. f 1. Schauer. Diese besaßen Heggenberg in Steycrmark. (Schmutz III. 468. — v. Hst 2. st Schauer z» Dettenhausen. Kristof S. zu M. in der bayer. Laudtafel 1499. 3. Ichauer ». Schrökcnseld. Der Obcrstwachtmeister n. Kommandant des böh m. Regieruugsdepartemcuts, N. N. S., wurde im Jahre 1898 mit obigem Beinamen geadelt. (M. v. M. 256. - v. Hfl Schauerspach, Wolfgang, wurde 1623 geadelt. sR.T.A.R.^ ch Schaum, Schäumen, Scheumc, Patrizier zu Berlin, Frankfurt und Stettin, welche in der Mark Brandenburg und in Pommern mit Gütern angesessen waren, bereits seit 1459 in Verbindung mit adlichen Familien stehen und ein adlicheS Wappen führen, sv. Ledebur II. 353.j Schauuibcrg, Schaueuberg, ein uraltes turnier-, ritter- und stiftsmäßiges, zum ehemaligen Neichöritterkanton Gebürg und Rhön-Wcrra gehöriges Geschlecht, welches ehedem Schaumberg und Nauenstein besaß, jezt aber Kleinziegeufeld und Strüssendorf besizt, und ans welchem 2 Kardinäle, 3 Reichs- Fürsteu, 5 Domdcchante und 19 Domherren auf den BiSthümern Bamberg, Würz bürg und Eichstädt, wo sie mit dem Erb- Kämmercramt des leztgcdachteu BisthumS beliehen sind, erwählt worden und von welchem Rudolf v. S. schon am zweiten Turnier im Jahre 942 zu Rothenburg Autheil nehmen durfte. Nach Gottschalk, Ritterburgen VII. 359 u. f., soll das Geschlecht in alten Zeiten dem Dinastenstande angehört haben. Durch den Verlust der großen Besizungcn soll es in den Niedern Adel übergegangen sein. Diese Ansicht wird sehr bestritten. Veit Ulrich v. S. hatte im Jahre 1566 seine altväterlichen Stammgüter TNindorf und Nügheim w. dem gesammten Gcschlechte v. S. als eine Ganerbschaft überlassen, aber zu mehrerer Versicherung der Unvcr- äußcrlichkeit sie dem Hochstift Würz bürg zu Lehn aufgetragen, was dem Kaiser so wohl gefallen, daß er ihr das Prädikat eines Burggrafthums und dem jedesmaligen Vorstand derselben den Titel eines Burggrafen beilegte. ES hat sich dieses Geschlecht in Franken, Sachsen, in den Rhein landen und im Voigt- Lande sehr ausgebreitet und blühten 16 Hauptlinien zu gleicher Zeit, wovon aber die mehrsten erloschen sind. Nur die von Karl zu Gercut abstammende Descendcnz, die sich durch seine beiden Söhne Georg und Michael wieder in zwei Theile theilte, ist in zwei Nebenlinien noch übrig. Des ältesten Sohneö, Georg's, Abkömmlinge siedelten sich in Bayern au n. bildeten zuTrcuen- stein eine eigene neue, Neuengcreut genannte Herrschaft. Ihre Nachkommen sind aber alldort theilS gegen das Ende des 17teu Jahrhunderts ebenfalls erloschen, theils nach Franken wieder zurückgegangen und auch da mit Heinrich Gottfried, Abt des adlichen Benediktincrstifts zu Sieg bürg im Hcrzogthume Berg, im I. 1783 erloschen. Die Nachkommenschaft des Michael v. S. zu Gereut hat zwei Stammväter zalreicher Nachkommenschaft. Der Freihcrrnstand ist in Bayern 1869 anerkannt worden. (Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1854 u. 1856. — Büsching's Erd- Bcschreibnng Itl. Th. 2. B. 1882; nach der 5. Auflage. — Struv, ncu- eröffn. Archiv 251. — Siebmachcr I. 199. n. 8. — Albtiii, Hist. der Gr. vi Wcrthern 79. — v. Meding I. n. 727. II. u. 764. — Crusii Annal. Sucv. III. 238, der sie unter den halberstädt. Adel zält. — Schmutz III. 469. — Ganhe I. 1497, der den Jselin wörtlich ausgeschrieben. — Zedier XXXIV. 1925 u. f., welcher (wie so oft) dem Ganhe nachgeschrieben. — Spcner, hist. insig». 537. — v. Hattstein II. 282-- 395; Suppl. I. 68. — Biedermann, Rhöu-Werra Tab. 156—69. — Daukwerth, schleswig-Holstein. Landesbcschr. 237. — Neues gcnealog. Handb. v- 1778. 1777—81. — v. Lang 519. — Gruner, Beschr. von Kobnrg II. 99 u. 91. — Hartmann'S Sammlung. — Gründlichere u. vollständigere Nachrichten, als in den eben angeführten Werken und Schriften zu finden sind, besizt der Hr. Baron Gudcnus zu Thannhausen. — v. Ledebur II. 353. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 55. T. 53. S. 199. T. 133; preuß. Adel S. 62. T. 89; Erg.Bd. S. 18; Hess. Adel S. 24. T. 27. — v. H.j Schauiiii'crgcr. Der innerösterr. Geh. Sekretär Amand Ferdinand S. wurde im I. 1728 geadelt. (M. v. M., Erg. 435. — v. H.j Schaum — Sche 303 1. -f- Schaumburg, Schauenburg, Schawenburg, ein im Jahre 1649 ausgestorbenes gräfl- Geschlecht, das von denen v. Sanders leben oder Salingsleven seinen Ursprung hat. Adolf I. wurde vom Bischof zu Minden unter andern mit dem Nett einig er ge belehnt. Auf diesem erbaute er das zwischen Minden, Spiclbcrg und Lemgo gelegene Schloß Schaumburg, und wurde darauf im I. 1939 von K. Konrad II. zum Gr. v. S. gemacht. Dessen Enkel, Adolf III., bekam im I. 1196 von Herzog Lothar zu Sachsen die Grafschaft Holstein, die mit Schaumburg bis 1281 vereinigt blieb. Otto VI. war der Lczte seines Geschlechts, indem er im I. 1649 in sei-nem 24stcn Lebensjahre starb. Poppenrod 81 — 83. — Lncä, Grafensaal 489 —554.sj Nach der Reichstaramtsrechnnng wurde Graf v. S. im Jahre 1621 in den Reichsfürstcnstand erhoben. W.: Eine gr. Nessel mit drei Nägeln. sv. H.s 2. -s Schaumburg, eine adliche Familie in dem Lande ob der Enns ans einem bei Effcndingen gelegenen Schlosse dieses Namens, deren Bcsizer das Erbinarschallamt in Oesterreich und Stcycrmark besessen haben und die sich auch v. Julbach (nicht Jlnbach, wie Gauhe will), einem nun zerstörten Schlosse in Bayern, schrieben, deren Guter an die v. Stahrenberg gekommen. Das Geschlecht der Grafen v. S. war in Oesterreich und Bayern ansässig und starb mit Wolfgang II. 1559 aus. sGebhardi III. 293. Wappen ebendaselbst I. 19. — Siebm. II. 14 .s Wappen: Gevicrtet; 1. F. gespalten von R. u. S.; 2. F. in S. vier r. Querbalken, belegt mit einem bl. Sparren; 3. F. in R. ein s. Anker; 4. F. in G. eine schw. Schlange. sW. Hund I. 96—99. — Gauhe I. 1497. — v. H.s 3. Schaumburg, eine adliche, nachher auch gräfliche Familie in Schwaben, die auch zuweilen Schauenberg, Schönburg und Schönberg geschrieben wird und deren Stammschloß in der Grafschaft Pappenheim liegt. Crusius zält sie zwar nur unter den Stadtadel zu Hall in Schwaben; Burgermeister, im Reichs- Adel, rechnet sie unter die ältesten und ansehnlichsten Familien des freien ReichSadels in Schwaben. Zuerst kommt Friedrich v. S. und zwar im I. 1488 als Württemberg. Rath vor. Hannibal und Jost Hermann v. S. erhielten im 39jährigen Kriege, in welchem sie sich hervorgethan hatten, den Grafenstand. Leopold v. S., der im 17. Jahrh. in schwarzburg. Diensten war, erhielt seinen Adel von K. Karl VI. erneuert. IZedler XXXV. 1023 u. f. — Gauhe I. 1497 u. f. — Spangcnberg, schaumburg. Chronik IK14. f., wo voran eine Tabelle von d. G. — Fr. W. Wierling, Diss. de familia Comit. Holsato-Schaumburgicorum hoc saeculo ertincta. Rinteln, 1699. 4. 5 Bg. — Zedier XXXIV. 1020—23. — Schowcn- burg, Schawenberg, in Gebhard, Ursprung der Grafen v. Schaumburg in Holstein, histor. gcnealog. Abhandl. II. Th. 172 — 200. — v. H.s Möchten -s sein. 4. Schaumburg. Die an einen k- preuß. Offizier verheurathet gewesene, hierauf geschiedene und mit dem Kurprinzen von Hessen an die linke Hand getraute Lehmann wurde 1331 vom Kurf, von Hessen zur Gräfin v. S. erhoben. Siehe Lehmann. Im I. 1853 wurde dieselbe, sammt ihren Nachkommen, zur Fürstin v. Hanau erhoben. 5. Schaumburg, Lieutenant im 4. Drag. Regiment, wurde im Juni 1842 in den preuß. Adclstaud erhoben. sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 353.) 1- Schaupcl v. Nuppcrtshoftn, österreichisch. Hr. S. v. R. war 1835 k. k. Hauptmann und Kommandant des Monturdcpotö in Wien. Ferdinand S. v. R. stand 1857 als Oberlicutcnant beim 44. k. k. Inf. Regiment. 2. Zchaupel v. Thalburg. Der österr. Hauptmann Josef S. wurde im I. 1829 mit dem Beinamen v. T. geadelt- IM. v. M. 257. — v. H .s Schaurftls. Franz Xaver Schaur v. Schaurfels, aus Unga rn, Sekretär bei der kais. Gesandtschaft zu Mainz, wurde 1753 geadelt und — als mähr. Repräsentations- uud Kammer- Rath — im I. 1769 iu den Nitterstand erhoben. IM. v. M. 142. — v. H.s Srhanroth, ehedem Schowinrod, Schonenrat u. Schouinrad, eine alte thüring. und voigtländ. Familie, welche eine von denen ist, die das Beiwort „von" oft nicht gebraucht haben. Sie haben in den Jahren 1659 bis 1789 zu Naumburg aufgeschworen. Der Freiherrnstand wurde durch Diplome von Sachsen-Kobürg und Schwarzburg-Rudolstadt vom 15. Febr. 1854 und 19. Aug. 1858 anerkannt, so. Hefner, bayer. Adel S. 110. T. 133; stichst Adel S. 45. T. 52; Hess. Adel S. 24. T. 27. — Sachs. Wappb. IV. 70. - v. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — v. Ledebur II. 353. — v. H. — Frhrl. Taschenb. von 1862. — Gleichenstein n. 77. — König I. 857— 833. — Biedermann, Rhön u. Werra I. Verz. — Gauhe i. 1498. — v. Meding I. n. 729. - Zedier XXXIV. 1031-34, aus schriftl. Nachrichten. — v. Lang, Suppl. 138.s Schaus v. Keinpftuhausen. Der k. Hofrath u. Advokat Dr. Anton S. in München erlangte 1856 den bayer. Adelstand mit v. K. sA. A. Zeit, von 1856.) Schaweiistci« u. Ehreufclß. Der Oberst Thomas Franz Freiherr v. S. wurde im I. 1739 iu den Neichsgrafenstand erhoben. IM. v. M., Erg. 29. — v. H.s -s Schamfus, ein Geschlecht, von dem v. Meding blos das Wappen aus einem Siegel von 1456 beschreibt, ohne anzugeben, wo es gelebt hat. sSchannat, Client. Fuld. 152. — v. Meding I. n. 730. - v. H.s 1 Sehlde, v. d. Schewe, Schöbe, Scheven, Schiefe, ein in Preußen zu Deutschgröben, Nendorf, Rolau, Schewe, Sorrehnen, Wittigwalde — 1618 bis 1721 — seßhaftes Geschlecht. Siehe auch Schäden, welches wol dieselbe Familie sein möchte, sv. Ledebur II. 354.s Scheden v. Cronseld. Der Hofkammerrath Johann Peter S., kurtrier'scher Hofrath und Kammcrdirektor, wurde 1718 in den Adelstand und im I. 1739 mit „Edler v. Cronseld" in den Neichsritterstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 292.^j Der kur- mainz. geh. Rath Franz Bertram S. erhielt nebst seinem Bruder Franz Xaver S., Probst u. Dcchant zu Mainz, von K. Josef II. am 26. Febr. 1768 den Freiherrnstand. Die Familie befindet sich in Bayern. sBayer. Wppb. — v. Hefner, bayer. Adel S- 55. T. 58. — v. H. — Kneschke, Wappen II. — v. Lang, Suppl. 65.s Schcbcrt. Joh- Schebcrt, kais. Kammerrath in Schlesien, wurde 1711 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.s Schcbischowski, ein schlesisches, besonders im Teschnischen blühendes Geschlecht. Wappen: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 354. III. 337. — v. H. - Sinap II. 953. — Zedier XXXIV. I057.s -s Schcbih, ein schles. Geschlecht, das im 16. Jahrh. vorkommt, sv. Ledebur II. 354. — — Sinap I. 809. — Siebmacher I. 65. n. I. — v. Meding III. n. 722.s 304 Scheck) — Scher st Ichcchiitgcn, ein altcö, 1289 vorkommendes schwäbisches Geschlecht, dessen Burg im O.A. Aalen lag und das um 1516 erloschen ist. (Griesinger 119t. — v. Hefncr, st schwäb. Adel S, t5.s st Schcchs v, Pleinfeld, eine frankische, im vormal. Ritter - Kanton Altmühl seßhafte Familie. Wilhelm S. v. u. zu P. lebte 1420; um die Mitte deS 16. Jahrhunderts ist die Familie erloschen. sBiedermann, Altm. Tab. 236. — v. H.s 1- Scheck v. liatscheg. Raczez, eine alte schles. Familie, von welcher im I- 1506 fünf Brüder aufgeführt werden, welche Bartsch und Cnlm im Fürstenthume Wolau gekauft haben. (Sinap II. 954. — v. Ledebur II. 354. — v. H.s Schcckhe», ein altes steyer. Rittergeschlecht, das im 14ten Jahrhundert bis zum 15tcn vorkommt und vom vorigen ganz verschieden ist. sPrcvenhueber's Annal. Styrcns. 25. — Zedier XXXIV, S. 1058 n. f. - v. H.s Schede, Johann, Doktor und kursächs. Appellationsrath, wurde 1652 geadelt. sR. T. A. R.s Zchcdcl v. Grciffcnstciii, ein früher österreichisches, jezt baper. Geschlecht, aus dem Johann Zacharias S. am 22. Okt. 1635 von Kaiser Ferdinand in den Adclstand erhoben wurde. sv. Hefncr, bayer. Adel S. llv. T. 134. — Siebmacher IV, >65. — Bernd. Taf. 0X1. 22l. — v. Ledebur II. 354. — v. H. - v. Lang 520 s -s Schcdclich, stammt aus dem Essen'scheu und gehörte der Münster'scheu Ritterschaft an. Das Geschlecht ist im Anfange des 17. Jahrhunderts ausgestorben. Es erschien schon 1280. sv. Ledebur II. 354.s Wappen: Drei Hacken ohne Stiel. Schede», Schede, ein westpreuß. Geschlecht, auf Okonin. sv. Ledebur It. 354. III. 337 ) Ichedins, ungarisch. Ludwig v. S., Dr. der Philosophie und der Rechte, war 1835 Statthaltcrcisekretär zu Ofen. Schcdl, Stefan, wurde 1595 geadelt. sR. T. A. R.s Zu München starb am 27. Sept. 1721 ein adl. Joh. Heinrich S., alt 76 Jahre. Sein Schild zeigte einen Schrägbalkcn von zwei Vogelköpfcn beseitet. st Schcdlmger v. Schödling, altbayer. Adel. (Schild schräg- gethcilt.) HannS S. hat 1472 die Kapelle zu Teisendorf gebaut. — Oswald S. zu Trostberg steht in der bayer. Land- Tafel 1490. -s Schcdlinski, waren im Kreise Morungen im Liebstädt'- schen angesessen. Wappen wie Czarlinski. sv. Ledebur II. 354. III. 337.s st Schedwindshusc», ein altes schwäb. Geschlecht, zuSchaib- linshausen im O.A. Ehingen; 1406 starb dasselbe aus. (Griesinger tlöü.s 1. Scheel, Scheelen, ein pommer'schcs Geschlecht, welches das Burggericht iu Stettin bereits im I. 1321 hatte. Die Familie hat sich auch nach Mecklenburg ausgebreitet und nach Dänemark, wo sie den Freiherrntitel mit dcr Baronie v. Scheelen- burg erhielten. W.: Kopf und Hals eines Rehes. sGauhc l. 1499. — v. Mcding II. n. 765. — Mecklenburg. Wppb. — Siebmacher V, lüg. n. l. — v. Ledebur II. 354. III. 337. — v. H.s 2. Scheel, Friedrich Wilhelm Ludwig, geh. KricgSrath, wurde 1825 in den preuß. Adelstand erhoben. Einer seiner Söhne ist Gutsbesizer im Poscn'schcu. sv. Zedlitz. — Fahne II. 235, unter Schell. — v. Ledebur II. 355.s W.: Gespalten; vorn in Schw. eine s. Sense, hinten in G. ein Uhu, der auf einem Baum- Stamme sizt. (Preuß. Wppb. IV. 45-s 3. Scheel, noch ein anderes Geschlecht, aus dem 1856 ein Lieutenant bei der preuß. Garde steht. W.: Gespalten, vorn ein halber Adler, hinten in B- eine Lilie, sv. Ledebur III- 337.s 4. Scheel v. Loch»». Der österr. Grenadierhauptmann Paul Sigmund S. wurde im I. 1775 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 435. - v. H.s Schecr ». Lionajlrc. Der österr. Major Friedrich S. wurde im I. 1813 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 435. - v. H.s Schcscro, bcsizen fürstlich bcntheim'sche Lehen und erhalten von der dortigen LchnSkurie den Freiherrntitcl. sv. dem Knesebecks st Scheffach, Edle ». Ihr Schloß stand zu Unterscheffach im O.A. Hall und wurde von den Bayern abgebrannt. Ichcssach, Schifflaw, Scheffau?, s. Münck. Ichesselmaicr, Brüder, wurden 1630 geadelt. sR. T. A. R.s 1. Schcsser, Johann Rcichard, nieder österr. Regiments - Rath, mit seinem Adoptivsöhne Joh. Reichard S. und dessen Bruder, des Elfteren Vetter und Schwestcrkind, Jgnaz Philipp Gottfried Josef Ehrmanns v. Schlueg, Fändrich bei dem Inf.Regiment „Graf v. Guttcnstcin", wurden im I. 1702 in den Frciherrnstand dergestalt erhoben, daß der Rcgimcntsrath S. und dessen adoptirter Sohn sammt ihren Nachkommen den Namen v. Dobra führen, deren respektive Vettern u. Bruder aber, Jgnaz Philipp Gottfried Josef Ehrmanns v. Scheffer und dessen Nachkommen, den Namen „Freiherren v. Schlueg" annehmen. sM. v. M, 82.s 2. Schcsser. Der Württemberg, geh. Rath, Doktor und Professor der Rechte zu Tübingen, nachher wirkl. geh, Rath und Oberhofkanzler w., Joh. Theodor S., wurde im I. 1737 in den Adelstand erhoben, sZcdler XXXIV. 1031. — Griesinger ll94. - v. H .s 3. Schcsser, Kristof, wurde 1738 geadelt. sM. v. M., Erg. 435.s 4. Schcsser. Der k- bayer. Kreiörath, vorher Kanzler in Kaisershcim, Joh. Kristof S,, erhielt am 24. Juni 1791 ein Edelndiplom vom Gr. v. Etzdorf, auch wurde er ani 15. Juni 1805 als solcher ausgeschrieben, sv. Lang 520. — v. H.s 5. Schcsser, S. r. Carlwaldt. Unter diesem Namen kommt 1355 ein preuß- Major vor, der in Preußen mehrere Be- sizungcn hat. Etwas Näheres ist nicht bekannt. sv. Ledebur II. 355.s Schcgk, Philipp Ernst, reichöritterschaftlicher Konsnlcnt, wurde 1759 geadelt. sN. T. A. R.s Scheid, Johann, erhielt 1630 einen AdclSbrief. (R.T.A.R.s Schcckciihof, s. Froschmair. st Scheidt v. Th»r»stein und Postminstcr, kommen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter dem baye r. Adel vor. Wahrscheinlich war der 1721 gestorbene kurfürstl. Hofkammersekretarius Franz Jgnaz S. v. T. u. P. der Lezte des Geschlechts, sv. Hefncr, st bayer. Adel S. 25. Th. 21.s Scheiblcr. Joh. Fricdr. S., Direktor des wcstpreußischen HofgcrichtS, wurde am 25. Febr. 1794 in den preuß. Adclstand erhoben. Er starb 1810 als Präsident zn Soldin. Sein Bruder Johann Daniel S., geh. Obertribnnalrath, wurde 1798 in Berlin geadelt. Samuel Friedrich v. S. war geh. Justizrath und besaß das Gut Blankenhagen im dramburger Kreise. Aus der Familie des Bernhard Georg v, S. zu Montjoie, geadelt am 24. Dez. 1781, ist unter andern der österr. Oberst Schei — Schel 305 Karl Frhr. v. S. hervorgegangen; gefreit 5814. sv. Zedlitz. — v.Ledeb. II. 355. III. 337.^j Obgcdachte Standcscrhöhungcn waren mit verschiedenen Wappen verbunden. sBernd LXI. 222. — Preußisches Wappenbuch IV. 45. — M. v. M., Erg. 9b. — v. HI Zchciluicr, Kristian Friedrich, Nittergntsbcsizer zu Nied er - Horve in der Obcrlanfiz, und der sächs. Premierlicut. Kristian Friedrich Gvttlvb S. wurden am 11. Sept. 173(1 vom sächsischen Reichövikariat geadelt. sKneschke, Wappen II. — v. Ledebur II. 355. III. 337. — Preuh. Wppb. IV. 45. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 45. T. 52; Erg.Vd. S. 43. T. 38. — Sächs. Wppb. V. 764 Schcichcnjstuhl, österreichisch. Anton v. S. war 1835 Kammcrprokurator zu Laibach. Zcheichnakch, Michael, erhielt 1563 Adelsfreiheit. sR. T. A. R.i 1. Scheid, Scheidt, eine alte, aus Hagenau herstammende Familie, ans welcher der markgräflich burgau'sche Rath u. Regent der Oberlande, nachherige kais. Rcgimcntsrath und Kanzler zu Grätz in Steyermark, Dr. Joh. Georg S., von Kaiser Rudolf 1611 in den Freiherrnstand erhoben wurde. Ein Zweig dieses hagenancr Patriziergeschlechts wendete sich auch nach Frankfurt a/M. und war anfangs der Gesellschaft Fr an enstein und von 1469 bis 1592 der adlichen Ganerbschaft Altenlimburg einverleibt. Es scheint, als ob die andern Familien S. sämmtlich von der Hagenau er abstammten, wenn sie gleich später noch besonders geadelt wurden. sSchmntz III. 473- — Bucelin, German, sacra. — Faust von Aschaffenburg, adl. franks. Familien. — A. v. Königsbach, adl. Elsaß. — Zedier XXXIV. 1127 u. f. — v. H.st 2. Scheid. Der fürstlich nassan-saarbrück'sche geh. Rath und nassau-weilburg'sche Kanzler Georg Friedrich S. erhielt 1750 die Adelswürde. sR. T. A. R.ss 3. Scheid. Die beiden Brüder, Daniel Friedrich S., Major unter dem k. frauzös. Regiment ,,Royal-Denrpont", und Karl Will). S., Grenadierhauptmann u. Aidemajor unter dem k. französ. Regiment „La Mark", wurden 1758 in den R.Adelstand erhoben. sR. T. A. R.st 4. Scheid. Gottlieb Heinrich, Hauptmann des Regiments „v. Borch", Friedrich Konrad, Stabsrittmeistcr des eber'scheu Husarcnregiments, und Johann August Heinrich, Hauptmann des borch'schcn Regiments, Gebrüder S., haben am 6. Sept. 1793 ein preuß. Adclsbcstätigungs- und Erneuerungsdiplom erhalten. Es waren vielleicht Nachkömmlinge der Gebrüder Daniel Friedrich und Karl Wilhelm v. S. sv. Ledebur II. 356. — Preuß. Wppb. IV. 46.s 5. st Scheid, gen. Wcschsifeniiig, ein köln. Geschlecht, daS ehemals am berg'schen Hofe in Ausehen stand. Seit der Revolution von 1848 hat die Familie den Adel fallen lassen. IFahne I. 381. >1. 127. - v. Ledebur II. 355. s Ichcidcrbaucr. Der Doktor u. Phisikus im wiener Waisen - und Findelhause, Leopold S., wurde im I. 1838 geadelt. sM. v. M. 257. - v. H.s f Ichridiiigcii, Scheidungen, ein altes thüring. Geschlecht, dessen Stammhaus, wahrscheinlich das gleichnamige Dorf in Thüringen, am Helmfluß zwischen Nordhausen und Dndcrstadt liegt. Es breitete sich auch in Schweden aus und führte allda den Baronentitel. Im I. 1444 kam Karl v. S. mit bei der Belagerung der Stadt Lützel bürg vor. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. sKnauth, prodr. Misn. 563. ^ Zedier XXXIV. >>25. — v.Ledebur II. 356. — Sicbmachcr l 153. V. 146. — Gauhe II. 1669. — o. Hfl Scheid! v. Deutsch»». Der östcrr. Major Josef S. wurde im Jahre 1837 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M, Erg. 435. — v. H.s Schcidlcin. Der Professor des östcrr. Privatrechtö, Georg S. in Wien, wurde im I. 1816 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 257. — v. H.s Schcidtcr, Franz, wurde am 7. Juli 1654 in den böhmischen alten Ritterstand erhoben, sv. H.j 1. Scheid!!». Kaiser Josef I. erhob am 27. Mai 1735 den Sindikuö und Konsulcntcn von Ravensburg und Augsburg, Joh. Andreas S., in den Adelsstand und K. Karl VI. verbesserte dessen Söhnen am 28. April 1729 ihr Wappen. sv. Lang 521. — M. v. M., Erg. 435. — v. Hefner, baper. Adel S. 110. Taf. t34. - v. H.s 2. Scheidts». Die Brüder Joh. Albrecht, Maximilian, David und Johann Kaspar S. wurden im I. 1729 in den Reichs- und erbländ. Adelsstand erhoben. sM v. M., Erg. 435. — v. H.st Zchciffart, S. v. Merode, s. Merode. Ichcifling. Diese besaßen einen gleichnamigen Ort in Steyermark. sSchmntz III. 472. — v. H.j ch Scheitcrdcrg. (Im Schild ein Dreiberg, darüber geschrägt zwei Acste.) Kristof Scheitterbcrg 1595 in Georg Brandstetter'S Stammbuch, Mspt. Am 26. Sept. 1634 starb zu München Hr. Johann S. v. Eichen haußen u. Stetzling, des inncrn Raths Bürgermeister zn M. und LandschaftSverordnctcr. Seine Frau Maria Klara war eine geb. v. Bnrgau zu Grießbecker- zcll. Am 7. Mai 1734 hielt Hr. Johann v. S. zu München Hochzeit mit Frl. M. Magd. Lig salzin. Waren später auch im Patriziat von München. sO. S.j Schcither, Scheiter. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts ward der braunschweig - wolfenbüttc Esche Major, nachmaliger hannöv. Drost, Rabe Ludwig S., in den Adelsstand erhoben. Er war mit Emilie Luise v. Lauten sack vermählt. Die Familie besizt die Rittergüter BechShöwede u. Nuckel im Bremen'schcn. sv. dem Knesebeck- — Grote, hannöv. Wppb. bl. II. — v. Ledebur II. 356. — Kneschkc, Wappen I. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 25. Taf. 28.s 's Schclchcr, sürstlich anhalt-köthen'scher Hosstallmeistcr und Kammerrath, wurde im I. 1792 vom sächs. R.Vikariat geadelt, sv. Hellbach, Samml.j Er starb ohne männliche Nachkommen. sv. Hefncr, sächs. Adel S. 45. Taf. 52; Erg.Bd. S. 48. — Sächs. Wappcnb. vi. 89. — Kneschke, Wappen Il.s 1. Scheie, Schclcn, eine lüneburg. Patrizicrfamilie. sBüttncr, im Anhang zur Genealogie. — v. Mcding II. n. 767. — Lüdersen's Samml. — v. H.s 2. Scheie v. Schclcnliurg, ein west seil. Geschlecht, welches im Osnabrück'schen das Schloß Scheclenburg bcstzt u. zum Thcil sich davon schrieb. Die Vorfahren waren Abkömmlinge der alten Grafen v. Paderborn, und ein Graf Wilhelm v. Sch. kommt um 1156 in Paderborn vor. Vor dem I. 1253 waren die v. S. Truchsessc, Ritter und Domherren. Nachmals haben sie sich in daö Mindcn'sche gewendet, wo sie daS Schloß Nhadcn erwarben. Rabotus III. verließ Minden und begab sich in das Osnabrück'schc um 1396. Er crhcurathete daselbst die Burg Schied cnhausen, welche später von ihren Bcsizern den Namen Schelcnburg erhielt. Der hannöv. Staatöminister v. S. er- 39 306 Schel — Schell hielt 1838 die Erlaubniß, den Freihcrrntitcl führen zu dürfen, nachdem er dargelhau, daß sein Geschlecht vom alten freien Herren- standc in Deutschland und der v> Scheie zu Schelenburg von freien Schloßhcrren abstamme. Dieselbe Erlaubniß erhielt der jüngere Bruder 1841 von Preußen, sv. Ledebur III. 356. — v. Hefncr, hanuöv. Adel S. 25. T. 28 u. 37. S. 33. T. 37.) Von ihren zwei Linien ist die altere, die scheelcnburger, am 23- Nov. 1774 im Mannsstammc ausgestorben. sGencal. Nachr. von der adl. Familie v. Scheie; in den vsuabrück. Unterhalt. I. Jahrg. 1779. 8. St. — Zedier XXXIV. 1964 u. f. — Gauhe I. 1499. — N. gcncal. Hdb. v. 1777. S. 32k u. f. 1773. S. 373. — v. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — Gesch. d. Fam. Scheie v. Schelenburg durch den geh. Rath v. Scheie. Hannover, 1829. — Grote, hannöv. Wppb. 13. II. ^ Spangcnberg, Adelsspicgcl. — Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1318, 1853 u. 1856. — Fahne II. 235.) Wappen: Drei Wolfsangeln und eine Egge. sSicbmacher I. 187. u. 9. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 62. T. 89. — v. Meding II. n. 766. — v. H.) 3. Scheie u. Schclenhos, eine schief. Familie, aus der Kaspar Karl S. v. S. am 6. Nov. 1696 in den alten böhm. Ritterstand erhoben wurde. sSinap II. 954. — Zedier XXXIV. 1964. — Gauhe I. >599 am Ende. — v. Ledebur II. 356. — v. H.) Schlier, eine jezt Württemberg. Familie. Mathias S. wurde im I. 1727 geadelt. Er war Fcldhauptmann. Ein Zweig seiner Nachkommen (Friedrich v. S., Württemberg. General- Lieutenant) wurde 1812 in den franzvs. und Württemberg. Grafcnstand erhoben; ein anderer hat den Frcihcrrnstand erlangt. sCast, Adclsb. von Württemberg. — Taschcnb. der gräfl. Häuser auf 1842 u. f. — Archiv für Gesch , Gencal. u. Dipl. 84. — Griesinger S. 1197. — M. v. M., Erg. 435. — Die württ. Wappenbllcher von K. Dorst u. I. A. Throff. — v. Hcfucr, württ. Adel S. 4. T. 4. S. 17. T. 23; Erg. Bd. S. 39. T. 18. - Kncschke, deutsche Grafcnh. - v. H.s Zchelgcngralicn, f. Rehlingen. Schelhardt, Johann Bartholomäus, kais. Hofkammerkonzipist, erhielt 1621 die Adclswürde. sR. T. A. R.) Schcihliß und S. v. Schellersheim, ein thüring. und schwäb. Geschlecht, aus welchem die Brüder und Räthe Johann Andreas und Ulr. Just. Friedrich S. vom Kaiser im I. 1725 geadelt und am 13. Febr. 1732 mit dem Beinamen v. Schellersheim in den Ritterstand erhoben wurden. Erstcrer, Johann Andreas, und seine drei Söhne, Paul Andreas, Kristof Friedemann und Karl August, erlangten am 6. Nov. 1743 den Frcihcrrnstand vom Reichsvikariat. sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. f. die preuß. Staat. 184 l. Abth. 2. S. 117. — Throff, daher. Wppb. — Taschcub. der frhrl. Häuser auf 1858. — Gauhe II. 1766. — Zedier XXXIV. 1181 u. 1191 unter Schellersheim, zwischen welchen beiden Artikeln jedoch ein verworrener Widerspruch sich kund gibt. — v. Hcsncr, daher- Adel S. 119. Taf. 134; württ. Adel S. 17. T. 23; preuß. Adel S. 62. T. 89; Hess. Adel S. 24. T. 27. - v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 358. — v. Lang S. 521 u. f. — v. H .s Auch iu Westfalen seßhaft. Ichclhorii, Johann Georg, gräfl. stadion'scher Konsnlent w. in Memmiugen, erhielt am 17. Mai 1754 von K. Franz I. ein AdelSdipIom. sv. Lang 522. — v. Hesner, daher. Adel S. 119. Taf. 134. — v. H.s Schcliha, Schelian, Szcliga, ein altes schlcsischcS, böhmisches und polnisches Geschlecht, welches um daö I. 1283 unter dem poln. Fürsten Lesko dem Schwarzen geadelt wnrde und sich auch in Mähren, Böhmen nnd im Sachsen-Gotha'schen verbreitet hat. Es wird erzählt, daß der poln. Fürst LeSko der Schwarze den tapfern Soldaten Szcliga, der sich bei Nachtzeit in daö feindliche Lager der Lithancr gewagt, Einen von der Wache derselben gefangen habe, durch den LeSko die erwünschte Kundschaft erhalten, dann die Lilhauer überfallen und gänzlich besiegt habe, 1283 geadelt (zum Ritter geschlagen) nnd den halben Mond zum Andenken im Wappen verliehen habe. sOkolski, orb. Pol. III. 117.) Aber schon 1266 kommt Laöka Szcliga, ein angesehener Ritter, bei Herzog Johann von Troppau u. Natibor vor. Dem Bozenta Szcliga, gest. 1339, Sohn des Wislaus v. Sz. u. Erzbischof von Gncsen, welcher den lithauen'schen Großfürsten und König von Polen, Jagello, nebst seinen Brüdern und andern Großen des Reichs getauft hatte, wurde sein Wappen, dessen sich auch die poln. Sz. bedienten, vermehrt mit einem g. Kreuze im Monde uitd statt der drei Straußfedern und des Rosenkranzes um dieselbe mit einer Krone und einem Pfanenschwcif. In Schlesien schrieben sie sich früher v. Szcliga u. Nzuchav und wurden besonders zur Ritterschaft der Fürstcnthümcr Oppeln und Natibor gezält, jezt im OelSnischen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 357. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 45. Taf. 52. — Sächs. Wppb. V. 77. — Kncschke, Wappen II. — Sinap I. 899. II. 954. — Siebmacher I. 74. n. 3. — Gauhe I. 1599. — Zedier XXXIV. 1182. — v. Mediug I. n. 511. — v. H ) Schcliowski, waren im 17. Jahrh. in Schlesien bekannt. Wappen? sv. Ledebur II. 357. III. 337.) Szcligowski, einerlei mit Schcliha. ch Schclkliiigcii, auch Schalkelingen, ein altes Grafengeschlecht in Schwaben; siehe Berg, das Grafengeschlecht. Svdann gab es Ritter v. Schelklingcn, welche Lehnsleute dieser Grafen u. Be- fizer der Burg (im O.A. Blaubeuren) waren. Dieses Geschlecht blühte bis 1353- (Griesinger 1195.) 1. Schell v. Bauschlott. Der kais. Oberfcldkriegskommissär Johann Philipp S. wurde 1695 mit v. B. in den rittcrmäßigcn Adelstand erhoben. Nach dem Taschenbuche der frhrl. Häuser auf 1853 soll diese Familie aus Westfalen stammen, wegen Annahme der luthcr. Religion von den Ihrigen (Schel v. Schelenburg) verstoßen worden sein und durch mehrere Generationen verborgen in der Schweiz gelebt haben. Hierdurch sollen die Beweise ihrer Abstammung unmöglich geworden sein. Johann Kristian S. erschien 1632 als Württemberg. Appellationörath zu Tübingen. Sein Sohn Joh. Philipp erkaufte unter andern Bauschlott in Schwaben, welches jedoch wieder veräußert wurde. Am 12- Mai 1731 wurde die Familie in den Freiherrnstand erhoben. (R. T. A. R. Hhrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien der osterr. Monarchie. — Kncschke, Wappen II.) 2. 7 Schell, Schöll, v. Bolsimg. Mathias S., ein tapferer Landsknechthanptmaun, erscheint 1576 mit dem Beinamen v. B.; er erwarb 1589 die Hofmarkeu Possenhofen und Pöcking. sv. Hefncr, 7 baher. Adel S. 25. Taf. 21.) 3. Schell v. Ehreuschild. Der Bürgermeister Georg S. zu Schäßburg und dessen Bruder Johann Bartholomäus, österr. Untcrlieutenant, wurden im I. 1774 mit „Edler v. E." geadelt. sM. v. M., Erg. 435. — v. H.s 4. Schell v. Rieuweuroii. Diese frciherrl. Familie blühte noch 1795 im ehemaligen schwäb. rcichsritterschaftlichen Kanton Kocher und war daselbst begütert. sMader, Magazin VII. 673 u. f. — Rebmaun, Adelsarchiv, Mspt.j Schell, oder vielmehr Vietinghof, genannt Schell, siehe Vittinghofen. Schell — Schels 307 Schellen, Schellardt, Dinastcn, Freiherren u. Grafen, welche bei der jülich'-, köln'-, cleve'- n. bcrg'schen Ritterschaft aufgeschworen haben. Ihre Genealogie ist durch den Urknndenfälscher de Launoh auf Will). Grafen v. Jülich (1136) fälschlich zurückgeführt. Urkundlich erscheint zuerst her Johann Schelart 1338 (Lac. Urk. Buch III. 1333); Richmodis Schellart v. Obben- dorf ist 1336 13te Äbtissin der Reichsabtei Burtscheid sQuir, Gesch. v. Burtscheid 173); Marg. Schellard v. O. stirbt 1382 alö Kanonissin zu Thorn. sLe theatre de la noblcsse 23.) Schon im 15. Jahrh. besaß die Familie große Reichthümer: im Jülich'- schen Gürzenich, im Valkenburg'schen Schinnen u. Lewen, im Geldern'schen Geystern, Ocstrom, Spraland u. s. w. Besonderes Ansehen genoß 1423 —1433 Johann S., welcher des Herzogs Reinald von Geldern Rath u. Hofmeister, auch Drost zu Mo Utfort und Amtmann des Landes Born und Sittart war. Des 1633 gestorb. Adam S. Söhne stifteten drei Linien: Johann die zu Dorcnwerth u. Gürzenich; Vincenz die zu G eh st er n; Walraf die zu Schinnen. Die erste Linie, welche mit Franz KaSpar Adrian und seinem Bruder Adam 1674 in des hl. röm. Itcichs Grafcnstand erhoben wurde, blüht noch. Die zweite zu G., gleichfalls in den Grafenstand erhoben, starb mit Adam Alexander Ende des 13. Jahrhunderts aus. Die dritte Linie theilte sich in die zu Monthagen, welche 1721 mit Walraf S. ausstarb, zu Schinnen, die 1742 mit Walraf Winand Adam erlosch, und zu Aldvalkenburg und Reulstorf, deren Leztcr, Adam Joh. S., 1722 starb. Wappen: In f. Felde ein schwarzer Löwe, der auf dem Helme zwischen zwei schw. Adlerflügeln wiederholt ist. sArchiv des Schlosses Haag. — Zedier XXXIV. 1183. — Robens Ii. 109-16. — Gauhe I. 1501.) Die Familie stammt, wie die Leerode, Blankarte, Scheiffarte, aus Spanien. Als Bürgermeister in Aachen zeichneten sich sdie S. im 14ten Jahrhundert ans. sTaschenb. der grast. Häuser auf 1851. — v. Ledebur II. 357. — Bernd XUIV. 88. — Fahne I. 382, wo eind Stammtafel; II. 127. — v. Hesner, preuß. Adel S. 25. T. 28. — v. H.s Ichellcnlniucr. Der Besizer der Herrschaft Altcnburg in Stcyermark, Anton S., wurde im I. 1734 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 142. — v. H.) ch Schcllenlicrg. Dieses alte, ursprünglich böhmische, nachher schlesische, später auch schwäbische und meißnische, theils freiherrliche, aber ausgestorbene Geschlecht stammt von einem Böhmen, NamenS Viw oy, den die Schwester der Libussa, Krscha, wegen seiner Mannheit u. Stärke im I. 726 zum Gemahl nahm. Aus diesem Geschlecht? war Bodo v. S. zwischen 1275—1282 Domprobst zu Merseburg. sSiuap II. 423. - Zedier XXXIV. t>83u. f. — Siebmacher I. 110. n. 8. III. 32. n. 6. — Wappcnb. des kostnitzcr Konzils. — v. Meding III. n. 723. — Gauhe I. 1501. II. 1010. — R. A. 1803. n. 126. <686. — Burgermeister, vom schwäb. Rcichsadel 385. — Hartmann's Sammlung, die über dieses Geschlecht sehr interessante Nachrichten hat. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 357. — v. H.s f Ichcllcndsrf, ein sehr altes schlcs. Geschlecht, dessen gleichnamiges Stammhaus im Liegnitz'schcn gelegen ist. Karl Magnus v. S. wurde 1632 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T- A. R. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 357. III. 338. — Sinap I. 810. 11.429.955. — König 1.834 — 92. — Siebmacherl. >66. n. 6. III. 55. n. I. — v. Meding III. n. 724. — Zedier XXXIV. S. 1190- 92. - v. H.) Schcllc»n»lli>c, eine schlcs. Familie. sSinap I. 815. — v. H.s si Schcllcpcpcr, ein auSgestorb. lüneburg. Patriziergeschlecht. Miltner, Stamm u. Geschl. dieser Patrizier. — Lüderscn's Sammlung. — v. H.j ch IchcUer zu Gartena», salzburger Adel. Albrecht S. siegelt den Jgelbnnd mit 1433. (Im bl. Schild fünf g. Wecken schräg nebeneinander gereiht, mit Ausnahme der Farben gleich dem der si basler Schüller.) Schcllcrcr, ursprünglich Bräner zu Regen st auf, woselbst auch Georg Josef S. als Bürgermeister am 33. Okt. 1731 ein Adels- u. Nitterdiplom erhielt. Einige seiner Nachkommen schreiben sich jezt v. S. auf Fischbach, Ritter, Andere v. S. auf Pettenhof u. Hadersdorf, Ritter, sv. Lang 522; Suppl. S. 138.) Der kurpfalz-ncubnrg. geh. Rath u. nachherige Reichs- Hofrath Andreas S. erhielt 1633 ein Freiherrndiplom für sich u. seine Nachkommen oder zwei zu adoptirende Söhne seines Bruders Ulrich. sR. T- A. R.) Andreas war ein Vetter des 1731 geadelten Bürgermeisters Georg Josef S. sv. Hefncr, baycr. Adel S. l l0. T. 134. — v. H.s Schcllersheim, s. Schelhaß v. S. Schcllhammcr. N. v. S. wurde 1717 in den R. Nitterstand erhoben. sR.T.A.R.) Schclihurt v. Hartenfels, Johann Anton, wurde am 14. Nov. 1614 in den Freihcrrnstand erhoben, sv. H.) 1. Scheliing, eine bayer. Familie, deren Glieder adl. Staats- Dicner im Sulzbach'schen waren, sv. Lang 523.) Erhielten 1562 einen Wappenbricf. sv. Hcfner, bayer. Adel S. llv. Taf. 134; Hess. Adel S. 24. Taf. 27 - v. H.s 2. Scheliing. Der Staatsanwalt Dr. L. H. S. zu Berlin, ein Sohn des bekannten Philosophen, welcher in Bayern den persönlichen Adel hatte, wurde 1857 von Preußen geadelt. sA. A. Zeit. v. 1857. — v. Ledebur III. 338.) Schcllwitz, Georg Kristian, kais. ReichökammergerichtSbeifizcr, erhielt 1757 ein Reichsadelsdiplom, sv. Ledebur II. 358. III. 338. — Siebmacher IV. 175, unter Scheltz. — R. T. A. R.s 1. ch Schelm n. Bergen, eine rheinländische, schon im Jahre 1132 vorkommende Familie, die sich in die S. V .Westerhofen (einem Städtchen bei Hanau) u. v. Bergen abtheilte, sv. Hum- bracht, Tab. 61. — Gauhe I. 1504. — Neues gencal. Hdb. v. 1777. S. l45. 1778. S. 181. — v. Hattstein III. 439—44. — Zedier XXXIV. S. 1198. — Schannat, Client. Fuld. 152. — v. Meding I. 512. — Siebm. I. 122. n. II. — Octtcr's Nachr. v. d. Hause der v. Riedcsel 37.) Die S. v. W., eine von der vorgenannten abgetheiltc Linie, sind bereits im Jahre 1232 ausgestorben. Wappen: Zwei gegeneinander gestellte rothe Thierrippen in Silber. sZedlcr XXXIV. ll98.j In der DidaSkalia vom 13. April 1857 kommt eine fabelhafte Sage über dieses 1844 erloschene Geschlecht vor. Auch in die A. Modezeitnng ist das Mährchen aufgenommen, sv. H. — Gauhe I. 1504. — N. geneal. Hdb. a. d- a. O. — Gottschalk, Ritterburgen VII. 252.s 2. Ichelm v. Gmidclshcim, eine wahrscheinlich mit der vorgenannten verwandte Familie, deren Wappen man beschrieben findet in Octter's Nachrichten vom Hause Riedesel, S. 37 u. f. Wappen: Im Schilde ein geflügeltes Thier ohne Kopf. sv. Meding I. 5l3. — v. H.s Zchclski, auf Rosainen in Preußen. W.: Lubicz. sv- Ledebur II. 358. III. 337.s 39 * 308 Schelv — Schenk ch Zchclvcle, Hermanns, mileS, tcstis in einem walkcnrieder Brief 1238. sUrk.B. f. Niedcrs. II. 159.) 1. Zchelncr, Benedikt Anton Georg, erhielt 1748 die Nittcr- standswürde. sR. T. A. N) Er soll nach Einigen schon eidlichen Standes gewesen sein. sv. Ledebur III. 337.) 2. Ichclrcr, KaSpar Erich, wnrde 1891 geadelt, sv. Ledebur III. .137. - R, T. A. Nst Schcl)ingcr, österreichisch. Alois v. S. war 1796 Rait- Osfizicr bei der k. k. StaatShanptbuchhaltung in militaribus. sWicner Adreßbuch 1796 st Schcmerl v. Lcythcnbach. Der Hofbaurathsdirektorec. S. wurde im I- 1811 mit v. L- in den stiitterstand erhoben. sM. v M. 142. ^ v. Hefner, krainer Adel S. t7. T. 16. — v. Hst Schcnimcl n. Kühnritt. Der kais. östcrr. Oberstlient. Heinrich S. erlangte 1852 den Adelstand mit v. K- sA. A. Zeit, von 1852. — Ocsterr. Niilitär-Schemat. v. 1853. s Schcnürts v. Wnlburg. Abraham Franz S. aus Antwerpen erhielt 1697 ein Reichsrittcrdiplom mit dem Beinamen v. W. sR. T- A. Rst Ichcnckowski, auf Stolzen selbe in der Neu mark, 1793. Auch in P o m m c r n seßhaft. Wappen ? sv. Ledebur II. 358.) Schenkel, Karl Leopold, Oberamtmanu zu Murzino bei Gmevkowo, wurde 1849 vom König von Preußen geadelt und darf sich S. v. Pelkowsky schreiben und das Wappen der v. Pelkowsky führen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 358.) ch Schillingen. Ulricuö de Schenynge, miles, testis in do- cumeuto quodam Barnim! Pommeraniae ducis 1335. sCod. Brandenburg. XIII. 249st Schenk, Schenck. Der Familien, die den Amtsnameu Schenk ohne und mit einem Beinamen, der meistens ihren Rittersiz bezeichnet, führen, gibt es in Deutschland (in der Schweiz auch nicht wenig) eine große Menge, deren Zal sich über 59 beläuft, wenn man nur die, welche Burgermeister, Falkenstein, Jselin, Gauhe w. angeben, rechnet. Nachbenannte: Schenk v. Bedere, Beien- burg, BichlingShausen, Dipe, Ebenheim, Kußberg, Liebenberg, Lindberg, Rodelöberg, Veithenegg und Voudorf sind Nebenlinien Anderer gewesen, sv. Hst 1. ch Schenk, eine alte adliche Familie in Schlesien, von der Konrad Senken Sun (Schenkcn's Sohn) im I. 1294 in Urkunden vorkommt. Sie schrieb sich zuweilen auch Schenk v. Schenkendorf, ist aber von den unten vorkommenden v. Schcnkendorf ganz verschieden. Wappen: Gespalten Schild; vorn in S. einen zweiköpfigen halben r. Adler; hinten in S. ge- zinnte r. Balken. Die Familie, welche Bettsch, Kau er, Marschwitz, Steinau w. besaß, ist erloschen. sSinap I. 815—17. — Srebmacher I. 59. n. 5. — v. Meding I. n. 734. ^ Horn's Handbibliothek von Sachsen 134. — Waltheri Singular. Magdeb. VIl. — Spangenberg, Adelsspicgcl I. 351. — Bucelini stemmat. I- 29- — Zedier XXXIV. >2. — v. Ledebur II. 353. — Gauhe I. 1596. — v. Hst 2. Schenk, eine alte mark. Familie, die in Brandenburg das Erzschazmeisteramt besizt, und die auch im Magdeburg'schcu und Maunsfcld'schcn sich sehr ausgebreitet hat. sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für die preuß. Staaten 1343. S. 391. — Gauhe I. 1599. — v. Hst 3. Schenk, Schenck. Der Major des Inf. Regiments „Zeetze", Kristiau S., wurde am 4. Aug. 1733 von Preußen geadelt Sein Großvater v. S- soll in der Pfalz begütert gewesen sein, dieselbe verloren haben; sein Vater soll den Adel aufgegeben haben, sv. Ledebur II. 358. — Preuß. Wppb. IV. 46st W.: In S. ein von drei brennenden Granaten begleitetes schwarzes Dreieck, innerhalb welchem ein s. Löwe mit Degen bewaffnet. 4. Schenk. Der oberösterr. Hofkammcrrath Franz Josef S. wnrde im I. 1764 mit „Edler von" in den Rcichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 292. - v. Hst 5. Schenk, Franz, kais. österr. Titularrath, wurde 1845 mit „Edler von" in den Adelstand erhoben. sA. A. Zeit, von >845st 6. Schenk, Schenck. Es soll sich, nach v. Hefner, Hess. Adel S. 24, eine Familie v. S. in knrhess. Diensten befinden. 7. ch Schenk v. Ihlberg oder Irbc, Nordgau er, die von 1265 —1319 vorkommen. Sie waren auch ihm ehemaligen fränk. Rittcrkanton Altmühl begütert. W.: Im Schild ein springender Hirsch, sv. Falkcnstcin, Cod. dipl. Antiq. Nordgav. 55. 118. >66. — Gauhe II. 1767. — Biedermann, Altm- Tab. 237. — v. Hst 8. Schenk v. Attenburg. Auch im Nordgau von 1393 bis 1322 vorkommend, sv. Falkenstein, Antiq. Nordgav. p. 119. 168. — Zedier XXXIV. 1223. — Gauhe II. 1767. — v. Hst 9. st Schenk v. Ilten-Mnr. Nur Einer von ihnen kommt in einer Urkunde von 1373 als Zeuge vor. sv. Falkeustcin, Cod. dipl. Antiq. Nordgav. 298. — Zedier XXXIV. S- 1275. — v. Hst 19. ch Schenk ». Anstnd, ein ausgestorb. Geschlecht in Tirol. sZedler XXXIV. 1245. - v. Hst 11. Schenk v. Apolda. Kommen von 1268 —1299 vor und waren eine Seitenlinie der Schenk v. Tautenburg. Sie bekleideten im 12. Jahrh. das Erbschenkenamt des Erzstiftcs Mainz. sErath, cod. dipl. Quedlinburg. 196.) Wappen: In B. vier — auch fünf — schräglinke s. Linien, Striche, sv. Falkeustein II. 1368 u. f. - v. Hst 12. Schenk v. u. aus der Au, ein bayer. Geschlecht, das auch Scheukenaw, auch Flügelsperg genannt wird und zwischen 1399 und 1426 vorkommt. sW. Hund I. 324 — 27. - Z-dler XXXIV. 1245. - v. Hst 13- Schenk ». Urntseldc», eine in der zweiten Hafte des 13ten Jahrhunderts im Nordgau vorkommende Familie. sv. Falkeustein, Cod. dipl. Antiq. Nordgav. p. 55. 118. 166. — Gauhe II. 1767. - Zedier XXXlV. 1224. - v. Hst 14. Schenk o. Prisnih. Brisnitz, jezt Frauen-Bricßnitz, nicht weit von Naumburg gesessen. sv. Falkeustein, thüring. Chronik I. 1375. — v. Hst 15. ch Schenk v. Dnrgstnd. Johann S. v. B., des Kurfürsten von Sachsen Küchenmeister, erhielt von K. Friedrich III. 1465 einen Wappenbrief. Sein Enkel und Urenkel waren Doktoren der Arzneiknnde und Professoren zu Jena. Am 21. Dez. 1671 ist das Geschlecht erloschen, sv. Ledebur II- 358.) W.: Im Schilde der Rumpf eines Mannes, der über seinem Haupte ein bogenförmiges Instrument hält. 16. Schenk v. Acberhen, Dobirschen. Diese thüring. S. kommen um die Jahre 1288, 1293, 1296 und 1397 vor. Sie sind gleichen Stammes mit den S. v. Vargula, Apolda:c. Ihr Rittersiz war Döbritschen. sv. Falkenstein, thüring. Chronik II. 1369 u. f. — v. Hst Schenk 309 17. st Schenk v. Dorickurg, stamme» von den S. v. Tautenburg und Varguta, und kommen schon zwischen 1287 u. 1.144 als Besizcr von Dornburg vor. In dem zulczt gedachten Jahre verkauften die Brüder Heinrich und Dietrich ihre» Autheil den Grafen v. Orlamünde n. Schwarz bürg. Zulezt findet man ste 1351. fJ. S. G. Schwabe, hist.-antig. Nachr von der ehemaligen Pfalzstadt Dornburg a d. Saale. Weimar, 1825. gr. 8. bes. S. diu ff. — v. Falkenstein, thüring. Chronik kl. 1372 u f. — v. H.f 18. Schenk n. Flcchtingen, v. Almstedt und Eincrslcbcn. Diese scheinen alle drei EincS Stammes gewesen zu sein. Sie hatten das Erbschenkenamt im Fürstcnlhume Halber st adt und wahrscheinlich auch das Erbschazmeisteramt der Mark Brandenburg. Sie starben mit dem preuß. Gcnerallicut. Wilh. Friedrich v. S. im Jahre 1811 anS. Dessen legitimirtem Sohn, Oberforstmcister Wilhelm Friedrich, wurde am 11. Nov. 1788 vom König von Preußen gestattet, das schenk. Wappen und den Namen v. S- anzunehmen, jv. Ledebur II. .159. — v- Praun, campen'sche Geschl. - Hist. Beil. Nr. 23. §.25. — Büsching'S Erdbeschr. III. Th 2. B. !299. III. Th- 3. B. 315. — Sicbmacher I. 175. n. 6, der sie S. v. Dipen ncnnt.j W. : In G. zwei übereinander laufende Biber, fv. H. — v. Meding I. n. 736. — Lüdersen'« Sammlung.f 19- Schenk v. Geifern, Gyrn. Diese führen ihren Beinamen von dem eine Meile von Weissenburg gelegenen Bergschlosse Geyern und sind von den Grafen v. Geyern ganz verschieden. Sie sind mit den S. v. Leutershausen und v. Roßberg einerlei Herkommens, und besonders in den Rheinlanden und in Franken begütert. fPastorii Francon. rediviva. — v. Hattstein II. 308 -12. - Gauhe I. 1508. - Zedier XXXIV. 1250-66. - v. Lang 523. — Taschenbuch der frhrl- Häuser auf 1819 u. 1856. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 55. Taf. 53. — v. Ledebur II. 359.f Wappen: Ein von S. und Schw. quergetheilter lediger Schild, sv. H. — Sicbmacher I. 101. n. 12. — v. Meding I. n. 737. — Wibcl'ö histor. Nachr. von diesem Gcschlechtc, ein Mspt.f 2V. Schenk v. Gredingc», ein in Franken an der Altmllhl seßhaft gewesenes Geschlecht, dessen festes Schloß gleichen Namens im I. 1375 an den Bischof von Eichstätt verkauft wurde. fv. Falkeustein, Cod. dipl. Antig. Nordg. 209. — Gauhe II. 1769. — Zedier XXXIV. 1270. — v. H.f 21. Schrick zu Hnjfclbcrg, ein brau»schweig. Geschlecht. fLüdersen's Samml. — v. H.f 22. st Schenk i>. Hirschinch, eine fränkische, im Ritterkanton Alt müht begüterte Familie. Heinrich S. v. H. lebte 1255. Das Geschlecht erlosch 1530. sv. H. — Biedermann, Altm. Tab. 233.f 23. st Schrillt v. Hosstcdtcn. Kamen um das I. 1298 bis zu Anfang des 14. Jahrhunderts vor und haben mit den Schenk v. Geyern einerlei Ursprung. (Zedier XXXIV. >270. — Gauhe II. 1769. — v. Falkenstcin, Cod. dipl. — v. H.f 24. Schrick v. Kliifscrsstiihl. Diese sollen der alten Grafen von Baden Schenken gewesen sein. fZedler XV. 355. XXXIV. 1266. — Gauhe II. 1765. — v. H.f 25. Schenk v. Kevcrnluirg. Im I. 1320 kommt Rudolf S., Herr zu Kevcrnburg in einem Diplom vor. Waren wol eines Stammes mit den Schenk v. Varila (Vargula)? fv. Falkenstcin, thüring. Chronik II. 1373. — v. H.f 26. Schenk v- Klingeickurg. Waren mit den S. v. Limpurg, Sipf (Schipf), einerlei Geschlechts. (Oetter'ö Wappenbelust. VI. St. 5. — v. H.f 27. Schenk v. Kurksdors, eine Seitenlinie der S. v. Salick, mithin einerlei Stammes mit Varila. Sic kommen im Jahre 1437 und 1501 vor. sv. Falkenstcin, thüring. Chronik II. >371. — v. H.f 28. Schenk v- Landcck, ein schwäb. Geschlecht, das sich auch S. v. Büren u. Land eck schrieb. W.: In S. zwei übereinander laufende r. Löwen. (Sicbmacher II. 86. n. 6. — v. H .f 29. st Schenk v. Landsberg, eine schon im 14. Jahrhundert freiherrliche Familie, die in Meißen und in der Lausitz begütert gewesen ist; auch soll sie nach Einiger Behauptung in Thüringen seßhaft gewesen sein. fZedler XXXIV. >266 n. f. — Nachr. der alt. Genealogie der S. v. Landsberg, in Horn'« Haudbibl. I. 131—13. 151-53. — Nachr. von den S. v. L. in Destinatis litcris et fragmentis Lusat. XII. 1229-15. — Gauhe I. 1509 u. f. — Grosser, lausitz. Merkwürdig?. III. 91. — v. Ledebur II. 359.f Wappen: In S. ein schw. gekrönter Löwe. (Sicbmacher I. 28. — v. H.f 30- Schrick v. Lclltcrshmistn, ein im Stifte Eichstätt seßhaftes Geschlecht, dessen Stammsiz gleichen Namens im I. 1397 an den Bischof von Eichstätt, Heinrich S. v. L., verkauft wurde. — Bucclin hat Lindershauscn, wie auch Sicbmacher, II. 70. n. 11. (Gauhe II. 1768. — Biedermann, Altm. Tab. 239. — v. Falkenstcin, Coder diplomat. antiq. Nordgav. p. 232. — Zedier XXXIV. l267.f Wappen: Ein r. Hirsch in S., aufsteigend an einem dreihügeligen Berg. fv. H.f 31- st Schenk n. Lnhcnburg, ein ehemaliges brandenburg. ausgestorbenes Geschlecht. Erloschen mit Daniel S. v. Lützendorf (wie der Name geschrieben vorkommt) im I. 1616. Begütert in der Provinz Brandenburg und in der Altmark, (v. Ledebur II. 65. 359. — Sicbmacher I. 170.f W.: Quergetheilt; unten in B. drei s. und r. geschachtetc senkrecht stehende Balken, oben s. leeres Feld. fGauhe II. 1768. — v. H.f 32. Schenk v. Mohlnu. Diese sollen zu den S. v. Wiedebach gehören, mithin zum Stamme der Varila gehörig. fv. Falkenstein, thüring. Chronik II. >371. — Zedier XXXIV. 1305. - v. H .f 33- Schenk v. Nclirn, Nebcre. Diese thüring. S. kommen von 1352—1362 vor. fv. Falkenstein, thüring. Chronik II. 1372.f Gehören zum Stamme der Varila. fv. H.f 34. st Schenk v. Ncindors, Ncindorp, Niendorp. Dieses Geschlecht gehört zu dem v. campen-isenbüttel'scheu und führen das blankenbürg'sehe und campen'sche Wappen. Von ihm kommen schon im I. 1251 und 1311 :c. Siegel vor. Es war mit dem braun schweig. Erbschenkenamte beliehen, ist aber am 18. Dez. 1744 in der Person des preuß. Hauptmanns Karl Wilh. S. v. N. erloschen. (Köhler, von Erblandhofämtern S. 18. — v. Praun, campen'sche Geschl.-Gesch. 116. Beil. n. 23. 86. u. 3. — v. Meding I. n. 738. III. n. 559.f W.: Ein eckig gezogener Balken, oben mit drei ganzen u. zwei halben, unten vier ganzen Spizcn. fv. H.f 35. st Schenk v. Ncydcck, Nydeck, Nydeghen. Ganz verschiede» von den S. v. Nydeck, eine bayer. Familie, die mit Georg S. im I. 1504 ausgestorben ist. fW. Hund I. 323 u. f. — Gauhe l. 1510. — Sicbmacher I. 131. n. 10, der sie unter den rheinländ. Adel sczt. — Zedier XXXIV. 1275. — v. Hefner, 1 bayer. Adel S. 6. — v- H.f 36. st Schenk v- Nydeck oder Nydeghen, eine theilS adliche, theils frhrl. Familie im Herzogthume Jülich, die das Erbscheukcnamt besessen hat, und aus dem Herzogthume Geldern, wo ihr 310 Schenk Stammschloß Nydeghcn unwcit Mastricht liegt, stammt. W.: In Schw. ein s. Löwe, sv. Ledebur II. 360. — Fahne I. 38». II. 123. — Gauhe I. 1510 u. f. — Zedier XXXIV. 1275. - v. H4 37. ch Schenk v. Meggen. Dieses Geschlecht führt seinen Namen von dem im 13. Jahrhundert von ihm verwalteten Schenkcnamte der Grafen von Jülich, deren Residenz das berühmte Schloß Nhdcggen war. Als Erster des Namens erscheint „ChristiannS pinccrna deNidekc" 1225 —1275 urkundlich. Sein Sohn Wilhelm war bereits im Geldern'scheu begütert. Hier erlangte die Familie großes Ansehen und großen Neichthnm. Sie erwarb die Herrlichkeiten Afferden, Wolbeck, Arssen, Gribbenforst, Swalmen, Asselt u. die Schlösser Blyenbeck, Hillenrath n. a. Otto S. begründete um das Jahr 1599 die Linie zu Wolbeck, welche später nach dem Hcr- zogthnme Berg übersiedelte, wo sie Vorst, Horst und das Erb- Schenkcnamt besaß und Mitte des 18. Jahrhunderts ausstarb. Arnold S. stiftete die Linie zu Hillenrath, Swalmen und Asselt, die späterhin wieder Affcrden, Blyenbeck n. Gribbenforst erwarb, unter Arnold III. am 21. Dezember 1695 von Karl IV., König von Spanien, in den Marquiscnstand erhoben wurde und mit ihm ausstarb. Diederich S. war Stammvater der Linie zu Blyenbeck n. Äff er den; von seinen Söhnen war Derick S., welcher mit Aelheit CüsterS, seiner Magd, im Konkubinat lebte, der Urgroßvater des berüchtigten Obersten Martin S. v. Nydcggen, Feldmarschalls des abtrünnigen kölner Kurfürsten Truchseß, gestorben 1589. Die Linie starb mit den vorgenannten Söhnen ans. Das Wappen der S. hatte im schw. Felde einen g. Löwen, als Helmzicrde den Löwen wiederholt und als Schildhaltcr zwei Löwen. Dasselbe Wappen führte eine von einem Martin S., der mit dem Obigen nicht zu verwechseln ist, stammende Bastardlinie, welche zu Sevennm im Amte Kessel wohnte und mit Adrian Franz Josef im I. 1859 ausstarb. Er hinterließ eine Tochter. Sein Bruder ist Priester der Diözese Ruremund. fGesch. der Familie Schenk v. N., insbesondere des Kricgsobristen Martin S. v. N. (v. Ferbcr). Neuß bei Schwann, >8603 38. 1 Schenk v. Wjterwih, ein altes Herrengeschlecht in Karnitz en, wo es daö Erbschenkenamt besaß, ingleichen in Steyer- mark, wo es schon im I. 1199 vorkommt, aber 1415 ausgestorben ist. sSchmntz III. »7». — Hartmann 's Samml. — v. H .j 39. 1 Schenk v. Ucichcncck, Nhcineck, Reineck, ein sehr altes, meistens Kay er. Geschlecht, daö wahrscheinlich von denen v. König sie in abstammt, wenigstens führen beide einerlei Wappen. Walthcr S. v. N. lebte 1289 und Friedrich S. v. R. soll als der Lezte des Geschlechts um das I. 1412 gestorben sein. Wappen: In S. eine r. Rose. sJ. W. Oetter's Wappcnbclust. VI. St. — Sicbmacher II. 6». n. I. — v. Falkcnstein, Antiq. Nordg. 203. 212. — Gauhe II. 1768 u. f. — Glück'S Bcschr. der Stadt Nürnberg 63. — Zedier XXXIV. 1267 u. f. — o. Hs 49. Schenk n. Riebt, eine steyer. Familie, von der Einer im Jahre 1462 Pfleger der Herrschaft Steyer gewesen ist. fPrcvenhueber's Annal. Styrens. 113. — Zedier XXXIV. 1227. — v. H.s 41. Schenk v. Roßberg, ein fränk. Geschlecht. Schild quer- gctheilt in Schw., S. und N. sSalver 226. 235. 236. 211. - Sicbmacher II. 73. n. 10. — v. H.s 42. Schenk v. Saalbach oder Salbach. Machen mit den S. v. Geyern eine Familie aus. sv. H.s 43. Schenk v. Salcck. Diese thüring. S. kommen von 1225— 1711 vor. Ihr Stammschloß S. liegt an der Saale bei Naumburg, im I. 1345 an das Stift zu Naumburg verkauft. Sic gehören zu der Linie.der S. v. Mohlaw n. Wiedebach, d. h. Varila. Harlmannus advocatus de Salcck testiS in einem Brief des Bischofs Udo v. Naumburg 1149. Her- mannns advocalns de Saleche 1215. sllrk. Buch für Nicdcrs. II. 10. 77. — v. Falkenstein, thüring. Chronik II. 1370. — Lepsii gcncal. Nachr. von den Schenken zu Saalbeck, ein Bruchstück einer Geschichte des Schlosses n. der ehemal. Dinasticn dieses Namens. Naumburg, 1800. 3. — v. H.s 44. Schenk v. Salensiciii. 1197. Albertus Pinccrna de Sa- lnnstein und seine Brüder E. n. H. die Schenken v. Salen- stein, altes Geschlecht unter den Dienstlenten zu Konstanz. 45. Schenk v. Salsa, ein fulda'schcs Geschlecht, wenigstens wird es beim I. 1454 aufgeführt von Schannat, Client. Fuld. p. 152. sv. Meding I. n. 749.s Wappen: In S. einen schrägrechten bl. u. s. Schachbalken, sv. H.s 46. Schenk v. Salzburg. Nach sichern Urkunden mit Schenk v. Geyern ein und dasselbe Haus. sZedler XXXIV. 1215. - v. H.s 47. f Schenk zu Jam unb Lobcrshciin, Georg, in der Kay er. Landtafcl 1499. 48. st Schenk ». Schenkenberg, ein aus der Schweiz stammendes Geschlecht in Tirol, das im 14. Jahrh. ausgestorben ist. M. s. auch unten den Art. Schenken dorf. ^Griesinger 1198.s Wappen: In S. drei bl. linke Schrägbalkcn, im rechten s. Ober- Eck eine Kanne, sv. H.s Wurstisen gibt ein anderes Wappen an, nämlich gctheilter Schild, oben ein halber Adler, unten ein Sparren. Daö Stammhaus soll im Aargau'scheu liegen, die Familie einen Herrenadel gehabt haben, nach dessen Abgang dessen Ministerialen, die Schenken v. Sch., daö Schloß bekommen haben. Hiernach erklären sich die verschieden angegebenen Wappen. sBrandis, tiroler Ehrenkr. II. 89. — Gauhe II. 1763.s 49. st Schenk v. Schcnkcnborff, eine erloschene brandenburg. Familie, die aber von den S. v. Schenken dorf in Schlesien ganz verschieden ist und die nur zwischen 1323 u. 1332 vorkommt. sGanhe II. 1770. — Angeli, mark. Chronik 132. — Zcdler XXXIV. S. >220. 1277. — v. H.s 59. ch Schenk v. Schcnkcnstein. Diese frciherrliche Familie in Schwaben scheint »ach dem Wappen von den S. v. Castcl abzustammen. Die Familie erscheint 1466 und scheint 1572 erloschen zu sein. Wappen: Gcvicrtet; 1. u. 4. ein schw. Hirsch- Horn in S.; 2. u 3. g. u. r. geschachtet. sBncelini stemmat. IV. — Zcdler XXXIV. 1277. — Siebmacher I. 116. n. 3. — Gauhe I. 1511. — Biedermann, Allm. Tab. 240. — Griesinger 1198. — v. H.s 51. 4 Schenk v. Schmalcgg, auch Schmnlncgg, ein altes schwäb. Edelngeschlccht, welches 1149 vorkommt und noch 1352 blühte. Die Burg lag im O.A. Ravensburg. ^Griesinger I217.ss 52. Schenk v. Schniidberg, Schmicdburg, ein rhcinländischeS, österreichisches und hessisches Geschlecht, daS im I. 1336 schon das Erbschenkenamt im Stifte Trier hatte, so. Hattstein I. 482 — 88. — v. Hnmbracht, Tab. 257 n. f. — Estor's Ahnenprobc S. 72. - Gauhe I. 1511 u. f. — Zcdler XXXIV. 1278. — v. Schonfcld, AdclSschcm- I. 161 u. f. — Fahne l. 384. — v. Ledebur II. 360. 337. — Schenk 311 Siebmachcr V. — Frhrl, Taschenb. von 1857. — v, Hefncr, kraincr Adcl S. 17.s In die krainer Landstandschaft aufgenommen 1822. Wappen: In Schw. eine s. Spange, sv. H. — Siebmachcr I. 128. n. 1. — v. Mcding II. n. 768. — Jahrb. des deutsch. Adels auf 1847.) 53. Schenk zu Schwcinskcrg, v. Ichlvciiislnirg II. Hermnnnsberg und Ichw.-Höllrich, Kestrich, ein Hess. Geschlecht, welches das Erbschenkenamt im Hessischen besizt und seinen Namen von dem Hess. Städtchen Schweinsberg hat. (v. Lüters, Nachrichten von adl. Geschlechtern, aus dem Stamm- u. Ahneubuche der v. d. Than von 1397 in Estor's Ahnenprobe S. 125. Tab. 1. 7. 8. — JG. Estor's Abhdl. von den Erbschcnkcn in Hessen, Schenken zu Schwcinöberg, mit 1 Stammtafel; in dessen kl. Schriften I.B. 1—74, wo von dem Ursprünge, Namen, Linien, Theilnng, Geschlcchtsverfassnng, Gütern, Wappen, Religion und den ihm von ihren Hintersassen zu leistenden Diensten. — Siebmacher I. 134. n. 3. — v. Meding I. n. 741. — v. Hattstein I. 489—97. III. 454 u. f. — Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 264-72. - Gauhe I. 1512. - Zedlcr XXXIV. 1278. - Ave- mann's Bcschr. von Kilchberg 246. — Taschenb. der frhrl. Häuser ans 1854. — v. Hefner, Nassauer Adel; bahcr. Adcl S. 56; prcutz Adel S. 62. Taf. 81; Hess. Adcl S. 24. Taf. 27. — v. Ledebur II. 360.s Wappen: Qnergetheilt; oben in Bl. ein schreitender g. Löwe, unten in S. vier r. Rauten, 3. 1. sv. H.s 54. Schenk v. Sips (Schips). Waren mit den S. v. Limburg :c. einerlei Geschlechts. WalteruS de Scipfe, pincerna, im Gefolge Kaiser Otto's IV. in Italien 1209. Derselbe als Schenk (pincerna) von Schipfen 1215 bei König Friedrich II. sUrk. Buch für Nieders. II. 62. 75. — v. H.) 55. Schenk z» Springe, ein braun schweig. Geschlecht. (Lüdersen's Sammlung. — v. H.s 56. Schenk n. Itnin. Von diesen ist blos Georg S. v. Stain, der im I. 1363 vorkommt, aus v. Falkenstein's Annal. Nordg., l. bis VI. 301, bekannt. sZedler XXXIV. 1279. — v. H.s 57. Schenk v. Itnnffcnbcrg, eine schw ab. Familie, die ehedem das Erbschenkenamt der Herzoge von Schwaben hatte. Ihr gleichnamiges Stammhaus liegt in der Grafschaft Zollern bei Hechingcn und sie haben sich außer Schwaben besonders auch in Franken und Bayern ausgebreitet. Ihr Freihcrrnprädikat ist von 1692 an durch Urkunden her in Bayern zurllckerprobt. sBiedcrmann, Odenw. Tab. 157; Stcigcrw. I. Verz. — Neues gencal. Handb. v. 1777. S. 146. 1778. S. 182. — v. Hattstein I. 493—500. III. 456-58. — Bucelini stemmat. I. — Crusii Annal. Suev. III. — Stammbuch, Sebast. Sch. v. Staufenberg, Domherr zu Bamberg und Würzburg, 1596. — Siebmachcr I. 115. u. 4. — v. Meding I. n. 742. — Zedier XXXIV. 1279 u. f. — Gauhe I. 1513 u. f. — Salver 241. — v. Lang 227.) Die Grafen dieses Geschlechts führen als ehemalige Ministerialen und Schenken der Hohenstaufen den hohenstanf. Herzogshut im Wappen und erhielten von Kaiser Leopold II. am 15. Aug. 1791 das Grafendiplom. Die gräfliche Linie ist wieder erloschen. (Die württ. Wappenbüchcr von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1854. — v. Hefncr daher. Adcl S. 20. T. 15. S. 58. T. 61; Erg. Bd. S. 9.) W.: In S. ein r. Querbalken, über und unter demselben je ein schreitender blauer Löwe, sv- Lang 70. — v. H.s 58. Schenk !>. Syboni, eine obersächs. Familie, von der v. Mcding, III. n. 726, vcrmuthet, daß sie mit denen, die in Estor's Ahnenprobe, S. 404, Scydau u. Sumen, Tnbitz w. genannt, einerlei sei- sv. H.s 59. Schenk n. Synum, Suma, Ganerben, auf dem Rothenberg in der Oberpfalz und in Franken begütert, sv. Falkcnstein, Annal. Nordg. I —VI. 461. — Biedermann, Baunach Tab. 246—48. — Zedier XXXIV. 1280. — Siebmacher I. 104. n. 11.) W.: In R. ein s. schräglinker Fluß, in welchem drei Fische, sv. H.s 60. Schenk n. Tnntcniinrg u. Vargula, Varila, eine thüring. frciherrliche Familie, die von den Erbschenken Thüringens, welche von dem drei Meilen von Erfurt gelegenen Schlosse und Dorfe Vargula benannt wurden, abstammen. Schenk Rudolf v. Vargnla baute im Jahre 1232 das Schloß Tautenburg, welches nachher das neue Stammhaus dieses Geschlechts wurde, das sich in mehreren Landen, meistens aber in Thüringen, auch in Preußen ausbreitete, worauf sich die S. v. Varila von dem 14. Jahrh. an nach ihren Besizungen nannten und sich so von einander unterschieden, daher es Schenk zu Debertzen, Dornburg, Kävernburg, Ncbra, Prießnitz n. Saaleck gab. Mit Kristian Frhrn. v. Tautenburg u. Ton na erlosch am 3. Aug. 1640 das Geschlecht der S. v. Tonna. Wappen: Siehe bei Schenk v. Apolda. (Barth. Clamorinus, kurzes Verz. vom Alter, Abkunft u. von vielen Ritlcrthatcn der Edlen Freiherren auf Tautenburg. 1590. 4. 2 Bg. — Bucelini Germ. IV. 73. — Horfleder im Verz. der thüring. Schenken, ein Fragment. — Struvii oder vielmehr Jo. Chph. Friederici Histor. pincernarum Varila-Tautenburgicorum. Jen. 1722. 4. 16 Bogen. — v. Falkcnstein, thüring. Chronik II. 1364 — 75. — Peckenstein, theatr. Saron. I. 280—93. — Horu's Handbibl. I. 115—22. — Gauhe I. 1514. — Zedier XXXIV. 1280-83. - Vulpius, Uebersicht der Gesch. der Schenken v. Tautenburg, in dessen Journal: „Die Vorzeit", und besonders gedruckt. — Schwabe, antiquar. Nachr. von Dornburg. — Siebmacher I. 28. 161. III. 44. n. 4. — Spangcnbcrg, Adelsspiegel II. 328. — v. Meding I. n. 743. — v. Ledebur II. 360. — Frhrl. Taschenbuch von 1861. — Kurze Uebersicht der Schenken v. Trautenburg. Rastenburg, 1857. — v. H.s 61. Schenk v. Trcbcre, thüring. Schenken, die im I. 1262 zu Trebera, das an der Ilm unterhalb Weimar liegt, vorkommen. Wappen: Wie Schenk v. Varila, als aus gleichem Stamme entsprossen; s. S. v. Apolda. sv. Falkeustein, thüring. Chronik II. 1373. — v. H.s 62. Schenk v. Menliach. Unweit Roßla lag der Siz dieser ehemaligen thüring. Schenken, von denen nur Einer im Jahre 1356, und zwar ohne Vornamen, genannt wird. Wappen: Siehe bei Schenk v. Apolda. (Stammt, aus dem Geschlechtc der S. v. Vargula. — Beyer, in Geograph. Jen. 409. — v. Falkcnstein II. 1373. — v- H.s 63. Schenk v. Vargula, Varila, eines der ersten thüring. Schenkengeschlcchter, von welchem viele andere abstammen, und das vom Anfange des 13. Jahrhunderts bis zum 15ten am häufigsten vorkommt, aber schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts ließen Einige den Namen V. fallen und schrieben sich von ihren Ritter - Sizen. M. s. auch S. v. Tautenburg. Wappen: Siehe bei Schenk v. Apolda. IHortleder, von den thüring. Schenken, ein Manuskript, das Sagittar sehr rühmt. — v. Falkensteiu, thüring. Chronik II. 1364—68. — Gauhe I. 1514. — Zedlcr XXXIV. 1280. - v. H.) 64. Schenk u. Warkcrg. Von S. v. Wartenberg wol verschieden. Es kommt ans dieser Familie nur Erckinger Schenk v. W. vor, der im I. 1355 seinen Thcil der Kastellanci auf dem Schlosse Wartberg an den Bischof von Eichstätt verkaufte. (v. Falkcnstein, Cod. dipl. antig. Nordgav. 187. — Zedier XXXIV. S. 1305. — v. H.) 65. f Schenk v. Wnrtcnkcrg, Wartcnburg. Dieses böhmische Geschlecht hat den Namen W. von einem im bunzlau'schen Kreise liegenden Schlosse dieses Namens angenommen. Die Familie hat 312 Schenk — Schep vorher Ralsko geheißen. Sie ist Eines Stammes mit denen v. Waldstein oder Wallerstein, hat 1337 das böhm. Erb- Schcnkenamt erhalten nnd ist zu Anfang des 30fährigen Krieges, um 1630, ausgestorben. Sie soll schon vor 500 Jahren frcihcrr- lich gewesen sein. Wappen: Gespalten, der Länge nach von G. und Schw. sGauhe I. 2053. — Sinap I. 269. — v. Meding lll. n. 757 und 9l7 am Ende. - v. Ledebur III. 82. - Buccliui. — Schleimen Fragm. de Waldstcin et Wartcnbcrg. stirpe p. 122, et Diplo- matar. Wald. Wart. p. 226 in Dobncri mou. hist. Bohem. I. — Siebmacher I. 32. n. 5. — Zedier XXXIV. >365. — v. H.s 66. Schenk v. Wiedebach, eine meißnische adliche Familie, die von den Schenk v. Tautenburg abstammt, wie dieses aus den fast ganz gleichen Wappen hervorgeht. Sie kommen in Urkunden vom I. 1437 vor. Ihr Stammhaus W. liegt im Amte Wcißenfels, eine Meile von dieser Stadt, und kommt schon im I. 1466 Rudolf S. v. W. vor; der Lezte soll Joh. Heinrich S. v. W. gewesen sein und noch 1722 gelebt haben. Ucbrigens sind sie eine Nebenlinie der S. v. Mo lau. Wappen wie Schenk v. Apolda. sHonn's koburg. Chronik II. 124. — v. Falkenstein, thüring. Chronik II. 1371. — Gauhe I. l5>7. — Zedier XXXIV. >305. — Sicbmachcr I. I6l. n. 5. — v. H-i 67. st Schenk v. Wintcrstiidten, eine uralte adliche, jezt freiherrliche Familie in Schwaben und Braun schweig, deren Stammsiz W. bei Biberach und Ravensburg liegt. Daß dieses Geschlecht turniermäßig gewesen, darüber stehen mehrere Zeugnisse in Lünig's Neichsarchiv, P. Spec. Cont. III., schon vor dem Jahre 1479 w. Bucclin führt ihren Ursprung von den Grafen v. Thann oder Truchsessen v. Waldburg her und gibt Hesso v. Th. u. W., der 945 verstorben, zum AnHerrn an. Wappen: Geviertet; im 1. und 4. w. Felde ein schw. Wolfszahn, im 2. und 3. g. Felde drei bl. Tannenzapfen. sGauhe I. 1518. II. 1011 u. f. — Zedier XXXIV. 1305 — 7. — Lüd ersens Samml. — Estor's Ahnenprobe I. 497. — SicbmacherZi. Ol. n. 5. II. 28. — Griesinger 1576. — v. Ledebur II. 360. — Spener, bist, insign. p. 564. 25. Kupfcrt. — v. Meding I. 744. — v. H.s Schenk, s- Krünhub er. Schenk v. Düren, s. Schenk v. Land eck. Schenk v. Castcii, s. Castel, Gr. v. Castcl-Dischingen. Schenk v. Flügcisbcrg, s. Schenk v. u. aus der Au. Schenk v. Gräfenberg, s. Schenking. Schenk v. Limpurg, s. Limburg, Schenke v. Limburg. Schenk v. Gunst, s- Quast. st Schcnkbecr, eine westfäl. Familie, die 1514 und später vorkommt, sv. Steinen XXXIV. 2. — v. Ledebur II. 36l.s Schenke, kommen in dem preuß. Major v. S. und einem Lieutenant v. S 1854 vor. sv- Ledebur II. 361. s Schenkel. Der Landsasse und Rittergutsbesizer Joh. Samuel Georg S. erhielt am 25. Nov. 1786 ein Adclsdiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 110. T. 134. — v. H. — v. Lang 524.st Schenkenberg, s. Schenk; Schenken st ein- Schcnkcnbors v. Hcincrsdorf. Die natürl. Söhne des Justiz - RathcS v Schenkcndorf auf Heincrsdorf im Schwicbus'- schen, Johann Friedrich und Karl Wilhelm, wurden am Schlüsse des Jahreö 1782 unter dem Namen S. v. H. in den preußischen Adelsstand erhoben, sv. Zedlitz.st Schcnkcnblnff, eine schlesische, thcils adliche, thcils frciherr- liche Familie, die von denen v. Schenk, welche in der Mark Brandenburg das Erbschazmcisteramt haben nnd sich zu Dipen mitgeschrieben, entsprossen und wahrscheinlich eine andere Neben - Linie der S. ist, als die Schenk v. Sch enken d orff, die, wie oben gedacht, ausgestorben sind. Im preuß. Staate kommen die v. Schenkcndorf noch vor und gehört dahin der seit 1813 bekannte, 1817 verstorbene Verfasser mehrerer Gedichte u. Liedern., Mar v. Schenkcndorf. sv. Zedlitz.st Vielleicht gehört Mar v. S. zu denen v. Schenkcndorf-Heincrsdorf? sv. Ledebur II. 361. — M. Schirmcr. Pr. de nobilitatc gentis Rcich- brod, Schenckeudorf. 1665. 4. — Sinap II. 431.955.— Gauhe I. 1518 u. f. — Zedier XXXIV. >250. ^ v. H s st Schcnkciistci». Sie nannten sich Schenken v. Schenkcn- stein u. G un d elshei m. Ihr Schloß Sch enken stein lag im O.A. N eres hei m an dem Flüßchen Eger. st Ichcnkcwald, eine Hess, ausgestorbene, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bekannte Familie. sKuchcubcckcr, Aualect. Hassiac- V. 50. — Zedier XXXIV. 1270. — Schannat, Client. Fulo. 152. — v. Meding 1. n. 745. — v. H.st Schcnkhcim, ein freiherrlichcs, wenig bekanntes, wahrscheinlich aber altes Geschlecht. sZcdler XXXIV. 1270. — v. H.st Schcnkhcrr v. Hiiiigcnhovcii oder Hciligcnhovcn, gen. v. Waiden- bürg, s. Waldenburg. Ichcnkhle. Der Hauptmann Franz Dominik S. wurde im Jahre 1718 geadelt. sM. v. M., Erg. 436. — v. H.s st Schenking. I- Wilhelm v. S. wurde 1662 in den Frei- hcrrnstand erhoben. sR. T. A. R.st Die Familie soll mit jener v. Bühren einerlei sein. Sie schreiben sich Frei- und Edle Herren v. Bühren, Reichclstcin v. Schenckhing und zu Bevern. sFahne II. 128. — v. Ledebur II. 361. — Siebm. I. 19l .st Wappen: In R. drei s. Schenkgefäße. Sie waren Erbschenken des Stiftes Münster. II. Die v. S., Erbschenken der Stadt Münster; sie führten in S. einen r., mit drei Trinkhörnern belegten Schrägbalkcn und waren münster'sche Erbmänner, welche der ritter- und stifts- mäßige Adel lange nicht für stiftSmäßig anerkennen wollte, worüber über 100 Jahre und bis zum I. 1708 gestritten wurde. sBucclini Germ. sacr. 115 — Joh. v. Schencking, Tr. de militari nobilitatis Erbmaunorum Monastcr. 1576. — Zedier XXXIV. >271. — Gauhe I. 1520. — v. Ledebur II. 361. — Sicbmacher V. 146. — v. H.s Schenking v. Gräfenberg. Zwei durch S-chriften bekannte Aerzte zu Freiburg im BreiSgau, Johann und Georg S., Vater und Sohn. sAdami Vit. medicor. 357. 359. — Zedier XXXIV. 1274. — v. H.s Schepers. Der österr. Hauptmann S. wurde im I. 1791 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 257. — v. H.s Schepkc. Die v. S. leben in Stettin, sv. Ledebur III. 338.s Schcplcr. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Gebrüder S., der geh. Rath Veit Andreas S. zu Strclitz und der hannöv. Kapitän Friedrich S., Söhne des Bürgermeisters Heinrich S. zu Güstrow, vom Kaiser in den Adclstand erhoben, sv. dem Knesebecks st Schcpplih, Tscheiplitz, Zschepplitz, ein obcrsächs. Geschlecht, das im I. 1695 erloschen ist. sAlbiu, Hist. der Gr. .v. Werthern S- 78. — Estor's Ahncnprobe 404. — v. Meding II. n. 769. -- v. Ledebur III. 35. — v. H .s st Schcps, Schcpsen, eine schles. Familie. Scher — Scherin 313 sv. Ledebur Il> Zgl. — v. H. — Sinap I. 817. — Siebmachcr I. 59. n. 7. — v. Meding II. n. 746.s st Ichcrcnbcrg. Waren Rcichsministcrialen und Burgmänner des HcrzogthnmS Franken auf dem Schlosse Zabelstein, mit dem sie vom Hochstift Würzburg beliehen wurden, führten auch mit denen v. Zadelst ein einerlei Wappen. Gropp, in Monnm. sepulchr. 31, sagt, daß ihr Schloß auf dem Berge Zabel stein zwischen Oberschwarzach und St. Gangolf gewesen, wo noch die Ueberblcibsel zu sehen. Schon 1298 kommt es in Urkunden vor. Es erlosch am 29. April 1495 mit Bischof Rudolf ll. von Wiirzburg. Auch war eö in Steyermark zu Sölk u. Gumpen st ein begütert. sSalver 287. l4g. Tab. 9. u. 24, 20. n. 75. 235. 240. 315. 334. — Siebmachcr II. 73. n. l. — v. Meding III. n. 728. — Schmutz III. S. 475. - v. H.s st Scherciicrim. Im Jahre 1652 ward der k. schwcd. Major Wilhelm Heinrich Scheer im Bremen'schen von der Königin Kristine von Schweden mit v. Scherencron in den Adcl- stand erhoben. Die Familie ist erloschen, sv. d. Knesebecks Scheren!, Gabriel, wurde am 7. April 1656 in den Grafenstand erhoben, sv. H.s 1. Scheren Der Leibarzt der Erzherzogin Elisabeth, Klaudius S., wurde im I. 1867 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sM. v. M. I42.s 2. Scheren Der Professor der Naturgeschichte :c., Johann Andreas S. zu Wien, und seine Brüder, Josef S., k.k. Rath w., und Andreas S., Oberstwachtmcister, wurden im I. 1811 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 142. — v. H.s 3. Scheren Der Guts- und Schafwollmaschinengcspinnstfabrik- Besizer Ferd. S. in Böhmen wurde im I. 1816 geadelt. sM. v. M. 257.s 4. Scheren Auf Verwendung des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin wurde der Rittmeister Raimund S. in Grabow vom Kaiser von Oesterreich um 1826 in den Adelstand erhoben. sM. S.s 5. Schcrcr v. Drandlicra», Johann de Deo, aus Friedberg stammend, Landrichter zu Müllersdorf, erhielt am 7. Juli 1792 vom Kurf. Karl Theodor ein Nitterdiplom. >v. Hefner, bayen Adel S- ll0. T. 134. — v. Laug 524. — v. H.s 6. Schcrcr ». Eichstamm. Der Pens. Major Joh. Wilhelm S. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. E- geadelt. >M. v. M., Erg. 436. - v. H.s 7. Schcrcr v. Fiorcnthal. Der kais. österr. Hauptmann Sigmund S. wurde 1823 mit v. F. in den Adelstand erhoben. iE. S.s 8. Schcrcr v. Hosstatt. Der Apotheker Franz Josef Dominik S. zu Bozen wurde 1775 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M.. Erg. 436. - v. H.s 9. Schcrcr auf Hohciikrcusbcrg. K. Leopold I. erhob diese Familie am 12. Febr. 1674 in den Adelstand und der Kurfürst Karl Theodor verlieh unterm 1. Okt. 1796 dem knrbayer. Oberst- Lieutenant S. das Baronat. sv. Lang, Suppl. 65.s Die Familie war auch in Oesterreich unter dem Nameu Scherern ansässig; doch ist dieser Zweig erloschen. Sie stammt ursprünglich aus dem Elsaß. sGauhe II. t770. — Bayer. Wppb- — v. Hefner, baycr. Adel S. 56. T. 58; Erg. Bd. S. 9. — Kncschke, Wapp. I. — v. H.s Das Geschlecht ist u. W. im Mannsstamme erloschen. Schcrcrspcrg, s. Bassa. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Ichcrcs, gen. Zieritz. Joh. Konrad v. S., gen. Z., wurde, erstlich baireu th. Registratcr und Archivar, dann Hofrath, dann geh. Rath, darauf im I. 1688 geh. Rath u. Kanzler in Koburg endlich geh. Rath, Kanzler u. Konsistorialdirektcr in Darmstadt. Seine Familie stammt ans Schottland. Der Vater stand in kurbrandenburg'schen Diensten und er selbst zulezt wieder in sachsen-koburg'schen. Joh. Konrad Zieritz wurde am 4. Juni 1783 unter dem Namen v. Scher es, gen. Z., vom Kaiser in den Adclstand erhoben. Sein ganzes ansehnliches Vermögen verwendete er zum Wohle des Staates, in welchem er zulezt lebte, und wo er 1764 auf seinem Gute Wiescnfeld starb. sSpiller v. Mittcrberg, diplomat. u. aktenmäßige Nachrichten von den w. Stiftungen in der Ttadt Koburg. 1810. 4. S. 186. — S. Zieritz bei v. Ledebur III. 167. — Honn's koburg. Chronik l. 53. — v. H.s Schcrs, ein uiederländ. Geschlecht, geadelt am 22. Juni 1824 von Sachsen, welches einen g. Schräglinksbalken führt, darüber in B. ein Einhorn, darunter in Gr. eine Schlange. Der Erhobene, Friedrich Heinrich Wilhelm S., war sürstlich lippe'- scher LegationSrath und zulezt niederläud. Buudestagsgesandtcr. sv. Ledebur II. 361. 111.338. - Sachs. Wppb. V. 78.s Schcrsciilicrg, Johann, kais. Feldkriegsapotheker, erlangte 1668 den Neichsadelstand. sR.T. A. R.s Schcrff, ein adl. kölner Stadtgeschlccht, welches in S. zwei schrägrcchtS gelegte schw. Balken führt. Es kommt auch unter den Namen Schcrffgen, Schersen vor. sSicbm. III. 133. v. 306. — Fahne I. 385. — v. Ledebur II. 361.s Schcrffcnlicrg, Schärffenberg, eines der ältesten, aus dem Herzogth. Kraiu herstammenden Geschlechter, das Einige von den bayer. Königen, oder dem k. Geschlechte der Agilolfingcr, Andere von den Herzogen in Franken, und noch Andere aus Bulgarien und Bosnien herleiten. ES besaß auch mehrere Herrschaften in Steyermark. Maximilian Friedrich v. S. wnrde am 24. Okt. 1667 in den Grafcustand erhoben. sTaschcub. der gräfl- Häuser auf 1844 u. f. — v. Ledebur II. 351. — v. Hefner, kraincr Adel S. 17. T. 16. — R. T- A. R. — Kncschke, deutsche Grafenhäuser II. 353. — v. Hoheneck II. 290—318. — Wurmbrand, Collect, famil. Austr- 143. — Hübner III. T. 903-6. - Gauhe I. 1520. II. 1771. — Bucelini stemmat. IV. 245. — Zedier XXXIV. 1320. — Schöulcben, Geneal. Gallenb. — Spcncr, hist. insign. 524. — Brandis, tiroler Ehrenkr. n. 50. — Henning T. III. P. I- P. 566. — Siebmacher I. 27. n. 3. — Schmutz III. 466. — Hartman»'« Samml. — Taschb. v. 1826. S. 106.s Die Freiin Franziska Elconora v. S. mit ihren vier Söhnen, Johann Leopold, Maximilian Kristof, Joh. Josef und Joh. Karl, wurden am 18. Febr. 1717 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM. v. M., Erg. 29. - v. H.s Schcriail, österreichisch. Hugo v. S. stand 1857 als Kadet beim 37. k. k. Inf. Regiment. st Ichcniilicck, Schcrnbcck, Schmucke, Schermbke, ein altes, ausgestorbenes Geschlecht in Niedersachsen, dessen Stammhaus noch zwischen Oschcrsleben und Amfurth liegt. Hugo oder Hugelt Edler Herr v. S. kommt zwischen 1222 und 1273 vor. sMeybaum'ö Chronik des Klosters Maricnbcrg 17 — 33. — Abel's deutsche u. sächs. Altcrth. II. 580. — Zedier XXXIV. 1331. Ave- manu, kirchberg. Beschr. 124. 127. 136. 137. — v. H.s Schcrmeiig v. Frankciithal. Der Oberlieut. Karl S. wurde im Jahre 1817 mit dem Beinamen v. F. geadelt. sM. v. M. 257. - v. H.s 40 314 Schern — Scheu Schcrueck, s> Marschall. Scherpo» v. Kroiiciistcru, Oswald, Ritter, österr. Oberst, wurde 1851 in den Freiherrnstand erheben. sOesterr. Milit. Schemat. von I851Z si Ichcrr v. Foruiuch, Ainhofen und Waltenhofen. Wolfgang S. v. F., A. n. W. war Preising. Pfleger zu Hohenaschau und Sölhuben. Er hatte mit der Erbtochtcr Helena Ain- hoferin von Ainhofen das lezterc crhcnrathet. Er starb zu Nosenheim 1660, sie ebenda 1674. si Scherst. Albertus de S. testis in einem walkenrieder Brief 1279. sUrk.B. f. Nieders. II. 295Z 1. Schertlin, Schärtlin, und Schertet v. Durtcnboch, Bürtenbach, ein frank, n. schwäb. Geschlecht, ans dem Sebast. Schertlin, einer der berühmtesten Generale, aus dem Württembergischen gebürtig, erst in kaiserliche, dann in Hess. Dienste trat, in die Ungnade des Kaisers fiel, nachher französ. Dienste nahm, im Jahre 1553 die kais. Gnade mit neuer Bestallung wieder erlangte und im I. 1562 in den Adelstand erhoben wurde. sCast, Adclsb. von Württemberg. — Die württ. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. TyrossZ Sebast. Schertlin wurde vom König von Neapel um 1530 zum Ritter geschlagen und erwarb Bürtenbach. Seckendorf sagt übrigens, daß seine Vorfahren schon 300 Jahre bekannt gewesen, sv. Hcfncr, württ. Adel S. It. Taf. 13; bayer. Adel S. 56. T. 58. — Griesinger 1199Z Vehse, Gesch. des österr. Hofes und Adels, I. 235, sagt, Sebastian Schärtlin sei 1534 von Karl V. von Toledo in Spanien aus in den Adelstand erhoben worden. sKneschke, Wappen I. — Frhrl. Taschenbuch von 136l. — Salver 746. — Siebmachcr I. l l7. n. 3. — v. Meding III. n, 726. — Welser's augsburg. Chronik III. 24 u. f. — Pantaleon, d. Helden III. 238. — Gauhe I. 1522. — Zedier XXXIV. 1334 — 36. — v. Lang 228. — v. HZ 2. Ichcrtli», K. B. Fr., kais. österr. Hauptmann, wurde 1844 geadelt. sA. A. Zeit. v. 1844Z fi Ichcrtuiih. Aus dieser altadl. Familie war ein Zweig in Preußen, ein anderer in Sachsen angesessen. Das Geschlecht scheint mit Franz Anton v. S. im Jahre 1812 erloschen zu sein, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 362Z Auch Tschertwitz, Zschertnitz geschrieben. Zchcrh. v. Ledebur, II. 362, sagt, daß zwei Wappen dieses NamenS vorkommen; 1. Drei Blätter an einem Stiele; 2. ein r. Schrägbalken mit drei Sternen belegt, darüber in B. ein Anker, darunter in B. auf gr. Boden ein Bienenkorb mit Bienen. Es scheint daher auch zweierlei Familien zu geben, welche in Schlesien, Mähren, Ocstcrreichisch-Schlesien Befizungen haben. Scherz, s. Sterz. 1. Schcrzcr, Dr. K., wurde 1.860 als Ritter der eis. Krone in den österr. rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., April 1860Z 2. Ichcrzcr v. Klciiimühl. Der Oberst Albrecht Franz S. wurde im I. 1702 Freiherr. sM. v. M., Erg. 96Z Der Landes - Advokat Josef S. in Böhmen wurde im I. 1747 in den böhmischen alten Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 202Z Der Kammer- und HoflehnrechtSbeisizer Franz Elias S. und sein Bruder, der Oberlieut. Josef S., wurden im I. 1762 Freiherren. sM. v. M., Erg. 96Z In österr. Diensten befanden sich 1835 wol Freiherren v. S., jedoch ohne Beinamen, sv. HZ Schcjtcdt-Iuul, scheinen aus Dänemark zu stammen. Owe v. S.-J. stand 1857 als Oberlieutenant beim 4. österr. Kür. - Regiment. Icheth >i. Johusiaw. Der Gubcrnialrath w. Josef Leopold S. zu Brünn wurde im I. 1747 in den böhm. alten Rittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 202. — v. HZ fi Scheh, Schernberg, Schedenberg, ein berühmtes, aus Franken sich in die Niederlande wendendes und dann auch in Westfalen begütertes Geschlecht. Werner v. S. verlor unter K. Rudolf von HabSbnrg im I. 1273 in einer Schlacht sein Leben. sButkens, Troph. de Brak. Suppl. I- 285—83. — Gauhe II. 1014. - Zedier XXXIV. 1343- 54. — v. HZ fi Zchchcl i>. Lorch, rheinländ. alter Adel, der zwar noch im I. 1407 bei der Metropolitankirche in Mainz, aber weiter nicht vorkommt. Sie hatten ihr Stammhaus zu Lorch am Rh., kommen 1297 urkundlich vor, und sind 1415 fi. Der Schild gegittert mit einem Balken überlegt. Ein Zweig waren die Born- gaß v. L. (s. d.) sO.S. - Bodman» 333 ff. — v. Meding I. 245. - Zedier XXXIV. S. 1343. - v. HZ Zchchko. Der k. k. österr. Oberstlieut. H. S., Ritter des Ordens der eis. Krone, wurde 1861 in den Nitterstand erhoben. sA. A. Zeit., Jan. 186IZ Ichcuinicr, Kristian Friedrich Gottlob, kursächs. Lieutenant, erlangte am 31. Juli 1790 vom sächs. Neichsvikariat den Adel, sv. Hefner, sächs. Adel S. 45. T. 52. — Sächs. Wppb. VI. 30Z 1. Schcuchciistuel. Der österr. Kreisgerichtspräsident I. v. S. zu Neustadtl erlangte 1855 den Nitterstand. sA. A. Zeit, v- 1855Z K. v. S., österr. Sektionschef im Finanzministerium, wurde 1856 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1856Z 2. fi Icheuchenstucl v. Ithaiii, stammen aus Rosenheim, sind im 15. Jahrh. landsässig geworden und 1698 abgestorben. sv. Hefner, si bayer. Adel S. 25. T. 21Z Schciichcr oder Zcheuker, Johann Ludwig, wurde 1755 geadelt. sR. T. A. RZ Scheuer, österreichisch. Franz v. S. stand 1857 als Hauptmann im 55. k. k. Inf. Regiment. si Scheuen»» v. Scheucrfels. N. S., zu Wien in der böhm. Kanzlei angestellt, wurde 1642 mit obigem Beinamen in den Adcl- stand erhoben. Diejenige Linie, welche im Bamberg'schen angesessen war, hat sich des Adels nie bedient. Im I. 1848 ist der bei dem Krankcnhause in Bamberg angestellt gewesene Anton S. als lezter Nachkömmling des Obigen gestorben. sBamberger Tagblatt von 1843. Nr. 13Z Scheuert, Scheurl, v. Defersdorf. Kamen aus Lauingen und Gundelfingen nach Nürnberg. Der kais. Rath Dr. Kristof S., vorher Rektor der Universität Wittenberg u. Gerichtspräsident zu Leipzig, erhielt von K. Ferdinand I. am 6. April 1540 und von K. Karl V. am 13. März 1541 ein Adelsdiplom zu Gast- Recht, nachdem Kaiser und König bei ihm logirt hatten. sv. Lang 524 u. f. — Biedermann, Nürnberg Tab. 433 — 57; auch I. Verz. von Rhön-Werra n. Odemv. — Will's Nürnberg. Münzbelust. III. 106. — Tyroff I. 25 n. f. — Siebenkees I. 25. — N. gencalog. Hdb. v. 1777. S. 326-32. 1778. S. 374. — Jahrb. des deutsch. Adels auf 1848. — v. Hefucr, bayer. Adel S. 110. T. 134. — v. HZ si Icheurcii, eine bayer. gräfliche Familie, die im I. 1030 vorkommt, im I. 1559 aber mit Wolfg. Gr. v. S. ausgestorben ist. sPrevenhucber, Annal. Styr. 417. — Zedier XXXIV. 1371. — v. HZ si Schcurer, ein in Lit hauen angesessenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 362Z Scheu - 1. Schcurich, Adam, kais. Oberstlieutenant, wurde 1650 geadelt, sv. Ledebur ll. 362. n. II. III. 338. — R. T. A. R.) 2. Schcuricl). Der K. von Preußen, Friedrich Wilhelm II., erhob die drei Brüder, Friedrich August S., Oberlieuteuaut, Karl Friedrich S., Hauptmann, und Kristof Friedrich S., Stabshauptmann, am 11. Okt. 1786 in den Adelstand. Die Söhne hatten zum Vater den Gntsbcsizer Scheurich auf Holm oder Hülm bei Striegau. fv. Zedlitz. - Preuß. Wppb. IV. 46. — v. Ledebur II. 362. n. I.) Schere. Diese gehören Mecklenburg an. Adolf v. S. war Präsident des kurmärk. Pupillenkollegiums und starb 1837. sv. Zedlitz.) Im Jahre 1759 war der herzoglich mecklenburg- strelitz'schc Hofkammcrrath Joh. Kristof S. geadelt worden. fR. T. A. R. — V .Zedlitz. — Mecklenburg. Wappenb. n. 166. — v. Ledebur II. 362. III. 333. — Bagmihl III. Taf. XI,V. — v. Hefncr, mecklcnb. Adel S. 18. T. 16; Erg. Bd. S. 33. — Kneschke, Wappen I.f Eines Geschlechts v. Scheven erwähnt Fahne, II. 128; solches hatte seine Niederlassung an der Ruhr; ein anderes Geschlecht dieses Namens an der Eifel. Schcvccke, kommen 1671 im Bütow'schen vor. W.: ? sv. Ledebur II. 362.i ch Schcvcuich, kommen in den prenß. Nheinlandcn vor. sFahne I. 129. — v. Ledebur II. 362) ch Srheversicin. Heinricus S. de superiori Salza testis in einem Brief des Grafen v. Hohnstein 1235. sllrk.Buch für Niedcrs. II. 149.) Vcrgl. Sal zach Zchcmick, ein cleve'sches Geschlecht, 1600. sv. Ledebur II. 362.) Schcy v. Korompa. Der Großhändler Philipp S. in Güns und sein Neffe Franz S., Großhändler und Hess. Generalkonsul in Wien, wurden 1859 vom Kaiser mit v. K. geadelt. sA. A. Zeit, vom Juli 1859.) Scheiche. Der Hofkricgsagcnt Josef S. wurde im I. 1805 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 263. — v. H.) Scheper, eine krain er Familie, die sich vormals „Erzjäger- meistcr" genannt und 1386 bis Ende des 16. Jahrhunderts vorkommt, darf aber nicht mit den Pfalzgrafcn und Fürsten von Scheper in Bayern (den Abkömmlingen der Herzoge von Bayern) verwechselt werden. sSeiscrt'S Stammtafeln der Herren v. Prank. — Zedier XXXIV. 1374. — Gauhe I. 1522. - v. H.) 1. Schick. Der k. Rath :c. Michael Johann S. wurde im Jahre 1793 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 257. — v. H.f 2. Schick v. Siegeiiburg. Der Pens. Major Karl S. wurde im I. 1811 mit obigem Beinamen geadelt. IM. v. M. 257. — v. H.f 1. Schicke, Schieck, Schicckan, eine sehr alte meißnische Familie, die man aus Italien, aus Mähren und aus Böhmen herzuleiten versucht hat, die aber wol aus Lothringen stammen mag. Sie ist auch in Schlesien und Thüringen begütert gewesen, und sind ihre Güter vom Landgrafen Balthasar im Jahre 1390 zu Weiberlehn gemacht worden, f Diplom. Nachlese v. Sachsen XI. 137. — König I. 893 — 909. — Knauth, Prodrom. Misn. — Zedier XXXIV. 1392—95. — Gauhe I. 1523, welcher aber vermuthct, daß die schles. Familie, die sich Schick geschrieben, mit dieser nicht einerlei sei. - v. Ledeb. II. 363. — v. Hefner, Hess. Adel S. 24. T. 27. - v. H. — Sinap II. 958. — Siebmacher I. 160. n. 15. — Estor's Ahnenpr. 375. — v. Meding II. n. 77 l.) 2. -s Schicke, Edle Herren, welche Frondsberg u Lehn- hofen in Steyermark besaßen. sSchmutz III. 478.) — Schi zig Schicker v. Grtcnftls. Der österr. Pens. Hauptmann I. Kr. S. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. O. geadelt. sM. v. M. 257. — v. H.) Schicksuß, Schicckfuß, ein schles. Geschlecht, aus dem Joh. S., der im I. 1474 geboren wnrde, sich um die Stadt Neu- mark im Brcslau'schen sehr verdient gemacht hat. Jakob S., der Gcschichtschrciber Schlesiens, gest. 1637, ist der Erwerber des Adels, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 363. — v. H. — Tabula gcncal. dom. Schicks., ein Manuskript, welche« Zedier, XXXIV. 1398 —1401, benüzt hat. — Gauhe I. 1523. II. 1019.) 1. Schickt). Der Hvfrath zc. Georg Friedrich S. wurde im Jahre 1710 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 202. — v. H.) 2. Schickt). Der Bürger Joh. S. zu Ofen wurde im Jahre 1727 geadelt. sM. v. M., Erg. 436. — v. H.) si Schleicher. Im preuß. Heere kommt ein Hauptmann v. S. vor. Adam S., kais. Oberstlieutenant, wurde 1654 geadelt, sv. Ledebur II. 362. III. 338. — R. T. A. R. — v. H.) Schickmayr, Georg Josef, aus Tirol, wurde im I. 1742 geadelt. sM. v. M., Erg. 436. — v. H.) Ob der 1796 bei der k. k. Staatshauptbuchhaltung in bancalibus als Jngrossist angestellte Georg S. v. Steindlbach zu Vorsteheuder Familie gehört, ist dießorts unbekannt. s Schidderich, ein jülich'sches Geschlecht, welches drei schwarze Löwen, 2. 1, in G. führte nnd im 13- Jahrh. in Köln erscheint. Um 1680 legte Diederich Michael v. S. der jülich'schen Ritterschaft seine Anentafel vor. sFahne I. 387. II. 129. — v. Ledebur II. 363.) 1. st Ichidcichafeii. Kaspar Joachim v. S., tiroler u. salzburger Landmann, salzburg. Hofrath und Domkapitelsindikus, geb. 1697, s zu Salzburg 1763. 2. Schibcnhoscn zu Stnmb, Josef Balthasar, erhielt 1660 den Adel vom Erzherzog Karl, dessen Sohn im I. 1697 als tiroler und 1707 als salzburg er Landmann aufgenommen wurde. sBayer. Wppb. VIII. 4t. — v. H. — v. Lang 525.) Schidtowih, eine alte schles. Familie, die theilS den sreiherr- lichen, thcils den gräflichen Karakter erhalten hat. Sie stammt aus dem mähr. Hause Odrawanskonsky nnd kommt zuerst im 15. Jahrh. vor. sGauhe II. 1773. — Sinap II. 201. — v. H.) Schiebet v. Schiebctstci». Der ehemal. Regimcntsqnartiermcister vom Leibkarabinierrcgiment und nachhcrigc Postmeister Schiebe! zu Stolpe in Pommern wurde am 9. März 1739 mit dem Beinamen v. Schieb eist ein in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 363. — Preuß. Wppb. IV. 46.) Schieber. Der k. bayer- Kreisrath und Kronfiskal S. in Amberg wnrde am 19. Mai 1808 zum Ritter des Civilverdienst- Ordcns ernannt und am 24. Mai 1813 immatrikulirt. sv. Lang S. 526.) F. X. S., Rechtspraktikant in München, wahrscheinlich ein Sohn des Vorstehenden oder ein Enkel, erhielt 1860 den bayer. Adel nach Erstgeburtsfolge. sA. A. Zeit., Sept. 1860.) Schicckheli, Leonhard, Verwalter der Herrschaft u. Burgvogtei Enns, erhielt 1623 den Adelstand. sR. T. A. N.) Schiefer, s. Schifer. -s Ichiescrstein. Wernerus Sciv er stein testis in einem klettenbcrg. Brief 1237. sUrk.B. f. Nieders. II. 157.) Zchicleiten, Ritter und Besizer der Beste dieses Namens unb 40* 316 Schie — Schil mehrerer Güter in St eh er mark, kommen im 14ten und löten Jahrh, vor. sSchmutz III. 479. — v. H.ff st Schiciiietli», in Westpreußcn seßhaft. Wappen? fv. Ledebur III. 363.) 1. 's Zchicr, auch Schierow, eine schlesische, aber längst erloschene Familie. so. Zedlip. — Siebmacher I. 63. — v. Ledebur II. 363.) 2. Schier v. Cckhordsderg. Der Hauptmann Franz S. wurde im I. 1818 mit dem Beinamen v. E. geadelt. fM. v. M., Erg. 436. - v. H.) Ichicrdrand, eine thüringcn'sche, in dem vorher kürsächsischen, jezt preuß. Orte Kirchheilingen begüterte Familie, die seit dem 16. Jahrh. im Sächsischen, Schwarzburg'schcn und Arrha lt'schen bekannt ist. sv. Hcllbacb, Sammlnrrg, woselbst sich eine Ancntafcl von Krist. Thilo v. S. befindet. — v. Ncchtritz, Geschl.Erz. I. Taf. 60. Dessen diplom. Nachr. (ans den kirchhciling. Kirchcnb. von 1610 — 1785) Iii. 133—39. — v. Mcding I. n. 747. — v. Ledebur II. 364. — v. Hcfncr, sächs. Adel S- 46. T. 52. — Sächs. Wppb. V. 79. — v. H. — Kncschke, Wappen IV.) Schicrndiiig, s. Schirnting. Schierjiädt, ein anhalt. u. mark. Geschlecht, das seit 1263 vorkommt, auch im Braunschweig'schen begütert war, aber daselbst ausgestorben ist. ^Beckmann, anhalt. Hist. V. Th. 2. B. Kap. V. VII. Th. 262. — Eiler, belziger Chronik 286—93; neue Aufl. 533 —42. — Seifert'« Ahncnt. III. — Dreyhaupt II. 954. — Dienemann 340— 330. — Jmhof, not. proc. Jmp. 522. — Abel's d. u. sächs. Alterth. II. 598. - Gauhe I. 1524. II. 1020. — Zedier XXXIV. 1461 u. f. — Siebmachcr I. 172. rr. 7. — v. Ledebur II. 364. — v. H. — v. Meding II. n. 772 u. f. — Lüdersen'« Samml. — v. Zedlitz.) Schifcnsce, s. Schifner. Ichiftr, Schiffer v. Freyling, Schiefer, ein oberösterr., stehcrmärk. und tiroler frhrl. Geschlecht, das im I. 1666 den Freihcrrnstand erlangte. Die Familie bcstzt die zwei Stunden von Linz gelegene Herrschaft Freiling. Der Erste, welcher in Oesterreich vorkommt, ist Ludwig, welcher im I. 1266 gelebt hat. sBucelini stemmat. III. — Lncä, schles. Chronik. — Spener, hist. insign. p. 524. tab. 21. — Wurmbrand, Collect. 129. — Zedier XXXIV. 1410. 1466-70. - Siebmachcr I. 36. — Gauhe I. 1523. — v. Meding I. n. 748. — v. H. - v. Hoheneck II. 319. 356. 857. - Brandis, tiroler Ehrenkr. n. 50. — Seifert's Stammtaf. IV. n. 20. — Schmutz III. 479.) Ein Freiherr nahm im I. 1768 den Namen seiner Mutter, geb. v. Sondcrndorf, an, und schrieb sich seitdem Freiherr Schifer u. v. Sonderndorf nannte. M. v. Mo, Erg. 37. — v. H.1 Ichiserjiciii, Andreas, wurde im I. 1771 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 202. — v. H.) 1. Schiffer, Ambrosius, der Großherzogin zu Florenz Mund- Koch, wurde 1626 geadelt. fR. T. A. R.) 2. Schiffer v. Sicgbriick. Der österr. Rittmeister Math. S. wurde im I. 1839 mit v. Sieg brück geadelt. HA. A. Zeit, von 1839.) Schisshaufc» v. Wcscling. Friedrich S. wurde am 16. August 1757 von K. Franz I. mit v. W. geadelt. HR. T. A. R.) Schifner v. Schifcnsce. Der österr. Rittmeister Johann S. wurde im I. 1868 mit obigem Beinamen geadelt. HM. v. M. 257. — v. H.) Schistcr, Fr., österr. Oberst, erlangte 1856 den rittermäßigen Adel mit Uebcrgang auf seinen Neffen Em. Gabriel S. sA. A. Zeit. v. 1357. - Oestcrr. Milit.Schemat. v. 1857.) Schihosen, s. Schipkho. Schik v. Sicgcnlnirg, österreichisch. Anton S. v. S. war 1335 k. k. Generalfeldwachtmeister. Schikich v. VcUcbit. Der k. k. österr. Oberlieut. D. S., Ritter der eis. Krone, erlangte 1861 den rittermgßigen Adel mit v. V. fA. A. Zeit. , Aug. 1861.) 1. Ichikorski, ein ostprcuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 364.) 2. Ichikorsiti, Sikorski, in Ostpreußen. W.: Cintrzew. sv. Ledebur II. 364. III. 338.) Siehe Sikorski. Schildert v. Frointhol. Der österr. Oberstlicut. Jakob S. wurde im I. 1818 mit dem Beinamen v. F. geadelt. )M. v. M. 258. — v. H.) 1. st Ichilchcr. Sigmund S. zu Gurten (Ried) steht in der bayer. Landtafel 1496. 2. Schlichet. Tie Brüder Sales u. Mathias Egid. S., Ersterer k. bat)er. geh. Finanzrath u. Lczterer Oberforstrath in München, wurden im Jahre 1869 V.O.-Ritter und am 25. Juni 1813 immatrikulirt, und erhielten am 23. Juni 1314 von ihrem Könige den erblichen Adel. sv. Lang 526. — v. Hefner, bayer. Adel S. 110. Taf. 135. — v. H.) 3. Schitchcr, Dr. M. A., k. bayer. Staatsrath, bisher Personalist, erlangte 1862 den erblichen bayer. Adel. sA. A. Zeit., Juli 1862.) Ichilddoch, s. Dirnbeck. 1. st Schildbcrg, eine schles. freiherrl. Familie, die von dem Schlosse gleichen Namens im Wartenb erg'schen benannt worden und von welcher Kristof Frhr. v. S. zu Anfang des 17. Jahrhunderts als der Lezte derselben starb. sSinaP I. 817. — Zedier XXXIV. 1538. — Gauhe I. 1525. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 364. — v. H.) 2. Schitdlicrg, eine bayer. Familie (?), welche Sinap, Gauhe und Zedier anführen, so. H.) Schilde». Die Brüder Jakob Kristof, Heinrich Andreas und Bodo Friedrich S., nebst ihrer Schwester, der Gemahlin des geheimen Staatsministers v. Thulcmeier, wurden am 4. Mai 1738 von K. Karl VI. in den Adel- u. Ritterstand erhoben, und ist das Geschlecht imMecklenb u r g'schen u. Braunschwci g'schen begütert, sv. Meding III. n. 729. — Lüderscn's Samml. — v. dem Knesebeck. — Tyroff II. 2 s Karl Ludwig S., kurbraunschweig- lüneburg. Oberstlieutenant, erhielt 1754 ein R. Adelsdiplom. fR. T. A. R.) Vielleicht war solches nur eine bestätigende Urkunde. sMecklcnburg. Wppb. XUIV. 167. — Siebmacher, Suppl. X. 28. — v. Ledebur II. 364. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 18. T. 16. — Kneschkc, Wappen II. — v. H.) Schildcnscld, f. Schiller. 1. st Schilder, eine westfäl. Familie, aus der Joh. Wilh. S. im I. 1687 Kapitularherr zu Münster war. Auch besaßen sie das Erbkämmcrcr- und Erbthürhüteramt daselbst. sv. Ledebur II. 364. - Gauhe II. 1525. — Zedier XXXIV. 1541. — Osnabrück'scher Stiftskalendcr von 1773. — v. Meding I. n. 743. - v. H.) 2. Schilder, Heinrich, kais. russ. Kassenverwalter zu Riga, erhielt 1785 ein Neichsadelsdiplom. fN. T. A. R.) Schildern, ursprünglich ein schweizer Geschlecht, das sich auch in Deutschland verbreitet hatte. Luise Marie v. S. auf Hammern u. Sassenberg war an Friedr. Werner v. König auf Ocdelem vermählt um —. fSiebm. III. 186. 189.) Schil — Schill 317 Schitdfcld, s- Jagsche. Schildkncrht v. Fürthhcim. Der Major Johann Konrad S. wurde im J> 1820 mit dem Beinamen v. F. geadelt. IM, v- M., Erg. 436. — v- H.j stSchildt, Schild, ein fränk. Geschlecht. jSicbmacher V. 39st Dasselbe scheint, wenigstens in Franken, nicht mehr vorhanden zu sein. Nach v. Ledebur, II. 364, gibt es auch im Magde- burg'schcn eine Familie dieses Namens, welche ebenfalls, wie die fränkische, drei Schildchen im Wappen führt, jedoch ohne Quer- Balken; kommt 1672 vor. Schitgcn, Albert, wurde 1787 geadelt. Iv. Ledebur II. 364. III. 338. - N. T. A. Rst Schill. Fcrd. v. S. stand in österreichischen, sächsischen und zulczt in preust. Kriegsdiensten, verliest lezterc 1809 mit seinem Freikorps, um auf eigene Hand einen Feldzug gegen die Franzosen zu unternehmen, wurde zulezt gefangen und mit den ihn begleitenden Offizieren bei Braunschweig von den Franzosen erschossen. Sein Vater, Joh. Georg S., sächsisch-poln. Major, war 1766 in den Adelstand erhoben worden. sR. T. A. Rst v. Ledebur, II. 365, sagt, Joh. Georg S. sei 1773 unter den poln. Adel aufgenommen worden, was allerdings sehr vereinbar mit der R. TaramtS - Rechnung ist. sv. Zedlitz.) Der dritte Bruder von Ferd. v. S. besizt Neudorf am Gröditzberge in Schlesien. W.: Trzywdar. Schillcnstedt, eine thüring. Familie, aus der Einer, der Hauptmann Dietrich v. S., dem Gr. Adolf v. Gleichen im Jahre 1453 Capellendorf übergeben hat. ISagittar, gleich. Hist. 306. — Avemann, kirchberg. Beschr. 48. — v. Hst' 1. Schiller. I. Zwei Brüder S. wurden 1605 geadelt, sv. Ledebur III. 338. — R. T. A. Rst II. Ludwig v. S., österr. Oberst u. NcgimentSkommandant des 11. Hus. Regiments, auch k. k. Kämmerer, erhielt 1859 die Erlaubniß, sich „Edler von" schreiben zu dürfen, desgleichen den Beinamen v. Horka. Vielleicht von den Brüdern unter I. abstammend. sA. A. Zeit., Mai 1859.) III. Adolf v. S., österr. Feldmarschalllieutenant, wurde 1859 gefreit. sA. A- Zeit, v- 1859.) 2. Schiller, v. Ledebur, II. 365, führt ein in der Provinz Brandenburg begütertes Geschlecht v. S. an, welches ein ge- viertetes Schild führt; im 1. u. 4. bl. F. ein g. Greif, im 2. u. 3. r. F. ein f. Schrägbalken mit einer r. Rose belegt. Sie soll schon 1637 geblüht haben. sPrcnß. Wppb. IV. 47.s Vielleicht stammt von diesem Geschlcchte der Oberlandgerichtspräsident Joh. Friedr. v. S. zu Breslau ab, dessen Adel 1829 von Preußen anerkannt wurde. 3. Schiller. Der kurkölu. wirkl. geh. Rath, Gencralkriegs- Kommissär, Generalhofschazmcister, Oberlandkommissär u. Residenz- Oberinspektor, des heil, röm- Reichs und des span. Ordens St. Jakobi Ritter, Joh. Lorenz v. S. zu Werte »au, wurde 1732 in den Freiherrnstaud erhoben. sR. T. A. R.) Ueber den Ursprung dieser Familie war nichts aufzufinden. Das Österreich. Wappcnbuch, XIII. 40, gibt ein vielleicht hierher gehöriges Wappen: In G- eine sich in den Schwanz beißende Schlange von natürlicher Farbe, sv. Ledebur III. 333.) 4. Schiller, Karl, kurtrier'scher Hofrath in Ellwangen, wurde 1776 geadelt. sR. T.A. N.) 5. Schiller, Friedrich, der unsterbliche Dichter, wurde am 7. Sept. 1803 in den Adelstand erhoben. Wappen: Quergctheilt, oben in G. ein wachsendes Einhorn, unten in B. ein g. Qner- Balkcn. Der Sohn desselben, der Württemberg. Oberförster K- L. F. v. S., erhielt am 16. Febr. 1845 die Württemberg. Frciherrnwürde. W.: Geviertet; 1. n. 4. Feld quer gethcilt das eben beschriebene Wappen; 2. u. 3- F. in S. ein schw., mit der Spize nach oben gekehrter Pfeil. Den Ursprung des Geschlechts glaubt man in Tirol suchen zu müssen, wo schon 1580 eine Familie S. v. Herdcrn blühte, welches Geschlecht 1601 von Oesterreich mit der Hälfte von Wäschenbeuern beliehen worden ist. Mit diesen S. v. H. glaubt man, daß die Württemberg. S. gleiche Abstammung hätten, zur Zeit der Reformation Tirol verlassen und sich nach Schwaben gewendet, wo sie den Adel abgelegt. In Schwaben erscheint der Name zuerst im I. 1550, ohue Adelstitel. Das Wappen der S. v. H. gleicht ganz dem freihcrrlicheu oben angegebenen Wappen, was nun freilich keinen Beweis abgibt. sTaschcnb. der freiherrl. Häuser auf 1856. — Cast, AdclSbuch v. Württemberg. — Dorst, Württemberg. Wappcnbuch. — Tyroff, Württemberg. Wppb. — v- Zedlitz. — Griesinger t263. — Stellmacher II. 4V. — Bernd OXII. 223. — Dorst, allg. Wppb. I. 45.) v. Hefner sagt, daß die 1643 ausgestorbenen Schüller oder Schiller v. H. in der Person des tiroler Kanzlers Lcomann S. 1619 geadelt worden. Das Stammwappeu war der g. Balken in B. Das Einhorn kam 1619 dazu; das Feld mit dem Pfeil wurde denen v. S. nach Aussterben des schwäbischen Geschlechts v. Herdern vom Kaiser verliehen. sv. Hefncr, preuh. Adel S. 62. T. 81; württ. Adel S. 11. T. 13. 14; sächs. Adel S. 15. T. 14; Erg. Bd. S. 39. - Kneschke, Wappen Ist 6. st Schiller, Friedrich Karl, Oberst und Kommandant der freien Stadt Frankfurt a/M., wurde 1319 in den österreich. Adelstand erhoben. Er starb ohne männliche Nachkommen und machte auch keinen Gebrauch vom Adel, wol aber dessen Wittwe und beide Töchter. Das Wappen ähnelt dem der Schüller v. Herdern: Gespalten, vorn in B. zwei g. Querbalken, über denen eine Sonne; hinten in N. ein f. Pfeil. sv. Hcfner, srankf. Adel S. 9. T. 8. — Kneschke, Wappen Illst 7. Schiller v. Lichtcnlmrg. Der Geschäftsträger der ausländ. Steinsalzverschleißdircktion in Galizien, N. N. S., wurde im Jahre 1786 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M.. Erg. 436. — v. Hst 8. Schiller v. Schildciisctdt. Der Postmeister Joh. Matth. S. zu Laitsch in Krain wurde im I. 1745 mit obigem Beinamen geadelt, sv. Hefncr, krainer Adel S. 17. T. 17.) Anton Leopold v. Schildeufeldt, Landschaftssckretär, wurde 1770 in den Nittcrstand erhoben und am 18. Okt. 1774 in die Landschaft aufgenommen. sM. v. M., Erg. 436. — v. Hst 9. Schiller ». Zchillershanscii. Johann Gottfried S., herzoglich sachscn-koburg. Landkammcrrath, erlangte am 14. Aug. 1790 vom sächs. ReichSvikariat den Adel mit v. Schillershausen. sv. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 52. — Tyroff I. 210. — Sächs. Wappenbuch VI. 9Ist Wappen: Geviertet; 1. und 4. Feld in Schw. ein f. Stern; 2. u. 3. F. in B. ein w. Haus mit r. Dach ans gr. Boden. sKneschkc, Wappen Illst Schiller, f. Hasscnbauer v. S. 1. st Schilling. (Zwei gestürzte Strcitkolben geschrägt.) Basler 318 Schilling Geschlecht. Hanns und Gerung S. 1364. Bernhart oberster Zunftmeister in Basel 1482. sWurstisen 396.) 2. 4 Schilling, eine am Nicderrhein schon um 1440 vorkommende Familie, welche Giistorf, Bell man, Garzweiler besaß. Wappen: N. SchildeShanpt, unten drei Reihen bl. Eisen- Hütlein. Sie scheinen erloschen zu sein. sFahne 1. 388- — v. Ledebur II. 365. n. I-s 3. 4 Schilling (V .Vilich), auf Busch seid, Bornheim, Nile am Nicderrhein; sie kommen noch im 16. Jahrh. vor. Wappen: Quer in Schw. u. S. gethcilt, im rechten Oberwinkel ein s. Adler. sFahne l. 388. — v. Ledebur II. 365. n. Il.j 4. 4 Ichilling ». Aurford, in Westfalen bei Münster angesessen, sollen von den S. v. Canst adt abstammen; sie ließen sich um 1300 in Westfalen nieder und sind im Anfange des 19ten Jahrhunderts erloschen. Das Wappen bestand in einem links - schrägen schw. Balken im g. Felde; ans dem Helm ein wachsender schw. Geiöbock. sSchilling v. Canstadt, Geschl. Bcschr. 236. — Bcrs- word, adl. Stammbuch 398. — v. Hattstein I. 336. — v. Ledebur II. S- 365. n. IV.s 5- Schilling v, Canstndt, eine schwäbische frhrl. Familie, die schon im 1.1119 dem Turnier zu Göttingen beiwohnte (?) und den Beinamen sowie das Wappen von der Stadt Kanstadt im Hcrzogthum Württemberg führen soll. Es zeigt solches im rothcn Schilde eine g. Kanne, welche sich auf dem Helme wiederholt. Sie hat auch vormals das Erbschenkenamt im Hcrzogthum Schwaben besessen, welches Herzog Konrad im I. 1260 Heinrich v. S. zuerst verliehen und K. Maximilian I. 1483, ingleichcn Karl V. 1528 als ein auf der v. schilling. Familie ruhendes Recht bestätigte. Georg v. S. war Großprior des Johannitcrordens in Deutschland, und der erste Großprior, welcher (von K. Karl V.) in den Fürstenstand erhoben wurde. sGauhc I. 1527 u. f. — Neichsanz. v. I. 1736, Nr. 25, worin gefragt wurde: ob nach 1528 noch ein v. S. das Erbschcnkcnamt besessen habe? — Zedier XXXIV. 1571. — Sieb- machcr I. 112. n. 2. — v. Meding I. n. 752. — C. F. Schilling v. C., Geschl. Bcschr. der Fam. v. Schilling, mit K. u. Stammtafeln. rMann- hcim, 1812. fol. — Cast, Adclsb. v. Baden. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels auf 1846 u. f- — Taschenb. der frhrl. Häuser ans 1849 u. f. u. 1856. — Die württ. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff -s Ob die Familie ursprünglich aus der Schweiz stammt, wie zuweilen angegeben wird, bleibt eine ungelöste Frage. Die S. in der Schweiz führen ein ganz verschiedenes Wappen. sSiebm. II. 145. III. 186. — Bucelini. — v. Hefner, württ. Adel S. II. T. 14; bad. Adel; Erg. Bd. S. 39. - v. H.f 6. 4 Schilling auf Hartlicb und Hcnrichow, in Schlesien. Dieses wahrscheinlich erloschene Geschlecht stammt aus dem Elsaß. Friedrich S. war 1452 Gcrichtsschöppe in Weissen bürg. Sie führten ein Lindenblatt in einem w. Ringe im r. Felde und auf dem Helme zwei Flügel, ans welchen die Figur wiederholt ist. Dieses Wappen wurde 1507 den S. in Schlesien vom Kaiser in drei Lindenblättcr verwandelt. Der Sohn des gedachten Friedrich wendete sich nach Polen und Einer seiner Söhne begab sich nach Breslau, dessen Söhne dann Hartlicb und Hcnrichow erwarben, worauf sich die Familie in zwei Linien theiltc. Friedrich der Langsame machte große Reisen und wurde 1617 Hofmeister bei den Prinzen von Anhalt-Köthen. Haimar Joh. Frhr. v. S. (von dem jedoch nicht bekannt ist, ob er von dem schlesischen oder von dem poln. Zweige abstammte) kaufte sich im Koburg'schcn an und starb 1716, ohne Söhne zu hinterlassen. Er war als kais. Gencralfeldwachtmcister 1710 in den Frciherrnstand erhoben worden. sGeschl. Bcschr. der Schilling v. Canstadt 394. — Siebmachcr I. 63. — v. Zedlitz. - Gauhe I. 1525. — Zedier XXXIV. 1567. — Sinap I. 817. II. 769. — v. Ledebur II- 365. n. Vl.f Die längst ausgestorbene Familie v. S. in Ponanien in Preußen führte gleiches Wappen mit einer Familie Schilling in Hamburg, welche 1465 daselbst vorkommt. Ein Mehrcres weiß man von derselben nicht anzugeben. sGeschl. Bcschr. der Schilling v. C. 319. — Fabricii memor. Hamb.— Siebmacher V. 285. — Zedier XXXIV. I568.s 7. Schilling auf Salikul, in Esthland und Licflaud, eine von den Schilling v. Schillingshof in Kurland und Esthland verschiedene Familie. Sie stammt aus Kopenhagen und kam im leztcn Viertel des 18. Jahrhunderts nach Lief- und Esthland, wo sie Kalikul erwarb. Das Wappen besteht in einem der Länge nach gctheilten und der erste dieser Theilc wieder quergetheilten Schilde. Im ersten s. Drittthcil eine aufgehende g. Sonne, im zweiten bl. Theile drei g. Sterne, und in der anderen bl. Schildeshälfte ein s. Halbmond. Auf dem Helme ein paar offene Flüge, zwischen denen die drei Sterne schweben. sGeschl. Beschr. der Schilling v. C- 235.s 8. Schilling auf Klcgowih und Löwcnitz, in Anhalt; das Geschlecht erscheint daselbst schon 1194; man weiß aber nicht anzugeben, ob es noch blüht; in Anhalt ist es nicht der Fall, und die Güter bcsizt eS nicht mehr. Das Wappen besteht in einem r. Schild mit einem schw. Querbalken, auf welchem in zwei Reihen 12 s. oder g. Sterne zu sehen sind. Auf dem Helme zwei offene r. Adlerflüge mit dem schw. Querbalken, auf jedem drei Sterne; in der Mitte wächst ein s. Becher mit drei Pfauenfedern hervor. Helmdecken roth und schwarz. (?!) sGeschl. Beschr. der Schilling v. C. 297. — Lcgrand, dietion. histor. par Morcri. — Reckmann, anhalt. Hist. VII. 265. — König, sächs. Ad.Hist. II. 145. 194. 1114. 1297. 1212. — Zedier XXXIV. — Gauhe I.1526.2982. — Seifert, Ahnentafel, unter Kniestedt. — «.Ledebur II. 365. n. V.s 9. 4 Schilling u. Lahnsicin. Ihr Stammhaus war Nieder - Lahn stein in Nassau; kommen seit 1312 urkundlich vor. Johann Konrad S. v. L. 1595 in G. Brandstetter's Stamm- Buch. (Im Schild drei gekrönte Vogclköpfe.) Emmerich S. v. L., st 1600, war der Lezte seines Geschlechts. sO.S. - Vogel 659.) ' 10. h Ichilling v. Laustem, Rheinländer, die ihren Namen von dem am Flusse Lahn gelegenen Schlosse Lohn- oder La Hirstein haben und welche im Jahre 1600 erloschen. Ucbrigcns soll dieses Geschlecht Eines Stammes mit den S. v. Canstadt gewesen sein. Das Wappen zeigte drei gekrönte Löwenköpfe — 2. 1 — und ans dem Helme vier Pfauenfedern. sSchilling v. C-, Geschl. Beschr. 269. — v. Ledebur II. 365. n. III. - Humbracht, Tab. 284. - v. Haltstein I. 591. — Zedier XXXIV. S. 1566 u. f. — v. Meding I. n. 753. — v. H.j 11. Ichilling auf Ichillingshof. Auch in Kurland blüht eine Familie v. S., welche ihre Abstammung von den S. v. Canstadt im I. 1620 nachgewiesen hat. Sie kam aus Westfalen mit dem deutschen Orden nach Liefland, Kurland u. f. w. Noch ein zweiter Stammvater wurde damals angeführt, welcher aus Westfalen kam. Lezteres Geschlecht hat jedoch gleichen Ursprung mit dem schwäb. Geschlechte. Bereits 1204 kamen die Schilling — Schin Zig S. noch Kurland, woselbst sie ein anderes Wappen angenommen zn haben scheinen; denn es besteht solches in einem linksschrägen r. Balken, besezt mit drei Helmen, im g. Felde. Auf den drei Helmen drei Federn, r., g., r. Von Kurland aus verbreitete sich die Familie nach Polen nnd Lithauen, auch nach Esthland, und erwarb unter andern SchillingShof und Kalikul. Aus ihr wurde der NeichSfrei- u. Pannerhcrr, Kämmerer u. General- Major S, im I. 1772 in den Freiherrn - und 1781 in den Grafcn- stand erhoben. Er starb ohne Nachkommen, und sein Neffe, der Hessen-darmstadt'sche Obcrstlicutenant Fabian Will). Freiherr v. S,, Erbherr auf Orgena und Pähr, erhielt 1794 auch die gräfliche Würde. (R. T> A. R> — Wappen in Neimbt's kurländischem Wavpcnlmchc. Mietau, 1793. kl. 4. - M. v. M. 28; Erg. 97. - v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsceprov. 128. — Geschl. Beschr. der Schilling v. C. 293. — v. Ledebur II. 36Z. n. VIII.) Schillinge», ein prcnß. Geschlecht, begütert zu Cahmcn, Condehnen, Drosten. Wappen? sv. Ledebur II. 363. n. IX.) Ichilstii, Johann Michael, sachsen-zeitz'scher Rath, wurde 1714 in den Neichsritterstand erhoben. fR. T. A. R.) f Zchlltderch, Schiltpcrch. Stammhaus wol in Bayern zu suchen. L. de S. 1254 Domherr zn Konstanz. B. MarscalcuS de Schiltperch 1264 in salem'schen Urkunden; dieser Marschall v. Schiltperch hatte einen Bruder oder Sohn, der Kanonikus zu Konstanz war. Schiliberg. Diese Familie erhielt im I. 1533 einen Wappen- Brief, am 3. Dez. 1785 ein Edclndiplom von dem Grafen Zeil und ein fürstl. Ausschreiben darüber unterm 7. Juni 1786. In jenem Diplom wird (aber ohne Beweis und gegen die beiderseitigen Wappen) angegeben, daß sie von den baycr. Marschallen v. S. und von dem in's gelobte Land gereisten Kämmerling v. S. abstammte. so. Hefner, bayer. Adel S. III. T. 133. — v. Lang 526 n. f. - v. H.) st Schiltcck, ein altes schwäb. Nittergeschlecht, welches von 1336 bis 1334 vorkommt. Die Burg Schiltcck lag im O.A. Oberndorf. (Griesinger 1268.sj Schiiten, f. Stimmelmayer. Zchiitheis!, ein odlich sein sollendes Geschlecht in Schlesien, sv. Ledebur II. 366. — Siebmacher III. 92.s st Schiiti lalias Schilt). (Ein Schrägbalkcn mit drei Schildlein belegt, später mit einem Löwen vermehrt.) Das regensbnrger I Patriziergeschlecht, schon frühzeitig landsässtg. Wolfgang Sch ilt zu i Praite nbach, dann Volz (Vollrath) und Asen die S. zu Schön- > buchet (KrandSberg) in der bayer. Landtafel 1496; haben im listen Jahrh. auch Arnstein (Waldmnnchen, Oberpfalz) besessen. f Ichiluuche», eine alte bayerische Turnierfamilic, welche im Jahre 1484 mit Georg S. ausgestorben ist. (W. Hund I. 328 u. f. - v. H.) Ichimmelfeiinitig, Schimmclfcnnig, Schimmelpenninck v. d. Ohe. Diese Familie stammt aus Geldern, wo sie sich Schimmelpenninck v. d. Oye nannte. Von Geldern wendeten sich Zweige nach Oesterreich, Polen und Preußen. Die angebliche Stammreihe beginnt mit Jakob van Schimmelpenninck, der um 1453 Mitglied des Magistrats in Zütfen war. Sein Sohn Alexander vermählte sich mit der Erbtochter Evert's van der Oye; der in dieser Ehe erzeugte Sohn Jakob nahm den Namen und das Wappen seiner Mutter an. Alexander und Kristof verließen 1662 ihr Vaterland, gingen nach Ermeland u. nannten sich Schimmelfenn ig. Die Nachkommen thaten sich mehrfach im prcuß. Staatsdienste hervor und erwarben ansehnliche Bestzungen. Joh. Kristof und Balthasar erhielten von K. Ferd. III. die Bestätigung ihres angebornen Adels u. Wappens am 16. Nov. 1656 und wurden am 5. April 1666 in den Freiherrnstand erhoben. Nach Andern wurde die Familie 1656 erst geadelt. Diese Bestätigung oder Adelserthcilung bestätigte Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst von Brandenburg, am 12. März 1679. (Das Freiherrndiplom mag den österr. Zweig der v. S. betroffen haben.) Kristian Ludwig v. S., Major in preuß. Diensten, und mehrere seiner Vettern, erhielten von Preußen eine Konfirmation und Renovation am 11. Jan. 1787. Der Lieut. Ludwig v. S. erlangte 1826 vom König von Preußen Adclserneuerung. Nach einer neueren Uebereinkunft mit den österr. S. folgen die preuß. S. nunmehr der älteren Schreibart „Schimmelpenninck v. d. Oye". (v. Zedlitz. — Lcupold I. 586- 39. — Preuß. Wppb. IV. 47. — Oesterr. Wppb. XII. 77. - Sicbmachcr IV. !62. — Fahne I. 383. II. t29, welcher sagt, daß die Familie früher in Köln und mehrmals im Cleve'scheu aufgcschworeu sei. Nach ihm stammt sie ursprünglich aus Köln, daher nicht aus Geldern. — v. Ledebur II. 366. — v. 5z. — v. Hefner, preuß. Adel S. 62. T. 81.) Ichimmcliiiluiii, Heinrich Karl, ein geb. Brandenburger, erlernte die Handlung in Dresden, übernahm mit Graf v. Bvlza 1775 den Accispacht, erwarb sich bei einer Kriegölieferung Vermögen und begab sich in dän. Dienste. Er wurde 1762 unter dem Namen v. Lindenburg, eine der Familie noch zustehende Grafschaft in Jütland, in den Frcihcrrnstand erhoben, wurde 1769 Schazmeister u. geh. Konferenzrath. Söhne haben 1787 die gräfliche Würde erlangt und bekleiden wichtige Hof- u- Civilstellen. (Rcbmaun, Adelsarchiv, Mspt. — v. Ledebur II. 366. III. 338. — Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels VIII. II. —. v. Hcfner, sächs. Adel S. 5. T. 4.) Schimonskq, ein schles., im Neisse'schen begütertes Geschlecht, das aus Polen, wo ihr Stammhaus Schimony liegt, stammt, in Schlesien aber schon im I. 1591 vorkommt. fSinaP I. 319. II. 96t. — Gauhe I. 1528. - Zedier XXXIV. 1588. — Siebmacher I. 63. u. 13. — v. Dieding II. n. 774. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 367. — v. H.) 1. Schimpf. Der österr. Major beim 2. Artilleriercgiment, Friedrich v. S., soll im I. 1861 Ncichsfrcihcrr und im I. 1862 geadelt worden sein, nach M. v. M. 258, Erg. 97, welches, wenn nicht zwei österr. Artillericmajors mit dem Vornamen Friedrich eristirteu, unfehlbar unrichtig ist. Weder im I. 1835 noch 1857 befand sich ein Herr oder Freiherr v. S. im österr. Kriegsheere. (Der Jrrthum würde sich heben, wenn die Jahrzalen umgekehrt würden.) fv. H.) 2. Schimpf. Die sächs. Unterlieut. Otto August S. und Franz Ludwig S. wurden im I. 1816 vom Fürsten von Schwarzburg-Sondershause n geadelt und im Jahre 1821 ihnen vom König von Sachsen erlaubt, den Adel in sächs. Landen zu gebrauchen. (Kneschke, Wappen I.) Ein Vetter, k. k. Major, war früher in den österr. Freiherrnstand erhoben worden. (Sachs. Wppb. VI. 92. — v. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 52.) -f Schiiiburcn, ein altes hinterp ommer'schcs Geschlecht. sMicrälius, Antiq. Pom. VI. 374. — Siebmacher V. 166. u. 3. — v. Ledebur II. 367. —^ v- H. — v. Meding III. n. 731.) 1. Zchiiickel, eine mecklenburg'sche Familie, die sich nach 320 Schin — Schir Dänemark begeben hat, woselbst Otto v, S. im I. 1414 das Schloß Tilem besaß; auch wird sie unter die ältesten Geschlechter in Pommern gerechnet. sAngeli, Holstein. Adelschronik II. 37. — Micrälius, Pommerl. VI. 374. 525. - v. Meding II. n. 775. - Gauhc II. 1024. — Siebmachcr V. lg», n. 4. — v. H.s 2. Schinkel, eine holst ei n'sche, mit obiger nicht zu verwechselnde Familie, sv. Meding II. n. 775. — v. HZ Schiiichiiiclli. Die Gräfin v. S., geb. Gräsin Borromco, Kammerherrnwittwe, war 1835 k. k. österr. Palastdame. f Schindel, ein von den stehermärk. v. Schind tel verschiedenes schles. u. meißnisches Geschlecht, dessen Linien sich durch Beisczung der Namen ihrer Bcsizuugen, Dromsdorf im Schweid- nitz'schen, HermSdorf im Liegnitz'schen, Sasterhausen und Bernstadt, auch im Schweidnitz'schen, unterscheiden, und kommen solche schon im 13. und 14. Jahrh. vor. sNachr. von dem Geschlecht? derer v. Schindel u. Dromsdorf, im lau- sizcr Magazin I. 29. 17». IX. 198. — Sinap, schles. Curios. I. 820—25. II. 9kl. — Gauhc I. l528 u. f. — Zedier XXXIV. 1594. — Siebmacher I. 50. n 13. — v. Ledebur II. 367. — Sachs. Wppb. V. 80.— v. H. — v. Meding II. n. 776. — v. Zedlitz.) Schindeli», ein altes schwäb. u. brau »schweig. Geschlecht. sGauhe I. 1528. - Zedier XXXIV. 1595. - v. H.s 1. Schindler, eine ursprünglich böhmische Familie, die nach Zittau und in das Gotha'sche sich wendete, in welch lezterem Herzogthume sie zu Burg-Toma begütert war. Der gotha'sche Rath Joh. Krist. S- wurde am 6. Febr. 1704 geadelt. sv. Ilcchtritz, dipl. Nachr. VI. 93—103, wo der Adelsbrief steht, und S. 104—111, wo mehrere Nachrichten von diesem Geschlechte zu finden sind. — v. Ledebur II. 368. — Siebmacher, Suppl. I. 5. — v. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 52. — Sächs. Wppb. V. 81. — v. H. - Carpzov, Annal. Fast. Zittau. III. 131.s 2. Schindler. Der k. Zehendncr Joh. Wenzel S. in Böhmen wurde im I. 1780 mit „Edler von" geadelt- sM. v. M. 258Z Der Oberst Joh. Edler v. S. wurde im I. 1781 in den Nitter- stand erhoben. sM. v. M., Erg. 202.s Der Bergzchnter Joh. Edler v. S. zu Ratiborzitz in Böhmen wurde im I. 1799 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 202. — v. HZ 3. Schindler, Dr. K., Scktionörath zu Wien, Ritter des Ordens der eis. Krone, wurde 1861 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Sept. 1861.s 4. Schindler ». Hohcnwnldt. Die Gebrüder S. wurden 1616 mit v. H. geadelt. sR. T. A. RZ 5. Schindler v. Knncwnld. Der Gutsbcsizer Fr. E. S. zu Kunewald in Mähren erlangte 1859 den Adel mit v. KZ sA. A. Zeit, von 1859Z 6. Schindler v. Priiyendorf. Kristian Ernst S. v. P. erhielt am 26. Febr. 1738 von Kaiser Ferdinand I. die Bestätigung des seinem Geschlechtc im I. 1557 ertheilten Adels. sM. v. M. 258. — v. HZ 7. Schindler v. Uottcnhaag. Der Hofrath der obersten Justiz- Stelle, Kristof Hermann S., wurde im I. 1321 mit dem Beinamen v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 437Z Im I. 1829, nachdem er Präsident in Linz geworden war, erlangte derselbe den Ritterstand. sE. S. — v. HZ 8. Schindler v. Schindelheim. Der Dr. Joh. S., Domherr zu Krakau, erlangte am 3. Dez. 1853 den Freiherrnstand mit obigem Beinamen. >N. A. Zeit. v. 1854. - Frhrl. Taschenbuch v. I859Z 9. Schindler v. Wnllcnstcrn. Der österr. Hauptmann Michael S. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. W. geadelt. sM. v. M. 258. - v. HZ Schindlöchcr, E., Oberst des 1. Dragoner-Regiments, wurde 1861 in den österr. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Juni 1861Z f Schindtcl, ein altes st eher. Geschlecht. sGauhe. — Zedier XXXIV. >605. — v. HZ Schindler, aus dem Elsaß stammend und in der Hansestadt Bremen seit mehreren Generationen ansässig. Auch in Ungarn soll die Familie blühen, wo sie den Namen inBsavioc verändert oder vielleicht- auck blos diesen als Prädikat angenommen hat. Ein S. war 1563 bei der Belagerung von Aasborg in Jütland. sMerks, Varia curiosa. Amstelodami 1698. p. 44 fsZ f Schinkel. In Pommern blühte noch 1639 eine adliche Familie v. S. sv. Ledebur III. 338. — Bagmihl V, 43. — Siebmacher V. 16VZ Schinnen,, s. Schöttl. ch Schinstett. Kommen zwischen 1331 u. 1389 als kirchberg. Vasallen vor und hat in dem zuleztgedachten Jahre Dietrich v. S. seiner Lchuherrschaft, dem Kloster Kapellendorf, verschiedene Ländereien verkauft. sAveinann's kirchberg. Beschr. 81. 194. 217. — v- HZ Ichintling. Der geh. KriegSrath, Zucht- und Arbeitshaus- Direktor S. zu Ncuberg erhielt am 26. Sept. 1790 ein Adels- Diplom. so. Hefner, bayer. Adel S. III. T. 135. — v. Lang 528. - v. HZ Schinzcl v. Engelftld. Der kais. österr. Oberlieut. Franz S. wurde 1824 geadelt. sE. SZ Ichioppo, wahrscheinlich ein österr.-italien. Grafengeschlecht. Alois Graf v. S. stand 1857 als Unterlieutenant im 22. österr. Jägerbataillon. Schipf, s. Schenk. Schipka v. Nlnmenscld. Der österr. Oberlieut. Mart. Anton S. wurde im I. 1783 mit dem Beinamen v. B. geadelt. sM. v. M., Erg. 437. — v. HZ Schipkho v. Schihoffc». Joh. Wilh. S. v. S. wurde im Jahre 1719 in den böhm. Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 97. - v. HZ ch Schipo ii»d Branitz (man findet sie auch Schipa geschrieben), eine sehr alte schles. und mähr. Familie, die in der Mitte des 15. Jahrhunderts vorkommt. Dieselbe scheint erloschen zu sein- Dagegen war in neuester Zeit die Familie v. Schipp in Branitz ansässig, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II- 368. — Sinap I. 825. — Gauhc II. 1024. — v. Meding II. n. 777. — v. HZ ch Schippen, ein altes preußisches Geschlecht, auS dem Ludwig v. Schippen schon im Jahre 1299 Hcermeister in Preußen gewesen. Vielleicht dieselbe Familie, welche jezt das denen v. Schipo ehedem gehörige Gut Branitz und Schlitin besizen. sPet. de Duisburg. Chron. Pruss. p. 144. — Zedier XXXIV. S. 1611. — v. HZ ch Schir, Schier, Schirow, eine schlcsische Familie, welche wahrscheinlich im 16. Jahrh. abgegangen ist. sSinap I. 825-27. — Siebmacher I. 69. n. 1. — v. Meding III- n. 732. — Gauhe II. 1020. — v. HZ Schwach. Der Professor der Geschichte und Politik an der Universität Hclmstädt, Gottl. Benedikt S., wurde wegen ge- Schir — Schla 321 liefcrter Lebensbeschreibung von der Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1776 geadelt. sM. v. M., Erg. 437. — Lüdersen'S Sammlung. Die Nachkommen gehören zum d än. Adel, sv. Ledebur ll. 368. — v. H.) -s Schircnbach. Everhardus miles de Scirenbiche testis 1265 in einem walken rieder Brief. Hugold de Schirin- beke 1219. Waren halberstadt'sche Ministerialen, slkrk. Buch für Nieders. II. 47. 90. 92.1 f Schirgcnbach, ein sehr altes, aber erloschenes Geschlecht in Oberösterrcich, das schon 1168 vorkommt. sPrevcnhucber, Aunal. Styr. 364. — Zedier XXXIV. I6l3. — v. H .s Ichiriiiciffcr, O. Th. B., Hauptmann im 5. ostpreuß. Jnf.- Regiment Nr. 41, und dessen Bruder, der Laudrath des Kreises Darkchmen, H. K. F. W. S., erlangten 1861 den preuß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 1861.) Schirnding, Schirutiug, Schirndiuger v. Schirnding, auch Schirnling genannt, eine alte fränkische, auch böhmische, im Markgrafthum Baireuth seßhafte Familie, deren Stammst; das ganz an der böhm. Grenze gelegene Schloß Schirnding gewesen. Im I. 1462 hat Just. v. S. die Husittcu von Wun- siedel zurückgeschlagen. Sigmund Schirndiuger v. Schirnding erlangte 1717 den Freiherrnstand. Joh. Franz Josef S. v. S. wurde am 13. Nov. 1737 in den böhm. Frciherrnstand erhoben; ebenso Johann Anton nebst seiner Mutter Eleonora Anna Katharina und seinen Schwestern Josefa und Renata im I. 1746. Der Frhr. Johann Anton (verschieden von obengenanntem) erlangte im Jahre 1794 wegen 34jähriger unentgeltlicher Dienstleistung die Grafenwürde. jM. v. M. 29; Erg. 97. — Salver 374. — Biedermann, Voigtl. 187. — Taschcnb. der gräfl. Häuser auf 1836 u. f. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. 1855. — v. Zedlitz. — Siebmacher, Suppl. VI. 26. — v. Schönfeld I. 227. — Oesterr. Wppb. XII. 78—XV. 93. - v. Ledebur II. 368. - v. Hefner, sächs. Adel S. 46. Taf. 52; preuß. Adel S. 62. T. 8l; bayer. Adel S- 56. T. 58. S. III. T. >55; Erg.Bd. S. 19. - Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — Spangcuberg, Ädelsspicgel II. 220. — Gauhe l. 1529. Zedier XXXIV. ,619. l62l. — v. H.) Schirnhoscr ». Ehrcnhos, österreichisch. Ludwig S. v. E. war 1857 k. k. Auditor in Wien. 's Schirolfffngc», ein altes, erloschenes Geschlecht, das als Vasall der Grafen v. Steher im I. 1168 vorkommt. sPrevenhucber, Anual. Stpr. 364. — Zedier XXXIV. >621. — v. H.) Schilp, vielleicht österreichisch. Johann Frhr. v. S. stand 1857 als Oberlieutenant beim k. k. österr. Jägerregiment. 1. Schirrman», Georg Wilhelm, Rittmeister, wurde am 36. Mai 1783 in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 368.) 2. Schirrmann, Major im 7. Infanterie-Regiment, wurde am 29. Aug. 1825 vom König von Preußen geadelt. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 369. — Preuß. Wppb. IV. 48.) f Schirmst. Cuno de S., Burgmann zu Grellenbcrg, 1286. skkrk.Buch für Nieder,', kl. 319.) Schischka v. Gamolitz, böhm. Adel, aus dem im Jahre 1737 Zwei in österr. Diensten vorkommen. sZedler XXXIV. 1623. - Gauhe II. 1775. - v. H.s Schiffet v. Mrhcnbcrg. Franz S., kais. österr. Kapitän- Lieutenant, wurde 1827 mit v. F. geadelt. sM. S.) Schiller v. Schitiersbcrg, Georg Rudolf, wurde am 18. Juni 1693 in den böhm. Adclstaud erhoben, sv. H.) Stammbuch des Adels i» Deutschland, l». Schitra lt. Ehrlichem. Der böhm. Appellationssekretär Karl Lazar S. wnrdc im I. 1792 mit dem Beinamen v. E. geadelt- sM. v. M., Erg. 437. — v. H.s Schittlerslicrg, s. Veit. Schihcnliit, s. Prenschitz. Schimm. Der tcmeswarer NathSvcrwandtc Gyurivsko S. und seines Bruders Sohu Georg wurden im I. 1773 geadelt. sM. v. M. 258. — v. H.s Schi»!) v. Ichilnzhosseil. Maria Elisabeth S. wnrdc im Jahre 1754 mit ihren beiden Söhnen Johann u. Franz v. S.-geadelt. sM. v. M., Erg. 437. — v. H.) Schilti», l>. St. Anlaste, wahrscheinlich auö den ehemaligen österr. Niederlande» stammend. Karl Edler S. v. St. A. befand sich 1857 unter den unangestellten k. k. österr. Obersten. Schi))i, österr.-italienisch. Ludwig Graf v. S. war 1835 Deputirtcr bei der Ccntralkongregatiou zu Mailand. f Schkölen, Skalen, ein 1666 in Sachsen vorkommendes Geschlecht, das auch in Hannover begütert war. sSiebmacher I. 158. — v. Ledebur II. 369.j -sSchkapp, Skopp, Scopp, ein altes schles. Geschlecht, das in der Tartarenschlacht im Jahre 1241 bis auf zwei geistliche Herren umgekommen war, die darauf das Kloster verließen und ihr Geschlecht fortpflanzten. sSinap I. 903. II. 964. — Zedler XXXIV. 1625. — Siebmacher II. 48. n. 10. — v. Mcdiug II. n. 778. — v. Ledebur II. 369. — v. Zedlitz. - v. H .s 1 Schlebeck, auf Simsdorf in Oberschlesien; sind abgestorben. Wappen? sv. Ledebur II. 369.) Schlabcrndurs, Schlabberudorf, eine der ältesten, in der Mark Brandenburg seit dem Anfange des 17. Jahrhunderts seßhaften frhrl. Familien, die 1234 schon vorkommt. Otto v. S. wurde von Kaiser Leopold am 15. Dez. 1697 in den Reichsfreiherrnstand erhoben, welche Standcserhöhung der König von Preußen, Friedrich I-, am 4. Dez. 1766 bestätigte. Ludwig Friedrich Wilhelm, ältester Sohn des StaatSministers Ernst Will), v. S. in Breslau, ward als Domherr zu Halberstadt am 17. Nov. 1772 in den preuß. Grafenstand erhoben. Die Söhne zweiter Ehe desselben Ministers, Leopold August Wilhelm Friedrich v. S., Ritter des Johanuitcrordcns u. Lieutenant bei den Dragonern, auf Seppau, Großsauer, Mangelwitz :c., erlangte den preuß. Grafenstand am 15. Okt. 1786 bei Ausdehnung dieser Würde auf seine Brüder, Kristof Georg Gustav, Kapitular des Domstifts zu Magdeburg, und Friedrich Wilhelm Heinrich Karl Ernst, Lieutenant bei den Husaren. sv. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1836 u. >856. — Preuß."Wppb. I. 88. — v. Ledebur II. 369. III. 338. — v. Hefuer, preuß. Adel S. 25. T. 28. — Kneschke, d. Grafeuh. — Siuap I. 967. — Dithmar's Nachr. von den Herrcmneistern 63. — Relat. scholae rcalis. 1753. 991. — Micrälius III. 457. — Angeli, märk. Chronik 39. — Zedler XXXIV. 1628. — Dicnemanu 251. n. 8. 334. n. II. — v. Me- ding I- u. 754. — v. H) Schlacht«, v. Zadjcl, ungarisch. Martin S. v. Z. war 1335 Kustos beim Domkapitel zu Szathmar. -s Schlachten. Diese waren dem Nitterkauton Rhönu. Wcrra immatrikulirt. sBiedermann, Rh. u. W. I. Verz. — v. H.) Schlachtfeld, s. Warmuth. Schlachtfchwcrt, s- Terbuhovic v. S. 1. s Schladen, Schladem, eine gräfliche Familie, deren Be- sizungeu au der Ocker im Stifte Hildesheim gelegen. Sie er- 41 322 Schla — Schlau scheint urkundlich 1282 und wurde von K. Otto in den Grafenstand erhoben, starb aber im J> 1346 mit Mcinone aus. sLöwenstein, HildcShcim 63, — Fellen Monument, inedit. 358. — Zedier XXXIV. >667. — v. Mcding I. n, 755 u, f. — v. Ledebur II. 371. III. 338. — v. H. — Lüdcrsen's Sammlung.) 2. st Schlade», eine alte, von voriger ganz verschiedene Familie, welche die Salzwerkc zu Staßfurth im Magdeburg'schen inne hatte und den dasigc» Stadtrath besezte. Sie scheinen im Jahre 1435 zuerst in Urkunden vorzukommen. Jezt wohnen sie in Preußen w. Der preuß. Kammerherr und außerordentliche Gesandte v. S. wurde am 2. Febr. 1813 in den Grafcnstand erhoben. Die Familie ist 1845 erloschen. sv. Zedlitz. — Tascheub. der gräsl. Hänser aus 1842 u. f. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 25. T. 28. — v. Mediug I. n. 755. — Tyroff I. 3. Ausg. — Lüdcrsen's Sammlung. — v. H.) Schladern v. Traunbrück. Der kais. österr. Oberst Franz S. wurde 1339 mit v. T. geadelt. sE. S) 1. Schlägel, Johann Josef, fürstlich fr ei sing, geistl. Rath, wurde 1754 geadelt. sR. T.A. N.) 2. Schlägel. Der k. bah er. Hauptmann Michael S. wurde am 11. Mai 1816 als Ritter des militär. Mar-Josef-Ordens nominirt n. immatrikulirt. sv. Lang, Suppl. 139.^s Geadelt 1823. jv. Hefner, baycr. Adel S. ll l. T. 135. — v. H.s Schlaff, Karl Daniel, der Rechte Doktor u. k. schweb, älterer Bürgermeister zu Wismar, wurde 1752 geadelt. sR. T. A. R.) Ichlag v. Zcharhcli». Der Oberst uud Kommandant des 9ten Art. Regiments, W. S., wurde 1862 mit obigem Beinamen geadelt. sA. A. Zeit., April 1862.) st Ichlage, eine ausgestorbene ehedem im Halberstadt'schen begüterte Familie, die schon 1291 vorkam. sMeybaum, vom Kloster Marienberg 43. — Zedier XXXIV. >735. - v. 5z. I stIchlagcutcuftl, eine zum pommer'schen Adel gehörige Familie, welcher Werder im Regierungsbezirk Stralsund gehört. Johann S. wurde am 16. März 1746 in den Adelstand erhoben; er war aus Schwedisch-Pommern und ist der AnHerr der pommer'schen Familie daselbst, sv. Ledebur II. 37l. III. 338. — v. Zedlitz. — R. T. A. R- — Genealog. Staatshdb. v. 1748.) st Ichlaginhaus, Schlaginhaufen, Georg HicronimnS, der Rechte Doktor, und Sigismund S., Brüder, wurden 1621 geadelt. sR.T. A. R.) Schlagintwcit. Zwei Brüder, Hermann u. Robert S., Natur- Forscher in München, wurden am 24. Nov. 1859 in den bayer. Adelstand erhoben. Wappen: Schwert und Pfeil in gespaltenem Schild mit Krücken - Bordur. sO. S-s st Schlammersdors, eine fränkische, r h e i n lä irdische und pfälzische Familie, die aus Niedersachscn in die Pfalz kam, und aus welcher Johann v. S. 1549 geh. Rath des Pfalz- Grafen Otto Heinrich am Rhein war. sBiedermann, Geb. Tab. 211—23. — v. Hattstein II. 3I3u. s. — Zedier XXXIV. 1766 u. f. — Gauhe I. 1536. — Dienemann 347. n. 72. — Siebmacher I. 89. n. 5. — v. Mcding II. n. 72. — Hart- mann's Samml. — v. Ledebur II. 37 l. — v. H.s Zchlamiuersdorf, Snottcn r>., s. Knotten. Zchlanbulch, eine ursprünglich norwegen'sche, dann aber in Holstein verbreitete adliche Familie. sM- S.) st Ichlandcubcrg, Schlandersberg, eine gräfl. Familie in Tirol, welche den Namen von dem Schlosse Sch. im Vinstgau hat, das sie seit 1599 wieder an sich gebracht, nachdem es lange andere Herren besessen hatten. Schon im I. 1296 kommt Philipp v. S. beim Turnier zu Schweinfurt vor. fGauhe I. >536- — Sieb- machcr II. 41. n. 5. — Brandis, tiroler Ehrenkr. II. — v. Meding III. n. 733. — Zedier XXXIV. 1769. - v. H.s Schlandersberg, s. Sch landend erg. Schlangcnbcrg, v. u. zu. Die Brüder und Laudrcchtsbeisizer Georg Kristian u. Friedrich Jakob v. n. zu S. wurden im Jahre 1733 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 83. — v. H.s Soll vielleicht Sch lau derb erg heißen. st Ichlangenlmrg, Bestzer der in Ruinen liegenden Burg dieses Namens unweit des neuhauser Bades in Step ermark gelegen. sSchmutz III. 488. — v- H.s Schlniigcnftld, Wilkcrih. Die Brüder Franz Ferdinand, Gotthard uud Jguaz S. wurden am 12. Aug. 1697 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 371. — v. H.s Ichlangciifcld, s. Mick« sinovich. Zchlangensurth, s. Weiß. Schlaiigenheiin, Hanns Jakob, fürstlich fürstenberg. Stallmeister, wurde um's I. 1654 geadelt. sR. T- A- R.s Schlattcr, Schlattern, Thomas, des Erzherzogs Karl von Oesterreich Kammerdiener, wurde 1679 geadelt. sR. T. A. N.s 1. st Schlau», eine köln. Patrizierfamilie, welche von den S. v. Linden wol zu unterscheiden ist. Ersterc führt eine Wolfs- Angel im Schilde u. auf dem Helm einen wachsenden Hund. Sie blühte noch um 1695. sFahne I. 389. — v. Ledebur II. 371.s (Es wäre möglich, daß der 1546 geadelte S. sv. Linden) von diesen Patriziern, deren Adel nicht immer anerkannt wurde, abstammte, und zwar um so mehr, als die S. v. L. häufig in kurköln. Diensten standen.) Vergl. Schlaun 2. 2. st Schlaun (auch Schlaun v. Linden). Jodok S. erlangte von K. Karl V. wegen ihm geleisteten Kriegsdiensten u. Tapferkeit am 12. März 1546 den R-Adelstand mit dem Beinamen v. Linden, einem bei Münster gelegenen Erbgute, und sein mit Maria de la Hamaide d'Auvyu, st 1594, erzeugter Sohn, Joh. Matern S. v. L., mit seinem Bruder Arnold, kurtrier'schein Rath und Hofgerichtsdirektor, d.d. Wien, 15. Dez. 1622, von K- Ferd. II. eine Bestätigung darüber. Sein Urenkel, Joh. Konrad S. v. L-, geboren 1695, ein Sohn von Heinrich S. v. L. und der AgncS de Bernardi-Bernardis, und Enkel von Joh. S. V.L. und der Anna Niemaher v. Lindenschmied, war kurkölnischcr Gcnerallieutcnaut und Gouverneur von Meppen; er hinterließ von Anna Katharina v. Jehnmann einen Sohn, den Gebhard Moriz v. S. (v. Linden), k. k. Gencralfeldwachtmcister, geboren am 11. Okt. 1742, welcher am 6. April 1791 in den österr. Freiherrnstand erhoben worden ist, und gestorben am 21. Sept. 1825, von seiner Gattin, Gräfin Josefa Krist. Julie v. Kegle- vics de Buzin, eine einzige Tochter hinterlassend, welche an den k. k. Kämmerer u. geh. Rath Franz Xaver Frhrn. v. Ottenfels- Gschwind am 9. Mai 1816 vermählt wurde. Obgleich dieses Geschlecht von dem Hess, st Gcschlechte v. Linden (welches sich zuweilen S. v. L. geschrieben haben soll) nicht abstammt, so kam doch das Hess.-lindcn'sche Wappen — drei s. Lindcnblätter in R-— in das frhrl. sch laun'sche Schild als Herzschild; die Wolfs- Angel der köl n. S. ist darin nicht befindlich. sOestcrr. Wappcnbuch XV. 58 (XII. 79 ist unrichtig). — Goth. freiherrl. Taschcnb. für 1849. S. 535-s Bemerkenswert!) ist 1) daß weder bei M. v. M-, S. 83, Schlau — Schle 323 noch im österr. Wappenbuche der Beiname v, Linden bei dieser Familie vorkommt, und 2) daß in der Stammtafel der köln. S. der hier aufgeführte Arnold ebenfalls erscheint. fLeupold I. Th, IV. S. 583, wo das Freiherrndiplom abgedruckt ist) Da oben von einer st Hess. Familie v. Linden die Rede ist, welche sich zuweilen Schlann v. L. geschrieben haben soll, dieses Geschlecht unter dem Artikel Linden, wohin sie gehört, nicht aufgeführt wurde, so sieht man sich veranlaßt, über dasselbe Folgendes nachzutragen: Das Hess, uralte Geschlecht v. L. hatte seinen Siz zu Groß linden, zwei Stunden von Giesen; zuerst erscheint Raimarus v. L. urkundlich 1129, desgleichen Johannes de L. in einer Urkunde von 1229. 1236 erscheint Macharins de L., 1259 Gozzone de L., filiuS Godcfridi de L. Macharins de L., mileS, war 1279 Bnrgmann in Giesen. Als in der Gegend von Giesen vorkommende adliche Familien wurden unter andern aufgeführt die v. L. oder Schlaun zur Linden, Setzphant v. L-; auch Waltcrus de L. wird 1255 Sluno oder Schlaun zur L. genannt. 1598 kommt Peter v. L. vor und 1592 befand sich Ludwig v. L. bei den Hochzeitsfeierlichkciten des Ritters Schweikart v. Sickingen und der Frl. v. Cronbcrg. Im Jahre 1636 ist die Familie erloschen. Sie führte in R- drei silb. Lindenblätter mit den Stielen, in Form eines Kleeblattes mit einander verbunden. (Woher der Beiname Sluno, Schlaun entstanden, konnte nicht erforscht werden.) so. Justi, Hess. Denkwürdigk. Marburg, 1802- 5 Bde. in 8. III. 213. 253. 252. — Archiv. Privatnachrichten.s f Ichlmidersliach, eine Nürnberg. Familie, deren Geschlechts- Register, mit denen v. Praun, v. Wölkern, der altorfer Professor Will 1772 herausgegeben hat. Die Familie stammte auö Steyer- mark, wendete sich um 1599 nach Nürnberg und starb im 18. Jahrh. aus. Schlebusch, s. Schlepusch. 1. Schlecht» v. Hroihow. P. K. S., böhm. Fabrikant und Gutsbesizer, wurde 1869 mit v. H. in den österr. Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Febr. 1869.) 2. Schlecht» ». Wschehrd. Der Plazoberstlieut. Franz S. v. W. wurde im I. 1819 iu den Freiherrnstand erhoben. Ein altczech. Wladikengeschlecht, welches in Böhmen ansehnliche Besizungcn hatte. Auf den Ursprung des Geschlechts kann man nicht mehr zurückgehen; um 1449 erscheint solches in Urkunden. Sowol auf dem KriegSfclde als auch unter den Gelehrten haben sich Mitglieder des Geschlechts rühmlichst hervorgethan. sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1854. — M. v. M. 83. — v. H) 1. st Schlcchtcnd»!. In Schlesien blühte ein adl. Geschlecht v. S,, aus welchem Hanns Albrecht um 1699 kais. Oberstlieutenant war. Sein Sohn, als der Lezte seines Stammes, starb 1766 zu Strozzen. (v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 371) 2. Schlcchtendal, Schlechtcndahl. K- Friedrich II. von Preußen erhob am 14. Okt. 1786 die drei Brüder S- in den Adelstand. Zwei gelangten zu hohen Würden. Georg Heinrich v. S., Konsistorial- und Pupillenrath zu Breslau, starb am 23. Aug. 1899. Der andere, Reinhard Friedrich, war geh. Neggs.Rath zu Cleve; der dritte, Franz Friedrich, war Landrichter zu Xanten. Einer ist Chefpräsidcnt des Oberlandgerichls zu Paderborn u. s. w. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 371. — Preuß. Wappenb. IV. 48.s st Schlechter». Karl Andrer v. S., kurfürstl. Hofkammerrath und Baukommissär zu München, 1688. Ferd. Kajetan v. S. 1719, 1734 Probst bei St. Kajetan in München. Ichlccbrüggc, eine adliche Familie in Westfalen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 371.) 1. Schlegel, eine sehr alte anhalt. Familie, von der Angeli, in Annal. Marchiae p. 37, sagt, daß Heinrich der Vogler, als er Stendal erbaut, solche nieist mit diesem Geschlechte besezt gefunden. In den anhalt. Archiven findet sich, daß F. Bernhard im I. 1323 die v. S. beliehen habe. sv. Ledebur II. 372. - V .Zedlitz, Ad.Ler.) Wappen: Kopf und Hals eines r. Pferdes in S. sv. Hefncr, sächs. Adel S. 46. T. 53. — Sinap I. 769. II. S67. - Beckmann, anhalt. Hist. VII. 267. — Ganhe I. 1531. II. 1026. — Zedier XXXV. 6—10. — Siebmacher I. 177. n. 7, der es unter den märk. Adel sczt nnd auf S. 1. n. 3 desselben TheilS noch ein Wappen der S. v. Münzenberg beibringt. — v. Meding II. n. 780. — v. H.) 2. st Schlegel, eine sächsische, mit voriger nicht verwandte, 1688 st Familie. (König III. glg -23. — v. Uechtritz, Gcschl. Erz. 1.47. 71-73. III. 54-55. — Melissantcs n. X9IV. - Zedier XXX V. 6 — 10. — v. Ledebur II. 372. n. I.) W.: Ein schrägrcchts gestellter s. Schlägel in R. (Siebmacher I. 171. n. 10. — v. Meding II. n. 781. — v. H.) 3. st Schlegel, ein schon im 16. Jahrh. ausgestorb. eidliches Geschlecht in der Mittelmark; es war schon 1375 bekannt und führte drei halbmondförmige Schlägel, 1. 2. sv. Ledebur II. 372. n. II. des Art.) 4. Schlegel, August Wilhelm, der bekannte Schriftsteller, und Friedrich S., kais. österr. Legationsrath, crsterer, geboren 1767, Professor -zu Bonn, wurden — und zwar wahrscheinlich von Schweden — in den Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 372. n. V. des Art.) 5. Schlegel. Der Kaufmann Johann Michael S. wurde im Jahre 1732 geadelt. (M. v. M., Erg. 437. — v. H.) 6. Schlegel, Maximilian, Hauptmann im Grenadierregiment, wurde im Nov. 1823 vom König von Bayern geadelt. (Reggs. Blatt v. 1823. Nr. 42- — Bayer. Wppb.j 7. Schlegel v. Gottlclie», ein zum schles. Adel zälendes Geschlecht; vielleicht Nachkommen des Hanns MatheuS S. Wappen: Geviertet; 1. u. 4. F. ein g. Löwe mit Schlägel in der Pranke, gegen einen Felsen schlagend, in Schw.; 2. u. 3. F. in S. u. N. gctheilt, darin 3 Rosen mit wechselnden Farben. Im Mittelschilde in B- ein Lamm. (Siebmacher IV. 32. — v. Ledebur II. 372. n. IV. des Art) 8- Schlcgcl v. Münchslicrg, ein märk. Geschlecht, wie Siebmacher, I- 176, angibt. W.: Geviertet; 1. u. 4. F. in S. ein schw. Mönch mit Rosenkranz; 2. u. 3. Feld in R. ein s. Schlägel auf g. Hügel- sv. Ledebur II. 372. n. III. des Art.) Schlcgclhofcr ». Hoftnstein. Der Feldkriegskanzlist Joh. Baptist S. wurde im I. 1779 mit dem Beinamen v. H. in den Adelstand erhoben. sM. v. M. 258.) Der österr. Hauptmann Thomas S. wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. H. geadelt. (M. v. M., Erg. 437. — v. H) Schlcgelholh. Hasso v. S. lebte im 14. Jahrhundert und war Ritter des Johanniterordens. sBcckmann's Beschr. des Joh. Ordens S. 67 u. 99. — Zedier XXXV. 18. — v. H.) st Ichlcgciilurg u. Lilieniicrg, eine böhm. und mähr, gräfliche Familie, die seit dem I. 1515 in einer Urkunde vorkommt, welche K- WladiSlaus dem Geschlechte gegeben. Das Geschlecht soll ursprünglich Hubel de Bruna geheißen haben. Ezechiel wurde 41 * 324 Schle — Schlei: im I- 1656 von K. Ferd. III. in den böhm, Ritterstand, am 16. Aprit 1665 aber das Geschlecht von Kaiser Leopold I. in den böhm. Freiherrnstand mit dem Prädikate S. n. L., und endlich am 13. Nov. 1631 in den böhm. Grafenstand erhoben. sGauhe I. 15.12. - Zedier XXXV. 18». ff. — Sinap ll. 293. — Hvrtl, die sürstl., gräst u. frhrl. Fam. der östcrr. Monarchie. — v. H. — v. Ledebur II. 372. — Lucä, schlcs. Chronik 1694.f Schlegl, Schlegel, Hanns Mathcns und Peter, Brüder, wurden 1662 geadelt. fR. T. A- N.f Schlctzcnbcrg, f. Tersztenjack. Zchlchingcr ». Poding zu «Ndersnig. Hanns S. wurde 1573 mit obigem Beinamen geadelt. fR. T.A. R.f Schleich aus Harbach, Achdors n. Hciinhaus. Der Rath und Nentmeister Stefan S. zu Lands Hut wurde von K. Rudolf II. im I. 1581 in den Adelstand und Franz Albert Alois Ludwig v. S. auf N. vom Kurf. Max. Emanucl am 21. Febr. 1726 in den Freiherrnstand erhoben, so. Lang 229 u. f.f Die Linie der v. S. auf Schönstetten verblieb im Adelstande. so. Lang 528. — Tascheub. der frhrl. Häuser auf 1853. — v. Hcfuer, bayer. Adel S. 56. T. 58. S. III. T.135; Erg.Bd. S. 19. — v. H.j Schleichart v. Wicsenthal. Diese Familie ist schon seit dem Jahre 1626 dem böhm. und östcrr. Adelstande einverleibt. Die Stallmeisteröwittwc Elisabeth S. wurde mit ihren Söhnen Friedrich Philipp, Franz Wenzel, Joh. Heinrich, Anton Philipp und Joh- Josef am 16. Nov. 1737 mit dem Beinamen v. W- geadelt und 1744 in den böhm. Nitterstand erhoben. fv. Hefucr, bayer. Adel S. ltt. T. l.35. — v. H. — M. v. M., Erg. 437 u. 202. — v. Lang, >suppl. I39.f 1 Schleicher. Der gräflich lippe'sche Regierungsrath Kristian August Ferd. S. wurde am 15. Juli 1778 von K- Josef II. mit seinen Nachkommen in des hl. röm. Reichs Adelstand erhoben. lZweiter Nachtrag z. n. geneal. Hdb. 19. — v. Zedlitz. — V .Ledebur 11. 373. - v. H.f f Schleiden, Slcida, ein westfäl. Geschlecht, aus dem Einer, Wilhelm de Sieida, im I. 1366 vorkommt. fv. Steinen, westfäl. Gesch. I. l(123. — v. Mediug l. n. 756. — Fahne !. 399. — v. H.f Schlciffrcs, Schleifraß, ein fränk. u. rheinländ. Geschlecht, das zulezt frcihcrrlich wurde. Die Stammreihe desselben fängt Humbracht, Taf. 2v3, mit Hermann Otto v. S- im 14. Jahrh. an und gegen die Mitte des 18. Jahrhunderts war S. unter dem Namen Adalbert gefürstcter Abt zu Fulda- l v. Haustein I. 593 -5. III. Suppl. 134. — Gauhe I. 1532. — Zedier XXXV. Z2. — Biedermann, Rh. u. W. Tab 316-29. — v. H .f ch Schlei», Schleyn, ein köln. Geschlecht, aus welchem Friedrich v. S. 1662 Amtmann zu Deutz war. Wappen? fv. Ledebur II. 373.f Schleinitz, Schleunitz, vor Zeiten Schleinitzky und Schli- nitzky, eines der ältesten Geschlechter in Meißen u. Böhmen, das aus der Zeit Karl's d. Gr. herstammt. In Böhmen hat es den frhrl. Karakter und das Erbschenkeuamt im I. 1184 besessen. fGauhe I. 1532. — Zedier XXXV. 41—45. — Avemann's kirchberg. Beschr. 212. 223. 269. — Siebmacher I. 154. n. 2. — Glcichcnstein n. 7. — M. Andr Manitius, immerblühende Sittenrose aus >7 Blättern bestehend, dem bochadl. schlcinitz. Geschl. ?c. Dresden. 1658. 4. 2 Bg.— Peckeustcin, Theatr. Saron. I. 66—72. — Sinap II- 968. — Joh. V .Schleinitz, B. in Meißen, Geschl. Verwandte; in Cur. Tax. 1765. 294. — Taube, Nachr. von der Altenburg (deren Besizer dieses Geschlecht im 12. bis 14. Jahrh. war», in Gr. v. Beust, Bcitr. zur sächs. Gesch., bes. des sächs. Adels, 1. St. 49—69. — L-iebin. 1. 31. n. 12. — Brotusf's Merseburg. Chronik 69. — v. Mediug l. n. 757. — v. Zedlitz, Ad. Lex. — v. Ledebur II. 373. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1858. — Sächs. Wppb. IV. 71. — v. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 53; preuß. Adel S. 63. T-81. - v. H.f Schleis ». Löwcnfcld. Die Adelsbestätigung erhielt diese bayerische Familie von ihrem Könige am 26. Jan. 1818 und wurde dieselbe am 18. März desselben Jahres immatrikulirt. fv. Hcfuer, bayer. Adel S- III. T. 135. — v. Lang 139. — Tyrofs 1. Taf. 36. 48. — Sicbenkecs I. 54—56. — v. H.f Schleichen», s. Keller v. S. Ichlcinlicrg, auf Zimpcl in der Ob er lau sitz. W.: ? fv. Ledebur II. 373.f 1. Ichlcnimcr, Georg Kristvf, Kriegsrath, wurde am 14. Sept. 1736 in den prcnß. Adelstand erhoben. fv. Zedlitz — v. Ledebur II. 373. — Preuß Wappb. IV. 4g. — v. Hefncr, Hess. Adel S. 24. T. 27.f 2. Schlenimer n. Ehrenrang. Der Landrechtssckretär Joh. S. in Prag wurde im I. 1362 mit dem Prädikate v. E- geadelt. fM. v. M., Erg. 438. — v. H.f Schleninller, Gustav, Lieutenant, wurde 1822 vom König von Preußen geadelt, fv. Ledebur II. 373.f ch Zchlcnderhan, ein im Herzogth. Jülich zu Schlenderhan, Bull es heim 1445 ansässiges Geschlecht. fFahne I. 399. — v. Ledebur II. 373. f Schlcppcgrcll, ein lüneburg'schcs, braunschweig'sches, bremen"sches, Münster'sches und oldenbnrg'scheS Geschlecht, aus dem Joh. v S. in Lüneburg im I. 1371 gestorben ist. fSchlöpke, bardowik. Hist. 574. — Zedier XXXV. 51. — Gauhe I. 1536. — Lüdersen's Samml. — v. Meding III. n. 7.34. — v dem Knesebeck. — Siebmacher, Suppl. II. 28. — Grote, hannöv. Wppb. v. 13. — v. Ledebur II. 373. — Kncschke, Wappen I. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 25. T. 28. — v. H.f ch Ichlcpnsch, Schlebusch, eine im Herzogthum Bergen seßhafte adliche u. theils, nämlich seit dem 17. April 1666, freiherrl. Familie, deren Stammhaus die im Herzogthume Bergen gelegene Stadt dieses NamcnS gewesen, und aus dem Joh. v. S. im I. 1462 u. ff. Abt zu Alden bergen gewesen ist. Die Familie war auch in Schlesien begütert, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 372. — Sinap I. 222. II. 431. - Zedier XXXV. 52. - Gauhe I. >531. — v. H.f Schlcrcth, Franz Anton, fürstlich fulda'scher geh. Rath und Leibarzt, wurde am 11. Jan. 1792 geadelt. fTvrofs I. — Fahne I. 389, unter Schlebusch. II. 139. — v. H. - v. Hcfuer, Hess. Adel S. 24. T. 27. - R. T. A. R .f Schielten, eine fränkische, im vormal. Ritterkanton Baunach begüterte Familie. f'Biedcrmann, Baunach Tab. 249-51- — Salver 557. — v. H.f Schleuer, Friedrich Gotthold, Rittmeister, und Salomen Ferdinand S., Unterlieutenant, wurden vom König von Sachsen 1825 in den Adclstand erhoben. fSächs. Wappenbuch V. 82- — M. S.f Schlctz, zu den Geschlechtern zu Hall gehörend, kommen im Anfange des 14. Jahrhunderts vor. Oberst Friedrich v. S- starb um 1656 als der Lezte des Geschlechts, fv. Hefner, 1 schwäb. Adel S. 15 f Schleuse, v. d. S., s. Schleyß. Schlcusing, Franz, Gutsbesizer auf Bchditten in Ostpreußen, wurde von seinem Oheim, dem schwed. Lient. v. S. an Kindesstatt angenommen und am 14. Juli 1815 in den prenß. Adelstand erhoben, fv. Ledebur II. 374. III. 338.f f Ichleuslnge», Vogt». Dithmarus advocatus d e Sclusunghe Schien — Schlie 325 und Thcodoricns de S. (ohne den Beinamen advocatus) in einer Urkunde Graf Elger's v. Hohnstein 1217. Ob mit Schleust ng einerlei, ist dießorts unbekannt. sUrk. Buch für Niedcrs. II. 85.j Schünssciibiirg, f. Weiß. f Schien,scr, Schleuser, eines der ältesten schlcs. Geschlechter, das besonders im Liegnitz'schen ansässig gewesen nnd von 1506 an bekannt ist. sLucä, schlcs. Dcnkwürdigk. >343. — Sinap I. 827. — Zedier XXXV. >46. — Sicbmachcr i. 53. n. II. — r>. Ledebur II. 374. — v. Meding II. n. 784. — Gauhe I. 1536. — v. Hsi 1. st Ichlcwitz, Schliebitz, Schliewitz, eine alte schlesischc Familie, die sich auch in Mähren ausgebreitet hat, und von welcher schon im I. 1788 Einer Namens Otto v. S. vorkommt. sSiuap I 828. II. 969. — Carpzov, antiq. Lus. super. I. 298. — Zedier XXXV. >91. — Gauhe I. 1559. — Sicbmachcr I. 53. n 5. — v. Mcding II. n. 784. — v. Ledebur II. 378. — v. H.s 2. Schleinitz, ein preuß. Geschlecht. Siehe Konarski. Schlcy, auf Cuncwald in der Oberlausitz, 1513. W.:? sv. Ledebur II. 374.s Schlclscr. Diese besaßen mehrere Güter in Stehermark. jSchmutz III. 491. — v. H.s Schlcistz, v. u. der, anfangs im Oesterreichischen, nachher im Preußischen. Im I. 1860 wurde der Ritterstand des kaiserl. Hauptmanns Tobias v. d. Schleiß bestätigt. Man findet den Namen auch Schleuß geschrieben, sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz. — R. T. A. R. — Tyroff I. 79. — Siebenkees I. 54. — v. H.s Schleyweder und Friedenau, Friedrich Augustin, wurde am 7. Aug. 1641 geadelt. Johanna Margaretha Kristina Schleier - weber, verehelichte Gräfin v. Brühl, erhielt über ihren Adelstand von K. Friedrich II. von Preußen am 13. Okt. 1775 ein Anerkcnnungsdiplom. Im I. 1826 stand noch ein Hauptmann v. Schleierwcber n. F. in k. Württemberg. Kriegsdiensten, sv. Ledebur II. 373. — v. H.s Schlicht, eine im Magdeburg'scheu und im Branden- burg'schen auf Hohenziatz und Guteupaaren 1802 u. 1843 ansässige Familie, deren Wappen gespalten, vorn in S. ein gr. Kleeblatt, hinten in R. die Gestalt der Jnstitia mit Schwert und Wage. Friedrich v. S. war 1794 preuß. Hauptmann, sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz.s Schlichte v. Schlichtinsftldc». Der Landschaftseinnchmer Joh. S. wurde im I. 1722 mit obigem Beinamen in den Neichsadel- stand erhoben. sM. v. M., Erg. 438. — v. H .s 1. Schlichtcgroll, Dr. Nathanael, k- bayer. Reichsarchivar- Adjunkt, wurde 1841 geadelt, sv. Hcfner, bayer. Adel S.III. T. 135. 136F Stammwappen: Drei s. übereinanderlaufende Pferde oder Hunde in N. 2. Schlichtcgroll, O. H., k. bayer. Lieutenant, wurde 1856 vom König von Bayern in den erblichen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., April I856.s Schlichten, v. d. S., eine aus Germcrsheim stammende Familie, deren Adel 1722 von Kaiser Karl VI. anerkannt wurde. Josef Franz v. d. S., pvln. Oberst, erhielt 1775 eine Adels- Bestätigung; er trat 1778 in preuß. Dienste über. Wappen: Stamm mit Wurzeln einer Eiche, woran 4 Blätter mit 2 Eicheln befindlich, sv. Ledebur II. 374. — v. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 20l.s Zchlichtciithall, s. Kohlfeld. Schlichting, Schlichtingk, eine sehr alte schle fische, polnische nnd früher schweizer Familie, die aber um das Jahr 1308 bei der cidgenoss. Bnndcserrichtung aus der Schweiz vertrieben wurde. Samuel v. S. n. Buchowitz wurde am 24. Dez. 1091 in den alten Herrenstand erhoben. sSpangenberg II. >79. — Sinap I. 829. II. 432. — Lucä, schlcs. Dcnkwürdigk. 1843. — v. H. — Zedier XXXV. ,60 -62. — Gauhe I. I536.s Samuel v. S.-Bucko- wick erlangte am 24. Dez. 1694 den Freiherrnstand, sv. Zedlitz. — Taschenb. der trhrl. Häuser auf 1853. — v. Ledebur II. 374. III. 338. — v. Hefner, preuß. Adel S. 63. Taf. 81. — Sicbmacher I. 64. n. 5. — v. Meding II. n. 785st Ichlichtknill, ans Engelwacht in Vorpommern 1836 gesessen, sv. Ledebur II. 374. III. 338.jj W.: Gespalten; vorn geviertet, in jeder Fcldnng eine Lilie, hinten drei übereinander laufende Hunde. Schlick, Graf, v. Pajsaun und Weißkirche». Diese von König Sigismund schon 1422 in den Reichsfreihcrrnstand u. schon 1432 in den Grafcnstand erhobene Familie soll nach Einigen italienischen, nach Andern fränkischen, nnd nach noch Andern meißnischen Ursprungs sein. Es ist dieses das älteste Beispiel eines durch ein kais. Diplom in den Grafcnstand Erhöhten. Vor dem 16. Jahrh. findet man kein Beispiel — außer es hätte Familien betroffen, welche die Ncichsstandschaft hatten —, daß Jemand ein Freihcrrn- Diplom erhalten hätte. Wie sind diese Behauptungen Moser's in seinem Reichsstaatsrecht, Th. IV., mit den Angaben mancher hier angezogenen Schriftsteller zu vereinigen? sTaschcnb. der gräfl. Häuser auf 1836 u. f. — v. Ledebur II. 379. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — Sinap II. 298-215. — Hübner III. 679—71. — Gauhe I. 1549. — v. Schönfeld, Ad-Schemat. 1. 191—94. — Zedier XXXV. 164—77. - Allgem. geneal. u. stallst. Hdb. I. 768. Hartman»'« Samml. — Siebmacher I. 16. n. 5. VI. 12. n. 1. — v. H.j 1 Schliekum, ein altes Geschlecht am Rheine, welches früher Niel hieß, aber von dem ererbten Gute Schliekum um 1274 den Namen annahm. Im I. 1594 brachte Anna Liffcrda v. S. die Bestznng in die Familie v. Calcum, gen. Lohausen. Das Geschlecht sührte einen guergethcilten Schild, unten r. und oben in G. einen schw. Stern. sFahne I. 399. II. 130. - v. Ledebur II. 375.j f Schlidcrer v. Lochen, eines der ältesten rhei irländischen Geschlechter, das im ersten Zehend des 12. Jahrhunderts vorkommt. sHumbracht, Taf. 244. — v. Hattstein I. 596—19. — Zedier XXXV. S. 191 u. f. — Gauhe I. 1547. — Salver 593. 515. 531. 699. 633. — Sicbmachcr I. 126. n. 6. — v. Mcding II. n. 786. — v. Ledebur II. 375. - v. H.> Schlichen, Schlüssen, Sliwen, ehedem Sluben. Wenn es auc h richtig wäre, daß die beiden Familien v. Sch lieben und v. Schli essen Eines Ursprungs sind, wie die meisten Schriftsteller und die beiden Familien selbsten, wenigstens die v. Schlüssen, anzunehmen scheinen, so fand die Trennung doch in so uralten Zeiten statt, daß man jczt nicht fehlt, wenn man zwei verschiedene Familien annimmt, wozu man um so mehr berechtigt ist, als beide Familien zwei ganz verschiedene Wappen führen, und zwar die v. Schli essen, welche sich in Pommern, Mecklenburg und Hessen verbreitet haben, als Stammwappen einen w. Schild, in dem sich eine r- gekleidete halbe Mannsfigur mit einer Müze auf dem Kopfe befindet, welche Figur sich auf dem Helme wiederholt; dieses Wappen erhielten sie 1444 von König Kristof von Dänemark. Ob vorher ein gemeinschaftliches der Schliessen und Schlichen bestand, weiß man nicht. Die Schlicken aber, welche vorzüglich in den Marken, in der Lausitz und in 326 Schlie - Preußen ihre Besizungen hatten, führen im gelben Schilde einen bl. und s, geschachteten Querbalken und auf dem Helm zwei gold. Elefantenrüssel, Soviel die v. Schlieffeu, Sliwin angeht, so scheint Schlevin in der alten Provinz Slivin in der Gegend von Camin in Pommern ihr erster Aufenthalt gewesen zu sein; sie waren muthmaßlich durch Einwanderung dahin gekommen. Unweit davon liegt Dreissow, eine jener alten Besizungen, welche bis in die neueren Zeiten bei dem Geschlecht- verblieben ist. Später war Kolberg ihr vorzüglichster Aufenthalt, wo sie vielfach die Bürger- meisterstcllcn versahen. Urkundlich erscheint das Geschlecht zuerst 1159. Es brachte mehrere angeschene Männer hervor, erhielt 1555 das Jndigcnat in Polen und zugleich Wappcnvermehrung vom König Sigismund August von Polen, Heinrich Wilhelm, preuß. Oberst u, Direktor der 4. Division dcS Militärökonomie - Departements, Johann Ernst Ludwig, Hauptmann außer Dienst, und Karl Friedrich, Oberst a, D. und ehemaliger Kommandant zu Königsberg, Söhne des verstarb. KammergcrichtSrathö Johann Leo v. Schlieffcn, wurden am 11. April 1812 in den preuß. Grafenstand erhoben. sGanhe 1. 1518. — Mecklenburg. Wappb, — Nachr. von dem pommer 'schen Geschlechte v. Schlüssen, Kassel, 178t> u. 1784, — v, Zedlitz. — Taschenb, der gräfl. Hänser auf 1837 u, f. — Genealog, Jahrb. des deutschen Adels auf 1846 u, f. — Preuß. Wppb. I- 91. — Zedier XXXV. 192. — Schottgen, alt, u, n. Pommern IV. 431J Die Schlicben, Sliwen, Slubeu betreffend, so ist solches ein sehr altcS Geschlecht, welches bereits 1240 in Urkunden erscheint, beträchtliche Besizungen in Sachsen u. in den Marken hatte, vielfach im deutschen und Johanniterordcu erscheint, einen Heermcister in Sonnen bürg unter seinen Mitgliedern zält und nun größtenthcils im Grafeustande sich befindet. Erhoben wurden in den Grafcnstand Joh- Theodor v. S., k. poln. Oberst, von Kaiser Leopold am 11. Jan. 1660, bestätigt vom Kurf. Friedrich Wilhelm von Brandenburg als Herzog in Preußen im Jahre 1663. Er war zugleich Woiwode in Liefland und besaß in Preußen die Güter Birkcnfeld, Gerdauen, Norden bürg u. a. — Adam Georg v. S., preuß. geh. Rath, Johanniter - Ordcnskomthnr auf Litzen, wurde am 12. Juli 1704 preuß. Graf; ebenso Georg Adam v. S., Landjägcrmcistcr in Preußen, am 9. Aug- 1718; endlich Bernhard Gottlieb v. S., des Joh. - Ordens Ritter, Erbhauptmann der Acmter Gerbauen und Nordenburg, Erbherr der birkcnfeld. Güter u. a., der Lezte von dem adlichen Zweige in Preußen, bei der Huldigung in Königsberg am 19. Sept. 1786. so. Zedlitz. — v. Ledebur II. S. 375 u. 378 unter Schlieffcn; III. 339. — v. Hefner, preuß. Adel S. 25. Taf. 28. 29; sächs. Adel S. 4g. T. 53; Mecklenburg. Adel S. 13. T. 16. - Sächs. Wppb. IV. 72. — Bagmihl III. 139. - Kneschkc, deutsche Grafenhäuscr. — Ad. a Schlicken, Genealogia, vita et obitus. Fol. 1628. 4. — Nachr. von dem Hause der v. Schlicken-Gerdauen; in der Wochenschrift für die Noblesse, 1. u. 2. St. — Spangenberg's Adelsspiegel II. Th. 57. Kap. 29. VI. B. 58. — Sinap 1. 914. — Peckenstein 149—44. — Grosser's lausitz. Merkwürdigk. lll. 56. II. Kap. 192. — König III. 929—44. — Dithmar, Nachr. von den Hcrrenm. S. 48. — Nachr. z. n. gencal. Hdb. 99. — Zedier XXXV. 178—91, aus handschriftl. Nachr. — v. Uechtritz, Geschl. Erz. I. 37. — Gauhc I. 1545. II. 1927. — Siebmacher I. 177. n. I. — v. H .s Ichliclicncr v. Ichticbeiihcimb, Georg, wurde am 3. Dez. 1681 in den Adelstand erhoben. Das Geschlecht ist besonders im Neu- mark-Breslau'schen und im Fürsteuthume Glogau begütert. sSinap. It. 969. — Zedier XXXV. 191.1 Der Oberamtsrath Georg Friedrich S. in Schlesien wurde mit seinem Bruder, dem Ober- - Schilt Fiskal Samuel Ferd- S., auch daselbst, am 23. Sept. 1704 in den alten böhm. Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 293. - v. H.s Schlieliih, s. Schleinitz. Ichlicss Ii. Dricso. Siehe Schlicben, Schlieffeu, deren alter Stammfiz Dreissow war. Schlichen, s. Schlicben. ch Schlicrblich, eine ausgestorbene vberöstcrr. Familie, in dem sog. Traun viertel ans ihrem gleichnamigen Stammsize seßhaft, welche mit denen v. Zelcking einerlei Ursprung hat. Nach dem im Anfange des 14. Jahrhunderts erfolgten Absterben des Lezten dieses Geschlechts, Werncr's v. S., erbte ihn sein Vetter Otto v. Zelcking. W.: Ein Schrägfluß in einem bcrandeten Schild. Auch im basier Land kam das Geschlecht 1452 und 1490 vor. sWurstiscn S. 435. — Prevcnhncber's Annal Sthr. — v. Hoheneck, Beschr. von Oberösterreich II. 358. — Zedier XXX V. >94 u. f. — Siebmacher II. 145. n. 7. ttl. 176. n. 7. — v. H.j Schlieret', Kristof, wurde 1617 geadelt. sR. T. Ä. N.s Schlicsciicgg, Schliesseneggcr, Isaak, erlangte 1621 den Adelstand. sR. T. A. R.Z Ichlickuunin, Heinrich Ferdinand, Justizrath zu Magdeburg, wurde am 4. Aug. 1834 in den preuß. Adelstand erhoben. sPreuh. Wppb. IV. 49. — v. Ledebur II. 379.s Schliestedt, s. Schräder. Schligcr, Georg Adrian und Bernhard, kais. Obcrstlieutcnant und Oberquartiermcister, wurden im I. 1677 in den Adelstand erhoben. sN. T. A. R.s Schliiidi v. Hirschscld, ein in den kais. Erblanden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bekanntes Geschlecht. sZedler XXXV. 196. - v. H.s h Ichlingworiii, Schliukworm, ein altes westfäl. Geschlecht, sv. Steinen, Taf. XI,VII. 12- — v. Ledebur II. 379J Schiiiiihkq, s. Schleinitz. ZchliMiiluich, ein preußisches, märkisches und pomni er'sches Geschlecht, daö aus dem Cleve'schen stammt. jDithmar S. 44. — Grundmann 25. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 277. — v. Firks, Ursprung des Adels in den Ostseeprov. 169. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 349. — v. Hesncr, preuß. Adel S. 26. — Kneschke, deutsche Grafen- Häuser. — Gauhc II. 1929—35. — Vanselo, pomm. Heldcnrcg. 413 u. f. — Zedier XXXV. ig? u. f.s Kristof Karl Frhr. v. S., Oberst der schwed. Garde, wurde am 1. Juni 1654 in den schwedischen Grafenstand erhoben (s. auch schwed. Wppb. fol. 4); die gräfliche Familie ist jezt auch im Preußischen angesessen und ziemlich ausgebreitet. sHupel 's Materialien. 1788. S. 127. — v. H.f Ichlissclthal, s. Plappert. ß Schlistcd, ein halberstadt'sches u. braunschweig'schcs Geschlecht, das von dem gleichnamigen, unweit Scheppeustädt gelegenen Schlistedt benannt worden, aber längst ausgestorben ist. Es kommt im I. 1332 zuerst vor. Im I. 1415 versezten die Herzoge Bernhard u. Heinrich zu Braunschweig das HauS u. Gericht Asse bürg an Jordan v. S. sRathmaycr's brannschweig. Chronik S. 69U — Meybaum's Chronik des Klosters Marienberg 59. — Zedier XXXV. 199. — Lüdcrseu's Samml. — v. H.j S. auch Schräder. Ichlittcr, Karl, österr. Generalmajor, wurde 1351 in den Freiherrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1851.j Er ist ein Sohn des verstorbenen Hauptmanns Joh. S. v. Nieder ubcrg, dessen Standcscrhöhuug dießorts unbekannt ist. fTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1358. — Oestcrr. Milit Echem, v. 1851. j Schlitz — Schlüm 327 Schlitz, genannt Gör), s. Görz, Schlochowcn, ein pommer'sches frhrl. Geschlecht. sMicrälius, Antiq. Pomin. VI. 374. — Zedier XXXV. 205. — v. Ledebur II. 380. — v. H.s Schlüget v. NosscnM. Der Primator Niklas Adalbert S. zu Braunau in Böhmen wurde im Jahre 1702 mit dem Beinamen v. R. geadelt. HM. v. M., Erg. 438. — v. H.s Schlögl, Schlägel, v. u. zu Grillen. Sebastian S. erhielt 1560 Adelsfreiheit mit lezterem Beinamen. sR. T. A. R.) s- Ichlösgcii, ein erloschenes kölner Patriziergeschlecht, welches schon 1417 Besiznngen in und um Köln hatte. sFahne I. 390. — v. Ledebur II. 380.1 Ichlössclsmarkht, s. Kaiblin. Ichlötzcr, Aug. Ludwig, geboren 1737 zu Gaggstedt in Württemberg, Professor in Göttingen n. geh. Justizrath, wurde 1804 vom Kaiser von Nußland in den Adclstand erhoben. (?) sGricsinger 1215. l Schloijsnigg. Gregor Jakob S. war K. Karl's VI. Hofrath und starb 1755. Sein Sohn, der HofkricgSsekretär Jakob S., wurde mit seinen Brüdern, dem montanistischen Hofrath Karl S. und dem Hofrath :c. Joh. Baptist S., im I. 1789 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M.. Erg. 203.) Der Hofrath:c. Joh. Baptist S. wurde im I. 1793 in den Frcihcrrnstand erhoben. (Jahrb. des deutschen Adels auf 1848. — Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. s. und 1853. — Hyrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. Familien Oesterreichs. >850. I. Bd. — Kneschke, Wappen I. — M. v. M. 83. - v. H.s tz Schlonmch, eine sächsische, im Amte Dobrilu g begüterte Familie, wovon Einer noch im I. 1720 als weißenfels'scher Kammerjunkcr vorkommt. Der Stifter dieser Familie war kur- sächsi scher Gcncralquarticrmcistcr, dann Hauptmann der Aemter Jüttcrbock, Dahme, Dobrilu gk, Bcsizer des Rittergutes Melsdorf, Melchior S., welcher am 10. Juni 1653 von Kaiser Ferdinand III. geadelt wurde. ITyrosf, Wappenw. II. 38, welcher jedoch nur das adl. Wappen hat. — v. Wolfrnmitz, Collect., Mspt. in der wolfenbüttel'schen Bibliothek, worin eine Abschrift des Diploms zu finden ist. — v. Ledebur II. 380. — v. H. — Kneschke, Wappen III. — Ganhe II. 1035.j s Schlon, Slon, Chalon, S., gen. Gehlen, S., genannt T ribbe, ein westfäl. Geschlecht, welches auch im Hanno ver'- schen und Schauenburg'scheu seßhaft ist. Es erscheint in Urkunden schon im 12. und 13. Jahrh. und gehört zu den Stamm- Genossen der Vlotho und der Varenholte. so. Ledebur II. 380.) Schlösset v. IchloMd. Der k. bat)er. Obcrlientenant Franz Michael S. erhielt von seinem König am 4. Sept. 1817 ein Adels- Diplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. III. T. 136. - Bayer. Wappb. VIII. 47. — v. Lang, Suppl. 110. — v. H.s Schlosser, Franz Peter, böhm. Advokat, wurde 1836 geadelt. iE. S.s Schloß, Johann, in Thorn, wurde am 13. Okt. 1734 in den preuß. Adelstand erhoben. (Preuß. Wppb. IV. 50. - v. Ledebur II. 380.s Schloßbcrg, eine freiherrliche, aus dem Jülich'schen abstammende bayerische Familie, wovon der k. bah er. Oberst Franz Kaspar v. S. Ritter des militärischen Mar - Josef - Ordens wurde, sv. Hefuer, bayer. Adel S. 56. T. 59. — Bayer. Wappcnb. IV. 4. - v. Lang, Suppl. 65. — v. H.s Erloschen in Bayern. 1. Ichloßgiuigl l>. Edlcnliach. Der Oberfischmeister und Ober- Wasseranfseher des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns, Leonhard Anton S., erhielt von K. Karl VI. am 10. Sept. 1733 ein Adclsdiplom. (Schild geviertet mit einem halben Adler u. ein ge- theilter Plaz, oben ein Arm mit einer Harpune, unten drei Aale.) sv. Lang 529! — Bayer. Wappb. VIII. 47. — I. Th. Zauuer's biograph. Nachr. von salzburg. Rechtsgcl. 109. — Zedier XXXV. 210. - M. v. M., Erg. 438. — v. H.s 2. Schlojsginigl Cmiöon v. Ediciibuch. Dem Oberwasseraufseher und Oberfischmeister Leonhard S. zu Wels wurde im I. 1781 der Adelstand für seinen adoptirten Schwiegersohn Anton Candon, passau'schen Hofkammerrath, mit dem Beinamen C. v. E. crtheilt. sM. v. M., Erg. 438. - v. H .s 1- Schlothcim, altbayer. Geschlecht, führte in S. einen schw. Sparren. Philipp v. S. 1380 scheint der Lezte seines Stammes gewesen zu sein. sO. S.s 2. Schlothcim, Schlottheim, ehedem Slatheim, ein sehr altes, berühmtes thüring. Geschlecht, das schon 1211 urkundlich erscheint und schon bei K. Lothar oder doch bei K. Ludwig III. das Erbtruchsessenamt geführt hat, adliche Vasallen gehabt und von seinem unweit Mühlhausen gelegenen Marktflecken den Namen erhalten hat. Der nachmalige österr. F. M.L. Friedrich Wilhelm v. S. wurde am 9. Mai 1811 vom König von Westfalen in den Grafenstand erhoben. sAlbini, Hist. der Gr. v. Werthern 69. — Schannat, Client. Fuld. 153. — Zcitfuchs, stollberg. Historie 370. — Gauhe l. 1550—53. — Zedier XXXV. 225—29. — Gleichenstein n. 79. — Spangenberg 165. — Siebmacher V. >39. n. 6. — v. Meding III. n. 735. — Avcmann, Beschr. von Kirchberg 121. — v. Falkenstein, thüring. Chronik II. 1359 — 63. — Knauth, Orig. Weichling. 46. — Horn'S Handbibl. II. 109—15. — König III. 945 —65. — H. U. v. Lingen, geneal. u. histor. Nachr. von der Fam. der Herren v. Schlotheim. 1728. Mspt. — Geneal. histor. Beschr. u. Ahnentafeln der v. S., ein Manuskript, das in verschiedene Abschnitte u. Kapitel gebracht und mit vielen Urkunden u. Nachrichten von 977 an versehen ist, u. welches der kurhess. Hr. General v. Schlotheim zu Eicklingen bei Celle besah .s Der Frhr. Friedr. Wilh. v. S., Oberst der schwarzenbcrg. Ulanen, wurde im I. 1811 in den Grafenstand erhoben. (M. v. M. 29. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 380. — v. Hefuer, sächs. Adel S. 15. Taf. 14; Hess. Adel S. 24. T. 27; preuß. Adel S. 63. T. 81. - Gräfl. Taschenb. v. 1856. — v. H.s s Schiiilnitt, ein preuß., beträchtlich begütertes adl. Geschlecht, welches mit dem Kriegs- und Domäncnrath Albrecht Ernst v. S. am 25. Aug. 1831 erloschen ist. sv. Ledebur II. 381. III. 338.s tz Schluck, Schlug, Slug, S. v. Niederhofen, ein in der Grasschaft Mark seßhaft gewesenes, aber schon im 15. Jahrh. erloschenes Geschlecht. sFahne II. 131. — v. Ledebur II. 381.s Ichlulnrlmch. Der landschaftliche Einnehmer Joh. Josef S. in Krain wurde im I. 1724 geadelt. sM. v. M., Erg. 438. — v. H .s Ichluderer v. Troniibruck, österreichisch. Konrad S. Edler v. T. stand 1857 als Hauptmann im 49. k. k. Inf. Reg. Schludmiiann, österreichisch. Friedrich Ritter v. S. stand 1857 als Nnterlieutenant im 22. k. k. Inf. Reg. Schling, s. Scheffer. Schlümlnich. Der erbach-fürstenau'sche Rath Georg Michael S. erhielt von K. Franz am 19. Aug. 1761 den Adel u. leben dessen Söhne im Bayerischen. Auch in Württemberg stehen Mitglieder dieser Familie im Militär. sSiebmacher, Suppl. X. 28. — I. A. Tyroff, württ. Wppb. IV. — v. Hefner, bayer. Adel S. 111. Taf. 136; württ. Adel S. 17. T. 23. — Bayer. Wppb. VIII. 48. — v. Lang, Suppl. 140. - v. H.s 328 Schlüs - st Schlustelbcrg, cin berühmtes reichShcrrl. n. gräfl. Geschlecht, dem die Ncichsherrschaft Schlüssels eld gehörte, auf dem Nord- Gau zu beidcu Seiten der Nednitz, das schon im 12. Jahrhundert vorkommt, welches aber im I. 1349 schon ausstarb, worauf deren Güter au Bamberg, Würz bürg und Nürnberg gekommen. sOcsterrcicher's neue Beiträge zur Geschichte. Jahrg. 1824. l. Heft. gr. 8. — v. Falkeustein, Antiq. Nordgav. vet. II. 333. — Zcdler XXXV. S. 246. — G-mhe II. I035Z Die Edlen v. Ebermaunstadt machten cin Geschlecht mit denen v. S. aus. Es hatte sich dieses Geschlecht nämlich in drei Häuser gethcilt, in das waischcn- felder, reifenberger u. frenzdorfer. sHaas, Geschichte des Slavcnlandcs an der Aisch 243 u. f. — v. HZ Schliissclberg, s. Hoheneck. Schlössclstld, s. Zamikal. st Schliissclftlder v. Sircheiisittenbach, cin fränk. Geschlecht, das erst seine Besitzungen in u. um der kleinen Stadt dieses Namens gehabt hat und nachher sich zu Nürnberg niederließ. Im Jahre 1497 kommt es zuerst in Urkunden vor, ist aber zu Ende des 18. Jahrhunderts ausgestorben. sZcdler XXXV. 230. — Biedermann, Nürnb. Tab. 619-24. — Histor. Nachr. vom Nrspr. u. Wachsthum der Stadt Nürnberg 348 u. f. — Mcisterlcin's Histor. rer. Norimb. 0. 16. — Siebmacher l. 206. n. 8. VI. 22. n. 13. — v. Mcding II. n. 787. - v. HZ Schlüsscr, Major, wurde am 15. Okt. 1849 vom König von Preußen mit Beschränkung geadelt, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. f. d. preuß. Staat l84l. Abth. 2. S. t l7. — v. Lcdcb. II. 38l. III. 339 s Ichluct v- Ichlucttciibcrg. Der Adjunkt Mathias Schluet in Laibach wurde 1823 mit v. Schluettenbcrg in den Adelstand erhoben. siE. SZ Schlüter, Andreas, Oberbaudirektor, wurde im I. 1394 in den preuß. Adelstand erhoben. sM. SZ 1. Schlüitcr. Der Hofrath Paul Kristof S. wurde im Jahre 1712 mit „Edler Herr von" in den Neichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 203. - v. H.s 2. Ichlütter. Am 16. April 1725 ward der hannöver'schc Generalmajor Joh. Kristian S. durch kais. Diplom in den Adelstand erhoben, sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. ?. l. — v. Ledebur II. 38t. — Kneschke, Wappen I. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 23. T. 28.s Schluga aus Nastcnseld. Die Brüder Anton Valentin und Johann Josef S. wurden im Jahre 1715 mit „Edler von" in den Ritterstand erhoben, nachdem ihr Vater Mathias S. vorher das Gut Nostenfeld in Kärnthen gekauft hatte. Der ständische Ausschußrath Franz Xaver Edler v. S., cin Sohn von Anton Valentin, wurde im I. 1774 Freiherr. sM. v. M., Erg. 97. 203. — Taschenb. der frhrl. Häuser ans 1849 n- f. und 1855. — Kneschke, Wappen I. — v. H.s Schliitihky. Der Grenadierhauptmann Anton v. S. wurde im I. 1777 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg- 97. - v. H .s Schlatt ». Ascholding. Der k. bayer. Appcllationsgerichts - Advokat Matthäus S. in München erhielt vom König von Bayern am 25. März 1315 den Adel, sv. Lang 529. — Bayer. Wppb. Vitt. 43. — v. H.s Schluttcrtmch, eine aus Oesterreich nach Schlesien gekommene Familie, wo dieselbe mehrere Rittergüter besizt. Vergl. S ch l n d c r b a ch. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 38lZ - Schma Schmödcl, Schmadel. Der knrfürstl. Rath n. Hofgerichtsadvokat Josef Anton S. in München erhielt am 6. Nov. 1758 vom Grafen Zeil ein pfalzgräfl. Adels- n. Ritterdiplom, welchem am 14. Febr. 1762 das bestätigende knrfürstl. Ausschreiben als „Edel" folgte, sv. Lang 330. — v. Hesner, bayer. Adel S. III. T. 136. — v. H.s Schmölzet v. Idlcrlicrg. Dionisius S., in den kais. Erblanden, erhielt 1693 Bestätigung seines 1687 erhaltenen Adelsstandes mit v. u. zu Adlerbe r g. siN. T. A. NZ Ichmohlscldcn, s. Seguitz. Schmnkomslu, Schmackowski, eine adliche Familie in Schlesien, aus welcher mehrere Mitglieder im preuß. Heere stehen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 381.s Schmolcgg, s. Schenk v. Schmalegg. -s Schmalenberg, ein im Brandcnburg'schen, in Pommern und in Preußen seßhaft gewesenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 331.s Schmalcnscc, eine der ältesten p o mm er'schen Familien, die im Wolgast'schen ihre Güter besizt. sMicrälins VI. 368. — Ganhe l. 1533. — Zcdler XXXV. 280. - Siebmacher V. 139. n. 6. — v. Mcding II. n. 788. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 381. III. 339. - Baqmihl lll. Taf. I-XII u. stXV. 5. 6. - v. H.s st Schimilciistein, cin altes schwäb. Rittcrgeschlecht, welches noch 1497 blühte. Die Burg lag im O. A. Neuenbürg. sGricsinger 12I7Z Schmalfcldc», s. Scgnitz. Schmalkaldcr, aus Thüringen stammend, geadelt 1583, erneuert und bestätigt von Kurbaycrn am 31. Okt. 1793. Im Großhcrzogthum Hessen bedicnstet. sv. Hesner, Hess. Adel S. 24. Taf. 27.s Schmalvagcl, Balthasar, in kais. Kriegsdiensten, wurde 1613 geadelt. sN. T. A. RZ Schmalz. Der k. bayer. Rittmeister Joh. Heinr. Krist. S erhielt am 19. Juni 1817 ein Nittcrdiplom vom K. von Bayern, sv. Hefner, bayer. Adel S- III. Taf. 136. — v. Lang, Suppl. 149. - v. HI Schmarsom, Rittergntsbcsizcr ans Beut in, wurde 1856 vom Großherzog von Mecklenburg-Schwerin geadelt. sA. A. Zeit. v. 1856. — v. Hesner, Mecklenburg. Adel S. 18. T. 16. s Schmatcrl». Stcnifcld, Melchior Ferdinand, wurde am 23. März 1642 vom Kaiser geadelt, siv. HZ st Schmahhagca, eine pommer'sche, im Wolgast'schen begüterte Familie, die 1657 erloschen ist. sMicrälins 256. — Siebmacher V. >59. n. 7. — v. Meding III. n. 736. — Wakcnrodcr's A. u. N.Rügen 227. — Zedier XXXV. 299. - Ganhe I 1333. — v. Ledebur II. 339. III. 38l. — v. Bohlen, Gesch. des Geschlechts v. Krassow Taf. Xtl. 22. — v. HZ Schmaascr v. Leibcnfcls. Der Artillcriekapitänlientenant I. S. S. wurde im I. 1792 mit dem Beinamen v. L. geadelt. sM. v. M., Erg. 238. - v. HZ 1. Schmaltß v. Litiancgg. Der Feldkriegskommissär Karl Kaspar S. wurde im I. 1762 mit dem Beinamen v. L. in den R. Adelstand erhoben. sM. v. M. , Erg. 439. — v. Ledebur III. 344. — v. HZ 2. Ichmausj zu Piillciiricth, Georg Wolfgang, Landsasse zu P., erhielt am 27. Mai 1757 vom Kurf. Max. Josef III. ein Adels- Diplom für Bayern und am 26. Mai 1759 von der Kaiserin Maria Theresia auf die österr. Erblande. sv. Lang 531. — Dorst, allgcm- Wppb. I. 25. — v. Hefner, bayer. Adel S. III. T. 136. — Bayer. Wppb. VIII. 30. — v. HZ Schmeck — Schmet 329 st Ichmecker, Schmeickcr, ein ehemaliges altes Mecklenburg. Geschlecht, das im 13. Jahrh. vorkommt, im 14. Jahrh. aber die Herrschaft Gnvyen besaß, die sie aber in der Folge verlor und sich im Amte Güstrow ansässig machte, im 30jährigen Kriege aber das Iczte Familienglicd an der Pest um 1032 verlor. IJndcr nobil. Megapol. 54. — Zedier XXXV. 302. — Gauhe I. S, 1553- — v. Westphalcn, monum- incdit IV. Tab. 18. n. >3. Tab. 19. n. 52. — Bchr, rer. Mecklenburg. Lib. 3. p. 1583. — v. Medinq I. n. 753. — v. Ledebur II. 382. istl. 339. — v. H.j Schmcisi v. llchrciipreislierg, eine schles. Familie, die auch in der Lausitz ansässig u. vom I. 1579 an bekannt ist. Die Gebrüder S., Bürger in Breslau, wurden 1645 geadelt, jv. Ledebur II. 382. - R. T. A. N. - Sinap II. 970. - Gauhe II. 1036. - v. H.j Schmeliiig, Schmöling, von der, Smelinch, Smclink, Sme- ling, eine der ältesten pommer'schcu Familien, die schon gegen das Ende des 13. Jahrhunderts in Pommern, auch in Schlesien u. Liefland begütert war. Den Kindern des zu Petersburg verstorbenen KricgsratheS v- S. ward im Oktober 1806 gestattet, sich v. S.-Diringshofen zu nennen. Die Familie hatte oder hat Vesizungen in Pommern, Brandenburg, Preußen, Oesterreichisch -Schlesien. (Preuß. Wppb. IV. 50. — v. Zedlitz. — v. Ledebur I. 71. II. 382. III. 339. - Vagmihl II. Taf. XXXVIII. XI4I. 3. - Micrälius, Antiq. Pom. 526. — Dienemann 343- n. 51. — Sinap II. 970. — Gauhe I. 1553. — Zedier XXXV. 305. — Siebmacher V. 159. n. 8. — v. Meding II. n. 789. — Kneschke, Wappen II. — v. H.j Schiittllclitin ii. Cronscls. Der Doktor der Arzneiknndc zu Amsterdam, Joh. Kristof S., wurde 1752 mit dem Beinamen v. C. geadelt. (R.T.A.R.j Ichiiiclsdors, s. Stephan. Schwelte, österreichisch. Karl Edler v. S. war 1835 Liquidatnradjnnkt bei der k. k. Universalstaats- u. Banko-Schulden- Kasse- Schinethdorf, auf Lassoth in Schlesien. Wappen? jv. Ledebur II. 363.j Schmelher, Mathias, anö den kais. Erblandcn, erhielt 1727 ein AdclSdiplom. jR. T. A. R.j Schmcljer, Johann Heinrich, kais. Mcekapellmcister, erlangte 1672 den Adclstand. sR. T. A. N.j v. Ledebur, II- 383, führt eine in Westprcußen ansässige adliche Familie v. Schmelzer an und gibt auch das Wappen. Ob sie von vorstehender abstamme, weiß man nicht anzugeben. Schmelzern ». Willniunnisegg. Der Kreishanptmann Norbert S. zu CzaSlau in Böhmen wurde im I. 1811 mit v. W. in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 143.j Der Generalmajor w. Joh. S. v. W. wurde im I. 1820 nebst seinen Brudcrssöhnen (Norbert) Emanuel, Heinrich u. Norbert, in den Freiherrnstand erhoben. jM. v. M., Erg. 97.) Schon 1580 hat K. Rudolf II. dem Daniel S. v. W., Lieutenant beim deutschen Fußvolk, seinen althergebrachten Adclstand bestätigt. jTaschcnb. der frhrl. Hauser auf 1849 u. f. u. 1855. — Hyrtl, die fürstl-, gräfl. u. frhrl. Fam. Oesterreichs I. I850 .j K. L. W. v. Schmeling ans Jüdcnhagcn adoptirte in den 1840er Jahren zwei Söhne seiner Gemahlin auS erster Ehe, vcrwittwcten Blecken, daher nun B.-Schmelzern, (v. Ledebur III. 203. — Kneschke, Wappen II. — v. HZ Zchmelziiig v. Wcrnjlciii, österreichisch. Hugo Ritter S. v. W. stand 1857 als Rittmeister im 10. k. k. Hus. Regiment. Stammbuch des Adels I» Deutschland. III. Schmcrfcld, ein in neuerer Zeit (1780—1800) geadeltes Geschlecht in Kurl)essen (Hanau). (v. Hcfncr, Hess. Adel S. 25. T. 19 ) st Schmerheii», Schmecrheim, Johann Friedrich, preußischer Generalmajor und Kommandant zu Lippstadt, wurde 1710 in den Adelstand erhoben u. besaß Ecken dorf im Kirchspiel Heepen, jv- Ledebur II. 382.j 1. Schmerling, ein österr. Geschlecht, das im 18. Jahrh. — um 1723 — in Wien bekannt war. jRanfi's Archiv. 1736. — Rauft, gencalog. Nachr. 19. Th. — Zedier XXXV. 3>8.j Der Hof- Kammerrath w. Anton Albert v. S. u. seine Brüder Leopold und Josef, Hauptleute, wurden wegen altadl. Herkommens im I. 1707 mit „Edler von" in den ReichSrittcrstand erhoben. jM. v. M., Erg. 143. - v. H.j 2. Schmerling. Der Kassier der Bankohauptkasse, Josef S., und dessen Bruder Sebastian wurden im Jahre 1793 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 258 u. f.j Der k. k. Rath zc. Josef Edler v. S. wurde im I. 1319 in den Ritterstand erhoben. jM. v. M. 143. - v. H.j Schmcrowslu, auf Gr.-Hoschütz, Kreis Natibor in Schlesien. Wappen? sv. Ledebur II. 332.j st Schillerten, Smerten, ein zur osn abrück er Ritterschaft gehörig gewesenes Geschlecht, jv. Ledebur II. 383.j Schmcrhing, eine ursprünglich liefländ. Familie, die aber schon fast über dritthalbhundert Jahre in Meißen geblüht hat. Der verdienstvolle Hannibal GermanuS v. S. wurde von Kaiser Leopold I. im I. 1704 in den Reichsfrcihcrrnstand erhoben, erhielt aber erst von K. Josef I. daö Diplom darüber im I. 1706. Die Familie ist im deutschen Orden aufgeschworen und stammt eigentlich aus Pommern, wo Bernhard v. S. 1553 Hauptmann auf Schloß Wittenstein war. Sie ist auch inBöhme n angesessen. jNeue geneal.histor. Nachr. III. 155. — Tyrofs, Wappenw. Ii. 21. — Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. 1856. — v. Ledebur II. 383. — v. Hcfncr, sächs. Adcl S. 16. Taf. 15. — Sächs. Wppb. V. 22. — v. H. — Kneschke, Wappen I. — Seifert'« Bcschr. 113^25. — König II. 765-80. - Zedier XXXV. 323—27. - Gauhe I. 1554. — Lcipz. Zeitextrakt. 1742. 115. — Hübner, geneal.histor. Ler 1740. — Leupold I. Th. 4. B. 397-98. - v. H.j Ichmcsiluill, Schmeßgall, ein sehr altes schlcsischeö, seit 1. Okt. 1716 mit v. Domanowitz gräfliches Geschlecht, daö sich in den Fürstenthümern Oppeln, Teschcn und Trovpau ausgebreitet hat und slav. Herkunft sein soll, jv- Ledebur II. 383. — v. H. — Sinap II. 215. — Gauhe I. 1555. — Zedier XXXV. 336.j Schmcttini. Dieses sehr alte und berühmte Geschlecht stammt ursprünglich aus Ungarn und kam im 15. Jahrh. mit König Mathias Kvrvinus in die Grafschaft Glatz, worauf sich Mehrere dieses Geschlechts in Deutschland niederließen, auch drei Brüder, Georg, Gottfried und Ernst v. S., erhielten nebst ihren Nachkommen von K. Leopold am 28. Sept. 1668 ihren Adel u. Wappen erneuert und bestätigt. Im I. 1717 wurde» sie von Kaiser Karl VI. in den Hcrrcustand deö Königreichs Böhmen mit dem Prädikat „Freiherren", und der Generalfeldmarschall Samuel v. S. mit seinen Brüdern u. Vettern am 24. Febr. 1742 in den Grafenstand erhoben, welchen am 31. Juli desselben JahrcS der König von Preußen seinerseits bestätigte. (Sinap II. 435. — Zedier XXXV. 337 — 61, wo auch das Freiherr»- und Grafeudiplom dieser Familie in Ertcnso, sowie die Anentafel des Gr. Sigismund mit 16 Alien 42 330 Schmid In Kupfer gestochen, befindlich ist. — Gauhe I. 1555. — Allgcm. gencalog. Handb. II. 769—74. — Dorst, eiligem. Wappb. I. 17. 75. — v. Ledebur II. 383. — Prcnß. Wappcnb. I- 92. IV. 50. — v. Hefner, preuß. Adel S. 26. T. 29. - Kncschke, deutsche Grafcnh. — M. v. M., Erg. 98. — v. H.st 1. Schmid, Georg, gemeiner Landschaft in Oesterreich ob der Enns Zapfmaßeinnehmcr, erlangte 1631 den Adelstand. sR. T- A. R-st 2. Schmid, Balthasar, aus den kais. Erblandcn, wurde 1632 geadelt. sR. T. A. N.sj 3. Schmid, Ferdinand, kaiserl. Fändrich, erlangte 1643 den Adelsstand. sR. T. A. R.st 4. Schmid, Franz Maria, erhielt 1683 Adelsbestätigung und Wappcnbesscrung. sR. T. A. R.st Zn welcher Familie er gehörte, ist dicßorts unbekannt. 5. Schmid, Johann Baptist, kurbayer. Kammersekretär, wurde 1637 geadelt. sN.T. A. R.st 6. Schmid, Johann Georg, erlangte 1687 den R. Adelstand. sR. T. A. R.st 7. Schmid, Thomas, Königsrichter der Stadt Mühlcnbach in Siebenbürgen, wurde 1699 geadelt. sR. T. A. R.st 8. f Schmid, Gustav Daniel, Hofrath und Abt zu Burgfelden im Haunöver'scheu, wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch kais. Diplom geadelt. Die Familie ist wieder erloschen. sTaschcnb. des Adels in Hannovers 9. Schmid, Johann Philipp, hesscn-kasscl'scher Kammer- Rath, wurde 1759 in den Adelsstand erhoben. sR. T. A. R- — v. Hefner, Hess. Adel S. 25. T. 27.f 19. Schmid. Der Kriminalrath Georg Leopold Schmid in Kärnthen und sein Bruder Peter Anton wurden im I. 1767 geadelt. sM. v. M. 259. — v. H.st 11. Schmid. Der Fcldwachtmcister Friedrich v. S. wurde im Jahre 1767 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 98. — v. H.st 12. Schmid. Der Hofkammersekretär Amand Laurenz S. erhielt am 29. Okt. 1774 ein pfalzgräflich zeil'sches Adelsdiplom, das am 28. Jan. 1789 ausgeschrieben wurde. sBayer. Wppb. VIII. 54. — v. Lang 534. — v. Hcfncr, daher. Adel S. 112. T. 137. — v. H.st 13. Schmid. Der Oberstwachtmcister bei dem Detaschement der k. k- Leibgarde zu Mailand, Josef S., wurde im I. 1776 geadelt. sM. v. M.. Erg. 439. — v. H.st 14. Schmid. Der galiz. Gubernialrath Leopold Friedrich S. wurde im I. 1898 geadelt sM. v. M. 259. — v. Hefner, galiz. Adel S. 26. — v. H.st 15. Schmid, Franz Xaver, kursalzburg. Hofkammerrath und Kastcnbeamter zu Wolferstadt, dann zu Eichstätt, erlangte am 29. März 1898 vom K. von Bayern ein Edelndiplom. sv. Lang 533. — v. Hcfncr, daher. Adel S. 112. T. 137.st 16. Schmid, Anton, Landschaftsbuchdrucker von Nieder- Oesterreich, wurde 1826 geadelt. sE. S.st 17. Schmid ii. Drandcnstci» zu Vrschwcycr. Der vorderöstcrr. Regieruugsrath Thaddäus S. v. B. zu O. wurde mit seinem Bruder Wilhelm im I. 1774 in den Reichöfreihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 98. — v. H.st 13. Schmid v. Dondorf, österreichisch. Ferdinand S. v. D. war 1857 k. k. Generalmajor u. Brigadier beim 8. Armeekorps. 19- Schmid o. Cbcutholl. Der Richter des fürstl- Frauenstifts zu Sonncnburg, Paul Josef S., wurde im I. 1775 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M., Erg- 439. — v. H.st 29. Schmid v. Hcrzenbcrg, auch Schmidt (wie denn überhaupt Schmid, Schmidt und Schmitt gar häusig verwechselt und der Unterschied nicht beachtet wird). Angustin S., welcher auf dem presburgcr Reichstag am 28. April 1649 den ungar. Adel erhalten hatte, kais. Oberkricgskommissär u. Fcldartillcriezeugmcister, wurde 1679 mit dem Beinamen v. H. in den Reichsritter- und 1676 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R. v. Hefner, fächs. Adel S. II. T. ID.st 21. Schmid aus Holzhammer. Der bayer. Oberappellations - GerichtSrath u. damal. Ncggs.Advokat Georg Joh. S. in Amberg erhielt am 5. Febr. 1796 ein Edelndiplom. sv. Lang 533. — Baher. Wppb. VIII. 52. — v. Hefner, baher. Adel S. 112. T. 137. - v. H.st 22. Schmid v. Kochhcim. Niklas S. in München erhielt im Jahre 1572 einen Wappenbricf, und Franz Nikolaus S., Feld- Kriegskommissär, erhielt vom Kurf. Map. Josef am 23. August 1745 ein Adels - und Rittcrdiplom. sv. Lang 533. — Baher. Wppb. VIII. 51. — v. Hefner, baher. Adel S. 112. T. 137. — v. H.st 23. Schmid v. Mcnhoscn. Der Stückoberhauptmann u. Kommandant der Artillerie in Italien, Philipp S., wurde mit seinen Brüdern, Andreas u. Marquard, im I. 1715 mit v. P. geadelt. sM. v. M., Erg. 439. — v. H.st 24. Schmid zu Boston u. Stallhauscn, Friedrich Samuel, hessen- kassel'scher geh. Rath, gcb- 1737 zu Bern, wurde in den Frei- herrustand erhoben. Er vermählte sich 1769 mit Sofia Sibilla, verwittweten v. Bark haust, geb. v. Syvertes. sHnmbracht. — v. Fichard, frankf. Archiv II. 363.st 25. ch Schmid v. Schmidsfcld, eine im vorigen Jahrh. (179*) geadelte Familie, die gleich wieder erloschen ist. sCast, Adclsbuch von Württemberg. — Die württemb. Wappenbücher von L. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 17. T. 23.st 26. Schmid v- Ichmidtbcrg. Wenzel S. wurde 1613 mit dem Beinamen v. Schmidtberg in den Adelsstand erhoben. Die Familie gehörte Schwaben an. W.: In B. drei s. quer gezogene Ströme; im Schildeshaupt ein g. Halbmond, begleitet von zwei Sternen. sSiebmachcr IV. >64. V. 113. — v. Ledebur III. 339. — R- T. A. R.st Vergl. Schmidberg. 27. Schmid v. Westerhofen :c. Der Regieruugsrath Johann Martin S. in Straubing wurde am 9. Dez. 1761 in Bayern als adlich ausgeschrieben, sv. Lang 533 n. f. — Bayer- Wppb. VIII. S. 53. — v. Hefner, bayer. Adel S. 112. T. 137. — v. H.st Schmidliuucr, eine vom rhein. Rcichsvikar 1799 geadelte bayer. Familie, sv. Hcfncr, bayer. Adel S. 112. T. 137.st Schmidbcrg, ein vormaliges reichsfreics Geschlecht, das zu dem Ritterkautou am Kocher gehört, und fragt sich's, ob es vielleicht zu dem Gcschlcchte v. Schmidberg(er) oder Schmittbcrger gehört, von dem Siebmachcr, IV. 164. n. 3. V. 79. n. 12 oder V. 113 und Suppl. III. 8, das Wappen darstellt. sNeues gcneal. Hdb. v. 1778. S. >84. — v. H.st Schmidlicrg, s. Schenk. Schmiddurg, s. Schenk v. S. Schmidcgg v. Sckr-Ladüny. Jeremias Mcsserschmidt v. S. Schmide — Schmidt 331 erhielt von Kaiser Leopold I. im I. 1675 eine Bestätigung seines alten Adels. In den Freihcrrnstand wurden sie erhoben am 36. März 1689 und am 7. Febr. 1738 in den Grafenstand. Die Familie erwarb 1734 die Herrschaft Sär-Laduny in Ungarn, wovon sie den Namen ungeachtet der Wiederveräußcrung der Herrschaft noch führen. fGräfl. Tascheub. v. 1856.s Ichmidcl, ein adlichcS, zum Theil freiherrliches, seit dem 16ten Jahrhundert in Schlesien, besonders im Schweidnitz'scheu bekanntes Geschlecht, das sich in Böhmen ausgebreitet hat. Hildegard v. S. 7 1768 alö Äbtissin zu Kl oft er holzen. Vergleiche Schnieder. sGauhe I. 1559. It. 1037. — Zedier XXXV. 432. — v. H.s S. Schmidlin 2. 7 Ichmidclfcld, ein altes schwäb. Nittergeschlecht auf der gleichnamigen Burg im Württemberg. O.A. Gaildorf, welches 1172 in Urkunden vorkommt. Wahrscheinlich ist es bald erloschen. sGriesingcr I29l.s Ichmidcathall, s. Frey schlag. Schmidfcld. Der Oberst Joh. v. S. wurde im I. 1774 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 93. — v. H.s Schmidgräbncr v. Lllsteiicck. Die Schmidgräbner stammen aus Passau. Hanns u. Veit S. lebten 1411 u. 1475 daselbst als Rathsherren. Veit S. erlaugte 1569 den Adel, welcher 1547 seinem Sohne bestätigt wurde. Im I. 1594 erlangte Elias Hermann S. den Rittcrstand und das Jukolat in Böhmen. Joh. Nepomnk Wenzel S. v. L., Ritter, wurde im I. 1791 Freiherr. sZedler XXXV. 434. — M. v. M. 84. — Taschenb. der freiherrl. Häuser auf 1848. — v. H.s Zchmidhals, eine in Schlesien begüterte adliche Familie, die zuerst 1723 erscheint. sv. Ledebur tl. 383. UI. 339. — v. HI Schmidingcr v. Schmiding. Der Hauptmann Joachim Sigmund S. wurde im I. 1711 mit obigem Beinamen in den R.Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 439. — v. Ledebur II. 384. — v. H.s Schmidkom, auS Schwedisch-Pommern, in Westpreußen seßhaft, sv. Ledebur II. 384. III. 339.^ Schmidt v. Irlberg. Der österr. F. M. L. Eh. Ritter S. v. S. wurde 1866 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A. Zeit., April 1866. — Frhrl. Taschenb. v. 1861.^ Hiernach gehört das Geschlecht zu jenen, welche von König Sigismund im 15. Jahrh. geadelt und von K. Rudolf II. im I. 1666 mit dem Beinamen V. Seeberg den Rittcrstand erlangten. 1825 wurde ihnen der erbländ. österr. Rittcrstand verliehen. 1. Schmidti», ein österr. Geschlecht, das mehrere Rechts - Gelehrte unter sich gehabt hat. sZcdlcr XXXV. 434. — v. H.s 2. 7 Schmidti». Der nieder österr. Negierungörath Josef Joachim Alexander v. S. wurde am 27. Okt. 1764 in den böhmischen Ritter- u. im I. 1726 in den N.Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 203. - v. Ledebur II. 334. — v. H.s 3. Ichmidli» v. Lcticnsctd, eine schwäb. Familie, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts vorkommt. sZedler XXXV. 434. - v. H.s Schmidt»»»», gen. v. Wuthcuom. Der K. von Preußen hat 1821 dem von dem General v. Wuthenow zu Stargard an Kindesstatt angenommenen Licut. Karl S. gestattet, Namen und Wappen der v. Wuthenow führen zu dürfen. sE. S. — v. Ledebur II. 388. III. 339.s Schmiderck, SchmideSeck, Schmicdscck, Schmiedtseck, Schmidt V. S., s. Schmidt v. S. 1. 7 Schmidt, Georg Gotthold, Kaufmann in Görlitz, wurde geadelt; das Geschlecht starb mit ihm um 1846 wieder aus. Wahrscheinlich ist Martin S. aus Görlitz sein Vorfahr, der in Gemeinschaft mit Hanns Will er und Georg Reuber am 24. April 1531 einen Wappeubricf erhalten hat. sv. Ledebur II. 386. n. II. des Art. — Dorst, allgem. Wppb. I. 47. s 2. Schmidt, Kristof, kaiserl. Kriegskanzleikanzlist zu Wien, wurde 1661 geadelt- sR. T.A. R.sj 3. Schmidt, Peter, wurde 1619 in den Adelstand erhoben. sR.T.A.R.s 4. Schmidt, Dictcn, kais. Oberstlieutenant, wurde 1651 geadelt. sR. T. A. R.j 5. Schmidt, Michael Karl, fürstlich salz bürg. Oberstwaldmeister, erlangte 1678 den Adelstand. sR. T. A. N.s 6. Schmidt, Franz Maria, zu Braunau, erhielt einen kais. Adelöbricf am 26. April 1683; wird 1698 in Bayern ausgeschrieben. sDekretenbuch.j 7. 7 Schmidt, Joh. Baptist, kurbayer. Rath, erhält 1687 von K. Leopold den Neichsadcl und wird 1694 in Bayern ausgeschrieben. sDekretenbuch.s 8. Schmidt, Johann Heinrich, und seine drei Schwestern, erhielten 1694 die Adelswürde. sR.T.A.R.s 9. 7 Schmidt, Joh. Georg Josef, zu Straubing, und seine Schwester, erhalten am 12. Aug. 1696 einen kais. Adclsbrief und werden 1698 in Bayern ausgeschrieben. 16. Schmidt, Johann Friedrich v., 1716 preuß. Hofrath und markgräflich baireuth. Ministerrcsidcut zu Berlin, auch Joh. Friedr. v. S., kursächs. Landkämmerer, 1796, auf Altgolßen. Wappen? sv. Ledebur II. 386. n. IV deS Art-s 11. Schmidt, in Westfalen, zu Petershagen gest. 1727. Wappen ? sv. Ledebur II. 386. n. III des Art.s 12. Schmidt, Schmid. Der Hof- u. Hofkriegs-Agent Johann Heinrich S. wurde im I. 1731 in den Reichsadelstand, im Jahre 1733 in den Reichs - und am 6. März 1735 mit „Edler von" in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v.M. 439; Erg. 203. — v. H.s 13. Schmidt, Friedrich August, geh. Fiuanz-, Kriegs- und Domäncnrath, und Hicron. Hartwig S., Kriegs- u. Domänen- Rath, Gebrüder, wurden am 9. Juni 1736 in den preußischen Adclstand erhoben, sv. Zedlitz.s Nach diesem Schriftsteller wurde der Adel am 16. Mai 1787 erneuert in nachbeuanutcn Personen: Kammerrath Gerhard S., dessen Söhnen Friedrich und August, der Tochter Wilhelmine, verehelichten KricgSräthin Scheller, der Bruderswittwe, Kammerräthin Sabine KristianeLuise, geb. v. Lüder, und deren Tochter, vermählte v. Puttlitz. Auch der dritte Bruder, Johann Philipp, in hessen-kassel'schen Diensten, wurde 1756 vom Kaiser geadelt, sv. Ledebur II. 385. — Preuß. Wppb. IV. 51. — Kncschke, Wappen II II 14. Schmidt, Offizier, erhielt am 2. Okt. 1746 ein preuß. Ade lsdiplo m, sv- Zedlitz. — v. Ledeb. II. 385. — Preuß. Wppb. 11.51. j 15. Schmidt, Joh. Kristof, k. poln. u. kursächs. Obcramts- Rath bei der nieder lau sitz er Oberamtörcgierung, wurde am 3- Mai 1752 in den Reichsrittcrstand erhoben. sN. T. A. R. - Sachs. Wppb. V. 84.s 16. Schmidt, Karl Franz, k. poln. u. kursächs. geh. Rath, wurde 1757 mit dem Ehrenworte „Edler von" in den Adelstand erhoben. sR. T. A. N.^j 42* 332 Schmidt '"O M > 17. Ichmidt, Wilhelm, wurde 1766 in den Adelstand erhoben. (R. T. A.N.) 18. Ichmidt. Der preuß. Oberst Stefan S. bat nm den Adel, erhielt aber 1787 die Antwort, daß eine Standeserhöhung nicht nöthig sei, weil ihn sein Degen adle. Seine fünf Söhne, nämlich Friedrich Heinrich S., Lient. bei der Artillerie, Friedrich Wilh. Felix S., Lient. im Regiment „Brehmer", Friedr. Kristof S., Lient. bei der Artillerie, Friedr. Heinrich Ludwig u. Friedrich Karl Hellwig, Lieutenants, erhielten nichtsdestoweniger am 6. Juli 1798 ein Adelsdiplom, sv. Ledebur II. 385. — Preuß. Wappenbuch IV. 51. - v. Zedlitz.) 19- Schmidt, Heinrich, Oberstwachtmeistcr, wurde 1789 von Oesterreich geadelt. fM. v. M., Erg. 449.ff 29. Schmidt, Friedrich August, fach f. geh. Legat.Rath und geh. Kabinetssekrctär, auch Archivar, wurde vom fach f. Reichs - Vikariat am 21. Aug. 1799 geadelt. )v. Hellbach, Samml. — Sächs. Wppb. V. 83.> 21. Ichmidt, Kristian Ludwig Friedrich, herzogl. Mecklenburg - schwerin'scher Jnstizrath, wurde 1791 geadelt. Mecklenburg. Wppb. — R. T. A. R) 22- Schmidt, H. O., Gencrallieutenant in Berlin, wurde am 2. März 1792 von Preußen geadelt, (v. Zedlitz.) 23. Schmidt, Johann Heinrich Otto, Lient. im Feldartillerie- Korps (1828), nach 59jähriger Dienstzeit als Generallieutcnant in den Ruhestand vcrsezt, wurde am 8. Februar 1792 in den preuß. Adclstand erhoben, fv. Hcllbach, Samml. — v. Zedlitz.) 24. Schmidt, Georg Friedrich, wurde 1899 geadelt. (R. T. A. R.) 29. Schmidt, Kristian Gottfried, RittcrgntSbcfizer zu Kriz in der Oberlausitz und Kaufmann zu Dresden, wurde 1895 geadelt. 26. Schmidt, Johann Ernst Karl, Rittmeister, wurde am 13. Nov. 1831 in den preuß. Adelstand erhoben, (v-Zedlitz.— v. Ledebur II. 385.) Gleiche Familie, wie die des Obersten Stefan S. (Preuß. Wppb- IV. 52.) 27. Schmidt, N., wurde am 7. Aug. 1834 von Preußen geadelt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 385. — Preuß. Wppb. IV. 52.) 28. Schmidt, Adolf, Doktor der Arzueiknnde, erlangte 1837 den bat) er. Adelstand. sE. S. — v. Hefner, bayer. Adel S. 112. T. 137.) 29. Schmidt, eine adliche Familie in Westpreußen, auf Bell schwitz, 1838. fv. Ledebur II. 386. u. I des Art.) 39. Schmidt, Leopold, östcrr. Hauptmann, wurde 1849 geadelt. (E. S.) 31. Schmidt, A., kais. österr- Major, erlangte 1859 den rittermäßigen Adclstand. (E. S.) 32. Ichmidt, C- Ed. F., Staatsauwalt und RittergutSbesizer, erlangte 1362 den preuß. Adel. sA- A. Zeit., Sept. 1862.) 33. Schmidt, in Thüringen. )Siebmachcr II. 139. — v. Ledebur II. 336. n. V des Art.) 34. Ichmidt, in Mecklenburg. (Masch, Mecklenburg. Wappenb. XI,V. 169. — v. Ledebur II. 386. n. VI des Art. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 18. T- 16.) 35. Schmidt, Schmidtgcn, in Schlesien, auf Gr. Raake, Wilreu zc. Wappen? (v. Ledebur II. 386. n. VIl des Art. — Sinap II. 971.) 36. Ichmidi ». Alldorff. Diese Familie kommt in Anentafeln der köln. Ritterschaft nebst Wappen vor. (v. Ledebur II. 386. u. I. des Art.) 37. Ichmidt auf Altenstädt. K. Max. II. ertheiltc im I. 1564 dem im Türkeukricge sich hervorgethanen Joh. Fabricins S. einen Wappenbrief. Kaiser Rudolf II- adelte im I. 1577 dessen Söhne Georg Johann und Johann, welches K. Karl VI. am 23. Febr. 1713 dessen Nachkommen Johann Georg bestätigte. Moriz v. S., Major im 3. Inf.Regiment, wurde 1861 vom König von Württemberg mit dem Namen Frhr. v. S. auf A. in den Freiherrnstand erhoben. (A. A. Zeil, Febr. 1861. - Frhrl. Taschenb. v. 1863. - Biedermann, Baunach Tab. 60—62. — v. Laug 534 u. f. — v. Zedlitz. — Bayer. Wppb. V111. 55. — v. Hefucr, bayer. Adel S. 112. Taf. 136; Erg.Bd. S. 39. — v. Ledebur II. 386. n. II. — Siebmacher, Suppl. III. 17. — v. H. — Kneschke, Wappen IV.) 38. Ichmidt o. Dcrgeiihoid. Der österr. Appellationsgerichts- Rath in Böhmen, I. F. S., wurde 1855 mit v. B. in den Adelstand erhoben. (A. A- Zeit. v. 1855.) 39. Schmidt u. Bicnciistcin. Der k. k. östcrr. Oberlieutcnant Jakob S. wurde mit seinen beiden Adoptivkindern Eduard und Karoline Hasch eck im I. 1813 mit dem Beinamen v. B. geadelt. (M. v. M. 259. - v. H.) 49. Schmidt v. Aregenh, in Franken. Ueber dieselben ist nichts weiter bekannt. (Ganhe I. 1557. — v. H.) 41. Ichmidt v. Düringsseld. Der Lieut. S. vom 2. schles. Huf. Regiment ist am 29. Sept. 1811 mit v. D. durch den König von Preußen geadelt worden, (v. Hellbach, Samml.) 42. Schmidt o. Chrciibcrg, österreichisch. Hieronimus S. v. E. war 1857 k. k. Plazobcrstlieutcnant zu Pesth. 43. Schmidt v. Eichculmsch. Der kais. österr. Hauptmann Josef S. wurde 1829 mit v. E. geadelt. (E- S.) 44. Schmidt v. Eiscium. Der Pens. Hauptmann Franz S. wurde im I. 1819 mit dein Beinamen v. E. geadelt. (M. v. M. 259. — v. H.) 45- Schmidt v. Effenberg. Solche führt Tyroff in seinem Wappenwerke, I. 198, mittels ihres Wappens an. Etwas Weiteres weiß man hicvon nicht anzugeben. 46. Ichmidt v. Effcnscls. Der HofkriegSbnchhalter Ferd. S. wurde im I. 1756 mit dem Beinamen v. E. geadelt. M. v. M. 259. - v. H.) 47. Schmidt v. Ciscnwcrth (im Troppau'scheu), von welchen nichts anzuführen weiß: Zedier, XXXV. 362. (Gauhe I. 1557. — v. Ledebur II. 386. n. III. des Art. — v. H.) 48. Schmidt v. n. zu Greiftmiu. Diese erhielten im I. 1636 die steyer. Landmannschaft. (Schmutz III. 494. — v. H.) 49. f Schmidt v. Haslnu u. Pirnlmch, eine alte Familie, die in Bayern seßhaft war, nun aber erloschen ist. Am 11. März 1688 erhielt Franz Kaspar v. S., geh. Raths Kanzler und Lehuprobst, vom Kurf. Mar. Emanucl von Pfalzbayern die Freiherrnwürde und sein Urenkel Max Franz Taver erwies seine 16 Auen beim Hausritterordcn des HI. Michael. ) Tyroff I. 3. — v. Lang 230. — Bayer. Wappenb. IV. 5. — ». Hefner, bayer. Adel S. 56. Taf. 59; Erg.Bd. S. 19.) 59. Schmidt v. Hctmburg. Der k. Richter S. zu Prag wurde im I. 1763 mit v. H. geadelt. (M. v. M., Erg. 440. — v. H.) 51. Schmidt v. Hirschftldc. O. P. H. S., Gutsbesizer auf Hirschfeld im oberbarnimer Kreise, sowie seine drei Brüder, der Premierlicut. im 4. Ul. Reg., I. Fr. W. S., der Sekond- Schmidt 333 Lieutenant im 9. Inf, Ncg,, A. P. S., und der Sekondlieut. im 2, Drag. Regiment, P. W, S., wurden 1857 unter dem Namen „S, v. H." in den preuß. Adclstand erhoben, (A. A, Zeit, v, Sept, 1857. - v. Ledebur III, 339.s 52. Schmidt v. Kchlaii, österreichisch. Theodor S. v. K. stand 1857 als Oberlieutenant im 57. k. k. Inf. Regiment. Siehe Schmitt v. Kehl au. 53. Schmidt Ii. Kiiobctsdoi'f. Die drei Söhne des geh. Raths S., Karl Heinrich Paul S., Lieut. bei den Husaren, Heinrich Rudolf Gustao S., Lieut. bei der Infanterie, und Viktor Heinrich Paul S., au Kindesstatt angenommen von dem Hauptmann v. Knobelsdorf auf Folgsen, erhielten am 7. Dez. 1852 den Adel mit der Erlaubniß, sich S. v. K. zu schreiben. Dem knobclsdorf'schen Wappen wurden drei Hämmer beigefügt. sv. Ledebur lt. 386.s 54. Schmidt v. ». zu Mayciilicrg, auch Miiqcndurg, ein seitdem Jahre 1687 adl. Geschlecht. Joh. Georg v. S. wurde im Jahre 1714 mit obigen Zusäzcn in den Reichs- und crbländ. Ritterstand erhoben. Der niederösterr. Appcllationsgcrichtsrath Anton Edler v. Motzenberg wurde im I. 179(1 in den Frciherrnstand erhoben. fv. Hcfner, bayer. Adel S. 96. T. 114, unter Motzenberg — Ncbmann, Adelsarchiv, Mspt. von 1792. — Jahrb. des deutschen Adels für 1848. S- 417. — Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1853. — Leupold 3. B. 486—99. — M. v. M. 79. 143. — Kneschke, Wappen II. 291. — v. Lang 332. — Siebmacher, Suppl. IX. 27. — v. H.s 55. Schmidt v. Nigronq, österreichisch. Heinrich S. v. N. stand 1357 als Oberlieutenant im 18. Inf. Regiment. 56. Schmidt v. Vstc». Den Schwcstcrsöhnen des Hauptmanns und Garnisonsverwaltungsdirektvrs v. Osten, nämlich dem Lieut. bei den Kürassieren, Friedrich Wilhelm S., und dem Karl Aug. Wilh. Aut. Max. S., ist in Folge Annahme an Kindesstatt durch den v. Osten der Adel unter dem Namen S. v. O. 1856 von Preußen crthcilt worden, sv. Ledebur II. 386. III. 339.s 57. Schmidt l>. Philcldcck. Aus diesem am 24. April 1789 in der Person des braun schweig. Hofraths Kristof S., genannt Phisei deck, geadelten Geschlechte, das in Braunschweig, Dänemark und Rußland lebt, haben sich einige Schriftsteller recht verdient gemacht. Dem Sohne des Geadelten, dem k. westfälischen Staatsrath Justus v. S., gen. Phiscldeck, wurde am 26. März 1812 der Nittertitel durch den König von Westfalen crthcilt. sGesezbülletin des Königreichs Westfalen v. I. 1812. Nr. >5. — Grote, Hanno». Wppb. — v. dem Knesebeck. — Kneschke, Wappen II. — v. Hesner, hannöv. Adel S. 25. T. 28. — v. H. s 58. Schmidt v. Nittcrsfctd. Der österr. Hauptmann Georg S. wurde im I. 1819 mit dem Beinamen v. N. geadelt. !M. v. M. 259. — v. H.j 59. Schmidt Ii. Schmidscck. Im Magdeburg'schcn kommen in der Mitte des 17. Jahrhunderts diese vor. sGanhe I. 1557. — Zedier XXXV. 362. — v. Zedlitz.s Noch 1669 wird der kürst r a n d c n b urg. Oberst Joh. S. v. S. Joh. Schmieden genannt. sv. Ledebur II. 385. — v. H.s 69. Schmidt v. Zchmidtlmch oder Schmicdcbach. Hanns S. erhielt 1431 einen Wappcnbricf; 1531 wurde das Wappen gebessert. Kaiser Karl V. erthcilte 1541 den Adel u. erhob auch die Brüder Joachim und Joh. S. in den Adelstand. K. Rudolf erneuerte am 28. Mai 1583 daö Wappen und fügte den Beinamen v. Schmidt- bach hinzu, sv. Ledebur II- 386-1 61. Schmidt v. Schmidldach. Der k. Oberstlieutenant . . S. wurde im I. 1792 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 259. — v. H.s 62. Schmidt ii. Schmidtberg, in Franken. S. Schmidberg. (Zedier XXXV. 362. — Gauhe I. 1557. — v. H.s 63. Schmidt v. Ichmidtfcld. Der Zöllner am „Kollmann" in Tirol, Josef S., wurde im Jahre 1714 mit dem Beinamen v. Schmidtfeld geadelt. sM. v. M., Erg. 439. — v. H.s 64. Schmidt l>. Schmicdcburg, Schmied v. S. Michael S. wurde am 22. Mai 1554 in den Adelstaud erhoben. Sein kinderloser Sohn nahm mit kais. Erlaubniß seinen Vetter Kristof und dessen Brüder Hanns und Barthcl S. an Kindesstatt an, worauf sie mit v. Schmiedeburg am 24. Sept. 1575 geadelt wurden. Sie gehörten der Stadt Görlitz an. sv. Ledebur II. 386. — Dorst, allgcm. Wppb. I. 273.s 65. Schmidt Ii. Schmicdefttd. Im Brieg'schen kommen diese in der Milte des 17. Jahrhunderts vor. sv. Zcdlitz.s Leopold Friedrich S. v. S., Herr in Mutz, Tschcrning u. s. w., war 1679 kais. Kämmerer :c. sSiebmacher II. 47. III. 93. — v. Ledebur II. 386. - Siuap II. 972. — Zedier XXXV. 362. - Gauhe I. 1557. - v. H.s 66. Schmidt v- Ichmittsctd. Der Doktor der Rechte n. Obcr- Amtmaun zu St. Blasien, Joh. Melchior S., wurde im Jahre 1729 mit obigem Beinamen geadelt. fM.v.M., Erg. 439. — v. H.j 67. Schmidt v. Schwarzcnhoril, Freiherren in Oesterreich, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts vorkommen. Die adliche Familie S. zu Stein am Rhein im Kanton Schaffhausen führt von ihrem Edelhofe den Beinamen „zum Schwarzenborn". Diese Familie hat von Kaiser Karl V. eine Adelsbcstätigung erhalten. Hanns Rudolf, geb. 1599, erhielt am 5. Mai 1647 die Reichs- Frciherrnwürde, 1659 und 1658 eine Wappcnvcrmchrung. Er war ohne männliche Erben. Frciherrnwürde und Wappen wurden vom Kaiser auf seines Bruders Sohn Johann übertragen, welcher aber keinen Gebrauch davon machte. Durch eine Tochter, Marie Anne, gelangten Herrschaft, Wappen und Frcihcrrntitcl an ihren Gemahl, Maximilian v. Sccau. sv. Zcdlitz.s Uebrigens soll sich die Familie auch nach Schlesien verbreitet haben, wo sie noch nicht erloschen sein soll. Siehe auch SchWarzenhorn. ^Zedier XXXV. 435. — Gauhe I. 1557. — Siebmacher V. 15. n. 1- — v. H.s 68. Schmidt v. Zchwarzenschitd, österreichisch. Jakob S. Edler v. S. stand 1857 als Hauptmann im 1. k. k. Inf. Reg. 69. Schmidt ii. Silbcrbiirg. Der Ockonomiehauptmann Maximilian S. wurde im I. 1816 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 449. - v. H.s 79. Schmidt v. Socnbcrg, österreichisch. Magnus S. v. S. war 1835 AmtSoffizial bei der k. k. Lottogcfälldirektion. 71. Schmidt ii. Menblirg. Adliche in Franken, deren Wappen Siebmacher, IV. 152. n. 5, jedoch ohne die Provinz, wo sie sind oder waren, bloß mit unter den Geadelten aufführt. Daniel S., kais. Oberlieutcnant, wurde 1651 mit v. U. geadelt. sR. T. A. R. — Gauhe I. 1557. — Zedier XXXV. 362. — v. H.s 72. Schmidt v. Wcgwitz. Kristian S., Besizer des Rittergutes Wegwitz, wurde am 29. Juli 1774 vom Kaiser mit dem Beinamen v. W. geadelt. sKneschke, Wappen IV.s 73. Schmidt ii. Wcllciistci», eine schwäbische Familie. Siehe Wellen sie in. sGauhe I. 1557. — Zedier XXXV. 362. — v. H.s 334 Schmidt —> Schmitt 74. Schmidt-Wicrusg-Kowalski. Die Gebrüder S., Joachim Friedrich, Amtsrath, Emanucl Ferdinand, Kommissionsrath, auf Bernow und Scmcrow im schicvelbcin'schen Kreise, wurden am 18. April 1811 vom König von Preußen geadelt. Die Familie ist in Pommern u. im Posen'schen seßhaft, sv. Zedlitz. — v. Hellbach, Samml.s v. Ledebur, II. 386, sagt, sie hätten Erneuerung des Adels erhalten. 75. Schmidt v. Zalncrow. Der obcrösterr. Gubernialrath Josef Karl S. wnrde im I. 1794 mit „Edler v. Z." geadelt. sBayer. Wppb. Vitt. 52. — v. Hefncr, bayer. Adel S. l>2. T. t37. - M. v. M., Erg. 440. — v. H.s Schmidt v. Löwciifels, s. Löwenfels. Schmidtaacr v. Vlicrwalsec, ein oberöstcrr. Geschlecht. Der Pfleger von der kais. Herrschaft Wildenstein hatte von Hanns Friedrich Frhrn. v. Hoffmann die Herrschaft u. Schloß Ober- Walsce gekauft, worauf die österr. Erbmarschallwürde ruhte; da aber der Verkäufer in Kaiser Ferdinand's Ungnade siel, wurde der Kauf aufgehohcu, doch behielt der Käufer den Beinamen bei. sGauhe I. >559. — v. Hoheneck II. 371 —79. — v. H.s Schmidtborg, Schmicdburg, Schmidtberg, f. Schenk v. S. Schmidtscld. Joh. Ludwig Schmidt, sachsen-meiningen'- schcr AppellationSgerichtSdircktor, wurde 1857 vom Fürsten Reuß zu Schleiz mit dem Namen v. Schmidtfeld gefreit; anerkannt 1858 von Sachsen-Mciningen. Schmidtftld, f. Nikicsich. Schmidlimnni. Kommen als Herren v. S. um 1778 in Soest vor. Wappen? sv. Ledebur II. 388.s Schmidtmcycr, Johann Martin, Mitglied des großen Raths in Gent, wurde 1787 in den R. Adelstand erhoben. sN. T. A. R.) Ichmidtpaucr, f. ManStorff. Ichmidtpcrgcr, Adam, wurde 1695 geadelt. sR.T. A. R.sj ch Schmidtsfcldt. Pater Hugo v. S., Profcß zu St. blasij, ch 1785. ch Schmicchcn, ein altes schwäb. Edelngeschlccht, Vasallen der Grafen v. Berg, von denen noch 1371 Götz v. S. vorkommt. Die Burg lag im Württemberg. O.A. Blaubeuren. fGricsinger 1292 s Schmicdmicr, österreichisch. Karl Ritter v. S. stand 1857 als Kadct im 5. k. k. Husaren-Regiment. Vielleicht einerlei mit Schmidtauer v. Oberwalsee. Schmicdcbcrg, stammen aus Thüringen, von wo aus sie nach Pommern kamen und dort Afterlehnslcutc der v. Wedel wurden. Mehrere v. S. befinden sich im preuß. Heere. Sie besaßen in neuerer Zeit Schürgast in Schlesien. Vielleicht gehört ihnen das Wappen bei Dorst, schles. Wappb. III. 166: In R. zwei quer gelegte Fische, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 383. III. 339.s 1. Schmiedet, v., auf Uciihäuset. Der Hauptmann Lorenz v. S. auf N. wurde im I. 1715 in den Neichsritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 2934 Möchte wol mit den Schmiedel v. Schmiden einerlei Familie bilden. Vergl. Schmidcl. 2. Schmiedet, Schmidcl v. Schmiden. Johann Wenzel, Leopold und Johann Anton S. wurden am 28. Nov. 1798 und Sigmund S. v. S. am 22. Dez. 1722 in den böhm. alten Frciherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 98. — v. H.s 1. Schmieden. Ein v. S. kommt als Rcgierungsdirigent zu Frankfurt a/O. vor. Nathanael S., Bürgermeister zu Danzig, erlangte am 19. Febr. 1658 den poln. Adel. sv. Ledebur II. 388. III. 349.s Wappen: Qnergctheilt; oben in R. ein wachsender, in Goldstofs gekleideter Mann, der einen Hammer schwingt; unten in B. drei g. Sterne, sv. Zedlitz. — v. Hefuer, Erg. Bd. S 48.s 2. Schmieden, eine sächs. Familie. Sie soll aus Oesterreich stammen. Wappen: Der Schild durch eiucn r. Balken ge- theilt; oben in G. eine Dohle, unten in B. drei s. Lilie», 2. 1. sv. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 53.s Schmicdickc v. Szmicdceki, kommt 1854 ein preuß. Ingenieur- Major S. v. S. vor. Wappen? sv. Ledebur II. 388.f Siehe Szmidecki v. Sz mied icke. st Schmichcn. Zu Mosbach bei Althen», Jnnviertel, ist der Grabstein deö „edl vnnd gestrengen Herrn Georg Ebcrhardt von Schmiehen zum Waase» u. St. Peter, so alß der Leste Dieß Namen vnnd Stammcns gestorben den testen tag appriliö Anno 1698". Seine Hausfrau war eine v. Dach SP erg. sO. S.s Schmiclcs. Jakob Basschewis, Gatte der Henkele Schmielcs, ein böhm. Israelit, k. k. Hofagcnt, wurde von K. Ferdinand II. 1622 mit „v. Treucberg" in den Adelstand erhoben. Das Wappen ist noch in dem bekannten alten, seit K. Josef II. geschlossenen Judenfriedhof zn Prag zu sehen. sGartenlaube von 1862. Nr. 45 S. 7ll. — Bazar vom 8. Nov. 1863. Nr. 42.s Ichmirsih, ein schles. Geschlecht. sSinap I. 832. — Siebmacher II. 53. n. 2. — v. Mcding II. n. 799. — v. Ledebur II. 388. — v. H.s Schmisnig, eine münster'sche Familie, die im 17. und 18ten Jahrhundert vorkommt. sPfeffinger's Braunschweig III. — Zedier XXXV. 463. — Lüdersen'« Sammlung. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 338. — v- Hefncr, preuß. Adel S. 26. T. 21. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser. — v. H .s Siehe Korf und Kerßenbrock. Schmit v. Lctni, genannt 0. Hattciistcin, eine ans Flandern stammende Familie, aus welcher um 1828 nur noch zwei Brüder, Georg Konrad, in Bremen, und Georg Wilhelm Kristof, vcr- heurathet in Amsterdam, lebten. Am 25. Mai 1782 wnrde der Hofarzt Dr. Joh. Konrad Will). S. mit „S. v. L., gen. H.", durch kais. Diplom geadelt, sv. d. Knesebecks Schmithossc». Franz Jakob v. S. wurde im I. 1733 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 93. — v. H s Zchiiiitmcr, s. Smitmer. 1. Schmitt. Der RcgicruugSrath zu Ambcrg, nachher Kreis - Kanzleidircktor in Regens bürg, Philipp S., erhielt vom Kurf. Karl Theodor am 12. Dez. 1786 das Adelsdiplom. sv- Hefner, bahcr. Adel S. 112. T. 136. — v. Lang 535. — v. H.s 2. Schmitt v. EstciiW. Der Hauptmann Andreas S. wurde im I. 1817 mit v. E. geadelt. sM. v. M. 259; Erg. 449. — v. H.s 3. Schmitt v. Kchlau, Jgnaz, Hauptmann im 21. Inf. Reg. Philipp S. v. K. war 1835 Oberst beim 43. k. k. lombard. Inf. Regiment. Wahrscheinlich mit Schmidt v. K. einerlei. 4. Schmitt li. Kcmmcrzcll. Der Kapitänlieutcnant Andreas S. wurde im I. 1815 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M. 259. - v. H.s Schmitter. Der Obcrstlieut. Karl Konstantin v. S. erhielt vom Kurf, von Brandenburg am 4. Nov. 1698 eine Anerkennung des seinen Vorfahren von K. Karl V. erthcilten Adels, sv. Hellbach, Saimnlung.s Schmitt Ichliiilterlöw, ein ursprünglich ans Pommern nach Mecklenburg sich wendendes Geschlecht, dessen MicräliuS zwar nicht gedenkt, das aber in Pommern noch blühen, in Mecklenburg aber nicht mehr vorhanden sein soll. Sic gehören zu den Patriziern in Stralsund u. Greifswald, und erlaugten am 26. Sept. 1723 den schwcd. Adel. sv. Ledeb. II. 388. III. 340. - Bagmihl II. T. XXVI. — Kneschkc, Wappen II. — v. Meding I. n. 760. — v. Zedlitz. — v. H.s 1. Schmitz, Johann Martin, rcichSstift-wer den'scher Rath und Lehnkammerdircktor, wurde 1788 mit „Edler von" in den Adelstand erhoben. sR. T. A. N.s 2. Schmitz v. Incrlnich. Die Familie stammt aus Westfalen. Der pfälzische Regicrungsrath Ludwig Honor S. erlangte am 27. Juni 1792 vom rh ein. Ncichsvikariate Bestätigung des früher seiner Familie zugestandenen Adels. Die Familie besizt im Baden'- schcn Michelbach, Schwanheim und Bargen als Majorat, und war der rhein. Ritterschaft einverleibt. sCast, Adelsbuch von Badems 3. st Schmitz v. (Srollcnburg. Arnold S., Amtmann bei dem Stifte Ncbcrwasser in Westfalen, wurde im I. 1719 in den Rcichsadelstand erhoben. Sein Sohn Kristof war anfänglich kur- trier'scher Hofrath, dann NeichskammcrgcrichtSbeisizcr, und hat 1754 die Aufnahme bei der Neichsritterschaft nachgesucht. Im Jahre 1790 wurde die Familie vom Pfälz. Reichsvikariat in den Freiherrustand erhoben. Franz Frhr. v. S.-G. ist knrpfälz. NegicrungSrath und Amtmann zu Dilsberg gewesen. Von zwei Brüdern, wahrscheinlich Söhne des R.KammcrgerichtSassessors, war Moriz zulezt k. Württemberg. Gesandter zu München, der andere preuß. Negicruugs-Chefpräsident in den Rh einProvinzen gewesen. Mit ihnen ist die Familie 1859 wieder erloschen. Wahrscheinlich erhielten sie den Beinamen bei Erhebung dcö Kammer- Gerichtsassessors in den Freiherrnstand. Der Name ging auf den Schwiegersohn des Präsidenten, den preuß. Artilleriehauptmann John, über. sv. Ledebur II. 389. III. 340. — v. Hefncr, württcmb. Adel S. ll. T. 14; Erg.Bd. S. 39. — Die Württemberg. Wappenbücher von I. A. Tyroff n. K. Dorst. — M. v. M., Erg. 440. — v. H.s Schmitzcr, eine adliche Familie in Westfalen, welche zu den Erbsälzcrn in Soest gehört. Georg S., kais. Oberstlicntenant, erlangte 1639 Adelsbcstätigung. sv. Zedlitz. — N. T. A-R.s Schmögcr ans Adelsholisiii. Der Pflcgsverweser Franz Josef S. zu Friedberg erhielt von K. Karl VII. ein Adelsdiplom und wurde am 29. April 1746 ausgeschrieben, sv. Hesner, baycr. Adel S. Il2. T. 137. — v. Lang 535. — v. H.s Ichmöltziiig v. Zmicklödt, ein oberösterr. Geschlecht, welches im Jahre 1691 der oberösterr. Landschaftsmatrikul einverleibt wurde. (Wappen; Sicbmacher I. 41.) Stefan S. 1576 in Wolf- gaug VizdomS zu Tübingen Stammbuch. Anna Maria S. Hann'S Gntrathcr's, falzbnrg. Pfleger zu Mittersill (st 1614), Hausfrau. Blühen noch in Oesterreich. (Gauhe II. 1037. — v. Hoheneck II. 380. — Zedier XXXV. 466. - v. H.s st Schmogrmi, Smogcrau, ein schlcs. Geschlecht- W.:? sv. Ledebur II. 389. s st Schmolliiige», in Preußen; erloschen. W.: Lcliwa. sv. Ledebur II. 389. III. 340.s 's Schmolckc, eine schles. Familie, die sich ehemals v. Dannenberg (richtiger Dannenberg) geschrieben, und die im Jahre 1479 zuerst vorkommt. sSinap I. 832. — Zedier XXXV. 469. — Sicbmacher I. 172. n. 13. — v. Meding II. n. 791. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 389. — v. H.s — Schne 335 Ichmoltz, auch eine schles. alte Familie, die besonders im Brieg'schen seßhaft war und im I. 1343 zuerst vorkommt. sSinap I. 832. II. 973. — Gauhe I. 1560. — Zedier XXXV. 470. — Sicbmacher I. 72. n. 4. — v. Meding II. u. 792. — v. Ledebur II. S. 389. - v. H .s st Zchmoii, ein thüring. erloschenes Geschlecht, dessen Stamm- Siz Ober- und Niederschmon war. Wappen? sv. Ledebur II. 389.s Schmort, ein adliches Geschlecht in der Oberlausitz. W.:? sv. Ledebur II. 339.s Schmuck, aus der Oberpfalz stammend u. vom Kurfürsten Karl Theodor geadelt, sv. Hefner, baper. Adel S. 112. T. I37.s Schlünde. Diese Edelleute gehören Hintcrpommern an; man findet sie auch Schlund de, Smudde, Smudden geschrieben. Zemmen ist ihr Stammsiz. sv- Zedlitz. - y. Ledebur II. 389. III. 340.s Schmüllilig, Smülling, ein im Clcve'schen angesessenes Geschlecht, 1411. Wappen? sv. Ledebur II. 389.s st Schmugerou. Godefridus de Smugerowe, milcs, testis in e inem pomm er'schcn Brief 1263. (Urk.B. f. Nieders. II. 236 ff.s Schmuttcrmoiscr v. Asten. Der Oberst Joh. Karl S. wurde im Jahre 1811 mit v. A. in den Rittcrstand erhoben. Der östcrr. SektionSrath M. Ritter S. v. A. erhielt 1862 die kais. Erlaub- niß für sich und seine Nachkommen, sich nur v. Asten nennen zu dürfen. sA. A. Zeit., Juni 1862. - M. v. M., Erg. 203. - v. H.s Schnabel, Konrad, kais. Hofschrötter, erlangte 1623 ein Ncichö- Adelsdiplom sv. Ledebur II. 389. III. 340. — R. T. A. R.s st Schiiackclibiirg, ein braunschweig, u. Mecklenburg. Geschlecht, welches wenigstens im Brannschweig'schen ausgestorben ist. sBehr, rcr. Mecklenburg. Lib. VIII. p. 1584. — Letzncr's dassel'sche Chronik IV. B. K. 15. 166. — Siebmacher II. 124. u. 13. — v. Meding III. n. 738. — Lüdersen'« Samml. — v. H.s 1. st Ichncberg, ein fränk- u. fulda'schcs Geschlecht, welches längst ausgestorben zu sein scheint; wenigstens fand 1425 die lezte Bclehnung statt, sv. Meding III. n. 739. — Schannat, suld. Lchnhof S. 152. — Siebmacher I. 203, woselbst da« Geschlecht zu der schweizer Familie gezält wird; II. 72.s Es führte eine Lilie im Schilde. 2. Ichncbcrg, Sncb., Schnecburg, eine tiroler Familie, die sich auch Schneeberg und Schnöbürg schrieb, gegen die Mitte des 16. Jahrhunderts zum Theil aber ausstarb. Peter Schneeberg er, mit welchem um 1379 die Stammreihe beginnt, führte im Schilde und auf dem Helme die Schneehaubc, und nannten die Nachkommen sich um 1599 mit dem Zunamen v. Salkhauß, einem crhcuratheten Nittergute der 4 Schildhöfe. Die Familie erhielt 1555 Bestätigung des althergebrachten Adels u Verbesserung des Wappens. Am 3. März 1586 erlangte das Geschlecht die Erlaubnis), einen in Tirol erbauten und zu Truz und Schuz befestigten Landsiz Schneeburg nennen und den Namen davon annehmen zu dürfen. Am 31. Aug. 1664 wurde der Familie die frhrl. Würde mit v. Schneeburg zu Salthauß u. Platten zu Theil. (Jahrb. des deutschen Adels für 1847. — Taschenbuch der frhrl. Häuser auf 1848. — Sicbmacher II. 41. — Zedier XXXV. 521. — v. Hefucr, tiroler Adel S. 15. T. 18. — v. H.s IchiiMiii, Schnebclin, eine breisgauer Familie, die schon im I. 1165 auf dem Züricher Turnier sich mit befand. Sicbmacher, II. 89, n. 3, rechnet sie unter den schwäb. Adel. sRucelin, Germ. sacr. 183. — Gauhe I. 1560. — Zedier XXXV. S. 497. — v. H.s 336 Schnee — Schnei Ichncckcl v. Trclicrslnirg, Johann, kais. österr. Generalmajor, erlangte 1846 den Freiherrnstand. (M. S.) 4 Schneckenhaus, Schneckenhäuser, ein sehr altes schlesisches Geschlecht, das sich auS dem im Jägerndorf'schcn liegenden Orte Badcwitz schreibt und zuerst im I. 1603 vorkommt. ISinap 6 832. II. »73. ^ Gauhe II. 1038. — Zedier XXXV, 512. — Sicbmachcr I. 72. n. 15. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 390. - v. H.s -f Ichneckh v. Haßlbach, altbayerisch. Albrecht Kuno S. v. H. wird 1657 Pfleger zu Nhain. Seine Hausfrau Anua Sofia Eisenrcichin von Wilbach. Zchnedizcni. Am 3. Juni 1707 wurde die kais. Adelsverleihung für Johann Andreas S. in Salzburg bekannt gemacht. Mar v. S., salzburg. Hofrath, Pfleger zu Straßwal chen, starb daselbst am 22. Okt. 1788. (Geviertet eine Kugel u. zwei Schräg- Balken.) fv. Schallhammern.) Schnccseld, s. Bley; Zimmerl. -f Schneen. Nicbodo et Henricus de Snen testes (et mini- stcrialeö) Ottonis ducis de Lnncborch 1225. Dudo de Snc testis 1235. fUrk.B. f. Niedcrs. II. 107. 149.) Schncctcr, österreichisch. Franz Edler v. S. war 1857 NegimcntSfcldarzt beim Artillerie - Zengkommando Nr. 1. 1. Schneeweiß. Diese besaßen mehrere Herrschaften in Steycr- mark und wurden am 13. Jan. 1700 in den Freiherrnstand erhoben. (Schmutz III. 495. — v- H-) 2. Schneeweiß. Der Hofkammerrath Franz Josef S. erhielt vom Kurf. Karl Theodor von Bayern am 14. April 1792 ein Ritter- und Adelsdiplom. fv. Lang 536. — v. Hcfner, baycr. Adel S. 112. T. 137. — v. H.s 3. ch Schneeweiß v. Arnoldstcin (Arlstein), alter salz bürg er Adel. (Im Schild ein Pfeil und zwei gezinnte Balken gcviert.) Hanns Kristof S. v. A., Landschaftseinnchmcr an der Pantafel in Kärnthcn 1580. Mclosina Gutratherin seine Hausfrau. Kordula S., Äbtissin zu Nonnberg, ch 1588. Ehrenrcich S. v. A., des Königs in Frankreich Kriegskommissär über das deutsche KricgSvolk und fürstlich salzburg. Hauptmann, ch zu Hallein am 24. Juni 1629. Das Geschlecht möchte wol einerlei mit Nr. 1 sein. -f Zchncgg v. Mitdarf u. Mitling, erscheinen 1593. N. S. v. Mcilling, -f 1765, mag der Lezte gewesen sein, fv. Hefner, 1 baycr. Adel S. 21. Taf. 25.s Ichnchcn, Schneen, waren im Kalenberg'schen begütert und nannten sich zuweilen auch lateinisch Nir. Die Familie besizt noch jezt das Rittergut Lützcnschnehen und erscheint schon 1289. fHannöv. StaatShandb. von 1825. S. 34. — v- Zedlitz, Ad Ler. — Grote, hannöv. Wppd. 0.57. — v. Ledebur II. 366. — Frhrl. Taschcnb. von 1859. — v. Hcfner, hannvv. Adel S. 25. Taf. 28. — Kneschke, Wappen II. — v. Birken, Spiegel der Ehre des H. Oesterreich 688. — Sicbmachcr 1. 110. n. lv. — v. Mcding III. n. 740. - Lüdersen'« Sammlung. — v. H.s Schneid. DefidcrinS S. war k. baycr. geh. Rath; er erhielt am 7. Okt. 1786 vom Kurf. Karl Theodor das Edelndiplom. Verschieden von Schncidt. fv. Hcfner, baycr. Adel S. 112. T. 138; prenß. Adel S. 63. T. 81. — Baycr. Wppb. VIII. 57. — v. H. — v. Lang 536. — v. Ledebur II. 390, wo irrig l756.s Auch in Köln gab es eine Familie des Namens Schneit, deren Adel aber zweifelhaft zu sein scheint. (Fahne I. 39l. - v. Ledebur II. 39») ch Schneid»». Uebcr diese sächs. Familie wurde mit der Bemerkung, daß im 16. u. 17. Jahrh. Einer dieses Namens Amtmann gewesen sei, im R. A- von 1806, Nr. 14- S. 1339, angefragt, ob noch jezt dieselbe in Sachsen eristire? Eine Antwort ist wol nicht erfolgt. Zedier, XXXV. 527, erzält aus Ludolph's Schaubühne, 4-Th. 341, die im I. 1664 durch einen Obersten v. Stanffenbcrg vorgefallene Ermordung deö k. ObcrstwachtmeifterS N. v. S. auf öffentlicher Straße zu Prag. Franz v. S., kais. Generalfeldwachtmeister, wurde 1665 Freiherr. fN. T. A. R.) Derselbe war am 11. Sept. 1649 in den alten Rittcrstand erhoben worden. (Die Familie scheint Schneider v. Schneid au geheißen zu haben.) (Gauhe II. 1780. — Sicbmachcr V. Zus. 17. n 8 — v. H.j Hr. Heinr. Burkhard Frhr. v. S. zu Schwarzenfels gilt Gewalt zum oberpfälz. Landtag 1707. Schneidaucr v. Streitkolben. Der Oberstwachtmeistcr Josef Leopold S. wurde im I. 1770 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M.. Erg. 440. — v. H.j Ichncidcnicfscr v. Soliilinski- Einer Namens S. wurde am 2. Mai 1775 von K. Friedrich II. von Preußen mit v. K. in den Adelsstand erhoben, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 390.) 1. Schneider, Franz, kais. Oberst, erhielt 1740 ein Reichs - Ritterdiplom. (R. T. A. R-j ^ ^ ' d i K 2. Schneider. Die drei ältesten Söhne des franz. Raths und Oberamtmanns Franz Josef S. wurden vom Kurf. Karl Theodor am 8. März 1783 geadelt, welches der König von Bayern am 12. Mai 1813 auf den in dem ältcrn Diplom nicht genannten jüngsten Sohn ausdehnte, fv. Lang 536 u. f.) Der Oberstlicut. und Kommandant der 2. Jägcrdivision zc., Karl S., wurde im Jahre 1811 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M. 84. — v. H.f 3. Schneider v. Arno. Die Familie gehört zu dem landständ. Adel in Tirol. Karl S., k. k. Oberstlieutcnant, wurde am 26. Dez. 1810 wegen seiner großen Verdienste mit v- A. in de» Frciherrnstand erhoben. jFrhrl. Taschcnb. v. 1861.) 4. Schneider v. Dillcnburg. Der Hauptmann Heinrich S. wurde im I. 1821 mit v. D. geadelt. fM. v. M., Erg. 441. — v. H.f 5. Schneider v. Hcldcnlinrg. Der Major Magnus S. wurde im I. 1808 mit v. H. geadelt. (M. v. M, Erg. 440. — v. H.s 6. Schneider ». Kolilnirg. Der kais. österr. Major I. S. wurde 1845 mit v. K- geadelt. fM. S.) 7. Schneider v. Kcclighciin. Der Hauptmann Anton S. wurde im I. 1820 mit v. K. geadelt. IM. v. M. 260. - v. H.j 8. Schneider v. Moniisa». Der österr. Obcrlicnt. S. wurde 1839 mit v. M. geadelt. Anton S. v. M. war 1857 Kadet im 6. k. k. Art. Regiment. 9. Schneider auf Negelsirst. Der ObcrlandeSrcgicrungSrath w., nachhcrige geh. Rath Franz Xaver S. wurde am 1. Okt. 1799 (wie sämmtliche damalige Rcichsvikariatöasscssorcn in Bayern) vom Kurf. Karl Theodor in den Freiherrnstand erhoben. Iv. Lang 230. - v. Hefner, baycr Adel S. 56. Taf. 59. S. l>3. Taf. 138. - v. H.j 10. Schneider, Edle v. Nostncck. Diese erhielten im I. 1797 die sieyer. Landmannschaft. (Schmutz III. 497.) Valentin S. wurde im I. 1768 mit „Edler von" in den Rittcrstand erhoben. (M. v. M., Erg. 204. - v. H.) Schneider, s. Sartori. Schnei — Schni 337 Schneider v, Schncidn», s. Schnei bau. Schncidcrcr v, Ucrglnsscld. Der Bürger Joh. Heinrich S. zu Prag wurde am 14. Nov. 1702 mit v. B. in den böhmischen Adelstaud erhoben. sM. v. M., Erg. 411. — v. H .s Ichneidcwciii. Dieser Name kommt nur bei dem im Mai 1852 gestorbenen prcnß. Obcrstlieutcnant v. S. vor. Wappen? so. Ledebur II. 399.) 1 Schncidcwind. Dieses NamenS gibt es zwei Geschlechter: I. Eines in Westfalen, zum Geschlechte der v. Ense gehörig. S. Ense. — 1457. — 2. Jenes im Magdeburg'sehen; begütert schon 1380 zu Gr. Salze. Wappen? sv. Ledebur II. 399.) Schncidhcim, erst Schneider genannt, aus der Nhcinpfalz, erhielt am 1. Okt. 1790 vom Kurf. Karl Theodor der geh. Tarator Joh. Baptist S. zu München ein Ritter- und Edelndiplom. sv. Hcfncr, bayer. Adel S. l l3. T. 138. — v. H. — v. Lang 537.) Schmidt. Diese Familie wird von Siebenkecs unrichtig ohne t, von Mcgcrle richtig mit dem t am Ende geschrieben und ist an der Mosel, am Rhein und im Nordgan begütert. Nach diesem Schriftsteller soll die Familie im 16. und 17. Jahrhundert in Blüthe gestanden haben. Peter S., knrtrier'schcr geh. Rath, soll den Ncichsabschicd von 1603 unterzeichnet haben. Nikolaus S. war kurmainz. Hof- und Negiernngsrath, sein Bruder Jakob Obcramtmann zu Stetten. Von lezterem stammen ab die Brüder: Heinrich Josef, Hofrath, Veit Franz, Hof- und innerösterr. Sekretär, Gottfried Kristin», mainz. Kammer- Rath, und Friedrich Ludwig, welche im I. 1742 in den Reichs - Adelstand erhoben wurden. Heinrich Josef v. S. erlangte als Reichsreferendar 1748 die Freiherrnwürdc. Von Nikolaus S. entstammten die Brüder: Valentin Anton, Kanonikus zu Aschaf- fcnbnrg, Franz Philipp, k. k. Obcrstlieutenant, und Ludwig Karl, Hauptmann bei „Damnitz-Infanterie", welche im I. 1742 ebenfalls in den Rcichsadelstand erhoben wurden. sM. v. M., Erg. 98. 44l. — Tyroff I. 3. — Sicbmacbcr, Sappl- II. 14. - Fahne l. 391. II. 131. - v. H. - Kucschke, Wappen IV. - Siebenkecs 1. üb. — Hontheim, hist. Trcvir. III. 217. 219. 11131.s f Schneist, Schmitz, v. Greil)»». Die Burg G. im nassau'schcn Gericht Selters. Sie führten in B. zwei s. Pfähle, überlegt mit einem beiderseits gezinnten r. Balken. sO. S.) 1 Schiicitlingen. Hcnricns de Snetling testiS in einem brandcnbnrg'scheu Brief 1248. Christopherus famnlus dictus de Snethlhngc überläßt dem Kloster Chorin etliche Hufen in Herzsprung, 1346. sCod. Brandend. XIII. 255. 317.) Schlickt v. Trcclicslmrg. Der passau'sche Hofkammcrrath und Domkapitelkommissär zu Oberste ckhall in Niederösterrcich, Josef S., wurde im I. 1775 mit v. T. geadelt und im I. 1784 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 441 u. 204. - v. H.s 1. Schnell. Katharina Schncllin, des Kristvf Guctrather zu Salzburg (ch 1528) dritte HanSfrau, führte in B. einen g. Fingerring item in einem Flug ans dem Helm. sGuctratherisch Stammbuch.) Ob vielleicht Schlichen? die führen fast gleiches Wappen. 2. Schuck, ein pommer'schcs Geschlecht, das besonders im Stcttin'schcn ansässig war. Die Familie besaß noch im vorigen Jahrhundert die Güter Dräck n. Vilnow im Kreise Ncnstettin. sv. Zedlitz.) Vielleicht gehört Johann Heinrich S., welcher 1620 AdelSbcstätigung erhielt sR. T. A. N.), zu derselben Familie. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. sMicrälius VI. B. 374. — Siebmacker IV. 171. n. 7. V. 159. u. 9. — v. Meding III. n. 741. — Zedier XXXV. 564. — v. 5z.) Fahne, I. 391. II. 131, führt auch noch ein köln. Geschlecht dieses Namens an, welches noch 1716 blühte. )v. Ledebur II. 399. III. 349 ) 3. Schnell. Der oberösterr. Rcgicrungssekretär Jakob S. wurde im I. 1733 geadelt, sv. Hcfner, bayer. Adel S. 113. T. 138. — M. v. M., Erg. 441. — v. H.) 4. Schnell n. Uadcnlinch, Johann Franz, kurmainz. Stallmeister, wurde 1691 geadelt. sR. T. A. N.) 5. Schnell v. Ichncllcnliiihcl. Heinrich Otto S., fürstlich nassem - saarbrück'scher Forstmeister, wurde 1785 mit dem Beinamen v. Schnellcnbühel geadelt, sv. Hcfner. bayer. Ad. S. 113. T. >38.) Karl Friedrich S., großh. sächs. Lieut. zu Weimar, erhielt 1856 auf Ansuchen des k. bayer. AppellationSgerichtspräsidentcn G. H. S. E. S. v. Schncllenbühl die Erlaubniß, Namen und Wappen des Lcztercn annehmen und führen zu dürfen. sv. Hefncr, sächs. Adel S. 46. T. 53.) ch Schnellen, ein in Köln u. im Jülich'schcn ausgestorbenes Geschlecht, sv. Ledebur II. 399. — Fahne I. 391.) 1 Schncllenlicrg, zuweilen mit dem Beinamen n. Schönholdhnnscn, ein rheinländ. und westfäl. Geschlecht, das nach dem Jahre 1747 erloschen zu sein scheint. sv. Hattstein II. 315 u. f. — v. Steinen II. 1692. v. Meding II., n. 762. — v. Ledebur II. 399. — v. H.) Schneller. Der Rath:c. Anton v. S. wurde im Jahre 1747 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 294. - v. H.) Schncpfcr, Johann Philipp, kais. Kammerdiener, erhielt 1636 den Adelstaud. sN. T. A. R.) st Schneth. Leonhard v. S. besaß 1560 die Hofmark Leon- berg (Burglengenfcld). sv. Neisach 182.) 1 Schnetlage, ein westfäl. und braun schweig. Geschlecht. sDie heut, christl. Souveräne in Europa 778. — Sicbmacher I. 199. n. 4. — v. Meding III. n. 742. — Lüdersen ö Samml. — v. Ledebur II. 399. — v. H.) Schncttcr. Der Hofagent Anton Joh. S. wurde im I. 1783 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 441. — v. H.) f Schncwcrding, Schncverding, ein anSgestorb. lüncburg. Patriziergcschlecht. sBüttncr, Stamm u. Gcschl. der lüueburg. Patrizier. — Lüdcrsen's Sammlung. — v. H. s. Schncwlin, Schnebelin, eine schwäb. Familie, sSalver 547, unter Laudeck, d. h. Schnculin v. Land eck. — Sicbmacher II. 89. n. 3. — v. Meding III. n. 743. — v. H.) Ichnicrcr, s. Schnür er. Schinrich. Maria Theresia S., geb. v. Tepp er, Wittwe des Landesbestellten zu Troppau, Fr. Leopold S., wurde im Jahre 1738 in Böhmen in den Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 441. — v. H.) Schnitter, ein görlitzcr Geschlecht, welches am 2. Oktober 1536 von K. Karl VI. geadelt wurde. Kaiser Ferdinand bestätigte am 10. Juli 1562 zwei Brüdern v. S. den Adel von Neuem. sCippi Goerlicens. I. St. p. 19u. 89. — Zedier XXXV. 584 n. f. - v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 391. — Dorst, allg. Wppb. Taf. 135. — Preuß. Wppb. IV. 52. — v. H.) Schnihcnlmini, Freiherren, welche im Jahre 1501 Sa neck in Steyermark besaßen. sSchmutz III. 497. ^ Sicbmacher III. 39. n. 4. — v. H.) 43 338 Schni - 1. Schnitzer, Georg, und sein Bruder Leopold v. S. erlangten um 1620 AdclSbcstätiguug. (Waun geadelt?) fR. T. A, N.) 2. Schnitzer v. Lilibenslam. Der kais. östcrr. Hofrath Fr.-S. wurde 1844 mit v. L- in den Adelstand erhoben- sE. S.) 3. Schnitzer »- Mecrau. Der kais. österr. LcgationSsekretär C- C- S- wurde 1840 mit v. M. geadelt. sE. S.) Schnäbel, Josef, kais. osterr. Kapitänlieutenaut der Artillerie, wurde 1844 mit „Edler von" geadelt. sE- S.) ff Ichnorbci», gen. Hof, ein schlcs. Geschlecht, dasimBres- lau'schen und Brieg'schcn wohlbcgütcrt war. sSinap II. 973- — Gauhe I. 1561- — Sicbmacher II. 51. n. 4. — v. H-s 1. Schiiarff, Kaspar Ludwig, Schultheiß zu Baden in der Schweiz, wurde 1681 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R.) 2- Schnorff. Der Rath des Fürstbischofs zu St. Gallen, Beatus Anton S,, wurde im I. 1704 geadelt. sM. v. M., Erg. 44 l.) 3. Schnorff, Jvh. Bernhard, wurde im I. 1719 geadelt. fM. v. M., Erg. 442. — v. H.s Schnorr v. Carolsftld. Veit Hanns S., Rathsvcrwandtcr zu Schueeberg in Meißen, wurde 1687 mit v. C. geadelt. fv. Hcfncr, bayer. Adel S. l>3. T- 133; sächs. Adel S. 46. T. S3. — Stichs. Wppb. IV. 73. — R. T. A. R. - Kncschke, Wappen IV.) Ichnnrcr, Schnierer, Hanns, des wiener-neustadt'schen Bis- thumö Hofmeister, wurde 1621 geadelt. sN. T-A-R.) ff Ichnürling. Diese jezt nicht mehr vorkommende Familie ist vom großen Kurfürsten von Brandenburg am 7. Dez. 1663 mit einem AnerkenuungSdiplom versehen worden. fPreuß. Wappcnb. IV. 53. — Siebmacher V. 334.) Joh. S. v. Aweydcn wurde am 18. Mai 1579 von Kaiser Rudolf II. geadelt. Am 11. März 1652 erfolgte für den Enkel Friedrich S. kais. Bestätigung. Seßhaft in Preußen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 390. III. 340.) Ichnurbcin, Balthasar, ein Augs bürg er, wurde im Jahre 1697 von K. Leopold in den Adelstand, ein Enkel, der k. poln. und kursächs. geh. Kricgsrath Gottfried S., aber am 10. Juli 1741 in den Frciherrnstaud erhoben. sNanft, gcncalog. histor. Nachr. 34. Th. 973. - v. Lang 231. - Zedier XXXV. 616. — Bayer. Wppb. IV. 6.) Die Familie ist verschieden von Schnorbein, gen. Hof. fv. Hcfner, bayer. Adel S. 56. T. 59. — v. H.) Schobclin, eine Württemberg. Familie. sSattler's Beschreib, des H. Württemberg II. 213. — v. Meding III. n. 744.) In Württemberg kommt dieselbe nicht mehr vor. v. H.) Schobcln v. Zchobelhouscii. Der Major:c. Karl Friedrich Edler v. S. wurde im I. 1819 mit obigem Beinamen in den Ritterstand erhoben. fKncschke, Wappen IV. — M. v. M., Erg. 204. — v. H.) 1. Schober, eine schlesische Familie, die im Jahre 1688 vorkommt, und welche sich auch im Oesterreich ischen, aber mit mehreren verschiedenen Wappen, befindet. Wolfgang S., der Arzncikunde Doktor, und sein Bruder Gotthard S., wurden 1560 geadelt. sSiebmacher. — v. Ledebur II. 391. III. 340. — N.T. A.N. - Sinap II. 974. — Gauhe II. 1038. — v. H.) Wappen des schlcs. Geschlechts: Qnergethcilt, oben ein doppelköpfiger Adler, unten schräg gegittert- 2. Schober, Franz, wurde 1801 geadelt. Er stammte aus Wien, war k. schwed. Hofrath, in der schwed. Provinz Schonen angesessen. Die Familie ist am Erlöschen. lv. Hefner, sächs. Adel S. 46. - R. T. A. R.) - Schö 3. ff Schober v. Eichenstem, ursprünglich ingolstädt. Patrizier. Georg S. hat den Adel von Kaiser Karl V. um 1540 erhalten. Wappen: Durch einen s. Sparren von B. und R. getheilt. Auf den Seitenlinien des Sparrens liegen 4 Lilien in wechselnden Farben, sv. Hefncr, ff bayer. Adel S. 25. T- 21.) Schobcrg , eine schlcs. u. bö h m. Familie, die aber in Schle - sien im I. 1713 ausgestorben ist. )Rcdel, sehcuöw. Prag. — Sinap II. 975. — Gauhe II- 1039) Melchior Hcinsch erhielt am 15. Dez. 1560 den böhmischen Adel mit dem Beinamen v. Schobcrg. sv. Ledebur II. 391. s Die Brüder Joh. Michael, Joh. Mathias u. Franz Josef S. wurden im I. 1712 in den Freihcrrnstand erhoben. fM. v. M., Erg. 98. - v. H.) Schobiiigcr, Bruder und Vetter, wurden 1623 geadelt. fR. T. A. R.) ff Schoderstädt, eine nicdersächsische, im Branuschwcig'- schen wenigstens ausgestorbene Familie, die im I. 1196 in Urkunden vorkommt. sPfeffinger, braunschweig-lüneburg. Hist. II. 976. — Zedier XXXV. 624. — Lüdersen's Samml. — v. H.) Schöbet und Uofenfcld. Diese sind im Breslau'scheu und Magdeburg'schen wohnhaft und wurde Georg S. v. R. am 11. Juni 1670 geadelt. sLucä, Schlesien's curicuse Merkwürdig!.— v. Ledebur II. 391. — v. H. ^ Zedier XXXV. 626.) Schöfncr o. Griiiithoi. Der Hauptmann Josef S. wurde im Jahre 1789 mit v. G. geadelt. fM. v. M., Erg. 442. — v. H.) 1. ff Ichölcr, Schüller, Schöller, ein berg. Rittergeschlecht; es führte einen oben und unten gezinntcn schw. Querbalken in G. und erscheint im 13. Jahrh. Es mag im Anfange des 13. Jahrhunderts ausgestorben sein. fFahne I. 392, wo die Stammtafel aufgeführt ist; II. 131.) Dasselbe Wappen, wie Joh. Friedrich Wilh. v. S. sv. Ledebur II. 392. — Siebmacher IV. 163.) 2. Schüler, Johann Friedrich Wilhelm, Jngcnieurkapitän, nachmaliger General, geb. 1732 zu Homburg, gestorben 1317, wurde am 21. März 1769 von K. Friedrich II. von Preußen geadelt. Einer seiner Söhne war Bundestagsgesandter u. General der Infanterie. fPreutz. Wppb. IV. 53. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 391.) Schölls»«», österreichisch. Johann Ritter v. S. war 1835 k. k. Feldkriegskommissär. Vergl. Schöllhammer. Schöll, Friedrich Ludwig, des Erbprinzen von Hesse nkassel Adjutant, wurde 1755 geadelt. fR.T. A.N.) Schöllenbach, s. Oelhafen. 1. Schüller. Der Gubcrnialrath u. Protomedikus S. zu Gr ätz wurde im I. 1817 mit „Edler von" geadelt. fM. v. M. 260. — v. H.) 2. Schöller v. Schöllcrii- Der Sekretär und Erpcditor bei dem Münz- und Bergwesen in Steh ermark, Johann Baptist S., wurde im I. 1760 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.) Schöiihamincr v. Ichölhcim, österreichisch. Karl S. Ritter v. S. stand 1857 als Untcrlieutenant im 45. k. k- Inf. Regiment. Vergl. Schölhaim. ff Schölliihamiiier. Joh. Baptist S. 1585 (ff 1589) Korherr bei U. L. Frau in München. 1. Schö». Diese Familie ist von K. Rudolf II. im I. 1586 in den Adelstand erhoben worden. Das Diplom ist für die Gebrüder Nikodemus, Kristof, Tobias, Jeremias, Wolf und Hanns Schön — Schönst 339 S. ausgefertigt. Aus ihr stammte der Oberpräsident der Provinz Preußen. Die Familie ließ den Adel fallen. Um 1785 wurde derselbe für den Vater des Präsidenten erneuert. Derselbe war Domaincnpächter in Lithauen. iJllustr. Zeit, von 1856. S. >34.- v. Ledebur ll. 393. — v. Zedlitz, f 2. Schön. Der Major beim Generalquartiermeisterstabe:c., Anton S., wurde im I. 1820 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M. 84. - v. H.f 3. Schön v. Lüllingen. Der k. k. österr. Oberlandesgerichts - Rath I. S. wurde 1860 mit v. L. in den rittermäßigen Adcl- stand erhoben- sA. A. Zeit., Nov. 1860.) 4. Schön v. Lorliihthal. Der kais. österr. Hauptmann Josef S. wurde 1340 mit v- L. geadelt. sM. S.) 5. Schön v. Monte Ccrro. Der kais. österr. Hauptmann A- S. wurde 1839 mit v. M. C. geadelt. sM. S.) 6. Schön v. Pcrloshof. Der österr. Ordcnskanzler Josef S. wurde 1338 mit v. P. in den Adelstand erhoben. sM. S.) 7. Schön v. Schönenfcld. Der Waldförster Krist. S. zu Dein eswar wurde wegen 47jähriger Dienstleistung im I. 1765 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.) 8. Schön v. Trcuenuicrkh. Der Oberstlieut. Michael S. wurde im I. 1819 mit v. T. geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.s st Schöna, Schönaw, ein altes meißnisches ausgestorbenes Geschlecht, das auch im Voigtlandc seßhaft war. sKnauth, prodr. Misn. 568. — Zedler XXXV. 631. — v. H.f Schönaich, ein sehr altes ritterliches u. sreiherrlicheö, von den quadischen und ligischen Rittern herstammendes Geschlecht, das am 21. Juli 1700 in den Grafcnstand, im Jahre 1741 aber mit dem Besiznamcn v. Carolath in den Fürstcnstand erhoben wurde. In Schlesien und in der Lausitz hat es sich zuerst, nachher aber auch in andern Ländern ausgebreitet. Ihr Stamm- Haus desselben Namens liegt in der Niedcrlausitz. sSinap I. 148. 11.216. — Genealog, histor. Nachr. 39. Th. 242. — v. Sommcröberg, Sites, rer. Script. III. 315 u. ff. — Henel 497. — Zedler XXXV. 631 —42. — Gauhe I- 1563. — Caspare Dornavil Qucrcus hieroglyphica, et evergetcs chrifllanus, ubi praeclara ill. Schön- aichiorum stirpis dccora cclebravit. — Allgem. gcnealog. u. stallst. Hdb. I. 774. — Vehr 1584. — v. Zedlitz. — Geneal. stallst. Hdb. 65. Jahrg. von 1827 n. f. — Gotha'scher Hofkalender, unter Carolath-Bcuthen. — Taschenb. der gräfl. Häuser. — v. Ledebur II. 393. — Siebmacher I. 50. — v. H.s Schönakcn, s. Montag. 1. Schönau, eine alte adliche und zum Thcil frcihcrrl. Familie in Tirol und in der Schweiz, wovon die Linie in Tirol schon im I. 1356 ausgestorben ist; im Jahre 1156 haben sie den Turnieren in Zürich beigewohnt. sSpangcnberg, Adelssp. II.) Die Familie ist durch ihre seit Jahrhunderten in Besiz habenden Güter Wehr, Nicderdrossenbach, Oefflingen, Wellbach und Obcrsäckingen unter baden'schcr Oberhoheit. Sie erlangte am 2. Mai 1668 den Frciherrnstand. sCast, Adelsb. von Baden. — Schmutz, topogr. Lexikon. — v. Falkcnstcin, nordg. Alterth. Gauhe, Ad. Lex. — Brandis, tirolex Ehrcnkr. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843- S. 301. — v. Ledebur II. 394. n. 1. des Art.) Der Name kommt auch Schön aw, Schönow, Schönow geschrieben vor. W.: Quergctheilt, oben in Schw. zwei g. Ringe, unten in G. ein schw. Ring. sFrhrl. Taschenbuch von 1853 u. f. — v. Hattstein I. 519. III. Suppl. 135. — Siebmacher I. 44. — v. H. — Bucelini stcmmat. IV. — Zedier XXXV. 645.) 2. Schöna«, eine Mecklenburg. Familie. Im 15. Jahrh. kommen die v. Schonouwe noch vor; sie gehörten zur Ritterschaft des Landes Waren. Wappen? sFrankc, Alt- u. Neu-Mecklenburg Vlll. igg. — ». Ledebur II. 395. n. V des Art. — v. H. — Spangenberg. — Zedier XXXV. 645.) 3. Schönau, eine adliche Familie, deren Stammherrschaft bei Aachen liegt. W.: Neun r. Münzen in S. so. Ledebur II. 395. n. II des Art. — Fahne I. 392. — Kindlinger, Samml. mcrkwürd. Urkunden 82.) Rehnardt v. Schonawe lebte 1346. 4. Schönau, in der Mark Brandenburg, zumal in der Zauche um 1375, gesessen zu Derwitz, Alt- n. Nen-Lan- gerwisch, Sedin, Stinken, Wildenbruch, Zauchwitz. Im Jahre 1565 wurde Hanns v. Schlaberndorf mit Joachim Schonaw's Lehngütcrn belehnt. sv. Ledebur II. 395. n. VII des Art.s 5. Schönau (mit gespaltenem Schilde, vorn in Schw. Kopf und Hals eines w. Pferdes, hinten in N. ein halber schw. Adler), ein in Preußen zu Pellen angesessenes Geschlecht. Es soll aus Franken stammen, wo ein Geschlecht dieses Namens vorkommt. Ulrich v. Schönow zu Kottau lebte 1397. sKrcysig, Beitr. zur Historie der sächs. Lande I. 62. 63. II. 224. — Siebmacher V. 174. — v. Ledebur II. 395. n. IV des Art.s 6. Schönau, eine sch lesische, besonders im Schweidnitz'- schen und Jauer'schen bekannte Familie, die schon im I. 1422 vorkommt, sv. Ledebur II. 395. n. III des Art.) Der 1819 in den Frciherrnstand erhobene Joh. v. S. gehört einer böhmischen Familie an; er besizt Aicha in Böhmen. Wappen? sv- H- — Sinap I. 833.s 7. Schönau, eine in Böhmen seßhafte Familie, welche von den S. in der Schweiz ganz verschieden ist. Schon 1585 findet man Ernst Bcrnh. v. S. zu Minnitz im saatzer Kreise, welches ihm zugehörte, begraben. Am 27. Jan. 1819 wurde Joh. Ncp. v. S., Besizcr von Aikha und Dalwitz in Böhmen, in den Frciherrnstand erhoben. In den älteren Ancntafcln erscheint zuerst Georg Wilhelm Schön v. Schönau. sM. v. M. 84. — Taschenb. der srhrl. Häuser auf 1849 u. 1353.) 3. Schönau. Luise Auguste Stefanie Behrich wurde nebst ihren Kindern Marie Karoline Luise und Karl Ludwig B. unter dem Namen v. S. am 25. März 1841 in den großherzogl. hessischen Adelstand erhoben, sv. Hefncr, Hess. Adel S. 25. T. 28.s Schönauer v. Licbcnthai. Der Mauthamtskontrolor Franz Sebastian S. zu Ungarisch-Altenburg wurde im Jahre 1778 mit v. L. geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.) Schönliach, s. Döder. Ichönbaur, s. Schaabner. 1. Zchönbcck, eines der ältesten Häuser in der Mark Brandenburg, das sich auch in Polen ausgebreitet, woselbst es Szcmbcck heißt und den gräfl. Karaktcr führt. Den Ursprung dieses Hauses leitet man von einem Gerlach her, der von Karl dem Großen zum Ritter geschlagen worden sein soll, nachdem er die Sachsen hatte überwinden helfen. Das Schloß Sch Lübeck in der Uckermark und das Städtchen Schönbeck im Herzogthnm Magdeburg sollen sie erbaut haben. sOkolkski. orb. Pol. III. 203. - Gauhe I. 1563. II. t782. — Zedier XXX V. 647. — Augeli, Annal. 254. — Biedermann, Geb. I. Verz. - v. H.) 2. Schöuiicck, ein pommer'sches Geschlecht, das auch Schönebecke geschrieben gefunden wird und wol Eines Ursprungs mit 43* 340 Schönb — Schönbe vorigem ist, sowie es fast dasselbe Wappen hat. Sicbmachcr hat, I. 168. n. 13. V. 16N. n. 5, zwei etwas von einander verschiedene Wappen gegeben und v. Mcding, I. n. 776, solche beschrieben. sv. H.s 3. Kchönbcck. Karl v. S., Kanzler des HecrmcisterthumS Sonnenburg, wurde am 1. März 1686 in den Ncichsadelstand erhoben, welche Standeserhöhung der Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg bestätigte, sv. Hellbach, Samml. — v. Zedlitz.sj Da beide vorstehende Geschlechter zum Uradel gehören, so scheint vorstehender Karl v. S. eine besondere Familie zu bilden, oder das Diplom enthält nur eine Bestätigung, sv- Ledebur II. 395 ) 1. Schönbcrg, ehedem auch Schömberg, ein sehr altes Geschlecht, das seinen Ursprung von denen v. Bellmont hat, die im I. 588 auS der italien. Provinz Tuscia oder Toskana sich in Granbündten niedergelassen, darauf sich mit verdeutschtem Namen Sch. nach Deutschland, besonders zuerst nach Hessen begeben. Mehrere Schriftsteller lassen sämmtliche v. schönberg'schc Familien in Deutschland w. von diesem Geschlcchte abstammen. Inwiefern solches gegründet ist, muß dahingestellt bleiben. Da es übrigens aus Mangel an bestimmten Nachrichten nicht wol ausführbar ist, die verschiedenen Familien v. S. besonders zu behandeln, so läßt man solche in diesem Artikel zusammen folgen. sNachrichten von mehreren schönbcrg. Familien geben! Buddäus, allg. histör. Lexikon, Art. Schönberg. — Ganhe I. 1566-1620. — Zedier XXXV. 650—754, hat Ganhe besonders benüzt. — Hartmann's Samml.) I. In Hessen ließen sich die Bellmont — nachher Schönberg genannt — am Dicnclstrom nieder, wo auch ein Stamm- Schloß gleichen Namens gelegen ist. sWinkelmann, Hist. des Landes Hessen II. Th. Kap. 12. S. 6138. - Zedier XXXV. 658.s II. st In Böhmen befand sich auch ein adliches Geschlecht v. S., welches Szembora, Schein bera genannt wurde, aber längst schon erloschen ist. sBalbini, Miscell. rcgni Bohemiae p. 73. — Ej. Epitom. Bohem. 405. — Gauhe I. 1613. — Zedier XXXV. 720.s III. st In Brandenburg, wo sie unter die altmärk- Ad- lichen gerechnet werden, von welcher Familie Lorenz v. S. im Jahre 1469 vorkommt, die aber ausgestorben ist. sAngeli, märk. Chronik 232. — Gauhe I. 1572 s IV. st Im Herzogthum Krain, wo ein Stammsiz gleichen Namens 6 Meilen von Laibach gelegen, worauf schon im I. 1264 zwei Brüder, Otto und Arnold, vorkommen. Auch diese sind, und zwar im I. 1416, ausgestorben, und ist ihr Schloß u. Herrschaft an die Grafen und Fürsten v. Auersperg gekommen. iValvasor, Ehre des Hexzogth. Krain Lib. 31. — Gauhe I. 157 Ist V. In Franken, die auch schon im Jahre 1296 auf dem Turnier in Schweinfurt erschienen sein sollen. sMünsteri Cosmogr. p. 1032. — Gauhe I. 157I.s VI. In Mähren, wo sie das Schloß und Städtchen dieses Namens am Flusse Mohrau erbaut haben. sGanhc I. 1618.) VII. In Mecklenburg, wo sie das Rittergut Schönbcrg im Amte Wrcdeuhagcu zu ihrem Rittcrsize hatten. sJnder nobilit. Mcgapol. p. 58. — Gauhe I. 1570.) VIII. In Meißen und Sachsen überhaupt, wo sie schon um das I. 1175 gelebt und spater die Rittcrsize Roth- u. Grün- Schönbcrg erbaut haben. sAlbini, Hist. der Gr. v. Wcrthcrn 70. Desselben mcißn. Chronik 340. — Peckcnstein, Theatr. Saxon. I. 54—58. — Gauhe I. 1582-89. — Zedier XXXV. 663-720. — Sicbmachcr I. 152. n. <2. 164. n. I. — v. Mcding I. n. 764. — Joh. Ch. Crnsii schönbcrg. Ehrensäulc. Görlitz, 1677. 4. 2 Bg. — H. D. v. Schönberg, Alter, Stamm u. hergebrachter guter Ruhm des Geschlecht« v. Schönberg in Meißen. 1679, bei König II. 833—1080. — M- Dan. Hartnaccius fing im I. 1675 das Werk der v. S. an, aber beendigte es nicht. — Abclii Sammarthani Elogium ill. gcntis Schömberg, adncr Sammar- thani Elogiis Gallis doctor. viror. Jen. 1690. 12. p. 233—68, und cum notis I. C. Kransii. 12. 4 Bg. — I. Schultzii Laudatio gentis Schömberg. Chem. 1700. sol. 2 Bg. — Von der francnstein. Branche dieser Herren; in Bahn's Gesch. von Francnstein 36—45. — P. M. Sagit- tarii Splcndor familiae Schocnbergicae. Altenb. 1676. 4. 6 Bogen. — Diplomatar., die Herren v. Schönberg u. das Städtchen Wilsdorf betr.; in Schöttgcn's u. Krcysig's diplomat. u. curicus. Nachlese II. n. 3. 287 — 306. — v. Ncchtritz, Geschl. Erz. I. 56 u. f. Dessen diplomat. Nachr. II. 139—42, die Linie Roth-Schönberg von 1664 — 1667. III. 200-214. — König II. 833-1080. III. 200—214, betrifft allein die meißnischen Linien. — Weinart hat im II. Th. der Litt, der sächs. Gesch., S. 627— 63 l, viele kleine Gelegmheitsschriften ans verschiedene Glieder dieser Familie angeführt. — Ganhe I. 1566—1620. Dieses ist der stärkste unter allen Artikeln seines Adelslerikons. Er hat dabei nicht blos das Manuskript von dem altmbnrg. Kanzler Joh. Dietrich v. S., das dieser über seine Familie ausgearbeitet hat, sondern auch viele andere Nachrichten benüzt. — Zedier, XXXV. 650—754, hat nachher diesen ganhe'schen Art. benüzt u. oft wörtlich nachgeschrieben. — Seifert'« hochadl- Ahnent. 34.s Der K. von Preußen hat 1826 der von dem Major v. S. an Kindesstatt angenommenen Luise Di cdrich den Namen, Stand und Wappen der v. schönberg'schen Familie beigelegt. sM. S.) Joh. Friedrich v. S. wurde am 6. Okt. 1741 vom sächs. NcichS- Vikariat in den ReichSgrasenstand erhoben. Engen Gustav v. S. erhielt am 19. Mai 1836 vom K. von Preußen die Erlanbniß, Namen und Wappen des 1828 erloschenen Geschlechts v. Bibran u. Modlau annehmen und sich Frhr. v. B. u. M. nennen zu dürfen. Aus diesem Geschlechte sind drei Marschälle von Frankreich hervorgegangen, nämlich Kaspar v. S. (gewöhnlich Schoneberg in Frankreich genannt und nicht zu verwechseln mit dem rhein. Geschlechte) ward Graf v. Nanteuil, gest. 1599; dessen Sohn Heinrich v. S. , gest. 1632, und dessen Sohn Karl v. S. , Pair und Marschall, Herzog v. Hallvyn, gest. 1656. sv. Ledebur II. S. 336. III. 340.j Wappen: In G. ein Löwe, der oben roth, unten grün ist. sSicbmacher I. 152. 164. — v. Mcding II. n. 733, beschreibt das gräfliche Wappen. — v. Hefner, sächsischer Adel S. 46. T. 53 (nicht richtig). S. 16. T. 15; preuh. Adel S. 63. T. 81; Erg. Bd. S. 48. T. 30. — Sächs. Wppb. II. 30. - Frhrl. Taschmb. von >862. — v. H.s Ich halte die S. dem Wappen nach für Bastarden der Landgrafen von Thüringen, sv. Hfr.) IX. In Preußen. sGauhe I. 1617. II. 1033. - v. H.s X. st In Ratzeburg, wo sie auch ein Schloß u. Städtchen gleichen Namens erbaut haben, das nach ihrem Abgange die Bischöfe zu Ratzcburg zu ihrer Residenz gebrauchten, welches schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts geschah. (Pet. Bambrocii Hist. von Natzeburg II. 406.— Ganhe I. 1570. — Zedier XXXV. 659.— v .H .s XI. In Schlesien, wo sie Edle Herren v. S. genannt wurden und ein Schloß u. Städtchen ihres Namens erbaut haben, welche beide im I. 1426 von den Husitcn zerstört wurden. sLucä, schles. Chronik 934. - Sinap I. 834-36. — Gauhe I. 1620. — v. H.s 2. st Schönbcrg (in Schw. drei s. Ordenskreuze), an der Eiset zu Schönbcrg oder Beaumont bei St. Vith und Prüm seßhaft. Joh. v. S. war 1581 —1599 Erzbischof und Kurfürst von Schvnbe - Trier. Ausgestorben mn 27. Sept. 1632 mit Philipp Dietrich. Poppo v. S. erbaute 1163 den Stammsiz Schönberg. sZcdler XXXV. 649. 662. 668. — Gaube I. 1581. — v. Ledebur II. 395. u, I. des Art.s 3. f Schönbcrg auf Cglstng und Huglfing, kommen im 16. Jahrh. bereits als adlich vor; im 17. u. 18. Jahrh. waren sie im Patriziat zu München. Anton v. S. starb 1766 als Pfleger zu Vils- hofen. Stammwappen: In R. auf g. Dreibcrg ein Krücken- Kreuz, von zwei f. Lilien beseitet. Iv. Hcfner, st bayer. Adel S. 25. T, 21.s 4. Schönbcrg u. Hannrih. Der snlzbach'sehe Landsasse von H., Joh. KaSpar S., erhielt am 4. Juli 1778 vom Kurf. Karl Theodor von Bayern ein Adelsdiplom mit dem Beinamen v. H. sv. Hemer, bayer. Adel S. 113. T. 138; sackst. Adel S. 15. — Bayer. Wppb, VIII. 59. - v. Lang 537. — v. H.s 5. Schönbcrg mit den Schilde». Dieses Geschlecht, das ein ganz anderes Wappen führt, als die vorgenannten, scheint jedoch einerlei Ursprung mit den S. v. Wesel zu haben, und Otto Hombrecht, der in: I. 1534 gestorben, der Lezte dieses Geschlechts gewesen zu sein. sv. Humbracht 213. — Siebmachcr II. 104. n. 8. — v. Me- ding I. n. 797. — v. Ledebur II. 395. n. II. des Art. — v. H.s 6. ch Schönbcrg aus Wcfcl, Herzoge zu Lein st er, Grafen v. Schömberg oder Schönbcrg n. Mertola, ein rheinländ. Geschlecht, von dem Kuno v. S., der im I. 1272 starb, Burg- Graf zu Schönberg oberhalb der Weser und zu Cochheim war; vielleicht waren sie Eines Geschlechts mit denen v. S. mit den Schilden. Die Familie stammte von einem berühmten Heerführer Karl's d. Gr., ab und starb mit dem Berühmtesten des Stammes, mit dem Marschall v. Schömberg, Sohn des Grafen v. Schömberg und der Lady Dudley, der in der Schlacht am Boyne in Irland fiel, am 1. Juli 1696 aus. Die Stamm- Burg liegt bei Ob er Wesel. fBuch der Welt. 1844. S. 97.s Wappen: In R. ein bl. Schildchen, über welches 8 g. Lilienstäbe gelegt sind, verbunden durch einen Ning. DaS Wappen des Grafen v. S. enthält eine Vereinigung des tricr'scheu Geschlechts v. S. und der v. S. mit den Schilden und findet sich im Wappen der Grafen v. Degenscld-Schomberg wieder, fv. Humbracht, Tab.212 n. f. — Siebmachcr I. 31. 122. n. 13. — v. Hattstcin I. 520. — v. Meding I. n. 765 u. f. — v. Ledebur II. 395. n. II des Art. — v. H.s Schönbcrg, s. Slingelheim; Springer. Schönberger, A., österr. Fcldmarschalllieutcnant, Ordensritter, wurde 1866 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A. Zeit., Aug. I860.s 1. Schönborn, ein ans dem Westerwaide stammendes rheinländ. Geschlecht, ans welchem Enchar v. S. schon im I. 1186 als Ritter vorkommt. Die verschiedenen Linien haben verschiedene Wappen, jedoch mit Beibehaltung dcS Stammwappcns: In R. drei s. Spizen, worauf ein g. Löwe schreitet. Das reichsgräflich- schönborn'sche Hans gehörte zu der fränk. Grafenbank und besaß wegen der Reichsgrafschaft Wicscnthcid, welche sie als eine Herrschaft im Jahre 1761 durch Heurath einer hatzfeld'schcn Erbtochtcr erwarben, und hatten auch die Herrschaft Reichels - berg in Franken. Paul Erwin v. Schönborn wurde im Jahre 1663 in den Freiherr»-, Melchior v. S. mit dem ganzen Geschlechte am 5. August 1761 in den Grafcnstand erhoben und erbte von Franz Anton v. Buchheim im Jahre 1718 Namen, Wappen n. das Erbtruchscssenamt in Oesterreich. In Mainz - Schönbu Z4i waren sie Erbschenkcn und in Würz bürg oberste Erbtruchsesscn. Aus diesem Geschlechte waren drei Kurfürsten und Erzbischöfe zu Mainz und drei Bischöfe zu Würzburg entsprossen. sJmhof, notit. proc. Lib. 8. c. 10. — Humbracht, Tab. 201 u. s. — v. Hoheneck II. 382 u. f. — v. Hattstein I. 511. 518. — Hübncr III. T. 698. — I. P. de Bannitza, Pr. de insignibus rev. et Ccls. N. I. PrincipiS Friderici Caroli ex comitibus de Schocnborn. Würzeb. 1736. — Gauhe I. 1620 u. f. — Zedier XXXV. 757—63. — Biedermann's Grafen Tab. 100-109. — Salvcr 474. 545. 594. 615. 647. 693. 657. 698. 712. — Allgem. geuealog. Hdb. I. 776—79. - v. Lang 71. — v. Schönfeld, Ad. Schemat. I. 103 — 10. — Gotha'schcr gencal. Hofkal. von 1825. S. 175. — Gencal. stallst. Handb. 65. Jahrg. 1827 n. f. — Haase, Gesch. des Slaveulandcö an der Aisch 333. — Schmutz III. 506. — Siebmachcr I. 133. V. 89. — v. Hefner, Hess. Adel S. 25. Taf. 23; nassaucr Adel S. 3. T. 3; bayer. Adel S. 21. T. 15; Erg. Bd. S. 9. — Kncschke, d. Grafenh. — v. H.s 2. h Schimborn, auch Schimborn, zu Schönbrunn bei Görlitz seßhaft gewesen im 14. Jahrh. Im Jahre 1593 ertheilte Kaiser Rudolf II. dem Geschlechtc S. bei Görlitz einen Wappenbrief. Man glaubt, daß dieß Geschlecht nur ein Zweig der Familie v. Grvßdorff gewesen sei. sv. Ledebur II. 398.s W.: ? 3. Schönborn, eine schles. Familie, die ihre Güter im Fürsten- thnme Sagau hat, und welche den Georg S-, einen bekannten Nechtsgclchrtcn, auch Kanzler bei den Grafen Schaffgotsch und SindikuS zu Glogan, inglcichcn k. Fiskal in Schlesien, der im I. 1629 in den Rittcrstand erhoben wurde, zum AnHerrn hat. sSinap II. 977. - Zedier XXXV. 755 u. f. — Gauhe I. >622. — v. Ledebur II. 398. — v. H.s Wappen? 4. Schönborn. Der Kaufmann Martin S. zu Graudenz, Bestzer der Herrschaft Oström etzko, wurde 1812 durch König Friedrich August von Sachsen als Herzog von Warschau geadelt und diese Standeserhöhnng 1829 von Preußen anerkannt. W.: In B. ein g. Springbrunnen, ans welchem zwei Wasserstrahlen hervorgehen; auf dem gekr. Helm ein wachsender Mann mit einem Becher in der Rechten, aus welchem Wasser fließt. In West- Preußen seßhaft, sv. Ledebur II. 398.s 5. Schimborn, Schönborski, im Marienwcrder'schen angesessen. Wappen? sv. Ledebur II. 398-s Schönbruiui, s- Schönprunn. 1 Schönbüchlcr zu Schonbüchcl. Hanns S. lebte 1447; mit Sigmund v. S. ist das Geschlecht 1526 erloschen, sv. Hcfner, st bayer. Adel S. 6.s Ichönbühcl, Grafen, welche die Herrschast Monsberg in Stcyermark besaßen. sSchmntz III. 566. — v. H.s 1. Schönburg, ein sehr altes, in Sachsen, Bayern, Böhmen u. Preußen begütertes Geschlecht, das am 7. Aug. 1766 in den Grafen- und die obere Linie desselben im I. 1796 in den Fürstenstand erhoben worden ist. Der Stammvater aller Herren, Grafen und Fürsten dieses Hauses war Hermann v. S., der zu Glaucha rcsidirte u. im I. 1182 das Kloster Geringö Walde ^ stiftete. sJ. M. Sagittarius, de splendore familiae Schoenburg. Altenb. 1676.4. — Jmhof, not. proc. Lib. 6. c. II. — Bilderbeck'ö Reichsst. Neueste Aufl. 1235. — M. Scb. Anger's Jnsiguia Schoenburgica de- clarata. Deutsch. Altenb. 1678. sol. — I. Vogel's schönburg. Stamm- Negister ans dem schönburg. Archiv, guten Historicis n. in eig Wissenschaften von 930—1663 zusammengetragen, in Krcysig'S Beitr. zur Hist. der sächs. Lande, III. 69 — 90, mit einer gen. Beschreibung. — F. L., Anzeige einiger Materialien zur histor. stallst. Publizist. Kenntniß d. Hauses Schönburg, in Meißen's Museum für die sächs. Gesch. II. B. 2. St. S. 143—76. — Hübner's Genealogie II. Taf. 653—60. — C. A. Rcdclii Collcctanea. - Zedler XXXV. 766-77. - Allg. geueal. Hdb. I. 779 342 Schönbu — Schönf — 783. — Avcmann 223. — Masch 154 n. f. — Gotha'scher gcnealog. Hofkalcndcr von 1826. — F. Geycr'S Historie von der schönburg'schen Familie, Mspt- — Genealog, statist. Handb. 65. Jahrg. 1827 u. s.— v. Zedlitz, Ad.Lex. — Diplomat. Jahrb. für den prcuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 57. 1843. S. 276. — v. Hefner, sächs. Adel S. 5. T. 4. — Stichs. Wappenb. I. 9. 44. - v. H.f W.: In R. zwei s. Linksschrägbalken. fSicbmachcr l. 31. III. 21. — Kncschkc, d. Grafenh. — Christ. Schneiden Stcmma Schocnbnrg. Mspt.f 2. f Ichönlnirg, Schonenburg, Schönenbürg, ein rheinländ. Geschlecht, auch „mit den drei Kreuzen" genannt, das schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts vorkommt, und dessen Lczter, Philipp Dietrich v. S., im Jahre 1632 gestorben ist. W.: Drei s. Kreuze in Schw. fv. Hattstein I. 52l. — v. Hnmbracht, T. 211. — Siebm. I. 123. n. 3. — v. Meding I- n. 768. — v. H.f 1. f Schöncliccii, sonst Gumünde, ein vorlängst ausgestorbenes Geschlecht, das ehedem das Erbfrohncnamt, auch im I. 1566 das Erbkämmereramt im Bremen'schcn erhalten hat. jKöhler, von Erb- landhofämtern 62. 66. — Mußhard, Theatr. nobil. Brem. 420. — Zedier XXXV. 647. - Gauhe I. 1561. — Siebmacher I. 186. n. 10. — v. Meding I. n. 769. — v. Ledebur II. 399. III. 341. — v. H-f Wappen: In B. ein geharnischter s. Arm, der einen Ring hält. 2. Zchänclicck. Franz Aug. v. S., k. bah er. Kontrolleur, wurde 1825 in die bayer. Adelsklassc eingetragen. (Das Wappen ist ganz verschieden von jenem der pommer'schcn Familie dieses NamenS. sv. Hefncr, bayer. Adel S. 113. T. 138.f Ein Mehrere« weiß man nicht anzugeben. Schönebeck, s. Müllern. Schönebecke, ein pommer 'sches, von Andern zum sächsischen Adel gerechnetes Geschlecht. (Micrälius 526. — Siebmacher I. 168. n. 13, wo er es zum sächsischen, und V. 160. n. 5, wo er es mit mehreren: Grunde zum pommer'schcn Adel rechnet. — v. Meding I. n. 770. — v. Ledebur II. 338. — v. H.f Schöneck, ein rhcinländisches, zwischen 1664 und 1546 vorkommendes Geschlecht, von dem die Lezte, Margaretha v. S., im Jahre 1572 starb, worauf die v. Stein an der Lohn dessen Geschlechtswappen zu dem ihrigen mitangenommen haben. Es soll auch unter den meißnischen n. thüring. Adel gezält werden. sv. Hnmbracht. Taf. 283. — Gauhe I. >623. — Knauth, prodr. Misn. — Zedier XXXV. 788 n. s. — Sicbmacher V. 127. n. II. — v. Meding I. n. 771. — Fahne 1.393. II. 132. — v. Ledebur II. 338. — v. H.f Zchöncfelb, eine preuß. Standescrhöhung. sv. Ledebur II. 399. — Prcuß. Wppb- IV. 53 .f Wann und wer? Schöncgg, s. Raumschüssel. Ichöncinnrk. Der Obcrstlieut. w- Ludwig v. S. wurde im Jahre 1816 in den Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M. 84. — sv. H.f Möchte wol zu Schöner mark gehören. f- Ichönenberg, ein mit Gottschalk v. S. im 17. Jahrhundert erloschenes mecklenbnrg'sches Geschlecht, das schon 1323 in der Altmark vorkommen soll. sv. Meding I. n. 772. — v. Ledebur II. 399.f Wappen: In B. drei schrägrechts übereinander gestellte g. Sterne und darunter drei gr. Hügel, sv. H.f Schönerer, M., Verwaltungsrath der privil. Kaiserin Elisabeth- Westbahn, Ritter des Ordens der eis. Krone, wurde 1861 in den rittermäßigen österr. Adelsstand erhoben. sA. A. Zeit., März 1861.s 1. Schöncrmark, eine der ältesten Familien in der Mark Brandenburg, die unter Heinrich dem Vogler im Jahre 926 dahin gekommen, als die Wenden daraus vertrieben waren. sAngcli, in Chron. March. — Gauhe II. 1787. — v. Hagen, Beschreibung des Geschlechts v. Stechow S. 24. — v. Meding I. n. 533.f Wappen: Ein gr. Wasserrankengcwächs mit vier w. Lilicnblüthen. sv. Zedlitz. — v. Ledebur. — v. H.f 2. Ichöliernuirk. Der Lieutenant der Artillerie zu Berlin, Georg Friedrich S., erhielt von K. Friedrich II. von Preußen am 16. Sept. 1786 die Erneuerung und Bestätigung seines Adels. Auch sein Bruder Karl Heinrich S., Lieutenant, hatte am 36. Mai 1768 ein Ancrkennungsdiplom erhalten. Der Vater war der k. pre u ß. geh. Obcrrcchnungsrath S., der angeblich zu dem alten Gcschlechte dieses NamenS gehörte (was von Andern bestritten wird) und im I. 1744 aus braunschweig'schen in preußische Dienste überging. Einer seiner Söhne begab sich in ö st erreich. Kriegsdienste und erlangte im I. 1815 die frhrl. Würde. Das altadliche Geschlecht dieses Namens soll 926 mit Kaiser Heinrich dem Vogler in die Mark Brandenburg gekommen sein, als derselbe die Wenden von dort vertrieben hatte. Das Stamm- Haus lag in der Prignitz, wo die Familie vom 14. bis 16tcn Jahrhundert unter die Stadtgeschlcchter zu Ruppin, Wusterhausen und Kyritz gehörte. Mit Melchior Jochcm v. S. soll sie um 1687 erloschen sein. W.: Ein gr. Wasscrrankengewächö mit vier Lilien. sFrhrl. Tascheub. v. 1861. — Angelus, Chronik der Mark Brandenburg. — Gauhe II. — Prcuß. Wppb. IV. 54. — v. Ledebur II. 339.f 3. Schöncrnmrk. K. Friedrich Wilhelm III. von Preußen erhob im I. 1816 den Oberlandesgerichtsrath Kaspar Heinr. S., geb. zu Bechlin in der Provinz Brandenburg, in den Adelstand. Er starb als Chefpräsident in Posen. W.: Ein Windspiel. sv. Zedlitz. — Preuß. Wppb. IV. 54. — v. Ledebur II. 399.f Wappen ganz verschieden von denen der brandenburg'schen S ch ö n c r m a r k. 4. Schönminirk, Joh. Will). Jul., prcuß. Ulancnmajor, erlangte 1857 den preuß. Adel. Wappen? sA. A. Zeit. ». 1857. — v. Ledebur III. 34l.f 1. Schönfeld, Schonnefeld, Schönfeldt, ein sehr altes, berühmtes Geschlecht, das sich in Schlesien, Meißen, in der Lausitz, in Böhmen, Franken, Schwaben und Thüringen verbreitete. Poppo v. S. erscheint 1119 als Zeuge in einer Urkunde des Klosters Michaelifeld. Von 1326 an, wo die Familie das Städtchen Nadeberg w. in Meißen erlangte, wendeten sich viele Mitglieder nach verschiedenen Gegenden. Aus der wachau'- schen Hauptlinie erhielt Johann Siegfried 1764 die Reichsgrafcn- Würde und das Erbtrnchsesseuamt in Bamberg 1716. Im Jahre 1776 erlosch diese Linie und Wachau n. Radebcrg fielen an die Söhne des verstorbenen schwarzburg-rudolstadt'schen Hofmarschallö Johann Friedrich v. S. zu Kochberg, Besizer von Reschwitz. Von dieser w ach au-koch b erg - r cschwitz er Linie leben in Bayern, Schwarzburg u. Ungarn vier Mitglieder (1836). AuS der wachau-steinborn-löbnitzer Linie wurde dem älteren Zweige von Löbnitz 1783/8 die Reichsgrafenwürde ertheilt, wahrscheinlich in der Person des sächs. Ministers Johann Hilmar Adolf v. S. am wiener Hofe. Im 16. Jahrhundert begab sich ein Zweig der wachaner Linie auch nach Hessen. Ein anderer Hanptast wendete sich nach Böhmen, erhielt die Ritter-, die Freiherrn- u. 1678 die Grafcnwürde daselbst. Diese Schönf — Schöm 343 gräfliche Linie ist ausgestorben; eine Seitenlinie begab sich nach Schlesien. Ein dritter Hanptast kam nach Schweden, erlangte die Grafenwürde, ist aber längst abgegangen. Jeder dieser drei Aeste führt ein verschiedenes Wappen. So weit v. Zedlitz, Adels- Lcxikon. Da aber leztcrer Schriftsteller sehr geneigt ist, Familien, welche einerlei Namen führen, von ein- nnd demselben Stamme herzuleiten, so könnte cö wol auch möglich sein, daß die angegebenen drei Hauptästc, welche drei verschiedene Wappen führten, auch drei Familien verschiedenen Ursprungs waren. Das Wappen des ersten oder wachauer Astes ist ein schräglinks gelegter schw. Ast im g. Felde; auf dem Helme 9 schw. Hahnenfeder»; jenes des zweiten AsteS ist ein Schild, der einmal senkrecht und sechsmal guergethcilt mit wechselnden Farben, g. u schw.; auf dem Helme 9 schw. Hahnenfedern; der dritte oder schwcd. Hauptast führte zwei schw. Querbalken im gold. Felde; auf dem Helme 9 schwarze Hahnenfedern. sTaschcub. der gräsl. Häuser auf 1837 u. f. — Die Württemberg. Wappcnbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Ledebur II. Zl>9, der — sicher mit Recht — drei verschiedene Geschlechter aufführt. — Kncschke, deutsche Grafcnhäuser. — Biedermann, G. Tab. 224 — 227; Rh. u. W. I. Vcrz. — v. Ncchtritz l. Taf. 14. 84. gg. — König III. 966—94. — v. Hattsteiu II. 317-18. — Neues genealog. Hdb. v. 1778. S. 376. — Sachs. Wppb. V. 6. 85. — v. Hefuer, sächs. Adel S. 47. Taf. 53; bayer. Adel S. 113. T. 138. — Glelchenstcin n. 81. — Brückner III. 7. St. 63. 71. — Albiui, Hist. der Gr. v. Werthern 79. — Peckenstein 126. — Gauhe I. 1624 — 27. II. 1051. — W. E. Tcnzel, Beschr. d. Gcschl., ein Mspt. — Lucä, Grafensaal II. 632. — Zedier XXXV. 802- 17. - Allgem. genealog. u. statist. Haudb. I. 783. - Siebm. I. 144. n. 1. — v. Meding I. n. 774. — Tyroff I. B. 3. Ausg.f Der sürstlich schwarzburg-rudolstadt'schc Hofmarschall Johann Friedrich v. S. erwarb im I. 1736 das Rittergut Reschwitz. sv. Lang. 538. — v. H.f 2. Schönfttd, Geschwister, Karl, Unterlieutenant, und Franz Thomas, Mitvorstehcr der garel. Bibliothek, Josef, Fändrich, Maximilian Leopold und Emanucl, wurden im I. 1778 in den Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 442.^j 3. Schönfttd. Der Buchdrucker Joh. v. S. zu Prag erhielt im I. 1787 die Bestätigung seines Adels mit „Edler von". Zu welcher der verschiedenen v. schönfeld'schcn Familien derselbe gehört, kann man nicht angeben. sM. v. M. 269. — v. HI 4. Schönfttd. Im Mecklcnburg'schen gab es zwei verschiedene Geschlechter v. S.; wenigstens haben beide ganz verschiedene Wappen; beide aber gehören unter die abgegangenen Geschlechter, sv. Meding I. n. 775 u. f.sj DaS eine führte eine Sonne, das andere in S. einen schw. Balken im Schilde. Schönfttd nuf Otting und Fünsstctt, f. Otting. Schönfttdcn n. Schönfttdmi- Der Kontrolor des Dcputirtcn- Amtes in Böhmen, Leopold Adrian S. v. S. wurde im Jahre 1798 in den böhm. alten Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 204. - v. H .f 1. Ichönftldcr. Die Brüder Johann Georg S., Dechant und Pfarrer zu Fischamend, Johann Moriz S., Dr. der Medizin, und Georg Heinrich S., Dr. der Rechte, wurden im Jahre 1739 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 442. — v. H.f 2. Schönfttdcr n. Fcucrsfttd. Der Unterlieut. Anton S. wurde im I. 1813 mit „Edler v. F." geadelt. sM. v. M., Erg. 443. - v. H.f 3. Schönfttdcr v. Schönfttd!. Wilhelm Augustin v. S. wurde am 31. Dez. 1795 in den böhm. alten Rittcrstand erhoben und soll sich seit dem 13. Mär 1798 S. v. Schönwald schreiben. sM. v. M., Erg. 204. — v. H.f Schönfttd!, HicronimuS, kais. Saal- nnd Thürhüter, erlaugte 1595 die Adelswürde. sR. T. A. N.f Hierher wahrscheinlich das Wappen bei Sicbmacher, III. 65.f Ichönftts, eine voigtländ. Familie, deren Stammhaus gleichen Namens unweit Zwickau gelegen, aber längst schon nicht mehr im Bcsize dieser Familie ist. Wilh. v. S. kam im I. 1455 als Gehülfe von Kuntz v. Kauffnngen bei dem unvergeßlichen Prinzen- Raube vor. fGauhe I. 1627. — Siebmacher I. 159. m 11. - Knauth, prodr- Misn. — Müller's sächs. Annaleu 30. — v. Meding l. n. 777. — Zedier XXXV. 818. — v. Ledebur II. 400. — v. ödefner, sächs. Adel S. 47. T. 53. — v. H.s 1. f Schönhnts. Burchardus Sconchals, miles, testis in documeuto quodam burggravii de Magdeburg 1251. sUrk.Buch für Nieders. II. 195.f 2. Zchönhats, österreichisch. Karl v. S. war 1835 Oberst und k. k. Gencraladjutant. Scheint konstantin. Ordens „von" zu sein. i Ichönhiiuft». HeinricuS de Sconhuscn testis in einem walkenr icder Brief 1236. sUrk.Buch für Nieders. II. 152.f st Schönhcim, Nikolaus, ku rk ö l n. geh. Rath und Staats - Sekretär, wurde 1687 geadelt. Der Name wird auch Schön- hain geschrieben. Die Familie scheint erloschen zu sein, da der Lezte, Joh. Arn. Josef v. S., Domherr in Köln war. sv. Ledebur II. 400. — R. T. A. R. — Fahne I. 393.j Schönhcim, s. Stockhammer. Schönhcrr. Der böhm. Laudrath Wenzel S. wurde im Jahre 1819 mit „Edler von" geadelt und 1842 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 443. — v. H.f Schönholdhnuftn, s. Schnellend erg. Schönhotf. Der jubilirte Hofkammerrath Franz Kristof S. wurde im I. 1799 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 204. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 400. — Preuß. Wappeubuch IV. '54. — v. H.f Schönhucb. Der Rath und Kanzler Jgnaz Schönhueber zu Ambcrg wurde vom Kaiser in den Adelstand erhoben und solches von Bayern am 26. Febr. 1692 anerkannt. Die Familie erhielt vom Kurf. Max. Josef III. am 29. Juli 1769 ein Freiherrn - Diplom, sv. Lang 232. — v. Hefuer, bayer. Adel S. 57. Taf. 59; Erg. Bd. S. 19. — Frhrl. Taschenb. v. 1856. — v. H.f Frau Korona v. S. zu Ober- und Unter-Flischbach, ge- borne v. Stau ding, verwittibte Kanzlerin, gibt Gewalt zum oberpfälz. Landtag 1797; ebenso Felix Math. v. S. zu Sixenried, Pfleger zu Donaustauf. Schöning, Scheniug, Schyningen, Sceningcn, Schenighe, eines der ältesten Geschlechter in Pommern und in der Mark Brandenburg, das, nachdem einige Linien ausgestorben, jezt nur in Hinterpommern und in der Neumark ansehnliche Güter bcsizt. Es stammt aus Nieder sachscn, wo, und zwar im Brannschwcig'schcn, die Stadt Schöningen befindlich, deren Gründung sich aus dem 19. Jahrh. datirt. Der Erste dieses Namens, der in Urkunden zu Braunschweig vorkommt, ist Jordanus de S., welcher als Zeuge bei einer Schenkung, die Hermann v. Werberg in der Mitte des 12. Jahrhunderts dem Probst Heinr. v. S. machte, angeführt wird. sv. Falken, Cod. trad. 344 Schöni — Schvnw Corbejens, p. 734 n. in Pommern, wo Kurt v, S, zu Herzog Batnim'ö I. Zeiten, um das I, 1243, großen Namens gewesen sein soll. — Zedier XXXV, 834 — 38. - MicraliuS VI. 373 u. s. - Gauhe I. 1628. II. 1032-56, — Siedmachcr V. 160, n. 2. - v. Mcding I. n, 778, — Hanns Wilhelm v. Schöning'« (k, preuß. Landrath n, Direktor deö ziillichancr KreiscS) nähere Nachrichten über dieses Geschlecht, die zum Druck bestimmt sind. — Lüdcrscn'S Sammlung. — v, Hagen, Beschr. des Geschl, der v, Ilchtcnhagen Tab. V, — v, Ledebur II. 400, III. 341, — Bagmihl QI, — Preuß, Wppb. IV, 54,s Die Familie ist verschieden von einem gleichnamigen Geschlcchte im Braunschweig'schen, welches stammverwandt mit denen v. Nundstädt, v. Lindste dt, v. Eich sie dt ist. sv. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. 18. T. 16,) Wappen: In S. ein aus einem gr. Busche hervorbrechender rother Hirsch, sv. H. — v, Zedlitz.) 1. Schänitz, ein aus Böhmen stammendes Geschlecht, welches sich um 1440 nach Sachsen wendete und Soolgüter bei Halle erwarb. Sein Adel wurde am 15. Juli 1532 von K. Karl V, erneuert, sv. Ledebur II. 402. n. I, des Art, — v. Dreyhaupt, Saal- Krciö Taf, XXIX.s 2. Schänitz nnf Klcinklodcn Landesältcster, Hauptmann, wurde am 15- Oktober 1840 mit Beschränkung von Preußen geadelt, sv. Zedlitz. — Diplomat, Jahrb. für den preuß, Staat 1841, Abth, 2. S. 118. — v, Ledebur II. 402, n II, des Art, III, 341,) Wappen? Schönkirchcn, vormals Schneideck, Schneibcck, Schncidpcck und Schnaypeck, ein östcrr. frciherrlicheS, zulezt grast. Geschlecht, das im I. 1566 von K. Maximilian II, die Erbthürhüterstelle von Oesterreich erhielt. Zuerst findet man es im I. 1387 in Urkunden. sGanhe I, 1629. — Siedmachcr I. 33. n, 4. — Bucilini stemmat. III. — Brandis, tiroler Ehrenkr, n, 51. — Svcner, histor, insign, p. 524. — Wurmbrand, Collect, p, 53. 321. — Zedier XXXV. 839 u. f. — Hartmann's Sammlung. — v. Mcding ll, n, 794,s Der Freiherr Franz Josef v. S. wurde am 16. August 1716 in den böhnr. Grafenstand erhoben. sM, v, M., Erg. 29. — v. Ledebur II, 402. — v. H-s Schönkirchcn, s. Grnndey. Schönlebcn, Der k. Oberst Heinrich Pankratius S. und Sebastian S., des röm. Stuhls Protonotar, wurden von K- Maximilian I, im I. 1490 in den Adclstand erhoben und stammen ursprünglich auö Ungarn, auch waren Einige von ihnen in Schlesien seßhaft, besonders aber lebten Mehrere in u. um Freiberg in Sachsen und waren beim Bergwesen mitangestcllt. Gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts gab K. Fcrd. III. dem Jonas v. S. ein vermehrtes Wappen, von dem das freihcrrliche verschieden ist, welches der im Jahre 1687 vom König von Schweden in den Freiherrnstand erhobene Joh. Benedikt v. S. erhielt, sv. Mcding II. n. 795—97, — Beckmann's anhalt, Hist. VI, 263 u, f, — Knauth, prodr, Misn, — Gauhe I, 1629, II, 1783. — Möllcr'S freiberg, Chronik — Zedlcr XXXV. 840 n. f. — v. Ledebur II. 402. — v. H.) Schönli», österreichisch. Max, Sigmund v. S. stand 1857 als Kadet beim 42. k, k. Inf, Regiment. Schönn v. Jebönnnli, in den kaiscrl. Erblandcn; im I. 1737 werden zwei Brüder v. S. ans dem Calcnd. S. Adalb. aufgeführt bei Zedier, XXXV. 847. sv. H,) Zchönnickcl, ein meißnisches Geschlecht. IKnauth, prodr, Miön, 572. — Zedier XXXV, 845, — v, H-) Schönowih ». Ungcrswcrth inid Aölcrölöwcn, oder Ichönowctz, ein böhm, Geschlecht, wovon Mehrere aus dem Calcnd. S- Adalb. angeführt werden. Paul Schön owetz, Bürger zu Ig lau in Mähren, ursprünglich auS Ungarn, wurde 1557 mit v. Un- gcrswcrth geadelt. Sein Enkel Aug. Ernst wurde am 27. Jan. 1675 mit dem wciterercn Beinamen v. Adlcrslöwcn in den alten böhm. Nittcrstand erhoben. sZedlcr XXXV. 846.) Der Kreiskommissär Thaddäus DiSmaS S. v. U, n. A. wurde im Jahre 1743 in den b öh nr. Frciherrnstand erhoben sM. v. M,, Erg. 98.) und Johann Franz S. v. U. u. A. wurde ebenfalls im I. 1765 Freiherr. sTaschcnb, der frhrl, Häuser auf 1849 n, f, — M. v, M., Erg. 99. — v. H ) Ichönowsky v, Schönwicsc, Bernhard Lorenz, wurde am 15. Febr. 1712 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. Lcdcb. II. 402. III. 341.) In Schlesien seßhaft, sv. H.) Ichönpflug v, Gninlistnkcrg- Der rcsignirte Nathömann Ferd. Jgnaz S. zu Prag wurde im I. 1722 mit dem Beinamen v, G. in den böhnr. Adelstand und der Rath des Obcrstbnrggrafenamtes, Anton Karl S, v. G. zu Prag im I. 1743 in den böhmischen Rittcrstand erhoben. sM. v. M,, Erg- 204, 443. — v, H,s Ichönpcnnii, eine alte, schon im I, 1267 vorkommende Familie, aus der in dem gedachten Jahre Heinrich v. S. Kanonikus zu Frei sing war. Der Oberstwachtmcister Isidor Heinr. v. S. erhielt vom Kurf. Max. Euranucl am 9. Mai 1699 ein Freihcrrn- Diplom. sv. Lang 232 n, f, — v. Hefner, daher, Adel S, 57, T, 59; Erg, Bd. S, 19. — Taschenb. der srhrl. Hänser auf 1858, — v, H.) Schönpiitzlcr, HannS, wurde 1610 geadelt, sN. T. A. R.) Ichönstött aus Nuchmcisjäors und Nötcnbach, Der kurbayer. Rath und adliche Landsasse Joh. Andreas v. S,, aus dem eger'- schen Gebiet stammend, erhielt am 3. Juni 1697 von K. Leopold ein Frciherrndiplvm. sv. Hefncr, baycr. Adel S, 57. T, 59. — v, H. — v. Ledebur II. 403. — Bayer. Wappenbuch IV. 7. XVI. 47. — v. Lang 232) f Schönstem, vorher Stenn genannt, eine bah er. Familie, die zwischen 1019 und 1572 vorkommt. sWig. Hund II. 86 n. f., der auch ihr Wappen in Kürze beschreibt. " v. H,) Schönstntt, s. Milch lingen. Schönstem, s. Nagel. Schönstct. Diese haben ihren Namen vom Schlosse Schön- stet, kling er Gerichts in Bayern, und waren Erbkammermeistcr des Klosters Rott am Ahn. Sie kommen zwischen 1080 und 1584 vor. sW, Hund l. 329 n, f. — Ganhe l. I63l. - v. H.s Schönstcttcn, s. Schleich. Schönten»! v. Därcnwnlö, östcrrcichichisch. Franz S. v. B. stand 1857 als Rittmeister beim 8, k. k. Drag, Regiment. Schönttznt, österreichisch. Ernst Edler v- S. war 1835 k- k- Hofkriegökonzipist zu Wien. Schönttzni, s. Zadnbsky. Schönwnld, s, Raab; Schalettari. Schönwaldc, Dieses Geschlecht hat ehedem Schönfeld geh eißen und sich nach seinem in Schlesien gelegenen Gute Schönwalde (jedoch vor dem I. 1313) also benannt. sSinap I. 836. — Siebmacher I, 66. n, 2. — v. Mcding I. n. 779. - v, H.s Schönwct, s. Heiter. Ichönwcttcr, österreichisch. Josef v. S. war 1835 k,k. Kasse- Offizier zn Wien. 1. Schönwicsc, ein ostpreuß, Geschlecht. W-: wie Reuten, sv. Ledebur II, 403. III. 341.) 2. fi Schönwicst, ein ausgestorb. Geschl, in Preußen, W,: ? sv. Ledebur II. 403.) Schönw — Scho 345 Schönmicft, s. Schönowsky. Ichöpftnbrunii, st Drerlcr. Schöpft, Johann Heinrich, erlangte 1765 den Adelstand. (R- T. A, R.i 1. Schöpsscr, Hektor Theodos, Johann Joachim und Konrad Justus, Gebrüder, in Mecklenburg, wurden 1751 geadelt. » Hefner, Mecklenburg. Adel S. 18. — R> T A. R.s 2- Zcköpffcr aus Elarcnlmuni, Klareubrunn. Diese waren von Lana in Tirol gebürtig, wo sie lange Zeit zuvor erbliche Richter waren, che sie im I. 1516 ein Wappen und am 13. April 1651 vom Erzherzog Ferdinand Karl einen Adelsbricf erhielten, welchen K. Karl VI. den Brüdern Thomas, Josef und Ferdinand v. S. am 13. April 1728 bestätigte. Franz Xaver S. v. K. starb zu Salzburg, 63 Jahre alt. Seine Frau Anna, geb. Paurn- feind v. Eist, st 1809. fv. Lang 538. - M, v. M., Erg. 443. - Bayer. Wppb. VIII. 60. — v. H. - O. S .s Schöppiiigk, ein altes west seil- Geschlecht; den Namen S. führt dasselbe von dem Städtchen Schöppingen im Münster'- schen. Jvh. op den Hamm, gen. S., erster Freiherr, ließ sich 1199 in Kurland nieder; die ältern Glieder des Geschlechts erscheinen im 12. Jahrh. in ihrer Heimath. sFrhrl. Taschenbuch v. 1859.s Schöps v. Löwciicck, s. Löweneck. Schör v. Eiigenlmg, Der kais. österr. Obcrstlieut. Ernst S. wurde 1829 mit v. E- geadelt. sM. S.s Schürdt, Schört, Brustart, Oberst der Artillerie, wurde am 5. Juni 1661 in den Neichsadelstand erhoben, welche Standes - Erhöhung vom Kurf, von Brandenburg am 14/24. Jan. 1670 anerkannt wurde, sv. Ledebur II. 391. III. 340. - R. T. A. R .s st Schörlin. (Drei Widderhörncr.) Heinrich S., Schultheiß zu Basel, 1308. Peter S., gen. Kopsentzwi, 1315. Ludwig S., Komthnr des Dcutschordens zu Basel, 1351. sWnrstisen 140.f Schöriicckh, s. Wildenberg. 'Lchötil v. Schinncr». Der Kanzleidirektor w. Benedikt Anton S. und die Söhne seines Bruders Franz, namentlich Ehrcnrcich, Josef und Karl, wurden im I. 1796 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 243. — v. H.s st Schöhcn, Schöß, ein um das I. 1620 erloschenes Mecklenburg. Geschlecht, wovon der Lezte der noch vor dem I. 1620 verstorbene Matth, v. S. gewesen, sv. Meding II. n. 799. — v. H.s Schicht»;, s. Schütz. st Schötzom, Schotzow, waren 1671 im Bütow'schen angesessen. Wappen? sv. Ledebur II. 404.s Schaff, Dr. Kaspar, korvci'scher Rath, erlangte 1627 den Adelstand. sN. T. A. R.s 1. Ichoilicr v. Eiigclstci». Der Ober- n. Vorgehen der Stahl- und Eisengewerkschaft zu Steher, Johann Jakob S., wurde im Jahre 1728 mit v. E. geadelt. sM. v. M,, Erg. 442. - v. H.s 2. Schocher v. Grciffcnstcrn. Der Eiscnhändler Jgnaz S. zu Steher wurde im I. 1752 mit v. G. geadelt. sM. v. M., Erg. 442. - v. H .s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. 3. Schocher v. Ichmonliurg. Joh. Franz S. wurde im Jahre 1726 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 442. — v. H.s Schokcftvich. Der Obcrstlieut. Markus S. wurde im Jahre 1777 geadelt. sM. v. M., Erg. 442. - v. H.s st Icholcy, Scholleh, eine nieder hessische Familie, deren Stammhaus Malsfeld am Fnldastrome gelegen und welche zuerst in Hess. Kronikcn im I. 1528 vorkommt. Die Familie ist erloschen, sv. Ledebur II. 392. III. 340. — Sicbmacher I. 139. — Zedier XXXV. 964. — v. Hattstein III. 474. — Gauhe I. 1631. — v. H.s Scholcq, s. Lehmann. Scholl. Heinrich v. S., Sohn des verstorbenen österr. Feld- Marschalllieutenants, wurde 1840 in den Freiherrnstand erhoben. sM. S.s Schollcnstcrn, s. Scholtz v. S. Schölte, s. Schulte. Schölten. Der r u s s. Hofrath Konrad v. S. wurde am 6. Mai 1736 als böhm. Freiherr präscntirt. Nach v. Ledebur, II. 392. III. 340, gibt es zwei Familien v. Schölten: I. Ein pommer'schcs Geschlecht, welches in Schw. drei übereinanderliegende Arme mit Triangeln in der Hand führt. sSiebmachcr V. 160.s Dasselbe ist in Pommern und auch in Schlesien begütert. Mit demselben Wappen wurde dem preuß. Obersten v. S. der Adel 1798 erneuert. II. Ein dän. u. Holstein. Geschlecht, welches ein gevicrtetes Wappen führt: 1. Feld in G. ein Ziegenbock; 2. F. in Gr. drei s. Ochsenköpfe; 3- F. in R- ein w. Sack mit Getreide, und 4. F. in G- ein r. Krebs. Noch findet sich ein anderes Wappen eines ho Ist ein er Geschlechts, nämlich 1. u. 4- F. in B. drei g. Sterne, 2. u. 3. F. sechs Querbalken, sv- Zedlitz. — M. v. M., Erg. 99. — v. H.s 1. Schölts. Wolf Scholz, bicberstcin'schcr Kanzler, wurde 1583 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.s 2. Icholh. Ambrosius Scholz, kais. Salzversilbcrcr, und Hanns, sein Bruder, wurden 1617 geadelt. sR. T. A. R.s 3. Scholtz. Joh. Valentin Frhr. v. Scholz, kais. General - Fcldwachtmcister, wurde im I. 1672 in den Grafcnstand erhoben. sR. T. A. R.s Zu welcher Familie derselbe gehörte und wann er oder seine Vorfahren die Freiherrnwürde erlangt haben, kann nicht angegeben werden. Im österr. Wappenbuche kommt derselbe nicht vor, scheint daher erloschen zu sein. 4. Scholtz. Der Hofrichter der königl. Städte in Böhmen, Georg Ferd. S., und sein Bruder Adam Norbert S., Dechant zu Jungbunzlan, wurden am 24. Juli 1725 geadelt. sM- v. M., Erg. 442. — v. H s 5. Icholh. Der Arzt Joh- Adam Josef S. zu Eger wurde am 20. Juni 1726 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 442. - v. H.s 6. Icholh v. Drcgoschuh und Ichmoucnftc. Aus dieser Familie ist Tobias S. v. B. u. S., kais. Fiskal in Schlesien, 1620 zu Breslau gestorben. Wappen? sSiuap II. 976. — v. Ledebur II. 392.s Zu welcher Familie gehörig, ist unbekannt. 44 346 Schol — Schor 7. Schölt) aus Dustlwit) und Duditlch. Ferdinand S, wurde am 5. Okt. 1761 in den böhm. rittcrmäßigcn Adclstand erhoben. Wappen? IM. v. M., Erg. 205. — Sinap II. 976. — v. Ledebur II. 392.) 8- Schölt) v. Gromlchiit), ein um 1569, 1526 w. blühendes Geschlecht. Wappen? sSinap II. 976. — v. Ledebur II. 392. — Gauhe.) Zu welcher Familie gehörig, ist unbekannt. 9. Schölt) v. Henimisdorf. Der K. von Preußen hat 1829 den Adel des Lieutenants Eduard Friedrich S. unter dem von seinen Vorfahren geführten Namen S. v. H. erneuert. sM. S.) Emil S., preuß. geh. Obcrtribunalrath, von der schlcs. Familie v. S.-Hcrmensdorf abstammend, wurde mit Znlegung tzcS NamcnS v. H. am 2. April 1796 in den Adclstand erhoben. IM. S.s Im I. 1845 hat der K. von Preußen den Adel des geh. Obertribunalrathcs K- Fr. S. und seiner Schwester W. S. S. unter dem von ihren Vorfahren geführten Namen v. S. u. Her- mensdorf erneuert, und gestattet, neben ihrem bisherigen Namen auch den Namen Hermcnsdorf zu führen. sv. Ledebur II. 392. — Preuß. Wppb. III. 45.f 16. Schott) v. Licbcncck, Will). Hicronimus, wurde am 9. März 1699 geadelt. Spcncr. — Siebmacher II. 57. — Bucclin. — Sinap II. 780. - Gauhc I. 902. - Zedier XVII. 980.) Ob die v. L. mit den S. v. L. Eines Stammes sind, steht zu untersuchen. Siehe Liebe neck. sv. H.) 11. Schölt) u. Löwenhci». Kristof Scholtz (Scultetus), im Fürstenthume Sag an in Schlesien begütert, war erst Landes - Sindikus, am 29. Mai 1666 (Gauhe sagt 1648) aber Landes - Hauptmann zu Glogau, und wurde von K. Ferdinand III. mit dem Beinamen v. L. in den böhm. Adclstand erhoben. sSinap II. 976. — Gauhc II. >057. — v. Ledebur II. 393. — v. H.) 12. Schott) v. Löwcnkron. Der Salzversilbcrer Martin S. zu Tarnowitz wurde am 2H. Mai 1766 mit dem Beinamen v. L. in den böh m. Rittcrstand erhoben. Wappen? fM. v. M., Erg. 205. - v. Ledebur II. 393. — v. H.) 13. Schott) aus Pilzen- Heinrich S. wurde am 16/Oktober 1656 geadelt. Ein schles. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 393. — Sinap II. 976. — Naso in Phocnice 104.) 14. Schott) v. Nostnthot, eine schl es. Familie, die den Rittcrsiz Wolffowith in Schlesien besizt. Die Familie blühte um 1576. sSicbmachcr IV. >66. — v. Ledebur II. 393. — Sinap II. 976. - v. H.) 15. Schölt) v. Schollciijtcrn, ein nieder! an sitz. Geschlecht, dessen Güter in der Herrschaft Sorau gelegen. Ihr Stamm- Vater war der berühmte Mathematiker Barthol. S. (Scultetus), Bürgermeister in Görlitz, wegen dessen besonderen Meriten Kaiser Ferdinand II. seinen Sohn Nathanael mit seiner Nachkommenschaft und seinen Brüdern Emanucl, Friedrich, und Schwestern Helena, Rosina, Sabina im I. 1625 mit obigem Prädikat in den Ncichs- Nitter- und Adelstand erhoben hat. sGrosser'S lausitz'schc Merkwürdigk. III. 5l. — Gauhe II. 1056. — v. Ledebur II. 391. — v. Hcsner, sächs. Adel S. 46. T. 53. — Kncschke, Wappen II. — v. H.s Schöll), s. Schultz v. Schul tzcndors; ferner Unfried. ch Ichot)ius v. Uostnon. Der Doktor Lorenz S. v. R. lebte zu Breslau im I. 1552. lieber den Ursprung seines Adels ist nichts bekannt. Wappen? sv. Ledebur II. 393. — Sinap II. 977. — Cunradi Sil. tog. — Zedier XXXVIII. 982. — Gauhe II. 1057. — v. H.s 1. Schömberg, zuweilen auch Zchönbiirg, am Rhein. Kaiser Ferdinand II. crtheilte ihnen in einem Gnadenbricfe die Komitiv mit dein Rechte, zu adeln. sKatzncr, Leben Friedrichs v. Schömberg II. 13. — v. H.) Vergl. Schön bürg. 2. Schömberg, Schomar v. S. v. Ledebur, II. 393, sagt, daß der geh. Kriegs- und Domäncnrath, Oberbürgermeister zu Halle, Kristian Julius Schomar, am 21. Juli 1733 von K. Friedrich Wilhelm I. von Preußen den frhrl. Stand, welchen K. Karl XII. von Schweden dessen am 23. Juni 1716 vor FriedcrichShall gebliebenem Bruder, dem General Joh. Bapt. Frhr. v. Schomar, crtheilt hatte, auf sich übertragen erhalten habe, mit der Vergünstigung, sich Freiherren v. Schömberg zu nennen. Begütert in Sachsen und Anhalt. sPrcuß. Wppb. II. 62. — v. Dreyhaupt, Saalkreis Taf. XXIX. — v. Ledebur II. 393. v. Hefner, preuß. Adel S. 63- T. 8l.) Schömberg, s. Gryzik. Schomburg. Diese dürfen nicht mit den schwäbischen Grafen v. Schaumburg (wie bei Zedier, XXXIV. 1623, geschehen) vermengt werden, und sind eine Holstein. Familie. Ihr Anhcrr soll Leopold v. S. gewesen sein, der zu Ende des 17. Jahrhunderts in sch warzburg. Diensten war und von K. Karl VI. ein Adels - Erneuerung«- und Wappenvermehrungsdiplom erhalten hat. Vielleicht gehören die S. in Hessenkassel zu dieser Familie, welche jedoch des Adels sich nicht bedienten. Mehrere Domherren dieses Namens kommen im 17. Jahrh. im Stifte Hilde sheim vor, sollen aber mit jenen nicht verwandt sein. jLaucnstcin's Hist. v. Stifte Hildeshcim. — Gauhe II. 1788 u. f. — v. H.) 1. Schon, Johann Josef, Major, wurde von K. Friedrich II. von Preußen am 7. März 1768 in den Adelstand erhoben. In Pommern seßhaft. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 393. — Preuß. Wppb. IV. 55.) 2. Schon v. Corbit)thol, österreichisch. Adolf S. Edler v. C. stand 1857 als Obcrlieutenant im 56. k. k. Inf. Reg. Schonat, österreichisch. Karl Edler v. S. war 1857 Major bei der Militär-Monturbranche. 's Schonbuchcr (Schönpuechcr), ein adl. Geschlecht im Salz- burg'schen. Sigmund S. war fürstlich salzbnrg. Stadtrichter zu Tittmoning, hat das Spital daselbst gestiftet 1521. Schopfhcim. Albertus de Scophain 1259 in villingcr Urkunden. DaS Stammhans im Wicscnthalc (?). Wahrscheinlich Ober- und Nieder - Schopfheim beim zäring. Offcnburg. Ichoppcr, erscheint nur in dem preuß. Licut. v. S. 1845. Angeblich nürnberger Patrizier. sSicbmacher II. 157. — o. Ledebur II. 403 ) Schopping, ob de» Hamin S., eine aus Westfalen stammende, in Liefland ansässige Familie, sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsecprovinzcn 155. v. Ledebur II. 403: Schöppingk; s. d. Art.) Schorcht. Der Grcnadierhauptmann Joh. Kristof S. wurde im I. 1819 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.) 1. Schorteinmcr, eine alte westfälische u. brannschweig'sche, zum Thcil frhrl. Familie. Im I. 1844 erkannte der König von Preußen den Frciherrnstand an. Die Familie erscheint schon urkundlich 1196 und blüht noch in einer Linie. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1849 u. s. und auf 1853 u. >855. — Schor — Schow 347 v. Ledebur II, 403. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 63. T. 82. — v. H. — Rauft's geneal. Nachr. 37. St. 73. — Gauhe l. 1632. — Zedier XXX V. 1013. — Lüdcrsen'S Sammlung. — v. Zedlitz.) 2. Schortcmiiicr, August Friedrich Wilhelm, Oberstlieutenaut zu Erfurt, wurde 1836 rwm König von Preußen geadelt. sM. S.f Schorn. Der Großhändler Mathias Anton S., aus Parten- kirchcn gebürtig, erhielt am 4. Mai 1773 ein truchsessisches pfalz- gräflicheö Adelsdiplom, welches in Bayern am 13. Jan. 1775 ausgeschrieben wurde, fv. Hefner, baycr. Adel S. 1t3. Taf. 138. - v Lang 530. — v. H.f 7 Ichonidorss, ein altes Württemberg, abgestorb. Geschlecht, daS im I. 1529 zuerst vorkommt. jLeweuklau, türk. Chronik ll. 457. — Zedier XXXV. 1014. — v. H.) Schorns, Kristof, ein Schweizer, erhielt 1566 Adelsfreiheit. fR. T. A. R.) Schorokowski, poln. Adel, aus welchem ein Sprößling im Großherzogthum Hessen bcdicnstet war und wo seine Nachkommen noch blühen sollen, fv. Hefncr, Hess. Adel S. 25. T. 28.s Zchorrcnburg, ein sehr altes adlicheS zweibrücken'sches, nachher frhrl. Geschlecht, das sich ehedem Schorr v. Hasell und v. Hornbach, auch v. Hasel und v. Hornbach allein geschrieben hat und schon im I. 1270 eine tnrnierfähige Familie war, die 1720 in den Reichsfreiherrnstand erhoben wurde. sGauhc II. 1790. — Zedier XXXV. 1015— 1020, aus schriftlichen Gcschlcchtsurknuden und Nachrichten. — v. H.) Schorsch v. Mardcrfcld. Der Nathsmann Josef Balthasar S. wurde im I. 1743 mit v. M. geadelt und im I. 1746 in den böhm. Ritterstand erhoben. fM. v. M., Erg. 443. — v- H.) Ichorstc, eine adliche Familie in Preußen, welche die Güter Law dt und Tankitten bei Brandenburg besaß, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 403.) Schorhc», ein preuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 404.) Zchostholl v. Pflichtcntreu. Der mährische Gubernialsckretär Martin Wenzel S. wurde im I. 1775 mit „Edler v. P." geadelt. sM. v. M., Erg. 443. — v. H.s Ichostito», Michael, kais. östcrr. Hvfrath, wurde 1826 geadelt. sM. S.) Ichotnooslni, s. Screta. 1- f Schott. (Aus dem Schildesfuß ein Gansrumpf wachsend.) Hanns S. zu Ettling (Nicdcrbaycrn) 1490 in der Landtafel. Vielleicht mit Schott 3. einerlei. sO. S.) 2. Ichott, Schotten, Anton, kursächs. geh. Rath, erlangte 1683 das Prädikat „Edler Herr" sammt Wappen. sR. T. A. N.) 3. Schott, Schotte. Der kurfürstl. bayer. Rath w. Andreas Bonifaz S., der von altem fränk. Adel abstammen soll, erhielt am 14. Juli 1696 von K. Leopold eine Adelsbestätigung. Sic befizen Regen peilstein. Sind verschieden von den Schott v. Schottens!ein. sv. Hefner, bayer. Adel S- 113. Taf. 138. — Bayer. Wppb. VIII. 61. — v. Laug 539. — v. H .s 4. f Schott, Johann Eberhard, Legationsrath, wurde am 16. April 1812 in den württemberg'schcn Adclstaud erhoben. sArchiv für Gesch., Gcncal. u. Dipl. S. 84.) Er soll ohne männliche Nachkommen gestorben sein. 5. Ichott, auch in Württemberg; geadelt am 22. Jan. 18 22; verschieden von den übrigen Familien des Namens Schott, sv. Hefuer, Erg. Bd. S. 43. T. 21. s Möchte wol obiger Joh. Eberhard sein. 6. Schott v. Schotten. Anton S., markgräflich bad. Amts- Verweser, wurde 1763 mit obigem Beinamen geadelt. sR. T. A. R.) 7. Schott v. Scholtenstein. Diese hießen anfangs blos Schott und erst im 14. Jahrh. S. v. S., als sie das im ReichSrittcr- Kanton Baunach gelegene Gut Schottenstein erworben hatten. Durch Fehden und Prozesse verloren sie dieses und mehrere Güter und kauften sich im Kobnrg'schcn, Thüringen'schcn und im Voigtlande an. Aber auch diese Güter gingen verloren, und jezt besizcn sie noch ein Gut zu Hoch malth ein (?) im Fürstenthnme Wallcrstein. Eine Linie nannte sich S. v. S. zu EichelSdorf. Schon im Jahre 1179 soll Einer, Namens Heinrich, im 11. Turnier zu Köln turnicrt haben. Sechs auS diesem Geschlechte waren zwischen 1496 n. 1539 Burg- Grafen ans dem Rotenberge. sSch-mnat, Client. Fuld. 152. — Salver 146. Tab. 6. 17. >8. — v- Hattstein III. 476 u. f. Taf. 12. — Siebmacher I. 102. u. >3; VII. Suppl. Taf. 28. — v. Mediug II. n. 798. — Gauhe I. 1632, welcher anzunehmen scheint, die alten Herren v. S. seien anderen Ursprungs, als die S. v. S. — Spangenberg, Adelsspiegcl II. — Hönn's koburg. Chronik I. 124. — Zedier XXXV. S. 1031. 1043. - Salver 261. 289. 293. 302. 362. 463. 477. - Die württ. Wappenbücher von L. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Zedlitz. — v. Falkensteiu, nordg. Alterth. I. 439. — Cast, Adelsb. v. Württemberg. — v. Ledebur II. 404. — Freiherr!. Taschenb. von 1855, und über S. v. S., gen. Hopffer, s. 1856. — v. Hefuer, württemb. Adel S. ll. T. 14; uassaucr Adel S. 9. T. 10; fraukf. Adel S. 6. T-4; Erg. Bd. S. 39. T. 18. — Kncschke, Wappen II. — Tyroff I.B. 93. Ausg. — Siebcnkees I. 224—26. — v. H.) 7 Schotte, ein früher adliches, später bürgert. Geschlecht der Stadt Soest; sie besaßen 1379 das Hans Kannen, sv. Ledebur II. 404. III. 34I.s Ichottcnthot, kommen in Gottfried Albr. v. S. nebst Sohn vor. sv. Ledebur II. 404.) Schölling o. Ziiiscnscls. Der Wcrbbczirkskommissär Johann Baptist S. zu Großsonntag in Steycrmark wurde im Jahre 1787 mit v. Z. geadelt. sM. v. M., Erg. 443. - v. H .s Zchoulcr, kommen 1820 in der Person des preuß. Majors v. S. und eines Oberlieutenants v. S. vor. sv. Ledebur II. 404.s Schmilz v. Äschernden, ein ursprünglich nngar. Geschlecht, welchcs i. 1.1674 in Schweden den Freiherrnstand erlangt hat. Auch Licflaud ist dasselbe wohnhaft, desgleichen in Pommern im Regierungsbezirk Stralsund; sie besizen daselbst Nchringcn, Baucrsdorf, Rodde, Campen und Parnekow. Ein Sprößling war um 1836 k. preuß., Gesandter am dän. Hofe. sv. Zedlitz. — Hupcl, liefländ. Anz. Nr. 70. S. 475- — v. Ledebur II. 404. III. 34l. — v. Hefuer, preuß. Adel S. 63. T-82. — Kncschke, Wappen Il.s Ichouppe. Der Gubernialrath u. Krcishauptmann zu Prze- mißl, Vincenz v. S., wurde wegen Abstammung aus einem schon im 16. Jahrh. in Frankreich bekannten adl. Gcschlcchte im Jahre 1791 mit „Edler von" in den R.Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 143. — v- H.) Ichonslcd, Rudolf, wurde 1605 geadelt. sR.T.A.R.) Schowcliburg, ursprünglich ein schweizer Geschlecht, wovon 44* 348 Schrab — Schrau aber auch, und zwar schon im I. 1237, Zwei, Heinrich u. Eberhard, als Kastreuseu des AbtS zu Fulda vorkommen. sSchannat, Client. Fuld. p. 152. — Siebmacher ll. 53. n. 5. — v. Meding III. n. 745. — v. H.s Schraliikch, ein in der Nenmark angesessenes adl. Geschlecht, dessen Mitglieder häufig im prcuß. Heere stehen, sv. Ledebur II. 434.s 1. Schräder. Am 19. Mai 1708 wurden die Gebrüder Kristof und Kilian S., kurfürstlich braunschweig-lüueburg. Hofräthe, Ersterer auch Bevollmächtigter am Reichstage, durch kais. Diplom in den Adclstand erhoben. sv. dem Knesebecks Wahrscheinlich stammen die dermalen in prenß. Kriegsdiensten stehenden v. S. von diesem Geschlcchtc ab. sE. S. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 405. n. II des Art.; III. 34l. — Kncschke, Wappen II. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 25. T. 28. — Grote, hannöv. Wppb. U. 9.s 2. Schräder, eine liefländ. adliche Familie, aus welcher Joh. S. von K. Karl VI. am 15. Mai 1736 in den Adelstand erhoben worden ist. sM. S.s 3. Schräder, Heinrich Philipp Ernst, Oberst, erlangte am 13. April 1826 vom Herzog von Braun schweig den Adel. sKneschke, Wappen Ill.s 4. Schräder u. Deauvrir. Der Rittmeister Joh. Wilh. Kristian S. wurde 1826 vom König von Preußen mit v. B. geadelt. sv. Ledebur II. 435.s 5. st Schräder ». Schliestedt. Mit dem in der Mitte des vorigen Jahrhunderts vom Kaiser geadelten braunschwcig-Wolfen- büttellschcn geh. Rath S. ist diese Familie schon wieder erloschen. sLüdcrsen 's Samml. — v. Ledebur II. 435. n. I d. Art. — v. H.s Schrägt. Der landeShauptmannschaftliche Rath Joh. Jceachim S. in Krain wurde im I. 1777 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 443. - v. H.s Ichrascrii, Johann, erhielt 1625 ein Adelsdiplom. sR. T. A. R.s Schräget. Der Lieutenant und Hammergewerkc Joh. Karl S. zu Kaiwang in Steyermark wurde wegen 300sähriger Verdienste seiner Familie im I. 1791 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 144. — v. H.s Schraishuon. Der Hauptmann S. wurde am 8. Juli 1852 mit Beilegung des Namens Seubert in den Württemberg. Adelstand erhoben. Das Geschlecht soll einen Wappcnbrief von 1666 haben, sv. Hefncr, württcmb. Adel S. 17. Taf. 23. — Kncschke, Wappen III. 433.s Schräm v. Vtlcrseld. Der Gencralfeldwachtmeistcr Joh. Georg v. S. wurde im I. 1726 mit v. O. in den Freiherrustand erhoben. Peter S., fürstlich auersperg. Sekretär, wurde 1654 geadelt. sM. v. M., Erg. 39. - v. H.s st Schrambcrg, ein altcö schwäb. Geschlecht, welches auf dem Schlosse Schramberg gesessen und sehr frühe ausstarb. sGricsinger l239.s 1. st Schramm, gen. Horrem, ein westfäl. Geschlecht, welches im 15. Jahrh. erloschen zit sein scheint. sFahne II. 134. - v. Ledebur II. 405.s 2. Schramm, eine schles. Familie, auf Schimmelwitz 1683. sv. Ledebur II. 435. n. I des Art.s 3. Schramm. Der General der Artillerie, S., wurde am 2. April 1808 in den preuß. Adelstand erhoben. Da er keine Kinder hatte, so adoptirtc er den Artilleriekapitän Protz er, welcher demzufolge am 18. Mai 1812 geadelt wurde und die Er- laubuiß erhielt, Namen u. Wappen seines Adoptivvaters zu führen, sv. Ledebur II. 435. n. Il.s 4. Schramm. Der K. von Preußen hat 1319 den Justiz- Kommissionsrath Joh. Josef S. zu Breslau und den Hofrichtcr zu Neisse geadelt, sv. Ledebur II. 405- n. Ill.s Schramps, Schrampffen, ein altes Geschlecht, das zwischen den Jahren 1348 und 1618 mehrere Güter in Stehermark besessen hat. sSicbmacher II. 45. n. 13. — v. Mcding II. n. 833. — Schmutz III. 514. — v. H.s Schranckcn, s. Schrencken. Schranke» v. Zcrnwih. Nur im Wappeubuche des kostnizcr Konzils hat v. Meding, III. n. 747, einen Einzigen, Niklaus S. v. Z., und sonst nirgends etwas von diesem Gcschlechte finden können, sv. H.s Schrankhl, Ritter, die im 16. Jahrh. die steh er. Laudmann- schaft erhielten. sSchmntz III. 514. — v. H.s st Schranwih, auf Gorin, in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 435.j 1. Ichrang. Diese besaßen im 16. Jahrh. viele Güter in Steyerma r k. sSchmutz III. 514. — v. H.s 2. Ichrang v. voramlicrg. Der Grenadierhauptmann Mathias S. wurde wegeic 42jähriger Dienstleistung im I. 1816 mit v. V. geadelt. sM. v. M. 260. — v. H.s Schrapla, Schraplau, Schraplow, Scrapelau, Staplaw, Schrapelo, eine adliche, zum Thcil gräfliche Familie in der Grafschaft Mausseid, wo nicht weit von Eislebcn ihre Herrschaft Schrapla gelegen, welche im I. 1206 der Bischof Ludolf von Magdeburg zum Stift gekauft hat, die aber der Bischof Albrccht im I. 1368 wieder an den Herrn von S. für 1000 Schock Gülden vcrsezt hat. Auch kommen im Jahre 1316 Zwei als Bischöfe vor, der eine, Gerhard zu Merseburg, der andere zu Magdeburg, der aber 1324 von seinen Stiftsunterthancn heimlich ermordet wurde. sHoppenrodt 84. — Zedier XXXV. 1133 n. s. — v. H .s st Schrapsdorf. Dieses brandcnburg'sche Geschlecht ist mit Kristof v. S. 1676 ausgestorben, sv. Ledebur II. 405.s Schiaß v. Ulvcrshm», ein fulda'sches Geschlecht, aus dem Heinrich S. v. N. 1350 als fulda'scher Burgmauu vorkommt. sSchannat, Client. Fuld. 152. — v. Meding II. n. 83l. — v. H.s Schrattenlmch, Schrattnbach, Schrottenbach, eine frciherrliche, seit dem 12. Okt. 1649 gräfliche Familie; dieselbe erhielt im Jahre 1558 das Wappen der ausgestorb. Grafen v. Dorr und wurde mit dem st eh er. Erbvorschueideramte beliehen, worüber die Urkunde sowie ihr Grafcndiplom in des Frhrn. v. Stadl V. Bd., S. 744—66, abgedruckt steht. sDurchl. Welt III. 335. — Spencr, hist. insign. p. 526. Tab. 22. — Hübucr III. T. 874. — Zedier XXXV. 1274 -78. - Bartschcn's Wappcnb. I. 26. n. 3. — Siebmacher V. 17. u. 6. 43. n. 3; Suppllm. XI. 19. — v. Meding III. n. 747 -49. - Büsching III. Th. I. B. S. 338 der 5. Ausl. - Krebel's Hdb. 1733. 2. Th. 253. - Allgcm- gcnealog. Hdb. I. 784. — M. v. M., Erg. 5. — Schmutz III. 523. — Gauhe 1. 1635. — Hartmann's Samml. — Sinap II. 216 u. f. — v. Hefner, kraincr Adel S. 17. T. 17. — v. H.s Schratteubcrg, s. Schroltenberg. Schrattcahaff, s. Schneller. Schraiitcudach, gen. v. Wcitclshaust», eine rHeinländische Familie, die auch im Hessischen und Nassau'schcn seßhaft ist und aus welcher im 14. Jahrh. Heinrich v. S. als Ritter vorkommt. Schvau - )v. Hnmbracht, Tab. 94. — Gauhc I. 1632. — Zcdlcr XXXV. >>gg. — Siebmachcr I. 141. n. 6. — v. Hattstein II. 545- 50. — Biedermann, Odenwald, sczt sie nnter die abgcstorb. Geschlcchier des ehemal. Ritter- Kantons Odenwald. — v. Meding II. n. 351. — v. Ledebur II. 406. III. 35. - v. H.) Schrnulh, Dorothea Franziska, wurde am 14. Okt. 1814 vom Großherzog von Hessen in den Adelstand erhoben. Sie heurathete in erster Ehe den Grafen Georg Wilhelm Franz v. Leiningen- Wcsterburg und nach dessen 1819 erfolgtem Ableben den Hof- Rath Nicolai in Mannheim. (Genealog. Staatshdb. v. 1827. 65. Jahrg. S. 463. — v. Hefner, Hess. Adel S. 25.) Schrcbcr. Der prenß. geh. Hofrath w., Leibarzt, Hofpfalz - gras und Professor zu Erlangen, Johann Kristian Daniel S. (der am 19. Dez. 1819 verstorben ist), wurde, als er im Jahre 1791 zum Präsidenten der Akademie der Naturforscher zu Erlangen ernannt ward, dadurch mit „Edler des hl. röm. Reichs von" geadelt. sv. Ledebur II. 496. — v. H.) Wappen? Ichrcbmnck, gen. v. Spnrr, ein in Preußen seßhaftes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 496.) Schreck, Simon, erhielt 1661 Bestätigung seines AdelstandeS. sR. T. A. R.) Wann geadelt? Schreckcnscts. Man weiß von diesem Namen nur, daß der in Moskau lebende Adolf v. S. 1839 prenß. Kammerherr wurde. sPreuß. Wppb. IV. 56. — v. Ledebur II. 406.) Schrcckeiistein, s. Roth v. S- ch Schrecklceb auf Aicha und Inkhost», ein geadeltes baycr. Geschlecht. Franz Jgnaz Frhr. v. S. auf A. u. I., kurbayer. Rcgimentsrath zu Burghausen, beschloß das Geschlecht am 13. Febr. 1776. sv. Hcfner, 1 bayer. Adel S. 25. T. 21.s Ichrccksbcrg, s. Schrotzberg. Schrcbcr. Der Jngenieurmajor Joh. S. wurde wegen 45jäh- riger Dienstleistung im I. 1799 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.) Schrecb. v. S. stehen in Mecklenburg. Diensten; sollen von dem am 8.Aug.1755 geadelten oldenburger Justizrath Schrcber abstammen, sv. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 18; Erg. Bd. S. 33.) Ichrcffct v. Adlcrssclb. Der Hauptmann Johann Michael S. wurde im I. 1766 mit v. A. geadelt. sM. v. M., Erg. 443. — v. H.) Schregcr. Im prenß. Kricgsheere befand sich um 1829 ein Lieutenant v. S. im Regiment „v. Schöning", sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 406.) ch Zchrcgheini. Die adliche Familie S. verkauft diesen ihren Stammort 1456 an die gesürstete Probstei Ellwangen. 1. Schreiber, eine adliche, Halber st adt ungehörige Familie, wovon mehrere Mitglieder in prenß. Diensten stehen, sv. Zedlitz.) Ohne Zweifel stammt solche von Joh. Hermann S., k. prenß. und kurbrandcnburg. Landrath im Fürstenthume Minden, ab, welcher 1791 in den Adelstand erhoben wurde. (N.T. A.N.) V.Ledebur, 11.496. III. 341, führt zwei Familien v. S. an, über deren Adel er nichts anzugeben wußte. sv. Hefuer, Mecklenburg. Adel S. 18; Erg. Bd. S. 33.) 2. Schreiber, eine adliche Familie in Bayern, von welcher v. Hcfner, bayer. Adel S. 113, nur das Wappen anzugeben wußte. 3. Schreiber. Gustav Ludwig Vogel, gen. S., wurde am 28. März 1837 von Schwarzburg - Sonders Hausen geadelt. — Schve 349 Der in Folge Testaments seines ch Oheims S. angenommene Beiname wurde im Diplom als Hauptuame genannt. sv. Hefner, schwarzburg. Adel S. 60. T. 5.) 4. Schreiber v. Schrcibcrshofcii. Der Pens, sächs. Hauptmann Johann Friedrich S. wurde am 31. Jan. 1786 vom Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt mit obigem Beinamen in den Adcl- stand erhoben, welche Staudcserhöhung erst nach 29 Jahren von Sachsen anerkannt wurde. sv. Hcfner, sächs. Adel S. 47. T. 53. — Sächs. Wppb. IV. 74.) 5. Schreiber zu Ichwanciihaiijseii. Der oberö sterr. Hofkammer- Registrator Anton Ferd. S. wurde im I. 1735 geadelt. sM. v. M., Erg. 444. - v. H.) 1. Schreibers. Der Doktor der Medizin, Josef Ludwig S., wurde im I. 1819 mit seinem Neffen Karl S., k. k. Rath und NaturalienkabiuctSdircktor, in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 444. — v. H.) 2. Schreibers v. Grmircith, österreichisch. Ein S. v. G. war 1796 Amtsschreiber beim Zoll zu Wienerisch - Neustadt. Ob mit S. ohne Beinamen einerlei? sWicner Adreßbuch 1736.) Schreibersdorf. Vom Oberrhein kamen diese nach Sachsen und Schlesien, auch in die Oberlausitz. Sie erhielten von K. Karl d. Gr. die burggräfliche Würde, da aber die sächsische Linie ihre burggräfliche Würde verkauft hatte, so wollte die andere Linie nicht zugeben, daß sie das von K. Karl d. Gr. erhaltene Wappen führen dürften, aber K. Friedrich I. gab dafür der sächsischen Linie ein verändertes r. Schild. Einige nehmen, weil die Wappen, welche die Familien, die diesen Namen in Schlesien und Sachsen führten, theils ganz, theils (Wiedas der sächsischen u. der zweiten schles. Familie) einigermaßen verschieden sind, drei verschiedene Familien an. Die drei Wappen sind: 1. In R. drei w. Sccblättcr mit den Stielen in Mitte des Schildes vereinigt. 2. Gespalten, vorn in G. ein zweiköpfiger halber schw. Adler, hinten in N. ein s. Querbalken; beide schlesisch. 3. Gespalten; vorn in S. ein schw. einköpsigcr Adler; hinten 7 Linkö- Schrägbalken, abwechselnd S., N. und Schwarz. (Neues gcncalvg. Handb. von 1777. S. 323 —25. 1778. S. 377. — Sinap I. 837. 11.381. — Grosfer's lausitz. Mcrkwürdigk. — Siebmachcr I.60. n. 11. 12. u. I. 166. — Müllcr's sächs. Annaleu. — v. Meding II. n. 802—804. — Augeli, märk. Chronik. — Gauhe I. 1633. — v. Ledebur II. 406. n. I u. II. — Zedier XXXV. 1160. — v. H) Ichrcibcqß v. Dinnckcnfcid. Der Oberlicut. Anton Franz S. wurde im I. 1768 mit v. B. geadelt. (M. v. M., Erg. 444. - v. H.) 1. Schreiner, Kristof, wurde 1619 geadelt. (R. T. A. R.) 2. Schrcincr. Der Nektifikations - und Landesbuchhaltcr S. in Böhmen wurde im I. 1747 geadelt. (M. v. M., Erg. 435. — v. H.) Schreiten v. Schworzcnfcld. Der Güterbesizer Jgnaz S. von S. in Böhmen wurde wegen seiner Verdienste um die Oekonomie und das Schulwesen im I. 1897 mit v. Schwarzenfels geadelt u. im Jahre 1816 in den Rittcrstand erhoben. (M. v. M. >44; Erg. 441. — v. H.) Ichrcmbfcr, Johann und Matheus, Brüder, wurden 1582 in den Adelstand erhoben. HR. T. A. R.) Schrcnck v. Ilahing, eine alte Patrizierfamilie in München, die von ihrem Stammgnt Notzing den Beinamen führt. Ber- ! thold Schrenk ans Meißen hatte solches im 13. Jahrh. er- 350 Schre — Schrö werben; er hcurathetc Thekla Khrai aus einem Münchner Patriziergeschlecht. Sein Sohn erheurathete Egmating. Die Familie hat Freihcrrndiplome vom 12. Jan. 1638, 14. April und 20. Okt. 1694 und 22. Sept. 1719. Sie führt das alte Wibrecht'sehe Wappen mit dem ihren vereint. Ihren Stammvater fängt Bucelin im I. 1209 mit Trifon S. an, der landgräflich thüring. Rath war. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erhielt die Familie mit dem Beinamen v. N. vom Kaiser die Bestätigung des Adels. Der jüngere Sohn des Franz Gottlieb Frhrn. v. S. zu N. ging nach Halle in Sachsen (um 1720) und dann nach West frieSland. Von diesem stammen die olden - burg'fchcn u. hannöver'schen Mitglieder ab. (Die Abstammung aus Meißen ist eine Fabel, v. Hfr.) sv. dem Knesebeck. — Buccliui stcmmat. Germ. I. — Gauhe I. 1634. — Spangenberg, Adelöspicgel. — Nanft, genealog.histor. Nachr. III. — Zedier XXXV. 1176. — Jahrb. des deutscheu Adels für 1848. — v. Hefner, bayer. Adel S. 57. T. 59; preuß. Adel S. 63. T. 82; Erg.Vd. S. 19. — Frhrl. Taschenb. von 1854 u. 1856. — v. H. — Sicbmacher I. 87. n. >0. - v. Lang 233.) Schrenckc», Schranckcn, eine meißnische Familie, welche bei Dresden verschiedene Güter besessen hat, deren erster Name Neichbrodt war. Kristian R., kurfürstl. Rath u. geh. Sekretär, wurde um das I. 1646 mit dem Beinamen v. Schrencken in den Adclstand erhoben. sM. Mich. Schirmen Pr. de gente Schrenckcn- dvrf. Frcib. >665. 4. 1. Bg- - Zedier XXXV. 1177. — Gauhe I. S. 1634. — v. H.) Schrenücndarf, s. Reichbrod. Ichrciitewein, Johann Nikolaus, wurde im I. 1776 geadelt. IM. v. M., Erg. 444. — v. H.) Ichrcpei v. Pmiipelshosen. Joh. Eusebius S. erhielt (bei seiner Erhebung in den Adelstand) 1627 lezteren Beinamen. sN. T. A. N.) Ichrcpka v. Kricgcsfcid. Der Oberlieut. Mathias Wenzel S. wurde im I. 1774 mit v. K. geadelt. sM. v. M., Erg. 444. - v. H.s Ichrcttcr v. Wohlgemuthsheiiil, österreichisch. Joh. S. v. W. war 1835 NcchnungSoffizial bei der k. k. Münz- und Bergwerks - Hofbuchhaltuug. Schrcy v. Nedlwcrth, österreichisch. Josef S. Edler v. R. war 1835 k. k. Zalmcistcr zu Laibach. Schrcyder. Der ständische Phisikus Karl S. in Nieder- Oest erreich wurde im I. 1810 geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.) 1. Schrcyer v. Dergreichcnsteiii. Andreas S. wurde im Jahre 1705 mit v. B. in den alten böhm. Ritterstand erhoben. IM. v. M., Erg. 205. - v. H.s 2. Schreiier v. Dimiiciithlü v. Grüubcrg. Mit diesen beiden Be- ncnungen erhielt Jakob S. aus Oesterreich 1680 ein Adels- Diplom. (N.T.A.N.) Siehe Blumcnthal. 3. Schreier ». Grimberg. Der Hauptmann zc. Joh. Franz S. wurde im I. 1760 mit dem Beinamen v. G. geadelt. sM. v. M. 261. - v. H.) Schreyerhofs, s. Saur. Schrcycrn. Der Ritter- u. Kammergüterbesizer Joh. Kristian Schleyer in der Obcrpfalz erhielt am 23. Sept. 1698 mit Veränderung seines alten Namens in den zuerst gedachten neucrn den Adel. sv. Lang 540. — v. Hefner, bayer. Adel S. 113. T. 139. — v. H.) Schreyvogcl. Der Niederlagsverwandte und Wechsler Gottfried Kristian S. wurde mit seinem Bruder Joh. Rudolf am 18. Febr. 1701 in den böhm. u. im I. 1706 in den R.Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 205. ^ Vehse, Gesch. des öftere. Hofes u. Adels Vit. 4. — v. Ledebur ll. 406. — v. H.s st Schrick, Schnecke, ein w est seil, und niederrhein. Geschlecht, welches noch 1684 im Besize verschiedener Lehen war. sv. Ledebur II. 406.) st Ichrickcl, Kristian Friedrich, wurde im Jahre 1795 geadelt. sR. T. A. R.) Er war Kauf- und Handelsmann in Görlitz, und starb, ohne Kinder zu hinterlassen, 1835. sDorst, allgem. Wppb. 40.) Wahrscheinlich ist hiermit dieselbe Familie gemeint, deren v. Zedlitz in seinem Adclslenkon unter dem Namen Schrickcll erwähnt und woselbst er sagt, daß im Jahre 1835 ei» v. S. zu Rothenburg gestorben sei und bedeutende Vermächtnisse au milde Stiftungen gemacht habe, sv. Ledebur II. 406. — Sachs. Wppb. VI. 93.) 1. Schrimps, Schrimph, ein öftere, n. fulda'schcs Geschlecht, aus dem Heinrich v. S. im I. 1530 als Burgmann des Abts zu Fulda vorkommt. sSchannat, Client. Fuld. 152. — Siebmacher IV. 162. n. 3. V. 44. n. II. — v. Meding II. n. 806. — v. H.s 2. Schrimps, Jonas, erhielt 1623 ein AdelSdiplom. sSiebmacher IV. 162. V. 44. — R. T. A. R.) 3. st Schrimps v. Berg, auch Ichriimps. Diese schrieben sich oft auch nur v. Berg, stammen aus Frauken, waren dem ehemaligen fränk. Ritterkanton Baun ach einverleibt und sollen, nach Salver, im Jahre 1507 (was aber, wie v. Meding glaubt, wol 1607 heißen muß) in der Person Philipp'S S. v. B. ausgestorben sein. sBIedermann, Baunach Tab. 252. — Salver 146. T. 20. 363. 452. — Sicbmacher I. 103. n. 14. ll. 72. n. 8. — v. Meding II. n. 807. — v. Hcfuer, bayer. Adel S. 69. T- 75. — v. H.s Schröder v. Grünau oder Grucnenau. David S., ans den kais. Erblandcn, wurde 1631 geadelt. sR. T. A. N-) st Schröck, ein pommer'scheS frhrl. Geschlecht. Die Familie ist erloschen, sv. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 327. - v. Ledebur II. 407. - Micrälius 527. VI. B. 375. - Zedier XXXV. >212. - Siebmacher V. 160. n. 8. — v. Meding III. n. 750. — v. H.j Schrodt, eine köln. Familie, die im I. 1741 blüht. sZedler XXXV. >213. - v. H.) Ichröckcnfetd, s. Schauer. st Ichröcklccb. Maria Magd. v. schröckhlecb, Nonne bei den Ursulincrinuen in Straubing, st 1752. sO. S.) 1. Schröder. Dem Hofgerichtsralhe u. Lchnssckretär in Pommern, Balthasar S., und seinen Brüdern Jakob Kristian und Joachim S., wovon einer Hess. geh. Rath u. Kauzler war, wurde am 3. Juli 1699 der von K. Leopold I. am 11. März 1693 er- theiltc Adel von Seiten des Kurfürsten von Brandenburg anerkannt. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 407. n. I des Art.) Die Familie ist in Mecklenburg und in der Oberlauf itz angesessen. sPreuß. Wappb. IV. 56.) W.; Im r. Schildcsfußc ein g. Ring, darüber in G. ein r. Sparren, über welchem ein Vogel fliegt. 2. Schröder. Wappen: Quergetheilt; oben in B. ein s. Pelikan mit seinen Jungen; unten in G. ein Topf, aus welchem drei Blumen hervorwachsen. Dieß Wappen führte ein preuß. Lieut. Schröd — Schrot 351 v. S. im 14. Inf. Regiment nnd der zu Dan zig am 29. Mai 1723 verstorbene Gcrichtsralh Simon Kristian v. S. sv. Ledebur II- 407. n. Ill-s 3. Schröder. Der Kricgszalmcistcr Jakob S. wurde im Jahre 1752 geadelt. sM. v. M., Erg. 444. — v. H.s 4. Schröder. Der Oberst Horatius v. S. wurde wegen alten Adels nnd 29jährigcr Dienste im I. 1759 in den Freihcrrnstand erhoben. Etwaö Näheres ist dicßorts nicht bekannt. sM. v. M. 84. — v. H.s 5. Schröder. Die Gebrüder Joachim Heinrich S., fürstlich Mecklenburg. Jnstizrath, und Kristian Nikol. S. wurden 1761 von Kaiser Franz I. in den Adelstand erhoben. HR. T. A. N.s Vielleicht die Familie des Ministers v. Schröter in Mecklenburg, von welchem Vehsc in seiner Geschichte der kl. deutschen Staaten, III. 197. 198, sagt, daß er nur stillschweigend von Mecklenburg als adlich anerkannt sei; nur sein Oheim, der dänische Hauptmann, habe rechtmäßig den Adel geführt. 6. Schröder, Joachim Ernst, wurde 1764 geadelt. sR. T. A. R.s 7. Schröder, Heinrich Gottfried, wurde 1765 geadelt. sR. T. A.R.s 8. Schröder, KaSpar Heinrich, erlangte 1765 den Adclstand. sR. T. A. R.s 9. Schröder. Der Thcrcsicnordensritter und Hauptmann Joh. Gottfried S. wurde im I. 1766 in den Freihcrrnstand erhoben. IM. v. M. 84. — v. H.s 19. Schröder. Johann Wilhelm nnd Karl Friedrich v. S., beide Obcrstwachtmcistcr, wurden im I. 1773 Freiherren. sM. v. M., Erg. 99. — v. H.s Zu welcher Familie diese iu den Freihcrrustand erhobenen v. S. gehören, kann nicht angegeben werden. 11. Schröder, Johann Friedrich, wurde 1788 geadelt. >R. T. A. R.s 12. Schröder, Ernst Rudolf, erlangte 1788 den Adelstand. sR.T. A.R.s 13. Schröder. Kristian Friedrich v. S., aus Pommern gebürtig, war 1791 Jnstrnktvr beim Prinzen Heinrich von Preußen, Bruder dcö Königs Friedrich Wilhelm III. Wappen: Gespalten; vorn qucrgclheilt; oben in B. zwei g. Sterne; unten in Gr. ein Schiffsschnabel; Hinte» iu S. ciu halber prenß. Adler. sv. Ledebur II. 407. n. Iis 14. Schröder, Johaun Friedrich, kais. russ. Kollcgicnasscssor und Titularrath, wurde 1793 geadelt. sR. T. A. R.s Wahrscheinlich ist cS derselbe, welcher in den 1839er Jahren russ. Gesandter in Dresden war. 15. Schröder, Emanucl Abraham, Oberstlieut. beim Kavallerie- Regiment Nr. 1, ward am 12. Juui 1814 vom König von Württemberg geadelt. sNeggöbl. v. >814. Nr. 28. — Archiv für Gesch., Ecural. u. Dipl. 85. — Württemberg. Wappb. von I. A. Tyross IV. — v. Hesucr, württ. Adel S. >8. T. 24.j 16. Schröder, RittcrgutSbesizcr auf Lübchow in Pommern und KrciSdcputirtcr, erlangte 1861 den preuß. Adel. lA. A. Zeit., Okt. >86I.s 17. Schröder v. Lilicuhos. Der Oberst und Kommandant des »eubcrg. Jnf.gecgimcnlS, Wilhelm S., wurde im I. 1765 mit v. L. geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.s 18. Schröder v. Treuen. Elias S. wurde am 8. Dez. 1658 mit v. T. in den poln. Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 407. n. V. III. ZU.; Schröderß, eine ursprünglich schwcd. adliche und freiherrliche Familie, die sich auch in den Hcrzogthümcrn Kurland u. Semgallen verbreitet hat, und von der Einer, Ernst Johann, im 18. Jahrh. lippc'scher Oberst zu Detmold gewesen. Der Obcr- Bcrghanptmann Gotthard Schröders oder Schröder hat am 17. Okt. 1629 seinen Adel vor der Ritterbank zu Mietau nachgewiesen. sv. Ledebur II. 407. — Zweiter Nachtr. z. n. aencal. Hdb. von 1778. S. 20-23. - v. H.s Schröck v. Stcrncnftls. Der Sekretär des Schöppcnstuhls zu Breslau, Wilhelm Peter S., wurde am 9. Mai 1712 mit obigem Beinamen in den böhm. Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 205. — v. Ledebur II. 407. — v. H.s st Schrösl v. MliiiZdcrg. Karl Gottlicb S. v. M. wurde im Jahre 1792 Freiherr. sM. v. M., Erg. 99.s Der Landes - Untcrkämmcrer Jgnaz Maria S. v. M. in Mähren wurde wegen altrittcrlichen Herkommens und der seit Anfang des 16. Jahrhunderts von der Familie geleisteten Dienste im I. 1773 in den alten crbländ. Frciherrnstand erhoben. Die Söhne des Martin S., Abraham und David, erlangten 1619 als tapfere Soldaten einen Wappenbricf, und Erstcrer 1646 und 1662 den Adel, den Ritterstand und durch die Mutter den geerbten Beinamen v. M. Die Familie ist im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts erloschen. sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848 u. s. — M. v. M. 84. — v. H.s Schrökingcr v. llcudcnbcrg, österreichisch. Franz S. v. N. war 1835 Kameralrath zu Linz. 1. Schröter, Schröttcr. Joh. S., Doktor der Arzneikunde zu Jena, erhielt am 6. Dez. 1557 vom Kaiser Adel und Wappen; seine Nachkommen machten aber keinen Gebrauch davon; Heinrich Ludwig S. aber, StiftsrcgierungSrath zu Würzen, ließ den Adel seines Ur-Ur-Großvaters am 7. Aug. 1799 durch das sächsische Rcichsvikariat erneuern. Karl Ludwig v. S. wurde 1823 preuß. Kammerhcrr. Die Familie besizt iu Sachsen Bieberstein, Trebnitz und Zschorna, sv. Ledebur II. 408. - v. Hcfncr, sächs. Adel S. 47. T- 53s Wappen: In B. ein schräganfwärts fliegender r. Schröter. Diesem Wappen nach scheint die mccklcuburg'schc Familie bei v. Ledebur, II. 497, und die im Mecklenburg. Wappen- Buche, XI.V. 179, gleichen Stammes mit vorstehendem Geschlecht? zu sein, s Sächs. Wappenb. V. 86. — v. Hcfuer, Mecklenburg. Adel S. 18. T. I7.s 2. Schröter, ein Patriziergcschlecht zu Elbing, welches von K. Sigismund I. von Polen den Adel erhalten hat. Die Familie blüht noch. Wappen? Ichröttcl v. Ichröiteustciii, Joh. Josef Anton, wurde im Jahre 1718 mit „Edler von" in den alten R.Rittcrstand erhoben. M. v. M., Erg. 205. — v. H.s Schröttcul'crgcr, s. Schrottenbcrg. 1. Schröttcr, ein in Preußen wohlbegütcrtcs Geschlecht. Joh. S. wurde am 26. Mai 1685 nnter den poln. Adel aufgenommen u. 1792 vom Kaiser in den NcichSfrcihcrrnstand erhoben, sv. Ledebur II. 408. — v. Hcfuer, preuß. Adel S. 03. T. 82.s Wappen: Gevicrtet von G. u. B. mit kais. gekröntem Herz- Schild, darin ein I.. 1. u. 4. ein wachsender schw. Adler, einen r. Pfeil haltend; 2. u. 3. aus gr. Dreibcrg 2 s. Lilien wachsend. sFrhrl. Tascheub. von I859.s 352 Schrot - 2. Zchröttcr, österreichisch- Rudolf v- S- war 1835 Accessist bei der k. k- Hofkricgöbuchhaltung zu Wien. Zu welcher der genannten Familien derselbe gehört, oder ob er eine besondere bildet, bleibt zu erforschen. 3. Schröttcr, Georg Gotthclf Wilhelm, Regieruugsvicepräsideut zu Oppeln, wurde am 15. Okt. 1840 von Preußen mit Beschränkung geadelt, sv. Zedlitz. — Diplomat. Jahrb. für den preuh. Staat 1841. Abth. 2. S. Il8. — v. Ledebur II. 408. III. 341.) In Schlesien seßhaft. s- Schrvltl l>. SlarMl II. pcurlmch, altbaycr. Adel. (Schräg- gethcilt, oben laufend ein Bär.) Wolsgang und Georg die S. zu St. (Erding) in der bat) er. Landtafcl 1490. Vielleicht eines Geschlechts mit Schröttel. Ichroftnlicrg, s. Wcch. Ichroll v. Schrolleiiberg, eine böhm. Familie, die nach dem 30jährigcn Kriege und zwar in der Person des kaiscrl. Adjutanten Adam S. im I. 1660 geadelt, wobei ihr der Beiname v. Schrol- lenberg beigelegt ward. Aus dieser Familie wurde der Gutö- Besizer Jvh. Adam S. in Böhmen am 10. März 1706 in den böhm. alten Rittcrstand erhoben. (Gauhe II. 1058. — M. v. M., Erg. 205. - (N. T. A. R- - v. H.) Ichropp. Der Kornet Kristof Franz S. wurde im I. 1766 in den Rcichsadclstand erhoben. jM. v. M-, Erg. 444. — v. H.j Ichroth v. Ilohrlicrg. Der Lieut. Friedrich S. wurde 1824 von Oesterreich mit v. R. geadelt. Heinrich S. v. N. war 1357 k. k. Obcrstlicutcnant. (M. S.) 1. Ichrott, Ritter, welche nach Absterben der Fam. v. Kindberg deren Wappen erbten. Im I. 1486 wurde Jörg S. von K. Marimilian mit K. Karl's d. Gr. Schwerte zum Ritter geschlagen und Hanns Adam S. wurde am 11. Nov. 1607 in den Freihcrrnstand erhoben. (Schmutz III. 522. — Siebmacher III. 8t. n. 4. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843 S. 320. — Taschenb- der frhrl. Häuser auf 1858. — v. H.j 2. Ichrott, Dr. Valentin, österr. geh. Rath und Präsident des Appcllationsgerichts in Venedig, wurde 1352 mit dem Titel eines Frciherrn in den Adclstand erhoben. (A. A. Zeit. v. 1352.) Schrottcnbach, s. Schrattenbach. Ichrotteiibcrg, Schrattimbcrg, Schröttenberger u. Schrattim- pcrger, eigentlich Schrattcnbcrg, ein reichssrhrl. Geschlecht in Franken, das außer der vormaligen fränk. Reichsritterschaft auch der schwäbischen und der am Rh ein ströme einverleibt, im sränk. Nittcrkanton am Steigcrwald 6 und im Baunachs- Grnnde 4 Rittergüter bcsizt. Es stammt von Hammon v. S., den Kaiser Friedrich I. seiner Tapferkeit halber im Jahre 1153 zu Verona zum Ritter schlug. Die ununterbrochene Stammreihe fängt mit Friedrich, einem salzbnrg'schen Vasallen, an, der im Jahre 1322 mit Friedrich dem Schönen in der Schlacht bei Am- pfing in Bayern gefangen wurde und nach seiner Loslassung jenem nach Oesterreich folgte, an der mähr. Grenze die nach ihm benannte Herrschaft gründete n. nachher unter seine Söhne theilte, die aber zur Hälfte durch Verhcurathung an Eine v. Pettendorf beim Desccndcuzmangel des ältesten, und die andere Hälfte durch Verkauf von dieser Familie wegkam. Der Enkel Friedrich Ulrich siedelte sich im I. 1373 zu Tricnt in Tirol an. Mit dessen UrUrenkeln theilte sich das Geschlecht in zwei Linien, wovon die ältere bis 1820 in Trient blieb, wo sie mit Vigil Frhrn. v. S. er- - Schu losch. Die andere Linie zog nach Lavis und Salurn, und nachher durch Verbindungen mit Fräuleins aus fränk. Häusern nach Franken. Aus dieser Linie wurde Wolf Philipp v. S., knrmainz. geh. Rath, am 27. Sept. 1709 von K. Josef I. für sich und sein Geschlecht in den ReichSfreihcrrnstand erhoben. Viel früher (1415) erhielt obgedachter Ulrich einen Schirm- n. Schuz- Brief, den K. Ferdinand I. den Urenkeln desselben im I. 1651 als einen AdclSbrief gelten ließ. (Bucelin II. 52. — Biedermann, Steigerten Taf. 174—76. — Brandis, tiroler Chrcnkr. II. 122. Tab. 2. - Schannat, Client. Fuld. 152. — Siebmacher II. Taf. 40. n. 0. — Tyroff I. Taf. 140. — ^icbenkees I. 86 —80. — v. Lang 234. — v. Mcding II. n. 803. — Schmutz III. 5l5—20. — Haas, Gesch. des Slavcnlandes an der Aisch II. 05. — v. Hefucr, bayer. Adel S. 57. T. 50. 60. — Kneschke, Wappen I. — v. H.j Zchrottcncggcr, Karl, in den kais. Erblanden, erlangte 1636 den Adelstand. (N.T.A.N.) Ichrohlmg, Schrccksberg, eine fränkische, im ehemaligen Nitterkanton Altmühl begüterte Familie. (Biedermann, Altm. Tab. 241—43. — Salvcr 230. 538. —^ Sicb- macher II. 72. n. 6, der es Schrotöbcrg, u. v. Haustein, im Spezial- Rcgister, der es Schrotzberg nennt. — v. Mcding III. n. 751. — Griesinger 1240. — v. H.j Ichrutck v. Monte Jelvo. Der österr. Oberstlient. Franz S. wurde 1856 mit v. M. S. geadelt. (Oestcrr. Milit. Schemat. v. 1857.j si Ichuli, ein vorlängst ansgestorb. fnlda'sches Geschlecht, aus dem bloS Konrad v. S. im Jahre 1376 als Burgmann deS AbtS von Fulda vorkommt. (Schannat, Client. Fuld. 152. — v. Mcding II. n. 809. — v. H.j Ichul 'iirt, eine angeblich adliche Familie im baye r. Obermain- Kreisc. (v. Zedlitz, Ad.Lex. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 113. T. 139.) Diese Familie, früher auch Schubart genannt, besaß Schürbitz 1689 und 1829 Schönkirch in Franken. Ihre Mitglieder stehen größtenthcils in k. preuß. Kriegsdiensten. Wappen: In G. ein schw. Löwe, überdeckt von einem r. Querbalken. jv- Ledebur II. 408.) 1. Schulnirt, Schubarth, ein görlitzer Stadtgeschlecht, aus welchem Martin und Valentin S. von König Ferdinand I. am 8. Juni 1539 einen Wappenbricf erhielten. K. Rudolf II. verbesserte daö Wappen und erhob am 10. Jan. 1583 den Melchior und Stcnzel S. in den Adelstand. Seßhaft in der Neumark. Wappen? (v. Ledebur II. 408.) 2. Ichuliart. v. Ledebur, 11.408. n. V, führt noch ein dänisches Geschlecht v. S. an, auö welchem der General-Handels- Jntendant und Kammerhcrr v. S. 1811 in den dän. Freihcrrnstand erhoben worden. Wappen? 3. Zchubart v. Kleefeld. Der herzoglich koburg. geh. Rath Joh. Kristian S., der bekannte Oekonomicverbesscrcr, wurde von Kaiser Josef II. am 7. Dez. 1784 mit obigem Beinamen in den Adelstand erhoben, jv. Meding III. n. 752. — Tyroff II. <35. — v. Ledebur II. 408.) Der Geadelte war durch seine Freimaurerei sehr bekannt geworden. (Brockhaus. Convers.Lex. 5. Aufl. VIII. 834. - v. Hefner, sächs. Adel S. 47. Taf. 54. - v. H. - Kneschke, Wappen III.) 1. Ichulicrt, eine schlcs. Familie, auö welcher Kristof Leopold S. am 21. Febr. 1650 geadelt wurde. jv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 403. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 25. T. 28. — Sinap I. 982. — Gauhe II. 1059. — v. H.j 2. Ichulicrt. Wahrscheinlich schwedische Standeserhöhung. Schub — Schue 353 Wappen: In B. auf Wasser ein Schwan, über welchem ein Stern schwebt. Die Familie gehört Pommern an. sv. Ledebur II. 469.) 3. Schildert. Der Kammerrath Joh. Hubert Theodor S. in Schlesien wurde im Jahre 1699 als Legationssckretär bei der kaiserl. Gesandtschaft am preuß. Hofe in den Adclstand und im Jahre 1716 in den NeichSfreiherrnstand erhoben. HM. v. M., Erg. 99. — R. T. A. R. - v. dem Knesebeck. - v. Ledebur II. 406. III. 341. — v. Hefucr, preuß. Adel S. 63. Taf. 82. - v. H.s 4. Schubert. Joh. Krist. v. S. wurde im I. 1732 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 266.) Wahrscheinlich ist derselbe ein Nachkomme von Kristof Leopold v. S., geadelt 1656. sv. H.s 5. Schubert v. Dlaucnscls. Karl S. v. B. erhielt am 31. Mai 1717 die Bestätigung dcö seinem Vater im I. 1681 verliehenen böh m. Nittcrstandes. sM. v. M., Erg. 265. — v. Ledebur II. 469. — v. H.s 6. Schubert u. Schütterstem. Der Bürger Wenzel Michael S. zu Prag wurde im I. 1796 mit „Edler v. Schütterstem" geadelt.; sM. v. M., Erg. 444. — v. Ledebur II. 469. — v. H.s Schubcrth v. Schubertskro». Der österr. Rath u. Präsidial - Sekretär des obersten Gerichtshofes, I. S., erlangte 1851 den Adelstand mit v. Schubcrtskron. sA. A. Zeit. v. 1851.) Schubirc^ v. Chobinie, ein schon vor mehreren Jahrhunderten in Mähren begütertes Geschlecht, dem im Jahre 1612 von der Ritterschaft dieses Markgrafcnthums der vollbürtige Adel bei offenem Landtage anerkannt wurde, worüber die Urkunde bei Lcupold befindlich ist. Der Obcrstlandrichter in Mähren, Franz Julius Ferd. S., wurde am 8. Mai 1713 in den alten böhm. Herrenstand erhoben. sLcupold I. Th. IV. B. 597-664. — M. v. M. 84. - v. H.s Schuchurd v. Hohm zu Nadcbcrg. Karl August S. erhielt 1861 ein AdclSdiplom mit obigem Beinamen. sR. T. A. R.) Schuching, Schücking. Der kur kölnische u. fürstlich Münster'sehe geh. Rath und Kanzler Kristof Bernhard S. wurde am 1. Febr. 1755 geadelt. sN. T. A. N.s Ein Hr. S.-W. gibt an, daß die Schücking, Scukking und Senkte, auf Schloß Sasseuberg im Münster'schen, bis in's 16. Jahrh. ragten, ein ritterliches Geschlecht seien, aus welchem Kristof Bernhard Schücking 1757 den Rcichsadcl erhalten habe. Ob diese Linie noch blüht, ist nicht angegeben, und nur gesagt, daß Sassenberg ehemals ein sehr großes Gut gewesen. sGartenlaube v. 1862. Nr. 26. S. 3 löst Schuchmanu, Johann, kais. Oberstwachtmeister, wurde 1686 geadelt. sR. T. A. N.) Schuckhcr, Johann Bartolome!, wurde 1766 geadelt. sN. T. A. N.s Schuck»!»»». Angesessen in Mecklenburg, wo sie den Ritter- Siz (Nollin) Mölle besizcn. Aus dieser Familie war Friedrich v. S., geboren 1755, gest. 1834, welcher bis zur Würde eines prenß. Staatsmiuisters stieg. Er wurde 1825 in den Freiherrnstand erhoben und kaufte sich in Schlesien an. Noch stehen mehrere Offiziere v. S. im preuß. Heere. Die S. stammen aus einer Professorenfamilic; Heinrich S., Professor zu Rostock, gestorben 1656, war der AnHerr; er war in Osnabrück geboren und starb als Mecklenburg, geh. Rath. Hermann S. starb als Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Oberhofprediger zu Güstrow 1686. Professor Hcinrich's Urenkel, Leonhard Heinrich S., besaß Noll in im Amte Stavcuhagcn und ward unter die neuen Geschlechter von Mecklenburg aufgenommen; ein Joh. Friedrich v. S. (wann geadelt?) auf Corgow und Schwosdorf und ein KaSpar Nikolaus v. S. ans Möln unterschrieben den Erbvcrgleich von 1755. sFrauk, Altes u. Neues Mecklenburg 12. 17. — Vehse, Gesch. der kl. deutschen Höfe II. 95. — v. Ledebur II. 469. III. 341. — Frhrl. Taschenb. von 1856. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 18. Taf. 17; preuß. Adel S. 63. T. 82. — v. Zedlitz. — Leon. Dorst, allgem. Wppb. I. >67. — Mecklenburg. Wppb. — Kneschke, Wappen II.) Schüchel, Josef, wurde 1560 geadelt. sM. T. A. N.s f Schuhet, Josef, fürstlich passan'scher Rath u. Ncntmcister zu Passau, 1575. Wappen: Schild getheilt, oben in R. eine s. Gans, unten ohne Zeichen; auf dem Helm zwei Büffelhörner, in deren Mitte die GanS. Glaöfenster im histor. Verein zu Landshut 20. Nov. 1859. sv. Hfr.s f Schüller. Die Wittwe dcö Frhrn. v. S., wiedcrverehelichte Freifrau v. Franken, besaß 1786 die Hofmarken Hauzenstcin und Thonhausen auf dem Nordgau. sv. Reisach 188.) Vergl. Schuckhe r. 1. Schüler, David und Daniel, Gebrüder, aus den kaiserlichen Erblanden, erlangten 1622 den Adelstand. sR. T. A. N.s 2. Schüler ». Ichüllicrg auf Holtheim. Der Bauschreiber und Zimmerwärter S. auf dem kais. Schlosse zu Linz wurde 1641 mit obigem Beinamen geadelt. sR. T. A. N.) 3. Schüler v. Senden, eigentlich Schilden; denn Senden ist ein längst ausgestorbenes lünebnrg'sches Patriziergeschlccht. Im Jahre 1784 ward der ReichSkammergcrichtsbeisizer, zulczt großherzoglich Hess. geh. Rath und Abgesandter am k. preuß. Hofe, August Karl Bernhard S., und sein Bruder, der nachmalige k. preuß. Generallieut. Joh. Friedr. Ernst S., von K. Josef II. mit v. Schüben in den Adelstand erhoben. Die Familie stammt auö dem Hannöver'schen. Karl Bernhard S. v. S. war am 36. Okt. 1827 vom Großherzog von Hessen in den Freihcrrn- staud erhoben worden. Am 8. Dezember 1854 erhielt Ludwig v. Senden, wie die Schreibart jezt üblich ist, die pre u ß. Er- laubniß, sich Frhr. v. Senden u. Bibrav zu schreiben. sv. Hefner, preuß. Adel S. 63. Taf. 83; Hess. Adel S. 26. T. 29. - Frhrl. Taschenb. v. 1858. — v. d. Knesebeck. — v- Zedlitz; der Artikel daselbst ist auf diese Art zu berichtigen. — v. Ledebur II. 441, unter Senden; III. 344. — Dorst, schles. Wppb. I. I7-s Schüll v. Dcgclin»»». Franz S., Rittmeister der Arcierengarde zu Wien, wurde 1858 mit v. D. geadelt. sA. A. Zeit., Jan. I859.s Schälle, Johann.Heinrich, erhielt 1772 ein R.Rittcrdiplom mit dem Prädikat „Edler". Er war kais. Rath und Bcsizer einer großen Zizfabrik in Augsburg. In Bayern seßhaft. sR. T. A. R. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 113. T. 139.) Schüller v. Ehrcnthull. Der Domdcchant Johann Josef S. zu Budissin in der Lausitz wurde im I. 1782 mit v. E. geadelt und in demselben Jahre in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 261. — v. H .s Schneller v. SchiicUcrcil )» Ichrattcnhof. Der ob er österr. Hofkammerrath Auton S. wurde im I. 1734 mit obigen Zusäzen in den Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 266. — v. H.s Schliem»«», Johann Georg, wurde am 26. Juui 1697 in den 45 354 Schue — Schiit Reichöfreiherrnstand erhoben. Geadelt wurde Joh. S., kais. Oberst- Wachtmeister, im I. 1685. sR.T.A.R. — v. H.) Schueniui, s. Schuester. -s Schüpff, eine ehedem fränkische Familie, die mit denen v. Limpurg einerlei Geschlechts gewesen ist. Sie kommt zuerst im I. 1234 vor. sZedler XXXV. 1354. - v. H.) Schüren oder Schürcr, Kaöpar Josef, aus Flandern, wurde 1715 in den Neichsritterstand erhoben. sR. T. A. N.ss 1. Schürcr v. Ehrnwcrlh, Gebrüder, in österr. Diensten, wurden 1655 geadelt. sR. T. A. N ) 2. Schürer ». Waldhcim, Elias Jgnaz, erhielt am 9. Juli 1665 die Adelsbestätigung. Diese Familie gehört wahrscheinlich zu jener der S. v. Ehrnwerth. sv. Ledebur II. 417. — v. HI Schiirlei», s. Aweh den. Ichürndinger v. Schüniding, s. Schirnting. Schuester v. Ichiicnnn. Der Grenzmauthobercinnchmer Johann Franz S. in Mähren wurde im I. 1762 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 411. — v. H.s Schüßlcr. Diese besaßen im 14. n. 15. Jahrhundert mehrere Güter in St eh ermark. Kristian Heinrich und Kristian August S. wurden 1787 in den Reichsadelstand erhoben. sR. T. A. R. — v. H. — Kncschke, Wappen II. — Schmutz III. 493.) 1. ch Schütte. Dieses Namens gab es zwei Geschlechter: l. In der Provinz Brandenburg und II. in Hinterpommern. Beide sind erloschen, sv. Ledebur II. 417.) W. ? 2. Schütte v. Wnrcnsberg, österreichisch. Adolf Frhr. S. v. W. befand sich 1857 unter den unangestellten k. k- General- Lieutenants. Schütter. Die Gebrüder Karl Gottfried, Friedrich Wilhelm und Ernst August S. erlangten 1776 den Adclstand. sR- T. A. R.) Schüttcödcrg, s. Hilbert. 1. Schütz. Dieses ist auch ein Name, den viele Geschlechter ohne und mit einem andern Beinamen führen. Eine seit 366 Jahren in Hessen, Böhmen, Franken, Sachsem, England w. weit verbreitete Familie, Sinold, gen. Schütz, gehört hierher. Ihr AnHerr war der berühmte Jurist Justus Sinold, genannt v. Schütz, fürstlich Hess. geh. Rath und Kanzler der Universität Gießen, geb. 1592 in der Wetterau u. gest. 1657. Ob derselbe und seine Vorfahren schon im Adelstande gewesen, kann man nicht angeben, v. dem Knesebeck, Taschenbuch d. Adels in Hannover, nimmt solches nicht an, wogegen Zedier, Univ. Lex. XXXV. 1398, sie mit dem Adelstitcl bezeichnet. Die Nachkommen des Justus Sinold, gen. v. S., zeichneten sich mehrfach aus und verbreiteten sich in verschiedene Länder, wo sie im diplomatischen und Kriegsfach die höchsten Ehrenstellen erlangten und als Adliche betrachtet und angesehen wurden. Unter denselben wurde der kurbraunschwcig. geh. Rath und Gesandte zu London, Justus Sinold, gen. v. S., von K. Leopold I. in den Freiherrnstand erhoben. Er starb 1769. Diese Linie scheint erloschen zu sein. In Preußen, besonders in Schlesien, blüht die Familie noch. sLüdersen's Samml. — v. Ledebur II. 4l7. n. III d. Art.) Wappen: Ein Hirsch. sGauhe I. 1636. — Zedier XXXV. 1338 — 1400, woselbst ausführliche Nachrichten. — v. H.) 2. s Schütz, ein köln. Vasallengeschlccht, welches in Schw. ein g. Andreaskreuz führte. Es ist ausgestorben. IFahne I. 336. — v. Ledebur II. 4>7.I 3. Schütz, ein altes Patriziergcschlecht von Memmingen, dessen Adelsbestätigung der Rath und Bürgermeister Johann S. zu Memmingen am 17. Dez. 1751 von K. Franz I. bestätigt erhielt, sv. Lang Sil. — Siebmachcr, Suppl. X. 23. — Bayer. Wppb. VIII. 64. — v. Hefner, bayer. Adel S. I l3. Taf. 139. — v. H.) Wappen: Gcviertet; 1. u. 4. Feld in S. ein r. gekleideter Schüz mit gespanntem Bogen; 2. u. 3. F. in Schw. zwei s. krcuzwcis gelegte Stäbe mit Lilien. 4. Schütz, in Meißen und Thüringen, eine alte, angeblich von den nürnberger Patriziern abstammende Familie, die ihren Rittersiz Erdmannsdorf (insgemein Etzdorf), bei Chemnitz unter dem Amte Augustusberg gelegen, über 366 Jahre inne hatte. Schon am 8. Febr. 1486 hatte K. Friedrich III. diesem Geschlechte, besonders den Brüdern Hanns und Ulrich, ein adlicheö Wappen ertheilt, und Kaiser Karl V. ertheilte seinem zu diesem Geschlechte gehörigen Rath und Geheimsekretär Ulrich S. am 15. Febr. 1539 den Adel. sGauhe I. 163. 1637 u. f. — Zedier XXXV. 1384. - Siebmacher V. 141. n. 12. — v. Meding I. n. 783. — v. H.) v. Zedlitz, Ad. Lex., führt eine Familie v. S. an, welche aus Sachsen stamme. Aus derselben trat Hanns Adam Heinrich v. S., der Sohn eines kursächs. Obersten, in preuß. Dienste, zeichnete sich als Husarenoberst aus, blieb 1745 im Gefechte und hinterließ einen Sohn, der ebenfalls in preuß. Kriegsdienste trat. Es ist mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß dieser Hanns Adam Heinrich zu dem meißner Geschlecht v. S. gehörte. Vergl. Schütz v. Leipoldsheim. sv. Hefner, sächs. Adel S. 47. T. 54.) Wappen: Quergetheilt; oben in G. ein einköpfiger schwarzer Adler, unten in B. ein g. schreitender Löwe. 5. Schütz, Nürnberg. Patrizier. Wappen: In G. ein mit schw. Pfeil gespannter schw. Bogen, sv. Ledebur II. 417.^ Wappen- Brief vom 8. Febr. 1486. so. Meding I. S44. — Gauhe II. 1353. — Siebmacher II. 153. n. 7. — v. H.) 6. Schütz, ein altes schles. Geschlecht, verschieden von dem neueren Geschlechte dieses Namens. Dasselbe bcsizt Magnitz bei Breslau 1762. sv. Ledebur II. 417. n. XI des Art. — Siebmacher II. 48.^s W-: In B. ein s. mit den Hörnern aufwärts stehender Halbmond, über welchem drei Sterne. 7. Schütz, Hanns Albrecht, des Herzogs von Mecklenburg geh. Kammerrath, wurde am 16. November 1767 geadelt. Seine Nachkommen befinden sich größtentheils in k. preuß. Diensten sv. Ledebur II. 417. n. XIII des Art.) W.: Gespalten in R. u. B., darin ein aus Wolken reichender geharnischter Arm mit Bogen, von zwei Sternen begleitet. 8. Schütz. Die Brüder Kaspar Philipp und Ernst Gottlieb S., GntSbesizer in Schlesien, wurden am 25. Okt. 1769 in den böhm. Ritterstand erhoben. Es ist solches dasselbe Geschlecht in Schlesien, welchem Zobten bei Löwenberg gehörte. Siehe Schütz v. Zobten. Wappen? sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 417. n. XII des Art. — Sinap I. 838. II. 982 u.s. — M. v. M., Erg. 206. - Gauhe I. 1637. II. 1053. — v. H.) 9. Schütz, in Thüringen. Diese stammen ebenfalls von dm Schütz 355 Nürnberg. Patriziern ab, sind aber von den in Thüringen zu Wandersleben begüterten S. ganz verschieden. fGauhe II. 1059. — Zedier XXXV. 1384 u. f. — Siebmacher I. 149. n. 7. — v- Meding 1. n. 785. — v- Ledebur II. 417. — v. H.j W.: In G. s. Kopf u. Hals eines Vogels. 10. Schütz. In Oesterreich wurde Karl Friedrich v. S. im Jahre 1764 in den Freiherrnstand erhoben; man weiß aber nicht, zu welcher Familie derselbe gehörte. sM. v. M., Erg. 99.sj 11. Schütz- Joh. Friedrich und Georg Karl Gotthelf, Gebrüder S., wurden am 2. April 1790 von K. Friedrich Will). II. von Preußen in den Adelstand erhoben. Johann Friedrich S., geb. 1744 zu Pasewalk, war geh. Kriegs- und Domäncnrath und starb 1798- Der Andere war geh. Kriegs- und Domänen- Rechnungsrath und starb 1805. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 419. III. 342. — Preuß. Wppb- IV. 56.1 W.: Gespalten; vorn in R. ein senkrecht gestellter g. Bogen; hinten in Schw. 2 schräg über's Kreuz gelegte s. Pfeile. 12. Schütz, Johann Georg, geh. Oberfinanzrath, erhielt am 10. Juli 1803 den prcnß. Adel. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 419. — Preuß- Wppb. IV. 57 .s Wappen: Geviertet; 1. u. 4. F. in G. Kopf und Hals eines gekr. schw- Adlers als Anlehnung an das thüring. adl. Geschlecht v. Schütz; 2. u. 3. F. in B. 3 über's Kreuz gelegte s. Pfeile. 13. Schütz. Gauhe, II. 1059, und Siebmacher, V. 90. n- 9, führen eine adliche Familie v. S. zu Buechcn auf, von welcher man nichts weiter anzugeben weiß. Wappen: In Gr. ein s. Löwe, drei Pfeile haltend. Fränkisch. 14. Schütz v. Adctsbcrg, Adlersberg, später Schütz-Wummern. Diese sind dem Ritterkanton Rhön-Werra immatriknlirte Freiherren, die auch im Württemberg'schen u. beim Kammergericht zu Spei er bekannt waren. Sie sind dermalen in Württemberg unter dem Namen S.-P. ansässig, bestzcn Hohenstein und haben Adelsbcrg 1804 verkauft. Im I. 1719 wurde die Familie in den Freiherrnstand erhoben. Joh. Heinrich v. S. war Württemberg. Konferenzminister, gest. 1732. Dieselbe Stelle bekleidete sein 1765 gestorbener Sohn Andreas Heinrich v. S. sGricsingcr 1242. — v- Hefncr, Württemberg. Adel S. l l. T. 14. — v. Ledebur II. 417. — Frhrl. Taschenbuch von 1856. — Württemberg. Adelsbuch. — L. Dorst u. I. A. Tyroff, württ. Wappenbücher.j Wappen: Im gr. Schildeshaupt ein s. Stern zwischen zwei s. Lilien; 1. u. 4. Feld drei schrägrechts gelegte r. Pfeile in S.; 2. u. 3. F. in N. das Brustbild eines gr. gekleideten Mannes. sKneschke, Wappen Il.f 15. Schütz v. Eistingcnthat, in Schwaben. sGanhe II. 1059. — Siebmacher l. 120. n. 2. — v. H.s W.: Quergethcilt v. R. u. S., darüber ein Traubcnblatt. 16. Schütz v. Hoizhauscn, eine alte rheinländ. Familie, wovon 1480 eine Branche im Stifte Paderborn ausgestorben ist. Ihre Stammrcihe fängt Hnmbracht mit dem I. 1351 an. Die Familie, welche häufig zu Frankfurt a/M. wohnt, blüht noch, ist aber verschieden von dem dasigcn Patriziergcschlccht v. Holz- hausen, dessen Stammsiz in der Wctteran lag. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1853. — Zedier XXXV. 1411—13. — Fahne 1.396. 11. 134. — v. Hefner, nass. Adel S. 9. T. 10. — v. Ledebur II. 417. Hnmbracht, Tab. 161. — v. Hattstein I. 522—30. — Salver 348. — Gauhe I. 1639. — Weingartcn's Fürstensp. II. 276. - v. Meding I. n. 786. — v. H.f Wappen: In G. drei schw. Hüte. 17. Schütz v. Leipoldshcim. eine böhm. gräfliche Familie, die mehrere Güter im bunzlauer Kreise hat und früher schon in der Lausitz und in Schlesien bekannt gewesen sein soll. fWcingarten's Fürstensp. I. 276. — Gauhe I. 1638. — v. Ledebur II. 417. — v. H.j Wappenbricf nebst Adel für Hieronimus S., ans dem nürnberger Geschlecht, vom 15. Febr. 1539. Auch in Erfurt seßhaft, im Meißnischen u. in der Oberlausitz, 1507; darauf in Böhmen; sie werden auch S. v. Schütz ki genannt und erlangten 1665 den Freiherrnstand, später die Grafen- Würde. fSiebmacher V. 301. 141. — Dorst, allg. Wppb. Taf. 201. — Zedier XXXV. I4l2.f Siehe Schütz in Meißen. W.: Quergethcilt; oben in G. ein schw. einköpfiger Adler, unten in B, ein g. Löwe. 18- Schütz v. Mobrzistzky. Der Amtsverwaltcr Martin S. wurde im I. 1702 mit obigem Beinamen in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 38l. — v. HI 19. Schütz v. Mosbach, ein thüring., auch in den Rhein- Landen und in Böhmen seßhaftes Geschlecht, dessen Stammhaus M. bei Neustadt an der Orla liegt. Sie kommen auch je nach ihren Bestzungen unter folgenden Namen vor: S. v. Rossolo wski in Böhmen, S. v. Qrlamünde 1601, S. v. Weissensclö, S. Weissen-Schirmbach 1516. fv. Hefner, sächs. Adel S. 47. Taf. 54. — v. Ledebur II. 417. — Siebmacher I. 128- n. ll, der sie aber Schürzen schreibt. — v. Meding III. n. 755. — König III. — Gauhe I. 1637. — Zedier XXXV. S. 1413. - v. Hst 20. Schütz v. Pansdorf, ein niederlansitz. Geschlecht, das von den schles. S. abstammen soll und dessen Stammsiz gleichen Namens unweit Cotbus liegt. fSinap I. 833. II. 982 u. f. — Gauhe I. 1637. — Zedier XXXV. 1413. - v. HI Es mag wol dieselbe Familie sein, deren Grosser in seinen lausitzer Merkwürdigkeiten als Besizer von Behrsdorf erwähnt. Die Familie ist seit dem 16. Jahrh. auch in Brandenburg und Pommern begütert, fv. Ledebur II. 417. n. X des Art- — Siebmachcr III. 138.f W.: Quergethcilt, oben in B. das halbe Bild eines Bogcnschüzen, unten fünfmal schrägrechts in S. n. B. getheilt. 21. Schütz ii. Pstilstadt, ein seit dem I. 1708 in der Landtafel der sulzbach. Stände in Bayern erscheinendes Geschlecht, dessen Freiherrnwürde durch ununterbrochenen Besizstand bis zum Jahre 1711 zurück erprobt ist; auch kommt Joh. Heinr. S. v. P. im I. 1671 w. als Reichshofrath vor. fv. Lang 234. — Gauhe I. 1636. — Zedier XXXV. 1413. — v. Hefner, baycr. Adel S. 57. T. 60. — v. H.f Wappen: In B. ein r. gekleideter halber Schüze mit gespanntem g. Bogen mittels Pfeil. 22. Schütz v. Iloseiiroth. fSiebmacher V. Zus. 24. n. II. — v. H.j 23. Schütz v. Zchötzkq. Diese stammen von den S. v. Lei- pvldsheim und wendeten sich nach Ungarn, nachher wieder zurück nach Böhmen und erhielten die Grafenwürde. sZcdler XXXV. 1412. — v. H.sj Siehe S. v. Leipoldsheim. 24. st Schütz v. Schützciihoven. Joh. Heinr. S. (auch Schitz) erhielt am 19. Jan. 1695 vom Kurf. Mar Emannel den Freiherrnstand. fDekretenbuch. — Siebmacher, Suppl. VI. 26.f 25. Schütz v. Trömbach, ein rheinländ. Geschlecht, welches mit den S. v. Holzhausen Eines Stammes ist. Die Wappen sind jedoch sehr verschieden; denn die S. v. T. führen in Schw. 45* 356 Schütz — Schul einen g, Sparren, ans dem rechts und links je drei gr. Blätter mit Stielen bervorwachseu. IGauhe 1> 1637. — Siebmacher I- t33- n. t3. — Z-dler XXXIX. 1413. - v. H.s 26. Schütz v. Wandcröiclic». In dem jezt preuß. Orte W. in Thüringen hatten diese S. auch ein Gut (das jezige v. hen- ning'sche). Sie sind aber von den obigen thüring. S. verschieden. (Sicbmacher I- <49. n. 8. — Gauhe II. 1059. — v. Meding I. n. 785. - v. H .s W.: In B. zwei aufwärts stehende g. Spizen, oben drei Ringe, zwischen den Spizen unten deren zwei. 27. Schütz auf Zobtc», eine schles. Familie, die zn Anfang des 18. Jahrhunderts vorkommt, aber von den andern schlcsischen Geschlechtern dieses Namens ganz verschieden ist. sGauhcll. 1059 n. f.j Siehe S ch ü tz in Schlcsie n. Schütz, s. Modrzytzky. Schütze, Friedrich Wilhelm und Friedrich Wilhelm Ludwig, Gebrüder, Bankiers, wurden am 11. Nov. 1786 geadelt. Seßhaft auf Schön eiche. sVehse, Gesch. des preuß. Hofes und Adels III. 285. - v. Ledebur II. 419. — Preuß. Wppb. IV. 57. — v. Zedlitz.s Wappen: In B- ein aus Wolken reichender geharnischter Arm, der einen g. Bogen hält- Ichützcnau, f. Brenn schütz. Schützeiithal, f. Gunsten au. SchuhlNs. Der Oberst bei der Artillerie w., Franz v. S., wurde im I- 1798 in den Freiherrnstand erhoben. ,M. v. M. 85. — v. H.j Ichuhkiiecht v. TrcuniW. Der kais. österr. Oberstlicutenant Ant. S. wurde 1845 mit v. T. in den Adelstaud erhoben. sE. S.s Schuhman» v. Glückstcin. Der Rittmeister Johann Adam S. wurde im I. 1899 mit v. G. geadelt. W. v. M., Erg. 444. — v. H.j Ichukliccht. Der Dcchant auf dem Wisch ehrad, Prokop S., wurde im I. 1761 in den Ritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 206. - v. H .s Schulcnburg, v. d., Schuylenburg, Schulemburg, Schulmburg, Schulenborch, Schulenborg. Dieses thcils adliche, theils frciherr- lichc, theils gräfliche Geschlecht hat sich in der Mark Brandenburg, wo es das Erbküchemncisteramt befizt, in Kur-, jezt Königreich Sachsen, in den Herzogthümcrn Braun schweig und Magdeburg, in den Fürstenthümern Halber st adt, Anhalt, Sachsen-Gotha und Altenburg, in der Nieder!ausitz und in mehreren andern Landen verbreitet. Es hatte vor Zeiten die Münzgcrechtigkeit, war vom Landgerichte Tangermünde erimirt, und hielt selbst zweimal jährlich Landgericht zu Apen bürg und Betzendorf. Es soll dieses Geschlecht von Kaiser Karl d. Gr. seinen Ursprung haben, und Einer von demselben Kaiser zum Ritter geschlagen worden sein; doch wollen Andere, daß sie zur Zeit, als die Wenden aus der Mark vertrieben worden, mit Markgraf Albrccht dem Bär schon als Ritter dahin gekommen seien. Heinrich v. S. wurde im I. 1356 von K. Karl IV. auf dem Reichstag zu Nürnberg wegen der vielen Dienste, die er bei Verfertigung der goldenen Bulle geleistet, zum Ritter geschlagen. Im I. 1565 wurden die Gebrüder Jakob, Alexander und Daniel v. d. S. von K. Ferdinand I. in den Freiherrnstand erhoben; die Nachkommen des Daniel blühen noch. Im I. 1644 erhielt Johann Heinrich v. d. S. von K. Ferdinand III. die Freiherrnwürde. Dieser Zweig ist erloschen. Am 21. März 1667 ward Achaz v. d. S. von K. Leopold I. mit dem Frciherrnstand begnadigt; auch seine Linie ist abgestorben. Alexander v. d. S. erlaugte 1794 als Gencrallientcnaut und Gouverneur zu Stade die Freihcrrnwürde, und ebendenselben Stand am 4. Dez. 1713 der kurbraunschwcig. Gcuerallieut. Alexander v. d. S. In den Grafenstand wurden vom Kaiser am 14. Okt. 1715 erhoben der venetian. Fcldmarschall Mathias Joh. Frhr. v. d. S. nebst seinen Brüdern, dem kursächs. Generallicut. Daniel Bodo, und dem großbritann. Kammerherrn Friedrich Wilhelm v. d. S., nebst ihren Schwestern Ehrengard Melusina und Marg. Gertrud. Dieser Ast ist gleichfalls erloschen. Am 21. April 1722 ward die ebeugcdachte Ehrcugard Melusina Gräsin v. d. S. vom Kaiser zur Fürstin v. Ebcrstcin erhoben, nachdem sie bereits vom König von England zur Herzogin v. Kendale ernannt worden war. Am 7. Dez. 1728 wurde der k. preuß. Gcncrallieutenant Adolf Friedrich u. der knrhannöv. Oberjägermcister Kristian Günther Freiherren v. d. S. vom Kaiser in den Grafcnstaud erhoben. Es waren Söhne einer Schwester des venetian. Feldmarschalls, welche wieder mit einem v. d. S. vermählt war. Adolf Friedrich ist der Stifter des Hauses Wolfs bürg und Kristian Günther des älteren u. jüngeren Hauses Hehlen. Der k. preuß. Ober- Jägermeister und Staatsmiuistcr Georg Anton v. d. S. auf Lieberose wurde vom Kaiser am 29. März 1734 in den Grafcnstaud erhoben; auch seine Linie ist abgestorben. Am 8. Mai 1741 erlaugte der k. dänische Feldmarschall Werner v. d. S. die Lehngrafcuwürde; seine Linie ist ebenfalls wieder abgegangen. Alexander Friedrich Kristof v. d. S. erhielt am 29. Juli 1753 von K. Friedrich II. von Preußen die gräfliche Würde. Am 7. Aug. 1786 wurden die Gebrüder Lewin Friedrich und Moriz Heinrich v. d. S. auf Burgscheidungen vom Kaiser in den Grafenstand erhoben. Am 2. Okt. 1786 erhielten Friedrich Wilhelm v. d. S. auf Kuhnert und Alexander Friedrich Georg v. d. S. auf Blumenberg vom König von Preußen die gräfliche Würde. Der k. d ä n. Generallicut. Joh. Heinr. v. d. S. auf Lieberose wurde am 39. Mai 1788 vom K. von Dänemark und am 7. Aug. 1799 vom sächs. ReichSvikariat in den Grafenstand erhoben. Diese Linie ist erloschen. Am 11. Sept. 1799 wurde Dietrich Ernst Otto Albrccht v. d. S., der Neffe und Majoratserbe des Joh. Heinrich v. d. S. auf Licbcrose vom sächs. ReichSvikariat zur Grafeuwürde erhoben u. diese Standes - Erhöhung von Preußen 1791 anerkannt. Philipp Ernst Alexander v. d. S. auf Emden, August Karl Jakob v. d. S. auf Altenhausen u. Leopold Kristian Will), v. d. S. auf Bodendorf, sämmtlich Gebrüder, erhielten am 6. Juli 1798 die preuß. Grafenwürde. Am 17. Jan. 1316 erlangte Friedrich Ferdinand Bernhard Achaz v. d. S. auf Lieberose den preuß. Grafcn- stand. Im I. 1844 wurde durch den König von Hannover der den Vorfahren des Gutsbesizcrs Alexander v. d. S. von Kaiser Karl VI. im I. 1713 ertheiltc Frciherrnstand anerkannt. IE. S. — v. dem Knesebeck. — Jakobi, Staatshdb. auf 1800. ^ Allg. hist. Lex. IV. 584. — Pratje, altes u. neues Bremen VII. 252. — v. Bcust, Staatsauz. I. Heft- — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1837 u. f. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat >843. S. 272. — Grote, hauuöv. Wppb. — Mecklenburg. Wppb. — v. Ledebur II. 409. III. 34l. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 26. T. 29. 30; hamröv- Adel S. 25. T. 29; Mecklenburg. Adel S. l8. T. 17; Hess. AdcÜS. 25. T. 28; sächs. Adel S. 5. T. 4.'- Sächs. Wppb. VI. 7. — Kneschkc, d. Grafenh. — Zedler XXXV. 1532. — M. v. M., Erg. 29. - Schule - Fcarinci Vita Alerandri Scbnlenburg. — Tribus libris carmin. illustrata, Vit. 1584. 8. I. Alph. I Bg. — Verschiedene spezielle Fam. Nachrichten findet man verzeichnet in Kiistncri Bibl. hist. Brandenburg. I. 748 —5tZ. II. 145 —5V; auch in Wciscn's Litt, der sächs. Gesch. II. 633 — 36. — M. Vit Smaler, 2. Leichenprcd. ans Joach. v. S., auch vom Urspr. u. Abkunft dieses Geschlechts. Alt-Stettin, 1596. 4. 6'/a Bg. — Abr. Gastonis Or. de vita et obitn Neichardt Schulenburgii, in qua de angine, progcessu et linea fainiliae. Francof. 1601. 4. 5 Bg. — Nnde- inanni Collect, hist PalacoMarch. III. 295-384, in König III. IV2V -26. — L. Peckenstein, Anlacnm Schnlenbnrg. Lips. 16IV. 4. und in König III. 995-1043. - Peckenstein, theatr. Saron. 131-37. - T. Serasii Schnlenbnrg. e. h. gencrosae-Schulcnbnrg. prosapiac er antiquis vestigiis monnmentis dednctis. Magdeburg. 16t t. 4. 5 Bg. Teutsch. Ursprung des uralten weltberühmten adl. Geschlechts der v. S. Magdeb. 1611. 4. 5'/a Bg. Ej (ScrasiiI Schulcnbnrgiados nsqnc ad usitatam generosae prosapiae in albam s. seniorem et nigruni sive juniorem digotoniian pro- dnctac er archivis, dcfunctor. codiciUis, cocnobianis etc. T. II. 4. 5 Bg. Ej. Schulcnbnrgiados per gcneralcm albae prosapiac lincam, gnae Bns- sonia dicitnr er gencalogia in Chph. a Schulcnbnrg. collect« etc. ib. e. 3^/a Bg. n. alle drei teutsch. vom Ursprung des uralten Geschlechts der v. Schnlenbnrg. Magdeb. 1611, in Collect. March. V. I u. ff. X II. 1—52. — M. Hcinsii Leichenprcd- W. v. S sammt Bericht vom Urspr. und Aufnahme dieses Geschlechts. Frankfurt, 1645. 4. 9 Bg. 1646. 4. 10 Bg. — v. Uechtritz, Ehrcngcd. seiner verstarb. Gemahlin, mit histor. n. geneal. Amncrk. 1706. f. — Seifert's Ahnentafeln II. — Waltheri singnlaria Magdeburg. P. XI. Cap. 4. — Grundmann 48. — Angcli, Annal. S. 245 u. ff. — Praun's adl. Europa §. 759. — Hübncr III. Tab. 995 — 998. — Pfeffingen, Hist. des braunschwcig-lünebnrg. Hauses I. 613 — 642. — Bcckmann's anhalt. Hist. III. 995 — 1043. — Harenberg, Hist. cccles. Ganderöh. p. 1475 — 78. In Cramer's Gr. Kirchenchronik, IV. 56, steht auch eine kleine Stammlistc derselben. — Gauhc I. 1639 — 1647.11.1795- 1805. — Zedier XXXV. 1501-1535. — König III. 1020 u. ff. - Spangenberg, Adelsspiegel T.II. Lib. II. C. 16. p. 195. — Allgcm. geneal. Handb. I. 784—800. — F. Glaffey, kurze hist. Beschr. des frhrl. und hochadl. Geschlechts derer v. Schnlenbnrg von dem sardin. Gcncralfcldzengmeistcr Frhrn. v. S-, ein Mannskript. — v. Uechtritz, Geschl. Erz. I. 25. Taf. III. 256. — Chr. Goclcn versprach auch eine Geschichte dieses Geschlechts. — Der Kammcrsekretär Frcybcrg zu Magdeburg arbeitete im I. 1785 an einer Geschichte der adl. Familie v. d. S. — Hartmann's Samml. — Lüdersen's Samml. — Sicbmacher hat zwei ganz verschiedene Wappen, wovon er das eine, I. 168. n. 10, unter den sächsischen, das andere, II. III. n. 11, unter den rheinländ. Adel sczt. — v. H.j Schiller, Johann David, fürstlich hessen - kasse l'schcr Oberst, und Ferdinand Heinrich, fürstlich Hessen - kassel'schcr Major, wurden 1773/2 geadelt, sv. Hefner, Hess. Adel S. 25. T. 28. - R. T. A. R.j Ichulhcini, österreichisch. Georg Edler v. S. stand 1857 als Major im 25. k. k. Jägcrbataillon. Schulhcim, s. Zaudiel. Schutin, eine anS dem Baircnth'schen stammende und in der Person des Staatsministcrs Johann Sigismund S., cum jure majoratus, am 5. März 1750 in den dein. Grasenstand erhobene, begüterte Familie. sTaschcnb. der gräfl. Hänser auf 1844 n. f.j Schulter v. Sehulleru. Der k- Nichter zu Znaim, Peter S., wurde am 4. Mai 1713 in den böhm. Adclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 444. — v. H.j Schulstei», österreichisch. Ferd. Ritter v. S. war 1796 Bischof zu Leutmcritz in Böhmen. sWicncr Adreßbuch 1796.j 1. Schutte, Schölte, Schnitze v. der Lühe, eines der ältesten brem. Geschlechter, das bei den Erzbischöfcn das Erbküchenmeister- Amt des BisthnmS Bremen besaß, und früher waren sie wahrscheinlich deren Beamte, Schultheißen w., worauf sie ihre» alten Namen Lüh oder Lühe in den Amtsnamen Schulze verwandelten, auch sich Burgmanncn und Erbhcrren auf Horneburg nannten, sv. Meding l. n. 780. — Siebmacher I. 186. — Köhler, von Erblandhofämtern S. 59.j Die Familie ist von denen v. d. Lühe in Mecklenburg wol zu unterscheiden. sGauhe I. 1647 u. f. — - Schult Z57 Zedier XVIII. 1083. XXXV. 1560. — Mußhard 450. — Grote, han- növ- Wppb. — v. H. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 25. T. 29.j 2. Schulte. Die Schulten oder Schnitzen im Stettin'- schen, Stolpe'scheu und in Rügen sind von den Schulte im Bremen'schen, unter 1, wahrscheinlich ganz verschieden. Zu ihnen gehörte der schwed. Generallieut. Valentin S., der im I. 1723 verstarb. sMicrälius VI. 375. - Zedier XVIII. 1083. - Gauhc I. S. 1648. — Sicbmacher I. 186. n. 12. V. >60. n. 6. — v. Meding I. n. 780. 781. — Köhler, von Erblandhofämtern 59 n. f. — Lüdersen's Sammlung. — v. H.j Ichultcnjügcr, Schultenjager, seßhaft in Pommern. Wappen wie Schölten, sv. Ledebur III. 342.j Schulter, Johann Florian, wurde 1623 geadelt. sR. T. A.R.j Schuttes. Der HofkammerrechnnngSkommissär und Gerichts- Schreiber S. zu Wolfrathshausen, später Oberaufschlags - Beamter zu München, erhielt am 21. Juli 1796 vom Kurf. Karl Theodor ein Adels- und Rittcrdiplom. sv. Lang 541. — v. Hefner, baycr. Adel S. Il4. T. 139. — v. H.j Schultesseii, Jakob, kais. Hofkonzipist, erlangte 1636 den Adelstand. sR. T. A. R.j Schultcjj, Gebrüder, erlangten 1665 den Adel. sR. T. A. R.j ch Schulthuiziiiger zu Ichulthaizinger. (Gespalten mit einem Schwamm oder Pilz.) Georg S. zu S. steht in der bayer. Landtafel 1496. sO. S.j Ichutthlius v. Moos, ein tiroler Geschlecht, dem Nradel angehörend, lebt unbegütert jezt zu St. Paul bei Bozen und beruht nur noch auf vier Augen, sv. Hefner, Erg. Bd. S. 26. T. tl.j 1. Schultheiß, Joh. Franz, Ncichspostmcister zu Memmingen und Di Hingen, wurde im I. 1736 geadelt. sM. v. M., Erg. 445. — v. H.j 2. Schultheiß u. Sindlingen, eine Überlingen Patrizierfamilie, sv. Hefner, bad. Adelj Schulthcs, Johann Adolf, herzoglich sachsen-gotha'scher und sachscn-koburg'schcr Hofrath und Jnstizamlmann zu Themar, wurde 1797 in den Adelstand erhoben, sv. Hcfner, sächs. Adel S. 47. T. 54. — R. T- A. R. j Schulthrß, wurde um vom Herzog von Sachsen-Koburg geadelt. Vielleicht nur eine Anerkennung des Vorstehenden. 1. ch Schultz. Im Jahre 1586 ward der herzoglich sachsen- lauenburg. Landrath Dr. Hieron. S. auf Obermarschacht im Lüncburg'schcn vom Kaiser geadelt. Die Familie ist im Ur- Enkel 1756 erloschen, sv. d. Knesebeck. — v. Meding I. n. 782.j 2. Schultz, Heinrich, wurde am 16. Okt. 1656 vom Kaiser in den Adclstand erhoben, sv. H.j Der Amtsvogt im fürstlichen Stifte Hildeshcim, Joh. Heinrich v. S., wurde am 12. Dez. 1751 in den Ritterstand erhoben. sR. T. A. R.j Der Reichs - Tarator Joh. Ferd. Edler v. S. erhielt mit seiner Gattin Maria Anna, geb. Penkgraf, im I. 1783 die Bestätigung des Neichs- Nitterstandcs mit „Edler Herr". sM. v. M., Erg. 266. — v. H.j 3. Schultz, Schulst, Kaspar Ernst, nachhcriger preußischer Generallicutcnant und Kommandant zu Breslau, Erbhcrr aus Mahler, und sein Stiefbruder Friedrich Bönning-Schultz, wurden am 31. Juli 1732, beide unter dem Namen v. Schultz, in den preuß. Adclstand erhoben. Sie waren die Söhne eines Jngenieurkapitäns. Die Familie ist in Schlesien seßhaft. sv. Zedlitz. — Pauli, Leben großer Helden II. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 118, woselbst Schulse steht. — 358 Schult — Schmu v. Ledebur II. 415. — Preuh, Wppb. IV. 58. — v. Hcfner, Mecklenburg. Adel S. 18. T. 17.) 4. Schult), eine am 18. Nov. 1739 von Preußen geadelte Familie. sv. Zedlitz. — v- Ledebur II. 4l5. — Preuß. Wppb. IV. 574 5. Schult), schwcd. Kornet, Erbherr zu Lübbert, Rentherr in Liefland im Windischen, wurde 1772 in den Reichs - Adelstand erhoben. fR. T. A. R.) 6. Schult). Ioh. Arud Benjamin v. S. auf Chotzczewcn, Jegodneu und Pustnik in Preußen erhielt daselbst 1772 das Jndigenat. Weiter konnte v. Ledebur, II. 415, über diese Familie nichts angeben. Wappen? 7. Schult), Dietrich Wilhelm, Major, geb. 1734 in der Altmark, wurde 1787 von Preußen geadelt, fv. Zedlitz.) 8- Schutt), Johann Friedrich Kristian, Inspektor und Ober- Prediger zu Straß bürg in der Uckermark, wurde 1789 geadelt. sv. Ledebur II. 415. n. III des Art — R. T. A. R) 9. Schult), eine am 3. Mai 1799 u. am 29. Dez. 1819 von Preußen geadelte Familie, so. Zedlitz. — v. Ledebur ll. 418. n. V des Art. - Preuß. Wppb. IV. 58.) 19. Schult), Johann Karl, auf Waldau in Pommern, wurde am 5. April 1894 in den preuß. Adelstand erhoben. Er erhielt dasselbe Wappen, wie der 1787 geadelte Major Dietrich Wilhelm v. S. sv. Zedlitz. — v. Ledebur lt. 415. — Preuß. Wppb. IV. 57. 59.) 11. Schult), Karl August, preuß. Generalmajor, gest. am 3. Febr. 1899, wurde kurz vor seinem Tode geadelt. sv. Ledebur II. 415. n. V des Art.) 12. Schultz. In Mecklenburg befindet sich eine Familie v. S. mit von dem anderen Mecklenburg. Geschlechte v. Schulse verschiedenem Wappen. sv. Hefuer, Mecklenburg. Adel S- 13; Erg. Bd. S. 33.) 13. Schultz v. Grumfchütz, ein schles. Geschlecht, aus dem Matthäus S., ein gelehrter Pfarrer zur Zeit Luther's, mit dem er korrespondirte, bekannt ist, der zulczt Bischof zu Brandenburg und deS Kurfürsten vertrautester Rath war. sSinap II. 217. 976. — Angeli, mark. Chronik 266. — Gauhe I. S. 1650. — v. H.) 14. Schult) v. Schultendorf, Andreas, wurde am 26. Febr. 1661 in den böhm. Adelstand erhoben- sv. Ledebur II. 416. — v. Zedlitz. — v. H.) 15. Schult) v. Schult)cr. Ehrig Georg S., unter den königl. schwcd. Truppen, erhielt 1762 ein Reichsadelsdiplom. sR. T. A. R.) 1. Schult)e, Wilhelm, Sekretär bei dem russ. Senat, ist wegen seiner bei der russ. Handlnngskompagnie geleisteten Dienste am 19. Dez. 1719 in den preuß. Adelstand erhoben worden, fv. Hellbach, Samml.) v. Ledebur, II. 416, sagt, erneuert sei der Adel worden. fPreuß. Wppb. IV. 58.) 2. Schult)c. Der Rittergutsbefizer Johann Georg S. wurde 1799 vom sächs. Reichsvikariat geadelt, sv. Hellbach, Samml. — v. Ledebur II. 416. — Tyrofs I. 180.) Die Familie ist in der Oberlausitz angesessen, sv. Hcfner, sächs. Adel S. 47. Taf. 54. — Kncschke, Wappen II.) 3. Zchult)c, oder, wie v. Zedlitz in seinem Adclslerikon schreibt, Schulze, Kristian Ludwig, geh. Finanzrath, wurde am 27. März 1791 in den preuß. Adelstand erhoben. sv-Hellbach, Samml. — ».Zedlitz. — v. Ledebur II. 416. — Preuh. Wappenbuch IV. 58.) 4. Schult)?, nach v. Zedlitz's Angabe Schulze, Samuel, Stadtrath in Memel, ist am 19. Jan. 1894 vom König von//,! Preußen geadelt worden, sv. Hellbach, Samml. — v. Zedlitz. — Preuß. Wppb. IV. 59. — v. Ledebur II. 416.> 5. Zch«lt)e< oder nach v. Zedlitz's Schreibart Schulze, Rittmeister im v. usedom'schen Regiment, erhielt am 13. April 1811 den preuß. Adelstand. sv. Hellbach, Samml. — v. Zedlitz.) 1. Schul), Ludwig Heinrich, wnrde 1899 geadelt. sR. T. A. N- - v. Hefner, Erg. Bd. S. 33.) 2. Schul), Eduard, Major, wurde 1854 in den Adclstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1854. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1854.) 3. Schul) v. Eulenburg. Der Hauptmann Josef S. wurde im Jahre 1829 mit v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 445. — v. H.) 4. Schul) v. Lcichtenlhol. Der Stückhauptmann Johann S. auf dem Spielbcrge zu Brünn wurde im Jahre 1757 mit v. L. geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.) 5. Schul) v. Leitershofen, österreichisch. Klothar S. v. L. stand 1857 als Oberlieutenant im 3. k. k. Ul. Regiment. 6- Schul)-Marlin. Der Kontributionshauptkasster KaSpar S. wurde im I. 1769 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.) 7. Schul) v. Nothciiackcr. Der Hauptmann Kaspar S. wurde im I. 1786 mit v. R. geadelt. sM. v. M., Erg. 445. — v. H-) 8. Schul) v. Ztcrnwold. Der Sappeurhauptmann Franz S. wurde im I. 1819 mit v. S. geadelt. sM. v. M. 261. - v. H.) 9. Schul) u. StruhnitM Der westgaliz. Gubernialrath Leopold S. wurde im I. 1893 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 261. — v. H. - v. Hefner, galiz. Adel S. 26. T. 28.) Schulgcii. Am 8. Sept. 1792 ward der Oberkriegskommissär und Oberamtmann zu Kalenberg und Kölbingen, Heinrich Kristof S., gest. am 16. Nov. 1792, vom Kaiser geadelt. Der ältere Sohn, Johann Kristian v. S-, starb 1759 als General- Lieutenant; der jüngste Sohn Konrad KaSpar v- S., gest. 1738, war Drost zu Bockelohe. Des Leztcren Sohn, Oberst Konrad Kaspar v. S., starb 1767; seine Nachkommen blühen. Die Familie war in Schwedisch-Pommern u. in Hinterpommern — 1836 — seßhaft, sv. Ledebur II. 415. n. III des Art.; III. 342. — v. d- Knesebeck, Archiv für Gesch. u. Geneal. I. 193.) W.: In Bl. zwei sich einander anfassende Hände nat. Farbe; Hclmdccken roth und schwarz (unhcraldisch). sv. dem Knesebeck, Taschenb. des Adels in Hannover. — Grote, hannöv. Wppb. I?. 1. — Kneschkc, Wappen II. — v. Hefncr, hannöv. Adel S. 26. T. 29.) Schützer v. Müggenburg, österreichisch. Stefan S. v. M. war 1857 k. k. Hauptmann in der Armee und Kommandant zu Kamenitz bei Peterwardein. Sch»l)ig. Der kais. österr. F. M. L. Friedrich Edler v- S-, welcher am 23. Juli 1837 geadelt worden, wurde 1849 in den Frcihcrrnstand erhoben. Hat nur eine Tochter. sFrhrl. Taschenbuch von 1862.) 7 Schumachcr, ein lüneburg'sches, schon im I. 1299 bekanntes Patriziergeschlecht, welches am 19. März 1693 mit dem lezten weiblichen Sprossen desselben, der Frau Dorothea S-, ver- heurathctcn v. Döring, erlosch. sBüttner's Genealogie der lüneburg. adl. Patrizier. Kkk. 52. — v. Meding III. n. 753. — Lüdersen'« Sammlung. — v. H.) Schum — Schwa 359 1. Schumann, ein böhm. frhrl. Geschlecht, aus welchem Einige aus dem Calend. S, Adalb. angegeben. sZedler XXXV. 1654.s Joh. S., kais. Oberstlicutcnant, wurde 1688 geadelt. sE. S. — Rcbmanu, Ad. Archiv, Mspt.s Vielleicht soll es Schuchmann heißen, obgleich Rebmann sehr richtige Aufzeichnungen gemacht hat. sv. H.s 2. Schumann v, Munnscgg. Der Reichshofrathsagcnt Johann Georg Jgnaz S., wurde im I. 1796 mit v. M. in den Reichs - Adclstaud erhoben. IM. v. M., Erg. 445. — v. H.s Schumann, s. Lobenthal. Schumurski, Stanislaus, Hauptmann, wurde 1823 in den ungar. Adelstand erhoben. sM. S.s Schuuiurh v. Störmthal, ein meißnisches Geschlecht. Der Name kommt in Anentafeln der kurköln. Ritterschaft vor, besonders bei Schenk v. Nid eggen. sSiebmacher III. 138. — v. Ledebur II. 416.s Schümm. Der kurpfälz. Oberamtmann w. Joh. Georg S. wurde mit seinen Brüdern, dem Reichöhofagcnte» Joh. Albert S., und dem Regierungsrathe der Markgräfin von Baden, Johann Adam S., im I. 1726 in den Rcichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 445. - v. H.s Schunck. Der herzoglich württemberg'sche geh. Rath und Konferenzminister v. S., welcher einige Jahre früher seinen Adel hatte erneuern und bestätigen lassen, erhielt 1719 ein Freiherrn- Diplom. sR.T. A. R.s In Württemberg nicht mehr vorhanden. Ichuppanzigh v. Frunkcnduch, österreichisch. Emanuel S. v. F. stand 1857 als Hauptmann im 8. k. k. Jägerbataillon. Schur - Lipinski, Szur-L., ein westpreuß. Geschlecht. W.: Korab. sv. Ledebur II. 417.s 1. Schurff, ein schles. Geschlecht, welches aus dem Hause Dobrutky stammt. Dessen Wappen ist aber von der Beschreibung der folgenden verschieden, sv. Meding III. n. 754. — v. Ledebur II. 417. — v- H.s W.: Ein von S. und B. quer- getheiltes Feld, worin ein r. Ring, an dem drei r. Blätter an langen r. Stielen zusammenlaufen. 2. Schurff, auch Schurffeiscn genannt, eine seit 1574 freiherrliche Familie in Tirol und Steh er mark, welche im Jahre 1276 aus Bayern dahin gekommen, die aber auch hm 17ten Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch in Bayern seßhaft war. Daniel Kristian v. S. kam mit dem wallenstein'schen KricgSheere nach Schwedisch-Pommern, wo er Ranzin erwarb und sich niederließ, sv. Ledebur II. 417. — W. Hund, bayer. Stammb. I. 331. — Brandis, tiroler Ehrenkr. II. — Schmutz III. 325. — Gauhe I. >651. — Zedier XXXV. 1676.s Wappen: In S. ein g. Schurfeisen. sSiebm. I- 59. — v. Hcfner, 1 bayer. Adel S. 6.s Sicbmacher hat zwei Wappen, die ganz verschieden sind, wovon er das eine, II. 39. n. 3, unter den tiroler, das andere, 65. n. 7, unter den bayer. Adel sezt. sv. Zedlitz.s In der Schweiz gab es zwei Geschlechter dieses Namens: 1. Zu Luzern, ein regimeutSfähigcs, aber ausgestorbenes Geschlecht; 2. zu St. Gallen, vielleicht Eines Stammes mit dem schles. Geschlechte, sv. H.s Schuriu», Ritter, zu Roggersberg in Steyermark. sSchmutz III. 525. — v. H.s 1 Schurikc, eine im Bütow'schen seßhafte Familie, 1676. Wappen? sv. Ledebur II. 417.s Schustck. Der Generalfcldwachtmeister Emanuel v. S. wurde im I. 1797 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 85. — v. H.s 1. Schuster, Franz Xaver, fürstlich thurn- und taxiö'scher geh. Rath, wurde 1774 in den Rcichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.s 2. Schuster. Der Großhandlungsdirektor Kassian S. wurde im I. 1868 in den Ritter- und der Major :c. Josef v. S. im Jahre 1816 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v. M. 85; Erg. 206. — v. H.s 3- Schuster v. Dürnrodc. Der kais. österr. Gubernialrath und erste Rath der Kameralgefällverwaltung in Galizien, E. S., wurde 1844 geadelt. sM. S.s 4. Schuster v. Schusjheii». Der österr. Hauptmann Joh. S. wurde 1846 mit v. Schußheim in den Adelstand erhoben. sM. S.s 5. Schuster v. Tschcnkau. Der böhm. Gubernialsekretär Johann Mathias S. wurde im I. 1798 mit „Edler v. T." geadelt. sM. v. M., Erg. 445. - v. H.s Schustern. Diese besaßen von 1816 —1826 die Herrschaft Birken st ein in Stehermark. sSchmutz III. 525. — v. H.s Ichustcrfchis, österreichisch. Alois v. S. war 1796 Konzipist der gewesenen Bankalgefälldirektion. Wiener Adreßbuch v. 1796.s Schuß, Oswald, aus Regensburg, erlangte 1623 den Adelstand. sR. T. A. R.s Er besaß Sattelpeilstein und Cronackcr. Josef S. v. S. wurde 1693 in den Freiherrnstand erhoben, sv. Hefner, st bayer. Adel S. 25. T. 22.s Ausgestorben nach 1772. Ichußuiunn v. Haucnftld. Der Oberstwachtmeister Wilhelm S. wurde im I. 1811 mit v. H. geadelt. sM. v. M. 261. — v. H.s Schutdorff. Am 27. Jan. 1775 ist die Familie in der Person des Legatiousraths Kornelius Gebhard Schuth mit „v. Schutdorff" in den Adelstand erhoben worden; sie besizt Haßbergen im Hoya'schen. sv. dem Knesebeck. — v. Hefner, hannov. Adel S- 26. Taf. 29.s Schutteput, Marimilian Anton, aus Couvain in Flandern, wurde 1713 in den Rcichsadelstand erhoben. sR. T. A. R.s Schütter, eine aus Schottland stammen sollende Familie, aus welcher Arnold v. S. 1866 als Major in preuß. Dienste trat, sv- Ledebur II. 417.s Schütterstem, s- Schubert. Schutsdur, genannt Milchling, s. Milchling. Schutsbrcth v. Schutswcrth. Der Landcsadvokat in Böhmen, Ernst Norbert S., und sein Bruder Joh. Josef S., Nathsmann zu Prag, erhielten im I. 1744 die Bestätigung des Adelstandes. sM. v. M., Erg. 445. — v. H.s Schuwulow. Iwan S., kais. russ. Kammerherr, wurde 1766 in den Reichsgrafenstand erhoben. sR. T- A. R.s Schuylcudurg, s. Schulenburg. Schwund ». Doggendurg. Der Obcrstwachtmeister und Unter - Lieutenant der k. k. Trabantenlcibgarde, Franz S., wurde wegen 37jähriger Dienstleistung im I. 1818 mit v. D- geadelt. sM. v. M. 26l. - v. H.s 1. Ichwud, Schwabe, Schwave. Dieses Namens gibt es auch viele Familien, und zwar: I. In Bayern, wo sie sich Heelcn, 360 Schwab — Schwai genannt Schwab, schreiben. sSiebmachcr I. 95. n. 15.s II. In Franken. sSiebmachcr.s III. In Oesterreich. sSiebmachcr III. 65. n. I.s IV. In Schlesien. sSiebmachcr V. 72. n. 11.s V. Zu Hall in Schwaben, wo sie unter den ehrbaren Geschlechtern stehen. sSiebm. V. 258. n. 6.s VI. Zu Nürnberg. sSicb- macher II. 164. n. 1. — v. H.s 2. st Schwab, im Mecklenbnrg'schen, ein Geschlecht, das Siebmachcr, III. 167- n. 11, unter den preuß. Adel rechnet, und aus welchem im I. 1298 Ulrich S. der erste Komthur zu Ne- merow gewesen, sv. Meding II. n. 819. — v. H.s 3. Schwab. Der Großhändler Jgnaz S. in Wien und Inhaber der Jndienncfabrik zu Graz wurde wegen Emporbringuug der Fabriken im I. 1785 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.s 4. Schwab, ein altes aschaffenburger Geschlecht, welches am 3. April 1811 vom Fürstprimaö Ritter - u. Adelsdiplom erhielt. sv. Lang 542. — v. Hcfncr, baycr. Adel S. ll4. T. 146. — v. H.s 5. st Schwab o. Altenstädt, eine adliche Familie, welche ihren Ursprung aus Schlesien, woselbst sie vor 599 Jahren unter die Turniergcnossen gehört haben solls??), herleitet, sich dann um 1539 in die Oberpfalz gewendet, Altenstädt erworben und in baycr. Dienste getreten. Joh. Kristof v. Schwaben auf A., geb. 1666, war kurbayer. Truchseß. Am 6. Juli 1691 hat die Familie Wappenverbesserung und den Beinamen auf Alten - stadt von K. Leopold I. erlangt. Sie scheint erloschen zu sein; Altenstadt kam an die v. Schmidt. sScifcrt, Stammtafeln III. 18. — Seifert, hist. Bcschr. der v. Neuhäusl, v. Schwaben u. v. Hahn 1768. 16., woselbst neben dem Stammbaum eine Tafel von 64 Ahnen befindlich ist. — v. Ledebur, II. 419, nennt sie Schwab o. Buchen. — Siebmacher II. 47.s Es gibt übrigens noch 7 verschiedene Geschlechter v. Schwaben, Schwavc, Swawe, Suave, Schwaven. 6. Schwab v. Chwatlin, ein böhm. Geschlecht- Neueren Ursprungs. sRcdel's sehenswürd. Prag 127. — Zedier XXXV. 1729. — Gauhc II. 1661. — v. H.s 7. Schwab v. Mölsheim, ein elsass. Geschlecht, dessen Wappen Siebmachcr, II. 131. n. 19, liefert, sv. H.s 8. Schwab v. Raigersborff, Joh. Reinhard, wurde am 3. Aug. 1645 in den alten Ritterstand erhoben. Im I. 1851 wurde der Hofrath u. Rath des obersten Gerichtshofes, K. S. v. R., Freiherr. sE. S. - v. H.s Schwab ». Lichtenberg, s. Lichtenberg. Schwabbaur, Stefan, wurde 1616 geadelt. sR. T. A. N.s Schwabe v. Waiscnsmind. Der kais. österr. Hofrath Vincenz S- wurde 1846 mit v. W. in den Adclstand erhoben. sE. S.s Schwabcl v. Adlcrburg. Der Advokat Josef S. in Wien wurde im I. 1783 mit v. A. geadelt. 1843 wurde die Familie in den Nitterstand vcrsczt und am 7. März 1851 erlangte sie den Frcihcrrnstand. sFrhrl. Tascheub. v. 1854. - v. H. — M. v. M., Erg. 446.1 Schwaben»», s. Urban. Schmabenhanscn. Der Hofraih ec. Joh. Niklas S. wurde im Jahre 1791 in den RcichSadelstand erhoben. sM. v. M., Erg 446. - v. HI Ichwabcrgcr v. Ehrcnfcls. Der Rittmeister Johann Jakob S. wurde im I. 1761 mit v. E. geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.s st Schwabhanscn, ein thttringcn'schcS, wol schon zu Ende des 13. Jahrhunderts erloschenes Geschlecht, aus welchem Ave- mann in der kirchberg. Historie, S. 73 u. 179 seq., und im Anh. der Diplomat., S. 36 —41, etliche 29 Familiengliedcr aus den Jahren 1279, 1282, 1283, 1238 und 1291, meist als Zeugen der gräflich kirchberg'scheu und gl eichen'scheu Vasallen, aufführt. Ohne Zweifel ist daS zwischen Ohrdrufs n. Gotha gelegene, in der den Fürsten von Hohenlohe gehörenden Obcrgrafschaft Gleichen liegende Dorf dieses Namens der Stammst; derselben gewesen. sSagittar, glcichcn 'sche Hist. 164. — Zedier XXXV. 1756. - v. H.I st Schwabsbcrg, ein altes schwäb. mächtiges Geschlecht, das 1567 erloschen ist; die Burg SchwabSberg lag im Oberamt Ellwangcn. sGricstngcr 1247.s Schwabsbors, s. SchwobSdorf. Schwachhauscn. N. v. S. wurde 1653 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A- R.s Wann geadelt? Vielleicht ist es nur ein Beiname? 1. Schwachheim. Der Hofrath und Resident an der otto- man. Pforte, Josef Peter S., wurde im Jahre 1754 in den Rcichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 446.s Derselbe und sein Bruder Gabriel Franz wurden im I. 1763 in den Reichs - und österr. Frcihcrrnstand erhoben. Der Freiherr Josef Peter v. S. erlangte 1767 auch den Rcichsgrafcnstand, starb aber 1775 ohne Nachkommen. sNeue sortges. histor. Nachr. Th. 165. S. 651. — Siebmacher, Suppl. X. 29. XI. 4. — Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels VIII. - M. v. M., Erg. 99. - v. H.s 2. st Schwachhcim- Der k. bayer. Oberst Friedrich S. in München, ursprünglich ein Schweizer, und Franz Daniel S., Hofrath des Kardinals v. Baicrn, erhielten vom Kurf. Maximilian Josef am 14. Sept. 1779 ein Freiherrndiplom. sv. Lang 234. — Baycr. Wppb. IV, 16. — v. Hefner, bayer. Adel S. 57. T. 66; Erg. Bd. S. 19. - v. H.j Schwäger v- Hohenbruch. Der Hauptmann bei dem Pontonier- Korps, Jgnaz S., wurde im I. 1772 mit v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 446.s Der F. M.L. w. Josef S. v. H., des Ersteren Sohn, wurde wegen 52jährigcr Dienste im I. 1829 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 85. — Tascheub. der frhrl. Häuser für 1849 u. s- — v. H.s Schwärzet, s. Schwerzel. Schwärzt o. Rettenberg. Der Einnehmer Johann Andreas S. in Slavonien wurde im I. 1791 mit v. R. geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.s Schwagcl, österreichisch. Adolf v. S. stand 1857 als Unterlicutenant im 5. k. k. Grenz-Inf. Regiment. 1. st Schwaiger, Ritter, welche Hofrain in Steyermark besaßen. sSchmutz III. 631.s Blasius S. wurde 1571 geadelt. sR. T. A. R. — v. H.s 2. Schwaiger, Franz, Edler v., erwarb sich am 15. März 1783 die Adclswllrde, worüber das kaiserl. Diplom bei Lcupold, I. Thl. 4. Bd. S. 696. zu lesen. sM. v. M. 262.s Er war banat. Waldburger :c. sv. H.s 3. Schwaiger. Die Brüder Dominikus S., bayer. erster Baurath, und der Sekretär Franz Xaver S. in München erhielten vom Kurf. Karl Theodor am 2. Sept. 1799 ein Adelsund Ritterdiplom, sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. T. 146. — v. H- — v. Lang 542.s Schlvai — Schwan 36l 's Schwaigern, Schweigern, ein schon 1100 vorkommendes nnd um 1576 erloschenes, im vormaligen frank. Nitterkanton Baunach begütert gewesenes Geschlecht sBiedermaun, Bauuach Tab. 255 — 57. — Siebmacher ll. 74. — v. Mcding III. u. 757. — Salver 216. 2l7. 2l9. — v. H.s 1- Zchwainingeil, Schwaningcu, Schweiuingcn, ein fränkisches, dem ehemaligen Ritterkanton Altmühl einverleibtes Geschlecht, welches 1281 in einer Urkunde vorkommt und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erloschen ist. sBiedermann, Altm. Tab. 244. — Stieber's Register zu den bieder- niann'schen Tabellen, im Vorbericht. — v. H.> Schwalb v. Virsig, ein adl. Geschlecht in der Niederlausitz. Bartholomäus S. und seine Söhne Barte! und Abraham erhielten von K. Rudolf II- am 6. Dez. 1588 Wappen u. Kleinod, welche bereits ihren Vorfahren von den Kaisern crtheilt worden waren. Demnächst bestätigte derselbe Kaiser dem Bartel S. v. G. und dessen Söhnen ihren adl. Stand am 28. Juli 1591 und besserte ihr Wappen, sv. Ledebur II. 419^ -s Ichwalbach (zu Uicderhoffhcim). Zwei rheinländische Geschlechter, welche sich unterschieden durch die von ihren Wappen entlehnten Benennungen: Die „mit den Ringen" und die „mit den Schwalben". Lcztercs erschien 1275 und ist 1539 erloschen. Auch das Geschlecht „mit den Ringen" ist um die Mitte des 17. Jahrhunderts ausgestorben. M. s. auch Roth v. Burg- Schwalbach, welches verschieden von beiden vorstehenden ist. sEstor's Ahnenprobe 44. — Schannat, Hist. Fuld. 197. — Humbracht, Tab. 269 —7 t, wo beide Familien angeführt sind. — v. Hattstein I. 53 l -534. III. 489 u. f. — Gauhe I. >653. — v. Mediug I. u. 787 u. f. — v. Ledebur II. 4l9. — v. H. — Siebmacher I. 124. u. 19, „mit den Ringen". — Fahne II. 135.s Schwalbcnstld. Georg Wenzel S. wurde am 5. Jan. 1699 in den alten böhm. Ritterstand erhoben, sv. H.s 1. Schwalenberg, Schwalemberg, eine alte gräfliche Familie, die zuerst im Jahre 1698 vorkommt und von den Grafen Lippe beerbt wurde. sCir. Rottcr's Geschl. Beschr. von den Grafen Schwalenberg. — C. U. Grupen, Origincs Pyrmontau. et Schwalenbergic. Goetting. 1749. 4. — Zedier XXXV. 1821—39. — Gauhe II. 4695. - v. H .s 2. Schwalenberg, eine braunschweig'sche Patrizierfamilie. sLüderscn'ö Samml. — Grote, haunöv. Wppb. I). 4. — Bege, Gesch. der Burgen n. Familien des Herzogthums Braunschweig 85. — Würdt- wein, sups. dipl. XI. 92. — v. Ledebur II. 419. — v. H. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 26. T. 29.s 4 Schmalgh, ein schwedisches, um 1766 in Pommern bedicusteteS Geschlecht, sv. Ledebur II. 419.s Schwallcnbcrg, schwed. Adel in Pommern; 1654. W.: ? sv. Ledebur II. 419. III. 342 s s Schwan. Dieses thcils adlichc, theils freiherrliche alte, 1779 erloschene Geschlecht ist in Mecklenburg, Pommern, Braunschweig, Meißen, im erzgebirg. Kreise und in Böhmen begütert, und soll sein Stammhaus das Städtchen dieses Namens im Mecklcnburg'schen gewesen sein. Es kommt zuerst im Jahre 1263 in Urkunden vor. sMicrälius VI. 527. — Balbin IV. — Gauhe I. 1654—56. — Siebmacher V. 169. n. 9. — Zedier XXXV. S. 1849-42. — v. Meding II. n. 811. - v. Ledebur II. 419. III. 342.s Reichsritter 1679, später Freiherren, sv. H.s 1. Ichwanbcrg, Schwanebcrg, Schwanenberg, Schwahnenberg, Swaneberg, eine frciherrliche, im 17. Jahrhundert aber größten- theils erloschene Familie, die sich von dem Bergschlosse und Flecken Stammbuch des Ndels in Deutschland. III. dieses Namens in Böhmen also genannt hat. Auch v. Zedlitz führt in seinem Adelslerikon eine ausgestorbene uck ermärkische Familie an, deren Stammhaus Schwanenberg gewesen. Wahrscheinlich ist es ein und dasselbe Geschlecht. sZedler XXXV. 1843. — Gauhe II. 1961. — Sicbmacher I. 31. n. 12. 576. n. 2. IV. 3. u. 2. V. 83. n. 4, welche Wappen aber etwas verschieden sind. — v. Meding I. n. 789. — v. H.s 2. Zchwanbcrg, S. an dem Roßcck, lebten im 14. Jahrh. in Steh ermark. sSchmutz III. 534. — v. H.s Ichwanbcrg, s. Kruchina. — Ichwanbiirg, s. Schoiber. Schwand« v. Zcmschih. Wenzel S. zu Prag wurde im Jahre 1767 mit dem Beinamen v. Z. geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.s Schwände. Leopold Anton v. S., kais. Hofrath, besaß 1723 in Schlesien Költschen, Kreis Neichenbach. W. ? sv. Ledebur II. 429 .s Schwandcr aus Wijsulki — Preußen — führten verschiedene Wappen, sv. Ledebur II. 426. III. 342.s Schwundes. Moriz Kristiau v. S., gest. 1766 als k. preuß. Oberstlieutenant, wurde dadurch bekannt, daß er den Kronprinzen von Preußen — nachher Friedrich II. — nach der Festung Cüstrin zu begleiten hatte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 426.s Wappen ? Im I. 1716 erscheint er noch nicht adlich. 1. Schwandner. Der Hofkammcrrath Joachim S. wurde im Jahre 1738 in den alten Nitterstand erhoben und präsentirt am 18. Febr. 1739. sM. v. M. 144. — v. Ledebur II. 429. — v. H.s 2. Schwandner. Der äußere Rath Georg Gotthard S. in Wien wurde im Jahre 1754 geadelt. sM. v. M., Erg. 446.s Der Besizcr der Herrschaft Roggendorf, Josef Gotthard v. S., wurde wegen seiner ökonomischen Verdienste im I. 1863 in den Ritterstand erhoben. IM. v. M. 144. - v. H. - Kneschke, Wappen Ill.s 1. s- Schwanebcck, war eines der ältesten deutschen, besonders in Sachsen begüterten Geschlechter. Wappen: Quergctheilt; oben in B. ein g. Löwe, unten in S. 7 bl. Weintrauben. sSpener, theor. insign. Tab. 29. p. 368. — v. Hagen, Beschreib, der Stadt Teltow 23 u. s. — Siebmacher I. 168. n. 1. — v. H .s 2. Schwanebcck, Schwaubcrgk, ein in Brandenburg begütert gewesenes Geschlecht. W.: In G. u. B. gespalten, darin zwei senkrecht gestellte Spaten mit wechselnden Farben. Mit Kristof v. S. ist solches 1624 erloschen, nachdem es 1468 erschienen war. sSiebmachcr I. 176. — v. Ledebur II. 429. — v. Mediug I. 799.s IchwancMgct, Schwaucnflögel. Unter den Patriziern zu Göttingen kamen diese im 14. Jahrh. vor und haben ihre Nachkommen noch auf dem Eichsfelde schöne Lchngüter. sZedler XXXV. ,849. - v. H.s -s Schwanenberg. Im Nandow-bruche der Uckermark lebte auf ihrem Stammhausc Schwanenberg ein uraltes Geschlecht dieses Namens, welches aber längst erloschen ist. sv. Zedlitz. — Grundemann 49. — Angelt 97.s Schwanenberg, s. Ratke v. Schwan berg; Retteln. Schwancnfcld, s. Braun v. Schwanfeld; SartoriuS v. S.; Schwanner v. S.; Strobcl- -s Schwancnsclbt, Schwanenfeld. Am 27. Juli 1688 erhob K. Leopold den kurbaher. Oberst Joh. Veit v. Schwanenfeld in den Freiherrnstand. sR. T. A. R.s Im I. 1717 erhielt 46 Z62 Schwan - Franz Anselm v. Schwanenfeld, Hofrath in München, aus Wien ein Reichsfreihcrrndiplom, st 1726. (R. T-A.R.) Ersteres wurde am 15. April 1639 in Bayern ausgeschrieben. (Dckretenbuch. — Siebmacher, Suppl. III. 2.) Schwancnflögcl, s. Schwaneflügel. Ichwaiienhanscn, s. Schreiber. Schwanewede, alter bremen'scher Adel, dessen gleichnamiges Stammschloß nahe bei Blumcnthal gelegen, aber schon im Jahre 1308 in dem Kriege, den die Ritterschaft mit der Stadt Bremen geführt, zerstört worden. jMußhard, theatr. Brem. 185. — Lüdersen'« Samml. — Zedier XXXV. 1852. — Gauhe I. 1656. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wappcnbuch. — Kneschke, Wappen I. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 26. Taf. 29. — v. Meding I. n. 791. - v. H.I Schwanseld, Schwanfelt, ein in Pommern seßhaftes Geschlecht. Ohne Zweifel schwedischer Adel. sv. Ledebur III. 342.) st Schwangan, bekanntes schwäbisches uradliches Geschlecht. Die Burg Schwangau bei Füssen jezt im Bcsize Sr. Majestät König Ludwig's II. von Bayern. 1434 starb der edel vest cristoff von Swangaw, seine Hausfrau Sofia V .Brandis. (Grabstein zu Waltenhofen.) Nach Aussterben der Schwangauer kamen Wappen u. Güter an die augsburg. v. Baumgarten, welche nun auch wieder st sind. Schwanit), eine der ältesten, wol von den Wenden abstammende lausitz'sche Familie. (Grosser'« lausitz. Merkwürdig!- I. 231. IV. 161. — Gauhe I. 1657. — Zedier XXXV. 1838. — v- Ledebur II. 120. - v. HZ Ichwaniiasnii. Der Niederlagsverwandte Joh. S. in Wien wurde im I. 1734 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. HM. v. M. 118; Erg., Bericht. S. 9. — v. H.) Schwamm«, s- Nosenzweig v. S. Schwamicr v. Ichwanciiseld. Der Hauptmann Joh. Georg S. wurde im I. 1763 mit obigem Beinamen geadelt. (M. v. M., Erg. 116. - v. H.) Zchwanowit), eine im Fürstenth. Brieg begüterte alte Familie. (Lucä, schlcs. curieuse Merkwürdig!. 1100. — v. H.j st Schwanringen, Reichserbfeuerherren. (Joh. Letzuer's Stammbuch der Edlen v. Schwanringen u. Herren zu Plesse. Mühlhausen, 1537. 1. Selten. - Zedier XXVIll. 810. - v. H.) st Schwansbcll, ein altes, bei der märk. Ritterschaft aufge- schwornes Geschlecht, welches im Anfange des 18. Jahrhunderts noch blühte, aber dann erlosch. Das Geschlecht gehörte zu den Dinasten und führte in S. drei Steigbügel. (Fahne lt. 131, wo ein Stammbaum. — v. Ledebur II. 121. — v. Steinen, Taf. XXXIV.s st Ichwanzscldcr, auf Koßlau in Preußen. Wappen? (v. Ledebur II. 121.) Schwarte, Schwarz, Schwach. Von nachfolgenden Acht weiß man aus Mangel an Nachrichten den Ursprung nicht anzugeben: 1. Ein östcrr. Geschlecht. (Siebmacher III. 76. n. 4.) 2. Eines dergl. daselbst. (Siebm. V. 55. n. 11.) 3. Noch ein öst erreich. Geschlecht. (Siebm. V. 57. n. 7.) 4. In Franken, die schon 1260 vorkommen. (Hönn's koburg'sche Chronik II. 24.) 5- In Westfalen, besonders im Lippe'schen, die im Jahre 1413 vorkommen. 6. In Hessen, die 1684 vorkommen. 7. Ein ausgestorbenes braunschweig. Geschlecht, (v. Meding II. n- 821. — Lüdcrscn'ö Samml.) 8. Rothenburg'sche adliche Geschlechter. (Siebm. V. 245. n. 5. 250. n. 8. — v. H.) — Schkvar 1. st Schwärt), ein köln. adliches Geschlecht. Es schrieb sich solches Schwarz v. Hirtz und ist schon um 1590 erloschen. Bei Fahne, I. 396, befindet sich eine Stammtafel dieses ritterlichen Geschlechts, (v. Ledebur II. 121. — Siebmacher V. 305.) 2. Ichwart), eine 4567 erscheinende adliche Familie in Schlesien und Thüringen. (Siebmachcr II. 51.— v. Meding II. n. 812. — Sinap I. 838 u. f. - Gauhe I. >657. — Zedier XXXV. 1897. — v- Zedlitz. — v. Ledebur II. 121.) 3. Schwärt), Ludwig, kais. Hatschier, wurde 1605 geadelt. (R. T. A. R.) 4. Schwärt), Besizer von Hohenthurm; als halberstadt'scher Kriegsrath u. Obcramtmaun hatte Friedrich Franz v. S. das Adels - Prädikat 1711 noch nicht. Wappen? (v. Drctzhaupt, Saalkreis II. 906. — v. Ledebur II. 121.) 5. Schwärt), Albrccht Georg, Professor zu Greifswald, erhielt 1749 ein Reichsadelsdiplom. (v. Ledebur III. 312. — R. T. A. R.) 6. Ichwart), Paul, augsburger Patrizier zweiter Ordnung, erlangte 1763 den Adelstaud. (N.T.A.N.) 7. Schwärt), Josef Karl, Sekretär bei der Regierung des Kreises ob der Enns, wurde im I. 1794 geadelt. (M. v. M. 262.) 8. Schwärt). Der k. dän. Etatsrath Joh. Friedr. S. wurde am 12. Sept. 1801 von K- Franz II. geadelt und ist dieser Adel 1844 für seinen Nachkommen, den Landdrosten K- A- Schwarz auf Hessen, vom Herzog von Braunschweig anerkannt worden. (v. Ledebur II. 121. III. 312. — R. T. A. R. — v. Hcfner, hannöv. Adel S. 26. T. 29.) 9. Schwärt), Fr. I. A., k. preuß. Generalmajor, erlangte 1858 den preuß. Adel. (A. A. Zeit. v. 1353.) 10. st Ichwart) v. Druiincnlirokc, ein lippe'sches, schon 1279 vorkommendes, um 1715 ausgestorbenes Geschlecht, das in G- eine schw. Rose führte, (v. Ledebur II. 421.) 11. Schwärt) v. Harten. Unter die Geadelten weiß sie blos Siebmacher, III. 161. n. 9, zu sezen. (v. H.) 12. Schwärt) v. Miller. Eduard S., österr. Generalmajor, wurde 1857 mit v. M. geadelt. (Oesterr. Milit. Schemat. von 1858.) 13. Schwärt) v. Vlicrdors, Obersdorf, eine sch lesische und österr. Familie. (Okolski, orb. Pol. II. 292. — Siebmacher 11.52. n. 13- — Sinap I. 838. — v. Meding II. n. 813. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 121. — v. H.) 14. Ichwart) v. Schwarhcnfcld. Der Verwalter der Herrschaft Hausstach in Böhmen, Franz Anton S., wurde mit seinem Bruder Joachim Anton am 10. Okt. 1710 mit dem Beinamen v. Schwartzenfeld in den böhm. Adelstaud erhoben. (M. v. M., Erg. 116. — v. H. — v. Ledebur II. 122. n. II des Art. Sch Warzen seid.) 15. Schwärt) v. Schwart)hcim. Der österr. Major L. S. erlangte 1860 den Adel mit obigem Beinamen. (A. A. Zeit, von 1860.) Ichwart)liach, s. Keck v. Schwarzbach. SchwartMliach, s. Behaim. st Schwarhcichol), ein sehr altes Geschlecht, das schon zu Zeiten Kaiser Heinrich des Voglers in der Altmark Brandenburg bekannt gewesen. Das Geschlecht ist 1703 erloschen. (v. Ledebur II. 123. — Entzel's altmärk. Chronik II. 61. — Sicb- ^ macher III. 110. n. 7. — Zedier XXXV. 1990. — v. H.) Schwar — Schwarz 363 Schwartzcnharn, eine schlcs. Familie, die auch schon zu Heinrich des Voglers Zeiten vorkommt. Sie soll aus Rhätien nach Graubündten und von da sich nach Schlesien gewendet haben. In Graubündten ist das Geschlecht erloschen. Es scheint, daß ihre Güter und namentlich Schwarzcnhorn an die v. Schmidt am Stein im Kanton Schaphausen gekommen sind, welche den Namen dem ihrigen beifügten. Siehe Schmidt v. Schwarzcnhorn. sSinap I. 839. — Gauhe I. 1659. — Zedlcr XXXV. 1990. — v. H .s Schwartzcnstai» zu Engllmrg, auf Norckhaw gesessen, ein bayer, Geschlecht, das W. Hund, 11.283—96, von 1366—1585 aufführt. sSiebmacher I. 77. n. 6. — v. H .s Schwartzcnmolff, eine alte böhmische Familie. sRedel's sehensw. Prag 127. — Zedier XXXV. 1992. — v. H .s Ichwartzcr, Schwarzer, im ehemal. Schwedisch-Pommern seßhaft; schwcd. Adel. sv. Ledebur III. 342.j Schwartzliopf. I. Ein braunschweiger Patriziergeschlecht, welches im getheilten Schilde oben fünfmal schräggetheilt, unten ein Mohrenhaupt führt. sGrote, hannöv. Wppb. ?. 4. — v. Ledebur II. 423. n. II des Art. — Kneschke, Wappen lll.s II. s Am 29. Juni 1792 wurde der geheime Kanzleisekretär Joachim Schwartzkoph —Schwarzkopf — im Braunschweig'- schen durch das Neichsvikariat geadelt; er starb am 1. Juli 1866 ohne Nachkommen, so. d. Knesebeck. — v. Hefner, sächs. Adel S. 47. Taf. 54; hannöv. Adel S. 26. T. 29. — Sächs. Wappenb. VI. 95. — v. Beust, sächs. Staatsanz. Heft I.j III. Am 25. April 1798 erhielt der bayer. Appellations - Gerichtsrath Benedikt Friedrich S., ein Sohn des hannöver'schcn Amtmanns zu Ratzeburg und Vetter des vorstehenden Joachim v. S., von K. Franz II. ein Adelsdiplom. Das Wappen ist dem oben beschriebenen ganz gleich, nur mit Veränderung der s. Farbe in Gold. v. Lang 342. — Bayer. Wppb. VIII. 67. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 114. T. 140; sächs. Adel S. 47 .s IV. In Frankfurt a/M. ist seit 1796 ein Ast des Geschlechts unter III. mit denselben Wappenbildcrn — jedoch in den Farben wieder etwas verändert — eingebürgert- so. Hefner, frankf. Adel S. 9.j Die v. Tuch er in Nürnberg führen ein ganz ähnliches Wappen. s Schwartzkopff, ein sehr altes adliches Geschlecht in der Alt- Mark, das um das I. 919 schon vorkommt und 1696 erloschen ist- Es führte einen schrägrechts getheilten Schild und war seßhaft zu Bindfeld, Wolle nrade 1447, Unnglingen, zu Stendal 1466, Schönebeck, sv. Ledebur II. 423. n. I. des Art. ^ v. H. — Enzelin, altmärk. Chronik von Orten. — Zedier XXXV. S. 2002.s Ichwarhkappen, Schwartzkopf, ein braunschwcig. Geschlecht, welches vorher Schwarzkopf hieß. Im I. 1687 erhielten die Söhne des fürstlich braunschweig-wolfenbüttel'schen Kanzlers Dr. Joh. Schwarzkopf, Konrad Schwarzkopf, und der fürstlich braunschwcig-wolfenbüttcl'sche geh. Kammcrrath Joh. Georg Schwarzkopf, vom Kaiser die Bestätigung ihres Adels mit v. Schwartzkoppcn. Der Vater des Kanzlers war der Sindikuö Hermann Schwarz köpf zu Bockenem im Hildes - heim'schcn. Des Konrad v. S. Nachkommenschaft ist erloschen. Johann Georg v. S. ist der Stifter der rottorf'schen und der wahlberg. Linie der Familie v. S. sv. dem Knesebeck. - Grote, hannöv. Wppb. L. 5.j Das Wappen dieser Familie ist ein schwarzes Fallgitter von 2 Stangen u. 2 Querstangen in S. so. Meding II. n. 820. — Siebmacher l. 174. V. 144. n. 12. — v. Ledebur II. 423. — v. Hefncr, Hess. Adel S. 25. Taf. 28; hannöv. Adel S. 26. Taf. 29. — Kneschke, Wappen III. — Lüdersen'« Samml. — v. H.s 1. Schwarz. Kommen in der Schweiz 14 Familien vor in eben so viel Kantonen, wo sie größtcnthcils zu den regimentsfähigen Geschlechtern gehörten; bei weitem die meisten sind ausgestorben. v. Zedlitz führt dieselben in seinem Adelslcrikon kurz auf nach Leu, schweiz. Lex. XVI. 2. Schwarz, Georg Gottlieb, Tuchhändlcr zu Bautzen, wurde vom König von Bayern am 22. Sept. 1814 geadelt und solches 1815 vom König von Sachsen anerkannt. sv. Hcfner, sächs. Adel S. 47. T. 54. — Sächs. Wppb. VI. 94.j 3. Schwarz, Franz, kais. österr. Hofrath, wurde 1829 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sE. S.j 4. Schwarz, Th., kais. österr. Major, wurde 1845 geadelt. sM. S.j 5. Schwarz, Dr. W., Kanzlcidirektor des k. k. österr. General- Konsulats in Paris, Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Nitterstand erhoben. sA. A. Zeit., Febr. 1861.j 6. Schwarz aus Artclshofc» rc- Der bayer. Handelsappellations- Gerichtsassessor und Großhändler Benedikt S. zu Nürnberg erhielt am 36. Nov. 1816 ein Adelsdiplom, sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. T. 140. — v. Lang 141. — v. HI 7. Schwarz v. Nauffcnlicrg. Der Hauptmann der Deutschmeister- Infanterie, Joh. S., wurde im I. 1813 mit v. R. geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.j 8. Schwarz v. llothculiurg , in Schwaben, von denen Zedler XXXV. 1897, sagt, daß sie zweierlei gewesen und unter den neueren Adel zu zälen wären, sv. H.j 9. Schwarz v. Ichmarzsäuln. Der Oberstlieut. Elias S- wurde wegen 35jähriger Dienste im 1.1764 mit v. Schwarzsäuln geadelt. sM. v. M. 262. — v. H.s 16. Schwarz v. Schwarzwaid. Der k. k. Rath w. Jgnaz Dom. S. wurde im I. 1818 mit „Edler v. Schwarzwald" geadelt. sM. v. M. 262. - v. H-j 11. Schwarz v. Sonuciiwaid. Der kais. österr. Hauptmann Andreas S. wurde 1827 mit v. Sonnenwald geadelt. sM.S.j 12. Schwarz v. Wcisscnliurg. Der Stadtrichter zu Hradisch, Joh. Franz S-, wurde im I. 1773 mit v- W. geadelt. sM. v. M., Erg. 206. — v. H.j 13. Schwarz v. Mudshcii». Der Hauptmann Joh. Erl). S. wurde wegen 42jährigcr Dienste im I. 1765 mit v. W. geadelt. sM. v. M. 262. - v. H.j 1. si Ichwarzach, ein altes schwäbisches, im 13ten n. 14ten Jahrhundert blühendes Geschlecht, dessen Burg im O.A. Saulgau lag. sGriesinger 1256. 1448.j 2. Schwarzach zu Wagenhauscn, ein rheinländ. Geschlecht. Karl Josef Frhr. v. S. wurde von K. Karl VII. im I. 1742 mit Karl'ö d. Gr. Schwert zum Ritter geschlagen. sRanft's Gencal. III. 1074. — Zedier XXXV. 1953. - v. Hattstein I. 536 u. f. III- Suppl. 136 u. f. - Neues gcneal. Hdb. 1778. S. 186. — Siebmachcr I. 202. n. 12. V. 180. n. 9. — v. Meding II. n. 814. - v. H.j 46* 364 Schwarz - ff Ichwarzdarfcr. Albrccht S. erhält am 9. Jan. 1561 die EdelmaunSfrciheit. st. Heltersberg, EdelmaunSfrciheit 32-ss Schwärzet, A., österr- Fcldmarschalllicuteuaut, Ritter des LcopoldordcnS, wurde 1862 in den rittcrmäßigcn Adelstand erheben. fA. A. Zeit., Dez. 1862st Schwarzenau, s. Strcin v. S. 1. Schwarzenberg. Dieses österreichische, steyermär- kischc und böhmische Geschlecht hieß ursprünglich Seinsheim, dessen Stammvater der ven K. Konrad I. im I. 917 zum Tode vcrurthciltc Schwager Kaiser Sigismunds, Namens Erkingcr, war. Als sie im I. 1420 Schwarzenberg in Franken erlangten, nannten sie sich S. Ein E. wurde im I. 1429 zum Frcihcrrn v. S., Adolf 1599 zum Grafen, und sein Enkel Joh. Adolf am 14. Juli 1670 von Kaiser Leopold in den Reichsfürstenstand erhoben. Dessen Enkel wurde am 25. Sept. 1723 Herzog von Krummau in Böhmen und sein Sohn Josef Adam Johann Nepomuk erhielt im I. 1746 die Ausdehnung der Fürstenwürde auf die Nachkommen beiderlei Geschlechts; Karl Philipp aber, der Bruder des regierenden Fürsten, am 20. April 1814 eine Wappen- Vermehrung. sBucelini II. 449. — Biedcrmann 's Fürsten Tab. 86—99. — Salver 365. 395. 396. 399. 408. 445. 464. - Gauhe I. 1659-63. II. >962—68. — Spcncr, hist. insign. p. 527. Tab. 22. — Siebmacher I. 15. n. 4. IV. I, n. 2. - v. Meding II. n. 8l5— >7. 541 - 46. — Hartmann's Samml. — Lüdersen'« Samml. — Wvhlbcglaubte Ausführung sowol gräfl. als auch frhrl. v. schwarzenbcrg. Stammreg. 1659. Mit Ki Fol. — Mclch. Ad. Pastorii Francon rediviva (1792. 3.) n. 6. — Hist. gcneal. Nachr. von dem durchl. Hause Schwarzenbcrg, in Jgnaz Köllmann's Volksb. „der Aufmerksame". Jahrg. 1814. n. 43. — Hübner 1. 269. T. III. 936—38. — I. H. Haimb, Schwarzenberg» glorios« de ortu et gestis gcntis Schwarzenberg. Negensp. 1798. 8. — Schmutz III. 537—38. — v. Schönbcrg, Ad. Scheinst. I. 34—38.— Gothaer genealog. Hofkal. v. 1826. S. 133 u. f. — Masch 157—59. — v. Lang S. 8. - M. v.M., Erg. 6. 8. — Zedier XXXVIII. 1976. — Jmhof, not. proc. Jmp. tab. XI. p. 465. — Rudolphi, her. cur. II. Taf. 3. p. 25. — Durchl. Welt IV. 399. V. 144. — Siebmacher, Süppl. VI. 2. — Trier, Einl. in die Wappenk. 592. — Allgcm. hist. Lex. IV. 286. — Kohler, Münzbelust. XII. 41. — Tyroff, Wappenw. I. 139. — Bayer. Wappenb. I. 9. — Geneal. n. stallst. Hdb. für 1827 u. f. — Diplom. Jahrb. für den prcuß. Staat 1843. S. 234. — Die württcmb. Wappen- Bücher von Leon. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Ledebur II. 422. — v. H.ss 2. ff Schwarzenberg, Schwarzenburg, eine ehemals reichsfreie Familie am Rhein, die mit den Flach v. Schwarzenburg einerlei Hauptschild hat und daher wol auch mit ihm einerlei Ursprung haben mag. Sie kommt seit dem I. 1329 vor, und die Lezte des Geschlechts, Ursula, Joh. WarSberg's Gemahlin, starb im I. 1591. st. Humbracht, Tab. 217. - Gauhe I. 497. — v. Meding II. n. 818. — Siebmacher I. 28. n. 5. — v. Ledebur II. 422. — v. H.s 3. Schwarzenberg, Schwakenberg, eine aachener Schöffen- Familie. Edmund v. Schwartzenberg heurathete Leonora v. Corswarem; ihre Tochter Adriana war 1574 mit Daniel v. Goor vermählt. Wilh. Richard v. Schwartzenberg hatte drei Kinder: I. Melchior, Bürgermeister und Schöffenmeistcr zu Aachen, stiftete in der ungar. Kapelle des Münsters zu Aachen ein Anniversarium, heurathete erstens 1645 Jsabella v. Mctter- Hoven, zweitens Anna Maria deGroote. II. Maria, heurathete Adrian de Groote. III. Anna, heurathete Reiner v. Agris zu Laer. Wappen? st. Ledebur II. 422. u. II des Art.sj Schwarzenberg, s. Lambe. Schwarzcnscid. Der poln. Kapitän Joh. Bened. Schwartze wurde am 19. Sept. 1739 von König Friedrich Wilhelm I. von - Schwad Preußen mit v. Schwarzeufeld geadelt, st. Ledebur II. 422. n. I des Art.^s S. auch Schwartz v. Schwarzeufeld. Schwarzeufeld, f. Nosi; Schreiber. Schwarzcnsclö, f. Bricger. ff Schwarzcnsclß. Der vom Grafen Anton Heinr. v. Schwarzburg mit seiner Freundin Offenuy im I. 1604 zu Frankenhausen erzeugte Sohn Joh. Heinrich Oberhaupt, nachheriger gräflich schwarzburg. Stallmeister, wurde von Kaiser Ferd. III. unterm 17. Juni 1641 in den Adelstand erhoben und ihm der Name Sch Warze ufelß beigelegt. Er ist der Stammvater der Herren v. S. im Altenburg'schcn, welche die ehemals gräslich gleichen'sche, nachher v. rcdwitz'schc, dann v. weißbach'sche, darauf v. fcilitz'sche, nachher v. pustern'sche, weiter v. riedesel'sche, endlich v. hünefeld'sche Herrschaft Allenberg im Altenburg'schen bcfizen. fAhnentafel Wilhelm Gerlach Adolf's v. S. auf 16 Ahnen. Dergl. Ernst Friedrich Philipp's v. S. auf 32 Ahnen.f Im I. 1355 ist die Familie erloschen und Alex. Wolfgang Frhr. v. Rothkirch-Trach fügte als Adoptivsohn Namen und Wappen den feurigen bei. . st. Ledebur II. 423. — v. Hefncr, sächs. Adel S. 16. Taf. 13. — v. Uechtritz, diplom. Nachr. von 1645 — 1767, ans dem zeitzer, adorfer, erlebacher, Weimarer u. altenburgcr Kirchenb. IV. 89 — 83. — Zedier XXXV. ,989. - Avcmann's kirchbcrg. Bcschr. 55—57. — Gauhe I. S. 1663. — v. Meding I. n. 792. — v. H.s Schwarzenhorn, s- Schmidt. Ichwarzcnplicher v- Pillflci». Der Postbefördcrcr S. zu Bruck an der Muhr wurde im I. 1731 mit v. P. geadelt. HM. v.M., Erg. 447. - v. H.Z Schwarzcnschild, f. Schmidt. Schwarzenstein, Muni zn, f. Mum; Prosinovitz. Schwarzenthal, f. Höbcrt v. Schwarzthal. Schwarzer v. Heldeiistanini , Edm., k. k. österr. Hauptmann, Ritter der eis. Krone, wurde 1861 in den Nitterstand erhoben. HA. A. Zeit., Aug. 1861.f Schwarzerden, f. Pech. Zchwarzhoss. Deren führt v. Ledebur, II. 422. III. 342, vier Geschlechter an: I. Eine in Preußen seßhafte Familie, welche in S. eine umgelegte schw. Löwentaze und drei rcthe Sterne führt II. Eine Familie, die Groß, gen. v. S., heißt, und auch in Preußen vorkommt, wo sie seßhaft ist. Siehe Groß. III. Die v. S.-Czaruolenski; sie gehören zu dem Geschlechte unter I. und sind in Westpreußen begütert. IV. Die v. S., welche von Schweden geadelt wurden; sie führen in G. drei Mohrenköpfe, st. Zedlitz. — Siebmacher III. 168. — v. Meding II. n. 819.s Schwarzhubcr. Der österr. geh. Rath und Sektionschcf im Finanzministerium, A. L. Ritter v. S., wurde 1854 in den Freiherrnstand erhoben fA. A. Zeit, von 1854^s; in den rittermäßigen Adelstand erhoben am 3. Juni 1837. fTaschenb. der frhrl. Häuser für 1858.^ Schwarzkönig v. Mnrseld. Der kais. österr. Hofrath Johann Nepomuk S. wurde 1838 mit v. M. geadelt. fM. S.s ff Schwarzpach. Dua. Maria Scolastica v. S., Äbtissin zu Klosterholzen, ff 1747. Schwarzwaid, ein danzigcr Patriziergeschlecht, welches am 19. Febr. 1658 den poln. Adel erhielt. Es ist in Wcstpreußcn angesessen, st. Ledebur II. 4237s Zchwarzwaldau , f. Czettritz. ff Schwanen, Schwave, ein pommer'sches, schlcsisches und dänisches Geschlecht, das zuerst im Jahre 1272 vorkommt. Schweb — Schwei 365 sMicräliuS 528. — Siebmacher V. 72. n. 11. 160. n. 10. — v. Mcding III. n. 756. — Gauhe I. 1663. — Zedier XXXV. 2015. — Sinap II. 980. — v. Ledebur II. 423. III. 342) Es führte eine r. Rose in B., aus welcher drei gr. Blätter, in's Schächcrkrcuz gestellt, hervorgehen. sBagmihl III. 12. 17. — v. H.s Schweb , Karl Friedrich, wurde 1768 geadelt. fR. T. A. R-) Zchwedcr, eine ursprünglich schottländ. Familie, die besonders in Pommern lebte und eine Zeitlang aus VermögcnSmangel des Adels sich entäußerte. Dem preuß. geh. Rath, u bekannten Publizisten Kristian Hermann S. und seinen beiden Brüdern, Lieutenants im preuß. Heere, erneuerte K. Karl VI. im Jahre 1724 den Adel seiner Vorfahren und der König von Preußen bestätigte ihn 1729. jJugler'S Beitr. zur jurist. Biogr. V. 124. — v. Zedlitz. - Bagmihl III. Taf. llXVl. — Preuß. Wppb. IV. 60. - v. Ledebur II. 423. — v. H.) Zchwcdicr. Mehrere v. S. stehen als Offiziere im preuß. Heere. Ueber deren Adel gibt v. Ledebur, II. 424, uichtS weiter an. Desgleichen ist über die v. Schwedt nichts bekannt, als daß Gherke van Sw echten 1438 Bürge in der Urfehde K. Ravon's war. sCod. Brandenburg. XIII. 357.) Ichwcstngcr, s. Cronhelm. ff Schwcibcrcr v. Ebcrstast, altbayer. Uradel. (Zwei Lilien- Stcugel, über einem Berg geschrägt.) Andrä S. zu E. (Kirchberg, Landshut) in der Landtafel 1496. Die Krimmel (s. d.) haben sich später auch v. Eberstall geschrieben. (O. S.) Ichwcichcl, Schweichlen, Schweicheln, ein sehr altes märkisches und sächs. Geschlecht, welches schon zu K. Karl's d. Gr. Zeiten bekannt war. sEinzel's altmärk. Chronik. — Müllcr's sächs. Annalcn. — Zedier XXXVI. 237. — v. Zedlitz. — v- H.s Ichwcickhnrd. Der Kreisamtspraktikant in N.O., Alois S., wurde im Jahre 1778 mit „Edler von" geadelt und 1781 in den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 145; Erg. 447. — v. Zedlitz. — v. H.) Schwcickhardt. Die Familie ist in Mannheim seßhaft. Aus ihr wurde Josef v. S., kurpfälz. Rcgierungsrath, am 1. Juni 1799 in den Freiherrnstand erhoben. sCast, Adelsb. v. Baden.) Vielleicht stammen sie von Alois Schweickhard ab. sv. Ledebur II. 424. — Kneschkc, Wappen I.s ff Schwcidig, eine schles. Familie, daraus Einer im Jahre 1433 Hauptmann zu Wolau war. sSinap I. 839. — Siebmachcr I. 74. n. II. — v. Mediug II. n. 822. — v. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 326. - v. H., Schwcidier, W., k.k. östcrr. Landgcrichtspräsidcnt zu Troppau, Ritter des Leopoldordens, wurde 1861 in den Nittcrstand erhoben. sA. A. Zeit., Juli 1861.) Schweidnitz, s. Schweinitz. 1. Schweiger, Adam, kais. Gegcnschreiber am Tabor, erhielt 1629 ein AdclSdiplom- sR. T. A. R.) 2. Schweiger v. Dürnstcin. Der k. k. Rath bei dem geheimen Kabinette, Josef S., wurde wegen 59jähriger Dienstleistung im Jahre 1897 mit v. D. geadelt. sM. v. M- 263. — Leupold IV. S. 696.) Der österr. Hofrath A- S. v. D. wurde 1854 in den Ritterstand erhoben sA. A. Zeit. v. 1854); 1862 erlangte er die Freiherrnwürde. sA. A. Zeit., Juni 1862. — v. H.) 3. Schweiger v. Forsten. Der östcrr. Major in Pension, Joh. S., wurde 1858 mit v. F. in den Adclstand erhoben. sOcftcrr. Milit. Schemat. v. 1858.) 4. Schweiger v. Lcrchenscid. Die Brüder Franz Josef u. Joh. Nepomuk S. v. L. auf Glog awitz in Krain wurden im Jahre 1764 in den Freiherrnstand erHobe». Johann S., kais. Hofdiener, erlangte am 16. Sept. 1549 einen Wappenbricf und Blasius S. am 26. Sept. 1571 von K. Mar. II. den NeichSadcl. Matthäus S. erhielt sammt seiuen Vettern Paul und Stefan am 4. Juli 1623 den Neichsadcl bestätigt, hernach aber am 4. März 1659 den erbländ. Ritterstand mit dem Beinamen v. L. Im I. 1647 wurde er in die krain er Landmannschast aufgenommen. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf >848 u. f. — v. Hefner, kraincr Adel S. 18. T. >7. — Leupold IV. 006. - M. v. M. 85. - v. H.s Schweigern, Ferdinand Karl, kais. ObcrkricgSkommissär, wurde 1799 in den rittcrmäßigen Adelstand erhoben. sR- T. A. R.) Schwcikhlird. Der Oberlieut. Albert Gottlieb S. wurde mit seinem Bruder, dem herzoglich Württemberg. Hauptmann Johann Jakob S., im I. 1893 in den Reichsadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 447. — v. H.s Schweikoscr zu Eggcndorff und Effenberg. Der Adjutant der tiroler Landmiliz, Johann Anton S., und sein Bruder Kaspar Jgnaz S wurden im I. 1735 mit dem gen. Zusaze geadelt. sM. v. M., Erg. 447. - v. H.s Schwcinbcck, Schweinbeckhen, steyermärk. Adel, der die Herrschaft Weinburg und Luttenberg besaß, und wovon Einer sich blos Luttenberg schrieb- sSchmutz III. 541 u. f. — Siebmacher III. 77. n. 9. V. 38. n. 4. — v. Mcding II. n. 823. — v. H.s ff Schwciner. Der Rathsmann zu Rauthen in Schlesien, Joh. Kristian S., wurde am 12. März 1716 in den böhm. Rittcrstand erhoben, sv. Ledebur II. 424. - M. v. M., Erg. 206. — v. H.) ff Schwcinhlttffen, ein schwäbisches, wahrscheinlich schon im 12. Jahrh. ausgestorbenes Geschlecht, dessen feste Burg im O.A. Wallsee lag. (Griesinger 1257.) Schweinhiiber. Der Major Ludwig v. S. wurde im I. 1773 in den Freiherrnstand erhoben. Wann geadelt? sM. v. M., Erg. 100. — v. H.s Zchwcinichcn, eine schlesische, nun auch in Bayern blühende Familie, aus der im 16. Jahrh. Hanns v. S. als ein großer Zecher bekannt ist, der sein Leben in einer Selbstbiographie beschrieben, die Hr. Prof. Büsching in 3 Bändchen herausgegeben, auch seiner4Anen gedenkt. Es wird mit dem poln. Gcschlechte Swinck, das mit ihm einerlei Wappen hat, für ein u. dasselbe Geschlecht gehalten. (Münster, Cosmogr. III. 1049. — Sinap 1.840 — 46. II. 984. — Zedier XXX. 271. — Gauhe I. 1663—65. - Siebmacher 1.52. n. 6. - Dienemaun 152. u. 14. — v. Meding I. n. 793. — v. Zedlitz. — Gottschalk, Ritterburgen IX. 152. — v. Ledebur II. 424. — v. H.) 1- Schweinitz, Schweidnitz (Schwenze, Schwenz), eines der ältesten schles. und lau sitz'scheu Geschlechter, das auS Polen nach Schlesien gekommen, am 29. April 1683 in den Freiherrnstand, am 26. Jan. 1727 in den böhmischen, im I. 1741 in den preuß. Freiherrn-, 1751 aber in den Grafenstand erhoben wurde, (v. H.) 2. ff Schweinitz, eine ebenfalls schles. Familie, die im Jahre 1561 ausgestorben ist und sich auch Schwiduitz schrieb. sSinap I. 846-61. II. 436 —44. 987 u. f. — Zedier XXXVI. 274 u. f. — Buccliu III. Sect. 2. 176. — Hcrmanni Praris Herald, mystica III. — D-v. Schweinitz, Genealogie der v. Schweinitz, vor der Zeit v. Schwenze genannt- Leipzig, 1661. Fol. I. Alph. 14 Bg. — Gauhe I. 1665—68. — M. v. M., Erg. 100. — Siebmachcr I. 52. ^ Z^ler XXXVI. 274—83. — v. Meding I. n. 794 u. f. — v. H .s 366 Schwei — Schwen Joh. Sigmund v. S. auf Hausdorf, welcher am 3. Mai 1724 in den böhm. Freihcrrnstand erhoben wurde, und Melchior Friedrich v. S. und Hanns Kristof auf Tscheplan, welcher am 26. Dez. 1698 den Freiherrnstand erlangte, gehören ohne Zweifel zu dem noch blühenden Geschlechte der Herren v. S. (M. v. M>, Erg. 100. — v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1311 u. f. — v. Ledebur II. 425. — v. Hesner, preuh. Adel S. 2g. Taf. 30; sächs. Adel S. 47. Taf. 54; hannöv. Adel S. 26. Taf. 29. — Kncschke, Grafcnhäuser.( Ichwciintzer, Hanns Kaspar und Kristof, erlangten 1661 den Reichöadelstand. In der ReichStaramtsrechnnng kommt dieser Name auf sehr verschiedene Art geschrieben vor, als S ch w e i n z, Schweinzer u. f. f. Schwcilipcckh, Schweinbeck zum Hauß, ein altes st eh er. Geschlecht, das von 1568 an vorkommt, und ist vielleicht mit denen v. Steinbeck ein und dasselbe. (Prevcnhuebcr, Annal. Styrens. — Zedier XXXVI. 283. — v. H.) Schwcinsbcrg, f. Schenk v. S. Schwciiistuirg, f. Schenk. ch Schwcüithaler, altbayerisch. (Ein gekrüpft sizender Eber.) Kaspar S. zu Winden (Erding) in der bayer. Landtafel 1496. Schweintz, Jakob, Doktor der Weltweisheit, k- bayer. Stabs- Arzt, wurde 1841 geadelt. (M- S.) Ichwciskc, Daniel, geadelt am 22. Dez. 1666. fv. Ledebur II. 426. — v. H.) 1. Schweitzer, Georg, des Reichsvicekanzlers Aufwärter, erhielt um 1623 ein Adelsdiplom. sR. T. A. N.) 2. Schweitzer, Johann Jakob Kasimir, wurde im I. 1716 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M., Erg. 447. — v. Ledebur II. 426.) Lorenz Wilhelm S. war 1786 Herr auf Mosen und Reinsdorf im Merseburg'schen. sv- H.) 3. Schweitzer, Johann Georg, Bürgermeister zu Frankfurt a/M., wurde 1736 in den Adclstand erhoben. sR. T-A. R.) 4. Schweitzer. Franz Maria S. (Suaizer) kam um die Mitte des 13. Jahrhunderts aus Verona nach Frankfurt a/M., wo er sich niederließ u. den Titel eines kurpfälz. geh. Raths erlangte. Seine Gemahlin Paula Maria, geb. Allesina, gebar ihm unter andern drei Söhne, Karl Franz, Joh. Baptist u. Anton Maria, welche am 18. Okt. 1816 in den bayer. Adclstand erhoben wurden. Karl Franz fügte den mütterlichen Namen dem seinigcn bei; er stand als Major in russ. Diensten. Seine beiden Söhne Eleonvr Johann Paul und Joh. Mar. Ludwig Theodor erhob der Herzog von Nassau am 16. Juli 1844 in den Freihcrrnstand. Eine Schwester heurathete der Fürst Aug. v. Wittgenstein. fFrhrl. Taschenb. v. 1857. — v. Hefncr, Nassauer Adel S. 10. T. 10; frankf. Adel S. 7. T. 5; bayer. Adel S. 66. T. 71; sächs. Adel S. 47. T. 54. — Kneschke, Wappen III.) 5. Schweitzer v. Schweihersteiii. Georg S., Beamter in Böhmen, wurde 1652 mit v. Schweitzerstein geadelt. (R. T. A. R.f 6. st Schweitzer v. Wiederhol!», ein ausgestorb. frankfurter Geschlecht, welches aus Stuttgart stammte. Dasselbe erhielt vom Grafen Martin v. Thurn n. Taxis 1592 einen Wappen- Brief, wendete sich 1671 von Stuttgart nach Frankfurt, und wurde 1736 vom Kaiser mit v. W. in den Adclstand erhoben. Sebastian S. verwaltete fünfmal das Bürgermeisteramt. Im Jahre 1773 starb die Fainilie aus. (Kneschke, Wappen IV.) Schweizer, Michael, erlangte 1621 den Adelstand. fR. T. A. R.) Schwcizhord. Der geh. Sekretär in span. Angelegenheiten, Joh. Bartholomäus S., wurde wegen 36jähriger Dienste im Jahre 1725 mit „Edler von" in den Reichsritterstand erhoben. (M. v. M. 145. — v. H.) ch Schwclbruiui, wegen ihres Wappens, ein r. Hafen in S., die Häfner v. Unters und hei in genannt. Sie hatten ihren Siz bei Hall in Schwaben. Der Lezte wurde bei Ellwangen ermordet. (Crusius, schwäb. Chronik I. 804. — Siebmacher It. 96.j Schweiler, Matthäus Anton, Wechselgerichtsassessor inMünchen, erhielt am 27. Mai 1796 ein Edelndiplom. (v. Lang 543. — v. Hefner, bayer. Adel S- 113. T- 138. — v. H.) Ichwciiiicr. Der Sindikus David S. zu Breslau wurde am 8. Juni 1761 in den böhm. Ritterstand erhoben. (v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 426. — — M. v. M., Erg. 206) Schwcwmer v. Schwemmersdorff. Der Hof- und Wirthschafts- Kontrolor des Bisthums Breslau, Joh. Peter S., wurde am 22. Sept. 1726 mit obigem Beinamen geadelt, sv. Ledebur II. 426. III. 342. — M. v. M., Erg. 447. - v. H.) Schwcncke, Schwenke, eine alte adliche Familie im Münster'- schen, deren Stammsiz Friescnburg im Emslande gelegen; es kommt zuerst im I. 1669 vor. (Zedier XXXVI. 385. — Gauhe I. 1671. — Siebmacher IV. 175. n. 10. — v. Meding II. n. 824. — v. Zedlitz. — v. H.) ch Schwciickfcld, Schwenckenfeld, Schweuckinfeld, ein ausgestorbenes schles. Geschlecht, dein das im Schweidnitz'schen gelegene Gut dieses Namens gehört. Es kommt im I. 1332 in Urkunden vor. (Balbini Mise. Bohem. — Sinap I. 861 — 63. — Zedier XXXVI. 385 u. f. — Gauhe I. 1671. — Siebmacher I. 60. n. 7. — v. Meding I. n. 796. — v. H.) Aus diesem Geschlechte stammt der bekannte Kaspar v. S., ein Zeitgenosse Luthcr's, welcher eine von Lezterein abweichende Religionssekte zu bilden suchte. (Griesinger 1253.( ch Schweiidciidörffcr, Schwendendorff, ein sehr altes sächsisches frhrl. Geschlecht, das ehedem Schwenden, Schwanden geheißen hat. Es wurde iin I. 1631 unter Kaiser Ferdinand II. in den freien ReichSritterstand aufgenommen, und Bartholomäus Leonhard v. S. mit seinen Nachkommen im I. 1763 von Kaiser Leopold in den Stand der Reichspauuer- und Freiherren erhoben. (Zedier XXXVI. 393—99. — v. Ledebur II. 426. — Sächs. Wppb. V. 23. — v. H.( Schwcndcr. Der vorderö sterr. Appellationsrath Franz Ferdinand S. wurde im I. 1797 init „Edler von" geadelt. (M. v. M., Erg. 447. — v. H.) ch Ichweiidi, Schwend, Schwendy, eine adliche, nachher frei- herrliche Familie in Schwaben, die das bei Guttenzell gelegene Schloß dieses Namens erbaute, nachdem sie aus der Schweiz forteilte. Sie kommt schon im I. 969 auf den Turnieren vor. Sic ist erloschen. Den Freiherrnstand erlangte die Familie unter Karl V. mit v. Hohen landsbach. ch 1766. (Beschr. des württ. Oberamtö Laupheim 248. — Bucelini stemm. III. -Bürgermeister, vom schwäb. Adel. — Zedier XXXVI. 399 - 401. — Hartmann's Samml. — Gauhe I. 1670. II. 1063. — Siebmacher 1.25. n. II. 115. n. 2. — v. Ledebur II. 426.— v. Zedlitz. — v. H.s Schweiidlcr. Äom Großherzog von Weimar wurde an dessen am 3. Sept. u. f. Tage 1825 gefeierten Regicrungsjubiläum der Landesdirektionspräsident, Ritter des Ordens vom weißen Falken, Schwen — Schwes 367 Friedrich Kristicm August S. zu Weimar, mit seinen rechten Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Adelstand der großherzog- lichcn Lande erhoben, sv. H.j f Schwengel, im Balgast'schen in Preußen angesessen. W. ? sv. Ledebur II. 427.Z Schwenigcr v. Vgan, ein oberlausitzer Geschlecht, welches von K- Rudolf II. 1666 geadelt worden ist. Wappen? sv. Ledebur II. 427.) Schwenk v. sthcindarf. Der österr. Artillericmajor Karl S. wurde 1853 mit v. R- geadelt. sA. A- Zeit, von 185.1. — Oesterr. Militär - Schemat. v. t85Z.s f Schwenken, Schwenke, im münster'schcn EmSlande schon 1276 seßhaft. sSiebmacher I. 188. — v. Ledebur II. 427.1 1 Schwcnkfcld, ein in Schlesien seßhaftes Geschlecht, zu welchem der 1561 zu Ulm verstorbene Sektirer KaSpar v. S. gehörte. Erloschen im Anfange des 17. Jahrhunderts. sSiebmacher I. 6V. — v. Ledebur II. 427.) Ichwenpflug v. Gnnistnkcrg. Ferdinand Jgnaz S. wurde am 13. Marz 1722 in den böhm. Adelstand erhoben, sv. H.^j Schwcnslhki, in Westpreußen seßhaft, sv. Ledebur II. 427.1 Ichwenge, s. Schweinitz. f Ichweppermann, ein bayer. Geschlecht, das mit den Hill- mar einerlei Herkommens und in Bayern und Franken begütert. Ist erloschen. sSalvcr 2l>8. — Hattstcin, im Spezialregister, schreibt S chwäppermann. — Siebmachcr 11.66. n. 5. — v. Meding III. n. 758. — Gauhe II. 107t. — v. H.) Schwepplenburg, s. Supplinburg. Schwcrdtncr, Jonathan Friedrich, sächs. Premierlieutenant und Adjutant, wurde am 31. Juli 1796 vom sächs. Neichsvikariat in den Adelstand erhoben. In Hinterpommern seßhaft. sDorst, allg. Wppb. I. 139. - v. Ledebur II. 427. - Tyroff I. 213-1 Otto Friedrich v. S. auf Ilkendorf in Sachsen erhielt von Preußen am 27. Jan. 1845 für sich und seine männlichen Nachkommen, welche ihm in dem Bcsizc des Gutes Pomeiske in Hintcrpommcrn (1843) nachfolgen, den Namen v. S.-Po- mciski nebst Vereinigung der Wappen beider Familien, sv. Hcfncr, sächs. Adel S. 47. T. 54. S. 48. T.55. — Sächs. Wppb. IV. 75. 76. — Kneschke, Wappen II.) Zchwerdtrcu, s. Lorinski v. S. Ichwerciikampf, s. Friedrich. Schwerer v. Schwcrciifcld. Der k. k. Rath, Salzversilberer und Tabakverlcgcr S. zu St. Veit in Kärnthen wurde im I. 1768 mit v. Schwerenfcld geadelt. sM. v. M., Erg. 447. — v. H .s 1. Schwerin, in den ältesten Zeiten Ctzwcryn, Czweryn, Svcrine, Swerin, Tzweryn und Zwerin, ein alteS adliches, frciherrliches und in zwei Linien gräfliches Geschlecht, sämmtlich aus Pommern stammend, das sich dann in Polen, Preußen, Schweden, in der Mark Brandenburg, Kurland und Mecklenburg verbreitete. Das Geschlecht war so zalrcich, daß es zu Ausgang des 17. Jahrhunderts aus 24 Linien bestand. Otto v. S., der im Jahre 1585 geboren war (aus der brandenburg. Linie stammend), brachte am 24. März 1648 die freihcrrl. Würde nebst dem Erb- Kämmcreramt in der Mark Brandenburg auf seinen Stamm. Sein Sohn Otto wurde Reichögraf. In Pommern war auch eine gräfliche Linie, die nebst einigen adlichen das Erbküchcnmeister- Amt besaßen. Die schwed. S. waren Barone und in Kurland Erbfändriche. Der Generalfeldmarschall Kurt Kristof v. S. und sein Bruder, der Landjägcrmcister und Oberhofmeister v. S., erhielten am 31. Juli 1746 die prcuß. Grafenwürde. Friedrich Albert v. S., Oberst, wurde am 27. Febr. 1762, und August Karl Leopold v. S., Rittmeister, am 6. Jan. 1737 preußische Grafen. Philipp Boguslaw v. S. erlangte am 17. Sept. 1717 den schwed. Freiherrnstand, desgleichen KlauS Philipp am 23. Febr. 1726. Von Lezterem stammt die Linie Fylingum in Schweden, aus welcher Jakob Philipp, schwed. Neichsrath, am 4. Nov. 1766 von K. Adolf Friedrich von Schweden in den Grafenstand erhoben wurde. sTaschcnb. der gräfl. Häuser auf >838 u. 186V u. f. — Geneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1845 u. f. — Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 276. — V .Zedlitz, Ad. Lex. — Bagmihl III. Taf. XXIV. XXVII. XXXV. - Preuß. Wppb. I. 97. 98. - Bayer. Wppb. IV. 1V. - v. Ledebur II. 427. III. 342. — Mecklenburg. Wppb. — v. Hefner, bayer. Adel S. 57. Taf. 6V; preuß. Adel S. 63. Taf. 82. S. 27. T. 30; Mecklenburg. Adel S. 19. T. 17. — Kneschke, d. Grafenh. — Okolski, orb. Pol. f. 3. — Pfeffingen braunschweig. Hist. — Gauhe I. 1672—75. II. 1072-75. — Genealog. Taschenb. für 1826. S. 108 (blos die jezige Linie zu Wolfshagen in der Mark und in Mecklenburg). — Joach. Fr. Sprengel, vom Geschlecht derer v. Schwerin, in Mciner's u. Spittler's neuem götting. hist. Magazin, I. B. 3. St. 1791. — Siebmachcr I. 176. u. 13. — Dithmar 8. 19. — Dienemann 168. n. 10. 183. n. 2. 253. n. 17. 256. n. 32. 348. n. 76. — Klüver 649. - Micrälius, Pommerl. I. 528. — Grundmann 25. — Schwarz, Diss. de principit. vet- et Baron. Pommer, p. 42. — Durchl. Welt III- 368. IV. 130. — Vanselo, Hcldcnreg. 440. — Zedier XXXVI. 450—63.— v. Meding III. n. 759-63. — Krcbel's Handb. v. 1790. II. 257. — Der ehemalige Pfarrer Magister Adelung zu Spanteckou in Vorpommern hat über das Geschl. der v. S. eine Gcschlcchtsfolge v. 1150 an bis auf feine Zeit ausgearbeitet und herausgeben wollen, sie ist aber nicht erschienen.) Der bayer. Kapitän v. S., aus Pommern gebürtig, k. bayer. Kämmerer, wurde mittelst Diploms vom 26. Febr. 1813 in den bayer. Freiherrnstand erhoben, sv. Lang 235.sj Der Großvater hatte sich zuerst nach Bayern gewendet, sv. H.jj 2- Schweriii v. Scharfeuort. Der preuß. Lieut. H. K. W. S. wurde 1842 mit v. Scharfeuort in den preuß. Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 429. III. 343.) Schwerzcll zu Willingshausen, ein altes ritterbürtigcS u. stiftsmäßiges Geschlecht, aus welchem im Jahre 1334 Kurt, Volpert und Hermann S. vorkommen, wovon der Lcztcre der Stammherr derer ist, welche in dem Nachtrag zum neuen genealog. Handbuche von 1778, S. 176, aufgeführt werden. sSchannat, fuld. Lehnhof 152. — Estor's Ahnenpr. Tab. 2. 119. — Siebmacher I. 138. n. 2. — v. Meding II. n. 825. — Dithmar II. 37. — v. Ledebur II. 429. — v. Hefner, Hess. Adel S. 25. T. 28. — v. H.) Schwcrgcn. Stammhaus bei Waldshut. Adelbert, de Swercin 1656. Schwerer v. Mkcnlmg. Sebald S., ein Alchimist bei Kurfürst August von Sachsen, wurde von Kristian I. zu Sachsen entlassen, trat in die Dienste Kaiser Rudolfs II. als Berghauptmann in Joachimsthal, wurde von demselben mit v. F. geadelt und starb 1598 oder 1661. sJllustr- Fam. Journal (v. 1857) VII. Bd. S. 63.) ch Ichwcsni, ein ausgestorbenes braun schweig. Geschlecht. (Lüdersen'« Sammlung. — v. H.) 368 Schwei — Scop Ichwctliowih, eine steyermärk, Familie, welche Plankenstein ?c> besaß. sSchmutz III. 542. — v. H .s s-Schwcttig, Schwedlig, eine sehr alte Familie in Schlesien, welche wahrscheinlich erloschen ist. Sie kommt zuerst im I. 1494 in Urkunden vor. sPaprocii Spec. Morav. 408. — Sinap I. 863. — Zedier XXXVI. 486. — Ganhe I. 1675. — Siebmacher II. 52. n. 9. — v- Meding II. n. 826. — v. Ledebur II. 430. — v. H.s Schwctzkow, ein sehr alter pommer'scher Adel, der von denen v. Stojentinen, mit welchen sie einerlei Wappen führen, herkommt. sMicrälius 529. — Gauhe I. 1810. — Siebmacher V. 160. n. 11. — v. Meding III. n. 764. — v. Ledebur II. 430. — v. H.s Schwichelt, Schwichelde, Schwicholte, Nradel. Am 25. Sept. 1799 wurde der kurpfälz. General Jobst Ernst v. S. und sein Bruder, der Kammcrherr Heinrich Ernst v. S., durch das Rcichs- Vikariat in den Grafenstand erhoben. Seit dem I. 1229 besizt das Geschlecht das Erbmarschallamt im Stifte Hildesheim; es ist schon im I. 1139 bekannt. Am 18. April 1322 erhielt Jobst Karl v- S. eine Virilstimme in der ersten Kammer der Landstände. sv. dem Knesebeck. — Taschenb. der grcifl. Häuser ans 1844 n. f. — Grote, Hanno». Wppb. 8. — Mecklenburg. Wppb. XUVI, 174. — v. Ledebur II. 430. — Behr's Stammb. der ». Schwichelt, im Anh. der v. steinberg. Genealogie. — Spangenberg's Adelsspiegel. — Pfeffinger, brannschweig. Hist. II. 18. — Gauhe I. 1675. — Sixhinachcr I. 183. n. 12. — Kncschke, deutsche Graseuhäuser. — v. Hefner, Hanno». Adel S. 26. T. 29. — Albini, Hist. der Gr. v. Wcrthcrn 69. — Harenberg, hist. dipl. Gandersh. T. 34. n. 6. — Zedier XXXVI. 490. — Vogell, Versuch einer Geschl. Gesch. des reichsgrafl. Hauses v. S. aus gedruckten u. ungedruckten Urkunden, mit geneal. Tabellen, gr. 4. Hannover, 1824. (Hahn in Kommission.) — Lüdcrsen's Samml. — v. H.s Schwichottc, s. Schwichelt. 1. Schwichow, sonst Ncsargcr genannt, ein pommer'sches Geschlecht der Freien, davon wol nur eine Linie den Beinamen v. R. geführt hat, wenigstens führt dasselbe ohne diesen auf: Siebmacher, V. 158. n. 7; v. Meding III. n. 765; v. Ledebur II. 439. III. 343. Wappen: Eine Nose mit Stiel und Blättern, v. Zedlitz führt diese Familie nicht an; auch Mierälius nicht, sv. H.f 2. Schwichow, Schwichowsky, Schwihowsky, eine gräfl. Familie in Oesterreich. Sie stammen aus Böhmen, kamen im 17. Jahrh. nach Pommern, Preußen n. s. w. In Böhmen gehörten sie zum Herrenstande; sie leiten ihre Abstammung von Theobald, dem Älteren Bruder Wratislaus II., Königs von Böhmen, ab, haben auch in früherer Zeit Theobald geheißen, und erst nach Erbauung des Schlosses Schwichow bei Klattau den Namen angenommen, während sie auch vor diesem von ihrem Schlosse v. Ricsenberg genannt wurden. Die Familie besizt von 1125 an eine Stammtafel bis in die neueste Zeit. Karl Graf v. S. war der Erste, welcher nach Pommern kam, legte seinen Grafentitel ab und bediente sich nur des Freiherrntitels, sv. Zedlitz, Ad. Lex. IV. 433. — Siebmacher III. 42. n. 12.s Wappen: Gespalten; vorn in S. drei rothe Querbalken; hinten r. Feld, sv. Hefuer, preuß. Adel S. 64. Taf. 82. — Zedier XXXVI. 494.s v. Ledebur führt die Familie nicht an. sv. H.s ch Schwicdcr, in Preußen seßhaft gewesen. Wappen? sv. Ledebur II. 430.s 1. Schwind, gen. Schwinden, Johann und Johann Eberhard, Brüder, wurden 1652 geadelt. sR. T. A. R.s In den Ritterstand erhoben durch Oesterreich 1855. sA. A. Zeit. v. 1855.s 2. Ichwind, R., Professor der bildenden Künste zu München (schon Pcrsonalist), erhielt 1856 den bayer. rittermäßigen erblichen Adel. sA. A. Zeit. v. 1856.s Schwind!, Schwindel, Hanns, des Erzherzogs Maximilian zu Oesterreich Hofdiener, wurde 1614 geadelt. sR. T.A. R.s Schwingcnschtcgct v. Schwingcnscld. Der Raitoffizier der Familien- Güter-Buchhaltung, Anton S., wurde wegen seiner geleisteten Ver- pflcgSverwaltersdienste im I. 1792 mit „Edler v. Schwingenfeld" geadelt. sM. v. M. 263. — v. H.s Schwingerschuch, Paul Erdmann, wurde wegen geleisteter Münz- und Bergwcsensdienste im I. 1759 geadelt. sM. v. M. 263. — v. H.s Schwinghcimb, österreichisch. Alois Edler v- S. war 1796 Sekretär bei der k. k. Landesregierung ob der Enns. s Wiener Adreßbuch 1796.s 1 Schwingkciscn 311 Unrott (Weissenhorn). Hanns und Karl die S. zu II. stehen in der bayer. Landtafel 1499. Ichwimier v. Dören«». Der kais. österr- Hofrath Alois S. wurde 1826 mit v. B. geadelt. sE- S.s Ichwinrod, s. Schanroth. s- Schwitten, ein erloschenes preuß. Geschlecht. W. ? sv. Ledebur II. 430.s Schwitzen, Freiherren, die aus Krain nach Steyermärk einwanderten, die Waldek:c. besaßen, und aus denen der Land- Rath Friedrich Sigmund v- S. im I. 1719 zuerst Freiherr wurde. sM. v. M>, Erg. 100. - Schmutz III. 541. — v. H.s Schwitzte v. Dniserhciin. Der kais. österr. Major L- S. wurde 1844 mit v. B. geadelt. sE. S.s Ichwolmd« v. Ichwobnd«, Johann, wurde am 23. Nov. 165^ geadelt, sv. H.s st Schwobsdorff, Schwabsdorff, ein schles. Geschlecht, das vom 14. bis 17. Jahrh. vorkommt, aber wahrscheinlich erloschen ist. sSinap 1. 863. — Siebmacher II. 48. n. 9. — v. Meding III. n. 766. — Gauhe I. 1676. - v. Ledebur II. 430. — v. H.s Ichwochow, Schowoch, in Pommern seßhaft, sv. Ledebur III. 343.s Schwörenfeld, österreichisch- Gustav v. S. stand 1857 als Kadet im 54. k. k. Inf. Regiment. 's Ichwotinski, kommen 1799 in Schlesien vor. W. ? sv. Ledebur II. 430. s Schisningcn, s. Schöning. Icio, Anton, wurde 1769 neben dem Jnkolate in den Adelstand erhoben. sSiebmacher, Suppl. IX. 27. — R. T. A. R.s Scissi, Johann Jakob, des röm. Nuntius am kaiserl. Hofe Vetter, wurde um's Jahr 1654 geadelt. sR. T. A. R.s Sctopisk, s. Mladotta- Scocsowski v. Skocsow, auch Mlt«mowski> genannt. Johann Leopold S. aus Teschen wurde im I. 1732 mit obigem Beinamen in den böhm. Freiherrnstand erhoben. M. v. M., Erg. I0l. — v. H .s Scott« v. See land!. D er Tabaksverlegcr zu Teschen, Josef S., wurde wegen der dem Aerar verschafften Vortheile im Jahre 1793 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 263. — v. H .s st Scoltin, Scolem, Stolin, ein erloschenes preuß. Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 439.s Lcopinich v. Aüstcnhort, dalmatisch. Johann S. v. K- war 1857 k. k. österr. Schiffskapitän. Scor — Seb 309 Scoria», Robert, aus Brabant, wurde 1723 geadelt. IN. T. A, R.s Scorler, Dr. Peter, zu Görlitz, wurde am 25. Nov. 1561 von K. Ferdinand in den Adelstand erhoben. Wappen? sv. Ledebur II. 136.) Scott. Ein v. S. kommt von 1783 bis 1823 als Kommandant zu Spandau vor. Aus Schottland stammend, sv. Ledebur II. 430. — v. Zedlitz.j Scotti v. Cmiipo stell». Der Doktor der Arzncigelehrtheit und Professor der Botanik, Josef S. zu Prag, auö italicn. Adel stammend, wurde im I. 1759 wegen Anlegung eines botanischen Gartens auf eigene Kosten, wegen der Direktion der Maulbeerbaum- Plantagen und mehrerer großen Verdienste um den Staat unter dem Namen S. Edler v. C. in den alten erbländ. Ritterstand erhoben. sM. v. M. 145. — v. HI Der Frhr. Felix v. S. ohne Beinamen und Graf S.-Galler ati, im österr. Kriegsund Hofdicnste, mögen wol zu diesem Geschlechte gehören. Lcovnib de ia Aastidc, wahrscheinlich aus den ehcmal. österr. Niederlanden. Frhr. Franz Friedrich S. de Ia B. befand sich 1835 unter den k. k. österr. unangestcllteu Generalfcldwachtmeistern. Icropellili, s. Schrapla. Lcrct», Sscreta, Ssctnovskh, oder Schotnovsky >>. Javorziez, ein vornehmer Adel aus Prag, der nebst andern frhrl. Rechten auch dieses, Münzen zu schlagen, hatte. Er kommt zuerst unter Kaiser Rudolf II. im Anfange des 17. Jahrhunderts vor. sZcdler XXXVI. 709—12. - v. H.s Scriba. Am 26. März 1793 wurde der hannöv. Hauptmann Joh. Philipp Ludolf S. durch den Kaiser in den Adclstand erhoben, sv. d. Knesebecks Die Familie hieß vor der Reformation Schreiber, stammt aus dem westfäl. Städtchen Medebach, in dessen Filialorte Bergen sie im 15. Jahrh. Besizungen hatte. Sie theilt sich in drei Linien, in die hessische, die haunöver'sche u- die waldeck'sche. Die mittlere führt den Beinamen v. Löwenfeld um deshalb, weil Maria Karolina, die Tochter des Ober- Amtmanns Gerhard Werner S., bei ihrer Verheurathung mit dem damaligen Frciherrn, nachherigcn Grafen Ludwig Ernst Heinrich v- Schlitz, gen. v. Görtz-Wrisberg, unter dem Namen v. Löwen fcld in den Reichsadelstand erhoben wurde, welches sich auf alle Nachkommen des M. Heinrich S., der seinen Namen zuerst latinisirte, erstreckt haben soll. sH. F. Scriba, gen. biograph. Uebersicht der Familie Scriba. Darmstadt, 1824. 20Bg. 4.s Von dem Adel machten nicht alle Mitglieder der Familie und auch nicht der großhcrzogl. Hess. geh. Staatsrath Joh. Georg S. Gebrauch (?!). Georg S. baute das Städtchen Oumida in Nordamerika. sGrote, hannöv. Wppb. ?. 2. ^ v. Ledebur II. 430. — Kncschke, Wappen II. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 26. T. 30. j Scrinzi v. Moiitccroce. Der Advokat Dr. I. S. in Trieft wurde 1858 von Oesterreich mit dem Beinamen v. M. in den rittermäßigcn Adelstaud erhoben. sA. A. Zeit. v. 1858.s Scrivcr, Jakob, herzoglich Holstein. Kammerassessor, wurde 1750 geadelt, fv. Ledebur II. 431. III. 343. - R. T. A. R.s Scultclns, s. Löwenheimb; Unfried. Scultcty, ungarisch. Stefan v- S. war 1835 Registrator bei der ungar. Statthaltern in Ofen- Scherst» v. Tcmcriii, Kommandeur des St. Stefansordens w., wurde im I. 1811 in den Grafenstaud erhoben. sM. v. M. 30. — v. H.s Stammbuch des Adels in Deutschland. III. -s Zczuplinski, eine in Preußen seßhaft gewesene Familie, sv. Ledebur II. 431. III. 343.s Wappen: Nowina. 1 Sdaskc, Sdaßkcr, ein 1639 in Pommern seßhaftes Geschlecht. Wappen? sv. Ledebur II. 431.s Sdcchno v. Sambach, aus den kaiserl. Erblanden, erhielt 1622 ein Grafcndiplom. sR. T. A. R.s Zdetiil, s. Zdetiu. 1 Sdmicii, ein vormal. Geschlecht der Freien in Pommern. sMicralius, Anlig. Pomer. 6. B. 377. — Siebmachcr V. 160. n. 12. — v. Ledebur II. 431. III. 343. — v. H.s Schänitz, s. Stecher. Zellas, s- Schmiles. Sebastian! ». Tzastalowitz. Der Kasscoffizier des präg er Zal- Amtes, Alois S., wurde im I. 1810 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 447. — v. H.s Sebastianskis. Der Stadtrathsverwandte Franz S. zu Ol- mütz wurde wegen seiner Verdienste bei der Belagerung dieser Festung iiu I. 1758 geadelt. sM. v. M. 263. — v. H.s 1 Jebcn, Scbin, Sebyn, eine im Stifte Briren seßhafte Familie, deren Stammschloß gleichen Namens zwei Meilen von Briren gelegen und die im I. 1465 ausgestorben ist. sBucelini stemmat. IV. — Schöttcheu's dipl- Nack!. I. 121 u. ff. — Zedier XXXVI. 827. - v. H.s Scbcnarz v. Hcrrcnscls. Der Trauksteuereinuchmer Joh. Anton S. wurde am 25. Mai 1737 präsentirt und mit v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 448. — v. H.s Icbcö, wahrscheinlich ungarisch. Heinrich v. S. stand 1857 als Untcrlieutenaut im 39. österr. Inf. Regiment. Sebmithal, f. Mum elter. Scbcs, ungarisch. Ladislaus v. S. war 1835 k. k. österr. Major und Premierwachtmeister bei der ungar. adlichen Leibgarde zu Wien. Scbest v. Mlstirflilva, siebeubürgisch. Stefan S. v. B. war 1835 Vicekönigsrichter des udvarhelycr Stuhls. Scbin, f. Seben. Icbisch, Säbisch, ein altes, ehedem Mehlmaus genanntes sc hlesischeS Geschlecht, das zu den Patriziern in Breslau gehörte und im Anfange des 17. Jahrhunderts geadelt wurde. Die Familie verbreitete sich auch nach Hannover, sv. dem Knesebeck. — Sinap I. 864. 11.939. — Lucä, fchlcs. Merkw. — Europ. Fama 8. Th. — Zedier XXXVI. 832 u. f. — Lüdersens Sammlung. — Siebmacher IV. 174. n. 2. — v. H.s Jebottciiborf, Sebottendorff, Seibottcudorff, Zybottendorff, Seiteudorff, Setindorf, ein altes schles. Geschlecht, das auch in Sachsen, Preußen, Polen und Böhmen begütert ist. sSinap I. 865. II. 990. — Siebmacher I. 70. n. 4 u. f. V. 74. n. 1. — v. Meding III. n. 767. — Zedier XXXVI. 840-44. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 431. — Frhrl. Taschcnb. v. 1857. — v. Hcfner, preuß. Adel S. 64. T. 82. - v. H.s Scbregondi, österr.-italienisch. Josef Edler v. S. war 1835 Delegat bei der k. k. österr. Delegation zu Mantua. s-Scbriach, Söbriach, eine alte, theils adliche, theils freiherrliche Familie in Kraiu und Steher mark, welche die Güter Einöd u. Schalleck besaß, und vom I. 1301 an bekannt ist. sBucelini stemmat. III. — Valvasor, Ehre dcS Herzogth. Kraiu. — Zedier XXXVI. 845. — Gauhe I. 1723. — Schmutz IV. 19. — v. H.s Sebiisiiili, Kristof, böhm. Kanzler, wurde 1590 in den Frei- 47 370 Sech hcrrnstand erhoben, sR. T.A.R.j Ein Mehrcrcs ist von dieser Familie nicht bekannt. -s Sechser», ein ursprünglich böhm. Geschlecht, aus dem der im I, 1652 nach Bayern gekommene Bartholome S, geadelt und Anton v. S, im I, 1792 in Bayern ausgeschrieben wurde, sv. Lang 513, — v. Hefner, baycr, Adel S, III, T, 110, — v, H.j Icchtcr o, Herrmomistei», Der Oberst w- Johann S. wurde ^ wegen Auszeichnung bei der Vcrtheidignng der Festung Ehrenbreitstein im I, 1797 mit v, H, in den Freiherrnstand erhoben. sM. v, M, 85, — v, H,s Ieckc»!>ors, eines der ältesten fränk, Geschlechter, das im deutschen Reiche oielc Bcsizungc» hatte, besonders in den ehemaligen Nittcrkantonen Steigerwald, Nhön-Werra, Altmühl, Odenwald und Gcbürg, bei welchen es immatrikulirt war. Es war allzeit turnicrfähig. Die aberdar'sche Haupt- Linie erhob Kaiser Josef I, am 5. September 1766 in den NeichSfreihcrrn-, Kaiser Karl VI. aber am 2. April 1719 in den Grafenstand, Die Linie Gutcnd genannt erprobte in Bayern ihr Frciherrnprädikat aus dein Grafendiplom jener. Daö kleine, in dein Amte Langcnzell liegende Dorf dieses Namens ist wahrscheinlich ihr Stammhaus, Friedrich Heinrich v. S,, Gouverneur von Philippsburg, soll im Februar 1721 in den Grafenstand erhoben worden sein, ist aber wahrscheinlich einerlei mit der Erhebung vom 2, April 1719. Er starb ohne Erben. Seitdem haben mehrere Linien die gräfliche Würde erlangt von Oesterreich, Preußen, Württemberg u. s. w. Von leztcrem wurde der StaatSminister Johann Karl Kristof Frhr. v, S. am 6. Nov. 1816 in den Grafcnstand erhoben, sTaschenb, der gräfl, Häuser auf t811 u, s, — Archiv für Geschichte, Gcncal, u, Dipl. 81, — Jahrb. des deutschen Adels für 1818, S, 130. — Die Württemberg, Wapvcnbüchcr von L, Dorst und I, A, Tyroff, — v, Zedlitz, — Cast, Adelöb, v, Württemberg, — Siebmacher I, Taf, 101, n, I, V, Taf, 212, n, 3, ist nicht richtig abgebildet; Suppl, IV. 21 — Dithmar II, ll, 38, — Kneschke, d, Grascnh, — Baycr, Wappenbnch, — Prenß, Wppb, I, gg. — Sächs, Wppb, Ii, 3t, — Einige Bruchstücke als Bcitr, zur älteru Geschichte des fränk, adl, Geschlechts der Freiherren v, Seckendorf, im Journal v, u, s Franken, III. Bd, 6, Heft -6, 617—80. — Griesinger l2kl, — v, Ledebur II, 13l. III, 313. — BagmihI III, Taf, UXVI, — », Hcfncr, Mecklenburg, Adel S, t8; bayer, Adel S, 2l, T, 15, lk, S, 57, T, KV; Württemberg, Adel S, 1, T, 1, S. ll, T, ll; prcuß, Adel S, 27, T, 3V, S, 61, T. 82; sächs, Adel S, lk. T, 15; Hess, Adel S, 2K, T, 28, — Taschcnb, der srhrl. Hänser für 1858. — H. G, a Seckendorf, Historie» dcseriptio gcnt, Seckendorf, er cditis ac manujcript. documentis congesta, cujus potissima capita erccrpsit S. Abesser er Or, funebri in honorem hnj, cquitio habitae, — Tyroff, Taf, K8. — Sicbcn- kecS I, 83—8ö, — Neues gencal. Hdb. v, 1775 u, 1777. S, 151—53. 1778, S. 187, Nachtr, gl-99, - Gauhc I, 1682-31, - Zedier XXXVI, 886 —911, — Struv, histor.polit, Archiv I. 255 — 57,— v. Hattstein II, 319-52. — v, Falkenstcin, Antiq, Nordg, 11.313—52. — Biedermann, Steigcrw. Tab. 99—162. — Entwurf einer Geschichte des Hauses v, Seckendorf, eine bloße Anzeige der Kapitel, woraus das Werk bestehen soll, in Octtcr's histor. Nachr. n, in Mader's rcichsritter- schastl, Magazin III, B. w 19. — Hartmann's Samml. — Salver 238. 216, 218. 266, 178. 553, 576. 586, — Diencmann 167. n, 9, — Estor's Ahnenpr, Tab, 10, — v, Mcding I, n. 798, — v. Lang 235 — 38; Suppl, 66, - M, v, M,, Erg, 30, — v. H.j Seckerou, s. Dyckmann. Sccisminski, in Wcstprcußcn seßhaft. W.: Dombrowa, sv, Ledebur II, 132,j Iccgujocg v, Hrldenfcld. Der Hauptmann Georg S. wurde wegen 44jähriger Dienstleistung im I, 1759 mit v. H. geadelt. sM, v. M, 263,j Der Oberstlicnt. und Kommandant der teines- warer banat. Militärmiliz:c., Arsenius v. S., wurde im Jahre - See 1767 Freiherr. Leztcrer, einer der Söhne des Georg, hinterließ keine männlichen Erben. sTaschenb. der frhrl, Häuser auf 1819 u, f. — M, v, M,, Erg, 100, - v, H.j Icddclcr. Der Hof- und Legationsrath am russ. Hofe, Johann S,, wurde im I. 1782 in den Frciherrnstand erhoben. sM. v, M, 100, — v. H.j Scdclmoiscr, Sedlmaiser v, Sccscld, Der niederöstcrr. Appell. - Rath Josef S. wurde im Jahre 1819 mit „Edler von" geadelt. sM, v, M, 261,j Franz Ritter Sedelmaycr v, S., k. k, Feld- Marschalllieutcnant, wurde 1866 in den Frciherrnstand erhoben. sA. A, Zeit,, Mai 1860. — Frhrl. Taschcnb. v. 1863.s Icdclino>>r. Der kurbayer. Hofrath und äußere Archivar Philipp Jakob S. erhielt im I. 1787 ein bischöflich passau'sches Adclsdiplom und gleichwol wieder ein Adels- u, Ritterdiplom am 16. Juli 1796 vom Kurf. Karl Theodor. Die Familie ist verschieden von den Scdlmayer v. Seefeld. >v. Hcfncr, baycr. Adel S. >11. T- 110. — v. Lang 511. — v. H .j Scdlocgek v, Hackenseld. Der Gubernialrath n, Staatsgüter- Administrator in Mähren, Joh, Nepomuk S,, wurde im Jahre 1818 mit v. H, geadelt, sM. v, M. 264. — v. H.j Icdlokomih v, Langenkamps, Der kais. östcrr. Rittmeister in der Arciercngardc, I. S., erlangte 1866 den Adel mit v. L. sA, A, Zeit,, Sept. I860.j Scdlotrchck v, Siegeskomps, Der österr. Hauptmann Wenzel S, wurde 1842 mit v. Siegcskampf geadelt. sM, S.j Scdligky. Der Stärkgefällspächtcr in Mähren, Dominik Wenzel S., wurde im I. 1751 in den böhm. Adelstand erhoben. >M. v. M, Erg. 113. — v. H.j Zedliiicgkq v, Choltih, eine alte adliche, thcils freiherrliche, theils gräfliche, ursprünglich poln. Familie in Oesterreich und Schlesien. Einige wollen behaupten, daß sie schon vor 1866 Jahren in Mähren gewohnt habe. Karl Julius S. v. C., kais. Gesandter am poln. Hofe, erlangte 1695 die Grafcnwürde, sTaschcnb, der gräfl. Häuser für 1837, 1851 u, f, — Dipl, Jahrb. für den prenß, Staat 1811, Abth, 2, S, 56, und für 1813, S, 277, — Hyrtl, die sürstl,, gräfl, u, frhrl, Fam, Oesterreichs, — Taschcnb, der frhrl, Häuser für >853. — v, Ledebur Ii, 132, III, 313, — v, Hcfncr, prenß. Adel S, 27. T, 31. S, 61, T, 82, — v, Zedlitz. - v, H, - Kneschke, deutsche Grafenh. — Sinap II, 218—23. — v, Schönfeld, Adclsschcinat, I. 108. l10, 228. - Zedier XXXVI, 998, — Gauhe I, 1686, — Siebmacher I, 71. n, 11, — Geneal, Taschcnb, für 1826, S. 109,j Scdmorot, s. Zedmoratzky. Icdmoralchy, Scdmorad-S., schles, Freiherren, 1696, sv, Ledebur II. 132,j 1. ch See, ein uraltes mccklenbnrg'sches Geschlecht, das in alten Urkunden zuerst im Jahre 1324 vorkommt, daö aber längst ausgestorben zu scyn scheint, jedoch im I. 1636 noch vorkommt, sv. Mcding I. n, 799. — Siebni. IV. 171. n, 2, V. 57. n, 10. — v. Hj Ob WerneruS de Lacu, welcher 1263 zu Nord Hausen vorkommt, zu diesem Geschlechte gehörte, ist dießorts unbekannt. sUrk. Buch für Nieders. II. 238,j Eben so wenig weiß man von Henrico de Stagna anzugeben, welcher 1267 als Wohlthätcr des Stiftes Maricnsee aufgeführt wird. sCod. Brandenburg. XIII. 212,j 2. -s vom See zu Valsing. Sigmund und Kristof Gebrüder v. S. z. P, stehen in der bayer. Landtafcl 1496. sO. S.js See, s, Fischer. Seeon, ein gräsliches Geschlecht in Ob er österr eich, davon See — Einige den Beinamen v. Schwartzenhorn führen und seit dem > Jahre 1566 bekannt sind. Joh. Maximilian Frhr. v. Seeau u. j Schwarze n Horn erhielt 1678 die gräfl. Würde. (Siehe auch Schmidt v. Schwarzenhorn.) Im Jahre 1682 wurde eine andere Linie in den Freiherrnstand erhoben. Der Kämmerer w. Johann Friedrich Frhr. v. S. wurde mit seinem Bruder Johann Ehrenreich, Hofkammcrrath, im I. 1767 in den N. Grafenstand erhoben. (Ganhe I. 1688. — Bucclin. — v. Hoheneck II. 392—412. — Zedier XXXVI. IM 1 — 15. — Siebmacher III. 57. n. I; Supplcm. I. Z. — Fortgcs. neue geneal.histor. Nachr. 163. Th. S. 473. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1842 n. f. — v. Hefncr, baycr. Adel S. 2V. T. 16; Erg.Bd S. 9. — M. v- M., Erg. 30. — v. HI 1. Iccblich, Scbach, ein sehr altes thüring. Geschlecht, von dem Einige behaupten, daß sie von den vormal. Grafen v. Engern u. Brenä, wegen der Gleichheit des Wappens, entsprossen seien, und daß Ado v. S. vor Karl's d. Gr. Zeiten berühmt gewesen sei. Erzherzog Ferdinand erlaubte am 1. April 1598 denen v. S., ihre älteren verschiedenen Wappen zusammenznsczen und zu führen, und K. Rudolf II. bestätigte am 7. Nov. 1662 ihr Wappen und vermehrte es noch. Hanns Georg v. S., kaiserl. Kämmerer, erlangte 1631 die schwed. Freihcrrnwürdc. sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. 6. 64. — v. Ledebur II. 432. — Sächs. Wappb. VI. 6. — o. Hefncr, sächs. Adel S. 48. T. 55; prcnß. Adel S. 64. T. 83; Hess. Adel S. 26. T. 23; hannöv. Adel S. 26. T 30. - Kneschke, d. Grafenh. — Brückner I Th. 3. St. 246. 10. St. 7. 8. >0. 14. 15. 16. 27. 32. 35. 37. 45. 54. 55. II. Th. 12. St. 4. — Salver 230. 231. — Albini, Hist. der Gr. n. Herren v. Werthern S. 70. — Siebmacher I. 150. n. 3. V. 18. n. 2. — v. Meding I. n. 801 u. f. — Glcichenstein n. 72. — Ganhe I. 1689. — Adelar Erich, Scbachiornm Historia, ein Mspt. — Valvasor, Ehre des Herzogth. Krain I. 8. c- 665. — Hörschelmann's Samml. 59. — König II. 1031—1105. — v. Nechtritz, diplom. Nachr. (v. 1651 — 1783, aus dem schönwerdcr Kirchenbuche) III. 215—20. — Zedier XXXVI. 1016-25. — v. HI 2. Scclnrch. Außer dem thüring. Geschlechts gibt es auch noch eine altadliche Familie dieses Namens im Herzogth. Krain, ans welcher Peter v. S. im I. 1566 Bischof zu Laibach war. N. v. S., kaiserl. General, starb 1736 auf Schloß Labanth in Schlesien. Auch in Züri ch gab cS ein 1747 erloschenes regimcntsfähiges Geschlecht v. S., auch Stoll v. S. genannt, welches den Namen wahrscheinlich dem Orte Seebach bei Zürich verdankte. Johann v. S. war 1461 Zunftmeister. Desgleichen befand sich auch in Bern ein regimentSfähigcs Geschlecht v. S., welches gleichfalls erloschen ist. Es war im 16. Jahrh. bekannt. Joh. v. S. war 1566 Landvogt zu Landshut. sLen, schweizer Chronik XVII. — v. Zedlitz. — Valvasor, Chronik von Krain I. 8. c. 665. — Ganhe I. 2305. ( Zeclicgg, s. Jener. Zcelier, ungarisch. Karl v. S. war 1835 Bürgermeister M P c st h. 1. s' Jeclicrg. (Schild: Schrägbalken mit drei Lindenblättern belegt.) Mathias Frhr. v. S., knrbayer. Truchseß u. Hauptmann über eine Kompagnie zu Fuß, liegt zu Wasserburg 1681. 2. Scelicrg, Kristian Heinrich, zu Holst in Liefland, wurde 1792 vom sächs. Neichövikariat geadelt. sKneschke, Wapp. III.) Jeclicrg, s. Henniger; Schmidl. si Lccbcrgcr, Sebergen, thüring en'sche, längst ausgestorbene Edelleute, die unseres Wissens nur in einer Urkunde von 1338 Vorkommen und wahrscheinlich vormalS die Herren von dem jezt - Seef Z7i gotha'schcn, früher schwarzburg-rndolstädt'schcn Dorfe dieses Namens waren. (Brückner II. Th. 4. St. 16 u. f. - v. H.( 7 Zccbroiiil, alte schwäb. Edelleute zu S. im Württemberg. Oberamt Nottenbnrg; sie verschwinden frühzeitig. (Griesinger 1263.) si Sccliurg. Der Stammvater dieser längst ausgestorbenen Familie s oll Gero geheißen, zu Zeiten Konrad'S III. n. Friedrich'ö I. aus Bayern nach Schwaben gekommen und zum Grafen und Herrn von S. gemacht worden sein. Wigmann Graf v. S. lebte um 1656 und hatte Gisda, eine Tochter Herzog Otto's III., zu Gattin. Mcchtild v. S. verkauft 1326 mehrere Güter an das Kloster Zwifalten, und Bctha v. S. veräußert ihre sammtlichcn ererbten Güter 1396 an die Grafen von Württemberg. Ort und Schloß S. liegen bei Urach; lcztcrcs ist schon 1562 in Ruinen. sHoppenrod 85 n. f. — Wolf's eichsfeld. llrk.Bnch 13. - v. H. — Griesinger 1263.s Stecher v. Sechcrau, Niklauö Johann, wurde im Jahre 1763 geadelt. sM. v. M., Erg. 443. — v. H.s Sceck, s. Eger. Sccclrt, Friedrich, auf Neppiem n. Mökow, wurde 1786 geadelt. (v. Ledebur II. 432. III. 343. — Bagmihl IV. 16. — N. T. A. R.( si Stedorf, Familie im O.A. Oberndorf, die gegen Anfang des 17. Jahrhunderts ausstarb, worauf ihre Güter an die Grafen v. Zimmern sielen. Der Stammsiz ist Burg und Dorf S e e d o r f. 1. f Iccfcld, in Oesterreich, Erbtrnchsessen der Erzherzoge von Oesterreich, die schon im I. 1188 in Urkunden vorkommen. (Zedier XXXVI. 1034. — Ganhe I. 1692. - v. H.) 2. si Krefeld, Seeveld, in Bayern, ein freihcrrl. Geschlecht, das im I. 1284 schon bekannt war, aber 1393 ausgestorben ist. (Zedier XXXVI. 1035. - W. Hund I. 332-35. — Ganhe I. 1692. — Sinap I. 877. — Siebmacher II. 25. n. 4. — Spangcnbera, Adelssp. I. Th. II. Bd. 349. - v. Meding II. n. 828. — v. H.( 3. si Krefeld, in Schlesien, von denen im I. 1589 Hanns v. S. Landesältcstcr war, die aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts ausgestorben sind. Das schles. Geschlecht führte in Schw. einen silbernen Greif. (Zedier XXXVI. 1033. — Ganhe I. 1692. - Sinap I. 877 u. f. — Siebmachcr I. 66. n. 5. — v. Meding II. 829. — v. H.( 4. si Krefeld, in der Mark Brandenburg. Das branden bnrg. Geschlecht führte in S. einen schrägrechts gelegten gr. Stamm mit drei Blättern und abgestumpften Aesten. (v. Ledebur II. 433. — Ganhe I. 1692. — Zedier XXXVI. <033. — v. H.s Krefeld, s. Selb mayer. Sccfels, s. Caöparto; Winkler. Iccsried, neuerlich S. v. Dutleiiheiiil. Diese stammen aus Nördlingen, wo sie schon sehr frühzeitig vorkommen. Otto S. soll im I. 1365 K. Karl's IV. Rath gewesen sein. Kaiser Karl V. ertheiltc dieser Familie im I. 1546 ein adliches Wappen (wodurch sie unter die vornehmen nördling. Geschlechter gerechnet wurden). Georg Kristian S., markgräflich ansbach. geheimer u. Landschaftsrath, erhielt von K. Karl VI. zu Prag am 12. Aug. 1723 ein Adelsbestätignngs- und Ernenerungsdiplom, und der baireuth. Kammcrherr und Bestzer mehrerer Güter vom Kurf. Karl Theodor am 17. Juli 1796 die Freihcrrnwürde. (Nach der RcichStaxamtörechnung wurde der hochfürstlich brandenburg-onolz- 47* Z72 Seeg — Seel bach'schc Komitialgcsandte zu Negeusburg, Joh. Lorenz S., im I. 1764 von Kaiser Franz I. in den Neichsadelstand erhoben. sN. T.A.R.) Es scheint dieses Diplom eine Bestätigung zu sein, da Joh. Lorenz S. in dem varrcntrapp'schcn Staatshandbuchc von 1761, S. 483, als adlich aufgeführt ist.) Die Familie erlangte durch Erbschaft von denen v. Nabenstein das Schloß Adlitz bei Pottenstcin, verschieden vom Schlosse Adlitz bei Müggendorf. Butten heim kam 1761 nach Aussterben der v. Sticbar ebenfalls an die Familie v. S. sv. Hefner, baycr. Adel S. 58. Taf. 60. — Taschcub. der frhrl. Häuser auf 1858. — v. H. — Neues gencalog. Handb. v. 1778. S. 189—92. — v. Lang 238. — Siebenkccs I. 201 — 203. — Beischlag's Bcitr. zur nördling. Gesch. -153—60. — Tyroff, Taf. 255. — Siedmacher V. 236. u. 2. IV. Suppl. Taf. 24. XI. Suppl. Taf. 16.) Sccgcbarth, Johann Friedrich, geh. Oberfinanzrath u. Gencral- Postdirektor, wurde von K. Friedrich Wilhelm III. von Preußen in den Adelstand erhoben, v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 433. — Preuß. Wppb. IV. 60.j Das Wappen ist dem scgebade'scheu nachgebildet. Sccgciibcrg, s. Püttner. 1. Sccgcr, Seger, Erasmus, aus den kais. Erblandcn, und sein Bruder Hicronimus erhielten 1623 ein Adclsdiplom. sR.T.A.R.s 2. -ß Sccgcr, Kristiau Dionisius, Generalmajor dcö schwäb- Kreises und bei Württemberg, wurde am 13- Juni 1861 in den Freihcrrnstand erhoben. Er starb ohne Nachkommen. Auch ein Verwandter desselben, österr. Generalmajor, wurde zur Zeit des 7jährigen Krieges von der Kaiserin Maria Theresia mit ähnlichem Wappen geadelt. fAus Familicnmittheilungcn. — Württemberg. Wappenb. von I. A. Tyroff. IV. Bd. — Oesterr. Wappenb. XV. 61.) Es ist nicht bekannt, ob diese S. mit der Familie des Erasmus in Verbindung standen, aber nicht wahrscheinlich. fGriesingcr 1264. — v. Hefner, Württemberg. Adel S. t2. T. 14; Erg. Bd. S. 39.s 3. Sccgcr, Oberst des 1. Inf. Regiments in Ulm, wurde von Württemberg 1859 in den erblichen Adclstand erhoben. fA. A. Zelt., Juni 1859.) 4. Sccgcr v. Dürrcnbcrg. Der Major vom Generalstab und ThcresienordenSritter w., Johann Tobias S., wurde im I. 1767 mit v- D- in den Freihcrrnstand erhoben. Er erhielt das ganz gleiche Wappen der Seeg er 2. fOesterr. Wappenbuch XIX. 56. — M. v. M. 85. — v. H.) 5. Sccgcr v. Sccgcr zu Jugluirg. Der Bürgermeister Michael S. zu Bludenz wurde im I. 1746 mit obigen Zusäzen in den Rittcrstand erhoben. jM. v. M., Erg. 207. — v. H.j f Icchauscn, ein Magdeburg, ausgestorbenes Geschlecht, welches von 1257 —1395 in Urkunden vorkommt, und deren Stammschloß im Magdeburg'schen unweit dem Kloster Meycn- dorf liegt. fMaybaum, Chronik des Kl. Marlcnborn 75.89. — Zedier XXXVt. ,043. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 433. III. 343. — v. H.) Seehofer, Gebrüder und Vettern, wurden 1623 geadelt. sR. T. A. R.) Scchligh. Dieser Name erscheint nur 1866 in dem preuß. Lieut. v. S. Wappen? sv. Ledebur II- 434.) Zcclurch. Der Hauptmann Joh. Adam S. wurde im Jahre 1811 geadelt. Zu dieser Familie möchte wol Eduard S. v. See- Heim gehören, welcher 1857 Hauptmann im 49. k. k. österr. Inf. Regiment war. sM. v. M. 264. — v. H.) 1. Sccl, ein Münchner Handelshaus, das im Jahre 1681 einen Wappenbrief erhielt. Aus dieser Familie wurde der k. daher. General-Zoll- und Mauthdirektionö-Ncchnungökommissär Johann Baptist S. in München am 9. Sept. 1786 in den Adel- und Ritterstand erhoben. Die Familie wird jczt auch Seil geschrieben. fv. Hcfner, baycr. Adel S. 114. T. 140. — v. Lang 544. — v. H.) 2. Sccl. K. Friedrich II. von Preußen erhob am 9. Jan. 1742 diese Familie in den Adelstand, und namentlich den Oberst Gottfried S., welcher 1751 starb. Die Familie ist in Preußen begütert. Der Name erscheint auch zuweilen Seelen geschrieben. fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 433. — Preuß. Wppb. IV. 61.) 3. Sccl v. u. )» Aichberg. Die Gebrüder und Vettern S. wurden im Jahre 1566 mit „v. u. zu A." in den NeichSadelstand erhoben. fR. T. A. N.) 4. Sccl v. Sccle»b»rg. Der Hauptmann Georg S. wurde im Jahre 1818 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M. 264. — v. H.) Seeland!, s. Scolla. Scclcn, Sehlen. Hier sind 2 verschiedene Geschlechter zu unterscheiden: I. Ein braudcnburg. Geschlecht, auf Kl.Buckow, 1568. Wappen? II. Friedrich August S., gest. zu Zittau am 25. Jan. 1773, wurde als k. poln. und kursächs. Kommerzicnrath in den Adelstand erhoben. Wappen ? fv. Ledebur II. 433. III. 343.) Scclcr. Der neubuckow er Administratiousamtmann Joh. Friedrich S. wurde im I. 1821 geadelt; nach Andern am 25. Jan. 1825. Wappen? fv. Hefuer, Erg. 33. — M. v. M., Erg. 448. — v. H.) 1. Scclhorst, eine am 16. Mai 1744 von König Friedrich II. von Preußen in der Person des Justus Rudolf S., Kapitäns bei den Dragonern, geadelte Familie, fv. Zedlitz. — v. Ledebur II. S. 434. — Preuß. Wppb. IV. 61. — v. Hefuer, sächs. Adel S. 48. T. 55. — Kucschke, Wappen II.) 2. Scclhorst, Henning Friedrich, wurde 1766, Joh. Kristian S. am 26. Okt. 1769 und Otto Abraham S. 1771 geadelt. (Stammen sämmtlich aus Holstein.) fv. Hcfner, sächs- Adel S. 48. T. 55. — v. Ledebur II. 434. III. 343.) Gehören zu der 1744 geadelten Familie. 3- Scclhorst. Der König von Sachsen hat dem der Auguste Marie Henriette Leopoldine, verehel. v. Carlowitz, geb. v. S., und deren Geschwistern Friedrich Georg Ernst S., Joh. Marie Adel. S. und Georg Wilhelm S. von weiland dem Herzog zu Sachsen-Kobürg erlangten Adelstand 1844 die Anerkennung er- theilt. sv. Hcfner, sächs. Adel S. 48. T. 55.) Zcclig, Dr. E., k. k. österr. Statthaltereirath, Ritter der eis. Krone, erlangte 1862 den Adel. sA. A. Zeit-, Jan. 1862.) 1. Stetiger, Georg, Blasius, Adam, Kristof und Anton, Gebrüder, aus einem görlitzer Stadtgeschlecht, wurden von Kaiser Rudolf II. am 26. März 1579 geadelt. fv. Ledebur II. 434. — Dorst, allg. Wappenb. Taf. 283. 287.) 2. Sccligcr v. Scclingcn. Der Oberst Maximilian S. wurde im I. 1813 mit obigem Beinamen geadelt. fM. v. M., Erg. 448. — v. H.) Seeling v. Saulcnsels. Der wieliczkaer Obcramtmann:c. Auton S. wurde im Jahre 1867 mit obigem Beinamen in den Nitterstand erhoben. Anton S. v. S. war 1357 Kadet im 34sten österr. Inf. Regiment. fM. v. M., Erg. 207. — v. H. — v. Hesnec, galiz. Adel S. 26. T. 23.) Seel — Seg 373 Sccistrong, eine alte schles. Familie, die im Fürstenthume Sag an, auch in der Niederlausitz begütert und ursprünglich aus Böhmen ist. Sie kommen schon als böhmische Ritter im Jahre 1413 auf der Kirchenversammlung zu Kostnitz vor. ISinap II. 994. — Slebmachcr II. 49. n. 8. — Grosser's lausitz'sche Merkwürdig?. III. 22. - Zedier XXXVI. 1184. — Gauhe I. 1693. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 434. — v. H.s 1. Zccminiii, eine bayerische, ursprünglich aus Seeland gebürtige Familie. Eine Linie davon wendete sich nach Oesterreich und führte erst den Namen v. Man gern, baute auch ein Schloß M., sowie 1255 ein Augnstincrkloster in Bayern. Im 15ten Jahrhundert kommen auch Einige von ihnen in Tirol vor. sBrandis, tiroler Ehrcnkr. 1436. — Spener, op. herald, p. 529. Tab. 22. — Zedier XXXVI. 1185. — Siebmacher I. 94. n. 5. V. 16. n. 8. — v. Meding I. n. 802. — v. H.s 2. Seemann v. Trcncnuuirt. Der österr. Gencralauditor W. S. wurde 1854 mit v. T. in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1855. — Ocstcrr. Milit.Schcmat. v. >855.s Seemen, s- Zchmen. Scenusj v. Frendenberg, Freiherren, die in Stey ermark mehrere Güter u. Gülten besaßen u. daö Wappen der v. Fellen erbten. Mit Diplom von 1546 besserte und vermehrte Kaiser Ferdinand I. den beiden Brüdern Hannö n. Valentin v. S. zu F. das althergebrachte 'adliche Wappen. Georg Kristof und Johann die S. wurden 1538 von K. Karl V. geadelt. In Kärnthen legte ein altes adlicheö Geschlecht v. S. um 1860 eine gehörig erprobte Ancntafel von 16 Anen vor. Ohne Zweifel machen die v. S. in Kärnthen mit jenen in Steyermark ein und dasselbe Geschlecht aus. Aus dem kärnthner Aste wurde der kais. Land- Richter daselbst, Johann Friedrich S. aus Pach, Glan eck und Grädencck, und sein Bruder Erasmus Seifried zu Klagenfurt im I. 1656 in den Frciherrnstand erhoben. HTaschenb. der srhrl. Häuser auf 1849. — Schmutz III. 580. — v. H.s Scers. Die van S. sind eine Holland. Familie. Der Vater des Obersten v. S. stand schon als Generalmajor in preußischen Diensten, hv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 434.s Seestedt, Seestadt, Schstcd, Sceehstädt, eines der ältesten Holstein. Geschlechter, deren gleichnamiges Stammhaus unweit Eckernförde im Holstcin'schcn gelegen ist, und das sich in Dänemark sehr ausgebreitet hat. Hannibal Graf v. S. war Schaz- meistcr uud Schwiegersohn K. Kristian's IV. von Dänemark, nämlich durch seine mit Kriftiancn Munck erzeugte Tochter. Der dän. Gesandte am französ. Hofe, Hannibal v. S., wurde von K. Ludwig XIV. von Frankreich im April 1.663 zum französ. Grasen erhoben. sHist. de la fam. de Sehestedt par Ticho Hofmann, in dessen Portraits des hommes illust. Danncm. VI. 33. — Elvervcld, de Holsat. 321. — Dankwerth, schleöwig. Holstein I. c. 3. p. 18. II. c. II. p. 134. - Gauhe I. 1685. II. 1307 u. f. — Zedler XXXVI. 1204-7. — Siebmacher V. 149. n- 6. — v. H.s Sccthoi, österreichisch. Johann Karl v. S. stand 1857 als Kadet im 11. Hus. Regiment. Iccthal, s. Pourze. Zcctholcr v. Hohcnscc. Der Oberstlicut. Jakob S. wurde im I. 1770 mit v. H. geadelt. HM. v. M., Erg. 448. - v. H .s Zcewics, s- Frank. Zccmis, Johann, geadelt, bckant gemacht in Salzburg, 1677. hv. Schallhammern.j Icfcromics, wahrscheinlich kroatisch. Anton v. S. war 1857 k. k. österr. RcgimentSfcldarzt beim GarnisonSspital zu Venedig. Segala. Die Brüder Johann Anton und Joh. Franz S. aus Verona wurden im I. 1718 in den Ritterstand erhoben. HM. v. M., Erg. 207. - v. H.s Segalia v. Kornfeld. Der tiroler Lieutenant Josef Amadeus S. aus Rovercdo wurde im I. 1765 mit dem Beinamen v. K. geadelt. sM. v. M., Erg. 264. - v. H.s Scge v. Lanrendcrg, eine ösel'sche Familie, deren Stammvater Joh. Jakob Segius zu Langensalza in Thüringen gebürtig war und 1679 als Obcrpfarrcr in Pernau starb. HHnpel, ösel'scher Anz. Nr. I8 .s st Scgebodc, Segebatcn, ein pommcr'schcs Geschlecht ans der Insel Rügen. sWackenrodcr's A. u. N. Rügen 333. — Micrälius 530. — Gauhe I. 1693. — Siebmacher V. 159. n. 1. — v. Meding III. n. 763. — v. Ledebur II. 434. III. 343. — Bagmihl III. Taf. lll.s Erscheinen 1440. Die Familie ist erloschen, hv. H.s Zegcbnrg, s. Meyer. st Scgcnuinn, ein altes bremen'sches, im 17. Jahrh. ausgestorbenes Geschlecht. sMuhhard 494. — v. Meding I. n. 803. — v. H.s Zcgcnsthmid. Der Hof- u. niederösterr. Kammcrprokurator- Adjunkt Dominik S. wurde im I. 1814 mit „Edler von" geadelt. jM. v. M., Erg 448. - v. H.s Segel de», Seiger, ein in Pommern begütertes Geschlecht, aus welchem Joachim v. S., braun schweig. Marschall, 1545 als Marschall in die Dienste des Markgrafen Johann von Cüstrin trat. Wappen? hv. Ledebur II. 439. III. 343.s st Zegcrodc, ein im 17. Jahrh. erloschenes jülich'sches und aachencr Geschlecht. HFahne II. 136. — v. Ledebur II. 435.s Zcgcsscr v. Druncg, s. Brun eck. Seggolio su Mncklcrn. Matthäus S. wurde im I. 1705 mit dem Beinamen zu W. geadelt. HM. v. M., Erg. 443. — v. H.s Scgiier, Andreas Johann, Professor zu Halle, erhielt am 4. März 1755 ein Erncucrungsdiplom seines Adels. Die Gebrüder Michael und Balthasar S. hatten von K. Rudolf II. am 2. Mai 1596 ein Adelödiplom erhalten, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 435.s Segnih o. Schmalscldcn, eine jezt bayer. Familie zu Schweinfurt, die ehedem dem fränk. Ritterkanton Bau nach, wegen ihres Antheils am Dorfe Un finden, einverleibt war. Vom römischen König Marimilian erhielt sie am 27. Mai 1492 einen Wappen- Brief, von K. Rudolf II. am 29. Nov. 1595 ein Adels- und Wappenverbcsscrungsdiplom. Der Adclsmatrikel des Königreichs Bayern wurde sie am 25. Mai (v. Lang sagt am 7.) 1*** einverleibt. HBundschuh, Beschr. d. R.N. in Franken nach ihren 6 Orten 192. 227—230. — v. Laug 545. — Siebniachcr IV. 167. n. 5. V. 230. n. 4. — v- Hesner, bayer. Adel S- 114. T. 140. — v. H.s Scgnr, eine aus Frankreich stammende, nun österr. Familie, welche am 11. Juli 1811 die österr. Grafenwürde erlangte. Diese französ. Familie thcilt sich in mehrere Zweige. Aus dem v. Cabanac wendete sich ein Sprößling 1793 nach Oesterreich und wurde daselbst ualuralisirt. HTaschcnb. der gräsl. Häuser 1841 u. f.s st Scguth - Stonislawsky, eine ursprünglich aus Schlesien stammende Familie, welche in früheren Zeiten den Grafentitcl führte und aus welchem Grunde auch dem in k. poln. Diensten 374 Seh - stehenden A. S. G. v. S.-S, im I. 1737 die gräfl. Würde bestätigt und erneuert wurde. sR. T- A. R.) Die Voreltern des Gencralpostmcisters Grafen v. S.-S. hatten sich nach Preußen gewendet und von da bis Polen ausgebreitet u. hier den Namen Stanislawsky angenommen. (ES gibt in Polen 7 Familien Stanislawsky, die miteinander nicht verwandt sind und verschiedene Wappen führen.) Die gräfl. Würde starb mit dem vorgedachten Gcncralpostmeistcr am 16. Sept. 1768 wieder aus. sFortges. neue gencal. histor. Nachr. Th. 95. S. 744. — Niescicski, kor. Pol. T. 4. — Nanft's Archiv. 1737. S. 4M. — Zedier XXXIX. S. 1182. — v. Ledebur II. 433.1 s- Sehe. Martin v. S.'S, 1576 Bürgermeisters zu Güstrow, Enkel Ulrich, beschloß im I. 1636 dieses Geschlecht. (Tbom. Annal. Güstrow Cat. p. 154. — Zedier XXXVI. 1369. — v. H.) Jeher-Thoß, gen. Scir, ein adliches Geschlecht, das freiherrlich wurde, in Polen den Namen Ostrzcw führte und im 14ten Jahrh. zuerst in Schlesien vorkommt. sSinap I. 878. — I. Fr. Fülleborn, geneal. histor. Nachr. von dem frhrl. Geschlechte v. S.-Thoß. Breslau, 1755. Fol. — v. Meding III. n. 769. — Gauhe I. 1694. — Zedier XXXVI. 1319—22.1 Der kais. österr. Oberst Joh. Kristof S. und sein Vetter Karl Ferdinand wurden am 16. Dez. 1721 in den alten böhm. Freiherrnstand erhoben. Die Brüder Heinrich Leopold, Kristof Ernst, Karl Konrad, Johann Georg und Josef Ferdinand S. wurden am 24. Okt. 1737 böhmische Freiherren. sM. v. M., Erg. 166.) Der Frhr. v. S.-T. auf Hohcnfried- berg wurde am 15. Okt. 1846 vom König von Preußen mit Einschränkung in den Grafenstand erhoben. Hcinr. Leopold Frhr. v. S.-T., Erbherr ans Weichelsdorf :c., wurde am 2. Sept. 1775 preuß. Graf. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für die preusz. Staaten 1843. S. 272. — v. Hellbach's Samml. — v. Ledebur II. 435. — Gräfl. Taschenb. v. 1858; frhrl. Tasckenb. L. 1858. — y. Hefucr, preuß. Adel S. 27. T-31. S. 64. T. 83. — Kncschke, d. Grafcnhäuser. — v. H.1 Ichiig >i. Ichligcncroii. Bernhard S., kais. Oberstlieutenant und Oberfeldguarticrmcistcr, wurde um's I. 1679 mit dem Beinamen v. Schligencro» in den Adelstand erhoben. sR. T. A-R-) Ichm, Friedrich, Lieutenant, wurde am 9. Sept. 1786 in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Ledebur ll. 431Z. - Preuß. Wppb. IV. 61.) Icilicrt. Im preuß. Heere stand ein Offizier v. S. Er war 1741 ans Frankfurt a/M. gebürtig. (?) so. Zedlitz.) Zeililih, Schblitz. Mehrere Offiziere v. S. standen um 1766 und 1781 im preuß. Heere; v- Ledebur, II. 436, weiß über ihren Adel nichts weiter anzugeben. Icilwldsdorff, Sibelsdorff, Seibelsdorfs, SeyboltSdorff, eine ansehnliche sehr alte, jezt gräfliche bah er. Familie, die das Erb- Truchsesscnamt im Stifte Fr ei sing besaß und deren Stamm - HauS gleichen Namens an der Vils in Bayern liegt. Kaiser Ferdinand III. erhob das Geschlecht am 15. Jan. 1653 in den Freiherr»- und Kaiser Leopold dasselbe in der Person des Vitzthums Hanns Georg v. S. zu Landöhnt in den Grafenstand. lv. Laug 74. — Sicbmacher I. 77. — Taschcub. der gräfl. Häuser auf >844 u. f. — Dipl. Jahrb. für die preuß. Staaten 1841. Abth. 2. S-5ö. — Jahrb. dcS deutschen Adels für 1848. S. 361. — v. Hefucr, bayer. Adel S. 26. T. 16; Hess. Adel S. 26. T. 28; Erg. Bd. S. 9. — Buceliui stemmst. Itl. — W. Hund II. 291-366. — Gauhe I. 1697. — Zedier XXXVI. >329 u. ss. — Siebenkces I. 23 — 25, aus haud- - Sei schriftl. Nachr. — Allgem. gcnealog. Handb. I. 311 u. f. — -Einzinger v. Einzing, bayer. Löwe II. 569. — v. H.f Scibottendorf, s- Sebottendorf. SM. Der k.k. Rath w. Karl Heinrich S. zu Prag wurde im I. 1794 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. 145. - v. H.) Icichc Ii. vordland, österreichisch. August S. v. N. stand 1857 als Untcrlieutenant im 7. k. k. Art. Regiment. Scichwaltcr v. Walter»». Der Militärverpflcgsoffizicr Franz S. wurde im I. 1797 mit „Edler v. W." geadelt. sM. v. M. 264. — v. H.) Seid« und Landenabcrg. Der österr. Rath und Obcrbeamte der Markgrafschaft Burg au, Franz Ferd. S., erhielt vom Kurf. Karl Philipp am 28. Juni 1726 ein Freiherrndiplom. lv. Hefucr, preuß. Adel S. 64. T. 83; bayer. Adel S. 58. — Bayer. Wppb. lV. 12. — v. Ledebur II. 436. — Kueschke, Wappen II. — v. Lang 239. — v. H.) 1. Icidel, eine Familie, die schweizer. Ursprungs ist und sich schon im I. 1315 in Sachsen, in der Lausitz, in Schlesien, in der Mark Brandenburg verbreitete. Die Familie erhielt am 11. April 1544 daö münzmcister'sche Wappen und am 11. Okt. 1556 den Adel von K. Karl V. Diesen Adel erneuerte König Friedrich I. von Preußen den Vettern Andreas Erasmus und Gottfried Ludwig S. Angesessen ist die Familie in Brandenburg u. Schlesien, sv. Ledebur II. 436. n. I d. Art.f Erasmus v. S., Enkel des Andreas Erasmus, erhielt 1653 eine kais. Bestätigung seines Adels. sPreuß.Wppb .IV. 62. — R.T.A.R. zu Erasmus. — Sinap I. 879. II. 997. Dessen Olsnogr. p. 655. 964. — Gauhe II. 1816. — Zedier XXXVI. >399 u. f. - v. Meding III. n.77l.) Das Wappen besteht in einem der Länge nach getheilten r. u. w. Schilde mit einem halben bl. Monde in die Quere gelegt, mit den Spizen aufwärts. (Sachs. Wppb. IV. 77. — Genealog. Vorstellung, wie die v. S. in der Lausitz mit denen in Brandenburg zc., ein Mspt. in der ebncr'schen Bibliothek. — Cat. Bibl. Vol. l. 24. — Ch. Löwen, gött. uuwandclb. Providcnz in christl. Heirathssachen. Berlin, 1679. Eine Traurcde, in welcher viele dieses Geschlecht betreffende Nachrichten vorkommen. — G. G. Küster's Gesch. des adl. Geschlechts der v. Seidel. Berlin 1757. 8. — Scifert's hochadl. Stammtafeln I. n. 16. — G. L. v. Seidcl'ö abgcnöthigte Widerlegung einiger der adl. Familien zum Präjudiz in Druck gebrachter unrichtiger Passagen. Erlang. 1722. Fol. l Bg.) DaS Wappen der sächs. oder mcißn. S. sehe man bei Siebmacher, V. 142. n. 1, und Suppl. II. 29. sv. H.) 2. Seidel, Johann Georg Gottfried, k. Pol», u. kursächs. Kommerzicnrath, Georg Kristof und Georg Heinrich, Gebrüder — wie behauptet wird, Nachkommen der 1556 geadelten bran den- bürg. Familie — wurden am 22. Dez. 1721 vom Kaiser in den Adelstand erhoben. Ein Theil des Wappens ist dem der brau den- bürg'scheu Familie gleich. Die Familie ist in der Obcrlausitz — 1733 — seßhaft, sv. Ledebur II. 436. n. II des Art. — Dorst, allg. Wppb. Taf. 167. — Sächs. Wppb. IV. 78. — v. Hcfncr, Hess. Adel S. 25. T. 28. 29.) W.: Geviertet; 1. und 4. das Stammwappen von R. u. G. schräggethcilt; die Thcilungslinie mit einer Lilie in wechselnden Farben belegt; 2. u. 3. gespalten von S. n. N. mit einem aufwärtsgekchrtcn bl. Mond belegt. 3. Seidel. Der Doktor der Rechte u. Advokat Franz Jgnaz S. in Kärnthen wurde'im I. 1759 mit „Edler von" geadelt. Wappen; Fünf Ringe im Schilde. Die meisten Schriftsteller geben an, daß diese Familie EineS Stammes mit denen v. S. in der Mark Brandenburg und in Sachsen sei. Man muß Sei - dieses dahingestellt sein lassen. Das Wappen der kärnthner Familie gibt an: v. Mcding III. n. 77V; Siebmachcr I. 47. Sinap, II. 997, gibt noch ein drittes Wappen an, welches die Herren v. S. auf Koberwitz in Schlesien führten, nämlich drei r. Rosen im Schilde. Georg S. wurde am 15. Juli 1692 in den böhm. rittermäßigcn Adelstand erhoben, sv. Ledebur II. 136. n. IV des Art. — M. v. M. 264. — v. H .j 4. Seidel. Zu Sulzbach in der Oberpfalz befindet sich eine adliche Familie v. S., deren Wappen im bayer. Wappenbuche, VIII. 71, unter dem Namen S. v. Rosenthal aufgeführt ist. Wann dieselbe geadelt worden, weiß man nicht anzugeben. Jedenfalls steht sie in keiner Verbindung mit den hier angeführten Familien v. Seidel oder Seid!, Seydcl. so. Hcfner, bayer. Adel S. 114. T. 14v.j W.: In S. ein r. gekleideter Nachtwächter mit Spieß auf gr. Berge. 5. Seidel v. Uosnithal, auf Nübenau, Ober- und Nieder- Natzschkau in der Oberlausitz, kommen um 1752 daselbst bor. sv. Ledebur II. 436.j W.: Drei Blumentöpfe mit Rosen, 2. 1. Die verschiedenartigen Angaben bedürfen noch näherer Aufklärung. Scidcnbcrgcr, Lieutenant bei der Garde zu Fuß in Stuttgart, erhielt am I.Jan. 18V6 vom König von Württemberg den Adel; er starb um 184V ohne männliche Nachkommen. sHofzeitung von 1866. Nr. 2.j Scidenthlil. Der Praktikant bei dem Rentamt Fr ei sing, Franz Xaver S., hat den Adelstand bis zu seinem Großvater in Bayern znrückcrwiescn. sv. Lang 54Z. — v-Hefncr, bayer. Adel S. 114. T. 146. — v. H.j Seidcwih, Scydewitz, eine adliche, seit dem I. 1732 freiherr- lichc Familie in Meißen, deren gleichnamiges Stammhaus bei Mühlbcrg gelegen ist, und die auch in der Oberlausitz und im Voigtlande noch zu Ende des 17. Jahrhunderts begütert war. lKnauth, prodr. Miön. — Gauhe I. 1693. II. 1815. — Zedier XXXVI. S. 1454. — Allgcm. gencal. Hdb. I. 814.j Der Reichshofrath August Friedrich v. S. wurde von K. Karl VI. im I. 1731 zum Freiherr» , von Karl VII. aber im I. 1743 zum Reichsgrafen erhoben. Die Grafenwürde wurde am 1v. Juli 1775 von Kaiser Josef auf den Neffen jenes, den kursächs. Kammcrherrn und Hauptmann, erstreckt. sM. v. M., Erg. 101. 30. — v. Lang 74 u. f. - Taschcnb. der gräsl. Häuser auf 1844 u. f. — v. Ledebur II. 443. — Sachs. Wppb. It. 6. V. 87. - v. Hefner, prcuß. Adel S. 27. T. 31; sächs. Adel S. 48. Taf. 55; Mecklenburg. Adel S. 19. Taf. 18; bayer. Adel S. 21. T. 16; Erg. Bd. S-9. — Kneschke, deutsche Grafcuhäuscr. — v. H.j Seidcwih, s. Pistoris. 1. Scidl, Seydl, Seidel, Georg Kristof, wurde am 11. Mai 1729 iu den böhm. rittermäßigen Adelstand erhoben. Die Familie ist in Schlesien angesessen, sv. Ledebur II. 437. j Wappen In R. ein mit drei Rosen belegter Querbalken. sM. v. M., Erg. S. 2V7. — v. Zedlitz.j 2. Scidl, K., kais. östcrr. Hauptmann, erlangte 185V oder 1851 den rittermäßigen Adclstand. sM. S.j 3. Scidl v. Adclstcrn. Der Obcrlieutenant bei dem Militär- Grenzkordon iu Böhmen, Josef S., wurde im Jahre 1816 mit v. A. geadelt. sM. v. M. 264. — v. H.j Scidlih, Seydlitz, eine freiherrlichc und zum Theil gräfliche Familie, welche leztcre Würde im I. 17VV besonders der böhm. Linie zu Theil wurde. Sie kommt zuerst im 10. Jahrh. vor. Die böhmische Linie schrieb sich Czeidlitz v. Schönfeld. Seig 375 sBalbini Epit. Bohem. p. 628. Ej. Proem. stemmat. T. p. 82. — Sreb- macher I. 56. u. 7. V. 38. n. 2. — v- Meding II. n. 836. — Gauhe I. 1699. — Höpping, de jure insign. C. 9. p. 409. — Sinap I. 880-90. II. 445—87. — M. S. Martini, Extrakt aus Paprotzki, böhm Chronik von dem uralt. Wappen u. Geschlecht der Freiherren v. Seidlitz. Dresden, 1701. Fol. 2 Bg. — Des uralten adl. Geschlechts der v. Seidlitz bevollmächtigten Ausschusses u. Gcwaltträgerrclatiou u. Acta wegen D. v. Seidlitz u. Schmclwitz u. aus was Ursachen die von ihm angenommenen Kinder für keine Seidlitzcr zu halten. 1582. 4. 17 Bg- — Kuautb, prodr. Misn. — Zedier XXXVI. 1453 -597 Die Freiherren u. Brüder Bogislaus Sigmund, Julius Sigmund, Karl Sigmund u. Georg Sigm. v. S. wurden am 8. August 1736 in den böhm. Frciherrustand erhoben. sM. v. M., Erg. tvg.j Die Brüder Melchior Sigmund u. Sigmund Ferd. v. S. wurden am 5. Aug. 17V1 in den alten Herren- u. 171V in den böhm. alten Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 101. — v. Zcdlitz.s Friedrich Wilh. v. S., Landrath, wurde am 15. Okt. 1786 P r e u ß. Freiherr, sv. Ledebur II. 437. III. 343. — Frcihcrrl. Taschcnb. v. 1857. — v. Hefuer, sächs. Adel S. 48. T. 55; preuß. Adel S. 64. T. 83. - v. H.j Icifcredorf, s. Selgersdorf. 1. Seifert v. sthönberg, österreichisch. Ludwig Johann S. v. R- stand 1857 als Hauptmann im 36. k. k. Inf. Reg. 2. Seifert Ii. Noiniciifcld. Kristof Franz S. wurde im Jahre 17V4 mit v. R. in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 443. — v. Ledebur II. 439. — v. H .j Seiscrtih, Scyfertitz, eines der ältesten sächs. Geschlechter, welches aus Preußen nach Sachsen kam, aber auch noch zum Theil in Preußen begütert ist. Kurfürst Friedrich August er- theilte als Rcichsverwcser am 9- Sept. 1711 dem Georg Hunibald v. S. das Freiherrndiplom. Dasselbe ist bei v. Uechtritz, diplom. Nachr. III. 24, zu ersehen. sTyroff II. 177. - v. Ledebur II. 443. - Sächs. Wppb. III. 46.— v. Hefuer, preuß. Adel S. 65. Taf. 83. — Kneschke, Wappen IV. — Gcueal. Nachr. 23. Th. 1058. — Gauhe I. 1700 u. f. — Zedier XXXVII. S. 761. — v. Uechtritz, dipl. Nachr. III. 221-29. 230-35. — Nachr. von 1588 — 1786 aus den Kirchenb. zu Stauche, Melstrup, Ahlsdorf u. Glaubitz, wo sie begütert sind. — v. Laug 240. — v. Zedlitz, Ad.Ler- — Tascheub. der frhrl. Häuser auf >853- — v. H.j Sciffart, Kristian Konrad, fürstl. hannöv. Rath u. Resident zu Frankfurt a/M., erhielt 1688 ein Adelödiplom. sR. T. A. R .j Seifferdt, Johann Kristof, erlangte um's I. 1679 die Adels- Würde. sR.T.A.N.j Icifricd Der Kästner und Grcnzhauptmann Josef Elias S. in Kemnat, nachher LandschaftSkonsulent in München, erhielt vom Kurfürsten Karl Theodor am 4. Sept. 1789 ein Adels- und Ritterdiplom. sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. T. 140. — v. H. — v. Lang 545.j Seiger, f. Segerden. Scigncur v. Sigenau, in den preuß. Nheinlanden seßhaft. Die S. v. S. sind ein altes Geschlecht aus dem Emmenthal in der Schweiz, welches daselbst schon 1216 in großem Ansehen und reich begütert blühte. Signau besaßen sie bis 1399. Durch häufige Fehden mit ihren Nachbarn büßten sie ihre Bcsizungcn all- mälich ein, worauf sie sich nach den Niederlanden, Italien, Spanien, Burgund und Deutschland H1796) zerstreuten. Das Stammwappen ist gespalten von S u. B., mit 2 r. Balken überlegt. Vermehrt oder verändert wurde es verschiedencmale theils durch Lchensverhältnisfe, theils durch Adoptionen. 376 Seil (Siebmacher III, >6, — Bernd XXII. 4»; Erg,Bd. S, 23, - « Ledebur III, 343, — v, Hefncr, prcuß. Adel S, 64, T, 83-1 Seil« v. licinlnirg, Johann Wenzel, wurde am 16. Sept. 1676 in den Nittcrstand erhoben; Freiherr 1677. (v. HI Icilbih. Wenige Nachrichten von dieser zum Theil jezt in Brasilien lebenden Familie, und zwar bloß von den 6 Kindern des ehemaligen kursächs. Amtsschöffen Johann Flessen v. S. (von 1646—1649), gibt aus einer Leichenpredigt Zedier, XXXVI. S. 1532, (Allgem. gencalog. Hdb. I, 838. — v. H.) Scilciisclb, s, Simonidcs. 1. Seiler, Der Doktor Jnr. I. K. S., Präsident des Ge- meinderathes in Wien, später Bürgermeister, wurde 1850 in den rittermäßigcn Adelstand, 1860 in den Freiherrnstand erhoben. (Franks, Obcrpostamtszeit, v. 24, Jan. 1863.) 2. Seiler v, liciulnirg, Johann Wenzel, erhielt am 10. Sept. 1676 die böhm. Ritterwürde, (v. Hellbach, Samml.) Seiler» (und Aspang), eine gräfl. Familie, die aus der Pfalz sich nach Oesterreich, Mähren und Sachsen wendete. Joh. Friedrich, kais, Mitkommissär zu Regensbnrg, wurde — als Rcichshofrath — im Jahre 1634 in den rittcrmäßigen Adelstand (N.T. A.N.), 1693 in den Freiherrn- n, 1713 als geh. Rath w. in den N. Grafenstand erhoben. Sie hat das Erblandküchenmeister- Amt in Kärnthen u. das Erblandpostmeisteramt in Mantua. sGanhe l, 1733, - v, Hoheneck II. 416. - Zedier XXXVI, 1537. — Bildcrbcck's Rcichsst, Neueste Aufl. 75. — M, v, M, 29, — Schmutz III. 582. — Taschenb. der gräfl. Häuser. — Hprtl, die fürstl., gräsl. u. frhrl. Familien der österr. Monarchie II. — Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels VI. l77; Gesch. der Höfe von Bayern :c. II. 135. — v. Ledebur II. 439. — v. Hefncr, krainer Adel S. 18. T. 17; görzer Adel S- 33. — Kneschke, deutsche Grafenh. — v. H.) Vergl. Sah lern. Icinsberg, s. Plöch. Seinshcim, Seinßhcimb. Dieses fränkische u. bayerische, seit dem I. 1580 sreiherrliche und seit 1705 zum Theil gräfliche Geschlecht ist einerlei Stammes mit denen v. Schwarzenberg, von welchen es sich im I. 1437 in die Hauptlinien Geinsheim zu Schwarzenberg und in S. zu Seehausen u. Hohen- kOttenheim theiltc, welche leztere sich wieder in die Nebenlinien zu Sinchingen und zu Weng abtheilte. Den Mar. Franz v. S. aus der erstern (der sinchingcr) erhob Kaiser Josef I. am I. Dez. 1705 zum Reichsgrafen. Für die Linie Weng erlangte Mar- Eberhard am 18. Dez. 1711 von K. Karl VI. ebenfalls die R.Grafcnwürdc. Die ältere Linie besaß das Obcrstlandkämmercramt im Herzogthum Franken. Die hohcnkottenheimer Linie starb im I. 1591 und die Weissendorfer Nebenlinie zu Anfang des 16. Jahrhunderts aus. (Schema gcnealogic. gentiö de Scinsheim et inde oriundorum ist. Comit. in Schwarzenberg, per Nie. Rittershus. Ohne Jahrzal u. Ort. Fol. — Biedermann, Odcnw- Tab. 163 — 77. — Bucelini stemmat. III. — Pastorii Francon. rediv. 236. — Jmhof, notit. proc. Lib. 5. c. 13. — Schweder, Iheatr. praetcns. Lib. 4. scct. 37. c. I. — Hübncr III. T. 935. — v. Hattstcin T. >. Suppl. 33. — Zedier XXX VI. 1551 —54. — Allgcm. gcneal. Handb. I 839. — Brandis, tiroler Ehrenkr. n. 52. — Salver 242. 247. 335. 344. 369. 391. 697. 735. 749. - Gauhe I. 1733. II. 1814. — Seifert'« recht anfcinanderfolg. Ahnen n. 33. — v. Mcding II. n. 833 u. f. — Siebmacher 1. 24. n. 5. — Spcner, hist. insign. 528. — v. Lang 72 u. f. — M- v. M., Erg. 33. — Hartmann's Samml. — Kneschke, d. Grafenh. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1837 n. f. — Taschenb. des deutschen Adels für 1845 u. 1848. -— v. Hefncr, bayer. ^ Adel S.21. T. 16; Erg.Bd. S. 9. T. 3; Hess. Adel S.26. T. 29. - v. H.( ! - Sel 1 Scisencgg, ein österr. Rittergeschlccht, das zwischen 1284 u. 1518 bekannt, hernach aber ansgcstorben ist. S. a. Seyseneck. (Prevenhueber's Annal. Styrens. — Zedier XXXVI. 1558. — v. H.) Seite v. Seilern. Johann Karl S. wurde im I. 1709 mit „Edler v. Seitern" in den Neichsritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 237. — v. H.) Settendorf, s. Geb ottend orf. Seih. Die v. S. stammen aus der oberen Pfalz; von dort haben sie sich zur Zeit der Reformation in's Vogtland gewendet und daselbst die Güter Prix und Kor dir unweit Hof besessen. Philipp v- S. war 1778 fürstlich brandenburg. Kammerjunker und Grenadierhauptmann. (Nebmann, Adelsarchiv. Mspt. — Siebmacher, Suppl. IX. 27.) 1 Scitzenberg. Joh. Englhard und Adam Rcimnnd v. S. zu Wolffring sind persönlich erschienen beim oberpfälz. Landtag 1707. 1. Sei) , Dr. Veit, erlangte 1572 den Adelstand. (R. T. A. R.) 2. 1 Sei), gen. Wcibling. Joh. Englhart S. erhielt den R.Adel von K. Leopold d.d. Larenburg, 28. Mai 1699, und wurde am 28. Aug. 1700 in Bayern ausgeschrieben. (Dekrctenbnch.) 3. Sei), Seitz, Karl Ludwig, in Mecklenburg, erhielt am 16. Juni 1749 die Reichsadelswürde. (N. T. A. N.) Der Adel desselben soll von Mecklenburg anerkannt worden sein. (v. Hefner, Erg.Bd. S. 33.) Wappen unbekannt. Sekenberg, s. Linz; Sekora. Sckerka, f. Wrschowitz. Sekora v. Sekenberg. Der Bürger Thom. Joh. S- zu Brünn wurde am 3. Juni 1733 mit obigem Beinamen in den böhm. Adel- und im I. 1734 in den böhm. Nittcrstand erhoben. (M. v. M., Erg. 237. 449. - v. H.f Sckuliö v. Momirow. Der österr. Hauptmann Val. S. erlangte 1857 den rittermäßigen Adelstand. (A. A. Zeit. v. 1857.) Sclasinski, Zelazinski, Selloscn, Sellasen, f. Zelasinski. Selb, ein in den kais. Erblanden seßhaftes Geschlecht, daö im Jahre 1633 der österr. Landschaftsmatrikel einverleibt wurde, im Jahre 1667 den alten Ritterstand, Joh. Gabriel aber den alten Herren- und Freiherrenstand am 4. Nov. 1670, und ein Anderer den Neichspanner- und Herrenstand im I. 1673 erlangte. Der Frhr. Johann Karl v. S. und sein Bruder, der nied er österr. Regimentsrath Joh. Anton v. S., wurden im I. 1732 in den ReichSgrafenstand erhoben. (Leupold I. Th. 4. B. 638— 13, wo auch das Grafendiplom eingerückt befindlich ist. — v. Hoheneck II- 413. — Gauhe II. 1375. - Zedier XXXVI. 1583. — v. H.) 1 Selbach, eine im Siegen'schen und Sayn'schen seßhafte Familie, welche unter den verschiedenen Besiznamen: v. S., gen. Dernbach, v. S., gen. Lange, v. S., gen. Lohe, v. S., gen. Quadfassel, v. S., gen. Nies w. erscheint. Schild ge- viertet mit einer Rose (roth in G.) und drei schräg angereihten Wecken (schw. in G.) — Nassauisch. sFahne I. 398- — Siebmachcr II. III. — v. Ledebur II. 439. III. 344.) Schon 1420 kommt das Geschlecht zu Koverstcin w. vor. 's Iclbit), Seidnitz, Selwitz, ein fränkisches, im Kanton Rhön u. Werra und zu Crailsheim, auch in den Nhein- landcn seßhaftes Geschlecht, dessen Mannsstamm Valentin v. S. im I. 1630 beschlossen hat. (Biedermann, Rh.-Wcrra Tab. 425 u. ff. Sel — v, Falkenstcin, Annal. Nordg. I. VI. 225. — v- Hattstein III. 491 —493. — Siebmacher l. 194. n. >4. — v. Meding II. n. 835. — v. H.s st Sclbold. Dieses rheinländ. Geschlecht kam im I. 1221 bis 1613 vor, wo am 18. Okt. 1613 der Lezte ihres Geschlechts starb, nachdem der männliche Stamm schon am 5. Febr. 1578 mit Heinrich v. S., Vicedom zu Mainz, mit Tode abgegangen war. sHumbracht, Taf. 246. — Schannat, Client Fuld. 152. — Siebmachcr V. 130. n. 7. — v. Meding III. n. 772. — v. H.s Seibis, ein ursprünglich schottländisches, in Holstein begütertes frciherrliches Geschlecht. Selchow. Dieses in der Nenmark Brandenburg und in Pommern seit dem Anfange des 16. Jahrhunderts bekannte Geschlecht ist auch im Halberstadt'scheu, Preußischen, Braunschweig'schen und Sächsischen seßhaft. sv. llechtritz, Gcschl. Erz. I. Taf. 22. Dienemann, Nachr. 346. n. 67. 419. — Ranft's gencalog. Nachr. III. 83. — Gauhe I. 1796. — Zedier XXXVI. 1626 n. f. — v. Meding l. n 894. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 449. — v. H.s Seid, ein aus Polen stammendes Geschlecht, welches in Schlesien begütert ist. sv. Ledebur II. 446J 1. st Scldcncck. Diese hatten das Reichsküchenmeisteramt, daher waren sie RcichSdicnstmänner; sie sind 1583 ausgestorben. Sie hatten einerlei Abstammung mit den Küchenmeistern v. Nortend erg. sSiebmacher II. 72. n. 2. — Spencr, hist. insign. 562. — Salver 146. Tab. 18. 226. 262. 279. 395. 399. 326. 564. - v. Meding II. n. 332. - Griesinger 1268. - v. H.s 2. Scldcncck. Die neuere Familie v. S. im Baden'schen verdankt ihr Entstehen einer morganat. Eheverbindung des 1788 verstorbenen Markgrafen Wilhelm Ludwig von Baden mit Wilhelmine Kristine Schorfmann, deren Kinder Markgraf Karl Friedrich unter dem Namen und mit Beilegung des alten Wappens der v. Seldeneck am 27. Jan. 1777 in den Adelstand erhob. Die Familie hat ansehnliche Besizungen im Großherzogthum Baden. sCast, AdelSb. v. Baden.s Icldcr», Scldncr, eine österr. Familie, auö welcher der damalige schles. Kammerrath Frhr. Dominik v. S. am 7. April 1728 in den böhm. Frcihcrrnstand und der k. k. Kämmerer Karl Frhr. v. S. im Jahre 1867 in den Grafcnstand erhoben wurde. Auch der kais. österr. Kämmerer Joh. Frhr. v. S. erhielt 1845 die Grafenwürde. Ursprünglich röm. Patrizier 1614, Johann Kristof v. Selber. Seine Enkel Adam und Dominik erhielten am 7. Aug. 171! den Ncichsfreihcrrnstand. sv. Ledebur II. 449. — v. H. — Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. — Frhrl. Taschenb. für 1862. — M. v. M. 29. 85. — Gencal. gräfliches Taschenb. für 1826 u. s.s st Selsingen. Stammhaus bei Stockach, altnellenburg'scher Bcfiz. Chono de Seelfingen et Sigefridus frater suus 1656. Chono de Seolwing et Chonrad silius suuS 1683. Zum drittenmale erscheint Chono et silius suuS Chonradus de Scolli in ga 1694. — Nach Kirchhofer, S. 26, liegt das Stammhaus bei Fischingen. Sigfrid et Eberhard frater suus et Landoldus de Seolvingen 1166. st Selig, Salege, Selege, Seliche und Zeleghen, ein längst ausgestorbenes Mecklenburg. Geschlecht. sBehr, rer. Mecklenburg. Leb. 8. p. 1586. — v. Meding II. n. 333. — v. H .s Seliger, Erasmus, aus Schlesien, Kapelldiener in österr. Diensten, wurde 1611 geadelt. sR. T. A. R.s Zclin, s. Stojänich. Stammbuch des Adels in Deutschland. III. - Selm Z77 1. Scll, Mecklenburg, u. fulda'scher Adel. Es sind zwei Familien dieses Namens zu unterscheiden: 1. Das mecklenburg'sche, a»S Westfalen stammende Geschlecht, welches auch unter den Vasallen von Fulda vorkommt und in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts mit den Namen Selen, Seinem, Zelen nach ihrem Stammsize Selm im Kreise Lüdinghausen. Die Familie ist auch begütert in Preußen und führt einen Stern, begleitet von 3 Ringen. II. Das aus der Pfalz, nach Andern aus Lothringen, nach Hessen-Darmstadt sich wendende Geschlecht, welches daselbst Fricdelhausen an der Lahn und Zimmern erwarb. K. Leopold I. bestätigte oder ertheilte am 16. Juli 1668 ihm den Adel. Es erscheint seit 166 Jahren in Mecklenburg mit dem Frciherrntitel; 1856 ist Adolf Frhr. v. S. großherzogl. mecklen- burg'scher Oberhofmeister und General; im preuß. Heere stehen mehrere Offiziere aus diesem Geschlecht. W.: Geviertet; 1. u. 4. F. in B. 2 aufgerichtete verschlungene Schlangen; 2. u. 3. F. in S. eine g. Krone; auf dem Helm ein wachsender g. Löwe. sv. Ledebur II. 449. — Zu I. Siebmacher V. 157. n. 5. — v. Hesner, Mecklenburg. Adel S. 19. T. 17; Hess. Adel S. 26. T. 29. — Freiherr!. Taschenb. für 1869. — Schannat, Client. Fuld. 152. — v. Meding III. n. 773. — v. Zedlitz. — v. H.s 2. Scll, ein Münchner Geschlecht. Wappenbrief 1681, Adcls- Brief von 1786 durch den Kurfürsten Karl Theodor. sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. Taf. I49.s Seile, Nittcrgntsbesizcr ans Zicg ahnen in der Provinz Preußen, erlangte 1861 den prenß. Adel. sA. A. Zeit., Okt. 186l.s Sellentin, Friedrich Wilhelm August, geh. Rath, Kristian Karl Friedrich u. Friedrich Gottfried Ludwig, beide Offiziere, Gebrüder, wurden von K. Friedrich II. von Preußen am 18. Juli 1763 in den Adelstand erhoben. Schon ihr Vater, der geh. Staats- Sekretär Karl August S., war 1732 vom König von Preußen und 1751 vom Kaiser geadelt worden, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 441. - N.T. A.N. — Kneschke, Wappen l.s 1. Scllicrs. Ein v. S. war 1796 Accessist bei der Pfalz - bayer. Gesandtschaft am k. k. Hose zu Wien. sWiener Adreßbuch von I796.s 2. Scllicrs de Mornnmllc, wahrscheinlich französischer oder niederländ. Abkunft. Ludwig Chevalier S. de M. stand.1857 als Hauptmann im 22. österr. Jägerbataillon. Vielleicht mit S. 1. einerlei. Sellin, eine adliche Familie in Pommern, sv. Zedlitz-ss Ein Zweig der v. Gantzkow. sv. Ledebur II. 441. III. 3447s SrlllNi. Joh. v. S., Mitglied des größeren Rathes zu Genf, erhielt 1786 ein RcichSgrafendiplom. sR. T. A. N.ss IvUhey, ungarisch. Alexius v. S. war 1835 Beisizer bei der Distriktstafel zu Güns. Ladislaus v. S. war Appellations- Sekretär bei dem Appcllationsgericht zu Lemberg. Iclmlnich. Der böhm. Hofagent Josef Rochus S. wurde im Jahre 1759 geadelt. sM. v. M. 264. — v. H4 Selmnitz. Diese meißnische und schwarz bürg. Familie soll ihren Namen von dem im Stifte Zeitz gelegenen Gute gleichen Namens erhalten haben und im I. 1115 schon vorkommen. sZedlcr XXXVI. 1713 u. f. — Konig III. 1944-52. - Spangen- bcrg 297. — P. Jovii, Genealogie dieses Geschlechts 1622, die von König in vielen Stücken abweicht und von welcher Arbeit, die den Titel „Selmnitz'sche Chronik" sührt, Hr. v. Uechlritz (1795) sagt, daß sie nur 48 378 Seeg — Seel im Manuskript erschienen sei, aber damals hatte sie 4V Jahre vorher schon G, Kristos Kreysig mit Züschen von ihm und einem gewissen R- auch mit einer verbesserten 59, n, 4, — Ganhe I, 1706, — v Meding II, n, 864, — v, Ledebur II, 441, — v, H,s 4, st Zelpert Georg Mathias S,. Senator zu Regens- burg (st 17- April 1756), wurde am 8. Ott, 1722 zum Hof- Pfalzgrafen ernannt und am 27. April 1735 von K. Karl VI, in den Adclstaud erhoben. sO, S) 2, st Selpcrt, ein in Frankfurt a/M. seit 1784 eingebürgertes und mit dem dortige» NeichStagSgcsandten v. S, erloschenes Geschlecht, sv. Hefncr, frankf. Adel S, 9, T. 8.) st Kelsen, Seelscn, ein ausgestorbenes Geschlecht, das unter der Abtei Corvey Güter besaß, sFalken's Hist, Corbicns, diplom, p. 45, - Zedier XXXVI, 1720, - v, H) Selten, s, Saulheim. Scltcnhos, österreichisch. Karl v. S. war 1835 Kasse- Of fizier bei der k, k, Vergwescnsadmiuistration zu Wien, Siehe Kublang v. S. Zcltnninn, Der Doktor und Phisikus Franz S, zu WelS wurde im I, 1303 mit „Edler von" geadelt. sM, v. M. 264, — v. H) Jeltasc», ein Geschlecht der Freien in Pommern, sMicrälins, Antiq, Pom 6, B, 277. 560, — Sicbmachcr V, 159, n, 2. — v. Meding III, n, 774, — v, H,s Selvalico, österr.-italienisch. Estense Nob. S. stand 1857 als Kadct im 25, östcrr, Inf, Regiment. st Sclvogcl (zwei Monde voneinander), altes basler Geschlecht. Henrich S. am Gericht daselbst 1351, 1365. Kuuzman S., Pfleger zu St, Martin in Basel, wo am Kirchthurm sein Schild zu sehen. Hanns Bernhard st 1471, Agnes Maurerin nxor. s Wurstisen 679.) Sclqs, Arnold Philipp v. S,, Domherr zu Löwen in den Niederlanden, und dessen Nesse N, v. S. erlangten 1699 ein Freiherrndiplom, sR.T. A.N) 1. Scher, eine sächs, Familie, die besonders im Gotha'schen Wohnt- (Bruckner II, <2, St, 18, mit einer Stammtafel, — Hörschel- mann's Samml. 60, — Neues gencal, Handb, v, 1777, S. 325, 1773, S, 373. — Siebmacher IV. 165. n, 11. — v- Ledebur II, 441. — v, H) 2. Scher w Crlnßhcim. Der Generalauditorlieutenant Johann Edmund S. v, E. wurde im I, 1716 in den Reichsritterstand erhoben. Joh. Edmund S. erlangt das Gut Erbiöhcim von einem seiner Verwandten, dem lezteu Gans v. Erbisheim. sM. v, M,, Erg, 207. - v, H) Zcinbler, Kristof, Zlmbros, Wilhelm u. Georg, wurden 1614 in den Adelstand erhoben. Am 27. April 1627 fanden die S., welche von den Semler in Nürnberg abstammen sollen, Aufnahme in der görzer Landstandschaft. Kaiser Leopold I. crtheilte dem Ambrosius, Sohn, den Frciherrnstaud. sv. Hefner, görzer Adel S. 30, T, 28. - R. T. A, R,s Lemdlrockh v. St. Isidora nnd Burgfelden. Der Stadtschreiber zu Brixen, Michael S., und sein Bruder Mathias wurden im Jahre 1736 mit obigen Zusehen geadelt. sM. v, M,, Erg, 449, - v. H) Semclkowski, kais. österr. Kapitänlieutcnant, wurde 1838 geadelt. Friedrich Edler v. S, war 1857 Rittmeister beim 9teu Gend, Regiment. sM.S) Icnnnliti v, Taprino. Der Deputirte der Provinzialkongregation, Peter S. aus Bergamo, wurde wegen Beförderung des Sciden- BaucS, der Manufakturen und des Handels im Jahre 1817 mit v. C. geadelt. sM. v. M. 265. — v, H) Scnikouiski, ans Bialla in Lilhauen, W.: Topor, sv, Ledebur II, 44t. III, 334.) Seniler, Daniel, kais. Kainmerkanzlcivcrwandtcr, erhielt 1623 ein Adelsdiplom, sR, T, A. R) Sciliiin, Der Hauptmann Josef S. wurde wegen seiner Abstammung von den vornehmsten Geschlechtern des Pcrs, Reiches im I. 1759 in den Frciherrnstand erhoben. sM, v, M, 86, - v, H) Zcmlitsch, Dr. I,, kais, österr. Leibwundarzt, wurde 1847 geadelt. sM, S) st Sciiimclbcclier, ein ansgcstorb, lüueburg, Patrizicrgeschlecht. sBüttncr's Stammreg, der lüueburg Patrizier, Mmm, Nun. — Siebmacher III, 196. n. 7, — Lüdcrscn's Samml. — v, H) st Scuiont, eine im Geld er »'scheu im 16. Jahrh, auftauchende Familie, die das Haus Berg im Amte Geldern besaß, Johann v. S, kommt vor 1532—1555, wo seine Söhne Johann u, Wolter das Gut erhalten. Mit Johann's Sohn, von Snsanna v, Kessel, Kristian Bertram v. S,, verschwindet hier die Familie. sRilterzettet nnd Lehnbuch des Hcrzoglhums Geldern) Jempach, eine ursprünglich schweizer. Familie, deren gleichnamiger Stammort in der Schweiz gelegen ist, und die sich in Schlesien, Holland u, s, w. verbreitete. Im A. A. der D. von 1819, Ztr. 315, wurde um Nachrichten von dieser Familie gebeten. sSicbmacher II. 137. n, 4, — v, H) Jempelliorski, auf Batrow in Westprcußeu. W.: Nalencz, sv. Ledebur II, 441) st Scmpt und Clicrspcrg, ein uraltes gräfliches Geschlecht in Steycrmark, aus dem Sighard schon um das Jahr 900 das Schloß Eberspcrg am Traunfluß erbaute, welches aber sehr früh ausgestorben zu sein scheint, Wigul, Hund glaubt schon im Jahre 1045. sPrcvenhneber's Annal, Styrens, — W. Hund I, 138— 142- — Zedier XXXVI, 1805, — Siebmacher II, 9, n, 7, — v, H) 1- Semscis de Eadem, ungarisch, Andreas S. de E. war 1796 Hofrath beim k, k, Direktorium, sWiener Adreßbuch 1796) 2. Scmscy v, Icmfe, ungarisch. Ludwig u. Jol- S. v, S, waren 1835 k, k, österr, Kämmerer. Erwin S, de S. stand 1857 als Kadct im 19, österr. Inf.Regiment. Zena, AttiliuS DondinS v. S, erhielt 1559 einen Reichs - Nittcrbricf. sR- T. A, R) Sennrclcns v, Grnncy, s. Grancy, st Senden, ein ausgcstorb. lüncburg. Patriziergcschlecht. sBnttuer's Stamm - u, Geschl,Reg, der lüncburg. Patrizier, Ovo, — Lüdersens Samml. — v, H) Senden, s, Schüler v. S. Sendling, s. Packenreit, st Jendlinger. „Die jungen" S. zu Sulzemoos in der baycr, Landtafel 1470. st Icnclcve, Hermaunus de S., famulus, in einem walken- rieder Brief 1303. sUrk. B, f. Nicdcrs, III, 13) Senc)ki>, Johann Albrccht Frhr. v. S. wurde 1670 in den Rcichsgrafenstand erhoben. sR. T. A. R) Icnss. Der Grenadierhauptmaun Lorenz S. wurde im Jahre 1727 in den Reichsadelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 449. — v. H) Sen — Sep 379 1. Sensit v> Pilsach, eine Hess, und sächs. Familie, die seit dem I. 149t) bekannt ist. fSeifert's recht aufeinanderfolgende Ahnen Tab. 49. — Zedier XXXVII. 44 u. f. ^ Siebmacher I. 89. n. II, der das Geschlecht unter die bayerischen vcrsezt. — Frhrl. Taschcnb. für 1861. — Kncschkc, deutsche Grasenhäuser.s Tie Familie besaß das Erb- Küchenmcisteramt in Hessen. Der preuß. Zweig wurde als freiherrlich anerkannt, sv. Dieding I. n. 895.s Der bayerische Advokat Josef Friedrich Wilhelm S. zu Erlangen wies seinen Adel durch ein Attestat deö Domstifts Meißen nach, daß seine Familie in Karl Bodo S. v. P. am 31. Mai 1756 mit 16 Anen aufgcschworen habe- sv. Lang 141s Der Kabinctsminister und Staatssekretär der auswärt. Angelegenheiten in Dresden, nach- heriger kais. österr. Gesandter am turiner Hofe, Friedr. Ludwig Kristian S. v. P., gen. Lau he, wurde vom K. von Sachsen im I- 1812 in den Grafenstand erhoben. Er starb ohne Nachkommen. fTaschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — v. Hcfner, bayer- Adel S. l l4. T. 140; sächs. Adel S. 48. T. 55. - Sächs. Wappenb. III. 8. IV. 79. - v. Ledebur II. 441. III. 344. - v. H.s 2. f Sensit ». Zulburg, in den Kantons Kocher u. Odenwald ansässig, die vorher zu Hall in Schwaben ansässig gewesen sind. Ehedem hießen sie Snlmeister, welchen Namen Walther, der im I. 1346 starb, änderte, sowie das Wappen, und sich S. v. Sulburg, von einem jezt in Ruinen liegenden Schlosse dieses Namens, nannte. Erloschen 1631 in Italien. sBeschr. des württ. Obcramts Gaildorf 192. — Neues geneal- Hdb. von 1777. S. 153. 1778. V. 192. — Biedermann. Odenw. Tab. 335. — Crusius, Annal. Suev. II. 549. III. 244. — Bürgermeister, vom Reichsadcl 202. - Gauhe I. 1706. - Zedier XXXV II. 45. - Estor's Ahnenprobe 306. Tab. II. III. — Siebm. I. >16. n. 7. V. 259. n. 7. 8. — v. Meding I. n. 800. — Griesinger 1363, unter Suhlburg. — v. H-1 Siehe Sulme ister. Scnslenbcrg, s. P arisch. Scnftciicck, s. Bucl. Zengbnsch, Alexander Gottschalk, kais. russ. Stadthauptmann zu Riga, wurde 1796 in den RcichSadelstand erhoben. sR. T. N. R.f Scngclau v. Lwciihcim. Joh. Adam v. S., kais. Rath, oder, was richtiger zu sein scheint, fürstlich lewenstcin'scher Rath, erhielt 1669 die Bestätigung seines Adels und die Erlaubniß, sich „Edler v. Lewenheim" schreiben zu dürfen. sR. T. A- N-s 1. Seliger, Bernhard Georg, wurde 1766 geadelt. sR. T. A. R.s 2. Senger. Joh. Fridolin Erhard S., Hofrath und Dcutsch- Ordenöobcrvogt zu Blumenfeld, erhielt von K. Josef II. am 39. Febr. 1767 ein Rittcrdiplom. j sv. Lang 546. — Cast, Adelsb. v. Baden. — v. H .s 3. Senger. Der landschaftliche Apotheker zu Klagenfurt, Joses S., wurde im I. 1773 mit „Edler von" geadelt. Jezt in Bayern. sM. v. M., Erg. 449. — v. Hefner, bayer. Adel S. ll4. !i»f. 140. - v. H.s s 4. Senger. Am 29. April 1849 erhob der König Ludwig -wn Bayern den Advokaten Franz Ludwig Riegel in Grumbach mit dem Namen v. S. in den Adelstand, sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. T. I40 .ss 5. Senger, A-, kais. österr. Kriegskommissär, wurde 1847 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sM. S.f 6. Seliger zn Eschw» und Dicspcck, eine fränkische, in den ehemaligen Ritterkantonen Altmühl und Odenwald seßhafte Familie. Dieselbe stammt aus Hessen, wo sie Eschw ü besaß. Im I. 1659 wendete sie sich nach Franken u. erwarb Diespeck. sBiedcrmann, Allm. Tab. 96; Odcnw. Suppl. — v. H.s Scnglin, Kaspar, kais. Körnet, erhielt 1649 Adelsbestätigung. sN. T- A R.si Senheim, Arnold, Doktor, wurde 1639 geadelt. sR. T. A. Rsi Scningcn. Bios eines Kunrat's Wappen beschreibt in Kürze s nach dem Wappcnbuche des kostnitzer Konzils: v. Meding III. n.775. sv. H.s Icnih, Szenwicz, eine alte schles. und mähr. Familie, die besonders im Brieg'scheu und Breslau'scheu ansässig ist. Sie kommt schon im I. 1238 in Urkunden vor. sSiuap l. 891. II. 1006. — Siebmacher I. 69. n. 15. — Gauhe I. 1707. — v. Meding III. n. 776. — Lucä, schles. curicuse Merkwürdigk. >849. — Zedier XXXVII. 65. — v. Ledebur II. 442. — v. H.f Seniher. Paul Maria v. S., kais. österr. General, erlangte 1823 den Frciherrnstand. sM. S.f Moriz v. S. stand 1857 als Hauptmann beim k. k. Genicstab. Scnkcnbcrg. I. Den berühmten ReichShofrath und vorherigen Professor der Rechte zu Göttingen und Gießen, Heinrich Kristian S., erhob der römische König Franz I. im I. 1745 in des heil. röm. Reichs Ritter - und Frciherrnstand, also nicht, wie M. v. M., Erg. 191, sagt, 1731, wo er noch nicht einmal Professor in Göttingcn war. sSiebmacher, IV. Suppl. Tab. 25. n. 2.s In der NeichStaramtsrechnung steht daS Jahr 1751 angegeben, was richtig scheint. II. In demselben Jahre 1751 wurde auch der Rathsverwandtc zu Frankfurt a/M., Joh. Erasmus S., in den RcichSadelstand erhoben. Wahrscheinlich erlangte er auch den Freiherrnstand; denn beide, unter Nr. I. und II., führen einerlei Wappen mit der Freiherrnkrone. Vielleicht waren es Brüder oder Vettern, welche in ein und demselben Diplom mit dem Adel begnadigt wurden. sR. T. A. R. — Cast, Adelsb. v. Württemberg. — Die Württemberg. Wappenbücher von Leon. Dorst und I. A. Tyroff. ^ v. Hefner, württ. Adel S. 12. T. 14. — v. H. — Kneschke, Wappen I.s Scnkowski, Senßkau, in Westpreußen seßhaft. Wappen: Prawdzic. sv. Ledebur II. 442.s Scnnyci v. Kis-Iennqc, ungarisch. Karl Frhr. S. v. K.- S. war 1835 k. k. österr. Kämmerer. 4 Scmiscr v. Berg. Hr. Joh. S. v. B. war 1797 zum Landtag in Amberg geladen, ist aber nicht erschienen. sO. S.s Zcnslmrg, Ernst Philipp, Staats- und Kabinetsrath zu Karlsruhe, wurde am 4. Aug. 1815 mit dem Frciherrntitel in den Adelstand erhoben. sCast, Adelsb. von Baden. — Reggs. Blatt von 1815. Nr. 15. — Frhrl. Taschenb. v. I857.Z Icnscl. Der gewesene bürgert. Handelsmann und äußere Rath in Wien, Martin Josef S., wurde im I. 1765 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 265. — v. H.s 4 Seiiscinni, in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 442.f Senz, auf Kl.Milzow und Poglitz in Neu-Vorpommern, 1836. Wappen? sv. Ledebur II. 442.s Icnzcr, s- Zencer. Sepp v. Ieppenlnirg. Der Gutsbesizer Gabriel S. und sein Bruder Stefan Jgnaz, Dr. der Theologie u. Dekan zu Gabelzhofs cn im Lande ob der Enns, wurden im I. 1714 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v- M. , Erg. 449. — v. H.s 48* 380 Sep - f Zeppenhoven , zähring er Lchcnadel auf Seppcnhofcn bei Löffingen, B.A. Neustadl Bicho de Seppinhovin 1121. (O.S.) Icraing, eine ursprünglich jülich'sche n. berg'sche ständische, jezt bayer. Familie, von welcher zwei Brüder, Franz Adolf und Josef, jener in MooSbcrg, dieser in Bamberg, als königlich bayer. Kämmerer lebten, (v. Lang 210. — v. Ledebur II. 442. — v- H.j Icraphi», Brüder, wurden 1602 geadelt. (R. T. A. R.) Jeraiinllc, s. Marcantelly. Zcrdclloni. Der Rittmeister FabriziuS S. wurde im I. 1786 in den Rittcrstand erhoben. Ob derselbe aus dem italicn. Hause der Herzöge v. S. stammte, ist dicßorts unbekannt. 1857 war Fcrd. Gabriel Duca S.-Sfondrati unter den unangestclltcn k. k. Feldzcugmeistern. sM. v. M. , Erg. 207. — v. H.) f Icrckcn, ein niedersächsisches, unfehlbar erloschenes, wenig bekanntes Geschlecht, von dem nur zwei Brüder im Jahre 1275 als Zeugen vorkommen. sPfcffinger, braunschweig. Hist. II. 6>7. — Zedier XXXVII. 242 u. f. — Lüdersen'« Samml. — v. H.) -s- Zcrcstcdc. Hugoldns de S. castrensis (Burgmann) zu Lau gen st ein 1274. sUrk.B. f. Niedcrs. II. 279.) Zerdagim, s. Wacek. Zcrdanna. Das Geschlecht derMozzatis, welches erst späterhin den Titel de S. von einer Besizung gleichen Namens erhalten hat, blühte schon um 1579 in Trident, wo Franz de M., Bürgermeister, 1581 den Adel erhielt. Zweige des Geschlechts verbreiteten sich hierauf nach Spanien, wo sie noch blühen. Raimund Bernhard v. S., kais. Truchseß und Bcsizcr von Leopoldsdorf in Niederöstcrreich, wurde 1774 in den Freihcrrnstand erhoben. (Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1849 u. f. — M. v. M. 86. — v. H.j Zeredkicwicz. Der Gutsbcsizer Vincenz S. in Galizicn wurde im I. 1896 geadelt. sM. v. M., Erg. 449. — v. H. — v. Hcfncr, galiz. Adel S. 26 ) Kcredliicki, Srcdnicki, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Pomian. sv. Ledebur II. 442.) Zcrcdynski, im Posen'schen angesessen. W.: Kcwnian. (v. Ledebur II. 442.) Zcrv'ni, Szöreni, ein mähr, gräfl. Geschlecht, das von der gräsl. Familie Zdrini oder Senini verschieden ist, stammt aus Polen und hieß vorher Temnevitus, und soll schon im Jahre 965 bekannt gewesen sein. In den Grafcustand erhoben am 7. April 1656. (Zedier XXXVII. 347—55, nach einem Manuskript, betitelt: „Kurze, doch bewährte Genealogie der hvchgräsl. scrcn. Familie". —, Gauhe I. S. l708. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf >836 u. f. — v. H.j Icrezki, s. Wassilko v. S. ch Zergitte», auf Mageinen in Preußen. Wappen? (v. Ledebur II. 442.) Icriati, L., österr. Oberlandgerichtsrath, erlangte 1869 den rittcrmäßigen Adel. (A. A. Zeit., Aug. 1869.) 1. Icrini, Johann Georg, kurpfälz. Hofgcrichtsrath, wurde 1764 geadelt. (R.T.A.R.) 2. Zcrini lZerini), Grafen, welche die Hälfte von Nann und Kranichs seid in Stcyermark besaßen. (Schmutz III. 594. — v. H.) Scmwge, Grafen, die am 31. März 1779 die steyermärk. Landmannschaft erhielten. Die Grafen Sermäge v. Szom- — Ser zsdvar u. Medwcdgrad stammen aus Frankreich. Ihr Stammhaus Gy liegt bei Bcsancon. K- Ludwig XIII. ertheilte ihnen die Freiherrnwürde und K. Leopold I. erhob sie im I. 1689 in den Grafenstand; nach Andern soll K. Karl VI. sie am 9. Dez. 1729 mit der Freiherrnwürde und am 9. Dezember 1749 mit der Grafcnwürde begnadigt haben. (Histor.herald. Handb. — Schmutz III. 594. — v. H. — Taschenb. der gräfl. Häuser ans >839 u. f.) Jermanii, eine frhrl. Familie in Stcyermark, die im listen Jahrhundert vorkommt. Martin S., Hofmeister der kais. Edel- Knaben, wurde 1639 geadelt. IN-T.A.R. — Prevcnhneber's Annal. Styrcns. — Zedier XXXVII. S. 397. — v. H.) Screnuiles. KaSpar v. S. erhielt 1692 ein R. Adelsdiplom. )N. T. A. R.) Zerpcs de la Fege, eine alte, aus Frankreich stammende Familie, deren Alter 1668 erwiesen worden ist. Schon 1389 hat die Familie Lehen besessen. Im I. 1499 ist Jean S. — Ecuyer, Edelknecht — genannt worden, und dessen Sohn Jaque S. ist 1461 Johannitcrordensritter gewesen. Daher wurde Gervasius Heinrich Karl Ludwig S. de Neuville de la Fage 1787 der Ncichsritterschaft, Kanton Orten au, einverleibt. (Ncbmann, Adclsarchiv, Mspt.) f KerMius. Diese Familie ist 1539 geadelt worden; sie blühte noch 1719 in dem poln. Sekretär Johann v. S. (v. Ledebur II. 442.) Zcrra, österr.-italienisch. Maria Magdalena v. S., geb. Gräfin Policastro, war 1835 Sternkrcuzordcnsdame. Zerthenthai, österreichisch. Joh. v. S. befand sich 1796 unter den Doktoren der jurist. Fakultät zu Wien. Joh. Nepomuk Edler v. S. war 1835 Mitglied der jurist. Fakultät zu Wien- lebt in Gratz. Zcrtmit, wahrscheinlich lüneburger, von denen v. Meding, III. n. 777, nur eine kurze Wappenbcschreibnng von einem Leichen- Stein gibt: (v. H.) 1. Scrtz. Der Marktvorstcher und Beifizcr bei dem Banco publice zu Nürnberg, Niklas Kristof S., wurde wegen seiner Associerung bei der innerösterr. feinen Eisen- und Stahlfabrik im Jahre 1772 mit „Edler von" geadelt. (M. v. M. 265. — v. Lang S. 546. — v. Hefncr, bayer. Adel S- >>5. T. >40. — v. H.) 2. Icrh ». Vttcnshcim. Gottfried S. wurde im I. 1896 mit v. O. geadelt. (M. v. M , Erg. 449. — v. H. — v. Hcfncr, galiz. Adel S. 26. T. 28.) Kenn ans Ktepperg. Joh. Dominikus v. S., pfalz-neuburg. geh. Rath, Kämmerer und Obcrforstmeistcr, wurde 1653 in den Reichsfrciherrnstand erhoben. (R.T.A.R.) Philipp Frhr. v. Servi war vorher Oberstallmcister des Bischofs von Breslau und 1791 Oberamtsrath in Schlesien. Wappen? (v. Ledebur II. 242.) Steppcrg gehört jezt den Grafen v. Arco. 7 Kenn, eine schlcsischc frciherrliche, aus dem Herzogthume Berg abstammende Familie, welche wenigstens in Schlesien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nicht mehr seßhaft gewesen ist. Joh. Dominikus Frhr. v. S. auf Stepperg 1655 Landschafts- Verordncter im Herzogthume Neuburg, ebenso Wolfgang Wilhelm 1697 und 1799. so. Neisach 27. - Sinap II. 445. - Gauhe II. >076. - v. H.) Ser — Setz 381 Kcrvigny, ein altes vornehmes Geschlecht in Geldern, welches im 18. Jahrh. im Bcsize der Herrschaft Welhorst sich befand, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 442 ) Kcrviislty, s. Gyurkovich. Serwutowsky, gali zisch. Theodor v. S. stand 1857 als Unterlicuicnant im 1. östcrr. Gcnicbataillon. -s Zeruiiti). Conradus de S., famuluS, tcstis in einem Brief des Klosters Maricnsee 1261. (Cod. Brandenburg. XIII. 211.) tz Zessinova-Aiisti, ein altes mähr, gntcs Geschlecht, daS um die Mitte deö 17. Jahrhunderts erloschen ist. Sein gold. Schild zeigte eine bl. Rose mit gr. Putzen. Die Grafen v. Auerspcrg nahmen solchen in ihr Wappen auf. sSeifcrt, Ahnentafeln; III. Tafel der v. Auerspcrg.s Zcstcrstcth, s. Zesterfleth. — Ictciiistctc, s. Satinstedt. Jelindors, s. Sebottend orf. Scttala dei Tapitani di Scttala, östcrr.-italien. Grafen- Geschlecht. Franz Graf S. dei C. di S. Conte di Sardi- gliano, Joh.Ord. Ritter und Kämmerer, stand 1857 bei der k. k. Arcierengarde in Wien. Kettele v. Dtmnenthal. Der Hofagent Ich. Vinccnz S. wurde im I. 1794 mit „Edler v. B." in den Nittcrstand erhoben. sM. v. M., Erg. 207. — v. H) Icttclin, Johann Franz, kathol. Bürgermeister zu Bibrach, und dessen Brüder Johann Baptist und Ich. Georg wurden 1688 geadelt. sR. T. A. R.^s Seh v. Waldt, Johann Georg und Jakob, erhielten 1623 ein Adclsdiplom. sR. T. A. N.) Ketzer, Gebrüder, wurden 1665 geadelt. sR. T. A. R.) Jeubert, s- Schraishuon. Icudcr, LukaS. So hieß eigentlich der berühmte Maler Lukas Cranach, welcher Name nach den Sitten seiner Zeit, geb. 1472, von seiner Geburtsstadt, Cranach in Oberfrauken (Bayern), herkommt. Im I. 1567 soll derselbe von Friedrich dem Weisen in den Nittcrstand erhoben worden sein. sJllustr. Welt. 1863. S. 435.ss Scusscrtzeld, Ludwig Franz, in Mailand, ein Bruder des frankfurter Kaufmanns Georg S., wurde geadelt. Wanu? Er starb im April 1853. Die Familie S., aus Schwaben stammend, soll schon 1562 einen kais. Wappcnbricf erhalten haben und von Kaiser Josef II. hat aus derselben Familie Michael S. am 22. Sept. 1771 eine Erneuerung deö alten Adels erhalten. Diese Familie ist erloschen. sKncschke, Wappen IV.^s Vergl. Seyffer- held. Keuselitz, s. Pistoris. Zcuttcr zu Lögen, Lotzen, ursprünglich ein kemptner Stadt- Geschlecht, welches 1491 und 1532 kais. Wappcnbricfe erhielt. K. Ferdinand I. erhob es am 1. März 1559 in den Adelstand, und 1716 erhielt cS das Patriziat in Ulm. Ich. Kvnrad v. S. erhielt 1716 ein Freihcrrndiplom und im Jahre 1816 erlangte die Familie ein Württemberg. Freihcrrndiplom. sR. T. A. N. — Cast, Adelsb. v. Württembergs Ob der 1653 geadelte kais. Hof- Silberarbcitcr Martin S. zu vorstehender Familie gehört, steht zu bezweifeln. Eben so wenig möchte dazu gehören Scbast. Scnthcr, welcher 1572, und die Gebrüder Scuther, welche 1583 die AdclSwürde erhielten. Die beiden leztcrcn kommen in der Reichs- Taxamtsrcchnung vor. (Cast, Adelsb. von Baden u. Württemberg. — Gencal. Jahrb. des deutschen Adels für 1844 u. f. — Archiv für Gesch. Geneal. u. Dipl. 84. — Die württ. Wappenbücher von L. Dorst n. I A. Tproff. — Griesinger 1273. — v. Lang 547. — v. Hcsuer, wllrtü Adel S. 12. Taf. 14; bayer. Adel S. 115. Taf. 140 n. 141; stichst Adel S. 48. T. 55. — Kneschke, Wappen I. — Sicbmacher III. 103. n. 2. V. 28. n. 3 u. f. 45. n. 3. — v. H.s Sciic, ein adl. Geschlecht, das Afframhof in Steyermark besaß. sSchmutz III. 596. — v. H.^s Sevciiacr, eine sehr alte Familie in Geldern, welche den dasigen Ritter- und Landtagen vor 766 Jahren schon beigewohnt hat und noch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vorkommt. sBncclini stemmat. IV. 255. — Gauhe II. 1076 u. f. — v. Zedlitz. — v. H.) tz Scvelelic». Heinricus de S. tcstis in einem walkenriedcr Brief 1253; auch Sybeleyben genannt. sllrk.Buch für Niedcrs. II. 199 u. ff.s tz Scvcuich. Das Stammhaus dieses Geschlechts liegt im Kreise Jülich; es blühte noch 1623. Wappen? sv. Ledebur II. 442.) Jever o. Strcngciilicrg. Der Obcrlieut. Johann S. wurde im Jahre 1775 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 449. — v. H.) tz Kcvcrshauscn, Severthnsen, eine halberstadt'sche Familie, die längst erloschen zu sein scheint. Sie kommt im I. 1273 in Urkunden vor. sMeybaum's Chronik des Klosters Marienberg 33. — Abcl's d. Alterth. II. 592. - Zedier XXXVII. 631. — v. Zedlitz. — v. H.s Severus v. Laulienfcld. Der ösierr. Major Karl S. wurde 1356 mit v. L. geadelt. sA. A. Zeit. v. 1856. — Oesterr. Milit. Schemat. v. 1856.) p Zcvoloulien. Hermannus de S. et Heinricus filius, famuli, 1364 in einem walkenriedcr Brief, sllrk. Buch für Nieders. III. 3l) Zcmurg, Mathias, kais. Hauptmann, wurde 1656 geadelt. sR. T. A. N.s Scybarth, Kaspar, kais. Obersiwachtmcisicr, wurde um's Jahr 1662 geadelt. sR.T.A.N.) ZciM. Die v. S. sind eine adliche Familie in den preuß. Nheinprovinzen, welche immatrikulirt ist und in Düsseldorf lebt. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 442.) Icyliold, Johann Georg, Oberforstrath, wurde am 16. Dez. 1821 vom König von Bayern geadelt. sReggs. Bl. v. 1822. Nr. 6. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 115. T. 141 — Kneschke, Wappen IV.) Kcybolt, Melchior, wurde 1571 geadelt. sR. T. A. R.) Ieyliollstorff, s. Seiboldsdorfs. Icybathcn. Die v. S. stammen aus der Reichsstadt Notten- burg, woselbst Philipp S., Allbürgermcister, 1661 geadelt wurde. sv. Hefner, württ. Adel S. <8. T. 24. — Kneschke, Wappen II. — Cast, Adelsb. v- Württemberg. — Die Württemberg. Wappenbücher von L. Dorst u- I. A. Tyroff.) Zcydau, s. Sidau. 1. Kcydcl, Lieutenant, wurde am 4. Sept. 1776 von König Friedrich II. von Preußen geadelt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 443. — Preutz. Wppb. IV. 62.) 2- Icydcl. Der Obersthofposiamtsverwalter Ich. Georg S. in Wien wurde wegen 43jähriger Dienstleistung im I. 1773 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 265.^j Der Neichshofkanzlist Vinccnz Jgnaz v. S. wurde mit seiner Gemahlin Maria Barbara, geb. v. ProSky, im I. 1796 in den Neichöritterstand erhoben. 382 Sey - sM. v. M., Erg. 207J Dem HansbcstzerA. G. v. S, wurde 1850 gestattet, Adel u. das Ehrenwort „Edler von" ans seinen Adoptiv- Sohn I. Steinbauer-Seydel übertragen zu dürfen. sE. S. - v. 5?-1 3. Leistet v. Mclqk-Czeriicy. Der TschaikistenkantonSkomman- dant w. Fcrd. S. wurde im I. 1793 mit v. M.-C- geadelt. sM. v. M., Erg. 449. - v. H.j Scydewih, s. Scidewitz. Sci>!>l, f. Seidel; Seidl. Scydtih, Ernst Johann, Protonotar bei dem Magistrate der kais. russ. See- und Handelsstadt Narva, wurde 1785 in den ReichSadclstand erhoben. sR. T. A. R.s Zcycrlummicr v. Treuciisteili. Der Zalmcister w. Josef S. wurde im I. 1812 geadelt. sM. v. M. 265. — v. H.^f Scqsart, s- Seyfert. f Seyscrsdorf, Seifcrsdorf, ein altes schles. Geschlecht, das vorher Siegfriedsdorff geheißen und zwischen 1340 u. 1560 vorkommt. sSinap II. 1995. — Gauhe I. 1719. — Zedier XXXVII. S. 758. — v. Ledebur II. 439. — v. HZ 1. Icqsert, Seyfardt, ein angesehenes hall. Pfännergeschlccht, ! aus welchem Gottfried S. sulzbach. Hofmeister unter dem Namen Seifart v. Sternenthal geworden sein soll. sv. Ledebur II. 443Z 2. Irisiert, Andreas; kais. Hatschier, wurde 1621 geadelt. iR. T. A. R.f 3. Sclsiert, Daniel, erhielt 1623 ein Adelsdiplom. sR. T. A. RI 4- Scisicrt, Kristof August, kursächs. Kapitän, wurde 1764 in den Adelstand erhoben. sR. T. A-R-^f Seissserheld, Michael, wurde 1771 geadelt. sR. T-A.N-1 Vgl. Seufferheld. Ici>ffert. Die Brüder Josef Philipp und Anton Franz S. wurden am 13. März 1726 in den böhm. Adelstand erhoben. IM. v. M., Erg. 459.1 Der böhm. NcpräsentationS - u. Kammer- Rath Josef Philipp v. S. wurde im I. 1749 in den böhmischen Rittcrstand erhoben. IM. v. M., Erg. 297. — v. Ledebur II.' 439. — v. HI Scyffcrt, f. Wildeck. — Sci>ffertih, f. Sciffertitz. 1. Icisiricd. Der geh. österr. Hofkonzipist Johann Melchior S. wurde im I. 1705 geadelt. sM. v. M-, Erg. 450. — v. H.^f 2. Scisiricd. Der Kanzler Johann Willibald S. zu Sal- mannsweilcr erhielt von K. Josef II. am 25. Jan. 1781 ein AdelS- und Ritterdiplom. sCast, Adclöb. von Baden. — v. Hefner, bayer. Adel S. ll5. Taf. 141. — v. H. — Kncschke, Wappen II. — v. Lang 547-1 3. Scisiricd. Der fürstlich hohenlohe'schc Hofrath Josef S. wurde im I. 1783 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 298. - v. H.f Icistcr. Kaiser Leopold I. erhob die Brüder Maximilian und Abraham S. mit ihren sämmtlichen Erben und ErbeS-Erben in den alten Nitterstand des Königreichs Böhmen und ließ ihnen unterm 26. Jan. 1691 das Rittcrstandsdiplom ausfertigen, dessen Original ein Oberamtsadvokat Weber zu Budissin in Nr. 81 des Anzeigers von 1792 zum Verkauf auöbot. sv. Ledebur II. 443. — v. H. — Siebmacher IV. 162. n. 19-1 Jeistiaiin. Der Oberstlieut. Franz S. wurde im Jahre 1807 geadelt. sM. v. M. 265. — v. H.) - Sic Schmer, Martin, kais. OberfeldschultheißcnamtSverwalter, und sein Bruder Daniel erlangten 1650 den Adclstand. sN. T. A. N.^ Scisicneck oder Scisciiegg, Jakob, erhielt 1560 AdelSfrcihcit und Wappcnbesserung. sR. T. A. N.s Es scheint verschieden von dem österr. Rittergeschlechte v. Seifen egg. Seystel d'Aik, ein savoi'sches gräfliches Geschlecht, das seit mehreren Generationen sich nach Deutschland gewendet und sich jezt unter dem bayer. Adel befindet. Die Familie erscheint schon im I. 1000. Am 17. Okt. 1329 wurde sie von den Grafen von Savoicn mit Aix belehnt. sKncschkc, deutsche Grafenhäuscr. - v. Lang 75. — Simon Amorial, geucral. de l'Emprie Francviö. Taf. 33. — v. Zedlitz. — Taschenb. der gräfl. Häuser auf 1844 u. f. — Dipl. Jahrb. für die prcujz. Staaten. 1343. S. 276. — v. Ledebur II. 442. — v. Hcsncr, preuß. Adel S. 27. T. 31; Erg. Bd. S. 9. T. 3; bayer. Adel S. 21. T. 16. - v. HI Scytz, Adam, kaiserl. Leibtrabantenfonrier, erhielt 1632 ein Adelsdiplom. sR. T. A. Nst IciMih, ans Oppersdorf in Schlesien, 1720. W. ? sv. Ledebur II. 444-1 Schwitz v. Miiggenthal. Kristof Lukas S., kais. Hofkammer - Buchhalter zu Wien, wurde um'S I. 1696 mit dem Beinamen v. M. in den rittcrmäßigen Adclstand erhoben. sR. T. A. RI Ieyz v. Scyzcistcrg. Johann Michael S. wurde im I. 1757 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 265. — v. HI Srzcncgg. Der landschaftliche Gcneralcinnehmcramtsvcrwaltcr Simon Sigmund S. in Kärn thcn wurde im I. 1733 geadelt. sM. v. M-, Erg. 450. - v. HZ Sforza-Ccsarmi, ein bekanntes italienisches Herzog!. Haus, aus welchem die Herzogin S.-C., geb. v. Cusani, sich 1835 unter den österr. SternkrcuzordcnSdamen befand. Sharleq, Anton, ein Engländer, Freund des Schah von Pcrsicn und dessen Gesandter am österr. Hofe, wurde 1601 von K Rudolf II. in den Grafenstand erhoben. sVehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels III. 431-1 StziosKa v. Sterilstem, Ferdinand Josef, wurde am 10. April 1725 in den böhm. Adelstand präsentirt. sv. HI Siatceki. Turibins S., k. k. Rittmeister bei „Graf Civalart- Ulanen", wurde am 20. März 1360 als Ritter der eis. Krone in den Ritterstand erhoben. f Zilien, ein abgegangenes Mecklenburg. Geschlecht, von dem Gottfried S., welcher noch im I. 1593 lebte, vermuthlich der Leztc war. sv. Meding I. n. 807. — v. H.^f Siticiiiokhi,, Stefan, wurde 1614 geadelt. sN. T. A. N/j Silier. Der niederösterr. Regierungsrath und Oberpolizci- Kanzlcidircktor Franz S. wurde im I. 1795 geadelt und 1816 gefreit. sM. v. M. 265. — v. HZ Siliert. Der Hauptmann Joh. S. wurde im I. 1761 in den ReichSadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 450. — v. H.f Sibith, auf Hosna in der Oberlausitz. Wappen? sv. Ledebur II. 444-1 Silirandt, Johann, erlangte 1651 den Adelstand. sN. T. A. R.s Sibrik de Izarväskcnd, wahrscheinlich ungarisch. Anton S. de S. stand 1857 als Oberlieutcnant beim 12. österr. Husaren- Regiment. Sicard v. Licardstnirg. Der Artillcrichauptzeugamtöregistrator Dominik S. wurde im I. 1820 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. 266. - v. HI Sich — Sie 383 Sichert », Sichartshoff (Sichcrlshoscn). Am 4. April 1734 ist Joh. Friedrich S. zu Nürnberg von Kaiser Karl VI. mit dem Beinamen v. Sichartshoff in den Adclstand erhoben worden. Sein Sohn war Justus Jakob S. v. S. Derselbe hatte zwei Sohne, Friedrich Jakob und Joh. Andreas Justus S. v. S- Schon am 22. Dez. 1636 ward ein älterer Joh. Fricdr. S. zu Nürnberg mit v. Sichartshoff von Kaiser Leopold geadelt. Im I. 1750 ward Johann Jakob S. z» Rovoredo vom Kaiser mit v. Sichartshoff in den Adclstand erhoben. Am 31. Juli 1790 ward der Licut. Andreas Gottfried S. in Sachsen unter dem Neichsvikariat geadelt. so. dem Knesebeck. — v. Lang 548. — Grote, Hanno». Wppb. — v. Ledebur II. 444. III. 344. — v. Hefner, scichs. Adel S. 48. Taf. 55; daher. Adel S >15. Taf. 141; Hanno». Adel S. 26. T 36. — Sachs. Wappenb. V. 88. 89. — Kncschke, Wappen t. — M. ». M.. Erg. 456. — Siebmacher III. 75. V. 322. n. 7. Suppl. VII. >5. — Bayer. Wppbst Iichcllnirg, s. Garapich. -s Sichclstcin, ei» altes, längst ausgestorbenes Geschlecht, das nur noch im ersten Zchcnd des 12. Jahrhunderts vorkommt. (Falken 's Hist. Corb. diplom. p. ll5. tl7. — Zedier XXXVII. 893. - v. H.f Sichern«. Der Stadtrichter w. Joh. Ncpomuk Georg S. zu St. Veit in Unterkäruthen wurde im I. 1788 in den Nittcr- stand erhoben. sM. v. M. 145. — v. Hst 1. Sicherer- Der Landwaibel und älteste Oberbcamte des kais. Landgerichts in Schwaben, Johann Philipp S., erhielt von K. Karl VI. am 19. Juli 1735 ein Adclsdiplom. sv. Lang 548. — ». Hefncr, daher- Adel S- l l5. T. I4l. — v. H. - M. v. M-, Erg. 456-s 2. Sicherer. Der Reichsagent Heinrich Theodor S. wurde im Jahre 1805 in den Reichsadelstand erhoben. M. v. M., Erg. 456. - v H.f Sichlern, Josef Kajetan Anton, Hofrath, und seinen Brüdern Anton Hugo, Joh. Ncpomuk und Heinrich Anton ward der ihrem Vater, dem Regicrungsdirektor und Kreisgesandten Kristvf Anton S. zu Augsburg, vom Fürsten v- Schwarzenberg am 7. April 1770 crthciltcn Adel unterm 5. Mai 1822 vom König von Bayern anerkannt und bestätigt. )Ncggs. Vl. v. 1822. Nr. 36 — v. Hefncr, daher. Adel S- Il5. T. 141.) ch Sichler, Sichtern. Dieses im Branden bürg'scheu, besonders in der Zau che begütert gewesene Geschlecht ist am 14. Febr. 1734 mit dem preuß. Stabskapitän v. S. ausgestorben, sv. Ledebur II. 444.) Sicktski, in Wcstpreußen seßhaft. Siehe GrzouSki. sv. Ledebur II. 444. III. 344) Wappen: Drzewica. Sicinski, auf Ciesliu im Großherzogthum Posen, sv. Ledebur II. 444.s Sick, Hauptmann, wurde am 10. April 1855 in den Württemberg. erblichen Adclstand erhoben, sv. Hefncr, württ. Adel S- 18. T. 24; Erg-Bd. S. 46.) Sickiligen, eine aus Schwaben stammende rheinländische frciherrl. und gräfl. Familie in Böhmen, welche die dem berühmten Franz v. S. schon von K. Karl V. zugedachte gräfliche Würde erst im I. 1773 in seinem Nachkommen, dem Frciherrn Karl Anton v. S., und noch später durch die Freiherren Kasimir und Ferdinand v. S. im I. 1790 erhielt. Der Stammsiz dieses freisinnigen Ritters war Sickenheim, Sickenburg; das Schloß, worin er den berühmten Ulrich v. Hutten (da er nirgends sicher war) zwei Jahre erhielt, hieß Ebernburg. Sie besaßen auch Güter zu NüdcSheim und die Herrschaft Sauerburg (jczt denen v. Necum) im Nassau'schcn. Diese Linie ist mit dem Grafen Franz v. S. 1834 erloschen. Er starb in tiefster Armuth auf einem Hofe zu Sauer thal; einige Jahre später sczte ihm ein Unbekannter ein einfaches Denkmal auf dem Friedhofe daselbst mit der Inschrift: „Franz v. Sickingen, Rcichsgraf, seines Stammes der Lczte. Er starb im Elende." sO. S. — Bucclini stcmmat. IV. — Humbracht I. Tab. 76. 74. — Spangcnbcrg, AdclSsp. II. 44. — Gauhc I. I7l6-I3. II. 1677—79. — Zedier XXXVII. 938. — Salver 639 -41. 643. 644. 664. 696. 698. 764. 7l6. 7l9. 733. — Siebmacher I. 122. u. 1. — Scifert's Ahnentafeln n. 37. — v. Hatlstein I. 538. — Albini, Hist. der Gr. v. Werthern 69. — v. Mcding II. n. 837 u. f. — N. gcncal. Hdb. v. 1777. S. 154—59. 1778. S. 193-96. — Allgem. gcneal. Hdb. I. 815—17. — Gcncal. Taschenb. für 1826. S. II2u. f.f Der Frhr. Fcrd. Herm. v. S.-Hoheuburg wurde im I. 1706 in den ReichSfreiherrnstand erhoben. sM- v. M., Erg. S. 16t. — v. Ledebur II. 444. — v. Hefner, preuß. Adel S- 27. T 31. — Kncschke, deutsche Grafcnhänscr. — v. H.) Sidau, Sehdau, Sydau, ein obersächs. Geschlecht. fA lbi ni, Hist. der Gr. ». Werthcrn 69. — Mcnckcn S. R. G. III. p. 1975. — v. Mcding III. n. 778. — v. H.) Jidniitsch. Diese Grafen besaßen mehrere Güter, Gülten, Zehnten und Bergrechte in Steh ermark und erhielten darum am 9. April 1647 die st eher. Landmanuschast. (Schmutz IV. 2. — v. H.) Zidonienburg oder -bcrg, f. Pictsch. Zidorowic), galizi sch. Paul v. S. war 1335 k. k. österr. Landrath zu Stanislawow. Sidow, s. Sydow. Iicbcl. Der Professor Dr. H. C. L. v. S. zu München wurde 1357 für sich und seine Nachkommen in die Adelsklasse der Matrikel eingetragen. (A. A. Zeit., Dez. 1857.) Ist einerlei mit Sybel. -s Sicliclebcii, Sebclcben, Siebelcuben, Siebenleybin, Scbe- leibcn, Sybeleben, Siebelöbcn, ein thüring. Geschlecht, dem das nahe bei Gotha gelegene Dorf, »'gleichen ein Gut zu Friemar und in Günthcrsleben ein Weingarten, den Dietrich v. S. im I. 1383 dem Kloster Georgenthal überlassen hat, gehörte. Sie waren gleichcn'schc Vasallen. Ein Hciur. Setzcphant v. S. stiftete im I. 1251 mit Konrad de Lina das Nonnenkloster zum hl. Kreuz vor Gotha. Da nach dem Probst Joh. de Sebeleben zu Arnstadt keiner weiter in Urkunden vorkommt, so scheint das Geschlecht mit diesem ausgestorben zu sein. iGlcichenstein hat n. 75 das Wappen u. ein Stammregister von 1174 bis 1377, welches aber aus den nachbcnannten Schriften ziemlich vermehrt werden konnte. — Sagittari Hist. Gothana p. 394. — Tentzclii Supplem. Hist. Goch. p. 199. 264. - Thuringia sacra p. 371. — v. H. — Jovii Chron. Schwarzb. p. 251 er edit. Schocttg- et Kreysig. T. I. Ebenderselbe, Diplomat. II. 478. — Zedier XXXVIr I6l4. Xb>. 531, welcher aber irrig 2 verschiedene aus einem einzigen Geschlecht macht.) Iicdtlcgg, ein schles. Geschlecht, das aus dem Elsaß stammt, sich v. Siebeln u. Sicbelegg, Herr in Reifen au nannte, auS welchem Geschlecht- Joh. Mathias als Oberst in kais. Diensten stand. Seine Nachkommen wendeten sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts nach Schlesien, wo sie Merzdorf erwarben. fSinap II. S. 1668. — Gauhe I. 17l3. - Zedier XXXVII. 978.) Der schle- sische GutSbesizer Joh. Mathias v. S. wurde am 7. April 1725 in den böhm. Ritterstand erhoben und am 17. Juni präsentirt. sM. v. M-, Erg. 268. — v. Ledebur II. 444. — v. H.) Da durch 384 Sie — Sieg drei Generationen der Name Johann Mathias in der Familie fortgeführt wurde, so ist zu vermuthen, daß der Leztere zu dem erstgenannten Gcschlechte gehört, wenn gleich derselbe bei M- v.M. adlich nicht bezeichnet ist. Sicbentuirg, s. Elia tscheck. Iiebcncichcn, Armin v., s. Armin. Iicbcncichcr, österreichisch. Adolf Edler v. S. stand 1857 als Unterlieuteuant im 7. k. k. Inf. Regiment; Maximilian Edler v. S. war Hauptmann im 57. Inf. Regiment, und Will). Edler v. S. Oberlieutenant im 4. Art. Regiment. Sicbcnrock u. Wolthcii», österreichisch. Gustav S. Edler v. W- stand 1857 als Rittmeister im 1. k. k. Kür.-Regiment. 1. Sicbcr, Johann, kais. Oberstwachtmeistcr, wurde 1647 oder 1651 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. RZ 2. Sicbcr. Der Hessen-Homburg. Hauptmann Heinr. S wurde 1823 von Oesterreich geadelt. sv. Hefner, Hess. Adel S. 26.^f Sicherer, I., k. k. österr. Major im tiroler Jägerregiment, wurde 1862 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sA. A. Zeit., Mai lS62.f Sieberg, s. Syberg. Licbert >>. Fctsentrc». Der österr. Rittmeister Josef S. zn Brünn wurde im I. 1817 mit dem Prädikate v. F. geadelt. sM. v. M. 266. — v. H.s Sicbold, KaSpar Karl, würzburg. Hofrath, Professor und Oberwundarzt im Juliusspital, erhielt am 1. Okt. 1861 von Kaiser Franz II- ein Adelsdiplom und am 18. Sept. desselben Jahres schon mehrere dieser Familie, so. Lang 548; Suppl. t42. — v. dem Knesebeck. — v. Zedlitz. — v. Hefner, baper. Adel S. 115. T. 141; Hess. Adel S. 26. T- 29; hannöv. Adel S. 26. T. 30. — v. Ledebur II. S. 444. — Kneschke, Wappen IV. — v. H.s Iicbotsdorf, s. Seiboldsdorfs. Siccinski, auf Rynek in Westprcußen. W.: Rogala. sv. Ledebur II. 445.s Sicbbrückbcrg, s. Forisch. Sicbcl v. Trautschcn. Der Hauptmann Karl Friedr. S. wurde als Pflcgesvhn des Majors v. Trautschen aus dem Hause Witgendorf, mit dessen Namen und Wappen vom König von Sachsen im I. 1821 geadelt, sv. Ledebur III. 344.s Sicbcntop v. Eitzen, Jodok. Edmund, wurde im I. 1756 in den Ritterstaud erhoben. sM. v. M. 145. — v. H.s Sicblccki, auf Wiesniewo in Westpreußen. Wappen: Grzymala. sv. Ledebur II. 445.sj Sicbmogrobzki, eine adliche Familie poln. Abkunft in West- Preußen, welche am 31. März 1826 ein preuß. Anerkcnnungs- Diplom erhielt, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 445. - Prcuß. Wppb. IV. 62.s -f Sicffcn. Ritter Stcinmar v. S. schenkt 1251 dem Kloster in Saulgau ein Haus in Stessen. Der Stammort S. ist im O.A. Saulgau. Sicgbnrg, s. Ubelli. ) Sicgcbnrg. Dieses Namens gab es in alten Zeiten in Schwaben zwei Geschlechter, die von einander ganz verschieden waren. DaS eine Geschlecht hatte seine Burg im O.A. Riedlingen und kommt noch 1311 vor; die andere Burg lag zwischen Horb und Weitingen, dessen Geschlecht schon 1682 vorkommt. sGriesinger 1274 s 1. Sieget, Sigl, Gabriel, kais. Hauptmann zu Görlitz, erlangte 1653 den Adclstand. sN.T. A. N.j 2. Sieget, Karl Gottfried, fürstlich solmS'scher Regicrungs- Rath, und seine Schwester Sofia Albertina, erhielten 1767 die Adelswürde. sR. T. A. R.s tz Ziegen, ein altes köln. Nittergeschlecht, welches bei der westfäl. Ritterschaft noch im Anfange dcö 18. Jahrhunderts mit 16 Auen aufgeschworcn ist. sv. Zedlitz. — E. S. — v. Ledebur II. S. 445. III. 344. — Fahne I. 39S.s Siegen, s. Schick. — Iicgcnberg, s. Jovich. Zicgcnburg, s. Schik. — Zicgcnscld, s. Simich. Sicgcnhovcn, genannt Anstel, s- Anstel. Sicgcnthal, s. Bersiua. — Sicgciiwatb, s. Koschin. Zieger, Bertram Heinrich, kurpfälz. wirkl. Hofrath und geh. Rath, wurde am 16. Febr. 1792 geadelt, sv. Ledebur II. 445. - Bernd, Taf. 6XIII. 226. — R. T. A. N .s Ingersberg, s. Kamp er. 1. Ziegersbors, insgemein Siersdorfs, ein steh ermärkisch es, gegen Ausgang des 14. Jahrhunderts vorkommendes Geschlecht, welches das gleichnamige Dorf, ingleichen das Gut Thuna besaß, und das am 19. Juni 1637 in den Frcihcrrnstand erhoben worden ist. sBucelini stemmat. III. — Gauhe I. 1714. II. 1079. — Span- genbcrg, Adelsspiegel II. — Zedier XXXVII. 1095 u. f. — Schmutz IV. 4. - v. H.s 2. Ziegersborf, Josef, kais. Hauptmann, wurde im I. 1763 geadelt. sM. v. M., Erg. 456.s Sicgcssclb, s. Bei erweck. Sicgfcld. Enoch Kristian Hermann S. in Mähren wurde am 36. April 1717 in den Ritterstaud erhoben. Diese damals in Schlesien wohnende Familie schrieb sich später Sicgsfeld. Im I. 1846 war ein Abkömmling Hofmarschall beim Herzog von Anhalt-Bernburg. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 445.s Lez- tcres möchte ungewiß sein. Joh. Nep. Hermann Ritter v. Sig- feld war 1835 k. k. Kreiskommissär in Weiökirchcn. Zicghardt, seßhaft in Westfalen, 1686; bedicustet 1845 in Pos.en. sv. Ledebur II. 445.^ Sicghortstcili, s. Uibcrackcr. Zieghofcr, ein schlcsisches, aus Bayern stammendes Geschlecht, das schon im I. 1595 freiherrlich war. sSiuap I. 222. II. 445. — Zedier XXXVII. 1099. - Gauhe I. 1715. — v. Ledebur II. 445, wo dasselbe S. v. Siegeuberg genannt wird. - v. H.s Sicgiiiisctb, s. Wrazfcld. Siegt v. Archomp. Der Hauptmann Hermann S. wurde im Jah re 1818 mit v. A. geadelt. fM. v. M., Erg. 450. - v. H .s j- Sicglcr v. Cbcrswatb. Er war in Fulda geboren, kais. österr eich. Gcneralfcldwachtmcister geworden, und erlangte am 2. Sept. 1816 den Adel mit dem Freiherrnlitel und dem Beinamen v. E. Er hinterließ nur eine Tochter. sTaschcnb. der frhrl. Häuser für 1848.s Sieglitz, Josef, Sekretär in München, und seine Söhne Friedrich u. Heinrich S. wurden am 16. Dez. 1831 vom Fürsten von Hohenzollern-Hechingen geadelt, sv. Ledebur III. 344.) Sieg — Sig 385 Eingetragen in die bayerische Adelsmatrikcl 1832. sv. Hefner, bayer. Adel S. 115. T. 141.1 Sicgroth, Siegrod, eine sehr alte sch lesische u. böhmische, auch in Polen und Schweden seßhafte Familie, welche im 14. Jahrh. von Ungarn nach Polen und von da nach Schlesien kam. sLuc«, schles. cur. Merkwürdig?. 184!». — Zedier XXXVII. S. tt02. — Gauhe I. 1715. I!. 1815. — Siuap I. 395-900. — Siebmacher I. 71. n. 14. — v. Mediug I. n. 808. — Dithmar II. 73.s Joh. Georg Leopold S- auf Schlawickau wurde am 28. Febr. 1686 in den Freihcrrnstand erhoben. Auch Konrad Gustav v. S., k. schwed. Oberst, erhielt 1754 ein Reichsfrcihcrrndiplom. Die frhrl. Linie soll erloschen sein. Uebrigens fängt dieses alte Geschlecht seine urkundliche Stammrcihe mit Kaspar v. S. auf Schlawikau 1556 an. sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1849 u. f. — v. Ledebur II. 445. — v. Zedlitz. — R. T. A. R. — v. H.s Siegsstälten, s. Tschirsch. 's Sicgwcin, ein adl. frankfurter Patriziergeschlccht, das mit Hanns S., welcher Sinnclc Humbracht zur Frau hatte, durch diese der Ganerbschaft zu Alten lim bürg einverleibt ward, im I. 1514 aber wieder erlosch. Rürnicr erwähnt beim zwölften Turnier nebst mehreren andern Nürnberg. Geschlechtern auch die S. sHumbracht.s SickicrMski. Wenzel v. S. wurde im Jahre 1783 in den galiz. Grafenstand erhoben. HM. v. M. , Erg. 30. — v. Hemer, galiz. Adel S. 26. — v. Hst Wappen: Zadora. Hictcltn, galiz. Adel; zu unterscheiden zwei Familien: 1. Mit dem Wappen Saß; 2. mit dem Wappen Korczak. sv. Hcfner, galiz. Adel S. 26. T. 36-1 Joh. Ritter v. S. 1835 ErzPriester beim Domkapitel zu Przemysl. Jirtski v. Llilüc^. Joh. S. wurde im I. 1791 mit v. L. in den galiz. Adclstand erhoben. Auch in Westpreußen auf Wentkau seßhaft, sv. Ledebur II. 446. — v. Hefucr, galiz. Adel S. 26. T. 29. — M. v. M., Erg. 450. - v. H.s Sicmicnski v. Stawczyiui, galizisch; gegrast 1769. Josef Graf v. S. stand 1857 als Rittmeister beim 6. österr. Husaren- Regiment. sv. Hcfner, galiz. Adel S. 26. T. 30.» Sicmiliski, Martin, Weihbischof von Gnescn, ist 1819 geadelt worden. sPrcuß. Wappb. IV. 63. — v. Ledebur II. 446.j Sicmimitkowstn, im Posen'schcn seßhaft. W.: Jastrzcmbiec. sv. Ledebur II. 446. s Iicmirlnvski, ei» Beiname der Familie Koß. sv. Ledebur II. 446g Sicinawski, im Posen'schcn scßhhaft. W.: Leliwa. sv. Ledebur II. 446. III. 349; unter Sz.s Iiciikicwic^, wahrscheinlich kroatisch. Alerander Ritter v. S. stand 1857 als Obcrlientcnant beim 23. österr. Inf. Regiment. Sicnriginowski, I., galiz. Gutsbesizcr, darf sich des früher bestätigten altpoln. Adels bedienen. sA. A. Zeit. v. 1855.sj Sicracki, im Bütow'schcn. Wappen: Ostoja. sv. Ledebur II. 446. s Iicrakowski. Es sind drei Familien zu unterscheiden: I. Mit dem Wappen Prawdzic; kommt nur in dem prcuß. Major v. S. beim 1. Bataillon des 22. Landwehrregimcnts vor. sv. Ledebur II. 446.» II. Mit dem Wappen Ogonczyk. Dieses Geschlecht ist ein altes vornehmes polnisches, welches ansehnliche Güter in Westpreußcn und Polen bcsizt. Im I. 1775 wurde der Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Erzbischof Wenzel Hierouimus zu Lemberg und sein Zweig in den Grafcnstand erhoben n. solches 1776 von Preußen bestätigt. sv. Ledebur II. 446. — Preuß. Wppb. I. 100. — v. Hefner, preuß. Adel S. 27. T. 31; galiz. Adel S. 26. T. 29.» III. Mit dem Wappen Dolenga. sv. Hesuer, galiz. Adel S- 27. T. 29. — v. H.s Sicroszcwski, auf CicSle im Großherzogthum Posen. W.: Nabram. sv. Ledebur II. 446.sj Siersdorf, s. Sicgersdorf. Sicrsdorpf, SierStorpf, eigentlich Franken - Dierstorf, eine aus dem Kölnischen stammende Familie, welche in Theodor Franken, Prokanzlcr und Siudikuö der Stadt Köln, dessen Vater Franz F., Hamacher aus Dierstorf bei Köln, war, am 19. August 1637 den Adel mit v. Dierstorf erlangte, welche Standescrhöhung K. Leopold im I. 1766 bestätigte, nach Fahne erst erthcilte. Am 22. Nov. 1736 wurde der hildcsheim'sche Kanzler Kaöpar F. v. Sierstorf und Johann Dietrich v. F. - Dierstorf in den Freiherrnstand erhoben. Die Linie des Lcz- teren starb am 11. Mai 1836 in Köln aus. Die Söhne des Elfteren stifteten die schles. und braun schweig. Zweige. Am 15. Okt. 1786 ward der prenß. Kammcrherr Heinrich Kaspar Frhr. v. Sierstorf in den prenß. Grafenstand erhoben. Am 15. Okt. 1846 erlangte der herzoglich Praunschw eig'sche Ober- Jägermeister Frhr. v. Sierstorf auf Driburg die preuß. Grafenwürdc, nach dem Rechte der Erstgeburt vercrblich. sv. Zedlitz. — R. T. A. R. — v. dem Knesebeck. — Taschenb. der grast. Häuser auf 1837 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels für 1348. — Fahne, woselbst ein Stammbaum befindlich ist. — v. Ledebur I. 225. II. 446. III. 254. — Bernd 6XIV. 227. — Preuß. Wppb. II. I. — v- Hefner, preuß. Adel S. 27. T. 31. S. 65. — Grote, hannöv. Wppb. — Schles. Wppb. — Kneschke, deutsche Grafcnhäuscr.s SicrMtowski, in Preußen angesessen. W.: Dombrowa. sv. Ledebur II. 447.s Zirvcrs, eine adliche esthländ. Familie, aus welcher der damalige Kammerjunkcr des Großfürsten von Nußland, Karl v. S., am 26. Mai 1745 vom sächs. Neichsvikariat in den Freihcrrnstand und 1758 in den Rcichsgrafcnstand erhoben wurde. sBüsching, Gesch. der evaug.luther. Gemeinde in Rußland I. <64. — Fortges. neue gcnealog. histor. Nachr. Th. 162. S. 418. — Siebmacher, Suppl. X. 3. — Kneschke, deutsche Grafcnhäuserst Iicmicrski, im Großherzoglhum Posen. W.: Ogonczyk. sv. Ledebur II. 447.s Sigcl, Karl Friedrich, Rittmeister, erlangte 1867 den Württemberg. Adclstand. Seine Gattin war eine geb. v. Blücher. Er hinterließ zwei Söhne, sv. Hefner, württ. Adel S. 18. T. 24. — Cast, Adelsb. von Württemberg. — Archiv für Gesch., Genealogie und Dipl. 83. — Die württ. Wappcnbücher von L. Dorst u. I. A. Tyroff. — Kneschke, Wappen I.s Sigcnih v. Jigenbiirg. Der Hauptmann und Kommandant der Garnisonsartillerie zu Mechelu, Martin Friedrich S., wurde im Jahre 1778 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 451. - v. H.s Sigcrt v. Si'gcrtstcin. Der Arzt Thomas S. wurde im Jahre 1791 mit obigem Beinamen in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 451. — v. H. — v. Hefner, galiz. Adel S. 27. Taf. 29. s Sigk. Die Brüder Josef u. Anton S. wurden am 17. Juni 1736 in den böhm. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg- 45l. — v- H.s 49 386 Sig - Ziglcr >i, Cbersmvld. Der Major und Ritter Heinrich S. wurde im I. 1816 mit dem Prädikat v. E, in den Freiherrnstand erhoben. sTaschenb. der srbrl. Häuser auf 1853. — M, v. M. 86. — v. H-1 Jigmariiigcn, s. Truchseß. 4 Sigiinirshofc», eiu altcS schwäb. Geschlecht, dessen Burg im O.A. Ravensburg lag und welches sich im 14. Jahrh. iu leztcre Stadt begab. sGricsinger 12811 Sigmvnd, ein in Prenßen seßhaftes Geschlecht, sv. Ledebur II. 417.s Sigino- Die Brüder Franz, Andreas, Johann und Hilarius S. wurden im I. 1792 in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 45 l. — v. H. — v. Hcfner, galiz. Adel S. 27. Taf. 29.1 Sigora v. Culciistcin. Der Bankaleinnehmcr Franz Josef S. wurde im I. 1793 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 266. — v. H-1 Sigraif, ein ungar. Geschlecht, aus dem zipser Komitat stammend und schon 1272 als Graf von der Zips vorkommt. Mathias S., Richter, 1447, erhielt die Herrschaft Jvancz geschenkt; sein Urenkel wurde von Kaiser Leopold I. zum Freiherrn v. Also und Feiso erhoben und 1712 unter die Magnaten aufgenommen. Karl Frhr. S. v. A. u. F., Staatsrath, erhielt 1754 von der Kaiserin Maria Theresia die Grasenwürde. sTaschenb. der gräfl. Häuser aus I859.s Sihlcr. Der Lieut. und Adjutant N. S. im Hus. Regiment «v. Pietz" — 1866 — erhielt ein Adclsdiplom. Die Familie war noch in neuester Zeit in und bei Militsch ansässig. sPreuß. Wppb. IV. 63. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 447-1 Zikorski. Dieses Namens gibt es drei Geschlechter: I. In Preußen mit dem Wappen Cietrzew. Die Familie ist auch in Posen und Polen begütert. sv. Ledebur III. 338-1 II. In Westpreußen mit dem Wappen Leliwa; auch in Hinterpommern seßhaft, sv. Ledebur II. 447. III. 344-1 III. In Galizien mit dem Wappen Jllagowski. sv. Hefner, galiz. Adel S. 27 .s Silber, österreichisch. Heinrich v. S. stand 1857 als Kadet im 10. k.k. Jägerbataillon. Silbcrberg. Diese besaßen die gleichnamige Herrschaft und kommen zwischen 1632 und 1774 vor. sSchmutz IV. 6. — Sicbmacher III. 9l. n. 2. — v. H.s Silbcrberg, s. Strzibersky. Silbcrbcrgrmid, s. Mallinarich. Silbcrbiirg, s. Schmidt. 4 Iilbcrhor». Der bat) er. Appellationsgerichtsrath Georg S. erhielt am 21. Juni 1809 ein Edelndiplom. 4 1860. sv. Lang 549. — v. Hefner, wiirtt. Adel S. 18. T. 24; baver. Adel S. ll5. T. l4l. - v. H-1 Silbermanir. Der neuberg. Hofrath Georg Kristof S. erhielt am 1. Febr. 1640 vom Pfalzgrafcn Wolfgang Wilhelm zu Neuburg ein Adclsdiplom. sv. Lang 549 u. f. — v. Hefner, bayer. Adel S. ll5. T. >41. - v. HI Silbcrnagl. Der Hammergewerke Jgnaz v. S. zu Ferlach in Kärnthen wurde 1811 in den Freiherrnstaud erhoben. Im I. 1733 erlangten 4 Gebrüder Huebmeröhofen den Adel mit v. S. Siehe Huebmershofen. sM. v. M. 86; Erg. 326. — v. HI > Snn Silbcnviischcr, ein preuß. Geschlecht, daö früher v. Wiper- nick hieß. Wappen? sv. Ledebur II. 447.sj 4 Sildc. Heino de S., miles, 1295 iu walkcnriedcr Briefen. fUrk.Buch für Nicdcrs. II. 356.f Iilsuiergrccn. Nils S. erlangte am 20. März 1647 den schwed. Adel. Die Familie ist in Westpreußen angesessen, sv. Ledebur II. 447. Iii. 344-1 Silicz, s. Zilitz. Ziller v. G»i»bolv. Der österr. Hauptmann im 10. Feldjäger- Bataillon, Franz S., wurde 1855 mit v. G. in den rittermäßigcn Adelstand erhoben. sOcsterr. Mil.Schcmat. v. 1855J Sillers. Johann v. S. erhielt 1571 ein Frciherrndiplvm. sR. T. A. R-1 lieber dieses Seschlccht ist weiter nichts bekannt. Sillscld, s. Stebele. Iillnuinii v. Crevih und Jesberg. Jobst S. wurde 1675 mit dem Beinamen v. E. u. S. in den Adclstand erhoben. sR. T. A. R-1 Zillobod. Der Hauptmann Andreas S. wurde im I. 1758 geadelt. sM. v. M. 266. — v. H.s 1. Silva. Andreas v. S. erhielt 1560 AdelSfreihcit n. Wappen- Besserung. sR. T- A. R-1 2. Silva, österr.-italicn. Marchcscngeschlecht. Franz Nikolaus Marchese S. war 1835 k. k. österr. Hofrath bei dem lvmbard. Appellationsgericht zu Mailand. 4 Silvcrstcin, Sylverstein, eine schles- frhrl. Familie, die früher in Böhmen seßhaft war und die mit Rudolf Ferd. v. S. im I. 1720 ausgestorben ist. sBalbini Mise. Boh. Dec. I. Lib. 3. — Sinap II. 469. — Gauhe I. S. 1717. — Zedier XXXVII. 1353 u. f. - v. Ledebur II. 447. — v. H-1 Silvester v. Tartsasalva, ungarisch. Ludwig S. v. T. war 1857 k. k. österr. Verpflegsosfizial zu Großward ein. Simborski. Der polnische Ritter Michael v. S. wurde im Jahre 1714 in den böhm. Grafenstand erhoben. sM. v. M- , Erg. 36. — v. H l Simbschcii, ehemals Siebenschein genannt, eine alte siebenbürg'sehe, nachher ungar. Familie, deren älteste Urkunde von 1152 ist. K. Geysa von Ungarn erhob die S. 1228 zu freien Baronen und K. Leopold I. ertheilte ihnen am 14. Nov. 1672 die Reichöfrciherrnwürde. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1858J Simcluii. Der Major Joh. Mathias S. wurde im I. 1717 in den Neichsadelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 451. — v. H.f 4 Simcoiii. Stefan S., Leibarzt der Kurfürstin Adelheid von Bayern, wurde am 24. Okt. 1667 von Kaiser Leopold in den Adelstand erhoben und am 30. Dez. 1667 iu Bayern ausgeschrieben. sDekretenbuchJ 4 Simhcim (drei, 2. 1, r. Löwen in S.), waren Burgmäuncr zu Montabaur. sHist. Trev. II. 7-1 Jimic, Stefan, Oberstlieutenant in Pension, erlangte 1854 den österr. Adel. fOesterr. Milit. Schemat. v. 1854-1 1. Simich, Sinnich, ein nie der österr. Geschlecht, welches mit Georg Konstantin v. S., Reichspanner- und Freiherrn, im Jahre 1714 in den Grafenstand erhoben wurde und das ehemals über 670 Jahre in Ungarn geblüht hat. sGauhe I. 1718. — v. H-1 2- Simich v. Iiegcnscld. Der Hauptmann Simon S. wurde im Jahre 1767 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 451. — v. H .f Sim — Sin 387 Kimisch v. Hohcnblnin. Der nicdcrösterr. Regierungsrath Josef Karl S. wurde im Jahre 1791 mit „Edler v. H." iu den Ritterstand erhoben. sM. v. M. 146. — v. H.s Simlcr zu Eliermannsdors. Diese bayer. Familie erhielt am 4. Mai 1789 vom Kurf. Karl Theodor ein Edelndiplvm. fv. Heiner, bayer. Adel S. llS. T. III. — v. Laug SSV. — v. H.s Siininclniaycr v. Pickons. Der Hauptmann Karl S. wurde im Jahre 1819 mit v. P. geadelt. sM. v. M., Erg. 451. — v. H3 Siminclsdorf, f. Tuch er. st Simnicrn, eine schles. Familie, welche 1633 im Bres- lau'schcu begütert, ehedem aber in Pommern gewesen ist. Der Historiograph Kosmus v. S., geb. 1579 zu Kolberg, wurde am 16. Okt. 1611 geadelt, sv. Ledebur II. 4473 Wappen: Quergetheilt; unten in G- u. Schw. geschachtet, oben in G- zwischen zwei Sternen eine Sage. sSlnap II. IVI2. — Gauhe II. 1080 n. f. — v- H.s Sininicrn, s. LangWerth; Zimmern. Simotin, ein adl. Geschlecht, welches sarazcn. Ursprungs sein soll. Nach neueren Forschungen sollen die S. ein Zweig des großen bathor. Geschlechts sein. Aus Bosnien siedelte eS 1463 sich im Lande der Magiarcn an. Von hier wendete sich der lezte Sprößling, Mathias Karl S., 1679 nach Schweden und pflanzte dort seinen Stamm fort. Die Familie kam nun vorzüglich durch Karl Gustav S., welcher iu russ. Diensten ansehnliche Würden u. Güter in Kurland erwarb, in Aufnahme und verbreitete sich von da nach Deutschland, Preußen, Anhalt w. Am 19. Juni 1754 erlangte die Familie den Adelstand u. erhielt im Diplome den Beinamen „Edler v. Bathory", und am 1V. Mai 1776 erhielt das Geschlecht die poln. Frciherrnwürde. sv. Zedlitz. — R. T. A. R. — v- Ledebur II. 447. — v. Hefner, preuß. Adel S. 65. T- 83-1 1. Limo» o. Freyenscid. Der Erzieher Anton S. wurde im Jahre 1743 mit v. F. geadelt. HM. v- M., Erg. 451. — v. H.s 2. Simon v. Hohenfels. Johann Kristian S., pfalz-zwei- brücken'schcr Oberamtmann, wurde 1776 mit v. H. geadelt. iR. T. A. R-s 3. Simon v. Lindcnbcrg. Der Kapitänlieutenant Sebastian S. wurde im Jahre 1784 mit v. L. geadelt. HM. v. M., Erg. 451. — v. H.s 4. Simon v. Lindcndcrg. Der kais. Hauptmann Sebastian S. wurde im I. 1786 mit v. L. geadelt. sM. v. M. 266.ss 5. Simon o. Simonsluirg, österreichisch. Daniel S. v. S. stand 1857 als Hauptmann im 21. Inf. Regiment. 6. Simon v. Jostrom. Hermann und Paul S., Adoptivsöhne der verwittweten Frau Adelgunde v. Kleist, geb. v. Zastrow, wurden am 23. März 1855 unter dem Namen S. " . Z. geadelt. sv. Ledebur II. 443 s Simonetti, zweifelhaft ob von Adel. Man findet den Namen 1716 iu Polen und 1897 zu Frankfurt a- d. Oder, auch im Bestze verschiedener Güter und im Gebrauch eines Wappens, sv. Ledebur II. 448. s Snnonffh, wahrscheinlich ungarisch. Julius v. S. stand 1857 als Kadet im 11. österr. Hus. Regiment. Zimoni. Stefan Herr v. S., geh. Rath, erhält am 31. Juli 1672 die Edelmannöfrcihcit auf seinen einschichtigen Gütern, iv. Heltersberg 754 Simonidcs v. Scilcnsctd, Ludwig, wurde im I. 1796 in den böhm. Ritterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 208. — v. Hst Simonis, ein schles. Geschlecht um 1708; vielleicht Eines Stammes mit denen v. Simonis zu Weiduitz i» der Ober- Lausitz. Wappen? sv. Ledebur II. 4483 Auch Simon! genannt. Simono». Der österr. Rittmeister Johann v. S. stand 1796 als Sekondwachtmeister bei der k. k. Arcicreuleibgarde. sWiener Adreßbuch v. 17963 1. Simonomitz. Der Oberstlieut. Joh. S. wurde im I. 1792 geadelt. sM. v. M. 266. — v. H3 2. Simonomitz. Der Kaufmann Jakob S. zu Czernowitz wurde im I. 1818 in den Nitterstand erhoben. sM. v. M. ,46. — v. H3 Simonftts, ungarisch. Anna v. S., geb. v. Palatzky, war 1835 AnSschußfran beim Wohlthätigkeitsverein z» Ofen. Zimontsits de Danyalnka, wahrscheinlich kroatisch oder dalmatisch. Ludwig S. de B. stand 1857 als Kadet im 37sten österr. Inf. Regiment. Simonis, ungarisch. Johann v. S. stand 1835 bei den ungar. eidlichen Leibgarde zu Wien. 1. Simoinst, ungarisch. Andreas v. S. war 1835 k. ungar. Truchseß zu Wien. 2. Zimonist de Simonis et Uarsanis, wahrscheinlich ungarisch. Alois S. de S. et V. war 1857 k. k. österr. Hauptmann und Kompagniekommandant im Jnvalidenhause zu Wien. Die drei Simon!) möchten wol Eines Geschlechts sein. Simpson ans Gcorgcnburg, wurde am 19. Sept. 1840 mit Beschränkung in den preuß. Adelstand erhoben. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für den preuß. Staat 184t. Abth.s2. S. 118. — v. Ledebur II. 4483 Jimßdors, s. Stoltz. Simunich. Der kais. österr. F. M. L. Balthasar Edler v. S. wurde 1850 Freiherr. Die Familie stammt ursprünglich aus Dalmatieu, wendete sich dann nach Kroatien. Am 2. Okt. 1585 erkannte K. Rudolf II. den alten Adel der Familie an- sFrhrl. Taschenbuch v- 13603 Sinccrc. Der F. M-L. Klaudius v. S. wurde im I. 1757 in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie ist wahrscheinlich französ. Ursprungs und Adels. sM. v. M. 86. — v. H.ss st Jinching, Siniching, eine alte bayerische, im I. 1165 schon vorkommende, aber längst ausgestorbene Familie, deren ehemaliges Stammschloß, Dorf und Hofmark an der großen Laber im Tunegan gelegen u. nachher an die v. Staufs gekommen ist. sW. Hund 1. 335 u. f. — Siebmacher II. 63. n. 14. — v. H3 Sinclair, ein schwedisches frhrl. und gräfl- Geschlecht, aus welchem Mitglieder — 1640 — in polnischen Diensten standen. Franz S. am 30. Jan. 1649, David S. wurde am 1. Jan. 1655 und Andreas S. am 2. Okt. 1639 unter den schweb. Adel aufgenommen. so. Hefuer, Mecklenburg. Adel S. 19. T. 17. — v. Ledebur 11.443. III. 3443 Ursprünglich schottisch. Sind v. Sindcnscc, österreichisch. Josef S. v. S. war 1835 Verschlcißbeamter bei der k. k. Fabrikwaarenuiederlage zw Wien. Zindclnrz, s. Sachs. st Jinderstädt, ein thüring. ausgestorbenes Geschlecht, das aber im I. 1564 noch vorkommt und dessen Stammst; wol einer der beiden im Weimar'schcn gelegenen Orte dieses Namenö gewesew sein mag. sZedler XXXVII. 1607. - v. H3 49* 388 Sin — Sit t Sindlingen, ein altes schwäb. Geschlecht, dessen Bnrg S. im Württemberg, O.A. Oehringen lag. Leztcre kam 1328 an die Grafen v. Hohenlohe. ^Griesinger 1285.s -s Singen. Stammhans Singen unter Hohcntwicl, B. A. Radolfzell. Waren wol zäring'scher Lehnadcl. Eberhardus de Sing in et frater suus Adilbert 1121. Singensrid, s, Kail. 1. Singer, Franz Onofrius, Regent der gräflich kannitz'schen Güter, und sein Bruder Maximilian wurden 1665 geadelt. sR.T.A.R-s 2. Singer v. Gleichen»». Ladislaus S., österr. Obcrstlieut. in Pension, wurde 1855 mit v. G- geadelt. sOestcrr. Milit. Schemat. v, 1855.s 3. Singer v. Mossau. Diese waren dem Rittcrkanton Rhön nnd Werra einverleibt. fBiedcrmann, Rh. u. W. I. Vcrz. — v. H.s 4. Singer v. Walimoor, österreichisch. Wilhelm S. v. W. stand 1357 als Hauptmann im 66. k.k. Inf. Regiment. 5. Singer ». Wyssogursky. Der galiz. Fiskaladjunkt Franz S. wurde im I. 1788 mit dem Prädikat v. W. geadelt. Der Fiskaladjunkt Joh. S. zu Lemberg, und der Doktor der Medizin, Jgnaz S., wurden im I. 1794 mit v. W. in den galiz. Adelstand erhoben. sM. v. M., Erg. 452. — v. H. — v. Hefner, galiz. Adel S. 27. T. 29. s 1. Sinhudcr, Ferdinand Jgnaz, wurde am 26. Nov. 1716 geadelt, sv. H.s 2. Jinhulicr v. Ghrnfcls. Der Salzversilbercr Ferdinand S. zu Ig lau und dessen Bruder, der Fändrich Johann Reinhard S. wurden im I. 1764 mit dem Beinamen v. E. geadelt. sM. v. M. 266. — v. H.s Sinne, ein fränk. Geschlecht, das schon im Jahre 1396 auch als fulda'sche Vasallen vorkommt. sv- Meding II. u. 839. — v. H.s Siiincr, ein altes Patriziergeschlecht der Stadt Bern, welches von dem berühmten Geschlechte der Schinner im Kanton Wallis seinen Ursprung herleitet. Peter v. S. war 1467 Mitglied des Gerichts in Bern und Stammvater des noch blühenden Geschlechts. Joh. Rudolf v. S. war 1696 Schultheiß zu Bern und wurde am 12. März 1766 von K. Josef l. in den Reichsfreiherrnstand erhoben, so. Zedlitz. — Frhrl. Taschenb. v. I855.s Sinnich, s. Simich. Sinnig. Georg Konstantin v. S., kais. Truchscß u. nie deröste rr. Negimentsrath, wurde 1695 in den Frciherrnstand erhoben. sR. T. A. R.j Wann geadelt? Jinotd v. Schütz, s. Schütz. 1 Sintzenhauser, oberpfälz. Uradel, führte einen Rohrkolben im Schild und ein Muttergottesbild auf dem Helm, welches nach Abgang der S. die Miller von Altammerthal angenommen haben. sO. S.j 1 Sintzcnhoscr zu Tcilititz und Licnbcrg, bah er. Uradel, der mit Pankratius, Domherrn zu Regens bürg im I. 1543 ausgestorben sein soll. sO. S. — Sicbmacher I. 80. n. 8. V. 92. n. 8. - v. H.s f Singcndors. Diese sind mit den Grafen v. Zinzendorf und Potte ndorf nicht zu verwechseln, beide aber in Oesterreich ansässig. Diese stammen aus welf. Geblüte von Herzog Heinrich von Nied erb ah ern und besaßen auch Güter in St eh ermark. Im I. 1611 wurden sie in den Frciherrn- und eine Linie in den Grafenstand erhoben. Dieses Haus erhielt das Rcichserbschazmeisteramt im I. 1653, das Erbschenkenamt 1625 u. das Oberstlandvorschncider-, Erbschildträger- u. Kempfrichteramt in Oesterreich. sSiuap II. 223—27. — Siebmachcr I. n. I. V. 3. n. 3. — v. Hoheneck II. 421—59. — Beigen 's durchl. Welt II. 632. — Leupold I. Th. IV. B. 613 -33. — Hübner II. 623-27. — Masch S. 163. — Jmhof, not. proc. Jmp. 7. cap. II. — Galcati Gualdi Comit. Priorati, de origine gentis Sinzendorf. Vicunae. — Gauhe I. S. 1719. — Zedlcr XXXVII. 1715-38. — v. Meding II. n. 840. - Gothaer gcncal- Hofkal. v. 1825. S. 136 u. f. — M. v. M. 8. — Schmutz IV. R — Brandis, tiroler Ehrcukr. n. 53. — Hartmann's Sammlung.s S.-Ernstbrunn oder Feuereck ist seit 1863 eine fürstliche Nebenlinie dcS vorigen gräflichen, jezt fürstlichen Geschlechts. sSpener, hist. insign. p. 531 u. f. Tab. 22. — Siebmacher I. 38. n. 14. 92. n. 2. V. 3. n. 1. 2. — Durchl. Welt II. 41 l der Ausg. von 1710. — v. Meding II. n. 84t.s S. -Neuburg ist ebenfalls eine gräfliche Nebenlinie der vorigen, welche am 19. Juli 1767 mit Graf Oktaviani, Malthescrkomthur zu Klein-Ocls, sowie überhaupt das ganze Geschlecht im I. 1842 erloschen ist- fSiebmacher VI. 12. u. 2. — v. Meding II. n. 842. — Gcneal. stallst. Hdb. v. 1827 u. f. — Vchse, Gesch. dcö österr. Hofes u. Adels VI. 267. — v. Ledebur II. 448. — v. H.s Sjöholni, ein aus Schweden stammendes Geschlecht, welches in Preußen Besiznngcn hat und aus welchem mehrere Mitglieder in k. preuß. Diensten stehen, sv. Ledebur II. 449. III. 344. — Schwcd. Rcichswappenbuch S. 20 s Iioniorndihky, ein schlcs. Geschlecht. sS inap I. 900. — Siebmachcr I. 73. n. 12. — v. Meding III. n. 779. — v. Ledebur II. 448. — v. H.s Sips, f. Schenk. 1 Sirgcnstcin, ein altes schwäb. Edelngeschlecht im Oberamt Blaub euren, welches ein Seitenzweig der v. Stein gewesen zu sein scheint und das sich später in Giengen seßhaft machte. sGricsinger I285.s 1 Silk, Zirk, eine alte rheinländ. Familie, deren Stamm- Schloß und Städtchen Sirk an der Mosel zwischen Trier u. Metz gelegen ist. Aus ihr kommt schon im Jahre 1283 ein Bischof zu Utrecht vor, sie scheint aber gänzlich erloschen zu sein. sSalver 267. — Gauhe II. 1722 u. f. - v. Zedlitz. — v. H.s Iistck', ungarisch. Ernst v. S. war 1835 k. k. österr. Oberstlicutenant beim 32. Inf. Regiment. s- Siscincrow. Hinricus de Sysemerowe 1318 in einem Brief des Klosters Seehausen in der Uckermark. sCod. Brandenburg. XIII. 439.s Iiskovits, ungarisch. Josef v. S. war 1835 Vicegespan der baranyer Gespanschaft. -s Sislau, ein in Preußen seßhaftes Geschlecht. W.: Domb. sv. Ledebur II. 448. III. 344.s Vergl. ZelslawSki. st Silin. Stammhaus Seitin gen bei Tuttlingen. Waltonus de S. 1161. 1 Sitsch, Sytzen, Sitzen, ein erloschenes schles. Geschlecht, woraus Anna Hedwig die Lezte ihres Geschlechts im I. 1626 die Gemahlin Herzog Johann Kristian's zu Brieg u. Liegnitz war. Ihre Kinder hießen v. Lignitz. sSinap I. 900. — Siebmachcr I. 58. n. 7. — v. Meding III. n. 780. — Gauhe I. 1723. — Lucä, schles. Merkwürdig!. — Zedier XXXVII. S. 1845. 1850. — v. Ledebur II. 448. — v. H.s Sit — Skvp 389 4 Jittard, ein köln, Schöffengeschlecht, welches 1570 blühte, sFahnc II, 137, — v, Ledebur II, 449,Z Iiituninn, ein altes, aus den span. Niederlanden stammendes Geschlecht, anö dem der württemberg'sche geh. Rath, vorher prenß, Offizier, dann schwed. Gencraladjunkt und Oberst David Nathanael S. im I. 1714 zum Frciherrn erhoben wurde. Friedrich S., kaiserl. Rittmeister, wurde 1653 geadelt. sR. T, A, R-1 Es mochte dieser wol der Stammvater der Familie sein. sv, Ledebur II, 449, III, 344, — v. Hefner, Mecklenburg, Adel S, 19, Tos 18; Erg,Bd, S, 33-l Die Mecklenburg. Familie v. S soll anderen Wappeuö und in der Person des Waldemar S. am 2. Juli 1713 geadelt worden sein. sZedler XXXVII. 1867, — Siebm. V. 5g. n, >. — v, H,s Kihki, in Preußen auf Wittig walde seßhaft. Wappen? sv. Ledebur II, 449,1 Zivkovich, Michael, des szlniner Grcnzrcgiments Oberst - Wachtmeister, dessen Voreltern anS Bosnien stammen, den Namen Sivko führten, sezte noch „vich" bei, als er nach Kroatien kam. Johann S. erlangte am 14. Sept. 1864 den nngar. Adel und 1838 den nngar. Freihcrrnstand — als kais. österreich. Generalmajor. sTaschcnb. der frhrl. Häuser für 1853.1 Zivkorics, Alexander v. S. stand 1857 als Hauptmann im I. östcrr. Grenz-Inf. Regiment. Emil Edler v, S. war UnterLieutenant im 41. Inf. Regiment, Fedor Edler v. S. Oberlieutenant in demselben Regiment. Kiwczqiisln, im Posen'schen gesessen. W.: Syrokomla. sv. Ledebur II, 449.s Iiwcrt, Joh. Kristof, Rittmeister bei den Kürassieren, wurde am 18. Juni 1768 in den prenß. Adelstand erhoben. sPreuß. Wppb. IV, 63. — v. H. — v. Ledebur II. 447,1 Zirtlsi», ein schlcsisches, noch blühendes Geschlecht, sv. Ledebur II, 449,1 ch Iiiingcr, ein altes, bereits im 15. Jahrh. im Patriziat zu München und Augsburg vorkommendes Geschlecht; erloschen im 17. Jahrh. fv. Hcfncr, 4 baycr, Adel S. 26. T. 22-1 Ziizo v, Uoris, in Trient seßhaft. Die Familie stammt aus Florenz; wo dessen Glieder schon im I. 1166 als adlich aufgeführt werden; sie befindet sich jezt seit 1796 im Grafenstande. sTaschenb, der gräfl, Häuser für 1847 u, f. — v. Hefuer, tiroler Adel S. 15, T, 18,1 Zklii, Seal, und Gross-Cliguth, Diese stammen aus dem alten Geschlechte der Grafen v. Burg Hans in Bayern und Schala in Oesterreich, namentlich von dem lcztcn Fürsten von Verona aus diesem Hanse, Wilhelm, und haben sich von Italien aus in Oesterreich, Bayern, Lothringen u. Schlesien verbreitet. In Schlesien zerfielen sie in die Hänser Großcll- guth, Wagnitz und Bolland, und besaßen noch viele andere Güter. Hanns Wenzel v. S. war im Anfange des 18. Jahrhunderts württemberg - ölsnischcr Oberjägermeistcr. Der schles. Kommerzicnrath Joh. Franz v. S. u. G. wurde im Jahre 1775 und der Generalfeldwachtmeister Johann Ferdinand und sein Bruderssohn, der Unterlieut. Karl Kletus v, S. u. G,, wurden im I. 1861 in den Freiherrnstand erhoben. sM, v, M., Erg. Ivl — v, Zedlitz. — Taschcnb. der frhrl, Häuser für 1849, — v, Ledebur II, 449. — v, Hcfner, preuß, Adel S. 65. T, 84, — v, H, — Sinap I, 901—3, II. >013. — Lucä, schles. curieuse Denkwürdigk, 1850, — Zedier XXXVIII, 1, — Gauhe I, 1723. — v, Mcding III, n, 781. — Rudolph in Herald, curios, und Sicbmachcr, II.49. n. 6, schreiben den Namen Skoll, leztcrer aber im V. Th. 70, n. 1 Skal-1 Ikolomski, im Großhcrzogthum Posen begütert. Wappen: Nalcncz, sv. Ledebur II, 449-1 Zkalski, in Wcstpreußen seßhaft. W.: Suchekomnaty. sv, Ledebur II. 449. s Siwlökis, s. Prohaska v. S. Ikampcrl, österr. Kreiöhauptmann zu Gr atz, wurde 1842 geadelt. sE- S-1 Skonns, ungarisch. Franz Frhr. v. S. war 1335 Jngrosist bei der Landschaftsbuchhaltung der niederösterr. Landschaft. Ikarlieck v. Görz, Ludwig und Johann S. wurden im Jahre 1778 und Josef Benedikt S. im I. 1782 in den galiz. Grafenstand erhoben. Wappen: Ab dank. sv. Ledebur II, 450, — v. Hefner, galiz, Adel S. 27, — M. v. M, Erg, 30 u, f. — v. H-1 Slnirstmski, ein im Posen'schen angesessenes Geschlecht. Adalbert v. S. war Erzbischof von Lemberg. W.: Leszczyc. sv, Ledebur II, 450,s IkarMSki, ein Posen'sches Geschlecht, ans welchem Ambrosius v. S. 1813 französ. Neichsbaron wurde. Die Familie blüht und ist ziemlich begütert. Wappen: Boncza. sv. Ledebur II, 450,s f ZkcpSMdt, auf Worlack in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 450,s Skcrl v, Schmidthcim. Der östcrr. Major I. S. bei der Marine-Infanterie wurde 1861 mit obigem Beinamen geadelt. sA. A, Zeit,, Aug, 186l-1 Zkcrlcci », Lomnici», wahrscheinlich ungarisch. Justina S. v. L,, geb. Gräfin Cs-lky, war 1835 SternkreuzordenSdame. Franz v. S. befand sich 1796 unter den Rittern des ungarischen St. Stcfansordcns. sWicner Adreßbuch v. 1796-1 4 Siicrpcn, auf Kaiscrswalde in Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 450,s Zkkyde, Der Hofkriegsagent Josef S. wurde im Jahre 1865 mit „Edler von" geadelt. sM, v, M., Erg, 452, — v. H.s Ikherpin >>, Vdcrftls, Die Brüder und Vettern Friedrich, Johann Andreas, Josef Augustin und Sigmund Konrad S. wurden im I, 1722 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg, 452. — v, H.s Skibiiiski, im Großherzogthum Posen seßhaft. W.: Rola. sv, Ledebur II. 450-1 Ikirbs, Johann Melchior, wurde am 18. Jan. 1761 mit dem Beinamen v. Skirbs von Preußen geadelt. Die Familie ist in Preußen angesessen. sPreuß. Wppb, I V. 63. — v. Ledebur II. 450-1 4 Skocki, im Großherzogthum Posen angesessen. Wappen: Nowina. sv. Ledebur II, 456-1 Ikocioui, s. Wilamowsky. Skociowski, s. Wilamowski. 4 Ikoliinni», Skulmann, Scholmann, v, Gclunilde, eine in Preußen seßhafte Familie, sv, Ledebur II, 450. III. 344.s Zkompski, auf Podrzeczc im Posen'schen. W.: Doliwa. sv. Ledebur II. 450, s Kkop, Scop, eine alte schles. Familie, die im I. 1466 zuerst vorkommt. Von einem aus ihr, von dem Generalgouverneur der westindisch-brasilian. Lande, nachhcrigem Generallicutenant der Gcneralstaaten, hat das Städtchen Scoppen- oder Scheppenstadt in Amerika seinen Namen erhalten. sSinap I, 903-12. II. 964—66. — Gauhe I. 1724. — v, H.s 390 Skop — Slach Skopnick, Skopnik. Dem preuß. Hauptmann v. S, wurde im Jahre 1828 der Adel erneuert. In Ostpreußen angesessen. Wappen: Tromby I. sPreuß. Wppb. IV. Lt. — v. Ledebur II. 459.f Ikopowski, zum Hause JaStrzembiec zälend; immatrikulirt 1737 und 1846. sv. Hefner, galiz. Adel S. 27. T- 29 .1 Skordcnncn, Skardaunen, Scharden, ein preuß. Geschlecht; 1462 auf Modgarben, sv. Ledebur II. 456-s Wappen? Skorka, Skorke, auch Skorke-Gostomski. In Hinter- Pommcrn seßhaft. Wappen: Korczak. sv. Ledebur lt. 459. III. 344.s Zkoroszcwski, SkoraSzewski, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Ab dank. sv. Ledebur II. 456. j Skorsky, Franz, wurde im I. 1791 in den galiz. Adelstand erhoben, sv. Hcfner, galiz. Adel S. 27. T. 29. — M. v. M., Erg. S.452. - v. H-s -s Skorulski, in Preußen. Wappen: KoscicSza. sv. Ledebur II. 450. III. 344.s Skorupöki, auf Wieczyin im Großherzogth. Posen. Wappen: Szcliga. sv. Ledebur II. 456.j Zkorzcwski, ein altes poln. Geschlecht, welches seit Jahrhunderten im P osen'schcn begütert ist, ursprünglich aber auS Böhmen stammt, daher eS sich Drogeslaw-S. schreibt. Dem Grafen Friedrich S., Besizcr der Herrschaft Lab iSchin, ist am 19. April 1737 der Grafenstand preuß. Scits bestätigt worden. Raimund v. S. auf Czcrniejewo wurde am 16. Sept. 1846 mit Beschränkung in den preuß. Grafenstand erhoben. Das 1855 errichtete Fideikommiß wurde am 21. Jan. 1856 bestätigt. sDipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 58. — Preuß. Wppb. II. l. — v. Ledebur II. 45t). — v. Hefner, preuß. Adel S. 28. T. 31. - v. Zedlitz. — v. H.j Skotllicki, in Ostpreußen. Wappen: Porav. sv. Ledebur II. 45lst 1. Kkomanski, ein gräfliches Geschlecht in Preußen. sSiebmacher, Suppl. I. 32. — v. Ledebur II. 451-1 2. Z'kowrmiski, in die galiz. Matrikel eingetragen 1869. sv. Hefner, galiz. Adel S. 27. T. 29. s Dem Wappen nach verschieden von dem preuß. gräflichen Geschlechts. Skrbcnsky, Scribenski, Skcrbentzker, SczribenSki v. Hrzistin, ein sehr altes, zum Theil freihcrrliches, zum Thcil gräfliches Geschlecht in Mähren und Schlesien, das schon zu Anfang des 16. Jahrhunderts bekannt gewesen ist. Joh. v. S. auf Schönau und Gottschdorf wurde am 27. Juni 1659 Freiherr. Die Brüder und Vettern Maximilian Erdmann, Maximilian Bernhard und Gottlieb Ernst S. v. Hrzislie auf Schön hoff und Gottschdorfs wurden am 6. Mai 1694 in den alten Hcrren- stand aufgenommen. Eine Linie, die sich auch Norrock schrieb, ist im I. 1726 ausgestorben und deren Güter sind an die Schwester des Leztcn derselben, die an einen Grafen v. Beeß vermählt war, gefallen. Skrben, deutsch Kirwein, ist ein bei Olmütz gelegenes Gut, welches 1532 dem Ritter Johann v. Hrzistin gehörte, der aus einem in Mähren und Schlesien schon 1136 bekannten alten Geschlechts abstammte. Joh. v. H., 1546 Landrecht- Beisizer zu Teschen, nahm von dem erkauften Gute den Namen SkrbenSky an. sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1848. — v. Ledebur II. 452. — v. Hcfner, preuß. Adel S. <15. T. 84. — Jahrb. d. dcutsck'cn Adels für 1648. — Zedier XXXVIII. 17 n. f. — Siebmachcr I. 73. n. 14. V. 21. n. 5. — V.Zedlitz. — v. H.f SkriblUik. Der östcrr. F. M. L. Ludwig v. S. wurde 1853 in den Freihcrrnstand erhoben. sA. A. Zeit. v. 1853.s Zkrochowski. Der galiz. Kaufmann Johann S. wurde im Jahre 1788 in den galiz. Adelstand erhoben. fM. v. M., Erg. 452. — v. Hefner, galiz. Adel S. 27. T. 29. - v. Hst Skrodzki, auf Beleschken iu Preußen. Wappen? sv. Ledebur II. 452.s Ikronsky, eine sehr alte schles. Familie, die ans dem poln. Hause Taczala stammt, woraus sie sich in Mähren auf dem Nittersize Budzowa niedergelassen n. sich Budzowski genannt. Nachdem aber Hanns B. im I. 1568 das Gut SkronSkau im Oppeln'schen gekauft, hat er u. seine Nachkommenschaft sich davon Skrön Sky genannt, mit dem Beifügen „aus dem Hanse Budzow". Der Amtsasscssor Gustav v. S. zu Glogan wurde im I. 1736 in den böhm. Freiherrnstand und der Krcisamtsadjnnkt w. Adam v. S. zu Beraun mit seinem Bruder Georg Gustav im Jahre 1767 in den Freihcrrnstand erhoben. Siehe Stronöki. sM. v. M., Erg. 191. 192. — v. Zedlitz. — v. Hefucr, preuß. Adel S. 65. T. 84. - Siuap I. 912 n. f. 1915. - Zedier XXXVIII. ig, ^ Gauhe I. 1725. — v. Ledebur II. 452. — v.Mcding III. n. 732. — v. H.s Ikriftcwski, SkrysowSki, eine schles. Familie. Wappen? sv. Ledebur II. 453st IknisMski, in Westpreußen. Wappen: Fink, sv. Ledebur II. 452.f Zkrzcszewski, galizisch. Heinrich Ritter v. S. stand 1857 als Hauptmann im Generalquartiermcisterstab. SkrMiski, im Posen'schcn angesessen. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur III. 452.f Kkrftdlowski,, eine auch sehr alte schles. Familie, die ebenfalls anS Polen stammt, auch dort noch seßhaft ist n. im Jahre 1529 zuerst erwähnt wird. Wappen: Samson. sv. Ledebur II. 452. — Gauhe II. 1982. — Sinap II. >916. — Zedier XXXVIII. 29. - v. H.j Zkrzhdlcwski, im Posen'schcn seßhaft. W.: Samson, sv. Ledebur II. 452. f Skrzi>nsiü, im Posen'schcn und Oesterreichischen. W.: Lada, sv- Ledebur II. 452 -j Zkrzypiiiski, mit der Familie v. Twardomsky gleichen Stammes; im Posen'schcn seßhaft. Wappen: Ogonczyk. fv. Ledebur II. 452J SkrMMvsiü. Wappen: Gry f. Paul S. erhielt 1788 Adels- Anerkennung durch K. Josef II. Dessen Sohn Josef S. wurde am 29. Dez. 1817 in den Nitterstand erhoben, sv. Hcfner, galiz. Adel S. 27. T. 29.s Zkulilitz, österreichisch. Joh. v. S. stand 1857 als Rittmeister im 6. k. k. Hus. Regiment. 4 Zkudaiftki, in Preußen seßhaft. Wappen: LiS. sv. Ledebur II. 453. III. 344.s IkmarcMslu. Der galiz. Appellationsrath Jgnaz S. wurde im I. 1786 in den galiz. Nitterstand erhoben. sv. Hefner, galiz. Adel S. 27. T. 29. — M. v. M., Erg. 298. — v- H.s Illiby, Ferdinand Josef, kais. niederösterr. Neggs-Rath, wurde um 1726 in den rittermäßigen Adelstand erhoben. sR. T. A. R.s Zlach v. HrMiih, vielleicht dalmatisch. Karl S. v. H. stand, 1857 als Major beim 16. österr. Inf. Regiment. Slad — Smec 391 Slakwornik v. Norliwaltcii. Der österr. Hauptmann Jakob S. wurde 1849 geadelt. sM. S-s Slama ». Frcuciistei». Josef Anton S. wurde im I. 1791 mit dem Prädikate o. F. in den Ritterstand erhoben. sM. v, M, 146. — v. H.s Kinski, in Westprcußen angesessen. W.: Grzymala. sv. Ledebur II. 453 .s Zlaskq, wahrscheinlich ungarisch. Edmund v. S. stand 1857 als Unterlieutenant im 49. österr. Inf. Regiment. Vielleicht einerlei mit Slaski. Zluthcim, s. Schlotheim. f Slinnita, Slawata, Schlawata. Ein Sohn des von Böhmen nach Mähren vertriebenen Herzogs WratiSlans von Böhmen, Namens S., war der Stammvater dieses frcihcrrlichen und im I. 1621 in den Grafenstand erhobenen Geschlechts, das mit dem kais. geh. Rath Johann Georg Joachim v. S. im I. 1691, oder, wie Andere wollen, mit Joh. Karl Grafen v. S., General des Ordens der Karmeliter-Barfüßer zu Rom, im Jahre 1712 ausgestorben sein soll. sBalbin, Tab. stemmatogr. Proein. p. 18. — Prevenhuebcr, Annal. Styr. 351. — Zedier XXXIV. I83l. — Hübner III. T. 846—48. — Gauhe I. 1725. — Siebmacher V. 10. n. 6. — Hartmann'S Sammlung. — v. H.s Slawiauowski, in Wcstpreußen seßhaft. W.: Czeszewski. sv. Ledebur II. 453.s Slawictin, s. Priffau. Zlawinski, im Großherzogthnm Posen. W.: Leliwa. sv. Ledebur II. 453 s Zlawkowski, auf Schlaffkau in Westprcußen. Wappen: Radwan. sv. Ledebur II. 453.s Zlawagorski, auf Wasioli in Westpreußen. W.: Slawo- gurski. sv. Ledebur II. 453.s Zlawoszcwski, im Posen'schen begütert. W.: Godziemba. sv. Ledebur II- 453.s Slawski, im Posen'schen seßhaft. Wappen: Mora. sv. Ledebur II. 453.s Slcida, s. Schleiden. Zlepowron. Wappenbeschreibung. Die zu diesem Wappen gehörigen Familien führen den Beinamen Korvin, sv. Ledebur II. 453.s S'lrpowronski v. S'lcpowronvw, immatriknlirt 1782. Wappen: Slepowron. sv. Hefncr, galiz. Adel S. 27. T. 30 .s Stichcr. L. I. v. S., hannöv. Hauptmann und Flügel- Adjutant, wurde 1827 in den k. niederländ. Freihcrrnstand nach dem Rechte der Erstgeburt erhoben. Sein Vater, Bürgermeister Joh. S. im Haag, war am 15. März 1815 vom König Wilhelm der Niederlande in den Adelstand erhoben worden. sv. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. II. 8. — v. Ledebur II. S. 453. — Kneschke, Wappen II. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 26. T. 30. S. 33. T. 37.s Slitcstii. ErmolduS de S. et Mus ejus Gerlacius ministe- riales fuldenscS, teste 1178. sUrk.B. f. Nieders. II. 22.s Sliinirich v. Heldcnkurg. Der Hauptmann M. S. wurde im Jahre 1772 mit dem Beinamen v. H. geadelt. sM. v. M., Erg. 452. - v. HI Sliwicki, in Westprcußen. Wappen: Jelita. sv. Ledebur II. 453.s Iliwinski, in Westpreußen seßhaft. W.: Junosza. sv. Ledebur II. 453.s Sliwih, s. Sliwka. Sliwka ». Sliwih. Der böhm. Landrath Wenzel Daniel S. wurde im I. 1819 mit obigem Beinamen in den Nitterstand erhoben. sM. v. M-, Erg. 208. - v. H.s Sliwowski, in Preußen. Wappen: Jasienczyk. sv. Ledebur II. 453. III. 344.s Slochtcr, s. Sluchter. Sloct, Sloot, ein wcstfäl. Geschlecht. sSicbmachcr V. 358. — v. Ledebur II. 453-s Slomski, ans Lippitz in Preußen. W.: Broch Witz, sv. Ledebur II. 453. III. 344.s Slauccki, auf Siemionki im Posen'schen. W.: Gerald. sv. Ledebur II. 453.s Slonstekc. HeinricuS de S. testis in einem walkenrieder Brief 1219. sUrk.B. f. Nieders. II. 99.s Slop v. Clikcnlicrg. Franz u. Anton S., Cittadino zu Trient, wurden im I. 1769 mit dem Beinamen v. C. geadelt. sM. v. M. 266. — v. Ledebur II. 453. - Bernd, Taf. 9XIV. 228. - v. H.s st SloMiowski, auf Slopanowo im Großherzogth. Posen. Wappen: Prosna. sv. Ledebur II. 453.s Zlubicki, im Großherzogthnm Posen begütert. Wappen: Nola. sv. Ledebur II. 453.s 's Sluchter, Slochter, ein wahrscheinlich längst ausgestorbenes, ehedem im Fulda'schen von 1381 — 1532 begütertes Geschlecht. sSchannat, Client. Fuld. P. 152. 160. — v. Medina III. n. 783. — v. H.s Zlugocki, kommt nur in der Person des preuß. Obersten v. S. 1849 vor. Wappen: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 453.s Ilugocky, wahrscheinlich ungarisch. Johann v. S. war 1835 Zeichner bei der Navigationsbaudirektion zu Lemberg. Slupetzki, Slupecki, ein poln. Geschlecht, seßhaft ans Klein - Komorzc in Westprcußen, aus welchem mehrere Offiziere im preuß. Heere stehen. Wappen: Nawicz- sv. Ledebur II. 453. — v. Zedlitz. s Zlupski, ans Sendowo im Großherzogthnm Posen. W-: Topor. sv. Ledebur II. 454.s Slust zu Dihcin. Peter Alois S. erhält um's I. 1673 ein Adelsdiplom und den Beinamen zu B. Im I. 1688 wurde er Freiherr. Er stammte übrigens aus einem alten adl. Gcschlechte. sN. T. A. R.s Zlutursdoiss, fulda'schc Vasallen, 1392. sSchannat, Client. Fuld. P. 152. 161. — v. Meding III. n. 784. — v. H-s 1. Zluzewski, auf Nzecica im Posen'schen. W.: Sulima. sv. Ledebur II. 454.s 2- Ilusewski v. Paszki-L., mit dem Wappen Zadora; in Westprcußen seßhaft, sv. Ledebur II. 454.s Smagalski, galizisch. Ladislaus v. S. stand 1357 als Rittmeister im 19. österr. Hus.Regiment. Smuich v. Svet-Iliaii. Der österr. Inspektor der Central - Behörde in Fiume, Bartholomäus L. S., erlangte 1857 den rittcrmäßigen Adelstand. sA. A. Zeit. v. 1857J Imalawski, galizisch. Eduard v. S. stand 1857 als UnterLieutenant im 15. österr. Inf. Regiment. Siiiecchia, ein österr. - italien. Grafengeschlccht. Vincenz 392 Smes — Sob Conte S. stand 1357 als Oberlicntenant im 16. österr. Inf. - Regiment. Siiieskai, Imeschknt v. Domnnowih. Hcinr. Josef S. Frhr. v. D. wurde am 1. Okt. 1716 in den böhm. Grafenstand erhoben. HM. v. M., Erg. 31. - v. H.) 1. Imctnim. Der mähr. TrankstencrgefällSkontrolor Mathias S. wurde im I. 1736 in den Ritterstand erhoben. fM. v. M.. Erg. 208. - v. H-) 2. Snictaiia n. Culenberg. Der Postmeister Mathias S. zu Znaim wurde im I. 1793 mit „Edler v. E." geadelt. sM. v. M. 266 u. f. - v. H I Smidowicz, vielleicht galizisch. Heinrich Edler v. S. war 1857 Feldprcdiger beim 20. österr. Inf. Regiment. f Smielowski, im Großherzogthum Posen seßhaft. Wappen: Leszczyc. sv. Ledebur II. 454. III. 344.) Smigielski, Schmiegelöki, ein im Posen'schen seßhaftes Geschlecht. Wappen: Lodzia. sv. Ledebur III. 344.) 7 Smirschitz, Schmirsitz, eine alte adliche, zulczt srciherrliche Familie in Böhmen, Mähren u. Schlesien, deren Stamm- Schloß und Städtchen dieses Namens im königsgrätzcr Kreise in Böhmen nahe an der Elbe gelegen und die von der oben unter Schmirsitz angegebenen verschieden zu sein scheint. Sie besaßen später das Schloß und die Herrschaft Raudnitz, sind aber mit dem Frhrn. Albert Jvh. v. S. im I. 1618 ausgestorben. Die Familie hatte 300,000 st. Einkünfte, betheiligte sich aber bei dem Fenstersturze auf dem Hradschin in Prag. sVehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels III. 110. — Balbini Miscell. Bohcm- Dcc. 2. Lib. 2. P. III. — Gauhe I. 1726 u. f. — v. H.s 1. Smith, Schmitt, ein aus dem Herzogthume Brabant stammendes adliches und jezt freiherrl. Geschlecht, das um das Jahr 1641 sich nach Deutschland wendete, was namentlich Karl v. S. gethan, der es in kaiserl. Diensten bis zum General - Feldwachtmeistcr der Kavallerie gebracht und von K. Ferd. III. in den ReichSfrciherrnstand aufgenommen wurde. sN. geneal. Hdb. von 1766 u. 1777. S.331, auch von 1778. S. 380. - v. H.s 2. Smith v. Dalroe. Der Professor Jakob S. u. seine beiden Brüder Thomas und Robert, Hauptleute, wurden im I. 1743 mit dem Beinamen v. B. in den böhm. Ritterstand und die beiden Lezteren, genannt Mac-Gavan v. B., im I. 1748 in den böhm. Freihcrrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 102. 208. — v. H.s SmitkoiMi, auf Pachvlewo im Posen'schen. Wappen: Prawdzic. sv. Ledebur II. 454.) 1. Imitmer. Der Hofgoldarbeiter und Juwelier Paul S. wurde im I. 1719 in den ReichSadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 452. — v. H.s 2. Zmitmcr, Schmitmer. Der Hof- n. Kammerjnwelier Franz Michel S. und sein Bruder, der Wechsler Michael Jakob S., wurden im I. 1740 mit „Edler von" in den ReichSadclstand erhoben. sM. v. M., Erg. 452.) Die Brüder Michael, Franz u. Jakob S. wurden im I. 1740 mit „Edle von" in den N. Ritterstand erhoben. M. v. M. scheint einen irrigen Eintrag gemacht zu haben, da er beide zweimal anführt. Die N.T.A.N. enthält nur den ritter- mäßigcn Adelstand. sM. v. M., Erg. 208. — v. H.s 7 Zmitsc», v. der. Reiner v. d. S., Knappe, siegelt 1393 mit einem qucrgelheilten Schilde, im oberen Thcile drei Pfähle. 7 Znwguiecki, ans Smogulec. W.: Gr zyma la. sv. Ledebur II. 454.) Smotli. Der Generalmajor Josef S. wurde im I. 1816 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 102.) Er war früher nicht adlichen Standes. sTaschcnb. der srhrl. Häuser auf 1848. — Hyrtl, die fnrstl., gräsl. n. srhrl. Farn, der österr. Monarchie l. — Kneschke, Wappen II. — v. H .s Snwlcnitz v. Schmatck. Der Kaufmann Simon S. wurde im Jahre 1794 mit „Edler von" in den Rittcrstand erhoben. sM. v. M. 146. — v. H.s Iiiwlcnbki, auf Zolcz im Posen'schen. W.: Zagloba. sv. Ledebur II. 454 .s Smolmiioiiich li. Zettynin. Der Hauptmann Ivo S. wurde im Jahre 1769 mit dem Beinamen v. Z. geadelt. sM. v. M., Erg. 452 u. f. — v. H.s Siiioiingki, stammen angeblich ans der Grafschaft Smolensk und traten mit Martin Josef v. S., geb. 1711 zu Krakau, in polnisch-fachs. Kriegsdienste, wodurch sie nach Sachsen kamen, so. Hefner, sächs. Adel S. 43. T. 55. — Sachs. Wppb. VI. 96.) Smosskwski, ans Glogowo im Posen'schen. W.: Topor. sv. Ledebur II. 454.s 7 Smisra, Smirc, ein altes ausgestorb. thüring. Geschlecht, das seinen Namen von dem bei Erfurt gelegenen Dorfe Smire führte. Es kommt in Urkunden zwischen 1280 und 1428 vor. sPanlini, Annal. Jsenac. 99. lll. — Avemann's kirchberg. Beschr. S. 44. Dessen Dipl. n. 143. — v- H.s Siicttcr, Kaspar, kais. Gcneralwachtmeister, erlangte 1637 ein Frciherrndiplvm. sR. T- A- N.) Wann geadelt? Snicgocki, auf Gurowko im Posen'schen. W.: Zagloba. sv. Ledebur II. 454.s Inouck, Jakob Servat, aus Flandern, wurde 1716 geadelt. sR. T. A. R.) Soblic, ein märk. und westfäl. Geschlecht, welches noch in Preußen blüht. Bernhardinc v. S. wurde 1806 mit dem Grafen Karl v. Lippe-Bistcrfcld vermählt. sv. Meding I. n. 809. l!I. n. 831. — v. Zedlitz, Ad. Lexikon, wo das Geschlecht ausführlich beschrieben ist. — Fahne I. 401, woselbst eine Stammtafel; II. 137, wo eine geschichtliche Beschreibung, und 235. — v. Ledebur II. 454. — v. H. — Berswördt, westfäl. adl. Stammbuch, von I. D. v. steinen edirt, S. 409.s 1. Sodeck. Der Oberadministrator der Siegclämter, Johann Karl S., wurde im I. 1765 mit „Edler von" geadelt. sM. v, M. 267. — v. HI 2. Sobcck i>. Körnitz und Unnthcn, ein sehr altes schlesischeS, seit dem 27. Nov. 1635 und 30. Okt. 1637 freihcrrliches, und bald 115 Jahre gräfliches Geschlecht, das seinen Ursprung von den russ. Herzogen herleitet. In den älteren Zeiten führte es den Grafentitel, nannte sich aber blos Gr. v. Kornitz, nachher sezte eS den Namen Sobeck sd. i. auf polnisch Sebastian) vor, welches einem dieses Vornamens zu Ehren geschah. Den Grafen Karl Heinrich v. S. u. K. hat K. Karl VI. am 10. Okt. 1716 in des heil. röm. Reichs- und böhm. Grafcnstand erhoben. sSpcner, hist. insign. 176. — Ganhc 1. 1727. — Sicbmacher I. 62. n. 9. — v. Meding III. n. 785. - Sinap I. 417. II. 227. — M. v. M., Erg. 31. Zedier XXXVIII. 146 u. f. — Kneschke, Wappen I. v. Ledebur II. 454. — Bagmihl II. Taf. UVII. — Frhrl. Taschenbuch von 1855. — v. Hefner, preuß. Adel S. 65. T. 84. — v. H.s Sodicsuski, auf Sobiejuchi im Großherzogthum Posen. Wappen: Dolenga. sv. Ledebur II. 454.) Eine andere Familie dieses Namens und Wappens ist nicht von Adel. Sob — Söll 393 Sobiejicrski, auf Sobiesieruie im Posen'schen, Wappen: Poray. sv. Ledebur II. 454) Soliicwolski, auf Sobiewola in Preußen. W.: Poray. fv. Ledebur II. 455. III. 344.f Sobitschowskq, Sobitschowsker, eine schles. Familie. sSpencr, hist. iusigu. 283. — Sinap I. 317. — Siebmacher I. 75. n. 15. — v. Mcding III. n. 786. — v. Ledebur II. 455. — v. H.) 's Sobocki, auf Sobola im Posen'schen. W.: Nalcncz. fv. Ledebur II. 455.) Solwin, Jakob, kais. Hofrath, wurde 1766 geadelt. fR. T. A. R.f Sobolewski, auf Markow skcn in Ostpreußen. Wappen: Slepowron. sv- Ledebur II. 455 ) Sobolinski, genannt Wilkowski, auf Wilkau in Preußen. Wappen: Grzymala. fv. Ledebur II. 455. III. 344.1 ch Sobotku, Sebotke, Sabotke, noch 1639 im Lauenburg'- schen. Wappen: Kor ab. fv. Ledebur II. 455. III. 344.f Jochachi. Im I. 1841 starb ein preuß. Hauptmann v. S. Wappen: Zagloba. fv. Ledebur II. 455-1 Jochurzynski, auf StraSzewo in Wcstpreußcn. Wappen: Zagloba. fv. Ledebur II. 455.) Kocher, österreichisch. Friedrich v. S. war 1835 Hof- Kauzlist bei der k. k. obersten Justizstclle. Sochodolski, S. v. Waltersdorf, in Oberschlesien, 1716. Wappen: Pobog. fv. Ledebur II. 455.) st Soczeiiiski, im Ermlande. Wappen? fv. Ledebur II. 455.f j- Joczinski, im Ermlande. Wappen: Korczak. fv. Ledebur II. 455. III. 344.f 1. Jode, vo», auch von der Kode», ein sehr angesehenes Patrizier- Geschlecht in Hannover, welches frühe daselbst und in Hild eS- heim erscheint. In der Brauerei des Hanns v. Sode zu Hannover wurde 1526 das Bier, „Breihan" genannt, erfunden. Im 12. Jahrh. soll die Familie das Salzwerk Soden bei Allendorf besessen haben nnd 1666 soll Mauritius v. S. als Domprobst zu Hild es he im gestorben sein. Aus dieser Familie wurden am 5. Okt. 1724 die Gebrüder Joh. Ludwig und August v. S. mit der Bcsugniß vom Kaiser in den Reichsadelstand erhoben, sich v. der Sode schreiben zu dürfen. Nach Ncbmann's Adelsarchiv, Manuskript, soll das Diplom keine neue Adclserthcilnng, sondern nur eine Bestätigung des Adels und Wappeuvermchrung enthalten. Später soll sich der Name Sode in Soden verwandelt haben, besonders nachdem ein Zweig sich nach dem Kurthume Mainz gewendet hatte. Joh. Hermann v. Sode, geb. 1633, gest. 1762, vermählt mit Anna v.d. Scheel, wurde kurmainz. Negierungs- Rath und Hofgcrichtsasscssor; sein Sohn Theodor v. Soden auf Gl ei ding war Hauptmann, starb 1716 und war verehelicht mit Magdalena v. Mansbcrg. Der Sohn desselben, Heinrich Gabriel v. Soden, gest. 1761, markgräflich ansbach'scher Kammerherr und Major, vermählt mit Wilhclminc Charlotte v. Räuber, war der Vater des Julius v. Soden, welcher 1796 vom Pfälz. Reichsvikariat in den Grafenstand erhoben wurde. Ein jüngerer Bruder des Julius v. S. ist der Stammvater der v. Soden in Württemberg, welche daselbst erlangt haben, sich Freiherren zu schreiben. Die Familie hat Bcsizthum in Württemberg und Stammbuch des Adels in Deutschland. III. Bayern, namentlich die Linie der Grafen v. Soden. Auch im Bremeu'schen besizen die v. Sode das Rittergut Götzdorf. fPfeffiugcr, Hist. des braunschweig-lüneburg. Hauses I. 568. — Cast, AdclSb. von Württemberg. — Motschmann, Erford. lit. cont. 233—44. — Lüdersen'« Sammlung. — v. Wolframitz, Coll., Mspt. in der wolfen- büttel'schcn Bibliothek II. 83. — v. Mcding III. n. 787. — Tyroff III. 184. — Rebmann, Adelsarchiv, Mspt. — v. dem Knesebeck. — Grote, hannöv. Wppb. — Die württ. Wappenbücher von L. Dorst und I.A. Tyroff. — Taschcnb. der frhrl. Häuser auf 1833 N. f. — Mecklenburg. Wappenbuch. — v. Hcfuer, würlt. Adel S. 4. T. 4. S. 12. T. 14; baycr. Adel S. 21. Taf. 16; preuß. Adel S. 65. T. 84; hannöv. Adel S. 27. T. 30. — v. Ledebur II. 455. — Frhrl- Taschcnb. v. 1857. — Kneschke,. deutsche Grafenhänscr. — K. G. Anton'S Gesch. der deutschen Landwirth- schast von den ältesten Zeiten bis Ende des 15. Jahrhunderts III. 535 u. f. — Nachtrag zum neuen gencalog. Handb. von 1773. S. 102. — Neues frankfurt. genealog. Handb. 1780. — Siebmacker, VII. Suppl. Taf. 13. — Sicbcnkecs 1.80 u. f. — v. Lang 75. — Tyroff I. 4. Ausg.. n. I. II. Tas. 164. — v. H.s 2. Kode, v. d. S., ein?hannöv. Patrizicrgeschlecht, dessen Adel am 5. Okt. 1724 bestätigt u. erneuert wurde. S. Soden, welche ohne Zweifel gleichen Stammes sind, wie das Wappen schon zeigt, sv. Ledebur II. 455. — v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 13. T- 18. - Kneschke, Wappen II.) Sodcmann, s. Sodenstern. Georg Bernhard v. S., königl. preuß. Major, starb am 22. Dez. 1783. Wappen? sv. Ledebur II. 455.s Judenstern. Im Anfange des 18. Jahrhunderts ward der schweb. Amtmann S. in Pommern unter dem Namen v. S. in den schwed. Adelstand erhoben. Sein Vater war hannöv. Offizier, sv. dem Knesebeck. — Bagmihl III. Tas- XII. — Suea Nikes Vapenbok Tas. 46. j Die Familie theilt sich in zwei Linien: 1. Die schwedische, die sich Sodenstjerna nennt, und 2. in die westpreußische, die daselbst angesessen ist. fv. Ledebur II. 455. III. 344. - v. Hefner, Hess. Adel S. 26. T. 23. - Kneschke, Wapp. I.f Söder. Der Amtssekretär zu Oppeln und Ratibor, Johann Kaspar S., wurde am 13. Okt. 1737 in den böhmischen Ritterstaud erhoben. fM. v. M., Erg. 208. — v. H.s j- Süden, Söjen, ein br em. Geschlecht, das bis um das Jahr 1566 mit dem Erbfrohuenamt im Erzstift Bremen beliehen wurde, und das nach Einigen um das Jahr 1566, nach Andern im Jahre 1664 ausgestorben sein soll. fMußhard 437. — v. Mcding I. n. 610. — Lüdcrsen's Sammlung. — v. H.s Jügiicr. Der Magistratsrath Karl S. zu Wien wurde am 21. Febr. 1866 mit „Edler von" in den Adclstand erhoben. Söhlcnihal, Söhlen, ein adliches braunschweig. Geschlecht, aus dem der am 5. Aug. 1767 zu Wien verstorbene R. Hofrath Rudolf Kaöpar v. S. ein Jahr zuvor von Kaiser Josef I. in den Reichsfreiherrustand erhoben wurde, sv. Zedlitz.) Es ist dieses der Rudolf KaSpar Söhlen, Reichshofrath in Wien, welcher 1696 nebst seinem Bruder in den rittermäßigen Adelstand erhoben wurde und den Beinamen v. Söhlenthal erhalten hat. Auch Söhlen im Dänischen. sR.T.A.R. - v. Ledebur II. 455. III. 344. — Zedier XXXVIII. 340. — M. v. M., Erg. 102. - Lüdcrsen's Samml. — v. H.) Söjcn, s. Söden- Söldcr v. Parckcnstcin, ein bei der tiroler Landmannschaft eingetragenes Geschlecht, von dem man nichts Näheres anzugeben weiß. fv. Hcfuer, tiroler Adel S. 15. T. 18; Erg.Bd. S. 26. T. 11.) Söldner ». Söldcnhofen, österreichisch. Josef S. v. S. war 1835 k. k. Feldmarschalllieuteuaut. 1. Söll li. n. zu Aich- u. Hohnlierg. Der tiroler Landmann Joh. Baptist Amadäus S. v. u. zu A. u. H. wurde im I. 1751. 50 Z94 Söll - in den Freiherrnstand erhobein Dieses alte Geschlecht in Brun- egg hat sich frühzeitig in zwei Linien gethcilt, die zu verschiedenen Zeiten geadelt wurden. Die Linie zu Eichberg erhielt 1466 einen Wappenbrief und erlangte 1659 den Adelstand; 1752 wurde sie in den Freiherrnstand erhoben, welche Würde mit dem Sohne des Erwerbers 1784 wieder erloschen ist. fv. Hefner, tiroler Adel S. t5. T. 18; Erg. Bd. S. 26. — M. v. M-, Erg. >02. — v. H.f 2. -st Söll zu Ehningen und liichtcubcrg, Vasallen der Grafen v. Cöln; ste erscheinen 1252 und sind um 1479 erloschen. fv. Hefner, 1 schwab. Adel S. 15.) 3. Söll v. ». zu Tcijscnegg uns Ztcinbnrg. Anton Kristof S. v- u. zu T. auf S. wurde im I. 1716 Freiherr. (M. v. M., Erg. 102. — v. H.s 4 Söinmcringcn, ein ehemaliges eidliches erfurter Patrizier- Geschlecht. s>. Zedlitz.) Jocnbcrg, s. Schmidt. Sorget >i. Jorgcnthal. Der Kapitänlicutenant Konrad Aegid S. wurde im I. 1765 mit obigem Beinamen geadelt sM. v. M. S. 267s und als v. Sorgenthal Hofrath, Trnchscß u-Direktor sämmtlicher Aerarialfabriken im I. 1795 Freiherr. sM. v. M. 62. - v. H.s Soest, österreichisch. Adolf v. S. stand 1857 als UnterLieutenant im 39. k. k. Inf. Regiment. Ludwig v. S. war UnterLieutenant beim Jägerregiment u. Otto v. S. bei der Remontir- Branche. Socstfleth s. Zesterfleth. 4 Sötern, Sötern, ein rheinländisches, im Jahre 1929 schon bekanntes, später frhrl. Geschlecht, welches 1689 erloschen ist. Aus ihm stammte der Erzbischof u. Kurfürst von Trier, Philipp Kristof, von 1623 —1652. sv. Ledebur II. 455. — v- H. Humbracht, Taf. 68. Gauhe I. 1728. - v. Hattstein I. 560. — Zedier XXXVIII. 353. — Stellmacher I. 131. n. 15.s Söfolvi, sieben bürgisch. Alexius v. S. war 1835 Bei- sizer bei dem k. k. österr. Berggericht zu Zalathna. -s Sogcrn (Saugern, Soihicre) war ein altes Grafengeschlecht, dessen Stammhaus gleichen Namens im berner. Amte Delsberg. Graf Ulrich v. S. begabt das St. Albanskloster zu Basel 1192. Graf Odelar im Stiftbrief der Abtei Lützel 1139. sWurstisen 13.) Johicr, eine Nitterfamilie, die in Böhmen wegen ihrer Güter landtagsfähig ist. sRedel 's sehensw. Prag 27. - Zedier XXXVIII. 365. — v. H.s Sohlcrn, Anton, kurtrier'scher geh. Rath und Vicekanzler, nachheriger Reichshofrath, wurde 1699 mit „Edler Herr" in den Ritterstand erhoben, f> Hefner, nassauer Adel S. 10. Taf. 10. — R. T. A. R.s Die Familie bedient sich des Frciherrntitels, ohne daß zu ersehen ist, worauf er sich gründet. fFrhrl. Taschenb. v. 1863.) Sohn v. Gaislicrg, österreichisch. Simon S. v. G. stand 1857 als Hauptmann im 45. k. k. Inf. Regiment. 4 Sohr. Diese Familie wurde unter König Friedrich II. von Preußen in den Adelstand erhoben. Der Erhobene war Oberst der Artillerie in Berlin. Er hinterließ drei Söhne, welche im preuß. Heere stehen, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 456. — Preuß. Wppb. IV. 64) — Svl Zojacinski, Sujatta v. S., auf Kotczarke in Preußen, f v. Ledebur II. 456. III. 345.) Wappen: Zagloba. Vgl. Socha- czinski. Soimizcck, auf Krzanowitz in Schlesien. 1799. W. ? sv. Ledebur II. 456.) Soirou. Sarmatius Nikolaus v. S., Doktor der Rechte, wurde am 9. März 1784 durch das rhein. Rcichsvikariat in den Frciherrnstand erhoben. sCast, Adelsb. v. Badems Die Familie scheint französ. Ursprungs zu sein. Zokolslii. Der Adel ist zweifelhaft. Wappen: Larissa. Im Großherzogthum Posen. 1838. sv. Ledebur II. 456.s Sokoi, f. Boballich. Sokola. Wappcnbeschreibung. sv- Ledebur II. 456.s Sokolnicki. Cölestin v. S. wurde am 17. Jan. 1816 in den preuß. Grafenstand erhoben. Die Familie — gräflich u. adliche Glieder — ist beträchtlich begütert im Posen'scheu. Wappen: Nowina. fv. Ledebur II. 456. — v. Zedlitz) Jokoilicz, f. Bossichevich. Joliolowski. Es gibt 4 Geschlechter dieses Namens: 1. In Westprcußen mit dem Wappen Pomian; der Güterbcsiz ist beträchtlich, auch im Posen'schen. 2. In Ostpreußen mit dem Wappen Korab; auch in Lithauen begütert. 3. In Schlesien mit dem Wappen Kornitz, auf Sokolau im Oelsnischen. 4. Auch in Schlesien auf Schieroth, mit dem Wappen Drzewica. fv. Ledebur II. 456. — Paprocius in Spec. Moraviae. — Sinap I. 917. — v. Meding III. n. 788. — Siebmacher I. 76 .s Kommen auch unter dem Namen Sokolow, Sokolowsker vor. Sololio. Wenzel v. S. wurde 1841 in den österr. Nitter- stand erhoben. fE. S.s Solosko, auf Rosinsko in Preußen. Wappen: Rawicz. fv. Ledebur II. 456. III. 345) Siehe Zelasko. Salach. Der gräflich lepische Rath u. Oberamtmann Franz Anton S. erhielt am 12. März 1722 von K. Karl VI. ein Adels- Diplom, welches am 39. April 1759 in Bayern ausgeschrieben wurde, fv. Hefner, bayer. Adel S. 116. T- 142. — v- Lang 551. — v. H .s Söldner oder Söldner, Sebastian und Adam, erlangten 1618 den Adelstand. sR. T. A. R.s Solccki, s. Hei den st ein. Solcnmchcr ». Uamedey, eine adliche, in den preuß. Rhein- Provinzen ansässige Familie. In Koblenz ist Josef Klemens das Haupt derselben. Stifter des Geschlechts war der kurköln. geh. Rath Johann Arnold S., welcher im I. 1718 von Kaiser Leopold Wappenverbesscrung u. das Prädikat „Edler v. S. v. N." (nach einem ihm gehörigen Gute) erhielt. Sein Vater, kurtrier'- scher Hofrath, war bereits 1658 in den Adelstand erhoben worden. Der Landgerichtsrath zu Koblenz, Anton Franz Hermann v. S- zu Skap erhielt die Erlaubniß, sich v. S.-Antweiler nennen zu dürfen. Ebenderselbe wurde 1861 in den preußischen Freiherrnstand erhoben. (Kneschke, Wappen III. - A. A. Zeit. v. 1861. — Frhrl. Taschenb. v. 1863. — R. T. A. R. - v. Ledebur II. 456. III. 345. — Bernd, Taf. LXV. 229. - v. Zedlitz. - Fahne II. 138. — v. Hcfner, nassauer Adel S. 13. T. I4.Z Jollikowskif, s. Sulkowsky. Sollinau, s. Laurich. Sol — Som 395 -j- Sollinowskq, Solikowskh, eine sehr alte schles. u. poln. Familie, die im I. 1494 zuerst vorkommt, W.: Nomina. (Gauhe II, 1085. — Sinap I, 1017, — Zedier XXXVIII. 596. - v. Ledebur II, 456. — v. H.) -s Soliohuli, Sollahuba, ein gräfliches, in Ostpreußen auf End ruh neu — 1727 — angesessenes Geschlecht. Wappen: Prawdzic. sv. Ledebur II. 4563 Solmih, s. Winkler. Solms. Diese reichsgräfliche, zum Theil fürstliche Familie stammt aus dem Hause Nassau. Die Linien der Grafen v. S. sind: Braunfels, Greifenstein, Hungen, Liech, Hohen- Solms, S.-Laubach, S.-Sounemald mit S.-Baruth, welche leztere sich wieder in S.-Rödelsheim, Wilde nfelß und Baruth ablheilt. Wilhelm v. S.-Braunfels wurde von Kaiser Karl VII. am 22. Mai 1742, und die Linie Liech am 14. Juli 1792 iu den Fürstcustand erhoben; die Linie Laubach und ihre Nebenlinien Barnth, Rödels heim und Wilden- felß aber blieben gräslich. sGauhe II. 1818. — Zedier XXXVIII. 601—20. — Jmhof, cdit. Kochler p. 582 — 97. — RillerShuß. - Spener, opus herald, spec. p. 532 — 34. — Pfessinger, Mcrkwürdigk. des 17. Jahrhunderts. — Peckcnstein I. 160—64. — Hoppenrodt 86 u. f. — Hübner II. Tab-390 — 400. — Geneal. Beschr. aller jeztleb. Reichögr. 1722. 8. S. 81-102. — Longol. Beschafl. I. 527—41. — Onolzbach. wöchentl. Nachr. 1740. 17. St. — Allgem. geneal. Hdb. I. 817—27. - Salver 449. — Ave- mann's kirchberg. Beschr. 231. 261. 287. — Hartmann's Sammlung. — v. Meding II. n. 844 — 48, welcher die von dem Reichsgrafen Friedrich Ludwig zu S. (wildcnfelß'sche Linie) ausgearbeiteten Fragmente zur solms'- schen Geschichte und des Raths Knoch Beschr. deö solms'schcn Wappens bennzt hat. — Masch 164 u. f. — Wenk's Hess. Landesgesch. III. 133—63. — Gothaer geneal. Hofkal. v- 1825. S. 137 n. f. 177 u. f. — Ott. Alb. Bilgen, solms'sches Geschl. Reg. von 700 Jahren her. Frankfurt a/M. (Gießen), 1622. 4. 9 Bogen, auch lat. Familia comitum Solmensium, continna serie septingentis rctro annis ad haue nostram actatem usgue rcpctita et brevibuS epigrammatibns hcrastichiö crposila. Gicssae, 1621. 4. 9 Bg. — I. Christ. Wolf's Beschr. des solms'schen Hauses, s. Krosigk- — Christ. Zeibich's geneal. Tabellen von diesem Hause, nebst hist. Erläut. Berlin, Wittenberg n. Zcrbst, 1709. Fol. — I. L. Gr. v. Solms, Fragmente zur solms'schen Gesch. Leipzig n. Dresden, 1785- — Sicbmach'er I. 15. n. 5. II. 106. n. 2. VI. >g. n. 6. — Taschenb. der gräfl. Häuser für 1838 u. s. — Geneal. stallst. Handb. für 1827 u. f. — Cast, Adelsb. v. Württemberg. — v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb f. d. preuß. Staat. 1843. 5. 235. — Die württ. Wappenbücher von L. Dorst n. I. A. Tyrvff. — Fahne I. 402. — v. Hefncr, Nassauer Adel S. 3. T. 3; sächs. Adel S. 5. T. 5; preuß. Adel S. 28. T. 31; Hess. Adel S. 26. T. 29. — v. H. — Sächs. Wppb. II. 7. — Kneschke, deutsche Grafenhäuser.) Zolome v. llomlicroillcr, s. Salome v. N. Solski. Der Appellationsrath Franz S. in Galizien wurde im I. 1773 mit „Edler von" in den Nitterstand erhoben. sM. v. M., Erg. 208. — v. H. — v. Hcfner, galiz. Adel S. 27. Taf. 30.1 1' Solstcdc. Conradus de S., miles, tcstis in einem walken- ried cr Brief 1276. sUrk. Buch für Niedcrs. II. 2883 1. f Soltau, Soltowe, ein längst erloschenes lüneburg'sches Geschlecht, aus welchem Einer wider Willen des Papstes im Jahre 1341 zum Probst des Klosters zu Lüneburg gewählt wurde. Wahrscheinlich war der im Lüneburg'schen gelegene Ort dieses Namens ihr Stammsiz. (Pfefsinger, Hist. des Hauses Brannschweig II. 640. — Hoppenrodt S. 87. —' Zedier XXXVIII. 640. — v. Meding I. n. 811. - Siebmacher I. 289. n. 9, wo es unter die Hamburg. Geschlechter gerechnet wird. — Lüderscn's Sammlung. — v. H.) 2. Solkau, ein in Westpreußen seßhaftes gräfl. Geschlecht, um 1857. fv. Ledebur III. 3453 Soltowe, s. Soltau. Soltyk, ein Grafengeschlecht in den ö st er r. Staaten. Roman Graf v. S. stand 1857 als Oberstlicutenant im 6. k. k. Husaren- Regiment. Somaglia, österr. - italien. Grafcngeschlecht. Johann Lukas und Kajetan v. S. waren 1835 k. k. österr. Kämmerer. Somai v. Dellö - Ap-iti, siebe nbürgisch. Alexius S. v. D.- A. war 1835 Vicegcspan der dobokaer Gespanschaft. Somlior, österreichisch. Hugo v. S. stand 1857 als UnterLieutenant im 22. k. k. Inf. Regiment. Somborq u. Mag. Uagli-So»il>or, ungarisch. Emerich S. v. M. N.-S. war 1835 Beisitzer bei der k. Tafel zn Pesth. Sanier v. Soncnschild. Der Oberlieutenant Franz Dominik S. wurde im I. 1779 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M. , Erg. 453. — v. H.) Somigliano, Johann Abondius, Postmeister zu Nürnberg, aus adlichem ansehnlichem Gcschlcchte (wahrscheinlich aus einem italienischen) wurde 1679 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. sR. T. N. R.) Somlisai, siebenbürgisch. Joh. v. S. war 1835 Hofrath bei der siebenbürg. Hofkanzlei in Wien. Adalbert v. S. stand 1857 als Kadet im 69. k. k. Inf. Regiment. S. v. Cstk-Ioi»li>o, wahrscheinlich einerlei mit S. ohne Beinamen. (Wiener Adreßbuch v. 1796-s Sommariva, ein öst err.-Italien. Marquisengeschlccht. Karl Marquis v. S. befand sich 1857 unter den unangestellten österr. Feldmarschalllieutenants in Wien. Soniinuruga. Der Univcrsalkammeral-Hofzalmeistcr Emanuel Jgnaz S. wurde im I. 1792 geadelt und sein Sohn Franz v. S., kais. österr. Hofrath, 1838 in den Freiherrnstand erhoben. (Taschenb. der frhrl. Häuser für 1849 u. f. — Kneschke, Wappen I. — M. v. M. 267. — v. H.j 1. Sommer, eine schwarzburg-rudolstadt'sche adliche Familie. Den schwarzburg-rndolstadt. geh. Rath Ludwig Friedrich S., nachherigen (1739) ReichShofrath, erhob K. Karl VI. im Jahre 1749 in den Adclstand. (Neues geneal. Hdb. v. >777. S. 332. 1778. S. 381. — v. Nechtritz, dipl. Nachr. (von 1689 —>777) aus dem rudol- städter u. oberpöllnitzer Kirchenb. Vit. 64—66. — M. v. M. , Erg. 453. - v. H.s 2. Sommer v. llotteiiberg. Der kais. Waldmeister Sebast. S. in Oesterreich erlangte 1692 die Erlanbniß, sich v- R. zw schreiben. sR. T. A. R.s 3. Sommer v. Schlilcnburg. Preuß. Standeserhöhung, sv. Ledebur III. 345.) 4. Sommer v. Zommcrscl!>. Dem geheimen Stiftsrath Kristian Friedrich S. wurde am 1. Okt. 1786 vom König von Preußen der Adel mit v. Sommerfeld bestätigt und erneuert. Es steht zu vermuthen, daß Daniel, Theodor und Kilian ebenfalls S. geheißen und den Namen Sommerfeld als Beinamen erhalten haben, v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 457. III. 345. — v. H. — Kneschke, Wappen II.) 5. Sommer v. Iommersburg. Der Rathsmann Friedrich.Wilhelm S. zu Breslau wurde am 3. Juli 1723 in den Adelstand und am 14. Nov. 1725 mit dem Beinamen v. Sommcrsburg in den böhm. Ritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 209. — v. Ledebur II. 457. — v. H.) 6. Sommer v. Sonncnschild, österreichisch. Franz S. v. S» war 1335 Accessist bei der geh. Dcutschordenökanzlei zu Wien 50* 396 Som — Son und Maria Theresia S, v. S. 1796 Kammerdiencrin bei der Erz- Herzogin Maria Anna von Oesterreich. 1. ch Sommerau. Cono de Somerouwe im Gefolge K. Otto's IV. in Italien 1209. sUrk.B. f. Niedres. II. 62 ff.j 2. 1 Sommerau, ein nun wieder erloschenes frhrl, Geschlecht aus Franken. Sein Stifter war Philipp S., ein natürlicher Sohn des Landgrafen Wilhelm zu Hessen-Rheinfels und einer Fräulein v. Fcchenbach-Sommerau, Er war geboren 1679 zu Sommerau, trat 1703 in österr, Kriegsdienste, wurde von Kaiser Karl VI. mittels Diplom vom 5. April 1712 legitimirt, in den Rcichsritterstand erhoben und erhielt daö hessische Wappen mit darüber gezogenem Balken bestätigt. Später war Philipp v. S. Oberamtmann der Grasschaft Katzenelnbogen und wurde 1723 Hess. Resident oder Gesandter am wiener Hofe. Er soll vermählt gewesen sein mit einer v. Niedt, Sein Sohn Georg Anton, geboren 1710, ehelichte Charlotte v. Crailsheim (nach Andern die Tochter eines kais. Generals v. d. Beck und erlangte mit ihr einen Theil des fränk. Rittergutes Wohnsurt, welches seine Nachkommen an die v. Seckendorf verkauften, jedoch den Namen Beck dem ihrigen beifügten), Georg Anton hinterließ einen Sohn Gottfried v. S., welcher mit Klara v. Summern vermählt war und der Vater wurde von Maximilian Josef v. S.-Beck, Fürst-Erzbischof von Olmütz, 1850 Kardinal und Lezter seines Geschlechts. Die Schwester seines Vaters, Johanna, war vermählt mit dem Freiherrn Krist. Veit Fuchs v. Bimbach u. Dornheim. jMader's Magazin V. 490. — Biedermann, Steigerw, 33. — Tyroff I. 200, — Rcbmann, Adelsarchiv, Mspt, — Jahrb. des deutsch, Adels für 1848, S, 438.) 1. Soinmcrfttd, eine alte sch lesische, ehemals auch in der Oberlauf! tz seßhafte Familie, welche aus Ungarn, das sie der Religion wegen verlassen, nach Schlesien kam und daselbst das Haus Kunersdorf im I. 1621 sowie Falkenhayn besaß und noch blüht. sLucä, schlcs. Merkwürdigk, l85l, — Sinap I. 918, II, lvl8, — Gauhe I. 1732, - Zedier XXXVIII, 637-93. - v, Ledebur II, 457, n. I des Art, — v, H, — Siebmacher I, 60, n. l4,j 2. Sommerfeld. Theodor und Kilian S. wurden am 17. Juli 1676 und Daniel S. am 24. Dez. 1682 in den böhm. Adelstand erhoben, (v, Ledebur II, 457. n, II des Art. - v. H.j Sommerlot, Sommerlatte, ein sehr altes, schon im 13- Jahrh. in Thüringen und im Braunschweig'schen in Ansehen gestandenes Geschlecht. (König I. 909-20. — Zedler XXXVIII, 703-6, — Gauhe I, 1733. — v, Mcding I, n, 812, — Lüdersen'« Sammlung. — v. Ledebur II, 457. — Sächs, Wppb. VI, 97, — v, H.j Sommcrsbcrg, s. Bärtl. Soninicrsluirg, Kristian, wurde am 4. Mai 1669 in den böhm, Adelstand erhoben. Die Familie gehört zum Handelsstande in Breslau, jv. Ledebur II. 457, — v. H.j 1 Iommerscbiirg, Grafen, oft auch Pfalzgrafen genannt, deren ansehnliche Grafschaft im Stifte Magdeburg gelegen. Schon im I. 1020 kommt Einer aus ihnen, Erkenbald, als Erzbischof von Mainz vor. Sie sind aber mit Pfalzgraf Albrecht zu S. im I. 1172 ausgestorben. Seine Schwester verkaufte die Herrschaft dem Bischof zu Magdeburg. lHoppenrodt 87 u, s. — Luc«, Grafmsaal 1105—12. — v, H .j Iommcrfclmrg, s. Tidericus. Sommh, eines der ältesten pommcr'schen, märkischen und i n Altstcttin seßhaften Geschlechter, daö im Fürstenth. Camin das Erbkämmereramt besaß und in Pommern und Preußen ansehnlich begütert ist, (Bagmihl III. T, XI. 5, — » Ledebur II, 457. III. 345, — v. H, — Kneschke, Wappen II, — Woken 91. — Vansclo, adl. Pommer!. 52. — Micrälius 530. — Gauhe I. 1734. — Siebmacher V. 153. n, 10, - v, Meding Iii, n, 789, — Zedler XXXVIII, 720. — v, Zedlitz.) Ivnnigyi v. Mcdghcs, ungarisch. Josef und Joh. Nepomuk Grafen S. v, M- waren 1335 k. k. österr. Kämmerer, Anton v. S. oberster Palatinatkapitän und Johann S. v. M. 1796 k, k. Hofrath. Zomsfich v, Smird, vielleicht kroatisch. Johann und Josef Grafen S. v. S. waren 1835 k. k. Kämmerer, Pankratius Somsits v. Sasrd war Präsident der k. Tafel zu Pesth. Ionborn, Der Kammergerichtsassessor Hermann Franz S. wurde im I. 1730 mit „Edler von" in den R,Rittcrstand erhoben. sM, v, M., Erg. 209. — v. H.j Sonces, Johann Felix, kais. Kapellmeister, wurde 1669 geadelt. jR. T. A. R.j f Sonderbuch, ein altes schwäb- Geschlecht im O.A. Münsingen, das 1132 vorkommt, dann bald ausgestorben zu sein scheint. (Griesinger 1291.) Sondcrburg, s. Reinisch v. S. Sondcrndorf, eine frhrl. Familie, die sich aus Bayern nach Oesterreich begeben und zu K. Ferdinand's I. Zeiten die Herrschast Peru au ob der Enns besessen. (Spencr, histor. insign. — Bucelini stemmat. III. — Gauhe I. 1734. — Siebmacher V. 13. n. 7, — v. H.j Sondcrndors, s. Schis er. f Sondershlillfcn, tHürnig. Freiherren, welche bis zum Jahre 1324 Schloß und Stadt Sondershausen besaßen, zu der Zeit aber solche um deßhalb verloren haben sollen, weil sie Kaiser Ludwig IV. wider seinen Gegner, den Gegenkaiser Friedrich von Oesterreich beigestanden hatten. Erstcrer verlieh darauf diese Herrschaft dem Grafen Theodorich v. Hohenstein, der und dessen Nachkommen dieselbe bis 1440 besaßen, nach welcher Zeit u. nach dem Abgange jener diese Herrschaft an Schwarzbnrg gekommen ist. Zuerst kommt i. I. 1144 ein Widago Frhr. v. S. u, ein Melchior noch im I. 1494 in Urkunden vor. (Reimt sich nicht, v. Hfr.) (Menken, S. R. G. I, 663. — Albini, Hist. der Gr. v. Werthern S. 69. — Spener, Hist, insign, 708, — Gauhe II, 1066. — v. Meding III. n, 790, - v. H.j Sondhcim, s. Stein. 1 Sonckln, Wilhelmus S., milcs, testis in einem Brief des märkischen Klosters Him melp forte 1300. Hinrick Sonneke v. Schonenvelde ibidem 1381. sCod. Brandenburg. XIII. 11. 36.j Joiicnschild, s. Som er. 1 Sonicke. Gebhard Sunick erhält vom Markgrafen Johann von Brandenburg Lehen 1485^ (Cod. Brandenburg. XIII, 4V7,j Ionins, ein angeschenes Geschlecht der ehemal. freien Reichs- Stadt Aachen, sv. Zedlitz.) Sannau, Sonau, ein österr. reichögräfl. Geschlecht, das zu Anfang des 18. Jahrhunderts bekannt war. sNanft's gcnealog. Nachr. III. 213. - Zedier XXXVIII, 742. - Sicbmacher III. 31. n. 5. V. 6. n. 3. — v. H.j Sonn — Sont 397 Sonnberg, s. Heindl. Sonncborn, s. Sunneborn. Ionncgg, s. Mohr; Sunnegk. st Sonncman», Emannel Mathias, kurmainz. Hofrath und Legationssckretär zu R e g cn s b ur g, wurde 1736 in den Adelstand erhoben. Er hinterließ nur zwei Töchter, welche in die Familien v, Pietz und v. Münster verheurathct wurden. sN.T. A. R.) f zur Sonnen (ein Sparren, die Spize in eine Lilie ausgehend), baslcrischcr Adel. Dietschman z. S. Jkata v. Mcrsperg sein Genial 1276. Hugo zcr Sunnen in einem Kloster Olsberg'schen Brief 1275. Hug z. S,, gen. Blotsch- hart, 1346. Ein anderer Hug 1425 Obrister Zunftmeister zu Basel. sWnrstisen 156. — Mvne III. 195.) 1. Ionncnbcrg, cur schweizer. Geschlecht, das auch zum deutschen Rcichsadcl gehört. Die Familie erscheint 1337—1444 und war auch im Hannöver'schcn ansässig; daselbst ist sie jedoch erloschen. >v- dem Knesebeck- — v. Haustein, III. Suppl. 138 u. f. — Gauhe I. 1735. — Sicbmacher I. 299. n. 19. — v. H.j Welchem Gcschlcchte der in Münster 1778 geborne u. 1865 gestorbeue Dichter Frhr. Franz Anton Joses Jgnaz Mar. v. S. angehört habe, kann man nicht angeben. sBrockhaus'schcs Conoersationslerikon. 5. Aufl. IX. 252.) 2. st Ionncnbcrg, eine nun erloschene adliche Familie in Schlesien; sie besaß Kamnitz bei Hirschberg noch im Anfange dieses Jahrhunderts, sv. Zedlitz.) 3. f Sonncnbcrg. Siehe Waldburg, aus welchem Hause ein Ast die Grafschaft Sonucnbcrg besaß und sich davon nannte, aber 1511 erloschen ist. 4. Sonnenberg, in Anhalt. Der Urgroßvater des 1838 gewesenen anhalt-bernburg. Kammcrherrn und Oberforstmeistcrs v. S. war von ganz geringer Herkunft, erwarb sich aber Vermögen und ließ seinen einzigen Sohn Joh. Andreas Albert studircn. Im 7jährigen Kriege hatte Anhalt-Bernburg schlechte Münzen geprägt und ward deshalb durch de» Reichshofrath zur Verantwortung gezogen. Der damalige bis zum Rath gestiegene junge S. wurde nach Wien geschickt, um die Sache beizulegen, waS seiner Gewandtheit glückte. Der Kaiser erhob ihn 1764 mit „Edler von" in den Adelstand. Anfangs machte S. keinen Gebrauch von dieser Vergünstigung. Er ward nachgehends geh. Rath und Rcgierungs- Präsidcnt und hinterließ bei seinem Tode zwei Söhne. Der Eine wurde ebenfalls geh. Rath und Regierungspräsident, der andere widmete sich dem Forstwesen. Der einzige Sohn des crstercn ist der obgedachtc Kammerherr u. Oberforstmcister, der übrigens ohne Nachkommen starb. Der andere Bruder hinterließ auch einen Sohn, welcher zulezt als Kammerherr und Oberst von Bernburg nach Dresden zog. Die beiden Schwestern des Oberforstmeisters sind nach und nach auf die linke Hand mit dem Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg unter dem Namen v. Hoym vermählt gewesen. Jüngere Nachkommen sind keine vorhanden und das Geschlecht erlischt. sR. T. A. R. — v. Ledebur II. 458. III. 345.) Sonncnbcrg, s. Co mini; Del Rio; Giehrl; Mayer; M o r e l l. Sonncnburg. Falkner v. S. wurde 1724 vom Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern geadelt, jv. Hefner, bayer. Adel S. ll5. T. 142.) Ionnenburg, s. Kunich. Zonncnftld, Konrad, Rentmeister in Schlesien, erhielt 1631 AdclSbestätigung. sN. T. A. R.s Ionnenfcld, s. Baussart; Führer; Sonvicis. Sonncnfcls. Der Hofrath und Truchseß Franz Anton v. S. wurde im I. 1797 in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Dieser Frhr. v. S., dessen Vater dem israelit. Glauben angehört haben soll und aus Berlin war, war der bekannte Schriftsteller über Staatswissenschafken. Bei M. v. M. wird er Franz Anton v. S. und scheint also vor seiner Erhebung in den Freiherrnstand schon geadelt worden zu sein. In dem brockhaus'schen Konversations - Lexikon, 5. Ausg. IX. 253, wird derselbe Josef genannt, und so nennt ihn auch Vehse in seiner Geschichte des österr. Hofes und Adels, VII. 314. Vergl. Wienner. )M. v. M. 86. - v. H.) Ionnenfels, s. Pfaffeurath. Sonnenhof, s. Maistrelli. Sonnenklar v. Innstädten, österreichisch. Karl S. Edler v. I. stand 1857 als Major im 16. k. k. Inf. Reg. Sonnenmnqcr. Der Hofvicekontrolor Franz S. wurde im Jahre 1792 mit „Edler von" geadelt. sM. v. M. 267. — v. H.) Souncnstcin, österreichisch. JnlinS Ritter v. S. stand 1857 als Hauptmann im 53. k. k. Inf. Reg. Vergl. Sonntagv. S. Sonncnstcin, s. Konrüd; Zacher; Zaiher. Sonnentag, ein altes Geschlecht, das im 17. Jahrhundert in Würzburg bekannt war. Durch den 36jährigen Krieg verlor es Vermögen und Familiennachrichten, daher erhielt es im I. 1767 von K. Josef I. ein Erncuerungöpatcnt über seinen Adel. fZcdler XXXVIII. 793 u. f. aus schriftl. Nachrichten. — Sicbmacher III. 199. n. 8. — v. Zedlitz. — v. H. — v. Ledebur II. 458.) Ionncnthal, s. Frcly; Manfroni; Salvini. Sonnet dn Player, österreichisch. Nikolaus v. S. du P. war 1796 Aufseher in der Spitelau beim Aufschlagsamt Nuö- dorf. Vergl. Ployer. sWiener Adreßbuch v. 1796.) Sonnlcithner, Jgnaz, kais. österr. Rath u. Professor, wurde 1828 geadelt und 1861 in den Nittcrstand erhoben. sA. A. Zeit., Nov. 1861.) Wahrscheinlich der Sohn. Sonntag v. Sonncnstcin, österreichisch. Wenzel S. v. S. war 1835 k. k. Generalfeldwachtmcister. Franz S. v. S. stand als Oberstlieutenant beim k. k. Bombardierkorps und war dessen Kommandant. Vergl. Sonn enstein. 1. p Sontheim, ein altes, 1266 erscheinendes schwäb. Ritter- Geschlecht , im O.A. Heidenhei m seßhaft. Es kommt von 1251 bis 1563 in Urkunden vor sGricsinger 1293); auch Hael v. S. genannt, sv. Hefncr, 1 schwäb. Adel S. 15.) 2- Sontheim, eine von dem Vater des ersten Königs von Württemberg abstammende Familie. Am 1. Febr. 1367 wurde der Oberst und Flügeladjutant v. S. von K. Friedrich I. von Württemberg in den Grafenstand erhoben. sHofzcitung v. t897. Nr. 22. — Die Württemberg. Wappenbüchcr von L. Dorst u. I. A. Tyroff. — v. Hefner, württ. Adel S. 4. T. 4; Erg. Bd. S. 49. — Taschenb. der grast. Häuser auf 1869.) f Sontra )N Doincbnrg (Domencbnrg), auch Vogt (advocatus) de S., sind ein Zweig der v. Boyneb urg, welcher im Anfange des 16. Jahrhunderts erloschen ist. Gottfried v. Bomeneburg kommt als advocatuö de S. 1225 zuerst unter diesem Titel vor, welchen seine Nachkommen anstatt des Geschlechtsnamens führten. 398 Son — Soy In den Kriegen zwischen Hessen, Thüringen und Braunschweig im 14. Jahrh. verloren sie die Stadt Sontra mit Gebiet an den Landgrafen von Hessen, doch behielten sie ihre Güter daselbst als ein Hess. Lehen; sie nannten sich nun Vögte vor dem Thore (ante valvam); eine andere Linie, ohne den Titel, nur v. S. Wappen: Im geviertctcn Schild das 1. u. 4. Feld silb. und das 2. u. 3. Feld schwarz. Die Linie v. S, im gevicrteten Feld l.u.4. eine fünfblättrige Rose, im 2. u. 3. F. S. Helmzeichcn sind unbekannt. Da die Stadt Sontra eine Rose im s. Felde führt, so scheint es das Wappenbild ihrer ehemaligen Herren gewesen, waS bis jezt noch beibehalten ist. Sonvicho, Johann Maria, wurde 1783 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. NZ Nun in Bayern, sv. Hefncr, bayer. Adel S. 115. T. 142Z Soiivins v. Sonncnscld. Der Schüzenhauptmann Josef Jgnaz S. in Tirol wurde im I. 1767 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 453. - v. H.s Zoos, österreichisch. Karl v. S. stand 1857 als Unter- Lieutenant im 31. k. k. Inf. Regiment. 's Soothmcistcr, Sootmcister, ein in der Mitte des 15. Jahrhunderts ausgestorbenes brauuschweig-lüneburg. Patrizier- Geschlecht. Eigentlich ist der Name S. ein Offizialname einer MagistratSpcrsvn der Stadt Lüneburg, den aber Einer mit Namen WasmoduS im I. 1273 mit seinem Namen vertauscht, und er u. sein Geschlecht denselben zum GcschlechtSnameu gemacht hat. (Büttner's Stamm - u. Geschl. Register der braunschwcig-lüneburg. Patrizier. Ppp. — v. Meding II. n. 850. — Lüdersens Sammlung. - v. H.s Sophie, Franz Anton, b. R. Doktor nnd Advokat bei dem brabant. Rath, wurde 1719 in den rittermäßigen N.Adelstand erhoben. sR.T.A.R.s Jornnc», s. Melolupi. Joragna v. Melilnpi. Dieses ist ein Parmesan, uraltes Geschlecht, welches seit dem 12. Jahrh. das Marquisat Soragua besizt. Es wurde in den Reichsfürstcnstand erhoben und ist in Oesterreich begütert. (Jahrb. d. deutsch. Adels für 1848. S. 499.) Soranzo, österr.-italienisch. MatheuS Edler v. S. war 1 835 Vicepräsidcut des Civiljustiztribunals zu Venedig. Kamills Nobile S. stand 1857 als Obcrlieuteuant im 45. österr. Inf. - Regiment. Sorawski, s- Zorawski. Jorlioiiii, Oloff, k. schwcd. Lieutenant, wurde 1789 geadelt. sR. T- A. R.s Sorgcndorf, s. Stich- — Sorgcnftls, s. Zaun er. Sorgcnthul, s. Sörgel. Sorga v. Ehrenhelm. Der Oberlieutcnant bei „Brentano", Bartholomäus S., wurde im I. 1793 mit v. E. geadelt. sM. v. M., Erg. 453. - v. H.s Sortis!, Bartholomäus, kursächs. geh. Kammerdiener, wurde um das I. 1665 in den Adelstand erhoben. (R-T-A. RZ Zoro. Der österr. F. M.L. Graf v. S. befand sich 1758 unter den Rittern des k. k. Militär. Maria-Therestenordcns. JorocMski, galizisch. Roman v. S. stand 1357 als Hauptmann im 15. österr. Inf. Regiment. Sorosnin-Moni. Der Marquis Josef Anton S.-V. zu Crcmona wurde im I. 1818 in den österr. u. erbländ. Fürsten - stand erhoben, mit dem Ucbergang auf die Erstgeburt. sM. v. M. 8. — v. H.s Sorriot de l'Hoslc. Der Generalfeldwachtmeister Andreas S. de l'H. wurde im Jahre 1816 Freiherr. John Anton S. aus Lothringen wurde neben Bestätigung seines ausländischen Adelstandes 1752 mit dem Beinamen de l'Hoste in den R. Nitterstand erhoben. sR. T. A. R. - M. v. M., Erg. 102. - v. H.s Sosnicki, auf Wola im Posen'scheu. W.: Trombh I. sv. Ledebur II. 458.) Sosnowski, im Großherzogth. Posen. W.: God^iemba. sv- Ledebur II. 458.s Zossoi, Anton, öfter reich. Feldmarschalllicuteuant, darf sich — 1855 — des erhaltenen modcues. Adels — als eines ausländischen — bedienen. sOestcrr. Mil.Schemat. v. 1855.) Nach dem österr. Militärschcmatismus von 1858 wurde derselbe im Jahre 1857 in den österr. Frciherrustand erhoben. Soßiiovctz v. Wlkonowa. Joh. Josef S. v. W. in Böhmen wurde im Jahre 1763 in den alten Freiherrnstand erhoben. Ein altes böhm. Geschlecht, welchem nach der Schlacht am weißen Berge die Güter konfiszirt wurden. sTaschenb. der frhrl. Häuser auf 1848 u, f. — M. v. M. 8ö. — v. H.s Sotenus, s- Sachsen he im. — Sötern, s. Sötern. Zöthen, eine adliche hannöv. Familie, von welcher Grote, hannöv. Wppb. v. 13, das Wappen gibt. Die Familie ist verschieden von jener der v. Soden und gehört zu den Patriziern (?) von Duderstadt, sv. Ledebur II. 458. — Kneschke, Wappen II. — v. Hefner, hannöv. Adel S. 27. T. 3V.s Soulnra». Kommt nur 1817 in der Person eines prcuß. Lieutenants v. S. vor. sv. Ledebur II. 458.) Jouchcs, ein ursprünglich französ. gräfliches Geschlecht in Oesterreich, das seinen Glanz dem kais. General Ludwig David Grafen v. S. zu verdanken hat, welchen der Kaiser am 22. März 1656 zum Freiherrn und 1663 zum Grafen erhoben hatte. (Zedier XXXVIll. 1005—7. — Gauhe II. 1088. — Siebmacher V. 1. n. 5- — v. H.s Soudoin v. Niederwerth. Der Generalmajor Joh. S. wurde im I. 1819 mit v. N. geadelt. (M. v. M., Erg. 454. -- v. H.) Saudis», s. Palsgraaf. SmihlNs. Der Oberstlieut. :c. Philipp S. wurde im I. 1766 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M. 87. — v. H.s Joukup v. Dulnnck, österreichisch. Emil S. Edler v. D. stand 1857 als Hauptmann im 35. k. k. Inf. Regiment. Joupper. Der Oberstlieut. Franz S. wurde im I. 1818 geadelt. sM. v. M. 267. — v. HZ Sourdcuu, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden. Karl August Frhr. v. S. befand sich 1857 unter den unangestellten k. k. österr. Obersten zu Trieft. Souvent, wahrscheinlich aus den ehemaligen österr. Niederlanden oder gali zisch. Alfred Edler v. S. stand 1857 als Kadet im 8. österr. Drag. Regiment. Wolfgang Edler v. S. befand sich unter den unangestellten k. k. Obersten in Tarnopoll. Iowinski, auf Priom in Ostpreußen. W.: Jastrzembiec. sv. Ledebur II. 458.) 1. Soycr. Tobias und Jakob S., aus Steh er mark abstammend, erhielten von Kaiser Ferdinand II. im I. 1627 einen Adelsbrief, sv. Lang 551. - Zedier XXXVIll. 1046.) Joh. Karl Soy — Span 399 S. v. Biirgsburg u. Edling, Oberstlieutenant u. Kommandant zu Scmlin, wurde im I. 1746 in den böhm. Freihcrrnstand erhoben, fv. Hefner, baper. Adel S- 116. T. 142. ^ M. v. M., Erg. S. l02. - v. H.1 2- f Zoycr z» Eistndors, Hanns, in der bat) er. Landtafel 1470. sHund III. 6463 Ioqka, Johann, kais- österr. Major, wurde 1842 geadelt. fM. S.j Ipaarman». Der k. poln. Hauptmann und Kommandant der PontonierS, Johann Georg S., wurde vom sächs. Reichsvikariat 1792 in den Adelstand erhoben. fM. S.j Spada, s. Gilio-Rimoldi della Spada. Ipade, ein jülich'schcs Geschlecht, dessen Wappen v. Meding, III. n. 791, nach einem Siegel von 1441 beschreibt. sLüdcrsen's Sammlung.j Bis 1498 war diese Familie mit dem Drostenamte des Stiftes Gandersheim belehnt. Korn. S. restgnirt solches in diesem Jahre, worauf Henrik v. Reden nebst den dazu gehörenden Gütern von der Äbtissin damit belehnt wurde, sv. H.j Spitt», ein altes Geschlecht im Cleve'schen, woselbst es sehr begütert ist. Alexander v. S., cleve'scher Negiernngsrath, Kammer- Herr und Landdrost, wurde snb dato Laxenbnrg, 25. Mai 1661, in den Freiherrnstand erhoben, welches der Kurfürst von Brandenburg am 4. April 1662 bestätigte. Dem Freiherrn v. S. zu Bellevue ist am 18. August 1764 ein preuß. Grafendiplom ausgefertigt worden, sv- Hefner, preuß. Adel S. 65. T-84. — v. H. — v. Zedlitz. — Ahnentafel von 8 Ahnen der Florcntina Anna Freiin v. Spaen zu Mayland u. Rcngenberg, in Dithmar II. 42. n. 27. — Fahne II. 138, wo ein Stammbaum. — v. Ledebur II. 453. — Preuß. Wappenbuch II. 64. — v. Steinen, westfäl. Gesch. UXI. 2.j Kpätgens, Spätgen, ein sch lesisches, ursprünglich berg'sches Geschlecht, ans welchem der Oberamtsrath Heinrich Gottfried S. in Schlesien am 22. Febr. 1715 in den böhm. Freiherrnstand erhoben wurde. sSinap II. 449. - Zedier XXX VIII. 1967. - M. v. M., Erg. 163. — Fortgcs. neue geneal, hist. Nachr. Th. 23. S. 884. — v. Ledebur II. 458. — v. H.f Zpagcrcr, Johann, erhielt 1687 ein Adclsdiplom n. Wappen- Besserung. sR. T. A. R.j Ipaia, Spaln, Spahl, fulda'schc Vasallen im 14. u. 15ten Jahrhundert. sSchannat, Client. Fuld. >52. — v. Meding III. n. 792. — v. H.j Spalart, österreichisch. Robert v. S. war 1796 Ein- reichungsprotokollsadjunkt beim nicderösterr. AppellationSgericht. sWiener Adreßbuch von I796.j Ipalatiiio, Nikolaus, kaiscrl- Hauptmann, erhielt 1583 einen Reichöritterbrief. sR. T. A. R.j Spaichabcr, Johann Daniel, wurde 1744 geadelt. sR. T, A. R.j Zpalding, Lieutenant im 3. Drag. Regiment zu Landsberg, wurde am 19. Juli 1834 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in den Adclstand erhoben. Die Familie soll aus Schottland nach Preußen gekommen sein und sich schon früher des Adels bedient haben. In Schweden wurden die Gebrüder Johann und Gabriel S. am 19. Juli 1679 geadelt. fv. Ledebur II. 458. III. 345. — Dorst, allgem. Wappenb. I. 79. — Kneschke, Wappen Il.f Zpalicnskq v. Mi»nc»th»i, wahrscheinlich ungarisch. Eduard S. v. M. stand 1857 als Hauptmann im 8. k. k. österr. Inf. - Regiment. Heinrich S. v. M. war Oberlieutenant im 9. Jnf.- Regiment. Spat», s. Spela. Ipan, eine freiherrliche, in Schlesien n. Oesterreich seßhafte Familie. sAbcl's d. u. fächs. Werth. III. 772. — Souveraine von Europa 49l. 752. — Zedler XXXVIII. >987. — Siebmacher V. 39. n. 4. - v. H.j st Spandau«. Albertus de S. in einem Brief der Markgrafen Johann und Ott von Brandenburg Zeuge 1231 unter andern Edlen. 1258 kommen auch Heinrich der Schenke v. Spandow (Zpandow) und Holf, der Vogt v. S., beide Ritter, vor. sCod. Brandenburg. XIII. 202. 297 ff.j 1. 's Spangen, eine ausgestorbene thüring. Familie, die noch kurz vor dem 30jährigen Kriege 13 Freihöfe in dem ehemaligen ichterhäuser, zwischen Arnstadt und Gotha gelegenen Kloster-, jezt herzoglich gotha'schen Amtsdorfe Thörey gehabt. sBrückner II. 7. St. 52.sj Die Familie war verschieden von den Freiherren seit 1634 und Grafen seit 1686 Spangen v. Uyternesse in den Niederlanden, sv. Ledebur II. 459. — v. H.j 2. Spangen v. Uistcrncssc, eine österr. Familie, welche auch in den Niederlanden begütert ist. Am 16. Sept. 1634 erlangte sie die Freiherrn- und am 1. Dez. 1686 die Grafenwürde. fTaschenb. der grafl. Häuser auf >844 u. f. ^ v. Ledebur II. 458.s Spangcnbcrg. Die Familie stammt aus Thüringen und erscheint von 1276 —1294 in Urkunden. In der Mitte des 18ten Jahrhunderts kam ein Zweig nach Hannover u. am 21. Sept. 1775 ward der kais. geh. Rath Georg v. S. in den Freiherrnstand erhoben. Er war 1741 kurtrier'scher Wahlbotschafter gewesen; Nachkommen hinterließ er keine, sv. d. Knesebcck.j August Ludwig, Karl Friedrich Wilhelm n. Heinrich Georg Traugott, dann Beate Auguste Antonie, Sofie Henriette Friederike und Kristiane Wilhelmine Dorothea, sämmtlich Geschwister und hintcrlassene eheliche Kinder des Andreas S., gräflich reu ß. AmtmannS zu Hirsch - berg im Vogtlande, dessen Oheim Joh. Georg v. S., kais. wirklicher geh. Rath, 1775 in den Freiherrnstand erhoben wurde, erhielten am 5. Nov. 1780 von Kaiser Josef II. ihren alten Adel wieder hergestellt und ein neues Wappen. fDorst, allgem. Wppb. I. 54. 62. — v. Ledebur II. 458. — Zedler XXXVIII. >995 u. f. — v. Ludwig, reliq. Mspt. T. 19. t6l u. f. — Gauhe II. 1992. — Siebmacher, VII. Suppl. T-14. n. 7. — v. H. M. v. M., Erg. I93.j f Spangcnstcin, ein ausgestorbenes Nittergeschlecht, welches im 14., 15. und 16. Jahrhundert die Herrschaften Schwanberg, Spangenstein, Massenberg :c. in Stehermark besaß. sSchmutz IV. 32. — v. H.j Spanghcr, Josef Ludwig, wurde im I. 1716 geadelt. fM. v. M., Erg. 454. — v. H.j 1. s- Sponheim, Sponheim, pfälz. oder rhein ländische Grafen, welche die in der Pfalz gelegene Grasschaft dieses Namens besaßen, von welchen der Lezte im I. 1437 ohne Nachkommen starb. M. s. a. Sayn u. Witg enstein. fLucä, Grafensaal 591^617. — Gauhe I. 1737 u. f. — Siebmacher II. 12. n. 2. — Hübner II. 559. — v. H.j 2. 3 Sponheim, genannt Bacharach, eine adliche Familie in der Pfalz, deren Stammreihe im I. 1370 mit Eberhard v. S. anfängt. Erloschen im Anfange des 17. Jahrhunderts. fSiebmacher I. 127. — Gauhe I. 1737. — Humbracht 267. — Hartmann's Samml. — v. Ledebur II. 459.j 400 Span — Spann 3- 5 Sponheim. Der im Jahre 1710 verstorbene berühmte preuß. Staatsminister Ezechiel S. gehört zu keiner der genannten Familien. Derselbe wurde 1702 in den preuß. Freiherrnstand erhoben. Er war aus der Pfalz gebürtig, eines Predigers Sohn, wurde Professor zuGeuf, dann Hofmeister des Kurprinzen Karl von der Pfalz, kurpfälz. Gesandter in Rom, im Haag, in London. Im I. 1679 trat er in die Dienste des Kurfürsten von Brandenburg u- starb 1710. Mit ihm ist die Familie wieder erloschen. sv. Zedlitz, Ad. Lexikon, wo ausführlich von ihm die Rede ist u. wo auch das Wappen angegeben. — Vehse w. — v. Ledebur II. 466. — Gauhe l. 1737. — Preuß. Wppb. II. 61. — v. Hesner, preuß. Adel S. 63. T- 61. - v. H.s 4. Sponheim, eine andere Familie, welche den Vornamen Wolf führt. M. f. Wolf. sv. H.^s st Sponnagl. Peter S. zu Schilling (Kelheim) steht in der bayer. Landtafel 1470. Spanner. Kommt im Jahre 1805 in der Person des Kreis - Deputirtcn Joh. Valcnt. v. S. auf Sch Melzdorf bei Neisse vor. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 466.j st Sponncrbock, ein niederrhein. Geschlecht, welches wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erloschen ist. sFahne II. III. — v. Ledebur II. 466.> Sponnocchi-Piccotomini. Der kais. östcrr- Kämmerer und Rittmeister Leopold Frhr. v- S.-P. wurde 1825 in den Grafen- staud erhoben. Im I. 1846 wurde dem Grafen L. v. Spanochi der Herrcnstand im Königreich Böhmen verliehen. Der General und Gouverneur von Livornow., Franz v. S., wurde im Jahre 1819 in den Freiherrnstand erhoben. sGräfl. Taschenb. von 1853; frhrl. Taschenb. v. 1859. — M. v. M., Erg. 163. — v. Hst Spannochi, s. Lelio- Zpanofski, SpanovSki, eine böhmische, österreichische und sch lesische Familie, die im 16. Jahrh. den Freiherrustand erlangte. sBalbini Epit. Bohcm. 666. — Sinap II. 162. — Gauhe I. 1738. — Siebmacher III. 92. u. 9. V. 16. n. 7. — v. Ledebur II. S. 166. - v. H.s Spontko, eine frhrl. Familie in Böhmen, die aus Schweden dahin gekommen ist. Paul S. v. S. war kais. Hofkricgsrath u. Generalmajor und 1675 Kommandant zu Kaschau in Ungarn. Er erlangte die freihcrrl. Würde und erwarb mehrere Güter in Böhmen. sBalbini stemmst. P. I. lab. — Gauhe 1. 1738. — Zedier XXXVIII. 1268. - v. H s Sporoponi v. Isckhiciiftld. Der öffentliche Notar zu Sulz- berg in Tirol, Michael S., wurde im I. 1740 mit v. I. geadelt. sp. Hefncr, bayer. Adel S. 116. Taf. >12. — M. v. M., Erg. 454. - v. H.s Sporfttd, Sparfelt, Sparrfeld. Andr. S. wurde am 28. Febr. 1678 von Schweden geadelt; in Schwedisch-Pommern vor 1777 seßhaft, sv. Ledebur III. 345.^j st Sparnberg, gen. Tonsdorss, auf Altenlohm und Lomnitz 1632 in Schlesien, sv. Ledebur II. 460. III. 345.s st Sparncck, ein in Franken, Schwaben und Preußen seßhaft gewesenes Geschlecht; obgleich verschiedene Wappen, doch wol nur Eines Stammes. sSiebmacher I. 167. III. 117. — v. Ledebur II. 166.s Sporr, auch S. zum Grciftnbcrg und S. z. Trampe, eine über 700 Jahre alte märk. Familie, ans welcher der kais. General - Feldzeugmeistcr Georg Ernst v. S. von Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1664 in den Grafenstaud erhoben wurde. Der kurbran- denburg. geh. Rath, Kammerherr, Generalmajor, Oberst des herzoglich cleve'schen Leibrcgiments u. Landvogt deö Herzogthums Cleve, Alexander v. S., erhielt 1661 ein RcichSfreihcrrndiplom. Georg Friedrich Frhr. v. S., kais. Oberst und der Republik Venedig General, wurde um's I. 1670 in den Grafenstaud erhoben. sR. T. A. R.^j Die Familie ist auch in Baden begütert und schreibt sich Sparre v. Cronenberg. Eine ausführliche Beschreibung ist zu finden in Cast, Adclsbuch von Baden. Die schwed. Familie v. S. ist anderen Ursprungs als vorstehende. sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 466. III. 345. — v. Hefner, preuß. Adel S. 28. — Graft. Taschenb. v. 1858. ^ Dicnemann 166. n. 4. 172. 258. n. 4. 366. 337. u. 26. 374. wo Genealogie u. Wappen. — Angeli, mcirk. Chronik 39. — Gauhe I. 1789. II. 1694-99. - Zedier XXXVIII. S. 1215 u. ff. — Neues geucalog. Hdb. v. 1778. S. 169. Nachtr. 162. — v. Hagen. Beschr. des Geschlechts der v. Uchtenhagcn 43. — Siebmacher V. 23. n. 6. — v. Mcding II. n. 851 u. f. — Mehrere Spezialia weist nach Küster II- 152—54. — G- Gcusichen versprach, der tapferen Helden v. Sparer Alterihum herauszugeben, starb aber darüber. — v. H.s Splirrau, auf Frieden borg in Preußen; s. Spirau. Sparre v. Wangcnstein, ein in die Matrikel der preuß. Rhein- Provinz aufgenommenes Geschlecht. sBernd, Taf. OXV. 236. — v. Ledebur II. 476. III. 345.s Das Wappen kommt mit dem der schwed. Sparr überein. st Iparwasser, fulda'sche Vasallen, die im I. 1480 ausgest orben zu sein scheinen. sSchanuat, Client. Fuld. 152. — v. Meding III. n. 793. — v. H .s st Sparwcin, ein in Preußen stark begütert gewesenes Geschlecht, 1525. Wappen? sv. Ledebur II. 461.s ^ Ipatschcck v. Staarscld. Der Hauptmann Mathias Friedrich S. wurde im I. 1787 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 454. — v. H. — v. Hefncr, galiz. Adel S. 27. Taf. 36.s Splitt, Achaz, Oberdrcissigamtsgegenschreiber zu Ungarisch- Alten bürg, wurde 1618 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R .s Span». Der nicderösterr. Landschaftssindikns Dr. Franz Anton S. wurde im Jahre 1721 mit „Edler von" in den alten Reichsritterstand erhoben. I. Ritter v. S., östcrr. Hofrath und Lottogefälldirektor, wurde 1860 in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie stammt aus Reutlingen in Württemberg. sFrhrl. Taschenb. v. 1862. - M. v. M. 146. - v. H.s Der Schluß des Buchstabens S folgt im lezten (IV.) Bande.